I»! 273 Ter L,eh,ner Anzeiger erscheinl täglich, anher Soernogs. — Beilagen: Gj(?. 4.05, durch ^lbvole- u. Zwkagstellen monatl v 3)if. 1.25; durch die Post Mk. 4.05 viertel« jähri. auSschl. Bestellq. Iernsprech - dlnschlüfse: ihr die EchriitieitungNL Verlaa.tzteschä'ttzftellebl AnschrdtsnrDralnnach- richten: Anzeiger Ziehen. ZwiHingzrunddrnck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. ZLeindruckerei N. Lange. Schrrstleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei: 5chu!ftr. 7. November \%8 Annahme von Anzeigen j. bte Tagec.nuiuiuer viS zum Nach,nitlau vorher ohnejedeBcrbiudllchkelt Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 tzi.,siirauSwärlig« 30 Pi., iür lli ekln men Mk.l.-nebsl 20" n 1euc- rungs-ns.blag:Plal;vor-' schrii! 20 % 'Atlischlag. Hauvtichri tleiter: Aug. Goeiz. Berantivortlich iür Politik: Äug. Goetz: für den übrigen Teil: l)r. Remhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; säiiiklich in Gießen. Dte Abfichten der neuen Regierung. Vas 5lnanzprosramm der Regierung. Berlin, 18. Nov. (WTB. dttchtamtlich.) Der neue Staats- s kvetär d>es ReichsschZotzanttes, Erzellarz Schiffer, enrp'iing gestern das MitgliHd der vokkÄvirtsckLlftlichen Redaktion der Datschen Allgemeinen Zeitung, Goslar, zu einer Untexoeb'mtg über das Finalrzprvgrmnnl der neuen Reicl^wgteru'ig. Ter Staatssekretär erklärte: Tie neue Regierung deirkt nicht daran, irgend etwas von den Bedingungen der Kriegsonterhe, sowohl was die Schnldvarschvelbwrgen, { als auch lvas die Reichs- schotzanweiftmgTN betrifft, zn ungunsten der Anteihebesitzer zu ändern. Es ist dies nicht ausdrücklich in den von Ihnen erw,ihnten Regie nmgserklärunqen betont, es ergibt sich aber sinngentäß aus der Mitteilung, daß die Rechte der Kriegsanloihebesitzer nicht an geastet werden sollen. Was den Besitzern der Kriegsanleihen ver- sprvckxm ist, werden wir unbedingt halten: darüber herrscht nicht die geringste Meimmgsverschiedenbeit. Soweit es sich darum handeln kann, dem Trink aarf den Kurs der Kriegsaarleihen entgsgenzacwirken, der sich aus diesem Materialangebot ergeben kann, erhoffe ich guten Erfolg von der Anfnahnveaktvon, die sich aus der Reichsbank und d-en Privatbanken bilden ivird, sonne von anderen Maßnahmen, die nojckr in Vvrbereitmrg sind. Ich möchte sie aber noch besonders darauf hiuiveiscn. daß Kriegsanleihestücke nicht nur ivie bisher bei einer Anzahl von bereits in Korst getretenen Steuern zum 9b)N7iualwerte in Zablnng gegeben Norden können, sondern daß den Krvegsanleihebe>itzern diese gleiche Vergünstigung auch bei einer Anzahl neuer bairr geeigneter Steuern zugestanden wird. Ferner gilt das gleiche für Bezahlung der was den Aeeresdepots der Vestks- wirtschast zur VerfüPmg zu stellenden Rohstoffe und Materialien, bei denen es sich um Milliardenwerte handelt. Hier werden die Besitzer von Anleihen sogar direkt bevorzugt. Tie Roten- und Geld- hamstevei h.at sich aber nachgerade zu einem Unfug ausgewachsen, bei dem die Mitwirkenden sich schon längst nicht mehr klar darüber sind, weiches ungeheure Maß von Vercrntioortung sie auf sich laden. Tie glatte Abwickllmg der Lohn- rmd Gehaltszahlungen hÄrgr in rster Li»rie davon ab, ob ül°eraA rechtzeitig genug Bargeld zur lügung steht Stadien die Zahlungen, so können heute mit Leichtig- ^it Unruhen entstehen, deren Folgen niemand abfehen kann. Darüber hinaus sckrwächen diese Mts Zahlungsnot sich ergebenden Zustände in unserm Wirtschaftsleben unsern Kredit im Auslände lrrtb wirken auf die Gestaltung unserer Valuta cm den neutraten M ärktm ungünstig ein. Außerdem sollte man bedenken, daß in den Randgebieten Deutsc^ands, beispielsweise im Osten, in denen die Bevölkerung gegebenenfalls durch Abstimmung über ihre Dtaats- zngelwrigkeit entscheiden kann. in. ihrer Neigung, beim Teutschen 'uncde zu bleiben, dt ach kaum etwas anderes so stark geschwächt w n en kann, als durch Unsich-rheiten und Wirrwarr in unserm G.overkehr »iw darüber hinaus in unserm Wirtschaftsleben. So teasu Sie, daß Roten- und Geldhamsterei, so wenig sich derein- «'lne auch dabei denken mag, sogar den Bestand unseres ncktos gefährdet. Wenn jetzt noch Bargeld und Roten gehamstert i'den, insbesondere von Leuten, die Kriegsanleihestücke verkauft ' ' 'M, um das Geld All thesaurieren, so kann es sich meiner lieber- >-ugung nach irur noch um Steuerdrückerei handeln. Ich erkläre •cfKMi heute, daß ich gegen Steuerhinterziehung rn jeder Form mit der äußersten Schärfe vorgelien werde. Das Stcuerfluchtgesetz, das die Verschiebung von Geldern und Effekten ins Ausland ver. bind-.wn soll, war nur der Anfang, ihm werden entsprechende Maßnaknnen nrr das Inland folgen. Unser Volk Hat ein Anreck-it darauf, daß die Verteilung der frna: aellen Listen nach dem Prinzip der Gerechtigkeit ganz rück- sü. .slos imd gleichgültig, ob es sich NM hoch oder niedrig handelt, durc1:g.