Nr. 23? Der Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntage Beilagen: Sirtzener^ui- NienblKtter; A»e.i.'ro!l für den Ureis «ölehen. vezugrpreir: rnonatl. Ri k. 1.35, v,ertel« jährlich Mt. 4,05. durch Adhole- n. Zweigstellen monatl Illk. 1.25 durch die Post RU. 4.05 vlertel» jährl. ausjchl. 'L^esteltq. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristlei 1 llnqN 2 Verlag,Gefchäüc-stelle51 AnschrjltsürDrnlUnoch- nch'en: Anzeiger Kietzen. Erstes Blatt $8. Jahrgang Mittwoch, 9. Oktober W8 pHstfcheEkonts: Frnnlsnri a.M. N686 General-Anzeiger vanfnerfehr: Sewerdebank Siehen Swilllngrrimddruck u. Verlag: vröhl'sche Unio.-Such- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, GsfchZ?tzstelle u.vruckerei: Schulftr. 7. /.tl.iuhule von Uuze^eu f. die Lagesinnniner vis zum 9lnchmiuag vorder ohnejedeBerbinduchkeit Zeilenpreise: für örtliche „zeigen 25 llf..sür ausnj'fi rtiqe 30 Pi., für Reklamen Mk.1.-nebst 20" 0 ±e„e- rungszus i!lag:Plcn;oor- schrisi 20 % Ausschlag. Hauvl chri Heiler: 9luq. Goeg. Verantivortlich für Politik: Rüg. Goeg; für den übrigen Teil: l»r. Reinhold Zenz; sin den Anzeigenteil: £>. Beck; sannUch in Gießen. lene schwere (DTD.) Grobes Hauptquartier. 8. Okwkrrr (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht drördlrch der Scarpe griff der Engländer nach heftigem Feun-kanrpf beiderseits von Oppy an. In Neuvireml faßte er Fuß. Im übrigen brachten ihn unsere Bo- Posten zum Stehen v , 1Jt Heeresgruppe Boehn. Nördlich von St. Quentin fttzten Engländer und Franzosen UM starten Angriffe hart. Nördlich von Montbrchain schlugen hannoversche und b anr.schwer is e Regimen er fünf maligen Ansturrn des Feindes ab. Weiter südlich brach der Angriff des Feindes in unserem Feuer zusammen. Bei und Eich von Seguchart haben posensche und h e s s i s ch e Regi menter »mch hartem Kampfe ihre Stellungen belxnwtet. Bei dem Kampf an der Tillop-Höhe brachten fchlesi che Bataillone mw Pioniere im Nahkarnvf und durch Gegenstoß den feindlichen Ansturm zum Scheinen,. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Vorfeldfämpfr an der Ailette und Aisne. Das nördliche Suippc-Ufer wurde in örtlichen Unternehmungen vom Femde gesäubert. Am Nachmittage stieß der Gegner in Teilangriffen zwischen Bacanrourt und Delles mit starken Kräften beiderseits von St. Clement an der Arne vor. Seine An- griffe scheiterten. Oertliche Kämpfe bei St. Etienne, das von uns genommen wurde. im Gegenangriff des Feindes aber wi^er verloren ging. Im übrigen beschränkte sich die Tätigkeit des Feindes in der Champagne auf Trilvorstöße und zeitweilig mrslebenden Anillcriekampf. Beiderseits der Aisne schlug die in den letzten Kämpfen besonders bewährte 9. Landwehr- und 76. Neserve-Division heftige Angriffe des Feindes ab. Heeresgruppe Gallwitz. Nach stärkster Feuervorbereitung fetzte der Amerikaner erneut zum Durchbruch beiderseits der Aire an. Auf dem westlichen User brachte Württemberg;'che Landwehr südlich von Chate! vorbrechende Angriffe zum Scheitern. Von der Höhe nördlich von Chatel, auf der der Feind vorübergehend Fufz faßte. wurde er im Gegenstoß wieder geworfen. Oestlich der Atre brachen die feirrdtichcn Angriffe bald schon in unserem Artillerieftuer zusammen. Gegen Abend nahm der Feind beiderseits der von Charpentry auf Romagne und der von Nannlleis auf Ermel fühvenden Stratze sowie westlich der Maas seine Angriffe wieder auf. Nach hartem Kampfe schlugen wir ttzn, teilweise im Gegenstoß. zurück. Der Erste Generalguartier wrister Ludeudorsft . Die Zront opferr Blur und Gesundhelr. Arregvanleihe zeichnet, opfert nichts Er erfüllt nur eine Pflicht, die ihm noch dazu gur verzinst wird. Es darf nicht sein, daß sich ein Deutsche» dieser leichtesten aller Rrtrgspfltchren entzieht. > Der Abendbcricht. Berlin, 8. Ott., abends. (WTB. Amtlich.) Zwischen Cambrai und St. Quentin, in der Champagne und an der Maas haben sich neue, schwere Kämpfeientwickelt. Südlich twn Cambrai und nördlich tson St. Quentin wurde der feindliche Angriff abgewiesen. In der Mitte der Schlachtfrcmt gewann er Boden. Hier standen wir am Abend im Kampfe westlich Bohain und entlang der von Bohain auf CanLrai und St. Quentin führenden Straße. In der Champagne und an der Maas sind die Angriffe des Feindes gescheitert. * Der Ssterrelchlsch.nnaarische Tagesbericht. Wien, 8. Ottvber. (WM.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Anr^rTirolerSüdfront war gestern die Tätig!- keit der feindlichen Batterien außerordentlich lebhaft. Die Jw- fanterievorftöße wurden im Keime erstickt. Balkan-Kriegsschauplatz. Die im alfferbischen Grenzgebirge vorgeschobenen Deckungstruppen wurden unter stettgen VerzögerungEmp^ ftn auf Leskovack zurückgenommen. Der Rückmarsch des Generalobersten Frei Herrn v. Pflanzer-Baltin gür \xiy\t jede Störung durch den Gegner vor sich. Die von den Italienern gefeierten Siege sind lediglich Gefechte weit zurückgelassener schwacher Nachhuten. Der Chef des Generalstabs. Wir dürfen uns in diesen Tagen keinen Stimmungen und Verstimmungen hingcben, sondern wir müssen uns darauf besinnen, was Nützliches geschehen kann. Vor allem: Hüte deine Zunge wohl! Gerüchte, unverbürgte Erzählungen (auch wenn sie einer vorbringt, der „wirklick) dabei" war) sind eine Ichiese Ebene, auf der es nur abwärts gehen kann mit uns allen. Ganz richtig schreibt Prof. Dr. Tönnies in den „Kriegsnachrichten"- am wirksamsten konnten wir, da sich Gedanken nun einmal nicht verbannen lassen, uns selber festigen, wenn wir reine Tatsachen als Stützen zu Hilfe nehmen. Er erwähnt solche Tatsack-en: „Tatsache ist es, daß wir fünfzig Monate lang nicht nur unentwegt gegen eine ungeheure Ueberzahl uns behauptet, sondern daß Unsere Heere ein ungeheures Landgebitt besetzt haben. Tatsache, miß nur trotzdem iimner nur unfern Krieg ran der Verteidigung des Batcrlanbes willen haben führen wollen, daß wir das Verderbeil des Krieges immer emseiehen und gefühlt haben, und immer he- reit gewesen sind, zum friedlichen Zustande zurückzukehren. Tatsache. daß unsere Feinde immer nach Vermehrung und Berstärttmg Umschau gehalten haben; Tatsache, daß England immer noch seine stärksten Hoffnungen aus Aushungerung des deutschen Volkes setzt, nachdem schon vor mehr als drei Jahren die „Times" mit großer Zuversicht vorauSgesagt hatten: ,^Jnr Dezember (jrneä Jahres 1915) wird Hungersnot in Deutschland herrfchrn!"; Tatsache, daß der durch diese „humanen" Bestrebungen aufgenötigve Kampf gegen Handelsfcchr-euge eine wachseiche Knappheit an Tonnage und Wnehmende Lebcusmitelriot in Großbtt:annien selber hervor- gerufen hat; Tatsache, daß die Kvh'lennot dort und zumal in Frankreich und Italien ungcheuer ist, „die größte Gefahr für unsere^ Streitkräfte und für die heimische Bevölkerung" („Daily Chronicle"); Tatsache, daß halbamtlich diese Bevölkerung darauf vorbereitet ^nnrd, dem nackten Mangel, besonders dem Mangel an Milch, für den fünften Kriegswinter ins Auge zu sehen: Tatsache eiidlich, daß die Sehnsucht des Volkes nach Frieden in allen Ländern Europas mindestens ebenso stark ist wie im Deutschen Reich und in Oesterreich-Ungarn." Und wenn wir sorgenvoll nach Westen blicken, so gibt es doch auch dort Tatsachen, nach denen wir greifen können, auch wenn die bulgarische Stütze gefallen ist. Schwere Kämpfe sind wieder im Gange, und auch der neueste Abe^rdbericht der Heeresleitung klingt wahrlich nicht wie eine Befreiung. Was sagen die militärischen Sachkundigen? In der „Tägl. Rundschau" stellt General v. L i e b e r t fest: „Die deutsche Front behauptet sich und ist auch gegen Durchbruch selbst bei der gegenarrkämpfenden gewaltigen Uebermackü ge- sichttt. Tie Wrgreifer können sicher darauf rechnen, hinter den deutschen Linien immer neue vorbereitete irnd stark ans gebaute Fwnten^ zu finden. Daneben zeigt ein Blick auf die Karte selbst denl Laien, daß die festen Plätze LiNe, Maubeuge, Sedan, Mont- medy, Metz. Diedenhofeu sicherlich gute Stützpunkte für große Ber- teidigungssysterne abgeben werden. So ist hier das strategische Schachbrett vorbereitet, auf dem das deutsche Vaterland außerhalb seiner Grenzen vetteibigt werden soll." Generalleutnant v. Ardenne führt im Berl. Tagebl. aus, daß nach