Nr. 256 Der iitfecntr Anzeiger «scheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: AtetztnerHamlliendlätter; Xre>rblatt str dev Kreis Gießen. vezugLpreir: monatl. Bit. 1.35, viertel« jährlich Mk. 4.05. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25: durch die Post Mk. 4.05 viertel- fährt cruSschl. Bestellq. Vernsprech - Anschlüffe: sürdteSchriitleitunq112 Verlag,Geschästsstetlebl Anschritt sürDrahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt *68. Jahrgang Donnerstag, 3H Moder *9*8 poftscheSkont»: Frankfurt a.M. U686 Yankoerkehr: Gewerbedan! Gießen Swillingrruutzdruck u. Verlag: vrühl'jche Univ.-Vuch- u. Steindruckerel N. Lange. Schulleitung. Geschästrstelle u.vrnckerei- Schulstr.7. Annahme von Anzeigen s. die Lagesnununer vis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerdindlictzkeit Zei'.rnpreise: für örtliche Anzeigen 25 Ps..für auswärltge 30 Pi., für Reklamen Aik.1. - nebst 20" ,Teue- rungszuscnlag; Plagvorschrift 20 % Anschlag. Hauptichriitleitcr: Ang. Goeg. Verantwortlich für Politik: 'Slug. Goetz; fl",r den übrigen Teil: lir. Neinhold Zenz; fi,r den Anzelgenteü: p. Beck; sämtlich nt Gießen. Räumung venetiens durch MTB.) TrvtzrS Hauptquartier, 30. Oktvber. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In der Lys-Nbkwrung, zwischen der Lys und Schelde, tzei Jaumrs mw Engle-Jantaine trmrden heftige Teilangnffe des Feindes abgcwiesen. Das englische Feuer gegen die Vor- ktÄtte von Tournai und die Ortschaften der Schelde-Niede- rung forderte wiederum erhebliche Opftr unter der Zrvu- bcvükkenrng. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Oise-Kamü scheiterten mn frühen Morgen heftige fcinbltfte Angriffe. Nackh starkem Artillerickmnpfe nahm der Franzose Mutschen Nizp-Le-Comte und der Aisne unter Einsatz zahlreicher Panzerwagen seine Angriffe wieder aus. Die in den schweren Kämpfen der letzten Tage bewährten Truppen der Armeen der Generale von Eberhardt und von Be low haben auch gestern wieder einen vollen Erfolg in der Abwehr errungen. Sie schlugen den Feind auf der 18 Kilo»- meter breiten Angrifssftont völlig zurück. In den Kämpfen am Nordrande von Klein-Quentin zeich ele sich das vrcuwen- burgische Lribgrenadier-Regt. Nr. 8, östlich von Benogne das westfälische Jnfanterie-Regt. Nr. 53 und auf den Hohen der Aisne das mecklenburgische Füsilier-Regiment Nr. 90 besonders aus. Teile der Stellungen nordwestlich von Herpy, die vorübergehend verloren gingen, wurden im Gegenangriff wiedergenommen. In den Abendstunden stieg Oer Feind wiltzerholt zu heftigen Teilangriffen vor, die überall vor nnseren Linien scheiterten. Der Franzose hat gestern schwere Verluste erlitten. Zahlreiche Panzerwagen wurden zerstört. BeDerseits von Vouziers und östlich der Aisne zeitweilig Arrillcriekampf. ^ Wir schossen gestern 27 ftindliche Flugzeuge und sechs Fesselballone ab. Leutnant Doerr errang in den letzten Tagen seinen 31. bis 34., Leutnant Fwrnmherz seinen 30. Der Chef des Generalstabs des Feldheeres. Sraarssekrerär des Reichsmarineamces von Mann über die Rriegsanleihe: Vertrauen zur Kriegsanleihe ist Vertrauen zum Vaterland. . Der Aberidberichl Berlin, 30. Okt., abends. (WTB. Amtlich.) An der Oise sind heftige Angriffe der Franzosen gescheitert. Au der übrigen Westfront keine größeren Kämpfe. * Der Sfterreichisch.rrnaarische Tagesbericht. W irn, 30. Oktober. (WTV.) Amtlich wird verlaulbart: i Italienischer Kriegsschauplatz. An der Tiroler Front nur geringe Gefechtstätigkeit. Zwischen Brenta und Piave haben frische feindliche Truppen den Asolone und Monte Pertica mit Uebernracht angegriffen. Unftl'e dort mit beispiellosem Heldenmut und Soldaterltreue kämpfenden Truppen haben alle Anstrengungen des Gegrrers zunichte gemacht. In der venetianischen Ebene stießen Engländer und Italiener.weiter vor. Es gelang ihnen, unter Einsatz aller Kampfmittel ihre Einbruchstellen nördlich und südlich des Montrllo wesentlich zu erweitern. Unserm mehrfach zum Ausdruck gebrachten Entschluß zur Herbeiführung eines das Völkerringen abschließenden Waffenstillstandes und dem Frieden Rechnung tragend, verdenunsereaufitalienischrmBodenkämp.- fenden Truppen das besetzte Gebiet räumen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Der Ostflügel unserer in Serbien operierenden Streit- Kräfte hat bereits den Uebergang auf das nördliche Drina- User vollzogen. Der Rückmarsch an die Save und Drina geht wüter planmäßig vor sich. Der Feind dringt indes nach. Die Nachhuten unserer albanischen Streirkräfte hatten nur vereinzelte Banden abzuwehren. Der Chef des Generalstabs. Die Oesterreicher räumen die besetzten Gebiete in Venetien. Das wäre nach der Note Andrassys an Wilson nicht weiter verwunderlich. Indessen klingt der Wiener Heeresbericht auch in andern Einzelheiten nicht mehr sehr zuversichtlich. Was die politischen Verhältnisse in Wien er Abbau :«lch rückwärts und der Aufbau einer ne'.um Vecteidigungsstcllung erfolgt, die sich, nach MöglichSe.ck an er,res der zahlreichen Flnß- und Kanalsystemej, westlich unserer Landesgrenzen anlehnt. Tiefes Manöver ist dem Marfck)all Hindenburg bereits mehr als einmal geglückt. Es ist nicht der geringste Grund vorhandm, daß das in Zuftmft irgendwie anders ,v?r^>en sollte. So ist das Gesamtbild ein solches eines geivaltigen Rückzuges von Ausnahmestellung zu Ausnahmestellung, wobei der nahende Winter mit seinen Regenströmen den Operationen des Angreifers und damit dem ganzen Feldzug von selbst ein Ziel setzen wird." Der Rcichsgedanke steht, wie aus allen Organen und neuerdings auch aus dem Parlament Bayerns wieder herausklingt, fest und unversehrt. Im Gegenteil, die Uebcr- zeugung, daß alle Bundesstaaten fest Zusammenhalten müssen, hat sich noch gekrästigt angesichts der Lage, die wir um uns erblicken. Damit wird die Entente rechnen müssen: eine Zerstückelung und Machtlosmachung wird ihr auf-keinen Fall gelingen. Sie hüte sich, uns Zumutungen zu stellen, die wir später, vielleicht nach dem Frieden, wieder ablversen würden! Der Wiener Hof und die Veuachrichtigung Deutschland». Wien, 30. Okt. (WTB.) Korrespondenzbiweau!. 0)egh- stehendes festzustellen: Die kaiserlich deutsche Rvgiermrg war durch wiederholte Mitteilungen der maßgebenden Stetten Oesterreich-Ungarns seit längerem' in Kenntnis, daß die Dtvilarchie den Krieg höchstens bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wurde bortsetzcn können. Unmittelbar nach dem AmtsaiTtritt des Grafen Andrassy am 26. Oktober teilte der Kaiser dem deutschen Kaiser in einem freundschaftlichen Telegramm in imztveideutiger Wüst mit, daß Oesterreich-Ungarn nunmehr veranlaßt sei, den entscheidenden Schritt in der Fricdenssachc zn unter nehmem Bei der Unterredamg zwischen dem Minister des Aeußern und dem kaiserlich deutschen Bvtt'ck)after in Wien am gleichen Tage war letzterer ebenfalls aus den bevorstehenden Schritt der Vionarckpe vorbereitet worden. Noch vor Absendung der Note an Wilson fand dann am 27. Oktober eure hieraus bezüglich? Unterredung zwischen Andrassy und dein Botschafter Wedel statt. Das Wolss-Dnroaac bemerkt dazu: Durch das Friedens an gebü an Wilson war dem Wunsche der österrüchisch^nngarischen Regierung ans baldigen Friedensschluß in vollem Umfange Rechnung getragen worden, Der Schwerpunkt der Demarche des Grafen Andrassy aber liegt in dem Angebot des Sonderfrieftenß^ Daß ein solches Angebot innerhalb 24 Stunden beabsichtigt sei, teilte Kaiser Karl bcni Deutschen Kaiser am 26. Oktober als „im- abänderlick^n Entschluß" mit. Die kaiserliche Regierung w.rrde damit vor eine volleirdete, unabänderliche Tatsache gestellt, ohne daß ihr die Möglichkeit geboten war, dazu Stellung zu nehmen. Die Darstellung