lir. 2(4 «es Blatt Der Gletzener Anzeiger erscheint täglich, anbei Sonnlags. - Beilagen: GietzenerFamilienblätter^ KrcisMcilt flr den Kreis Sietzen. Btyigsprcis: monatl. D!k. l.20, vierteljährlich Mk. 3.60-, durch Abdole- tr Zweigstellen monatl. Mk. 1 . 10 : durch diePost Alk. 3.60 viertel- jätirl. mrsschl. Beüellq. Ferniprech - Anschlüsse: sür die SchriltleitungllZ Aerlag.Geschä'lsstelleöl Anschrift für Dradtnach- rtchlen: Anzeiger Stehen. l68. Jahrgang Donnerstag. \2. September \9\S Postscheckkonto: Zranffurl a. M. XX686 vankoerkehr: Gewerbebank Stehen Zwillingsrunddruck «.Verlag: Srühl'sche Unio.-Vuch- u. Stcinfcrudcrec «. Lange. Schristleilung, Geschästsstelle u.Vruckerei- Schalstr. 7. Annahme von Anzeigen f. die Lagesnuntmer dis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkeU Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 2b M..für auswärtige 30 Bk., für Reklamen Dik. 1. —uebsl 20 °/^ Teu- erungszuscvlag. Haupt« schri'tleiter: Aug.Eoetz. Verautivortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Ateyer; Anzetgenteck: H. Beck; sännttch rn Gießen. des Kaisers. (WTB.) Grobes Hauptquartier, 11. Septemb. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Abwehr englischer Tei'vorstöße südlich von Ypern urw nördlich vom La Bassee-Kanal machten wir Gefangene. Südlich der Strotze Peronne—Cnmbrai führten erneute Angriffe der Engländer wiederum zu h fügen Kämpfen südlich von Gouzeaucourt und Epchy. An einzelnen Stellen erreichte der Feind unsere vorderen Linien. Im Gegenstoß schlugen wir ihn zurück: 300 Gefangene blieben in unserer Hand. Teilangriffe der Franzosen beiderseits der Stratze Ham—St. Quentin, die überraschend und durch Artillerievorbereitung erfolgten, wurden abg"wie'en. Oertliche Kämpfe «nördlich der Ailette, zwischen Ailette und AiSne steigerten sich nach Arlilleriefeuer am Nachmittage wieder zu großer Heftigkeit: am Abend brach der Feind zu starken Angriffen vor. Sie scheiterten vor unseren Linien. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorsf. * Der Aberidbericht. Berlin, 11. Scpt., abends. (WTB. Amtlich.) An den Kampffronten ruhiger Tag. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 11. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Auf der Hochfläche mm Asiago scheiterten zwei feindliche Erkundungsversuche. Im A s o l o n e - A b s ch n i t t, \w es den Italienern unter Einsatz starker Artillerie gelang, in unsere Linie einzudringen, stellte ein Gegenstoß des Infanterieregiments 99 die Situation wieder her. An der Kiavefront erhöhte Artilleriekümpfe. Der Chef des Generalstabs. .Nach Langer Zeit hat der Kaiser wieder einmal in etner längeren Rede zu uns gesprochen. Man fühlt aus jedem Satz, den er vor seinen „Essener Freunden" sprach, die tiefe Herzensbewegung, den Ernst des treuen, veranttvortlicl)en und unablässig sorgenden Mannes, der auch die unnötigen und häßlichen Wirkungen kennt, die sich an die Vorgänge der letzten Wochen geheftet haben. Der Kaiser spricht nicht im Tone des lobenden oder verwerfenden Politikers, oder gar des Parteimannes, sondern einfach des Deutschen, der die Gefahren erkennt, die ihn jetzt umschweben. Er möchte wieder der iE i n i g e r des Volkes sein, der er auch in den denkwürdigen Augusttagen des Jahres 1914 gewesen ist. Wenn Worte über die Gewissen im Lande noch etwas vermögen, so muß die Essener Rede den alten Mut und das alte Vertrauen wieder.Herstellen. Es gibt ja nur ein großes Entweder- Oder, Ihinter dem alle übrigen Fragen nur eine Nebenrolle spielen. Jtn der Rede des Kaisers ist vor allem die Kraft der Wahrheit und innerster Ueberzeugung. Er spricht eben anders ,als die geriebenen, listig und verschlagen berochnen- den Staatsmänner und Taktiker der Entente. Im deutsckien Gemüte jmuß es einhellig widerhallen, wie der Herrscher olle Stände zusammenrust zur Geschlossenheit im Kampfe um Bestehen und Gedeihen deutschen Lebens und Schaffens, wie gr den Grafen neben den einfachsten Bürger stellt, denen die Pflichten in gleicher Weise verteilt sind. Was hat sich geändert? Wir wollen wieder ohne Parteiunterschied Deutsche sein, denn das unerbittliche M ü sse n ist uns ja noch immer in diesem Kriege auferlegt, da die Feinde Hohn ladm und alle Friedenswünsche zurückweisen, es sei denn, daß wir uns von flhnen den Frieden diktieren ließen. Mit Gewissensreinheit und freudigem Mut hat der von den Ereignissen nicht leichter als andere Volksgenossen geprüfte und bedrängte Monarch wieder einen R ü t l i s ch w u r aesordert und entgegengerwmnren: er rechnete mit Vernunft, EinsE und Vertrauen. Wirkn diese zusammen, so ist Gott tntt uns, so sollen die Kniffe und Künste der Gegner nicht Uber uns triumphieren. r. ^ Man wird vielleicht von der äußersten Linken entgegen- ya.ten daß der Kaiser das Gebot der Stunde für die innere iMlttik, das Wahlrecht, nicht erwähnt hat. Er brauchte es mcht, denn fern Wille ist klar und fest, und gewade heute zeigt nch s wieder, wie die Reichsregierung an der Einllffung des -^ugswvrtes lsesthalten wird. Die „Nordd. Allgem. Ztg." „Ein im „Vo r warts" veröffentlichter Aufruf der Wzuiloemokrarvchen erhebt gegen die Regierung den Vorwurf, daß sre tatenlos zusehe, wie der Ausschuß des Herren- oar dre preußische Verfassmrasvorlage berät, das Zustandekommen der geplanten Reform absichtlich verschleppe. Dieser Vorwurf ist unbegründet. Tie Staatsregierung hat keinen Anlaß, daran zu zweifeln, daß der Ausschuß des Herrenhauses die großes Ausgaben, dre chm gestellt sind, mit Ernst und Sachlichkeit bebau- bett. Ter bisherige Verlauf der Beratungen läßt keinerlei Ver- schleppungsabftcht erkennen und schließt es keineswegs vus, daß die Kommission zu Beschlüssen gelangt, die dem Julierlaß eittsprechen und deshalb nicht nur für die Stakitsregrerung annehmbar sind, sondern SZ N preußischen Volke die Befriedigung seiner berech- t'gten Wunsche geivahrm. Es ist deshalb die PfliM der Regierung, m den Gang der Verhandlungen zur Zeit piM ernzugreifen. fügt, in redlicher Erfüll mg des Iulierlasses zum Ziel führen wird." Allerdings ist inzwisck-en ein neuer unmöglicher Antrag veröffentlicht worden, in dem das Herrenhaus der Wahl- reckftssackse Herr zu roerden sucht, — aber will man die Regierung in unsachlicle und übereilte Handlungen hineinhetzen, die beim unabwendbar erscheinenden Wahlkamps nur schädlich, den Wahlrechtsgegnern nützlich wirken könnten? Die Entscheidung muß in der allernächsten Zeit erfolgen, das ist gewiß, und das läßt alle Aufrufe und Klagerufe einstweilen >als unberechtigt erscheinen. Line Uaiserrede. Essen, 11. Sept. sWTD.) Nachdem Herr Krupp von Bohlen und H a l b a ch dem Kaiser für sein Erschnnen gedankt hatte und ihm die herzlichen Wünsche der Werkangehörigen für die wettere Besserung im Blinden der Kaiserin ausgesprochen hatte hrelt der Kaiser folgende Ansprache: Meine lieben Freunde von den Kruppsclien Werken! Schon lange hat es mich in dieses Kriege zu Jhnsen hingezogen: aber wie Sre wissen, haben mich vielfache militärische und politische Pflichten auf die verschiedensten Schlachtfelder in den verschiedensten Gegenden des vom Weltkrieg durchtobten Europas gerufen. Deshalb habe ich meiNn Plan, zu Ihnen zu kommen, immer ist es mir zu meiner Freude mutz mit E-chchoedeLit den VecdaÄ'zurück. Ndaß sie die von der Zett gebotenen drotweiÄM-iten ver- Erfüllung ihrer Pflicht hinausschiebe. Die wieden- KSj Erklärungen des ^tchskanzlers und der beteiligten Staats- zu Airspruch auf das Der- der preußttcheir Wahlrejorin unter Erschöpfung famtllcher Mittel, über die sie nach der Verfassung per, wieder aufschiebcn müssen. Nunmehr __ . _U _ endlich gelungen, hierher zu kommen in die Werke, die ich seit meiner frühesten Kindheit an in ibrer Entwicklung beobachten ümnre, und deren Besuch mich immer wieder erfüllt hat mit der' höchsten Bewunderung deutscher Wissenschaft, Erfindungsgeistes und Tatkraft. Es gilt heute dem Kruppschen Direktorium, den Werkleitern den Arbeitern und Arbeiterinnen, mmnen Kaiserlickzen Dank auSzufprechen für die geradezu überwältigende Art und! Weise, nt der die Kruppschen Werke dem deutschen Heer und seinem Obersten Kriegsherrn zur Verfügung gestanden haben und weit über menschliches Ermessen und Hoffen hinaus das Material geliefert haben, das die Armee im Lause der steigenden Anforderungen in diesem gewaltigsten aller Kriege von ihtten hat verlangen müssen. Gewaltiges ist geleistet worden vom Direktorium herab bis zum zum letzten Arbeiter und bis zur letzten Arbeiterin, und das unter steigenden Schwierigkeiten der Ernährung, in der Bekleidung, unter Verlusten, Trauer und Sorgen aller Art, von denen kein Haus verschont geblieben ist, weder das Fürst-nhaus noch das schlichteste Acberlerhaus. lind dazu noch die sbngenden Anforderungen an die deuljck?