Br. 249 1*k Gießer Hyfca b, außer tavrfkh, Cemuag*. - veUaqrn: #k^awr 5«mUie«dLSUer; KuUfclctt fir ko Kreis Sietzen. 3v‘w**j>r*U: n-.orratl. 1.3^, viertel- MrUch Mk. 4.0L, tmrch rUchole- u. Zweigstellen monntl. Mk. 1.26: durch diePost Dtt. 4^)S viertel» jährl. ausfchl. Beftellg. Ferirfprech - Anschlüsse: bür die Schriftleitung 112 Bering, LeschÄrsstel1e51 Anschritt für Drahtnachrichten: Anzeiger Stetze». Erster Natt lb 8 . Jahrgang MttNoch. 23 . Oktober \ür den übrigen^.!, llr. Reinhold Zenz. sur den 3wMtsgrnw»-ruck u. Verlag: vrühl-schr Uato.-Such. u. StrindrrrSerei A. Lauge. Schristlritusg. SeschästrfteNe u.Druckerei: Schulftr. 7. ^!ktish°Ü, süß^. p»^eö?virtO: Lra»lsur1a.N.tt-8L General-Anzeiger Kr Oberhessen Eine Uanzlerrede und Aussprache im Reichstag. MTB.) Urstzes HaAPte,v«rtier. 22. Oktober. »Amtlich.) Wetzlichcr Lriessschaupl«-. HeereSgru-pr Kronprinz Nupp recht. An der Lys und Schelde Infarnenemfechte. Mehrfach ^.'chlc der Feind mit k^inerrn tmd stärkeren Abteilungen die Flüsse zu überschreiten, dlordöstlich von Kortrik drang er mit Prinzerroagen. südoftlich von Kortrik mit starten Kräften ge- §en unsere Linien vor Er wurde überall verlustreich abge- mieferl. Vi^machtrueisier SKÄller der 9. Batterie Feld-Ar- iillerie-Hdegimellts Nr. 221 vernichtete hierbei 6 Pan-er- wagen dev Gegners. Engländer drfetzten die von ims ge- ickpnten Kinlrtt'rrme von St. Amand mit Dlaschinengervchren. Bewerfeits von Solesmes und La Eatcau hat der Feind seine Angriffe nicht envenert. In nächtlichen Teilangriffen sielen die Gehöfte von Amerval in seine Sand. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Französische Angriff, die am Morgen nördlich der Serre. anr Nachurittag auf brriterer Front zwischen Oise und sperre gegen unsere Linien verbrachen, wurden abgeiviesen. s'wrdM'ftlich von DMvecourt Mrten schlesische Truppen einen erfolgreichen (^e«nangriff durch. Auf den Aisne-Höheu östlich von Vouzreres dmie??l hef- !ige Kämpft mr. DSülltc^ln-rgische Regimenterlstrbrn im Verein mit preußische» und bayerischen Bataillonen den 7>eiud in erfolg^ichen Gegrnan^rifftn die Hölzen östlich von Bandy. Mischen T^attay und Mesrrrs und nördlich von Fa-- lais' wieder entrissen «ich gegen starke Gcgenm grifft des Gegners l>chllupbet. OeMÄ vvu Olizy scheuerte ein Teilangriff des Feindes. Heeresgruppe von Gallwitz. Nach luftiger Arttllerieriorbcreitung griff der Ameri- (xmx nördlich von Sounnoanes in breiterer Front beider- eUs von BanchcviÜ-r an. Im Feuer und im Gegenstob sind oie Angriffe des Gegners gescheitert. Dornehrnlich im Feuer unserer ^staschinengenEe rrich Jn,«nterieg?schütze erlitt der Amerffaner wiederum hohe Verluste. * Aus einem Geschwader vvn etwa echt feindlichen Flugzeugen, das Orrschasten im Lahrual augriff, wurden vier Flng- -enge abgeschosien. Leutnant Veltjeus errang seinen 35. Lvstsieg. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nordöstlich von Krusevae und am Bukovic scheiterten jemdliche Angriffe. Erfolgreiche eigene Unternehmungen bei Trubarevo an der südlichen Morava. Der Erste Generalouartiermeistrr Ludendorff. Der NberivberichL, B e r l i n. 22. Ott., abercks. (WTB. Amtlich.) Starke Angriffe in Flandern südwestlich von Deiv.ze und östlich von Kortrik brachten dem Feind nur örtlich begrenzten Vodengümnn. Auf dein östlichen Bisne-Ufcr, beÄerfeils Bouziers und östlich von Airy sind he f t i g e A n - griffe der Franzosen gescheitert. Der östrrreichlsch-ungarische Tagesbericht. W i e n, 22. Oktober. (WTB.) Bnrtlich tvird verlautbart: Gestern in den früy-esten Mvrgenstuiwen gelang es dem FeindL im Geeirte drs Monte Sisenro! vorübergehend in unsere Gräben eiuzudrürgen. Er wurde durch Gegenftotz ge- '.vorse:!. Weitere Angriffe scheiterten in schwerem Feuer. Im Alcmw-Beckcn vereitelten wir italienisthe Erkundnngsver- suche. ^ An der Aiormva wurden feindliche Angriffe abgemiesen. Eine UnternÄtmrmy deutscher Truppen führte in eine feindliche Stellung. Bei Zajecar vermochte der s^eind Boden zu gewinrren. Zn Albanien kam es am Matf-Fluh zu Nah- kämpsen. Der Chff des Generatstabs. Die Rede, die gestern der Reichts^an^er Prinz Max vor bersanrmeltem Reichstag gehalten hat, ist eine wirksame Durchfühlung dessen, was in der neuesten Antrvort an Wilson in knapt^n, abgewogenen Sätzen steht. Der amerikanische f räsident wird auch von den Verhandlungen des ReiciMags enntnis rrehmen, und daraus ergibt sich^ daß alles aus- aespvochren ist, was di« Wett und vorneh-mkich die Entente jetzt von uns wissen muß. Rechtsfriede oder Gewaltsriede — baS ist jetzt die Frage, ob's cd^ler im Gemüt, das eine oder das andere zu wählen. Das ist, so sagte der Reichskarlzler, ^eute noch der Kampf, der in den Reihen unserer Gegner letzt entschieden lvird. Wir wissen nichts über das Kräfteverhältnis, in dem diese beiden 'Grundanschauungen des gespaltenen .Soerlagers unserer Feinde stellen. Die neuesten Meldungen stimmen vielleicht noch etwas pessimistischer, als der Reichskanzler gestern gesprochen lmt. Bringt doch heute das Reucer-Bureau über die Neigimgen in englischen Regierungskreisen das neue Bekenntnis, England lehne die Freiheit der Ädeere ab! Es wird interessant für uns sein, ob Präsident Mlson diesen Vvrmachtgelüsten des Jnselreiches entgegerrLourmt; tut er es, dann fällt die alte Maske, dann toeiß die betrogene Welt, daß alle schönen Worte von der Freiheit der Menschheit, die immer wieder von Washingk- ton und London wie leuchtende RaLeten aufgestiegen sind, nur ein Schauspiel waren, und dcrnn sinkt das ganze Lügeii^ gebäude der Entente von ewigrin Frieden, von Völkerverbrüderung haltlos zusammen. Wir machen eine schwere Prüfungszeit durch, und durch die Reden der Parteiführer, die nach dem Kanzler sprachen, ging kern voreilig Jauchzen. Enttäuschen uns die Gegner, erhebt dort jetzt der alte Militarismus das Haupt triumphierend und lachend über die neuen deutschen Ideale — dann gibt es keirren gesicherten Welffrieden imd dann haben wir mit unserem guten Willen auf Sand gebaut. Gewiß, wir alle nreinen es chrlich, und eine Umkehr auf den Wegen der Modernisierung unseres Staates gibt es nicht. Das Alte war brüchig' urrd schlecht ge^vorden. Nie war es notwerrdiger, daß das ganze Volk den Geist von Pflicht und Verantwortung in sich trägt. Wir wollen alle Kraftquellen nutzen und sie uns erschließen! In diesem Sinne nehmen wir einen neue^r Kampf mit der feindlichen Welt auf, einen Kampf, der uns Erfahrung und Sicherheit geben wird auf den Wegen, die unsere Zukunft einschlagen muß. M!>. Deutscher Reichstag. 193. Sitzung. Am BundesrcrtStrsch: Reichskanzler Prinz Max von Baden, WizekMczker v. Paper, Kriegsnrinister Scheuch, Staatssekretäre Gvaf Rödern. Trimdvrn, Gröber, Scheidemann, Erzberger und viele andere Bevollmächtigte. Tie Tribünen sind Überfüllt. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung ^mch 2 7<. Uhr mit der Mitteiumy, daß er Ihrer Majestät der Kaiserin zu ihrein heutigen 60. Geburtstag die Glückwünsch-e des Reichstages aus°- gefpwchLi hat Am 10 Oktober ist der Ab^. v. Grabski (Pole) verstorben. Sein Andenken wird in der üblichen Weise geehrt. Dia auf der Tagesordnung stehenden acht Anfragen werden im (^Verständnis mit den Fvagestckbern von der Tagesordnung absefttzt. Der Gesetzentwurf über die Ermächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen für die UeberMngÄvirtschast wird auf Antrag des Abg. Dove (Vpt.) an die Kommission für Handel und Gewerbe verwiesen. Damuf waiidte sich das Haus zur msten Beratung der Gesetz- enkwürie zur Abänderung der Reichs Verfassung. Mt der Beratung über beide Entwürfe wird die allgemeine Erörterung der oolitischeu. Lage verbunden. Reichskmrzlrr Prinz Ddar v. Baden: Meine Herren! Seitdem ich zum ersten Male M Ihnen sprach, sind in Verfolgung der Friedensaktion, oie die Regierung mit ihrem Amtsarrtritt eingeleitet hat, weitere Schritte van beü«r Seiten getan wmden. Meine Herren! Das ganze deutsche Volk wartet darum, zu hören, welche Llussichten die Regierung für das Gelingen des Friedeilswcrkes zu sehen glmibt. Sie werden verstehen, daß ich mich hierüber nur mit der größten Zirrückbaltung äußern kann. Ich weiß, daß auch die Parteien den Wunsch haben, die Debatte möge sich eine dem Ernst der Stunde erttspoechendc Beschränkung auferlegen. Das