9 Nr. 226 Der Siehener Anzeiger erscheint täglich, ander Sonntags. - Beilagen: Eichener Hamiliendlätter: Kreisblult für den Kreis Sichen. Bezugspreis: monatl. Mr.1.20, viertel- jährlich Mt. 3.60: durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. Mk. 1.10: durch diePost Mk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Beftellg. svernsprech - ^lnschliisie: sür die Schriitl eitung 112 Verlag,Gcschäitsstelleöl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siegen. 168. Jahrgang Donnerstag, 26. September 1918 Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 Swillingrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Unio.-Such^ rinnahme von Anzeigen f. die Tagesnmniner bis zürn Nachmittag vorher ohnejedeBerbindlichkeit Zeilenpreisr: sür örtliche 'Anzeigen 25 Li.,für aus wärtige 30 Bi., sür Reklamen Mk.I.- »ebst 20% Teu- erungszuschlag. vaupt- schrrulxtter: Aug.Goetz. Beraiitivortlich iür Po- Vankverkchr: lll-k: Aug. Goetz: für Sewerdcbank Siehen den übrigen Teil: vr. Rernhold Zenz; Au u. Steinüruckerei R. Lange.Schriftleitung, Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul'ir 7. in^Gi-tz^u General-Anzeiger für Oberheßen Die Aureinanderfetzung im hauptausschch des Hei- (WTB.) Grotzes Hauptquartier. 25. Septemb. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kro r:Prinz Nupprecht. Rege Erkundungstätigk it in Flandern. Zwischen Moeu- vres und dem Walde von Havrincourt lebte der Artillerio- kampf uus. Bei Moeuvres scheiterten erneute Angriffe des Feindes. Heeresgruppe Generaloberst vo n Bo ehn. Südlich, von C'pchp nahmen wir in örtlichem Gegenangriff die vor den Kämpfen am 22. September gehaltenen Lwien wieder. Zwischen dem Omigmn-Bach und der Somme nahmen Engländer und Franzosen ihre Angriffe gegen St. Quentin wieder auf. Sie waren von starker Artillerie und Panzerwagen begleitet. In Pontruet. Grieourt und Francilly-Se- jlency faßte der Gegner am frühen Morgen Fuh. Versuche des Feindes, in heftigen, sich gegen Mittag fortfctzenden An- gr'kfen die Einbruchsstellen zu erweitern, scheiterten. Durch , Artillerie und Flieger wirksam unterstützte Gegenstöße unlerer Infanterie und Pioniere brachten gegen Mittag Pon- Iruet und Gricaurt wieder in unseren Besitz. Die zwischen beiden Orten gelegene Höhe wurde nach wech-felvollem Kampfe wiedergenommen. Francilly-'Selency blieb in Feindechand. Au der übrigen Front brachen seine Angriffe meist schon vor unseren Linien zusammen. Wo er sie erreichte, wurde er im Gegensatz. wieder zurückgeworfen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Beste und Aisne brachen Sturmabteilungen ln die feindlichen Linien südlich von Glenne ein und brachten 85 Gefangene zurück. Ein starker Gegenangriff, den der Feind nach Abschluß dieser Kämpfe gegen unsere Ausgangsstellungen richtete. wmÄe abgewiesen. Bei kleineren Nnt-er- uchmungen über die Besle und in der Champagne machten wir Gefangene. * Wir schossen gestern im Luftkampf 28 feindliche Flugzeuge und 6 Fesselbalkine ab. Leutnant Rumey errang seinen .42., Leutnant Aaeobs seinen 30. Luftsieg. Der Erste Genrralguartiermeisttr Ludendorff. ke dich gebar. Die dich erzog zum Mann, Oie Heimat pocht Um Hilfe bei dir an. Wer eilt nicht schnell Mit voller Hand herfür, Ständ' feine Mutter Bitten- vor der Tür? Der Abendbericht. Berlin, 25. Sept., abends. (WTB. Amtlich.) Zwischen O m i g n o n - B a ch und der S o m m e wurden erneute Angriff des Feindes abgewiesen. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 25. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der Tiroler Süd front und zwischen der Brenta und dem Piave scheiterten italienische Erkun- dungsvorsütze. In den Sieben Gemeinden setzte der Feind gestern bei Canove seine Teilangriffe fort. Die Angreifer. Italiener und Tichecho-^Slowaken, wurden überall geworfen, an einer Stelle durch einen Gegenstoß von Pardu- bitzer Dragonern. Der Chef des Generalstabs. Wir haben eine parlamentarische Opposition gegen den Äterchslanzler und die bisherige Regierungsweise gehabt und haben sie noch heute — das ist, kurz gefaßt, das Ergebnis der'beiden großen Verhandlungstage des Hauptausschusses unseres Reichstages. Graf Hertling sprach selbst von einer sich äußernden Mißstimmung im Volke, und suchte die Gründe dafür anzugeben. Dabei hat er in seiner diplomatischen Art vermieden, das Kind beim rechten Namen zu nennen, den es ist zweifellos, daß die ernste Stimmung, die unser Volk heute beseelt, von politischen Gruvpen und unverantwortlichen Stellen verschärft und beunruhigt wird. Ueber die ernste Lage des Reiches, die nach wie vor die Zusammenfassung aller i Kräfte des Volkes zu seiirer Verteidigung erfordert, ist von den Vertretern der Regierung, des Heeres und der Marine MN Dienstag sehr ausführlich gesprochen worden. Wir wüßten nicht, daß da irgendwelche Dinge verheimlicht worden wären, und wir glauben nicht, daß in den Geheimberatungen, zu denen der .Hauptausschuß gestern noch gelangt ist, noch viel wesentlich Neues zutage gefördert wurde. Diejenigen, die nach dem militärischen Rückschlag, der uns in den letzten Wochen getroffen hat, den Kovf verlieren und in unnützer, aufgeregter Weise nach den „Schuldigen" fragen wollten/ könnten nicht energisch genug in ihre Schranken verwiesen werden. Einige Organe, die sich in der Schürung von „Groll und Zorn" heute hervortun, wollen doch nur die Lage benutzen, um ihre Parteikarre wieder eine Strecke vorivärts $u bringen. Ob damit dem Reich und dem Ganzen gedient ist, das ist eine andere Frage. Mr sind keine besonderen Freunde und unbedingten Anhänger des Grafen Hertling und seiner Politik, aber wir finden, daß er im Grunde nichts Wesentliches versäumt hat, was uns dem Frieden hätte näher bringet: können — und tzas ist ja schließlich die entscheidende Hauptsache. Oder glaubt jemand im.Ernst, noch mehr Friedensangebote und Friedensversammlungen im Lande würden die Aussichten auf baldigen Frieden vergrößert oder verbessert haben? Wir brauchen nur auf die Wiener Politik zu schauen: dort i