-führt wird. Das tliechtsempfmden mag im öttrrege stark glitten l)aben, und man wag sich )ioch mehr als früher an den, Gedanken gewöhnt haben, daß es kern Verbrechen sei, den Staat zu betrügen, so müssen wir uns doch zu der Ansicht durchrmgen, das; ein Steuerhrnterziecher, der sich gerade in dieser sckpveren Zeit weigert, nach seinen Kräften zur Unterhaltung des Reiches beizu- tragon. und^der die auf ihn entsallenden Lasten anderen und schwächeren Schultern aufbürdcn will, nicht besser ist, als irgend ein anderer Betrüger, sondern schlimmer, imd daß er sich vom Landesverräter nicht urrterfcheidet. Wenn jedoch der Appell an die sittlichen Kräfte versagen sollte, so werde id> mit den denkbar sck-arfßen Atittcln gegen die Steuerhintei^iehcrei Vorgehen, wo sie sich findet, und Sie können schon heute den „ganz Klugen" im Lande sagm, daß es angesichts der Maßnahmen, die ich oorbereite, ein sehr schlechtes GesckM sein wird, den Versuch) der Roten- Hamsterei und der Steuerdrüch-rei fortzusetzen. Tie Kriegsgeivinne werden in voller Schärfe erfaßt werden. Wir werden auch Mittel mrd Wege finden, um Beträge, die ihrer Natur nach einen eigentlichen Kri.'gsgowinn darsbllen. w'nigstens einigernurßen als solche auszusondern und stärker zu belasterr. Tie Grundlagen für unsere txuc^ Steuerg-setzgeburrg werden sich erst ermitteln lassen, wenn Klarheit geschrfnen ist über den endgültigen Umfang des Reiä>cs und über die Verhältnisse dv Einzel sbaaten im neuen Teutschland w'Ä sodann Wer deir GeldVedrrf selbst. Außerdem ßel)e ich auf dein Standpimkt. daß das Volk selbst vollauf berechtigten Anspruch Ml? tvri'ergehende Mittvirckirng bei der Beschlußfassung über die kimstig.' Steuergesetzgebung hat. Aus die'em Grunde halte ich es grmidsatzlick. für unrnoglich, vor dem Zusanrmeirtritt der Ra- tronalversamlnlung enr Pvogromin auszustellen, das hindert natür- lnli nicht, daß^ich an die Airsarbeitmrg, nötigenfalls an die Turch- flihrung von Steuergrsetzen in der Zwischerrzeil gehen werde, die rnsv>sern 7wtrocn.dig 'wecderr. als ein Anfschiub von mehreren Monaten das kmnmende Erträgnis wesentlich zu beeinträchtigen droht. * Berlin, 19. Rov. lWTB. Amtlich.) Trahtnachricht. Die Reichsleitung hat sich in eirrchc ihrer letzten Sitzungen mit einer. Reibe praktischer Fragen beschäftigt, die das politische Ergebnis ''^-volutivn lveiter entwickeln uiid sicherstellen sollen. Aus wirt- ichastlichem wie aus allgemein-politischem Gebiet Breiten sie vo nUöc Maßriahmen vor. Zunächst wird in vollkommener Ueberein- mmmirivg mit den Ressortvertretern der preußischien und dev J k v ’ cm linif,r großzügiger Amnestieerlaß für die Verbrechen und Vergeh-.n von Zivilperionen und Soldaten den Sieg der Freiheit dokuinentieren. Es soll sich nicht nur um einen Straferlaß nemerer Verbrechen handeln, sondern es soll auch im Sinne nio- k- n r r ' c)'nlxr Gerechtigkeit und Erzielmngsmisfassuug de-njeniger,, Ittiwer gegen ihre Mitmenschen vergangen halten, die Mög- ucy.lik gegeben werden, von weiterer Strafe befreit zu bleiben, mmn sie wrtiahren. das soziale Zusammenlc en nicht durch neue l .'^u^kchi-n^ zu gesährd^'n. Damit wird selbst den schwevu Ver- die in den Revolutionstagen sreigelassen unirden, die weiterer Freil)eit gelassen. Sie sollen erst dann wieder »ur ^lraie yctMlgezogtUl werden, werur sie sich m cüwm X>cftimm^ ton Zeitranm erneut gegen die notwendigen Sichermrgen sozialer' Gemeinschast vergehen. Die Stellung de» Reichstag». Berlin, 19. Rov. (WTB.) Reichstagspräsident Fehrenbach, der am letzd-n Samstag von Fveiburg na cd Berlin zurückgekehrt ist, hat der Reirl)sleittmg nach einrer Besprechung nrit den Parteiführern ünd dem Aiitgliede der Regiermrg Ebert nachfolgende Erllärung zugel-en lassen: ' In der am 10. November zur Entgegennahme der Waffen- stiÄstandsbedingungen im Reichs kan zlervala is statt gehabten Sitzung, an der ous>er sämtlichen Mitgliedern der damaligen Re gierung auch Vizepräsident Tove und ich teilnahmen, habe ich die ff-rage ausgewcnsen, ob etwa, wie verlaute, die Auffösung des Reichstags geplant sei und ob verneinenpenfalls die für nächsten MittNx'ch angesetzte Sitzung ßattfüchen könne. Darmff hat der damalige Rnst^ürnzler E:»ert erklärt, daß über die c w'.ige Lluflösung des Reichstages noch kein Beschluß geaßt sei. daß aber jedenfalls die anaesetzte Sitzung nicht abgehalten werden könne. Dageq«i kmrnte rcy nach Lage der Sache leine Einwendung nixljt mack-en. Am 14. November fragte ich telegraphisch an, ob gegen die auf nächste Woche vorgeiehenr EinberuArnq d^s Reichstages Einspruch erholxni und eventuell dagegen RLaßnahmen getrvifen werden sollen. Darauf erhielt ich die telegraphisä)e Antwort, daß nach der Beseittgimg des deutsäZm Kaisertums und des Bundesrats als gesetzgebende Körper- schast mech der Reichstag nicht mehr zusammen treten könne. Die Anschauung verinag ich weder in ihrem Inhalt, nock) in ihrer Begründung als zrttvef'ond anzuerkennen. Zwingende Rücksichten auf die gegenwärtige Lage vrrm:lasten mich aber, zur Zeit von der Einberufung des Reichstages ab^usehlvr. Ich behalte mir diese jedoch ausdrücnick) vor. Es können Berhältniste eintreten, die sowohl der jetzigen als Mich der künfttgen Reich.llntung den Zusammentritt des Reichstages als eovüirscht, vielleicht sogar als iwtwendig erscheinen lassen.. Ein weiterer Aufruf v. Solf». Berlin. 