Nr. 252 Der fc'it u «ncr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Ojetze«erZamilienbIätter; Kreisblalt fßr den Kreis Gießen. Bezugspreis: monatl. ütt.1.35, viertel- jLhrllch Mk. 4.05. durch Abhole- U 4 Zweigstellen monatl. Mk. 1.25. durch «ePostMk. 4.05 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsie: I für die Schristleitungl 12 Nerlag,GeschästSstelle51 Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erster Blatt *68. Jahrgang psstscheckkonlo: 5r«mkfvrt a.M. U686 General-Anzeiger für Oberhessen Samstag. 26. Ottober 1918 vankoerfehr: Gewerbebank Gießen Swillingrrunddruck «.Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u.Steindruckerei R.Lange.Schriftleitung, SefchSstrsteiie ».Druckerei: Schuistr. 7. ..»»ahme von Anzeigen f. die Tagesmimmer dis zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbindiichkett ZrUenpreife: für örtliche ''Anzeigen 25lü.sür auswärtige 30 Bi., für Reklamen Mk.1.- »ebsl 20"/„reue- ruttgszttschlag.Platzvor- schritl 20 % 'Aufschlag. Hauptschriitleiter: Aug. Goeg. Berantivortlich für Politik: Atig. Goetz: für den übrigen Tell: 1 )r. Neinhold Zenz; snr den Anzetgenteü: H. Beck; famtlich tu Gießen. Die Zortsührung der Aussprache im Reichstag. Wochenrückblick. Einig« Mütter wollen erfahren haben, unsere Vvlks- regierung fei geneigt, die Unterhaltung mit Wiffon vorläufig nicht weiter forhyufühwn, vielmehr aLzuwarten, welclxe bestimmten Vorschläge nunmehr bezüglich des Waffen stiUstcmdes an uns heran treten »vürden, und inzwischen vor unserem Reichstage die Auffassungen niederKnlegen, die sich auf Grund des letzten Notenwechsels gebildet hätten. Ein solches Verfahren wäre unseres Erachtens nur dann richtig und begründet, wenn der Meinungsaustausch mit dem Präsidenten auch nur einigermaßen befriedigende Ergebnisse gehabt hätte. Das ist jedoch nicht der Fall. Dürfen wir die Entente im Glauben lassen, der Zlveck unserer „Aktion" sei erreicht, und es gehe ein Ausatmen durch unser Volt darüber, daß Wilson einen Waffenstillstand vorzube- reitcn gedeirkt, der uns die denkbar härtesten Bedingungen vorschveibt? Das ursprüngliche Ersuchen unserer Regiernng ging Loch dahin, Präsident Wilson möge den Frieden in die Woge leiten. Die Vorfragen sind ihm hinreichend beantwortet worden; aber die Schritte sind noch nicht geschehen, bk wir aus der ersten Antwortnote von Washington erwarten durften Darin waren wir noch einmal gefragt worden, ob es die Dave Absicht Deutschtmrds sei, sich über die Anwendung der von uns angenommenen allgemeinen Bedingungen auf die Einzelheiten der Friedeus- svagen Ku vergewissern. Diese Frage ist bejaht worden — ober Wilson hat diese Hauptsache ganK fallen lassen und alle seine Verhandlungskünste darauf gerichtet, uns mit einem Waffenstillstand unter schweren Bedingungen mund- uud tatlos KU machen. Es erhebt sich in unserem Volke der Zweifel, ob wir so krank sind, daß lvir diese Decke des! Waffenstil tstcriides über uns ausbreiten lassen müssen, unter der wir hilflos dem Frieden entgegenschwitzen sollen, den uns die Gegner Kugedacht haben. Müssen wir nur die müh- ! sam Ku enträtselnden Rezepte des MenschheitsarzLes ent- gegermehmen, oder dürfen wir an die frische Luft gehen und uns etwas näher nach den Endzielen des Friedens! erkundigen? Wir haben es boorerflich gefunden, daß Prinz Max und seine Berater aus oem Washingtoner Staatsmann nicht vorzeitig Antworten und Bekenntnisse Herausquetschen wollten, die vielleicht noch unreif und uns unbekomml ich gewesen waren. Mochte Wilson versuchen, mit seinen Bundesgenossen näher ins Reine ^u kommen, denn sicherlich waren die Interessen aller beteiligten Entente-Staaten noch nicht | ganz reinlich und endgültig geordnet. Der Augenblick mußte ! kommen, wo nicht nur die Kunst, sondern auch die Kraft Wilsons auf die Probe gestellt wurde. Er teilte uns in seiner letzten Rote mit, daß er seinen Kampfgenossen dies • bisherige Korrespondenz mit uns unterbreitet hätte. Wir ; dürfen hoffentlich annehmen, daß er noch etwas mehr getan und erforscht hat. Es war an der Zeit, daß die Londoner und Pariser Politiker sich auch einmal über die von Wilson verkintdeten Bedingungen änßerten und ihre letzten Ge- i danken und Pläne offenbarten. Diese Klärung der Dinge erscheint uns noch viel richtiger und dringlicher als die ! von Wilson eingeforoerten Waffenstillstandssicherilngen. I Mochte der Präsidcmt immerhin an das deutsche Volk seine Zwischen fragen stellen, deren Beantwortung unseren Gegnern allen Anlaß genomnren hat, uns eine Zwangsjacke zurechtzuschneidern. Die bisherige Taktik unserer neuen Regierung, Geduld zu üben, feinoliche Voreingenommenheiten zu entwaffnen, soweit diese nicht nur eine listig angenommene Hallung bedeuteten, war nicht zu tadeln. Allein auf derselben Balm darf es nicht endlos weiter gehen; wir dürfen den Präsidenten nicht dcurernd ermuntern, seine Rase in unsere häuslichen 'Drgelegenheiten zu stecken, sondern! wir müssen endlich wissen, ob irgendein guter Wille in ihm steckt, einen wirklichen Rechts ftieden herbei führen zu helfen. Die letzten Sätze in seiner Rote vom 23. Oktober enthielten eine dunkle Andeutung, daß wir nur darum keine leichteren Bedingungen zu erwarten hätten, weil wir die Macht noch nicht hinlänglich zugrunde gerichtet hätten, die bisher Deutschlands Gesck)äcke beeinflußt und geführt habe. Daraus könnte noch einmal kurz und aufklärend geantwortet werden, aber unsere Volksregierung müßte dabei von ihrem bisherigen Lager aufstehen und Herrn Wilson ' bedeuten, daß er ihr nun genugsam den Puls gefühlt habe. Die Gegenfragen müssen enolich gestellt werden. Wenn es sich um einen Re'chtsfrieden haiü>eln soll, muß unsere amtliche Vertretung reden, ehe es zu spät ist, muß sie oblegen/ was nach Knechtsgebärde aussieht, muß sie die Würde und den Stolz unseres großen Volkes wiederaufrichten. Die Aussprache mit Wilson, die bisher wenig rühmlich für unS war, darf nicht leise und ängstlich auf unserer Seite verklingen. Wenn es bisher vielleicht geschickt und vorsichtig war, Mäßigung und Selbstbeschränküng zu üben — so ist I jetzt die Stunde gekommen, zu zeigen, daß die deutsche Politik Inhalt und Ziel, daß sie noch einen Rückhalt an Kraft und ungebrochenem Willen besitzt. Der Reichstag ist leider noch der alte Kampfplatz der Parteien geblieben, und die letzten Verhandlungen, die er uns beschert hat, haben unser Ansehen im Auslande nicht gefördert. Wie kläglich ist es im Grunde, daß man sich mit den Polen über deutschen Landbesitz, über die Zukunft der Stadt Danzig, streiten mußte, während die Regierung rwch kein Programm aufgestellt, noch keine festen Schranken gegen maßlose Forderungen der Gegner errichtet hat! Wenn der „Vorwärts" heute schreibt: „Wir dürfen uns 'die Gefahr nicht verbergen, daß am Friedenstisch das Wilsonprvgramm als wesenlose Hülle sinken und der nackte Machttrieb des Siegers zum Vorschein kommen könnte" — so fällt es schwer, zu glauben, daß unsere Volksregierung tatlos dieser Gesakw weiter entgegenschwanken will. Gewiß ist es jetzt verfrüht. zur „nationalen Verteidigung" aufturnfen und alle Verhandlungen mit dem Gegner abzubrechen. Aber diese Verhandlungen müßten so geführt werden, daß ihr Ergebnis belebend und anfeuernd auf unser Volk wirkt, im Geiste mutiger Wahrheit und im Drange nach Klarheit und Abschütto- lung aller Zweideutigkeiten! „Es ist der Geist, der sich den Körper baut." Versagt unsere Votksregierung, führt sie die Geschäfte schleppend und unentschlossen, dann helfen alle Mittel nichts mehr. Dann werden Kleinmut und innere Zerrissenheit ein trauriges Ende herbeisühren. Man blicke nach Oesterreich-Ungarn, wo aller Zusammenhalt gelockert ist, wo alles aus den Fugen gegangen ist! Was kann der Nachfolger des Grafen Burian auf dem Posten des Außenministers, Graf Julius Andrassy, ein treuer Anhänger des alten Bündnisgedankens, noch Rettendes zuwege bringen? Die Völker der Monarchie sind im Begriffe, ihre eigenen Regierungen zu bilden. Der Vollzugsausschuß der deutsch-österreichischen Nationalversammlung hat beschlossen, den übrigen Nationalitäten vvrzuschlagen, die Friedensverhandlungen selbständig zu führen und nur für die Frage des Waffenstillstandes und den Uebergang in die neue Zeit eine gemeinsame Delegation zu bilden. Der herzbervegende Aufruf des österreichischen Kriegsministers, der vor den finstersten Gefahren warnt, die bei der Rückkehr des Heeres ein- treten würden, falls die inneren Streitigkeiten bis dahin noch nicht beigelegt sind, muß auch auf uns Reichsdeutsche eine Wirkung haben. Hätten wir es nicht viel leichter, die innere Einigung und Selbstbesinnung zu gewinnen? Sind wir nicht eines Volkes, haben wir nicht unsere deutsche Sprache, Sitte, unser gemeinsames deutsches Ehrgefühl und eine Volksbildung, die tvohl erkennt und fühlt, daß es Unwürdiges zurückzuweisen gilt? Unsere Regierung mache sich jetzt zum Sprecher der deutschen Stimmung, des deutschen Verlangens — und dann sind wir auf dem Wege zu einem ehrenvollen Frieden . . . (WTB.) Großes Hauptquartier, 25. