Nr. 2\l Der •itbcnet Anzeiger erscheint täglich, außer SonntaqS. - Beilagen: Eirtzener.^amilienblStter; Kretcblott fflr öev Kreis Giehen. vezugspreir: monatl. Äirr. 1.85, vierteljährlich Mk. 4.05durch Abhole- u. Zweigstellen nronatl. Mk. 1^5: durch die Post Mk. 4.05 viertel- jahrl. auSschl. BestelLg. ^ernsprech - Anschlüsse für dieSchr:ltlei1u,lc,112 Berlag,Geschästostelle51 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Slrtzen. tf>8. Jahrgang Dienstag, s5. Gttoöer pW Postscheckkonto: 5ranksnrt a.M. llöSb Zloillmgrrunddruck u. Verlag: .uruhme von. Kuzcl^ett 1 . dle Lagesnununer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerdindl rchkeir Seflcnprcife: für örtliche Vinjei^en 25i>f.,für au^iDi'i rlifle 30 Pf., sii r R e k l a in e n ÜJif.l. —r.cbft 20°/ u 5eue- rungszuschlag: Plotzoor- schrisl 20 % AilNchlag. Hauptichri'Ueiier: Aus-.. Goetz. Berantivortlich Lankverkehr: Üir Politik: Aua. Goey: Gewrrdebcms Gfetzen Mr den übrigen Teil: Dr. ■r -Liifi, ti i - - Reiiihold Zenz; für den Brüh! sche llnw.-vuch- u. Strinüruckere! R. Lange. Schrlsttritung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. jÄTin General-Anzeiger ffsr Gberheßen Die Stellung der Wchskanzlers Prinzen Max. ^ (WTB.) VrvtzeS Hauptquartier, 14. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Hee re sgrupprKronprinzRupp recht. Vorstöße des Gegners gegen die Kanalfront beiderseits Doum wurden abgewiesen. Der Feind, der vorübergehend in Auvlgny-au-Bac eindrmrg, wurde im Gegenstoß wieder hin- ausgetvorfen.- Nordöstlich von Carnbrai sind stärkere eng^ usche Angriffe zwischen Bouchain und Haspres gescheitert. E-üolrch von Solesrnes säuberten wir ein aus den Letzten ÄLm-rfen noch verbliebenes Eng lande niest. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich der Oise wurden erneute Angriffe der Fran° -äsen bei und südlich von Aisonville abgemiesen. Nördlich von Laon und an der AiSrre stehen wir in unseren neuen Stellungen. Die erfolgreichen Kämpfe der letzten Tage am Cynmn des Dmnes und in den Stellungen an der Suippes, vor denen der Feind in fast täglich wiederholtem, vergeblichem Ansturm schwere Verluste erlitt, haben hier ebenso wie auf dem Schlachtfelde der Ehrnnpagne die glatte Durchfül)- rung der Bewegungen ermöglicht. Heeresgruppe Gallwiß. Beiderseits der Maas keine gröberen Kampfhandlungen. In erfolgreichen AngriffSunternelMungen nahmen wir kleinere. nach Abschluß der Kämpfe des 12. Oktober noch vom Feinde besetzt gehaltene Stellungsteile wieder. Der Erste Genera'guarliecmeister Ludendorff. De? ASendbericht. Berlin, 14. Okt., abends. (WTB. Amtttch.) ..In Flandern griff der Feind auf breiter Fron zumchen Dirnmide und der Lys an. Wir fingen den Stoß auf. An ltt-r Oise und Arre und westlich der Maas scheiterten Angriffe der Franzosen und Amerikaner. * »er Isterreichlsch.ungurische r»«e,»er>cht. D i e n. 14. Okwbrr. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Stellenweise Artillerie- irrd Patnnnllcnkämpfe. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Ilnserc zuruckgel-eaöen «'dänischen Truppen hatten Nach- Hut-Bandenkämpfc zu bestchcn. Im Raume nördlich Mich dauern die Nuckzug-kämys- fork. an denen sich die Zivilbevölkerung beteiligt. Belonders starker feindlicher Druck inaÄt srch ,m Mo rawa-Tal fühlbar. Westlicher Kriegsschauplatz. Bei den k. u. k. Truppen fein« groheren Kampfhand^- Lungen. Drr Chef des Generalstabs. Wir haben bisher unseren Lesern noch keine Kenntnis gegeben von einer neuen Kcmzlerkrisis, die seit einigen ^.agen geheimnisvoll in einigen Blättern spukt und die wre jetzt seststeht, wirklich bestanden hat, ja, vielleicht noch besteht. Es sollte sich dabei um einen Privatbrief des Prinzen Max aus dem Januar dieses Jahres handeln, den er seinem in der Schweiz lebenden' Vetter Prinzen Hohenlohe geschrieben habe und der von der feindlichen Spionage entwendet und veröffentlicht worden sei. Wir haben gezögert, zu der peinlichen Angelegenheit etwas zu sagen, bevor Genaueres darüber bekannt war, nachdem aber der fragliche Brief des Prinzen heute auch in einzelnen deutschen Blättern ab gedruckt wird, können unsere eser, indem wir ihnen den Inhalt des Briefes, unter Fortlassung ganz nebensächlicher Sätze, bekanntgeben, selbst urteilen, wie weit die politische Lage durch diese „Enthüllung" der Gegner beeinflußt erscheint. ■ Es heißt heute erfreulicherweise, die Mehrheitsparteien seren sich jetzt darüber einig, daß wegen des Briefes an der Kanzlerschaft des Prinzen Max kein Anstoß genommen werden sötte. Freilich, so wird hinzugefügt, hätten die sozialdemokratischen Mitglieder der Regierung ihre Stel- nähme ^von dem Ergebnis einer sozialdemokratischen Hrarttonssltzung abhängig gemacht, die am heutigen Diens- tag stattsrnden soll. Es können also irrmrer noch überraschende Verwicklungen eintteten. Hoffen wir, daß sie vermieden werden! Ein neuer Wechsel auf dem Kanzlerposten wohl von allen Volksschichten als etwas Nieder- drückendes,^ Herabstimmendes, empfunden werden. Gewiß, rn dem Briese des Prinzen Max stehen Wtze, die beweisen, daß der Verfasser vor einigen Monaten noch nicht ein un- entwegter Anhänger und