rn. 2 os Tn Gtetzeuer Anzeiger ctfd)(im täglich, ouvcv Sonntags. - Beilagen: SiebenerFamMenblätter, Xreirblatt für den Kreis Gieße«. Bezugspreis: monat l. Mk. 1.35, vierteljährlich Mt. 4.05; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25: durch dwPost Mk. 4.O5 viertel« jahrl. ausfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsie: Uir die Schriktlcitung112 Beriaq,Geschäitsstelle51 AnschttstsürDrahtnach- nchteu. Anzeiger Gießen. 168. Jahrgang Donnerstag, M- November ^8 Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 emr lnzeiger General-Anzeiger für Oberbessen Annahme von Anzeigen f. die Laqesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVcrblndlichkeü Zeilenpreise: für örtliche 'Anzeigen 25 l>f..sür auswärtige 30 Pf., für Neklamen Mk.1. —nebst 20° „Teue- rungszuf-b.lag: Platzvor« schrisl 20 % 'Aufschlag. Hauptschrillleiter: Aug. ÄEr. Perautwortllch Vankverkehr: für-Politik: Aug. Goetz: ScwerbebanI Sietzrn !ür d-nübr,«cnTe,U I)k. Reinhold Zenz: für den Zwillingzruni'dnick u. Verlag: vrühl'sche llniv.-vuch- u. Steindruckerei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei- Schulstr. ’ St " ie,fle,,teü: “ säintilch tu Gießen. Aenderungen der waffenstillftandsbedingungen. Eine Crklürnng der deuischek Vevollmächtigten. Bekanntmachung Sämtliche Wafftnhandlungcn werden hiermit angewiesen,^ keinerlei Waffen und Munition an Militär und Zivilpersonen abzugeben. Eine Abgabe ist nur dann gestaltet, wenn der Käufer eine Bescheinigung mit vollen Unterschriften des grschäfts führenden Militärausschusses einbringt. Die Bescheinigung ist vom Verkäufer dem Militärausschuß unter Vermerk der verkauften Waffen einzusenden. Gießen, den 14. November 1918. Militärausschuß. _Schulz. Simon. Wagner. Die hochnlötienden militärischen Diktatoren unserer Geg- ner legen in den Waffenstillstaudsverhandlungen weiterhin em Verhalten an den Tag, das nicht nur im deutschen Volk, sondern auch bei allen übrigen Völkern höchstes Befremden erregen muß. Ihr „Entgegenkommen" auf die deutschen Vorstellungen hin ist nicht von Loyalität, sondern von Hohn und Haß diktiert. Wie könnten sie sonst in so unerhörter Weise mit den Fristen geizen, die sie zur Räumung gestellt haben! Welches Interesse haben sie daran, einige Tage früher oder später die Gebiete zu besetzen, die sie bis zum Friedensschluß dem deutschen Machtbereicl) entziehen wollen! Die Verzögerung der Bekanntgabe der Bedingungen hatte nochmals eine Hinausschiebung der Frist gerechtfertigt; mit der Gebärde eines Lchrannen bewilligt Foch dem deutschen Oberkommando 24 Stunden. Unsere Bevollmächtigten im Westen haben die Annahme der Bedingungen mit einer öffentlichen Erklärung verknüpft, die in der gesitteten Welt wohl Beachtung und Verständnis finden wird. stäoch ist nicht aller Tage Abend — und wenn wir auch nicht allen Nachrichten über revo*- lutionäre Bewegungen in der gegnerischen Front voreilig Glauben schenken wollen, so ist doch zu erwarten, daß der rauhe Zug der Zeit auch in Frankreich und England manches hinwegfegen wird, was die Völker nicht zur Ruhe kommen läßt! Zur NeuorLrrung der Dinge im Reiche sind wieder einige Schritte getan worden. Zum Nachfolger des aus dem Amt geschiedener Rerchsschatzsekretärs Graf Rödern ist der bekannte nativ na.llibera.le Parlamentarier und bisherige Untershaatsfekretär Schiffer in Aussicht genom- nren. Der irrrabhängige Sozialdemokrat Eduard Bernstein wird in das Reichisschatzamt eintreten. Zum Chef der Reichskanzlei ist der bekannte sozialdem akratisch Journalist Kurt Baake ernannt worden. Die Leitung des Reichs- wirtschastsanrtes soll an Stelle des znrückgetretenen Freiherr:: v. Stein Unterstaatssekretär Dr. August Müller übernehmen. Ferner ist für den fortschrittlrchen Abgeordneten Justizrat Wald stein ein Staatssekretariat vorgesehen, und der sozialdemokratische Abgeordnete Wolfgang Heine soll die Leitung des crnhaltischen Staatsministeriums l'ilbernehmen. Die bürgerlichen Parteien sind langsam wieder zum Leben erwacht. So sind bereits Aufrufe der Fortschrittspartei und des Zentrums erschienen, die zur Vorbereitung der Wahlen auffordern. Die Soldatenräte werden allgemein als ein nützlicher und gegenwärtig notwendiger Faktor unseres öffentlichen Lebens anerkannt. Mit Recht sagt die National- lib. Kvrresp.: „Treten überall die Soldatenräte in Kraft, so bildet sich an allen Stellen, wo der Damm der Ordnung zu zerreißen droht, eine feste Form, die der reißenden Flut Halt gebietet." Praktisch ist dies jetzt namentlich in der Reichshauptstadt geschehen, wo gestern eine große Soldatenversammlung sich der Bildung einer Roten Garde entgegengestemmt und es abgelehnt hat, die Geschäfte einer bestimmten Richtung in der Sozialdemokratie zu besorgen. Es wäre schlimm, wenn das deutsche Volk nach dem äußeren Kriege nun in einen Bürgerkrieg hineinkommen würde. Ueberdies ist der Friede mit unseren Gegner:: noch nicht geschlossen, und die „Köln. Ztg." hat g-anz recht, wenn sie sagt: „Unsere Feinde machen sich gewiß einen falschen Begriff von dem bolschewistischen Chaos" in Deutschland, aber wir müssen auch auf ihre Besorgnisse Obacht geben, damit wir nicht Maßnahmen gegen uns heraus fordern, die gerade geeignet wären, den Aufbau imseres Ordnungsstaates zu verzögern oder gar zu verhindern." Deutschland ist nicht Rußland, und wir haben fote Zrwersicht, daß der neue Staat schon ganz bald auf Recht und Ordnung und Freiheit aller seiner Bürger gegründet werden wird. Die Waffenstillstandsbedingungen. Eine Erklärung der deutschen Bevollmächtigten. i. K ö l n , 14. Nvv. Die „Kölnische Zeitung" nieldet aus dem Haag: Wie das „Hollandsch Nicuws Bureau" nach übereinstimmenden Berichten aus London und Paris meldet, haben die deutschen Bevollmächtigten bei der Unterzeichnung des W a f se n st i l l st a n d s v e r t r a g e s folgende Erklärung abgegeben: . Die deutsche Regierung wird natürlich alles tun, um mit allen Kräften die ihr anserlegten Verpflichtungen durch- zusühren. Di Unterzeichnern Bevollmächligten erklären, daß die Gegenpartei auf erfolgte Anregung hin einen versöhnlichen Geist gezeigt hat. Sie können und mögen