< Frau. die nicht allein die Sorge für Kinder und Haus ohne den Manu tragen mutzte, sondern obendrein ihre Kräfte in der Fabrck unter Derfdtfrfter Mühewaltung eia setzen mutzte, um Waffen und Bcr- AdtgungSmittel den Männern draußen nicht fehlen zu lassen Eine ganz ungeahnte Mobilmachung tft es gewesen, diese zweite industrielle Mobilmachung ohne Unterschied deS Alters urid des Geschlechtes. Anforderungen, wie sie noch nie an das deutsche Volk gestellt worden sind, und trotzdem ist ihnen willig und freudrg entsprochen worden. T amöchte ich vor allen Dingen meinen warinen Dank als Landesvater aussprechen, den Frauen sowohl als auch den Mädck^n und Mäimern, daß sie so opferwillig ihre Psticht getan b^ben. trotz der driickenden Sorge von Not und Elend, die uns allowetroffen hat. Es soll in unserem Volke niemand glauben, daß ich darüber nicht Bescheid weiß. Ich habe auf meinen Fahrten durch das Land mit mancher Witwe, mit manchem Bauern und in Ost und West mit manchem Landlvchrmann und Landsturmmann gesprochen, der das Herz schwer hatte von Sorgeri, die aber überstrahlt wirrden von dem Gedanken: Erst die Psticht, das andere Emtml später. Ich habe Eure Sorgen in tiefstem Herzen empfunden. Was an larrdesväterlicher Anregung hat geschehen können, um die Last nach Miöglichkeit zu mildern und die Sorgen unseres Volkes zu verteilen, das ist geschehen. Cs hätte geinacht werden können, und daß darüber hie und da Mißstimmung herrscht, ist kein Wunder. Aber wem verdanken wir das letzten Endes? Wer hat schon am Anfang des Krieges davon gesprochen, daß die deutsche Frau und das deutsche Kind ausgehungert werden sollten? Wer ist es gewesen, der den furchtbaren Haß in diesen Krieg hinein gebracht hat? Das waren die F^nde. Wir wollen uns hoch darüber llar sein, wie die Dinge stehen. Ein jeder von Euch, bis in die fernste Ecke unseres Vaterlandes hinein, weiß, daß ich keinen Schritt unversucht gelassen habe, unserem Volk und der Gesamtheit der gesitteten europäischen Welt diesen Krieg möglichst abzukürzen. Im Dezember deS JahreS 1916 habe ich ein offenes, stares und unzweideutiges Friedensangebot im Namm des Deutschen Reiches U7id meiner Verbündeten den Gegnern übergcken. Hohn, Spott mrd Verachtung ist dre Antwort gewesen. Der da oben kennt mein Gefühl der Verantwortung. Wiederholt in den vergangenen Monaten haben vevant- wortliche Leiter mrs der Regierung des Reiches in unzweideutiger Weist jedem, der es i'ersteheii wollte, zu verstehen gegeben ,daß wir kedrrMt bereit sind, die HarÄ mm Frieden zu bieten. Die Antwort Nwr der ausgesprochE Bernichttrngswille, die , Anf- deilung und Zerschmetterung Deutschlands^. Es gehören zuw'Frie- deiimack)en zwei. Wenn nicht ^beide wollen, vermiag der ent* nichts, Vorausgesetzt, wenn er nickst den andern nstdenvirft. So steht der absolute Vernichtungswille unserer Gegner uns gegenüber, nnd dem absoluten Bericichtungswillen müssen wir den absoluten Willen, unsere Existenz zu wahren, entgegen stellen. Unser tapferes Heer \ näßen hat.Euch diesen Willen durch die Tat gezeigt, sei es m Dorfturinen, sei es in der Rt'ickwärtsbewegung, sei es im Stellungsvampfe. Es komlnrt nur darcmf an. daß der Gegwr möglichst viel verliert. Das ist erfolgt nnd das geschieht noch weiter. Unsere todesmutige Marine hat eS Erich bewiesen. Gegen starke Ueberlegenheit hat sie den »Feind geschlagen. Unsere U-Boote nagen wie der zehnen de Murm am! Lebensmark der Gegner, mehr wie unsere Feinde es M geben wollen, wenn cs auch manchem unter Euch zu lange dauert. Diesen unvergleichikichen Heldentaten imsereS Heeres nnd unserer Flotte muß ein Rückhalt gesck-affcn )oerden. Nicht nur in der Arbert, smtdern auch im Sinn und GÄ>mrken unseres Volkes Es handelt sich nicht nur darum, unserem tapfeve't Heer urrd unserer braven Marine Material urtd Ersatz nacknzch glaube, das gst erne Frage, die einer Antwort wohl wert tst. Es ist eine Frage, oic auch für die Zukunft beantwortet werden muß, für uns und unsere Enkel. Ich habe auch lange darüber nachgedacht und bin darrn zu der folgenden Antwort gekomm-en: Wir wrs,en alle auS ^unserer Jugend, aus ^unserer hnitigen Lage, aus unserer Beobachtung, in der Welt ringt das Böse mit dem Guten, und das ist einmal von oben so eingerichtet. Das Ja und das Nein, das Nein.des Ziveiflers gegen das Ja des Erfinders, rS r 3 l -n ma ^ ^ Nein des Pessimisten gegen das Ja de-Z * Nein des Unglänbigen gegen das Ja des Glau- »den, das Ja des Himmels gegen das Nein der Hölle. tizupf' Ihr werdet mir darin recht geben, wenn man oveien Kneg bezeut^et als hervorgegangen aus euvi großen Ver- nnming, und fragt Ihr. Xrxtifc Verneitrung es ist: Es ist dst Verneinung der Eristenzderochügung des dnttschcn Volkes. Es ist die Verneinung aller unserer Kultur. Es ist dre Verneinung unserer Leistungen und unseres Geltens. ^as deutsch? Volk war fleißig, in sich gckkehtt, regsam und nftndensch auf allen Gebreten. >Es arbeitete geistig und körperlich. Es gab aber solch-, die nicht zu arbetten wünschten, sonderir auf chreir Lorbcereu .ausruhm wolltet!. Das warm unsere Feinde Wir kämm ihnen an die Nähbe, mrd zwar durch ersprießliche End- wrcklung. Industrie und Wissenschrft, Künste und Volkserziehunm soziale Gesetzgebung uftv. Dadurch kam unser Volk in die Höhe, und da kam der Neid und vevanlaßte unsere Gegner zum Kampf und es kam der Krieg über uns, die wir a.h rwrgslos gewesm waren,' uud IM. da die Gegner sehen, tvie alle ihre Hoffnungen, dis sie m den früheren Jahrm gehegt habm, trügerisch gewesen sind, wie un'Eve geirvlttgm Heerführer, nach derm Na mm jnit Recht Eure neuen Werr>kitten genannt wurden. Schlag aut Schlag rhn-m vev- setzt haben, nun erhebt sich auch noch der Haß dazu. Meine Freunde, wer haßt? Der Deuffche. der Germane kennt keinen Haß. Wir kennen nur einen ehrlichen Zorn, der denr Gegner einen versetzt, wenn er aber darniederliegt, reichm wir ihm dis Hand voll Sorge für seine Heilung. Ter Haß zeigt sich nur bei dm MlSern, die sich unterlegen fWen. Wenn also meine Lands- bmte betrübt srnd, oder sich darüber wundern, daß ein sv furcht- barer Haß bet unserm Feinden vorhatiden ist, so liegt das daran, baß chve Berechtrungm verfeUt gewesm sind. Ein jeVr, der den Gharakter des Angelsachsen kennt, weiß, was es heißt, mit ihnen m fechten, der weiß, wie zähe sie sind. Im vergangenen Jahre in Mandern, wo unser Heer monatelang einer fünffachen Uebemmcht Mnd bot. habe tch gesagt: .Lünder, seid Euch einxs klar, das ist Sem Krieg wie früher, das ist am Kampf um rmsere Existenz die man uns streitig machm