Nr. 2\l Der fciebtner Anzeiger erscheint tätlich, ander Sonntags. - Beilagen: -teßentr^amilienblLNer; Kreis t Ictlt für den Kreis Sieben. Bezugspreis: monatl. Mt. 1.35, vierteljährlich Btt. 4.05. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25: durch diePost Mk. 4.05 viertel- jährl. ausschl. Beftellq. Fernsprech - Anschlüsse: für dieSchriitleiluns,112 Verlag,Geschäitsstelle51 Anschritt für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. Erstes Blatt 168. Jahrgang Montag. 2 \. Gttober 1918 PystscheSkontp: Zranksnrt a.M. 11686 eneral-Ameiger Vankverkehr: Gewerbeban! Gießen 3 wMmg;runddri>ck ».Verlag: Srüheschr Ualo.-Vuch- u. Zteindrnckerei R.Lange.Schristleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schulftr. r. ..»nähme von Anzeigen f. die DageSinunmer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbiiidlichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Pf., für auswärtige 30 Pf., für Reklan'.en Mk.1.-nebst 20°/oTeue- rungszuschlag; Playvor- schrift 20 % Aufschlag. Hauptschrittleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für denübrigenTeil: l)r. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v. Bett; sämtlich in (Sieben. Storfe Angriffe des Kindes im Westen gescheitert. Wilsons Antwort an Oesterreich-Ungarn. (DTB.) GrvßrS Hauptquartier, 19. Oftober I (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Brügge und der Lys wiesen wir mehrfache feindliche Angriffe ab. Nordöstlich von Kortrik warfen wir Teile des Gegners, die sich seit den letzten Kämpfen noch auf dem Oftufer der Lys stielten, über den Fluß zurück. Sudwestz lich von Kortrik wurden Uebergangsversuche vereitelt. Oestlich von Lille und Douai war der Feind gestern bis zur Linie Ascq—Templeuve—Flisnes—Marguette gefolgt. Zwischen Le Cateau und der Oise dauerten die heftigen Angriffe des Gegners an. Südöstlich von Le Chateau drang er bis Bazurl, im Walde von Andigny bis an den Südrand von Wassigny vor. An der übrigen breiten Angriftsftont ist der Angriff des Feindes vor und in unseren vordersten Linien gescheitert. Bazuel wurde im Sturm wieder genommen. Die bei und südlich von Aisonville kämpfenden Truppen schlugen auch gestern alle Angriffe des Feindes ab. In den Abendstunden und während der Nacht setzten wir hier unsere Linien vom Gegner ab. An der Oise sind bei und nördlich von Origny erneute Angriffe des Feindes gescheitert. An der Aisne setzte der Feind seine Angriffe bei Olizy und Grandpre fort und dehnte sie über Vouzieres nach Norden bis Voncq aus. Bei Bandy mid bei Falaise faßte er aus den: östlichen Aisneufer Fuß. Seine Versuche, unter starkem Feuerschutz auf den Höhen östlich der Aisne weiter Vorbringen. wurden durch Gegenstoß vereitelt. Zwischen Olizy und Grandpre sind erneute Angriffe französischer und amerv- kanischer Divisionen vor unseren Linien gescheitert. Beiderseits der Maas verlief der Tag bei Störungsfeuer und kleineren Jnfanterregefechten. Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorff. * (ADV.; NrotzeS Hauptquartier, 20. Oktober (LottliM Westlicher Kriegsschauplatz. An FstnDern haben wir in Fortführung der am 18.19. yemeweten Bewegungen Brügge. Thilt und Kortrik geräumt und neue Stellungen bezogen. Vor diesen fanden lebhafte Vvrfetdkämpfe statt. Am Abend stand der Feind südöstlich mm Sluis an der belgisch-holländischen Grenze, westlich von Heldegen-Ursel bei Pocke und Markegen. Nordöstlich von Kortrik stieß er mit Teileil über die Lys vor. Südlich von Kov- trit hat er die Straße Kortrik—Tourruai erreicht und war beiderseits von Douai bis östlich der Linie Orchies—Mar- chienries gefolgt. An der Schlmhffront zwischen Le Cateau und der Oise trat gestern eine Kampfpause ein. In unserer neuen Linie am Sambrr—Oise-Kanal und der Oise stehen wir in Ge- fechtsfühlnng mit dem Gegner. Der Serre- und Souche-Abschnitt war tagsüber das Ziel starker feindlicher Angriffe. Der nordöstlich von La Fere auf dem nördlichen Serre-Ufer zum Angriff vorbrechende Feind wurde im Feuer und im Nastkampf abgewiesen. Ebenso scheiterten südlich von Crecy mit starken Kräften geführte Angriffe im Gegenstoß sächsischer Bataillone. An der Straße Laon—Marke faßte der Gegner in kleinen Teilen unserer Stellung Fuß. Beiderseits der Souche-Niederung wurde er ruph heftigem Kampfe abgewiesen. Auch auf dem Nordufer der Aisne griff der FeirÄ nach starker Artillerievorbereitung an und drängte nordöstlich von St. Germainmont unsere Vorposten etwas zurück. Au der Aisnefwnt zwischen Attigny und Olizy nimmt die Gefechtstärigkeit des Gegners zu. Beiderseits von Vou- ziers setzte er sich bei erneuten Angriffen auf den Höhen am östlichen Aisne-Nfer fest. Der Kommandeur der 199. Infanterie-Division, Generalleutnant v. Puttkamer. brachte durch persönliches Eingreifen den feindlichen Angriff auf den Höhen östlich von Bandy zum Stehen. Zwischen Olizy und Grandpre wiesen lothringische, schleswig-lwlsteinische Regimenter und Jäger-Bataillone erneute heftige Angriffe des Gegners vor ihren Linien ab. Auf beiden Maasufern blieb die Gefechtslätigkeit auch gestern auf Störungsfeuer beschräntt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Am Buöovic nordwestlich von Aleksinac wurden feindliche Angrfffe abgewiesen. Cafe rar im Timok-Tale wurde vom Gegner besetzt. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Staatssekretär des Innern Crimborn über die Kriegsanleihe: Die erste Pflicht des Reiches wird es stets sein, für die Zinsen der Kriegsanleihe zu sorgen. Die Avendberichte. Berlin. 19. Oft., abends. (WTB. Amtlich.) Fn tz l a n d e r n, aus dem Schlachtfelde zwischen Le Ca- nau und der Oise ruhiger Dag. Nördlich von Laon sind feindliche Angriffe gescheitert. Nordöstlich von Vouzieres haben sich Teile des Feindes auf dem östlichen Aisneufer festgesetzt. Von der Maas nichts Neues. B e r l i n, 29. Oft., abends. (WTB. Amtlich.) Oestlich von Kotrik dauern heftig Kümpfe an. Beiderseits von Solesmes und Le Cateau sind auf breiter Fwnt starke Angriffe des Feindes gescheitert. Erfolg- eiche Teilkämpfe im Serre-Ab schnitt und auf den Sitzen westlich der Aisne. Oestlich von Vouzieres wurden feindliche Angriffe ab gewiesen. * Die ö sterreichisch.il, «garischerr Tagesberichte. Wien, 19. Oftober. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. An zahlreichen Stellen der Gebirgsswnten sehr lebhafte Erkundungstätigkeit. Balkan-Kriegsschauplatz. Vor unseren Linien an der westlichen Morawa haben die verbündeten Truppen die Fühlung mit dem Feinde wieder ausgenommen. Nördlich von Aleksinac wurden serbische Angriffe abgeschlagen. Weiter östlich brachten erfolgreiche Sturmtrupps-Unternehmen Gefangene ein. Der Chef des Generalstabs. Wien, 29.Oktober. (WTB.) Amtlichwird verlautbart: An der S ü d f r o n t keine besonderen Ereignisse. In A l b a n i t n werden unsere Bewegungen ohne nennenswerte Störung durchgeftchrt. Beiderseits der südiick-en Morawa sirH Vorstöße des Feindes abgeschlagen worden. Za je ca ist von den Serben besetzt« Der Chef des Generalstabs. Heute wird wahrscheinlich die deutsche Antwort an Wilson veröffentlicht werden; bisher kennen wir ihren ungefähren Inhalt nur aus Unbestimmten Angaben einiger Blätter. Die Antwort wird entgegenkommend lauten: den Einwendungen Wilsons wird Rechnung getragen werden. Teils sind sie hinfällig durch die Zeugnisse von Augenzeugen über den deutschen Rückzug im