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprrnzRupprecht. In Flandern dauern die Kämpft in der Lys-Niedenmg an. Der Feind, der in den südwestlichen Teil von Deinze ein- di-ang. wurde im Gegenstoß wieder zurückgeworsen. Südwestlich von Deinze nahmen wir Teile des von den Franzoftn über die Lys vorgeschobenen Brückenkopfes. Oestlich von Vive St. Elei schlugen wir einen stärkeren Angriff zwischen der Lys und Sche.de und an der Schelde Te lvorst ß des Gegners ab. Die Zerstörung der Ortschaften in der Schelde-Niederung durch den Gegner schreitet fort. Auch das Stadtinnere von Tournai lag unter englischem Feuer. Dir Abwanderung der Bevölkerung aus dieftn Gebieten nach Osten nimmt zu. Oestlich von Solesmes und Le Cateau setzte der Engländer seine großen Angriffe fort und dehnte sie nach Norden bis an die Schelde aus. Südlich der Schelde sind sie vor uttftren Linien auf den Höhen Mich des Emillon-Baches gescheitert. Die gegen Le Quesnoy gerichteten Angriffe drangen bis zur Bahn nordwest ich und Westrich von Le Quesnoy vor. Versuche des Feindes, westlich an Le Quesnoy vorbei in nördlicher Richtung durchzustvßen. scheiterten an dem Eingreifen unserer von Sepmeris und Villers Bol aus angesehen Truppen. Der in breiter Front gegen den Dald von Morval an- stürmende Feind konnte in Poix-Du-Nord und Fontaine an- Bois Fuß fassen. Im übrigen wurde er westlich der Straße Englefontaine—Land'-ecies nach heftigem Kampfe zum Ste- hm gebracht. Die gestrigen Angrifft haben dem Feinde im ganzen einen Geländegewinn von 800 bis 1000 Meter Tiefe gebracht. Größere Erftlge blieben ihm trotz seines außerordentlichen Kräften nsatzcs auch gestern versagt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An ber Oise, zwischen Oise und Scrrc und westlich der Aisne zeitweilig Artillcrieltimpf. An der Oise scheiterten Deilvsrstsße des Gegners. Zwischen Oise und Serrc wurden stärkere Angriffe der Franzosen abgewiesen. Wo der Feind in nufere Linien eindrang, warsen wir ihn im Gegenstoß wieder zurück. In den Abschnitten beiderseits Vonzieres ließ die Gesechrstätigkeit nach. Die Höhen südlich von Chesters wurden von bayerischer und wnrttembergischer Besatzung gegen erneute heftige Angriffe des Feindes gehalten. Heeresgruppe Gallwitz. Teilangriffe der Amcr kaner aus beiden MaaSufern wurden abgewiesen. S ü d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Feindliche Angriffe beiderseits der Morawa. Westlich des Flusses drängten sie uns in dem Gebirge südlich von Kragujcvac etwas zurück. Oestlich des Flusses in Gegend von Parsern wurden sic abgewiesen. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Handelsminister § i s ch beck über die Kriegsanleihe: Deutschland wird niemals eine R.e- gtmmg haben, die nicht einmütig hinter der Kriegsanleihe steht. Der Abendbericht. Berlin. 25. Okt.. abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern wurden feindliche A n g r i f f e Wi chen Lys und Schelde abgewiesen. Zwischen Sche de und Oise heute kerne größeren Kämpfe. Französische Angriffe auf etwa 50 Kilometer breiter Front von der Oise bis zur Aisne mit dem Hauptstoß zwischen Oise und Serre und westlich der Aisne sind g e s ch e i 1 e r t. Oestlich der Aisne und beiderseits der Maas Teilkämpfe. Der Sfterreichisch-nngarische Tagebbericht. W i e n. 25. Oktober. (WTB.) Amtlich witd v?rlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Das Friedensangebot der Mittelmächte hat unsere Feinde im Südwesten nicht daran gchindert, unseren und ihren Armeen neue Blutopfer aufzuladen. Heftiges Artii- leriefeuer leitete vorgestern zivichen der Assaschlucht und der Adria den Angriff ein. der gestern früh an der venetianh- schen Gebirgsfront im Raume südlich des Montello losbrach. In gewohnter Tapferkeit, Pflichttreue und Manneszucht haben unsere braven Truppen den Ansturm abgeschlagen. Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden war das Gelände südlich von Asiago, der Monte Sisemol und das Gebiet tieg Monte di Val Bella der Schauplatz erbitterttr Kämpfe. Es gelang dem Feinde, stellenweise in unsere Gräben ein ruh dringen. Aber er wurde wieder zurückgeworfen und mußte in der Nacht mich den am längsten behaiwteten Sisemol wieder räumen. Die Szepter Infanterie-Regimenter Nr. 82 und 131 und das Honved-Negiment Nr. 39 haben den Hauptanteil an diesen Erfolgen gehabt. Zu noch größerer Heftige keit steigerte sich das Ringen im Berglande östlich der Brenta. Auch hier vermochte der Feind vorübergehend örtliche Erfolge zu erzielen. Er setzte sich auf dem Delta Caprila. Aso- lone. dem Monte Pertiea und dem Selarolo in unseren vordersten Gräben auf kurze Zeit fest, mußte jedoch sehr bald dem mit äußerstem Schneid geführten Gegenangriff unserer Braven wieder weichen. Fünfmal rannten die Italiener gegen den Spinuccio vergebens an. Das Infanterie-Regiment Nr. 9 (Stry), das den Aso- lone im barvourösem Gegenstoß wieder zurückgewann, die Regimenter 73. 99 und das junge südungarische Regiment 129, das den Spinuccio verteidigte, die Schützenregimenter 14 und 24 haben sich mit Ruhm bedeckt. Unsere brave Artillerie bewährte sich westlich und östlich der Brenta wie inrmer als treue Helftrin der Infanterie im Kämpft. Der Vorstoß einer englischen Division auf die Piave- Insel Papadopoli vermochte imr den Nordslügel unserer Vorposten etwas zurückzudrücken. Der südliche Teil der In- ftl wurde twllig behauptet. Balkan-Kriegsschauplatz. Im nördlichen Albanien weitere Nachhut- und Ban» denkämpft. Im Santschak Novibazar sind Entente-Abteilungen durch Bandenzuzug bei Navaros angelangt. Südlich von Kragujevac beiderseits der Morawa in der Zlatowo Pla- nina haben österreichisch-ungarische und deutsche Trtippen nachdringende feindliche Bataillone erfolgreich abgewehrt. Der Chef des Generalstabs. m. Deutscher Reichstag. 196. Sitzung vom Frcitog den 25. Oktober. Am Bimdesratstische: v. P für die Witwen und Waisen licrbeizuführen. Geheimrat W ü r in e l i n g: lieber die Gewährung einer gesteigerten Fürsorge für bedürftige Rentenempfänger usw. schwelen Verhandlungen. Vmi den Warsen-Rerrtenempfängern fretommt die größte Zahl Bezüge auf Grund der militäriscl>en Hinlerblie- lvnen-Fürsorge. Wo noch Hilfe nötig ist, tritt die aemeirnschaft- liche KriegSwohlfalirtspilege l?elfend ein. Für die Witwen und Waisen aus der llnfallversicherung liegt ein allgemeines Bedürfnis nach neuen Zuschlägen nicht vor. Denn bei den Witwen ist Erwerbsunfähigkeit nicht Voraussetzimg des Retttenbezuges, während die Waisenrente im Betrage der Witwenrente gleichkommt, also verlfälttnsmäßig l>och jft Im Falle des Bedürfnisses wird durch die gemeindliche Kriegsnwhlstrhrtspflege geholfen. Aucb aus erleichterte Gewährung der Kriegswo^lsahrtLpilcge wird Bedacht genommen. Für die Knappschastspeir'Eiotren sind die Landes- behörden zuständig. Abg. Haase (U. Soz.) weist daraus hm, daß eine öffentliche Frauenversammlung in den (^emtania-Sälen am 11. Oftober in Berlin verboten nwrdcn fei* weil es sich nicht um eine unten die Ausnahmebestimmungen des Olierkommandos in den Marken fallende Wählerversantmlung haichelft und fragt an, ob der Reichskanzler gegen diese Beeinträchtigung des Versammlungsrechts etwas zu tun l>cabsichtigt. Unterstaatssekretär Lewald: Nach der Bekanntmachung deS Oberkommandos in deir Marken vom 9. Dezember 1914 siird öffentliche Versammlungen politischer Parteien oder diesen gleiw- znachtender Vereinigungen nicht gestattet. Auf Grund dieser Veröffentlichung ist auch die öffentlicl>e Frauenversammlung verboten tvivrtdenü Abg. Haa se (U. Soy.) wendet sich iit einer weiteren Frage dagegen, daß eine Wählerversammlung des ersten Berliner Äsaljl- itreises der unabhangigeir Sozialdemokraten arufgelöst wordcm aß er crtc Äeutzermra tat: So wetzt uns m diesen Zagen wieder der alte, reaktirmäre Wind entgegen. Unterstaatssc^retär Lewald: Der Herr Reick^Zkan-ler ist im Einverständnis mit dein Minister des Innern der Ansicht, daß die Auflösung zu Unrecht erfolgt ist. . S&O-, Dvch (So*.) fragt an, ob dem Reichskanzler bekannt fei, daß in den Gemeinden., wo die Grippe herrscht, nicht immer die.für die Kvcprkeu erforderlichen Leb«rsmittel wie z. B. Haferflocken, mit der nötigen Schrelligkeit zu beschaffen sind. . Wg- Schlee lnatl.).