Nr. 2 $0 Erster Blatt S>r Siebener Nnztt-er «ttchemt täglich, außer konniaaS. - VeNanen: Sichrnereaniilienblätter; K' t HI q 11 (8t den Kreis Liehen. Bezugspreis: monatl.91'k.1.J5, mertel- iährl cd DU. 4o5. <^rch Abhole- u. Zwetgstttten numatl. Ulf. 1.25 burrh die Post '2lt. 4.05oitrtei- jotyrt, auSschl. Bestell-. Fernsprech - Anschlüsse: sür die Schristleitungl 12 Verlag,GeschäswstelleSI AnschristfürDrabtnach- r»chten: Anzeiger Liehen. (68. Jahrgang Lamrtag. (2. Moder (9(8 ^luutltme do«i die Lagee-nummer bi4 Min 9!oct):muaii uoihet ohnejt'dcBerbiiid:nl)keit ZeNenpreise: für örtliche Anzeigen 25 l>f.,ilir auswä uiqe 30 Bl., für Reklamen Mk.1. — nebst 20" ,Teue- rungszus ! lag;Platzvor- schrill 20 % Ausschlag. Haupt chrr lleirer: Aug. (&oei\. Verantwortlich vankoettehr: für Polit k: Aua.. Owetz: Sewk-dedan! Siezen de» übriacn icil: Dr. Rencholb Zenz; fiu den Zwillmgrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Unio.-Such- u. Steinfefuderei K. Lange. Schriftleitung. SeschLftrstelle ».vrirckerri: SchMr.7. * ä 'S'(,; Liehen! Psstscherttont»: Franlfurt a.M. U686 General-Anzeiger für Oderheffen Nene vergebliche Angriffe öer Westen. Mschenrkckblick. In dieser Stunde ,wo jeder einzelne sich ängstlich hütet, den Ereignissen vorauszueilen, die durch die Erneuerung der deutschen Politik ins Rollen gekommen sind — liegen unsere Betrachtungen vorwiegend aus den zurückliegenden Kr iegsjahren. Ist da etwas versäumt worden, und wen traf in solchem Falle die Schuld? Im allgemeinen ist man sich in allen Parteilagern urnseres Volkes völlig darüber einig, daß unsere politische Führung an der -Spitze des Reiches vor und nach Aufbruch des Krieges, bis auf diesen Tag, mangelhaft und ungenügend war. Die Auslese un- serer zünftigen Diplomaten hat uns im Verlauf des Weltkrieges geradezu auf den Hund gebracht; in der wettfremden Verborgenheit, in der sie, bei mangelhaftem Interesse unserer politrschen Parteien, ihre Fäden spann, gedieh keine Schule, erwuchsen uns keine Charaktere. Von der Schuld am Kriege fühlen sich unsere Staatsmänner, und das glauben wir ihnen nach wie vor, frei. In diesem Punkte ist auch Präsident Wilson einsichtsvoller geworden, denn er betonte, in seiner letzten Rede die Nottvendigkeit, künftig alle (He- heimbündnisse, die nur Kriegsgefahren nährten, zu verhindern. Bei diesen Worten mußten sich alle Blicke auf England richten, das übrigens auch knoch manch anderen Satz in der Septemberrede Wilsons mit Unbehagen gelesen staben wird. Es ist heute nicht die Zeit, den Fehlern der deutschen Diplomatie iiu einzelnen nachzuspäreu, und mit kritischen Vorwürfen ist in unserer heutigen Lage wahrlich nichts getan. Aber was im Kriege das Volk ganz besonders beunruhigen mußte, das war, als die ersten Forderungen ans Handeln der deutschen Staatskunst gestellt wurden, -eine unerträgliche Unentschlossenheit, ein Zaudern, das die Geduld des Volkes allzusehr auf die Probe stellte und die schlimmste Leidenschaft, die Streitsucht, bei ihm weckte. Wir haben am Reichskanzler v. Vethmann Hollweg die rein menschlichen Eigenschaften, seinen unbestochenen, Volks freundlichen Sinn, seine Gewissenhaftigkeit und Lauterkeit, immer hoch geschätzt. Daß er eine Anlehnung auch an die breiten Massen des Volkes suchte, haben wir begrüßt und anerkannt. Aber er war doch so wenig ein rechter Führer des Volkes wie seine Nachfolger. Er ließ den inneren Streit der Meinungen über den U-Boot-Krieg ins Ungemessene anwachsen und konnte nicht rechtzeitig zu einem wirklich erlösenden Schluß kommen. Kein Mensch, dem das amtliche Material nicht zugänglich war, konnte sich über die strittige Frage eine feste und begründete Meinung bilden — und doch wogte er Kampf im Votft darüber hin und her. Es ist heute noch nicht völlig klargestellt, was für und was gegen den unbeschränkten U-Boot-Krieg sprach, und erst die Geschichte wird ein gültiges Urteil darüber fällen können, ob der Krieg mit Amerika vermeidbar war oder nicht. Unsere Leser erinnern sich, wie wir die entscheidende deutsche Note an Amerika vom 31. Januar 1917 ausgenommen haben; wir schrieben damals, daß wir „angesichts der ernsten, folgenschweren Entscheidung nicht jcmchzen und etwa sagen möchten, daß es wieder eine Luft sei zu leben". Wohl aber hatten wir uns gefreut, daß nit dem Entschluß, für den dann auch Herr von Zethmann Hollwcg eintrat, der ewige Hader im Innerst. aus der Welt geschafft sei. Leider entzündeten sich weitere Konfliktstoffe. Oben wurden die Reichsaeschäste verwaltet, aber es wurde nicht regierst Herr V. Bethmarm Holkweg war Volks freundlich, aber nicht volkstümlich. Wenn die Wortführer der Parteien am lautesten sich gebärdeten, war es in der obersten Regierungsstelle oft wochenlang still. Wie anders sah es bei unseren Gegnern ous! Dort hatten der Kampfwitte und die 'Geschlossenheit der Völker immer wieder feste Stützen an den volkstümlichen Reden und Kundgebungen der führenden Staatsmänner. Wie viel enger war dort die Fühlungnahme mit der Presse, deren Wirksamkeit und Bedeutung unsere Regierungen meist unterschätzt haben! Die deutschen Zeitungen muhten, soweit sie sich nicht in die schädlichen Auswüchse der Parteizerrissenheit Hineinreißen lassen wollten, sich im wesentlichen damit begnügen, die großen Erfolge und Siege unserer Heere und unserer strategischen Meister mit freudiger Würdigung zu begleiten und alles zu unterlassen, was die politische Auswertung dieser Siege herab gemindert haben würde. - heute stehen unsere Sachen noch nicht etwa so, daß diejenigen Recht hätten, die jetzt umhergehen und s agen : „ich wußte es längst, daß wir nicht den Endsieg erringen könnten, wir hätten langst „Schluß machen" sollen, ich bin schon immer ein Miesmacher gewesen". Nein, solche Leute haben unserem Kamps geschadet und unsere Aussichten rricht gebessert. Man erinnere sich an das erste Friedensangebot der Mittelmächte vom 12. Dezember 1916. Es war angesichts der politischen Haltung und Aeußerungen unserer Gegner wenig aussichtsreich, und wer seine Veröffentlichung mit Zweifeln begrüßte, dem hat der Ausgang nicht unrecht gegeben. Wenn das gesamte deutsche Volt geschlossen seine volle Zustimmung zu diesem Schritt seiner Negierung erteilt haben würde, wäre die Antwort der Entente etwa weniger abweisend und unversöhnlich gewesen? Wir erinnern uns, wie namentlich die Russen noch obenauf waren! Pokrowskh, der russische Minister des Auswärtigen, lehnte, in Urbereinstimmung mit der Duma, von allen un* seren Gegnern zuvorderst hohnvoll ab. Der Zar verkündete, Nxnige Wochen vor seinem Sturz, noch einmal seinen Zer- schNr-t^rungstvillen. Lloyd George und die anderen bliesen ins selbe Horn. Hätteii wir damals Frieden schließen wollen ober müssen, so wäre.es uns auch noch auferlegt worden, Rußland wiederaufzubauen und zu entschädigen! Dies wurde besonders schroff ausgedrückt in der gemeinsamen Antrvort der Entente-Staaten auf Wilsons Friedeusanregung vom 18..Dezember 1916. Spater erfuhren wir dann noch durch die Lüftung der geheinren Verträge, daß Frankreich sich auch das linke Rheinufer hatte zusichern wollen. Nein, da haben wir heute doch einen besseren Stand! Wir konnten auch im Jahre 1917 von der Entente keinen annehmbaren Frieden bekommen; sie lehnte es ab, in der „russh- scheu Räuberhöhle" mit uns zu einer Verständigung zu kommen. Die Gegner rechneten mehr und mehr mit unserer und unserer Bundesgenossen innerer Zersetzung. Nachdem Bulgarien von uns abgefallen war, die Zustände in Oesterreich-Ungarn immer unhaltbarer geworden waren, mußten wir erkennen, daß es an der Zeit sei, unnützem weiteren Blutvergießen ein Ende zu setzen. An was sollten wir noch die ungeheuren Opfer eines Vcrnichtungskampfes verschwenden! Besiegt sind wir nicht. Auf der Grundlage des Programms Wilsins, der sich in feiner letzten Rede sichtlich dem Verständigungsgedanken näherte, kann eine neue Weltlage aufgebaut werden, in der dem deutschen Reiche die ihm gebührende Stellung eingeräumt werden muß. Wir müssen die ganze Umwcnidlung der Staatenmachtverhältnissc mit in Betracht ziehen, wenn wir erwägen, was der Weltkrieg uns eingebracht hat. Unsere alten Gegner können wahrlich nicht triumphieren. Frankreich ist ausgeblutet, der russische Imperialismus, der eine Gefahr für uns war, ist verschwunden. Mögen unsere Unterhändler dafür sorgen, daß uns leine zu hohe Rechnung dafür präsentiert wird und daß namentlich dem britischen Weltreich in der Neuordnung der Welt keine unbegründeten Vorrechte vor anderen Völkern eingeränmt werden! Wir sehen in der östlichen Nachbarmonarchie eine Entwicklung her an reifen, der wir uns heute nicht mehr entgegenzustellen brauchen. Die Errichtung nationaler Staaten, eines Staatenbundes freier Völker im unmittelbaren Osten erscheint uns nicht mehr als unvereinbar mit deutschen Interessen. Besonders ist