deutsche VoK itffc vom Präsidenten Wilson angeredet worden. Diese Tatsache gibt den Aeußemmgen der Vertreter aller Parteien erhöhtes Gelaicht. Die erste Arrtwort des Präsidenten auf den Friedensschritt der deutschen Regierung hat in allen Landen: den Kampf der Meinungen über die Frage „Rechts, frieden oder Gewaltfrieden" auf den Höhepmrkt geführt. Es handelt sich um den 6üesimrungsstreit, der in jedem einzelnen Land ösfent^ lich ausgefochtnr wird. Auf der einen Seite erheben diejenigen lauter denn je ihre ^Stimme, die sich einbilden, der Augenblick sei nahe, in dem sie all die angesammelten Leidenschaften des Hasses und der Habsucht auf dem Boden unserer deutschen Heinrat befriedigen können. Auf der andern sind sich die aufrichtigen Anhänger des Völkerbundes vollständig klar darüber, daß der Grund- äedxrnke des nerren Glaubens heute ssirre errtscheidende Probe besteht. Dieser .Kampf der dldermmsen ist noch Mmtschirdcn. Wir lörmeN die seelischen Gewalten', nennen, die gogeuÄnarrder stehen, aber nicht ihr Kräfteverhältnis gbsckstitzen. Die letzte Rote des Präsidenten Wtlfvn hat dem deutschen ViüZe keine Klarheit gebracht. Bis dahvn, meine Herren, müssen wir uns in. allen unseren Gedanken und in alleir irnseren Handlungen auf die beiden M^ögticktkeiten rüsten: 1. darauf, daß die feindlichen Regie- rungen den Krieg tovllcrr nick) daß uns keine aridere Wahl bftibt, als uns zur Wehr yif setzen mit der ganzen Kraft eines Volkes, das man Mm äußersten treibt. Weint diese Notwendigkeit eintrrtt, so habe ich keinen Zweifel, daß die deutsck-e Regierimg im Namert des deutschen Volkes zur natio-MÜen Verrcidigung aufrufen darf, wie sie im Namen des deutschen Volkes sprechen barste, als sie für den Frieden handelnd eiugrisf. (Bravo.) Wer stch ehrlich auf den Boden des Rechtöftiedens gestellt hat, der hat zugleich die Pflicht übernommen, stck, nicht kampflos ei»em GewaÜsrieden zu beugen. lPravo.) Aber, meine Herren, auch die zweite Möglichkeit urüsseu wir heute schon ins ?luge fassen. , s Tos deutsche Volk darf uichft blind an den Ber- handlungstis ch geführt werden. Es ist ein Entschluß v-oi'. gewaltiger Tvatpooite: Für urrse« ÄäachtstelÜOU soll nicht mehr gelten, was wir selbst für recht halten, ftlndeun lvas cn freier Äirsfpivache mit unseren Gegnern als^ Recht ervamck rmvd. Eine schwere Ueberwrndurrg fttr ein stffitzies urnd sievgewohlrtes Bolll! Denn die Rochts-srage Macht mcht halt vor iHtfetat La 2 rdc^greuzen, die loir der Gewalt nremuls fteivrillig öffnen würden. Die Sätze, die.wir aU für uns maßgebend angenMUlNSN h^ben. berühren auch Probleme innerhalb oeS Rsichögebietes. Ter Kernpunkt de-S ganzen Wilftnschen Programms ist der Böllerbunid. Er Sann nicht zustande kommen, wenn nicht smirtliche Völker sich zur nationalen Selbste Überwindung auftaffen. Die Realisierung der Ü-oclOsgemeinschaft vertangll das Aufheben eines Teils der unbedingten Selbckändtg- keit, die bisher das Zeichen der StaatsobeÄpheit war, van mrs wie von den andeven. (Sehr richtig?) Für unsere ganze Zukunft wird es von entscheideirder Bedeutung sein, tu welchem Geist wir dieser notwenbigen Enlloicllung folgen. Verhandeln wir innerlich auf der Basis des national-sn Egoismus, dann, rnerne Herren, ist es (für mrs keiive WiederaufrvchMirg und EüNMruir<7. > Shr richtig.- Aber wcnrr wir eingeseheir^ haben, daß der Srwr dieses furchtbarQr Krieges üwr allem der Sieg der Jteickitsidee ist, und wenn wir dieser^ Iüee^ nicht loiderstvebm, uns dieser Idee unterwerfen, nicht mit innerlichem Vorbcl-all, sondern, nrit aller Freiwilligkeit, sv finden wir darin ein Heilmittel für die Wunden der Gegenwart Und eine Aufgabe für die Kräfte der Zstkunft. (Sehr richtig!) Meine Herren! Mir brauchen Nur auf die Zeit vor zwei Generationen Mrückzugreifen, um alle notwendigen moralischer (Trickbftdern für die neue Entwicklimg vmtzufinden. Sind aber eininal diese Dtenschiheitstziele unser, so wird uns die ZußrmTnen- arbeit der Nationen m der großen befreienden Aufgabe. Wenn wir heute in dieser schoeven Sllrnde unserm Volk den Völker- bundsgcdanken als eine Omelle des Trostes und neuer Kraft vor Augen stellen, so will ich keinen Augenblick darüber hinweg- täuschon, lr^lche gefvaltigen Widerstände noch zu überwinden snck, ehe dor Gedanke Wirklichkeit werden karm. Mögen uns die nächsten Tage oder Wochen zu weiteren Äämpftn aufrufen, oder mag sich der Weg zum Frieden öffnen, darüber ftrnn kein Zweifel fein, daß wir den Äufg^rben des Krieges oder des Friedens nur gewachsen sein werden durch die Durchführuirg des Rsgieri:ngsvrogramms und die entschiedene Mkehr dom alten System, (Lebhafte Zustimmung links.) Damit, stieme Herren, bin ich auf die Frage der inneren Politik gekommen, über die ich der deutschen Volks- vertretu:ig Rechenschaft schuldig bin. Die Reform des ZÄ^hlrechas in Preußen ist durch ein dankenswertes Entgegenkommen der Parteien aus die Vorschläge der Regiermrg svioeit gefördert worden, daß die Einführuug des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts dort -gesichert Ist. (Bravv.) Dem Reichstage liegen zwei Gesetzentwürfe vor, die unsere neue Regierungsweise von beu verfassungsmäßige SchranNen befreien sollen, du ihr noch im Wege stehen. Der erste Entwurf roill für die Mtglieder dieses Hohen Hauses die DLöglichkeft schaffen, in die Reichs-leillmg em- zutreten, ol/ne chr Reichstags^nandar zu verlieren. Das ^'t un- erlässtich, wenn die Verbindung dräschen der,-. Parlament und den. obersten Reichsbehörden so fest blechen soll wie die gemeinsame Arbeit mtb das gegeirseitige Vertrauen es erfordern. Der Entwurf schlägt vor eine Aawerung des Gesetzes iÜ>er die Stellvertretung des Reichskanzlers. Bisher bnrnten nur die Leiter der obersteui Reichsbehörden Stellvertreter des Kmvzlers werden, in Zukunft sollen sich Reichstags rbgeordircte an der Leitung der Reichspvlitik beteiligen, ohn" Mgleich ein Ressort übernommen ;u haben. Dmuit ist ein neirec Weg geöfflret, um Wir verantwortlichen Leitung der Reichsgeschäfte zu gelangen, der pcrrlanientarisck'e Weg. Im Zusammenhang hiermit stehen die Vorarbeiten für einen rechtlichen ?lusbau der politischen Verantwortlichkeit des ReichsllrnzlerS. die durch die Einsetzung eines Staatsgerichtshofes Au sichern wäre. Tas neue System der Reichsregiernng hat eine neue Regierrmgs- weise in den Reichs!an den zur natürlichen Folge gjebabt Die Statthalterschaft Elsaß-L-othrmgens hat ein Ellässer über- rvommen, ein Elsässer ist Staatssekretär geworden! Meine Herren' Ter zweite Entlourf, der die Aendevjmg dos Artikels 11 der Reichs- verfasiun-g betrifft, enthält die zwingende Fcstsdelllmg für den ^rrundgrdanken der neuen Regierungsart. Er will, daß der Reichstag als die berufene Volksvertretung bei der Entscheidrmg über die wichtigsten Lebens'ragen der ganzen Ration, bei den Fra gen t)on Krieg und Frieden, ein volles Mitbestimmungsrecht erhält (Bravo). Die Bürgschaft körrnte verstärkt werden, wenn auch die Bündnisverträge der neuen BestimnüMg unterworfen würden. Auch zu einer solchen Enveirerung der Volksrechte ivird die Reichs- regierung gern die Hand bieten, wenn der Völkerbund praktisch Gestalt gewinnt. Meine Herren! Ter Kriegszustand hruch dieDegnadigUng der Personen, die wegen politischer Verbrechen und Vergehen, besonders im Zusammenhang mit Arbeitseinstellimgen. Straßenllmdgeburlaen oder ähnlichen Vor- 'Men ver,lrteilt sind. Eine lveitges)euche Amnestie dieser Art ist beini Kaiser und saintlichen Bimdesregienmgen angeregt urrd in Aus-führrmg. Schon haberk Verurteilte in großer Fahl ihre Freiheit wieder gewonnen. Branchen von ihnen l>at die Regierung die Gnade erst nach Ucl^erlvindung ernster vaterländischer Sorgen ver- Tntrttell. Meirre Herren! Allen Schi'itten auf der- neuen Bahn, die ich Ihhven hier aufzählen durfte, haben alle versasflurgsmäßigen Instasizen einmütig zugestimmt. Sie haben sich damit ans den Boden der von mir und meinen Mitarbeitern betretenen Regie- rnngKart gestellt. Wenn auch Sie dc-.l Vorlagen beipflichten, wird die Bolksregierung fest in den Reichsgesetzen verankert sein. Ich weiß, meine Herren, der Rückblick aus die innerpolitische Enrre der tHnkwilldigkn drei Okto'x'rtlwchen löst sehr verschiedene Stvnmun- !gen in Ihnen aus. Den einen wird er als die Schilderung eines uübescnrnenen