Hr. 2<5 -c-r Gießener Anzeiger erscheint läßlich, aiitzer Sonntags. - Beilagen: Oietze« er FantilieadlÄler, Kreisblatt ffix Öen Kreis Siehe«. Erstes Blatt 168 . Jahrgang Bezugspreis: nronatl. Mk. I.20, viertel jährlich Mk. 3 60; durch Abhole* iu Zweigstellen monatl Alk. 1.1 >; durch die Bo>t Alk. !. 60 viertel- fährt. ausschl. Bettellq. s>ern,prech - Anschlüsse: sür die SchrütleitUlig 113 Verlag,Geschäils stelleöl AuschristfürDrahlnach- richten: Anzeiger Siehe,r. General-Anzeiger sür Oderheffen u. »„las, »r-mch, „^»ch... X t...., sn,iiii, ilM .. «-schift«.. Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 Freitag. |3. September t9;8 Annahme von Anzeigen f. die Taqesnummer dis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichkeit Zeilenpreise: inr örtliche Anzeigen >ö Vi.. sür aiisw artige 30 Vk., für R et kamen Mk.1.- nebst 2u°/ 0 leu- eruiigszus tüag. Hauot- schri'tleiler: Aug.Goetz. Verantwortlich iür Po- pankoerkechr: litik: Aug. Goetz; sür Sewerbebank Stehen den übrigen Teil: vr Meyer: Anzeigenteil: Druckerei: Schulstr. 7. fr in MTB.) GrohrSHauplquarlier. 12 . (Amlllch.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nordöstlich Bixsthoolr wurden Äi'anariffe bei Ar- am Sa Basser-Kanal Vorstöße des Feindes KlwlPffronten fntmicMten sich während des ^?^anter starkem Feuerschutz mehrfach Fnfanteneqefechte im SÄrgelande unserer Stellungen. Am Abend heftiger Ar- Nllerterampf zwtchien den von Arras und Peronne auf Gam- brai führenden Straßen. Englische Angriffe, die bei Ein- Mtt der Dunkelheit gegen den Kanalabschnitt Marguion— s>ctonncourt vorbrachen, scheiterten vor unseren Linien. Auch Mischen .llkette und Aisne nahnt das Artilleriereuer am Abend wieder an Stärke zu. Die Jnfanterietätigkeit blieb Vorfeldkämpfe beschränkt. Auf den Hohen nord wiesen ^wurden französische Teilangriffe abgc Erfolgreiche Erkundungsgefechte an der lothringischen Fwnt und m den Vogesen. Der Erste Generalguartier meister Ludendorff. Vizekanzler v. payerUe^Äe Kiiegzzlele. Plquartier. 12 . Scptcmb., Zwischen Maas und Mosel griffen Franzosen Amerikaner im Bogen vonSt. Mihielan. Die Kampfe dauern an. > f * • »er »sterreichisch.ungarlsche Tagedberich«. Wien. 12. Sebt. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. a , An der Tiwler Front ftellenn-eisc Patrouillcnkämpfe. «urf dem Awlon« wiesen unsere Truppen ejnrn neuerlichen Werrvichenden Angriff der Italiener blutig ab. An der P»a«fivnt hcUt die Artillerietätigkeit an. Albanischer Kriegsschauplatz. gelungener Angriff auf dem Tomoriea-Rücken M. «- den Beiitz einiger Teile der feindlichen Der Chef des Keneralstabs. > Der Reichstag. ^rlin. 13 Sept. Wie die „Schlesische Vvlkszeitung" laus Berlin erfahrt, soll der Hauvtousschuß des K e 1 ^ Ok tober wieder zusammentreten. Gewerk chastssichrer bnm Resist,'kantter Berlin 12^Sept. Der Reichskanzler &crt tote nach. Wittag rare Abvrdirung t»n sechs Gewerkschaftz führ er re »u einer längeren Nnssvrache über die wirtsckia tnchc und ool i tt che «W 2 '^ m Sl' &r£mrU T‘ “• M„ Schmidt- ihTa ' Paevlow-Samwirg und Metz chk-.Utenburq. Der Be- wähnten die Staatssekretäre Wallraf, v. Waldato. Frbr « 0trai unb ie ein Vertreter des Kriegsmirristerinms und des R^^bwerklckiaftSführer legten dem Reichskanzler me Wun,ck>e uiid Befchwerden der mm ihnen vertretenen Arbeiter- kr^ie eingehend, dar Ter Reichskanzlei ix-nkt, dra Herren d? mr vertrmtensvolle Offenheit und behandelte den allgemein-w,irischen Teil der pnn den Ge- ^«ortwten Gegenstände Tie aimresenden Staats, sekretare und der Bertreler des .ldriegsamts fügten f-inen ErNänin, gen he Auskünfte über die Angelegenheitm hinzu, die ihre Ardeitz. Tic Erörtmim, weiterer Ei,i».lheiicn^urde spä- ^ ^ ^ Gewerkschoftskührer mit den Resfortchcfs Der Kaiserrrde ist eine wichtige und wirksame Ergän- »itng gefolgt. Vizekanzler v. Payer hat in Stuttgart aus- fuhrlhch! Über die Lage gesprochen, und aus seiner Rede geht zmiachst hervor, welch unsinniges Gerede es war, wenn in einigen Kreisen getuschelt wurde, es sei ein Regierungswech. scl m Eicht, bestimmte Kheiseder Mehrheitsparteien „schickten N.cy,an , die Zügel ganz in ihre Hände zu nehmen. Man Mm Herrn v. Payer wirklich nicht verdächtigen, daß er ein Reaktionär, cm Verlangsamer des Fortschritts wäre, man rann ihm auch die Fähigkeit nicht absprechen, vom liberalen, vvlksfreundlichsten L-landpunkt.aus alles zu würdigen, was ™ *** ^dten Zeit geschehen und etwa versäumt worden wäre, und üvch.ift aus seinen ausführlichen und tiefgrüichigen Aus- stchrungen «nichts hervorgegangen, was irgendwie Ks eine Rtthtfertigung von Hetzerei oder Kanzlcrstürzerei angesehen »oero^l konnte, wre s,e sich,n einem allerdings kleinen Teil der Presse noch gestern breit machte. Der Vizekanzler gab über Stand der preußischen Wahlrechtssache die aus- rerchendsten Erklärungen.ab, so daß alle Vorhaltungen, die ^..Regierung gemacht worden sind, tatsächlich ganz über- ?umge ^Netzer«ren genre,en sind. Das allgemeine Wahlrecht d.n Preutzen kommt in allernächster Zeit - das genügt. ist nichts von deutscher ^eite ungeschehen, geblieben, was das blutige Rrnaen ab- das Verdienst P-chers, daß er mit ruhi- £n^? ltb n wenn, der Friede ^u?^?n w^^«sb°l-te eine .zriegsbiLnz auf, die nicht, ungun,ttg ftrr uns abschließt. Danach sind Beiitz t^d ^ lwmessen. Wir wollen unseren -veiitzsbaTiO wahren, mcht mehr und nicht wench-cr. Der ^bÜdie ftrüheven Worte Herblings außer Bekocht, wonach dem Feind fern Freibrief Lur Fortsebuna des Krieges geboten werden soll, ^r di^LKchichteK in- ^ fortgeschritten Wir haben die Abrechnung am Osten vollzogen, deren Ergebnis uns niemand wehr streitig .mack-en soll. Das war sehr bedeutungsvoll daß Payer laut ^erklärte wir dächten nicht daran, dre östlichen E lSn If’rfiM 1 ' 9 '" Friedenskonstrenz neu ordnen Wil a /ertrage werden weder Herrn Piston noch einer anderen Instanz zur Geuehmiauua oder Abänderung vorgelcgt. Wir behalten uns vor auf dü'große höchst bcdeutlame Rede Payers, die iwch inanche iitterc saw naher zurückzukomnien, kö>,neu aber JuWii letzt die Hoffnung aussprechen, daß sie rur ^ärdei una amll^^^^ualen Aussichten nicht nur, sonder/vor allem in ™ mh deutschen Volkes das Ihre Eine Nede des vizekanzserz v. Payer. Stuttgart, 12. Sept/(WDB0 In einer öffentlichen ^trr dem Vorsitz des Oberbürgermeisters L-autenschlager hat heute vormittag im dichgrfüllben Suü des Duigermnseums der Stellvertreter des Reichskanzlers Erzell^rz "der dre politisch? Lagk grwrochen. Der Versammlung wohtten di<' Svitzeri der bürgerlichen und militärischen Behörden bei, ferner zahlreiche Parlamentarier, (die führenden Kreise von Pandel und Gemerbe. Angehörige aller Berufsschichttm. Auch die m Lktultgart anwesenden Staatsmmister waren erschienen. 