will." Bei einem solchm ^Kampf geht es ^li um Zoll: wir wiffen rricht, wann das Rin gm beendet sein wird, br das wißen wir, daß wir dm Kampf b'.'stehm müssm. Nim. meine Freunde, laßt Euch noch aus etwas Hinweisen, Ihr habt gelesen, was kürzlich in Moskau paffiert ist, die gewalffge Berschwörmrg gogm die jetzige Regienmg. Das pürla- rnentarffch regierte und demokratische Volk der Engländer hat d^ ultrademokratische Regierung, die sich das russische Volk jetzt zu formulierm begornum hat, zu stürzen versucht, weil diese Regierung in Wahmehmung der Jitterfflm ihres Vaterlands dem Bolle dm Frieden, nach dem es schreit, erhallm, der ?lNgKsajchfje aber noch keinm Friedett babm will. So sieht es also >aus. Es ist ein Beweis des Gefühls der Unterlegen^ hert, daß es zu solchm verbrecherischen Mitteln greift. Jetzt kommt es auf die letzte Anstrengung an. Es geht ums Ganze. Und weil unsere Feinde es wis'm. weil sie vor dm deuffchm Hoerm dm größtm Respekt ,habm. weil sie einsehm, daß sie unser Hoer und unsere Marine nicht niederringm köunm, deshalb versuchen sie es mit der Zerfchung im Innern, um uns nffttbe zu machen durch sals che Ge rüch te und Fla u- m a ch e r e i. Das kommt nicht aus den Kreism des de^ttschen Volkes, das sind künstliche Machwerke, aber ein jeder, der auf solche Gerüchte hört, ein jeder, der unverbürgte Nachrichtm in Eisenbahn, Werkstatt oder anderswo weitergibt, versündigt sich am Vaterland. Dm ist ein Verräter und herber Strafe verfallen, ganz gleich, ob er? Graf sei oder Arbeiter. Ich weiß sehr wohl, daß ein jeder von Euch mir darin recht gibt. Glaubt mir wohl, es ist nicht leicht, jeden Tag die Sorge der Verantworttmg für ein Volk von 70 Millionm zu tragm und dazu mehr als vier Jahre all die Schwierigkeiten und die zunehmmde Not des Volkes zu sehen, Ihr habt durch die fteundlichen Worte des Herrn Krupp so- ebm gehört, daß ich von dent Krankenlager der Ka i s e r i tt, meiner vielgeliebten Gattin und Eurer Landesmtstter. komme. Ich bin jahrelang an der Front gewesen, immer so nahe wie möglich, um meinen Truppeir nahe zu sein. Ta traf mich die Nachricht von der Erkrankung der Kaiserin. Ein jeder Gatte unter Jhnm ivciß. was es heißt, werm man so schwere Verantwortung trägt und dann solche Nachricht kommt. Mit Gottes Hilfe ist die Kaiserin wieder ans dem Wege der Besserung. Cs warm dies drei schwere Wochm. Ich bin beauftragt in Erinnerung/m die schönen Sttmdm die Ihre Majestät im vergangenm Jalire hier verlebt hat, ihrc herzlichsten und innigsten Grüße zu überntttteln tmd Euch, Mämier. Frauen und Mädchm, aufzufordern, nicht locker zu lasten — nichts anderes als auf die Sffmme des Gewissens zu hörm und Eure Pfticht trotz der schwärm Zeit zu tun, bis der Friede da ist. Wir haben ein schönes Wort, bas wts die Heilige Schrift zu ruft. das heißt: „Me Svrgm iverset auf ihn, er sorget für uns." Dazu das andere Wort: „Trachtet am ersten nach den: Reiche Gottes, sv wird euch solches alles zufallen." Das soll heißeu daß wir die irdffchen Sor^nr von uns werfen, damit wir frei sind für unsere Aufgabe, tme körrnen Nur Gott gefallen und sei, Herz erweichen? Dadurch, daß wir unsere Pflicht tun Worut besteht unsere Pflicht? Unser Vaterland ftei zn machen. Infolgedessen haben wir auch die Verpflichtung, mit all et t unserers Kräften au^uhalten im Kampfe gegen seine Feinde. Jeder von unS bekommt von oben seine Ausgabe zu geteilt: Tu an Detnmt Hammer. Du an Deitrer Drehbank und ich atif meinem Thrmt Wir müssen aber alle cuff GotleS Hilfe bauen, und der Zweifel, das ist der grösche Undank gegen den Herrn. Und nun frage ich Sudfc ganz einfach und ehrlich: Haben wir beim eigentlich Grund zu zweifeln? Seht doch mal die vier Jahre Krieg an, lvas wir für gewaltige Leistungen ücuter mis haben. Eine halbe Welt stand qtam urS vnÄ «che ve treuen A?rbündeten. und jetzt hder erste Sekretär der deussckxn Botschaft Prinz- Stolberg, der sächsische Gesandte von Nostitz, der Legationsrat der bayrischen.Gesandtschaft von Hoffmann und Vertreter der Wiener Presse. Im Verlaufe des Mahles erhob sich Dr. Piper, um für den gastfreundlichen Empfang in Wim xu danken. In ebenso 'geistvoller wie formschöner Rede gab er seine Charakteristik des Lebens ,der Stadt Wien, wie es der Norddeutsche empfindet. Er schloß mit einem stürmisch aufgenoan- knenen Hoch auf die Stadt Wien Bürgermeister Tr. W e i ß k i r ch - -rer dankte dem Vorredner nNd fügte ymtzir: Der Geist der Neve von dem der Vorredner gesprochen habe, habe sich in den Werken der Kriegsfürsvrge geäußert, die besonders in der Presse dre größte Unterstützung gefunden habe. Hierfür sagte ber Bürgermeister seinen herzlichen Tank. Mit (der Bitte ie Ptzoduktio-n der englischen Schisfswerften lumachbeiligt worden Aus dem Reiche. Ein neuer Wahlvechtsantrag im preußischen Herrenhaus. Berlin, 11. Sept. Im Wachlrechtsa usschu ß des Herrenhauses wurde von konservativer Seite an Stelle eines zurückgezogenen Antrages ein Antrag auf Abänderung des §3 der Regierungsvorlage eingebracht, der in feinem wesentlichen! Bestimmungen lautet: Jeder Wähler hat eine Sttmme^ rn einer .Berufsgruppe. der er nach seinem Hauptberuf im L-rune, uet Berussstattstik des Teutschm Reiches angehött. Es werden sechs Wähler-Gruppen gebildet: Gruppe 1: Selbständige aus dem Bereich' der Landwirtschaft, Forstwirtsck)aft sowie der Fischers Gruppe 2 umfaßt den Rest der in Landwirtschaft, Forsttvittsckmt und Fischerei Tüttgen. Gruppe 3 umfaßt selbständige aus Industrie und Handwerk. Gruppe 4 die Selbständigen aus Handel und Berkehr. Gruppe 5 alle übrigen Angehörigen von Industrie, Handel und Verkehrs Gruppe 6 die Beamten und fteien Berufe Tie Zahl der Mandate wird folgendermaßen verteilt? Gruppei 117, Gruppe2 41, Gruppe3 89, Gruppe4 49, Gruppe5 99, Gruppe 6 55 Abgeordnete. Für jede Wählergruppe werden unter Wahrung der Provinzgrenzen Wahlbezirke abgeteilt, deren jeder tunlichst die gleiche Zahl in der betreffenden Gruppe Wahlberechtigter umfassen soll. — Ter Minister des Innern sprach sich grundsätzlich gegen die Annahme des bernfsständischen Wahlrechts aus und legte Ungleichheiten dar, zu den-en das im vorliegenden Antrag liegende System im einzelnen führen müsse. Von mehreren Seilen wurde erneut dev Wunsch ausgesprochen, daß die Regierung lveiteres Material zur Prüfung der Wirkungen des Benifswcchlrechts beibringen möge, da man im Lande erwarte, daß diese wichtige Frage gründlich geprüft werde. Von aacherer Seite wurden schwere Bedenken gegen den Antrag geltew> gemacht. Tie Verhandlung üLr diesen Gegenstand wurde nrcht zu Ende geführt. Nächste Sitzung Donnerstag 11 Uhr. Karl Peters t. Braunschweig, 11. Sept. (WTB.) Dr. Karl Peters ist, wie die ^Neuesten Nachrichten" melden, gestern in Moltarb bei Peine gestorben. Die Beisetzung erfolgt in Neuhaus (Elbe). Aus Hes?sn. I. Darmstadt, 11. Sept. Der Krieg sausschuß der Zweiten Kammer tritt am Donnerstag den r9>. September zu einer Sitzung zusammen. Auch der Freitag ist für die Beratungen noch in Aussicht genommen. — _ I -- w- «™— .