Ar. 2P Der Sietzener Zünz-tger erscheint tätlich, anher Sonntags. - Beilagen: Kietzever^ami? leadlötier; ?8? den Ureiz GleLcs. vezuarpreir: monat l. Mk.1.20, viertel- jährlkch Mk. 3.6O; durch Avhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10: durch dieVoft Mk. 3.60 viertel- jährl. ausjchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schrill eitukig 113 Verlag,GeschastssteUeöl Anfchrilt für Drahtnachrichten: Lrizeiger Gießen. ErßeZ Blatt M. Jahrgang ZamLtag, r. September \%S P*m**twt o: Zrantsarl a.m.U686 er für Oberl 3wiMngrr»ndSruü u. vrrlag: Briitzl'sche Univ.-Vuch- u. SteindrAckerei R. Lange. SchrWritvng. Gefchäftrstellr u. DruS-rri- Schr-Istr. 7. vankverkehr: Sewer-rÄan! Sietzen Ännshrrn vs» 2 oreizen f. die Tagesnrlmmer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerblndllchkeit AeNenpreise: ür örtliche Anzeigen 25P?.,für auswärtige 30 für Reklamen Mk. 1.-nebst 20*/. Teu- erungSzuschlag. Haupt- fchrillleiter: 2lug.Goetz. Verarlltvorllich für Politik: Ang. Goetz; für den übrigen Teil: Di . Meyer ; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. NochenrüSdNS. Es ist irrrn ein Mcmxrt verffoffen, seit Foch feine große L/fftnrsive gegen uns vontrug, und wir können nicht bestreiten, d«tz er rn Gemeinschaft mit Hai«; viel erreicht Hut. Wir Wanken Vas äußerlich auf der Karte verfolgen. Nachdem mrch der^ englische Overkommnndierende Huig seit dein 21* Dngnst an der Nordfront tätig geworden ist, ziehen Hrrrderronrg und Ludendorff unsere tupfcren Heere, die so län-^s einer U-eberrncrcht fsandgelxrÜen und ihr furchtbare Verluste hä^dxoad)t haben, langsam und allmählich Mrf die cckbe Linie zurück, di-e wir im MärA dieses Jahres innegehaLt habrn. Es ist die ulte Siegfriedstellung, auf die Hindonlnrrg im gefährlichen Frühjahr 1917 den Schild Deutschlands gesetzt hatte. Wissen wir denn nun aber etioc «lleS, was zu einer sicheven Beurteilung der Kriegslage und der nächsten Möglichkeiten erforderlich ist? Nein, wir tvifforr A. B. noch incht, ob es ein ausgeprägter Pyrrhussieg ist, den bet französische Generalissimus davongetragen hat; wir haben wenig Anhaltspunkte dafür, wie hoch feine Verluste und Opfer gestiegen sind, mit denen er die Rückgewinnung fvm^ösischen Bodens bezahlt hat. Wir können auch schLcht berechnen, wie weit die Lage der Engländer mrd Franzosen dadurch verschlechtert wird, daß sie sich auf den Triimmerfeldern. des vordem von uns besetzten Landstriches rnübsarn eircrichben muffen Von maßgebender deutscher ist kürzlich erklärt worden, das Eintreffen und Ein- tecttfen der Amerikaner auf dem westlichen Kriegs- sck)aupl«tz sei „deutlich spürberck' gervorden; wer will wissen, wie hoch der weitere Zustrom zu bemeffen und zu bewerten sein wird, mit dem der oberste Kri^sherr aller Kriege, närnüch Präsident Wilson, Europa noch zu beglücken im- starke rst? Wir haben kürzlich aus dem weiterverbreiteter Vortrr«? eiweS Offiziers des Großen Generalstabs ent- nebmrn Annen^ daß die Amerikaner mittels neuer, kleiner und schnellsahvender Schisse vielfach in der Lage seien, mtferer w-Boot-Wacht zu trotzen; fveilich mit beträchtlichen NE>wrrrSr^m xu chrem eigenen Schaden, derrn ihr über- sveffchor FelbyLLg ist eine Krafbcrnstrengurrg, die ebensosehr an der Helder::nutigan deutschen Abwehr, wie an der politi- sch^rKonjinEtur zu schmrden werden kann, die für die nächste Zeit von Frankreich und England vielleicht nicht immer m gleicher Weise beurteilt wird, wie es in den Ge- sck-äftsbüchern des „Menschnrfreundes" geschrieben steht Auf der Mck^ren Seite fehlt uns auch ein-sicherer Maßßab dafür, wre hoch draußen an der Front unsere eigenen Einbußen gewesen sind und wie weit uns jetzt die Reserven erstatten kommen werden, denen unsere Kämpfer durch die Entschlreßungen unserer Obersten Heeresleitung entgegen- gefuhrt worden sind. Nach den neuesten Berichten sirck» wir rwch nicht ganz in die alte Verteidigungslinie zurück- Aswrchem Von der Somme, die Fochs Truppen bei und sudlrch von Keronne Merschritten haben, bis vor die alte deuffche Linre, die St. Quentin, La Före und Laon in der starten Hut der Deutsä-en läßt, ist noch eine gute Strecke lDer FvMrzose kann unseren geordneten Rückzug nkcht stören, er mug uns langsam folgen, und die gegnerische Presse er- kennt.denn auch im Ernste an, daß Hinderrburg sich auch als „Meister rm Rückzug" bewahre. Halten !vir die Linie Arvas <5t Qnentin—La Fere ffst, so ist Hindenb-rrg wohl wieder in der Lage, bedeutende Reserven freizumachen. Es rst ein wenig beklemmend fiir uns, daß «der Feind auf der Straße Arvas—Earnbrai eine kleine Einbuchtung der Hmdn:buvgLinie erzwungen hat; indessen wird diese lokale Schlappe von den Miseren Wohl wieder wettaemacht werden bvc Tat gefährdet wird, werrn man ihre wiederholten Zusagen nicht endlich ein löst. Daß die politischen Giftbrvcken, die aus der Küche der Entente in die russische Rälerepublik wandern, noch viel xc^verer wiegen als diejenigen, vor denen Hinde-nburg das deutsck)e Bock warnt, laßt sich denken. Durch die russischen Are ist dre Einfuhr wesentlich leichter als durch die deutche Westfront. Während bei uns in Deutschland nur von genussen Leuten mit dem G-edanLn eines Bürgerkrieges gespielt wird, hat Rußland diesen Bürgerkrieg schon, der noch verschäcst wird von den Aug-ristAen, die vo« außen, von Norden und Osten her, dwhen. Da mit Lenin und Trotzki keine Gesteifte zu machen waren, organisierte man eine Berschvörung zum Sturz dieser Leute. Man wird in der Geschchte bei Staats- manmrn schwerlch wieder spitzbübisck?e Handel so skriipel- bffer Art fffrden, als sie dem Chef der britisckZen Mission in Moskau, Herrn Lockhart, dem ftanzösisck-en Generalkonsul ® eitera ^ Lavergne nachgeiviesen worden siM. Welch ein schreiendes Gegenstück liefert die Enthüllung dieser Verschwörung, die mit Mord, Bestechung, Lüge, systematischen Erfindungen und Fäljchungen zum Ziele zu gelangen suchte, zu den fortgesetzten Predigten von Moral, Recht und Freiheit, mit denen die Londoner und Wasding loner Hohepriester uns deutsche Zöllner der Welt verieh Eine Ansprache des 5 taoiss?kreLLr; v. hirrtzr tn wie«. Wien, 5. Sevt. (WTB.) StMUSsefertär v. hintze empfing nnttzrgs in der deutschen Botschaft im Berstm des Kaiserlichen Bot- stliasters Grasen v. Wedel, des dentschnc bevotlmächriaien Generals beim K. il K. Armev-O«bcrko!r c.NLnds GrnerLln«rjvr v. C r a - ino n die Bert^ter Wiener Blätter sowie bas Präsident« und den Vizepräsidenten des Wieirer Verbandes brr ungarischen Jvu rnaliftcn mib machte dabei etwa die folgenden Aussührungen: Bei meinem Aufenthalt in Wien bereiter es mir eine außer- vndentliche FreMe, daß Sie vrrr GelegeTrHeik gabrnr Sie, «eir« Herren, begrüßen ZA kömren als Bcrrrrter der Presse, in der ich einen so wichtigen Faktor des öffenckichen Lebens sehe. Eine n^iner wichtigste Ansgaren ist vZ, die Bemühungen rn uMerstüLen. uns einem chreutVll'en irnd unsere Interessen sichernden Friede» näher zn bringen. Hierbei spielen d-ie Waffen dcs Geistes evui rinfLußreiche Rolle, die ebenso im Mg sind wre die der Waffen im p-eloe und die der Diplomatie. Wir wissen, daß der Geist und sein Träger, „das Wort", ebenso nachhaltig z imnrfcn imstande sind wie die Gewalt der Wassen. Ich bin Ihnen sehr dankbar, meine Herren, daß Sie sich hierher bemüht haben. Nicht zum ersten Näale kom'.ne ich nach Wien. Jmnrer wieder puckt mich die Wucht der Vergangenheit der österreichisck>-ung.Trischen Dtonarchie, ifae ^Glorie mtb ihr Ruhm, die in den ehnmlrc-igen Bauten unv Denkmälern Wiens ihren Ausdn- ckftnden. Ich habe mich an dem **&’!