Wortfechter aller Meinun- gen und Kundgebungen der Reichstagsmehrheit gewesen ist. Aschen Fragen der Friedenspolitik war er anderer Ansicht — er hegte gegenüber dem Verhalten der Mehrheit ganz ähnliche Bedenken, wie wir sie früher auch geäußert haben — und in bezug auf das Tempo der Demokratisierung und Parlamentarisiernng wollte er mit den Erzberger und Scheidemanu damals nicht rechten ^hritt halten. Wenn er heilte mit den Absichten und An- schauungen der Mehrheit sich zusanrnrengefunden hat, so sind wir wett entfernt davon, sein Verhalten inkonsequent , I " ^ — 'V/uvirutiuil Ult Grundlagen für politische Urteile und Ent- Mursse find rn den lebten Monaten durchweg verschoben wvrdmi: es ist durchaus mcht dasselbe, was man in der Mehrheit damals, am Anfang dieses Jahres, gewollt ha: und was man heute tut. Die Hauptsache ist doch wohl, daß der Prttlz Max in seinen Grundanschauungen noch heute der rst, der er war, als er bei seinen früheren Reden gelobt wurde. Wer im deutschen Volke hat denn im Laufe der letzten Zeit nicht seine Meinungen über Ziele und Taktik geändert? Da ist der Vizekanzler v.' Payer — ganz gewiß entfpncht seine letzte Stuttgarter Rede heute auch nicht mehr dem Programm, das die neue Regierung angenommen hat, und in der er doch bleibt, obwohl er in wesentlichen Dingen sich anders ausgesprochen hatte. Es wäre leicht, nachzuweisen, daß die meisten Wortführer der Mehrheit früher, und noch vor einigen Monaten. Aussprüche getan haben, die heute als ein Abfall angesehen werden würden Aufflärungen, die der Reichskanzler inzwischen den maßgebenden Personlicl)keiten abgegeben hat, sollen denn auch beruhigend und beschwichtigend gewirkt haben. Der Dri.'s des Prinzen Mar cm den Prinzen Mexander Hohertlohe ist in der (in der Schweiz ersckKnnlnrden) „Freien Zeitung" und aus dieser m den „Basler Nachrichten" abgedruckl. Er lautet irn Auszug wie wlgt: Karlsruhe, 12. Janunr 1918. Mein lieber Vetter? Tie Schweizer Blätter konstruieren einen Gegensatz Frischen Hohenzollern und Zährinxz-en, was ein direkter Unsinn ist. wenn mau das Telegramu'. gdeicn hat. das der Kaiser mrr sandte (dies Unter -unslt. jn dem er meine .^Redc" ^ine „Tat" nemu und mir z^l den ,L?hen und schönen Ge/darnksr", die sie enthalte. Glück wünscht. Die Alldeutschen fallen über mich her, obgleich ich ihnen zum deutschen Schwert den deutschen Geist gebe, mü dem sie Welterobsrungen machen können, sv viel sie woUerc, und die Mälter der Linken, voran die mir höchst unwmpathischr „Frankfurter Zerrung", loben mich durch ein Brett, obgb.nch ich deutlÄ genug tne demokratische Parole und die SchÄvgwvrtt der Parteiduüekrik, Uonril den Parlamentarismus geißle. Den Feinden eörmol ordentlich an den Kwagen $n gehen, und ihre affektierte RvchtechattiLch in TiT^gen der Schuldfrage und der demokratisäie'n Parole zu verhöhnen, war mir t'cbon lange ein Bedürfnis. Das gleiche Bedürfnis empfand ich dem bttd- nischen Gebaren die Bergyivttngt «rtziegenMchalden mcd mit dieser Lelwe der Liebe.auch die Pflicht des Starken, du Rechte der Menschheit zu wahren, rn ein deutliäres Licht zu .stellen, da über beide Tinge eine bcktage-nSwette Unfichrhnt rmd ein trauriger Wirrwarr der Begriffe entstanden ist .Dcrm eurerseits verfälsche Misere Feinde diese heiltgr'e-s drcrch Ö.fr? Lügen, Verlerrmdungen, und andererseits reagieren wir. unter den Prstt- stlimrhieb^r dieser m^erträchtigen Machenschaften, aus eine zum Teil geradezu sinnlose Weise aus diese feindlichen WiJ-avsuuIen. Entspringt mein Eintreten für Christmtrim und Menschherts- gewissen meinen innersten lleberzeugurüsen, so kommt doch auch ein praktisches Moment hinzu, da in der Betonung dieser Anschauungen. die nach nwiner Ansicht dem deutschen Geist und seinem Wesen tiefer irrnen liegen a^s dem der Engländer und Franzosen, ein Angriff auf die seürdiiche Suggestion von Pazi isnrus und Humanität zu finden ist. den man, wenn man will, eine moralische Offensive nennen kann. Ich leugne nicht, daß mir dieser Gedanke rmsymp-rthisch ist. da ich von je der Anschenmng war. daß Christentum und Meitzchenliebe für sich allein ans kielen sollten und der Gewinn, der in ihnen liegt, nichl in ein besonderes Licht gestellt ^ werden dürste. Aber dieser Begriff wohnt ihnen nun einmal hmt, und wenn er dem Frieden dient, so dvertt ex einer guten Sache. Anfang und Ende waren also mit der Offensive gegen die Lüge und Suggestion und mit der sogenannten moralffchen Offen- ~'•'«■aa-uwii uw um, wi v^vuujuncii ixiui.uii|U^n e ^ e in ^ s'lnzelne gehende Erklärung über die Lage ^ nächste Schritt für Wilson wird sein, sich nn: zwecks einer allgeineinen Beratung über die deutsche sandigen Alraesichts ihrer erscheine bve deutsche mcht mrr als eine Annahme der Punkte in Wilsons Erklä-- ttirrg vom Zamrar. sondern auch seiner späteren Erttärimgen. Es gesagt werden, es scheine, daß die Deutschen es mit dtt Annahme ernst meinten. Ter Wortlaut der Note gäbe keine e>ü>gultige Klarheit darüber, ob Wilsons Bedingungen vorbehaltlos an genommen oder lediglich als Grundlage für eine Erörterung wurden. Es ser klar, daß eine bloße, unbestimmte Er- Att mcht genügend sei. Selbswei'stcjndlick könne keine yM§^apon |em, die Militärischen Operationen einzustellen. Kein> Wot,eiistiütand sei möglich, aus^r unter schärfsten Sichimigen da- ^ o'ttnd die Zwischenzeit nrc^ nur benutzen wolle, um spater weder anzusangen. Englische Drohungen. r „ v, k f 7 ™*° 7T ' 13 ' (WTB.)