Nr. 2Z8 Ter «»tcdtner Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: GietzenerZamiliendlLtter; NreirdloN für den Kreis Hießen. Bezugspreis: monatl. Mk.1.35, viertel« jährlich Dik. 4.05. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.25: durch die Post Mk. 4.05 viertel« jährl. ausschl. Bei'tellg. Fernsprech - Anschlüsse: sür die Schrcktleitungl 12 Verlag,Geschäitsstelle51 AnschriN sür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erster vlatt lb8. Jahrgang Dienstag, 26. Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 Seneral-Anzeiger sür Oberhesjen vankverkehr: Sewerdebank Gießen Zwillingrnmddruck a.Verlag: vrühl'sche Unio.-Vuch- u. Sleindruckerei R.Lange.Schriftleilung, Geschäftsstelle «.Druckerei: Schulstr. 7. November 5 <9J8 'innahme von Anzeige» s. die Tagcsmmuner vis zuin Nachmittag vorher ohne jedeBerbindttchkeit Seilenpreise: sür örtliche -Anzeigen 25 Pf.. für auswärtige 30 Pf., sür Reklamen Mk.1.- nebst 20» oTeue- rungszusttilag: Platzvor« schrisi 20 % -Aufschlag. Hauptlchri'tleiter: ^lug. Goeg. Lerantivortlich sür Politik: Aug. (voetz: für den übrigen Teil: 1>r. Iieinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. Bekanntmachung. Ein einstimmiger Beschluß des Arbeiter- und Soldatenrats ordnet hiermit cm, daß sämtliche öffentliche Gebäude mit rote, Fahnen. dem Wahrzeichen der Republik, zu schmücken sind. Sämtliche Rccnerungs- und sonstigen öffentlichen Gebäude in Darmstadt und im übrigen Reich hißten ebenfalls die rote Fahne. Da wir in letzter Zeit dauernd mit anonymen Zuschriften belästigt werden, weisen ivir darauf hin, daß derartige unterschrists-, lose Schreiben ohne weiteres dem Papierkorb Versalien. Arbeiter- und Zoldatenrat Gießen. I. A.: Schindtmeier. Die bedrohte Einheit des Reiches. Ist die Einheit des Reiches wirklich bedrolft? Scheidemann daanlwortet im „Vorwärts" diese Fragre init vielfachem Ja. Ans Stvaßbura sei ihm mibgetellt worden, daß dort Bespveck^ungen mit der Oberteil 5'eer^sleitmig der Franzosen süattgefundm haben sollen, deren Gegenstand die Schaffung einer Republik der süddeutschen Staaten und des Rhernlandes Evesen ist. Dre Gründung soll, so fttgt Scheidemann hinzu, beschleimigt werden, falls nicht schnellstens di? Sicherheit der ^genftmtigen Regierung gewährleistet winden könne. ^ ^ Das ist sicher: je mMVrdneter dre Zustande urt INnern sind, je länger der Kompetenzsiueit in Berlin andauert, ^deito eifriger werden die Gegner auf neue Teilungspläne sinnen. selbst Wilson, der an solchen Plänen kein besonderes Interesse mehr l>at, toird sich ihnen schließlich fügen, sobald man ihm sagen kann, Deutschland sei ' ja selbst in sich zerfallen und könne die alte Ordnung und Reichseinhett nicht mehr Herstellen. Wir uns,'eit hei der mangelhaften Postverbindung bis zur Stunde noch nicht, wie die gestrige Konferenz der Einzelstaaten rn Berlin bis zum Schlüsse verlausen ist, hoffen jedoch, daß darüber wenig,tens Einheitlichkeit herrscht, daß bis zur schnellen Einberufung der Nationalversammlung eine feste einheitliche Reichsregierung bestehen muß. Tie nicht ^-rade sehr zeitgemäße Veröffentlichung bayerischer Gesandtschaftsberichte über die Vorgänge vor hem Ausbruch des Krieges sollen hoffentlich nicht auf eine Wsicht Bm-erns hinauslausen, dem Zusammenhalt des Reickies neue Sckiwierigkeiten zu schaffen. Es wäre besser, weim alle Schuldsragen bis zu einer spateren Zeit aufgffchoteu würden. Machen unsere Gegner doch schon die dringlichste Frage, die der Versorgung Teutschlant's mit LebenSmitteln. davon an hängig, daß Mügermaßen. maßen Ruhe und Ordnung in Deutschland herrscht. Die Nonferenz der deutschen Bundesstaaten. Berlin. 25. Nov. (WTB.) Die Konferenz der deutschen Bundesstaaten begann kurz nach 10 Uhr im Kdngreß- saale des Reichstnzzlerpalais. Es waren etwa 70 Vertreter der Freistaaten erschienen, neben einigen früheren diplomatischen Vertretern, sehr viele bekannte Abgeordnete, die in der engeren Heimat die Regierung übernommen haben, und daneben noch unbekannte Männer, zum Teil im Matrosen- oder Soldatenrock. Zwei lange Tisckie waren von den Vertretern besetzt, während am dritten die Staatssekretäre und Beigeordneten Platz nahmen. Tie Verhandlungen wurden durch eine Rede des Vorsitzenden, ldeS Volksbeaustrag en Ebert eröffnet. Er führte aus: Tie Arbeit, kvelche uns hier vereint, ist von allergrößtem Interesse für unser Land und Volk. Als wir die politische Macht übernahmen, standen wir vor einem Trümmerhaufen. Nun ist an die Stelle der Monarchie die sr^ialisttsch-rcpubliöanische S'aaissorm gesetzt worden, in der die VolÄdeaustragten die Exikutive haben, während die polirische Macht in den Händen der Arbeiter und Soldaten liegt. Die nächsten Llusgaben sind schnellster Friede und Sicherung des Wirtschaftslebens. Wenn die Wassensti llstandsl.edrngungen nicht bald weg allen, hat dies die allerschlimmsten Folgen. Die Rettung heißt Präliminarfrieden. Jnzwisckien muß jeder Arbeiter und jeder Soldat seine ganze Kraft sür den Wiederaufbau einsetzen, denn die Freiheit wäre wertlos ohne Brot und ohne Arbeit. Alle Transportmittel müssen rn den Dienst des Reiches gestellt werden. Tie Kohlenförderung muß auf der Höhe gehalten werden: die Solidarität muß sich überall geltend machen. Die Sozialisierung ist eingeleilet, aber ohne Experimente und erstreckt sich nicht auf einzelne »Fabriken, sondern auf ganz«, Gruppen nach genauen Studien unter Sicherung der wirtschaftlichen Werte. Nun heißt es Arbeit schassen, wo^u die engste Einheit nötig ist. Die endgültige Regelung der Zusammenarbeit zwischen der Reick)slei1uwg und den Burchesstaaten muß der Nationalversammlung Vorbehalten werden, zu deren baldigster Einberufung wir entschlossen sind. Schon morgen wird d'as Kabinett das Wahlgesetz zur Nationalversammlung in Beratung nehmen. Vorerst muß ein Provisorium zwischen den Einzelstaatjen nsnd dem Reich gesärafsen werden, was die Aufgabe der heutigen Sitzung ist. Mch kurzer Debatte zur Geschäftsordnung sprach Staatssekretär S o l t .