Nr. 263 Der Sies.«ncr Anzeiger erscheint tätlich, allster Sonntags. - Beilagen: GietzenerKamjUendlätter; Xreirdlatt für den Kreis Sieben. Bejjigspreis: monatl.Bik.1.35, vierteljährlich Mk. 4.05 ^ durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25.- durch diePost Alk. 4.05 viertel- jahrl. ausschl. Bestell». Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleikung 112 Verlag,Geschäit^.stelle51 AnschristfürDrahtnach. richten: Anzeiger Sieben. Erster Bläh V 168. Jahrgang Kreitag. 8 . November 10X8 Annahme von Anzeigen f. die LageSnnnnnerpis zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbiiidlichkeit Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25Pf.,fürauswä rtlge 30 Bi., für Reklamen Mk.1. -nebst 20°/., Teue- runqszuschlag; Plaßvor- schrist 20 % Aufschlag. Haluptichrütleiter: Aug. Goeg. Berautivortlich Vankverkehr: für Politik: Aug. Goetz: Sewerbebank Siehen Mr den übrigen Teil: Dr. •t—iiij .. — — ' w • » Reiiihola Zenz; sur den ^Dillmgstim-druck ».Verlag: Srühl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung. Sefchäfttitelle u.Druckerei- Schulftr.- ^eigcntea: ö, B--k; Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 General-Anzeiger für Gberhessen 7. sämtlich in Gießen. Die veberschrelümg derzrontdmchdie deutschen Unterhändler. , Rene Fordrnmge» der Sozialdeinokratie. Der Adendbericht. WeftfL ®*®- * mm ) ' tn Ö£r Schtvere Prüfungen sind in den vier Kriegsiafyrert an 4 -! Lpfertoilligkeit und die Dapferckeit oes Volkes gestellt worden. Heute kömmt noch etwas hinzu: die Prü- sirng, ob unser Volk, oder vielmehr seine Mehrheit politisch rerf, rn fernen Zielen und allgemeinen Anschauungen sicher E besonnen sei. Dann müssen Vernunft, Ordnungsliebe politische Klugheit Schutzdämme bilden gegen eine hem- mnngslose Flut von politischen Trieben, die für a l l e Teile verhängnisvoll werden müßten. Tie Sozialdemokratie hat frilher oft durch ihre Führer aussprechen lassen, daß sie in der Stunde dev Gefahr das Vaterland nicht im Stiche lassen werde. Jetzt ist es an ihr, dies durch die Tat zu beweisen. Wann ist das Vaterland in Gefahr? '.Nur dann, wenn der Krieg mit den Waffen ani heißesten tobt? Ist in diesen Stunden, ivo unsere Unterhändler die feindliche Front über- schritteii haben, um mit Foch zu verhandeln, nicht ebenfalls alle Kraft des Volkes zusainmeiizuraffen, um die schlimmsten Gefahren ab zu wenden? Darf es jetzt auch mir eine Möglichkeit geben, die Verhandlungen zu stören, den Gegnern die Ueberzengrrng beizubringen, daß sie mit einem Widerstand überhaupt nicht mehr zu rechnen haben? Müssen die Unbesonnenen, die Unreifen und Verführten nicht mit Entschiedensteit in die Schranken gewiesen werden? Jeder politisch Denkchlde muß sich doch klar darüber sein, daß gewaltsame Aufstände fetzt den Frieden weder beschleunigen, 7 wch seine Bedingungen leickter gestalten. Im Gegenteil! Nur der Feind hat ein Interesse an solchen Viitschversuchen. Es ist ein schlechtes Zeugnis für die politische Reife des Volkes, daß die sofortige Abdankung des Kaisers in dieser Stunde als die einzige Möglichkeit bezeichnet werden muß, Ausruhr und Unordnung wirksam zu begegnen. Es mag sein, daß es besser gewesen wäre, wenn in der Kaiserfrage innerhalb der Regierung schon früher bestimmte Beschlüsse gefaßt und bekannt gegeben worden wären. Man hatte doch eben mehr oder weniger mit der politischen Verständnislosigkeit bestimmter Strömungen zu rechnen. Der Reichskanzler und die Volksregiernng stehen jetzt vor schweren Entschlüssen. Möchten sie nach allen Richtungen sorgsam erwogen wrrdenWiederum kann der Außenstehende Hier nicht vorschnell Partei ergreifen und das eine oder das andere unterstützen. In wenigen Stunden hat sich die Gesamtheit des Volkes wieder mit einer neuen Lage der Dinge abzuftndcn. Möchte durch! Verhandlungen, von beiden Seiten gewissenhaft und versöhnlich gefichrt, der richtige Weg gewiesen werden! Die Einleitung der waffenstiüstandsverhandiungen. B e r l i n, 7. Nov. (WTB. Amtlich.) Folgender F u n k- sprach ist diese Nacht von deutscher Seite hmausgegangen: Die deutsche Oberste Heeresleitung auf Anordnung der Regierung cm Marschall Fach: Nachdem die deutsche Regierung im Aufträge des Präsidenten der Bereinigten Staaten benachrichtigt ist, daß Marschall Foch ermächtigt ist, beglaubigte Vertreter der deutschen Regierung zu empfangen, um ihnen die Waffenstlllstands- bedingungen miizuteilen, sind folgende Bevollmächtigte ernannt: General der Infanterie von Guendell, Staatssekretär Erzberger, Gesandter Graf Oberndorfs, General von Winterfeldt und Kapitän z. S. Vanselow. Die Bevollmächtigten bitten um Mitteilung durch Funkspruch, wo sie mit Marschall Foch zusammentreffen können. Sie werden begleitet sein von Kommissaren und Dolmetschern nebst Umerpersonal. nnd im Kraftwagen an dem zu bezeichnenden Orte eintvesfeu. Die deutsche Regierung würde es im Interesse der Menschlichkeit begrüßen, wenn mit dem Eintreffen der deutschen Delegation an der Front der Alliierten eine vorläufige Waffenruhe eintreteir könnte. Marschall Foch hat darauf gefunkt: An das deutsche Oberkommando von Marschall Foch: Wenn die deutschen Bevollmächtigten mit Marschall Foch ivegen des Waffenstillstandes zusammen- treffen wollen, mögen sie sich bei den französischen Vorposten auf der Straße Chimap—Fourmies—La Capelle—Guise einfinden. Cs sind Befehle erlassen, sie zu empfangen und sie an den für die 'Zusammenkunft bestimmten Ort zu geleiten. Die Lage im westen. Berlin, 6. Nov. (WTB.) Der Frontberichte rftvtter des Wo l fischen Telegraphenbureaus drahtet: Tie deutsche Heeresleitung hat bisher stets evrständen, die feindlichen Absicksten durch entsprechende Gegenmaßregeln zu durchkreuzen. So wie es ihr gelang, der von der früheren Taktik der Entente gänzlich abweichenden Angriffsmethvde dieses Jahres erfolgreich zu begegnen, und- wie sie trotz allar Anstrengungen des Gegners auch in der seit Juli andauernden grössten Schlacht der Weltgeschichte den Durchbruch verhinderte, so wird sie sich auch mit der durch das Aus sch ei-, den Oesterreich-Ungarns und der Türkei ge sch affe neu neuen Lage abzufiirden wissen. Diese stellt zweifellos an die Entschluß- und Urteilskraft unserer militärischen Führung erhebliche Anforderungen. Mit Ruhe können wir aber ihren Entschließungen entgegen sehen. Noch besitzt die Oberste Heeresleitung in den deutschen MMonenheeren an der Westfront, wie erst die letzten Tage bewiesen haben, ein Kriegs Werkzeug, das auch den schwersten Anforderrrngeu gerecht zu werden vermag. Noch bat sich die Heeresleitung sozusagen den Luxus leisten Fftnrncn, zwischen der Nordsee und der Ndaas den feindlichen Ansturm in l gewaltigem, nach Osten geöffnetem! Bogen abzuwehren. Entschließt fte sich, was an sich naheliegt, und was blon den Militärschriftstellern des In -und Auslandes bereits wiederholt betont worden ist, aus der langen Bogenstellnng in die kürzere Sehnenstellung zurückzugehen, so erhält sie mft einem Schlage erhebliche Kräfte zur Verfügung, die die Freiheit ihres Handelns beträcht- lrch vergrößern. Die nächsten Tage ioerden Darüber Klarheit bringen,. ob die .im Heeresbericht gemeldete Frontverlegung mit derartigen Maßnahmen etwa schon im ZusamimeNhang steht oder ob andere Beweggründe sie veranlaßt haben. bayerische Truppen in Tirol. Salzburg, 1. Nov. (WTB.) Heute nachmittag trafen hier bayrische Truppen in Stärke von ungefähr zwei Bataillonen ein, die ihre Fahrt ins Gebirge fort setzen < wollten. Tie Feldtrans- porlleitung verweigerte die Weiterbeförderung. Spkrauf begab sichern bayrischer Offizier zu dem Kommandantur der Militärstation nnd forderte die Freigabe des Schienenweges. ^ Ter Kommandant verweigerte dies und legte, als der Offizier auf seinem Verlangen bcharrte, gegen den ^Dnrchtzng der bayrischen Trrrppen Protest ein. Ter Nattonalrat legte schriftlich Vern-ahrung gegen den Durchzug bayrischer Truppen ein. Die Bayern setzten sodann die Fahrt in der Richtung Schwarzach—St. Veit fort. In7isbrück, 6. Nov. (WTB.) Tie Innsbrucker Nachaich- ten ' bringen an der Spitze ihrer heutigen Mittagsnummer folgende Meldung: Das bayrischeKriegsministeriumin Münck-en übermittelte dem Präsidenten des Tiroler Nationalrates am 5. November um 1 / 4 11 Uhr nackfts folgende Depesche: pw Wa ffensti llstandsbedingungen zUnschjen Oesterreich und der Entente zwingen uns, zu der Sicherung unserer Landesgrenzen Truppen mach Nordtirol zu schicken. Gleich- zertig sollen diese Trup^pen inithelfeir, um den Abr-ug aufgelöster österrerchisther Heeresteile Mich Osten zu ordnen irnd das Larrd ^^o^Hosigkeit crgabe der Stadt fand fcnte vormittag statt. Zum Negierungskommissar der Landeshauptstadt wurde der