aber keinen Zweifel über die Tatsache lassen, daß mit Rücksicht auf die Kürze des Termins, der für die Räumung festgelegt end mit Rücksicht auf den Zustand der unentbehrlichen TranspvrV- mittel ein Stand der Dinge ins Leben zu treten droht, der, ohne daß die deutsche Regierung oder das deutsche Volk sich irgendwelcher Versäumnis schuldig machen, die Ausführung der Bedingungen unmöglich machen könnte. Die unterzeick)«- neten Bevollmächligten sehen es außerdem als ihre Pflicht an, mit' Rücksicht auf ihre wiederholten schriftlichen und mündlichen Erklärungen noch einmal mit großem Nachdruck darauf hinzuweisen, daß eine Ausführung dieses Abkommens das deutsche Volk in A n a r ch i e und Hungersnot stürzen muß. Nach der öffentlichen Darlegung dieser Verhältnisse vor Abschluß eines Wassenstillstandes hätte man Bedingungen erwarten können, die den Gegnern eine vollständige militärische Sicherheit bieten würden und die den Leiden der Nichtkämpser und Frauen und Kinder ein Ende bereitet hätten. Eine kleine Fristverlängerung. Aus dem Haag, 14. Nvv. Tiie Kölnische Zeitung meldet: Hier wurde folgendes bratlose Telegramm des verbündeten Oberkommandos an das deutsche Oberkommando aufgrfängon: Es können jetzt keine Aenderungen mehr an den Bedingungen vorg«wmm«: toerfcen, die in den Ergänzungs- texten bei der Unterzeick.imrng des WasieirstilliLndes sestgelegt worden sind. Es wurde eine Ergänzungsfrist von 24 Stunden für die Räumung Belgiens, Lüxemburigs und Elsaß-Lothrin- gms der bereits bewilligten Verzögerung von 14 Tagen Hinzug e- süg-t, um das deutsche Hauptquartier dr die Lage zu versetz«:, die endgültige Fassung des Textes rechtzeitig zu empfangen. Berlin, 12. Nvv. (WTB.) Ter deutschen Waffenstillstandsdelegation ist folgender Zusatz zu dem Vertrage zugegangen „Mit Rücksicht auf die neuen Ereignisse.wird den Bedingungen des Waffenstillstands zur See hm zugefügt: Falls die Fahrzeuge nicht in den bezeichnrten Fristen übergeben tverden sollten, werden die Regierungen der Verbündeten und der Vereinigten Staaten das Recht haben, Helgoland zu besetzen, um ihre Uebergabe zu sichern." Wilhelmshaven, 1 \ Rav. (MTB.) Letzte Nacht gab durch Funkspruch der Chef der englischen Flotte dem Chef der Hochseestteitkräfte Anweinmg, sich mit einem Kreuzer an einer besttmmten Stelle einzusöwen, um die Besprechungen zur Ausführung der Waffenstillstandsbedin gungen aufzunehmen. Wilhelmshaven, 13 .Nov. (WTB.) Ter kleine Kreuzer „Koni gs berg" ging um 1 Uhr mittags mit den Bevollmäch- ttgten !»s' Arbeiter- und Soldatenrats der Flotte zur Zusammenkunft mit den Vettretern der englischen Admiralität in S-ee. Ten Vertrete«: ist eine Vollmacht gegeben worden, in der es heißt: Ter Arbeiter- imd Soldatenrat der Nordseestation imd der Flotte erteilt hiermit dem Obermatrosen Wilhelm Wcngers, dem Obersteuermann Alfred Jahn und den: Torpedomaschinistenmaat Mohrmann die Vollmacht, im Namen des Arbeiter- und Soldatenrats der Nordseestatton, dem sich die Flotte unterstellt hat, an bcu Beratungen über die Ausführung der Waffenstillftantsbdingimgen teilzuuehmen und Verttäge abzuschließen. Unterzeichnet ist die Vollmacht vom Präsidenten der Republik Oldenburg-Ostfttcslaud, Bernhard Kuhnt, und dem Cl^s der Hochseestteitkräfte, v. Hipper. Hipper nimmt nur als fach- männpcher Berater an den Verhandlungen ttil, während das ausführende Organ der Arbiter- und Soldateurat ist Berlin, 13. Nov. (WTB.) Zu Ziffer 23 der Wasfensttll- stlandsbedrngungen (Internierung deutscher Kriegs-j stchrfse in neutralen .Häsen oder .Häfen der verl-'rndcten Mächte) sind von England zunächst folgende Kriegsschiffe namhaft gemacht tvorden: „Bayern", „König Albert", „Großer Kurfürst", „Kronprinz Wilhelm", „Markgraf", „Friedrich der Große", „König Lllbett", „Kaiserin", „Mnser", „Prinzregent Luitpold", „H'imdenburg",! „Terfflinger", „Seydlitz", „Moltte", „von der Tann", „Brummer", „Bremse", „Köln" „Dresden", „Emden", „Frankfurt", „Wiesbaden", :md 5 0 modernste Zerstörer. Tie Abfahrt muß bis zum 18. November 5 Uhr nachmittags erfolgen. Tas Ziel ist iroch nicht genamtt. Tic Schiffe sollen mit reduzierter Besatzung! fahren und ohne Munition. Aufforderungen der Reichsregierung. Berlin, 13. Nov. (WTB.) Wir ersuch«: dringend, auf die Bevölkerung einzuwirken, daß sie ruhig an ihrem Wohnsitz bleibt und Nicht aus Furcht vor feindlicher Besetzung flicht. Tie Ernährungslage verbietet es, jetzt größere Bevölleruugsverschie-j düngen vorzunehmen, da die Zuziehenden in ander«: Komnnmal- verbänden nicht mitversorgt werden können. Flüchtende würdest daher dem größten Elend entgegen gehen. Tie Reichsleitung: Ebett, Haase. Berlin, 13. November. (WTB.) Tie Aufrechtcrhaltung der Volksernährusng erfordert mwedingt, daß keinerlei Eingriffe in die öffmtlich bewirtschafteten Leberrsmittel durch unbefugte Stellen vorgenommen Werder. Vcrftigirngen von Arbeiter- mrd Soldatcnräten über die Bestände an Mebl, Gettcido und midercn Lebensmitteln, die der Reichsgetteidestelle, einer an-t deren Lebensmittelsbelle oder einem Kvmmnnalverband gehören^ istüssen daher unbedingt unterbleiben und soweit sie getroffen! sind, softtt rückgäirgig gemacht werden. Tie Reichsleitung: Ebett, Haase. Das Programm der neuen Neglernng in Preußen. Berlin, 13. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Tie neice Regie- •nmo verösfentlickst folgende Kundgebung: ')br das preußische Voll! lieber dir zukünftigen Preußens, seine Beziehmvren zum Reich, zu den anderen deutschen Staatru und zum Airsland wttd die ver- slassunggebende Versammlung entscheiden. Ihre Wahl erfolgt auf den Grundlagen des gleiche,: Wahlrechts für alle Männer und Frauen u,rd nack- den: VerhältniswllLchstenr. Bis zum Zu- san:n:entrrLt der verfassunggebenden LersamniLung hat ixe vor- lämftge Regierung, die gettagxn ist von dein Vertrauen der Arbeiter- und Soldatenräte, die Geschäfte ubernomn:en. Von den zahlrei-chen Ausgaben, vor die sich das neue, freie Preußen jetzt und in Zukunft gestellt sieht, seien mrr diese heroorgehvben: Turchführirng der uneingeschränkten Koalitionsfreiheit für alle Staatsarbeiter und Beamten, gründlickie Reform der Besoldungs- und Lohnverhältnisse der Arbeiter und Beamten einschließlich drr Pensionäre und Altpensionäre, mrd bis zur endgültigen Regelung die Gewährung von ausreichenden Teuermrgs- Zulagen, Ausbau aller Bildungsinstitute, insbesondere der Volksschule und Schaffung einer Einheitsschule, Befreiung dee Schule von icQÜdyn kirchlichen Bevorinundung, Trennung von Staat und Kirche, Temottattißerung aller VerwaltungsWrpersck>aften, Besafti- giing der Gutsbezirke, völlig gleiches Wahlrecht beider Geschbxhter fttt alle Gemeindevettretu::ge:: in Stadt und Lm:d, entspreckZende- dnnokrattfche Umgestaltung der Kreis- und Provinzialoerwaltungs- kürperschastcn, raschester Änsbau und Entwicklung aller Verkehrsmittel, insbesmrdere der Eisenbahnen und Kanäle. Hebung und Mo- derittsierung von Industrie und Landwirtschaft, Vergesellfchaittmg der dazu geeig::eten ttdusttiellen und landwärttchaftlick^: Großbetriebe, Umgestaltung der Rechtspflege und des Straftvllzugs im Geiste der Deinokratie und des Sozialismi^, Reform de; gesamten Steuerwesens nach den Grundsätzen strengster sozialer Gerechttgkeit. Es ist eine ernste schwere Zeit, in der die Regierung an iljre Arbei/ gehen muß. Gegen die Bildung einer roten Garde. Berlin, 13. Nov. (WTB. Nichtamllich.) Zu einer cini drncksvollen Kundgebung gegen oie Bildung eurer besonderen Roten Garde in Berlin und für oie Einberufung der Nationalversammlung gestaltete sich eine große Soldatenversammlung, die von dem Doll- zUgsansschußld es Arbeiter- und Soldaten rat es für Groß-Berlin: einberufen war. Ten Bremrpunkt der Aussprache bildete ein Erlaß zur Sicherung der Errungenschaften!der Revolution, Schaffung einer Garde von 2000 sozraldemottatisch geschulten und pski- ttsch organisierten Genossen und lArbeitern mit militärischer Aus^ bildung auffordette. Ter Aufruf war von den Berliner Soldaten mit großem Mißttauen aufgefaßt tvvrden. und er bildete den Mittelpunkt de: gestrigen Versammlung. Ter Vorsitzende Kanonier Berginann gab zunächst unter lebhaftem Beifall bekannt, daß der hyperradikale Hauptmam: v. Bcerfelde aus dem Vollzugsausschuß ausgeschieden sei. Auf die polittschen Vorgänge kam dann der WLattvse Strobel zu sprechen. Die Marine »verde sich den Bestrebungen des Lmchhceres. für Freiheit und Ordnung zu sorgen, restlos anschließen. Wir wollen kernen Terror im Land. (Stürmischer Beifall.) Hanptmann Collin-Rvß sprach für die not- wendige Disziplin und 5lvmmandogemalt. Als das Mitglied des VollzngsmiSschuffes, der Zivilist Rusch, über die Zusammensetzung des Arbeiter- und Soldatenratos sprach, ertöirtcni lmite Zurufe: „Warum werden 2000 Rote Gardisten in Berlin gebraucht?" Die Ztube und Sicherheit in Berlin haben wir Euch über- ttaMM, so fuhr der Redner' fort, aber zum Niederschlagen der Gegenrevolution brauchen ivir Mäimer, die unser Ver- ttauen in höchstem Maße besitzm. Da ertönten wieder Zurufe: „Dazu sind die Soldaten da!" Im weiteren Verlaufe dieser Ausführrmgen kam es zu lebhaften Szenen imd eine Reihe weiterer Redner verlangte unter lebhafttin Beifall die soforttge Zurücknal/me des Aufrufs. Das Militär habe vier Jahre lcn:g gekämpft. Es tvolle nicht, daß jetzt Parteileitte den Schutz übernehmen. Sckstießlich gelangte folgender Antrag einsttmmig zur Annahme: „Die durch ihre gewählten Soldatenräte vettretene Garittson Groß-Berlin wird die Bewasnumg der Arbeiter solange nttt Mißttauen betrachten, als die Regierung, zu deren Schutz sie dienen solle::, sich ittcht ausdrücklich zur Einberuftmg der Nationalversammlung als der alleinigen Grundlage der zu gebenden Ver- ffassnng erklärt." Weiter wurde beschlossen, daß die Bildimg der besoirderei: Rotgardisten vom Arbeiter- und Soldatenrat sofort einfach zurückgeuommen werde und daß die Waffen die e.' 2000 Mann an.einem bestimmter: Punkt niedergelegt werden müssen. Drei Soldat«: wurden sofort an den im Herrenhaus tagenden Vollzugs, ausschnß gesandt, um die Zurücknahme der Rotgardisten durch- zujetzen. Alle Redner, die zu diesem Punkt sprachen, betonten unter Beifall, daß die Feldgrauen e^. ablehnten, die Geschäfte der Sparta kiisgnwpe oder der Unabhängig«: zu bestnaew Sie stäirden Mann fttt Mam: zur nei:en Regierung und wenn diese ^rcknch brauche, wäre die gesamte Berliner Garnison zu ihrer Ver- fügung. Eigenes Borgehen der Spartaknsgruppc. Berlin. 13. Nov. (Draht.) Die Die Spartakusgrnvpe der Sozialdemokratischen Partei beabsichtigt, sich in einer össent^ lichen Versammlung am Donnerstag in den Sophstmsälcn als besondere revolutionäre Partei zu konstituieren. In der Versammlung sollen Liebknecht und Rosa Luxenburg spveck)en. Ein Ausruf der Fortschrittspartei. Ter geschäftsführend-e Ausschuß der Fottschrittliä^: Volkspattei in Berlin hat gestern gememsam mit den Mitgliedern der Reickzstags- und Landtagssraktior: den folger:den Ausruf erlass«:: Mitbürger! Tie Fottschrittliche Volkspartei erhebt flammenden Protest gegen die W a f fen st i l l st an d s b e d i n - gungen. die ein ganzes Land mit 5)ungea'snot bedrohen, dir all«: Vorai^setzungen des Rcchtsftiedeirs §)ohn nbrcchen und einen: Völkerbund von vornherein die äußersten Smn'ierigkeiten «rtgegenstellen. Wir rirfen die Völler der Kultunvelt cnn. noch in letzter Stunde diese unerhötte Vergetvalttgung, diesen Triumph des Imperialismus, zu verhindern. Die innere Neugestaltung soll sich in nnrhrhaft den:o- r^-rauen die ^Nationalversammlung zu wählen, die über die stanls- rechtlich«: Gnmdlagen «rftckxttdtt. Zun: Sckmtz dc'r Mmderlxstt bet»arf es d K t ^ * am STl. ^ Wfl X .. ti . * ri •* 1.. yudfi. 