168 . Jahrgang Nr. 236 Der feub > i >nbltd)fett Seilen äse: für ört l i - 'nzeigen 25 Bi., für au > .0 artige 30 Bi., für Reklamen Mk.1. —nebst 20°',Teue- runas-ufchlag;Platzvor- schrisl 20 % Anschlag. Hauptichri'tleit.er: Auq. Goeg. Verantwortlich für Politik: Auq. Goetz: für den übrigen Teil: vr. Reinhold Zenz; für ten Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. Neue Nampse nördlich von 5t. Huentin und zwischen Argonnen und Maas. (WTB.) Trohes Hauptquartier, 7. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht Iu Flandern und vor Cambrai ruhiger Tag. Heeresgruppe Boehn. Nördlich von St: Quentin dauern di ' schweren Kämpfe seit Mitte September fast ununterbrochen fort. Trotz wiederholten Einsatzes frischer Verbände hat der Feind hier bisher keine nennenswerten Erfolge erzielen können. Auch gestern sind seine Angriffe, die sich am Vormittage nord st- lich von Le Eatelet uw) beiderseits von Lesdins entwickelten. und am Nachmittage in virilerer Front nördlich von St. Quentin vorbrnckren, gescheitert. Der Fejnd, der am Somme-Kanal zuuLl^K mif Essigny-le-Petit Boden genmnn, wurde durch erjdlgreiche Gegenstihe und nächtliche Nuternch umngen wieder bis mrs Renaucourt znrückgedrängt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Der Feind folgte g^gen unsere neuen Stellungen an der Arsne und Suippe stm'i'nen Pontavert und Baranrourt scharf Vach und stich vielfach in Angriffen gegen sie vor. Kämpft entwickelten sich bei Pontavert. Berry-au-Bac, beiderseits der Strass Reims—Neufchatel und bei Baranrourt. Der Feind wurde überall abgewiesen. An einzelnen Stellen Hilten sich kleinere Abteilungen auf dem nördlichen Suippe-Ufer. Mit stärkeren Kräften griff der Gegner an der Arnes und westlich von St. Etienne an. Auch Her blieben seine Angriffe in unseren Gegenstößen ohie Erfolg. An der Schlachtfront in der Champagne trat gestern nach zchntägigen eich itte neu Kämpfen Geftchtspause ein. von St. Etienne. bei Orftuil und Autry wurden Teil- imgrifft. an vielen Stellen der übrigen Front stärkere Er- kuudungsvorstöhe des Feindes abgewiesen. Heeresgruppe Gallwitz. Zwischen den Argonnen und der Maas setzte der Amerikaner seine h fügen Angriffe fort. Dus Infanterie-Regiment Generalfeldmarschall von Hindenburg Nr. 147, das schon westlich der Maas in erfolgreicher Abwehr und im Angriff entscheidend dazu beitrug, den Durchbruch des Feindes zu verhindern, schlug aus den Höhen östlich der Affe den Feind zurück. Gefreiter Kleiiwwski tat sich h erbei besonders hervor. Der Schwerpunkt der feindlichen Angriffe lag auch gestern zu beiden Seiten der von Charpentry auf Romagne führenden Strafte. Die dort seit Tagen im Kumpf stehenden elsaft- lo'hringichen und westfälischen Regimenter brachten den michrfachen Ansturm des Feindes völlig zum Scheitern. Der Amerikaner erlitt wiederum schwerste Verluste. Der Erste Gencralguaniermeifter Ludendorss. ie Tat allein . Beweist der 2 i e b t Ara ft. Du liebst Dein Lands Handle. Bring' ihm Dein GeldI Der -lbendbericht. Berlin 7. Okt.. abends. (WTB. Amtlich.) Oertliche Kämpfe nördlich der Scarpe. Nördlich von S t. Q u e n t i n und zwischen Argonnen und Maas haben sich in den Abendstunden feindliche Angriffe entwickelt. In der Champagne ruhiger Lag. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 7. Oktober. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Unverändert. Balkan-Kriegsschauplatz. In Albanien newrlvche Nachhutkämpfe am Sknmbi. Im südlichen Grenzgebiet Altserbiens keine größeren Kampfhandlungen. Der Chef des Generalstabs. sehnt jenseits der Vogesen weniger das milde Licht der Me:rscyheitsversöh::ung, als einen soliden Frieden des Sieges, der in dieser Beleuchtung erstehen soll. Wenn der sozialistische Parteitag Frankreichs, wie es den Anschein hat, darauf drängen sollte, daß die Friedensvorschläge geprüft werden, so ist darin noch keine volle Garantie einer Unterstützung derjenigen Ziele und Ideale zu erblicken, die unsere neue Regierung jetzt verfolgt. Herr Wilson wird sich schwerlich von Paris stark beeinflussen lassen. Er verfolgt seine eigenen Ziele, die wir in einigen Tagen ja wohl näher keimen leri^en werden. Wenn er die Stimmen der deutschen Presse lesen sollte, so würden ihm zwei oder drei Aeußerungen von einer gewissere Bedeutung erscheinen. Während die Mehrheit der deutscher: Zeitungen sich abwartend verhält, dem Friedensschritt der Verbündeten Erfolg wünschend, hat Dr. Walter Rathenau in der „Voss. Zeitung" in einem förmlichen Aufruf an das deutsche Volt das deutsche Friedensangebot als einen Mißgriff, als eine schädliche Uebereilung beurteilt, der nur eine demütigende Beantwortung zuteil werden würde. Er fordert schon jetzt eine Erhebung des Volkes und die Errichtung eines Verteidigungsamtes. Aeltere, gesunde Männer würden sich freiwillig zur Verteidigung des Landes meldete, die Reklamierten in den Bureaus der Heimat und Etappe müßten gründlich durchfiebt werden, um waffenfähigen Ersatz zu finden. Wer die Nerven verloren habe, müsse ersetzt werden. Uns dünkt, dieser Aufruf ist jetzt etwas verfrüht. Wenn Rathenau in diesen Tagen kein Friedensangebot wünschte, hätte er sich früher zum Worte melden sollen. Jetzt nützt seine Kritik nichts, sondern sie schadet nur. Wilson kann sodann in der „Köln. Ztg." eine bemerkenswerte Mahnung lesen. Das Blatt, das übrigens von der „Nordd. Mg. Htg." heute dahin berichtigt und belehrt wird, daß das Angebot des Prinzen Max tatsächlich ohne Einschränkung auf dem Boden des Wilsonschen Programms ftehe, dessen „Punkte" wir nachstehend noch einmal wiedergeben — meint, wenn der deutsche Nationalsiolz jetzt durch Wilson mit einer Ablehnung des Angebots schwer verletzt würde, müßten die Deutschen zu ihrem alten Militarismus zurücttehren, der schon äfter die Heimat vom Verderben gerettet habe. Es soll also hier dem Amerikaner zu Gemüte geführt werden, welche schwerwiegende Verantwortung jetzt auf seinem Haupte ruht. Auf der andern Seite benutzt das deutsche Regierungsorgan mit der eben erwähnten Rickitigstellung die Gelegenheit, nochmals darzutun, wie außerordentlich weit das deutsche Entegenkommen gesteckt sei. In der Tat, wenn unsere Leser die ilsonschen Punkte nachprüfen, werden sie ermessen können, wie viel da an Zumutungen für uns hineingelegt werden könnte. Es ist unwahrscheinlich, daß Präsident Wilson uns -eine runde Ablehnung zuteil werden lassen wird, und dann wird die deutsche Regierung erst in die Lage kommen, zu zeigen, ob staatsmännischer Geist in ihr steckt und aus welchem Stofs sie gemacht ist. Wilson wird Rat halten mit seinen.Verbündeten und uns wohl noch einige Tage in Spannung lassen. Wir möch ten wünschen, daß bis dahin alle Plädoyers gänzlich unterblieben. _ Das Zriedensangebot. § Wien, 6. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Blätter erhalten uns unterrichteten Kreisen erläuternde Mitteilungen über den Friedensschritt, denen wir folgendes entnehmen: Es sei zunächst hervorzuheben, daß dieser Sckchtt Oesterreich-Ungarns, Deutschlands und der Türkei nicht als ein Entschluß aufxufassen ist, der plötzlich unter dem Eindruck der militärischen Ereignisse zustande gekommen wäre. Ten Ausgangspunkt der Friedens'-olttik bitte die Note Burians vom Dezember 101.6. Der damals. Schritt hatte noch einen sehr vagen Elarakter, die Bedingungen waren nicht umschrieben und nur m großen Zügen angedeutet. Im Lauft der Entwicklung ist es nun zu einer Kristallisierung der Bedingungen gekommen, im Lause der Monate Februar, März und April kamen Worte über einen allgemeinen und gerechten Frieden und über einen Frieden ohne Annexionen und Kompensationen. In der weiteren Folge wurde der Gedanke über die Errichtung eines internationalen Schiedsgerichts und die Herabsetzung der Rüstungen er- 'örtert. Weiter wurden als notwendige Prinzipien der Gedanke von der Freiheit der Meere proklamiert und schließlich der Grundsatz aufgestellt, daß im Wirtschaftskriege rvirtschastliche Vergeivalti Der Umbtick in den deutschen Zeitungen, die das Friedensangebot mit Zurückhaltung besprechen, und die Prüfung der neutralen und gegnerischen Prefftstimmen, die bisher zu uns gedrungen sind, bringen wenig Neues. Ueber die Aussichten und die nächste Entwicklung läßt sich daraus Vicht das Geringste aufbauen. Wir müssen jetzt abwarten, bis Wilson wieder gesprochen hat. Es gibt einige Kundgebungen, die darauf tosarbeiten, die Washingtoner Antwort zu beeinflussen, und es verlohnt sich, diese einer kurzen Betrachtung zu unterziehen. Da ist vor allem die halbamt- ffck)e Havasnote, die in ihren: Schluß erklärt, solange der ftettib auf dem Boden des Vaterlandes stehe, könne Frankreich nicht in Verhandlungen eiutreteu. Ztveiftllos, Clcmen- aeau wird der Annahme des Friedensangebots entgegen- Wrtreten suchen. Frankreichs Nationalismus ist iu dem gleichen Maße emporgelodert, als der Völkerfriedens ged anke ( in der deutschen Demokratie jetzt in Glut steht. Man ergangen nach dem Kriege verhindert werde 1 inüßten. Aus diesen Leitsätzen sei das ganze gegenwärtige Friedens Programm entstanden. Me diese Punkte itfurben auch, wie erinnerlich, in Interviews und Reden usw. vom Grafen Czer.rst: als geeignete Grundlage für die Friedcnsverhandlungen angenommen. Diese Punkte fanden schließlich auch die Zustimmung des Deutsche:: Reichstages, so daß die Einheitlichkeit der Äuffasftrng der Verbündete:: hirrin zum Ausdruck kam. Es folgte dam: die Friedensnote des Papstes, deren Vorschläge und Gr-mchgedanken von uns als annehmbare Grundlage angenommen wurdew Wilson hat freilich in seiner No:e vom 2. Januar 1018 in seinen vierzehn Punkten Vorschläge gemacht und Grundsätze proklamiert, die im weftnckichen mit dem Programm der Mittelmächte überein stimmen. Gras Ezernin und Graf Hertling haben die Vorschläge Wilsons im großen und ganzen, abgesehen vor: der Reserve in gewissen Punkten, als eine geeignete Friedensgrundlage b^eich:ret. In eurem ähnlichen Sinne haben die