Nt 2\l Der Siehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Oietzeuer Familien blätter; Areirdlatt für dev Ureis Gießen. vezugspreir: monatl. Mk.1.20, vierteljährlich Mk. 3.60-, durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10: durch die Post Mt. 3.60 Vierteljahr!. ausschl. Bellellq. Ferusprech - Anschlüsse: sür die Lchriitleitung 112 Verlag,Geschästsstelleöl Auschrill für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erstes Via« M. Jahrgang Giehener: Montag, September 19X8 Annahme von Anzeigen f. die ^agesnummer vis zum Nachmittag vorher ohuejedeVerbindlichkeit Zellenpreise: für örtliche Anzeigen 25 lü.,für auswärtige 30 Pf., für Reklamen Mk. 1 .-u-ebst 20 °/g Teu- erungszuschlag. Haupt- schri'lleiter: Aug.Goetz. Verantwortlich füvPo- Yankoerkehr: litck: Aug. Goey; für Gewerbrbani öüetzen den übrigen Teil: Di. Zwillingsninddrucl u. Verlag: Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. S-fchästLftell'e u. Druckerei- Schulftr. 7. Postscheckkonto: .Frankfurt a. M. N686 General-Anzeiger für Oherheffen ßen. Sn »euer KiedenrschM Sesterreich-Usganir. heftige Angriffe zwischen Ailetie nnd Ais« znriichewiesen. (WTB.) Trotzes Hauptliuartler, 14. Septtmb. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und v Boehn. Nor-öftlich von Bixschoote machten wir bei eigenen UuLernehmmrgen und bei Abwehr eines feindlichen Teik- angriffes Gefangene. Am Kanal-Abschnitt führten eigene und ftiEiche Vorstöße zu hstigen Kämpfen bei Moeuvres und Havrrncourt. Teilangriffe des Gegners gegen Gouzeaueourt, nördlich von Verm«nd und beiderseits der Straße Ham—St. Quentin wurden abgewichen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Angriffe, die der Feind am Nachmittag Mischen Ailette und Aisne nach starker Feuervorberchtnng führte, scheiterten wr unseren Lrnren. Ostpreußische Regimenter schlugen am Abend erneute Angriffe ab. Anillerietätigkeit zwisären Aisne und Beste. Ä Heeresgruppe Gallwitz. Südlich von Ornes und an der Straße Verdun—Etain wurden Narstöße des Feindes abgewiesen. An der Kampffront Mischen der Coles-Lorraine und der Mosel verlief der Taa bei mäßiger GefcchEtigkeit. Der Feind hat seine Arr- ^A^aesten,müht fortgesetzt. Westlich von Combres und nordöstlich von Thraneourt fühlte er gegen unsere neuen niren vor. Oertliche Kämpfe östlich von Thiaucourt. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. KrvtzrS Hallptguartier, 15. Septrmb. mmtiaü.) Westlicher Kriegsschauplatz. Kronprinz Rupprecht. . ^ ^eldersnts des La Basser-Kanals wurden Teilangriffe des Ferndes abgewiesen. ^Ständer tarn neuem an. Sl m uns vom Ostrande von Hlir»- nmovrl zurück. Tagsüber mehrfach wiederholte Angriffe ruiammengefaßtes Feuer un- Gegenangriff vor. der uns am ^ Kmnpfc gchaltcnen «l? 1 ***"5 erlitt hier säMere Verluste und lieh etwa 100 Gefangene in unserer Hand. ^"^S^uppe Generaloberst von Boehn. Mäßige Artillerretätigkeit. Vorstöße des Feindes am Omiguon-Bache wurden abgcwresen Heeresgruppe Deutscher Kronprinz l^arlowitz ftanö zwischen und Aisne wtcder m schwerem Kampfe. Nach mchr- ^ridmer Fem-rwrperritun« griff der Franzose am früAn Mar gen mit Itarsen Kräften an. Beiderseits der Ailette «wt* er von Hannoverschen und BraunslMiger Truppen ^rnnesen. Braiidmburger und Gardc-Rrgimcittcr k^i- ben nach «k-oem- Kampftagen, an denen der st>g- .M Östlich versuchte, sich in den Besitz ® t . ton . Dauxaillon zu setzen,' auch ^rrn., >E 'ff 1 Vaillp brachen die mehrfachen, teil- Ed>anzenva^m vorgetragenen feindliche» Angriffe Linien zusammen. Erkunder durchschwammen Vailly den Aisne-Kanal und brachten zum Snd- user Gefangene zurück. Südlich der Aisne griff der^aAc Romoin'^r Scnegalnegern zwischen Revillon -md ^amain an. Trotz schweren Verlusten, die der Feind bei ver- ^s^a^Mriifen am Vormittage erlitt, stietz er nachmit- ^»«^^^^EWrbencitung von neuem vor. Wir ^ngene umch»n mehr als 100 Ge- Dte »sterreichisch.ungarischen Tagesberichte. Wien, 14. Sept. (WTV.) Amtlich wird verlmttbart: ^ Italienischer Kriegsschauplatz. Oestllch der Brenta und mif dem Monte Solarolo wurden feindliche Vorstöße abgeschlagen. Bei San Tana am Piave wurden italienische Eins>biffungsversuche vereitelt. .. Westlicher Kriegsschauplatz. Brr den K. und K. Lmppen keine größeren Kampfhandlungen. Albanien. MrdlM von Pojani entrissen unsere Truppen dem Feinde einige -ähe t^rteidigte Gehöfte. In den erkämpften Stellungen imirden heftige, durch. Panzerkraft- wagen untersftitzte italienische Gegenangriffe abgewiesen. Die Italiener wichen in Unordnung. Im Tomor-Gebirge bauten wir unsere jüngst errungenen Erfolge durch roeiteren Raumgewinn aus Der Chef des Generalstabs. 1.5- Sept. (WTV.) Amtlich wird verlautbart: Auf dem italienischen Kriegschchauplatz sehr rege Artillerie-, Erkundungs- und Flregertätigkeit. Der Chef des Generalstabs. Die Ueberroschungen in dar Kriegspvlittk der Staaten Haufen sich in der letzten Zeit, und daß es auf der Seite der Mittelmächte meist sich um f r i e d e n s f r e u n d l i ch e Versuche handelt, inag auf der Gegenseite zu Mißdeutungen und falschen Auslegungen Anlaß geben. Die neueste Frie- densnote des Grafen Burian, des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten Oesterreich-Ungarns, die wir an der Spitze des zweiten Blattes veröffentlichen, wird denn auch von der gesamten deutschen Presse zwar nicht nrit abfälligen Einwendungen, aber doch mit Zweifeln über ihren Erfolg begrüßt. Vielleicht wäre es ziveckdienlicher gewesen, lvenn Du rran de n vollen Widerhall der Rede des .Herrn v. Payer abgeivartet hätte, die zwar auch ein „Monolog" eines Staatsmannes, aber doch eine inhaltreiche. ^^^resgruppe von Gallwitz. Verdun—Etain scheiterten Dor- ^ Amichen der kotes Lorraine und der Mo- vor unseren neiren Linien. Der Feind, der IrntXJ^ en 1 ie in Teilangnssen vorstieb SüJr ^Artilleriefeuer blieb auf Zerstörung^- ^Altg EM« ^rbmdung mkt Jnfantcrie-Gefech- zeugÄ mktt S{1ier " 9 Gliche Ballone und 46 Flug- Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. m ' öistv Weg- der Uebereiurunst beschleunigt zu Eilde zu iuhren. -L.ie Berechtigung jener Zweifel liegt ?' U ^ 3e J.^ e ^S’l ct ?rt*ctbmmg und schlagt eine Methode vor. Ob der Ver- wird, kann man natürlich j-etzt noch nicht . jedenfalls wurde ober die Mlehnung dieser vor geschlagener nnverbindlicl^n Ausjprache Pen.Beweis eines verbissenen Hasses lassen. Das Einvernehmen zwischen den Mittef- machten das bisher bestand und besteht, ist die Gewähr dafür, daß llwund^ö^^ Oesterreich-Ungarns die in der Note eirrwickelten ft ^ f 9 ^ "ls ausgemocht gelten, daß sie den- ******* ^b°n- feto et amHidf be. Eine Genfer Unterhaltung. ru -O e jyfS^pt- (L.-A.) Anläßlich der Eröffnung bei Gen^r Midin-Aus^ttung gab der französische Generalkon- lul Dralon der Erwartung Ausdruck, daß die Friedens- vnnsche der Voffer nicht allzulansge mehr ihrer Erfüllung f/!’Eröffnungsfeier wurde ^2 ^ l a g bekannt, dessen Für und Wider ^ Publikum lebhaft erörterte. Das Hauptinteresse wendet sich) der Frage zu, ob dre Wiener Regierung auf das Entgegenkommen eines neutralen Staates bezüglich des Ortes der geptanttn Vorbesprechungen rechnen könne. Viel komme auf dre Hartung der Loildoner iKonferenz an. * Der Reichskanzler und die Mehrhcttsparteien. Berlin, 15. Sept. Der Reichskanzler emviin-r hnrft to Sichrer derNichrtzeitsvarleien ju einer li ; ftüni>igat S(S f t?r ad)‘e, an ber auch die Staatssekretäre v. H i utzUnd'W^all ras terlnahmen. Der Eindruck der Rede Payers. Konstantinopel, 15. Sept. Zu den Erklärimgen des Vizekanzlers v. Payer sagt die Presse, die Egllente könne ste nicht anfnehmen wie die bisherigen Friedensbedingungen- ste seien diesmal viel tomn und bestimmter dargelegt. Außerdem msse die Entente, daß Deutzchland auch nach dem Friedensangebot Srcge erringen werde. In der Kaiserrede wrd in der Knhvort der Zlrupwck?eir Arbeiter when die Blätter den besten Ben»eis für den ungeschwachten VerteidigungSwillen Deutschlands. Ein Telegramm HindenbnrgS. Hcmvtausschuf; nationaler Arbeiter- und Berufst^nbande Deutschlands ist «ruf dasLuldigungstrlegramm tzrs er anläßlich der, achten Jahrestagimg in Dorttm.nd an den FeldmarsckM v. Hindenburg saiidte, naMehende Anbrot zugegangen: Ich dmrke herzlich für Ihre erhebende Kundgebung. Möge Ihr Gelübde zum Dnrchhaltmi m dem uns aufgr-wungenen Kümpfe um unser Da,erii und uni urrsere Zukuust jedem Deutschen äur lleberzeugung werden. Dann schaffen ivir's. Generalfeld marschall v. Hindenburg. Die deutsche«^ Pressevertreter in vndapeft. Budapest 13. Sept. (WTB.) Meldinig des Urtg. .Korresp. Bureaus. Tie deutschen Journalisten und Schri t- stelle r trafen Astern imchmitta« um 2 Uhr auf dem Westbalm hol eni. Im Balvilwl wurden die Gäste TOim-n;> der Regierung durch heil Lektionsrat Bonitz namens der Hauptstadt iwm Bürger,neiuer s§^dv feruei- von Ereuchm anderrii Pei-smllickSeiteii enu'fnn^n > Tie Gaste niach'en emc kleine Rundfahl't durch die