es zu begrüßen, daß alle Deutschen in Oesterreich ihr Selbftbestimmungsrecht geltend machen und sich zu einem nationalen Ganzen zusammenschließen wollen. Heute wird die deutsche Antwortnote an Wilson abgesandt werden. Sie soll vorher dem Ausschuß des Reichstags und dem Bundesrarsausschuß zur Beurteilung vorgelegt werden. Möchte die deutsche Sprache würdig, fest und bestimmt geführt werden, wie es einem Volke ziemt, das sich in vierjährigem Kampf gegen eine ganze Welt von Feinden behauptet hat und das, wie auch ber „Vorwärts" zu betonen für nötig fand, auf neun Millionen tapferer Verteidiger sich stützen kam:! Der Abenvbericht. Btrlin, 11. Oktober, abends. (WTB. Amtlich.) Vor unseren neuen Stellungen östlich von Cambrai und St. Quentin und auf beiden Maasufern find feind-- liche Angriffe gescheitert.Nordöstlich von Cambrai habe« sich erneut Kämpft entwickelt. * Der österreichisch.ungarische Tagesbericht. Wieu, 11. Oktober. (WTB.) Amtlich wird verlauwart: Italienischer Kriegsschauplatz. An den GebirvSftonttn vielfach Kämpft von Siche- p-ungs- und Erkundungsabteilungen. Balkan-Kriegsschauplatz. Der Uebergang über den Skmndi blieb der italienischen Reiterei auch gestern verwehrt. Prizrem und Pristina wurden durch unftre Truppen geräumt. Auf den Höhen nördlich von Lesconac stehen deutsche Bataillone im Kampfmitden Serben. Hinter der Armeesrvut mehrfach Bandenkämpft. Westlicher Kriegsschauplatz. Unsere Regimenter beiV erd un bestanden auch gestern erfolgreiche Abivehrkämpse. Der Chef des AeneralstabS. (WTB.) Großes Hauptquartier, 11. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Südwestlich von Douai setzte der Feind zum Angriff gegen den Trinquige-Abschnitt südlich der Straße an. Kanadische Regimenter, die über Saillh hinaus wrzubrechen versuchten. wurden unter schweren Verlusten zurückgeworfen. An der Schlechtfront östlich von Cambrai und St. Quen- ttn sind starke Angriffe des Feindes gegen unsere neuen Stellungen und ihre im Lvrgelände belassenen Vortruppen gescheitert. Der Feind stand am Abend etwa in Linie Naves— St. Vaast—auf den Hohen westlich von Selesnes—Le Chateau—Mstlich der Linie Souplet—Vaux—Aubigny—Eison- ville—auf deur Westuftr der Oise Mischen Origny und La Fere. Teilangriffe des Gegners bei Berry-au-Bac. an der AiSne und der Suippes und Arne wurden abgewiesen. Zwischen St.Etienne und der Aisne haben wir unsere Truppen in rückwärtige Linien beiderseits von Grandprs ans das Norduftr der Aire planmäßig vom Feinde ungestört zurückgenommen. Auf dem westlichen MaaSuftr setz e der Feind erneut zu starken vergeblichen Angriffen beiderseits der Straße Charpentry—Romagne mr. Auf Dem östlichen Maasnfer griff der Amerikaner tagsüber mit starken Kräften Sivry — Hau.uont au. Truppen badischer, sächsischer, rheinischer und österreichisch-ungarischer Regimenter schlugen in hatten, Kampfe alle Angriffe des Feindes ab. Das österreichisch-ungarische Regiment Nr. 5 unter seinem Kommandeur Oberstlentnavt Popclka zeichnete sich hierbei besonders aus. * Sm Monat September wurden an der Westfront 773 feindliche Flugzeuge, davon 125 durch Flugalmichrkanonen, und 95 r^esselballone vermchtet. Hiervon siird 459 Flugzeuge rn unserem Besitz, der Rest ist jenseits der feindlichen Linien erkennbar abgestürzt. Trotz der vielfach großen zahlmäßigen Ueberlegrnhert des Gegners haben wir im Kampf nur 107 Flugzeuge verloren. Der erfolgreiche Kampf in der Luft sucht dre Grundlage für das tatkräftige Eingreifen un'erer Flieger vn dein Kamps auf der Ettre durch Aufklärung bei Tag und bei Nacht, durch Bombenangriffe militärisch wichtiger Zie e rm femdli/en Hin^rlande. Den Angriff auf dcm Schlnchtft de mit Maschinengnvchren und Wurfminen haben die Jufan- lene und Artillerie übn-atl wirksam unrerMtzt. Trotz hartnäckiger Angriffe des Feindes auf unsere Fesselballone, bei denen wir 103 einbüßten. konnte der Gegner unsere sich rück- stchtslos eins tzenden Beobachter an ihrer erfolgreichen Tätia- kett nicht Hindern. Südlicher Kriegsschauplatz. Ans dem südöstlichen Kriegsschauplatz neu eingetroffene Truppen stehen in der Gegend südlich Risch in Gesichts- sühlnng mit Serben und Franzosen. Der Erste Gcneralquarttermeifter Ludendorff. Oie Schanzen «uf denen der Deutsche ln der Heimat für silne eigene und seines Volkes Zukunft ficht, fiad « denen man Kriegsanleihe -eich«eff Line Rede Greys. Ha>ag, 11. Okt. Aus Lmröm wird gdmfetbet: Lord Grey hielt crm 10. Oktober in einer Beffammlmig rn der Zentral halle in Wcftlninfter eine Rede, um Wilsons Politik eines Völkerbundes Ku unterstützen. Ter Vertreter der Mbei.'erpa.rtei mr Kriegskabinett Barnes, der den Vorsitz der Versammlung führte, teilte mit, daß Lloyd George seine besten Wünsche für das Gelingen der Versammlung übermittelt habe. Er e-'Narte, daß der Krieg fvrU gesetzt werden müsse, bis an das unvermeidliche Ende. Es kmtno kein Völkerbmrd bestehen, bevor nicht der preußische Militarismu-I entwurzelt ist. Ein alles umfassender Völkerbund sei das wichtigste Kriegsziel. Wenn der Krieg ohne die Gründung eines solen endige, wäre die Demokratie verloren. Darauf ergriff Lord Grell das Wort imb sagte u. a.: < Der wichtigste Gegenstand der Versammlung liegt in der sehr bemeröenswertett Rede des Präsidetcken der Vereinigten Staaten vom 22. September, worin er die Alliierten ftagt, ob er sich in irgend einer BeKi^hung in seiner Deutung des Kriegszieles oder in feiner Apffasfung über die Mätiel, durch die eine lieberernstim- mung erreicht werden kann, geirrt habe. Spater hat Balfour und eben e«ffc auch Barnes in demselben Sinne gesprochen. Dies sind in einem gewissen Sinne Antworten an Wilson. Unser Ziel ist es, allen klar zu machen, daß wir ulte darüber einig sind, daß diese Deutung des Kriegszieles auch urrsire Deutung ist, und daß wir ferner zu der Methide Bettrauen haben, um zu einer Uebereinstimmung über dieses .Kriegsnet zu konrmen. für das Wilson so ernsthaft plädiert. Aber natürlich ntti| die einzig gültige Antwott im Namen des L-rndes auf eine Frage von solcher Bedeutung vom Ministerpräsidenten kommen. Ich zweifle nicht daran, daß sie so mrsfallen wird. Wilson verlang!^ die Ein'heit des Zieles unserer Bundesgenossen. Ich bin überzeiagt, daß die anderen tust uns verbündeten Regierungen auch filr diese EinigLeft sorgen werden. Der Friede ist in Sicht, aber er liegt noch nicht greifbar da. Jeder Mangel an Unterstüchmg. jede Uneinigkeit z^visclMt den Bundesgenossen untereinander, jedes Etwas, das DeutschlMtd Hoffnung gibt, würde den Fttedetr wieder weiter entfernen. Es darf keine wir^iche Ehrnre. um einen wirNich guten und sicl-eren Ftteden zu bekommen, vernachlässigt werden. Dmken sie einmal nach, welch ein Unglück es wäre, falls wir. nachdem wir in dein Glauben zrrr Friedenskonferenz zusammen^ gekounnen wären, daß der Krieg zu Ende sei, zu der Erkenntnis kommen müßten, daß die mllitättschen Führer von Deutschs rnd noch intMer die Männer des Unheils seien, und daß der Fttede, der abgeschlossen würde, untergraben werden würde durch die Manschen, die den Ktteg heraufgeschworen hatten und deren Kttegs- Politik sich iriemals ändern wird. Dies müssen wir um jeden Preis vermeiden. Darum sage ich, daß Wilsons Antwvtt gut und weise ist. Es sind in den letzten Momtten Kanzker wie Marion netten über die Szene hinweg klangen. Wir wissen nübt. wc^an w'w mit der persönlichen Autotttät einer jeden Pers-m sind. Wir müssen uns an die Reichstagsresvl-uition vom 19. Juli 1917 er- rmrärn. Tie militättsche Lage nm für Deutschland aüuf'h, und die Folge bildeten die Fttedensvetträge von Breft-Litow >' und Bukarest, sowie die ösfentltche Ausmerzung der ReichStag-r^- lutivch söie hatte ihren Dienst getan. Wilsons Antrvvtt z.ngt die Einsicht Lmd die Umsicht, die absolut rwtwttrdig sind. Grey lehnte dcq j^xnttet d), daß der VSlkerbutch cm Bund bn Alliierten sein ittti^mit dein Ziele, bk Beherrschung ei'ier beftrrmnaen Gruppe wem Jeanpiren öufrjcd)! zu erhalten. Auch lehnte er den Gedanken ^ ^ dl«m des Völ?erlknrdes als ein Ersatzmittel für ein '^rnde des Krieges verwendet werden köm«. Ein Völkerbund frTOifk juftttu» dem Ende des KÄeges ergeben Lnr Edward Gr e y erklärte zum Schlüsse seiner Rede weiter. !