Nr. 269 »icbcner Nnzelyer erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: SlehenLrXamiliendlälter; Areirllan für den Nrei5 Kietzen. Nezngrpreis: monatl."D/k.1.35.vlertel- jäßrlich Mk. 4.05: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Äck. 1.25: durch die Post Pik. 4.05 viertel- jährl. ausschl. Besteilg. Kernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleilung 112 Berlao.Gefchciilsstellebl Anschritt fü rDrakun a ch- richten: Anzeiger Sietzen. j68. Jahrgang Jettag. s5. November fy(8 Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 EellerÄ-Mzetzer Kr WecheM Yankoerkehr: SewerbebankGiehen ZwiMngzrunddruck ».Verlag: vrühl'schc Unio.-Vuch- u. Zteindrnckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchulstr. 7. Annahme von Anzeigen j. die Tagesitunm^er btS zu,n Nachmittag vorder ohne stdeVerbiiidiichkelt Scilenprcife: für örtliche .Anzeigen 25 für auswärtige 30 Pf., für 31 ef lauten 3Jif.l. — nebft 20 0, () Teuc- runasziis diag;Plat;vor- fclirift 20 % Aufschlag. Hauptschrlitleitcr: Slufl* (ft npi^ Beranttvortlich für Politik: Aug. Goetz: furzen übrigen Teil: l)r. Reinhold Zenz; für den Anzelgenteü: Ü. Beck; famtlich in Gießen. Die Antwort Wilsons ans die deutsche Beschwerde. 61 Beruhigungen träufeln vom Anslande auf uns Wilson tut uns iknnö, daß Amerika-, ähnlich wie früher für Belgien, eine „Unterstützungsaktion" ins Werk setzen wird, und die englischen Mach-tho.be r, um bei der Beknndnirg allgemeiner Menschlichkeit nicht ins Hintertreffen zu geraten, beeilen sich, im Unterhause fru erklären, daß auch England in dem Bemühen, die Note M lirrdern, nicht zurück- stehen werde. Wir sind der Meinung, daß wir Deutsche des- wegen keinen Gruno haben, gerührt dankend auf die Knie M fallen. Wir wollen keine Brosamen und Almosen, sondern Recht uud Gerechtigkeit; das Ziel der Zukunft soll, wie für die andern Völker, weit und groß vor uns stehen, und ans den Ruinen des Weltkrieges soll etwas gänzlich Neues sich aufbanen. Die liberale englische Unterhansstartei hat an die Regierung Lloyd Georges die Aufforderung gerichtet, schon jetzt laut zu erklären, daß das linke Rheinufer, aus- genomnren Elsaß-Lothringen, sowie die rechtsrheinische „neutrale Zonett sofort bei Friedensschluß wieder an Deutschland zurückzugeben seien. Auch diese Kundmachung wollen wir ihrmr Urhebern nicht als einen Akt rettender Frömmigkeit Mrrechnen. Wir kennen das sanfte Streicheln der Hand englischer Kolonialpolitik und wissen über die britischen Praktiken Bescheid. Wir wollen uns nicht täuschen und einlullen lassen. Der englische Vetter hat uns über das Schicksal unserer in Gefangenschaft schinachtenden deutschen Landsleute noch nichts anderes gesagt, als was in dem Fochschen Wasfenstillstandsprotokotl steht! Wenn die alten Gewalten in den Ländern unserer Gegner itt der bisherigen Weise weiterherrfckZen, haben mär wenig Vertrauen, daß ein gesicherter Und gerechter Völker friede zustande kommen kann.,. Ter Bollzngsrar des Arbeiter- und Soldatenrates, der jetzt in DeutfchlMtd die Stelle einnimint, die etwa der Reichs- tagshanplansschnß rnne hatte, veröffentlicht einen längeren Appell an die Völker der Entente, worin es heißt: „Wir appellieren an das Gevechtigkeits- und Solidaritätsgefühl der uns bisher feindlichen Völker und reichen ihnen über die Schützengräben hinweg die Bruderhand. Wir bitten sie, bei ihren Regie ruhigen selbst zu wirken, das deutsch Volk nicht völlig zum Hnngertode und politischer Ohnmacht zu verurteilen. Wir bitten die Völker, mit ihrer ganzen Kraft dafür einzu treten, daß der Friede, der da kommt, ein Friede brüderlicher Verständigung ohne jede Eroberungen uub Unterdrückungen werde, ein Friede, der jedem Volke das Recht der Selbstbestimmung und der freiheitlichen Entwicklung läßt." Wir wollen sehen, wie weit die Wirkung dieses Aufrufes reicht. Zunächst soll es nun mit allen Kräften au die Neuordnung in Deutschland gehen. Eine Berliner Meldung uilr neue Ernennungen mit, von denen wir jedoch rwch nicht Wilsen, ob sie endgültig sind: Zum Staatssekretär des Kriegsernährungsamtes ist danach der unabhängige sozialdemokra- ti'.che Abgeordnete Wurm ernannt worden. Dem Staatssekretär des Neichsjustizamtes v. Krause, der im Amte bleibt, iind zwei Unterstaatssekretäre aus den Reihen der Unabhängigen beigegeben worden: die Abgeordneten Dr. Cohn (Nordhausen) und Dr. Herzfeld. In das Auswärtige Amt, das der unabhängige Sozialdemokrat Haase keilet und in dem der sozialdemokratische Unterstaatssekretär Dr. David arbeitet, wird als zweiter Unterstaatssekretür der bekannte sozialbemokratische Theoretiker K a u t s k y ein- treten. Die Ernennung wird noch einige Zeit auf sich warten lassen, ha .Kautsty erst in den Verband, des Deutschen. Reiches ausgenommen werden muß, denn sein Geburtsort liegt im tschechischen Teil Böhmens. Ferner tritt in das Kabinett noch der Berliner Rechtsanwalt Dr. Kurt R o s e n fe l d ein. In das preußische Ministerium des Innern, das von dem Sozialdemokraten Paul Hirsch geleitet wird, tritt als Unterstaatssekretär der unabhängige Sozialdemokrat Dr. Nu- dolf'B reit scheid. Das alles können nur vorläufige Acinterbesetz trugen sein. Wie das ganze Staatsgebäude zusammengestürzt ist, so sind auch die politischen Parteien mit ihren Programmen gestürzt und durcheinairdergekommen. Tie bisherigen „Ausrufe" enthielten nur allgemeine Weisungen an das Bürgertum. Der. „Vorwärts" meint, baß eine bürgerlich-republikanische Partei in der Bildung begriffen sei, die sich ans linksgerichteten Teilen der fortschrittlichen und der nationalliberalen Partei zusammensetzen werde. Ihr Programm soll ein rein demokratisches sein, sich für weitgehende Sozialresorm aussprechen und gegen alle monarchistischen und reaktionären Umtriebe. Auch in der Sozialdemokratie gibt es neue Bildungen. So heißt es, daß unter Liebknecht und Rosa Luxemburg sich eine politische Gruppe bildete, die sich von den „Unabhängigen" getrennt habe. Tie Unabhängigen sind vermutlich jetzt auch in dem Plane geeinigt, daß eine allgemeine konstituierende Nationalversammlung demnächst zusammentreten soll. Wir wollen hoffen, daß damit das Streben gesichert und verwirklicht werden kann, ohne gewaltsame Erschütterungen unseres Volkstums in eine friedliche und segensreiche Entwicklung hinüberznkommen! Die Antwort Amerikas über unsere Lebensmitteiversorgung. Rotterdam, 13, N°v (WTB,) Drahtlos, Sicr ttftrrf* mbsr Trimtfimirf) das Schnmzcr Gasandtcn mWashi n gto i, >as Ministerium des Aeußem tu Bern aufgefcmqey^ Scb tobe dem Staatsdepartement ohne Verzug die Mrtterlvng deutschen Regierung zugestellt. dtc Ihr Kabel Nunrmer 57 enb und Staatssekretär La n sin g ersuchte mich, folgende Artt- r t zu übermitteln: ^ . rr - , . In brr gemeinsamen Sitzung beider Hauser des Kongresse^ hat Präsident der Berciingtcn Staaten erklärt, daß dre Vertreter, assoziierten Regierungen in den: OberstM ^prrcgsrat m Ver^ sailles durch einstimmigen Beschluß