m. 2l\ Der Uucßencr Anzeiger erscheint läglich, ander Sonntags. - Beilagen: rtebener^amlliendiätter; Kreisblall für den Kreis Gießen. Beiugsprcls: monatl. i'11,1.3 5, vierteljährlich Tif. 4.05; durch rlbhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25; durch diePost Mk. 4.05 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Hernjprech - Anschlüsse: für bie Schristleitung112 Verlag,Geschäitsstelle51 AnschrrstsnrDrahmach- richtcn: Anzeiger Hießen. Erstes Blatt 168 . Jahrgang Donnerstag, 2;. November;9XB Postscheckkonto: Zranksnrt a.M. 11686 Vankverkehr: Gewerbebank Gießen Zwillingsrun-druck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Zteindruckerei R. Lange. ZchristleiLung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Annahme von Anzeigen s. die Tagesnuminer bis zum Nachmittag vorher ohuejedeBerbiiidiichkett Zeileirpreise: für örtliche Anzeigen 25Pf.,für auswärtig« 30 Pi., für Neklan'.en Mk.1.-nebst 20" n 1eue- rungsznfchlag; Plagvor» schrisl 20 % Aufschlag. Hauptschrvtleiter: Aug. Goetz. Verant'vortlich für Politik: ^!lug. Goetz: für den übrigen Teil: I)r. Reinhold Zenz; für beu Anzeigenteil: H. Beck-, sänrtlich in Gießen. Resolution. %it frm 19. November 1918 im Bürgersaal be§ Rathauses zu Frankfurt a. M. abgehaltene Vertteterversanünlung der Arbeiter- und Soldcttenräte ftn Bezirk des 18. Arnreekorps erllärt: Arbeiter- und Soldatenräte stellen die höchste politische Macht dar: sie handeln im ddamen und im 'Interesse des schaffenden Volkes, also der großen Mehrheit her Bevölkerung. Ihr Ziel ist gleich dem der revolutionären .Bolksmassen die T-eurokvatie und der Sozialismus. Angesichts der sehr ernsten und schwierigen Lage, die verschuldet wurde durchs die von der Revolution gestürzten Gcmal len, setzerr die Räte sich zur nächsten dringendsten Aufgabe, sofortchen Organismus der Behörden und anderer Cin- richtungen der gegenwärtigen Wirrschafts- und Gesellschaftsordnrmg unter ihre Aufsicht zu stellen, damit die völlige Zerrüttung der Lcbensbedinguugen des Volkes vermieden rrud unermeßlick)es Unheil abgewendet werde. Wo Beamte, Behörden und andere Vertreter der alten öffentlichen Gewalt ar^drücklich oder versteckt die Alufficht der Arbeiter- und Soldatenräte ablehnen, sind die Verweigerer. wenn nötig, mft Waffengewalt, sofort zu beseitigen, urrd die betreffende Dienst- oder Verwaltungsstelle ist durch den zuständigen Rat neu zu besehen. Damit die derrtscfa Volkswirtschaft rasch aufgebaut und zur HKsundung geknackst werden kann, treten die Räte ein für die Vergesellsänaftung bestinvnter geeigneter Großbetriebe, z. B. des Kohlen-. Erz- und Kalibergbaues, von Hüttenwerken, der Schifffahrt des Großgrundbesitzes. Eine verfassunggebende Nationalversammlung, gewählt auf Grund des gleickzen. geheimen, direkten und allgemeinen Wahlrechts für alle nvmdestens 20 Jahre alten männlichen und weiblickren Personen, soll den neuen politischen Zustand Teutschlands befestigen. Tie Zusammensetzung der Nationälversanrmlung soll er- jjolgen nach dein Verhältnis der für jede Partei abgegebenen! Stimmen. Die Arbeiter- und Soldateuräte rufen das deutsche Volk auf, daß es die junge Freiheit schirme gegen jaden Versuch zur Gegenrevolution. Die Wahl Hülfe so vorbereitet und betrieben werden, daß vie Nationalversamnüung ein Bollwerk der Demokratie und des Sozialismus fein wird. 89168 Arbeiter- und Soldalenrat Hießen. Kiel. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. An den für Truppenmärsche in Betracht kommenden Straßen rmd We.^kreuzungeu sind umgehend deutlich erkennbare Wegweiser, »im besten große Tafeln aufzustellen, auch sonst müssen etwa beschädigte Wegweiser baldigst her gerichtet werden. Bis 25. vember muß alles bereit sein. Wo Nachts nicht für Beleuchtung dm Wegweiser gesorgt werden kann, wird eine Wache anfzrytellen fern. An geeigneten Plätzen sind Ehrenpforten pder sonstigeri Schimuck zum Willkommen der Truchpen ccufMbanen. Gießen. dDurckMiarschdoner ist 8 Tage auf erueü Straße. Tauer der Eingnartierung im Bezirk östlich der neutralen Zone ist noch nicht festzustellen. Gießen, den 20. November 1918. Arbeiter- und Soldatenrat Gießen. Kiel. Krcisamt Gießen. I. V.: Langermann. Die Erneuerung des Zentrums. Wie wird die große Zentrumspartei sich mit- den Umgestaltungen im Reich und in den Einzelstcraten abfindcn, mit welcher Parole wird sie vor die Wähler zur Nationalversammlung hin- tret-en? Sie kann nickst meist: „Trumpf" sein, uxrr es schon in der Kriogszeit nicht michlr, ujnd ihre tnibende .Kraft, Herr Erzberger. hat zivar die Höhe eines Sürratssekretariates erklommen, wird jedock) vielleicht vor der Aussicht, die sich ihm da oben anf- tnt. ein wenig zurückbcben! Es ist noch, unsilfar, ob ihm die Bundes brüderscl'aft der äußersten Lücken weiterhin das er,te Wort in der Friedensdelcgatwn lassen wird. Er schifft nicht mehr aus der breiten .< 'Lahn der ReichstÄgsmdhrheit; Sck>eidemanns etwaige Mephistosrage vürd ihm unbehaglich sein: „Bist init dem Teufel du imd du und willst dich« vor der Flamnie scheinen?" Wie er's auch , anstellen mag — seine Zentrums parteigmos sen werden schwerlich den „Knrium" bis zum Ende mit ,^durck.-schmarutzen" wollen. In der „Köln. Volksztg." lesen lvir interessante Vorschläge zu einer Umbildung der Zentrumspartei. Das Blatt vertritt bekanntlich die Bachem!che Richtung, die schon vor Jahren den Ruf hat erschallen lassen : heraus aus dem Turm der konfessionellen Einschränkung! Heute sagt nun die „Köln. Volkszeitg.": „Das Zentrum als freie deutsche Volkspartei soll das Panier sein." Ein Kreis hcrvorrageu-- der Partcifteunde, die sich in Duisburg und in Köln dieser Tage zusammengefnnden hätten, fordern alle Gesinnungsgenossen auf, aus den Bvdeu eines n^uen Programms zu treten. Gleichzeitig wird, mit der Aufforderung zur öffentlichen Erörterung', ein Programm-Entwurf veröffentlicht, der sich in vier Teile gliedert: Außenpolitik, Innenpolitik, Wirtschafts- und Sozialpolitik und Kulttirpolitik. Die neue Organisation soll eintreteu für pazi- ffscksche Gedanken, aber auch für gerechten Anteil an der Kolonialpolitik der Kulturvölker imd für cktternationale Regelung des Ärbeiterschutzcs und Bersicherimgswescns. Deutschland soll Bundesstaat bleilxm und an seiner Spitze sowie an der Spitze der Einzelstaatcn sollen Volksregiernngen stehen, die mif dem Vertrauen der Volksvertretung bernlien. Dias neue Zentrum soll eintreteu für die Verhältniswahl und das .Frauenwahlrecht. Au. der Spitze der sozialen Fordermrgen steht folgende Richtlinie: „Organisation der Gütererzeugnug nach den Forderungen! des Gemeinwohles. Dabei Erl-alttmg der persönlichen Unternehmungslust und des Verantworrnngsgeftchls." Demgemäß soll die Steuersrage wie folgt gelöst.werden: „ckiereckste Verteilung der Steuerlast nach der Leistuugssähigkcft. AllgeMcinc Vermögens- znwachsstencr. Schärffte Erfassung der falxm Einkommen, der großen Vermögen und des unverLüenten Vermögearszuwachfes. E i n- ziehung aller Kriegsgewinne." Nebenher gehen zahlreiche soziale Aufmunterungen.' IM Abschnitt „Kulturpolitik" wird die Förderung- aller drrili; licken Bestvebung-en hervorgehoben. Bon besonderem Iickeresse ist das neue Sck'nlpvogiramm: „Ernaierung des Bildirngs- und Er- ziehimgisweseus einer auf einheitlicher Grundlage aufbauenden deutscheu Volksbildung. FreilM der Erziehung und des Unter- rickits. Anerkennung und Sckintz der religiösen