Kr 255 Der Gietze«er Anze^er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Ltetze«« Karni i iendlLtter; Kr efcfelott fftf »es Kreis Slrtzes. veregszretL: monotl. W.1.35, vierteljährlich Mt. 4.05 ; durch Slbhole- iu Zweigstellen monatl. Mk. l.25; durch dieBost Ml. 4.05 viertel- jährl. auSscht. BesteÜg. Fenstprech - Anschlüsse: sürdie Schrilllei1ung112 Verlag,(Leschättsste6e51 Atlschriit für Drahtnachrichten: Lnzei.js? SieKen. OTWIWI IHAVEWW, Erster Blatt *68. Jahrgang Mittwoch. 30. Gttoher 19*8 psflscheckksnts: Lramfvrt «.M. **686 cnetö 3NMingrrun--ruck u. Verlag: vrLhl'sche UKiv. Vcmkvettehr: Eewerbebani Gießen n. Zteindruckerel R. Larrgr. Zchriftlritrmg, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Annahme von Anzeigen s. die Tageömmriner dis zum Nachmiltag vorher ohnejedeVcrbii'dllchkett Seilenpreiie: für örtliche r'l uzeiben Pf., für ausiv artige 25 30 Pf., für Reklamen Mk.1.- nebst 20'/„Ter»c- rungszujülag.Platzvor- schrisr 20 % 'Aufschlag. Hauvtschr'i'tleiicr: Aiug. Eoeg. Vcraal'.vortlich für Politik: 'A:»q. Goetz; für den übrigen Teil: llr. Reinhold Zenz; für beit Anzeigenteil: ö. Beck; sämtlich in Gießen. (WM.) WroßeS Hauptquartier. 29. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. In der Lysuiedemtig wirken wir Teilangriffe des Geg- Slrers bei Olern ab. Stärkere feindliche Abteilungen, die nordwestlich vvn Conds das östliche Scheldeufer zu gewinnen suchv ten. wurden im Gegenstoß zurüüHeworftn. Südlich der ScheDe drangen starke englische Angriffe bei Famors w>r- Lbergchcnd in unsere Linien ein. Das Jnfnnterie-Regintent 176 rmter Hauptmann Pveußer tonrf den Feind völlig zurück. Die siebente Batterie Feldartillerie-Regiment 71 und die Jufanterie-Geschütz-Batterie 38 trugen in vorderster Linie wesentlich zum Elffolge bei. Oestlich von Arlrcs wurden Teilangnffe des Gegners ab gewiesen. Der Feind setzte die Zerstörung der Ortschaften östlich der Scheideniederung fort. Sülch Valenrffeinves lag unter starkem feindlichen Feuer. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Angriffe der Franzosen gegen den Oise-Kanal zwischen Etreur und Lesgurelles scheiterten in unserem zusammengesetzten Arffllelffeftuer. Schwache Teile, die üb^r den Kanal vorstietzen, wurden im Gegenstoß zurückskworfen. Westlich von Guise kamen feindliche Angriffe in unserem Feuer nicht voll zur Entwicklung. J?n Souche-Abschnitt beiderseits der Straße Laon—Dkrrle wirsen poftnsche und westpreutzi'che Regimenter am frühen Ntorgen starke Angriffe des Gegners ab. Heeresgruppe Gallwitz. Zwischen Aire und Maas zeitweilig mrfi-ebende Artille- rietättgkeit. Wir schossen in den beiden letzten Tagen 49 ftindliche tzlugzeuge und 3 Fesselballone ab. Der Chef des General stab s des Feldheeres. Scaacssektrerär Erzberger über die Rriegsanleihe: Je mehr Kriegsanleihe, desto näher der Zrieden. Der Abendbericht. Berlin, 29. Oft., abends. (WTB. Anttlich.) Teit- kärnpfe südlich der Ltzs mid südlich Le Quesiwy. Zwischen Nnizy-le-Cantte und der Aist« scheiterten in den Nachnntt- tag^tunden schr ästige Angriffe der Franken. * Der Sfterreichisch-ungarische Tagesbericht. I t a l i e n i f ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. W ien . 29.Oktober. (WTB.) Amtlich wird verlmitbart: Ter gestrige Tag verlief für die tapferen Verteidiger des Aftlone, Pertica und Solarolo ohne größere Infanterie- kämpfe. Im Bereich des Monte St«nlmccia haben unsere Truppen durch Gegenstöße StellungÄberichtigungen vurchgeführt. Im Almw-Becken wurden unsere S'chrrnngs- abreilmigen zurückgeörückt. Dir von starken feindlichen Kräften Kegen unsere dortigen Kernstellungen unternommenen Angriffe brachen überall unter scheueren Feindverlusten zu- saunnen. Das mürrische Heeresregiment 133 und Äa§ Hon- ved-dftgiment 17 haben sich besonders hervorgetan. Am Piave tobt die Schlacht weiter. Der Feind vermochte erhebliche Verstärkungen ljeranzu,sichen und setzte unter Entwicklung nm-chti§er Artillerieinnssen stine Angriffe fort. Es wurde bei Valdebdiadene nördlich von Äiorago und Seraglia. nächst den Piavelirücken südlich von Snsegana bei Dezze und Polo di Piave erbittert genmgen. Wolf! gelang es den Entrntetrupp^>l. dank der starken überaus aktiv durchgeführten Gegenwehr unserer Divisionen nirgends unsere Stellungen zu durchbrechen, doch wurde gegen Abend der Entschluß gefaßt, die am stärksten angegriffemn Abschnitte in eine hintere Linie zurückzuziehen. Diese Bewegung wurde in der Nacht durchgeführt. Balkan-Kriegsschauplatz. In Albanien haben unsere Nachhuten Alessio geräumt. An der Drina-Guenze herrscht wieder Ruhe. In Serbien gingen unsere gestrigen Märsche ohne Geftclsts-- berührrmg mit dem Feinde vor sich. Dieser gelangte bis Pa- lmrka. Der Chef des Generalstabs. Fn einer Meldung der „Natwnnlzeitung" heißt es, laut Privatnachrichten aus dem Auslände sei stündlich der Vorschlag der Entente bezügliH des Waffenstillstandes zu er- lvarten. Auf der anderen Seite verlautet aus französischen Quellen, es werde beabsichtigt, lediglick- durch General Fach die Waffenstillftandsbedingungen bekannt zu geben, und zwar solle dieser sie dem Generalfeldmarschall v. Hindenburg übermitteln, der zu diesem Zweck dem ftanzöfischen Oberkommandierenden entgegenkonrmen möge. Wahrscheinlick) sind beide Nachrichten lediglich Kombinationen. Während wir harren und sorgen, kommen aus den: Felde im allgemeinen günstige Nachrichten. Unsere Truppen halten die ihnen zugewiesenen neuen Stellungen, und es scheint, daß die Feinde ihren Angriffsschneid zum &dl eingebüßt haben. Ein Brief unseres Kriegsberichterstatters im Westen enthält die Mittel lung, bei den französischen Gesangerren mache sich ein auffälliger Stimnnmgsumschlmmg geltend. Die furchtbaren Blutopfer bei der vergeblichen Bestürmung der Aisnestellung haben eine starke Cnmüchvernng hervorgerujen; bei den MMmschajlLN lei ctu ^wahres Entsetzen" vor beut Gedanken cm einem neuen Winterfeldzug festzustellen. Das klingt überraschend. Mau hat sich in nuferer deutschen 5?eimat vielfach vorg-estellt, gerade jetzt, wo uns so viele Schläge treffen, wo zum österreichischen. Abfall auch die Souderverhaud4nngen der Türkei hinzugetveten sind, müsse der Siegel damnel der feind lich-n Heere ganz auf der 5pöhe sein. Aber mau vergißt dabei, wie lauge diese Heere schon ^siegeii', sich die färpfe blutig mrrennen intb dabei doch Verhältnis mäßig nur langsam vorwärts kommen. Der Gedanke, daß wir nicht blindlrnys die härtesten Waffenstill- standsbedrngnngen crnzunehmen brauchen, sondern daß wir wissen müssen,' welche Friedensvorschläge die Gegner im einzelnen zu machen haben, gewinnt immer mefyr Boden. Wie wir heute cms Berlin erfahren, sind solche Neigungen auch in den Kreisen unserer neuen Regierung im Umgang. Präsident Wilson, weim er den Frieden nürklich wünscht und unnütze Schlächtereien vermeiden will, mag sich vor den Chmwrnisben hüten! Dler Gedanke des VKlkersekbstbestinrmungtzrechtes beginnt die Berusveine des künMgen Friedens herbeizutragen. Jetzt haben auch die Deutsch-Böhmen einen setb- ständig-en Staat proklamiert, während die Tschechen in Prag schon eine FriedenSvorfeier, ein Drrmnphfest, ab- gehcckten zu haben sckveineu. ES verlautet, durch tschechischen Uebermut sei die Berkehe-Verbindung Berlin—Men unterbrochen ! ltnkontrotlierbare Gerüchte durchschivirren die Lust. So soll Mlson dem litauischem Nationcckrat in Washington zugesichert tya&cn, es werde ein selbständiges Litauen entstehen, das auch Ostpreußen bis Mnigsberg umfassen solle! Mmr darf in solchen Tagen sich nicht in die Netze wüstester Kombinationen verstricken. Es gilt, Geduld und Besonnenheit zu bewahren und die Einheit aller Deutschen zu stärken. Von diesen: Standpunkt aus wäre es auch verfehlt, einem Vorschlag zuruLimmen, den der Reichstags- abg. Quessel in den „Sozialistischen ^Nonatsheften" macht, wonach eine konstituiereTrde Nationalversmnmlurig der deutschen Nation die Grenzen des Reiches bestimmen solle. Wir meinen, da konnte nur neue Verwirrung entstehen. Zunächst bleibt das Ergebnis der Verhandluirgen unserer ^lksregie- rung abzuwartem Der «eueste 5riedenrschr!tt Gefterreichs-Angarnr. Wien, 28. Okt. sWTB.) Die österreichisch-ungarische Regierung hat glecchzeiüg mit der an Swrtssekretür L ansing gerichteten Note den Inhalt dn^elben der französischen, der königlich g roßbr itann i s chen, der kaiserlich japanischen und der körrig-ich italienischen Regierung mit der Bitte mitgebüll, dem darin «mchaltenen Vorschlag Mich ihrerseits zuzustimmen und denselben bei den: Präsidenten Wilson zu unterstützen. Wien, 26. Ort. (WTB.) Ter Minister des Aeußern, Graf A n d r a s s h, hat beute an StanLsst^Letär L a n