über unsere Beziehungen zu den bisherigen Gegnern und den östtichen Nachbarn, wobei er die Lage des Reiches als aufs äußerste bedroht darstellte, sowohl durch den nackten Vernichtungswillen unserer Gegner, als auch durch die separatt,tischen Bestrebungen im Innern. Er setzt alle Hoffnung auf die heutige Versammlung, die der Reichsregierung die Vertretung nach außen ohne Einschränkung anvertrauen muß und die Nationalversammlung so schnell wie möglich einberuft. Nach ihm sprach Staatssekretär Erzberger über die Waffenstillstandsverhandlungen, woraus aus, Antrag des Präsidenten Eisner über beide Referate gemeinsam diskuttert wurde. Als erster sprach Eisner, der mit scharfem Protest gegen beide Staatssekretäre als kompromittierte Vertreter der alten Zeit begann, deren Referate nickst im entferntesten merken ließen, daß in Deutschland inzwischen die Revolution ihre Arbeit getan hat. » r In der Konferenz der deutsckvm Bundesstaaten äußerte nach dem Referat des Vorsitzenden Präsident Eisner schwere Bedenken (jogeox die Tagesordnung. Die Lage sei beürnnt, aber nickst, wie eine neue Lage zu schassen sei. Er schlage vor, die Diskussion in drei große Gruppen zu gliedern: 1. Wafsensttllstands- und Frrcdensbedingurvgen zugleich, mit der Vorfrage nach der Aktionsfähigkeit der Regierung. 2. Politisck>-nationaler ZnsanrmeNhang. 3. Wirtschaftliche Beziehungen, der Gliedstaaten zum Reich Das alles müsse nickst nur erörtert, sondern entschieden und abgeschlossen werden. Vorsitzender Eberl dringt mit seinem Vorschlag durch, daß mit dem Referat zu beginnen und dann^die Gruppierung vorzu- nebmen sei. wie sie Eisner Vorschläge. Stattssekretär Tr. Sols: Ta die Teilnahme der Vereinigten Staaten am Kriege sich als ausschlaggebend ettviesen Itibe, hätten wir uns mit unserem Waffenstillstands- und Friedensangebot auch an sie gewandt, dlußer- dem habe .Wilson als einziger ein el/rlick^s pttzisistisches Programm vertreten, wälstend alle andern Gegnern Jniperiaisten seien. In intferer Lage sei aber die einzige Rettung eine entschieden« pazifistische Politik und damit eine Eindärmnung des Imperialismus. Allerdings herrsche auch in Amerika Siegesstimmung urrd daher Übereinstimmung mit den Wafsenstlllstmrdsbcdingimgen. Amerikas Forderung sei, daß in Deuts chl.rno die Ruhe und Ordnung ausrechterhalten werde, sonst drol-e cs nach) den Worten Tafts mit dem Einmarsch. (Äen jetzt sei die A n t w o r t W i l s o n s em gegangen, welch- die Versorgung in Aussicht stelle, wenn die öffentlich Ordmmg aufrocherhalten werde. B'N England h^abe die hochfahrende Siege s sti m mu n g gesiegt, ^lbst Lansdowne und Henderson seien verstummt. Lord Cerils Rücktritt könne man wohl ans seine Stellung zum Völkerbund zurückfuhren, die der unseren entspreche. Alich in England lr^rde von Deuts ckAvw» eine gesickerte Majori.älsregierung v-rlangt. Herrsch in «Ärgland Siegesjubel, so sei in Frankreich Siegesraumel an der Tagesordnung. . Ein.r Delcgrcrtenversgnrmlung der Arbeiter- und Soldaten- räte in Berlin. Berlin, 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich) Ter Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenrats Groß-Berlin veröffentlich an die Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands einen Aufruf, in dem es heißt: Jetzt gilt es, die Mackste der Gegenrevolution, die nach dem ersten Schecks ans ihren Winkeln heraus kriechen, mederzu'alten. Besttebimgcm sind im Gange, das Reichsgebiet zu zersch'agen und die unlieilvolle mittelalterlich Klecnstaaterr in ncuec Form wieder einzusühren. Tie Verwirklichung der großen demottatisck)en und sozialistischn Ziele verlangt aber die Erhaltung eines großen deutschen Wirtschasts- und Sprachgebietes. Ter Vollzugsrat der Groß- Berlrner Arbeiter- und Soldatenräte will keine feindselige Trennung zwis d)en dLord und Süd. Er will, daß daS befreite Teuffch land der Schwierigkeiten, die mit dein Friedensschluß verbunden sind, Herr werde. Wir fordern Euch deshalb auf, so schnell wie möglich zu einer Delegiertenversammlung in Berlin zusäminenzutveten. Schnelle Handeln tttt not. Es ist daher nicht möglich, ein einheillichs, allgemein gütiges Wahlsystem vorzuschlagen. Wir emp etzlen vielmehr, aus den zur Zeit hi-steh-enden Arbiter- und Soldatenräten Delegierte zu wählen und nach Berlin zu senden. Tie Delegiertenversammluwz dan im Höchstfall nur 500 Mitglieder umfassen. Unter Zugrundelegung der Volks- zählungsergebnisse vom Jahre 1910 würde ans rund 200000 Seelen ein Delegierter kommen. Für die noch besteh?ndm großen Heeresverbände ist aus je 100 000 Mann ein Delegierter zu wählen. Wir empfehlen, bei den Wahlen die Verhältniszahlen der in dem Bezirk vertretenen Arbeiter und Soldaten zu berücksichtigen. Wir schlagen Euch vor, die Telegiertenversammlung spätestes am Montag den 16. Dezeinber dieioS Jahres im Sitzungssaal des preußischen Abgeordnetenhauses zu Berlin zusammentreten zu lassen. Ihre Aufgabe würde es sein, die Wahl eines provisorischen Zentralrates der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlcmds vorzunehmen, die Aüsarbeittcng eines für alle deutschen Arbeiter- und Soldatenräte maßgebenden Wahlsystems zu übernelMen. eine Entschließung über die künftige gesetzgebende Versammlung zu fassen und *u sonstigen politischen Fragen Sellung zu ueJjmen. Bayerische verösfentlichungen über den ttriegsursprung. Der bayerische Ministerpräsident und Minister des Aenßern hat vor kurzem bei der Reichsvegiermig den ATttrag gestellt, die Akten über den Kriossursprung zu veröffentlichen. Diese Anregung war durch die Einsicht verLnlaßt, daß nur durch die volle Wahrheit jenes Vertrauensverl-ältnis zwisckMi den Völkern her- ges'.etlt werden könnte, das Voraussetzung für einen Frieden der Völkerversohnupg ist. Ter bayerische Ministerpräsident wird seinerseits bemüht sein, aus den diplomatischen Urkunden des bayerischen Dienstes ausklärende Beiträge zur Vorgeschichte des Wellkrieges zu veröffentlichen. Vorerst seien aus den Berliner G-esandtschastsverichten des Grafen L^rchenfeld folgende Einzelheiten