Nr. 232 . Ter toitfeiuex Anzeiger erscheint täglich, autzer EonntagS. - Beilagen: Stetzener.^amilienblLtler; Ure.rl lall für gen Kreis Stehen. v-mgrpreir: monatl. Ai k. 1.35, vierteljährlich Bit. 4.05 . durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.25 durch die Post Pkt. 4.05 viertel- jährl. ausschl. Bestellq. sterilsprech - Anschlüße: ii\r bie SctjriUleituiuil 12 Verlag,r. Remhold Zenz; für den Aiizeigenteil: p. Beck; säniklich in Gießen. Prinz Max von Süden als Kanzlerkandidat. Eine Beratung beim Uaiser. (MTB.) frohes Hauptquartier, 2. Oktober. (Amtlich,.) Westlicher Kriegsschauplatz. >Fu Flandern, beiderseits von Canrbrai und in der Champagne wehrten wir heftige Angriffe des Feindes ab. Au ruhigen Frontabschnitten: bei St. Quentin, noroweft- lkh von Reims und westlich der Argonnen nahmen wir Teile vorspringender Linien in rückwärtige Stellungen zurück. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nördlich von Stadnl machten wir bei Abwehr feind- kicher Angriffe etwa 100 Gefangene. Zu beiden Seiten der von Ypern auf Rosela^re und Menin führenden Strafen griff der Feind mehrfach vergeblich an. In Ledagen faß^e er Fuß. Im Gegenstoß nahmen wir den Qstteil des Ortes wieder zurück. Wrdlich von Menin zeichnete sich das sächsische Reserve-Grenadier-Regiment 100. unter Führung des Oberstleutnants von Sigedi ganz besonders aus. Auch das Iusanterie-Ncgiment 132 unter Führung des Majors Panse hat hier bei den letzten Kämpfen Besonderes geleistet. Feindliche Teilangriffe südlich von La-Bassec wurden ab gewiesen. Der 5. Tag der Schlacht bei Cambrai endete wiederum j mit einem vollen Mißerfolg ftir den Gegner. Nördlich von Saneourt Klugen schlesische und kurh/ssische Regimenter achtmaligen Ansttrrm des Gegners ab. Weiter südlich drang der ! Feind vorüber geherld über Abancourt—Bantigny und südlich von Blecourt auf Cuvillers vor. Unser Gegenangriff, bei dem sich das Rescrvr-Jnfanlerie-Regiment 55 wiederum aus- zeichnete. warf ihn über Abancourt und Blreonrt hinaus zu- -rück und befreite die tapferen Württemberg;schen Verteidiger von Blecourt aus der Umklamnrerung durch den Feind. Bei und südlich von Cambrai brachten Regimenter der bewährten 3. Marine-Jnfanterie-Division. sowie schleswig holsteinische, brandenburgische und bayerische Regimenter den feindlichen Ansturm zum Scheittrn. Rumilly blieb in Feindesland. Heeresgruppe Boehn. Zwischen Le Catelet und der Oise verläuft unsere Front seit vorletzter Nacht östlich von St. Quentin vorbei nach Ber- thenicourt an der Oise. Gegen den Abschnitt von Cstres— Ioncourt—Lesdin entwickelten sich im Laufe des Tages heftige feindliche Angriffe. Beiderseits Seyuehart drang der Feind ein. Der Gegenangriff ostpreußischer und poftm'chcr : Bataillone unter persönlüster Führung des Divisionsum^ - mandeurs General v. d. Chevallerie warf ihn wieder zu- I rück. St. Quentin, in dem gestern nur noch Erkundnngs- abteilungen standeu, wurde vom Feinde besetzt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Dorposteugeftchte zwischen Ailette und Aisne. Nordwestlich von Reims nahmen wir unsere Truppen an der I Kesle in rückwärtige Stellungen zurück. Der Feind folgte mit schwachen Abteilungen und stand am Abend in Linie Vantelay—Villers Frangueur. In der Chainpagne nahin der Franzose stine einheit- j lichen Angriffe wieder auf. Sie richteten sich am Vormittag gegen die Front von St. Maric-a-Py bis Monlhiis und im Laufe des Tages gegen unser? Linien zwischen Somme-Py .und Aure. Seine Angriffe sind gescheitert. Oertliche Ein- bruchstellen wurden meist durch Gegenstoß wieder gesäubert. Neben den schon seit Beginn der Schlarttt im Kampf stehenden preußischen und bayerischen Divisionen zeichncle sich gestern das Infanterie-Regiment 406 besonders ans. Die in vorletzter Nacht beiderseits der Aisne neu bezogene Stellung verläuft von Monthois über Chantierange — den Wald von Autty — nördlich an Binarville vorbei und guer durch den Argonner Wald nach Slpremont. Vorposten wiesen vor dieser Front mehrfach feindliche Angriffe ab. Heeresgruppe Gallwiß. In örtlichen Angriffsunternehmungen warfen wir den Amerikaner aus dem Oocne-Wald und den anschließenden Linien zurück. * Wir schossen gestern 27 feindliche Flugzeuge und drei Fesselballone ab. Hauptmann v. Schleich errang seinen 35., Vizefeldwebel Mai seinen 30. Luftsieg. ' Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. olldie Giahlmauer im Westen ein Loch bekommen, durch das sich der Feind ins Land wälzen kann? Fein! Zeichne die neunte Kriegsanleihe! Der Rbendbericht. Berlin, 2. Okt., abeilds. (WTB. Amtlich.) Heftige Teil kämpfe in Flandern und in der * Champagne. Vor Cambrai rahiger Tag. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. W i e n, 2. QkÄber. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front mäßige Artillerie- und Patrouillenkämpfe. Der Chef des Generalstabs. Die Lage ist noch nicht völlig gettärt. Es chird cnrs Berlin mit großer Bestimmtheit gemeldet, Prinz Max von Baden werde Reichskanzler werden, und da es heißt, die sozialdemokratische Fraktion habe dieser Kandidatur mit großer Mehrheit zugestünmt, wird die Entscheidung wohl in diesem Sinne fallen. Der Kaiser und Hindenburg sind in der Reichshauptstadt eingetroffen, und unter dem Vorsitz des Kaisers hat in engerem Kreise, dem auch Prinz Max von Baden und der Vizekanzler v. Payer angehörten, eine Beratung stattgefunden. Der Prinz, der in seinen bekannten Reden und Kundgebungen immer ein Programm vertreten hat, das sich der äußersten Linken nähert, soll Willens feilt, unter Verwerfung einer Koalitions-Regierung eine einfache Mehrheitsregierung zu bilden; indessen sind die Dinge und Entscheidungen nvch im Flusse. Ausgeschlossen ist wohl eine Beteiligung der Konservativen an der neuen Regierung, obwohl "diese Partei in aller Form hat erklären lassen, sie stelle sich auf den Boden des letzten kaiserlichen Erlasses und sei bereit, unter Opfer ihrer Ueberzeugungen in der Leitung des Reiches mitzuwirken. Wir können uns wirklich nicht gut Vvrstellen, wie die ganz extremen Richtungen von links und rechts unter der Flagge des Mehr- heitsprogramrns innerhalb der Aemter sollten harmonieren können, und es erscheint uns besser und natürlicher, daß hier eine Trennung auftechterhalten wird. Es genügt, daß die Konservattven sich mit einer abwartenden Haltung dem neuen Lauf der Dinge nicht entgegensetzen. Erfteulicherweise ist ihnen jetzt endlich in der Sache des Wahlrechts das Jawort, das sie längst hätten aussprechen nrüssen, über die Lippen gekommen; ein Wahlkampf in dieser schweren und kritischen Zeit unterbleibt. Das deutsche Programm ist jetzt vorhanden, und die Welt kennt es. Jetzt