Nr. 225 Ter 4ietz««er Htjdflft erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Gietzmer Familie, idILtter; \ Krcisblfltt |fir den Kreis Sietzen. Sezugsprelr: monatl. NU. 1.20, viertel- lährllch Mk. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10; durch die Po st Mk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: Blatt $8. Jahrgang Mittwoch, 25. September *9*8 Eichener Anzeiger Annahme von Anzeigen f. die Lagesnumnrer dis zumNachnnnag vorher ohne jedeVerbnrdlichkett Zeilenpreise: für örtliche Anzeige» 25Pf., für aus wärt lgtz 30 Pf., für Reklamen All'. 1. - nebst 2ü°/ 0 Teu- erungszusctilaq. Haupt« schri'tleiter: Aug.Goetz. SS««« ä“* BeneM-Anzetger für ivveryenen äSSü AnschrfttfürDrabtnach- . .. , ^ » 4 H ü Reucholo Zenz; An- richten: Anzeiger Gießen. Swlttmgrrunüdruck u. Verlag: Vruhl'sche Univ.-Such- u. Zteindruckerei R. Lange. Schriftleltung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. ^^nreU: Beck; Sm großer Sag im Wptmirschutz der Nelchrlagr. Gesten: hat im Reichstag ein großes parlamentarisches Reinemachen begönnert. Um die teilweise sehr unberechtigten „Mißstimmungen^ mancher Kreise zu beseitigen, haben unsere Staatsmänner dem Hairptausschuß ansfuhr- liche Erklärungen über die Lage abgegeben. Neberraschun- gcn sind dabei in keiner Weise zutage getreten. Tie Wirkungen werden sich erst übersehen lassen, wenn auch die Parteien zu Worte gekommen sind. Es läßt sich auch noch nicht erkennen, ob die heute mitgeteilte Augenerkranfung des Staatssekretärs Warlraf etwa ein Vorzeichen dafür ist, daß die Regierung parlamentarisch „ergänzt" werden soll. Die sozialdemokratische Fraktion hat für den Eintritt eines ihrer Genossen in die^Regierung so weitgehende Bedingungen gestellt, daß man den Eindruck gewinnt, sie wolle vorläufig an den Geschäften nicht verantwortlich teilnehmen. Hoffentlich wirb durch aufgeregte Diskussionen der ohnehin nicht gerade nützliche Eindruck im Auslände nicht noch mehr verschärft! Berlin, 24 Sept. (WTV.) Zur heutigen Sitzung des Hanftaus schnsses des Reichstages sind erschienen: Reichskanzler Graf von Hertling, der Staatssekretär des Auswärtigen Amües v. Hckrtze sowie eine Reihe anderer Staatssekretäre, Minister und Bundesratsbeoollmächrigte. Außer den Mitgliedern des Hauptcrnsschusses wohnen zahlreich Abgeordnete den Verhandlungen als Zuhöver bei. Dar Vorsitzende Abg. E b e r t eröffnet die Sitzung und führt aus: Entgegen der: Abmachungen, die Berlmndlungen erst Ende Oktober wieder aufzimrehmeu, ließen der Friedensschritt erreich-" Oesterreich-Ungarns und andere Fragen die Berufung des ^auplausschusfes zu einen: früheren Zeitpunkt'als zweckmäßig erscheinen. Rack) den Vereinbarungen mit den Vertreten: der Regierung faß zunächst Reichskanzler Dr. Graf von Hertling das Wort erhalten. Sodann ustrd der Kriegsministe: über die mckckärische Lage berichten. An dritter Stelle wird der Staatssekretär des Auswärtigen und endlich der Vizekanzler das Wort nehmen. An die Darlegungen der Regierung fall sich eine allgemeine Aussprache irber die politische und milftärische Lage cnrschließen. Ob diese heute Ichvn oder erst 'morgen beginnen wird, läßt sich noch nicht übersehen. Hierauf ergreift Reichskanzler vr. Graf von hertling das Wort: „Meine Herren! Der Ausschuß ist znsammengetreten, um in der ernsten Lage, m der wir uns zur Zeit befinden, von der Reichs- leltung Auskunft über eine Reihe schwerwiegender Fragen zu er- balten und dieselben mit den Regierungsvertretern zu besprechen. Ter Wunsch ist w:rchans begreiflich und wir werden ihm nach ..'Möglichkeit entgegenkommen. Zunächst niöclste ich mir aber gestatten, lettmge allgemeine Bemerkungen vorausznschicken. . Herren ! Wie Ihnen bekannt ist, hat sich weiter Kreise der ^vouerung eure tiefgehende Verstimmung bemäch- ngt. Ter letzte Grund dafür ist der Druck, welchen der furchtbare nun schon mehr als vier Jahre währende 5ßrieg verursacht, all d:e Leiden und Entbehrungen, die er zur Folge gehabt hat, die eck^ allen Ständen, allen Familien w'd mehr oder minder jedem einzelnen auferlegt. Ich denke nicht daran. diesen Truck druck, Worte verengern zu wollen, aber meine Herren, wenn die Mißstimmung durch unsere gegenwärtige militärische Lage, durch die Ereignisse an der Westfront beeinflußt ist, so muß ich, ohne den zu erwartenden Mitteilungen des Vertteters des Kriegs min: ste- rmms vorgreifen zu wollen, mit allem Nachdruck erklären, daß sie wert über das berechtigte Maß hinausgeht. Gewiß, meme Herren, unsere letzte großangelegte Offensive hat uns nicht den erhofften Erfolg gebracht: das muß ohne weiteres zugcgebett werden Die Heeresleitung hat sich veranlaßt gesehen, unsere weit vorgeschobenen Lckfagn auf die sogenannte Siegsriedstellüng zurückzunehmen. Tie Lage ist ernst, aber wiir haben kernest Grund, kleinmütig zu sein. Wir haben schon ©djtoe* re re s durch zu machen gehabt. Denken Sie m: den Sommer 1916, als die Verdun-Offensive scheiterte, an der Somme die heftigsten Kämpfe und im Osten die Massenanstürme Brussilows stattfanden, welche die bekannten ungünstigen Rückwirkungen an der österreichisch-italienischen Front nach sich zogei: lntb nun auch ""och Rummnen in den Krieg eintrat. Damals haben wir den Mut n:cht verloren, sondern den Feinden, die uns am Ende wähntest, gezeigt, was entschlossener Siegeswille vermag. Und wie steht es heute? Wir haben Frieden mit Rußland und Ru mähren, und wenn auch die Verhältnisse im ehemaligen russischen Rnche noch nicht geklärt sind und die ZukunW unsicher scheint, so ist doch für uns die frühere Bedrohung von zwei Seiten in Fortfall gekommen und ein beträchtlicher Teil unserer vormaligen Ostarmee ..Westen verwandt werden. Die österreichisch-ungari- fche Armee hält wecke Strecken italienischen Gebietes besetzt und velmuptet dort tapfer ihre Stellimgen. In Frankreich abest weifen unsere Truppen die vo,n Franzosen, Engländern unii T^^>?ern unternommenen und durch moderne Kampfmittel ?v cr c- Borstöße zurück. Ter alte Geist ist in ihnen lebendrg: das haben die Ereignisse der letzt vergangenen Läget deutlich erkennen lassen. Tic hartnäckigen Durchbruchs- versuche des Feindes werden scheitern, des Vaterlandes treue Sohne lvehren ihm todesmutig sein Eindringen. r da sollten wir^verzagt u-evden, sollten wir vergessen, was ftuher geschehen :st. sollten wir da den Männern, die in den ü ?leg zu Sieg geführt haben, nich' ?/-?# ruc ^ )a ^?' c B^rtmuen entge^mbringen, weil einer b?c SBccfoclfcfle emgetteten :st, wie sie die Kriege jeder Zeft mit sul, brmgen? Nern meme Herren, das wäre mnnälmlicher Klette Mut und schnöder UnpMtt. Uni ere Feldherren, H i n den- burg und Ludendorsf, werden sich wie jeder früheren so auch der gegenwärtigen Lage gewachsen zeig«: und der v o r e i l i g e Sieges iübel der Feinde wird bald wieder abftauen kommen und be: uns ennydm würde. Nachträglich haben wir ^ aus den belgischen Llvll?:ven gesehen, wie bedenklich es längst vor Ausbnrch des.Kneges um die belgische Neutral-tät bestellt war. Und hatteii wir mcht vor dem notge^rungenen Einmarsch in Belgun: Friedenshand geboten und uns bei Zusage w:l-clsch^ gemackft, für die durch unsere mili- tanfcheu D.aßwgeln entstandenen Schade,: aufzukommen? Wir haben das glemF Angebot zium zwecken Male nach der Einnahme von liulrck) gen rächt, aber die belgisck)e Regierrmg wollte nichts davon wißen und schloß fidji dem Bunde unserer Feinde an. Um oilein hat es sich bei aller: weiteren Kämpfen gchmidelt. In der feindlichen Bevölkerung ist der Haß gegen die v4- ma 9 tc ' insbesondere geien Deutschland, entfacht, der alle Besonnenhert cmfhebt und jedes gerechte Urteil erstickt. Sie haben alle die jüngste Rede Clemenceaus fanatischen: Hasse und Roheit der Gesinnung alles b:shder Bereinigten Staaten in 14 Punkten die Ri,chtlinien für einen Friedei^schluß ausgestellt. Ich habe am 24. Januar in Ihrem Ausschuss« die sämtlichen Punkte be- ftivochen und zu dem letzten derselben bernerft, daß mir der hier angeregte Gedanke eines Völkerbundes durchaus sympathisch sei, unter der Boraussetzwrg, daß ein e h r l i ch e r Friedenswille uird die AnerkenNimg des gleiche!: Rechtes aller Bundcsstaaten gewälnleistet seien. Wie iwttv.mdig dieser Vorbehalt ivar, ergab sich aus der Aeußerung unserer Feinde, tvelche bei einem Völkerbünde an ein gegen D eutschland und seine Verböndetezi gerichtetes Bündnis dachten. Wilson hat dann in seiner Botschaft vom 11. Februar einen weiteren Schritt in der gleichen Richtung lmterucmtmcn wnd in vier Punkten die Grundsätze aufgestellt, welche seiner Meinung nach bei einem gegenseitigen MeinungsaustMffch Anwendung zu fanden hätten. Ich habe in meiner ReichstagSrede vom 25. Februar mich im Prinzip dmnit einverstanden erklärt, daß ein allgemeiner Friede aus solcher Grundlage erörtert Werben könne. Herr Wilson nahm aber weder damals n-och später hiervon Notiz. Inzwischen scheint sich ja auch der frühere Ideologe und eifrige Friedensfreund in das Haupt der amerikanischen Imperiali sten umgewan- bclt zu haben. Aber der Plan des zu gründenden Völkerbundes toird dadurch nicht diskreditiert. Er hat in bem schweizerischen Bundes- Präsidenten und dem norwegischen Minister Knudsen beredte Fürsprecher gesunden, welche beide insbesorrdere aus das Interesse der neutralen Staaten an einer solchen Einrichtung Hinweisen. ?luch ich nehme kernen Anstand, mich h.mte nochmals zu dieser Frage zu äußern Und in aller Kürz« auf Ziel und Grundlage eines solchen Verbandes hiuMveifan. Es bandelt sich um die Forderung einer allgemeinen, gleichmäßigen und sukzessiven Abrüstung, um die EinrulMmgl obligatorischer Schiedsgerichte, um die FreÄät der Meere «ud m te» ba; Letuan Nationen. ... „ .-S die bekannte österreichisch- imgarische^ Note besprechen sowie die Acknahme, die sie bisher aus der seindlichen Seite gefunden hat. Mit überstürzter Eike wbnt trie Machthaber in den sogenannten demokratischen Staaten, ohne ihre Völker zu fragen, eine schroff ablehrvende Halttmg an den -r-ag gelegt. Sie haben dadurch neuerdings gezeigt, wo Eroberuw gen gesucht werden, wo Imperialismus und Militarismus in Mrö luyßeck yu suchen sind. Sodann ergreift das Wut General van wkrberg um mr Stelle des KriWsministers die Kriegslage m rt&fc m . Unsere Arrgrftssof-rationen beiderseits Reims blirben. wck der mrsMaggebende Faktor, die Ueberraschorg. nicht gelang, auf tat- W'che Erfolge beschränkt. Mck dem Einsteffen mffcrvr' Offtnsroe trat eme wesentliche Aenderung der Gesamtlage ein. Wir mußten uns am die Abwehr einst^ffen und unsere Front zurückverlegen. In den Tieuen Stellungen körmen wir aber mck vollem Vertrauen weitere Angriffe des Feindes erwartzm. Es liegt in der Natur der Sache, daß wir als Vetteidfaer ems erhevlrche Zahl von Gegangenen und Geschützen ein gebüßt haben. W:r können aber mit Bestimmtbeit sagen, daß der Feind seine Er- sÄge nur an den ersten Angrissstm^n durch Ueberraschung mit geringen Verlusten erreichte, daß er aber im übrigen die schwersten Verluste eisitten hat. Auch die amerikanischen Heere dürfen uns nicht schrecken: wir werden auch mck ihnen fertig. Bedeutungsvoll •*5. t Frage der Tanks. Wrr sind gegen sie aus- reicherw gerüstet. Die Tankabwehr ist heute mehr eineNer- ven- als eine Gerätfrage. Im Osten urrd an der ckalienischen Front ist die Lage im allgemeinen unverändert. ^ a S e b o n i e n gelang es dem Gegner, die bulgarischen Streitkrafte an nner Stelle nicht unerheblich zrrrückzudrücken. Die bulgarische Oberste Heeresleittnrg sah sich trotz der glänzenden 9lb- wehr des englifchen- Angriffs am Toiran-See gezwungen, ihre Berteidigirng Wecker znrückznverlegen. . t ^n.Pal ästi n a wurden am 19. 