Nr. 2\z Erstes Blatt Der Siehener Auzeiger erscheint täglich, autzer Sonntag?. - Beilagen: SietzeaerZamiliendiätter; Nreirdlatt für den Kreis Eichen. Bezugspreis: monatl. Aik.1.20, vierteljährlich Mt. b 60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10; durch die Post Mk. 3.60 viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: iür die Schriitleilung 112 Verlag,Geschäitsslelleöl Auschritt für Dralttligch- richten: Anzeiger Siegen. lb8. Jahrgang Postscheckkonto: Frantsurt a.N. U 686 Swillmgrrunbüruck u. Verlag: vrühs'sche Dienstag, \0. September fW Annahme von Anzeigen f. die TageSnurmner dtS .SkÄL rum Nachmittag vorher ▼ ohne jedeBerbmdlichkett Seiirnyreisr: für örtliche Anzeigen 26 vs.für auswärtige 30 Ps., für Reklamen Mk.I.-uebst 20°/, Teuer unqszusiaq. Haupt- - schristleiter: Aug.Äoetz. Verantwortlich für Po- vsirkoerkehr: litik: Auq. Goetz; für Gewerdebantöletzen den übrigen Teil: vr. Meyer; AnzeigenteÜ: u„«.v°ch. M» °l K. Sange. WM« «WM«. «. »taJmi: SchuW. 7 . WS^gSI nt Angriffe der Engländer delderfdls der Straffe Peronne-Eamb! OemtUdij 9 '*^^"beSHauprinlartirr.S. September. Westlicher Krieassck auvlntt mm Ploegsteert-Walde und I Vorwürfen gegen ° unsere mitttärische^UnEMchkeit nich! Äujsee-.^nnnl I i>od) int (Mrunbe ein lnÜLtzen .. ..d. • < r ' rn« art OwLTT ftT- 1 v . Wfm Plvemreerr-Lvawe urtOi. . . .«.r^urls^ unerialrttwlelt nuh . SWntt ' |‘? röl *^ t 15011 ArmentiercS griff der 'm Grunde cm bißchen recht hätten, und der sich Wen S'JJ?J® n Iteurm an - Wir wiesen ihn ab und machten Ge- l u ,^r Behauptung versteiat, wir hätten in der Sache d > ü-nedensanbahnnng noch nicht das Rechte und Ausreichend getan. Welches iroHtiMie . ’Tl lüt ^LrScnttÄiSf I ^E»rf JhsldjSev, tat, 9m s-WÄH-ifeas sSWUMÄL-r-S fangene. tätige-.? ..^u^dlbsthuitt Arleux—Havrintourt Artillerie -15 ^' Welches politische Äugenmaß^gehör t" dazu " ^Skc.t und Erkundungsgeftchte. Südlich der Striche Pe- b.er uns m den letzten Tagen wieder neu Vorgesetzten ^ CV keine Angrifft unter Ein- ^unserer Fernde so zu schreiben und gar dem Präsidenten Kräfte ge^k,vn -das Zeugnis eines überzeugten und ehrlichen Po-i ivn SLwnfll ^ 0 ^• rt * Sie scheiterten unter schwe- 'auszustelftn! Der Hatz verblendet, und hier ist es bei ® e $ nev - Unsere Bortrilppen ver- '^"6 ge^n polrtrfche Gegn-er des eigenen Bottes der alv Feinde das Vordringen itter fef ^stcht und DLLßigung in ernster Stunde bdsett &ÄÄ. L ErwnrmnEMKM-1 ^ ’vuirt -O r l imZioorung großen fdinerFm V ff Aus einem englischen Geschwader, das zum Angriff aus SS?' J3* Gierung zu stürmt, die den Fri^en ^i»srÄr 8 ss:: a,WM Ä KLVK ÄiÖSÄÄT 2 *” ssSÄSSÄfir*• s£*SäH!äs5 lich«, ßtnim erkennbar aLsÄrzt. bEme'verloren^ Mtr4>ftat 143 FlugMrge und 86 Fessel Der Krfie GeneralgEtiennrister ^ Ludendorff Ser «dendberlcht. v°benSS. mm. Amtlich.) sasass&ÄS&ÄS’E Wenn mir eote dart^i e aScBcimötifft lassen die Ddacht- !g Äi i sÄ'ss.s,Ä&«Ä b\s i ÄSt?5£-3«gviSÄFpfe lische Einbruch auf'der Slraste I ^ Mittelmächte. Darum: haben ihre schlLpyen Proteste n^ick^ ff .SäÖKWKÄ'ÄKf S, sSÄ-t atÄ&Ä&« ä*«--« u »wä nahe legte . ».KL ÄTÄtÄts IWNSSSKLMZDM feÄaiÄssftr* *“ “ *“ -- ■* ä “ w ~“ fl " b der Meinung, der Siegn «, 512 Gegenrrvolutionärc erschossen. Ufder Ä»LdL7L R.RW.S ß 'Fr 5 »»TRilR»*?!?.... L 'Lb«w.r ^och gleichfalls noch wen.g Ane Sto' 8 /. ^ OP » Möglichkeit, für it ft ja Sffl[lf»3, r ? eurer nannte Gcgenrev»lniio haltspunkte h^ben, er schreMMmN ^ tDem9 erfeftoffen. L t&JrtX s« S'fctÄ o 1 “ ■ &Ä SrÄÄsKS « Dttckenburgg narben bmdi We'®enen m ‘tfWMfrneu Bestände fm qSSS 1 ?, urct> jxürfiidptkm auf die versilabaverS West Süd und Neigen, welchen US* H. h w.ß$ K 1 Operationen Ermordung Uritzkis ä re, darunter 1(, ».r m/rr ^vziai-» Namen der«Erschossenen wurden ergäbe." ^t Ln knts^t^ddLaa/der^Eu^ur^iler der Lage kritisch Äu be^ichEl"- er wS?u* e Zj! eut ft j, > ett ^ ere €ttva als äitt ibcutfrfVerr ??ach wie vor das Vertrauen KÄrf 11 ' büB he b i- Pläne der Feinde zu- und, wie die Gerüchte daß^is um Lerbst e f ^; Un { ^ngeflüsterte der deutschen Negicruna bcvvrstlinde^N!^^Sender Wechsel rn gerade jetzt nmLm wo er^ßen'nu 7 als' 7 ir, ^ sssfi: as»»«“ ÄS” 1 ?« g* i SS l S«ÄÄ! SS » - «—i» Mt. MtiwÄiÄ (S «tv n ^ Lu/i. ^ von neueir M^rdanschlägen zu er- MM^euo-en Geiseln wurde veröffentlicht Sie umwüc 991 mft mCI k. n J2L? 7rmaIiffe Offiziere, baruntn'bk ^rJfüdien Di! SMcBfiSÄ M nn }^ serbtrche Offrzrere und recliite Sovmlrevvsttt-wnäre saSSsB-Ä ms Gäu militärischer Ersolg der Sowjettruppen. m Nis.-^ij Ä^wd a?.^tr 3 aS «^ Dersmien erngmchtet wird, die als Bärgen für gardrsttliüc Anr^raichk dieneir ,otlon. 4,'ach derselben klÄrim., fot™ d>« Engländer im Murmangebie t du 8 n - s-t.on aller Männer von 1^40 Jah^r chrrch 9 " ^''" * ^bnalifche Bedrohung Finnlands. gS&'asÄÄKÄ s k äv® s.vif.';a ?ss‘ä« ««gt rneyr als 100 Mttmewr von der i mIx ^ cnttCTitt Und 100 Kilometer von der mmländischeu nÄ In der Presse werden Mettarngvr «ms 'UNlchM Zeitungen wiedergrneben, nnnmch e n a l f f rfi <» gi - - nr efre, unter hen Sinne« w* dm “iUttt Äfe Detttsch-finttischer WarsuauStausch. ; orf wird aus Selsing- fors vom 3. September gemeldet, daß Mischen Deutschi- d^utlchem^N^ tiU ^konttuen wegen Austausches vvw ÄiMt Mucker gegen Butter aus FiunlaL ge- Henrich von Sachsen in Finnland. ^measisi sZMWZWMMZ * Die AalandSfrage. rtm Stockholm, 10. Sept. Laut „Swmska TaM" Nvkrd- m ^holnr eilte «ai Bereinigung *nrt «chwaden pereintz» *u werten, L Die russische.«,rainische Friedenskonferenz. twn find^' am S 10 t Echm FrredcnsdeleM. ^"V^-äuLLL ÄggÄÄÄ SM- 58 * W °us der örtliüen tzrvölLr-mg undÄ WZZZUMWL Handelsabkommen mit der Ukraine. Min/si"' der Ki-Eja Mysi"'erklärt der ^ dE Be'r h'arkd° nn'gen"mr?">>e^^^tern. BW-WL.'VsSZM iie S5 ®et Hetmau der Ukraine im Großen Hauptquartier. Berlrn, 8. Sept. (WTB. Nicht amtlick») Der srer. in hat sich abends mit seiner Begleitung m das Große Hauptquartier begeben. grruung * Ans Polen. Berlin, 10, Sept. Graf Ronikier bittet d,rs tmtjiUetten, daß die in der Alrendmrsgnb« eines Berliner Bl-attä vom 9. September gebrachte Meldmrg v°rr amselb^r Tage ber!t» zwischen der dentsFen Md Komm'LL" LW chchlLZL VztfüfZ? Aus Rumänien. u^ fo y efi ' 8 ' Scp». (WTB.) Ein kürzlich t®n der ticrtettarrmr.fcT mrg^orn-meneS ^Gesetz über die i^rn^nnfdef n^L Su 6 v “ ^?r ^^/Lpüten rDepots v o nsllff c n ^ Iralt bie folflcnicn Besknmnnngen: .vaivdcl^-resellsll'trt-e-, jg toMtHtitute, beten TaiLts nach Stufetoib SÄ öcn hnb, hm^n dus Rvkht, bei br.i zuständigen Gerilltten auf Grund der Dupitilaw der mwetrairS P verkram. Tie Durfte sollen Ort imd m Frage kmmm-ndr SunÄide, den Verfalltag E> Enchsaug^rs imd des Y-inantan, «mchÄtan. ?bislassnn^i bte aus emer Man.-.ühastigkviL des ^ifbervt 5w ' auf bte Rechtsgültic^t dcS T^rpiliÄtts k^nr-, Liifflnst tyrten Genchdeir gegen farcriffge Mster dienen t)l; ftentpcl'rei. Tas Gesetz bttübt urxch vvci km bic Swtrfaifc oder die dät bü ” 56,11 ^^«ffen ihrer verschleppren * Die rusflsch.hulgarischen Beziehungen. Moskau. 8. Setzt. Nach Zeitungsmeldungen steht nach 'ifyiff.i rr\-i CV—V . . . n. j . ? «er «EhmeA ÄSIÄ,^ ^lmtöten der Lannetnitzublik nach Bulgariv die Entsendung eines bevor. %tt König vsn in Sofia. Sofia. 