Nr. 215 Der -irdener Anzeiger erscheint täglich, außer kounlaqs. - Beilagen: Oietzener^amMenblatte^ Kteisbloit fflr den Kreis Sieben. vezngzpreis: rnonatl. Ü)if.l.35, oiertel- jibrlirt) DK. 4.05; d»»rch rlbyole- il Zweigstellen monatl. Rll. 1.25 durch die Post Pik. 4.05 viertel« jährl. ausschl. Bestell«^ Fernsvrech - Anschlüsse: sürd,eSchrist!eitungH2 3 erlag.Geschäils sleliebl Anschrist für Dralünach- rtchken: Anzeiger Ziehen. 168. Jahrgang Freitag- 22. November fW Postscheckkonto: Franlfm-r a.M. U 686 ZwiHingsrunddruck Annahme von Anzeigen f. die Tagesnummer dis z»»m Nachminag vorher ohuejedePerbindlichkeit Zeilenpreife: für örtliche 'Anzeigen 25 Li.,fürauswartige 30 Pi., für Rekln inen Mk.1.-nebst 20° ..reue- rungszusg-lag: Plagvor» schritt 20 % 'Ausschlag. Hauvtschri t'eirer: Aug. Goeg. Verantwortlich Scmkverlehr: inr Politik: Aug. lttoetz: Gewerbebank Gießen Mr den übrigen Tc»l: l>r. „Ni « Renchold Zenz; sin den u. Verlag: Sruhl sche Unio.-Vuch. ll. Steindruckerel R. Lange.Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei- schulstr. ’ • » *«*: Seneral-Anzeiger für Gberhesfen m m Bekanntmachung. en bei Durchmärschen. ote Bürgermeistereien der Lar d^emeinden des Kreises. . nöck/vw Zeit zu erwartenden TurclMärschen sind so!sende' Geslchtspmrkte zu beachten: ' über fre Zeit des Anmarsches von ge- schd>s>enen Truppenteilen lmro rhve Stäicke wird seitens des ylrbctter- Svlda^nnates Gießen durch Radfahrer oder Fernspruch an Kf v!!£r' den Tirrchumrsch beehrten Gemeinden erfolgen Es beseVrch %U ****• T-öÄvechstelle Tag lucb Nacht r Durchmärschen haben die in den Gemeinden vor- <5rcherb^tsmarmschäften. ebenso wie Sie persönlich, in ' i ™J e den mtnnrnc-snräßiigen Durchünarsch Sorge zu «agar r md sich m icbcr Llnstunft bereit zu bitten. Die SickZer- vwsmMinfcknften baden auf BeuachrichnArng an der Geniarkungs- ^enzevie Truppen in Empfang zu nehmen und bis zur nächsten Gema^s^nrze zu geleiten, möglichst nach Benachrichtigung der nach^tm N rr den Durchmarsch in Betracht tomnrenden Gemeinde. -ui^Ltrapenkreiv^u irpcm inrd Schnittpunkten haben Sicherheils- posven zur Auskunfterbeilung und zur Berhinderung des Aus- ^eräens auf nicht vor geschriebene Wege dlufsdellnng zu nehmen. Dmsrchll^ der Herstellung der Wegweiser und KVnittlichmachung hin sichtlich der Sannnlung Versprengter ist vevetts Verfügung ergangen. . ^! € Verpflegung findet in den Landgemeftchen nicht statt, sondern es sind in» Kreise als Verpfleginrgsstutionen lediglich Kietzen und Grunberg. v>ovgeseben. Trotzdem ist dafür Sorge zu “Jt5 fnr 9 Notfälle die VerabreickMng von Nahrungsmitteln mi Kraute und marode Loldaten erfolgcn barm. . **• Verffflegamg durchimarscksterender Truppen in geschlos- smen Transporten erfolgt aus den Heeres beständen, die Vev- Zwgoma einzelner Kommandos oder Ma»r»ffchaften mutz gegen Rückerstatttnip seitens der Heeresverwaltung mis Landbeständen lrnerwarlet anftrete-ide tätigende Bedürfnisse können auf ^cchren Arrtvag, durchs Vermittlimg des Arbeiter- und Soldatenrates aus dem hiesigen Magazin gedeckt werden. '^Zcdeu falls ist es zu vermeiden, daß einzelne Versprengte »u Ort zwhm und Verpflegung in sslnspruch nehnien. wttt oller l^inerg»e ist daraus zu halten, daß Versprengte nach dem ..'carschziel unter Geleittrng mid Uaberwachiing der Sicher Heils- orpane m Marsch gesetzt werde:, unter möglichster Benachrichtigung der näcUden rn Betracht Vmnmenden Gemevtde. Marvde und Cnckranktr ist rnsoserii Vorsorge zu treffen, als Rä ume in® L^trohsäcke irr?b dergleichen für ihre Unterbringung norxulehen smv, wobei für anstecksche Erkvandungrn besonders ge- tm-nti Rmnnlichgeiten vorgesehen werden müssen. Aucl) ist dafür ^orge zu tmgen daß die WolMcpg des Arztes und gegebenenfalls p« Apottr-te bekannt rü und diese nach Möglichkeit während DarännarsckMs den Truppen zur Berfügiurg sdchen. 7 \$-frr Qat+ S—.. tiYx . 2 r: Tarlegung der bisher von der Reichsrsgrerung getroffenen Maß nahmen, die Verständigung über das künftige Zusammen wirken zwischen der Reichsleitung wü> derr Regierungen de Einzelstaaten. Ter Reick)sregierimg find in den letzteri Tagen von den Sol dWenroiben voni der Front und aus der Heimat, sowie von Arbeiter raten unzählige telegraphische Begrüßinigen und Glückwürisch zrugegangeir, die regelmäßig den festen Entschluß der Absender aus sprechen, sich rückhaltlos auf den Boden der von der Reichsregic- rwrg vertretenen Grundsätze zu stellen und sie bei der Lösung ihrer schtveren Aufgaben nachdrücklich zu urttcrstützen; insbesondere wird allgemein die Enoartung ausgesprochen, daß die Verfassung, gebende Nationalversammlung sobald als möglich einberufen werde. Die Ncichsregierwig ist nicht imstande, alle diese freundlichen Grüße und Zusicherungen den einzelnen zu er- wweru. Sie spricht daher den Enffeuderii durch diese Veröffent- Uchimg ihnen warnren Tank für die wertvolle Unterstützung aus, dre chr die Zustimmuiig Weiler Kreise für ihre große Arbeit gewährt Ein hessischer Protest an die Reichsregiernng. 7. sämtlich in Gießen. Darmstadl, 21. Nov. lWTB. Nichtanttlich.) Unter dem Eindruck der Entwicklung in Berlin hat die h.e s s i s ch e S t a a t s- regierung heute fvlgeicden Protest an die Reichsregie- rung gerichtet: Die hessische Regierung erhebt bei der Reichsregierung schärfsten Protest gegen die Ausschaltung Einzelstaateäi mrd gegen die Nichtberüctsichtigung dieser £>taäkn durch Erlaß tvon Gesetzen und Verordnungen. Tie hessiscU Wgierung verlangt unter allen Umständen schleunigst nberufung de.r Nationalversa mmlung Durch Fortbestehen eines SArtzlosen Zustant^'s wird der Recck.ron in die Hände gearbeitet und andererseits die Gefahr vermehrt, daß sich die Entente in die lnnerdcuffchen Verhältnisse einmischt und schließlich die Reichs- emhert gefährdet wird. Wir lvollcn nicht an Stelle der glücklicher- weise vernichteten preußischen Militärautokcatie eine einseitig pveutzrsche Diktatur eintanscheu. 7 - ftftr Zoit der Dnrck-märsche enrpsichlt 'es' sich, eine Marmbeveitsck/rfl der SicherhettsTnmrnschaften (auch Feuerwehr) cmxuricl^n. um bei Aussckrreituirgen eilrzettrer Militärpersonen,l bei Gesähck^nrg durch Brände und zur Verhütung von Unglücks- 5°. 