des Korrespondcnz-Burcaus muß daher als'irreführend zu rückgewies en werden. Die Zukunft dck Deutsch-Oefterreicher. Wien. 30. Okt. (WTB. Nichtamtl.) Wie die Blätter melden, sprach sich die aus Te-utschlarrd znrückgekehrte Abordnung dev dentsck)-österreichischeu Nationalversammlung über das tveitgiehend- ste Entgegenkommen, das sie in den Ernährungsang c- legenheiteu und Verkehrsragen in Berlin und Dresden ge-> sunden hat, befriedigt aus. Tie „Neue Freie Presse"' berichtet, daß die deutsch,e N ei chs reg ie r ung berefts die Verpssegung Der, tsch-Oesterreichs sür 90 Tage zusichern wollte, als im letzten Augenblick die Antwortnote der Monarchie cm Wilson bekmrnt nmrde. Tie Stimm,mg in Berlin sei völlig umgeschlagen, ttotz- dem habe sich die deutsche Reichsregierwrg vorläufig bereit erklärt, die MehNicferung auf neun Tage zu über- nehmen und ihr weiteres Verhalten in der Frage der Lebensmittelaushilfe an Deutsch-Oesterreich von der Stellrmguahme der deutsch-österreichischen Natiorralversammtrurg zur AntworMote an Wilson und zur Bündnisfrage abhängig gemacht. H Berlin, 30. Okt. (WTB. Nichtamtl.) Ter Vollzugsausschuß der deutsch-österreichischen Nationalversammlung wird, wie verlautet, zwecks Wahrnehrnung der Interessen der Teutsch-Oesterreicher eirren ständigen Vertretet nach Berlin entsenden, der die Fühlungnahme mit den Parlamentariern des Teutsck>en Reiches und der Reichsregierimg wahrnehmen bzw. aufrechtcrhalten soll. Tic Verttetung, die einem Parlamen-tarier Tcutsch-Oestcrreichs übertragen wird, soll schon in den atternächsten Tagen mit ihrer Tättgkeit beginnen. Wien, 30. Okt. Das ..Fremdcmblatt" schreibt redaktionell; Ein Schrei der Entrüstung geht durch die Reiheir derer, die deutsch fühlen, deutsch denken. Darauf läuft also die Friedensaktiv!« Andrassys hinaus, daß eine der letzten Kundgebungen der k. u. I Regierung die Deutschen Oesterreichs für vogelfrei erklärt. Gras Andrassy hat mit der Einleitung der FriedenSverhandttlngen sich derselbe Felonie, die er gegen Deutfck>-Oesterreicl> beging,^auch schuldig ge mackst gegr,n das Deutsche Reich. Das dentsch-öster« reichische Dock kann dieser Politik der Schmach nicht folgen. Es liegt Deutsch-Oesterreich völlig , fern, die Umwandlung Oesterreichs aus anderem als aus dem Wege der normalen, ruhigen Entwickelung z!u erreichen. Vorhandene Verschiedenheiten in den Auffassungen der Staatlichkeit der einzelnen Nationen können durch Bereim- hanmgen vereinigt werden. Diese Differenzen werden aber erhöhe wenn das Ministerium des 9leußern die Völker in drei verschied?,re Klassen einteilt. Deutschland sott gleich sein den anderen, nicht darüber, aber auch nicht Drunter stel)en. Eine^selbftändige deutfch-österreichifche Armee. Wien, 30. Okt. (WTB.) Einer bei dem Präfidenton der deuts ck>-ö sterreichis chen NaftomckveffamiMmg. Dr. Ding Hofer erschienenen Deputation, diedieBildungeinernationalen Armee zur Auftechterhaltung der Ruhe und Ordnung befürwortete. erklärte Präsident Dinghofer, daß die Bildung einer selb- ständrgen deutsch-österreichischen Tlrmec rm Zuge sei, und daß nach der heute zu erfolgenden Wahl des Staatsrats die Uebernahme der Vottzugsgewalt und Verteidigung sür de." deutsct)-österreichischen Staat morgen erfolgen wird. Die Konstituierung Deutsch-Böhmen». Wien, 29. Ott. (WTB.) Kvn^spvndenzlmreau. Tie dcutsch- böhmischeu Abgeordneten versammelten sich l)eute im niederöster- rcicksischen Lan8hausc zur Konstituierung Deutsch-Böhmens. Der Vorsitzende Pacher stellte in seiner Eröfstrungs- ansprache fest, daß Deutsch-Böhmen zum Staate Deutsch-Oes.'erreich gehöre und niemand das Recht habe, das Gelöbnis auf den - tsechischen Staat zu verlangen. Tie Versammlmig nahm ci'.sstim- mig eine Entschließung an, worin gegen die Annexionsabsicken durch die Tschechen Protest erhoben tvird. Es wurde beschlossen, bis zur Regelmrg der Verfass,mg und Verwaltung Deutsch-Oesterreichs eine vorlauftge Verfassung auf demokratischer Grundlage sür Dewsch-Böhmen gölten zu lassen. Der Provinz Deutsch-Böhmen sollen im Verhältnis zum Staate Deutsch-Oesterreich alle Reck4e imd Pflichten zukommen, welche sür das Königreich Böhmen im Verhältnis zu den übrigen im Reichsvat verttctenen Köuigrei chen und Ländern in der böhmischen Landesocdnung und im österreichischen Versassuugsgesetz riicder-ielegt sind. Tie Versammlung älter jetzigen deutschen Reick-sratsabgeVrdnc'cn Böhmens bilve^ den vorläufigen Landtag der Provinz Terrtsch-Böhmen. Vorläuftger Sitz der Landesvertretung ist die Stadt Reichen-- berg. Der vorläufige La7,dtag bestellt aus seiner Mitte den Landesausschiuß Nnd die Landesregierung mit ^mem Landeshauptmann an der Spitze. Die Verfassung sieht bk Errichtmrg einer Volkswehr für Tcutsch-Böbmen vor. Zum Landeshauptnuurn wird Pacher gewählt. Der Lcurdeshauptnrann tviöd beauftragt, sich unverzüglich! mit dem deutsch-öster-reichischön Vollzugsausschuß ins Einve,nehmen zu setze,:, nnr die Bexwalttmgsgeschäfte derchisl^stgeu Behörden für das Gebiet Deutsch-Böhmens M übernehmen. Wegen der gm,ischit-nationalen Gemeinden des Ärndcs nrög? sich der Lar'.deshanptmann über die Errichtung einer besonderen Verwnlttuw daselbst bis zur endgültigen Ordnung dcft Verhältnisse mit best Vertretern des tschechischen Volkes ins Einvernehmen setzen. Der Landeshcncptmamr wird ermäckchgt, bis zu 100 Millionen Kronen auszunehmen. Eine Kundgebung in Wien. Wien, 29. Okt. (WTB.) Die Korrespoichenz Wilhelm meldet: Heute riachmittag veranstaltete die radikaldemokratische Partei vor dem Ministerium des Aeußern auf dem Ballplatz eine Friedenskundgebung, wozu Flugzettel die Bevölkerung cinge- laden hatte. Dem Ruse waren mehrere 100 Personen gefolgt die den Platz ausfüttten. Es sprachen Mgeordneter Zenker, Frau Beer-Angerer imd Bezirksvorsteher Blasel. Tie Reden riesen teils Beifall, teUs Widerspruch hervor. Tann trat der Minister des Aeußern Graf Andrassy auf den Balkon und hielt folgende Ansprache: „In diesen schwierigen Zeiten und in meiner verantwortlichen Stellung möchte ich keine längere Rede halten. Ich will Ihnen nur versichern, daß ich alles Mensckxmmögliche tun werde, um einen den Umständen angemessener: guten :md rascher Frieden zu brrugen. (Hochrufe.) Nach vierjährigem Kämpft verdienen rmsere Völker, die treu ihre Vssicht erfüllten, den Frieden, den Seine Majestät vom ersten Tage seiner Regierung aü ar,strebte. Es lebe der Friedenskaiser, es lebe das tapfere öfter reichische antb Merwr Volk!" Tie Worte des Ministers wurde- rnit großem Beifall ausgenommen. Da» Programm Lammafch». Wien, 30. Okt. Nach Beendigimg der Obmännertenicrenz entwickelte Mmisterpräsident Dr. Lammasch vor den Partei- sührern sein Programm. Er hob das dringeiü»' Bedürfnis aller Nationen Oesterreichs hervor, mi£ diesem fürch eclichea Krieg herauszutommen. Er protestierte gegen den Borwuri ves Lreu- bruch.'s gegenüber Deutschland und stellte fest, daß di? deutsche Regierung mirö)cstens 24 oder 48 Stunde:: vorher von dem Schritt in Kenntnis gesetzt lvurde, de:: die Regürung zu unternehmen ge- :u)tigt lvar. Ans Ungarn. B u dopest, 30. Ott. (WTB.) Anttlich wird genüget: Graf •joftntn .y> a b i F wurde yimt Ministerpräsidenten ernannt. s < j ubapeft, 31. Ott. Ministerpräsident Graf Hadik enttarn einem -Vertreter de^ „Az Eft", sein Programm bestehe darin, dal; er groiie Eoolutwnen durchühren wolle, doch loolle er eine demolratpcs)e Entwicklung, nicht die Revolution. Der iiifeiiOa uittevfebv nach Wien. Berlin. 