s i n g folgendes Telegramm gmichtck: Sofort nach der Uebernahnre der Leitung des Ministeriums des Aeußern habe ich die offizielle Antwort aus Ihre Note vom 18. Oktober abgffandt, aus welcher Sie entnehmen werden, daß wir in allen Punkten die Grundsätze annehmen, »reiche der Präsident der Beremi^e-l Staaten in seinen verschiedenen Erklärungen ausgestellt hat. In voller Uebeoeinstimmung mit den Bestrebn.m?nr de5 Heiwn Wilson zur Sicherung vor künftigen Kriegen und zur Schaffung einer Böwerfamilie haben wir bereits Borberütungcn getroffen, damit die Völker Ocsterre ich-Nngarns ihre künstiye Gestaltung nach eigenen Wunsche gänzlich mr- behindert beftünnun uw) v oll riehen können. Seil dem Regierungsantritt des Kaisers mrd Körrigs Karl war es dessen unent- loegtes Bestreben, das Errde des Krieges hc-vbeizuführen. Mehr als je ist das heute der Wunsch des Herrschers aller Völker Oesterreichs und lürgrons die von der Ueberzeugung durchdrungen sirid, daß ihr künftiges Schicksal rrur in einer friedlichen Mlt, frei von Erschütterungen, Prüfungen, Entbehrungen mid Bitteririssen eines Kriegs gestaltet werden kör me. Ich wende mich deshalb direkt an Sie, Herr Staatssekretär, mit der Bitte, bei dem Herrn Präsidenten der Bereinigten Staaten dahin nntlfat zu ^vollen, daß im Interesse der Humanität, sowie im Jmeresst aller Völker, die in Oesberreich-Ungarn leben, der sofortige Waffenstillstand an allen Fronten Oesterreich-Ungarirs herbeigeführt werde und die Einleitung von Friedensverhandlungen erfolge. Wien, 26. Okt. (WTB.) Tie Antwortnote des Grafen A n d r a s s y war im Abgesrdnetenhause Gogerrftarrd all- gemoirrer Erörterung. Sie riet unter ben derctsck>-bürger1ichen Gruppe: Bestürzung und Illrriche hervor. In diesen Kreisen wird betont, daß die iläode sich als übereilt darstelle, da imrerhalb weniger Tage die Gesaintsituation zwckstlL)s eine solche Gestalt angenomnvcn hätte, daß es möglich g«oes«l wäre, bis zum letzten Augenblick in Gemeinschaft mit Teutschürnd zci verbleibe:!. London, 29. Okt. (WTB.) Reirter erfäl-tt: Das AuÄvär- tige Aut hat den Text der österreichischen Antwortnote an Willon erhalten, lehnt aber ab, sich darüber zu äußern. Aus Ungarn. Budapest, 29. Okt. (WTB.) Ung. Kvrresp.-Bureau. Erzherzog Josef richtete einen Ausicuf an die Nation,, worin er mitteilt, daß der König ihn betraut habe, inmitten den kritischen Verhältnisse chie Lösung zustandebringeu, ^reiche rm Einvernehmerc mit der Nation die vollständige Selbständig- k e i t und Unabhängigkeit des Landes verwirklichen solll Auch sollen die ariswärtigerr Vertretungen sowie die Ltzehrkraft in vollständiger Selbständigkeit eingerichtet werden und eüre frei- sürnige Nickstmcg mit Berücksichtigung der JTttereffen der breiten Volksschichten eingeschlagen werden. Der Friede soll sofort angestrebt werden und behufs seiner Sicherung soll der Eiu- trüt in den Bund der Natimwn erfolgen. Sodarur wird als oberstes Ziel die Integrität mrd Einheit des Staatsgebiets bezeichnet. Tie Prollamation wendet sich schfteßtich an alle Patrioten, danrft sie sich unter BeiseitoseAmg aller Gegensätze und Person- licheir Interessen zur Wahrung der gesetzlichen Orbwmg des Landes in dmc Dienst der großen Sache der Nation stellen. Wien, 29. Okt. (Priv.-Tel.) Die Watter melden aus B u d a - pcsh. düß t\M große Mcu schcum e ngc Lbauds nach Ofcu vor das Palais des Erzherzogs Josef ziehen wollte, um die Er- rvenmung des Grasen Karolyi zum Ministerpräsidenten zu verlangen. Ter Weg über die Kettenbrücke war jedoch durch einen MilitärLor- don gesperrt. Ta die Menge trotz aller Warnungen die Brücke passieren wollte, machte das Militär von der Schußwaffe Gebrauch, wobei mehrere Personen getötet oder verwundet sein sollen. Laut L. Ä. ans .Budapest hat Graf Hadek es übernommen, ein neues Aabinett zu bilden, an dessen Spitze er sich stellen lvill. Wie verlMttet, wird Graf K'arolhi nicht in das neue Kabinett eintreten, jedoch dürfte der por kurzem gebildete Nationalrat das Kabinett Hadckk unterstützen. Deutsch-Böhmen. Wien, 29 Okt. (WTB.) In Aussig fand eine Ver- ttaniensmännerversaTTinllung des deutschen Volksrats von Böhmen statt, die sich für den Anschluß Tattsch-Böhmens an das Deutsä)e Reich cnrssprach und an die deutsche Nationalversamm- hm.g in Wien eine Kundgebung ttchtete, worin sie als deren erste Aufgabe die Herstellimg einer dauernden staatsrechtlichen Verbindung mit dem Teutschen Reiche bezeichnet Ist der Kundgebuirtz wird ferner die Errichtnng einer Provinz Deutsch-Böhmen verlangt Tie Versammlung richtete an den deutschest Reichskanzler ein Telegrmnm, in. dem dem unerschütterllchen Gefühle unzerreißbarer Gemeinsamkeit mit den deutscher Stammesbrüdern Ausdruck verliehen und dem Dolle und der Regierung des Teutschen Reiches versichett wird, daß Tewsch-Bvhmen aus Grund des Selbstbestimmungsrechts unbeugsam sein Schicksal mit dem des gesamten deutschen Volkes verbunden fühle Wien, 29. Okt. Tie deutsch-komischen Abgeordneten veffammetten sich.beute im niederösterveickstschen Landtag zur Konstituierung Deutsch-Böhmens. In der Er- äftnuirgsanjpvacke wurde festgestellt, daß Deutsch-Böhmen zuw Staat Tevffch-^Oesterreich gchlöre und niemand das Recht habe, ein Gelöbnis auf den tschechischen Staat zu fordern. Die Versammlung nahm einstimmig eine Entsch>lietzun.g an, in der gegen die Annckttiv nsabsichten durch die Tschechen protestiert und beschlossen wurde, bis zur Vettvaltung TeutscheOestxrreichs auf demokratischer Grundlage eine vorläufige Verfassung für Deutsch-Böhmen m schaffen. Festjubel in Brag. Berlin, 29. Okt. Wie dem „L. A." berichtet wird, wurde der gestrige Tag in P r a g als ein F e st t a g begangen. Tauseirde von Menschen füllten die Sttaßen, unter ihnen auch viele Soldaten und Offiziere. Diese ttugen anstatt der Kokarde die nationalen Farben. Man sielst auf den Sttaßen viele tschechische Vollstrachten. Die Geschäfte sind größtenteils geschlossen, aber die Ruhe wird gewahrt. Ter Dag wird als nationaler Festtag provamiert. * Wilson» 14 Punkte. Washington, 28. Okt. (WTB.) Reuter. Wilson erklärte .in seinem Bericht an den Vorsitzenden der Fiiranzkommission' hinsichtlich des dritten seiner ch4 Pmrtte, er beabsichtige nicht, der inneren Wirtschaftspolitik irgendweich Beschränkungen voizu schlagen. Wer was für einen Tarif eine Nation auch für nvttvendig hatte, so muß er gleichmäAg auf alle Länder onge* warcht werden. Meutereien in Holland. Amsterdam, 28. Okt. (WTB.) Nach den Meldungen lstesiger Matter l-at, -nachdem es bereits am Fvettag zu Gehorsamsverweigerungen gekpmmen war, dos zweite und dritte Ba- taillori eines in den Barackenlagern von Harskcnmp stehenden Regiments am Samstag gemeittert, die Kantine gctüändert, die Offiziere mit Steinen beworfen mrd fünf Barackeir ist Brand gesteckt. Am Samstag abend 10 Uhr »var man Herr der Lage. Obwohl von den Aceuterern wie von dem zur Hcrstellimst der Ordnung herbei gerufenen Jnfa-nterie-ALteilungen gesckwlsen, wurde, sind keine Verluste eingetreten. Ter größte Teil der Mmr- terer floh, wurde aber teilweise wieder eingebvacht. Die Atctwi terei hat, wie es scheint, chveir tzstund in zu toemgem Essen und ia der Einziehung der Urlaub«. Aus dem Reiche. Das Kriegspreis^nnt unter Erzdergrr. Ach Abg. Reh ffvrtschr.) Ä für dte Vertagung vvn Punkt 1 PlMkt 2 unb 3 formen sofort etlebigt iwrterL hierauf macht der Präsident Mitteilung vvn der am 24. Sep- «-7 » . O.. —_• b 'l nrr_ c ji " ., . . Der Reichskar^ter hat ^ine Verfügung unterzeichnet, durch I ^nLer vollenteren 40jährigen Zugehörigkeit des Abg. Schön- die das Kriegspveffeamt dem Staatssekretär Erzberger unterstellt \l* ex $ ex & ur Zurrten Kammer und der 25jLlnigen Zugehörigkeit wird. ' Kä ’ qm ~' ' T '~ on.-c * ■ *- r > - Die Berliner Reichstagserfatzwuhl. des Abg. Tr. Schmitt. Beiden hat der Präsident die Glückwünsche der Kammer übermittelt. rrWi s-u& 5 RH»,fÄys»r«eaastÄ , Ä . 