müssen nur das britisch-amerikanische Programm kennen lernen und vor allen Dingen prüfen, wie die Meinungen über Völkerbundsideale praktisch zu- sammenzufiihren sind. Vorläufig hat der Wirkl. Geh. Rat Dr. Ulrrch v. Wilamowitz-Moellendlxrf noch recht, wenn er in eineni Aufruf „Deutschlands Schicksalsstunde" schreibt: „Tyrannen, die ihr eigenes Volk mundtot und rechtlos machen, Wollen uns chtrdxnt, wir sollten eine Freiheit suchen, wie sie sie hoben. Die Henker Irlands n.rd Griechenlands spielen sich als Befreier aus. Die ScheinlieilüBeit orakelt von einrnn Völkerbünde und von ewigem Frieden. Das wäre ein schöner Friede und ^in schöner Völkerbund, in dem die Angelsachsen die Führung hätten. An Portugal kann jeder den Segen dieser britischlen Bevormundung sehen. Dennoch liegt in diesen Lockrufen die größte Gefahr. Die Phrasen tönen so süß, daß es verzeihlich ist, werm die Vielen, die von den Zuständen und der Geschichte der fremden Völker xn wenig wissen, sich berücken lassen. Die Macht des Mammon, der leine Ehre und kein Vaterland kenict, ist überall so gewaltig, daß es auch an solchen nicht.fehlt, die durch die Baisse des eigenen Volkes zu gewiimcn hoffen. Genau so war es in Napolev:ns Tagen, und damals !oar Deutschland nur ein geographischer Begriff, und Preußen ivar zu Boden geworfen. Uno doch gelang die Befreiung. Aufwärts darum die Herzen!" Etwas sollten wir alle ungesäumt tun. ohne abzuwarten, wie die innere Lage des Reiches im einzelnen sicb gestaltet : K r i e g s a n l e i h e zeickmen! Das ist eine gute Waffe, die gegen den Feind geschwungen werden kann. Das wird die e i n h e i t l i ch fte Kundgebung nach außen sein und am wirksamsten dartun, daß die Deutschen sich nimmer unterjochen lassen. Line Beratung beim Kaiser. Berlin, 2. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser und Generalfeldmarschall b. Dindenburg sind heute nachmittag zu knrzern Aufenthalt in Berlin eingettoffen. Berlin, 2. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Heute nachmittag fand im Reichskanzlerpalais unter dem Vorsitz des Kaisers eine Beratung statt, an der der Reichskanzler Graf Hertling, Generalfeldmarschall v. Hindenburg, Prinz Max von Baden, Vizekanzler v. Payer, der Vizepräsident des Staatsnrinisteriums Dr. Friedberg, der Chef des Geheimen Zivilkabinetts v. Berg und mehrere Staatssekretäre teilnahm en. Ein Besuch bei Hindenburg. Magdeburg, 2. Okt. §DTB. 'Nichtmutlicb.'i Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsverleger, Herausgeber der „Magdeburgischen Zeitung". Dr. sur. Robert Faber, sendet seinem Blatte folgenden Bericht über seinen Aufenthalt im Großen Hauptguartier: Zur Erörterung einiger allgemeiner Preßangr- legenheiten bat ich vor einigen Wochen um eine Besprechung mit den zuständigen Herren des Großen Hauptguartiers. Mn 26. loar ich Gast des Feldmarsä-alls^ der an diesem Tage eine ?kbordnung schwedischster Offnere bei fich sah. Ich sich den Fcldn!a.rschall das letzte Mal in Czenstochau auf dem Rückzuge durch Polen. Ich fand ihn, obwohl so verantwortungsreichc Kriegsjahre da- ziwischen liegen, nicht im mindesten verändert in seiner äußeren Erscheinung. Ms er dann in einer kurzen militärischen Ansprache di? schvedischeu Kameraden begritßte. sah ich. daß der köstlichen, überlegenen Ruhe (und Sachlichkeit dieser übeiwagenden Persönlichkeit auch die 70 nichts gnziuhaüen ver nvo chiken. Jwmer derselbe Heerfürst in Haltung und Wesen. Der Feldmarschall trank mir danach zu: Grüßen Sie mir Magdeburg?" Ms ich nach aufgehobener Tafel mich von ihm verabschiedete, wiederholte er den Gruß an Magdeburg, den i!ch um so lieben zu bestellen^ versprach, als dadurch auch den letzten Zweiflern die Gewißheit) werden würde, daß der Feldmarjchall gotpeidank noch lebens-> frisch und stark unter uns wirkt . Der Reichstag. Berlin, 2. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Beschluß des Aeltestenausschusses wird das Plenum des Reichstages am 8. Oktober, spätestens am 9. Oktober, zu- sanrmentreten, um die Erklärungen der Regierung entgegenzunehmen. Hertling Ritter des Schwarzen Adlerordens. Berlin. 2. Okt. (WB.) Ter Kaiser verlieh dem Reichskanzler Grafen Hertling den Orden vom Schwarzen! Adler. Die Konservativen für da» gleiche Wahlrecht. Berlin, 2. Okt. (WTB.) Die deutsch-konservative Fraktivn des Reichstags hat in ih«rer heutigen Sitzung folgenden Beschluß gefaßt: „Tie konservative Fraktion war und rst entschlossen, sich auf den Boden des kaiserlichen Erlasses vom 30. September d. I. zu stellen und sich unter ^Opfern! der lleberzeugung an einer Regierung zu beteiligen, die sich jid Aufgabe macht, alle /.Kräfte des Volkes in geschlossener einhnt-« licher Fwnt für die ehrenvolle Beendigung des Krieges einzusetzen.' Höchstleistungen unserer Bombenstieger. Berlin, 2. Okt. (WTB.) Die ungünstige Witterung v^mag heute weder' bei Tage noch bei Nacht unsere Luststreitkräfte anj erfolgreicher Tätigkeit zu hindern. Das bewiesen unsere Bombengeschwader, die in der Nacht zum 29. September troll eines Sturmes von 20 Metern in der Sekunde und starker Bewölkung das feindliche Hinterland mit 75 975 Kilogramm Bomben belegten. Ein Geschwader warf allein in mehreren Flügel 32 925 Kilogramm Bomben ab. Eine Besatzung startete in dieser Nacht viermal, eine andere sogar fünfmal. Die unermüdliche Arbeit unserer Bvmbenflieger beweist am besten die Tatsache, ^daß ein Geschwader seit dem 1. Januar bis zu dieser Nacht übest 700 000 .Kilogramm pbwarf. Von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens wurde das gesamte Kampfgebiet in Flandern, zum Teil ans sehr niedriger Höhe, durch Masseneinlatz von Maschinengewehr-Munition in Atem gehalten. Der Kolonnenverkeh^ auf den Straße rmd Transportzüge auf mehreren Strecket nmrden erfolgreich mit Bomben beworfan und unter Maschinen- gewehrseuer genommen. Feuernde Batterien wurden znm Schweigen gebracht. Scheinwerfer und Flugabwehrkanonen wurden lange! Zeit niedergehalten. In Ottsunterkünften imb Waldlagern uw Mern, Arras, Bavaume und St. Quentin erzielten unsere Bvm^ bengeschwader einwandfreie Treffer. Auf den Bahnhöfen von! Poperinghe. Peronnc und Boisel entstanden durch Bomben zahlreiche Brände und Explosionen. Sämtliche Flugzeuge kehrten unversehrt in den Heimathafen zurück Cttglisch-rusftscher Gesangenen-AuStausch. Kristiania. 