Nr. 223 Der Eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Eichener Zamilienbiätter; Urcirblatl für den Ureis Gießen. Bezugspreis: monatl. Mk. 1.20, vierteljährlich Mk. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10; durch diePost Mk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Vestellg. Ferusprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag,GeschättsstelleSI AnschriitsürDrabtnach- richten: Anzeiger Sichen. Erstes Blatt l68. Jahrgang Montag. 23. September 19X8 Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 Zwillingsrunddruck Annahme von Anzeigen s. die Tagesnuinmer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbiudlichkeit Zeilenpreise: sür örtliche Anzeigen 25M.,für auswärtige 30 Pi., für Reklamen Alk. 1. - nebst 20°^ Teu- crungszuschlaq. Haupt- schri'tleiter: Aug.Goel;. Verantwortlich für Po- Bankverkehr: üt'k: Aug. Goetz; für «ewerbebanl Wehen de» übrigen Teil: vr. Remhold Zenz; An« u. Verlag: Brühl'sche Unio.-Buch- u. Stctnöcudcrei K. Lange.Schriftleitung. Seschästsstelle u. Druckerei: Schulstr.r. s°'.n7uch n^Giehe»: General-Anzeiger sür Oberhessen Ein in der Abwehr besonders erfolgreicher Tag. (WTB.) Großes Hauptguartier. 21. Septemb. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Oestlich von Merkem wurde ein belgischer Teilangristf abgewiesen. Rege Erkundungstätigkeit Mischen Ltts und Scarpe. Bei Abwehr engliMr Bataillone. die nördlich von La Bassec twrstießen, machten wir 50 Gefangene. Heeresgruppe Generaloberst vonBoehn. Zwifichen Gouzeauoourt uns der Somme zeitweilig starte Artillerietätigkeit. Ein englischer Teilung'iff nordwestlich von Bellicourt scheiterte vor unseren Linien. Südlich der Somme nahmen wir unsere, noch weit vor der Stellung belassenen Truppen auf diese zurück und räumten somit auch Essigny-le-Grand. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Vauxaillon und Jouy folgten am Abend h sti- gem Feuer feindliche Angriffe. Auf dem Hehmrücken west ich von Jouy fatzte der Feind Futz. Im übrigen wurde er abgewiesen. Bei dm Heeresgruppm Gallwitz und Herzog Alb recht keine besondere Gefechtstätigkeit. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * (WTB.) Grobes Ha up lg na rtier, 22. Septemb. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Westlich von Fleurbair und südlich von Havrineourt wurden englische Tcilaugriffe. nördlich der Scarpe starke Vorstöße des Feindes abgewiesen. Eigene Untcrnchmungen bei Mo-eutwes brachten 45 Gefangene ein. Heeresgruppe Generaloberst von Boehm Nach den vergeblichen Teilangriffen der beiden letzten Tage holte der Engländer gestern wieder zu grobem, einheitlichem Angriff aus. Sein Ziel war der Durchbruch südlich von Eainbrai. Unter dem Schutze einer dichten Feuerwalze trat die englische Infanterie, von Panzerwagen und Fliegern begleitet, zwischen dem Walde von Gouzeaucourt und Hargieourt am frühen Morgen zum Angriff an. Wir hatten in Erwartung des feindlichm Angriffes in der Nacht vom 19. zum 20. die Verteidigung von dem freien Gelände östlich von Epchp in die alten englischen Stellungen zwischen Billers Guislain und Bellieourt verlegt. Als der zum Angriff tiefgegliederte Feind die Höhen hinab gegen unsere Linien anstürmte, empfing ihn das vorbereitete Abwehrfeuer unserer Artillerie. Infanterie und Maschinengewehre. Der Angriff blieb vor unseren Linien liegen. Nach stärffter Feuervorbereitung setzte der Feind zu erneutem Angriff an. Auch dieser zweite Ansturm scheiterte völlig. In dm Südwestteil von Billers Guislain und in das Gehöft Quennemont drang der Engländer vorübergehend ein. Hier warf ihn sofortiger Gegenstob wieder zurück. Am Abend und mährend der Nacht folgtm stärfftem Artilleriefeuer nochmals heftige Angriffe, die abgewiesen müden. Der gestrige Kampftag war in dem schweren Ringen an der.Westfront ein besonders erfolgreicher Tag. Deutsche Jäger und Kavallerie-Schützen-Mgimenter. oft- und westprmtzi'che, Asensche, niHerschlesische. wesffälische. rheinische, bayerisch^ Regimenter und Gardetruppen haben dem Engländer gestern eine schwere Niederlage zugefügt. An seiner ganzen Angriffsfront hat er schwerste Verluste erlitten. Unserer Artillerie fallt ein Hauptdeil an dem vollen Erfolge zu. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Aitette und Aisne blieb die Artillerietätigkeit kugsüber in mäßigen Grenzen. Sie lebte am Abend in Verbindung mit heftigen Teilkämpfen südlich von Bauraillon, am Getzfft Vaurains und nordwestlich von Vailly auf. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. c Die österreichisch.«,igarischen Tagesberichte. Wien, 21. Sept. (WTB.) Amtlich wird vcrlautbart: Italiens sche r K r ie g s scha u P la tz. Eine feindliche Unternehmung gegen Stellungsteile im Tonale-Ab chnitt wurde durch unser Vernichtungsfeuer im Keime erstickt. In den Judiearien. im Concei-Tale. bei Mori und aus der Hochfläche örtliche Kleinkämpfe. Zwischen Brenta und Piave b schränkte sich der Italiener nach dm Mißerfolgen der letzten Tage auf schwächere Vorstöße gegen unsere Tasson-Stellungen nordöstlich des Atome Pertiea. die alle restlos abgewiesen wurden. Westlicher Kriegsschauplatz. Bei den k. u. k. Truppen nichts von Belang. Albanien. Keine nennenswerte Gefechtstätigkeit. Der Chef des Gencralstabs. Wien, 22. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlautbarti Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern überfielen auf dem Dos so Alto un'erc Sturmiruppen ei en von tschecho-slowakischen Legionären verlest ilttn Grabe absckmitt. Der größte Teil der Besatzung erlitt sein verdientes Schicksal. Sonst an zahlreichen Stellen der italienischen Front Erkundungsgefechte. Westlicher Kriegsschauplatz. Bei den k. und k. Truppen keine bewnderen Ereignisse. Albanien. An der Küste wurden abermals italimische Angriffe abgeschlagen. Der Chef des Generalstabs. -— Auf arten Fronten hat die Entente einheitliche Großangriffe eingeleitet, ein Zeichen, daß in diesen Tagen und Wollen die Entscl-eidung erzwungen werden soll. Im Westen haben ledoch unsere Kämpfer in den letzten Tagen, gestützt aus dre festen Wälle der neuen Stellungen, den Angreifern schwere Enttäuschungen bereitet. Sie kommen nicht durch, weder die Engländer, noch die Franzosen, noch die Amerikaner, und dem Siegestaumel, in dem sich die feindlichen Völker letzt befinden, wird zweifellos bald eine Ernüchterung folgen. Daß die Gegner an der mazedonischen Front bei überraschendem Ansturm einen Anfangserfolg errungen haben und in eine schwach besetzte Stelle eingedrungen sind, besagt nicht viel. Die Bulgaren haben durch Reserven den Stoß bereits abgefangen, und mit der von den Feinden beabsichtigten Unterbindung der Linie Wien—Nisch—Konstantinopel wird es sicherlich nichts werden. Wie weit die Engländer in Palästina mit ihren jetzt triumphierend ausgerufenen Erfolgen kommen wollen, werden wir erst später sehen. Der Türke wi«d, wie sckwn so oft, gelegentlich wieder zum Gegmschlag ausholen. Hochmut kommt vor dem Fall. Auch der frühere Zar von Rußland hatte, wenige Wock)cn vor dem Ausbruch der Revolution mit Hohn und Drohungen alle Verständigungs- Versuche zurückgewiesen, Konstantinopel für Rußland gefordert — und dann kam die große Umwälzung. Wir ersehen aus dem weiteren Verlaus der britischen Arbeiterkonferenz, wie dort von den Amerikanern und Engländern immer wieder hartnäckig darauf hingearbeitet wird, die deutschen Interessen im Rate der Völker und der Internationale überhaupt m u n d t o t zu machen. Die deutschen Sozialdemokraten sollen nur dann willkommen