Westen, der sich ohne Plünderungen und unnötige Härten vollzieht, teils wird ihnen sachlich entgegengekommen werden, indem, wie es heißt, auf den unbegrenzten U-Boot-Krieg mehr oder weniger verzichtet werden soll. Der „Vorwärts"/ der über den Inhalt der deutschen Note besonders gut unterrichtet zu sein vorqibt, begleitet seine Angaben mit ein paar Vertröstungen, die wir nachstehend wiedergebe::. Danach soll sich erst am Verhandlungstisch, also wenn es vielleicht zu spät ist, entscheiden, ob Wilson sein ursprüngliches Rechtsprogramm festhallen und verteidigen, oder ob er zu den Londoner und Pariser Gewaltfriedens- politikern hinüberwechseln will. Eines hebt der „Vorwärts" heute schon hervor, und daran wird später vielleicht noch oft erinnert werden: Deutschland bleibt stark genug, um ihm etwa auferlegte unwürdige Fesseln wieder zu sprengen. Das mag sich die Entente, das mag sich aber ganz besonders Frxrnckveichgef-agt sein lassen. Vielleicht ist man gerade darum bestrebt, Deutschland möglichst zu schwachen und wehrlos zu machen. Das wird aber, wie man es auch anfängt, nicht gelingen. Will man einen dauernden Frieden, so muß man sich mit uns über einen Rechtsfrieden verständigen. Es ist trübselig genug, daß wir heute nur diese kümmerlichen Trost- tvopfen a us der „Vorwärts"-Röhre auffangen und sonst keinen Rückhalt gewinnen können. Wir wissen nichts Entscheidendes über die Möglichkeiten der militärischen Lage und darüber, wie weil die Führer der deutschen Heere es für nötig halten, den sehr beschleunigten Friedensgang des neuen Kanzlers und seiner Staatssekretäre mitzumachen. Es wäre äußerst traurig, wenn wir uns augenblicklich zu nichts anderem entscheiden könnten als zu einem Frieden um jeden Preis, oder, wenn dies besser klingt, zu einem bloßen Verr- trauen auf die Macht der Tiftsachen und Verhältnisse unter Aufopferung unseres mittätigen deutschen Willens. Wie Wilson die Tatsachen entscheiden läßt, davon gibt er uns eine Probe in seiner amtlichen Antwort an Oestev- reich-Ungarn, die heute veröffentlicht worden ist. Er gibt es zu, daß er ein Stück seines Rechtsprvgranrms bereits fahren gelassen hat. Im wesentlichen heißt sein Spruch, daß die Völker Oesterreichs jetzt ihre eignen Richter über ihre Angelegenheiten seien. Besonders nennt Wilson die Tschecho- Slowaken und die Südslawen, die die Grenzen ziemlich weit stecken, innerhalb deren sie ihre neuen Staaten zimmern wollen. „Schicksal, du bist im Zuge, nimm, welchen Lauf du willst", das ist der Wilsonschen Weisheit letzter Schluß. Er gibt der Wiener Regierung keinerlei Zusicherungen. Wir Deutschen stehen ihm doch etwas anders gegenüber: da ist noch eine Volkskrast, die eine Zukunft in sich birgt. Wir sind nicht nur Bausteine, sondern selbst Mitarbeiter am künftigen Bau Europas. Die Welt braucht uns; darum muß sie uns ihre Tore öffnen. Es muß sich am Ende dieses langen Kampfes trotz allen: zeigen, wie viel unsere Toten für uns getan, wie unsere Waffenschläge auf dem Erdenrund das Eisen unserer Zukunft geschmiedet haben! Die amerikanische Antwortnote an Gesterreich. Washington, 19. Oft (WTB.) Folgendes ist der, Tett der Antwort 'der Bereinigten Staaten auf die österreichische Note vom 4. Oktober, die in Amsterdam und anderswo am 5. 'und 6. Oktober veröffentlicht wurde, wie sie vom Staatsdepartement durch den schwedischen Gesandten in Washington an den Minister des AuÄoärtigen von Schweden Qt* richtet wurde. Staatsdepartement, am 18. Oktober 1918. Mein &trc ! Ich habe die Ehre, den Empfang Ihrer Note vom 7. d. M. zu bestätigen, worin Sie eine Mitteilung der k. u. k. Regierung von OeslerrcickMngarn an den Präsidenten^ übermittelten. Ich habe jetzt ben .Auftrag vom Präsidenten, Sie zu ersuchm, so freundlich zu sein und durch Jhve Regierung der k. u. k. Regierung folgende Antwort zukommen zu lasten: T>er Präsident hält es rür seine Pflicht, der österreichisch- ungarischen Regierung zu erklären, daß er sich dem gegenwartmenj Vorschlag dieser Regierung wegen gewisser Ereignisse von größter Bedeutung, die seit Abgabe seiner Adresse vom 8. Januar sich ereigneten und notwendigerweise die Haltung und die Verantworte lickjkeit der Regierung der Bereinigten Stachen andern, nicht an schließen kann. Unter den 14 Friedensbedingungen, die der Präsident damals formulierte, kam die folgende vor: „Ten Völkern . Oesterreich-Unoarns, deren Platz unter, den Nationen wir geschmutzt und gesickert zu sehen wünschen, sollte die freieste Gelegenheit zu autonomer Entwicklung ^gLlvährt werden." Leit dreier Satz geschrieben und vor dem Kongreß der Bereinigten Staaten ausgesprochen wurde, hat die Regierung der Bereinigten ^Staaten anerkannt, daß der Krieg^ustand zwischen den Tschecho-Slowaken und dem deutschen und österreiMch-ungartschen Reiche besteht, und daß der tschechische National rat eine de iactv krieg-, führende Regierung ist, die lmit der entsprachienden Autorität aus- gcstattet ist, die militärischen und politischen Angelegenheiten der TschEckw-SlowcrktM zu Leiten. Sie hat auch in der weitgehendsisr Weise die Gerechtigkeit der nationalen MLrationen der Jugo- Slawen nach Freiheit anerkannt. Ter Präsident verfügt deshalb nicht länger über die Fwihert, die bloße Autonomie dieser Völker als eine Grundlage für den Frieden anKuerÄnnew sondern er ist gc^wungen, darauf zu bestehen, daß lie und nicht er Richter darüber sein sollen, welche ALtüm auf seiten deröftcrreichisch-un- garischeu Regierung genügend wird, um ihre Aspirationen mrd ihre Auffassung von ihren Rechten und ihrer Bestimmung als Mitglied der Familie der Rationen zu befriedigen. Empfangen Sie, mein Herr, die erneuerte Versicherung meiner höchsten Wertschätzung. Jch wage zu behaupten, sagte deir Ministerpräsident, daß es keinen einzigen Staat in Eu.ropa gibt, der den Internierten gegenüber auch nur annähernd so liberal vovgegangen wäre. Wir behandelten sogaü die Staatsbürger der gegen uns kriegführenden Staate:: mit größ-^ ter Gerechtigkeit. Es gibt keinen einzigen in Ungar:: lebenden Engländer, Franzosen oder Amerikaner, de:: wir seiner Freiheit beraubt l>ätteir. Tic Ausübung der wirtschaftlichen Tätigkeit der? französischen, englischen und amerikanischen Unternehmmigen er- ftrhr bei :ms während des Krieges keine Einschränkung. Ter Standpunkt des Abgeordneten Vajda muß entscksteden mißbilligt werden; er steht ini Widerspruch mit beit vaterlwünschen Gesetzen. (2lll- gemeine lebhafte Zustimmung.) Ter Abgeordnete Csoinao erklärte, er müsse sich dagegen verwahren, daß Fiume in Kroatien oder einem autonomen slawischen Staat einverleibt werde. Er verlas eine Erklärung, daß die Stadt Fiume das Selbstbestimmungsrecht ftir sich in Anspruch zu nehmen: wünsche. Ter Ministerpräsident enviderte^ Ungarn bestel)c auf dem Recht, daß Fiume Ungarn in Verbindung eines autonomen Gebietes erhalten bbnlre, uiti) daß ein Zugang, zur Stadt Fiume unter allen Umstmwen gesickert werde Was Dalmatien betreffe, so werde dieses mit Kroatien und 31a- vonien vereinigt. Bezüglich Bosniens rrehmc er den Standpunkt ein, daß Bosnien cntsckieid«: solle, ob es Llnschtuß an Ungarn oder Kroatien im Rahmen der Länder der ungarisck>ei: haben wolle. - -''' r nrafraj ' . v > v ^°qwurs* htfapesf G Ä Bosnien vOie mutmsstficsts kievgeK3ltlmg ^••-Österreichs als Staatenbund / -- ü/sfierrge fte/chsgrenze y ' " Gtaafrngrenzen ^ '*""mufmaftl künftige Grenzen Die SelbftSeftimmung der Deutschen in Oesterreich ?Et-^(WTB^) Täglich finden jetzt in den von f 2 ^wohnten Teilen Oesteroei chs Kundgebungen der E n V v l k s r a t e wirtschaftlicher braitfch-österreichischer intb ?