2. Okt. Einer Blättermeldung zufolge sind heute 46 sttnssen mit dem fri'iheren Londoner Gesandten der Sowjet- rcgierung Litwinvff an der Spitze aus England auf der Durchreise nach giußland hier eingetvoffen, um gegen die in Rußland in Hast gü-altenen englischen Beamten ausge- tauscht zu werden. Unter den gtussen bestndet sich auch der fttihere bolsckMiisbische Vertreter in Kristiania. Beitler, der seinerzeit bei dem Versuch, nach Rußland zurückzukehrkpr. in Archangelsk vmi den Engländern verhaftet, nach England gesck»iff1 und dort wochmlarrg in Gefangensckiast gehalten wurde. Beitler äußerte zu einem Mitarbeiter von Verdensgmrg über die Lage zwd scheu Rußland und der Entente, es sei klar, daß die Entente die | Revolution Umstürzen und durch Wiedeeemführung der Monarchie versuchen wolle, ihr in Rußland angelegtes Geld zurück- zu bekommen. Line Rede des österreichftchen Ministerpräsidenten. Wien, 1. Okt. (WTB.) Im Abgeordnetenhaus« waren bei der Wiederaustrahme der Sitzung Saal und Galerien dicht gefüllt. Präsident Groß eröffnete die Sitzuirg mü einer An spra ch?, in der er auf die wiederholle Friedensbereitsäiast der Mittelmächite hinwies, die bisher vergebens gewesen sei. wenn nicht vielleicht in der letzteir Rede des Präsidenten Wilson einenj dlistätz zur Einkehr gefunden werden könne. „Angesichts der sckvvere» Aufgabe," so sagte er, „müssen wir alle Kräfte zusammen fassen, um endlich zrr einem guten Ende zu gelangem Das künn nur geschahen. mmnt wir uns unter Hintansetzung alles Trennenden festige schlossen unter unverbrüchlicher Aufrecht er Haltung unseres Bündnisses mit Deutschland und im Ver- traueir zu rmserem tapferen Heere zusammen scharen uni unseren geliebten Kaiser. Ter Präsident schloß mit begeistert aufgenommenen Hochrufen ans den Kaiser. Ministerpräsident Frhc. v. Hussarek gab ein ausführliches Bild der Gesamtlage des Staates, wobei er ausführte: Durch den von Bulgarien abgesMossenen Waffenstillstand ist zweifellos auch für die Monarchie im Südosten eine ernste Lage gefch-rffen worden. Tiefe Lage ist jedoch keineswegs kritisch Die entsprvckLnden militärischen Vorkehrungen sind im Vereine mit dem Deutschen Reich' ungesäumt und umfassend .getroffen worden. Sie sind in gutem YZange und ich vermag nach Mitteilung berufener Stellen zu erklären, daß wir alles getan haben, um der Weiterentwickllmg der Tinge auf dem Balkan mit Ruhe cntgegenblickcn zu dürfen. (Zu- frrrmrams önV.) D-Ä an tiefer Front fixest unsere Truppen I an sowie eine besondere Verpslegungsftttsorge für Kinder. Tie 'cdjulier ta i Schulter mit Deutschen und bewähren auch d-orl i gesamte Beurteittmig der Ernährmrgslage lasse üborschwenglickM wieder herrlich das in Treue festgefügte Bündnis, das auch in I Hoffnungen nicht gerechtfertigt erscheinen; aber zu einer Mut Zukunft allen Proben des Schicksals unerschütterlich stand-1 losigkeit sei kein Anlaß. halten wird. (Zwififtmrutebei den Tschechen: Los von Teutsck>land!)! Ter Ministerpräsident besprach schließlich das So wie im Kampfe werden wir aber auch am Werke des Friedens I Autvnomlerprobtem f>cnb miteinander gehen. (Beifall links. Zwischenrufe bei der Völker, dessen Erörterung und Losung man sich nicht länger den Tschechen.) # ! enifdjlü^en könne. Er erklärte, manche Ansätze hierfür hätten Es ist einsttveil«: noch nicht gestattet, den Blick aus dem fchau-1 ,ich bereits vorbereitet. Das überaus fruchtbare Prinzip der rigen Kampfgewühl empor auf die Zeit zu lenkerc^ da die wieder ver- nationalen Autonomie könne noch weiter ausgenützt werden, söhnten Völler sich der Sicherheiten ihres Taserns und ihrer Ent- Bon einer systematischen Durchführung dürfe man eine erhebliche wichung erfreuen iverden. Ter furchtbare Rückschlag, den bte Besserung, ia eine volle Klärung hassen. Die Schwierig keitek Menschheit aus allen Gebieten der geistigen und materiellen Kiutur lägen wesentlich in der Durchführung. Neben dem Gesichtspunkt durch die lange Tauer der ihr auferlegten Prüfung erleidet, der unversehrten Parität für alle Völker müsse bei allen Ir-gen wird immer klarer erkennbar und löst immer nachdrücklicher die I der nationalen Autonomie auch der Gesichtspunkt der Siche- Erwägung aus. ob sich nicht Mittel und Wege findeu ließen, bic Itung des Gemeinsamen festgehalten werden im Sinne Gegensätze, aus denen der Weltkonflikt hervor gegangen ist, duul> > emer die Völker umfassenden, in ihrem Interesse wirkenden und eine ttencdjre Verständigung ^re Zweck^ördernden Orgamsativn. Das letzte Wort der natio- zwischen den kämpfenden Mächtegruppen «usM- ^ ^w^ire mufie bnlo mit Ktlughett und Energie ge- gleichen. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Tschechen.) Die Mon- ,^^^,der..6emeiniamen Ueberzeugung und dem archie ist schon seil längerer Zeit der Ansicht, daß angcscckchs der weiter bttelligen ^er heraus Dce Regierung ^militärischen und politischen Entwicklung im Weltkriege eine solche ^sftchtsrerche Lttbett sorgfältig vmÄewiten Möglichkeit latent vorl-anden ist. Ihr mit allen Mitteln zum emlertew Ihr Zu^l könne sre nur durch ZummmemmtSen Durchlrruch M verhelfeir, ist nach unserer Meinung ecu Gebot I^r Fakwreri derGefetz^mrg erreich Der leit^e Grund- der Menschlichkeit und nicht minder der Vernunft. (Zustimmung Een Volks,lammen ^rchaus lm Geiste voller links.) Oesterreich-Ungarn hat darum unbeirrt durch die oft recht der durch das J-rtter^e der, G§amt- ungünstigen Auspizien in Gemeinschaft mit seinen Verbündeten ^^-äuanken auf ihrem Loiedlungsgebiete die selbst- .-s glickEt zu geben, zu einem ehrenvollen Frieden zu ge- un d Uk rainer.) Seine selbständige Repräsentanz verhandelt gleich- Eilten, entsprechend ben schmerzlichen Opern, die das Voll zur berechtigt mit den Vertretern der Mittelmächte. Polen ist im Eriängung seiner Einln'it aus sich genonrmcm l-at. In diesem Sinne twllen Begriff, sichalsunabhängiaerFaktorinder politi- wturde ^an, was nröglich war. Sästießlich hat meine Regierung \ dyen Welt Europas zu habilitieren. Ohne irgendwie auf die im ^ach veisllck-er Erwägung der Lage beschlossen, unfern zahlreichen BesvelungÄverk erbrachte Leistung zu pochen, werden wir jene Fra- Gegnern den Vorschlag zu mackZen. in Verhandbmgen Welten Ab- xen, d« sich aus dem Nachbarverhältnis ergeben, im Wege von Ver- whlusses eines Waffenstillstandes Vventtcell eines -aEungen durch wechselftckige, freundliche Bereitwilligkeit lösen. Friedens einzutr^ten. Meine Hecren Depillierten! Die Re- Vte Polen aber die endgültige Gestaltung seiner Staatlichkeit ein- die geschaffene Lage und eine Fülle von Fragen vor rlchten will, das bleibt seiner freien Selbstbestimmung ^l^n hat, welche diese aufgeivorfen hat oder noch aufwerien kann, u.o erl a^ssen. Dag es m Polen selbst mächtige Strömungen gibt, bat beschlossen, die Nalioualversammlung zu einer außerordentlichen rne eme Realmerung des Unabhängigkeitsgedankens in Form eines Tagung ernzuberufen. enger enAnschlusses an die Monarchie wünschen, ist ^ ^.Gs versteht sich von selbst, daß dies nicht ausschließt, daß die r ' Im ^rF CTm r