mitgeteüt: In einem Bericht vonr 18. Juli 1914 hat der bayerische Gesandte in Berlin, Graf Lerckienfeld, die Beziehungen erörtert, die zwischen der Berliner Reg.ienmg und dem verhängnisvollen Ultimatum Oesterreich-Ungarns an Serbien bestehen. Es heißt in diesem Bericht: Daß Serbien derarttge. mit seiner Würde als unabhängiger Staat unvereinbare Fordcrimgen nicht annehmen kann, liegt aut der Hand. Die Folge wäre also der Krieg. Hier ist man dur chaus einverstanden, daß Oesterreich die günstige -Stunde nützt, selbst auf die Gefahr weiterer Verwicklungen.hin. Ob man aber in Wien sich darauf aufraffen wird, erscheint Herrn Jagow wie Herrn Zimmermann noch immer zweifelhaft. Der, Unterstaalssekretär äußerte sich dahin, daß Oesterreich-Ungarn dank seiner Entschlußlosigkeit und Zerfahrenhert jetzt eigentlich der kranke Mann in Europa geworden sei, wie früher die Türkei, mis dessen Aufteilung Rußland, Italien, Rumänien, Serbien und Montenegro warten. Ein starkes und erfolgreiches Eirffchweiten gegen Serbien würde dazu führen, daß Oesterreickier fand Ungarn sich wieder als staatliche Macht fühlen würden. Das darniederliegende Wirtschaftsleben würde wieder mrsgerickyer und die fremden Aspirationen auf Jahre hinaus niedergehalteni werden. Bei der Empörung, die heute in der ganzen Monarchie über die Bluttat in Sera je wo herrscht, könne man wohl auch der l Zwischen Truppen sicher sein. J>7 einigen Jahren sei dies bei der Fortentwicklung der flaivisck-en Propaganda, wie General v. Hötzeu- dorff selbst zugegeben habe, nicht mehr der Fall. Man ist also hier der Ansicht, daß es sich für Oesterreich- Ungarn um eine Schicksalsfrage handelt und aus diesem Grund hat man hier auf eine Anfrage aus Wien ohne Zögern! erklärt, daß wir mit jedem Vorgehen, zu dem man sich dort entschließe, einverstanden sei, auch aus die Gefahr eines Krieges mit Rußland hin. Tie Blankovollmacht, die nran dem Kabinettschef des Grasen Berchtold, dem Grasen Hoyvs, gab, der zur Uebergabe eines allerhöchsten Handschreibens und Zeines ausführlichen Memorandums hierher- gekommen war, ging so weit, daß die österreichischamg.-rri'i'che Regierung ermächtigt wurde, mit Bulgarien wegen Aufnahme in den Dreibund zu verhandeln. ' In Wien scheint man ein so unbedingtes Eintreten Deutschlands für die Donaumonarchie nicht erwartet M haben und Herr Zimmermaun l)at den Eindruck, als ob es den immer ängst- lickxm und unerttsckKossenen Stellen Wiens fast unangenehm wäre, daß von deutscher Seite nicht zur Vorsicht und Zurückhaltung gemahnt worden sei. Wie sebr man in Wien mit seinen Entschlüssen schrvankte, beweist der Umftmid, daß Gras Berch4old drei Tage, nachdem er hier welwn des Bündnisses mit Bulgarien hatte ansragen lassen, telegraphiert habe, daß er rrocb Bedenken ttage. wit Bulgarien abzuschließen. Man 'hätte es datier lieber gesellen, wenn mit der Mtion gegen Serbien nicht so lange gewartet würde und dec serbischen Regierung nickst Zeit gelassen würde, etwa nur unter französischem Truck von sich aus eine Genugtuung anzubieten." Es Wird dann tu diesem Bericht des Grafen Lerchen selb an den Grasen Hertling weiter über die diplomatische Aktion Deutschlands geplaudert, die Reichsleitung werde mit dem Hinweis darauf, daß der Kaiser sich auf der Nordlandsreise befinde mrd der Chef des Großen Generalstabs sowie der prercmsche Kriegs- minister beurlaubt sein, behaupten, durch die Aktion Oejterreic^ genau so überrascht zu sein wie die anderen Mächte. Weiterhin werden über das vermutliche Verhalten der Mächte allerlei Betrachtungen airgestellt. Es heißt da: „Herr Zimmermann nimmt an, daß sowohl England wie Frankrerch, denen ein Krieg zur Zeit kaum erwünscht wäre, anfRußland in friedlrchemSinne einwrrken iöfi> den. Außerdem baut er daraus, daß das Bluffen eines der obligatesten Requisiten der r>p fischen Politik bilde und daß Rußland zwar gern mit dem Schwert droh7, es aber im entscheidenden Moment doch rricht gern für andere zieh?." Ueber England wird gesagt, daß ihm der Kampf zwischm Zweibund und Dreibund in der jetzigerr Zeit schon mit Rücksicht ans die Lage in Irland wenig willkommen sei. Käme es freilich zum Krieg, so sei es die Auffassung in Berlin, die englischen Vettern würden wir mr der Seite unserer Gegner finden, da Eirg- land befürchte, daß es vielleicht im Falle einer Niederlage auf die Stufe einer Macht zweiten Ranges herabsinke und damit das eure*, päisibe Gleichgewicht gestört würde. Berlin ,25. Nov (WTB.) Die bayerische Gesandtschan teilt bierbutrf) mit, daß der erste der gestern veröffentlichten baye-.isck)en Gesandtsck)aftsberichte nickst vom Grasen Lerchenseld, sondern von Dr. Hans v. Schoen abgesaßt ist. Lansing über die Versorgung veutsch!ands. Ber lin , 25. Nov. (WTB. Amtlich.) Die deutsche Regierung erhielt durch Vermlltlung der schweizerischen Regierung in der Frage der Versorgung Deutschlands mit Lebensmitteln nachstehende Antwort des amerikanisck-en Staatielretärs Lansing: In der gemeinsamen Sitzung der Mben Häuser des Kongresses vom 14. November erklärte der Präsident der Vereinigten Saaten, daß die Vertreter der verbundenen süegierungen in dem obersten Kricgsrat in Versailles in einem einsttmmig ge aßten Beschluß den Völkern der Mittelmäckste zugesagt hätten, daß alles unter den gegenwärttgen Umstäriden MöAick-e getan tverden solle, um sie mit Nahrungsmitteln zn versehen und um die traurige Not zu erleichtern, die an einzelnen Orten jhr Leben bedroht, und daß sofort Schritte unternommen werden sollen, dieses Hilfswert in derselben Weise systematisch zu organisieren, wie dies im Falle Belgiens geschehen sei. Ter Präsident gab ferner der Ansicht Ausdruck, daß es sich durch die Verwendung der brachliegenden Tonnage der Mittelmächte alsdann ermöglichen lassen sollte, der bedrängten Bevölkerung der MittÄmäckste die Furckst vor äußerstem Elend zu nehmen intb ihr Gelegenheit zü geben, ihre Aufmerksamkeit und ihre Kräfte den großen gesahv« vollen Ausgaben des politisckion Neuaufbaues zu widmen, denen sie jetzt überall gegenübersteht. In diesem Sinne beau'tragt mich der Prmident zu erklären, daß er bereit ist, die Versorgung Deutschlands mit Nahrungsmitteln in günsttgem Sinne zu erwägen und diese Frage mit den verbündeten Regierungen sofort auszu^ nehmen ^vorausgesetzt, daß er die Berfick-erung erhält, daß iv Deutschland die össemliche Ordnung aufrecht erhalten nürd und auch weiterhin aufrecht erhalten bleibt, und daß eine gerechte Verteilung der Nahrungsmittel unzweifelhaft garantier wird. * Japanische Wünsche. Washington, 24. Nov. (WTB.) In diplomatischen Kreisen in Waslstngton erklärt man. daß die japanischen Friedensdelegierten folgende siel>en grundlegende Friedensbe^ stimmungen Vorschlägen werden: 1. Uebereinstimnnmg mit England wegen der Freiheit der Meere, 2. Sympathie mit den; Plänen der Mliierten, die kleinen Nattonen zu schützen. 