2$i*d- kanzler von Payer sagte,in seiner Rede u. a.: ^Wenn ich heute in .meiner alten Hommt zu nrewen Mätdürgem wwche, habe nch nicht die Absicht, in das gwße internationale FEtr^irer zwischen den leitenden Staatsmännern der krieg- suhrEn Völker auch für meine Person einzutrewa. Ich möchte wich für meinen Teil mehr an die Dresse unseres Volkes wenden NE mit Ermahmmg znr Vorsicht gegen die moralischen fürttö politischen Vergiftungsversuche unserer Feinde, das hat eben r2 ^ t f e c in einer Weis-' getan, daß niemand den irrndruck ferner Worte zu verstärken oennöchte. Die Mahnung t»«- f f «-Tt. 9tuc6 ich E nicht jitm X ura iBittlten ermahnen. Das Durch halten liegt schon m der taitfrijm zähen und kräftigen An. die sich von niemand unterkriegcn läßt Darchhalten sind wir unserer und unsn-es Warwes Qlyvc schuldig. Wir wissen, daß unsere und mistrer Krnl^r lLsistn^ und L«bensmöglikeit vom Durchhalten abhängt, und wir kamen uns als Toren vor. wenn wir die cmsehnliäien Opfer diests Dtieges vier Jahre .getragen hätten, um im fünften iveh- lorrng und schwächlich zusammen zu brechen und in die Sklaverei Englands zu geraten. Wes. ums hierher gehört, hat erst gei'txwn ^Kaiser m Essen dem deutschen Volk, bei dem er des stärksten Widerhalles sickvr ist. zusanrmeufassend (und eindringlich ans Herz aelegt. Wohl aber möchte ich den Versuch machen, den Ursachen m pirzeit imvertvennbar, übrigens nicht bloß m Durtschland !mid bn seinen Bundesgenossen, .sondern trotz der weidlich aufge-- blasenen neuesten militärischen Erfolge unserer Gegner ruch bei deren Völkern sich bemerkbar Machenden gedrückten Stimmung auf den Gruizd zu gehen. Ich glaube,, man würde dem deutschen Bott unrecht tun, wenn ' ie c& u ^ mcm wesentlichen Teil auf die fürrgsten Rückschläge an der Westfront zurückfühnen wollte. Si-e sind tief schnerzlich brrng en auch uns große Verluste und vermehren das Maß unserer bereits vorhandenen Sorgen. Llber das weiß jederrnann, daß das KriegSgluck wocl^elt, und zu den Heeren und Führern, die Ostpreußen befreit, die russischen Millionenheere zerrieben und im Westen den Krieg aussMießlich, auf feindlichem Gebiet geführt haben, haben wir ein rilckhaltloses Vertrauen. Das Volk fühlt sch scher unter ih.vn Schutzs und es wird sch, wenn ich die Dinge rrchttg beurteile, um so leichter über diese schlveven Tage weghetfen, l« mchr snu Vertrauen durch Vertrauen erwidert und chm.überall im Großen wie im Kleinen offen und rückhaltslos die ämge und bk Geschehnisse klar gelegt ^werden. . Ter eigentlich,? Grund unserer gedrückten Stimmung liegt nicht m sochen Teiberscheinimglm. sondern in deni schwer auf den Gemütern lastenden Gefühl, daß die Frieden sa u s si cht en sich imrner weiter hiii aus schieben, und daß man der Möglichkeit eives fünften Kriegswinters entgegenseh?n muß. Das ist kern Empfinden, das aus Deutschland und auf seinen Bundesgenossen allein lasten würde. An diesem Elend tragen alle Kriegführenden gleich^. Wir sind eben alle Menschen ln,nd leiden gleickiermaßen. die Vernnrndeten, die Kran- ^ii dw Gefangenen, die Hinterbliebenen. Einfchränkimgen und <Äitbchrungen erschweren uns allen das .Dasein. Unsere Staatsschulden erreichen überall eine phantastische .Höhe. Wir sträuben Nns allerorten gegen die vom Krieg anscheinend untreimbare Ver- kumniernng -unserer persönlichen Freiheit, mid sämtlicl^ .Kriegfüh-« renden Europas müssen, wenn sie nicht blind sind, sich gestel-en 'daß J5 lcmger die enropäifch?n Völker sich zerfleischen, um so sick>erer tue historr,che Bormachtsüellmig des geschwächten und verarmten Eirrvpas^ zu Gunsten kluger, bewchnender Völker verloren gelten wird. M diesern Grundton ändert sich wenig, wenn mich Hoffnung und Enttäuschung zwischen beiden Teilen schwanken und je langwieriger nach den bisherigen Erfahrungen das Ringen um dre Militärische Kriegsentscheidung, um so bedeutungsvoller mrd die Frage, welcher Teil wird finanziell/wirt- ??lilisch am längsten aushalten? ^eder Teil hofft das für sich. Wir für unseren Teil bvauck-en die ^rgleickmng. die sich notwendigerweise jedem aufdrängt. nicht zu fürchten. Daß unsere Feinde uns an müitärischer Technik und Ersahrmrg, an Gemalität und Tatkraft der Filhrung. an Tüchtig- seit und Ausbildung der Soldaten, an Leistungsfähigkeit der Offtziere überlegen sind, werden unsere Feinde selbst im Ernste nicht glauben, so sehr ihre letzten Erfolge ihnen haben den Kdmm cbwellen lchsen. In der Hauptsache setzen sie jetzt daher ihre Hoffnungen aus dos Eingreifen der Bereinigten Staaten, und wer wollte veckennen, daß vor allem die Mtwrrkung der amerika- fischen Truppen Mi der Front eine schvere und rvohl noch teigen de Belastung für uns bedeutet. Unsere Feinde vergessen aber dabei, daß, wenn die Amerikaner jetzt ,u Hunderttau senden an der Front eintveffen, wir vorher Millionen von Russen Serben und Rumänen außer Getzecht gesetzt haben, die neu für die Zwecke bet Entente zu gewinnen, erfolglos sein wird Der tne ' r ' n r'rÜ6en ' ftfikm 00,15 bürste . . das^Blütt zu unsri-en Gunsten stewendktt baben^ Gegen Osten ist die Welt wieder offeri ftir uns. Tie besetzten Gebiete Rumänien und große Teile des früheren Rußlands find ur unsere Ernährung erschlossen, während die Zuftihren unserev r^cnnde an Lebensmitteln und Rohmateriallen zurückstehen müssen ^ ront uach amerikanischen Heeren und deren fortwährender Versorgung. Unsere Aufgabe ist heute nicht wie dereinst in den Freiheits- knegmi des vongen ^ahrhimderts, das Vaterland aus den Händost ^.^des zu befreien. Wir haben nur dafür zu sorgen. ^ ^^ in f rc m b r it Landein weitergeführt K l / b o keinem Gebiet ist uns der Krieg an die Wurzeln des Gebens gegangen, und noch emes kommt uns zugute, das Be- mir ^ Angegriffenen sind, daß nicht Nur es auf dre Vernichtung der anderen, lonbern die anderen auf unsere und imserer Bundesgeiwssen Vernichtung abgesel-en hatten, daß wir me von Eroberungszwecken geleitet worden sind. ^ l?- Tie Errahrung aller Zeiten hat gelehrt, LÄZähre haben es rms bestätigt, daß beim Kriegführen nicht bloß die Materiem^mtttprechen, sondern auch das Recht und da« Bewußtsein ches Rechts. Wir kämpfen um Leben und Haus unh Hof wir kämpfen um im,er gutes Recht. Das sind unüberwindliche Strettgenossen. Es bleibt mir die Hoffnung unserer p-mide, wir nwrden demnächst innerlich eher zerbrechen als sie. Ich kenne du Psyche imserer Feinde zu wenig, um die Frage flir ^.^a^ß'orten zu können Manchmal gewinnt man den Eindruck, als ob Niederlagen, Verluste uud Enttäuschungen ihre Widerstandskraft bewundernswertcrweije erst recht erhöhten. Manchmal scbeint mich die unbarmherzige Verfolgung derer, d,ic auch nur an den Frieden denken in enngen Ländern auf kein allzugrvßes Vertrauen, in die Festigkeit der Volks)ttmmung hinzuweisen Für Deutschland können nur sicher sagen, daß es unbeirrt vmi allen Nceinungsversichpedenheiten m dem Weltkrieg in Aus- Kraft nicht unterliegen wird soviel Muhe auck; unsere Gegner geben, Uneinigkeit -wischen ims- zu säen. Wir und stark genug, rniferv Meirmngsvn'chiedeu. halten in der Politik auch mitten im Kriege zur Entscheidima zu bringen, und nymi wir uns auf den vei^chledenen Gebieten ti,- Wahrheit ungeschminkt tagen, manclxmal sogar melyr als die Wahr- Hut und nrehr als nöttg ist, so bleibt das eilte häusliche Aug-eleaen. bnt, aus der kem Dritter Nutzen ziehen sann. Weit über all' dem stcht für pden von uns das Beivußtsem, daß wir von e i u om Flslfch lmd Blut sind, und daß wir in der Sttmde der ©dah- erst «cht zusammeuhalbm müssen. Eine Pflicht halben unr allerdings alle und rcherkenne sie auch für meine Person an: En ttguschte Hoffnungen müssen verhütet, berechtigte Forde- rungen müssett erfüllt werden, und zwar recht. ^ ^^cvckÄich bestehenden schaden muß abtgeholfen werden Maßgekiend stcheint hier das Schlickfal kxr preuhiMn Wohlrechtovorlaar rarer länsst nicht mehr «eutzischm. sonvem eminent deutschen Fnacre^ .Pvn w'ter dem Gesicht-Zchnrk,. das, unverkennbar non der Gnltcheidunv dieser Frage das qichhere oder m-rinac Man IX», Vertrauen adhan« das die BeiX'lkm-uia, mrfxt blvtz der ,neu ja. scheii. tondern auch der Reichrregicrung entgeqrnbrinat Es kdars kerner MSramitdenechm!,. m ivre Ix'ye.n Grad n»re>-, dre Ltimmnng d»-r !I>nx>M-run>i durch Vorhandensein oder VchnaÄ sernde dieses VertmuenS bedingt wird. Dine n.eitcre bin- ouSsttncbnng dar Entscheidung, daEx-r herrscht Nx>,-^ letzt fast vollständiges EnwerstÄntyiiS, ist nicht angängig. f„ Wfroer tobt auch eine Auflösung im b Neuwcchlon während bc§ Krieges nehmen maq, die übrigens buTyf*ni3 nicht so viel Gegensätze aufrühren würden, wie das Neuwahlen Mn, die unter einer weniger klar umgrenzten Parole stattftnden. Im übrigen kann meines Dafürhaltens die Entscheidung der preußischen Regierung als getroffen langenomEn werden. Geht nicht aus der Kommission des Herrenhauses das gleiche Wahlrecht hervor, wird sie auslöse n. Ucber den Ausgang dieser Wahl wird heute wohl nirgends