Kr. 251 Erster Blatt M. Jahrgang Dienstag, 29 . Mober (918 Der Ltetzcr.er »nzelge, erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Eichener FamilienblLtter; KfeisbUttt für den Kreis Gießen. Bezugspreis: monatl. 'JJif.l .35, vierteljährlich Mk. 4.05; durch Sldhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25; durch diePost Mk. 4.05 viertel- jahrl. ausschl. Bestellq. ^crnsprech - Anschlüsse: sür die Schristlei1ung112 Verlag,lKeschäft4stelle51 A nschriit fü r D r a h tn a ch- richlcn: Anzeiger Gießen. ..uuatnne von Anzeiger» s. die Tagesmnnmer vis zum Nachniiilaq vorher ohnejedeVertniidlichkelt Zeilenpreijc: für örtliche Anzeigen 25 l>i.,sürausivartige 30 '15i., sür Reklan'.en Mk.1.- nebst 20'^eue- runaszus blag; Plagvor- schrifk 20 % Anschlag. Halwtschrülleitcr: Aug. Goeg. Vc.rantivortlich 8°n!°rrke!,r: >ür Politik: Slug. »>oky: Sewerdeban! Sictzen !ur d«»ubr,qc„ Sc.l: Dr Remhold Zenz; sur den ZwiMngrrunddruck u.Verlag: vrühsfche Univ.-Vuch- u.Zteindruckerei R.Lange.Zchristleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchulftr. 7. sä'nuuch^^n Gießen'. Neheim Ametze postscheckkonte: Zrankf«rt a.M. H686 General-Anzeiger für Oberhessen Oesterreichs Note an Wilsen. (WTB.) Grobes Hauptquartier, 28. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nu pprecht. Keine gröberen Kampfl-andlungen. Südwestlich von Detnze, östlich von Avelgnn und bei Arires (Mlich der Schelde) wiesen wir feindliche Angriffe ab. Bei Säuberung einzelner Engländernester bei Fanmrs und Engle-Fontainc machten wir Gestmgcne. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Uebergangsversuche des Feindes über den Oise-Kanal bei Topigny wurden vereitelt. Zwischen Oise und Serre nahmen wir in vorletzter Nacht in dem vorspringenden Bogen Mischen Origny und L-a Fcrtck stellende Truppen in die Linien westlich von Guift—östlich von Erecy an der Serre zurück. Der Feind griff unsere neuen Linien südlich von Guife an. Unter Einbutz? zahlreicher Panzerwagen wurde er abgcwftsen. Am Souckre-Abschnitt scheiterten am frühen Morgen erneute Angriffe der Franzosen Mischen Fwidmont und Pierrepant. Westlich der AiAne fanden gestern :mr örtliche Kämpfe statt. Feindliche Angriffe gegen unsere ans dem Südufer der Aisne, südwestlich von Rech.'l uiül bei Rilly stehenden Truppen wurden abgewiefeu. Auf den Aisne-Höhen östlich von Vonziers nahm der Artilleriekampf am Abend in Verbindung mit erfolglosen Angriffen des Gegners östlich von Chestres vorübergehend große Stärke an. Heeresgruppe Gallwitz. Auf den Höhen östlich der Maas wiesen wir Angriffe der Amerikaner am Walde von Eonsenvoyo uw) am Ormont- Molde ab. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die eingeleiteten Bewegungen wurden planmäßig weitergesührt. Südlich von Hkwnik und Topola erfolgreiche Nachhutkämpfe. Beiderseits der Morava besteht nur geringe Krfechtsfuhlung mit dem Feinde. Der Chef des Generalstabes des Fellcheeres. Sraacssekretär des Auswärtigen Amtes Dr. Golf über die Rriegsanlerhe: Es ist mir unverständlich, daß manche glauben, durch den Wechsel der Negierung oder in der Neichstagsvertrekung könnke die Sicherheit der Kriegsanleihe nur im geringsten gefährdet fein. Der ASendbericht. Berlin. 28. Okt.. abends. (WTB. Amtlich.) Keine größeren Kämpfe. Südlich der Sche'dc. am Oise-Kanal und am Souche-Abschnitt scheiterten heftige Teilangrisfe des Gegners. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 28. Oktober. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. In den Sieben Gemeinden' blieb die Kampftätigkeit des Gegners auch gestern auf einzelne Vorstöße beschränkt, die abg-ermesen rourden. Nördlich der Brenta tobt auf 60 Kilometer Frontbreite ckine große Schlacht. Zm Gebiet .zwischen der Brenta und dem Piave scheiterten wieder alle Anstürme des Feindes, mochten sie mit noch so starken Kräften geführt worden sein. Die südlich der Fon- taim Secca an die Italiener verloren geg-mgerce Sternlllppe wurde im Gegenangriff wieder zurückervbert, wobei ein grober Teil der Besatzung in der Hand unserer Braven blieb. Unter unseren tapferen Truppen haben sich in diesen Kämpfen besonders ausgezeichnet die Jnf.-Regt. 7 (Klagcn- furt), 3b (Dobcoczin), 47 (Marburg), 49 (St. Pölten), 73 (Eger), 120 (Westgalizier), 139 (neues ungarisches Regi- ment), das ungarische Sturmbataillon 17. das kwatische 42, das Wiener Schützenregiment 1 und das kroatische Landwehr-Regiment 28. Neuerlickw Anerkennung verdienen wieder die Artillerie- und Infanterie-Sch laehtflieger. An dem Piave haben nach heftiger Artillerievorbereitung in der Nacht vom 27. die C n ten te - A n g r i f fc e ingesetzt. Bei Valdobbiadeno vermochten schwirchere feindliche Abteilungen das linke Ufer zu gewinnen. Sie wurden zum größten Teil zurückgedrückt. Bei Biolirw und Didor nmrden Uebergangsversuche durch unftr Abwehrfeuer zum Scheitern gebracht. Abwärts von Bidor gelang es den Feinden mit starken Kräften den Ucbergang zu erzwingen. Unsere Truppen warfen sich ihm im Gegenangriff entgegen. Abends wurde bei den Dörfern Moriago und Scrnaglia gekämpft. Gegenüber dem Nordostsnß des Montello blieben Ueber- gangsversuche der Italiener ohne Erfolg. Bon Papadopoli ans stießen die Engländer bis Fezzc und San Polo di Piave vor. Die drei Kilometer breite Ansturmftclle wurde durch unsere um jeden Fnß breit Boden tapfer fechtenden Truppen in den Flanken abgcriegelt. Neue Kämpfe sind seit heute früh an dem Piave im Gange. B a l k a n - K r i c g s sch a u p l ach. Bei Alessio an der albauischen Küste Nachhutkümpfe. An der mittleren Drina kam es zu Zusammenstößen zwischen unseren Sicherungstrnppen und starken Banden. Das Znrücknehmcn unserer Trnpven in Serbien erfolgt ohne Störung durch den Gegner. Die Gesechlssühlung bestand gestern nur nördlich von Kragnjcvac. Der Chef des Generalstabs. Tie österreichische Note, die lvir beveits in einem Teil unserer gestrigen Auflage veröffentlichen konnten, zerreißt auch ziemlich offenkundig das Band des, Bündnisses, oder, wenn das besser klingt, des vollen Einvernehmens mit dem Deutschen Reiche. Die Wiener Regierung erklärt sich bereit, gegebenenfalls auch'gesonderte Verhandlungen mit der Entente zu führen. Die Zeit, in der wir diese Wandlung — eine Uebervaschung ist es nicht mehr — erfahren, ist für unfern bisherigen Burrdesgenossen eine Spälabeudstunde, eine beginnende Umnachtung der Staatsherrlichkeit H>abs- burgs. Wir wissen, daß dieser letzte Schritt der Wiener Regierung ein trauriges Hinken ist gegenüber dem sck)uellen Laus der Ereignisse, die sic getroffen haben. Wir vermuten, daß Wilson, 'wenn er auf die Wiener Note antwortet, noch einmal sein „Zu fpät" auSruft, daß er wiederum darauf verweisen wird, neue schvcrwiegende Ereignisse ließen es nicht mehr zu, init der alten Monarchie zu verhandeln. Die Völker Oesterreichs haben sich selbständig gemacht. Zwar ist noch einmal das Kabinett Lammasch aus der Taufe gehoben worden, allein es hat gar keine beherrschende Macht imb Autorität mehr, cs ist nur eine Art freiwilliger Bermitllungs in stanz zwischen den auseinanderstrebenden Elementen des alten Reiches. Die wirklich entscheidenden Faktoren sind die gesonderten Nationalausschüsse, die Körperschaften, die zum Teil vom Aus lande her die Fäden der Neuordnung spinnen. Wir können dem Bruch mit den: bisherigen Brauch, gemeinsam die Interessen der Verbündeten zu verabreden und zu vertreten, kaum rroch eine einzige Träne nachweinen, im Gegenteil, jetzt heißt es für unsere deutsche Politik, die Sachte der Stammesgenossen zu der unsrigen zu machen. Freilich, es wetterleuchtet nicht rrur politisch, sondern auch militärisch. Zwar lauten die Wiener Berichte von der italienischen Front noch erfreulich und zuversichtlich. Die Heere der Monarchie schlagen sich noch mit großer Tapferkeit und wehren die Angriffe der Gegner ab. Vielleicht sind die Italiener selbst sehr kampfmüde und zu kraftvollen Entscheidungen unfähig. Aber wir müssen uns doch