- Dattsche werden die Polen nie wer-1 Stimmen der Menschtichkett und blind gegen anständige Enex» ^bO^das verschuldet. Das rft eme Folge der iBer-j rische Methoden ist. Tie andere Bedingung ist^ne m o raü N^nheit bet »«Jet Wir haben nur zu fragen/ was uns I lische. Das britische Reich bericht nicht" aus'Gewalt, Indern £euV\uycn ttfi&t. Das Deutsche Bvkk hat m>ch ^vast m sich, es! epegenpkit^em Verltcherr und ^ UnterslaEs^vetar v, B ra u n. ^re Reg.lung der Smrder- Hafter Verfall rechts und bei ben ^toturral liberalen. Ruf: Endlich alle ohne Ausnahme bereit waren, sich aus ganzem fcenen an (^ -Elllm aus Unlatz der Gcior>- eure deuische Rede, Hochrufe und anhaltendes Händeklatschen aus iäesem großer» Karnpfe für die Freiheit zu beteiligen. Für d« Ewdenne ber^igten Versorgung^pnt.ulien (U. » '■ W„fH ^— I U^i+ ^ ^— er—:—.— ~— r .— r .-v . r , — u Jj??? 1 §!% 32 L" n H'ch nut den! Äög ,lt o h n -RordhMiien i U Soz.): Tie Attsp.Lche der l heit und'den Friesen enrspr'ang, soirüern' daß ,äls'"^r 'Am^ lrllgnnerirm Mrwmmmcg ^nwfeofrior«uiifl PBMn» !«* ^ntndmL Schon nach der ersten Marneschlacht war blick kam, cS sich herauSsteltte. Lß teSiftei »i£S lewndere orn ^i^verlorrn. aber trotzdem hat irnni jebem ZuitundelonrmLn in allen Teilen der Wett eines Herzens und einnrüt^ ware^ SsÄ ^^?Eln ist leider mrf* uröglrch, um des Friedens enrgegengearbettet. Ludendorff hat Ende Sep., Das ist eine der großen Erbschaften dieses Kr^aes Sie aidt E ^ f tom 5S-w at6 «? c,: - lln ^legraphiert, es nch^e sofort ^rne verhäng uns allen die Erwartung ^Sicherheit, daß^e A^st^! " ie ^ müs.en auslihlreßluh sür die lungstahrge Regierung gebildet werden, damit mit Wilson ein Hungen nicht nur von einem ehrenvollen triirmobrere: . . . Wanen»irll,t^^*or di m Straf ge :rcht Nicht retten. (Abermaliger I 2^^de die Interessen des imperialistischen Enalanvs mit de» Inter> ^ S^^e und dritte Leiung des G^etzeutiwurfs zur I Ordnurvgsrack.) Helfen tcam mir die Revolution. (Dritter Ord^ I essen der Welt gleich Abänderung der Ri-ichsverfa'sung Wänderung des Gesetzes über die Verfassung Elsaß-Loth-Iwingsruf.) , ^ rin ge ns. Damit schließt die General anssproche. Das Gesetz wrrv anae- <» • , .J”/ü ^ JÜi ***** Wilsons. Auf Vorschlag des Abg. Fi sch deck (Dpt.) wird die Beratung Es folgt die erste Lesung eines Gesetzes zur Aenderuna ^ A-S^ur ß^üMä. Die Kommentare des letzterwähnten Gegenstandes von der heutigen Tagesordnung W Gesetzes über die ^ ^uenoerung der .Aesie zu der neuen Note W ilsons lassen sich in die gesetzt und auf morgen verschoben. Berfo'fmm El^aK-L0:tznn««nS wenigen Worte zusammensassen: Die Militärs haben jetzt das Wort. Bor Eintritt m die dritte Lesung des Gesetzentwurfes zur Beseitigung der Vorschrift, daß bei Ranoerhöhunam ukw Man- ^ P s '^^bt: Jetzig müssen sich! tne alliierten ROgi-erungen in TrfcerVTm der 517^1 Im n cpfirff eirntri+i U|TO. I Europa beraten. ,vffre crteflirno ist sebr enrstt/bt Münderung der Reichsverfassmrg (Stellvertretung des Reichsk.-mz-1 datsverluft emtritt. ^ ^‘*^t Wl .4.i,u V u»» W üii a,w. axun-i -it^irng iff sehr einfach Sie haben nicht lers) regt Präsident Fehrenbach an, die neue Antwort Wil-! Abg. Haegy (els.>: Die Reaktinn in I ^ Wllfonschen Poogwaurms über d-n künfq sous von der heutigen Aussprache auszuschließeu. rlbg. Haegy lels)' Die Reaktion in (Hfai-;,. iUI , I u ^ ."Z " 1 LftlUA ‘^ vev ^miixnritqeri ^5voglvaurms über den küufq I" r^s°m ^holischcA ^LE^ lyLt mmt eto MIK? kS^ •* Ä ® eF« rH^T): «St? S m“* W » MMifenänc f^Tm XÄ L ^ ^ k®™ 5 "’ <*rriYw ftn tw S <>w 0ns fO* itnf»ro rr i ,rr ji • _o 1 cnrri .ftft'AM . r F - ^ L . WI * 1 ouo/lyoaie I rann also nicht die Rede von ^ift piere Gewissenspflicht, in der Schick- Atlassen worden, toie lange soll der Aba Leveaue noch sei?,er kÄ,d-Himnre z„ erheb-n. Unf« ffir M^LtsLch S. tt |Ä,r7S roijfcn,__ob feine Kapitulation gefordert wirb. Sckmtzhast. Seit -*5 Jahren sind toir «in prentzisch verwaltet ÄÄlfÄ SM;? ÜLÄfe ?f«"a«fwtaen Männern wie dem . .. . . - - ---Waffenstillstand rvachucht R-i«S gibt... (Nwher Lärm. R^rf: UnerhöF'BeifÄr HF-! «bg. Gothein'LFn^üF "sie ^ I ^ »u vermitteln. Welche h vechun g durchs Präsidenten) Als Sie das Amt des Präsident^ latsächkichen gegen.väreigen Verhältnis^urid die Sckuldfraaen die aud^'^n ? Marsc^ll Fvch und Über nahm en Huben Sie diese Dribüne als Mutz des freien Wortes an diesen Zuständen bedenken Die Erkläruna ^ F unseres B.mdes bezeichnet^ Wahren Sie mir auch siest Freiheit! lins konnte nicht überraschen sst w mit ^ "bach^ Ichb«e. mir einen Fall;u nennen, 4tjährigen Mitzw.EE und iFb->dt«ch eEand^en Sttmmn^7 W ^ Präsident JBtlfon selb» ®*“SV lt ! Ttreu -M^-ben bin? (Ztrruf: Jetzt!) J^tzt fwt die Sanftarfleit fernen ®S^fatTn ö^eit bS- ^ ^ weise den Borwurf entschieden zurück. Lothringer. Der Landtag nahm sich das Lelbst^rmm/^rirfF . _ Abg. Ledebvur (U. Soz.F Auckr^wir wünschen die Aus- Die Bevölkerung wird abwarten, tu welcher Weise die^u^Re- DK Teilung GesterkeichS. s pwck M, um die Vorwurfe dos Grafen Westarp zurückmeisen > lnerimg ihr^r Aufgaben gerecht wird. . Wien, 25 . Oft. (WTB.) Tie Blätter melden - Die itaq in allen drei L^ungen angenommen. «l ieN ischen Abgeordneten mit Ausnahme von zwei Sozinl- könrren. Abg. Fi schbeck (VpL.): An Gewiffenspflicht lassen wir ims nicht übertresf«. eutr^. -.n. i, , .Danüt ist die Tagesordnung erlÄgt. " '.. I denwkraten Mid zwei Konservativ«! aus" Friaul" baden einme ^ ^ SÄi" W s«w drest Dmge agr- NächsteSitzung ^lmStag 2 Uhr. Dritte Lefnug der Ver- Nationalbund errichtet, dessen Pvogrammch ^ benll^! M b^tagS bean Friedens- Sitzung.des^rar^vetenHauses Pon d^iralienischeu B^t^ w« rtL (W): Hai keine Ahbmng, " ^utz '/.? Uhr, werden wird. Zn wirtschaftlichen Fragen werden die Wfc *S tat SMfe mmut I I Mitglieder des NationalbundeS mit ullen tLlienisch^WFE^ gemernsam Vorgehen. Zum Präsidenten wurde Dr. Eanei, zum Vizepräsidenten Dr. Mzzi gewählt. Misflche. ^ E,b e r t (SozZ: M wäre i mvera nüvi ' E ch, ohne das amt- ttchc Mtztterral^Händen yn haben, in die BerhcmdLmgen emzu- tveten. Grch Westarp versucht mit patriotischem Aufputz Beunruhigungen das Volk hmeinHnbringen. PrinrruSchönaich.Caroralyswrtf).- Derattthon- Mche Wortlant ntzch abg«wartct werden. Heute leisten wir dem Vaterlande evvm großen Dienst, wenn wir schweigen. vke §rie-rnrstage. »«» englisch« Program« LonVo». 25. Oft. MTB.) Wir dos M-ueryche «««n Wien, 25. Okt. (WTB. graphen- und Korresponven^di deutsch - österreichischen mg des Wiener 11 £e&- Der BollAuasa^sck,rst der, Regieimugen infotge des dauernden der Biwuna der dcntsch^österreichi schen Re- ^drmken-auSransches in völliger U e berei n st t m m u n a über ! der Uepernahme der Verwaltung Deupsch-Drst-rrrrichz tun w^s b£' d« BevdMmsen, mrver denen es m^lich^ist. r©7ffj^ ^Lusschuß. Toner faßte den Beschluß, sein'PcäsidftlH ltnb mit ben anderen National stauten, insbesondere m,t md südslawischen Nationalrat ernKuleiten. ,Ter beschäftigte sich sckstießlich mit den Fragen der Die polnischen Ansprüche. tem von lttner der verbündeten ^n°r^w^ ES dürft« Nar sein, >tz bie spräche ein. .. ... - o t t wceie, nre |te von Teutschloaren, e^i Polnischen Abgrartmeten die Pässe nach Warschau Mstand emMgehen. Indem Wils«» die Räumung der besetzten deutsche Atadt, wr- ^viele ausiprach hat er memals brabslch^ fd£e VvEuislh unrd, so -oird es das > SuuüM hrerMif, ^ beschränken, wie die D«tlKm Der österreichische Oberbefehl gegen Italien. Zum Oberbefehlshaber der gesamten gegen Italien kampsenden Streitmacht Oesterreich-Ungarns wurde Erz- h e r zo g I o f e f unter gleichzeitiger Beförderung zum Feld- marschall ernannt. Mrwntät>m erleiden. (Glocke des Präsü«tten.) nahm«r Me erste deutsche 9öote wurde nach Washinat^l a^rtwt Rei^^ v«wechseln den Deutschen mn den Verbündeden übermittelt zu wechch Ab^E^ Plt d^ kmch^ Frur^nskongreß. Es ist nicht an- Präsident s« ihnen «ndgüttig mttteüte, richttte er eine E^g, daß .Sw d^Losrmßung deutschen Gebietes besprechen. Stagen an die Deutschen, die als Prälimrnarimbra!! siebet asitÄtsSh*" “""r:“; «»*«»-.