5. Bor allem aber ntüffc tat Schleichhandel ein Ende gemacht werden. Pros. Tr. Rosenberg, der Vorsitzende des Oberhessischpn Viehhandels Verbandes, betonte vor allen Dingen, daß die Fleiscl>- nerfarroumg vollkoinmien sichevgestellt sei. Tann bat er die Än^ tanötoKi % ’ S^rfung ländliten: veunstatteu neiden, dem Gerücht entgegOWUtreten, das abgriieierre Dreh 'S 7 U»rdbe,ch werteste soziale Fürsorge werde von der Heeresverioaltung nicht mehr be-alstl. Ter Vieh- die nt entern Weltkrr^ von mehr als mer! bandelsverband selbst sei mr « hrmflirfin* imh r™h, ^ahven cnigerichteten Wertzerstörungen ans-uglrichv: der schioeren Zeit des Uebergangs ist die uirbedingte Er- bmtung der öffentlichen Ordnung, der Schutz von Leben und Juiöan UJli> *? lc Sicherstellung der Ernährung das höchste ^oot. Wer es erfüllen will, soll von uns unterstützt werden. . Unsere freunde im Land fordern Nur auf, alle Kraft daranzusetzen, daß unser teures Vaterland aus der tiefen Erniedrigung ^urch die Schuld der MachtpolitiTer geriet, sich stolz und zilMnststtol) erhebt, die Stellung in der Welt Mrückgewinnt. die tbrn nach ferner unerschöpflichen OK'isteS- und Wirtschaftskraft fanc nationale Wiedergeburt zugleich den höchsten Mcnschhettszweckert dient. Ein Aufruf der Zentrumspartei. mr. Berlin, 13. Nov. Heute nachnvittag 2 Uhr sollte der Reichstag zusammenlreteii. Tie Sitzung ist auwehoben »oorden. -t,te Zentrums fraktion des Deutschen Reichs rags versammelte ihre Mitglieder und beschloß folgenden Aus- ruf an die Partriangehörigcn: handelsverband selbst sei zur Zahlung verpftillstel und habe genügend Vorschüsse von der Heeresverwaltung erhalten, um vollkommen gedeckt uz sein. Die Bauernräte müßten vmt dem Vertrauen ihrer Berufsgenossen getragen sein, über ganz Obertesen Aufklärung verbreiten und die Ablieferung fördern. Ferner hätten die Bauerrrräte die Aufgabe, Bauermori)ren auszubilden für den Fall, daß abgesprengte Soldaten auf eigene Faust gewaltsam Lebens nnttri zu erhalten suchen. In den zu bildenden! Baivernrat rür Oberhessen bat er den Lau. ^agsabgeordnelOi Fenchel zu wählen, der das nottvendige Vertrauen besitze und die nölige Fühlung mit den in Frage temnendan Stellen.habe. Ter bauentrat für den Landkreis Gießen werde mit dem Aktions- Mt^scklusz des Arbiter-- und Sösdatenvates Gießen und einem iir Bildung begriffenen Bürgerrate für Gießen enge Fühlung zu nehmen haben. — Konsunivereiirsverwalter Diener betonte als Mitglied des Arbeiterrates. er Lönne nach Rückspvall-e mit den maßgebendst 'Stellen versichern, daß die Lebensmittelversorgung riusllstießlich der Tergwaren völlig sichergestellt sei. Cs mangele nur iwch an Kar Wir bcansvruckm knei-fftbü, /ufoirtaI ^offrin, diese müßten der dvohmden Frostgefahr wegen sofort dem R° ät.-,t>er ft«id.>il twö M>r.ri in* der **eriammlit!tf»cn. | W' bwn 33micTltrat »fflib m Tie Zentrumsfraktron itfcri) alle, die ibreit Grundsätzen zu- jjjnj* 11 ®» nn lterigneten Augenblick auf rufen. Jetzt aber gilt es Ruhe, Ownung und Sicherheit im Lande und üt der Stabt und oic geregelte Führung der Sdaatsgeschäfte zu ermöglichen. Tabei muß icdem dve Wahrung seiner politischen Ueberzeugung gesichert fern. Wir bitten die Parteifreunde im ganzen Lande: Beratet die Lage, bereitet die Wahlen vor, beruft auch schon retzt zur Aufklärung die Frauen, schließt Euch an an die öffent- lrche Tätigkeit und helft so die Ordnung bewahren. Berlin, den 13. November 1918. _ ^ r Tie Mitglieder der Zentrumsfraktwn: Tr. Faßbender, Giesberts, Hoftnmrn, Vontascheer, Freiherr v. Rechtenbevg, Schiffer. Kaiser und Kronprinz in Holland. „ Amerongen, 12. Nvv. (WTB.) der Kai ser ist von teinent MUgilred seiner Familie begleitet, sondern ausschließlich von Offt- WttBi feiner Umgebung, von denen einige im Sck)Loß Wohnung genmumLn haben. 9kus zuverlässiger Quelle verlautet, daß der «nser vorläufig hier bleiben wird. Maastricht, 12. Nov. (WTB.) Niederländische Telegraphen- agentur In Beglritimg des Kronprinzen beftnden sich Major von Mueürner, Major von Dtüller. Rittmeister Kvbertttz, ein E^nmots^r. ein Kwmmerdvener, zwei Burschen, drei Cliauffeure. Der Kronprinz tat von Spa, wo er sich von seinen Truppen tvr absch/tedete und auf Umwegeit nach Holland ful)r. Der Thronverzicht des Königs von Bayern. München, 13. Nov. (WTB.) Die Korrespondenz Hvffmann meldet^ anrlltch: Thronverzicht Ludwig III. München, ben 13. November 1918. Dem Mftnsterrum des VolksNaates Bapern ging folgende Erklärung zu: Stadtverordneter W i n u führte die schlechte .Kartofselablteso rung auf den Mangel an^ Arbeitskräften zurück. Tie alten Land- Witte müßten sofort entlassen werdeir. — Oekononr Got tutann stellte ebenfalls den Man>g.-l an ArbertSkrästen dar. der rwck^ ver- 1 a^I nrrniert durch die Entlassung der Gefangenen. — Stadtverordneter Vetters vom Arbriterrat drück e nockMUls die Bereit- ftlMft zu gemeinsamer Arbeit aus und schilderte, wie sehr Städter,^ auch die sogenannten besferen Laute, unter dem Lebeitsnrittelmangl getitterr IKUen. Darum müsse der urwerschcünte Schleichharwel beseitigt und alle Kartoffeln, die nock) tn der Erde seien, umgehend ausgemacht werden. Der llrbeiter- und Soldaterwat iverde für die Bereitstellung der notwendigen Arbeidsf. äste Sorge tragen. Die Rekmten könnten sicher dafür abkomntandiert werden. — Stabnürt Schven hielt es für wünschenswerter, ältere Landwirte und landwirtschaftliche Arbeiter dazu herzugeben. — Sladtv. Vetters betonte nochntals die Wich- Mtlckwersorgung der Jugend ivegen. Gegen Schleich- Handel tmd Hamstern würden neue strenge Maßregeln getroffen. ■ÖGttbtmrt Krock bezweifelle, ob die abgelieferte Milch alle bis Mm Verbraucher gelange. Sodann befürivortete er eilte neue BestaosErhebung der Kartoffeln durch örtliche Bauernräte. Seiner Anstcht nach seien noch genügend Kartoffeln vorhanden. — In mner kurzen Anssprache wurde es für richtig erachtet, die örllichcn bauernrate aus re zwei Bauern uitd einem Verbraucher zusMnmen- zusetzett. — Landwirtfchaftslehrer Noß stellte als tveftere Auf- gabedec Bauernrate auf, fcstzustellen, iver Arbeiter brauche und ivtevtele er benötige, damit sie sich desioegen mit dem Soldatenrat tu Verbtitduttg setzen könnten. — Der Leutemaugel mürbe weiter von B raun, Gottmann und W i n n an Beispielen dargetan — Sdadw. Vetters versprach nochmals, alles zu ttm. um Leute llottzumachen. — OeLonom Braun legte der Milchversorgung S, laa.es Bapern ging folgende EMärung zu: wegen besonderen Wert aus die Freigabe von Stallschiveizern Zeit metnes Lebens hcche tch mit dem Vokkr- und für das Volk Landwirt Preiß erklärte sich im ilLotfalle bereit sogar Saa goarbettet. Die So^e um das Wohl meines geliebten Bayerns! herzugeben, toemi das Reich sich verpflichte, ün f^rühiadr