m. 209 Der Glttzrner Anzeiger erschein: läglich, nutzer Courttaqs. - Beilagen: GtetzenerFamilienbiälter; Mrisblatt für den Ureis Sietzen. Bezugspreis: monatl. Rck. 1 .20, uiertet- iährlich N!k. 3.60; durch Abhol» u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10; durch diePost Ü)!k. 3.60 Vierteljahrs ausschl. Bestellq. Fernsprech - Anschlüsse: lür die Schriitl eilung 112 Verlag.GeschästSstelleSI AnschriüfürDrakitnach- richten: Anzeiger Gietzen. ;68. Jahrgang äreitag. 6. September \ 9\8 Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U 68 b Genemr-MMger für Gberyeffen smm.'MitoM «.c,,!.,: Braun» m*w. «. sw**« a u m mmm , «««.'.»7«.'r. Vankverkehr: Sewerbebank Gießen A.iuahmie von Anzeigen s. tue LageSnuknnier dis zuin Nachmitlag vorher ohnejedeVerbmdlichkeit Seiienpreise: für örtliche 2luzeigen 25i'r.,ftir auswärtige 30 für Reklamen Mk.L.-nebst 20°/, Teu- erungSzuschlag. Haupt« schriOleiler: Aug.Goetz. Verantwortlich für Politik u. tfeuiUeion: i. V. Dr. Zenz; Stadt und Land, Ler>nis7hlesu. Gerichtssaal: I)r. Meyer; Ametgenteil: H. Beck; sämtlich in Gieße«. unserer neuen (WTB.)GroheSHauptqunrtier.5. SeptcinSer. (Amtlich.) Wrstl ich cr Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Vo eh n. Zwischen Ypern und La Bassee drängte der Feind gegen unsere neuen Linien nach. Im Dorgeländc von La Bassee belassene Abteilungen wichen lrefchlsgenM auf diese zurück. Bei Wythhaet« wurden Deilangriffe des Feindes abgcwiefen Zwischen Scarpc und,Somme fühlte der Feind gegen unsere neuen Linien vor. Jnfanteriegeftchte'mit unseren StckiernngSabteilungen. An der Somme Artillcrietätigkeit. Zwischen Somme und Oise staben wir die am 26. August aus Gegend von None begonnenen Bewegungen fortgesetzt und uns in vorletzter Nacht ohne Kamps vom Feinde losgelöst. Die vor dem Feind gelassenen Nachhuten such gestern nachniittag langsam gefolgt. Der Feind hat am Abend ettva die Linie Boyenues—Guiseach—Appilly mit schwachen Teilen erreicht. In der Ailettc-Ricderung wurden Vorstvhe des Feindes abgekvicscn. Ebenso scheiterte» starke feiiwliche Angriffe dicht südlich der Ailette bei Tcrnst-Sorny. Clameey und Buch lr Lang. Viz-ewachtmeistcr Scheele der 9. Batterie. Feldqrtillcrieregiment Nr. 92. hat hier bei den letzten Kämpfen 8 * Panzerwagen vernichtet. * Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Lestlich ton Soissons legten wir die Verteidigung von der Vesle zurück. Die Bewegungen wurden plangemäh und vom Feinde ungestört duichgrführt. « Wir schossen gestern 32 feindliche Flugzeuge ab. Der Erste Gcneralquarticrmcister Ludendorff. Kriegswurter rüsten, auf neue, schwere Anstrengungen und in lol 1 ™ 11S€ ] t und das ist hart. Aber Z} a iP° T t ?"g«ssen oder nicht mehr gültig, das früher auch dre erfrigskn Förderer einer Friedensverständigung m haben: „Wir werden siegen, weil !vir siegen B^^rtente leyrt es uns jeden Tag von neuem, daß dieser Satz richtig war und rst. Wir müssen siegen, uns Urbermacht behaupten. Deutsches Volk, wehre dich!, so sagt uns darum Hindenburg. . Wir müssen auch in der Heimat eine Hindenburg-Linie V'Mbmen, die uns die nötige Einigkeit und Festigkeit sichert, und das gut vornehmlich auchi für die aktuellen Ausernan- her>etzuncMn über die preußische Wahlreform. Da müssen die ievnservatrven abbauen, und cs sthcint, als seien nach der ebenso bestimmten irne klugen Rede Hertlings im Herren, hauw Aussichten vorhanden, daß bis zum Wiederbeginn der Re^tagsmchandlungen eine Einigung für das allgemeine und glerche Wahlrecht zustande kommt. Die neue Fraktion des Herrenhauses wenigstens ist in ihrer Mehrheit einer sol- ctMl Losung zugeneigt, und wie es heißt, wollen sich dazu aurl) eine ausreichende Zahl konservativer Mitglieder ge- rv. P* Ekr „Scherungen" dars es keine Standesuntev- ichrede geben. Hoffentlich wird das Ziel bald erreicht, da- imt mau dieienigen noch besser als bisher erkennen und danach behandeln kann, die nach Hindenburgs Warnung > m Wesen nach m Feindeslager stehen". Der ttampf zwischen Glse und Aisne. Ter «»endbericht. B erlin, h. Seht., abends. (WTB. Amtlich.) Die Gefechtstätigkeit blieb auf kleinere Kämpft im Vor «elllnd« unserer neuen Stellungen beschränkt. * Der öfterreZchlsch-ungarlsche Tagesbericht. Wien, 5. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Im Eorno-Gebiet und östlich des Monte Pettica führ- ten Anlernchmungen unserer Sturmtruppe zu vollem Erfolg. In den Sieben Gemeinden und an der Piave wurden feindliche Erkundungsversuche vereitelt. Jll Albanien ist die Lage unverändert. Der Chef des Generalstabs. In der gegnerischen Presse standen vorbereitende No- tt-'en, daß die Frvntbewegungen demnächst wieder erstarren konnten. Aus eigener Macht kann der Feind von Hinden- burg und Ludendorff kernen Rückzug erzwingen, den diese beiden Feldherren nicht aus eigenen Entschlüssen und aus Gründen anordnen. Mit anderen Worten: die Zu^uckverlegung der deutschen Front aus großer Linie ist UMtetwia eine ausgemachte Niederlage oder gar eine ^.Flucht , sondern sie ist das Ergebnis großzügiger Berecl)- -nungcn, dre alles andere denn einen Verzicht aus neue An- griftsplane bedeuten. Auch der größte Künstler wird einmal ^chnung, dre rhm in chren Anfängen mißglückt er- unbedenklrch und entschlossen auslöschen, um von r 3U begnmen, währen- der unsichere Psuscher viel- baran hccmnkuriepen und schließlich nichts fer- wurde. Der Femd scheint bereits vorsichtig ge- ber Abendbericht meldet nur „kleinen rm Borgelcrnde unserer neuen Stellungen. Wir Heerführern nur darum zu 5U schwächen, zu zernlürbeu,/ wvttm mrd daß sie Terraingewinnen 2$;™ eutscherdenden Wert beilegen. Unsere arntlichen Kommentare unterstreiche daher auch den Umstand, daß die letzt m erne Wüste einziehen rnüssen, wo sie ihre Note hal^n wechen Drese Genugtuung hat für uns kei- xLsbrtt.e«n Bergeschmack, denn das zerstampfte Land, die t? fu f n und Dörfer, ist französi- 1/chelr Mden. Für Foch oder seine Vorgänger wäre das Ökt bitterer. Darum der. weist uns General Ludendorff m einer 9leußermra die uns heute aus Wien übermittelt wird, bewegten Herzens auf den erquickenden Tro,t, daß unsere deutsche .Heimat im großen nicht gesehen hat^ schrecklichen Wirkungen des Krieges iwch „Unser Wille zum Sieg bleibt ungebrochene und wir L?den de« Vernichtungswillen des Feindes brocken" so schloß Ludendorff. Aber wir müssen uns auf einen neuen •u. y ^ r sru, 5. Sept. Der Angrrffam 2. Septem- nnt starken Kräften erneut gegen den Abschnitt zwischen Oise und Aisne richtete, brachte chm nur wußte sich mit emer ge- ffmS^l 11119 der deutschen Linie südöstlich Couch le Lteaubis ru dem auf der Höhe der Straße Couch—Soif» ^ f w!t^ e !L8? I « c ** en ^rnh^Sarny begnügen und dafür vlak?'?n Tanks urid Toter auf dem Kampf- lassen. Auch der Einsatz an Amerikanern, Italienern b"" Ansturm neue Kraft und Elan verleihen sollten, üinntc den Erfolg nicht erweitern. Am Nachmittag des 3. September versuckste er die kleine Beule m der Richtung auf Vauxaillon zu enveiterw Zur selben Zeit versuchte er das südlich von Laffaux nach der zu auslausent^ Höhengelände zu gennnnen. Wie an Tagen war der Himmel mit schlveren Lnwolken bezogen. Ein plötzliches Aufhellen gegen mittag ^^teden eigenen Truppcri Einsicht in die feindlickien Ab daß der Ansatz zu einem Angriff in zusammen gefaßtem Artilleriestuer, das hartnäckig aus den Bercitstel lungsraumen lag und den Gegner beträchtlich zu stören ver- kommen konnte^ ^ beabsichtigten Weise zur Entwicklung Englische Dernichtungswut. ^ ^ En gl ander beabsichtigen s^ sAcgenen und wohlhabenden