3. Aner» kennimg der Notivendigkeit für Japan, Ordnung in Sibirien zu beroaTvren, 4. Anerkennung der javanischen finanziellen, kommerziellen und industriellen Einflußsvhäre in China, 5. dauernde Be- setznng voiMaulsck>au, 6. japanisches Protektorat über dieMarscball- instln, Karolinepinseln und anderen deutschen Inseln im Stillen Ozean, 7. Auf Gegenseitigkeit beruhende rechllickie Gleichstellung (reeivrvcatory rMts) für die japarrischcn Bürger in der ganzem Welt, i f y § _r_ Aus dem Reiche. Die Parteinkubiwungen. Leipzig, 24. Nov. (WTB. Nickstaintlich.) Der geschäftSq führende Ausfckmß ^>es Nationalliberalen Landest vereinsfür Sachsen hat beschlossen, andie Berlinerde- mvkratischeParlei sowie an die deutscheBolks Partei die Bitte zu richten, sich zu vereinigen. Solange dies nicht gesckiehe, wird das liberale Bürgertum Sachsens aufgefordert, sich bbiden Parteien sernAUhallen, beim nur eine einheitliche groß- deutsche demokratische Partei, die auf den Organisationen der beiden bisherigen liberalen Parteien aufgebaut ist, könne die Interessen des Bürgertums beim Aufbau des neuen Reiches lvahrent Der Nückzng der Truppen über den Rhein. Ludwigshasen, 25. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Durchzug der vom Westen kommenden Truppen durch Ludwigshafen und der gleichz-eittge Uebergang über den Rhein nahm gestern seinen Anfang. Die Stadt hat reichen Flaggen- und Girlandenschmuck augelegt. Eine überaus zahlreiche Menge durckstlutet die Straßen. Die Truppen werden beini Erscheinen lebhaft be. grüßt. Den ganzen Sonntagvormittag durchzogen österreichisckZe Truppen mit ihrer ganzen Bagage die Südstadt. Bei der l)errschen- d-en Kälte empsand'n es die Truppen angenehm, von der Einwohnerschaft mit Kaffee, Tee. Kognak und Rinchworen bttvir et zn werden. Gegen 1 Uhr mittags passierten deutsche Minenwerfeiaöttilnngen die Stadt. Alle Truppen nalyiien den Weg über die Rlwinbrücke durch die Nachbarstadt Mannheim, die gleichfalls zn Ehren der heimkehrenden tapferen .Krieger im Festlleide prangt, nach Heidelberg, von wo aus sie teilweise mit der Bahn iveiterbefördert werden. Tie ganze lausende Woche werden vornrittags Truppendurchzü-ge durch die Stadt und über den Rhein stattsinden. Während dieser Zell ist der Straßenbahnverkehr vormittags in der inneren Stadt eingestellt. i. Köln, 26. Nov. (Dvahtn0 Wie der „Köln. Vol^chg" zusländigwsints gemeldet wird, werden die letzten lxmtschien Trup. pen morgen 27. Nov. ^lachen verlassen. Zur Ausrecksterliallung der Rul>e und Ordmmg bleiben W zum Mgrrng des letzten Zuges die sämtlichen Wachen mtt dorr sLmtlickxn, Reserven in Bereitschaft, so daß zimschen dem Mmarsch der deutscher Trntrpen und dem Einung der fremden Besatzung lerne ZivisckZenpausc entsteht. Unterdessen wälzt sich der ungehc:ure Stwm luckslntrnder Truppen durck> die rhcinisckxn Städte und Eiseldörfer. überall! mustergültige Ordnung beivahvend. Xttf Stadt und Land Gießen, den 26. November 1918. Leben-mittel. W u r ftv erkau f. Ter Becßiuf tt>.i Wurst aus unterwctti- OSi Rrntern findtt am Mittwvch,, den 27. d. M. n-ahvcnd der Üblick^n Gesck>äftsstun!den statt. Näheres siehe Anzeige. Zwiebel-Verteilung. l Ausgabe Vtz. 7.) Bon Fre^ tag, den 29. Nov bis Dienstag, den 3. Dez. 1918 gegangen gegen j Vorlage der Lebensmittel krtto utrd Abgabe des Bezugs ab s ckMittes ! Nr. 7 in den KleinhLndelsgesMsten, bei denen die Vorbestellung i «rfolgl ist, Zwiebeln zur Ausgabe. Auf den Abschnitt aitfällt I 1 /f Pfund Ztriebeln. Siehe Anzeig. * ** Warnung vor dem Verkehrmit Kriegs- yefangencn. Wie nnr bereits verschiedentlich angedeutet, haben fick) im Verkehr mit den Kriegsgefangenen Zustände herausgebildet, die die Moral der ganzen Bevölkerung gefährden. Warnungen sind bisher fruchtlos geblieben. Das Polizei amt teilt uns nunmehr mit, daß es sich gezwungen sieht, von setzt cm mit rücksichtsloser Schärfe gegen alle Frauenspersonen vorzugehen, die im Verkehr mit Kriegsgefangenen arrgetroffen werden. Jede S-chuldige wird zur Feststellung des Namens zur Wache gebracht und die Namen werden anderen Tages an dieser Stelle des Gießencr An Seigers an den Pranger gestellt. ** Zur Mitte i lang über die glückliche Ankunft zweier Wagen mit Wein in Gieftm wird uns beträtet: Es würde die Leser sicher auch interessieren zu hören, daß beim Entleeren dcr beiden Wagen von den dabei tätigen Mannschaften im Bessern von Vertretern des Soldatenvates, die als solche durch ihre weißen Armbinden kenntlich waren, zwei Kistenerbrvchen und die darin enthaltenen Flaschw am Orte aus ge trunken worden srt:d. Tie leeren Fkisck-cn sind über die Mauer in den Garten des Anakomie-GebÄidos geworfen ivvrden. Tie bestimmten Aussagen von sickirren Zeugen werfen ein recht hübsches Licht auf die Inständig tviderhiolte Bebaurüirng. Plünderimgen und Ti-eb- stähle kämen nicht vor. Von den Fenstern der Miniken aus kann man manckres beobaästen. was mit dieser in Widerspruch steht. — Wir bcmecfni hierzu, oaß uns weiter wtgtixmbüäyß. Falle zur Kennchis gekomnnm sind. An der Plockstation Klein-Linden soll die Ausplünderung der dort Ixcktetiden Eisenbahnlvaggons durch Militär und Zivtlbevälterunq an der Tagesordnung sein. Tie Un- verschiämtlZect