st offenbar in dem erwähnten Sinn nach etwas lebhafter gesprochen und gehandelt worden — aber was war das Ergebnis? Gras Hertling hat im Streit der Meinungen über die Zukunft und ihre Ziele behutsam die Mitte gehabten: er hat die Politik der Reichstagsmehrheit gemacht, aber extrenre Wünsche nicht erfüllt. Das wird ihm von machtgierigen Gruppen jetzt schwer verdacht. Ganz richtig charakterisiert die „Köln. Ztg." den Streit der Weltanschauungen mit folgendem Satze: Sehen die einen, um es auf eine kurze Formel zu bringen, aus dem Weltkrieg eine Weltumwäl^ing zu einem neuen System vertrauensvollen Neben- und Miternanderlebens der Völker im pazifistischen Sinne werden, so sind die andern der Ueberzeugung, daß das Wort: „Wenn du den Frieden willst, rüste zum Kriege") nach dem Krieg noch eine härtere Geltung haben wird als zuvor." Daß in der praktischen Arbeit unserer Regierung nicht immer die Theorie in die vorderste Linie gesollt werden kann, sollte angesichts der Haftung unserer Feinde selbstverständlich sein. Unsere Regierenden müssen sich eng an das Volk und seine Gefühle halten, das ist richtig. Wo das versäumt worden ist, wo im Eifer des Gefechts der Kriegsminister einmal zu weft gegangen ist, konnte das im Hauptausschuß mit Recht kritisiert und zurückgewiesen werdem. Auch in Sachen des Wahlrechts sind aneifernde Worte und Folgerungen nicht weiter verwunderlich. Wer kann man von einer „Neb^nregierung" sprechen, da alle Instanzen, gerade um die Einheit des Volkes herzustellen, sich auf e i n Programm geeinigt haben, wie es in der Payerschen Rede zum Ausdruck gekommen ist? Wir haben schon einmal ausgesprochen, daß uns die Beteiligung der Sozialdemokratie an der Regierung keineswegs als ein Unglück erschiene. Aber ihre Bedingungen! Was der „Vorwärts" darüber veröffentlicht^ hat. war ein Parteiprogramm, kein Volksprogramm. So hat denn auch der Hauptausschuß sich über diese Frage nicht zu einigen vermocht, und das Zentrum ist, soweit man die Dinge überblicken kann, nicht geneigt, das sozialdemokratische Programm restlos anzunehmen. So wird vermutlich zunächst alles bleiben wie es war. Wir alle haben uns bei der Lösung dieser Fragen immer vorzuhalten, wie diese inneren Auseinandersetzungen auf das Ausland wirken. Und auf der anderen Seite können wir uns nicht genug das Bild der uns schmähenden, uns einen annehmbarem Frieden verweigernden feindlichen Staatsmänner' vor Augen halten! Die Sesprechung im hauptausschutz des Reichstags. Berlin, 25. Sept (WTB) Der Hauptausschuß des Reichstags trat heute im Anschluß an die gestrigen Ausführungen vom Regierungstisch in die Aussprache über die allgemeine politische Lage ein. Auch heute wohnten der Sitzung der Reichskanzler, eine Reihe von Staatssekretären, Ministern und Bundesratsbevollmächtigten, sowie außer den Mitgliedern des Ausschusses zahlreiche Abgeordnete als Zuhörer bei. Abg. Gröber führte aus: Wechselfälle des Weltkrieges können eintreten, ohne daß man daraus^ Schlußfolgerungen aus die Gesamtlage ziehen darf. Das Vertrauen zum Heer-S sei unerschüttert. Die Ausführungen des Generals vo-n Wrisberg seien aber nicht ausreichend. Nötigenfalls müßten vertrauliche Ergänzungen gegeben werden. Die Rede des Vizekanzlers v. Payer in Stuttgart stellte ein Programm der Regierung dar, das in Uebereinltimmung mit der Obersten Heeresleitung . ^aufgestellt wurde. Diese Ueberernstimmung erzielt zu haben, ist ein Verdienst des Grasen Hertling. Das Zentrum ist bereit, auf den Boden dieses Programms zu treten, wenn es tum nicht verkennt, daß viele Rmchstagswünsche unerfüllt ge- blisben sind. Das Haupthindernis war der Zwiesvalt zwischen der Zivilregie rung und gewissen milit arischen Stellen. Dadurch wurde der Eindruck einer gewissen Unehrlichkcll im Anslande hervorgerusen. Der Wille der Regierung muß sich gegen alle Widerstände durchsetzen. Im Osten müssen die Randvölker ihr Selbstbestimmungsrecht wirklich ausüben dürfen und eine Selbstverwaltung bekommen. Mit der Militärverwaltung muß Schluß gemacht werden, denn sie wird als Unterdrückung empfunden. Mit der Lösung der polnischen Frage geht es nicht vorwärts. Wie steht es mit der Behandlung der Polen in Deutschland? Die bisherige Polenpolitik form unmöglich fortgesetzt werden.^ Ter Erlaß des Kriegsministers vom 8. August war der Gipfel verkehrter Maßnahmen. (Ter Redner verliest den Erlaß, der sich gegen die Tätigkeit der Zentralstelle für Völkerrecht zugunsten eines Vefftändigungsftiedens wendet und über die Behandlung der Versammlungen dieser Zentralstelle den stellvertretenden Generalkommandos bestimmte' Anweisungen gibt.) Tie Friedensentschließung des Reichstages vom 19. Juli ist von der Reichsregierung gutgeheißen worden. Der Reichstag kann es daher nicht leicht nehmen, wenn der K'riegsministeü gegen dieses Friedenspcogramm vorgeht. Der Erlaß muß zurück- eno-mmen tverden. Ebenso ungehörig ist das Verbot von Ver- ammlungen. in denen sür das gleiche Wahlrecht gesprochen werden soll. Diese Verwirrimg unserer Politik muß aufhören. Ter Reichstag wird den Reichskanzler unterstützen in dem Bestreben. alle 'Oitertreifereieu zu beseitigen. Abg. Scheidemann (Soz.): Tie Gegnerschaft gegen den Grasen Herlling ist gewachsen, ist aber rein sachlich. Das letzte Jahr war das schwersle. Wir sind dem Ziele nicht näher gekommen. Tie Rückschläge im Westen haben so enttäuscht, weil man zu große Hoffnungen erweckt hatte. Tie Aufklärungen der.Heeresverwaltung genügen nicht. Man sollte offener verfahren. Nur ein reiner Verteidigungskrieg löst die Kräfte aus, die wir brauchen. Das militärische Siegesideal ist nicht das unsere. Wir verzetteln Kräfte im Osten und schwächen uns dadurch im Westen. Ter Brest er Vertrag ist ein schlveres Hindernis für den Weltfrieden. Das König s s p i e l in Finnland ist ein politischer Fehler. Wer erlaubt dem Prinzen von .Hessen, als Offizier seine Nationalität aö- znlegen? Man lasse die Finger davon. Kühlnuurns Nachfolger wurde von den Alldeutschen stürmisch begrüßt, aber die Tatsachen! waren