■* ä-ä““ #*..\»rfÄ*K"Ä fe S”ÄaÄ'Ä'£ s.^'ÜVct JSÄ^Ä!*-- Iw smi«.» oi- mmw r si mm. «* ff v^msches L-md für Polen aeforbfrt wird. Dir > riner'ffeL m' JrtUhte' MrldimgFem Reichstag morgen weitere V e r f a s s u n g s ä n - ti0 £ betracht und hÄiWW ÄlÄ u rw .te derungenzu, die ein« Verankerung der neueri Regierungs, bas^md wrr noch. P°r dem.Andenken 5er rn Polen gefallene,,! ^-Änete Nationen »u mnfassem nritk^^t-ellen, msbesondere auch mit Be^ttg auf das sLt> üb«i und sie ansr.,ktz^„ch^ hallnls znnschen Mtlttäraewalt und .^ittilaewalt Aus dom Neiche. Weitere Derfassmrgsänderungen. «Sü-L-ksd m s asÄSES?? % , saa'&*»r«rs S,-».»««-. ** 3 ,»«: Ul ■teutfStiJ, A’vZ S £kbS!?Z,Zi,t£^J&J2!L"ÜAi« Ä« tawri«» «uZtISSL» ®" d« R,«,»„S Tict> 6cu« Polen reichen dem durch die Demokratie befreiten ^ mp^r ralistisich geföfet wttv«: mag. ich würde micl> bme Plenarsttzuwg ab^uhalten, um die die S-rch entgegen. ^ strafte befrnten Deutschland bie n«™ö tes imperial tzKmen. fi e Z f^r bZ Verfassungsänderungen betreffenden Fragen zu erledigen m> 3 . Schultz.^mberg (Rpt): Wenn die Polen Danzig Äl^^Tw^ mis' ^ u,lb»nutzt Die Este Vollversammlung wird voraussichtlich Dienstag cmaen. so ist das hpt^rfm^h te«. m _^ mtt dem größten volitisckie» N.-l-sie^, I ober ststittwnck, rtÄrfvrf+'v N"iigen, Ä^c^d'fL'die Gerachtt^^ W™ I m SJ'bÄ/t &*"* beschäl oder Mittwoch nächster Woche stattfinden. Seit acht Tagen wird hier über die Abtrennung deutscken Ge- ^ m . r % Vererrngteu Staaten lv "" --- Euw ^.taW ®^l K S&ÄSÄSi fa&Siri^- -*r s v - * • “«— n, auch nur «falÜ^SÜÄ ^.Ä«. ÄI Ans Elsaß-Lothringen. Straßburg (Elf.), 25. Okt. (WTB.) In Gemäßheit Stück Land abMretcn (Lebha^ZEmmun^^ £fb^bZTnt^ & friert feCbft. Durch die V-rtridmg ItuJ^SSS^ ^^“S* ^"leuden Liquidationen feind- -'-• - " - ST'Ä; ^ Verck^s ch uns eine grotze volitische Ve^- ^?^su7Ns in-Elsaß-Lothringen sofort eingestellt. Neue . ^5^.' > --ntw.vrtung aufvrtcfft. Tonnt tmr biefer- großen Verantwortung Ltqutdattvns- und Zlvangsverwaltungsanordnuttgen werden Regen Sie sich nicht'auf!) Was würde einem und der Reneruna. daß sie'chre PflichU^ """ <■«?& mumm* »i erfüllt werden \ n ^l erlassen. Ob und in wclchent Umfange und m Mm«n uitter keftven welcher Art beertdigte Lraurdationen etwa rückgältgig gemacht eurem Scherbenhaufen st^n,>^^^dL könnte'^hen^da^sie S 1 * ^^iche Besserung eingetreren. Um der ^^Auwnomik^-rweiaorw ^rlaaqmw ! ^Tmi^n-fünfte für ihre Seerm.derkneMhrung I ^s^^^ompltkaftonen^^wte s«.^der Grippe häufig austretew vvrzubeugeii. mus; der Reichskanzler jedocl. vor- im Firutld ich dÄchch^Äw^! V^iches oEägNch sÄÄ^e Ministerchim des J^^^Mimj^iald^w^Dr^F^', T *' b ^,?rachl,che Mgrcnzamg durchgesührt, da,,,, muß Deut ch. «chse zuruckgegebe» „.erden. Das ist ernannt worden. L?SÄt7st « r „ Fliegerangriff auf Mannheim ntng ist aber ^IT 1 Z?. F°rd^ I Matze, wie den Jnt^sL & bSSSn »w*!S I. . Karlsruhe, 24. Okt. Vergangene nmg ist ,cher niemals erhoben worden. Tie Palm solltet au» des britischen Reiches selbst^e Wel keindli^ ^Vergangene Nacht griffen erne gewisse Dankbarkeit empfinden für das was Preußen ouL des Handels, der Reh«! und des Verkebrs 15rw* Flugzeuge Mannheim-Ludwigshafen in drei Polen gemacht hat^ ^ was Preußen aus | immer tae^ zu einer Einheit. F-ür die hö'chste^J^erasf^^r I ^leu an und warfen mehrere Bomben ab. An Gebäuden Staatssekretär Trimborn.-Wenn es richtig ist daß der wahran. Fortschritt inii) die Freiheit ist'^es "absolut ^Wohnhäusern wurde einiger Sachschaden' anae 'richtrt ^W { mjokn mdrt «ftattet morh^LwÄ?; n > »weder der Gerade Durch Bomben wurde niemand verletzt. Zedoch ist r Np Reckst nic^t geftattet woxb 7 r%\ h^bd^r n , DC lDiebe v r *« Gnade Durch Bomben wurde niemand verletzt. Jedoch ist eine Per. SL- ' " "** ““ - - “*• IiSBTSKaSfiKÄ 1 «BSa-s ÄÄtÄÄ 9mm *im «ul Canl. 1 MLetzen, den 26. Ottvta 1918. Lebensmittel. «— ©ötrerfreWt. Tü das Herbstweißkvcart m diesem Jahr i j aut graten ist und mm in gwßeii Mengen auf den Martt kommt. > j Jo sollte sich jede Hausfvcru für die (Mnüftarmeu Düormle. von . 1 Ydemahr Wm bat. sollte jetzt bei dem reichlichen Angebot von Frischweift- . > kraut me ß^elegenheit benutzen, um sich einige Töpfe -Lauerkrcrut . I emfdj;irita zu lassen. Wenn m früheren Jahren um diese Zeit j I die Tirvler fttmrtrmschnnbcr in Gießen dieses Geschäft besorgten, . I so gibt es jetzt arch hier mehrere Leute, die das Ernschrnndeil be- ! j sorgen und ans Bestellung in jedes Haus kcmrnvon. Zum Einmachen . r nimmt inan irur feste, seurruiprge Weißkrantköpfe. Das fern- . geschrittene Kmrrt wird mit einer Hand voll Latz §>enrischt und . \ bami in den Ständer oder Topf eingesvcnnpft -oder clngedrürLt^ bis j? es Wasser zieht und mürbe ist. Wenn es in seinem eigenen Laste . j liegt, wird es mit einem fassenden Brettchen bedeckt und mit . einem Stein beschliert. Tritt nach etwa 3 Wochen. die Gärimg . rin, wus an darr auffteigenden Blasen zu erkennen ist. so schuft ? man das Wasser ab, und wvS man mit tat Schöner nicht et> . recht, trocknet man mit einem reinen Tuch auf; dann nimmt i mau Stein und Deckel ab und reinigt das .Brettchen. Darauf , gießt man etwas Salzwasser zu und beschoert das Kraut aufs ; neue. So oft man nun Sauerkraut zum Ko-ck^i wegtrimmt, Wieder- > Txilt man das Ubschift^en des GärunyssL>ffoS und das Reinigen i des Teckels. So hält sch das Sauerkraut bis weit ins Frühjahr . hinein, nw es bereits wieder friftchs (tarüft gibt. — Tie zum , Ausladen bestimnrten KnrutttWe kmvn man im trocknen, luftigen > Keller aus-Brelterit oder Lottengestellen aufbewahrrn, auch im Frtten, ftn Garten oder auf dem Balkon, und hier^am besten in Klsk-ea und Km'ten ohne Deckel, die nrit der offenen Seite nach der Seite gestellt weiden, nicht nach oben. Hier sind sie aber gegen , Nässe und Frost zu schützen. Zur längeren Erhaltung isii unbe- I diirgt der Zutritt der Lust nötig. * ** Amtliche Personalnachrichlen. Der Großherzog hat am 23. Oktober 1918 den Tiplom-Ingeuieur Rudolf Bün- ningS auS MberfeD mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an zum Hauptlehrer an derGewerbeschule zu Gieß eil ernannt. — Das Ehretrzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen: Peter Schweikard, Jakob Orthen- bcrger, Jakob Speh, Zohann Wendel Kappel und Philipp Mörsfelder. — Entlassen wurde am 16. Oktober die Lehrerin an der Eleonorenschule zu Darmsladt Elsa M o r e l l aus ihr Nach- Archen mit Wirbmg vom 1. Januar 1919 an aus dem Schuldienst. ** Auszeichnung. Dem Musketier Karl Linden, struth, zur Zeit Felbintendantur der 239. Infanterie-Division, wurde das Eiserne Kreuz zNwiter Klasse verliehen, — Dem Musketier Georg Dürr von hier, Sohn des Weisjbinders Korcrad Dürr, wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. ** Städtisches Notgeld. In dem Wettbewerb Giehener Künstler für die Beschaffung von Entwürfen zu dem neuen Notgeld, das die Stadl Gießen in 5-, 10- mrd 20* Mark-Scheinen, im Gesamtbetrag von 800 000 Mk., an fertigen läftt, wurde der Entwurf des Architekten Meyer mit dem 1. Preis ausgezeichnet und zur Ausführung bestimmt. Die Sckierrre werden durch die Brüh^sche Druckerei Mt^efertigt und kommen in Kürze in den Verkehr. ** Klein geldnot und Straßenbahn. Mt Rücksicht sauf den Mangel an Kleingeld wird den Fahrgästen bekannt- gegeben, daß die Wagenführer mir nach Maßgabe ihres vorhandenen Wechselgeldes verpflichtet sind, den Fahrgästen Kleingeld auszuhändigen; jeder Mitfaprende sollte sich daher tunlichst vor Antritt der Fahrt überzeugen, ob er im Besitze bes erforderliches Kleingeldes ist. Falls