“* Selunsen Ä. di-» aus EÄchMrn und Lenin grwcstn sind! Aber was die amb- lMen Moskauer Blätter erithüllt haben, genügt ja sthon rvll- konrmen, um zu urteilen und sich zu entscheiden. Ob aber die Stellung der rcgiererrden Bolsthcwisten gestärkt werden kann, hängt noch tem anderen Umständen ab. Wenn Lenin, tim der stärksten Säulen des jetzigen Regimes, fallen sollte — wer wery, ob di« obersten Räte und Botkskommissare dann den zunehmenden Schwierigkeiten noch trotzen konnten? Dre uEe Wirkung der En.thüllungkr besteht darin, daß die BvljchewrsLen scharf ins Zeug gehen; es sollen bereits alle englischen und französischen Untertanen von 18 bis 45 Jahren verhaftet worden sein. So viel ist sick>er, daß dre Mehrheit der russischen Volksgenossen- dre rwch kern Geld aus der Kasse der Entente gerrorw- men haben, such besinnen wird, ob sie nur die Geschäfte der fals-a>en Mensthheitsfreunde besorgen und wieder in einen Krieg mrt Deutschland treiben soll. Nack wie vor liegt es in unse^m deutschen Interesse, daß die Bolschewisten, die fttzt dre Brester Zusatzverträge mit uns errdgültig abgeschlossen und dannt erne deutsch-ftenndlick)« Propaganda betrieben ^beNs rn der näch)ten entscl-eidungsschwangeren Zeit noch dre Zugel des ftrcdensbedürftigen Nachbarreiches in den Härr- den halten. (WTB.) Großes Hauptguurtier, 6. September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und Bo eh n. ErkundungsabteilmMn des Feindes, die zwischen Yvern mrd La Baffve v-orffteßen mrd nördlich von Lens unter starkem Feuerschlag vorbracherr, wurden abgewiesen. Am Abend wie-en hi'ssische Trupvrn zwischen Ploe^teert und Armen- tiöres Angrifft des Gegrsers zurück. Wir machten lyerlrei mehr als 100 Gefangene. Erfolgreicher Vorstoß in die ena- irchen Gräben bei Hulluchi. Im Vorf-lde mfferer neuen S'el- Ulngen kam es zu heftigen Jnfanteriegeftcksien an der Strai-e Bapanme—Cambrai, am Walde von Havrineourt und auf den Hohen östlich des Tortille-AbschnitteS. Starke Angriffe Wunen. An Vertrauen auf unsere beiden großen Heer- ''C — f . r i " '® ;roi4C sichrer kann und darf es bei uns nicht fehlen In den r? iwr aus der Linie Neumlle—Mananrourt—Moi- -—«• -- t ! ^ ja larns führte, wurden abaewreien. Aus Nerann, kommenden Tagen erst, wenn die alte Linie erreicht ist, MEN wir über das äußere Bild der Lage hinaus vielleicht erfahven, wem die nächste Zukunft gehört, uns oder den Gegnern. Es ist garnicht ausgeschlossen, daß sich dann aus e-rmnch KL-uft, wie die Trümpfe uns in der Hand ge- vtreven sind, und während Hinderibürg der .Heimat ferne föllbte: -Deutsches Volk, rvehre 0i w,' W sicherlich nicht urrtätig und unentschlossen . E uns ja ganz ruhig und zuversichtlich: „.brr haben rm Osten d-en Frieden erzwungen und sind stark gerrug, es auch im Westen zu tun, trotz der Ameri- • t*? Störungen und Gefahren aus der .Heimat dMen nccht hrnzukommen. Hindenburg, der so oft hart- rmckig für tot ob^ krank Erklärte, bittet Uns nun, still zu vEarren rrnd nicht jedes Gerücht, das uns oft die Feinde Eus Ohr zu se^en wissen, zu glauben oder, was beinahe ve«ve so schlimm ist, nachxuredon. Vorsicht vor Gerüchten und dem von feindlicher Hand heimliche und künstlich gebürten Herd innerer Zwietracht! Bewußte und mrbeivrrßte Verräter grot s miter uns! Das ist ein trauriges Wort, aber Verrat war ;a auch die Ursack)e des Mißerfolges mr- sever letzten Offensive. Darum leben wir wirklich in einer ernten Zeit, darrrm darf der innere Kampf in der Zeit der wieder tagerrden Parlainente keine dein Feinde nützlick)en Formen annehmen. Es war wohlaetan, daß Graf Hortlina den -L-tem des Anstoßes vor dem Ausschuß des preußisck)en Herrenhauses mit ftster Hand ergriffen hat, um ihn endgültig zu beseitigen. Es ist der Wille des Königs, nicht der Form auch der Tatsache nach, daß in Preußen das gleickre Vsahlreryt einzrehe; ;eder etwaige Nachfolger Hertlings muß p* Slerche rMrderung erheben, Mil die Kwne es will, die tn ) larns führte, wurden abffttvresen. Aus Peronue und über die Somme ist der Feind erst kiestern zögernd unseren Nachhuten gefolgt. Zwischen Sonrme und Oise drängte er stärker nach und stand am Abend westlich der Linie H^n—Chauny. Auch Mischen Oise und Aisnr Mt sich die Loslösung vom Gegner voer schweren KriegGahve so gut zu übersteheu. Es muß ein starkes iQuarrtum an Vertrvum vorharMn \eai, welches der Erreichung unseres Zieles dient, rveirn sich mrch ziooeilen -;verseindc Stimmer, Vagegen erhoben haben, so habe ich nnch durch den eigenen Augerv- schein davon üLcr^susü daß splä)en Mermrngen kein Gewicht bei- Üälegen ist. Sie olle, meine Herren, sind als Schreiber der täglichen Eindrücke dazu becnftn mL> haben Ihre Pflicht erfüllt, d«rS Zw- sammenschmelzen und die Hnnn-onir uifferrr Völker -n fördern und «nf bk Stimurung des Volkes wie sir der .Krieg geschafftn hat. Einfluß zu wchnren nnb sie «uftecht zu erhalten, m« sie sv bis zu einem chrenwllerr und unsere Jntwesfen sichernden Frieden tfin* tüberxllleiden. Diese AnsMÄe ist rächt inrmer leicht, iverm bis Nachrichten ctramd keine Tvmrmrch« imö Lorbeeren melden. W«m wiv anck nvanchrn-al auf duffe verzichten M^en und aus ihctcaüdxn Gründen die taMtzhe Rückvkrkmurrg mrfcrer Truppe» vornehmen muffen, so griffen Sve eruS den Erfahrungen dieses Krieges, wie wenig solche Wochselfälle von Dauer getotjen sind. Solche Fälle sind, wie wir vn Osten mr Galizien und Ostpreußen gesehen haben, rmvernieidlbch. Daron sehen wir aber auch am besten, daß mx kernen Grmrd haben, die Hoffnung sticken m lassrn, sondern berechtigt sind, die Zuversicht hochzuhallen. Ebenso wie im Osten der Friede gekommen ist, so wird er auch im Westen kommen, wenn es auch vielleicht noch einige Zeit dauern wird. Es körmrm nicht immer Rosen blühen. Der Krieg ist kein Rosengartcar, m dem man spaz«rr«v geht; wenn man Rosen pflücken will, neust n«m auch einen Dornenstich gewärtigen. Ebenso braucht uns der Siegestaumel unsere« Feinde nicht zu .entmutigen. Sie wissen besser als ich. daß die Presse nnftrer Feinde terii' ruehr in dem Sinn« entwickelt ist, ihre Tätb^ert dein Staate und der Politik unterzurxcd-ien. Wir in Deutschland und Oester- rei-ck^Ungarn halben an d-er freien Prej'se fest, selbst unter dem Zwansc des Krieges. Bei unseven Gegnern dagegen stehen die Journalrsten unter der Kontrolle des Staates. Ter Zeckuugs- schreibet, der nicht die Stirnme der Regierung vertritt, wandert b-e: ihnen einfach uns ^uhllMus. Das aber widerstrebt unser« Auslassung. Solche Maßnahrnen sind für andere Länder gut aber nuht für mis Deutsche. Es ist besser, daß Äieaierimg unÄ Presse mllcmander arbeiten. Wir woller die Sämtliche VUimma nutzt, knechten, dann so ovrspncht die Politik Erfolg. Dies sage, ich nicht, um Ihr WoiOnollen Au erringen, sondern es ist mein» rnnerste , Uebe^eugui^g. Ein. Znsannk'.nimrbeinm kann ungrniem ffützen, ein Geg^-nüLerstchm ungemein schaden. Ueborall in Deutschland. wo ich sonst l>rwes«r bür. hnbe ich Wert darauf getegr, itt engster und bester Fühlung mit der P-rssst zu blekbsu. Es war mir eine l^sondcw Ehre, alter Dmdition gemäß S. M dem Kaiser von Oestvrrrich, dem apostolischen König von Ungarn', vorgestellt zu werden. Den gnädigen ErMang, der mir durch Zeine Mamtät zuteil lvurde, empftird^ ich tief und dankbar. Ebenso war es, mrr eine Freude, mich mit den obersten Vertretern der öster- . ii / wrn vn-«,:n es mrr eure ^-reuve, Mich mit den obersten Vertretern der öster- föAuAK £?« ^llzogen, IMftve Posten stclken mit ihm in Ge- reichisch-ungarifHen Behörden bekmuttzunmchen. Ich hatte Go ftchtSfühiung in der Linie Amigny—Varisis—Ln'Faux Conde. Seeresgruvpe Deutscher Kronprinz. Orstlich von Soissons ist der Feind über dft Beste -e- folgt. Unsere Jufanjerieabteilungen und Artillerie haben ihn lallte aufstehalten mrd ihm Verluste zugefügt' auf den Höhen nordöstlich von Fisnres wurden starte Angriffe der Arneri- kauer abgewiesen. Der Erste Generalguartirrmrister Ludendorff. * Der bericht. Berlin, 6. Sept., abeiÄs! (WTB. Amtlich.) An den Kaurpffrvnteu nchiger Tag. Kk'irrere Geftchte im Dorgelänbe unserer Stellungen. * Der öfterreichisch-ttttgarisÄe TugeSberich«. Wien, 6. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlantbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Südlich des Tonal-e-Passes wurden italienische Patrouillen ab gewiesen. Bei Asiago schlugen wir einen Angriff zurück. Änst lebhaftes Gescksützfemr. . tt Albanien. Nichts Neues. Der Chef des LeuemlstübL LegenHell, ullt Senvcr Majestät imd mit dm Vehördeu unser Bündnis omgcyenb zu besprachen. Alle diese Bespvechungen warm beseelt mm dem Geiste d cS Einvernehmens, de: dre Berbstn^ beten seit vier Jahren immer fester und inniger verknüpft. Tirrch Opfer, Leiden und Triumphe unauslöschlich aneinander ge^ttet) wird sich mlser Schicksal gemeinsam erfüllen- Unsere Aussichten s in d positiv und sicher. Bei der Erörterung unseres gemeinsamen Interessen fand ich willigstes Entgcgenkommm und weitestgehende Uebereinstimmrmg, was ich besonders dankbar anerkenne. Was mis noch trennt und worülrer noch Zn>erseL herrschen- werden wir in ftcundschasttichen Verhcmdkmrgen klären und aus- gleichen. . Wenn ich meine Eindrücke zusammenfasse, so muß ich sagen, mp er Bündnis ist ein wirkliches „Bündnis". Es ist ein Bündnis, durch das mrr alles, was die Zukunft unS «fferlegt, gemeinsam und rm besten Eülverrrehmeu zuftmm-cn tragen werden. Ich gebrauche ausdrücklich das ^Svrt „Bündnis" ohne jeden Zusatz. Irgendein adjektivisches Beiwort würde den Begriff nur avsch:oächen. Wenn diese Auffassung ein Echo in der hiesigen Presse fände, so würde ich Ihnen, meine Herren, zu großem Tank verlnmdcn ferm Hintze über unsere Beziehungen zu Spanien. Wien, 6. Ser< (WTB. Nn-hiLMtlvL) Die „Neue