Nr. 213 Der *it 0 iisfr etldjetrü tätlich, ander Sonntags. - BeUaaeru Sietze»erL«mllieabiLtter; Lreirdlatl für de» Ureir Siede». vezuyrpreir: monatt. Ack.1.35, viertel« jähttkch Mk. 4.05 . durch Rtchote- l». Zweigstellen monati. Mk. 1.25: durch dieVoft Mk. 4.05 viertel« jähtt. ausschl. Beürllg. Fernsprech - Anschtiifse: sür die Sch^ttlettungllI Beriaa,GeschLstssteNe51 AnschttttfürDrahtnach- richten: »«zeigrr Siehe». ...— Erster Blatt 168. Jahrgang Mittwoch, 16 . Moder 1^18 Postscheckkonto: Lrautf«rta.M.U686 vcnckoerkehr: SewerdedankEirhen Livttlisgrrunddruck ».Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- ».Steindruckerei U.Lange.Schriftleitung. Seschästrstelle ».Druckerei: Schulstr. 7. «ituaqruC 00)1 aiijujtu f. die 'iaciesmimmer dis zum Nochmiuag vorder oynejedeBerbindlichkett Zeilenpreije: für örtliche Anzeigen 25 tzs.ffürauswärnge 30 Pk., für R ekln men Mk.l.-nedsl 20" oTeue- rungszns t loq^Platzvor- schrisi 20 % Aufschlag. Hauvtschri tleuer: Äug. Goeg. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übriacti Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzelgenteü: H. Beck; sämtlich in Giehen. Die neue Antwort des Präsidenten Wilson. mos.) WrvtzeS Hauptynartier, 15. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. In Flandern hat der Feind seine Angriffe auf breiter Fwnt zwischen Zarres und der Lys wieder anfgenommen. ES gelang ihm. über Unsere vordere Stellung hinaus vor- zuormgen. Gegen Mittag krnn der Kampf in der Linie Korte- nrarf—^fttich von Roeselare. das nach hartem Kampf in FeuweSyand ftel. südwestlich von Jsegem und nordöstlich von N«nen zum Suchen. Menen und Wervik wurden gegen ^ürrk Angnffe bebanu^et. Nebergangsversirche des Fei^^es uver vtze Lys bei Komen wurden verci elt. Bei erneuten An- grrfsen am Nachnnttage gingen Handzame und Kvrremark verloren. Starke mir Panzerwagen geführte Angriffe beider- ^rs von Gits scheiterten. Zwischen Jsegem uird Menen rvnnte der Feind am Nachmittage mrr noch wenig Boden gewinnen. Erfolgreiche Vorfeldkämpfe westlich von Lille und am oaute—Deutr-ztzanal. Am Selle-AbSchnitt nördlich von vaussy und St. Soupier scheiterten Teilangriffe des Gegners. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In dichtem Morgennebel brach der Feind östlich von St.Quennn über die Offe vor und fußte vorübergehend auf den Hpyrn südlich von Mascguigny und nördlich von Origny 2??* Umfaftend angcsetzrer Gegenangriff warf ihir von den vohen auf die Oise wieder zurück. Heftige Teilkämpfe vor der neuen Fwnt nördlich von Laon, westlich der Aisne und im Äi srred ogerr, stwweftlich von Grandpre. Heeresgruppe Gallwitz. Zwischen der Aire und der Maas griff der Amerikaner mit garkeu Kräften au. Der Schwerpunkt des Kampfes lag östlich der Aire und beiderseits der von Eharpentry aas Baurhevillc führenden Straße Die teilweise dis zu viermal wlkderholtcu Angriffe erstreckten sich aus örtlichen Gelande- gewiml beiderseits von Romagne und find gescheitert. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Auf den Höhen nordwestlich und nördlich von Nisch fairbeu kleinere Kämpfe statt. Der Erste Generalauartiermeister Ludeudorff. * Der Vbendbericht. Berlin, 15. Okt., abends. (WTB. Amtlich.) An der Kampffront in F l a n d e r n setzte der Feind seine Angriffe fort. Er konnte einige Geländeporteile in beschränktem Umfange erringen. Westlich der Maas entschieden sich Teitkämpfe zu unseren Gunsten. * Der österreichisch-ungarlsche Tagesbericht. W i e n, 15. Oktober. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Die E>efecht§täti6kcir war auch gestern ziemlich rege. Balkan-Kriegsschauplatz. Das von uns geräumte Durazzo ist von den Italienern besetzt worden. Die Bewegungen in Albanien und Serbien gehen ohne nernrenswene G-efechrsberül-rung mit dem Gegner vor sich. Der Chef des Generalstabs. Unerwartet schnell hat die neue Antwort Wilsons c dre letzte deutsche Note unsere Regierung vor eine weitere i halts.chwere Entscheidung gestellt. Wer damit gerechnet hat -vuson sei doch vielleicht ein ehrlicher Idealist des Frieder er sei unabhängig von den Zerschmetterungspolitikern London und Paris und werde nach so rückhaltloser, ihm w entgegenkommender Beantwortung seiner Fragen nunme der hoffnungsvollen Welt das erste Signal einer nahendt schöneren Zeit geben, der hat sch gründlich getäuscht. D vorliegende Antwort aus Washingtou erscheint uns noch c ein lehr feindseliges Aktenstück, voll von Anschuldigungc neuen, unbestimmten Forderungen und gänzlich kder mr - gendwelchem Entgegenkommen. Wilson läßt uns in neue Ä gründe blicken, die noch zwischen uns und dem Fried liegen, und es scheint beinahe, als wolle er nv*. .urückschreckc auf die halsbrecherische Friedensbrücke xu steigen. Das wür chm, wie er zu meinen scheint, einige Verlegenheit ersparc Denn er glaubt wohl, wie seine Bundesgenossen in Engla und Frankreich, daß Foch auf schnellem Siegesmarsch sei, N daß dann ein Friedensdiktat ein leichterer und vorteilhafte! Abschluß wäre als eine Verständigung. Sch n e l l hat er u die -neue Note seiner Staatskunst geschickt, das muß man < asben, aber von einer „aufrichtigen und gradsinniae^ AiMiwrt ist keine Rede. Die Räumung genügt aus einm ntck)t mehr W l.on besteht anfncch weit r.-Jt Zx ierunaeu, i oie militärische Ueberlegenheit unserer Gegner bis in d Frieden hinein festhatten sotten. Was das ist, darüber schweigt er sich aus. Wir können auch schwerlick) mit ihm darüber ernstlich weiter verhandeln, denn er verweist ja selbst darauf, daß die Entscheidung den militärischen Autoritälen zustehe. Dagegen kommt er mit zahlreichen Beschwerden und Vorhaltungen. Als ob unsere Wehrmacht zu Wasser und zu Lande heute schon atter kriegsmäßigen Handlungen entsagen müßte! Daß wir eben noch im Kriege leben, der seine rauhen Seiten nun einmal hat, daß wir in nnserem Existenzkampf kein im Kriege erlaubtes Mittel aus der Hand geben dürfen, das will dieser „Idealist" nicht wahrhabcn. Und dann die rätsechafte, unklare Andeutung, daß wir uns noch weiter ins eigene schuldige Fleisch schneiden müßten, wenn wir wollten, daß mit uns über Frieden verhandelt werden könnte — das alles läßt die Hoffnungen auf baldigen Frieden arg sinken. Unsere Regierung steht vor schweren Entschlüssen, denen wir nicht vorgreisen können. Wir erblicken in der amerikanischen Antwort lediglich eine Ernmntcrung, auf ganz ungewisse Zukunft bei der Zerstörung alles dessen, was bei uns bisher noch etwas galt, zur Freude der Gegner fortzufahren. Die Antwort Wilsons auf die -rutsche Note vom 12 . ®!iöBcr. Washington, 14. Oft. (Nichtamtlich.) Reutermeh- düng. Der Staatssekretär hat heute nachmittag dem interimistischen Geschäftsträger der Schweiz und dem Vertreter der deutschen Interessen in den Vereinigten Staaten folgende Note bekannt gegeben: Staatsdepartement, den 14. Oktober. Mein Herr! In Beantwortung der Mitteilung der deutschen Regierung vom 12. Oktober, welche Sie mir heute übergeben haben, habe ich die Ehre, Sie um di- Uebermittlung folgender Antwort zu ersuchen: Die uneingeschränkte Annahme der vom Präsidenten der Vereinigten Staaten in seiner Botschaft an den Kongreß der Ver. Staaten vom 8. Januar 1918 und in seinen folgenden Botschaften niedergelegten Bedingungen seitens der jetzigen deutschen Regierung und einer großen Mehrheit des Deutschen Reichstages berechtigt den Präsidenten, eine offene und direkte Erklärung seiner Entschlüsse hinsichtlich der Mitteilungen der deutschen Regierung vom 5. und 12. Oktober 1918 abzugeben. Es inuß Klarheit darüber bestehen, daß die Durchführung der Räumung und die Bedingungen eines Waffenstillstandes Angelegenheiten sind, welche dem Urteil und dem Rat der militärischen Berater der Regierung der Vereinigten Staaten und der Alliierten überlassen werden müssen, und der Präsident fühlt sich verpflichtet, zu erklären, daß keine Regelung von der Regierung der Bereinigten Staaten angenommen werden kann, die nicht völlig befriedigende Sicherheiten und Bürgschaften für die Fortdauer der gegenwärtigen militärischen Ueberlegenheit der Armeen der Vereinigten Staaten und der Alliierte an der Front schasst. Er hat das Vertrauen, daß er als sicher annehmen kann, daß dies auch das Urteil und die Entscheidung der alliierten Regierungen sein wird. Der Präsident hält es auch für seine Pflicht, binzuzusügen, daß weder die Regierung der Vereinigten Staaten noch er dessen ganz sicher sind, daß die Regierungen, mit denen die Vereinigten Staaten als Kriegführende assoziiert sind, einwilligen werden, einen Waffenstittstcrnd in Erwägung zu ziehen, solange die deutschen Streitkräfte fortfahren, die ungesetzlichen uno unmenschlichen Taktiken auszuüben, bei denen sie noch beharren. Zu derselben Zeit, wo die deutsche Negierung an die Regierung der Vereinigten Staaten mit Friedensvorschlägen herantritt, sind ihre U- Boote damit beschäftigt, auf der See Passagierschiffe zu versenken und nicht nur die Schiffe, sondern auch die Boote, in denen ihre Passagiere und Besatzungen versuchen, sich in Sicherheit zu bringen. Die deutschen