österreichischer Seite foldym Bestrebungen Nationalversammlung in ihrer außerordentlichen Dagamg sich mit spmpatyisch gegenuverstehen und ihnen durch unser Entgegenkommen , cr I t Angelegenheiten wird beschäftigten können, die i>te Ege zu erleichtern ttachtten. so kann uns dieZ ja wohl nicht durch die Notwendigkeiten der regelmäßigen Verwaltung auf- vierargt werden. Das leiseste 9lnkllngen des Erobcwungsntels liegt drcmgen würden. Meine Herren! In der Ueberzeugimg, daß Sie uns ebenso ferne wie,der Versuch irgend einer Kaptivierung. (Leb- ü^ren Arbeiten und Entschließungen jene Geschicklichkeit, Weis- yafte Zwpchenrufe bu den Tschechen und Ukrainern.) Wir achten bell und patriotische G-esinnung an den Tag legen werden, die der dte freie selbstbesftmmung Polens unbedingt und verlangen nur, Segenwarttge Augenblick erfordert, flehe ich den Segen des M- patz sre von anderer Seite auch dann geachtet wird, iveun sie in ^ochttgen auf Ihre Arbeiten herab und erkläre die vierte anßer- emem für uns günstigen Sinne aussallen sollte. ordentliche Session der 17. orde7itlichet! Nationalversammlung für sodann sp^ch der Ministerpräsident über die künftige Aus- eröffnet Es lebe Bulgarien! (Langanhaltender Beifall.) gestaltung des Derhattnisses Nach Verlesung der Thronrede folgte die übliche gottesdienst- Dosniens und der H-erzeaowina. I Handlung, wormrf der Ministerpräsident Malinow vorschlug. damit er dem Volk 'und dessen'Ärtrrte^Ä ^rschSofmde"^«^ ziifcuLiuwr JCTuyie ervavoen parre, oer Oyne weienttichen Äupvano an Schiffsraum zur Zeit unrnöglich gewesen wäre. 'Tie militärische Aufga be d er verbündeten Heeresleitungen im Sinne der bereits getcoffenen Vorkehrungen ergibt sich daraus von selbst. Sie muß biese Zeit auszunützen. Andererseits war die vofch^ Bereittvilligkeit des feindliasen Generals für Gewährung der WaNenruhe eine, Errungenschaft für Malinvws Politik, denn sce ermöglichte ihm, knapp vor dem Zusammentritt der Sobranje eine vollendete Tatsache zu schaffen. Es bleibt dahingestellt, ob ern naml-aster Test der -bulgarischen Armee und die Adajorrtät der s-obvanie gesonnen sein werden. Malinow Gefolgschaft zu teilten. Für die Diittelmäck ,dabei werden wir unseren Standpunkt - Sofia, 30. Sept. (WTB.) Amtlicher bulgarischer Heeres- * um. durchzuführen wissen. Hierbei müssen wir uns bericht. ^m müdesten versichern, .daß Einrichtungen getroffen werden wie Mazedonische Front: Entsprechend dem Abschluß des Waffen- sw den Bedürfnissen der Monarchie entsprechen. Die A n g li e- Wltandes, der von heute ab gill, find die militärischen Operationen derung an Kroatien-Slawonien, allenfalls an eingestellt. Dalmatien wäre ein solcher Weg. Es handelt sich vor-t Französischer Orientbericht läufig nur um vorbereitenoe Schritte. Das entscheidende ^ ^ W Herbert dw Gesetzgebungen zu sprechen haben. Jedenfalls ^ £2' ^ffsffber. ^m 30 September bis zum Mittag, der nur eme Lösung m Frage kommen, die aus verfassungsmä^n^ oieEnistellung der Feindseligsten durch die Wasfenstill- Wege erfolgt imd jeder Selbstbestimmung entspricht 9 ästigem standsbedinaungen vorgeschenm Stunde, vollzogen sich die Be- ^rtenrng der geplanten finanzicNenMaßnahmen appel- 8252?^beere unter den voran sgesehenen Um- llerte der Mimsterpräsident an das Hans, die vorliegend ^ I Ä l lr C n Höhe von Gra- Ste. 'rVorlagen aus das rascheste zu verabschiede, ^ zwischen U^mb und der bulgarischen sei Voraussetzung für die Erledigung d^ anderen AEbeits^! Westlich davvnfind die all teerten Truppen in Kievct>e Aranrms: Fortführung der sozialen Gesetzgebung Sorge für den 2ü? CÄ<>9 2Liw*?i? ^ b^en sie Sttuga in M- «and, die Staatsangestellten und Ine ändert I L"s^VäfikL^ ^ WiLrL Die Gründe für die schnelle Bewilligung des Waffenstillstands. Wien T Okt (WTB. Nichtanttlich.) Tie Mütter erblicken . m v c ^Ernährungslage Dewute der Redner, daß die Gitteideewite im allqcmeinen ant imh rWÄ” 1 Safer besser «“S ?m ^ 0170 ^ ®!: begründete die scharfe Bekä Schleichhandels, der eine Gefahr mngen mit llngarn, das prinzipiell WMMDMMWixMWWMMM *■ l " "' Ua ' ”* &Sö£Swl£SS," Ä'ÄS'JSS Der 5eettieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 2. Okt. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England versenkten unsere U-Boote 32 000 Brutto- Registertonnen, darunter einen amerikanischen Transportdampfer von etwa 7000 Brutto-Negistertonnen. Außerdem wurde der amerikansche Trainsportdampfer „Mount Vernon", der frühere S-ä-nelldampfer des Norddeutschen Lloyd „Kronprinzessin Cäcilie", torpediert. Ein Erfolg konnte jedoch nicht beobachtet werden. Nach feindlichen Pressenachrichten ist der Dairrpfer beschädigt in den Hafen eingebracht. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Aus Hessen. I. Darmstadt, 2. Okt. Der Gesetzgebungs-Auö schuß der Zweiten Kammer nahm heute einstimmig i Regierungsvorlage über däe V e rl ä n g e ru n g des geae wärttgen Landtages bis 1920 an. Ebenso wurde der Anw. Koehler, bcw. Entschädigung von Fliegerschäde mit einem Zusatz von Brentanow, der die Entschädigm auch aus Personenschäden ausdchm. Aus Stadt und Lund. Gießen, den 3.Oktober 1918. ** Ein Flieger kreiste gestern nachmittag in g er inge r Höhe über dem Weicksbilde der Stadt und warf Aufrufe zur Zeichnung der 9. Kriegsanleihe ab. Möge ein jeder dem Aufruf Folge leisten und feine Pflicht tun. ** Fe st genommen konnte am 1. d. M. durch die hiesige Polizei der Dieb werden, der in letzter Zeit die Stadt Gießcgf, Lollar, Friedelhausen, Kirchln-ra, Wieseck, Wettersburg und Hei- bertshäuserhos durch Einbruchsdiebstähle heimgesucht hat. Er ist vor einiger Zeit in Marburg, nur mü dem Hemd bekleidet, auS dem Gefängnis ansgebrocl)en, wo er wegen gleicher TiebstähÜ; eine längere Zuchthausstrafe abbüßte. Die gestohlenen ^Sichen liatte er in de» Wald bei der Badeburg versteckt, wo er sich eüt wohnliches Lager eingerichtet hatte. Nr. 252 Zweites Blatt Mehener Anzeiger (Senerai-Anzeiger für GderheM») Donnerstag. 