_ Reuttrmeldung. Deutsch- InJiLh iS 1 ^ ? r 1 a n 1 1 1 o n ist in London gestern am späten Lvend durch Bekamttmaämng von den Theoterbühnen und aus der Leinwand der Kinos bekannrgegeben worden. Tie Sonntagzei-- tung-en bezweifeln einmütig die Aufrichtigkeit des deut- tckMi Lchttttes. und erklären, wenn die Deutschen meinten, daß oL ^' *** Ttiitt noch käme, mit Feilschen um die Ftiedeusbedin- ffunjm mp emer Konferenz sei. so würden sie grausam enttäuscht V* ^I^r^crcn, daß die Miierten noch ihre eigenen Zusatzpunkte zu Wilfons 14 Punkten hätten, welche die mannigfaltigen Verbrechen, die die Deutschen fett ihrer Veröffentlichung «Mmgen hatten nicht träfen. Ebensowemg sorgten Wilsons Purrktt wc Belangung der 5dauptverboeä^. welche die planmäßigen Grau- Tamntcn veranlag hätten, noch sprächen sie von Ersatz für die Der- * 2- DÄmechOi der Versenkung der en Staat usw. einen österreichrchen ^ftaattmound brl- den. Wenn aber die anderen Nationen euren folchen Bundesstaat übechmw: nicht wollen oder nur in einer Form mnerhM deren die deutsch-österreichischen Gebiete zu nnr^'chastltcher Beriumme- rung veruttfttt wärxm, dann müßten Lweftens die drei oeuftcp- österreichischen Staaten als befände re Bu ndesftaa ten sich dem Deutschen Reiche ans chließen das heryi, das 1866 staatsrechtlich getrennte Band nnt Teutschland würde in neuer Gestalt wieder augcknüpst werden. Innerhalb des Deutschen Reichs würden die drei deutsch-öfterreicknschm Staate natürlich die gleiche stmftlickx Selbständigkeit de,)tzeir nne Bayern. Sachsen Baden usw. Die „meisten Deutschöfterreicher denken vorläufig nur an die erste Möglichkeit. Wollen aber die Tschechen gam, unabhängig sein, so müssen sie damit rechnen daf; ihr Staat von Norden. Westen und Süden her vom Deutschen Reich umschlungen sein wird. Aber auch die Entente fml. U"'len. daß sie Oesterreich nicht zerschlagen kann. ohne 10 Millionen Deutsche zum Deutsckfen Reich zu sch.agen Das Deutsche^ Reich aber, m dem wir kämen, wäre nickst.mehr das inrperralrstrsaiet Deutschland von gestern, sondern das im Gefolge des Krieges entstehende demokratische Deutschland, denen neue bun- ltesstaatliche Mitglieder selbst demokratische Staaten sein wurden. Wien 14 Okt. (Priv.-Tel.) Du Mittagsblatter melden: Der Kaiser 'hat das R ü ck t r i t t s g e s n ch des Mmisterprmwenten Freiherrn von Hussarek angcnommen und den G ra fen Sylva-Tarouca mit der' Bildung des KabmettZ bettaut. Eine Bestätigung liegt noch nicht vor. Rumänien und Bulgarien. Bukarest, 18. Okt. (WTB.) Die gesamt rumänische Presse beschäftigt sich eingehend nrit der Abtretung der südlichen Dv'brudscha durch die Entente §n Bulgarien, Regierungsblatt „Stcagnl" schreibt: „Haute gibt sich der Erfolg der Politik von Bratianu imd Take Jonoscu m den Bedingungen des zwischen der Entente und Bulgarien abgefchlvsse- nen Waffenstillstandes, ttind. Der erste militärisch4>iplomatti che Erfolg der Entente hat für Rumänien die Verringerung fernes Gebietes $irc Folge, und die sck-nmrzliche Erfahrung von .1878 imederholt sich in einem größeren Rahmen. Unsere Alliierten, die Sorge trugen, den Serben und Griechen das von ihnen erst seit 'einigen Jahren erworbene Gebiet zu sich-rn, fanden es für angezeigt, uns ein Gebiet weyzunehmen. auf das wir uralte Rackste haben, und das wir auf Grund eines internationalen Kongresses besaßen." „Renastiera" führt ans: „Die Folgen des -Unheilvollen Krieges entwickeln sich nnt unerbittlicher Logik. Kein Unglück des getäus.^l Mondes bleibt uns erspart. Am schmerzlichsten aber für alle rumänischen Herzen ist die Tatsache, daß die Enteiste an Bulgarien die südliche Dvbrudscha abttat. So belohnt die Entente das Land, das sich für sic ins Feuer.gestürft hat und zugrunde richi'ete. So hüll die Entente ihre feierlich übernommene Verftflichllmg, uns wenigstens die ^Unversehrtheit^ unseres Hjebietes zu verbürgen. Von allen Enttäusch'in gen und Schlägen, die das rumänische Volk im Laufe der Jahrhunderte erlitten hat, ist die Tat, bzü Misere gestrigen Miierten jetzt gegen uns begehen, die schrecklichste und empörendste." Die Eröffnung der türkischen Kammer. Kvnstantinopel, 13. Okt. (WTB.) Die Kammer wurde deute mit der Thronrede des Stu?ltaus, eröffnet. Tie Thronrede erinnert an die schwierige Lage, in die die Düstkei durch den Zusammenbruch Bulgariens geraten sei. Sie habe durchs ihr Friedensangebot gemeinsam mst oen Verbündeten einen, für die durch die Wirkungen des langen anhaltenden Krieges heim- gesuchte türkische Nation und heldenhafte Armee ehrenvollen Frieden herbeizuführen versucht. Vereint mit den Mittelmächten habe die Türkei die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung beS Landes getroffen. Der Sultan hoffe mst einen günstigen Ausgang, und daß die Armee den während des Krieges erworbenen Ruhm bis zum Ende bewahre. Er flehe zu Gott, daß