Armeen schlagen bei ihrem jetzigen erzwungenen Rückzuge aus Flandern und Frankreich einen Weg mutwilliger Zerstörung ein, der immer als direkte Verletzung der Regeln und Gebräuche der zivilisierten Kriegführung betrachtet wurde. Die Städte und Dörfer, wenn sie nicht zerstövt sind, sind von allem, was sie enthalten, oft sogar ihrer Einwohner beraubt. Es kann nicht erwartet werden, daß die gegen Deutschland assoziierten Nanonen einem Waffenstillstände zustimmen werden, solange die unmenschlichen Handlungen, Plünderungen und Verwüstungen fortgesetzt werden, aus die sie mit Recht mit Schrecken und empörtem Herren Hinblicken. — Es ist auch notwerrdig, damit keine Mögirchkeit eines Mißverständirisses entstehen kann, daß der Präsident mit großem Nachvrnck (Voiy solemuly) die Aufmerksamkeit der Regierung Deutschlands auf die Fassungen und die klare^Absiiht (to the language and plain intend) einer der Friedensbedingungen lenkt, welche die deutsche Regierung jetzt angenommen hat. Sie ist enthalten in der Botschaft des Präsidenten, die er am 4. Juli d. I. in Mount Bernon verkündet hat. Sie lautet wie folgt: „Die Vernichtung jeder wittlürlichen Macht überall, die für sich, geheim und nach eigenem Belieben den Frieden der Welt stören kann, oder, wenn sie jetzt nicht vernichtet werden kann, mnrdeftens ihrer Herabminberung zu tatsächlichem Unvermögen und — (folgt eine Telegrammverstüm- melung). Die Wtackt, welche bisher die deutsche Nation beherrscht (controUed) hat, ist von der Art, wie sie hier beschrieben wird. Die deuffche Nation hat die Wahl, dies zu ändern." Die eben erwähnten Worte des Präsidenten bilden natürlich eine Bedingung, die vor dem Frieden erfüllt werden muß, wenn der Friede durch das Vorgehen (by the action) des deutschen Volkes selbst kommen soll. Der Präsident hält sich für verpflichtet, zu erklären, daß die ganze Durchführung des Friedens seiner Ansicht nach von der Bestimmtheit und dem befriedigenden Eharakter der Bürgschaften abhangen wird, welche in dieser grundlegenden Frage gegeben werden können. Es ist unumgänglich, daß die gegen Deutschland assoziierten Negierungen unzweideutig wissen, mit wem sie verhandeln. Der Präsident wird eine besondere Antwort an die kaiserlich-königliche Regierung in Oesterreich absenden. Empfangen Sie, mein Herr, die erneute Versicherung meiner Hochschätzung. Robert Lansing. Erklärung der „Rordd. Allgem. Ztg." Die Amwort des Präsidenten Wilson i]t, wie die „N o rddi. Allgem. Ztg." schreibt, früher als man ermattet hatte, enr- r rossen. Sie flihtt die Diskussion teils weiter, teils erweimck sie. Es wird also eine neue GecixmäußeiNlNg der deutschen Regierung notwendig werden, so daß das Ziel der Aussprache, dre Herbeiführung eines Dafsenst'.llstandes und die Einleitung von Ftteduisverhandluug-m, noch nicht sofort zu erreichen sind. Dre Ausstellung des Prinzips ist neu, daß die durch drs Räumung zu schassende Lage die heutige Militär is che Ü e b e r - legenhert der Enente unangelastet lassen müsst. Im Zusammenhang mit dieser Frage erhebt die Note gegen die deutsche Kriegführung den Vorwurf der Ungesetzlichkeit und beschuldigt sie wr- vvenschlrcher Handlungen. Ter Vorwurf ist mrbcrechttgt and übersieht zum mindesten die militättschen NotwendigkeitOr, unter dere^ Zwang die deutsche Heeresleitung, handelt, solange nrcht dre Einstellung der Feindseligkeiten erreicht ist. Tie deutsche Mgstrrmgi hat die Hand dazu geboten, um die Leiden zu mindern würden Verwüstungen des Krieges überhaupt Einhalt zu bieten. Es ist also kininllig, ihr die alleinige Schuld an dem jetzigen gewiß be-, dauernsnrerten Zustand der bewohnten ^Kampfzone zuzum-ffen^ Tie Beantwortung der amettkanischm Note erforvert eingehend« Beratungen. Dabei ivird die deutsche Regierung sich weiter von dem Geiste der VersöhnliclMt und dem Wunsche nach Beendigung des Blutvergießens leiten lassen und so ihren Entschluß unter Wahrung der Interessen des deutschen Volkes fassen. Weitere Preffeftimmen. i. Köln, 16. Okt. sTrahtnachrü Die „Köln. Ztg." schreibt zu Wilsons Antwott: Sowie der Wottlaut der Antwott ein- getrosfen ist, wird sie im Reichstag nach allen Seiten beleuchtet werden, und man darf annehmen, das; nun ihrerseits unsere Regierung einmal eine der Fragen an Herrn Wilson stellen und ihn bitten wird, sich in aller Deutlichkeit darüber auszusprechen, was er denn eigentlich will. Die Hoffnung aber, daß Unterhandlungen mir diesem Manne den Ftteden näher bringen werden, muß nach der Antwortnote zurückgestellt werden. Die „Köln. VolkSztg." sagt: Die Note ist deratt, daß wir Deutschen unsere Hoffmmg^aus einen nahen Rechtsflaeden ohne De- mütigrlng unseres Volkes stark herabsetzen müssen. Man scheint ja in Washington die Verhandlungen oder den Notenaustausch sott- sttzen zu wollen, alrer unter Bedingungen, die zum mindesten unserer Regierung die Fottsttzung der Verhandlungen aufs äußerste erschweren. Wir müssen es unserer Regierung überlassen, wie sie sich dazu stellt und was sie glaubt, verantworten zu können. Tie „V o s s. Z t g." sagt: Die deutsche Regierung hat um Entsendung einer gemischten Kommission gebeten, um über den Waffenstillstand zu verhandeln. Statt hierauf einzugchen, leitet Präsident iSWfbit eine Diskussion über gesetzwidrige unmenschliche Handlungen ein, die angeblich von den deutschen Truppen vorgenommen sein sollen. Ten praktischen Zweck der Förderung mid Beschleunigung des WaffenstiNstandes und des Friedens kann der Präsident mit dieser Methode nicht verfolgen. Er scheint vielmehr die Absicht zu haben, die Diskussion in die Länge zu ziehen, uni die müitärische Ueberlegenheit der Entente, von der er spricht, noch weiter auszugestalten. Unter der Ueberschsttft „Rechktsftiede oder Gewaltfttede" fühtt die „Morgen post" aus: V r haben lange gezögett, Herrn Wilson unser Vettrauen zu schenken. Liber schließlich haben wir es getan in dem Glauben, daß es wirklich ein Rechtsftiede sei. den er vermitteln wolle. In der Tat aber ist das, .was er uns mit seiner neuesten Aävde zumutet, nicht die Grundlage, auf der ein Rechtsftiede ausgebaut werden kann, sondern es sind die Vor- bedingu7lgen für einen Getoaltffieden. Im „Ber l. Ta ge bl." heißt es: Deutschland hat die Entsagung gezeigt, die bei schvachen Völkern den Tadel der Geschichte zu erwarten hätte, die aber in Zukunft unser sicher starkes Volk nicht zu ernicdttgen vermag. Wie aber steht es bei denen, die alles Erreichbare erreichen könnten und die in entfesselter Triumphlust es dahin treiben, daß noch Tausende am Wege verschmachten, nock) Huirdetttausende fallen müssen? Aenderung der ReichSverfassnng bei Entscheidung über Krieg und Frieden. Berlin, 15. Okt. (WTB. bftchtaulllich.) Der Bundes rat stimmte l>eute voriniltag einein Gesetzentivur. .ur ?löänd rung des Artikels 11 der Reichs Verfassung zw Absatz - des Artikels wird dalün abgt'mrdett: Zur Erklärung des Krieges im Namen des Reiches ist die.Zustimmung des Bundesrates und des Reichstages erforderlich, es sei denn, daß ein dbngttff auf das Bundesgebiet oder dessen Küsten erfolgt, Absatz 3 wird zu folgender Bestimmung ergänzt: Redervn-ttäge mit fremden Staaten, welche sich aus Gegenstände der R'?ichsgesetz- gebung beziehen, bedürfen der Zustimmung des Bundesrat^ imh des Reichstages. Damit ist die volle Mitwirkung der Volksvertretung bei den Entscheidungen über Krieg und Frühen gesichert. Prinz Max bleibt im Amte. Berlin, 15. Okt. Wie wir Uren, hat die sozialdemokratische Reichstagsfraktion in ihrer heutigen Sitzung beschlossen. mit Rücksicht aus die politische Gesamtlage gegen das Verbleiben des Reichskanzlers, Prinzen Max von Baden, im Amte nichts einzuwenden. * Ein Einspruch DanMs. Der Magistrat der Stadt Danzig hat an den Reichskanzler, an sämtliche Staatssekretäre, an den >>auptausschuß des Reichstags und an den Vertreter Danzigs im Reichstag, den Abgeordneten Weinhause folgendes Telegramm geschickt: „Präsident Wilson will ßt Le Länder unziveiselhafl polnischer Bevölkerung zu dem unabhängigen neuen Polnischen Staat vereinigen. Demgegenüber stellen wir fest, daß Danzig nimmermehr diesem Polen an gehören dars. Unsere alte Hansaftadt Danzig ist durch deutsche Kulturkrast entstanden und gewachsen, sie ist kerndeutsch. Wir nehmen für uns das Selbstbestnnmungsrecht der Völker in Anspruch. Wir wollen deutsch blechen für immerdar! Der Magistrat." Ein Tiroler deutscher Volkstag. Wien, 15. Oft. Tie Blätter melden aus Brisen: Unter un- geheurer Teilnahme Und am Sonntag ein Tiroler deutscher Volks tag statt, der einen teilweise sehr stürmischen Verlauf nahm und schließlich aufgelöst wurde, nachdem eine Entschließung! einhellig angenommen worden war, mich der der Volkstag es fün dringend geboten hält, das durch Geschickte und wirtschaftlich Beziehungen zusammengehörige Land Tirol in vollem Umfange aufrecht zu erhalten und den Ladinern in ihrem Gebiet das sreick Selbstbestimmungsrecht zu gewähren. Der Volksiag wünscht möglichst innige Ausgestaltung des Bundesverhältnisses zum Deutschen Reich, insbesondere einen innigen wirtschaftlichen Zusammenschluß mit Deutschland, sowie rascheste Herbeiführung eines allgemeinen gerechten Völkerfriedens Er begrüßt den Friedensschritt des Kaisers und seiner treuen Bundesgenossen. Eine Massenversammlung der Juden WienH. Wien, 15. Oft. Die Blätter melden: Gestern fand eine Massenversammlung der Juden Wiens mit der Tagesordnung statt: ,,Das jüdische Voll und Frieden." Es wurde eine Erschließung gefaßt, in der das jüdische Doll die Anerkennung als gleich de re ch i-che Nation in der Gemeinschaft der Völler, Zu- «nkennung einer Vertretung beim allgemeinen Friedens,lvngreß. eine natt-mcale Heimstätte in Palästina und nationale Rechte in allen Ländern, wo Juden leben, fordert. Die jüdische Station in Oesterreich verlangt Zuziehung beim Umbau des Staates. Rücktritt des Kabinetts Wekerle. Budapest. 