Delegationen und der Deutsche Reichstag hierzu Stellung genommen. Es ist ftstzustellen, daß Präsident Wilson es war, der sich mit dem konkreten Friedensprogranrm befaßte, während die Entente an ihren Eroberungsabsichten festhielt. Es kenn dann der letzte Vorschlag des Grafen gnitian über eine vorläufige.Aussprache zwischen dm führenden Mächten. Der Vorschlag ttfotrbe abgelehnt, von Wilson jedoch :ncht mit der Absicht der Abschneidung von Frieoenserörte- vungen, da er ja in seiner Riede Pom 27. September neuerlich darauf zurückkam und in objektiver Weise die Notwendigkeit eines gerechten Friedens betonte, der nicht einseitig wäre, sondern beiden Seiten gerecht werde:: soll, somit das Prinzip hoher Gerechtigkeit nach allen Seiten ausstelltr. In diesem Moment bcx PvoÜami.rung dieses Grundsatzes der gleichmäßigen Gereclstigkeit für alle Teile wurde es klar, daß eine Anknüpfung, zum Frieden zu gelangen, aus diese Weift möglich wurde, da der Grurchsatz der Ausschaltung einseitiger Beoorzugung die Lösung einer Gruppe von schwierigen Fragen gestattet. Dieser Schritt ist somit nicht aus momentanen Ereignissen geboren, sonder:: hat sich im Lauft der natürlichen Entwickltmg stetig durchgerungen. Urcker diesen Zuständen erwarte:: wir, daß unser Schütt zur Annäherung und Aussprack^e führen wird. Wenn wir diese Hofrnung auch aus- drücken, wisse:: wir gleich:vol)il nicht, wie die Entente und Wilson diesen Schritt auffassen werden. Politisch gerecht ertigt ist der Schritt schm: aus dem Grunde, weil Wilson die einzig«' Macht repräsentiert, die an die Entente Politik Ä,n i ch t gebunden ist. In formeller Hinsicht wird ftstgestellt, daß un'er Schritt nicht als ein Derinittlimgsan suchen au'zu fassen ist. Di.'s ist äusgeschloffen, da nur die Neutralen Vermittler sein können Wir treten an Wilson heran, wnl die txm ihm formulierten Punkte eine Grurrdlage darstellen, auf der wir verhandeln können Unser Schritt wird Wohl allgemein als großer historischer Moment gewertet werden. In voller Klarheit kommt darin zum Ausdruck, daß die vielverlästerten Mittelmächte ksu:e imperialistisck-e Polittk verfolgen) sondern daß vielmehr ihre Bedincymgen mit ihrem Prvgvanrm der Verteidigung in vollem Einklang stehen. Würde unserm Vorschläge nicht statt gegeben werden,' dann würden unsere Gegner die volle Verantwortung vor der Weltgeschichte hierfür zu übernehmen haben. Die Ueberreichung der Note erfolgt gesoirdert. weil die Verbündeten drerch verschftdene Schutzstaaten in ATnerika vertreten sind, wir durch Schweden, Deutschland durch die Schweiz. Köln,.6.Ott. (WTB. Nü^anttlich) De „Köln. Zty." weist, darauf hin, daß das vmn Prinzen Max vertretene Programm der Mehrheitsparteien sich nicht in allen Punkten mit den Forderungen Wilsons deckt und emp. stehlt, daraus vorbereitet zu fern, daß Wilson, wenn er nicht auch dieses Ai^cbot ebenso wie die Ernladung des Gvaftn Buriani in cnner ttmppev: halben Stunde abioeist, solche, vleUeicht a:ck»er0 Einwcvrde als neue Bedingungen geltend machen wird. Das Blatt fährt dmm fort: Wie würden wir uns unter der Voraussetzung, daß unsere neue demokvattsck/: Regierrrng, das Bestreben hat, das zu tun, :vas unter den gegebenen Verhältnissen dem GesanEvohl entsprrckK, und daß ste dabei im Eörklar^g mit der großen Aiehrheit des deutsck>n Volkes bleiben lvill, solchen Einwänden gegenüber zu verhalten haben? Tie Antwort auf diese Frage wird auf der ErwäguHg der uns noch bleibenden militärischen Möglichkeiten einerseits m:d der militärischen Notwendigkeiten andewrseits fußen müssen. In der Rede des Prinz«: Max wird die Oberste Heeresleitung mit keinem Wort eriväl-itt, indes wird persichert, daß diese ganze politische Uiwvälzung ihre Zusttmnrung gefunden habe. Tie Anwesenheit des Generalftldmarsch.:lls in Berlin wälxrend der kritischen Tage, auch die wiederlwlten Versickierungen der Leitimg der nationalliberalen Partei sprechen dafür, daß dem so ist. Mit uns gibt es wohl kaum eiru:n Teutschm, der sich schon so weit vom Alben losgelöst hatte, daß ihm pcht die unbedingte Einigkeit zwischen politischer und militärischer Leitung als das unumgängliche Erfordernis erschiene, das allein ihm die Fügung unter das uns zu gedachte Geschick erttäglich mackian könitte. Erweist sich also Wilsons Idealismus in der Probe, auf die er nun gestellt ist, als eine hohle Wand, hinter der nur List, Tücke, Machtsucht und der Wille, uns zu vernichten, steckt, so würden wir uns nach der Demütigung, die diese neue Friedcuisbitte unfern: Nationalstolz auferlegt, wieder aus unfern Militarismus au besinnen und zu stützen haben, der Preußen-Deutschland nun schon so lange Schien und Schuh gÄvesen ist und es verhütet hat. daß unser Vaterland wieder wie einsttnals der Tuminelplatz wurde, auf dem fremde Kriegsvölker den Streit ihrer Machthaber ausfechten. Daun werden wir, wie auch Prinz Max sagte, unsere Kräfte verdoppeln müssen, weil wir dann um unser Leben als Natwn zu küTNpftn haben in einem Endkampf auf Leben und Tod. Berlin, 7. Ott. (WB.) Die „Norddeutsche Mgemeine Zeitung "schreibt: Die „Kölnische Zeitung" glaubt, zwischer: dem Programm der Älcehrheilspartcien und dem Programm des Präsü deuten Wilson gewisse Unterschiede zu erreirnen. Demgegenüber kann nicht bestimmt peuug betont werden, daß die deutsche Regierung und die Mehrheit des Reichstags das gesamte Wüsonsche Programm ohne Ausnahme und Einschränkung als Grund läge für den Frieden angenommen haben. Wie lvir hören, sind die mit der Gründung eines Völkerbundes zusammenhängenden Fragen seit längerer Zeit im Auswärtige:: Amt unter Zuziehung von Parlamentariern und VölkerrechtÄehrern eingeheird erörtert tvor- den. Tieft Erörterrrngen haben bereits zur Llusstellung formulierter Vorschläge geführt, die im wesentliche:: die in dem bekannten Programm der MehrheitSparteie:: als Grundlage des Völkerbundes aufgeführte:: Punkte l^etrefftu. Zlvecks Berattmg dieser Vorschläge u::d Herstellung eines endgültige:: deutschen Ent- umrf wird von dem Staatssekretär des AuÄvärttgeu Amtes eine Kommisswn berufen, der neben Vertretern der beteiligten Ressorts. Parlamentariern imi> VökkcrrcchtÄehvern, außerdem Vertrete sonst beteiligter Kreise angehören lverden. * Wilsons „14 Punkte". Zum besseren Verständnis des neuen Friedensangebotes der verbündeten Mächte, die sich bereit erklärt haben, Wilsons 14 Puntte als Gnrndliagen zur Verhandlung cmzunebmen, geben wir hier noch einmal eine Zusammenstellmcg der Wilsonsck^en Be- dingilvgen wieder: 1. Oeffentlicher Abschürß der gegenseitigen Fricdensverffügr, ohne iraerchwekche geheime diploinatilckie Abmachmrgeu. 2. Vvklftändige Freibeit der Seefahrt außerhalb der Hohcns- gewässer sowohl zur FriednrSzeit als auch im Krieg. freit 'her^SvuH°w aIkr Wirtschaftlichen Mndernlfse imi> Gleich- ^ 4 «k» Freihandel! der Prinzips, der Gleichheit der Interessen sser^g ^ ^ Ansprüche der Regierung, also- ifflS si.^O^önmmw aller russischen Gebiete und eine solche Rege- S^ÄtTÄ bü6 s ^ Mt ZufammeWenK »ÄÄ5t LN" ------ «- 7. Verstellung Belgiens. , o. Alle französischen Gebiete müssen befreit und di-- er- !?-^rhcrgestellt werden. Das Unrecht, das Aank- Ät "gfci ift imi) *** Sri-d-n der 4 rL?“frf ®f 4 M-rchgenncht brodjte, mich berart Äancr Ätf ' ° *“ ****" im ^ » £■ Emc Brrlassung ber itoNmischrn Grenzen entfprerfienb b ?n r ^kennbaren StotumalÜirtembgSirams }?■ ^utmwme Entwicklung ber Völker Ceflcrreitb-Unaarttä. ^^ 1 s.£^ e r-» lj ! ülng r . 3i . llm ‘ i i; ie ^- Serbietrs unb Montenc- »™ Wem haben. » ^onveramtät wro Sicherheit der türkischen Seite des ^^nottomanischen Reiches: aber S^L^der attn^^s^7^wllolltaten unter dem gegenwärtigen Regime des ottomanischen Reiches. Dauernde Oefsnung der Turbanellen und frere DuEahrt für die Vandelsschiffe aller Nationen - ..V; Bildung eines polnischen Staates, der alle Gebiete um- polnischen Nationalitäten bewohnt sind. dolOi soll einen freien Zugang zum Meere erhalten. 14. Schassung einer allgemeinen Gesellschaft der Nationen. burchMführ^l «TeulS?? 1 fcfSrffnTraboL^feon^umnI ' """ und '000 Mann,. Vaterland. ^-^erlin 7. Okt. (WM') Ter Volksbund für frrei- ^ ä^ erIönb **"** M ^ BevöffalllühuL H> Der englische Unterstaatssekretär Brace über da» Friedensangebot. . . London, 7. Okt. (WM.) Reutermeldung. Der Unterftaats- die Arbeiten im Jnncnamt. Brace, spwchgestmn t ^Ub^n la t'' Deutschland^^- v»m Frieden es spreche aber nicht von eurem solchen Frieden wi- ix-r gege-moärtlgen Stunde erwarten könne. Er müsse S 1 b J*™™’ einen reinen Frieden. ^ bereit sein würde, ans ^yendeine An von Verhandlungen Mit Teut.chllmd ei n.m lieber. ^ .Deutschland getan habe, nicht vergessen. Ehe ren ^d'^ber edclnnitig sein könnten, müü- ^kuhLelW urL ihr «genes BoN gerecht sein. Brace ^uch in den letzten Tagen 5a ? ün j5 ITI es znrückgeschlagen wurde, N, 5^ .^? Am StÄN zerstört. Das sieht nicht so aus, als ob es gerecht, wenn Deutschland, nachdem ^ ^nen unsere wehrlosen Schiffe vor- bie grötzte Vandelsmachi wäre? ^echt. wenn sem ^rrbustneleben unbeiünträchtigl bliebe bM^Nal^ FrankreichZ mrb Bcliiens »rristört s^r wTs',,?* ^«lombr-r nmism, bat unschulbimm Völkern ne^cn, bai Vo rgehen Deutschlands Eten haben, gerecht ^cht, daß Teutschlanöz Ackerbau unonnetastnt den Ackerbau in Frankreich und S^g«n verwüstet H^> W fe e* i-m nachm 0C1 «llerWÄFÄ- ^ ■«.•.■«Ä5SaSE*®'®*3*i»st'asai 1M- Dr. E. fr ran de. »rsalgreiche LusttStigkelt in Flandern. M1- t_2* y “ w, ‘ wiuuis>ui€iiiDe Mir baben.'m-it^HMch-n XaSSfp^ S'L) Otben "tSm* ZÄ Ä ^ lÄ^S 3S«tt hi-rn-ben »ugehen. Ich verbl^VZhNZgt?^ rrvi- m . Wilhelm II. Die rvme Regierung. Z I ..Germania" sBfÄsawÄ* ‘n Wtiä'WTossIws«« ßjjSpi^i.tsa^S'Srgss ss £3 sS&-£Sä 3. 10. an der aeiamten OiVfHnwT*limgen wurden am «L.-ÄS » *ÖÄÄÄK.a Au» Hessen. Abänderung de» Einkommrnstkllcr.-Gcschk«. ®i« «'-derlage der «»-rik.n.r zwischen Argonnen de>°nderc Bklieferung des LmweS in AusnahmefSllen mit und Maa«. Pekwltum und Spiritus KWDWWSMMMZ Ssffi eiWS zwischen den Argonnen und der Maas eine üfmoit!», K 1 SSW«« Str König von Bayern an fein Heer. reich mdttct'k^ UufcTi ° Brett Stev. s?i« ?