Jtr, 21 \ •i«teiic r Vnzei-tr cpd)fint tätlich, außer EonnlaaS. - Be,lauen: Stebenee.?am1UenbIStter. Kte:sl icli für btn Kreis Gießen. jiigspreis: monatl.Dik.l 35 . mertcl- jährltd) DU. 4.05, durch Abbole- u. Zweigstellen 'nonall Mk. 1.25 durch die Post Mk. 4.05 oiettel- jährl. ausschs. Beftellg. vernspreck, - Anschlüsse: Uit bie Sctiriftlcitunql 12 Verlaa.GeschäitssteUe 51 Anschrift für Dratnnach. richten: Anzeiger Gießen. l63. Jahrgang Montag. \S. Ebener Mjeige, Montag, \$. November sys8 PoftscheSkonto: Zranksutta.M. U 6 S 6 General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Anzeigen f. die LageSnummer bis zum Rochmillag voller ohnejedeBerb,ndlichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Bf..für auswärtige 30 Pi., für Reklamen Mk.1.-nebst 20'„Teue- rungszus-lstag: Playvor- schriil 20 % Anschlag. Haupt chri tleiter: Aug. Goeg. Verantwortlich vankverfehr: Politik: Aug. Goeq: Scwtrdeban, Sieben Md«n,ibriqcnTk,I^ I>r. Remholo Zenz; jui den Zwillingsrunddruck u. Verlag: Srühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei R. Lange. Schristleitung. Geschäftsstelle u.vrnckerei: Schulstr. 7. ^!inuch°n, Gi-An'. Die Vorgeschichte des wassenstillsiaudes. „ , Jwue Sfcgtmntg hat Wort gehalten und ist trotz des l.mtgeg^nstrebens radikaler Elemente, insbesondere der Spar- talusgrappe, daber den Entwurf über die Wahlordnung für me wnfttturerendc Nationalversammlung vorzubciei en Als J£ T b, v der Wahllisten gilt der 2. Januar, Zahltag der 2. Februar 1919. Wie cs scheint, werden dre^üahwn eine völlige Umgruppierung der Parteien vor- fmven. ^zn Berlin snrd Einigungsverhandlungen zwischen der Fortschrittlichen Votkspartei und den Nationalliberalen im Gange. Wie es heißt, herrscht weitgehende Uebcreinstim- mung über dw Grundsätze des Zusammenschlusses der beiden bisheingen Ubcocfen Parteien, und „es ist selbstverständlich, daß die daraus entstehende neue Partei sich auf den Boden der gegebenen Tatsack-en und damit auch auf den Boden der repub ltkan ischen Staatsform stellen wird". Andererseits schließt sich die Sozialdemokratie, nachdem die beiden Gruppen sich geeinigt haben und die ganz radikalen Spar- tarusleute eine neue Partei bilden wollen, immer enger zusammen, und ein demokratischer Volksbund will „alle diejenigen sainmeln, die den Wandel der Zeit anerkennen, an einer Neuordnung auf demokratischer Grundlage milarbeiten wollen uiid die unverzügliche Einberufung einer Nationalversammlung fordern". Der Einfluß der Sozialdemokratie wird demnach bei den Lommenoen Wahlen sehr gestäiTkt sein, und es ist überaus wichtig, daß die bürgerlichen Parteien jetzt ihrerseits die Kräfte nicht zersplittern, sondern machtvoll Msämmen fassen, damit sie bei den Wahlkämpfen ebenfalls in geschlossener Front austreten können. Die „Wln. geht auf die Verhältniswahl, die sie für die einzig mögliche Art der kommenden Wahl hält, näher ein und führt u. a. aus: Die Verhältniswahl dagegen verlangt, wie ihr Name sagt, daß die Abgeordneten nach Verhältnis der im ganzen Land ab- »tegebmen Stimmen gewählt werden. Die einfachste Form der An- Nindun-g dieses Goundsatzes wäre rum die: Jeder Wählar hat nicht einen oder mehrere Abgeordnete für einen bestimmten Bezirk, sondern sänrtliche Abgoordneten für das ganze Land zu benennen: er schreibt nach seinem freien persönliche Ermessen die 9tom.cn der Männer Dis. die er im Abgeordnetensessel sehen will. Die Folge dieses Verfahrens würde folgende sein: einzelne allgemein bekannte, hervorragende Politiker erhalten eine große Masse Stimmen, der Rest zersplittert sich auf eine Unzahl von Persönlichkeiten, so daß die Abgeordnetenwahl das reine Lotteriespiel würde, besprochenen Nack>t>eile verineidet die sr^enannte m xm L, stenwahl. Der Wähler ist hier an eine Liste bestimmter Persönlichkeiten gebunden Diese Listen aus- zusdellen, ist Sache der einzelnen Parteien. Die Listen werden von der Regierung bekanntgegeben, und der Wähler entsckxstdet' icb am Wahltage für eine dieser Listen. Bon der Liste jeder Partei ,ind dann so viele Abgeottmete gewählt, ioie nach dem Verhältnis der im ganzen Land abgegebenen Stftnnren ans die Partei entfallen; auf der einzelnen Parteiliste, die ja ans Vofticht ,mmer meh Kandidaten aufweisen wird, als zum Schluß dlbgcordnete auf Partei entfallen, entscheidet die Reihenfolge der Aufführung. Im einzelnen können nun noch viele Bestiinnurngen ü,. Verrechnung von Stimmen, über Bevorzugung bestimniter Abge^ atmeten aus den einzelnen Parteilisten usw. lnnzutreten: auch önnen zur technischen Durchführung der Wahl Wahlbezirke in .ndevem Sinne als bei dein ftül-eren Wahlsystem eingerichtet werden. Da die Verhak tlrisNxrhl zunächst nur für die V'rtossnng- gcbende Versammlung in Betracht kommt, geben wir nicht nälier aus die Einwände ein. die man /regen sie erheben tonn. Am fchwensten wiegt der Einwand, daß sie den lebendigen persönlichen Zusammenhang zwischen Al>geordneten und Wallkreis aufhebt und dadurch ein Besufspvrlamenrtariertum heran- zickht, das in einem gefintben Slaatsivesen möglichst ein uschränken ist. Dem stünde dar Vorteil gegenüber, daß die einzelnen Mge- ordneten sick, nicht mehr in dem Maße an 5bircht»rminteressen gebrochen fühlen würden, lvie es jetzt zuweilen der Fall ist. Prinz Max über die letzten Ereignisse. Einen interessanten Beitrag zur Vorgeschichte der Revolution bietet eine Veröffentlichung des früheren Reichskanzlers Phinz Max von Baden, die von der Redaktion der „Preußischen Jahrbücher" als Sonderdruck herausgegebeu wird. Darin heißt es u. a.: Maine Friedenspolitik wurde entscheidend ge- st ö r t durch, das Wa ffeu st i l l ftan ds a n ge bo t, das mit fertig vocgelegl wurde, als ich in Berlin etutraf. Ick) habe es aus Gründen der praktischen Politik bekämpft. Es schien mir ein schwerer Feister, den ersten Friedensschritt der neuen Regienmg durch ein so überrascheildes Emgesräud-nis deutscher <&dtvädyc zu begleiten. Weder das echm^ Volk uochs das feindliche Ausland sckiätzte unsere militärische Lage damals so ein. daß ein derartiger Verzlveiflungsschritt notwendig erschien. Ich machte den Gegenvorschlag, die Regierung sollte als ihre erste Handluiv^ ein d e t a l l i e r t e s Krieys^ielprogramm aufstellen, das vor- aller Welt unsere Uebereinsttmmuug> mit den Gruirdsirtzen des Präsidenten Wilson deutlich machte und unsere Bereittoililigkeit zeigte, diesen Grundsätzen auch schwere nationale Opfer zu bringen. Die militärischen > stlutofttätc-n erwiderten mir daraus, auf die Wirkung einer solchen Kundg.bnng könne nicht mehr gewartet werden: die Lage an der Front erfrnd-.re biniren 24 Stunden ein Wanenstillstands- m'.gebot. Wenn. ick. es