19. Rov. (WTB. Nichtamtlich.) (Drahtnachncht.) De» gegnerischen Regierungen wurde durch Vermittlung der schweyerisckieir und der holländischen Regierung folgende tlöote über- mitdllt: Mrt jedem Tage der im Waffensttllswnd aufgezwuimenen übereilten Räumung droht, wo»m nicket wirtschaftliche Rücksichten beachtet werden, die Gefahr katasbroplxrler Wirkurrgen nickst nur für Deutschland und insbesondere seine linksrheinisckien Gebiete, sondern vor allem auch für Luxemburg. Die deutsche Regierung bittet daher dringend, wirtschaftliche ".nid ciienbahntechrrische Sachverständige schleunigst zur Waffenstillstands-Kvmnrrstion nach Spaa zu entseWen, da sonst wirtschaftliche Schädigungen eintreten konnten, die nachträglich nicht wieder gutz-mnack)en wären. goz. Sots. Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. Die Verhandlungen in Spaa. Rotterdam, 18. Rov. Aus Spaa wir gemeldet: Die deutschen Vertreter des Oberliommandos in Spaa l)aben init dem Oberkommando der Alliierten die Berl>rndlungen über einige Punkte begonnen, die das Kriegsmaterial unb die Lebensmittel- vorräte auf dein linken Rheinufcr betreffen. Diese sollen deutsches Eigmttrm verbleiben. Ferner wird verlangt, daß die Besatzung nickt aus schrvarzen Trupveu beruhen darf, und daß die deutsche Polizei in dem besetzten Gebiete tätig fern wird. Ferner wird die dk-utsche Garnison an der Grenze der neutralen Zone verbleibew können. Außerdein wird darüber verhandelt, daß die Alliierten, um Ausschreittolgn der Bollchewiswn gegen die Bevölkerung zu verlmten, sofort Südrußland besetzen sollen, sowie die baltischen Provinzen, besonders Libau und Riga. London, 19. Rov. (WTB.) Reuter. Tie „Times" erfährt cnrs Reuyork vom 18. November: Senator Beruh teilte mit, daß die Vertreter Tutschlands und Oesterreichs zur Friedenskonferenz zu gelassen werden würden, und daß alle Verharrdlimgen zwi scheil ilmcn und den Vertretern der alliierten Regierungen einschließ-^ lrch der Vereinigten Staaten öffentlich geführt .werden würden. Rock der hier herrschenden Auffassung bedeutet das, daß Verband langen zwischen Deutschland und den Alliierten stattsinden werden- und daß der Präzedenzfall aus der Zeit des Boxeraufftandes, wo den chinesischen Vertretern die Teilnahme au den Vcrlmndlnngm verweigert wurde, im Falle Deutschlands nicht gelten lvcrde. Senator Berah teilte serm-r mit, daß bei der Ratifizierirng des Frie« densvertvages durch den Senat der Vereinigten Staaten von dev üblichen Geheimhaltung abgesehen ioerövll soll, und daß a l l e V e r- handlungen öffentlich geftlhrt werden sollen. Diese Mitteilungen erweckten das größte Interesse, und es ist bekannt, daß sie die Auffassung des Präsidenten wiedergeben. Frankreich» Ansprüche. Genf. 18. Rov. Me der „Mattn" feststcllt, werden die Ansprüche Frankreick>s an Deutschland 840 Millürrben PLark bc- ttagen. Diese Summe setzt sich wie folgt zusammen: Rückzahlung der Kriegs kosten von 5 Milliarden Mark von 1870/71, mit Zins mrd Zinseszinsen gleich 140 Milliarden Mark. Jnvalidenpensionen 50 Milliarden Mark: Kriegs kosten 50 Milliardm Mark: für Wiederaufbau und Schrdenersatz 100 Milliarden Mark, znsamm.m über 200 Milliarden Mark. Tie Bezahlung dieser Geldsumme sei, nie das Blatt herworhel't, die Vorbedingamg für die Aufnahme der Friedensverhandlimgeu. Mle anderen Enteuleländer loerdciy ähnliche Forderungen stellen, so daß das deutsck-e Nationalvermögen zur Begleichung nicht ausreichen ivird. Die Cmtente loerde deshalb bestimmen, lvie viel von den Teutschen jährlich) zum Leben gebraucht werden dürfe. Tie Deutscheil hatteii in Zukunft nur miofern das Recht aus Existenz, als sie ihre Schulden bezahl eil müssen. Freiheit der Meere. Rotterdam, 19. Rvv. (WTB) „Reuyork World" ver- onentlrckt erneu Artikel über die Freiheit der Morre In Ann-- rrka wird die Freiheit der Meere stets mit der Uuverletzlick.keit des Privateigentums auf See identtfvziert. Tie Amerkkinrer hieltrm an der Lehre fest, daß freie Schliffe freies Gut enthalten. Wenn also die Ladrmg keine Kmrtrebande ist, kann sie nickst besckstaguohmt weweir. Neutrale Sckstffe, die sie falwen. fthmni nicht erbeutet Er vernichtet twrocn. Daß dieses Prinzip bisher ilicht iil das V>llkerreck/ aufgeiivinmen ivurde. lag gröWmteils an d^r Ovvo^ irlr-vn Englauds. Indem England alles als Wntivbmckx' el-klärte, vmletzte es auch das Dölkerreckst, irvnn aucl» ,ncht in dein sei l*er! Maße une Deutschland. Die Verviirigten Staaten müßte» ihrer ganzen (sjeschichle mrttnnl nierdim, üienu sie nicht mrs eiil-er voll- stä,:d!gni. befriedigenden Lösirkig dvses Programms Iv-tünden. Englands Lattung auf der ^rcdm^'Louferenz iu düöcr und vei> waiidten ,Fragen werde der Prüfstein für feine Versicherungen bilden, daß es die Ideale Wilsons unterstütze. Die Auslieferung der Flotte. Berlin, 18. Rov (WTB. Nichtamtlich» Ueber die Durchführung der Waffenstillstandsbedingimgeir erfahren wir von zuständiger Stelle, daß der lleine Kreuzer „Königsberg" mit Admiral Meurer an Bord aus Rosyth nach Wilhelmshaven zurückgekehrt ist. Tie U-Boots-Stasfel, bestehend aus 20 U-Booten, lief am 18. November um 9 Uhr vormittags im Geleite von zwei Begleit- chi'fen aus Helgoland zum Treffpunkt mit den englisch»: Seestteit- kräften in der Nähe des Einganges zum englischen Kanal Mts. Von den zu internierenden Schissen sammelten sich neun Linienschffe, ünf Panz7rkve::zer, sieden kleine Kreuzer und 50 Torpedoboote am 18. November auf der Schlligrede. <Äe werden voraussichtlich am 19. November mittags rmch dem vereinbarten Rendez-vous-Platz, ?twa 40 Seemeilen vor dem Eingang des Firth of Forth aus- lcrufem Berlin, 19. Nvo. (WTB. Nichtamtlich.) (Trahtrrachrich.) Mnnrrul Beatty richtete bei den Waffenstillstandsverl>andlun gen in Rosyth an Admiral Meurer als an den von der englischer Re- gierurig anerkannten Bcoollmächtigten der Marine das Ersuchen, ÜM rrmgckhend eine Liste sämtlicher bis zum '25. November fahrbereiten U-Boote und desarmierten U-Boote zu übermitteln. Tie deutschen Streitkräfte im Kankasu». Berlin, 19. Nov. (Priv.