11 0 ) rn a o l ml. Rer chs ta g s w a h l kre 1 s wur- rung des gegenwartmen Landtag dis l9l9t Unrd obne «en rmrg des gegenwärtigen Landtages bis 1Ü19) tvird ohne Aussprache abgegeben für Geh. Justizrat Kemptner (Vpt.) 2607 | einstimmig genehmig stimmen, für Hermann (soz. Mehrheitspartei) 2234 | _ Bei Punkt 3 erklärt der Finanzminister Dr. Becker Stimmen. Kemptner ist somit gewählt. I kiei«> Jahres wurde die läufÖte Teiierungsz-ulage von ^ Kammern ei-nstimmig angenommen, während die GeuxUnung m *• . ^yttell-ug^fayrpnttfe. I inner eirrmallgen Zillage alrgeletel wurde. Jnzüoischen hat das Reich B c r 11 n , 29. Okt. (WTB.) In einer heutigen Berliner I ww Pr^rst-n und die meisten anderen Bundesstaaten einnmlige Zu- Zeitnng findet sich die Mitteilung, daß die deutschen Eisen- seivälirt. .Hessen ftntu des'hilb nid* wohl zurückbleibe n. In bahnen den Abbau der Verteuerung der Schnellzugs-! Bceußen bcckomnrt jeder Boomte einen Gnmdtetrag, von 250 Mark 3 um 1. April 1919 durch Herabsetzung von 50 Prozent beabsichtigen. Diese Nachricht ist unzutref jrnd einen Aunurtsgehalt, mindestens aber 500 Mark und höchstens 1000 VLark. Hinzu kommt eine Kinterzulage von 50 Mark für das Kind. Tie teffiscte Beamtensdiast ist der Auffassung, daß nicht-'ist von einer solchen Absicht sman 'sie'^cht''schlechtesMn^^Ls'R^^'m^ußifch^ bekannt. Die Verteuerung der Schnellzugspretse ist so Beamte. T^' Forderung ist begrüntet. Von der Teuerung iverten gehalten (Lösung der höheren Klasse), daß ihre Beseitigung am empfindlichsten die Festbesoldeten betrvffM. Deshalb haben jederzeit ohne weiteres möglich ist. Sie ist denn mich in Aus Ncht genomtneit, sobald die Betriesverhältnisse es zulassen. Lerder ist die Betriebslage zur Zeit schwieriger denn je. Solange den Eisenbahnen die Beförderung wichtiger Lebensmittel, wie z. B.^ Kartoffeln, noch Schwierigkeiten bereites kann an eine Aufhebung der Zuschläge nicht gedacht werden. auch die Hessischen Städte stch zu einer einmalige.', Teuerungs- rn Berlin, 29. Okt. (WTB.) Präsident Graf Schwe ziilage entschlossen. Die Regiernmg wird Ihnen dest-alb auch ... den allernächsten Tagen eine Vorlage über eine einmalige Zulage zugehen laßen. Tie Vesdiafffrng des Winterbedarses erfordert aber eine sofortige Beihilfe, da die Vorlage erst in der Vollver- saimmung vom 19. November zur Beratung kommen kann. Des halt cjt der- öeterrTie an eine WsttiLagszalstung entstanden, wie sie auch von verschiedenen hessischen Städten gewährt wurde. Die Negierung «Llbstchttgte, sich die Genehmigung der Fiivmrzansschirsse der beidn Ka mirvern zu dreser ylnsloge geben zu lassen und nachträglich J n- *■ i " ... C r _ ■ _ fr' * < ct, Tr r\ I ' „ V Ml IU||CII lUW ILaU HIT amim -UV C ^ ^ Krankenlager vom Kaiser solgew- drmnrlät von bre VollverstrnttnLuny zu erbittsn. Der Finanzarrs- des Telegramm: ,Lich höre vvn Ihrer Erkrankung, mein lie- w-ub der 1. Kämmer l-at diese Genehmigung bereits erteilt der Graf, und brtte Sie, meine herzlichsten Wünsche für bal- äT ~~ H— r ' L “"' äm “ 4 " ' f orge Genesung als einen Beweis meiner besonderen Verehrung aufzufassenst Wilhelm, I. K Hesfischev Landtag. Zweite Kammer. I Darmstadt, 29. Okt. . Die überraschende Nachricht vom dem Rücktritt des Ministe- ttums imd von der plötzlichen Zusammenberustmg der Zweiten Kammer, deren Vollversammlung erst für Mitte November in Äusncht genommen war, hatte bewirtt, daß man der Sitzung mit Ta aber Überraschend eine V-ollsitzmrg der Zioeiten Kämmer em- oerufen wurde, erschcen es richtiger, diese um Ermächtigung zu lntten. Wir wechen die Beamten in Hessen nicht schlechter stellen als dre im Reich mid in Preußen, werck-en aber das preußische System der Vemessmrg nicht übernehmen, sondern bei dem be- ivahrten Treigrupyensystem bleilvn. eine weitere Abstufung aber mcht vornehmen. Wir beabsichstgen. den Barmten einen bestimm- ttn Prozmlsatz ihrer larrfeiiden Teuerungs>rrla«ren als einmalige Beihilfe zu gewähven und bitten um'die Ermächtigung, den Dr-am- nten 50 Pwzeitt des Jahr-esstetrago der laufenden Teuften einstwei rungszrüagen, die sie am 1. Noveinber b..^iel)en. als Abschlagszahlung m^zalKn zu dürfen. Das bedeutet, daß sie später noch n,ehr bekomnren sollen als diese 50 Prozentt Auf eine Anfrage des Abg. Brauer (Bbd.) erklärt der > «Ach durch die Weltlage und F i n a n z m i n i st e r ergänzend, der Gesümtbettag der vovaesehe- ^x nd *k^: ^lernen Verhältnis^ der engeren neu einmal gen Dmermr s'mlage nnrd die Höl^e von 7 MMior^ Heimat naturgemäß in den Hintergrund tteten müssen. Langevor Begirm der Sitzung waren die öffentlichen Tri Mark errrnck>en. Wenn ich Ihnen diZen Vorschlag einer so großen Ausgabe nrache, dürfen LÜe versichert senc. daß ich auch schm, an L di-T-ckm^ g^acht^h-be. 1917 aünfti« ÄbschlüN- I>albe ©ümbe wegen UTid AuSschußbesprechungen. Eist gehabt und werden aller Voraussicht nach 1918 noch besser um 11 Uhr ertönte die Glocke des Präsidenten. Das Haus war in Anbetracht der plötzlichen Einberufung sehr gut besetzt. Allein m erwarteten großen Ereignisse blieben ans. Der Präsident deutete lchml rn seiner Rede an, daß jetzt nicht die Zeit zu.großen Worten ser, und so würde vielleicht nie sachlicher, nie nüchterner verhandelt, wre heute ab- schließen Unser Reste stock I ist so m,gewachsen, daß er selbst nach rrc,er Ausgabe, vorsichtig gesprvck>en, nicht geringer sein wird als bei Abschluß des vorigen Jahres. Abg Dr- Osann chaÜ.): Der FraMr^msschuß hätte dem vaufe vorgeschlagen. der Regierung die Ermächtigung zu ertellerr rr-, . . r r fr* , . i üenn beim Bauer,ü»und nicht star^ Bedenken wegen der qeschätts- vorher bekannt, daß du Regierung keine Er- ordentllck)en BeLxnckien sich geltend gemacht hätten Er hofft daß ^^uber^e Neuordnung abg^chen werde. Auch der Bericht des diese Bedenken noch heute beholfen werden können ° Vorsitzende,,^dcs ^Vm-safsunMms^ichusfes, sowie die Derlesmrg der I Auf Alttrag des Abg. Brauer (Bbd'fH die Sitarna I ^ ferner Zwaktion ÄteooifSPS ^?^^uwkraten lagen dein Hause noch incht vor. Man! geben, sich schlüssig zu werden, ermgte sich ohne Widerspruch auf eine Verschiebung der Besprechung ~ ' ' j^.rf CG ^ n u ^ n 8 Drge.^Das Tor, das nmn bercnnen wollle^al I zwar entschieden Benvach^n^im Nai^en^n^eär^geu r” 0101 mm war das Haus, nwn kwm die gegen die Geschäftsordnung verstoßende Bel)wrdlinrg einer L?§ m -S Äff ^ner Seüe wnenvorlage durch die Resieruna verschLZ Z> wTftS U7ut Mittwoch nächster twn der dringenden Notla»' der Boamirrrschast incht inib hat^r-. des gegemvärngen rnLa beschlossen, der gewünschten ErmLch^mng an die Regierung Landtages bis zur zweiten Hälfte von 1919 ,oar eine Formsache — Einmalige Teuerungszulage, deren Gesamtbetrag die zuzustimmen. Wg- Tr. Osann (mfl.) stellt hierauf im Namen des FinanzKbhe vvn 7 MilliE erreichen würde.', unb der Vor- Ausschusses den Antrag auf' Erteilung der Ermächtstrung der Re- Re^eruag^ exnzr^ aföbalbiQm Abschlagzahlung wurde | Zierung, eine sofortige AbschlagszaWsvg in der vorgesctzagenew Hauses gutgeheißen, nur der Bauernbund I L»öhe anzunehmen, hnttestarke Bedenkkr. die sich aber Qif die geschästsordentliche, . Wg. Brentano (Ztr.) erklärt die Zustimmung feiner Frvk me rwgelvesene Behandllrng dieses Projekts, Eon. Er lenkt die Aufmerksamkeit der Negierung auf die Lage^i nicht auf die Sache selbst bezogen. Doch wurden nach den Dar- Gemeindebeamten in den Lmrdgemeinden, die zum Teil noch immer ^ warm für die Beamtenschaft | Jtw v Teuerungszulagen erhielten. Abg. Ulrich (Soz.) schießt, ^ Ermächtigung zur sofortigen sich ihm an. Tie von der Regierung erbedme Ermächtigung wird Ltuszahlung einer Abschlagszahlung wurde einstimmig erteilt. Dve Neuordnung in Hessen wird sich all^r Voraussicht nach Di ruhigen Bahnen^ vollziehen.^ Wenigstens gewann man die einstimmig erteilt. Abg. Ulrich (Soz.) zur Gesck>äftsordnung bittet die Regie- w.‘r ft cr> u ■ .c I—r u, .*vv' » vvuihi iuuji l/h i '—"4, ure von thr erlassene Bestimm/üng über die Ablieferung von ^aufrichtige und in Anbetracht Bucheckern dal/m abzuändcrn, daß den Sammlern ein größerer ^ |erc !. V«?londes m,* i mrbedmgt zu nxäZ I Dstl ,d«r Buchclu für den rigwn .Bedarf üderkuffm bkibt Sr schneidendere Maßnahmen zur Emsthränknng des Personenverkehrs nicht zu vermeiden find. Siehe Bekanntmachung.. ** Keine überflüssigen Versammlungen! Die Veriammlungen von Vereinen, Berbättten. Vertretungen und der- gleickien Malten die Eisenbahn immer noch in sehr Ipfrcm Grade. Aus den entlegeniten (legenden Deutschlands kmnmen zu düsen Tagungen Beteiligte und Vertreter zusammen. Es lvird sich nickst immer bel-auvten lassim, baß di? Bcratungen so dringend und un- auilchiebbar leien. Vieles I>at Zeit, bis die Eisenbahnen nicht mehr in |o hohem Grade für Krieg und Kriegswirtsckiaft angespannt sind. B^'bnders dürfte dies für alle Versmninlungen gelten, die über -Maßnahmen beraten, die im Frieden zur Ausführung kommen lollen. Wenn os einnral so weit ist, dann bietet die Zeü der Ueber- gangswrrtsck-aft ausreick-end Gelegenst zur Vorbereitung und Slb- haltung der umfangveickKen und wichtigstr-n Tagungen. Was sollen r. B. letzt Vecatuirgen über künftige Berkehrsverbindungen, da man noch mcht w.iß, nelche Beöürjniffe sich im einzelnen zii.