1-1. Oft. (WTB. Nichtamtlich!.) Ungarisches Kor- respvndenzlncrvau: Nack) Blättermeldu-ngen ist in der heuti^n Besprechung das Nücktrittsgesuch des Kabinetts ausgefertigt und (unterzeichntet worden. Der MinistlMpräsident Wekerle begab sich am NackMÜttag, nach Men, um König Karl das Rücktritts- gesuch des Katnnetts zu überreichen. Me verlautet, wurde der ft-übere PräsideiU des Llbg-eordnetimhauses Navay mit der Kabinettsbildung betraut. Der Regierung-Wechsel in der Türkei. Konftantinovel. 14. Oft. (WTB.) Das Ministerium Talaat Pascha ist zurückgetreten. Das neue Mini- üeriism hat die Geschäfte übernommen Gwßwesir und gleicknzeitig Kriegsminister ist Izzel Pascha, Minister des Jrmecn Fethi Bey, früher türkischer Gesandter in Sofia, Marmeminister uf Bey^ Führer des türkischen Krieasschiffes „Hamidie" wahrend des Balkankrrepes, Finanzminister T j a v i d Bey. Der Minister des Aeußern ist noch nicht ernannt. Die Geschäfte des Ministeriums des 9leußern werden einstweilen von Nabi Bey dem früheren türkischen Botschafter in Rom, geführt. Verhandlungen mit Rumänien. i. Köln, 16. Oft. (Drablnachr.) Die „Köln. Bollsztg." meldet aus Bukarest: Auf eine Anfrage des Abgeordneten Stoja antwortete der rumänische Minister Acivn, daß zwischen den Mittelmächten und Rumänien gegenwärtig Verhandlungen wegen der Dobrudschafrag e im Gange seren. Ter Minister betonte, daß Deutschland und Oesterreich- Ungarn das größte Entgegenünnmcn für die rumänischen Wünsche zeigten. ,1Verit6". Sie hebt namentlich vcn Fall eines EU öfters Zwick hc-roor, der mehrere Jaho- vor dem Krieg, um nicht in Deutschland dienen zu müssen, nach Frankreich ging, m die Fremdenlegion ein- trtt und noch Beendigung seiner Dienstzeit bei Ausbruch des Welt- krvviges freiwillig trieder ins französische Heer ein trat. Von französischer Seite konnte deni Verblendeten nicht das mindeste vor. geworfen werden. Von dort hätte er im (Hegenteil nur Dank verdient. Allein er hatte den großen Fehler, beim Verlassen Deutschlaichs kein Wort Franzö isch zu können, und auch bei der Fremden- legiou sprachlich rcickfts wesentlich zugelernk Diese Unkenntnis und seit« l)eimatiich' diUttschr dNmcdarl genügten, um ihm da' Dasein im Felde btüm 3, Z ich v.irregi ment zu eine ivahrcn Hölle zu machen. Er war und blieb seinen Kameraden im Schützengraben der verhaßte Boche. In seiner Verzwftslung sucküe er sich der Qual durch die Flucht zu entziei^n. wurde aber ergri ea urrd sollte mu- scttffsen werden. In Berücksichtigung der bri'onderen VmhÄtnisse wurde er schfteßlich zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die Severine r klärt dazrc, daß der Fall durchaus rncht etiva vereinzelt dastelle. Die brüske, unterschiedslos schleckfte Behandlung der Elsässer in Frankreich nennt sie eines der peinlichsten Kttiegskapitel und venvttst lfterzu aus du Feststellung des 1917 in Paris erschienenen .llZourrml d'mre Civile". Der Seekrieg. 9i 5 e Kämpfe im Westen. , ^ Merlin. 15. Oft. In der Niorgenfrühe des 14. Oktober setzte bei dl.chtnn Nebel nt Flandern von Handzanre bis Wervik Trommelsttrec-rin, das sich in schwereren Wellen nach dcord^pin brs zur Ku(/. fvrtsetzte. Von See her griffen Monitors em. dre die Küste beschossen. Auch der gegneri sche Fliegerin'atz^war ein außerordentlich starker. Gegen mittag gelang es, den Tttttschm dm heftigen .A-rsturm aufzufang^^u-adm Tttlangrrfte aulzulöKn, bei braen Belgier. Franzo/en und ?Z 5 steren Erfolge mehr erzielen lonuttn Mtt Arttllerievlorberntun g> griften Epischen Olizh mrd Ternws FranKosen^^md Amerikaner rmederholt am Es gelang ihnen ru- «xN'.. che Aisne zu überschreiten. Aber m« ^er tiuW lniAbwehrseuer von ihnen vernichtet wirrde, geriet rn Ge- S 3 «Ä*- $,£ 9&nmftmrtartj>nrfe, durch sckMTrfteS 0tairieri,feuer nlfe (ft,. s&rÄas,“* - ->»- L ästss Sä? & »* Mit Frankreich Elsässer behandelt. Berlin , 15. Oft. So unbegvttffich ^s gerade von dem daunckerr franzoftsckien «Aandpunft aus anmutet, ist es doch Tat- ' 2 ch? daß^ nr ,aaTitmif) während des Krieges zahllose Elsässer ron«.,l oererls Ir.iqU bori mrsassug gewesene wie auch bei Kriegs^ xxr schmählichen, oft g?austnnen toa F cn . lurd. Tie bekannte französische So- zialrsttn Severrne beruhtet neuerdings darüber in dar Parts« Rur dem Neiche. Der Reichstag. Berlin, 15. Okt. Der Acltcstenrat des Reichstags beschloß in seiner heutigen Sitzung, die für morgen festgesetzte Sitzung des Reichstags aus'allen zu lassen. Die Anberaumung der nächsten Sitzung wird dem Präsidenten überlassen. Die SieühSragSersatzwcchl in Berlin I. Berlin, 15. Okt. Bei der heutigen Neichstagsersatz- wahl im Wahlkreise Berlin I erhielt nach dem vorläufigen Ergebnis der Kandidat der Fortschrittlichen Boikspartei, Kempner, 2294 Stimmen, der sozialdemokratische .Kandidat Hermann 1720 Stimmen, der unabhängige Sozialdemokrat M ü lle r 513 Siinurren, der konservallv-antisemi- tisck-e Kandidat Gelle rt 160 Stimmen. Es findet also Stichwahl statt zwischen Kempner und Heimann. 49 Stimmen waren zersplittert. — 1912 entfielen auf die Fortschrittler 4657, die Sozialdemokraten 4406, einen demokratischen Kandidaten 1395. den anti?emitischen 482, einen Zentrumsmann 169 und einen Polen 37 Stimmen. In der Sti-ckiwahl wurde dann der Fortjchrittskandiöat Kämpf mit 5583 gegen 5579 sozialdemokratische Stimmen gervählt. Die ReichStveue Bayerns. München, 15. Okt. Die liberale Fraktion der bayerischen Abgeordnetenkamnter hat folgenden Antrag eingebracht. Die Kammer wolle erklären: Angesichts der schweren Zeiten, die dem deutschen Volk bevorst-el-en, legt die bayerische Volksvertvetung Wert darauf, Zeugnis abzulegerl für die unerschütterliche Einheit des deutschen Volkes und für seine fe st eEntschlossenheit, alles Schwere gemeinsam zu tragen. Die weüverbreitete Erbitterung über mcmckie Grsseürlvftt zu lockern oder ganH au^uh-ben. ver- 'veist die bayerische Vollsvertretung in das Gebiet grundloser, landesverräterisch'r Erfindungen. Wie das bayerische Voll fest auf den Sck)utz des Neicl^s vertraut, so kamr das Reich in 9bot und Gefahr zuverlässig auf Bayern und alle feine Stämme zählen. Anfragen im Reichstag. Reichstagsabgevrdnttcr Dr. Werner fragt den Rerchskarrz- ler an. was er -u tun gadcitSe, unc die B r i e f - e n s u r zu beseitigen, die aus alle aus DegtschLayh au unsere Soldaten in R u - mänien gelangenden Schreiben auSgedehrrt tvvrdttc ist und viel Aergernis erregt. Ferner fragt er an, «b mckijt eftre andere Form in der Beftra''uny von Verstößen pn Vkühltt^loerbe gefwcLen weiden kännx. da' die oft monatckanM Schließung der Mühlen nicht bloß die MMenbesctzer, sondern auch Tausend»; von Selbstversorgern sckKdige. Am eine frühere Eingabe w»ren eiires Einheitssatzes in der Druschprämie ctfiicft Abgeordneter Dr. Werner folgende Anttvort: Die Vorräte mi VrMgetwLe vnchten im abgelause-NLn Wrtt- fck-aftsjahre nickt 6U§, um die Brotversorgung bis zum Beamin der neuen Ernte aufrecht ya exWteiu Wir waren daher in nvck, stärkerem VJlnfc als tm Vorjahr darauf angewiesen, das Getreide der ircuen Ernte durch Frühorusch so rasch wie möglich >zu erfassen D« Früchidruschprämien. die -ur Erreichung dieses Zweckes festgesetzt waren, haben sich trotz mehrfacher dagegen erhobener Bedenden in ihrem Erfolge bewährt. Bei der großen Notlage, m oer sich mtfm Brotgttreidcversor. den sorgfältig nach dem GesickÄsPiricftc abg-svogen, die Reichs- ^twwesrelle und die KomTTturmlverbände Kum recht« Zeitmnrft in den Besitz der für die ungeslprtt Versorgung nötigen Getreidcrnenae zu setzen. Hatte man den mittleren Prännewatz von 60 Mark für alles nach dem 15. August mrsgedroscherre Getteide gewähtt w würde dadurch der «igentlick>e Zwsck der Prämien, zu mSglichst ft-üh- zttttger restloser Wlleferung cmznrsgen, gerährdel worber, sein. Eine solche Prämie würde Ledig-lickv eine Eryschimg des Getveide- grvndprttses bedeutet haben. Desliatb mußten für due ersten Fristen höhere Latze als im letzten Jahve grwälwt werden, da ruft &mj> tmrtc veranlag wundcn, die ganze Ernte an Wintergerste ohne Abzup rhrer ^elbstpersorgerwtion abzuliesern, um der ReickE- getreDesttlle sazon im Juli airsreic^nde Vorräte zu versÄassen. Di« dlesMngen hohen Anfangssätze der Vrotgetreidepräinten Können hurnoch Tnck>t für Niorrnalsätze anaeseben werden. Durck) dve sich glttchmäßip um 20 Mar- senkende 9 'Wö ber Abliefe- rungspräutten wird erveicht daß auch die Larchesttile mit sVäter gWlÄfÄ .den Äoi^ der^hdttckchmämian noch bet»lt»r w q » a , Beml vaf« nwi ber nttttlm Pribmensatz vo„ 60 Mark einen Monat lang vom 16. September bis 16 Oktober umauch> den Gegenden mit spät einsetzendn Hafev- ernte die Vorteile dieser Prcmnonstufe zuftmrmen zu lassen. ^ W Frühdruschiprami« in l l ^ GvosMundbesttz zugute kämen, ist nach den Er^hmngen der Rnck^-traideftelle nicht zutt-effeird Dstst etwa zwft Drittel brr Eingänge aus bem r 5 rülHr"usch auf den kleinen und mtttleran Grundbesitz entfallen. Aus Hessen. ftefet/ lb- Oft. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer häü am nächsten DvmrvÄtog eine Schung Aus Stadt und Conft. Gießcn, den 16. Ok ober 19l8. Grippe nnd Ernährung. Jrc der .,N. Fr. Pr." bel^ud^lt Pvof. Dr. H. Salomon (Wien) me lymge der Ernälwimg bei der Gripve. Er führt aus, daß Vorbeugend durch die Kpst nidjtit gewirkt werc-en kann, auch fei nicht feitzuücllen. daß gerade unterernährte Perwnen besonders zur Erkrankung veranlag »eien. Was nun die Ernäl/rung des an (vnppe Erkrankten a-ckangt. so sind die Grundsäc-e dieselben wie bei. der BehLndlung fteberl-afber Krankheiten überhaupt Da der iieberhafte Zustcmd meist eine mehr oder imubet erhevlickx Magou- verstimm cm g mit sich bringt und der Appetit sehr sftllt. ist nsoi malt aus bte läufigere, etwa cm- las zloäüündlickx Darreichung auer Nüsslgbreicgen stchst aicgewieseu. Für die Masse der BevülL-. rung s-.nd jetzt am Wien Mgängl^i,: Milch. so,oert dir Kranteuru-. Weisung svbch errerch'xrr mach. Gemü'e. deren PürvoS c.lleft)mgs, »vrncn möglich, durch eiMi FettMsatz u-ll-rl)nfter zu gestalten Kartoffeln, für die dasselbe gilt, Fribh e und Brot. Es roäre be- »cmöerö Wünichen-Swett, auch für die Bel»mdluug der Eftipoekrnnken, wenn du so be^rua-lbch verschpmcharen Früch.e uns in rettfcfön zuganchrch genmcht twrrixm kömtten. Eckigen der sonstigen Eie-.gnng Fr^bttckra-ker gegen festere Kvst wird -Obst meist gern GQicvmnrcn: dadurch, aß es gcckartt nnrd. wirft es reinigend auf Mundhöhle uiu) tzun.g?. belebt den Appetit. IZtt erloünstft e Wtr- ftmgen auf die Stt:lchttlaerunLen. KompliLatwnon de, Grippe viral, den Magen-armbanal rnüffen natürlich die Kost entsprechend vermrdern. Ba der HcücftgAeit von Lch-eimbrurlbttttungen in den Zi. ran ihn ts fällen der jetzigen Epidemre. :uun>erttlick- bei jüngeren Personen »Nasenbluten, aber auch Mägen-, Darmblutungen) ist ane größere Zurückhaltung mit Alkohol, aber auch mft Tee oder Kaff« geboten als sonst in fteberi.Vften Erftrcnbragen. Dafür kann die genannte Kvnrplikativn den Genuß gickatinehalttger Sub»- Mnzen, ^riuhttgelees, die mit Gelatine gemacht sind, usw. be- chrdrns ratlrch eTKfyenten kiffet, da die Neigung zur Blutgerinnung dadurch erhöht zu wereen scheint. Bei der Besprechmg der Grippe L Wien kommt oer Oberstadtphpsikus Dr. Böhm M der Fest, stellung. daß der Grippe mehr zur Last gelegt wird, als ihr zu- tommt. Bon fünf Lungrniimtz^tdungen mit tödlichem Ausgang, me zu obduzieren waren, stammte nur eine von der' scanischen, der Bevölkerung würde a.ber jeder urrftave Fall, »er tödlich aus geht, der spanischen 0>rippe Mgcschrtebeu. Lebensmittel. . 1* T /s Obstverkauf durch dad Lebensmrttrlamt findet in Turnhalle der Stadtmädchenschule, West-Anlage, statt Auf seden Abschnitt entfallen 5 Pfund. * G ä v t f e . ö c v f a u f. Von Donnerstag den 17. d. Dd. ab werden auf dem L-ladt. Lebensmittelamt. Zimmer Nr 10, wäch- ^ .der übttckxn Geschrftsstu-Den Annn-ldungen Mm'Bezug ge- stt^ack.tever Gänse enter'cumgewvtrrmen: telephonische Bestellwuuri werden nicht berücksichffgt. Der Zeiftrunkl der Abgabe und d« Eis , werden leweils besonders bekarnttgegeben. ^ lei sch-Ber brauch. Pferdefleisch und dar- aus vergestLllte Flttsarvaren dürfen nur geoen ReichsfleftckiLatten ao&r&:bcn^ soerden. Auf jeden Wochttkahschiriit (zehn l /, 9bünlc) ciufüllen bis cruf weiteres 500 Gramm. Siehe Bekrunttnachung. * ** t l iche Per son all na ch r i cht en. Am 12. Oftvber - ^r Lchenerausseher Wilüettn Hotz in Groß-Gerau ^^Nuchsuchen mts dem Staatsdienst entlassen. a ^ nr r 1 ? v q» V Ül 1 * ^ c u b l a 1 1 . Befördert MM S fe°¥ fc - lll Darmstadt) im J.-R. 115; (Gießen) L J.-R. 116, Schül »Aef k 18 ' Kkrvenstcrn. Gwssardt (Mainz) (Müülhchzssen i. Th.)- i. J.^R. 87, Hftd (GießeA), SÄwobel (Fn^berg), Gw)rer (Mainz). Nau (Wvrms): zum Lt. d. Wolf (II Darmstadt): zu Feld- - l! Kessel mayer, Zimmermann, i. Freden i v 3; ^ähnr,: d. Uffz. Jmrgmwm i. J.-R. 117: der M'i N«Hrv. OÄt. i. J.-R: 118, jetzt ^ bk ' m. b. Eslauwl. z. Tr. d. Regts.-Unif. _; .Beförderung. Ülimtverwafter Kinffet. zur Zeit verwundet im Lazarett, wuibe zum Leutnant d. L. befördert, in ber C ilbernen Hochzeit begeben am 18. O ktober Jnstallattmsmeister Rudi>v R ö d i g e r mrd Frmr ge- können sie aus ein LbfährrgeS Bestehen th«Ä Go'.chcuts zurückdlicken. - ** Oberhessischer Ku-n st v erein. Die graph Au»- stellnng nvlche am lammenden Sornttay eröffnet wird, hat Werke der Radikikunst vttsa:,cedener >beckmiktti. Zeichnungen usw. aus- zuweilen Die AuSstellrmg besuchen Emil Eber. ÄdünckMi. Ernst Eimer. Darmstadt. Heinrich Haberl. München. Briow Herour, Paul Hermmrn, Berttn, Georg Jahn. Dresden. Lw Kttpser f^^adt. F Kallmorgttr, Bettin. Otto Leiber, Münchmr?Eli^ Pwvmuller. Halle Elnabctth Bomn. .Wurms. W. Stemhachen ^rantrutt WEM FralM, Hambirrg. F^rvinand Steiniger. Dresden und von Karlsrul-er Künstlern.Hmrs Thoma. .Hans van Volkmann G. Kanrrnnann mrd F. Fahr. ?lnch zrvec sehr künst- Samml-miMi Sillwuelttm (Sckmtbmlülder) werden I Madbmer nnd Otto Rubel, München, aussdellen. Ferner wird unsere einlMnnlH Künstlerin Marie Felchner einige Jilb, nx ' ^ l ® en Kveyen ausMweiien haben. zahlreichen au^wärti- \ M^ll^^unden den Bcnnch der Kvn?ettr zu ermöglichen, twr- ben bitte b s nuf nvnlcrn§ früher legrrc en, zwar um 4 7, n b r n ach m 1 1 rag 6 Am diese Weiß bietet ;ich l^egenbeit zur Rück- fahtt mit den Abendzugien, ohne daß die Mnzette vorzeitig verlogen zu werde« brau chm. ^ C & - € ^ n - r ■ sfrauen-Berein. Das Eintreffen des WmvkrM^S hat ftch verzögert. Ter Zeitpunkt der Mgabe wrvd ^rvchWckchbag an der EschästKstelle, Woch'ttaße 5, bekn^ gemaau werden. Or»*Tr««renfttffe Gießen. Die noch rucksttmtngen Betträge zur Krankenkasse und Jiwaliden-Ver- August kömien noch bis zwn 31. Oktober b ^ [t lüclt)CIt - Nach »urf dieses Termins fvÄ^^Ernsvhlnng auf unser VofftchocKantt) auch c»ie Kost?en , Ausfall von MilitSr-Urlauberzügen. Nach. k«n von dor M llit ärvattvaftu ng «ine vierzehn tägige UrlM'bSsp-rre Okwl«r ds. Js. ab Mrgevrdn-et nwrden ist, fallen che Milrtar-U rkauberzu ge von und muh dar Westsvont w,rhrcnd Mhe« ist auS den ooff bat fest angebrachten Aushängen zu ersehen. ** Ein Mahnruf an die deutschen Mütter und uenVDoS dculscke V° J rf ä >HC1 L, t,le Öeim»chr ihrer Lieben flN«tsJofeui Einsatz aller Kräfte jkUwoafei fern« Losstvasss Die 5rSchte feines wirten» stehen lenchtenä vor onseren Hugr» in cien hrrrlichen Cate« ferner Zchüler «ml Nach, folg« im loftkampf €i„ Stüdl v-r, jenem lebte in ihm Au mH klarem Bewufefiei» fetWUot auch das höchste fürs Vaterland bmrmcbe» ständig bereit ist. Maoptmann ööicke. rar setn Vaterland gefall«*» 2a OUt 1916 Landkreis Gießen. ** Alten-Bu leck, 15.Oft. Deni Grenadier Fritz Müller wurde das Eiserne Kreuz und die Hessische TapferLeitsmedaiLle verliehen. E Sa.. G r ü n br g, 15. Okt. Die Stadt zeichnete für die neunte Kriegsanleihe 45 000 Mark. hp. Hungen, 15. Okt. Don Hermann Jockel, der als ver- nrißt gemeldet war. ist die Nachricht eingetvvsfcm, daß er sich gesund in französischer .Gefangenschaft befindet. Krris Büdingen. na. Nidda. 15. Okt. Die Volksschule sorove die Höhere Bürgerschule zu Nidda wurden wegen der stark auftreteuden spanischen Grippe bis auf Iveiteres geschlossen. Kr.-«.-.-. ■ ./ uim.oimn-.. . . .. —■■jiiii imii n Kreis Schelte». O Gedern, 14. Okt. Dem Gemekndeernnehmer Philipp Franz I. wurde in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Kriegsfürsorge die Mte-Kveuz-Medaille dritter Klasse verlie- 5sch- — Wilhelm Kirchdörfer, der rührige Bereinsdiencr des hlettFen Z weig Vereins vom Roten Kreuz, erhielt das Hessische Krregsehrenzei chen. — Gefreiter Lift, unser zweiter Lehrer, der |ett dem ^. August als vermißt gemeldet wurde, befindet sich in englricher Knegsgesangenschaft. Kreis Friedberg. oa. F r i e d b e r g, 16. Okt. Verliehen wurde das Eiserne Kveu- dem Feldunterarzt L. Ehrmann, Sohn des Lehrers Ehemann aus Frledberg, beim Jnf.-Rogt. 66 im Westen. — Uriteroffizlie? A. Ga tzerl aus Fried berg erhielt das Eiserne Kreuz. Kreis Wetzlar. wa. Wetzlar, 16. Okt. Für das Vaterland sdrd gestorben; Dauptmann Walter Bast und Kanonier Wilhelm Dreuth tm3 Wetzlar; Landsturm mann Robert Grimm aus Reutsingen, er starb in einein hiesigen Reserve-Lazarett. — Mit dem Eisernen ^vrruz zwnter Klasse wurden ausgezeichnet: Fahrer Jakob Rink c-us Oberbiel, er ist der Sohn von Joh. Jakob Rink daseM; Fahrer Chrlftian Simon aus Stockhausen. — Ms verwundet sind gemeldet: Gefreiter Hans Lutz aus Wetzlar: Gefreiter Fritz Gil- b.e r t aris Dutenhofen. — Dem Bahnhofsrestaurateur Ferd K ü h » cher ist für seine Verdienste in der Berivundetensürsorge die Rvte- Kveuz-Medaille dritter Klasse verliefen wordeir. Hessen-Nassau. ---- Emmenhausen. 