gegnerischem Urteil die Deutschen jetzt tapferer Ümpfeu als je zuvor. Indessen die deutsche Militärverwak- ung müsse streben, und sie sei jetzt dabei, den gegnerischen Vorsprung in der Waffenindustrie wieder einzuholen. „Die Taktik des Feindes gipfelt bei Tankangriffen darin, daß die deutschen Linien zunächst durch Nebelgranaten mit einem undurchsichtilfen Schleier überzogen werden. Unter deren 'Schutz gehen Hunderte von Tanks, hauptsächlich von dem leichten und schnellen Modell Renault vor, bis in den Rucken der deutschen Truppen, die somit von rückwärts Feuer erhalten. Diesen Moment der Ueberraschung benutzen dann die feindlichen massigen Sturmwellen zum Vorgehen. Unsere Abwehrtaktik hat deshalb einige Veränderungen erfahren, die hier nicht angegeben werden können." Dann fährt Herr v. Ltrdenne fort: „Ueberblickt man im ganzen die Kriegslage an der deutschen, Westfront, die durchweg rwch tief in Feindesland sich hinzicht,' ö ist sie zwar lsehr ernst M nennen, aber fee gibt keineswegs Veranlassung zu einem Ausblick in eine trübe Zukunft Die 'Kämpfe dort werden zwar in kaum je erlebter Leidensckiaft noch weiter gehen, aber die Ermattirng der Angreifer kann nicht ausbleiben, besonders wenn der Winter ihnen die breiten Massen ihrer tropischen Kvlonialttnpven zu melpmonaliger Ruh? verurteilt. Tie feindliche Orientarmee war bei ihrer erste:, Zusammensetzung im Jahre 1915/16 nach Sck-ätzung des Oberst Egli 200 000 brs 300 090 Mann stark. Ihre Verluste waren seither, bö- vnders durch Krankheiten sehr erhebliche. Jnwieioeit sie neuerdings Difgefüllt worden ist, entzieht sich vorläufig der Beutteilung. Sie hat alle Sch,oäck>en einer KoalitionSarmec. Ihr Führer, Ge- ireral Fvanchet d'EsPerey hat Franzosen, Engländer, Italiener, Serben und venizeüstische Trurwcu unter sich. Er hat ausgesprochen. daß er nach der Besitznahme von Bulgarien lmb Serbien sich a7r- gttsssweise nach Norden wenden wird. Die Rolle eines Be r>iers von Rumcüricn mag ihm vorfchrvoban — aber eh? er sich defien Gvenzan nähern kann, wird wohl noch viel Wasser die Donau herab- laufen." Auch ein militärischer Mitarbeiter der „Deutschen Tageszeitung" läßt sich vernchrnen, daß „die große, strategische Lage an der Westfront keineswegs kritisch, sondern im Gegenteil als gefestigt anzusehen sei". Es sei bezeichnend, daß nach allen bisherigen Verlautbarungen die Entente ihren Truppen das Friedensangebot noch nicht bekannt gegeben habe — zweifellos doch, damit sie in ihrer Angriffstätigkeit -licht erlahmten. Wir dürfen uns mit den vorharrdenen Tatsachen nicht begnügen, wir müssen und könrren neue Tatsachen schaffen. Es kann sogar von unserer Seite in der nächsten Zeit keine schwerer in die Wagschale fallende Tatsache geschaffen werden als das Ergebnis der neunten Kriegsanleihe. Niemals ist eine Kundgebung des deutschen Volkes wichttger gewesen für das Gedeihen des Reiches, als diese jetzt bevorstehende. Es ist das Wort von der nationalen Verteidigung gefallen. Sie wird, wenn das Friedensangebot abgelehnt wird, sicherlich kommen, und dann müssen die schwersten Opfer gebracht werden. Wir können diese Opfer uns selbst erleichtern durch den vorherigen Gewinn einer moralischen Schlacht, nämlich durch unsere finanzielle Krastanstrengung, die den Feinden deutlicher als alles sagen muß, was unser Volk will und denkt. Denn darüber zweifeln sie vielleicht noch, die Gegner, ob wir den rechten Ernst, die alte Widerstandskraft noch haben. Durch leihweise Herausgabe des Geldes wird der Deutsche die Ziffern durchstreichen, die uns vom Feinde als Entschädigungen ausgeschrieben werden. Die Politik des Prinzen Max Hann erst dann den höchsten Erfolg haben, wenn sie aus dem Volke heraus, nicht mehr nur durch Mehrheitsbeschlüsse — diese liegen vor urrd sind niemand etwas Neues mehr —, soirdern durch die Zeichnung der neurtten Kriegsanleihe geträftigt wird. Douai in Flammen. Berlin, 8. Okt. Die Sdatn Douai bre nnt als Folge der unausgesetzten e i: g 1 i s ch e n Beschießung. D« Tatsache, daß die Engländer die SLdt mit schweren! undschwerstem Kaliber beschießen, wurde deutscherseits bereits seit Wochev^ ge- tmeldet. Die Unterstcklttmg, daß die Deutschen eine von ihnotH noch besetzte Stadt selbst an^ündeten, ist zu unsinnig, um imdettegl zu werden. Berlin, 8. Okt. Die Amsterdamer Meldung des Journal de Nouvelles, wonach die Deutschen Feirer an die Städte R o u l e r s^ Thourhout, Ardoye und Lichtervelde legen, entbehtt jeder Unterlage. Französischer Orientbericht vom 6. Oktober. Tie österreichisch-ungarischen Trirppen, die von der italienischen Front kamen und am 5. Oktober in der Gegend von V ra na j geschlagen wurden irnd sich in Ordming auf N i s ch zurückzogen,^ überließen den französischen und serbischen Truppen, welche sie in der Richtung auf LesDwac verfolgen, 1500 Gefangene und 12 Geschütze, darunter sechs schwere, ferner dreißig Mas ch i nengewehre.^ Weiter westlich wurde eine st a r k e deutsche Abteilung auf dem Rückzuge durch französische Streükräfte eingeholt urrd zerstteut, welch letztere sich des Bahnhofs Kvtschauik bemächtigten, viele Transpotte und einen vollständigen Eisenbahnzug Wegnahmen; im Kampfe sind etwa 100 Gefangene, daramter 5 Ofssziere. in urssere Hände gefallen. In Albanien dringen die alliierten Streitkräfte über Di.hr a hinaus vor. Auf der Straße nach El Bassan wurde eine starke seindlick-e Abteilung auf den Volkanhöhen, nordwestlich von denk Zusammenstuß des Devvli und Langaitza, zurückgeworfen. Der türkische Bericht. K onstantinopel, 7. Ott. '(WTB.) Tagesbericht vom 6. Oktober. Unverändette Lage ans atten Fronten. Der ßriedenzschritt. Ein Telegramm der französischen Sozialisten an Wilson. i. Köln, 8. Okt. Die „Köln. Volks-Zeitung" berichtet aus Amsterdam: „Nieuwe Courant" meldet aus Paris: Die sozialistische Partei, die gestern hier tagte, habe an Wilson telegraphiert, daß sie der Meinung sei, daß die Negierungen der Mliiettcn unter Forderung der unentbehrlichen diplomattschcn und militättschm Bürgschaften die Pflicht hätten, einen Antrag, der in Wittlichkeit einen ernsten Versuch darstelle, die Verhandlungen 311 eröffnen, nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Die Stimmung in Amerika. Washington, 7. Ott. (WTB.) Reuter. Montag morgen übi?rreichte der schwedische Gesandte die Note Buttans und der Schwttzer Gescurdte die deutsche No.'e dem Staatssekretär Lansing. Amsterdam, 8. Okt. (WTB.) „Algemeen Handelsblad" meldet aus London, daß die Auffassung in Amerika, soweit sie bisher in London bekannt geworden ist, in k e i n e r H i n s i ch t der Annahme des Waffenstillstandes günstig sei. London, 7. Ott. (WTB.) Reuter. Wie die „Daily Mail" ans Neuyork erfährt, schreibt der Washingtoner Korrespondent der „World": „In den hohen Regierungskreisen erlaubt man sich n 0 ch k e i n e M e i n n n g , da der Text der Rede des Kanzlers noch nickst vvrliegl. Gleichzeittg wird zu verstehen gegeben, daß Deutschland urrd Oesterreich-Ungarn sich im wssenttichen 0 h n e B e - dingnngen ergeben müssen, wein: sic den Krieg be-ndet haben ux>tten, ehe ihr Gebiet angegriffen und verwüstet werden wird. Allgemein gesprochen handelt es sich um die Annahme der bedirr- ml7rgsbos>e:r Uebergab« Teutsästands, Oefterreich-Ungan:s mcd der Türkei. Roosevclt. Berlin, 9. Ott. Nach einer Dkeldung des L.-A. aus dent Haag hat der ehemalige Präsident Roosevelt in Mü»eapvlis! eine Rede gehalten, in der er die absolute Ablehnung de4 deut schen Fxiedensvorschlages verlang^ 1t e« t er» e fn* at mt g »m ft 4 < • London, 7. OK. (WTB) Wenter. In Krisen, die gewöhnlich als gut informiert gelten, kommt als allgemeine Ansicht -um Ausdritck, daß Deutschland einen groben Schritt in ocr richtigen Richtung getan har, dieser aber nicht apoß genug ist. 3n den nichtamtlichen Kreisen in London geht die Ansicht im allgemeinen dahin, daß die Vorschläge völlig aufrichtig srnd, daß sie aber nicht von der Lcebe zum Fritt>en ödes vom geklärten Geist diktiert srnd. London. 