Ä Ä f ” *Ätt M-ÄÄsWLNBüW Staaten und unfern treue?! andern deutschen gmizen Welt getr^ M b ” rn die Länder der fremde ^t hinein bracht die in der (Äfchichte'^ babt , :f)r den heiligen Di^n des WnJri^^L Hnben. So uno G?n. W^fr und H*nr> unb^bfn 1 bab Schrien des ^ ** den aeafben. mw es war nicht um 'P 1 Ünsblut hrrtrn Tr* WtanZ w mUt a,sr ^Z"^""°l «SnÄSI ^l.-nfrft der ungebeugte Wtllr Z OTaUno«, über den bulgarischen Zusammenbruch. UWW ^.^ualversantmlung zu untelbr^iten. — Dt'r^orsch!^ WMWM-Z ÄEÄISä-«”*'“Ä® Englischer Bericht au» Palästina s Wrb.ich klärungszügen durch txrs Land tn d^ lhven Ans. Mauu gesanaan gZnZm -ei^»^" Wer 15000 JIh* Stnvt tittO fTnnft. „ _ Gießen, den 8 . Oktober 1918 . Westen erptA^LbL^ W'.^Lr^^'-?' Krmz ^Maffe^ ^ Reallrhrers Haggemüllcr. bas Eiserne *.Aus dem Militär-Wochenblatt Befördert- Ws-MMMRZ ää» Ä^fe «r. bn O&fhnmfc, Obst zum Sücr&f. Näleres siehe Bcch'mSLng a^iSprfiss LMUUDMKW pfSEStfe-SWl RS 8 ^ZM 8 AM as schein porpilegen. ' Anm.-lchung ihren Sseln.rtö. WJ4.« .md für »-chm,»,' d»rch 2 Ius dem Reiche. Der Kaiser an den Minister v. Sydvw / m VvMMfr kntt erung. Der Staatssekretär deS Kriegsernckhnrng-amtS hat nmtrc dem! 25. September ai\ sämtliche ihm lndrrfbcÖttn Kriegssbellen und Kriegs gesellschafteil. lnachstehend.n Erfaß gerichtet. Die dem deutschen Volke durch den Krieg aufgedrmu-.ene zwangst Luffge ErnälTrungsirTirffchaft mit ityrcn scharfen Eingriffen in das Recht jedes einzelnen. ivird, je länger sie dauert, um so mehr als drückende Last empfunden. EA ist deshalb vornehinsbe Pflickzt aller mit der Ernährungswirt« schuft berramcn Stellen, diese Last möglichst erträglich zu gestatten. Erforderlich ist insbesondere lnlfsdereites und verständnisvolles Elttgegen kommen im mündlichen und schriftlichen Verkehr. Diie Mille der Verordnungen und die große Zahl der im Kriege entstandenen Dienststellen macht es für die Bevölkerung besonders schwieng, sich der Kriegsgesetzgedung anzaipassen. Es ist daher Pflicht der an der Durchführung der Verordnungen mitwirkenden Boaurten und AngefteLden, an sie herantretenden Wünsck-en nach AjusLmit über Inhalt und Sinn der Vorsckwiften hilisdereit zu cntspveck?en. Gesuchsteller, welche nicht den ri'litigen Weg für die Erledigung ihrer nründlichen Anträge gesunden l>aben, dürfen nid# ubgewieien tuerden, sondern sind üder die zuständige Stelle crus- zulläven. 11n.richtig adressierte Anträge sind nicht zuruckzugeben, sondern unter Benachrichtig!mg des Einsenders an die richtige Stelle »veiterzu leiten. Wird den Wünschen der Pevöll. rung nach Rat und Auskunft nvehr wie dislier Rechnung getragen, io tvird dadurch das Vertrauen in die Kriegsgesedgedung gestärkt und es wird daniit cnuh den Behörden die Durchführung ihrer sdmüerigen Ausgabe erleichtert werden. ** Das JubiläumderBahn steig, sperre. Am 1. Oktober vor 25 Jahren wurde von der Preußisch-Hessisdfen Staats- cisenbahnvenvaltung die Bahnsteigsperre eingeführt. Damals vollzog sich der Eiscnrbahnbetrieb nodi in gemütlicheren Formen. Tie Gesdflwindigikeit ivar noch nicht schnnendelerregend, und so konitte man cs den Schaffnern zumuten. von außen, von den Trittbrettern aus die Kontrolle der Fahrscheine zu übernehmen. Es war das- namentlich bei Glatteis, eine direkte lebensgefährliche Aufgabe. Die' H-eizung erfolgte durch Preßkohlen, in der vierten Wagen klaffe durch slehnrde Oefen, die bei strenger Kälte zum Herstellen von >^>ro- und anderen stärfenden Scvchen mißbraucht wurden. Tie Bremsen wurden auch in Dersonenzügen mit der Hand betätigt, rmd so konnte es vorkomnren, daß der Zug mitunter weit über die Station hinausfuhr und dann wieder zurückdompfen mußte. Tie Folgezcnt brachte dann die Eilfführung der D-Züge, womit das Reisen direkt zum Vergnügen wurde, bis der Kcrag dieses Vergnügen etwas illujvrifch machte. ** Mehr Geld für getragene Uniformen? Der fortschreitenden Werlsteigerung der Kleidungsstücke Rechnung tragend, hat die Reichsbekleidungssteüe die Preise für alle Arten getragener Uniformen wesentlich erhöht. Wenn auch bisher Nirifor- men in großem Urrffange abgeliefert worden sind, so beinden sich doch noch erliebliche Bestände ungenützt in den Schranken. Diese Müssen unbedingt der Allgemeinheit mrtzbar gemacht werden, da die Reichsbe kl eidimas stelle nur auf diesem Woge in der Lage ist, die große Anzahl Äexrntte, die bei Ausübung ihres Berufs unter allen Umständen Uniformen tragen müssen, mit solchen zu versorgen. Die Reichsbelleidungsstelle erwartet von der Erhöhung der Preise eine weiter« Belebung der Abgabe. ** Auslandsware i st bezugsscheinpflichtig. Vielfach besteht unter der Bevölkerung noch die irrtümliche Ansicht, daß Anslcrndswave nicht bezugsscheinpflichtig sei. Daß das gerade (H^genttnl der Fall ist, lehrt ein interessantes Urteil des Kammer- g-wichts gegen eine Frau Ä.. deren Adann ini Westen im F?lde steht und ihr firn dort oft Stoffe und Kleider schickte, die die Frau dann im Inland ohne Bezugsschein verkanfte. Sie machte zu chrer Ver- veidigung gellend, daß es sich um Auslaudsware gelxrrrdell hohe, für die, nach ihrer Ansicht, die Bezugsscheinvorschriften nicht in Betracht kämen. Die Straskamnrer verurteilte Frau A. jedoch zu > irrer Geldstrafe und betonte. daß es unerheütich sei. ob die Sachen aus dem Inlande öder AuÄande stammten- Das Kannnergericht hat d»e Revision der Angeklagten dB unbegründet zurückgewiesen und «rftärt, die Voravtscheidung sei ohne ersichtlichen Rechtsirrtum er- (jmgen. ** Wiederverwendele Briefumschläge. Briefwn- chläge werden wegen der Knappheit Mid Teuerung vielfach wieder- nwendet. IuSbescmdere werden dieselben Umschläge mit der Reichen Adresse noch einmal verschickt. Das Reichspostamt hak idit auch erlaubt, gewöhnliche Brieffendungen zu befördern, aus ■rem Umscküägen me erste Aufschrift durch eine neue ersetzt ist. Tie alte Auffchrift nruß sorgfältig durchkreuzt oder durchstrichen sein. Die zweite Auffchrift muß deittlich und so eingerichtet werden, daß die Slempelabdrücke, postdienlichen Vermerke und Freimarken nicht beeinträchtigt werden. Landkreis Gießen. 4i Hnngen, 7. Okt. Fürs Vaterland starb der Seminarlehrer Gefreiter Heinrich Lcrch. Außer an hiesiger Volksschule wirfte er in Grebenau, Gießen und an dem Alzeyer Lehrerseminar. Kreis Büdingen. # Büdingen, "7. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielten Kanonier Jean Eckha r dt und Musketier Peter Löffler. — Bös- gesäß. Rach 49monQtlicher treuer Pflichterfüllung starb dett Heldentod der Sergeant Wilhelm Schmidt, Inhaber des Eiser- nai Kreuzes und der Hessischen TapferÜeitsmedaille. — Ge i ß- Nidda. Fürs Vaterland starb der Grenadier Karl Techert, Inhaber des Eisernen Kreuzes. — Bisses. Den Heldentod starb der Sergeant Karl Hinkel, Inhaber des Eisernen Kreuzes ; der Schütze Wilhelm Kapeller erhielt das Eiserne Kreuz. — Kohden. Das Eiserne Kreuz erhielt der Sergeant Karl Wiegand. — Nidda. Zum Vizescldwebel und Offiziersaspiranten befördert wurde der Unteroffizier Heinrich Lehmann, Karl Walther lourde zum Wachtmeister befördert. 4t- Nidda, 7. Okt. Das Runksche Anwesen in der Bahnhvf- sttaße ging für 50 000 Mk. an di« Firma Schäfer 6r Fiscl^r über. Bor 20 Jahren kostete die Hosrerte nur 22 000 Mk. 4- Ortenberg, 8. Okt. Entgegen einer früheren Notiz in Nr. 231 d Bl. ist die hiesige StXvtmühle (Besitzer Müller Müller) nicht geschloffen. Tie Müyle mahlt aber nicht mehr und der Beschluß der Schließung ist wegen zahlreid)er Unregelmäßigkeiten zu erwarten. Tie Verhandlungen darüber schweben noch. 4- Ortenberg, 8. Okt. Tie Gemeinde löste trotz ihrer geringen Obsternte infolge der starkeil Naclfifrage über 1000 Mark für versteigertes Obst. — Ms weiteres Opfer unserer Ge- mernde fiel im Westen der Pionier Wilhelm Günther. Er stand seit Kriegsbeginn ununderbwdZen im Feld, war im! Besitz des Eisernen Kreuzes und der Hessisd-en Tapferbeitsmedaille. — Musk. Gustav S uhl, der längere Zeit vermißt war, schrieb aus englischer GesMigeuschaft. * * Kreis Lauterbach. # Lauterbach, 7. Okt. Hauptlehrer Otto Kinkel wurde zum Leutnant d. L. befördert. — Ängersbach. Lehrer Paul Dietmar erhielt das Eiserne Kreuz 1. Kasse. Kreis Schotten. 4t Gedern, 7. Okt. Lehrer Jakob Laun wurde zum Leutnant d. R. befördert. — Ulfa. Tie Gemeiuderatsmitglieder H'ch. Karl Lenz, Georg Konrad Roth, Heinrich Fleischer VII., Georg Philipp T ö l l. Georg Ludwig I., Johs. H'ch. Zimmer und Polizeidiener Fleischer wurden zu EhrenfeldschützenI ernannt und verpflichtet. — Bobenhausen II. Fürs Vaterland starb Georg Keller. — Ulfa. Tas Eiserne Kreuz und die Hessische TapferkeitsmedaiUe erhielt der Jäger Heinrich Schmidt. — Wingershausen. Tas Eiserne Kreuz, früher die Hessische Talfferkeitsmedaille, erhielt der Schütze Otto Luft. A Ulfa, 6 Okt. Im Herbeivalde zwischen hier und Nidda wurde eine ans Zweigen gebaute Hütte gesimden, die wahrscheinlich entflohenen Kriegsgefangenen als Aufenthalt gedient hat. Vor der Hütte fand man noch zwei Messer, ein blutbeflecktes Hemd. einen Rock einc-s Kcr gsgesungenen, ein Handtuch und zwei Eimer, von denen der eine no chhalo mit Schmalz gefüllt war. Kreis Friebderg. 4t Reichelsheim, 7. Okt. Ten Heldentod starb der Grenadier Wert Richter, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaille. — Torheim. Auf dem Felde der Ehre starb der Landsturmmann Adam Röder. — Weckesheim. Tas Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Hugo Ewald. Starkenburg und Rhrinhessen. ** Darmftadt.6. Oft. Eine gemeinnützige Baugesellschaft für Kriegerheim st ätten wird auf den gemeinschaftlichen Antrag des Hessischen LandesvereinS^ für Kriegerheimstätten. mehrerer Krankenkassen und der Tarmstädter Industrie, nach dem erfreulichen Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 3. Oktober d. I. auch in Darmstnd-t ins Leben treten, einj Zeichen weitsichtiger Vorsorge, für dessen Förderung den be- telligten Stellen der Dank der Mlgememheit sicher ist. Auch sonst erfreut sich der Gedanke der Kriegerheimstatten fortgesetzt verständnisvoller Unterstützung, wie sie z. B. in beträchtlichen: Stiftungen für den Landesverem für Zvriegerheimstätten durch die Chemischen Werke vormals Albert zu Ämönebiwg sowie durch den KnappschaftSverern der Gießener Braun steinbergwerke ganz neuerdinsB wiederum zum Ausdruck gelangt ist. Darmstadt. 