Frei« Preise" venöffenN'ckK AeußeLnns-n. die der Stvotsstkreiär v. Hi ritze zu dem Wiener Berichcherstaller der McÄrrder Müller , La Naciön" !wnd „La Heria" .Philipp Geiger, über die dentsch-spani^ scheu Beziehungen getan hat. Der Staatssekretär erklärtet M ist richtig, daß dis 3doLr Spame-lZ diqtzLÄ evvgr HärülU fcfft Wir gLaubon jrboG darüber scharr «uZ dem Grunde hrmvLv- gehcn zu ISimen, .veil Spanien im Kriege sich wrserer La^slente über See in irärmster Wecse anZendnraven I/at und ioir Spanien dafür dankbar sind. Diese Dankbarkeit, beöLmllrch nn echt deutscher Charakterzug, beeinflußt muh unser polnisches Verhalten.. Wir sind bemfi&t, die crufgei suchten Differenzen m Nnedlrclxm Gerste Anlegen und glauben, daß dieses Bestreben auch bei Spanien. dvrt/a-L^r ist. Es besteht für Spanien kein JNtereste, Leut,chland geg^n'ibor andere Wege zu gehen als bisher. Ebenso haben auch war «ein Interesse daran, die freundschaftliche Gejrmumg zn verlas, en, Yme wir sie Spanien gegenüber bisher betätigt haben. * . * Ans dem MahIrechtsausfchLZ des preußischen Herrenhauses. Berlin, 6. Scpt. (WTB. Nichtamtlich.) In der heute gu Ende gehenden Hauptbefprcchung wurden vorzugsweise die verniutlül-eu Wirkungen erörtert, welche die Annahme des gleichen Wahlrechtes oder die Nichtdurchführung der Juliboischaft haben würden. Auch das Verhältnis der Julibotschaft zur Osterbolschaft wurde besprochen. Von konservativer Seite wupde die Einbringung von Vorschlägen in der Richtung eines berussständischen oder Gruppew- wahb"- fttcs für das Abgeordnetenhaus in Aussicht gestellt. Der Ausschuß beschloß sodann, die Sonderberatung am 11. .September zu beginnen. Der Abgeordnete Eberl über die Internationalen LoziaUsttribemülMgen. Berlin, 6. Seht. (WTB. Nichtmntl.) Im „Vorwärts" beschäftigt sich der 2Uneordi«te Fritz Eberl mrt den Mögllchterten eurer inte rnatio nallen So zial(i steinkon fer en z und der Haltung der deutschen Sozialdemokratie, worüber in letzter Zeit widersprechende Mitteilungen gemacht wurden. Erne Klarstellung sei dringend geboten, insbesondere gegenüber den Erklärungen, welche Arthirr Hendcrion dein Retter-Vertreter gegeben habe Die neuen Bemühungen um eine internationale Soziallstm- Lnferenz knüpften an eine Denkschrift über die Kriegsziele, du von den alliierten Arbeitern und Sozialsten im Februar 1918 beschloss«! wurde, an. Tic Tendenz der,eiben wird van Eberl schon dadurch gekrwrzeichnet, daß er darauf Hinweis^ daß ihre Zustellung erst am 3. Juni erfolgt sei, trotzdem am Schlüsse der Lenk- schrrst formell um Antwort ersucht wird. Ebert verweist demgegenüber auft neue auf die rn der Antwort des Pcrrteivorsüandes. der deutschen Sozialdemokratie enthaltene Erklärung. Diese habe während des ganzen Krieges alle Belttebungew zur Wiederherstellung der Internationale unterstützt. Dte Stockhölmer Delegation der ft^ialdemiokrattsa-eu Partei bekannte sich bereits zu dem Fried«! ohne An- ssrexi-on: und Kontribution, und der Würzburger Parteitag bestätigte dies Meinvrandmu. lait habe sich auch von jeher für die Wied-r- herstellung eines unabhmrgigen Belgiens erklärt und keinen Zrveifel darüber gelassen, daß der Ostftftde für die deutsche Sozialdem>- kratie incht nnabäni-erlich und keinesfalls ein Hindernis für einen allgemeinen BerstäiMgungsfricden sei. Wenn darüber bei Henderfon Mißverständnisse -rufgekommen seien WH dies nur bk Fvlge der P. ffeverirxrigeriMMM der Entente-' Regierungen. HerLvrsvu. erklärte aber kategorisch, daß die Verbands- ^oziLli'stcn Hrerseits an* den Beschlüssen der Inbevalliierten Kmr- fefthtelten. Ebert geisett die Einseitigkeit des BerlangouZi der allnerten Sozialisten, daß überall in Eeurvpa alle Völker von Glsaß-LoDringen an bis zur Bcckkanhalbinsel volles Selbst- bestwunmigsvecht ^wiedevcrhalten sollen. Ebert fragt mit Recht, wcSholl» deim nicht vom soziakistischen Standpunkt -aus allen (Bote *üdy «Lßerhilb Europas das SeLikbestimMungsv?cht zuuxchtvvcherr werden solle. Von der glmchen Einseitigkeit -sei die Londoner DeMchrift, bffvndeos bei der Stevnngnahrnr zu rä**öen GebLetsfvlE, so bei bet Eaß-bochrin§ischen Frage, bei den ijaLiemsckMr Arniprüchen, die mit wärmster Sympathie begrüßt und unLriÄtzt wurden, beim Schicksale Oesterreichs, sowie dem der Züttel, das SCouatiei, Mesopotamien Md Arabien nicht behalten dürfe. Für die KolonLvn in Afrika von Meer »r Meer, ern- schLrestlich der pan^at Gegend nördlich des Zancbesi und sLckich der Sahara wa&c etite besondere Regelung Verlangt. Gerade diese /Äobncren sollten unter das vom VÄterbund zu schaffende und zu AMtechaktende Kvntrvllsystem gebracht werden. Warum, fragt Ebert. soll dieses Kontwllshstem zum Schatze der Eingeborenen nicht auch vusAdchat werden auf die außerhalb dieses begrenzten Bezirkes liegenden Kolonien der Ententemächte. Die ofsonsichd- lührc Einseitigkeiten der Londoner Denkschrift gingen nicht nur auS der Stockholmer Denckschrift, sondern auch aus der der neutralen Sozialisten hervor. Bei Zugrundelegung der Beschlüsse der alliierten Sozialisten sei von einer Verständigung keine -Rede. Diese Art der Verständigung schließe vielmehr eine vorherige Unterordnung der deutschen Sozialdemokratie unter das Ge- M der andern Seite ein. Solches Verlangen tehnt Ebert ganz entschieden ab, gibt aber dennoch dre Bereitwilligkeit hu einem gemr-in- isamen Berst ändigungswVgramm durch gegenseitige Ueberemkunst zu erkennen. Eine ftemrdschaftliche Lösung der territorialen Frager, writ der Internationale zu suche«, sei die deutsche dRehrhritspartei nach wie vor bereit. Ebert beim Kahler. Berlin, 6.Seht. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Nordd. Akür. Ztg." meldet, hat Reichskanzler Dr. Graf von Hertling heute vormittag den ReichItagsabgoordneten Ebert empfangen. Unsere Bomberr- und FagdfLieger. Berlin, 6. Seht. (WTB.) In den drei Nächten vom 1. zum 2., vom 2. zum 3. und vom 3. zum 4. September belegten die deutschen Bombengeschwader militäxifdje Ziele hinter der französischen und englischen Front in zahlreichen Flügen mit der Ricsensumme von 201257 Kilogramm Bomben. Eine Flug- zeugbesatzung warf in vier Flügen allem 3200 Kilogramm Bomben Bei den Angriffen galt es vor allen!, die für den Nachschub des Großkampsgebiets w^ckstägen Bcrhnhöft und HauptstupelPlätze zu treffen. So wurden die Bcchnhöw von Poperingl-e, Döllens, St. Pol, Abbeville, LihanS und Äozieres ausgiebig mit Bomben beworfen und überall gute Treffer erzielt. Zahlreiche Brände und Explosionen bezeichneten noch stundenlang nach dem Angriff die Wirkung der deutschen Bomben. Ferner galt eA, die stark belegten Ortschaften hinter der feindlichen Front anzugreifen und die Tncpven zu beunruhigen. Zahlreiche Brände und Explosionen von Däunitionsstapeln in Pevorrne, Cwisilles, Eombles, Rot)e und pltonldioier leuchteten dc ndeutschcn Fliegern noch lange aus ihrem Heimfluge. Wo zahlreiche Lichter in Waldlagern starke Belegung verrieten, wurden sie catsgiebig mit Bomben und Maschinem- aewehren angegriffen. Den Straßmrverkehr bekämpften die deutschen Geschivad.-r wiederholt erfolgreich mit Nernen Bomben und INoschiuengewehren Marschicreilbe KÄlannetr zerswbeic in schleus Niger Flucht und suchten in Gräben rmd hinter Hecken Deckung vor dem mörderischen Maschmengev.r'hrfeuer. Ein Fuigzeug er* Mjrfte auA niedrigster Höhe rnehrerc Zoiltueffer in einer langen sbiunitionskolonne zrc-rschen ^Brahe mW .Peronne; zwei Wagen flogen mit starker Ecplosion in die Luft. Auf mehreren fcinbtirfjcn Flugplätzen vernichteten Brandbomben Zeltlrallen imd verursachtten Explosionen von BenzlintxmkS. Bei allen Flügen war die fernd- liche Gegenwehr durch ALwtchrkanonen, Maschinengewehre, Scheine Werfer und Iag^flucj>mge ausfallend stark. Um so höher sind die Lristungen der deutscl-en Geschrvader zu bewerten. Sie reil)cn sich würdig den Daten btt deutsck-en Jagdflieger an, die vom 1 liis eürschließlich 4. September 131 feindliche Flugzeuge und 28 Ballone zum Absturz brachten. Schweden und die Anbahnung de» Friedens. S1 o ck h o l m, 6. Sept. Gestern empfing Staatsminister Eden eine Abordnung der schwedischen Friedens- und Schiedsgerichts-Bereinigung, die unr die Mitwirkung der fp^ Nietung bei der JEattve m ISiivietiuttg «»«Fried enS^ i5fe Verhandlungen bat. Eden wies auf seine frühere Erllarung hin und betonte die Bereitwilligkeit der schwedischen Regierung, nach ihren Kräften am Zustandekommen des Friedens mttäutttrfen, doch sei cs völlig aussichtslos, sich zu diesem Zweck an die mw führenden Mächte zu wenden. Eden sichr fort: Dagegen wurde ii bei den skandinavischen Ministerzusammenkünften Erwägungen über die Zusammenbcrufung einer Konferenz zwischenden neutralen Staaten zur Wahrnehmung von deren Juteressen bei und nach Friedcusschluß angeitellt. Be! eurer solchen) Lkonferenz dürfte es ihre Hauptaufgabe sein, soweit das für M Neutralen möglich ist, die Arbeit für den Wiederausbau der internationalen Rechtsordnung auf sicherem Grunde und für die Befestigung der Dauerhaftigkeit des Friedens vorzubererten. Ede-t teilte mit. daß durch Verhandlungen, dre in letzter Zeit zw'-scheu Schweden, Norwegen und Dänemark geführt wurden, deL Gedanke einer neutralen Konferenz einen bedeutenden ForffchrrtrHgemach» habe und sprach die Hoffnung aus, er nuichte auch Avlklang bei anderen neutralen Ländern finden. In der NiÄteitemischung DetttschLandS tu wirtschaftliche Leben Rußlands liege eine der werchwllsten Leiten des Zusatzvertrages. Noch crsreulia-.