30. Okt. (WTB.) Die Gerüchte, daß der Zug- be.reehr mm Berlin nach Wien über Bodenbach mrd Tetschen erngestettt sei, entbehren jeder Begründung. Die VaffenstWandLfrage. dnrch deutsche Mvnllvre und die auf dem rumänischen Tonauufer? ausgestellten deutschen Batterien, und „die bulgarische Re- 9 V r rü? 9rt A ^ Funkspruch hinzu, „protestiert mit der autzerstchr Gnergre gegen die gäiizlich ungerechtfertigten Operatio- nai auf ^ügarrschem Gebiet. Tie Franzosen scheinen zu vergessen^ daß jre und nicht wir auf bulgarischem Gebiet stehen. Un- lere Operationen werden ihnen vielleicht weniger ungerechtfertigt ^.s^ommen, .ttEirn sie sich daran erinnern wollen, daß starke fran- zoipaw 'Ltneitrräibe die Städte Lom mrd Widdin besetzt halten unL von da aus Angriffe gegen unsere auf dem rumämschen User stehenden Truppen miternehmen und das Feuer gegen unsere Tonauboote eröffnen. ^ solchen Strafen, die gegen Jugendliche oder fL <>erg-.yen erkannt sind. die nicht vo nehrloser oder verbrecherisck» Ge,Innung zQtgen, roahrend der Dauer des Krieges und seiner mittelbaren Nachwrrlungen dre Zwangsarbeit in öffentlich«, oder in beaumchugten Betrieben n,id Haushaltungen an Stelle^ ^nhafuerung zuzulap'en. Au» der Ukraine. a? ^^"/rdam, 29. Ott.,(WTB. Nichtamtlich.) Dem „Nvemve I Prästant y^og^ le^^m fclSrt erSrf ^neral Mau rice> ^tmans vor, in dem bk Bildung eines ^s sachve^tärcki^ Persönlichkeiten beftehenden Sonde rausschufses vor geschlagen wird in den „Daily News" mit den^Auffasfüngen, wie'sie in Deutschs lano über die deutschen rsriedensvorschläge geäußert a>erden und W.- E rmgebot, das von seinen Truppen besetzte Gebiet deu Au retten zu räumen, ist offenbar das Bekenntnis oon Teutsch- lands Nlwerlage. ^as Angebot wird durch keine:! Barbe.halt gemäßigt. )Nan kann unmöglich annehmen, daß die Alliierten auch nur irgendime die Macht der französischen und belgisckfen Regierimg beschneiden sollten, ihre ganzen Gebiete sofort in Verwaltung zu nehmen und die Truppen pack, der deutschen Grenze aufzrehen zu lassen. Dies alles würde uns in den Stand setzen ^te distole auf die Brust zu setzen Die MElrscfe Wirkung der Anwesenheit unserer Bombengeschwader an 2? timte am elften durchschlagend nnrfen Wir b-e Jiümstne von Elsaß-Lothringen und im Rheintal in lEm solchen Maße stören können, daß sic die deutschen Heere bei- "gfc Usch' unt Munrtvon versehen könnte. Aus der deut- If&iJ&T 1 * i * 6 *** deMsche Regierung nicht be- ubsrckFrgt, rms solche Bürgschaften rn die Hand zu geben, und daß ifef Äf fu 2 ? JS? stark von der mrsrigen abweicl^. ~'. ie putsche Auffassungem Mittel, die deutschen Armeen aus «rn« b^rohstchm Lage fterzumachen und sie in Stellung zu brin- gen, m der ff.' zur BerteidiMug von Deutschland eine 150 Kilometer FZE« Dmdenbmylmre evrrrchten könnten als die gegenwärtige SSS^L^l Bürokraten hoffen unzweifellmst, daß tue Bekanntgabe der Bcknugirngen der Miierten das deutsche Volk Fl &• ift ^ einstweilige Lehre sttt uns, chttse^Ir mÄssM^^ E vovauseilen und den Krieg energisch Berlin. 30. Oft WTB. Amtlich.) Die Nachrichten über das Eintreffen der Wvffen still stands-Bedingim gen sind falsch. Die Formulierung der WafsenftillsMnds - Bedingungen, wie sie in Deutschland verbreitet wird, beruht auf Gerüchten, denen jede tatsächliche Grundlage fehlt Vorschläge der konservativen Rekchrtagssrattion an den Kanzler. r „ r Reichstagsfraktion hat dem Reichskanz- *$} * u . Jft* 1 . ^^^i^n^ttlstandsverharchfungen eine Eingabe n 9efle ? ben sanken einer bedln- ^ f.6 1 r Unte T.- f ™i ausspricht. Die Eingabe erkennt W nntttSnsche Lag- schwer sei. rechnet aber mit her Mohllcbkkrt weiteren Standhaltens. Sie sagt darüber^ fiffit'ldrf? Weben, bafj weiterer Kampf feine Ms. -ck,al noch «, wenden, das dein Reick »w> bevorsteht Dabei verschliefen laicht dK Schwierigkeiten, die sich ans dem Oeiterrmch-Un-mims ergeben könnrir Zn. rro V erst oder dürfen wir nnt der Tatsache tctfjiien dost hi? im ^^ch^^Ä^U^Ueb°7nwcht, die anfangs Ottober un- SS geMwe-en, durch dre Tapferkeit wiserer Trup- E §mn Stehen gekommen sind und daß äJZJLWsx; vfi* ^dwer unsere Grenzen zu jagen nicht errrirht nrirs f. w , v .. .. W^ng aus^bm so miw Bms »ps LZ .£« aücm* a&er S*Ä^Etlichen «« lebendige Kraft, ^ Uni> * Sie KriegSriele ffiiiar n »ha äur AllSarbeltung eines neuen Agrar^setzes. Mitteilungen des Rx'ichssekretärs Sawatzki an die Presse- vertreter wird m den allernächsten Tagen mit der Ausarbeitung l eines Wahlgesetzes für die ukrainische Bolksver- lretung begonnen werden. Ausarbeitung und Durchberatung des Entwurss in der Kommission, bestellst) aus Verttetern der 2 ^."lchen, nationalen und wissenschafttichen Organisationeu. werde ztmn Moirate ui Arffpruch nehmen. Daher könne für Anfang des neuen Jahres auf den Jusammrutritt der ukramischm Dolls- vertretung oetedjrxt werden. Der Seekrieg. Neue U-Boot-Ersvlge. Okt. - (Amtlich.) Im Sperrgebiet um E n g l a n d versenkten unsere tt-Loote 360O0Br-R-T - Im Mittelmeer erhielte ern deutsches U-Bvot Torpedotresjer aus einen französischen ^b^h«t"«rd^^^ Wrrkung des Erh>lges tonnte nicht Aus dem Reiche. m .. Erzberger über den DolkSftmtt. T J r?V 30 ' Okt. (WTB.) In einem Artikel, den Ctaats- -Sj i ^ evger m 2 1 ' "Norddeutschen Mgemern«,! Zei- ^^^chen Bolksstaat vechfseitt- , solches Ewignis wie der Weltenlwand. der alte b-is- Deg-riffe von Derpflichtung des Eüi-elnen zum Ganzen wert Hotter sich latft, und den Einzelnen aus dem engen Kreis mt""bJ 1 «i" iW >cht ohne RLSmrkimg auf das pvlttlsche Derrktni. Das Blutopfer eines BoAcs erböbt ^ /lcl> m Mrtvermitwvrtmrg .und MiNmrfung bm Besttmmung seines eigmum Schicksals äutzcrt » - mät t . Das Bott will miwerantmorten I SÄ ^ , n «* Geschicks, will Subjekt und Objekt des ^.tantes »usleich sein. Aa§ ist sein gutes Recht der Id« eures.wo^riren Staates und der im Kciege bestandenen Probe .u^LtaQtsff-eudigSeit nach Das ist aber mich seine 5 tv 2 tS#, ^ C - ^,^-ersolge des ObrrkBeitssLuttes in der äicßeren LchuttpNnkten derselben mit der inneren Poli- ttt liegen offen zutage. Es ist die Pflicht des Volkes eine htln* rwr* r °cLi bcnMstcllen zwisch-en Regierung und ' Volff bem^ ^aatttchen Leben nach amen wld außen einen einheitlichZei! Lvor Älen unve^rtwortlichn Einflüsse und .^m^ustellen. Das ist aber nur möglich wenn ver- sassun^-niablge Garantien für eine vom Vertrauen des Volkes Kttnagene Negierung mrd für die volle Veoantroortlichjkeit dieser ^Eglich aller p-litischen uird politisch bckeutwigsvotten ^ben sind, von welcher Stetten m ^ 1001 ^ 4 ^ 0 ^ aus<^hen mögen. Daß die Versa ssun«s an derun gen Dolrssüaates von attm Begleit sch ^imgenfveigebli eben ^ smd, die nach den Erfahrungen der demrttge Uuaöätzmi^en zu boglerteir pflegen, spricht für deuttck^en Volkes, dessen ätlmvü^nöS Ä^ehrhett Umstürzler!sche Gcwaltiaittkerten ferittieaen. ^ Buyem und di,^^ck)chn Bauernbundes folgenden .^^bsschis der schweren Zett. die dem deutschen Volke Bworsteht, halt die bayerische Vo Es Vertretung es fürgeboten abjilfp fir dk-e unerschütterte Ein he?t des L^utschen Volkes und für seine feste Entschloss^iheit, affes f&c mnXTf? * U tm f t weitverbreitete Erbittenmg, «£2 m1 ^ bes öffentlichen Lebens und der feste Wille, den Einfffiß Bayerns airf Grundlage sei-ner verfassungsmäßigen bundesstaatljcheii Selbständiakeü innerhalb der Rrichs- Tre?e^//N?^^ Geltung zu bringe,i, ändert nichts an dem om j-* aß olle deutschen Stämme unlösbar perbindet. Alle Gerüchte über angeblich in Bayern vorhandene Be- ^ lockern, oder gar aufzuheben, ver- wnst die bayensche Volksvertretung rn das Gebiet grundloser Er- I fp* ba L^ l ra^!