8 Sept. (WTB. Nichtamtl.) Meldung der Bulgari- Lüm Tclesrapherr-Wnttcrr. Heute früh wohnte ®f>niq Jjubroig Bayern dem Gottesdienste in der katholl,chen Arche,bet. Dann machte er in Begleitung des Zaren Ferdinand erneu kur-en Auto mobil ausslug in die Umgebung. Mittags fand m rer dcrZchen Gesanütfchaft ein Frühstück statt, an dem König Ludwig, Zar Ferdinand, Kronprinz Boris, Prinz Kprül, der, bayrische Ministerpräsident von Tandl, Fnkmizministcr Lraptlchew u. a. teü»ahuirn. Ministerpräsident Atalinow war durch Krankheit an *** Nichtamtl.) Meldung der Bulga- rischen Telearaphen-Agerttur. König Ludwig von Bayern besuchte he^e die Kyrill- und Mtthodttls-Mthedrale, das archaologriche Museum, das Museum für 'Völkerkunde und die deutsche Kunstausstellung. Abends fand bei der könralickien Familie eme Fa- milientrfel statt rriid für die Persönlichkeiten des Gefolges Mar- f^lofU, 8.SeK. (WTB.) Bulgattsche Telegraphen-AgentUr. Bei dem gestrig«! Gala-Diner zu Ehren des Königs vmr Bayern brachte König Ferdinand einen Trinks pruch aus, m dem nie uLCL der Tatzen der bayerischen Truppen gedachte und sagte z Es erfüllt mich mit ganz besonderer (Genugtuung, datz heute mw* bayerische Truppen im Verbände meiner Armeen an dem hntz- erstrckten Ziel der Einigung aller Bulgaren mtt wirken. Mit Gvtteo gnädigem Beistrnd, der unsere Waffen bisher sichtlich gesegnet hat, Lffen und vertrauen wir, daß wir diesen Krieg bis» u m g u t_e n Ende durchkämpfen Ivetten, das mrseven Völkern ihre Existenz und ihre freie ungehemmte Entwicklung sicher,bellen soll zum Ausbau und zur Vertiefung der gegenseitigen Ürlttrrellen und \xnaU schaftlichen S^idjuiweit, die in dem wficre Länder verbindenden! nvächtigen Donau ström von Natur aus erne besonders wertvolle, stgsnsveirli? Stütze finden. ^ In seiner Erwiderung sagt' der K ö n i g v o n B a y e r n u. a.. Noch ist es uns freilich nicht Schilden, die Waffen endgickttg meder- iukgai und uns lweber ganz den Werken des Früv,ens zu widmen. WZ, den Westmäästen haben wir oft genug aufrichtig die Hand zu ehrlicher Verstmrdiggvm geboten, aber immer w>ch begegnm,vrr hier nur starrem Vernichtungsnniken inrd anssckrveifender Grobe- timgS lucht Mim eit ir ab r un er - Zuvricht Xt ' 0 egner werd n noch anerkennen müssen, daß ihr Ansturm vergeblich ist Mid dav die Verbündeten m ihrer unerschütterlichen Burrd^tveue Nicht zu überwinden sind. . Freiherr von Spitzmüffer gemeinsamer Finanzminister in Oesterreich Ungarn. Wie«, 9. Sept. (WTB.) Wie die Montagsblätter erfahren, erfolgte gestern die Ernennung des Miniswrs a. D.,, Dr. Freiherr v. Spitzmüller, zum gemeinsamen FinanzmiNistjer. Tie beiden kaiserlichen Handschreiben^ womit diese Ernennung Verla ulbart wird, und gleichzeitig der Minister des Aeußern Graf Bari an als interimistischer Leiter des gemeinsamen Finanz Ministeriums von dieser Stelle mit dem Ausdruck der Anerkennung füy seine Dienste enthoben wird, werden in der „Wiener Zeitung am Dienstag veröffentlicht werden. Vertreter der reich-deutschen Presse in Wien. Wien, 8. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Extrablatt" anb „Reichspost" veröfftntlülM herzliche Artikel zur Begrüßung der morgen hier eintresfenden Vertreter der re ich s de u t scheu P resse. Die „Neichspost" betont den freundschaftlichen Charakter des Empfanges der reuhsdeut- S Presseleute in Wien, wobei auch den reichsdeutschen eN gegenüber die D^rnkespflicht für die Gastfreundschaft urrd die herzliche Aufnahme erfüllt werden soll, welche oie Vertreter unserer Presse überall in Deutschland fanden. Der naheverwandte Geist voll bundesbrüderlicher Gesinnung leuchtet in den publizistischen Erscheinungen der beiden durch eine gemeinsame Kultur verketteten Reiche auf. Das „Extrablatt' Hcfynctbt: Es geschehe zum ersten Male, daß die große Waffenbrüderschaft der verbündeten Reiche sich auf österreichisch-ungariscl-cm Boden auch in einem Gedanken- unü Gefühlsaustausch der Z-eitungsleute offenbare. Verschärfung der Zensur in Ungarn. Budapest, 6. Sept. Der Minister des Innern verfügte eine strenge Ueberwachung und Bestrafung der Verbreiter falscher Nachrichten, die geeignet erscheinen, bei der Bevölkerung Entmutigung hervorzurufen und die Nation in ihrer Widerstandskraft und in ihrem 'Glauben tan die Erringung eines ehrlichen Friedens zu erschüttern. (Frkf. Ztg.) _ Der Friedensgcdauke in England. Amsterdam, 9. Sept. (WTB.) Nach einer Meldung des Reuterschcn Bureaus warnte Kardinal Bourne in einer Ansprache,, die er gestern ui London hielt, entschieden vor dem Pazifismus. Er sagte, die Engländer dursten sich nicht durch Formeln wie „Keine Entschädigungen und keine Annexionen" fortreißen lassen, da es Vorkommen könne chaß die Gerechtigkeit Annexionen und Entschädigungen verlange, und da ein Frieden ohne Gerechtigkeit ein Friede ohire Dauer sein würde, den zu besitzen nicht der Mühe wert wäre. Die dcutsch-chilerrischen Beziehungen. Amsterdam, 8. Sept. (WTB.) Nach einer Reutermeldung aus Santiago veröffentlicht der deutsche Gesandte v. Eckhard eine Note, in der er sich dafür verbürgt, daß Eeuic Heuei) Zerstörungen von Maschinen oder Versenkungen von Schiffen Vorkommen werden, und daß die Anordnung getroffen wurde, daß die chilenischen Behörden jederzeit an Bord der deutschen Schiffe in den chilenischen Häfen kommen können. Wie Reuter berichtet, machte die Note in Chile keinen günstigen Em- ÖrU Das Wölfische Bureau bemerkt dazu: Hier ist keine Meldung über die Angelegenheit eingegangen. Es ist ayzunehmen,, daß dm Zerstörurrg von Maschinen aus derttschen Schiffen in Chile durch die Schisfsbesatzungen in Verkennung der politischen Lage vorgenommen wurden. Tatsächlich sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Chile nach wie vor durchaus freundschaftlich. Der Lselrieg. Neue U-Boot-Srfvlgr. Berlin, 9. Sept. (Amtlich.) Unsere N-Bvote versenkten im Sperrgebiet des Mittelmeers 17 000 Br. - Reg.-Tonnen Dandelsschiffsrauntt darunter den beladenen englischen Munitionstransportdampfer Mary Suzcmne (3106 Br.-R.-T.), im Aegäischen Meer, den französischen Truppentransportdampfer Pampa (4471 Br--R.-T.) .auf der Reise von Marseille nach dem Aegäischen Meer, und den französischen Postdampfer Balcan (1709 Br.-R.-T.), auf dem Wege von Frankreich, nach Korsika. Mit diesem sind nach feindlicher Zeitungsmeldung 500 Soldaten untergegangen. Ein deutsches U-Bvot drang in den durch Sperren geschützten Hafen S t av- rvs (Aegäis) ein und erzielte einen Torpedotreffer auf einen englischen Kreuzer der Juno-Größe (5700 Dörmen). Trotz heftigster .Gegenwehr gelang es dem U-Btoot, unversehrt den Hafen wieder zu verlassen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ans öem Miche. Berliner REiStagSerfatzivM. Berlin, 10. Sept. Lln Stelle des verstorbenen Reichstags- Präsidenten Dr. K a e m p f wurde gestern in einer sein gort besuchten ö sentiichen Wählerversammlung der fortschrittlichen Bolkspartci mit 131 Stimmen der Geh. Justizrat Kem pner-Berlin als 5standi- dat ausgestellt. Dr. Dernblurg erhielt 90 Stimmen. Krisenge rüchte. Köln, 9. Sept. (Pttvattelcgc.) Zu den in der Presse auf- tauchenden Krisengerüchten jchveilü fre „Köln. Ztg." auS Berlm: Ta haben wir denn wieder einmal und zwar diesmal aus dem Auslande herübergeleitet, das Spiel der Gerüchte. Es bleibt zn allen Zeiten, ist aber hatte wahrlich ein höchst bedenkliches Spiel. Man fragt sich vergebens, ob deutsche Politiker jetzt, da der Uebermut des Verbandes keine Grenzen mehr kennt, verantworten könne, die Voraussetzung zu meefen* daß mir uns einer neuen Krisis nähetten. Tatschl)i!ch lieg»en für eine solche keinerlei Anzeichen vvr. Die geschickte pcrttamentarische Hand des Grusen Hertlmg hat sch wirllchen Schnnerrgketteii gegenüber so belvähtt, daß num diese FWgvett des Kuri-lers geoade heute nicht unttv- schätzm sollte Es mrderli-vat doch k,nnem Zweifel, daß der Kcmzler auch dem ^luslande gegenüber ein Ansehen besitzt, daß es unmöglich sein sollte mrd sein wird, auf dem Wege der Stimmungsmache diese Stellung zu erfchüttcmi. Worauf es aber vor alleni ankonnnt, ist, daß es ein politischer Unfug ist, in der jetzigen Zeit mit dem Gedanken «einer Regierungskrisis jai Spielen, Wir haben wirklch wichtigeres m tun, als die Gegmrsätze, die Gras Hertling mtt seiner reifen Erfahrung und Geschicklichkett zu über- vrücken weiß, aufMveiß-n. Einigkett, polrtisck^ Disziplin, Zurück-, stellung der Gegensätze, das ist die Losung des Tages, und die, die die Krifengerüchte auch nur weiterreichen, verstoßerr aufs schrverste dagegen. Ein Zeitunssftwillnrm in Sachsen. Dresden, 8. Sept. -(WTB. Nichtanttlch.) Jui Festsaale des Hauses der 58aufma7mschift l^eginZrm heute nachmittag ne „Tres- dener Neuesten Nachciätten" die Feier ihres sünfundzwan- zigjährigen Bestehens. Nach einer Ansprache des Vertreters der „Dresdener Neuesten däuhrichten", Pvof. I. F. ^olN, der mitteilte, daß der Verlag anläßlich des Jubiläums 100 000 Mark für die Aiigestellten, den Heimatdank und lvohltätiae Zwecke stiftete, ergriff der Minister des Jirnern Graf V itzt um von Eckstädt das Wott und brachte in einer längeren Rede dir Glückwünsche der Staatsuegierung zum Ausdruck. Er sagte u. a.: Die Presse