9. die türkischen Kräfte aus ihren bisherigen Stellungen geworfen. Wie sich die Lage »netto* gestalten wird, laßt sich noch nicht übersehen. Die feindlichen Heeresberichte müssen jetzt mit großer Vorsicht geleseft werden. Sie faitb bewußt auf die Zermürb:mg unserer Stimnurm zugochnitten und bringen daher starke Uebertteilmngen. Von verschiedenen Seiten ist die m i li t ä r i sche Berichterstattung angegriffen worden: nämlich die Bebandlung der Stärke der feindlichen Reserven und des amerikanischen Heeres In dem erstgenannten Punkte ist sie zu weit gegangen. Es wurde nicht genügend zum Ausdruck gebracht, daß der Feind in der Lage war, die abgekämpften Verbände wieder aufzrffüllen und entsprechend dem Einsatz der amerikanischen Kräfte an rrchiger Front neue Reserven zn bilden. Voll Vertraue n sieht die Oberste Heeresleitung und die Heeresverwalttnng den künftigen: Ereignissen entgegen. Ter Feind rechnet mehr als jq ans rmseren inneren Zusammenbruch. Zeigt die Heinmt em starkes Gesicht, so gibt sie dadurch unserer Front eine unüberwindliche Stärke. Wie es unseren Gegnern schlecht ging, stellten sie sich geschlossen hinter Regierung, Heeresleitung und Heen. Sollte der Deutsche das iricht auch können, zumal es ihm nicht schlecht gebt! Wir haben keine Ursache zu verzagen. Ein fester deutscher Wille führt zum ehvowollen Fttäen. .Hierauf äußerte sich Kapitän zur §ee Srünnknghaus über die militärische Lage zur See: Die milckärffche Lage läßt sich kurz in die wenigen Worte zusammensaisen: Unsere Sache steht gut. Die Ansicht der Marino über den augenblicklichen Stand des U-Boot-Krieges gründet sich aus zwei Tatsachen, nämlich, daß unsere U-Boote mehr Schiffsraum versenken als gebaut wird, während die Bedürfnisse unser«) Gegner stetig wachsen, und des weiteren, daß unsere U-Boot- Waffe trotz aller dlbwehrmaßnafanen unserer Gegner im Steigen begriffen ist. Die Gerüchte, daß dicrch ganz ungeheuerliche Verluste unser Bestand an U-Booten nickst zugenommen, sondern im Vergleich zu früher abgenommen hätte, entbehrt der Unter» laffa- Jckl st^lc ausdrücklich fest, daß die Zahl der im Dienst, benndlichen U-Boote heute größer ist als zu ckgendeiner Zeit des Krieges. Die Manne ist nach wie vor überzeugt, daß der U-Boot- Krieg das einzige Mittel war und ist, die Angelsachsen zur Vernunft zu bringen. SStnrn die ^röerter in den Werften, m den Dorpedo-Wcrkstätten und m all den Tausenden von Fabriken sich erst einmal klar gemacht haben, wieviel m unserem ExistQ^tamips davon abhängt, da« flta ecu^nc durch erhWx TattÄeit -Md teuft gftaysfr «ttK mertsirmNert an seinem DeÄe y\rr sihnckkeven Endigung bei Krieges britiotjen ftmn, ich jbUte meinen, betrat toilrben bte U-Boote kroch schneller ltrie bisher fettig geteilt tonten uitb wir toiht>en damit anferem Endziele rascher nälycr ßo-irtmeit. Es kommt noch eins hmzn: Unsere Flotte, unsere prachrigen U-Boot-Besatzungen wissen zwar, wofür sie kämpfen, aber der Gvdrnke, daß sie das Heimatl-eer lnnter si chhaben, läßt sie mit dem Bewußtsein an den Feind gehen, daß das deutsche Volk Verständnis gegenüber der ausschlaggebenden Tätigkeit des U-Boot-Ktteges Ijat. Das wird den todesmutigen iftärtnent die fclumerc Arbeit erleichtonr, wird ümen einen neuen Ansporn zu weiterem Leistungen geben. Nach der bei unserer Marine herrschenden Auffassung stand England vor ettoa Jahresfrist vor der Schiksalsfrage, ob es nach den touchttgen Schlägen, die seinen Lebensnerv .den Frackstcurcrunt getroffen hatten. aus einer ver- Mndigen Grundlage Frieden schließen sollte. 5iaatLseiretär von kjintze führte aus: # Es ist mir eitle Genugtuung, hier vor Jhnett über die austen- hvlittsäL Lage m sprechen. Im Bordergrulide des öffentlichen Interesses sticht oie jüngste Aussordernng Oesterreich-Ungarns zu kiner Aus sprach über den Frieden. In der Bercitschft zum Frieden warm wir mit unseren Verbündeten völlig einig. Indessen mschefttt es uns, nuckitn'm dieser Mißerfolg linserer bisherigen Anregung zuteil geworden war. daß wir nicht noch einmal denselben! Weg gelten sollten. Auch kmn cs uns vor, als ob der augenblickliche Zeitpunkt, in dem der Feind in einer Kriegspsychose, in einem' Sieges tau mel sich befand, iricht gerade der geeignetste wäre, > “^M^wi.uximuam w>m o. 'acovemoer iyit». 2vas totr für uns zu unsererseits mit einer neuen Aufforderung zum Frieden hervor- erreichen hoffen, ist eine wirtschaftlich Gleicl>stellung der Mittelzutreten. Indessen, die Ausforderiurg ist erfolgt. Zugleich, nachdenl mach te auf dem polnischen Markt mit den Polen. .Wir sind dafür die Aufforderung ergmlgen war. haben wir in Uebereinstinunung derett Polen aufzunehnven in das künftige mitteleuropäisch Wirt- mit unferm Bundesgenossen, der Türkei und Bulgarien, uns! schastsbündnis. Solange dieses Wirtschaftsbündnis noch nicht be- KaT, pen Schritt der Österreich scheu Re-l >bcht. sind wir gewstllst mit Polen einen vorläufigen Handelsvertrag » b-tiii'iüs'rr inrrb dnü Mio' '.ruitN'ers^'its > zu schliefsen aus der ßVnmMiTn«' hf»r sTT?»»»ft-Tmvrfr-Aft-t^ Im Norden hat einer der Staaten, die uns« besonderes Interesse erregen, Finnland, die ersten Schrfttt getan, um sich politisch zu konsolidieren. Ter AchclMerweler hat gegen Ende Mai erklärt: Der einzige Weg. die Selbständigkeit und Freiheit Finnlands zu sickern, ist eine wttt, über den Parteistreittgleiten stehende konstilutiorrrtle Mondäne. Ich betone das ganz besonders, um zu zeigen, welche Basis die Monarchie in Fin nl and hat. indem ich den Einwand voraussehe, ols ob wir bestrebt gewesen wären, Firav- land eine Monarchie aufzudräitgen. Das ist nicht der Fall gewesen. Die finnisch Regierung hat sich an uns gewandt mit der Bitte um einen Prinzen des Königlichen Hauses, eines Sohnes des Kaisers als Admarchn. Seine Majestät der Kaiser hat sich airs verschedenen Gründen nicht bervogen gefühlt, diesem Er-- luchen Folge zu geben. Es ist der sirarisck)en Regierung gesagt worden, die Frage der Staatssorm ist eine AngÄegenheit der ftnmschen Regierung. Wir haben aus Wunsch der finnische. Regierung durch unseren Gesandten halbamtlich erklären lassen, daß rede Einmischung in die Verfassungssragen für uns ausgeschlossen ist, daß allerdings in Deutschland die Bei behaltung ixw konjtitutjonellen nronarchschn Vcrfafiung ntit Sym pathie begrüßt werden würde. Einer der intevessmftesten Staaten in dem ganzen Ostproblem is' Pol err. Die Grundlage unserer Politik hinsichtlich Polens ist die Zwei- kaiserproklamation vom 6 . November 1916. Was »vir für uns zu zutreten Indessen, die Aufsordertutg ist ersiilgt. Zugleich, nachdenl | mach te auf dem polni__^.___ >wtt . |klw W|M4 , die Llnfforderung ergmtgen war. haben wir in UeberRnsttnrmmig berett Polen aufzunehmen in das künftige mitteleuropäische Wirt- mit un ferm Bundes genoss en, der Türkei und Bulgarien, uns! schas tsbündiris. Solange dieses Wirtschaftsbüntmis noch nicht be- dahin ausgespoochen, daß wir den Schritt der östtrreicknschcn Re- ltM sind wir gewüllst mit Polen einen vorläufigen Handelsvertrag giernng mit größter Shmpattste begrüßen, und daß wir unsererseits! M schließen aus der Grundlage der Meistbegünstigimg. Wir denken die ersten sein würdmr. «rn einer auf Grund dieser Anregung zusdcmte lerner an eine Gleichstellung der deutschen und österreichischen gekommenen Aus sprach' der Kriegführenden uns zu beteiligen. Staatsangehörigen mit den polnischen Staatsangehörigen in Polen Ich gehe über zu den Staaten, mit denen tvir im Frieden leben, bezüglich Harrde! und Gewerbe und Erwerbs von Vermögen, \vcu> ■ die als Neutrale gelteru Zmrachst der größte von ihnen ist Groß- menttrch von (Grundstücken und Land. Im kutttwellen Interesse Rußland. In Groß-Liußland brodelt der Kessel der Re- ttnd wir gesonnen, von dem neu entstandenen Polen zu verlangen, volution tr^ter. Tie EngLärrder uiü> Amerikaner haben im «baß die Gesetze, welche während der Okkupationsverwattung end- Norden von Ruplaild einen selbständigen Staat gebildet, den Kola- I standen sind, und die der (S-itWftnpnrr lv*r Smr+frf»r.tt .«m Staat. Ebenso l»ben sie in Archangelsk eine neue Republik unter ihrer Regie gegründet. Die Truppen, wekl-c die Eng- landet und Amerikaner augenblicklich dort rirsdallaert haben, sollen n . -• / v ' / . r^ ^ LLu.v'j-itviix’vx.uuui.buji.y entstanden find, und die der Erhaltung der deutschen Schulen und Krrchnk dienen, aufrecht erhalten werden. lluber den Einflüsterungen der Entente hat Rum änien. UJHJ VLUA^LJUL'tLLU.LUJ ÜUU UtjULUlLt-CA Ifmil, | l/l IT. Ul mum änien ÄSÄÄ? “ *** “ ^ Herren wissen, ureistenteils xüft unsicher. Diese Unternehmungen unserer Feinde im Norden müssen von uns mit der größten Aufmerksamkeit verfolgt werden. Sie richten sich auf den Umsturz der gegenwärtigen Regrermcg in Rrcßland und die Wiederau Prahme dr^ Kriegs g^en Deutschland. Tie bolschewistische Regierung hat sich gegen diese Unternehmungen unserer Feinde im Norden gewehrt. Wirhabenunserer- seits u ns ebenfalls darauf eingerichtet, solchen Unternehmungen, falls sie bedrohlicher werden, zu begegnen. Wir können sagen, daß jetzt im Murman- gebiet und im Süderr. davon bis Borakol die Engländer, Amerikaner, zum Teil auch die Italiener, bereits vor gedrungen sind. In Z av_ ' 1,1 1X1 t-r ujxu; ut/i yt u.UiUVftu, UUCL UC/l Jlt instand hat sie nicht ausgesprochen. Außerhalb dieser Unternehmungen zmsever Feinde ijt Rußland haben sie in der Hauptstadt des russischen Reiches Putsche gegen die dortige Regierung an- zettelt. Einer der neuen Stachen, mft denen sich Rußland aus- einanderzusetzen hat, ist Finnland. Bnhattdlungen über das Verhältnis beider benachbarter Staaten zueinander sind hier in Berlin ausgenommen worden. Wir haben gesunden^ daß die gegenseitigen Standpunkte noch miteinander differieren. Unsere Bemühungen, sic zum Ausgleich zu bringen, sind zeitweilig sehl- oeschlaDen. Wir haben aber die Hoffnung, annehmen zu dürfen, baß dieser zeitweilige FehLschlag kein endgstlttgcr sein wird. Die Ukraine schreite! erfreulicherwesse in der Konsolidierung nrtater. Die Ukraine arbeitet darauf hin. ein selbständiger, lebens- fähiger und starLr Staat zu werden. Wir können diese gut- Absicht begrüßen. Die T schecho-Slowaken ^ckftse, die tm Sperrgebiet versenkt werden, wohl aber in bezug aut iolche, die außerhalb des Sperrgebiets dieses Schicksal erleiden. Mit den anderen neutralen Macksten stehen wir in normalen Beziehungen. Es i)t nicht zu vergessen, daß in allerjüngster Zeit die Berfuche der Entente in den neutralen Läickern, eüie uns nchh- t^tge Stimmung hervorzurusen, gewisse Erfolge gehabt haben. Wir bvauchen das nicht zu überschätzen. Vizekanzler von Payer führte aus: T« staatsrechtlichen Verhältnisse UN sogenannten Baltrkum — Kurland, Livland und Estland — können bis jetzt nickst geregelt werden. Ibrser Wunsch ist, mit diesen tn einem gutnachbarischchtrunfRchaftlichen Verhältnis zu leben. D« wertere staatsrechtliche uch> politische Gef'taltung der Länder lvegt in rhren Händen. Esi stnicht beabsicheigt, die drei Lanoep als selbständiges Staatswesen fvrtbeslehen zu lassm. sollen und, wie mir scheint, wollen auch auch vielmehr einem zusammengefaßr werden. Gegen die viel gelobte und viel getadelte Lösung in Form Die T schecho-SloWa ken ^egen me mel gelobte und vrel getadelte Lösung in Form bedrohen die Bolschewisten vom Osten. Der Name Tschecho-Slowak I ^ x . Personal-Union mft Preußen sprachen vom Sbandpmrkr des ist heute nicht mehr das, was er im Zeitpunkt seines Entstehens Rnckcs aus mancherlei pvlftische Gninde. so daß diese Lösung sollte. Nach den vorliegenden Nachrichten sck-einen bei den ! letm-sweg-o als feststehend miges^hrn w.nden kann. Slowaken nur noch 'wemge Tsckecho-Slotoaten zu sein. Die ^ nehme sodann Gelegenheit, aus mehrfache Angriffe meiner Angehörigen dieses Heeres sollen aus Sibiriern rmd übep-' (^tn -“— e ‘—- * g^ausenen Russen bestehen. Der Zusammenhalt in dieser Armee wird verschiedenartig geschildert, die meisten Nachrichten froren aber darauf hinaus, daß das tschecho-slowakische Heer mit der Zeit mehr und mehr undiszipliniert Wird und daß nach dem Beispiele vieler anderer Armeen im fernen Osten weiter nichts wie undisziplinierte wTmÄ äfÄÄir“! IX Mt Xn ^ rc ^ gebracht zu haben. Was werden und zwar unter Mitwirkung der Feinde, mit denen wir im 'L'^brrien ! Kampfe auf Leben und Tod stehen? Ter Friede von Brest-Lftowsk bedeuten rwn*i. «uuj IUI uvuuu^uiwi Auu;uu)iui ju/cuicji uci ucu I '"""Tr®'’ i*- 1 ^i^*/ vj»-^ wimi yiu ii/cwti Tschecho-Slowlcken nur noch 'wenige Tschechv-Slon-aren zu sein. Die Zch nehme sodann Gelegenheit, aus mel meisten Angehörigen dieses Heeres sollen aus Sibiriern wrd über -1 Stuttgarter Rede zu sprechen zu kommen: gelaufenen Ruisen beüelvn Der irr I I m Osten ist für uns Frieden und bleibt für uns Friede, mt l^r?