^ ^"mme mal Wilson darin überein, dag im Augenblick ein root Verbund nicht gebildet werden könne, da jetzt die Regierungen ryre ganze Kraft auf die Beendigung des Krieges konzentrieren Es sei jedoch an der Zeit, jetzt schon ein Schema für den Völkermord aufzustellen. Man werfe ein. daß solche Schemata bereits früher ausgestellt worden seien, urrd daß es dann bei den Vl arten geblieben sei. Im vorliegenden Fall sei jedoch ein solcher -L-erlanf unwahrscheirrlich. demi jeder der diesen m der Weltgeschichte beispiellosen Krieg mitgemacht habe und sich oor Augen harte, der nächste Krieg bedeuten würde, der käme selbst zu dem Schluß, daß jeder weitere Krieg vermieden werden müsse, ueber die Abrüstung könne erst dann geredet toerden. >oenn Deutschland An gutes Beispiel gäbe. Jede Regierung müsse eine genaue Ausstellung über die im Lmtde befindlichen Waffen machen. Tiefe Aufstellung müsse sich auch auf solche Waffen erstrecken, die für andere Länder hergestellt werden. Drohe dann ein Staat, den Frieden zu stören, so müsse gegen ihn die Wirtschaftswaffe angewandt werden. Die Abrüstungsfrage könne jedoch kaum radikal und absolut befriedigend gelöst werden. Tenn selbst bei einer allgenieinen Abrüstung aller Mächte könnten die Handelsschiffe und Hair^klsaercplane als Waffe benutzt werden, und hier könne man doch unmöglich eine Emschrätckung erntreten lassen. Aber das Gefühl für Sicherheit werde in der ganzen Welt zur Abrüstung führen, und aus diesem Gefühl heraus werde dann der Völkerbund entstehen. Eine Aerrßerirng der italienischen Regierung. Rom, 10. Oft. (WTB.) Die Agenz ia Stesaai veröffentlicht folgende Auslassung über die Note Lansings. Tie erste Antwort der amerikanischen Regierung ist, wie sie von der ganzen Entente erwartet wurde. Die Worte, in denen die Note auf den VorsMag Deutschlands und feiner Verbündeten antnwrtet, sind ein klarer Beweis für die Absicht, einen geveckücn und dauerhaften Frieden herbeizufühoen. Es ist nuir an den Mittelmächten, durch Taten zu beweisen, daß sie, indem sie ihren Vorschlag- für den Waffenstillstand absandten, von der gurten Treue beseelt sind, von der Wilson die MögliclOert. Verhandlungen bis zu dnem guten AnSgerng durchyuführen, abl>ängig nracht. Um abzuwartcu. ist eS notwendig, daß wir utrs geschlossen an die Grundsätze der Entente halten, und daß wir einen neuen Beweis der bewundernSiveiten Widerstandskraft liefern, die fach in den scchoer'ten uird fvirte^tcu Augenblicken eines nationalen Lebens fähig erwiesen, eines Wiver- standS. an dem alle noch so verfänglichen Vtanöver gescheitert sind. Tie Regierung ist sich ihrer Ausgabe bewußt, in vollständiger Uebereinstimrnung mit den Miierten vorzugehen und so der Interpret deS einstimmigen WsillenS der Nation zu sein. Schweizerische Stimmen zur FrjebenSfrage. Bern, 10. Okt. (WTB.) Ter „Sun d" schreibt: Die Ant - wort Wilsons ist so gefaßt, daß sie eine weitere Diskussion nicht auSschließt. Im Gegenteil, Wilson wäre geneigt zu Ver- hcnrdlnngen. wenn er darüber Gewißhnt haben könnte, daß der deutsche GM, den er bisher bekämof.e. einem anderen gewissem ist, !den er nicht mehr zu bekämpfen braucht. Wie auch die Lösung zc, sürüen sei. sicher ist. daß wir dem Frieden zugehen. Der Austausch der Noten und Erklärungen wird fortgesetzt, bis es zu eigent lichen Friedensverhandlungen kommt. Auch die „Basler Nationakzeitung" ist der Auslassung, daß die im Ton nicht schroff gehaltene Antwort Wil'ons Uumrfelbare Fr«densverhandKnrgen ein leite. Zw-ffellos be-^rtze dk Note, trotzdem sie sich jeder Herausforderung im Tone enthalte/ evie sehr schwere und ernste Prüfung für Deutschland. Anderer ßnts seines [rfyrKb klar, daß Wssson durch die Annahme seiner Vn sauage durch Deutschland eine starke moralische Vervlichtung über- n-ehmv. der ,rch z-u entziehen gerade er nicht der Mann sein werde. Ein ukrainisches Urteil über das Friedensangebot. b- Okt, (WTB. Nichtamtlich.) „Nowa Rada" fmonbt: Das Friedensangebot unter Anerkennung des Wrlsonschen Pwgramms bedeutet einen Aktivposten der Zentral- machte. Die Lage Deutschlands ist durchaus nicht ho'fm'ngslos, nE crnmal sehr schwierig, da die WiderstandSsälngkeit Deutick^ lcmdS irch als l^st und unbegrenzt erwiesen hat Tie letzten Enttnte- der Westiront haben keinerlei entscheidenden Eharakier Wnte Okkupationsgebiete in Ost und West, sich enveiternde Ein^ flußspiEn rn den neutralen und neu entstellenden Staaten, die wntere Entfaltung der Technik, der Unterseebootkrieg und die hohe Organtwtron der deutschen Arm« würden ihm die Weiter- fuhrung des Krieges bis zur Erschöpfung der Entente er m o g tt chen. Tre Entente hat keinerlei Grund das Angebot zuruckzuweisen. Die ganze Kulturwrlt, auch die Ukraine, müssen das Angebot unterstützen. Die Erwartungen der Türkei. Kon stantino pel 10. Okt. (WTB.) Die öffentliche Mei- wrng m Presse und Publikum drückt die starke Hoffnung au». daß n f V A n .® c b P t angenommen werde. Sie be- ntTt sich darauf, daß formtet wesentliche Unterschiede m der Auf- fassimg der allgemeinen .Kriegsziele vorhanden seien. Mit Genug- Bnrrzipim Wilhmz «rch tot «■■ntfaritat der Türket ruffcherten. etbÄrchr Fvik^chritte. Die anderssprachige Bevölkerung wird brutal unterdrückt, die ftül-eren russischen Dsamlen werden entlassen und trebenbürgische Landflüchtlinge und Deserteure als rumänische Sbaatsbcamt« eingestellt. Diese Elemente, die jahrelang über die angeblvhe Unterdrückung ihrer Nationalität in Ungarn klagten, stehen jetzt an der Spitze der gewaltsamen Unttrjvchuing der anderen Völlersdämme. Die KSuigSwahl i» Finnland. , ^^lsinsforS. 10. OH flßSJ.) Ter Landtag stellte im heutigen Plenum den feierlichen Wahlakt, durch den Prinz Friedrich Karl von Hessen zum König von Finnland erwählt wurde, fest Der Akt lautet: Finnlands Landtag. *u erner außerordetrtlichen Tagung versammele gibt bekannt Ta Fürnlmch em selbständigrs fteidj geworden ist und es gemäß Paragruob 3ö der Regierungssorm vom 21. Oktober 1772 dem Landtag obliegt ern Dänig-sdauS für Finnland zu wählen, hat der Landtag am 9. L^wber 1918 Seine Hoheit Prinz Friedrich Karl von Hchen prm König von Firrnland geioahlt, daß er Finnland nach dessen Verfassung und Gesetzen regiere. Der Landtag ver E ,Zugleich den NachLnnmen Seiner Majestät daS Recht, den kömMichen ^hoon nach Seiner Majestät rn der Ordnung einzu ^^ künftig za gebende Thronfvlgergesetz fest- stellb Wre FrmrlaTws Landtag dies alles beschloi'sen hat. jo be- kr am gen wrr als Sprecher des Landtages mch urrserer eigenen ^^^^erschntt diesen Akt, Geschehen. Helsmgsors. 9. Ok^ tODCZ Lulo. rJPZ orrßerotdemliche Tagung des L-crndtagS wvrde hentt geschlossen. London, 10. Okt. (WTB.) Reuter. Der Postdampfer „^ernste x* (2646 BRT.) wurde zwischen Dublin und Holyhead torpediert. Staat»setretär Dr. Sol, über die Verwüstung Frankreichs. „ derlin^ 11. Okt. (WTB.) Ter 6t»itSfrfretäx deS AuSwär MM Dr. Sol f einpftng den Direkwr des Wolsf-Bureaus Dr. uiatrUer und machte folgende Drsfuhrungen: besonders gehässiger ZuZ der Verhetzung, mit der ein Teil toiu)iTaKn Nach ri chtendiensdes die gegenrwärtige Krise des ^rreges v^jelbel. nt die immer wiederholtr Beschuldigung, wir ver wüsteten bei unserem Rückzug absichtlich und systematisch das besetzte franzoii!che Gebiet. Dieser Belchuldigung gegenüber möchte ta) Zhnen wlgendes mitteilat: Es tl’i unwahr, daß deutsche Truppen verrvutidete nredergcmetzelt, Schuten oonätzlich in die Luft ge- vrengt, Kirchen beraubt und aridere Verbrechen an den feindlic^n Gefangenen und an der Bcvölkerurrg der besetzten Gebiete begangen yaden. Dre Zc'rstörungsarlx'it, du bei unserer wie bei jeder Rück- zu^vperation in der Geschichte aller Zeiten unvermeidlich war, hat ftch überall auf das Maß der wirklich unerläßlichsten 5c r re g S n o t w e n d i g ke i t beschränkt, die dem sich zurückzielien- -2 1 S^ XC öcrbt i'. t ^' Ge.,ner in seinem Rücken Stützpunkte von eNKw ick^m Milctarrschrn Werte zu hinlerlassen. Trotzdem blieb bei unserer RückzugSorx-ratu-n im Jahre 1917 die Stadt Noyon ?° n unversehrt, doch ist sie alsbald den englischen und fcanzossschen Geichstyrn zum Opfer gefallen Sotan^e der Kämpf werrergeht. so jehr wir den Verlust unersetzlicher Kunstwerke be- lnuß die Rück!icht selbst aus die ehrwürdigsten Kulturstältm chl aul das Leben unserer Vaterlarrdsverteidiger nach- itieyen. ^oeirn von femdlick>er Seite diese Nossvendigkeit bestritten ^^0, warum betrachten dann die Feinde, die doch die Alrgreisep und rncht dre Verteidiger sssrd, die vernichtende Beschießung von Rmklers Cambrai, St. Quentin, Tvuai und anderer französischer Städte hrnter unserer Front als militärisch gebottm? Tenkeii sie gar wicht an die Leiden der Zivilbevölkerung, die unter strömertdem Regen tn Scharen die gefährdeten Orte verläßt und auf allen.' Strasten und Wegen schutzsuchimd noch Bt.'lgien strebt, der Zivil vevölkerung. «wen Verpflegung unterwegs zur Zeit an die Kräch der deusschm» Besatzung fast unerfüllbare dlnforderungvn stellt tl OKobrr. (WTB.> Tir Flucht d vlger wtrd neben dem Oberlandesgerichtspräsidenten Fren- ken Oberbürgerinet,ter Dr. S ch w a n de r-Straßburg ge- b ? X - rSu tl]d) ^ ^ Bvden der Fortschrittlichen Volkspartet /Lehr und durch seine kurze Amtsführung als Staatssekretär des ReichswittschaftsamtS wettereit Kreisen bekannt gervvrden ist. Tlbg. Gie-bert» Unterstaat-setretär. Berlin, 11. Okt. (WTB.