5. Mober;9|8 Zm Trommelfeuer. Aus dem Felde wird uns geschrieben: Es war an der Somttde. Die Schlacht halte ihren Höhepunkt erreicht, und Front und Hrntergelände lagen Dag und Nacht unter schwerstem Feuer. Froh, den Granaten mit Tcot und Muhe rroch einmal ent- MNtgen zu sein, kehre ich mit meinem Sch nell-Lastwagen abends in mein Quartier zurück, wenn man ein aus einer alten, durchlöcherten Plane erbautes Zelt mit diesem Namen bezeichnen) will. Mit der ersehnten Ruhe ist es jedoch nichts. Der Feldwebel begrüßt mich gleich mit den Worten: „Beeilen Sie sich mit dem Fcrtigmachen Ihres Wagens. In einer V? Stmche fahren Sie Maschinengewehr-Munition für die Scharfschützenkompagnie nach der G - Ferme!" Das ist nun also die dritte Nacht ohne Schlaf! Die Nerven- und Körperkräfte, die schon auf das äußerste erschöpft waren, drohen zu versagen. Pünktlich 30 Minuten später aber stehen Wa^en und Fahrer wieder fahrbereit, »und die Beladung beginnt. Im Schutze der Nacht geht es aus stark tzerschossenen Straßen nach vorn, hinein in die Feuerzcme. Mehr als einmal verzweifeln wir am GflÄngrnr des Ujnternehmens, hvenn Granate auf Granate krachend auf die Straße und in die Felder schlägt und schwarze, gähnende Trichter in die Erde reißt. Plötzlich ein schwerer Einschlag dicht vor dem Wagen! Der Luftdruck scheint das schlvere Fahrzeug in den Graben schlendern zu wollen, und dicke Erdschollen prasseln auf uns nieder. Gottlob. Ivir sind noch einmal mit dem Leben dapongekommen, jedoch der Wühler hat von einem Granatsplitter eine kleine klaffende Wunde bekommen, der das heiße Wasser zu entströrnen beginnt. Trotz der gefährlichen Lage mtb der Dunkelheit gelingt es beim mitten Schein der Taschenlampe, das Loch durchs einen Lwlzstüpsel abzu- dichden. Dann geht es weiter hinein in den tollen Feuerwirbel/ bis glücklich die G-Ferme erreicht wird, wo das Entladekomniando laus einem Unterstände gekrochen komMt und nun in höchster Eile der Wagen seiner kostbaren Last entledigt wird. Tie Mumtion,' wird durch Träger noch den Mafchinengewe'hrständen weitergeschafft Gs ist die höchste Zeit, daß wir mit den Patronen erntreffen, da feindliche Angriffe während der Nacht bevor stehen und die Maschi nengewchre schon fast .ihre ganze Munition verschossen haben Nun kamt also die Heimfahrt beginnen. Tie Beschießung ist nt«' zimschen heftiger) lgetwtovdeir./,io /daß Eile geboten scheint. Grosse Schwrerigk"it bietet das Umwenden des Wagens auf der schmalen Straße. Plötzlich sackt er nach vorn weg und legt sich völlig auf vre Seite. 'Durch Betasten stellte ich fest, daß wir mit dem rechten Borderrcrde in einen großen Granattrrchter hineingerutscht sind. Zu Versuchen, den Wagen freizubekommen, sollte es jedoch nicht Mehr kommen, eine Granate schlägt gerade vor dem Wagen ein. Im nächsten Augenblick.steht er schon hell in Flammen, da der Benzintank geborsten ist. Nun ist nichts mehr zu reiten. Ter Feind hat schon seinen Erfolg erkannt und legt sofort ein wahres Döllenfeuer auf die ganze Umgebung. Eine Granate schlägt dicht neben meinem Begleiter ein und schleudert ihn zu Boden. Der Luftdruck hatte ihn für einen Augenblick betäubt, dann erhebt er sich .schwankend. aus einer Fleischwunde blutend. Ich stütze ihn und gewinne mit ihm in Sprüngen einen verlassenen Unterstand, wo ich ihm einen notdürftigen Verband anlege. Einstweilen sind wir leidlich in Sicherheit. Stunde auf Stunde geht hin, ohiie daß bei dem furchtbaren Artilleriefeuer an ein Entrinnen zu denken wäre. Im Osten rötet sich blutig der Himmel, werden wir sein Ende erleben? Ter Tag verstreicht, das Feuer hält ohne Pause an, die zweite NaM beginnt. Trotz meines wütenden Hungers und der Fieber Phantasien meines verwundeten Kameraden übermannt mich endlich der Schlaf und fuhrt mich auf traumbeflügeltrn Schwingen jheim zu meiiren Lieben, bis mich gegen Morgen ein furchtbarer Krach in die grausame Wirklichkeit zurückruft. Unser Unterstund ist mit Schult und Staub angefüllt, Steine und Sand rieseln herab. Eftt schönerer Einschlag /hat den Unterstand gestreift und etwrs tzusammeng »drückt. Gottlob sind'wir noch einmal vpn dem Aergsten verschont geblieben. Der neue Tag mit seinen neuen Sorgen bricht vn. Hunger und Durst steigern sich inzwischen ins Unerträgliche. Wir beginnen die Baumrinde der Balkenträger zu verschlingen. Als gegen abend immer noch kein Entkommen möglich ist, fühle ich imeine Kräfte schwinden. Nach Mitternacht eri.ache ich aus einem lHalbschlaf. Mein erster Gedanke ist: „Das Artilleriefeuer ist pbgeebt." Nach einer Viertelstunde sorgfältigen Lauschens wecke ich hneinen kranken Kameraden. Mir kriechen aus allen Vieren ins 8reie und eilen nun schwankenden Schrittes fort von der Schrecken s- I stätte. Nachdem wir noch hier und da in einen Granaltrichter ge- I stltrzt waren, gewinnen wir bei d«: Trümmern unseres verbrannten Magens die strafte. Mit dem Mute der Verzweiflung laufen wir, weattr, bis uns unsere Kräfte verlassen und wir erschöpft im Schutze eines Granattrichters zusammen sinken. Hier fanden uns morgens mitleidige Kameraden, die uns Mitnahmen, so daß wir nach mehrtägrger-Abwesenhell schließlich wieder zu unserer Truppe gelangten, wo man uns bereits tot geglaubt hatte. Kuufi und == Mai n z, 2. Düt Der städtischen Gemäldegalerie wurden durch eine Sttftung von ungenannter Seite die Mattel zum Ankauf zweier kostbarer Tafelbilder aus der Kirche zu Partenhetzm (Rheinh.) zur Verfügung gestellt. Die kunst- und kulturgeschichtlich hervorragenden Bilder entstammen vermutlich der Zeit von 1490 bis 1500. Sie befanden sich ursprünglich an dem Hochaltar der Kirche. Das eine Bild stellt dar. wie ein Bauersmann aus einer brennmden Kirche die Hostienbose rettet, während daS zweite die Rückführung der Hostien in die neuerbaute Kirche zeigt. Auf den Rückseiten der Flügel schaut man in farbenprächtiger Weise Petrn Fischzug und Darstellung. Die Darstellungen der Vorderseiten beziehet! sich ixrmutlich auf Vorgänge aus der Geschichte der Partenheimer Kirche. Durch Meisterhand sind die Bilder, die vom Zahlt der Zeit sehr arg mftgenomtnen waren, in ausgezeichneter Weise wißder erneuert. * Die neuesten Post- und Eisenbahngebüh- ren-Tabellen sind soebeit iin Verlage der Paulinus-Truckerei, Trier, zum Preise von je 50 Pf. erschienen. Vermischte». . rr F^lei schbeschauer im M ittelalter. In vielen deutschen Ltadten nmßten sich die Vieh- und Kornhandler im 15 Jahrhurrdert eine recht strenge Kontrolle durch die Stadtbehörden gefallen lassen. Ter Verkauf von schlechtem Fleisch wurde hart be- swast, und ebenso ging man auch mit den Neischverkäusern. die ihre Waren zu höheren, als den vom Rat festgesetzten Preisen fellboten, energtlch nrs Gericht. Mit welcher Genauigkeit man zu Werte.ging, um dre Uebergriffe der HäiMer zu verhindern und das Publikum vor jeder Täuschung zu schützen, beweist ein alles Lobgedrcht aus die Stadt Nürnberg im Jahre 1509. in dem es herßt: chTer Fleischverkauf ist also bestellt: Schlägt man eine Kuh oder Stier, So sind dazu Zwei oder Vier, Tie das Fleisch schätzen gar eben. Wie man jegliches Pfund soll geben.. Um drei Pfennig oder zween. Muß an einem Brett gemalet stehn. Das Geld und auch das Tier dabei, Sv sicht auch jeder, toas es sei. Und die £eüt' nicht schütz für Narren. . Verkauft Kllhfteisch für Farren. " Wie man Nahrungsmittelfälscher bestrafte! Dre Klagen über Nährungsmittetfälschung sind auch in früheren Zetteir recht