Saataut war stets mein böck^t-s gicid>em Preise zurückzuerstatten. — Gegen diesen Vorschlag wurden Bedenken und Widerspruch geäußert. — Konsumvereinsverwalter Diener erklärte, (äe Arbeitersbage werde sich in kurzer Zeit lösen lassen. Die Industrie sei augeitHicflicfj für Arbeiter wentg atmtahmefähiq und es sei erfreulich, daß aus dem Lande Arbettcr uattergebvaäst werden könnten. Praktische Lmdorbeitey lverden. Er streifte sodann nochmals die Mllchversorgmra und betotcke die Notweichigteit. Kvr- teffeln für das ztirückkehrendc Hder beveitztiltellen. Die sMmerigteitrn seren groß, dürften aber nicht überschätzt wer- war stets mein höchstes Streben. Nachdem, infolge der Ereignisse der letzten Tage, ich nicht mehr in der Lage bin, die Regreruttg werter zu führen, stelle ich allen Beamten, Offneren und Soldaten .dte^Werterarbeit unter den gegebenen Verhältnissen frei und ent oinde sie des mir geleisteten Treueides. Anis, den 13. November 1918. Ltrdwig . Nack) einer Meldung des „Neuen Münchener Tageblattes' BP pfe Königin am 'Dienstag nachmittag gestorben sein. Eme Be;tätigung war bis zur Stunde itock) nicht zu erhalten Thronverzicht des Königs von Sachsen. ^ -— Dresden, 13. Nvv. (WTB. Mchtamtlich.) Dem vereinigten «r zur Zeit bejtehenden MilttärverwalLung dürfe man revolutionären Arbeiter- und Soldatenrat in Grvß-Dresden ging! l^-nevaltannando in Fnmk- loeben folgendes Schreiben zu: ^ Mckstwmgebiete auS den geräumten An den Arbeiter- tmd Soldatenrat, Dresden, Ständehaus ^Äich nnt Lebensmitteln zu versehen. — Land- Auf eine beute früh mündlich an den ^-manzminister gerichtete ,^ m^^^^ o ß,chllig ^ dag der Doin-rnvat ouch die B<-r- ot-c - 4.J*. ^ c r c . ' -- a ü!.rl^ n( Ll? r Arbeitsstellen uberitehme. — OeLonom Gott mann i, führte sie aber zunr grvszen DickiUurz. Kll'e und Dünge- ..— .... ws , ^uc luwiyta uutui^CTTj r^ g erklärte den Rückgang/ unter^ den veränderten Verhältnissen ihren Ticnst weiter zu tun. ^ - 1 E^rhin durch die erforderlichen S>tLackfeun- 07)—— n-- I gert, die die Zu 1 ammMfetzunig der Viehbestände ungünstig beein- Nßttm. Dadurch toerde der Mangel au Milch sobald auch nock, nickst völlig behobeii werden köimen. — Nach kurzer Beratung wurde hier- Mls dte Wahl eines vorläufigen Bauernrates für deit Umkreis von Gveßen beschlossen. Landwirt Schwan schltig hierzu die Herren Wtnn .Braun und Prof. Rosenberg vor. Da Herr Broun NfWen anderwritiger Ueberlastung ablehnen mußte, einigte man r onf eineil Bauer:irat von vier Personen, bestehend ans den Sxrrcn Pws. Rosen ber o . W in n , Gottmann und Preiß. - Stadtv W i n n sckstoß die Versammlung mit der freudigen Fest- ftemmg, daß in jeder Beziehung vollkommene Einheit erzielt sei und cxr Dauornrat tosort zum Wähle der ganzen Bevölkerung seine Tätigkeit aufnehinen könne. Giessen Hot somit den Anfang des höchst erstrebenswerten Zu- sammenichlunes der Bauern geniacht. Gs steht zu l-offen. daß sich alle Gemeinden der Landkreise anschlteßen werden, so doß sich die Organisation allniählich über gauz Oberhessen ausbreiten kann. Minister des Innern Tr. Koch. Dir nrugrbildelr hessifche Regierung. Tarmstadt, 13. Nov. Die hessische Regierung ist gebildet. Abgeordneter Hennrtch hat die Finanzen übernommen, Aba Urstadt, Unterricht, Abg. von Brentano, Justiz. BerbrüderungSszenrn an der ,^ront. Paderborn, 13. Nov. (Drahtn.) Ter Arbeiter- und Sol- varenrat meldet, daß nach einem 1.30 hier auf gefangenen Funk- ipruche m dcn französischen Schü tzengr oben von der belgi Ich en Grenze bisMons,die rote Fahne gehißt sei und V e r - bruderungsszenen mit den deutschen Soldaten stattfändeir. Das Ergebnis dee Kriegsanleihe. . (dÄDB.) Tas Evg^bitis der 9. Kriegs- anieilfe betrogt imch den biftycr vocktegeneen Meldungen ohne dte zum Umüitpch getagten älteren Kri.-gsanleihen 10 Mil- ^ 3^°?°J! ma l t Drilanzeigen stehen nock, ^ Z&L' 1 * tejfafnuxtxag mxh etars höher stellen dürfte. ’ gm Lmblick auf dte .fdißpiengeit Verhältnisse, unter denen die zcrrc^xiut.u lye aufaeteat tirunv nniü --- Ans Stndt nnd £m,d. G ießen, den 14. November 1918. »SÄ SiüLKLL 7T*t I **•»* Wsl' !>‘ « . » . Mvssev „w d--»«. m, « ®sjÄJar < ' I s“STSÄisa ä ästs Pvovmzialausschussos bcuriUigit. 2. Die Meggoldsätze in der Pro- vinzialsiechenaitstalt werdeit nick Wirkuitg vom 1. Ok ober d. I. üne folgt erhöht: a) soiveit sic von den Ärinenverbättden zu tragen sind, p V tn.1 von 90000 Mk. Ankauf loird bis zu bilden, wie dies mrttlerweile auch von Berlin miss auf 150 000 Mk. erhöht. 4. Der mit der Rhrinischm Elektrizität »um" Tril btl bisherigen lifrerung führte er Witengchellschüft .(früher Rhrintsch- Schurkerl Etescll,ck>isri ab- zum^Tml auf >al,che Maßnahmen zurück, vor allem dovrus, daß geschlossene Vertrag über die Ausführung des Baues der Anlagen hrtr 111U'Ttl nt Al /1 C\ Alf X I « V. ft. . ' r nr« -%r n < / / . . . ” bic ^ri^tgung der Bevölkerung nicht von vornherein in die Hand I zur Versorgung der Kreise Aisteld 1 ^r>iterlv 7 ck, X™ bfr »uWn&iflen&nbimrlfiWtätamman gelegt worden fei. Wäre I OTetwaSm iaic bS: W Ä®' itautert « ( ’' f° Wc der an- dies geschehen, dann wäre Getreide auf Abruf geliefert worden und nicht in den Sammelstellen verdorben, der Fehler der Trusch- prämren )ei nicht gemacht worden imd der Schleichhandel l-abe nicht m dem Nterßc übcrhanc genommen, daß er aus der Wetterau zum mmoclten ebenso viel Kartoffeln ausacführt habe, wie der Kom- muna.verband. Ter Ba u e r n st a n D müsse aber nun unter allen Um ständen mit der jetzigen Regier nngHand rn Hand arbeiten. Dazu seien die Bauernrate berufen. Er- "Ä.9 werden: 1. eine erhökste Kartoffelablieferung, 2. rintz erhöhte Milcherzeugung. Zu diesem Zwecke müßten die Kufe- ge- grenzenden Teile der km je Schotten und Gießen mft elektrische Energie )um> geirehmigt. 5. Der Piwvinzialausschlß wird er- mächttgt, eine den derzeitigen Berhaltnisfen Rechnung trageirde Erhöhung der ElektrizitatSpreise, wenn erforderlich intter ent- Iprechmder Abänderung bestehender.Vertrüge, sobald als möglich vorzirnehmen. «r r *? ^ ^ DemonstrationsVersammlung, die vom Arbeiter- und Soldaten rat auf gestern nachmftiag zwei Uhr mif dem Brand-Plate rinberufeu ,oar, hatte immeristn einen Znspruck'. von Mehreren Tausend Personen, die dichtgedrängt den Matz silll- ten. Die Meirgc bot rin selw briebti's. Bild, da das Rot und Blau! 