Laufes auf der schiefen Ebene erscheinen, die zum llinstürz der bestehenden Ordnung führt, den anderen als ein nn- sichereS zögerndes Tasten imch der neuen Staatsrefonn. Wer frei von der Verantwvrttrng ist, der ist frei ür der Kritik. Beiden, gegen- scher stelle ich für' die Negienurg der Reichstagsmehrheit fest, daß rneüie Kollegen mrd ich sowohl int Zieh, als in der Art. wie wir ihm ^vachstreben, völlig einig sind. Das Ziel ist die politische V>, iui- diäveft des deutschen Volkes. (Lebhafter Beifall.) Mir und meinen Mtarbertenr steht os als LeitsterU mrverrückt vor Äugen. Die eiuKeknen Mitglieder der Rlegieruitg gingen ursprünglich tvtt von. schvedenen Ausganaspimkten aus. Sie verfolgten aber das gemern- fame Ziel mit dersellxni Treue und deshalb haben ihre Weg,- imurer näher zueinander gefüllt, llnser deutsches Volk hat schon längst kine Reihe von Rechten, um die es mancher politisch reift fR&Gjbctt Bao&fct brMstYe iBOOiuoaute Selbstverwaltung twrz oi mehr als tatet Hinsicht mustergültig. DoS Reichs- AMvohlvecht war Lange Zeit baS freieste Wahlrecht der Welt und der Reichstag, der so frei gewählt war, hatte sttts daV starke politische Machtmftfel der Rudgetbiewtllignng. Aber das deutsche Volk machte in den entscheidenden Punkten von seiner Macht Trinen Gebrauch. ToS deutschen Volkes Hauvttmst lmrktr sich aus in großen EttWelleistrmgen außerhalb der Politik. Nicht die Willkür der eingesetzten Gewalt, fwttan der Mangel an politischem Machkwillen im Volke erhielt Deutschland so lange als Obrigfettsstaat. Seit dem Juli 1917 reifte der Entschluß nach politischer Verantwortung. Jetzt, Ende SeUtemBer, ist er gtrrti Durchbruch y.forrtnien und dadurch ist alles neu geworden. Und, meine Herren, darin liegt die Gewähr für den Bestand und den Ausbau des neuen Systems, es kam durch eine entscheidende Wendung in der lZharafterenllmcklung des deutschen Volkes, dic nach allen Leistungen dieses Krieges, allen Taten und Opfern unausbleiblich geworden war. Darin liegt eine bessere reale Ga-- rmitie, als tti ftgendwelchmn Gesetzespcrragvaphen. Hieraus ergibt U kür mich eine sicher? Marschroute für alle unsere Maßnahmen: Wrr dürfen nicht um des Auslandes willen, auch nicht, um der *** Aug enblicks Herr *ir werden, zu Regierungsformen streifen, hinter denen nicht unsere innere Ueberzeugtmg steht und die nicht em Lbrsdruck unserer Eigenart und GeschckM sind. Sonst bandelten wir unaufrichtig und nähmen dadurch dem neuen System dan Stempel der Unwiderruflichkeit, den wir nicht etrlbehren können , Meine Herren? Der gewaltige Ruf. den Fichte in schrm-rer an die ^chchen richtete, ergebt auch an ims: Erhaltet euch a^ Bdlk für die Aufgaben in der Welt, ta nur ihr lösen könnt.wie l«es Voll eure Aufgabe hat. die ihm vor andern gestellt ist. Tie Sttmden im Leben der tartschm Nation, die sie niederz-uschlagen sthr^ren, sind noch immer die Geburtssttenden einer neuen geistigen Kraft gewesen. Aber um unsere Eigenart ruhig zu entwickeln müssen wrr unser Hausrecht wahren können. An wffeo^r Toren steht der FevÄ». Unser erster und letzter Gedanke gehört tat Tapferen, hre jce offlpt ta Uebennacht verteidigen und die wir gegen unge vechteATcklagen verteidigen müssen. i Bravo.) Ddeine Herren! Man soll nicht glauben, daß man unser Heer behängen wnn. ohne unser Doll an der Ehre M treffen. (Bravo) SchUmme Etnzeltaten und Mgstnahnten hat es di jeder Armee ge a^ben, ata der Grimdwille des Volksheeres lehnt sie ab. Meme Herren? Unsere Soldaten haben eS heute furchtbar kämpfen mit Sorgen um die Heimat, sw kämvfen mit tan Gedanken an den Frieden und halten stand. Wir dcmfev thwn, wir vertrauen ihnen, wir rufen ihnen zu: Die Heimat läßt euch mcht im Stich? (Bravo.) Was ihr braucht und was sie heroben kann an Menschen, an Mitteln tmd an Mut das fall euch werden. (Lebhafter Beifall. 1 ^ Die Aussprache. Mg Dervld Ach.). Wir stimmen den tadeutsamen Aus fMwunqen des Retchskanzlers vollkommen zu. Das deutsche Volk tat seine Geschicke selbst in die Hand genommen. Die neue beutfcta v«gtenkttg ist das ausführende Organ des Vvlkswillens Die v^stegentat Gesetzentwürfe halten wir nicht für gem'igand. Jeder «ttreg, ob er Verteilgungschieg oder Wweftrkrieg, muß abhängig von der Zustimmung des Reichstags sein. Mt Entrüstung NErsen wch den Vorwurf unmenschlicher Handlungen, der geaen unser Heer genwfet wird, zurück. Verwüstungen entsprechest nicht tan tartsctat EharaSer Und der deutschen Sitte. (Bravo l Ebert (Sv.): Sv sehr wir bemüht sind, den Opti nnSvms M bewahren, so müssen wir doch sagen, ferrliche Zeiten sind es nicht, denen wkr entgegengeft'ihrt worden sind. Wir billigen d^e Aiftwta der Regierung auf die Wilsonschen Gegenfragen. Den unerngeschränkten U-Boot-Krieg haben wir von jeder bekämpft Tos Recht der Selbstbestimmung tmrd sich das deutsche Doll nickst E»er e:ttwmden lassen. Der 6. Oktota ist der Geburtstag ta targtat Demvkwtte. Das deutsche Voll will tmfc wistd frei sein (^hr gut.! Dre Gesetzentwürfe auf Abänderung der ReickrSversasftmg gehen nicht weit genug. Wir sbck von jeher Gegner von Geheimver- ^agen gewesen: sie haben immer eine recht verderbliche Rolle gespielt vat der RerckMaq bei Ernennung und Verabschieduna des Reichs kanzlers mitzusprechett. erst dann ist die parlamentarisck)e Regie- Die absolutistische Stclluna des Großen mcht meta M halten. Auch für bas persönliche Regrment ist in TeMschland kein Raum mchr. Nur Freiheit kann &ie ^rttat tat«? bte der Krieg uns geschlagen hat. Deutschland muß frei werden oder untergehen. Nnt-ergehl-n soll in Preußen nur unheilvollen Schäden ta Milftärpofttik müffen beserttgt werden. Der Fall Liebkttecht ist durch ^^l^lsung Erledigt Die übermäßig hohen Strafen in den taeMrn G^düen müssen aushören. Tie grausamen Urteile gegen bfe tt mrischen sozmldenwkratffchm Abgeordneten sollten nicht voll- wertal. Schiedsgerichte. biPfid^r! Itcn Birrg,masten für emen dauernden Frieden. Wir bekennen ims 4 1914 m Landesverteidigung, solange es ^s kUechten, so rufen wir ihnen zu: ^de Kn^ichaft hat ein Ende? (Bravo) Unser Tank und Gruß gilt unserem Großes leistet. Aber während dze dromtai Helden erster Klasse waren, galten sie daheim bisher bif brht %&affe. Jetzt will der Reichskanzler dre Natwn nicht bloß zmn Versammllrngstt,ch führen, auch mit den alten Grundsätzen des blrntan. Vertrauens soll gebrocl>en werden. Tie deutsche sstegierung hat in diesem Krieg der^nheft ^Ä^Ehrt. Das tat das deutsche Voll in den Rtft der Utt- 2? or^tf Urtc ^ rft< Ä war es aber nicht, nur unorgcnn- • ?IuC L Ut kämpften stets zwei Rich- D^^^uauder. Bethnmnu-Tirpitz. Ter Weg zur Volksseele Dm Zusammentauch des alten vnw fortLjr’ ^bt haben rmr den Ucbergang zum Anfang. Ter neuen Entwicklung darf und »mrd von keiner Seite ein Hemmen ^»lüen auf Grund der Reichs- süssen^die neue Seit beginnen mit dem Ausbau Rl-tcüskan-lerS, namentlich feiner Bevantworllmg ^Echerste Gesetz für dre ^eReg^rung muß sein: Zweidetllig- ketten Estn vermreden werden. Wir werden wieder zu Füßen unfever GMßpabn sitzen irMsen, »un vmr ihnen xu lernen, lvie rmr und die Menschtat ge,rmd werden nach diesen Zeiten der 3n> Are lolche Kation der Arbeit ,md des Denkens ist Acht wt zu machen, das geht mcht aber mit uns in Frieden zu leta das geht, wenn fte wollen. (Lebhafter Beifall) " .Abg. Tr Strcsemann (Natt.): Ter Friedensschritt der wrrd von mtä gebilligt. Unser H«^ leistet in dies^ Wkgenblrck , too es nutzt zu ftegen vermag, lbrrnenschliches ^as BlUt. das noch ^inerter vergoffert wich, konrmt nicht au rmtfer Sxitwi Bulgariens "°ö^e ich“(Sft »wtt> W9ni, wie mnt bn Sriefe vvn aS ist der Drives; noch nicht abaeschlvlsen D^uftl^ierrinch war Ms ein sicherer Hort dentschn, Ein». Emdens nnd wird «S bjei&m Daß Gras TtsM sich von, drüttch^ Mnoms losgrsaat hatte trifft mrw m UnWrrn rchrd ni Int he r Mto.-ue gegen D-utttLand bMhen. Wir haken an einen UV P '*^ r ^Ääwen uns dessen nicht. Nach den imnserer Truppen halten wir ein Recht Mir Bismarck eine so swikc Arbeiteopirrtei «rr Bersä»»». Schabt die Stoillt W«, UW, in bk SÄS7 waoeter erste gmSm, der sich diese Kirrst gesichZt HZ^BfttM ™ uns mrfjdciMM, wenn loir jetzt Höreck w* ttnr uon Tanks und U-Booten H-Aw lch'wn Utzahtalle Kräfte dvauM drrrMff, daß die Zeit kon mien wird, in der die Ümservativeck .