7. Oft. Ter Pferdedieb, welcher in der Nacht zrnn 30. September dem Post Halter Walther dahier aus dem Poststalle ein etwa 10 000 Marf wertes Pferd gestohlen hat. wurde durch den Offenbacher Kriminalschutzmann Eberhardt in der Person des mehrfach vorbestraften Deserteurs Jakob Wilhelm c Offenbach erwischt und sestgerrommen. Er hat das Pferch für 2500 Mark au einen Pferdehändler in Oberursel verkauft. Bei dem Tiebstahl, wie auch bei dem Verkauf wirkte auch eine weibliche Hllfe, Marie Walter aus Offenbach. mit. Sie ist ebenfalls in Sicherheit gebracht. Ten gleichen Weg hat auch ein Pferd mit Wagen genommen, den Wilhelm vor etwa 14 Tagen in Offenbach gestohleir hat. Er hat das Pferd demselben Händler in Obcrursel für etwa 1500 Mark verkauft. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 7. Oft. Oberteuttrant der Res. Dr. Messer s ch m i d t aus Werdors wurde zum Hauptmann befördert und Unterossizier (Postbote) Emil Müller aus Schwaloach wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgc'zeichnet. = We tzlar, 7. Okt. In der Hvllnmnnschen Fabrik perffng sich ein Bohrer in dem Kopfhaar der 14jährigen Arbeiterin Pfeiffer aus Hermmrnftein. Dem Madchm wurde die Kopfhaut ab- gerffsen. ra. Krofdvrf, 7. Oft. Der Kö-rrigliche Forstmeister Reichert erlegte Mrzlich einen stattliche Zwölfender im ansehnlichen Gewicht von weit über zwei Zentner. Ter Königlick)e Forlt Krof darf mit seinen Schutzbezirfen Kro^>orf-WaNch«E und Salzböden' birgt bekanntlich rmgeheurc Waldd,strikte. Krofdorf hat schon allem 406 Hektar und das benachbarte Wißmar sogar 690 Hektar Gemeindewald. Hessen-Nassau. Mittelrheinifcher Verband Evangelischer Arbeitervereine. --- Frankfurt«. M., 7. Okt. Unter der Leitung des Vorsitzenden Dekan D. Scymitl - Höchst M fand am Sonntag im Gemeindesaal der Biarkusllrche der diesjährige Abgeordnetentagl des Mittel rheinischen Verbandes Evaugetffcher Arbeitervereine statt. Unter den anwesenden Vereinen war auch Gießen v.-rtreten-i Nach -den üblickien Begrüßungen und der BeglückEnschung des Vereins Bockenhcim zu seinem 25jährigen Jtzibilämn beschäftigte sich die Tagung mir Kasseimngel^enlZnten, der Bolksversich-rung uird der^AuSgestalttmg des Berbandsorgans. Tie Sterbekasse erledigte 25 Todesfälle gegen 46 im Vorjahr, Anträge znr Volksversichening lieserl im Berichtsial-r 236 ein. In langem Meinungsaustausch beriet man schließlich über die Mstellung eirres Generalsettetärs im Ges amt verbände. Die Berufung eines solchen ward, einstimmig gcivünscht, doch soll viTrher ein genauer Finanzplau zur Durch- ftthrung des Planes vorgelegt und ein engerer Ausschi>ß mit der nochmaligen gründlichen Turcharbeittrng der wichtigen Angelegenheit betraut werden. = Frankfurt a. M.. 7. Oktober. Tie Kriminalpolizei verhaftete in dem Mechaniker Heinrich Frank, Schreiner Emil Knoblvch und Maurer Friedrich Grimm die Einbrecher, die wiederholt aus Militärmagazinen große Mengen Kaffer stahlen und auch sonst eine Anzahl schwerer Einbrüche verübt hatten. Hehler des Trios Nncrden ein Kaiwnier und eine Frau Maria Pfeiffer geb. Sä-midt festgenmnmen. — Auch die ge- gemeingefährlichen und seit Admaten gesuchten Einbrecher Gustav Scheu und Johann L ö l l m a n n sielen am Sonntag der Polizai in die Hände. Sie kommen als Täter der Einbrüche bei Schade urrd Füllgrabe in Betracht, wobei ihnen sttr etwa 25 000 Mk. Lebensmittel usw. in die Hände sielen. bz. F r i e d r i ch s d o r f, 6. Okt. Beim Mldern wurden zwei Einwohner des Stadtteils Dilligen- abgefaßt. In ihrer Wohrrung fand man zwei Gewehre und einen Hirsch, den sie im Nieder-Erlen- bacher Walde erlegt hatten. — Der Güterschuppen d«S Bahnhofs wurde in der vorletzten Nacht er b rochen. Neben anderen Sachen stahlen die Einbrecher auch eine Kiste mit Leder im Werte vott 15M Mark. t>h. Ziegenhain, 7. Oft. Gestern labend entsprangen dem hiesigen Zuchchaus vier schwere Verbrecher. ra. Aus Nassau, 7. Oft. Mit dem Eisernen Kreuz 1. 5kl. wurden ausgezeichnet: Sergemtt Willy H a g e r t - Bad-Ems, Vi^e- feldwebel S ch a u s - Wiesbaden, OffizierstellVertreter Hage- Bre- dentopf. Lerllnant Rudolf Schmidt- Niederlahnstein, Leutnant Paul B ö l i tz - Bingerbrück und Leutnant und BatteriefLhrer Hermann Müller-Freiendiez^_ Eingesandt. (Für Form vnd Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Arttkck Ldernimmt die Retzaltion dem Publikum gegenüber keinerlei iveraluwortuag.) Von der Strastenbcchtt. Man gestatte mir als Laien, meine Ansicht in «irrer Sache zu äußern, die vielleicht Angelegenheit berufener Fachleute M sein scheint. Diese werdeir sich aber dem wahrrn Kern meines Vorschlages nicht verschließen können. Ter Swaßendal^iwagen hat zwci Bremsen. Außer einer Ketten* bremse, die mit der rechten Hand betätigt wick, kann durch Betätigung des Strvmhebels im entgegengesetzten Sinne über^den Nullpunkt hinaus durch elektrische K'raft der Wagen zum Stehen ge- bracht tverden. Letztere Bremse wirkt schneller und ist ohne Aufwand von Körperkrast anzuwenden. In Gießen ist es den Führern der Straßenbahn mrtersagt, diese elektrische Bremse bei gewöhnlicher Fahrt m georruchsr. Tic leicht zu beobachtende Folge ist. daß sich die Führer dieser Bremse entwöhnt haben und bei ausgeschaltetem Strome die Hand von khr gänzlich entfernen, um nur die Kettrnbremse zu betätig«^ Im dringenden Fall wird daher meist nur diese langsam wirkende Hilfe angewandt. Ein Beispiel: Bor den fahrenden Wagen brachte ungeschicktro* weise ein Junge einen HarÄ-ftrrren. Der Führer, des wirksamenl Mittels entwöhnt, vermochte den Wagen mit der KetLenbremsti erst zum Stehen zu bringen, nachdem der Karren etwa 20 Meter von der Bahn geschleift worden war. Wenn nun aber an Stelle des Karrens eure Person vor den Wagen getreten wäre? Die Folgen ssick leicht aus^rdenken. Man mützte also den Wagenführern, wie es in anderen, Städten auch der Fall ist, gestatten, die elektrische Bremse öfters zu betätigen, z. B. bei Talfahrten und anderen Gelegenheiten, Auf diese Weise wäre schnell erlwh^ Sicherheit geschaffen. Nun hat die vorgeschlagene Gelaauchsweise einen, wenn auch unbedeutenden, so doch nicht zu leccgnenden nachteiligen Einfluß auf die Haltbarkeit des Wagens, beziehungsweise seiner Motore In einer Zeit wie der jetzigen, in der das einzelne Menschenlebens einen lveil höhcien Wert bekommen hat, ist aber die Frage unschwer zu entscheiden: Bauinaterial oder Menschenleben?- E. B. Q6P oder 033 'Wer braucht die Millionen Wotan-Zampen ^////////////////////////^ Jeder» Qekipo-Jnßallaievp ^Jeiß ej i Verküitlev - raÄt« Zuchtnnd 05780 11 . in verkaufen Echützenttraße 1 Habn, S Hübner zu verk. «7*. Kroidorser Ltr. 35. l. Gelber, kürzhaarigerDackcl, »reuzuna S.bweihtzund, umständehalber z. verkaufen^ desgl. eine Partie Wcld- mäppcbcn zu verkaufen. Schrifll. Angeb. unter 05765 Oft Aieh. Kompl. Speisezimmer d. Etäie. fast neu, wegen Sterbefalls zu verkaufen. Angev. unter 05775 an den Grehener Anzeiger. Lias rslrsvüs gsISsa, Arm- bandahr und rigaroltsnstvi umständehalber preiswert zu verk. Anzus. nadim. abü'/, Uhr Lranlartvr SlraS« 21 0. M171 Für HedÜKlner. Einige ganz neueLelirbücher 'neueste Auflagen» billign zu verkansen. 05774 Otto, Kaiser-Allee?. III. Neuer seidener Mantel für mittlere Figur zu verk. Näh. zu erfragen in der Ge- schäflSft. d. Gien. Anz. 05777 Gaskrone fast neu, Zslammig, zu verk. Wctll-rr. Krämerstr. 12. lin Grober, gut erh. Puvven wagen, mögl. auS Peddigrohr. z. taufen gef. Angeb. unte r 05786 an den Gieß. A nz. Tägl. 1 Liter Zieger,milch gesucht.- wird evtl, abgeholt. vreaort. Lreuzpl. 14. Vom zuständigen Kriegs- auSicirufr genehmigte Sammlung: Gut getrocknete - II. owie Rvselkernaebänse zum Preisev. IM. pro5lilo kaust jedePienge, auch kleinne Piengen PtarStamm, Dresden- Angeboie u Lieferungen erbe en an meine Hairvt- fammelnelle für Wichen und Umgegend: 700483 fiteformhnn* Gießen, Kreuzvlatz 5 und die durch Plakate kemu- llchen Zwep-ltmuneliteUeü. 8 ucde Oüter 10—«0 Morgen, an Wafler und Wald gelegen, für Soin- fneraufenihalt einer Herrschaft. Gutes Wohnhaus Bedingung. Zahlung bis 100000 Mark. 7587 J. Abplaaalp, Güteragentur, F-riedberg in Hessen. i PcrslauerkrsM «Lüuboiftrgbe IL tzW4 StuDfiit öder gränlrin das bessere Schulen besucht bat,zum Unterrichien meiner drei 5ltnder gesucht ns7S7 WaUtoritr. 71 pt. Sfr erteilt dn ^ t ;^ a „ bt - Privatunterricht (Elemetarfäch.». Ang. u. 05773 an den Gieüener Anzeiger. OOOOOC3XCQCOO »rät70 R» thsuljnrk. gek L lüfllCC ?T oh Berahn, lOWOOf >rw. Mun. Q. 100 Ueilber , majs Krcl*f. Pers«ns. ang. Salas, Borlla N J!|JjJüie 4 #in*tr. 9 . BiHuiiiniiüui.'üuinuwmuiiHimiiiii» 3Je gr*t& Die Erfinder: Gebr . Spranz, Unterkochen ( Wiirttb.) Nr. 1t2 Todes-Anzeige. Heute abend 6 Uhr entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe, unvergeßliche Tochter und Schwester Sketchen Schön im 22. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Idh. Schön, 5traßenwärter nebst allen verwandten UN- Bekannten. Reiskirchen, den 7. Oktober 1918. Die Beerdigung stndet Donnerstag nachmittag um 2 Uhr statt. o 6796 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme an unserem schweren Verluste, so- wie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Reitz und Kinder. Gießen, den 7. Oktober 1918. 7560 Danksagung. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sprechen wir hiermit unfern innigsten Dank aus. Im Namen d. trauernden Hinterbliebenen: Frau Franziska Loeb. Gießen, den 8. Oktober 1918. 