darauf vorbereiten, daß eines Tages die österreichischen Heere den Kampf aufgeben. Dann wird die Lage für uns zweifellos doppelt schwer, obwohl wir in Rechnung stellen können, daß die Kräfte der Feinde zu einer Ueberfchwemmung unserer deutschen Grenzen im Osten wohl kaum ausreichen werden. Immerhin, der Osten wird dann wieder gefährdet, ganz abgesehen von den wirtschaftlichen Nachteilen, die uns aus der Kapitulation Oesterreichs erwachsen würden. Mit Oesterreich würde aller Berechnung nach auch das arg zerrüttete Italien aus dem Kampfe ausscheiden. Verloren wäre die deutsche Sache noch nicht. Wenn die Entente es zum Aeußersten treiben würde, könnten unsere auf der inneren Linie kämpfenden Heere ihr doch noch bittere Ueberraschungen bereiten. Mit einiger Spannung harren wir rant, ob' Waffensrilkstandsbedingungen an uns herantreten toerden, oder ob nach englischer Ankündigung eine neue Demütigung uns bevorsteht, indem Wilson uns bedeuten körnrtc, wir hätten uns nun offiziell an die Entente als Gesanltheit zu wenden... DaS Friedensangebot der Türkei an Wilson. Bern, 28. Okt. Tie hiesige türfiKfyc Gesandtschaft teilt mit: Tie türkische Gesandtschaft ni Bern Hai dem französischen Botschafter und denr englischen Gesandten eine Rote der türkischen Regierung an die französische und en-glftchc Regierung überreicht, in der um Waffen st ill st and und Frieden gebeten und die von der Regierung Ta laut Paschas an den Präsi- seuten Wilson gerühitete Note bestätigt wird. Die Verhandlungen der Türkei mit der Entente. Konstantinopel, 27. Okt. (WTB.) „Llkseham" meldete gestern von berufener Seite, daß offizielle Verhandlungen der Türkei mit der Enteirte begormen lKtten. Delegierte seien mit E>eneral Townshend aligereist. Tie Nachricht beschäftigt die heutige Presse und nnrd meist in anerkeunendein Sinne besprochen. „Dänin" erklärt dagegen, alle derartigen Nachrichten auch aus offtzieller Quelle seien reine Vermntnngen. Es sei arrzu- uehmen, daß eine amtlick-e Persönlichkeit derartige Meldungen ge- gebnr habe, um das mlfgere«fte Publikum zu beruhigen. ^Wahr scheiM zu sein, daß Verhandlmrgen inoffiziell emgeleitet >sind. Tie feindliche G'genäußerusM i stj^estern ein gelaufen. „Tmmi" erklärt, man könne nnr versichern, dag die offtziellen .Kreise hoffnungsvoll gestimmt seien. Einige versichern, dasz die femdlichm Bedingungen günstig seien nnd der Slhschluß bevorstehe. Andere erwarten tagelange Berhandlurvgen und glauben, daß die Bedingungen schwer seien. Nach den vorliegende:^Aeußerungen scheint man zu loünschen, daß die Meerengen geöffnet werden intb die Flotte einfahre, ohne, bis cnrf eine kleine vlbteilnng zur Ueber- wachung der Temobilisation, eine Lanimng zu unternehme::. „Seman" nennt die Bestrafung getvisser Personen eine ungebührlich Einmischung in tirrkische Angele gen hei dm. „Naklt^' geißelt diejenigen, die jetzt toie bei früheren Gelüetsabreürngen sagten: Wir sind sie los. „Sabah",erl:mrtet ein WeiterkSrnpfen Deutfä>- lands und begrüßt es, daß die Türkei ihr Schicksal von dem Deutschlands tremre. Das Blatt verlangt gehässig sofortiges ?lus- schaltcn des deutschen Militärs aus dem türkischen Heere, da die Feinde sonst nicht an die Ehrlichkeit des türkischen Friedenswillens glaubten. „Tassir i Eskiar" erklärt Rahms Absetzung wegen seiner Witlkürlichkeft für uottoeiwig. .Ter griechische Patriarch hat demissioniert ,nachdenr dke griechische Gemeinde seine Absetzung wegen ungesetzlicher Handlungen verlangt hat. Die Frage des Waffenstillstandes. London, 28. Okt. (WTB.) Lloyd George rmd Balso u r sind in Begleitung von See- und Landoffizieren nach Frankreich abgereist Reuter ersährck, daß die Eirtente die Waffeustillstandsbedin- gungen nicht eher vcröfsentlichien wird, als bis Teutschland aus die letzte Note Wilsons geantwortet hat. Englische Widerstände. L on don , 28. Okt. (Reuter.) „T aily Mail" hofft, daß die Alliierten die Bedingungen des Waffenstillstandes nicht sofort bekanntgeben werden. Tie deutsche Antwort beantworte die Fragen Wilsons nicht. Die deutschen Militärbehörden mögen zu politischen Klon Zessionen bereit sein, aber es ist noch kein Anzeichen vorhanden, daß die Soldaten bereit sind, ein Opfer von irgenswelck>en:. mili- tärischen Wert zu bringen. Sobald die Deutschen Bereitschaft zeigen, indem sie die Bedingungen von Fock) annehmen, sind wir der Ansicht, daß dw König von Preußen noch immer die Macht in Deutsch, laird in Härchen hält. „Times" sckweibei:: Tie deutsche Note versucht, den Alliierte:: die Initiative ihrer Vorschläge znm^ Wasfenstillstand aus- zeuerlegen, und zeigt damit eine falsche Auffassurrg der Sachlage. Tie Kori?espondenz ist geschlossen. Jetzt müssen die Derchch-m an die Fiihrer der Heere und Flotten, insbesondere an Foch und Watty formelle Ersuchn: un: einen Waffenstillstand richten. Tie Be- dingilugen des Waffenstillstandes und des Frizens müssen vo:: m:s selbst unabäicherlich geregelt werden, ehe mir mit dem Feind verhandeln. Haag, 28. Okt. Ter Lcnchoner Mitarbeiter des „Mauchtester Guardian" schreibt: Die große Neuigkeit des heutigen Sorrntags ist. daß der Krieg zu Ende ist Tie Türkei ist erledigt, Oester- veich-Ungari: hat tatsächlich zu existieren Gehöft und die deutsche Antwort auf die letzte Note zeigt, daß die Te:ll- schen die harten Bedingungen des Präsidenten geduldig hinunter- schlucken. Das Ende .ist nahe. Die Aussichten auf den Frieden werden klarer. Alles bewege sich in dieser Richturrg.^ Die Nöte Deutschlands, durch die es Wilsons frül?ere Note tatsächlich annimmt, bereitet den Weg für die endgültige Formulierung des Waffenstillstandes vor. Bevor Teirtschland sich entwaffnet, l-at es das Recht M wisse::, unter welchen allgemeinen Bedingungen der Friede geregelt loetden soll, d. h. die Präliminarien müssen in die Bedingungen des Waffe::stillsdandes ausgenom.men werden. Was Amkrika betrifft, fto ist dies geschehen. Nun sollen die Alliiertem ihrerseits die Bedingungen präzisieren. Die Entschädigung Amerikas. Haag, 28. Okt. Tie „Times" erfährt aus Neuyork: Der amerlkauische Venvalter feindlick^er Besitztümer hat eine Vorlage ansg:arbcitct, wonach die Gelder aus dem Verkauf deutscher Besitztümer in Leu Vereinigten Staaten dazu verwendet lver'den sollen, die Verluste amerikanische^ Privatpersonen, die durch die ll-Boote veranlaßt wiirden, zü ersetzen. Wahrscheinlich wird der Dotalbctrag etwa zwei MillimLen Dollars sein. Ter Papp als Vermittler? Köln. 28. Okt. Tie „Köln. Vollsztg." schreibt von be Lnnme. der der Gererl>tigkcit und Billigkeit entspricht :::rd die Versöhnung der eutzweilei: Nationen so anzubahnen geeignet ist Tschitscherin an Wilson. Saut „Ssewerriaja Kommuna" v-:m 25. r-Oktober heißt es m einer Note T s ch i t s ch e r i n s an Wilson, die am 24. Oktober den: norwegisckien Attache in Moskau eiugehändigt wurde, u. a.: „Ms Vorbedingung sür Len Waffei:stillsta:ck), während dessen Fne- densverhcrndlungen beginnet sollten, 1)2den Sie in Ihrer Note an Teutschland die Forderung der Räumung der okkupierten Gebiete gestellt. Wir sind bereit, Herr Präsident, unter diesen Bedingungen Waffenstillstand zu schließen und ersuchen Sie, uns in Kemrtnis zu setzen, wann Sie Ihre Truppu: aus Murmansk. Archangelsk und Sibirien zu entferrven beabsichtigen? Sie sind nicht damit einverstanden, einen Waffe::stillstand zu gewähren, wenn Dentschlmrd bei der Räumung besetzter Gebiete Zerstör:mgei:, Wün, derungen usw. nicht cnn'gibt. Wir erlauben uns. darairs die L'ol- gerrmg zu ziehen, daß Sie und Ihre Verbündeten die Tschechoslowakei: anweisen werdet:, den von ihnen in Kasan geranbtei« Teil rmscres Goldtwrrats zurückzuerstatten und il-rrer: verbieten loerden, bei ihrcnn er.zwimgenen Rückzug ihre rärcherischeu Ha:id- lunge:: fortzusetzen und Gewalttätigkeiten an Arbeitern und Bauern zu verüben." Erzherzog Foscs als Vermittler in Ungarn. Budapest, 28. Okt. (WTB.) Meldung der llngae. Telegr.-Corresp.