nickst abgäbe, so müßte es die alte Regierung herausbringen. Darauf entschloß ich mich, die neue Regierukkg zu bilde:: und das wrmnehr unvermeidlich giiwrd-ne Waffeiiftill- standsangrbot mit tem Namen der unbelasteten neuen Mchcrung zu unterstützen. Nach einer Woche eröffneten mir die militärischen Autoritäten, daß sic sich in der Einschätzung der Lage an der Front am 1. Oktober getäuscht lstitten. Zur Abdimkungsfrage schreibt der Prinz: Ick, habe es füss meine Pflicht gel-alten, den Kiriser über die Nationalc und internationale Bedeutung der 9lbtwnkungsfrage dDl- enid zu orientieren. Nur ein freiwilliger Eittsckstuß tonnte nach meiner Meinung das Reich vor schveren Erschütterun en l'c- r^al/ren. Man darf tas Zögen,c de? Kaisers nicht falsch versetzen. Es narren glvichtige Einflüsse am Werk, tste ll/n davon überzeugten, Y')\ HTnc Alstanknng das Signal zur Auflösung oer Fnvmt ge^jeben hätte. W üt^ nach den Kieler Aorgäikigen dcc Gefahr des Bürgerkrieges immer näherrücken sah. suchte ich am Donnerstag eine Unterredung' mit Dem Abgaordnebnr Ebert unb teilte ihm mit, ich '.roch am gleichen Abend irrs Hauptguarticr reisen wolle. Er versprach mir, das Seimige dazu zu tun, damit seine Partei und die Maiseri das Ergebnis meines Gesuches ablvarletcn. Am Nachknrttag desselben Tages aber überbraclsten mir Scl-echainDin mid Ebert noch das Ultimatum der Sozialdemokratie, das mich zwing, Entlassung einzureichm; baut es l-cdutete den Zusammenbruch n-ewar Polittk, nickst zu vargCnxilttgan, sondc-cn zu überz,eugni. —• Sie werden es mir ersp-ireu, über die Sck/ritte zu spveck-en, die ich ji«ch meinem Entlassungsgesuch unt-cnVrumen habe. Sie hatten nur dar einen Zweck, den rwt- toendig gavordenen Um stürz sich ohne Bruderkamps vollziehen zu lassen. Ich toerde mir denen, die den Umsturz herbeiführtai und ihn unterstützten, nicht rechten. Ich glaube noch heute, daß sich der Bolkswille ohne Gewalt hätte durchsetzen können auf dem Wege der ge'etz^ebeuden Vcrsammlnng, die nach dem Abfall Oesterveick-s eine El/r^e w'lickst geworden nxrr. >^>ch kann den Gc^anton nickst loswerden, daß vielleickst doch unsere Arbeiter irnd Soldaten noch 24 Stunden Geduld g'habt hätten, wenn Führer aus ihrer Mitte ihren die Nollvendigtoit der Aus- rcchterl-altung der Deimatfront so deutlich genrackst hätten, wie den Lvldaten an der Froitt es deutlich war, daß die Sck>lackstfrvnt halten mußte. Dann wäre nicht der Zusammeirbruch gekommen einen Tag vor der Waffenruhe. Ter Umsturz I«al sich uwviderruflich vollzogen. In die Lände der neuen Regienu'kg ist eine ungeheure Vcranttvorttmg gelegt; sce rann uns als Nation erl-allen und sie tonn uns als Nation zerstören. Ich habe den R^nckstonzler Ebert als einen Mann N'lernt, der veinen Willis i>t und die Ucberzeugung I-eto, daß Deutschland ^ seinen internationalen Pflickstcn nur gorügen tonn, wenn es sich als Volkseinheit erhalt. Die Regerunc; kaim uns vor dein Bürgerkrieg nur bewahren, wenn sie demokratisch regi^ert und ihre erste nicht anfznschiebeirde Pflicht ist, sich durch eine versa ) smigsgcbende 9iativnalve rsammLurg die Rechlsg rundlage für ihre Mackst geben zu lassen. Usurpierte Macht erträgt das neue befixrte deutsche Volk nicht. Es hat sich durch die Bildung der Vollsregurllng am 3. Oktober von der Diktatur Ludendorsfs bespeit, es wird keine andere Diktatur, keine Diktatur rrner Minder- heitsgruppe ertragen. Aber eine Schrnde wäre es für Dentsckstand, wenn uns die Feinde, die nur mit einer reckstmäßigen deutsck-en Regierung unterl«ndeln wollen, erst die Einberufung einer kon- Uitmercnden Versammlung anbefcblen mästen. Hier darf die Re- glerung sich die Initiative nicht nehmen lassen. Wenn sie demo- nattsch handelt, dann kann sie sick-er sein, daß ihr die toeüvilligni Kräfte aus allen Lagern Zuströmen werden, um ihr bei der übermen sack üben Aufgabe zu dienen." , Prinz schließt, daß der uns zugedachte Frieden viel 1 ck)!rnrmer sei, als -er „wahrlich nicht nachahmenswerte Friede von Breft-Litwosk". Würden die Wafsenstillstands- lieomgungen bleiben, wie sie sind, so sei der Völkerbund tot vor seiner Geburt. Kein Volk dürfe in Kelten an den Ver- handlungstrch ge uhrt werdr/n. Die ^ndrverbaudlmi en. Uiion ^ der?wmnn,,wn erzielten Zugeständnisse. In dem Be richt l-eißt es u. a.: Marsck-all Fach hatte zunächst jede Verhandlung abgelehnt. Es gelang aber, ichi umzustimmen und zu erreick-cii, daß Verhandlungen in nmst offizieller uorm ltattfanden. Tie Grniidlage bildetet ein von der deurfck-en Delegation ausgearbciteter Gegenvorschlags der auf sämtliche Punkte einging. Nachdem Foch das Sch'nststück erhalten l-atte, wurde es in weiteren vertranlichai Besprechungeirj ausgiebig erörtert, wobci der Marschall auf sämtlick-e Gegenvor- lch.age einging und anttoortete. Die Zugeständnisse sind in ihrer Mehrzahl ichon bctonnt. Einen wickstigan Erfolg erzielte dtz Manen sttllstonds?ommr> sion in der, elsaß-lothringischest Frage. >c>ie setzte es durch, daß die in den französischen Bedingungen MlgewMidte Bezeichnung pays envahi für die Reichslande ansgemcrzt wurde, diese also nicht mel/x, als besetztes Gebiet' bezeichnet wurden. Dadurch wurde für die Friedensverlxnrdlungml die Anwendung der Wilsonschen Grundsätze auf die elsaß-lothringische Frage in vollem Umfange gewahrt. Erreicht wurde ferner-, daß Verwalttmg, (^esetzgebmig und Rechtsprechung in den linksrheinischen Oiebieten unverän- oert, also deutsch bleiben. Ein weiteres Zugeständnis ist es, daß die Nichteinhaltung der N ä u m u n g s f r i ft kein Grund zur Za'mdigirng sein soll. Aus die deutschen Vorstellungeii gegen die verlangte Besetzung der rcchtsrhemischen Brückenkövfe beftef sich ..Larsckmll uock) immer wieder aus das Telegramm Betbmanns an den Pariser Botsck)eeresl..ckung, daß es sich nach den hier eingetroffenen Nachrichten meistens um Aus- schreilungen der Bevölkerung gegen die wvhll)abendsr Klassen, ebenso wie gegen deutsch« Soldctten hcmdett. Die Heimkehr der Truppen. Köln, 17. Nov. Zu Ehren der hümkehrenden Krieger prangen die rheinischen Städte in reichem Flaggenschmuck. Die Krieger rücken in immer stärkeren Kolonnen an. Tie Durch'uhrung oer Vervslegmigsmaß-.iahmen ist in vollem Gange. In Köln werden außer anderen Räumen zur Unterkunft der Truppen 109 Schulen in Anspruch genommen. An den Zufahrtsstraßen w-rden städtischer- ,>eits Verpftegmigsstationen errichtet. 