-Tcl.) Nach einem hier eings-, gangenen Telegramm des Kommandierenden der dcutschn Stteit- kräste im Kaukasus ist dort alles ruhig. Die dorftgen Truppeq befinden sich wohl. Revolutionäre Vorgänge in Belgien. Köln, 18. Nov. Tas Nachrichtenbureau des ASR. teitt fvk- genden Bericht des Vollzugsausschusses des Zentralsvldnlenratcs in Brüssel über die Bervegung in Brüssel mit: Die Bewegung begann in Brüssel am Samstag nachmittag. Das Gouvernement dankte am Samstag imchmittag ab. Wenige Stunden danach wehte vom General gvnvernement die rote Fahne. Ter Soldatenrat bildete sich am Samstag nachmittag. Bald griff die Bewegung auch auf die Belgier über, bei denen sie einen feindlichen und chauvinisttschen EinsMag erhielt. Ter Soldatenrat ver- anlaßte sofort die Freilassung der polittschen Gefangenen auch belaischer Nationalität. So wicrde auch der sozialistische Senator CoUcau sreigelassen. Ter Soldatenrat übernahm am Samstag auch die Leitung der Deutsch-Brüsseler Zeitung. Tie Bewegrmg schwoll, immer mehr an. Tausende von dättschen Marodeuren bedrvhtm den Abtransport und die Verpflegung der zurückkehrende:! Truppen. An den Zentralpunkten der Stadt gab es auf unserer Seite 40 Tote. Tie ganze Zivilverwoltung war in kopfloser Auflösung begriffen. Dem Soldatenrat gelang es, zunächst nur vierzig Mann Sicherheitswache xusanrmenziubringen. Am Montag wurdm - dem .Nah- rungsmittelkomilec sämtliche deutschen Lebensmittel übergeben. Tie belgischen Gerichte wurden wieder eingesetzt und der Bürgermeister im Auto aus Goslar zurückgehott. Am Dienstag wurden mit den cinrückcnden Frvnttruppen und den Stäben Verhandlungen vor- genommen, die ein Nebeneinandevarbeiten zur Folge hatten. Tie Verpllegung der Truppen wurde gesichert und alle Putsche niedergeschlagen. Am glichen Tage vollzog sich die Apgliedcrung der Soldatenräte in Antwerpen, Beverloo und Namur an den Brüsseleo Soldatenrat. Tie durch Plünderung entstandenen Schäden wurden im Laute des Mittwoch wieder gutgemacht. Am Donnerstag war die ganze Stadt von Versprengten gesäubert und ein geordneteü Abmarsch der Truppen gesichert, so daß der Vollzugsausschuß am Fweitaa den belgischen Behörden ein gesichertes und ruhiges Brüssel übergab. Amsterdam, 19. Nvv. (WTB.) Aus Arttwerpen wird dem „Telegraaf" gemeldet, daß es in der Stadt beim Abzüge der Teutschen zu großen.Plimderungen durch die einheimi'ä>e Bevölkerung kam. Nach einer anderen Ndcldung desselben Blattes stehen in d^lßel der ddordbalmhof und der Zuider Schaarbeker Bahnhof rnsolge Munittonsex)Losion in Brand. In Pmuiden sind sieben englische Minensucher angekommen. Eine Explosion in Velgien. A m st e r d a m, 19. Rov. (WTB.) Ter „Telegraaf" meldet aus Lanwnd rn Belgien, da);^ dort Waggons eines Munitionszuges ui crinan unö r, ^ darauf folgenden Erplosionen dOO Menschen ums Leben kamen. Tie »leisten Opfer sind deutsche Soldaten, al>er auch holländische Soldaten wurden getötet. Rach nner arrderen Meldung spricht man von 1500 bis '2000 Toten. >cn vwrdbrabant kamen ungefähr 150 Tote und Verwundete an Das Unglück ereignete sich um 11 Uhr alvnds. Es heißt, daß Zttndcr m der Nähe der Munitionszüge mit Feuer spielten mrd dadurch dre Exploswn verursacht haben. 600 dolländiscke Soldatenj smd zur Hllseleistung nach Öamonü abgegangen. Tie durch die Explosion angerichtcte Verwüstung muß unbescknriblich sein ^ Amsterdam. 19. Nov. älLTB. NictNamtlich. > Aus Eilte- Hoven nnrd noch über die Explosion in L>amonl gemeldet' Tie Exploßvn ereignete sich rmgefälir um 10 Uhr auf dem Mibnbof. wo ein deut)ck)er Munitionszug stand. Dabei flog ein Waggon mit Granaten in die Luft, deren Splitter auf die oUm,rebumß nieder- slelerr. -oie Umgelnrng des Bahnhofs )var ein einziges Tinimmer- wecr Clus den: ^rhnl)of standen auch drei ^azarettzüge mit dentickxni Verwundeten, ^ie auf den Transport nach Holland lvarteten. Tiefe Züge gerieten in ^teand. Tie Bernnnrdeten slücß-> tclen, soweit sie dazu inrstande lvoren. aber 18 Schwervenvundet^ ftlmen in den Flammm inn. Ein Lazarettzug konnte recküzeittg in Sicherheit gebracht wertxnl. nachdein die brennendi-n Waaen des Zuges nrit gl^ßem tdeldenmut a^ekoppelt narren. Er steht setzt Mis dem Bahnix'j in Budc'l. Indessen wurde man des Brandes ^err. Ter Anblick der Verwundeten, die über hie Grenze konümen, ist unbeschreiblich). Während der Katasteovte ivagte sich niemand in der Nähe der Station Hanrond. Die Zahl der Toten war noch nicht genau feltzustelkm, muß aber sehr groß sein In vmnond sind viele 5)auser eingestilrzt, »vobei die Eimvohner unter i>oit Trümmern begraben wurden. Ueber die Ursack)e des Unglücks läßt sich uoch nichts Bestimmtes sagen. % w v»»i ** ** H " II 1 Budapest. 