1 Lrilsebästung. bei solchen tätig zu sein. Es empsiehft fich deshalb, für d-.ese Suhevl-eitswehr ein ordnungsmäßiges und geherztes WoclkMal bereitsrrstellen und für Verpflegung dieser Personen (kern Lllkohol) zu sorgen. > 8. Im übrigen eMpjeAen wir Ihnen, die Entschließung des rkveisamts nur bei sehr wichtigen Angelegenheiten des Turch- nmr'ckes m Anspruch zu nehmen und im übrigen umsichtig und fÄostandig zu handeln. Wir ^haben das Vertrauen, daß dann der Durchmarsch durch unseren Bezirk rasch und ohne Störung für dre Trirppen und die Einwohner verlaufen wird. Gießen, den 21. November 1018 ^ K reif amt Sietzen. Arbeiter- und Soldatenrat I. V.: Lang ermann I. A.: Johs. Diehl. Der Streit um -re Nationalversammlung. , Zn der heutigen kurzen Meldung, daß zwischen der Reichs- degverimg. die auf der Einberufung der Nationalversammlung besteht, und dmr Vollzugsanssch.i ß des Llrbeiter- und Soldttenrates, der die Versassimgsfvage in die Hände einer Delegiertenversamm- lm'-.g der Arbeiter- nnd Sokdatenräte siegen will, sich eine Einigung viarbervste, liegt mir eine schwache Tröstung. Die loeit Überwegen^ Mchil)eit des Volkes will die baldig? Einberusirng einer National Versammlung ans den bekannteu inneren und äußeren Gründen Eine verbaltnismäßig kleine Gruppe terroristisch gesinnter Radi- kalrstcn die in der Reichsbanpffladt vorherrscht, widersetzt sich und hat mit der Diktatur, die sie auszuüben bestrebt ist, in weitem deutschen Landen WÄ-erfpnui> wid Empörung hervorgerufen. Die Reichswgierimg deutet heute selbst in einer besonderen Kundgebung, in der sie eine Konferenz mit den Regierungen der Einzelstaaten ankündigt, an, wieviele solcher Aeußerungen des Unmutes ihr zu- gogangen seien. Besonders scharf hat der Königsbevger Soldatenrat die Bewegung der kleinen Minderheit gegeißelt, und aus anderen großen Städten, wie Köln und Breslau, kommen ähnliche Ver- vffentlichimgnr. Sehr bedeutsam ist vor allem, daß Bayern sich von dem BolschelEentum der envähnten Berliner Gruppe abwendet: eine scharfe Absage ist von dort aus erfolgt, nnd es erscheint schon ganz ausgeschlossen, daß der große süddeutsche Bundesstaat, dem sich, die benachbarten Einzelstaaten anschließen werden, sich einer verfahremm Be"tiner Zentralisation aus die Dauer anschließend werde. Erfveulick-erweise hat ch^ute auch die hessische Volksregierung sich in derselberk deutlichen Weise g-eünßert. Zn der Tat, eine Konferenz der Einzelvsgierungen scheint zunächst das wirksamste Mittel zu sein, um die Wortführer einer Küffsenherrschrft zur Besinnung und Bescheidenheit HU bringen. Wenn die „Köln. Zeitung" heute „aNe Deutschen, die frei im freien Staate leben ivollen", zuv Bildung eines Schutzbundes gegen das ^Bolschewikentum aufruft, so ist es vielleicht für das Bürgertum gar nicht mehr erforderlich große Schlachten in dieser Beziehung zu schlagen. Aber eine Einigung und möglickOe Bernveidung von Zersplitterungen ist mehr denn je nötig. Regierung und vollzugScrusschutz, Berlin, 21. Nov. (Pr.-Tel.) Wie wir hören, nehmen die Verhandlungen zwisckicn Regierung und Vo llzugs- a u s l ch u ß des Arbeiter- und Sosoatcnrates über die Abgrenzung der gagenseiligen Befugnisse einen befriedigenden Verlauf und laltzm eine baldige klare und reinliche Scheidung erhoffen. Eine Konferenz der ReichSregicrung mit den Negierungen der Eiuzerstaaten. Berlin. 21. Nov. lWTB.) Tie Reichs reg'.ernng lud die Re- Vierungen der einzelnen deutschen Freistaaten Sr krt-arllphffck^m Wege zu einer Konferenz, die Montag Novcw.iber im Kvng.' ßsaal des Reichs'kanzlerhauses statt- mrocn lott. Gegenstand der Belprechung ist die politische Lage, die 8och beharrt bei den harten Bedingungen Berlin, 21. Nov. (WDB.) Der Vorsitzende der ständigen Waffen still st ands ko mmission in Spaa, General von Wi nterfeldt, crl-iett gestern auf eine Reihe deutscherseits vor ge schlag euer Erleichterungen von seiten des Mttr schvlls Fvch folseiche Antwort: Den im Briefe des General- majors von Winrergeldt vom 18. d. M. enthittenen Forderungen bezüglich der militärischen Bedingungen des Waffenstillstandes rcntn keine Fc4se gegeben werden. Daraufhin gab General von! Wntterfeldt im ^Verständnis mit dem Vorsitzenden der Waffen- lsill)tandskomm/ission, Staatssekretär Ei^berger, heute den folgenden Pro t e ft ab: Die Erleickternngen der Waffmstillstandsbedirgungen, die von drr deutschen Woffenstitlslrrndskommission in ihrer Note vom 18. Novbr. unter em.gäl>euder Begründung angeregt wurde, ist vom Marschall Fach rundweg abgelrhnt ,norden. Es bleiben daher Be- drngungen in Kraft, sie iu der Geschlchte lvvhl noch nicht auf- erlegt worden srnd. Ein modernes Heer von über drei Msslirnens Marin, mit einem ^nnplizierten technischen Apparat soll in Gewalt- märsckon^in ungiünsdiger Jahreszeit, aus vielfach sck-lechten und ge- owgrgen Ltraßen über die Tiftleen des Rh.ünes in voller Ordnung zunückgeführt ^werden. Tie Zivilbevölkerung der Gebiete, die vop diesen Heeressäulen dnrckxwgen werden, soll dabei vor jeder Be- läft'gung bnvahrt bleiben. Gleichzeitig werden dem Heere gewaltige Translvorttnitbelabscnonrnven. Ungeheures Kriegsmaterial und viele Tausende von Gefangenen der verschickxnstcn Nationalitüten sollen ordnungsgeinäß und in tadellosem Zustande übergeben werden. Es darf an dos mtt«tteiisch: Urteil jedes erfahrenen Offiziers dör Truppe odor des Generalftabes appelliert werden, um zu entscheiden, ob eine derartige Leistung überhaupt im Bereich der Möglichkeit fDcgit Die Krivgsgeschichte wird in dieser Beziehung später ein, sehr deutliches Urteil sprachm. ddachdem somit eine Milderung der praktisch völlig mmusführbaren Ardreyrmgen abgelelvtt wurde, trotzdem sich die milrtärisckion und tiolittschen VerlsAtnisse, die zur Auf- ftelluu.g solcher Bedingungen geführt haben, seit Uirterzeichnung des Wafsensttll^tandes von Grmid aus verändert haben kann nur an- gmommen werden, daß cs die Absicht des Oberkommandos der Alliierten ist, noch während des Waffenstillstandes das Heer völlig anfznlösen und zu vernichten, dms während 50 Monaten gegen übermächtige Feinde ruhmvoll standgehalten hat und dessen Front bei Einstellung der Feindseligkeiten nicht durchbrochen war. Tau- ieiü>e der tapferen Männer, die in Erfüllung ihrer Pflicht für if;r Vaterland gekämpft haben, werden infolge der ihnen aufgez'wunge- nen Gewaltinärsche als Opfer der Erschöpfung am Wege liegen bleiben oder kurz noch vor dem lErreichcn der Heimat in Gefangenschaft geraten. Cs darf wohl die Frage aufgeworfen loerden, ob ein derartiges Ergebnis dem Sinn eines Waffenstillstandes ent- Grickrt, der doch den 'Zweck haben sollte, die Einstellung dev Ferncheligkeiten herbei zu führen wid einen Frieden dep Versöhnung und Gerechtigkeit anzulxrhnen, oder ob nickst vielmehr eine solch? Erzwingung unmöglicher Bedingungen eme nutzlose Fortsetzung der Feindseligkeiten in besonders unerbittlicher und unmenschlicher Form davstellt. Daß durch die ckpnungslosc Ausführung der harten WaffenAllstcnidslxHingung.'