-rn werden. Tre Anforderungen treten da auch nicht plötzlich Ku-age. londern allmählick). Weitreichende Weltpläne zu berat,n. hat jetzt lveiriger Zweck, da man noch nicht weiß, wie sich die Beziehungen von Volk zu Volk gestalten werden. c , ^ Gleßener Lazarett-Zeitung, Nr. 23 archäll fol gende ^Beiträge: Ehromk: Tie andere Pfl üht. von San-U nte - ofiizier >Letler. Hugidev, von Viktor von Schef'el Sakp tersa xt* und Lustaieer, von Dr. F. Gugetimurn. Die Krre,,soe- IchadlgteuNiriorge im Reichstag. Tie Rentenlosen. Kleine Mittei- luu6«n-^.^rrarettberatung. Die Gießener Beilage enthält ein Gedicht zmn Geburtstag Hindenbur^. Kriegsverwüstuagen von Beruh. Strecker. Die kolo-niale Zukmrst — ein deutsches BviL> ziel, von E. Zimmermann. BenvundetemmtsrricU. n - find wieder geöffnet. Im ^lhaus, BaRllwffttaße 34 wird von h-ute biö ein. ' nachmittags von 3 bis 5 llhr, abends von 12 *? .Ufo —De ^ürstm von Bevrnisr^. du Lied von narb Serben. Me Bergüichigungen fitst, aufgehoben. hcater, Seltersweg 81, bietet in lagirch zwei Vorstellungen ein gänzlich neues SchäagerprogrLmm. Landkreis Gießen. - Lindenstruth, 29. Okt. 1918. Der Kanonier ,Ludwig Sehrt, welck^r feit Kriegsbeginn im Felde strlst, erhielt mitt auch, nmljdem er mtt dem- Kriegs-Ehrenzeichen, der Hess. Tapfer Kttsmedallle, dem G fernen Kveu- ID Klasse ausgezeichnet war, das Eiserne Kreuz I. Klasse. s . N Lumda, 30. Okt Unteroffizier Rudolf Keller, Sohn hresrgen Lehver-s, ist smt dem 7. Sepwncher d. I. vermißt. Heute erhrelteir ferne Angehörigen von chm die Mitteillms. daß er ich unverwunder in französischer Gefangenschaft befindet. — Tie Grippe brertet sich Istewrts immer mehr aus: in manchen Hausern liegen sämtückst Personen an ihr erkrankt darnieder S t e r n h e i m b. Hirngen, 29. Okt. Das Eiserne Kreuz 1. Kl. erhielten der zum Bitzewachtnreister beförderte' Sergärrü lötta (immer, bei dnex Fuß-Ärt.-Mun.-Kolonne, sowie der Offv- zrerstellverweter Kart H v s m a n n, beim Tragoner-Regt. Nr. 6. Der als erster von hier mit diesem Ebrenzeick-en ausgezeichnktü Sergeant W. Kopf wird seit 20. August vermißt. Aus englischer schna« der Füselier Ludwig Dietz. Sanitätsu chldat Martin R o 1 h und Londsturmrekrut WUH. H o f m a n n IV. Dragoner Gustav Keil und Schütze Ferdinand Schmidt erwarben srch das Eiserne Kreuz 2. Kaffe. ÄfW^vo^rmehmM ' ^ ^twendige Umbildung ohne unnötige \ PrÄwent nyjft darauf bin, da^ das eigentlich nickst zrcr Geschäfts Sitzungsbericht. 67. Sitzung vom 29. Oktober 1918. ffe g *6 W 0 öfftnttiche Tribüne stbersullt, auch, die besondere Tnburve rst gut besetzt Ta vorder S ^ des Mrsschusses jibc Berfasfungsfrageu ftottB, erst nur 11 Uhr eröffnet. Am Regierungs tisch find dle MiTnster anwesend. Das Haus ist sehr gut besetzt Präsident Köhler: An der ~ ^ ] ortnneng gehöre. Abg. Bär (Äbd.) regt Mi, den Sammlern rwchr Gelegenheit zum Oelschlagen zu verschaffen. Die Sitzung wird um 1 /»1 Uhr geschlossen und daS Hm^ bis zmn Mittwoch den 6. November vertagt. Arrs Stadt und Land. Gießen, den 30 .Oktober 1918 . ** Amtliche Personalna chrich te n. Der Groß- »um Vortrag: den Vorstand des Kabinetts, ® 11 ?' ^ Rat v. Römheld. den Geh. Legalionsrat Dr. 'Maiivent Köhler: In der Schicksalsstirnde des deutschen ^ ^ . - ___ _ Vaterlandes sust) wff zusammengc-treben. Wir alle sind der scksweren r tf Kra tzer: außerdem den Mtt uns ruhenden Verantwortung' wohl bewußt. Lassen Sie nnch Sberbürgernierster Dr. Glässrng und den Haupttnann von nicht btefe Worbe nwcherl. Nicht Worte braucht die eifere ^I ^ € ^ern-Crispendorf. ^ Ö9e bald ein Frieden, der mit derHhre"imdI ** Vom Hofe. Ter Großherzog und die Großher- i i^ unseneii ertrag ich ist, beschiedeu sein. In ^nebst Gefolge besichtigten am 25. Oktober in Mainz die r^^\ enge!1Xn bs-i'Ernde sind wir durckn die Vorgänge der I ^kwiven von Gehr. Gastell, Werner & Merz mrd Dpckerhvff, sowie ST ^d.^agen gestellt, denen wir mit ^ ^^btische Botkskiiche im P.^rge. Nach den Besielstigung^l stie- Ruhe, Msonneutzeit mch Zuveri'ickst gegenübertreten müssen. Wir Herrschasten bei denn ProvinHiaidivekttw Heilandes u^^uchere^Vol^s^ lassen vom Wvhle unseres \ gingen daselbst^dsn Gouveriwur Generalleutnant Bausch mit Gematstm, den Oberbürgermeister Dr. Abg. Tr. Stephan (natllb.) berichtet als Vorsitzender des ^telmann nebst Gemahlin, Frau Geh. Rat Strecker, Frau Nägeü Verfaffungsausschusses über die Geschichte dieses Aljusschusses bm f^^^Elern Lippolt. Tie Rückkehr wich Woffsgarten erfolgte um Nimri Sn/) Z CYl t I. 11^ " . . .— . ." L I h 11 hfl* fcw* M-! allgmemen Antrag« Reh Md Ulrich auf anibfnmg der ff ist Tr verliest sodmm di« Erklärung ^^^a^lg«nschaftg«schri«ben Herrn Ltaatsminrsters v. Ewald m ter Ausschirßsitmng vom 2ff oi 4 ilntMsstzter Earl B Oktober. Dieff Regierimgserklärmvg habe den vom 26. veranlaßt. 24. 8. 18 vermißt ist. raun, J.-R. 116, 4. Komp., der seit fvrtzusetzen, sondern bei dein anwesenden . L U. Kunstwissenschaftliche Vorlesungen an Präsidenten der Zweiten Kammer die sofortige Emberufting der °^ # ". . ^ -- " Vollver,amml.ung zu beantragen. der Lnnd«suniv«rsit-it. Ta Vvafrssor L-amann durch - y - - u --- Krankheit wetterten veckhentert ist, wird vo.aussickstlstb Geb Re- , Schriftführer Abg. Raab vertieft sodcrmr die Anträge RehI stierungsrat Prvf. Dr. Kautzsch von der Iftstversität Frmckstut "uf Abänderung der Lerfassm>«S,frtimLc ^ lauseichen WE rEeinrf« eme 1- bis Ötabiy mrd des Wahlrechtsgesetzes. Dr- (Ztr.) stellt den Antrag, das Haus auf 6 ■ ^12?^ ** vertasen damit die Fraktionen sich über die Negierungserttarungen urrd hie Anträge Reh und Henrich, den und gegebenenfalls auch Nebungen vevccnsbrlteri. Zur Fest- v..ll^.Wnter^i wird TonarerStag den 31. Oktober abends 6 Uhr pünktlich rm Hörsval 2 eine Bespreckstiirg slutlfinöen. sowie die,noch ftir heitte in Aussicht stehendeir Anträge der sozial- demokrattichcn Fraktion beraten kistmten. Präsident Köhler schlagt vor, doch die heutige Tagesordnung zu erledigen. ^ ** T i e Zins scheine der 5o/oigen NeichskrievS - anl^lien d^ am 2. Januar 1919 Mig werten, sind nach der BeVanntnmchlMg des ReuhMntzlers vom 22. Oktober 1918 b)s dahm zu ihrem Nennivert gesetzliches Zal-lungSmittrl Säntt- ^5^« in- Abss. Ulrich (Sl^, stimmt m, baß di« BerfassnnMr-n,« «lcvemcin als ZaUmiasmittr/'»!. Zm Ji,«Dresse d«s öitentliL>-n 8 Tage vertagt würden WW nüurrtrfträ rw __ dLber arte Verschleppung dürft nicht ZMungsve^hrs liegt es daß dre Besitzer tem A^echestückeu mte äantrtagä) würde sich ohne balddie om 2. ^anuar i*)19 fälligen Zinsffherm als Zablungs- n^^ lgen H d>mkt 3 lLeuerungszutagen» könne 'Mittel bei ErnzaAungen ufw. an hen Postzsäroltern verwenden M-an die Erklärung des Finanzininisteriums entg^ennehnml. ^l!bg. Dr. Osann (nat.) ist gleichfalls dafür, Punkt 1 um ** Eisen bahne in schränkung. Wegen der zahlreichen 8 Tag. zu vertagen Mm kt 2 und ßnrft 3 sofort m faabfÄ 1 .tcicn tm ^utteresse der Bemnttmschait. Tie stiegierimg teal»- und die fltahrungsmitielversorgnng ter Bevölkeruno tin- x> e it r^i» <,i0rtlflC dlMilaaszahlu,7ig ad bie eot, OTnero«*fem*n MUitär -amb sollen fu+oxt M(JW Ä ^«s»rdm°N, « fei ein Um eine tett, der nW ÄSTfe toram9t fc ' he eWfm I das De in,a«nd st «ersucht, alle nid» nicht ümbchingt Iwtigcn Reisen zu^uriterlgffen, da cmdecnsialls noch ein Kreis Büvinaen. , . * N'ddo, SS. Okt. Vizefeldwebel Otto Schwödel, Ine- Hader des Eisernen Kreuzes und der Scssischen Tasserkeitsmodaille. wurde zum Lenttmut d R. befördert. Die Rote Krensmü>mlls T Klasse echielt der Vorsitzende des Zweigveveins vom Roten Kreuz Oberst z. D. Mermer. -- Leidhecken. Das Eiftrrre Kreuz.erhalt der >Gefreide Ottv Rhein fürth, Sohn des Pfarrers Heinrich Rheinfurch. , £ ^rtenberg, 29. Oll. Der seit gestern stattfftckente f a 1 urachtr zunächst fernem Namen alle Ehre. Er i f ^ f® 3 *#.™ 1 ' baß die Marllbesncher am frlchen Morgen arventttch kalte Burger bekamen. Später machte aber die Kälte reund-irchem Sonnenschein und schönem Wetter Platz. Der gestrige Zferdemarll war besser als einer der letzten Jahve. Da aucki die -ftetft T. erheblich niedriger waren als in letzter Zeit, entwickeltet tch bald ein lebhaftes Geschäft. Der heutige Rbcdviehnmrll war schlecht, dagegeii der Schweinemarll etwas besser beschickt. Die Prrifti waren immer noch sehr l>och, trotzdem wirr das Geschäft infolge der großen Nachfrage rege. — Der Krammvrll, der noch bis morgen dauert, brachte bei der Knappl-eit ter Arritel nur wenig Buten und Ware Hoffentlich ist dies endlich der letzte Kriegsmarll gewesen. —t Tte hiesige Bezirkssparkasse zeichnete zur 9. .Kriegsanlahe für sich und ihre Einleger bis jetzt 800000 Mark. — Ms vermißt gemeldet wurde Hermann Frech, Sohn des Bäckers Frech dahier^ Sem Brüter Heinrich ist bereits seit 1914 vermißt. 