der Räuber geht so weit, daß sie Bahnbeamten, die dem verbrecherischen Treiben Einhalt c^bieten wülten, mit Totschlag drohten. Wenn die neugebildetc Sick>erchnts>lvehr nicht aus- reicht, so ist cs an der Zeit, hier und auch in Klem-Oinden eine Freiwilligemoehr zu schassen, die den festen Willen l)at, rücksichtslos Een alle Auswüchse vorzugehen. Wir sind sicher, daß es an Freiwilligen nicht fehlen wird. ** Keine Entwaffnung von Fronttruppen. Wie der Arbeiter- utrd Soldatenrat beim stellvertet-enden (^«1 klmimando 18. Armeekorps mittttll, sind Fronttrnppen selbstverständlich nickü zu enttvasfnen. Zu den Fronttrnppen zählen auch vorausgesckncktc, im dienstlichen Interesse tätige Militärptrsonen, wie Quartiermacher, Verbindungs-O ffiziere usw. ** Ans dem Stadttheaterbucea u.Auf die l)eute stattfindende 7. Tienslag-Abonrvement-Borstellimg sei mich an dieser Stelle ganz« besonders hingewiesen. Zur Aufführung gelangt Sha^chpeares ..Kaufmann von Venedig". Die mft Rücksicht auf die Köhlenknappheit notwendig gewordene Zusammen-- legimg der Llorstellungen findet bereits bei der nächsten Freitags- dlbonnements-Vorstellung Anwendung, so daß also die 7. FreitagK- Äbotrnernettt-Vorstellung am Samstag den 30. Noveml^r stattsindet. ** Wirtschafttiche Demobil ma chu ng. Durch die ^ldeichskanzlerverordrrung vom 7. November 1918 über die wirt- schaftliche T-emvbilnmchlmg sind amtliche Stellen eingerichtet worden, mit der Aufgabe, Anordnungen zu erlassen, welche erforderlich sind, um Störungen des Wittsä-aftslebens infolge der wirtsckZaft- Vrmdwerlier-Z^I-^UgeiDffenschaft soll eine rilärung dieser Frage Herderscttchtt locrdam Im weiteren Verlaus der Verhandlungen machlte L.r. Krrrnsrmckler noch Mitteilung, von der in Aussicht ^nommenen Lelirloig^vermittlungsstelle, die allen Handtverkern und tehrllnsen unentgeltlich, zur Verfügung steht. Llußerdem ist deadllchttgt, me Mitglicher des Ottsgewerbevercins bei der Füh- run g der B ü cher in geeigneter Weise zu unterstützen. Eine Versammlung der Reichs-, Staats - und kommunalbeamten sowie der Bedien st eten und P en- sronäre, die außerordentlich stark besucht war, war auf gestern, abetw rn das Hotel Grvßherzog cinberufen. Sie hatte den Zweck, m dieser ernsten Zeit den Zusammenschluß aller lokalen Beamten-- vercmigungrn herbeizuführen. Nach einer längeren, eingehend-ew Aussprache, an der sich die Vertreter aller Gruppen beteiligten, wurde die folgende Entschließung einstimmig angenommeti: „Die am 25. sttovember im Hotel Groß!>erzog in Gießen zahlreich versammelten Reichs-, Staats- und Gerne indebeamten, sonne Ruhe- gehaltsenipsänger^stellen sich uneingeschränkt in den Dienst des deutschen Volkes. Sic sind bereit, alle von der bestehenden Regierung rm Interesse der Fortführung der Geschäfte ergehenden Anweisungen zu befolgen; sie sind aber in schwerer Sorge und Unruhe wegen der Sicherung ihrer Existenz. Sie sind nicht gewillt, sich bei der Geltendmachung ihrer Rechte ausschalten zu lassen, und erwarten von der neuen. Regierung, daß sie die von der allen Regierung übertwmmenen Verpflichtungen hinsichtlich der Sick)erhei.t threr Existenz und der Zahllmg der Besoldungen und Ruhegehälter voll und ganz übernimmt. Die Beamten fordern daher die als- baldrge Wahl und schleunigste Einberuftmg der zugesagten Na- tional Versammlung." Darauf wtirde ein^Arbeitsausschuß aus Mitgliedern der einzelnen Gruppen der akademisch gebildeten, der mittleren und Unterbeamten der Reichs-, Staats- und Gemeindebeamten sowie der Lehrer uttb Pensionäre gewqhlt, an den sich auch der Verein der Privat«wgestelllen anschlicßcn sott, so daß drese Organisation wohl die Zahl von über 4000 Mitgliedern umfaßt, ein unpolitischer Verein, an dem man nicht achtlos vorüber- ge!-cn kann, dessen berechtigte Wünsche und Forderungen gehört werden müssen. ** Entlassungsanzüge nur dtcrch die Militärbehörde. D^e Versorgung der aus dem .HeeresRenst aus scheidenden Uuter- vffizicre tucd Acannschtchten mit EnllassungsLnzügen erfolgt du.rck> die Ersatztruppenteile, die die Entlassuug vornehmen, und nicht mehr durch die Nalahads »rnschttldigem Gesicht zurück, wo sie 'offenbar beruhigt ver- werlten. Er beugte srch über den Ladentisch und begann vorsichtig: „Sie wünschet: mick> zu spreckZen?" „Wegen einer Dmne," sagte Galahad. Ter verwirrte Ausdruck kehrte augenblicklich tn das Eesrcht des jungen Mannes zurück. „Sie find ihr Vater'?" fragte er, nach Luft schnappend, nein!" rief Galahad lachend. ,^Fch bin nur ein Wveund von ihr.^ Fräulein Sibyl—" Er hielt inne. Es jiet lhm ein, daß er chren Familiennamen nicht kannte. Es war rhnr gar mcht zum Bewußtsein gekommen, daß etn so unvergleichliches Wesen einen Familiennamen haben rmrnte Aber er. wußte die Nitmmer ihres Hauses, und' das gaft Ottr ltzmder wurde schotten, bestimmt. Das festgelegte Programm für ^Lj^Eellung der Ernährung der Bevölkerung. 2. Nachdrückliche Bekämp'ung des Schlcichhandels und der Hamsterei. 3. Sicherung der Lcmdtvittsck>aft gegen imberulenck Uebergttsse. 4. Arbtttsvertmttlimg: a) menschlick^ Ar'ceitskräiie; b) tiettsche Arbeitskräfte. 5. Kontrolle über die abgelieserten ^tzah- rungsmittel beei dcn zuständigen Berbäneen durcck ^ommi'sionen aus Bauern, Bürgern und Arbeitern bes:el>end. 6. Eng' e Ftchnmg- inahme mit den Arbeiter-, Sob.xrceti- und Bauertiratcn. 7. Be- leittgung der Wirtschafts-Ausschüsse turd Uchernahme der Befuge Nisse auf den Bauernrat. 8. Alle bisher durch Kvnnnissionen aus- übten Rechte gehen auf den Batcernrat über (ViehLommiiiiou u,w.). 