bisherige Leiter der Bezirkslianptmannschaft von Petrau, Korndlmayer von Ehrenfeld, bestellt. Reichenberg, 6. Nov. (WTB.) Meldung des Wiener Telegraphen-Korrespondenzbureaus. Heute fand hier die erste Sitzung des Landtages von Deutsch-Böhmen statt. Lodg- mann wurde zum Landeshauptmann gewählt, der die Herren, die die Pflicht übernommen hatten, die Geschäfte zu führen, anfforderte, ganz Deutsch-Böhmen aufs feierlichste zu versprechen, daß sie auf ihrem^ Platze ansharren werden, möge kommen soas da wolle. Wegeisterte Zustimmung.) Lpndeshaicptmann-Stellvertreter Seliger verwies daranf, daß es Sache der Staatsregiermrg sei, die Mnrichtung des BerwaltungSappavcstes dnrchzuftihren. Wir haben, erklärte er, nur einstweilige Verfügungen zu treffen, um so mehr, als es sich hier hauptsächlich darum handell, mfferen nationalen Gegnern gegenüber klar zu stellen: Für uns ist der Gedanke, Deutsch-Böhmen nicht nur blanke Theoine, sondern wirkliches, lebendiges Wollen. Abgeordneter S ch re it er stellte fest, daß die Abgeordneten auf ihren Posten ansharren und nötigenfalls Gewalt mit Gewalt vergelten würden. Lodgmmrn tollte noch mit,! daß morgen in Prag Beratungen der Tschechen mit der deutsch-österreichischen Regierung stattfinden wür-j den, zu denen auch Vertreter der deutsch-böhmischen Landesregiv4 rnng entsandt werden würden. Wien, 7. Nov. (WTB. Nichtamtlich,.) Der Staatsrat faßte über die Abrüstung des Heeres folgende Beschlüsse: Alle deutsch-östcrrreichischen Soldaten, die das 42. Lebensjahr überschritten haben, sind sofort zu entlassen. In den nächsten Tagen erfolgt von Fall zu Fall je nach den Transportmöglichkellen die Entlassung weiterer Jahrgänge. Dar Wahlergebnis in Amerika. Neu York, 7. Nov. (WTB.) Aus den bisherigen Wahlergebnissen geht hervor, daß der 'Ausgrng der Wahlen nicht zweifelhaft ist. Für das Reprüfe 77 tantenhaus sind, soweit bisher bekannt. 219 Repnblikaner und 183 Demokraten gemählt worden Tie übngen Wahlergebnisse stehen rvoch ans, aber eine r^e p n b l i k a n i s ch e Mehrheit ist bereits gesichert. Im E^enat erhielten die Demokraten 45, die Repnblikaner 44 Sitze. vier von den übrig bleibenden sieben Wahldistrikten sind die Aussichten für die Republikaner günstig. Washington, 7. Nov. (WTB.) T,rähtlos. Nach den bisher bekannt geivordenen Ergebnisseii sind bei den Neuwahlenzum Kongreß 19 Demokraten und 29 Republikaner gewählt worden. Die Unruhen in den nordischen Städten. V e r l i n, 7. Nov. (WTB. Amtlich.) Von zuständiger Stellest wrro über die Lage in den nördlichen ^Provinzen folgende'^ rmtgetellt: Die Unruhen haben sich auf eitrig? weitere Or N* ausgedehnt. In Bremen wurden auf dem MarÄplatz von ein QD unabhängigen Sozialisten, der vor wenigen Tagen aus dem fängnis entlassen worden war und.von einigen Mllitärperfv Reden gehalten, die zur Blldung einer sozllllistischen Repub und eines Arbeiter- und Soldatenrates clufforderten. Ter V freiung von Mllitärgefangenen schloß sich die Oeffnung auch d-> Zivilgefängnffse an. In den großen Werken ist alles ruhig. A den Straßen herrscht Ordnung; Zwischenfälle Tvurden bisher ni gemeldet. Für heute aberid rourt« in einer Verfamirilung Lie Unecht als Ncdner erwartet. In der Sitzung der Bürgersck stand ein sozialdemokratischer Antrag auf Einführung des gleit und direkten Wahlrechts zur Erörterung. Der Senat soll sich st Entscheidung Vorbehalten haben. Aus Hamburg wird gemeldet: Das Zentralbureau i Arbeiter- und Soldatenrates teilt folgendes mit: Sämtliche Am! gebäude und militärischen Gebäude sind besetzt. Die Nahrungs mtttelmagazine werden bewacht, Vlünderer werden mit sofortigen Erschießen bestraft. Zur Zeit fniden Verharchlnngen mit dem Senat statt. Der Zugverkehr ist bis auf zwei Züge eingestellt. Pvst- und Telegraphena7nt waren bis zur Stunde nicht besetzt. Die Leitung der Betoegung hat einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen, die Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten. Nach vo-r- lie»enden Nachrichten ist dies indes nicht gelungen. Es hat Ausschreitungen gegeben. Kleinere Trupvenkör^e'' die sich ver- tn' gt n, wurden durch die Mas e x bec Au'ständffchen gewaltäm geznmngen, ihnen. Gefolgschaft zu leisten. An inehleeen Stellen der <^tadt sind Mißhandlungen und Morde vorgekommen Unter an>erem drangen Aufständische in eine Wohimng in der ^incolnstraße, aus der auf hernmziehende Soldaten geschoffen worden scirr sollte und töteten zwei Frauen als angeblich Schuldige, indem fte ihnen die Kehle durchschnitten. Wahrscheinlich werden alle Theater und Restaurants von: 7. Noveniber ab geschlossen. Die ganze Nacht vom 6. zum 7. Noveniber fielen in verschiedenne Gegenden der Stadt vereinzelte Schüsse Dc^ „Hamburger Echo", das jetzt als Organ der Auf. stmidischen unter dem Titel „Tie rote Fahne" erscheint, veröffent- licht folgende Bekanntmachung an die Bevölkerung Hamburgs und Altonas: Alle Zivilpersonen müssen von heute (7. November ah um 6 Uhr abends von der Sttaße sein. Jede Zivllperson die ftch in der Zeit von 6 Uhr abends bis 7 hUr morgens aus der Straße auf hält, wird erschossen. In C u x h a v e n ist es zu kernen ernsteren Unruhen und Aus- schrettimgen gekommen. In,Kiel ist der Stadtkommandant, Kapllän z. S. Heine in ^r Nacht vom 5. zum 6. November von einer Patrouille, die den W ihii abzuführen, erschossen worden, da er sich angeblich diesem Befehl widersetzen wollte. Neue Fordenmgt'n der Sozialdnnokralie. Berlin, 7. Nov. Wie die „Sozialdemokrattsche Korrespoir- denz rneldet, hat die Parteileitung heute noch einmal die Gesamt- lage besprochcii und Staatssekretär Scheidemann beauftragt, dem Kanzler folgendes zu erklären: Tie sozialdemokratische Partei fordert, daß * 1. die Versammlungsverbote für heute aufgehoben werden; lpcr^rt • IlJei Unb ^ itär m äußersten Zurückhaltung angehaltenl 3. daß die preußische Regierung sofort im Sinne der Reicks- tagsmehrhect umgestaltet ivird; r.^-^V.der sozialdemokrattsche Einfluß in der Reichsregierumtz verstärkt ivird; 5. daß die Mdankung des Kaisers und der Thronverzicht des Kronprinzen bis morgen mittag bewirkt werden. Werden diese Forderungen nicht erfutll, so tritc die Sozial- demokratte aus der Regierung aus. Gleichzeitig ergcht eine neue RLahnung an die Arbeiter zur Besoniienhert. Dieses Ultimatum der sozialdemokrattschen Partei wurde heute nachmittag nach 5 Uhr dem Reichskanzler zugeftellt Ter inter- ftaktwnellc Ausschuß des Reichstags I>at sich heute in z,oei Sitzüu- gen unter Hinzuziehung führender Parlameittarier aus den Mehi-- heitsparteien des 9lbgeordnetenhauscs hauptsächlich mit den Fra^i, der Reformen in Preußen beschäftigt, die so schnell und o^Ä^ffeud wie nur möglich herbeigcführl werden sollen. Das ,,8-Uhr-Abenddlatt/ will wißen daß der interftaktionelle Slus- schuß heilte iwch keiwm Beschlich in der Kaiser frage gefaßt habe, daß aber auch die bürgerlichen Mehrheitsparteien sich der wii deii-Sozialdemokraten so scharf betonten Notnwndigkeit, dio Entscheiduns so schnell wie möglich herbeizuführen, nicht mehr ver schließen. Aus dem Reiche. BrrnLesratsbe schlüsfe. ._ der Tin, 7. Nov. (WTB.) Ter Bundesrat nahm, erstens km Entwurf ernes Gesetzes über die militärische Jnan- uch nahmevon Grund st ückeu , Gebäuden, Schiffen und Wasserfahrzeugen nach Eintritt des Friedenszustandes an, .ttoeitms dm Entwurf der Bekmmtmachung zur Ergäirzung der Bekannt- wEranfl zum Biersteuergesetz vom 8. Wiujaft, drittens dm Irntinur) der Bekanntmachung über die Bitdun - von W o hnhrungsbestcmmungen zürn Kapitalabfindnngsgesetz für Offiziere. Der Reichstag. . d e r l i n , 7. Nov. (WTB.) Tie nächste Sitzung des Reichstags findet am Mittwoch dm 13. November, nachmittags 2 Uhr, statt. Die neue Zeit in Bremen. Bremen 7. Nov. (WTB.) Tic Bürgerschaft hat gestern in ehocr Setzung die Einsührung des allgemeinen, gleichen, und geheimen Wahlrechts für Männer beschlossen. Angenommen wurde ferner ein Antrag auf die Beschlcuni- ^ung dcr Arbeiten der Verfassungsdeputation, abgelehnt das von stozralistiscl)er Seite verlangte Wahlrecht von Frauen, abgelehitt ferner ein Antrag auf gründliche Umgestatttmg des Senatswahlrechts (dreijährige Amtsdauer für Smatorm» Und Abschaffung der Bürgerg ebührm. » Oldenburg. O l d e n b u r g, 7. Nov. (WTB.) Zur inerteren Pattämentari- fterung in Oldenburg wird der Landtagin vertraulicher Sitzung die Ministerverantwortlichkeit fordern. WÄrttenckerg. Stuttgart > 7. 