verbreitet lgewesen, aber nicht immer ist man mll dresen Sündern an der Bolksgesuichheit so energisch ins Gericht gegangen, wie dies z. B. aus einer französischen Verordnung vom J-ahve 1481 hervvrgcht, .die im Journal des Däbcrts mllgetellt wurde. Darin heißt es u. a.: „Jeder Mann und jede Frau die Verwässerte Milch verkauft haben, erhallen einen Trichter in den Hals geschoben, und so viel W asser milch wird in sie hineingegosfen als nach dem Urteil der A'erzte.und des Baders ohne Lebensgefahr möglich ist. Jeder Mann oder jede Frau, die Butter verkauft, in der lstä ' (Rüben, Stellte oder andere Gegenstände eingemengt find, um das .Gewicht zu erhöhen, wird festgenommen und an unseren Pranger gestellt. Dann wird ihr die Bucter fest auf den Kopf gepreßt, und so bleibt sie auf dem Platze stshen, bis die ganze'Butter Von der Sonne aufgetaut ist. Die Hunde mögen sie belecken und das Volk mag sie mit allen Schimpfwörtern belegen, die ihm einfallen, vorausgesetzt, daß dabei Gott, der König und andere nicht Ibeleidigt werden. Jede ^Frau und jeder Mann, der faule Eier 'vierkaust hat, tvivd an den Schandpfahl gebunden. Die Eier aber erhält die Straßenjugend, che sie dann auf den Missetäter schleudern möge, um das Volk zu belustigen. Doch ist es verboten, mll ,anderen Gegenständen zu werfen, als mit den faulen Eiern. * Zur G ej dfr ichte des Mundtuchs. Erft nachdem uns bei Krieg die Tisch- und Mundtücher entzogen hat, wissen wir Kinder des 20. Jahrhunderts den Wert, namenllich der letzteren, zu schätzen, llno doch ist das Mundtuch noch gar nicht so lange Gemeingut auch bei den zivilisierten Völkern. IM geschichtlichen Altertum war die Serviette durch Jahrhunderte hindurch völlig unbekannt: erst die späteren Griechen fügten diese Verfeinerung ihren üppigen Tafelgenüssen hinzu. Anfangs brachte jeder der zu einem Gelage gebetenen Gäste sich seine eigene Serviette mll. wie wir es . jetzt erwa Mieder bei Tisch in Gasthöfen beobachten^ Bei den Römern hatte man selbst unter den Kaisern noch keine Servietten, wissen wir doch, daß noch der 235 bei Mainz ermordete Alexander Severus cs als sein Vorrecht betrachtete, für sich allein kleine Leinwandtüchr weben zu lassen, mit denen besondere Sklaven chm während der Mahlzeit die Hände reinigen mußten. Jetzt wurden bei uns im Frieden wohl selbst, in Torfschenken Mundtücher verabreicht, während man in kleinen Gaschöfen anderer Länder, z. B. in England, noch an der Sitte sestgehalten hat daß die Gäste sich des Tischtuchs als Serviette bedienten. Letzte Nachrichten. Der neueste Verricht der Heeresleitung. (WTB.) Grohes Hnuptliuorlier. 3. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Ru pp recht und Bo eh n. In Flandern wurden feindliche Angriffe nördlich von Staden, nordwestlich und westlich von Rostlaere abgewiestn. Wir machten hierbei etwa 200 Gefangene. Ebenso scheiterten am Abend Teilangriffe des Gegners beiderseits der Straße Npern—Menin. Armentisres und Lens wurden in der Nacht vom 1. zum 2. Oktober kampflos geräumt. Wir bezogen rückwärtige Stellungen östlich dieser beiden Städte. Der Feind ist im Laufe des Abends, teilweise nach stader Artillerievorbereitung auf verlassene Stellungen über dir Linie Fleurbaix—La Bassee—Hullllch gefolgt. Vor Calw- brar ruhiger Dag. Teilangriffe des Gegners aus der Schelde- Niüxerung bei und südöstlich von Rumilly tvurden abgewie- sen. Stärkere Angriffe gegen unstre neuen Linien nördlich und südlich von St. Quentin scheiterten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südwestlich von Anizy-te-ChLteau und nördlich von Main schlugen wir Teilangriffe des Gegners ab. Schleswig-Holsteinische Regimenter verteidigten ihre Stellungen aus dem Lücken des Eh'nnn des Domes gegen starke feindliche Angriffe. Vorfeldkämpfe vor unseren neuen Linien beider- stits von Reims. Der Feind stand hier am Abend in Linie Chaudardes—Cormicy und dicht vor dem Aisne-Kanal. Einbruchsstellen südlich von Orfeuil wurden in Grgenstöhen verkleinert. Auf der übrigen Front sind die Angriffe vor unseren Linien gescheitert. Auch beiderseits der Aisne und in den Argonnen blieben Teilangriffe des Feindes ohne Erfolg. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Zeichnet 9. Kriegsanleihe DU bei der , Battk für Handel und Industrie Niederlassung Gießen Gießen, Johannesstr. 1- Ecke Neuenweg WWW '4M Die Hauptversammlung des Landesgewerbevereins iindet am Sonntag den «.Oktober, nachmittags 2 Ubr. *n Darmsladt im Festiaal der Landesbaugewerkschule statt, wozu die Mitglieder des Landesgewerbeoereins zu zahlreicher Beteiligung eingeladen werden. Die Tages- ordnung ist im Gewerbeblatt veröffentlicht. Groirb. Zentralstelle für die Gewerbe. Noack. 7405D ]>armStädter Pädagogium (91. Ellas) Privatschule mit den Klassen Sexta bis Oberprima. Vorbereitung zur EialUrlgen-, Primaner-, Fähnrichs- nnd Helfepräfsng /auch für Damen). Vorzüglich geleitetes Internat. Seit Kriegsbeginn bestanden 187 Schüler ihre Prüfungen, darunter wiederholt ehemalige Volkssclililer pie Einjähr.-Prüfung nach fünfmonatiger Vorbereitung, eltzengebliebene Obertertianer nach vier Monaten. 67,7 hv Bekanntmachung Das Sammeln der Bucheckern in den hierfür frei- Aeaevcnen Schlägen der Waldungen der Großherzoglichen Oberförsterei Lcmbach, sowie denjenigen des Gräf- ^chen Hauses ist vom 1. Oktober dieses Jahres an ge- Mattet. In den mll Heegzeichen bezeichiteten Schlägen sowie den Eiirgatterungen ist das Sammeln verboten, ;ebenio,das Anhämmern, Schlagen mit Stangen und der- -gleich. Ten Anordnungen des Forstpersonals ist unbedingt Folge zu leisten. Zuwiderhandelnde werden zur Anzeige gebracht und ausgcwiesen. L a u b a ch, den 25. September 1918. 7362D zGroßherzogliche und Gräfliche Oberförsterei Laubach. Andr6 Koeniger. Bekanntmachung. Das Sammeln der Bucheckern in den Schlägen der Gräflichen Oberförsterei .Arnsburg, insbesondere der Regiere Änrsburg und Feldheim, ist vom 1. Oktober dieses Jahres an gestattet. Für Feldheim find die Distrikte Tisch und Tannengarten freigegeben, in mit Heegzeichen Gezeichneten Schlägen ist die Epnte verboten, ebenso innerhalb der Einzäunungen. Den Anordnungen deS Forstpersonals ist unbedingt Folge zu leisten. Zuwider- yandelnde werden zur Anzeige gebracht und ausgewiesen. L a u b a ch. den 25. September 1918. 73518 Gräfliche Oberförstern Arnsburg Koeniger. Eigene Konditorei. v " LICHTSPIELHAUS Ab morgen Freitag Das urnmäderfliaus Dl! Hl'll lllill IIHIIIIIIII Schuberts Liebesroman Ein Meisterwerk der Filmkunst Grosses Orchester Alle Vergünstigungen aufgehoben. 7406a Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Ang. Rath 637s Inh.: Ang. Rath PP Heute Konzert Die neuen Postgebühren ab 1.10.18., auf Kart, in handl. Taschenformat 100 SL 5,50, weniger 6.