er die türkische Nation vor dem Zusammenbruch behüte und Spaltungen und Streitigkeiten! nicht zulasse. Tie Kammer wählte Hallt mit 70 Stimmen zum Präsidenten gegen 50 Stimmen, die für Fethi waren. Riza Pascha lvurde znm Senatspräsidenten ernannt. England und Finnland. Hetiingfors, 13. Okt. fWBck» Die britische Regierung ^ßt durch ihren hiesigen Konsul eine Erklärung über die Operationen in Ostkarelien veröffentlichen, in der ^betont wird, da ßdie dortigen Strestkräste lediglich der Verteidigung jener Gebiete gegen Deutschland dieitten, und dafz sie die sinnischen t'ävenzen weder überschritten hätten noch überschreiten würden, solange Finnland neutral bleibe. Weit davon entfernt, die Revolution in Finnland zu schüren, und eine Erneuerung des Bürgerkrieges herbeiführen zu wollen, ivünsche die britische Regierung aufrichtig, nt Finnland eine haltbare und geordnete Staatsgewalt zu sehen. Schweizerischer Grenzschmuggel. Konstant, 14. Okt. (WTB.) Bei der Wachsamkeit der Grenzbchörden ist es gelungen, einem innfangrei:hen Ausfuhr- s ch w. u g g e l von wertvollen A r - n c t m i 11 e l n auf die Spur zu kommen. Es wurden vier Perimren verhaftet in dem Augenblick, als sie größere Acengcn einem Wveizerischen Käufer übergaben wollten. Die Waren im Werte von 90000 Mark wurden beschlagnahmt. Die bisherigen Feststellungen lassen den Sck^uß zu, l>aß in der Schweiz eine Orgamsatimi besieht, die sich, mit dein! Schmuggel von Arzneirnitteln aus Deutschland befaßt, um diese 1 mit hohem Gewinn ait die Erstellte weiter zu verkaufen. Die Kämpfe im Westen. Berlin. 14. Okt. lWTB. Nichtamtlich.) Der englische . tfdjterfktter Perwphal Philipps gibt am 11. Oktober na stehende Schilderung des wachsenden deutschen Widerstandes: Die englischen Streitkcäfte treffen einen stärkeren, besser organisiechen Widerstand an. Ihr Fortschritt verlangsamt sich in dem M che, als sie sich dem neuen Schutztoall der offensichtlichen De^^idigumgsstellung, nähern, die sich auf die Flüsse stützt, und sich m. In den Mtnpfen des gtercheil Tages ttafen der Gefreite Soegers und der Gefreite Friedrichs bei eiligem Alarm nicht rechtzeitig geiurg bei ihren Wagen ein. DaS Tankgtt'chwader war bev-its losgesahrcn. Sie meldeten sich bei der nächsten JnfWsterie-Kvmpagnle urtd baten, den Kamps mitmack>en zu dürfen. Sic übernahmen ein Maschinen ge) vehr und beteiligten sich rn hervorragend tapferer Weise an dem Kampfe, bis sie wieder zu ihrem Wagen gelangen ko-muen. Der Zeekrteg. Deutsche Freiaeleitscheine für holländische Schiffe. Haag, 12. Okt. (WTB.) Amtlich? Meldung. (Korrespondcnz- buvean.) Nach eitlem gestern abend emp'angeiun Bericht haben die Schritte, die vom Minister des Aeußern unternoinnren wurden, dazu geführt, daß die dcnstsche Regiertmg sich bereit erklätt hat, für dve Einfuhr in Holland Frei ge leib Ls che ine an jetzt in holländischen Häsen liege:rd? Schiffe bis zu einem Gcsamttonnkn- ranm von 50 000 Bruttotonnen zu gewähren, falls die nötigen Bürgschaften »orlxrndens Inb, daß die alliierten Regierungen die Fahrt dieser Schisse tnckxt behindern. In Anbetracht dessen, daß solche Bürgschaften für Schiffe, die aus holländischTti Häfett anslaufen. beretts vvrliegen, kann zu der Verwendung dieses Schiffsraums übergegangeti werden. In Erwarttmg des Abschlusses des Wirtscknlftsabkommens mtt den alliierten Regierungen kann dazu übergegangen toecdcn, die 40 000 Tonnen Brotge.rttde in Argen- ttnien zu holen, die von den 100000 Tonnen, welch? die allnetten Rcgierutlgcn uns zur Verfügung geftelll haben, noch übrig sind. Aus dem Reiche. Der Rkgiel-ungSVechsel in Elsaß-Lothringen. Straßburg i. Elf., 14. Okt. (WTB.) Neben den Herren Dr. Schwander und Haust, deren Ernennung zum Statthalter bzw. Staatssekretär so gut wie gesichert erscheint, bringt die „Straßburger Post" eine aus Landtagskreisen stammende unverbindliche Liste weiterer Ministerkan didaten: Redakteur Per rotes (Soz.) Unterstaatssekretär und Leiter der Abteilung für Hansel, Finanzen und Domä nen (bisher Unterstaatssekretär Köhler), Abgeordneter B u r> ge r, Rechtsanwalt (Lib.), Unterstaatssekretär und Leiter der Justiz-Abtettung (die bisherige Abteilung für Justiz und Kultus soll geteilt lverden: bisher Unterstaatssekretär Menge), Abgeordneter Müller, Universitätsprofessor (Zentrum), Unterstaalssekvetär und Leiter der Kultusablei- lung. (Für diesen Posten wird auch der Abgeordnete Didiv, Gefängnisgeistlicher, genannt.) (Bisher UnterftaatSsekretär Menge.) Bürgermeister Foret von Metz, Mitglied der Ersten Kammer (Zentrum), Untepstaatsfekretär und Leiter der Abteilung für Landwirtschaft imb öffentliche Arbeiten (bisher Unterstaatssekretär Cronau). Die Abteilung des Innern dürfte wie bisher vom Staatssekretär geleitet, auf dessen Posten an Stelle des Freiherrn von Tschammer der Abgeordnete Haust berufen wird. Nachbeben der Kvrlservgtiven in der WahlrechtSfrage. Berlin, 14. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die konservative Fraktion des Abgeordnetenhauses faßte in ihrer gestrigen Sitzung einstimmig folgendett Beschluß: In der Stunde der höchsten Not des Vaterlandes und in Erwägung, daß wir auf schwere Kämpfe für die Un- versehrbarkeit des vaterländischen Bodens gerüstet sein müssen, hält es die konservative Fraktion des Abgeordnetenhauses für ihre patriotische Pflicht, alle inneren Kämpfe zurückzu- stcllen. Sic ist gewillt, zu diesem Zwecke auch schwere Opfer zu bringen. Sie glaubt nach wie vor, daß eine weitgehende Radikalisierung der preußischen Verfassung nicht zum Heil des preußischen Volkes dienen wird, rst aber bereit, ihren Wider st and gegen die Einführung desgleichen Wahlrechts in Preußen, entsprechend dem jüngsten Vorgehen ihrer Freunde im .Herrenhause, aufzugeben, um die Bildung einer Einheitsfront nach außeir zu gewährleisten. Der Hcruptverein der Deutsch-Konservativen. gez.: (Unterschrift). Berlin, 14. Okt. (WTB.) Die „Norddentsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Der Reichskanzler hat den neu erncnniten Chef des Geheimen Zivilkabinetts Dc. v o n D e l - brück und den Gesandten im Haag Dr. Roosen emp- fangen. 1919 wurde mtt der Summe von 1350 Mk. bewilligt. Der brK- herige V o r st a n d tvurde wiedergewählt. In einer Atissprache wurden eine Reihe von Wünschen und Vorschlägen geäußett, bi£ in Kommissionsbcratungen weiter behandelt werden sollen. 9tach entern Gano durch die vorläufige Ausstellung von Sttcdieilobj>cktet4 und Modellen, die sclir interessante Stücke emhielt, hielt Ingenieur Jrynyi einen Vorrrag, der nochmals die Notwendigkeit betonte, die Ersindettätigkeit ttr neue Bahnen zu lenken und zu verhindern, daß durch Nachersindungetr Geld, Zett uud Arbeitskraft verschwendet werde. Als wettere Forderung stellte er die Ecrichtungj eines Institutes für systematische Erfmduirgslehrc ans, und die Einnchtung von Lehrstühlen dieser neuen Wissenschaft, in der' Weise, wie Lehrstühle für Konftruktionslehre vorhanden sind. Einschränkung des EisettbahriverkehrS. Um die große Zahl der Transpirte bewältigen zu können, die zur Versorgung der Bevölkerung und des Heeres mit Lebensmitteln, insbesondere mtt Kartoffeln und .Kohlen nötig sind, tmd trm die inr Heeresntteresse an die Eisenbahnen gestellten gewaltigen Anforderungen ohne Stockung erfüllen.zu können, hat es sich als erforderlich erwiesen, von heute ab ftcr einige Z-ett eine shrrkei Einschränkung der Eisenbahnverbindungen sicr den öffentlicheuj Verkehr vorzunehmeu. Es falletr daher mit dem! 14. Oktober alle Züge sott, die als „bis auf weiteres verkehrew' vorgesehen und in den Fahrpläncnr mtt einem dicken Punkt bl^eicftnet sind. Während dieser Zeit der Einsäwänkung jedes »mnötige tsteism zu unterlassen und die Eisenbahn nur in den äußersten Notfällen! zu benutzen, ist bringendes Gebot silr alle. Bcvi allen Vaterlandsfreunden muß erwattet Vierden, dass; bei der Not der Zeit dieser eritsten Mahnung volle Rechnung getragen wird. Nur ixrnn hosil die Eisenbahnverwaltung von tocitergehenden und in das öffentlickM Leben noch tiefer einschneidenden MastnrlMen Absehen zu kömcen. Wir vcrweffen auch ans den Anzcigertteil unseres hentrgen Mattes. ** Fracht st ückgüter tverL-cn am 16., 17. und 18. Oktober von Stationen des Direktionsbezrrks,Frankfurt (Aä) zur Beförderung nicht anigeno-nrmen. Leben-mittel. ** Zwiebel-Verteilung Vom 16.—20. b. M. grlmr- gen gegen Abgabe des D-czugsabsÜMittes Nr. 3 der Lebensmittelkarte in den Kleinhwidel sgftch iften, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist. Zwiebeln zur Ausgabe. Auf den Abschnitt entfallen 1 Vs Pflmv Ztinebeln. Siehe Beürnntmachuny. ** W u r stvc r ka u f. Die Ausgabe der PZurst ans untcrwer- ttgen Rindern erfolgt für die Bezirke 10—12 Mittwoch den 16. d. M. während der üblicher! Geschäfts stunden in den ständigen Verkaufsstellen. Die Bszitt'e 10—12 erhalten die Wurst gegenl Abgabe der Marken für die 42. Wock>e.(14. bis 20. 10. 18.) ** Bezugsscheine über Koks. Die Zufuhr an Stein- vöhlen ist in dm letzten Wochen infolge der starkm Lebens- mttteltranspotte zurückgegangen, und die Belieferung der Haus- haltmrgen mit Winterbrarid wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Da nun Kvks reichlich vorhanden ist, kann allen Hcrushall jtimgen, die für Koksseuerrmg eingettchtet sind bzw. die Koks brennen wollen, schon jcht ein Bezugsschein (2. Rate» ^über Kvks ausgestellt nierdm. Der Koks wird angereckmet. Koks ist in säuft- lichcn Km/lenhandiringm und auf dem Gaswerk erhältlich. ** Die Verbraucher von Karbid haben ihren Bedarf bis 19. d. M. auf dem Lebensmjittelamlt während der,Geschäfts- stunden, Ziminer Nr. 6, anMnreldm. > * ** Eine öffentliche Versteigerung gebrauchter Pferdegeschirre findet am Mmftag den 21. Okt. in Dannstadt statt. Siel-c Anzeige. ** Enterr- und Ha sendiebstahl. In der Nacht zum 12. h. M. wurde aus einem Garten im AlttnMd 4 weiße Elften lmd 7 schwarz uiü> weiß gescheckte Stallhasen entwendet. Sach- dimliche Mtteilungm nimmt die hiesige Kriminalpolizei ent- gegen. _ ** Wem ist der Wein gestohlen? Am 10. d. M. wurden in dem Wald hinter der Ziegenzuchtstation 5 lere Weinflaschen, Marke „Gwßkvinterheimrr Heilighstuschen" aupgesimdm. die offenbar von einem Diebstahl herrübren. Sachdienliche Mitteilungen ximmt die hiesige Kttmrnalvotizei entgegen' ** Die Friedhöfe