600 Mann Bürg erwehr haben iljtv Tätigkeit begonnen. Bisher vollzog sich der Durchzug durch die rkieinischen Großstädte in vollster Ordnung und Ruhe. Die Stimmung der Truppen ist gefaßt und zuversichtlich. Von der belgischen Grenze wird gemeldet, daß die 6. Armee sich in vollster Ordnung auf dem Rückmarsch beftndet. Sie wird am Mftnvoch Herbesthal erreichm. Tie durch .Holland durchmarsckncrenden Trup- t>ar mußten ihre Waffen zurücktossen. In den Militärzügen sind rrichlich Lebensmittel vorhanden. Zur Entlastung des Eisenbahnverkehrs wurde ein Dampserverkehr Köln—Be.rrath eingerichtet.. Boir dort gehen Verbindungen der Kleinbahnen in das Becgische Land sowie nach Düsseldorf. Bern. 16. Nov (WTB.) Bei den derzeitigen Rückzugsbcwe- gnngen werden, wie der „P-tit Parisien" he. vorh?bt, von den deutsche Truppen nicht die geringstai Repressalien odr Beschädiignngen vorgawmmen. Tie ftanzösische Presse bestreittt, daß an der Front m Frankreich deutsche und Ententettuppen sraterinsieren. Die AuLwort Lansingö an Sols. Haag, 17. Nov. Reuter meldet aus Washington: Lansing antwortete auf die Note S o l f s, worin er auf einen! raschen Fr jede ns schl u ß drängt, daß Sols sein Ersuchen nicht allein an die Vereinigten Staaten, janbem an alle Alliierten richten rnüsse. Die konstituierende Nationalversammlung. Berlin, 16 .Nov. Der im Reichsantt des Innern cmSgd*. arbeitete Entwurf iibcr die Wahlordnung für die konstituierende Nationalversa mmlung sieht für die Auflegung der Wählerlisten den 2. Januar 1919. als Wahltag den! 2. Februar 1919 vor. Ein demokratischer DolkSbund in Berlin. Berlin, 16. Nov. In Berlin vereinigte sich eine größere Anzahl Männer und Frauen verschiedener Beruse und errichtete necke, D. Naumann, Walter Rathcnau, Pros. C. L. Sckstciäi» C. F. v. Siemens, ?ldam Stcgerwald, Pros. Ernst Troeltsch, Prof. Mbert Weber. Der demokratische Bolksbimd will alle diejenigen sammeln, die den Wan bst der Zeit mierkemven, an einer Neuordnung auj deinokratischer Grundlage Mitarbeiten wollen und die unverzügliche Einberufung einer Natioiralversammlung fordern. Tie Wiederherstcüung Rußlands al- Föderativstaat. Kiew, 15. Nov. (WTB.) Eine Botschaft des Het- mans au das ukrainische Volk weist auf die bevorstehende Wiederherstellung Rußlands als Föderativst aat hin und erklärt, daß die Ukraine als ein Glied in diesen Föderativstaat eintreten werde. Zugleich ernannte der Hetinan ein neues Ministerkabinett mit dem bisherigen Vcr- pslegungsminister Gcrbel als Ministerpräsidctiien. ' Aus dem lleiche. Aus dem vl"eußisck)en Ministerium. Berlin, 17. Nov. Nach Berliner Blättern ist die Stellun. \Krt11 (Vf tt ^ rt ' 1 f KiA m. r\ I » CD ^ . X f -Y. . V X * dem Bolksbcauftragten Paul Hirsch gleigeordnet. Tie Funktion eines Untcrstaatssekretärs I-at bn Demokrat Helmut v. Ger lack Kontrollinstan.zen bki der Vcnvaktung in Preußen. Berlin 15. Nov. (WTB.) Das Minisderinm bei Innen tollt mit: ^airrf) den soeben veröstentlichten Runderlaß an all Ober- und Regiorungspräsideuten ist bestimm! langen, daß Bcr trclcr des Arbeiter- und Soldaten- bczw. Bauernrats als Kon t roll in ftciiis den einzelnen Derwiltungs bereden zur Seite z, kveten haben und, vorbst-altlich der Vereinbariuigen im einzelnen lrei allen wichtigeren Verlimrdlungen zuznziehen sind. — Soloei die Verwaltungsliehörden sich der Turchtührung dieser Anvrdnnn, Nicht Widersetzeu, lirgt kein Anlaß vor, sie in Wer Amtstätigtoi 5u b-?lindern oder gar ihrer Aemter zu entsetzen. Gb'ickyv.stst lau « Uwtgesetzt Nteldungcu über eine derartige ^Behinderung oeer Amts enttehrmg ein. Hier 'ordern wir gründlich? und hal i :c st^nedur Wir können nur wiederholen, daß durch eine solche Behindrung nn abiehbaver Schaden für die Gesamtl^it, insbeson?e?r für i dickier stellung der Volks ernähr: mg entsteb.m kann. An alle önlist-e, Ar b-ito- und S.stdatenräte ergebt hiernach unsere düngende Mah lnnng, den von ihrem Amte entfernten Beamten di'' sich der'an geordneten Kontrolle nicht widersetzen, sofort die Ansü'i inq ihre Oxstckw'te nüeder zu ermöglichm. — Glaubt der Arbeit -r und Sol batnirot beim. Bauern rat dringende Opstinde iür e ne Ver'onal Veränderung geltend machm zu müssen, so muß er die dnn stEini sterrnm des Innern lwrtragen. Nur dieses Ministerium tonn di notwmdige Entsch.idnng treffen oder v^m der pre nisch n Rnnenm. ernnriim. während solche Verirnderungen um deu ört'ichm i rr xinb Soldaten- bezw Bauernräten selbständig aus keinen Fall vor genommen werden duften. Die Bedrohung Posens Berlin. 17 9tov Nach einer Meldung der „Schlesisch« ^bereiten die Polen systematisch die Proklamauon Po stns als Besmndterl Polens vor. In Posen habm sie die Gc ^ in ben ^ >- s r - und S o l da t en r ä l c n an sie genpen, Staatsgelder düften ohne ilirc E^nehmigimg nicht meh auvgc-Lhlt oder überwiesen lvcrden. Waffen und Prumtion werde: ln großem Umton« cufot tourt. Die deutschen Soldaten werden enuaNeN' dre polnpchen zurückgehalten. damit die Polen auch die Mllitargewalt tn fänden falten können. Tie Lage ist um so be- als die Provinz Posen ein Sechstel der Kartoffelernte ^cnNchiandH liefert und eine seiner beiten Kornkammern ist. Tie '■ , ri * ra ^‘^ or ^ cn m ^Berlin sind entschlossen, diesen Gefahren enw- ffi }0 entgegenzutreten^ Im Kriegs Ministerium ist eine Abteilung E'""" »l chu tz O st" gegründel worden. Tiese neue Abteilima hat die Ausgabe die uns in dem Waffenstillstandsvertrag garantierten Grenzen des Tentschen Reiches im Osten zu schützen (I* Wien zu diesem Zweck Fr ei willigenverbände geschaffen werden zu deren Bildung von Seiten der l^eneralkommandos a us- *< T ^ n wird. Tie Soldaten sollen kontraktlich für diesen Zweck verpflichtet werden, und es soll den Freiwilligen eine höhere Löhnung aus WerbewndS gezahlt werdt-n Auch Offiziere sollen yerangezogen werden und zwar in möglichst ärgster Zahl Prinz Eitel Frievrich. s.. i 7 ' Zov ?An den Litfaßsäulen in Potsdam ist seit heute folgender Anschlag zu kewn: Ich bitte die Kameraden dev « aS?” ,lc ^ ?r Cr ” cuen Reichs reaierung zur Verfügung tu stellen. Wir alle wollen das Wobl unsere« Steelnnd-ä , zj. Ger^ral v. Falkenhahn befindet, ist nicht richtig. Die beiden Bruder v. Falkenhayn sind als Armeeführer noch im r^eloe Aus Stadt «nd Cdttd. Gießen, den 18. November 1918. Gültlze Lebensmittelmarken für dre 47. Woche, vom 18. bis 24. November 1918. Bro t i1850 Gramm Brot oder 1385 Gramm Mehl): Brot pro Klg. 45 Pf Weizenbrotmehl pro Klg. . . . ' '.56 Krmikenbrot pro Klg.64 Kvankenbrotbäcker: L. Müller, Bahnhofstraße K. Euler, Ludwigsplatz. Butter: 30 Gramm zu 33 Pf. Eier: Abschnitt 21: 2 Eier. 45 Pf. das Stück. r5lersck:(fleischlose Wochen Ersatz Mehl, Näheres Bekanntmachung vom 15. 11. 