«.I .. Aus Stadt und Land. Gießen, den 12. September 1918. /** Amtliche Pers on aln achri ch te n. Der Großherzog empfing zum Vortrag : den Staatsminister Dr. von Ewald, den Minister des Innern Dr. von Hombergk zu Vach, den General- Adjutanten General der Kavallerie v. Hahn und den Kabinetts-^ sekretär Tr. v. Eiff. — Am 6. September d. J.ttvurde Adcmk Feick aus Schlitz von: 25. September d. I. an zum SchrcibgeHilfen bei dem Finanzamt Wlottns I ernannt. ** Auszeichnung. Ter Gesrette Wilhelm Nonnen- broich, Sohn des Zugführers Michael Nonnenbroich, Liebig- straße 70, wurde mit dchn Eisernen Kreuz- zweiter Klasse ausgezeichnet. Tie Hfisrschp Tapferkeitsmedaille erhielt er bereits früher. ** Die hiesigen Wachen markte beginnen von Samstag dem 14. September ab morgens um 8 Uhr. ** Lebensmittelkarte n-Ausgabe. Die Ausgabe der Brot-, Zucker-, Nährmittel- und Seifenkarten erfolgt Samstag den 14. d. M. (Näheres im Anzeigenteil. **Wohltätigkeitskonzert. „Bezaubernd rst die Klange schönheil der beiden Sätze. Mit einigen Horngängen, hie und da einen kumen Klarinett- oder Oboe-Solo auf der einfachsten, natüv- lichsten Orchester-Grundlage gewinnt Schubert Klangwirkungen- die kein Raffinement der Wagnerschen Jnstttim u ttierun i ermcht." So' schließt Hanslick eine br^isterre Beipre-chnug rer U-moll- Symphonie von Frcurz Schubert, ^ie am Freitag das Konzert eröffnen soll. Mer auch die beiden andern Orchestervorttägei „Las Preludes" von Franz Liszt und Richard Wagners einzigesj „Großes Vorspiel zu den Meistersingern von Nürnberg" machen für sich allein den Be'uchi des Konzerts lolfaend. Konitte Hanslick vamals Wagner und seinem Werk noch nicht gan^ gerecht werden, so wissen wir nun längst, was uns dieser Meister geworden ist ümb Franz Liszt, der zu Wagners Lebenswerk fleißig Bausteine mit herbei getragen und emsig mit geschasst und -gestritten hat, verdient auch einen Apteil Tank des deutschen Musikfreunds. Zu empfchlen ist cs, sich rechtzeitig mit Karten zu versehen, da der Dorveickauf äußerst rege ist. Bllöer von der Donau und aus dem bayerischen Wald. n. Der Morgen war naß und frostig, graue Nebel verhüllten die hohen Bergregionen, und mein Wcmderplmr mußte geändert werden. Tie Arberbachschlucht, durch die ich gern hbiaufgestiegen wäre, fordert. Um die Kaskaden der Bache zur vollen Gelttmg zu bringen, Sonnenblick. In ösllicher Richtung erstieg ich die Höhen, die wie breite Waldschemel dem Arber südlich vorgelagert sind. Es fiel mir schwer, mich von dem malerischen Anblick des 5kirchleins urrd den Häusergruppen von Bodenmais zu ttennen, als der Weg oben sich in die sanft steigenden Windungen verlor, auf denen man nach drei Stunden das Dorf Rabenstein gewinnt. In der Gemarkung von Bodenmais erklang noch das trauliche Glockengeläute weidender Rinder: wenige Minuten später umfängt dich eure Waldeinsamkeit schauriger Att. Riesenhafte, düstere Taimen ringen in schier undurchdringlicher Wildnis von Gesträuch mit ebenso gewalttgen- himmelhochstrebenden Laubbäumen, die bis zur halben Höl^e von Kletterpflanzen umschlungen sind. Ich fand hier, nahezu 1000 Meter hoch gelegen, urwaldartige Stellen, wo man kaum drei Schritte weit ins Innere blicken konnte. Im Gegensatz zu dieser Waldwildnis stand der geebnete Weg, der hindurchführte, häufig auf Abhängen, bald llnks, bald rechts die Geländeschwierigkeiten umgehend. Dem Reichtum der Veaetation wird durch die Axl der HolzhSucr, die ich an einigen Platzen bei der Arbeit sah, nur geringe Einbuße getan. Raben st ein liegt an den hohen Westabhängen des Regentales, dessen sonnige Gefilde mir entgegen- leuchteten, als die Wucht der Waldnatur beim Mstieg zurücktrat u ) ich nach einer überraschenden Rechtsschwenkung des Weges die ersten Häuser erreichte. Das Torf wird als Sommerfrische viel ge- nanrtt und gelobt, ist aber bei weitem nicht so idyllisch in dio Wunder der Gebirgswelt eingebettet wie Bodenmcris. Am Wald- rcmde lächelt ein kokettes Bauwerk herab, die Vllla Rabenstein, die einige Städter ausgenommen hat, zu deren Versorgung wohl die Lebensmittel bestimmt sind, die einige mir auf dem Talweg begegnende Landsrauen hinaufschafften. Tie „Stadt" Zwiesel, der ich nun im weitgeöfftketen Tal« entgegeneilte, liegt allen Lockungen der herrlichen Gegend nahe, besitzt aber selbst keine besonderen Stimmungszauber. Ter langgestreckte Stadtplatz mit einem Kriegerdenkmal zeigt derb gefügte Fassaden. Tie „Frequenz" ist, wie es sich die biederen Leute wünschen, beinahe gleich Rull. Freundlichkeit und gute Bewirtung fand ich jedoch auch hier. Als ich am nächsten Morgen das dicht bewaldete Regental aufwärts wandert?, war der Himmel noch stark bewölkt. Nach anderthalb Stunden bog ein Pfad von'der schönen Fahrstraße ab über das kristallklare Flüßchen, und der Ausstieg zum Arber begann. Schon in Friedenszciten drangen wenig Menschenlaute hierher. Weit und breit keine größere Stadt, selten verloren sich Neugierige aus der Ferne in diese O^renzlande, die man hinter den zahlreichen Naturschönheiten Bayerns vergaß. Welche weihevolle Stille mm heute! Aus ttefen Abgründen stiegen in dichten Scharen die halbnackten, rötlichen Riesen des Waldes herauf, Ungetünce, die aus dem Tartaros sich emporsehnen. Manche liegen, wie tote Helderr, vom Sturm gefällt, über Felsen und Schluchten. Wie ein traurigeck Lied Omans liegt es vor meinen Sinnen, finstere Visionen aus. dem erbarmungslosesten Kriege flattern aus — dann rührt es sich über mir im Gesträuch, und aus einer milderen Schwermut dahingehaucht, erscheint mir über dem hohen, felsigen Hang das Bild halbversteckter Knaben, die den Beerenreichtum pflücken, der dott oben auf weite Strecken in seinem satten Blättergrün überquillt. Ich dachte an keine Grenzen dieses Reiches von „tausendstimmigem Schweigen", als die Szene schnell wechselte. Ueber der schmalen Oeffnung des gerade vor mir binziehenden Weges erschien plötzlich ein metallisch glänzender Streifen, der sich nach wenigen aufsteigenden Schritten vergrößerte, bis die bewegte Fläche des Arbersees vor mir lag. Eine hohe Seewand und steil abfallende Wälder umschließen das lautlos spielende klare, bald grün, bald bleifarbig schimmernde Wasser. Eine Atmosphäre stiller Feierlichkeit webt und waltet hier, ein Gralssriede, in dem man nnwlll- kürlich die Stimme dämpft. Mich lockt heute der Berg nicht mehr, zumal die Spitze im Nebel steckt; eine halbe Stunde wandte ich am Ufer, verfolge in schattigen Winkeln die Seerosen, die dort herrlich; auflenchten — und schließlich menbe ich mich auch dem Seehause zu, in dem man überraschend gut verpflegt wird. Ta hkiben sich'S denn auch etliche Gäste bequem gemacht, die hier übernachten wollen, zerschneiden Pilze und freuen sich der Beeren, die sie cre* sammelt haben. Der Wirt gewährt weitgehende Hausvechte; einige Robinsone, die sich für mehrere Tage hier angebaut haben, holenj sich aus den .Kiichenschränken, was sie gelüstet. Ich weiß nicht, warum ich mich rasch entschied, noch am Abend hinabzusteigen nach Eisenstein — war's die Scheu, die ungeschriebenen Gebote zu verletzen, die Heimlichkeiten des Bergsees am Ende wie jene Schubladen zu durchsuchen? Auf steilem Fußweg ging es durch Wälder, dann über leuchtende Matten, von denerr die Ristder zum abendlichen Heimgang in die Ställe der Arberhütte getrieben wurden, nach Eisenstein.^ * In dem bayerischen Grenzdorf fanden sich einige Fvemdcn- nester, da zwei oder drei Gastwirtschaften dort den Ruhm wohl- bestellter Küchen genossen. Eisenstein ist herrlich am Fuße des großen Arbers gelegen, beffen fratcraitiger Felsengipfel die ganzq Gegend majestätisch beherrscht. Friedliche Herdenglocken schallen von den an den Waldrändern hängenden Weideplätzen ins Tal, und ein Teil des Dorfes liegt auf der dem Arber vorgelagerten Höhe zerstreut. Was jedoch den harmonischen Einllang etwas abschwächt, das ist die Einmündung der Bahn in den Grenzbahnhos, der mit den ihn umgebenden Beamtenhäusern auf einer bevorzugten Höhenstraße des Tales liegt. Tiefes zieht sich in nordöstlicher Richtung nach Böhmen hinein, rmd dort oben, wo ihm ein Bergriegel die WejndiUlrg nach Wesüin gibt, liegt der traulicher als sein L- ten und Abgründe, die man. ivie der Alpenjäger, auf „zitterirdenr Steg" überschreitet. Unten im Talkessel liegt, rings von Tannen umgeben, der Teufelssee, der wie ein geheimnisvolles, düsteres Naturange fragend zum Himmel aufblickt. Adalbett Stifter hat in feirren Novellen diesen nabelieg-nrden Vergleich her^naezoaen und noch in Einzelheiten kunstvoll begründet. Auf der genannten Teufels^ waird umgeht man den See in einem Halbkreis, wonach man beim Abstieg in kurzer Zeft den Schnvarzen See erreicht, der in einer romanttschen Hochwaldmmrahmung am seinem Gestade bei einer lleinen Schenke dem Wanderer eine stimmimgsvolle R"st gewähtt. Freilich sind die Preise in Böhmen unter einem verkc.