mehr >Zweifel bestehen. Wenn sich die Regie- rwrg bemüht hat und heute noch bemüht, eine Verständigung zustande zu bringen, um den Wahlgang imj Kriege zu vermeiden, so tut sie damit nur ihre Pflicht. Haben die (Gegner der Vorlage ein Ohr für die Forderungen des Tages und ein Auge für das Anwachsen der volkstümlichen Bewegung im Lande, so werden sie sich beeilen, einer Verständigung zuzu stimmen. Sie werden damit sich selbst einen Tienst leisten, nur dürfen sie nicht hoffen, die Vorlage rauf dem Wege der Verschlechterung in ihr Gegenteil verwandeln oder.ausbeinen zu können. Eine wirkliche, den Kamps beendigende und nicht umgekehrt verschärfende Verständigung geht nur vor sich, wenn auch die der Reform freundliche Mchtung sich init ihr einverstanden erklären kann. Ein sage- Nanntes „gleiches Wahlrecht", das durcl) die Stimmen der Wahlrechtsgegner gegen die Stimmen der Wahlrechts- sreunde zustande käme, wäre, politisch betrachtet, so ziemlich die verhängnisvollste Lösung, Tie nächsten Tage oder Wochen mögen die Entscheidung -bringen. Mögen sie den Zeichen der Zeit Rechnung trgen! So ungereimt es erscheinen mag, in diesen Tagen des grimmigsten Kampfes vom Frieden zu reden, will ich es doch verantworten. Wer weiß, ob das verzweifelte Ringen unserer Feinde nicht die Ankündigung des Friedens bedeutet. Um sich von dem künftigen Frieden ein Bild zu machen, muß man sich loslösen von dem ausgesahrenen Geleise unseres historischen Wissens. Könnte man diesen Weltkrieg nur als einen Krieg wie die früheren mrsehen, baute man den zukünftigen Frieden nach den Rezepten aus, nach denen man die früheren Kriege adgesä-lossen hat, so würde beim Friedensschluß eben derjenige Teil, der sich als der stärkste erwies, voraussichtsich so viel Land und Leute, auf die er kein Recht hat, als SiegeSbeute in die Taschen stecken, als er bekommen kann und denkt verdauen zu können. Er würde sich eine für den Besiegten fast unerschwingliche Entschädigung zahlen lassen, sich auch noch einige militärische und wirtschaftliche Vorteile auslxdingen und dann gewappnet bis an die Zahne den Wiedervergeltungskrieg von der anderen Seite neu erwarten. Man wird den gegnerischen Regierungen nicht unrecht tun, wenn man ihnen zutraut, daß sie es, sofern sie die Macht hätten, ohne Bedenken auch dieseslmal versuchen würden, nach dieser bewährten Methode zu arbeiten. Sie haben es uns ja oft genug urrd offiziell genug in Aussicht gestellt, urrd bei Uns gibt es heute noch manchen, der rein mechanisch an diesem früheren Gedankengangc weiter zu arbeiten, für vaterländische Pflicht ansieht. Kamr denn aber wirklich ein denkender Mensch annehmen, dieses entsetzlick)e Ringen, an dem fast die ganze Welt beteiligt ist, werde mit einem Frieden herkömmlicher Art abschließend Karrn man denn glauben, das ganz selbstverständliche Streben der Menschheit, nach den Erfahrungen der letzten vier Jahre diesen Krieg der Kriege auch zu dem letzten der Kriege zu machen, werde Ungehalten verhallen? Die Menschheit werde sich nach diesen Opfern an Leiden und Schaden mit einer Art Waffenstillstand auf ein Jahrzehnt begnügen, werde gottergeben für alle Ewigkeit ven Krieg als ein schlechterdings unvermeidliches Uebel ansehen? Schon der Blick auf den Zustand der völligen Erschöpfung m dem die Welt aus diesem Völkerringen hervorgehen muß, schon der Gedanke, wie lange die Völker brauchen werden, bis sie wirtschaftlich, kulturell und moralisch besser sind, als sie waren, schließt -ine solche Möglichkeit aus. Tie Welt sieht heute anders aus als nach dem Dreißigjährigen Kriege oder auch nur bei Ausbruch des gegenwärtigen Krieges. Tie Jahre des Weltkrieges haben die Einwirkung dev Gesamtheit des Volkes auf die Gestaltung der inneren und äußeren Politik in allen Ländern wenigstens Europas außerordentlich gesteigert. Tie Lasten jedes Krieges sind noch zu allen, Zeiten am schwersten auf den mittleren urrd unteren Schichten der Bevölkerung gelegen. Auch in diesem Kriege haben die Massen! überall ihr Teil auf sich genommen, in Rußland bis zum Zusammenbruch, in den anderen Ländern bis fast an die Grenze derj Leistungsfähigkeit. Unsere Gegner sind verleitet von leichtfertigen, gewissenlos spekulierenden Regierungen, wir und unsere Bundesgenossen getragen von dem Bewußtsein, daß wir in gerechter Verteidigung für Dasein und Freiheit kämpfen. Bei früheren Friedensschlüssen sind die mittleren und unteren Bevölkerungsschichten, wenn es zu Verhandlungen kam, still in den Hintergrund getretene Andere waren es, die fast allein über ihr Geschick entschieden haben. Mit dieser Resignation ist es heutigentags vorüber. Ten kommenden Frieden werden die Regierungen nicht allein, sondern im ftülenj Einv erneymen mit der Gesamtheit des Volkes schließen, hier ist nicht die Hauptsache ein Gewinn an Menschen, Land, Gut und Ehren, hier ist es mindestens heutiaentags in erster Linie um einen dauernden Frieden zu tun. Weil wir alles vermeiden wollen, was einen neuen Krieg entfachen kann, wie wir alles begrüßen, was geeignet ist, ilm zu verhindern, darum wird es keinen Ervbermrgsfrieden geben. Tas muß für unsere Gegner, die sich unsere rmd unserer Bundesgenossen Bernick-ttmg und staatliche Zertrümmerrmp zum Ziele c-esetzt haben, einen Verzicht, eine Enttäuschung bedeuten, die fast dem Eingeständnis einer Niederlage gleichkommt, nicht aber für Deutschland, dessen Regierung dem feier- lichen Kaiserwort „uns treibt nicht Eroberun^lust" aller Anfechtung zum Trotz während des ganzen Krieges treu geblieben ist und damit bekundet hat, daß seine Polittk ht dieser Richtung nicht bloß eine gerechte, sondern auch eine voransschauende gewesen; ist. Ist Eroberung beiderseits ausgeschlossen, so ergibt sich mit Notwendigkeit die Wiederherstellung des territorialen Zustandes vor dem Kriege. Ties ist überall ohne weiteres möglich, nur nicht im Osten. Tas alte Rußland war ein durch den rücksichtslosesten Despotismus aus den verschiedensten Völkern zusammengeschweißter Staat: es hätte lebensfähig bleiben Linnen, wenn es die Absicht gehabt hätte, und tvenn es ihm gelungen wäre, durch föderalistische Gestaltung den unterjochten Völkerschaften erträgliche Lebensbedingungen zu gewähren, wenn es nicht seinen Völkern, wie den einzelnen Untertaneil jede freventlich? Entwicklung verwehrt hätte, und wenn es nicht im' Zusammenhang damit gezwungen gewesen wäre, die aus der allge- 'meinen Unzufriedercheit drohenden inneren Gefahren immer wieder durch kriegerische Grfolge und weitere Ausdeh um. . rung des Reiches zn besichvören. Es ist zusamlnengebrochen, iveil es sich innerlich nicket halten konnte, und unsere und unserer Bundesgenossen Siege haben nun den Angehörigen des Riesenreiches die Möglichkeit gegeben, sich zu befreien. Sollen nun wir zur Wiederaufrichtung dieses despotischen, durch seinen Charakter, ja schon durch sein bloßes Dasein stets die Welt und vor allem seine Nachbarn bedrohenden Zarenreichs selbst wieder beitragen, unsere Zukunft aufs neue ^efctiter., indem wir die Teile, in die sich das alte Rußland naturgemäß und von rechtswegm aufgelöst hat. selbst wieder zusammen- bringen? Ter Gedanke ist undenkbar. Wir können das Königreich Polen, die Erfüllung des Sehnens, des polnischen Volkes, das wir selbst haben mitschaffen helfen, nicht wieder mit Gewalt an Rußland auSliefern, ebensowenig könnten wir mitwirren, wenn ,Finnland^ nachdem es seine opn der ganzen Welt mit Sym- pathie verfolgter! Kämpfe und seine Selbständigkeit schließ- lich zu einem guten Ende geführt hat, durch die Willkür Dritter wieder unter das russische Joch gezwungen werden sollte. Wir können die an das Deutsche Reich und an die Ostsee grenzenden Randstaaten, die vom Rußland mit seiner tatsächlichen imd 'ormalen Zustimm »mg losgelöst und vieliach gettagen von deutschem Weien und deutschem Denken, Anschluß und Schutz