7558 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem unS so schwer betroffenen Verluste, die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die liebevolle Pflege der Krankenschwester in den letzten Stunde und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schulte am Grabe sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Christine Faber geb. Faber. Grohen-Linden, den 8. Oktober 1918. 05789 H-Zirnr.-^sLvg. z. 15. Okt. zu vrm. Walltorstr. 67. mivt Hfibscb müfal. Zimmer an bess. Herrn oder Dame zu verm. 05779 Bnckingitr. 1. IL Aelt. ruh. Dame sacht möM. Zimmer m. Poaslen f. längere Zeit. Angeb. über Verpfleg, und Preis an Haus Horst. Bovvard a. Nb.. Hohlstr. 8. Die Beerdigung des Herrn Jakob Schmidt findet nicht, wie in vor. Nummer mitgeteilt wurde, in Garbenteich, sondern auf Wunsch desEltern derDerstorbenen am Mittwoch den 9. Oktober, nachmittags 2 Uhr, in Holzhause« (Kreis Biedenkopf) statt. Die trauernden Hinterbliebenen. 7586 Junges Ehepaar sucht für I a if I die Dauer des Krieges sofort ein großes, leeres Zimmer mit Hochofen oder Küche. Angeb. unter 05783 an den Gieß. Anzeiger. RuM niöbl. Zimmer mit frdl. Aussicht von ölt. Akademiker sof. gesucht. Angebote unt. 7565 a. d. G. Anz Lehrer sucht 2 möbl. Zimmer «Wohn- und Schlafz.) in gesunder. schöner Lage. Balkon oder Garienbenutzuug erwünscht. Angebote unter 7585 an den Gieß. Anz. Lut möbl. 7immer per sofort oder später zu mieteu gesucht Angebote unt. 05793 an den Gieß. Auzetger. Ullll. Bursche für Botengänge sofort ges. I. Weiucrt, Neuenivea 9. gesucht. 7582 Frau K. Ludwig, Löberstr. 18. Ordcntl. Pnhtrau sofort gesucht. 05791 Frau I. Scheiter, Deniist, _Bnhnhofürane 4& Ordcntl. Mädchen oder Frau für leichte Arbeit u. Boten- gänge sofort nesucht. 7559 _Blumenbaus Di tz. üngerrrTaisiöh-rkr gesucht ' 05771 l.Loügrsk-?dMpp-?I»kr 7. p. JljJSF tacSs vom Lande als Hilfsarbeiter gesucht. Verlag des Gießener Anzeigers Schulstraße 7. Tiicht. Mädchen oder Iran tagsüber ans knrxe Zeit gesucht Babnbosstr. 3, II. 05784 Konsumverein Gießen »mb Umgegend ^ tcjrfir ^ Aktiva (Bestände) Rechnungsabschluß v.' 30. Juni 1918. Passiva (Verbindlichkeiten) Flüssige Werte: "e. . . . . G. Bank . . Gewerbebank . . . Mtit. Ereü. Bank Wertpapiere . . . Warenbestände: Zenrrl. und Läden . Bäckerei. Brausefabrtk . . . BetriebSbestände: Ino. Lad. und Zentr. Pferde. Bäckerei-Maschinen * -Inventar Mineralwasser- Maschinen . . . . Mineralwasser- Inventar . . . . Grundbesitz: Grundstück 1 . . . . Grundstück 2 . . . . Grundstück 3 . . . . Beteiligungen: Bet der G. E. G. . Verl.-Ges. Hamburg Etnk.-Ges. Mainz. . Bezirksschlächterei . Forderungen: Großabnehmer . . Ausilände . . . . Kaution. 8 849.08 19 329.91 6 460.26 83510. 990'. 64 189.15 2 911.37 2 544.42 2 450.— 3 560.— 4 414.— 900. 840.- 500.- 22 400.- 189200.— 10 430. 12 763.10 1079.91 4 000.- 10 027.45 12113.45 3 05)1.— 300.— 128 049.25 69 644.94 12 664.— 222 030.— 27 870.46 15 414.45 4.51.73.10 Eia. Betriebsmittel Diitglleder-Guthaben Reservefonds . . . Spez.-Reservesonds Umbau- und Erneue- rungSfoudS . . . Produktionsfonds Ausgenommene Betriebsmittel: Spareinlagen . . . Spar marken . . . BetriebSschuldcn: Lieieranten-Konto . Rabaitg ithaben der Mitglieder. . . . Geschäftsanteil-Zins. Noch zu zahl. Unkosten Kriegsunterstützungs- fonds. Grundstückschulden: Hyvotheken . . . . Grunoschulden . . . Reingewinn . . . . 73 744.76 40 939.15 12644.18 10000. 5 000.— 117 094.69 1 395 41 18319.07 46609.6 1 055.60 1000. 110.79 127 200. 11000 .- 142 328.09 \ 118490.09 67 095.13 138200.- 9 559.79 13 52 om cmi. vi v r, , Mitglieder-Bewegung. Die Mitgliederzahl betrug arn 1. Juli 1917. 3818 eingetrelen im Laufe des Jahres. 165 auSgeschieden durch Tod. » „ Kündigung ......... sie betrug mithin am 30. Juni 1918. Die Geschäftsanteile der Mitglieder betrugen: am 1 . Juli 1917. * 30. Juni 1918. vermehrten sich demnach um. ’ ’ Die Haftsumme betrug am 1. Juli 1917 ^ sie erhöhte sich um. und betrug am 30. Juni 1918. .*.*. .* * Ter Vorstand: Diener. Fourier. Georg Beckmann. Geprüft und richtig befunden. Fnr den Anssichtsrat: Veuers. 69 696.76 73 744.76 4 046.- . M. 114 540.— 3 000.— . M. 117 f40.— Rtchner. Zum 15. Oktober wird eine in Küche und Haushalt erfahrene 754388 tiche gesucht. R^eln, Salierstr. 10. Düsseldorf - Obercassel. Freu „dl. fand. Mädchen in kleinen Haushalt zu eitu. Dame f. sofort od. sväter ges. Vorznstellen von 9—1 Uhr bei Frau Witwe Michel, Sckiffenb. Weg 49, A I. Einrichter, Dreher kriegsbeschädig.Kontrollcur Maschinen-Ärbeiterinnen für sofort gesucht. Fndustriewerke Stockheim G. -n. b. H., Abt. Munition. D 7561 Pntzfr-in gesucht 05761 Fricdrichstr. 8, v. Tüchtiges, braves M ä d ch e n in gute Stelle für sofort od. später gesucht. 7413 Frau W. Nitichkowski, Ludwigstraße 4. Ein sauberes, anständiges WM llksülht 05764 Marktplatz 11. MorgeumWeu für kleinen Haushalt gesucht. Gebeimrat MattbeS, 05776 Bleichstrahe 42. und Alhkitmmil für leichte Beschäftigung gesucht. Joh. Moritz Ru»np, Altena i. Süß. Metallwarenfabrik. 7531 d In endliche Hilfsarbeiter für unsere Zementwarenfabrikation sof. gesucht. Dern «L Co., Frailksurttt 1 U. Bei einz. Fräulein ffndet I5jäbr. Mädchen Stelle. Deniselben iil Gelegenheit geboren. Kochen u. Kleiderm. au erlernen. Zu erfr. in der Geschäktöst. d. Gieß. Anz. 7580 Zuverlass. f ÄMieü aus guter Familie, nachmittags von V*3—8 Uhr zu einem Kinde gesucht 7L7? Souuenstraße 25, k. Für seinen kinderl. Haushalt, 2 Pers., neben Köchln, ßfbilMe jnnüc S'fline 'uchl passende Beschäftigung, evt. auf Bureau oder als Privalsekieläiin. Gefl. Angebote nnier V5i>4 an den Gieß. Anz. erbeten. Gebildetes Fräulein mit beiten Emofeblungen sucht Stelle zur selbst. Fülirung des Hausbnits. dlngeb. unk. 05753 a. d. Gieß. Anz. erbeten. Net(e Pilcger.’n wünschtSlellung. auch privat od. bet Kindern. Zuschriften an Witwe Gebhardt in Schotten. 05781 Studentin sucht Mittagstisch. Angeb. m. Preis unt. 05770 a n den Gie ßen er Anzeiger. SchwarzerSvitz entlaufen, braune Amen, auf den Namen Waldmann hörend. Wiederbiing. gute Belohn. 0MM Jödr, Mainzlar. In- von Aniianttäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt- eisen, soivie allen von mir geführten Artikeln. 4955 l'relw. Versteigerung- in Nodhcim a. d. Bieber. Freitag > en I I. Oktober, morgens von 10 Ubr ab, versteigere ich sannl. Wagner- bolz: 4 Feumeler Eichen- St.imme, I Eichen Stamm, geschnitten, 6 u. 8 Clm. dick: 2 Mkr. Nutzholz.4Mtr. lang, zu Deichseln: 2 Mir. Roll- fcheit, 2 Mir. laug. Eine Hobelbank rn. Werkzeug u. noch Verschiedenes. Verkauf nur an Selb'toerivender. »s7o« Kar! Stork, Wagner. (üchllgeH, gewandte» Ilaii»mii(lchcn gesucht. Angeb. rn. Zeugnissen an Fr. Dr. Stein, Bad-Nauheim, Villa Karlsbrunn. > Jüng. Kriegsbeschädigter (211., Einarmiger) sucht vass. Beschäftigung gleich welcher Art. Angeb. bis zum 12.10.18 unt. 05769 a. d. Gieß. Anz. erb. MW m sucht Stelle als Stütze oder zur selbständigen Führung eines Haushaltes, wo ^Mädchen oder Htlie für die grobe Arbeit vorhanden. Angebote unt. 05766 a. d. Gieß. Anz. erb. Fazrrhng mit Bahnanschluß in Gießen oder Umgebung zu pachten oder zu kaufen gesucht, evtl, auch Grundstück, zu Bahnanschluß geeignet. Off. umer F. U. T. 936 Rudolf Messe, Frankfurt u. 51. 758 ,.ss Für Beaufsichtigung der täglichen Schularbeiten für Quintaner Herr oiicr Sinne jicsuA. Schriftliche Angebote mit monatlich. Preisangabe unt. 7551 a. d. Gießener Anzeiger. Louis Rothenberger. Ortsgrwkrbrverein Gießen. In Kürze beginnt im Gewerbebaus «Kirchstr. 16) ein Unterrichtskursus in einfacher Buchführung, Kalkulation, sozialer und Steuergesetzgebung. Einschreibgebühr für Mitglieder und deren Angehörige 3 M., Nich Mitglieder 6 M. Anmeldungen bis 12. l. M. bei der Dienerin (Gewerbe- Haus). 74700 V.K.Z.a.Pf.V. 6 . DieMitglieder, dieDickwurz vom Verein wünschen, werden gebeten, die gewünschte Menge umgehend bis svätest. 15. Okt. bei eine»n BerstandS- mitaliede anmelden z. wollen. Die Abgabe erfolgt nurgegen Fiittermaiken und wird noch bekannt gegeben. 05766 Ter Vorstand Aushalten! vurchhalten! Haushalten! dienste noch ftei sind, sind mit Arbeiten überlastet, ja sie wollen auch jetzt noch vielfach arg Sei dein eigener SAHnracher! Reparjere Hein Srhcheng selbß! Dieser Ausruf ist jetzt im 5. Kriegsjahre mehr denn je zum Schlagwort geworden.Ueber- all auf der Welt macht sich im Wirtschaftsleben großer Mangel bemerkbar. Unsere Ernährung aber ist bei aller Knappheit gesichert. Milden noch vorhandenen Vorräten an Bekleidungsstücken und ganz besonders auch an Schuh- zeug jedoch heißt es Han-Hallen und nochmals Haushalten, denn die ohnehin knappen Vorräte an Leder, die fast in ihrer Gesamtheit von der Heeresverwaltung dringend gebraucht werden, zwingen uns zur größten Sparsamkeit im Verbrauch der noch vorhandenen Schuhe. Jeder, ob reich oder arm, hüte des« halb sorgfältig sein Schuhzeng. Häusig hört mau die bange Frage: Wohin bringe ich meine zerrissenen Schuhe zur Reparatur? Die wenigen Schuhmacher,die vom Heereszerrissene- Schuhzeug nicht einmal wieder Herstellen, oder aber sie verlangen für die Wiederherstellung desselben eine solange Frist, daß die Wenigsten daraus warten können. Außerdem sind die geforderten Reparaturkosten unerschwinglich geworden. In solcher Zeit heißt es: Hits dir selbst! Sei dein eigener Schuhmacher! Hierzu ist jeder mit Hilfe unserer Hand-Näh-Ahle, die nur Mk. 3.60 uebst allem Zubehör, wie Schustcrgarn,Wachs, Pech usw. kostet, in der Lage. Unsere durch D. R. G. M. Nr. 677 915 vor Nachahmungen patentamtlicheg schützte Hand-Näh- Ahle läßt jede Reparatur, selbst die der zerrissensten 8 D Schuhe spielend leicht aus- & sichren. Sie näht jeden f Schuh und Pantoffel, § ganz gleich wo reparatur- § bedürstig, wie der Stepp- % stich einer Nähmaschine. Zur besseren Erläuterung zeigen H wir Ihnen nebenstehend das % Durchschuittsbild dieser pa- L tentamtlich geschützten Hand-Näh-Ahle, Marke: „Sclbsthülse", die einzig in ihrer Art dasteht. Es wird Ihnen die gediegene, einfache Konstruktion derselben aus- fallen. Sie ist spielend leicht, auch von Kindern, zu Hand- haben. Die Konstruktion entspricht der der Häkelnadel. Man hüte sich indes aber vor minderwertigen Nachahmungen, denn es gibt kein vollwertiger Ersatz für diese Able. Die verschiedensten Körperschaften, Vereine, Organi- sationen usw. befürworten ihre Benutzung zur guten und dauerhaften Reparatur aller Schuhe, Pantoffeln, Pferdegeschirre usw. Nur zu haben, nebst allem Zubehör, in Giessen, Mänslmrg 1 . Doisborg, Knsinoatraßc 43, ]¥liillieim*Rnhr, Kurze Str. 3, (nelsenkirchen, Boeliuracr f^tr, 45, Sieben i. W., BahnhofMrnUe 14. Recklinehansen, Knnibcrtistr. 