'umPreis« wieder »wr B^lÄgkommm'I ^ «Ä“ÄdteT».’«S5Ä ÄlriÄS ..chwnnezucht dw durch du? reich Buchln- und vor dem Mitteltore be6 F-enettoetegebaudes Redakteur rrTU) - ld)t ,uetÖC ‘ 0lcri,cl -^achtbeschai, mn Ende der ^teitbabn. Beite Rcdirea- erörterten in ihrei^lus- «n. 4. Emr erhöhte &e r getragen. Tie Grippe, dir i nnen Gemernte schon so schoere Opfer gefordert, hatte^mch rhu lnicko-^teraftt. Er stand im 47. Lebensjahr und war arf,t <3ata lang Gememtereckmer. Mit stltener (teistesk!artest und und Hilfsbereitschaft hat er das ^^br stls Nach,jÄger seines Großvaters übernommen. Pfarrer Rcusch von Nieter-Ohman hielt die Trauerrate. Kreis Schotten. Vogelsberg, 13. Nov. Tas in diesem ^ Ausgabe griangte Petroleum ist nicht von be- besitzt geringe« Leuclstkrast und größere v^trnkkvaft. ?llleidmgs ist es bes'er. als gar krins. Ein unstrestia tes,eves Licht gibt das Klrrted. 9rirr ist di^S in nicht ausrricherder vorhanden imd im Preise zu hoch. Ebenso stehen aucbbS Karbidlampen zu hoch! ,m Preise. ^ Kreis Friedberg. , ^va. Friedberg, 14. Nov. Ter ArbeVer- und Soldatenrat ^ gestern Beschlag auf das Großherzogliche 'Schloß, wo er srinick Geschäftszimmer hmverlegt. oa. Ober-Rosbach, 14. Nov. Wildbrethändler Johannes rü* Elstatette geb. Feeder feiern am 15. November in voller Rüstigkeit und Gesundheit das Fest der Goldenen Hochzech Hessen-Nassau. ,, c T st/ a^ k f u r ta. M., 13. Nov. Von den Zinnen tes stolzen und durch geschichtliche Erinnerungen fest mehr als einem halten Jahrtausend geheiligten Rathauses weht seit heute früh die rotg hst^vne der internationalen revolutionären Sozialdemokratie, xtelch e:n Wandel in diesen 500 Jahren: das alte deutsche Reichs- temier nnt dem Kaiseradler, der weiße Frankfurter Adler in rotem Felde, der doppriköpfige Reichsadler tes heiligen römischen Rri- che^ deutscher Nation dazwischen französische Fahnen aus Anlaß voiii Besetzamg'.Tn, 1848 und 1849 die schtzoarz-wot-goldene Fahne tes ertr&ipmten Deutschlands, dann 1866 die preußisck-en Banner, 1871 dre schwarr-wriß-rote deutsche Fahne, 1914 die Flaggen tes Vier- bmides und fetzt die rote Jnterruttionale! ^ “ Frankfurt a. M., 13. Nov. Die ersten Wellen der heimkehrenden Hunderttairsiu darauf ^rAfe f,n K t \ h - Tiefer Asphaltsee bedeckt eine Fläche SSiPtaJSL Ultb *?* eme beträchtliche Tiefe AMehobme WLm sich bumen kurzer Zeit von selbst wieder. Man l-ar di eure Million Tonnen Asphalt entnommen. mir 1im Em Geringes gesunken, die l£rT Trdpechquelle wurden große Mengen n a sILli 0 s3°sn > ?. m £!:-! a ausgeführt. doch füllen mehrere Quellen, tins denen das Pech haß l>erausguillt, den See immer aufs neue. Letzte Nachrichten. Die Neubildung der Rcichsregierung. \ B. T. hat die sozialistische Regierung AbgeorduebTU Justizrat Dr. Wald st ein R e l ch s i u,t i z a m t s und dem ehemaligen *%! K *? l ß Vetar ^ m r !} & V 9 Leitung des Reichsschah- °^boten. Borde haben sich ihre Entscheidung vor! Die Waffcnsti llstaiDsvcrhind lungen. ll ' 13 ^rkreter der Entente sind in Spaa emgetwffen, um dort mit unseren 'J'fti'nicrtcTi mit ^ Wassrnspllüandos zusammenhängenden Fra- gen weiter zu bei prechen. Der Staats etretär a. D von JX„ l S~ lV ^emiber irrtümlicher Amrahme feststellen, an diesen Verhandlungen nicht beteiligt. Dir Bttukmi-se der Arbeiter- und Soldaienräte. . , Amtlich., AuS Anlaß mehrerer En^elfällc entschieden, dar; Arbeiter und Solbarcurätc nicht befug: lind, Zahlungen aus Regieru n g s- und Kreis- k n anzmoorien und KU erhoben. Ebenso sind dir Arbeiter- und Soldatenrate nicht befugt, bisherige (Gebühren selbständig zu erholten. J Partemuftufe. Bertin 13 Nvv. Tie konservative Parte ilzi» .. 11 p' HezeiäZiet durch den ^lbgoordneten von Heydebranö. vor- oNentlichit in der „Kreuzzeitung," ern^r Aufruf, daß alle Partei- svouiWe tin Lande trotz der Bitterkeit, die jetzt ihre Kerzen erfüllt, angesichts der furckchbaven Notlage des Vaterlands alles tun sollen, was m ihren Kräften sucht, um auf die Erhaltung von Ruhe,' Ordnung und sicher heit des Lebens und des Privatver- nwgons geriä/teten Bestrebung«: der gegemvärtigen Regiermm insbesondere daß sie fu diesen schoevon Tagen und Wor.xm selbst mit den größten eigeiren Opfern die Ernäh- r^u n g des Volkes, von der jetzt alles abhängt, durch Abgabe iind Bereitstellung dopen, was det Einzelne nur irgend zu leisten vermag. sickern helfen. Auck^dre hier awvesenden.Mitglieder der natiouallibe- ^leu.^r^ttion des Reichstags erlassen einen Aufruf, worin es heißt, oaß sw niemals von dom Weg? des versassungs- mw ge- sehmatz-gi7n Daudelns^abüvei6'>7ii, also auch die innere Umwälzung nichit billigni könne. Sie wolle aber an eiirem wirklich demokratischen L taat mita rbeiten irnd verlange volle Gleich- bovecktigung aller Mitglieder ch-s Volkes. An Stelle des Deutschen uceickstag' könne nur eine konsdituierr'nde nationale Versammlung treten, aus der allein der Wille der Nation zu sprechen vermöge * u b^tgen, sei dairn vaterländische Pflicht. Inzwischen soll dve provisorische Reg'.erung mir alle:: Kräften antcrsttitzt w-eodon bei iliren Bemühung»?::, den oröcntlichion Gang der Staats- gesckläftie aufrecht ^u erhalten und die Ernährung M sichern. Tiefe Tlufgabe könne die provisorisck^e Regierung aber nur im engen Zusammenhang mit dem Deutschen Reichstag erfüllen. 