stärkere. Tie ReichSregierung bekennt sich zur FriedenS- entschttcßung, der Kriegs'minister aber versetzt ihr einen Fansthieb in das Gesicht. Jirnerpolitisch kümmern sich Militär und Polizei ebenfalls nicht um die LLbsichten der Regierung. Tie Eingriffe der Zensur sind unbegreiflich. Diese Tinge wirken lähmend auf die Stimmwrg der Fwnt. Unser Militär wird immer herrischer, die Regierung aber immer schwächer. Fort mit allen Nebenregierungcn ‘ Wir werden unser Verhalteir zur Regierung danach einrichten, ob sie versteht, ihre vernünftigen Wsichten durchzuführen. Wir dürfet die Tinge nicht so weiter treiben lassen. General v. Wrisberg: Ter Erlaß des Kriegsministers richtet sich nicht gegen die Friedensentschließung des Reichstags. Dem Kriegsminister war vielmehr bekannt geworden, daß die Versammlungen der Zentralstelle für Völkerrecht über den Rahmeck jener Entschließmrg hinausgehei7, und deshalb hat er den Generalkommandos die Anweisung erteilt. Aba. Fischbeck (Volkspartei): Tie Lage ist ernst, aber wir haben keinen Grund, kleinmütig zui seiir. Die politischie Leitung muß alles tun, urn die Kräfte int Innern zu starten. Obenan muß der Satz stehen, daßj nur einen reinat Verteidigungskrieg! führen. Dieser Gedanke ist gefäl/rdet worden nicht nur durch die Alldeutschen, sondern ^anchi durch amtliche Stelleir. Der Reichskanzler hat sich diesen Treibereien gegenüber nicht durchsetzen können. Der Wille ^var wvU da, aber die Kraft Ijat gefehlt. Man hat verjprochm, die Handhabung des Gesetzes über den Belagerunzs-, zustand zu mildern, aber es ist iricht besser, sondern schlimmer geworden. Die ^Militärs wollten das nicht und nrachen es nach ihrem Kopf. Sie verhindern auch, daß das Vertrauen des Volkes durch, die 23ahlrechtsvorlag2 neu belebt wird. Die Entladung der Erregung in einem, .Wahlkamvi ist ncht so gefährlich, wie die.Ansammlung von Groll und Berstimnrung. Tie Landräte und viele Kreisämter durchkreuzen die Politik der Regierung. Wir wollen nach Mitteln suchten, um blutige Kriege in .Zukunft im- möglich zu niachen. Setzck der Feiud diesem Bestreben seinen Vernichtungswillen entgegen, dcnm ist die Front im Innern wieder fest und unerschütterlich. Wir fordern klare Kriegsziele. Tie politische Abteilung bei dec Obersten Heeresleitung durchkreuzt vielfach den Willen der politischen Reichsleitung!. Das schafft Verwir- rimg. Der Erlaß des Kriegsmfttisters ist unentschuldbar. Wir sind einverstanden mit dem PWgramm des Herrn von Payer. Tie Regierung muß nun aber auch die Kraft haben, es durchzusetzen. Abg. Siresemann snat.-lib.): Das Zentnun erklärte, daß es sich auf oen Boden des Regierungsprogramms, das der Vizekanzler von Payer m Stuttgart entwickelt hat, stellen will. Dasselbe kann ich nannns meüter Fraktion erklären. Es leiten uns dabei dieselben Gesichtspunkte wie im Herbst 1917. Stresemann fuhr fort: Tie Ausführckngen des Staatssekretärs von Hintze haben unsere ZuAmmnng geftmden, und wir freuwck wts, in ikyn einen so hervorragenden Kenner der osteuropäischen Verhällnin'e sehen zu können. Er wird die volle Zustimmung des Parlaments haben, wenn er den Bestrebungen entgegentritt, dis darauf hinausgehen, einer: Umsturz der heutigen russischen Verhall- nisse durch Deutschlands Eingreifen herbeizuführen. Wir sind damit einverstanden, daß mit den Randstaaten ^aü> Konventionen ab- geschlossen werden, die eine Konsolldierung ^er dortigOt Verhält^ nisse ermöglichen. Die Konsolidierurcgsbesttebungen, die in Kur- lanck'von der Milltärverwallung in Angriff genommen worden sind/ billigen wir. Auch den russischen Zusatzverttägen stimmen wir zu, die in ihrer Gesamtheit Deutschlands Interessen wahren. Die Verhältnisse in Rumänien erfordern unsere größte Aufmerksam keck. Den Wühlereien der Entente in Jassy muß mit größter Energie entgegen- getreten werden. »In bezug auf Belgien widerspreche ich der Auffassung, daß Belgiens Schuldlosigkeit erwiesen sei. Tie Regierungj sollte uns Gelegenhell geben, ihr Material kennen zu lerrren, um den falschen Auslassungen der Erttente entgegeittreten zu können. Tie Differenzen zwischen der Militärverwaltung und der politischen! Leitung auf dem Gebiete der Handhabung des Belagenmgszustan- des sind bedauerlich. Wir erhoffen in bezug auf die Wahlrechtsvorlage eine Verstärtdigung auf dem Boden der Vorlage zwischen Regierung und Herrenhaus. Hierauf wurde die Aussprache auf Donne rstagver- t a g t. Am Nachmittag wird eine G e h e i m s i tz u u g zur Ent-. gegennahme einer ausführlichen Unterrichtung über die milllärische Lage ftattfinden. * * * Nach Abschluß der HaiupLausschußsitzung vom Mittwoch ver« sammelten sich die Mitglieder des Hauptausschusses wieder zu einer verrraulichen Zusammenkunft mit den Regierungsverttetcrn. Während am Dienstag Staatssekretär v. Hintze Mitteilungen machte über die Wiener Friedensnote und die wieder beginnenden deutsch- österreichisch-nngarischcn Verhandlungen über Polen sowie über das Bundesverhältnis zwischen Deutschland rcnd Oesterreich- Ungarn, machte am Mittwoch GeneralvonWrisbergim Namen bei Heeresleitung Mitteilungen über die milllärische Lage. Die Aus. spräche, die wiedericm im Bimdesratssaale stattfand, dauerte bis nach 6 Uhr abends. Dann fand wiederum eine znft'ch.msrakttonesle Desftr-chung statt, , die aber nur von sehr kurzer Dauer war, da schon für 7 Uhr die Sozialdemokraten und für Vs8 Uhr die Fort, schrittliche Volkspartei Fraktronssitzungen einberufen hatten. Die Kämpfe an Ser Westfront. Berlin, 25. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Sell Anfang September verschob sich der Druck der Enalände-r geq^n die Siegfriedstellung immer mehr von Norden nach Süden. Dabei rannte Foch mit gesa mm engeballten Kräften und mit außerordentlicher Zähigkeit bald in geschlosseneni Großangriff, bald in starken Teilvorstößen immer wieder vergeblich gegen die deutsche Front im Raume Cambrai—St. Quentin an. Am 24. September setzte er starke englisch-ftan- zösische Kräfte gegen den Raum nordwestlich von St. Q u e n- tin an. Der Angriff gall in erster Linie der sogenanntem Tommch-Höhe Zwischen den Dorftrümmern von Po^ivruet und Grieourt. In gewohnter Weise stümnten die Engländer vor Hinter schwerstem Artilleriefeuer gingen starke' Infanterie- Massen vor, die von zahlreichen Tanks und Schlachtsliegenr begleitet wurden. Im ersten Ansturm gingen die beiden Dörfer verloren. Den planmäßig unter starkem Artilleric- S einsetzenden deuffchen Gegenangriffen vermochte der änder iedoch nicht standzuhalten. Pontniet und Gri- court wurden wieder erol>ert. In erbittertem Ringen gelangte schließlich auch die Tommy-Höhe, die mehrmals den Besitzer wechselte, wieder in deutsche Hand. südlich, wo es den Frartzosen gelungen war, sich Francilly-Selencys zu bemä^ttgen, griff der Gegner uur Mitternacht nach kurzer Feuervorbereitung rrochmals an. Es gelang ihm jedoch nicht, über das Dorf hinaus Boden zu gewinnen. 5 Offiziere und 50 Mann blieben in deutscher .yand. ßivifdfcn ^ er Stilette und Ais ne stießen am 23. und 24. September mehrfach starke französische Patrouillen vor. Lem am Morgen des 24 einsetzenden schweren Feuer folgte nur ern Teilangriff südöstlich Vauxailton, der im Hand- granatenlamps abgewiesen wurde. Auf den übrigen Fronten war die Artillerietätigkeit rege. Bei eigenen Unternehmungen wurden mehrfach Gefangene eingebracht. Bei einem 'derartigen deutschen Vor- twß nordöstlich Upern gelang es, 14 feindliche Unterstände zu sprengen und 62 Gefangene zurnckzub ringen. Die neuen Schlachten in Mazedonien. ni ® 24. ©ept. (WTB.) Meldung bcc Agence Bulgare. iSettermstabschef Burmew gab den Pressevertretern eine längere Erklärung über den Gang der in Mazedonien begonnenen Operationen. Dem Feinde, sagte er, ist es um den Preis außerordentlich schwerer Verluste gelungen, die bulgarische Front M. derichreben und in gewisser Ausdehnung Boden zu gewinnen. ■4/ie Räumung diefer Zone ist vom Oberkommando angeordnet worden, um die Armee der Nation in ungescbWächter Schlagkraft zu erhalten imd ne im entscheidenden Augenblick zur Verftigung zu yaocn. Unsere Nachhuten haben den settidlichen NachhitteO sehr ^npsindttche Verluste zugesügt. Ten anderen Stoß richtete der Gegner gegen unsere Stellungen zwischen Wardar und Toi- r an -See, wo er beabsichtigte, unsere Linien zu durchstoßen und m unsere Hinteren Verbinduitgen einen Einbruch zu machen, um so für unsere westlich des Wardar stehenden Truppen eine schwierige Lage zu schassen. Aber trotz des großen Aufwands an Munition? und der Zeitnahme bedeittcnder Streitkräfte brach der Stoß an dem Widerstände der 9. Division. Ter Gegner hat Verluste erlitten, die auf mindestens 8- bis 9000 Tote und Vertun bete geschätzt werden können. Unsere ausgezeichnete Lage in diesem Abschnitt würde uns gestattet haben, wohl diesen glänzenden Mola auszunutzen, aber immerhin haben wir aus den gleichen Gründen von den Operationen abgesehen, die uns zwar einen gwßen Erfolg, hatten bringen können, aber mit verhältnismäßig erheblichen Opsen: hätten erkauft werden müssen. In diesen Tagen! der grogen Kämpfe an der Südfrvnt. so schloß General Burmew, muß das bulgarische Volk seine seelische Stärke und seinen Glauben an den glücklichen Ausgang der begomrenen Operationen beweisen }■ b £ c Ann der das Schwert in feftgeschlossener Faust hält, wird snne Ansprüche und bte Ideale unseres Volkes durch''etzni. Dieser Umstand erfordert ^ine tiefgehende Geschlossenheit zwischen allen; Burgern und wird die Soldaten, die in der gemeinsamen Kraft die Begeisterung der ersten Kampftage wieder finden werden, befähigen, oas Jetligt und gerechte Werk Bulgariens zu einem guten Ende zu führen. Der bulgarische Bericht. Sofia, 23. Sept. MTB.) Generalstaüsbericht. Mazedonische jjTujit. Inl oberen Skunibi-Tale drangen unsere Stoßtruppen in feiMiche Gräben ein, von wo sie mit französischen Gefangenen zurückkehrten. An der Mokra Plan in .2 und be: Tschervena Siena wurden mehrere feindlich- Sturm- abteckungen durch Feuer zerstreut. Nördlich ton Bitvlia griffen jElnoliche Bataillone nach heftiger Artillerievorbereitung unsere Stellungen cm, wurden aber mit lreträchtlichen Verlusten zurück- gewrcsen. An der Eonra-Mündnng verstärke sich die Feuertätig.' kert. An der, übrigen Front mäßige Kämpftätigknt. Nördlich v^i Bitolia Warpen feindliche Flieger Bomben aus Militärlazarette, me deutlich erkennbar die üblichen Abzeichen trugen. Französischer Orieutbcricht Jg® 1 vW. Tie Verfolgm:g wird auf der ganzen Fron von Monasttr bis zu den Belesch-Bergen fortgesetzt. Der Feind zieht Nch in grösster Auflösung in d^r Richtung aus Beles, Ifti Pnlcp, ^strv und Stumitzo zurück. Französische Kavallerie ist am 2 '\ .w Vrilep enrgerückt. Die Zahl der Gefangenen ist wetterlnn ständig im Wachsen. Ein Dutzend Geschütze, darunter emrge schvere, wurden erbeutet. - ÄL ^-rLeptan-ber. Die Verfolgung dauert auf der ganzen ^yi-iairt Monasttr—Veles an. Tie feindlichen Abteilungen, bedrängt Mrrch unsere Vorhuten, beunruhigt durch Kavallerie sowie durch M-aschmengewchrfener und durch die Bomben der alliierten Flieger ^hen sich in größter Unordnung auf Veles zurück. Auf dem Mrren Flügel drängen die alliierten Streitkräfte, die von der Mona sttr-Front Vorgehen, den Feiiid auf den albanischen Straßen zuruck. Französische Kav-allcrie ist am 23. September in P r i l e p erngez-ogen. Sie fand die Stadt larverse'hrt vor und bemäckttgte- fi*. Vorräte. Weiter nördlich gingen die franzönsL serbischen Streitkräfte über die Straße Prilep— Gradsko hinaus mch bedvoht-en die Straße Prilep-Beles. Im Zentrum' stellten; me serbisckien Truppen, die den Wardar ans mehreren unversehrten Brücken zwischen Temirkapn intö Gradsko überschritten, einen großen Brückenkopf nöMich vom Flusse her. Wir sind im Besitz der Otte Emch, Oba, KarabodMli. Veyshen und Jbirli Aus .k^ügel erreichten die alliierten Truppen, die beider- seits des Wardar Vorgehen, die Linie Petrovc, Pardovica. Chinarli. Karaoglular. Ani TL>ioair-Soe loächst die Zahl der Gefangeneii. Unaufhörlich. UebcrÄl wurde beträchtliches oft unversehrtes .Kriegs- Pff22. September wurden etwa zehn Geschütze, ac jJUtrftctrjL davon schwere, erbeutet. Bei Krivolak erbeuteten: ?ae gerben außer bereits gemeldeter Beute neun Flugzeuge. Auto mobile sowie beüeutende Lager von Benzin und Lebensmitteln Der Kampf in Palästina. 