Erziehungsfaftoren. Freie Eutfaltmigsmöglichlkeit sicr jede Begabung durch BeseitiMNg der Schranken d^s Berechtigungswesens und der Klassenschulen. Ausbau der Volks- und Fachschulen. Gleichachttmg aller gleich- werckgen Bildung nach der Leisönngsfäl-igkeit des einzelnen. Auck), die Frau soll aus allen Gebieten des Volkslebens „mcker Auswerttmg der weiblickMt Eigenart l)erangezogen werden/' Wir sind gespannt daraus, wie sich die sogenamtte Berliner Richtung des Zentrums mck diesen Vorschlägen absindcn tvird, nach- dein der neue preußische Kultusminister Adolf Hofmann bereits die Trennung von Staat und Kirche in allernächster Zeit verwirklichen wül. Soldatenräte nnd kortftituierende Versammlung. Berlin, 20. Nov. (WTB.) Staatssekretär Scheidemann erhielt folgendes Telegramm: Der allgemeine Soldatenrat ffir das Gouvernement Lckanen erllärt, daß er sich uneingeschränkt ans den Sbrndpunkt der Ablehnung jeder wie immer gearteten Diktatur stelle und mit <Äer Entschlossenheit die konstituierende Nationalversammlnng als verfassunggebende einzig berechtigte 9Racht ansieht, die geeignet ist, den wahren Willen des Volkes zum Ausdruck zu brinaen. Allgemeiner Soldatcnrat Litauens: Methner, Botta, Beier. Beim Staatssekretär Scheide mann ist folgendes Telegramm eingetroffen: Der große S o l d a t e n r a t K o w n v, der^ Zem tralrat der Ostfront, nahm in seiner hentilsen Delechertenversamm- lnng einsckmmig folgende Resolution an und bittet Sie, diese un- verzü-gilich der Reichsregiernn-I bekannt zu geben: Ter Großä Soldatenrat Kvwno, der ^entralrat der Ostfront, erklärt, daß er sich uneingeschränkt endeu Nachrichten über erreichte oder mis zugesagte Milderungen der W a f f c n ft i l l st a n d s b e d i u g u u g e n eut- spreck)en nicht den Tatsachen Vielmehr ist festznstellen: Twtz aller Vorstellungen und aller bevcfts zutage gettetenen Unzickräg- lichkeiten in der prakttsckMi Turchsüfaung der uns auferlegten! schweren Bedingungen des Waffenstillstands ist von unseren Gegnern nicht das geringste Entgegenkommen gezeigt worden. Die deutsche Wasfnfftillstandskommissiou: Siccttssekretär Erzbergcr. Berlin, 20. Nov. (WTB.) Ueber die d^ u t s che u M ili- tärbestände links des Rheins, nMventlich soweft die Lebensmittel in Frage kommen, ist-,folgendes bescknnnt worden: Tie Lebensmittel stehen in erster^ Linie den dnrchiuarschiereuoetz Truppen zur Verfügung. Jeder Soldat erhält au Lebensini-tteln, so viel er tragen kann. d. h. also Verpflegung für im-hrere Tage. J'mi übrigen soll der Mttansport sämtlicher Militärbestäude unter Anfbicttrng aller Kräfte bis zum Räumungstermin sowcft irgend möglich durcbgeff'ihrt werden. -Deutsche Wasfcnstillsüaudskvninnssivn: Staavssekrctär Erzberger. In den linksrheiuisck>en Gc^bieten ist in iveiten Kreisen die Befürchtung verbreitet, daß die feiMiche Heeresleitung die im wehrpflichtigen Alter stellende männliche Bevölkerung entweder als Kriegsgefangene oder zu Arbeiiszivecken nach Belgien iund nach Nvrdl'amkvcjch absützvm fassen, toeode^ Die >Befürchtung entbehrt jeder tatsächlichen Unverlage, derrn der Abschnitt 6 des Waffenstillstands^ bb )mmens bestimmt: In allen geräumten Gebieten ist die Fortsillwung v«m Einwohnern untersagt. Dem Eigentum der Einwohner darf kein Schaden oder Nachteil zu gefügt werden. Tie deutsche Waffeiistülstandskvmmiffion: Staatssekretär Ei^berger. Tie Ausführung der Bedingungen für die Marine. Berlin, 20. Nov. (WTB.) Ueber den Gang der Verhand-. lungen der Abordnung der deutschen Marine mit dem englischer: Flottenchef Wmiral Beatty in Rosyth erfahren wir von zuständiger Stelle folgende Einzelheiten: Aus die Anfrage des Kouttöadmirals Meurer, ob auch die drei Mitglieder des Soldatenrates der Flotte der Sitzung beiwohnen sollten, lehnte^ der auf die „Königsbergs^ entsandte englische Offizier die Beteiligung des Soldatenrates im Austrage des Admirals Beatty ab. Die drei Mitglieder mußten infolgedessen auf der „Königsbergs Zurückbleiben. Adunral Beatty las die Zusammenstellung der von .ihm gewünschten Aussnhrungsbestimmungen des Waffensckllstands-- verrrages vor und erklärte, daß er von der Entente und den Vereinigten Staaten beauittagt sei, alle Fragen des Wassenstillstandes zur See zu regeln. Er bat Kvntewdinrval M«eurer, sich die gleichä Vollmacht für die Verhandlungen nicht nur als 'Beauftragter der Hochseeflotte, sondern der ganzen deutschen Marine erteilen zu lassen. Diese Vollmacht wurde sofort aus suukeutelegraphischeO: Wege -eingeholt und von deutscher Seite erteilt. Auf die nnmdliche Mitteilung des Konteradmirals Meurer, daß an Bord der „Königsberg" sich drei Mitglieder des -Soldatenrates der Flotte und der Republik Oldenburg-Friesland befänden, lehnte Admiral Beatty jede Verhandlung mit dieser Abordnung ab, da er nicht autorisiert sei, Mitglieder einer Regierung zu empfangen, die von der englischen Regierung nicht anerkanitt sei. Erwähnenswert ist, daß Admiral Beatty sich bereft erklärte,, aus die in Artikel 24 der WassensMsbandsbedingungen geforderte Besetzung der Ostsee bese ft igungen vorläufig zu verzichten, wenn von deuffchcr Seite sofort die erforderlichen Minenränmarbeiten in de? Ostsee in Angriff genommen würden. Der Vorsitz im FriedenSkottgreß. Amsterdam. 2Ö. Nvv. (WTB.) „Algemeen Handelsblad" meldet aus London: „Daily Mail" berichtet aus Paris, man er- lvarte, daß Clemeuceau zum dauernden Vorsitzenden des Friedenskongresses gewählt werden wird, und daß Wftson ersucht werden wird, bestimmte Sitzungen vermutlich vor allem die Eröffnungssitzmrg zu leiten. Die Anwesenheit Wilson- auf dem Friedenskongreß. Washington, 19. Nov. (WTB.) Dvahtlos. Vom Weißen Hans wird folgendes bekannt gegeben: >,Der Präsident beabsichtigt, sofort noch der Eröffnung der regelmäßigen Session des Kongresses nach Frankreich abzureisen, um an den Erörternngen.' und der Festsetzmrg der 5?auptpunkte des Friedens Vertrages teil-« znnehmen. Wahrscheinlich wird cs ihm nicht möglich sein, auf der Friedenskonferenz während der ganzen Dauer anwesend zu sein, aber bei ihrem Beginn ist seine Anwesenheft notwendig. Der Kongreß trftt in der nächsten Woche zusammen. Der PÄsident wird also wahrscheinlich in drei Wochen abreisen. Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus London wird Frau Wilson den Präsidenten aus seiner Reise nach Europa begleiten. Ädan glaubt, daß Wilson mit Gemahlin außer Paris auch London besuchen werden, vielleicht auch Brüssel und Rom. Da der Präsident anfangs nächsten Ätonats abreist, rvird er voraussichtlich mehrere Wochen vor Beginn der Friedenskonferenz in Paris ankommcvr. Aian glaubt, daß er die Absicht hat, an der Konferenz von Veffailles, die den Zusanimenknnflen der Friedensunterhändler vorangehen wird, teilzunehmen. Er wird auch den ersten Sitzungen der eigenttichen Friedenskonferenz beiwohnen, in denen die Prinzipien des Friedensverttages ft: großen Zügen fest gesetzt werden sollen. Bei den späteren Besprechungen der Einzel, heiten des endgültigen Friedensverttages wird er nicht mehr anwesend sein. Wahrscheftckich wird Wilson zu ferner Ueber fahrt nach Europa ein amerftanisches Schlachtschiff benutzen. Außer den berefts gemeldeten amerikanischen Delegierten werden noch Louis D. Brande ß, General Bliß und Armiral Sims genannt. Ein Dank- und Bettag in Amerika. Washington, 19. 