25, woselbst auch zu den dortselbst gekauften Handn Näh-Ahten sämtliches Zubehör immer wieder nachbezogen werden kann. Die Arbeit der Ahle kann in vorstehenden Niederlassungen kostenlos bcüchtigt werden, woselbst auch fortwährend Vorführungen „Die Ahle bei der Arbeit" stattfinden. 89~ Nach auöwärtS Preisliste gratis! Vereinigte Hand Näh Ahle Schulen Bureau in Duisburg, Am Buchenbaum 23, Fernsprecher 1465. Postfach 310. Postscheck-Konto Cöln 30857. Bank: A. Schaaffhausen. 1>e (Inhaber: A. Huengsberg-Duisburg). 475 673.10 Nr. 256 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, 8. Oktober M8 Hauptversammlung des Landesgewerbevererns. I Darmstadt. 6 . Oktober 1918. Im Ausstellungssaale des Gewerbemiuseums fand heute mrch- mittag die £> a n b t b e t f a m mlung des Landesgewerbe- Vereins statt. Der Vorsitzende, Geh. Regierungsrat Tr. N o a cf, erstattete den Bericht über das 82. Vereinsjahr. Die Zahl, der Mitglieder ist um 300 gesunken und betragt heute 7700 zahlende Mitglieder und 2000 Kriegsteilnehmer. 24 Schulen mutzten ge--, schlossen werden wegen Raum- und Personalschwierigkeiten, andere Schulen wiesen eine Steigerung des Besuchs auf, besonders an Maschinenschlosserlehrlingen. Die Mehrausgaben 'für Sch^ztvecke betragen jälxrlich 20 000 Mark. Sonderkurse für Kriegsbeschädigte und Ausbildungskurse für Frauen im Kleider- und SckMhmachm wurden veranstaltet. Das Gewerbemuseum veranstaltete Ausstellungen von Wolmungseinrichtungen, Faserstoffen, Ersatzsohlen Kleider- und Wäschegegenständei:. Zahlreiche Vorträge wurden gehalten und die Gesellenprüfungen. Mit der Stuttgart-Berliner «Gesellschaft wurde ein neuer Vertrag über Lebensversicherung, die Sterbebasse des Landesgewerbevereins und des Verbands deutscher Gewerbevereine befindet sich in glänzender Lage, »vird aber iininffr- lnoch nicht genügend beachtet. Seiber mutzte das Gewerbeblatt der Druckkos!en und des Papiermangels wegen im halben Umfang erscheinen. Seit 1902 ist der hessisch Landesgewerbcverein Vorort des Verbandes deutscher Gen-erbevereine. Am Schlüsse forderte der Reoner in ffamnienden Worten zur Zeichnung der 9. Kriegsanleihe auf. Niemand weiß besser, als die Vertreter des Ge werbe standes, was für uns auf diem Spiele steht. Mt der Zerstörung des Deutschei- Reiches, des deutsche:: Wirtschaftslebens ginge der Lohn unseres Arbeitsfleitzes an das Ausland, alle Opfer an Gut nnd Blut wären vergebens gebracht, wenn wir im 5. Krieg^ahr versagen wollten. Darum nieder mit den Flaumachern. Verachtung und Tod den Vatcrlandsverrä lern. Deutsch sein he itzt tapfer sein. Heil dem deutsckjen Valerlande, Glück auf dem deutschen Gewerbesbande. (Lebhafter Beifall.) Finanzrat Loy, von der Landeshypothekenbank, erörterte eingehend die Notwendigkeit des bargeldlosen Verkehrs. Er macht Gold frei zur Einführung der Rohstoffe. Die Zeichnung der 9. Kriegsanleihe muß gerade jetzt im Augenblicke des deutschen Friedensangebotes den Beweis deutscl)er Wirtschaftskraft und deutschen Selbstbehanptungswillen liefern. Zu den Bcftrksversammsun- gen werden gerne von derL-andeshypothekenbank Aufklärnnasredner entsandt. Von verschiedenen Rednern (Reitlinger - Offenbach, S am e s- Dcrrmstadt, Wiener-Gießen) wurde diesen Ausführungen einmütige Zustimmung zuteil. Sames-Taianstadt forderte, daß Reich, Staat und Gemeinde nur mit Konteninhabern Lieferungsverträge abschließen sollen. Direktor P a e ch berichtete über die L e i m v e r s o r g u n g. Da sich die Organisation ftngelebt hat, sind die anfänglichen Klagen verstummt. Es werden aus der Versamnrlnng herauf Klagen geäußert über die Züweisung von flüssigem Malerleim Mi Tüncher. Kirchner-Gießen erklärt, daß die Meister auch die Verwendung des ftüffigen Leims gelernt hätten. Schmuck- Worms und Kirchner-Gießen empfehlen den gemeinsamen Bezug des Leims durch die Gewerbevereine. Syndikus Schüttler berichtete über die Holzversorgung. Klagen des Handwerks, besonders aus deir Kreisen Friedberg nnd Alsfeld, führten zur Abgabe von Holz aus Staatsioaldungen zu Taxpreisen. Die Holzbeliefernng wrrd durch die Handlverks- kiammer vermittelt. Tie Klagen bei der voriährigen Holzliefe- ruiag wurden behoben: Es wird dieses Jahr Schnittholz (außer Nchenschnittholz) geliefert, dos TreherhaaLwerk kann berücksichtigt werden rurd durch eine Aenderung des Zahlungsmodus eine Beschleunigung der Lieferung herbeigeführt werden. Ueber den Zahlungsmodus entspinnt sich eine längere Aussprache. Sames- Darmstadt warnte davor, die Pumpwittschast, von der uns der Krieg befoeit l-at, wieder eirrreißen zu lassen, und findet damit allgemeine Zustimmung. Das Holz klommt trotz der Barzahlung immer noch billiger, als aus den Versteigerungen. Direktor P a c ch berickftet über die Entwicklung der Sterbe- kaffe, deren erfreuliche Entwicklung durch den Krieg unterbrochen ist. Die Versicherung her Kriegsteilnehmer ruht: die Neueiuttitte gingen zurück; die Ster befalle vermehrten sich. Trotzdem ist der Stand der Kasse sehr günstig, so daß die Sterbebisse ihre sämtlichen im Frlde stehenden Mitglieder in die Kriegsvarsichierung aufninrmt. Die Mitgliederzahl ist ans 1100 gesunken. Es muß eifrig Sttnrmung für die Sterbekasse gemacht werden. Nrrcki längerer Aussp-vack-e, in der die Meinungen auseinandergingen. wurde von einer Llbstimmung über die Frage, ob die nächste Hauptversammlung ans einen Werktag oder einen Sonntag auzuberaumen sei, vorläufig znrückgestellt. Geh. Regierungsrat Ltrack teilt mit, daß das Gewerbeblatt 4000 Mk. Defizit habe, dessen Uebernahme auf die Staats- kas e die Regierung ablefme. Reutlinger - Opfenbach gilck der allgemeinen Unzufri-edeirheft mft der Jnhaltlosigkeit des Gewerbeblattes Ausdruck und macht Vorschläge. Regierungs rat R e u t e r erklärt, daß die Vorschläge im Kriege nicht ausführbar sind. Sames-Tarmstadt: Es handelt sich um die Kostendeckung durch Erlwhung der Mitgliederbeiträge. Reutlinger-Offenbach loünscht Mitarbeit des Gewerbes selber cm dem Gewerbeblatte. Auch andere Blätter habe - dieselben Schwierigkeiten. Mehrere Redner stimmen den Wünschen zu. Ueber den Ausbau der Gesellenprüfungen und deren Wert für die Friedenswirtschaft erstattete Reittlinger-Offen- bach einen ausführlichen Bericht. Er fordert bessere Ausbildung in der Mol-erialieelku-nde, Kenntnis der Arbeitergesetzgebnng, Bürgerkunde. Geschichte des Handwerks im Vorbereitungsunterricht für die Gesellenprüfungen, wie es in Offenbach bereits mit großem Erfolge geschieht. Ein Antrag Kugel auf Neufestsetzung der Vergütungen für die Lehrer der Handwerker-Z eichen schule im Namen einer Lehrer- devemigung (die 65 von 180 Lehren: umfaßt) wird von dem Antragsteller begründet. Tie bestehenden Gehaltsätze wurden teilweise vor Jahrzehnten festgesetzt. Tie Lehrervereimgung fordert einheitliche Festsetzungen der Vergütirnaen. Sie fordert ferner Anerkennung der Lehrervereinigung, eine Vertretung der Vereinigung im Ausschuß des Landesg»cüwerbevereins. Geh. Regierungsrat Strack führt aus, daß die Zentralsbelle nicht zuständig ist. Ans einen Ankrag Sames hat der Ausschuß von sich aus den jchlechtbezahlten Lehrern bereits Zulagen gewährt. Tie Llüfbessernng muß ans dem Wege der Voranschläge von den Schallverständen vvr- genommen werden. Eine Abstimmung über den Antrag ist nach den Satzungen nicht zulässig. Di« Wünsche weide:: ivohlwolleird berücksichtigt werden. Auch aus der Versamnffung werden von verschiedenen Rednerir die Wünsche der Lehrer wohlwollend ausgenommen. Aus Stadt und Eund. Gießen, den 8. Oktober 1918. An die Heimat. Vier Fahr' sind's, daß wir ohne Dach In Regen nnd Frost, bei Nacht und Tag, In heißen: Ringen, unbczwungen Um jeden Bodenzoll gerungen, Heimat! Sie kamen zehn gegen -eins geflutet; Wir schlugen sie; doch wir haben geblutet. Kaum einer von uns ward nicht schon wund. Und stand doch wieder, kaum gesund. Heimat! Tie Helme verbeult, den Rock zerrissen. In Fetzen die Sohlen unter den Füßen, Tie Rohre verleiert von tausend Feuern . , . Heimat. Du mußt uns'rc Wehr erneuern! Heimat! Wir wehren das Grau'n von Deinen Landen! Trum die Du sammeltest, wnl'wir standen. Die Batzen aus der Tasche krampf' Und zeig' daß unser Kämpf dein Kampf, Heimat! Amtliche Personalnachrichten. Ter Großherzog hat am 11. September dem Polizeisekretär Stephan Pfeffer zu Gießen die Krone zum Silbernen Kreuz dos Verdienstordens PhUlpps des Großmütigen verliehen. — Ter Großherzog hat am 5. Oktober den Direktor der Realschule in Butzbach Dr. Wilhelm Kalbfleisch zum Direktor der Oberrealschule in Mainz und deir Oberlehrer an der Augustinerschule (Gymnasium nnd Realschule) in Friedberg Professor Jakob Reuter zum Direktor der Realschule in Butzbach, beide mit Wirkung vom 1. Januar 1919 an, ernannt. — Ter Großherzog >at am 5. Oktober den Lehramtsassessor Tr. Siegfried Kann aus Mainzlar, Kreis Gießen, zum Oberlehrer ernannt. — In den Ruhestand versetzt wurde am 28. September die Lehrerin an der Höheren Bürger- (Mädchen-) Schule zu Bensheim Minna Mo o tz auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 16. Oktober 1918 an. ** Ans dem Militärwochenblatt. Befördert: Kribben. Fähnrich in der Tramabt. 