18. Wochenabschnitt der Fleischkarle: Erwachsene 185 Gramm, Kinder 90 Gramm. Metzger für Kranke: Möhl, Bahnhofstraße 5. Kartoffeln: (Anteil 7 Pfund zum Preise von 56 Pf.). Nährmittel: Marke 11 (Nov. 18). Aus die gelben Karten: 250 Gramni Suvpenfobrikate, Auf die roten Karten: 500 Gramm Grieß, Aus die blauen Karten: 200 Gramm Graupen, 100 Gramm Teigwaren und 100 Gramm Suppenfabrikate. Grieß pro Pfund 48 Pf. Graupen pro Pfund 44 Pf. Teigwaren ans 80 % Mehl pro Pfund 66 Pf. Teigwaren, Auszugsmehl, pro Pfund 88 Pf. Urlauber: Tuill, Asterweq. Zugezogem: Verkaufsstelle des Konsumvereins Bleich- straße 16a. Seife: Marken für den Monat November. (Anteil 125 Gramm Seifenpulver zum Preise von 15 Pf. und 50 Gramm K.-A.-Seife zum Preise von 20 Pf.) Zucker: Marke 11 (November 1918), Anreil 500 (Yramm Konsumzucker pro Pfund 50 Pf. Raffinierter Zucker pro Pfund 52 Pf. Hutzucker im Ganzen mit Papier vro Pfund 50 Pf. Hutzucker, ausgewogen ohne Papier vro Pfund 52 Pf Würfelzucker pro Pfund 54 Pf. Urlauber: Hecker, Brandgasse 4. Zugezogene: Kupp, Bismarckstraße 30. Gemüse: Städt. Obst- imb Gemüseverkaufsstelle Turmhaus am Brand: Rotkraut, Weißkraut, Wirsing und .Kohlraben zn den Tagespreisen. * von Süßstoff (Saccharin). Im Monat November 1918 wird gegen den Lieferungsabschnitt 22 der Süßstoffkarten H (blau) und gegen die Lieferungsabschnille 1 und 2 der neu ausbugebenden Sützstoffkarten 6 (gelb) von den Süßstoff- abgalzstellen Süß,toff abgegeben. Es gelangen auf Abschnitt 22 em Briefchen und auf dre Abschnitte 1 und 2 je eine Schachtel zur Ausgabe. Siehe Anzeige. Fernsprech- und Telegrammverkehr. * F ernspr e chve r k e h r fr sonder i auch derjenig- innerhalb des Ortes Greßen, hat einen jolchen umfang angenommen daß er nrcht mehr ordnungsmäßig zu bewältigen ist Tie Anfchlnst- krtungen s ind oft auf längere Zeit durch ganz belanglose ^spräche belastet, während unterdessen wichtige Mitteilungen verzögert werden oder auch ganz unterbleiben müssen, weil dre verlangten Ver- brnduna-en wegen „besetzter Leitung" nicht hergestellt werden kön- tom. Gerade letzt während der Zeit der Abrüstung und der Rückkehr der Truppe,! können hierdurch große Nachteile entstehen Tie Fernsprechteilnehmer und alle sonst am Fernsprechverkehr Betei *5^ ^beten, während dieser ernsten Zeit sich die äußerste Be,ckränttmg m der Benutzung des Fernsprechers auf- tzuerlegeu, damit der wichtige und meist recht dringende Spvech- verkeln der ^rcnstsEen, die für die heimkehrcnden Truppen zu sorgen haben, pch ungestört abwickAn kann ^^^sElegramm ver kehr hat sich seit längerer Zeit ttußerorventlich „gesteigert ,o daß der Betrieb bei dem durch die Krregsverbaltniffe eingeschränkten Bestand an Personal und Lei- Hingen sehr erschwert ist. Diese Sttmüerigleiten sind ,etzt noch weienttrch vermehrt, well da^, Betriebs personal allerorten in großem UmsÄnq «rn Gnppe ertrankt ist infolgedessen haben sich vielwch tze Telegrammapen nur dadurch bewältigen lassen, daß sie zum Lell nnt der Post versandt werden sind. Das Rnchspostamt gl,rubt auf allgenierne Zustimmung rechnen zu können, wenn es empieblt sich m der llegenwärligm Zeit des Telegraphen nur in nnnmgänc> 4rch» nottgen fallen zu bedienen und alle anderen Mitteilungen ^wzu rnsbesondere auch Glückwünsche und ähnliches g-hören brieflich zu erledigen. Gießener Hochschnlgeseltschast. ^V°rtr°g in der Vorttagsceche über Auslandskunde hielt Herr Professor D. M. Sch, an am 14. November über das ^hennr.' „Reliaion ulnd Politik im europäischen Osten . Er schilderte dre Faktoren, die für das Verhältnis von Relrmon und Politik in Osteuropa in Frage kommen: die Türkei als Vormacht be3 Islam, die orthodoxe morgenländi'che .Kirche me römisch-katholische Kirche. Sodann besprach er die Beziebunaen zwischen Religion und Politik. wie sie sich in der letzten ^eit be- Puders im Weltkrieg, in dem einzelnen Ländern gestaltet haben- tn der Türkei besonders interessant Armenien und Palästina, aus dem Balkan, in Oesterreich-Ungarn, endlich in Rußland Ueberall yaben die religiös-kirchlichen Beziehungen die politischen beein- ftußt: rn manchen Fällen hcchen sie sogar sehr stark eingewirkt Er zeigte auch die Linien aus, die aus den gegenwärtigen Wirren zur Neugestaltung hinüber führen. Auch in ihnen ist der religiöse Einschlag deutlich spürbar. Vorauszusehen ist eine völlig neua Abgrenzung der einzelnen .Kirchen im Osten; mit ihr- werden dann auch innere Wanolungen kommen. / ♦ . ^ichc Persvnalnachrichlcn. Am 13. November 1918 wurden ernamrt: Ter Buchdruckereibesitzer .Kvrl Ulrich Hi Otfenbach a. M mit Wirkung vom 11. fremder 1918 ab zum Ministerpräsidenten (Staatsminister) und Minister des A^iißeril sur tzmm Ler Rechisrnuvatt Tr Heinrich Fulda in Darmstadt mit Wirk.mg vom 12. November 1918 ab *itm Direktor stsrmlatteilung M Innern Ter Geheime Iustizrat uJ&üZ 01 ' n J* no , b i Tr emezzoin Lsfenbach a. M mrt Wirkung vom 14. November 1918 ab zum Tirektor der Ministerralabteilnng der Justiz. Der Beigeordnete Konrad Wilhelm Henri ch in Tarmstadt mit Wirkung vom 14. November 1918 ab Mm Direktor der Ministerialabreilung der Finanzen. Der M^rtelsetretär Georg Raab in Pfungstadt mit Wirkung vom 12 November 1918 ab zum Tirektor der Ministerialabtcilung für das ll r b e itß amt. Ter Landes -Parteisekretär Hermann N e u - mann rn Oßenbach a. M. mit Wirttrng vom 12 November 1918 ab Mm Direktor der Ministcrialabr<'l1uug für das Ernähr ungs- ÜÜ^EN. Ter Professor Otto Urstadt in Metzen mit Wirkung vom 14. November 1918 ab Mm Tirektor der Ministerialabteilung rur das Bz l dun gswesen. — Uebertragen trurbe am 6 No^ vember dem Lehrer Theodor Mandel, zuletzt an der deutschen schule in Phllipoopel, vom 1 Septenilvr 1918 ab eine Lehrer- stelle an der Volksschule zn Schornsheim, Kreis Oppenheim. — ?c Ruhestand ver».tzt w.rrden am 13. November 1918 Seine Exzellenz der Herr Staatsminister, Minister des Großh. Hanfes re r, Putzern und Minister der Justiz Tr. v Ewald ,Snne Exzellenz^der Herr Minister des Innern Tr. v. Hombergk zu >.ach, jynwz Exzellenz der Herr Minister der Finanzen -i/r. Becker. ** A m tliche M itteilungen der Handelskammer er Züge iv-ird cs imter Umstanden notwendig fein, den Schnell- oder auch Personen- zngverkehr ernzuschränken oder ganz einzustellen. Auch der bürger- lrct'e Verkehr nrüßte dann auf diese Urlaubwzüge verwiesen werten Der Güterverkehr wird durch die Mstzzüge kaum behindert, da er langsamer vor sich geht und sich besser dem Fahrplane der Urlauber- züge aTttxifsen kann. ^ ^"?^m.