9tov. (WTB.) Ter „Staatsanz." schreibt: „Wre wir hören, habm sämtliche Mitglieder des köiriglichen Staats- mmisteriums gestern die ihnen anvertrauten Aemter in die Hände Seiner Majestät des Königs zurückgelegt und um Entlassung aus dem königlichen Timst gebeten." Ter Körrig hat von dem Gesuch Kenntins genommm und die Minister ersucht, ihre Aemter bis zu der in Aussicht genommmm Neubildimg des Staatsministeriums weiter §u behalten. bz. Butzbach, 7. Nov. Tas Ergebnis der Zeichnungen für dre neunte Kriegsanleihe in unserer Stadt ist folgendes: Bezirks- sparkasse Mathildmstist 1 300 000 Mk. (8. Kriegsanleihe 1 294 000 my ~" x “ - " rt -"000 Mk. (8. 2 695 000) ?lbg. Grünewald (feiner Fraktion mrgehSrig) b^pricht die Aufnahme der Mitteilungen der Regierung vom 26. Oktober in Oberlreffm. Man habe dort gegm den Rücktritt der Minister im gegenw ärtige n Augenblick schwere Bedenkm gehabt, man sei der ... ..jg_ ____ w ^ ^ Ansicht gewesm, daß bei der allgemeinen sck)wierigm Lage jeder vor- I Tarnistädter Bank 690000 "Mk) 7*8 1122 800) Vorschuß verein er,t aus mnein Losten blechen müsse Es hätte genügt, tomn die Re- 240 000 Mk., Herr Kaufmann Will). Nem 291 000 Mk.: zusam- merung rm gegenwärtigen Augenblick ihre ^Bereitschaft zur Ein- mm also 4 736 000 Mk. gegen 6193 000 Mk. bei der 8 Kriegs- fuhrimg des parlamentarischen Regimes erklärt hätte. Man schiebe ! anleibe statt die Prinrivim frage. ** D arm stad t 7. Nov. (WTB.) Tie Zeichnungen auf die A?^cheiid von «not Vvlttuchm kZ-rcun- 9 Krreysanleihe in Tariiistadt betragen 67 Millionen Marl gegen km (Henrich und Reh) für die Beibehaltung des Zweckammer- 105 Mllionm Mark auf die 8. und 79 Millionen Mark auf die svstems und gegen eine allgemeine Einsührung des Fraumsttmnr- 7. Kriegsanleihe ' rechtes, Ferner erklärte er sich für die Beibehaltung des^Kaiser- | _ nta. Mainz, 6. Nov. In Mainz betrugen die Zeichnungen 43 000 Mk nrnon f»3 fwq OOH Fw>i Sor stAr+cr, QQ ßio iVlrt , , : J li ;:« « , ... nu; ,m v ULC mimi/auium oes wai,er- ma. möitij, b. Nov. Zn Mamz betrugen die Zeichnungen tums, da mrt desim Besettigimg auch der horche,Land der Bundes- 35 343 000 Mk. gegen 53 579 000 bei der achten und 39 619 000 n.w ^ _hierzu sind m>ch di-beide. staateii gefährdet sei. Staatsminister v. E Rücktrittes möchte ich mich V v«.n. mil ua>i, oag oer in.uaxnic i aiuexye zu zayten. Zn Ncngm wurden 5 812 000 Mk. ge ge, l n . ^Dresse geiordert wurde. Auch / 750 000 bei der vorhergehenden Anleihe gezeichnet. b ?-£ nr J!! c *. n ' 7 - Nov. Tas Ergebnis der 9. .^-icgsanlcihe be vcTrlausig weiterfuhren und der Grostherz-og sich dm Zettplinkt tragt 5,8 Millionen gegenüber 7 3 / 4 Millionen der 8 Anleihe uweres muckttitts vor bedielt. ** 7 .) überlasst der fortschr. Volkspörter die zeichnet 13 432 000 Mk. d. h. 4116 300 Mk. weniger als bei der Aiisemandersetzuna mtt den abwuchelideir Anschauuiigm des^ Abg. 8. Kriegsanleihe H Grünewald. Er stellt fest, dast ^nau jetzt nicht daran denL,' ~ " m« neuen Gesetze auszuarbeiten, sondern die Grundlinien sestzu- legm, welche die Plattforni abgebm können für die neue Regierung Niemand l-at daran gidackst, das; die Atinisher sofort ihre Arbeit enistellm sollten, das lwtte ja toie Fahnenflucht ausgesehen. Aber ihr eigener Wunsch sein, daß der ^eitpurrft ihres Rück- tt'ttts möglichst beschleußrigt werde. Wir nrüften auch den Anschein Frankfurt a. M. Bei der ReichZbankhauvtstelle FrankfurL a. M. betrilgm die Zeichnungm 346V» Millionm Mark (achte Anleihe 527, siebte 452). ° nTr- A5u.au, 7. Nov. Tie 9. Kriegsanleihe ergab 16,64, die 8. 32,5 Mlllronen. Lebensmittel. ** Städtischer Wild verkauf. In den ftädtischstk . ^ -- > ' " — - , W tt- |Wll UUllI iA.ll «p 4 .iI I U/C l II I Vermeiden, als sollte die Neuordnung! in Hessen verschleppt w-er-I^.. ** Städtischer Wildverkauf. In or , „ Wildverkaufs stellen, bei dmm die Vorbestellung erfolgt ist, wird ma. Kvrell-(JUMcheim) (fortschr.) stellt fest, daß Wg- 5?i Lamstag dm 9. ds. Mts. auf die Bestellausweise 500—700 G r unewald wir für seine Person sprach und aiis der Fraktion Wildcheisch gegm Llblieferiing der Fleichmarl'm der 46 Woche ab- Vvlkspartei ausgettetm sei. Noch gesteni sei G. über 9^*™- Auf dm Wochmabschnitt (zehn 1 / l0 Anteile) mtfallm Landtag. Stütxtt Kammer. 69. Sitzung vom 7. Noveniber. Der Präsident eröfftret um 11 Uhr die Sitzung. Die Tribünen ftnd wie gestern überfüllt. Die drei Minister siüd am Regirrungs- tlsch anwesend. ^ Mg. Ulrich (Soz.). Die Mitteilungen der Regierung vom 26. Oktober bedeuten eine völlige Ueberraschung und trafm auch uns ganz imvorbcreitet. Ter Großherzog hatte seine Genehmigung zw Einführung der parlamerttarischeu Regierungsform erklärt und die Minister warm zurückgettetm. — Das Haus war damit vollendete Tatsachen gestellt. Hessen konnte nach dem Vorgang Reichs und der anderm Bundesstaaten nicht zu rückbleiben. ^ ist auch der Smn der gegenwärtigen Beratung. Wmn ivir auch Freuden feststellen können, daß alle Parteien ehrlich gewillt , mttzuarbeiten, so kamr die Paragraphierung doch nicht so .mell erfolgen, als wir erhofften. Das Laiid muß überzeugt sein, . B. der Erlaß einer Änrnestie, wie er m dm anderen Lndesstaaten beretts erlassen wurde. Kollege Schmitt hat bereits ven diesbezimlrchm Antrag gestellt. Auch die Reorganisatüm der ammerverhaltnisse nmß in Angriff gmommm werden, die Grund- Wmdm gegenwärtig in dm Ausschüfsm festgelegt. Wir Sozial- okratm srnd Anhänger der Republik, aber wir sind der Ansicht, 7-" gegenwärttg zurücktritt hinter die Ausgabe, un- sevem Volke einm gatten Frieden zu verschaffen. Tas alles wurde in dm Ausschüssen besprochm Und wird in der Kammer noch besprocheii werdm müssen. Tie Erste K!ammer hat sich nach unserer 9lnsicht überlebt. Im Ausschuß wurde eine Verständigung dahin erzielt, daß sre in Zuknafft nur noch aus gewählten Männern aller Stände bestehen und kerne Ernannten mehr enthaltm darf. (Änsttmmiq kert besteht für Mschaffung des PluralnV hl rechts. Noch Mne Gni- strmg besteht über die Einführung der Verhältniswahl Tie einm gung besteht über die Einführung der VerhälmiSwahf. Die Eium wollen >das ganze Land als einm Wahlbezirk festgesetzt habm, andere dae drei Provinzm, wieder andere wollen wir für die Städte die Verhältniswahl, endlich besteht der Vorschlaa. für Stadt und Land ggonderte Wrhlve^rke xn sch ffe!. Uebec die Vorr chte der St^N^es- hmoen besteht noch keine Nebereinsttmmung. Iedmfalls dürfm neuen Fideikommisse errichtet, noch alte erweitert werdm Auch -Mus; ein Enteignungsrecht gegm Fideikmnmisse zuguns-el der Ansredlungen geschaffm werden. Staotsminister v. Ewald: Ter Vorwarrs des Abg. Ulrich, daß rn HcNen noch keine politische Amnestie erlassm lvurde, trifft nicht zu. Wir haben zwar noch keine öffentliche Kundgebung er- lassm, wir haben aber alle Gerichte und Staatsanwaltschaftent mttgefordert, Bericht übch: alle Personen, die wegen politisches Dergehm oder wegen Berge hm gegm die öffentliche Ordniing verurteilt wirrdm, einz-uschickm, um ihre Begnadigung in dia Wege M lerten. Abg. Tr. Osann (natl.) verzichtet darauf, auf die Einzelheiten ernzugeheii, die Wg. Uliüch erwähnt hat. Jlne Anfzähluntt drirch Abg. Ulrich sollte nur zeigen, welche ArbÄt in deii Aus- lchüsim und Fvaktionm zu leisten ist. Der schnrere Uebergang in die veränderten Berhältniffe wird nicht durch einen einfachen/ Personenwechsel vollzogen werdm Üöraten. Es gilt vielmehr, zuerst! vre Grundlage für die Umwarldlung zu schaffen, das war die Auf- >Mbe der Frattions- und Ausfchußberatungm der letztm Di ge. Erst gilt es, das Programm festzustellm für dm neuen Kurs, mb dann miineit die Bürgschaften gewahrt werdm, daß die neum Minister auch den neum Kürs einl-altm. Darum ist es nicht möglich, die Nmbesetzmrg der Ministerstcllm olpre weiteres ■ vorzu- nehmm. Tie Aufstelllmg allgemeiner Grundsätze gmügt nickst, es ntussm ganz besttmmte Vorschläge ausgearbeitet werdm. Tie Spannung, mit der das Land das Ergelnris unserer dlrbeitm erwartet, ist wohl zu verstehen. Sie will die Lösung der Neuordnung oer nmeren Politik seheii. Wir begrüßm mit Freudm, auf allen Seiten des Hauses dm besten Willen zu findm, durch ihn wird die Emheit der Kämmer und des ganzen Volkes geschaffm Es ist dämm von großem Interesse für das ganze Land, die Gründe zu erwhrm, nxtntm wir heute noch nicht mit besttmmtm Vorschlägen an die Oeffmtlichkeit hervortretm könnm. Wir boffm, daß unter dm Parteien die noch bestehen der: Meinungsverschiedenheiten über- drückt werden. Tamm muß sich das Land noch etwas in Geduld wstm. * b.JStentano (Ztr.1 schließt sich dm Ausführungen der beidm Vorredner an. Tie Kammer arbeitet von früh bis abends, uni olle Sckstvierigleiten aus dem Weg zu räumm. Daß es seiner Fraktion sehr emft ist um die Weiterarbeit an der Neu- ortnnmg, beweisen die von ihr gestelltest nstchttgm Anträge, b d.