-ttcn Politik scheu System auf einer schier unerschwinglichen Höhe angelcmgt. Ti« deutsche Bevölkerung darbt und letbet besonders hart. Blasse ''nder kamen oft über die Grenze herüber und baten um Drot^ und das eisgraue Mütterchen, bei dem ich einige Tage wohnte« wußte sie beim Namen zu nennen und jammerte darüber, wie sie ihr früheres blühendes Ausselren so gänzlich verloren hätten. Ins den Wäldern fand ich die märchenhaften Mbilder der 2lamut alten Zeiten, in dürftige Lumpen, mitunter in nicht viel mehr als etn| schmutziges Hemd gehüllte barfüßige Holzsammlerinnen mit ihren Kleinen. Dem Völkerzwiespalt ist es wohl zuzuschreiben, daß man ' da drüben meist finster und ohne Gruß aneinander vorüberzieht.... I.-Darmstadt, 11. Sept. Kesbern fand im Hofthcater die Aufführung von ShakespcareSSturm statt, zu der Weingartner eine neue Musik geschrieben hatte, welche völlig auf den Tvn des feinen MärcheTllustspiels gesttmmt war und nirgends vordringlich übenvuckrerte.^ Sie dürfte^ manche Bühnenleitung reizen, den „Sturm" wieder in ihren Spielplan aufzunehmen. Inszenierung und Darstellung waren geschmackvoll und ansprechend, hätten aber vielleicht noch mehr dem Mädchencharakter des Stückes gerecht werden dürfen. Sch: rci'.M. waren T8 cze tec Ny i pH n und Schnitter, einstudiert von der neuen Tanz Meisterin Fernande Robertine. — Die „Danziqer Glocke" in Krakau. Eine knnsilertsch, wie auch kultur- und münzqeschichtlich wettvolle Erwerbung hat das Nationale Museum in Krakau aemacht. indem es nach einer MilteiluugderWienerWochenschrift, Po en"die sogenannte „Danzige'' Glocke" ankau'te. Diese Glocke ist nicht vor» allzu große,n Uursange, hat aber eine anunrtige und regelnräßiae .' 0 rnr und ist am oberen Teste mit einem Orameute von Akantbusblättern und Früchten bestens verziert, die von zwei Engelchen getragen ssnd. In der Mitte des Feldes sieht inan auf der einen Seite die Madonna, aut der andern den arsterstandenen Christus, und zwischen den berden ftins Rtedaillons. Es sind ein kleines Dledaillon mit der Büste des schwe- drschcn Königs Karl XI . eine runde Plakeite ohne Inschrift, die zivei Juden darnellt, die eine Weinrebe aus dem gelobten Lande bringen, ein Medaillon mit deutscher Inschrist zur Erinnerung an die Glockentause vw 18. Iahrh ndcrt, ein Medaillon znm Andenken an den Friedensschluß von Oliva (166')) und ein Medaillon mit der Ansicht der Stadt Danzig vom Jahre 1653. Oben zwischen dem Ornamente und den Jestons ist die Inschrift zu lesen: „Sit nomen Domini Benedictum Me fecit L. W. Gedan. Auno 1745" (Gelobt sei der Name des Herrn. Mich schuf L. W. Gedan 1745). Nr. 214 Zweites Blatt Ans Stadt und Land. Gießen, den 12. September 1918. ** Stadttbeater, lieber 6t>Ma Herzig, die am Sonntag ten 15. September tm hiesigen Stadttheater einen einmaligen Tan'z-Mend veransialtet, dürften einige Pressestimmen von Interesse sein. Es fcfircibt das Mamrheimer Tageblatt vom 18. Februar l918: Im Musensaal zeigte am Samstag abend Sylvia Herzig er svri'iRings-Mo iiv-e chon Grieg und Stranst nmr von sonniger .Heiterkeit ^inspiriert, der türkische Tanz, lvon ''0uninch ein seines onenlalisches Gliederspiel, der Schleiertmz nack> Latalani) ein ätherisches Qtoebc mrs Anmut und vornehmer 8uck't der Gebärde. Mit besonderer Spannung sah man dem ..Radetzky-Marsch "entgegen, dem Sylvia »Herzig — der Nativ natttar des Komponisten entspreckvnd — bei aller chythimischm Bestlnrmrbert ern geschmeidig-lyrisches Gepräge gab, im Gegen- Iatz zu Harmelove Ziegler, die dem Straus;sehen Marsch eineni direkt.preußu-ckem MilitävqAkzeitt aufdrückt und dementsprechnid ^n eigentlichen Knalleffekt in der chythimischcm Straffheit sucht und pndu. { interzeit. Die Sommerzeit endet am Montag, den 1b. Leptember, vormittags 8 Ubr. Um 3 \Wr m-tbm die öifent- heb dbrachlen Uhren auf 2 Uh - ziftrückrest llt. Bon d:r hiernach am 16. -Leptenrber doppelt erscheinenden Stunoe von 2 bis 3 Uhr ^mittags wird die erste Stttnde als 2A, 2A 1 Min. usw. bis f A ^ zweite als 2B, 2B 1 Min. ufw. bis 26 59 Min. gezeichnet. Zur Ueberleitung in die Winterzeit treten am 15. und . '^bternbeT Aenderuuqen in den Absahrts- und Ankunftszeiten enrzelner, dem Personenverkehr dienenden Züge ein, die von den ^ftuoahnverwaltungen besonders belonntgemacht werden. Landkreis Gießen. Sept. Der hiesige Zweigverein des Bogelsbcrger Doy en klu bs ist dem hessischen Landesverein für Krieger Heimstätten mit eurem jährlichen Beitrag von 15 Mk. als körperschaftliches Mit glred bergetreten. Lollar, 12. Sept. Landsturmmann ?ldam Kühl aus setzen wurde mit den: Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. Kreis Büdingen. # Budinaen, 9. Sept. Das Eiserne Kreuz erhielt der Wahrer Ludwig Klein. — Kefenrod. Zum Unteroffizier be» Ordert wurde Lehrer PH Menzer. — H imb a ch. Das Eiserne Kreuz erhielt der Landsturmmann L. M ay. — Ortenberg. <>uvi Leutnaitt d. Res. befördert wurde der Bizefeldwebel Otto ® r £L? *Dübels heim. Den Heldentod erlitt der Fahrer Wilhelm Adam. — Nidda. Zum Sergeanten befördert nmrde der Unteroffizier Albert Bölzing. — Selters. Seinen bb. Geburtstag feierte in körperlicher und geistiger Frische Bür ME«-«»» «Seneral-Anz°!g°, für Vd-rheA n. Ooimmiag, 12. September W8 F$r IfaSk ä um bW’tw? SÄÄ Früh-r Mete Wut WteLuu^f4OO_5 6 O0^Uti* ** * ^ Ruten grotzcrc Landstreckcn bereits unter W-ssn uw, Sri-,», «ssr w» SmtttÄ Oefstn-Nassau. r- f / U ' rt t, ü ' *?*' n - Sept. Dem Maler Professor Dr Nsk ^ I0tE ^--rorden brütet O r 1J1 7 T 1 ^ Ende Mai 1918 zufolge erfordert das Ättttt 10 99g Pfd. Mehl. .98161 Pfd Bvbum 734 Mb NrÄ' 466 Pfd. Gerste und 573 Pfd. Getreide Trotz' sGäriüöc ^I?uq^4?037^äute Es gelangten Mr umfaßte «00 Schweine und 700 Schafe. Durch Haus- »chlachttmgen deckten 6600 Personen ihren Bedarf ein. Die Milch- 'Ufuhr hat sich von 31 208 Litern im Dezember täglich auf 43 213 Mm gehobm. In sechs Monden ^^kamen ^ auf den L' ?^eilung. 120 000 Zenmer Speisekartotfeln konnten mcht emgedeckt werden. Fett wurde in den 26 Wochen 1640 aus^gegeben, gegen früher eine wesentlickO SSfS'^SSSn'VS'uSJ,?, - ß« ÄÄi,1* Sss S£Ä‘"Äf*E ÄI fe „Ä 40000 Mark ICin die Hände', X mSrÄ’«! 3 (monwmmm wurde. Auf die Ermittlung der MaL^GVnnn^aÜ^ Trebe setzte der Bestohlene 1000 m , s «fSÜSi,' Mörder des PEreidieners Giebe t m-rSL bett ^ußisch-lippischen Grenzwäldern nnirde, verhaftete man den Fabriknrberter Friedrich Srekmann -ms Asperhcide. Kn nettst Gnd sich eine Partie Patronen, die genau der ab- g-lckwsieneu gleichen, ferner cm Mündnngsdeckel mit gleicher Nummer wie ihn daS Mmdgewehr trägt ^ ^ Weilbnrg, 11 Sevt. Tcm Aktuar Robert Krause ! wurden zu Rr. 307 859, wie der „Reichsanzeiaer^ per- °mn^ t^i 6»^ erteilt. Nach den amtlichen ^Unterlagen es sich um die Erstndimg einer automatischen Vorrichtung 'Zwaichme», die den Papierschlitten selbsttätig sowohl am Ende W Bor Tas^Mi^- f ^^uviolett und in Kupferdruck ausgeführt. Brustbild rinrr m!? G l ”f 0 t l a rm auf dunklem Grunde das mffCTJS Kaiserkrone und Eichenkranz beschmückten Ger- 9 "siillt Ter ^Vvalen Rahmen ist mit Eichenlaub Tiefe k Qt Zuschrift „Deutsches Reich". 