Stiwt miü begaben svch dann in dre für sie im Hotel des Gellettbades rese^ vierten Zimmer. $te Fortschrittliche Bolk-partet über die politische Lage. Berlin, 14. Sept. Eine Kundaebung Wer Verging veröffentlicht das Organ der FoÄchrittltchen Volkspartei, die Liberale Korrespondenz. Sie schreibt: Durch die Presse gehen allerlei dunkle AlÜ^ltmrgen aber^Krffckn Ln bez Regierung und eine Cwschütterung der Stellung des Reichskanzlers Graf Herlling. Daß von rnancher Seite Versuche uwer- nomnren werden, die Stellung des ReichskaMlers zu mttergrabm, mag sein. Sicher ist jedenfalls, daß die Mehrhertsparbnen des Reic^tags mit diesen Treibereien nichts zu tun haben, und dah du EinLerunmg des Ausschusses der Mehr Heilsparteien mcf den 12 September mit ihren nt keinerlei Zusammenhang stand Dteje Tagung war schon im Juli beim Ausernandevgehen des Reichstages vereinbart und galt den politischen Verhältnissen rm >;nnern und nach außen, wie sie sich inzwischen gestaltet haben Für die Mehrheitsparteien stehen nicht Personen--, sondern wchLiche Fragen im Vordergründe dos Interesses. Gs gilt, dafür Sorge zu tragen daß der Kampf für das Wahlrecht in Preußen mit Entschlossenheit durchgeführt wird, und daß nach außen die Politik, zwischen Reichstagsmehrheit und Reichsregierung vereinbart ist» zulllar und ohne Hemmungen von dritter Seite zur Verwirklichung gelangt. Wir wissen, daß in beiden B^iehungen Graf Hertllng aus dem Boden des Mehrheitsprogramms steht. Nicht sicher lst aber m unseren Augen, ob diejenigen, die jetzig anscheinend emen Wechsel in der obersten Reichs'leitung herbeftnführen suchen, die Gewahr dafür bieten, daß sie im In- und Auslande als Verfechterder MehrheitsPolitik anerkannt werden können. Was uns vor allem nottut. ist Vertrauen zu dem gegebenen Wort und zur Kraft, das Wort zur Tat zu machen. Solches Vertrauen will erworben sein und kann nicht so ohne weiteres Personen entgegeiigebracht werden, bei denen zwischen dem Heute und Gestern allzu auNaUlgo Widersprüche bestehen. Aber auch vorhandenes Vertrauen will täglich neu erworben werden. Deshalb ist es jetzt an dem ReiäManzler Grafen Hertling, ernst zu machen mit dem, was er als richtig erkannt hat. Ihm steht draußen) im Volke wie rm ReickMag eme Mehrheit zur Seide, auf die gestützt ein Staatsmann mit starkem Willen sein Ziel erreichen kann. Sollten sich un eignen Hause Widerstande regen, so müssen sie beseitigt werden. Wir brauchen eine Staatsleitung, die in allen ihren Gliedern dem Volke Zuversicht einflößt und die Gewähr dafür bietet, daß nicht hinten um- gestoßen wird, was vorn aufgebaut ist. Um solche Männer fernes Vertrauens wird sich das Volk scharen und unter ihrer Führung sein letztes dransetzen, um das Land zu verteidigen und den leidlichen Vernichtungswillen zuschanden W machen. Der Feind wird dann gar bald erkennen, daß sein Triumphgeschrei zu früh ertönte, uird sich von neuem zu fragen haben, ob es nicht auch für ihn geboten ist. ehrlichem VerständigmigÄvillen entgegenzukommen. Darum 'geht cS. und die nächsten Wochen geben dem Reichskanzler Gelegenheit, sich in solcher Politik zu bewähren. Gs handelt sich um eine große Sache. Wer ihr dient, den unterstützt die Fortschrittliaic dÄkspartei, wie sie jeden bekämpft, der sich ihren Zielen widersetzt oder ihnen als hinderlich entgegcnsteht. Sibirien nach Japan und Amerika oder über Archangelsk nach Frankreich und England zu schaffen. Das muß um leden Preis verhindert werden. Das dem russischen Volke gestohlene Gomutz unversehrt zurückgegeben werden. Ter Schutz dieses Goldes r.m Gebiet des Tsckecho-Slowaken- und Weißgardistenauffandes wird allen ehrlichen Arbeitern und Bauern anvertoaut. Nach Säuberung der Wolga, des Urals und Sibiriens von Weißgardisten und Tschecho-Slowaken werden alle Schuldigen am Raube des Gold* Vorrats festgestellt, ihr Eigentum wird beschlagnahmt und sie selbst den schwersten Strafen, einschließlich Erschießung, unterzogen werden. Die Bekämpfung der russischen Gegenrevolution. Moskau, 14. Sept. Auf die Protestnote des diplomatischen Korps in Petersburg vom 5. er. bezüglich des roten Terrors veröffentlicht ,Jswestiia" Nr. 198 eine ausführliche, sehr scharf Antwortnote Tschitscherins, die schließt: Wir lehnenentschiedenste jede Einmischung neutraler kapitalistischer Machte zugunsten der russischen Bourgeoisie ab und erklären, daß wir jeden Versuch der Vertreter dieser Mächte, die Grenzen des gesetzmäßigen! Schutzes der Interessen ihrer Landsleute zu überschreiten, als Versuch zur Unterstützung der russischen Gegenrevolution betrachten werden. Eine neue Verschwörung gegen Rußland ausgedeckt. Petersburg, 12. Sept. Nach Pressemeldungen wurde im Bereich« der vierten Arm« eine große Verschwörung.auf- gedeckt. Dtar Führer der der vierten Arm« unterstellten llral- division, General Strvmbach, bekam ein Angebot von der Entente, die vierte Armiee zu verrufen. Der General weigerte sich, dies zu tun, und brachte die ganze Angelegenheit zur Meldung. Die Zarensamilie nicht ermordet. Kopenhagen, 14. Sept. (WTBll Nach einer Blätternack)- richt aus Stockholm meldet das dortige Bolschewistren-Blatt ,^Fol- Vets Daqblcck", daß der Volkskommissar Tschitscherin die Meldungen über die Ermordung derZarinund ihrer Töchter sowie Gerüchte über Massenmorde an Unschuldigen dementiert. Ein Raub in Moskau. Wien, 15 .Sept. Dem W. K. K. T.-Korr.-Bureau wird aus Moskau gemeldet: Gestern irachmittag führte eine bewaffnete Bande einen Bombenüberfall aus den Konsumverein aus. Tie Räuber, die 300 0 00 Rubel erbeuteten, entkamen. Aus der Krim. Berlin, 15. Sept. Die Petersburger Telegraphen-Agen- tur bringt folgende Meldung: In der K r i m haben det Kultusminister, der Verpslegmigsminister, der Gehilfe des Ministers des Innern und der Staatskontrolleur ihre Entlassung eingereicht infolge von Meinungsverschiedenheiten über Fragen der Regelung der Beziehungen zur llkrain-e. Frffchvar to ffesmengen mrt 750 Gramm wöchentlich aus ten Kopf der brvtve^orgungsbervchigtcni Bevölkerung für oie Zeit vom 1. Oktober 1918 bis 20. Juli 1919 von der Reiä^kattofselUckle besonders zugeteilt. Den übrigen Kommunalverbänden sollen durch die Trockenbirtoffelverwertungs-Geselffchaft Teka) von eurem noch zu bestimmenden Zeitpunkt ab Trockmkartoffelerzeugnisse zum Zwecke einer 10 °/oigm Brotstreckung geliefert werden Vis zu diesem Zeitpunkt wird ihnen als Ersah für die fehlenden Streckung:-- mittel eine Menge von 20 Gramm Mehl auf den Kopf und Tag zugewiesen. Demgemäß erhöht sich die Ration vom 1. Oktober ab einschließlich der Streckungsmittel auf 220 Gramm Mehl so daß die Brotration lvieder die alte Höhe erreicht. Die Kämpfe bei St. Mihiel. Berlin, 15. Sept. Wie zu erwarten war, sucht die gesamte Ententepresse die Operationen bei St. Mihiel, bei denen die erste amerikanische Armee unter Führung von General Pershing zum ersten Male geschlossen ins Gefecht trat, zu einem großen Erfolg zu stempln. Tie hieran geknüpften Erlvagungen und Hoffnungen über den Kampfwert geschlossener mnerikarüsck-er Verbände sind jedoch mindestens verfrüht, da die deutsche Führung^die Errtscyidung nicht durchAämpfte, sondern auf die vorbereitete Sehnenstellung zurückginy, sobald die seit Tagen erngeleitete Räumung du»chgefvhrt war. Trotz aller Beute- und Siegesmeldungen ist den Amerikanern die Störung des Rüc^ugos der Deutschen aus dem Raume von St. Mchiel nickst gelungen. Um diesen ernstlich zu gefährden, mußten die Amerikaner und ^Franzosen im Norden zum mindesten die Cvmbreshöhe halben und im Süden über Thiancourt hinaus verstoßen. Die Combveshöhe wurde jedoch wiedergewonnen lind er anrerffaniscktt Angriff durch den rechtzeitigen Ein- im Süden der . - ^ satz der deutsche Reserven südlich Thiaucourt zum Stehen gebracht Tie Lücke zwischen der nördlick>en und südlichen Einbruchsstelle blieb bseft genug, um dar WMg der „Garnison von St- Mihiel" sicher- zustellen. Daß von den Amerikanern an den Einbruchsstellen Gefangene gernrocht worden sind, ist selbstverständlich Tie von ihnen gemachen Angaben sind jedoch weit übertrieben. Tie Zahl der deutschen Vermißten reich auch nich annähernd an die von den Amerikanern gemeldeten Gefangenenzifsern heran. Eine derartige Fälschung läßt sich nur erklären durch die für die Entente vorliegende Notwendigkeit, aus politischen Gründen die erste Aktion der neuausgestellten amerikanischen ersten Armee unbedingt zu einem Erfolge zu stempeln, zumal der Hergang der Operationen zwischen Arras und Soissvns nich den von Fach erweckten Hoffnungen und Erwartungen entsprich. DaS neue persische Kabinett. Berlin, 15.Sept. Das neue persische Kabinett das am 7. August eingesetzt wurde und laut Meldung des „Temps erst nach gewaltsamer Entfernung verschiedener früherer Kabinettsmitglieder seine Arbeit aufnehmen konnte, ist mit Wussuf ed Tauleh als MinistcrpräsidOrten und Minister des Innern und Mvschawer el Memalik als Minister des Aeußern gebildet worden. Englische Bergarbeiter in die Heimat zurückgefchickt. Amfterdam,14. Sept. Das„Allgemein: Handelsblad" mel det aus London, >daß die in die Arm« eingereihten Berg arbeiter vom Dienste bechert und in die Bergwerke zurückgG schickt Werden sollen. Gs sollen täglich durchschnittlich 2000 Mann nach England zurückgeschickt werden. Es ist jedoch nich bekannt, wieviele im ganzen vom Dienst be'reit wer den sotten, wenn auch der Präsident des BergarbeiterverbandeZ sagte, daß mindestens 20 000 dringend nötig seien. Amerikanische Spionagejuftlz. Cleveland (Obio), 15. Sept. (Reuter.) Das Bundesgerrch verurteilte den Sozialisten Eugelte Deps, der viermal Kandidat der Sozialisten für die Präsidentenwahl war, wegen Verletzung des Spionagegesetzes zu zehn Jahren Gefängnis. Wie verlautet, hatte Deps in einer Rede zur Widersetzlichkeit geraten, und versuch, der Rekrutierung Schnürigkeiten zu machen. Deps wurde gegen Bürgschaft freigelassen, solange das Berufungsver- fahven schriebt. Die Lage an der österreichisch-ungarischen Front. B e n l i n, 15. Sept. Der L.