müsse, zumal in dieser ernsten Kricgszeit, stets aus eine Verständigung und nicht ans Zwietrackst hinarbeiten. Es sei daher eine lohnende Llufg-abe, die vorhandenen Gegensätze zwischen Stadt und Larrd, zwischen Erzeuger und Verbraucher, zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schlichten urch zu klären. Dies gelte vor sollenl für die Fragen der K'rregspolttik. Hier sei fast keine Brücke nix Verständigung mehr vorhanden zwfichen den sogenannten Pazifisten und Flaumachern und den Kriegsverlängerern und Annexionisten. Und doch, fuhr der Minister fort, müssen wir inrmer wiÄ»er einen Versuch machen, uns zu sammeln. Das ist fiettich nur möglich unter dem festen Entsckstuß des Durchhaltem- Es wurde über Friedenssehnsucht urid Friedensbercttsckxrst schon soviel gesprochm, daß man sagen kann, je mehr man vom Frieden redet, um so ferner rückt er. Aus den Aeußerungen der aegnerisck-en Staatsmäirner wissen wir ja rum, daß die Erfotge die Feinde in einen Siegestcmmel versetzt haben, aus dem heraus , sie nickst nur jedes Friedensangebot ablehnen, sondern uns auch . Kriegsziele enthüllen, die die völlige Vernichtung des deutsckstn Wohlstandes ur‘ der deutschen Kultur zur Folge haben müssen. Der Friede, beif sie uns in Aussicht stellen^ iit überhaupt fein Friede mehr zwischen zwei Gegnern, die ihre gegensettige Daseins- berechfigung anerkennen, sondern die Erdrosselung Deutschlands. Diesen Gegnern gegenüber erscheint ein jeder Versuch der Verständigung auSs ichtSlos. Wir müssen uns darauf besäwäilken, ihnen die heuchlerische Maske vom Gesicht zn reißen, mit der sie versuchten, uns sckstittwerse ein Zugeständnys nach dem anderere zu entlocken ohiie sich selbst auch nur im geringsten zu binden. In dieser schwersten Zett bringt uns nur der entsckstofiene Wille zum Durchhalten dem Frieden näher. Tie fchvecsi« Zett des Krieges nenne ich sie nicht, wett wir im Westeis zurückgegangem Wir haben Vertrauen zu unseren bewährten Heerfühvern und zu unseren Truppen daß sie auch künftig alle Tn cclstirucksvcrsncki-e zurückschlagen werven. Schwer aber ist unsere Zeit deshalb, Uicil der alte Mtt imd die alte Ekitsckstossenhett ins Wanken zu koncmen scheinen!.. Wie erklärt sich das? Die Anttvott auf diese Frage suchte der Wiinisder in der Tatsache, daß der Fvanzose den Feind im eigenen Laarde habe und die drohende Gefahr vor Augen sehe, während das deutsche Volk, durch seine Heere vvr ben Kriegsgveueln geschützt, die Gefahr zu leickst vergesse. Dllt den feindlichen Agenten, die übemu umherschLeichen und dir Siegeszuversicht untergrüben, -müsse kurzer Pwz-eß gemocht werden. Der Mimst« verlangte schließlich, da das Vaterland in Gefahr sei, von jedem den Einsatz seiner Persönlichkett und die Zirrüchttllnng aller Meüiun^vers'chedenhetten. Möge die Presse TeutsckstandS den Söhnen das Gewissen schärfen, damit das.Wort Hindenbur^ wahr werde: „Wir werden es schaffen." Nach der mtt großem Beifall ausgenom m e n en Rede des Srmtts- Ministers sprach u. a. Oberbürgermeister B l ü h 1 1 für die Stadt Dresden, Genevaldirektvr Dr. (^raf Seebach für die König lichen Hvfthmter, Syndikus Dr. Merz fitt den Verband der säck/sischen Industriellen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 10. September 1918. ** Amtliche Personalnachrichten. Das Ghren-ttchM strr Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren wurde durch den Großherzog dem Friedrich Müller von Lang-Göns verliehen. ** Anmeldung zur Stammrolle. Die im Atugirst 1901 geborenen Landsturmpstichtigen der Stadt Gießen müssen sich am 16. Sept. d. I.. vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr, im alten Rathaus am Marktplatz zur Landstnrmrolle melden. Siehe Bekanntmachung. ** Wohltätigkeitskonzert. Wie bereits >mehrfach gekündigt wurde, findet am Freitag Abend im Stadttheater wieder ein Konzert statt. (Siehe Anzeige), und zwar diesinal zum Besten der Hinterbliebenen gefallener Gießener. Das Programm ist mtt Sorgfalt ausgewalstt und zusammengestellt. tddach dem Erfolge des ersten Konzerts und frei dem guten Zweck dürste wohl mit einem recht zahlreichen Besuche zu rechnen sein. Ter mitwirkenden Hofopern-Sängerin Frau Lina Baak -geht als Künstlerin der beste Ruf voraus. So schreibt z. B. eine Gollstier Krittk: Frau Baak bewies sich mtt der Rezia-Arnbaus: Webetts „Oberon" als die ausgezeickinelre dromattsche .Sängerin, als welche sie hier von der leider nur kurzen Wirksamkeit an der Hvfoper im beststt ^Ündcnken steht, ganz überraschend aber waren ihre Lieder: Schubert und Brahms verstand sie mit innerlicher Wirkung aus- zugestalten, dank ihrer Stimmimittet von besonderer Schönheit und Silber von der Donau und aus dem bayerischen Wald. i. Reisen und Wandern haben heute vielerlei Beschvellichketten, und um dem stljönen dkvtursrieden unsevec unversehrten deittsck-en Lande ganz nahe zu kommen, muß man durch eine wahre Lckstw- rafsenmauer von Mchvockungen. Mzuoiel hört man unterwegs — und im Bayernlande ist oas nicht anders als anderstvo — von den Mängeln der ^lwslegung, von Unrecht und Hätte! da die Badenken oft in unnützem Geschvätz überschäumen, so ist man trotz, wenn man aus der Hörweite ist. Nicht Wenige kommen aber dabei unter die Räder, indem sie in Pen kleinen Städten hängen bleiben, wo es ans den Töpftn noch befriedigend duftet, in Straubing, Wattling oder in Passan, und das sind dann die unglitckseligen „Fremden", über die sich fast täglich der Unwille der klernen nno großen bayvttchm Blätter ergießt. In Wahrheit ist der Fvemde-.ijtvom, der sich durch Niederbayern zieht — nur vvn diesem Landstrich soll hier die Rede sein — nickst übermäßig groß. T eggen darf ist ein Zähler am VeEhrKweg zum bayrischen Wald: von hier aus steigt die Walvbal>n hinauf bis nach Vöhnien. T-tt kleine Stadt bereitet im ersten Augmcklick eine leichte Enttüusckjrung. Sie hingt nicht etwa bervassenfürmig über der Donau, sondern sie ist zum grössten Teil aus • Flachland aus gebaut und hat nüchterne Stnaß^childer. Nur der Wiche Teil berührt de:! Fluß, dessen linkes Ufer hier zu niederen, waldigsn Höhen ansteigt. U-eberschosttet man hie Straßenbrücke, so gewinnt man freilich ein ungemein licblick)ies Bttd. Hinter dem saftigen Wiesentale grüßen und icmifeu von Kapellen gekrönte Waldberge; manch einer in bet Nachibarsck»aft steigt schon bis über 1000 Meter hoch Und dahinter llcgt in dämmerigem Blau die mächtig empor- aechhoumgM Wogenlinic des ausgedehnten, regellosen Gebirges, das auch den Vietgavanderteir um eine neue, eindrucksvolle Welt beaeichett. Ten nächsten Bergen fehlt die Majestät des Ausblicks auf den Fluß, wie s« etwa im D^bengrbirge den Rhein beherrsckst. Tie Tonau nieckl teuue übermächtigen Akkorde. Dafür xtnX sich'4 mtt tausendfachen Stimmen xn den hohen Wäldern. Sv behaglich und gastlich fich's in der „Posck^ wvhmm lässt — die Waldbahn rollt uno schnaubt und mahnt zum Weiterztehen. Sie bewältigt drn^ mal täglich einen ragen ^Persosien- und Güterverkehr. Ta tummelt sich Beißt internationales Reisepublrkum, ratt wenige Svm- merfrischler lvollen hinauf: wir hören säst ausschließlich das bayrische Idiom, irnd ixbeAmcopnh sind es die einheimischen ,,WAdler", die da mit .Wrbcer und Säcken und Federvieh unterwegs sind. Durch waldig' Sckstiuisten geht die. Fahtt, auf schoindlichcn Abhängen wiwd't sich das Gelaise in Bogen und Schleifen, auch durch einige Tunnels, höher und Ißtyx, bis wir von .Golteszell und Triefenrich in eiligen! Lauf osiwätts vollen und das Städtchen Regen mtt denr schichmmiaen Fluß eiweichM. Hier verlassen wir die Do hu, die stth Wich und nördlick- durch das Tal des Regens wettersckstängelt. Ein Geroitter brach über den heißen Mittag herein, Regengüsse strömten hernieder, ivähvend uns am fleischfteien Tag, der auch da oben im allgemeinen „heilicst^ gel-alttn wird, ein tück^- ti^er „Schmarr'n" berattet wurde. In Regen sind gegenivättig, wie in den meisten Orten des bayrischen Waldes, keine Fremden- Pensionen; der Wanderer erhält «Quattier und Zehrung, dann form er weiter ziehen. 