^ € - ^ ous den Schutz des Reiches- Ä «f B°»«n u«b ^ Die MuorÄnung in Sachsen, ire gemacht. Nun gilt es. wenn mit Beginn lnachster Wmhe der Unterricht wieder beginnt, alsbald^ie ZElchnungen auf die neuen Kriegssparka rten vor- zunehmen. Wir hofte,i und wünschen, datz unsere Jugend noch vor ( 6 . November), jb wie sie es irgend k aun ^thr ocherflein für die nnchttgste per demschen Anleihen dir- bieXJiF™ Besten der Weihnachtsspende 1918 für L? w b 9 r «2 H e Mittwoch den 6 . November, abds. 8 Uhr. dre Vortrags-Künstlerin Nvra Mengelberg nd? ^JL nbcC ftl 1 ' ^ Meyer, Lilrencron. m£ ncre ' Fortran bringen. 7 i/ ^^^us-Barum-Schau hielt gestern 3w f 7 /a ll ^ vor ausverkauftem Hause seine Eröffnungs- f^ c - steht trotz der erschwerenden n£?JL1 ? rf, t a Leistungen auf einer sehr be- ® c ""fügt über eine überraschend« An- W.^^i-L^^^litatengruppen. dressier^ Raubtiere usw. Ein Ahnend und zu empfehlen. fcirt»- ^ C dt t f Giere, Setters,vog 81. W qvSriüx ichl. Freüog den 1. Navember wird das Liebes- wck der Sckhl- Smolowa. Serie 1918 „Fiaker gegeben. Das Lrktige Lustspiel „Mvs Braut- Mrt dem Saftigen LiebesdramO „Lebessrühlrag^, aus den bayerischem Bergen, schließt der Spiel- m .... Kreis Büdingen. mMvtLS’V 61 ? 9 ® 11 ' 30 - 0ft - ^ Gymnasium und di« HSHer, l ? e£pn ^ zunehmenden Erkrankungen w, Grrpve den Unterrrcht str diese Woche aus an ^ 2O- Okt. Aus dem KÄler des hirsi, ffu. stmrden vor einigen Tagen wähnend der Nackt samtlicke Glaier nrtt eu^enmchteni Obst und Gemüse, s^me^cttler Weinvorrat gestohlen Glücklicherweise ist der GesckEfte sZ ^nzem gegen Embruchsdiebsmhl versichntt. Tie Eb^un^ver^ & ^wsmittel, besonders an Gänsen. Hüli^EM^ me&mi fit& i" l-tzter Zit in Besm^ ^ Kreis Alsfeld. UP. Ruppertenrod, 30. Oft. Tevi Karl Bolzing von hrer, 2 . Garde-Regt. zu Fuß, wurde Pas Eiserne Kreuz 2 Klasse St««* wurde ihn, durch Winz 3- fl ^ ~ hiesige Schnhnmcher Heinrich Er s tr Ä 9dt "' w w« Oft. Die ersten Kraniche sind ^ w" d<-Ä«*. 8 ™‘ta tf rriit,t [ t« ÄtttaSÄ 'LÄL Wnrter zu erwarten. So sieht das Wetter «mch aus. mt Kreis Schotten. *1 ™JLi cbeT J- c,ne c£' 29 J Dft - Am nächsten Domier-ÄVN ~ Moiria Hvfmann geb. Löhnin-P hreiffelbst rn tErhaltNismäßig großer körperlicher 'und geistig^ Frische ihren 100. Geburtstag. ^ ' Kreis Fricdbera. 4it o^- Friedberg. 30. Oft. Der hiesigen Polizei gelang es. l £j*l Nacht zwei Soldaten vom hiesigen Ers.-Batl Res.-.mf.-Negt. 116, festzunehmen, die vorher in das Ockstädterstr. 13 aelegene Magazin des Apothebersl Fiedler mit Gewalt emge- bwchen waren und daraus fünf Gänse und drei Enten, die sie an Vrt U c2rJ S ? r[€ abschlachteten, enttvendet hatten. Die Beute war zum Verkaus mrck) Franffnrt a. M. bestimmt. — Weiter wurden! vergangene Nacht hier zwei Zivilisten, die gleichfalls dem Heere rc°rc? angeboren,, festgenommen, in deren Besitz sich ffisches Fleisch ^NQü>, das, wde sie selbst zugaben. aus einer Geheünschlachtung» Kreis Wetzlar. Wa. W t tzsar, 30. Okt. Mit dem Eisernen Kreuz 2 Klasse wutt^ ausgezeichnet: Pionier Fr. Lind, Pionier-Komp. 225 aus Bonbaden. Mtt der Hessischen Tapferkeüsmedattle wurde aus-' Wilhelm Weber, Res.-Jnf.-Regt. Nr. ddA, aus Bis riechen. , .. ^Ilschhausen, 30. Okt. Dem Förster Meisel von ^wu^be, der Bkrsetznng in bm Ruhestand der Königlich uwnen-L/rven 4. Klaffe verluhsn. . „ Ober wetz. 30. Okt. Die hiesige -Spar- und Darlehns- rmffnett ' » öflasttÄtsÄteaeäFSäF «ä Bnlgarisch-franzöfische Proteste. »M-5ALSWS-» offenen Städte Mau„ hcimH'^dwi^gsha f7u^'"m2l repen feindlichen Fliegern nt verschiedenen aufeffmridcrfotgendm Wetten ansemrüm. Ter vEsachte Tmh.ck»^, ist SJieltnmgen mtbet^uteub. lieber 'Be l -fonfiTfd«boi ift HTT! tarnt, fombem mnrte au* hie „fare SüM Pirmasens ^ T" >Ü^Weu ftindfuiM, Rieger„ ltnnmefucht E ck,n,aNs Bombmab!vü,sc erfolgiem Auch hier ist es der SirSm? ^ We alWwjrfenot Bombe, ohne Personen-- oder Lach^chabai zu mnmaftict T^-^der über Mannheim a&twwfmen^ twn R,Mug bm .«lgeschüptm S«e Heidelbe?y B ruckf a Att mehreren Bomben an. K, sLZk-m «iiistand biBeutenber an bürsulichen Wc-hnhäuscru und U"'^tät^ebä>,^ Eine Person Uwftte ^S UT $ Socfeitlfim bernwchtar die Feinde nur «rrnEl Lcsaben anzuruchien. Persomen luurdcn nicht verletzt m-rs ern senibl'ches Sht««,* bei Gengtnbach im IrfCSSb nmge Bpinoe» ab. ine «ein erlei Sün den verursacht^ ^ Au» pegen. , ZwaniMibkit statt Fpeiheilsstrafe. e- l
at das einstimmig gebilligt. Ern I^egenstand gewissenhafter Prüfung sei die Frage, ob nch unter heutigen Verhältnissen etwas geändert habe an der Stellungnahme gegenüber der Kriegsanlell-e. Wir aber seien gewiß alle der Ueberzeugmig, daß TvutsclLand nickst zerschlagen werden könne und fähig bleibe, die Zinsen der Elmmschuld „Kriegsanleihe zu zahlen, an der auch die kleinsten Geldbesitzer in weitem Umfange, oft sogar mit ihrem ganzen Vermögen beteiligt seien. Tank einer Bevölkerung, die in diesen Tagen erneut gelobe, durch harte Arbeit die wirtschaftlichen tiefen Wunden Mr Heilung zu bringen. Tie Kassen würden auch in der Uebergangszeit erhebliche Ern- ^'Nahmen haben — ohne Kriegsanleihe verkaufen zu müssen —, weil auch nach dem Kriege Geld verdient und Geld gespart wird. Auch sei der 5-eldbcdarf für die Abhebungen nach dem Kriege n cher- lich nur verhältnismäßig gering Gleichwohl seien die in .InSjickst genommenen Einrichtungen der Reichs finMizvettvaltung derart ans- gestatt-ck, daß sie für jede, auch die allergrößte Bewegung von Kriegsanleihcn gerüstet seien. Man werde also rndt mir immer Geld haben können, sondern sich auch darauf verlassen dürfen, daß der Kurs vorsorgliche Pflege findet. „ , t BeschLoisrn wurde auf Änregirng des VoiÄragenden, den Beamten die Beteiligung an her Kriegsanleihe drdiwch zu erleichtern, daß die Spaickassen je nach Wunsch die Mittel für die Zeichnung einstweilen Vorlagen. Näheres hierüber stehe Anzeigenveil. * ** Vom Hofe. Die Großherzogiu nebst Gefolge besuchten am 29. Oktober nachmittags in der Vereinigten Gesellschaft die Ausstellung . Kleidernot und Frauenfleiß im 5. Krregsfahre". ** Personalnachrichten. Der Großherzog hat zum 19. Oktober der Oberschwester Franziska G n a m m an der St. Nvchusanftalt in Dieburg die Goldene Medaille des Ludewigsvrdens, intfc dem praktischen Arzt Sonitätsrat Dr. Karl Nikolaus Schmitt in Dieburg das Ritterkreuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der Großberzog hat am 11. September dem Bürgermeister Ortsgcrichtsvorfteher und Standesbeamten Johann Georg Schäfer zu Unter-Mossau das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der Grvßherzoy hat am 28. August d. I. der Witwe Martin Oberndorf, Barbara geb. Anstatt, zu Mainz das Allgemeine Ehrenzeichen für treue Arbeit verliehen. — Uebertragen rvurde am 21. Oktober dem Lehrer Karl Müller zu Billings, Kreis Dieburg, eine Lehrerstelle an der 'Volksschule zu Pvhlgöns, Kreis Friedberg. ** 30j ähriges Arbeits-Jubiläum. Am 1. November sind es 30 Jahve, daß der Hutmacher Herm. Nagel bei der Firma W. u. G. Schuchard ununterbrochen tätig ist. ** Oeffentliche Vorträge über Physiologie Lehre vom Leben) finden in diesem Wintersemester statt. Ten ersten Bortrag „Ueber unsere Sinnesempfindungen" hält Prof. Tr. Bürker am Sonntag den 10. November, nachm. 5 1 /* Uhr, im Hörsaal des Physiologischen Instituts, Senckenbergstr. 15. Die Vorträge sind unentgeltlich. ** BesitzWechsel. Das den Erben Dr. Gntfleffch gehörige Anwesen Ecke Bahnhofstraße und Alicestraß.' nebst den gegenüberliegenden Bauplätzen ist an Konditor Amend für 110000 Mark über gegangen, die Horst's che Liegenschaft Micestraße 11 an M. Levy für 70 000 Mark. ** Aus dem Stadttheater-Bureau. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß am nächsten Sonntag abend die Operette „Drei alte Schachteln", die vom Frühjahr her noch im besten Andenken steht, gegeben wird, da der frühere Vertreter bc§ Klaus Kersting, Herr Falken, infolge Urlaubs für diesen Abend zur Verfügung steht. — Am lHoLlMittog wird das historische Lustspiel „Anna Liese" gegeben, oos neulich wegen eines Krantcherts Halles cwgesetzt wecken mußte. Kreis Friedberg. C. Bad-Nauheim, 29. Oft. In der heute abgehaltenen Stadtverordnetenversammlung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Die Versammlung beschließt, daß die Stadt der Gesellschaft zur Förderung des Ober hessischen Handwerks und Kunstgewerbes beitritt und bewilligt einen Jahresbeitrag von 25 Mark. — Tie Hundesteuer wird vom 1. Januar 1619 von 20 aus 30 Mark und ab 1920 auf 40 Mark jährlich festgesetzt. — Zur Förderung des bargeldlosen Zahlverkehrs wird beschlossen, denjenigen städtisckien Beamten, einschließlich aller Lehrer und Angestellten, die sich ein Schcckkonw einrichten, ihr Gebalt bzw. ihre Bezüge schon drei Monate vor Fälligkeit durch Ueberweffcn auf dieses .Konto zur Verfügung zu stellen. Wie der Vorsitzende, Bürgermeister Dr. Kahser, bei diesem Punft mitteilt, hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung beschlossen, so schnell wie möglich eing größere Summe — man nimmt zwei Millionen Mark — Notgeld an fertigen zu lassen, um dem Mangel an Bargeld mr Kreise abzuhelftn. bz. Butzbach, 30. Oft. Tie „Butzb. Zig." meldet: Am samstag alarmierte der Kriegsbrand Meister für die Provinz Oberhessen, Stadtbaumeister Braubach, die hiesige Feuerwehr. Leider war die Pflichtfeuerwehr so gut wie nicht vertreten. Eine eigenartige Auffasfimg von Pflicht beim Feueralarm. M. Ober-Erlen b ach, 29. Oft. Hier wurde in der Nacht ^on Lomstag auf Sonntag schon wieder ein Schwein im Stalle abgeschlachtet und gestohlen, und zwar bei der Witwe Ohmeis. Bon den Tätern, welche ein Schwein auf der Tomäne stahlen, ist auch noch nichts entdeckt. TieÄnal wurde bei einer Familie Haussuchung abgehrlten, aber ohne Erfolg, obschon eine Blutspur in dieser Richtung führte und der Sohn sich durch auffälliges Benehmen verdächtig gemacht hatte. Viele Leute glauben, daß eure Haussuchung in Homburg ein besseves Evgelmis gezeitigt hätte. Hessen-Nassau. „r JT Homburg v b. H., 30 Oft. Die zuständigen Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung haben beschlossen aus Anlaß der bevorstehenden Einguartierunaen die Zuschüsse für Mannschatten und Unteroffiziere von 15 auf 30 Pf. zu erhöhen - Mvch für 30 Pf pro Tag kann man heute einen Soldaten kaum mehr beherbergen. Obe^rellenbach, 30. Oft. Im hiesigen Revier erlegte Hrgemeitter >^t ä h l i n g eine starke Wildkatze. verrnischteO. - Klein wo l Ist ad t, 29. Okt. Das Tienskmädckien Josefa Fried wurde vor einer Woche zum Bucheckernsammeln in den Wald geschickt, kehrte aber abends nicht zurück. Eine Streife, die am nächsten Tage vorgenommen wurde, hatte kein Ergebnis. Am Montag fand man nun die Leiche des Mädchens unter einem Reisighauten nahe dem Sckstveizeckliof.vor. Ter Sch ädel war durch Beil hiebe zertrümmert. Die Untersuchung, die sofort cinge- leitet würbe, soll bereits zu einer Verhaftung geführt haben. Letzte 2Iad?ricl)tcn. Der neuest öeri A)t der ^eeresleitnng (MTB.) M-oßes Hauptquartier. 31. Okwber. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Bei Zomeryen an der Lys wurden Teilangriffe der Belgier abgnvreten. Südlich der Schelde und am Walde von DLormal zeitwnlig ArlillerieLantps ulld kleinere Jnfanterie- ge fechte. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Ein feindlicher Angriff gegen den Kanalab'chnitt südlich van Eatyllon scheiterte. Südlich der Oise wiesen wir am frühen Morgen heftige Angriffe der Franzosen ab. Oeftlich von Landifay zeichnete sich hierbei das Reftrve-Jnfanterie- Regiment 270 besonders aus. Auch die bis zum Abend nach erneuter Feuerwirkung und unter Einsatz zahlreicher Panzerwagen mehrfach wiederholten feindlichen Angriffe scheiterten. Wo es dem Gegner gelang, vorübergcl?end in unseren Linien Fuß zu fassen, warf ihn unser Gegenstoß wieder zurück. An der erfolgreichen Abwehr der Panzerwagen haben die 2. Kompagnie Jnfanterie-Negiinents 444 und die Minenrverfer- kompagnien 464 und 465. das Reserve-Fe.dartillerie-Regv- ment 1 (von ihm der Unteroffizier Kokowski der 4. Batterie) und Vizeftldwebel Haustein der 2. Batterie des Reserve- Fetbartillerie-Regiments 57 be 'deren Anteil. Auf dem Kampf ft ldc zwischen Ni;y-Le-Comte und der Aisne blieb die Artillerietäligkeil lebhaft. Nordwestlich von Herpy wurden am Abend erlreute starke Angrifft des Gegners abgewiesen. Heeresgruppe von Gallwitz. Auf beiden Maasufern nahm die Ariillerietatigkeit zu. * Die Flieg'ertätigkeit war gestern bewnders rege. Wir schossen 58 feindliche Flugzmge und zwei Fesselballone ab. Leuwant Doerr errang seinen 35., Oberleutnant Auffarlh seinen 30.. Leutnant Hantelmann seinen 25 Luftsieg. Der Chef des Generalstabs des Feldheeres. Die Meile Sitzrmg der deutsch-österreichischen Nationalversammlung. Wien 30. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Die de utsch- österreichische Mationalversa m mlnng hielt heute ihre zweite Sitzung ab. Saal und Galerien waren voll besetzt. g m Einlauf befanden sich zahlreiche Begrüßungen ans Teutsch- esterreich, darunter von den Rektoren der deutsch-österreichischen Universitäten. Tic Nationalversammlung beriet zunächst die an den Präsidenten Wilson zu entsendende Note. Sämtliche Redner protestierten gttg-cn die letzte Note des Ministers des Aeußerni Grafen Andrassy an Wilson, wodurch die Gefahr eines unheilbaren Risses zwischen Teutsch-Oesterreich und Deutschland entstand, ©w wandten sich dagegen, daß diese Note ohne Eirrvernehmen npt der deutsch-östc-rreichischen Nationalversammlung abgesandt wurde und protestierten gegen die beabsichtigte Anwerion deutscher Gebiete durch den tschecho-slowakischen Staat. Ter Sozialde^krcrt Ellenbogen bezeichnete den Abfall von Deutschland als einett schmählichen Treubruch. Die einzige Sicherung des deutschen. Volkes gegen die Preisgabe seiner Interessen sei die Konstituier rung des deutsch-österreichischen Staates als Republik. Abgeordneter P(aNtz (deutsche UnablwngigkeitSpartei) beantragte, in die Note an Wilson einen Passus aufsunehnlen, der das Selbstbestimmungsrecht auch für die Teuft chen in Ungarn cmsspricht. Er stellte einen Antrag zugunsten der deutschen Bruder in der Bukowina und erklärte, die Zukunft des neuen Staates liege itt dem Anschluß an das Deutsche Reich. Der deutsckT-radikale Abgeordnete Wols betonte die Notwendigkeit, daß die National Versammlung > rasch die Exeftttive übernelmie. Tie Nationalversammlung nahm hierauf die bereits gestern gemeldete Note an Wilson an und wies den Llntrag Pantz an den Vollzugsausschuß zurück. Es wurde auch eine Resolution des Vollzugsausschusses über die Note des Grafen Andrassv an Wilson angenommen. Tiefe Resolution besagt: Die provisorische Naftonal- versammlutnig Teuftch-Oesterreichs billigt den Versuch des Ministers des Aeußern, so rasch als möglich zu Verhandlungen über einen Waffenstillstand zu gelangen. Es sei iedcxt) nicht notwendig und daher nicht zulässig gewesen, diefen Persuch auf eiine solche Werse zu unternehmen, daß dadurch zwischeir Deutsch Oesterreich und dem Deutschen Reich ein unheilbarer Riß enftüehen könne, der dre ^Zukunft unseres Volkes gefährde. Die provisorische Nationalversammlung Deuft'ch Oesterreichs protestiere gegest das Vorgehen des Ministers des Aeußern, der die Note an Wilson Erfaßt und abgesarrdt hat, ohne mit den Vertretern der deuftchen Regierung in Oesterreich ein Einvernehmen gepflogen zu haben, l l1Tt ?