9hir eine oldnungsgemäß gewählte Vertretung des ganzen Volkes könne den Frieden verbürgen. Die Bildung einer Noten Garde eingestellt. Berlin, 13. Nov. Ter Bollzugsrat des Arbeiter- und Soldaten rates beschloß, die Bildung ein er.Roten Garde vorläufig ein zu stellen, da die Trupren sich bereit erklärt haben, jederzeit zur Verständigung der revolutioiüiren Errungenschaften und zur Befestigung der sozialistischen Republik ihr Leben einzusetzen. Hindenburg in Kassel. Kassel 14. Nov. In den heutigen Blättern erscheint nachstehender Aufruf: Mitbürger und Soldaten! Heute trifft der Generalfeldmarschall von Hinden- bur g urit Offizieren wid Maimffcha.ten deZ Großen Hauptquartiers in 'Kassel ein, um von Wilhelmshähe aus die Demobilisation! unserer Truppen zu leiten. Hiudenburg gehört dem deutschen Volke und dem deutsches Heere. Er hat sein Heer zu glänzenden Siegen geführt und sein Volk in schwerer Stunde nicht verlassen. Nie hat .Hindniburg in der Größe seiner Pflichterfüllung uns näher gestanden als heute. Seine Pprson steht unter unserm Schutze. Wir wissen, daß die bürgerliche und soldatische Bevölkerung Kassels ihm nur Gefühle der Verehrimg und Hochachtmig entgegenbringen wird und er vor jeder Belästigirng sichr ist. Der Generalf/ldmarschall trägt Waffe, ebenso die Offiziere und Soldaten des Großen Hauptguarliers, wenn sie ihn begleiten. Für den Arbeiter- und Soldaten rat. Für deu Magistrat. Crzesinski. Koch. Durchmarsch deutscher Truppen durch, holländisches Gebiet. Haag, 14. Nov. 25 000 Mann deutsche Truppen, aus Belgien kamen, erreichten die Mländische Grenze bei Assehske mid wollten den Durchmarsch mit Waffe,:gewalt erzwiii- ’P. Durch Vermittlung der deutschen Gesandtschaft wurde ein Eingreifen bei holländischen Truppen vermieden und es wurde erveickt, daß der Durck>n:arsch nach Niederlegung der Waffen gestattet lv'urde. Der Kaiser in Holland. Amsterdam, 13. Nov. Dem ,,Allg. Handels'blad" lvird von seinem Loirdoner Korrespondenten gedrahtet, daß von vielen Zeiten, auch von den gemäßigten, gegen den Aufenthalt des KaisersinHollandenergischpro testiert wird. Man verlange allgemein seine Aus.iesecnng an die Alliierten. Der Allgemeine Ausstand in der Schlveiz. Frankfurt a. M., 14. Nov. Der General streik in der Schweiz sck>eint mit Heft:gil!eit zuMnehmen. Ter Bahnoer- k.-hc rü'ht fast gmiz, so daß keinerlei Zeitungen hier eintreffen. Tie Telegraphen- und Fernsprecher arbeiten. Das Bahrp-ersonal, das vcm: Buudesrat unter das Militärg-setz gestellt wurde. \jat sckriftliclM Gestellungsbefehl zur Aufimhme des Tierrstes erhalten. Das Peiffoual ist dem Befehl nichit nachgekmniwn. AuS Finnland. Kopenhagen, 13. Nov. „Berl. Tid." meldet aus Hel- smgfvrs: D:e finnischen Republikaner sprachen sich in einer großen Versammlung am letzten Sonntag für unersckffjtter- liche Neutralität und für unmittelbare Aufnahme von Verhandlungen mit Deutschs-and und der Enten tt w-egen Anertvnnung der Selbstäiidigleit Frnnlaiids aus. Die Außenpolitik soll in der Richtung sortgeführt werten, daß der Eintritt Finnlands in den koinmenden Völkerbimd dadurch vorbereitet tvird. Eine Regierung, die durch ihre Politik ein Hindernis für die Anerkennung der Selbständigkeit Finnlands bllde, müsse zurücktreten. Bekanntmachung. %ic am 15. Noveniber 1918 fälliger: Zinsen der in das Hessische Stoatsschuldbuch eingetragenen Forderungen iverden i-süddeutschen K'lassenlotterie zu unterbleiben. _ Bekanntmachung. Zur Sicherlmg der Ernähnmg in de:: künftigen Wochen wird die Aussuhrgenehmigimg für Ochsen vorläufig nicht erteilt jAw" träge auf Äusfichr werden nickt erledigt. Gießen, den 13. November 1918. 8713c Gberhessischer vkehhandelsverband. Ter Vorsitzende: Prof. Rosenberg. Das ffiiutofinne Mickm ör§ $frrn Cglshsd Jms. Ronnrn von A. H. Adams. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Mit irnbef^oX\encn Jrngemr öffnete er den Umschlag. Die Einlage, auf dickes Briefpapier geschrieben, war wie folgt m lesen 2 "lkine Dame, die sich! in großer Not befindet, bittet Sie lim Ihre Hilfe. Dem: nur Sie kömien mir helfen. Ich befinde mich zwischen Feinden, bin bewacht und hilflos. Heute abend um neuu Uhr müssen Sie mich im Garten besnä-en. Das Giartentor ist gleick) um die Ecke — ein großes glattes Tor, das grün bemalt ist. Treten Sie dort ein, wenn sich uienrand auf der Straße befindet, dem: Vorsicht ist unbedingt notwendig.' Dann gehen Sie nach links eine Baumfarnallee hinab, an deren Ende Sie auf eine Terrasse kommen werden, wo Sie den Halfen überseherr. Dort werden Sie Mischen zävei Meuerbäumen eine kleine Laube sehen, die mit G.chzinien überwachsen ist. Dort werde ich warten und beten, daß Sie komme?: mögen. Weim Sie sich! furchten, mir beizustehen — in tvelch verzweifelter Lage ich bin, mögen Sie nach diesem Ansuchen, das ich an einen Fremden richte, beurteilen —, so-geben Sie bitte, keinerlei Zeichen. Wollen Sie meiner Bitte willfahren, so machen Sre irgenDeine uimuffältige Gebärde urrter dem B-alkon, die mein angsterfülltes Herz beruhigt. Winken Sie rncht und nehmen Sie nicht die geringste Nottz von mir — aber lassen Sie mich auf irgendeine Weise wissen, daß Sie mein Freirnd sein wollen. Wer seien fSi-e vorsichttg, denn ich werde bewiacht. Tun Sie einfach, als ob (Sie niesen! müßten. Ich werde es verstehen. Eine Dame." Nun, wenn Galahao mit der Romanttk bisher auch Veruerlei Verkehr gepflogen hatte, so muß doch zugegeben werden, daß dieser biedere Bankbeamte wilde Ausbrüche des Urmenschentums hoben konrtte. Während seiner Arbeitswoche auf der Bank, an seinen Abenden, die er zu Hause ver- ibrachte ^ in der Gesellschaft lder Morgenzeitung, seiner ^ ^ Mädels und Em, paßte er sich ganz nachgiebig rmd klaglos ern in die enae Furche, die für ihn durch die bedächtige Arbeit des modernen Geschäftsbetriebs ousge- höben ivar. Ab-er an den Sonnabenden schlug er in großartiger Weise über die Stränge, stteifte die ewigen Fesseln der Zivilisation ab und fiel mtt wilder Hingabe ins Ur- menschentum zurück. An den Sonnabenden ging Galahad ^angeln. Man muß es nur einmal gesehen ha'ben, wie dieses unbedeutende ZäHuchen in dem Driebrade der ordnungsgemäßen Entwicklung drunten in Bai.moral an jedem Sonnabend nachmittag hemdärmelig auf eiueni Feyen saß und das Wasser belauerte von lvegen seiner Beute. Da fühlte ^ zufrieden in seiner urzuständlichen Seele. Mit der Angetsckiuur in empfindsamen Fingern, mit nassen Händen und einem gelegenttrck)en Anbiß »vor er der Urmensch in seinem alten Kampfe mit der 9Latur und tat seinem unterdrückten und doch ewig gegenwärtigen TriqV zum Töten ein glückseliges Genügen. Wenn Galahad am Enlo^ einer kAngelschnur faß, war er kein Bankbeamter mehr — die Tatsache, daß er unbekümmert seinen Rock abgelegt hatte, war ein einleuchtender Belveis dafür —: er r^ar der Gott der Jagd. Auf