5)errsiick^ unttochte es Mich auf dem Wege nach Bodernnais, meinem hnttigen Endziel. Ter Himmel schüttete noch mchrmals seine nasserr Sck^luer icb-er das dürfende Land, aber ein erfrischender Qdem wehte wie auf hoher Lee. Weite^ sanfte Täler breiteten sich zu meiner Recksten aus, als ich mich dem Regenftusst abgekehrt hatte, um weiter landeirllvätts M wurdern. Wie zierliches Sr^elzeug liegen Häuser und Flecken weithin in Fluren und Matten ausgestreul, zeugend von genügsamem Wohlstand der Bauern und Hirten, die hier wölinen. Täler unb Berge find ins Gigantisch' gerückt: tvemr es aus einer vorübettliogenden Wolke hestiA.a niederpcasselte und ich. den Wald unb Hügel zur Linken Swines Weges im Mckvn. etwas länger hmunterilchrutr., glaubte ich Schatten sagenh.ifter Riesen alter Zetten zu erblicken, für die hier noch eine Zu stuckst wirre. Hinter Langdorf, ein paar rings zerstreuten Häusern und Hlttten, scksteßen rechts und links des Weges hock^agende Tann«uoäldev empor, auch die Berge treten auf beiden Seiten näher l-evan. der Weg krümntt sich in mehreren Windungen, noch ein kurzer Anstieg — da liegt, jenseits eures llei'.LN Tales/ »oeltverlmvn, stber dem Himmel nahe, mein B o d e n m a i s! Ein Kinchllem thwont auf einer Höhe, die von mehreren apf sie zustrebenden Täl-em umsckMreichelt wird: Ich muß hinunter, über cm Brückchen des Rotbachs, an einem Hüttenwerk vorüber, in welchem Eisenvitriol, Almut und rote Glas- polittrrfarbe gewonnen werden, dann taegt sich der Weg hinauf zur Kirche. ' [ Sie steht auf einem kleinen Platz zwisckstn den bcidm Haupt- gasthäusern des Dorfes, das fremdenleer sich mir darbot. In der „Post" gab es nicht das Geringste zu essen; so stieg ich wieder zu Dal, brüste in einem Bäckerladen etwas Brot und versuchte cd dann mit dem anderen GastharM. Es gehötte einem finster- blicleald-en Brmver, der unnitttelbar neben der Gaststube ein kost- lick-es Bier bereitete. Wir sprachen von Krieg rmd von Friedens- zeiten, und er entfaltete oie bestmr Gesimumgen. Seine derbe, fretnidliche Tochter tischte wohlschmeckende Eiernudeln auf und führte mich dann durck, ein Labyrinth abgelegener Räume der Brauerei eine Trep^ hinauf in mein SckLasgemach. Immer wird mir der wundervolle Abend lebendig bleiben, den ich dott am Fenster verbrachte. Unter mir hatte ich einige Stallungen und einen scknnalrn Gemüsegarten, dann fielen dustiae Matten steil ab ins Tal. .Hallwe^hülltes lMoMjckst lag über der Straße, die ich hevanfgekom-rwen war, über dem Schiveif von kleinen Häuschen, in denen spärliche Lichter ausblilste^r. In der Dunkelheit ver- sckyvanden die Zugänge zu den seitlichen Tälern, im Vordergrund schlossen nahe Waldberge den Kreis um diese hehre Welt des 7rriedenS. Aber dann erwack>en die Gedanken und wandern die arcu~> «'Wirf: sie füllen die Sexle w)ch einmal mit dem Schlimmer deS glanzvollen Tages und mtt dem stackst lang der Sckwecknisse des Völöersl'vettes. Hutter mir blickt noch em anderer Betrachter über die Ki rche ins Tal, der große Arber, dessen Felsen Haupt Bodenmais rcm 700 Rdeter überragt. Morgert, wenn kein Wolken- 'chleier sein Gesicht verhüllt, soll er mir seine Geheimnisse ägen.... — ^er Schweizerische Nationalpark — ein Riesenexperiment. Aus den foebeu im Trncke erschienenenj Velhandtungcn über die 99. .Ialwesversammlung der Schveizeri- >chen Naturforschenden Geselfickjaft werden nähere Mitteilnngeü über den neu gegründeberi Sck^veizettschen Nationalpark und dessen wissenschaftliche Ausnützung bekannt, die von allgemeinem Interesse sind. Ter, ftüativnalpark umfasst drei verschiedene Teile. Das Hauptstück bildet das Gebiet der Gemeinde Zornez rm llnterengadin, das mtt 99 Jahre abgetreten ist und 97 Quadralfilometer umfaßt. Westlich und östlich davon gliedern sich Gebiete von 10 uckd 32 Quadratkilomcbwn cm, die der Sckjiiocizettsche Naturschutzbund ans je 25 Jahre von den Gemeinden Soanfs iuid ScL)gils gepachtet hat. Ueber die Bedcittmig des Vtativnalparkes sagt Scljkrötcr das Folgende: „Ter sttatttmalpark ist eine Stätte, wo jegliche Einwirkung des Menschen auf die Natur für alle Zeiten ans geschaltet ist, ivo alpine Urnatttr sich imgeitött tviedeiherstttlen und weiter entwickeln kmm. Ein Refiigium für Pflanzen- und Tierivelt, ein Sanctlwrium, ein dtatnrhriligtum." Hier wird eS nie und nimmer einen Gasthof oder Zttafpvagen geben — nur der Fußwandever ist fvillkommen. Turch diese Bestimmungen wird aber der Nationalpark auch für die Wisscnsckiaft aller Vorausfickst nach von außerordentlicher Bedeutung sein. Dr. .Paul Sarasin hat ihn in dieser Hinsicht ein „grandioses Experiment" genamtt. Es soll sich hier alleS^ waS die Natur selber gepflanzt hat, und lvas sie von selbst fvack/en läßt, frei und ungehindert ealloickelft. Tie zukünfiigvni Geschlechter sollen hier einen Urwald findeir und ihn bewcuibern. Tie lebendige Natur soll zu einem Äüuseum rverden. Schon ist für die wissenschaftliche Erforschiung des NatioTtaLparks ein Plan ausgearbeitet loorden. Tvnach soll eine durchaus vollständige Aufstellung der gesamten Pflanzen- und Tienvelt, eingeschlossen das mikroskopisch? Kleinlcben, ausgenommen werden: eine Aufgabe, die noch nirgends auf der ganzen Erde gelöst ist. Es soll namentlich durck.t ^viedc-iholte Aufnahmmi desselben Sttndotts die cttlinählick>e Wiederherstellung der ursprünglichen Flora und Fauna gegenüber der durch Menschen beeiuslllßten studiett Uvrdnc. Es soll die natürliche Weck)ise6vittsck)aft der Pflan.stNi- und Tiergemeinsthaftm studiett und danach gestrebt tverden, die natürlichen Bedingungen der geologischien Unterlage, der des Bodens und des Klimas im kleinsten d Raume festzulegen. Und cs soll die Unberührthett, die Sicherheit vor Stönmgen von Mensch imd Vieh dazu benutzt werden, langsame säkulare Berändertlmum^des Geländes an Pegeln zu studieren. In diesem Sinne mlsgenntzt wird also der National' park im Unterengadin als.ein grosrartiges imd, mau kamt wohl sagen, emziges wissenftlZastlickM Natur- und Rieseiilabocatoriunr vienLu. Nl. 2 j 2 Zweites Blatt Gtetzrner Anzeiger (General-Anzeiger für ©borgen) Dienstag. P. Leptember 1918 An» Stadt nnd LanA. Gießen, den 10. September 1918 ** Aus bem M i l i t ä r wo ck-ie n b l a t t. Befördert: zu ÜtS. d. Res.: Vizefeldwebel Zimmer »mim (Worms) d. Fußart., Viseseldw. Stzvohn Stainz) im 8„ d. RegtS.. Vizeuxuhttn. L-chie forste in (GicHün) d. Telegr.-B. 4; z. Lt. 1 Ldw. 1. Anfg. d. T«tzegr.^Tr.. Äi-avazUm. Steinacker lIIDar»r- stadr)Schmidt, Niels / Flousburg) int .Leibg.-Inf.-Negt. 115, »um Li. d. Res. d. Regts.: zum Foldivlt.: O ffizierstellvertreter Mumnteuf-el, im Trricbcit im Jnf.-Regt. Nr. 118. i* ** T eutschlmnd s Spende für Säuglings- ii n Klein t'inders ch u tz. Unie überreiche Ernte hält feit mehr als vier Jahren der Tod unter dm Besten unseres Volkes, und voll banger Sorge. fragen wir uns oft, ob es überhaupt mögliich« sein wird, die schweren Munden wttver zu heilen, die der Krieg, unserem BolksDrper g?sck)ilagen hat. Wir dürfen die Frage getrost bejah.'». Viel, unonolich viel IjciOeii lucr verloren: aber eine neue Generation rvächst heran, die berufen ist, das Erbe der Väter r,u hüten. Sie gilt es mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu er halten und zu stärken. In der letzt«i Frieoens-eit, in der wir Ganbten, einen lieber flu ß an Mvnsick^n zn Huben., liehen wir all jährlich viele Hundert tan sende von ^-üng. ing-en und Kleinkindern! ,»gründe gehen, von d.nren wir iveit mehr als die Hälfte durch eine gut organisierte Fürsorge hätten retten können. In Zukunft dürfen wir unter keine» Umständen mit unsere,» kostbaren Gut so verschwenderisch uingchen. Jedes Kind, das gesund zur Welt kommt muh, wenn ir^nrd möglich. am Lebe» erch.ckte» und z» einem kör- perlich^mrd g.nstig voll!vertuen Mensche», enkivickelt werden. Dazu 'oll „Deutschlands Spende für Säugitrirgs- und Nernkinderschutz" helfen. Wie früher bereits in allen andereir deutscher Bundes- uaaten wird zu ihren Gunsten in den nüchisten Wochen auch in Heilen eine Landessamiulmrg stattsinden, Deren Ergebnis aus- schilretzlia für Misere Hessen linder Venvarkdt ,verden soll. Unsere Lcrndesfürstin, die di« Mutter^ und Säucpliivgs für,arge von ihren ersten Anfängen an in jeder Weife gefördert und mit reichen Mrtteln unterstützt hat, hat sich an die 'Spitze des UnbernelMcns gestellt und wenort sich in