9. Bekämpfung der Provisionswirtschaft. Kreis Friedberg. . B a d - 9? a u he i nr, 25. Ütov. Ter Berern der F o r t * 1 chri ltli chen Bolkspartei, der Mtern nach dem Kriege lerne erste Hauptversammlung abhielt, '.vaksttc als Vorsitzenden Herrn Apotl-eker Heß und beschloß sich in Ztcktinft „Verein der freut)ccen demokrcttisckien Pattei in Bad-'Nauheinr^ zu trennen mte> eu^e stteng soziale fremokratisck-e Polittk zu treiben. In nächster Zeit soll eine große Versammlung einberufen werden, zu der Prof. Tr. Strecker als Redtrer erwartet tvird. , Starkcnburg und Rheinhesftn. n. Offenbach, 22. i)tov. Tie Stadtverordnetenvenaimm- lung trahtn die Vorlage bezüglich der einmaligen Teuerungszulage für städtische Lehrer, Beamte und Arbeiter etttsprechettd der Vereinbarung unter den hessischen Großstädten einstimmig au. — Me Schutzmmrnschaft soll vorübergehend um 30 Mann vermehrt lverden. Außerdem wird eine Bürgcrwchr 'gebildet unfr von der Heeresverwaltung ausgerüstet werden. — Der Ober- bürgermeister hat bei dem Arbeiter- und Soldatenrat den Antrag gestelll, daß auch die Bürgerschaft in dem Ra: vcttreteti sein möge. — Für die städtischen Betriebe wird die achtstündige Arbeitszeit eingcfühtt und die dafür erfvrderlicNn Mehrausgaben bewllligt. ^ Hcsscn-Nassau. r-^ an Jr U c. 25.5^. Ter Verlag des „Hanauer Anzeigers" bittet um Auffrahme folgender HLotiz:FluchtindieOeffcnt- l i ch k e i t! Wie der Hattauer Arbeiter- und Soldatenrat mit fremdem Eigentum umgeht, zeigt folgendes: Ter soll 175 Jahren im Verlage des vereinigten eoangelisck)en Waisenhauses zu Hanau er sck-emeiide „Hatrauer Anzeiger" wurde im Woge einfacher Anordnung zum Ptchlikattonsorgan des Hanauer Arbeiter- und Seldaten- ^^^?rmmt. In dem in bürgerlicher: Kreisen von Stadt- uiid t'^andl.rew Hanau wett verbreiteten Blatte ettcheineu jetzt nicht nur vre amtlichen Veröffentlichungen der ober: angesühtteti Stetten, viel mehr ist es zum großen Tell mit Attikeln ausgesüllt, die aus der ^r2 frervvn Anhängern der unabhäiigigen Sozialdemokratie, ins- l^ondere der Spattakusgruppe stammeti und das Bürgertum dtircb ihve modrige Sprache abstoßen und zur Auigabe des Bl-tttes der- Milassen. A-te Einnal/men aus dem Verlag dienen der Pflege und Erziehung unbemittelter Waisenkinder Mts Hanmt und den um- Sie sind die durch dieses rücksichisloe Venalnett altern Geschädigten. Betchverden bei dem vom Arbeiter- und Sol- ^/brat und Polizeteirektor sowie bei dem ^ntrat haben bisher Seine Abhilfe gebrackst. Wohin soll svlck^ Borgehen gegen Preßsreihcit und Sicherheit des Privat- eigentums sichren- J)t das demottalische FrtthAt? Ten von dem gesamten Burgettum ersehntm Ftteden nach Außen und im Inttern wird ern solu-cs Vorgehen uns nicht bringen. — Tie Anordtmugeti ™ ^ ??te aten J rale5 sbel-ett hierdurch im di- reften Widerspruch tmt den Willenskundgebtcngen der neuen Re- fr* 10 ™? meisten Arbiter- und Soldatenräte. Un • sJ? T m U - T 9 v gefährlicher Verbrecher stand reuen 91 rt^V 888 ^ Kirchentwhlenbach bei Tr er gebv- renen VIrktter3 Jakob S.ern wegen mehrlackier Einbrechereren usw ^ Wie aus der Verhandlung hervorging, toar ^ Transpott von Görlitz 2stt-rn festzunehmen, ioähretid sei: Gmoise entkam. Ettuae Tage spatcw entfloh Stein aus detn Mar- Ncrger Gefangms und bogamt sofort tvieder sertc c>erbreck-erts^ Handwerk Mtckzen hier und Gießen auszusühren. Endlich gelang es ihn in Gceßen wceder fcstzunelZmen ntid nach Marburg zurück, znbnngen. Tas Uttell lautete heute mrf loeitere 12 Jahre Zuckt. 5piekplan des Gietzener Ztadttheaters. m Tienstag 26. Nov., 7^: Ter Kaufmanu von Venedig". lGew Pr. 7. ^tenstag-Abonneni.-Vorst.) Freitag 29., 7i o- .Sodoms vf?“' ft Sonntag' 1. Ter., lGew 7 1 / 2 : „Schwarznmldmädck". Amtlicher Teil. Bekanntnmchnttg Um das in den Ottschaften und auf den Landsttaßen herum- liegende lvcttvolle Heer cs gerät usw. (Waffen, Munition. Helme, Leibrtemetr. Bekleidungsstücke und so mehr) zu bergen, ist beim dtesieittgetl BezrttslfrnlMtrndo (Zimmer 24) eitce Smnmelstelle erngert artet Nwrdcn. ^ Außerhalb Gießen wohnende Pett'onen wollen das gefundene Heeresg'wät usw. mt die zuständigen Bürgermeistereien abliefern, die für die Weitettetchung an die SMnmelstekte Sorge ttaaen werden. .M wird daraus hin gewiesen, daß jedermann, Soldat wie Zwrlist, der Heercsgerät, Waffen usw. auf der Straße sinket, es anderen Ehre machm muß, das für uns so wertvolle Ncaterral an dre Sammelstelle abzuliefern. Atich das vaterlättdische Pflichtgefühl erwattet, daß nietnand Heeresgvrat achtlos^ am Wege liegen läßt. ^ ..Gs sei keinem zuviel, auch nur den kleinsten Gegeustaiid zur Ablieferung zu bttngen. G ic ß e n, den 24. November 1918. X)96k vrzirkskommanso. v. Kropff, Major z. T. und Bezirkskommandeur. bring^l^ ^ flcWeiT ' Ilmen eine Botschaft &u j^Cber te-cr sind Sie, utib warum hat sie nicht— ^ An der Frage des jungen Mamtes la-g ein kleines Mißtrauen verborgen; aber ein weiterer schneller Forscherblick rt: Galahafrs harmloses Gesicht beruhigte ihn )vie- fühlte, daß ihn der junge Mant: mü schleckst Gernufschäßung betzvachtetc. Er errötete leickst da er sich belvußt wurde, ehve armselige Figur als Kupido ab zugeben. Äit vreler Umständlichkeit erlättterte er alles und legte ausführlich das wutrderbare Ereignis mit dem Briefe dar und das noch tvnnderlwllere Stelldichein. Darm bot er chm ehrerbietig uiw widerstrebend det: kostbaren Brieflich^ dar. Horace nahm ihn und sah den Brief Nachlasse durch. ,^Ja, es ist ihre Handschrift," war alles, was er sagte. „Und was wünsck)et: Sie?"' fragte er dann ein tvetria un- geduldrg. ° Galahad erklärte es ihm nervös. . ab-end!" sagte Herr Lothiat: mit unverkennbarem Wcherwlllcn:. „Ich kann wirklich heilte abend nicht kommen, ^zch habe eine lvichtige Verabredung. Ich—" „Aber Sie müssen!" sagte Galahad mit enter plötz- lrchetr Hartnäckigkeit, oie er selbst nicht begriff. „Nicht heute aberw — das ist gan^ ausgeschlossen Aber morgen abends „S:e sagte l?e ute abend. Ich habe versvrochen, Sie heute abeird zu bringen," rvtederholte Galahad hartnäckch. Was würde sie von ihm denken, von ihm, der sich ihrem D:e::st zugeschworer: hatte, wenn er ihre Besebke nickst ans. führte? „Ich Latin (nicht konnnen,^ sagtesder junge Mann gereizt und feine Miene deutete an, daß er die Beertdigung des Gespräches wünschte. „Aber ich werde ihr schreiben. 