1 IVa 2 15/ 3 ^Itrerbcn un Werte von 10, 20, 40, 50 ff.; 400 mb‘ ’50ri 2, ’Jt' p 4 ' 10/ r l0, ^O. 25, 50, 100, 200, 300, beroeSm w? naben in drei Gruppen Hf ',®J € in . Bild und Druck verschi eden sind. Bis zu 50 Pf und bWn rot,, bla,i, ^iv rml'itin, ^ ,-r un ^ 'O Millimeter groß Auf der b?sm -E°vsf der Germania Etemvel- MiX? ^ ie Marki n ftnp braun, grün violett rw Sibmf KÄ Unb sllbergrau. Xic dritte Grupps von 10 Mark an !S Ä"ÄSSf*Ä5S Letzte Nachrichte«. Se * neuest- Bericht der Heeresleitung. Trotzes Sauptquartier. 12 . istjitctnJb. Westlicher Kriegsschauplatz. ^rdbstlich Bixfchoote wurden Deilangriffe bei Ar- ZeSn üm 2a dnssee-Kamrl Vorstöße"^ Müdes er®" den Kampffwnten entwickelten sich während des unter starkem Feuerschutz mehrfach Jnfanwriegefechte !-lr Gelände unserer Stellungen. Am Abend heftiaer Ar- »egen oen zeanaiabschnitt Marauion— Havnnoourt yorbrach)en, scheiterten vor unseren Linien Auch zwischen Arleike und Aisne nahm das Artillerrefener am Ä 6 Jn^nteEiL bliep ?wr^ ai U B^deldkämpfe beschrankt. Auf den §^ibrn norü- ostlrch von Fismes wurden französische Teilangriffe abge^ FwittSin'den' m%T Satmt m ÖfI ^^ingischen Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Le MuAr ^lenschaltn^ se« bewirttund durch eine Zählvorrichtung die geschriebenen Zeilen aufzählt Ter ITinP LVrtm ap v ^ ^ - rr\ rr> — rum WH- 'r 11 f ^O. Sept. Das etwa 1506 Morgen Ackerland und Wald haltende Rittergut Falkenberg bei Hom- ^ aUt dreis von eineinhalb Millwnen Mark an den Freiherrn von Riede el über germeister Heinrich R u p p. m-uil Der Nachtwächter Kühn aus Geist- .iwoa, der des M ordes an den Köchinnen Lutz und Enders in dem Himmelsvamer Tagewerk bezichtigt wurde, ist aus der Haft ent lallen. Dagegen wurde ein Heizer als der Tat verdächtig fest genommen. Kreis Schotten. x^m< 2 ^o"en. 9 Sept. Zur 8 Kriegsanleihe wurden in den Volks- und Privaftchulen des Kreiles 63656 Mk gezeichnet der der steinten waren es 43 137 Mk. — Sein 25jähriges'Tienst- Mbttaum beging der , hiesige Stadt- rmd Polizeidiener Hieinrich Ffi?» £?* Eiserne .Kreuz erhielt Otto wurden ernannt Johannes Rupvel V. und Heinrich Günther I. - Meiches. Heinrich Weber, Hannes Lerch, Johannes Hedrich IV., Christian Eifert Johannes ßfton ha l s III., Heinrich Döring III. mid Kaspar ^^.uernagel III. wurden als Ehrenseldschützen ernannt und Starkenburg und Rheinhessen ^ ...^Darm sta dt, 11. Sept. Die 74. Jahresversammluna des hemichm Gustav. Adolf-Ver eins fand am Dienstag'statt u?ter bcmJBomR vonKtrchrnrat Dr. Tingeldey Sie bewilhate für außerhessische 15000 Mk erbatt d^uachstiahrlge Korrftrmandenspeude, Hütteli. ^ ^ n , € ^ ^ Pflegegemeinde ausgenommen. r -v^-.®\ m bsbeim, 11 Sept. Eine richttge Jagd auf '-'I'&'Ä ^ €lt J n unserer Gemeinde statt. Nachdem für !>.e Pfirsiche für dre vor dem Krieg 6 bis 8 Mark für den Zentner st? S, g - nn bn Pstrsicherute 88 Mark für ^ Zentner, also eine Preissteigerung von über tausend Prozent angesetzt wurde ist in wemgen Tagen der Preis der Pftrsickn mik ^Ä-.^'/?rtner gesttegen. ^i den außerordentlich ümsaiw 6'bt die Einnahme schon allein ich u^ ;erem Ort in die Hunderttauftnde. ^ E^d-d^ninz, 11. Sept. Die Befürchtung, daß mit dem Gemüsepreise die Gemüse sofm-t luiebn »om Markte oerAwiuöen würben, hat schm schrofssteu Form ishre volle Bcltatisimq gefurchm Tu die tortiejür Deistkraut und Wirsing soL für Rotkraut um eiZao Pfennige vco Pfund herabgesetzt Imirden. so bonkottiettcu die Cw° ^ “i 1 * crvEen Oirwaltmittel einfach .meder den Wvch-nmarkt. Wer h-utt, nach Kraut oder Mining auf dem «oin,n l 4 '“" hElt i Fam - mtI * aiIT scine Rechnung. Nicht ech Exemtzlor der gonannten Gcmuseatten war »u sehen, während bisher hierin Nicht oer geringttr Atangel herrschte. Tiefes Gebaren mun um 10 eher veibittern, als doch der Preis von 18 Pf pro Pfund W-ihkrant (bisher kostete es 24 Pst, für die jetzige Zeit wahrttch Aipchliche Nachrichten ,.Z>s.°elitilchc «cligl°nrgeme!nde. Gottesdienst in der Stmagvge ^duh-Anlage). Samstag 14. Sech. Vorabd.: 7.30; nwrq.; 8 30- abb3.: ^ bO ix.^8 30. — Israelitische Religionrgesellschafl. Sabbat- Mer am 14. >Lept. Freitag abd.; 7.00; Samstag vorm : 8 30 P^d., nachm.: 4.30; >L>abRltausa.: 8.30: Sonittaa früh- 6 00- 3 s°° ; ^utaglS.SM. ^er innungfäß kraß: Ä; S 3 : : 6m : St, “ 3 * ' : 7 - 19 - W-ch-ngottesdienst; vermischtes. Der Neckar-D-onaukanal. K.P Stuttgart, 11. Sept. Ter badische Minister des Innern Freiherr von Bvdmaun besiMgt zur Zeft mit d-m Württembergs^,, .Minister dg- Innen, Tr? v Köhler die Gooßschifsahrtswcges von, Neckir zur -vua"^ D« für dre Terlnehmer, unter oeucnr sich auch der grosherzoglich badrsche Olrerbaurat Kupferschmied Präsident ^lÄ^^^^^ru^rat Schule befinden/führt i*U Düy Frl^tal über dre Alb nach Ülm, weiterhin durch das Breu^ Kocher-,und Reuztal uo-er Herdeuheim, Ahlen, Gmürw, Göppina^n ro ° Großschiffahrtsweg über Mar- b^ch, Derlbronn bis zur Landesgrenze verfolgt wird Im AnsMuü btl sMA’ * ä ittBÄ« ^cgenzm, in den Wembauorten Wawern, Cönen, ^an^m betroffen. Schwere Steine, Geröll ^^.lirose Massen Erdrerch mit sich führend, riß das Wildwasser 5 !^ aß- metertrete Grälen und vernichtete ganze Weinstockzerleu Ub^am Fuß der Berge wurderr mft Flözsand überschüttet' In derr Hausern .stand das Wasser bis ein Meter hoch Seft witt^'" nicht^ muntert rnan sich in den Dörfern iolchn Ge> P üba »tKr W. Sept. Der deutsche Kaiser hat zum Andenkeir an fernen Besuch am 25. September v I der Swdt Vt^r L ^ prachtiße Base, ein Kunstn^erk der- Bcr lrner Konrglrcheir Porzellanfabnk, zum Geschenk gemacht JL 1 ? e k?J£ € K u 50 <° ^ark. Eine Marke zu 500 Mk. Sit hergeftellt.und demnächst ausgegeben. Drejes wertvolle Stückchen Paprer rst mcht größer als 5 Ztm. hoch stemo^lma?^» ^^4 der höchste Wert von Grundftücks- stempelmarken, mrt denen Abgabebetrage bis zu 1000 Mk. entrichtet Die ernste Lage der deutschen Zeitungen. tembce lWTB. Nichtamtlich.) Am 11. Scv- U r I Berlin eine allgcmeineZeitungsver- lepmet oramlung Statt, die, vom Verein Deutscher ^ungsverleger einberusen, sich mit der infolge der Kriegs- vcrhaltnrsle immer schwieriger gestaltenden Frage der Zei- tungspaplerprcise und der.Haltung der Reichsrcgierung in der deutschen Tagespreise beschäftigte Schon der Befuch der Veriammlung, in der über 1000 Zei. tungen aus allen Teckn des Reiches vertreten waren, legte Zeugms ab von der Bedeutung dieser Frage. Das Ergeb- >1^ der erngel^nden Verhandlung ivar nachfolgende Ent- men wurde^ ^ mtt “ £ " ält>ei Stimmen angerwm-- Die deutsche Presse befindet sich in einer ernsten SVir* gskästen drohen den Höhepunkt zu erreichen der nicht werden darf, soll nicht die allbewährt'e, historisch gewordene -trufhil- der deutschen Presse zerstört werdew Wiich fc? ^ U ? ,lb J. tei ^J^ U Belaumrg nicht Einhatt geboten so fam. bic Prei.e ihre wrck>.rge vaterländische Ausgabe nichtmekn? ersüll^r au Verbreitung mrd Einfluß Das wiMgste rungsmittel un)erer nationalen Interessen wird 2S ffi 1 |degl. W-mn hier vom Reicks mckst eingegriffen wird, so sind die uttmgen gezwungen, entweder ihren redaktümellen Teil bis zur ftrkrmgslongkeil emzuschränt'en oder den Bezugspreis in einem Umfange zu erhöhen, der dem Volke, für das die Zeittm^en?^ wewntlrche geistige Nahrung sind, unter den heuffgen V^M^ msftu unmöglich zugemcttet werden kann. Gerade je&t ntizm bfe nerhanLstiisvollslcr Wirkung für das ^ttmts^m Vä ist .deshalb ein nmumgänzliches Erfordernis d^ß die regierU7rg, wie bisher, dafür Sorge trägt^deLschen^ZeLL vxchwi^ unerträglichen Belastung durch die PapierkostQl zu ^ Eine nordische Königsznsammrnkunst. .