den Vertretern der Mittelmächte versichert habe, daß alles, was unter den Umständen möglich ist, geschehen wird, um sie mit Lebensmitteln zu versorgen und die Not zu erleichtern, die an vielen Orten geradezu das Leben bedroht, und daß unmittelbare Schritte getan t^rton! können, um diese Unterstützung in derselben systematischen Werse zu organisieren, wie es im Falle mit Belgien geschehen ist. Weiterhin sprach der Präsident seine Ansicht aus, daß mit Hrlfe der st illiegenden Schiffe der Mittelmächte es alsbald möglich sein müsse, ihrx unterdrückte Bevölkerung von der Furcht vor völliger Verelendung zu befreien und ihren Sinn und ihre Energie für die -großen imb gefährlichen Aufgaben des politischen Wiederaufbaues sreizumachen, denen sie überall gegenüber stehen. . Dementsprechend beauftrag,!e nrich der Prkffidcnt, zu erklären, daß cr bereit sei, die Belieferung Teutsck,Lands nrit Lebens mittelst in wohlwollende Erlvägung zu ziehen und die Frage sofort mit den Verbündeten zu erörtern, vorausgesetzt, daß er versick-ert sein kann, daß die öffentliche Ordnung in Deutschland weiterhin herrschend bleibt und daß eine unparteiische Verteilung der Lebensmittel verbürgt ist. gezeichnet: Sulz er, Schweizerischer Gesandter. Rvt 1 erdam, 14. Nov. (WTB.) Nach dem „NieuSve Notter- damscken Gourant" verlautet in hiesigen Sckstffahrtskreisen, daß die Alliierten alle deutschen Schisse aus bestimmte Zeit zu chartern beabsiastig-rl, um mit ihrer Hilfe die Lebens- mittelversorgungder gatrzen Welt in die Hand zu nrhmen. Tie Kriegs entschäÄgmrg werde sich um den Betrag dieser Schisse weiter verringern. Eine Erklärung des englischen LebcnsmittelkontrolleurS. London, 13. Nov. (WTB.) Reuter. Unterhaus. Im Laufe der Debatte über die Kredit Vorlage sagte der Lebens- mittelkontroNenr El hu es: Tie Kontrolle über die Vorräte und Preise muß bestellen bleiben, bis normale Zeiten gekommen sind. Matt habe die Pflickst, die rvotletdenden Länder zu ernähren und es sei ilpn .eine Getutgtuting, daß es ihm zusammen mit dem Lebensmittelkontrvlleur der Vereinigten Staaten gelungen iei, eine internationale Organisation zu feto fiat, durch die den hungernden Feinden Hilfe gebracht werden Lbnttte. Tie jHI Ute eien mti> Neutralen hätten natürlich den Vorrang. Ter Sieg tobe den Alliierten die Pflicht auserlegt, für die sosortigett Bedürfnisse des gr- sätci getten Feindes ztt sorgen. Es würdett Maßregeln zur raschen Hilfeleistung getroffen werden. Die Versorgung ollandS mit Lebensmitteln. Haag, 14. Nov. (WTB.) Korrespondenz-Birreau. Amtlich wird vont Ministerium des Aettßern mitgeteilt, von den hvkliin- dischen Telegiertett itt London sei die Nachricht erngetrosfar, daß vorbehaltlich der Zustimmung der Regierung in Washington Holland (ruf die Zufuhr von 375 000 Tonnett Brotgetreide einschließlich Reis für die Zeit eines Jahves rechnen kann, ferner ans 80 OOO Tonnen Öele und Fette und 300090 Tonnen Mais für Viehfutter und auf andere Rohstoffe. Tiefe Vorräte tverton geliefert, wenn ein attgem>eines wirtschaftliches Abkommen zustande kommt, worauf ton Delegierten zufolge alle Aussicht besteht. Bei der TurckMhruug dieses allgemeinen Mkommens wird von htttaudi- scher Seite vmt den zum Teil bestehenden, zum Teil noch zu er- vichtenden tttternattmtalat Organisationen, die auf eine gerechte Verteilung der Lebensmittelvorräte und eine Verhütmtg von Preis- tveibeveiett Hinzielen, utrtgewirkt werden. Ueber diese Welttngmti- fatton, über die in Lottdmt bereits vorläufig Verhandlungen geführt wurden, und deren Grundsätze ivahrschünlich ans die Schtsf- falwt Anwendung finden werden, wird sobald wie möglich Näheres mitgeteilt. _ Wilsons Europareise. Haag, 14. Nov. Der Londoner Korrespondent des „Manchester Guardian" versichert, da" Nräntoui Wilson nunmehr definitiv beschlossen hole, txw önlich a t der Fri.drnstonserenz teilzunehmen. Er wird im Tezentber itt England erwartet. Das linke Nheinnfer und Elsaß-Lothringen. Rotterdam, 14. Nov. Tie „Wostnrinster Gazette" meldet: Ti« liberale Uu rer ha u spartet verlangt im Parlament in einer Interpellatiott an den Ministerpräsidenten eine a m t l t che Erklärung Englands dari'tber, daß das flinke Rheinurer «außer ElsaG-Lothringat in absehbarer Zeit geräumt und a n o i e deutsche Regierung zurückgegeben werde und daß ui£ rechts .des Rheines vorgesehene neutrale Zone sofort nach Abschluß der Friedensbedingungen wieder geräumt wird. Der -lttschluß Deutsch Oesterreichs au das Deutsche Reich. Wien, 13. Nov. (WTB.) Tie Soziale ^Korrespondenz meldet: Unterstaatssekretär Bauer richtete an den Volksbevollmächttgtenl H a a s e in Berlin folgendes Tel Unter dem Vorsitz von Dr. Ries er lüldete sich ein voAeveitender Aus'chuß zur Gründung von Bür gerräten. Es wurde eilte Entschließung gefaßt, worin die Absicht kundgegeben wird, die volle Gl e i chbere ch tt-^ gung des Bürgertums zu wahren und die Besttebungenl ber Neichsleitung zur Erhaltung vott Ruhe und Ordnung zu unterstützen. Verlangt wird die schleurngc Einberufung der ton>tittiieren- den Nationalversammlung._ Der Kaiser in Holland Haag. 14. Nov. (WTB.) Anläßlich der in der Presse ver- breiteten, einander widersprechenden Ansichten über den Charakter des Ansenthaltes des früheren deutschen Kaisers ttt Holland, wobei attch von I n t er n i ernn g die Rede war. wurde dem Kvrreiputdenz-Burcau mitgeteilt, daß mit der Thronentia '.trug jede Beziehung des Kaisers zur deutschen Armee aufgehört hat. Aus dem lleiche. Die neue Verwaltungsmethode in Preußen. Berlin, 14. Nov. (WTB.) Telegraphischer Erlaß an alle Ober- und R c g i er u ngsp r äsid e n t e n: Aus Kreisen der Verwaltungsbehörden ergingen Anfragen hierher, in welchen Formen sich die Zusammenarbeit^ mit den Arbeiterund Soldatenräten sowie mit etwa entstandenen Bauernräten am zweckmäßigsten vollziehen soll. Auf diese Anfrage ist zu erwidern, daß die Vertreter des Arbeiter- und Sol- datenraies bzw. Bauernrales als K o n 1 r o l l i n st a n z den einzelnen Verwaltungsbehördeti, insbesondere also den Sber- präsidien, den Regierungen und Landratsämtern zur Seite zu treten haben und bei allen wichtigen Verhandlungen bin- zuzuziehen sind. Die Form dieser Zuziehung wird sich vom Standpunkt gegenseitigerloyalerUnterstützung im einzelnen leicht finden lassen, wenn dabei das Ziel^un- bedingter Fernhaltung jt'der Störung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Auge behalten wird. Die preußische Regierung: Hirsch, Ströbel. Thronverzsch.e. Schwerin, 14. Nov. (WTB.) 0)emäß dem Beschluß des Ministeriums verzichtete der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin für sich und sein Haus auf beit großherzoglichen Thron. Gotha, 14. Nov. (WTB.) Wie heute den Abgeordneten des gemeinschaftlichen Landtages mitgeteilt wurde, e n t s a g t e H e r z o g K a r l E d u a r d von Sachsen- Koburg- Gotha gestern dem Throne. Dom dayri'chcn Königshaus. M ü n che rt, 14. Nov. (WTB.) Uetor das Befinden toi K'önigM Marie Therese meldet die Korrespondenz Hvffmcrck.t: Nncy den vott uns an maßg'batdec Stelle eingezogeiten EröntMgimgen ist cm der Blüttermeldmtg,, daß die Königin Biarie Tl>erese gestorben ist. keilt wahres Wort. Tie Königin ist allerdtttgs leidend, ilrr Befinden tot sich aber in der letzten Zeit gebessert ltnd gibt zu Befürcstungat keinen Anlaß. HinrichMng von Räubrrn. Hannover, 14. Nov. (WTB.) Standrechtlich erschossen wurden in Bremen 2 0 Angehörige der sogenannten „Fliegenden Division" in Bremen, die an zahlreichen Räuberei e n beteiligt waren. Sie hatten sich gestern des Bahnhofs Hannover betnächtigt, von wo sie ein heftiges Gewehr- und Maschinengetvehrfeuer auf die Umgebung eröfsneren und den Zugverkehr aus mehrere Stunden gänzlich behinderten. Eine weitere Anzahl wurde hier festgenommen und sieht nach Mitteilung des Arbeiter und Soldatenrates ihrer standrechtlichen Verurteilung entgegen. 