8. OK. lWTB - Reuter erfährt aus den Kreisen oer fremden Diplomaten, das; die Ansichten, die man dort habe, denen der englischer! Regierung entsprächen, närnlich, daß die größte Vorsickst bei der Erörterung der durch die Rede des Prinzen Max geschaffener! Lage beobachtet werden müsse, bis viele Pur,Ke klarer geworden seien, als sie mangels eines amtlichen Berichts sein könn ten. Diplomattsch scheine der nächste Schritt bei Wilson zu liegen Ter Präsident legte seine Politik durchaus klar, und soweit man schließen könne, sage der Kanzler, daß Deutschland diesem Ziele beistimme. Es sei klar, daß Zusicherungen über endgültige Bürg^ »chaften folgen müßten. Bei dem gegenwärtigen Stande könne nur gesagt werden, daß die Aeußerungen des Reichskanzlers die be veutsamßen seien, die bisher von Teutschland ausgegangrn wären London, 7. Ott. (WTV.j Reuter. „Daily Nloil" schreibt in ihrem LeitortifW: „Wenn Teutschland, Oesterreich-Ungarn und die Türkei bereit finf), die Waffen auSzuliesern, nne dies Bulgarien getan hat, und sich vom geiamten besetzten r^ebiel -urückzuzicl-en, könnte Wilsmi einen Waffen still stturd vermitteln und über einen cUlgemeinen Frieden diskutieren. Andernfalls wird kein Vorschlag, den die Mittelmächte in dieser Richtung machen können, Erwägung finden." London. 7. OK. Wie Reuter erfährt, werden in gut- unterrichteten Dreisen noch sorgfältiger Prüfung der Rede des .Kanzlers und der Rote an Wilson folgende Kommentare gegeben. Der Vergleich zwischen dem Test der Rote an Wilson und der Rede des Prinzen Max weist wichtige Abweichungen ad. Während die deutsche Rote die Botschaft des Präsidenten an den .Kongreß vom 18. Jamrar und seine späteren Erklärungen als Grundlage für Friedensverhandlungen annimmt, sagt der Kanzler daß er sich aus den Boden des Mehrheitsprvgramms stelle, und wenn dies Programm so ist. wie es im „Berl. Tagebl." mitgeteilt worden, so werden die Tifferenzen sofort deutlich werden. AngefichS dieser» Verschi^-enhert ist die Frage berechtigt, aus dem Boden. welcher von diesen Erklärungen Deutschlands »virklich steht, des internationalen .Dokuments, das an Wilson gerietet ist. »der der an das deutsche Volk gerichteten ErKärung im ^ichs- tuge. Die Rote selbst läßt verschiedene Auslegungen zu imb iß vielleicht ^absichtlich unbestimmt. Die Stimmung in Italien. Bern. 7. Ott. 5WDB.) Das Wa'feirstMstandSangebot der Zentvaln, ächte bel^rrscht heute die italienische Presse. Sie nimmt zu d-.-r Frage leiden choftki che Stellung. Das Angebot sche nt der italienischen Regierung sehr ungelegen zu kommen. Aus den Kommentaren der Zeitungen geht mit aller Deutlichkeit hrv-or, daß Italien, von dem n^-ile G"bietsstrecken immer noch vom Feinde beseßt sind, heute die Liquidation des Krieges befürchtet. Das It^osnngsNvrt aller Zeitungen ist die Forderung einer sofortigen Ränimmg albr besetzten Gebiete, bewr man einen Waißm still stand abschldeßen dürfe. Denr Feinde sei nicht zu trauen, der wälnnmd der Tauer des Waffenstillstandes eirren neue?! Widerstand organisieren l^nnle. Das Angebot der Zentralmächte, das die Wilsonschen Grimdsätze glatt cckS Basis für die komm''irden Bespreck*"'7'en an. eckemr^ ist der itvll e^nsche t Pr fe höchst flein i h. di i Wilso i ch n inw iricht anzutasten wagt, rl/nen aber immerprn eine 'är Italien vorteilhafte Auslegung geben möchte. Der Berner „Bund" zum Frieden-ftngebot. Bern, 3. Ott. (WTB.) Ter Berner „Bund" schreibt znm Angebot des Waffenstillstandes durch die Zentralmächte» u. a.: „Ein einziges großes Aufatmen gelst durch die Welt bei dem Gedanken, daß dem furchtbaren Mitten des Krieges (£in- getan »verden soll Mtt banger Spannung sieht man der Antwort WilsonS und feiner Verbündeten entgegen ES steht nun fest, daß die Demokratie als Sieger aus den» Bölkerkrieg hervorgeheu wird. Tie Demokratie wird den Frieden bringen. Sae allein vermag es, mid Wilson hat mm das Wort. Tie Antwort wird ihm «uht leicht fallen. Ter KriegSwille der Amerikaner und ihrer Der- oürrdeten ist daraus eingestellt, alle ihre KriegSziele zu erreichen., Da wirst sich die Frage aus, ob dies bei Änualnne des Angebotes der Zentralmäckste gesichert-erscheiitt oder ob noch weitere Waffcn- erfolae es bekräftigen sollen? Darf man also 7wch nicht auf sofortige Erösfmmg von Frie- densverlxrndlungen schließen und muß aus jeden Fall mit schwierigen WassensttllstandShedingungen gerechnet »verden. so ist doch »ne wc-i tt ragen de Kundgebung erfolgt, die ilwe AuStckrkung um derr ganzen Erdkreis tragen wird. Ter Kanzler- und Regierungswechsel in Berlln beweist, wie ernst cs Deutschland mit dem Friedensangebot ist. Auch die Rede deS neuen ^ldeichs Kanzlers enthält größere Zugeständnisse als je." I tttttott E fc T t nes m tg gi Datei werven. werde tch »mver^l glich zu I fßmb, Vas evt B aiZ e NLS G m üno fidjj er v Woe vk noch von 1 ' \rrrr 1 r*m t »« X— -- — >- . I KaitV steiN IipfCHl läßt, lll» WÜhvOld )TUUl Mts Öl SKiTCTl Mtt Butter und F^t im Äuie läßt, müssen wir täglich 40 000 Litcr Vollmilch, außer Lessens (Dresbaden, FranSfurt) lieierrr. Die Lftge in veftcrreich-Nngarn. Wien, 6 OtL tWB.) Das Korrespondenzburean meldet: £ve von angc'blrch gut imterrichb-ter Seite stammende Meldrmg ^lieuters über Unruhen, die in Wien stattgestrnden hätten, und über Besorgnisse, daß hier die Revolution auSlwechen wurde, ist «ne plumpe Erfindung In Wien und in der ganzen Mon- archie herrscht volle Zuversicht. Wie oft die Revolulion in Oesten-eich.Uligarn vorbergesagt und durch die Tatsachen Lügen gestraft wurde, läßt sich nicht mehr feststellen. Die stete Wieder- holung dvser tendenziösen Lüge wird diesen Wunsch der kurz- nOfUgai fremde der Monarchie der Erfüllung nicht näherbringen. Der deutsche Bolkstag in Wien. w W,emer Korr.-Bur. Tie gestrign Vollversammlung des deutschen v o l k s t a ge s für Oester- r e r ch. dte von Vertretern aller Kronkänder beschickt war mid an der WWrndK RetchSdagSabgeordnete uittrr Führmlg des Präsiden- ten Groß und mehrere HerrenhmrSmüglieder teilnohnien, be^ Miloß nnstimmig rmrn Aufruf o n das deutsche B o lk, in dem der ttmfttge Friede als das Ende unendlitt)er Opfer und als Verheißung euier besseren Zukunft beg-rüßt >mrd, vorausgesetzt, daß er die Dechngmigei! für ein nationales inneres Leben dm» Tmikslsnm ,merschüttert läßt. Wenn aber die Feinde auf unseres Venuchtung bestehen blieben, sei ferne andere WcchL, als in iwA trennbarer Einhert mit dem Deutschen Reiche und unter Zurück- westung kedes schniäblichen Gedankens an einen Sonderfrieden sich ^ wshren- bis zu einem nttscheidendcn Ende. Dieser SVricöl nrirfK ledensallS die völlige Ordnung in der Stellung des deutsche^ Volkes in Oesterreich herbeistllnen. Tie ^euNct>en Oesst/reich» forderten völlig mreingeschänkteS Selbst- besttmmnngsrecht. Solange aber rwch die verbündeten Heere gegen den genrnnfamen Feind kämpften, gelte es für die Deutschen na Oe1terr«ch, stch und ihrem heldenhasten Bundesgenossen, dem Deutsthen Reich emen eittscheidonden Dienst vor Abschluß diese» önngens zu leisten — In dieser Entschtießmrg werden die Volksvertreter md<^ einzelnen Ländert, ausgefvrdert, alle Vorkel>- vungml für mt Einführung des SelbstbestimmungSrcchts der Deutschen in Oesterreich zu treffen. ch »er »kichSkanzler und der polnische Regentschaft,rat. Warschau a CTt. rSBBW.) Drr 3i ei folgende« Tele- granim: Jtei der llebe-rnahrne de« ReichSlkanzleramtes liegt mir be- ,^ü>ers Mn Herzen. d<-m hol-en Regentschrftsrat deS Königreichs Polen zu versichern, daß ich rm Einttang mit der im Reichstag «bgeKexn ErKär.mg den lestmi Entschluß habe, das Verhältnis . ZriSrY 11 2r d> ? PL bflT1 «uentstandenen Wnigreich Polen un (^nst oer (Sk retty vfleti und des Verständnisses der beibe^ 9 «? 1 & l>usmtercfstn zu gestalteir und inich um die möglichst schnelle^Veßntigimg der noch besteheichen Lasten der Okkupation zu dcnnnher^ Im Vertrauen daß der twl>c «iegentschaftSrat sowie auch die KÄnglich polnische SwatAregrerung Verständnis für ihrer Verwirkichung d« nötig« Anordnung erlassen Max. Prinz von Baden. ReichskaTrzler. Warschau, 8.OK. (Prrv.-Tel.- Der Direktor des Staats- deparrements Prinz Janus Radziwill hat den 8celchs- Kanzler teleamphisch um die Freilassung der verhafteten Polen PÜsudski. Thugult und Grab^ki gebeten. Warschau. 