^H^uhagen, 12. Sept. Anläßlich des Geburtstages des Komgs am 26 iDevtember wird hier die nordische Kör^ias^ zusammenkunst stattffuden. Ter König von NEgen Lifft bereits am 25. September ein und verbleibt bis zum 27. während e? ^Äb.'Uru L>chmeden am 26. September morgens aus einem ''TL' 61 *?? * UIt ^ 3 ^5^ n % gen uvch am gleichen Abend verlaßt. Die Zeitung „Börsen" bemerkt yii diesem Besuch T-st ^fummeiikunst der Staatsoberhäupter der nordischen Reiche Epischen .Cyarakter haben. Sic wlcrde nur durch Geburtstag König Knstians veranlaßt, jedoch gleichnwhl einen ^ herzliche Einverständnis he* fe^r bi^ d}ai die Regierung der^" Großfeuer. Pose^n, 11. Sept. Heute nachmittag gegen 3 Ubr brach E Berliner Tor gelegenen Teil der Königliche U^d^ff? f Ö JUT Z/'t das Festungslazavctt 4 Ker^S befindet, Feuer aus,^das bet dem herrschetiden starken Wind in kurzem den^ ^ailzen ^achßuhl cinäscherte. Der große Fesffaal mit kst baren ^«ken- mid Wandgemälden dürfte durch die starken Wauermengen ebenfalls zerstört sein Tie in dem untergebmchten KüaMm wurden in dem qegenüb^rheSSfS Äf § unlerg^bracht. lieber die Cmtst ech^ursac^ i?Lh Jgg wzmmu^m uwp $pab^)ame lieferunciwacem \ - -J m ^' k- jiaTuXxUny'rnJ \ HÖCHSTE lEUTUNCtFAHI&KEIT JI^ iPEZIA&AUWÜHRUNCEM FÜR JEDE BRANCHE W-itwon- ü itb Äuifengelb für H rnterbNe- WUrdiö mit dem Eisernen fflrew» 1 ©Taffe ttnu 1 ?. n Militär Person«iu Den KriegSwitivengeld oder Hess. MegSehreAzetchLn. m Eisen crisen geld beziehenden Hinterbliebenen von Militärpersonen der Unterklassen sollen mit Rücksicht auf die außerordentlichen AeuerunasverhäUrüsse Zuschläge zu den erwähnten Vcrsorgungs- «ebühnnssen gewährt werden. Diese Zuschläge, die vom 1. Juli ü.918 ab nachtezahlt werden, betragen allgemein für die Witwe 8 Mk. für die Halbwaise 3 M. und für die Vollwaise 4 Mt. im Monat. Waisen, die das 16. Lebensjahr überschritten haben, erhalten keinen Zuschlag. Kriegswnlwcn und Kriegswaisen, die Flunilieiumlerstützung beziehen oder lvährend deS gegenwärtigen Krieges bezogen^ haben, brauchen keinen Antrag zu stellen. Sie erhalten den Zuscl-lag ohne weiteres gegen Vorlage einer Bescheinigung über die gezahlte Familienunterftützung von der Postkasse E) Kriegswaisen, die keine Familienunte i stü io ng beziehen oder während des gegenwärtigen Krieges bezo.)en haben, werden Zuschläge cmf besonderen Antrag beim Vorliegen eines Bedürfnisses bewilligt. Die Anträge sind an das für den Wohnsitz dos Antragstellers zuständige Versorgungsamt z-u richten. Das gleiche gilt für die Hinterbliebenen aus früheren Kriegen. Kreis Schotten. e. Ulfa, 11. Sept. Der Unteroffizier Otto Eifer, Inhaber tcs ferner rK^i;es 2. Klane imb der Hess. TapferfeitsmedaMe. dein Kreis Alsfew. ■J?' ^ fr r%7 f CT V W. Sept Ter durch seinen Forellen- rerchtum bekamtte Fischbach wurde auf weitere 12 Jahre verpachtet Ter setthcrrge Pachtpreis von etwa 200 Mk. stjeg auf 510 Mk^ Starkenüurg und Rheinhessen. T. .3. Tarinfladl, 11. ^reUk, Ärv^lierÄnain fu betvacht der Uedeüafdmg der Post auch m dresem^ y,* telogra^rijm pi ihren, <>W>utt«t!S am 17’ b. M. abz>u, nmn che karrubxmgen wünschen werden gebeten, sich des im Hos. marMllainl am 1b. und 17. d.M. ausgelegten »ucheS zu^. drenen. , N. Sütt. Es besteht die Absicht, vom l. Oktob er ab die BnotmKon imeder aus den alten Stand bringen, derart, daß die Mehlratton Widder aut 200 Gramm toitb SbiMeni foOat aber zehn CtlÄÄ gegeben werden. ö Kreis Wehlar. c. Hochwaldbausen, .11. Sept. Anläßlich seines 70 ^ageShat ber Begründer des hiesigen Üuftkim^J Berit k i von Kassel, zehn Zwölftel fernes hiesigen GrundbeiiNes ^tnd 100 000 Quadratmeter, dem hessisä^n änlL^i^N^ke g e?- ^iuiL.a"en ßesttftei Damit hat Berlitt sich um den V-gelsberg evn.ürvß.'s Ber^ens^ernwrben, na ^>em er sicbauch sch->n *** ^üder Salzschlirf und Orb sehr verdient ge- ^ Hessen-Nassau. nranksurt a. M., 1l. Sept. Auf dem Wege nach dem ooiNcheckamI wurde vor einigen Tagen am hellen Vormittag ein riayriger Kaufmann von einem etwa 30jährigen Soldaten über- W/N' «ervurgl und seiner Ledertasche mit 3120 Mk. beraubt. Ter ^.ater entkam und konnte bis jetzt nicht ermittelt werden. r s hei m, 11. Sept. Tie Versteigerung domänero stsialijcher Gnrndstücke in hiesiger Gemarkung erbrachte 50000 Mk. vorgesehen war. Für einen Morgen Land, ,^brsher 90 Mk. Jahrespacht ergab, bezahlte man jetzt ISO Mk und teuweise noch mehr. Vcrmifcfete». Allen Verwandten und Bekannten die schmerz- liche ^tachricht, daß nach Gottes Willen uns unier liebes,gutes einzigesTöchrerchenu.Schwesterchen - Katharinchen im Alter von 3 Jahren durch den Tod unerwartet entrissen wurde.- In tiefem Schmerz: Christian Schepp und Frau Anna geb. Brück u. Geschwister, nebst allen Angehörigen. Burkhardsfelden, den 11. September 1918. Die Beerdigung findet am Freitag, 13. September, nachmittags 3 Uhr, statt. 05031 Hunde a» die Front! 6MT hv Bet den gewaltigen Kämpfen im Westen haben die Hunde durch stärkaes Trommelfeuer die Meldungen aus vorderster Linie in die rückwärtigen Stellungen gebracht. Hunderten unserer Soldaten ist das Leben erhallen, weil Hunde ihnen den Meldegang abnahmen. Militärisch wichtige Meldungen sind durch Hunde rechtzeitig an die richtige Stelle gelangt. Obwohl der Nutzen der Meldehunde überall bekannt tt't, gibt es noch immer Besitzer kriegsbrauchbarer Hunde, welche sich nicht entschließen können. ihr Tier dem Vater- Lande zu leihen! eignet sich Schäferhund, Dobermann, Airedale- d11- Sept. (WTB. Nichtamtl.) Schreckliche AuM^ ^ch winden des v7 Jahre alteH Geldbrreftragers Weber. Beim Abfuchen der Häuser in r*; c Spandcmer nnd Kaiser-Dilhelm-StLaße durch Kriminalbeamte wurde heute nachmtttag im vierten Stockwerk des Eckarimdstücks ZL^dauer Straße 33-31 in der Wohwung der Schnerderin S ? C 'k Y flhifye Qtb Furchner der Gekdbrieslräqer in einem Vorzimmer auf einem Sessel sitzend mit durchschnittenen Kehle tot aufgftimben. In eurem andern Zimmer fa*tb man di« WohnunErnhLberrn Frau Rühle in einer furchtbaren Blutlrche tot am Boden lregend auf Nach den bisher angestellten Ermitt- vor kurzer Zert bei der Witwe Rühle ztvei junge Burfckien em Zrmnun: abgemretet haben. Tiefe dürften Frmi Rühle und dann t'en (R-Dbrrefträger ermv-rdel baben. -- WBmiv mrirmnmu u n , ■■ «W» Ein noch gut erhaltener Sitz WER kTu FE Freitag, 13. September19l8, abenbs 7 1 /, Uhr im Stabtt^eater 3umBgftgn berf]intgrbliebgnen ggfaHengröicßener stis jSM leliler»FSd, ein Ausziehtisch, ein Kassenschrank au verkaufen W17 Rieaelpfnd 20 , ^el. 20 74. SimmenialerNein- vküiu, zucht, guter Körperbau, Eltern Herdbuchtiere, verk. Bürgerin. Mcrfchrod, Zeilbach, Bahust. Mücke. Z! Liegewagen zu verkaufen OM Bleichste. 29, UL ber auf 50 ülitglieber verstärkten öarnifonkapelle. % Schölle FeM TiIri nrrn+ * f-i nt*r in« C___ 0 ] ... _« . ^ . r , tr . r Dirigent: Herr Bruno Berrmann Soliftm: Frau fina Baak, fiofopernfängerto aus Berlin, Sopran Um Flügel: Herr Hans Södel zu verkaufen M Ein schwarzer Iährlmsts-skyasböck Mit schönem Fell und gut im Nitt steht zn verkaufen bei LelLfiod VS» UZ. in öüa. Terrier. Kottweiler, Jagdhunde, Leonberger. Neufund ^der, Bernhardiner, Doggen und Kreuzungen aus dieien Rassen, die schnell, gesund, mindest 1 Jahr alt und von über 50cm Schulterhäbe sind. Die Hunde werden von Fachdresseuren in Hundeschulen abgerichtet und km Erlebensfälle nach dem Kriege an ihre Besitzer zurück^ gegeben. Ske erhalten die denkbar sorgsamste Pflege. Sie müssen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Abholung erlolqt durch Ordonnanzen. Also Besitzer: Eure Hunde in den Dienst des Vaterlandes! Die Anmeldungen für Kriegshund- und Meldehund- schulen an Jnsvekttvn der Nachrlchtentrupven, Berlin- Halensee, Kurmniendamm 152, Abt. Kriegsbunde, richten. Lebensmittelkarten-Ausqabe. Die Ausgabe der Brot,- Zucker,- Nährmittel- und helfen karten geschieht wie folgt: Samstag den 14. ds. MtS. vorm, von 8—12 Uhr für die Bezugsberechugten, deren Zunamen mit den Buch- uaben A-K und nachm, von 2—6 Uhr für die Bezugsbe- rechligten, deren Zunamen mit den Buchstaben L— Z beginnen v ufa ^vEcderbolt darauf aufmerksam gemacht, Satz für icblenbe Karten nur dauu Ersatz geleistet wird, wenn dies sofort geltend gemacht wird. Wer 3 Taac nach der 'Ausgabe e.nc Karten nicht abgeholt bat. bat ketncn Anspruch mehr daraus. Gießen, den 11. September 1918. 