^t??ts"iinifteristm. Zur Bekämpfung ^ J hat das Staatsministerium gestern ^schlossen, ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen Ver den Notttandsarbeiten sollen die den li-enttgen Verhältnissen an- yemessenen Löhne bezahlt werdet. Bei der erhöhten Arbütstvsen- unterstütznng sollen gewerkschaftliche oder sonstige Unterstützungen Nicht ml gerechnet werden. Tie Weiterzahlung der .Kricgsnnter- stittzung soll sich noch ans weitere drei Monate erstrecken. Das L-taatsnirnisterium hat gestern die Ern'ührung des A ch t st u n d e n - arbertstages für sämtliche staatlichenBetri^ebeschlossen. Natürlich sollen trotz der verkürzten Arbeitszeit die Löhne in der gleichen Höhe bleiben. — Oberregierungsrat Matthias „bisher her der hessischen Gesandtschaft in Berlin, tvurde zum Landes- kommissar für die Temobilmachnng in Hessen ernawtt — !nm Direktor beim Staat oder das Universitütssekrelariat (Bismarcksrrahe 22, m.ithclsen. -i,ort knerden Wohnungs'isten angelegt wcroen. Zur An, Nuinmer ^ besten der Ausschnitt im Anzeigenteil dieser Ä !?"b Vi eh zä hln n g. Tie für den 4. Dc^ewba geplante Volkszählung ;xnbrt vorerü nicht statt. Soweit J'.r“ 1 k.numitni Z äh lm Piere den Gemeinden durch die Zentral, ltt-lle kur die Landesuatiitik bereits zugegange.i sind, müssen sv ausbewahrt werden, um bi späterer Zählung noch verwendet wer. ^ b 5 ählung am 4. Tezember statt, bckannt^geben ^ unbcittmmt. Hierüber wird noch Näheres Landkreis Gießen. Gustm» 18 ‘ &ier ftaTb der Beigeordnete Kreis Friedberg. ^ ^ b ^N a uhcim , 16. Nov. In einer gestern vom Arbeiter- und gaste sind in keiner Wm,c rn ihrer Bewegungsfreiheit beschränkt. Starkenburg und Rheinhesjen. UyrniihJfJSf Tarmstadt, 17. Nov. Ern furchtbarer u ^uEag rrüh aus dem Truppenübnngsvlatz an 3imffrn l-aute auf dem Ftu-g lande den Arbeiten ^ § explodierte. Turch die umherfl.egnidm Ltucü lvnrdeii drei Kinder auf der Stelle getötet, eui vierter Fb^nge starb unter den Händen der AMte Dkiftn-Nnssau. 11 Samstag früh brach in enrom Mm Bau von Knegsgeräten dienenden Gebäude der Urma Bocken heim ein Grvß- ba^ Me gesamte Imienemrichtung des mehrstöckigen Bau. we^ zerM»rte^ ^er schaden wird auf mehr als 300000 Mark geschätzt Menschenleben kamen nicht M Schaden. n< l- Ur ^ 17 ' %ot> - ^ ur ungehemmten Durch. . Truppentransporte in das Landesinnere hat se von Zivilpersonen Jrt ^ sveiteres verboten. Nur in dringenden Qä ^n s und der Einzel,taaten und auch der Provrnz-alausschuß, der Kreisausschuß uich die Gemeindevertretung gewählt werden An^oae Hörer wird ein Blatt verteilt, das die Ausrechnung ver- oeurttcht Ter Vortrag ist jedermann zugänglich. Siehe Anzeige Studentenwohnungen. Tie Wohnungsfrage ward uns m der nächsten Zert viel zu schassen machen. Für Gießen ist ern Nicht unwichtiger Teil davon die Frage derUnterbrin-- gung der Studierenden. Es kommen jetzt täglich Stu- denteii neu zu uns, und wir müssen schon in diesen! Winter mit einer steigenden Zahl von HeiM-hrenden rechnen. Sie unterzu- bringen. ist nicht nur eine Ehrensache der alten Universitätsstadt, sondern eure Notwendigüst. Andere Universitäten lwben schon ausreichmd für Studentenwvhnungen gesorgt. Nehmen wir die jungen Akadermker nicht aus, dann kehren sie Gießen den Rucken und Stadt und Hochschule haben den Schaden davon Sickier werden dw rctzt ankommenden Studenten auch länger blei- ben nxnn wir sie sofort hier halten können. Freilich wird uns vielleicht die Emgnartternng etwas Not machen, aber doch wohl nicht fiir längere Tauer. Und auch Wäsche- nud BcdienungSfrage find mcht ernsach zu losen. Aber es mutz eben aehen! Mit einige guteii Willen können viele noch em Zimmer für Studenten hergeben. auch solche, die sonst den Gedanken eines Vermietens weit von sich gewiesen hätten' Tie Studeillen werden auch gern ihre Wäsche (elbst mitbringen und dürfen an Bedienung setzt nicht besonders hohe Ansprüche stellen Tw L-tadt gibt auch für jeden Untermieter K'ohlenscheiue so daß toe Heizirng geHchcrt erscheint. Jetzt muß jeder für die Allgemeinheit ein Opfer bringen, und das hier verlangte ist sicher eines der am wemgsten schwere. Daher sollte jeder dem Tm Aufblühen von Stast und Hochschule gelegen ist. wenn er cs ngeiid ermöglichen kann, durch kirrzc, baldige Meldung seiner Wohnung an den Hausbesitzerveretn (Bahnhofstmße 46) Letzte 21flcbrici)1cn. Ebert über die deutsche Republik. Berlin, 17. Nov. Reichskanzler Eberl gewährte dem Hev ausgeber der Amerikanischen Korrespondenz, William Borsodt cme Unterredung, rn der er u. a. sagte: Man wird m Amerika ^..überall mehr durch unsere Handlungen, als durch meine orte erkennen, das; itur die ernst begonnene Arbeit ernst und energisch fortsetzen wollen. Das deutsche Volk, soweit es noch nicht demokratisch ist, wird es nach und nach werden. Wir sind ern langsavi denkendes Volk. Was sozusagen über Nacht geschah, ist das Ergebnis von systematischem, jahrelangem Denken und Arbeiten. Schnell sind wir nicht, dagegen aber sind »vir ein Gesetz respektierendes und Gerechtigkeit liebendes Volk. Tie Männer bilden die Regierung des gan-en deuttchen Volkes Wir haben weiter unsere Mandate der foul* democratisckMi Partei und haben alle Gelegenheit, für unsere Bnnzrpien und unfern politffchen Glauben ernzutreten, und gerade, well wrr an die Rechte des Volkes glauben, werden wir fort* fahren,^ bisher, ohne die Rechte AnderÄ>enkender zu verletzen, sur unsere Prinzipien und unfern politischen Glauben einznttvtcn, und bemüht fern, an dem Aufbau einer Weltordnung mitzuarbeiten. } n . ber die ibohlstand produzierende Klasse nicht eine enterbte iVf 1 Gerechtigkeit wird überall triumphieven, wo wirk ttcu oemokrattsch regiert wird, und nirgends rvird dieser gerechte tvrunoiLtz mehr und allgemeine Anerkennung ffndcn, als geraöl beim deulsck^n Volke, und deshalb wird die deutsche Republik auch ihver Einwohnerzahl nach nächst Amerika die größte Re publik der Wett werden. Jetzt aber handelt ^es sich für uns, in gewissem^ Grade auch für ünsere früheren Gegner um die Brotsrage. Ihr Präsident scheint auch in dieser Hinsicht richtig M denken, Hunger kann uns nicht stävLn, ;bie sch:oer erkämpfte, ^enwfrarie ausMbanen- und, wann nöttg, für ibr Fvrtbcffteheu M kamp.en. Tie junge deutsche Republik hat ein besonders -mtereffe daran, von dem amerikanischen Volke und seinem Prä- sidenten völlig verstanden zu werden. Wir twffen, daß da- um so leichter geschehen tmrd, als viele Jdeengänge,des PräsidemeS Wilson nnL damit des ameriürnisä-en Bottes ganz den, (ök- danken Nitsprechen, die die deutsche Mpublik und ihre Regierung, die Volksbeaustragien, geschasjen haben und weiterhin beherrschen. besonderen sind die Forderungen eines Friedens des Rechtes und der Gerechttgkeit, das Selbstbestimmungsrecki>r der Völker, me Herrschaft der Völker über ihr eigenes Land urrd die Organi- sativu eines Völkerbundes wesentliche Bettandtüle des Programms der gegenwärttgen Regierung, um unser holitisck>es Programm und dre ^mnokratie in Deutschland durch.