bei uns gebucht haben, nicht dem Schicksal überlassen, gegen ihren Willen entweder dem russischen Zarismus unterworfen oder in alle Kämpfe des Bürgerkrieges und der Anarchie htneingSvorfen zu werden. Wenn diese Staaten sich mit uns als den Nächstinteressrerten, auf die sie angewiesen sind, verständigt haben und vollends verständigen wuden, so ist das «irre Sache, die der Welt nur nützen kann, und die vom Standpunkt des sogenannten europäischen Gleichgewichts, oder deutlicher gesagt, der englischen Oberhoheit uns hineinzureden wir niemandem gestatten können, so wenig wir unsere mit der Ukraine, Rußland und Rumänien geschlossenen Friedens vertrage der Entente zur gefälligen GenehmigungoderAbänderungvorlegenwerden. Im Osten ist für uns Frieden und bleibt für uns Frieden, mag es unseren westlichen Feinden gefallen oder nicht. (Beifall.) Im übrigen kann der territoriale Besitz überall wieder hergestellt werden. Voraussetzung für uns und unsere Bundesgenossen Muß sein, daß uns alles wieder zugestellt r'tb, was w i r an Gebiet am 1. August 1914 besessen haben. Deutschland muß also in erster Linie seine Kolonien wiedev erhalten, wobei der Gedanke eines Austausches aus Zweckmäßigkeitsgründen nicht ausgeschlossen ziu sein braucht. Voraussetzung! fitt unsere am kommenden Frieden beteiligten Gegner wrrd andererseits wohl sein, daß auch sie auf die von uns und unseren Bundesgenossen besetzten Teile ihres Gebietes Anspruch machn können. Tiefer Anspruch wird weder an unserer Weigerurig noch an der (unserer Bundesgenossen scheitern. Mir Deutsche können, sobald der Friede geschlossen ist, «die besetzten Gebiete räumen, wir könnest, wenn es erst einmal so weit ist, auch . i Belgien räumen. Sind wir und unsere Bundesgenossen erst wieder eiramrl im Besitz dessen, was uns gehörte, sind wir erst einmal sicher daß m Bel gien kein anderer Staat irgendwie besser gestellt wird als wir, so wird auch, das glaubz ich sagen zu kö-trnen, Belgien ohne Belastung und ohne Vorbehalt zurückgegeben werden können. Die erforderliche Verständigung zwischen Belgien und uns cwird um so leichter sein, weil unsere wirtschaftlichen Interessen vielfach parallel laufen, da Belgien auf uns als Hinterland direkt angewiesen ist. Wir haben auch keinen Grund, M bezweifeln, daß die vielbespoock^ne Vlamenfrage von Belgien im Sinne der Gerechtigkeit und der Staatsmännischen Klugheit gelöst weiden wird. Es ist eine Heuchelei. Belgien als ein Unschuldiges Opfer unserer Politik hinzustellen. Die belgnche Regierung, und aus diese kommt es an, hat sich an der von England betriebenen Einkreisungspolittk gegen Deutschland lebhaft beteiligt. Bleibt noch die Frage einer Kriegsentschädigung von der einen oder anderen Seile. Hätte man uns in Ruhe unserer Arbeit nachgeben lassen, so hätte er keinen Krieg und keine Schäden gegeben. Nicht darum kann eS sich handeln, daß wir bezahlen, sondern nur darum, ob wir einen Ersatz für die uns auiqezwunqenen Schäden erhalten sollen. Wir sind innerlich überzeugt, daß wir als die schuldlos Angegriffenen das Recht aus eine solche Entschädigung haben. en Krieg aber bis zu diesem Zeitpunkt weiter zu kübren, würde uns von neuem so schwere, nnl Geld nicht zu ersetzende Opfer kosten, daß wir bei vernünftiger Ueberlegnng ans die Weüerver- solgnnq dieles Gedankens auch bei günstiger miluärischer Lage wieder verzichten, ganz abgesehen von der Geiäbr'oung des küns- tlgen Friedens, bie von der zwangsweisen Beitreibung einer Entschädigung untrennbar wäre. Trotz alledem wird der Friedens- Vertrag noch einen rechten positiven Inhalt bekommen. Tie Völker der Erde rufen nach Schutz gegen weitere Verelendung durch Kriege, nach einem Völkerbund, nach internationalen Schiedsgerichten, nach Vereinbarungen über gleichmäßige Abrüstung. Am Widersvruch des Deutschen Reiches, das, seit eS besteht, im Frieden lebte, wird keine dieser Forderungen scheitern. Wir sind vielmehr bereit, nach Kräften mitznarbeiten an dem Gedanken vom Bund der Volker, und zwar vom wahren, der alle, die wollen, umfaßt, und in dem Rechte und Pflichten gleichmäßig verteilt stnd. Schiedsgerichte stnd für un4 nt ylS Neues. Die Abrüstung wollen wir, volle Gegenseitigkeit vorausgesetzt, sogar gen, aus die Seestreitkräste, nicht bloß auf die Landheere ausdehnen. Demselben Jdeengang folgend und noch darüber hmauS werden wir das Verlangen nach der F r e i h e t t d e r M e e r e und der Meevesslraßen, nach offenen Türen in allen überseeischen Besitzungen, nach Schutz des Privateigentums z»,r See ln den Verhandlungen erheben, und weun über den Schutz der kleinen Völker und der nationalen Minderheiten in den einzelnen Staaten verhandelt werden wird, werden wir willig für vertragliche Bestimmungen emireten, bic in den England unter» luorfcne n Ländern w i e eine Erlösung wirken werden. Unerfüllbare Vorbedingungen für unsere Teilnahme an den Friedensverhandlungen dürfen allerdings nicht gestellt iverden. Wir lachen des Ansinnen«, daß wir erst reuig um Guave bitten sollen, eüe wir zugelassen werden, wir lachen der Toren, die von solchem faseln. Ich wollte nur zeigen, daß auch ein Verstand,qungsir,eben, so schwer auch die Wirkungen des Krieges unstre Zukunft belasten iverden, weder etwas Deinütlgendes für unS haben noch eine Periode des Elends und Jammers für uns herbesiühren wird. Stark tind mächtig im Bewußtsein unserer Unüberwindllchkeit, gleichberechtigt unter den Völkern der Erde, werden wir ein Leben de» Arbeit, aber auch der Be'riediauug und der gesicherten Zukunft führen. Gemeinsam mit den anderen werden wir den Weltfrieden vor künftiger Gefährdung schützen. Es wäre trüge,ifch aut einen Friedenswillen in denjenigen Kreisen unserer Feinde, die für die Eröffnung und die Weiteriührnnq des Krieges verantwortlich sind, überhaupt zu rechnen. Seit Jahren leben sie von der Entflammung des KriegSfana- NSmuS. Sie können ihren Völkern nicht eingestehen, daß ihre Ziele unerreichbar, daß ihre Ovfer umsonst gebracht sind. Ander- werden bei diesen Völkern wieder andere denken, Auch die werden zur Geltung kom- inen. vielleicht bald, vielleicht später. Bi« dahin aber bleibt unS nichts übrig, als »,ns unserer Haut zu wehren. Wir legen die Verantwortlichkeit für daS Blut, das noch fließen ivird, ans das Haupt unserer Feinde. Aber wer nicht hären will, muß fühlen. An unserer äußerei, und inneren Front wird der VernichtUngS- ivillen unserer Feinde zerschellen. TetUsche Kraft und deutsches Können, deutscher Blut und deutsche Opserwilligkeit, denen wir seit vier Jahren alles verdanken, muffen sie belehr en. daß es für sie aussichtslos geworden ist, den unheilvollen Kampf weiter zu führen. Aus dem Wahlrechtsausschutz des preutzischen Herrenhauses. Berlin 12. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) In Fortsetzung der* allgemeinen Besprechung im Wahlrechtsausschuß des Herrenhauses über das Wahlgesetz für das Abgeordnetcm- haus und die dazu gesellten Anttäge betreffend das Berufswahl- recht erklärte ein Mitglied der Kommission, daß der 8 3 der Regierungsvorlage für ihn und seine Freunde unannehmbar bliebe. Ta er aber keinen Weg zur Verständigung unversucht lassen wolle, beantrage er, einstiveilen die Mstimmung Über den Antrag betreffend dos Berufswahl reckst auszusetzen und die Regierung zu bitten, weiteres Material über di sein Gegenstand lwrzulegen, insbesondere auch über die in gleicher Nietung gehende Gesetzgebung in den anderen Staaten. Von anderen Seiten wurde die Regierung um Material gebeten über die Wirkling des Verhältniswahlrecksts in den gemrschlsprachigen Landes stellen und über die Folgen der Einführung von Alterszu satzstimmen Weiterhin wurden schwere Bedenken gegen das Berusswahlrecht präge bracht. Tie Staatsregierung sagtr zu. das gewünsckste Material, smveit möglich, binnen kurzer Zeit beizubringen. Tie Kommission beschloß, unter einstweiliger Llussetzung der Abstimmung über das Berufswahlrecht in der weiteren Verhandlung über die Wahl- rechtsvorlage zum Abgeordneten Hause am Freilag vormittag sort- zufahren. Der Sfterreichische Minifterpräfident v. Hussarek über die Llraft des StaatsgedankenS. Wien, 11. Sept. (WTB.) Vor den Vertretern der rerchsdeutschen Vresse führte Ministerpräsident v. Husscrrek heute mittag u. a. aus: Ich kann getrost sagen, daß die Kraft des österreichischen Staatsgedankens es mit allen Verärgerungsschlagworten aufnehmen kann, und daß unser gesunder .Körper diese Seuchenträger ausstoßen und überwinden wird. Einer der Gedanken, welcher aus dem Lager der Feinde immer wieder, um das Wasser jat trüben, verkündet wird, ist die Frage von den unterdrückten Völkerschaften und der Notwendigkeit ihrer Befteiung durch einen Frieden der Gerechtigkeit. Wie steht es nun tatsächlich mit dieser Unterdrückurrg bei uns im Lande? Hat vielleicht der österreichische Stoat dem eirten oder anderen seiner Volksstämme gegenüber eine irische Politik getrieben oder ihre Entfaltung, gleich wie das zaristische Rußlarü) die seiirer Randvölker, verkümmett? Sie gestatten, daß ich da zuu.Lchst auf unser« Berfassrmg hirtweise. Gibt es einen anderen gleich unserem aus einer Mehrheit von Völkern zusammengesetzten Staat, der in so nachhaltiger und durchgreifender Weise den Gedankeir der Gleichberechtigung aller Stämme in seine Charta aufgerrommen l-at, wie dies im Artikel 19 unseres Sdaatsgriindgesetzes der Fall ist? Die Völker Oe)terreick>s haben sich aufs freieste imd gläTizendste uiiter dem Sckrutz dieses Staatsgrundgesetzes entwickeln können. Besitzt das tschechische Volk nicht ein Schulwesen von der untersten Stufe hinauf bis zu seinen Hochschulen urrd Akademien, welches auf der vollen Höhe aller Kultur steht und in seinm Erfolgen dem deutschen Unterrichtswesen ebenbürtig zur Seite steht? Aber auch die kleineren in sich nicht so geschlosserten Volksstämme erfreuen sich der nachdrücklichsten Fürsorge der Staatsvcrwalnmq. Ich möchte dies an einer Episode aus meiner früheren Tätigkeit als Nnter- richtsminister beleuchten. Ich stellte mir zu einem parlamentarischen Zweck einen Vergleich zwischen dem Schul wesen deröster- reichischen^ Italiener und jenem des Königreichs Italien zusammen, und dieser Vergleich gab auf den Kopf gerechnet die siebenfache Zahl an Mittelschulen rmd ein Vielfaches an Bollsschulen und für unsere österictchlschen Italiener einen Prozentsatz von Analphabeten, der einen ganz minimalen Bruchteil jener im Königreich Italien darstellte. Das ist das Los der angeblich unterdrückten Völker in Oesterreich. Gewiß wird die Zukunft einen Weg wandeln, daß manckps konstitnttve Element des Völkersbaates noch mehr hervorgehoben wird, als dies gegenwärtig der Fall ist.^ Aber bei diesem Entwicklungsprozeß werden unverbrüchlich zwei Grenzlinien beachtet werden müssen: dre Achtung vor der Berschsung der Länder der ungarischen Krone und die Wahrurrg des Gedankens des Einheitsstaates^ Auch das verjüngte Oesterreich wird das eine kraftvolle Oesterreich sein. Der Ministerprchident schloß mit einem Hoch auf die deutsche Presse. Für diese dankte der Direktor des Wolffschen Bureaus Tr.« Ma ntler. Prinz Friedrich Karl von Hessen künftiger König von Finnland. Helsingfors, 11. Sept. (WTB.) Aintlich wird bekanntgegeben: Nachdem der Landtag die Regierung ersucht hatte, vorbereitende^ Maßnahmen M treffen, damit der Landtag sobald wie lnöglich die Wahl des Königs vornehmen könne, sandte die Regierung, wie bekannt, eine besondere Abordnung nach Deittsch- um M erkunden, ob Prinz Friedrich .Karl von Hessen willens l?'. ow Krone Finnlands anzunelunen. Auf diese Anfrage erteilte Leme Hol-eit, nachdem er sich.zunächst eilte Bedenkzeit erbeteitz hatte, um lich über die Verhältnisse in Finnland Kermtnis zu verschaffen, am letzten Montag der Deputation eine bejahende ^ ^ l R^ri. .Der Landtag wurde für den 26. September einberufen, um die Wahl des Königs vorziunehmen. ^ .® ör * von Hessen ist am 1. Mai 1863 auf Schloß Pauker in Holstein als Sohn des Landgrafen Friedrich von Hessen und der Landgräfin Anna von Preußen geboren. Er beftrchte das Gymnasium in Frankfurt a. M. und studierte in Fveiburg, bis er 1888 als Leutnant ins erste Garde- drag-oner-Regiment eintrat. Am 25. Januar 1893 vermählte er sich mit Prinzessin Margarete von Preußen, einer Schwester des Kaisers. Der Ehe sind sechs Söhne entsprungen. Das E^paar hat seinen Wvhicsitz abwechselnd in Frankfurt und aus Schloß Friedrichshof in Cronberg. Prinz Frudrich Karl zog als Kommandeur des 81. Infanterie-Regiments ins Feld und wurde im ersten Kriegsjahre schwer verwundet. Sein« zwei ältesten Söhne. Prinz Friedrich Wilhelm und Prin^ Max sind gefallen, der ältere in Rumänien, der zweite Sohn in Flandern. Ermordung der Zarenfamilie^ London, 12. Sept. (WTB. Nichtamtl.) Reuter-Meldung Daily Expreß" erfährt, daß die K a i s e r i n v o n R u ß l a n d und chre vier Töchter von Bolschewiki ermordet wurden. Aus die Kaiserin-Witwe wurde kürzlich ein Ueberfall unternommen: sie wurde aber von Matrosen der Schwarzmeeflotte ver- leidigt. Ten Mattosen gelang es, die Roten Garden nach lltägigem Kampfe zu besiegen. Die Kaiserin-Witwe ist jetzt in Sicherheit. Die Lage in Moskau und Petersburg. Haag, 12. Sept. Reuter meldet aus Washington: Ein Telegramm der amerikanischen Gesandtfchast in Christimtia besagt: Nach ' hier eingegangenen zuverlässigen Berichten steht Petersburg an zwöls Stellen in Flammen. Auf den Straßen wird ein mit- leidlosLö Blutbad angerichtet. Beschlüsse des englischen Gewerkschastskongrefles. Bern, 11.Sept. (WTB.) Der fünfte Berhandlungstag des britischen Gewerkschastskongresses in Derby fülrrtc die nach den Ereignissen des Vortages nicht mehr fragliche Ent- schftdung über 5)avelock Wilsons Versuch herbei, die englische^ Arbeiterschaft durch Gründung einer neuen kriegstreiber^'chen politischen Arbeiterpartei zu spaltcar. 3ein Antrag wird« nach einer ziemlich gereizten Debatte mit erdrückeuöer Mehrh-ttt a b g e l e h n t. Weitere Ereignisse waren die einstimmig angenommene Entschließung Mgunsten von Homerulc in Irland und die mit starker Mehrheit angenommene Resolution zugunsten der Anrecht- erhaltung des Freihandels nach dem 5siriege. Nahlep von den Londoner Schriftsetzern wies bei Begründung der Resolution^ auf die unlängst von der Regierung angekündigten Vorzugs, zolle innerhalb des brittsch^en Reiches, gegen welche die Arbeiterschaft auf der Hut sein müsse, hin. Er verurtMe sehr energisch das Treiben des australischen Premiermftnsters Hughes, der als Hohepriester der Schntzzollpylitik das Lind bereise. Versuche, die Resolution durch dwt Hinweis zu Fall zu bringen, daß die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Kriege Schutzzölle zur Sicherung der Lebensbedingungen der englischen Arbeiterschaft $ notwendig machen könnten, waren vergebens. Tie Resolution wurde mit 2 711000 Stimmen gegen 591 000 Stimmen angenommen . - / j Die Erfolge unserer Luftstreitkräfte. Berlin, 11. Sept. (WTB.) Tie deutschen Luftstreitkräfte haben im August die größten Erfolge seit Kriegsbeginn erzielt. Sie schossen im ganzen 592 feindliche Flugzeuge ab, von denen 251 in unserem Besitz blieben. Wir verloren 147 Flugzeuge, von denen 79 in Feindeshand sielen. Unsere Fluc> abwehraeschütze vernichteten 62 Flugzeuge und zahlreiche Tanktz. Unsere BombengesckMader bewarfen feindlick>e Ziele rnil 1158 Tonnen und bewirkten 14 ungewöhnlich starke B^chlde und 9 besonders heftige Explosionen. Der Zeekrieg. Nepe U-Voot-Erfolge. B t x 1 1 Tt, 12. Sept. (WTB. Amtlich.) Durch unsere Unterseeboote tourden 10000 Brutto-Register-Tonnen feindlichen Schiffsraums versenkt. Der Chef des Admiralstabs der Marme, Die Lage im Westen. nee? Erlitt, 12. Sept. Nach eiiter Pause im