— gegen Nachn. Einzelprs. 10 Pfg. 6781 Weinerl. Gießen. Bohnerwachs i. bester Qualität eingetroffen Cevtral-Drogerie _ Schulftraße. 7333 Brennholz stets vorrätig Phil. Jakobi. Auf d. Bach 4 , h. d. Stadtk. «as Slhmirgelpapier! Bei der Herstellung bester Sorten 7363», Zrieüensware abgefall. Stücke Schmirgel- vapier in unregelmäßigen Größen fauch handgroße Dreiecke, runde Scheiben. Streifen ufw.! in allen Körnungen. Ballen mit ca. 35kg nur M. 30.; Postpaket M. 6. Psai Bnpps, Frsudeastadt 7t. !iiii[iniiii[i|iiiiiiiiiiHiiniiiiiiiiiiminii nah-lllilB Jurael“ D.R.G M.. Baientc in Lttrrretch, Ungarn, Schweiz und Spanien. Dom uniib«rtrcfflidjfte Werkzeug für Jedermann! vi« größte Srfiadung, um mit der Hand soiorl selbständig. fastmübeloS zu rcparierm: Schuhe, Geschirre. Sättel, Se« gel.Zelte. Treibriemen, Fahrradmäntel usw. 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Die angeordneten Scl)lachtverbote erstrecken sich selbstverständlich auch auf Hausschlachtungen. Für Zuwiderhandlungen gelten die Strafvorschrifteil in § 5 der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 26. August 1915 und in § 7 der Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern vom 15. März 1916 (Geldstrafe bis 1500 Mark oder Gefängnis bis zu drei Monaten). ** Die Ho chwa rte ist, wie uns vom städt. Baucrmt auf lein Eingesandt in unserm Blatte nrilgeteilt wird, bereits seit längerer Zeit wogen Baufälligkeit polizeilich geschlossen. Es ist also dringend vor einem Besteigen des Turmes durch Uederkl etter ir der Eingangssperre zu warnen. ** Ortsgewerbevcrein. Das neue Umsatzsteuergesetz bat 'Ür Luxusgegenstände die Buchführungspflicht eingeführt; zur Berechnung und zum Nachweis der sonstigen umsatzsteuer- p tili'tigen Lieferungen und Leistungen ist eine geordnete Buch- suhrung unerttbehrlich. Der Ortsgewerbe vevein veranstaltet daher für (!->eiverbetreibende und deren Angehörige sowie für Hen Verbraucher von mindestens 10 Tonnen Kohle, Koks und Briketts monatlich die üblichen Meldungen in der Zeit vom 1. bis 5. Okwber erneut erstatten. Wesentliche Aenderungen in den Bestimmungen über die Meldepflicht sind gegenüber dem Vormonat nicht eingetreten, Die vorgeschriebenen Meldekarten sind bei deü bekannten Stellen zum bisherigen Preise von 25 Ps. für ein! Mcldekarrenheft Krebst Wortlaut der Bekanntmachung und von 5 Pf. für eine Emzelkarte erhälUich. ** Oberhessischer Verein für innere Mission. Tie Jahresversammlung findet in der durch den Krieg gebotenen ernfrvchien Form am 8 . Oktober, nachmittags, in Gießen statt. Geh. Kivchnrrat v. Schlosser, jetzt in Frankfurt a. M.. wird das schr zeitgemäße Thema „Innere Mission und öffentliche Jugendpflege"' behandeln: im Abeirdgottesdienst wird Pfarrer Prof, f). Preu schen (Hansen) predigen. Tie Nachmittagsversammlung wird auch die große Frage her Jugendämter behandeln. ** Der Landesge werbe verein hält, wie aus dem Anzeigenteil hervorg?ht, seine diesjährige Hauptversammlung am 6 . Oktober in Darmstadt ab. Zur Beratung stehen n. a. Mit- ttrilungen über Holz- und Leimversorgung des Handwerks, die Sterbekasse des Laudesgerverbt-v-ereins, hie Gesellenprüfimgen und die Ausgestaltung des Gerverbeblattes. ** Stadttheater. Zur Eröffnung der SpiÄzeit am 8 . Oktober ist, wie schön erwähnt, Walter .Harlans Schauspiel „Das Nürnbergisch Ei"", das die Erfindung der Taschmuhren zum ^genstand hat, gewählt worden. Das Werk, das sich als eines der wertvollsten SchmsprÄe aus den letzten Jahren erwiesen hat, “. ~ U <^raoui _, vom Stuttgarter Sck>cruspielhaus, Herrn Wilhelm Ko ch vom Stodtö theater Colmar und dem jugendlichen Liebhaber Hans Heinz He res. — Die Ausyabe der Abvonements findet von Freitag den 4. Oktober ab, jewnls zwischen 10 und 1 Uhr statt. Der rascher: Abfertigung halber wird gebeten, daß in den ersten Tagen nur die Dienstag-Abonnenten ihre Karten abholen möchten, da ja die Freitag-Abonnenten noch länger Zeit haben. Kreis B dingen. ** Leidhecken, 2. Okt. ANusketier Carl Roth von Leid- Hecken erhielt ftüher die Hessische TapferkeitsniedaiIle und jetzt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Kreis Schotten. D. Sichenhausen, 3. Okt. Ter hiesige Lehrer und Unteroffizier bei einem Schallmeßtrupp Bernhard erhielt das Eiserste Kreuz. Kreis Friedberg. Q. D ad-N auhe i in , 2 . Okt. Tie am! Montag abgeschlossene Sommerkur ist 'hinsichtlich der Zahl der angemeldeten Kurgäste die beste seit Bestehen des Bades überhaupt. Die amtliche Kurliste schließt ab mit 35 720 Gästen. Diese Zahl wurde nur einmal annähernd im Friedensjahr 1912 erreicht. Ter gesamte Kur- und Bcrdebettiebwnnte ohne Einschränkung aufrecht erhallen werden lnnd auch die Schwierigkeiten der Ernährung der vielen tausend Familien sind in zufriedenstelleitder Weise gelöst worden. Während Iber Winter kur, die gestern begonnen 'hat, bleiben vier Badehäuser und das Kurhaus in dem täglich zwei Konzerte der Kur- kap.tte staltfinden, g öffnet. Ter Lese aff ist geöffnet. Das Gießener Stadttheater g'bt in den Wrnternwnaten wöchentlich 1 bis 2 Vorstellungen im Großh. Kurtheattr, wo auch Vorträge, Solisten- kvnzerte und sonstige Veranstaltungen statt finden. bz. Butzbach, 2. Okt. Zum Leutnant der Reserve befördert wurde der Vizefeldwebel Walter Andres (ein Sohn von Herrn Vahnverwaller Andres hier) im Eisenbahn-Regt. 2. Starkenburg mW Rheinhessen. I Darm stadt, 2. Okt. Beim 1. Hofmusik kontert am Montag abeild Erde N i k i s ch am Dirigentenpult lebhaft begrüßt. Die Borttagsfolge war ganz Brahms gewidmit: Akademisch: sftstouvertüre (opus 80), Rl^apfodie (unter Mittvirkung von Frau Baumeister Jakobs > und Mitgliedern des Musikvereins, lLcchver-Sängerchors und des Mozarrvereins) und Sinfonie in ph>IL Dirigent und Orchester waren einander ebenbürtig und fanden den verdienten starken Beifall. I Tarmstadt, 3. Okt. Rektor und Senat der Technischen Hochschule in Darmstadt haben auf Antrag der Abteilung für Maschinenbau beschlossen, Ingenieur Max Oertz in Hamburg in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen im Jachstbau und Flugwesen, ferner Fabrikbesitzer Wille Schacht in Weimar für hervorragende wissenschaftliche Leistungen und besruckstendc Arbeiten auf dem Gebiete des Papiewingenieurwesens die Würde eines Doktor-Ingenieurs ehrcnlialber verliehen, Hessen Nassau. ra. Altenkirchen, 2. Okt. Tie Sammlung für die Luden- dorff-Sp?ude im Kreise Mtenkirchm bettägt insgesamt 296 419 Mk. ra. Dillen bürg, 2. Okt. Unsere Stadtvertretung hat beschlossen, für die neunte Kriegsanleihe weitere 100000 Mk. (bisher 540000 Mk.) zu zeichnen --- Frankfurts. M., 2. Okt. Der nach KriegSschlutz zu er wartende Bedarf an Kleinwohnungen ist für Frankfurt auf 3500 berechnet worden. 