sein, wenn sie dem Jnteressenverband der Ententeländer bedingungslos zustimmen. Friede und Gluck soll es rrach der Ansicht dieser Herrschaften nur geben, wenn Deutschland mit einer ausgemachten Niederlage aus dem Kriege hervorgeht. Ein französischer Delegierter hat diesen Standpunkt kritisiert und gefordert, daß dennoch eine internationale Konferenz stattfinden könne, wo es den Deutschen gestattet sein solle, über die strittigen Punkte wenigstens zu diskutieren. Selbstverständlich stand auch dieser Sprecher auf dem Standpunkt, Deutschland müsse Entschädigungen zahlen, Elsaß-Lothringen herausgeben usw. Aber die Engländer und Amerikaner beharren dabei, daß die deutschen Genossen alle Vertretung deutscher Einweichungen und Interessen abschwören sollen, bevor sie zu einer Konferenz zugelassen werden. Man sollte die eigentümlichen Ausführungen der Herren Henderson und Gompers immer wieder unsren deutschen Arbeitern Vorhalten; alle werden so viel ver- tandiges Urteil haben, um zu erkennen, wie sie hier nur als dumme und charakterlose Angehörige eines nicht stimmberechtigten Volkes behandelt werden sollen. lieber ben Verlauf her vorderen Linien amb dis Verhältnisse hinter der feindlichen Front brachten sie zahlreiche wertvolle Meldungen. Die Infanterieflieger nützten jede einigermaßen angehende Wetterlage aus, um die höheren Stabe über den Verlauf der eigenen! ^rnie zu unterrichten. Vielfach konnten sic der Führung vorrücknchg fernbliche Artillerie gruppen, die meist osten aussülwen. cm zeigen. Der Fernd zeigte sich sehr angriffs^ustig. Zrhlreicbe Aufklärungsflugzeugs Irattcn Lustkämpfe zu bestehen. Unsere Jagdgeschwader warfea Itch den semdtuchen Bomben,- imb Schlachtfliegern in der ganz ungewöhnlich geringen Höhe von oft nur 30 Meter über dem Erd- Iwdenmtt gewohntem Schneid entgegen und brachten ihnen schwerste Verluste bei. Ueber besonders wichtigen Punkten wie z. B. Brrey Conflans und Metz kam es zu Luftschlachten, g r o fe e it ö t U 3. Die Amerikaner erlitten dann besonders schwere Verluste. Ane amerikanische Bombenstaffel von vier Flugzeugen, J lc j- am r 'September nach Metz durchbrechen wollte, wurde durch unsere Jagdflieger bei Brietz vollkommen aufgerieben. Schon am 14 hatte der Gegner an dieser Front 19 Flug- ö'buge, also drei ganze Feldabteilungen verloren. Er rourbe infolgedessen da er seine Fliegerverbände rasch vor unseren Jagd- Msseln weg imelzen sah. mit dem Einsatz seiner Luftstreitkräste vor- ffch.tig.-r. Lo überwältigend war die deutsche U eberlegen heit in i? Luft. Leutnant Büchner braclste vom 12. bis 18. September l--: Flugzeuge zum Absturz und errang damit fernen 21. bis 32 UMeg Leutnant v. Hantelmann schoß in der gleichen Zeit io serndUche Fluggeuge ab und erhöhe die Zahl seiner Luftsiege aus 16. ^en Rreesenanteil an diesen^ Erfolg hat das Jagdgeschwader 2 unter Fühmng des Oberleutnants Frhr. v. Bönrgk das wre der amtlrche Heeresbericht vom 20. September meldete, ut der Zert vom 12. bis 19. 9. 81 feindliche Flugyeuae abschoß und nur d Flugzeuge im Kamp! verlor. Oberleutnant Frhr v Bönigk errang dabei fernen 22. bis 25. Lusffreg Kein Wunder, daß unseren, GeMern dre hervorragenden Eriolge dieses Geschvaders keine Ruhe besten. In ihrer Erbitterung setzten sie am Nachmittag deS 19 Leptember ern Geschwader von 5 Bregnet-Flugzeiigen an, das deii Flugplatz des Jagdgeschwaders 2 mit Bomben bewerfen und so dre gefürchteten deutschen Maschinen, die im Luftkamvs nicht nieder- zunngen waren auf der Erde vernichwn sollte. Sie hatten die Rechnung ohne das Geichwader und ihren tapferen Führer gemacht Noch vor Ausführung seines Auftrages wurde das ganze feindliche Bvmbengeschivader, bei Conftans durch das Jagdgeschwader 2 auf- gerieben. Drei ferndliche Flieger wurden brennend abgeschossen dre beiden anderen zur Landung gezwungen. Fliegeranqriffe auf deutsche Lazarette. <-^Erlin, 21. Sept. (WTB. Nicktamtl.) Wegen der feind- « seto.^irriffc auf deutsche Lazarette ist am 18. August der hresigcn schweizerischen Gesandtschaft eine Ver- balnote zugestellt worden, in der es zum Schliisse lieißt: Tie deut- iche Regrerung legt gegen diese fortgesetzten Verletzungen der Bc- itrmmungen der Genfer Konvention auf das nachdrilcklichste Ver- wahrung ein und bittet die schonzerische Gesandtsckiast. zu veran- lassen daß dieser Protest aus schnellsten Wege zur Kenntnis der französischen und der britischen Regierung gebracht wird. * Ein Luftangriff auf Venedig. (L.-A.) Laut Stefanimeldung hlken und zeit weiser Regen vereinigten sich, um' unseren Fliegern oas Dasein n der Luft so sckMcr als möglich zu Machen. Gleichwohl untevs Nutzten die Schlacht staffeln mit bestem^ Erfolg oftmals die kämp- 'ende Infanterie, griffen seiridlicl-e Reserven in den dortigeiü bewaldeten Mulderr an und bekämpften feuernd feindliche Batterienester: zahlrerche Dmcks, verrückende Pwtzen und Jnfanterieabtei^ lungert nahmen sie unter gut gezieltes Maschmen-Gckivchr-J^uer * Ein Angriff der Engländer in Palästina. Konstantinopel, 21. Sept. (WTB. NichtamMch) Tagesbericht vom 20. Sept. Palästinafrvnt. Der erwartete Angriff der Engländer hat begonnen. Nach heftigem Ar- tillericfener setzte am 18. Sept. abends der Kampf östlich der Sttas^ Jerusalem-NabLus m breiter Front ein. Der erste Llnsturnr des (Gegners zersckMMe an der tapferen O^egenwehr unserer Tnw- pen. Um Mitternacht führte der Feind neue Truppen zum Angriff vor. Der Kanrpf mit dauernd verstärkten Kräften wütete die ganze eracht äußerster .Heftigkeit. Bei Tagesanbruch war die Kraft des Angrmsers gebrochen, der Stoß in der Linie Dscholud- Niun-Abii-Zerm anfgesangen: inzwischen eröffneteir die Engländer tauch fm .Mstenabschnitt stärkstes WrffTTmejVwr, in das ihre Scknffsgesck.ütze von (See aus eilt griffen, Nach zweistündiger Fener- Vvrbereituug nnd erbittertem Nabkamps gelang es ihnen, in unsere Stellungen Mischen der Küste und der Eisenbahn Lietnl- Kerrn ein zu dringen. Dein Druck des an Zahl »Veit überlegenen Gegners ausweichend, nahmen wir Unsere Truppen in die Tul- Kerm-Stellung zurück, in welcher weitere Angriffe des Gegners erwartet werden. Am Jordan irainnen wir feindliche Truppen bewegt m gen in Wadiandsel-a in der Gegend von Jericho unter wirksames Feuer. An der Strafte Jcricho-Tell-Nenrin lebhafte Patrouillen- inrb Fliegertätigknt. Airs den übrigen Fronten nichts von Bedeutung. L-traftenbahn z n sammengestohen. explodierte, doch blieben der Minister, sein der Wagenlenker unverletzt. Der Benzinbehälter Flügeladjntlnrt und Aus Ausland. Rußland und die Wiener Rote. Wien, 21. Sept. (WTB.) Das „Neue Aichtnhrblatt" erfährt aus diplomatischen Kreisen: Der russische Sowjet beschloß, sich der österreichischmugari scheu Friedensnote a n z u - schließen. Ein Mordanschlag aus Trotzki. Leipzig, 20. Sept. (WTB.) Wie der Sonderberichterstatter E>dc .Leipziger i^lbendz-ntung" aus Kiew meldet, wurde aus! T r v tz k i in Kursk eilt Attentat unternommen. Ein Soldat schoß aus Trotzte, verfehlte ihn aber. Ter Korrespondent meldet weiter, daß die ukrainisch: Regierung eine Verschwörung zur Ermordung des Leiters der russischen Friedens-Delegation, Ra- kowsti. aus gedeckt habe. Aus der russischen Sowjet-Republik. Moskau, 22. Sept. Wie der .