9iov. (WTB.) Drahtlos. Wilson bestimmte in einer Proklamation den 28. November zum Dank- und Bettag. In der Prollamation heißt es: Es hat Gott ipohlgefallen, uns Frieden zu geben. Er kommt nicht nur als eft: bloßes Aufhören des Kampfes, als Befreftmg von der An- sttengung und der Tragödie des Krieges, er kommr als der große Triumph des Rechtes. Eine Ehrung FochS. Paris, 17. Nov. (WTB. 9?ichtamtl.) Die ftanzösischc Akademie ttat am Dienstag zu einer Sitzung zusammen und beschloß einstämmig, am nächsten Donnerstag Marschall F o ch an Stelle von Rlarquis Vogue und Clemeuceau an Stelle von Emile Faguet zu wählen. Petain Marschall von Frankreich. Paris, 20 .Nov. (WTB.) Reuter. Der Miuisterrat hat beschlossen, General P e t a i u die Würde eines M a r s ch a l l - von Frankreich zu verleihen. Paris, 19. 9tov. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Haoas- melduug hielt Marsck?all Petain, der Oberbefehlshaber der ftau- züsisäien Armeen, nachmittags seinen Einzug in die Stadt Metz an der Spitze der von General Leconite geführten Truppe?:. Auch Colmar wurde von den französischen Truppen besetzt. Belgien. Amsterdam, 20. Mv. (WTB. - Nach den hier vorliegendem Nackwichten bcabsichttgcn die belgisch e u M i u i st e r morgen nach Brüssel zurückzukehren. Ter König wird die Kammer am Freitag eröffnen. Das Ministettum wird unmfttellmr darauf seine Entlassung nehmen. Nach den letzten Nachrichten ist das U n g l ü ck i u H a m o n t entsetzlich. Die Zahl der Getöteten, ineist Deutsche, wird aus über tausend geschätzt. Holländisch Aerzte sind nach Belgien abgereist. Tie Station Hamout rst vollständig vei-wüstet. Ungefähr 2000 Mamr belgischer Bürgerwehr besetzten die Grenze. Aus den zum Teil sich widersprechenden letzten Berichten ilter das Explosionsunglück des deutschen Mmnriouszuges geht hervor, daß das Unglück aus Unvorsichtigkeit der Bevölkerung zurück- zuffihren ist, die zusammeirgcsttöint war, unr von der: in die Heiiuai zurückkehrerchen deutschen Soldat er: Kriegsandenken zu erhalten. Angriff eines deutschen tt-BooteS London.20. Nov. (WTB.) Ter lnitische Minensucher „As- c o t" ist am 10. d. M. an der Mvdostküste Englairds von einem deutschcnUrlterseeboottorp ediert und nift der ganzen Besatzung versenkt !vorden_ 16 Offfzievc und 47 Ifann um" gekomMM^ ' Die M-^henverlnftc' DnrtschkandS im tfrtw. ftwmi./wVsi JLf^V %' ®&aü> ^fccilnfiign: itmertogen: Bomrcn linr bte^cr lüfte T^ttichl., btS jirnt 31 . DCtofrer or*mru W 158 ' ,00 ° Tot, su feflitm m Dt^rigt 85* j£ Mann flcmeJbrt, wovon aber ebenfalls ent aTüf’cr ^eÜ mdvt Tnelrr unter den Lebenden weilen mhi». Xie her 5®? n tJ';^ Tri>r '‘ 1 deulseii-en sangen en beträgt 490000 4 Mitlwmm Soldaten. loolxn aber eine wilder- ftplte og gurnff m bdt Fällen vorgekommen ist, lovbei ein Soldat ntohrmQls vc^vun^t worden ist. * l w ^ Aus dem Reiche. Reichs- mch Landtogsabg. Prof. Dr Werner dähl^r zu vcEntlichen: . Stetöitrri; richte ich an alle meine Fvemrde auf dem Lande die b »lÄ zuttm u«s wuch^-^rbe^ da- «W?« « ein Ministerium eiitjutretm, Mht ( >® Cn 5‘ t Wttffe" einer Minderheit Cf m<1 £j» c in der mtfer SÄ»'Ä^uv"ÄÄ 1 s;s , sfÄ Gürittfä Sonst treiben tair in das bolscheivilÄche" Mcws «*-— «r SA disch7 ^id Uv^ km ungeheuren Leid, tut Eure vaterlän- 8*1 U7T ^ cre ^ r .Vaterlandes und auch Eurer .Kinder ru^gAnkunft. Darum sichert unsere Volksernäh- /u - & k ®**™* öe§ linken Rheirmsers. die isL S^tmmat mittcilen, c^ttte.^rikanssche Armee ist ;. yruie amcnraimaje vi jSX <*$ ErtttttoNsarmoe Lotbrinson ZU besetzen. Lie ML^OOOO Mann unter dem Oberbewhl des Generalmarors -ictmann der fett dem 31. Mai die an der Marne operierender» kulsrte. Sem Generalstabsckies ist der 11 n - l ^I r!tt - 1taItn Evaig. Ta die fvcrnzösi'ch Remeruna mehr Äs.sentdlüivs Gckiet ^tsteht? MneriSamsck-e tfrmee teuföi das Intfe Rheinuier bts Martv; zu besetzen ™i,rr Maud Hup ist znm Mil,tärgouver° Vourgoois. bisl-er Direktor des rvanAomcheu Armee, zum Militär- »mverncnr von c^vastburg ernannt rvvrdcn Zwerge bererthaltetl, um sie den Heimkehrenden und Feldmütze zu stecken. Es ist zu erwarten, mnrfw a rn 1 rr a r!L^ n Dauptdurchzugswegen einfad*, aber uf e Ehrenbogen errichten wird. Ein besonders .soll aber dem Giestener Regiment, den 116ern, bewertet sem, dessen Arrkunft der Ob^düraer- metster zeitig Mitteilen wird. Die 116er vor allen Dingen die zum großen Teil Bürger unserer Vaterstadt sind, sollen wLw'rfv&f ^^cher Willkommensfreude fühlen, welchen ShfeWeifö btc aanjen Kriegsjahre hindurch an seinen tapferen Helden nahm, die zuletzt noch am 2. November bei Valencrennes ern herrliches Ruhmesblatt erkämpft haben, fb '.Esu suhlen, lme glücklich die ga ^® 0rt Frldmarschall Hindenburgs zu ^ Rückzuges aus Belgien und Frankrcich/,,das deutiehe Frontheer hat seine Waffen in Ehren geführt, es geht auf«cht. stolz und unbesiegt aus dem Kampfe." Es sind DC' bK ^ -urückkehren. d,e Helden treuester Ltlichlerstüttimg und aufopferndster Selbstbclierrs SAkit "" *” »-»- s- M^'EEMMZWWA besonders betont, daß deren Srgebittl m rt L* >a ^ l< ^ cn d^aßnahmen zur Grundlage dienen soll. {MoKisrhJ ?usübung In dem Verhandlungsbericht des >>esinchen Arbeiter- und t i a t em ^ b s hc r t m R a hm e n der gesetzlichen Äor- dürfen und den ^nl-abern ordnungsmäßig- ?! ausgestellter Iagdwassenpässe das Tragen der ^agdausübung gestattet sei. llnbeingte IagdaUsübung wird unnach, ichtlich bestraft n Ni c« Landkreis Gießen. B. Großen-Bus eck, 19. Nov. Ter Wehrmann Wilh agner von der 10. Kvmp. Lgmdw.-Jnf.-Rgt. 116, welcher seit äls vernitßt gemtibet wurde, hat jetzt aus sranzösi- lcher^e.angenschaft geschrieen. — Tie. Grip pe, w'bhe bis jetzt mir wemg hier auigotreten ist, hat augenblicklich größere Ausdch- d^t ^ iegm ’ djr M Seutc ' besonders jüngere, Kreis Büdingen. E dorsdorf 19. Nov. Ter SckMtze Karl Gottwals ™ ,? 21 fr Diaschinengewehr-Kompagnic, der seit ^Oktober d I. vermißt war. schrieb dieser -Tage w feine in eng- 5 ^^?"bbertenrod. 20. 9tov Die Grippe, die bisher Ä^^toatoe ztMlvh verschonte tritt jetzt hier erst sehr heftig mss. Garrz Fannlten liegen krank darnieder. Auch in das hiesige baß fast die ganze Besatzi.ng iy? ^ ^sto^ben, ein anderer lebens- der Nochbarq«77nllpe Obev-Ohman sind an der Grippe em Franzoie und ein Russe gestorben ^'Ä^A^^^bügen. 18. Nvv. Nach 50monnti«r treuer Mlst^llung ftort J^lbnttob der OVimte Karl XVeut^- ber L^üHluTnrmmrn vemttch EhrW-nr Sknmer — Büdk» 9 * r ly t ?*i erhielt der Schütze Heinrich Wiegand •s 1 Fürs SßöicrtoDb stack der Unteroffizier Ädvü f ? ^daber des Eisernen Kreuzes und der öeffii tfcn TwpÄ JeitömeNune Fauerbach Nach 4jähriger treuer Pflkch^ der Ersatz-Reservist Aumst Rack Ni^itt7 ^?zes..und der .Hessischen TapserkeL -Fallern ha ulen. Nach 50monatiger trener . starb den Heldentod der (befreite (ki'ra F^h Nov Hermann Reitz von hier erhielt SZs^Kr^u^ ***** ® ctWte « bOT Kar^thenkämW m Kreis Alsfeld. m»2*- ^LZbew Ohmtal. 20. Nov. Auf der Straße von ^hm ziehen täglich viele Lastautos und Personenwagen ^ ^ ont ür die Heimat wollen.' SjÄtÄ rÄSü'sa Kreis Schotten. 4„rn b m B o gelsberg. 20. Nov. Tie Aufforderung ^ ^ Bucheckern ist angesichts der großen Menge von Bucheckern, die nun durch die letzten Früchte ventärkt im Walde ^mer noch am Platze. Durch die besten Sammler, die mm md,t - geschehen, da das Wetter nun doch langst zu kalt und ungesund geworden ist, wozu noch die Grippl. kommt, die jetzt erst m den Gemeinden grassiett, die bisber 'h r verschont geblieben. Schade um die Masse von Eckern di' Zu^mde gehen und die doch einen so tresslichen Oelecsatz geliefert . Kreis Friedberg. «mrSS;« rt i^L er ?