- irri ^ cren tvestlichen Feinden gefallen oder nicht. Bundesrat und Reichstag haben zugestimmt. Aus ihm im Wege freier Berein- sirld die Zusatzverträge aufgebaut. Wer könnte erwarten. frtA ^ f *■ - c , rw • iri ^ Tl . Jfampre aus reden und Tod stehen? Der Friede von Brest-Lftowsk selbst angeht, so besmdet sich eure Regterung m Irkutsk, eine in ist schwer erkauft. Heute noch haben wir das allergrößte Interesse Lmsk, eme andere in Wladiwostok und eine weid're in Cbrrbin. an seiner Aufrechterlialtung. An ihm zu rütteln solange Trese verschaedeuen Ortsnamen Lmnzerchnen nur die Staaten, wo der Krieg sortdauert, heißt das Vaterland di- uch uberhaupt^ eine Regterung konftttuiert hat. Tie große Breite re kt in Gefahr bringen. 9üemand ftr verantwortlicher tmn Atomen ttf oegrerungslos und hat sozusagen keine Regierung, Stellung kann sich dazu verstehen. von Sibirien ist regierungslos und hat sozusagen keine Regierung, die über die der Gemeinde hrnausgelst. Solange die Russen sich in dreftn kleinen Gemeinden wohl befmden, sobrnge ist eigentlich noch nM an ein Ende dieser Prozesse zu denHen. die sich in Rußland abfpielen. In Südrnßland haben wir andere Prozesse des staattick'en Lebens entstehen sehen. Nördlich des Kaukasus lxrt Getieral Aletejew eme Armee gegründet, die er die Freiwillige Arm«e nennt. Lie scckl etwa 100,000 Nüann haben und gut bewaffnet sein. Großes Hauptquartier, 24. Septrmb. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. HeereSgruppeKronprinzRupprecht. iJÄ Al^'reje'wsIund nordöstlich von Ypern Tu den Problemen, die in Rußland vorhanden sind, wissen ,oir nur i-‘t!Cn Unter: elnnu"gen 70 Gkfang-ne Tu den Problem^, die in Rußlmrd vorhanden sind wissen wir rmv a/olgr icken NnterrchmU'gen 70 Gefangene, fovrel, daß er darauf ausgeht, die gegeraoarttge Regierung zu , Wtl^ ajjocmjreö wurden TkillMgriffk des Feindes stürzen und an ihre Stelle einen Schein, ein Bftd oder äos Wesen I es en. Die ArtillenetStigkeit war im Kanalabichnitt südlich von Arleux gesteigert. , HeeresgruppeGeneraloberftvonBoehn. ni C • y ^ ~^ uw-uitiiinq zu W und an ihre stelle ernen Schnn, ein Bild oder das Wesen des alten Rußland zu setzen, je nack> der Möglichkeit. Ferner wissen wrr datz,Alexejew Ententist ist. Er befindet sch ftr einer recht abgescküvNenen Position so daß er kaum noch Geld bekommen flrt-n 1 1 yttY r* ^ Cfl «-.e ^ * * Lann von den Fanden da er von den Verkehrslorgen abgeschiitten ortllcken Gegenangriffen nahmen wir südlich V 0 N I^<>onden Don-Kosaken wurden unsere Angelegenheiten I Vulers Guillain und östlich von Epehy Teile der in den 3 NM >« r rtzrk Angch-gm-eiten, Unfalls sachüch letzten Kämpftn in ^ernte Hnnv verblicdenen Gratzenstückk ^ daß wieder und machten hierbei Gefangene. GegeuM des ^rr^^denl^m^'in-d^vo^ D^n^^a^g§stt^besftrp^^ich^^ Lamme ÄÄIÄ und frtkfiO wertvoll T-oi-ezbecken mit seinen großen Kvylenichätzen^ I ^ Arlilleriekcnnpf am Abend wieder auf. Mc Astrack^w-Kofafen am Südende der Wo.^o sitzend, bestrupten sch ireillich von den Tonko>a!et. ?bch sie beanspruchen für ibr ^aatsgebtet die Unabliängigkett. Am Nordwestufer des Kaspi- schen Moeves frnden wtr wiederum einen neuen Staat den der T«ckk kosaken. Es schnnt. daß sich dte EirglLcker ihrer angenommen ^cben und ihnen Geld zukommen lassen. Wir brauchen diesen ^ ^lch SU nehmen, denn coch ilM Verbindung^ sind yestött und werden nicht so leicht wiederheracstellt werden, um dte K.tban- und Terekkosaken herum sbehen noch bvlschtoistisck>e Truppen tm Kamps mit allen diesen Staatsgebteten die sch cwtt^ür unabl-ängtg erklärt haben und einer Einigung 'noch nul-t In Südrußland hat sich ein Staat Georgien T l T nl ^ n , .^ Tr lw Einvernehmen mit der rufst, schm Regierung bereft. ihn zu gelegener Zeit anzu- ^ldet. Wir sind im Eftwernehmen berott, ihn zu gelegener Zeft anzu- err»mn«m Bezüglich der anderen im Kaukasus entstandenen L>tactten i-aven wrr uns nccht weiter numeriert als es unsere I teressin ivtrklich erfordern. (Zuruf: Baku' Baku ist für Rußland ^er Aheudbericht. ™ r ttir Rußland, sondern für die . Nordwestlich twtt Sk. Quentin sind erneute «n° halb Europa Ter Erqin,ungsverinriql «risse des yeindes zwischen dem OmianonLwL "Ni, der mr batw emtretw werden, das Borrücker, emeü Dvmm« grfcheltert. ^ bntte» Macht gegen Baku zu verhurderu. 1 Bei d^n anderen Heeresgruppen keine besonderen Kampfhandlungen. Lebhafte Erkunduugstätigkeit in der Champagne. * LeutnMt Niwmcy errang seinen 41. Luftsieg. Der Erste Generalqnarlirrmeistrr Lude „dar ff. 4X der Kroni gilt die Tat. Oie Tat der Heimat heißt: ^ Kriegsanleihe zeichnen! Der Ssterreichtsch.ungarifche Tagesbericht. Wien. 24. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: ^ Italienischer Kriegsschauplatz. An der Tiroler Südftvnt Artillerie- mw Patrouillen- rämpfe. Auf der Ho-ck-flüche Miftlzen Canove und dem Monte m val Bella fetzten unsere Gegner gestern zu neuerlichen Angriffen an. Sisinwl, gegen den der Feind sein unter- spitzendes Artilleriereuer zu großer Heftigkeit steigerte, glückte es ftanzosisckml und lralrenischen SturuÄbTeilungen, in unsere Gräben einzudringen. Ein Gegenstoß trieb den Feind in teure Graden zurück. ^ Aunähernngsversuche gegen unsere Stellungen nördlich des Monte Tomoa wurden adgcwjcsen. An der Westfront und in Albanien keine beftm^ren Ereignisse. Der Chef des Genrralstübs. Ein deutscher Protest in Moskau. ;_ »etlitt, 23. Sept. (WTB.) Wie wir erfahren, hat der deutsche Generalkonsul in Moskau bei der Räte» reglerung dagegen Protest erhoben, daß eine große Anzahl wnRelchsangehörigen und Schutzgenossen von den russisck)en Bchor^n verhaftet worden sind, ohne daß ein erkenn- barer Grund zu dieser Verhaftung den Anlaß gegeben hätte und oatz tnotz mehrfacher und dringender Anfragen überden Grund dieser Verhaftungen und über das Schicksal der Be- tvoffenen von Seiten der zuständigen Behörden nur in den aUerseltenst^n Fällen eine Antwort erteilt worden sei. Besow ders ist m dem Pwtest hervorgehoben, daß zwei dem Schutze des Generalkonsulats^unterstehende Polen ohne vorl-erige Mitteilung erschossen worden sind, obwohl das Generafr- Lonsiuat sich gerade nach dem Schicksal dieser beiden Verhafteten erkundigt hatte. Der Generalkonsul hat in dem Protest in energiscl-er Weise darauf gedrungen, daß die Personen, gegen die kn ne ausreichenden Verdachtsgründe vortiegen, lv sort sreigelassen norden, und daß alle in BetracÄ Ämmenden Behörden, auch in der Provinz, nicht mißzu- verstehende Weisungen über ihre Psticlften bei der Verhaß-. tung und Aburteilung von Personen, die dem deutschen Schutz unterstehen, erhalten. Auch die ukrainische Regierung hat wegen der Verhaftung eiirer Anzahl ihrer Staatsangehörigen bei der Lwwietregierung Protest erhoben. * Morganatische Ehe de« Sronprinze» von RumSnie«. Bukarest 24. Sept. (WTB.) Kronprinz Ca- ro l wurde vom König als Oberbefehlshaber der Arme« we- gnt Vergehens gegen die militärischen Vorschriften mit 75 ^.agen strengen Arrests bestraft. Der Strafvollzug be- gann bereits gestern. Die mit diesem Vergek^n in Verbiw- düng stek^ndmi Handlungen iverden zunächst auf ihre Gültig- keit geprufttum ihre Folgen prüfen zu können. Dann werten die Maßnahmen ergriffen werden, wie sie die Interessen des Landes und der Dynastie erfordern. Ueber das Vergehen des Kronprinzen wurde hier folgendes bekannt: Der rumänische Thronfolger hat sich vor einigen Tagen mit einem Fräulein Zrzi Lambrino, die einer angesehenen moldauischen Familie entstammt, in Odessa, wohin sich das junge Paar begeben hatte, ohne Erlaubnis des Königs verheiratet Wie verlautet, ist er kurz darauf auf Befehl des Königs irj Begleitung seiner Gattin nach R umänien znrückgekehrt. A»§ dem Reiche. Erkrankung des Staotssekrerärs Wallraf. ... Berlin, Sch Sept. (WTB. AmMch.) Staatsseke. tar des Jrmerm, Staatsmrnrster W a llra f, der vor 2Fahren einen schweren Unfall erlitten hat, hat sich wegen Vei> chttmmerung seines Augenleidens genötigt gesehen, heute einen Urlaub, der voraussühtlich zwei bis drei Wochen dauern wird, anzutreten. Aus Stadt und Land. Gießen, den 25. September 1918. Die SrnShrungsfrage. Unser dem Vorsitz des ProvchtziaMrekwrS, Gcherwerdts Dr. Ustnger. sandm dem Turnsaal der hiesigen Höher«t Mädchew chule eine Bertnwcnsmännerverscmttnlung statt, die aas all« Tcften des Kreises gut besucht war. Nach einigen Worten der Begrüßung, m ivelchen der Vorsitzende auf die Wichtigkeit der Entten KtnegsaElie hftrwies, ergriff der Milarbeirer der Auf-' rlanungsabLnIimg ^Preußen für Volksentährung". Pwsessor E h r i n g h a u s, das Wort zu seinem Vortrag , Ueber die Er- nahrung^oagen unserer Zeit". ?lüs den sehr beifällig mfgenom- lmenen Ausfuhrungeii sn Folgendes hervorgehoben: In ernsda stunde trttt das Reich zur 9. Krtegsmileche an tms heran. Ter stiLttgrsche Iiüchxug unseres .Heeres aus die Siegfriedsstellünck hat mcht allem bei unfern Feinden, sondern auch bei uns im Lande uberttielvnjten Eittdruck ausgelöst. Unsere Feinde in erlter Lrme Frankreich und England, haben ofsenkur alle Ursache vhne Ansehnttg der größten Verluste an Menschwileben allÄ enlzusetzett, um sobald als imöglich eft« Entscheidung zu erznnngen. Man denke nur an die Sckiisssraum- und Kvhlennot. In der ihnen etMiien grvwprechcrtschen Art wden sie ffrmt Völkern vor, daß >as Ziel bald erreicht und Teutschlcurd dein Zusanmwkibruch nahe n. Ta gilt es d^rrch die Tat zu brti,iLson, daß sie trotz bcQ rIlg zu verhelfen. Daß uns tunjeve Gegner militärisch nicht überwältigen köimen, nnssen sie zu gettau, weshstb sie zur moraliscliei! Offensive greisen. Die Ernahrunasftage gehört mft zu den. moralischen Mitteln unserer! Jernde Auslumgern kann nurn uns nicht. Also sucht man ein moralisäies Sprengnrittel m unser Voll zu werftn. Man hetzt, Stadt gegen Laiid, Volk gegen Rvi.rierung. Es ist nidyt zu verkennen frifj es b.n den ungeheuren Schw-vertlK-ittn, die die Ernährungsftnr mrt sich bringt, schlechterdings' rmmögssch ist, beide Teste oder auch nur ernen zufrieden zu strllmi. Der Omidwirt ist ver^ ärgert tvegcn der vielen Verordnun^n und der Stä ter imzu^ fri^en, weil er zu d.-r Ansicht neigt, es wrde ihm nicht genügend W f klarzumachen, daß der gute! Wille seitens der Belwrdett b-irrrl*m 3 vorhmden ist. und daß man nnl der größten Geimss«,Hastigkeit und Sack>kenntnis alle Maß-, kvachnen prüft, daß es aber ohrre Harden nicht abgehen kann. TOm leg.- sich nur einmal die Frage vor: Wieviel haben wir zu essen ( öertoem es England gefimgen ist. uns vollständig von dem Weltmarkt al^uschtüren, steht uns noch ungefäln: die Hälfte Ilias wir in der Frtedenszei- fSHe AchtunavorderdcutschenLandwirt- 9 a f t alle Achtung besonders vor der F r a u. die in der Kriegs- zmt ganz unge^ures geleistet l)at. 2 ller man bedenke doch, wie un- agltch jchwer sich das Leben in der Stadt abspielt, wo m Bureaus Mmnnons- und anderen Fabriken ttotz ungenügeiider Ernährung Vockitleistungen erzielt worden smd, die man mcht für möglich galten sollte. Und vollends die Bergarbeiter! Ohne thw pmgevende Tätigkeit wären wir läiigft zusammengebrochen Da ist ?er Schleichhandel menschlich nur zu begreiflich, rndesseu waA Über die Halste gehst ist unrecht. In solchen Fällen heißt es, Land- Wirt werde hart, «sodann denke man an die Schwieria^it dick Lebensmittel zu erfassen und an Ort und Stelle zu brtnaew Fatsche Angaben bedingen falsche Bestumnungeo, und manch2 ,, - lBrtrrtJfeibOT Örawt, nxrm man die Angaben ^htM medrig gemacht hätte. Eine sehr schwierige Sache ist die E^»öroernnq Tie Ansprüche an die Eisenbahn sind gewachsen. Der Wasser,oea ist fast ausge schal bet, das Wegematerial vielfach re- paraturbevürstrq. Da ist es geMdezu bewirndernswerl, daß so we7nz Mgrirnde gehl. Redner bespricht hierauf die Schwierigkeit und Not des letzten Jahres mit seiner schlechten Getreide ernte «nb der dadurch bedingten Herabsetzung: der Brotration Trotzdem hätten wir im halben Juli kein Getreide mehr gehabt wen« Rnmümen mrs nicht hätte beliefern müssen, dasselbe R u mänren, das es auf unser Verderben abgesehen hatte. Auch die Frühdruschprämie. gegen die man nicht ohne Grund so manches enr^nwenden hat, trug dazu bei, unS aus der Not zar helfen.'