^Isvestia" gemeldet wird, hat die Stadt durch die Beschießung durch die Rote Armee wenig gelitten, doch sei die Wasserleitung gestört und könne erst in anderthalb stNonaten wiederhergestellt werden. Nach der gleichen Zeitung hat das Kommissariat der Völkerschaften in Moskau die sofortige Registrierung aller auf dem Boden der Räterepublik befttidtichen sädslavischen Burger, wie Serben, Kwaten, Bulgaren, Slowenen und Tschechen angeordnet. Die Maßnahme »vird mit der kontre^revolutionären Tätigkeit der südslavischcn Reaktionäre begründet. Moskau, 20. Sept. Nach einer Pressemeldung aus Pensa hat sich die Krisis innerhalb der s.ibi rischen Regierung, die durch die Politik des Generals Grischin Anmasow hervorgerufen war, noch verschärft. Im Zusammenhang mit der Entlassung des Generals dankten die Minister Michailow und Serebrinikvw ab. Moskau, 22. Sept. Nach Pvessemeldimgen beabsichtigt das Finanzbomun ssariat die Einführung eines Zwangssystems von laufenden Rechnungen .und die Herausgabe neuer Geldzeichen. Man hofft, mit dieser Maßnahme alles Geld auf bet Staatsbank zu konzentrieren und außerdem zu Verbindern, daß das Bürgertum das Geld irach dem Ausland überführt. Moskau, 22. Sept. Nach Meldung der Negierrmgspresse wird in Moskau eine Vertretung der turkestani schen Republik gegründet, der der offizielle Verkehr mit de^Räte vegierung Imd außerdem die Bertretimg und der zeitweilige Schutz der Interessen von Buchara obliegt. Moskau, 21. Sept. „Jswestija" berichtet von der Eröfffrmrg der ersten allrussischen Konferenz der Partei der Volks- kommuniften am 21. September: Insgesamt waren 36 Delegierte vertreten. Als Vertreter der Petersburger Organisation der linken Sozialvevolntionäre erklärte Elichewitsch, daß feine Gruppe beschlossen habe, sich in Pollern Bestände der neuen Partei der Volkskommunisten, die die Bvtschewiki unterstütze, anzu schließen. Die Getreideabgabe in der Ukraine. Kiew, 20. Sept. Nach Pressenachrichten hat der Per vftegungsmilnster bestimmt, daß überall da, wv die Grund bescher sich weigern, den Ueder schuß an Getreide an das staatliche Getreidebureau abzutreten, zu Beschlagnahmungen geschritten werden soll. — In den obersten Regierungskreisen scheint die Absicht gesiegt zu haben, die ukrainische Sprache durch Gesetz als amtliche Sprache ein- zufühven. Au- dem Dongebiet. Kiew, 20. Sept. Die deutsche Kommandantur in Rostow (Don) erklärte laut Ukrainischer Telegraphen-Agentur den Pressevertretern, daß alle Gerüchte über den Weggang deutscher Truppen aus dem Dongebiet und Rostow jeder Begründung entbehren. — Zeitungsmeldungen zufolge ist die Ataman-Wahl im Dongebiet für einige Zeit verschoben. Es besteht deutliche Neigung zur Wiederwahl .Krasnvws. Ernste Gegenkandidaten sind nicht vorhanden: daher hat seine Wiederwahl volle Aussicht auf Erfolg. * Die finnische Königsfrage. ~ rO-„Sevt' (WTB.) Die „KöLr. Ztg." schreibt: In der ^Franks. Bolksstmnne" wird unter Bezugnahme auf den Aufsatz Lcheidemauns rm „Vorwärts" zur finnischen Königsfrage behauptet, dem Prinzen Friedrich Karl von Hessen [er von einer Seite, die Nachdruck aufbieten könne, nahe- .gelegt worden, er möge zustimmen, daß die Thronfrage in der 'Lchwebe bletbe, er könne sich ja zunächst auf fünf Jahre als Reichsverweser wählen lassen. Der Frankfurter Korrespondent der „Köln. Ztg." erfahrt kne^u, daß an unterrichteter Stelle von einer derartigen Beeilt- flusftmg des Prinzen noch nichts bekannt ist. Ter Prinz hat sich rn r -® 1 Hr* gestellte Frage wegen etwaiger Annahme einer Wahl iemerzett dahtn geäußert, daß er einem derartigen Ruf ^ .Folge leisten könne, wenn eS der einmütige Wunsch' der .beruf«r«r Vertretung des finnischen Volkes, des Landtages, sei mch dieser dm:ch eine entsprechende Mehrheit bei der Königswahl zmn Ausdruck L>mme. Er set weit davon entfernt seine Person Finnland aulzudrängen. * Dom rumänischen KönigSha«-. «Bukarest 20. Sept. (WTB.) Wiener Korvtfpondeirzbüveau. Verlößlvche, aus Jassy h:er erngetroffene Reisende erzählen, daß dort dte-NachrrM verbreitet sei, der rrmtänische Kronprinz Carol sn Mttbe September plötzlich nach Odessa abgereist und iahe suh dort mtt einem rumänrschen Fräulein namens Zizi Lfuibriuo vernrahlt. Uekw die Wsnahme dieser Heit^t seitens des Königs und der Kontgm werft man hier noch nichts auch nicht, ob der Krouprmjz mit vorheriger Brlligung seiner Ment vorgegangen, oder ob es sich um eine Ueberraschamg handele. Ter Güterverkehr mit Rumänien. . Bukarest, 22. Sept. MTB.) Der Privatgüterver- keh r von Deutschland und Oesterr-nch-llngarn nach Rumänien in wieder ausgenommen worden Der Verkehr wird in derselben Vvr AuÄwuch des Krieges (mit Rumänien erfolgen mc Waren werden auf deutschen, österrüchischen und ungarischen ]cnh i* 1 aeschlosscnen Zügen bis zu Bertettungs statumcn geleitet. Die ' Züge, die aus “ft* 'fotmmn. norden als „Carmenzüg^ bezcick-net. während diejenigen auS Oesterreich-Ungarn „M erkurzü ge" ae- “Tf 11 ' '/^Een"- und „Merknrzüge" werden t 1, 21 Sept. (WTB. Nichtamtlich Ww die Blätter melden, ist das Automobil Enoer Paschas oor- — unweit fernes Palais mit einem Wagen der elektrischen Von der britischenArberterkonserenz. London, 20. Sept. (Privattel.) Nach einer Reutermeldmrg nahnt die interalliierte Arbeiterkonferenz heute unter deni Boritz von Broitckere (Belgien) nachstehende abgvcnt- derte Resolutiivu über Rußland mit großer Mehrheit an: , ,,Die Konferenz ist der.Meiimng, daß in lieberem stiunnmng nnt Artikel 6 von Wilsons 14 Punkten die gegenwärtige Anstrengung der alliierterr Regientngen, dem russischen Volke Beistand zu latsten, nur von dem ausrickjtigOt Wunsche geleitet werden darf, dre Freiheit der Demokratie zu erhalten, um den Frieden der Welt zu schützen, in dein wertvolle Ergebnisse der Revolution dauernd gestchert werden können." London, 20. Sept. (WTB.) Reuter. Die Arbeiter^ ionserenz nalM zum Schluß den Bericht der Kommission über dre Kriegs ziele in der durch die Konferenz verbesserten Fassung an tmb vertagte sich alsdann. London^ 21. Sept. (W^B.) Reuter. Nach weiterer Debatte erklärte sich die Arbeiterkonferenz mit den 14 Pu ulkten Wilsons einstimmig einverstanden. Eurer der ftanzösischen Telcgiettm bescknverte sich über die Erllärung, daß die Nichtan- uahme der Beschlüsse der Lpndmter Arbeiterkonsenenz dnrch die! deutschen Mehrheitssozi^alisten ein .Hindernis für die Abhaltung einer internationalen Konferenz bilde. Tie französischen Sozialisten seien bereit, der Wiederaufnahme der Konferenzen zuzustimmen. Während einer Rede von Longuet wurde die Stimmung sehr erregt, uitd es kam zu heftigen Szenexn. Henderson sagte, durch die Bcmerkmtgeit Longuets und mt- dev:r würden nochmals die ganzen Fragen ausgerollt, die bereits bei der interalliierten - Konferenz vom Februar besprochen und entschieden wordeit seien. Es handle sich darum, ob eine bedingte oder unbedingte Konferenz abgehalten werden soll. Siwohl die französischen Atehrheitssozialisien als auch die französischen Mnt derheitssozialisteit hätten der Bedmgung zugestimmt, daß alle Parteien offen ihre Kriegsziele in Uebereinstiinmung mit gewissen grundlegenden Prinzipiert, über die kein Kompromiß möglich jei, darlegen sollten. Henderson fragte, ob die Bedingung dep Februar - Konferenz erfüllt sei. In der Erklärung über die Krtegsziele sei sür Belgien eine Schadenvergütung durch die* deutsche Regierung verlcutgt worden. .Hcndersop fragte, ob Longuet ein einziges im Namen der deutschen Reerung oder der deutschen Mehrheitssozialisten gesprochenes .1>ort anführm könne, der Front geschickt und verwundet. Als er in England rm Lazarett lag. versuchte.man wiederum, ihn frei zu bekommen und wandte Hi deswegen auch an den früheren .Kriegsminister Jonlheer de .;ong, redoch vergeblich, Herr Slavenburg wurde, nachdem er wieder hergestellt war, wieder nach der Front