der Führer des Wagens nicht mit Wechselgeld dienen kann, wird dem einsichtigen Publikum die Nnttchtung der Stvaßenbahn-Zahlmarben enrpfohlen. ** Oberhessischer Kunstverein. Durch lvickerholte Dervollständigimg der erst seit 8 Tagen bestellenden Ausstellung ist Gelegen Heft geboten, die vom Künfflerbund .Karlsruhe überlassenen seltenen Ottigimft-Radierungen von Hans T h o m a und von anderen namhaften Künstlern bei erneuten Besuch der Ausstellung zu besichtigen. Mit einer sehr umfangreichen Kollektion ist auch Lella Hasse, WiSmar a. d. Ostsee, vertreten. Diese Künstlerin ist neben Käthe Kvllwitz die männlich^ unserer Graphikerinnen. %uf den Kunsttrusstellungen in Hamburg, Münchnr, Berlin, LeftGg und Dresden fanden die Arbeiten der Künstlerin reges Interesse. Tie „Dresdener Nachrichten" schreiben Z!ne Kunst hat Größen und ist allem Gefälligen abgo mm dt Neben Käthe Kokkwitz gehört Sella Hasse jedenfalls zu den bedeutenden Vertreterinnen der dentsckzm graphischen Kunst." Tie Ausstellung ik> täglich mft Ausnahme SamS4agö geöffnet. ** Tie Zirkus Barn m-S cha» kommt mÄ fion achsigen SvTtderzüoen nach Gieftetr. Wir verweisen auf Anzeigenteil. Kreis Lauterbach. z. Lanierbach, 25. Ott. Die GriypW tritt yker in ta tattichcr Weife auf. Es kamen in bat letzten Tagen ß T>H«- fälle vor. Starkenburg und Nheinhessen. a. Osfenbach a.M., 24. Ockt. Sämlliche hiesige Schulen wurden heute wegen der Grippe auf 14 Tage geschlossen. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 25. Oft. Heute morgen wurde in hiesiger Stadt ein militärischer P robe- Fl ie ger- Ala rni^veranstalttt. UM die gegen einen feindlichen Fliegerübersall getooffenen Schntz- maßregeln einer Prüfung «, unterziehen. W Hesscn-Nassau. — Bad-Homburg v. d. H., 25. OkL Die Grippe ist hier in der Abnahme begriffen. Infolgedessen dürfte das Verbot der Mhaktung von Veranstaltungen in diesen Tagen wieder mifgehota werden. Fc. Aus dem Kreise Kirchhain, 25. Ott. Bei einer Haussuchung in Neustadt tvurde bei einem Evnvqhner ^iehein^ sckLafttung von Kälbern sestgestellt. Das Fleisch von einem Kalb konnte noch beschlafMahml werden, weitere Kalbsfelle wurden noch vorgefunden, was darauf schließen läßt, daß die^(Z>eheimsck)tQck>tunge« schm eine geraume Zeit betrieben werden. — Dem Landwirt Huber wurden über 150 Stück Weiftkvcnrt vom Acker gastzoAen. — Dem Landwitt Karl SchuttheiS wurden vom Wagen sechs Sack Kartoffeln antwendet. ^ochfch«lnachrtchten. --- Frankfurt a. M., 25. Okt. Ter Verein für Geographie und Statistik erwarb die umfangreiche Bibliothek des verstorbenen Professors für Geographie, TL Emil De ckert - Frank- ftitt, und übettvies sie als Stiftung dem Geographischen Institut der Universität.^ krsahrever Gehilse enaritje für Anwaltskanzlel auf so- fort gesucht. Schttftl Ang. unt. 8147 an den Gieß. Anz. Erfahrrurr Mi« WkchkiMlijsn für feinere Arbeit gefacht. HtftriÄ Litziil & 8s. Schlosser und Hilssschlosser gesucht. 7I74 Göbel & Appel. Jli iafon r m gesucht 8031 6ifi A«tvd. 8itßt». 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Sonntag den 27. Oktober nachmittags 8»/, Ubr: Bet kleinen Preisen: Die Anna-Liese Historisches Lustspiel tn fünf Auszügen von Herrn. Hersch AbeudS 7'/, Ubr: Wie einst im Mai Posse mit Gesang und Tan» von Kollo u. Bredschnetder^ Nr. 252 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 5amstag, 26. Oktober (9(8 Aus Stadt nnb Land. Gießen, den 26.Oktober 1918. Leven-mittelmarken. Für die Zeit vom 28. Oktober bis 3. November 1913 haben nachstehende Levensinittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 44. Woche, gültig vorn 28.10.1918 - 3.11.1918 Buttermarken „ 41. , . ,* 28. 10.1918 .- 3. 11.1918 Fletschmarken . 44. „ . _ 28. 10.1918 - 3. 11. 1918 sO-rtosselmarken, 44. , . 28.10.1918 - 3. 11. 1918 Gierkarte,i Nr. 19 . . 28.10.1918 - 3.11. 1918 Seisenmarken für den Monat Oktober bis 31. 10., ab 1. 11. für den Monat November 1918. ** Freibank. Montag, 28. Oktober 1918 nvrben von 2—4 Uhr die Nummer:: von Nr. 151—270 beliefert. ** Lanb Heu gewi nn ung. Zu der unter diesem Kennwort in unseren: Bllrlte vom 23. Oktober 1918, Nr. 249, ubgedruckten Zuschrift aus dem Kreise Darmstadt wird :ms iuitgeteilt, daß sowohl durch, Vermittlung des Kriegswirtschaftsamts als auch der odersden Schulbehörde die gleichen Dank- und Airerkennungsschreibeu über die erfolgreiche Sammeltätigkeit der Jugend in der Laubhew- gewinnung an den hiesigen zuständigen Stellen eingegangen sind. Die Kreis Verw altung sowie die Leitung der Sammeltätigkeit sagen hiermit der Jugend u:tt> ihren Lehrern für die aufopferungsvolle Hingabe an ein großes vaterlä-ndisches Werk ebenfalls herzlichen Dank uno verbinden damit die Hoffnung, daß Lehrer und Schüler sich der jetzt im Gange befindlichen Bucheckernsammlung zum allgemeinen Besten mit gleichem Eifer widmen werden. ** Aus dem , Stadtthea ter burc au. Ter morgige Sonntag bringt am Nachmittag eine Wiederholung von „A nua- liefe" und am Abend eine Wiederaufnahme des bekannten Singspiels „Wie einst im Mai". 4ljm Dienstag findet im Wonne- matt eine Wlfführung des Schauspieles „F r ü h l i n g 3 o D f c r" von dem kürzlich in München verstorbenen baltischen Dichdep Grasen E. von Keyserling statt. Dieses Werk ist, als es neu war, i. I. 1905 einmal im alten Hause als Vorstellung des Theatervereins mit Fräulein Centa Bre von Hamburg in der .veiblichen Hauptrolle gegeben .norden 'und hat stärkstes Interesse erregt. Rkrchttche Nachricht««. GvtbeÄnenst am Sonntag den 27. Oktober (22. nach Trinitatis). Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. 91/2: Pfr.-Ass. Liz. Reuning: 11: Mi'itärgottesdienst. Pft. Ms'eld: Kinderk. fällt aus: 6: Pft Mahr. Mittwoch 30. Okt., abds. 8: Kriegs bet stunde Pft. Mahr. — In der Johanneskirche, 9^.: Pft. Ausftld: Kinderk. fällt aus: 6: Pft. Bechtolsheimer. — nirchberg. Vorm. 10: Hl. Abendm. f. Ruttershausen u. Daubringen. — M ainzlar und Da u brin- gen. Nachm. IV,: Hl. Abendm. Katholische Gemeinde. 6V2: Gel. z.hil. Beicht: 7: Hl. Messe: 8: Aust d. U. Komm.: 9: Hochamt m Pved.: 11: Hl. Messe m. Prep: 4: Jüngl.-Kvngr.; 6: Christenl., daraus Rvftnkranzand. m. Segeir. Dienstag, abds. 8: 9Lose::kranzand. m. Segen: m: d. übrigen Tagen ist d. Rosenkranz- cmd. in d. hl Messe um 6V2. Samstag 2. Rvv., nachm. 5 u. abds. 8: 0>el. h. hl. Beicht. — Diaspora-Gottesdienst am 27. Okt.: Grünberg 9-/2, Hungen 9y ? . _ Letzte Nachrichten. Der neueste Bericht der Heererleitnng. (WTB.) Großes Hauptquartier, 26. Okwber. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Ein gewaltiges, dank der glänzenden Tapferkeit unserer Truppen erfolgreiches Ringen an vielen Stellen der Front. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In der Lys-Niederung süLroesllich von Deinze und zwischen der Lvs und der Schelde brach der Feind nach heftigem Fetter zu starken Angriffen vor. Am Nordflügel des Angriffsfeldes bis zu der von Kortrik auf Oudenarde führenden Bahn wiesen wir ihn vor unseren Linien ab. Hierbei haben sich das 6. Garde-Jnfanterie-Regiment unter seinem Kom^ numdeur Major Hadelni, an der Lys die 40. sächsi'che Infanterie-Division lkm Spitaals-Dosschen und das hessische Infanterie-Regiment Nr. 118 unter seinem Kommandeur Major Weihrauch an der Schelde besonders erfolgreich geschlagen. Nördlich der Schelde brachten wir den Feind nach anfänglichem geringen Bovengewinn hier bald zum Stehen. Die neue Linie zwischen Fngeoigem und Avelgen wurde gegen wiederholte Anstürme am Nachmittag behauptet. Auf dem Kampffelde hielt die feindliche Artillerie tagsüber die hinter der Front liegenden vom Kriege bisher unberührt gebliebenen Ortschaften unter Feircr. Zum großen Teil wurden sie hierdurch zerstört. Die belgische Bevölkerung hat schwere Verluste an Toten nick Verwundeten erlitten. Zwischen der Schelde und der Oise befthränkte sich der Engländer gestern auf heftige Teilangriffe. Südlich von Foncars warfen wir den Feind durch umfassend angesetzte Gegenangriffe in seine Ausgangsstellungen zurück. Südwestlich von Le QueSnoy und nordwestlich von Landrecies scheiterten seine Angriffe vor unseren Linien. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Oise und Aisn^ große, einheitliche Angrifft der Franzosen auf mehr als 60 Kilometer breiter Front. Semen Hauptstoß riihsete er gegen unftre Linien zwischen der Oise imd Serre. sowie zwischen Sisftnne und der Aisne. Den Serre- und Souche-Abschnitt suchte er unter Aufsparung der /wn Natur aus starken (tzeländeab schnitte zu gewinnen. Die am frühen Morgen zwischen Oise und Serre vorb ruhenden Angriffe scheiterten vor unftren Linien. Am Nachmittag faßte der Feind in Villers Sec und auf der Höhe östlich des Ortes Fuß. An der übrigen Front wurde er auch am Nachmittag abgewiefcn und erlitt in unserem Feuer schwere Verluste. Am Serre- und Souche-Abschnitt konnte der Feind bei Mertiers und Freidinont, bei Restes und Pierrepont unsere Linien erreichen. Truppen des Generals Freiherrn von Lüttwitz nahlwen in einheitlichem Gegenangriffe zwischen Vesles und Pierrepont ihre alten Stellungen wieder. An der übrigen Front hat unser Fener den Feind am lieber- schreiten der Abschnitte verhindert. Westlich der Aisne waren die Angrifft des Gegners von starken Panzerwagengeschwa- dcrn begleitet. Sie sind östlich von Sissenne beiderseits von La Solvehir trotz siebenmaligem Ansturm völlig gescheitert. Besonders starke Kräfte setzte der Gegner zwilchen Hicy lc Conte und der Aisne an. Von der östlich von Bamognc kämpfenden 4. Gardc-Jnsanterie-Divifion blieben allein 23 zerschossene Panzerwagen. Gefreiter Menschkiel der 9. Batterie des 16. Feldartillerie Regiments hat hiervon 8 Panzerwagen, Unteroffizier Bröckmann derselben Batterie 10 Panzerwagen vernichtet. Ans Höhen westlich der Aisne drang der Feind in unsere Stellungen ein, um deren Besitz tagsüber schwer gekämpft wurde. Trotz hohen Kräfteeinsatzes konnte der Feind hier von seiner Einbruchstelle am Sachsenwalde (nordwestlich von Lerpy) keinerlei Vorteile mehr erzielen. Nur Teile unserer vorderen Linien blieben in unserer Hand. Teilangriffe in der Aisnenicdcrnug südwest ich ^ von Amogno. Der Feind, der seitlich Awbly vorübergehend aus das nördliche AiSnenser vorstieß, wurde im Gegenstoß wieder über den Fluß znrückgeworsen. Oeftlich der Aisne lebte der Artiüeriekamps nur vorübergehend ans. Teilangriffe des Gegners drängten unsere Posten ans den Nordrand der Höhen nördlich von Grandpre zurück. Im Ucbrigcn wurde er ab- gewicsen. Heeresgruppe von Gallwitz. Beiderseits der Maas blieb die GefechtStätigkeit auf Störungsfeuer und kleinere Jnfanteriegefechte beschränkt. Auf dem östlichen Flußufer säuberten sächsische Truppen ein aus den letzten Kämpftn verbliebenes Amerikanernest. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Südlich der Selle machten wir bei erfolgreicher Unternehmung Gefangene. Der Chef des Geueralstubes des Feldheeres. * . * Reform in Hessen. I Darmstadt, 26. Okt. (Drahtn.) Im Verfassungs- lmsschutz der Zweiten Kammer gab Staatsminister Dr. von Ewald eine Erklärung ab, daß die Regierung der Aufhebung des Mehrstimmrechts und der Aushebung der Verhältniswahl für die größeren Wahlkreise zu- stimmen werde, wenn sich aus den Ausschußverhandlungen hierfür eine Mehrheit ergebe. Der Staatsminifter teilte ftr- ner zur Frage der Teilnahme von Vertrauens.- männerndesParlamentsandenRegierungs- geschäften mit, daß das Ministerium dem Großher- wg, um die Bahn für dieft Enttvicklung freizumachen, ftin E n t l a s s u n g § g e su ch nute brei'et habe. Der Landesherr habe den: Gesuch des Staatsmini st ers und des Ministers des Innern grundsätzlich zugestimmt. Das Gesuch des im besten Mannesalter stehenden und wie keiner mit den Finanzverhältnissen vertrauten Finanz Ministers aber abgelehnt. Die Verfassungsänderungen. Berlin, 26. Okt. Ter Mehiheitsantrag betrefrenb die Stellung der Zivil ge walt über die inilitärische Gewalt nnro tm „Vorwärts" bereits mitoeteilt. Danach uneD di Reichs- Verfassung in Art. 11 wie folgt abgeändert: Zur Erklärung des Krieges im Namen des Reiches ist die Zustimmung des Bundesrats und des Reichstags erforderlich. Friedensverträge sowie diejenigen Verträge mit rremben Staaten, welche sich aus Gegen-- stände der Reichs gefttzgebnng beziehen, bedürfen der Zustimmung dos Bnndesrats und des Reichstags. Im Art. 15 werden solg.iüx.' Absätze hinzugesüg:: Ter Reichskanzler bedarf zu seiner Amlsfühcnng des Vertraue,:s des Reiä>s- tags. Der Reichskanzler trägt die Verantwortung für alle Handlungen von politischer Bedeutung, die der Kaiser in Ans Übung der ihm nach der Reichsverfassung> zusvel-euden Befugnis je vornimmt. Im Art. 53 wird folgender Satz hinzugesügt: Tie Ernennung, Versetzung, Beförderung und Verabschiedung von Oftiäieiea und Beamten der Marine erfolgt unter Gegenzeichnung des Reichskanzlers. , Im Art. 64 werden im ersten Satz des Absatzes 2 hinter dem Wort „Kaiser" die Worte eingeschaltet: „unter GegenzeiäMUNg des Reichskanzlers". Im Art. 66 werdenfolgende Abschrrrtte hinzngefügt: Tie Ernennung. Versetzung, Beförderung und Verabschiedung der Offiziere und Militärbeamten eines Kontingents erfolgt unter Oftgenzeichnung des Kriegsministers des Kontingents. Tie'Kriegsmvnstec sind dem Bundesrat und dem Reiäptag für die Verwaltung ihreS Kontingents verantwortlich. Ter „Borlvärts" bemerkt zu dem Aartrag noch folgendes: 1. Er ist schon seit 8 Tagen in Vorbereitung, also durch die neueste Note Wilsons nicht veranlaßt. 2. Eveigniise allerletzter Zeit haben diese Berfassungsmrderung besonders dringend werde:: lassen; denn! ein Staat darf nicht einmal von siegreichen Generälen seine Politik sich vorschreibeti lassen, nocl) weniger von solchen, die nicht in allen Lagen die erforderliche Einsicht ihres Arntes bekundet Hab«:. Die Antwortnote un Wilson. i. Köln, 26. -Okt. (Trahtnachr.) Wie die „Köln. Dolks-Ztg." erfährt, ist beabsichtigt, aus die Note zu antworten. Die Antwort ist in den wesentliche: Zügen gestern schon im Kronvat festgelegt worden und soll weiter entgegeirkommend gehalten sein. Der österreichische Kriegsminister über die Heimkehr de» Heere». Wien, 25. Okt. (WTB.) Im Heeresausschuß der österreichv scheu Delegation ergriff auch Kriegsminister v. Stoegcr- Steiner das Wort mrd führte aus: Im Vertrauen auf Willons nach allem Tasürl>alten stark entwickeltes Mensck-lichkeitsgesül-l (mtö unbeeinflußbaren Gerechtigkeitssinn haben wir uns aus den Staudwmkt seiner 23 Punkte gestellt. Wir sind bereit, unsere alt- ehrwürdige Mvnarckne im Geiste der Versöhnung und wahren Temokvat« umzugestalten. Zu diesem Problem tritt die schwierige Aufgabe der Zurückführung der Armee, deren Banner l-eitte tief in Feindesland flattert. Für diese riesigen Arbeiten ist Ruhe und Ordnung im Inner:: unerläßliche Voraussetzcmg. W7H7. wenn der Soldat, erfüllt von schwerer Sorge um die Heimat, seine Nächsten und seine Zukunft ü: die Wirrrusse innerer Kämpft hri^in gezogen wird. Was dann folgt, kann iveder ich noch sonst jemand verbürgen. Der Minister verweist auf das traurige Beispick, das im vergangenen Jahre Rußlaatt» bot und bemerkt, dieselben! von unseren Feinden herausbeschworenen und mit allem Eifer geschürten destruktiven Kräfte scheinen auch bei uns am Werft zu sein. Diesen Kräften mit allen Mitteln der Vernunft entgegen^ wirten, ist unser aller Pflicht. Keine Partei und ftine Natron kann es wünsck)en, daß sich bei uns jetzt, wo die politischen Wünsche aller Nationen einer restlosen Erfüllung entgegengehen, ein solches Ehaos entwickele, wie bei unfern unglücklichen Nachbarn im Osten. Wir sind heute ein Volksheer in des Wortes vollster Bederttung. Nationalpvlittsches Fühlen und Denken kann von der Armee heute nicht mehr ferngehatten werden. Da die Bildung nationaler Staaten garantiert ist, kann es doch unmöglich im Sinne der National - Regierungen sein, daß sich diese Staatengebilde auf Bürger- oder Hungerkriege aufbauen. Tie heute noch gemeinsame Armee mtt ihrem Milliardenwerte reprüsew. tierenden Kriegsmaterial muß so lange erhalte:: bleiben, bis sie jene Umformung erfahren hat, die durch eine staatliche Neu- Vonstruktion, der sie sich unbedingt anpassen wird, bedingt ist. Gefährlich erscheint daher der Ruf aus den Reihen der Politiker nach ehester Rückkehr ihrer heimatlichen Truppen, bevor noch die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Ter Minister richtet ent die Delegierte:: das dringende Ersuchen der Heeresverwaltung, sie in