‘ e ^ r ' Erls die Nation, der der gegemvätrti.w Minister des Aeußern angehöre, jede Gemeinsamkeit ausdrücklich ablehnt. Tie Naftonalversammlung erklärt, daß einzig urrd allein sie und ihre Organe befugt sind, das deutsch-österreichische Volk in dei äußeren Politik, insbesoirderc bei den Friedeirsverbnndllmgcn; zu (vertreten. Tie Nattpnolversam.nlung rrahm hierauf nach mrzer Debatte einstimmig den provisorischen Veriassungseut- wurf für Terrtsch-Oesterreich an. Im Laufe der Debatte erklärte der Sozialdemokrat Tr. Renner, die Frage der Dynastie sei vom Vollzugsausschuß absichtlich nicht zur Erörterung gebracht worden. Ter Vollzugsausschuß sei der Anschauung, daß diö Tpnastte, der Hof,taat und alles, wrs staatsreckttlich dazu gehöre zu ienen Angelegenheiten gehört, die allen anderen Nationen mit rms gemeinsam sind. Tie Entscheidung über diese Gemeinsamkeiten liege incht m der Hand des deuftch-östzerreichisä-en Volkes allein sondern aller Völker. Ter deutsch-maftmiale Migevrdnete Hummer (U-nabhäugigkeitspartei) bcantra.fte, sich an das Deutsche Reich zum Lchutz der deutsch-östierreichischen Staates zu roenden, sowie da,; von lieude ab alle Angelegenhftteu der Wehrmacht, welche 0143 dem Gebiete des deutsch-öfter'reich)sck)on Staates strmuten oder sich als seine Bürger bekcmren. ausschließlich der Befehlsgewalt des dcntt,cl>-öiterreiick>rschen Staates und seiner Beauftragten unter* stellt werden. Der erste Antrag wird als nicht zum Gegenstand der Verlwitdlung gehörig als selbständiger Antrag bel>andelt Der zwerte Antrag wird dem Vollzugsmisschuß zugewiesen. Sodann' werden die Präsidenten und die Mitglieder des Staatsrates deren) Ersatzmänner sowie der Staatsgerichtshof gewählt. Zu Präsidentmr ^rdm geivählt Dr>. T i n g h ö f e r (deutsck>-ttatronal). Hauser (chrisllustffozral), Seitz (Sozmldenwkratl. Im Laufe der Debatte mactfte Abgeordneter Frei ßler Mitteilung mm der Konstittne- rung der deutsch-österreichischen Provinz Sudeten- land, bestehend aus Deuftclr-Nordmähren und Deutsch-Nord». schlesrcn. Naeb dem Referate des Llbgeordneten ll rba n wurden die Anträge betreffend die Arbeitslosen und den Arbeiterschutz angcnvm- jum. lmd sodann die Ernährungsfrage zur Verhandlung gezogen. ^chUel.llch wurden die Anträge betreffend Herstellung ver vollen Preß-, Vereins- und Versammlungsfreiheit ohne Debatte angenonb men — Tie nächste Sitzung imrd in schriftlichm Wege bekanntgegeben werden Die Vorgänge in Prag. „ ^2 ie n, 30. Oft. (WTB. Nichtamtlich > Die Blätter bringen die gestrrgeil Vorgüngo n Prag roch folgende Einzelheiten: Vormittags fand eine sozialdemokra.ifcl< Versammlung statt, in der radikale und antibyuastisch Forderungen gestellt wurden, u. a. die (dntfenruna d.'s Knser Franz-Denkmals von dem Kai. Die Ferdinandsstraß' wurde in Masernkstraße. der Franzkai in Straße der Tsclwfl v'loivaken-Legion, die Frqnzensbrückc in Wilsvnbrücke umgetausi. Jnzwiscleu dauenen die Friedenskundgebungen in der Stadt ununterbrochen dorr Unter Absingen von Nationallicdern ivurderi M a s s e n u m z ü g - Veranstalter, wobei Offiziere uird Soldaterr mit ft'chch'-slowakischen Fahnen ben Bov- tntt hatten. W^ends waren zahlreich Fenster illuminiert und Bilder von W i l s o n und M a s a r y k ausgestellt. Tie Ruch wurde nirgends gestört und die Ordnung von Polizisten und Mitgliedern der Sololvercine ansrechter haltet. Auf der Prager Burg vormittags die tschchisch Fahne gehißt worden zum Zeichn, daß die Burg i.i die Bettvaltimg des NaNonalausfchusse? übergH- gangen ist. Bier drahtlose Stationen in Prag wurden von der Leitung der Nalionalwehr übernommen Die Kaserne des Egerländer Infanterieregiments Nr. 73, die seit Jahren in Prag gar- imsomert ist, steht bereits rrnrer dem Kommando der Sokoln. Die Egerlcmder verlcnrgten den Abzug in die Heimat. Dies wu^ck>e unter der Bringung beunlligt, daß sie Waffen un»d Munition zurücklassen. Tie Uebergabe der Prager Postdivektion und der Finanzlandes-, mretft-" wurde bereits vollzogen. Die Zölle werden ebenso wie me c- i*rn für den tschcho-slowakischen Staat eingehoben. Ter tsme > . Natiivnalausschuß setzte als Geburtsdatum für den Ische^ >, > chflowakifcchn Staat den gestrigen Dag fest. M ergingen Weisungen und Zensuroorschriften, daß vor allem Angrifft gegen die Dynastie .Habsburg unterbleiben sollen —^Das agrarisch Blatt .Penkow" veröffentlich' die Generrck- 'bEberichte der Entente unter der Ueberschift ..Kriegsberichte Unserer Dimdesgerwssen" und den österreichischen intb den beicfc» Üben Heeresbericht unter dem Titel ..Berichte des seindlichew General stabs". Kundgebungen in Budapest. Berlin, 31. Oft. Ueber die Herrschaft des Milüärrats in Buda p e st ivrrd der „Boss. Ztg." berichtet: Gestern abend versammelte sich eine vieltausendköpfige Menge auf dem Gleselarplatz vor chm ungarischn Nationalrat. In geschloffenen Kolonnen zogen vier Regimenter Soldaten unter Führung eines Osnziers heran und sfli-woven dem Nationalrat die Treue. Die Demonstranten durchzogen unter unbeschreiblicher Begeisterung die Hauptstadt. Hierbei kam es dazu, daß zwei Mitglieder des Mllitärrats verhaftet wurden. Es waren zwei junge OsfizierL, Sie wurden abgeführt. Ter eine wurde schon nach innigen Schritten von der Menge befreit. Ten andern brachte man zum Platz- wnrmando. Die Menge stürmtte nach. Die Wache wurde cm bk Keweh« gerufen. Wie ein Mann stand dann die Bereitschaft dös Platzkommandos zur Stelle, aber nicht um sich gegen die Menge zu weichen, sondern um sich beivaffiret an die Spitze der TemonstrantcU zu stellen Der Zug bewegte sich in eine der Vorstädte, wo daS Milttärgesängnis bestürmt wurde und sämtliche dort in Haft befindlichen militärischen Häftlinge und wegen poliftscher und mill- tänscher Vergehen verhafteten Personen und Soldaten befreiS wurden. Es wurden Hvchruft auf die Republik aicsgebracht Die Aufständischen besitzen reichlich Waffen und Munttion General Stein. Berlin. 31. Okt. Tie „Deutsche Zeitung" stellt fest: General Stein hat niemals ern Jahrcsgehalt von einer Rüstungsfirma bezogen. Beträge zu literarischen Unternehmungen oder vaterländischen Orgamsatipnen, die ihm als Leiter tx:rselben Hw gegangen find, sind itras in deren Interesse verwendet worden. Amtlicher Teil. B e r r.: Das Sammeln vvn Bucheckern. An die Schulvorstande des Kreiste Gemäß Verfügung der obers'ten Schulbehörde empftlilen wir Vhnen, me wegen der Grippe schulfreien Tage durch Benehmen mit den Ortssammelleitern zum Einsanuneln von Bucheckern benutzen zu lassen. Tabei wird bemerft, daß die Teilnahme oller gesunden Schul« an dem rammeln zwar anzmiveben ist, daß sie aber eine freiwilü« bleiben muß. Gießen, den 29. Oktober 1918. Großherzogliche Kreisschulkommission Gießen. _I 25.: L a n germann. Bekanntmachung. Betr.: Bewimchastung der Kohlrüben. Tuoch Enftckitießung der Reichsstelle .für Gemüse und Obst vom 25. l. M. ist deren Verordnung über Herbstgemüse und Herbstvbst vom l9. Juli l. I. für daS ganze Teuu'ch? Reich auf Kohlrüben ausgA*chnt nwrden. Demgemäß unterliewn >ummehr auch die Kohlrüben der Pefvirtfchaftung Auf Grund des $ 9 der genannten Verordnung vom 19. Juli l. I. bestinrmen wir hiermit das Folgende: , Im ganzen Oiebiet des Großherzogtunw- Heffen ist die gesamte Ernte mi Kohlrül'en an unsere Geschäftsabtcil'iiig käuflich zu lieftrn und auf 'Abruf an unsere BezirkSkommiffwnäre zu verladen. Diese und ihre mit der .grünen) ?lusiveiskarte versehenen Auftäufer sind allem zum Ankauf von ZloUrüben l>efugt Diese Bestimmung bezncht sickr sowohl auf weiße als mich aus gelbe Kohlrüben. dftch der Verordnung des Herrn Reichsftmslers vom 9 Mä» l. I. betragen die Erzen gerhöchstpreife für gelbe Kol-limben 2,25 Mf. per Zenrner. für weiße .Kohli-üben 1,75 Mk. per Zentner. Im Einverständnis mit der ReickOstelle für Gemüse und Obst bewilligen wir neben diesem Höcklistpreis eine LifferungSprämie von 75 Pf. je Zentner bis auf weiteres, aber mrr für den F-all daß der Anbauer fick verpslickitel, die Kohlnlben zu einem