-r sei die Verp lichtung ^eutich- lands, sich überhaupt nicht in die innere Politik Rufstands emzu» mischen. T-ie Garantien Deut schiland», k ine selbständigen Staats- Sie englische varfteliung der Lreignißr in Moskau. Es verlohnt sich, das ausführliche Reuter-Telegramm üibor die Moskauer Ereignisse genau zu prüfen, das noll) manche Ergänzungen zu dem bisher Bekannten bringt. Es steht freilich noch! lein Wort über die „Verschwörung" selbst darin, nur von „falscher Anschuldigung" wird gesprochen. Man beachte dagegen die Ausdrücke der Entrüstung dieser Gentlenien und ihre aufpochende und anmaßliri)L Sprache, ie würden die Mitglieder der Sowjetregierung persönlch „bei ollen zivilisierten Völkern" für Vogel frei erklären lassen. Kann das politische Papsttum über die Zivilisation rassec hcrausgetehrt werden, als es hier geschieht? Das Reutertelegramm lautet: . London, 6. Scpä (WTB.) Reuter verbreitet über die V o r - gange in Petersburg folgende Dcrrstelllnig: Die englische Rogiernng ergriff anläßlich des letzten Anschlags der Bolschewik! auf «irische Untertanien in Petersburg energische Maßregeln. Am vergangenen SamSteg wurde die englis che Bots cha ft dmch Lolichewishische Truppen angegriffen, die mit Gewalt rn^ das bäude «ndvanaen. Am Gmgang leistete der Marineattacho skapitän Eromik Wiverstand. Er tötete drei Soldaten, wurde aber dann »ermordet. Seine Leiche wurde verstümmelt. Dem englischen fft'risllichen wurde verboten, bei dem Toten zu beten. Die Boffct-ast ivurde geplündert und alle Papiere vollständig vernichtet. Man i-efürchet jetzt, daß ein gleicher Tlnschlag auf die französische Botschaft gemacht werden wird. BerteidigungÄnaßregeln sind getroffen. Der Zugang zu dem Gebäude, das von der ftanzösisch:n Mission benwhnt wird, wurde glerchfalls gewaltsam erzwungen; aber die Papiere ivaren schon nach einem sicheren Ort geschickt worden. Einige Franzosen wurden verhaftet. Die Bolschewiki reizen den Pöbel zu einem Massenmord der Engländer und Franzosen auf. Der Anschlag war kein« völlige Überraschung. Das Verhalten das ihm vvrausgftlg, hatte die Au'smorkiamkeit^ der englischen Reifterrmg auf sich gezogen. Schon am 5. August zeigten die bolsche- wistischen Behörden völlige GleuljM'lltigirit nicht nur für die eigenen nachdrücklichen Versicherungen gv^rüber den Alliierten, sondern aucki für die Vorschriften.des Dölkerreclsts. Das Personal der englischen und französcschM Konsulate wurde verhaftet, und, obivohl biß meisten amllrchrn Personen durch die Zrviscj-nrkunft neutraler Vertreter wieder ftrigelasfen wurden, scheint es, daß eine Anzahl alliierter Untertanen 2 wch festschalten tvird. Die englisch Negie- rung eröffnete Verhandlungen mit dem Vertr^eter der Bol- schMoiki in London, L itwino w, und durch Vernrfttl'ung neutral^ Vert^ter in Rußland. Sie schlug die beaterseitige Repatriierung der Mission (in den betreffenden Ländern und oen Aus tausch der crüderen alliierten Untertanen in Petersburg und Moskau gegen die Botschüviki in EdzteoÄ vor. Die Bedb'.guWMl wurden in der Hcrttptiache angenommen. Die fkrwische ^Lriskeit verbürgte die Durchreise der «llliierten Miffvoneri; durch Frimlartd. Darauf ersuck)iten die Bolfthewiki um Freilassung der russischen Soldaten in Frankreich als Bedingung der Rückkehr der alliierten.Untertanen aus Rußland. Tie französische Regierung sagte M, daß best ruffischen Soldaten, dve es wQffckzten, zirgestandan werden sollte, ^»uriücksuLchren. Dir arglische Regierung zeigte den guten Willen, indem sie d«e Heim- kchr von 25 Russe-a anbot, die von Litwinow angewiesen iverben, ohne daß der Ubfckfluß .der formellen Uebereinknnft ab gewartet würde. Diese 25 Russen 'träten heute abgereist, wenn der Anschlag am Samstag nicht sürttgefünden hätte. Das Kabinett beschloß, an Tschitscherin folgendes Telegramm zu senden: Wir erhieltet! einen Bericht, daß die eng- Botschaft in Petersburg angegriffen ivurde, daß alles, was in dem Gebäude befand, gepliindert und vernichtet wurde, und daß Kapitän Cvomie, der versuchte, die Botschaft zu verteibigest, ermordet und seine Leiche barbarisch verstümmelt wtrrde. Wir fordern sofortige Genugtuung und ungesäumte Bestrafung aller, die verantwortlich sitid für diesen abscheulichen Anschlag oder effvas mit ihmj zu tun haben. Sollte die nrfftfdje So-wjetregierung keine ausreichende Genugtuung geben, oder sollten noch mehr Gewalttaten gegen englische^ Untertanen unternommen, werden, dann wiivd die englische Regienrng die Mitcflteder der Sowjetvegierung persönlich verantwortlich nrachen und wird altes tun, um zu erreichen, daß sie von den Negierungen aller ^.visierten Völker für vogel'frei erklärt werden und ihnen kern Zufluck/tsort gelaffen wird. Durch Litwinorv wurde der Sviojetregi^erung weiter mitgeteilt, sic^ß die englische Rsgi-erung bereit sei, alles zu tun. um die sofort tige Rückkepr der amtlichen Vertreter Großbritanniens unb ber russi- scheu Son^tregi-erun-g nach ihren Ländern zsr sichern. Die englische Regierultg verbürgt sich dafür, daß Litwinow!nnd sein ganzes Per- sonal die Erlaulnus erhalten, sofort nach Rußland ab^urelsen,^ sobald den britisck>en Beamten zugestanden lverde, die: rusftsch-ftnnische Grenze ysi passieren. Jetzt ersahven ioir, daß am 29. August ein Beschluß berösrärtlrcht wurde, wonach der Befehl geloben wurde., alle englischen und französischen Untertanen zivissch^n dem 18. und 45. Jahre zu verhaften, und daß englische Beamte unter der falschm Anschuldigung, eine Verschwörung gegen die SowjetvogiOAibg angezettelft zu habe», verhaftet wurden. London, 5.Sept. (WTB.) Die Regierung hat den bolschewistischen Vertreter in London, Litwinow, unter Arrest gestellt, bis alte englischen Vertreter in Rußland freigslassen sind und die Eriaulmis erhalten haben werden, nach Finnland zu gehen. P e t e r 3 b u r g, 6. Sept. Der Vorsitzende der Petersburger Kommune, Sinowjew, hat in einer Rede mrsgeführt: Ich verantworte jedes Wort, das ich svg-e. llritzkys Tod ist durch Engländer p.nd Franzosen herbei geführt. Sie batten vnß für Chirusen oder Wilde^ mit denen man alles machen famt. Auch das ^Attentat auf Lenrn ist nur das Werk der Engländer uind Franzosen, die auch Jaurös töteten, als er ihnen im Wege stand. Bei Uritzkys Beisetzung fanden auf dem Marsselde englünder feindliche Kundgebungen statt. * Die Stimmung in Rußland und die IusatzvertrSsje mit Deutschland. Moskau, 5 >. Sept. (WTB.) „Jslvestija" bringt ans diplo- mattscheu Rütekreisen eine Aeußeeung zu dem Zusatzverträge zum Brest-Li t^ows ker Friedensvertrag: Durch die Gewährung eines freien Waren-T ransites über Estland und Livland sei eine der sck)«wersten BedingtmgeN sdes Bocster Vertrages bedeutend erleichtert worden. Auch setze der Zusatzvertrag den finanziellen Forft>erungen Dcrttsch- lands eine Goenze. Wenn Rußland mehr zu zahl-m habe, so sei das dadurch zu erklär«!, daß in Rußland nkehr decchschas Kapital an- «-legt sei als nmgetehrt, und daß die KriegSgesetzgebuno Rußlands härter lt*rr als in TeutschLand. Die Smrme dieser Vertt'lichtungen könne kechesNtegs als zu hoch betrachtet werden, jm so mehr, cÄ ein Teil davon eigentlich ein finanzielles Geschäft sei. bei dem die (russische Ütegierung die deutschen Unternchnumge-n in Rußland auL, bildungen in Rußland l>nvorzitrnscn, haben dm aller-Trotzten Wert für Rußland; und daß Deutschland sich vmp>lichtete, eme Jcet^ Russischer Ex-bietk zu räumen, g'b-? die Ho'Mung. daß ^eurschurnv ferner nicht beaosichtege, russische Gebiete zu be^-.tzen. Werrn -oeu tsch- land verlange, daß s)1ußland aus Miurman die Neutralität wahrt ?.md die militärischen Kräfte der Entehrte dorr «rtfernt, so sei das ganz natürlich. Vorteilhaft für Rußland sei die Mtilderung der Blockade an der ddordküste, die dir lüurnschift'a'.