^ ^der^Antrag Schmitt zur Erlassung einer allgemeinen vlmnestte Wir bedauern, von dm Schrittm der Regierimg in dieser Frage nicht unterrichtet geweseii zu seiil. Abg. Korell-Angenrod schließt sich namens des Bauem- dunds dem Vertagungsantrag an. Obwohl seine Partei am meistm von dem Stmchpiintt her Linkspartcim abweiche, stehe sie der Entwicklung der Dinge nicht mit verbundmm Augm gegmüber, joio habe dm ernstesten Willm zur Mitarbeit. verschiedene Punkte anders verstaicdeii nwrden. Ausdrücklich erllärt 500 Gramm er, t-afe die FrEion grundsätzlich am äkliv-en und paffivm Frauen- I ^ **Städtr scher Obst verkauf. Am Samstag dm 9 ds stimmrestt wübvlt, aber zur Erreichung der Geschlossenheit der gelangt in der städtisck-m Gemüse- und ObstverteilUngsstelle Kamnrer habm wrr uns mrt der fakutativm Einfühmng des kmn- ^ !dm Marktlauben, soweit der Vorrat reicht, Obst zum Verlauf murmlm FrauenwahlreckM zufriedm gegeben. Die neum Männer Beliefert »verdm die Nummern 79, 78. 77, 76 urcd 75, Abschnitt B Austen das Vertrauen nicht wrr der Kammer, sondern auch des Auf jeden Abschnitt mtsallm 5 Pfund. Landes besitzen. Wir fysfceu keine besonderen Wünsche, nur muß I Versorgung mit Wi n ter gem ü s e. Die deuffche erwogen werden, ob dies Vertrauen Männern eittgegmgebracht Gemüseemte geht zu Eride. Noch lomjmtm ^war reichlich Weißkohl wird dre erst letzt umgelmnt habm, so sein wir dieses Umlernm > ünd Rote Rüben (Beetm) auf die Märkte. Das wird aber nur beg-rumm. Es darf nickst so aussehm, als ob wir narr notgedrungm ^och kurze Zeit dauern. Deshalb benutze jeder und besonders Konzejjwnen mack-en wollm, Mchenr wir wollm an der Neu- ^ Hausfrau die jetzt gebotene Gele-genheit. Es kaun nicht dringend oronung muarbettm, weck wir sie selbst als unabweisbar erkannt genug empfohlen werden: Schneidet möglichst viel W eiß- ham'n , selbst ein! Macht Rote Beeten in großen ctt? V n e lt l a ^ ^ Kvrell-Jngelheim hat heute e n g e n e i n! Wer rechtzeitig Weißwhl und- Rote Beeten einleqt, Mim Male m der OeNenttick^it ^ vnnd irr ^ __crn - L 8'imi. etftet Male tu ber Oeffentlicfiifeit mein SluSsckmden aus der fortsck-rittl. rNaktion berührt. Es erfolgte vor 4 Jahrm aus Gründen der Ehre, mib der Herr Abg. Korell trug die Sckpckd daran- 'Fch habe am Beginne meiner Ausfühvnngm deutlich erklärt, daß ich wrr sür meine Person spreche. ^ Ter Vertagiuigsantrag wrrd einstimmig angenommeii. Die um Uhr geschlossm. Nächste Sitzung Freitag 10Vs uzr. * Die natronüllibrrale Fraktion der Zweiten Hess. Kammer an Len Reichskanzler. I Darmstadt, 6. Nov. Dienationalliberale Frak- t i v n der Zweiten .Kammer hat hmte folgendes Telegramman den Reichskanzler gerichtet: wird besmü-ers in den letzten schwierigen Wintermonaten und namentlich beim nächsten Früh- j a h r sa n f a n g d e n Nutzen davon ha b e 11 . . reibank. Samstag Len 9. November werden von 2 bis 4 Uhr btt ydummern 561—600 beliefert. Erhöhung der Brotration. . Berlin, 7. Nov. (WTB.) Seit vier Jahren hat das deutlche Voll die Lasten und Entbehrungen des Krieges mit bewundernswerter Standhaftigkeit getragen. Jetzt steht der Frieden und-die Aufhebung der Hungerblockade in naher Aussicht. Damit wird auch eine Entspannung unserer Ernährungslage eintreten. Am 1. Dezeniber wird die Brot- ?tion erhöht und andere Erleichterungen werden all- . Träger der Kais-erkrone sehen wir die Verkörperung mählich folgen. Voraussetzung dafür, wie überhaupt für die an das gesamte deutsche Volk, diese schwere Gefahr abzuwenden. Der Staatssekretär und Vorstand des Kriegsernährungsamtes. Neue Tariferhöhungen für den Güter- und Personenverkehr. April 1918 haberi die deutschen Eisenbahnen eineil 1 1> vtrw» 1sTc 1 «. % * /v>» 4 1 *»» w.v»» w* o irn^> den Krieg Aus StcvDt und G i e ßen, den 8. November 1918. Das Ergebnis der 9. Kriegsanleihe in Stadt- und Landkreis Gießen 24 Millionen Mart! ^' tl0 ^^ r ungünstigen Verhältnisse, die den Zeichnungs- 1 eifer zur 9. Kriegsanleihe gerade da beeinträchtigten, als die I Am 1. JL*« ^ ^, uwl uF»ut tU i» c Wirkung erst m vollem Umfange einsetzen sollte, hat Gieße,i K^egszuschlag von 15 Prozent zu dm Frachtsätzen des Güter- und ein Ergebnis zu verzeichneii, das immerhin das Ergebnis ^l-crrerkehrs cmgesührt, um wenigstens teil,reise die durch den Krieg der 5. Kriegsanleihe noch übertrifft. Die von der hiesigen der Zwischenzeit ist Reichsbankstelle in ihrem Bezirk der sich auch recktt weit L das Mißverhältnis zwischen den Euulahmen und Misgaben durch Land hinaus erstreckt festaestellwu rr -^ St^gerung der letzteren derartig getoachsen, daß die Wirtschaftlich- her hielumme nnn Jh ff 94 orn non ^ p Ergeben bis- Mt des Staatsbetriebes ernstlich in Frage gestellt ist. Tie deutsckien mil-d 000 000 Mk. Das Endergebnis L-taatseisenbahnen schm sich daher gezwungeir, aus eine Vermehrung wno einen Fach lwhervn Betrag auftveiien, da nach Mitteö- der Erimahmen durch Erhol/ung der Tarife im Güter-, Tier- und tung der Reichsbankstelle die Zeichnnngsanmeldung verschie- Personenverkehr Bedacht zu nehmen. Bei den Personentarifen wird dener^Zeichnungsstellen noch aussteht. auf die im Schnellzirgs-, (tzepäck- und Expreßguterverkehr zur Zeit Zum Vergleich stellen wir nachstehend die Ziffern der ruheren Kriegsanleihen zusammen: 1. Anleihe .... 6848500 Mk. 2 . 3. 4. 5. 6. 7. 8 . 9. 18 885 000 25 524 800 24 768 100 22 479 000 30 087 700 29 532 600 35 317 000 24 000 000 ^ 217 442 700 Mk. . Danach hat dos (Gesamtergebnis aller Kriegsanleihen m Stadt und Landkreis Gießen 2 00 Millionen über ^ Kriegs-An- 1 zrcrütt und gerät vielfach jchon ins Stocke tn anerkennenswertester dieser Erscheinung erblickt die Behörde in dem Wer e erfüllt und die Tabelle W _ti I ax _V._^ _v ... < und die Tabelle der neuen Kriegsanleiheergeb mffe ist das am deutlichsten sprechende Ruhmesblatt der Opferfteudigkeit aller hiesigen Bevölkerungskreise. Man schätzt das Gesamtergebnis der diesmaligen Zeich nungen im Reiche auf über 10 Milliarden, bis zur endgültigen Feststellung wrrd es noch einige Tage dauern Es wurden gezeichnet im Reiche seit Kriegsbeginn: 1 Vi-W^u-Vi- U.IW Vl'l-InJM*-'-Jjtui. 'JCU bestehenden Zuschläge Rücksicht geirommeu werdm. Tie Erhöhnngm werden vorcrussichtlich im erstell Vierteljahr 1919 durchgettihrt vier- dm. Tie Zuschläge werden fast durchweg hinter dmm zarückbleiben, die üi arideren europäischm Ländern, kriegfühvmdm und neutralen, dem Wirtschaftsleben auserlegt sind. * ** Die öffentliche Bücherhalle ist der Kohlenersvar- Nis halber von nächster Woche ab mrr noch Samstags von 1—3 Uhr nachmittags und von 6—9 Uhr abends geöffnet. Landkreis ßtteßen. ** Heu chelhei in 7. Nov. Heute, am 8. Noveniber, feiern die El)eleute Jakob Hildebrandt und Eheftau geb. Hofmarur in rüstigem dllter das Fest der Goldenen Hoheit. ^ Kreis Büdingen. z. Büdingen, 7. Nov. Nach Mitteilungen des Kreisamtes geht die Mlieferung des Gttrei'des durch die Landnärte stark zurück und gerät vielfach schon ins Stocken. Ten Grund zu El'lö'Ni'NilNiT! f rMi rPf '-Hp'hfr'rrho irr h<*rrr beu 1. (September 1914) . 2. (Februar 1915) 3. (September 1915) . 4. (März 1916) . . 5. (September 1916) . 6. (März 1917) . . 7. (Oktober 1917) . . 8. (April 1918) . . 4 460 728 000 Mk. 9 060000060 „ 12160 000000 „ 10 712 000 000 „ 10 651 000 000 „ 13 000 000 000 „ 13000 000000 „ 14 550000000 „ viiiu.n.uuuii, HWIUI UL Will OU/IC Hi^l/U IUJCI, Util die Bcuvern mit dem Getreide treiben und in dem heimlichen Vermahlen großer Mengen Korn. Durch diese Entziehung erheblicher Getrerdemengen ftir die Llllgemeinl-eit, ist schm: jetzt eine Ein- sch>ränkmlg des Bvotverbrarubs unausbleiblich. Kreis Friedberg. ** Bad-Nauheim, 7. Nov. Else Gmttrer-Fischer und Robert vom Dck^dt — zwei allererst Kräfte vom Frankfurter Opernhaus — geben am ^kommmdm Trmstag einm Rickard- Wagner-Abmd und bringm eine hervorrageiide Auswahl von Sze- nen e ain/t 4200 Mk. Tancit erveichm die bisher bei scnntlickwri An- faß chlgelleroet aus dem Fußbodm lag. Tie Unckersuckmng ergab, keilstn gezeichuetm Beträge bei der Bezirks sparkasse 4 077 800 Mk ^ u ' Frcrv ernem Grippe an fall erlegen war und daß der Pfarrer bei den, Vorschußverein 977 850 Mk., bei denx Postantt 139 200 I vermutlich beim Anblick der Leiche von einem tödlick-en Schlag- en,—« c «r-yx anfall ereckt wurde Mark, insgesamt"5 194 850 Mk. ' "" ^ I anfall ereilt wurde. 