4- Aus dem Niddertal, 30. Okt. Mgemem Wirrte hier öan den Jägern über ein schlechtes Jagdergebnis gellchft, besonders fällt der schlechte Hasenbestand auf. Mau schreibt dies dem lleberhaudn-ehmen des. Rm^willtes,. besonders ter Fück-fe, zu, von tene n von einem einzigen Jäger bei einein Jagdgmig oft rnehrere auf einmal gesehen und teilweise auch geschossen toerden. — Auch ssiv großer Wildkater wurde u«Mch beobachtet, ohsie leider zur Strecke gebracht werten zu können. Kreis Schotten. O Gedern, 29. Oll. Hermann Dr ehk, Gesrefter in einer Maschinengewehr-Scharffchützen-Abteilung, Inhalier des Eisernen .Kreuzes zweiter Klasse!und der Hessisck-eu Tapferkeitsmedaille, ge- net in englische Gefangenschaft. ^ Bei ter durch den Zweigverem dos Alice -Frauen-Bereins vorgenommeuen Sammldmg für Deutschlands Spende für SäugKugs- und .Aeinkinderschutz gingen 138,50 Mk. ein. —i Einen schweren Schicksals schlag erlebte ter Kaufmann Meier Lorsch Nachdem er im vorigen Jahve seinen ältesten Sohn, der in den Höchster Farblocrken verunglückt war, verloren hatte, verstarb vor kurzem sein zweiter und letzter L201-N sti einem Frankfurter Lazarett an den Folgen einer im Felde erhaltenen Gasvergiftung. Kreis Frledberg. bit*. Bad-Nauheim, 29. Oft. TienStng tert 29. Olloter, nachm itiags b l / % Uhr, findet eine öffentliche Sitztmg ter Stadtverordneten mit nackchehenter Tages.' dnnng Estatt: Mitteilungen. Gesellschaft zur Förderung des Ober- hessischen Handwerks und Kunstgewerbes. Erhöhung der Hunten steuer. Genehntigung ter Pachtversteigerrmg. Gesuche wegen Ge» ländeverpachttttw. -st-Fr i e d be rg, 29. Okt. Fürs Vaterland starb der Grenadier Wilhelm Leißner. — Dorhe i m. Züw Leutnant d. R besörtett wurde ter Vizeseldwebel Ernst Papst im Jns.-Regt. 115. Kreis Wetzlar. mr. Franffurt a. M., 29. Oft. Das neue städtische Notgeld gelangte heute zur Auögate. Tie Noten zu 5 Mf. sind blau, die zu 10 Mf. graugrün und die zu 20 Mk. braun Tie Noten zeigen auf ter einen Seite den Frankfurter Adler mit Ber- äjenmpcn, auf ter Rückseite ist der entbrechende Tert ausgedruckt Tte Scheine sollen vorerst bis 1. Februar 1919 in Umlauf ge^ halten werten. — Dir f . ...„ ri p Pe hat hrer ihren Holievunll über- schntten Tte Stertefalle, dre Ende der vorigen Wvchr auf über 70 tagllch angewachsen waren, srulln beständig imd haben schon nahezu ten normalen Stqnd erreicht. Hessen-Nassau. *y- Tr^^^^urt a. M., 28 . Oft. Tie Stadt verlieh tem Cäcrlten-Bevem zu fernem hunderffährigen Bestehen in ehrenden Anerkennung seiner großen Verdienste um das nrnsifalisckt-ckünst- lerrsche Leben Frankfurts die städtische Plakette in Silber und überreichte ihm eine I.ub il äu msgäbe von 5000 Mf., die zur Bcschassung eirres Konzertflügels Verwendung sjnd sind in cler Musikalienhandlung challier, Telephon Mr ir — — L .. “ Reisende, Hausierer auch Frauen, zum provisions- weisenBerkauf tagt. Bedarfs- artikelS gesucht. 8251 LUsrmem» Eeaniaß, WormS F-dur; Mk. 1.— numeriert *•”'3.-, 2.-, 1. —, sind in der Musikalienhandlung Ernst Nr. 671, und abends an der Kasse zu haben. Studentenkarten nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. 8184c Ueberschuß für Kriegswohlfahrtszwecke. Gießener Hochschulgesellschaft. Einladung zur Vortragsreihe über Auslandskunde 8. Dortrag: Interessenvertretungen des deutschen Kaufmanns im Auslande Dr. W. Zeidler, Syndikus der Handelskammer Donnerstag den 31. Oktober 1918, abends 8*/, Uhr, im großen Hörsaal des Dorlesungs» gebäudes der Universität Gießen im Oktober 1918. Der Vorstand Grünewald, Iust'zrat Behaghel, Geheimerat erfahrner Scjilfe für Anwaltskanzlei auf fo- fort gesucht. SchriftL Ang. um. 8147 an den Gieh. Anz. AWk, «L Fr« zur AuSbilfe oder für dauernd gesucht 8233 _Marktplatz 21. fl. Stiiista für Küche und Hausarbeit au sofort oder später gesucht. Frau M. Habeuicht, Wett Anlage 32. (Miß Dreher und Hilssdreher 7962 gesucht. Göbel & Appel. Schlaffer und Hilfsschlosser 7874 gesucht. Göhel & Appel. Schlosser Arbeiter und Arbeiterinnen werden eingestellt 06414 8. Schön & Co. _Ltebigftr. 65. Ein solides, tüchtiges Allein Mädchen wird n. Ottenbach für einen kU seinen Haushalt (2 Pers.) gesucht. Borzustell. b. krau Wv». ßefcott, Bahnhof- ftrahe27II, Ecke Wolken^ t.Arbcitsng!liiijkis. W-AnlM31, T el. 2651. 8261, öernanöter Budjljalter (auch Kriegsbeschädigter) für doppelte Buchführung von angesehenem, kriegswichtigem Geschäftshaus in Gießen zu möglichst baldigem Eintritt gesucht. Schriftliche Angebote mit genauen Angaben über seitherige Tätigkeit, Militär« Verhältnisse, Gehaltsforderung und Eintrittszett unter 8219 au den Gießeuer Anzeiger erbeten. ZllvtrlSsßztS Mchen für Küche und etwas Haus arbeit, auch vom Lande, zu alsbald in Dauerstellung gesucht. 8245 Fraa BnefcrtrHekerelbesilzer Laag«, Nahrungsberg 8. Lehrmädchen s.uns.Bureau gesucht. Kosten!. Erlernung von Maschinen schreiben und Stenographie Franz Vogt St Eo.. Goethestrage 32. Maschinen- u. Elektro Ingenieur sucht Beschäftigung. Angeb. unter 662W an denGieff. Anz. ^unger Manu, milttärsrei, welcher die Handelsschule mit Erfolg besucht hat, sucht Stellung als Buchbalteroder Kontorist. Schriftl. Angeb. u. 06379 an den Gieh. Anz Verscliipilnins Hausschlachtuusen und Räuchern wird prompt be sorgt. 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November, tägNchabendS 7»/, Ubr Gala- Elite-Vorstellung Sam Stag, 2.Novemd Lxii-a- 1 Vorstellungen Nachmittags 3'/, Ubr l zu kleinen Preisen Erwachsene Kinder Loge 4 — Parkett 3.48 Sperrs.num.2.80 „ unnum.2.20 1. Platz 1.80 2. „ 1.40 3. - 1. 2. 1.70 1.40 1.10 -.90 -.70 —.50 Bei mir steht zum Verkauf. elu gut erdLlkeser Laekertk mit Untergestell. 06448 LL elk S r'rss. Seltersweg 2 Eine Anzahl Hanfstrirke 15 Ztm. laug, 1 Ztm. dick, zu verkaufen SeltcrSweg 39. 06420] Spiel Kaufladen, Kino und Postwagen mit Pferdchen zu verkaufen West-Anl age 46, 3 Tr. Metzers Konv.-Lexikon, 22 Bände, 6. Auslage, Plaken, 3 Bünde, beides neu, sowie gebraucnter Vogelkäfrg zu verkaufen. N'ähercS in der Geschäftsstelle d. G. A. l 8,9 ‘ !a. Düngekalk jetzt besteZeit z. Verwendung C, ItilbRanien. Fernspr. 259. Galerie —L0l —.25 mit dem vollständig ungekürzten prächtigen Abendprogramm. - Zu den Nachm.-Vor stellungen zahl. Militär und Kinder unter 12 Jahren halbe Preise. Billetts zu den 9iach mittags - Vorstellungen sind nur an der Zirkus- kaffe zu haben. Dieselbe ist geöffnet täglich von 11—1 Uhr vormittags u. 1 Stunde vor Begn jeder Vorstellung. Abends 7»/, Ubr SplM- Vorstrllimgen (volle Preiset. Smintflü d. I Üloj. 2 große Fest- Vorstellungen Vorverkauf: Zigarren- geschäsi Petersen, Marktplatz 15. gs B ’.lt Sf Ein überzähliger MschlKchHmjr 827S zu veriausen Setonbaugesellscbast Liebisftraße lH V Nr. 255 Zweites Blatt Gieheirer Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) MittWsch. 3S. Gktsber (9(3 Bas vaterländische Gebot der Stunde. Gießen, den 29. Oktober 1918. Ter Dolksbund für Freiheit und Valetland hielt gestern abend im Saale des Fickstret Hofes eine Versammlung ab, die sehr eitlen Besuch aufw-ies und trotz der stnckk von einander a&iwicfyeiv den StandpunAe der Diskussion srrdnre und der Anwesenden einen ruhigen und guten Verlauf au firnes. Professor Michel der Vorsitzretta der Ortsgruppe Gießen des Bundes, reöffmte die Versammlung und begrüßte die Erschienenen mit dem Hiu- weis aus die schwere Schicksals stunde und sprach sodann über die Bestrebungen des Volösbundes nnd seine Stellung zur gegenwärtigen Loge. Er ging aus von der bekannten Rrechstagsrettschließung mid der Agitation dagegen, die zum Sturze von Bethtnann- Holliveg gefuhut habe. Er berührte die Entstehung der Vatrelands- portei, durch die Zank und Zitaetracht ins deutsche Volk hinein- getragen worden sei, die dicrch ihre annerimtistisctan Forderungen das deutsch Volk als erobermrMüstern auch bei den Neutralen verhaßt gemacht und Mn den Verdacht der Dvptalzüngigkeit eingetragen habe. Dazu Hobe noch im Innern die Reaktion eingesetzt. Ta sei der Bolksbund für Freiheit und Vaterland entstanden; seine Gründung sei zeitgemäß nud nottoendig gewesen. Er habe sich auf den Boden der Neichstagsreiolutwn gestellt und sei für die Wiederau frichturrg errvev friedlichen Kultur- gemein säost .dar Völker auf dem Gckrnd des Rechts rmd der Sittlichkeit ein getreten. Ferner sei er ciugetreten für ein freies Volk in einem freien Lande. Demzufolge für das gleiche Wahlrecht in Preußen und eine auf das Vextr-aurer des Volkes gegründete, in enger Verbindung mit dem Reichstag stehende Regierung. Ein Teil der Forderungen des Bundes sei erfüllt, das preußische Wahlrecht sei gesichelt, die Volks osgierung gekommen und der ^BoM- bund habe beschlossen, diese Negierung zu unterstützen. 