sind in oer Zett vom 16. Oktober 1918 bis 15. November 1918 von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends geöffnet. ** Lichtspielhaus, Bahnlwfstraße 34. Unter Orchester^ lettung vvn Kcmzettmeister R. Müller wird vom Mittwoch bis einschließlich Freitag „Das Geschlecht der Schelms (2. Teil) van Fedor von Zobeltitz gegeben, außerdem das Lustspiel „Mausis Badereise" in drei witzigen Men. In Vorbereitung ist: „Die Filrstin von Bevanien". Kreis Friedberg. --- Friedberg 14. Okt. Heute fküh kurz nach 4 Uhr wurden auf dein hieslgm. Bahnhof drei junge Burschen gestellt, die schver mit Koffern tmd dichtgiftülltan Säcken bepackt aus der Stadt kamen. Es galeng ihnittr jedoch, in den Fvankfutter Zug zu entkEmen. Bei ihrer Aickunft im Frankfurter Ha^iptlwhtthof wurde dos Trio von h>er inzwischen benackwichtigten 'Zahnpolizei in Empfang gemomnien. Wälwend es einem Burschm gelang, zn entkommen, wurdetr die beiden anderen nach liartnäckigster Gegen- weift und „wilden Ncairn spielen" verhaftet. Tie Koffer u.nd Säcke bargen kostbares Gllt, nämlich gvoße Stücke Leder, die von besonders starken Treibriemen herrübcen. Da die vcrhafteteu Burschen ohne jaden AirÄveis sind, nimmt man an, daß cs sich um Fahnenflüchtige handelt. . . . oa. Friedberg. 14. Okt. Dem Hotel Adler m Bad-Nauhcrm (Inhaber Emil Adler) irmrde dirrch kreiSamtliche Anordnung der Fleischbezug für seinen Gewerbebetrieb bis auf weiteres gesverrt. Adler war bei beit Geheimschlachtungen m der Hofreite von Ghar beteiligt und hat iwn dort regelmäßig größere Mengen Fleisch, das durch den jüdischen ReligimlSlehrer Oppenheimer rituell geschlachtet worden »vor, unter Ueberschreitung der Höchsttaeise und ohne Fleischkarten bezogen. — Wie der „Oberh. All-." hört, sftrd das Grand Hotel und das Sanatorttlm Grvedel, die auch rn dre Angelegenheit verwickelt waren, bereits geschlossen, lo daß t^r- waltungs.Posizettiche ?Naßnohmen gegen diese z. Zt. immöglich sind. Starkeubura und Rbeinhkssen. --- Darm stabt. 14. Okt. Auf Anordnung des GroMrzvgs sind alle bisher in den verschiedenen Schlössern Hessens verstreut gewesenen 'Gemälde mit Jagdmotiven im Schloß Kranichstein zu einem I a gd gem älbe-Mu seum vereinigt worden. Die künsll-wisch und in erster Linie mnk kulturgeschichNich fe'.-elnde Sammlung birgt bereits 390 GenräLe, Stiche und Zeichrmngen: ferner eifthält das Mu.seum, das der OeffeiftliäMt zugängig ist zahlreickM Geweihe, Gehörne und jagdliche Kuriositäten. Kreis Wetzlar. ** Wetzlar. 15. Okt. Die Mitteldeutsche .Gerberei und Riemenfabrik A. G. Wetzlar und Neu-Isenburg zeichnete bei der neuiften Kriegsanleihe wiederum einen Betrag von 7? Millwnew Mark. Für die vorl-ergehendcn Anleihen stellte sie biwefts 2^/, Millionen Mark zur Verfügung. Ferner zeichneten Bergwerks- gesellschaft Sckiantz L Humbert, G. m. b. H., Wetzlar, »medermn einen Betrag von 100 000 Mk. und die Munitionsfabrik Humbert, Role 8c Co., Wetzlar ebenfalls wiederum die Summe von! 100000 Mk. Hkssen-Nassau. mr. F r a n k s u r t a. M., 14. Okt. Von der Sladthcmptkasie, dex städtischen Sparkasie und den Stiftungen tvurden insgesamt 12^/r Millionen zur neunten Kriegsanleihe gezeick/net. mr. Frankfurt a. M., 14. Okt. Durch einen Motorbruch im städtischen Elettrizitätswcrk entstand Montag vormittag eine drciviertclstündiqe Betriebsstörung. Sowohl die Straßeir- balinen als auch die elektrischen Maschinen standen still. Auch der Lichtftrom war unterbrochen. mr. Fr ankfurt a. M., 14. Ott. Die Grippe fordert täglich eine größere Anzahl neuer Opfer. Das Fernsprech- und Tele- grapl»enamt hält nur unter größten Schwierigkeiten seinen Bettteb uufrecht. ebenso ist ein ungestötter Stvaßenbalnwerkchr mrt durch Herailzieh-ung sämtlichen Rescrvepersonals möglich. Auch die Eisenbahn l-at stark mtt den zahlreichen Erkrankungen zu kämpfen. Auch Ans Stadt nnd Land. Gießen, den 15.Oktober 1918. S^esellschast zur Errichtung eines deutschen Erfindung» Institute». In Fvttsetzimg der Jahresversammlung fand Sonntag vormittag 10i/t Uhr im Hörsiml des Liebig-Museums eine Mitgliederversammlung statt, m der Geh. MediFinälral Pvof. Dr. Sommer über dm Starüi der Gesellschaft W'richt erstattete und die Bor- schläge deS BorstandsrateS zur Bewilligung vor trug. Die Gesellschaft zählt augenblicklich 140 Mitglieder (Einzelpersonen und Firmen). Das Vermögen der Gesellschaft bettagt 8300 Mk. Davon sind 5000 Mk. eine Stiftung von Geh. Komm.-Rat Gail und in 5 °/o! Verzinsung angelegt. Ter Jahvesbericht hob die bisherige Tätigkeit der Gesellschaft hervor, die schon mtt ifjten Mitteln versuchte, was das Institut später erfüllen soll: Kritik ein.gereickfter Erfinde» ideen, technische Beratung und Durchbildung Verwertung.