-' H°* ^ Einen merkwürdigen Fang machte fc e ^ e Polizei. In dem Hause vonHenrttcb Einbrecher durch die erwachten Hausins^sjÄ gestött. er ljatte aber immer noch soviel >ieit um Derfrb'ph^rt*' ^^t^olle kzrauenkleider mitzunehmen, nur seinen Mantel ließ er ffrirntp ^ 1l ÜI t lEdens* Hessen-Nassau. öcrfommlinirt S*fAT?6 10. Nov. Die heutige Stadtverordneten- der m erwartenden Aendenmgen des! ber Gemeindeverfassung die Ergänzung^ LL« l»n 23 Stadtverordneten und die Neuwahl von zwei bewt-- b ^n Mid zwei unbesoldeten Stadttäten vorläufig nicht vorzuneh ^q ir Behclfbmlten zu Wohnungen bewilligte man 300 000 '^urk. Zur Bekämpft,ng des bevorstehenden Aröeitsmangels wurde der Ma«wut ernurchttgt. über die in der Stadt lagerndes llckeN^M^veMgen ^bsEN Rohmaterialien jeder Att nach Bv- M arbu rg. 20 Nov. Bei BisMausm stü^te ein von der ^vront hmmkehrmdes Flug8sud-Arllcmej. Samstag 23. Nov. Vvrabd.: 4.30: morn - 9~Ur E - ^5.25. - Israelitische Religlonrgssellfchast. Sabbatz serer am 23. Nov Freitag abd.: 4.10: Samstag vorm.: 8 30: ^0; SabbataUsg.: 5.25. Wochengottesdienst: nuicg. 7 00 avos. 4.00. ‘ 1^‘mV E T G E S Ü CH e"^ 2F- fotort gesucht. Angeb. unter 07170 an den Gieß. Anz. Suche zum 1. April 1919 Angebote unter 07214 an den Gteßener Anzeiger. Mittlerer Beamter tl Kindl sucht 3 Zimmer-Wobnung per sokort, eventl. später. Schristl. Angeb. unter 07096 an den Gieß. Anzeiger. sür Gießen gesucht. BETOHm-GESHLsmn, Liebigsttfaßs 151 . tauch Kriegsbeschädigter) kann sofort etntrelen. Mel düng tägl. 10-1 Uhr Frank kurier Straße 29. (89B0D Srulturinsvektion Gießen. 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Insoliie der äußerst ge- Anlieseiuilg von Vollmilch und dem sich hieraus ergebenen g-ebien der Magermilch kann Vtagermilch bis aui weiteres nicht zur Verteilung kommen. Lüßitofs abgegeben. Siehe Bekanntmachung. ** J ieBrotmenge vom 1. Dezeniber ab. Die Reichs- getre roeitell' hat soeben den Kommunalverbänden mitgeteill. daß vom 1 . Dezember ab die Tages kopsmenge an Mehl für die ver- forgirngsbeoechtigt« Bevölkerung einschließlich 20 Gramm für -L-treckung aui 260 Gramm festgesetzt ist. Hiervon erl)alteu die . . bic .?nit Frischkartoff^n strecken, also mir ö lr-rn n g. Nach- dem me Boliszalillmg am 4. Dezember ausfällt. findet auch keine Iceuoronung uer Fortichreibuug der versorgnngsberechtigten Beoöl- verung statt, wie Ke rat Anschluß an die Volkszählung vom Bun- d^rat angeordnet war. Ueber die Weiterführung der seitherigen Fvttschrewung ist noch keine Entscheidung getroffen. * ** ^ ich e N ach richten. Das Staatsministerium hat 9?^ b. M. die Einführung des achtstündigen Arbeitstages für lamtnche itaatkchen Betriebe beschlossen. Tie Lohnbezüge sollen dadurch kerne Minderung erleiden. Ulrich. — Das SMatsMiniste- 2^. W r . am 15. b. M. beschlossen, daß zur Bekämpfung der Arbertsloiigkeit Mittel bereitzustellcn sind. Für Notstandsarbeiten EM den heuttaen Lebensverhältnissen angepaßte Löhne zu zahlen. _. c - r ^ 0 ) fe Arbeitslosenmiterstützung hat ohne Anrechnung der gLwerpchmtlichen c^>er sonstigen Uitterstützungen zu erfolgen. Ulrich. ^.*^Aus dem Militär-Wochenblatt. Befördert: Dizefeldw. (II Tarmstadt», zum Lt. d. Res. d. Inf, (Mainz), zum Lt. d. Res. d. Feldart., Schußler, Feldw. (Worms), zum Lt. d. Ldw.-Jnf. 2. Aufgeb. , . ^^^Er Gefangenschaft. Vüusketier Heineck, ^im Nbi.^Lvf-Regt. 36, 10. Komp., hat jetzt aus amerikanischer Gefangenichast in Frankreich geschrieben, nachdem er am 26. 'Leptember d. I. als vermißt gemeldet wurde. ** Das Berauben von Gepäckstücken und Trans- vortwagen aus den Bahnhöfen hat in der letzten Zeit einen schlimmen Umfang angenommen. In erster Linie hat man es auf Me aus dem Felde ankommenden Offizierskosfer abgesehni, die von Treben geösfnet, durchsucht und ihres Inhalts beraubt werden Mer auch die auf allen Haltestellen längere Zeit stehenden Trans- portwagen werden in schändlicher Weise ausgeplündert. ** Die hessische Kriegsversicherung fordert im Anzeigenteil zur Einsendung der Anteilscheine und Sterbeurkunden auf. ** Kaufmännische Fachschule Gießen. Ter Unterricht beginnt wieder Freitag den 22. November abens 8 Uhr. Landkreis Gießen. ^ Beuern. 28. Nov. Tie Grippe ist hier besonders stark ausgetreten und hat schon 7 Opfer gefordert. ** Großcn-Linden. 20. Nov. Die Unrererhebstelle in Großcil-Linden unterhält ein Postschecllonto bei dem Postscheckamt Frankfurt o. M. (Nr 18551) und ein Ueberrveisungskonto bei der Bezirkssparkasse in Gießen. Ten Einwohnern von Großen-Linden wird zur Verminderung des Bargeldumlaufs dringend empfohlen künftig ihre Steuern und sonstigen Schuldigkeiten an die Unter-' erheb uellc durch Ueberweisung zu entrichten. * nL Hungen, 20. Nov. Gestern abend fanden sich im unteren Rathauswale eine Anzahl hiesiger Einwohner zusammen, um zu der Gründung eines Rates, wie sie jetzt allerwärts gebildet werden. Stellung zu nehmen. Nach längeren Ausführungen des Bürgermeisters Fendt, des Einberufers der Versammlung, in denen er die organisatorische Mitarbeit jedes einzelnen wünschte und die dringende Notwendigkeit derartiger Rätegründungen darlegte, wuroe ein Bürger rat gegründet, der sicü aus verschiedenen Gruppen mit je drei Vorständen zusammensetzt und in dem alle Sonderinteressen und -bestrebungen ausscheiden sollen. Zweck und Ziel soll sein, der Allgemeinheit zu dieiien und dazu beizu- trag-m. daß unser Volk diese schustere Zeit, in der wir uns befinden, glücklich übersteht. Besonderes Augenmerk soll aus den verderblichen Schleichhandel gerichtet werden, um die Ernährung unseres Dolles, die jetzt die drohendste Gefahr ist, sicher zu stellen. Hinsichtlich der Amrecbterhallung von Ruhe imd Ordnung und Bewahrung vor Raubübersallen und Tiebstabl wurde auch die Gründung einer bewaffneten Bürgerweb'- am hiesigen Platze für notwendig erachtet und st r die zu den Wachm e.f rder ichm Leute besti: m'. Li ch, 28. Nov. Karl Rau wurde in den letzten ichweren Kämpfen im Westen mit dem Hessischen Kriegs ehren- »eichen ausgezeichnet und zum Offizier- Stellvertreter befördert. Außerdenr erhielt er das Verwundetenabzeichen in Schwarz. Früher Erden ihm das Eiserne Kreuz II. Kl., die Hessische Tapferkeitsmcdaille und der Bat-erische Militär-Verdienstorden II. Kl. mit Schwertern verliehen. Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Donnerrtag, 2 \. November |9(8 Ocssdn-Nlissan. Die Arbeiter- und Doldalenräte des 18. Korpsbezirks. -- Frankfurt a. M., 19. Nov. Eine aus allen Teilen des 18. Korpsbezirkes stark besuchte Versammlung der Arbeiter- und Soldatenräte beschäftigte sich, heute in lang ständiger Sitzung mit Tages- und Organisationsfragen. An den Verhandlungen nahmen auch französische und vnglische Kriegsgefangene teil, Dtc ugter lebhaftem Bei satt die Grüße ihrer Kamerad«: überbrack^ten und für einen Rechts frieden auf dauernder Grundlage zwischen den, jetzt feindlickien Ländern warme Worte fanden. Die Tagung besprach sodann Fragen des Nachrichten- intb Prvpagandadienstes und der Militärjusliz. Ter Soldatenvat erklärte, daß man keine Vergewaltigung und Diktatur wolle, sondern daß das ganze Volk an dem Neuaufbau tätig sein solle. Der Sozialismus darf nicht zwangsweise durchgeführt werden. Die Kriegsgefangenen erhalten fortan volle Bewegungsfreiheit bis 7 Uhr abends für Mannschiften und bis 11 Uhr für Dffißiere. An diese Berichte und Beschlüsse reihte sich eine Aussprache politischer Natur über die Diktatur des Proletariats und die Einberufung der Nationalversammlung, wobei sich die meisten Redner gegen jede Diktatur und baldmöglichste Einberufung der Nationalversammlung aussprachen. Es wurde eine lArt- schießung angenommen, in der es u. a. heißt: Arbeiter- und Soldatenräte stellen die höchste polilr che Macht dar; sie handeln im Interesse der Volksmehrheit. Ihr Ziel ist die Demokratie und der Sozialismus. Beamte und Behörden, die sich der Neuordnung widersetzen, werden entfernt. Die Rate fordern Vergesellschaftung des Bergbaus, der Schiffahrt Mid des Großgrundbesitzes. Tie Nationalversammlung soll zudem eingesetzt sein nach dem Verhältnis der für jede Partei abgegebenen S.immen und soll ein Bollwerk des Sozialismus und der Demokratie sein. — Frankfurt wurde , sodann als Zentrale für ten Korps bezirk gewählt. Zum Schluß cky^de das Kriegsernä'brungsamt telegraphisch ersucht, ein Verbot zur Herstellung von Trinkbranntwein aus Zuckerrüben und Kartoffeln zu erlasieu. mr. Frankfurt a. M., 18. Nov. Bis zum 26. November dieses Jahres wird im Bereiche des 18. Armeekorps der Rück marsch der Heeresgruppe 6 von der Westfront erwartet, die nach dem Temobllmachimgsplan durch das Armeekorps geleitet wird Es handelt sich dabei um die bisherige Heeresgruppe Gallwitz. sowie einen Teil der ehemMigen V. Armee. Tie Truppen ftnb noch sehr diszipliniert. Die einzelnen Verbände werden an den Rheinbrücken Mannheim. Main; und Rüdcsheim den Strom über- sckp:eiten, außerdem werden fliegende Brücken bei Eaub und Nacken heim errichtet. Die Trupven marschieren dann geschlossen auf den Landstraßen nach ihren Verpflegungs- und Unterkunftsstationen. Der Rückmarsch soll sich in 6—8 Tagm vollziehen. In BMracht kommen zirka 650000 Mann und 150 000 Pferde. Der Rhän Übergang wird voraussichtlich am 26. November begimum. Die Trupven werden durch die mobilen Verpflegungsstationen beköstigt, so daß die Einwohnerschaft des 18. Armeekorps nur für Quartier zu sorgen hat. In Frankfurt a. M. werden 30—40 Schulen bereit- gestellt, wo in einer Nacht durchschnittlich 30 000 Mann nntcrge- bracht werden können. — Die Stadtverwaltung hat beschlossen, die Sonderbeliefenmg der Rüstungsarbeiter einzustellen, urid Badeort Abstand zu nehmen. ^ r^r^anksurt a. M., 19 .Nov. Nachdem erst vor kurzem aus dem ^ Stadel-Museum ein Svitzw'g verschwand, wurde am Mmrtag ein Gemälde des sranzösischm Malers Corot aus seinem Rabmen hecausgeschnittan und gestohlen. Tas Bild, 33 x 40,5 cm groß, stellt eine Wiesenlandschaft dar. durch die ein Weg läuft. Au, dem Wege stehen ein Mann und eine Frau mit leuchtzmd zotet Bluse und weißein Kopftuch. Kassel. 19. Nov. Tie Kasseler Stadtverwaltung errichtete auf dem Bahnhäsplatz einen Ehrenbogen zur Begrüßung der heimkehrenden Krieger. Tie Begrüßung der Truppen im Bahnhof hat sich der Zentral-Arbeiter- und Sildatenrat Vorbehalten Tie Stadtverwaltung wird alles daran setzen, von den Militärbehörden rechtfertig zu erfahren, wann hiesige Trupven hier ernrücken und m diesem Falle das Rathaus beflaggen. Sie bittet me Bürgerschaft, sich dem anzuschließen. Fc. Wiesbaden, 18. Nov. Ter Arbeiter- und Soldatenrat hat an den Reichskanzler folgendes Telegramm abgesandt: Wir btt.en den Herrn Reichskanzler, den Oberbefehlshaber der Ententetruppen zu ersuchen, von einer Besetzung der Stadt Wiesbaden mit Rücksicht auf den Charakter dieser Stadt als internationaler Kurort al^u sehen. -- Wiesbaden, 20 Mw. Ter Polizeipräsident Kammerherr v Heim bürg wurde von dem Arbeiter- und SMatenrat seines Amtes als Polizeipräsident entkleidet. An seine Stelle setzte man Stadtvervrdnetenvorsteher Justizvat Dr. Alberti. — Hauptmann Philrppi.^der wegen Wuchers und Bestechung vom Oberkriegsgericht zu 3 fahren Gefängnis verurteilt war, wurde vom Frankiurter A.- u. S.-R. auf freien Fuß gesetzt. L)ochschulnachrichten- ^I-dR^rbur^g. 19. Nov. Um für die vielen aus dem Felde zuruckkehrenden sttcknevenden, die bis zu acht Semester warten mutzten, ehe pe ihr L^tudium beginnen >oder fortsetzen können, Woh- nuiigen zu sckraffen. geh«! seit haute Beauftragte des studentischen Mchl.ungsamts von Haus zu Haus. Während die .höchstzahl der Ltudicrend«i vor dem Krieg rund 2500 betrug, rechnec man jetzt auf über 3000 weil Marburg, von den Wasfenstillstandsbedingun- gen nicht berührt urtb dann auch wegen seiner ruhigen ge'undenl Lage^von ielier vor. studierenden gern besucht nnrd — Während em Ltudent dem Arbeiter- und Soldatenrat als Mitglied angelwrt hat sich auch em studentischer Unterausschuß geblldet. der diesein Vertreter mrt Rat^ mrd Tat zur Seite steht. In den letzten Tagen haben sich viele Studenten und Studentinnen in den Dienst der LebmsmittelbesckMsfung in die Stadt gestellt. Sie helfen z B die Kartoffeln in den gewaltigen .Kraftwagen mit ein- und aus- laden und an Ort und Stelle fahren. Letzt- liacr tricftfcn. Die Natiorralverfcnnmlung. Be.rlin 20. Nov. Die sozialdemokratische Partei veranstaltete gestern abend in Groß-Berlin mehrere Verfammlim- sen, die sich für die baldige Einberutzlng der Nationaloer^- sammlung aussprachen. Tie Redner sprack^en ihre Ueberzeugung auS, daß dieselbe eine sl^ial->?mobraiii'.Nehrheit ergaben werde. Der „Vorwärts" behauptel. dav der Sach?, der Nationalversammlung schiverer Schadkn zugesügt sei durch den Eifer, loomit die Besitzenden sich für sie ansgesprockien hätten. Diese yiktiomU Versammlung sei ihre letzte Hoffnung, aocz diese sei eitel. Wie mau lLuch darüber denke, die Hauptiache sei, daß die Sozialdenrokrane nichtzdas gleiche Recht aller verletzen dürfe. Selbst wenn die Gegner des Sozialismus eine geringe Mehrheit erlangen, den Sozialismus würden sie nicht au schalten.^ Größer als die Gefahr der kapitalistischen r ^ C ' sich der Sozialismus von vornhereiiß als Minderhcitsregierung etattiere. Friedcnsschluß und Bolksernäh- rung erforderten den baldigsten Zusam^nentritt der Nrtionalver- sammluug. Ter Besitz werde von keiner Seite des Sozialismus «Schutz und Sckionung zu erwarten haben. Ter Arbeitsfähige soll von seiner Arbeit leben und nur Invalide sollten ein Recht auf Erhaltung ans der Arbeit und der Gesamtheit haben. Aber erst muß man in Deutschland von seiner Arbeit leben köwneir, und das lasse sich nicht in einem Tag erreichen. Demokratie oder Bolschewismus? Berlin, den 21. Nov. In der „Germania" wird an füh- render Stelle mr die Regierung die Äussorderung gerichtet, sich für Demokratie oder den Bolsch.lvismus zu entscheiden. Es handelt sich jetzt in Teutschand tatsächlich um einen Kampf auf Leben und Tod ^egen den Bolschewismus. Deshalb müssz für alle Antibolsch 3 nisten, ganz gleich, welcher Parteirichtung sie Mrgehöven, eine gemeinsame Formel ausgestellt '.verden, mit der sie m Ceit Wahl Kamps ziehen. Wenn auch der Terror in Temschland das Feld nach nicht beherrsch?, so erhebe er aber doch hie und da schmi das Haupt. Hier müsse den Airfängen vorgebeugt werden. Keine Einigung der Liberalen. Berlin. 