^S£ ltatt, worin grundsätzlich die Fvrderrmg N^^^^^.^'^chrcmften Selbstbestimmungsrccht des deutschen » 771 ™ 11 qH P1 * enrci ^ der festen Zuversicht aus einen dauernden Deutschen Reiche ?lnsdmck ge- ^ mLHBöhmen melden die Blatter, daß nach Knirsch in der Versammlung der ^briterpEn ine^schecizen nichts imversucht lassen woll- v™Z auch auf die dorischen Gebiete der Sudetenlander «uiirtxfam. Als befonbfr« $micfmitM ,»Ilten die Tschechin, die %* r ,5fÄ^iTS der Lebensmittelzufnhr an die bet ^ d' c Alw Ifrorggmfarion „or allem Sache m2L fa' neben der grogen deuttch-ÖsterreichI- i ^ch^?^'°u; .die SchtiElveriamEnn der ^«Mlyen in Böhmen zusammentreteir und die erfo^derlickv-,, ^chrirte gegen eme plötzliche Unterbindung der Leben^mittew^ ' in Böhmen könnet Ö ‘*** m «“8“ denchchm L^Dr°^n W Stn^Wst^ch?^ n*T deutscher Abgeord- a ”"“' M -». »W LL'MÄ'» . Ei» Aufruf des Statthalters vo» Böhme». Äm* 8 s«ste! Brnsssrnm^ MZUUMNLZ MMMWZ LNWMM-MM ELMUMfM i^SwrÄJsa« SSJÄ fW™* ang^e, so sei eine „Tonne-Mr- ^alb ^ ausreichend. Teuftchland besitz« mir zwei- iiSST 01, c?^ mc ^ uicht hin, die widerrechtlich f Millionen Tonnen brrttschcn und vier Millionen« ^ mütte^T^^? ^utralen Schiffsraums zu ersetzen. Schließ- lch mus>e Deuftcpilcmd für 17 000 brutal ertränkte Personen Schadmersatz leisten und die Uebeltäter zur Bestrafung ausliefern. Eine Tagung -er französischen Kammer. (WTB.) Nach einer Meldung der Agence L^^^^^dmbnceau in der Kammer nach einer Zn,prache ^eic^rel^^das Wort einer Rede, in der er faotc.- Fr.l 5^°^ lnttsaltet eine größere Hoffnung ihre schwingen. Es ist unsere Pflicht, daftir zu sorgen, daß diese Hofs- imng, lur die das beste französische Blut oergossen wurde durrli Kaulmeru imd durch das gesamte sran- Wirklichkeit wird. Wir l-aben für unser Recht ae^ unier Recht in vollem Umsange mit den rwt-- weningan Burjchclunlen gegen «inen neu«! Aiigriff der Barbarei Was wir «ms tzmmd dieses Rechts tuu. ein Wvtt aeMql um ^ ^ist die Wiederherstellung des geaotteu Lebens a3 * n Gebiete«. Bor allem aber ist es ^twendig daß die Be^eiung Frankreichs eine solche der Menschheit sei." ' Der Reichskanzler und die Litauer. ^1 O?t. Gestern vormittag empftng der Reicks- sssssiiM! SS «.f«s SSDL'W ZWMMWWL Berlin. 20. Oft. (WTB.) „Tailt, New^" stellt in ibre» vom w. Oktober dem Bericht des Reut.-r-Korrrivöndenten Uber die Z e r st o r u n g C Batmafse" t49^7 BR^.) uub der ame«^ Segler ,Sm^r1hSrf^ e n. ^ösentzung der deutschen Antwort nach ^ ^ Washington. waren i»^drdeiführer des Reichstages dem Entwurf der^deu ' am J5 a ^ eril f en irwrden. im, ton Kenntnis Ä Ä «* W'lson in UM diese Zeit erst der oec „LoÄllanz.", fegenWte« --"«wartige Auge-' werden Um 2 llhr F ^vpftte die Besprechung verschoben Parteiführer^ und^j? eft^LL- b ann die äSäsb*“»«»:«“"-: iSXte'a.« ;*ä"“ s eine M Note und die sich anschliekmde , Ste ^rle,ung der und die B^füAr dÄ AnLfn^bL^ k.o,^s7i7e^^slML^k E ..L-kalan».". die Ant. gegangen. ' abends nach der Schmerz ab- kommend "l^§ikund eSe' bffri^r Note entgeqsn- Stellen qeg^der frLen^^e Srnnesandernng der'leiden schweren Äls^ L in sachL IT ®* f Me inneren Reformen des Reicde-ch^T^ -1:nngeimigen, über die neue Schritt d^deLs^ Reche^7L^L?^^ ^ wird der, Grenze, die für °i»eÄffÄÄ bfni *“*« e « -Es natroinilistische Strümnnol, Versöhnung cmtreten und dil'lomatisckxn ssste, j». »■ ??-« & \rtt s iÄÄtS “«“«SVir'tiS wÄfSS a*ffÄ"ÄÄS '4 KabiuetiSwrchscl in der Ukraine. Das neue türkische Uadinett. S L'°S ÄÄtfSfjga » rn NKWKWM nenei- Ernttncht «*. Frenndschist SttSLÄarfot^f^!^ ferner durck< Sill'erun«, tvi* ; U1 F U •H‘- a,,cn Des Volkes, f-stisung die L° t * r d-s Volkes. n^rziWe ongetegenherten und das Eranusen ton Ernahrmrgs- der allg-.'meinen Nvt LuTÄ 9 ' 6 ' inr St'iuSerunq, sagte |rtffcS Salira kS r &’T 7 ° , ? mt r rn6ll ' , 0 L o«S>L äSWe&Bi&ÄÄ £;'s\Äf ff ^Ibeirtaten envies die TürL-i awft ^'*** 9roücn Dienst, beim ohne ihren Eintritt in cnu ' ,! LL.ZLED LM°»KZ bnglifchc Phautafic». Wts. die-ditüs^^^S^lh »^wtze Änfgade' «Mkl« laug b r ? ebllbi:c Eng-. Ten-schland überdies da s ^ s7 l ^ch>-ttl°Ne. für di-, Ui>" Skoutnbimf, »»rückerhalte. ne nanu w' lömi das, ^ -1. E se Deuttch^and klar- auch Wasser J twcicU ^ r9ttol werden. Ä Der Rückzug im Vesten. iMLLGWrNU-?^» sÄL «J&tSÄS Ärs r*? w uinct f rÄÄ-Ä 1 ® r ^f«”Ä im frj m58 b bS TOe C MnaTf Iid C' ÄaagÄJsa sKa£* & Ä“* feueren .Walibers beschossen ° 1 80 alleren imd, Mer Mlle^Teh^lÄnnT^ T.**™ Bahnhof und M.f d^r V^-^EZLWK Sie angeblichen deutschen Plünderungen «Wk'üS- Sät Ä-^tr &> ■■*>•> ■ fts*ü S'MJÄÄSrtt 1 ? :a,'f.i* *& aas G re^el n7»^^>kt. (WTB., Auf die anhaltmch^TrhewLen M feMjSU&Ätt ffiltS“- ^■fÄSS; SS 8 ii ieses ^iühjahr französisehe Granaten in M n f b t s ■ So?Ä n n en ri Ä 3 r , fJ^ ,T ’^Ä durchs T°il?L'S^LÄ ?^ZJ to"l' e T ift im Vorjahre to^ alle^ LrüSst^ Aus dem Reiche. Der Kaiser. üiSfps DMAML-AZZ im oen Uwten Adlcrorden erster Klasse mit Schwertern. ^ Der Reichstag. Wort ergreifen. Anschließend hieran findet eine allae. 2 bis" Tage' ^ ALch LSM' ^ '--ussichtiich Eine Kundgebung in Breslau !»-?»7MkrbW'.s-VLMg-.^ Äm&Ä'T sroheAnMl von Studiere,^n und iSÄMSÄiSÄß ^ 3 ^" , *“«"® 5 si 5 eSs , ss aiiß L- Fett- und. Oelbestände vermehren zu helfen. T i e' S a m m - ? q l «i- n ^ clntra9llc ^ c ^ < ^ € f^ttft. Waldfrische febakn- trodene Bucheckern werden mit 1,65 SW. für das Kllo'b^oE .^^dalt der Sammler entweder einen Oelbezuasscheiii oder nvm S ch l a g s ch e i n. Auf die Oelbezugsscheine Znn er siÄ 0 A^öent des abgelieserten Gewichtes von Bucheckern an Speiseöl Preise bei der Oelverteiluugsftclle kaufen Wählt der Ablieftrer den Schlag schein, so kann er ebenst «n Es« ui lb f^ nt hat, aus der in dem Schlagschein genanntes Oelmuhle schlagen lassen. Eine sehr sorgfältige Behaudluna der n^ch HnITJ 01 Bucheckern ist bnngcnb' geboten. Sie dürfenj oder hoch auf g e s ch i ch t e t a u fb c wahrt Kn w f UI ^ 0 ' schrmmlich und unbrauchbar Wenn die Bucheckern nicht sofort an die Abnahmestelle abgelieiert werden, müssen fte m lustigen Räumen aus ge breites gewendet und getrocknet werden. Alle näheren Aü^! fünfte erteilen die Abnahmestellen, für Gießckn die Obstverwcr- tungsgenosfenschaft (Christian Jughard), Ludwiastraße 36 in^dcn übrigen Orten die Letter der Schul«. (Siehe Anzeige) - m bivfc 'ehr elf^lg und erfolgreich twn den Gießcner Schn len betriebene Bucheckern-Samnllung hat leider durch die U eßuna **£ ZLuen infolge der herrschenden Grippe eine K £££ wünschte Unterbrechung erfahren. Nach dem Gut ach tim (S1;I geluichheiHmnts Gießen stehen indess^d^prM^' lnng durch die gesund gebliebenen Länder bei gutem Wetter leine BedEn entgegen. So ist zu hoffen, datzm bm Okippe^nien bic lGwßener Schüler und Schülerinnen durch recht eifrige Bucheckern- Samnllnng der rntmer fühlbarer ^werdenden FettnoL steuern helfen. Matrose Würtz des Landsturms in ^^^4- "ii ^Euftschifstrupp wurde zum Ober-Matrosen befördert ** Vermißt i,t feit dem 29. Septairb« Schuhe S>°6mcter ans Metzen, att. Jnf.