-n das deutsche Volk mit seilren Frauen und Kindern van lAnarchie und Hungersnot bedroht wird wurde zu wiederholten Malen mit größtem Nachdruck Yervorgeyoben. Diese den Gebotet» der Menschlichent entspreck-enden Vorsiellnn gcu scheinen keinerlei Beachtnirg gestitiden zu haben. Unter solcher Umständen bleibt dem Vorsitzenden der deutschen Waffensttttstan-dskommissi-vit nur übrig, noch einmal ausdrücklich zu erklären, daß Deutschland mich weiterhin alles tun wird, was in Menschenkräften steht, um das Wasfenjrillstandsabkonimen getvi'senl-ast zu erfüllen, daß aber ür die geordnete und pünktlich: Tnrchführung der erzivungenen Bedrngnngen keine Gewähr übernommen werden kamr. und daß die^8erantwortung für alle tveiteveii Folgen, die schließlich Rück- wirkung ans das ganze westliche Europa haben werden, feierlich und vor aller Welt abgelehnt tvird. Ter Rückmarsch unserer Truppen. . d^rlin 21. Nov. (WTB. Amtlich) Das Feldheer ist rm Begriftz Westdeutschland zu betreten. Der Rückmarsch muß ch, wie auch der Abtransport, in fester Ordirung vollziehen Sonst t die Auflösung Mlv-errneidbar. Welches Unheil für unser Volk durch an sich gutgemeiitte Maßnahmen örtlickZer Organe, die aber in ihrer Wirkung über örtlich hrnansgehen, verursach tocrbcu kam», beweist ein Vors all aus Frankfurt a. M. Dort wurden in tznter Msrckst französische Kriegsgefangene in Lüge mnge'aden und m Richtung Metz dem foanzösischen Heer- ewtgegen- Ms'ulhrt. Sr? kamen an, ohne daß Verpssogung und Untecllmft vorbereitet waren. Die französische oberste Heeresleitung protestierte nnt vollem Reckst cnis das ernstl-afteste gegen diese Durchbrechung des be,ckchcheneu Vertrages. Die Wiederholung solchr Borsällle würde deit Wiederausbruch des lkrieg-os in drohende Nähe bringen Zudein fallen solch Züge für die Versorgung des deutschen Heeres aus An anderen Stellen lmirden für das Feldheer besttmmte Verpile- gungszüge angehalten nnd ausgeladen, oder zur Be elstsübernritt- luug ausgesandte Kraftwagen beschlagnahmt, sslnch Lastkraftwagen wurden dem Hoeresdienit entzogen und für örtlich Zwecke oer- wendet. Tiefe wenigen Bemerkungen werden jedem klar inachn, von n»elchr Bedeutung das-^ungestörte Arbeiten im gro^n Zu- Z lammen hang ist. Britische BesatzungStrnppen am Rhein. L o n d o m 21. Nov. (WTB.) Der Kommandant der 4. briti^ lchn Armee, die zu den Besatzungs truppen am Rhein gehören wird General RawliNson, 'hat einen Befehl an seme Tn typen erlassen, in dem er sie auffordert, nach Ueberschreitting der deutscher Grenze der Welt zu zeigen, daß britisch Soldaten nich gegen Frauen, Kinder und alte und schwach Leute Krieg führen. Zur -lbrcise der englischen Gesanaencn. London 20. Nov, (WTB.) Reuter. Unter'haus. Bonar ~ a fa eruarte, daß an die deutsch Regierung und an Haig zur Axnttrgabe an das deutzch Hanptguartier die drahtlose Mitteilungl gerichtet wurde daß die britisch Regierung Nachrichten von bedanerlichent Mangel an Organisation bei der Freilassung ?* 1 sber befangener mid über ihren Rückmarsch in elen- oer Meldung, ohne Nahrnng, Trmrspvrtnrittel oder Führirna nach den Lmren her Alliierten erhalten habe, was für die Ge- Mbnen beklagenswerte Leiden rmd chhe Sterblichkeit zur Folge; Ü ' i £ e u ürttndK Reg/erung könne eine Fortsetzung der grau-^ B^hatrdlllng nicht dulden .und müsse darauf bestehen, daß Behörden, denen die Verantwortung zuialle, ent-- rkehriingen treffen, sonst würden die Engländer ge^ tsch- ben Blatter beschäf- ttffen sich Milaßllch der Besetzung Elsaß-Lothringens m if bm (yestleMmg der Grenzen dieser beiden Provinzen ^er „Temp? verofsentlicht eine Karte, worin die Grenze von' 1815 mit dem Bezirke von Landau und dem Saarbrückener m «ls zu Frankreich gehörcmd bezeichnet wird. „Petit dre^ Herausgabe dieser Bezirke, namentlich von Saarlonis, ^Saarbrücken und Landau an Frankreich. Cr verlangt ferner eme Klausel in den Friedensverttag aufzunehmen- h?ar/i? wieder eine deutsche Garnison auf das linke Rhein nier kommen dürfte. Ein derartiger Puffer-, zur ^icheritellimg von Paris vor neuen, wemr auch unwahrscheinlichen Gelüsten Deutschlands iwtwendig. Gewalttaten der Polen. Berlin, 21 Nov. (Priv.-Tel.) Wie berichtet wird, haben die P o l e n im Generalgouveruement Warschau die Begleitmann- sck>astcn der dcntsckxn Bahnpoiüvagen, die sich auf der Fahrt »lach Warsckian befanden, nicht nur ilireck' persönlichen Eigentums beraubt, sondern sie mich noch in schmachvoller Weise behandelt, JnSbrnck von den Ftalienern besetzt. Wien, 20. Nov. (WTB.) Laut Meldrmgen an das Staats- amt für Heenvesen ist die Stadt Innsbruck von italienischen Truppen besetzt nwrden. Das Staatsamt d?s Amstern erhob gegen d-iese Besetzung Eiitspruch. Ter Kaiser in Holland. o 21 ' f ^ ? n fr^^Hrtgen Sitzung der Znxnten Kammer sagte der Vorsitzende des Ministerrats Runs der! deutsche Kais er sn als Privatperson nach Holland gekommen'und l>cttackste sich als solche. Tie ihn gewährte Gastsreundschaft beruh- aus den besten Uehwliestwungen des lwlländischn Volkes Die R'c- gieritng w-rde av'r genau darauf achte»!, daß von der Gastsrcu'ld- cksast Kein Gepranch gemacht »verde. der gegen die Interessen des Landes wäre. Die Negierung habe auch Ursack>e. daran zu reckmeu. daß das nicht gesckZ'hn iverde, und daß auch dm Exkaiser und seine tlingebimg dic-s im eigenen Interesse richtig verstehen werden Der ehemalige Kronprinz ^ erbet m, 21. Nov. (WTB. NichtamtlO Wie die Blätter hat fug brr eh emaHepe Kronprinz heute vorm irrem foß ©toalniai icach Ovftermang auf der Insel Wleringen uJinocrlo^ begeben, um dort Aufenthalt zu nehmen. Am dem Reiche. Erleichterung der Bezugscheinpfticht. ^ov. Wie die „Textilwache" erfahrt, steht eine §?^rr™ rIe f^J Cr ^& ber r Bezugscheinpflicht bevor. aus die oH Melmehr bei einscul^r Bedarfsprüsuug gegen einen Bezugschein ern Wintercleid und ein Wintermantel ohne weiteres gewährt werden. Tu kommunale Beschlagnahme der Tischwäsche wird auf- ^^oben. I7n Dezember werden weitere Erleichterungen der Bezug- scheuMrcht cintteten. Man hofft bis zum April du Bezugschein- 5-^ut ganz beierttgt Ml haben. Die Kauflcute werden jedoch^ ersucht die amtliche LeVannttnachimg hierüber abzuwarten. Deutsche demokratische Partei. Berlin, 20. NovDie Fortschrittliche Volks- vartei und ern erheblicher Teil Der N a t i ona l l i bera len yabe n sich mit den Unterzeichnern des demofratisch'n Aufrufes vom 16. S^vember 1918 auf die Grundsatz-^ dieses Aufrufes ver- ty] 1 ] g 1 Ire grotze demokratische Partei ist damit ins Leben getreten Su fuhrt den Namen Deutsche demokratische Partei. -^lE^^'^tzung des in Bildung begriffenen vorläufigen geschaftsmhrenden Vorstandes wird alsbald bekanntgegeben wer- demSobald es du Verhaltmsse gestatten, soll ein auf breitester demokratisck-er Grimdlage gewählter Delegierteutag die Verfassung U7w die gelchastsiührende Leitung der Partei unter Berücksichti gmrg aller deuttchcn Landcsteile endgültig fesrlegen. stit den Kämpfen vom 3. Oktober als vennißt gemeldet wurde hat heute aus englischer Gesäugen schaff geschrieben. vesftn-Nassau. F*- a. M., 21. Nov. Der Polizeipräsident teilt m einer Beranntmachung mit, daß alle Lebensmittel in P r x v a t h aus Haltungenbeschlag nahmt sind. Wer mehr nne 3 Pfund Getreidcmehl. 