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zettung" schreibt: Wie wir aus parlamentarisck-en Kret,en erfahret,, steht die Ernennung des Abgeordneien lesberts zum Unter st aatssekretär imReichs- A r b e x t $ a m t bevor. Ans Heften. I Darmstadt lOOkt. In ctnrr Versammlung der Darmstadter Ortsgruppe des Verbandes mittel- ndu strieller sprach der verbandSspndikus Dr. Linse- Frarrffurt über Hessische Industrie und Erste cL 0 e r - darauf hin. daß in Hessen 43.9 v. H der Bevöllerung rn der Industrie und nur 27.7 v. H in der &mbtznri~ chast^sschäftigt find. Tie paar JndustriestLüie bringen 12 ^ oack. das gairze übrige Land nur 10 v s SRitfum m. Tk Erste Kammer fei da«»n ganz ans agrarischer Grundla» e aaf- ^ gebaut. Für Handel und Industrie ist nur ein einziger gemein- scrmer Vertreter, der durch den Gwßherzog zu ernennen ist, vor- lge^hen. Der Redner forderte eine andere Zusanrmensetzung der Ersten Kammer, bei der die Industrie zu ihrem Rechte kommt, und Mar tricht aus Grund eines PräsEationS- sondern eiue» Walss- vechtzes. Ter mitteldeutsche Jndustriellstverband müsse mit dem mtttelrheinischen Fabrikatttenverbarch und den hessisck«n Hand-ssS- kammern Fühlung suchen. Die Abgoordmeten Dr. Osann und Henrich, die als Gäste der Versammlung bestvvlmten, begrüßten beide den Gelenken einer stärkeren Brteiltgrmg von Handel m,d Industrie am politischen Leben Hraup-n, at die blauen Karben (6) 250 Gramm Graupen und 250 Gramm Sup sabrkkate. Mit dem 31. Oktober 1918 verlieren die Nährmittel Hatten 10 (Oktober 1918) Hoe GülttgScit. GieW Be-rmntmochunr . ."We «»««afce von Vnrscheinen fflr den »ar- |•»T< f &c%ufl «st bi« ber ftäbt. Fürsorge imtrrftefltrn Krieger- 1?. W a ^ twn Geschäftszimmer (Stadthaus. Zimmer ^ ersehm der VrrteiUmg ist aus der BekiLmtmachung -_** Das ?refl ber Silbernen Hochzeit feiern am Iptw erfr ag ^okommlvsirhver Christian Schweitzer und Frcrü, Fe- WWDSC Mo pp Landkreis Gießen. n^hel hei Nt, 12. Oft. Fritz Hofmann ^orniev-Bakl. D, istnyster Sohn von Stabsarzt Dr. iK «um* xeitcnxtict befördert worden. Kreis Schotten. ffx fc* Schvkken, 11. Oft. Da auch in hiesiger Stadt bedauer- «chttw ase ernr zunehmende Verwilderung der Fugend feftgesteUt werd«r mutz, trmrden di« Poli-eiorcane angewiesen, der Verordnung &e£ stillt). Kvmniandirrenden 6>enevaLs in nachdrücklichster Weise Geltung zu verschaffen »md Zuwiderhandlungen und Uckerlrerungen unnochfichurch zur Anzeige zu bringen. im 'ftnann. Kreis Friedßerg. va. Dad-NaVheim^ 11. Oft. Ein Kellerbr«nd tarn s -bmi . .,_, , ^ „ rrnd mutzte, nm zu dem >randlierd zu «langen, mit dem Rauchhelm arbeiten. Ms llr- ^ ^drandes »onrde ^sdgcstellt datz sich die den Kühlrrrum umgebende Jsvlterma,se durch itgnibturen Zufall entzündet hatte. Nach etwa zweistiündiger Arbeit konnte ooe Wehr wieder abtüdtou HeffrruNassau. ütr. Frankfurt a. M.. 11. Okt. Ter zweite Tag der vom Ergebnis die Gründlpig eiu^ . sahrdetenfürsorge" mit dem m Frankfurt Ausschusses Lrl a. M., dem die sühvenden Männer und Frauen auf dem Gebiete der Fürsorge für Prostituierte und süllich Gefährdete angvhären. Gleichung tourde ern ge s chäfts führender Ausjchuß gewähll. Die Derhandluusen bv- bmidelteu im übrigen die neuen GeieveSlrorlaaen ülier die Gc> schlechlskvankheiten. die im allgemeinen begrützt wurden, wobei man aber den Meldezwang bet GeschlechtSkamVheltien ebenso unr bei JnfektionÄkvankheitien forderte, während die bevAkerungsvvli tischen Gesetzesvorlagen wie Schwangerschaftsverhütung usw. meist abgelehnt wurden. Sie griffen in das persönlich Recht des Einzelnen viel zu sehr ein und mütztmr schon deshalb in ihrem Werte illusorisch bleiben, da das Einzel-mdividuum ja garnrcht kontrolliert werden könne. An die Tagung schloß sich eine Besichtigung deS Monikaheims für uneheliche Mütter und der Sfrldtmission. pochschnlnachrkchten. hl. Marburgs 11. Oft. Ws Nvchsolger des nach Braun- schweig berufenen Professors .Tr. K. Fries ist der .^iislent am Chemischen Institut der Universität Marburg, Prilxudvzent Professor Dr. Wilh. Strecker, zum Abteilunssv'n:ste,l)er ernannt worden. Tr. StrecÜer, geboren 1877 M Offenboch a, %JL, erwarb in Heidelberg den Töktorgnad, bekleidete Asiistentarsdellen ebenda sowie in Goetfswild und habilitierte sich 1904 an leySerer U.ni- versität für Chemie. 1913 kam Dr. Strecker nach Marburg. Seine Arbeiten liegen meist «ruf dem Gebiet der cmoogarnshrn, Chemie. i Ä tfr*a41, ««LsaLäLü -2 ZtmtB T,gütU|i-«.A ii »adütah 3-/lma)«r*Wohnuiif SU vermieten (>'>«99 _C rednerft ratze 34« LchS« tnöM. Zimmer ver 1 November an fei Fräu- letn su vermieten 06u34 Gelteröweg 68, L Sr. Marktplatz 18 Lade» von Gebrüder Röver ander weitig zu oerm. mn* 04#sft großer &&fn auch als Bureau su oerm. Gft tö Reaen wea 50, G rotzer^ckladeu ta Nettrt Geichat,staae. mti 8 Lchaastair.. Hrmtaibti^ flehe. Wtbt, dob iUdcs 1919 ad zu verminen. 7503 Edr. Reiber, Sel erswea II. 3©rl ^irterrt’Sifi«, & scö. Zweck leetgnet. z. oerm. aheres zu erttagen M81 Btsmarckttratze i* L ffuiäSBi 0, oöue ^-Ltttimr.-Wsbng. für kleinen Haushalt fowrr zu mieten aelucht. 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September bis 23. Oktober l. I) werden bei unserer Kaffe wieder die bekannten ab 1. November zu 5 7* verzinslichen Kriegssparkarten zu 1 Mk.. 5 Mk. und 20 Mk. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen: Märtel Sadowski Gießen Fritz Appel Berlin z. It. Deamten'Stcllvertreter beim Stabe des Oberbefehlshab«s Ost den 12. Oktober ISIS. 7*71 Maria Math Fritz Weiß Verlobte. Gießen den 12. Oktober ISIS. Statt Karten! Arthur Appel Marie Appel geb. Metz Vermählte. Gietzes, den 12. Oktob« ISIS. Ihre Vermählung beehre« sich anzuzeigen: ausgegeben, die außerdem auch bei den nachbenannten Sammelstellen der Pfennigsparkaffe erhoben werden können: Christoph Biekex, Lebensmittel-, Tabak- und Iigarrenhandlung, Neustadt 55. Peter Dingel, Papier- und Schreibwarenhandlung, Lindenplatz 5. Julius Hoos, Schreibwarenhandlung, Bahnhofstraße 41. Heinrich Kalbfleisch. Lebensmittelgeschäft, Liebigstraße 71. Wilhelm Klee, Schreibmaterialienhandlung, Marktplatz 2. Jak. Maternus, Kolonialwaren- u. Delikatessengeschäft, Klinikstr. 22. Wilhelm Möser, Zigarrenhandlung, Seltersweg 63. Auch bei den Sammelstellen auf dem Lande können Bestellungen auf diese Sparkarten aufgegeben werden. Ebenso nehmen diese letzteren Stellen Zeichnungen auf die Kriegsanleihe entgegen. Nähere Auskunft bei den Herrn Verwaltern der Sammelstelley. 7 Ev Gießen, im Oktober 1918. Vezirkssparkasse Gießen. Tftfllch orstkiaHßige* Künstler*Konzert. Ab heute bl« Inkl. Hontaj* das gewaltig© Detektiv •chao*piel Das Armband ia 4 spannenden Akten. Nach dem gleichnamigen Roman von llax Kreiser. Die Hauptrolle spielt Eva Speler. Paul Teuniger, Wachtmeister u. Frau Luise geb. Welcker Dreitenbach a. tzerzberg 12. Oktob« ISIS. Gießen 06906 r Vortragsvereinigung Kaufmännischer Verein Gewerbeverein Gießen 7*730 VORTRAG 2 Mittwoch den 16. Oktober 1918, abends 8 Uhr in der neuen Aula Herr Professor Dr. Kartmann, Stuttgart Güter araUs Sonst nod loltor io Spanien (mit Lichtbildern) Eintrittspreis 1 Mark » ^ Militär (vom Feld- -J- webel abwärts) 20 Pfennig. Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt Familien-Konzert föorintag '8 TOD 4 I hr ab r«" Kaffee ^sf ©pia Empfehle eigene Konditorei, vorzügliche Getränke. Cafö ErnstLudwig Inhaber: Aug. Rath Samstag und Sonntag: KONZERT Eigene Konditorei. Cafe Amend feamita? and Honatag [6305 Künstler - Konzert Woistdenn’sKind Lustspiel in 2 Akten nn mit Anna Haller-Linke, der Perl© des Humors. Oeffenfliche Kundmachung der Deutschen Tabakhandels-Gesellschaft von 1916 m. b. H. in Mannheim (Inlandsgesellschaft) an die deutschen Tabakpflanzer und Tabakbesitzer. 1. Aller Tabak lnl&ndlscherHerknnft, also auch derjenige der Ernte 1918 ist zu unseren Gunsten durch die ekanntmachungen des Bundeerats vom 10. Oktober 1910 und 19. September 1918 beschlagnahmt. Unter Tabak, der für uns bes hlagnahmt ist, sind zu verstehen: Unbearbeitete und bearbeitete Tabakblatter, « -ipfeltnebe (Köpfe), Seltentriebe (Geize), Tabak* strflnke, Tabakrippen (Tabakstengel) und Tabakabfälle. Auch Tabakrippen und Tabakabfälle auniJin«Bischer Herkunft sind für uns beschlagnahmt 2. Aus dieser Beschlagnahme folgt, daß niemand ohne unsere Zustimmung über Tabak in diesem weitesten Sinne, gleichviel in welchem Zustand er sich befindet, z. B. ob grün oder getrocknet oder vergoren, ob mangelhaft oder nicht in irgendeiner Weise verfügen darf. Er darf den Tabak also nicht verbrauchen, verschenken, verkaufen, vertauschen, an Zahlungsstatt weggeben, verbergen, sonsiwie hinterziehen usw. 3. Seine Tabakstrttnke darf der Pflanzer zum Düngen seiner Felder verwenden. 4. Nur derjenige H&ndter oder Fabrikant, der von uns einen Schein tum Bezöge von Tabak erhalten hat, darf gegen Vorzeigung dieses Bezugsscheines Tabak der Ernte 1918 von einem Pflanzer oder Besitzer beziehen. Tabakpflanzer oder Tabakbesitzer dürfen an irgendwelche andere Personen auf keinerlei Art Tabak abgeben, auch nicht an Angehörige des Heeres oder der Marine. 