-Regt. 65 B 11 -_I n der städtischen Verkaufsstelle. Marktlauben ^mntt heute imd riiorgen Weißkraut in größeren Meirgeu der Jent- Bfund zu 13 Pfermig, zum Verkauf. m r ^ r -X P V? e ^ "^udes-Uurversitat. Tr. Phil Karl Roller, Direktor der Höheren und Erweiterten Mädchenschule in Gießen, der sich an der Landesuniversität für das Fall', der Pä- ber^1918^ ^or a r m Mittwoch den 23. Qttü* der 1918, b Uhr, rn der llernen Aula ferne öffentliche Probe- ’fc®“ über: Tos hygienische Moment?n der GesM ** Aus dem Stadttheaterbureau In der morm- aen Zllftsubrnna von Ottomar Enttnas Komödie ..Das W Nr. 24 z Zweit« Blatt Letzte Nachrichten. f>«r netteste Bericht öer He-re»»-it«ng. /« 'Stro&cö Hauptquartier, 21 Oftober. (Smttuh.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprrcht. Ar Flandern wurde vor und um den Südabschnitt zwt- Kortnk heftig gekämpft. In Lomergen vor- W er gehenv eingchruugenen Feind warfen wir im Gegenstok derderseits von Beynze setzte sich der Gegner Weftttfn- der Lps fest. Teile, die östlich der Searpc uver oen Fluß vordrangen. wurden zum groben Teil gefan- gm genommen:.ein Franzosenneft blieb auf dem östlichen Ufer aurutf. Oeftlrch t*m Kvrtrik streb der Feind über Deerlii'' °° r * dluf den Höhen westlich und südwestlich vm Dichte brachten wir feilte Angriffe zum Stehen. Rörd- Uch der Schelde wiesen wir den Feind vor unseren Linien ab Norvlrch von Tournai hat der Gegner die Schelde erreicht Wut) t*ni Tournai standen wir mit ihm in der Linie Dt.-Amand—östlich von Denain und auf den Höhen östlich und nordöstlich von Haspres in Gefechtssiihlrlng. Veir^rfeits von Solesmes und Le Cateau griff der Engländer gestern in AuÄtthnung seiner am 17. und 18. Oktober ZvZchM Le Cataw!und Oise geführten Angriffe mit starken Krüfttm mr Zwischen Somnming und Bertain blieben seine Airgrrffe^ auf den Höhen westlich der Larpies-NiGerung in im strer Abwehnmrkung liegen. Beiderseits von Solesmes brachten wir den über unsere vorderen Linien hinaus vor- auf den Höhen östlich und südöstlich der Dtaot zum ^te^i. Ronrenes und Amerval gingen verloren und wurden im Gegenstob wieder genommen. Beiderseits von Enmhaben wlr unsere Stellungen nach hartem, wechsel- ^"em Kampfe nn allgemeinen behauptet. Die branden- vurgz schc^ 44. Reserve-Division unter Führung des General- uraDors Haas hat ftch hier besonders bewährt. Der mit gro- - - unternommene Angriff des Feindes ist somit gut oct 20 Kilometer breiten %xont bis auf örtlich beschränk- ttnBodengennnn des Gegners an der Zähigkeit unserer durch Artillerie wirksam unterstützten Infanterie gescheitert. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich der Serre wurden erneute Angriffe des Feindes abgewresen. Beiderseits der Straße Laon—Marke säuberten wlr nn Gegenangriff Teile unserer noch in Feindeshand verbliebenen Linien und wiesen starke Gegenangriffe ab. Westlich der Aisne nahmen oftprenßische Bataillone und das in den letzten Tagen besonders bewährte Jnsanterie-Regiment Nr. 231 im Gegenangriff ihre Stellung wieder und schlugen feindliche Angriffe ab. Oestlich von Bonzicres suchte der Feind seine am 19. Oktober errungenen örtlichen Erfolge zur Fortsetzung seiner Angriffe zu erweitern, vornehmlich sind sic im Gegenangriff des Infanterie-Regiments 411 und an der zähen Abwehr der 7. Kompagnie bayrischen Jnsanterie-Reg. Nr. 24 gescheitert. Heeresgruppe Gallwitz. Südlich von Bantheville wurden Teilangriffe der Amerikaner ^ abgewiesen. Im übrigen lebt die Gesechtstärigkeit beiderseits der Maas in mäßigen Grenzen. A» SüdSstlichrr Kriegsschauplatz. Serbm ob* ^ 01000 ,d)ln0en wir erneute Teilangriffe de Der Erste Generalquartienneifter Ludendorff. * . * Die deutsche Antwortnote an Wilson. Ti- deutsche Mrüvart auf dl- amanIwriM Note oom 14. d. M. lautet ime folgt: ift .Amtlich.) Die de-ctsch- RegiEg rff: bei ber Annahme des Börslages zur RämTmng der besetzten ausqegmlgau Berfahrsi bei dieser SRihmumg Ä&i bgjBaffbtfmaftanbeä der Beurteiluuq mür- BÄ* *“ >kb«lasiM fnen imt> dos; die gegenwärtigen, Kraft eveehalttriffe an unseren Froirlen den Abmaihungien zug'runde M legen fft. die es sichern und verbürgen. Die deutsche Remeru-np gibt dem PraftdMben anheim, zur Rogulieruns der Einzelheiten eine Gelegenheit zu schaffen. Lie vertraut darauf, daß der Präsident keine Forderimg Vitheihen wrck, die mit der Ehre des deutschen Volkes mrd Mit der Anbahnung em-es Friedens der Gewchtig-Leit unterem bar fern wurde deutsche Regierung leat Verwahrung ein gegen den Vor- ITC imd mrmenscAicher Handlungen, 'bet gegen die ItWV >-wMImOtWr rrYi-tr . V-' . .. c ~ L ,rv “'A*"*TT« 'vwttnauittcii, uex gegen aie urch und damit segen das deutsche Volk erhoben ltnrb. Zerstörungen werden zur Deckung eines RüT E ^iner nottvenhig sein und sind insoweit völkerrechtlich ge-, Die deutschen Truppen hüben die strengste Weisung, das Privateigentum zu schauen und für die Bevölkerung nach Kräften U lor^eii. Wo tzvtzdem Ausfchveitimgen Vorkommen, werden die schuldigen bestraft. . . D°e deutsche Regierung bestreitet auch, daß die deutsche Marine ver Versenkung von Schiffen Rettungsboote mit ihren Insassen ab- sicytlich. vernichtet hat. Die deuffck>e R-gierimg schlägt vor. in allen cnesen Punkten den Sachverhalt durchs neutrale Kommissionen aufklären -zu lassen. _llm aller- jii tcrnwibeit, was das Friedenswerk erschwerebl lomrte. ftnb mif Veranlassung der deuffchen Regierung cui sämtliche U-Boat-Kom Mandanten Befehle ergangen, die eine Torpedio- nmg von Passagierschiffen ausschließen, wobei jedoch aus technischen Grniiden eine Gewähr dafür nicht übernommen werdar tonn, daß dieser Befehl jedes in See beftndliche U-Boot vor seiner Rückkehr ^icht. Als grundlegende Bedingung für den Frieden bezeicl>nete der Präsident die Beseitigung jeder auf Willkür beruhenden MacA, vre für sich unkontrolliert und aus eigenem Belieben den Frieden der Welt stören kann. Darauf antwortet die deutsche Regierung-^ Im Kitschen Reiche stand der Vollsverwetung ein Einfluß auf die Bildung der Regierung bisher nicht zu. Tie Berfassimg sah mit der Entscheidung über Krieg und Friedeii ein>eEitWirkung der Volksvertretung nicht vor. In diesem Bei-Haltni^ist ein grundlegender Wandel emgetreten. Tie neue Regierung ist in völliger Ueberein- timMung mit den Wülfftsen der auf dem gleichen allgemeinen geheimen und direkten Wahlrecht hervorgegangene-.i Volksvertretimg gebildet. Tie Führer der großen Parteien des Reichstages gehören zu ihren Mitgliedern. Auch küns ii kami keine Regierung ihr Amt ml re- teit oder weiterführen, ohne das Vertrauen der Mehrheit des Reichstages zu besitzen. Tie iVerantwortimg des Reichllünzlers gegenüber der Volksvertretung wird gesetzlich aufae&aut und sich"-gestellt Die sie Tat der neueii Regierung ist gewesen, dem ReichUrg ein Gesetz vorrulegen, durch das die Verfaiiung des Reichs dahur geändert tmrd. daß zur Entscheidung über- .Krieg und Frieden die Zustimmung der Vollsvertvetrmg erforderlich^ ist. Tie Gewähr für die Dauer des neuen Svsvems ruht aber nicht nur m den gesetzlichen Bürgschaften, sondern auch in dem uner- schutterlich^n Willen des deutschen Volles, das in seiner großen Mehrheit hmter dieier^ Reformen steht und deren energrsch^ Fort- suhrung >ordert, wie Frage des Präsidenten, mit wem er mrd die gegen Deutschland verbündeten Rsgierungen es zu tun haben, wich Montag. 