19 Rov. (WTB Amtlich.) (Trabtnachnckt. Meldung des Mener Korrespondenz-Bureaus. Tie Regierung wx mgt. daß die anttliche Bezeichnung Ungarns kikrftig die ungarisch Bölker-RerEk ist Ter Titel der Regierung lautet: Regien.», der ungansck)en Bölkev Republik, Polen. Warj djau , 18. Nvv. (WTB. Nichtanttlicb.) Prlsudski die Regierungen aller kttogfüHren-den unö neutrofot <__ . . ^ **? unabhängigen I «n Gesell schcht'^ur' Sürd^u^"L oTrAsisch^n §»ndw7cktz S'W 1 ™ '-£< ut « notihotrrt, thr alle «jaluitflosebtete umrafet. 20 - Kch'ch bcr ^chutzmamrschast um ErlZöhung, des Kindergeldes T te f luH m ^'nmando lohend- polnische Armee 21 Geluck, des Arbeiter- wck Soldatenr^es um Bewilligung eines 5 ^ l oS-]ii^ 4 ^m U ?r m *'t a *fre r f ? J lIfuiv *- lJl 1* unb Sofansrid wm hg™. ^• Jkifiemq^en. 26. Belegung bcr neuen Friedhofs. 27 SSs^ ^lientlichen, .ourde ein Gesuch l wn / ginget um Erlaubnis mm Schmrkwichchafts Kabinett um dem gall),scheu poyal iftcn Movaczewski an der Spitze betrieb im Lause Wetzsteingusse '31. 28. (besuch des Heinrich Bon- I IrtrT irtn Orrl/vn rkrvtrt.? .^jt. . r jt. —u ' -r. ^ .. ' er» ~ ' r^. .,."•» *iiu|iuiwu,| VM-»3V wnicü»|ruiUli(J Der ^uitnj dreun. Justiz Sumnskl, Finanzen Bnrka. Land- wErke mutzte, der Strom gestern van 4 Uhr ab aus gefällte 8L>chaft Woida, Verpflegungswesen Minkuamcl. Arbeitsamt und machen. Heute früh wurde die Störung behoben. E^^^^mrsorgie Ziemiecki, Kunst und Wis sonschafl Tewnarooicz, I Gießcner Weihnachtsspende 1918 für di» ff™ Telegraph Attyzewstt, Handel und Industrie Iwanowskr Feldgrauen. Ans wiederholte Anfragen teilt das Rote Kreuz ^lls .lnwartel tür MiniMnpostm werden ferner genannt: Witos, I knerdurch mit, daß zu Beginn des Waiffensti lstandes die hier in VwcziNicrl. Malinowsn, wahrend drei Sitze für die Vertreter desl^even erngegangenen WeilmackflSspenben bereits größtenteils zum preutzpchen Leilungsgebiedes Vorbehalten bleiben sollen. Die Mini-1 Ankauf von Weihnackstsliebesgaben für das Fffdheer verwendet lter und größtenteils Lozialiitrn und Volkspart ei ler und stammen! !^rde,t und daß 29 große Kisten nrit Gaben beveits an die Zentrale meist ans Galizien. ! ,nr Werhnachtstlebesgabenversorgung im Bereich des 18. Armoe- T-rr . _ P 0 *?? abgegangen waren. Tie Rücksendung dieser Kisten hierher ist AllZ dpM lU ^eWege geleitet, barntt die an Weihflachten hier liegenden Be- Der EinruateTnSesi« jatzim gstriw v-n W«chn-chtsgcsch-nke cr^ften fötmett. In ähnlicher f ölit 19 Nov tWTR \ t SL - ,. . m j \ a i e ! n m^even Städten einauartierten Leute versorgt ÄSS« Ä ir aÄ’fiÄÄ; s&ä&ääs ^ ÄSÄ mft stellten - Ra^es^ ^ckEelt^n ^ sichU^ ^ geVern" " dxtä °im ^ ^ ^A^rbtten uird Zigarren desä-enkt. Rad- Relwurant Hindcnburg Beamte und Aiipestellte der Giekener lange 'Ä«H?wrn^^pr^ der Fronttruvven. denen Privatindustrie. Slaats- und .Wmmunalbeamte. Ter Verlauf der hm* r H Truppen zeigten gute I Verfammlung zeigte, wie verschieden die Ansichten der einzelnen Twtchem r l-errsck-t in bcr Stadt in Frage kommenden Gruppen sind Es wurde ^inArbÄsan^ Ä de^h^ruckeii ern^lebensgemhrliches Gewühl. \ schuß gewählt, der an der von anderer Seite siir heute abend em- _ ti x -t 'e ■ iu>u 0 h'il'ui/u, uci uji uti von auverer vc ^ terlTveise »mzlrch. Dre Ltradubahnen müssen beriisenen Versammlung teilnehmen soll, NM hier die Interessen voraussichtlich m den nachten Tagen ihren Betrieb einstellen, der PrivatMigestellten zu vertreten, und am kommenden Samst^ schmuck^ ^ ^ merftens Fahnen und Blumen- erne Vollversammlung aller Beamten und Angestellten einberusen loll' UM dann endgültig den Beamten- urrd Angestelltenrat zu wählen Es ist fraglich, ob die Vollversammlung zur Bildung nnes Rates führt, denn die dort Erschienenen setzen sich mich, wie es m der gestrigen Versammlimg der Fall war, ans Beamten imd Angestellten aller v^ruppen (Privat-, Staats-, Kommunal- und Xie ©icfjcncr Kotisctfocrcitt# 0 . ^ Großen, den 18. November 1918. >_. orrtte Kpnzert, das wieder vor ausverkauftem Hause statt- , c« » -—~ ^ ^,»,««.««- uuv Jj?“'. t’ermttte-ite uns die Bestmntschaft der jungen Geigerin I Bankbeamten und -Angestellten) zusammen, und es würde wieder --»tefsi Ko, chate aus Berlin, die als achtes, starkes Geigen- ru langen Telxitten sühreii, ans welchen Gruppen sich der Rat ra^nt ur bohem Maße fesselte. Ihre prachtvolle, blül^ende Ton- Ntammensetzt rmd ivclch^ Gruppen die Führung des zu bildenden gebrmg erinnert an ihren Meister Henri Martearr. Sie sp elte die Rates zu übernehmen habe. Tie Bildung des Rates könitte mm G- M o l l - S o n a t e v o n T a r t i n i (die Prof Mar eau seiner- dadurch energifch gefördert n .... . . , ^mit feinstem technischen Schliff und seelenvoller I der einzelnen Gruppen vereinigt, den Beamten- und Angestellten-, W«der,fncgelung t^s gerstigen Inhalts. Mit ihrem rassigen Tem- xat bildeten. d^^errt. das fte rm letzten Satz des Mendclss-ohn-Konzerte.