'Wie tvar die Anschrist? Sie ist nämlich umge^oger:, und sie l>at mir n:e geschrieben. . ." „Sie koirnte nicht schreiben," erwiderte Galahad schttelt, schon verletz Ldurch die bloße Ändeutttng einer Treu losch- vett seitens Sibyls. „Sie tvird bewacht, mtd Ihre Briefe haben s:e nickst erreicht — nicht einer." ^oagtc Horace, augenscheinlich verdutzt r. c. f ' öic Sie an ihre alte Dldresse geschickt haben," half Galahcw ein. r „Ach, frte !" rief 5frorace, der sofort im Bllde tvar. . Sie hat s:e niemals bekommen? — Das erklärt alles!" „Jhf Vater ließ sie toeöer einen Brief entpfangen noch emen schreiben. Aus diesem Grutrde bediente sie sich meiner Person. Sie sehen tmn tvvht, daß Ihr Sckt-reiben au sre kernen Zweck hat. Sie müssen selber kommen." „Können Sie tlicht mit ihr sprechen und es ihr sagen ? Ich fluetfre morgen altetrd dort jein.^ (Fottsetzung folgt.) Statt Karten. Frankenau (Dez. Kassel) Iettchen Oppenheimer Karl Katz Verlobte November 1918 Jesberg (Dez. Kassel) „Baugenossenschaft 1894 44 zu Gießen Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Diejemacn Mitglteoer unserer Genossenschaft, die auf ein eigenes Heim reflektieren, werden gebeten, sich bis längstens 1. Dezember l. I. bei unserem Vorstandsmitglied, Herrn Architekt Hamann, Bergstrahe 11, in den Vormittagsstunden zu melden. Giehen. am 25. November 1918. Der Vorstand der „Baugenossenschaft 1894". Wolfs. Haas. 9092V muß verschoben werden. 9085c Schafversteigerung. Freitag den 20. d. M., vorm. 11 Uhr anfangend, kommen dahier aus dem Kneiben etwa 120 Sfüit Zchtslhise und Silier zur Versteigerung. Gambach, den 22. November 1918. I. A.: Reuhl, Bürgermeister. 900* Versteigerung. Am Freitag, 29. November 1918, vorm 19 Ubr beginnend, findet vor dem „Hessischen Hos^ in Butzbach Vertteigerung von 47K ühe« Cöarnntrr 37D>4trS4t, Isrischmlk.), 4 Schweinen. 1 Zenirifuge, 1 Butlerfaß statt. Händler werden nicht zugelafien. Ersteigerer haben durch behördlich beglaubigten Ausweis nachzuweisen, das; fie das Lieb usw. für eigenen Bedarf erwerben wollen und nicht Händler sind. Der Kaufpreis ist sofort zu erlegen. Kriegsanleihe wird in Zahlung genommen. Nähere Bedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgegeben. 9089 V Butzbach, den 25. November 1918. Der Arbeiter- und Soldatenrat. Willig. Kling. Holzversteigernng< Pferdefleisch diese Woche täglich zu haben. M. Keßler 9099 Pferdemetzger. im Sehr g.mild!. INodu- a. Seii af- nimmer i. ruh. 2age an etnz. Herrn z. verm. Rätz. z. erfr. im Giehener Anzeig. 07435 Tiicht. Schnk-iderin sofort gesucht. Angeb. unter 07417 an den Gieh. Anz. Tülhtize Hlnisiilnikidkri» gesucht. Angeb. unter 07427 Schöne 4—5-Zimmer- Wohnung für 15. Dez. gesucht. Angeb. unter 9003 an den Gieh. Anzeiger. Kleine Familie 11 Kindl fiicbt 2—3 Zimmer'Wohnung sofort oder später. Angebote unter 07426 an den Gien. Anz. Geb. Frl. »acht möbl. Zimmer, evtl. Wohn/ u. Schlafzimmer, z. 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Kl. 2 St. --- 1 Fstm. 3. Kl. 1 St. -- 2 Fstm.: Ftchte: 3. KL 1 St. — 1,5 Fstm. Terbstangcn: Fichte 5 St. 1. Kl. Nutzkuüvvel Rm.: 20 Eiche 1. Kl., 4 Mtr. lang, 3IRm. Fichte 1. Kl. B r e n n s ch e i t Rm.: 60 Buche 1. Kl-, 18 Buche 2. Kl. B r e n n k n ü v v e l Rm.: 91 Buche, 54 Hainbuche, 120 Eiche, 20 Birke, 15 Fichte. Gew. Reiser Rm.: 500 Buche. 14 Eiche. Gew. Stöcke N>n.: 120 Buche >zum grössten Teil oberirdische Holzmasse!. ES wird gebeten, sich das Holz vor der Versteigerung anznsehen. ''Nähere Ansktlnft erteilt der Forstwart T r t e l s cy zu Eichelsachst'n sowie die Unterzeichnete Stelle. II. Freitag den 29. November d. IS. von vormittags 11'/» Uhr ab ans den Forstwarteien Burkhards (nur das Lärchenholst und Sichenhausen tsaml- ltches Brennholz! in der Gastwirtschaft von Ludwig Fticher IV. zu Lichenbauien. Stämme Lärche: 4 St. 5b Kl. — 1 Fstm.: 1 St. 5a Kl. = 0,23 Fstm.: 1 St. 4. Kl. «= 0,50 Fstm. Brennscheit Rm.: NO Buche 1. Kl.: 67 Buche 2. Kl.: 2 Ahorn: Brennknüvvel Rin.: 65 Buche: 4 Eiche: 5 Esche: 21 Erle: 1 Eberesche: 3 Obstbaum: 500 Fichte. Gew. Reiser Rm.: 50 Buche: Knüvvelreiser Rm.: 19 Fichte: Stöcke Rm.: 3» Bucke: 75 Fichte 1. Kl; 16 Fich'e 2. Kl. Nähere Auskunft erteilt der Förster Strauch zu " Stcheubausen und die Unterzeichnete Stelle. ES wird gebeten. fick, oaS Holz vor der Versteigerung anznsehen. Schotten, den 20. November 1918. Obcrförtterei Schotten. Seidel. 90976 sofort gesucht. 07429 Hcli. Aff, Gr. Buseck. Drei tüchtige Schuhmacher gesucht. 07411 E. Svitz, Hittebrandstr. 2. ungee SdinciDfrgcfiilfc ann sofort eintreien. 07391 Wllholm Baleer Herrenschneider Bahnhosstrahe 31, II. Oel müller oder einer, der es werden will, gesucht. 9065 A. Hillcbrecht, Scheide» mühle. Groheu-Buieck. Ei» Maun zum Biehfüttern und Melken gesucht 07400 Marburger Straüe «6. K «echt der die Landwirtschaft ver steht und selbständig arbeiten kann, sofort gesucht. 07413 Wild. Hab» IL, Anuerod. 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Klaffe und der Hessischen TapferkeitSmedaillc. . Tiesbetrübt verliert das Regiment in ihm einen Offizier von vornehmer Gesinnung, der bet jeöev Gelegenheit unermüdlichen Diensteifer und seltene Pflichttreue bewiesen, der durch tapferes Verhalten und sein in aUen. auch den schwersten Lagen stets zuversichtliches Benehmen auf seine Untergebenen so besonders belebend einzuwirken verstand. 9071D Die schweren Kampfe stetS wohlbehalten uberstanden, muhte er in der Heimat auf Urlaub der Grippe zürn Opfer fallen. Dem lieben .Karneraden u. vorbildlichen Soldaten ist das treue Andenken des Regiments sicher. Im Namen deS Offizier Korbs deS 4. Westvr.Infanterie Regiments Nr. 140 Steinte, Major und Regiments-Führer. Todes-Anzeige. Wir erhielten heure die schmerzliche Mitteilung, dah unser unvergeßlicher, treusorgender, braver, guter Sohn, unser treuer, heitzgettebter Bruder. Schwager. Pate, Onkel und Reffe Musi!, frirbridi Krug am 4. August 1916 nach 23 monatiger treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von26Jahren den Heldentod fürs Vaterland erlitt. In tiefem Schmerz: Familie Andrea» Krug nebst Söhne» und Angehörigen. Gietzen «Bahnhofstr. 