5. Nur 60 Pfand seiner eigenen Tabakernte darf der Pflanzer für sich selber verbrauchen, aber nicht mehr, auch wenn in seiner Familie ein größerer Bedarf vorhanden ist. 0. Tabakpflanzer und Tabakbesitzer, beachtet gewissenhaft diese Vorschriften, laßt Euch nicht von unlauteren Menschen zum Schleichhandel verführen, sonst habt Ihr schwere Strafen zu erwarten; Gefängnis bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bis zu 10000 Mark oder beide Strafen zusammen. Wir werden ohne Rücksicht gegen alle diejenigen Vorgehen, die sich gegen das Gesetz verfehlen. Die Pflanzerpreise für Tabak sind in diesem Jahre noch höher festgesetzt als Jim vorigen Jahre, deshalb hat kein anständiger und ehrenhafter Pflanzer Veranlassung, das Gesetz zu umgehen und verbotenen übermäßigen Gewinn zu suchen. flannhelm, den L Oktober 191& 7618 Deutsche Tabakhandelsgesellschaft von 1916 Abteilung Inland m. b. H. MANNHEIM. Zur 9. Kriegsanleihe nimmt Bar-Zeichnungen sowie Abschlüsse aus Volks- wie Lebensversicherungen mit Kriegsanleihe entgegen oßS(o Karl Walther, General-Agentur d. Viktoria-Vers. A.-G., Berlin, GIESSEN, Hofmannstr .6 Mitwerber erhalten entsprechende Vergütung. Helle Dich nelbat! Das neue Buch: ..Die neue Hauskur oller akuten und chronischen Krankheiten“. Vollständig neue Methode, ohn Medikamente, ohne sonstige Ausgaben. Ein nntur- jewolPer Heil weg. Zahlreiche Anerkennungen. Preis Wk. 3.00, Nachnahme 3.30. Verlag Otto Lore na, Charlotten borg 5, AtuführL Prosp. umsonst. 7145 D No«: D. R.-G.-M. Neu! 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Auf gottesdienstliches Gepräge kann je nach den Verhältnissen dabei verzichtet und die Mitwirkung von Laien vorgesehen werden. ^Es empfiehlt sich, bereits an diesem Sonntag in den Gottesdienstes sowie im Laufe der Woche ip der Zeitung aus die Feier hinzulveisen. ** Oberhessischer Knn stv erein. Die Eröffnung der graph. Ausstellung wird am kommenden Sonntag den 20. erfolgen. In der Gießener Kunstsammlung wurden im Kupferstich- Kabinett Radierungen von Paescbkc, Jokischrat, A. Löwenstein, W. Doma, A. Stern mrd Pauk Schröter ausgestellt und graph, Arbeiten von Bater, Bracht und Hoelscher. Die seither ausgestellten Meisterwerke der Holzschneidekunst wurden durch zwei andere ersetzt und die seither ausgestellten ,Bilder und Motive von den, Burgen Miltenberg, Chrenburg und Schloß Frendenberg a. M. ersetzt. ** Anlagen - Kv nzert ist für Sonntag den 13. Oktober, ll 1 /* Uhr, in der Süd-Ansage vorgesehen. Ans dem Spielvlan steht: Ouvertüre „Pique Dame" von Supp«. Walters Pveislied aus der Oper „Ter Meistersinger" von R. Wagner. Fantasie über „Tiefland^ von Eugen D'^llbert. „Blau Beklchim", tNazrrrka von Effenberg. Unter der Friedensflagge", Marsch von Blankenburg. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Nochmals sei auf die beiden Sonntagsvorftellungen hingewiesen: am Nachmittag wird das Schauspiel „Alt-Heidelberg", am Abend der Blumenthalsche Sehwank „Die Orientreise" gegeben. I ** Schwartz-Weiß-Licht spiele, SelterÄvog 81. Ab heule bis einschließlich Räontag wird das vieraktige Film'werk „Das Armband" gogeben, bearbeitet nach dem gleichnamigen Roman^ von Mar Kretzer. Tie Hauptrolle liegt in Händen von Eva Speier. Für den heiteren Teil ist der Lustspielschlager in zwei Akten „Wo ist denn 's Kind" mit Anna Müller-Linke vorgesehen, außerdem stehen noch einige Einlagen aus dein Spiel plan. ** Ordnung in den Zügen. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung in den Zügen hat die Eisenbahnverwaltung ein besonderes Merkblatt kür das Zugbegleitpersonal Herstellen rmd verteilen lassen. Die einzelnen Bestimmungen sind für die Reisenden kaum weniger wichtig. Ten Reisenden sind bei starken: Zudrang schon auf den Zugausgangsstationen die Plätze anzuweisen. Schv- nungs- und hilfsbedürftigen Personen ist beim Auffuchm der Plätze, ebenso beim Ein- und Aus steigen nröglichst .Hilfe ?,N leisten. In Frauenabteilimgen dürfen männliche Personen selbst mit Zustimmung der dort befindlichen Fvaneir incht zugelassen werden. Allein reisende Frauen sind in die Frcruenabteile zu verweisen. <^ttt trenn sämtliche Plätze einer Wagnrklasse besetzt sind, dürfen Reisende aus freien Plätzen der nächstlwheren Wagenllasi'cn gewiesen werden. Die Jimehaltung des Rauchverbots ist ohne weiteres, nicht erst aus Beschwerden, streng durchzusühren Zu- wkderhandllmgen sind als Bahnpolizeiübertretungen anzuzeigen. Der Aufenthalt in den Seitengängen der Dnrchqangswagen ist dem Reisenden nur vor seineur Abteil gestattet: doch darf den Mitreisenden nicht dauernd die Aussicht versperrt werden. Ein höf- liches, aber bestiimntes Austteten ist unerläßlich. Mseincmdersetzun- gen mit Reisenden sind z»u vermeiden. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften ist entschieden entgegenzutreten. Nötigenfalls ist von dem Rechne, Reisende von der Fahrt auszuschließen, Gebrauch zu machen. Landkreis Gießen. ** Londorf, 11. Okt. Landsturmnmnn Georg Hill- Härtner, welcher bereits im Besitze des Eisernen Kreuzes 2. Kl. rst, wurde mm noch die Hess. Tapferkeitsmedaille verliehen. Hillgärtner war seit dem 21. August vermißt und hat dieser Tage aus französischer Gefangenschaft geschrieben, X Steinbach. 12. Okt. Sergeant Jakob Schneider wurde zum Vizefeldwebel befördert. Hessen-Nassau. -- Diez a. L., 11. Okt. Der Landsturmmann Hugo Latsch von hier wurde auf dem Bal-nhos Dausenau von dem Gießen— Koblenzer Nachmittagszuge überfahren und sofort gelötet. --- Frankfurt a. M., 11. Okt. Die Frankfurter Stadtverwaltung beabsichtigt. Notgeld in Scheinen von 50 Pfennigen bis zu 20 Mark im Gesamtdett. .g von etwa 18 Millionen Mark austzugeben . ** Nordeck, 11. Okt. Dem Bürgermeister M i ß k e r wurde vom Kaiser das Verdienstkreuz für Kriegslsilfe verliehen. Der Landsturmmann tz!>efr. Ludwig Scholl wurde zum Unteroffizier b fördett. Der Erlös aus Obst tn unserer Gemeinde betrug 1900 Mk. Kirchliche Nachrichten Gottesdienst am Sonntag den 13. Oktober (20. nach Trinitatis). Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. stt/ 2 : Pfr. Schwabe, seierl. Eröffn, d. Konsrrm.-Unterr. f. d. Mark.- u. Milit.-Gem.; 11: Kinderk. f. d. Mark.-Gem. Pfr. Schwabe: 6 : Pfr. Mahr, seierl. Eröffn, d. Kon- firm.-Unterr. f. d.. Matth.-Gem. Mittwoch 16. Okt., abds. 8 : Kriegsbetstunde. Pfr. Schwabe. — In der Iohanneskirche. lla/z: Pfr. Ansfeld, seierl. Eröffn, d. Konfirm.-Uitterr. s. d. Joh.- GeM.: 11: §kinderk. f. d. Ioh.-Gem. Pfr. Aussetd: 6 : Pfr. Bech- bolsheimer, feiert. Eröffn, d. Konfirm.-Unterr. f. d. Luk.-Gern.; 8: Bibclbespr. im Johanne ssaal. — Kirchberg. Vorm. 10: Hl. Alü>m. f. Lollar. — Mainzlar. Nachm.: Ipr. — Lollar. Alü»s. 8: Kriegsbetstunde. UethoUsche Gemeinde. 6 ^': Gel. z. hl. Deicht: 7: Hl. Messe: 8 : Aust. d. hl. Komm.: 9: HMiarnit m. 11: Hl. Mpsse m. Pr cd.: : IünB- Kongr.: 6 : Ehristenl., darauf Rosenkrairzand. m. Segen. Dienstag u. Freitag, abds. 8 : Rosenkranzand. m. Segen. Au den übrigen Tagen ist die Rosenkranzand. in d. hl. Messe u:n 6 H 2 Uhr. Samstag 19. Okt., nachm. 5 n. abds. 8 : Gel. z. hl. Beicht. — Diaspora- Gottesdienst am 13. Okt.u Grünberg 9Vr, Hungen R/» Sport. Süddeutscher Ruderverband. Sen 1913 findet Sonntag, 20. Oktober, vvrmitkags 9 U h r, im alten Stadtvatsaale zu Mannheim wieder ein ordentlicher Rudcrtag des Südd. R.^ 8 ., denr der hiesige Ruderklub „Hassia" ang 7 hött, statt. Anträge sind bis zum 16. Oktober verschlossen an Oskar Titttnar, Fvankfirrt a. M., Linns- straße 17, zu senden. Am Vorabend vereinigen sich die Vettreter zu einer geselligen ZusammenDunfi. Eine Tanrpfersahrt durch die Mannchümer Hafenanlagen wird sich der Tagung anschließen. — Fußball. Am konrmvnden Sonntag, den 13. Oktober, fmdet aui dem Sportplätze a. d. Haardt, des Vereins für Rasenspiele das 1 . neue diesjährige Verbandsspiel statt. Es treffen sich ider »Fußball-Verein Marburg I. gegeu die I. M mm schaff des Vereins für Rasen spiele v. 1900, Gießen. Ta beide Vereine über vortreffliche Mmmschaffen verfügen, ist ein sehr interessanter Kampf zu erwarten. Spielbeginn um Punkt 3 Uhr. Hschschnlnachi-ichten. — Frankfurt a. M., 11. Okt. Die noch von Paul Ehrlich beschlossene Errichtung eines Forschungsinstituts für Kolloide wurde jetzt verwirklicht. Das Institut ist das erste seiner Art in Europa und erhielt seinen Sitz im Theodor-Stern- Haus der Universffät Frmlkfnrt. Seme Emichtung wurde aus den Mitteln einer Stiftung für den verstorbenen Franffurter Arzt Theodor Neubürger ermöglicht. Die Leitung des Instituts übernahm der bekannte Kollocdforscher Professor Tr. H. Bech- hol d von der hiesigen Universffät. vermirchter. * Au s der R he i npf a l *. Ist das denn wirklich möglich? Der „Pf. Rundschau" wird