ühren M können. Tie Frage der Volksernährung, das Krndainent eines jeden staallici:e:i Lebens, ist eine unbedingte Voraussetzung des Weit-erbestel^ns der deutschen Volksrepublik. Wir haben es deshalb mir ftrernten emp. muben, wie sehr dei' Präsident der Vereinigten Staaten diese Voraussetzung durch das Versprechen einer tatkräftigen Hilfe an- .erkannt hat. Uebermllteln Sie Ihrem Herrn Präsidenten und dem amerikanisckien Volke unseren Tm?k und lassen Sie uns hoffen, daß nach einem gerechten Frieden gemeinsame Ideen auch gemeint smnes Arbeiten ermöglichen werden, zum .Helle des amerikanischen mrd des deutschen Volkes, aber Mich zum Segen der ganzen Mkensch- heit. «Alte und neue Regierung. Berlin, 16. ylov. (WTB.) Bekaimtmachnng. Nach ein gegangenen Meldungen sind die reaktionären Regierungsgewaltest vielerorts bestrebt, ihre Tätigkeit nach altem System fortzusetzeni Durch einen Erlaß der preußischen Regierung sind alle Re- ,gierungspräsideuten und Landräte ermiächtigt, ihr Amt weiters zusühren. Dieses ist jedoch nur so M verstehen, daß ihre Amtsführung unter Kontrolle durich die örtlicher! Arbellcr- und Soldattmräte erfolgt. Alle Landräte und sonstigen Beamten, die ihre Amtstätigkeit nach dem alten Systeni fortsetzen oder gegen revolutionäre Be- strebimgen bezeigen oder unterstützen, sind durch die zuständigen Arbeiter- rmd Soldatenräte unverzüglich abzusetzm. Unbedingt sirid allen aLndraisämtern Beauftragte der Arbeiter- und Soldatenräte beizuordnen, denen die selbständige Uebcrwachung aller Maßnahmen obliegt. Offener Widerstand ist gegebenenfalls mit Waffengewalt zu brechen. Ter Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenratts. Molkenbnhr. Rich. Müller. Ein Aufruf an die Svtd-aten. Berlin, 17. Nov. Amt ich. Ter Kommandant von Bei', lin, Wels, veröffentlicht folgeuden Aufruf an die Soldaten: Soldaten! Zuchtlosigkeit und Uneinigkeit sind die größten Gefaliren für unsere junge Republik! Kameraden! Mit Euoer Hilfe wurde an Stelle des alten Regiinos die Nenord- nnng des Volksstaotes ins Leben gerufen. Laßt diese Gcrumien-> schäften nicht niedertreten! Die Demobilmachung bat begonnen Bildet aus Eureil Reihen eine republikauisck-e Soldatenwehr, die Ordnung, Freiheit und Ruhe ausrechterhätt. Eure Soldaten- rate haben Listen mffgelegt, in die sich alle einzeichnen können, die sich dieser l-oh-w und dringend nottvendigen Mp gäbe lvidnmr wollen. Toch müßt Ihr Euch für längere Zeit verpflichten. Ihr erhaltet ausreickZende Löhimng und Berplcgung. Wien voran Ihr Berliner .Kameraden, laßt Eure Vaterstadt nicht der Plmidmmna und dem Bruderkrieg anheimfallcn. Ihr müßt an erster Stelle in diese Wehr cintreten. DdstiUllchr Vekaimtmachnngen der Arbeiter- und Soldatenratz. ist m bfT ^cfemntntöcfnmg vom ^lacmahmk und HmrSfucklmss-Verfügungen rm W'dcripruch enthalten. ' *ur ^ mnr l^che Legitimationen »ut L ornahme von Beschlagnahme und Ha»rsfndnmgen GsUtigkeit l wh*r fSfrift CI L*vEi?* Aktiv,»sausschufseS sowie ^ ^ Bürgers Kiel oder Schindlmeier auf- ÜU \ §22^ ^.allgemeinen (Gesetzgebung den Gerichten, ltlchasten und Polneide Hörden zustehenden Befugnisse durch^n?cht^!'ührt^ vorläufigen Sicherstellung werden hier- ^ie diesl>ezüglich vom Militarmts schuß ergangene Bekanntmachung rst lomtt außer .Kraft gesetzt. ^nnr Ul li arische Vorbildung der Zugend. r w 5i c wüitärische Vorbildung der Jugetnd wird eingestellt ( e /Etlichen Zivilpersonen das Tragen von Waffen, in- dieselben nicht cm BeNtze eines genügenden Ausweises sind, streng verboten. Zunnderlxmdelnde werden strengstens bestraft. Ter Aktionsausschuß. I A.: Schindlmeier. 8824E Soldaten! Kt KLtastrvvhe stcht uns bamr, tim Lmngersn-t rti mMbtocnbbar, twrat csi it.44 gelmgl. ein ZusamEtluten ■ ^ , ^ OT1 ! M ruckkchrtnix-n SJinfiot in bcn 'tübten bcs Weltens zu verhindern. ■ ^».S-fäctetiift die Ernährung der Bevölkerung ohnehin £hT£ . ^ umwlrg vintzukonimm.de lauft Gefahr, die erforderliche Verpflegung dort nickst yu finden. ^ Kameraden' ^>rder vvn Euch Tfat an seinem Platze ^ine ge- wvUrse .Ausgab e zu erfüllen urrd auk keines einzelnen SLUitarbVit wjrn DcrjyicWet werden, wenn der völlig? Ausammenbrncb unserm Wrmchaft und die Vernichtung jeder Einzeteriften; verhinden werden lou ^ ^^^^verson«i. gltick^Ä iwt Aym Tiens-rwdts. ob mit der Bahn oder zu Fuß hier emtreffend, haben sich sofort beim Garnisonkomman-o Gießen 3eughau§faserne. *Ere ^Weisung über Gebührnifse, UErTunN' VervUegung oder Reit^legenheit in die -deimot er haltxm. In der Hmnal nxrrten Eurer große Ausgaben: Tie ^orye für Eure Fcrmckie, die Wiederbelebung der Wirtsck>aft ^ J 1 m Ä bicf T Defelste Unbedingt Folge geleistet wird ckt me ^.urclrruhrung der getroffenen uird mxb »u treffenden Maß nahmen grwahrlinstet.^ 5)ienwrc- muß ,eder für sich selbst durch vrung.'n i'nn Etwa ärgernde, unbeholfene oder gar widerstrebende ftMeoaben wüsten rxm bat Ebr ftchts^L kv n «ei n v H nik, nnterftützt Mid zuvkchtgewief-en werden. G^m bk ytickstbesiolsung dieses BefMs miuß mit aller Strenge eingescyritten werden, da nichts Geringeres auf dem Spvele steht- als das Fortbestehen Teutsckstands! Gießen, den 13. November 1918. 8813B Ter Arbeiter- und Soldaterrrat. Betr.: Kriegsgefangene in der Landwirtschaft. An den Oberbürgermeister *u GtetzLn und die Büryev- meisterten der SandVemrinden des Kreises. In^olse bc& durch den Waffenstillstand bedingten allgemeinen /lbschuls sämtlicher Kriegsgefangenen und der großen Transport- ichwierigkkeilen können Nciigestellangen sowie Ersatzgestellungenr für erkrankte und entwichene Kriegsgesangene unter keinen Umstanden mehr erfolgen. Es ist daher zwecklos, wenn Arbeitgebers sich mit solcl)en Gesuchen cm die Inspftum wenden. Da außerdem die angekündigten Zurückziehimgen cnls der Landwirtschaft für Industrie und Forst nicht mehr zur Ausführung fommeu, sondern Me Getangemn bis zum endgültigen Abtransport bei ihren Arbeitgebern verbleiben müssen, körrnen die einzelnen Wirtschaftsausschüsse durch Umstellungen innerhalb ihrer Gemeinde in den dringendsten Fällen helfen. Die Insp.k.ion der Kriegsgefangenenlager des XVIII. A.