24), den 25. Nov 1818. (07402) Samstag abend 7 1 /* Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, meine treusorgende Mutter, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Rau geb. Maliern im Alter von 48 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Rau u. Sohn Heinrich nebst alle» Angehörigen. Gießen (Bahnhofstr. 57), Wißmar, Bieber, den 26. November 1918. Die Beerdigung ist Dienstag nachmittag 2 Nhr aus dem neuen Friedhof. <”<22 Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem schweren Verluste unserer lieben, unvergeßlichen Tochter Minna sowie für die vielen Kranz, und Blumen- spenden sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank. ZamNie Heinrich Müller. Gießen, den 25. November 1918. 07399 Nach langer, banger Ungewißheit erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, treuer Gatte, der treusorgende Vater seiues Kindes, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Karl Müller, Lehrer Uatersflizlsr nd Offixterasplrant im Inlaaterle-BeBimaat 28, 12. Komp., Inhabtr des Bisernoa Kreuzes II. Kl. uad dos Hess. Kriegsehroixeleheas nach elfmonatiger treuer Pflichterfüllung am 15. Juli im 29. Lebensjahre auf dem Felde der Ehre gefallen ist In tiefer Trauer: Elisabeth Hüller geb. ^chönao und Sohn Familie Heinrich HUller Familie Otto hchOnaa. Ober-Moos (Kr. Lauterbach), Allertshausen und Gießen, 26. Nov. 1918. FRITZ NOWACK Grosse Auswahl von gestrickten und gewebten Winter-Handschuheil rein wollene gestrickte Handschuhe Paar 5.50 Mk. ohne taplieio. 9084a Hauben- u. Stirn- Haar-Netze aus achtem Haar. In allen Farben Einfach : Doppelt: 2,09. 2,76. 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Vorsitzender. 9073 Ich habe meine Tätigkeit wieder auf genommen Sprechstunden r 8-9 Uhr vormittags und 2-3 Uhr nachmittags Dr. PI och, Asterweg 34. 9069 habe meine Praxis wiederaufgenommen Rechtsanwalt Hornberger Plockstraße 9,11 Sprechstunden: 2-5 Uhr nachmittags. Nachruf. Am 8. November d. I. entschlief nach zehntägigem Krankenlager unsere liebe Mutter, Grotz- mutrer und Urgroßmutter m sfein ff. M. im Alter ron 73 Jahren 8 Monaten. Sters war ihr Trachten uns in Rat und Tat zur Seite zu stehen, wofür ihr Andenken unter uns segensvoll wetterleben wird. Ihre dankbare« Kinder, Enkel und Urenkel. Beuern, den 24. November 1918. 9090 Emvieble mein großes Lager in: vezimalwagen :: Emaillewaren :: Keffeln Herden :: Gefen sowie alle Haus- und landwirtschaftl. Artikel. HVIIk«>m Dfirbeck, i\achf„ Tierstraße Telephon 283. 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Generalvertreter: Philipp Kftppltr, Frankfurt &.H., Ktfraarvlase 13. Reisevertreter gesucht Wegen Lichtmangels ist die Bibliothek des Besellschaftsvereins bis auf weiteres jeden Mittwoch von 2» Nhr geöffnet. Die vib!.-verwaltung des S.-v. (Klub) Aug. Frees. smLv Aäfttei Lank-Wils versteigert Donnerstag den 28. November 1918, um 1 Ubr: I!) Lcküse >. 30 Lanmer, 1 rMr«fjip Bsik. «v> Schäiereigeiellichaft. gemäß Verfügung vom novbr. weräm meine öeflväfksräumc bis auf weiteres UM 5 Uhr geschloffen, vleiven üäsür aber auch in ücn Mtttau5smnücn geöffucl. ttunllgcwcrdcvaus u. riusstLNungs- gefchuft IM. Vach pelze! Inga, Hk, Ite in vielerlei Arten zu mäßigen Preisen im Cfflbdebaus Qa/ömon. 9999a Versteigere Donnerstag den 28 . d. M. in Kondors mittags 2 Uhr, 18 6t. junqc ZuWsse 07401 Eberhard Lieh I. Regenten lausche ein gegen reine rebhuhnfarb. Hübner. Jod. Laufenten bevorzugt. Stoil, Riedmüble, Post Hungen. 18975 Leituig Hermann Stelngoctter. DicuStag d. 26. Nov. 1918. abends 7'/, Ubr: 7. 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November 1918. 90826 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamti. Zwicbel-Vcrteiluiig. (Ausgabe Nr. 7.) Von Freitag den 2 9. Nov. bis Dienstag den 3. Dez. 1918 gelangen gegen Vorlage der Le-» bensmittelkarte und Abgabe des Be zu gsab schnitt tes Nr. 7 in den Kleinhandclsgeschästen, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, Zwiebeln zur Ausgabe. Aus den Abschnitt entfällt ^/2 P f und Z wiebeln. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die vereinnahmtet, BezugSabschnitte Nr. 7 zu sanimeln und zu je 100 gebündelt bis s p ä t e st e n s 6. Dezember l. I. an das Städtische Lebensmittelamt unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgelieferten Abschnitte einzusenden; die nicht abgeholten Zwiebelmengeit sind dem Städttschen Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 12, zu melden. Nichteinhaltung dieser Frist, sowie Unregelmäßige reiten bei der Abgabe haben den Ausschluß von der Zwiebelverteilung zur Folge. Gießen, den 25. November 1918. 90808 _Der Obe rbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Daü 3. Ziel Schulgeld für das Rj. 191* der Oberreal, schule, des Realgymnasiums, der Gymnasialvorschule um der Höheren und Erweiterren Mädchenschule karrn in den nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten an die Stadtkasse be- zahlt werden. Gietzen, den 26. November 1918. _Der Siadlrechner: Maser. 90838 BahohofstraA« 14. 8821a * a Ä Ä Ä! Ä w % ilU ■rv K J«S Ä M ft ft ft ft ft ft Lichfspieiiiaus Bahnlsofstr. 34. . Heute letzter Tag Fern Andra und Stuart Webbs. Ab morgen Gastspiel der Süddeutschen Lichtspiel - Opern - Gesellschaft in der schönsten Lichtspiel - Oper Nach der komischen Oper in 3 Akten, 5 Bildern von A. Lortzing, unter persönlicher Mitwirkung namhafter Opernsänger und Opernsängerinnen. Grosses Opern-Orchester Täglich 3 Vorstellungen 3 30 , 6 00 und 8 30 Uhr. 2 ft ft .Ui ■r& Vorrerksnf an der TheaterkaNse ond i>,u Mittwoch von 11 — 1 (hr. 9075a Uh niBlllllBIBIHillilHIBll i Schwarz - weiß - Lichtspiele 8 - Zeltersweg 81. —- g| Z l.Kilm unserer HannbWcißc Serie 1918—19. Z »DcrSchönhkitsprkis» H Spannendes Liebes- und Gesellschastsdrnma in » 4 Akten. — In der Hauptrolle wirkt die beliebte H ■JJ Bühnenschönheit IhF“ Hanni Weiße “BO ■■■ J EI»e Eckoi'ubcrg, die beliebte Lustspiel iva, ^ in ihrem glänzenden Detekliv-Lustspielschlagcr ^ 2Else als Detektivs ■ Ab SamStag: Die grotze Filmtragüdin Oni-o'n m Tolle in ihrem neuesten gewaltigen Filmdrama ^ »Da» Lied der Lolombtiie.» II!