-A. meldet aus Lugano: Der Pariser „Temps" veröffentlichte eine Unterredung seines .Korrespondenten Jean Barrere mit dem italienischen Mb- nisterpräsidenten Orlando. Dieser erklärte seine Begeisterung pk Foch und sagte m bezug auf die L age a n de r italienischen Front, es sei ein Irrtum, zu glauben, daß das österreichisch-ungarische Heer infolge der inneren Uneinigkeit in der Doppelmvnarchie geschwächt und in moralischer Auflösung begriffen sei. Oefterreichifche Erfolge in Albanien. Wien, 15. Sept. Unsere in Manien unter oem Oberbefehl des Generalobersten Frhrn. v. Pflanzer-Baltin kämpfenden Streitkräfte habeii neue wichtige Erfolge erzielt. In dem zu einer Höhe von 2400 Metern aufvagenden Tomorgebirge zunt Angriff übevgchcvrd, gelaiig es unseren von nie erlahmendem Angriffsgeist beseelten Truppen sich der beherrschenden Stellungen auf diesem Gebirgszuge zu bemächtigen. Die Eroberung der wichtigen und domitrierenden Höhen sichert uns den Besitz der Linie Fieri-Berat. Dantit werden die von feirwlicher Seite anläßlich der italienischen Anfangserfolge in Albanien gehoglen Hoff- Mngen auf eine durch die Wiedergewinnung der serbischen und montenegrinischen Territorien mögliche Nenanfrichtimg der Balkanfront zunichte. Der Versuch der feindlichen Heeresleitung für jene Erfolge, die ihr westlich der Adria versagt blieben, crnf der Ostlüste Ersatz zu finden, hat zu einem volleii .Mißerfolg geführt. Im Abschluß an unser Bordrin^en im Hochgebirge gingen cmck, unsere znnschen Fieri und dem Meere kämpfenden Truppen zum Angriff zwischen Fieri und dem Meere kämpfenden über und erzielten gleichfalls beträchlliche Fortschritte. Einige vom Feiude bis zum Aeußersten verteidigte Gehöfte bei Pojani — im 'Küstengebiet westlich von Fveri — wurden erstürmt. Bei den chl ihrer Wiederevoberung unternommenen Gegenangriffen ftihrte der Feind auf dem albanischen Kriegsschauplätze zuni ersten Male Panzerivagen ins Gefecht. Sie komtben aber das Scheitern des italienischen Ansturmes nicht verhindent. Trotzki gegen den Goldraub der Entente. Moskau, 14. Sept. „Prawdcft^ veröffentlicht folgenden Be- schl Trotzkis: In Kasan haben Weißgardisten und Tschecho-Slowaken sich eines Teils des Goldes, das Eigentum der Räterepublik ist, bemächtigt. Dies geschah auf Befehl französischer, englischer, japanischer und amerikanischer Kapitalisten. Tas russische Volk wei- aerte sich nach der Oktoberrevolution, ausländischen Wucherern tür die vom Zaren abgeschlossenen Anleihen Zinsen zu zahlen. Um den russischen Arbeitern und Bauern ihren (Äewinn zu entreißen, hoben sich ausländische Racker durch die in ihrem Solde stehenden Tschecho-Slowaken und Weißgardisten eines Teiles des llwldes be- mächvgt. Jetzt versuchen diese Rchrber, das erbeutete Gvtd über Aus Ktadt unv Crtnft. Gießen, den 16. September 1918. Winierzeit. In dieser Nacht hat der Uhrzeiger aus Kommando ernQi tundensprung zurück getan und das große Räderwerk des ös- entlichm Lebens ist von der Sommerzeit wie mit einem einzigen Hebeldrucke auf 'Winterzeit eingestellt worden. Die Umstellung geschah für die- meisteit Menschen im Schlafe. Nur wer mit der Bahn unterwegs oder in Nachtschicht tätig war, ftinnte den großen Zeigersrwung der Zeit verfolgen. Jeder andere stellte abends seine Uhr um eine Stimde zurück, schmunzelte vielleicht leise in dem Gedanken, am anderen Morgen eine Stunde länger Äafen zu können, und als er heute morgen erwack/te, war er mitten in der Winterzeit drin, die ihm mit einem sommerlichn Sonneumlirgen entgegenlachte. Wie schnell gewöhrt sich der Mensch! dlutomat sch, r-?ibungZlos und ganz selbstverständlich, man möckite agen, fast unbelvh et gcht heute der große Halbjahresl vechs d voi sich, dessen Ein sühn mg im Mai 1916 mit so leidenschaftlichem Für und Wider umkämpft wurde. Säuglings- und Kleinkinderschutz. Schon in Friedenszeiten war die Säuglingssterblichkeit in Deutschland größer als in den meisten Kulturländern. Von hundert deutschen Kindern gingen 15 bereits im ersten Lebensjahre zugrunde. Dieses Verhältnis hat sich in den vier Kriegsjahren noch ungünstiger gestaltet und es ist dringend erforderlich, durch eingreifende Maßnahmen diesem Ausfall des Bevölkerungszuwachses zu steuern. Bei den gewaltigen Blutopfern, die der Krieg unserem Baterlande auferlegt hat, darf die Zukunft unseres Volkes nicht auch noch auf diese Weise weiter gefährdet werden. Hunderttau sende) blühcrcher Menschenkinder können und muffen erhalten bleiben, wenn Kleinkinderfürsorge und Säuglingsschutz richtig ausgebmrt! werden. Ter Staat hat zu diesem Zwecke erhebliche Mittel bereitgestellt, die durch die Kreise und Gemeinden ergänzt worden sind, aber diese Mittel genügen noch nicht und nur cftw große Volks- hende kann einen zureichenden Fonds schaffen. Diese Volksspendcj ist nunmehr eingeleitel. Für Hessen begbrnt sie am Dienstag, dem Geburtstage der Grohherzogin, mit einer Haussammlung: ihr Ertrag verbleibt ausschließlich dem Hessenlande. Ein Ausruf der) Großherzogin im Anzeigenteile unseres heutigen Blattes, dem sich Oberbürgermeister Keller im Namen des geschäftsführenden Ausschusses anschließt, wendet sich cm den oft bewährten Opfeqffinn des Hessen volles mit der hn:zlichni Bitte, daß jeder nach Kräften an dem großen Werke der Nächstenliebe mithelfen möge. Der 8eelrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 15. Sept. (Amtlich.) Auf dem nördlichen Seekriegsschauplatz verlor der Feind durch die Tätigkeit unserer U-Boote weitere 8000 Br.-Reg.-Tonnen Schiffsraum. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 15. Sept. In der letzten Zeit sind, abgesehen von dem neulich gemeldeten französischen Truppentransport- dampser „Balcan"> die Verluste folgender beson ders bemerkenswerter Schiffe bekannt gewor den: Amerikanischer Tankdampfer Frederik R. Kellog (7127 Brutto-Reg.-Toniren), amerik. Dampfer Montana (6659 Br.-Reg.-Torrnen), Cubore (7300 Br.-R.-T.), Grays.Har bour (2273 Br.-R.-T.), Segler Dorothy N. Barett (2088 Brutto-Reg.-T.), engl. TanLampser Lake Manitoba (9674 Br.-Reg.-D)rrnen), die engl. Dampfer Wimmera (3022 Br.- Reg.-Tonnen), Penistone (4139 Br.-R.-T.), Princes Maud (1655 Br.-R.-T.), engl. Munitionsdampfer Mary Suzanne (3106 Br.-R.-T.), der japanische Dampfer Tokuyama Maru (7029 Br.-R.-T.), der französ. Dampfer Pampa (4471 Br.- Reg.-Tonnen). Schließlich wurde der amerikanische Transportdampfer Vchunt Bernon (früher „Krorrprinzessin Ce- cilie) mit 19 503 Br.-R.-T. torpediert und schwer beschcv- bigt. Ferner wurden noch als versenkt gemeldet: die amerikanischen Dampfer Lake Edon und Lake Owena. Die Schiffsliste xnthält über sie keine Angaben, so daß es sich um ganz neue Schiffe handeln dürfte. Der erst 1917 gebaute Tanckdampser Fred^ric R. Kellog war voll beladen von Tampico nach Boston unterwegs; sein Wert einschließlich Ladung wird mit 10 Millionen Mark nicht zu hochgeschätzt sein. Die Tonnage der mit Rauminhalt versenkt genannten znwlf Schiffe betrug 58 643 Brutto-Reg.-Tonnen. Sie hätten voll beladen rund 90000 Gewichtstonnen befördern können. Um dieselbe Gewichtsmenge über Land zu befördern, würden 6000 Güterwagen von 15 Tonnen Ladefähigkeit nötig sein. Das sind 150 Nor- malgüterzüge zu je 40 Wagen. Ein Bild von der Bedeutung der Bersenkungeir können wir uns mack-en, wenn wir uns vor- stellen, Paß unter Zugrundelegung unserer Brotration von 1850 Gramm wöchentliche 150 solcher Güterzüge nötig sind, um eine Stadt von deiner Million Einwohnern für rund 49 Wochen, also beinahe ein Jahr, 'mit Getreide zu vev- sorgerr. ** A v s z e i ch n n n g e n. Der Leutnant d. L. und Konrpigni:- iührer Otw Roth, jüngster Sohn des Berlagsbuchhäudl^rs Otto Roch, i. Fa. Emil Roth, wcrvde anläßlich der letzten schw"rr< Kämt^e im We e;t mit dem Esierwil K euz 1. Klaff ' gu gezeichnet 1— Kanonier Anguß Do sch, Fußk-Art.