-Bureaus. Der Kaiser hat den Erzherzog Joses zürn Honw regius ernannt und den Erzherzog damit betraut, mit den führenden Männern des politischen Lebens in Fühlung zu treten, um über den Weg zu verhandeln, welcher eine Lösung der Krise ermöglicht. In Budapest ist lartt L.-A. die Volks stimnrung unter das Zeichen Po litis cher H ö ch st s p a r: n n n g getreten Man befürchtet ernste und folgenschn^ere Ereignisse. Die .Hauptstraßen sind für den Verkehr polizeilich gesperrt. Die übrigen Teile der Stadt durchstreifen starke Polizei- nnd Mili- tärpatwuillen. Budapest, 28. Okt. (WTB.) Wie die Blätter melden, verchcnchelte (^raf Michael K arolpi gestern in Wien mit dem designierten österreichischen Minrsterp:räsideitteir Dr. Lammasch, doch kannte keine Uebereinstimmnng erzielt werden. Auch soll angeblich der Minister des Aenßeren Graf And ras sy Bedenke:: wegen der Betraunng Karo lins mit dem Portafeuille des nngarisckM: Ministerpräsideirlen erhoben haben, weshalb die Ernemmng Kurolyis unterblieben sei. — Graf Karolyi wurde gestern an: Bahnhof von einer großer: Menschenmenge empfangen :nw bis znm Klub der Kttrolyi-Partei geleitet, wo er eine Ansprache an das erflHrte^ er habe dem Kaiser sein Pryssnrmm doch sei dieses nirf)t genehmigt morden, wes- fyilb seine Ernennung pm Minis verprüsiderrten nicht er- folgt sei. Da» Kabinett Lammasch. Wien 23 Okt. (WTB.) Durch kaiserliches Handschreiben werden Geheimrat Paul v. V i 1 t o re l l i zum Ju- strrmmrster, Sektionschef Richard Edler v. H a mp e zum Unterrichtsmrnrjter, Universitätsprosessor Dr. Ignaz Sei- pe l zum Mmrster für soziale Fürsorge und Professor an der technischen Hochschule Dr. Joses Redlich zum Finanz- mmnter ernannt und Sektionschef Dr. Friedrich Freiherr N-.^ehne mit der Leitung des Landesverteidigungs- nnnytcriums betraut. Die übrigen Mitglieder des Kabinetts Huftarek behalten chre Portefeuilles. bannern, Kreuzen, Dtthrauch -und HelligenbLdern, auf tat Bal- vxi treten und die eben gehaltene 9?cbe schon als Manifest an seine treuen Untertanen halten, die unten im Hofe versammelt von den geschlossenen Reihen der Truppen mit anfgeplanztom Seitengewehr -md klankem Säbel umgeben sein müssen... Dann wird das ganze tiesgerührte Volk Dir b^eistert zu- lubeln, am die Knie fallen und für.Dich beten. ,, Z ortJ ^f' bemerkt dazu: „Nach den gestern gefaßten Besck?lussen des Rc-ichstages hätte künftig für einen derarligin Brief des KlNiers der Rnck-skanzler die Verantwortung zu übernehmen." Die böhmische Frage. Wien, 28 Okt. (WTB.) Tie Blätter bringen eine be- Vkcrke ns werte Aeußerung aus der tschechischen Presse über die' tschechischen Ansprüche auf die von Deutschen be- wvhnten tz^brete. So wendet sich die „Norvdny Lisch" scharf gegen, die Angluderung Deutsch-Böhmens an das Deutsche Reich. Das Blatt sagt: „Wir gestatten nickst, daß auch mir eine Spanne Bo- dens vom tschecho-slowaki'chcn Staat losgelöst werde. Tie Tschechen) werden den deutschen Bürgern alle lZ^rsejcksttgreit widerfahren lassen. Hochverräter kann der tschechische Staat nicht dulden. ü>er em loyattr Bürger nicht sein.kann, soll seinen Grund Und Bvden verkamen und hingehen, wohin er will." Das agrarische Abendblatt „Vecer" fordert sogar die Einbeziehung Niedcröster- rnchs bis zur Donau einschließlich von Wien in den tschechischen! Staat^mit der Begründung, daß die Tschechen in Niederösterreich bilden können, weil das jetzige Niederö-sterreich früher! bopmisckies Gebiet war und die Mehrzahl der Bewohner Wiens direkt oder durch Uwe Eltern aus Bödmen imd Mälzen stanimen — desgleichen fordert das Blatt den Anschluß Poeußisch-Schle- w^/u s als untrennbaren Dell des nationalen.Programms. Einigt richechgche Blatter wenden sich auch gegen die Uebernahme eines Anteils der österrerchiscl-en Staatsschuld durch die Tschechen. „Ven- . Üf , ‘‘Üf' jr Volk d fragt, wie tas tschechische Volk dazu komme, die Schuld für Dnige zu bezahlen, die ohne oder gegen es beschlossen wurden. Die Wahlen in Norwegen. Kristiania 27. Oft. (WTB.) Nach den setzt vorliegenden Stortingswählen aus sämtlichen Wahlkreisen gibt der' vorläufige 'Ausfall folgendes Bild: Vmi im ganzen 126 Sttnttingsabgeordireteii sind bisher end gültig gewählt: 25 oppositiElle Rockstsparteiler 19 Re M-crungsparteiler plns 1 Artatterdemokrat imd 12 Sozialisten Ta dre EntscheidungAwaUen nicht im deutschen Sinne Slicks wahlm sondern Neuwahlen sind, bei denen sämtlichje bisherigen ZdandLaten erneut und auch neue Kandidaten ausgestellt werdcar tonnen lasst sich em bestimuttes Endergebnis mit Sicherheit nicht Voraussagen Oppositionelle Bliitter tavechnen, daß das Storting vorausftchtttch zustrmmengesetzt sein werde auö 40 oppvsttionell"n Rech tÄA^'ri, vlus 3 Wiwra. 55 Stefjiramuäparfrilrcn phtS 2 »rfmtcrbCTwfmtaT und 26 Sojicliftet. Tas biSfericE »er. gltntö toor: 21 RMs-krteil«. 3 Wilde. 74 R°g^rimqspa--- mier, 6 MrbatnäMTOitotot und 19 SoKialistm. Ta friJjft das StemmnpMütt ^Trtdtipcnäfebkr'' von ^en nach ansstehEn 6« 33 Wcchl^m- für mörr au,u-hl, burfto briniia* die absolute Mtzhchett der Regierungspartei ernstlich bedroht . Ter .Künstler spielte die Sonaten: As-Dur Op. 110, jenez selten gestalte Werk aus Beethovens letzter Zeit, mir seinem düster klagenden Adagro und der sich allmählich zum Lob- und Triumph, gcsang emporschwingenden Fuge, les Adieux Op. 81a, die die Sprache der Leidenschaft redcnbe Monds che i n so n a tc, deren berrttches .lllegretto durch richtiges Erlassen des vorgeschrietanen Zettmas;es so Aiedartig iveich und schön erklang, das entzückende Rondo in G-Dur und die Appa ssion ata, deren weihevoll betelwe Sttmmung und l.?itansck-aftliche Wucht nur abgekwr- teste, grösste Kunst so zu geben vermag . Ubamrttch svar dasAusbleiöen des Blüthncr-Flügels, des besonders zusagenden Instrumentes, dessen Weichheit erst d-ie Vorzüge seiner, Anschlagskunft ganz besonders Zur Geltung zu bringen imstande ist. a »«* Stadt «nd Santo. Lin Brief Kaffer Wilhelms II Aus dem lleiche. m .„Die Pobm inr Reichstag. aft gewesen ist, weiter zu sordern. Das große Gebiet der angestrebteir Organisatimi der Staaten wurde zur schla-migen Durck)arbeitung an zehn ^^^rausschüne aufgeteilt, die in Foittführung, Erweite- rmig mch Vertiefung der b-ishcrigeii Bestrebungen der deutschen Wissenschast und unter , Berückstckstigung der aktiven politischen (^wagungen die Richtlrnieii des neuen Völkerrechts Msstellni Gießen, den LL.OIwber 1918. Der Schleichhandel mit Vieh und Fleisch hat im Laust der Zeit überall im pautschen Reich? einen dcrartigertz Umfang angenommen imd ,gerade im letzten Jahre ftni> nach beit Feststellungen der Reichs fleischstelle so viele Türe im Schleichhandel verschwunden, daß die Versorgung der Gesamtbevölterung mit tfletid) ernstlich in Frage gestellt wird. Es hat sich daher als not- wendig eriiwesen, gegen diesen Schleichhandel mit allem Nachdruck Vorzüge Heu. ähnlich rufe in anderen Staaten hat nun die Gwßh Rogieiung drnch Bekanntmachung vom 23. Oktober 1918 eine Anordnung getrofstn, die es den Viehbesitzern unmöglich mackMi soll ^gesetzlick^m Wege zu veräußern. Diese Anordnung M i?w Viehhandelsverbände über alle Bestände an Rpldvich einschließlich Kalbern, sowie Schveinen und Schafen Listen l irr ^ lortzuführen haben, umb zwar nicht nur über ^ d) über Nutz- und iZuchwieh. Fönest darf a in ^ tück Vieh der erwähnten Arteii erworben oder der- ändert werden, ohne ausdrückliche Erlaubnis des Viehhandelsver- bandeS, der dann eine Kontrolle über den Wechsel iu den Vieh- bestanden b*r einzelnen Besitzer auSzuüben hat r J8ei icber Amü>erung des Sttmdortc-s eines Strickes Schlacht-, Nutz- vder^ Zuchtvieh (Rindvieh einschließlich Källx:rn, SF b c&& tl Alters) muß der Begleiter Tre^s emen Befo rderungs schein besitzen, .vormis zu Mehen^ist, ^ber vas Tier stammt und wohin es verbracht >verden soll. Mrc Beforderu-ngsschem ist bei dem ^Biehhandelsverbandü zu erwrrren. emschließkch Kälbern, ©chweirnm. >md.Ziegen I-des Alters aus dem Großherzogtum oder au^. emer Provinz des Großherzogtunis in eine andere bedarf es emer besonde^n Genehmigung, wobei auch das zuständige KreiK- AÜträg?"