15. O7-. Durch einen unglücklichem Zufall wurde der 50jährigen Lan^wirtsfrau Margarete Drexel eine Wagendeichsel derart in den Leib gestoßen, daß sie am Rücken wieder lienwrtrat. Die wrglückliche Frau verstarb unter furchtbaren Qualen. --- Frankfurt a .M., 15. Okt. Der ftädtische KriegsauS- schuß stimmte der Herstellung von 17,5 Millionen Mark Notgeld zu> von dem ie 500 000 Stück rn 5-, 10- und 20-Markscheinen gedruckt werden sotten. — Für Fliegerschutz bewilligte der Ausschuß 60000 Mk. ra. Herborn, 14. Okt. Die Hundertjahrfeier des hiesigen theologischen Seminars, die für nächsten Dienstag und Mittwoch geplant war, wurde wegen der Schwierigkeit der Zeitlage verschoben. ra. A u s N a s s a u . 14/Okt. Mit dein Eisernen Krei» erster Klasse wurden ausgezcickpret: Vizefekdwebel Kaspar Noll- Winden, Vizeseldrvebel Matthias M e y r - Königshofen, Gefreiter Philipp Keßler-Rüdesheim. Feldwebelleutnant Böhnke-Hof Buben-- born bei Nassau, Leutnant und Kompagnieführer Hans Becker- Schl cm genbad und Leutnant d. Res. Karl K n ei p s - Hadamar. n mm■iiifin if i i mm an wwn■—nni-f—iwimmminim—«mrirrmr” t; t*«m bw«i> Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, daß Ich euch gebe das Ende, das ihr erwartet. Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner zwei Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Sohwager, Enkel und Onkel, der Reserve-Lokomotivführer Käf! V/6Ü6T Inhaber zweier Auszeichnungen naoh 31 monatiger treuer Pflichterfüllung am 28. September 1918 infolge Fliegerangriffs auf seinen Zug sein junges Leben im Alter von 31 Jahren lassen musste. In tiefer Trauer: Margarete Weller geh. Rinn Klein-Linden, den 16. Okt. 1918, und Kinder Hans und Gretel nebst Angehörigen. Kassenschrank zu kaufen gesucht. Angebote unter 7765 an die Geschäsls- s lelle des Gieß.A nz . erbete n z. höchst. Breis. A. kauf, gesucht CJß. Koch, Uhrmacher, Mühlstraße 2. osm Reine Wrinßasrheri gerade, braune und grüne, zu kaufen gefacht. 782ö Marktplatz 21. 7806 Nachruf. Am 28. September 1918 ftarb unser Mitglied, der Grostb. Reserve-Lokomotivfilbrer Herr Karl Wetter abgeordnet in Feindesland, bei Ausübung feines Berufes infolge Verwundung durch Fliegerangriff. — Wir verlieren an dem Verstorbenen ein treues, strebsames Mitglied unseres Vereins u. werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Kiestener Lokomotiviührer-Veretu Ort-grupve der« Verbandes Preußtzch-Heff. Lokomotivsübrer. 177991) Montag abend verschied nach geduldig ertragenem Leiden plötzlich und unerwartet unser lieber Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Nudoif Vetter im zarten Alter von 16 Monaten. Die tieftrauernden Eltern und Großeltern: i. d. Namen: Fritz Vetter. Gießen, Weidengaffe 7, den 16. Oktober 1918. Die Beerdigung ist Freitag den 18. Okt, nachm. 4 Uhr, auf dem neuen Friedhof. mmmmmmmmmmmmmmmmmimmm 5*hoto-Apparate, Trockenplatten, Holl-Packfllm, Photo-Papiere und -Postkarten, -Alben empfiehlt preiswert 8 l>ezlal-P 2 ioto - Elan«, !M-DröserieMtap!a!z, Krftasplats 9 .»»a ESMSWLÄMssäLUMWMÄSiWS» eingetroffen und empfehle, solange Vorrat reicht 7828 T-l. 612. W. Hantel, Neuen Baue 7 . Trächtige, sowie Wagen- und Schub fett, Schub- u. Peitichcnriemen zu verkaufen. Phil. Spaar V., ReUkirahta, Nrvmetg. 6 oew Junge dieSj. rebbubnf. Jtl. und weiße NeichSbübner zu verkaufen. 05iW Schiffenberger Weg 58. 7490] Im südlichen Stadtteil schönes 3x6- ZimmerhauS zu verkaufen. ^!u erfragen in der GefchäftSft. d. G. A. Bkjtk Kapitatailtullk bei Erwerb gut rentierender Wobn-u. Geschäftshäuser, im Siidvtertel gelegen, die durch gerichtl. Verwaltung ». Verkauf habe. Bedingungen äußerst giinttig. Näh. durch Aliliotf, Walltorstr. Iß. Telephon 236. 768l 2 WirtStifche und einige Stüble zu verkaufen 05Ö96 Walltorstraße *7. Kl. 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Var VsrsIantL Sladleaier Sislsn Leitung: 7813c Hofrat Hermann Stelngoetter. Sreitaa den 18. Oktober, abeudS 7V. Ubr: t. Fraitag • ÄboaaaaieatB- ▼•ratclluug : Schau Wiel in 4 Akten 9m XB. ImtUuL .t Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir artf 8. Oktober die traurige Nachricht, daß unser lieber, treuer Sohn, mein lieber, unvergeßlicher Bruder, Enkel, Neffe, Vetter und Pate August Lepper, Finanzgehilfe Musketier im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 254, 7. Kompagnie nach vollendetem 19. Lebensjahre an einer schweren Verwundung im Feldlazarett am 7. Oktober gestorben ist ln tiefer Trauer: Ludwig Lepper und Frau Katharina^eb. Schmidt Willy Lepper nebst allen Angehörigen. Gießen, Großen-Buseck, den 15. Oktober 1918. Für die herzliche Teilnahme und die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden, sowie für die erhebende und trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrers Groth-Rödgen beim Heimgang ihres lieben Sohnes Otto sagt aufrichtigen Dank Familie Heinrich Bierau II. Wieseck, den 16. Oktober 1918. * Go, Nachruf. Am 14. Oktober entschlief an einem sich im Felde zugezogenen Leiden unser Junior-Chef Herr Unteroffizier Heinrich Leun, Ein ehrendes Andenken werden wir ihm stets bewahren. Die Angestellten der Firma Willi. Wallenfels Sohn. Gießen, den 16. Oktober 1918. 7819D 7815D Statt besonderer Anzeige. Heute morgen 5 V 2 Uhr entschlief sanft in Gott nach kurzem, schwerem Krankenlager mein lieber Mann, unser herzensguter Vater Heinrich Nachtigall im 53. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Frau Elisabethe Nachtigall geb. Koch Schütze Hch. Nachtigall, z. Z. im Felde Kanonier Karl Nachtigall, z. Z. in Garnison Friedrich Wilhelm u. Gretchen Nachtigall. Giessen (Sandgasse 11), Beuern, Saginaw W. 8. Michigan (N.-Amerika) den 15. Oktober lü 18. Die Beerdigung findet statt: Freitag den 18. Oktober, nachmittags 'U/ 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus. Nach wenigen Krankheitstagen verschied heute vormittag 6 1 /* Uhr ganz unerwartet unser innigst- geliebter Sohn und Bruder Tieferschüttert teilen wir allen Verwandten und Bekannten mit, dass nach Gottes nnerforsohlichem Ratschlüsse unsere liebe Tochter, Schwester und Tante Margaretha im Alter von 28 Jahren gestern morgen in ein besseres Jenseits abberufen wurde. In tiefem Sohmerz: Philipp Weigel XYI., Weichensteller i. P. und Frau Elisabethe geb. Luh nebst allen Angehörigen. Klein-Linden, Wetzlarer Strasse 54, den 16. Oktober 1918. Die Beerdigung ist Donnerstag mittag 2 Uhr in Klein-Linden. ■ \ Hermann W alther im Alter von 16 Jahren. In tiefer Trauer: Wilh. Walther, Bf.-Verwalter, u. Frau Willi Walther, Emilie Walther Alfred Walther. Leihgestern, den 14 . Oktober 1918 . Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 17. Okt, nachmittags 2 Uhr. ^ Amtliche, Xiü, Nr. L. SW/10. 18. K. R. U. betreffend Beschlagnahme, Höchstpreise, Melde- und vettausspflicht von Leder- absällen. vom (9. Oktober (9(8. Nachstehmide BeLrmrtmachrmg, wird Luf Grund des Gesetzes Etzer den Belaseru.ntzsMst>crnd vom 4. Iran 1851 in Verbindung mit dem Gesetz tjxmi 11. Dezember 1915, betreffend AL Änderung' des Gesetzes über den Belosermrgszustcmd (Reichs-Gcsetzbl. S. 813) des Gesetzes, betreffend Höchstpreise vom 4. August 1914 (Reiichß-Gesetzblatt S. 339) in der Fassung, vom 17. T^enrber 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 516) in Derbindmvg mit den Bekannt- »nwchlunyen über die Aendermrg dieses Gesetzes vom 21. Ionnar 1915, 23. Mürz 1916, 22. Mürz 1917 und 8. Mm 1918 sRei-chS-^esetzbl. 1915, S. 25, 1916 S. 183, 1917 S. 253 und 1918 S. 395), ferner — auf Ersuchen des Mnigtlchen Kriegs- Ministeriums — auf Grund der BeLimttmQLM.'ngen über die Si- ichersiellung von Krijvgsbedlrrf in der Fassrarg vom 26. AprU 1917 (Reichs-GeseM. S. 376) und 17. Januar 1918 (Reick^- G^etzbt. S. 37), sowie der Bcckcrmckmmhung über Auskunftspflicht vom 12. Juli 1917 (Rei^Gesetzbl. S. 604) und 11. April 1916 AdenhS-Gesetzbl. S. 187} mit dem Bemerken *nr allgemeinen Kenntnis gebracht, daß Zmuiderbandürngen gegen 3) die Höchfjjpvsshestmammgen gemäß der Bekanntmachung gegen PveiStreibeoei vom 8.1m ,1918 (ReüM-Gesetzbl. S, 395), b)die .BeschkaignoHmebeftiTMnun^ gemäß der Bekannt- machung über die Sicherstellung von Kriegsbedarf in der Fassung vom 26. April 1917 (RoichZ-^Gesetzbl. S. 376), ch die AuSkun stspslicht gemäß der Bekanntmachung über die Äjuskunftspfticht vom 12. Juli 1917 lAdeichs-GeseM. S. 604) und 11. Avril 1918 (ReiM-GeseM. S. 187), chdie BcrkcrusSpfticht gemäß dem Gesetz, betreffend Höchstpreise vom 4. AuyuH 1914 in der Fassung vom 17. Te- zomüer 1914 (Adeychss-Gesatzbl. S. 516) mit Abänderungen vom 23. MLr» 1916, 22. MLvz 1917 und 8. Mai 1918 "^eichS-Gesetzbl. 