. Tie aut die Ukraine gesetzten Hoffnungen haben sich nicht erfüllt, denn dort liegen die Verhältnisse äußerst venvrrrt. Tie für den Landwirt so sehr ärgerliche Abschlachtung der Schweine mufcfc Lnigevrdnet werden. Ta man mit derselben Menge ^?arto sein viermal so viel Menschen als Schweine ernähren kann, o wäre ef ein Verbrechen am Volke gewesen, wenn diese Maßregel unterblieben wäre. Nicht nötig wäre sie gewesen, wenn die Erzeuger ihre Kartoffel Vorräte richtig angegeben hätten. Jetzt weiß man, daß wcht 34 Millionen, sondern 44 Millionen Zentner Kartoffeln in 1917 geerntet wurden. Stets halion sich die falschen Angaben ae-.y7n de» Landwirt gewendet. Der Arttrag Räsicke, gewisse Mengen der Erzeiignisse frei zu geben, scheiterte an der Unzulänglichkeit ber tfrnte. Der Kickeg stellt an die Vo!ksernahrung mrgcl)eure Forderungen. Er nimmt unser Volk in eine harte Schule. Er reißt viel- iach die MaSle herunter und zeigt unser wirkliches wahres Gesicht. Das Voll wird aewrnnen, das moralisch am besten besteht. Von der C-vsinmmq und dem Tun jedes einzelnen hangt die Zukunft Deutschlands und der ganzen Welt ab. Einer ist so wichtig wie der andere Dieses Verantwottlichkeitsgefühl muß uns mit Stolz erfüllen. Ter Grnst ist's, der siogen hilft. Tas muß sich auch jektt bei der 9. .Kriegs- ersteche zeigen. Der Feind, mit Ausnahme von Amerika, hat ein ^nieresse darwr, bald Frieden zu machen. Er wird uitb muß kom- mcn. Nur müssen wir zeigen, was wir wert sind, denn nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles setzt an ihre Ehre. In der sich anschließenden Aussprache wurde besonders hervor ge l-obc«, une sehr wichtig es sei, daß Volk und Regierung in diesem bürttesden der Kriege zusammengehen. Gegenseitiges Vertrauen, qetragßt iwn dem Gedanken der z,vingenden Nottvendigkeit, wird und muß uns den Sieg gewürnen helfen. Lrankra- und Invalidenversicherung. nie s uch die Wohltaten unserer sozialen Gesetzgebung in so angenehrwer Weise emt^unden pwrden, wie in diesem Kriege. Abgl-sehen von den umfrrngreühen Leistungen der Krankendersi ä>o Zvco, die Men Krio^tteilnehmern zugute kamen, die von dem REe der WeiterverfickLruing Gchrmuch gemacht haben, beziehen Tausende von Kriec^invaliden neben ihren Militarversor> grrrngTgebührnifien döe reick»sgesetzliche Invalidenrente. Leider gibt es aber sehr virile, die aus diese Vorteile verzichten mußten, sie dve Brdeutung der Kranken- und Jnvalldenversicherunig nuyaordentlich nnrerschäyt mto daher diesem Zweig sozialer Für- wrge wM# die novuendigx Beachtung geschenkt haben. Wer vor dem Erntrrtt Mim Militär in versichermra-spslu^iger Beschäftige^ gestunden hat. lmoocht wahrend seiner Ettrberusung Beiträge - ^??°l »denversichcrung nicht zu leisten, weil die l->rtttLbienstz"tt als Beitragsleistung m der II. Klasse angerechnet yr&. Anders liegen die Verhältnisse bei der Krankend er-, ' Scherung. hört die LetstnngspftickL der ÄtLnkenkassen dvec- noch denn Austritt aus der versicherun.gspflichtt^,i Be- rtmi&mq aus _ wenn der Versicherte nicht von dem Rechte der- We rterver sichern« g Gebrauch macht und die BeiträgL regelmäßig weüerEt. Kriegsteil-mchmer, die sich beim Eintritt ?^M'lnürbienst nicht weiterversichert haben, können dies inner- Rückkehr in die Hermat nachholen, haben wdoch ^rf!o,sene Zeit keinen Anspruch mrs die Leistungen der Kotnillorhrsse. Um Invalidenrente beanspruchen zu k?nnem ist die ßocütSe^Bxa einer Wartezett notwendig. Tie- Jte b^Agt: versUtz-omggpflichtiger Beschäftigung ft O SBf6m; 2 ba Derterversicher^ng 200 Wochen: es I^bdavon lOO Morgen in einer Zeit aeftät fern, in der Versicherte m versicherNNgspflrchtiger Be- orwesen ist: 3. bei der Selbstversicherung 500 Wochen M die «EMt erfüllt, dmm genügt es. wen» der Bers icherre mTnrh olb 2 Jahren (vom Tage der Ausstellung der Quittungs- der freiwilligen Bersicherungi ' Martzen) ^bt. Trotzdem ist cs empfehlenswert, mch nach Er- 'ullang der Wartezeit jede Woche eine Marke einer beliebigen Nasse & nefjöT, bam dre Höhe der Rente richtet sich nach der ^ grAebten Marken Die Rente kann auch noch dadurch erhSlA werden, daß der Versicherte Zusatzmarken Jnvalid^Ette wird ohne fo6ötb ^ Versicherte ummt^ ^ rTtöc ^ im Sinne der Reichs- ^ulterungsordmrng rst. Ter Versicherte gilt als inLalide in vn^em L-mne. sofern er nicht mehr mrstande ist, Vz von dem ;u wvs g-simde^lZersonen derselben Art. mit gleicher Au"- lnVwng an demselben Ort zu verdienen pflegen. Handelt es sich Invalidität, so wird die Invalidenrente, und Zwar vonl ersten Tage an. gewahrt, kommt dagegen vorübergehend e Jnvalünlät m Frage, so wird die sogenanrtte Kvanteir- vorder 27. Woche an bezahlt wird aus Invaliden-, oder Kranilmrente ist beim Der- ^ ü - b« der Bürgermeisterei zu stellen. Es ntüt'fcn vlwer folgende Unterlagen vorgelegt werden- 'letzte Invalide:^: 2. sämtliche Aufre.lmungs- bechnmmmgen über dre früheren Jnvalidettsiarten: 3 eine Be- 'ä/nnrgcmg des letzten Arbeitgebers über die Tauer der B'sck^tti- ^ ^ Arbeitsverdienstes; 4. Bescheinigen ührc Sfrarftbrite* und Milttardw?rsttzriten: 5. iofent der V'rsi'berte li>: Geburtsurk,mden der Kinder unter 15 Jah^ Leider müssen viele Versrchwte auf die Leistungen der ^n- val^enversicherung verzichten, weil sie nach deni Austritt ans der Be^cstästtguirg nicht weiter Marken nn- gsttevt haben. T-d.-se Persmieii können wieder in ihre rlten Ra5ee emtreten. wenn sie erneut 200 WvOnrmarken kleben. Versickerte bereits das 40. Lebensiahr vollendet haben, können von dieser ^bmivch macficn, wenn sie früher min- devens 500 Mette-,bmttage gelenstet »md erneut 500 Wock«nbeittäm ^ebt haben, solche Mwsonen, die nach dem 60. Lebensjahre ^ rart tn das Versäumte nur dann dmsi^' ^ bereits 1000 Wochenbeiträge geleistet wo:-- - * HK. *r, Personal Nachrichten. Der Großherzog A dem Oberlehrer am Nealgvmnosium ui y p-. |l r S ch mrd t anläßlich seiner Versetzung in Ä rnm Skttterkrcmz 1. Klasse des Verdien st- Ä-‘ ^1' ^ Großmüttocm verlieben mrd ihn mif sein l ^(^110018 seiner langjährigen treuen Die:,str Rlt St Vh^'Ä^ 1918 T ' m Nubeftand versetzt. KWnmHer niä Lrwvchen b l a t t. Befördert: Der ^harakter als Maior verliehen: dein Hanvtm Frbrn Sfmrf m 115 (I11 ^lin): zum Nitt- m l.er be-ördert. der Oberleutnant der Reserve v. Baumbach (I Seitz der fefcu >irt. -Reg, nrents 61 (1 Fraiiksurt am ii^-i tz-rck -rs,-Rt tz» Cefccrt^ 63 uiTÜ b ftTTtr Lt. D. Ldw.»PiiNi. 1. Ausgi. ernLMtt' ru Obltöl ' diL» P+d dc-r Res . Lang, d. Fu^rt.M. 8 Fnrzart.-R. 3, Hofmmrn. d. Feldart.-R. 25 .Gies^tt iettt b d N Ers.-Mbt. R.: »um Lt. R^: te ßS '. (II lormilai«); Busse. Steuer«, Zinsscr, ftäfrirtd) im ’).'){ 116 P**'- »«* WH», t S.5? 116 "nt Mtmr Jlu^r, Bizestldtv. (Erbach- i. Leibgnrdc-J.hc- « Walter, Scheeivogel, dieser b. d 3 /Pion - 21, Geile, ju ffrldwlts ^ Zl : Ichnnck, («srC, Scheid, t 27, iu Mmtä.; bx : (Werte*, bSm l, Jh- ? 87 • beim L Ers.-B d«S 3.-R 116. un gftKSwn uit 3^SeA.-9i 117, Dutin«. Schntidtr b k ^7®, U^, feril, Si%St, b, I. Ers-B, deSJ^w- ^ ll 7 , IM gnAoi Ult 3,flS3rtb4B. 117, Becker (Qfamt) bei IF-dg-fS-fS* äs, &*. fei rfWm des Feldart.-R. 63. * Wlnterkartoffel - Dersyrgung. Unser heu- ttger An-ciqeuttil enthalt wichige Bekanntnrachungen über dre Versorgung mit Wirtterkartoftelü. Wir weisen an dieser Stelle besorrders darauf hin. ** Städtischer Ob st verkauf. Es werden bis auf weüeves die Obstmarüm ^132—135 beliefert. Die Obstmarken ^121—131 verlieren am 29. September 1918 ihre Gültigkeit.— -vre Obstmarken 6 120—135 werden bis e WickMkeit der möglichst veAosm .Ansammlung dieser Laüblwlzfn'kchte lMlagnal-ott un^ dün'en in Oberhessen und den brmackcharten Bezirken von Lesserr-Nasjchl nur an die von Landesprodukten-Bertriebs-G. m. b. H. Gießen. Walltvichraße 44, errichteten Sammelstellen (siehe Anzeige m der heutigen Nunrmer) abgeliefert werden. Das Sammeln von MMr und Kaswm-n bringt bei dein l-ohen Sammellohn von 6,50 Marc für den Zenttior Eichstbi und 5 Marck für den Zentner Kchtv.n«n hohen Verdienst. Es ist deshalb dringend zu empfehlen daß ttder, der über etwas freie Zeft verfügt, sich an der Sammlung beteiligt Er leistet damtt dem Vaterlande eine wertvolle HÜfe r- Durch Pcistnachnahme eingezogene Beträge können für Po,tse des Absenders und mit der Br^eichmmg ^.Zeitung. Zettsck).riften" oder „Nachrichten" versehen fern Sie dürfen rnrr bei der Dostanstalt au feeliefert werden, ne von der Ober-Postvirektion -bestimmt wird. Bei Nackwichten-« ^Eigen imrß^aus der Aufschrift hervorgeh-n, doh der Absender em Nachnchtenhikremi und der Empfänger eine Zeitung, Zeit- chrrft oder ern Zeittrngsverle.se r ist. Andere Mtteilimgen, Riirrd- wvnven, Nechviungen u. dgl. dürfen die Sendmrgeii kricht anthaltan, Ausivarng hergeslrllle Drucksachen bleiben von oer Abgabe befreit, wwfcjbo* von der Druckerei aufgeliefert werden. Welches Geldinstitut soll ich zur Erledt- nieiner Zahlungen wählen? Zwischen den ein- Reichsbank. Postscheckamt, Banken, Gaws- und ^arkasieil besthen grundlegende Unterschiede, die sur dre Wahl irnter ihnen besttmmend sind. Tie Reichs bank und das Postscheckamt vergüten keine Zinsen. Tie anderen Institute (Banken. Loparkassen und O^enoss-ensächsten) dagegen ver> zrnsen die Guthaben. Bei Reichsbank und Post wird man kurzsrrstige Gutt-aben crnzahlen, die täglich gebrMicht werden. Tie Reichsbank ist die Bmik des Großviwkl.'hrs. Tas Postscheckamt dag-^-n ist das av?ig7leteInstitut für kleineZahlungem nur ein Mindeitguthrben von 25 Mark gefordert Wer z^lrevche kleine re Zahlungen zu leisten bat, wählt Fweckmäßiger- gfe das Pvftfchvckamt. Em Po!llck-eckkontv ist auch rieben einem Konto bei. «ner Bank, Sparüisse und Geiwssrnsä-aft am Platze ur alle, dre häufig ZaUungen zu leisten habeii oder solche e,np. fangen Für alle Gelder, die längere Zeit stehen bleiben, ngriet sich dagegen ein Konto bei einer Bank. Sparkasse oder Genossenschaft. Tenn nicniaiid wird auf die Zinsen, die er dort erhalt, berate ,vollen, Auf ein solches Konto können mich die Inhaber eines Postschrkkontos die Beträge überweisen, über 2*2* nE sogleich verfüge,! wollen. Wenigsterrs e i n Konto zu habe,!, liegt im Interesse eines jtt>en, mag er über große oder ttemc wag--er viele Umsätze oder ioemge machen, sei er Geschäftsmann, Landwirt. Boamter, Llngi-stellter oder ?1rbeiler . - N Zt nr F m f? brn Kmtto eingerichtet hat, und den bärge ld- loien Verkehr mtt lernen Vorteilen kennt, lätztniemalsmehr davon. >* l uder Kaninchen»«cht, Nachfem hit mnegS - Fell - Akttengesellschaft bereits einmal eine betrachtllche L-umme für die Kostenlose Abgabe von Zuchtkaninchen an Kriegs- . hat ist ru letzter Zeit wiederum ein Betrag mnl 500 000 Mark zur Forderung der Kaninch.nzucht im De.itschm Reiche von ihr zur Verfügung gestellt worden. Aach diesmal siül dre Durch uhrlmg der Maßnahmen durch Vermittlung dm- l-nttwir^ maltlick>en Z-enttalstellen ersolgen. Etwaige Anträge mrs Unter- stuznmg mrs diese,! von der lidnegs-FellAktiengesellschaft l^villigten Mitteln sind demzulvlge nicht unnrrllellar wi die Gesellschaft sondern an den Landesverband He,'sischer Kttninck^nzüchtm- in Tarm- tcrdt zu richten. Iael. Es ist eine bekannte Tatsache, daß der Igel den Mäusen, Kasern und Schnecken emsig nachstellt. Er it darum ein getreuer Mittrrbnt« des Landmanns, iwim er ferne Härten und Felder iwr dem llebcrhandnehuieu jeglichen Unae»ref«s fvechÄt^as äußerst nützksthe Tier- sollte daher jetzt noch M mehr als bisher m Schutz genominen werden. einseitig beschreiben! Go hieß r * m ^ dKtthmriigen der Schrifüeitnngen Mid o« r 4>ettagSanstalten, Die Vorschrift tvae ehemals begründet, da beson- oer-S.rne ettlMm Manuskripte in der Scherej zerschifttten und unter «e nn-elnen Setzer verteil nwibn. oetoem a.er die Setzamschiren iJi,™ Druckveren erngesühtt sind, llt das AerfchneiLen der Blatter kaum noch üblich Soivcrt eS sich nicht um eilige Mel- Ast§n für Tageszeitungen handelt, fernen die Blätter auf beiden LettM schrieben werden. Bei längeren Arbeiten Sann hierdurch i*d Papier erspart werden. . Greßener Hochschnkgesellschaft. Ter siebente w der Vortragsreihe über MnÄaschSfunde findet Donners-, ^ 26 -September Jtm 9»/, M/r vn gwöen HSrfen Tätigkeit für das Srubrum des Türkist-ra« peno der Tnrver an unser«: IlniverfiräiQi eb^getreten und war lange , Zeit der emzige Vertreter der vrierc.alischgn Mssensv-aft, > ^ Türkißchni betont«. Ter RÄmec Witt- im schuß cm den Vortrog nwge Ächpiller zeigen. — Gäste sind willkonrmen. Lararett-Zeitnng Nr. 21 hat foTgenben Inhalt: Erne .Kawstrotthe. Ans dem Leben pne-., attr*i E> j cnbahnbetriebsmMines. 