21. Nov. Tie zwischn der nationalliberalen Partei und der Fortschrittlichen Volks pa r t e i ge,ühr- tcn Verhandlungen la leider nicl^ zu der von der natiomlllibe- raben Partei gQvün^ck 'p i Einigung geführt. Nachdem eine weitgehende Uebeverirstimmung in sa»st allen grundsätzlick>en Fragen hergestellt und hiernach die Einigung der beiden liberalen Parteien rn Deutschland gesichert erschien, trat die Fortschrittliche Volkspartei mtt dem Wunsch hervor, auch die inzwischen in der Gründung begriffene demokratische Partei in die Einigungs- Verhandlungen einzub?zieh?n. Bei den Beratungen hierüber ging ^u^ .den im Au trag dieser Partei vori Professor Weber gemachten Aussül/rungen hervor, daß die demokratische Partei nur gewillt ist,, mit dem linLn Flügel der Natioualliberalen zusaTNmenzugehen. ^re von dieser Seite vertretene Anschmiung macht es den Vertretern des natwnalliberalen Parteivorstandes unmöglich, die Verband- lurigen mit diesen Gruppen, deren Anschauungen sich mit denen der nanionalliberalen Wälflerschast nicht decken würden, fortan setzen^ Während die Nationalliberalen gestern nochmals ihre Bereitwilligkeit erklärten, vorbehaltlos mit der Fortschrittlichen Volkspartei zu einer cinhettlickj-en liberalen Partei Deutschlands sich zusammenzu- schließen, rcheiterten die so aussichtsreich begonnenen Verhandlungen en demokratischen Partei beigetreten und nach den der Parceileitung starke Anforderungen an die Bevölkerung stellen, (peneual v. Arnim leitet von Aachen aus den Rückmarsch der 4. Arm«. Tie 5. Armee unter General v. d. Marlvitz kommt von Trier. Dazu kommt noch die 17. Armee. Tie Spitzen der 4. und 17. Armee passieren bereits Köln. Mit diesen Massen zu Fuß hüll der Bahnoeröehr gleichen >L>tand. Der Soldatenvat in Aaäxm berichtet, daß der Durchmarsch und Anmarsch der 4. Armee in geregelter Ordrmng erfolgt, und daß die Verpflegung durch die Armee selbst erfolgt. Zugleich teilt er mit. oaß sich infolge der schlechten Verkehrsverhältnil se augenblicklich in Aachen ein sehr großer Viehbestand besinder. den man nach dem Inneni Deutschlands abz-utransportieren versucht. Mit dem Gelingen dieses Versuchs wäre wohl ein Teil der schwierigen Derpftogungsfrage gelöst. Die Berge sellschufmug der Betriebe. Berlin. 21. Nov. Der Ausschuß, den die Volksbeauttragtar zur Erstattung eines schleunigen Gutachtens darüber eingesetzt haben, »velche Betriebe sosvrr vergesellschaftet werden sollen, wird aus Professor Ballod, Professor Ernst Franke, Walter Rathenau. Prlvatdozent Tr. Lederer, Tr. Bogelstern. Dr. Rudolf Hilferding, Karl Kautzkv, Heinrich Cuno.o und Otto Hue bestehen. Es ist möglich, daß noch weitere Mitglieder hmzugezogen werden. Eine englische Hilfsattion in Wien. Wien. 20. Nov. (WTB. Nichtamtl.) Heute trafen hier 5 englische Sanitätsautomobile ein. Sie brachten Lebensmittel für Bie Kriegsgefangenen der Entente-Völker. D^e Demobilmachung der Vereinigten Staaten. Bern, 20. Nov. (WTB.Nichtamtl.) Tie Demobilmachung lder Vereinigten. Staaten wird laut Mitteilung des Generals March folgendermaßen verlaufen: In den nächsten 14 Tagst werden zunächst die augenblicklich in den Truppenlagern der Vereinigten Staaten besindlichen 200 000 Muann entlassen werden, Tann werden täglich 30 000 Mann entlassen bis zu einer Höhe von 1 700 000 Mann. Die Verlomcheten und Sittwrliben sollen vbald als mijgjftd; nach den Vereinigten Staaten zurückgebvacht werden. Das ronü^erfamc SIEifnlfurr -cs Herrn @a(a§ab Jonrs. Roman von A. H. Adams. (Nachdruck verboten.) (11 (Fortsetzung.) „Also so machen Sie das, ja?"" fragte Gatahad lächelnd, vttd er erbebte, denn er fühlte sich als Berschmörer. „Wenn tram es tum merkte?"" „Wenn man mich erwischte —!"" Sie schmtte ängstlich nach dem Etnbmrg. Galahad ftlhlte sich nicht sehr behaglich in seiner Rolle. Er folgte ihrem Blick. Wem: er erwischt würde —> „Still!"" Das Mädchen war aufgesprungen und stand geduckt. ,^Fch glaubte jemand zu hören/" flüsterte sie mit crn- r haltenem Atrnn uno preßte die Hand aufs Herz. „Da mmt gmrz gewiß jemand. Vater vielleicht. Gehen Sie, schnell! Schllipfen Sie hinter die Laube, dort ist ein Wea, der ^um Tore führt/" „Aber das Tor ' ist verschlossen/" erwiderte Galahad stLhuend. „Ist das wahr? Dann verstecken Sie sich und warten Sie. Ich werde Sie nachher holen. Schnell!"" „Nein!"" sagte Galahad, indem er init furchtbarer An- ftrengurlg die vor seinem iirneren Blick vorbeirasenden Gesittete voil Verhaftung, Gericht, Zuchthausstrafe, Ehrverlust mub Eheftt-eidung verjagte. ,^Jch fürchte mich nicht. Itti werde bei Ihnen bleiben."" „Unsnm!"" flüsterte sie zornig. „Sie werden erwischt werden, und das wlird alles zunichte machen. Horace Galahad ging. Ms er sich voller Angst hinter einem Büschel Farnkräuter niederlauerte, hörte er Fußtritte auf einem entlegeneren W^e. Die Tritte kamen näher, hielten an und entfernten sich wieder. Er war sicher. Eine Minute später war sie an seiner Seite, nahe, wundersam nahe ini Schatten der Baumfarne. „Vater!"" hauttM sie. „Er hat mich nittst gesehen. Nun gehen. Sie leise; ich toerde Ihnen einen Weg zeigen, der hrnaus führt/" * " ^ Si e geleitete ihn sachte auf die moirdlichtüberflutete Dervasse hinaus und die Stufen hiiraü zum Ufer. „Diesen Weg müssen Sie morgen abeno kommen. Ich werde um dieselbe Zeit in der Laube sein. Es wird eine ziemlich unbequeme Kletterei um das Ende der Mauer heruin geben, aber das Wasser ist nitt-t tief, und Sie könicen ja wohl sMvimmeru Aber falls Hovaoe irgend welche Schvierigiei ten hat, dort herumzukonnnen, würdet! Sie besser tun, mit ihm zu gehen mck> ihm ^ helfen. Sie können draußen warten, falls er Hilfe 'braucht, um zurückzutomnicn."" Sie standen rni Eudzipfet des ßirundstückes still. Die Steiumauer ragte ein wenig über das Wasser vor, aber es tvar für einen behendeti Mann wohl möglich herumzuklettern; doch für eine Gestalt von Galahads Bau sah es wie eilte recht schwierige Aufgabe aus. Jedoch gab es Leine andere Möglichkeit. Irgendwie mußte er mrs dem Garten heraustomln-eu, und nach cü den durchlebten Schr«d nissen nahm er sich vor, sich durch nichts zum nochmaligen Hrnemgeheu verleiten zu lassen. Derartige Abenteuer waren pa)send für einen jungen Mann, für einen unverheirateten Manir, für einen Mann mit weniger unregelmäßigem Herz- schlag, für einen Mann, der keine Stellung auss Spiel zu setzen hatte, für einen Verliebten. „Gute Nacht, Fräulein Sibyl/" sagte er ängstlich, ungeduldig darauf bedacht, fortzukommen. Sttxweigend streckte Sibyl ihre schlanke Weiße Hand der letiten entgegen, und zum ersten Male sah er das Mädchen deutlich. Sie stand im vollen Schimmer des Mondes, leicht wie Schaum, zart loie eine Blume, die sich ini Glanze des Mondes öffnet. Es schien chm, als schlössen ihre natt> imnenden Augen geheimes Leid in sich, unausgesprockienen. alten Kummer. Sie hielt sich unter der Last irgendeiner sttyveren Sorge tapfer aufrettst; sie staiid chin gegenüber wie ern zerbrechliches, verzioeifeltes Wesen. Zu seinen: eigenen äußersten Erstaunen hob O^alahad die schlanke weißen Hand zart cm seine Lippen. Die Berührung mit seinem borstigen Sci).nurrbart brattite das Mädchen Mr Erde zurück. Sanft, doch ohne Zorn entzog sie chm die .Hand. „Gute Natttt und vielen Tank/" flüsterte sie ernsthaft und so leise, daß er es kaum hörte. Dmm schaute sie chrem auserwählteu Diener zu wie er uiigeschickt, al>er glücklich um das Ende der Steuer he ruinkletterte. Es war nach elf lchr, als Galalnrd ans samer Straßen, bahn nl Mosman aus stieg nitd sich heimwärts wand^ie. Sern HquS lag in der Dchgic Adeiui^ (AortjegMg / Oeffentliche Vorträge Ober Physiologie(LehrevomLetien) Zweiter Vortrag; lieber Hautsinnesempfinduiigen, Geruch und Geschmack im Sonntag den 24. November, nachmittags 5 7 4 Uhr, im Hörsaal