der Mwicklung der Geschäfte, die mit drm Ueberga::g vom Kriege zum Frieden znsammenhängen, zu unterstützen und in tne'em Sinne auf ihre oonnationalen Armeeangehörigen einzuwirftu. Es handele sich darum, ob dieser gewaltige Umwandlstngsprozeß sich in Ruhe und Otrdmmg oder unter erneutem Blutvergießen vollziehen soll. Wir- ftn Sie aus Ruhe und -Ordnung hin und lassen wir alles Trennend« in diesen Tagen beiseite, damit die neu zn bildenden Staaten nicht bluttg aus der Tauft gehoben werden. at es denn noch Zmck. besteht denn heute noch eine Notwendigkeit. Uriegsanleihe zu zeichnen? Darauf gibt es nur eine Antwort: Wer will, daß es zum Frieden kommt, der zeichne nach feinem besten Vermögen. Und wer will, daß der Frieden möglichst gut wird, der zeichne erst recht Nriegsanleihe. Lin großer (Erfolg der Nriegsanleihe wird im Innern des Landes das vertrauen befestigen, nach außen unser Ansehen erhöhen und die Hoffnungen der Zeinöe auf einen finanziellen Zusammenbruch Deutschlands widerlegen, dem Reich die Mittel zur Zorhührung des Nampses, falls es notwendig werden sollte, gewähren und für den Zoll, daß es zum Frieden kommt, die Ueberführung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse aus den Zriedenssuß erleichtern. 0 0 ■©• >' dl ? in der Bmtonpraeht, Der Matter Schmerz, der Geechrristor Leid, nü du schon zur Ruh; Rannst du nun nicht mehr >«hn. u k 59 r S I ?? h F. uns zurück, 0, ruh« sanft, du h, rzensguter, Fremde Erde deckt dich zu. Du h rav er Sohn, g, liebt er Bruder, Bis wir uns einstens Wiedersehn! Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche, schwere Nachricht, dass mein lieber, braver, hoffnungsvoller Sohn, unser herzensguter Bruder, Schwager, Pate und Onkel Grenadier Heinrich Heller Lelb-Grenadler-Rcslnient Kr. 109, 10. Kompagnie nach 30monatiger treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von beinahe 22 Jahren infolge eines Brustsohusses am 12. Oktober sein junges Leben für das Vaterland lassen musste. ln tiefem Sophie Heller Ludwig Heller, z. Z. in französisch. Anna Heller [Getangensch. Wilhelm Heller Friedrich Heller Georg Heller Margarethe Heller Ww. geh. Arch Schmerz: Familie Wilhelm Hatz Familie Wilhelm Mohr Familie Karl Heller, z. Z. im Felde Familie Georg Kissel Familie Heinrich Stein nebst allen Verwandten, Freunden nnd Bekannten. Garbenteich, Lang-Göna, Annerod, Hausen, den 26. Oktober 1918. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung! 06310 Todes-Anzftige. Tieferschüttert erhielten wir am 18. Oktober die traurige Nachricht dass unser lieber, guter, unvergesslicher Sohn und Bruder, der Schütze Heinrich Brück 1. Ersatz-Bataillon Grenadier-Regiment Schweidnitz (Schlesien) Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. nnd der Hessischen Tapferkeitsmedaille nach dreijähriger treuer Pflichterfüllung im Alter von 23 Jahren nach kurzer, schwerer Erkrankung sanft entschlafen ist. ln tiefem Schmerz: D ,, , , ,, Familie Heinrich Brück IU, Burkhardsfelden, Familie Haas, Familie Heuser den 26. Oktober 1918. Familie Friedrich Döring, Annerod nebst allen Angehörigen. Nach Ueberführung findet die Beerdigung Sonntag den 27 OktnW nachmittags y,4 Uhr, statt. * ttob * r ' ■, *«; PAMWS»». WM nS n i»1S n ,’, !5 i . tmd b i? lbe al8 . o! Jek will nicht um dich weinen Dn leb.t und bist von Herren froh, aiehit lauter Sonnen scheinen SSjSWff e J,r r , hr ™ d u ' ,d Kuh ’ : d» leb und bleib nur Immerzu, Will s Gott, will ich mit andern, auch bald hluüber wandern. V V. Ga l I ! Z ? lötzlioh n “ d unerwartet erhielten wir die schmerzliche, traurige Naohncht, dass mein lieber unvergesslicher, geliebter, herzensguter Mann, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Pate und Neffe, der Kanonier vom Artillerie-Meßtrupp I Johann Philipp Gerhard (Provinz Hannover) gestorben ist. In tiefer Trauer: Kath Gerhard geb. Peter Heinrich Gerhard, z. Z. im Felde u. Familie Jobs. Peter und Frau Ludw. Langsdorf und Familie Kr “"' ‘ Z ' " W “‘ ■' F “»"- U Annerod, den 25. Oktober 1918. Di. Beerdigung findet am Sonntag den 27. Oktober 1918, mittags 12'/ Uhr in Annerod statt. * ' . V Todes-Anzeige. Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser lieber unvergeßlicher Bruder, Schwager und Onkel PionierGefr.JohannHahn Inhaber des Eisernen Kreuzes in einem Feldlazarett infolge Lungenentzündung und Grippe verstorben ist 8165 In tiefem Schmerz: Margarethe Hahn Witwe geb. Volkmann nebst allen Angehörigen. Beuern, Mainzlar, Essen a.d.R., Nidda, Hochemerich, Staufenberg, Rödgen und Klein-Linden, den 26. Okt 1918. Todes-Anzeige. , . . Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß meine innigstgeliebte Frau, unsere liebe, treue Tochter Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Maria Junker geb. Amend nach kurzem schweren Leiden heute vormittag 13 Uhr im 21. Lebensjahre sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Wilhelm Janker Familie Ludwig Amend „ _ Ti j Familie Philipp Janker den?25*Oktober*i9i8. Faniiüe Wilhelm Konstanz nebst allen Angehörigen. _cPe Beerdigung findet Sonntag den 27. Oktober, nachmittags vom Sterbehause Moltkestraße 18 aus statt. t-n7 QrW f Q n ten ' und Bekannten die schmerzliche Mlt- teflung, daß uns am 24. Oktober 1918, mittags 12 Uhr, unsere innigst- gehebte, herzensgute Tochter, Schwester, Enkelin und Nichte * Elsa uicht vollendeten 15. Lebensjahre nach kurzem, schweren mit Geduld ertragenem Leiden durch den Tod entrissen wurde. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen. Adam WeSBmann o. Frau geb. Gerwig Familie Heller, Großeltern. Gießen (Frankfurter Straße 144), den 26. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Sonntag Vi4 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt 06289 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden und für die liebevolle Pflege der Schwester Emilie (ev. Schwesternhaus) sprechen wir allen auf diesem Wege unseren aufrichtigsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes George, Zugführer, und Kinder. Gießen, den 26. Oktober 1918. 81*1 81*5 Nach kurzem schweren Leiden entschlief am Donnerstag abend V,12UHr mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Georg Zimmer Schrankenwärter im Alter von 41 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna Zimmer und Kinder. Großdn-Buseck, den 26. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Sonntag nachm. 4 Uhr statt. 06313 Allen, die uns bei dem Ableben unserer lieben Mutter Teilnahme erwiesen haben, sagen wir aus diesem Wege aufrichtigsten Dank. Regiernngsrat Hemmerde Mila Hemmerde gcb. Wmelkt. Gießen, 24. Oktober 1918. u sio*D Die bei der Unterzeichneten Spartaffe gezeich neten Stücke der Achten Kriegsanleihe zu den Be trägen von 8145D 100 M. bis 500 M. liegen zum Abholen bereit. Die Stücke zu höheren Beträgen erscheinen in Kürze. Wir nehmen die Kriegsanleihen in Aufbewahrung und Verwaltung. Auch stehen seuer- und diebessichere Schrankfächer in unserem panzerranm zur Aufbewahrung von Wertstücken zum jährlichen Mietpreise von 4 bis J0 Mk. (je nach Größe des Faches) zur Verfügung. Ucjtilsfparfaffe Eichen. Nach seinem unerforschlichen Ratschluss hat es Gott dem Allmächtigen gefallen, meinen lieben, unvergesslichen Mann, den treusorgenden Vater seiner Kinder, unsern Bruder, Schwieger- iohn, Schwager und Onkel, den Landwirt Ludwig Leun IV. im Alter von 46 Jahren heute frllh 6 1 /* Uhr nach kurzem, schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. In tiefer Trauer: Frau Marie Leun geb. Schmidt nebst Kindern und allen Verwandten. Grossen-Linden, den 24. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 27. Okt., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. §1IS Die Todesstunde schlug zu früh, doch Gott der Herr bestimmte sie. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Bruder, Schwager, Onkel, Pate Wilhelm Rau an seinem im Felde sich zugezogenen Leiden im Alter von 26 Jahren in der Heil- und Pflegeanstalt zu Gießen sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Rau Familie Heinrich Roth Ww. Familie Wilhelm Roth nebst Angehörigen. Hattenrod, den 26. Oktober 1918. 