deur in der heutig«,, Nummer dieses Blattes Veröffentlichst,, Aufruf an alle Männer und Frauen unseres Landes. ?Rögc ihr Ruf überall freudigen Wib«ethall finden. ** S t a d t t h e a t e r. Am Sonnlag den 15. Septem b^r findet im Stadttheater iwch eine letzte interessante Aufführung statt, und foKrc ist das die letzte Veranstaltung vor der am 8. Oktober be- gttyretÄen Winter spielzrit. Es ist der Bühnenleitung gelungen/ die bekannte TanzlÜnstterin Sylvia Herzig zu einen! einmaligen Gastspiel zn gewinnen. Der Künstlerin geht ein glänzender Ruf voraus und das Gastspiel dürfte für unser Publikum voir um so größerem Interesse sein, als Frl. Herzig einige Tänze vorführt, die hier auch Frl. Hannelore Ziegler gezügt l>at. Weite res über das (vastspiel ist aus den Anschlagzetteln ersichtlich. Vor bestellnngen bittet man in den Briefkasten des Stadttheatcrs nieder zulegen. *S ch w a r z - W c i ß - L i ch t s p i e l e, Seltersweg 81. Von h«tte ab bis emschiliestlich Freitag tritt Ludwig Trauttnann in letnem neuesten Dotektivdrama „ . . und Gerechtigkeit faird den Weg^ auf. Au herdein wird das Lustspiel „Eine billige Pension." gegeben Siehe Anzeige. ** H erbstzeitlosen. In alten Dellen der Mume, besonders aber in der tief braunroten Zwiebel, ist. eilt überaus scharfes t entpaUm, das Kolchizin. Es genügt schon, daß man eiu paar Herbstzettlosen pflückt und dann mit ungewaschenen Händen ein Butterbrotverzehrt, um sich eine gefährlickic Erkrank,, ,m zuzuziehen, Also Borsrcht! Landkreis Gießen. ll! Lang-Göns, 9. Sept. Dem Waguerge Hilfen Karl Mai nmrde das Eiserne Kreuz 2 Kl. verliehen, desgleichen, seinem Bruder Otto Mai die Hessische Tapstrkeitsmedaille und das Verwundetenzeichen. r— Ter Elektromonteur Willy Brücket und der Telegr. Willy Weil erhielten das Eiserne Kreuz 2. Kl. Kreis Friedbcrq. . ad-Nauheim, 9. Sept. Das achte Philharmonische Konzert der Kurkapelle suchet Tonnerstag dm 12. September unter Mitwirkung der 1 Altistin von der Frankfurter Oper, Fräulein! Magda Spiegel, statt. Tie Leittmg l-at Hofrat Professor Hans Wmderstem d- Sept. Fürs Vaterland starb der Gefreite Mrstav Wagner, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessi- 'chen Tamerkettsmedallle. T o r he i m. Das Eiserne Kreuz, bereits früher die .Hessische Tapferkeitsmcdaille, erhielt der Pionier Xbiurr. o Hessische Kriegsehrenzeicben in Ersen erhielt Lehrer Landvogt. ’Z Vilbel, 8. Sept. Ter am Samstag abend gegerr 7 Uhr Stockheim nach Frankfurt abgehende letzte Personenzug wurde tn Stockherm und allen anderen Haltestellen derart von Kartoffel- dampern bestürmt, daß die Wagen nur einen winzigen Bruchteil der Menge zu fasten vermochten. Um den Lewen ein Uebernachte», auf den Bahnhöfen zu ersparen, fuhr der Zug zmtächst alle Men schen, die nur irgendwie in die Wagen hineingepreßt werden konnten, nach Vilbel. Von hier aus kehrte er dann mit zahlreichen leeren Wogen zurück, sammelte rntterwegs die zurückgebliebene Volksmenge, nahm auf dem Heimwege in Vilbel die übrigen Hamster mit und dampfte dalin schließlich nach Frankfutt, wo er mit mehrstündiger Verspätung eintraf. Starkeiiburg und Nheinhessen. = XflrmfUbt, 9. Sept. Sonntag nachmittag plünderten Einbrecher das ^ägersche Goldwarengeschäft in der Rheinstraße aus ,md erbeuteten dabei für rund 20000 Mk. Schmucksachcn »»d Uhren. Auf ihre Ermittlimg setzte der Bestohlene 1000 Mk Belohnung aus. ch. Braubach, a. Rh., 9. Sept. Bei den hiesigen Wcrten kostet das Lrter Wein je&t 9. 00 Mark. Hessen-Nassau. . ^' 0- Sept. Der Eisenbalm Meijirlierzückster' Berbanid nn Eisenkahnbirektwn^beztrl Frauffurt a. M, hielt aw 7 8 . fcöu ‘ l - Verb.andsauMellnng, ver- vo,n Easenbabn..KleiNln^uchtvmein .Hanau Aschafsenburg, flin.ttr starker Beteiligirug ab. ^hn der Eröfstrungsfeier nahmen' N'^^?^aäste teil. Tie iAusstellung bot ein günstiges des Stre^ns, mchdein Gebiete der .Kleintierzucht über Schwie- ngkeiteii der .KrtogSinöte hrnwegzukonunmi. >ES wurden 28 Ehrenpreise, 17 erste, zweite, 119 dritte Preise und 51 lobende Aner- leniu!ng?n erteill. Sport. ... sl ?n < y t ^ !Ur ci s?' ^c3^’ ^ wn Sonntag, anläß- vch des lOiahrcgen Bestelicns -des Frankfurter RudervereinS , Un- drue" veranstaltete Regatta hatte folgende Ergebnisse' „ BegrützunK-Einer: 1 Gi e ßcner H a ssi a (Becker) 5 Min. .55 Sekuiüdcn..Franks. Undine anfgegebeu. Gast-Vievev: 1. Borussia Franksnrt 5:28-/.,. 2 FeckivaheE Iög. 5:55-/». 3. Gießen er 1 WlamMnvn Vortoärts 5:14V,. f' 5.: 26V Ö . 3. Fvcmkf. llndine. Anfänger-Vierer: 1 Bon,|fio 55 A. 2. Gieße ner Hassia 6:14. llnalm aus gegeben. ^chüler-Bierer: 1. F^l, enormer Rg. 5:28% 2. Franks. AlemmnnL 5: m%. UMnEierer: 1. 1. M'anwi heinrer Vorwarts 5:17'/,. 2. Franks. Meinlannia 5:22. Ernttintc- Z^^Zuer Rg. 6:17V*. 2. Gießenett Hchssla 5 :17V,. 3. FranD. Alemannm. Achter: .1. Osfenbacher Gernranm. 2 Wem'cmn.a FwMckf. Drost-Mever: 1. Fechenlieimer Rg. 2. Frankst Borustra. Veranstaltuug l-aben die sportlichen VKttbewerbie des SiLdelltsä-en Ruderverbands ihr Ende erveiM. 5vieip!an der vereintgtei« zraMutter StaMUattr, Gpernhaur. n ' 7: „Die Gezeichneter". Donnerstag 12., 7: „Die Eiitiührimg aus den, Serall". Freitag 13, 7-/2' Die Rose von Stambul".,, SamLtag 14., 61/2: „Aida". Sonntag 15.', 7: ,'Der slregende .Hollarü>er". Mosttag 16., Ufa: Borst f d kciegs- bcsckmft. Artz^tersch. sMm Karlaiverk.) „Zar unb 3immentuum". f n ia - 7, /*= LHauspleHjanr. . Mittwoch 11. Sept., 7»/-: Strindbeca Abend. „Mutterliebe", ierauf: „Das Band". Zmn Schluß: „Mit dem Feuer spielen". Donnerstag 12., 7i/ 2 : Bolksvorst. (Kl. Pr.) „Der Urianst". Frei- Lcm 13., 7: Neu emst „Tre Geschwister" Hieraus zun, 1. Mal: „Erwin und Estnire". Im Zovl.xGarten. Vorst, f. d. kriegsbeschFt. Arbntersch (K>m Kartnrverk.) „Tie zärtlichen Verwandten". Samstag 14 71/2: Sttiiidberg-Wend. „Mutterliebe". Hierauf: „Das Band" Zum Schluß: Mit dem Feuer spielen". Sonntag 0- Pr.) „Die Metternich Pastete". V/ 2 : „Schneider Wrbbel". Mrmtay 16., 7: „Tie Geschwister". Hierauf: „Erwin und Elm,re". Trenslag 17., Ufa: Strinoberg-Abend. „Mutter- lrebe - Hierauf: Das Band". Zum Schluß: „Mit dem Feuer ' . Mittwoch 18., 7: „Die Geschwister". Hierauf: „Erwin und Elrmre Abteilung für z i, r ii ck g e k e h r t e K r i c g S g e s a n ^ '■ k^ine besondere Fürsorge-Ableilinig für zuri^!geereSLNgehürigen, die oer KriegSgefananls^^ft oder Internierung zurückgekeimt find, aus Erstattung von Schäc-en, die ilmen ivährend der Olefangensckzift cuxr Internierung entstauben sind. Dossell-e gilt für Witter-, bliebene sowie für Geld und Gegenstände, die bei tleliersendungj diirch die Post oder auf andern stö' ,e» in Verlust geratn, fini> n Xtc Gewährung iw 11 Entschädigung«',, für Anstaw'», die durch die Flucht auS feindlicher Kriegogefangeirsclmft cutsbanoeu sind, erfolgt wie bisher durä» das stl>i„«x'-VerwalttlNgsdepar1?inlö7t, Kassen-Mteilung, des KriegöministeriuniS. Eu,e loeiti re Aufgabe der Fürsorge-Aptcilung ist Airs kaust und Bevallmg in mititärischstt und bürgerlichen Angelegenheiten. Letzte Nachrichte». Der nerreste Bericht -er Heeresleitung. (WTB.) Großes Haupt qua klirr, 10. Septcmb. (Astillich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Deilaugrisfeu des Feindes nördlich! von Mrrhnn und nordwestlich von Ypern blieben kleinere Grabenstücke in seiner Hand. Beiderseits der Strafte Peronne—Cambrai setzte der Engländer ferne Angriffe fort. Der Hauptstvft rMete sich ge^tl 6)ouceaucourt—Eprhy. Er wurde abgcwiesen. Auch mn Abend ans dem Walde von Havrincourt und südlich der Strafte Pewnne—Eambrai erneut vorbrock)ende Angrifft des G-eanerS scheiterten. Teilkämpsc am Stolnon^Walde fsüdöst- l«h von Verwand) und an der Strafte St. Quetltiu. Unsere in vorletzter Nackft vom Erozat zitrückgenommenen Vortruppen hatten gestern westlich der Linie Essigmi—Vendeuil nur mit schwachen feindlichen ErkundungSabteilungen Fühlung. Teilläinpft südlich der Oift, Artillcrietatigkeit nördlich: der Ailette. Zruischcn Ailette und AiSne mthni det Artllleriekmnpf am Mittag wieder grosse Stärke an. Heft tige, bis zum Abend mehrfacli wlederl-olte Angrifft deö ^eindes ftl,eiterten. Brandenburgische Grenadiere zeichneten sick) bei ihrer Abn»ehr besonders ans. Zwischen AiSne