-Ball. 98, wurde zum Gefreiten befördert. ** Nährmittel-Ausgabe. Tie bei den Kleinhäiidlern der Stadt Gießen bestellten Waren für September 1918 können von Dienstag den 17. d. M. ab gegen Vorlage des Bestellausweises zur Nährmittelkartc und Abgabe der Nährmittclmarke September (9) in Empfang genommen werden. Näl)eres siehe Bekanntmachung. ** Wurst verkauf. Tie Ausgabe der Wurst aus unterwer- tigen Rindern erfolgt Mittwoch den 18. d. M. Siehe Anzeige. ** Freibank. Dienstag, 17. Sept. 1918 von 2 bis 4 Upr Nr. 931—970 und 1051—1140. ** Das Gießener Fröbel-Seminar hat eine Ausstellung der Arbeiten der abgeherrden Schülerinnen veranstaltet, die Dienstag und Mittwoch, 16. und 17. September, von 10—1 und 2— 6 Uhr geöffnet ist. ** Gegen die Eisenbahndi ebst ähle. In letzter Zeit sind nicht nur einzelne Stückgüter, sondern auch ganze Wagenladungen durch Eisenbahüdie'ostahll abhanden getcmrmen. Um dem entgegenzutreten, haben die deutschen EisenbahnVerwaltungen vom 15. Septeinber ab das gesamte Ermittlungsverfahren einheitlich geregelt. Die bestehenden Vorschriften sind in grundlegender Weise dahin eriveitert worden, daß an alle in Frage kommenden Stellen bei Abgcnrgeit bezw. DrÄfftWen noch währcnid der Fahrt Bericht erstattet werden muß. ** Lichtspielhaus, Bühn Hofstraße 34. Bei gutem Kon-« zerte unter Leitung von Konzertmeister R Müller wird ah Dienstag „Ter Roman einer ^geschiedenen Frau", eine E'he- tragödie in fünf spannenden Mten, Kiveiter Film aus der unga- risck>en Kunstserie, sowie „Der Rubin-.Salamander" mit dem! Cl-a'vakt'er-Tarsttller Bruno Dearrli i. d. H., letzter Film aus der hier bestbekannten Bruno^Decarli-Serie, gegeben. Ab nächsten Samstag beginnt der erste Film aus der Hella-Moja-Serie „Nur . Okto ein Schwetterling". Ah 5. init Gesangs-Einlagen. ktobcr erscheint „Das Dreimaderlhaus' Aus dem Reiche. Di« Bwtratwn. Berlin, 15. 2ept. Der Staatssekretär des Kriegsernäh- rungsamtes hat angeordnet, daß vom 1. Oktober ab wieder eine zehnprozentige Streckung des Bootes mit Kartoffeln erfolgt. Zu diesem Zwecke wkwdeii den Kartoffelerzeiigern, soweft diese gleichzeitig Selbstversorger in Brotgetreide sind, die ersord«wlick^n Kartoffel mengen belasten. Feriver 1 verdat denjenigen Ztzommünab- verbänden, denen im ..Wirtschaftsjahr 1917 FrischiarLoffetn zur Bvvtslrwchmg waavKfev sux Sidxckung fxjvötitfw Gietzener Ktadttheatev. Tanzabend Sylvia Herzig. Im Stadttheater strahlte Somrtag abend wieder einmal Terp« sychores Stern, wehte der berichmte „ffische Luftzug" aus dem Lande der grazilsten aller Musen. Eine ihrer erfolgreichsten Jüu» gerinnen ^Bherrschte die Bühne. Ebenso toie Haiorel-ove Ziegler, die unlängst die Harzen des Gießener Publckums gewann, so bricht auch Sylvia Herzig rmt der Tanzkunst konventioneller Anmut und Koketterie: cmvch sie schreibt zu einer Stilisierung, indem sie der Plastik der Bewegung die Seele klassischer Musik verleiht. Sie verfügt über hohes, darstellerisches Wmwn, starke pyckßsck^ Ausdruckssähjgtöeil und glmtzende technische Mittel. Dab^i läßt sie das literalisch. Moment zicrückttelen: man könnte eilten Mangel an sclbstschöpf^wisckxer Ge'taltmrgSkcaft empfnidun, wcmr der Ares- druck der Empfindmrg mdf so zwiivgend wäre, daß er Eingebung zu sein scheint und den Gedanken an ein „Studium" der BewecmuS nicht aufkonmen läßt. Sie Mt fick in ihren Tänzen von ;eder Süßlichkeit fern und läßt eine heitere Seele aufleuckften. die keine Sentincentalität kewrt. DaMi kommt eine glückliche Uebereinstim-. mung von Geste und sornllckjönicr, arrmutiger Erscheiiiuug und die schiftre, geschmackvolle BehändUmg der- Gewänder. Sie weiß durch cftl geschickt ausgestelltes Prvgramnr in stetem Wechsel allen Phasen des .Temperaments Ausdruck zu verleihet: und ihr tvHnisches Können vom einfachen Pas bis zur Bravourleistung des Spitzentanzes (Ballett „Giooonda" von Ponchielli und Sckxubert's Spitzengavotte aus „Rosamunde"zur vollen Geltung zu bring«r Ganz gleich, ob sie in den Frühlingsthemen von (Meg und Strauß, selbst ein Leirzhauch graziöse, heitere Anmitt eittsaltet, ob sie dem „Türkischen Tcrn^" von Grunow ihre groteske Note ausdrückt, oder in Chopms origmellent Mintitenwalzer die Gelenkigkeit .hrer Glider mit erstaunlicher Ausdauer spielen läßt, M-osztkowskis melodiöses Walzerthema, Catxllanis duftigen Schleiertanz illw- striert: immer bleibt der seltsame Reiz ihrer Erscheinung bedingt durch die Eigenart ihrer PersönlickDeit bestehen. Besonders interessant ivar es, die Äusdruckssvrnlen zat vergleichen, die seinerzeit Hanneiove Ziegler und j-etzt Sylvia Herzig dem Strauß'scheri - Radetzky-Marsch gaben. Jene schneidig, scharf akzentuiert rmd auf „Wirkung" ausgehend, diese weicher und weiriger ekstasisch, trotz prickelnder Lebendigkeit. Letztere wohl entschiMar die vcwnehmewe und sympathischere Auffassung. — Die musikalische Leitung de<' Herrn Ludwin Margnth griff gcschinackwll in jede Bewegung ein, gab Farbe mrd Schrttievung. Kein Wunder, daß die Sympachie des gnttbefuchten Hauses sich zu fftürrnricbem Beifall AeigertL. M. L. Nr. 21? Zweites Blatt Sichen« Anzeiger «Sescral-Anzeiger flir SdecheA», Montag, ff>. September »4,8 Lin neuer Zrie-ensschritt Oesterreich-Ungarns dait: Len, 14. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlaut Eine objektive, gewissenhafte Prüfung der Verhältnisse aller kriegführenden Staaten Iäfjt keinen Zweifel mehr daran bestehen, daß alle Völker, auf welcher Seite sie auch kämpfen mögen, das baldige Ende des blutigen Kampfes herbeisehnen. Trotz oiesess natürlichen und begreiflichen Wunsches nach Frieden ist es bisher nicht gelungen, jene Vorbedingungen zu schaffen, die geeignet wären, die Friedensbestrebungen ihrer Verwirklichung näher zu bringen und die Kluft, die die Kriegführendens gegenwärtig noch voneinander treirnt, zu überbrücken. Es müssen' daher wirksamere Mittel und Wege in Erwägung gezogen werden, durch die den verantwortlichen Faktoren aller Länder Gelegenheit geboten werden könnte, die gegenwärtig vorhandenen Möglichkeiten einer Verständigung zu überprüfen. Ter erste Schritt, dchr Oesterreich-Ungarn einvernehmlich mit seinen Bundesgenossen zur Herbeiführung des Friedens MN 12. Dezember 1916 unternommen hat, führte nicht zu dem gehofften Ende. Tie Grüirde hierfür lagen wohl in den damaligen Verhältnissen. Um die int stetigen Wnehmen begriffene Kriegslust ihrer Völker aufrecht zu zu erhalten, hatten die alliierten Regierungen bis zu jenem Zeitpunkte jede Erörterung des Friedensgedankens mit den strengsten Mitteln unterdrückt. So kam es, daß der Boden für eine siied-< liche Verständigung nicht entsprechend vorbereitet war. Es fehlte der nattlrliche Uebergang von der wildesten Kriegshetze zur Versöhnlichkeit. Es wäre er verfehtt, zu glauben, daß unser damaliger; Friedensschritt dennoch ganz ergebnislos blieb. Seine Früchte bestehen eben in jener nicht zu übersehenden Erscheinung, daß diä Friedensfrage seither nicht mehr von der Tagesordnung verschwunden ist. Und wenn auch die vor dem Tribunal der Oeflentlichkett geführten einschlägigen Diskussionen gleichzeitig Beweise von nicht geringen Gegensätzen sind, welche die gegeneinander kämpfenden Mächte in ihrer Auffassung über die Fricdensbedingungen heute noch trennen, so hat sich doch eine Atinosphäre gebildet, welche die Erörterung des Friedensproblems nicht mehr ausschließt. Ohne übertriebenen Optimismus kann wohl aus den Aeutzerungen verantwortlicher Staatsmänner mindestens so viel konstatiert werden, daß der Wille, zu einer Verständigung zu gelangen und den Krieg nicht ausschließlich durch die Macht der Waffen zur Entscheidung zu bringen, auch bei den Alliierten Staaten, bis auf einige gewiß nicht gering einzuschätzende Ausnahmen von verblendeten Kriegshetzern, allmählich doch durch- Nidrrnyen beginnt. Dve k. u. k. Regierung ist sich dessen bewußt, daß nach den tiefgehenden Erschütterungen, die im Leben der Völker durch die verheerenden Wirkungen des Weltkrieges verursacht wurden, die ins Wanken gebrachte Wtttordrrung nicht mit eiitent' Schlage wird aufgerichtet werden können. Mühsam und langwierig ist der Weg, der zur Herstellung friedlicher Beziehungen Mischen den durch Hah und Erbitterung getrennten Völker führt. Doch ist es unsere Pflicht, den Weg der Verhandlungen zu betreten. Und wenn es auch heute noch solche verantwortlichen Faktoren gibt, die den jGegner militärisch niederringen und ihm den Willen des .Siegers vuftwrngen wollen, so kann doch Lein Zweifel mehr darüber be- ssteherr, daß dieses Ziel — angenommen, daß es überhaupt erreichbar ist — ein 'weiteres blutiges und langwieriges Ringen zur Voraussetzung hätte. Die für sämtliche Staaten und Völker Europas verhängnisvollen Folgen einer solcher! Politik würde aber auch ein späterer Sieges friede nicht mehr gal-wachen können. Nur ein Friede, der die heute noch auseinandergeh.'nden Auflassungen der Gegner in einer gerechten Weise