der Bank ermüdete ihn seine effitönige Arbeit oft, aber in Balmoral hatte er die stumpfsinnige Geduld eines bewegungslosen Wilden : urrd ivähreno seine Bantarbeiten seine Pulse niemals heftiger schlagen inachten, fühlte er drunten am Strande die höchste Lebensfreude, weun die Angelschnur so lieblich an seinen Fingern zerrte. Und wenn er ein kleines, nach Luft sä>appendes Opfer herauszog, war er ein böser, ttiumpyierender und uiibarm* herziger Feind. In seinem eigenen Hause graute ihm davor, eine Scknnaißfliege zu töten, aber' an den Sonnabendnach' Mittagen pfählte er einen lebendigen Köder ans deu Haken ohne alle Gewissensbisse. Und jetzt, zur Romantik reif, las Galahad Jones mit wilden, verführerischen und verwogenen Gedanken in seinem Jnirersten den Brief, las ihn wieder und zögerte. Es konnte ein Köder sein — eine Falte, die von irgendeiner schamlosen Abenteurerin seiner Tugend gelegt lv'urde. Tenn nach allem, was er persönlich über Abenteurerinnen wußte, mockftewies mohl die Art sein, in der jie immer Au Werke gingen. sFottsetzimg folgt.) LICHTSPIELHAUS = Erstklassige Künstlerkonzerte = Das Nur noch bis inkl. Freitag- Ab Samstag das hervorragende Künstlerdrama „Das sterbende Modell“ *v 8705a ttohlensparer v. H. S. BI. von der hiesiaen Kohlenstelle zur Ersparung von FeuerungSmatertal «Iringenil empfoh len NM" glänKfiul bewährt | per Stück 15 bis 20 M. einschl. Einbau. *** Alleinvertrieb: §aüä üllnnn, Nord-Anliige Zg. 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Familie Leonhard Kromp. Lang-Göns, den 12. Nov. 1918. Unterzeuge für Damen: gewebte Korsettschoner und Unterjäckchen, Trikot-Untertaillen mit und ohne Aermel, Hemdhosen. Grosse Auswahl in 8709a DAMEN-STRÜMPFEN dicht und durchbrochen. — Füsslinge zum Ansetzen =-- FRITZ NOWACK G. F. F. F. G. F. Unsere Mitglieder setzen wir hiermit in Kennt- nts, datz unsere lieben Kameraden der F. G. F. Heinrich Wisker unb Karl Herl verstorben sind. 8715V Die Beerdigung des ersteren findet heute Donnerstag nachmittag 4 Uhr, die des letzteren Freitag nachmittag 2-/, Uhr statt und bitten wir denselben die letzte Ehre zu erweisen. DaS Kommando ber G. F. F. der F. G. F. Saber. Wenzel. Zusammenkunft am neuen Friedhof. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unseres lieben guten VaterS sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank, insbesondere für die trost- reichen Worte des Herrn Pfarrer Eidenmüller und all Denew die unserm lieben Heimgegangenen die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Nsrik Veit Witwe M Kinder. Klein-Linden, 13. November 1918. moiori die 18 and- üii-Ahle-Schale tn GIE^SEX, Häusbnrg 1 (beim Denkmal). (Auswärtigen prompteste Zusendung nebst Anleitung zugefichert durch d. Inhaber A.HuengS- berg, Duisburg, Postfach 310g. Konkurrenzlos im Gebranch! Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser guter Vater, Bruder, Schwiegervater u. Großvater Sari Kran; Conrad im Alter von 77 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: £ouf$ Conrad. Gießen (Bismarckstr. 9), den 14. Nov. 1918. Die Beerdigung findet Freitag vormittag 11V* Uhr auf dem alten Friedhof statt. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem schweren Leid, das uns durch den Heimgang unserer lieben Irmgard betroffen, sagen wir unfern herzlichsten Dank. Lt-bsnetennnr Wnlter und Familie. Lich, den 13. November 1918. 8706 M1W" . Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, dast mein einziger, hoffnungsvoller Sohn, meine einzige Stütze Heinrich tm Alter von 15 Jahren beute nacht um 1 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden in dem Herrn entschlafen ist. Frau Heinrich Keßler Witwe nebst allen Angehörigen. Grosten-Buseck, Trohe, Wieseck. Vetzberg, Langsdorf, den 13. November 1918. 9708 Für alle Beweise der Liebe und Teil- nähme an dem Verluste unseres geliebten Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Lina Brücke! nebst Angehörigen. Lich, den 14. November 1918. 06933 Die Beerdigung findet statt: mittag 4 Uhr. Freitag nach- Für die liebevolle Teilnahme anläßlich desHeimgangesunseres lieben Enlschlasenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Luise haubach geb. Löhr. Gießen, den 14. November 1918. Gl ESSENER KONZERTVEREIN Unter Vorbehalt des rechtzeitigen Eintreffens der Künstler. Sonntag d. 17. November 1918, nachmittags 4Vi Uhr, in der neuen Aula der Universität 3. Konzert: Steffi Koschate (Violine) aus Berlin Heinrich Kühlborn (Tenor) aus Darmstadt Eintrittskarteni Mk. 4.-, 3.-, 2.-, 1.-, sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier, Telephon Nr. 671, und abends an der Kasse zu haben. Studenten karten Mk. 1.- numeriert nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. Oeffnung des Saales 3 */ 4 Uhr. Ueberschuß für Kriegswohlfahrtszwecke. Holzverkauf aus stande-herrlichen und Gemeindesorsten findet am Montag den 25. November 1918 vorm, von 10 Uhr ab im Hotel Biktoria zu Gienen statt. Die Gebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Holz, verkauf in Giesten" für jede Verwaltung auf besonderem Blatt bis SamStag den 23. November 1918 abends an das fürstlich Stolbergische Rentamt zu Ortenberg tOberheffen) zu senden, bei dem Angebotsformulare zu - haben find. Die Gebote können sich auch auf Teile der cinzeliieu Lose beschranken, müssen aber die Erklärung . enthalten, dast Bieter die Verkaussbedingungen der be- , treffenden Verwaltung, welche letztere auf Verlangen zti- j sendet, anerkennt. Gebote, welche dieses ausdrückliche An i erkenntniS nicht enthalten oder nach dem 23. November : eingeheu. können znrückgewiesen werden. Bieter haben - die getvünschten Maste und die Art der Ausarbeitung an- 1 zugeben und bleiben bis zum 12. Dezember 1918 einschliest- j lich an ihre Gebote gebunden. , Im ganzen werden ca. 60 000 Festmeler Nutzholz nuS- .geboten. Verkaufslisten sind bei Füritlich Stolbergischem Rentamt zu Ortenberg (Oberhessenl zu haben. Die Fürst, j lich Solmsische Oberfürsterei zu Lich (Oberhessenl verkauft dabei: 200 Fstm. Eichen-Schwellenholz. 300 Fstm. Eichen- Grubenholz, 70 Fstm. 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