6831B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). - •* Uortrags»Folge: Schubert: Slmfonie h-moll, fifzt: fes Preiubes, IDagner- meifterflnger Vorspiel. Weber: Dcean-Brie aus Oberon mit Orchester-Begleitung. Lieder von Schubert. Strauß und wotf Lehm Huste Keller Generalmajor Major und Kommandeur vderdoraermeister 1.erf..Batl.!nf.»Re fl U16 -- Eintrittskarten rum«, q. -. z -. 2. -. 1. - im Vorverkauf bei ernst chaMer, J) -—-- Neuernveg 9 (Telefon Nr. 671) sowie abends an der Kasse. ^ mit Garten, HühnerhanS mit AuSlauf und Schweine- und Hasenstall. Wo? sagt die Ge- sch ättsstelle d. Gieß. An;. ' Garten am fübL NahrnngS M P F E H LÜ'nGEN^ I Die «estit PößzebShm ab 1.10.18., auf Karr, in handl. Taschenformat 100 St. 5,50, weniger 6.— gegen Nachn. EinzelvrS. 10 Pfg. 6781 I. Weinert, Gießen. Dezimalwaaeu und Herde eingetroffen. 01947 Wild. Dürbeck Nachf., Diezftraße 6 u. Mäueburg 5. 2 Ls^er 3i€^fnääimfc im Aller von 5 und 17 Mon. SN verkaufen in 05028 Wißmar tKreis Wetzlar), Launsbacher Straße 178. 6663D Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Ang. Umth 6378 Heute "DÄ iConzerf Eicon© Konditorei. Zuverlässiger t Knecht gesucht Ällcettratze 24. R ’ m i ET* U N GE Schöne kleine 3-Ziun»e. 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Saasen, den 10. September 1918. Großh. BürgermeSsterei Saasen. Schepp. wo* Schönes leeres Zimmer mit sep. Eingang evil. zum Unteriteücn v. Ltöbeln z. um. ■Äo»i Krosdorfer Str. 4, p. Leeres Zimmer zu verm. 00021 _Neustn dt 8« 1 Sdiennf mit 6täüung auch für Lagerraum geeignet, per 1. Okt. zu verm. 00iW Läberttratze 3. Zuverläisige Zütungsirästerin mit Beihilfe f. sofort morgentz und abends gesucht. 6613 _ 3. Weinert, Neuenwea L Für den Betrieb unserer UeberlanUnlage werden noch einige tüchtige Monteure und Hilfsmonteure zum sofortigen Eintritt gesucht. Meldungen mit Lohnansprüchen sind zu richten an die Direktion der städt. Elektrizitätswerke Gitßm. Elettrizitätowerke und Straßenbahn der Stadt Gießen. ® l0[te - 6S33c Möbliertes Zimmar zu vermieten. Lleblgs r. 721. _ Möbl. Schlaf« u. Mohn» zimmer zu vertmeien 05017 Sclterswea 43. MIETGESUCHE Kinderl. Ehvvaar sucht bis 1. Oktober schöne 3—4 - Zimmer - Wohne. Angeb. unter 04045 an den Gießener Anzeiger. LlhttibhilstgelrlA. 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Heute bestätigt sich die schmerzliche Nachricht, dass mein lieber, treusorgender Sohn, unser unvergesslicher, hilfsbereiter Bruder, Schwager, Pate, Onkel und Neffe Unteroffizier Heinrich Paul Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaille nach vierjähriger, treuer Pflichterfüllung im Alter von 31 Jahren am 2. September den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: Frau Heinrich Pani Witwe und Kinder Nonnenroth, Bettenhausen, Karl Schlosser,z. Zt im Felde u. Familie Klein-Linden, 10. Sept. 1918. Otto Hahn, z. Zt. im Felde and Familie Anna Müller nebst allen Angehörigen. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 05002 Im Kampfe um die Heimat mußte am 26. Aug> d. J. unser heißgeliebter, sonnig froher Junge, seiner Geschwister treuer Bruder Hans Scheel \ Fähnrich im Inh-Leib-Regt. 117 ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuze 5'in junges Leben von 19 Jahren opfern. In namenlosem Weht Forstmeister Scheel, Z.Z. Forsthauptmann in Litauen, Toni Scheel, geb. Feiler, Fähnrich z. See Werner Scheel, Carola Scheel, , Lisel und Lotte Scheel. Braunfels, September 1918. 6810D Gestern nacht 7,12 Uhr verschied nach schwerem Leiden mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, mein guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Willy Heinzerling Landsturm mann im Infanterie-Regiment XV1I1/32, 3. Komp, im Alter von 28 Jahren. In tiefer Trauer: Anny Heinzerling geb. Klepzig Helene Hefnzerllng als Mutter Fritz Heinzerling nnd Frau Emilie Klepzig Witwe. Giessen (Kanzleiberg 5),* Leipzig, den 11. September 1918. Die Beerdigung findet Freitag den 13. September, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes, aus statt. 05014 Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß nach Gottes Willen meine liebe, gute, unvergeßliche Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Ottilie Gering geb. Ockel heute mittag unerwartet und sanft dem Herrn entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Heinrich Gering, Lokomotivführer, und alle Angehörigen. Gießen (Wilhelmstr. 4811), den 10. September 1918. Die Beerdigung findet statt: Montag den 16. d. M., nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhofe. 05026 In ferner, fremder Erde Grub m&Q für dich ein Grab Und senkte dich, du Liebster, Schon viel zu früh hinab. Wie hast du dich gesehnet Nach Haus zu den Lieben dein, Doch ach, es war vergebens. Es hat nicht sollen sein. Wie sollen wir es ertragen. Das Herz Ist wxyid una schwer, In deine treuen Augen Sehn wir nun nimmermehr. Nicht hörst du der Mutter Klagen, Nicht fühlst du desVaters Schmerz, glicht der Geschwister Tränen, Wor Herzeleid bricht das Herz. Nun ruhe du sanft, du Guter, Nach Not und Tod und Pein, Du Sohn, du geliebter Bruder, In Ewigkeit denken wir dein. Todes-Anzeige. Schmerzerfüllt teilen wir hierdurch allen Verwandten, Freunden und Bekannten mit, dass meine treue Lebensgefährtin, unsere gute Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Elisabeth Schneider geb. Baiser heute morgen 11 */ 4 Uhr im Alter von 49 Jahren sanft, jedoch unerwartet verschieden ist. In tiefem Schmers: W. Schneider, Zugführer, und Kinder Phil. Wagner Marie Wagner geb. Schneider Giessen (Weserstrasse 27), den 11. September 1918. Die Beisetzung findet Samstag den 14. d. M., nachmittags 3 1 /, Uhr, auf dem Neuen Friedhofe statt. 00030 -- . v.."‘ vv •*'''' ' ' > ;••• '•?* Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir dife überaus schmerzliche Nachricht, daß unser herzensguter, innigstgeliebter, braver, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager, Pate und Neffe Gefreiter Heinrich Hillgärtner bei einem Maschinengewehr der 5. Kompagnie Infanterie-Regiment Nr. 116 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. und der Hess. Tapferkeitsmedaille am 28. August im blühenden, hoffnungsvollen Alter von 22 Jahren nach dreijähriger, treuer Pflichterfüllung durch Granattreffer den Tod für» Vaterland erlitten hat. Die tiefgebeugten Hinterbliebenen; Ludwig Hiligärtner Margarethe Hillgärtner geb. Schäfer Bertha Niebergall qeb. Hiligärtner Gefreiter Wilhelm Hiligärtner Margarethe Hiligärtner Karl Hiligärtner Gefreiter Wilhelm Niebergall. CUUshauaen. im Felde, AHendorf a. d. Lda., Lehnheim, Bleidenrod; den 10. September 1918. ^ Toctes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern abend 11 Uhr unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau iettchen Löieaberg geb. Kahn nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden im 76. Lebensjahre zu sich zu rufen. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: 00022 Hannohen Löwenberg. Reiskirohen, Steinbach, Friedberg, den 11. Sept. 1918. Die Beerdigung findet Freitag vormittag 10 Uhr statt. WM ' - •V / ••Xi.' ", '/• . ■