englisch^frcrn- Kosischen Vormarsch, die die Schmierigkeiten des Nachschubes infolge der planmäßigen deutschen Zerstörungen der Verbindungslinien in dem geräumten Gebiet bewirkten, sind die J*?, Sauber und Franzosen nunmehr mit stärkeren Krästien durch das geräumte (Gebiet hindurch Sie haben am 10. September zu geschlossenen An griffen gegen die neuenStellungen angesetzt. Aus dem die ganze Front entlangrvllenden Artilleriefeuer und dem Geplänkel der Patrouillen schälte:: sich am Morgen zwei größere Angriffshandlungen heraus, und zwar einmal vor dem großen Walde von Havrincourt bis südlich Epehy, zum anderen bei der Straße Ham—St. Quentin. Auf dem nördlichen Angriffsflügel richteten sich die englischen Angriffe gegen den Wald von Havrincourt sowie gegen den Höhenrücken von Gou- zeaueourt nnd das beherrschend gelegene Epehy. Hier stehen die Deutschen überall noch in den alten englischen Stellun- Hen vor der Siegsriedstellung. Vor allen: gegen Epehy richteten sich die englischen Anstrengungen. Dreimal rannten die Engländer gegen die Trümmer des Ortes an, um 6V»Uhr, um >9Vs Uhr, sowie am Abend. Jedesmal wurden sie abgewiesen. Nicht besser erging es den neuseeländischen Regimentern, hie nördlich des Waldes von Havrincourt stürmten. Vor sSt. Quentin griffen die Franzosen an der gleichen Stelle an wie im Frühling 1917, wo sie alles daran setzten, die Stadt in einem überraschenden Sturm zu nehmen, die gleiche Stadt, die sie dann im weiteren 'Verlauf der Kämpfe zu einem formlosen Trümmerhaufen zusammenschossen. Auch diesmal versuchten es die Franzosen mit einer Ueberraschung, indem fte in den Morgenstunden und dann nochmals am Nachmib- tage, iteilweise ohne Feuervocbereitung, gegen die deutschen Linien 'anrannten. Sie wurden jedesmal abgeschlagen. Gleickir- zeitig versuchten die Franzosen am Abend des Tages einen geschlossenen Angriff zwischen der Ailette und Oise, dessen Lchwergewicht sich gegen den Raum von Lauffaux und Vau- paillon richtete. Die französische Absicht, die darauf ab* Zielte ,durch einen Einbruch in das Ailette-Tal in den Rücken der Aisnestellung und des Chemin-des-Dames zu kommen, mißlang trotz des starken Kräfteeinsatzes. Nördlich der Straße Soissons—Laon wurden alle Angriffe vor deir deutschen Linien -abgewiesen. Südlich der Straße wurde ihre Wucht bereits durch das deutsche Artilleriefeuer auf die französischen Bereitstellungen »gebrochen. Berlin, 12. Sept. Die Engländer haben die Hoffnung »noch nicht aufgegeben, mit den bisher durch die verwüstete Zone herangeführten Kräften in Richtung auf Cam- brai Moden zu gewinnen. Nachdem am 10. ihre heftigen, mehrfach wiederholten Angriffe gegen die Höhen von Gou- zeaucourt rund gegen Epehy abgewiesen wurden, verschoben sie am 11. September den Schwerpunkt ihrer Offensive nordwärts, .soweit es das feen reiche und von den Deutschen künst lich unter Wasser gesetzte Gelände südlich Arleux gestattete. Um 8 Uhr abends griffen sie nach kräftigem Trommelfeuer sn 10 Kilometer Breite die deutsche Kanal- stellungFwischen Marquion und Havrincourt frL Der Kanal ist hier teilweise ohne Wasser, und seine Böschungen sind an manchen Stellen eingestürzt, so daß die englischen Angriffsaussichten nicht ungünstig waren. Trotzdem wurden sämtliche Vorstöße, teilweise im Feuer, teilweise im Nahkampf abgewiesen. Die Franzosen haben ihren Angriff auf Quentin und zwischen Ailette und Aisne noch nicht ausgenommen. Vvr jQuentrn kam es beiderseits der Somme lediglich zu Teüvvrstößen, bei denen die französischen Abteilungen unter Ein amerikanische- Studenienkorpö. Rotterdam, 13. Sept. L-A ^ Men Kreisen des Deutschen Zisitungs- verlegervcrems, war in den lebten Wochen eine große Unruhe im °^bt-, d-tz die Zuschüsse, die das Reich und ^ E^ndesstaa^i den deluchchm Zndmgen b u den ganz erheblich gesteigerte Papierkosten bisher beigestenert haben, wieder Wegfällen sollten. Wenn tn diesem Zusammenhänge Zweifel daran wurbemob die deutsche Reichsr-aiernng die Bedeutung der Ene-sfuhrimg richtig emschätze, so erledigt sich diese llnwrste.lung am einsachch-n durch die Frsfftellnng. daß nach der Ent^eidmig des Rcichswirtschastsamtes die ReichSMschnsse im gleicknm Umfang nach dem gleichen System wie bisher ive i tcr-> gewahrt werden sollen. lieber die von KeäWtn, ^ seilten den Zuschüsse sind die B.-rhaudl m,cn noch nicht abge chlossen. Au» Stavt uns C«,nK. Zurücklassung von Gefangenen abgewiesen wurden. Zwischen A i leite und Aisne deutet starkes Artilleriefeuer aus neue Angriffe. Bisher kam es lediglich zu Teilgefechten und Patrouillenkämpfen nördlich der Aisne und nördlich Laffaux Teilkämpfe und Erkundungsgefechte an den übrigen Fronten, vor allem in Flandern, am La-Bassöe-Kanal, in Lothringen und in den Vogesen, künden die §>ochspannunq, unter der die Westfront augenblicklich steht. Wirtschaft^ und Pnanzabkommen mit der Maine. K iew. 10. Sept. (WTB.) Heute wurde in Kiew dom ukrainischen M:m»ter Gutnik, dem deutschen Botschafter Freiherrn von Mumm und dem österreichisch-ungarischen Botschafter Grafen Fvrgach ein Abkommen «unterzeichnet, das die wirtschaftlichen und sin anzre 11 en Verhältnisse zwischen der U kra i n e einerseits und Deutschland und Oesterreich-Ungarn andereres für bas Mrtschaftsjahr 1918/19 regelt. Nach diesem MkomnvenMrd d:c Ukraine den Mittelmächten bestimmte Getreide. Vieh, Zucker irnd andere Nahrungsmittel sowie liefern oder deren Ausfuhr freiqeocn. Tie Bezahlung der wichtigsten ukrainischen Lebensmittel, insbesondere von Getreide und Zucker, erfolgt auf Grundlage der ukrainischen Inlands pr-ile. Tie Mittelmächte werden ihrerseits der Ukraine insbesondere bestimmte Mengen Kohlen und Mineralölerzeuanisse liefern. Ferner sind im Interesse des Verkehrs zwischen den Mittelmächten, und der Ukraine Vereinbarungen über die Fragen der Ausfuhr nach der Ukraine «rtb der Durchfuhr sowie über die Eisenbahntarife und Zölle ge- v-ofsen. <5N Verbindung mit dem Wirtschaftsabkommen wurde ein Finanzvertraa in Höhe von 1600 Millionen Karbowanzen ge- Wcjven,. bet der Ukraine die Valuta der Mittelmächte sickxert, deren lür d:e beabsichtigte Fundierung ihrer Währung bedarf. Tie Mittelmächte dagegen erhalten die erforderlichen ukrainischer Zah- wngsnnttel. ±er Kurs betragt 85 Karbowanzen 'irr 100 Mark und 50 Karbowanzen für 100 Kronen. Es darf mft Sicherheit erwartet Arden. daß das umfassende Wkommen. das nach wochenlangen w-nnengen Verhandlungen zustande gekommen ist, den berechtigten Interessen der vertragschließenden Länder volle Rechnung trägt ^?^Elich dazu beitragen wird, die wirtschaftlich^ und voli- rnmen dezrehungen zwischen der Ukraine und den Mittelmächten lmger und freundschaftlicher zu gestMen. Eine deutsche Erklärung über das Eingreifen in Karelien. 12 ^ept. Der deutsch? Gesandt- .lemer Regierung der Regierung Finnlands putschen Truppen, um Finnland knegern'ck-er Verwickelungen m rÜ! m ,^. 1t f a r c 11 c n einrücken werden, wenn England unö die übrigen Ententemächte Karelien mit der M u r m a n l u^st uaume n und die bmbenbc Verpflichttmg über- rafimm, ihr« Co, l Karelien. und der Murmanküste binnen einer noch zu bk,ttmmendcn Frist zurückzuziehcu. Der japanische Feldzug. MU V/'n'/ 2 ' ® €uter -) Das Kriegsministerium 2 ®J* aUetie «reidjte Bolonalovo am L® Ä h f l ,n “«? 