24 Staartma. m, w' cSvfö ^Jjorban« zieht sich der y-iL -ms Amman ^chas-Bll^i zurück. Er wird von australischm, neus«- Imldnchan, westindische. und jüdischen Truppen pcrsolgt. die ^5'^utzc erbeuteten uni Gefangene machten. - ffö (Nördlich Acre). Die Zahl der Gefanaenm Gesamtzahl wird 25 000, die bereits geinelLel tvürden Üblich übersteigen. Arabische Streitkräfte des Königs öSfrin s^!^nM«rluara imd treiben die feindlichen Trnp^n die sich n^^ftchher N^den aus Ammwi zurückzieh-n, < r; c* • utinvpel, 24. Sept. Tagesbericht. An der N a -- ^^rnasro-iit «Ümen unsere Besoejungen den geplanten Ver- lau . xtt Engländer folgt nur sckwittw-eift. Sonst nichts Neuest Deutschland und die Ukraine. Kiew. 2o .Sept. Aus offiziellen drvltschen Kreiien nür^, Menuber dem Gerücht, daß in der UfraTne eine\Tn* yWrirlnß UnJ ^ l£ ^berufenen e n U-Bovtop-ratranrn a» der a meriToni f (ften S üftr tft nach amenkannchm Blatter» wlglmdes hmW,uWgen: Xit „N^lv N-ork ^imes" vom 14. August meldet dnü dem ersten Ecschnnen des Tuuckchvotes in dm mneri^nisch^n wasiem vom 18 Mai bis »um 23. A»s»st zummnmn 31 Schifft- Versen ft wurden. Tie zunehmende Häufigkeit der ,,L Mc Mitte des August erregte dern allgemeinen Unwilleir und aab der ge»cn kvrmöchte Ter^ Vor f rß ^| ner . der „Associated Preß" vom 23 Auaust -i, wlge wurde weiter der englische Dampfs „DremÄ" ÄÄ) T > nach ei.rem kurzen Fei^rgesecht vernichtet. DieTN^B^Tsin^ vom -1. Wigust ecivahnt die kurz zutwr unweit Haliwi- rrinint* Verwnkung Petwlen. Namentlich auf dem Gebiete des Gesundheitswesen^ ^ hervorragender Berater der Stadt (Äeßen erwiesen % l nh?rt 190 <5 Rufe nach Berlin folgte, nni al Robert Koch» 9?achsolger die Leitung des Instttiits für Infektions trankhetten zu übernehmen, ernannte die Stadtverordncteuver sammtting chn m dankbarer Anerkeiuumg seiner hervorragendem Verdienste um die Entwicklung unserer Stadt einstimmig zur Ehrenbilrger der ^tadt Gießen. Die Nachricht von dem Tode un seres Ehrenbürgers wird in Gießen lebhafte Teilnahme begegnen * . Wirklicher Geheimer Obermedizinalrat Tr. Gasfky war 185( l1 f fer geboren, studierte 1869—1873 in Berlin, trat bam ? t ^.lckararzt m die preußische Armee und kain bereits 1880 ft das Reichsgesundlieitsamt. 1883-1884 nahm er an der unter Rob Kbchs Leitung stehenden Expedition zur Erforschnng der Eholerl '^.dEsihöken imd Indien teil. 1685 lvnrde er Regierungsrat un! Mitglied des Reichsgesuirdl-ertsamtes. Von 1888 ab wirkte er bö öum Jahre 1904 als ordentlicher Professor der Hygiene au unsere r.^uch von hier aus hat er in den mmnziger Jahren ein wissenschaftliche Reise nach Indien gemacht. Er gehörte zu den be i Bakteriologen der Gegenwart. Seit Beginn des Jahre- lystb gehörte Gaftckh der Gießener Stadtverordnetenvegamm lung an Mit reichem Wissen und hcrvorrage.iidem Scharfblic hat er der Ltadt Gieß-n bedeutende Dienste geleistet. Cp* \wv Der intellektuelle Urheber unseres großen städtischen Kanili s a t ivn swe rkes und was damals in der BaudcpMation Blei bcndes und Tüchtiges geleistet nmrde, ist mtt in erster Linie ihn ?,u verdanken. Um er seiner Lettmrg entstand auch hier dis Hiwie -u'H Jystttut der Universität, das zu den besteingerichttten' de. Reiches gehört. Bon Gietzen sckßed Gasfky als er auf Bo'-schw, KEFzu d^seii Nackckolger als Leiter des Reichsgesuiidheitsamä ruKerlm berufen wurde. Am 16. September 1904 wurde er an läßlich fernes Lck-eidens von Gre^n in einer ösfentlick)eii Sitzim. der auch Fiiurnznitmster Dr. Gnauth bei wohnte, durch Oberbürgermeister Mecnm zum Lbrenbür.^^ *** ffliefimtammü ©offfefteW • «ÖTOot» Dornrftaer XcuEart in all« Kreisen Gregens im besten Angedenken. Deutsche Kulturarbeit im besetzten Belgien. r ntit . ■®J !?inn ¥ Wiickers die Vorträge in Gieß«» iiJ a.skm abend im aeirerbcbaus d» bi, Sfli-«« nteefftexenieg Thema jnm Vortragla» !o 'ixtr bec Bortraa bei Harr» !üi»[tfe aus Lrstirig i» her V» ' Z'->aE sehr bAchft »ms da» Vortraa-Lk^' sondern tnr Aufträge der Kriegsgenossen te« rtolkrs. Nachdem er eine» (SÄ bjicf über den Gnmarich der deutsche» Truppe» i» Belgft», die Er ~ und Bes-Smrg des La-rdes gegeben Jwttc. f^iibertc ^ Hunger und dem Elende breisaeigeben war , da imfm brave» Soldaten t&r Brot mit ta Cttafr in» tnttoi u»fc »ne da»» die erngesedtr deutsch? Bcrwalttuig ec bfTOt ^. urt^m sie zunächst die Arbeü vr.«uisie> >di Z^.Ä^L>-Ne. »ür Nahrungsmittel sorgt, u den fremde» Gewissen. StotfB tmusportrerte, wre drc Fabrrken icheder gchsft«c nucckcn wch gco&c ^MjcttroXe gcgtirrtbct wurde usw. ?Menthalben wurden öffentliche schulen gogründet, die Universität in Gem lvurde wiederhergestelft, die Mnseai rmd die Biblwtlxtten wurden, dem B-vl'ft geöffnet, Konzerte und Vorttäge wurden abge Hallen, das Bankwesen, besonders das sehr verbesserungsbedürftige L-reuerweftn wurde natt deutschem Muster umgestaftet, eine Ab- wesenheitssteum eingeführr, alles Mittel deuffchpr Kutturardeit, mn das Volk aus Feinden zu Freunden Deutschlands zu machen, damit bei ciiccr WrederheritreNung, des öftere Belgien das Volk in Frit-den und Freundschaft mit dem deutschen Voll leben, mrd vielleicht unter einer Eisenbahn- und Zollgemernschast iuiö dem Hasen von Anttverpen als gemeinsamem Besitz eine nnrtschuftliche Vhu gtiederung siattffnden könne. Zum Schlüsse führte Herr Moltft eine ganze Reihe schöner, interessanter Lichtbilder aus dem besetzten Gebiete vor, wodurch die zahlreich anwesenden braven Feldgrauen, die zunr Teil m Belgien mitgekämpft hatten, auf ihre Rechnung kamen. « ,: * Amtliche Pers onalnachrichteu. Der Großherzog h,i! am 4. September dem Kaufnmiin und Fabrikanten Julius S chov f X o che r zu Frankfurt a. M. das Ritterkreuz 1. Klasse des S-tevns. v-on Brabant varliehen. Am 21. September wurde dev provisorischer! Turnlehrerin