18. zum Lt., vorl ohne Pat.; zu Lds. d. Res. b. Inf.: die Vizefeldw. Telp (Mainz), Göttmann (Mainz). Weisel (Worms'), Rössrng (Mainz), Roth lchießentz Jack fDLainz); Vizewachtm. Eßwein (Friedberg) zum Lt. d. Res. der Feldart. Für die weitere Dauer des Krieges zu Kriegs-As iifeu^ arzten auf Widerruf ernannt: die landsturmpflichtigen, mit Kriegsstellen auf Widerruf belsehenen Aerzte: Tr. Wolfheim, Maximilian (Friedberg), Dr. Weiß. Heinrich (Worms). Dr. Wiest, Ernst (I Tarmstadt), Dr. Goldmann. Haus (I Darmstadt), dieser bei der 2. Garde-Train-Ers.-Abt. Befördert: Dietz (II Darmstadt), Keller (I Tarmstadt), Vizefeldw. im Jns.-Reg. 118 zu Stä. b. R. d. Regts - die Vizefeldw. Mergler (II Tarmstadt) z. Lt. d. Res d. Ins., Metzler (Worms) und Acker (II Tarmstadt) zu Lts. d. Res. der 'Fußart. ** Ihr oOjähriges Ehejubiläum begehen am 14. Oktober Wilhelm Stollmer, im 79. Lebensjahre, an- gestammt von hier, und Marie Stollmer aeb. Häberle im 73. Lebensjahre. ** Kriegsanleihe zu zeichrren ist heute jedermann in der Lage, auch wenn er nicht selbst Bankkonto, Sparkassenguthaben oder Barvermögen besitzt. Durch die Kriegsanleihe-Versicherung, wie sie beispielsweise der Allgemeine Deutsche Ver sicherungsverein a. G. in Stuttgart bietet, kann auch der Minderbemittelte zeichnen, er zeichnet ans Konto seines künftigen Verdienstes. Deshalb sollte jeder zeichnen. Die über ganz Deutschland verbreiteten Bezirksdirektionen und Vertretungen des Stuttgarter Vereins erteilen gern: jede erforderlrche Auskunft und nehmen An- träge auf Abschluß von Kriegsanleihe-Versicherung ent- gegen. ** Aus gäbe von Süßstoff (Saccharin). In der Zeit vom 1. — 31. Oktober 1918 wird in den L-cuchgemeinden des Kreises ^ gegen die L i e f er u n g s a b s.ch n i t t e 20 und 2 1 der Süßstofftarten „ü" (blau) und gegen die Lieferungsabschnitte 5 mid 6 der Süßstofftarte „6" (gelb) von den Süßstoffabgabestelle'.: Süßstoff abgegeben. Es gelangen auf den Abschlitt 20 nnd 21 je ein Briefchen bzw. 5 und 6 j e e i n c S cha chtel zur Ausgabe. Mit dem 31. Oktober verlieren die Abschnitte 20 unb 21 bzw. 5 und6 ihre Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht abgerufene Süßsdoffmengen dürfen von den Abgabe- stellen frei verkauft werden. ** Gießener HauSfrauen-Verein. Um den Mitgliedern des Vereins die Einlösung der Mitgliedskatten für das Geschäftsjahr 1918/19 zu erleichtern, ist die Geschäftsstelle von Mittwoch den 9. Oktober bis Samstag den 19. Ottober, nachmittags von 3—4 l / ? Uhr geöffnet. Die Mftglieder werden gebeten, sich der kleinen Mühe zu unterziehen und die Mtgliedskarten gelegentlich eines Ganges in die Stadt in der GeschäftssteUe in Empfang zu nehmen. Dem Vorstand ist es in diesem Jahre rricht möglich, die Mitgliederbeiträge im Hause erheben zu lassen. Bemerkt mag sein, daß das bestellte Weißkraut nur gegen Borzeigen der neuen Mitgliedskatte abgegeben werden fcmn. ** Die Bucheckern und die Hackfrucht. Vielfach ist man darüber in Sorge, daß die Kattoffelernte mit der Bucheckernsammlung zusammenfallt. Für die Ernährung bleibt die Kattossel wichttger und darmn muß das Kvrtoffelbilddeln Vorgehen. Tie Sachlage ist aber folgende: Tie für die Oelgewiunung brauchbaren Bucheckern fallen gleichzeittg mit dem Laub, alles was früher fällt, fft zumeist entweder nicht gesund oder taub. Tie Kättoffel- ernte ist dann aber zum größten Teil erledigt. Außerdem ist es eine bekannte Tatsache, daß die Gegenden mft starkem Kartosfel- bau im Allgemeinen mir geringe Buchenbestände anfweifen und daher die Gefahr der Kollision keineswegs stark ist. Wo aber! wirklich einmal die Kartoffelernte und die Bucheckernsammlung nebeneinauder stehen, können die Buckieckern immer liegen bleiben, da es genügt, wenn sie vor der festen Schneedecke gesammelt und ihrer BesttMmung zugeführt werden. ** Schwarz-Weiß-Licht spiele, Seltersweg 81. Paul Hartmann, der beliebte Künstler vom Teittschen Theater, Berlin, wirkt ab heute bis einschließlich Freitag in seinem neuesten romantischen Bieraktigen Filmiverk der Serie 1918 19, betitelt ,,Ter seltsame Gast". Für den heiteren Teil ist der dreiaktige Lust- lpielschlager „Seine geschiedene Frau" vorgesehen. Mt einer in^ressanlen Sorrder-'Eiulage schließt das Programm. Kreis Büdingen A Bad Salzhausen, 7. Okt. Vor einigen Wochen war einer Dame im Kaufmanns-Erholungsheim hier ein M a n t e l im Wette von etwa 600 Mk. gestohlen worden. Ten Bemühungen des Wachtmeisters Wieschmann in Nidda ist es gelungen, den Diebstahl aufzuklären. Ein Zimmermädchen l)atte den Mantel genommen und in eine benachbarte größere Stadt zum Umändern gebracht. Die Täterin wurde verhaftet. bz. Schmitten, 6. Okt. Beim Füttern swrzte heute der 16jähttge Joseph Brendel so unglücklich in die Schwrne daß er sich schwere Verletzungen zu^og. Ter Vater steht im Felo — die Mutter ist vor nicht langer Zeit gestorben. spielplan der vereinigten Sranffurter Stadtttzeater. Gpernhaur. Mittwoch 9. Okt., 61/2: Vorspruch, gespr. v. Rob. Taube. „Die Gezeichrreten". Donnerstag 10., 7: „Die Rose von Stambul". Freitag 11.: Geschlossen. Samstag 12., 7: Vorspruch, gespr. v. Joß Gareis. „Ter Barbier von Sevilla". Sornttag 13., 3: „Das Tveimaderlhaus". 6%: Borspruch, gespr. v Carl Ebett. „Alkeste". Montag 14., 7: „Tie Rose von Stambul". Dieirstag 15., 61/2: Zum 1. Mal. „Turaudot". Hierauf: „Arlecchirw". Mittwoch 16., Vorspruch, gespr. v. Rob. Taube. „Tannhäuser". Lchausplelhau^ Mittwoch 9. Okt., 6y 2 :58 r p.uch, gespr. v. Max Schreck. „Der lebende Leichnam". Donnerstag 10., 7: „Der Uraust". Zreftag 11., 7: Vorsprnch, gespr. v. Max Schreck. „Der G'nnssenslvurm . Samstag 12., 7: Vorspruch, gespr. v. Werirer Kepich. „Stella". Somttag 13., 3: Bei kl. Pr. „Die Journalisten". 7: Vorspruch, gespr. v. Walther Reymer. Zum 1. Mat. „sldur sechs Schüsseln". Montag 14., 7: „Nachtasyl". Dienstag 15., 7: Vorspruch, gespr. v Werner Kepich. „Kammermusik". Mitttvoch 16., 7: Vorspruch, gespr. v. Max Schreck. „Der G'wisscnswurm". Letzte Nachrichten. Der neueste Itcri ebt der ficcresleihitia. (WTB.) Großes Hauptquartier, 8. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Krauprinz Rupprecht. Wrdlich der Scarpc griff der Englärwer nach heftigem Feuerkampf beiderseits von Oppy an. In dbeuvireuil faßte er Fuß. Im übrigen brachten ihn unsere Vorposten znm §>td*n. Heeresgruppe Boehn. Nördlich von St.Quentin fttzten Engländer und Franzosen ihre starken Angriffe fort. Mrdlich van Montbrel-iin schlugen hannove sch: und b aunschweihis ,e Negi 1 cn er u ns- maligen Ansttlrm des Feindes ab. Weiter südäch brach der Angriff des Feindes in unserem Feuer zusamnien. Bei uich sch'dttch von Segucharl haben posensche und hessische Regi- 'mertter nach hartem Kampfe ihre Äerlmigen behauptet. Bei dem Kampf an der Tilloy-Höhe brachten schlcsi che Taiai.lone und Pioniere im dialMmpf und durch Gegenstoß den ftind- lichen Ansturm zum Scheitern. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Vorfeldfämpfe an der Ailette und Aisne. Das nördliche Suippe-Ufer wurde in örtlichen Unternehmungen vom Feinde gesäubert. Am Nachmittage stieß der Gegner in TeiL- angriffen zwischen Bacaneourt und Selles mit starken Kräften beiderseits von St. Element an der Arne rvr. Seine An- griffe scheiterten. Oertliche Kämpft bei St. Etienne, das von uns genommm wurde, im Gegenangriff des Fei 'des aber wieder verloren ging. Im übrigen be'chränkte sch die Tätigkeit des Feiges in der Champagne auf Teilvvrs^ße und .zeitweilig oufllbenden Artilleriekamps. Beiderseits der Aisne schlug die in den letzten Kämpfen besonders bewährte 9. Landwehr- und 76. Reserve-Division heftige Angriffe des Feirr- des ab. Heeresgruppe Gallwitz. Nach stärkster Feuervorbereitung setzte der Amerikaner erneut zum Durchbruch beiderseits der Aire an. Auf dem westlichen User brachte württembergi'che Lantw.'hr srdttch von Chalel vo'.brechende Angriffe .^m Scheitern. Von der H.he nördlich von Chatel. auf der der Feind vorubergeh''nd Fuß faßte, wurde er im Gegeustoß wieder geworfen. Oestlich der Aire brachen die feindlichen Angriffe bald schon in unserem Artilleriefeuer zusammen. Gegen Abend nahm der Feiird beiderseits der von Charpentry auf Nomagne und der von Nantilleis auf Cunel fiihrenden Straße sowie östlich der Maas feine Angriffe wieder auf. Nach hartem Kampfe schlugen wir ihn, teilweise im Geg-nrstoß, zurück. Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorff. * * * Clernenreaus Antwort. Berlin, 7.Okt. Laut L.-Anz.-Meldung aus Gens erneuert Clein e i[ c e a u inr lidre" das L-osnn.gs:v>ott: Der Krieg wird sottgesetzt. Irgendwelchen sozialistisckZen Einfluß an oder hi.cter der Front halten die niütiftieneuen Blätter für ausgesä/osierr. is dettackM den Schritt der Mittelmächte als bedentnngskose Episode. Eine neue Funkentelegraphenstation in Holland. Haag, 7. Okt. Zwischen der holländischen Regierung und dem Bevollmächtiglben der dentsck)en Telefträkengesellschaft, Direktor B r e d 0 w, ist soeben ein Aböommen über Einrichtungeiner funken telegraphische n Riesenstvtivn in Holland zum Verkehr mit dem Auslande und besonders zur direkten Verbrrrdimg mit ddüderländisch-Jndien zustandegekommen. — Tie holländisch? Station wird von ähnlicher Ausführung sein wie die TttefwttenstLtwn in Nauen bei Berlin und wird außer dem Verkehr mit Indien e den leichten Erfolg verwehrt. Oft ohne alle Nach» richten, in Unkeirntnis der Lage, in schwierigstem, unwegsamem Go- lände haben Führer und TruPPe:i erzeigt, daß deutsche Soldaten auch in der verz!iveiseltste:: Lage nicht mutlos werden, daß das Vertrauen zwischen Führer und Truppen nicht zu untergraben, deittsche Disziplin nicht zu erschüttern ist. Wahrend stand ihnen der ZxffaMmenbruch einer einst tapferen Armee vor Angen. Mlen, die in diesen letzter: Wochen gekämpft mtb geblutet, gehungert unb gedürstet nnd doch in unerschütterlicher Treue ihre Pflicht getan haben, spreche ickt nteimnt wärmsten Dank und meine vollstes 'Anerkennung ans. Mein Dank und rneine Anerrenrrung gelten ganz be so rtters auck den bewährten deutsch e n F ü h r e r n Und Stäben. Oft auf verlorenem Posier:, haben fie unter vollem Einsatz ihrer Kraft und ihrer Person ihr Bestes hergeireben. Sie haben das Verdienst mit ihren tapferen deuffchen Truppen den völligen Zusamwenbrrtch der bulgattscben Armee solange üne möglich hinausgeschoben unb damit Zeit für weitere Maßnahmen gewonnen zu haben. Ehre dem Andenken unserer gefallenen Kann" raden. Ihre Gräber auf mazedcmis ckier Erde iverden ftlr 1 man er ein Denkmal deutschen Heldenttttnes nnd deutschen Soldatei:tumes bleiben. Und ^nun flott auf zum neuen Kampf vvll Mut und Vertrauen. Ter Oberbefehlshaber v. Scholz, General der Artillerie König Ferdinand in Koburg. Ko b ü r g, 7. Okt. Ter ehemalige König Von Bulgarien ist mit seinem Sohne, dem Prinzen Kyrill und großem Gefolge ihertte vormittag im HofsoicherWige hier emgetvoffen, um hmr daiurndcn Aufenthalt zu nehmen. Die neunte Kriegsanleihe Vaterländische Kundgebung am Mittwoch, dem 9. Oktober 1918. abends 8 Uhr pünktlich in der neuen Universitätsaula. Eingang Ludwigstraße unter Mitwirkung der verstärkten Garnisonkapelle unter Leitung des Musikleiters Bruno Herrmann und eines Knaben-Massenchores unter Leitung des Lehrers Otto Görlach. Dortrag mit Lichtbildern von Leutnant Kobe von der Inspektion der Fliegertruppen. Redner: 1. Oberbürgermeister Keller. 