geschickt. Amerika und Holland. Washington, 20. Setzt. (WTB.) Das Staatsdeparwment bespricht m einer amtlichen Erklärung die Bitte Hollands um Ltewrung von Lebensnntttln aus Amerika. In der Erklärung wird daraus , hmgewttfen, daß 4U0 000 Zmwen holländischen örfn f T s r a um s ungenützt in bm europäischen Häsen liegen und es wird du ^Wartung ansgesprochm, daß die holländische' sste- gierurtg dem Betsprole ariderer Neuttaler folgen und die all ge- merue WtederMrfnckl>,ne des Handels duvck), Aufhebung des Aus- sahrteVerbots für ferne Schiffe tvieder einleitett-werde. Amerika und Dänemark. Washington 20. Sept. (WTB.) Reuter. Zwischen den Verein tgten Staaten und Dänemark ist einHon- ^ , U 11 o a rbrtSab kon, men abgeschlossen worden. Es ist vmi derselberr Art wle das Abliommeti zwischen den Ver.. enugtcu . tagten und .Schiveden mrd Noriovgetl. NcHch dent Ab- lommeit wtrd D^emark jäl/rlrch 352 000 Tonnen Lebensmittel und ander- Bedarfsartck'-s bekommeTt. Dänemark stellt dafür den Vereintgten Staaten und den Allriertcn Schiffsrauric zur Ver- fügintg. Von den Waren, die gemäß diesem Wkommen eingesiihrk werden, darf nichts direkt oder indirekt nach den Mittelmächijen ausgeführt - tverden. Eine zustimmende französische Stimme zu Vurian- « Vorschlag. < . l'WTB.) Im ünkssozialistischen „Popu- lcnre sckMÜbt der ehemalige Devltrierte L e f o y e r: Jedermann, der nur ettrtgermaßett guten Willeit besitze, müsse anerkennen, daß das Frtedensprogramm Bnrians weder einK^nn- z-etchen der GervaltpEik trage noch annexionistisch: Pläne um- sasse. Lücken wetsc es nur hinsichtlich von Wiedergutmaclmngien m Belgten, htnpchtltch der Revision von B re st-Litows k ^ elsaß-Lothrtngischen Frage aus. lieber diese Lttckml dürfe man stch urcht Wundern, deim niemals iverde eine knegfühveitde Partei eiircu durchaus billigen Vorschlag machen, den dte Gegner ohne Erörterung annehmen kotmen Gerade die Ttskusston müsse daher zur Wettmachung von Ungerechtig- retten dienen. Der österreichisch-ungarische Vorschlag gebe die Mög- ltchtett, das ge,amte Friedenspwgrmnm zu erörtent. Eine sei mcht vvrhanden. Die Entertte werde weder ansgefordert, etwas unbekanntem entgegenzugehen itoch etwas nicht 'wieder gut zu Mackmtdes zu tun. — Ter Rest ldes Artikels ist zensuriert. ^ < S ' öu , 11 ' P- Sept. (WTB.) Meldung des Wiener k n f Telegrapheit-Korrespondenzbureaus. Tie gesamte Presse charak- tenstert das Vorgehen derfranzösischenRegierung gegen? $°r2 lmgnätisizierbare, pöbelhafte Methode, dre ftch selbst rtchte. Gerade Frankreich sei jenes Lattd, wo m der, Bevölkerung und in den parlamentarischen Parteieit die Frtedenssttmmung am stärkstett sei. Deshalb habe Elemeneean dtt' Tr and rede tm Senat losgelassen, um diese Friedensstimmung tltederztpcklagen tmd jede Möglichkeit einer Friedensbesprechung abzntchneinen. Aber die Zahl derjenigen, die mtt ClemenaMZ hesttger und ^unerbittlicher Verfolgung Andersdenkender unzu-. sneden smd, wachse zusehends, und diese Entwicklung müsse in absehbarer Zeit eine die Friedenssache förderliche S-timmmtg hervor< mm^m, mit der ine französische Regierung zu rechnen habetz * Gebete für den Frieden. _ 5^ckholm 20 Sept TO.) 2km .Dmmerstag abertb teuxben m sämtlichen Stockholmer Kirchen vor Mlveichen Zuhörern Gebete für den Frieden gesprochen. Rüstungen Japan-. Bern 21. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die New Yor« Everrmg Post vom 15. August veröffentlicht eine Korrespone oenF auv Tokw, wonach bei dem im Anfang Juli abaebak- tenen japanischen Kronrat eine ungeheure Vermeh-. rung der Land- und Se estreitkräfte beschloffen wurde. Die Armee, die bisher einundUvanMig Divisioiren zu entern zählte, soll mit eurem Kosbeuauftvande von * < . Den auf 42 Divisionen $u drei Regimentern ^epdete dre in 21 Artneekorps Kerfallen. Dre Marine soll auf drer Schlachtgeschwader zu je 8 Linienschiffen nebst Kreuzergeschwader von ächt Panzerkreuzern gebracht werden, wofür die Kosten aus 1060 Millionen Yen veranschlagt werden. Ueber den Zeitraum der Durchführung des Pro-- gramm^, dessen Annahme das japanische Volk angeblich als hoch^bedeutsam ansieht, verlautet nichts. Die Korresporchenz bemerkt: ,2Nmi hört hier oft dir Frage, welche L»tellimg Iapcnr als Äemacht, verglichen mit der der Bnemigten L>daaten. \md} dem Kriege ermähnten wird. .An-^ *2? Uefw^gimg ber geiftigen Führer Japans^ bjafe bre latent fintftig Gefahr läuft, isoliert zu rverden, wemß - machftge Avntee und JÄtte verfügt, die einÄ internationale Gelttur.; haben. Die Lage in Rußland mW Thinü macht dies nm so twtwendrger, als ent Gin griff seitens der westltchen Nattonen tn die ostastattschen Angelcgeicherteit möglich tft Japan erwartet offenbar nichst, daß tzie Mstumgen nach dem Kriege abnehmen werden und daß ans deMvorgeschlaaenen Volten bund M-r Erzwmgung des Friedens viel werden wird. Vielmehr flhentt es, daß^es aus dent Kriege die Lehre ziehen will, dich **$, Schiedsrichter des Rechts ist, und daß Japan mnt auf Gerechtigkeit rochnen kann, sofern es im stand ist, daraus xn bestehen. Das mag wie ein Zweifel an der mternationalen Mora- ™ S®**“ 1 ^w± wahrscheinlich Bern übergroßes! ^ettrauen m bie altrmstffchen Berlicherungen der Westmachte. Jedenfalls muß ntan diese 2lnsicht den japamschen Pressekommen- taren über die westländssche Diplomatie entnehmen. Vielleicht bedeut tet das neue Ntt'ugSprvgramm lediglich, daß Japan entschlossen, is^, sich ohne Rücksicht auf die Kosten von seinen Freunden irmrfr dl? ru machen. Sei vorkriegerisckes Wehrprooramm war ge- maßden damaligen Erklärrmgen im Hinblick auf die Bedingungen! rn Rußland imd Japan ausgestellt, die neuen Pläne, danten, indes vffensichllich sowohl em erweitertes Ziel als lmck, eins intensivere Politik an. Erzberger und der künftige Völkerbund. Berlin, 21. Sept. 'WTB. Nichtamtlich.) Tie „Boss. Ztg" verüsftntlicht das Schlußkapitel aus der demnächst erscheinende» Scherst des ReichStagsabgeordneten Erzberger, die den Titel ührrn wird: „Ter Völkerbund, der Weg zum Frieden". Ter Erfasser bezeichnet die Schrift selbst als Dersassungs- entwurs des Völkerbundes, der kritisiert werden und gegebenen» falls m twaftischm Vorschlägen führen solle. ver Seekrieg. Reue U-Boot-Ersolge. Berlin, 21. Sept. lWTB. Amtlich) Im Sperrgebie um England wurden von unseren Unterseebooten 14 00 Bruttv-Register-Torrnen versenkt. B e r l i n, 22. Sept. (WTB. Amtlich) Im Atlantic ver senkten unsere Unterseeboote 3 5 000 B r. -R. -T. Die fü unsere Feinde bestimmten Ladungen bestanden, soweit fest gestellt lverden konnte, aus besonders wertvollen Güteni u. a. aus Kohlen, Baumwolle, Petroleum, Holz, Stückgüter urrd Lebeiismttteln. Die Versenkung mehrerer Schiffsladungen Kvhle ist b« sonders bedeutungsvoll rm Hinblick auf dne wachsende Kob lennot in allen feindlichen Ländern. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ein französische» U-Boot versenkt. ^?*n, 21. Sept. (WTB.) Das Kriegsministeriuw Marrnesektwn. teilt mtt: Eines unserer U-Boote ver spukte am 20. September frühmorgens vor Kap Redon (nördlich Durazzv) ein großes f r a n z ö s i sch e s U - B o o mit Torpedoschuß. Außer den: zweiten Offizier dieses U-Boo tes. Fregattenleutnant Eugen Lapeyre, konnte niemand qe rettet werden. Ein britischer Monitor gesunken. London, 22. Sä*. (WTB., Tie britische Admiralität tei mit, daß mwlge einer inneren Erplofton einbritischerMoni t o tim >H«feu ge fu n f e n ist. Ein Offizier und 10 Mann' fourbe ^^.die Ervlosivn getötet. 