3L August. Unsere Vorhuten L ^p'^berinJm an ein. Die Eisenbahnbrückcn zwischen Jman und K:k sind unbeichädigt. Die interskandittavische Konferenz. ^Kopenhagen, 12. Sept. „Berl Tid." meldet aus Stockholm. Gestern wurde hrer hie rn t e rskan di n a vis che Kon- ^^ttnet, an der Vertreter der Anßmministerien und ^m??Di^^altungen der drei uordisckxm Länder t*il> f A mit all ^onsereizz wird Mer oder drei Tage dauern und Nch Mil Fragen von großer Wichtigkeit beschäftiaen. Gießen, den 13. September 1918. * Amtliche Pcrsvnalnachrichten Der IfrS* t 8 - ^ VE Mainz-Dr. Georg fairmk» ^fchbnis zur Annahme und zum Tragen des Groß- rf Königlich Bulgarischen Zwilveudienstordens m£lt. ^er Grotzherzog hat zum 1. L^ptemüer dem' Großh. Teka.n Pfarrer Fürstlichen Hofprediger iAsugust Schäfer zu Bü- dmgeu das Ritb^rkrnq, 1. Basse Bcrdienswrda!rs PhiliÄs Erlichen und «m 11. September den OberlLtt ^ Dtlo Keller Mm Erektor d^r Realschule m Michelstadt mtt Wirkung vonr 1 Okt • }rj? ernannt. — Ernannt wurde am 11. SePwnGer der Ge- rrchtsschveibergchilft. Karl Thomas Keitzer -in Gicß^z Zt im Felde, zum^ Alttmriatsassistenlen bei dem Amtsgericht Ps8>ders- Mitglieder Freiwilliger Feuer- lm-yren wurde vom Großherzog verliehen: Georg Vieler, Martin .^^rich Thi' hartft^ G eorg Will ,FrünK Fournier und Jean Gießen^E^ m ^nedberg und dem Heinrich Lindensttuch zu Leutnant und Adjutmtt Werner Zock wurde mtt bmi Eisernen Kreuz 1. .Klaffe ausgezeichnet. o Ä ' ^ 1 ^be m den letzten Kämpfen das ^ 2. Klasse verliehen, L^ e a ^»bst ^rka u f. Es werden bis auf wci- I^Mmaplen A. 71-120 beliefert. Tie Obstmarken A 71 2In»ri^S terai “ m 15 ' e '* temi,er 1918 ihre Gültigkeit. Siehe 3,1 ^r-^' 4 J nb wiederholt Türdrücker STw sl fc.y L me ^}" 9 'Esnge MesstNgteile aus Eisenbahi- «ogen entwendet imd in hiesiger Stadt verkauft worden, ohne daß z ,c&t M-mgen wäre, die Täter »u ermitteln. — Ferner 12 ' y}- ailä binem Sause in der Sammstrapc b Ltotthrsen von Farbe grau, weiß und shtvor»- LEienIrche Mitteilungen nimmt die /ÜI Säuglings- und Klein- l r ^ Emladnng des Herrn Oberbürgermeisters M. im Stadthaus eine größere Anzahl ^n Damen und Herren «n, um über die Durchtührung der Sammlung rn unserer Stadt zu beraten. Es wurde beschloffen m der Zeit omn 17. bis 30. September zu ver- nmrc der in der Stabt Gießen veranstalteten ©«mtnlun g ift zur Hälfte fürZwecke der hiesigen cLt j^ T bestiINmt. Den einzelnen Stiftern Stistimg mit einer besonderen Bedingung tu beric&en, crwa zum Neubau eines Gießenec Säuglingsheims das «t^lt^d^ Notwendigkeit ist. Es wurde 'mit- getcrlt, daß dre Gvoßberzogin der >->ammlung das größte Interesse ben größeren Stiftern, die Ml Mark und mchr^spendet haben, ein eigenhändig unterschrie- überhenden zu lassen. Der Bmsi^idc ^AEilung mit dem Wunsche, daß der bewährte Gießener Bürgerschaft sich auch in diesem Falle ^T^°bren möge, wo es gilt. Mittel aufzubringen für die Erhckttung unseres Nachwuchses und somit für dieZukuirst unseres als in Riga. Fräulein Seesemann. ^ ^ >.b«kannt und vertraut mft Land und Leuten, ge- te n " iw VerhAtmsse ihrer Heimatstadt Riga, wo ,fc h,a J5' 9a& Sestern abend in der Aula den zahlreichen ttchn^AÜslmo^°^^^ rH 3l be unb mit ^ tcr - deut- mShrVnh hlf e * nf - »nschauluhc Schilderung ihrer Erlebniss, l^b^ w-st- als gute Beobachterin Ge- ®retsmrre des Kneges in den russischen Ostsee- Provinzen, die Besetzung des Landes durch die deutschen Truvven und die Beschie^ng und Einnahme der Stadt aus uächster Nä^ zu v-icholgen. - Nach dem Vortrage eines Gedichtes in dem d^e ^rftck kom Volkes nach einem Vaterlarch« zum Aus- s^r. o 6 J l f fachst einen kurzen lleberblick über die Ge- m%7 Jr pCß ' ba§ T 13 S 7 cI 15 i 2 d^tsch war und von da ^ Serrschaft stand. Tie erste Ste Lande geichah hurch Lübecker Kauf, wüte Westsalffche Rttter nahmen dann von Grund und Boden Besitz und gründeten neben anderen Städten auch die Stadt Niaa Ko erttstund die deutsche Mark Livland. Tann Limen di?Ritter des Teupchherrnordens und führten das Christentum ein später fand b:e Neformatwn Eingang, Uneinigkeit der Parteien führte aber zur EU* groKr Nil Landes kam unter S ÄS It L$! 3a bfteb eine freie deutsche Reichsstadt, schbrß sich «mhÄ a V5. gelangte zu großer Blüte Uuter Gustav Adolf I? Schweden wurde aber durch den großen' Nordlschen Krieg Rußland ernverleibt Tie Gwßkaufleiv«' Mi.tL. befttzer uud Beamten bewahrten durch ^all .»ÄS und hatten unter dem russischen Pvlizeist^at^ immer ttir ! 8 SSKS-- - “» A’OiZS, SkLL -ÄÄffi-etfÄS deutschen Zerttmgen verboten. Jeder, der sich verdächt^ machte, kam :ns Gefängnis oder in die Verbannung noch Sibirien Krieasn^!?^^ ^ wurden die unglaublichswu; >megsnachr:chten verbreitet, bis dann:m Sommer 1917 die deutschen Heere :ns Land einrückten und in Rußland der Zar durch die Revolutton gesttirzt wurde. Nach den vielen Leide:! der ^völk^una- ^u^ch^dle Revolutionäre und nach den stirchterlichen Vk^wüü-un^ und Plünderungen der Stadt durch die abziehenden rnssischen Toppen Junten dann die dewschen Soldaken, von der daM baltischen Bevolkcnrng Miss lebl-asteste begrüßt ibren Ä,. lwlten Als mm aber im Hinterlande die Rote Gard/ ibo Unwesen trieb und viele Deutsche nach Sibirien verschleuß «Lls 7d^^^^^en Frauen Rigas ^b:e Kaffenn und an Hindenlmrg. Tie Rednerin berichtete bann werter über die große Dankesfeler in Dorpat als nach hrm ben Trobkis die Besreiuna Esü°tü>s^°'Lü>LLs k^m ^ lÄ. Crh! r te ^ Ä die vielen Gelehrten und berühmten ^ aus dem Baltenlande und aus der Universität ^I^dervorgegangen sind Tic beigcgebenen, ausgezeichnet vor- ^ns?l^sch-^Ä-^ deiden Musikstücke, bie in wirklich Weise den schonen Borirag umrahmten, erhöhten sich Stimmung der andächtigen Zuhörer, unter Venen mrtgMmLft braÖen ^dgrauen bekanden, die in Rußland rn cuZ «'X t Ö £ 11 ^ c Ä t e x - ^w Sonntag, den 15 September Gastspiel der Tanzkünstlerin Sylvia Herzig Ueber den (^stslxei5 i k,tlm9 Mm 25 ' 1918: «m SomÄ) hS ^dl vra Der zig m einem einmaligen Gastspiel aus unsere Büßm- ®V^.a^ tS K d K C Zuschauer durch Anmut, höchste Vollendung ilner Geschmack, der in ckwen schönen, zu postumen zum Ausdruck kam. Sylvia Herzig V:elseüigkeit auf und bot alle Tänze, vom reiz? ll n Spitzentanz des alten Balletts bis zu den .vergeistigten" 7^-^ ^ott, frisch und mit .Humor W, Schluß mußte aus stürmisches Ver- Zuschauer zeigten eine ungewöhnliche " ^UErung und rresen die Künsilerm immer wieder h.-rvor aVl^ri^ chinesische Drama „Mr. Wu" stcbt ein^^ns^gr^^^^^ W Aufführung. Von morgen ab Sitie „Ihr Junge" auf dem Spielplmr. ' r Hessen-Nassau. h ietft ar\ n rr ü - 12 - Sept. Heuw nacht durch. rr^ n ^ aI I setsttger Umnachtung die Frau des im Felde stehenden Einivohners Thiele ibrem achttäbnftaen fönim unb ihrer sec^jähri^n Tochter im Schlafe die Hälse und suchte sich dann auch durch ernen SchE m den Hals zu entleiben ^ a wJi aite Mittag, nachdem die Familie bis dahin kebi ^c^n von sich gegeben hatte, in die Wohnung drang war der Knabe bereits tot, während Mutter und Tochter nvck wy te Jl hvssiumgslos Verletzten wurden dem Krankenhaus in ^^^ührt. Der Schmerz über die vor emig7n Tag^ erfolge Abreise ihres Ma nnes aus dem Urlaub ins gefö scheint bic Frau geistig verwirrt u nd zu der Tat getrieben zuhabeL^ Briefkasten der Redaktion. tAnouhme Anfragen bleiben unberückfichtigt.i “ PnvütwvhiMuacn nach 10 llhr wird aus Beschwerden der sonsttgen Hausbewohner oder Nachbarn leftens der Pvlizci rrn^schritt«!. vermischte». Das Eifrnbahi,Unglück bei SchmiVrmüU. dem Eisenbahnunglück in her Nähe o on 2 Conrad getötet! 1. Ernst. Jserz, Beick^h^s^ 4 Emil Breuer, 5. Elltz ' 9 ■ 2°hwm MUes, 8. BernhaZ 19 Fischenbrucher. 10. Kurt Glum, 11. Frieda SbmCT 1? S- 8 | l f^ ec ' , 18 - ®Ktc Böckenkamp. 14. Olga lß - Friederike Mer?, 17. Lothar Müncktm^^d^ch ??■ Bürgers auS 24 (iw q?Ä „ Tickerboom aus Steifrabe, Srrrrir^A- Munchen-Gladbach Stadt, 25 Ernst Willielmine Hemnwsaat, Mün- lÄ>em M^Ockergeld. München-Gladbach Stadt A„- -Mbt Peter Neuels, Münck^n-GlaÄ>ack> Manuel aus Pvdgorz qeMet. Nicht ermittelt ,md die^LeichTn von drei Mädchen u:rd nvei Knaben 1.Äu,ä'EkEt^9°^!h^ ^ uvtemcbwckft a) leicht verletzt mj B^rkers, 2. Wilhelm Hören, 3. Margarete Beisier 4 Klara Kleinholz, 6 W^r Kühlni' 7 S Stadt, 8. Anna von den Ämqb Ätz u Wert Swt, 10. Christian 12 - Wbertrne Höfse, München°H4lat>. An^ilaberb^^^ ' Emilie Jansen, ?Marie MÄTILch M' ^ ^ ^sen. letzte 21ad)ri^ctt. I>cr neueste Bericht der Heeresleitung. WmtW) 8 ' > ® r0be * Sauptguartier. 