-rt gestatte, Anerteuntcng des Eigentumsrechtes Rußlands auf alle Kriegsschiffe, die nach dem Brester Vertrage von Deutschland erbeutet wurden^ habe für Rußlmrd nicht mtr prinzipielle Bedutung, sondertt auch einen gro'sft'n praktischen Wert. Die Zukunft werde zeigen, ob der Zusatzvertrag eine i^ftundlage für dauernde fri'Llicbe .uch treurw- nachbarliche Bezierängen znnschan den beiden Völkern bilden könne. Jedenfalls gebe der Zusatzvertrag endlich die .Hoffnung auf d« lang erroartete Zeit, während der das russische Voll zur friedlichen! Arbeit zurückkehrmr und sich ungehindert dem Aufbau des neuen! sozialistischen Rußlands widmen könne. * * * Bahnbauten in Kurland und Litauen. Kowno, 6. Sept. (WTV.) In umfassender Weise wird nach Mschluß der erforderlichen Vorarbeiten vom kommenden Frühjahr daran gogansev, Kurland wrd Litauen durch Bahn- bautet wirtschaftlich zu erschließen. Die folgenden, bisher eingleisige Bahren werdar. ,wie di-e ^Balti'.ch^Littunschen Mrttei- luvgen" erfahren, ^vrigleisig ausgebaut,: SckMllcn-Ac ttrru, Radlro-- wcftickLi-JllowÄ>-Kalkuhr.M! und Adrvajawo-Ätitau, Gänzlich neu werden fÄgende eingleisige Strecken gebaut: KUgelrit-Äcaraj>svo- Stendcn-Tomesnaes, Memri-Tetsche-Schaulen, Altcmtz-Ncuenburg- Tucktrm, Telsche-Kellim-ang-Detete oder Leonowo und Hasenpel- Goldinglm-Wohnen-Turftun. Das freie Wort 1 « Sugla«d. Bern. 5. Sept. (WTB.) Zu tfoi fichveren Ausschrel- tun gen rn P lumstead am 31. August, bei denan Ramsay Macdvnald nrit kmpper Not der Srimg-un-g entging, erführt die „Daily 9tews", daß dte Arbeiteri chrec eine Beriaurmlüng Unter freiem Hrmirtet angesagt und Radefveihrit DtgekLcdGgl htt- tcn. Tie Föderation entlass«vov Soldaten wird <2erimte veoan- ftaltete aber auf demselben Platze zu edier früheren .Stwrde «ne Gegendemonstration. Als nrm Aöacdonaid und lerne Freunde rhve Bersanrmlmrg Eröffnen Zollten, rvurrän sie mit Steinen und Flaschen airgagriffett. Mitglieder der Föderation stürmten die Tribüne und vnhindarten durch ihr lärmendes und rohes, Gebaren, wobei viele Personen sch.vere Berletzmrgen erlitten, die Abhaltung der Bersammllrng. „Daily Sterns" stliveibt hierzu,: „Es besteht kein Zrveifel, daß bet schmMchr Ausbruch von Rvrrä^ttun wohl organisiert wmL«n war. Wem: das Grmrdrvcht des freien Worts Ivirklich beseitigt tverden soll, ist es fraglich wofür wir rigerttlich kämpfen. Tie Tyrannei des Rvlvdys ist ebenso bedrückend, wie die Tyrannei des Gvttesgiuldenttuns und erheblich !reuiger respektabel." Eine holländrsche FlrrZzeugsabrlk. Amsterdam, 6. Sept. Einem hesigrn Blatte zufolge soll binnen kurzem hier eine neue holländische Flugzeugs fabrik gegürndct werden, die etwa dreißig Flugzeuge täglich vca allem Jagdflugzeuge, Herstellen, soll. Auch die Moto re werde» niederländische Fabrikat sein. teilt Der 5rekr!eg. Der SchiffSba« irr Knglanv. London, 6. Sc'pt. MTB.) Reuter. Die Adarrralität .. mit, daß rm Verewigten Köniareteh im August 124 675Tonnen Schiffsrau m fertig gestellt wurden, gegen 141948 Tonnen im Juli. In zwölf Vtonaten bis zum 31. August wnrrden 1512 640 Tonnen Sri^fsSraunr hergestellt. Der GeneralKontrolleur für die Hcmdelsjchiffahrt schreibt die verminderte Erzeugung im August der in den Sckftsfswersten herrschenden Influenza und dein Umstande, daß die Ereignisse an der We st front die Beffntchrung des geschulten Personals auf den Werften verhindert hätten, zu. Er glaubt aber, daß sehr bald die Möglichkeit besteht, die Bautätigkeit für die Kriegsmarine einzu- schränken und daß dann mehr geschultes Personal für den Bau von H a n d e l s sch i f fen verfügbar sein würde, so daß die Erzeugung gegen Ende des Jahres erheblich zunehnten werde. (Anmerkung des Wolfs-Bureaus: Das Bauergebnis betrug im Mai 197 274 Tonnen, im Juni 134 159. Man sieht also den betrüchtlichien mrd stetigen Rückgang. Um das im englischen Weißbucl). vom 23. März vorausgesagte Jahresergebnis zu erreichen, müßte in England in jedem der letzten vier Vdonate des Jahres über 50 Prozent mehr gebaut werden müssen als im August.) Folgen de» R-Boot-Kriege» für Amerika. Berlin, 6. Sept. (WTB.) Die Klageit über nicht- angekommene Postsendungen in den Vereinigtem Staaten häuften sick) derartig, daß der Gerreralposttneifter sich zu einer Aeußerung genötigt sah. Im) „Sam Francisco Examiner" erklärt er die Ursache: Tausende von Briefen und Paketen sind durch die Ber- senkungenverlorengegangert. Es ist Nar, daß unter Umständen die Versenkung eines einzelnen Schiffes den Verlust mehrerer Tausend Briefe znr Folge halte. Aehnlich ist es auch zu erklären, daß die Versenkung weniger Sclftffe an der Atlantischen Küste Amerikas die Hauptursacl-e dastzr war, daß die Vereinigten Staaten die Z u cke rr atio n um ein Erhebliches h e r a b s c tz e n nmßten. Es sind 50 Millionen Pfund Zucker versenkt worden. Ar-S StQ-t unb Land. Gießen, den 7. Schternber 1918. Lehen-mitLelmarkev. Für die Zeit vom 9. September bis 15. Septeml»er 1018 Hoden nachstehende^ Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 37. Woche, gültig vom 9. 9.1918 - 15. 9. 1918 Guttermarken „ 37. w „ »9. 9. 1918 — 16. 9. 1918 Fleifchmarken , 37. „ „ ,9. 9.1918 - 16. 9. 1918 Kartoffelmsrken^ 37. „ , » 9.9.1918 — 15.9.1918 Seifenmarlen für ben Monat September 1918. Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt ; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Aenanmeldungen und Anmeldung von Neugeborenen haben unter Vorlage der nötige» Ausweise, tu-vcsondere der Lebensmtttel-AusweiSkarte, auf dem Lebensmittel- amt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gieße« find in den zuständigen Bezirken anznmelden. Geschafisstnnden deS LebenSmUtelarnte» von t>—12 Uhr vorm., 2—4 Nhr nachm. Markenausgabe für Urlauber : Sonntags von 1ü—12 Uhr vormittag». ** Amtliche Personaknachr ichton. Am 80 Mr-rft l918 wurde Joseph Zilch ckns SÄrgenstrÄt pn Schveibg.-tzilseN bet der Bezirks Lasse Seligenstadt ernannt. — lieber traget ipurbc tan 30. ?Luguft 6cm Lehrer Jakob Schmelz eisen zu Di'ttcrSheim mit Wlirknng vom 1. Oktober 1918 ab eine Lehrerstelle an der Volksscl)u1tz zu Wackernheim, Kreis Burgen. Übertragen unrrt« tau 3. September dem Sckpilainlsaspiranten W-ulter Oswald aus Dvtzbeim eine Lehr erstelle «r der Volksschule zu Main^-Mombach, ban SchulamtSasin ranten Aböls Ticmer aus Mainz eine Lehrer- steile an der Volksschule z-n Mainz-Äasiel, dem Sä-mamtsaspirantru Jakob Märten aus Astheim eine Lehoerstelle Ml der Volksschule zu Mattiz-Llmonebnrg, den SchickaintsaspirantimM Anna Schmidd- aen aus F^an karrt a. M. und Josehlm Mayr aus Mcrinn, Lehverinnmstellen an der Volksschule zu Mainz, sämtlich mit Wir. kung vom 1. Llpril 1918 ab. .** Zweite fleis chlose Woche. Cs wird darmrf hrn- gewresen, daß für die Zeit vmn 9. HÄ 15. d. M. (zweite fleischlose WoclL) mir die FleiiclMll'a.gen jilr Kraicke, SckHoer- und Schvcrsb- arbeiter zur Ausgabe geladen (KreiSblatt vtr. 93 vom 3l. Juli 1918). — Jede weitere Abgabe von Fleisch oder Fleisch- warm, Wildbret, welüies der Verbrauchisregelung unterliegt, sowie Hächien und Hühnern, auch in den Gastwirtschaften, ist -erboten und strafbar. ** Wohltä tig?eitskon!zert. Am 13. Sc-Ptemiber, also nächsten Freitag, wird im Stadtlheater ein zweites Wohltütigkeits- konzert zum Besten der Hinterbliebemm gefallener GieHeuer statt- fiüiXii. Tie auf 50 Mitglieder verstärkte Garnisonkapelle wird Schuberts H-moll-Srnfouie, von Liszt „Los Präludes" und das Meistersinger-Vorspiel spielen. Frau Hofopernsäugerin L. Baak aus Berlin Imrd mit Orchpsrorbegbeilnng die Arie der Re via ans effentliche Bücherhalle. Im Arrg-nft lvmben <~3bO Baude ausgelieheir. Tavon Komnven auf: ErzäUmde Lite. ^404, Zeitschriften 811, Jngendschriften 890, Literaturge- schrc^e 19, (Mncfrte und Dramen 42, Länder- und Völkerkunde 55, Kulturgeschichte 16, Geschichte rmd Biogratchien 72, Kunstgbckirchte Io, Raturrmssenschasl Nnd Technologie 107, Heer- und Svwesen 6, Haus- rmd Landwirtsckxrst 6, Gesundheitslehre 14, Religion und Philosophie 57, Staatsrmsienschaft 16, Sprachaoisseuschaft 8, Fremd- sprachliches 22 Bcmde. Nach auswärts kamen 41 Bände. Landkreis Gießen. ** Opvrnrod, 7. Sept. Mib-Kran^mwärter V. V^rl Becker, Inhaber des (hessischen Sanitätskreuzes, erhielt oas Eiievne Kreuz 2. Klasse. iw- Grünberg, 6. Sept. In dem benachbarten Lauter jwl ein zehnjähriger Junge beim Laubholen vom Baume. Man hob chu auf und brachte ihn für tot nach Hause. Hier gelang es dem Arzte, den 'Knnben wieoer iws Leben zu rufen. Verletzungen hatte er nicket davougetvogen, sondern war nur in eine Art Starrkrampf gefallen. Kreis BüBingen. ^ " D or S bo rf b^mtra, 6. Jett 'Swrtfer Q-tto Schmidt, 3iiW«r des C-isernen 2. Waffe, rrf*rU int HcssisÄ W [fThntomdinrif; fern