'Schwer und sorgenvoll sei die äußere Lage. Unsere Truppen und auch die Heimat hätten alles getan, Deutschlaich gegen eine ganze Welt zu verteidigen. Ter Umschwung sei eingetreten durch Luden- tarffs Rat 3 um Woffenstill stnntaangebot. Wie die Bedingurtgen lauten würden, wüßten nur nicfyt. Die Lage sei ernst, aber nicht verzsveiselt. Sie werde erst ernst, weint wir an uns selbst verzweifelten. Das werden wir aber nicht roch brauchen wir nicht. Aber wir müßten uns fingen nach den Forderungen, die das Vaterland an uns stelle im*} darüber solle heute abend gesprochn werden. Was aber gesagt werde, möge dazu dienen, in uns den Entschluß zu kräftigen: Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, m keiner Not uns warnen noch Gefahr. Hierauf ergriff der Haxtztockmer des Abends, Pros. v. Dr. Bousfet: das Wort imd führte etwa folgendes aus: In des Vaterlcutdes dunkelsten Stunden sind wir versammelt und wollen uns fragen: Was ist unsere Pflicht im gegenwärtigen Augenblick? Tie La«: ist bereits gekennzeichnet. Wrr stechen im Begriff, die Waffenstillstandsbedingungen unserer Feinde anzu- rvrbmen. Sie werden bart sein. Wir haben den Ausblick, daß sich Friedensbcdingungen der an aicknüpTret werden. Wir müssen darmif halten, daß Waffenstillstand und Frieden miteinander verbunden sein werden. Im übrigen haben wir die Lage so anzunehmen, wie sie ift. Wenn nicht alles verloren gehen soll, müssen wir aber die Einheitsfront im Innern aufrichten. Wir dürfen keine Parolen und Schlagworte anssieben, die bisher immer geschadet haben: wir haben nur eine Pflicht, uns geschloffen hinter die Regierung zu stellen. Tie Demokratie muß sich durch Disziplin, Zucht und Ordnung bewähren. Roch treiben bankerotte Desperado Politiker ihr Unwesen und versuchen offen oder versteckt den Männern an der Spitze Schvireigkecken zu nmchen, und behaupten, die SchaLd an der Schwierigkeit der fetzigen Lage trügen der Reichstag und seine RewlurioTven. Das Vorgehen der Leute ist gefährlich. (Als Beispiel dafür führte der Redner Vorgänge und Vreöffrertlichtmgen der letzten Tage an. die der Rücktritt Ludendorffs im Gefolge batte.) Derartiges Vorgehen schadet ebenso sehr, wie überhitztes Pathos. Tie Schlagworte von der „Ehre des deutschen Volkes", ,.kein ehrloser Friä«", „keinen Fußbreit deutschen Bodens abtreten", klingen gut, haben aber viel geschadet und können nicht mehr nützen, denn durch die 14 Punkte Wilsons sind Gebietsabtretungen in Aussicht genommen. Unsinnig ist das Wort: Schämt euch vor Frankreich, das vier Jahre den Krieg im eigenen Lande ertragen. Frankreich stand im Bunde mit der ganzen Welt. Uusiuuig ist der Hinweis auf 1813. wo die Verhältnis^ ganz anders lagen. Unsinnig ist auch der Ruf nach einem General Bork, da kein Rußland wie damals hinter uns steht. Das ist keine Miesmacherei, sondern deutsche Gründlichkeit. Einen Frieden icm geben Preis können wir auch retzt noch nicht schließen, das ist Mich der Standpunkt der Sozialdemokratie und der Unabhängigen. Es ^gibt eine Grenze des Erträglichen, au die wir hoffentlich .nicht .hreangefühck werden. Wilson trauen ltar nicht ganz, aber Wilson ist ein kluger Staatsntann, der sich nicht England ausliefern will, indem er uns machtlos macht. Unsere nationale Einheit zu zerschmettern, ist eine Forderung, die wir nicht annehmen können. Interessant ist. daß der „Temps" die deutsche Sozialdemokratie als das festeste Bolltverk dieser Einheit ansieht. Wir müssen auch unsere Schüldrellast tragen, das ist mrsere Ehre. Ein Staat, der bankerott macht wie die Bolschewiki, gibt seine nationale Ehre preis und liefert sich dadurch der Einmischung aller Mächte aus. Unannehmlxlre Forderuitgen sind auch der Ausschluß Deutschlands .von der Rohstoffversorgung und der Eintritt Deutschlands in den ^Völkerbund irnter entehrenden Bedingungen. In Deutschlands dunkelsten Tagen wollen wir aufrecht, standhaft, einig und geschlossen Umstehen. Deshalb müssen wir uns auf die Pfeiler unserer Kraft .^besinnen, die stehengeblieben sind. Ein solcher Pfeiler ist die nationale Einheit. Zentrifugale Kräfte haben sich gezeigt und ivretan .Noch auftveten, aber die deutsche Einheit wird bestehen bleiben, weil sie in der Hauptmsaife des tatrtschjen Volkes verankert ist. Die deutsche Arbeiterschaft ist eine ihrer Hauptstützen, da sie mit dem 'Reiche groß geworden ist urrd ihm ihre Stellung oretamll. .Hochschule und akademische Jugend stellen sich stolz neben die deutsche Arbeiterschaft- Aber Mich die anderen- Stände und nicht .zuletzt die Bauernschaft müssen gewonnen werden. Weiter batten ivir auf die deutsche Einheit. Diese erscheint weniger sicher, weil die Stimmung immer wieder zerrissen wird. Dennoch sind auch hier Fortschritte zu sehen. Sie^ hat im ganzen letzten Jahrhundert nicht Sinter gutem Stern gestanden. Siegreich ist nur der Gedanke der Landwehr und des Volksheeres gewesen. Es fehlte die vresprmhene deutsche Verfassung. Die Folge war das System des Obrigkeits- ßöaabes und des Militarismus, die jetzt eilten ungeheuren Sturz erlebtem Im weiteren verfolgte der Redner die geschichtliche Entwicklung des Einheitsgedankens bis auf unsere Zeit. Der größte Fehler war nach seiner Ansicht, daß die Brücke von der deutschen Arbeiterschaft zum deutschen Vaterlande nicht gefunden wurde. Die deutsche Sozialdemokratie war nie vaterlandsseindlich. Das zeigte auco die Budgetbewilligung zu Anfang des Krieges. Später lastete wieder der alte Truck. Bethmann Hollweg hatte als kluger Staatsmann Sftrn und Ernst für die Schivierigkeit der Lage. Ihm hat nur bar Energie gefehlt. Jh.n standen als Gvwnspieler Tirpitz Wnd de,sen Nachläufer gegenüber, denen es an politischem Urteil n , f*. -"r verhängnisvolle Fehler .des unbeschränkten, U-Bvot-Krieges und rn dessen Gefolge der bitterböse Schein taut- schre Unehrltchkeit. Erst der tragische Sturz des Systems hat der deutschen Arbeiterschaft den Weg Arm Staate freigegeben. Eine dwtickre Varianrentarische Einchck hat sich gebildet, die Gnttckvidim» und Frieden ist der Befugnis eines einzelnen entzogen der Reichskanzler ist der Volksvertretung verantwortlich. Wir wisse:! ob uns noch ein letzter Kampf bevorsteht, aber hoffend und Wl --■* U1 - das . sich am&Gsn hat Deutschland nach äußerem Fall .^uiuircn erlebt. In d«eser Hoffnung gehen mir hinein, r die schEret stunden der Zukunft. Wir werden bestehen bleiben ^i'/' ^/niheitckch^ deutsche Volk, zu dem auch die Deutsch-Oesckr- reicher heruocrslrcb-en. Ein bedrohliches Rußland wird nicht mehr erstehen. Das tauHche Volk, tarS noch seine ganze Zukunft vor sich hat., h»at auch die Kraft, aus Träumern wieder neu auf»ue bauen. Wir wagen es, an den beginnenden Aufbau zu denken urtd uns so unserer Väter von 1813 würdig zu zeigen, Ungeheure Aufgaben harren rmser nach dem Kriege. So die Verzinsung unserer Zbriegsschmlden, die durch Etttschtdchungrn verrnehrt werden. Die Vermntarungi der Militärlast wird durch die Renten ausgebraucht' werden. Der Kriegsgewiun muß eingezogen werden. Wir müssen mit 2—3fack)er StÄSrlast, mit Staat Ätrorcopolen. Erbsch.tftssteuer ufw. rechnen. WcitM Ajufgaben sind die allmählich Uebersüyruicg der Kriegswirtscl?aft in ^ordnete Friedensverhältnisse, die Herstellung von Handel und Industrie, Schaffung untre Wohnungen, Regelung der Einfuhr, der Svaatsfinanzen ufw. Da gilt es, jetzt fchwn die edelsten Kräfte, und zlvar sittlich reine Kräfte, aufzurufen, Sclmldige sollen zlvar gestraft, aber Zorn und Haß eingcdämmt werden. Zivisckzan Schicksal und Schicks ist schwer zu untersckzeioen und viele siindigen aus Liebe zum Vaterlaude. 2lufflamvren muß der Geist der Selbstkritik, der Disziplin und klaren ErkennMis. Menschen von reinen und kräftigm Grsirrnungen müssen sich zusammen- schlieyen mid alle müssen helfen, das Vaterland wieder ireu aufzu- bairen. Fluch dem, der dem Rufe nicht folgen will. Ans Werk in deutsäzer Treue, in deutscher Mann hastig keck. ^Uns Werk. Redakteur Bette rs: Erfreulicherweise sck^eiick die Beteiligirng der Bevölkerung an den politischen BvrgLrgvr stärker geworden zu feilt. Daß sie das früher nictit tat. ivar der Grmü>, daß euZe geringe Oberschicht das Heft in der Hand behielt. Die Svziakxnrodvatische Partei hat immer daraus hmgewieseu, was den Deutschen not tut, sie hat stets aus die Gefahren des Militärisrnus^ und KMtalrsmus hinge- wiesen. Hoffentlich lernt das Volk jetzt denken und wird mcktun bei den Wahilen und.Gelegeuheiiien, luo es seine Wünsche kundtun kamt. Die,Gejiahr l«yt yteü$c. besji das Reich in den Abgrund gestürzt wird. Die Svjstakdemo««tisthe Par te i wird alles versuchen, dies zu verhindert. Wenn Krr nattvnccken VerteLkigung auf- gerufen nürd, kann dckS .zu keine?» guÄen Ende führen. Selbst barte Bedingung^ müssen daher angenominen werden, denn sonst können noch schlimnveve T«tge bevorsvchen. Im Jmmrn ist viel g-chessert lvvrden. Zumal ist die Abschaffung des Militävabsolutis- mns zu begrüßen und die MVgkrchAeit, ein Voll von 70 Millionten durch den Willen eines eck^Lnen in i>at Krieg zu schicken. Bei diesem Kriege trifft die Völler frhvc Schtckd, sondern rarr kapitalistische Krü-gstreiber. Ter Mttcher hst das Volk sckZrndlich ausge- beutet. Eine Errirnqrwstsjjaft Ast bit Vearnttvortung des Neichs- Lrnzlers dem Reick'Klcvg? sj«gen!