8. Lkober. sPriv -Tel.) Wie daS Warschauer ..Przeglad" meldet, beschloß der polnische Regerrtschaftsrat ruf Iiri- tiative des Direktors des StoatstepanementS, des Prinzen Ianusz Radziwill, den polnischen Staatsrat mrverzüglich auf- z u l ü s c n und den konstituierenden Landtag nach Warschau ei nzu berufen. Berlin, 8. Ott. VerschieLxme Zeitungen glauben aus dem Begriißimgstelegramm des Reichskanzllecs an den polnischen Re- gentschattsvat, in dem eine inögtichst daldibe Behebung der noch bestel>mden Okkupationslasten in Aussicht gestellt wird, heransleseii zu sollen, daß die deutsche Ot'kupanon in Polen sofort aufgehoben wßirt>e. Für eine derartige Ailsleg?.mg bietet der Worilaitt des Telegramms nicht den mindesten -lnhalt. TaS Telegramm stellt vielmehr lediglich in Aussicht, daß manche unbeguem empfundene Erscheinung der Okkupationsverwallung gemildert wird. * Die bulgarischen Unterhandlungen. 'Dosia, 6. Ott. Nach, privaten Meldungen wurde bei den Berlin Ölungen, die Liaptschew ch Salon llr rührte, von der Entente auch darauf hingennesen, daß die bulgarische Regierung vollste Gewäch breten muffe für strenge Einhaltung aller Verträge zwischen der Enterüe und Bulgarien. Das jetzige bulgarische Kvbmett ist jedoch nach Ansicht der Entente nicht geeignet, ein WerKeng ihres Willens zu sein. Deshalb T>at Mm rngedeutitt, daß eint Aenderung i m Ko bi ne t l durcl^rns «wünsch' sei. Ma- llnow erüfrnete daraufhin Borw-rchrndln-n^^' zur Neubildung des Kilan-tts. DeEntit ol! ugesti -im habeit, a'j d es ufjrnmct* Mfetzl >ci aus zivec Demokraten (Mc.liil^.o und Liaptf1>.lv), drei Rarodniken. einem Agrarier, ernem Sozialdenvokraten, einem 3ia- dikaldemokraten und lZ>eneral Lukow. dem frül^ven Führer der zweiten Arm« und Mitglied der unter Liaptschew s. Z. nach Laloniki entsandten Konl.nrisswn. Daß die Raoidniaken am stärksten vertreten^ s.'in sollen, trotzdem sie nur -?lm Sitze iu der Sobranje haben, rührt daher, daß sie als die den ÄttttelmäclOen am meisttm abgeneigte Partei gelten. Tie Rtaßnahmcn des neuen Kabinetts werden außerdem w»t, scharf überwacl-t wwden durch eine Entente- .Kommisston^, deren fnnrzösistte und englisch»' Mitglieder bereits w Sofia eingetrofferr sind. Ihre Arbeit wird bald einsetzen und dre Entstehung von Mi schallig^'tten wird nur als eine Frage von Togfw angesehen. Mmi vernrutet. daß sie der Enbnrte willkommnie Gelegenheit bieten werden, um scharfe Maßnahmen gegen Bril- garaen zu ergoeisen. Das Schicksal Sofias scheint den: Salonikis ähnlich zu »verden. Kabtnett-wechsel in der Türkei? Berlin, 9. Ott. Ter „Deutschen Zeitung" »vird von einem gut unterrichteten Gewährsmann aus Konstantinopel gemeldet: Im türttschen Kabinett ist eine Aenderung eingetreterr. Ter bisherige Großwesir Talaat Pascha ist durch den Senator T e v l i k P a s ch a ersetzt worden. Tevlik Pascha war bereits ernnial Großwesir und türttscher Gesandter in London. An die Stelle dos bisherigen Kriegsminisiers Envcr Pascha ist der frü^re Kriegsmmister Jzett Pasä>a getreten. Zum Ministtw des Auswar- ttgen tnurde der der Opposition angehörende Senator Achmed Ri.za Ber ernannt. Tie jetzige Zusammensetzung des Kabinetts bekundet den allgemeinen Friedenswillen des türttsch)en Volkes — Eine amtliche Bestätigung dieser Meldung liegt bisher in Berlin nicht vor Ter türttsck»en Gcsairdtschaft in B.rlin ist über den .Kabinettwechsel noch keine Mellnurg -ugegangen. Englische Krieg"anseihe-Sieklftme. Bern, 8 . Ott. (WTB.) Anscheimmd bedarf eS für die neue brr t i sche K rieg s a n l e i h c starker Stmrnkontra. Wie die englischen Matter melden., wird die Anleil»e..Kampagn< a-n Montag mrttog mit gleichzeitigem Abfenern sämtlicher Furgzengabw^hrg.'-- schütze begrmren. W^iteve senscttioise'lle Maßnahmen sind Umzüge von acht guofm föffnuuen durch alle Vorstädte Londons wälnrird der ganzen Woche, i.mne dieUmwandlungdeSTrafalgar L»guareS in ein durch Gefchützfeuer zerftörte- französisches Torf. Die sechs l>öchsten Arlleilx-zeichner erhalten eine 60Zentimeterhohe Granateals Prämie. Die Kostlcnnot in England. Berlin, 7. Ott. (WB.^ Ein Londoner Brief des „Rieutve Rotterdamschen Eourlrnt" sv-nst auf die große Ko b l e n n o t hin. der England in diesem Wirrter ent'»ogensieht. Tve Oppvsittons- blätter fallen Lloyd George besonders heftig megrn seiner nicht durchdachten rrnd tverng fürsorglichen RegiernngsMethode cm, die nur Mannschaften für die Westst-mtt zur Verfügrmg stellte und die Arbeitskräfte aus den Whlengrubon nahm, so daß England seinem schtverften Winter entgegengeht. Au- Finnland. Helsingfors, 7 Ott. (WTB.) Ter Landtag hat in -werter Lesung den neuen Berfas snngSentivurs mit 66 gegen 34 Stimmen angenommen Der grosse Ausscknlß liatte »roch am Vormittag tt».ntere A.-ndm^lTrgen in denwkratischer Richtung »wr- genmnmen. ttldem er das Vetorecht der jttrone in der Frage der Landesverteidigung beseitigte. Tie Abskrnmrung im Plenum zeigt, daß trotz dieses iveilgeh-nixm Entgegenkommens die für die Durch- brnrgn.ng der Vorlage in der gegenwärtigen Session ergorderliche Räehrhett schlverlich zu erlangen ist. Aus dem Neicbe. Rücktritt v. Daldows. Berlin, 8. Ott. (Priv.-Tel.) Wie »vrr hören, reichte der Staatssekretär dc-s Krieflsei7nähru»tasanlts v. W a l d o w sein E n t- l a s su ng S g e 1 u ch cm. Eine Entscheidung ist indessen bisher noch nicht getroffen. Cholerafälle in Berlin. De rl in, 8. Okt. (WTB.) In Berlin sttid bis «um 3. Oktober morgens 17 Fälle von Cholera amtlich gemeldet worden Bon diesen sind 15 Fälle auf die Rvß-Sct>t.jch.erei in der Linienstraße zurückzuführen, uj» zwar sind zwei dieser 15 'Perscnren Alngestellte der Schlächerei. Bei zilveien von den 17 Persow^i, die in deselben Gegend »vohnar. korrntc der Genuß von Roßfleifch rarfit sicher nadjgtftriefen werden. Särnllick^ Erkrmrtte und ihre Angchörigen sind Kixrnkmhäns'etn zugesühn und unter Beobachtung gestellt. Vdn den 17 Kranken sind bis7>er 15 Personen ge- stor ben. Aus^r diesen sind znvi Fälle von Clwlera vvrgekommrn auf ernem Schiffe mrf dent Kanal bei M'ariemverder im Kreise iRrederlxrrnim. Das Sckstff ist unter Beobachtung ^stellt. Die Erkrankten fvnrie die ganze Besatzung sind dem KranknchauS in Lrebenwvlde zugefüh-rt. öwi den lviden Erkrankten ist «ne Frau gestorben. Ueber trie Enriülwngsicrsachcn finderr rroch Erniittlungen statt, die auf Berlin lrinweisen. Aur Hessen. - Die mangelhafte Fettversorgnug der hcsfischen Stabte. 1 Tarmstadt. 8. Ott. DaS Vcrsa-gcn der Fettversor- AUNft der hessischen Städte in der letzbn fleischlosen Woche hat zu fo lgender dringlichen An frage dos Abg. Henrich g^kühtt: Ist es der Regiermrg bekannt, daß brie Verkorgmig der grröfKTcn stabte deS Landes, mrmörtlich auch der Stadt Darm- v-öllig ungelcügende ist? Ist die Regierung bereit, iedc Mrlchluyeruug aus dem Gvoßl»erz--gtuin heraus solange einzu- stellen, als die Fettversorgmrg der Irnifeu Bersorgturgsbereckz- twrim nicht iu gleichen Unrfiauae gesichert ist. nrie im Durch- schnitt tn den übrigen Teilen des Reiches? Ist die fömiienmg fer-ner liercit, dre Lieferung von stllrtosteln in andere Buitdesstaäten \o* Iougi' zu unterlassen, als diese ihrer rreLpflickZtullg zur Lieserrmg anderer Lebensuiittel, llrsbesondcce von Fett und Fleisch nicket nach- -omm«i? — Die vom üieche zuigfsagten Lieferungen srnd ieü Wochen ausgebllebet, insbeiolndem ist Württernbera ün A«s Stadt und fCanft. Gießen, den 9. Oktober 1918. Aufruf au meine lieben vberheffeu! Aus dem Felde geht uns folgender Aufruf zu, der als eure Stimme der Feldgrauen nicht unbeachtet blerbeck.foll: Plan und fest Wille unserer Gcgrrer ist es. uns oolb- stärchig zu Vernich?.n und unser Vaterland zu zerstückeln. Sv liebe ein jeder in der Heimat feine ganze straft hin. nnt auch wir als Frontsoldaten unsere letzte Kraft hergeben und zu jaLer Stunde mit dem Tode dazu bereit sind, dem Feirrde zu wehren. Aber nicht einmal mit Lebensgefahr braucht Ihr Eure Kameraden im Felde zu unterstützen, sondern ein jeder soll hingehen und sein Scherflein (wenn es auch noch so Nein ist) zur neunten Kriegsanleihe zeichnen, denn die,e ist die beste Antwort auf die höhnisti-e Abschlägigst unserer Gegner und das sicherste Zeichen dafür, daß Deutschland noch nicht am Rande des Zusainmenbrrlches steht. Drum se iein jeder so fest in seinem guten Willen, wie t§ unsere feldaraue Mauer an der Fwnt nwhl ist, es helfe ein