57 mann werden vermißt Ma glaubt, daß auch diese toi sind. * Paris, 21. Sept. (WTB.) Der Dampfer „Admira ' hmrbe auf dem Wege von Biserta nach Malt mit 174 Mann an Bord und einer Ladung Pferde und '"ja terial am 13. September torpediert. Bis auf faf* Iterfo nen wurden alle gerettet. Nr. 225 Zweiter Blatt (Siefienet Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Montag. 23 . September Arrs Stadt und Land. Gieheu, den 23. September 1918. ** Amtliche Personalnachrichten. Ter Grvßherzog empfing am 21. Sept. zum Vortrag: den Staatsminister Tr. v. Ewald, den Vorstand des Kabinetts Wirkl. Geh. Rat v. R ö m - Held: außerdem den Major v. Klippstein und den Haupt- mann Mo r ne weg. — Ter Großherzog I)at am 17. August d. I. dem Minister der Finanzen Tr. Johannes Becker Exzellenz zu Tarmstadt die Erlaubnis zur Annahme uird zum Tragen des ihm vom König von Preußen verliehenen Roten Adlerordens 1. Klasse erteilt. — Der Großherzog hat am 31. August d. I. den Vortragenden Räten im Ministerium der Finanzen Geheimen Obersinanzrat Georg Seist und Geheimen Oberbaurat Ludwig Hummel zu Tarmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihnen vom König von Preußen verliehenen Roten Adlerordens 3 .Klasse, an demselben Tage den Buchhaltern bei dem Ministerium der Finanzen Rechmmgsräten Georg Lang und Georg Leiser, sowie dem technischen Revisor bei diesem Ministerium Rechnungsrat Theodor Petry — sämtlich zu Darm stadt — die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihnen vom König von Preußen verliehenen Roten Adlervrdens 4. Klasse erteilt. ** Tie Großherzogliche Handelskammer Gießen teilt amtlich mit: Durch die Bekanntmachung betreffend die Anmeldung des im Inland befindlichen Vermögens von Angehörigen feindlicher Staaten mrd betreffend die Anmeldung von Auslandsforderungen vom 30. Januar 1918 (RGBl. S. 67) ist die Verpflichtung zur Anmeldung des in Deutschland befindlichen feindlichen Vermögens ans die Angehörigen von Japan, Portugal, Italien, Vereinigte Staaten von Nordamerika, Panama, Kuba, Liam, Liberia, China, Brasilier: ausgedehnt. Aus den in überaus geringer Anzahl bei dem Treuhänder für das feindliche Vermögen erngegangenen Anmeldungen ist ersichtlich, daß noch sehr erhebliche im Jnlande befindlichie Bernrögenswerte unserer Feinde, namentlich der Amerikaner, nicht zur Anmeldung gelangt lind. Bei der Rücksichtslosig-keit, mit per unsere Feinde der: Wirtschaftskrieg führen, bei der ungeheuren Summe, die nach Mitteilung der Tagespresse namentlich der amerikanische Treuhänder an deutschen Werten in Feirrdesftrnd beschlagnahmt hat, ist es eine nationale Pflicht iedes Deutsche, die in seinem .Besitz befindlichen feindlichen Werte, Guthaben der Feinde, Nachjlastwerte, Grundstücke und dergleichen, unverzüglich zur Anmeldung zu bringen. Tie Kammer ersucht noch- rnals aus das dringendste alle diejenigen, die feindliche Vermögenswerte hinter sich haben, unverzüglich ihrer Anmeldepflicht zu genügen, wobei sie darauf besonders hinweist, daß das Unterlassen nach der Verordnung betreffend den Treuhänder für das feindliche Vermögen vom 19. April 1917 (RGBl. S. 363) unter Strafe gestellt ist. Tie dlnnreldungen haben unmittelbar bei dem Treuhänder für das feindliche Vermögen, Berlin W 8, Kronenstr. 42/43, zu erfolgen, der auf Anfordern dre nötigen Anmeldeformulare übersendet. ** Zuweisun g oon Hülsenfrü chiten. Auch in diesem Erntelahr geh.m bei der Reichsgetreidestelle zahlreiche Anträge mm industriellen Werken, Stadtverwaltungen usw. au: Sonderzuweisungen oder Gestattung des freihändige:: Aufkaufs von Hülsenfrüchten ein. Diese Anträge sind zwecklos. Im Einvernehinen mtt dem Staatssekretär des Kriegsernährungsamts werden sie ausnahmslos abgelehirt, da die Rcichsgetreidestelle alle erfaßbaren Bestände zur Deckung des Bedarfs für Heer und Marine wrd zur gleichmäßigen Belieferung von Hülsenfrüchten an die in der Kriegswirtschaft tätige Bevölkerung braucht. *r § * i s ka r t en Die technischen Lehranstalten zu Offenbach a. M. stellen zur 9. Kriegsanleihe Kriegsspar karten zu 1, 5 und 20 MS. her. Die Bestellungen der Kassen sind bei den Offenbacher Lehranstalten unmittelbar zu bewirken. Der Vertrieb der Kriegssparkarten darf bis zum 1. November erfolgen. Landkreis Gießen. l_t L a n g -Göns. 19. Seht. Dem Grenadier .Heinrich Leicht wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehe:: rc-c ** drnnster. 20 Sept. Geft. 'Paul Heß. Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und der Hessischen TapserLits medaille wmLe zum Unteroffizier befördert. Letzte Nachrichten. De» neueste Bericht der Heeresleitung. nuht die geringste Veran- lassung für emen WecktA m der Regierungsftirm. Unsere Feinde ftnü allerdings warme Verfechter einer .Pvrlamentarisierung und Demokratisierung, :n Deutschland, aber wer da glaubt, daß die Herren Wilson. Lloyd George und Clemenosau keinen ichnlicheren Wunsch haben, uns ein gutes Bett zu machen, dem ist wohl nicht zu heuen. Eine italienische Aufforderung an Oeftrrreich-Unganr. Lugano, 22. Sept. „Corriere della Sera" fordert n: emem Lettarttkel, der nach seiner Form! nichit auf der Redaktion entstalst^n ist, ft: höflicher Weist Oesterreich-Ungarn auf territoriale Zugeständnisse zu machen und wenn es bevett st^ Ernste und anständige Zugeständnisse in dieser Hinsicht zu machen, sich vertraulich darüber austzusprechew Oesterreich-Ungam wurde schon Mittel nnd Wege hierzu finden. I II III IV V VI VII VIII Kriegsanleihen hat das deutsche Volk schon ausgebracht; wir sind dadurch nicht ärmer geworden. Wenn wir das Erreichte nicht aufs Spiel setzen wollen, dürfen wir jetzt im letzten Augenblick nicht versagen. Darum alle Ersparnisse heraus! Wer keine hat, zeichne eine „Kriegsanleihe-Bersicherung". Schon bO—60 M. Jahresbeitrag ergeben 1000 M' Zeichnung. Wenn so jeder an seinem Teile tut. was er kann, wird sie alle anderen überragen, die deutsche Kriegsanleihe-Serie ^ IX IX IX IX IX IX IX IX IX Allgemeiner Deutscher Versickerungs-Verein a. G.in Stutr- gart. Näheres durch die Generaldirektion in Stuttgart oder die Bezirksdirektton Frankfurt a. BL, Kcüserstr. 0fi IX Es wird hierdurch bekanntgegeben, daß am Dienstag den 24., Mittwoch den 25., Donners- tag den 26. und Freitag den 27. d. M. Obst und Gemüse wegen Ueberfüllung nicht angenommen wird. Aß- M keiniisktriickMllliige da Stadt Eießc«. Aus dem Neiche. Nlhetzermrffriff auf Karlsruhe und LudtmgShafen. Karlsruhe, 31. Sept. Amtlich wird oienietbet: Verflossene RE wurde Karlsruhe zweimal von feindliche,: Fliegern crngegr^seu, welche, durch unser Flaffouer gezlowigen, ihre zahlreichen Bomben lwahllios abwarfen. Vedanerlicherweise Wurden, vier Person eu, daninter eine schwer verletzt. Von bm Verleben hatte sich wiederum ein Teil trotz rcckiitzeitigen dllarms beim Mnverfen der Bomben ito^I auf der Straße befunden. Der ent- ft-andcne SachsckNden ist Urins,. Winter wird amtlich belichtet: Verflossene Nacht wirrde Lud- miqshafen wiederimr zweimal von feiirdlülM Fliegern angegriffen. wobei eine große Anzahl Bonlben abgrivorfen wurde. Durch den vorzüglichen Flatschuh wurden beide Angriffe vollkommen abgeschlagen. Es wurde loeder Personen- iwdj Sachschaden verursacht. Beisetzung des Herzsgs Eduard von Anhalt. Dessau, 21 .Sept. (WTB.) Heute mittag fand im herzoglichen Mausoleum die feierliche Beisetzung des verstorbenen .Herzogs Eduard von Anhalt statt, an der als Vertreter des Kaisers Prinz Joachim ttmt Preußen und als Vertreter des .ikönigs von Bai-ern Prinz Alfons von Baden: teilnahm. Tie Trauerrede hielt Hofprediger Generalsuperintendent Hoffmann. Sämtliche