ÄrudcL, Müu-r jetot SAuibL erbt dt di» selbe Auszeichnung r -S ckherm, 4. Sept. Die Hessische Tapferkeits-mjevaille, bererts frül/er üaL Eiserne Kteuz, erhielt der Gefreite Fritz Lenz — Lorbach. S^arwmter Wilhelm Bernhard erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille, bereits frül-er bas Eiserne Kreuz — sDudeurod. Das Hessische Milidir-Sanitals-Kreuz, bereits ft-iher das Eiserne 'Kreuz, ephielt der Z^vcmrenträger Heiircich Naumann. — Düdelsyeimt Fürs .Batercanb starb der Gefreite Fritz Bolz, Ink-ober des Eisernen Kreuzeslnb der Hessisclien Tapftrleitsmedaille. — Merkenfritz Hür starb der Grosth. Bürgermeister Gustav Nüb irn 43. LeoeriSjahre. — Gelnhaar. Tic Hessische TapchrkeitsTnedaille erhielt der Landsturnv- marcn Karl Scherer. Kreis Lanterbach. irr. Schlitz, 6. Sept. Nach amfTidjer MIElnng ist tm Grossen 5>cmptguar1ier ein besonderer Stab der Seekriegsleätung' errichtet worden, zu dessen Clhes Kapitän zur ^e v. Levetzow berufen wurde. Kdpitän Magnus von Levetzow ist hier kein Un- bckamtter: denn seit 1907 ist er verheiratet mit Gräfin Margarethe tarn Schlitz genannt von Görtz, einer Toäger des 1914 verstorbenen Grase'.: Emil FrveLwich von Sckstitz. Der Che sind vio-r .Wider entsprossen nach fast alljährlich weilt Kapitän von Levetzsiw mit stÄrer Farmlie in den Mcuvem unseres Städtchens. rr. Schlitz, 6. Sept. Der zechnjährige Junge deÄ hiesigen Landrvrrts Karl Pfifferling stürzte beim Hmhvlm m der Scheune ab Und erlag bald danach den Verletzungen. Der schrei' betros fenec: Familie wendc^t sich um sv mehr TeLnahme m da her Vater des VeruwMckbm üu Fl4de steht. otc Kreis Friedberg. Vad-Vairheim, 6. Sept. T- mel ist sxborener Wieseckev und verbrach^ seine Kindheit m Lvllar. Kreis Wrtzlar. ^ 6 - J** 1 Wagner, O&etg.^ fpptfer bei emeni Fuß-Art.-Megt., mrebt mit dem Eisernen Kreuz, * — CTprifHc» Schneider, Schütze tn rmet ^^E:-Ge,vehr-5L2mp., futrb in bat letzten schweren Kämpfen ün Westen oeu Helvemod fürs Dalcriuitd. — Mustener Christian Heuser wurde als vermisst gemeldet. m -v? - Münchholzhausen, 6. Sept. Untervffixier Wilhelm 4kuamann staro nach .stbmnmtiger treuer Pflichterfüllung im Alter von 22 Jpchcen den Chranlvd. ^ HcsstN-Nassau. ^_Arankfurt a. M., 6. Se l. Amf Beirmlaffung dss Dev. lrner KcvgsamteZ fand hier ein mehrtägiger Uetjigcmg für fr t*> lnulige Heller un Diensto der Sammlertütigkeit statt, an dem usw. Nvch begrüsteuden mrd belchE'ben Ansprachen des Lehr- Mmglecters Lchulrats Henze-Frau'kfurt imd Hauptmccnues von v e e rr n ge n - Berlin hleltOr Vorträge. Har^rtmann L)ahn- ü^r ,,D« Organisation des Saurmelwescns im Bezirk * ^ XcnKvhw-y', %ixefoz Frnnz Rinäler-FraEurt über ,,vuvr a.cs oem Lcuck>e". Praktische Bor- Nchrnngm Ino BepÄcZe eutjefuer hiesiger Sammelbetrube schtossen sch spater den Bvrtrügert an. r^!L rf ? rt . Ä ‘ m :' 6 - Sept. Das BeklefdmrgsmnS lädst rm Osthafengebret eme wertere grosse Halle hentellen, m der Reparaturen vvrgenomvvpl worden sollen. Cs ist dies die dritte Hall-e, oiie erbaut wir'o. Die Bauten rre'tzmen schon mehrere tausend Ouafcraimeta: Ramn cm. 1 di« PsiiKlea Er«a€l, Wesen Bäna 23 Zim:-er,MlUa3*;-n.Afc?!SiUk3h 7 Zimmer | LL lvelmnr. 10 /-B - Wohng^ Badez. u. Bubeh. zu vrm. Nab. Franks. 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DGS Für unsere GießerebAbteilung suchen wir einen Negistratur-tzeamten (auch Kriegsbeschädigter) der die ihm übertragenen Arbeiten zuverlässig und selbständig erledigt. Angebote mit Angabe der bisherigen Tätigkeit, der GehaltSansprüche und deS Eintritts erbitten. GerrLhtsfirsrl. X. H«rrau, 6. Sept. Irr längerer yattze y SEafsammer mit den Verfehlungen des Kaufmanns Hevrrich ^ H«m«r yi ftefaffdi, der als Verwalter des stäQlischeu Lagers ^rtgesetzt Steren, u. a. größere Mengen Butter, Speck Erbsen, Snfe usw., aüroevtei, teilweise für sich verbraucht, rum grünten Tccke aber den gtesdvirtseheLemen Schaller verkost hrt. Anrch ^ « etwa 5000 Mark sttr gelieferte .Waren enckafliert sür sich verwendet. Dem Gasbvirt Schiller hatte er etwa Butter, 2 Aentner Speck und 4 Zentner Seife gelstsert rnmw dem Vorgeben, Beziehungen zu einem Landwirt als Liepwer n* Dwaf?esän», ms, dre GastamLsehÄente Schcckler erhi ellen 4000 fct GellchrakL. VeiefSasten dev Ne-aktkon. lAno«hnre Anfragen bleiben rmberüLsichttzt.) En 5. Tic gesetzlichen Bestimmungen haben in dieser Htzt« sicht durch den Krieg krrne Aenderu.ig erfahren. Wobl sind für ^^aZcalnehmer >schntzbestimmungen erlassen, die sich abe-r auf bk DurtaMyrung von Prv i^^^gen^^ü'gSteilTrehmer l>ezieben irsw 87,1 0 Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar. zu einer 150 I^8.-Dampsmaschiue gesucht. Bewerber muß gelernter Maschinenschlosser und auch mü elektr. Anlage vertraut sein. Angebote erbeten an Firma I. Himmelsbach, « 4 ,d _Werk Cichetsdors (Oberhessen). P rr tz f r a n für tägl. morgen? eine bis zwo! Stunden gesucht 6700 Tapeteabau- Tänbert. Saubere Laufsran täglich einiae Stunden gesucht. 04888 Diezftr.SH. Ordentl. Frau 2 Stdn. gesucht 6694 Konditorei Gcistuer. Wwehfran sresiuehl, NäberrS tn der Geschästs- stelle des Gieh. Anz. 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Befleres jüngeres Fräulein, dnS gewandt tm Umgang mit dem Publikum ist und schon ähnlichen Pusten bekleidet hat, wird um schriftliches Angebot unter 6637 an den Gieh. Anz. gebeten. GmfacheS Fräulein oder LUveriälsigeS Mädchen zu zwei Damen gesucht 04820 Heuselttv. 4,11. .0 [illlUUiOi ;um 1. Oktober gesucht. ,**» )rau Pr. BL, Moltkestr. 24, p. Tüchtiges, gewandtes Frftnlein, das mit allen 5kontorarbeit. vertraut ist, in Slenogravhte u. Schreibmasch. bewandert, wird z. I ob. 15 Okt. n. Schotten gesucht. Angeb. an Fast. Bleichste. 8. I._6725 Uube chiilteue, seiundc Mädchen über 17 Jahre als Pkleserinuen zum 1. 10. gesucht. 66148 Dircfüou der Keil- imd Psikgeaastalt meßen. Wafchfrrrtt aes. wsm E?ar>7?{^r Str. 45^1. Mmüä Braves, sauberes, einfaches Mädchen. da4 etwas kochen kann und die Hausarbeit perhebt, wird zu Ente BeNember in kleine Familie nach Franksttrt s.M. gesucht. 3te«a A. Granbner, Ke.'tenhofweg 116. l67Dbv KWesMLZüe tagSÜLer für leichte Arbeit gesucht. Näheres b. Kichter, Marktstrahe 26. 6678 J! ö n tn städt. Haushalt auf dem Lande. Gute Stellung zu- gesichert. Schristl. Angcbore unter 01742 an den Gieß. Anz. Sauberes, junges wen Rii^kn für eiatae Stunden täglich für Hausarbeit gesucht. 6586 Frau Hollmann, Bleichstrabe 4 parterre. Al, stlidts zum 15. Seat, oder später ges. Frau Vr. Ientzsck, 04853 Frankfurter Str. 34. BküscS DiesßADkhkü gesucht 04848 LudwigSplast 1». Ordknil. Mädchen zum 15. Seveember oder 1. Oktober gesucht. 6688 Frau Karl Noivack, Seiler»weg 85. schwarzer Maske für Komorarbeiten oder zur ^preiSw. zu Verkaufe«. Erlernung d.Bnchbandcls gesucht. «585 4ss.^rG:«'sebe Uslr-ZLrLLZ. SetterSwea 70. Znm bald. Antntt gebildete zur Hilfe im HarrShalt gef. Familienanschluß. Zeugniffe nebst Bild erbeten an l'Vna JSa,Jor Hunter, ftßetibaska. M^Shjifcr{ir.90,I. fflr HanSdalt und Geschäft zum 1. Oktober gesucht. Theodor 8ohlierbnch, Frankfurter Straße V. Ordentliche» Mädche« für kleinen HanShalt znm 1. Oktober od. früher gesucht. Frau Gcor« Wallenseis t>7 « Ma rkt»!ntz 211. geinckrt für Küche und t niSarbeit in kleinen HauShaU. Ber- miltlung nicht nnSgefchloffeu. Zu erfragen tn der tz stelle ö. Gtetz. Anz. Roonstraße 18 . üHhiKiniiiHiiitiin r Mit (ge»?. 1383). Donnerstag, 12.SePt.1918 Sappho Trauerspiel v. Franz Grillparzer. Spielleitung:Karl Bolck von» Stadttheater. Anfang 4 l / t Uhr. Ende etwa 7^ Uhr. 6607o vk-. kemdsotr. Statt jeder besonderen Anzeige. Donnerstag morgen versohiod sanft nach längerem, schwerem Leiden meine liebe Gattin, unsere tronsorgende Mutter Frau Anna Bell geh. Dieb!. In tiefem Lohmen-. Pani Bell und Kinder. Giessen (Schiffenberger Weg 65 p.), 7. September 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 8. d. M., nachmittags 3*/* Uhr, auf dem Neuen Friedhofe statt. 6692 To&es-Anssig«. Nach Gottes Willen wurde gestern unsere liebe, gute Tochter und Schwester Katharina Saintonges Todes-Anzeige. Gestern abend entschlief unerwartet nach kurzer, schwerer Krankheit meine teure, treubesorgte Gattin, meine . heißgeliebte Mutter, unsere unvergeßliche Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Gustel Horst geb.Wolf. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Horst, Bergbeamter Gisela Horst. Gießen (Bleichstraße 26), den 7. September 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 10. September 1918, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. «729 Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. durch einen sanften Tod erlöst. Gießen (Schiftenbe-ger Weg 8). den 6. September 1918. In tiefem Leid: F&nilie H. Saiatease«* Die Beerdigen* findet am Montag in Mainz statt. Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand nehmen zu wollen. 6704 Zu allen Aufnahmen ven Mk. 6.— an ged«, wir bis sinsehl. Mantag den 16. September d. J. ganz Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unsere liebe Mutter, .Schwiegermutter und Großmutter Frey Ohristina p!i. AM plötzlich nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 72 Jahren sanft entschlafen ist. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Familie Karl JÜTeäß.'-her, Qioßen Familie Eduard Schwalb, Daubringen Familie Ludwig Euch«, Daubringen Familie Willi* ^chaUheis, Lollar Familie (icsrK Dort, Daubringen Fftvaailie «3 oh. Scia all heia, Daubringen Familie Willi. Schwalb, Aliendorf (Lumda). Daubringen, den 6. September 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 8. September, nachm. 4 Uhr, statt 04884 Die FurforgcocrmittiungsfteHe für erwerbstätige Frauen Md Mädchen Ü 7 e[t=flnlage 31 bietet Frauen und Mädchen unentgeltlich Auskunft und Beiffanb in Häuslichen und persönlichen Angelegenheiten, sowie Beratung bei der Wahl der Beschäftigung. Muttel'- und Säuglingsschuh - Kinbcrfürforgc Sprechstunden: ITfontag unfc Donnerstag, abends von 5 bis S Uhr jetst Seilers w. 44 früher Bahnhof Straße 64 Trotz allen Teaerangen billige G2Sldi püt» Bilder. GrUs des Bildes elnscM. 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Von heute ab ge- l Ä, O'llmlustttnel „Agnes Annan und ihre drei Frerett' zur Aumlbnmg. Srehe Anzeige. ^ ^ . . * Schwa r z-W e i ß-Lichtsviele, Seltersweg 81. Von heute^ab brs ernfMreßlich Montag ward der Mia-May-Fllm aus ^öe^>em tritt Erika Giäßner m dem Lustspiel „Gesucht ein Mann, der ein Mann ift" aus ^Ktfc Anzeige. Hessen-Nassau. ga. Frankfurt a. M., ,6 Sept. Ter Vorfall rn Bornheim, ulier dm wir Donnerstag berichteten, hat sich nach einer Schllds. tung, die dem „General-An^rger" von glaubwürdiger Seite zu- \om, weserttllch anders zugetragen. Die beiden Frauen aeri^en der.Kirndcr rn streit. Dabei hat die verstorbene Frmr Stock mit Tätlichkeiten be.gonnen, und der bei der Leiche gefundene Handbesen der chr gehörte,, rst nur btt ihr bencht Worden, nicht von ^ 1°^ ^ inzwischen stattgehabte Untersuchung «ergeben hat. Auch kmmtsn bei, der Sektüm der Leiche keinerlei Verletzungen, die den Tod herbeige!ührt hätten, nachgewiesen wer- ^ de ©tüd aus den Preis nusaeschlagen. Ter Händler bekommt dir Zigarre zu 40 Gulden (68 Mark- das Tauserid und muß sie zu o Lent^ (etwa S l / 2 Pfennig) bas Stück an seine ckckiirden verlaufen an )eben festen Kunden nicht mehr als drei Stück täglich. Die ist eine ansgezcichncte Zigarre, ohne Spitze; Ersatz- uucscn darrn nicht verarbeitet werden, sie ivird aus -reinem Tabak her ge stellt. Tie Ausfnhrhändter dürfen nur ein genau bs- Nimmtes Quanttim an Zigarren aussühren, der Rest muß als billige Zigarre rm Lande bleibm. Letzte UgHrzchten. Dev neueste L^errchL der Heeresleitung. MTB.) Großes Hauptquartier, 7. September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Boehn. Nördlich von Langemarck machten bayerische Trllppen bei örtlichem Vorstoß mehr als 199 Gefangene. Südlich von Ypern fch-ugen wir tn-ehrfüche Angriffe der Engländer jumt An den Schlackftfrünten entivickelten sich h>?stige Jnfan- teriegefechte im Vorgelände unftrcr Stellungen. Unsere Nach- h'üdnl zwangen den Feind in der Linie Fius—Lieramont— Lvngavasnes zur Enturickelung und zu verlustrciÄen Angriffen. Unsere 'MÜlachstfliieger griffen ftindliche Kolonnen Perm Uebergang über die Somme bei Brie und St. Christ mit Erfolg an. Zwischen Somme und Oise ist der Feind über Ham und Chauny gesHlgt m\b stand am Abend im Kampf mit unserer Nachhut in der Linie Anbigv.y—Ville- gu-.er Aumvnt. Zwischen Oift und Aisne lebhafte Vorftld- kämpfe. Beiderseits von Dauxailllm wurden starke Angriffe des Feindes abgewresen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. 5>fLlich von Vailly stchen wir an der Aisne in Ge- fechtsftchlmtg mit dem Feinde. Auf den Höhen nördlich von Fisnres wiesen wir erneute Angriffe der Amerikaner ab. Der.Erste Genrralguartiermeiiter Ludendorfs. Luch^... .. WW^WWD^^WW^W (?*■ ^ IV-. 300/9. 18. K. R. AI) zu ber Bekamllmachnmg Nr. W. IV. 300/12. 17. K. R. Al. .vom 22 TeMuber 1917, botresfcTrd E>eschlagu-ahmc unb Meldepflicht aller >Arten von neuen und sgebaruchten Segeltuchen,, abgepaßten Segeln einschließlich Lief- tauen, Zellen (auch Zirkus- und Schrubudenzelleu), Zeltüoer- dachungen, Markisen, Planen (auch Wagmdecken), Theaterlulissen, Panorama leinen, erschienen. Während bisher die beschlagnahmten Gegenstärrde, solange sie für den bisherigen Zweck wellerverwcndet herben, Ämter Meldepflicht unterlagen, trifft dies in Zukunft nur noch für b-eschlagirahmte Ndarkisen M. Die and^-ren beschlagnahnttan Gegenstände sind, auch wenn sie für ihren bishTrigen Zweck weiter- verwendet werden, auf einein besonderen MÄdeschein zu meldem Fm übrigen snid die Meldungen, die bisher monatlich zu erfolgen hatten, dahrn eingeschränkt nwrden, daß zunächst nur noch der bei Beginn des 7. September 1918 tatsächlich vorbandene Bestand bis Zum 20. September 1918 zu melden ist, während die spateren Meldungen nur die bis zum Beginn des ersten Tages eines jeden Monats^ hinzu tretenden Mengen zu umsaffen haben. Der Wortlaut der Nachtragsbekamrtmachung ist in der heutigen Numwer dieses Mattes einzu sehen. . ** Stadttheater. Arrf die Einladung zum Abonnement rm Anzergentnl der heutigen Nummer sei gmrz besonders hinge- wresem Zur Erläuterung sei bemerkt, daß einige Blenderungen gegen die Vorjahre nöttg getvorden sind. So wurde die Zahl der Wonnementsvorstellmrgen, eirrenr allgemeinen Wunsche zufolge von 15 auf 20 vermehr. TienStag und Freitag wurdar als gut erngeführte Abonnementstage betbehalten, dagegen nrüßle oie Form der Einladung zum Llbonnement geändert werden, da der bisherige Modus frch als zur Zell mrtunlich hercrus^stellt hat Es werden deninach keine bL^nd^ven Einladungskarteir mehr an die früheren Abonnenten verich'ckt, sondern diese werdeir durch Inserat, wie in der h.-utigen Nummer dieses Blattes, ersucht, ihre Anmeldungen au) Abonnements-Plätze dein Herrn Ob.wbürgermeisder bis zum 21. September einzuschr.cke.ft Bis zum 21. September werden auch den vorjährigen Abonnenten die altert Plätze reser- vrert. Es empsiehll sich, die ann, von chrcn unangmehmcn GesckMacks- und Geruchs- eigenschaften vollkommm zu befreien. Die schä>lichm Bestandteile ineser Oele wurdm so well mtferrtt, daß ihr Genuß dein ntimsch- lra-m Organismus keittm ^Schaden mehr zufügm koimte Am besten könnte dieses neue Erdölprodukt vielleicht als Ersatz für Salatöl zur Verwendung kommen. Ilnunerhin aber gehen die An- sickiitcn über eine d^arttge Verwendbarkeit des Erdöls noch sehr lauseinarrder, eine gcurze Reil-e von Physiologen l>at sich scher den Nrne A-Boot-Erfolge. Berlin, 7. Sept. (Amtlich.) An der englischen Süd- und französischen Nordküste versenkten unsere U-Boote 12 000 Brutto-Register-TonTren. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ein engli^er Rrrsanballon verunglückt. , Kristiania, 6. Süpt. Ein fchwedisck«r Fischerkutter, der m Kristiansund ankam, chrt in der Nord;« dem interefianten Fund Nmrack-t. Er fand zwischen O xö und Haus t ho l m ei ne riesenhaft« Ballonhülle im Wasser treibend. Es gelang ihm, die Hüll« zu bergen. Sie füllte den ganzen Schiffsraum aus. Tie Hülle, die aus Gummi mrd Seche besteht, mit# etwa 1000 Kilo und ist rach den Aufschriften zu urteilen, englischen Ursprung-. Von der Besatzung des verunglückten Riesenbalbons war teure Spur zu entdecken. Ein rvnbliches Dienstjrchr. Lübeck, 6. Sept. Ter in Schkoarzau tagende Verbandstag nvrddauttcher Farne,tmnmve beschloß eine Petition an den Michs- tag. um Ausdehnung des Hilfsdicnstgesetzes aus Frauen und befürroortcLe das weibliche Dieirstjohr. Aufdeckung drr großni Betrügereien in CotttnrS. Cottbus, 6. S«N. (WTB. Nichtamtlich.) Kürzlich gelang es der Kriminalpolizei, einom groß angelegten Betrug aus die Spur zu kommen. Zwei Mllllärpersonen, bit hier in Garnison stehen, verbreiteten in verschiedenen Städterr, muh in Cottbus unter der Hand die viachricht, daß hier in Cottbus noch ein gevßcr Popen Schienlernleder im Werte von 210 000 Mark zu haben sei. Durch Helfershelfer wurde die Firma ermittelt, die den Kauf ab- schließen wollte. Tie Firma smtdte einen Beauftragten mll 210 000 Mark hierhin. In eirrem hiesigen Hotelzimmer in der Näl-e des Ltaatsbahnhofes kam auf Grwtd eirres vocgllegten Fracksrieseö auch< tatsächlich der Kauf zum.Abschluß. Die Beteiligten, darunter 'llre Schauspielerin aus Berlirr-Wilmersdorf. die tat Kauf vermittelt hatte, waren gerade dabet, das leicht erworbeire Geld unter sich zu verteilen, als reckZtzeitig hie Polizei im Zimmer er- ch:en und dre Veteilrgt-cn sestttahm. Jnzioisck-en stellte es sich ^hermus, daß das Leder gar ni,1)tr vorhanden urtd der Frachtbrief in geradezu ganialer Weise gefälscht war. M jpß t d OasaltbewährteNervenpnlrer «^8 CüBHipi©« Kervinam I>r. Weil dor Schwanen-Apotheke In Frankfurt, Main ti&~ wird ärztlich gerne verordnet bei Krämpfen "«3 PreH Sk. kr.