/°stellcit^^ smd auch die dicSdezüglicl>cn ZsqieU' "Nt denen Zutvidet-HEmgru gegen die vorerwahnlim Bestimmungen bedroht sind, setzten sich dieleingen, welche Tiere ohne den erforderlichen Erlaubnisscheiil ^ - v ^ . ‘ m V7 .7 Ls>ge|a;uficJi gegen Vorlage des Bestellausweises zur Lebensmittelkarte und Abliefe- ^ des BeMgsabschnittes Nr. 4. Es entfallen auf den Be'-ngs- abMlitt Nr. 4 250 Gramm Kaffee-Ersatz Aus Hessen. Deshalb rmrd die Meinung geäußert, daß es nützlich sein tmixi# nnnn der Zar einige von ihnen, die ein von Truppen umgebeires Vuweck bilden würden, vor dem Schloß empfangen vnb ihnen vom Ballon eine Anspcack)e hatten würde. Er müßte dabei von der Gersiltchkeit im Ornat und mit Kreuzen und von seinem Gefolgx wngeben se-cn und zu den Leuten wie cüi m ® c geschehen, bevor die bewaffnete Gewatt zu Worte käme. Es würl>? selw möglich sein, auf diese Weist ern Blutvergiegcn zu vermeiden, oder wenigstens seinen Umfang zu^mindern. Ter Kaiser meint, daß eine solche Rede vom Ballon bis in tue ajürnnften landen des 9lcidw§ ertöttat und „rate WM zwenell)aste Nlederlage der Demagogen und Agitatoren" bedeut^ wurde. — In solMndem setzt der Kaiser dem Zaren, in der Form schonend, in der Sprache sehr besttmmt auseinander daß deck l? Pa Nische Krieg unpopulär sei, und da die Berantivortlichkeit für die Niederlagen dem Herrscher zugeschoben werde, zu der Unpopularitat des Herrschers und seiner Dynastie beitrage. Im folgenden 'wird dann wieder die Idee einer feierlichen Vrok- lamatwn wen, der dem deutschen Voll \vic allen Völkern das Jeecht der Selbstbestimmung und einer gesicherten Zukwift im Rahmen destVöllerbundes gewährleistet, einem etwaigen Vernrchttmgsrvillen imserer Feinde gegenüber aber die Wirksüm- machung aller Kräfte zum äußersten Widerstand. Die zweite Ent- schlrewmg fordert für Hessen die unve^ügliche Demokratisierung der Landesverwrltung, die Umwandlung m einen Volksstaat und in Verfolg dieser Ziele: Mufhebung aller auf Geburt oder Besitz gegründeten Vorrechte. Einkammersystem, Frauensttmm- v'ckit, Bescittgimg aller Wablrech'SbesclTränknngen. gerechte Wahlkreiseinteilung, Verhältniswahl, Anwendung der Wählvübtsgruud- kätze auch ans die Provinz-, Kreis- nnd Gemeindewahlen Erweiterung der kommuimlcn Selbstverwaltung. ©ieftener Honzeetvevein. Gießen, 27. Okt. 1918. . Memr der Kduzertverein auch im fünften .Kriegswinter wieder eme Reihe auserlesener Konzerte veranstaltet, so wird er damit dem Empfmdeii vieler ent gegenkommen, die in der jetzigen schweren Zeit Trost imd ErhottiMf in der Musik suchen. Und rvtt vennochte ^ sTWf~,- ort — v -g auf emig' m - brr gestrige Beetlioven-Abend uns ans einige Stunden aller Sorgen zu entheben und uns in den Tönen unseres größten Meisters ans- gehen zu lassen. Der Verein hätte aber auch keinen Berufeneren finden korrnen, als den ehemaligen Lisztschüler Kvurad An sorge, den vornehmsten und abgeklärtesten Pianisten der Genen- wart. SeE Art des Gestalteus ist allem Auffälligen ablwld. Seme Technik hat etwas durchaus Selbstverständliches, Mühe- loseS: nirgends derivischt sich die Klarheit der Linien, seine An- utstagsnnancen zaubern die herrlichsten Mangmlder und sein — ‘ rt —-- ^ wrtisstmo ist von monum ntalec Wuche Mit geöß er Oüj ktivi ät ttlt er.seine Persönlichkeit unter die des Komponisten und mit tiefstem Sichvcrsenken in den Geist der Werke, mit größtem Empsindungsreichtwn baut er jErlelmissc vor uns auf. , , ** Frühfrost. Nach, der langen. eMosen Regenperiod« des Derbste-- hatten wir gerade eine Wocklr lang leidlich gutes Dervstwetter, dos den LMidwrrten die Möglichkeit gab, bei den beschrankten Arbeitskräften und dem Mangel an Zugtieren ein Nttes Ltück der iWtwendigsteir Herbst-Erntzarbetten zu' verA^Len. era trat m der Nachjc vom Somttag zum Mvntzrg bei hohem Barometerstand der erste Frost mit minus 3 Grad ein, der in den Garten vielen Schaden öermgacksche. Die Bohnen, Tomaten, Dah- usw. smd schwarz, das letzte Laub fällt von den Bäumen, es wird W-mter in ver Natur. Tie FcldftÄcbte, die im Boden stecken, lmoen nicht gelitten: die Tickwurz aber, bie nt früheren Jahren um biete Zeit gar manckümal erfroren sind, müssen rasch geborgen werden: me übrigen Rübeimrten und das Weißkrnut'kömwn sckVU ermgen Frost erttagen. Auf den Ateif und Nebel folgte nun in der Nacht Regen, „die Kälte geht l-erunter", sagt ber Bauer Hoffeitt- llch tntt wieder trockenes, gittes Wetter ein, damit noch> alle Feld- und Gartenarbeiten rechtzeitig erledigt werden können. Heute steht das Barometer nach gut. und auch das Thermometer zeigt den alten ^tand vor dem Frost: nur der Himmel macht ein trüb- seltges Ge sich Wir hosseu aus Helles/ trockenes Wetter, damit auch die heimtückische Grippe bald verschwi-rdet. LU. Von der Landesuniversität. Tr. Karl R.ol -1 ler, Direktor der höheren und erweiterten Mädckiensckule in Gießen, wurde die venia legendi bei der philosophischen Fakultät der Landes-Universität für das Fach der Pädagogik erteilt. ** Ein W ucher ja l l. Tie „Bab-Nauttin'er Zeitung" berichtet aus Nauheim: ""In einem hiesigen Geschäfte Lauste'dieser Tage ein Einwohner aus Bezugsscksiein eine Ho,e für 135 Mark Tie Hose geriet in die Hände eines Beamten der PrcisprüsungS- stelle Gießen, und' es wubde mm sestgestellt. daß der Geschäfts- mann die Hose für zehn Mark eingekauft hatte und dcc hochstzulässige Verkaufspreis vierzehn Mark lwträgt." istach unseren Er-" kundigungen bei der Preispr'üftmgsstelle handelt e^' such um das selbständiae Borgeben eines Angestellten der Firma ** Preußisch--Süddeut sche Klassen-Lotterie Erneuerung der Lose xur 5. Klasse muß mtter Vorlcgmig des Vorklafienloses bis zum 2. November abends 6 ttlw ge- scheh-M. Auch müssen die Freilose gegen Rücürabe der Gewinnlose bis dahm in Empfang genomimm werden.. Die Ziehung der 5. Klasse beginnt am 8. November 'und endigt am 3 Dezember Zur Auslosung kommen 174 000 Gewrmie und 2 Prämien mit ins^ gesamt 64 413 160 Niark. . .** dlu s dem S t a d t t h e a t e r b U r e a u. Auf die honte stattnndende 4. öienstag-Abomiements-Borstell'ing sei auch an dieser stelle hingeloiesen. Gegeben wird „F l a ch s mcnual s E r « ö^^^^Komödie in drei Akten von Otto Ernst. ' Zigareltensteucr. Im Interesse unserer zahlreickstm mtt der Zigaretten st euer unterliegenden Wirren Handel treidendcir Leser macyen nur an dieser Stelle auf die einschneidende Bestim- m § 15 des Zigarettenstenergesetzes bcsondevs! ausmerksani, wonach derjenige, der sich gewerbsmäßig mit dem von Zigaretten, Zigarettentabak. Zigarettenhülsen mck -blattchen befassen will, dies vorher der Steuerbehörde an-uzeigen! - hat Die Ai rm dd ro vg hat im Bezirk eines StEramts bei diesem, im übriAeu oibrr irmnfttesba-r bet dem zuständigen fcauptf teuer am r >zil erfv'.gen. — Die Beachtung dürfte um so mehr erforderlich sein, <Ü3 LruviderhLudlumgeit gegen die bctn*üeitf>cn gesetzlichen Vorschriften mit besonders hohem Strafen, bis 41t .WO MV., geahndet werden. ' ** Zirkus Barnm-^chau eröffnet Mittwoch dm 30. LWobar. abends 77s Uhr, mit einem besonderen Eröffnuirgs-Lpiel- plmi. Siehe AnZ-echv. Kreis Büdingen. # Büdingen, 25. Oft. Die hiesige Bezrrksspcrrkassc zeick>- {n*ctc Ulr 9. AnÜchc für sicht und ihre Einleger dorr Betrag von 1 225 000 Mk. — Rinder bn gen. Fürs Vaterland starb nach 39nvonatiger treuer Pftichtenütinng der Fahrer Karl S t ü b i n g, Inhaber der Hessischen Tapft-rkeitsmedai De. — Dauern heim!. Das Eiserne Kreuz, erfädt Musketier WildÄnr B e l F. — Glander g. Das Eiserne Kreuz erhielt tforamicr Schäfer, sein Bruder Jäger Sföiüjdm Schäfer die Hessische Tapferteilsmedaille. früher Eisernes Kreuz. — Getlen a u. Nach 2V?jähriger treuer Pslichterfüllmig starb den Heldentod der OXg'reide Heinrich Weiland, Jnl>aber des Eisernen Kreuzes nnd der Hessisclzen Tapfer- -kdtsmedaille. — Nidda. Zum FeldhiffSar-t wurde der Feld- nnterarzt Wilhelm Metz befördert. Das Eiserne Lftrenz erhielt Lmtdsturnnniann El00s. Für die Wiederergrnftrng eines ent- s1ol)Qten Kriegsgefangenen erhielten vom stellv. (dcneralko nnnando 18. Armre'orps Ehrendipleme Hans N a p p 0 l t und August Gcis. Wegen der Grrppv-Epidcmne mutzte die Volksschlutc geschlossen tver- ftm. — Fauerbach. Hier ftarben Mutter, Sohn und Tcxlstcr cftreS Hauses an der Grippe. Kreis Schöffen. sk. Schotten, 28. Okt. Auch bei der 9. Kriegsanleihe haben Mc Schulen wieder Gelegenheit, ihren vaterländischen Sirm zu letätigen, das Ergebnis der Sniülerzeichnmrgen im Kreise Schotten bei der 8. Kriegsanleihe war red# zufriedenstellend. Kreis Friedberg. oa. F r i e d b c r g, 28. Okt. Laudsturmmaim Georg Ohl imd Schütze Peter Otto, beide mrs Bad-Nauheim, wurden mit dem Eisernen Kreuz «rusg-ezevchnet. — Fvrstrvart L ämmer sdorf vom Butzbacher Forsthcms, der schon 50 Monate im Felde steht und erst vor kurzem znnt VizeseÜnveoel befördert wurde, erhielt das Eiserne Kreuz erster Klaffe. — Der Fahrer Georg -Wolf, Sohn des Bei.