Kirchenglocken der Stadt läuteten, eine Truppenabteiliing gab den Ehrensalut ab. Tie Feier vollzog sich des beschränkt,«, Raumes wegen im engen Kreise. Aus Stadt und Land. Gießen, den 23. September 1918. Ucb' Vorsicht beim Einkau? von Ersatziebensmitteln! Der Fmueubeirat des KriegscrnähnmgSamtez veröffentlicht lolgenden Llufruf: Deuts che ^Hastsfr au ? Im Kriege wurde der Markt mit Waren verschiedenster Art überscknoemmt, die fehlende oder knapp gewordene Nahrungs-- oder Genuß mittel in gewissen Eigenschaften oder Wirkungen ersetzen sollten. Viele derartige E r s a tz m i t t e l sind brauchbar und Dir grrte Helfer in dem jetzt so schweren Amt der Haus- haltssühruug getoorden: andere sind zwar unschädlich, aber übermäßig verteuert. Andere haben keinen nennenswerten Nähr- oder Genu ßwert, sind zlveckwidrig zusammengesetzt oder mcht haltbar, vielfach gesundheitlich recht bedenklich selbst durch! Mittel, die Dir ,vert schienen, nnrrdest Du oft betrogen, wie die Untersuchung durch den Chemiker nach- träglich erwies. Du kennst alle die Suppen- und Süßspeisenpulve r, die unter hochtrabenden Namen für teure Preise nichts boten als eme kleine Menge gesalzenes, gewürztes oder leicht aromatisiertes, off ganz minderwertiges Mehl oder aromatisierten Leim. Du erinnerst Dich des sogenamtten Oelersatzes, der sich als gefärbtes, künstlich verdicktes Wasser ohne Spur von Fett entpuppte, des VanillenpulVers, das den Kuchen bitter machte, des TunkenpulVers, das nicht dicken wollte, weil es »u* aus aromatisierter Schlemmkreide beschick». Kleister wurde Dir für Schmalz, Strohmehl für Ku- , chenmehl, Alaun für Weinstein (Cremor tartari) verkauft usw. Dem Schwindel ist iruumehr ein Riegel vorgeschoben worden. Deutsche V a u s f r a u, gib acht! Ein neues (besetz bietet Dir die Handhabe, Dich und die Deinen vor GesuMmts'- schädigung und Ausbeutimg zu schützen? Vom 1. Oktober 1318 ab dürfen nur noch amtlich — von besonderen Ersatzmittel stellen — ge ne hm igle Ersatzlebensmittcl vertrieben werden Soweit nicht die Ersatzlebensmittel in Packungen oder Bv- lwltnissen einen Vermerk über die erfolgte Genehmigung seitens der zuständigen Ersatzmittelstelle tragen, muß der Händler durch eine besondere Bescheinigung oder durch eine Angabe aus der Rech - ,ung den Nachweis der erfolgten Genehmig,mg jederzeff erbringe,« können. Hausfrau, kaust nur noch amtlich genehmigte Ersatzlebensmittel! Latz Dir beim Einkauf die amtliche Genehmigung Nachweisen. Glaubst Tu, daß etwas nicht mit rechten Dingen zngeht. wende Sich an die Polizei! Belehre solche, die tveniger gewandt sind als Lu! Hausfrau, werde ebenso rücksichtslos gegen Ersatzmittel- ichwindler, wie diese zuvor gegen Dich waren! Zur Milderung der Fettnot! In welcher Weise unsere Volksernährung durch die Fettknapp- heit leidet, ist allgemein bekannt. Jede Möglichkeit, sie zu mildern, wird deshalb von der gesamten Bevölkerung begrüßt werden. Daß diese, MöglickMt besteht, zeigt ein Blick aus unsere Buchenwälder, aus deren Früchten (Bucheckern oder Buckeln^ sich bekanntlich ein vorzügliches Speiseöl gewinnen läßt. Die zu er- ' wartende Ernte verspricht so reich zu werden, wie sie kaum alle 100 Jahre einmal vorkommt. Ls gibt Buchen, die gegenwärtig 8—10 Zentner Eckern tragen. 9Nan kann also ermesse,:, welche Mengen Oel bei unserem Mlchenbestand von 650 000 ha gewonnen werden können. Die Bu!ch?.ckeri:sammlung, die jetzt alsbald begttmt, wird durch d,e Kriege wittschafts ämter mit Hilfe der Schulen in ähnlicher Weise durchgesührt werden, wie die Lmrdheusannnlirng. Für diese öfseitt- liche Sammlung sind die Staats- und Privatwälder fveigegeben. Aber auch eine jede Privatperson ist in der Lage, Bucheckern zu sammeln, und es ist in Aussicht genommen, auch für diese Privat- sammlungen die Staatswaldungsn ohne weiteres zu öffnen. Für da^ Kilogramm Bucheckern wird 1,65 Mark bezahlt. Eine weitere Vergütung erkält der Sammler noch dadurch!, daß ihm entweder ein Oelbezugschein in Höhe von 6 % des Gewichtes der von ihin gesammelten Buchecker:m,enge ausgestellt ivird, oder daß er einen SMagschein erhält, aus Grund dessen er die gleiche Menge Buch- ' ckern, wie er sie an die öffentliche Sammelstelle abliesert, für seinen Bedarf schlagen lassen darf. Auf Grund dieser Bestinrmrmgen ist dringend zu wünschen, aß. die Bucheckernsammlung von den weitesten Kreisen mit Eifer betrieb«: wird. Eine möglichst vollständige Erfüllung der dies- ähriqen reichen Bucheckernernte wird auf diese Weise sowohl die -ffttversorguwg des einzelnen Sammlers, wie diejenige der All- gcmeinheit ganz außerordentlich verbesserin .. ** Tie Bucheckern nicht zu früh sammeln. Die ackern werden, wie verschiedentlich wahrgenommen wurde, schon M zum Teil abgerissen und gesammelt. Es rtnrb von berufener — lt * dcrraus aufmerksam' gttnaicK. Lmß bvt Bucheckern noch nicht aus- prellt und. Tie Reife ist in einigen Wochen zu erwarten. ES l-'tt daher ^allgemeinen Interesse, daß mit der Bucheckrrnernte, zu wllchw noch weitere Be'timmurigm erlassen werden, noch ge- wartet w:rd. Tie Kinder sollen zumal unter Hinweis aus den Schulden, w tcker der Allgemeinheit entsteht, von der vorzeitigen Srnt.' abg, hasten werden. T:e Bucheckerueritte d-ginnt ,mchi sach- verilandmem Gutack'iten erst ckm November. Tie vorher abfallenden Nüsle sind in der Regel taub. ES wird davor gewarnt, die Nässt jetzt schon von den Bäumen abzuschlagen, da dadurch di? spätere Ernte sehr beeinträchtigt wird. ** Bucheckern öl. Das Schottener Kreisblatt gibt die Tatsache at,, daß zu Lckwtten :m verwichenen Jahre eine Hausfrau in ihrer Fettnot dre von der Hülse befreiten Buchr'lnkerne in der Pfanne erwärmte, um etwas Oel zum Kartosstlrösten zu erlangen und daß der Versuch gelungen ist. Allerdings biieb noch ein Teil Oel in de,: gerösteten Eckern zurück und das herausgeiuollene Oel schmeckte, weil zu heiß gewönne,:, etwas stteng. Tie beste Art der Eckernölgewi-mmng wird tvohl das Schlage,: in der Oeln,üble sein und bleiben, allein unsere Schlagmühlen sind so mit Sämereien überladen, daß sie die reiche Buchelernte nicht zum zehnten Teil und erst, Wenns zu spät ist. bewältige:, können. Deshalb versuchten sckwn 1017 und in trüberen Jahren viele Familien der Provinz das Eckernöl daheim im eigenen Haushalt zu gewinnen. In Büdingen kelterte vor et,va 10 Jahren ein Ap'll-t'ker die gemahlenen Bucheckern, nachdem sie erwärmt und mit 7—10 Prozent Wasser vermengt raarerr, in einer Obstkelter. Es gab reichlich Oel und hartt Kuchen. In der Wettevau haben Landtvirte schon in: vorigen Jal/r :hr Glück mit kleineren Pressen versucht und wurden E betrogen. Ans Maschinen verschiedener Form (Keffeemühle, S)vst-Frucht,aftmascknnen, Fleischl-ackmaschinen) mahlte ,nan ent- huljte oder, auch nicht enthüllte Bucheln, machte mit Wasser einen tepen Bre,, erwär-mtc diesen soweit, daß man mit der Hand noch h:ne,ngre,ten konnte, tat Ut„ in einem Preßtuch in die Obstpresse ilttd «erlebte die Freude, daß Mtzblankes Oel l>erausgnoll. Auch Wer erzielte mm: harte Kuchen und eine reichliche Ausbeute. Är Ze,t hat, siebe die Eckern, wobei sich die leicküen und tauben oben hrnsetzen, u:tb werfe diese iveq. Je voller die Fruckff und ic besser sie getrocknet w:rd (aber nur nicht zu heiß, sondern all-- mahl:ch an, luftige,: Ort oder überm Ofen, bis sie hellgelbe und ivnßlcche Sck-alen t-aben), je n^hr iwch die holzige Sck-ale entfernt wird, desto größer und besser wird die Ausbeute. Ueber diese gehen dre Ansichten sehr m^einander. Der eine sagt, ein Zentner Eckern