4 Pfund Zucker, 1 Pfund Butter. ^ 1 3 dfund Fleischwaren in seinem Haushalt besitzt, hat diese Men^n an bestimmten Sammelstellen zum gesetzlichen Höchstpreis abzuliefern. Zuwiderhandlung wird mit strengsten Strafen geahndet. Nur Selbstversorger sind von dieser Beiordnung nicht betroffen. Eingesandt. I? 1 «? 00 ! 1 aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel lloermmmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berauuoorttug.) Arbeiter- und Solda ten-Nat und Bucheckern- JJJ Ttt m l u n g. Ta^ „Wiesbadener Tagblatt" bringt in seiner Abend-2lusgäbe vom 13. Noveurber 1918 unter der Spitze „Tic Bewegung in Wiesbaden" unter anderem auch folgenden Bericht: „Eine anücreMaßnahme des Rats, die sicherlich in weiteren Kreisen mit großer Befriedigimg ausgenommen tverden ivird, bezieht sich auf die Bucheckeim-ammlung und geht dahin, daß die Sanunler mchts mehr abzuliefern brauchen, sondern ihren ganzenVorrat behalten und in der Oelnrühle für sich schlagen lissen können/ Sicherlich ^uürde eine gleiche Maßnahme durch den hiesigen Arbeiter- und Soldaten-Rat bei den Bürgern Gießens mit gleich großer Befriedigung begrüßt und der Oelversorgurig vieler unserer Mitbürger ein bedeutender Vorschub geleistet werden, der um sc hoher bewertet loerden niuß. als der Vorteil dieser Maßnrhmc gerade vielen Minderbemittelten unserer Stadt aus einer fühl baren Not helfen würde. ® * r r ^20. Nov. ‘bie „Straßburger P o st" hat mtt dem heuttgen Tage chr Ersch einen eingestellt. Aus Stadt und kand. G i e ß e n, den 22. November 1918. t&bt - ^em^fe&erFQuf, Marktlauben. Zum fon ^^. ( ^ rbcnii>CI t' Weißrüben. Rolerüben, Erdkoylraben, Endrvchen, Weißkraut, Wirsing, Sellerie und Lauch. ** In der geh Sitzung der Stadtverordneten wurde gestern beschlossen, daß der Stadtvorstand das zurück- ^r. 116 vor dem Stadthaus feierlich empfangen! ® * e Philosophische Fakultät unserer Universität veranstaltet noch im lausenden Semester be sondere Kurse für Kriegsteilnehmer. Es sollen Ergänzungs krirse für Studierende mit Notreiffprüfung, Einführungs- rirrse mr Ansänger und Wiederholungskurse für Forlgeschrid- lene re nach Bedürfnis eingerichtet werden. Näheres sagen ore Anschläge am schwarzen Brett der Universität. Besondere r^erienkurse sind in Aussicht, genommen. - Der Privatdozent Dr. Derlitzki wurde durch das Ministerium zum Abteilungsvorsteher für Pflanzen- Hroduktronslehre an dem Landwirtschaftlichen Institut des teilt. nV 1 * Hochzeit begehen am 26. November Zug. fuhver August Ulrich und Frau Nkrrgarethe geb. Hilft ** Eine Borstandssitzung der hiesigen Ver- kehrsbeamten (Post- und Eisenbahn-Fachvereinei fand vor- Astern a bend ra t Eisenbahw-Hotel statt, die den Zusammenschluß dieser Beamten bezwackto und Stellung zur neuen Regierung aahm. Dv Redner bedauerten, daß keiner der gegangenen Minister «auch nur ein Wort der Anerkennung für diese Beamten gefunden habe: trotzdem gerade Post, und Äsenbahnbedienstete aniopfernd Dienst getan und der bisherige Regierung treu zur Seite ge- standen hatten. Dre Beamten begrüßen deshalb die Worte des neuen Reichskanzlers als ein gutes Zeichen und waren alle darin enng, auch rernerhin treu zur Regierung zu stehen und für ge. regelten Betrieb und Ordnung ihre ganze Kraft einzusetzen. Es wurde beschlossen, Anschluß — nicht Unterordnung — an den .Arberter- und Soldatenrat zu suchen, um vorerst durch diesen die Wims che der .Verkehrsbcanrtcn bei der Regierimg vvrznbringen. Außerdem soll demnächst eine größere Versammlung statpirrden, zu ozr Die polittschen Führer mib städttschen Vertreter eingeladen werden und m tvcldrr in freier Aussprache die Forderungen der. Beamtensck>wft zur Sprache kommen sollen. Die Handwerkskammer zu Darmstadt bat, mtt Ruchrcht auf die ttefgreisende Veränderung aller Verhältnisse, beveffs in den ersten Tagen der polittschen Bewegung dem hessischen Arbeite» und Gvdxrtenvat ihre Mitarbeit zunächst im Rahmen - der bisherigen gesetzlichen Ausgaben angeboren, die auch an^ gamnmTn werden ist. “ Inder hiesigen Oberrealschule wird der Unter- SzL? 1 beschränktem Umfange eingettchtet werden, worüber die ^.rrektton m einer Bekmnrtmachung in dem vorliegenden Blatte nähere Mrtteilurrg mackst. ** Die Arbeitgeber in Stadt und Land werden ™ Veröffentlichung des städtischen Arbeitsnachweises Großen ausgewrdert. ihren Bedarf an Arbeitskräften umgehend dort mitzutrilen. Näheres ist aus der Bekanntmachimg im Inseratenteil zu ersehen. iaul- und Klauenseuche ist nach eirver amtlichen eNi ttt klung in unserem Stadtbezirk aufgctauckst. Wir veriveifen aus die entsprechende Bekanntmachung im Inseratenteil. Landkreis Gießen. tu 21 Nov. Ter San.-Uittervff. K. Kling, N.-I.-R. 221 1. Kvnrp., der am 8. Oktober als vermißt gemeldet »ourde, hat am 14. November mls englischer Gefangenschaft ae schrieben. Kreis Schotten. o Gedern 21. Nov. Unter Leitung des Gemeindeintz. nmglieds Krankeukassenreästier Ger lach fand gestern abend im Gasthaus zur Traube eine überaus stark besuchte Bürgerver- s a nr m l u n g statt, in welcher in einmütigster Weise die Gründung eines gemeinsamen Arbeiter-, Bauern - und Bür ger-Rats erfolgte. Zum Vorsitzenden des Rates wurde Forst- tneutier Klingelh-ffer gewählt. Alle drei (öruppen werden je Bedarf zu gemeinschaftlichen Beratungen zusammenttcten. Starkenburg und Nheinhessen. RMK. Darmstadt, 20. Nov. In der heutigen Sitzung des Arbeiter- und Soldatenrates fcn 'stete Dr. Wolfs tm Namen des Recht aussästpfes über f i tc t Btt707 be r. die Einrichtung eines Revolittionsgenchtes, das sich aus den Herren Metwr. Delo, Loos. Nordmann. Müller, Elsässer und dem ?lntraq- ste.ler zummmem'etzt Tie Verbrechen des Raubes, Mordes, der Plicn^rimg, gegen die Sittlichkeit und gewaltsames Vorgehen gegen d^e fetzige Regierungsgewalt sollen mit dem Tode bestraft werden In der erngehenden Äus'prache traben Wolfs und Tr. Quesffl für dr^ ausoaldige Genehmigung ein, da man einem Notstand abhelsen Mw die Maßregel nur vorübergehend sei. Es seien sonst bolchennjttsche Zustände wie m Rußland zu befürchten. Sofort nach der versassunggebenden Versammlung werde man wieder crjtittm und duner ticis Weitere überlassen. Nach weiteren Erürte- rung.m über die ZwistigkeUen in Berlin wurde der Antrag ange nontmen. . Kreis Wetzlar. ^^^osdorf, 21. Nov. Ter Unteroffizier Mlh Weber vom FüftllerMeg-t.. Nr .80, 2. Komp., Sohn des Phll. Weber, der Sitzung dev Studtvevovdneten. z. Gießen, 21. November 1918. Tie heutige Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. di< unter Konttolle des Arbeiter- und Soldatenrates ftattsand, hatd eine außergewöhnlich lange Tagesordnung von 28 Punkten zu be raten und dehnte sich trotz vielfach glatter Erledigung des Var liegenden länger aus, als wie bishec gewohnt. Ter