Helene Becker an der Eleonoren- lchlüe m Worms die Rechte einer Volksschullehvertn verliehen. ** Freibank. Freitag den 27. September 1918 werden von 2—4 Uhr die Marken Nr. 1321—1380 beliefert. ** Bei einem Einbruch wurde 1 Fahrrad, Marke .LLartburg", Modell 167, mit der Fabriknummer 85 061 und der Polizeinummer blaues 0 6874 gestohlen. ** Role-Kreuz-Spende. Bon der in der Ukraine eingeleiteten Sammlung für das Rote Kreuz ist nun der zweite Betrag in Deutschland angelommen. Auf Hessen entfallen hiervon über 1000 Mark. Weitere namhafte Beträge sind gezeichnet. ** Keine Telegramm- und Eilbestellung zur Nachtzeit. Wegen Einschränkung der Straßenbeleuchtung findet wälrmd des Winterhalbjahres in der Zeit von 9 Uhr abends bis 7 Uhr früh keine Eil- mrd Telegravinibestellung statt. ** Fleischlose Wochen im Winter? Süddeutsche Blatter hatten gemeldet, daß die fleischlosen Wochen auch auf die Monate November, Dezember und Januar ausgedehnt werden sollten. Diese Nachsicht ist an sich nichts Neues, da der Staatssekretär des Kriegsernährungsamts bereits vor längerer Zeit daraus hrng^Nn'sen hat, daß mit einer Fortdauer der fleischlosen W-vckvar, wo die Bauern abwechselnd die ganze Nacht das Docks und die Umgebung bewachen mußten. Landkreis Gießen. ** Hungen, 25. Sept. Vom 1. Oktober 1918 ab werden die Stückgüter von dem Bahnhof Hungen den Empfänger:: :ftcht mehr bahnamtlich zugestellt und von den Versendern nicht mehr abgeholt Die Empfänger werden vom genannten Tage ab durch die Güter abfertigung zum Zweck der Wholung benachrnchtigt Kreis Büdingen. A Bad-Salzhausen, 24. Sept. Die hiesige Badeverwaltung hat in diesem Jahre von einer öffentlichen Versteigerung des aus den Grundstücken des Bades gewonnenen Obstes abgesehen, sondern es selbst geerntet. Es wird dann an die Verbraucher direkt unter Walwung der diesbezüglichen Bestimmungen abgegeben Man findet dieses Verfahren gerecht und nachahinensivert, weil dadurch viele Familien Obst erhalten, die sonst bei den hohen Preisen der Versteigerung nichts bekommen, Tie Stadt Nidda erlöste trotz der geringen diesjährigen Obsternte doch wieder durch öffentliche Versteigerungen 10 200 Mark für Obst. Einzelne Stamme tarnen auf beinahe 300 Mark. Ter Zentner Ackpftl stellte sich im Durchschnitt auf etwa 60 bis 70 Mark. Kreis Alsfeld. § Von der Ohm, 25. Sept. Tie svun-enhellen Tage siird in der jetzigen Regenperiode selten. Kaum beginnt der Boden zu trocknen, so gehen auch bei hohem Barometerstände ,nieder neue Regen- falle weder. Dadurch kann die ohnehin späte Grummenternte nicht 4u. Ende gebracht werden und die Kartoffelernte wird erschwert. Im vorigen Herbste ivaren um diese Zeit schon alle Erirtearbeiten ^ledigt. Auch die Kvrnsaal verspätet sich gegen die Regel. Die Mühlgraben nnd nun bis zum Us-errande gefüllt, und die Wasser not hat bei Schlag- und Mahlmühlen ausgehört. Kreis Louterboch. -. Grebenhain, 25. Sept. Schon seit einigen Jahren ms auf den heutigen Tag fanden sowohil hier wie in den Nachbar- orffchaften nächtlicherweise allerhand Wäsche- und F e l d d i e b- u äh l s statt, ohne daß man deftrckters habhaft rverden koimte. Allgemein ,tatid schon damals der ledige 57 Jahre alte Renten empsänger Peter Usinger in Verdacht, diese nächtlick^n Streif- 4üge ^u unternehmen. In der Nacht voin vergangenen Freitag zum Lwmstrag wurde dem Latidwirt undsRechner $>. Schäfer auf ?5 >Tl rj-J? 111 '? 1 qr ^ftilck sämtliche Aepfel gestohnen. Da lllinger sich !chon Tags vorher unter den Baumstücken heruvdge trieben 4 vemnlaßte Schäfer am vergangenen Sonntag morgen eine Hans- inckmng be: ,mn. Es wurde dabei ein großes Tiebeslager in seiner Wohnung gefunden, bestehend aus allerhand Wäschegegenständen, > Bett- u. K:ne::überzügen, Hemden, Unterhosen, Bettüchern, Tasck-en- ku chern^ Strümpfen und ein Paar Schuhen, worüber der Dieb kein Ausweis berbnngen konnte. Im ganzen ivurden 76 Gegenstände- beschlagnabmt, und auf dem Saale des Karl Fritz III. hier aus- gebreitet mc Gendarmerie veranlaßte Bekanntmachung hier sowie £ freit Nachbavorftn und so hatten sich bereits auch bis gestern! rchon nahezu 30 Mann gemeldet, welche die gestohwnen liegen - staiw oals :hr Eigentum anerkannten. Die gestohlenen Aepfel wurv»en mcht vorgefunden.. Eine Nachforschung in dem^ nahe am grenzenden Fichtenwald ergab, daß sie dorthin geschafft wäre:: Es waren mehr. Usinger stiehlt nicht aus Not, er besitzt mn schönes Gruitdvcrmögen, auch fand die Gendarmerie noch eintausend 9Nark in bar bei chm vor. Kreis Schütten. Aus dem Vogelsberg, 25. Sepl. Aus den: Taunus ronte tncfer -bage gemeldet, daß dort in manchen Orten der Lehrer ^"Sstch der Kost „mif die Reihe" ginge. Mit der „Reihe 1)1 schi>ersandkist-n die mmi >mrf.'säl.rlichm Tättgknt der Verffchwörer beschlossen, die englischen s a n z o,:, che n Kon,ululsbeamten zu Internieren mii[ t ächwZJ'^ C>eiZ ungesühr 10 Konsulatsbe^rmte und der detien ) A\ auch einige Teilnehmer an L^.'^^ttorung befanden, rn dem Gebäude des amerikainschm ie ^ unter dem Sftiutz der .'vottoemsckvn ^wahren Konsulatsgebäude yoch chench^- T rrgmd!velche Asylrechte. Tie Auslimenina von Ut Migmorisch L nicht m verletzen r*. mtt Postenketten umgeben, bis diejenigen, die sick ^bor^i haften, tteiwillig ergeben. Tie LOwietremerw'^ m T Ä Unverletzlift«, beabsichtigt jedoch, ÄS Die Republikaner in Finnland. MaW" Nichtamtlich.