ausgleichen könnte, würde der von allen Völkern ersehnte dauernde Friede sein. Ist diesem Bewußtsein und unentwegt bemüht, im Interesse des Friedens tätig sein, tritt nun die österreichisch-ungarische Monarchie neuerlich mit einer Anregung hervor, um eine direkte Aussprache -wischen den einander feindlich gegenüber stehenden Mächten herbeizuführen. Ter ernste Friedenswille breiter Bevölkerungsschichben aller durch den Krieg in Milleidenschaft gezogenen Staaten, die unleugbare Annäherung in einzelnen kontto- versen Fragen, sowie die allgemeinversöhnlichereAtmosphäre scheinen/ der k. u. k. Regierung eine gewisse Gewähr dafür zu leisten^ daß ein im Interesse des Friedens unternommener neuerlicher Schritt, der den auf diesem Gebiete gemachten Erfahrungen Rechnung trägt, im gegenwärtigen ^Augenblick die Möglichkeit eines Erfolges bieten könnte. Die österreichisch-ungarische Regierung hat daher belchlasien. allen Kriegführenden, Freund 'und Feind, einen von ihr für Mrg- bcrr gehaltenen Wog zu weisen und ihnen vorzuschlagen, iin freien Gedankenaustausch gemeinsam zu untersuchen, ob jene Voraussetzungen gegeben sind, welche die baldige Einleitung von Friedens- Verhandlungen als aussichtsvoll erscheinen lassen. Zu diesen Behuf« hat die k. tu. f. Regierung die Regierungen allerkriegführenden Staaten zu einer vertraulichen und unverbindlichen Aussprache an einem Ort des neutralen Auslandes \ eingeladen und an sie eine in diesem Sinne verfaßte Note gerichtet. Mit einer Note wurde dieser Schritt zur Kenntnis des Heiligen Stuhles gebracht und hierbei an das dem Frieden zugewendete Interesse des Papstes appelliert. Ferner wurden auch die Regierungen der neutralen Staaten von her Demarche verständigt. Kas stets enae Einvernehmen, welches zwischen den vier verbündeten Mächten besteht, bietet die Gewähr dafür, daß die Verbündeten Oesterreich- Ungarns, an welche der Vorschlag gleicherweise ergeht, die in der Note entwickelte Auflassung teilen. Das Friedensangebot, das die Mächte des Bierbundes am 2. D^emher 1916 an ihre Gegner gerichtet haben, bedeutet trotz der Wlehnung, die es erfuhr, einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte dieses Krieges. Zum Unterschiede von den ersten 2y 2 Kriegs fahren ist von diesem Augenblick an die Frage des Friedens tm Mittelpunkt' der europäischen, ja der Weltdiskussion gestanden i Qt 5? W&F in immer steigendem Maße beschäftigt und be- hertscht. Der Reihe nach haben fast alle kriegftihrenden Staaten zur Frage des Friedens und seiner Voraussetzungen und Bedingungen immer wieder das Wort ergriffen. Die Linie der Entwicklung dieser Erörterungen war jedoch keine einheitliche und stetige. Die ihr zu , liegenden Standpun.kte wechselten mtter dem Eim'luß der kmttta rischni und polttischen Lage, und zu ein ein greifbaren, prak- ch verwertbaren, allgeineinen Ergebnis hat sie, wenigstens bisher, ruL . Hanmerhin kann, unabhängig von allen biefen ^i. wankimgcn. lestgestellr wirden. daß de" A ßan> ter b id rs ittgen EÄNllalmngett nch im großen und ganzen etivas verringerte, und ^ unleugbaren Fort best hjms eittschiedener, bisher nicht ubtwbruckter Gegensätze teilweise eine twn der ertremstcn KriegSzielc w^^bi'^ttmmung betresfs der allgemeinen Grnrchprmzipwn des Wällsriedens manifestiert hat. -iw breiten Bevöllerungsschichten ein lt ?* > Aerständiglungswillens unzweifelhaft wahrzimAnen. Auch em Vergleich der seinerzettigen Aufnahme des Fri^enswrschlages dm Bierbundmächte bei ifcat Gegnern mit ,pateren Aeußerungen von verantwortlichen St-ats- '^ auck)j von nichtverantwortlichen. aber ^MlÄvegs emslußlosen Per,ÜMchkeiten bestätigt diesen nock„ m der Antwort der Allrim- Äderungen erhoben .vurden. die auf ^ Oesterrech^UngarnS, auf eine Verkleinerung nno, nesgehende innere llnigeslaltungen des Deutschen Reiches ^ it Äfjfa, SS« bei RmmVnSStt»« l ’ l,en ' ../Eechrn tucic Forderungen, deren Vernnrllichung .lnen überwältigenden Sieg vur ch manchm Erklärung^! amtlicher Stellen'der Entente nwdittLirrt oder- zmn Test fallen gelassen. So «fcttnie ta Mr Balfvur cmsdrücklich «m. daß Oesterreich-Ungarn seine inneren ^0 E selcht löien müfle, und daß niemand von außen her Deutschland eme Versasinug auserlegen könne. Mr Lloyd George erklärte zu Begmn dres(Ä Zahres. daß es nicht zu den Kampfzielen der ti!Inerten gehch^e. Oesterreick-t-llngarn zu zerteilen, das otto- Reich seiner türkischen IProvinzen zu berauben und Deutschland im Innern zu reformieren. Als symptomatisch kann auch gelten, daß Mr Balsour im Dezember 1917 Kategorisch die ANnalirne^uruckgewresen hat, die englische Politik hätte sich jemals U.E Lchafsnng emes lelbständigen Staates aus den linkst rhenri scheu Gebieten Teutscl,Lands engagiert Tie Lnunziatwnen der Mittelmächte 'lassen Kernen Zweifel darüber, daß sre nur einen Vetteiüigungskantpf UNI die Unversehrtlieit und Sicherheü ihrer Gebiete führen. Weit ausgesprochener als aus dem Gebiete der konkreten Kriegsziele ist '“^UHg her Auffassungen hinsichtlich jener Richtlinien! ffolehen aus deren Grundlage der Friede geschlossen und die künf- ^S^Änuna Europas und der Welt aufgebaut werden soll. Prä- r formulierte in dieser Richtung in seinen Reden w$-w UQr ^ 14 -c^.l b V e ^ Jahres Grundsätze, die bei Ift T nic ^ t Widerspruch stoßen, und deren weit- ?uch auf Setten der Vierbundmächte keinem ^ande begegnen durfte vorausgesetzt, daß diese Anwendung! fernem Miü mtt den Lebensinteressen der betreffenden Staaten ^-abar ist. Allerdings ist zu bedenken, daß eine Uebereinftim- ^ Pp 1 allgemeinen Grmchsätzen nicht genügt, sondern daß Ys^^^er darum handelt, über ihre Auslegung und über ihre, Anwendung auf die emzelnen konkreten Kriegs- und Friedeiis- sragen einig zu werden. unbefangenien Beobachter kann kein Zweifel darüber ST?« ^ ähe die zuständigen Stellen der erwidern können, zum Gegenstände der leiden- ^as1lut«iÄ>er ubertteibenden Besprechungvnverantworllicher Cle- menta Mer auch dre Verantwortlichen Staatsmänner selbst veran- dre Interessen der Kriegführung durch eine ungünstige Beeinflussung der Stimmung in der Heimat zu gefährden lrStrn »sichteu vrazeitig zu oerrw-n. ^ CfÄ üarren Festhalten an extremen Standpunkten • Ä Versuch unternommen werden, zu prüfen, ob für bk Katostwphe der selbstmSüx-rffchm Fort, tetzung des Kampfes von Europa abzuwenden geeignet ist, die Grundlagen g^eben sind, so wäre jedenfalls eine auder« Methode tmmittÄlbave mündliche Erörterung zwischen der Mgierungen. nnd nur zwischen ihnen, erinäglicht. einer solchen Erörterung und gegenseitigen Beteuchttiug b^^bbnso dc^gegeiflcchlrchen Auflassmrgen der einzelnen krieg- Mhrenden Staaten zu bilden, wie auch die allgemeinen Prinzipien, dre dem Frieden und deni künftigen Verhältnis der Staaten zu^ Vafts^ dienen sollen, über die zunächst eine Einigung hntt Aüssicht, ans Erfolg versucht werden lann. Sobald eine Einj- ^undprinzipien erreicht wäre, müßte man im Ver. lauf der Be,prechuugen versuchen, sie auf die einzelnen Friedens fragM konkret anzuwenden lmrd damit deren Lösung herbeizuführen. ( ^^lT mochten hosfen daß auf Seiten keines der Kriegführenden Bedenken gegen erneu solchen Gedankenaustausch vvrliegen werden. Die Kriegshandlutt^n erführen keine Unterbrechung. !DLe Bespaechungen gingen auch nur so wett, als sie von den Teilnehmern ftrr aussichtsbietend gehalten würden. Für die ver- tvetenen Staaten könnten darauf Leine Nachteile erwachsen Weit davmr entfernt M schaden, müßte ein solcher Gedankenaustausch 5?« Fnedens nur von Nutzen sein. Was das erste 6>el^, kmm wiederholt werden und hat vielleicht mindestens schon zur Klärung der Aufflassungen beigetragen. Berge £3 tiefcn sich wegräumen, viele ireu^is Erkenntnisse zum Turchbruch bringen. Ströme von zurückgehaltener ^sc^rflrenndlichkett würden sich losen, in deren Wärme alles Wesentliche bestehen bllebe, dagegen manches Gegensätzliche ver- chMnden wurde, dem heute noch übermäßige Bedeutung beigemessen ™ 1^. Ueberzeugung sind alle KriegMhvenden es der M«enschheir icpuldig, gemeinsam zu untersuchen, ob nicht jetzt, nach so viel Zähren, opfervollen, jedoch unentschiedenen Kampfes, dessen gmizer Verlauf auf eine Verständigung weist, inöglich ist, dem schreck- lichen Rsuigen ein Ende zu machen. Die k. u. k. Regierung möchte Unter den Regierungen der kriegführenden Staaten Vorschlägen. M einer verttaulichen und imverbindlichen Ans spräche über die Grundprinzipien eines Friedensschlusses in einem Ott des neuttalen Auslandes und zil einem nahen Zeitpimkt. über den man noch Vereinbarungen zu tteffen hätte. Delegiette zu entseitden, die beauftragt waren, die Auflassung ihrer Regierungen übei' jene Prinzipien lern cm der bekmintzugeben, analoge Mitteilungen entgegen zunehmeii, wwre offene und freimütige Aufllärung-en über alle jene Punkte die der Präzisierung bedürfen, zu erbitten und zu etteilen. Die k. u. k. Regiermig boehtt sich, die Regierimg von . durch die geneigte-Bermittlimg Eurer Exzellenz zu bitten, diese Mit- teilung zur Kenntnis der Regierung von .. . . bringen zu wollen | Mjengen von Laubfutter für die Herstellung von Laubkuchen zur Ablieferung gekonimen. 