stetig zu nchmenoc Platzmangel verbietet den üblichm ausführlichen Bericht Anwesend waren: Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten Grünewald, Emrnelius und Krenzien, sowie du Stadtverordneten Ebel, Faber, Heichelheim, Jann Krumm,^Lerb, Löber. Orbrg. Plan?, Schaffstädt L>rmon, Sommer. Vetters, Wimmenauer und Winn Unter Mitteilungen gedachte Oberbürgermeister Keller ü ehrenden Worten des verstorbenen Ehrenbürgers Gafsky unL Huhn, sowie ihrer Verdienste um dß Stadt Gießen. Punkt 2 betraf die weitere Veschafftmg von P a p i e r n 0 t - ge Id. Aus Borsch'ag des Finanzausschusses wurde die Aufettigunc von weiteren 200 000 Mk. Papiergeld beschlossen. Das in Ansertr gung besuchliche Nickelgeld hofft man in den nächsten Tagen aus- geben zu können. Einjtw-ftlen besteht die Schwierigkeit, es herzu- schassen, da die Anferttgung auswärts geschehen ist. ^ ,^u^kt 3 und 4. Für die von den Stadtv. Jann und S ch a s s st a dt geprüften Rechnimgen des städt. Gas- und Wasser- werkes sowie des städt. ElekttizitätsWerkes und der Straßenbahv sur 1915 wurde Genehmigung erteilt. Punkt 5. Die Rechnungsabschlüsse deS Gas- und Wasser- werks für 1916 setzen sich »oie folgt zusammen: an ^^ 24 169^38 Mk.. Kapitalzinsen 24 752,99 Matt. Rücklagen 32 814 03 Mk., BetrielÄüberschuß 129 490.56 Matt Niederschlage 107,31 Mk.. Außenstände 640.32 Mk., Kredituberschreitun gen 86 675.43 Mk. Tilgung 35 705,34 Mk., Kapitalzinsen UW- Mk. Rücklagen 18416.84 Wf Äetttebsübettchuß 42 927 43 ^"^^ände 246.57 Mk., Kreditübci-schreitnugen Der Anttag der Betnebsdeputation auf Genehmigung wird erteilt. , Punkt 6. Der Rechnungsabschluß des Elektrizitäts- Werkes setzt sich zusammen mis: Tilgung 35 765,04 Mk.. Kapital- ^ 144M214 Mk.. Rücklagen 60 648.41 Mk., BetnebEer- hbuL »?6^7,äO^ Nud^chlLge 54 52 Mk Anßenständc 3 583.71 Mk., Kr^ntübcrschrntungen 500 964,31 Äk. Der Roch- nungsabschluß der Straßenbahn setzt sich zusammen' aus' Kap talzinsen 32 748,99 Mk , Betriebsü arschuß 22 228.25 Mk Knchituberschrntungen 44 638.46 Mk. Auch hierfür wird Genehim- gung erteilt. Punkt 7. Die Rechnungsablage der Plockschen Stif- Einnahme 7 270^40 Mk., Ausgabe 6 644,75 Matt, Ueberschuß in bar 625,39 Mk. Die Genehmigung wird erteilt. \ ®Wtt Arbeiter, und Soldatenrat erschienen die Mitglieder^ D rehl und Fourier, von demm Foutter erklärt, ^düngen der Stodtverordnetenv erf ammluug von heute ab der Kontrolle des A- und S.-Rates unterstielll sind, daß dev Rat aber nicht bsabsichtigtt, in den Gang der Sitzungen irgendwie hinderlich einzugweifen. Oberbürgermeister Keller ettlärt hierzu, daß die Stadtverwaltung einem Zusannnenarbeiten mit dem A.« und S.-Rat nicht cntgegenstehe, zumal, da dieser sich für Schutz und Sick-erheit der Stadt Gießen verbürgt habe. c, berichtete Beigoordneter Krenzien über Punkt 8—12 Baugesuche. Einem Gesuch der Firma BänuMger um Erlich >tun g einer Unt^kunftshallc für Krieg s gefangene am Erd- uruterweg wurde zugestimmt. Im Bougesuch, G.wrg Ott für Bal-n- hofstraße 58 wurde die Entscheidung ausgesetzt. Die Erstellung erner Arbeiteruittettunft und einer Halle für Arbeiter der Ge- wettsck^lff Gicßener Brounsteinbergwerke am Leihgesterner Weg wurde genehnfigt, ebenso die Anlage eines Treppenhauses ims Hmrse von Franz Bette. Mäusburg. 10. unter der Voraussetzung, datz bis 1925 der geplante Neubau des Hauses erfolgt. Andern^ falls verfällt erwe Kautiionssumme von 1000 Matt, ohne daß em Recht aus Bestehenlassen der Treppe dadurch ettvirkt witt) Genehmigt winde ferner ein hölzernes Einfahrtstor am Grundstück der ^strma Göbtt und Appel, Megelpfad 30. Punkt 13. In Uebereiustimmung mit der Preiserhöhung der Proviinz-Ueberlaild-Zenttale werden auch die Preise der ^^Ueberland-Zentrale für Licht von 50 auf 60 Ps. für Kraft vou 25 ans 32 Pf. festgesetzt. Dunkt 14. betraf den Bebauungsplan der obe- £ e ? & e ^.3 ur Erweiterung der Heyligkmstädt'scheu Fabrik soll die obere Lielng^tvaße auf Antrag der Bandcputativn gegabelt mü> die Wllhelmstraße so ausgebaut werden, daß sie dcn Betteln ausnehmen kann. Kleber diesem Punkt entwickelte sich eine längere Anssprache. — -Ltadtv. W i n n ettlärte sich Mr den Plan der Baudepittation row?\ n 3 er r ebenfalls, beantragte aber vorher den Ausbau der Wchh.lmstnaßc. — Oberbürgermeiiter Keller erklärt daß dies in den Notstandsarbeiteninbegriffen sei. — Stadtv. Löber ist. grgen das Projekt, crtadt wolle beide WolmungSarten fördern. — Stadtt. Sommer hält die geplanten Hausbauten für die fluktuierende Bevölkerung ldringend erforderlich. Alle Siedlungsftagen müßten beschleumgt werdrm. Es sei eine Versündigung am Volke, wenn nicht kommunale Politik getrieben werde. — Stadtt. Löber lehnt nochmals das Gübäude als ungeeignet ab. — Stadtt. Ebel tritt, trotzdem er sich als Anhänger der Kleinwohmmgskolonien btteimt, für den Plan ein, zumal bei den jetzigen volitischen Strömungen man auf nimig Lust der Arbeiter veck/neii könne, eigene Siedlungen in Erbbaurecht zu erwerben. — Oberbürgerm. Keller betont nochmals, wie wichtig es sei, ohne Rücksicht auf die Kostenftage sofort im' Avohinmgsmangel Abhilfe zu sckaf en. — Stadtt. Krumm stimmt ttnn bei und hält die getränten Häuser bttpnders chinstig für Eisenbahn- und Postbeamte, die nicht hier seßhaft Werten ivollten. Die otabt habe bisher in Wohnungsftagen noch drum etwas getan und muffe ihre nächsten Projekte schnell ausführen, entweder mit den Watugenoffenschafden. oder, ttenn diese zu langsami seien, allein. —, stadtt. Vetters hält die Gründe für den Bau der beiden Mets- bänffr emlchiftffend, dringt aber aus große, luftige Zimmer. — stadtt. Heichelheim ist dafür, wenn die Rentabllitär keine Rolle spiele, sofort zu bauen. — Stadtt. Schaffstädt fragt nach der Größe der Zimmer. — Beigwttm. Krenzien gibt ihre Größe ^x5 Meter an. — Stadtt. H ei che l hei m verlangt mög- — Boigevttm. Krenzien gibt an. sie seien als Wohnküchen geplant. — Oberbürgerm. Keller Bonrnrt rwch. mal3 auf die späkere Bautättgkeit zitrück und glaubt, daß man ,ogar dem Privaten Bau kapital Zuschüsse bewilligen müsse, eventuell durch Erlassung der Straßenbaukosten. Bei der Abstsimnvmg, wird der Bau der beiden Mietshäuser mtt Ausnalffne von Stadtt. Löber einstimmig beschlossen. Punkt 17. Für Notstandsarbeiten beantragt die Äntbeputation einen Kredit von 200000 Matt, die lxnv-illigt werden, zumal, da ein Telegramm vvrliegt, daß das Reich Zuschüsse zu diesen Arbeiten bewilligen werde. Punkt 18. Beigeordneter Krenzüen berickttet über einen Antrag einmaliger Teuerungszulagen an Beamte. Lehrrr, Bedienstete und Arbeiter. Ter Staat hat kürzlich seinen Beamten eure fa!6c Zulage in Hohe von 70 v. H. der laufenden Ten» rungszulogen betzoilligt. Me sozialpoMsckne Kommission schlägt die gleiche Zulage vor mit der MaffvahmL. daß die am 19. Juli ge- leistete