2“..®®^^.- •«TOTtxrfmifsWfhTriä für das Pfmid wrietz ! . dfennag, für das Pfund Öerftengrxru^CTt und Grütze Ü MENig, für das Psund TeiMvaren ans 80prozi-ntigem Mehl ko Psennag UNO für das Pfund Teigwaren aus Auszugsmehl 88 Psennag. ** er - A usg.ab e. Gegen Vorlage des Besvellausw ises zur Zuckerkarte und Ablaeserung der Zuckermarke 11 ennatleu auf tne Zaukermarken 11 (November 1918) 500 Gramm Zucker. I ElL o0. November 1918 verliert die Zucke mawe 11 ihre Gultigteit. -va miolge der jetzigen Vcickclwsveeh.iltnisse der der ! 5 >tadt Gu'lien überwieeve Zucker irock) nicht eing- t o sen ist. können m intern VconGt nur 500 Gramm Zucker zur Verteilung kommen. Ter Restbetrag von 250 Granim wird im.Monat Dezember aus- gegebim wwden. Der Kleinver kau i's Höchstpreis für das Pfund Zucker ist, wie aus dem Anzeigenteil zu ersehen, erhöht worden. ^ ** St ädtis cher Wildverkaus. In den städtischen Waldv-erkaussstellen, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, wird am Samstag dm 16. ds. Ms. auf die Bestellausw.nse 701—800 Waid leisch gegen Mliffmiug dw Fleischmarlen der 46. Woche abgegeben. Auf den Wochenabschnitt (zehn Vio Anteile) entfallen 500 Gramm. ** Freibank. Samstag den 16. November werden von 4—9 Uhr die Nr. 741—800 beliefert. * t^r Friedrich Ebert verneue 0ierchvfanz.ler und Führer der sozialdemokratischen Partm. wurde am 4. Februar 1871 in H eidelbTrg^borA b i x Volksschule des Sattlerhand- als Handwerksbursck-e Süd- und Nord- ¥ '>ialbenwkratischen Bremer ^ Arbettersekretar m Bremen. Fm Jahre leüiÄi ^r sozialdemokmtisäm Partei und Vonltzender der Zentralstelle für die <2)cni Reich tage gehörte er als m£0£ ^beneld-Barmeu seit 1912 am Er bezeichnet Die Konffftuierung des hessischen Ministeriums. western und der Fremde^" von Bruno Frank, sowie Leo Falls „Rose von Stambül". ** Der Gießener Konzertverein schreibt uns: Für I das nächste Köiizert Somttag. den 17. Ixrt der Konzertverein ’ ine jugendlich 16jährige Violinspielerin Steffi K o s ch a t e aus Berlin, die aus der Meistierschule Henri Mar!saus, des, auch hier so sehr geschätzten großen Künstlers, hervovgegange,i ist, und den Teno- risteu Kühlborn ans Darmftabt verpflichtet. Ueber die junge ^.ame sch,reibt die Allgm. Musikzeitung: „Die Geigerin Steffi Kosckate darf über ihre^ Zukunft ganz beruhigt sein. Wer so mnerlich und nur der Sache ergeben musiziert, muß sich durchsuchen." Tie Zeitung lobt weiterhin „die technische Meisterschast, die bemerkenstverte Reife, den wundervoll beseelten Ton und die besttickeiche Süßigkeit ihrer Kantllene". Tie junge Künfllerin wird dici G-Moll-Sonate von Tartini, ein Werk jenes . Meisters von Padua, eine der gmoßartigfüen und edelsten Erscheinungen der Geigenkünstler aller Zeiten, spielen. Ms zweite Nummer ! das Violinkonzert G-Moll von Mendelssohn, über dessen glänzender^ Donsprack>e der Geist echter und innerlick>er Kunst schwebt. Ern kleines Jiiwel ist die kurze Ueberleitung (Megretto non troppo) zum Finale (Allegro molto vivace), das in lebendigstem Lprühstmer ein setzt. Nummer drei werden ^noch drei kleinere, hinlänglich bekaninte und immer gern gehörte Stücke „Scherzo, von Ditttersdorf-Kreisler, Caprice Viennois — Kreisler und das bedeutendere Präludium Allegro — Pugnani — Kre^isler, sein. Herr Kü h l b o r n, dessen hoher Bimor eben überall Triumpl-c feiert, singt je eine Gruppe W o l f- und Straußlieder-und den Zpllus „Di cht e r l i e b e" von L-chu mann. Mil dem ganzen Neichstnm .kmischerisch-cn Empsin- dungslebens verklärt Schumann die Heine'sck>e Liebeslyrik mit der Innerlichkeit und Reinh'ett seiner mensch-lichten und künstlerischen Persönlichikeit. ** Fahrraddiebstahl. Heute am 14. d. M., um 10 Uhr M>rmtttags, wurde einem Telegrammbesteller von unbekanntem Täter ein vor dem Hanse Keplerstraße 7 aufgestelltes Fahrrad entwendet, das schwarzen Rahmcnbau, gelbe, mit zwei schwarzen Streifen versehene Felgen, vorne einen roten und hinten einen grauen Gummimantel hat, aus der Glocke die Firma Aug Schmidt, Meseck, steht und mit der Nummerplatte blaues 6 6056 verlehen ist. Sachdienliche Mlittellungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. Der Verkehr mit dem besetzten Gebiet. Es ist in zaUreichen Kreisen des Volkes die Frage ansgeworsen worden, ob es nach der Besetzung des linken Rl-eiimfers durch den Feind vor allem mit den Städten Kösn, Mainz, Koblenz noch lmmittcl- bare Verkehrsmöglichkeiten geben wird. Diese Sorge dürfte überflüssig und miberechngt sein. Post, Telegraph und Eisenbachl iverden auch während der Zeit der feindlichen Besetzung keinep wesentlichen Beschränkungen unterworfen sein. Wie weit ein4 Zensur, Paßzwang und Durchsuchung 'der einzelnen Personen' 'Platz greifen wird, muß abgewartet werden. Jedenfalls ist zu erwarten. daß der Bekehr mit den besetzten Gebieten aufrechterhaltenl bleibt. ** Lichtspielhaus. Heute wird zum letzten Mal „Das Himmelsschiffl^ gegeben. Von morgen, Samstag, ab tritt. Maria Widal in dem Film „Das sterbende Modell"'auf. Landkreis Gießen. --- Grünberg, 14. Nov. Im BauL'itwerk Hessen wurde der Bergmann Klös aus Ettingshausen von einer abstürzenden Felswand verschüttet mid getötet. wa Oden hausen, floabenau, 14. Nov. Die letzten Kriegs- tage haben zum Schluß nnsern Ort noch in Trauer versetzt. Es blieb aus dem Felde der Ehre MuS'ketier Hch. Schomder, Sohn des Jiohü. Schombec, ein braver, junger dNunn. Nachdem unserem I Lehrer H ö ch st ein Sohn und ein Schwiegersohn in französisch-er > und englischer Gefangenschaft sind, ist der Mveite Schnnegersohn für sein Vaterlaich gefallen. Vermißt sind mch aus englisch)er Gefangenschaft geschrieben haben Sergeant Otto Konrad und öermann Stange. — Nachdem Altbürgermeister Lang sein Amt nie!erliegt hat, werden die Vürgermeißeegeschäfte von Kaufmann Hch. Nachtigall gMhrt. Zum pwvisorisch-en Rechner wurde während des Krieges Leonhard Lang ernannt. Kreis Alsfeld. up. Aus dem Ohmtal, 13. Nov. Wie sehr die Kaninchen- Mcht als Ersatz für Fbersch dienen Faun lehrt der diesjährige.Herbst auch auf dem Lande. Hier hat