jeder sein Vaterlarrd za erhalten und znttflre zur neunten Kriegsanleihe. L. B e d, Sergeant * ** AmNiche Persona knalhrichlen. Der GvoftLerWog hat crm 28. September dem Obettehoer an der Oberrr«!schule in Heppenheim Proß-ssor Kcnck Ho ff mann anläßlich sencer Verletzung in den Ruhefbrnd das Ritterkreuz 1. Klasse d«S Bettrirnst- ordens Philipps des «hroßmüttgen verliehen. — Der Groß Herzog ^at zum 1. Oktober 6. I. ber Berufskranlemrilegerin der Schn»^- I lern schuft des StadtkrankenhauseS Offen bach (außerordentlicher Zneiaverein deS Alice-Fruuenvevernsk). Schwester Adele Bernhard. das Silberne Tienslanszeichnungskreuz für KcMckenpflege verliehen. — Durch Entschließung Groß herzoglichen MinistenumS des Innern vom 30. September 1918 wurden die Lehramts-' wferendcrve Heinrich Pein zu Wimpfen. Friedrich Reiß, zurzeik im Felde, Mar S a l o m o n zu Schlitz. Tr. Anhut Saßmannshausen zu Ofsenbach, Tr. 5)ermann Volk zu Gießen zu Lehramtsassessoren ernannt. — Ter Großherzoa har am 28. Seit den Oberlehrer an ber Oberreal schicke in Heppenheim Professo^ Karl H o f f m a n n auf sein Nachsn chen urrter Anctvrnnung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1918 ab ut den Ruhestand versetzt. ** Die va terl än di sche Kundgebung zur u a m te u Kriegsat,leihe findet heute, abnrids 8 llhr pünkttich. in der neuen Universitätsaula. Eingany Ludroigstvoße, l'brtt, unter Mttltrirllurg der verstärkten GaiTnisonkapelle unter Leitung des ?Rustlleiters Bruno Herrman n mck> eines Drabew'MLfsenckrTres unter Leitung des Lehrers Otto Gör lach. Leutnatt Kobe von der In- stl^-krion der Fliegertruppen wird einen Vortrag mit Lickt bildern halten. Außerdem werderr sprechen Oberbürgermeister Keller und Professor Dr. Schi an. ** Eier-Ausgabe. Vom 10.— 16. Oktober 1918 »verden lOS <&M igfeft Siel)e Anzeigenteil. ** Petroleum. Tie Zuweisungen von Petroleum «n d« Stabt Gießen werden in diesem Jahre in (jennßcnr Höhe wie im vergangenen Jahre erfolgen Die ''-luSgabe von Perroleum mußt daher für den dringendsten Bedarf beschränkt werben. Im Gegen.- satz hierzu wird die Belieferung mit .ldarbid rn einigermaßen auS- reicheitdem Umfairge erfolgen. Es nrnß daher denjeTrigen Personen^ die nicht im Besitz ausreichender Beleuchtungsmittel sind, dnngrnp empfohlen werden, sich Karbidlampen zu besorgen. Es ist hierbei notwendig, sich die Handhabung der Lampen getrau von dem Verkäufer beschreiben zu lassen, da bei unsachgemafzer BehandlungSl« weise leicht Explosionen entstehen könucac. ** Krie gs s parkarten. Wahrend der ZeichnungSfrist der Neunten Kriegsrnleihe (23. Sep!ember bis 23. Oktober I. I. werden bei der BezitA;s^rkasse wieder die bekannten ab 1. November zu 5 Prozent verzmslich-n K ri cgS fpa rka r t c n zu 1 Marl 5 Mark und 20 Mark ausgegeben, die Ulßerdem auch bei den Sammelstellen der Psennigsparkasse erhoben werdeir können. ** Frachtstückgüter werden am 10.. 11. urrd .12. Ok- wber 1916 von Sbationen des L>rveLtiv4u.be^rriL Foanffnrt (Main) zur Beförderung nultf crivg^wmnf -n. Die miherhtlb di,-fer Sperrtage gültige Freckiste stll den Stüchuckvettand i't eingefchräntt worden. Nähere 'Auskunft erteilen die Auskunftssielle für Güterverkehr, Frankfurt (Alain), Hol-rn^ollernplatz 35, sowie die Gütecaoser- tigungen. ** Die Jahresversammlung deS Oberheffi- fchen Vereins für. Innere Mission fand gestern im ^ohanTreSsaal Ker statt. Sie lmrrde voni Vorsitzenden Prof. I). Schian mit D^nlesen vmt 2. Korl. 4 und einer ans die Zeittage eingehenden Ansprache erösftret. Auch die Innere Miffion wnl an der Arbeit für das Wohl des V«iterlarck>eä mitarbcrtetl. Die Dättgkeit des Vereins im Ergangenen Jahr verlief in den bisherigen Bahnen, neu hinzu grimmen ist die Beleck iaung an der sog. Plakatmisfion in den hiesigen Lazaretten. An die Stelle des bisherigen Rechners Fabrikbesitzer Kaufmann ist Kirchenrat Strack getreten. Die Hauptvei'handlrmgen des Tages bildete der Vortrag deS Geh. KirckxitrateS O. S ch l o ss e r - Frankfurt über „Innere Mission und ö f fe u 11 i d >e Jugend- fürsor ge", eine Frage, die durch den K-reg besonders bringend geworben ist. Tie Jugendfürsorge lu-schästigt sich mit dcr eines besondere,! Schutzes l>edürfngen Jugend: sie roird von Staat und Gemeinde auf ihre .Kosten ansgeübt: es gehört dazu die Säuglingsfürsorge und jeg!ick?e Ersatzerziehung. Zur Durch sühn mg einer^ geordneten Iug*nrdfürsorge gehört d»is Jugerrdaint mit Rechten der Berussvornmndsck)aft. Die Innere Rttssion muß diese Bnvegung begrüßen und durch Mitarbeit unterstützen. Am Abend fand in der Sladtkirche ein Festgotlesökenst statt, bei dem Pfarrer D. Dr. Preuschen - Hauserl predigte. ** Tie Fa m i l i e n un t c r st ü tzung von Eingezogenen m'w. Bei der llnterstützmig von Familien erngezogrime Vtirnnschaften hat der Bmck>esnat die AiefermrgSverbände ver- pftichtet. die Famckienunterslützungen aus ihren Mitteln, wie sie bis zmn 1. Oktober gezahlt mürben, spätestens vom 1. November zu erhöl-en. Die Erhvhmrg ist nach den örlltchert Der- hälttnsfen zu dein essen. L>iS m fünf 3Jlarf für jeben llltterstützdm »verden die Erhölnrngtm von» Reiche erstattet, zur Hälfte monatlich, zur Hälfte mit der Erst^rttuna der gesetzlichen Mrndestbeträge. Geringe Bessenmgen der Ve^älvttsse der llitterstülckeit sollen ebenso wie <-r hebt t che Besserungen gaw vorü berge l»<-nder Art regelmüsstg nicht zu, Herabsetzung oder Einstellung der FamÜien- unterstützung Veranlassung geben. Ferner darf nach einer Verfügung des KrtegSministeirmns bei Löhwrngszuschuß für die Fannlien^der llnteroffiziere deS F'ckedenSftandes auch für Kiickrer über 10 Jahre gezahlt »verden. »vc»rn sie eigenes Einkommen im Werte von mehr als 30 Mark monatlich nicht haben. auS gesmid^ hntlichcit Rückfichlen einem lohnenderen Erwerb nicht naaiyelieN kömven und deshalb im Haushalt des Unteroffiziers o!»ne entsprechendes Entgelt mck» ohiu Gegenleistlmg unterhalten meröen müssen. Aus Anlaß deS Todes der Ehefrau findet eine Ermäßigung des Lölnm»tzrÄvuschuff-Ls um den Betrar, für eine Person nicht mehr statt, wenn der eigene 5>mshalt nreitergeführt »virt). Dasselbe gilt auch für Ehescheidung und Aufhelümg der ehelichen Ge- meruschott. Kr. 257 Zweites Vlatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesieni 1 000 000 Mark 1 0 0 600 10 0000 10 0000 ,, 230 000 300 000 100 000 250 000 Rns Stadt nnd Land. Gießen, den 9.Oktober 1918. Die KrieasanleihebeteiLignttg der Stadt Gießen. In einer nichtöffentlichen Sitzung hat die Stadtverord- ne^nversüminlrmg gestern beschlossen, zur 9. Kriegsanleihe 1 : Pi u l io ii Arark zu zeichnen. Die Beteiligung an den früheren Kriegsanleihen betrug: 8. Kriegsanleihe l - I: " * 4. 3 . :: :: ^ ■ Insgesamt hat demnach die Stadt Gießen bisher 5940 000 Mark gezeichnet. * ** Die gemeinn ü tzige Organisation der Erfindertätigkeit wirst) von Geheimrat Sommer als Vorsitzendem der ^Gesellschaft ^ n r Errichtung, eines deut - schen Erfinderinstitutes in einem öffentlichen Vortrag, am Samstag, den 12. Oktober abends 9 l^hr, im „Fürstenhvf" behandelt. Tie G^ffellschrft hält ihre Jahresversamnllung am Sonntag, den 13. Oktober im Hörsaal des Liebig-Laboratoriums ab oder Architekt H a mann gerichtet' werdem ** Schwein gehabt hat Metzgermeister Trinkaus, Settersweg, bei dem 14 Ferkel angekommen sind. Wenn mir uns recht erinnern, ist Metzg..wm erster TrinAaus dies Schwein vor etwa zwei Jahren schon einmal widerfahren. ** Wein - Nach steuer. Vom Heuptsteueramt Gießen wird mitgetellt: Die Amrahme, daß nur der verpflichtet sei. seinen^ Wein zur Nachsteuer anzumellen, dem ein Anmeldevordruck zn- gegangen, ist unzutreffend. Nach, § 3 der Wein-Nachsteuer-Ordirung sind steuerpflichtige Weinvorra e auch ohne besondere Aufforderung recht? ei ff g der zuständigen .Hebestelle anzuZeigen. Bei dieser Ge- legenheit wrd daran erimrert, daß die Anmeldefrist in kurzem abläuft. Tie Nachprüfung der Weinvorräte ist bereits im Gange. ** Tie Verteilun g> der Zigaretten. Zigaretten- tabak darf avach einer neuen Anvichnung des Reickjskanzlers nur noch nach den Weisungen der Deutschen Ze—trale für Kriegslieferi ingen von Tabakerzeugnissen in Minden verarbeitet werden. Die Weisungen ergeben im Benehmen irrit der