2 \. Moder M8 beauttoottet. daß das Friedens- und Was,enst.llstandsangchot ausgeht vmr einer Regierung, die, frei von ledem wrllkurlrchen und unveran!wörtlichen Einfluß, .getragen wich Volkes ^ timTram ^ ber Üborwällrgeichen Mehrheit des deutschen Berlin, den 20. Oktober 1918. Sols, Staatssekretär des Auswärtigen Amte- Eipr Kundgebung der Berliner Universität. W Einladung des Rektors der BeAtner llnwersrlat besrjfloffen gestern int Professoren einstimmig eine pcunogebung, m der zum Ausdruck Lomtnrt, daß wir Deutsche mrs nur dann wider die überinachitigen Gegner behaupten könnün. geschlossene innere Einheit bilden und nicht m Undankborkett an der unerschöpflichen .Kraft unseres Ärlles Kweffem. • Dirschauer Krrisrmsfchuß an den Reichskanzler. « . Arrschau, 19 Oft. (WTB,) Der Kreisausschuß des Drrsch a u beschloß in seiner gestrigen Sitzung die Ubjendung folgenden Telegramms an den R e i ch s k a n z - c^?Ovherzogliche Hoheit bitten wir, die Ver- srcherung des festen Willens zum Durchhalten und zur Fortsetzung des uns aufgezwUTt^enen Kampfes entgegenzuirehmen. Der Boden des Kreises Dirschau wurde durch harte Arbeit tarn Generationen deutsch, und er wird auch deutsch bleiben. Wir srnd mrffchloffen, dafür zu kämpfen bis zum letzten Tropfen unseres Blutes.." für Handel und Industrie Niederlassung Gießeä v , Johannesslr. 1 - Ecke Neuenweg Amtlicher Teil. Bekanntmachung. über den Absatz von Tönvbst. Aus Grund der Verordnung über die Verarbertuna von Gemüse und Obst vom 23. Januar 1918 (Reich^-Gesetzbl S 46) geben wrr hiermit bekannt, daß der Absatz von Dörrobst aus früherer Ernte als der diesjährigen Nur noch bis zum 15. Oktober 1918 gestattet ist. Nach diesem Zeitpunkt darf Dörrobst aus früheren Ernten durch den Erzeuger ebenso wie durch den Handel nicht mehr abgesetzt werden. Nur wer im Jahre werftger als 20 Toppetzentner Törrobst nicht gewerbsmäßig herstellt, bleibt von dresem Ablatzverbot unberührt. Doch wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht. daß jeder wertere Absatz von Törrobst, welches von lolchen Herstellern erworben wurde, unter das obige Verbot fallt und strafbar ist. wie jeder Handel mit Törrobst überhaupt Wer Törrobst aus ftüheren Ernten im Besitz hat und es nicht selber verbrauchen will, kann es uns zum Kaust anbieten. Auf das ru unserer BeLrnntmochung vom 25 Juli 1918 (Rerchsanzerger 180) veröffentlichte Absatzverbot für Dörrobst aus der Ernte 1918 wird bei dieser Gelegenhett erneut lnngewiesen Ausgenommen von den vorstehenden Vorschriften ist der Absatz von Törrobst an die Stellvertretende Intendantur oes IX Armeekorps in Mona und an die Zentrale für die Beschaffung der DerMlegrmg der Marine in Berlin W10, WniMw'LuguLv- Straße 38/42. Als Törrdbst im Sinne dieser Bekamttmachuny sind anzusehen jo^nete Aepstl, Birnen, Pflaumen und Zwetschm sowie ieglicheS .orvobst, das getrocknete Früchte dieser Arten enthalt. Merlin, den 30. September 1918. 7975c Kriegsgesellschaft für Obstkonserven und Marmeladen m. b Ä. Tr. Lehmann Klein. Oer SlaatssÄretär des ReichsfchahamtS, Graf von Roedern, hatte mit Parteiführern des Reichstags eine Aussprache über die Krieasanvi^ Es waren mit dem RelchStagsprasidenten Fehrenbach, vom Zentrum die Abgeordneten Gröber und Trimborn, von den G oxi aldem^ £n * ÄS und Gcheidemann. von den Konservativen die Abgeordneten Sra, -»7° D-sta?»^«d von der Fortschrittlichen Volks Partei die Abgeordneten D lemer vnd Flfchbeck, von den Ratlonalliberalen die Ab^eordnet« Str.semann und List, von der Deutschen Fraktion die Abg^dneten Freiherr von Sa«p L Schultz. Oer SiaatssekretSr des Reichsschahamis erNSrie u. a. folgendes: ^Maa fragt nach der Sicherheit der Anleihen. Oie Anleihen find gesichert, formell durch das Versprechen von Regierung und Reichstag; materiell durch das, was hinter ihnen steht, die Arbeitsund Steuerlrast des ganzen deutschen Volkes. Treffend hat man die deutsche Kriegsanleihe als eine Hypothek auf unser Volksvermögea bezeichnet. Unser Volksvermögea steht in der Hauptsache noch unangetastet da. OaS deutsche Volkseinkommen bieket eine Gewähr dafür, daß auch der Ziusendienst der Kriegsanleihe« gesichert ist. Buudesrat und Reichstag find gewillt, den eingegangenen Verpflichtungen gerecht zu werden, insbesondere für Seckung der Kriegs- auleiheziusea in voller Höhe Sorge zu tragen. Oie Parteiführer Bei allen Steuern, die noch kommen, wird der Beflher von Kriegs, anleihe nicht schlechter gestellt werden wie der, der seiner Pflicht zm Zeichnung in dieser schweren Zeit nicht nachgekommen ist. Ich trete sogar dafür ein, daß derjenige, der sein Vaterland in schwerer Zeü finanziell nicht im Stiche gelassen hat, bevorzugt werden so«. Oie Kriegsanleihe ist eine Volksanleihe im besten Stau« des Wortes geworden, fle ist bereits jetzt in den Händen von Millionen zum großen Teil wenig bemittelter deutscher Reichsangehönger, sie bildet den Grundstock de- Vermögens ungezählter Sparkassen. Senoffenschasten, wohltätiger Stistungen. die unseren Aermsten dienen. Und weil das der Zoll ist, würde kein Parlament und keine Regierung es wagen können, durch gesetzliche Maßregeln au der Sicherheit ihres Zinsertrages m rühren.- des Reichstages erklärten ihre volle ttebereinstimmung mit der Auffassung, daß es weiter für Reichstag und Reichsregiemng erste Pflicht sein muß, den Zinsendienst der Kriegsanleihen in zugesagter Höhe mit allen Mitteln sicherzustellen. und daß der Besitzer von Kriegs- anleihe bei allen steuerlichen und sonstigen Maßnahmen keine Benachteiligung, vielmehr nach Möglichkeit eine Begünstigung erfahren soll. Kür die Durchführung dieses Bestrebens bürgt schon die Tatsache, daß unsere Anleihen Volksan,eihen im besten Siaae des Wortes sind, die sich zum größten Teil in den Hände« von Millionen wenig begüterter Volksgenossen befinden Mg. Deutscher Zrauerwerein (Ortsgruppe Gießen). An die Mitglieder und Freunde unseres Vereins richten wir die dringende Bitte Kriegsanleihe zu zeichnen und zu werben, daß Anleihe gezeichnet wird. Dies ist zunächst unsere wichtigste vaterländische Pflicht! ^ $ er Vorstand. Statt Karten. Margretel Volk Hans Köhres Verlobte Vietze» (ffaiser.Allee 2) 20. Oktober 1918. Dorf'Gill 06158 Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Ludwig Hebstreit und Frau Else geb. Hoftnann. Gießen, den 19. Oktober 1918. 06199 $ Die glückliche Geburt eines & gesunden, kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Bernhard Dlünrig und Frau Linni geb. Weinerl. Gießen, den 19. Oktober 1918. L2L Wen denen, die uns zu unserer Silbernen Hochzeit, unserem Geschäftsjubiläum, sowie zur Verlobung unserer Tochter, durch Geschenke, Dlumenspenden und Glückwünsche in so überaus großer Zahl u. in so herzlicher Weise bedacht haben, sprechen wir hierdurch unseren innigsten und aufrichtigste« Dank aus. Familie Rud. Rüdiger. 7W0 Gesellschaft zur Errichtung eines deutschen Erfindungs-Institutes. Gesetzlich geschützte Erfindungen können in Form von Patentschriften, Zeichnungen und Modellen gegen Erstattung der Transportkosten, im Uebrigen kostenlos für 1 Vierteljahr in die Studienstelle der Gesellschaft im Liebig-Laboratorium in Gießen ausgenommen werde«. Es ist geplant, eine Auswahl davon öffentlich auszustellen. Auskunft erteilen: Or. KrauSmüller, Architekt Hamann. Tm D Ortsgruppe Gießen. V er st eisr erring*. Mittwoch de« 23. Oktober, nachmittags 2 Ubr. werden in Wleiekk, Giehener Strafte 16, 2 schwere Fabrkühe, darunter eine mit Kalb, wegen Anfaabe der Landwirtschaft öffentlich versteigert. 