sich die Kaninchenzucht stark mrs- ffdbreitet, aber es verenden viele Tier zur Herbstzeit, und zwar regelmäßig zur Zeit der Nässe. Daxu erreicht inan aus dem Lande nie die Mast Und das Geßtickch der Tiere wie in der Stadt. Der Mßstand liegt an den Ställen. Diese bestehen meist aus Kisten, bei Idenen der Boden eben ist. Ein Mzug des Urins, wie bei einem schiefen Boden, gibt es mithin nicht. Das Futter kommt mit dem Urin stets in Berührung und um so mcklir, wenn die Ställe auch gegen Regen nicht genügend geschützt sind. Reinlichkeit ist aber halbes Futter. Kreis Friedöerg. = Friedberg, 14 Nov. Ter Direktor des lücsigen Hessischen Pvedigerseminars Geh. Kirchenrat Prof. v. Tr. Schoell hat einen Rnf in den Dienst seiner Württemlierger Heimatkirche erhalten und angenoimnen, und zwar als Prälat urtb General- snperintendent der Tiözese Reutlin^n mit dem Sitz in Stutt- gart. Ter um die evangelische Kirche Hessens und die Ausbildung der hessischen GeiUichkeit bochverdieitte Theologie tritt sein neues Amt am 1. ■Xeaember d. I. an. Starkenburg und Rheinhessen. I Darmstadt, 14. Nov. Me heutige Sitzung der Stadtverordnetenversammlung nahm Stellung zu der durch die Umwälzung geschaffenen L-.rge. Ter Oberbürgermeister besprach die Bildnng einer Bürgerwehr und die Einguartierimgsfrage. Tem Beigeordneten Henrich wird ein vorlänsiger Urlaub erteilt. In der Aussprache crllärte Tr. Osann, daß er erst die zukünftige ans Wahlen hervorgehende Nutioualp>ersammlung irnd deren Beschluss-' als den wahren Willen des hessischen Volkes erblicken könne. Böig. Henrich gab die Gründe seines Eintritts in die neue Regierung an ömianrLge LehAingSschUle unrb sich noch eine dreffemestrstie er ireiterte Guverbe,chule schließen. L" Woims,14. Nov. Im aiigeblick^n Auftrag des Berliner ! Ü&L v ri P^ bewassncte Soldaten unter schweren Au. ? r P. 4P gen wider >u.icks -lrbeitSteilung wurden vorläufig finef Ml»>schüssf iieüvllt i US! Ermessen n9 ä^C l.'SS i>etSet, wcainzer. van Schellenbeck 9 !!^^O^^Nib. Vorsitzender: Tirektor Heede': Mitglieder^Lew 354 SZtSsxÄ 8%f*& glieber l Gülle, Karl Hensoldt. Koblitz. Paul, Rem. Tie ArLeits- ^^n Ausschüssen ist für Anregungen und Mit- techuugn !ederz.tt dankbar. Für das Bureau ist bas ans wnier^ 6111 im alten Rathaus, Butt^- 7'’ng? 1 l J *!gestellt lvorden. Bureaustundeii von Uhr Telephonnummer 77. Wetzls. Schluß d^r Sitzung . ^ 77.^ e .f .! a 11. ,Nov. Von einem Hochosengerüst der Bu- deru^schen EisQiN»erke stürzten zwei Schlosser ab Der eine brach das Genick und war auf der Stelle tot, W an^n frf>S -erschmew'rte eme nachstürzende Eisenslvnge die Schulter sich It Ilis^rwetz (Kr. Wetzlar), 14. Nov. Nachdem auch hier llch dae Einbrüche mehrten mid zuletzt ein Hammel abgeschlachtet che^Wälder^ ^ze Torf auf die Beine mid ürafte oic Wälder ab. Hierbei wurden die Einbrecher ausgestöbert Es in? 1 Armazosen und zwei Missen, leider konnte aber mir Russe sestgivwmmen iverden. Seit dieser Streife haben die Diebstähle an hiesiger Gegend aufgehört. ^ Hessen-Nassau. . e I®- L-,14. Nov. Aus der Grube Holzappel riß in eanem Nebenschacht das Seal des Förderkorbes. Tie vier Jn- .Ä - Korbes stürzten aus erheblicher Höhe in die Tiefs ^ T-t«. Än ff* M duinstein ' b ^den anderen stammen aus Diez bzw. Bal- anbe^irmten ^ ^ Es den 21. Noveniber antemmnteia >7.^^v'eror dnetenwahlen finden nicht statt —- Tae amtlichen Notterungen an der Frankfurter Börse Krtvten von Freitag, 15., Nov. im trJymg" ^ augenommen. - Me sozialdemokratische Partei b7- mu der UnabhÄigigen Sozialistischen Partei in Einigmigs- lx ittebungen ernzurreten. — Tie Verbände der Künscher und Kunst- Elten heute ihre Theater. H u n str a t c Auch d-ie Vereine, die ^tturst, Musik Literatur ^lcgLN bildeten einen Rat für künstlerische Ange^ , N ^ € - ^ ^ m P-vliz-eipräsidenten zur Beratung rn allen ernschilamgcn prägen zur Tlerfügung stellt — Unter Hinzuziehung von Mgeordneten de-z A.-S-R. uabmen die Milk t ä r ge richte heute ihre Arbeit imeder aus Am Obertti^ N'mmt der Prozeß gegen die Unteroffiziere und Wann* hatten des Mainzer Pro nerparks (Prozeß .Philipps?) seinen Fattgang — ^m Burgersaal des Rathauses, der den Sozialdenw- kraten b^.her verschlossen war. findet am .Freitag die außerordenl- V e r e Sammlung des Sozialdemokratischen A, Marburg 14. Nov. Ueber bste TätiSkeft des Arbeiter- niad Soldatenratcs, Marburg ist folgendes zu berichten: Gemäß einem obersteai BesttEn, Ordnung zu schaffen, wurden zunächst in Fühlung mat den Mannschaften Richtlinien für die Wü-der'auf- nahme des gesamten Tienstbetriebes im hiesigen Bataillon fest- gelegt, mn denen sich das Bataillon alsbald einverstanden erklärte Ev tollen unter unbedingter Hochhalttmg militärischer Tiszipiin chaften, die mit Rücksicht auf unsere ganzen "Zeit-, umstände geboteiaen Erleichterungen in und außer Dienst geivährt uierden. Tae Verbinduaag mat den Mannschaften wird durch von den Kvnipagmera gewählte Unteransschüffe geivonnen. Es ivurden Ver- treter m dae benachbarten K'reise geschickt, um mit den dortigeii ^am>ratsamtern rn Verbiikdung zu treten, und im Verein mit dreien vor allem den Weitergang der Lebeusmittelversorgung nach - r l 3n dieser Frag' haben bereits ein- ' gehendwe Beratuilgen mat dem Landrats- und decn Migerrncister- amt m Marburg slattgesamden. Namentlich muß die Karwfselversor. gung an verstärktem Maße weiterbetrieben nx'vben. Für mw-gen Ut vom Landratsamt unter Beteiligung des Marburgs Arbeiter- ' mad .-oldatenratcs eine Bersammlamg aller Bürgermeister des anberaumt: der Vertreter der Studentenschaft bat die ^ Mathllse der Studenten zugesichert. Tie Frage ist um so dringlicher, als Marburg sur die nächsten Wochen mit größerer Emguarti^ ^ nrng reckmen mutz. Mit der Intendantur des 11. Armecttnps in Kassel werden daher Verhandlungen über die Lieferung' von Lstt^a^Mitteln sur etwa hier einguartieoTte Truppen gepflogen Zum I Schlutz ist noch zu bemerken, daß der Avbei er- und Soldatenrat -? cx ^r sachverständigen der Landsvirffck-ast, Herrn Bürgen meister Waßner-Eap:>cl. verstärkt wurde. Zlvei u>efterc Vertreter der Arbiterschast werden heute geiväblt. --Sch wan beim a. M., 14. Nov. Ter hiesige Nrbeiter- und Soldatenrat ließ von der Post und der Bürgermeisterei die Adler und alle sonstigen „Kaiscrlich>en" und „Königlichen" Erinnerungen eattseraien. oochschulnachrichien. « M,, 14. Nov. Tr. Kurt Eckelt l,at sich m der Mevizrmsa:eir ivatuttat für das Fach der Ghnakoloqie habi- lihert. «eiue t'luircklsvorlcsmch am I!>. November behandelt „Neuere Be,ireb,m»i, jto konservativen Beha.idlima ffimüfofom. fcf« SranHiatoi . — Tr. Otto Maull bat sich in der Rawr- wrs,ensckaltluhen FEtäl für das Fach der GeoMWihie habilitiert IIUICS Vi-LllLUttS» Ul IICU1 Tie Stadtverordnetenversammlung geiiehmagte eiaie einmalige Teuerungszulage in Gesamthöhe voar 1 127 500 Mk Es erhalten verheiratete männliche Bedienstete 500 M7., soechliche 400 Mk allemsteÜsend'e über 18 Jal/re 300 Mk., unter 18 Jahren 200 Mk Ferner imrrde die Neuordnung des Fortbildungsivesens durch Errichtung einer Gewerbeschule mit Tagesuttterricht beschlossen: an die HiVchleche Nacl-vichten. Gottesdienst am Sonattag den 17. November (25. nach Trinitatts). Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. 9^: Pfr. Mahr- 11- Militär- f«- Mr. Orsfeld: 2: Lindert, f. d. Matth.Nm Pfr Ma§: Sri Tr^lss. Liz. Reuinng. Beichte u. hl. Abendm. s. Matth - u Mark.-Gem. — ^n der I oha n nos kirche. 9 1 / 2 : Psr Bechttls- 8slEr: 1NK-mderkf.dLuk.-Gem. Pfr. Bechtolshnmer: 5: Pft. ZusseL. Brnckffc- u. hl. Abmdm. f. Luk.- u. Joh.-Gem. Mittwoch 20. Nov., abds. 8: Kriegsbetstunde. Psr. Bechü>lshcimer. Uarholische Gemeinde. oc G^z. hl. Beicht: 7: Hl. Messe, Komm. d. Jüngl.. 8: Arsk-.L. hl. .Komm.: 9: vock>mnt m. Pr?d.: 11.- .Hl Messe m Pred, Mi.itargottc-sd.: 6: Christcnt., darauf sakr. Brndersch-And Dien^ tag u. Freitag, abds. 6: Knegsbittand. Samstag 23. Nov., nackin. ^ ^ deicht. — Dmstwra-Gottesdienst am 17. Nov.: Lach 9Vz. Vücherlisch. w ". "EN i e schützt sich jedermann, insbesondere «der der -oldat. o^gen die G e sckll e chts kr khei- vevausgegeben von bn Zeitschrift ..Natürliches Heil- metl«ot :verden. Letzte ^^acHrrcHten. Die neue Regierung. Berlin. 14. Nov. (Amtlich) Eine Pressemeldung über die Noef i ertvert c rl un g in der Reichsten tun g hat zu Irrtum ern An- lag gegebe::. Tie Einteilung in bestimmte Ressorts bedeutet mir eane Verteilung des Arbeitsstoffes innerhalb der ReichSregierung, nn besonderen zur Erledigung der Eingänge. Die bedeutet aber verneStallS einer: Ersatz oder eine Aufhebung der bisherigen StaatS- serretgina:e. ä.ie. bisherigen Staatssekretariate behalten vielmehr nach dem Willen der Reichs- lertung ausdrücklich und uneingeschränkt ihre Arbeitsgebiete und erledigen die ihnen gegebenen Ausgaben nach den generellen Anweisungen der Reichsregierung. Bcrlrn, 14. Nov. (Amtlich.) Nach dem Beschluß des Rates der BoltSbeauitragten sind die Reichsämter mie folgt besetzt iracben: Auswärtiges Amt: Tr. Sols. Reichsschatzamt: Schiffer. Rmcksnnrtschaftsamt: Tr. August Müller, ReichSaml für die nnrt,chaftl:ch Temvbillsativu: Tr. Koe th. Kri.'gSernäheungS-« amt: Emanuel Wurm, Reichsarbeitsamt: Bauer, Kriegs- rnrnrsterium: S ch e ü ch, Reichsmarineamt: v. Mann, Reiä-s- justtzamt: Tr. Krause, Rcichswstamt: Rüdlin. Ferner gehören den Reichsämtern als Unterstäatssekre- täre an: 7llwwättigeS Amt: Tr. David >Kriegsernährungstt anrt: Robert Schmidt. ReicharbeitSantt: Giesber 1 s. Ms Beigeordnete :verden den Staatssekretären zur Seite gegeben: Auswärtiges Amt: Karl Kants kn , RüchSschatzamt: Eduard Beruft e r n , Reich^wirt'chastsamt: Tr. E r d m a n n - Köln, Reichsamt für d:e ümtickaftlich Temobilisation: Büchner und Scku- rn a n n , Reichsarbeitsamt: Jäckel, Kriegsminister nun: Göhre ^ , -t. ä u m i g . Reichs marineamt: N o s k e u>rd Vogtherr, Rerchjnsttzamt: Tr. Oskar Cohn. Staatssekretär Erzberger wird gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt die Friedensverhcm.dlungen einleiten. Wegen der Besetzung des ReichsamtS des Innern sch.reden noch Bnftxmd- lungen. Ebert über die NalwLMlverslmmlung. Berlin, 14. Nov. Reichskanzler Ebert hat im Gespräch Mit einem Mitglied der „Dossischen Zeitung" folgendes mitgeteilt: Wir sind fest entschlossen, die Konstituante so schnell wie i r - g e 7 l d möglich einznberufen. Jeder Verdacht, den einige bürgen-! licke Kreise gegen diese unsere Absich hegen, ist völlig imbegrüubet., Wir 'haben bereits die ersten Vorbereitungen getroffen und hoffen; bestimmt, im Ionuar zu den Wahlen zu ge la nge:t. f£er Ge dank, diese Wahlen heute, das heißt vor der Rückkehr den Truppen abzuhalten, ist darrim leider unausführbar, weil diesst weder mehr an ihren Front- und Etappen stellen feststehen, uoch andererseits sckwn in ihre HeinM zurückgekehrt sind. Sie sind in Bewegung und deshalb nicht zu fassen. Ich glaube auch, daß ihr Einwand, der Friedenskongreß werde dis zur Nationalversammlung vertagt ,verden müssen, nicht Stich hält, da vielmehr der Kongreß unabhängig von der Eröffnung dieser konstituierenden, Versammlung beginnen kann. Im Gespräch über die heutige Note Wilsons sagte der Reichskanzler: Wir laben heute Besprechungen mit führenden Faktoren gepflogen, dahinMhend, daß Schiffe, Kohlen und alles Nötige sofort bereitgestellt tverden, um die von Amerika bewilligten Nahrungsmitteln so rasch wie möglich ins Land zu bringen. Zur Vorgeschichte der Revolution. Berlin, 15. Nov. Unter der Ueberschrift „Wie es kam" veröffentlicht der „Vorwärts" einen Artikel über die Vorgänge, die den rrnmittelbaren Anstoß zur deutschen Revolution gaben. Gewöhnlich, heißt es da^ bezeichne.' man als Beginn den 5. November. den Tag ihres Sieges in Mel. Das ist aber nicht richtig.- In Wirklichkeit hat sie schon eine volle Woche früher eingesetzt. Kiel ist der zweite, nicht der erste Akt der Revolution. Tiefer irrste Mt spielte sich auf der gesamten Hochseeflotte ab. und zwar in Notwehr von 80 000 Menschen gegen einen alldeutschen Schurkenstreich. Das Blatt weist sodann auf die fieberhafte Propaganda der Alldeutschen für einen „nationalen Verzweiflungslamps" hin. die aber erfolglos geblieben sei. In ihrer Not seien die Alldeutschen aus das Heer verfallen, das sie noch immer durch ein gleichgesinntes OfsizierkorpS zu beherrschen glaubten. ohne vor: der revolutionären Stimmung der Truppen eine Ahnung zu haben. Ein teuflischer Plan, schreibt das Blatt, wurde lausgeheckt. Tie Flotte sollte aus'laufen und sich im Kampfe gegen einen übermächtigen Feind bis zum letzten Schiss opfern. Tas /hätte wohl 80 000 Menschen das Leben gekostet, wäre aber nach .dem Glauben der Alldeutschen ein Ereignis gewesen, um das Volk taxf) einmal mit der Stimmung der Augusttage 1914 zu erfüllen. Ter Plan sei keine Phantasie, ßnrdern durch zuverlässige Auslagen von Matrosen erwiese::. Tie Schlachtslotte habe am 28. Oktober Befehl zum Auslaufen erhalten. Es handelte sich, itne den Soldaten gesagt wurde, um ein Manöver, aber aus Abschiedsbriefen von Offizieren uno anderen Anzeichen hätte:! die Seeleute bald die Wahrchll erfahren und infolg 0 -ftsen gemeutert. Tie Ausfahrt sei verschiedene Male befohlen nwrden, aber jedesmal hätten sich die Matrosen trotz der Beruh-gungsansprachen der Offiziere widersetzt. Nackten: die Matrosen einmal soweit gegangen seien, sei in ihnen der Entschluß zun: äußerste:: Widerstand weck) geworden. Ten „Meuterern" drohte:: schwere Zuchthcrussttafen, und tatsächlich seien alsbald an tausend Matrosen in Wilhelmshaven eingesahren und gefangen gesetzt rvorden. Auf der (inen Seite habe das Zuchthaus. aus der anbem die Freil-eit gennnkt. Die Wahl sei nicht schwer gewesen, sie sei auf die Revolution gefallen. Ein Dementi. Bremen, 14. Nov. Tie Meldung aus Hannover, daß hier zwanzig Angehörige der sogenannte:: fliegenden D i v t f i o ifl Bre mens standrechtlich erschossen seien, trifft, wie Boesmanns Telegraphisches Bureau durch den hiesigen Arbeiterund Soldalenrat erfährt, nicht zu. BrannngS Antwort. Berlin, 14. Nov. Auf das Telegramm der beide:: sozialdemokratische:: Patteien an Braut ing hat der unabhängige Abgeordnete Eduard Bernstein folgende Antwort erliallen, in der es heißt: „Ich bin sicher, daß ei:w Reaktion nicht nur unserer Genossen, sondern der ganzen öffentlichen Meinung in den Entente- ländern gegen die erdrückende Vergewaltigung deS revolutionären. Deutschlands einsetzen wird. Heute melden Zeitungstelegramme, daß Wilson und sogar Elemencean sich gegen die inhumane Maßregel ausgesprochei: haben. Tie Reaktion wird diese peri'önlicheni Strömungen noch mehr stärken." Aus Holland. Amsterdam, 14. Nov. In Amsterdam, im Haag und in Rotterdam sind bisher keine größeren Ruhestörungen vorgekommen. In allen drä Städten ist Mllitär zusammengezogen worden. Außerdem: werde:: Bürgerweh'en gebildet. Das Srraßen- bild ist lebhaft. Für die Tauer der Deurobilmachung ist der Äus- fchank^vow Branntwein verboten worden. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Alle einzeln aus dem Felde zurückkehrende:: Militärpersonen haben sich zwecks Verpflegung in Gießen inü> Weiterleitung unverzüglich bei dem Garnison-Komma:rdo, Zenghauskaserne, Brand- Platz, zu melden. Für den Soldatenrat: 8735V _ Tas Garnison -Kommando. B e 1 r.: Sperrzeit für Tauben. An den Oberbüraermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeirden des Kreises. . Im Anschluß an unser Ausschreiben vom 29. März 1917 (lK'reisblatt Nr. 54/ entpsehlen tvir, mit allen Mitteln auf ein Einhalten der Tauben zur Saatzeit zu dringen. Außerdem ist das Feld schütz personal zu ermächtige::. Tauber:, die währeick der Einhaltefrist die Saaten schädigen, abzuschießen; sollten sich in Ihrer Gemarlung Niststätten verwitdeter Tauben befinden, so sind sie zu zerstören. Gießen, den 14. November 1918. KrciSamt Gießen. _ Dr. Ü m ii g -1. _ Bekanntmachung. Zur Sicherung der Volksernährung müssen di? Saaten vor der Schädigung durch die Tauben bttvahrt bleiben. Alle Taube::- halter wewen aufgesordert, die Tauben während der von dem Ortsvorstande festgesetzten Zeit stteng einzuhalten. ander::falls sie zu gewärtigen haben, daß sie gen:äß Art. 39 Abs. 1 Ziffer 2 t>es Feldstrasg srtz s bestraft und die Tauben von dem Feldschützpersonal abgeschossen werde::. Gießen, den 14. dlovember 1918. Kreisamt Gießen. _ Dr. Usinger. B e t r.: Zivilbäckereie::. An den Oberbürgermeiftee zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen binnen drei Tagen Mitteilen, welche Zivilbäckereien fttlliegen, in welchen Betrieben zur Feuerung Holz unnötig und wo nur Holz verwmrdbar ist, weiter, wieviel IV 2 -Kilogramm-Brote bei Tagebetrieb und wieviel bei Taynachtbetrieb erbackbar sind. Gießen, den 13. Novcncher 1918. Kreisamt Gieße::. I. B.: L a n g e r m a n n. Bekanntmachung. Betr.: Kartoffel Versorgung durch Bezugsscheine. Mle Kartofselerzeuger, welche belieferte Bezugsscheine noch nicht abgeliesert haben, werde:: ausgefordert, diese bis zum 20 . November ds. Js. an die Bereinigten OZetteidehändler in Gie^n abzuliefern. Später eingehende Bezugsscheine werden in den Wirt- schastskarren nicht mehr aufgerechnet werden können und eS wird keine Rücksicht bei späterer Mlieferungsaufsorderungs und Enteignung aus diese nicht ausgerechneten Meirgen möglich sein. Gießen, den: 14. November 1918. Kreisamt Gießen. ^ I. V.: Langermann. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Vorstehendes ist sofort ortsüblich bekanntzumachen. Gießen, den 14. November 1916. KreiSamt Gießen. __ I . V.: L a n g e r m a n n. _ An den Ob'erdürgcrm?jst?r zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeii den des Kreises. Sic wollen die Wirtschafts'^usschüsse benachrichtigen, daß die beabsichtigte Zurückziehung der in d«?r Lmrdwirtschaft arbeitenden Kriegsgefangenen vorläufig nicht durch geführt wird. Da ab«? die Abgabe der Kriegsgefangene:: im allgemeiiwu demnächst zu erfolgen hat. wolle:: Sie unigeheiü» mitteilen, :oelche Arbeitskräfte Sie für Ihre lantwrtschaftlich n Arbeiten unbedingt benötigen und wieviel Soldatc:: in Jl/rer Gemeinde zur Hiljeleistung für die Landwirtschaft beantragt rverden. Gießen, den 13. November 1914. KreiSamt Gieße::. I. V.: Langcrmanu. _ Tienstnackrichten des Krci amttz Gießen. Assistenzveterinärarzt Blume in Grüirberg hat seine Tienst- geschäfte wicHer überuonmven. Bekanntmachung über Maßnahmen gegen WohmmqSmangel. Vom 23 Ser« 19IS Der Bundesrat hat auf Gru:ü> des ^ 3 des Gesetzes über die Ermächtigung d»'s BuudcSratS zu wirtt'ckiaillichen Maßnahmen usw. vom 4. August 1914 (Reichs-Gefetzbl. S. 327) folgende Verordnung erlassen: 8 1. Macht sich im Bezirk ^iner Gemeindebehörde, in dem ei>: Gyngurrgsamt errichtet ist, nach dem Ermessen der Landes- Zentralbehörde ein besonders starker Mangel an 'Wohnungen geltend, so km:n die Landeszcnrralbetzörde die Gemeinde beHörde zu den in Heu 88 2 bis 5 bezeichnet«:: Anordnunge:, ermächtigen. Das gleiche gilt für Bezirke, in denen Berugmsie aus oeu ?,> 2 bis 5 der Bekanntmachung zum Sckmtzk derTMi rer gemäß -- 11 Ms. 1 dieser Bekanntmachung einer anderen Stelle überttageu sind. 8 2. Tie Gemeindebehörde kann untersagen, daß ohne ihre vorher gehe:: de Zustimmung a) Gebäude oder Telle von Gebäuden abgebrochen, b) Räume, die bis zum 1. Oktober 1918 zu Wohnzwecken lx- stimmt oder bcumtzt waren, zu andern: Zwecken, insbesondere als Fabrik-, Lager-, Werkstätten-, Dienst- oder Geschäfts- räume verwendet werden. Tie Zustimmung darf nur versagt werden, wenn das E:::»- guugsamt sich mit der Versagung einverstanden erklärt hat § 3. Tie Gemeindebehörde kann anordnen, daß der Ver- fügMgsberechtigte a) unverzüglich Anzeige zu erstatten hat, sobald eine Wohnung oder Fabrik-, Lager-, Werkstätten-, Dienst-, Geschäftsräume oder sonstige Räume unbenutzt sind, b' ihrem Beauftragten über die unbenutzten Wohnungen und Räume sowie über deren Vermietung Auskunft zu erteilen und ihm die Besichttgung zu gestatten liat. Als unbenutzt gellen Wohnungen und Räume der be,zeichnete:: Art, werrn sie völlig leerstehen oder :u:r zur Aufbewahrung von Sachen dienen, sofern dem Verfügr:ngsbereckstigten eine andere Auf bewahr::ng ohne Härte zugemutet werdft^ fturn, oder loenn der Verfügungsberechtigte seinen Wochrsitz dauernd oder' zeitweilig in das feindliche Ausland verleg: liat. 8 4- Hat die Gemeindebehörde dem Verfügungsberechttgten für eine unbern:tzte Wohnung oder für andere unbenutzte Räume, di« zu Wol/nzwecken geeignet sind, einen Wohnungssuchenden bezeichnet und kommt zwischer: ihnen ein iMetvertrag nicht zustande, so setzt auf Anrufen der Gemeindebehörde das Einigungsaml, falls für den Verfügungsberechtigten kein unverhältnismäßiger Nachteil zu, besorgen ist, einen Mietverttag fest. Trr Vertrag gilt als geschlossen, wenn der Wohnungssuchende nicht innerhalb eine- von: Einigungsamte zu bestimmenden Frist be: diesem Widerspruch erhebt. TaS Einigungsantt kann dabei anordnen, daß die Genieiud« an Stelle des Wohnungssuchenden als Mieter gilt und berechtigt ist, die Mieträume dem Wohnungssuchenden weiterzuvermieten. 