1916 S. 183, 1917 S. 253 und 1918 S. 395) Lsftvaft werLxm, ftHo eft nicht nach allgemeinen Strafgesetzen HSHeoe Strafen ve üvrM find. Auch kann der Betrieb des Homdelsgewerbes «em-Lß der W^lbnrrtmachmZg'Äur FernhaÜuny unzuverlässiger Personen vom Handel vom W. ÄchOaul b « 1915 (Reü^Gesetzbl. S 603) i s ttn-sog l t werden. § t Don der Bekanntmach ung betroffene Gegenstände. Bon dieser Bekanntmachung betroffen werden Lrderabfälle jeder Gerbart imd jeder Hmkunft, errchrWeßlich der aus dem Ausland remgeführten. Als LederabsälAe im Sirene dieser Bekcmutmachurm gellen alle lAdsallst ücke und Späne von Leder, einschließlich Fatzspane, Blau- Hierfpä m und Frösstoüb, die bei der HerstelLmg, Zurichttmtz, Verarbeitung oder ZerteLmg von Leder. Lederstucken oder Lederab- stkllen entf allen, « Nicht betroffen von dieser Bekw mr t uv achmrg. werden Abfälle von ungebrrnochbern und qebvauck>tm Ücdertveibriemen. sowie sonstige Mckdevabfälle*), d. h. Lederabfälle. die daoch ZerrLeguug gebrauch- ter Gegenstünde entstanden sind. 8 2 . Brschlagnahnre. Die nach ß 1 von der Bekanutmachuug betwffeuen Gegenstände Hv e r do n. hiermit beichlacmolmrt. Nicht betooffem von dieser BeschlagMchm« find biqo rigm Leder» mwue , weiche 1. in den Be t rieben der Hveoes- und der MwräBeverwaLuny, 2. in den dem llkberwachlMKLausschuß der Schuhindustrie unterstellten SchuMckrAcm Lr^allen. § 3. Wirkung der Beschlagnahme. Tie Beschlagnahme hat die Wirkung, daß die Vornahme von Veränderung im dem. von ihr berührten Gegenständen verboten ist und rschtsgeschäftliche Berfügu.ngen über sie nichtig sind. Ten rechtsgeschäftlichen Verfügungen stehen Verfügungen gleich, die im MBegc der ZwangsvollsorecSuug ^der Arreswoltziehung erdigen. 8 4. DerändemngserLaubntS. Twtz der Beschlagnahme sind folgende Veränderungen erlaubt: 1. Zum Zwecke der Sortierung: s) in den zugejässvn«^) Sortierbetrieben die Zerlegung der Lederabfälle, soweit sie ^ur sachgemäßen Sortierung in die Gruppen und Sortimente der Preistafel des §8 erforderlich ist, b)xn doiffemgen Betrieben, in denen Lederabfälle au fallen, die Mr Sortierung gehörige ZerlegtMg, sowie die etwa erforderliche Zuriclrtung. 2. Zum Zwecke der Fettrückgewrmrung: die Entfettung fetthaltiger Blouchierspane durch diejenige Gerberei, in welcher sie ansallen, im eigsnsn Betriebe oder in ihrem Auffvage durch einen andeven Betrieb im Lohn sofern die Gerberei die Kurückgewonnenen Fettmengen monat- ihcfi bet KriegsledevMllengesellschaft, Berlin W 9, Budapest er Straße 11/12, meff>et und aus schließlich im eigenen Betriebe nach Anweffung der Kriegsleder-Miengesellschaff verwendet^), und sofern die Rückstäüde noch der ©ntfcttimg )\ AMederabfälle werden von der Bekanntmachung der Reichs- stelle für Schuhversorgung über den Verkehr mit getragenen Schuh- Waren, Altleder und gebrauchter Waren aus 5!eder vonr 30. März 1918 (Reichsccnzerger Nr. 76) bÄroffen: Abfälle von Leder- Trerbrremen weiden von her BekLlrntmachrrng Nr. L. 400/1. 17. § R A., betreffend Beschlagnahme rmd Bestandserhebung von Trmbnemen vom 15. März 1917 betroffen. Danach smd Abfälle von g'brMnlxlen Leder-Tverbrunnen, soweit sie nicht gemäß 8 4 der Bekanntmachung Nr. L. 400/1. 17. K. R. A zur Wi-derher- stchllimg und Ausbesserung von Treibriemen im eigenen Betriebe verwendet 'wrrbcn an W Ersatzsohlen-Gesellschift al^uführen: Wt ^^11*, welch: ber der Benrtbertung von Leder zu Treibriemen entstehen, gelten dre Bestrmmimgen der vorliegenden Beüumt- machung. 2 ) Tie Zulassung der Sortierbetriebe erfolgt durch die Ersatz- soUen-Gesellschaff m. b. H.. Berlin 81V 48. Mlhelmstraße 8, mit Zustrmmung der znständigen Aufsichsbehörd,. Die Liste der zugelassenen Llortierbetriebe ist bei der Ersatzsohlen-Gesellfchift erhält- ltzch und wird in sder Fachpresse bekmrntgegeben. Tie Kriegsleder-Aktiengesellschaft gibt bb Meldungen an den ^Zsaueschuß her pflanzliche und tierische Oele und Fette, Ber- 7. Unter den Lmdcn 68, weiter. Eine besondere Meldung BMdesmtsvevordnung vom 15. Februar 1917 (Reichs- MW -^. ll-37) und Ergänrung dazu vom 14. Teyernber 1917 S. 1106) an den Kriegsausschuß erübrigt sich. Ter urregsausschuß hat auf Uebernahme der im Rrchmm dieser Bestrmmurlg gewonnenen Fette verzichtet. xxe naü, der^Entfettung verbleibendeir Nrickstände unterliegen deir allgemeinen Bestrnmncngm dieser Bekanntmachung. der Erßrtzsvhba>4Äes rll 'iichrft oder dcv von ihr beMtmten Stelle angeboren \uatoa. 9. Tie Verarbeitung der Lsderaüfälle in dcnjenigar Betrichsn, welchen die Verarbeitung von der Kcieqs-RohslpfhAbteilmlg des Königlich Preußischen ^iegsministieriums. der Reichsstelle für Schuhversovgung, Berlin W 8, Kronenstraße 60/52, der Kontrollsbelle für freigegobenes Leder, Berlin 66, Leipziger Straße IWs, der ErsatzsoUcn-Gesellfchtft m. b. H., Berlin 8W 48. Wllhelmstraße 8, der Riemen-Freigabe- >L XXI ausgeführven Sortinwute nur an die Kriegsleder-Aktiengesellschaft oder mit deren Genehmigung an eine andere Stelle; 3. bei Abfällen von Leder, das zur Herstellung von Ledertveib- riemen^) und anderen technischen Lederartikeln bestimmt ist. ausschließlich mit Genehmigung der Rienren-Freigabe-Stelle; 4. nach Maßgabe der Bedingungen der Kontrollstelle für freigegebenes Leder bei denjenigen Lederabfällen, die in L-eder- Meinhandlungen beim Zerteilen von solchem Leder entstehen, für welches die Bedingungen der Koutroll stelle für jrei- gegebenes Leder getreu. 8 6. Meldepflicht. Tie gemaßt 8 2 dieser Dekanntmachung beschbrgncchmüen Gegenstände, welche nicht binnen 2 Monaten nach Inkrafttreten dieser Bebauutmachuug oder nach Anfall oder Erwerb veräußert oder der Grsatzsohl«n-Ge sell schaff zum Höchstpreis angeboten sind, sind von denjenigen Personen, welche solche Gegenstände im Gewahrsam haben, zu melden, sobald der GesamtbestaTÜ) an LÄ>erabfällen (alle Arten zusammengerechnet) mehr als 100 Kilogramm beträgt). ^ Tie Meldungen sind bezüglich chwmhaltigxr Abfälle an die .Kriegsleder-Aktiengrsellschaff, im übrigen an die Ersatzsohlen-Ge- sellschaft innerhalb einer Wiock^ nach Gür t r itt der Meldepflicht auf Vordrucken einMreichem welche bei diesen Gesellschaften an- zufordern sind 8*7. Höchstpreise. 11 Für «icht nreldepflichti- (8 6) gewsedene Abfälle. Beim Verkauf von A^älleu,tte imch den in der Preistafel des 8 8 angegebenen Gruppen und Sortimenten sortiert sind, darf der Verkaufspreis die in der Preistafel angegebenen Preise nicht übe» steigen. Für unsortierte LedevabfMe ist der Höchstpreis .gleich der Gesamtsumme, roelche sich nach der Sortierung unter Berechnung der Höchstpreise für die emTelnen in der PiÄÄafel angegebeneas Gruppen und Sortime-nte ergibt, abzüglich der Kosten der Sortierung und der Verbringung zur Sortieranftall. 8. Für meldepflichtig (§ 6) gewordene Abfälle. Beim Verkauf von AbsAoen, die nach den in der Preistafel des § 8 arrgegeberven Gruppen mtb Sortimenten sortiert und nach «. o ^ep^ichtig geworden sind, beträgt der Höchstpreis 60 vom der in der PreiZtaffl angegebenen Preise. Für die rrcrch § 6 meldepsllchtig gewordenen unsortierten Leder- abfäble ist der Höchstpreis gleich 80 vom Hundert der GesarntfumTne, welche sich nach der Sortierurig unter Berechrrung der Höchstpreise für die einzelnen in der Preistafel an^gebcnen Gruppen und Sortimente ergibt, abzüglich der Kosten der Sortierung ttnd der Ber- bringung zur SortverunstrÜ. ZS. PveiStafrL Gruppe K VcdevLek: Wäll- von Sohl-, Bach-- und Buordsoyl- Leder, Tveibrienren-, Manschetten- und Gbeitschutzleder. Gruppe L bedeutet: Abs alle von Ober- und Futterleder jeder Art und Gerbuny. sowie Fattgarleder. (Für Abfälle von Lad« reiner Ghromgerbuny und von GlacSLeder mit Ausnahme der im § 5 Ziffer 2 genannten, an die Kriegsleder-Aktiengescllschaft ab- Auführenden Ahfälle tritt ein Auffchlag von 50 vom Hundert ein.) Gruppe 6 bedeutet: Abfälle von Blcmlleder jeder Gcrbart und Zurichtung. Gruppe D bedeutet: Abfälle von Trcmspurentleder Preise in Mark und Pfennig für 1 Kilogramm 9Letü>geWichtt. Gruppen: LorN- m«nt Beschreibung 4 ö c v I. Stücke von Kopf, Klauen. Bauch und Schwanz, sowie ähnliche Absallteile. der. Mindestgröne 150X100 min überschreitet, ohne Schnitzel (beschnittene Ware) 3,20 gewallt, 3,00 tinge- walzt 4,00 3,80 2,50 H. Abfälle von über 70X100 bis zu 10i . ^.. 1,60 0,30 0,40 0,50 Kern, jedoch nur bei Fahl- leder und Mastkalbleder b) nicht Kern.. . . . 0,80 1,00 - - nicht Kern, jedoch nur bei Fahlleder und Mastkalb- 0.60 V. Abkälle bis zu 30x20 mm ft) mit ÄluSschluß der chrom» und lelthaltigen. 0,20 0,30 0,20 0,20 0,16 0,60 b) fetihaltige ...... 0^40 c) chromhaltige, lufttrocken . 0.16 0,16 - Die Reichöstelle für Scl/uhversorgung läßt solche Stellen! ausschließlich durch die Ersatzsohleir-Gesellschaff beUmmeir. •) Ueber Abfälle von fertigen Ledertveibriemen s. Anmerkung KU § 1. *) Die rechtzeitige Veränßerimg der Lederabfälle liegt nicht ran; tm kriegs- imb volkswirtschaftttchm Interesse, sondern auch im Interesse des EigeEmers, weil gemäß § 7 Ziffer 2 für meldepssichtig gewordene Lederabsalle eine Pversminderung von 20 vom Hundert eint ritt. L»r»t- DU Ri Beschreibung A B C D VI. Brennleder, Frässlaub, Lederkehricht. Schärlschnitzel und Rückstände entfetteter Abiälle 0,16 0,16 0,16 VIL Abfälle von Spalten in Durchschnittsstärke von 1'/, mm und wehr und Alindestgröße von 100 X 160 mm .. . . 