3km Max Maria v Weber Ter GeiL. der mibe siegbar macht, von I. K. W. Wvtte rtnnüen Kriegs S!!2S* Unterstützimgsmo.ckLch»fitM für Kru^beschädigle. Lttano Mitteilungen. LlAaE^Beratunra. Schrz Rätsel. Die Bei- lagc enthalt: xre Krim: mrs Jx-m .Kriegsbuch ber 4. Armsü. ^Gesundheit: von Prof. Tr. Ltr-ichr. Was Lngj«ck loill. Das «rglisthp Jockn. BearmildetemLiterrick-it. Landkreis Gießen. -S- Bersrod, 23. Sept. Kttrukenträger Ludwig Gräf- Mi^ketter Fritz Damm und MH. Becker. Sohn des Sc.stäferÄ Karl Becker,^ erlfielten das Eiserne .Kr«rz, Geft. Phil. D ö r t n d, Wagner, erhielt das schwarze Wzeichen für- Lkttoundete. MuSketi» Spei er. der als vermißt gemeldet war, befindet sich rn iwg-, lisck>er Gesangensckxrft, während über den VmLVeib des ebenfalls! als vermißt gemeldeten Will). Hei ste r von Winnerod noch nichts bekannt tonrde. Unsre sehr geringe Gemeinde-Obsternto ergab ernen Erlös von 2000 Mark 50 '-Davon, nt welcher bekanntlich die Musiker nac^inaniEr basPodium verlassen, bis am Schluß der Dirigent mit dem ersten Vwltnisten allein zurückbleibt. Im zweiten Teil des Abends wtrd der beliebte Soloeellist Herr Gutia Casini das Konzert in A-Moll von Saint-Saens mit Orckirsten- beglettung zum Vortrag bringen und sich damit von dem Publikum verabschieden. Den Schluß bildet die Ouvertüre „2he Hebriden" (Fingalshöhle) von Mendelssohn. Hessen-Nassau. ^ _77 'K«sser, 24. Sept. Das Ka i s e rpoar hat der Stadr zmn Besten der durch den Krreg geschädigten Bürger 10000 Mart gestiftet. — Zum Stat^vrivrrmftt 2 N''-rstist-er wurde Geh. Jnstjzr^ Dc. varnter gewählt. Für Kriegsteunmg^illagen cm dir städtv nrX aS? ctt ^ bewilligte die StadtLervi^uwenversanüichrnA 700 000 Mark. Amtlicher Leu. Betr.: WeLewmban. An die Großh. Vürgermeistereien der Landgemelnden des Kreises. Tie noch ttttständigen Verzcickmisfe über WeidenLnbau iü» binnen 3 Tagen hierher einzrssenden. Gießen, den 23. September 1918. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: L o n a e r io a n n. Bekanntmachung. über ErzeugerhSchstpreise für Obst für das Grvßhor zo gt um Hessen, Unter Hinweis auf die Bekamitmachirng der Landesobststelle vom 22. August d. I. bringen wir zur öffintlsitten Kenntnis daß mtt Witckimg vom 21. Septenroer ab für Äepfel und Birne» folgcudi- .Htzchstpoeise festaesetzt ivorden sürd^ 1. Gruppe I: Cebroche ies Obst, . l . . 35 Pf j^ 2. Gruppe II: Gesatteltes Obst . . . 25 Pf. je Pfund' Tie Gr. Bürgermeistereien der Landgemeinden wollen bixS alsbald ortsüblich verkünden. Gießen, den 24. Septentber 1918. Großherzoattchrs Kreisamt Gießen. I. V.: Cellarr'us. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Groß-. Dürgermeiftereien der Landgemeinden des Kreises. dcackLtehende BcckanTttmackmng der Landesobststelle ist alsbald in ortsüblicher Weise.Für öffentlichen Kenntnis zu bringen. Gießen, den 34. Septetnver 1918. Grvßherzogl'cheS Kreisamt Gießen. I. B.: C e l l a r i u s. Bekanntmachung. ^ wkft> nochmals mnDrücllich daiMif rrufmercksam .gemache wß der deni brausenden B.-üan für Heer und st'.'arim- zunächst dw Dersorgwig des Heeres mit BrolLusstrichmitteln gestt^-rt werden muß. ftttü) daß es dar.kTN! die fPftE Ktti's Oist7erseugels ist den dm Teil seine- Ob,des an vce LandeSob ifteiie. bw borrrr ^uT- faiffet oder BezftksgestM.>sstrllOl. absuliejk-nL Jeder Ai-- - mm Obst ohne Genehmigung der Landesobftftelle in Mengen von mehr aS 1 Kllogvennm ist verivttm Tie Gemchnn.i-ua m Mgabe von Obst m Men-vn von nu-hr als l Kllogranrnr Urto biwch die Berft5s-eschäftsstrllen der « dieObsters«!^ chrer Miefeamgsisslch ^aenüber der obststelle g«cügt hnb,m. Bis zu 40<>/o der leweUs von deni ^ atxyliierten Menge können an Selbstvervraw^r auf 5- vwxgmcm mti Vknfytiiprm der LandescüsttzftÄe aWben um ben ^Voen die Hlr^cuger. dre ihrer AbL ieievolaSpllütU «a» . wird mtt Dtvaft vorgogangon werden. I LandlÄobftstell« für das GroßtzsMgtuim Nachruf. Am 3. September fiel auf dem Felde der Ehre unser lieber Turnbruder Gkst. Karl GrsHms Jufauterie-Regimeut 83, 7. Kompagnie Inhaber des E K II. Kl., der Hess. Tanfer- keitSmed. u. d. Kriegs-Ehrenzeichens in Elsen. Ein ehrendes Andenken wird ihm allezeit bewahren Der Turnverein Langsdorf. 8smmeI1biclielnunli Kastanien! Eicheln und Kastanien, die der gesetzlichen Beschlagnahme unterliegen, sollen für die Zwecke der Volksernährnng und Kriegswirtschaft in möglichst weitem Umfange nutzbar gemacht werden. Für gesunde, waldsrische, aber schalentrockene Früchte wird bezahlt für Eicheln . . . M. 6.50 die 100 Pfund für Kastanien . M. 5.— die 100 Pfund frei Sammelstelle. Im Stadtbezirk Giefien können die Früchte, soweit sie nicht in den Schulen aufgesammelt werden, auf der Geschäftsstelle des Roten Kreuzes (Alte Klinik) abgegeben werden. In den ländlichen Bezirken des Kreises Gietzcn find die Schulen die zuständigen Sammelstetten. Ferner werden Früchte angenommen in Kcssclbach, Londorf, Elimbach, Allertshausen, Odenbansen, Geilshausen, Rüddingsbauicu und Weiteröbain, bet Wilhelm Meis- finger II. in Kesselbach, in Arnsburg bei Lich bei Schwester Wilhelmine Malkenius, in Villingen bet Wilhelm Graf V., in Stauscnbcra bei Wilhelm HeibertS- haufen, ln Hungen bei L. Sulzbach L Sohn. _7203V Statt besonderer Anzeige. Nach Gottes rmerforeohlichem jiatechluss entschlief heute abend sanft in dem Herrn nach schwerer Operation in der Klinik zu Gießen mein unvergeßlicher Mann, unser liebevoller Vater, mein treusorgender Schwiegersohn Johannes König Pfarrer zu Bellersheim. In tiefer Trauer: Pauline König geb. Diefenbach Marie König Paul König Luise König Ottilie Diefenbach. Bellersheim, den 23. September 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 26. September, nachmittags 3 8 /* Uhr, in Bellersheim statt. 7194 Darmstädter Pädagogium (N. Elias) Privatschule mit den Klassen Sexta bis Oberprima. Vorbereitung zur Einjährigen-, Primaner-, Fähnrichs- and Heifeprttfting (auch für Damen). Vorzüglich geleitetes Internat. Seit Kriegsbeginn bestanden 187 Schüler ihre Prüfungen, darunter wiederholt ehemalige Volksschülor die Einjähr.-Prüfung nach fünfmonatiger Vorbereitung, Bitzengebliebene Obertertianer nach vier Monaten. 67,7 hv Reisegepäck-Versicherung liand-. Floß- and Seetransport, Einbruchs-Diebstahl-, Wasserleitungs- Schäden-, Unfall-, Haftpflicht-, Fliegerschäden-, Feuer-Versicherung zu mäßigen Prämien. Pollzen sofort erhältl. beider Subdirektion Gringel, Cassel Telephon 4071. (05O6hv) fflönchbarsstraßs 10 Vertreter und Vertreterinnen gesucht. r VERMIETUNGEN Pension Braadl, Hanen Bäae 22 Zimmer,gltlags-T’.AfcendtUeh 2 Zimer ohne Säte zu vermieten 05407 Sonncnstratze 3. Kleine Wohnun zu vermieten 0540*2 BZolfttratze , 4 . Zimmer mit und ohne Pension zu vermieten. Hotel Prlna Carl, 04952 Gictzen. Gat möbl. Zimmer mit Pension z. verm. Nord-Aul. 1. 0W9a Laden mit Wobnnng zu verm. •SS?» Franks. Str. 62, v. Sd)i)ncc groiet 8«ötn auch als Bureau zu verm. 6605 _Neuenweg 50. Stauung n. Boöenrönm evtl, auch als Lagerraum zu vermieten. Angebote unter 7071 an den Gietz. Anz. E T G E S Ü CH '£' 8—10 Zimmer, oder Ein familienbans in guter Lage gesucht. (Elektrisch Llcht Bedingung, Zentralheizung erwünscht. Angeb. unter 7193 an den Gietz. Anz. erbeten. in besserem Hause möglichst sofort zu mieten gesucht. Schr. Angeb. unter 7175 an den Gietzener Anzeiger. 2-3» Ummer- Wohnung mit Küche und Gas mögl. im nördl. Stadtteil $u mieten gesucht. Zu errr. in der Ge- lchästLstette d. Gietz. Anz. 0-5,7» Brautpaar sucht 2-?-,Pm.-Wch. Angebote unter 7141 an den Gietzener Anzeiger erbeten. Für alleinstehende Person wird bis zum 1. Oktober 2-Ziinmer-Wohniing mit Küche gesucht. Angebote um. 0i410 a. d. Gietz. Anz. erb. Junges Ebevaar sucht sofort kleine Wohnung. Angebote mit Preis unter 05395 a n den Gietzener Anzeiger. 1-2 rnöbl. Zimmer m. Küche, auch unmöbl-.von ktnderlosen Leuten zu mieten gesucht. IPMW Gerhard, Wolfstr. 10, IL I Student sucht zum Semesteranfang gut möbliertes, freundliches Zimmer, wenn möglich mit elektr. Licht und Klavier. Schrifil. Angebote unter 05400 bis Donnerstag den 26. Sept. an den Gietz. Anz. erbeten. Zimmer 1 oder Z gesucht. Nähe Universität. Mögl. elektr. Licht. Angeb. mit Prcisang. unter 7195 an den Gietz. Anz. Eltgüiit möbl. Ziinincr (auch zwei! in ruh. Hause gesucht. Nähe derUnio.-Biblio- tbek erwünscht. Angeb. unter 05387 an den Gietz. Anz. | STEL L E N A N G E B Q T E 1 Für Anivaltskanzlei mirb tüldtiger Geljilse gesucht. Angeb. mit Zeugnis- abschr. u. Gehaltöanspr. unt. 7067 an den Gietzener Anz. Tüchtige Dreher u. Schloffer sofort gesucht. 717s Göbel & Appel Alicestratze. InitsPaiSS 6pa9c für Azzliigs- uni KltiikiOrrsltztz. Aufruf! Vier Jahre lang wütet nun der. Weltkrieg. Furchtbar sind die Opfer, die er von unserem Volk gefordert hat und noch täglich fordert. Die Zukunft unseres Vaterlandes ist aufs schwerste gefährdet, wenn es nicht gelingt, einen Ausgleich zu schaffen für die Hunderttausende von blühenden Menschenleben, die uns durch den Krieg entrissen worden sind. Vor allem gilt es, die erschreckend hohe Sterblichkeit der Säuglinge und Kleinkinder zu bekämpfet In den letzten Friedensjahren gingen van hundert deutschen Kindern fünfzehn bereits im ersten Lebensfahr zngrnnde, mehr als in fast allen anderen Kulturstaaten. Eine durchgreifende Hilfe durch Ausbau des Mutterschutzes und der Kindersürsorge ist hier dringend nötig. Dazu sind aber neben den Zuschüssen des Staates, der Kreise und Gemeinden weitere bedeutende Mittel erforderlich, die durch eine große Volksspende aufgebracht werden sollen. Die Sammlung für „Deutschlands Spende für Säuglings- und Kleinkinderschutz" wird in Hessen im September dieses Jahres stattfinden; ihr Ertrag verbleibt ausschließlich unserem engeren Vaterlande. Wir wenden uns an den oft bewährten Opsersinn des Hessenvolkes mit der herzlichen Bitte, an dem großen Werk der Nächstenliebe mit- zuhelsen. Möge jeder nach Kräften dazu beitragen, die Fürsorge für unsere Kleinen und Kleinsten zu fördern. ES gilt die Zukunft unseres Volkes, die Macht und Größe unseres heißgeliebten Vaterlandes: Darmstadt, im September 1918. Eleonore Großheraocln von Heesen and bei Rhein. Der Torstand der €>rossh. Zentrale für Matter- Süaglingsfürsorge in Hessen. and Dr. Dletz. Unter Bezugnahme aus obigen Aufruf wird die Bürgerschaft sreundlichst gebeten, zu dieser Volkdspendc nach Kräften beizntrage». Gaben nehmen alle Banken, die Sparkasse und Stadtkasse entgegen. In der Zeit vom 17.—30. September findet eine Haussammlung. am 28. September eine Straßensammluug statt. Kamen« des gesctiäftsfülireiideci Ausschusses: R eil er, Oberbürgermeister. 693ID Für Lagerarbeiten und als Packer wird 7197a Itrüfi. Mm levtl. Kriegsbeschädigter! für sofort od. 1. Oktober gesucht. Emil Roth, Marburger Str. 20. Hausburschrn sucht 05393 Emil Fischbach. KniNW, j Wc«iUe« od DikoßmWk» ges. Medizinische Klinik. r nur sofort gesucht. 7192 Amend. Bahnbofstratze 66 . Stadtrech nerstelle zu Schotten ist alsbald neu zu besetzen. Bewerber, die im Gemeinderechnungswesen ausgebildet sind und genügende Erfahrungen der Verwaltung einer größeren öffentlichen Kasse besitzen, werden ausgefordert, Meldungen unter Angabe der Gehaltsfordcrungen und Beischluß von Lebenslauf und beglaubigten Zeugnisabschriften bis längstens 6. Oktober t I. bei der Unterzeichneten Stelle einzureichen. An Dienstsicherheit sind etwa 4000 Mk. zu leisten. Schotten, den 23. September 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Schotten. _I- V.: Zinser. 