Über und die Mvschafstmg der Geheimdiplomatie. Das Errrickpe i»st mchc unterstlrätzen, wenn auch die Forderungen der Part« weiterge^». lieber das Erreichte muß dem Volke AstifLärung werden, da stacrtsbürgerlick^ Erziehung noch lännt getrieben wird. Z'vnal die Volksschule ist in dieser Be-iehumg uoch Uefntütwrlich behicmdekt. Es dut auch Llufttärung darüber not, daß die BeokbNnäre dem Volk seine Reckte vneder rtehmen wollen. Er fmd nicht wenige Briest in den lebten Tagen brummt gtchorberr.^über die man ^wit eävm QächcLu hinweggehen vaim, die aber im au^Mde^lich »esch^-et haben. Ein Beweis, wie sttzc uuü» Kv!pÄ«iis7»«s Schuld a*t trvwe ton oat, die T«tssche, daß rm^rXm Jan Disposition gestelltst GenerWe von der Rü-^mg^indnstrst Gehälttr bezvgm. Sollten Krirgstreibern darf das deutsche Voll nicht mehr nusgrliefert sten. Es darf med,\ nicht mehr du.rch tärischeiÜL Hinweise auf fsiEckhe KrieOsaSfdchchen »eramlsßt 'werden' einen roaktivnären Reichödag zu wichen. D« übengroße Rüstung des Deutschen Reiches hat xrrr Lrtastrorch? geführt, DaS deutsche BE ist von obenher»»Ler durch die Poessts betwgen ^ewdnn. ^ie Zinsschuld der KrstgÄa^en ivird fsWLch 3-^3 Mckt«reden erfordern. M»s den G«ch»g des Ernmgenen zur Tat schrecken. Es müssen nicht mrr freihecktiche Srnrichtmtgen getroffen werden, wir müssen auch dafür Sorge tragen, daß jeder ein menschenwürdiges Dasein führen kann. Unter ZurückstelliLtg des Ggoisnntö der Einzelnen muß Ehr m sozialer Bevvchkrng getan werden. He s se n ist auch kein Mustersänt>chen. Tie agrarisch-ckänservaftve Mehrheit, das Zweikamme rsystsn, das Marale Wahlrecht müssen beseitigt und kürzere WQblPerkdsn müssen eingch'chrt werden. Ebcmso erforderlich ist das Foevrw«chlrecht, selbst auf bst Gefahr bin, daß sich die Sozialdemokratie stblechi-er däbei ste^. Ml dies kann aber nur geschehen, wenn der Eirzelne sich volckisch betätigt und sich einer Partei anschtaeßt. Hierbei o traten die Partikularisten auf die Sacke des Parla- meutarrsmus, damit Preußen durch das Reich und nicht das Reich duA Preußen regiert Ter Reichstag hat Preußen die Wahl- recht^resyrrn aufgezwungen« Konflikts stioffe wurden dadurch aus- gefcholtet, Mr ReickMag gckivann mehr Einfluß auf den Reick)s- vanzlre. Oeute sind in den höcknsteu Reichsstellen vorwiegend Süddeutsche. Daher schien die chrretsstschetr Konservativen die Umwand uugren habrer ihr föderalistisches Hrez entdeckt and loretank Partirul. ktrckilrchret zittere,,en gegenüber dret öffentlichrer und vrivateit Or^ ^ursatiEtt tar Bolkswohlfahrt vertreten und eine m^rsckti^ ^rstai^gung antahnrei und schließlich, eine Reibe vnn^ylk.ftÄ zreherrschrei Mfgabcn tar evangelrschm Kirche selbströtdig du'rck». fuhrret Tre wtchttge Vorlage tas Kgl. Konsistoriunt/ äb 7 die Bcretnfachung des Synodalapparates — Ausbebnng der Edn -I- ^ubiLmtg einer Evangelischen Stadtsyurta - mib em Antra g ans kirchliche Etngrenrentamg vott fünf zur Bezirtastinvta gehörende Bvroyen wurde ernren A,usschuß zur lwiteren wZ arbet ttng überwies rer. . = «■ M. 28. Oft. Die wemn der Oftipne geschlossrevm Sckmleu beginnen, falls nicht neue Massonrekrantun*-* llnckxckchck^^ na ^ en -VwMitag tan 3. pdoventbre wieder tnck dre» m UM M 5 /'. ; Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Onkel Herr Gustav Eckhardt im 43. Lebensjahre heute morgen 10 Uhr nach kurzem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emilie Eckhardt geh. Diehlmann. Gießen, Ludwigstr. 40, den 29, Oktober 1918. Die Beerdigung findet Freitag mittag in Unter-Schmitten statt I Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass Montag den 28, Oktober, nachm. 6 Uhr, mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Stein nach kurzem schweren Leiden im 60. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Stein geb. Conrad nebst Kindern, Enkeln und allen Angehörigen. Climbach, im Felde, Klein-Linden, Grossen-Buseck, Usenborn, den 28. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 31. Oktober, mittags 2 Uhr, in Climbach statt. Todes-Anzeige. Gestern mittag 12 V, Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden meine herzlich geliebte Frau, unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elise Rabenau geb. Becker im Alter von 60 Jahren. In tiefer Trauer: Heinrich Rabenau Heinrich Rabenau und Kind Minna Wehrum geb. Rabenau Philipp Wehrum. Glessen (Bahnhofstrasse 49), den 30. Oktober 1918. Die Beerdigung findet statt: Freitag den i. Nov., nachm. 2 Uhr vom Portale des Neuen Friedhofes aus. 00453 Todes-Anzeige. Am 29. Oktober verschied nach kurzem Leiden unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Hermann Schneider im Alter von 22 Jahren. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Heinrich Schneider Lokomotivführer. Gießen, (Crednerstrafie 42), 30. Oktober 1918. Die Beerdigung Ludet Freitag nachm. 3»/, Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. t Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, der Geist spricht, datz sie ruhen von ihrer Arbeit, denn ihre Werke folgen ihnen nach. Off. Jo-. 14, N. 13. Tieferschüttert erhielten wir die Nachricht' das; unser lieber Pfiegesohn Max Gonradi Dragover bei« Rest-Rest. 7, 4. Eskadron am 14. Oktober ans dem Schlachtfelde fürs Vaterland gefallen ist. Er hat uns in den 22 Jahren, in denen wir Elternstelle an ihm versehen durften, viel Freude gemacht. Wiedersehen war sein und unser Trost und bleibt es. bis wir uns Wiedersehen. Stehen, den 30. Oktober 1918. F. Herrmana, Stadtmisfionar n. Frau sowie seine Geschwister: Friedrich, im Felde Diesel Heini. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, datz am 28. Oktober, abends 10 Uhr, unser innigstgeliebtes, herzensgutes 51lnd, Schwesterchen und Enkelchen Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem schweren Verluste, der unS betroffen hat. sagen wir hiermit unfern tiefgefühlten Dank. Insbesondere danken wir Herr n Pfarrer Beyrich für die trostreichen Worte am Grabe, der ganzen Gemeinde, allen Freunden und Bekannten, sowie dem Kriegerverein Haffia für daS Grabgeietre, für die meien Kranz- und Vlumenfpendeu und allen denen, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen der ttestrauernden Hinterbliebenen: Hamilie Heinrich Becker. TratS, Münzenberg, den 30. Oktober 1918. 0645? Kohlensparer drgm. für Jeden Herd. Ofen und _ « i eden H f **?: nnd Wascbkesnel gewährleistet eme Ersparnis bis 50 Prozent an Kohlen, Koka od. Briketts. Das Hochbauamt Leipzig te s i^ B ffisp7re? unge " Die Kgl. Eisenbahndirektion Halle a.S. WW -1300 Kohlensparer Im Gebrauch bei vielen Aemtern und Behörden. Solche Beweise sind ausschlaggebend. 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J (Kragen, Vorhemden, Manschetten) ist wieder eingetroffen. fJg ?ödchaus Qafomon_ j ' * f> ~iuesMn 1 / 3cfivi3J/vj3» ^ Wegen der zahlreichen Erkrankungen unter de« Beamten deS Fahrdienstes und zur Bewältigung deS durch die Anforderungen der Heeresverwaltung und die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung zur Zeit stark Vll>t I i v. liA. f - ,.- n _ : - .• ..a Geeichte Dezimalwaagen, „ Kettenwaagen, „ Guh- und Porzellangewichte empfiehlt Karl Schmidt, 06410 Neuenweg 42. Zum Krautschneiden empfiehlt sich 06446 Karl Baum, Rodheimer Str. 41, H. Bitte auöichneiden! sc hVe de n es ' j Gründlicher Mstbeitik-Untnriliit wird erteilt. Schrift!. Angeb. unt. 06415 an den Gtefi. Anz. Zur Vorbereitung zum Eiyiäbrigen Examen suche ich geeigneten Lehrer. Zuschriften unter 06360 an die Geschüflsit. d. Gtefi. Anz. SLrwo!..9^.Rodb.u.Dchlachth. z.v H.Notschild,Bahndosst.64I Gebitz gefunden. Abzull. R von str. H, II. ¥©rtes*e n am Montag mittag brauner lederner gefütterter Herren-Handschulr auf dem Platz vor dem Bahnhof oder in der äufieren Bahnhofshalle. Abzugeben in der Ge- schäst östelle d. Gtefi. Anz. 6H1 Mrnstkinhkilskctte auf d. Wege v. Gieffen nach Allendorf a. d. Lahnverloreu. Gegen Belohnung Ludwig- straste 1V t. Laden abzug. Frankfurt an 1.38 N. Um eine Ueberlastung der noch verbleibenden Züge zu vermeiden, wird wiederholt und auf das dringendste ersucht, alle nicht unbedingt nötigen Meisen zu unterlassen, da andernfalls noch einschneidendere Maßnahmen zur Em- schrankung des Personenverkehrs nicht zu vermeiden find. Je mehr sich das Publikum tu seinen Reisen beschränkt und dadurch mithilft, das durch die Einschränkung erstrebte Ziel zu erreichen, je eher wird es möglich sein, die Be- chrankungen zu mildern oder ganz auszuheben. Ebenso bangt es von der Selbstbeschränkung des Publikums ab, ob die Zahl der zu den einzelnen Zügen zu verausgabenden Fahrkarten von vornherein etn für allemal festgesetzt wird. Jedenfalls wird aber schon jetzt der Verkauf sofort eingestellt und die Bahnsteigsperre geschlossen, sobald eine betriebsgesährliche Uebersetzung zu befurchten ist. Gleichzeitig wird in Ausführung der Allg. AuSsührungshestiin, mungen 5 l2i zu 8 16 der EtsenbahnverkehrSordnung augeordne:, dah die Fahrt am ersten Tage der Geltungsdauer der Fahrkarten angetretcn werden mutz. Hinsichtlich der bereits vor Veröffentlichung dieser Bekanntmachung gelösten Fahrkarten gelten noch die bisherigen Bestimmungen. 