06154 Große Mobiliar-Versteigerung. Am Freitag den 25. Oktober und Samstag den 26. Oktober, je mittags 1 Ubr beginnend, wird das ge- famteWirtschastsinnenlar des Hotel-Restaurant „Kaiserhof" im Saale des „Kaiserboses", Wetzlar, Langgasse 5U. u. a.: Wirtschaflsdüsett,2 Billards mttQneuen und Bällen, 18 Wirts-Kaffeetische tteilweise mit Marmorplatte), etwa 100 Stühle, Schränke, Kommoden, Regulator, Bilder, 3 eiserne Bettstellen, großer Wirischattsherd, Küchenschrank, Küchentlsch, SpÜltrog mit Ablaufbrett, Eisscdrank, Waschmangel, mehrere Oefen, GaSofen mit Rohr, Schirmständer, Garderoben- ständer. Porzellan, Badeeinrichtung u. a. m. öffentlich metsrbletend versteigert werden. Besichtigung an den BersteigerungStagen von 12 Uhr ab gestattet. Wetzlar, den 1Ä Oktober 1918. 7979 (eiVot Tel« m 184. Hch. Baagel. Pariser Straße 22. •f Freiwillige Versteigerung. DüitstNstgg dtil 24. und Fttilaz den 25. d. 1 «iilliiüittügS non 1 Dir sb, versteigere ich Ernst-Ludwig-Ring 21 hier, für Rechnung, den eS angeht, gegen Barzahlung: Ca. 200 Stühle, viele Tische, Sessel. Spiegel, Handtuchhalter, Chaiselongues, Waschkommoden mit Spiegel, mehrere Vertikos. Trumeaux, Rottschutzwände, Polstertüren, Markisen, eine große Partie Gartenmöbel, Porzellan, sowie HauS- n. Küchengeräte u. v. a. Versteigerung bestimmt. Vad-Rauheim, den 19. Oktober 1918. I. B.: Steul, 7M , Gr. Gerichtsvollzieher. Ehepaar obne Kinder sucht 2- oD. 3-Zinnim-Wshng. in ruhigem Hause. Angebote unter 06003 an den Gieß. Anz. I z. zum t Januar 1019 oder früher in der Stadt oder Ort der nächsten Umgebung von allciustebcnder Frau gesucht. Angeb. »lnter 7M) an den Giehener Anzeiger. Junge Dame sucht sauberes, gut möbliertes Zimmer, möglichst mit Telepbon. ver sofort. Schriftl. Angebote unter 06142 an den Gieft. Anz. ZUM ^usstielcen mit dsn dazu passenden suten FllsHoSalen ln großer Auswahl. 6M «a Lichtspielhaus, Bahnhofstrasse 34. Erstklassige Künstlerkonzerte. Orchesterleitung Herr R. Müller. 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Publikum, nach Möglichkeit die ungekürzten Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wollen. Bereiten Sie sich vor; ab Dienstag den 29. Oktober erscheint das lvolossal-Filmwerk in 6 Akten Die Fürstin von Bcranlen”, ein Lied von Lieb und Leid. Die Direktion. r- iß. Ziebung 25. Oktober. Mögl. Höchstgewinn LOlwOMk. und 3263 Geldgewinne 17000 Mk. zus. 3264 Geldgewinne 37ommt Lose zu 1 M. Porto und Lifte 35 Pf. empftehlt Lot- terie-Unternehmer r»zv I. Stürmer Straübnrg i.2.. Langstt.107. JnGieffen: Die Kgl. Lotterie-Ein ne hm. u. Losgesch. SlhNirgelPNier! Bet der Herstellung bester Sorten 7302ss Hriedensware abgefall. Stücke Schmirgel- papter in unregelmähigen Gröften lauch handgrofte Dreiecke, runde Scheiben, Streifen usw.i in allen Körnungen. Ballen mit ca. 35kg nur M. 30.; Postpaket M. 6. kaal Rapps, Freadanstadi 78. 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Zu dem öffentliche« Schluff de-Sommerkurfn- 1018 werden für Samstag de« 26 . Oktober 11»/,Ubr» Freunde und Gäste freundlich etngeladen. Der ArbeitSauSfchnff. I. A.: GlsevtuS. 7971 Koism-Delliil Kietzen n. Unigeg. MsiLkraut ist wieder etngetroffeu. Verkauf ans dem Laaer Schanzeustraffe 16. 7984 Der Vorstand. Hilf dir sklbß! wichtige Gründe für jeden Hausbalt! Zeit und Geld sparen Sie, wenn Sie heute Ihr eigener Schuhmacher sind. - Hilf dir selbst! - Diese Hand-Näb-Ahle Marke „Selbsthilfe" näht alles Zerrissene an Schüben, Pantoffel usw. spielend leicht, schnell und dauerhaft. Sie erspart das Warten beim Schubmacher und Geld, denn sie kostet mit komvl. Zubehör wie Garn, Schusterpech usw. nur Mark 3,60 auch beute noch trotz gewaltiger MaterlalpreiSsteigerung. 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Von einem Fang ist die Polizei zu benachrichtigen. Siehe auch Anzeige. ** Im Lichtspielhaus, Bahnhosstraße 34, tritt von Dienstag an Hekla Moja in ihrem Gesellschastsdrama in 4 Akten, „Wundersam Nt das Märchen der Liebe", und Egede Nissen in )em Künsllerdrama in 5 Akten „Leuchtende Sterne" auf. Landkreis Gießen. ga. Grünberg, 21. ,Okt. Ajuch imsevc Stadt ist von dem üblen Besuche der „spanischen Krankheit", wie die Grippe nach Dem Lande ihres ersten starken Auftretens in diesem Jalire genannt !vird, nicht verschont geblieben. Biele Familien sind von ihr in Mitleidenschaft gezogen. Besonders .schwer sind die im Spital unangebrachten Russen damit behaftet, 32 von ihnen sind arbeitsunfähig, was angesichts der rückstcnidigen Feldarbeite:: für die betreffenden Dienstherrschaften besonders unangenehm ist. Im ganzen sind hier 38 Russen untcrgebracht. ** Lei hgestern, 17. Ott. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tap.erkeitsmed-aill-e wurden verliel^n: Dem Sergeant Gg. Wald schm idt, Sohn des Genveinderechnvers Waldschnndt, bei der Munit.-Kol. der 12. Batt., Fuß-Art.-Reg. Nr. 9. Gg. Dern, Sohn des LaMvirts Gg. TernVIII., bei der 3. Musch-Gew.- ^Üomp., Inf.-Regt. Nr. 186 und Otto Wagner, Sohn des Landwirts Konrad Wagner II., beim Stabe, Art.-Komm. Nr. 76. --- Utphe, 20. Ott. Ter Pächter des hiesigen Hofgutes, Hugo I a c o b i , ist im Alter von 48 Jahren der Grippe erlegen. Mit ihm scheidet einer der herviorragerchsten Landwirte Oberhessens aus den: Leben. Kreis Frledberg. Q. Bad-Nauheim, 21. Okt. Auf Anordnung des Kreis- gefundheitsamtes bleiben unsere .Schulen wegen Auftretens der Grippe bis nächsten Montag geschlossen. Das hiesige Lichtspieltheater bleibt ebenfalls auf unbestimmte Zeit geschossen. Um dre Anfamntlung größerer Menschenmassen zu vermindern, hatten am gestrigen Sonntag gn den Konzerten 'im Kurhaus nur die Besitzer von Kur- und Dauerkarten Zutritt. Tages- b^w. ^Einzel^ karten nmrben nicht ausgegeben. Zu bemerken ist, daß die bösartige Krankheit, die ganz Deutschland hleimfucht, in Bad-Nanheim in sehr milder Form auftritt. Es gibt viele Kranke, aber Todesfälle sriH nicht zu beklagen. ( ----- Friedberg, 20. Okt. Die Firma Trapp und Münch n^vatb in der Nähe des Bahnhofs ein 7000 Quadratmeter großes Gelände, um auf diesem nach dem Kriege eine Fabrik zur Herstellung photographischer Papiere M errichten. Kreis Wetzlar. --- Wetzlar, 20. Olt. Wegen Koh len mangels mußte das Gas von Samstag abend bis Sonntag mittag l0'/s Uhr, mm Sonntag nachmittag 1—6 Uhr unb von Sonntag abend 10 Uhr bis Montag früh abgesperrt werden. Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 20. Ott. Nunmehr wird auch Frankfurts größter Konzectfaal, der Saalbau, Lazarettzwecken dienstbar gemach. Es sollen dort 900 Verwundete untergebracht werden. Auch die Gewerbeschule wird zu dem gleichen Zweck geschlossen, — Frankfurt a. M., 20.Ott. Die Stadtverwaltung hat durch ihre Beteiligung an der Milchversorgimg der Bürgerschaft bis .an: 31. Marz 1918 einen Verlust von 5 342 486 Mark erlitten. Ter Verlust ist in erster Linie auf das System der Einstett- wirtschaft von Kühen bei Landwirten zurückzuführen. Infolgedessen ist man zum Abbau dieses Verfahrens übergegangen und hat dafür d:e Zuschuß Wirtschaft zur Einführung gebracht, d:e bisl)er r- cht befriedigende Ergebnisse zeitigte. Wenn auch dieses Wirtschaftssystem erhebliche Kosten verursacht, namentlich in der Be- säiafsung der sehr teuöen Futtermittel, so liefert es doch eine an Güte und Menge bessere Milch, als dies beim Einstellungsverfahren der Fall war. , Hochschulnachrtchtsn. ---Frankfurt a. M., 20. Ott. Hier hat sich am 18. Oktober, dem Gründungstage der Universität, eine „Vereinigung von Freunden und Förderern der Uni versilät Frankfurt«. M." gebildet, die durch Schaffung privater-Mittel die Uwiversität in ihrer besonderen Eigenschaft als Stiftungsuni versilät weiter ousbauen unb in allen Angelegenheiten^ unterstützen will. Im Verwaltungsrat des Vereins soll auch eine Vertretung ehemaliger Studenten der Universität mit tätig sein. Ms jetzt lvurden den: Verein schon mehrere hunderttausend Mark für seine Arbeiten zur Verfügung gestellt. Die Zusammenkünfte des Vereins werden künftig ein Mittelpunkt geistig interessierter Kreise Frankfurts und seiner Umgebung werden. — Hin- ftchllich der Zahl der Studierenden steht Frankfurt jetzt mit 2312 an fünfter Stelle unter bei: deutschen Hochschulen. ][ Marburg, 20. Ott. Anläßlich der Hundertjahrfeier des Herborner theologischen Seminars hat die theologisch Fakultät unserer Universität den Generalsuperinlendenten Hofprediger Carl Ohly in Wiesbaden und den Dekan des Herborner Seminars Pastor Carl Hanßen zu Ehrendoktoren ernannt. ]f Marburg, 20. Ott. Ter Einladung des Rektorats der Universität zu einer vaterländischen Versammlung hatten heute die Angehörigen des akademischen Lehrkörpers, die Studenten und Studentinnen so zahlreich Folge geleistet, daß die geräumige Aula kaum rvoch einen Stehplatz übrig ließ. Der derzeitige Rektor, Professor Dir. thavl. Hcitmüller, hielt eine Ansprache, in der er die gegenwärtigen Verhältnisse, u-nser Friedensangebot und dessen Beantwortung schilderte. Er forderte ^ azn auf, den Glauben nicht zu verlieren, dem: das Volk, 'das selbst aufgebe, sei verloren. Uuseve Wehr sei noch stark, ebeirso wie die fi±tlicf>en Kräfte, die im deutschen Volle ruhten. Es gelte jetzt, muttg austzuharren und dem Baterlandc alles zu opfern. Mit dem Gesänge des Liedes: „Deutschland über Alles" schloß die eindrucksvolle Kundgebung. -J_'—L 1 _ _ _ ' 1 _ 'LJ-” 1 ."--L Deulschianvs Hot, Deutschlands Kraft. Die Notwendigkeit, gerade in dieser Stunde die Erkenntnis in die Bevölkerung Hineinzittragen, daß das Ergebnis der neunten Kriegsanleihe unter keinen Umstände:: hinter den früheren Ergebnissen znrückstehen darf, veranlaßte Herrn Oberbürgermeister Keller, die Bürgerschaft za: einem weiteren Werbevortrag am Samstag abend in der Universitäts-Aitta einzuladen. Als Redner war Herr Geh. Kirchenrat Pros. I). vr. Eck (fetoormen, der vor über Er- »oarden gut be'nchten: Hanse mit erndrucksvollem Borlrag etwa folgendes cmsfüli-rte: Die 9. Kriegsanleihe must unsere Kraft stärken. Zriedenr- bereii, dürfen mir nicht wehrlos auf der Walstatt stehen! Ludendsrlf. Not und Kraft — wie meilensern scheinen sich die beiden Worte zu stehen. Und doch zieht die Weisheit des Sprichworts merkwürdige Verbindungen zwischen beiden. Nicht immer freilich werden wir ihr folgen können. Not kennt kein Gebot. Den Tatsachen mag das vielfach entsprechen, der sittlichen Forderung :::m- mermehr. Sie kemtt das Gebot der Stunde. Und sie kennt über dies hinaus das ewige Gebot des Gewissens. Aber Not bricht Eisen unb Not lehrt beten. Auch 0a freilich wissen lvir, datz ne sich vergeblich gegen das Eisen des Schicksals sträuben und ebenso vergeblich nach Zeichen :md Wunder ausschauen würde, d:e d:e Welt najch ähren selbstsüchtigen Wünschen gefialtei: möchte. Nur wo die Gottheit ausgenommen rvird in ungern: Willen, da beugen wir uns dem Schicksal wohl, aber bezwingen es zugleich . Deutsche Not — furchtbar, rmerträglich schwillt sie an m diesen Wochen. Wo sind unsere Bundesgenossen geblieben? Tie bulgarische Front schmählich zusammengebrochen, die Türke: aufs schwerste bedroht. Oesterreich-Ittmarn in gänzlich unklarer Lage. Wir stehen allen:! Und an unserer Westfront, die vier Jahre unerschütterlich festst and, sind wir im Rückzug begriffen. 9Ran wird diesen Ruckzug vor einer ungeheuren Uebermacht, ohne Durchbruch, ohne Zusammenbruch. in Zukunft in der Kriegsgeschichte wohl als große strategische Leistung werten. 'Aber das hilft uns über d:e Tatsache nicht hinweg: wir ziehen uns yirriidM Wo sind die flatternden Fahnen, die wir durch fast vier Jahre immer wieder cm unseren Häusern, in unseren Straßen grüßten? Hart legt sich uns diese Not auf unser widerstrebendes Empfirchen.Wir alle sind herangewachsen in den Erinnerungen von 1870/71. Anders, meinten wir, könne es gar nicht sein. Und nun sollen wir das Furchtbare erfahren: Sieg aut seiten der GelAuter*., t r . t L . Wo sollen wir da Kräfte suchen und suchen? Unübersehbar sind die Reihen unserer Toten. Unter ihnen immer wieder di« Besten, die in vorderster Linie standen. Ich denke zweier Männer, die erst jungst der Krieg uns nahm: Anton Thies und Ernst Bogt. Der eine: wie manchem Kranken unserer Stadt, wenn er in dies feste, fast derbe Gesicht blickte mit den blauen Augen voll tiefen Wohlwollens, zog neue Kraft in die wunde Seele. Und der andre — unvergeßlich denen, die ihn kannten, wie er sein geschichtliches Wissen und seine:: entschlossenen politischen Willen so gern und rückhaltlos unseren Arbeitern zur Verfügung stellte, dabei der Freund der Kinder, um den sie auf dem Spielplatz sich so fröhlich scharten! Nicht um sie selbst llagen wir. Ihnen ist das große Los gefallen, das wir auch in tiefstem Schmerz immer wieder twrivefll werden: irm ihres Vaterlandes Not der Heldentod! Aber Um uns klagen wir, daß in dieser Zeit der Not sie uns fehllir: fehlen an der Front, wo sie den Stahl ihrer Seelen hineingossenl in die Männer um> sie her, fehlen dal)eim, jetzt und in kommender Tagen, :venn ihr Rat, ihr Gedanke, ilir Wille von uns schmerzlich vermißt werden wird. Kräfte? Unsere Frauen: wie tapfer haben sie dirrchl vier Jahre durchgehalten. Wir wissen, sie werden es auch ferner. 2lbcr dev Schmerz wühlt tausendfach in ihrer Brust. Und ob rein körperlich ihre Kräfte nicht erlahmen werden unter der immer neu auf sft» einstürmenden Not — wir werden es nicht glauben, aber wir würden es verstehen. Tenn sieht es nicht ans, nach der Meinung vieler, als wären die unmöglichen Opfer am Liebsten und Teuer- ften nun doch vergeblich gebracht: der Boden, der mit dem Blut der Männer und durch Tränen der Frauen gewonnen und gehalten wurde, wird uns enttissen, und immer näl)er, näher rückt der Feind den Grenzen des Reichs, den heiligen Fluren des Vaterlands. Und dennoch bleiben uns Kräfte, auf die wir fest vertrauen, die gexade aus dieser Not heraus uns zu neuer lebendiger Erkennt* nis kommen sollen. Um das eine, geeinte, ungeteilte Reich hcm-- beit es sich. Mit Mut und Eisen ist es uns geschaffen worden. Llber das waren nur die letzter: harten Mittel, es der Wirklichkeit zuzuführen. Zu Deutschen schlechtweg redete längst zuvor dis Sprache unserer Dichter und Denker. Einhett des Empfindens und Wollens, ja auch des Sinnens :md Träumens war uns durch Jahrhunderte eigenster deutsck)er Knlttrr zu unveräußerlichem Besitz geworden. Nur wer die feste Verankerung des Reichsgedankens in den Tiefen unserer Geisteskuldu mißachtet, kann den im- versieg!:chen Qtuell von Kraft verkenrun, der ht dieser Einheit prudelt. Roch habe:: wir nichts gehört, trotz allen lockenden undj drohende:: Sdmmen der Feinde, von Spaltung innerhalb des Reiches oder von allem deuftchen Stämmehader. Daß Süd und Nord, daß Preußen und Bayern immer wieder ihre Eigenheiteft herauskehren, das soll so sein und