0 %. Alsfeld, 7. stLov. Es wurden bei dm Alsfelder Bank- ^ iö Wetzlar, und Krwitinstittttm sowie beim Kafferlick-m Postamt AlSfeld auf ** Wetzlar, 7. Nov. Aus Coblmz wird berichtet: Der Ge- da.e 9. Mw-gsanleche msgesamt gezeichiret:^ 2 287 100 M. Zur neralguartiermeister weift in einem Schreibm an dm Oberpräsidm- tm der Rli-eftlprovinz darauf hin, daß die augmblicklick>e Kriegslage keinen Grund zur Beunruhigung für die Bevölkerung der Rheinprovinz bildet. Tie von militärischer Seite eingeleiteten Erkundrmgm bezweckten lediglich, di« Möglichkeit der Urtterbringung militärischer Einrichtungm für dm Fall zn prüfm, daß es zu einem WaffmstWstmrde ,md zur Räumung der besetzten G-ebiete im Westen kommm sollte, wodurch na- 8. Kviegsanleibe warm gezeichnet "worden: 3 009 200'wt' __ sb- Sandlofs, 7. Nov. 29. Schulkinder zeichnetm zur .Neuirden" 2895 Mark. sb. Schlitz, 7. Nov. Ein glänze^cs Zeichnungsergebnis zur Neunten erzrelte die Schule zu Pfordt duvck) Berinittllmq des Herm Lehrer Lldvlph in SMtz mit 5852 Mürk. ** Bad-Nau beim 7 9km 9xirr rwrrfiwr ti.r q ^ ^setzten Mbiete im Weste,: kommm sollte, wodurch na- 8M 000 ^ 9 - Memi ' t9 bn ‘ Nr. 265 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Freitag. 8» November XQ|8 Aus Stadt «nd Land. Gießen, den 8. November 1918. — F a lf che Gerüchte über V o rko m mnisse crm Gießener Bahnhof. Um nnMtveffenden Gerüchten errt- gegenzAarbeiten, wirv mitgeteilt, daß eine Anzahl von Ma- rrnecrnaehöritzen am hiesigen Bahnhof heute ftfiih zur Prüfung ihrer Papiere kurze Zeit zurückgehalten wurden. Da sich sämtliche Mannschaften genügend auswiesen, Konnten sie ihre Reise alsbald fortsetzen. ** Amtliche Personal Nachrichten vom 6. November. Ter Großherzog empfing zum Vortrag: den Geh. Legationsrat Tr. Nei d hart und den Vorstand des Kabinetts Wirkt. Geh. Rat v. Römheld. — Uebertragen wurde am 31. Oktober dem Lehrer Friedrich Speck Hardt zu Seeheim eine! Lehrerstelle an der Volksschule zu Biebesheim, Kreis Groß-Gerau. — Der Großherzog hat am 9. Oktober dem Fvrstwart der Kommunal forstwartei Nieder-Beerbach Förster Georg Adam M a y zu Nieder-Beerbach aus Anlaß seiner mit Wirkung vom 1. Oktober 1918 an erfolgten Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine ^renzeichen mit der Inschrift „Für treue Treuste" verliehen. ** Aus französischer Gefangenschaft geschrieben hat Gefreiter Heinrich Schuchardt von hier. Sohin des Dienstmannes G. Schuchardt, der seit 90. August als vermißt erklärt .würbe. ** Aus dem Militärwocheubla tt. Be fördert: Renner, Oberlt. der Landw. a. D. (Freibnrg), zuletzt Lt. des Londw.-Trains 2. Ausg. (I Tarmstadt), jetzt beim Ers.-Batl. des JUf.-Regt. 114. zum Rrttmckster: VizeselDw. Nodnagel (Friedberg) zum Lt. der Landw. 1. Aufg. der .Kraftf.-Tr.: Fähnrich Eggerß ini Feldart.-Regt. 25 zum Lt., vorläufig ohne Patent. Kunkler, Hermann, Lt. der Res. der Marine-J. (Bonn), aus der Marine aus geschieden und in der Armee unter Beförderung zum Oberst, im Leibg.-^Iinf.-Regt. 115 angestellt. Reiners, Oblt. a. D. <1 Köln), zuletzt Lt. im Jns.-Regt. Nr. 87, %wn Hauptnr. ; Schneider. Wilhelm (II Tarmstadth Stritder (Siegen), Vizewachtm. im Feldart.-Regt. 21 , zu Lts. der Res.; Hornberger, Off.-Stellv, im Feldart.-Regt. 27, zum FÄdW.-Lt.: zu Lts., vorl. ohne Patent: die Fähnr. Baal im Inf.-Regt. 87, Koeppe, Heitmann, Hohn, Walther, v. Mertens im Pion.-Batl. 21. ** Das Großb. Hess. Regierungsblatt Nr. 25, ausgegeben den 5. November 1918, hat folgenden Inhalt: 1. Be- kanntmafi-nng, Rechtsmittel und stieichssteuersacksien betreffend. (S. 223s. — 2. Bekanntmachung, Regelung des Fleischverbrauchs betreffend. (S. 2243 — 3. Bekanntmachung, Schlachtverbote betreffend. (S. 225.) — 4. Bekanntmachung über den Verkehr mit Zucker zur Verbesserung von Weißweim (S. 226.) — 5. Bekanntmachung, den Schutz der Mieter betreffeird. iS. 228.) ■— 6. Aus- fuhrungsbestimmungen zur Bundesratsverordirung über^ Saat- iartoffelu ans der Ernte 1918 vom 2 . September 1918. (S. 228.) — 7. Bekanntmachung über Weinreben. (S. 229.) — 8. Bekanntmachung, den 4. Nachtrag der Deutschen Arzneibaxe 1918 betreffend. (S. 230.) ** Uni versitätsgotteZdien ft. Tie Landesuniversität wird wegen der bestehenden Schwierigkeiten, die die Zeit mit sich bringt, in diesen: Winter die Zahl der U n iversitäts gottesdien st e beschränken. Ter erste des Semesters findet Sonntag den 10. November, 11V 4 Uhr. in der Neuen Aula /Eingang Ludwig straftet statt. Die Predigt hält Geheimer Kirchen- tart Pros. Dr. Eck. ** Getragene Schuhe. Nach der heutigen Bekannt- machung des Lebensmittelamtes kommen Mittwoch den 13. und Samstag den 16. ds. Mts. Schuhe, die wieder in gebrauchsfähigen Austand gesetzt worden sind, in der Brocken sammlung znm Verlauf. Um dkmjenigen Personen, die bisher ihre Bezugsscheine nicht einlösen konnten, Gelegenheit zum Erwerb eines Paares Schuhe zu geben, ist bestimmt, daß am ersten Verkaufstage nur solche Schuhbedarfsscheine beliefert werden, die vor dem 1. Juli 1918 von der Städtfichen Bekleidungsstelle ausgestellt worden sind. Am zwickten Verkaufstage Werder: die in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September 1918 ausgestellten Schuhbedarfs scheine beliefert. Bei Mngang weiterer Schuhe wird weitere Abgabe erfolgen. ** Be l e h r un g de r S chu lj u g e n d ü b e r d i e Gr i p v e. Die Grippe ist zwar im Abnehmen. Trotzdem ist eine Belehrung von Wert, die einzelne Schulverwaltungen allen Schulkindern, besonders den bei landwirtschaftlichen Arbeiten, haben mitteilen lassen. Die wichtigsten Schutzmittel, hckßt es darin, sind folgende: Vermeide jeden Verkehr mit .Kranken: besuche sie nicht in ihren, Wohnungen und im Krankenhause. Wenn du einen an Grippe ierkvankten Angehörigen pflegst, stelle Waschgerät in die Nähe des Bettes und ivasche dir nach jeder 'Berührung des Kranken und seiner Gebrauchsgegenstände die Hände, besonders auch ^vor jeder Mahlzeit Lasse dich von dem Kranken nicht anhusten. Spüle dir so oft als möglich den Mund und Rachen. Reinige die Zähne nach jeder Mahlzeit. Salzwasscr genügt. Wasserstoffsuperoxydlösung ist besser kein Eßlöffel auf ein Glas Was,er). Lies keine geliehenen Bücher. Venneide jede gemeinsame Benutzung von Wäschestücken und Ehgeräten mit einem Kranken. Wenn du erkrankst, lege dich zu Bett, schicke nach bem Arzt uttb warte seinen Rat ab. Hüte dich vor Erkältungen. ** Hilfsdien st Pflicht und Handwerker. Tie letzte Vorstandssitzrmg der Handwerkskammer behandelte u. a. die Rohstoffversorgung des Handwerks, die Gründung einer gemeinnützi- gen Materialvermittlungsstelle für den Bezirk 18. A.-K., Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung, Möbelbeschaffung für Minderbemittelte und sonstige Fragen, die für das Handwerk während der jetzigen Verhältnisse von besonderer Bedeutung sind. Insbesondere wurde die Frage der H i l f s d i e n st p f li ch t eingehend besprochen. Um die :wch rätigen Betriebe für die zu erwartenden! Schwierigkeiten des Wirtschaffslebens zu stärken, ist beschlossen worden, bei den maßgebenden Behörden zu beantragen, daß im Falle eines Waffenstillstandes von weiteren Einziehungen selbständiger Handwerksmeister und deren Hilfskräfte zum Hilfsdienst Abstand genommen wird. ** Zur Einschränkung des Personenverkehrs. Zur Einschränkung des Personenverkehrs hat auch das Reichs Postamt eine Verfügung an die Beamten seines Bereich gerichtet. Diese und die in privatrechtlichem Dienstverhältnis stehenden Personen werden darin von neuem daraus hingewiesen, bis zur Besserung der Lage die Eisenbahn nur in den allerdringendsten Fällen zu benutzen. Dte Vorgesetzten Dienststellen sollen bei Anträgen auf Genehmigung von Urlaubsrcksen, deren Notwendigkit in jedem Falle einer strengen Prüfung unterziehen. Dasselbe gilt für Dienstreisen. Tie Einschränkung kann nur dann wirken, wenn jeder einzelne es als Pflicht erachtet, in dieser ernsten und schweren Zeit ;ede nicht unbedingt nötige Reise zu unterlassen. Ties gilt ebenfalls für die Urlaubs- und Dienstreisen wie für Reisen zu amtlichen oder halbamtlichen Tagungen und zu Versammlungen, die in letzter Zeit wieder einen erheblichen Umfang angenommen haben. — Für die Benutzung der Schlafwagen ist, wie wir berichtet haben, eine Prüfung der Notwendigkeit und Tringlichke.it vorgesehen. Die Einführung dieser Einrichtung ist schon zum 10. November in Aussicht genommen. Bettkarten werden im allgemeinen für Reisen ausgegeben, die für die Kricgswirtschaff rwtwendig sind. Reisen zu Familienbesuchen und ähnlichen Zwecken werden nicht als dringend erachtet werden. Tie Prüfung geschieht bekanntlich aus den Stellen, die die Bettkarten ausgeben. Es soll dahei ein höherer Beamter Mitwirken, um eine sachgemäße Handhabung zu gewährlcksten. ** O esfent ticha B ücherhal l e. Im Oktober wurden 2120 Bände au« geliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1308, Zeitschriften 211, Iugendschriffen 188, Literaturge- schichte l I, Gedichte und Dramen 28, Länder- und Völkerkunde 56, Kulturgeschichte 19, Geschichte und Biographien 63, Kunst- g^sch-ich! 10, Naturwissenschaff und Technologie 76, Heer- und Seewesen 6, .Haus- urid Landwirtschaft 2 , Gesundhcktslehre 17, Religion und Philosoph^ 