0684C Die Beerdigung findet Sonntag nachmittags 3 /i 2 Uhr statt. iSetratetj SMkir Mit fcieEasBbvgerFlsekhiiftiJiuUL Schutstrabe 10._ Donnerstag abend V* 10 Uhr verschied sanft nach kurzem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden unsere innigstgeliebte, herzensgute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Lenchen i&m ' im 18. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Familie Philipp Jung IV. Die Sammlung von Bucheckern muß von jedermann jetzt und in den nächsten Wochen eifrig betrieben werden. Die Bucheckern werden hoch bezahlt. Dazu erhalten die Sammler nach Wahl OelbezugSfcheine oder Oelschlagscheine, deren wirtschaftlicher Wert bei der jetzigen Fettnot ein sehr bedeutender ist. Waldfrische schalentrockene Buchecken werden von den Abnahmestellen gegen eine Bezahlung von 1,65 M. für daS Kilo abgenommen. Wählt der Ab- tieferer den Schlagschein, so kann er ebensoviel Bucheckern,als erabgeliesert hat,auf einerOelmühleschlagen lassen. Die frisch gesammelten Bucheckern dürfen nicht in Säcken oder hoch aufgeschichtet aufbewahrt werden, weil sie sonst verderben. Wenn sie nicht zu sofortiger Ablieferung kommen, muffen sie in luftigen Räumen auSgebrettet und getrocknet werden. Alle näheren Auskünfte erteilen die Abnahmestellen, für Gießen die ObstverwertungSgenofsenschaft (Christ. Jughard), Ludwigstraße 36, in den übrigen Orten des Kreises die Leiter der Schulen. 7851D Heuchelheim, Guben, den 25. Oktober 1918. sw Die Beerdigung findet Sonntag den 27. Oktober, mittags 1 Uhr, vom Trauerhause Ludwigstrasse 10 aus statt. Verwandten, freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dab mein unvergeßlicher, herzensguter Gatte, der treusorgender Vater seiner beiden Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Nachruf! Auf dem Felde der Ehre starb unser treues MitgUed, der Unteroffizier Otto Böcher I I Bkhmu Htiirij iimmer Landw.-Inf.-Regt. 382 am 17. Oktober nach 50 monatiger treuer Pflichterfüllung im Alter von 27 Fahren tn einem Feldlazarett gestorben ist. Fn tiefem Schmerz: Lina Böcher geb. Winter m nebst Kinder« Familie Böcher „ Winter Giehen, iEderstrahe 8), 25. Oktober 1918 timt ßfer >: i B,.;Ä; kTachruf! Im Kampfe für die Heimat starb den Heldentod unserer langjähriges Vereinsmitglied Gefreiter LritzUnverzagt Wir verlieren in demselben einen echten guten Freund, dem wir ein ehrendes Andenken sichern. 08801 Der Vorstand des Vereins Amicitia! im Alter von 38 Fahren. Wir verlieren in ihm einen lieben Kameraden, dem wir allzeit ein ehrendes Andenken wahren werden. Kriegerverein Hörnsheim. Danksagung. Für die ehrenvolle Begleitung, sowie für die zahlreichen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Eidenmüller an dem Grabe unserer lieben Entschlafenen sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Phil. Weigel XVI., Weichensteller i. P. Frau Etisabethe Weigel geb. Luh Karl, Phil., Aug., Wilh. Weigel «ebst Familien. Klein-Linden, Oktober 1918. 8083 Danksagung. Allen Lieben für die Teilnahme bei dem Htnscheiden unseres SöhnchenS August sagen wir unseren innigsten Dank. Besonders Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte am Grabe und Herrn Lehrer Hch. Michel für die, dem Verstorbenen erwiesene letzte Ehre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Schwarz. Ziesten, 28. Oktober 1918. 5Vist Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Vaters, der lieben Mutter und unseres jüngsten Brüderchens sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden, insbesondere der Direktion, den Beamten und der Arbeiter, schast der Firma Heyligenstaedt & Comp., den hiesigen Vereinen, der Krankenschwester Philippine, ferner Herrn Pfarrer Groth für die trostreichen Worte am Grabe sagen wir unsern innigsten Dank. 8154 Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Die Kinder Llschen, Wilhelm u. Ewald Schäfer. Annerod, den 26. Oktober 1918. mm füpH s Drinpende Bitte! ßtüenUet der Sichener Kmüerfürforgd Beiträge nehmen an: 2352 V Mitteldeutsche Crcditbank venner ck Krumm, vahahofftraßc 40 Leopold Mayer, Bahnhosjlraße 6) 1. tt. fuhr, LonnenstraSc r5 Schwester Rntta tterrnauny, franksuncr Stt. ?r Konsurr^ny.lon rni iVeine j Butter, Hier, Sdjinfcii a. ga hliieii einmal wieder im Delikalesienhause. Dagegen gibt eS heute die besten, dauerhaftesten, schnellsten und billigsten Schuhreparaturen nur zu Hause, wenn Sie sich die so beliebte und am ganzen Niederrhein, im ganzen Stegerlande, sowie im ganzen Rhein.- Wests. Industri-gebiete berühmte Hand-Näb-Ahle „Selbstbiilse" nebst dem gegenwärtig noch reichlich vorhandenen, gute» Schustergarn, -Pech, -Wachs usiv. dazu holen. Nur und allein zu haben: lieckllnehanflien, Knnlberthtr. 25, Dniz- baro, Easlaostr. 18. 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(Wiedereröffnung Ostern 1919.) jionhnrrenyJon Im Prelwe! SMprUIfca? Rechnet, überlegt denk!! » und dann werdet ihr eure Hand-Näh- Ahle am Platze kaufen. Ihr spart Zeit, Geld und Verdruß, denn einmal weht ihr die Ware, die ihr am Platze kauft, und ein andermal ist sie auch I <° bedeutend billiger nnd atetw ? P bewer. Die Ahle in Stuttgart kostet. ohne Schusterpech und Scbusterwachs ^ M. 4.—, unsere dagegen mit »Hem Zj ZobehOr,w. Sehnst ergarn., Schuster- 5 pech. besonders Schusterwachs usw. nur M. 3.60. Dieses sagt mehr wie Worte, wo man kaufen soll wenn man zufrieden sein wiTT Außerdem bei uns bei Nichtgefallen Umtausch bereitwilligst gestattet Dm («barg, Kasinostr. 16, Haihelm, Kurze- straße 3. Ocleenklrchen, Bochum er ßtr. 45, Siegen, Bahnhofstr. 14, Keekllnghsnwen, Kunibertistr. 25 und OleHeo, HAnnbiirg 1, wo »amtliches Hand-Nlh-Ahlen-Zubehör, besonders Schustergarn — Pech — Wachs usw. immer wieder nachbezogen werden kann. Die Arbeit der Ahle kann in vorstehenden Niederlassungen koatenlo» beMlehtlgt werden, wo auch fortwährend Vorführungen: „Die Ahle bei der Arbeit* 4 stattflnden. Neu aufgenommen: l^htdraht zum Selbst reparieren leck gewordener Kochgeschirre gleich, ob aus Emaille, Blech, Elsen oder dergleichen (Preis für einen laufenden Meter, reicht für ca 25 Reparaturen, M. 1.501, sowie Ia. garantiert echte Kernleder-Schuhriemen (Preis je nach Lange). (8053c Auswärtigen prompteste Zusendung nebst Anleitung xugesichert durch den Inhaber A. Huengsberg, Duisburg 17, Postfach 810 Konknrrenslo« Ira «Jebrauch! j»unjiii 11 i 1111111 nmmnmminm m D, 11 nnnnnnnnnnminnin Emu > »mign p JUXPLATZ AN DER LAHN Vergessen Sie nicht sich das Riesen-Luftkarusselll2mhoch- anzusehen und zu benutzen. Samstag und Sonntag Eröffnung der Geschäfte wozu g„nz ergebenst einladet Walldorf UM MULllllllilillliJIlllilllU M n 11 f | H M11»111»H11 nTH I f ■ >~n m n * HI i'i ,; I» M ■ M, • Cs kommt mit zwei riesigen 62achsigen Sonderzügen ZIRKUS BARUM -Schau nach Gießen. die Schau des Wissens nud des Schaffens, vittii eineZusammensassunaalleS dessen,was6Erdretledteten. ist. eine herrliche, reiche ^arum wissenschaftlich bedeutende und sportlich hervorragende Schau tu Europa. bildet eine Schau derTier- CU:IIUI und Menschenrassen. ÜJItfftnitPtt 5 on Menschen in allen Städten des «rvumuiiui In- und Auslandes «varen bewundernde Zeugen dieser modernen Rie^enschau. Große Zelt-Anlagen SiÄ sonen Platz finden. fötff von Künstlern mit Weltruf, Domv- teure, Dresseure, die Vertreter der klastischen Nettkumt und des edlen Pferdesports. Humorrsten, Komiker, Akrobaten und Turner der Lüste füllen die Schau. Große Truppen Ä"' Tentsch-Südwest-Afrikane r. Große Menagerie Baren, Wölfe, Elefanten, Kamele, Dromedare, Zebus, Lamas, Strauße, Maultiere, Trampeltiere, PonvS, Cänfe usw. usw. Keine übermäßige Reklame, dem Ernst der Zeit entsprechend und den Wirtschaft- ltchen Berhälmtfsen Rechnung tragend. Barum eine Stätte des Sports! Ei» Marttall edelster Raffevserde. Eine Zusammenfassung alles dessen, was die fünf Erdteile bieten. Barums Riesenschau ist nicht mit den sonstigen reisenden Unternehmen m vergleichen, denn ein Bestand der edelsten Rasse- vierde, Elefanten und Kamele, dressierter Löwen, Eisbären, dressierter indischer Büffel, Zebras, ZcbrnidS, Lamas. Dromedare, sowie ein auserlesenes Personal von ca. 200 Personen stempeln daS Unternehmen schon au den größten und leistungsfähigsten. Jeder überzeuge sich schon bei der -lnkunst von dem kostbaren Tierbeftand! Barums N^seuschau bildet den Triumph der Barums att