des Physiologischen Instituts, Senckenberg- straße 15. DieVorträge sind unentgeltlich PROFESSOR DR. BÜRKER KAFFEE ERNST LUDWIG Inhaber: August Rath Heute Donnerstag abend großer Opern-Äbend mit verstärktem Orchester. Kaufmännische Fachschule Gietzen. (Staatlich anerkannte Uuterrichtsanttalt) Der Unterricht in unserer Schule beginnt wieder Freitag den 22. November abends 8 Ühr. Die Schulkommisfion. An dem Modellier- und BildbauerkuriuS Samsta nachmittags von 3—6 Uhr können noch Schülerinnen un Schaler tetlnehmen. Der Unterricht wird erteilt von Herrn Bildhauer Friese. Beginn Samstag den 23. Nov., 3 Ubr. Sttrnlgeld 20 Mk. für das Winterhalbjahr. Die Mädchcusortbildungeimule beginnt Donnerstag den 28. November 2 1 /* Ubr. Anmeldungen täglich von 3-0 Uhr bei der Schulleitung der Gewerbeschule. ITlitbürger! In Den nächsten Tagen werden unsere Truppen voraussichtlich in großer Unrast! durch unsere Stadt in die tseimat rurückkestren. Ich fordere die Bevölkerung aus, istnen herrlichen wiilkommensgruß, Cstre und vank durch Beflaggen und Schmücken ber fjaufer zu erweisen. — besonders herzlichen empfang wollen wir unserem Regiment Nr. 116 bereiten. Sobald ich von dem Eintreffen Kenntnis stabe, werde ich die Nürgerschast benachrichtigen. Sießen, den 20. November 1918. Der Oberbürgermeister: Keller. 8931a beste Ware Rein-Leinen alle Weiten Große Auswahl PvER SC hVePEN E Bekanntmachung Aliceschuie Montag den 2. Dezember beginnen neue Bierteliabr kurie in Flicken, Stopfen, Weitznäbeu, Handarbeiten u. Schneidern. Anmeldung nur im Schuldaus Stolastraßo II. Es wird darauf aufmerksam gemacht, datz die Untererhebstelle nt Grotzeu-Liudeu ein Postscheckkonto bei dem Postscheckamt Frankfurt a. M. (Nr. 183!»1) und ein 8927V | UeberweisungSkonto bei der BezirkSrvarkafse in (ttietzcn unterhält. DenEinwobnern von Groben Lindenwirdzur Verminderung des Bargeldumlauss dringend empfohlen, künftig ihre Steuern und sonstigen Schuldigkeiten an die Untererhebstelle durch Ueberwetsang zu entrichten. 8857 V BezirkSkasse Butzbach. Kinderhorte der Volksschule. Die Horte für Kinder der Volksschule sollen wieder beginnen: 1. Für Knaben: Freitag den 22. November nachmittags 2 Uhr im Schulbause Neustadt 81. ' Für Mädchen: Zu derselben Zeit im Schulhaufe Asterweg 2!». Neuanmeldungen werden von Eltern, die nicht in der Lage sind ihre Kinder nachmittags beaufsichtigen zu können, dorlselbst entgegengenommen. Gietzen, den 20. November 1918. E»v Der Schulvorstand. Ich habe meine Praxis -wieder auf genommen. Frauenarzt Dr. Koch "West-Anlage SO p. OT287 Ich habe meine Tätigkeit in Gießen wieder begonnen. Sprechstunden 11 bis 1 Uhr . PROFESSOR SOETBEER Aus dem Heeresdienst entlassen, werde ich von heute an meine Anwalt Stätigkeit wieder persönlich in vollem Umfange ausüben. Rechtsanwalt Dr. Spohr, Neuen- Bäue Nr. 25. Marmelade-Verteilung. tAusgabe Nr. 61. Auf den BezugSablchnirt Nr. 6 der Lebensmittelkarte gelangt vo»l Freitag den 22. bis cinfchliestlich Mittwoch den 27. November 1018 in den KlciiihandelSgeschäften der Stadt Gietzen gegen Vorlage der Lebensmittelkarte Vs Pfund Marmelade zum Prelle von 50 Pfennigen zur Ausgabe. Die Ablieferung der Bezuasabschui ie Nr. 6 durch die Kleinhändler hat bis spätestens 30. November 1918 aus dem Städtischen Lebensmitielamt, Zimmer Nr. 12, zu er- * ^Gietzen, den 20. November 1918. 8941B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung Betr. Magermilchverteilung. Infolge der äutzerst geringen Anlieferung von Voll- milch und dem sich hieraus ergebenden Fehlen der Magermilch kann Magermilch bis auf weiteres nicht zur Verteilung kommen. _ Gietzen, den 20. November 1918. , 89408 Der erster (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Eheleute Geh. Kommerzienrat Louis Emmelius sollen am 20. Dez ruber ans der Albert- und Beila-Heichelbeim-Stistuna am 28. Dezember. aus den Stiftungen Schwieder, Lchlievbake, Burkhard und Werner zu Weihnachten eine grötzere Anzahl Gaben in Beträgen von 35 bis W0 Mark an bedürjtige Witwen in diesem Kriege gefallener Glehener vergeben werden. Eine Gabe der obengenannten Heichelhemi' Stiftung soll einer jüdischen Witwe zuteil werden. Bewerbungen sind unter kurzer Angabe der Verhältnisse bis zum 30. d. M. bet der unierzeichnelen Fürsorgestelle (StadtbauS, Zimmer Nr. 8) einzureicken. Gietzen. den 12. November 1918. 8S93B Der Oberbürgermeister iFllrsorgestelle f.KriegShtnterblteb. I. V.: vr. Ebel. Aus dem Heeresdienst entlassen, habe ich meine GeschöftrlSligkeit wieder ausgenommen. 3. 3. Krauskops, Dachdeckermeister, Bruchstratze 11. f Dauerwäsche Herrenkragen 0T208 3 95 Mk. Glücklich aus dem Kriege heimgekehrt, kann ich meiner werten Kundschaft Mitteilen, datz ich meine Geschäfts- täligleit wieder ausgenommen habe und bringe rneine iVine HerreiiNchneiderel tn empfehlende Erinnerung. Gleichzeitig empfehle ich mich lut Wenden, Äendern usw. bet solider Arbeit und btlligsten Preisen. Hochachtungsvoll ^ „ Wilhelm ßulser, Herrenschneider, 07120 Bahnhofstratze 31, II. Stock. Kein Ersatz. Kalt abwaschbar. 30—42 Halsweite. 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Für die zahlreichen Aufmerksamkeiten die uns zu unsererSilbernen Hoch zeit zu teil wurden, danken herzlich Lokomotivskhrer Karl Alt und Frau. .—. Jg., tücht. Bnur»LLN. 30 I. alt, viel gereist, sucht sich mit 8000—10000 Dt. an gutem Geschäft zu beteiligen, event. zu übernehmen. Schr. Angeb. u. 07247 an den Gietzener Anz. Zkiljmerk Mt für andauernde, grötzere Erz- transvorte von Geilshausen Neinhardtshain,Stangenrod nach Bahnhof Grünberg. Scmitiguna hcWer BLiixitgrtibkit ltU. 6 . Frttukinrt t.il., Gallus-A nl.2. Für einige junge Mädchen wird vorm. Stcnogravbie- unterricht von geubterLehr- kraft gesucht. Angebote mit Preisangabe unter 8911 an den Gietzener Anzeiger erb . Während der jetzigen Ferien werden Nachb. u. Wieder- bol-Kurie in allen Gymn.- u. :stcalf. v. erf. Pädag. erteil:. Angebote unt. 8825 a. d. Ge- jchästsstelle d. Gietz. Anz. e rb. Wek treibt mit Verwundetem, derOber- sekundareise hat,französische «. englisch. Konvcriation? Schrift!. 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Zusmmnrillumst SaunStag b. 23.Novertlber abeudtz 8'/, Ubr bei Elgeö, „Gasthaus Hindenburg' SelterSweg. 8951 ES bittet um zahlreichen Besuch Der Vorstand. Leitung Hermann Steingoetier. Freitag den 22. November abends 7'/, Ubr. C. Frottfiü-Absnaement** Vorstellung: Schauspiel tn drei alten von E. v. Kayserling. f ^wpewÄttet erhielten mir die Nachricht, önfe das dritte Opfer üülitt. 0T 2s e C unser unvergeßlicher Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate Pionier Heinrich Kegler Pionier Regiment 245 !'" A.