—, zn haben durch eile 17 **hv. | Wqp braucht die Millionen i ✓ 7 v ^ dedep Qektpo -JnßaUaie vp v/eiß es &///£ws//y/s//////////////jy/////^//w Wofan-Zampen U 1/ Da? ideale Einweich- mittel, Gut geweicht ist fast gewaschen. Erhältl. in allen einschlägig., durch Plakate kenntl. gern acht Geschäften Vertret..- AsEg. .lae rbi, SansstadL Hersteller: Slliita L Haas, OksniKSha Fa'irik, Se.'B&^aÜ. 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September 1918. ^WD RkchttanWärtt Justizrat Grüttewald k Schneider. LL drting Zentral- Heizungen. Jähri. Friedensumsatz: Mark 28000000. Gobr. Körting A.G., Frankfurt a. RL 4133D Weififraaeaslraa* 12. Sämaschinen „Sack Zweischarpflüge, Wcndapflüge Universaipfüige Äckereggen,Kartoffelerntemaschinen Düngerstreuer Grasmäher m 2 f M T i of *^ hn|t 4 btti fc®“ U^SEEUUGS für 1 und 2 Zugtiere Vordei wagen, Heuwender Pferderechen Obstkeltern,Obstmühlen,Putzmühlen Trieure, Strohschneider Jauchepumpen, Dezimalwaagen sowie alle anderen Maschinen für die Landwirtschaft f vorrätig und sofort ah ILagor lieferbar. | Eigene Werkstätte Ersatzteil-Lager § M. Rosentha! Zopfe Haarunterlag.,Locke«,Drehe 2 lotste alle sonstigen Haar» arbeiren werden schön \mO dauerhaft angesertigl in dem SveziEamen trister- u. vaaraerriräft herman» pionf Owe. Se ttcrswea 8. «« Der Tsbak “«be V.Va«eue»rnb,,z.»e««tz Em nuul. Buch für d. Tabak- freunde. 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V., Bahcslhof&tr. 46. 6713 Obstversteigerrmg Mittwoch den 11. September d. J.*soll das Obst der Gemeinde Be.tenhansen, besteht haupl sächlich in Zwctschen, versteigert werden. Anfang vormittags 10 Uhr beim Friedhof. Händler werden nicht zugelassen, die übrigen Steigerer haben sich nach den Bestimmungen der Landesobststelle zu richten Bettenhauscn, den 5. September 1918. Großherzogl. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth ? K.a;od-, FlnS- und Ücctraaspoyt, Embruchs-Diehsiah!-, WassBrisitungs- Schädan-, Unfall-, Haftpflicht-, Fllsgsr- schädsn-, Feucr-Versicheruna 1 zu müßigen Prämien. Policen sofort erhältl. beider Suhdirektion CSrdisfaeSL öassei 1 Ttlaphoa «71. (630Ghv) Eäai£k«B*r 3 fl!raSe 18 Vertreter and Vertfetsrinnon gesackt Radfahrer.AU. Die beste und billigste.^eder- beretsnng ist mein Militär- reittu, bestehend aus cm« meinen Federn. Keine Er- swutinuna u. Beschckdaaung der «aber mehr. BrerS per Garn. Mk. 35,-. 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September d. I. au 8 Tage lang zur Einsicht der Beteiligten'im Kassenlokal des Rechners offen. Der Vorstand: 2üagner VI., Formhals, Direktor. Rechner. BekaZmimachimg. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute be- äugUch der Firma Koch & Eichen«,ner, Gießen, eingetragen : Der seitherige Teilhaber Hermann Eicheuauer ist durch Tod ausgeschieden. Au seiner Stelle sind als Teilhaber neu eingetreten: a) Hermann EichenauerWw., Emmy geb. Rübsamen in Gießen; b) Gertrud Weyl geb. Eicheuauer in Gießen. Zur Firmenzeichnung sind — jede für sich allein nunmehr berechtigt: grau Charlotte Eichenaucr geb. Kilbinaer Frau E nt m y E i ch e n a u e r geb. Rübsamen. Die Prokura der Frau Emmy Eicheuauer ist erloschen. ' Den Kaufleuteu Louis Kreiling und Wilhelm Hornung in Gießen ist Gesamtprokura erteilt. Gießen, den 3. September 1918. «Ärotzh. Amtsgericht Fleischlose Woche». werden. ES wird daher folgendes benimmt: " 8 cn § 1 . Auf die Fleischkarte für'd.c 37. Wocke lWochenabschnitt zu zehn l lio Sinterten) werden an Stelle von ftlpfirf, auügegeben ^ ar£ 0 1 ,e ^ n burctz die KartosfelverkaufSfteüen 1'/. ß^Klnder-Fleifchkarten (fünf V.» Anteile, entfallen 8 2 . * vereinnahmten Fleischmarken sind nach Ablauf k 0 . 0 den KanosselverkausSstellen zu je 100 Stück aebnndelt an das Städtische VebenSmittelamt Zimmer Nr. 1 !^ zur Nachprüfung einzureichen. x Ö S» ?; nnF !r Qöf (S5runb der Entscheidungen der ärztlichen Prüfungsstelle au^gegebenen Fleischutsatzsarteu ^durch roten Strich gekennzeich,et) behalten ihre Äiittig" kcit. Die Belieferung die,er Karten erfolgt am Samstaa den Metzger Böller, BahnhofftraüeÄ während der üblichen Verkaufszeiten. B § 4. »7 Wurst aus unterwertigen Rindern kommt in der 37. Woche nicht zur Ausgabe. Gieden, den 5. Sevkember 1918. Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). 6712L Bekanntmachnng r« J£? e Marrcnausgabestelle des Bezirks 4. seither Städl. iat"ÄÄ en 9 - b3 - nac6 b°.n vorm'fttA'^chstunden finden Werktags von 8-10 Uhr Gteven. den 4. September 1918. 67 hb Der Oberhürgertneisler (LeberrSmittelamt). MsbeZversteLgerrmM. »vc ^Kontag ben 10 . September, Nachmittages 2 llfcr IdM oer Unterzeichnete gertchlttch bestellte Verwalter über den Nachlatz der- verrtorbeneu Deutisten Marlin SeIn»,- S Vutrbach an Ort und Stelle Taunnsstra e 24 bnkttor öffentlich meistbietend ^ steigern, eine bessere ... ZuS Büfett, Kredenz, Ausziehtisch'n'd^'ll 'Stüblemtt Lederfitz: einen Diva» mtt Umbau, eine «tote SnS- etöito.ihr, einen ^ttm.n.er dlttschtevpjL. eine Sch runmerettnichtnng leichem, befebend aus Bettsiell? ntt Ma.ratze unv.,51 leider-lSoiegel-,Schrank, Weitzzo nfirn ' f ®af*toUet«c mit Msr.nsr und irlen,!,' WUrank mii I 1 “’ 1 "” ufro., einen T-ivan einet. Bücherschrank eine ©tbecibttiif), einen KInbsessel und verschiedene s'on °e I ^reummde. Die Gegenftiinde können kur, uor dem L-er- neirtiTiinnüieeitiln Oeficötlnt taerben. 4,cr ""Obach, den 4. Depteurber 1918. m.,,, , Der Rachlakverwalter: W i l n e l m Poppelsdorf, Rechtskonsulent Fernruf 830. Velarrrttmachung. Betrifft: Die Abgabe von Ficktcudeckreiier. m Wenn möglich, wird die Stadtverwaltung auch in diesem, Jahr eine beschränkte Anzahl Mellen Fichtenreiser an Private abgeben. . lche zu beziehen wünschp wolle dies vis spätestens ^ 1. Oktober d. I. auf dem Stadthaus, Garrenstraie L ; 5?r. 15, anzcigen. Der Preis für die Welle bt* I i ? d'ennig und ist bei der Bestellung zu entrichten SÄriftltchen Beftellungen ist der Betrag betzufügen. Eine Erhebung des Betrages ist nicht möglich. Die Liefern a erwlat frei vor das Hmrs. Weniger als 5 Wellen werden ttichi abgegeben, auch kann ente Getvähr für Lieferunn von mehr als 50 Wellen nicht überrtommen werden. ' Gtehen, den 17. August 1918. « bsotb Ter Oberb ürgermeister. I. V.: ^renzien, Beigeortmeter. Betarmtnra chnng Die GraSnutzung vom städtischen Obstbaumstuck wird DonnerStaa. de« 12 . September, nachmittags 5 Ubr, tn vier Losen verfeinert. u ' Zusammenkunft an der Gastwirtschaft Stadt Sich. Gtetzen, den 6 . September 1918. 07066 Ter Oberb ürger meifter. I. L.: ffomim. Beigeord-neter. Bekanntmachung Da» 2. Ziel Schulgeld der Gr. Oberrealschule, des RealgvmaastumS, der Höbcreu und Erweiterten Mädchen- schule und der Gymnastaioorschule für das Rj. 1918 kann nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten an die Stadt- kaffe Gietzen bezahlt werden. Gietzerl, 7. Septen,der 1918. Der Stadtrechner^ Müser. 67106 ähnlich im Aussehen, Geruck, Geschmack und Packung. In der heuttgenZeit der Surrogate und des Ersatzes, die so viel Minderwertiges aus den Diarkt bringt, ist es besonders wissenswert, M. Guttrnnnn's neue verbetzerte Pfetfenmischlmg kennen zu lernen. . ilTabateg* sSSa stark durthsetzl Ä.|!S Gebiete der Nauchtabakherstellnng geben die beste Gewahr sur die sachgemätze Erstellung. Besonders die längere Einwirkung einer starken konzentriertet: rnbak- lange macht M. Guttmann's neue verbefferte Pseiien- mischung wohlbekömmiich und mild und löst das ron verwöhnten Pfeifenrauchern erwünschte Wohlbehag-'n aus. Der Preis konnte d.irtk der Herstellung im grötzren Manstabe üutzerst niedrig bemeffen werden: für M. 1,6k» erhält man in den einschlägigen Geschärten gegen Vorzeigung dieser Anzeige 1 Paket zu 100 Gramm. Wo nicht erbältlicli, erfolgt Versand von 10 Paketen für M. 9.45. Wiederuerkäuser zahlen für 40 Pakete M. 33.— etnschlietzlich aller Spesen. Versand erfolgt gegen Nachnahme. M. HÄLZtMAiNirri, Verliu <6 37 P., Alexanderstratze 22. ,,— Taba Präsidium tn 3ia*e. Ät*. uecb, Kümstv-r, Unschidllch für Manschen, Haustiere und Wild. 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