- geordneten Wolf in Wvhnbach, wurde nftt dem Eisernen Kreuz .ausgezeichnet. — Dem Fahrer Wilhelm Glanm aus Butzbach, ftt einem aktiven Infanterie-Regiment wurde das Eiserne Kreuz verliehen. — Der Weh.rma.nn Hernurtrn Bo pp und der Pionier Otto Sauer, beide aus Griedel, erhielten das Eiserne stfteuz. Swrfendurn nno Meirchksscn. > — Langen. 28. Okt. Seil längerer Zeit trieben sich in der lftesigeit Gegend Schwindler h^-nrm, die die Rolle Nähgarn mit 6 Mark verkauften trttfo ihre Ware reihend absetzten» Die 'Nolle enthielt aber nur 5 Meter gittert Zwirn, der Rest war PahlevgMn. Jetzt gelang es der Gendarmerie, die Schwindler in Dietzarbach zu verhaften. Kreis Wetzlar. wa. Wetzlar, 25. Okt. Für das 'Vaterland sind gestorben: Ilntewfftzier Wilhäm Hnttel aus Mlar: Gefreiter Siegmund Rosenbanm ans Hörnsheim. Mit dem Eisernen Kreuz 1.K1. wurde ausgezeichnet: Lcntnmtt und Kompaorrieführer Kraft aus Atzbach. Mt den: Eisernen Kreuz 2. Klasse tvurde ausgezeichnet: r^efreiter (Briefträger) Heinrich Petrv aus Wetzlar. Wa. Wetzlar, 28. Okt. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klaffe wurde ausgezeichnet: Untevosft^r Karl P letsch aus Holzhausen. Mt dent ©fernen Kreuz 2. Masse wurden ausgezeichnet: Blinker Willi Vockcrroth und Res. WM Köpgen aus Wetzlar. Befördert lvurde: Unterofftzier und Offiziersaspiraut Wilhelm Heiland aus Nauborn znm Vizefcld-.vebel. — Ter Landrat hat die Wahl des Schreiners und Landwirts Wilhelm Kuhn mtä Mendorf zum Gcmeindevarstcher der Gemeinde Allendorf auf die gesetzliche sechsjährige Amtsdauer bestätigt. Hessen Nassau. --- Frankfurt a. M.. 27 Okt. Im Schnmann-Dheater spraä) g?stern mittag vor ctwa 60M Personen, wovon die Hälfte Bürgerliche waren. Reichstagsabgeordneter Hugo Hanse (Unabh. Soz.) über „Weltfrieden und Arbeiterklasse". Seine Ausführungen bewegten sich ftt den bekannten GedanDengängen vom künftigen ewigen Fröchcn, den der internationale Sozialismus der Welt bringen wird, und bei dem alle Grenzen Mischen den Völkern gefallen sein werden. Die Ruhe wurde nirgends gestört, so daß das bereit gehaltene Polizeiaufgebot weder im Saale noch auf den Stratzen einzuschrciten brauchte. -- U ^in g e n , 28. Okt. Ter Landrat v. Bezold gibt den Kreisinfassen, die Selbstversorger sind, bekannt: Wenn dem Kreise ein Teil Der Vorräte durch Schilcidchändler und Hamster genommen wird und infolgedessen die für die Mgemeinl)eit und das Heer benötigten Lebensmittel nicht aufgebracht werden können, damr wird die fehlende Menge dadurch herbeigeschafft, daß den Selbstversorgern die Ration herabgesetzt witt>. ra. Aus Nassau, 28. Okt. Der Brzirksausscheltz hat beschlossen. die Schonzeit für Nehkälher für den Umfang des Neg>rermtg-dezt.rks WieSbadQt auf das ganze Jahr auszu- dehn-en. Bezüglich der Ziebhühirer. Wack^eln und sdiottischen Moor- hühner soll es bei dem gesetzlichen Beginne der Sch-nzeit — 1. Dezember — verbleiben. mr. Au s dem M a i n i a l, 25. Okt.. Ter Flachsbau hatte auch in diesem Jahre wieder bedeutend zugenonrmen. Das alte, längst vergessene Spinnrad kommt zu neuen Ehren. Ileberall wird eine ausgezeichnete Flachsernte gemeldet, namentlich ans dem FrcigTrid',: und dem Erf- und Mndautale. Mlenthalben toerben S'vinnsluben eröffnet, die alte Poesi" und altes BMstum in neuer Frische erstehen lassen. So nanientlich im Odenwald mit seinen! vielen stillen Seitentälern. Audi die Leineweberei im Hause erblüht von uei«m. Im Weschnitztale ysrr man in vielen Häusern wieder das Schifflein Ammern und die h ntig.? nmge (^enerattov flieht staunend vor der alten, längst in Vergessenheit geratcnen, lnun lviader verjüngten 5bmst der Vorfahren. Handel. Richtpreist für Rohlalmk. Berlin. 26.Okt. lWTB.1 Ter Vurtdesrat Hai durch Be- ^kanntmadiung vom 24. Okwber 1918 die Richtpreise für in - ländischenRohtabak aus der Ernte 1918 mit sosrrtiger Wirkung festgesetzt. Tie Preise bewegen ffd> gegenüber den für gUidm Tabak ans den ©Men der beiden Vorjal/re maßgebenden Sätzen in beträclftlid) höheren lenzen. Es soll damit der im Laufe der Zeit eingetretenen Vertcuerun.g der Erzeugung s kosten tmd be- rechtigtert Wünschen der Tabakpftmizer Rechrrung getra.ren werden, Tie Preisftstsestfetznng ist auf Eftpfeltriebe (Köpfe und Tabakstrünke ausgedehnt worden. C'ingcfmtM. (Für f orm und Inhalt aller unter dieser Rubrik steheirden Ärtike« übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantworwag.) Zur Bttcheckcrnslmnnlung. Beuern, 26. Okt. 1918. Bei der kreisamllichen Verfügung, das; alle Waldungeir der Bucheckernlefe freigegeben sind, lvurde hier in Beuern ein Nachsatz gemacht: Außer dem Hegwald dürfen überall Bucheckern gelesen werden. Der Hegwald ttim ist der einzige Wald, in dem sich bas Lesen einigerntatzeit lohrtt. Also der schönste und einträglichste Wald ist für Buck-eckernlesc verboten. Angeblich sollen sie dent 8^ad)wuck)s dienen, ©stens brauchte man für den Nachwucits uom nickst die Hälfte der ©ute und zweitens ist in Zeiten der Fettnor ein solckxn Querbalken als Hindernis durchaus nicht angebracht. Sollte dem Uebelstand nickst noch beizeiten Abhilfe geschaffen werden können? Briefkasten der Redaktion. Mnouvme Ansvagen bleiben uvberüüsichtisL^ ( 0 . B. Gießen. Eine Ortsgruppe der Verussberatungsstelle für SttLdierende beftndct sich in Gietzim. Wenden Sie sich an den Akademischen Hilfshund, Bismarckftr. 22 (U-niversitäts-Sekrelariat.) verMrsehLeB. (Sin großes Dampferuiiglück. Vancouvcr, 28 . Okt. (WTB.) Reuter Meldung. Der Ecmadian-Pacific-Dmnpfcr „Prinzeß Sophie" von Skagway scheiterte vorgestern nacht im Sturvr. 2 68 Fahrgäste und 75 Mann der Besatzung, die fast alle ans Alaska stammen, sind u in gekommen. m: i WM Todes-Anzeige. Ara 27. Oktober, nachts 12 Uhr, verschied nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Schwiegersohn Heinrich Schmelz im Alter von 30 Jahren. An demselben Taire, mittags 12 Uhr, starb ihm seine Fran, meine innifirstffeliebte Tochter, unsere liebe, teure Schwester, Tante, Schwägerin und Schwiegertochter Marie Schmelz geb. Geißler im Alter von 29 Jahren voraus. Seiner Mutter folgte um l 1 /« Uhr nachts mein liebes Enkelchen, unser liebes Nichtehen Elly Schmelz im 4. Lebensjahre. Sein Brüderchen Otto ist ihm bereits am 24. Oktober im Alter von 1 Jahr im Tod vorausgeeilt. In tiefem Schmerz: Familie Jak. Geißler Familie Willi. Schmelz Familie Willi. Geißler Familie Carl Bender Familie Ilelnr. ÜEcnges Marie Klaam Wlcive Ph, Schmelz Großen-Linden, Lang-Göns, Grüningen, Lau L Westf., den 29. Oktober 1918. 06409 Die Beerdigung findet am Mittwoch nachmittag 4 Uhr statt. Todes-Anzeige. Nach Gottes Rat und Willen entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden mein lieber Gatte und treusorgender Vater, Sohn, Bruder und Schwager 7 Unteroffizier, Inhaber des Eisernen Kreuzes im 36. Lebensjahre. Im ■Namen der trauernden Hinterbliebenen’,: Frau Elisabethe Peppier geb. Schleenbecker und Kinder Jakob Peppier als Vater. Rodheim a. d. Bieber, den 28. Oktober 1918. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 30. Oktober, nachm. 3 Uhr. Für die wohltuende Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung unseres lieben Erwin herzlichsten Dank. Ingenieur Georg Koch u. Familie. Gießen, den 28. Oktober 1918. 06391 Statt Karten. Sonntag nachmittag verschied sanft und unerwartet nach kurzem schweren Leiden meine liebe, unvergeßliche Tochter, unsere herzensgute Schwester, Schwägerin und Tante Else im Alter von 20 Jahren. In tiefer Trauer im Namen aller Hinterbliebenen: Frau Theres© Fritsch Frau Sophie Wolf geb. Fritsch Familie Schutzmann Schmidt. Gießen (Marburger Straße 100), den 29. Oktober 1918. Die Beerdigung findet statt Mittwoch nachmittag 2V 2 Uhr. Von Beileidsbesuchen wolle man gütigst absehen. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß meine innigstgeliebte Tochter, unsere liebe, treue Schwester, Schwägerin, Gothe und Tante Margarete Engelhardt nach kurzem Leiden heute nachmittag 12Va Uhr im 54. Lebensjahre sanft entschlafen ist In tiefer Trauer: Johannes Engelhardt- Witwe Familie Philipp Engelhardt Familie Philipp Horn Familie Jakob Wallbott Familie Wilhelm Schmidt Familie Heinrich Wagner. Annerod, Grofien-Buseck, den 27. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch den 30. Oktober, nachmittags 2 Uhr, statt «z?> noch zum Einlegen. Heim» merlc, Daubriugeu. 00386 iiiiimiiiiiiiiimiiMiiiiiiinmiiiHfüiimii Garten oberhalb des Niemann'ichen Parkes, 601 Dm groß, m.jiing. Obstbäumen. Beerenstrauch, u. verschlienb. Gartenhütte z. verk. Wilbelmstr. fi! b. «»« Zu verk. 1 Nnftb.-Biano, 1 Mahagoni»Salontiicii, weit.tttarderobcnsctzrkc. I Ludwiattrahe 10, v. Kopfkeil zu verkaufen. Bleichste. 42 . H., Ai. Klapphut »„ Bleichste. 4 L. H. II. Kut erhalt, haserkasteil 3tetltg, zu verk. Wo? sagt d GesckttftSst. d Gietz.Anz. ^ Hochläilf. Bralkciihiiiiöiii gesucht, die nicht über SJahre alt ist und anhaltend laut jagt. Für gutes Tier wird angemessener Preis gezahlt. Angebot. m.PrelS an In,.Seh,pp. Lrosdaed. Kr. Siegen. >8172 mit gröh. Garten ^Ollv kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 08408 an den Gieß. Anzeiger. Froeihttre kaust als berechtigter Auf- käu,°r Tjjskittd, 8070 Neuenrveg 29. Ich suche für ineinenJuuae» für einige Zeit Unterricht tv einem Privatzirkel. «Sexta- Pensum d. Realgum.1 Angeb. unter 00389 an den Gieh. Anz. Junger Mann (24) wünscht mit nettem, geschäftSgew. Fräulein, das über etwa» Vermögen verfügt, in Briefwechsel zu treten zrv. späterer Heirat Angeb. mögl. m. Bild unter 06387 an den Gieß. AaL. Witwe 39 Jahre, sucht sich bald wieder zu verbeirate«, ©wünscht ist Militäran- wärter oder Kriegsbeschädigter. Selbigem ist geboten, die staatliche Stelle ihres verstorbenen Männer zu übernehmen. Schrift!. Angeb. unter 06399 an den Gieß. Anzeiger erbeten. frisiert u. onbit- WWICH üert in u. außer zu kaufen gesucht. Angebote unter 6126 an den Gietzener Anzeiger erbeten. Pserüehliare Kiihham Fchiveinkhtttt kauft iedeS Quantum H. Siiskind, Neuenweg 29. ms Studentin erteilt Nachhilfeunterricht in Mathematik. Latein, Französisch. Englisch. Schrift!.Angeb. unter 06395 an den Gieß. Anz. erb. dem Hause. E. Blockstraße 8. Scholz. ‘06276 Urlauber! Wer reist nM ß Kiew? Bitte BfirpfsrrfStit 14 8 14 , Eine Grube Asche und eine Grnbe halb Mist, halb Asche unentgeltlich abzufabren 8218 Kalser-Allee 1. Eine Ertösung für Jeden at unser ' 'Spranzbsrxf üsatscbssfedirfant. Ohne -VöWj Ofine Gomfm'b&td, QhceScherJ&irwTte* Unbngeo Sfe greth, "PnyspeSt Die Erfinder: Gehr . Spranz, Unterkochen (wiirttb.) Nr. 11 Wir oder Mich? Bo.-zügü Lehrbuch d. de-.uschen kvrach» 2. Rechnen 3. Sch-uschreiben 4. Rund» schnft b. Etenogrerphie Schrei 6. Maschinenschreiben 7. Buch ühru»^ (einf.,dovv.u.«nnerik.) S.D.NechtsamO i.Hause 9-Briesfeller 10.«rchischrei», lehre 11. Fremdwörterbuch 12 . Geoxra- phie 1S.«uk Lnalisch 1v^r»ch»nch. 16»«FAßjä' Lehrbücher, urs- M. 21, einieln M. 1.L» «achn. Kch»n»»r; K Eo., Berti» 14 wir Uefern auch jede« andere Duch (4871ss) Leitung: S224c Hofrat Hermann Steingoetter. DienStag fc. 29. Oft 1918. abends 7»/« Ubr: 4. XHenstafl-AbeMemiBt*- Verstellang. ls Erzielter Komödie in drei Akten von Otto Ernst In Frankreichs Erde ruht nun mein Glück, Mein lieber, gruter Mann kehrt niemals mehr zurück. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die traurige, schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der stets treusorgende, liebevolle Vater seines Kindes, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate Wehrmann Daniel Koch Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 116, 8. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille nach 50monatiger treuer Pflichterfüllung am 7. Oktober uns durch den schrecklichen Krieg entrissen wurde. In tiefem Schmerz: Christine Koch geb. Wißner und Kind nebst allen Angehörigen. Gießen (Schützenstr. 62), Londorf, Allertshausen, Puddings- hausen, Bußfeld, Hamborn u. in französischer Gefangenschaft den 29. Oktober 1918. Es Ist bestimmt ln Gottes Rat, Daß man vom Liebsten, was man hat. Muß scheiden. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 8207 Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser lieber, guter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Unteroffizier Otto Schmidt Maschinengewehr-Scharfschützen-Abteilung Nr. 64, I. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes nach 35 monatiger treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von 22 Jahre« durch Granatschufi am 16. Oktober sein junges, hoffnungsvolles Leben fürs Vaterland lassen musste. In tiefem Schmerz: G.C.Schmidt,Werkführer Martha Schmitt, geb. Schmidt Marg. Schmidt geb. Roth Wilh. Schmitt, Bahnmeister Wilhelm Schmidt Minna Peusch. Kinzenbaoh, Braunfels, den 28. Oktober 1918. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 08884 Gestern abend 10 Uhr verstarb nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater» Schwiegervater und Großvater Heinrich Metzger III. Gastwirt und Schmiedemeister im Alter von 58 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen; Elise Metzger geb. Koch Karl Metzer, z. Z. im Felde, u. Frau Lina geb. Metzger nebst Kindern. Amalie, Karl, Lieschen, Mariechen und Frieda Metzger. Nonnenroth, den 28. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch den 30. Oktober, nachmittags 2 Uhr, statt. 8213 Sonntag abends 9 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere geliebte, gute Mutter und Großmutter FrauEmmaSchlörbWwe. geb. Spanier nach vollendetem 55. Lebensjahre. ln tiefer Trauer: Familie W. Hahn GWfen, den 28. Oktober 1918. p au , Susat un(j ^ Friedei Schlörb. Die Beerdigung findet Mittwoch den 30. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. B Danksagung;. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Tochter, Schwester und Schwägerin herzlichen Dank. Familien Häßler und Kühn. 8212 Gießen, Trier, den 28. Oktober 1918. — __ v ; , 8209 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Leid sagen wir unseren aufrichtigsten Dank. Fritz Schudt Anna Keller Witwe Martha Keller. Neumühle b. Lieh, Melbach, 28 . Okt. 1918 . Nachruf! Infolge schwerer Verwundung und einer im Kriege zugezogenen Lungenkrankheit wurde heule unser Ueber Turubruder Garde-Grenadier Karl Wenzel Jntz.deS Eisernen Kreuzes 2 Klasse, der Heimchen Tavterkettsmedaille u. des schw Kreuzes der Verwundeten, in der Heimat zur letzten Ruhe gebracht. Em ehrendes Andenken wird ihm bewahren Der Turnverein Langsdorf. LangSdorf, den 27. Oktober 1918. Verwandten. Freunden und Bekannten die ^^"^^'"ellung, dag am 27. Oktober, abends 9 Uhr. unter mnigitgeliebtes, Herzens- gutes Knid und Schwesterchen Etti Danksagung. Für die ehrenvolle Begleitung sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die trvst- reichen Worte des Herrn Pfarrers Barth an dem Grabe unseres lieben Entschlafenen sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Zimmer und vier Kinder. Großcn-Buseck, Frankfurt und Heidelbach 27. Oktober 1918. v OßSPO M 'mm "ach kaum vollendetem 13. Lebensjahre nach längerem, schwerem, mit größter Geduld ge- tragenem Leiden durch einen sanften Tod er» löit wurde. In tiefem Schmerz: Heinrich Momberger, z.Zt. im Felde und Familie. 