8 5. Auf Ansordern der Gemeindebehörde hat der Verfü gungsberechtigte der Gemeinde unbenutzte Fabrik-, Lager-, Werkstätten-, Trenst-, Geschäftsräume oder sonstige Räun:e„zur Her richtung als Wohnräume gegen Vergünmg zu überlasten. Tas Einigungsamt bestimmt die .Höhe der Hergünu:g und die Zahlunge- bedingi.ngen, wenn eine Einig::ng hierüber nicht zustande komnit Tie Gemeindebehörde ist berechtigt, den Gebrauch der hergerichteten, Räume einem Tritten zu überlassen, msbesondere sie zu vermieten. Nach Fortfall der der Gemeindebehörde erteilten Ermächtigung (8 1) sind dem Verfügungsberechtigten die Räume in angemessener Frist zunickzugewähren. Tie Frist bestimmt, wenn eine Einigung nicht zustande kommt, das EinigmrgSamt. Au: Ver langen detz Berechtigten hat die Gemeinde den der frühere:» Zweckbestimmung und Mröstattung entt'prechenden Zustand der Raume wieder l)erznst?lke::. 8 6 . TaS Einigungsaml entscheide: nach tnlligem Ermessen. Seine Enftckeidungen sind unansechrbar. 8 7. Ans das Verfahre:: vor dem Einigimgsamte i§§ 2, 4, 5) finden die Vorschriften der Verordnung, betreffend E:n:gungS- ämter, vom 15. Tezember 1914 (ReichS-Gesetzbl. S. 511) keine Anwendung. Tas Verfahren ist gebührenfrei: daS Einigungs- amt bestimmt, :ver die baren Auslagen des Verfahrens zu ttager« hat. Im übrigen wird das Verfahren durch den Reichskanzler i\e reget r. 8 8 . Tie Lanku'sZentralbehörden können Ausführungsbesnm- mungen zu dieser Verordnung erlassen. 8 9. Macken sich im Bezirk einer Gemeindebehörde nach dem Ermesse:: der LandeSzenrralbehörde infolge besonders starken Mangels an Woh:runge:i außergewöhnliche Mß st an de geltend, so kani» die LmrdeSzentralbehörde mir Zustimmimg des RelchSkanzierS d,e Gemeindebehörde auch zu a:weren als den in den 88 2 bis 5 b«- zeichneten Anordnungen crmächttgen. 8 10. Mit (Geldstrafe biS zu eirttausend Vcart wird bestraft. 1. wer tftnem von der Gemeindebehörde gemäß 8 2 erlassenen Verbote, zuwiderhandelt, 2. tver einer von der Gemeindebehörde gemäß 8 ^ erlass ewu Anordnung zuwider vorsätzlich eine Anzeige oder eine Aus kunft nicht oder nicht rechtzeittg erstattet oder wisfentlict: unrichtige oder unvollständige Angaben mach! oder eine Besichtigung :ftcht gestattet, 3. wer einer Anordnung zuwiderhandelt, die von einer G?- meindebelrörde curs Grund der ihr gemäß 8 9 erteilten Ermächtigung erlassen worden ist. 8 11. Tiefe Verordnung tritt mft dein Tage der' Verkündung in Kraft. Ter Rerchssiurzler besttniml den Zeitpunkt des Außerkrafttretens. Berlin, den 23. ^eptenrber 1918. Ter Reichskanzler. I. V.: Dr. von Krause. Betr.: E:::sendu:rg der KreiSabdeckereiverzeichuisse ft'ir den Monat Okwber 1918. An die Großh. Bürgermeistereim der Landgemeinden des Kreises. Wir erinirer:: an die Einsendung der Abdeckereivcrzcrwtnsft für den Monat Oktober 1918. Genaue Aufstellung ist unbedingt noüvendrg Gießen, den 6 . November 1918. Großherzvl'lrclu H K. eisamt Gießen. I. B.: Wolf. Iss ronnbcrfflinc AScutcutt iw ßerr» Ealshad Joiies. Roman von A. H. Adams. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) EZ w schlossen vorwärts in die Gefahr des Stwdsls». Aber es nützt nichts, sich die Ohren zu verstopfen, wem: die Sirenen im 5x?rzen singen. Als Galahad in höchster Eike, nach Ln fr schnapperw. unter dem Balkon in gleicher Entfernung zwisckren Scplla unb Charybdis hindurckwaste, kitzelte der vergessene Duft der Boronia seine Nüstern, und in fchreckensvollem Gefühle des Unheils griff er hastig nach dem Taschentuch Aber e« war zu spät. G'alahad nieste. Und nun plötzlich waren seine Ohren nicht ntti>r ver stopft. Aus weiter Ferne hörte er ivieder jenen fernen Musikakkord. Er erkannte ihn nun als den Gesang der Swewen. l?.or Dl>o:nantik, deren zarter Gesang r 4 den trostlosen Felsen dieser alltäglichen modernen Welt niemals verstummt. Uitd manchnml norden in einen: seltsamen Au- genblick der Sttlle diese sanften und schwernmttgen Stimmen von irgendeinen: Wanderer durch den mühseligen Engpaß des Lebens vernommen. Unter dem Heulen de-? Windes und dem Tose»: IdeS Meeres erllingen jene »vel)-rnütlgen Stimnien, und die Seele eines soläsen Rtechchen ist fiir inimer der Romantik verfallen. Die Mlrstt des Abenteuertick^l, w:rd stets in seinen: Herzen schlummern. Galahad schaute unnftllkürlich empor Von: Balkon herab sah er hinter je:ren neckenden. t,?r ans forderirden Vorhängen die schlaitte weiße H:md der Romantik sich schnell lftn imo her bewegen und dann verschwinden. (galahad Jones konnte niäst mehr zurück. (Fortsetzung Heute entschlief sanft nach längerem Leiden, 74 Jahre alt, meine liebe hrau, unsere treue Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Margarethe Siebeck geb. Stähelin Giessen (Wilhelmstr. 14), den 14. Nov. 1918. Geheimerat Professor Siebeck Pfarrer Siebeck Stabsarzt Dr. Siebeck Gertrude Siebeck Dr. Hans Siebeck, z. Z. vermißt Sophie Siebeck geb. von Helmolt Frieda Säebeck geb. Deiters Grete Säevers. ißlli’frnil * ßr die n-nbrif- 4>Utj|(UU räume nefuebt. tvfrma Svocrbaie, uoruu Siaubinner L Eo. ^ 725 S teinstra st e3D. _ Wegen Ster besä llev der Muuer meines Tienstnind- aientz bin ich genötigt, ein anderes braves, ehrliches Mädchen oder AriSbilfe »oiort oder später einzu- stellen. Heiuerk, Ot'lM Noo nstraste 32, v. MäScheil f. Kärteilarbcit ans dauernde Beschäftigung c^es. SSriavrsj I-onts ZzvLsr. 3 170 Kaiser-Allee 1 3. Ordentliches, kinderliebes Mädchen 1 das schon aedient hat. für sofort gesucht West Anl. 00. v. ^57^^ L E NG E sÜ‘C fTe* j UCHTSPSELHÄUS - Kr*tkl»*miß;e KünatEerkonzerte ----- Heute letzter Tag; V Das Himmelsschiff“ Beerdigung: Montag den 18. November vormittags 11 Uhr auf dem neuen Friedhof. _ _ 8738 D tjL'j m ■ Gestern abend verschied sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere herzensgute Frau Lini Lyncker geb. Zülch im Alter von 31 Jahren Giessen (Kaiser-Allee 26), den 14. November 1918. In tiefem Schmerz? Carl Lyncker und Kind Familie Herrn. Zülch Familie Fritz Seidel. Die Beerdigung findet Samstag den 16. November 1918 nachmittags Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. 8roei iiutne Damen mit vandelSschnlbildnng suchen n. austerbalb GiestenS pass. Wirkungskreis, mögt. in.5kost und Wohnung, evtl. a. («nt. Angebote unter 00978 an den Giest. Anzeiger erbeten. "v'e :’ r"k ä'u' fe:* *"' ^ i Em junge > Zieoan'.amm z. prk. Fra nkfurter E tr. 140, p . 2 aebr. 6»,-2i»s Lmpsu verk. 8734 Goetbeitr. 34, v. Gebrauchte, gut erhaltene Ntthmaachlne iPsafsj zu verkaufen. Zn erfragen in der Ge sch,t . d. Gien. Anz. 0097, 4 r«U,eb»aL«Ipk»rs zu verk. 7 9 HI. b. Keldinan . 5lindcrfvorttvagen zu verk. m m:») Sshanzeastr. 18 II. r. ui am erlmli. dunkelblauer Ktader-KiapflWRBJm zu verk. Noll, Bahnhof,tr. 0. 00970 P FEH L U N G ^oiiinieriöjer M\t sraa) einoctroffen. J. ifl. Schulhof, Marktstraße. j V E R SC H IE DENESj Brotmarken verloren. 