^ Prüfung der Reckftsverhältnifse, Schutz vor Aussaugung. Verbindung zwischen Erfinder und Industrie, Eiirrichtung einer Bibliothek. Die Gefellschaft unrd ihre Tätigkeit in der gleichen Weise Wetter- führen. Besonders brt>nt werd-m soll: der Schltz der nationalen. Ersinderidee, da es nach Ansicht des Vorsitzenden im volkswirtschaftlichen Kampfe darauf ankomint, welches Volk seine Er- findertätigkett am besten organisiert. IN diesem Sinne soll ein 'neuer Aufruf an die Industrie erfolgen und versucht werden, den Reichstag für die Desttebmuren der Gesellschaft zu ge- wmNeir irnter gleichzeitiger llnterbceitung der Eingabe an alle zuständigen Behörden. Sodann soll nröglichst rasch das Jnstitttt zum Ausbau der Studie^rstelle eingerichtet werden. Nach Ansicht der Studienfftlle wirklich brauchbare Erfindungen sollen mtt Genehmigung der Erfinder in VtodellDlssbellmrgen event. auf bei^ Leipziger Messe vereimgt werden. Ein weiteres Bestreben geht dahin, die Genehrnigung der Sludienstelle des Jftstittfts als Patentprüfmrgsstelle heim Patentamt durchzusetzen. Eine Kommission soll sich mtt iier Prüfung der Patenanwaltsgebühren befassen. Former lvurdc beschlossen, einen Anttag zu untcr-stützen, der/ die Verlängerung durch den Krieg nicht ausnutzbarer Patentrechte _ ^ um die Zett der Krie«SdEr fächert, .Der Voranschlag für die heute beginnLnde 'LchwuvgLrrchlSperVde mußte um $»*i Tag« ®rin° kT,X i,! -9^ Um einer weiteren MKbreitun» der »ch ÄÄ ZL mtd ®“ termftitai fÄr '^ ^ÄfiSiSS Gevlchtrsoal. Ein Monsterprozeß. e£Äi.ViÄS' iSätc tetesss r «affe'jsÄ Philippi tms Wiesbaden CfiffortiM S^rfc 0 * 1 ** 1 angenommen bzw, sich bei Lieferung dA Suchers schuldig gemacht haben. 13 Unteroffiziere und Mnn^E scimften wurden bereits vom GouvernemeirtSgericht zu Main» »er- r\J c toft.eiit UitteroFmiei:, der sich für 200 000 k». lrctz. Jahre drei lvLonat Gifänmüs lofttl ^ istwLgen Enkwen-mi/eines dem'^La^m^ L^aestö^ ää? ä ss,S L “ 7l » e ffutter Freis^L fällig JirriirPgcnnefen wurde. *** ^ kosten- « 4%7 to Äfc2»*" * Bruder Jrunz II W ^S tOT Ä®* ^ Oberlehrers Pvof. U. tz, ffriedbera durch ILrn- bruch und Erbrechen von Behältnissen Kleider^V^s^ttuke. :irtm& mtn^nÄ o l r m ^ €rte vou mehreren 1000 M % dln^klagte, em rückfälliger Tieb unb ^ seines Leugnen- für *"* D€Mte **" »“ 2 “* 5?frnÄ r ^ f Ä ^Zärtlichkeit hatte sich der mtla und SSSlf'S Sch- *? n Ober-Mrken wegen Dormchme mizuamger Handlungen mit emer Person untre 14 fahren zu ^yZrt «Monwen Gefj^i; 6 m,ricS *” (Cirr>"w eT TOPohner PMrpp S. m Wacl-enbuchen ist vom biesiaen 9 ?n^^^vsgeu unbefugten Aufkaufs von 11 Pfund b .U t ttx su Rerskirchen und Ueberschr-ütung de§ Höchst- diale^ Urnd bezahlt) sowie' wegen' unbk" Iu7? n JLi^ zu Geldstrafen von 150 und ©cIMkS J#« Berufung hin wurde die vueiolträfe von 150 Mark auf 75 Mar? herabgesetzt. vermischte». ^ (^iv.-Tel.) Dem ,)Brrli7«w Tageblatt" ^lsolge smd auf der Strecke Quakenbrück-Rhei^e ^ §-^^^"L^^lammen ge stoßen. 19 Wagen wurden trurnrnert. Beche Zugführer wurden getötet und Kwei Beamte schwer 13. Okt. (WTD.) Reuter meldet aus Dukwb <»j>^^ota): Bei einem Waldbrande in Nvrdminücsvt.r ^s-c§n Ashlano und MooselaSe sind z. n n ^ verbrannt. Ter Millionen Dollar. Verlust schätzungsweise 500 Personen Eigentum belauft sich auf viele und unerwartet erhielten wir am 3. Oktober die ÄVl “' h » N “ tricht - d “ Cü Wilhelm Lang-litz Unteroffizier in der Königlich Preussischen Pionier-Kompagnie 241 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. und der Hess. Tapferkeitsmedaille PflirwSr 6 “ 136 ' d T C t p ran T ha8S naeh 4 6monatiger treuer gestorben ii^ ™ ^ Lebens;ahre deQ Heldentod fürs Vaterland Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich August Langlitz . nebst Verwandten. bteinberg b. Gedern und im Felde, den 12. Oktober 1918. I ■ Heute nachmittag 1>/, Uhr entschlief nach schwerem S" meinei treugehebte Frau, unsere gute Mutter und bchwiegermutter, Frau Helene Wernecke geh. Klipstein. Gross-Gerau und Giessen, den 12. Oktober 1918. In tiefer Trauer: Julius Wernecke, Oberstleutnant a. D. Mila Hemmerde geb. Wernecke Kar! August Hemmerde, Gr. Regierungsrat. Die Beerdigung findet in der Stille in Darmstadt statt. 77731) mmw 7774V M fctvfÄf' iä Nachruf. H«— »«schied unser lieber, guter Kollege Heinrich Schomber Wärter in der hell, und Pflegeanstalt. Wir verlieren in ihm einen lieben, guten Kollegen, dm wir nie vergeffen werden. DaS gesamte Wartepersonal der Heil, and Pflegeanstalt. Gießm, dm 15. Oktober 1918. Gestern aachmttta, entschlief sonst noch kurzem, aber mit groher Geduld ertragenem Leiden unser tnnlgftgcliebtrr Sohn, Bruder. Schwager und Pate 14 . Oktober ab fallen die Schnellzüge V 125 r° & c£ n i A ?b9MNm., Gießen an U.NNm.,' Berlin ^riedr.-Str. an 9.so V., und ü. 12a ^«^^dr.-Str. ab 7 M Nm.. Gieben an 5.6 Bm. ab ü?-r?°bend^ous.'" 7 ' ^ Srter l°^Bn^°or. Kol. Eiseubabadirek tiou Frankfurt (M.) 778 öid Frachtstückgüter werden am 16.. 17. und 18. Oktober i^^ Direktionsbezir-kS ^-rankfurt flK.) zur Beförderung nicht angenommen. Frankfurt m.), den 14. Oktober 1918. 7790id _Königliche Eiieubabndireklio«. ^ C «w* ^ersteigerittig v. gebr. Pferdrgeschirrrn. er», q«^"Ehmigung des stellv. Generalkommandos findet ?«aMo«tag de« «I. Ott. 1818. vor.n. 9 Uhr beginnend: Dteburger Strafte ist;, gelegenen lirUf H^ndwerker-Zentralgenoffenschaft die äffent ;litlnu$ n2 Uxta pE?n gebrauchten Geschirren. Geschirr Auftrag der Sattlerleder. ?^.V5b"°acwt>n,ch!.s°erioIot «tlien od?r uin Jl * 6 ad "f«S, der auch Säcke. Ktllcn °der'an toes BervockiinaSmaierial zu steilen hat. 5»LL.?