^benSjahre in einem Kriegslazarett am ^-,/Akwber infolge Luftröhren- und Lungenentzündung gestorben ist. In tiefer Trauer: Karl Keßler III. und Krau Sm,'b" lrbtt Evlw.. Beb.Sefiler, Jomilic «-rl Ketzler. ;>rur das teuere Vaterland. Uch, viel zu früh verließest du die Deinen Die tn der fernen Heimat bitter um dich weinen Plötzlich und unerwartet erhielten wir tue muinge Nachricht, daß unser hoffnunq/- voller, guter Sohn, unser lieber Bruder Schwager und Onkel loh. ruhe nun in Gottes Armen, Mem Leib schläft sanft und selige ein. LMe .Liebe lässet mich erwärmen bei ewig gnadenreichem Schein. Dort halt ich wenig Ruhestunden, Hier hab ich sie in Gott gefunden. Scrronnhtcn und Bekannten die schmerzliche ein!iac"'Änd" b einzige Toch.er, unser Musketier Theodor Petri nn ~ .. naef) 39monot.ger treuer Pflichterfüllung im alter von 23 Jahre,, an. 19 . August sei» junge« Leben für da« Vaterland lassen mußte. In tiefem Schmerz: LIisabethe Petri Witwe Familie Heinrich Petri Familie Heinrich Kuppel. Burthardsfelvcn. den 21. November 1918 Die Gedächtnisfeier findet Sonntag den -4. November 1918 nachmittags y„2Uh r ui der Kirche zu Burkhardsfelden statt Mein matter Leid schläft in der Er schläft, bis ihn mein Freund t-.. . , . , „ erweckt. Vie Asche wird zur Sonne werden Ob sie gleich finstre Nacht jetzt Er wird mit Freuden auferstehen Mit mir vereint z. Hochzeit gehen. Wn= L h , n Jr kannt * ^‘ r< * unsern Schmerz ermessen, er uns war, wir Werdens nie vergessen. Ihr, die ihr jetzo Tränen speiset. Denkt an des Himmels Freuden- ,, . , mahl; Ob ihr noch durch die Wüste reiset Goti bringteuch in den Ehrensaal; Da werdet ihr mit Freuden sehen, Wie wohl mir durch den Tod geschehen. Katharina Mnch Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. „ Gottesunerforschlichem Ratschluß erhielten wir die schwere Snd h C Ä e o|£;t Cht ' daß un9<,r beliebter, he^enS Bruder?^Schw^ger, e Onl: 0 ei, n 'Patc S tmd n Neffe, ^er 10 ^ 1 ' 8 ’ treu * iebön( ler Garde-Grenadier WiBhelm RuM heute vormittag 1 Uhr nach kurzem, schwerem schlafen ist! ^ ^ von 19 Jahren sanft ent- Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Münch II. Margaretha Münch Witwe, als Groß. Familie Ludwig Münch mutter Familie Karl Münch Familie Margarethe Voaderbeit Witwe Familie Jakob Münch Familie Jakob Koob Fami'ie Heinrich Balser THL, ReiSkirchen Familie (Södel nebst allen Angehörige». 07242 4. «aedv--LeLiment zu Fuß, 4. Kompa rnie 19Jahre^ a Ä e lf reU K r Michterfüllunj: im jugendlichen Alter von 1 Jahren am 2b. September sein Loben für das Vaterland lassen mußte. In tiefem Schmerz: ^ ” n ^ r Fpaa Familie Heinrich 9fttbna SIerm*^n b n wSifi b * agner * a3lsi| ie Severin Leyerer Wwe. Hermann Kühl nobst alIcn Verwandten. Burkhardsfelden, Climbach und im Felde, den 21. November 191& pnnhenhaufen, ReiSkirchen, Annerod. Berlin, den 21. November 1918. «»»-. Frri.ag den 22. Kot. nachmufagS 3 llhr vom Sterbehause aus statt. Die Gedächtnisfeier findet Sonntaa den 34. November nachmittag Lhr ln der Eirche zu Burknardsfelden statt. ^ Todes-Anzeige. U ISS.®: 5 ? ruht nu»,t unser Glück. ..?WlL°b« «. Bruder kehrst nie mehr zurück. 7?"^K'odersehn" sprachst Du und zogst hinaus un i e l Vaterland und Haus.' „Aus Wiedersehn" schriebst Du in jedem Brief Nun hat die Freude flch^gek^r^für uns in Aus Wiedersehn: So rufen wir Dir zu in lichten Und tragen still den Schmerz; denn Gottes Wille Können wtrDeinGrab nicht schnlückemtrauernd an AufzumHimmel woll'n wir bttckenÄnn W gibt s lein Wiedersehn. Am 19. November starb unerwartet erhielten wir die ^urige Rachricht, dan unter lieber hoffnungsvoller Sohn, unter lieber Bruder und Neffe Es ist bestimmt in Gottes Rat, v« , A a " v j ni Liebten was man hat, muß scheiden Kunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht daß mein lieber Sohn, unser guter Bruder. Schwager und Onkel im Alter von 17'/iJahr nach langem schwerem mit Geduld ertragenem Leiden am Dienstag abend sanft in dem Herrn entschlafen ?st In tiefer Trauer: Fran Kaspar Kampf Ww. Marie Kampf Familie Ludwig Kumpf Fraa Heinrich Kampf VFw. Beuern, Klein-Linden, den 2L November 1918. Die Beerdigung findet Freitag mit'ag 3 Uhr statt. 07264 Fräulein Anna Zintzer. D:e trällernden Hinterbliebenen. mm M i M liegen (Teufelslustgärlchen) und Frankfurt a. M., den 21. Nov. 1918. Die Beerdigung findet am Samstag nachmittag um 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. v ' Kanonier Heinrich IHöbus Feldartilleric-Regimcnt 301, 9. Batterie —.. ....... " vHiunt ä1Ä n , a o"^ W "* ,er «‘“H"8 i "> '»nendlichkn ■ 19 ^lahren am 12. fL-evtember infolae e.nes Kopsfchuffes sein mnges Leben für das Vaterland laßen mußte. 9 Än tiefem Schmerze: Bbilivv Möbus, Schneidermeister, und Fra» -n- a^W a ^ etöe ' neb Heuser riffunt Modus Marie Mül,»^ Ludwig Möbuo El.iabetb Möbus nebst allen Angehörigen. W m daß hpü?« n^Vhfon? 611 und ^kannten die schmerzliche Mitteilung S hr u UUS t ere ll c? b l 6 ’ treusorgende Mutter, Schwiegermutter, lochter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christine Klingelhöfer Ww. Burkhardsfelden,Schiffenberg. Hattenrod «n ltnr den 21. November 1918. Dollar, geh. Arnold Die Gedächtnisfeier findet Sonntaa dpn Z- Nvo. nachm. '/«2 Ubr in der Ki?che zu Burkhardsfelden statt. 'rate ^ zu °cdlLk«"?s" :m 55. Lebensjahre sanft in dem Herrn ent- In tiefer Trauer: Familie Wllh. Spaar Anna Klingelhtffer Mo °* G rote hen Kl insreih öfer Kathrine Klir.ffelhrtfcr M ilhelm Arnold, Va®r nebst allen Verwandten. MSinZ den Nove e mger 0 r9 P 18. ,lr0d ' Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme an dem uns betroffenen schmerzlichen Verluste unsrer teuren Entschlafenen sagen innigen Dank Karl Lyncker und Kind Familie Hermann Jülch Familie Fritz Seidel. fiudet Freitaff deu a November 1918 nach- 072bl Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme, die uns nach dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer lieben Mutter zugegangen sind, sagen wir hierdurch unsern allerherzlichsten Dank. kehkimtlit Prof. Zicbeck llliS Familie. Gießen, den 20. November 1918. Danksagung. 8921D m I>anksa«;aii{j. c ^>, TO ? Ür i. di f e T} e,en Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sagen wir allen, welche unseren teueren Entschlafenen zur letzten Ruhestätte begleiteten sowie Web *- r fflr die trostreichen Worte am Grabe Herrn L( hrer Sommer und Herrn Stoll für die ehrenvollen Nachrufe und !l r M n ^ , if de i efi:Un8:en J i U n Namei1 der Vereine, und für^ die überaus ahlieichen Kianz- und Blumenspenden unseren herzinnigsten Dank. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen- Frau Emma M’ilhelm geb. Müller. Inheiden, den 20. November 1918. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste, der uns betroffen hat, sagen wir unsern innigsten Dank. Insbesondere danken »vir Herrn Pfarrer Schulte für die trostreichen Worte am Grabe, ferner für die vielen Kranzspenden sowie allen, die dem teurenBerstorbencn die letzteEhre erwiesenhaben. Im Namen der trauernden HinterbUebencn: Christine Faber geb. Zvrb. Grofien-Linden. den 20. Novetnber 1918. »7223 Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Ableben unserer lieben Mutter und Großmutter t Frau Javiii .Nutz Witm gcb. NsBaam sagen wir nur auf diesemWege innigstenDaiik. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Gießen, Frankfurt a. M., den 21. Nov. 1918. histe^unscrür'i^ben^^in^orÄ.ißUche^Todit'er^ fifr di« Ver , letzt" e Kh?e“^eBen haben die H nscr " liet>< ' n Heimjreprsn^nen'die erwiesen haben, sagen wir hiormit.unseren tiefgefühlten Dank. Danksagnng. Für die vielen Äkweise herzlicher Teilnahme hei dem uns so schwer betroffenen Verluste, für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrers Heinebach, für die vielen Kranzspenden, soivie allen denen, die unserem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank. Gießen. Die trauernden Hinterbliebenen: Georg Faust, Ober-Schaffner, z. Z. im Felde, M XT nnd Familie, den 22. November 1918. 0730g Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Christine Waldschmidt geb. Dern Joh.Waldschmidt, z.Z.i. Felde». Frau. Leihgestern, den 20. November 1918. m I te