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Die Beerdigung findet am SamStag den 10 November nachm. -/--3 Uhr in Treis statt. * 5>i2 M,ii V ?', iet °bends 7 V, Uhr ent- I fajhtf sanft nach kurzem, schwerem Leiden * mein mnigstgeliebter Gatte, unser lieber Süfsy*' | MW Weitzel, »mjtt. im Alter von 56 Jahren. U'n 12. November 1918 nach kurzer, schwerer Krankheit, die er sich im Felde zugezogen bin im Lazarett zu Nassau an der Lahn im Aller von 20 Jahren gestorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen Christoph Ranft, Weißbindermeister, und Frau nebst 4 Kindern. Allcndorf a. d. Lumda, den 14. November 1918. Die Beerdigung findet 15. November 11 Ubr vormittags in Nassau statt. . 06982 Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung! . , I Ueberlingsr Geld-Lotterie. Ziehungam 19 o 20 Nov. 1918 626» Geldgewinne bar ohne Abzug Jl |ZOONG Lose k Jl 2 — Porto u. Liste 45 ^ extra versendet auch ge'g. Nachn Carl Sehnasmilch «sh Itaniburs 24. 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Nge Nagrnngsmittel vor dem verderben ,n retten ZSrfSbSS mi" 5Jr J bc J‘f. r und Arbeiterinnen Im Jnttreff« der Allgemeinheit und zur Abwenöuna des Hungers zur Verfügung stelle»! Meldung beim Sfäöf. Arbeitsnachweis Kietzen. fließen, den lg. November iif8. Arbeiter- und Soldatenrat fliehen Sriiährungi-Aur-chuß. ^ lmit oder ohne Pension» mit guter Heizung für sofort gesucht Angeb. unter 06944 an den Giekener Anzeiger. Gut möbl. Zimmer in gutem Hause von Dame gesucht. Schrtftl. Angeb. unter 0t!979 an den Gtest. A nzeiger. intfbl. Zimmer gesucht. Angeb. unter OWI62 Qii de » Giegener Anzeiger. Feldgrauer incht einfach möbl. ^Uinmcr. Angebote Nl"rr06!c,7 NU den tOien. Anz. TSüm 1. Dez. wird in ruhig. Hause ein gut vnöblicrtcs ^itmmcr gesucht. Slnbender, ein junger, gebild. Militar- beamter, ist solider Dauer- mietcr und crbiuel schrist- liche Angebule unter 0(5983 " " den Gi estener Anzeiger. ! rrELLENANG eÖVeI Lanflran od. -mddclieu gesucht 00959 Ludwigstr. 40,z». 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November nachmittags 3V* Ubr: Wie einst im SVSai Abends 7'/, Ubr: Waldfrieden Gelähmte Schwingen Die Medaille. Verstärktes* Orchester. Nährmittel Ausgabe. r Die bei den K'leinl-änblcrir der Stadt Gietzen be- Iteilten Waren für November 1918 Immert von S amS - t a g de n 16. d. M. ab gegen Vorlage des Bestell- miswerses znr Nährmittelkarte und Abgabe der Nährmittelmarke für N o v e m de r (11) rn Empfang gaum* men roerbvii. Einzelne abgetrennte Nährmittelmarken ohne den Bejtellan!stv.'is si.nd ungültig und berechtigen nicht znm Bezug von Waren. Es entfallen: 1. Auf die gelben Karten (A) 250 Gramm SnDpensabrikate, 2. aufbiccoten S!.a r t e n (B) 500 Gramm Grieß, 5. aut die blauen Karten (C) 200 Gramm Graupen, 100 Gramm Teig^varen und 100 Gramm Snppensabrikate. dNit dem 3 0. November 1918 verlieren die Nährmrttelkarten 11 (November 1918) ihre Gültigkeit Wer bis zu dresem Zeitpunkt die Waren nicht abgehott hat, verlrert den Anspruch darauf. Tie Neinhrrndelsgeschäfte haben die in Empfang gmommcitcn Nähr mittel marken 11 (November 18- zu sammeln und getrennt n.ach Farben unter Beifügung erner jchristlichen Mitteilnarg über die Anzahl der Mar- teir an das Städtiscl>e LebenÄnitlelamt abznlicfern. Tie na ch vem 30. November 1918 nicht abgeholten Waren sind dem Städt.,LebenSmittelamt bis zum 2. T e - ? 5 .^E>er 19 18 schriftlich anznzeigen. Nichteinhaltung Vvnft, sowie Unregelmäßigkeiten bei der Abgabe t^ben den Ausschluß von der Nährmittel Verteilung zur Der ^Klernverkaufshüchstpreis für das Pfund Grieß beträgt 48 Psmnig, für das Pfnnd Gerftengraupen und Grütze 44 Pferurig, für das Pfund Teigwaren aus Mprozentigem Mehl 66 Pfennig nnd für das Pfund Teig waren aus Auszrtgsmehl 88 Pfennig. die festgesetzten Höchstpreise rcherfchvetten haben außer strafrechtlicher Berfokgirng den Ausschluß von weiteren ^bnieilurrgen zu gewärtigen. G i e ß e n, den 14. 'November 1918. 8727L _Ter Oberbürgermeister (Lebensmittclamt). Zucker-Ausgabe- Ter bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellte Zucker für November 1918 kann von Montag den 18. d. M. ab gegen Vorlage des BestellauÄveises zur Zuckerkarte und Ablieferung der Zuckermarke Nr. 11 in Empfang genommen werden. Einzelne ab- getrennte Znckermarken ohne den Bestellansweis sind ungültig und berechtigeir nicht zum Empfang von Zucker. Es entfallen auf die ZuckermarP.m 11 (Novbr. 1918) 500 Gramm Zucker. Mit dem 30. November 1918 verliert die Zncker- nrarke 11 ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt deir Zucker nicht abgeholt hat, hat keinen Anspruch mehr darauf. Tie Kleinhartdelsgeschäste l)aben die veremnahmten Znckecmarki'n Nr. 11 (November 1918) zu samnteln und zu je IM gebütwelt bis l ä n g st e n s 2. T e z e m b e r 19 18 an das Städtische Lebeirsntittelamt, Zimmer Nr. 11, unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgelieferten Marldn einzusendeit: die nicht abgeholteir oder mehr Überünesc7leii Zucker- mengen sind nach vorgcvchriebenem Muster dem Städt. Lebensmittelamt zu melden. Mchteinhaltnna dieser Frist, sowie unrichtige Angaben über den Zuckerb startd und Unregelmäßigkeiten bei der Abgabe des Zuckers haben den Msschluß von der Zuckerverteiliing zur Folge. Ta iirfvlge der jetzigen Verkehrsberhältttisse der der Stadt Großen übernäesene Zucker uock, nicht ein getroffen rst, kömnm in diesem MonM nur 500 Gramm Zucker zur Verteilttng kommen. Ter R.'stbetrag von 250 Gramm wird im Monat Dezember aus ge geben werden. Ter LttcinverkaussHöchstpreis pro Psd. Zucker lieträgt: 1. Kristallzucker und gemahlener Zucker: a) nicht raffiniert (Konsnmzucker) 50 Pf., b) raffiniert 52 Pf 2. Hutzucker, Plattenzncker: a) im ganzen Hut oder Platten 50 Pf., b) lose ausgewogen,52 Pf. 3. Würfelzucker 54 Pf. 4. .Wndeszucker: a) bixntn 62 Pf., b) schwarz 66 Pf. Gießcn, den 14. November 1918. 87268 Ter Oberbürgermeister (Lebens mittel amt). Städtischer Wildverkanf. c., städtischen Wildverkaufsstellen, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, wird am SainSlag den 10. d. M. aus die Bestcllanöwelse ' ^ 701—800 «IlbBelf« «wen Ablieferung der Fleiichmarken der 46. Woche abgegeben. Auf den 'Wochenabschnilt (zehn '/,..An> leile) entfallen m Gramm. Der Verkauf findet vormittags von 8-Ü2 und nachmitags von 2-7 Ubr statt. lieber nicht rechtzemg abgebolte Wildmengen wird anderweitig verfügt. u . und Fremde können ihre Il.'grken gleichfalls bei den Wildverkauf. stellen cinlösen. Gießen, den 15. November 1918. 87308 Te r Oberbü rgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung Betr.: Die Offenlegung dcS Grundbuchs und de ,^?^eNe«kartett der Gemarkung Lollar. Bekanntmachung Grosch. Amtsgerichts vom !««°^^ol'er 1918, Giestener Anzelger Nr. 258 vom 2. Nov 1918, wird bmgewiefen. Gießen, den 11. 9koventbcr 1918. 8729 b Ter ßberbüroenwiftet. L B.: Sttci-jicn, Bcigcordackrr«