-K. bringt ans^rdem noch folgende Anordnungen des Arbeiter- und ^roldatenrats zur Knmtnis: Verbot vorzeitiger Entlassung von Kriegsgefangenen! r rr':®? ^ vorgekommen, daß Arbeitgeber von ihnen bis jetzt beschäftigte Kriegsgefangene ohne weiteres in die Gefan«renen- lager ^urückgebvacht haben, trotzdem sie von zuständiger Stelle mrgewrescn waren, diese unter allen Umständen lsts zum Abruf durcb^ die Lager weiter zu behalten. kann wegen der bei einem solchen Verfahren unaus- blerbltchen Ernährungs- u?rd Transportschwierigkeiten sowie wegen Uebcrsüllung der Lager nicht geduldet werden. Alle Arbeitgeber von Kriegsgefangenen haben daher diese — selbst wenn sie mrgenblicklich unbeschäftigt sind — bis jum Abruf durch die Jnsp-ckckon der Kriegsgefangenenlager oder die Lager in der seitherigen Weise weiter zu halten, zu bewachen und M verpflegen, vorbel-attlich m,ch!räglicher Regelung etwaiger Erscchanspcüche für getvährte Verpflegung usw. durch die Inspektion der Kriegsgesmrgenenlager. Zuwiderharrdelnde werden von denr Arbeiter- und Soldatenrat zur Verantwortung gezogen werden." Nachrichtenamt des Arbeiter- urrd Soldaterrrats. .Die Inspektion ersucht, über Vorstehendes die Arbeitgeber in geeigneter Weise auszuklären. _ Bekanntmachung. Tos Betreten desM>iegsg»chrngene»7lagerS ohne Ausweis der Lagerbommairdantur fft Militär- und Zivilpersonen aufs strrmgste verboten. .Ferner jeder Verkehr mit Krie-^eürnyenen im Ärger sonne auf der Straße. Ten Kriegsgefangenen ist der Zutritt M Wirtschiften nicht gestattet. Zunstderhandlungen werden durch die sofortige ^Schließung der Wrrtsckosten geahndet. Ter Militänrusschuß. _Schulz. Simon. Wegiener. .88058 yekannkmachnng. Sänrttiche Wofsenhondlungen werden hiermit angewiesen, fti* norlci Waffen und Munition an Militär und ZivÜpersonen abzu- c?eben. Eine Abgabe ist nur daim gestattet, wem, der Käufer eine Beicheimguna mit vollen Urrterschristen deS geschäftsfährenden Murtärausschusses einbrinat. Tie Bescheinigung ist vom Verkäufer dem Militärausschuß unter Vermerk der verkauften Waste:! eirrzu senden. Gießen, den 14. November 1918. 8768b Militärausschuß. Schulz. Simon. Wegen er. Bekanntmachung. Tw Grnquarli^cung von UnLnoffizieren und Mmrnschiptsu des I. Ers.-Batl. 116 in Bürgerguartiere ist vor e r st bis auf weiteres aufgehoben. Ern Anspruch auf ein Quartier besteht nicht. Bleibt eine Militärperson auf eigene Kvsten in seinem bisherigen Quartier wohinnr, so ist der Quartievgeber verpflichtet, dieses sofort dem Militcrrausschiuh zu melden. Ter Mckitär-Ausschuß. 87741. Schultz. Simon. Degener. Landwirte! Bauern! Bon der Lerbeischaffmig der nvtioen LebenSncküel für nächste Zeit hängt die Zukunft des deutschen Volkes ab. Är ober hessische Landwirtschaft hat bisher bei der Ablieferung von Viel) ihre Pflicht getan. Wir erwarten, daß sie es auch künftig tut u^it- den Mforderungen unserer Vertrauensleute wie bisher Folae leistet. Gerüchte, daß das ViÄ) nicht mehr befahlt werden rvürde. srnd unwahr. Tie Bezahlunig des an uns gelieferten ViebeS wird in der bisherigen Weise erfolgen und ist gesichert. Gießen, den 15. November 1918. Cberhesfischer Viehhandelrverband. Ter Borsitzerrde: Prof. Rosenberg. Bekannrmamunq. Betr.. Wohnung ans Anlaß der Wiedeveogwiftars geflüchteter Kriegsgef«nge,rer. T«r nachstehend genaiutten Kreisangehörig«: ist aus Anlaß, der Festnahme von ennvicherren Kriegsaefang-en«: wegen der dab« von ihnen bewiesenen Umsicht und Energie und der durch du WiederergreißiNg dem Vaterland geleisteten Tierrstt eine Geldbelohnung bzw. Ehre-.rurDcTrde iwm svellvertrrtenden Genevatvon». mnndo zuerkannt worden. 1. Nikolaus Pfeil, Manrrr. in Treis a. v Lvnwa, 2. Ludwig Vvlk IV., Straßenwürter, Mendorf a. d. i^rmba, 3. Ludwig Annacker, Bahnarbeiter, in Mendorf a. d. Ärmda. 4. Karl Viehmann. AushUfsschrffner, Mendorf. Obengasse 18. 5. Landwirt Lirdwig Tamer in Röthges Gießen, den 13. November 1918. Iss ronnönjanif Abkiliksn dks Herrn Fslshad Jones. Nommr vom A. H. Adams. (Nachdruck verboten.) ^8 (Fortsetzung.) „Sie wifpen rricht/' sagte das Mädchen in leisen, eiligen Wonten, „tote sehr ich auf Sie gerechnet habe, wie viel kxmon abhängt, daß Sie gekommen sind. Ich brauche Sie. Auf der ganzen Wett habe ich nnr Sie, an den ich mich um Hilfe rvenden kann. Sie müssen mir das Versprechen, Ihr Wart müssen Sie mir geben — ich weiß, daß ich auf Jl>r Wart bauen kann —, rnrr M helfen. Wollen Sie das tun^ Fortgerissen wnr diesem leidenschaftlichen Anruf, während doch seine neugetoachsenen Schwingen kaum stark genug waren, sein eigenes Gewicht Au tragen, erwiderte Gaüchad: „Ja, ja, alles, was ich tun karrn — natürlich — solange es nicht urmesetzlich ist." T-refe Klausel bewies, daß die Puppenhülle nvch nicht ganz atbgestreift war. Des LäadclMns leichter Seufzer der Erleichterung brachte (palahad zum Luaenblick zurück. „Aber was soll ich nm^ fvagte er und suchte ihre Gesichtszüge zu enträtseln. Doch sie stand noch immer vor ihn:, den Rücken dem Eingang Hngekehrt, und drinnen waren nur Schatten und die blassen Näondlichwrerecke auf dein Boderr. Er konnte weder ihr Gesicht, noch selbst die Farbe ihrer Augen erkennen. Sie war in irgendei-nen -lveißen, sanft schimmernden Stoff gekleidet: er sah, daß sie sehr sckes an chm. Sie schaute flehend in das wohlgenährte Gesicht enrpor, als sei es oie Maske irgendeines guten Engels. „Sehen Sie, ich bin hier eingeschlossen. O nein, ich brn nicht wrrk.rch eingesperrt, aber es kommt auf dasselbe heraus. Mein Vater ist sehr besopft um mich und will mich nrchi ausgehen lassen. Ich bin zu zart, wissen Sie, und nruß — o so sorgfältig behütet Werder:.' So war dies der endige Weg, auf dem ich Hilfe erlangen konnte. Sie wissen nicht, wie sehr ich nnch erleichtert fühlte, als ich auf dem Balkon wartete, und Sie un: die Ecke schlendern sah Die meisten Leute, die vvrübergehen, sind immer in solcher E,te; ich wu ßte, daß es zwecklos sei, es mit ihnen zu versuchen. Bei Ihnen aber witßte ich sofort, das; Sie mir vorder Vorsehung geschickt waren. Sie sind eigens gu meiner Rettnng gekommen. So ließ ub meinen kleinen Brief Ihnen vor die Füße fallen. Und dann wartete und wartete ich im Balko,: auf Sie, daß Sie zurückkonrnron möchten: ich hatte die Hoffnung gerade aufgeaebe,:, da kamen Sie uitö Dann — ba-rm nieste,: Ste, und Sie machten es so natürlich! Irb bin sicher, wenn jemand gehorcht hatte, würde er keinen Argwohn geschöpft haben. Ich dachte im Augenblick beinahe Sie hätten einfach gerade Triefen müssen. Ein Mann, der so prächttg tun kann, als ob er niese, ist genau der Her- schwerer, den ich brauche.^ „Aber warum haben Sie gerade mich erwählt?" fragte Galahad, wahrend ihn das niederdrüctende Gefühl de schlich, wie fern er diesem zierlichen, feinen, sanften, weihen Wesen stand, das da Besitz von ihm ergriff. ,/O, Ste waren meine letzte Zuflucht," sagte cxvS Mädchen mit einer Unbefangenheit, von deren Grausamkeit sie keine Borstellung hatte. Galahad' war zumilte, als sei er unerbittlich ans sen m Paradi f: cMsge/vßen )lber er überlegte sich schnell oaß er den Zuttitt eigenttich auch nur durch ein liebersehen, werden an der Billettkasse erlangt habe ^Ich versuchte es erst mit drei andern," fuhr das Mäd chen heiter fort Der letzte von Galahads rosigen Träumer: verblaßte _ (Fortsetzung folgt.) Wer bereit ist, an Studenten Zimmer zu vermieten, möge untenstehenden Abschnitt ausgefüllt an das Universitäts-Sekretariat Bismarckstratze 22 oder den haU5befitzer- verein Bahnhofstraste 46 lenden. Nr. Straße —.