Gesellschaft. Tie Zentrale bestimmt die Art der Erzeugnisse und die Mengen, in denen die monatliche Erzauglmg für Heeres! ieferu^gen zur Verfügung zu stellen ist. Tie Zentrale kann auf die Lieferung verzichten Als Hcereslieferung gilt nur die Ausführung der Aufträge, die durch t i Zentrale vermittelt werden. Tie Gesellschaft 8arrn auf Antrag i o Zentrale ausnahmsweise für einzelne Hersteller die Ver- oibutungsmengeu .vorübergehend erhöben oder herab sehen Ein solcher Beschluß ist dem Kommissar des Reichskanzlers zur Bestätigung vorzulegen. Kreis Büdingen. Ortenberg, 7. Okt. Zu einer erhebenden vaterlän- buchen Kundgebung gestaltete sich der gestrige Vortrag des rawollen Fnoden zu nehmen. Aber auch denen, bis einen Frieden utrt jeden und bte mctnen cg sei doch gleichgiltig, ob wir unkr englischer obn jran^stscher Herrschaft stünden. Zeigte der Redner an dem Beispiel von Indien mit seinen Himgersnüteii, den Lausenden dort m «mein Kahr au Hunger Slerbenden. mit seinen 80°/° Analphabeten mit seiner m einem Volk von Wasler- trdgem und Sklaven l/erabgeL.iknen Bevölkenmg. was das dent- sche Voll u>rter der Regierung dieser Völkerbeglücker zu erwarten h-rt.c. Ans Briefen Wirklicher Frontsoldaten, die lieber noch drei Jahve auschalten, als -men Frieden um jeden Preis schließen wollen, zeigte er die Stimmung unseres tapferen .Heeres dessen /TÄ- ^Entbchrunsm zu Hause mrr kleine Nadelstiche smd Mit einer begeilter en und I>egeisternden Mahnung, daß auch die Heimat vor ollen Dinarn bei der Zeichnung der “• Kriegsanleihe und tm tapferen Aushalten ihre volle Pflicht tu Iifolle, Nicht nur^iiitder Da erlaiidSlicbe im Herzen und im Mund s°Ern vor allen Trugen auch mit wei geöffneter Tasche, schloß er unter «challent-em Beifall seine Ausprackoe. In der Aussprache wurden die nberzeugeiiden Ausfülp/ungen iioch von Pfarrer S ch r I m p f - hirzeilharn und Piarrrr K a h II - Orten berg unterstrichen und nochmals ein ioarmer Apell an die Versammlung zur cifngen Mitarbeit gerichtet. Bürgermeister Bu rle i n - Gelnhaar der Vorsitzende des neuen Bolksbandes, leitete und schloß Me Versammlung und erhielt von dem anwesenden Regierungsvertreter volksbnndczi^iS Erfüllung aller berochltigten Wünsche des |j Die TQZS der Keife ; II bringen dem tondroirt flrbett aber auch ertragreiche €rme. Um.oust märe »eine Muhe, wenn der Heinde Uebermach« stegie. Der deutsche bauer von echtem Schrot und Xor« darf nicht gleichgültig bleiben, wenn deutscher Heldenarbeit guter ertrag beichiecien sein soll Deutscher Dauer, sorge bet der .' drängen. Das Kreisamt hat nunmehr die Gewährirng des Naturallohns, soweit es sich um be- fchlagknahmte Früchte ufw. handelt, verboten. An die Auszügler dürfm Naturallöhne narr g-Äeistet werben, wenn die Naturall ei itnnq die behördlich ^setzte Kopfmenge nicht übersteigt. Ter enL stehende Lohnausfall wird durch» Geld entschädigt Letzte 27 Lrctiricdten. Dev neueste Bericht der ßccreslcUtttt^. 0 MTB.) Großes Hauvtyuartier, 9. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Cambrai und St. Quentin ist die Schlacht von neuem entbrannt. Unter Einsatz gewaltiger. Artillcriemassen und unter Zusammensassnng von Panzerwagen und Fliegergeschwadern griff der Engländer im Verein mit Franzosen und Amerikanern unsere Front von Cambrai bis St.Quen- tm an. Auf dem nördlichen Angriffsfiügel war der Ansturm des tzi-nndes nach hartem Kumpfe gegen Mittag westlich der von Cambrai auf Vohain führenden Strahen gebrochen. In den Abendstunden sind hier erneute Angriffe des Feindes gescheitert. Zu beiden Seiten in der Richtung Le Chateau nimtiyen Wmerstraste gelang dem Gegner ein tiefer Ein- orutr) in unsere Linie. Wir fingen seinen Stoß in der Linie Walincourl—Elincourt und westlich von Vohain auf. Aus dem Südflügel des Angriffsfeldes konnte der Gegner nur wenig Gelände gewinnen. Die südlich von Mon brehain rampsenden Truppen schlugen alle Angriffe des 7ei. des in up. er vori eren Jnfanteriestellung ab. Durch den Einbruch in per Mrtte der Schlachtfwnt in ihrer Flanke bedroht, mu^ ten sie am Abend ihren Flügel auf den Westrand von Fres-- noy—Le Grurd Zurücknehm-en. In der Champagne nahmen Franzosen und Amerikaner zwischen der Suippe und lrestlich der Aisne unter großer Kraftentfaltung ihre Angriffe wieder auf. Auch sie erstrebten nach anfgefundenen Befehlen erneut den Durchbruch durch unsere Front. Nur beiderseits von St. Etienne brach der Feind in unsere Linien ein. Ein in den Nachmittagsstundcn eingesetzter Gegenangriff warf den Feind stier wieder zurück. Ander übrigen Fwnt sind die Angriffe des Feindes völlig gc.-cheitert. Oertliche Einbruchsftellen umrd-en im Gegenstoß wieder gesäubert. Teilangriffe an der Ai.Ue und sel/r stes- tige Angriffe der Amerikaner am Ostrande des Argonner- waldes uns im Ai re-Tal wurden abgewie en. Auf dem Ostufer der Maas griff der Feind zwischen Brabant und Ornes nach starrer Artillerie-.uirkung au. Der im Wald von Consenvoye eindringende Gegner wurde sofort zum Stehen gebracht. An der übrigen Fwnt schlugen wir ihn vor unseren Kampflinien ab. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * * 4t Wechsel im Kriegsministernnn. b, - derlin, 9 Okt. (WTB. Nichtamtl.) Wie wir Hörem ist der Kriegsminlster General der Artillerie von Stein auf fernen Wunsch fernem Amte als Staats- und Krregsmi.lister enthoben worden. Glerchzertig ist er als Chef des Felb-Arlillerie-Regiments Jiv. öo ernamtt worden, lieber seine weitere Verwendung ist Be lmnmung noch nicht getroffen. Zu seinem Nachfolger ist General- maior Scheuch unter Beförderung zum Generalleutnant bestimmr. Der Reichstag. Berlin, 9. Okt. Wenn das ,-Berl. Tageblatt" riAig informiert kist, hat der' Rei>Hs1agispräsident die nächste Sitzung aus noich.ben Sonnabend efnberufen. ^"^-^Eichskanzler empfing gest-ern ben bulgarischen Ge- fe”' spater den Arederländischeu Gesandten sowie den dänischen Gesandten. Die französische Kammersitzung verschoben.: R o m, 8. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Präsident der Kammer hat an alle Deputierten folg-ende^ Telegramm ge- rich.et: Ter Ministerpräsident hat mich davon benachrichtigt, daß er der Kammerfitzung am 10. Oktober nicht beiwohnen könne desgleichen daß Schtmerigkeiten bestehen, den Tag 1er nächsten Zu- strmmenrunft bekarmtzugeben. Die Sitzungen werden also verschoben Sturz der Weinmostpreise. * 9 de uns trifft es nicht aller,i: Dem Söhne war der Acker noch verfchwemmt. Dem Enkel war die Ernte noch gehemmt: Was uns vvn Jugend heilig und vertraut. Das Nachgefchlecbt aus Büchern nur erschaut: Drum reißt der Tamm und bricht die 'Flut jetzt ein. Uns Lebenpe uns traf es nicht allein! Sini wir ein Volk, das.^dieses Namens wert, S"in ^tztes lebet, der es kann, beschert. M.ckr Worte gelten heut, heut gllt die Tat: Wer o.igstlrch svaren will, der übt Verrat. Es ruft das Vaterland, es ruft in Not Tw SMnde kennt mrr ein. nur ein Gebot: Scan Letztes, feder, der es kann, beschert Srnd wir ein Volk, das dieses Namens wert! Twch jeder Zweifel, er sei weil verbannt' Vom Alpenfirne bis £irm; Ostseestrand Ein jeglicher sein Sche-rflein trügt herbei. Daß aikch die Neunte uns ein Siegen sei! Der Feinde Hoffnung, daß der Mut uns stau Zerflattre Nebeln gleich im Sonnenblau! Vom Mpenfirne bis zum Osffecstraud. Sern Bestes jeder gibt dem Vaterland! Dem Vaterland, dem neue Kraft erglüht. Werl neuer Trieb ans innerni fttrn ihm blüht - Parter trennt nicht inehr, Aller nicht noch Stand Ern seder ist em Teil vom Vaterland Und drum ist jeder in der tiefsten Brust Erhöhter Pflicht für Deutschland sich bewußt. — W e 1 1 neuer Trieb aus innerm Kern ihm blüht Dem Vaterland- so neue Kraft erglüht! Und so bewährt'der alte Spruch sich neu: Bl^bst du nur einig und dir selbst getreu. Mein deutsches Volk, daun hältst du jedem Stand Im Klampf für Haus und Herd und Vaterland! Laß' rul/en mit dem Bruder j^den Zwist. Ern Höh res, -oahrlich, gibt's zu dieser Frist: Zn einig, Deutscher, und dir selbst getreu Bring Opfer dar und siege so aufs neu' Das NürnbErgifch Ei. Schauspiel in 4 Akten von Walter Harlan. Theater im Kriege ist ein Kapitel für sich, das zu schreiben hier nicht Raum gegeben ist. Alles an ihm hat Wandlungen durchgemacht wie sie im