13. Septrml, Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Nupprrcht und , Bochn. Mt üer Wste und nordöstlich von Birschootr st'chrtrn wir kleiner« Unlernehnuingei! niit Erfolg durch. Zwis^n Ipern und Armentieres scheiterten Erknndungsvvrstökk des nnnrfff' 00 n »Ururbair schlugen wir einen Teil- der^EnglÄrVck.'""' ^ch.einen stärkeren Vorstotz d^n mn Arms und Peronne auf Cambrai Ä ^ b ? r ^eiud gestern früh unter ftnr- St\M Angriffe fort. Sie sind unter schweren - * den Feind ge-cheitert. Gut geleitetes ArMlerie- erfolgreichen Abwehr besonderen Anteil rnsere^giftmterre warf den Engländer, wo er in unsere Gegenstoß wieder zurück. Havrinrourt blieb m Ferndechand. Am Abend zwischen Moeuvres und GouMucourt ^neut vorbrechende Angrifft des G^ne^ wurden obgewreftn. H Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Ailette und Aisne war der Artilleriekanw? uur zettwnie gesteigert: kleinere Jnfanteriegeftchte In d?r Stoßtrupps aus feindlichen Linftn bei oe Äcesml Gefangene zuruck. S««resgruppr Gallwitz. »o.. Amenvanrr griffen gestern im Bogen ^ S öer Combres-Söhr mid südlich sowie chnfch>en ver Lotes-Lorrari« und der Ätosel an. In Enoar- des Angriffes war di« Päumung des der beiderseitige» lnifassung ansgesetzten Bogens seit Jahren ins Auge V ■a&t unöfnt Togen nngeleitct worden. Wir kämpften den lur Entscheidung durch und mhrte. ^ beabsichtigte Bewegung aus. Der Feind konnte sie nicht hindern. Franzosen die auf den Höhen östlick, der Ma^ vorstieften wurden abgcwresen. Die Conchres-HÜhe die vor utzergehend verloren ging, wurde von Landwehrtrvppen wie ^ «^wnlmen. Südlich davon sicherten österreichisch-!,ngo nsche Regimenter ,n kräftiger löegenwehr im Verein ich, mn.zwischen Maas und Mostl käinpfeuden Truppen den Ruckzng der be, St. Mihrel stehenden Divisionen Zwischen der CoteS-Lorraine und der Mosel newann der feindliche Angriff auf Thiancourt Boden. Reserven fingen den Stoß des Feindes auf. Südwestlich von Thiancourt und westlich der Mosel schlugen wir den Feind ab Während derRacht wurde die Räumung des Bogens § 2 ÄSfir*" ® ,r iM »" I" ”»<" K‘ Erste Gmeralguartiermeister Ludendorff. Herzog Eduard von Anhalt si D e s i c iL 13 S#t. (WTB.) NrchtLMtttch.) Herzog 1 h a r x Todes-Anzeige. Mittwoch morgen verschied sanft nach längerem, schwerem Leiden meine liebe Gattin, unsere treusorgende Mutter Frau Elisabethe Lang geh. Köhler. In tiefem Schmerz: Leonhard Läng’, Altbürgermeister und Kinder. Odenhausen, am n. September 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 14. September, nachmittags 3 Uhr, statt. |P L 1 c[h 1 r^p i GO 1 » f r~ .i Heute letzter Tag des gewaltigen chinesischen Dramas in fünf Akten 99 IHr. lu“ Ab morgen Samstag in ihrem hervorragenden Gesellschaftsdrama in vier Akten Ferner: Das bekannt erstklassige Heiprogramm! Voranzeige: Ab Dienstag den 17. Septlmber 1918 erscheint der zweite Füm ans unserer ungarischen Kunstserie betitelt: Oer Roman einer geschiedenen Frau WmoODi Leeres Zimmer zu verm. 050Ä4 Neustadt 8 . 1 Ihm mit TtsllW auch für Lagerraum geeignet. per 1. Okt. zu vernu 05625 , LöberstraHe 3. Xu mieten gesucht Zimmer - Wohnung mit Zubehör zum 1. oder 15. Qkt. Schr. Angeb. mit Preis unter 05044 an den Gietz. Anz. Junge Dame sucht -.Oktober schön mödl. Zimmer mit voller Pension in nur gutem Hause. Genaue Angebote mit Preis unter 05046 an den Gietzener Anzeiger. Gesucht zu Ende Sept. oder Anfang Oktob. gut möbliert. Zimmer, evtl, auci» ^oba= und Schlafzimmer. Nähe Kliniken. Angebote uut. 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Für die große Teilnahme an dem schmerzlichen Verluste unserer teueren Entschlasenen, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sprechen wir hiermit insbesondere der Martanischen Jungfrauen ^ Kongregation Gießen und Mainz unseren tiefgefühlten Dank aus. Gießen, den 12. September 1918. Familie H. Saiutonges. lö1lQlMlsöllö1sö>lö1!ö1^Ill1 lö1>ö11öslö1sölsö1sö1lö1 IthiS- Jahresfesl iler loa« Mission flu llllil lülAßtll am 15. Sevtember d. Ä.. nachmittags s UI von Antignitäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen. Alteisen. sowie allen von mir geführten Artikel«. 4955 Louis Rothenberger. Diejenige, die am DienStag morgen b. flcibt. Obstverkauf hen Schirm vertauschte, wird ers, dens. b.Fra» Riebe! dorts. geg.Beb mied, einzutauschen. am 15. September d. I., nachmittags 3 Uhr, in Hause«. Festprediger: Herr Psarrer Or. Drescher von Eschollbrücken; den Jahresbericht erstattet Herr Psarrer Groth von Rödgen. Es ladet hierzu herzlich ein «8«7o der Kirchenvorstand. [ä][Enräir5firm[äl [äirDl falRlqil[alfäl[51f5irä|f5irä1 Verloren, vielleicht im Ge schält stehengebMben, ein sait neuer, schwarzer -| ffT Regenschirm "XSP® Griff, weihe, guadratische Elienbeinplatte. Abzugeben gegen Belohnung 0859 Niemann, Bahnhof. j Das Paar, welches den milchknrren bei Hotel Lenz entwendet hat, ist erkannt und wird ausgefordert, den Karren wieder an Ort und Stelle zu bringen, andernf. Strafantrag ersvlgt. 05047 Der Eigentümer. Verloren! Bon Stephan- stratze bis Plockstr. Porte- monnaie mit Ubr verloren. Abzugeben gegen Belohnung 05049 Stcpbanstratze 32 1. Kfinetler* Peatbarten Sold.- u. Zio.-. Humorkart 100St. L50, 1000 20.-, Landsch. 4.75. Blumen 5,75 Köpfe 4L) 5.5.75, Broms., Handkol. UM. Wethn.-, Künstlerk. 3.25 4.50, 4.95,5,85, Glanz 7^0. Broms. 9.50. Briefmappen 100St. 18. 24.50, 28. Jll. PretSl. gratis, Berf. geg. Boretnf. od Nach«. Ju ÜU|tr, Berit* o M/11S, UsUkJZj 1861 n. Dameavereia Babelsberger Samstag, 14. Sevtember. 8 '/> Uhr. im ^Postkeller": Verrinsabend. Ausgabe der Diplome vom Bezirks - Wettschreiben Gtetzen.— Besprechung über Ausflug Frauenberg. 6853v Die Vorstände. I. A.: L, Laseakrag. £yj/a^, and Damen abteflan ff. Samstag, den 14. Sevt.: Philoeophenwald. Treffpunkt: 8 Uhr Amtsgericht lOst-Anlagej. 6856v Leitung: 6796c Hofrat Hermana Stolngoetter. Sonntag, 15. Sept. 1918, abends 7 1 /» Ubr: ElMaliükr Taiij-Aliciii! Sylvia Herzig Widme töiit. Festtagshalber bleibt unser Geschäft am Montag den 16 . September geschlossen. aus \qbmon 6852a Städtischer Obstverkauf. Es werden bis auf weiteres dieObstmarken A 71—120 beliefert. Die Obstmarken A 71—90 verlieren am 18. Sep» tember 1918 ihre Gültigkeit. Gtetzen. den 10. September 1918. 68588 Der Oberbürgermeister (LeberrsrinttelumH. Bekanntmachung. In den Wagen dsr Städtischen Stratzenbahu wurden in der Zeit vom 1. Mai bis 31. August 1918 nachfolgend« Gegenstände gefunden: 7 Damenschirme, 5 Herrenschirme, 1 Kinderschirm, 9 Geldbörsen mit Inhalt, 2 Spazierstöcke, 2 Handtaschen. 4 Paar Damenhandschuhe, 1 Umhang, 1 Essenträger. 3 Pakete. 1 Zwicker. 2 Gesangbücher. 2 Bücher, 1 N> 1 Konservenglasöffner,! Kinderarmband,! BundSchlüffel. Die obigen Sachen können aus dem Bureau der Elektrizitätswerke und Stratzenbahu, Lahnstrahe 28. Ztmltier Nr. 4, in Empfang genommen werden. Wietzen, den 10. September 1918. 68468 Elektrizitätswerke u. Stratzenbabu d. Stadt Gtetzen: Stolle. Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute eingetragen die Firma Carl Zülch & Sohn, Gießen. Inhaber: Kaufmann Carl Zülch in Gießen und Kaufmann Rudolf Zülch daselbst. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. September' 1918 begonnen. Gießen, den 6. September 1918. Grobherzogliches Amtsgericht. 68578 Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 17. September 1918, nachmittags 3 Ubr. werden auf freiwilliges Amteben, zu Gtetzen, im Hofe Bismarckstratze 14, Ecke Ludwtgstratze Metzgerei Herr Bon-Eiffi öffentlich gegen bar versteigert: Küchenschrank,-geschirr,Robrsesscl,7Robrstüble, Tische. Kronleuchter, Bilder, Spiegel, 1 Sekretär, Galerien, Basen, Eimer, Spül u. Kücheutüch, l gepolsterte Türe und dergleichen mebr. Versteigerung sicher. 6885 Snintongcs stellvertretender Gerichtsvollzieher in Gietzen.