-' hätte ^ Landesverband Kriegsbeschädigter. Slm etwas zügeln dürfen, wie mit ihren ganzen künstlerischen Qnali- Pvnntag den 17. NovEer fand im Saale des Postkellers hier eine Laten erspielte sie sich einen fterrfen, vollen Erfolg. Mit einer Duckte Versaurmluiig der Ortsgruppe Gießen, des Freien entzückend gefprelten Zugabe, einem reizend seinen Stückchen ve,fischen Landesverbandes Kriegsbeschädigter statt. Der Saal war ^vumoreske des schwedischen Komponisten Tor >vie Sitzung wurde um 3 Uhr vom Vorsitzenden Kamerad -.'lulin , daMe die Künstlerin für den reichen Beifall. Er^t eröfffiet. der die WichttgSeit des Zusanrmenschlusses in der vosopenipmger Hernr. Kühlborn aus Tarmsladt, dessen levt für alle Kriegsbeschädigten erlisten Zeit hervorh-ch. Ruch ver- lw^Ningcnder »racher Tenor leider im Piano unter einer In- schiebenen anderen wichtigen Fragen kamen die Berhaiidlungen diSpofitwn^zu leiden schien, sang als .Hauptnummer „Schu-I^^ dem Arveiler- und Soldatenrat zur Sprache. .Kamerad Baer L?nnS-Tichter liebe" mit seindurchdachtem Vortrag; bc- welcher diese führte, teilte mit, daß solche noch nicht abaeschjossen' wnders warm und edel m der Tongebimg „I m Rhein im der Hoffnung Ausd^uk, daß der A-u S -Rat äl! 1 ^ "4ch «rolle nicht''. Von den, I lmrsere Wünsche voll und ganz vrfuillen «NGge. Tos Verhalten ^ .TWintcrweihe", welches dem ^ Budevus'sck^n Eise,nverSe Wetzlar, die einem' der Kameraden gSSSi^S ««*> Wtotatonf* am beiten gelang, das lür den 1. Januar kündigte, ,mrvöe erch'ffmnrig mißbilligt und Lieder «Die Frauen" und „Meines Her- unter. Mrrmschem Beifall folgende Entschlüchung * f T 5? muiikaliich wenig bedeutend, um nicht Ter freie Hessische Laiktxsverband Kriegs beschädigter, Sitz Gießen zu sagen, wertlos, und die „Heimliche Aufforderung welche am Lonntag. den 16. November 1918 im Saale be« ^ Astern wieder, mit schönem, vollen. DMAlers tagte, pr-oteftierr energisch gegen die rücksichtslose Kündi- hZTfiSz JF!Tp 1 o • «Eiungen feine Wirkimg hatte. Tie smrg Ki-iegsbeschDigter, die von privaten Uirternehmamgen vor- der litten stolenmeife imter zu langsamem ^womimm wecken. Er »ordert dringend, unverzüglich dafür Sorge ^«'wahrend die Zugabe „O liebliche Wangen" vortz \W tragen, daß alles Erdenkliche getan wick, um durch der^ÜV KU Überhastetes Tempo ^verzerrt erschien. Es ist Maßnahmen drohende soziale Elend zu steuern. Ferner wick !,^^^«EtEllte Frercke, einen Bulmensängcr, mögen die Mittel von der neuen Regierung erwartet, drß sie das Gebiet der S iU W k te ? l; l anc Mihnenange- Lrr^b^chÄstgtefrfürsovgc gern und freudig in die bereits ein- %!!%!! iS!?* 1 ™ . im Vortrag beeinträch- g^arb»ntaten Hände der mit den Fragen vertrauten organisierten Q ^ SKrW' . . KritzgsbesckMgtem l-^t, welche im Zusannnenarbeit^ mll ^ l i£ji autn l ai !i n <} wa ^ me immCT ' ein idealer, bereits in der bürg<-riichen Fürsorge tätigen Säften die beste ^uk^?cn Einzelh^ten nachgehender Begleiter, der mit beson- Gewähr für eine erfolgreich BetyältWmg der Arbeit geben J&iK SchumEnlieder am Flügel nachschuf, und der Die Verschärfung der Kohlenlage Das grotz^xi,t.l^galr,iy mi wohl nicht zum geringen Tei l. S. M. | mobilmackungsaint und der ßueichskolLenkomurissar geben bekannt daß der Rückstlwm des Heeres die Eisenbahnen so stark bcan- sprncht, daß der Kohlenver,7rnd der westlichen Reviere für kurze Zm seit emiwn Zngai in ©iefem an MM f“ G-m-»nd««chmr ö ö r r und Jnau. ^ Kratt ahrtrupps der Etappe, oder Stäbe, die sich ^ Obcrftm Lu °® ^ 1 b c 20 r Zn einer öffentlichen Hoeveslcntmig nach Kassel begeben. Das Gros des H^s Gemenideratsver,annnlung wurde ein Bauern - und Bürger- Rhein erst kaum erreicht und kann erst Ende der W,-ck-e erwartet ^ckckdet. der zu seinem Vorsitzenden Hauptlehrer Bach ivählte wecken. Wie andere Städte, so wird auch öntfm selbst verständlich I Kreis Frievberg Flaggenschmuckarchegen. Es bedarf wohl nicht eines besonderen Auf- .ß- Bad-Nauheim, 19. Nov. Ter hier wohnhafte Zimmer- rms dazu an die Bevölkerung. Ter offizielle festlick)e Empfang der Franz stürzte auf der Fahrt nach Marburg aus dem Stadt Gießen, der WillLommenschmuck der öffentlichen (Gebäude ^.Enbah-rzug und erlitt einen dopp:1ten Schädelbruch, dem er in der wecken in der morgen stattfindenden Stadtoervrdm-tenVersammlung w^lfln er verbracht wilcke. erlag. Wie der Unfall geschehen braten wecken. W steht natürlich jederniami frei, sein Haus zu brmE, ist bisher nicht aufgeklärt, schmücken, berwr die Stadwenwltung das Zeichen dazu neieben hat Starkenburg und NheinhesstN. , Diebs gut. Zn verffoflener Nackt wurden ^ ^ " ' WW Einrich. tung von Kontrollen über die alten, noch arbeitenden Belföcken besonders über die Kriegsgesellschaften. Der Rebner verweilte dann bei der Rechtfertigung des Vollzugsratcs über die Abgabe eines Teiles der Dollzugsgewalt an die Gewerkschnften. Hoer der Vall- zugsrat konnte unmöglich die tiefen Einblicke in das Verhältnis zwuckien Arbeitgebern und Arbeilnchmern hlben wie die Gewerk- Tie GetoerlsckMfren sollen jetzt bÄveisen, daß sie in voller ^lbftändigkeit ihnw großen und bedeutenden Ausgaben ge- recht werden können. Wenn sickl die Unternehmer nicht fügen ck-er versuchen sollten, durch selbstische Maßnahmmi die Betriebe lahm- zulegen, dann wecke man sie enteignen. Ueberall bilden sich Räte. Tarans erlläck sich auch der'Schrei nach der Nationalversamaw- lung Man will auf diese Weise die proletarische Geivalt wieder in dw Lande der bürgerlichen