82641$ _König liche Eisenbabndirektio n Frankfurt (M.) Batterien lief, prompt in groh. Mengen an Wiederverkäufer tbel Abscüluv für die Wtntermonate Conderrabatt! 8ch!esick> 6- 8ti-SK!ein.LIotIiefei-gnt Frankfurt a.M., Kaiferpiatz 17. 8269 D - I8WM!WW!!Ii!SW!,,!WMl»l!I,TM,I!!!W^ Kapitafsar.lage. Junges Kali-Unternehmen mit den denkbar besten Aussichten nach dem Kriege gibt noch chanccnrefcho Beteiligung in kleinen und größeren Beträgen ab. Gefl. Zuschriften, die vertraulich behandelt werden, unter 8181V a. d. Geschäftsstelle d. Gieß. Anzeigers erbeten. W i ,nv Unerwartet erhielten wir die tief erschütternde Nachricht, dass unser lieber, braver Sohn und Bruder Musketier Heinrich Jung Infanterie-Regiment 119, Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille und des Eisernen Kreuzes II. Kl. nach vierjähriger treuester Pflichterfüllung und viermaliger Verwundung im Alter von 2 5 Jahren gefallen sei. Für die trauernden Hinterbliebenen: Johs. Jung V. Ww. Staufenberg, den 29. Oktober 1918. 8J68 fl ft./- Statt besonderer Anzeige. Fürs Vaterland starb am 7. Oktober bei einem Sturmangriff mein innigstgeliebter, unvergeßlicher, guter Mann, der gute Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, Bruder und Schwager Lehrer Hans Pflanz Leutnant d. Res. und Komp.-Führer im Infanterie-Regt. 152 im 30. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Emilie Pflanz geb. Laux u. Kind Jakob Pflanz u. Familie Familie Heinrich Wilhelm Laux. m Holzheim, Unter-Wegfurth, den 25. Oktober 1918. 0643! Mp Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluss entschlief heute morgen nach kurzem, schwerem Leiden mein heissgeliebter, hoffnungsvoller, einziger Sohn, mein unvergesslicher Bruder, unser lieber Neffe August m M im 12. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Marie Fischer Witwe geb. Wack nebst allen Angehörigen. Ruttershausen, den 29. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 31. Oktober, nachmittags 37 a Uhr, statt. Todes-Anzeige. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die überaus schmerzliche Mitteilung, dass unser unvergesslicher, einziger, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber, guter, einziger Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Carl 06434 Dienstag morgen 3 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere innigstgeliebte Tochter und Schwester Lina Gernandt im Alter von 22 Jahren. In tiefer Trauer: Heuehelheim, Familie Philipp Gernandt den 30. Oktober 1918. und alle Angehörigen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 31. Oktober, mittags 1 Uhr, vom Sterbehause Ernststr. 11 aus statt. 8262 K m v -/. r Gestern nachmittag um 5 Uhr verschied sanft nach kurzem, schwerem Leiden als viertes Opfer unserer Familie binnen 8 Tagen unsere geliebte, treusorgende Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Frau Kante SehäferWw. geb. Hahn im Alter von 70 Jahren. In tiefem Schmerz: Hch. Herzberger und Frau Marie geb. Schäfer Jak. Becker und Frau Anna geb. Schäfer Hch. Schäfer und Frau Marie geb. Heuser Wachtmeister Karl Schäfer und Frau Anna geb. Koos Familie Wilhelm und Karl Hahn und 10 Enkelkinder. Gießen, Annerod, Frankfurt am Main, den 29. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 31. Oktober, nachmittags 2 Uhr in Annerod statt. 8230 nach kurzem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden im blühenden Alter von 15 Jahren heute nacht um 1 Uhr sanft dem Herrn entschlafen ist. In tiefer Trauer: Jobs. Schmidt und Frau Kath. geb. Müller Jakob Wallbott, z. Z. im Felde, und Familie Marie Schmidt u. Bräutigam Wilh. Menges, z. Z. im Felde Elise Schmidt Lina Schmidt und Großvater nebst allen Angehörigen. Hausen, Garbenteich, Grossen-Linden, den 29. Oktober 1918. 8249 Die Beerdigung findet Donnerstag um Vs4 Uhr in Hausen statt. W WM Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser heissgeliebtes Töchterchen, mein liebes Schwesterchen, unser herzensgutes Enkelkind, Patchen und Nichtchen Susi nach kurzer, schwerer Krankheit gestern nacht im Alter von 2 Jahren 11 Monaten zu sich zu rufen. In tiefem Schmerz: H. Winkel, z. Z. im Felde, und Frau Else Edi Winkel geb. Hinkler Familie Karl Berg Familie Ph. Winkel, Frankfurt a. M. Giessen (Landgraf-Philipp-Platz S\ 30. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag, 31. Oktober, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 8267 Gestern abend um 8 Uhr entschlief sanft in dem Herrn unsere liebe, gute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Anna Schlierbach nach mehrjährigem, mit großer Geduld ertragenem schweren Leiden im Alter von nahezu 23 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Schlierbach, Gastwirt Bieber, den 29. Oktober 1918. 8266 Die Beerdigung findet Donnerstag den 31. Oktober, nachmittags 3 Uhr, statt. Weü-WWN ist das beste, schäumende, noch seisenhalttge Haarwaschmittel i. Pack, zu haben. Zentiral-DrAgerie, Schnlstratze. 7718 Tannen- mud Bachen- Brennholz kleingemacht und trocken, empfiehlt frei Haus 8114 Küserei Sommerkorn. Bleichstrafie 10. Brennholz. Tr. Gucken-, Eichen- und Tannenbolz, geschnittem empfiehlt ab 2ager und waggonweise 3772' J. Happel Holz- und Kohlenhandlungi Müblstrabe 18. ©elDlotlecie in ®nnft«K de- Verein- für da- Qratfrfmim i«Ä«^ snd Zieh»«- cm S., 7. ». 8. November 1918 S6BSÄ6 Lose 13387 «ertiui« t« ©tiamlbetnigt ccu Ebnl 400000 4100000 ! 50090 ! 30000 «sw. «sw. b« Abzug «nbl&ar. Lose Mark 3.30 PoflzedOhr und Lifte 45 Psennig flbcrtH erhältlich. H. C. Kröger VoußOeschSfi Berlin W 8, Friedrich ftrakre INS IV 8 . Zu haben bet den Ha&. Mttorio-BteaokaionL ^D Statt jeder besonderen An zeige* Heute morgen 6 Uhr entschlief, fern der Heimat, sanft nach kurzem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser guter, unvergeßlicher Vater, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter Willy Nathan im noch nicht vollendeten 58. Lebensjahr. Für die trauernde Familie: Frau J. Nathan geh. Kuder, Gießen, Mörchingen (Lothr.), Ruhrort, Essen, Hamborn, den 28. Oktober 1918. Das Begräbnis findet Freitag 10 Uhr vormittags von der israelitischen Leichenhalle des Neuen Friedhofes aus statt. 8259 .. V«2 - > m K i L I t- ,A Heute morgen 8‘A Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit meine liebe, herzensgute Gattin, unsere unvergeßliche Tochter, Schwägerin und Tante Mariechen Weidner im Alter von 29 Jahren, geb. Strauch In tiefem Leid Ernst Weidner, Pfarrer zu Ober-Lais z. Z. Lazarettpfarrer in Mainz juüane Büttner verw. Strauch. Mainz, Herchenhain, den 29. Oktober 1918. ff» . B - I ■y-.i W, gfv 1 m 1 W 1 Die Beerdigung findet statt am 31. Oktober, nachmittags 1 Uhr, in Herchenhain, 1 SU MonUff Abend 9 V, Uhr vorachied nach kumer, schwerer Krankheit mein lniiigstgrtdiebtor Marra, der treusorgend© Vater »ein©« Kiade», mein lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Wilhelm Kreiling, Weichensteller im Alter von 31 Jahren. Im Namen der trauernde« Hinterbliebenen j Aon« Kreillus und Kind qa v «ho Johann Kreiling, Wieg eck Gießen, 30. Oktober 1018. Adam Uarimann, Griinlngen nebftt allen Angehörigen. Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 2 Uhr von der Kapelio de» Neuen Friedhofs aus statt Pi Allen Verwandten, Freunden u. Bekannten sagen wir für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und DW die Blumenspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Christ Wwe. u. Kinder. Steinmühle bei Bieber, 29. Oktober 1918. 06427 I -Schleier -Kränze _____ -Seide "=“ -Handschuhe im 6018a 7odehaus\a !cH?K n_ 1 JkJMturv&t Krautfäffer Krautständer Fleisch- und Waschbütten tn allen Größen empfie Wiih. Kohlermai «iS Käserei, Neustadt U