Abschlagszahlung anzurechnen sei. Unständige Arbeiter erhielten wie im Oktober und 0ttvencber im Dezember eine Zulage von 100 Matt. Stadtv. Vetters regt an, die Unterschiede zwischen B» diensteken und unständigtzp Arbeitern auszugleichen, sowie den Lehrern und Bsamtem, die über 6000 Vdrtt bezitt-cn, keine Zulage zu gewähren. — Oberbürgermeister Keller weist darauf hin, weder Reich noch Bundesstaaten zogen eine solche Grenze. Unständige Arbeiter seien die als Ersatz für die im Felde stehe irden angenommenen. Die Löhne seien ausgegli'chen. — Stadv. Ebel berichtet über eine Versammlung der städtischen Arbeiter, worin die Arbeiter erklätt hätten, keine TeuerungsEzulagen erhalten zu lxrben. ' — Oberbürgerm. Keller bestreitet dies und envälMt, auch die Kinderzulage sei allen Beamten angerechnet worden. Punkt 19. Ms Beitrag an die Gesellschaft zur Förderung des oberhessischen Handwerks beantragt der Finanzausschuß 5000 Mk., als laufenden Beitrag 250 Mk, als Garantiesumme 10 0-00 Mk. Ter Antrag wird bewilligt. Punkt 2 0. In Anbetracht der Teuerung wurde das Kleidergeld der Schutzleute ab 1. April 1918 bis aus werteres von 75 auf 125 Mk., das der Hilfsschutzlertte von ZG auf 60 Mk. erhöht. Punkt 21 . Ter Arbeiter- und Soldatenrat erbittet zur Bestreittng seiner Kosten einen Kredit von 3000 Mk. Ter Finanzausschnß beantragt, die Stellungnabme der hessischen ?wegierung abznwarten und bis dahin die Entsck>eidung au-zzusctzm. ~ ^adtt. Ebel, der dem Anfang der Sitzung nickst beiwohnte, ttmmt auf die Erklärung des A.- u. S.-Rates zurück, daß die Atzung der Stadtverordneten unter seiner Kontrolle stattftnde. Er betont, die Aufsick>tsl>ehörde der StadtverordTretenversancmlungen sei lediglich das Ministerium des Innern. Ter örtlich" A - u S.-Rat ffn c>7.etzlich noch nicht legitimiert mck habe nicht das Reiht zu kontrollieren. Die Versammlimg werde aber der Macht »veichen i und keine ^chmengkeiten bereiten. — Oberbürgermeister Keller ^ enoibcrte hierauf, das Reckst der Selbstverwaltung der Städte - bleibe in Kraft. Ter A.-- u. >L.-Ra1 habe bislier in die Verwaltung noch mcht eingegrisfen und werde auch nicht eingreifen. — Stadtv. Krumm erklärte, da der A.- u. S.-Rat die Ordnung der Stadt aikfrechterbalte. handle er auch im Interesse der Stadt. Man möge daher jede Reibung dermeiden. — Stadtv. Sommer wies darauf hin, die Stellung der örtlichen A- u. S.-Rate und beü Gesamträte sei noch im Fluß. Man müsse daher seststellen, wo A.- u. S.-Rat abhänge. — Stadtv. Löber ft? Nir. Bewilligung des Kredites. — Oberbürgermeister Keller rät, bie ftaatlick)e Regelung in den nächsten. Tagen abzun>arten — Stadtv Vetters spricht für Gewähnmg des Kredits. Die rühere gesetzliche Regekimg habe keine Rechtsgültigkeit mehr. Die wtzige Regierung sei maßgebend bis zur Wahl einer neuen Reme- rung. Tiirch Abstimmimg wird der Vorschlag des Finanzausschusses zum Beichlutz erleben. Im späteren Verlauf der Sitzung wird der A.- u. S.-Rat noch mäls! um Gewälmung des Kredites vorstellig, da eS ihm cm den Mitteln fehle, sein Persoiial zu besolden — Oberbürgermeister Keller schlägt vor. vorlagSi^nse berr Kre- btt Lu bcunIliMi. — Stadtv. Som iner ist ebcmjÄls dafür, da te ** brr BfFenöüf.« Oi-dlmMg feien. — ^JwW^ebcI beaTrtmffi Shrintnöffmrng gcg^n jeweilige Berlage ^-c .Wccbnpoty unb flmueifmtflen durch bcn Oberbürgermeister. nivLtuLtsregrerimg gewäh^. . ^ << 11 n * * ?? .? er .^arlenbaukoi vnie irftrd «uff Antrag tz» Vmanzcmsschusses em ÄrhreSuffchuß von 300 ML bewillig. — rum mwmlsckit. die Einriäüung möge vvn der Bürger se nicht mehr vorhanden IMS, an 5nn ogsgeschäd^gte zur Ausgabe kommen sollen. Tie Lladt- vevordnetanveriammlrrng nimmt die Stiftung dankend an im £l^?f 7, o 2 ^ Küchle um Schankerlaubnis 3, Wetzsterngafte 31 und Neuen Baue 22 Mwett genehmigt. ^ $ a &, ren von Leichenwagen, ttmroe bisher von einem Unternehmer besorgt, der ab « 7 ^m«rr statt 5,50 Mk. 8 ?N7. Fuhrlohn beansprucht. Das städt. bea nt^gl, das Fahren der Leicke in vagen in eigene Regie N-- 7 Z.S s 8 tää£?ä?ä SrtcÄS Sut ^ *“•" ***’“* "» -»- Punkt 26, Belegimg des neuen Friedhofs. Zufolge besteht stark? Nachfrag.' nach Erbbegrab- i beantragt daher, diese dort anzulegcn. ^^^.Krenurwrium geplant war. Es soll eine hübsch? Anlage emstehen. Kremat^rum wird dann später in die Friedhofs- erwcrtenmg hinter die Kapelle zu liegen kommen ^ baIbÄü6®n mmtt ** Slrcmatornmrg A/Cr Antrag der Baudeputation wird «genehmigt. An her halb der Tagesordnung wendet sich Stadw. Ebel ^ i drmgenden Appell, den auch wir in jeder Weise rmterstutzen. an die Gießener Bürgerschaft, sich den Gefangenen Enuber würdevoller zu benehmen. Er kämmt auf die nn „Greß. Anz." bereits geschilderten Zustände am Gefangenenlager, den Handel und Bettel zurück. Schlimmer als KSf JL» £ V*fb r den werden auf 6 1 77 73 Pfund Sterlina geschätzt. Vvn der nationalliberaken Partei. Berlin, 21. Nov. Der Zentralvorstand der national- [} 17 5J ö - ^ Qr 1 ei richtet einen Aufruf an seine Parteich fteunde, in dem zunächst die Verhandlungen rnit der F o r t - > chr i t t l ichen Vo l kspar 1 e i über eine Vertretung der beiden liberalen Parteien geschilden werden und darm wirb gesagt, durch -as ^azwifcheutreten der neuen demokratischen Partei seien die V?rhandlrmgen gescheitert. Tonn die national liberale Partei könne die von dieser neuen Partei ausgestellten Forderungen nicht vev- treten, weshalb sei die national liberale Partei genötigt, selb- itändiginden Wahlkampf einzutreten und zwar werde dos geschehen mit einem neuen Programm, dessen wichtigste Forderungen seien: Ruhe und Ordnmrg im Inner,! und deshalb Unterstützung aller Bestrebungen der Regierung, die auf dieses Ziel gerichtet seien. Weiter sei zu verlangen: cSckLeunige Einberufung der verfassungsmäßigen Körperschaften, ohne deren Zustim- nnmg alle Aercherungen unserer Staatsverfassung und unstwrS Wirtsckaftsverhältnisses ungesetzlich bleiben und ungesetzlich blei- ben müssen, rcnd endlich eine schleunige Herbeiführung des Friv- dens damit die neuen Aufgaben des putschen Staates und der deutsck-en Wirtschaft sofort in Angriff genommen werden kö'wnten. Zum Schlüsse bittet der Zewtralvorstand um Treue und Uuter- jtützung der alten Partei. Amtlicher Teil. B e t r.: SchließnTtg der Schulen wegen Grippe. An die Schulvorstände des Kreises. Montag, den 25. November 1918, kann der Unterrrch in sämtlichen Schulen wieder ausgenommen werde,' Wir empfehlen Ihnen, das Erforderlich sofort anzuordnen. .Gießen, den 21 November 1918. D e Kceisschulkommission. _ I. B .: Langermann. Bekanntmachung. Betr.: Ten Ausbruch der Maul- und Klauenseuch in Gießen. Bei dem ans Belgien eingesührten und im Gehöft von Io ihapnes Sieck, Hammstraße 7, eingestellten Schlachtvieh ist die Maul- und Kiauenjeuch aus gebrochen. Es werden folgend Bezirk gebildet. 