und VeSle wiesen wir VorsbUfte der Franzosen ab. Eigene er- svlgreickie Uttternrhmnngen östlich von Reims und südöstz- lick) von Barroy (an der Lothringischen Front) und am Doller. Der Erste Gcneralguartiermeifter Ludendorff. verm»?ch^e». ch. Aus der Rheiupfalz, 9. Sept. Die e,nzÄn«n Wern- bauverk-mc nehmen gegen die ldmfühvung von Höchstpreisen für bot Wein Stellung. Der Tüernbauveveul Rhodt mit ettua 20Ö Mit> gliedern, hatte eine Versaminlimg, in der bestirmnt erklärt wurde, daß durch HEtpreise nur der Erzeuger, der Winzer, geschädigt werde. Der WciuharlLel werde sich den bett. Maßnahmen ent- 'inhlnr können, so dirrch Verschnitt vvn Becbvlrnchswein mit Qua-- lttätsioein oder durch Ausfuhr des Weines mich Hessen und Preußen '-Aach Einführurcg der Höä.sipceise abm würden die Wem- trmftc den Wein feinm Mennig billiger erhalten. Für den 1917er lütten die Winzer von den Weinyändlenr 3l)00 Mark für die 1000 Ltter bekomme,, nnd heute Boff c dieser Wein 7000- 8000 Mark. Erbittert seien die Winzer auch darüber, daß gerade nur die Vev- brauchsweme mit -HöckOPveisen bedacht »oerden sollar. * Der Eisenbahnunfall bei Landsberg (Warthe). jlic Zeittingsnachrichteil über das Eisenbahnm,glück bei Landsberg- Warthei, dem ern D^Zng MN 30. Juli infolge Entgleisung der ^ovonmtrvc Mm Opfer fiel, betrachte,, vielfach das in Bdl>älter!r unter den Eisenbahnwagen mitgeführte 0)as, das für die Beleuchtung mw für den Mch'hero >des Speist,vagcns dient, als llrsackie dös Brandes der ^trüminerten Eisenbcchmvagen. Tie am Orte des Unglücks zugleich nachher vorgenommkenen Feststellungen haben aber ergeben, Laß zunächst nur der unmittelbar auf die Üokmnotive iolgeude P-arkv-agen, der sich ans sie aufgeschoben l-atte, in Brand und zirvar durch das .umher verstreute Fe,wr der Qokontotive geriet. Die Bekämpfung des ^Feuers konnte erst aufgeniomimian werden, als Mannschaften der ,freiwilligen Feuerrvehr benachbarter Dörfer von den Feldern geholt und zur Unfall stelle gelangt waren, worüber Stunden vergingen, \m denen bem Fiener reichlich Gelegenhctt gegeben war, sich äveiter zu verbreiten. Die ,cngüttsti.?e Windrichtmig hatte inzwisthart dazu »geführt, daß das Feuer auf du uem Packwagen nachfolgenden Wagen, darunter den Speisewagen, Übergriff. Vorher warm aber die unter diestm Wagen angebrachten Gasbehälter durch Oefsnen ,der Ventile von, Gast ettleert worden. Es hat sich auch nur eine einzige angekohlte Leich- und zwar unter den TrüniMern des Speistioagens gefunoen, die so unglücklich darunter lag, daß sie, bevor der Brand dahin fort-, lchritt, nicht hevausgeholt merdm /konnte. Wie noch iminer bei solchen Elseribahuunfällen, hat also (das Gas Tie Agenzia Amcricaiva meldet aui. San tiago f>< Chile imber dem 6. Sepbentber: Das gesäurte Ministerium hat seine Entlassung cingereich, um dem Prasv denteu Ijcr Repicblik die Freiheit zu geben, ein Kabinett zu büden mit ber BeteikiaiMsi von Mitgliedern dev denvokrattschm Partes, dis bei den letzten WaMen die Mehclstit erlangte. Von der Älildirng des nein'n stiegieruna erwartet man wichtige Folgen m Bezug puf big ruternationale Politik des Lcuüxö. Die veutststt Berteidimmg. Gens, 9. S«pl. Nach eüwr Havasnote waren dir Siadt- gelnete von ArraS und Hazebponck noch gestern heftigstemdl-ntschjen OstjclKtzfmer ansgesetzt. Amiens ,onrde nrnerllch nrtt dentschm Fliegn-bomben bckvorsen. Ferner versichert die Havas- iwte, es hätte bisher nick)«! in dm brittschm Absick>ten gelegen, di« der, Stadtbezirk Lens - halle,iden gegnerischm MaschHiengewehü, imb ^chützenabteillnigvn anzilgreifm. Die deutsche Berteidchunig erstrecke sch vvn Lens bis Sallaumines. Völliger Ber- nchtung versieben die Städte Bailleul mrd Laore. Erschossen. Rostock, 9. Sept. (WTB., Ter Schauspieler HanS Brings vom hiesigen Stadttheater wurde gestern nachmittag vom hiesigen! Universitätsproscssor .HanS R e i n m öl ler in der Wohnung er- f ck) offen. Tie Kugel drang Brings in den Kopf und fühtte seinen! soforttgm Tod hc'rbei. Ter Grund soll in einem Liebesverhältnis Brings zu der sfrau des Professors zu suchen sein. * 3 » B^i^ciiieidondeHh bedürfen kein sie schmerzendes Bruchband mehr, wenn sie mein in GrößeMerschwindend kleines, nach Maß und obne Feder Taa und Nach, ssragbareS, auf seinen Druck, wie auch jeder Lage und Größe deö DruchleidenS selbst verstellbares nüwe^&cy-E&pouchband tragen, das für Erwachsene und Kinder, rvte auch jeden Leiden enfsorechend herstellbar ist. Mein Svez.-Bertreter ist am Mitt- woch den 11 . September, mittags von 2 in lttießeu, Babnbos Hotel Lenz und Tonnercttan den 12 . Sept.. morgens Jurn 3-12 in Fmedbera, Hotel Trapp, mit Ätuster vorerw,ibnter Bänder, sowie mit ff. Gummi- u.Fcderbiindern, neuesten Sy,lemö, in allen Preislagen anwesend. Rtustcr i» Gummi«, Hängeletb-, Leib- und Muttervorsall-Ginden, wie auch dleradebaltcr und Krampi- aderstriimpse stehen zur Verfügung. Neben sachgemäßer versichere auch gleichzeitig streng diskrete Bedtennng. I*h. Steuer Mohn, llnndaarint n Ortho|>it 4 ll«t, Konntanx l» Baden, Wonnen- hersntraDe 15 . Telepbon 515 . OTnfl SQP oder QdS /} /) Wer braucht die Millionen Wotan-Za. mpen y////////////////////////////////////////r//////////////y//////s////^^^ j ,___j i Jede / 3 Qektpo-Jnßallaienp vSelß es Am-UMM, Seitab §1 Tflgllci K£ 2 st!er&oozerJ. 2 Pj honte bl* in XL Freitag, 13. S«ji. ....und Gerechtigkeit fand den Weg Sensationelles Detektivdrama in 5 Akten. Die Hauptrolle spielt der beliebte Meisterdarsteller Lzdwis Traatmaan. lila Loy, die beliebte Lustspieldiva, in ihrem neuesten zwoiakt.igen Lustspielschlager Ei sie Pesisi©^ Täglich Künstler-Konzerte Von Dienstag bis Freitag Chinesisches Schauspiel in 5 AktQn. 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Auswärts Geborene haben bet der Anmeldung ihrea Geburtsschein vorzulegen. Gienett, den 4. September 1918. , 6/vvv Ter Oberbürgerm eister. I. B.: Kremten, Beigeordneter. BekamttMachung Dem Müller Pb. Steinmüller zu Heucbelbeim ist für daS Erniejabr 1018 Genehmigung zur Herstellung vo« Hafergrütze für Selbstversorger erteilt worden. Giehen, den 9. September 1918. 6W1 _ Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). _ Getreide-Selbstversorger. Auf die Beianntmachung Gr. ZkreiLamtes vom 3. dS. MtS.. abgedrnckt im Kretdblatt Nr. 105 vom 5. ds. MtS* wird htermit hingewiefen. Gienen, den 8. September 1918. 6783 Ter Oberbürgermeister (Lcbensnnttelamt). ^bstversteigerung. Donnerstag den 12. September, vorm. 0 Uhr, loht die Gemeinde Holzheim unter den bei der Verweigerung bekanntgegebenen Bedingungen Aepfel und Zwetschen meistbietend versteigern. Die Zwetschen in der Gemarkung Bergheim werden ebenfalls Donnerstag den 12. September, v. nachm. 4 Uhr an, Anfang beim Brunnen, versteigert Holzheim, den 9. September 1918. Grotzh. Bürgermeisterei. 67U I 0 tz. Obstversteigerung. Nächsten Donnerstag den 12. Sept. d. I. soll das Gemeindeobft der Gemeinde Grüningen öffentlich nach den Bestimmungen der Landes obststelle an Ort und Stelle versteigert werden. Anfang vormittags 9 Uhr am Ausgang des Orts Gießener Straße. Grüningen, den 7. September 1918. Grokh. Bürgermeisterei Grüningen. täglich als Extra-Einlage in ihrem ausgezeichneten Lastaplöl-Sekleaer. Zu diesem hervorragenden chinesischen Schauspiel bitten wir höflichst, wogen des zu erwartenden Andrangs in den Abend-Vorstellungen. die Nachmittags-Vorstellungen besuchen zu wollen. " M a Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Ang. Rath 6378 Heute *98 K©mg©l*t =Üi“ Slgtao Konditeret. Brennholz. Tr. Buchen-, Eichen- und Tarrneubolz, geschnitten, empfiehlt ab Laser und waggonweise 3772 J. Ilappol ' ~ Mi ' Holz- und Sohlenhimdlrmg _Müblsrraste 18. wmmmm Bekanntmachung. Von den Schuldverschreibungen der Stadt Grüuberg wurden durch Auslosung zur Rückzahlung aus Ende Dezember 1V18 bestimmt: a) von der Anleihe von 1861 2 St. ä 500 fl. Nr. 48, Nr. 34 M. 1714.28 d) von der Anleihe vom 1. Okt. 1888 5 St. Lit. A k 200 Nr. 24, 28, 37, 75, 27, M. 1000.— o) von der Anleihe von 1896 3 St. Lit. CU 200 28. Rt. 36, 38, 53 M. 600.- d) von der Anleihe von 1895 1 St. Lit. D Nr. 25 k 1000 1 St. Lit. F Nr. 43 k 200 M. 1200.