Parteien zurück,erlcgen; damit wick mmr aber kein Glück haben. Wir wollen keine demokratische Repw €me sozialistische Republik. Darum ist die Frag, der Konstituante ein Programni. das in der Zukunft liegt TaS pi'eche ich aus m Namen eines großen ^Testes, meiner Kollegen im Vollzugsrat. ' An dieses , Referat schloß sich eine lebl>aste Aussprache. Das ^ollzugsratSmitgilick Mubner verlaiigte eine scharfe Kontrolle mich m Kffuegsministers. Buchval 0 wies auf die Verhältnisse in ^o)«r tun, oie dringender Maßnähmen bedürfen. In Posen bestände E Gefahr, daß durch einsallende Bauden die gws^.i Kartoffel mW Kornvorräte unserem Volke verlustig gehen könnten Vom ^oldatenrat bat Hauptmaun Colin-,Roß. den Saldaterr dasselbe Pertrauen cntgege!y>ubring.en. wie es seitens der Soldaten gegen- ^^<^^^Er/Erschast geschieht. Zu lärmenten S^eiren kam es, als oer t-latrofe Köhler sich drrüber beschr^rtt, daß vielfach Av- ^ ^^ Btahvosen könnten Berlin nicket sächtzen^ Liebknecht lMbc dre Matrosen ans Berlin heranshabeiWivollkn und habe auf den Kopf jedes Matrosen 2000 Marl' gef eil _ .Der unabl-ängige Sozialist Däumig Erte, daß das alle Lpstem noch laug? nach gestürzt sei, mir das ObeckMrpt sei be- )citigi. Das Voll solle sich durch das blöde Gerede vom Bolsche- wisrnus Nich rrresühven lasen. Für die jetzige Regierung nahm! das KrbMottsmn-lg.iod' Haase das Wort. Er sagte, daß der Rat der ?Bollsbsauftragösn nicht unnahbar in WollestlShen thront Lonne da er seine Kraft aus der Blach des Volles sauge Auss E Arbeiter- und Solvatenrätsn leite die Regierung il-re Mach lher. Bisher habe eine kleine M,i-nderchit die Masse des Volles g'Nicttpet. kTir Rev«olution wunde ihren Wert verlieren, wenn! MMar «me Mrndsrl-ert über die Massen gebieten könnte. Die Arberterschft bildet die übettoälligende Mchse des Volles, das Burgertuni aber nur einen -verschvindend kleinen Teil. Der Doll- zilgsausichiß hat jeden Augenblick die Rogierunig zu kontrol- lieren, rriiD das Proletariat hat die Llusgäbe, auch eine sozialistische Mogüermrg wrtwälMnd, vorwärts zu treiben. Dia Kionshituants rann nicht schn letzt zusammenbevusen werden, dazu sind Vorap, beiden notwendig. Tie BsahilssLen niü.ss>en zusammengesdellt wecken, uucri« vre Soldaten im Feld müssen dabei sein können. Auch di« ^ozialichcrung großer Wickler Betriebe ist nötig, wenn Deutsch. land nicht versklavt werden soll. (Beifall.) Geheimer Justizrat Eugen Fuchs sprach im Namen der Berliner Anwalts cht uiid wies den Vrnwurf zurück, daß die Rechtsanwälte der alten Regierung Schergendienste geleistet hätten. Tann mahnte ^chriffsüller Kaliski zur ruhigen, vernünftigen Temokratte, wurde ledvch stark unterbrochen, so daß von seiner Rode säst nichts zu hören war. In großer Erregung sprach dann Lodebour unter lebhaften Unterbrechungen und setzte' sich energisch ur die Durchführung einer kräftigen Temokratisierung und Sozia- ko* Einberufung der Nationalversammlung ein und warf Ebert vor, von hintenherum an den Soldatenrat hcraw- gettetcn zu sem, um ihn für den Plan der Mehrheitssc^ialistLtr zu gewnrncn. Mehrere Redner verlangten, daß man den Gelverk- chaften das Vollzugsrccht wieder nehmen solle. Ein Eisenbahner ^klarte, daß ferne Kameraden fest zur Republik halten werden Kabrnettsmttglick Ebert, mit stackem Beifall begrüßt, verteidigt l« gegen Ledebours persönlichen Vorwurf. Er sei erst auf mehr- ache dringende Aufforderung zu der Sitzung des Soldatenrates und habe sich nicht an sie hcvangeschlichen. ^Begeisterter ,, Dp Kack Liebknecht sagte: Auch er wünschte Einigkeit, aber vor allem Eilirgkeit nruerhalb des Proletariats, um das Ziel zu er- rnchen, tms wir alle wollen. Tie Arbeitecklasse müsse sich unter allen Umstaicken die sVlitische Macht sichern. Nur das Proletariat kann die soziale Revolution vollbringen. Seien Sie mißtrauisch, denn es wird Verrat an unserem Mecke versucht Schieben Sie alles, was sich in den Weg stellt, rücksichtslos beiseUe, sonst kehrt der Kapitalismus wieder. Hierauf lvurde folgende Entschließung angenommen: „Das Bestreben der bürgerlichen Kreise, so schnell wie möglich erne Nationalversamnrlimg einzubernsen, soll die Ar- beiter um die Früchte der Revolution bringen. Der Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte Groß-Berlins verlangt daher cke Einberufung einer Veckreterversanimlung der Arbeiter- und soldatenräte ganz Deutschlands. Diese hat auf Grund eines von ihr festzustellendeir Wahlsystems, einen Zentrulrat der deutschen A.- u. zu wählen, der eine neue, den Grundsätzen der pvoletari)chen Demokratie entsprechende Venaisung zu entwerfen hat. Diese Verffassung ist der von ihm zu berufenden ft>nstiruieren- den Versammlung zur Beschlußfassung vorznlegen." Eine Reihe weiterer Anttäge wurde dem Vollzugsausschuß zur Erledigung überwiesen und dann die Tagung geschlossen. Amtlicher Teil. ^ rft , , . gut. ^n verftossener Nacht wurden Dieben drei Kackflaschm mtt Branntwein abge,agt. Ter Eigentümer wrck ersucht, sich beim Polizriamt zu melden. ** (Eine Sitzung der Stadlverordneten- Versammlung ist aus Donnerstag den 21. November 1918 nachmittags 4 Uhr anberaicmt. Tie öffentliche Tagesordnung ent- häll jvlgMde Punkte: 1. VfatttÜwtgen. 