-.n^chaumtgen eine gerechtere Würdigung finden werden als heu.te. Stell ung in der Oppositrott ist gerade jetzt wesentlich ver- , chärst xixrrbcn durch eine Kundgebomg aus RegierungÄkrersen durch den llufruf deS Sozialdemokratischen Vat-wivorstaitdeÄ. (Zuruf: LTtaats serret är ScheLemartn ist doch Mitglied des P-rrteiVorstandes.) iiol«rm7nmt der Reichsfcmzler die Verantwortung für die Tätig- Änt semer^ Mitarbeiter? (Hoitertzeit.) Das Friedensangebot war mcht zimckmäßig irnd auch nicht*notwendig. Auch wir wünschen emen gerechten Frieden. Das deutsche Voll! kann mrd will nicht zur .napiLllrerung geswungen werden. Deutschland ist cutch nicht venetgt, ^dingnngen artzunehmen, die mit seiner Ehre und mit dm GTNndsätzen des GwechtigAeftsfriedenS unvereinbar sind und E ZuAlnft und Sicherheit des Reick-es nicht sichern. lMavo.) Mr müssen fest halten an der Unversehrtheit des Reichs gebretes, mrch im Osten. Doshal!.' weisen wir mit Entschilchen dre ntterhörten Ansprüche der Polen zurück. Wir such pessi- mtstffch mw«glauben, daß wir auch dttrch die neue Antwort zur IvatsermT^ oes Kampfes gezwungen sein werden. Unser Heer muß durch Ztkführnng neuer menschltckier und mvrÄisä-er Kräfte ge- stärlt werden. Wir beantragen, die Aufbesserung ta: Mannschafts-- IShmmg und bet Offiziersgehälter. Ruft die R^ienmg daS Voll zur Fortsetzung des Kampfes auf rmd macht es ihm fühlbar, ivorum ^ hinter ihr. Dann wissen wir, daß das tausche Voll fernen: Frieden der Krprtulatlvu, feinen schmachvollen irniraen w.rd annehmen wollen und brauchert. (Beifall.) „ Gothein. Herold utch Dr. Strese- vran-n rjt erne Gntschlfeßun» eingeyangen, in der tan Reichskanzler daS Vertrauen des Reichstages ansgesprochen wird. Daraus wrcd die Meftertavatung auf Mittwoch, 2 Uhr, vertagt * Borräte von Gohllevrr. Berlin, , 22 Okt. Ter Abg- Held richtete folgende An- 1 rE Regrerung: Seit Monaten sind außerordentlich große Mengen von Sohlleder in den Gerbereien vorhanden, auf deren Abnahme durch die betreffenden Kriegsorganisationett dic ^edertndujtrle vergeblich lvartet. In einer mir bekcrnntxm mittleren Gerbern hegen seit Anfmig Arr-rick m. 4009 ferbiqe Sohlleder- baut-', nnd ahnuche Mengen warten in anderen ^trieben au Abnahme Ferner hat die Zchithiitdustrie mit Mengen Sohlleder sich em gedeckt, die sic in vielen Mpnaten nicht wird verarbeiten, rönnen, loahrech) es der Bevölkerung unmöglich ist, bei den Schuh- machern eine Lederbesohlung zu erhallen, wenn sie nicht die im umfangretchen Lersalleit tmd verwüstet wurde, hatte furchtbar zu leitat, aber der DcU der Mfretung ist nahe." — Es antworteten dann die Ber- tveter der einzelnen Nationen. Eine Anklage der russischen Vork»reg1er«ns -ege« die Entente. d^.^§kau, 19. Oft. lWTB.) Rirffikche TefegrvtzhMjckg^ Ter Volksfemmissor des fteufcr« Tschitscherin richtete an Valfour folgendes Telegramm: „Auf das Telegramm tas briüschen Gesandten in Kristiantzl Bcztig nehmend, welches am 9. Oktober tan Bollskommiffariat des Mt gern durch die norwegische Mission in PeverSbttrg mitge- tetlt tvttrde, drückt das Volkskommiffariat sein Erstaunen über dre m dem Telegramm enthaltene Erklärung aus. die britische Regierung könne, da sie von Samara abgeschnittmt sei, feine Ver- antwortunc; für die Handimtgsweise der T s ch e cho - S l o w a k e rr, itber dte sie keine Kontrolle hätte, übemetaten. Ist es tan Ge- santan nicht bekw.mt, daß am 4. Juni die Vertreter der Entetttv-. Regierungen rdentische Mrifellurtgen tan BoWfemmisftriol «- ? dem State, taß sie die Tschech->Slowaken als verbündete Macht anerfeunen tmd die wolle BercnitNwrftrng auf sich neymett ? Tiefe Erklärung raurix bei verschiedenen Gelegenheiten i|t nicht unfere Sache, auf rjcfeljem Wege int , brrnjche Reguwung diese Veratctivortlichfett zu verwirklichen menit. aber ta «iglische Poesft hat zu un-ählig«n Ästälen wiederholt, ta Berbmtang zwischen dm Tschechv-Siowafen und tat Verbündeteti über Wlata.vvstok sei wiktal-er«stcllt. Dft ganze Zett IjitLimrcI) ha tat französische und englische Offi^ere die Ope- rattoneit der Tschecho-Slowakett gefettet, und der Führer dcsi tschechlschen. nationalen Rates, Massaryk, ist die gmtze Zeit über ui engster Fühlung mit der sramzösischan mrd englischen Rr- gieririig geblieben. Der verräterische tac Lschecho-Slor«- l™ 2 l r 1 L5r e ^J rhn ? botaueruswerten fft>lge,n. bttauernSwert für fee Tschechr^SLowaken srlbst^ ist vott Attfaug an unfer dem Gn- tar Entettte, und auf Kosten der Entente entstanden tmd von Ertfenfe.Ageitten organisiert worden, ivelcbe die irrvgeführten Tsck-echo-S'lowafett tu dieses schicksalsßstwere Abenteuer gestürzt, re nt verachtungswürdige Banden und gegcmrevvlüt ««fox Misp> toter verwandelt und sie ta Führung ta nichtswürdigen russischen andersten Reaktion unfergeordnet hoben. Tie vmt dem (ta-anbteu d-orges.chntzLe Urckc-rntnts «ffl ta wife tan Aussthretttingen ta TschNtw-Slmoefen ihrer zshttosen Verbcocylm, dte die aanre Welt in Schoxfen fetzen, tunu nur .evwvcken, da vielfache intfc genne« flfc We TcttsarMchfett dieser Miffetwden vorftegen. z. GeNnMilft, die vrnr tan Besten ta SCrtataßafl« edKö fmb, ta Lerchemha^en ta nfetagemetzelteu Jt^end. all ta Ströme w>i Blnt ta du och die Straßen geflossesr sind: alle die Giarv- amfcttot tau Tschterbo-Slmoaken, die als Agoltten des englisch- rattEcheit Kapttaltsmus ganze Gebiete schäitdet«r, für alle- oas fällt ta Verantwortung aus di« wahret: Anstifter und die Letter taser Taten, aus tan engli sch-französ ischen Ka- Pttalismus. Wemt in Samara allein 12000 Personen verl-aftet, wenn die Gefängnisft in O m s k 20000 Gefangene bac- ^n, wemt m ieta Stadt, in jedem Torf, in jetatu Ofehöft im Samara-- tutb Kasan-Geb fet alles '.oas unnbhän.gig, alles was frei- hettsttebend wcrr^ in K'etfen ^eleK oder aus dem Leben vechotai wurde wenn selbst in Aernon Städten täglich nrehrere Hundert erschasüm. manchmal gan^e Sckxrren.von Arbeitern. Stainern, zu- femmejt mit ihren, Frauen wid Kindern mit Maschinengewehnn en maffe (ntetageichossen wtrrtan so fällt das alles ~ auf dfe wahrevE Anstifter. Selbst: Oberst Haida wird dafür verherrlicht, daß er im gr-yen ÖMnde ta sibirischen Eisenlxrhn die Todesstrafe emgeführt hat. und zwar von ven Mmmden Organsr der engltschiw Preise. All das tzann nicht durch einfaches ?lbceu«n-en das ftajt ent! mchts stützt, aus gelöscht mrctart. Nur mit Berach- :-ung und Empör ung foim das Viollskourmissariat tat Ber- wdi tairitneit zurürftveiseu. die die Vemntworlsichfeit für dfeft Taten von j tch abl chütteln Wolfen, deren ganze Lost ttches doch auf ihre Urheber -urstcksallen muß." Großfürst Nikolajewrtfch lrbt? m PAyA 0 ? 1, ^WTB.) Der totgesagte fnllftre Oberbefehlshaber N r?o l a i N i k o l a j e w i t s ch taftntat sich nwhlbchalten rn Kiew. Die finnische KönigSfrage. arcc ^rlin, 22. Okt. Aus Helsiugfors wird der „Nvrdd. ^llg. Ztg. gemeltat: „Suvmcn Sosialdemokraati" uffll aus zuverlässiger Quelle erfal-ren haben, daß bei der sinnlättdi- chen Regierung ein Telegramm aus Deutschland eiugetrvffen mszusvlge Prinz Friedrich Karl von Hessen ernairt Heide, dass er vor ^ldlaus von ^ives Monaiev keine Antwort betreffs Uebervahme der finnischen Krone »eben könne, da er kein Friedensbin- dernisseinwolle. Die Ansprüche der Polen. 21. Oft. TO.) Auf einer Versammlung der Kreter aller Pairteum - m,genommen der polnischen Azia- Io enparan mW der lmkm So,m,demok.a!ie - des Wniare.chS tzoitM mib der gasizische Abgeordnete präsidiert«,^ murde unter AuSdnick des Bebmierns des Fehlens von VertreteM Losen« eine Entschließung gcsasit. in der der inter»>arteiliche 5Aub die sofortige Lildnng einer Regierung und die Schalfung eines National rat s aus allen drei Tei l u >i g s g e bi e- ten und dre Benpung des Landtags fordert!'. lLie linken INrnppen datz sie im Hinblick auf die bestelmrben Okkupa. ttonsverhaltnijft der Regierung nicht bettreten können Dfe Rcckstr machte dagegen rbr Verhältnis zu der künftigen Regierung von Zusammensetzung, ihrem Progoaimn imd ihren ersten Schnttett abhängig Tie vereinigten Volksparfei.m Zitmyreß-PofenS sorderfeit vor allem Bildung der Refteruna auS Vertretern aller polnischm Teilgebiete. Tie Aftivisfen erklärten. iede starke sbaatsschöpserische Regierung zu unterstützen. Am SchÄ Ick Nr. 2$9 Zweites Bißt! Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für OherhesieO Mittwoch. 23. Oktober (9(8 Au» Stadt und Land. Gießen, den 23. Oktober 1918. Feindliche Flieger über Gießen. Am Montag nachmittag sind mehrere feindliche Flugzeuge über Gießen hin weg geflogen, ohne Bomben abgervorfen zu haben. Weiter lahnabwärts, in der Gegend von Gladenbach, Wommelshausen, Hartenrod kam es zu einem kurzdauernden Luftkampfe, in dessen Verlauf ein englisches Flugzeug brennerch abstürzte. Beide Insassen sind tot. Zu diesem Fliegerbesuch gibt der „Wetzlarer Anzeiger" noch folgende nähere Angaben: „Mehrere feindliche Flugzeuge überflogen gestern nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr unsere Gemarkung. Eine von ihnen ab geworfene Bombe fiel ins freie Feld. Auch unterhalb Albshausen fiel eine Bombe in die Wiesen am linken Lahnufer. Weder hier noch dort sind Menschen verletzt oder ist Sachschaden verursacht worden. Die Flugzeug wurden mehrfach beschossen. Wie uns berichtet wird, sind die feindlichen Flieger zwischen den im Hinber'andkrerse belLgenen Ortschaften Hartenrod, Günterrod und Endlich von deutschien Fliegern irr einen Kamps verwickelt worden, bei dem ein feindliches Flugzeug abgeschossen rvurde. Einer seiner Insassen war bereits tot, der zweite starb kurz nachher. Ferner hören wir, daß sowohl in Bermoll, wie in Königsberg und Niederweidbach, in letzterem Dorfe nutze bei der Kirche, eine Bombe abgeworfen wurde." Da hiermit die Möglichkeit eures Fliegecbesuches in Gießeil näher gerückt ist, sei die Bevölberrrng nochmals daraus hnngewiefen, daß in einen: solchen Fable streng alle Borsichtsnlaßnahmien zu beachten sind. Nur dadirrch können UnglücksfWe vermiede:: werden. Bor allen Dingen gehört jedermann bei der Bekcnuitgabe von Niegergefahr in den Keller. I:: Wetzlar !oar M-cmn gegeben worden und wr:rde deirn-och nicht beachtet. Der Wetzlarer Anzeiger bemerkt: „Leider muß sestgesteUt werden, daß das Publikum, als der Zweck der Signale -extern t war. jsich^nwcha.nsi> nicht! an die lbe- larmten Borsichtsmaßregeln kehrte. Wer auf der Straße lvar, blieb darauf, im Gegenteil traten noch viele Leute auf sie hinaus. Die Kinder liefe:: schreiend hinter den Flugzeugen drein ruck) auf manche:: Plätzen und in machen Straßen standen sie in dichten Hausen beisammen. Das ist denn doch der höhere Unfug. Ern Unfug ifties cmch nach den aus Frankfurt a. M. und anderen Städten hinlänglich bekannte:: Vorgängen fernerhin, lvenn auch- hier die Fenster aufgerissen wurden, um den Fliegern nachzustarren. Man weiß doch allmählich oder kö:mte es wissen, wieviel Menschen auf diese Art und Weise schon ihr Leben verloren haben." Wir hoffen, daß die Gießener Bevölkerung bei drohender Fliegergefahr sich vernünftiger und sachgemäßer verhalten wird. Als erste Regel ist zu beobachten, daß niemand aus der Straße etwas zu suchen hat. Wird dies beachtet, so ist die Gefahr gering. Zur Sammeltätigkeit. ** Sammelt E iche l n! Neben der Sammlung von Bucheckern ist mrcki die Fortsetzung der Sammlung von Eicheln von hoher volkswn-tschssklickx-r Bedeutung und zur H erste l- T ungvvn Kaffee-Ersatz dringend geboten. Durch die Eicheln köimen vollwertige Nahrungsmittel, wie Roggen und Gerste, zum Besten der minfchiichen Ernährung eingespart werden. Auch ist das -L-ammelu von Evchell: sin lohnendes Geschäft da fürden Zent- n er Eiche l u ei n Lohn von 6,50 Werk befahlt wich. Irr Gießen können Eicheln wie bisher sowohl in den Lchacken wie auf der Geschäftsstelle des Roten Kreuzes in der Alten Klinik, hier am Mittlooch und SamÄag von 4—6 Uhr, abgegeben werden. In den mrderen Orten des Kreises werden die Eicheln am besten in 5eu Sckmlan abgegeben. ** Schonung dem Walde! In diesen Wochen, die den Wald mit buch.'l-, efthel- und holzftcchmd«: Kindern bevölkern, drohen unseren Wäldern ernste Gefahren. Llltch der Laie erkennt diese unschwer an den überall herumliegenden abgerissenen Zweigen und Arsten. Tie Forsebemntei: aber machen die Erfahrung, daß die von ihnen sorgsam /sepfleglen Pflanzungen und Hegen von mutwilliger oder unbedachter Hand beschädigt und zerstört we rde n. Alle der Jugend Nahestehende müssen diese aus die Wichtigkeit der Schomrug unseres Waldes aufmerksam machen und jedem zerstörenden Mutwillen Einhalt tmr. ** Laubheugewinnung. Vom Kriegswirtschaftsamt ist nach Ltöschluß der auch im Kreise Darmstadt reichlich ausgefallenen Laubhengewinnung der Kreisleitung ein Dankschreibe:: für die überaus eifrige Tätigkeit der Lehrer imb Schüler zilgegangen. In dem Schreiben sind zwei anerkennende Aercherungur der Militärbehörden enthalte::. Ter Generälftttendant des Feldheeres drahtet:- ,,San:meleiser der Lehrer und Schüler hat sehr ersräckiches Ergebnis gezeitigt 'hrnd Feldheer in Zeiten größter Futternot unterstützt. .Pferde fressen Laubknchen gerne. ?lllen an Sammlung Beteiligten, insbesondere Lehrern uitb Schülern, gebührt uneingeschränkter, wärmster Dank." Der Kriegsminister, General Scheuch, schloß hieran: „Ich freue inich tziese Aneclemr.mg Weitergaben zu könnend Es bleibt für alle Zetten das Verdienst der de'ttschen Lehrer Und der ihrem anvertrauten Jugend, in ernster Zeit dirrch aufopfernde Tätigkeit eine drohende Gefahr von unserem Feldheer abgewendet zu haben. Durch Erhaltung des Pserdebeftandes ist die Versorgung der Front mit Mftnittron iUtb Verpckegftmg sichergestellt roorden. Die Leistung«: auch der jüngsten Schüler und Schülerinnen reihen sich Würdig den Leistungen der Junginannen in der Landwirtsckiast '4rn. D:örHchland darf stolz sein aus seine Fugend und die Aufopferung ihrer Lehrer." Tie Kreis Verwaltung schließt sich diesen' Dankesworten aus vollem Herzen an. * Gietzener Stadttheater. Das Kind. Eine Koggenstedter Komödie von Otwmar Enking. Gießen, 22. Oktober 1918. Ottomar Enking ist kein allzu bekannter Name. Wer jedoch ein Buch las, das seinem Träger den Ursprung verdankt, wird l damit die Eriniwrung an eine feinfühlige, liebevolle, eingehende Schilderrrng von Menschenschcksalen verbinden, die sich vb:w gewaltsame Stürme erfüllen, in ihrer verinnerlichten Schilderung ab«^. haften bleiben. Es ist ein eigener Reiz, einem derartigen, Tllttor auf der Bühne zu begegnen. die nicht das für ihn gegebene Feld ist. Nlrr eine naturallWsche Epoche, die an breiten Zustands- schilderu::gen Gefällen fand, konnte einen Stoff wie das Kind zu einem Bülmenwerk ausbaucn, und wiederum nur der Naturalismus konnte es verhüten, daß der rührende Inhalt in Rührseligkeit umschlug. So ist: das Werk zu einem innig-leisen Hymnus der Elternliebe geworden. Zwei schlickte Menschen mit grundgütige?: Nerzen läßt er um ihr Kind in Liebe sich sorgen und Opfer über Opfer bringen, bis sick nachher heransskeltt, daß das Kind der Opfer gar nicht bedurfte, daß ihre gütige Liebe törichte Opfer brachte. Und der tiefste Zug des Werkes ist es, wem: die beiden Alte:: frierend zusamme::rücken, weil sie ohne die Sorge' um ihr Znnd-überflüssig :md einsam geworden, sind. An tue Darstellung wurden Hohe Anforderungen gestellt. Nrckt allein ein ungewohnter Dialekt, das Ostholstemische, mußte wenigstens angedeutet werden, die ganze Anlage des Werkes« ver lang te auckr ein, dauerndes Verharre:: in der etwas uube-, volsenen. Umslä:rdlichkej.L eft:es Hckwer '^''egbaren Menschsa- ** Amtliche Personalnachrichten Ter Grvßherzog hat am 18. Septe:nber d. I. dem Mitglied der ^isenüahndirelliom zu Frankfurt a. M., Königs. Preußischen Regierungs rat Tr. Fabian zu Berlin, das MUerkveuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehe::. Landkreis Gießen. ** Mieseck, 23. Oll. W vermißt gemeldet wurde der M- terosfrzier Karl Kling nn R. J.R. 221, 1. Komp. Dohi: des Bildhauermeisters Ludwig Ktnrg. Hesftn Nassau. — Frankfurt a. M., 22. Oll. Gestern früh überraschte ein Kriminalbeamter einen Embrecher, als dieser von einem Einbruch in ein Pelzwarengeschäft schwer mit Beute beladm heimkeyreu wollte. Die gestohlenen Waren halte:: einen Wert von mehr als 25000 Mark. — Der bekannte Einbrecher und Hehler Georg Lückel lrnirbe Montag nachmittag in der Altstadt beim Verkauf von Brotkarten festgenomme::. In seinem Besitz befanden sich 1 3 0 2 S t ü ck gültige Brotscheine und über 10 000 Mk. Bargeld = Gries heim a. M., 22. Oft. Auf dem hiesigen Bahnhof fuhr an von Frankfurt kommender Güterzug auf einen Rangierzug auf. Eine Anzahl Wag«en samt Jnhall wurde erheblich be- schädigt. Auch eftre größere Me,:gc Wem ^ing dabei verloren Men scheuleben - kamen nicyt zu Schade,:. Ol Aus dem Kreise Kirchhain. 