7199D Für leichte, dauernde und saubere Akkordarbeit werden zu Anfang Oktober eine größere Anzahl männlicher und weiblicher rbeitskräste angestellt. '079 Eisenwerk Haiger, Margaretenhütte" Gießen. Ein braver ftunge kann am 1 . Oktober als Lehrling in meine Buchbinderei ein- treten. Emil Roth, 7198a Marburger Str. 20. zum Nähen von Ktnderkleidern u. einsacherDamengarderobe gesucht. Angebote unter 05391 an den Gietz. Anz. erbeten. f. zahnärztliche Praxis gesucht. Schrift!. Angeb. unter 7180 an die Geschäftsstelle des Gietz. AuzeiaerS erbeten. Einige Dreheriiiilkii für Leitfvindelbäuke gesucht. 05398 Sehern & Co. daS kochen kann, für kleinen HauSha't ver sofort gesucht 7184 Nord-Anlage 11 , 1 . Mädchen mit guten Zeugnissen, oder Aushilfe gesucht 05350 Kraukfurter Straße 23, L Gesucht zum 15. Oktober oder später tüchtiges Älleinmüdchen für kleinen, herrschaftlichen Haushalt. Borzust. vorm. 9—11, abends 7-9 Uhr. Freu Kanplmann v. Thflmen, 05316 Bismarckstr. 44. Küchen- mädchen für 1. Oktober 1918 sucht 7181B Univ -Augenklinik ZWks bfffercs löinfien tagsüber zu zwei Kindern zum 1 . Oktober gesucht 7038 Plockstr. 14.1U. Suche zum 1 . Oktober oder mch^Alleinmädch. das schon in Stellung war. Praa Haaptmann Tittel, Nidda, _Bahnbofstratze. 7127 Unbescholtene, gesunde Mädchen über 17 Jahre als Pflegerinnen zum 1.10. aesucht. 66143 Direktion der Heil- und Pflegeanstalt Gießen. Wegen Erkrankung meines Mädchens suche per 1. Okib. oder später ein 7144 braves Mädche»,. Frau Webn, Alicestratze 71. Wegen Verheiratung meines Mädchens suche ich per I.Okt. oder später ein fleitz., brav. 91 ä d c h o n welches kochen kann und Hausarbeit versteht. 7206 Frau August Kildinger, Seltersweg 79. Tüchtiges Mädchen vom Lande gesucht. 7207 SvedÜen r Lvuckcr. ! Hausmädchen gesiM ' für befieren Haush. aus dem Lande (Nheinhessen). Auskunft erteilt Fran Prof. Walther. Gtetzen, Lrebig- stratze 43. 7113 Jantjes. williges ESädeiian in kl. bürgert. Hautzh. ges. Näh. i. d.Geschst. d. Gieh.Anz. Gesucht ein zuverläss. Mädchen oder jemand für tagsüber. Näh. Fraa Pfarrer Adolph, Frankfurter Str. 1011. jsTEL LENGESUCH E \ Frau sticht forori Wasch-oder Pnlzste le. Näheres in der Geschäftsstelle des Gietzener Anzeigers. 05403 Ein 20 Monat aller AgelsbeM Bulle Herdbuchtier. forungfähig, steht zum Verkauf bei Lari Svdnpp, llok lForU»bnrg, Kr. Biedenkopf, oss^ 6 Vtonake aller, reinrafi. LeiitsScr TAstthuni! zu verkaufen 05399 K. SoliloferKtein, Launöbach, Kirchstratze 139. Lan 2 wlrtsoha!, nicht zu klein. (nucti allere Gebäude» kauft Landivirt, wenn kleine An- zahiling genagt. Ausführliche Angebote unter 7106 an den Gieüener Anzeiger. 16 000 qm Wiesen und 6000 qm Acker an der Nodheimer Strafie zu verkaufen. 05324 Cbr.Schmidt 11. Löberstr. 10. BT Garteneelände mit jungen Oonbäumen, im südl. Stadttell, in der Baulinie gelegen, zu verkaufen. Schrifil. Angeb. unter 05201 an den Gieaener Anzeiger. Eleganter Jagdwagen, ein-und zmeispännig, wenig gefahren, mit abnehmbarem Halbverdeck, verkauft Aus. Schlörb. Walkmühle bei Lauter, Post Grünberg. 9 gut gebaut, mit Verdeck, steht zu verkaufen bei 00193 Heinrich Kauft 1., BelterSbain bei Grünberg. Laden- Einrichtunq Theke, AuSstell.-Schtänke, Regale ufw., fast neu. hell gemustert, zu jedem Geschäft verwendbar, billig zu Verkäufen. Ausgestellt tm Lad"n Selterswcg 22. 7182 Ein Pflug und eine Kaute Mist zu verkaufen 05374 Kleine Müblgafse 5. Eine fast neue, eiserne HVa«»erpnrnpe, ca. 6 m lang, zu verkaufen. 05408 Wieseck, Kirchstr. 65. Kommode zu verkaufen. 05405 Neuenweg 36. Ein fast neuer Kinder- Liegewagen mit Gummi- ret'eu pretsw. zu verkaufen. 05576 Nittergasse 11,1. Ein noch neuer Kinderwagen zu verkaufen. Wo, sagt die Geschäftsstelle des Giefiencr Anzeigers, «-ns Ein Gasherd mit Tischchen zu verkaufen. Hüller, Schiffend. Weg 16. Ein Luftgewehr zu verkaufen. Wolkenaasse 26. Mkhreregro^eKlstkn zu verkaufen. 17183 Walltorstrahe 16 . AilfUnger - Brikfmackil- SflHimlung ffnSSuÄ an den Gienener Anz. erb. Brennholz 50 Mtr. Eichen-Schälholz zu verkaufen. 71771) Oh r. Kretz, Dillen bü rg. KAUFGESUCHE GrummetgraS zu kaufen gel . Näheres Lonvstr. 2 . «z « Suche eine gut erhaltene HettsteNe.sowlLIeider- schrank, Waschtisch und Tisch zu kaufen. Schr. Angebote unter 05386 an den Gienener Anzeiger erbeten. j UirSL n V E DEN ES j Für Uwle! UNpnlnn wirksamste Saatbeise Otto Schuaf, Uießen 7iso SeStcrsweg 89. Drogen und Chemikalien. Gut erhaltener, gebrauchter Linolenmteppich Grötze 2x3 m, zu kaufen gesucht. Angeb. mit Preisang. unter 05401 an denGies;. Anz. Etwas Stoff oder ein Kleid zum Umarbeiten gibt’s überall noch, um mit Hilfe eines Favorit - Schnittes etwas Nrues entstehen zu lassen. Anleitung durch das reich ausgestattete neue Favorit - Moden - AJbum (M 1.—), Jugend - Moden- Albura (M. 1.-1. erhältlich im 6609a O' ’ öjessen JcWM/Zä» Einkoch- .Gläser . Bei frdl. Farn, sucht Herr gal bürgerl. Mittags- und Abendtiftch, wenn mögl. gleichzeitig wübl. Zimmer. Letzteres jedoch nicht Bedingung. Angebote unter 05362 an den Gietz. Anz. Eine Obstkelter SchiffeubergerTal 52 p. 063 * 7185 Geschw. Helsenbeiu. Hund entlaufen auf den Namen Lur hörend. Gegen Belohnung abzugeb. West-Anlage 46. 7142 So- Trocken gute Eichenjchnitltvare in allen Scknittstärken von 10—100 mm kaufen gegen sofortige Kassa 6333 Katzcnstoin & Seipp, Gietzcn, Telephon 149. Gebr. Osmm-KlavMule zu kaufen gesucht 7208 Weierstratze 16, v. Ankaufs von Alteisen, Lumvcu. Papier, Flasche». Louis Rothenberger. Teleph. 176. Neuenweg 22. von Antiguttäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt. eisen, sowie allen von mir geführten Arttkeln. 4956 Louis Rothenberger. Stwiegrapbf®- Sssellschaft Jjßabelsberflaf* Giessen und Damenabteilung E. V. Wir eröffnen DieuStag, 1 . Oktober 1918, abends 8 Uhr, im 0diult)nuic Neustadt fil unterLeitung unseres 1.Vorsitzen den,HerrnA.K arnb a ch. staatlich gcvr. Lehrer der Stenographie, einen AüsliUr-LeljrßiiW in der Vlabelsbergersche» Kurzschrift für Damen nud Herren. UnterrichtSgelddM. Anmeldungen an denObeu- f reuannten, Landgrafco- tratze 6 . oder zu Begina dcS Unterrichts erbeten. 717vv Der Voritaab. / Jtr. 225 Zweites Statt Sieben« Anzeiger (General-Anzeiger für Sderhesien» Mittwoch, 25. September (9(8 Eine Rede £a!aat Pascha;. Berlin, W. (WDB.) Tie deutsch-türkische Vereinigung vemarstaltete heute obend zu Äiren des Großwesirs Talaat Pascha ritten Einpfangsabend, an dem die Vertreter der Reichsrsgiermrg. der Khedive Abbas Hilmi, der Vertreter der persisckMl Gesandtschaft und der deutsche Botschafter in Konstantiuopel Graf Bernstorff trilnahmen. Ter G r o ft tu e \ i t hielt dabei folgende Ansprache: Bor Gott und der zivilisierter Menschheit sind wir jederzeit in der Lage, beweisen zu^können, daß wir diesen blutigen Krieg zur Verteidigung unserer Selbständigkeit und unserer Ehre führen.. Auch Staaten haben Rechte und Pflichten, die der Bürger hat, für Erkaltung ihrer Ehre und ihres Ansehens, ohne die nieder die Menscher noch Staaten leben können, Sorge zu tragen. Tiefes hohe Ziel vor Augur, haben w-ir stets den Frieden erstrebt. Ter hohe Freund der Menschlichkeit und der Zivilisation, der mächtige deutsche Kai'er, hat als erster die Land zum Frieder? gereicht. Unsere Feinde wiesen aber den Vorschlag zurück. So wie heute glaubten sie auch damals, daß es eine Falle sei. Auf meiner Lerrrise hatte ich die Ehre, in Wien vom Kaiser empfangen zu werden. Ich sah auch Baron Burian und er sprach zu mir ernst und voll inniger Aufrichtigkeit über seine Gedanken über die Beendigung dieses völkervernich enden Kampfes. Mein erlauch er Herrscher und geliebter Padischah hat seit jeher den Frieden für die gegnälte Menschheit gewünscht, und auch der Zar der Bulgaren hat bei jedem meiner Besuche geäußert, daß auch er von den gleichen Wünschen beseelt sei. Wir wissen, daß auch unsere Völker diese Wünsche unserer .Herrscher teilen. Unsere Gegner intrigieren und beeinflussen die öffentliche Meinung ihrer Völker und scheuen sich in Besprechungen rinzntrelen. weit sic von der Rechtmäßigkeit ihrer Ziele nicht überzeugt lind. Wenn unsere Gegner die Ueberzengnng jhres Rechts gehabt hätten, wären sie zu der Besprechung gekommen und hätten versucht, die ganze Welt von der RechEmäßigikeit ihrer Anspräche zu überzeugen. Sie wagen es nicht und gestehen damit ihr Unrecht ein. Sie behaupten, für die Frefteit der kleinen Nationen und für die Beftrinng der Welt zu kämpien. Auch wir haben die Ueberzengung, für diese Ziele den Kampf ausgenommen zu haben. Mögen sie kommen uird für ihre Behanptnngen die Gründe Vorbringen. Ter ganzen Welt wollen wir Mitteilung von unseren Besprechungen machen, auf daß die Welt sich ihre Meinung bilde. Aber unsere Gegner kommen nrcbt und kömien nicht kourmen, weil ihre Worte nicht ernst gemeint snrd. Biele Nationen seufzen unter dem Joch unserer Gegner, welch? auch uns vernichten wollen und dazu immer neue Rationen gegen ihre Ueberzengung zum Blutdienst gegen uns zwingen. Tcr Feind form uns nicht vernichten und wir werden unser, gerechte Sache bis zum guten Ende. verteidigen. Unsere Kraft besteht in unserer Einheit. Tie Besprechungen in Berlin l-aben die -Ltärke dieser Einheit bewiesen. Wir wollen mit ganzer Kraft nrch Standhaftigkeit den Kampf fortsetzen. Ich spreche nicht vom Frieden, weil dessen Erlangung nicht mrc von dem Willen einer Partei abhängig ist. Wir wolle,: unseren Gegnern zeigen, daß wir dirrch vorübergehende Mißerfolge nicht kteinmütrg werden, ebenso wie große Erfolge nicht vermögen, uns übernrütig zu machen. Von Gott erflehe iw Gesundheit für unsere verbündeten Herrscher, sowie Kraft und Standhaftigkeit für unsere Völker. Aus Stadt und Land. Gießen, den 25. September 1918. £pM für iiif ZWliW- nnti Einöcrfirlorsf! Das Gietzener Kriegsmufeunt. m. Gießen,den 25. September 1918. Tie Bestrebungen, späteren Generationen die Größe Gewalt vnd Bedeutung des gegenwärttgen Welttrieges recht greifbar vor A!ngen fülwen m können, 'haben bereits in perschiedenen Teilen! des Rerck>es Widerhall gc'fimbeu. So entstanden ienc Sammlungen, die tn Schrift und Bild, durch Waffen, Beutestücke. Erzeugnis,e der Kriegsindu,trie. sonne durch Proben alles dessen was ver Krieg im wirtschaftlichen und täglichen Leben hervor-i gern fei: und erzeugt hat, rindringlichst erzählen. Schon fri'iher Irobai das Oberheswche Museum und die Grillschen Sammlungen ttch rn der M'uieumsgeschichte einen Rainen geschaffen, soioohl durch oie einzigartigen prächstorischen Sammlungen wie auch durch dre unermüdlichen Bemühungen um die Erhaltung der Zeugnisse der Hermattunst vergangener Zeiten. gestern morgen im neuen Schloß, Landgras-Philipp- Plaß, eroffnete Kriegsmusenm hat die Stadt Gießen als erste 2L ^ C11 rin vorbildliches Denkmal für die Geschichte dieses Krieges erhalten. In zwei Sälen find die Sammlungen übersichtlich unter gebracht. Ter erste Saal enthält neben Karten, Abbildungen /vttegertrophaen, 2 Sanitätshunden in voller Ausrüstung ring fast vollständige Sammlung von Kriegsnotgell) ans dem besetzten Gebrct mrd der Heimat; der zweite Saal bringt in unerschöpf- Ver.Mlle Beutestücke, Uniformen, Waffen, Schnitzereien und fGemaldc von Kriegsgefangenen, die Ehrentafeln mir den Bildern gefallener Greßener, Erzeugnisse der Kriegsindustrie, eine Zusammenstellung des Karten-Rallonierungssvstems und vor allem dre wohl einzigartige, von Geh. Kommerzienrat Heichelheim gestiftete Sammlung der Kriegsorden aller Bundesstaaten, des verbünde ten^ Oesterreich-Ungarns und die lückenlose Sammlung oer bulgarischen Kriegs-Auszeichnungen, die S. M. der König der Bulgaren dem Museum schenkte. Tie Eröffnungsfeierlichkeit fand vor geladenen Gästen in Gegenwart der Spitzen der Behörden statt. Hierbei führte der Direktor des Oberhessischen Museums und der Gailschen Sammlungen D^rr Professor Tr. h. c. Gramer ungefähr folgendes aus: Aitit Kriegsbeginn war es selbstverständlich unser erster Ge- danke. Krlegserinnerungen zu sanimeln. Dieser Gedanke wurde zur Tat durch Herrn Geh. Rat E m m e l i u s, der weitgehende Werbungen in Schrift und Wort erließ und gleichzeitig einen namhaften Betrag grundlegend für die Errichtung des Museums stiftete. Von allen Seiten strömten Geschenke herbei, und besonders mftere mackeren Feldgrauen sandten Erinnerirngszeichen von allen Kriegs, chauvlätzen. Vorläufig wurden die Gaben im Museum mnergebracht, doch mußte nun die Unterbringung in geeignete .Itaume ernstlich ins Auge gefaßt werden. Wir begrüßren es daher freudigst, datz durch Entschließung Sr. Kgl. Hoheit des Groß- o g s uns Räume in diesem Schlosse überwiesen wurden. öwnt,. Hochbauamts wurden die Räume n. ..