2. Professor Dr. Schian. Die Bürgerschaft wird hierdurch freundlichst eingeladen Der Oberbürgermeister 7502D Wir gestatten uns, unsere Mitglieder auf die morgen, Mittwoch abend 8 Uhr. in der Neuen Aula der Universität stattfindende litteüii höflichst aufmerksam zu machen. Was auch in beruflicher, wirt. schaftlicher oder politischer Beziehung uns trennen mag, wo es sich um des Vaterlandes Bestand und Wohlfahrt handelt, steht einer für atie, stehn alle für einen. Zeigen wir dies in der gegenwärtigen ernsten Stunde, die gebieterisch den einmütigen gusammenschlufl aller erfordert, auch äußerlich durch vollzähligen Besuch der Versammlung. Bürgerverein, Detaillistenverein, Hausbefiherverein, Kaufmännischer Verein, Ortsgewerbcverein. Wir machen unsere Mitglieder auf die am Mittwoch den 8. Oktober in der Un veraitäfs-Aula aufmerksam und bitten um recht zahlreiche Beteiligung. Alice-Friimmtiil, Ziveizvneiit Sieges: Frau B. Gebhardt. Mgcst.DkuWi' grtuen0ereis, SrtszrsM Sieges: _Frau M. Raum«««. „ o Vereinigte Hassiavereins Gießen. 7856V Täglich Künstler-Konzert. Ab beste bla in bl. Freitag: Ans unserer Pani-Hartmann-Merie 1918: „Der lsltlams Scilt!" Sensationelles romantisches Schauspiel in 4 Akten. In der Hauptrolle wirken Kate Blank vom Berliner Lessing- theater u. Paal H artmann v Deutschen Theater Berlin. „Seine geschiedene kraul" Lusfcspielschlaarer in 3 Akten. Ab Samstag erscheint das sensationelle Detektiv- und Gesellschaftsdrama 7575a „Das A rat band“! Unsere Mitglieder mache» wir auf die a« Mittwoch de« S. vetober abends 8 Uhr in der neuen Universität--Aula statt- findende vaterlLmdifche Ku»d- gebung aufmerksam und emp. fehlen deren Besuch. 7567D Die Vorstände. Wir machen unsere Mitglieder auf die morgen. Mittwoch, abends 8 Ubr, in der Neuen Aula stattfindende Vaterländische Kundgebung besonders aufmerksam und bitten, hieran sich recht zabd reich zu beteiligen. Ter Vorfland der Väck r-Jnnu»a. Wilb. Löbcr, Obermeister. Ter Vorstand der Flkiichrr-Fnmma. E. L. Sack, Obermeister. Der Vorstand d.Frisliir-». dkriikkkanialstcr-Aanaaa. Pb. Stier, Obermeister. 7576D Eichener yauzfrauenverein. Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Aag. Rath MWk" Heute ^8® 7554 SCönzert Flgene Konditorei. Staatl.G werbeschule Nidda Beginn d. Unterrichts am 4. November. Näheres durch die Großh.Schulleitung. Zur 9. Kriegsanleihe nimmt Bar-Zeichnungen sowie Abschlüsse aus Volks- wie Lebensversicherungen mit Kriegsanleihe entgegen 05340 Karl Walther,General-Agentur d.Viktoria-Vers. A.-G., Berlin, GIESSEN, Hofmannstr.6 Mitwerber erhalten entsprecbende Bereürnrio. (rinniachfäsfer Leiterwagen Schiebkarren ' empfiehlt Küferei Sommerkorn, Bleichstraße 10 66K1 ;n ^u.'diUicri ,U. üuiuüer Letzte grolls 4 .FriedHchs>iaf 3 asr ijelri -LaM Hur Geldgewinne zusammen Mark I Haupttreffer -Mark^l 30000 IQOOäS Zlclianynm lO.Okt.15UN. i 58 Mk^ 11 Lose 580 Mk„ 6 Lose II Mk. Porto u. Liste 35 Pf. extra. Za haben in allen durch PlalnrehennrlldiVer» kaufstelleaßeBrnlTBrtileb I4x firasoa 'u F. Olinackcr, Dirmtidt. Die Mitglieder werden gebe en, die neue Mitglieds, karte in der Gefchastsileile, Plockstr. 5, etnzutSien riu dlesetn Zweck ist die uiefchäst-stelle von Mittwoch den 9. -Oktober bis SamSmg den 19. Oktober jede« Nachmittag von 3—4 , Ubr geöffnet. * " Maierial wird an die Mitglieder gegen Borreit»-», der Mitgliedskarte 1918/19 Montag» und Dounerstaas nachm, von 3- 4'/. Ubr in der Oberrealfch«t?"ZtInme? ftlr. 14 arrSgegeben. 7563v iiiiiiiii;iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!ii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii[iiii»^^ Amtliche Bek!mtmichM8t!l Der Stabt Siestn. Wurstverkauf. Die Ausgabe der Wurst aus unterwertigen Rindern erfolgt für die Bezirke 4 —9 c c Mittwoch den 9. ds. Mts. wahrend der üblichen Geschäftsstunden in den ständigen Verkaufsstellen. Die Bezirke 4 — 6 erhalten die Wurst gegen Abgabe der Marken für die 4 1. Woche (7. bis iS- 2°- 4rnd die Bezirke 7—9 gegen Abgabe der Marken für die 4 0. W o ch e (30. 9 bis 6. 10 18) Gießen, den 7. Oktober 1918. 7571 B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). ! ! Städtischer Obstverkauf. 3" i* r , Turnhalle der Sladtmädcheirschule gelangt gegen «Miefenmg des Abschnittes „B- der Obstmarten Zbst zum Vertäuf. Am Tonnerstag den 10 ds M t s. haben die Nummern 115. 114 und 113 ara ?"itag den 11. ds Mts, die Nummern 112, 111 und 110 Gültigkeit. Tie Abholung Hot vormittags von 8—12 Uhr und nachmittags von 2—5 Ubr -u erfolgen. Die Einlösung brr Marken muß an den in der Bekanntmachung bestimmten Tagen geschehen da sonst der Anspruch auf Obst verloren geht (757* B Gießen, den 7. -Oktober 1918. Ter Oberbürgermeister (LebensmittelamH Bekanntmachung. IM ^ fTL • « . r An dteiemaen Familien und Einzelpersonen, denen weder noch elektrische Beleuchtung zur Verfügung tommen^ W blefcr Petroleum Sr Berte -55 Marken für dw Btz ugÄberechti gten werden von Donnerstag den 10 . ds. Mts. während der sesd- gesetzten Geschaftsstmrden rn den zuständigen Bezirken ausgegeben. ~ DrrKnrf dk« qjetrrfnrm? beginnt am gleichen Tage durch die bekannten Geschäfte. Ter Preis des PetuoleumS beträgt wie seither 0,34 Mark per Liter. 7574 g Gießen, den 7. Oktober 1918. Ter Oberbürgermeister (LebenSmittelamt) Bekanntmachung. Die im September 1901 geborenen Landstr^invflich- trgen der Stadt Gießen müssen sich am 15. Cfroher von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr, im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturmrolle melden. Auswärts Geborene haben bei der Anmeldung ihren 7570 B Geburtsschein vorzulegen. ^ießen. den 4. Oktober 1918. Ter Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Detr.: Fliegerangriffe. Tie Alarmierung bei droheichen Fliegerangriffen er» Ägt von heute an durch dreimaliges "Abflniern'von Signal bomben an verschiedenen Stellen der Stadt. Tie Beendigung des Fliegeralarms wird mittels ber ©trtneii bekanntgegeben (fortgesetztes An- «ch Abläufe» inner- halb eines Zeitraumes von 5 Minuten). Die «larmio- ruus erfolgt mrch zur Nachtzeit. Gießen, den 7. Oktober 1918. « , Ter^Oberbürgermeister: Kelltkr. Vroßb Polueiamt Gießen: bemmerdtz, Holjverstkigerung der Stadt Klehen. Montaa den 14. Oktober 1918, vor- m t t t a g S 9 y, Uhr beginnend, werden in den Wal- bungcii der Stadt im Bezirk des Försters Brück-Rodam in den Abt. 33. 41 und 53, meistbietend versteigert: 4 Rm. Kiefern-Kn'üvvel, 3890 Wellen Buchen-Reisig, 60 Wollen Eichen Reis'g, sten-Reisia- 250 Wellen 1230 Wellen Kiefern-Reisig, 160 Wellen Aspen-Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Straße an der Happelswiese. Holzhändler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen Ergen-Vedarf steigern. 7569 g Gießen, den 7. Oktober 1918. Ter Oberbürgermeister. I. V.: G r ü n e w a l d. Eubmissionsverkaiifv.Fichtrn-Tkrbstangk»! bei brr Sind! (fließen. v r bcn Waldungen der Stadt Gleben. im Bezirk des Försters Brück-Rüdgen in Abteilung 9. Sandberg, sollen die nach',et,end verzeichne en Fichten-Derbsiangen im Submisuonsweg verkm ft werden: ^os 1 54 Derbslangen von 10-12 Ztm. Dchm. = 6,61 Fstm. Bin vom 8.-13. d. M. verreist. Med.-Rat Wagner. 2 34 3 95 „ 4 115 ^ 5 119 „ 6 H5 * 7 1(59 * 8 125 - 9 159 „ 10 2!0 10-12 8-9 8-9 8-9 8-9 8-9 6-7 6-7 6-7 = 4,08 -6,-:2 -- 6,90 = 7,54 - 5,20 = 9.82 3,26 5.98 = a 6 Das Gebot geht Auf den Festmeter und ist für jedes LoS befenders anzugeben. Gegen auöreichendeSicherbett wird ^ahlungsfri bis 1. A-ril 1011) gewährt. Angebore lind verschlossen und mit der Aufschrift 'vv,vw, v ,, V n UHU Ulli uu vlUniiHlfl „Subnnsnonsvolzverkauf der Stadt Gienen" bis ivätefteus chv» Oktober 191^, vormittags II Ubr. an den Ober- 7588a Zahiibürften Zahnpafteir Mundwässer empfiehlk t grost.Auswabl Med.-Dfßgjrie z. Krcuzpiatz Krenzplatx 9 mxa, L. .w» 1 lomuuiejiu Weisskohl Ernst Iliiddeinanit, abzugeben 75811) Bcrtreungen in LandeSterzengnissen, i. W.. Televbon 492. burgerrneister der Stadl Gienen einzureichen, woselbst um die angegebene Zen die Erönni n, der Angebote in An- Wesenheit eiwa erschienener Bie er erfolgt. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an den ,>ö. ,ter ^ rü k. 7Cißsr> Gtesten, den 3. Onober 1918. Ter Oberbürgermeister. I. B.: G r ü n e w a l d Gläser 05790 * Apparate Z Gummi J <ö Cnrl Nchunok So!t«rswsn38. Bahnholslr. 64. SdimirnclpaiJicr! Bei der Herstellung beste sorien 7302» isrie-ensware abgefall. Stücke Schmirgel- vapier in nnregelmästigen Grützen (auch handgroße Dreiecke, runde Scheiben, Streifen usm.t in alten Stör» nnngen. Ballen mit ca. 35kg nur M. 30.; Postpaket M. 6. Pani FresdeBSladt 79. Slahlspäne u. Bohnerwachs i. bester Oualität eingetroffen Schulstratze. 7333 Teciioiscbe Ariikel für 3359 D ^eliiiiöckiM ScMUfeJiai Franklnrt a. 1