2,00 2,00 2,00 vmu Abfälle oon Spalten unter l 1 /* mm Durchschnittsstärke, sowie alle unter 100x150 mm Größe . 0,75 0,75 "n 0,75 ix. Spaltschnitzel u. Riemenschärf- stucke, letztere unter 30 mm Breite . 0,20 0,80 0,20 X. Btanchierfpäne a) von 10 bis 20% Fettgehalt b) über 20% Fettgehalt . . . 0,30 0.65 o o 88 0,30 0,66 - XI. Kappen,lreisen. auch Schärf. keder über 12 mm Brette, Originalgröße. 1,80 XU. Kappenslreisen, auch Schäri- keder von 10 bis 12 mm Breite 0,60 xm. Streifen von über 10x500 mm 3,60 0,75 4,00 — XIV. Streifen v. mmdest. 10x150mlo bis zu 10 x500 mm. 1,40 1,25 2,00 XV. Klopfpeitschen streifen von mindestens 050 mm Länge. . . . 1,00 1,00 1,00 XVI. Streifen in Mindestgröße von ^X 100 mm. 0,50 0,40 0,40 xm Schärfstücke von über 100 mm Breite . 3,50 ." __ | — xvm. Schällstücke a) von 30 bis 60 mm Breite b) über 60 bis 100 mm Brette 0,60 1,40 - --- 0,60 1,40 “ xa. Abstiche aus der Manschetten- fabrrkation. 0,40 ! — _ XX. Chromleder - Falzspäne mit einem Wassergehalt bis 20%*) 0,19 0,19 0,19 XXI. Alaungare Abfälle von Baar- Kalbleder und Haar-Ziegen- leder ft) in Grüße von mehr al» 40x40 mm, ohne Schnitzel (beschnittene Ware) .... b) bis 40x40 mm. L 0 ,60 .40 8 S. MengnrftftftXllungen und ZahlurvgsbeLmgungell. 1. ^e Höchstpreise schließen die Kosten zwernwnatiger Lage- ppm dem Vsckauf und die Kosten deS Einsackens oder son- sttgen Berpackerrs und der Beförderung nach dem nächsten Güter- bahnhos bzw. Postamt oder bis zur nächsten Schijfsladestrlle, sowie die Kosten der Verladung und die Umsatzsteuer ein. 2. Stellt der Verkäufer zum Verpacken eigene Säcke zur Verfügung so darf er neben dem Höchstpreis eine Gebühr für Miete und Ajanutzmrg berechne,:, »oelche insgesamt 4 Pfennig für je 1 Kilogramm Lederabfälle und für reden angetangenen Monat le-tt Empfcurg nicht übersteigen darf. Ter Verkäufer darf ssch eins unverKplsliche Sicherheit von je 3 Mark fstr den Sack vor Absen- oung der Ware vom Käufer stellen lassen. 3. Tie Höchstpreise gelten für Barzahlung bei Empfans. Wird der Kaufpreis gestundet, so dürfen bis ju 2 vom Hundert Jahres- -rnsen über Reichsbankdislont hinzuge,chlagen werden. 4. Tie Preisberechrrung hat nach dem Gewicht zu erfolgen. Maßgebend ist im Zweifel das amtlich sestgestellte Verladegewicht nach Ab-ug des Gewichtes etwaiger Verpackun«. , ^ ^9 X . ^ Berechnung von (^hromlederfalzspänen und Chrom- lederschnrtzeln ist im Zweifel das bahnamtlich festgestellte Gewicht nach Abzug des Gewichts etwaiger Verpackung und die Beschaffen- hell am Bestimmungsort zur Zeit der Ankunft maßgebend. § 10 . Verkaufspflicht. Me Besitzer der von den Höchstpreisen dieser Bekanntmachung betroffenen Gegenstände werden hierdurch aufgesorderl. sie den inv § 5 genannten zuständigen Stellen auf deren Verlangen zu der- festgeletzten Höchstpreisen zu verkaufen'). 8 11 . Geltungsbereich der Höchstpreise. Die Höchstpreise gelten nur für die Verkaufe und Li-eferungetß bis zur Ablieferung der Gegenstände an die Ersatzsvhlen-(^sell> schaff, die Kriegsleder-Aktien^esellschaff, die Riemen-Ffteigabe» Stelle oder die von diesen bezerchneten Stellen. 8 12 . Ausnahmen. , Ausnahmen von dieser Bekanntmachung köirnen, soweit sie sich auf Höchstpreise beziehen, von dem Unterzeichneten zuständigen! Milrtärbefehlshaber, im übrigen von der I^ichZstelle für Schuhversorgung bewllligt werden. 8 13 . Anftagm und Anträge. Anftagen und Anträge sind a) soweit sie sich auf Abfälle beziehen, die bei der Verarbeitung von Leder entstehen, das zur Herstellung von Ledertreib- viemen und anderen dechnischen Lederartikeln bestimmt ist. an die Riemen-Freigabe-Stelle, Berlin W 35, Potsdamer Straße 122 a/b, b) soweit sie sich auf die im 8 5 Ziffer 2 der Bekanntmachung aevannten Abfälle beziehen, an die Kriegsleder-Altiengesell- schaft, Abteilung Chemikalien, Berlin W 9, Budapester Straße 11/12, c) im übrigen an die Ersatzsohlen-Gesellschaff, Berlin SW 48, Wilhelmstraße 8, zu richten. $ 14, Inkrafttreten. Diese Bekanntmachung tritt am 19. Oktober 1918 in Kraft. Frankfurt Main), den 19. Okwber 1918. Ter stellv. Kommandierende General: Riedel, General der Infanterie. Mainz, den 19. Oktober 1918. Der Gouverneur der Festung Mainz. Generalleut Bausch, leutnant. ») Auch Abfälle mll höherem Wassergehalt werden von der Knegsleder-Aktiengeiellschaff käuflich überiwmmen, allerdings «f entsprechend niedrigeren Preisen. ») Wer dieser Ausforderimg nicht nachkommt, kann mit Gefängnis brs zu einem Jahr imd mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder mit eurer dieser Strafen bestraft norden. Neben der Strafe kann auf Einziehung der GegenstÄrde. aus die sich die strafbare IÄwÄmT °b l" d« NHtWSdkiMNtMchllNg Nr L. m/io. 18. K. 91. 9t, zu der Bekanntmachung Nr. L. Will. tf. N.R.A. vom 20. Moder Pff, betreffend Beschlagnahme und Meldepflicht von rohen Grotzviehhäuten und Rohhäuten. vom Moder *918. Die nachstehende Befirrattmadjmto itritb aut Ersuchen des Aönigftchen KriegSmvristzeriums mit dem Bemerken zur allgem einen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen gemäß der BeLmnt- machuna über die Sicherstellung mm .Kr^gsbsdarf im der Fassung vom 26. Avril 1917 Reichs-^Äesetzbl. S. 376) und vom 17. Januar 1918 (ReichB-Gosttzbl. S. 37) bestraft werden, svwert nicht nach allgemeinen .Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt smd. Auch kann der Betrieb des .Handels gewerbes gemäß der Bekanntmachung zur Feruhaltung imMverläffiger Personen vom Handel vom 23. Sevbmcker 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 603) unterlagt werden. L. 111/7. 17. Artikel I. 8 4 I A_ B Md C der Bekanntmachung Nr. K. Sl. 3ZL erhallen tilgende Fassung: A. Buchführung. Alle 3Sc rfr»flBi , WÄchk die von dieser Bckanntmachung betwffe- nen Gegenstände gewerbsmäßig veräußern oder liefern, haben Bücher zu führen, ans denen jederzeit ersichtlich »'ein muh, w^che Häute und Felle sie jeweils im Eigentum, Besitz oder Gewahrsam haben. Ferner muh aus dar Büchern zu ersehen sein: 1. hei Berufsschlächtern und Abdeckereien: Tag der Schlachtung des Fallens oder des Mbhäutens, Empfänger der Ware, Tag der Ablieferung, Anzahl, Art und Mangel, ferner bei GnohviehlZärrtcn Gattung Mvd Nummer der Preisklasse*), bei gesalzenen GwoßvielMirten außerdem die Nummer (§ 6c), das durch Wiegen ermittelte Gewicht der Haut oder des Felles, das geschätzte Gewicht etwa anhaftenden Dunges, dos Reingewicht (Grüngewicht) und die Schlachtart, sofern sie van der im § 6b angegebenen abweicht, endlich bei Roß- häutSi usw. (Alb) die Nummer (A 6 c) und die Lange; V. bei Händlern (Sammlern), Häuteverwertun^-Berermgun- «n. Verbänden von Hauteverwertungs-Gerernigungen und Großhändlern: Lieferer und Empfänger der Ware, Tag der Eftilieferung und Weiterlrefecung, Lürzahl, Art und Mängel, ferner bei Grvßvickhhäüten Gattung und Nummer der Preisklasse*), bei gesalzenem Grvßviehhäuten außerdem die Nummer (5 6c), das durch Wiegen ermittelte Gewicht der Haut oder des Felles, das geschätzte Gewicht etwa anhaftenden »k>umgeS, das .Reingewicht (Grüngewicht) und die Schlackchrrt, sofern sie von dm im ß 6b angegebenen abweicht, endlich bei Roßhäuten ufto. (§1b) die Nirmmer (§6c) und die Länge. Die Bücher sind aus^ube Svah rc u. . B. Erstmdtr Bavegrmg Der Ware. Die tatsächliche Anlieferung der Ware darf nur erfolgen, wenn bei ihr die Waue rcttffr anders als zwischen folgenden Stellen örtlich bQvegt wird: a) von einem GHlächkrr: an eine rrvch^m-rhr als 50 km — in der Luftlinie gemessen — vom Lchlachtort entfernt gelogene Annahmestelle einer Häuterverwerlumgs-Vmeinigung oder an einen nicht mehr als 50 km — in der Luftlinie gemessen — vom Schlachtort oit fc m f ansässigen Händler (Sammlers d) von einem Schlächter: an ein von der SaMmelftMe zum Berlddeplatz be- Vmmdes Lager eines Kigelaffenen Großhändlers, sofern sich ein solches an dem Ort (einschließlich Vororte) befindet, brnerhalb dessen die Schlachtung stattgefunden bat, oder sofern die Sck-ochtuny und die Ablieferung für Rechnung eines Kommunal verbandes erfvLgt; o) von einem Händler (Sammler): an das Lager eines Händlers (Sammlers) oder an ein jn der Sammelstelle zum Berladeplatz bestimmtes Lager eines zugelassenen Großhändlers; ck) von der Annahmestelle einer H äu teverwrrtungs-Gmeinigung nach dem für diese von der Kiiegs^Rohstoft-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsinittisteriums Vvrgeschriebenrn und von der Sanrmelstcklle bekmrntgegebenen Berladeftatz: ) von den Verl.lers, die über die Häuteverwertungs-Vereinrgungen geleitete » den von der Sanrmelstelle für den betreffenden Häute-Ver- wertungs-Berband bestimmten Bezirk nicht verlassen. Ber der Bewegung der Ware zu a Eatm einer AnnahmestMe oder einem Händler (Sammler) auf Antrag von der Kriegs-Roh- stoft-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums gestattet werden, Ware von einem Bezirk in einen anderen zu überrühren. sofern die Ware dabei nicht mehr als 50 km vom Schlochä- ort ent f er nt wird. C. Fristen. „ % KU 6 bezeichneten Bewegungen der Ware Müssen inner- halb folgender Firsten vor genommen werden: a) bei Sendungen vom Schlächter: unmittelbar nach dem Abziehen oder, falls die Haut bei shm gesalzen oder getrocknet**) wird, spätestens am 1£ eines .hu gesalzen oder getrocknet*, wird, spätestens am 15. eines zeden Monats; b) bei Sendungen von Händler (Sammler^ spätestens am dritten Tage des Monats für das inner- paU> des vovangegangenen Ävlendermonats gesammelte Gefalle: ch bei Sendungen von Anmchmestellen der Häuteverwertirnas- Derernigungen: wi^flrnter b; b> bei Ä- Himgrn wm bat Strlribeplaften der .