20. Oll. In Niederwald spielten einige Kinder an einer Strohpresse: dabei kroch 'das vierjährige Söhnchen der Witwe Balzer in die Presse und wurde von den anderen Kindern tolgeguetscht. Gießener Strafkammer. Gießen, den 18. Oktober 1918. Am 11. Mäm l. Js. erschien der als Aushllfsschaffner am Bahnhof Gießen beschäftigte 18 Jahre alle .Karl. K. von Watzenborn bei der hiesigen Stationskasse, gab sich für den Aushilfe schaff ner Karl G. aus, ließ sich desseir Fahrgelder im Betrage von )27,30 Mark aushändige:: .und amtierte in der Rechnung über Neben gebühren für Februar 1918 mit „Gilbert 1. Kart". Er hat sich dadurch der Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug schtck- dig gemacht. Er erhielt unter Zubilligung mildernder Umstände 3 Wochen Gefängnis. Ter wegen DiebstahlH i. R. zuletzt mit drei Jahren Zuchthaus vorbestrafte Klavierstimmer Waller W. von Halberstadt ist cmge- llagt, in der Nacht vom 21/25. April l. I. Ur Bad-stäruk^im aus den: den: Lederfabrikanten W. in Offenbach a, M. gehörigen Laden Lederivare:: im Werte von etwa 3000 Mark und die Registrier lasse N:it ellva 160 Mark Inhalt unter Bertutz::ng eines falschen Schlüssels entivendet zn haben. Am 26. April lvurde der Angeklagte auf der Silatiou Bitterfeld in: T^-Zug ohne militärische Answeispapiere von den Eisenbahnübenvachungsreisenden betroffen um> es wurde ihm eröffnet, daß er in Berlin der Polizei zugeführt werden fwürde. Nachden: der Zug sick/ wieder in Bewegung gesetzt hatte, spvcn:g der Angeklagte unter Zuritcklassung seines Reisegepäcks durch das Fenster Hinaals. Der Zug lvnrde zum Halten gebracht und der Cnrtspruugene festgenomme::. Sein Gepäck enthielt die gestohlen Lederwaren. Trotz seines Leugnens wurde er für überführt erachtet und zu 5 Jahren Zuchihaus verurteilt. Auch wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt und es wurde außerdem auf Zulässigkeit der Polizer- aufsicht erkannt. Wegei: gewerbsmäßiger Wilderei in den Fi'irstlich Biüdiu.genh'chen Waldunge:: erhielten der Gärtner Georg Sch. und der Daglöhner Georg E., beide M Büdii^gen, je 4 Monate (^ef.mg- nis, ferner wurde auf Einziehung der beschtaguahw-ten zwei Büchs- ftinten, des Flobertgewelws u:ä> der beiden Rucksäcke erkannt. Der vielfach wegen Diebstahls vorbestrafte Gärtner Mttri- imilian, Ernst W. von Kreuznach hat in hiesiger Stadt gebettelt un- bei dieser Gelegenheit aus eiMn Haufe in der Wolkengasse einen Frauenvock im Werte voi: 20— 30 Mark und an der Türe eines nicht festgestellten Ladens einen neuen Rucksack entwendet. Der Angeklagte, der vollauf gestwckig ist, erhielt wegen der beiden) Diebstähle eine Gesa:nlgefä::gnisstrafe von 8 Mbnaten und wegen Bettelns 1 Wochen Haft. . Tie 19 Jahre alte Ellse Sch. von Sternfurth ist vom Schöffengericht Bad-Nauheim ^wegen geschlechtlichen Verkehrs mit einem sranzösischen Gefangenen, der rricht «ohne Folgen blieb, zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Ihre geger: dieses Urteil eingelegte, auf Freisprechung ^bzw .Herabminderung der Sttafe hiiMelende Berufung wurde kosteirfällig Zurückgewiesen. Letzte ria^richrtett. neneste Nertcht der KeeVesleitnng. (WTB.) Großes Hauptquartier, 23. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Kämpfe in der Lys-Nicderung dauern an. Heftige Angriffe des Gegners beiderseits von Deinze. Nör lick der Stadt wurden sie abgewiesen, südlich der Stadt nach anfänglichem Geländcgewinn durch Gegenstoß, westlich der Straße Deinze—Olsene zum Stehen gebracht. Oestlich von Kortrik wurden wir vom Westrande von Vichte ans den Ostrand zurückgedrückt. Beiderseits des Ottcs sind starke seiudliche Angriffe gescheitert. In erbittertem Kampfe wurde die Höhe bei Keiberg vom schlesischen Reserve - Infanterie-Regiment Nr. 10 unter seinem Kommandant Major (Nrüner gegen vier- fachen^Ansturm des Gegners gehalten. Teilkämpse in der Schelde - Niederung beiderseits von Tournai und Baleneienncs. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südlich von Marle rmrutten wir den vorr'ibergchend verteidigten Brückenkopf an der Serre und Souche und nahmen unsere Linien hinter die Bachabschnitle zurück. An der Aisne wiese:: wir heftige Angriffe des Gegners beiderseits von Nan- teuil ab. schlages. Nur tüchtige >Schauspielll:nst kann hierbei die Gefahr vermeide::, verödend zu lvirken. Diese Gefahr beschworen zu haben, ist das Verdienst der Darsteller der beiden.Alten, Karl Volck und Luise Delosöa. Sie formten poei riihrend gütige, wellftelNd- hilflose Menschen uird verstanden^ es auch>, die kleinsten Wesenszüge so mraufdringlich charakteristisch herauszuarbeiten, daß allein der Erfolg ihres Spieles den Besuch verlohnte. Besonders ein^ drucksvoll waren die beiden letzten AkffÄüsse. Während Karl V >o l ck, auch als Spielleiter sich ausgetz-eichiret bewährend, stteng! die Kurve seines Spieles einhiell, wätre bei seiner Partt:eriN eine kleine Korrektur nwglich. Das Hoft'even des von ikw für das Kind bevorzugten Freiers dürfte um ein Kleines wenigev betont sein. Neben den beiden Lllten iverde:: alle übrigen Rollen epifodeathaft, und doch wurde aich hier schauspielerisch sehr An- erkelmenswertes geleistet. §>elene Kallmar, das „Kind", verstand es mit einen: leichten Hervorkehren einer frivolen Lebens-, leichttgkeit, das Sinnlose der elterlichen Opfer recht einleuchtend zu machen. Earl Ernst Schaum stellte den befangene:: und linkischen Werber ebenso treffend dar. wie Curt L e r ch de:: selbst- üverzöge:: geschwätzigen. Wilhelm Koch traf die salbungsvolle Gottergebenheit seiner Rolle zwar gut, aber nicht so charakteristisch, wie Auguste Marcks, die vernichtende Bosheit mitsühlender Nüchstenliebc darzustellen wußte. Alles in allem war es eine Freude, wirkliche schauspielerische Leistungen zu scheu. Und diese Feststellung ist der K!ritik lveit ^genehmer, als der ^notwendige Hinweis auf Unzulängliches. Tenn wer der Kritik ein Herunterreißen als Wohlbehagen unterscknebt, verkennt ebensose'hr das Wesen der Kritik, :me den fachlichen Ernst und die Gewiffenhaftigkeit des Krittlers. zz .. . Auf östlichnn Aisne-Ufer. beiderseits von Vouziers und östlich von Olizy haben die Känrpfe größeren Umfang angc- lwmmen. Unter stärkstem Artillerieeinsatz griff der Feind am frühen Morgen zwisäi-en Terror: und Falaise, sowie zwischen Olizy und Bemupaire an. Auf den Höhen lmftlich von Vallay konnte der Angriff ettpas Boden gervinnen. an der übriger: Front ist er vor unseren Linien gescheitert. Auch am Nachmittage brach der Feind nach erneuter srärkster Artille rievorbereittmg zum Angriff vor. Das 1. bayerische Infanterve-Regiment unter Führung seines Kommandeurs Major Schnndtter hat in zäher Verteidigung die Höhen östlich von Chestres gegen mehrfachen Ansttrrm überlegenen Gegners gehalten. Auch auf der übrigen Fwnt wurde der Feind unter, ftchveren Verlusten ftir ihn abgewiesen. Heeresgruppe Gallwih. Zwischen Argonnen und Maas und zwischen Maas und sNosel rege nächtliche Fenertätigkeit. Teilangriffe westlich der Maas mW westlich der Atosel ohne beftnweres Ergebnis. * Leuttmnt Büchner errang ftinen 40. Luftsieg. Der Erste Generalquarliermeister Ludendorff. * . * Die Vo rwürfe gegen das deutsche Heer. , Berlin, 22. Oll. (WDB. Nichto.mllich.) Die Erttmte- zerümgen und Fmcksprüche erheben stüMg die schwer st enVvr- würfe gegen das deutsche Heer pe^cn Plüick'erung des besetzten Gebietes. Temgege::über konarte me neutrale Kommission, bie das zu räumende Gelü-et bereist, feststellen. daß an allen Brücken Posten ausgestellt worden si:ck>, die jedes Llutv mv) jeden Wagen Kontrolliere::, um etlvaicpe Plünderung^: zu vetthi-ndern. Wm.n von den Deutschen Maschinen Nnd Vorräte aus BelgLea: und Nvrdftankreich zursickg^fuhrt werden, so Ixmdett es sich dabei ii: erster Linie um. Attckerial, das von de:: Teutschnr selbst in das beletzte Gebiet für die zahlreichen dort errichtete:: kriegswirftck-asl- lrck-en^ Bettiebe gebracht lvnrde, dann aber «a<:ch um Gegenstände, die für TeucksckilQid infolge der Blockade m rer setz! ich fütb. Die ?lb- sperrung^ die die Entente über die Mittell:uiichle verhängt Hai, zwang Deutschland, das großenteils auckx fttt seine Verbündeten zu sorgen hatte, aus der privaten Wirtschaft alles heranszuziehen, Wasser zur Fortführung, des Krieges beiwtigte. Erst als die Vorräte m Deutschland zur Neige gingen, ging man dazu über, auch die bejetzwi: Gebiete in stärkeren: Maße heranzuzieheir Wenn aus den Fabriker: nnd Privathärrser:: Kupfer, Messing, Wolle ustv. herausgeholl wurde, so geschah im besetzten Gebiete nichchs anderes, als was .in Deutschland längst durchgesührt worden war, icrck: wozu die Blockade T^eutschland zloang Auf sie fällt eiir großer Teil der Härte:: zurück, Nvelche die deutsche Okkupation iür die Einwohner des besetzten Gebietes mit sichj brachte. Lord LllnsÄowne über die Luge. London, 22. Okt. (Reuter .) Lord Lansdowne erllirrte ft: einem Interview zu der deutsche:: dkole: Die Lage ist kritisch. 