--- Name des Vermieters: - --- Zahl der zur Verfügung gestellten Räume: Zur Vermietung bereit ab. Preis des Zimmers: Preis der Heizung: Beleuchtung: Preis des Morgenkaffees: Preis etwaiger voller Verpflegung: Bemerkungen: Stockwerk Vorstehende Erklärung begründet keine bindende Verpflichtung. 88,#fc ■■■■■■■■■■ 0!)ikm D.H.B.H. non der hicsinen Koblenstelle zur Ersvarunq ... .rP 0 ** Feuerungsmatertal dringend empfohlen 10W~ giitnsenil bewährt, "MT orrr i Stück 15 bis 20 M. einschl. Einbau. Alleinverrrleb: Kord - Anlage 29 . Beilellungen nimmt auch Alb. 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Eö gelangen aufAbschniti L ein Briefchen und auf die Abschnltte 1 und 2 je eine Schachtel zur Ausgabe. Mit dem 30. November 1918 verlieren die Absächitre 22 bzw. 1 und 2 Ihre Gültigkeit. 3iach diesem Zeitpunkt nicht abgernsene Süßftoffmengen dürfen von den Abgabe- stellen frei verkauft werden. Die Ausgabe der neuen Sühstofskarten „6" lgelbl für Wirtichaftsbeirrebe usw. erfolgt aus dem Stadt. Lebens- mtktelanu, Zimmer Nr. 11 unter Rückgabe der bisberigen Stammkarte. Giegen, den 16. November 1918. 88158 Der Oberbürgermeister (LebenSmittelamt). Bekanntmachung. Zufolge der Vereinbarung zwischen den Stadtver- waltungen Wetzlar und Gieyen wird das umlaufende ^lri eg Sno t ge l d beiderseits auch zum Umlauf in der eigenen Stadt für gültig erklärt. Demgemätz werden die Stodtkanen Wetzlar und Giegen das Kriegsnotgcld beider Städre einlösen. Gießen, den 16. November 1918. 88168 Ter Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Das städtische Kriegsgefangcnen-Arbeitslager ist heute geschlossen worden. Die rückitändigen Arbeit-'löhne sind alsbald bei der Geschäfststelle einzuzahlen. Gietzen, den 16. November 1918 8814 ^ Ter Oberbürgermeister. I. V.: .EvenKien, Beis«,rdneter. Steppdecken werden angefertigt und au^ gearbeitet. Fertige Decke» am Lager. 07084 Frau Schott, _ Walltorttr. »4. Wer «ritstlt Schüler der 3. Borfchulkla^e iOberrealschute) PrlTatnntprrlch!' Gest. Ang. mir Preis unter Nr. 8819 an den Gie«. Anr. Material s. elektrische Installationen in allerbester Qualität bet Carl Schunck Babnbofstr. 54. I^asid au pachten oder ,u kaufe gesucht, mögt, im ^Neustädte V.b^^'schristl. An.r un-e Nr. 8793 an den Gietz. An. Student erteilt Unterricht in snmtl. Gymnasialsächern -egen freie Ausnah.uc. Sckr Angebote unter 06903 an den (6 i eng wer Anzeiger erbeten. Detektiv Tli. Iteichmann Pol.Krtm.-Beami. a. D- ZraaLtarl a.Bergerstr. 10 . Samt. Beobachtungen und , ^rnftttlnuaen Heirets-Auskiinftk gewissenhaft und diskret. Tel. Römer 3537 An einem sich im Felde zugezogenen schweren ^etden verstarb heute morgen 10 Uhr unser l lieber Sohn und Bruder, mein Geliebter Ernst Pauli im Alter von 22 Jahren 7 Monaten. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Pauli u. Frau Elisabeth geb. Amend Wilhelm Pauli Else Fischer. *.& ÄS,*85 SBftSSSte 07070 i f*m?r n !M 1 , 4 ;? ? i K Dember kn.'schlief sanft nach langem, itcber Mann, unser guter Onkel u ^ er ' ^rbwager. Schwiegersohn und Eduard Kohlermann Weitzbindermeifter tm Alter von 41 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Iohonua Roblermann geb. Seidel und Binder. Sieben iKreuzplatz 9s, den 13. November 1918. A5.^5?»gung Nndet Dienstag den 19. Nov. nachmittags 3 Uhr auf dem neuen Friedhof stau. Nachruf! Am 27. Oktober 1918 starb den Heldentod fürs Vaterland unser Bürgermeistereigehilfe Herr Heinrich Steinei. Wir verlieren in ihm einen fleißigen u. strebsamen Geh ilfen, der durch sein allzeitiges Entgegenkommen sich die Liebe der Bürgerschaft gewann. Wir werden ihm ein treues Andenken bewahren. Bürgermeisterei Großen-Linden. Großen-Linden, 16. November 1918. San; plötzlich und unerwartet erhielten wir die tchmerzllche Nachricht, datz unser lieber, guter, UOTmuno$öoUee Sohn, unser innigstgeliebrer. guter Bruder, Schwager, Onkel, Pate und Stesse Vizrfeldlvrbel Lridkviq Schmidt ü. 8. 8. ll. LI., 4. Boss. Tapferksltsme Jalll* &eq des Krä«aa-EiroasoieJioaz ia Elsen nach üOmonatiger treuer Pflichterfüllung in den letzten deinen Kämpfen sein junges Veben im r'ltter von L-Jahren lassen mutzte. In tiefem Schmerz: Philipp Schmidt und Frau geb. Ruvv Theodor Schmidt Karl Schmidt Karoline Vogel Wwe. und Kind *n Sarni'on. ».Familie Karl Weller, z. Z. im Felde, und Familie Anna Koch nebst allen Angehörige». Alten-Buseck, Wieseck u. ReiSktrchen. 16. Nov. 1918. Ruhe sanft, du edles Herz, Du hatt den Frieden, wir den Schmerz. Verwandten. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, datz mein lieber, treuer Gatte, der treusoigende Vater seines Kindes, mein guter, braver Sohn, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Wils. Mi, SchlgjsermelKcr mit grotzer Geduld er- tragenem werden heute morgen 3»/« Uhr im Alter von 41 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Johanna Flett geb. Schmidt und Kind Karl Flett, Schlossermeiner Bertüa Flett Karl Flett und Familie Z^msdt. ^okomottusührer i.R. Heinrich Schmidt und Familie. Gretzen lHillenbrandstr. 6), den 17. Novbr. 1918. Beerdigung findet Mittwoch den 20. d. M. SSÄr" bec Sa,,eUc beä ue-n Todes-Anzeige. Am Freitag den 15. d. M. nachmittags entschlief sanft nach längerem schweren Leiden mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegervater, Bruder, unser guter Schwager und Onkel Kaspar Waldsclmiidt Gemeinderechner und Untererheber im 66. Lebensjahre nach einer Operation in der Klinik zu Giessen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Christine Waldschmidt geb. Bern Georg Waldschmidt, z. Zt Än Felde, und Frau Leihgestern, den 16. November 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 19. d. M. nachmittags um 2V, Uhr statt. 8830 I Für meinen Sohn. d. Ottern die Berechtigung zum Gin- lahrigen erhält, Lehrstelle in Fabrik ob. Grotzhandiung. gleichviel weicher Branche, gesucht. Angeb. unter 07071 an den Gietz. Anz. erbeten. Für 16 jährigen Jungen wird Lehrstelle aus Bttreau oder grützeremFabrikbetrieb gesucht. lOäheres zu ersr. im Gietz. Anz. (07067 Fräulein perfekt in Schreibmaschine und Stenographie, weiches schon iängereBeit aufBnreau tätig war. sucht fich zu verändern. 06efl. Angebote unt. 07065 a. d. Gietz. Anzeiger erb. 2^k0llsk1N Stelle ent- mNJililll weder für leichte Bureanarbeit oder in einem Geschäft. Schr. Angeb. unter 07051 an den GteL-Anz. erb. TttchtiacS, erfahrenes Hausmädchen zum 1. 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