2. Besckaffung von Nvt- 3 Vorlage der Rechnung des städtischen löas- und Wasser- t .l-.?^mltadt, 15. Nov. Zur Bekämpfung der Ar. beitslosigkelt hat. lme ack hören, das Fi-anzmlnistcckum in s-ernem Ardeitsbevcich Arbcrtsge.eaenhert iür irahezu 15 000 Arbeiter ge) ckaffen._ Letzt 21 p rtuicb teil* Ter Großberliper Arbei'errat. MS-BBA b» I - Kä*Ä SÄ 8 ÄSÄÄÄ Neckmungsabschlüsse I <'lrbeiter nach dein Zirkus Busch einberusen: Der Vrrsaminlima -- Uno Wafierweck, £^^6^6 Reck^ungsck>,chiü,,> des kommt große Bedeutung zu. roeil sie die Kompetenzen des Voll- tvaßenbahn für 1916. 7. Rechnung zugsausschusseS einerseits und die des Regirrmigsktabinetts anderer- Elektrizitätswerks und der >mi Stiftung für 191 < 8. k^nck) der Firma Bwminger seits abgrenzen soll. Ten Vorsitz in der vollzMig besuchten Ber- um sjenehniigung Mr Errichtung emew Unteckunstshalle .rin Eck- 1 santmlung fühcke Mvlkenbuhr, ein Sohn des bekannten fozigsdemo rcntackers. Ter zweite Vorsitzende des Ansschnffes ettiattete zirnächst einen fast emstündigen Berich: ie bisherige Regierung geleistet hat und was noch ^ Der Redner fühcke dann die einzelnen .Hauptarbeiten Di die geleistet st-öt^ ss<-i Fabrik. Lj. ffseichaffmiq «res KesßLr lux die lürdtucüe I wecken müßten, vor allem dn AäkrheiÄüenstl LLe BolldeviL^ Bekanntmachung. Betr.: Verkauf von Heeresgnt. An den Oberbürgermeister zu Giehen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Tas nach'olgende Telegramm wollen Sie alsbald zur Warming der Bevölkerung ocksüblich bekanntmachen. Gießen, den 19. Noveinber 1918. Kreisamt Gießen, vr. U si n ge r. Der Arbeiter- und Soldatenrat. ' Kiel. Telegramm. Es ist mir bekannt geworden, daß von .Heeresangehörigett Heeresgut, insbesondere Kraftwagen und Pferde, an Landesein- iuohner verkau t wecken. Um dieser Verschleuderung von Reichseigentum entgegonzutteten, ordne ich folgendes an: Wer Heeres- gilt. insbesondere Kraftwagen und Pferde von anderen Personen, als den zur Veräußerung befiigten militärischen Stellen erwirbt, erlangt an diesen Gegenständen kein Eigentum. Werden solche Kraftwagen und Pferde im Gervahrsam von Personen betrof^n, die nicht Nachweisen können, daß sie Eigentum an diesen Gegenständen erlangt lxrben. so sind die Kraftwagen und Pferde von den Temobilnlachinigsorganen oder ihrm Beauftragten den Besitzern ohne EntsckKdigimg abzunehmen und sicherzustellen. Ersuche um beschleunigte weitgehende Bekanntgabe dieses Befehls in den für dortigen Staalsbezirk in Frage kommenden Gebieten und Einleitung durchgreiiender Maßnahmen. Temobiünachungsamt I Nr. 3. gez. Koeth. . Bekanntmachung. Betr.: Pferdev-ersteigerung. ?km Samstag den 23. l. Mff den folgenden Sonntag und D!on- ta^ werden in der Artilleckekaserne Fronkfurt-Bvr'enheim nach Mitteilung der Ersatzabteilung Feldartillecke-Regiment 63 zweihnnbeck arbeitsfälnge Pferde öffentlich meiftbietcirb versteigert. Tie Per- fteigerung beginnt jeden Bornnttag 10 Uhr. Zugelassen sind Land« wirte und Gewerbetreibende die sich als solche ausweis7185 an den Giessener Anzeiger. 06816 Möblierte Wohnnns 2—4 Zimmer, wenn mög!. m. Kuchenbenutzung und einem heizbaren Raume, sofort zu mieten gesucht. Apotheker Pascoe aus dem Ellah. Angeb. unter 07108 an den Giessener Anzeiger. Hecht^nwalt IVlendelsohn zurückgekehrt Sprechstunden von 3-6 Uhr nachm. aunaefSe»«« 2 möbl. Zimmer mit 2 Betten sofort zu mieten gesucht. Angeb. unter 07162 an den Giess. Anz. 07177 Bekanntmachung ,.S.' 1 ':* ucri*icbcncSD!afdjincni*QbcH sind die städtischen t i.riri^ilniSwerke bis aus weitercd nichl in dert'aae. den Verbrauchern een benallgien Strom in vollem Nnifanac SpÄsamkeit^u Z^raucher werden «ebeten. die grätzie -«-JÜk^NM^^Wbraucher haben vorübergehend ihre rI* t w C ii£ ü o^?^^^chtew das; während der Zeit von 4 l u l'b 8 hör nachmittags Strom aus dem Leitungsnetz nickt entnommen wird. mcgi - ,^5? Ersuchen nicht stattgegeben, so liegt die Ge- »ahr vor, dai; der gesamte Betrieb eingestellt werden mutz Elektrizitätswerke u. Strassenbab» der Stadt Giessen. - Stolte. 8909c Pferdeverfteigerunq. surta^M "werden^' * xbtiteVc unb Soldatenrates Frank- am Samstag den 22. November am Sonntag den 24. November am Montag den 25. November tm Hose der Artilleriekaserne Franfurt Bockenbeim (End,tattonen der Strassenbahn Schönhost ^"«envetm etwa 200 arbeitsfähige Pferde onemltck meistbietend gegen Barzahlung versteigert. , söe 5*”ü ^"ekgerung an allen drei Tagen vor- mltlagv 10 Uhr. Zugelassen werden nur Landwirte und Gewerbetreibende, die sich als solche auSweisen können HandlSr sind von dem Kauf ausgeschlossen. Zahlung kann nutzer mtt barem Geld mit Kriegsanleihen (mit Ausnahme der v°/, ^chatzanweisungen der 1. und 2. Kriegsanleihe und der 4V/0 Schavanweisungen der 4. und £ Kriegsanleihe» und mittels Schecks geleistet werden, der einen ordnungsmavtgen mit Stempel und zwei Unterschriften versehen«» Vermerk der Bank tragen muh, dass der Aus- ' eller über ein mindestens den Kaufpreis des gesteigerten Pferdes deckendes Bankguthaben verfügt, ferner^ist an 'Stelle von Barzahlung Sicherheitsleistung durch Hinterlegung von mundelstcheren Wertpapieren oder Svar- kastenbuch zulässig. W 7 Z 0 Zunges Ehepaar sucht möbl. 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