1 Landkreis Gießen, r 5"ßEN-Linden, 16. Beat. Telegraphenarbetter Ge- ^ ^ bnhu t. gchürttg aus Wiescck, ist im Westen mtt dem o 1 h ^sse ausgezeichnet worden. Tas Eiserne Kttu- -^lw!e und die Hessische TapferkeitsMedaille besitzt er schon langte Z komtmenden Wiiiter können die Soldaten in den Darm- Lcharetten die nöttge Pflege nicht finden, wenn nicht frische Kräfte sich meldeii. — Tas bekannte Jagdschloß Kranichstein^ ^ruhmt durch seine Geweihsammlung und Jagdgemälde, d-ie in Quester Zett aus. den Bei Länden der anderen Schlöfler noch vermehtt wurden, ist vom' Gvoßhei-zog der täglichen Besichtigung f^igegeben wordeii. Ter Eintrittspreis fließt wohltätigen Zweckes Da r m sta dt. 16. Sept. Tie elektrische Straßenbahn über- wnmtt von heute an den Transport der Postsendungen nnd Paket- i^ndwrgen von den Bahnhöfen nach den Postämterii, und ebenso dre Berbrrngimg der Milch Von den städtischen Mttchzentralenj nach den Verteil ungsstellen. Letzte NachrLchten. Der» netteste rZeviebt dev ^eevesleitttng. MTB.) Großes Hauvlgunrlier, 16 . Seplemb. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Boeh n. _ Lysurederung und Südlich vom La Bassee- Kanal führten rmr erfolgreiche Unternehmungen durch. ^ Zwischen Havrinrourt und Epchy am frühen Nwrgen Ästiger Artrlleriekampf. dem südlich von Havrinrourt feäd- lbche Deilangriffe folgten. Der Feind wurde abgewiesen. Tagchüber blieb die Geftchtstätigkeit in mäßigen Grenzen. Nordwestlich von Dermand am Ho tuen-Walde und bet Efsigny—Le Grand Jnfanteriegesichte. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. 'Veftlge Tcilkcimpsc zwischen Ailette und Aisne. In vergeblichen Vorstößen am srühen Morgen brach der Feind am Abend erneut zum Angriff vor. Im Allgemeinen wurde er adgewiesen. Er hat die Eiubruchstelle aus den Kämpfen der Vortage etwas erweitert nnd faßte im Südtcil von Vailly Fuß. Zwischen Aisne nnd Vesle blieb die feindliche Infanterie untätig. Wir säuberten die aus den Kämpfen vom 14. September zurückgebliebenen kleinen Franzosennester. Heeresgruppe von Gollwitz. V^n der Eotes Lorraine bis zur Mosel äbte der Ar- ttllertekampf am Abend zeitweilig auf. Vor unserer neuen Stellung entwickelten sich mehrfach heftige Jnfanteriegefechte, rn beiden wir Gefangene machten. Am Abend stand der Feind etwa in Linie: Fres—St. Hillaive—Hamnvnt—Remberrourt und im Walde von Rapaes. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Vorstöße des Feindes an der lothringischen Front wm> den abgewiesen. * _ ^Als Vergeltung für da§ fortgesetzte Bewerfen deutscher L-tlwte mit Bvnrben wurden auf Paris in der vergangeneil Nacht durch die Bombengeschwader 22 000 Kilogramm Bomben ab geworfen. Wir schossen gestern 24 feindliche Flugzeuge und 15 FejfelbaHone ab. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Ans Stadt ttnd Land. Gießen, den 16. September 1918. ** A u s dem Militär-Wochenblatt. Befördert Za Lts d. Res i Vizefelbw. Mittig (Mainz! der Fußatt., die Bize- wachtmstr. Kranskopf (I Tarmstadt), Ganz (Mainz) der Feldtrtt.: Ofsizierftellvertr. Höly, im Frieden im Inf.-Regt. 118, Jungk, im Frieden ,n der Tr.-Abt. 18. zu Feldwebellts.: Lange. Feldwlt (Halle a. S.), jetzt im Leibg.-J-nf.-Rsgt. 115, zum Lt. d. Ldw- Jnf. 2. dlufgebvts. ** Auszeichnung. Mnsöetter Eichenau er, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, wurde mit der Hessischen Tapfer- reitsmedaille ans gezeichnet und zum Gefreiten befördett. ** L a n b h e u s a m m l u n g. Tie Ven ärbung der Laubblätter nnd da mtt die Rückwanderung der Nährstofsi aus den Blättern in das Holz der Bäume hat bereits in größerenr Umfange eingesetzt. Rücksicht hierauf hat das Kriegswirtschaftsamt angvordnet. eftw nTwm^röti; cmzustellen. Durch den «rfreulichm algesheim 11 Bomben in freies Gelände s .umeryaule abmebenat Erklmimg Mer der (SaSma: Schulen find rn den lüngflen Wochen höchL-ll» r'ntt ngentorMlCn Schoden anzucichten. Der Friedensschritt Oesterreich^Ungarns. Berlin, 16. Sept. Dre „Vossisch- Zettung" glaubt zu wflssn. der Zentrumsabgeordnetc Gröber habe sich bei der Unterlxiltung der Führer der bAehchettsparttten nrit dem Reichskanzler sehr wenig befriedigt von dem gesondetten Vorgehen der österreichisch, ungarischen Regierung und der Rolle der deutschen Tiplomatie gezeigt. Im übrigen sei die Ansicht überwiegend gewesen, daß eine deutsche Beteiligung an etwaigen Friedensbesprechungen selbsb. ländlich sei für den Fall, daß der österreichisch-ungarische Schritt nicht erfolglos bleibe. Auch hie Osrsragen wurderr in der Be^ rattmg gestreift. Heute gedenke der Reichsürnzler die Führer der nicht zur Mehrheit zäl^lenden Fraktionen zu empfangen. , y Im „Bettmer Lokalanzeiger" heißt es: „Den neuen Friedens- sa'witt Oesterr«lck^lln.garns haben gär wegen seiner guten Absicht warm begrüßt, ledoch, unsere Bedenken nicht verhehlt, ob dieser Lchrut gegenwärtig wirklich geeigntt sei, auch den Ftteden herbei-, zusühren. W schunt uns ^oeiselhaft. ob wirklich unsere Widern jacher bei ahrer Ueberheblichkeit geneigt sein werden, überhaupt aus em solches Angebot einzugehen. Die ..Deutsch Zeitung" sagt: Von beamteter und nicht- beamteter deuflcher Stelle ist gerade in dieser Zett stark hervor- aehoben jvorden, daß ein neues deutsches Friedensangebot in absehbarer Zeit ausgeschlossen sei. Trotzdem hat die österreichisch- ungarrsche Regierung es für angebracht gehalten, in einem Augenblick, der so ungünjtig gewählt ist, wie mir irgend möglich, ein neues Friedensangebot zu machen. Wir stehen nicht an, zu sagen, daß wir den schritt des Grafen Burian als einen schioeren Fehler ansehen und fürchten, daß unser deutsches Volk für dieses Fttedensangebot mrt schweren Opfern xm Gut Uud Blut nnrd büßen müssen. Italiens Kohlenmangel. Berlin, 15. Sept. Trespi erklärte in einem Interview in der Dapoca, die Kohlenration könne nicht erhöht werden. Infolge schlechter Kartoffel-, Mais- und KastanienernÄ lmüsse J'wlien vorerjt für eine größere Getreideeinfuhr sorge,? und die Kohlen dafür verwenden. Fliegerangriff aus Frankfurt und Mainz. Frankfurt (a. M., 16. Sept. (Nichtamtl.) Gestern abend gegen Vsll Uhr wurde die Stadt durch Signalraketen von »dem Anflug feindlicher Flieger in Kenntnis gesetzt. Die Abwehrgeschütze traten in Tätigkeit, doch haben die Flieger das «Weichbild der Stadt nicht erreicht. Die wahllos abgeworfenen Bomben haben keinerlei Schaden verursackft. Mainz, 1.6.Sept. (Nichtamtl.) In der letzten Nacht ^and ern Flregcrangrrft auf die Stadt Mainz statt. Nack) den bisherigen Feststellungen wurden etwa 13 Bomben ab- geworsiti. Es entstand Sachschaden an Häusern: auch eine Kirche wurde nickst unerheblich beschädigt. Personen tvurden nicht verletzt. — Des lveiteren wird gemeldet, daß in Gau- algesheim 11 Bomben in freies Gelände abgeworfen wurden. Landkreis Gietzen, ** Holzheim. 13. Sept. Heinrich Jung 6 ., Sohn des Bmnnermmms Heinrich Jung, erhielt die Hessische Dapserkeftä- medaiLle. l-I La n g-Göns, 14. Sept. Tein Pionier Wilhelm Rausch wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die Hessische Tapferkefts- Medaille verlücheil. — Uittervffizi>er Karl Stvll wurde zum Vizeseldwebel befördert. Kreis Jriedberg. Butzbach, 16. Sept. Wegen Ueberlastung der Schaffner vahnposben auf der Strecke Butzbach—Grünberg können an den Zügen bis auf weiteres nur noch bis 5 Kg. schwere Pakete angenommen werden. Starkenburg und Rheinhessen. 