23«c müssen behutsam Vorgehen und nichts den: Zufall überlassen. Wilsons Behandlung des Falles war sowohl llug wie energisch, und wir können ihm vertrauen, daß er alles vern:eiden wird. Vor allem ist es nötig, daß keine Konzessionen gemacht loerden, die irgendwie die Kraft der überlegenen militärischen Stellung beein. ttäckftigen würden, dies gelle auch für die Frage des Waffenstillstandes. Hinsichtlich der Veränderung der Regierungsfortu sprach Lansdowne seine Zusftmmung zur Rede Lord Milners ans. Engltmd gegen die Freiheit der Meere. London, 22. Oll. (Privattel.) Wie Reuter erfährt, gibt das Folgende einige Ansichten wieder, die mcu: in maßgebenden Kreisen hinftchtlich der Lage, wie sie sich «aus Teuttchlands Note an Wllstxi: ergibt, vertritt: Die deittsche Note nimmt an, daß Wilson nur die Räumung der besetzten Gebiete gefordert hat, und die .Deutsche:: gehen immer noch von dieser Annahme aus. Das ist aber nicht der Fall, und dies ist ein Prrnkt, der ganz llargestelll werden sollte. Freiheit der Meere, wie sie von den Deutschen verstanden wird, kann England überhauvt nickt annehmen. Es gibt noch verschiedene Marineiragen, die der Llufklärin:g bedürfen. Andere Punkte, die bisher :wch nicht berührt wurden, umfaffeN auch die Frage der Entschädigung rnrb der Wied erherstellung. Eine englische Grfellfchsft zur Erzgewinnung. London, 22. Oll. (WTB. Nichtanttlich.) Reutermeldung. Tie „dRorniug Post" erfährt, daß die Verhandlungen zur Bildung einer rein britischen Gese ll s cha st nttt einem Mpttal von 5 Millionen Pfund Sterling im Gange sind, die sich mft der Gewinnung von Erzen, der«: Verarbeitung und dem Absatz von Metallprodukten befassen »oird. Die Metalle, mit denen sich die Gesellschaft licmpttächlich befassen wird, sind Krrpfer, Zinn. Blei und Anttmon. Die wichttge Metallerzeugung von Australien wird in das Gebiet der neuen Gesellschaft einbezo«wn werden. -Ein Arnvoebefeh! des Generalobersten v. Einem. Berlin, 22. Okt. Anläßlich seftver Erneimung zum Chef des lvestfälischeu Jnsa:ttette-Reg>ime:tts Freiherr v. Starr Nr. 16 hat General obe r st v. E ine m, Oberbefehlshaber der dritten Armee, nachstehenden Arn:rebefehl erlassen: Tie Allerhöchste Aufzeichnung ist eine Anerkennung für die mwergleichliche Haltung der rapferen Truppe:: und die aufopfernde Tätigkeit und 5)i::gabc aller Führer, insbesondere auch des Generat- siabes. Ich danll das der Armee von ganzem Herzen und bin überzeugt, daß Seine Majestät und das Vaterland einen erneuten Beweis dafür chabeu, daß auch tvetter auf uns gerechnet rverden kann, wenn feindliche Angnffe unsere Front zu durchbrechen trachten. Nleftic Bitte für die Zukurrft geht dahin, daß Fichrer und Trripp-en dem Gegner die gleiche Kaltblüttgkeit und lleberlegenbett zaigen wie bisher. Tann Werder: seine Eingriffe auch weiterhin zerschellen, und die Geschichte wird einst nttt goldenen Lettern berichte:: über die hohe Bedeutung der ?ll>wehrschtacht in der Eham- pagne und an der Marne 1918. _'_ Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Auf Grund der,§§ 14 und 12 der Verordmmg über Gemüse. Obst imd Südfrüchte vom 3. Ayttl 1917, Reichs-Gesetzblatt S. 307, wird bestimmt: § 1 - Folgende Bekanntmachungen iverden aufgehoben: * * Tie Bekannttnachung über Frühobst für die Bnndesstaatea Bayern, Württemberg, Baden. Hessen, Elsaß-Lothring.u und Sack> sen vom 10. Mai 1918. 8 2. Die Bekanntmachung tritt drei Tage noch ihrer Verkündung in Kraft. Berlin, den 14. Oktober 1918. 8038e Die Reichs stelle für Gemüse und Obst. Der Vorsitzende: von Tilly. Stell Karl«» Kätchen Böckel August Rausch Verlobte (Frankfnrter Str.24) 3m Felde •> 21. Oktober 1918. Beugen Sie den Folgen der GIESSENER KONZERTVEREIN Sonntag den 27. Oktober 1918, nachmittags 4V 4 Uhr, in der neuen Aula der Universität 1. Konzert # ürippe* KLAVIER-ABEND Prof. Conrad Ansorp Berlin Beethoven, Sonaten op. 110, 81 a , 27 2 , 57, Rondo op. 51 2 . Eintrittskarten: Mk. 4.-, 3.-, 2.-, 1.-, sind In der Musikalienhandlung Emst Challier, Telephon Nr. 671, und abends an der Kasse zu haben. 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In der Generalversammlung vom 5. Okt. 1918 wurde einstimmig beschloffen, den Creditverein Heuchel- heim e. G. m. u. H. zu Heuchelheim, in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umzuwandeln. Gläubiger, die dem Beschlüsse widersprechen, wollen sich bei dem VoBand deS Vereins melden. 8W9 Heuch^heim, den 22. Oktober 1918. Der Vorstand des CreditvereinS Heuchetheim e. G. m. u. H. Kreiling, Direktor. Volkmann, Rechner. Große Mobiliar-Versteigerung. Aiu Freitag oen 25. Oktober und Gamstag den -6. Oktober, je tnittags 1 Uhr beginnend, wird das gesamte Wirtschanslnventar des.votcl-Nestaurant „Kaiserhof" im Saale des „Kaiserboses", Wetzlar, ^anggasse 50 n. a.: Wlrtschaftsbstfett,2 Billards mitQueuen und Ballen, Wirts-Kaffeet ische neilweise mr Marmorvlane!, etwa ioo Stühle, Schränke, Kommoden, Regulator, Wilder, 3 eiserne Bettstellen, grober WirtschaftSherd, Kilchenfchrank, Küchcnttsch, Tplllrrog mit Ablauf- r breit, EiSschrank. LZaschmangel. mehrere Oefen, aSvsen mit Rohr. 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November H>18 STt63h Lese I 3 887 ®emtn*e tm ist willens, in unsere Heimat cinzubrechen. Das wird ihm aber nie gelingen, wenn wir die durch die Wirksam8ert feindlicher Agenten zersplittertenl mtfenaS DeutsäMms sammeln. Roch sind wir imstande, l verhüten. großes Unl-eil auch inrseven Handeln wir darnach und bezeugen wir , daß wir ihnen die verdiente Achtung nicht verjagen. Da der Krieger heute nicht niehr soviel Liebesgaben wie früher erhalten kann, so muß er dafür Mglich fühlen, daß seine Dreue mrvch Treue vergolten wird. ** Die Geldabfindung su.r Selbstbeföstigchrng für einzeln? Mannsthrften des Hveovs ist mit WirLmg vom 1. Oktober 1918 an «ruf 2.70 Mark für die volle TageÄdst sürschiließlich Brot festgesetzt worden. Bei teilweiser ?G-fmdmry ist Geld zu gewähren : für die MittaySkost! mit Brot 1.35 Mk., ohne Bwt 1.30 Mk.. für die 9lbendko-st mit Brot 90 Pf., ohrve Bwt 85 Pf., für die M>orgenkost mit Bwt 45 Ps., ohne^Brvt 40 Pf. Die Festsetzungen gelten auch für Offiziere jmk Bsamle, die Aruspruck« auf die Feldkost oder die Gewabfindung zur SelbsÄeDstigmvg haben. ** Herbftarbeiten. T-re Temp-v«tiur ist merklich heruntergegangen, der SlMherbist ist eingetreten, bald werden die ersten Raichtftüsb ^Jhm heißt es rur een <9tfrt:ict und Sandmann, die Herbstabeiten so rasch wie möglich l,eend.igeu und alle di? Früchte des stelde-r. unb^ Gartens baldigst fertig cinernten, die durch den Frost leicht Sä-rden nehnien. Ein alter> Sprichwort sagt: Saickt Galt (16. Oktober), bring' Körnt uni) Nüben in den Stall. Oder^ Sank lÄallos hat alles den Dalles. Es fehlt zwar mg dem Lande vielfach sehr an Arbeitskräften, aber^die Felder sind twch fast gänzlich abgeerntet. Auch die junge Saat keimt und sproßt schm. Starkenburg nno Rheinhessen. ID« r m sta d t, 22. Okt. Das Ministerium äcs Innern hat ans Grund der Bundesratsverordnimg dom 23. Sept. d. I. die Mieteinigungsämter in Dar m st a d t und Bad -Nauheim Miggtorisch gemacht. Ohne Zuslimmimg des Einigungcamtes kann der Berrnieter nicht kündigen, das gilt besonders auch b^'i Miet' stvvgeMvgcn. Hessen-Nassau. Frankfurt a. M., 22. Oy. (WTB.) Gestern abend 10 Uhr «wurde die Stadt Frankfurt alarmiert, da feindliche Flieger gemeldet waren. Infolge Sperrfeuer gelang es denselben nur, Bomben in der Umgegend abzriw'^en. 10.30 Uhr war der Alarm beendet. ^- Frankfurt M., 22. Oki. Die wegen des Neubaus der Kaiserbrircke über oen Main gelegte hölzerne Notbrücke wurde gestern polizeilich gesperrt, da die nur für drei Jal/ve Lebensfähig- kerck berechnete Volzkonstruktion jetzt bereits im siebenten Jahre Dienste tut und morsch geworden ist. Nur für Fußgänger ist die Brücke nach wie vor frei. ---- Frankfurt a. M., 22. Okt. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß heute zum zweiten Male ein- r^n m i a k« a «« 'Tk".-. 2»...f _ _ v . r. r a 'r y dagegei .... Sätze gewähren, wie sie die staatlichen Arbeiter erhalten, und ha: deshalb- die Stadtverordnetenbeschküsse bisher abgelehnt. Falls der Magistrat auch diesmal auf seinem Entschluß beharrt, so ist, wie ein sozialdemokratischer Redner in der langen und oft sehr scharfen Debatte misführte. ein Streik der städtischen Arbeiterschaft gar nicht unmöglich. — Für die Magistratsvorlage über die Errichtung einer Erwerbslosenfürsorge für selbständige Handwerker, Handeltreibende und Angehörige freier Berufe sprachen sich die Redner aller Parteien im zusttmmenden Sinne aus. Tie volkswirtschaftlich bedeutsame Materie wurde dem Sozialpolittschen Aussckmß zur weiteren Behandlung überwiesen. X Gelnhausen, 22. Okt. llnter eigener Lebensgefahr hat die 18jährige Tochter des Gutspächters May auf Weiherhof bei Wächtersbach, Frl. Anna May, einem dort beschäftigten Kriegsgefangenen das Leben gerettet, indem sie ihn unter den Hörnern eines wütend gewordenen Stieres hervorzog. Ter Stier hatte den Mann zu Boden geworfen und zu kräfttgem Stoße gegen ihn ausgeholt. Ihren Vater hat das Mädchen vor zwei Jahren aus einer gleichen leberrs^ährli^en^Lag^befreid^^^^ iS'. Im Kampf für» Vaterland flol am 90. Septerabor mein heißgeliebter Gatte, mein lieber Vater, unser guter ßohn und Bruder, Schwiegersohn und Schwager, der Landsturmrekrut Heinz Bachma nn . lat aber des Eisern an Kreuzes II. Klasse KUtelscbuHebrer eand. g>hil. In tiefer Trauer: Beiene Baehmnon geh. Höchst und Töohlcrchea Ifcwth Professor Heinrich Baciimano und Fr an ged. Euler Otre Bachmann. Leutnant der Reeei-re u. stnd. forest, b. Z. Im Pelde Lehrer Höchst nnd Frau geh. Schneider Landm. EL«rn, z. Z. in engl Gefangensch., u. Frau $S«r4© geh. Höchst Pfarrer Sleliwig und Frau 92argret geh. Höchst fJutcrofflaior IZcinrlch ffiöchsi, z. Z. in franzöBiech. Gefangenschaft Anna HSehst frite Hth)h«t. h«l LiOndacf, Kaasel, UfirtabsUhi« 4«n SB. Oktober 1918. Für alle frermbliche Teilnahme an unfcctn schmerzlichen Verluste danken wir herzlich. Mstkie E4etNß««ser ge-. Heiueck Gerhard SreiuhLvser, z. Z. im Heeresdienst KsLrod Sreiah schriften unter 0-3194 an die Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. Branner Jagdhund (Tell) mit Schellenhalsband im Walde bei Lumda entlausen. Abzugeben gegen Belohnung bei Knluiarüf Eeb*tclii 8022 in Grünberg. Eine türkische Tasche gestern zwischen 2 und 3 Uhr von der Lahnbrücke bis zur Wetzsteinstr. von armer Frau verloren. Abzug, geg. Bel C6228 Hrofdorler Str. 1. S^irm verlsvslA a,u Sonntag abend im Theater a. Garderobe-Nr. 95. mit Nanien gezeichnet. AuS- tausch Ost-Anlage 3S. p. erbeten. 100 Postkarten Blum.-, Kopf-, Landsch.-, Kunst-, Liebesk. usw. 5 M., PrachtBortim.750M. Weihn.- u. Neujahrskarten 3,4,5,6 M. P. Wagenknecht Verlag. Leipzig. 8001s? Leitung: 8053« Hofrat Hermann Steingoetter. Freitag den 25. Oktober^ abends VU ttbr: 3. Freitag-AbonnemaaM Vcratellaog : Komödie in drei Akten von Otto Srnv. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Naoh- richt, dass mein heissgeliebter, unvergesslicher Gatte, der liebevolle Vater seines Kindes, mein guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Gefn Fritz Unverzagt Reserve-Infanterie-Regiment 211 sein junges Leben auf dem Felde der Ehre lassen musste. # In tiefem Schmerz; Johanna Unverzagt ged. Zeidter, and Kind Amalie Unverzagt Witwe Snsanne Zeidter Witwe Karl Vogel, z. Z. im Felde, und Familie Giessen (Sandgasse 43) und Josef Heller, z. Z. im Felde im Felde, 22. Oktober 1918. nebst allen Verwandten. Die Beerdigung meines im Luftkampf gefallenen Sohnes, des Oberleutnants zur See Erwin Koch findet am Freitag den 25. Oktober, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Gießen, den 23. Oktober 1918. Ingenieur Georg Koch. 06166 i 08106 Ein Schicksalsschlag hat mich getroffen, vVie ihn die Welt nicht schwerer kennt. Zerschmettert ist mein stolzes Hoffen, Auf ewig sind wir nun getrennt. Noch denke ich der Glückesstunde, Dio kaum Dein Urlaub mir gegönnt- Und nun schon diese heiße Wunde, Die wie ein Meer von Feuer brennt. Au 3 deinem Abschfed sprach das Sehnen, Sprach alles, was mich nun betrifft Wie dampfendes Gewitterdröhnen Des Andern Geben wolit’st Du rotten, wie es dein Herz nicht anders kannt. Vor mir steht’s nun in blnt’gen Lettern- „Auf ewig ist er Dir verbannt“! Ich wollte Dir die Heimat geben; Denn Deine Eltern starben schon. Auch Du bist nun nicht mehr am Leben. Und Jammer ist mein Erdenlohn. So schlaf denn wohl Du treues Herz, Du schläfst im Frieden, Ich zitt’re im Schmerz. Das Unglück auf mich nieder trieft. Ganz plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht daß mein lieber, unvergeßlicher, geliebter, herzensguter Mann, unser guter Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Pate und Neffe, der Hilfsschaffner Hermann Döringer infolge eines Unglücksfalles in Ausübung seines Dienstes in Feindesland sein junges Leben im Alter von 27 Jahren lassen mußte. In tiefem Schmerz: Wilhelmine Döringer ged. Kloos nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, Wieseck, Alsfeld, Wißmar, Gießen u. im Felde, den 22. Okt 1918. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung! Heute verschied na^h kurzer, schwerer Krankheit unser lieber Kollege, der Krankenpfleger Johann Müller aus Allertshausen. Wir werden demselben ein ehrendes Andenken bewahren. Das Personal der Heil- und Pflegeanstalt. Giessen, den 21. Oktober 1918. 06204 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigstgeliebte Frau unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Katharine Steul geb. Brück nach langem, schwerem Leiden im Alter von 56 Jahren zu sich zu rufen. ln tiefem Schmerz: Polizeidiener Hch. Steul und Familie. Muschenheim und im Felde, den 22. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 24. d. M., nachmittags 3 Uhr, statt. MM ns Gestern nacht entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner 4 Kinder, mein lieber Sohn, bchwiegersohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Pate Wilhelm Schäfer V. im erst vollendeten 33. Lebensjahre. . folgte heute morgen um 6 Uhr unser jüngstes Böhnchen und Brüderchen Ernst im Alter von beinahe 4 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau KImc bch&fer geb. Weiß and 3 Kinder Frau Eleonore Wo 13, Schwiegermutter Familie Hch. Hcrzborger Familie Jacob Hocker Familie Hch. Schlifer Familie Karl Schäfer. Wachtmeister. Annerod, Gießen, Frankfurt a. M., den 23. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 24. Oktober 191« nachmittags 2V* Uhr, statt. 06200 Tod@0-«&.ii2;oi3; c. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß meine innigstgeliebte Frau, unsere Hebe, treue Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisahethe Albaels geb. Hofimann nach kurzem, schwerem Leiden heute nachmittag um 4V« Uhr im 32. Lebensjahre sanft verschieden ist. In tiefer Trauer: Heinrich Albaeh X., z. Z. im Felde Bürgermeister HofTknann and Familie Johannes Albaeh TU. Witwe and Familie Burkhardsfelden, den 2L Oktober 1913. Die Beerdigung findet Donnerstag den 24. Oktober 1918, nachmittags 2 Uhr, in Burkhardsfelden statt. 06224 1Ü Gestern abend 7 Uhr verschied nach schwerem Leiden 1 ; mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Sohn, Schwager und Onkel ^ Z Heinrich Albaeh ' p im Alter von 51 Jahren. : Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna Albaeh geb. Ludwig. | B| Lieh, den 22. Oktober 1918. Hrt Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 3 Uhr statt. 1 i W 8036 \ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden spreche ich allen auf diesem Wege meinen aufrichtigsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Aug. Marx nebst Kindern. ggg r '‘1 - > ü 8025 8043