‘öäutetrarnjet« tung^/sertzmigungen und der zugelassenen Großhändler' erne Woche nach Eingang der BersandMnvcisunaen' der Verterkungs>1rlle (A 5). Artikel II. 1 § 4 III ber Bekanntmachung 9£r. L. 111/7 17 K R A> wird aufgehoben ' JV ' ^ An ihre Stelle treien folgende Bestimmungen' Ttaemgm G-rbcreiat, welch? bisher dem VrrteLinqsftlmi. der K^^ lcdeEi mgesÄlschaP lichen Marine find, sowie alle Lederohfälle"). 8 2 . Höchstpreise. 1. Für d-k in der Preistafel des § 3 angegebenen Ledevarkev werden diejenigen Preffe als Höchstpreise festgesetzt, welche sich aus den Grundpreisen der Preistafel unter Berück- sichtigimg der Bestimmungen des §3 Ziffer 1, 3 und 4 über die verschiedenen Sortimente, Smrderffasse und Leder ohne Kopf ergeben. Alle Handelsstirftn, einschließlich Lederhersteller, dürfen ihven Abnehmern neben dem Höchstpreis diejenigen Ge-i bühren in Rechmmg stellen, welche die Kontrollstelle für fveigegebenrs Leder oder die Riemen-Frei gäbe ^Stelle von ihnen erhoben hat. Groß- und Kleinhändler dürfen die in § 2 Ziffer 2 und 3 festgesetzten Zuschläge erheben. 2. Höchstpreise für den Großhändler. Ter Verkaufspreis des Großhändlers darf beim Verkauf von ganzen oder halben Häuten, Kernstücken, Häffen oder Flauen b#n sich aus § 3 ergebenden Preis um 6 vom Hundert, bei Verkäufen an Schuhfabriken iedoch nur um 4 vom Hundert überschreiten. 3. Höchstpreise für den Kleinhändler. Der Verkaufspreis des Kleinhändlers darf beim Verkauf von ganzen oder halben Hauten. Kernstücken, .Haffen oder Flanken ?en sich aus § 3 ergebenden Preis um 18 vom Hundert überschreiten. & b e d e s: Bedeu- L ev Art Dicke Form Sorte tung bei Zahlen I n m unter d 16a dbromrtnboberleb. mindest. ganze 23,26 22,25 21,00 Mark jed. Art, einschließl. l a / t mm oder für Maslkalbleder über und halbe 16b 1.7gwieFell,schwarz oder braun darüber Häute schmeu. Chromrindoberled. jed. Art, einschließl. unter 1'/. mw ganze 2ö,25 19,25 18,00 maß Dkastkaldleder über halbe Häute 17a 17b l,7gmjeFell,schwarz oder braun ^ werden gestrichen *) Auf die Bestimmnngen des § 9 der Bek m mL ir v ' chu N'g Nr. L. 111/7 .17. K. R A, lietreffend Beschlagivahme.'Behausung. Der- ^.oendung und Meldepflicht von rohen Grvßviehhäuten und' Rvß- häuten, wird 'hingeioiesen. **) Mledevabfälle werden von der Dekanntmachnng der Reichsstelle für Schuhlverforgung über den Verkehr mit getragenen Schuhwaren, Mtleder und gebrauchten Waren aus Leder, vom 30. Märtz 1918 (Reichsauzeiger Nr. 76), Abfälle von Ledertreibriemen von der Bekanutmachung Nr. L. 400/1. 17. K R A., betreffend Beschlagnahme und Bestands«rhebung von Ttkibrrempn vom 15. März 1917, die übrigen Lederabsälle von der Bekannt- machung Nr. L. 999/10. 18. K. R. A. betreffend Beschlagnahme, Höchstpreise, Melde- und Berkaufspflicht von Lederabsallen vom 19. Oktober 1918 betroffen. Als Klemhändler im Sinne dieser Bestimmungen «gelten Lederhändler, deren eirrzelne Verkäufe an einen Kunden Mengen im Werte von 500 Mark in der Regel nicht über« schreiten und auch im letzten l-alben Jahre vor dem 20. Oktober 1917 nicht überschritten haben. Unter diesen Voraussetzungen diftfen auch Gerbereien, Zurichtereien und Großhändler, die ein Lcder-Kleinhcrndelsgeschäft schon vor dem 25. Juli 1914 gewerbsmäßig betrieben haben, iq diesem Kleinhandelsgeschäft Leder zu den unter Z 2 Ziffer 3 angegebenen Preisen verkaufen, jedoch nur Mengen im Werte von höchstens 500 Mark bei dem einzelnen Verkutf an einen Kunden. Artikel IL Die Preistafel des §3 — Grundpreise für Leder — wird wie folgt geändert: Artikel III. 8 3 erhält von Ziffer 4 ab folgende Faffungs: 4. Grundpreis für Leder ohne Kopf. Für Leder aus Großviehhäuten (§ la der Bekanntmachung Nr. I«. 700/7. 17. K. R. A.) ohne Kvpf (mit Aus- nahme von Spalten), das in Form ganzer oder halber Häute oder »g«nzer oder halber HÄse geliefert wird, erhöht sich der in der Preistafel für ganze oder halbe Häute oder Hälfe angegebene Grundpreis um 5 vom Hundert. Dieser Auffchlag ist vom Grundpreis der Preistafel, Nicht von dem gegebenenfalls gemäß Ziffer 1 für II. oder III. SortimeM bereits verminderten oder dem gemäß Ziffer 3 für Sonderklassen bereits erhöhten Grmidpreis zu berechnen. „Leder ohne Köpfte im Sinne dieser Bestimmungen ist Leder in solcher Form, wie es sich ergibt, wenn an der rohen Haut der Kopf Knter den Ohrlöchem in gerader Linie ab- «schnitten wird, auch wenn infolge der Bearbeitung zu Leder am Halse keine gerade Linie mehr vorhanden ist. 5. Preisberechnung für zierlegte Stücke. Wenn ganze oder halbe Häute, Kernstücke, Flanken oder Hälse nicht als Ganzes, sondern in Teile zerlegt verkauft werden, darf die Summe der für die zerlegten Gegenstände geforderten Preise den für den Gegenstand als Garrzes festgesetzten Preis nicht übersteigen. 6. Kennzeichnung der Ware. Der Höchstpreis beträgt beim Verkauf des Leders vom Lederhersteller zum Empfänger erster Hand nur 90 vom Hundert deS sich aus 8 3 Ziffer 1 bis 5 ergebenden Höchstpreises, wenn an dem Leder die im folgenden vor geschriebene Kennzeichnung fehlt oder nicht hinreichmd erkennbar ist. Ter Lederheiffteller hat alles Leder möglichst sofort*) nnverlöschlich (durch Stenrpeldruck oder Schrift) mit seiner vollen Firma, der laufenden Nummer der Preistafel, der Nummer des Sortiments und dem Buchstaben der Wert klaffe oder der B^eichnung der Sorte zu kennzeichnen, und zwar muß diese Kennzeichnung so angebracht sein, daß sie beim Verkauf oder Weiterverk«ff des Leders in Form von halbe» Häuten oder Kernstücken, hei Roßleder in Form von Hoffen ober Schildern aus diesen Stücken deutlich erk om bar ist. Verkauft der Hersteller das Leder in Form von Hälsen ober Flanken, so ist jedes einzelne Stück für sich zu kQrnzeichnen. Leder der Sonderklasse muß, sofern es den Bestimmun, gen des § 3 Ziffer 3 a entspricht oder sofern dem Hersteller von dem zuständigen Militärbefehlshaber die Berechnung des Preises irach § 3 Ziffer 3 b Absatz 1 schriftlich gestattet worden ist, anstatt des Buchstabens der Wertllasse den Vermerk „Sonderklasse IO«/«", und sofern dem Hersteller von dem zuständigen MilitärbeselLshaber die Berechnung des Preises nach 8 3 Ziffer 3d Absatz 2 schriftlich gestattet ist, anstatt des Buchstabens der Wertklasse den Vermerk ..Son- derllasse 6o/o" tragen. Leder, das unter Zuhilfenahme künstlicher GerbmittrL hergestellt ist, muß neben der vorgenannten Kennzeichnung noch euren Stempelausdvuck tragen, welcher die Worte: „Unter Verwendimg von.gegerbt" enthält. Zwischen di7 Worte: „Unter Verwendung von" und das Wort „gegerbt" muß die Bezeichnung des künstlichen Gerbmittels ein- gesügt werden, die in dem Erlaubnisschein der Kriegs-Roh- stoss-Abteilung des Königlich Preußischen KrieaSministeriums für den B«AUg und die Verwendung künstlicher Gerbmittitt enthalten ist. Artikel IV. Im § 5a und d werden die Worte „(auch Abfälle^, und im .8 6 Äbsatz 1 die Worte „(auch Lederabfälle)" gestrichen. Artikel V. Diese Bekamrtmachung tritt am 19. Okwber 1918 in Kraft. *) Es liegt im Interesse der Lederhersteller, die Kennzeichnung nach Fertigstellung des Leders unverzüglich vörzunehmen, weil sonst zu erwarten ist, daß für Leder ohne diese vorgechriebene ^5717^^ 111 ^ bei Enteignung ratr 90 vom Hundert d«b sinnst statthaften Preises erzielt wird. Frankfurt a. M., den 19. Oktober 1918. Der stellvertretende Kommandierende General Riedel, General der Infanterie. ' M ainz, den 19. Oktober 1918. Der Gouverneur der Festung Mam^- Bausch. Generalleutnant. An den Oberbürgermeister zu Gießen, das Grotzh. Poliz-ei- amt Gießen und die Großh. Büraermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Indem wir ans vorstehende Dekan?itmachmrgen des stellvertretenden Generalkommandos von heute verweisen, beauftragen wir Sie, von dem Inhalt derselben den Interessenten alsbald Kenntnis zu geben und die Bekanntmackungen in Jtzvem Amtszimmer zur etwaigen Einsicht offen zu legen. Gießen, den 19. Oktober 1)913. Gvoßherzogliches Kreisamt Gießen, vr. U sing er. Betr.: Bucheckernsammlung. An die Herren Leiter der Ortssmmnelstellen. Ta sich die obige Sanrmlung in freier Lust vollzieht, bestehen! noch Ansicht Gr. Kreisgesundheitsamts keine Bedenken, sie bek gutem Wetter auch während der Dauer des jetzt angxordniüa» Schulschlusses svrt^usetzem Gießen, den 18. Oktober 1918. , Für den Kveisl . . ^ÄUeS.