4- Bin gen, 14. Sept. 2luf der am 22. Sept., nachmittags 2 1 /2 Uhr, hier stattfindenden Jahresfeier derJnneren Mission für R hei n h es sen wird Professor v. vr. Schian-Gießen über „Die Zukunstsaufgaben der Inneren Mission in der kommenden Friedenszeit" reden. Die Predigt hält Professor D. Matthes-Darmstadt. ch Aus Rhein Hessen, 15. ^Sept. Tie Trauben entwickeln sich ganz gut weiter, obwohl die Witterung wärmer und sonniger sein dürfte. Die Nächte sind kühl, in den Morgenstunden liegt Nebel, der ziwar als ..Traubendrücker" beliebt ist, ober doch zu fr ich kommt, und tagsüber gibt es ziemlich Regen. Tie Frühst trauben n-crden voraussichtlich bald lgecrntct. Geschäftlich ist es ruhig. Bei den letzten Umsätzen brachte das Stück 1917er 11000 — 12 000 — 16 000 Mark. I. Tarm stadt, 16. Sept. Tie Kongregation der Franziskanerbrüder hat ein Haus in der Hermannstraße $m\ Gründung einer Niederlassung erworben. Vorläufig haben sie es der Militärbehörde als Offizkierserholungsheim zur Verfügung gestellt. Kreis Wetzlar — Wetzlar, 13. Sept. Den endgültigen Abschlüssen zufolge «ergab die Sammlung für die Ludendorff-Spende im hiesigen Kreise die stattliche Sumin^ von 217 496 Mark. Hessen-Nassau. ---Bad Homburg v. d. H., 14. Sech. In der zur Laubheutrocknung eingerichteten Homburger Haserflockenfabrik entstand heute früh— vermutlich infolge Selbstentzündung der halbtrockenen Ware — ein Brand, der sich in kurzer Zeit auf das gesamte vierstöckige Fabrikgebäude ausdehnte. Tie Feuerwehren konnten sich in fast siebenstündiger Arbeit nur auf die Erhaltung der angrenzenden Gebäude, des Saalbaus und des Saalbaurestaurants beschränken. Das Fabrikgebäude braimte völlig ans, wobei eine Anzahl lvert- voller Maschinen und reiches Material den Flammen zum Opfer ÜwLrT., 5 *“? «ötfmtttao g«CT 3 Uhr imtrbe die Feuerwehr abermals nach dem BvandgnmdWck alarmiert. Durch den Funkenregen hatte vormittags der Dachstuhl des Soalbaues Feuer gefangen. das aber erftnach Sttmden zum Ausbruch kam. Nach T°KMt komrtc der Brand auf sein-n Herd beschränkt werden. Ter Dachstuhl ist allerdings nahezu zerstört „ = Frankfurt a. M., 15. Sept. Die ErsatzmitteMelle Hessicn-Niailsau hat bis Gilde Juli 1918 von der Fülle der ihr zur Gmehmigung vorgelegten, Ersatzlebensmittel 88 als minderwertig und ben Anforderungen nicht entsprechend für den öffentlichen Verkauf abgelehnt. J*- £ Ta ? U J Homburger Straße 25 wurde gestern bn dem dort wohnenden "JJbakx und angeblichen iKri-egsinvoliden Emil Buchhvlz Haussuchung abgehalttn. Auf dem Weg nach dem Polrzeirevier kam es zum Kampf zivischcn den stkriminalbeanchen und zwei ftstgeawmnvenen Männern. Buchi-vlz erhielt einen Schuß in die Brust und wurde in nahezu hoffnungslosem Zustand ins Krankenhaus verbracht. In der Wohnung von Buchhol-z entdeckte man ein großes Lager von Diebsgut, darunter einen Teil der sängst bei einem Einbruch in Höchst a M beim Uhrma ck-er Herber gesto hlenen Uhren und Goldtvaren Fest ge- fkwmmen Irmrden Noch einige andere Personen, darunter ein Adann jaus Rödelheim und ein Mann in der Markg rasen straße der Innen Teil der Höchster Beute in Kassel bei einem Uhrmmchw veräußert hatte. Auch dieser Uhrmacher ist vergiftet. Buchhotz «rvar, wie ein Berichterstatter meldet, der Leiter eftrer Diebs- und Ernbrock-erbande. Weitere Verhaftungen sollen bevorstehen. -- Fran kfurt a. M., 1b. Sept. Ter neue fstektor der Universität, Pwf. Dr. Titze, hat am Samsitag die Rektorats-, geschälte übernommen. Tie Anmeldungen zur Einschreibung für das nächste Winterhalbjahr sind vom 16. Sepien cher bis 5 Ottol-er zu betvirken. Tie Vorlesungen beginnen am 30. September und endigen am 1. Februar. — Gehn wer Medizinal rat Pw'essvr A. Bet he, Ordinarius für Physiologie, der bisl-erige Rektor und nunmehrige Prorektor, hat einen an ihn ergmrgenrn Ruf an die Universität Straßburg als Nachsollger von Geheimrat Professor Ewald abg< lebrtt. --- Kassel, 15. Sept. Wie dem Oberbürgermeister im Aufträge des Kaisers wftge^nlt nwrden ist, sind der Früdcnsivrtrag mit Rumäni-en und die Ergänzungsverträge zum Brest-Lftowtcker Friodensvertrag vom Kaiser in Kassel vollzogen worden Der Name Kassel wird also nrit diesen wichtigen MschichtlickMi Ereignissen dauernd verbunden sein. -- Treysa, 15. Sept. Am 3. April 1916 wurde in ganz Kurhessen ein helleuchtendes Meteor beobachtet, dessen von Prof. We g en e r - Marburg nach der Fülle der ihm zugegangenm Beobachtungen so genau berechnet wurde, daß es kurz darauf von Förster Hupp mann aus Rommershausen etwa 800 Meter süd- Punkte in unsever Gemarkung aufM. Metwr hatte sich 1,60 Meier tief in die E^e 63 S?°? röl ? m ' es ist also einer der größten 3 mb - bellst hauptsächlich aus Essen, neben germ^ NrckÄ- und Schwepelgel)alt. Die Auffindung dieses einsti- Umkreis der FelKrg-venzen der Berechenma £££ ™ fc "Astwnomsschen Zeitschrift" verglichm mir der Auft IsE^^aus den Störungen anderer Planetenbahnen errechn Neptun durch Galle, womü oie bisher einzig do T?*™ 6 Bearbeitung des Meteorfalles tva Treysa treffend oIj Glanzleistung deittscher Wissenschaft gewürdigt wird, i ^usNassau, 15. Sept. Mtt dem Eisernen .Kreuz i. Mast« wurden ausgezeichnet: Untewfftzier Fritz Gras-Brunft?' oute- Oberlahnsdein, Gefreiter A l t -Engel, bach lKr. Arcd«rkot^>, Leutnant der Res. Gustav Born-Biebrich 'und Leutnant der Res. Ludwig Richter ans DAcnduvg. Hochsehulnachrrehten. m,.** Frankfurt a. M., 15. Sept. Tie Eröffnung des ^Wissenschaftlichen Instituts für die Kultur und Wirtschaft des modernen Orients" in den Räumen der Kgl. Universität zu Frankfurt a. M. findet am Montag, de» 23. September, vormittags 9hr Uhr statt. Am gleichen Tage bo- grnnt der 1. Aiislandskursus über ,Hie Türkei", welcher von dem Jnstttut zusammen mit der Auslandskomission des Kurators ums vom 23. Septemder bis 2. Oktober ab?/ Hilten wird Das gmaue Vorlesungsverzeichnis und TeilnchnrerSarten zu dem Kw> fus welcher allgemein Augänglich sst, sind an der Kchse der Uni- versität erhältlich. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereiniglung Röthges: hier: den allgemeinen rationsplan. In der Zeit vom 14. bis ernschließlich 88. S-epdember l I liegt auf Gr. Bürgermeisterei Röthges der allgemeine Meliorw« tions'plan nebst Erläuterun^sbericht und .Prüfunaspwtokoll zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendunym hierge»Ln smdet daselbst Aiontag den 30. Septeinbcr l. I., Vvrrnittags 9—10 Uhr statt, wozu iah die Beteiligten mit dan Ämsügen einlade, daß die Nichterschcincnden mit Eimvendungen ausaeschosLell lach Tie Einwendungen sind schriftlich cünzurrichQr. Friedberg, den 15. September 1918. Ter Großh. Feldberernigungskommissär. Schnittspahn, Regierungsrat. Echtes Wildnnger Salz existiert nicht Man meide die Nachahmungen 1917: Besuch 10410 Fürstliche Wildnnger Mineralquellen, A.-G Mtwm-ä bei Nierenleiden; Harnsäure, "ZucKer, Eiweiss |f| Bad WUdungen — Schriften kostenfrei 1917:-Flasohenversand >6,5131 uerm. Löwenaaffe 9. | Möhl. Zimmerl 6tK)0 Pension zu vermieien Frau Boea, 6915 Bleichstr. 13. zu 05 101 5 6Zim.-Wohn. per Oktober gesucht: ev. einem naben Orte aus je kleines Haus zu mieten oder kaufen Offerten an H. Wa Bismarckstraße 1411. Aslt. MsAisiier sucht ab l . Oktober f. läng. Zeit in ruh. best Hause in Nähe der Kliniken 1 oder 2 gut möbl. Zimmer mit GaS od. eieklr. Licht, evt. m. Pension. Aniieboteunl. 6945 an die Geschäkisstelle des Gießener Anzei, ^lnzei^em RüdUsrtvs Zimtter zum l.Okt Ein gut möbliertes ^Wohn- und Schlafzimmer zu mielengesucht. Bettwäsc vorlianden. Schr. Angebc..t- unk. (folO i > an den Gieß. Anr. Gesucht aus 1 . Oktober für * muumric «&aiiaTSinim eventl. mit Verpflegung. Schrift! Angebotennt.05,L. an den Gießen. Anzcig. erbet. zuverlässige Stukkateure für Arbeiten im Heeres- imeresse gesucht. (>9-J4hv Dcntjchcr Iullcnansban Ö 3 . m. b. H. Ott, Pantaleonsmtthlengaffe 8. mir »ür 1 . Oktober in dauernde Stellung gesucht. 6949a ^ EroU Roth, Marburger Straße 20, 8 Selbständiger I Vorarbeiter u (Tischler) und Schreiner- >5 gebilsen auf sof. od. spät. ges. ^ Hofmöbelsabrik Th. Brück. Gienen. 6663 r Arbeiter ;• für dauernde Beschäftigung gesucht. Ed. Silbereisen, _ 05055 Altcestr. 14. ' ZungerBursche - für den Packraum gesucht. 6918 o 2 Weinert, Neuenweg 9. Hausbursche gesucht 6920B . Mechiilislhc Klinik. ? Jüngerer, braver | Geschäftsburfche gesucht. 6927 . A. Muck. Neuen Baue 17. n Hausbürschchen ges. [ ü5lM . Otto Lchaaf,Selteröweg39. M braver ZvW kann am 1. Oktober in meine - Buchbinderei einkreten. LmU 1 »stk. Marburg. Sir. 20. Kontoristin perf. i. Buchhaltung, Steno- graphie u- Maschinenschreib., für Bureau nach Bad-Nauheim für sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05058 an den Gietzener Anzeiger. ' Eine tüchtige : Schneiderin für dauernd gesucht. 05128 ^ E. Wcidig, Dammstraße 22 . Sauberes Lansmädchen od. Frau gesucht. 05118 Goetbcstraste 31 1. St. Suche ein zuverlässiges Mädchen : für HauS und Garten. ?rso 0omLnsvrsat«siLisr Klein, i WelUrarg a. d. Lahn. 6936 Willsssiib.MÄen qes. ' 061171 Goetbestraße 3l,1. Mädchen zum Hüte- i sorttragcn gesucht. [05122 . t Fr. Steuer, Kreuzplatz 2. < 1 Gesucht einfache Stütze ! oder Köchin , die Hausarbeit übernimmt und etnmachen kann. Winter in Darmstadt. Frau v. Linsingen Alsbach a. d. Bergstraße i [Hessen) bei Darmstadt. ^.85 Witwer, selbständiger Hand- \ werter, ohne Kinder, sucht ^ zum 1 . Oktober evtl, später Hanshältcrin , in gesetztem Alter. Schriftl. Angebote um.6953 f an den Gießen. Anzetg. erbet. Obstversteigerung. Der Obsterlrag an den Kreisstraßen des Kreises Gießen soll unter Hinweis aus die von der LandeSobstst.llc erlaffenen Bedingungen wie fötal versteigert werden: Benennung der Straßenstrecken 12 13 14 15 16 17 Zusammenkunft I. Bezirk. Gießen—Gleiberg Gießen—Rodheim b. Wtndhos Gießen—Rodheim Gießen—Sleinbach bis Wald Gießen—Steinbach vom Wuld bis Steinbach Steinbach—Ltch bis Wuld Klein-Linden—Großen-Ltnden Grvßen-Linden—Lang-Göns Klein-Linden—Dutenhofen bis zum Abzweig nach Heuchelheim II. Bezirk. Ltch—Colnbausen Lich—Sietnbach bis Wald im Anschluß III- Bezirk. Grün berg—Mücke Grünvera—Weickartshain Grünberg—Neumühle Grünberg—Stangenrod Stangenrod—Weitersbain Lumda—Weitershain Grünberg-Belkershain von der Abfahrt nach Stangeu rod bis BelkerShctm Lebnheim-Atzenhain BelterSbain-GeilShaufen von GeitShaufen bis Wuld Geilshausen—Kcffelbach bis Abfahrt Odenhausen Keffelbach—Londorf Londorf—Nordeck IV. Bezirk. Klrchberg—Sichertshausen Odenbausen—Sraufenberg Odenhausen—Nuliershausen Ruttershausen—Kirchberg Lollar—Daubringen Daubringen—Staufenberg Daubringen—Alten-Buseck in Gemarkung Daubringen ReiSktrchen-Hatienrvd Retskirchen—Lindenstruth Lindenslruth—Grüpberg bis zur Abfahrt nach Harbach Beuern—Allertshausen Beuern—Elimbach Elimbach— Allendorf a. d. Lda. Allendors—Londorf 18. Sevtbr. vorm. lg " Io: : : 20 . 