— Grünberg, den 7. September 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Grünberg. Raust. «751 B i n g e l. 6778 Obstversteigerung. Nächsten Donnerstag den 12. September soll das Gemeindeobst, sowie dasjenige des sürstl. Hoskonsvrtiums in der Gemarkung Eberstadt an Ort und Stelle versteigert werden. Zusammenkunft vormittags S Uhr auf der Dreispitze. Eberstadt, den 9. September 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Eberstadt. 1 Görlach. Oüngepsfpeuep , /Triumph“ ""e geeignet für alle Düngerarteu, besonders für Ka I ksf 5 eiist ©f 1 ff in kleinsten Mengen, in allen Größen sofort lieferbar. Gg. Sehleferstetn, Lieh, Maschinenfabrik. Fernsprecher 17. ^ftmEchem Änchnrg, t»m eilte iSchubrnq-, welche bie PöfKtcf« Bcrknbmta bon Wort und Ton, die pvachwvlle Msseg-lichmheit toev btnmmagen ncit der Tiefe und Verimlierlichimg des Inhalts aufs wirkscnnite zu verbinden p-erftcht und die Vortt'agende in ivre ersten Rechen unserer Koirz-ertscina>erüciren spielt. ifches Erleben während der Kriegs. Zert^ betrtctt sich der Vortrag, welcher am Donnerstug in der Aula von Ftl. Agnes Seesemann gehalten wird. Die Vor- traambe ist Mrländenn und lebt in Riga, wo sie die ganze Krregs- mt und dre Einnahme der Stadt durch die deutschen Truppen rmtgcmacht hat. Ueber ihren Vortrag schreibt man uns aus Weimar- Er erntete wie in anderen Orten lebhaften Beifall und ließ in txm Zuhörern jene Ergriffenheit Zurück, die man gegenüber deii Erlelmpsen anderer findet, welche durch die Art der Mitteilung zu eigene,n Erleben smirden. In redegewandter Sprache, in welcher crn MiAang baltischer Mundart nicht störte, im 0>egenteil der -.leutzerung eigensten Erlebens mir vorteilhaft war, zeigte die Red- “fi 1 " abgeklärter Einfachheit auf historischen Aufbau ge. gründet, Bilder aus der füngsten Zeit der Befredmg der Ostsee- Provinzen durch die deutschen Waffen. Man inus; diese Dinge von der Vo^ragenden selbst hören, um sie so vollauf als eigene Erlcb- rnttMwhlen, wie es ihre Hörer taten. — In übercrr.s ae'ckmmck. voller Auswahl verwob sie m die eigenen Schilderungen ergreiunide Dichtungen^aus dem poetisch gesteigerten Momeiilempsniden aller- iieuester und vergangeiier Zeiten." Das an dein Abend noch mit. wirkende Aü6-Luarim^nrck^u S l t r ^ m .^ exIi7l - A ^ e beiren lverden vor hem Vortrag die ©aiiötwucit über „Qfett erhalte Franz, den Kaiser" aus dem .^aper-^uai^tl ^on Dsck«: Schauipwl in der morgigen Nmrnner zurückk>E^ ^ ^ ^ Kreis Lautcrbnch. E Brand auf seinen Herd zu beschränken u doi Starkeildurg unö Nheinhessen 1 Darmst ab t, 10. Sept. 2>ic fr e r i e n ft r n f f > m m ** urtEe den 51 i$^>'©üwl ) mef Ludw. Beyerv^nGE^' r» ssÄtsy sv&sasä sc Dessen Nassau. * Frnnkfurta. M, 9. Sept Ter *,* W das ReichsernLhrn-nLl, MWtim imfebie Selbstei nt« II er uT7h?r^ { P a , h ’ bn fMatm^ m «™«n. % ru Ö«[ Ä' toi faltiger mden em»cl'nvn HaushaltwiMn behandelt ^ als bei der M-asftmeinLllerung Ä ÄT S *^tel2p‘ a]cmn S lmd große Mengen dem Bncherben sii? Dev.ölkervrrg hat sich namenllick» im letzten MrtschaftÄavr i^ «gemernen an ein besseres Mrtschaftsn^ch . d°» eingelagerten Kancsstl-, grwNett. T»\af Städttheatei*. Einladung zum Abonnement. Für die am 8. Oktober beginnende Winterspielzeit 1918/19 wird wiederum ein Abonnement für Dienstag u. Freitag und zwar diesmal auf SO Vorstellungen lautend, ausgegeben. Die Preise betragen: Lop nnd L Barg forierjMz M. 55.— 4. a rr- i ^v- ; 5ourrosfern das Erntellern der Bevölkerung ohne '' 7™ WWmci Dt» in: - -.D' rt « « rant nngezatzlt werden. toi. SV: «Hftwfc «fwfct frater die VMettgeflrr und ©nneiufcit, l7ll,BevölkEng Vorschüsse rum Ein- rettern der Kartoffeln zu gewähren. M™ m £$J?VJ ur rL£j!!:' 9 - Serz. Ter Verband der Litchüi- Ultznvn Jrnd Becrmtmnen, Sitz Köln, hielt ^ ™ fw* 16. Eeiiecalversammlung ab. SSLr7000 SDlitgÜcfcci flg B1 ct !? 1 ^ tot Dvrtfchlands erschienen. SL' hüh Uber den ganzen Montag hin. Diese uvb $u&r‘ : *Tt mit 11 716 Mark. 0X1 öcn -Verrn Bischof mi Hcrm .Kardinal Ddaiejttit die deutsch? Kaiserin nach l^andt. Mrmtay abend fand eine große DnsananLms mr gwven vsaale des Zoologischen Gartens [rfw* T^^ÄPfarrer Nüvling, Aufenau über beut* oEomlmdentWn vefo r ie rte . vermischtes. * ,, ^vlvr^unff eines E^ndlunnrn. Uh ferttn iö.^. Laut «Lok.-Artz."^lvmrg «uS GSr^ l£~ ,l a&e m ^ VeLx- brr 19jähaige Hilfsgen^ 1 5Ä.r R cr m ? rt)ct aufgesunden. Der Beamte ist überraschlo ^ Ermordet Worderr, die er bei eurem Einbruch schla?/^bur^ 9 Sept. (W.j» grw Sachen der unter. < ? 7?00 Ma r f bei der Preußischen Staatsbant ^ C ^ b L un 2 ??rlm wurden bei der hiesigen Stadt. Nachforschungen durch Vertreter des ge- Beamte der Berliner K-rimrnalpolizei ae- Kf f ‘ ^ver konnte bre Summe von ungefähr 70000.) Mark br- a^agnabint werden. In eurer Stahlkammer fanden sich in zwei Wertpaketen Geld^morne m Höhe von 575 000 Mart Weiter« Betrage waren auf dre Sparkasienbücher der Mutter und der Angestellten der Bank, Ziegler, hier Kl. HauS muten in der Stadt zu kaufen gesucht. Angebote unter Nr. 01931 an den | Gleuener Anzeiger erbeten. 1. Sperrsitz !L Sperrst I!L Spsrrsttz I IJ3,ig E!!e!jj!atz I. Rang IMjlalz ü.feiig friorpiatz M. 45.— M. 35.— !l. fig. Fre$z.-l3jj§ii M. 22 .— 0O89D M. 15, l i ,i i. cli '1 r l, t . wiru ,,onicnsr » ersuctir sesne Platz- besteliung schriftlich an den Herrn Oberbürgermeister zu richten. Besondere Einladungskarten an die alten Abonnenten werden dieses Fahr iclit verschickt, doch werden den vorjährigen Abonnenten die zuletzt innegehabten Platze bis 21. September reserviert 33^§?" Siehe auch die Lokalnotiz in der heutigen Nummer. -HZA Der Theate r bauverein. Der Oberbürgermeister. Unbescholtene, gesunde Mädchen über 17 Fahre als Pfregertuve» zum 1 .10. gesucht. 6614B Direktion der Heil- und P-lrgeavstalt o ^ejjcn. ^Tüchtigem, strebsametn|; ! K SSL 11 fm II Sl 11 . lj FabrikidSÄ if * N-bme... In iSilVÄ cm gewinnbringendes Unternehmen nahe (Liegen anschtutz als tätiger 'R^ G i 1 b ii Schlafzimmer Nitb-tludwl»svlatz.milollch„ f nvn^mx in leb» ‘Diot?Innc rinim ?lnaeb. umev Oüki.j an den Giehener Anzeiger erberen. Für Töchter eines Arztes suche ? SAihi»»tr ii. Söls-a eml. Pension, per 1. Oktober, Nahe Klinik. Angeb. unter 04904 ati den (Lies;. Anz. Haiidllikikernieisier sucht für sofort niöbl. Zimmer möglichst mir Beköstigung. Angeb. inner 0782 an den (Lieheuer A u zeiger. _ Zum i. Oktober Ladtnlokal 1,0,1 auswärtiger fXIrma iit verkehrsreicher Lage in (dienen gesucht. Gesl. Au- geböte unter 6791 an den Anz. erbeten. Gesucht ver bald od. später für kl. PrivathauSbalt um etwas Landwirtschast e7si alt Wißt Persos cmL Krieüerl«witwc. Gute, dauernde Stelle. Offerten an Frau Hch. Vogt, ramof- zlege lei, Butzbach (Hessen). Tüchtige, saubere Frau (mögt, unabhängig» zur Aus" hAse für einige Wochen ge- sucht. 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Z»m baldigen Eintritt Seiferts das schon gedient hat. für Hau dar Veit gefacht. 6740 Frau Fabr. r^oeeS jr^ W etzlar, 5fr für sofort oder später gesucht Slonditorei nnd Kaffee Hettle r, Sttd-Anlage. flunacS, ordent!., satibercS Si & d c h c n für einige Stunden vorm, gesucht. Wo? sagt die Gosch ästSstelled.Glest.Anz. Tücht., sol. Alleinmädchen nach fl-rankfurt a. M. ge. sucht. Meldungen an Buderus. Lndwigstr. 77, 0wll8_ Glestrn. Ein braves, älteres «kSSüliö» in gutes HauS gesucht. Näh. zu erfragen in der Geschäfts, stelle de- Äietz. Aaseiger». Zementarbeiter sofort gesucht. g^O« Jean Dern & Co. Zu melden brtm Meister in der Fabrik Franks. Str. 114. j ^ Ein gelernter Sckäfeebuud nebit zwei Jungen billtg mü -lrrhe für meinen Sohn, welcher 1'/, Jahr Mechaniker gelernt hat. umständehalber weitere AnSdildung in solchem od. obttl. Fach. Schr. Aug. u. 04946 a. d. Gie st. Anz. rrSxlsL». 31 Jahre fHöhere ^öchierm'-ule besuch:», m. ge- wanbt. Handschrift tSchreib- uraschtne», per 1. oder 15. 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WoDagtdie Geschäs-ö- stelle desGie tzen.Anzstn.s67l4 Bon den neuen rieuergeseZen ;s;3 gelangte soeben zur Ausgabe: Umsatzsteuer- u. LuxuZsteuergesetz (Nr.608 612 meiner Neichsgesehsammlung^reis M. 1. - Gesetz zur Aenöemug des Kelchs- Mmp e!