von uns noch zu bestimmenden Termin zu tiefem Vorläufig kann täglich ge- lieftrt werden. Erzeuger, ivelche Kolfliüben an andere Üten'onen. al-. an un- scic BezirkSkommiffionäre und deren Aufkäufer verkaufen des. tfltidm Personen, rwtd>:, alpte hierzu befugt zu sein, stvhlriiben kansen, werden am Mnnib des § 12 der oben i^nanmen Venord- nmig vom 19. Juli 1. I. mit Oftfängnisstraft bis zu einem Fahre oder mit Geldltraft bis zu 10000 Mark oder nrü einer dieser Strafen bestraft. Unabl>äiigig von der Strofe weftxni die Kohlrüben ein gezogen werden, ohne llutersched. ob ffe dem Täter gewren oder nickt Mainz, den 28. Oktober 1918. Hessische La ndcsgem üsestelle. Vermal tu ng c-abtcilung. D«n- Vorsitzende: Werner, Reg -Rat Betr.: Wie oben. Die Hessische Landes-Gemüftftrlle. Verwaltungsabkeillmst. an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgeineinden dcö Landes. Unter Himviftv aus vorstehende Bekmintmachnng cmpfttzien wir Ihnen, diese in ftfrrrn Oknuemben ortsilblick bekmrnftnmachen ir Ihnen, diese in Ihren G....M, _ Tie Ortspolizeibehörden sind mi.uüveisen, Zunckerhaudlungen zur Anzeige zu bringen Mainz, den 23. Oktober 1918 _Ter Vorsitzende: Werne r, R.'gierungsrat 8242a 9. Kriegsanleihe Bank für Händel u nd I ndüstrie . « Niederlassung 6ießen e Äöiitmi frs st ^ lEck fril efenwe g (öffentliche Vorträge über Physiologie (Lehrevom Leben) In diesem Wintersemester findet eine Reihe von Experimentalvorträgen über Lebensvorgänge am menschlichen Körper statt. - Erster Vortrag: Ueber unsere Sinnesempfindungen am Sonntag den 10. November, nachmittags 5 1 /* Uhr, im Hörsaal des Pnysiologischen Instituts, Senckenberg- straße 15. DieVorträgesind unentgeltlich PROFESSOR DR. BÜRKER (8294D Die Hessischen Sparkassen Haben sich dankenswerter weise bereit erklärt, Staalsbeamien die Zeichnung dadurch au erleichtern, datz sie den Betrag der Zeichnung einst weilen vorlegen, die Stücke beziehen und verwahren Die Bezahlung erfolgt durch monatliche Gehaltsabzüge, dte die Grotzh. Hauptstaaiskasie in Höbe von 1 °/ 0 der gezeichneten Summe zugunsten der zeichnenden Sparkasse oornimmt. Die Tilgung ist damit in etwa 7 Jahren er- reicht. In begründeten Ansncchmesällen kann Auslösung des Vertrags schon vor Ablaus der Tilgungsdauer stait- finden. Es werden dann die bts dahin abgezahlten Kriegs- anleibenucke mit dem Ueberschutz etnschlietzlich Einlage Zinsen tn bar ausgehändigt. [8293D Wegen der zahlreichen Erkrankungen unter den Beamten des Fahrdienstes und zur Bewältigung des ditrch dte Zlnforderungen der HeereSverwal-ung und die NahrungSmittelvel sorgung der Bevölkerung zur Zeit stark angewachsenen Militär, und Güterverkehrs fallen nach stehende Züge vorübergehend aus. L vom 30/10. ab Pz. 637 (W> Eitorf ab 2.04 N., Trois darf an 2.40N, Pz. 644 (W) Troisdorf ab 12.32 N., Eitorf an L »4 91 5t Dom 1/11. ab. P». 83 Betzdorf ab 6.45 53 ., Cöln an 8.3* V. — Pz. 84 Cöln ab 8 46 N.. Betzdorf an lO.^o N. Vom2,11. ab Nachzug 643 «Sonnabends- Herborn ^.^ 7 D*Vdorf a^t 10.39 N. - Vorzug 638 ,Sonnabends), Cöln ab 2.50 N., Gttorf an 4.to 9t. - Die schon ty« ausgefallenen Pz 651 Giehen ab 5.45 N., Cöln an 947 N. und 658 Cöln ab 8.00 B., Gietzen an 12 .oo >h,'itt. werden auch weiterbin nicht befördert. Uin eine Ueberlaitung der noch verbleibenden Züge zu vermeiden, wird wiederholt und auf das dringendste ersucht, alle nicht unbedingt nötigen Reisen zu unterlassen, da andernfalls noch einschneidendere Matznahmcn zur Ein- schrankung des Personenverkehrs nicht zu vermeiden find. Je mehr sich das Publikum in seinen Reisen beschrankt und dadurch mitbilft, das durch die Einschränkung erstrebte Zrel zu erreichen, je eher wird es möglich sein, die Beschränkungen zu mildern oder ganz auszuheben. Ebenso Hangt es von der Selbstbeschränkung des Publikums ab, ob die Zahl der zu den einzelnen Zügen zu verausgabenden ssahrkarten von vornherein ein für alle mal festgesetzt wird. Jedenfalls wird aber schon jetzt der Verkauf sofort einge- stellt und die Bahnsteigsperre geschlossen, sobald eine be- trtebSgemhrltche Uebervesetzung zu befürchten ist. Gleich, zemg wird unter Hinweis aus die Allgemeinen Aussuh- rungSbestimmungen 5 ! 2 , zu § 16 der Eisenbahnverkehrs- ordnung angeordnet, datz die Fahrt am ersten Tage der Geltungsdauer der Jahrkarten angetreten werden mutz. 8290kl Königliche Eiienbabndirektion Frankfurt (Main). Wegen der zahlreichen Erkrankungen unter den samten des Fahrdienstes und zur Bewältigung des durch die Anforderungen der Heeresverwaltung und die Nahrungsmittel Versorgung der Bevölkerung zur Zeit stark angewachsenen Militär- und Güterverkehrs satten ,'osort folgende Züge vorübergehend aus: Pz. 723 Frank- lurr ab 4.13 N.. Cassel an 8.29 N. - Pz. 722 Cassel ab 8.57 L.. Frankfurt an 1.38 Um eine Ueberlasinng der noch verbleibenden Züge zu vermelden, wird wiederholt und auf das dringendste ersucht, alle nicht unbedingt nötigen Reisen zu unterlassen, da andernfalls noch ein schneidendere Matznahmen zur Einschränkung des Personenverkehrs nicht zu vermeiden find. Je mehr sich das Publikum in seinen Reisen beschränkt und dadurch mithilft, das durch die Einschränkung erstrebte Ztel zu erreichen, je eher wird es möglich sein, die Beschränkungen zu mildern oder ganz aufzuheben. Ebenso bangt bs von der Selbstbeschränkung des Publikums ab, ob die Zahl der zu den einzelnen Zügen zu verausgabenden Fahrkarten von vornherein ein für allemal festgesetzt wird. Jedenfalls wird aber schon jetzt der Verkauf sofort etngenellt und die Bahnsteigsperre geschlossen, sobald eine betrtebsgefährliche Uebersetzung zu befurchten ist. Gleichzeitig wird m Ausführung der Allg. AuSführtmgsbestim- mutigen 5 (2, zu tz 10 der Eisenbahnverkehrsordnung an- geordnet, dag die Fahrt am ersten Tage der Geltungsdauer der Fahrkarten angetrelen werden mutz. Hinsichtlich der bereits vor Berösientlichung dieser Bekanntmachung gelösten Fahrkarten gelten noch die bisherigen Bestimmungen. 8264kl Königliche Eifenbabndirektion Frankfurt (M.) VN" Tätlich Künsllerkomert “VS2 An* unser Sibyl-Smolowa-Serie siA&kes* Sr. I© 1 6 Sensationelles seltsames Detektiv- u. Oesellschaftsdrama in 4 spannenden Akten. 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Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser lieber, guter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager, Enkel und Pate Musketier Heinrich Kirchner Infanterie-Regiment Nr. 67, 8. Kompagnie Inh. der Hess. Tapferkeits-Med. und des Eia. Kreuzes II. Kl. nach 25monatiger treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von 21 Jahren durch Kopfschuss am 3. Oktober sein junge«, hoffnungsvolles Leben fürs Vaterland lassen musste. In tiefem Schmerz: Ludwig Kirchner u. Frau geb. Alt KarlYVa?fenschmidtz.Z.i.Fe!de Otto Kirchner z. Z. i. Felde Karoline Alt, Großmutter Elisab. Waffenschmidt geb. Kirchner nebst allen Angehörigen. Ober-Widder9heim, Michelnau und im Felde. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! 8305 Am 28. Oktober nachmittags 3 Uhr starb Herr Lehrer Ludwig Becker Leutnant der Reserve im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 116 im Lazarett zu Trier, nachdem er 20 Tage vorher im Kampfe fürs Vaterland durch einen Lungenschuß schwer verwundet worden war. Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen guten, offenherzigen Menschen, einen fleißigen, gewissenhaften Lehrer und einen treuen, ehrenwerten Amtsbruder. Wir werden seiner über das Grab hinaus in Liebe und Dankbarkeit gedenken und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. * Gießen, den 31. Oktober 1918. s»»D Schulleitung u. Lehrerrat der Stadtknabenschule. Todes-Änzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß meine innigstgeliebte, treue Frau, meine herzensgute Mutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Karoline Seuling geb.Freund nach kurzem, schwerem Leiden gestern nachmittag, 50 Jahre alt, unerwartet plötzlich sanft entschlafen ist. In tiefster Trauer: Jan ton Senllng II., Karle Scaling. Alten-Buseck, den 3L Oktober 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 2. November, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehanse aus statt. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Nach bangen Stunden erhielten wir vorgestern die traurige Nach- noht, dasa mein lieber, unvergesslicher Sohn, unser «treuer Bruder, Enkel und Neffe Grenadier August Honig Garde-Grenadier-Regimeut Nr. 5, 8. Kompagnie Inhaber des Eisernen Krenzes II. Kl. nnd der Hessischen Tapferkeitsmedaille nach 27 monatiger treuer Pflichterfüllung im Alter von 21 Jahren an seinen schweren Verwundungen am 27. Oktober im Lazarett zu Bonn sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Fr. Honig Ww. geb. Teit and Geschwister Julie, Ernst, Elise nebst allen Angehörigen. Klein-Linden, den 31. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Freitag mittag 2 Uhr vom Trauerhause Schulstrasse 27 aus statt. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. .. Todes-Anzeige. Am Dienstag morgen um 4 Uhr verschied plötzlich nach kurzem, schwerem Krankenlager der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Heinrich Albach im Alter von 33 Jahren. Am Mittwoch morgen 7 Uhr folgte ihm seine Frau, die liebevolle Mutter ihres einzigen Kindes, unsere treue Tochter, Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin Kathari na Al bach g eb. unger im 32. Lebensjahre in den Tod nach. In tiefem Schmerz: Familie Kaspar Albach Familie Unger. Großen-Linden, 30. Oktober 1918. Die Beerdigung findet statt: Freitag nachmittag 7,4 Utir. NM Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unsere herzensgute Tochter und Schwester Ottilie Göttlich nach kurzer, schwerer Krankheit im Mer von nicht ganz 16 Jahren heute sanft entschlafen ist. Familie Christian Göttlich. Lollar, den 30. Oktober 1918. Beerdigung findet am 1. November nachmittags 4 Uyr statt. sh Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Hinscheiben unserer innigst- geliebten Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Eidenmüller sagen wir aus diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Jkge. W« Danksagung. Allen, die uns bet dem Nerlusl unserer lieben Tochter, Schweiler, (infeliii und Nichte so viel Viebe und Teilnalime erwiesen, sogen wir unseren herzlichen Danf. Familie Adam Weißmann. Kv9 Familie Heller, Großeltern. "lieben iFranksurter Str. 144), den 31. Oft. 1918. Klein-Linden, den 31. Oktober 1918. :> •> \i. > . f5] |plP[ä]lä| fäl!n11plfälR[ä l fa]|ä1[ä] |ä1[51fä] [ä] Emvscble mein grosteS Lager in: vezimalwagen :: Emaillewaren :: Nesseln Herden :: Gesen sowie alle Haus- und landwirtschastl. Artikel. Wilhelm Därbecb, Maehf., Diezstrake 6. Telephon 283. MänSburg 5. Birkenbesenreiserversteigerung. Die Versteigerung der Birkenbesenreiser mtft den Gräflichen Waldungen findet Montag den 4. November 10 Uhr vorm, im Amtszimmer der Untersetchneteu stakt. Laubach, den 28. Oktober 1918. Gräfliche Forstvcrwaltung. -■ Tzieüoag 6„ 7. onü 8. Hotr Geld-Lotterie iss Kenias 1 1 Oralste m Ssslaad. KOS Law 18 887 Geldgewinne nuammon O Ci G 5 Cö« - 3©© Lose M. 3.30 (SSW,; H sr MrHöPir • bsill tUfSStSl f Fried» lchst.192-1 flherall •rhftlfllcti. SSs M d. Lelgaeiger IMra«— Hauben- u. Stirn- Haar-Hetze aus achtem Haar. In allen Farben Linfach : ESk. 2,03. Doppelt: .. 2,?B. frtftcrt u. ondu- / * WWVH liertIn u.anher dem Haufe. F. Kck«!x. Blockst raste 8. (>827« Neiserbeseu ©n sros und en detail Lndw. ztoblerrnann. 8280 Blcichstr. 12. □ l.il. 18: Olilig, y, lest?. □ 8 Wir S287v Gestern abend 10% Uhr verstarb nach kurzem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel der Landwirt und Schulvorstand Heinrich Schlapp III. im Alter von 68 Jahren. * * In tiefer Trauer: Marie Schlapp Witwe geb. Kaufmann Friedrich Schlapp, z. Z. in Garnison Heinrich Schlapp, z. Z. in franz. Gefangenschaft Louis Schlapp und Braut und Frau geb. Vogel, nebst Kind nebst allen Verwandten. Mainzlar, Staufenberg, Beinhausen, Daubringen, Weitershain, den 30. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Freitag den 1. November, nachmittags 2% Uhr, in Mainzlar statt 0 Unser einzig gesunder, braver, strebsamer Sohn und herzensguter Bruder . Hugo Rühl stud. phil. und hilfsdienstpfliehtig als Lehrer ln Musehenheim i. O.-H. w\irde nach erst 5Vs'wöchentlicher Ausbildung (ohne Heimaturlaub), beim Feld-Artillerie-Rct. Nr. 271, bei den letzten schweren Kämpfen im Alter von 19 Jahren ein Opfer des grau- «amen Krieges. In tiefem Schmerz; Louis Rühl, Oberpostsehallner, nebst Frau Katharina geb. Karpt Ottilie und Willy Rühl. Giessen (Krofdorfer Str. 32), Keldkrücken, Stornfels, den 30. Oktober 1918. Tieferschüttert sind wir durch die Nachricht, daß unserem lieben Freunde Hugo Rühl ■tud. phll. and hilfsdicnstpflicfitiK als Lehrer ln Mnschenkelm i. O.-H. ein allzu früher Tod in Feindesland beschieden war. Sein lauteres Wesen soll uns ein Vorbild bleiben und werden wir ihm ein dauerndes Gedenken bewahren. Gießen, den 30. Oktober 1918. »mD Seine getreuen Freunde. Gestern verschied nach langem, schwerem Leiden meine liebe grau unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter Schwägerin und Tante Frau Charlotte Euler im Alter von 65 Jahren. geb. Bieber Die trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Euler Ludwig Heuss und Frau geb. Euler Karl Arnold und Frau geb. Euler und drei Enkel. Gießen (Kaplansgasse 21), den 30. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 2. November, nachm. 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 8291 MM . Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste, der uns betroffen hat, sagen wir auf diesem Wege unsem tiefgefühlten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Conrad Johann Frey II. u. Kinder. Lang-Göns, den 31. Oktober 1918. 08476 • n i ffi Statt jeder besonderen Anzeige. Heute nachmittag ist mein herzensguter Sohn, unser lieber Bruder, Enkel, Neffe, Schwager und Onkel Alfred Koehler nach langem, mit grosser Geduld getragenem Leiden sanft entschlafen. Mit Aufopferung und Liebe hat ihn seine Pflegerin während langer Jahre treu behütet. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: A. Koehler, Geh. Forstrat. Giessen, den 30. Oktober 1918. Die Einäscherung findet in der Stille statt. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. 8296 Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass am 29. Oktober, abends 10 Uhr, unsere innigstgeliebte Tochter und liebe Schwester Anna im Alter von 22 Jahren an der Grippe, verbunden mit schwerer Lungenentzündung, sanft im», Herrn entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Martin Habetli und Frau nebst allen Geschwistern Zigaretten 100 Stück 19 Mk. per Nnchn. H. Däwes, flaonovep, 8197hv Ebbardtttr. s. AlnirgklWiek! Bei der Herstellung bester Serien 7362s, Hriedensware abgefall. Stücke Schmirgel' vapier in unregelmäßigen Größen (nueb handgroße Dreiecke, runde Scheiben, Streifen usiv.i in allenStör* nungen. Ballen mit ca. 35kg nur M. 30-, ^ostpalet M. 6. P**l Ebpjjs, Franaanstatil 73. Giessen (Neustadt 57), den 31. Oktober 1918. Die Beerdigung findet am Samstag, nachmittag um 3 Uhr, von der Friedhofskapelle aus statt. 06464 Leitung. 8304c Hofrat Hermann Steingoetter. Freitag den I. November, abend» 7'/, Ubr: 4. rr,it»g-Etzolln,ment»- VorLtsU-äng: Jas Kind. Komödie in drei Akten von Oltomar GnVug.