bleiben. Aber von einander lassen können sie rricht. Fester als vor vierzig Jahren steht diese Einheit heute dv. Niemand, dem diese EinHeit als Einheit des Volkes im Reich an: Herzen liegt, kann ohne Schmerz dessen gedenken, wie auf die Bereinigung der Stämme die Entzweiung der Stände folgte. Harter Truck lag auf Millionen deutscher Männer, ftemd und feindkich ühlten sie sich dem Staat, der sie fremd und fetrtS>tid> behandelte. Tie „vctterlandslosen Gesellen" haben im Krieg sich als, treue Söhne des Vaterlandes in seiner Not bewährt. Mit dem geschichtlichen Kaiserwort, das von keinen Parteien, nur noch von Deutschen wissen wollte, hat der Weltkrieg begonnen. Es ist nicht mehr als dir Erfüllung unb Ausführung dieses Wortes, daß nun die Biel- geschmähtei: teÄnehmen an den Geschäften der obersten Leitung des Reichs. Und mag mancher über unsere neue Regierung im geheime:: Herzenswcnttl benfen, wie er will, eines sollte Ziesen Männern kein Deutscher versagen: die Anerkennung des Muts, in scitzverster Schich'alssttmde tue ungeheuere Verantwortung zu übernehmen, das Ruder des gefährdeten Staatsschifses M ergreifen. Vertraue:: darum schlechtweg ist das Gebot der Stunde. Sie allein, die das Ganze zu übersehen vermögen, können mcch den Weg bestimmen, den wir gehen müssen. Jede Eigenbrodekei würde tu« Kraft der Einheit hemm'en, auf die nun heute alles an kommen mag. Eine parlame::tarische Regierung an der Spitze des Deutsche:: Reiä>s! Daß lvir ein Fremdwort zu ihrer Bezeichnung wählen müssen, besagt schm:, daß es nur eine Bezeichnung ist, die wir aus den: Geist und Will)en- deutscher Art zu 'füllen gedenken. Mich bangt :ncht, daß es anders hminien könnte. Dem scheinbar gleichen Ziel, ein mündrges Volk dnlnehme:: zu lassen an der Besttmmung und Leitung seines Lebens, haben England, Frankreich, Rußland auf Wege:: zugestvebt, die mit Mirgerblttt furchtbar gezeichnet waren. Wir haben eine staatliche Urnwandlung tiefgreifender Art durchgesetzt in ruhiger Verhandlung der führenden Männer unseres Reichstags mit Kaiser und Bttndesfursten. Kein Lärm der Straß« und kein Tobe:: losgeLasiener Wut hat sich da hineingemengt. Da« ist deutsche Geschichte, wie sie seit vierhundert Jahren sich unwondel-. bar treu geblieben ist. Ungeheure Wandlungen haben sich in ihr vollzogen: furckftbare Kriege, .Hunger und Not jeder Art hat dies edle Volk heimgesucht: zu bftttigem Aufruhr großen Stils hat es sich nie bereit gesunde::. Zucht und Ordnung, nicht Sllavenseelm aufgezwungen. sondern von fteien Männerherzen um des Ganzen willer: gvvollt, haben deutscher Geschichte ihr Gepräge gegeben. Sie werdenF'randhalten auch in dieser schwersten Not, die uns bedrängt. Aber Zucht und Ordnung wuchs aus letzten Tiefen deutsche:: Gemüts, aus dem GoLtesglauben, der uns begleitet hat durch alle Wa:tt>l:mgen unserer Geschichte. Er fLrmmtze auf in den ersten unvergeßlichen Monaten des Krieges. Sollte er jetzt versagen, wo wir seiner mn drftvgendsten bedürfen? In Weltgeschicke von unerhörter Größe sehe:: wir deutsches Volk und deutschen Staat verflochten. Kern menschliches Lliuge kann ihr Ziel und Ende übersehen. Aber lvir trauen, daß eine ervige Macht sie fest in Händei: !)at. — _— Bon der Kriegsanleihe besonders zu reden, habe ich nicht für notwendig erachtet. Wer in dieser Zeit härtester Not des Vaterlands in Angst und Selbstsucht dem Reich seine Grosche:: vvrenthätt, zu dem würde ich doch vergeblich reden. Ihm :veiß ich nur zu sagen, vaß ihm in Zuttmft im eigenen Gewissen das Mal der Sck)ande vnchnen soll." Ten ttesen Eindri:ck, den der Redner hervorgernfien hatte, l>ezeugte langanhaltender Beifall. _ _ Schlosser und Hilssschlosser gesucht. nil Gäbe! & Appel. Dreher und Hilfsdreher 7962 gesucht. Gäbe! & Appel. sofort gesucht. WMzW 79876 Arbeiter nb Arbeiterime« für dauernde Beschäftigung gesucht. 7972 J. Barn&B, Ziaarreukistenfabrtk. Schi l lerstraße 18. Sauberer 7629 Hausbursche für leichte Slrbeit gesucht. Lar! Sclmaab, Seltersw. 23. Fär sofort <00146 tüchtlge Weißzcuznahcrin, sowie zweite Putzhilsc gesucht. Tr*u Prol. E&lur, Gartenstr. 28. 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Ernennung zum Vorstandsmitglied in Aussicht gestellt werden. — Bewerbungen unter genauer Angabe der visberigen Tätigkeit, der Gehalts- ansvrüche ufw. erbeten unter Nr. 7942 V an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. Tüchtige Schlosser (auch angelernte Leute u. geeignete Kriegsbeschädigte) finden dauernde Beschäftigung bei 7513V Heyligenftaedt & Comp., Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei, Aktiengesellschaft, Gieße». hochleistungrsähige Glieder-Treibriemenfabnk mit großem Umsatz, bei allen Industrien vorzüglich eingesührt, hchttWigkllDMttt. Angebote unter 7690 an den Gießener Anzeiger. Wir suchen für unsere Werkzeugausgabe handelt sich um leichte Arbeit und werden Kriegsbeschädigte bevorzugt. Oöbel Li Appel. 7 SSI Saubere Lsuffrsn Ä 06151 SelterSweg 33. SaujfraH aber läMen täfll 1 Std. ob. wöchentl. 3mal ge,'. Kaiier-Allee 8. p. 7g7& Wegen Verheiratung des jetzigen 7974 btiseres Mkhiheli für Küche u. HauSarb. gesucht. Frau Bros. VersluyS, Wilhetmstr. 41. Als Stütze d. 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Familie Käthe Dietrich, verw. Wagener F. Wagener, Leutnant d. Res., z. Z. vermißt H Wagener, Vizefeldw. u. Offiz.-Asp., z. Z. Garnison tlse Wagener Karl Dietrich. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen Abstand zu nehmen. Gießen (Ederstraße 6), den 19. Oktober 1918. 7965 D Tieferschüttert und unerwartet erhielt ich am 4. Oktober die traurige Nachricht, dass mein einziger, braver, unvergesslicher, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Enkel und Cousin Telegraphist Karl Pfeiffer beim Kraftw.Fernsprech.-Bauzug 917, Inhaber der Hess. Tapferkeitsmedaille nach 23 monatiger treuer Pflichterfüllung im Alter von beinahe 21 Jahren infolge innerer Verletzungen durch einen UnglücksfaU in einem Kriege- lazarett am 2. Oktober gestorben ist. In tiefem Schmerz: Frau Marie Pfeiffer Witwe geb. Seibert nebst al'en Angehörigen. Grossen-Buseck, den 21. Oktober 1918. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 06186 clngetrofren. Verkauf Dienstag von 8 Uhr an aus dem Brandplatz. 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Okt., nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 7964 Vfecliiet eins So^n Hund — Careck — heute entlaufen. Nachricht 06165 Poltzelarnt bter. fügerliMis mit Bahnanschlub in Giehen oder Umgebung zu pachten oder zu kaufen gesucht, evtl, auch Grundstück, zu Bahnanschlub geeignet. Off. unter F. U. T. 938 an Rudolf Rosse. Frankfurt n. R. 7M4 b4 von Antiquitäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt- eisen, sowie allen von mir gesühnten Artikeln. 4955 Louis Rothenberger. 100 Postkarten F& Neuheiten 6 M. Prachtsorti- raent 7.60 M. Bis 30 Pf. Verkauf. Weihn. u. Neuj.3,5,6M. P. Wagenknecht Verlag, Leipzig. 7658§s Mir oder Mich.? «orzügl. Lehrbuch b. deutschen Sprache 2. Rechnen 3. Schönschreiben 4. Rund- schrist d. Stenographie Stolze-Schre, ». Maschinenschreiben 7. Buchführung seinf..dopv.u.nmerik.) S.D.RechtSanw. t. Hause 9 Briefsteller IV.Rechtschretb- lehre 11. Fremdwörterbuch 12. Geographie 13.Sut Englisch 14.GutFran»öfisch Ib.DerguteTonlS.ttochbuch. Ißoorzllgl. Lehrbücher, zus. 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