aus dem Pfälzer Wald berichtet: Zwei brave, in Ehren grau gewordene Bauersleute gaben einer Städter- familie, die zwei Stunden weiter in einem noch llrneren Dörfchen m der San:merfrische weilte, zweimal in der Woche euren Schoppen Magermilch und hin innd wieder ein Pfündchen Butter ab. Die Städter holten sich diese Gottesgabe selbst ab — wie sollten sie es Gietzenev Stadttyearer. Die Herren Söhne. Lusffpiel ron O. Walter und Leo Stein. Gießen, den 11. Ottober 1918. Gattungsbezeichnung Lustspiel ist eine unterstellende An- ^rastlnrg. die bei allen derattigen Theaterstücken üblich Aeworden ist, die sich vom Schwank nur durch ein weniger krasses Haufen der Knallessekte urtterscheiden. Welche Feinheiten liegen in eimnn echten Lustspiel, zu denn wir Deutschen es selbst in der llassisckmr Zeit nur selteu gebracht haben urü) nachher nur in ganz, ganz vereinzelten Ausnahmesallen. Das Dorr ist entattet worden, aber der Begriff ist urrs geblieben und seine Erfüllung eine schmerzliche Sehrr- suchtt, Leute, wie Walter und Steffr, werden sie nicht erfüllen, selbst wenn sie sich mit humorvolleren Köpfen — auf den Witz kommt es n i ch t an — wie zum Beispiel PreSber in der „seligen Exzellenz" zusamnrentun. In solchen Fällen hebt sich das künstlerische Nrvean tim einige Grade. Sind sie nur aus eigene Erfindung und Ausarbeitung gestellt, so wird bestenfalls ein vergröberter Serrbe oder ein um zwanzig Jahre jüngerer Kadelburg daraus. Und das Machwerk trennt sich dann Lustspiel. Die Theaterleitung hat in einer eaptatio bea 6 vol 6 ntiae daraus hrngewiesen, daß mehrere Mitglieder erkrankt sind und zu Beginn daher Stücke ausgesührt werden müssen, die von der Sonrmerspi.es- zeff her noch stehen. Gleichzeitig wurden erlesenere Künstgenüsse für später in Aussicht gestellt. Wavpncn wir uns mit Geduld! Zum Inhalt: Ein HoffMachtermeister und ein Rittergutsbesitzer und Landtagsabgeordneter ha^n Söhne. Gutem .Herkommen nach soll der eine Jura studieren wid der andere Schweine schlachten und Wurst hacken. Ter zum Wurstler bestimmte will aber lieber Literatur ^vermc-tzgern wid der Paragraphenbüsffer Schveine en rn -Lch'.nk.-.r und Servelatwürste verlvandeln. Eittgoaen dem Wlllm der Aller: setzen beide ihre Absicht durch. Ter Hos- Machtersogn durch ein bißchen freiwlllige Boheme und der andere durch erneuten Examendurchsall und das Geld seiner Braut und Schlächtermeistersnichte. Ter grobe SckLächter wird manierlich gemacht, wird Kompagnon des verbrmrmelten Studenten und zwei Liebespaare . . . Alles weitere ist überffüssig. Ein Schwankswff, grobschlächtig unwahrscheinlich und un- pshchologisch, wirkungsvoll im Herkömmlichen, aber niemals ein Lustspiel. . Die Leistmr.gen: Da kerne höherett Atrsprüche zu erfüllen waren wickelte sich alles in normalen Grenzen glatt ab. Rudolf Goll hatte die ihm besonders liegende Rolle des Hoffchlächtermeisters Groger Wmidlungen ist er nicht fähig, Goll ist immer Goll, aber in seiner Art hat er das Publikum für sich Trotzdem Rornmels Grobheit nur vertuschte Gutmütigkeit ist, I-ätte er off nachhaltiger grob werden dürfen. Es blieb meist nur bei einem gemütlicher Poltern. Hans Heinz Her es .fehlt es noch vollkommen am Plauderton und ungezwungener Sprach. Dies trat auch schon im Nürnberg: schm Ei hervor. Er steckt noch tief in der Deklamation und ist unfrei in seinen Bewegungen. Wenn er das Tlvatermack>en abgelegt haben wird, kann er recht brauchbares leisten. Adolf Telekp gefiel diesmal weniger. Tie vornehme Reserve des Rittergutsbesitzers scheint nicht sein Fall. Oskar Fei- gel dimte eine gewisse Fahrigkeff seines Wesens besser zur Eharäkterrsierimg des verbummelten Sttcheitten. als des Mannes, der im praktischien Leben festen Fuß gefaßt fitt. Willem Koch gab dre nicht ausregmde Leistung des Wmnhändlers zur Zufri.^enheit Don den Lomen war Hermine W 0 , s i d l 0 auch diesmal an- sprechmd. Rollen, die lediglich ein ffeisches Tnauffosspielen ohne seelllche Vertiefung verlangen, nnrd sie immer genügm. Luise Telo^s^a füllte die tränm'-e'che Mutterrotte mit Bescheidenh ii aus. Lne übrigen Mitwitkcnden hieltm sich im Rahmen des allgemein Gesagten. Die Anforderungen an die Spielleitung waren zu unerheblich mn Adolf Teleky danach beurteilet zu können. Die Aufführung nahm ledensalls einen glatten Verlaus. zz. atidj anders gewöhnt sein? —' und zahlten in bar. Einmal war nun das Ehepaar nicht zu Hause und eine pausbäckige .^hmagh verabiolgte die gelbe Butter, nachdem sie 6 Mark für das PLndchen m ihretn Brustlatz hatte verschvirrdeu lassen. Ter Städter hatte, ohne mit der Wimper zu zucken, die 6 Mark bezahlt, trotzdem ihm ‘yfror ?rrr 4 Mark abr-erlangt worden warm. Ader der Krieg hat i a ^ wohl erzogm und lammfromm gemacht! Am näckchben Tag ^aber stand der ehrliche Bauersmann, ein gebücktes, rnnzeltges Männchen, das seine 70 schon mrf dent Buckel hat e, vor CT - ,t( ri' 7lten ® : ^ tcr 'und erklärte: „Do sind Euer 2 Mark, die Euch, die Theres geschtern zuviel abqe'.wnrmm l-ot. Tie ganze Nacht Hab rch nff^schlose könne und ich Hab mich heut mmge gleich hcr-^ gemacht." Der gerührte Städler mußte die 2 Mark w exrnchmen, ^e ihm der Siebzigjäl-rige zwei Stunden Wegs hergebracht hatte. Bevor er aber seirren zweistündigen Rückrveg antrat, nmßle er sich an einem Glas Wein erquicken. * Wie all ist die Nadel? Man sollte wirklich meinen, daß solch ein einfaches und nützliches Ding wie die Nadel schost in den ältesten Zeiten der menschlick)en Geschichte bekannt gewesen sein müßte, tatsächlich aber kam die Nadel erst im 15. Jahrhundert in Ausnahme. Jhr^Erfinder war ein Pariser Drahtzieher, namens Tourangeau, der Tag uird Nacht darauf sanm sein Handwerk zu vervollkommnen mrd sich neue ErtverbsmöglichkRten zu erschließe. Anfangs freilich war die Herstellung der Nadel mff einigen Schwierigkeiten verknüpft. Das machte sie zunächst zu einer kostbaren' Ware, und man fand sie gewöhnlich nur auf den Toilettentischen der Königimren mrd Fürftmnen. So befand sich z. B. eine Büchse mit Nadeln trnter den Gaben, die Frau v. B'errujeu, Tochter Ltld- wigs II. von Frankreich, bei ihrer Vermählung als Mitgift erlfielt. Auch der bis auf unsere Tage geb>mmene Ausdruck „Nadelgeld" deutet darauf hin, wie die Nadel vormals eine besonders mrd stets nrlit hoh^ Zahlen angesetzte Rubrik in der Ausgabeliste einer Hausfrun bildete. In England wurde die Nadel erst im 16. Jahrhundert durch die zlveite Gemahlin Heinrichs VIII., Anna ^Väeyn, aus Frankreich eingefühtt. In dein trnglücklichen Geschick der Königin, die, als sie ihrem Gemahl mißliebig wurde, enthauptet wurde, schien das Volrswott „Nadeln zerstechen die Liebe" emo - gervisse Bestätigung zu finden. Lctztc ricrcrtr-icytcn. Der neueste Bericht der Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptyuirrtier. 12. Okwber. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Wir sind aus den Stellungen lvestlich von Douai in n'ickwärtige Linien zurückgegangen. Der Gegner ist langsam gefolgt uw) stand am Abend in der Linie Alt-Vendin—Harnes—Heit in—Lietard—und östlich der Bastn Beaumont— Vrebieres. Nordöstlich von Eambrai griff der Feind zwischen - der Schelde und Baast an. Angriffsziel der hier in schmaler Front eingesetzten englischen Divisionen war der Durchbruch aus Dalenciermes. Seine Absickff ist vereitelt. Es gelang dem Feinde nur, in Jwuy und auf den Hoheil östlich und südöstlich des Ortes Fuß zu fassen. Unsere durch Panzerwagen wirksam unterstützten Gegenstöße brachten hier den Ansturm des Feindes zum Stchen. An der übrigen Front wehrten wir den Feind vor unseren Linien ab und fügten seinen dichten Angriffsw-ellen schwere Verluste zu. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Heftige Deilangriffe englischer, amerikanischer und französischer Divisionen beiderseits von Bohain wurden vor unseren Stellungen abgewiesen. An der Aisne Erkundnngsgefechte. Nördlich von Laon haben wir den Chemin des Dames geräumt. In dem Aisne-Bogen zwischen Verry-an-Bac und südlich von Douziers haben wir neue Stellungen bezogen. Die Bewegungen, die seit mehreren Tagen eingrlritrt waren, blieben dem Feinde verborgen und sind ungesüirt und planmäßig verlausen. Auch in der Champagne ist der Feind nur vorsichtig gefolgt. Der siegreiche Ausgang der großchi Schlacht in der Chanlpagne. die die Armee des General von Einem mit verhältnismäßig schwachen Kräften gegen eine gewalttge Urdermacht des französischen und amerikani'chen Heeres in lltägigem harteil Ringen gewontren hat und die beim Feinde in der Chaurpagne mfiilge der außergewöhnlich hohen Verluste eingetretene Erschöpfung haben die restlose Turchsüh. rung dieser schwierigen Bewegung ermöglicht. Heeresgruppe Gallwih. Teitkämpfe beiderseits der Aire. Heftige Teilangriffe, die der Feind in den Kampfabschnitten der letzten Tage auf beiden dütaaSufern führte, sind unter schweren Verlusten für den Feind gescheitert. Cunel und der Ornesivald, die vorübergehend verloren gingen, wurden von sächsischen Bataillonen wiedergenommen. Die seit 15 Tagen an dem Brennpunkte der Schlacht bei Romagne in schweren Abwehrkämpfen stehende elsaß-lothringische 115. Infanterie-Division unter Generalmajor Kundt hat auch gestern die ihr anverkranten Stellungen gegen alle Angriffe des Feiirdes gehalten. Der Erste Gencralguartiermeister Ludendorff. Ter U-Boot-Krieg. Berlin, 11 . Okt. (WTB. Nich^rmllrch.) ^rtturday Review" vom 24. Augrmt bringt eitren BeffM über die Grenzen des Uitterseehandelskrieg.es. Es heißt darin: Der U - B 0 01 - K r i e g sei der beherrschende Teil des Seekrieges, und man befinde sich jetzt gerade in dem Mmrat, für den Admrral Jellwcoe das Ende des U-Boot-Krieges vorausFesagt habe. Ine Gegensatz hierzu hätte'': die Versonkungsziffern stark enttäuscht und manche Hoffnungen des Pnblckums zerstört. Man hätte sich so gewöhüt gehabt an die le:se geffüjterten Erzählungen von gewaltigen Erfolgen, daß man die Zahl der versenden U-Boote überschätzt habe. Das Hauptmittel. las nran Legen U-Boote angeivandt habe, die Netze, hätten ni-Ä lauge gewirkt. Tie Deutschen hätten bald Mittel und W^'c gefunden, die Netze wegztrschileppen oder zu zerschneiden. Dann bespricht der Auflatz die Mittel, das man später gegen die U-Boot anwandte und über das jetzt jn England einiges verösfentliickKi Nwrden ist: daS U-Boot oder die U-Boot-Falle. Es bandelt sich um bekannte Fälle, bei denen die Ritterlichkeit der deutschen U-Bootleute ausgenutzt wird, daß z. B. ein als Frau verkseidetert Matrose, ein Kind im Arme, auf Deck des zu versem'enden Schiffes hilflos hin und her laust und dadurch das Mitleid der Deutschen erregt, die mit dem U-Boot heranfahren, um der Frau behilflich zu sein. Ties benutzt dann der verkleidete Matrose, um das Kind, das in Wirllichckeit eine Bombe ist, auf das U-Boot zu werfen. Bei solchen und ähnlichen Taten spricht das Blatt von Gegenmitteln, die ganz englisch wären, in ihrer Gewagtheit, ihrer Anpassung-^ sähigkeff und ihrem Sirme für Humor! Hierbei von Humor fu sprechen und sich dessen noch zu rühmen, ist für England bezeichnend Todes-Anzeige. soÄÄ“ d ^“ he N “‘> a “» — >^> «— Gelreite Otto Bierau Feld-Artillerie-Regiment ISTr. 16 Jnhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille an den Folgen seiner vierten^Verwundung nach fast vierjähriger, treuer Pflichterfüllung auf allen Kriegsschauplätzen in Königsberg, Lazarett 5, fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Bierau II. nebst allen Verwandten. Wleseck, den 12. Oktober 1918. Die Beerdigung findet voraussichtlich Sonntag, 13. Oktober, nachmittags vom Trauerhause Giessener Strasse 92, aus statt 7722 Schlaf wohl, ruhe sanft, auf Wiedersehn! ~ 14 “ r die ,rauriee “ das — ** Schütze Karl Faber 2. Garde-Reg. zu Fuß, 3. Masch-Gcw.-Komp. - Inhaber de» Ehernen Kreuzes 2. Klasse nach fasl 2jähr. treuer Pflichterfüllung am 2. September, kaum aus Urtaub an die Front zurückgekehrt, im blühenden Alter von 20 I, Jahren durch einen Granatschuß fürs Vaterland sein junges Leben lassen mußte: In tiefem Schmerz: Joh. Faber IX. u. Frau Christine geb. Will Christine Will, Großmutter Georg Faber, Bruder Otto Dem, Neffe Christine Faber, Schwester sowie alle Verwandten. Anna Faber, Leihgestern, den 12. Oktober 1918. 770# Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. t-J Todes-Anzeige. Verwandten Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß uns am 11 Okt 1918 nachmittag in»/ ii hr unsere mmgstgeliebte, herzensgute Tochter, Schwester, Enkelin und Braut ' 10/. Uhr, Emmi Keil im vollendeten 20. Lebensjahre nach kurzem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden durch den Tod entrissen wurde. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Balthasar Keil und Frau Marg. geb. Römer und Kinder Frau Jak. Römer Ww., Großmutter Otto Valentin, Bräutigam, und alle Verwandten. Heuchelheim (Gießener Str. 88), Gießen (Krofdorfer Str. 17), den 12. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Montag nachmittag 2V. Uhr vom Sterbehause Gießener Straße 88 aus statt. m Todes-Anzeige. O helle Gott mna überwinde«, Don Schmore, der drückt nm nieder. Laß uns durch deinen Trott verkünden Daß wir uns tebn einst wieder. Nach nahem 50 Monate langer treuer Pflichterfüllung vor dem Feinde verschied gestern morgen io 9 /. Uhr unerwartet rasch, infolge einer Gasvergiftung, zur Zeit in Urlaub, mein innigstgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onke! Heinrich Wagner VS. Sergeant im Fnß-Art.-Batl. 144. — Inhaber des Eisernen Krenzes 2. Klasse and der Hessischen Tapferkeitsmedaüle im z 8 . Lebensjahre. In tiefer Trauer: Grossen-Linden, d» ... ok.obe. ,„8 -tnns Wagner geb. Keßler und Kinder nebst Angehörigen. Die Beerdigung findet Sonntag den iz. Oktober, nachmittags 4 Uhr, statt. o«m I Gestern abend hat es Gott dem Allmächtigen gefallen, meine über alles geliebte, treue Frau und Mutter, unsere herzensgute, geliebte Tochter,Schwieger-, tochtcr, heißgeliebte Schwester und Nichte Frau Elisabeth Schwerdtfeger geb. Ruth im IQ. Lebensjahre in die Ewigkeit zu sich zu nehmen. Der tieftrauemde Gatte: Hans Schwerdtfeger Konrad Ruth und Frau Katharina geb. Rauch, Eltern Karl Schwerdtfeger und Frau Friederike geb. Michel, Schwiegereltern Karl und Eleonore als Geschwister . nebst allen Verwandten und Bekannten. Gießen (KJmikstr. 24), Hannover, den 12. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag um 2 1 /, Uhr von der Kapelle des Netten Friedhofes aus statt Donnerstag früh 3 Uhr verschied sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte, herzensgute Frau, die stete treusorgende liebevolle Mutter ihrer 4 unmündigen Kinder, unsere liebe, älteste Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Haas geb. Reuter im fast vollendeten 40. Lebensjahre. In großem Schmerz: Wilhelm Haas, Metzger, z. Z. im Felde Emil Deibel, z. Z. im Felde, und Familie und Kinder Otto Reuter, z. Z. im Felde, und Familie Frau Marie Reuter Ww. Fr!. Anna Reuter Frau Margarete Haas Ww. Karl Deibel, z. Z. im Felde, und Familie Karl Kling, z. Z. im Felde Wieseck, Großen-Buseck, 11. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Sonn+ag den 13. Oktober, nachmittags 3 1 /, Uhr, vom Sterbehause Gießen er Straße 61 aus statt. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung:, daß am Mittwoch dein 9. d. M., vormittags 11 Uhr, mein lieber Mann, unser unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Bruder und Onkel Johannes Kolb III. im 78. Lebensjahre nach langem, schwerem Leiden »anft entschlafen ist. Die tief trauernden Hinterbliebenen: Frau Margret© Kolb geb. Wagenbach Familie Heinrich Kolb Familie Heinrich Keller. Wieseck, den 11. Oktober 1918. Die Beerdignng findet Sonntag nachmittag 2'/j Uhr vom Sterbehauße Ermelgasse 5 aus statt Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß meine treue, innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Taute Frau Sophie Pfannkuchen geb. Schmidt nach kurzem, schweTen'Lelden Freitag morgen 9 Uhr Im 58. Lebensjahre sanft entschlafen Ist Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Pfannkuchen Familie Wlodareck Mathe Schrodt n. Kinder Familie Wilhelm Pfannkuchen, Hoizheim Lina u. Willi. Pfannkuchen Familie Pfannkuchen, Lieh und Hungen Familie Vlehl nebst allen Verwandten. Gießen iSonnenatraße 11), den 11. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Montag den 14. Oktober, nachm. SV, Uhr, auf dem Neuen Friedhofe statt. 05927 Danksagung. Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme an unserem schiceren Verluste sowie für die zahlreichen Kran»- und Blumensvenden, insbesondere auch für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Gombek am S'rade fugen wir auf diesem Wege unfern herzlichsten Dunk. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Johanne- Schön, Straßenwärter. RetSklrchen, den 11. Oktober 1918. 06S33 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir allen unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Fra« Eltsabetbe Schwalb geb. Robrbach und Kinder. Gießen, den 12. Oktober 1918. 7708 Sur heimholung gefallener lttieger habe ich vorschriftSmählge Särge mit Zinkiürgen ,telS am Lager in jeder Preislage. 05382 . BeWsngSgtsW f.M-u.FlükrbtWmiii 1 Karl Trünkner, Maigafse 4 (am Seitrrrwcg). MI^kr M ft zu erfahren, daß durch große Einkäufe die M-Brogerto ra Kreazplatz Spezial-Photo- Haus Kroazplata 9 unbedingt leistungsfähig lat 7588a SW8F“ ftttaft WWWWWVWOWWAAAAAAAAA/ Gewerbeschule Giehen Bau- und kunstgewerbliche Fachschule Abschlußprüfung vor staatlich. Prüfungskommission Beginn 4. Rov. 1918, Anmeldung bis 19.OKL 1918 Anmeldescheine können bei der Schuldienerin (kirchstraße 16) abgeholt oder von der Schulleitung bezogen werden - sie müsien bis 19. Oktober eingereicht sein Für den Aufsichtsrat: Die Schulleitung: Prof. Dr. Krausmüller Reallehrer Haggenmüller Vorfitzender. 