56, Staatswissenschaff 7, Sprachwissenschaft 13. ^fremdsprachliches 49 Bände. Nach auswärts kamen .30 Bänd.:. Von nächster Woche ab ist die Bücherhalle nur noch ;äajne,Lfljaü geöffnet. Siebe Aw«a>» ** Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34, findet morgen Samstag, di^ Erstaufführmrg des Filmwerkes „Das Hiuttnelsschiff" statt. Zu diesem Film, der ein Zukunftsroman ist geben .vir nachstehende Pressestimme wieder: In geschickter Weise löst dieses Filmwerk das Problem, philosopKsch-echis-clxm Ideen bildlich einen leicht faßlichen Ausdruck von weitester Wirkung zu geben. Um einen ausgesprochen männlichen Vorwurf spinnt sich ein romantisches Rankenwerk, das auch denen, die vom Lichtbild in erster Linie Befriedigung ihrer Schaulust und Genrütserre^ung verlangen, etwas gibt, ihnen zugleich aber, ohne sie aufdringlrch zu bemühen höchste Probleme der Menschheit näherbringt. Und weil er dies zn vereinen weiß: einen gedanklichen Inhalt, der auch den Anspruchsvolleren zu fesseln weiß und in guter Form und als technische Glanzleistung das, was dem Kinostammgast Kunstgenuß ist, darf der Füm, ohne daß man sich her Uebertrefl-ung schuldig miacht, als Muster bezeichnet werden, das der Lichtbildbühnc den möglichen Weg zur Vervollkommnung ihres Spielplans unter Umgehung des unangenehm Lehrhaften weist. Der Film, der etwa anderthalb Stunden rollt, bringt in bunter Folge Familienszenen, ein Observatorfirm, prächtige Landschaftsbilder, Naturstimntungen. darunter eine außerordentlich wirksame Gewitterszene, ein Luftschiff im Flug, Vvlksaufläufe, anmutige Tanzbilder, zarte Liebesszenen und noch marrches andere hübsche und interessante Bild. Besonders zu rühmen ist die hohe technische Vollkommenheit des Werks, die ihm eine besondere Zugkraft sichern dürfte, auch bei jenem Teil des Publikums, der sonst das Kino selten besucht. vermochte». Kreis Büdingen. A Nidda, 6. Nov. Hier herrscht die Grippe immer noch sehr stark. Innerhalb 8 Tagen starben in einer Familie daran drei Personerr, zuerst der 18 Jahre alte Buchdrucker Erwin Fieser, nach zwei Tagen dessen Vater, der Schreiner und Polierer in der hiesigen Möbelfabrik Hefirrich Fieser, 50 Jahre alt, und heute wurde die 12 Jahre alte Tochter Klara Fieser zur letzten Ruhe bestattet. Täglich ertönen die Sterbeglocken. Manche Opfer der Grippe werden von außerhalb von den Angehörigen heimgeholl und in der heimatlichen Erde des Kirchspiels beerdigt. Nach ganz kurzer Krankheit starb gestern plötzlich Oberst z. D. August Weimer, der seine letzten Lebensjahre hier in seiner Vaterstadt verlebt hat. c. Nidda, 6. Nw. Ter Pfarrer Theodor Wiegel in Bingenheim ist durch die Dekanats sh no de des Dekanats Nidda aus die Tauer von 10 Jahren zum Dekan gewählt worden. Pfarrer August Scriba zu Eichelsdorf wurde auf die Dauer von 5 Jahren zum Stellvertreter des Dekans bestimmt. Kreis Alsfeld. Up. Mücke, 6. Nov. Tie Flachsanlieferungen, welche jetzt auf hiesigem Bahn Hose verladen werden und aus der nächsten Umgebung des nordwestlichen. Vogelsbergs kommen, offenbaren sehr deutlich den Fortschritt des Flachsanbaues, den der Weltkrieg verursacht. Ter Flachs war aus unseren Feldern ver- schwu'tideu, jetzt bringen ihr: wieder reicher Erlös aus Faser und Lein zu Ehren. Mit dem Flachs verschwand auch die ganze Hausindustrie des Leinen und die dafür erforderlichen Geräte, wie Brechmaschine, Breche, Schwingstock, Hechel, Spinnrad, Haspel und Web- stuhl. In anderen Gegenden., wie im Odenwald und Spessart, ist die Leinen ge winnung im Haus bet rieb wieder eingesührt und damit die alte Spinnstube wieder auferstanden. Wann bei uns die Leinenbereitting wieder ausgenommen würde, so wie sie früher geblüht, würde es ein Segen für die Volkswirtschaft sein. up. Von der Ohm, 6. Nov. Die letzten Früchte des Feldes, die Hackgewächse, sind eingebracht worden. Machte anfangs unaufhörliches Reaenwetter diese Ernte sehr schwer, so wurde sie zuletzt durch das schöne Spätherbstwetter erleichtert. Die Wurzelgewächse sind ganz vortrefflich geraten': sie helfen die Lücke verstopfen, welche der Futterausfall gebildet. Im Verein mit der guten Strohernte Helsen die Rübengewachse das Vieh durch den Winter bringen. Kreis Lauterbach. sb. Berns Hausen, 7. Nov. Wegen Ueberhandnehmens der Grippe, an der fast alle Schulkinder krank zu Bett liegen, mußte die hiesige Schule bis auf weiteres geschlossen .verden. Kreis Schotten. * Bu che cke r n wu r st. Das ist das neueste und wahrlich nicht das schlechteste Kriegserzeugnis. Das Rezepr lautet also: Fünf mittlere Pellkartoffeln, ein fingerdickes Stück Brot ohne Rinde, eine große Zwiebel und eine große Tasse voll geschälter Bucheckern treibe man durch die Fleischhackmaschine, menge Salz, Pfeffer und eine Messerspitze Majoran darunter, vielleicht mich ein Ei. Dann forme man die Masse in Pergamentpapier zu 2—3 Würsten, binde oben imb (unten zu, siede die Würste etwa 23 Minuten langsam, hänge sie zum Trocknen aus und lasse sie erkalten. c. Freienseen, 6. Nov. Ter hiesige Pfarrer Otto Röschen fit durch die Tekanalssynode des Dekaimts Grünberg für 10 Jahre zum Dekan gewählt worden. L Laubach, 6. Nov. Heute morgen gegen 5 llhr wurde die hiesige Feuerwehr alarmiert. Es tvar .im iliebengebäude des verstorbenen Kappenmachers Eduard Göbel Feuer aus gebrochen. Binnen wenigen Minuten war die Feuerwehr mit drei Spritzen, darunter die Gräfliche Schloßseuerfpritze. an der Brandstelle, und es gelang ihr, das Feuer aus seinen Herd zu beschränken. Wäre das Feuer auf die mit ungedwschvenem Getreide usw. gefüllte Scheune hos^angrenz enden Landwirts Moll gesprungen, so wäre ein großes Schadenfeuer entstanden. Verbrannt sind ein Kleiderschrank und eine Kommode nfit ihrem Inhalt an Kleidern und Wäsche, lleber die Entstehung des Brandes konnte bis jetzt nichts ermittelt werde::. up. Aus dem Vogelsberg, 6. Nov. Wenn sich Stimmen hören lassen, die einen kalten Winter aus verschiedenen Anzeichen Voraussagen, so muß dem entgegengehalten werden, daß gerade nicht wenige Merkmale auf einen gelinden Winter hin- wcksen. Ter Blattabfall ist durchaus kaum später, sondern schon stark im Oktober aufgetreten. Tie Bienen haben ihre Wohnungen keinesfalls stärker „verharzt" wie gewöhnlich, und die Kraniche sind ganz ungewöhnlich spät zurückgezogen. Dazu haben wir eine! Novembertemperatur, die über der des Septembers steht. Kreis Friedberg. nt. Friedberg, 7. Nov. Heute :mcht wurde das Gasthaus zum Deutschen Haus (Ellermeyer) von Einbrechern heimgesucht. Es wurden Geld, Zigarren und Kleidungsstücke gestohlen. Hessen-Nassau. — Bad-Homburg v. d. H., 6. Nov. Die am 1. Oktober nach vierjähriger Ruhepause wieder eröffnetc Strecke der Bäderbahn von Homburg nach Höchst a. M>. durch vier Personenzüge täglich in jck>er Richtung ivird von Reisenden jo wenig benutzt, daß sich die Fahrten kaum lohnen. Die Frankfurter Eisenbahlv- dwektion will oeshalb, wenn die Benutzung dieser Züge nicht besser wird, die Fahrten wieder einstellen lassen. ra. Biedenkopf, 6. Nov. Der auf Anregung unseres Dekans - Christian veranstaltet: Familienabend, bei welchem auch der hiesige Kirchenchor mitwirkle, loar über Erwarten stark^beiucht. Bruchköbel, 7. Nov. Die 36iährig," Ehefrau Susanne Schröder 'hat am Mittwoch fi: einem Anfall geistiger Umnachtung ihrer vierjährigen Dochten und, dann sich den Hals mit einem Rasiermesser durchschnitten. Mutter- und Kind, die beide an der Grippe darnieder lagen, fand man später tot vor. X. Hanau, 6. Nov. Im benachbarter: Dorfe Bruchköbel haben Diebe durch Einbruch aus den: Lager des^ Hink lsche : Manu fakturwareng:schäffs Waren im Werte vor: 25 000 Mk., sowie ranb 5000 Mk. Bargeld gestohlen. Fc. Kassel. 6. Nov. Von den hiesigen Königlicher: Schlössern kommen zur Berwendun.