Kriege keinem Menschen und keinem Gemeinwesen erspart geblieben sind. Wandlungen konstruktiver und ein- schneidender noch, geistiger Art. Ta ist nichts, was sich gleich ge- vueven wäre, von der qualitativen Zusammensetzun.l- der Truppe ms zur quantitatwen Zusammensetzung der Zuhörerjchaft, von der qualltativen Auslese des zu Bietenden bis zur qualitativen Aus- nahmesahig^il der Besucher. Es erhebt sich die Frage, ob die qualitative Wertung der kritifcheu Beurteilung.der gemeinsamen! Kurve folgen oder von einer höheren Warte aus Unzureichendes in seiner Notdurft nnd Blöße uwb'schönigt ausweiseil soll? Schwer fällt ein Nachgelxm, wenn es sich um Auf- gave eines idealeren Standpunktes handelt. Aber wiederum ist es k!; der Kritik, mit Maßen zu arbeiten, für die keme intsprochmden. Verhältnisse mehr vorhanden, Forderungen aufzustetlen, die aus dem Bereich des Möglichen gerückt sind, pre ^.age der Theater ist unerquicklich, und wenn man weiß, wie schwer, wie es fast unmöglich für einen Theaterleller ist, eine leistungssah-lge pruppe zusammenzustellen, wenn man serner in -petractst zieht, daß es unserer Biihne heute bei der Eröfftiung noch an den wichtigsten .Kräften fehlt — nicht allein, daß die größten Teil unter den Waffen stellen, an 3000 weiblichp Kruste sind an Frmrttheatern verpflichtet — wenn man dies und noch manch andere Schwierigkeiten in Betracht zieht, muß die Kritik nach neuen Maßstäben suchen, denn trotz und alledem ist das Theater eine Statte sozialer Bedeutsamkeit imd kann es mich unter unzureichendsten Mitteln bleiben. Vifgabe der Krittk kann es also nicht mehr sein, m untersuchen, inwieweit die Gesamt- und Einzelleisttmg einer idealen Forderirng entsprach, sondern seftzustellen, was bei beschränkten Mitteln geleistet wirrde, was darüber hinaus doch noch geleistet werden konnte und darüber -u wachen, daß die Schwierigkeiten nicht zu einer bequemen Aus- slucht werden, sich gehen zu lassen und sich mistrengnngslvs mitMin- derwettlgem zu beMügeu. Dies gilt für Wahl der Sti'icke und für die Leistungen der darstellenden Kräfte. Z-ur Eröffnung vo. stellm-g f löst. Dem G. bot der Stunde wurde Genüge getan durch einen Dorspruch zur Werbung für die neunte Kriegsanleihe von Hofrat Hermami Steingoetter, den wir vorstehend wiedergeben. Gesprochen wurden die Verse von Muguste Marcks, einer neuen Kraft, deren Sprechvortrog einen glivsögen Eindruck machte „ Nurnbergisch Ei ist das Werk eines Autors, dessen Lustspiele stets liebenswürdige und gesunde Einfälle in teÄ-iisch ciowandfreier Weise verarbeiten. Tiefere künstlerische Bedeutung gzht ihm ab trotz des steten Hervortrete,is ernster, sittlicher Ge danken. Eins serner anmutigsten Werke: „Ter Jahrmarkt zu Puls- Nitz gang vor z-soec Jahren hier über die Bretter' imd wurde ein- g.'hmd gawürdir.er Meister hat die Idee der Taschenuhr im Kopse und weiß d-ß er sie m die Wirklichkeit pmsetzen kann. Mitten in seiner Arbeit erfahrt er, per Kehköopffrebs bedroht sein Leben. Nur eine so- sortig? Operatton kwm ihm hÄsen. Stirbt er dabei — und bU erscheint nE ausgeschlossen — so stirbt die Idee mit ihm Ber- weigert er die Operatton so ist sein Tod gewiß, aber er hat vor- ttr Zeit _g£nug,' fein Werk zu vollenden und in diesem Werke ulxw sich selbst hmaus fort zu leben. Ties ist der tragische Konslifi um den sich alles gruppiert. Aber dieser Konflikt erivürmt nicht' rat n^cht mit sott, tvecl Henlem von vornherein als zu staiwes' Erfinder g-zeichnet ist. um kämpfeiü» und Unsterblichkeit emerseits und Leben. Weib und L.ickstatt andererseits ernstlich zu schwanken. Seine sittliche hole J 111 ^üchts, doch alles mein Werk", Menschen Frucht ist dos Wesentliche, selbst, wenn der Mensch dai uber zugiimüe gelst — entgeht seiner Entscheidung das tragisch- Moment, denn sie ist tm voraus gegeben und nicht die Frucht nner Entwicklung dramatisch, wertvoller ist die Schwester >v, R bre sich miter Henleins Lehre vom Gebot der Fruchtbar- te{ l Eus Gottesdi-enfffchaft zu emem Eheweibe umwandelt -?luch ,andlwe Nt^nftguren sind prächtig gezeichnet und technisch in veetth reinster Kontrastwirkung einander gegenüber stellt' dem Mcherndm Ai^e, dem „Hellas berS' S'Äg «ober, dem tra-inrcTben O^lnlfen, der weitblickende Seefabrei De ha im, dem selbstlosen Ernrider Heulern, sein ^ldschirreuder L-chmegervati che re-- im Au- druck ihrer Peiffönl ckittit konnten so.vohl Kvrl V o I ck als A- u' ,tte Rudolf G-oll als Seefahrer Behttim sein. Ter habgierige 'Ge- salzen ft scher Lldolf Telekys kani rocht zu Gelttmg. Hvfrat S te i n g o e t t e r liesvrgte die Spielleitnng mit guoohn- ter Sicherheit und müsste sich mit den ihm zu Gebote VMk , Mitteln, einen ahnungsvollen Schimmer Nürnberger Let e i-- mrd Treibens um 1500 mit Schönbarllausen und Muminensch.",i aufsleigen Ku lassen 77 \ E vmttM Girtze«. ** ©cwerit (ÄncüJ SWr&nt), 9.Oft. Fcchver BkttHvid Berlin, bei einem Balk^Stckb im Wesben, wurde irrit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse cm^e^niifnet. tt. Treis a. L., 9. Oft. Die Firmu Heinrich Amend, Hcrmru, Ges m.b. H., Fabrik für oefirrtblMttckierhnis dp Anlagen urtb Appa- vabelxnnrusitaLL, Iwobfkfttiflt, hier einte Aoeigüchederlassimg zar gründen und l)at bereits Gebältde von größevm: Umfang -u beiden Seüen des Bahndamms Mich des Dorfes angevauft. Kreis Schotten. ** L«ttba ck, 8. Oft. Am letzten Samstag konnte der Gräf- ki^e Käinneerschreiber, Wilhelm Hamburger dahier, auf eine Dftckhrige Diennzetl in Gräflicher Be-nvaliung zuruckdltcken. Kreis Friedberg. Fc. Butzbach, 8. Oft. Der Gemeinde rat beschloß, Gelände für die Errichtung tum zehrt KriegerheimsiLttrn bereUztrstelleru :: Kirchgöns, 8. Oft. Am 6. Oftvlxn fand dahier das Gustav-Adolf 7 est des Zweiavernns Butzbach statt. Festprediger war Vsarrer Weiß aus Bieber. Die Kollekte betrug 202 Mk., Drskm Nassau. Dilleuburg, 8. Oft. (WTB.) Der MagistLat vvn Dillen- burg sandte folgendes Telegramm an Hindenburg: „Ew. Exzellenz, Miseren: verehrten und geliebten Ehrenbürger bringen wir namens der gaiczer: Bürgerschaft zum heutigen Geburtstage die herzlichsten Segenstvünsche dar. In unerschütterlichem Vertrauen und heißem Dank richten sich unsere Blicke gerade in den schweren Tagen, lvelche unser Volk jetzt drcrchlebt, auf Ew. Exzellenz und unser treues, todesmutiges Heer. Gott schütze Ew. Exzellenz! Er gebe uns allen Mut und Kraft trotz allem äußeren und inneren Ungemach einen Frieden zu erkämpfen, wie ihn des deutschen Volkes Ehre und Zukunft erfordert. Die Heimat steht in Treue hinter dem £eet/C Hindenburg antwortete : „Bürgermeister Tr. Rvsenow, Dillen- b-urg. Großes Hauptquartier Deiner Majestät, den 4. Oktober. Erfreut durch treues Gedenken meines Geburtstages danke ich meinen Mitbürgern herzlichst für das erneute Gelöbnis unentweg- fceit Durchhaltens. Generalfeld marschall von Hindenburg." von denen 150 Mk. dem Festprediger für seine Gemeinde Heusen- Mk. füx Sieberrbürgen verstumm gvgebcr: wurde», während 52 wandt werden sollen. Starken-nrg uns Mettrhlssen. ** Main,. 8. Oft. In der Nahe des Hcurptbahnhofs ent- öteifif'it heute früh mehrere Güter'.-rugeu. Jhve Trüinnter sperrte:, die Ej-nfachrtSglerse länge« Zeit. Verso rum kamen nicht zu Schaden. Kunst und Wissenschaft. — Literarisches Preisausschreiben. 