g:bt 4 Maß Oel, ein anderer behauptet, 5 Maß Oel, manche geben noch weniger und manche :wch mehr an. Diese haben alle Recht. Tenn die Ergiebigkeit hängt von der Güte der Eckern ab und weil diese mrßerordentlich nnterscküedlich ist, ist es selbstver- stäMich auch die Ausbeute. * ** Auszeichnung. Ter Königliche Steuerftchernumerar lni der Veraulagungskommission des ü^reises Niederbcmnm in Berlin-Panww. Adolf Donaü, ein geborener Gießener, ist mit dem „Königlich Preußischen Verdienstkreuz für Kriegshilfe" ausgezeichnet worden. ** Freibank. Dienstag beit 24. September 1918, von 2—4 Ubr, iverden die Nr. 1241—-1320 beliefert. ** Ausgabe von Brenn stv ffbezugsscheinen. Die Ausgabe von Brennstofsbezugsscheinen für Einzelpersonei: erfolgt: Tienstag den 24. Septenrber 1918 an die Einpsangsberechtigtei: mit den Anfangsbuchstaben A—K und Mittwoch den 25. September 1918 an diejenigen mit den Anfangsbuchstaben &—•$. Die Lebens- mittelansweiskarte ist vorzulegen. ** Keine Zwangseingriffe in den privaten W ä schabe st and. Neuechings ivird 'wieder ein Gerücht verbreitet, daß die Enteignung der Tisch- und Bettwäsche in den Privathaushaltnngen bevorstehe. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Tie Reichsdelleidungsstelle beabsichtigt kernen zwangsweisen Eingriff in die Wäschebestände der Privathnushaltunglen. ** Elektrische Hausauschlüsse. Ter Pettoleum- mangel veranlaßt die elekttisck^ Uebe,^tand-Mlaxfe ,roch Neuanmeldungen auf HausausMüsse für elektrisckM Beleuckitungsanlagen ent- gegenzunehn,eu. und zioar bis spätestens Röontag den 7. Oktober d. I. Siehe Betannttnachung. ** Ueber die deutsche Kulturarbeit im besetzten Be l g i e n wird Siegfried Moltke, Bibliothekar an der Hm:- delskamnnr Leipzig, aus Leipzig in einem Lichtbildcrvorttag am, 25. September 1918 in der neuen Aula der pniversität auf Grund feiiier Studienreise in Belgien sprechen. Als Gast des Deutschen Ofeneralgouvernements hat er Gelegenheit gehabt, von den maß^- gebendsten Persönlichkeiten, die an leitenden Stellen der einzelnen weitverzweigten Mteilungen des Gouvernemeirts stehen, unterrichtet zu werden. Es war ihm somit vergönnt, an den Quellen unmittelbar zu schöpfen, und dann ans Grund eigener Anschauung das gewonnene Bild sich in den Einzelheiten zu ergänzen. Tie ivunderbare orgmrisatorische Tättgkeit des Derttschm Generalgou- verm^ments auf alle,: Gebieten der Verwaltung (Finanzwesen, soziale Fürsorge, Versichermrgslvcsen, Schulwesen, wirtschaftlick)er Wiederauchau m:d Entwicklung u. a. m.) weiß der Redner lebenswahr zu schildern. B e s'ch l a g n a h m e der W e i b e u c r u t e. Auch die diesjährige We:de,:ernte ist auf6)r:md der Bekanntmachrmg des Stellv. Generalkommandos des 18. Armeekorps vom 10. Okto^r 1917 beschlagnahmt. Eine Veräußerung vder Lieferung von Weiden ist nur an den und von dem amttich bestellten Aufkäufer erlaubt: ein freihändiger Verkehr ist verboten. Zum Aufkäufer im qanM Bereiche des 18. Armeekorps ist der Weidenhändler Joh. Hofmann I. in Hamm (Rheinhessen) bestellt. Bedarfsanmeldungen der Verarbeiter fmb bei der zuständigen Kriegsamtsstelle Frankfurt a. M., Abteilung IX, Holz, Mainzer Landsttaße 16, zur Prüfung eirrzu- reichen, unter Beisügrmg der Auftragschreiben, dllles Nähere ergibt sich aus der demnächst zur Veröffentlichung gelangendes neuen Heschlagnahmebekanntmachung. Jede Weidenrute, die sich zur Herstellung von Geschoßkörben und anderen für den Heeresbedarf unentbehrlichen Geflechtwaren eignet, muß der Geschoßkorb- ftrdusttie zugeführt werden. ** Wie gelangt der Verbraucher zu HeLbstge- müse? Bon zuständiger Seite erfahren wir: Seit der Dekannt- mactmng der Hessischen Laiü>es--<^emüsestelle vom 20. August 1918 hat die Bewirtschaft,mg des Herbstgenrüses (Weißkohl. Rotkohl, Wirsingkohl, Gn'mkohl, Möhren aller Art und Zwiebeln) im Groscherzog'tum Hessen eingesetzt, .b. h. diese Gemüsearteu dürfen von den Erzeugen, nur an die Bezirkskommiffionäre der Hessischen Landes-Gem üsestelle bzw. deren mit der grüiwi: Ausweiskarte ver- ehenen Aufkäufer abgesetzt werden. Tie nur mit der braunen 9lusweiskarte der Landes-Gemüsestelle versehenen Gemüsehändler oder Bedarfsstelleu dürfen die genannten Gemüsearten nicht nrehr eintaufe::. Bon diesen Vorschriften bestieheu aber, was nicht allgemein genügend bekannt -zu sein scheint, wichtige Ausnahmen: es ist nicht nur die Erfüllung von genehmigten Lieftrungsverttägen über die genannten Gemüsearten nach wie vor zulässig, sondern es bleibt auch der Berkchr aus ö f f e n t l i ch e n Märkten ftei. Zum Versand des Gemüses ist aber tuttürlich auch in diesen. Fällen das vorgesckMebene Versandpapier ^erforderlich. Endlich bleibt der Absatz der genamrten Gemüssarten durch den Erzeuger unmittelbar an den Berbraucher ganz frei, wenn an einem und demselben Tage an den gleichen Verbraucher nicht mehr als 5 Kilogramm der obengenanntei: Gemütsarten — von Zioiebekn jedoch nur 1 Kilogmmm — abgesetzt werden. Für den Versand dieser Mengen sind auch Versand scheine nicht erforderlich. .Witt ein Verbraucher in Ausnahmefällen. z. B. von einem Angchörrgen, eine größere Gemüsemenge beziehen, so hat er sich mit genauen und amtlich beglaubigten Angaben an die Landes- Gemüsestelle zu wende:,. — Das hier Gesagte gilt nur für Weiß, kohl. Rotkohl, Wirsingkohl. Grünkohl, NÄHr«: aller Art und Zwiebeln. Bei allen übrigen Gemüsearten ist der Aufkauf für den Verbraucher ohne Begrenzung auf eine bestinrmte Menge frei: mir ist bei Mengen von mehr als 10 Kilogramm ein Versands Hein er- orderlich, den di-e örtlickM Vertrauensmänner der Landes-Oüunüse- ieUe aus stellen. Landkreis Gießen. ** Hungen, 21. Sept. Dem SanitätShundeführer Heinrich Pfannkuchen ist das Eiserne Kreuz 2. Klasse ,md das Friedrich-August-Kreuz 2. Masse von Oldenburg verliehen worden. Kreis Büdingen. & Büdingen, 21. Sept. Nock, vierjähriger treuer MichL- erfüllung starb bcn Heldentod der Gardesüsilier August Klein. — O r t e n b e r g. Das Eisente Kreuz erhielten Hermann Fahren- bruch und Gustav Schaffen. — Düdelsheim. Nack> 44^ mouatiger treuer Pflichterfüllung starb den Heldentod der Unter- offmer Otto Nanz, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapserkeitsmedaille, zum Leutnant der Res. befördert wurde der Vi^efeldwebel Adolf Schnierle. — Aulendie- bach. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Konrad Knaus — ?l l t e n st a d t. Nach vierjähriger trerter Pflichterfüllung starb aus den: Felde der Ehre der Sergemtt Karl M ü l l e r, Jnhtber des Eisernen Kveuzes intb der Hessischen Tapferkeitsmadaille. — Nidda. Tie Heffisck^ .TapfeEtsmedaille, früher das Eiserne Krntt, erhielt Lonis Lehr. das.Kriegsehvenzeickxen in Eisen erhielt der Bizefeldioebel Sei dert. — Fauerbach. Tie Hessi- che Tapferkeitsnwdaille, früher das Eiserne Kreu^, erhielt E. W e i ß e I. — Bingenheim. Das Eiserne Kreuz erljiett der Musketier Wilhelm Schwab. * Bvrsdorf, 23. Sept. Der Pionier Karl Möbus wurde 'wegen hervvrrage,^er Tapferkeit zimn Gefreiten befördert Er ist Inhaber des Eisernen Kveuzes 2. Klasse und der Hessischen/ Dapserkei tsde, i km ihisc. # Düdelsheim, 33. Sept. Nach 49monatigcr treuer Pflichterfüllung starb den Heldentod der Sergeoitt Emil Knaus, Inhaber des Eisernen K re, p«tz. — ^Ranstadt. Das Eisern» Kreuz, den L)sma:rischen Eisernen Halbmond imb bic Hessische Tapferkeftsmedaille erhielt der Gefreite B e ch t o l b. - Orles - I )a«f en. Das Eiserne Kreuz und die Hessische TapferkeitsMedaille erhielt der Pwnier Karl Dürr, das Eiserne Kceuz der Musketier Loos. Michelnau. Das Eiserne Kreuz, jcfify’v Hes- S e ,^^rkeitsmedaille, erhielt bet Jäger Friedrich Albus. ^ ch z e I l. ^as Eiserne Krckuz erhielten der Falwer Hermcmff ^o:nd:ug und der Kanonier Otto Michel, früher Hessische Tapferkettsmedaille. ** Ober-Widdersheim, 21. Sept. Der Gefteitt Johs. z. Zt. bei einer Eisenba1w-Bau--Wmp. im Westen, er- h:ett bas Efferne Kreuz 2. Klasse. Die gleiche Aiuszeichnru ng wurde >auch den: Mtlsketter Heinrich Kirchner zuteil. ^ Kreis AtSscW Oz. G r o ß - F e l d a, 21. Sept. Unterofsizier Jakob E i ß - Teller, icnser Polizeidiener, wurde zum Sergeanten befördert. Kreis Schotten. r Abbenhausen II,, 23. Sept. Tie Gemeinderatsmft- A^soder Georg F e t t, Konrad H o f m a n n IV., Heinrich H v r st> Wilhelm Jung, Kaspar L i n g e l b a ch, Johannes Merz und Karl Nepp wurde,: zu Ehren fcld schützen ernannt und verpsftchtet. . Burkhards, 20. Sept Aus dem Felde der Ehr^' starb Führer Ludivig L-tock, Sohn von Ludtoig Stock dahier Oz. Rain r o d, 21. Sept. Gefreiter Otto Lang von hier erhwlt wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Eiserm* F r 5 u I ?