6869 D stellvertr. Hauptlehrer. 30-50% Ersparnis Kohlen -Platte Unentbehrlich für jeden Haushalt Preis Mk. 5.- 83 • « G. M. Penschuck-Wertce Frankfurt am Main Erhältlich in Geschäften für Haushaltun^s -Artikel in Gießen: Brüder Schmidt, Seltersweg 83 Ludwig Kröü Wwe., Plockstraße 10. 7WBT> Am 5. Oktober starb den Heldentod fürs Vaterland infolge schwerer Verwundung mein lieber Mann, unser guter Sohn, Bruder, Enkel, Schwager und Onkel, der Pionier Hermann Wagner Anh. de- Eisernen Kreuze- 2. Kt., der Hessischen Tapserkcit-mevaille und des Krieg-ehrenzeichen- in Eisen. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Lina Wagner geb. Kaiser. Lollar, 12. Oktober 1918. 772AD Die Beisetzung findet nach vollendeter Ueberfüh- rung am Montag den 14. d. M., nachmittags 4 Uhr, in Lollar statt. Hunde an die Front! Bei den gewaltigen Kämpfen im Westen haben die Hunde durch stärstes Trommelfeuer die Meldungen auS vorderster Linie in die rückwärtigen Stellungen gebracht. Hunderten unserer Soldaten ist das Leben erbalten, weil Hunde ihnen den Meldegang abnahmen Militärisch wichtige Meldungen sind durch Hunde rechtzeitig an die richtige Stelle gelangt Obwohl der Nutzen der Meldehunde überall bekannt ist, gibt eS noch immer Besitzer krtegSbrauchbarer Hunde, welche sich nicht entschlichen können, ihr Tier dem Barer- lande zu leihen! Es eignet sich Schäferhund, Dobermann, Airedaleterrier, Nonweiler, Jagdhunde, Leonberger, Neusundian- der, Bernhardiner Doggen und Kreuzungen aus diesen Raffen, die schnell, gesund, mindest 1 Jahr alt und über 50 cm Schultcrhähe sind. Die Hunde werden von Fach- dreffenren in Hnndeschulen abgerichiet und im Erlebensfälle nach dein Kriege an ihre Besitzer zurückgegeben. Sie erhalten die denkbar sorgsamste Pflege. Sie müffen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Abholung erfolgt durch Ordonnanzen. Also Besitzer: Eure Hnnde in den Dienst des Barer lande»? Die Anmeldungen für KrtegShund- und Meldehund schulen anJnspeklion der Nachrichtentrnvven. Berlin-Halen- fee, Kurfürske n damm 152, Abteilung KriegShunde, richten. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma C. Roth II. Nachf. Gießen eingetragen: Die Firma ist geändert in Heinrich Heyne, Gießen. Inhaber: Kaufmann Heinrich Heyne Gießen. Die Prokura der Heinrich Heyne Ehefrau, Karoline geb. Bingel ist durch deren Tod erloschen. Der Heinrich Heyne Ehefrau, Alma geb. Schönfeld in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 9. Oktober 1918. 7691B .___GrvßherzoglicheS Amtsgericht. Nährmittel Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gieken bestellten Waren für Oktober 1918 können von Montag den I 4. d. M ab gegen Vorlage des BeuellauSweiseS zur Nährmittel- karie und Abgabe der Nahrmtttelmarke für Oktober (10) genommen werden. Einzelne abgeirennle Nahrnnitelmarken ohne den AestellauSweiS sind ungültig und berechtigen nicht zum Bezug von Waren. Es entfallen: 1. Ausdie gelben Karte« <^» 250Gramm Suppenfabrikale 2. „ „ votca n (B) 500 Gramm Grteh und 12.'- _ Gramm Graupen o. „ n binnen n (C) 250 Gramm Graupen und r 25vGram,n 2uppenfabrika>e. Mit dem 31. Oktober 1918 verlieren die Nährmtliel- marken 10 tOktober 1918) ihre Gültigkeit. Wer btö zu diesem ßeitmmfi die Waren nicht abgeholt hat. verliert den Anspruch darauf. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die in Empfang ge- nommenen Nahrmutelmarken wlOkiober 1918» zu sammeln und netrenn, nach Farben un.er Beifügung einer schritt- Uchen Mliieilung über die Anzahl der Marken an das ?^^-?^Ensmik'elamt abznlieiern. Die nach dem ,ober 1918 nicht abgeholten Waren sind dem ^tadt. LebenSminelamk bis zu», 2. November 1918 ^ichkcinbaltung dieser Frist, sowie ^urenelma^akeiten bet der Abgabe haben den AuSschlusi von der Nahrmitielverteilung zur Folge. * ® c f r jH l S? ucr - fni,fö l öc J? Drciö fnr das Pfund Grieh und für das Pfund Gerstengrauven und Gerstengrütze 44 Pfennig. .it'-^ÄÜ^^snefchäste, die die festgesetzten Höchstpreise öS nutzer 'trasrechtlicher Verfolgung den ^u->stblnst von weiteren Ziuetlnngcn zu gewärtigen. Gtctzen, den 10. Oktober 1918. 7653B T eSöt*k«*l, Bankgeschäft,ttränberg(H.). MVU>»»WWMW«WWMUWUDM Herbrt- MeuBiesfen ^tädt. Obstverkauf. mit 5 Shittb°feftfl"feet n B " 6ä “ flebeni,c Mcnge Winterobst au! Gießen, den 11. Oktober 1918. 70$ Der Oberbürgermeister iLebenSmttrelamt). Obftverkauf. In der Tnrnballe der Ctadtknabensckule, Nord- gelangt -regen Ablieferung des Bezugsabschnittes "L der Obrwiarken Obst zum Verkauf. 100 Ä'^ntag den 14. d. M. haben die Nummern 101, }3'3 % DienStag den 15. d. M. die Nummern 9o, 91, 9,i 92, 91, 00, am Dttttwoch den 16. d. M. die Nuinmern 89, 88, 87, 86, 85, 84, am Donnerstag den 17 d. M die Nummern 83, 82. 81, 80, 79. 78 Gültigkeit. Die Ab- boli.ng hak vormittags von 8-12 und nachmittags von ^brlolgen^-lnnedenAbschuitrenifullcn lOPsund. Die Einlösung der Marken must an den in der Bekanntmachung bestimmten Tagen geschehen, da sonst der An- spruch ans Obst verloren geht. Gießen, den 12. Oktober W18. 772x3 Ter Obezbürgcrnuistcr sLcb mAmit^^ n st) Veklurrrtmachmrg. f04. 103, 108, 100, 110 kommen im SttbnnsfionSwege zum Verkauf- i ^0,18 Fstm. Fichten-Bauholz 3. Klaffe pt 2 ^5/90 ff n m 4 s 17,50 # » ; i. : : 8 S8 : : 6 » 6 22;i5 w l l 5i ; ; 8 iw : ; ; ll ; ^ Uo 39Ä ; ; ; s ; Das Holz ist aufgearbeitet, uuentrindet und mit der Rinde gemeffen. o ^bot gebt auf den F-estmeter und ist für jedes ^besonders anzuaeben. Gegen ausreichende Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 1. Januar 1919 gewährt. Angebote sind verschloffen und mit der Aufschrift „Fichten-Baubolz-Verkaufl' bis svatcstenS 15. Oktober vormittags II 116t D.erH et n ,. U rei*eV rooWbft um bn onflcncbene Zeit die Eröffnung der Angebote in Anwesenheit der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Gtehen, den 2. Oktober 1918. 7482V Der Oberbürgermeister: J.B.: Grüuewald. Stahlspäiie u. vohnerwach; t. bester Qualität eingetroffen Central.-Droaerie _ Schulstraste. 7333 Most8xtr3,kt ^ a^f/o ff: Erste deutsche Marke zur Her- stellung eines ror,Sgtteb,u !SL«srr,nksa wie Apfelwein' Nr. 7 für 150 Liter Mk. 20.— » g 100 „ w 14.- r 9 f, 50 n „ 7.— ohne Znckeratoff: Nr. 4 für 150 Liter Mk. 14 - \ * ^ " 100 n ß 10.— t n cr\ ^ m n — ab hier, Verpackung extra u. Nachn.. lieferb. solange Vorrat, Vers.nuranSelbitverbr. I om&6 C. Eioebele, LanflCBargea a. B. 86t. Post- u. Bahnst, genau angeb.! M-ttwvL. 16 .M.S.Z. MN. 11 ll|r, versteigere ich in der Gast- wlrrschast Wierz zu Weil- bürg mcistbieicnd das den Erben des Rentners Adolf Löbr zu Weilburg gehörige Zstöckisie Haus Babnboittraste7 m. Nebengebäuden, soivie die den- selben Erben gehörigen, in der Gemorkttng Weilburg u. Walddausen belegenen Gärten, Aeckcr und Wiesen. In dem in denkbar günstigster Lage besindlichen Hau- wird seit Jahren eine gutgehende Metzgerei und Wirtschaft betrieben. Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Emil Eckardt, Diez a./L., Generalbevollmächtiger der Erbe n Löhr. 7 3230 der AM Bithdsth Lit. A. Nr. 15, 30, 32. 55. Lit. B. Nr. 74, 138, 171, 197. Lit. C. Nr. 30. 32, 70, 134, 230. Dieselben werden tritt dem 1. Januar 1919 auster Verzinsung gesetzt. Zahlftcll.: Stadtkaffe Butzbach, Bankgeschäft Sander, Frankfurt a. M. Butzbach, 5. Oktbr. 1918. Grotzh. Bürgermeisterei: 77130 Flach. Nglksküihe und Ziildütkilhkiiil deffnden sich jetzt Walltsrßrche 38 in den Räumen des früheren 7676D Holzschuhe und Pantine» | t. grösster Auswahl enkpffehlt Ludwig Kohlermann 7673 Bleicbstratze 12 AmirgelMier! Bet der Herstellung bester ! Sorten 733288 zrieüensware abgefall. 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Kiesern-^nüpvel. 3890 Wellen Buchen Reisig 50 Wollen Eichcn R. is a/ 250 Wellen Fichrew-Reisig, 1230 Wellen Kiefern»Reisig. 180 Wellen Aspen»Reisig. Tie Zusammenkunft ist aus der Grünberaer Stratze an der Havvelswiese. Holzbändler sind vom Mitteten ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen ^gen^Bedarf steigern. 7569 6 Gießen, den 7. Oktober 1918. Ter Oberbürgermeister. I. B.: Grürrewald. **2225 NI Rntt^n, WflhlnAnM. Umxbldnch för Menschen, Haustiere and Wild. Terror-Pulver Sctiwaboa. Kellerasseln. Ameisen. Wuizee und Flohe. Wirkt unter Garantie Ungiftig. Ch-DiBah-phamasavt, »Ltzrwlttal.g. ts.. h. L Caswel Mönchebiirvrstraße 10. 7artr«tw oesvskll ««hv _ ermes* Baiaaafa erstklassig« ÜK'iarrichtsanatalt f.Handelswlssenschaften. Das Winterschuljahr beginnt am 15. Oktbr. 1918. Zur Aufnahme ln EL A iJahresklüsie und Kl. B (Halbjahresklassel genügt Volks- u. Mittelschulbildung. Für KL H (Höh.Hnndelsfachklasse) ist bessere Schulbildung Vorbedingung, esc* Anmeldungen täglich. 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