20 . 21 . 23. 24. 18. 18. 18. 18. 19. 19. 19. 19. 20 . 20 . 21 . 21 . 21 . 21 . 17. 17. 17. 17. 18. 18. 18. 19. 19. 19. 20 . 20 . 20 . 20 . nachm. vorm. 8 Uhr 8Vi P 9 1 8 &!t 8V, 11 nachm. vorm. 8 V, /r 9 V, // 11 nachm. 1 vorm. 9V. 9V 4 vorm. 9 vorm. 11 vorm. IO 1 /* Am Baum Nr. 1 Oberhalb de^s Windhoses Am Bahnübergang ,, Wald Nächst Sietnbach „ Klein-Linden „ Großen-Linden Nächst Klein-Linden Nächst der Stadt Lich Ander unteren Ziegelsteige In» Anschluß An d.Kieinklndersch.Grünb. AmAbgang v. d. Staatsstr. Im Anschluß Im Anschluß An d. Abg. n. Stangenrod Nächst Atzenhain A. Stationsgeb. GeilShaus. Am OrtSausg. Geilshaus. Nächst Keffelbach . Londorf bet 5kirchberg Im Anschluß Nächst der Holzmühle Im Anschluß Nächst Rei-ktrchen m Anschluß et Allertshausen Im Auschluß Junger Kaufmann sucht möglichst bald Stellung. Angeb. unter 05110 an den Gieß. Anzeiger erberen. Mädchen vom Lande in Hausarbeit erfahren, sucht tagsüber Beschäftigung m besserem Hause. Schriftl. Angeb. unter 05119 an den Gieß. Anzeiger erbeten. 1 Kafsenschrnnk, 1 leichter Rollwagen. 1 Jagdwageu zn kaufen gesucht. Otto Baall, Gießen. Telephon 2074 «u„ Leere Korbflaschen kauft 6806 Zentral-Drogerie Schalstr. rrisedmelksri^s Lnb z. verk. 6947 Nieqelpfad 20 . Läuferschwei» auch zur Zucht geetg., z. verk. 05126 Bnlthaser Münrb, Eteiubach l.'ikr. Gießen). Zwei Bienenvölker und 2 Doppcibeutcn umzugshalber zu verkaufen 05052 Liebigstr. 74. p. Belg. Riesen und ein ISteiliger Hasenstall zu verkatisen. 6929 Spediteur Lvncker. Achtung! Die letzte Eeudurrg sehr sebsaer Ei 3 Kias!ig:rk§a kommen morgen aus dem Brandplatz zum Verkauf. 05116 Frau Hubu. Kaufe gebrauchte Möbel aller Art, sowie auch oms ganze Einrichtungen. 8. Rsst^zivtig, KlN Empfehkingen Str^miii-Sclmhe zum Aussticken, mit den dazu passenden guten Filzsohlen in großer Auswahl. Sehwarzer Samt a. Samtrsste z. 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Gießen (Wetzsteinstraße 46), Essen, Diedenhofen, Ober-Mockstadt und im Felde.* Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag um 3 1 /* Uhr auf dem Neuen Friedhofe statt. 5942 Todes-Anzeige. Es hat Gott gefallen, unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großfnutter und Urgroßmutter, die Georg Hofmann Ww. Eiisabethe geb. Pausch im 81. Lebensjahr durch einen sanften Tod zu sich zu nehmen, was wir allen Verwandten und Bekannten zur Kenntnis dringen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Bürgermeister Hoffmann t' „ Heinrich Hofinain „ Heinrich Gottwalz „ Heinrich Albach IX. Burkhardsfelden, Rodheim a. d. Bieber, den 15. September 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 17. d. Mts., nachmittags um 3 Uhr, statt. «i» Infolge schwerer Verwundung verschied in einem KriegSlazarett am 7. Aug. 1918 der Leutnanl der Reserve der Rraftsahrtruppen Wilhelm Ufinger. Erstkurze Zeit im Bataillon, hat der Gefallene es verstanden, sich durch seine unermüdliche Pflichttreue und seinen kameradschaftlichen Sinn Vertrauen und Liebe der Vorgesetzten und Kameraden zu erwerben. Das Bataillon wird ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Im Namen 8890 D des Osfizierkorps eines Res.-Fußartt-Batl. Hartig, Hauptmann und Bataillons-Kommandeur. Wurstverkauf. Die Ausgabe der Wurst aus unterwertigen Rinder« die Bezirke 7-12 ^ erfolgt für e Bezirke 7-12 Mittwoch den 18. d. ^ . . während der üblichen Geschäftssiunden gegen Abgabe der Marken für die 38. Woche I1G.-22. 9. 18.) Gienen, den 14. September 1918. 6932B Ter Oberbürgermeister (Leberts inittelamt)._ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem mich so schwer betroffenen Verluste, sowie sür die vielen Kranz- und Blumenspenden spreche ich aus diesem Wege meinen tiefgefühltesten Dank aus. Anny Heinzerling. Gießen, den 16. September 1918- 05101 Nährmittel Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gienen bestellten Waren für September 1918 können von Dicuötag den 17. d. M. ab gegen Vorlage des BestellausweiseS zur Nährmittelkarle und Abgabe der Nährmitteimarke September (9) in Empfang genommen werden. Einzelne abgenennle Nährmilteimarten ohne den Bestellausweis sind ungültig und berechtigen nicht zum Bezug von Waren. Es entfallen: , t Aus die gelben Karten (A) 250 Gramm Suvvensabrlkate 2. „ „ roten Karten (B) 250 Gramm Kindergersten- mehl und 250 Gramm Haser- nährmittel 3. „ „ blauen Karten (G)250 Gramm Graupen, W0 Gramm Suvpenfabrikate u. 100 Gramm Teigwaren. Mit dem 39. September 1918 verliert die Nährmittel,narke 9 (September 1918) ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt die Waren nicht abgeholt hat, verliert den Anspruch daraus. ^ Die Kleinhandeisgeschäfte haben die in Empfang genommenen Nährmittelmarken 9 lSeptember 1918) zu sammeln und getrennt nach Farben unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der Marken an das Städt. Lebensitiiuelann abzuiiesern. Die nach dem 30. September -918 nicht abgeholien Waren sind dem Städt. Lebensmittelamt bis zum 3. Oktober 1918 lchrist- ! lich anzuzeigen. Nichteinhaltung dieser Frist, soivie Un- regelmänigkeiten bei der Abgabe haben den Ausschluß von der Nährmitieloerteilung zur Folge. Der Kieinverkaufshöchstpreis sür das Pfund Kinder- gerstenmehl beträgt 76 Pfennig und für das Pfund Hafernährmittel 68 Pfennig. Kleinliandelsgeschäsle, die die festgesetzten Höchstpreise überschreiten, haben anher strafrechtlicher Bersoiqung den Ausschluß von weiteren Zuteilungen zu gewärtigen. Gießen, den 13 September 1918. 6933B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt)._ MtslhliM Lpelliic sür Süllgiillgs- Ni! KleiltWerjW. Aufruf! Vier Jahre lang wütet nun der Weltkrieg. Furchtbar sind die Opfer, die er von unserem Volk gefordert hat und noch täglich fordert. Die Zukunft unseres Vaterlandes ist aufs schwerste gefährdet, wenn es nicht gelingt, einen Ausgleich zu schaffen sür die Hunderttausende von blühenden Menschenleben, die uns durch den Krieg entrissen worden sind. Vor allem gilt es, die erschreckend hohe Sterblichkeit der Säuglinge und Kleinkinder zu bekämpfen. In den letzten Friedensjahren gingen von hundert deutschen Kindern fünfzehn bereit» iui ersten Lebensfahr zugrunde, mehr als in fast allen anderen Kutturstaaten. Eine durchgreifende Hilfe durch Ausbau des Mutterschutzes und der Kindersürsorge ist hier dringend nötig. Dazu sind aber neben den Zuschüssen des Staates, der Kreise und Gemeinden weitere bedeutende Mittel erforderlich, die durch eine große Volksspende ausgebracht werden sollen. Die Sammlung für „Deutschlands Spende für Säuglings- und Kleinkiuderfchutz" wird in Hessen im September dieses Jahres stattfinden; ihr Ertrag verbleibt ausschließlich unserem engeren Vaterlande. Wir wenden uns an den-ost bewährten Opfersinn des Hessen-- Volkes mit der herzlichen Bitte, an dem großen Werk der Nächstenliebe mitzuhelfen. Möge jeder nach Kräften dazu beitragen, die Fürsorge sür unsere Kleinen und Kleinsten zu fördern. ES gilt die Zukunft unseres Volkes, die Macht und Größe unseres heißgeliebten Vaterlandes! Darmstadt, im September 1918. Eleonore CJroßherzogin von Heesen und hei Rhein. Der Vorstand der Grossh. Zentrale für Mutter- Säuglingsfürgorge in Hessen. Dr. Dietz. and Unter Bezugnahme auf obigen Aufruf wird die Bürgerschaft freundlichst gebeten, zu dieser BolkSspende nach Kräften beizutragen. Gaben nehmen alle Banken, die Sparkasse und Stadttasse entgegen. In der Zeit vom 17.—30. September findet eine HauS° fammlung, am 22. September eine Straßensammlung statt. Namens des geschäftsführenden Ausschusses Keller, Oberbürgermeister. 693ID Gießener Fröbel-Semnrar. «»M Die Ausstellung der Arbeiten der abgehenden Schülerinnen findet Dienstag nttd Mittwoch, 16. und 17. September, von 10—1 und 2—6 Uhr statt. Um regen Besuch wird gebeten. Ihre am 10. d. M. zu Iosephsdorf in Westpreußen erfolgte Kriegstrauung beehren sich anzuzeigen Dr. med. Axel Dossius, Assistenzarzt der Res. und Frau Erika geb. Plehn. Gießen, z. Z. im Felde. Arnsdorsm Sachsen, Res.-Lazarett Obstversteigernng. DaS Obst in den stskalifchen Gärten der Gemarkung Alten-Bnseck wird Donnerstag, 19. September l. I., nachmittags 1 Ubr, an Ort und Stelle versteigert. Gteßeu, 14. September 1918. Großherzogliche Oberförsterei Gießen. Ko e hier. 6946D Ihre Vermählung zeigen an Philipp Junker Minna Junker geb. Heck. Stuttgart