^^^L'.tL'a-n°F-n,chatt. d «cm e.»nllstio- -Aktt.ug- ielIich-s.TnLow. Weißkraut, roteRübenündKürbis eingetroffeu. Verkaufe Mittwoch. Donnerstag, Freitag von 8 ttvr an tm Ho»e des GaktbanieS Lnm Schtvanen, Walllorurafte iJB5 Kaufe schöne« Meerrettich, ""^rurage. !--- Frau Frosch. I s rELLEN A NGE 3ÖTE Heiser '»fort gesucht 77616 ^MedijiiiisKe SUi itf. Sanderer 7629 •p ö u § b « v f di c ^i$ te Arbeit gewcht. «r! Sebvttb, Selters w. 23. / StadtkundigerAuSträger oder Arröträgerin zu sofortigem Antritt gesucht 77«a I. Rlckcr^chc Univ.-Biichhnndlllng, Laufbursche für leichte Arbeit gefncht 7781 Marktplatz 17 UhrMüihttlkhriiiig -es. ceea Gg. Koch, Mühlftr. 2. Wilhelm Deutsch im Alter von 38 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: I«kob Deutsch und Frau Familie Gustav DebuS nebst asten Verwandten. Lang-GönS, den 14. Oktober 1S18. Die Beerdigung findet Mittwoch den 16. Oktober, nachmittags 2 Uhr, statt. 06988 Fräulein Stenographie nnüSchrcidmaschrnk, welches Seit auf Rnwaits-Sureau tätig war und mit Uostenwesen vertraut ist. per f. November oder doch zu möglichst baldigen Eintritt ans An- waitrbureau gesucht. Vewerdsugen mit Lebenslauf ZM$ H an fl »'\ “ nö /eha!rsansprf!chen unter 7688 an den Eleßener Anzeiger eroeten. Pür alle ber^licbe hiebe und reilnabme, die uns bei unserem schweren Verluste bewiesen wurde, sagen innigen Dank s Karl just Karl Leib, Lehramtsassessor Johanna Leib. Mainzlar, Offenbach, den 15 . Oktober 1918 . Sauilßrcs, eiiri. SisistnädeiieD ober Lauffrau sofort gesucht 0>9,1 Marktplatz 11 . 8r&TO» Slflächei lagdüber ob. wr ganz gesucht. Frau Baa- rat Braabach, Roonstr. 6. Jiing, solides, fleißiges Mädchen vom Lande alsbald für meinen kleinen Haushalt !3Vers.» gesucht. 7783^""' Me Bogenanlegerin «i f »r Druckereibetrieb gesucht. *3rul)l sche Univ. - Buchdruckerei, Maschine«, und Hand Näherinnen gesucht. 0590 irtln LsoSar, Asterw. 29, N Wäscherin sofort gesucht 77831 Medizinische. Frauen^ «nd Hautklinik. StQtse aus guter Kamille gesttch n eine Metzgerei und Wirt schalt mit etwas Landwrrt Natt., iivamilienanschluft.. Erntrltt sofort od. auch später, r™». fy r !, ^ofmann II., 775 % Gr ündern lHessen). Bum l 11. suche ich ein reinliches Lanfmädchen für 2—3 Stunden am Bormttiag. SamStagS länger. Für Lauterbach eine Köchin, die Hausarbeit mit übcrttimntL Auskunft zu holen morgens von 9—11 und abends von 6 Ubr an. Frau Tb. 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Hirsch «« Neuen Baue 22 iVenffon» Sprechstunden: 1i-1,A-3Uhr. n^Z B r xm ' 7^ Hsrtemrnkiitie N. IM scsnnden. Zu erftagen tn Butzbach, WetfelerStr. 46, 1 . ia- äPfifif von Antiauitäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt- eisen, sowie allen von mir geführten Artikeln. 4955 Louis Rothenberger. Heute vormittag 8 Uhr verschied infolge einer im Kriege zugezogenen Krankheit mein geliebter Gatte, der treue Vater seines Kindes, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Nefle Unteroffizier Heinrich Leun rm 31. Lebensjahre. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Minna Leun geh. Schwalm. Lollar, Großen-Linden, Schupbach, Gießen, Jüterbogk, Nordholz, im Felde und in englischer Gefangenschaft, den 14. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 17. d. M, nachmittags 37- Uhr, auf dem Großen-Lindener Friedhof statt. 7788D Am Samstag den 12 . Oktober starb mein lieber Mann, unser guter Vater Finanzrat Jakob Steinhäuser Vorstand des Gfrossherzogl. Finanzamts Giessen im Alter von 54= Jahren. Giessen, den 14. Oktober 1918. V V Marie Steinhäuser geb. Heineck Gerhard Steinhäuser z. Zt. im Heeresdienst Konrad Steinhäuser Albrecht Steinhäuser Klaus Steinhäuser Marianne Steinhäuser. Das Begräbnis findet Mittwoch den 16. Oktober, nachmittags 4V, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. — Blumen' und Besuche dankend abgelehnt. 7784D Allen A. H. A. H. sowie aktiven und inaktiven Bundesbrüdern die traurige Nachricht, daß unser lieber a. B. Richard Maas San.-Seldat in einem Infanterie-Regiment auf dem Felde der Ehre sein junges Leben fürs Vaterland gelassen hat. Die G. B. Germania. I. A.: H. Zimmer mann cand. forest. XXX 7768V Statt jeder besonderen Anzeige. Am 28. September fiel fürs Vaterland mein innigstgeliebter Mann, der glückliche Vater seiner beiden 86hneben, mein herzensguter Sohn, mein treuer, unvergeßlicher Schwiegersohn Herbert Leuer Hauptmann im Rhein. Jägerbataillon Nr. 8 zuletzt Bataällonskommandeur in einem Inf.-Regiment Inh. des Eis. Kreuzes II. Kl., der Hess. Tapferkeitsmedaille, des Mccklb. Militärverdicnstkrz. u. d. Oestr. Militärverdienstkrz. m. d. Kriegsdek. ln tiefem Schmerz: Hedwig Leuer geh. Schwörer Lina Leuer Ida Schwören 7769 Gießen, Lieh, den 14. Oktober 1918. (Ludwigstrasse 22). ■ W ibotA, am 13. Oktober, entschlief nach langem, schwerem Leiden meine liebe, treusorgende Mutter, unsere gute Schwester Frau Auguste Tiefensee im 0P. Lebensjahre. geb. Vollmer Die trauernden Hinterbliebenen: Walter Tiefensee, z. Z. im Felde Alma Vollmer Hedwig Vollmer Hugo Vollmer, Pastor. Gießen (Walltowtr. 48), Wiesbaden, Prctzscha-d. Elbe, 13. Oktober 1D1S- Die Beerdigung findet Donnerstag den 17.