«useumsztoecke rwhervorragender Weise umgestaltet. Tie Stadt Gußen und Herr' Geh. Rat Tr. h. e. Gail übernahmen hochherzig die mcht unerhri»ftchen Kosten. -Äußer der Stadt Gießen stellten treue f reunde, besonders aus der T a b a k i n d u st r i e. reichliche ..cittel zur Verfügung^ Durch die zahlreichen Zuwendungen, beson- ^^^ourchdre Errichtung des Archivs, das 33 Abteilungen, umfaßt, wuti^ dre Leitung ins Ungemessene. Es nmßten also Mitarbeiter gewonnen werden. Zu Anfang leistete Lehramtsre serener Kunkel unermüdliche verständnisvolle Tienste, später, wich an- derweittger dienstlicher Verwendung des Herrn Kunkel, sprang Herr PiDs, x>v. Lentert m bic Lücke. Professor Helmke hals ^ der Einrichtung der Sammlungen ans dem Kriege 1870/71. Grptze Verdienste hat sich Herr Architekt Meyer erworben. Trotz ferner beschrantten Zeit stand er dem Kriegsmuseum unermüdlich fronte Erenttvarf bie gesamte innere Ausstattung, sammelte die Morden und lertete den damit verbundenen umfangreichen ^cyriftwecbsel wwie die Einrichtung der Heldentafeln Hohe Ancr- cennung zollen wir auch den Handwerksmeistern und Hilfskräften. Anschlim erwähnte Herr Prot. Tr. K r a m e r einzelne be- donttc den Stiftern und übergab sodann das Mnseilm Verrn Oberbnrgermfister Keller für die Stadt Gießen. . T...erburgermei,ter Keller dankte namens der Stadt Gießen uno würdigte nnt warmen Worten die Verdienste des Direktors Prof. Tr. Kramer, der Mitarbeit^ Lehramtsreserendar Kun - k e I, Prof. Helmke, Prof. Tr. Lentert, Architekt Meyer und der Stifter Geh. Rat Tr. Gail, Geh. Rat E m melius, Getz. Ltoirynerzienrat Hei-cki.'lhrim, Kommerzienrat Klingspor, Kommerzienrat Müller, Kommerzienrat Roll. Kommerzienrat Cloos, Landgerichtsdireftor Bücking, Fabrikant Bännin- ger und Brauerribesitzer Jhring. — Zum Schlüsse fand eine gemeinsam^ Besichtigung der Mnseumsräume statt. Tas Kriegsmuseum ist Sonntags gegen eine Gebühr von 20 Pf. jtu besichtigen. Außer dieser Zeit beträgt das Eintrittsgeld 50 Pf. Man wende sich an Frau Ochs, Sonnenstraße 2III. StädLlsche Möbel für Llriegsgetrautc. Eine ungemem wichtige Angelege:rheit, welche die Gemeinwesen im, Zusammenhänge mit der Wohnungsfrage nach dem Kriege beschäftigen wird, ist die Ausstattung der während des .Krieges gegründeten Familien mit Möbeln. Eine große Zahl der Kriegsgelrauten hat nach der Hochzeit keinen eigenen Hausstand gebildet, sondern die Frau blieb bei den Eltern wohnen, während! der Mann wieder ins Feld ging. Tiefe Ehepaare werden alle nach dem Friedensschlnß ihre eigene Wohnmrg suchen und möblieren müssen. Eine außerordentlich gestrigerte Nachfrage nach Möbeln wird entstehen, die eine entsprechende Steigerung der Preise nach sich ziehen wird. Sind diese jetzt schon beträchtlich gegen jene vor dem Kriege, so werden sie dann für die breiten Massen unerschwinglich sein und ein höchst bedenklicher Zustand tritt ein, wenn nicht Maßregeln hiergegen getroffen werden. Tie Gemeinden handeln daher vorsorglrch, wenn sie Vorkehrungen treffen, um die Möglichkeit, nach dem Kriege Möbel zu erttäglick>en Preisen zu erstehen, sicherzustellen. Aus diesem Grunde ist anch der Stadtvorstand Gießen dieser Frage nähergetteten, wobei ihm von seiten derSchreiner- vereinigung rmd der W e i ß b in d e r v e r e in i g u n g des G e w e r be v e reins Gieß en die tatkräftigste Unterslützungi zur Verwirklichung dieses Gedankens zuteil wurde. Tiefe schufen nach Entwürfen von Architekt Schumacher hier eine Einrichtung, aus Wohn-, Schlafzimmer und Küche bestehend, die bei,tunlichster Einfachheit und Mäßigkeft des Preises ermöglichen soll, mit bescheidenen Mitteln eine Wohnung mit Möbeln twn behaglichem Geschmack auszustatten. Tie dabei angegebenen! Preise sind von der Marktlage abhängig und destvcgen voraus- sichtlich/ftioch Aenderungen, wenn auch nicht erheblichen, unterworfen. Tie Möbel sind in den Ausstellungsräumen der Firma Rudolph hier, Selterslveg, die deren Inhaber in liebenswürdigen und uneigennütziger Weise zur Verfügung stellte, ausgestellt und sollen demnächst bei den hiesigen Ätöbelhändlern und Schreinern zum Verkauf gelangen. Landkreis Gießen. -m. Villingen, 24. Sept. Eine besondere Anerkennung für tapferes Verhalten wurde einem Sohne unseres Ortes, dem auf dem westliüheii Kriegsschauplatz kämpfenden 24jährigen Musketier Karl Ziegler zuteil: es wurde ihn die fünfte Kriegsauszeichnung verliehen. Ziegler, der bereits seft längerer Zeit im Besitze des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, der Hessischen Tapfer keitsmedaille, des Oesterreich,isck-en Verdienstkreuzes und des Hessi schen Kriegsehrenzeichens 1, Klasse ist, erhielt jetzt noch das Ver wundeten -Abzeich,?n. Hessen-Nassau. --- Frankfurt a. M., 23. Sept. Tr. Ludwig Rotten betg feierte hrnte sein 25jähriges Jubiläum als Kapell mrister am hiesigen Opernhause. 2lus diesem Anlaß fand in den Mittagsstunden auf der festlich geschmückten Bühne in Gegenwart des Aussichisrates der Theater-A.-G., der Gcneralintendanz, sowie des gesamten Personals eine schlichte akademische Frier zu Etzreii des geschätzten Jubilars statt. Generalintendant Tr. Z e i ß feierte "Nachtasyl". Samstag 28., 7: ,,Lilio-m" Sonntag 29., 3: (Kl- Pr.) „Jugend". 6 : „Don Carlos" Montag 30., 7: ..Die ^ckmle der Prinzessmncn". Dietislag 1 . Okt., 7: „Tie Geschwister". Hierauf: „Erwin und Elmire". Mitl!ix>ch 2., 6 V 2 : „Rachtachl" in seiner Festrri>e Tr. Rottenberg als den Hüter des Erbes der gwßen klassischm Meister und den Förderer der inngen deutschen Tonkünstler. Rach Tr. Zciß sprachen noch zahlreiche Gratulanten herzliche Worte höchster Anerkennmig dem Jubilar aus. Heute abend fand zu Ehren Meister Rottenbergs im Opernhause eine Festvor- steUung statt, bei der Glucks tragische Oper „Alkeste" gegeben wurde. — Frankfurt a. M., 23. Sept. Aus Anlaß ihrer Silbernen Hochzeitsseier stifteten Leopold Lindhrimer und Frau der Jugend- Mrsorge Frankchrt für erlwlungsbedürftige Kinder aller Religionsbekenntnisse 25 000 Mark. Gicßener Strafkammer. Ter bereits wegen Betrugs mehrfach vorbestrafte Fabrikarbeiter Ludwig Z. in Wölfersheim hat einen Wirt zu Friedberg um den Betrag von 200 Mari geprellt, indem er diesem vorfchwindelte, er könne ihm Schinken und Speck von einer Frau in Wölfersheim besorgen. Tesglrichjen hat er rin Mädchen von Wohirbach um den Betrag von 38 Mark beschwindelt, dem er oorspiegelte. er könne ihm 1 Paar Schuhe von Frankfurt a. M. besorgen. Er ist seinem Verspvech,en nicht nach gekommen und hat das erholtene Geld für sich verwendet. Tas Gericht verurteilte den geständigen Aug'klagten unter Vertagung mildernder Umstände zu 2 Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus die Tauer von 5 Jahren. Mit Rücksicht aus die Höhe der Sttase wurde er alsbald w Haft genommen. Ter Taglöhner Karl W. in Gießen ist vom hiesigen Schöffengericht wegen Vergehens gegen das Hilfsdienstgesetz zu einer Geldstrafe von 25 Mari verurteilt worden. Er sowohl wie die Staatsanwaltschaft verfolgte gegen dieses Urteil Berufung. Tas Gericht wies die Berufung des .Angeklagten kostenfällig zurück und erhöhte die in 1. Instanz erkannte Strafe auf 50 Mark oder 10 Tage Gefängnis. Ter Bo Jahve alte Händler Georg SÄ von Hoch-Weisel ist vom Lchöffengericht Butzbach zu Geldstrafen von 30 und 20 Mari verurteilt worden, weil er in Hoch^Weisel 57 Ei-er und in Fauerbach eine Taube a n f g e k a u f t hat ohne Erlaubnis hierzu oder eine Ausweiskarte zu besitzen. Tie Gr. Staatsanwaltschaft verfolgte gegen dieses Urteil Berufung, um eine Sttaferhölwng hcrbei- zusühron, das Rech«tsmfttel wurde aber zurückgeiviesen. Tie Justus P. Ehrleute in Maar sind vom Schöffengericht Lauterbach wegen Hehlerei und Anstistuirg zum Diebstahl mit je 2 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Auf ihre gegen dieses Urteil eingelegte Berufung wurden sie in der heutigen Hauptverhandlung auf Grund der Benoeisaufnahme freige- s p r v ch e n. Sitzung des Schwurgerichts am 23. 9. 1918. Ter 18 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Heinrich B. von Friedberg hatte sich wegen Urkundenfälschung und Betrugs zu verantworten. Ler Angeklagte ivar in der Eisenbahnweri- stätte Frankfurt a. M. beschäftigit und es war ihm von der Eisen- bahnbcbörde in Friedberg eine Arbeitermonatskane zum Preise Vvn 8,70 Mark für den Monat Februar 1918 behändigt worden. Er bat nun diese Monatskarte verfälscht, und zwar so, daß sie auf den Monat März lautete, und hat von dieser gefälschten Karte bis zum 5. März Gebrauch gemacht, und zwar zur Fahrt von Friedberg nach Franffnrt und zurück Hierdurch hat er den preu- ßisch--hessischen Eisenbahnsiskns um etwa 8,70 Mari geschädigt. Tw Geschworenen bejahten die an sie gestellte Schuldfrage ebenso airÄ die Frage nach mildernden Umständen. Tas Gericht verurteilte den geständigen Angellagten zu dw Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis. Spielplan der vereinigten frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Mittwoch 25. Sept., 1: „Das Treimäderthaus" Donnerstag 26.. 6 V 2 : „Alleste". Freitag 27.: Geschlossen. SamSlag 28., 6 üs: „Mignon". Sonntag 29., 5: „Die Meistersinger von Nürnberg". Montag 30., 7: „Hossmonns Erzählungen". Dienstag 1. Oktober, 6 V 2 : „Zar und Zimmermann" Mittwoch 2., 6 ü->: „Allestri'. Ztzausplelhaur. Mittwoch 25. Sept. 7: „Tie Laune des SßerHebtejt" Hrerauss: ^Die Mitspzuldigen". Donnerstag 26,, 6 : „Hcmck^. Freitag 27., Cctztc rlLHctiricyten. Dcr neueste ^Zericlit der Oeeve^lerinng. (WTB.) Großes H a u p t q u a r t i t r, 25. Srptcmd (Amtlich.) W estlicher Kriegsschauplatz. H e e r e S g r u p p e K r 0 n p r i n z N u p p r e ch t. Rege Erkun.u: gs.ätigk i in Flandern. Z'.viß en Mreu- vreS und bvm W-alde von Havrincourt lebte der Artillerie-- kampf auf. Bei MoeuvreS schülerten erneute Angriffe des Feindes. HeereSgruppeGeneraloberstvonBoehn. Südlich von Epchy nahnren wir in örtlichem Geg-eiv- angriff die vor den Kämpfen am 22. September gehaltenen Linien wieder. Zwischen dem Omignon-Bach und der Somme nahrnen Engländer und Franzosen ihre Angriffe gegen St. Quent n wieder auf. Sie waren von sbirker Artillerie und Panzerwagen begleitet. In Zlontruetgrieourt und Fracillh-Sc'enry faßte der Gegner am frühen Morgen Fuß. Versuche des Feindes, in h.'ftigen, sich gegen Mittag fortsetzendco Angriffen die Einbruchsstellen zu erweitern, scheiterten. Durch Artillerie und Flieger wirksam nutetstützte Gegenstöße unserer Infanterie und Pioniere brauten gegen Mittag Kvn- truetgricourt wieder in unseren Besitz. Die zwischen beiden Orten gelegene He he wurde nach weckchelvollem Kampfe wiecerge: ommen. Fraeillh-Selenry blieb in Feindevh.tnd. An der übrigen Front brachen seine Angriffe meist chon vor unseren Linien zusammen. Wo er sie erreichte, wurde er im Gegenstoß wieder zurückgeworfen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen VcSle und Aisne brachen Sturmabteilungen in die feindlichen Linien südlich win Glenne ein und brachten 85 Gefangene zurück. Ein starker Gegenangriff, den der Feind nack) Abschluß dieser Kämpfe gegen unsere Ausgangsstellungen richtete, wurde abgewiesen. Bei kleineren Unternehmungen über die BeSle und in der Champagne machten wir Gefangene. * Wir schossen gestern im Lustkampf 28 feindliche Flugzeuge und 6 Fesselballone ab. Leutnant Nuomey errang seinen 42., Leutnant JaeobS seinen 30. Luflsi g. Der Erste Gcner'tlalmriiermeister Ludendorff. * * * Qesterreichisch-ungarischer Bericht. Wien, 25. Sept. (WTB. Nichtamtl.) AmÜich wirb verlaut- hart: An der Tiroler Süüfront uirb zwischen der Brenta und der Piave scheiterten italienische Erimrbungsvorstöße. In den Sieben- gemeinden setzte der Feind gestern bei Canova seine Trilangrisfo fort. Die Angrisse der Italiener und Tschccho-Slowaken wurden überall g^wossen, an einer Stelle durch einen Gegenstoß von Par- dubitzer-Tragoner. Der Chef des Generalstabs. U-Boot-Erfolge im August. Berlin, 24. Sept (WDö. Amtlich.) Im Mo-nat August haben die Mittelmächte rund 420006 Brutto-Register-Tonnen