2000 Mark ent .Preisen setzen Schriftleitung und Verlag des „Türmers" aus für ganz kurze Erzählungen, Studien und Skiz-zeu. Leiter Entliefe rungstag ist der 1. Jebruor 1919. Die näheren Bedingungen! teilt der Türmer-Verlag in Stuttgart mit. Briefkasten des Redaktion. Antwort: Selbstivcrständlvch kann der Gcrrtn:beü.tzer dritten Personen seinen Garten beliebig zur Benutzung (Bleichen, Trockne:^ ufw s zur Berf ü oek ng tbeklea w«d er dsvcs e Leuten gestatten, über den gcmernschMlichen Raum zwischen «asm«, auch bieten Htofoeiten zu dem Garten zu «hen. Jeder Miteigentümer hat das Recht, die gemeinschaftliche 'Sache :mch sen«n Belieb«: z»l benutzen, sofern nicht vcrttagliche Abmacl-tcngen einern solchen Benutzungsrecht entgogcnstehen oder dasselbe einschränkend Aus der Bemerkung, daß der Raum zwischen den Hofveiten .rrößten Teil? Ihnen gelwre, könnte allerdurgs entnommen werde.:, daß es ich gar nicht um Miteigentum handelt, smidern um geteiltes Eigentum. Tann brauch-:: Sie natürlich nicht zu dulde::, daß srerude Personen über Ihr Eigentum gclyen und Sie Dnuen dies verbiet^ wohl auch vom Nachbar vergangen, daß dieser nickst Drück" veranlaßt. über sein (Eigentum zu gehen. Für etwaige Bn. »u. ^. u.: des Hauses könnte der Täter und unter Umständen vervntwortlvck) gemackst weichen. Es müßte ihn natürlich auch Verschulde!: treffen. Selbst wenn es sich um Mitei gentun: handelt, muß der Nachbar eü^ gewisse Rücksicht aus den u Deren Mit eigentümer (also Sie) nehmen. Die Ausübung des Mitbe'u-u:ms' rechts darf teure mißbräuchlickie sein. Ob das der Fall ist, läßt sich ohne genaue Kenntnis des Umfanges der Ausübung taum jag.ar. Wenn Sic wirklich lielästigt werden, Ihr Hans lM-idiat i: und werterer Schaden droht, werden Sie Llbhilfc vom Nachbar ver langen körmen. Ob Klage ratsam ist, läßt sich jetzt noch nickst sagm. JedensaNs kann schriftlicher Protest nichts sE- icu, wird aber wahrscheinlich di« Gegensätze noch verschärfen. De ; chgrst-u zu anderen Zwecken kam: fremden Personen sesbstverstä . 7 ur.ttr- sagt ■ rdm und hat der Nachbar b.ü Miteiccrntnm wvtzl auck) nickst bas Recht, dies allgenrein zu gestatten. Zum Erwerb Urberwandl:mgsrechtes ist Eiuttag im Grundbuch erforderlich. Franz Ielich Offirierstellvertteter Anna Ielich ged. Rech-i Kriegs getraut. Bietzen, 9. Oktober 1918. 06624 Leutnant d. R. Rudolf Deith und Frau Toni geb. Frihel zeigen ihre Vermahlung an. Bekanntmachung. Während der Ieichnungsfrist der Neunten Kriegsanleihe (23. September bis 23. Oktober l. I) werden bei unserer Kasse wieder die bekannten ab 1. November zu 5"/, verzinslichen krieassparkarten DarmstaSI SlatyltcafUafet SS Oktober 1918 Bietzen Kaiser-AU« l. 05823 A Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr; Familien-Konzert err oder Dame P?nai»a Srtaiil, Rta*» ÄJa« -3 Zinxasr.SIlt:aB»‘».AbeiUtls«k (Sine flriae Wohnung wx 1. November zu oeru, eien 7598 Marktplatz 17. MShflertrS Zimmer per sofort zu vermieten 05797 Dammstr. 41, ll. 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Oktober erlittenen schweren Verwundung mein lieber Mann, unser unvergeßlicher Vater IM Professor Dr. Emst Vogt Kriegsfreiwilliger von J9I4 Leutnant u. Kompagnieführer, ausgez. m. d. Eis. Kreuz II. KI. u. d. Hess. Tapferkeitsmedaille. v." . Im Namen der Familie: Thekla Vogt geh. Höhlbaum mit ihren Kindern Werner, Gerhardt und Edith. Gießen, Darmstadt, Berlin, Pennsylvania, Kiel, Groß-Ozombutu (Südw.-Afrika), Oktober 1918. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. 761 AD Ars dem Felde der Ehre fiel am 12. Sept. in öen schweren Kämpfen unser lieber Turnbruder Grenadier Otto Brrnskh 2. Garde-Rat*, 1. Batl*. 1. Komp. Nachdem er 9chon dreimal verwundet und zum vierten Male wieder anggeruckt war, erhielt ich plöizlich und unerwartet die schmerzliche Nachri ht daß mein lieb, r Mann, der treusorgende Brofer^'d Schwer ’ """" a ° ho ' &h wle e^,ohn, bewahren der"^ Elndenkeu wird ihm allzeit Ontsfz. Heinr. Zehiekerstein Turnverein Langsdorf. Langsdorf, den 6. Oktober 1918. Im Fnßarfc.-Regt.3,3. Bat*., früher 10. Komp. Inf.-R©gt. | iß Inh. den K. K. II. Kl. nnd der Hess. TapferkeitMmedullle am 27. September nach über 4jähriger treuer Pflichterfüllung den für König und Vaterland gestorben ist Tod für 7590 Danksagung. In tiefem Schmerze; Katharine Schl«ferste!*a nnd Kinder Familie Heinrich Schieferstein UL Familie Christian Kinkel*. rtM Ober-Beeefngea. Langsdorf, Großeo-Lhaden. den 8. Oktober 1918. Die Gedachtnisfeierfflndet Sonntag den 13. Okt, mittags 2 Uhr, statt Uurmstädler Pädagogium (SL Elia») Privatschule mit den Klassen Sexta bis Oberprima. Vorbereitung zur Eiaifthrigsn-, Priaaaer-, FttaricSis-an« Eellepri^ung «auch für Damen). Vorzüglich geleitetes Internat. Salt Kriegabegina bestanden 187 Schüler ihre Prüfungen, darunter wiederholt ehemalige Volksschüler, die Einjähr.-Prü ung nach fünfmonatiger Vorbereitung, sitzengeb.iebeneObertertianer nach vier Monaten. * T4T hv Frachtstückguter werden am «L 11. und 12. Oktober 1918 von Stationen des DireknonsbeztrkS Frankfurt tMatn) zur Beförderung nicht angenommen. Z-7, uwiiiuu 11 . Dte außerhalb dieser Sverrtage gültige Freiliste wr den Stuckgutversand ist eingeschränkt worden. Nähere Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verlust sagen wir allen innigen Dank. Frau Philippine Heller grb. Rau und Kinder. Danksagung. Lich, den 9. Oktober 1918. 7606 Gesellschaft zur Errichtung eines deutschen Erfindungsinstitutes. Vortrag des Vorsitzenden Geheimrat Sommer: Die gemeinnützige Organisation der Erfindertätigkeit. Samstag den 12. Oktober, abends 9 Uhr pünktlich, im großen Saale des Fürstenhofes Oeffentlich und frei Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Hinscheiden ihres lieben Entschlafenen, die zahlreichen Kranzspenden, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Groth und des Herrn Lehrers Westphal, sowie die von der Ersatzkapelle erwiesenen militärischen Ehren sagt auf diesem Wege herzlichsten Dank im Namen der Hinterbliebenen; Frau Weller geh. Sommerlad. Auskunft et teilen die AuSkunflSstelle für Güterverkehr, Frankfurt iMatn), Hohenzollernplay 35, sowie dte Güterabfertigungen. 7609id Frankfurt den 8. Oktober 1918. _ Königliche Gileubahadirektion. Eier-Ausgabe. vom 10. — 16. Oktober 1 S 1 8 werden «n toe Bezugsberechttgten auf dte GtermajOt 9h?. 17 Eier ausgegeben. Tie Abgabe erfolgt: ^ r, bxe Bezirke 4, 5, 6, 8, 9 und 10 i» den Vertaufsstellen der Molkerei Grieb an den üblichen Tagen. Für die Bezirk 7 Tonnersllogi 11 Freitag 12 eam&um 1 Dion tag 2 Ti-enSt 2 Ti-enStag 3 Mittwoch in der Nerhanbbttm SkrtEm, ent fallen auf dte Person 2 Eier zum Preis« (Df k.'i» n von 45 Pf. für das Stück. Gießen. den 8. Oktober 1918. 7600 8 l Der Oberbürgermeister (LebenSmrttelamt). Obstverkauf. In der Turnhalle der Stadkknaben^ schule, Nord-Anlage, gelangt gegen Ablieferung des Bezugsabschnittes „b" der Obstmarken Obst z«m Verkauf. Am Freitag den 11. ds. MtS. haben die Nu mm er« 109 108 107 und 106. am Samstag den 12. ds. Mts. die Nummern 105, 104. 103 mib 102 Gültigkeit. Tie Wieseck, den 8. Oktober 1918. Abholung bat vormittags von 6—12 und nachmittags von 2—5 !Uhr zu erfolgen. Auf jeden Abschnitt ent- “ 'Ml ) 1 3 « . jvwil ttuityuu-i CUl« fallen 10 Pfund. Die Einlbsuna der Marken muß an den in der Bekanntmachung bestimmten Tagen ge- 7596D ku» 8lleMleib jtiitsfi, au* wenn e- nicht über grünere Beträge verfügt, sobald er eine KnegsUleihr-LttjicherNg bet der Deutschen Lebensversicherungs-Bank Aktien-Gesellschafl in Berlin etngeht. 7371 Bierhaus Noritz Lederer Neuieittiche Bedinciununi. Niedrige Prämien, ^esrenloie Berechnungen und Auskunft durch dte iti Subiurcktion Lug. Fintce, Cassel, Friedrichs«!'. I, IL inmitten der Stadt gelegen, Terrasse mit Brief ins Lahntal. ist vom 1.April 19*9 an ander- Heil© »Ich »cll»«tr Da» neue Buch: „Die neue Hauskur nlW akuten unH • ' Krankheiten". Vollständig noifo* Methode? teÄ A U .* Ken. Du natur’ r,'"' ' r .Heil»«.' Zahlreiche, Anerkennungen “prefs " . «100,^^ ^achnähme 3.30. \ erlag Otto Lore n*, Charlotten barg 5, Äusführl. Prosp. umsonst? * 71450 wtitig ja verpachten. Näheres Brauerei Bopp, Marburg (Cafyn). ,-""L»lrunitseidesäden-AbMe Zahle gute Preise. 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Bei der Anmeldung wird ein LlusweiS über die erfolgte Bestellung ausgehändigt. 8 2 . Tie Beftellauswcise smd mit Nummern versehen. Sobald genügend Wild zur Belieferrmg der Besteller vorhanden ist. werden die entspreckienden Nummern ausgerufen. Tie Abgabe von Wild^leisch erfolgt nur gegen Rückgabe der Bestellausweise und Abgabe der entsprechenden Anzahl Fleischkarten. Aus jeden Wochenabschnitt (zehn Via Anteile) entfallenes auf weiteres 300 Gramm. 8 4. Ueber Mildmen gen. die innerhalb der festgesetzten Zeiten nicht abgeholt sind, wird anderweit verfügt Gießen, den 6. Oktober 1918. 7599 8 Ter Oberbürgermeister (L-ebeusmittclamt). Berichtigung. In der Bekanntmachung des VebenSmittelamteS in aeft- riaer Nummer über die Verteilung von Petroleum, ist ein Druckfehler unterlaufen. ES muh heißen- Der Preis deS Petroleums beträgt knie seither M. o,:r«; per Liter, also uicht 0,34.