7 - Frankfurt a. M., 2. Okt. Am letzten Freitag erließ der Magistrat ein Heizverbot bis zum 17. Oktober. Heute bereit-» gibt er bekannt, daß „die Voraussetzungen vorliegen, unter denei» das Verbot aufgehoben werden kann"". Infolgedessen wird er in seiner morgigen Sitzung die Aufhebung deS HeizverbotS beschließen. 1s Marburg, 2.Okt. Auf Antrag der Metzgerinnuna beschlossen die Stadtverordneten, daß die in stcö)tischen Haushaltungen gemästeten Schweine nicht mehr, wie es oftmals der Fall ist, rn den umliegenden Dörfern, sondern im städtischen Schlachthaus« geschlachtet werden müssen. — Der Zinsfuß für von der Stadt auszuleihende Kapitalien wurde auf Potent erhöht. UlrchNche Nachrichte«. Israelitische Religionsgcmeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage) Samstag 5. Okt. Vorabd.: 5.45; morg.: 9.00; abds.: 6.00 u. 6.40. — Israelitische Religionsgeseüschaft. Sabbat - feier am 5. Okt. Freitag abd.: 5.25; Samstag vorm.: 8.30; nachm.: 3.30; Sabbatausg.: 6.40. Wochengotwsd: morg. 7.0O, abds. 5.00. Permi fcfete#. Ein Eisenbahnunglück auf der Strecke Malmor^Stockholm. Stockholm, 2. Okt. (WTB.) In der Nähe von Nvrrkoeping hat sich gestern auf der Lrnie Matmoe—Stockholm ein schwere- Eisenbahnunglück ereignet. Ein rwrdwärtS fahrender Zug entgleiste vrsolge Unterminierung des Eisenbahndammes durch Regen. Der ganze Zug lief vom Gleise und geriet in Brand. Genaue Zahlen über Tote und Verwundete liegen noch nicht vor Bisher wurde festgestellt, daß wenigstens sieben Personen getötet wurden. Das Eisenbahnunglück ereignete sich an der Stelle, an der die Bahn noch ziemlich neu war. Sowohl der Bahndamm, der de* steilen Bergwand folgt, wie auch die Landstraße sind wie wegrasiert. Der Zug liegt dicht an den Ufern, Dampfkessel und Gasbehälter sind explodiert, wodurch der Zug in Brand geriet. Eine Dampf- spritze traf von Norrkoeping ein, konnte aber nichts ausrichten. Ein zum Zuge gehörender Wagen mit Schülern steht ebenfalls in Flammen. Bedauerlicherweise ist es nicht möglich, den Reisenden- in den brennenden Wagen zu helfen. Noch ist keine Angabe über die Zahl der Opfer möglich. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Preise für Schilackstschafe. Im Anschluß an unsere Bekanntmachung vom 22. August !. I. wird gemäß 8 4 Absatz 2 der Satzung für die Regelung des Viehcrickaufs in oer Provir^ Oberhessen vom 11. Januar 1917 mit Genehmigung tenrber 1918 zu Nr. . Ministeriums des Innern vom 21. Sep- d. I. III 23288 bestimmt: Lämmer und Jährlinge, welche zwar fleischig, aber nicht voll fleischig sind, werden pach Klasse II mit dem vöchst- preise von 90 Mark für den Zentner Lebendgewicht ab Stall be- wettet. Vorstehende Bestimmung tritt ab 1. Oktober 1919 in Kraft Gießen, den 26. September 1918. Großherzogliche Promnzialdirektion Oberhessen. Or. U s i n g e r. Tüchtige Dreher u. Schlosser sofort gesucht. Göbel & Appel Alictstrake. «i&loltr, Dichlr null Mdrchr gesucht. 7334 Heinrich Schön & Co. Llebtgstraße._ Für leichtere Lager» und Packarbeit 7425a zuverlässiger Mann eventuell Kriegsbeschädigter, sofort gesucht. Emil Rotb, _ Marburger Sir. 20. Aiinzn ßaasbiirsitze gks. o:M 2 Schulstraße 6. Iiillg. Hansblirftc für sofort gesucht. 7841 Carl Nowack. Jllnqtr Hausburscht od. Mädchen, evtl, unabb. Frau, vor- und nachmittags einige Stunden soiort gesucht. Privat - «daudclSichule Hermes, 7416 Bahndosstrage 60. Orößerer Kchaljunge für nachmittags »u leichter Arbeit und Besorgungen ge» sucht. Wo? sagt die Äeschäsls- fteüe des Gieß. Anz. 05612 Etn kräftiger Funge von ehrbaren Eltern tägllch zwei Stunden als HansbUrRchchen gesucht. Adressen erbeten twrer 05619 an den Gieß. Anz. Verkäuferin ßür Kolonialwarengeschäft geiucht. 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In tiefem Schmerz: Frau Marie Haubach Marie Haubach Hans Haubach Carl Baiser, Ltn. d. Res., z. Z. im Felde! Die Beisetzung findet Freitag den 4. Oktober, nachm. 4 % Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ¥■' - ¥, W 1 ■mb m Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen 7423 D Noch standst du ln der Blütenpracht, Der Eltern Schmerz, der Geschwister Leid Da gingst du schon zur Ruh; Kannst du nun nicht mehr seh n. Du kehrst nicht mehr zu uns zurück, 0, ruhe sanft, du Herzensguter, Fremde Erde deckt dich zu. Du braver Sohn, geliebter Bruder, Bis wir uns einstens wiederseh’nl Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die traurige, schwere Nachricht, dass unser lieber, braver, hoffnungsvoller Sohn und Bruder Füsilier Heinrich Arnold Füsilier-Regiment Nr. 80, 3. Kompagnie nach 14monatiger treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von 19 Jahren infolge schwerer Verwundung am 17. August in einem Feldlazarett den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: Karl Arnold und Frau Anna Marie geb. Schäfer j Karl Arnold, z. Z. in Urlaub Anna Arnold nebst allen Angehörigen. Albach, den 3. Oktober 1918. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag den 0. Oktober, nachmittags 3 Uhr, in der Kirche zu Albach statt. Todes-Auzeige. Win 1 Oktober, nachmittag» 3'/r Uhr, verschied narb langem, mit Geduld ertragenem Leiden meine mnigstgeliebte ftrmt, die treufornenbe Muner ihrer Kinder, unsere unve»ge»liche Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante KnMikWckSchlttMkr ßCl). Rinn im 39. Lebensjahre. , In tiefem Schmers: Nobert Schleenbetker und Kinder Familie Pb. Rinn Familie Jacob Schleenbetker. Krofdorf, Heuchelhcim, Kinzenbach und im Felde, den 3. Oktober 1918. Die Beerdigung findet Freitag den 4. Oktober, mittag» 1 Uhr, vom Sterbebause au» statt. Ueber tausend Gläser, gefüllt mit allen möglichen W- und Ktiniiseartcn,al>Mchn mit unfrmn Mutzten AWutzvttsahttii, stehen in unserem BorratSraume jedem Interessenten zur Ansicht und Prüfung zur Verfügung. Der Herr Gel, Med..Rat Dr. Olt, Mitglied des Kaiserlichen Gesundheitsamtes, ist insbesondere brieflich einge laden worden, diese Tatsachen sestzustellen Hochachtungsvoll 7421 ss Arthur Malier & (So., Lenstkubrrg R.-8. Bekanntmachung. Ab I. Oktober 1018 sind laut Beschluß der Stadtverordnetenversammlung die Strompreise wie solgt festgesetzt: Für Beleuchtung 60 Pf. für die Kilowattstunde „ Krastzwecke 28 „ „ „ Gießen, den 1. Oktober 1918. klcktkijiMöimke n. Ltrnßcnbahn der Ttndt Kietzen. _ St ölte. _ 7419c C VER MIETUNGEN Fein möbliertes Btmmii sofort zu vermteien. Elektr. Licht und Schreibtisch. 74 24 Sel terSweg 87, II. Einfach möbl. Wob»- und Schlafzimmer ab 15. Okt. zu vermieten 05(115 LtcbiattraKe 63. So fort 2 bebaalich möbl. Zimmer anderweitig z. verm. 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