• Klasse. Im Besitze der Hessischen^ Tapserkeitsmedaille und des .KrregsehrenZeichens ist der Genannte bereffs. Kreis Friedverg. 4t Ilbenstadt, 23. Sept. Fürs Vaterland starb der Lehrer ^.awb R:eger, Inhaber des Eisernen .Kreuzes. ^ Florstadt, 19. Sept. Tem Landslurrmnuum onchard L cha uba ch, z. Z. im L-andst.-Bataillo:: Friedberg, wurde die Hessische Tapferkeitsnredaille verliehen. .^ W o h u ba ch, 21. Sept. Nach 19monatlger treuer Pflichterfüllung starb auf dem Felde der Ehre der MiGketier Adolf G r a f. o£r-E schba ch. Das Eiserne Ktteuz 1. .Klaffe, früher das Eiserne ^ Kreuz, Hepffche Tapserkeitsmedaille und Kriegsehren- zemsen :n Eisen, erhielt der seit Kriegsbegüm iw Felde stelsendr L-ergeant Heftrich. — Starkenburg und Nheinhessen. U J* DLrwsLadt. 23. Sept. Die Süddeutsche Eisenbahngesell- ^Ä der Hes,ischen National,tiftung eine SsÄmde von 2.) 000 Mk., im Gerverkschaft Messel eine solche von 15 000 Mk. uberwiesen. . . 23 Sept. Von heute ab darf von uach- mtttags 2 Uhr ab bis aberws 6 Uhr keinerlei Gas loeder zu Heiz- noch zu ^euckftzwecken gebrannt werden. Die Maßnahnw ist notwendig, um die Abendbeleuchtung sicherzustellen. Desftn-Nsssau. a ' 22 - 3 n der städtischen Hafen- vahnverwaltung ist mau umsangveickW: Kohlenschiebungen cms die Lpur gekommen. BersMcdene Waggons mit Köhlen ver- sck-wanden, ohne daß man ihnen Verbleib entdecken konnte. Iettt v at baß diese Wagen hiesige,: Firmen zu geschoben wurden. Ein Beamter tourde bereits verhaftet ~ 7r a. M., 22. Sept. Von München nach Franks,,rt fand dieser Tage eure große Probefahrt mit Per- ,m,e»:!raftwag7N statt, die der Prüfung einer neuen Ersatzbereisung drei:en lollte. An, der Fahrt, die einer: ausgezeichneten Verlauf nahm, beteiligten sich 12 Mr,onen- und 5 Lastautos. vin-iZ ^ V 1 ^ ^ 1L r — 22 ' ^vt. Ter Nassau:schc Raiffeisen- Verband, beffou (^eMZaftsleitung bisher in M,etsräun,en -unter- gedrarht war,^ erwarb am Uurenrtaurftu 12 eine eigenes Besitztum, das „Ra:sfe,sen-Haus". Wie gewaltig sich die 3iaiffe:sen-Organi- latum in Nassau ausgchchnt hat. da-n nur folgende Zahlen- ^.Beamten :m Jahre 1895 i\t bk ZaU der Angestellten aus Z^.hl der angeschlosskmen Vereine hat sich von i i ^»dt. Dw Umsätze stiegen bei der Geldabteilung von ^ , ^00 MillwE Mar5, bei der Warenabteilunq vm: 400 000 Mark aus 21 Millionen Mark. Lr. T ^^kfurt w M. 22. Sept. Ist der Nacht zum Samstag wurde m btc Kteiderfabrik von Westheimer S Hirsch m der Kwnbnnzcnstraße eingebwchen und für 40 000 Mark Futter- swffc gestohlen. Bon den Dieben fehlt jede Spur ^"c^arburg 21. Sept Nacktem die hiesige Sttaßeiibach: nach ihrem Anschluß an den Guterbahnhof mittelst Anhängewagen ' Clt .längerer Zeit Gitter in die entfernteren Stadtteile vefowert, ,smo letzt auch Anhängewagen für den sonst kaum noch zu bewalttgeuden Personenverkehr eingestellt worden. Stadtverwaltung bat eine neue Reibe.oO-Pt.-Schniie als Krregsnotteld heraus-^egelien Tiefe neuen L-chnne zeigen, wenigstens im Gegerrsatz zu der ersten Ans- wn aus dre ^tadt Marburg bezügliches Aeußere. Auf der Vor^rseate ist der Marv^latz mit dem alte,: Rathaus mit seiirew Staffelgiebel und den NachbarhLffcr:: links und rechts, ganz wlber dargestellt, :m Bordergnmide der Marktbrmmen mit 'dem Rittet Georg zu Pferde, ,me er im Begriff ist, den. Drache,: (Lindwurm) zu toten, ,ow:e zweimal die Zahl 50 Pf. Die Rück- ,e:te zeigt das D^rburger Stadtwappen, einen gehannschten Ritter auf tvetßem Pferd nnt Fal)ne und Sck)lld. ferner als Hintergrund eme Silhouette der Stadt. Schloß und Türme von St. Eli?abwb otme zive: Löwen (kurhessi,ches Wappen) und die lmisende Nummer. g,er Entwurf rührt von dem hier geborenen, zur,eit in Eisen wohnenden .Kunstmaler Kätelhön ber. -- Willmenrod, 22. Sept? Der Ehefrau eines hiesigen Einwohners gerieten beim Kmuttock>en die K l e i d e r i n B r a n d In ihrer Angst lief die Frau, einer lodernden Fackel gleich aus die Ztraße, wo Straszenpasstmtei: ihr die Kleider vom Leibe rissen. ±\e Unglückliche wurde sterbend ins Limburger Krankenhaus ein^ gettesert. Landwirtschaft. ^ Zur Versütterung von Mais und Luvinen ^ur eherne Verordnung des Staatssekretärs des Kttegsernährunqs- amts vom 31. August 1918 nn R.-G.-Bl. N,-. 118 über vi' Versütteruwg vou Mais und Lupinen ist bestimmt, daß Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe in der Zeit vom 16. August 1918 bis 15. August 1919 einschließlich an Stelle'von Hafer. bW menge aus Hafer und Gerste oder von Gerste selbstgebautex Mais in dem durch § 1 der Verordnung über die Verftitterung von Hafer und Gerste vom 30. Juli 1918 (R.-G.-Bl. S. 984) bestimmten' UmflNige an das im Betriebe gehaltene Vieh verfüttern dürfen - An selbstgebauten Lupinen soll den Unternehmern laiidwirlsilm't- sicher Betriebe im gleichen Zeüraum bis zur Hälfte der geernteten Früchte zur Versüttenmg an das in ihrem Betriebe gehaltene Vieh verbleiben. Briefkasten der AeSaktion. Mnouyme Anfragen bleiben nuberüasichttgL.» Lt. v. Tie hessische Tapserkeitsmedaille kommt am Knegs^ bande zur Verleihrmg an Krieasteilnehmer, welche die ltz'siischo Staatsangehörigkeit besitzen, in hessischen Fornrottonen stelwn oder früher längere Zeit gestanden haben und einer Auszeichnuni würdig erachtzt werde::. Ausnahmen von diesen (tzrundsäßeu behalten Seine Königliche Hoheit der Gvoßher^g sich vor. moünc aber seine Kriegsans 4 Mopriitc D. R. G. M. a. m Zum Dörren von Obst und Gemüse, sowie für Bauwerk reder Art, auf dem Kohlen- und Gasherd mit 4 und 6 Horden bezw. Kuchenblechen. «»»2 Martin Dörr, Wchrmcistkr, Narö-Aalaze 18. Hohes Einkommen d. Uebem. einer absolut reellen Sache. Keine Fachkenntnisse, kein Laden, kein Lager, keine Fabrikat, erfordert Angenehmes Kassageschäft vom Schreibtisch aus Zur Uebernahme sind mindestens ca. 4—6000 Mk. nötig. Direktor ist nftchater Tage hier anwesend. Briefe direkt erb. unter K. 8. 7 an Haasensteln A. Vogler A.-G., München. Statt Karten Gießen Beate Albrecht Roland Auer Verlobte September 1918. Nürnberg 7140 { " MIETG^UCH^'] Mlierte Wohnung 4—5 Zimmer und Küche, in gut. Lage, zu miet. ges. Angeb. uni.BL W. 45 an d. Ann.-Exp. Th. Nans, Aachen. 7100D mit 2 Betten von Gebrüdern zum LCft. gesucht. Angebote unter 05319 an den Gieß. Anz. Student der Medizin sucht gut möbliertes Zimmer mit voller Pension. Ang. unt. 7066 an den Gieß. Anzeiger. Gesucht für L Okt. für zwei Studentinnen gut möbl. 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