^ als Lazarette in Frage das gesamte Schloß Willhelmshöhe mit Ausnahme der kaiserlicher: fistmächer, in denen die wertvollen Kunstgegenstände und Möbel des Schlosses aufbewahrt werden sollen, das Prinzenhaus, das mit dem benachbarten Friedrichs-Gymnasium zu einem Lazarett Verbünde:: werden soll, und das R-ote Palais an: Friedrichspl'atz. — O be rla huste i n. 6. Nov. Beim leichtfertigen Hantieren m:t einem Revolver erschoß der Arbeiter Willrelln Zimmer schied seine junge Frau. Die Kugel drarn, d:mh- den Arm in das Herz und führte bei: sofortigen Tod herbei. ra. Aus Nassau, 6. Nov. Das hundertjährige Bestehen des Vereins nassauischer Laich- und Forstwirte soll im Jahre 1920 gefeiert iverden. Tie Jubiläumsfeier soll mit der General Versammlung des Vereins nassauischer Land- und Forstwirte ab- gehalten und damit glckchzeitig die Feier des hundertjährigen Bestehens der landivirtschastlichei: Wmlrrschstle zn Hof GejAberg verbunden werden. Letzte Nachrichten. Line Umwälzung in Bayern. München, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Im Anschluß au die gestrige Massenversammlung aus der Theresienwiese kam es in München zu ernsten Unruhen, die im meüemt Verlaufe zur AusrusungderRepublik Bayern führte. In der Nacht zum heuttgen Tage bildete sich ein Rat der Arbei- Soldaten u nd Bauern, zu dessen Vorsitzenden C urt ter Ein Ausruf des bayerischen KriegSministerS. München, 5. Nov. iWTBO Der Kriegsmini ster erläßt folgenden Aufruf: Tie Wassenstillstands Bedingungen. die unseren bisherigen österreichischen Verbüiü)etei: auserlegt wurden, eröffnen dem Fnnd die Möglichkeit, unsere Süd- und Ostgrenze militärisch >u bedrohen. Tas Bayernvoll', das in diesem Kriege einen bewun - wrnswerten Opfermut zeigte, kann auch dieser Möglichkeit zuv^ sichtlich enigegensehen. Zur Beunruhigung liegt kein Anlaß vor. Vorkehrungen für den Schutz der Heimat sind gettoffen und im Gange. Tie Bevölkerung darf das höchste Bertvauen haben, dal: sie rechtzeittg unterrichtet wird, falls wider Erwarten eine mr- mittelbare Gefährdung des Landes eintreten sollte. Deshalb Ruhe l:nd Zuversicht! gez. v. Hellingrath, General der Kavallerie. Kriegsminister Aus der französischen Kammer. Bern. / 7. Nov. (WTB.) Die Sitzung der fvantzösischen Kammer vorn 5. November nahm einen sehr ervetzten Verlauf. Der Maueraifichlag, der Clemenceanschen Rede wurde unter lebhaftem Widerspruch der Sozialisten beschlossen. Ter Deputierte Matze ras beanttagte sodann eine Interpellation über den genauen Sinn, den die französische Regierung der Antwort Wilsons an Sols bermesse. Auch Renaudel verlangte eine Interpellation über die Erklärung der Regierung und rügte, daß das Parlament über die Bedingungen des Wassenstillstandes mit Oesterreich erst durch das „Journale de Genev^' unterrichtet lvurde, was Elemonoeau damit erklärte, daß gemäß einer ihm seitens der englischer: Regierung zrrgcgangenen Mitteilung des „Journal de Ge- neve" die Waffen still stau ü sbcdfi'. gun gen von österreichischer Seite erhielt. Mayeras verlangte fine Erklärung, ob die Regierung die 14 Purttte Wilsons annehme. Pichon rügte dies Verlangen, welches nur dazu m:getan sei, den Glauben zu erwecken, daß 'wischen der französischen Regierung und Pilfor: Unstimmigkeiten bestehen. Tic Vtrm 'TT? 1 nV-u>i-rrrÄ ntih VnnrrlSpTt Kfrvrt’tFlvrn Interpellationen von Mayeras und Renaudel wurden daraufhin mit 430 gegen 57 bzw. 410 gegen 62 Stimmen unter lebhaftesten: Protest der Sozialisten abgelehrtt. Tie Regiernrig hatte die Vertrauensfrage gestellt, wogegen Renaudel protestierte unter dem Hinweis, daß es unzulässig sei, die.Volksvertreter im Unklaren zu lassen und die Vertrauensfrage zu stellen, wenn sie Auiklärung verlangten. Eine neue Wendung in Polen. Eisner ernannt wurde. Dieser Rat erließ an die Bevölkerung Münchens einen Ausruf, in dem es unter anderem heißt: Ein provisorischer Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat hat sich in der Nacht zum 8. November im Landtag konstituiert. Bayern ist fortan ein Freistaat, eine Volksregrerung, die von dem BeL- ttaucm der Massen getragen wird, soll unverzüglich eingesetzt werden. Eine konstituierende Nationalversammlung, zu der alle mündigen Männer und Frauen das Wahlrecht haben, wird so schnell wie^ möglich einberusen iverden. Der Arbeiter-, Soldaten- und Bauern-- rat wird strengste Ordnung sichern. Ausschreitungen werden rücksichtslos unterdrückt. Tie Sichcrheff der Person und des Eigen«, tums wird verbürgt. Tie Soldaten in den Kasernen werden durch Soldatwräte sich selbst regieren rmd die Disziplin aufrecht erhalten. Offiziere, die sich den Anforderungen der veränderten Zeit nicht widersctzen, sollen unangetastet ihren Tienft versehen. Alle Beamten bleiben in ihren Stellungen. Grundlegende soziale und politische Reformen werden unverzüglich ins Werk gesetzt. Die Bauern verbürgen sich für die Versorgung der Städte mit Lebensmitteln. Ter Austausch der Lebensmittel wird rationell organisiert werden. In dieser Zeit des sinnlosen wilden Mordens verachten wir alles Blutvergießen, jedes Menschenleben soll heilig sein. München, 8. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Rat der Tlrbeiter, Soldaten und Bauern erließ ferrrer Bekanntmachung: Zur Au f rechter Haftung der Ordnung urch Srcher- heit arbeitet von heule an das gesamte Polizei- und Sicherheffs- persorral im Aufträge und unter Konttolle des Arbeiter- und Soldatenrats. Ten Anordnungen dieser Organe ist unbck>rngt Folge zu leisten. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Das Ersatz-Bataillon J.-R 116 beabsichtigt Mittwoch den 13 11. und Dounerstag den 14. 11. östlich von Annerod in der Richtung auf Burlhardsfelderr Gefechtsschießen mit scharfer Munition abzuhalten. An beiden Tagen darf das gefährdete Gelände von vorm. 8 bis nachm. 4 Uhr rücht betreten werden. Als Gesahrzvne kommen fir Betracht: das Feld östnch Annerod mit dem dahinterliegeirden Waldkontplex zwischen Annerod, Stein- bach, Ällbach, BurShardSseldm, Opveirrod, löänsebrrch. Ter Ber- bindurprsweg Annerod-Steinbach durch den „Ferne-Wild" muß für jeder: Verkehr gesperrt bleiben. Für die Absperrung der nach dem Schießgelände führenden Wege sorgt das Bataillon. Gießen, den 7. November 1918 Warschau, 6. Nov. (WTVfi Die Warschauer Morgenblätter berichten von einer neuen politischen Wendung in Polen. Mit dem Sitz in Krakau wurde gestern em Direktorium bet polnischen Volksrepublik gebildet, zu denr Vertreter der volnischen Sozialdemokraten, der Voltsparteien Polens und Galiziens gehören. Diese haben die Arrsgabe, baldmöglichst eine demokratische rurtw- uale Regierung in ? Leben zu rufen. Tie Warschauer „Nowaja Gazeta" ist heute zun: ersten Male nach ihrer Schließung wieder »erschiene:!. Tie gesamte Warscharrer Linke erklärt, daß sie sich den: Direktorium urtterstellt. Tie Linke nahm deshalb vor: jeglichen Unterhandlungen beim Regcnfi'chaftsrat Abstand. Alle Blätter enthalten die Vermutting desRücktrittesde s R egentschafts- r ates. Tie Nachrichten sind in dieser anscheinend abgeschlossenen Form, wie man an amtlicher Stelle versichert, noch als verfrüht zn betrachten. Ter Regentschaftsrat befaßt sich mit diesen Strömungen, welche durch seine Entschließungen in gesetzliche Bahnen gelenkt werter: dürften. , _ y« Warf ch a u , 6. pcov. (WTB.) Die Nachrichten über die 'Bildung einen Direktorats bestätigen sich, wie auch, einzeln« Mt unter-, richtete Mütter melden, nicht. Vielmehr ist hier in Warschau die Bildung eines neuen Kabinetts im Gange, das eine Art Koalitionsministerium sein wird. Der Rücktritt des Regentschafts- rates steht unmittelbar bevor. Großberzogliches Kreisamt Gießen. ünndermflitii Bekanntmachung. m! E ilb . £ ar “ u t “"fmcttfnm gemacht, das. ble «Sr-s-b. Unter-rbebv.U- in BurkdardS,eld-n " » Garbenteich * n Jwt'üuitijKit . r " » Mufchenbeiin " // Stcinbach und »JSSSUSJi swSaasa«» _Grobb. Hessische Bezirkökasse Lich. weitzesvrauhaus Gießen Wctzstcinstraste (Hinter der Stadtktrche) Besifser: Han« Kirzinger. (smpff§k mein prima Särjhrgcr nab Gießciier Wchciidier. üJiein SBciscitbtcr ist aus bestem Bayrischen Weizen-Mal^ jcvacfteilt, höchst zulanig etngebraute Qualität. 8548 Lamstag und Sonntag fideles Bierkonzert. Verkauf in Flaschen über die Straste. OeffentlicheBücherhaAe Der Kohlenersparnis halber ist von nächster Woche ab die Vücherhalle nur noch ZamsLagr von 1—3 Uhr nachmittags und von 6—9 Uhr abends geöffnet. 06696 | Lichtspielhaus, Bahnhofstrasse 34. § Mit der Vorführung des seit langem mit größter Spannung erwarteten Gigant-Kunstfilms las Himmelsschiff 8544 a, beginnen wir morgen!!! In den Hauptrollen: Gunnar Tolnaes und Liiy Jacohsson Mit Liedern : „Frühlingsreigen“, „Liebe, die zur Weltenglut entbrennt“ gesungen von Frau M. Rottmann, Opern- und Konzertsängerin (Stadttheater Mainz). - Aussergewöhnliches großes Orchester. Beginn der Vorstellungen: XacEimltt. 3. 6 and abends 87a Uhr. Das Programm beginnt jeweils mit einem dreiaktigen Arnold-Rieck-Lust- spiele „Der falsche Demetrius“, anschl. „Das HimmelsschifT*. S a Et en . v £» verkaa L für die Ä?v1»en Vorstellungen Samstag von 11 bis 1 SJhr vormittags. — Alle Vergünstigungen a ufgehoben. 23 Theaterräume werd. während der Vorstellung, gut ventiliert u. vor u. nach m den Vorstellungen mit Ozon-Präparat einwandfrei hygienisch desinfisziert. Hesssscfier Bankverein Filiale Giessen Bahnhofstr. 