1. Sperrbezirk: Das Teilgebiet der Stabt Gießen jenseits des Bahndamms der Strecke Gießen—Marburg. 2. Beobachtungsgebiet: Das Gebiet der Stabt Gießen mir Ausnahnie von 1. 3. Gefährdetes Gebiet: Tie Gemarkungen Gießen und Schffen« berg. Für diese Bezirke gelten die Vorschriften der Bekanntmachung des Kreisamts vom 12. November 1914, abgedruckt im Kvnsblatt Nr. 70 vom 17. November 1914. G i e ß e n, den 21. November 1918. Polizeianrt GießOi. Wolf. DaS vsiSttssAk Ahtnüsn -cs Scan kalaha- Jaacs. Roman von A. H. Adams. (Nachdruck verboten.) (12 (Fortsetzung.) MS Galahad am ersten Lalevnenpfosden vvrberkam, hob er verstohlen ferne Faust empor und küßte sie. In seiner umnZölkoen Ernbilduttgskuaft sah er eine iveiße Schneeflocke veguirgslos «mf seiner Hand ruhen. Aber dieser Kuß sckMeckte nicht wie jener erste. Die magische Hand verschwand. Er bog rn Magic Avenue ein nnd lvnrde am Eiirgang des Eckge- bäudes z-lveier Gestalten gewahr. Ern junger Mann sprach eifrig ans ein weißgekleidetes Mädchen ein, das durch eine vosa Gürtelschärpe genau in zwei Teile geteilt war. Sie hörten Galal-ad nicht, bis er diaft bei ihnen war. Da zog das Mädchen hastig ihre Hand aus der des jungen Mannes, und der junge Mann war ebenso kurz entschlossen. Er Wg schnell seinen Strohhul in die Stirn und drehte Galähad den Rücken zu. So standen sie in gezwungenem Stillschlwer- gen, während Galahad vorüberging. „Das war Vater!" sagte der Jüngling, während der jStöwenfried sich die Straße hrnabbewegbe. „&at er dich gesehen, Jack?" fragte das Mädchen ängstlich. ZWird er etwas dagegen haben?" „Nein, er ist blind wie eine Fledermaus," erwiderte Herr Jones junior mit einer heraus fordern den Miene, die dem rosagegürteten Mädck-en m'.endlich rnannhaft dünkte. „Er bemerkt Ttiemals ettvas. Er würde übrigens auch nichts ausmachen, wenn er es täte. Ich bin jetzt ein Mann, ich bin achtzehn. Möchte wissen, was er überhaupt so spät draußen treibt. Er ist immer urn zehn im Bett. Er muß sehr früh aufstehen, um zur Bank zu kommen. Ich auch — hol's der Geier!" „Urrd ich muß auch hineingehen," sagte das Mädchen mit einem Seufzer. Sie hatten einander seit fünundvierzig Minuten gute Nacht gesagt, und loährend der ganzen Zeit hatte sich Herr Jones junior den Kopf zerbrochen, ob er es wohl wagen dürfe. Urrd sie auch Es kam ihm vor, als ob ihr ahnungsloses Gesicht dem seitren gefährlich nahe sei. Aber sie war so unschuldig, so aralos der drohenden schweren Gefahr gegenüber. Ob er wohk? — Sie würde nie wieder mit ihm spreck)en. Verzweiflunasvoll versuchte er es. Es war ein etwas unbeholfener Kuß. Jack Jones hatte nicht viel Uebung gehabt. Sie war schrecklich zornige „Wie kannst du es lvagen!" brauste sie auf. Aber sie ging uichi. Sie schien sein Dasein beinahe vergessen zu haben. Unbewußt kam ihr Gesicht wieder in die Nähe des seinen. Sie kämpfte crugensckieinlich mit sich, um vergeben und vergessen zu können. Sie zögerte vielleicht aus Freundschaftsgefühl gegen ihn, um ihm zu zeigen, daß sie — obgleich er es nie, niemals wieder wagen dürfe — ihm diesmal vergeben hatte. Sie hoffte, daß sie dennoch Freunde bleiben würden, und legte bittend ihre .Hand in die seine. Diesmal ivar der Versuch weniger unbeholfen, auch war sie nicht so zornig. Vielleicht gerade deshalb. Es verstrichen wiederum fünfzehn Minuten, ehe sie auseinander- grngen, wobei jedes zurückschaute. Ms JoTtes junior sehr gefchlvind nach Hause ivanderte, dachte er bei sich mit einer Art von Hochgefühl, das etwas direkt Leichtsinniges hatte: „Na, der Mte würde schön verblüfft sein, wenn er das wüßte!" Sein Vater erwischte ihn auf dem Mur, als er aus den Zehen nach seinem Zimmer schlich. Zu seinem Erstaunen schaute er ihn mit pfiffig zusammengekniffenen Augen freundlich an. „Du kommst spät, lnein Sohn," sagte er, unv als der Junge verwirrte Enffchuldigungen ;tamrnelte, legte ihm der ältere Mann die fleischige Hand auf die Schulter, „Sei fteundlich zu ihr, mein Junge," sagte er. „Sei fteundlich zu ihr!" Als der Jünglina voller Erstaunen errötete, fügte er scharf hinzu: „Und lösche bald dein Licht aus, im Belt wird nicht gelesen." Beschämt scblüvste der junge Mann in sein Scblc^- zimmer Fortsetzung folgt.) Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 » Hentt letzter Tag 8970a HENNY PORTEN. Borgen Samstag das aiserlesene Elite-Programm. FERN ANDRA in ihrem neuesten Gesellschaftsdrama „Frühlingsstürme im Herbste des Lebens“ Der Roman einer grollen Liebe in 5 Akten. Außerdem:* tu&rt Webba in seinem neuesten Detektiv-Schlager ln 4 Akten Der TeufeBs-Walzep Vom 27. bis 29. November: Die Llchtspiel-Opor „Der Waffenschmied“ BSHIHIBISiaEHiaiflEHIBia Meiner werten früheren Kundschaft, sowie den verehrten Einwohnern Gießens zur gefälliaen Be achlung, daß ich aus dem Felde zurück bin und meine Metzgerei wieder eröffne. ES wird mein eifrigstes Bestreben sein, meine 5kunden bestens zu bedienen, und bitte ich mich gütigst unterstützen zu wollen. Die Fleifchmirkeu können von SamStag den 23. d. MtS. in meinem Laden Crednerstrahe 18 abgegeben werden. Hochachtungsvoll! 07304 Joseph KoDmann, Metzger. isTELLENANGE dOTEj Nedegew. Herr od.Dame s. gewinnbringende Tätigkeit sofort gesucht. Angebote unter 07278 an den Gießener Anzeiger. Zwei Ltzhmalhkr gesucht. 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Heute vormittag entschlief sanft nach langem,schwerem Leiden unser lieber,herzensguter Sohn, Bruder, Neffe und Vetter Walter von §cheven im 19. Lebensjahre. E, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna v. Scheven wwe. und Kinder. Gießen (Stephanstr. 39), den 20. Nov. 1918. Die Beerdigung findet am Montag den 25. November 1918 um 2 Uhr'nachmittags von derKapelle des neuen Friedhofs aus statt. Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber, einziger Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Helmut nach langem, schwerem Leiden im Alter von SS 13 Jahren durch einen sanften Tod erlöst wurde. In tiefer Trauer: Familie Eberhard Schmidt. Gießen (Wilhelmstr. 49), 23. Nov. 1918. Die Beerdigung findet Montag den 25. November nachmittag- in Gambach bei Butzbach statt. 9g7Q Heute mittag entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Cousine Frau Katharine Heß Witwe geb. Herrmaun im 61. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Hetz und Familie Carl Hetz Marie Hetz uebft allen Verwandten. Gießen (Brandgaffe 6), Solignac (Frank, reich), den 20. November 1918. Die Beerdigung stndet Montag den 25. November nachmittags S‘/s Uhr auf dem neuen Friedhof statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- ! nähme hei dem schweren Verluste, der uns vJ betroffen, sagen wir unseren innigsten Dank. m m Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich viehl. Klein-Linden, 22. November 1918. (>7274 Ach. lieb« Eltern und Geschwister mein, Ich kehre nicht mehr zu euch . . heim. Mein letzter Gedanke, mein letzter _ Blick Der war nur zu euch gerichtet zurück. Bart ist das Los und groß der Schinerz, Es bricht den Eltern und Geschwistern fast das Herz. Ruhe anft, geliebtes Herz, Denn du hast den Frieden, wir den Schmerz. I Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß am 30. Oktober unser lieber, guter und unvergeßlicher Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Gefreiter Wilhelm Braun 1. Sarle-Bcs.-RsBL, Iahaker das B. E. II. EI», d. Hess. Tapferkeit amtd. nac h fast 2 jähriger treuer Pflichterfüllung im Alter von noch nicht ganz 21 Jahren sein junges Leben infolge einer schweren Verwundung in einem Kriegslazarett lassen mußte. In tiefem Schmerz: Farailio Wilhelm Rrson IL, Rechner and alle Angehörigen. Daubringen, den 21. November 1918. 8956 ■ m ' m L- J .R m if Nachruf. Am 20. d. Mts. starb nach kurzem Kranksein unser lieber Kollege Herr Fritz Brunotte Präzisionsmechaniker. Wir verlieren in ihm einen treuen, lieben Kollegen, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Die Betriebs-Angehörigen der Firma Chr. Kremp Wetzlar. Wetzlar, 21. November 1918. Nach einem arbeitsreichen Leben entschlief heute vormittag V 2 12 Uhr nach kurzer Krankheit sanft in dem Herrn unsere liebe Schwester und Tante Frau Lina Laubinger Ww. geb. Unger im 69 . Lebensjahre. Im Namen aller Hinterbliebenen: Geheimrat Unger, Cassel. Kesselbach, Cassel, Biedenkopf, Gießen, den 20. November 1918. Beerdigung findet Samstag I Uhr auf dem Londorfer Friedhof statt. 8971 1 Verwandten und Bekannten dre traurige Mitteilung, datz unser lieber, guter Sohn, Bruder. Schwager, Onkel und Pate Friedrich Wilhelm Otto Zimmermann nach langem, schwerem beiden heute morgen um 6 Uhr im Aller von AI Fahren sanft in dem Herrn entschlafen ist. WM In tiefer Trauer: Frau Luise Otto Ww geb. Belloff Familie Heinrich Schomber Familie Heinrich Otto VLI. Familie Karl Henß Familie Ludwig Belloff nebst allen Verwandten. Beuern, den 21. November 1918. Die Beerdigung findet SamStag den 23. Novbr. nachmittags 2 Uhr statt. wv » An Jit Ackitztblr in Stallt nai Land! Die Arbeitgeber in Stadt und Land werden dringend aufgcfordert, ihren Bedarf an Arbeitskräften umgehend bei dem Stadt. Arbeitsnachweis in (Üietzen, West- Aulage 31, Fernsprecher 2954, anzumelden. Die schleunige Feftslellnng des Bedarfs ist dringend notwendig, einerseits weil die Kriegsgefangenen zum groben Teil entlassen find, andererseits weil eS unbedingt erforderlich ist. die heiinlehrenden Soldaten möglichst schnell in geeigne.en Arbeitsstellen unlerzubrinqen. Bor allem ist dies auch für die Landwirte von grösster Bedeutung. 890bB Städtischer Arbeitsnachweis Kietze«: I. B.: Krenzien, Beigeordneter. Oberrealschnle Gietzen. Da die Lehrsäle für Phvfik und Chemie nicht mit Truoven belegt und aufierdein von dem übrigen Schulgebäude abgesperrt werden können, so soll hier ein Unter» richt in beschränktem Umfang für einzelne Klaffen einge- richtet werd-n, und zwar sollen 3 Stunden tägliche» Unterricht erhalten: die Klaffen lal u. Ia2 von 9*/ 4 bis 12 Uhr und 1 Stunde täglichen Untertcht: die Klaffen 3al u. 3bl von 8*/ 4 bis 9*/ 4 Uhr Sa u. 6a * 12 * 1 * 3a 2 u. „ 3 * 4 „ 3b2 li. 5b „ 4 „5 „ 4a u. 4b » 5 ff 6 „ Die Schüler der 1b, 2a, 2b sollen bei dem etngerich» teten Ordnungsdienst miihelfen. Wer fich daran nicht beteiligt, hat an dem Unterricht der 3a teilzunehmen. Der Unterricht beginnt Montag den 25. November, 8V 4 Ubr. 8966V Der Direktor. Stadt-Mädchenschule. Der Hansbaltungsunterricht wird vom Montag den 25. d. M. ab in der gewohnten Weise weitergesührt. Die Schülerinnen haben fich um 9 Uhr vormittags pünktlich im Schulhause Neustadt einzufinden. Gietzen, den 21. November 1918. Der Schulvorstand' Keiler. 89678 Hl. IM ist wieder eröffnet und befindet sieh wie früher: WeUlarer Weg 11II, ln Brmat-Lmdvig-Hsagts, Teleloa Er. 378 0*292 Geometer I. Kl. Mord, Zivil-Ingenieur Ausführung jegl. Vermessungen, Anfertigung von Bauzeichnungen. Bearbeitung von Wasserleitungsund Wegeprojekten, Bauleitung u. Abrechnungen. m Danksagung. Für Die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben, '1 guten Mutter sagen wir auf diesem Wege ß unseren tiefgefühlten Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Hartmann für j die trostreichen Worte am Grabe, sowie für i die vielen Kranzspenden und allen denen, | die unserer teuren Entschlafenen die letzte I Ehre erwiesen haben. y Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lieschen Staubach. Alten-Buseck, den 21. November 1918. 97282 .; . ' s. ■ >' • • > - . . . ’ff , '^1 •;‘ r ‘ : - Er war zu treu, er war zu gut Fürs Vaterland gab er sein Blut. Doch ohne Klagen trug er seine Schmerzen In seinem edlen, sriedevollen Herzen. Am 29. November 7'/- Uhr entschlief sanft und unerwartet an einer durch seine schwere Verwundung sich zugezogenen Krankheit mein heitzgeliebler treuer Garte, der liebevoll besorgte Vater seiner beiden Kinder, unser braver, guter Sohn und Bruder, unser hoffnungsvoller Schwiegersohn, Schwager, Neffe und Onkel Zriedrich Brunotte Mechaniker im nahezu vollendeten 26. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Frau Marie Brunotte geb. Laur und 2 Kinder Familie Friedrich Brunotte Familie Heinrich Laur und alle Verwandten. Leihgestern, Gietzen, am 20. November 1918. Die Beerdigung findet SamStag den 23. Nov. nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause Wilhelm- stratze 31 auS statt. 89.8 Stoff-Farben jedes Quantum, alle Farben, hat abzugeben Mediz.-Drogerie zum Kreuzplatz Kreuzplatz 9. 8800a WW 45, 55 und 75 Pf.. WkiMi'ser von 90 Pf. an, WiftbliMkerzr» bei 07218 Carl Schunck. [TerschTeBenesI K. 9./17. Freitag, 29. Nov. 1918, vormittags 10 Uhr, soll , auf hiesigem Amtsgericht, ' Zimmer 14, das dem Installateur Hei nrich Lich in Gietzen zugeschrieb. Grundstück Flur 1 Nr. 2G4 6 /.« i =331 qm Hofreite Sonnen- j stratze 31 zwangsweise ver- ! steigert werden. Die amtSgerichtltche Ber- ; fügnng ist im LrtögerichlS- zimmer öffentl. ausgehängt. Gietzen, den 15. Aug. 1918. Grotzb. Ortsgericht. Simon. em B Fllhmtrk irfHitt für andauernde, gröbere Erz- tranSvorte von Geilshausen, ReinhardtSdain.Stangenrod nach Bahnhof Grünberg. Vkniaizaag hkWtr Baaritzrabka E.s.li.H. FraiklnrtaJOL, öalüiö-ftnl.2. Gietzener Kaff eeftubeitj Der geehrten Einwohnerschaft von Gießen u. Um- f gegend zur gefl. Kenntnis, datz ich Samstag den * 23. Nov. am hiesigen Platze walltorstr. 19, neben der Pfeiffer'schen Buchhandlg. ein Kaffee eröffne. Empfehle stets frische Torten und Gbftkuchen. Spezialität: Bohnenkaffee, Kakao und Tee. gum gefl. Besuch ladet ergebenst ein Zrau Martha Noll. 0729? 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