-u.r. Wech sclstemp elgeftMZs (7tr. 603,607 meiner NeichsgesetzsammlunglPreiL Ti. 1. - Scibc bearbeitet v.!. StaatranWalt Hahn in München. weinfteLergesetz, Gesetz z. Aenderung d. Schaum- We»ttstLEge;etzes, Gesetz betr. Vefteuerriüg SSN mntrnmttn, Gesetz betr. AenöerkLkg der Post- und LereZraWmgeößhre« erscheinen noch im Laufe dieser Woche. 6793 & 3u beziehen durch jede Buchhandlung oder direkt vom Verlag &ml Roth irr Gießen. Gut erhalrener Dameuvelz zu verkaufen 0104Z LutzW issir atze 20, p. bin schwarzer Fätzrlinfts-Lchirfbock ntit schönem Fell und gut im Ritt sieht zu verkaufen bet „ Heinri ch Df ,11III . in U lfa. Aerkaufe, weil überzählig meinen fünstährigen schönen Schäsrrhnnd.^L Hosschwetzer, GrosteN-Buseöker Hos. 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Vertreter «ad Tertreterliuiea gebucht. -WGW j’ t’ -;j [■'.'S "1 Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten, was man hat. Muß scheiden. Am 20. Aug. erhielten wir die amtliche Mitteilung, daß mein lieber, guter, treusorgender Sohn, unser unvergeßlicher Bruder, der Gefreite Karl Grein Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaiile nach fast 3 jähriger treuer Pflichterfüllung im Alter von 23 Jahren ain 6. April 1918 den Heldentod für sein geliebtes Vaterland erlitten hat Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elise Grein geb. Fink, Mutter Emma Kauß Wwe.geb. Grein u. 3 Kinder Hermann Grein und Familie Gefr. Heinrich Grein, z. Z. im Felde Wilhelm Grein, verw. in einem Kriegslazarett Lina Grein Pauline Grein Auguste Grein und alle Verwandten. 04930 Gießen, Bisses, Lehrbach, Kirtorf, den 10. September 1918. Es ist vorbei mit unserm Sehnen, In fremder Erde ruht er ans. Nie kehrt er heim ins Elternhaus. Aufs Herz preßt bebend sich die Ihn wecken niemals unsere Tränen, Du nahmst uns viel, o Vaterland 1 Todes-Anzeige. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir am 24. August die schmerzliche Nachricht, dass unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Pate und Onkel Gefreiter Wilhelm Zimmer Infanterie-Regiment Nr. 471, Nachrichten-Mittel-Komp. Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse, der Hessischen Tapferkeitsmedaille und des Kriegsehrenzeicliens in Eisen nach 4jähriger treuer Pflichterfüllung am 15. August infolge einer Granatöplitterverletzung am Kopfe im Alter von 28 Jahren den Heldentod für sein geliebtes Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: Heinrich Zimmer and Trau Elisabethe geb. Tr&llef Beria Dörr geb. Zimmer und Kinder Kar! Zimmer, z. Z. in Urlaub Heinrich Zimmer, z. Z. in Garnison Anna Zimmer August Zimmer. Weickartshain, Giessen, den 9. September 1918. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 15. September, mittags lUhr statt. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 04940 £)\ m Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß nach Gottes Willen unsere liebe, gute, fleißige Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante, Nichte und Cousine Minna Osinsky durch den Tod unerwartet und sanft erlöst wurde. In tiefem Schmerz: Rob. Osinsky und Frau Auguste geb. Günther, K. Johannsson und Frau geb. Osinsky und Angehörige. Gießen (Ludwigstr. 12 III), den 8. September 1918. Die Beerdigung findet am Mittwoch den 11. d. M.,,nachm. 4 Uhr, auf dem Neuen Friedhofe statt. «761 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigstgeliebte, treusorgende Gattin, unsere herzensgut« Mutter, unvergeßliche Tochter, Schwiegertochter» Schwägerin und Tante Frau Minna Rau geb. Veite nach schwerem Leiden im 32. Lebensjahre durch einen sanften Tod zu erlösen. In tiefem Schmerz: Friedrich Rau und Kinder • Frau Wllh. Veite Gießen (Bahnhofstraße 1), Familie Jakol» Rau den 8. September 1918. Marie Launspach. Die Beerdigung findet Donnerstag den 12. d. M., nachmittag* 8‘/t Uhr, auf dem Neuen Friedhofe statt UM Am 3J. August starb mein guter Sohn, unser lieber Bruder, Neffe und Onkel Ludwig Geißler Sergeant im Infanterie-Regiment Nr. 400, 7. Komp., Inhaber des Eisernen Kreuzes, nach 4 jähriger treuer, ununterbrochener Pflichterfüllung im 45. Lebensjahre den Heldentod fürs Vaterland. In tiefem Schmerz: Im Namen d »7 trauernden Hinterbliebenen Ludwig Geißler II. Wwe. Kirchberg, den 9. September 1918. WH I Nachruf! Am Samstag den 7. September a. a, früh 4 Uhr, entschlief sanft und unerwartet unser hochverehrter Chef Herr Fabrikant Conr. Wilh. Poppe. Wir verlieren in dem leider so früh Dahingegangenen einen Arbeitgeber von großer Herzensgüte, dessen Wohlwollen und vornehme Gesinnung uns immer in dankbarer Erinnerung bleiben werden. Wir werden dem Entschlafenen ein ehrendes Andenken bewahren. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Poppe & Co. Gießen, den 9. September 1918. 678SD JisWM Split fit SiUliUS- M LlMi»!>nM. Aufruf! Vier Jahre lang wütet nun der Weltkrieg. - Furchtbar sind die Opfer, die er von unserem Volk gefordert hat und noch täglich fordert. Die Zukunft unseres Vaterlandes ist aufs schwerste gefährdet, wenn es nicht gelingt, einen Ausgleich zu schaffen für die Hunderttausende von blühenden Menschenleben, die uns durch den Krieg entriffen worden sind. Dor allem gilt es, die erschreckend hohe Sterblichkeit der Säuglinge und Kleinkinder zu bekämpfen. In den letzten Friebensjahren gingen von h ändert deutschen Kindern fünfzehn bereit 8 im ersten Lebensjahr zugrunde, mehr al» in fast allen anderen Kulturstaaten. Eine durchgreifende Hilfe durch Ausbau des Mutterschutzes und der Kindersürsorge ist hier dringend nötig. Dazu sind aber neben den Zuschüssen des Staates, der Kreise und Gemeinden weitere bedeutende Mittel erforderlich, die durch eine große Volksspende ausgebracht werden sollen. Die Sammlung für „Deutschlands Spende für Säuglings- «nd Kleirikinderfchutz" wird in Hessen im September dieses Jahres stattfinden; ihr Ertrag verbleibt ausschließlich unserem engeren Vaterlande. Wir wenden uns an den oft bewährten Opsersinu des Hessen' Volkes mit der herzlichen Bitte, an dem großen Werk der Nächstenliebe mit- zuhelfen. Möge jeder nach Kräften dazu beitragen, die Fürsorge für unsere Kleinen und Kleinsten zu fördern. ES gilt die Zukunft unseres Volkes, die Macht und Größe unseres heißgeliebten Vaterlandes! Darmstadt, im September 1918. «775D Eleonore Grofiherzogln von Hessen and bei Rhein. Der Vorstand der Grossh. Zentrale für Hutter- nnd Säuglingsttirsorge in Hessen. Dr. Rietz. Frankiert a. 1 Einmachfäfser Leiterwagen Schiebkarren empfiehlt Küferei Sommerkorn, Bleichstraße 10. «««> Die neuen Postgebühren ab 1.10.18., auf Karton in handl. Taschenformat 100 St. 5,50, weniger 6.— gegen Nach«. Einzeivrs. 10 Pfg. 0781 Weiuert, (Lieben . Dezimallvaaen und Herde eingetroffen. 04911 Willi. Dttrbeck Nachf.. Diezstra n e 6 u. Mtzuöburg 5. Verloren I von der Hardt bis zur Stadt Sonntag nachm, ein Uliren armband. Geg. Belohnung abzugeben Rodbera 1. In der Nähe der Germania. Kaiser-Allee, wurde ein Per- lcn'Täfckckcn mit Inhalt verloren. Der ehrt. Kinder wirb geb., es geg. gute Bei. abzng. Löwanuasse 22. 04931 spulun 6774 beste Saatbeize (nur für Wiederverk&ufer) bei Bonnen & ICrumm, Drei»a, Material- a.Farfcwarea-QroSiiaiidlfl., Gießen. 6634D Zur Gewinnung von Wagen für den LadungSverkehr. insbesondere für dringende Nahrungsmittel, wird von Mittwock den 11. September an bis auf weiteres der Versand von ^rachtstückgut, Eilstückgut und beschleunigtem Eilstückgut gleichwie im Vorjahre derart eingeschränkt, dcch eine Anzahl Güter von der Beförderung auS geschloffen ist. .. . *Vür die noch zugelassenen Guter bleiben die bisherigen Höchstgewichtsgrenzen von 100 kg für Eilstückgut und von 30 kg für beschleunigtes Eilftttckgul bestehen. Anträge auf Zulassung von Ausnahmen, die nur in durchaus dringenden Fällen berücksichtigt werden können, sind für Güter deS öffentlichen Verkehrs an die Königliche Eisenbahndirektton, für Militärgüter an die KrtegSamiS- stelle des EmpfangSorteS zu richten . Die Annahme von Exprestgut bleibt in der seitherigen Weise eingeschränkt. Nähere Auskunft erteilen die AuSkunftSsteller» für Güterverkehr im GeschüftSgedäude der Königlichen Eisem i dahndirektion, Hohenzollernvlav 35, sowie die Güter-, Eil- gut- und Gepäckabfertigungen. Frankfurt (M.i, den 9. September 1918. Königliche Eiieubabudirektio^