des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschifstaumes vernichtet. Ter dem Feinde zur Verfügung stehende Handelsschiff raum wird somit allein durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte seit Kriegsbeginn um rund 19 220 000 Brutto-Register- Tonnen verringert, Hiervon sind etwa 11 920 000 Brutto-Regifter- Tonnen Verluste der englischen Handelsflotte. Nach inzwischen gemachten Feststellungen sind, soweit bisher bekannt, im Monat Juli außer den seinerzeit schon bekanntgegebe- neir Verlusten oder im Tienste unserer Gegner fahrenden Handelsschiffe noch weitere Schisse von zusammen etwa 40000 Brutto- Register-Tonnen durch kriegerische Maßnahmen schwer beschädigt in feindlichen Häsen ein getroffen. Ter Chef des 9ldmiralstabs der Marine. Die Kämpft in Rußland. Moskau, 24. Sept. Nach dem in der „Iswestija" veröffentlichten Kriegsbericht rücken die Engländer in der Richtung ans 'Kotlas vor. Auch an der Ostfront in der Gegend von Perm filiden anscheinend heftige Kämpfe statt, in denen die Truppen der Bolschewisten zurückgedräugt wurden. Petersburg, 23. Sept. Eingetauftne Meldungen berichten von Z wi sti g keftten der sogenannten Archangelskschen Nord- (regierung zwischen den Vertretern der rechten Sozialrevol^ftionäre und dem englischen Kommandostab. Das Märchen von der Räumung Elsaß-LolhringenS. Berlin, 24. Sep!. Amtlich In der Heimat laufen in den^ letzten Tqgen Gerüchte um, die sich mit der Räumung von Teilen von Elsaß-Lothringen beschäftigen. Hierzu wird mftgeteill, ' daß lediglich die vor einigen Tagen erfolgte mid amtlich bekannt- gewordene Fernbeschießung von Metz und anderen Stellen Ver-- anlassung gegeben hat, zum Schatze des Lebens und der beiveglick-en: Habe der Emwohnec Vorbereitungen zu treffen, alle solch? Orte beschleunigt räumen zu können, die innerhalb des Fecnbereiches» der weittragenden feindlichen Geschütze lieien. Diese Vorbereitungen . werden planmäßig mit allen Rücksichten, die mit den. militärischen Notwendigkeiten vereinbar sind, eingeleiret und später durchg-esührt werden. Verhandlungen Wer die polnische Frage. Berlin, 24. Sept. Bei der letzten Anw-esenhrit des Staats« sekretars v. Hintze in Wien wurden kommissarisch- Verhandlungen über die polnische Frag? vereinbart, die heute zwischen Vertrerern Teutschlands und Oesterreich-Ungarns wiederum be, gönnen haben. Im weiteren Verlaufe sollen auch Vertreter Polens hrnzugezogen worden. Die Brotration in Berlin. Berlin, 25. Sept. Ter Lebensmittelausschuß Grvßberlln hot beschlossen, entspreck-end der erhöhten Mehlzuteilung vom nächsten Monat ab die alte Brotration von 1950 Gramm wiederherzustellen. Ein großes Erdbeben. Bern, 25. Sept. Italienische Zeitungen melden ein starkes Erdbeben im griechischen Inselreich, das b-iouderÄ aut Milo Melos verheerend gewirkt habe. Vftin zahle dort 300 Tote und mehr als 2000 Verwundete. Fast alle grüße- - ren Gebäude seien eingestürzt. Zeichnet 9. Kriegsanleihe ' . s *>ei Bank für Handel und Industrie Niederlassung Gießen in Gießen, Johannesst r. 1 - Ecke Neuen weg Moritz Gantz Bella Gantz geb. Schuster beehren sich ihre Vermählung anzuzeigen Dießen Mannheim (Mollstr. 13) den 25. September 1918. Ihre heute stattgefundene Vermählung zeigen ergebenst an H. Schwerdlfeger und Frau Elisabeth geb. Ruth. Gießen, den 25. September 1918. (ä Vortragsvereinigung Kaufmännischer Verein Gewerbeverein Gießen 7153 VORTRAG 1 Mittwoch, 25. September, 8V. Uhr im Gewerbehaus (Kirchstraße 16) Herr Fabrikant J. Reutlinger, Offenbach: Warenumsatzstempel, Luxussteuer usw. Mittwoch, 25. Sept. 1918, abends 8 Uhr, in der neuen Aula Deutsche Kulturarbeit im besetzten Belgien Jörtrag «itMta Gießener H o ch s ch u l g e s el l s ch a ft Einladung zur Vortragsreihe über Auslandskunde 7. Vortrag: Die Literatur der osmanifchen Türkei Geh. Regierungsrat Or. Georg Jacob, Prof. a. d. Univ. Kiel Donnerstag den 26. September 1918, abends 8 1 /, Uhr, im großen Hörsaal des Dorlesungsgebäudes der Universität Gießen, im September 1918 Der Vorstand Grünewaid, Justizrat Dr. Behaghel, Geheimerat Gäste sind willkommen 72020 Das ßMfrisier-Geschält von Karnbach Kaplansgasse 27 empfiehl! Haubeunetze, Gr. 10/38, echt Haar. 1,50 Mt., doppelt2Mk.; Zöpfe. Haar- ichmuck, Kleider-, Kops- und Zahnbürsten, Kämme, NarsumS, Kopswasser usw. sehr billig. 05168 Haare iverden gekauft. -Schleier -Kränze -Seide “==” -Handschuhe im 6018a QT/odehaus Qabmon beste Saatbeize (nur für Wiederverkäufer) bei & iCpumm Srogan, EJalerlal* u.Fa.bwaren-GroQiaadlg., Gießen. 6534D von Herrn Siegfried Moltke aus Leipzig Darstellung der hervorragenden Arbeiten des Deut schen Generalgouvernements auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge, des BerwaltungSwesenS, der Schul- pflege, des Bersicherungs. und Steuerwesens, des wirtschaftlichen Wiederaufbaus und der wirtschaftlichen Weiterentwicklung usw. in Belgien. Eintrittspreise: M. 1.50, M. 1.-, M. 0.50, im Vorverkauf bei Ernst Challier, Neuenweg 9, Telephon 671, und an der Abendkasse. 71260 ZT Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: [6305 Versteigerung. Montag den 30. September, vormittags 10 Uhr werden der Weide Tiergar.en bei Hungen ein Simmen taler und ein Vogelöberger augekörter Zuchtbulle iHerd- buchttere', membtetend versteigert. Die für Samstag den 28. September auf Weide Wernmgö b. WenntgS festgesetzte Versteigerung findet nrcht statt. Metzen, den 20. September 1918. 7174D Ls-iSrt>iMliMsMer-Aliss/i!iiß für Lbtthcjsrii. Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 26. September 1018. nachmittags 2 Uhr, versteigereiich in dem Hause Löwengasse Nr. 5 ru Glenen parterre öffentlich, freiwillig gegen bar: Llerderschränke, Vorhänge, Galerien, Linoleum- Lauter, Ausziehusche, Sofa. Spiegel, Uhr. Stühle, Nahmaschine, Bilder, Waschkommode, 4 vollständige Berten. Porzellan, Gasherd. Kücheuschrnnk, 25 Bit. Dolz, rannen, 9 Ztr. Holz, eichen, 2 Ztr. Steinkohlen und 1 Ztr. Briketts, gegen Bezugschein, Keller- gcirell u. dergl. m. Versteigerung bestimmt. SaintongeS, stellvertretender Gerichtsvollzieher, Gieffen. Oüngersireuer „T rinmph“ 8064 c geeignet für alle Düngerarten, besonders für ICaSksiickstoff in kleinsten Mengen, in allen Grötzen sofort lieferbar. G*. Schieferatein, Lieh, Maschinenfabrik. Fernsprecher 17. Heile Hielt selbst! Das neun Buch: „Die neue Hauskur aller akuten und chronische ) Krankheiten“. Vollständig neue Methode, o)in Medikamente, ohne sonstige Ausgaben. Ein natur- ffewoll er Heil weg. Zahlreiche Anerkennungen. Preis Mk. 3.00, Nachnahme 3JKX Verla« Otto Lorenz, Oharlotteahur* 5, Aaaffiiut Prosp. umsonst 7146D Q. _ Qiefien Bekannte erstklassige Unlerrichtsaastal! f.Handelswissenschaften. Das Winterschufjahr beginnt am 15. Oktbr.1918. Zur Aufnahme in Kl. A (Jahresklasse und Kl. B (Halbjahreskiassel genügt Volks-u. Miitel- schuibildung. Für KL H (Höh.Handelsfachklasse) ist bessere Schulbildung Vorbedingung. ^ Anmeldungen täglich. Prospekte frei. Riesenspinat Eskimo neue vollständig Winterhärte Sorte, sehr spät aufschieffend. mi; extra groß. dnukel ssrunen Blättern, bringt höchste Erträge. 1 Ponton -Lamen 20 Pfg,. 10 Portionen 1.90 Mk., 50 Portionen 9 ML, 100 Portionen 17 Pik. 1a. Saatkümmel 1 Portion 90 Pfg., 10 Por- tionen 8.50 Pik., 25 Portionen 2Oll>0Mk.,1OO Portionen 80Pik. Jetzt ist die richtige Zeit zur Aussaat. Riesenstoppelrüben Elefant (Spezialzucht). sowohl als feinste Speise- und Futterrübe, wächst ungeheuer schnell, Eremolare ä2O Pfund schwer sind keine Seltenheit. Jetzt Aussaat auf abgeerntete Getreide- und Kartoffelfelder. 1 groffe Portton 60Pfg., lOPortionen 8LOMk., 25 Portionen 13 ML, 100 Portionen 50 Pik. Versand per Nachnahme. — A. P l ö t t n e r, Großgärtnerei, Tbetßen Nr. 123 iThür). (Ucber lOOprcuff.Morgen _in Kultur). 7 00 ss Einmachfäffer Leiterwagen Schiebkarren empfiehlt Küferei Sommerkorn, Dleichstraße 10. «mi Die neuen ab 110.18., auf Kart, in handl. Taschenformat 100 St. 5,50, weniger 6.- gegen Nachm Einzelprs. 10 Pfg. 0781 2. Wetuert, Gieße». Winterkartoffel-Versorgung. ^ Versorgung der Einwohner öer Stabt Greffen mit Wmterkartoffeln wirb folgendes bestimmt: I. Allgemeine Bestimmungen. § 1 . Karwsfetn für den Winterbedarf kömrar euftueber un- nnmbar twm Erzeuger auf Grund eines Kartoffel-Be- rugsschernes oder von einer städtischen Karwffelverkaufs- teue auf Grund eines Wintackartoffel-Gestellauswcrses bezogen werden. Es ist nicht zulässig, aus Grund eines Kartoffel- Bezugscheines Kartoffeln von einer städtischen Ber- rauiSjrelle Ä»er auf Grund eines Kartoffel-Bestellaus- werses von einem &mbnrirt zu beziehen. Jedem Verbraucher steht die Wahl, ob er seinen Bedarf von einem Landwirt oder einer sM»r. Verkaufsstelle b^rehen will, frei. Es ist gestattet, die znstehende Kartoffelmenge znm ZU von einem Landwirt und zum Teil von einer Kartoffel Verkaufsstelle zu beziehen. 8 3 Die Kartoffel-Bezugsscherne und die Bestell-Aus- wnse berechtisen zum Bezug von 3 Zentnern Kartoffeln Fr dte Person und die Z^it vom 4. November 1918 bis 20. Jult 1919. _ Für die Zeit bis zum 3. November 1918 sind die Kmwofseln ausschließlich auf Grund von Wochen-Kar- toffelmarfar von einer ftädt. Kartoffel-Verkaufsstelle zu beztehen. 8 4. Ter Berechnung des Bedarfs ist entsprechend den geltenden rerchsgefetzlichen Bestimmungen der Satz von ernem Pfund für den Kopf und Tag zugrunde gelegt; mehr darf daher täglich nicht verbraucht werden. Jedermann ist Dafür verantwortlich, daß er mit den ihm über- w^^aen ^Kartoffeln während der vorgeschriebenen Zeit 8 5. Personen^ die mit der ihnen bestimmungsgemäß zustehenden Menge an Kartoffeln beliefert sind, können, wenn sie mit der ihnen überwiesenen Menge nicht aus^ kommen unter Seinen Umständen auf eine nachträgliche nochmalige Lreserung von Kartoffeln rechnen: sie haben umveigerlich die Einweisung in die Volksküche zu ae- wartigen. Tie Versorgung der Kliniken, Anstalten. Vereins- lazarette und Gastwirte bleibt besonderer Regelung Vorbehalten: Anträge fxrtb bei dem Städtischen Lebensmittel amt, Zimmer Nr. 12, zu stellen. § 7. s. WneErsorge angehörige ffamilten, die ihr« Startoffeln fmrch Bermrttlung der Stüdt. Skrieasfürsorge Archen wollen, cSimen nur WinterLirtoffel-BestellauS- weise nchmen. Kartoffelerzeirger die mehr als 200 qm Kartoffeln ange&ant haben, sind verpflichtet, die geerntete Menge anzumelden damit sie bei der Berechnung des Winter- bedarss in Anrechnung gebracht werden kann ns 8 9. Tu MarkenMisgabestellen sind für die Bersorgmws- berechticken mrt den Anfanqsbuchstaben -kn 26. ds. MS. und L—Z : Freitag, den 27. dS. MS., von 8—12 vormittags geöffnet. U. Kartoffel-BezugSscheine. «s. 8 10. Ausstellung der Kartoffel-Bezugsscheine, die imr ^I,ben pezu? von Kkrrtolfeln mimittelbar vom Erzeuger Gültigst besitzen, erfolgt auf Grund eines zu stellenden chnstltchen Antrags. ^ V-ndrnck fürder, Arrlrag sind gegen Vorlage der Lebensmrttel-AusweisLartc m Einpsang zu nehmen. !§ 11 . Zn dem Antrag sind mi zu geben' 4. her Anbau von mehr als 200 qm Skrtosseln' die Anbaufläche U7id die voraussichtliche Ernte. 8 12 . Ter Antrag ist nach ordnungsmäßiger Ausfüllung Mid mu der Unterschrift des Antragstellers versehen dem -unukäug.ben, damit nach Prüfung der Angaben dre Ausstellung des Bezugsscheines erfolgen kMrn. Der Tag der AaSgabe der Bezugscheine wird besonder- bekanntgcgeben. 8 14. AEellung eines Bezugsscheines ist eine a»^,oO Pfennig zu entrichten . leistet ^ Bezugsscheins wird Ersatz nicht go> 8 15. ^^ug^chem ist nicht übertragbar: seine Gültig- keit erlischt am 15. Oktober 1918. Bei Empsang der Kartoffeln ist der Bezugsschein dem Erzeuger nach erwlgter Ausfüllung der vorgedruckte» Empfangsbescheinigung ausznhäTidigen. 8 17. tür Mnier^peisekmEln brtraat 6 Mk. >ür dx„ Zentnee Be, Lieferung mlSfchließ. lzch Zick frei Lller des Bestellers kann höchstens em Zuschlag von 0,90 Mk. zu dem Höchstpreis von 6 ML n SÄ Hnt^r mid E*i Gestellung nm, Satten von tur den Sack «ls Leihgebühr gefmderl werden^ bei L relerung durch den Erzeuger innerhalb feines Wohne Es frei «er oder an einen Ort im Umkreis von mehr fpn Ostler darf der Aufschlag höchstens die Halste der genannten Satze betragen. LH. Kartoffel-Beftellau-weise. 8 18. . K artossel-Bestell