- ,,HustErds^ ^^onentlickst heittk einen längeren Artikel . AqftatwkU rn Jrnnland", in dem es unter anderen 'fceuu i ^xrrtbftnig der Frage über die Regiermigssornl und Komg-^ase m »cm der di-utschen militärischen Bchördrn VW? Jknnfaime -»iMkonwien. Er wurde ffLitzru Zeit bckmt, dah Deutsch ^frrh eme innere finnländisch' Anq^ da^ ^ L» MtzMÜrhschr eiumisch^ Mltt. Nls der ^prrittls Rector der Republikaner Dr ßi fn nl iTnrf)Ix ^ n r rTi9lCT Zeit mit Aufträgen unserer Republik ^ B^Hlüsseir her R^ienmg unb Szf ^rnoiagev tit der Monanchmfvage entgegenzuarbeiten er* Ageitten der Entente loelche arosten Moglichkettmi sich ihnen darbielen, mn ihr Spiel 'zu treten ^alis Inland Republik würde. Es mag bervorMhoben 7rZ>m d st der ^etzt von den Republikanern nach Deutschland entsandt Herr m Finnland wegen seiner starken Enten x ^ CI ^ at ^ 1 Gruppen in Finnland hoffen daß einer glücklichen Losmrg der Monarch'nst-n^ J 01 ' uis in den Weg stellen 'vird. Daß oft? Luffch^ ent^gQlnehmM will, erschnire ihnen als cm Beweis^ dafür daß sie Deutschlands -L-ympathi-en aus 'ihrer Seite haberc. ' ^ Ausschluß Herbes aus der Sozialistenpartei. -*‘ÄsGSÄ'fÄ MSWWZKMLK-.'L« Zeichnet 9. Kriegsanleihe . ..... "V -. A / ' U * »MJWUlfUUlUUl ^)CIL LWIUini Illlll Ul £1 Lehver ohne Familie nicht gelten in die Lage, kein Kosthaus aufzutteibcn. „Nahrungsloft Wochen" kaim der Letzte Nacliricbten. Dev neueste Bevi^t -ev Äeeveslektung. WTB.) Großes Hauptgua rtirr. 26. Septemb. (Amtlich.) W e st l i ch r r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Borfeldlampfe in der Lys-Niedermtg, lwrülich! vom La Bassee-Kanal und bei Moeuvres. Amtlicher Teil. ^ Bekanntmachung über Erzeugerhöchstpreisc für Kürbis und Meerrettich Mff Gruiw des § 4 der Verordimng über Gemüse Obst unh Sudsrüchtt vom 3. dlpril 1917 (R.-G.-M S. 307) wird bestimm: Ter Pwis für folgende inlmchische Gemüse darf beim Ver- kau, diirch den Erzeuger die nachstehenden Sätze je Pfund nick,: übersteigen: * ‘ P,WHW 1. für Kürbis. 2. für Meerrettich: a) wenn 100 Stangen mehr als 50 Pfund wiegen, bis 31. Dezember 1918 vom 1. Januar bis 30. April 1919 später .. b) wenn 100 Stangen mehr als 35 wiegen, bis 31. De^mt-er 1918 von: 1 Januar l is 28. Feoruar 1919 später C) für leichtere Ware ... I [ [ Xieje BcüamMnachmig trlttS Tage nach her Verkünduna in Kraft. Berlin, den 2. September 1918 7«,- . Reickisstelle für Gemüse und Obst, ft Der Vorsitzende: v, Tilly, ^ Pfund 0.10 Mk 0,40 0.45 0,50 0,30 0.35 0.40 0.20 Statt Karten. Manschen Scheid Hermann Hatting Verlobte Gießen Iserlohn. 05431 Statt Karten! Auguste Kullmann Heinrich Otto Obbornhofen Lehrer Verlobte Rodheim v. d. Höhe 26. September 1918. . 05370 t §g i II II Nach einem arbeitsreichen Leben verschied unerwartet mein herzensguter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder Julius Nattmann im 43. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Marie Nattniann und Kinder Familie Neurath Familie Klose. Die Beisetzung findet Samstag nachmittags 4 Uhr auf dem Neuen Friedhofe statt. Statt Karten. Beileidsbesuche dankend verbeten. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Heinrich Wallenfels Emmy Wallenfels geb. Rinn z. Z. Heuchelheim b. Gießen. 7230 7226 $ Kaffee Fürffenhof 7227 iäur drei Tage Freitag, Samstag und Sonntag Gastspiel des bekannten Frankfurter Lieblings FH a Edith Gies'ten-Geiclt beste deutsche Meisterin der Vortragskuast. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen Herrn Karl Siegfried Gastwirt sagen wir allen Verwandten und Bekannten unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Großen-ßuseck, den 23. September 1918. Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Ang. Rath 6378 Heute Konzert Eigene Konditorei. Wefsses Brauhaus töiessess Wetrsteiustrake (Hinter der Stadtkircke) Besitzer: Hans fiirzinger. Empfehle mein ff. Weizenbier. W Jeden Samstag und Sonntag -WK Ausschank von Ztammbier- Vollbier solange noch Vorrat reicht. Verkauf über die Straße. Vollbier wird nur ans Verlangen abgegeben. Sonntag: Irfidelcs Bierkonzert. Anfang 4 Uhr. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Holzheim für das Rj. 1918 lieg, vom 28. lfd. M. an eine Woche auf hiesiger Bürgermeisterei wahrend der üblichen Geschästsstunden zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Holzheim, den 25. September 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Holzheim. Klotz. 7222 Achtung! Q , 20« Lir. Weißkraut zum Einschneiden eingetroffen! Verkauf nndel Jrettag früb von 8 Ube an tm Hofe des Gasthauses»;. schwanen". Walltorstr.. statt. Billige Preise. Nehme auch Bestellungen für Gelberüben, Karotten und Noteruben f. Wuuerbedarf an. Iran Frosch. Neustadt 19. Empfehle mein Lager in Aomg- und Einmaclitöpfen in Alen Größen, 'Falzziegel, Backsteine u. Schwemmsteine Düngemittel n. Viehsalz. Wilh. Meißittger II. 7165 D Kesselbach, Poll Londorf. Tekeph. 13 Amt Londorf. Vef*mietiiiigen Möbliertes Zimmer mit oder ohne Pension zu uerm. 05430 Schottstr. 17, p. 4 -Zimmer- Mining Küche von ruh. Leuten bald zu mieten ges. Ang. er 0-5339 an bejt Gieß. Anz. Wohnung mit Stallung für 1 Pferd, so» wke Scheune od. Bodenraum, evtl, auch außer der Stadt gelegen, für sofort od. 1. Nov. zu mieten gesucht. Angebote unter 05120 an den Gteß. Anz. Zimmer 1 oder Z gesucht. Nähe Universität. Mögt, elektr. Licht. Angeb. mit Preisang. unter 7195 an den Gieß. Anz. Student sucht möbliertes Zimmer womöglich mit Abendessen. Angebote an Prof. Roloff, Walltorstraße 98. 7221 Gut möbl. Zimmer mit oder ohne Pension vor sofort zu mieten gesucht. Angebote unter 05364 an den Gieß ener Anzeiger. imiüiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiimiimi Sudle ein möbl. Zimmer ver 1.10. Angebote unt. 05433 an den Gießener Anzeiger. filllllllillllllllllllllllllllliillllll Willi 11111 Gießener Hochschulgesellschaft Einladung zur Vortragsreihe über Auslandskunde 7. Vortrag: Die Literatur der osmanischen Türkei Geh. Regierungsrat Dr. Georg Jacob, Prof. a. d. Unio. Kiel Donnerstag den 26. September 1918, abends 8V, Uhr, im großen Hörsaa! des Dorlesungsgebäudes der Universität Gießen, im September 1918 Der Vorstand Grünewatd, Iustizrat Dr. Behaghel, Geheimerat Gäste sind willkommen 7202 D Militär freie, gewissenhafte, zuverlässige Stukkateure für Arbeiten im Heeres- imereffe gesucht. 7163hv Deutscher Innenausbau G. m. b. H, Cöln, Vantaleonsmtihlengasse 8. Lehrliugsstelle ist in hiesiger Großhandlung sofort zu besetzen. Angebote unter 7225 an den Gießener Anzeiger erbeten. gesucht 7159B Medizinische, Frauen- und Hautklinik. Tüchtige Dreher u. Schlosser ofort gesucht. Göbel & Appei Alicestraße. 