50 Aktiengesellschaft Fernruf Nr. 53 1 «• < ES starben im Kampf fürs Vaterland unsere lieben A. H. A. H. Wilhelm Leonhard Oberlehrer zu Idar a. d. Nahe Flieger-Oberleutnant der Reserve. Gustav Wolf Leutnant der Reserve und Vatteriefübrer. Ferner unsere lieben i. a. B. B. i. a. B. B. Franz Garnier Leutnant d. Reserve in einem Feld-Art. Reg. Wilhelm Knell Fliegerleutnant der Reserve. Albert Fink FeldhilfSarzt in einer Pionier-Kompagnie. Außerdem hat uns der Tod entrissen unsere lieben A. H. A. H. Ernst Weckerliug Pfarrer und Dekan i. P. zu Wiesbaden. Prof. Dr. Theodor Wimmenaner Oberlehrer i. P. in Giesteu. Die G. B. Germania. Vermietung von Schrankfächern in unserer einbruchs- und feuersicheren Stahlkammer. Freundliche Einladung zum !ZahresfestderStadtmisfion Gießen, ! Löberstratze 14, nachmittags 3 Uhr 8547 D Städtischer Wildverkauf. In den städtischen Wildverkaufsstellen, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, wird am Samstag den 9. d. M. auf die Bestellauswetse 500—700 Wildfletfch gegen Ablieferung der Fleischmarken der 4b. Woche abgegeben. Auf den Wochenabichnltt lzehn 7»° Au teile) entfallen 500 Gramm. Der Verkauf findet vormittag» von 8—12 und nachmittags von 2—7 Uhr statt. Ueber nicht rechtzeitig abgeholte Wildmengen wird anderweitig verfügt. Urlauber und Fremde können ihre Marken gleichfalls bet den Wildverkaufsstellen einlösen. k Giesten, den 7. November 191> Der Oberbürgermeister l Leb ensmittelamI). _ Stadt. Obstverkauf. Am Samstag den 9. ds. Mts. galanat in der Slfidl Gemüse- und Obstverkaufsstelle in den Marktlauben, so wett der Vorrat reicht, Obst zum Verkauf. Beliefert werden d e Nummern 70, 78. 77, 76 und 75, Abschnitt B. Auf reden Abschnitt entfallen 5 Pfund. Giesten, den 7. November 1918. 85545> _Ter Oberbürgermeister (LebenSmrttelanrt). Verkauf getragener Schuhe. ^ Don den in der letzten Zeit bei der Städtischen Be. kleiduttgsstelie abgelteferten Schuhen ist ein Teil wieder in gebrauchsfähigen Zustand versetzt worden. Diese Schuhe werden von der Brockensammlung, Wetzsteinstraste, gegen Abgabe von der Städtischen Bekleidunasstelle au», gestellter Bezugsscheine wie folgt verkauft werden: 1. Mittwoch den 13. November l. F. nachmittags von 3—5 Ubr gegen Abgabe von Sckubbedarfsfcheinen, die vor dem 1. Juli 1018 ausgestellt sind. 2. SamStaa den 16 . November l. I. nachmittags vou 3—5 Ubr gegen Abgabe von SchuhbedarfSschetnen. die in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September I. I. ansgestellt nnd. Giesten, den 7. November 1918. 8533R Ter Oberbürgermeister (Leb enSmilckelamb). Bekanntmachung. Wir machen hiermit wiederholt bekannt, dast elektrische Neuanlagen und Erweiterungen in unserem Versorgungs- gebiet nur von zugelassenen Installateuren auSgefÜhrt werden dürfen. Die zugelassenen Installateure haben nach der Vorschriften für Herstellung von Jnstallarionen für Neuanlagen und Erweiterungen die Genehmigung nach- zusuchen. Bei Zuwiderhandlung und Inbetriebsetzung nicht geprüfter Anlagen erfolgt Austerbetriebsetzung der Anlage. IieDircktiöli d. KikkiriziiMwerkc«. IU Stolle. I. A.: Zimmermanu cand. korest. XXX. 8549V am Sonntag den 10 . November und abends 87< Ul,r. Eintritt frei für jedermann. 06777 i rn n n nminmnünn m, 2—3-Zimmer Wobnnua zu neriliieteu 8538 Marktplatz 23. Cine kleine Wohnung im Hinterhanse zu vermieten 8551 Marktvlatr 17. Möbl. Zimmer mit elekrr. Licht zu vermieten 06768 Löwengasse 6, Laden. MIETGESUCHE 1—2 unmöblierte Zimmer in nur gutem Hauke gesucht. Sdirifkl. Angeb. unter 06710 an den Giestener Anzeiger. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir aus diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lehrer j)etri. Beltershain, den 6. November 1918. 8562 Möbliertes HiniM sep. Eingang erwünscht, gesucht. Angebote mit Preis unter06757an denGiest.Anz. mit festem, sicherem Kellergewölbe sofort zu mieten gesucht. Schrift!. Angeb. mit Mietpreis unter 8531 an den Ostest. Anzeiger erbeten. fS TELLE NANGEBOT E*f all Für Lagerarbetten • Packer wird und KiM. Mm (evtl. Kriegsbeschädigter) für sofort evtl, auch auf halbe Tage gesucht. 8523a Emil Rotb, Marburger Strahe 20. .Straßenbahu. _ 85 gfr Für eines unserer Werke suchen wir einen 8499V tüchtigen HchaWM für dauernde Beschäftigung. Angebote mit Gehalts- ansprüchen erbeten an Firma F. HiiliniMirch, Freiburg i. Br. Kutscher sofort gesucht. 06766 _ Haas, Diezstraste 7. Junger Bursche für den Packraum sofort gesucht. J. Weinert, 8327_Neuenweg 9. 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Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Aina Horn geb. Hubeier. Giessen (Steinstrasse 33), den 8. November 1918. Drabt Kinderbett mit Matratze, gut erhalten steht zum Verkauf. Näheres in der Geschäftsstelle des Giestener Anzeigers. («7« ll Qual. Ia. 20 Stück Mk. 23.- Qual. II 20 Stück Mk. 21. Taschenlamiren-Mfsen zu Fabrtkpr. Mustersend. v.lDtz.an sortiert — Vertreter gesucht. — M. Bosentreter, Wetzlar. 5bis6V00Mk. auf Liegenschaft zu leihen gesucht. Schrift!. Angebote unt. 06779 an den Giest. Anz. Täschchen, Inhalt Lebensmittelmarken und 16 Mk.. in d. Elektrischen od. z. Bezirks- kasie verloren. Abzug, gegen Bel. Steinstraste 4S. 06747 Donnerstag nachm. Krof- dorfer oder Rodheimer Srr. Plitsch-Stola «schwarz» verloren. Wiederbrtnger Be. lohnung. Abzugeben auf dem Polizetamt. «06785 (Srarnniovbou, fast neu, trichterlos, mit 38 Platten zu verkaufen. 0,5748 Daniel Baum, Rodbcimer Str. 43, H. R i n d 1 bis 2 Jahre alt, zu kaufen gesucht. Schrift!. Angebote unter 06778 an den Giest. 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Q~7 f ' Nachruf. Nachdem am 4. November unser lieber Mitschüler Fritz-Karl Joutz durch einen raschen Tod aus unserer Mitte gerissen wurde, wird uns die traurige Nachricht zuteil, daß unser früherer Mitschüler Willy Heep am 29. Oktober den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Wir werden ihnen stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Die Unterprima I der Großh. Oberrealschule zu Gießen. i m Unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass mein herzensguter, einziger Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Luftschiffer Artur Zey stud. ing. am 29. Oktober infolge einer sich im Felde zugezogenen Lungenentzündung in einem Kriegslazarett gestorben ist. In tiefer Trauer: H. Zey Witwe geb. Appel Frieda Heil geb. Zey Marie Wallbott geb. Zey Wilhelm Heil, Feldwebel Wilhelm Wallbott, Offizierstellvertreter Erich Heil, Wilhelm Wallbott. yj Utphe, Giessen, den 8 . November 1918. 06782 Heute morgen um 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine geliebte Frau, Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Lina Büttner geb. Engel im 74 Lebensjahre. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Ohr. Bflttner, Reallehrer. Gießen (Asterweg 64), den 7. November 1918. Die Beerdigung findet Sonntag um 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 1 8564 y Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen für die zahlreichen Blumen- spenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schmidt, sowie den Vereinen und der liebevollen Pflege der biengen Schwester unfern innigsten Dank. 8066 Tie tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Scherb. i Dollar, den S. November 1918. m Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes Engelhardt wwe. Annerod, am 3. November 19 1 8 . 06749 Todes-Anzeige. Am Mittwoch den 6. November entschlief sanft nach kurzem Leiden unser lieber, treusorgender Vater, Schwiegersohn, Bruder und Onkel Karl Pfeiffer, Oberpostschaffner im Alter von 49 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Pfeiffer, z. Z. im Felde Else Pfeiffer. 8546 Giessen (Bleichstrasse 23), den 7. November 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 9. Nov. nachm. 3 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Statt besonderer Anzeige. Gestern nacht 7a 1 Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit auch unser innigstgeliebter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Enkel Karl Freitag im Alter von 24 Jahren. Im Namen aller Trauernden: Jakob Freitag III., Schaffner. Heuchelheim, den 3. November 19 1 8. 8558 Die Beerdigung findet Samstag den 9. November nachm. 1 Uhr vom Trauerhause Bachstraße 18 aus statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an ihrem schweren Verluste sagt auf diesem Wege innigen Dank Familie Grieb. Giessen, den 8 . November 1918 . 8565 Für die wohltuenden herzliche Teilnahme, die uns beim Heimgange unseres teueren Entschlafenen erwiesen worden ist, für die liebevolle Pflege der Krankenschwester, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schulte, für die vielen Kranzspenden und allen denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir hiermit herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Leun geb. Schmidt. Großen-Linden, den 7. November 1918. V ■ i-3 v \> ‘ *.V» .K- : / ‘ * v * •• ‘•v- ■ 06758