0(406 Gießen lBruchstr. 12). den 29. Oktober 1918. *ie Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr aus dem Reuen Friedhof statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schäfer VI. und Kinder. Annerod, den 28. Oktober 1918. 8210 Danksagung. Allen denen, die uns an unserem schmerzlichen Verluste ihre wohltuende, herz, liche Teilnahme bezeugt haben, sagen wir aus diesem Wege herzlichen Dank. Heinrich «lbach X. Familie Bürgermeister Hoffmann Familie Johanne» Albach VN. Danksagung. Für die Beweise überc iS reicher Teilnahme bei dem uns so sanier betroffenen Verluste sagen wir innigsten Dank. Im Namen d. trauernden Hinterbliebenen: Kamille 5. vaum. Wiescck, den 28. Oktober 1918. 06377 Burkhardsfelden, 27. Okt. 1918. 06402 Für alle Beweise der Liebe und Teilnahme an dem Verluste unseres geliebten Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Johanna Albach u. Tochter. Lich, den 29. Oktober 1918. 06397 Kr. 254 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag. 29. Oktober (9(8 Aus Stadt und Land. G ren, den 29.Oktober 1918. ** AuSZeichnungen. Ter Sergeant der Landwehr.Fritz 4ep|i, Lohn des hiesigen Reichsbanlbeamten Karl JeMt, erhielt in den letzten schweren Kämp en an der Westfront das Erserne Kveuz erster Klasse. — Der Musketier Hermann Harbach von hier erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Masse. . ^ ** Der Gustav - AdoIf - Frauen verern latzt rn den fflächsten Wochen wieder iug endliche Sammlerinnen ber seinen Mitgliedern und Freunden um Gaben bitten. Alljährlich um drese Zeit klopft er du die Türen, alljährlich bisher wurde ihm freunmra- geöffnet. Er wird auch in diesem .Jahre nicht anders Krieg Hai die Aufgaben des Vereins vermehrt und vergrößert Er hat zumal im Osten feinen Schutzbefohlenen mel neue Jcot *u den alten Sorgen gebracht. Deutsche Gemeinden in Ostprentzen, m Polen und Galizien, in Siebenbürgen verlangen dringend nach seiner Hilfe. Und auch wo Kriegsschicksal nicht unmittechar cm» führte, wissen ja wir in der unberührten Heimat, nne Rot mro Sorge heute alles ergreift, überallhin sich fühlbar macht. Ter Bevern bittet darum herzlich, ihn nicht M vergessen. Er hofft sogar, daß es ihm nicht als Unbescheidenheit ausgelegt werden wird, iveun er an alle, die dazu cin der Äige sind, die wettere Bitte richtet, ihre Beiträge, wenn irgend möglich, um ern Geringes zu erhöhen. Es war im vorigen Jahre nur gerade möglich, den dringendsten Anforderungen zu genügen. Ter Verein würde es schmerzlich empfinden, wenn er sich genötigt sehen sollte, sich m seinen Unterstützungen einzuschränken. Er hofft, daß das nicht der Fall sein wird. Alle, die ies angeht, mögen dazu helfen! — *♦ WeihnachtsVaketverkehrnachdemFelde. Um die über die Militär-Paketämter zu leitenden Weihnachtspakete für die Truppen im Felde möglichst bis zum Feste ihren Empfängern zuführen zu können, müssen sie bis 2. Dezember d. * 5 . ausgeliefert sein. In der Zeit vom 3. bis 25. Dezember d. I. weiden Pakete für das Feld zur Besöiderung nicht angvwmmen. Wegen der schwierigen BeförderungsVerhältnisse nach den entfernter gelegener Gebieten wird die Auflieferung von Paketen dorthin bis zun nachftel^end angegebenen Tagen enrpfoblen: Rach der Türkei uiid dem Kaukasus bis 3,1. Oktober d. I., nach, Rumameu und Italien bis 10. November d. I., nach Finnland ms 20. Jlo- ucmber d. I. Für Frachtstücke werden dieselben Auhxabetermrn empfohlen, doch tritt für sie die Annahmesperre ab 3. Dezembe nicht ein. Ter Päckchenverkehr wird durch vorstehende Anordnungen nicht berührt. Kreis Büdingen, nt, Leidhecken, 39. Oft. Dem Gefreiten Otto Rhein-. siurth in einem Feldartillerie-Regiment wurde bei den letzten schweren Kämpfen in Frankreich das Eiserne Kreuz zweiter Mape verliehen. , ^ ^ ch- Lorbach, '27. Oktober. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt der Leutnant d. R. Heinrich Heus 0 hn, Sohn des hofften Lehrers K. Heusohn. Diebach a. H. Das Eiserne .Kreuz erhielt der Schütze Wilhelm Blum. — Hain chen. Fritz K au s - mann wurde zum Unteroffizier befördert. — GlauberH. Rach kurzem schweren Leiden starb in einem Darmstädter LaMrett der Unteroffizier Kar Lehr. Kreis Schotten. # Schotten, 27. Okt. Das Eiserne Kreuz 1, .Klasse, früher dasselbe 2. Klasse und die Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Ser.^eant Will>elm Keil. — Michelbach. Das Erseme Kreuz erhielt der Krankenwärter Heinrich Schuchard, früher das Hessische Sanitätskreuz und Kriegsehrenzeichen. Kreis Friedberg. Friedberg, 26. Okt. Vorgestern trieft der Oberhessische Verein für Baseler Mission, dem 74 oberhessische Gemeinden als Mitglieder angehören, seine diesjährige Tagung hier ab, dre trotz der erschwerenden Zeiwerhäftnisse gut besucht war. Ter Vorsitzende des Vereins, Dekan Guß mann, eröffnete sie und erstattete den Jahresbericht. In ihm wurde besonders aus die Angriffe dev britischen Regierung gegen die Baseler Mission ta genommen, utib die ftare, entschiedene Stellungnahme der Miffionslertungj hierzu anerkannt. Die von Pfarrer Vogel-Reichelsheim vor- 2VCV ' w 0 uuu. Ättffionar- ton berichtete interessante Einzelheiten von seinen Kriegserleb wissen aui der Gold käste. Am Abend machte eine gut besuchte Ge mein de feie r, in der die genannten Herren nochmals zum Worte kamen, den Schluß der Tagung. nt Friedberg, 28.Okt. Heute nacht hat es zum ersten Mal gefroren und der Wärmemesser ist bis auf 2 Grad unter Null gesunken. Hoffentlich hält die Kalte nicht an, denn es stehen noch miete Feldfrüchte draußen, namentlich DickwUrz, die Frost nicht vertragen können. nt. Friedberg, 28. Okt. Am 31. Oktober suchet eine Stadtverordneten Versammlung nrit folgender Tagesordnung statt: Neubau eines Ofens für das Gaswerk: Beschaffung von Notgeld: Gesuch des W. Stau bi um Erhöhung des Fuhrlohns für den Leichenwagen i Gesuch der Brauereien uni Herabsetzung des Oktrois: Gesuch des früheren Schreibgehilsen Kipp: Weihnachtsgaben für die Truppen im Felde: Eingabe des katholischen Pfarramts Um Erhöhung der Vergütung für Heizen und Reinigen des Schulsaales: Gesuch des Eislausvereins um Stundung des Pachtgeldes: uneinbringliche Ans stände des (Ärswerks; Streitsache mit Stadtbaumeister i R Zörb: Schreiben des Garnison temmcmdos betr. Bereitstellung von Räumen: Errichtung van Mieteinigungsämtern: Baugesuch des Heinrich Schneider: Geländesragen: GÄändeVerpachtung; Vermächtnis Eich; Besetzung einer Lehrerstelle (Stadtteil Fauerbach): Beschaffung einer Kartoffel reserve: Rechnung der Schillerschule für 1917. nt. Dorheim, 29. Oft. DiMeUxvebÄ Ernst Papst, stud ttat.-ver., im Lechgarde-Infanterie-Regiment 115, 1. Bataillon, Lechkompagnie, Sohn dos Landwirts Jöhs. Papst (Hofgut altes Boigwerk», wurde zum Leutnant der Reserve befördert. Auf dem Felde der Ehre — W 0 hnbach. Das Eiserne erhielt der Fa hr eh # Ober-Wöllstadt, 27. Okl tarb der Gefreite Jakob Schütz. Kreuz, früher Hesffsche Tapfcrkeitsmedaillc, , , . Georg Wolf. — Dorheim. Auf deni Felde der Ehre starb durch Grauatvolftreffer der Leutnant d. R. Lehrer Jakob Win- er, Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Uasje, der Heffc- schen TapferkeitsMedaille uiid des Hessischen Kriegsehrenzeichens in Eisen. Dienstlich als Lehrer wirkte er in Ostheim bei Butzbach, Storndorf, Reuters, hier ^j\b seit 1910 definitiv in Trebur. Starkenlurg und Rheinhessen. I Darm st adt, 27. Okt. Ter Großherzog hat dem Oberbürgermeister Tr. Glässmg mitgeteilt, daß für Kriegsdauer große Teile des Residenz schloss es für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt toerden. Jni sogenannten. Glockenbau werden Offiziers- guartieve bereit gestellt. Auch das neue Palaus soll an ber Ein- auartierung beilnehmen. Bekanntlich wurden Teile des Mainzer Schlosses der Stadt Mainz zur Verfügung gestellt. Die Schlösser Mönch-Bruch, Romvod und Seeheim dienen bekarrntlich als .Kindererholungsheime, das Fürstenlager in Auerbach als Lazarett. Kreis Wetzlar. wa. Wetzlar, 28. Oft. Fürs Vaterland sind gestorben: Musketier Karl Georg, aus Ehringsl-ausen. Musketier und Installateur Wilhelm Will, aus Wetzlar. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. wurden ausgH-eiichnel: Fahneninnter Unteroffizier Erich W a l d - 'chm idt. in einem Feldart.-Regt. aus Wetzlar. Schütze Paul Mignon, aus Wetzlar. Musketier Hch. Schlaudrafs, aus Leun. Musketier Stahl, aus Neukjvcheu. Als verwundet ist weiter gemeldet: Gefr. Friedr. Gier Hardt aus Ahrdt Er liegt z. Zt. verwundet in Zoppot bei Danzig. Letzte riaÄ)ricbten. Dev neueste Bericht dev Heevesleitrrng (WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Okwber. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In der Lysniederung wiesen wir Teilangriffe des Gegners bei Olene ab. Stärkere feindliche Abteilungen, dienord- westlich von Eonde das östliche Scheldeufer zu gewinnen suchten, wurden im Gegenstoß zurückgeworfen. Südlich der Schelde drangen starke englische Angriffe bei Dämons vorübergehend in unsere Linien ein. Das Infanterie-Regiment 176 unter Hauptmann Preusser warf den Feind völlig zurück. Die siebente Batterie Feldartillerie-Regiments 71 und die Jnsanterie-Geschütz-Vatterie 38 trugen in vorderster Linie wesentlich zum Erfolge bei. Oestlich twn Artres wurden Teilangriffe des Gegners abgewiesen. Der Feind setzte die Zerstörung der Ortschaften östlich der Scheldeniederung fvrtt Auch Balenriennes lag unter starkem feindlichen Feuer. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Angriffe der FranMsen gegen den Oise-.Kanal zwischen Etreur rrnd Lesguielles scheiterten in unserem zusammen- gefastten Artilleriefeuer. Schwache Teile, die über den Kanal vorstieszen, wurden im Gegenstoß zunickgeworfen. Westlich von Guise kamen feindliche Angriffe in unserem Feuer nicht voll zur Entwicklung. Im Soruhe-Abschnitt beiderseits der Straße Laon—Marle wiesen posensche und westpreußische Regimenter am frühen Morgen starke Angriffe des Gegners ab. Heeresgruppe Gallwitz. Zwischen Aire und Maas zeitweilig aufledende Artllle- rietäligkeit. * Wir schossen in den beiden letzten Tagen 49 feindliche Flugzeuge und 3 Fesselballone ab. Der Chef des Generalstaüs des Feldheeres. * . * Eine österreichisch-ungarische Note an die feindlichen Mächte. Wien, 28. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Die österreichischungarische Regierung hat gleichzeitia mit der an Staatssekretär Lansing gerichteten Note den Inhalt derselben der französischen, der königi. gwßbritarrnffchen, der kaiserlich japanischen und der königl italienischen Regterung mit der Bitte mitgetecktz dem darin enthaltenen Vorschlag auch ihrerseits zuMsttmmen und denselben bei dem Präsidenten Wilson zu unterstützen. Presse und Regierung. Düsseldorf, 28. Oft. (WTB. Nichbarrrllich.) Der Ber band der rheinisch-westfälischen Presse hielt unter dem Vorsitz von Dr. Dvescmann^Köln eure außerordenttrche Ver sammlung ab, in der Standes- ruck» Berufsfvagen, insbesondere die L-tellung der Redakteure und das Thema Auslandsdienst und Presse erörtett lourden. Eürstimmigi wurde eine Entschließung gutgeheiben, tvorin bedauett wird, daß die Presse während des Krieges berufnen Stellen nicht immer so unterrichtet worden sei, wie es das Wohl des deutschen Volkes und die glüclliche Durchführung des Krieges erfordert hätten Eine wohlüberlegte EinrräIimg zur Versorgung der deutsctMi Presse mit AuMinsten und fldachrichten, die der Wahrheit entsprechen müßten, würde freudig begrüßt werden. Ob die angeregte Schaffung eines Reichspresseamtes die an eine solche Einrrclstung zu stellenoen Forderungen erfüllen würde, könnte die deuts.che Presse zur Zeit deshalb nicht beurteilen, weil sie über Wesen, Aufgaben und Ziele dieses Amtes nichts Zuverlässiges erfahren habe. Vor feiner Schaffung müsse die Regierung unbedingt noch die deutschen Redakteure und Journalisten gutachtlich hören, die im Reichsoer- band der deutschen Presse ihre berufene Vereinigung erblicken. Zur unbedingten Wahrung der Freiheit und Unabhäugigkei der deutschen Presse müßte vor allen: eine Sicherung geschaffen werden, dagegen, daß ein zentralisiertes Reichopresseamt sich m einer behördlichen Gewalt auSwachsen könne, dce in der Presse lediglich ein Werheug zur Durchführung der inneren und äußere« Potttik her jeweiligen Regterung erblicke. Ta auch die Mügluchteit- der Ersatzung der Nachncl^enabteilungen der Einzelstaaten und der Reichsämter und Ministerien, in erster Linie des auswärtr^en Amts, durch ein zentralisiertes Reichspresseamt ungellärt erscheint, 'ordert die Versammlung von der Regterung, daß vor der Einrichtung eines solchen Amtes Wesen, Ausgaben und Organisationen des Amtes einer öffentlichen Erörterung unterbreitet werden und be- anders mit berufenen Vertretern geprüft und gelöst werden. Die Nationalitätenfrage. / Philadelphia, 27. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter- Meldung. Thomas G. M a s a r h 7, der Vorsitzende der Konferenz der „unterdrückten mitteleuropäischen National ^erklärte: Die Vertreter der in Philadelphia versammelten mitteleuropäischen Union nehmen folgende Hauptgrundsätze an: Tie Vermischung ba Nationen, veranlaßt in den meisten Fällen durch die entnationalL- ierende Politik der Dynastien und ihrer aristokratischen Regierungen, macht in zahlreichen Fällen eine scharfe Raffentvemrung unmöglich. Es ist daher berechtigt, die vorhandenen wirtschaftlichen, kulturellen und geographischen Bedirrgungen in Erwägung zu ziehen. Im Hinblick auf die militärische und strategische Natur der Grenzen ist die mitteleuropäische Union der Auffassung, daß es Aufgabe der Friedenskonferenz ist, welche die Bedingungen ür einen dauernden Frieden schaffen soll, aUgernein die alte nilitaristische Haltung aufzugeben. Tie Union erhebt nicht Einbruch gegen die Anwendung der Volksabstimmung, um nationale und politisck)e Fragen zu entscheiden; aber da sie weiß, wie dieses )rakttsche Mittel mißbraucht werden kann, kann sie sich nur dann :afür entscheiden, wenn aus die betteffende Nation in dieser Hinsicht kein Zwang ausgeübt wird. ' Fliegerangriff auf Worms. Worms, 29. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Heute n»cht fand ein feindlicher Fliegerangriff auf Worms statt. Der Bombenabwurf richtete reinen erheblichen Sachschaden an. Amtlicher Teil. Bst. 931/4. 17. K. R. A. Fällen von EdekkastanienLÄonen. Bekanntmachung. Aus Grund bre §§ 4 und 9b des Gesetzes über den rungszustand vom 4. 6. 1851 Und der Abänderuirg dieses Gesetzes vom 11. 12. 1915 wird unter Aufhebung der di^s. Verordnung vom 16. 3. 1916 Abt Illb Nr. 5620/1410 folgendes an- geordnet: § 1 - Das Fällen von Edellastanienbäumen aller Art ohne besondere vorherige schriftliche Genehmigung des zuständigen Regierungspräsidenten — im Großherzogtum Hessen des Ministeriums des Siwov in dessen Bezirk die Bäume stehen, ist verboten. Die Genehmigung kann erteilt werden: L)wenn die Besitzer der Bäume den NaicheveiS ft die Kriegsl trägen von 61421) Statt Karten! Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Willy Daniel nebst Frau Luise geb. Ockel. Gießen, 24. Oktober 1918. ....... 06407 3rflr die Glückwünsche sowie für die Aufmerksamkeiten zu ihrer Silbernen Hochzeit sage» herzlichen Dank Offizier-Stellvertreter Höhn und Frau ?tc»»nn>»nBi»mimni!:n»!» 8 in»m mma Frachtftlickgüter werden am 30. und 31. Oktober _ Königliche Etsenbabudirektioir. Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Av«. Hath Heute Konzert Elf««« KendltoreL (00 MI. bis 500 MI. liegen zum Abholen bereit. 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