7178 Für Lagerarbetten und als Packer wird 7197a bröst. Mm ievtl. Kriegsbeschädigter) für ofort od. 1. Oktober gesucht. Emil Rotb, Marburger Str. 20. Hausburschen sudt 05393 Emil Fischbach. r Baosinirgdie sofort gesucht. 7192 Ainend. Bahnhofstraße 66. Für sofort od. später suche ich einen braven Düngen aus ordentlicher Familie als 7215 Kellnerlehrling. Konditorei n. erstes Wlsier Eatfeehsns H. Hettler, Großh.Hoflieierant.i. Gießen. Wasch- und Putzfrau gesucht. 05415 Stevbanllr. 36 ptr. Saubere Lauffrau odrr Mädchen gesucht Seltersweg 6. m Zum 1. Oktober einfache Stütze gesuch, bte kochen kann und kinderlieb ist. Zweitmädchen vorhanden. 05329 Williclmllrakre 1.2 II. Fräulein für Verkauf und Kontor ver bald gesucht. 7164 J. B. Hänser, Giessen Eisenwaren, Haus- und Küchengeräte. ßcöilöetc junge Same die Stenographie, Schreibmaschine und Buchhaltung beherrscht, z. sofortigen Ein- trill gesucht. Gest. selbstgeschriebene Angebo e mit Ge- haltsansprücheu unter 05423 an die Geschäftsstelle des Gi eßener Anzeigers erbeten. Äelt. Mädchen od. allein- steb. Witwe zur selbständigen Führung eines kl- Haus lts i2 Personen) gesucht. Schristl. Angebote unter 05416 an den Gießener Anzeiger erdete«. ^leU. trfaörcne 0 SRäöföcn sucht für Küche und Hans Fr. M. Täubcrt, 05346 Seltersweg 81. Nähmädchen gesucht 7209B Frauenklinik. Wegen Erkrankung meines jetzigen Hausmädchens suche zum 1. oder 15. Okt. tüchtiges erstes und gleichzeitig ein 7219 zweites Hausmädchen. Nur solche mi' guten Zeug- nissen wollen sich melden. Frau Br. Leitz jr., Wetzlar, HauS Frtedwart. Gesucht ein älteres, im Kochen erfahrenes Mädchen zu 3 erwachsenen Personen. Lauf- und Waschfrau vorh. krsv fiehelmrai Siebsck, 05418 Wilhelmstr. 14. Suche zum 15. Oktober oder später tüchtiges Mädchen, das etwas nähen kann. Lauffrau wird gehalten. Frau Direktor Schnell, 7160 Goethestraße 63 das kochen kann, für klemen Haushalt ver sofort gesucht 7184 Nord-Anlage 11,1. Tücht. Mädchen in gute Stelle gesucht. L. Schmaifl, Schäsiefabrtk, cnbach a. M., "aldstr. 153. Offen Wc DiAigts ^ikilsimDÄkn llilb Frsii zur AiiShilsc g esuch t Sckanzcnttr. 2 . 7211 Mädchen zum 15. Oktober gesucht, das selbständ. bürgerlich kochen kann, in gute, dauernde Stelle. Frau Willy Schäffer, krtsäderg j. H., Dtainzer Torweg iQr.l, 11 .^ 08 Mädchen mit guten Zeugnissen, oder Aushilfe gesucht 05350 Frankf urter Straße 3 3.I. Unbescholtene, gesunde^ MäDchem über 17 Jahre als Pflegerinnen zum 1. 10. gesucht. 6614B Direktion der Heil- und Pflcqcanstalt Gießen. Wegen Erkrankung meines Mädchens suche per 1. Oklb. oder später ein 7144 braves Mädchen. Frau Wcbn, Alieestraße 17. Ein tüchtiges Dienstmädchen gesucht Blcichllr. 13. 722 « be i Ziegenlamm f “f t b ne e '" 3 Pferdegeschirr Ctf? 05424 Walltorllraße 41». »vbbr.Lnusid3duv.Maibrut18, aus d. Zlichlstation d. Land- wirlschaslskainmer, gebe ab ver St. 10-12 Mk. Bei Ansr. Rückporto erb. Lnd*?. Geehler, Schneidermstr., Schott en. 7173 isnieii am Schiffenberger Weg, in der Bauliuie gelegen, zu verkaufen. Näh. ALiervsg 18. 04128 Goiiiiimaoifiaii zu verkaufen. 7220 E. Aithans, Rodheimerstr. 42. Ein gutes Klavier zu verkaufen. Zu ersr. in der Geschästsst. d. Gieß. Anz. Möbel - Verkauf. 1 Wohnzimmer, kompl. Betten, Bettstellen mit Matratze, 1 Kinderbett, Sekretär, Vertiko, SosaS, Schreibtisch, Stühle, Küchenschränke. Kommod., Waschkommoden, Kleiderschrank, ovale Tische, Ausziehtische, Bücherschrank, Spiegelschrank preiswert zu verkaufen. 0541 * Brandgasse 8. . Eleganter Fagdwageu. ein-und zweisväunig, rvenig gesahren, mit abnehmbarem" Halbverdeck, verkauft 730l 2(iia. Schlörb. Walkmühle bei Lauter, Post Grünbera. Ein noch fast neuer Uindor-Liosenason zu verkaufen. 05429 _Hammstraße 3 1, I. Brennholz 50 Mlr. Eichen-Schälholz zu verkaufen. 71770 < l» r. ILi-stL, Dillenburg. Brennholz zu verkaufen. 0302 ent in Liierreich U . ar , Sckwe z unr §pa ien. Das unüderlrcfflichste Werkzeug für Jedermann! Oie größte «rfindung, um milder rand io ort eU)stänk>ic,,fastmil elos zu reparier n: Schuhe Geichirre Sätt l, S'- g l,Zelte.Trnbr e» en, hrradmämel usw. iuwelniiKtStepp- wieeineNä!)- ,ine. Siändig vice Anerfennuiiqen. Preis per Stück mu 8verschiedenen Nadeln undSpule mit?aden: MK. 4.20 unter Nachnahme. Porto und Ber Packung frei. Man beachte: .Juwel' ft Origi alsabrikot aue Neta'l, die Spule im Heft gibt beim »iahen dcn Kaden ab wie eine Näh naschinc. ,3uweV hat so viel Dorzüge, dah iltc Nachahmungen fast wertlos erscheinen! General-Vertrieb I.k^Spfl, München 70 Landwehritratze Z9. 7021ss Künstler- Postkarten. Sold.- u. Ziv.-. Humorkart ' 100 SI. 2.50, 1000 20.-, Landfch. 4,75. Blumen 5,75, Köpfe 4,50 b.5.75, Broms.. Handkol.ll M. Weihn.-, Künstierk. 3.25. 4.50, 4.95, 5,85. Glanz 7,50. Broms. 9.50. Briefmappen 100Sr. 18 . 24.50, 28. Jll. Preis l gratis, Vers. geg. Voreins. od.Nachn. A. Zanger, Berlin C 26 113. VERSCHIEDENES Bekanntmachung Vom 1. Oktober 1918 ab werden die Stückgüter von dem BabnboseHungen den Empfängern mchl mehr bahnamtlich zugestellt und von den Versendern nicht mehr abgebolt. Die Empfänger werden vom genannten Tage ab durch die Güterabfertigung zum Zweck der Abholung benackirichtigt. Gießen, den 24. Sevt. 1918. Großberzogl. Eisendabu' Verkebrsamt. 72171 K. 9/18. Zum Zwecke der Aufhebung ber Gemeinschaft wird das den Ernst Fugbardt Ehe. leuten in Gießen zuge- säiriebene Grundstück Flur 19 Nr. 7 — 3680 qm Wiese am Gänsacker, hiesiger Gemarkung, am Donnerstag den 16. Oktober 1918, nachmittags 3 Ubr, m unserem Amtszimmer ver« steigert. 6438V Gießen, den 13. Aug. 1918. Großh. Orlsgericht Gießen. I. B-: Leo. Adoption. Welches bessere, gut situierte, kinderlose Ehepaar nimmt einen 1 Vzjähr. hübschen/ gesunden, aufgeweckten Jungen guter diskreter Herkunft gegen einmaligen Erziehungsbeitrag an Kindesstatt an? Angebote unter 6. 15.60 an Ha3S6nsi6m L Vogler, A.-6., Frankfurt a.M. m?hv in- von Antiauttliten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alteisen. soivie allen von mir geführten Artikeln. 4955 Louis Rothenberger. j' ’"'' ' yE'R'E‘l‘N‘E ' "" 1 '|*| □ 11 II (u's. i Dhr. 1