Städtchen Douar dEbe Schrchal zu bereiten, das St. Quentin mete p'.oardpche Orte ansgelöscht hat. Ihre Fliegerqescbwa- der nehm«i cs feil^ einiger Zeit systematisch unter ^eucr und verwustim cs nnt schweren Geschossen. Xn den letzten Tagen wachm sie wett über hundert Bomben niw sechzig scl/weie Gra- stebermndznxrnzig Häuser vollkommen zerltotten und ftinrzig bis zur Unbewohnbartect demolierten Eine dieser Fliegerbomben^tras die Peterslirche und fordette zahlreiche ^^untm der Zivrlbcvolkerinig. Die meisten Toten sind Frau«, » * Eine österreichische Mitteilung über die Lage an der Westfront. Kn IrÄi * 0rtal9 ^ ** On***» Qcv König von Da Hern in Belgrad. Die Korrespondenz Hofft Ä" f ^ c^ c i! c R«'- des Königs von Bat>ern nach a P ' Der Kvmg traf gestern abend auf dem Hafen, !? und wurde von dem Generalqouverneur Genv- rawberst Freiherrn von Rahmen-Bahrensfcld. den Spitzen u "- b Mrlltarbchörden, dem deutschen Konsul Ge- Freitag, den Kommandanten der Be, MFtMlppen und den anwesenden deutsckien Offizieren König nahm auf einem FluKamp. fer der Uuganschen Fluß- und SceschiffahrtSgcscllschast Woh- stattete der König dem Gener^ ^,^Eur mnenBesuch ab und besichtigte in dessen Beglei- 3 d'e Schenswurdrgkerten Belgrads. Das Frühstück wurde deutschen Generalkonsul eingenommen. Abends sind« Tafel beim.Generalgouverneur statt. Wien, 5 Sept. Die N. Fr. Presse meldet! General v. Cramon miacht^Iourimliston Mitteilnrm 'scher die militärische iL Q n r^n r e ft f r t>jn t. Er hatte sich vor einigen Tagen tm Geneval Lude nb or ff mit der Frage mvnibet und die Antwort erhalten, daß dre garrz-en Beivegungen M, der W^>frmtt ich vEomiintm prvgranrmäßig vollziehen und keinerlei Anlaß ^hWwen fet, die Lage irgendu,« ungünstig m beurteilen. Craimm s E«rf nrcht übersehen, daß die Berichterstvtturrg der Engländer und Franzosen ganz übertrieben und falsch ist, nur dazu bestrnnnt, die krieg-Srvüde Stimmung auftutpitschen und die tmgtt-eureir Verkuste der Fwcurzosen und ilMn Verbündeten leichter ertragen An helfen. Wer von der Westfront konnne, .oisse ganz g«nau, daß du: -Btim-nvung dort überall xiwerstchtlich ist. Tara^ ^dwpasMrda nichts, die die Girtente mit ver.oerflichan' Mtttebn führte. „Ich fcmn otirr wiederholen", schloß General v Evamvn, daß nrcht der gering' Anlaß zur Beunruhigung vor- l-arwen rst. Man kann nrä>t rvmrer vonoärlsbnmnen, es muß ttuch ermnal ein Nückßhlag komtmen und er wird in Ruhe erttagerr tragen kömrsr, MNl-al ltnr .alle die feste Uebcrzeugung haben, daß em .Durchbruch der Entente Mlvonmtrn ausgeschlossen ist. Aln vor Hmdenburgftellmrgcn nruß juicr Widerstand zerschellen." * Herr von HinHe in Wien. Wien b. Sept. (WTB.) Der Kaiser hat dem Staatssekretär v. Hrntze daS Gwßkreuz des Leopoldordens verliehür. » König Ferdinand in Wien. Wien, 4 -Sept. (WTB) Kaiser Karl empfing in der Hofburg den König der Bulgaren. Tie ULtten-edrum der beiden Monarchen dauerte über eineinhalb Stimderr. Abends hörtck Aeuherungen hindenburgs und Ludendorffs. Nichtamtlich., Das „Neue Wiensr Jouruok vcrostEcht Aeußcrungeu Hindenburgs und ^udendorffs gegenüber dem Berliner Vertreter dieses Blattes s^Ste^Jch freue mich, daß auck) Die chnen gute» ^andrutt von unieven truppen gewonnen habeir. die nun schon seit Morlaten rn schEen Kämpfen stehen. Der Krieg hat sich je# Ster aus Fran^-reichs Boden zarsammengeballt und an Mensche». Sl n ^. H? 6 Kainprmitteln einen Umfang angenommen, chr den Schatten stellt. Wxzttabck - Ringen bisher in Ehren bestanden und sind zu-» verirchrlich. daß fax es auch weiter tun werden. Alle können dankbar fern, dafür, daß der Krieg in den Forme», die er angenommen hat unserem Hei malgebiet im all gemeinen ^ ^ beere der ^ tttelmächte sichern ihre Heimat. Das darf dre zu Hause ber uns wie bei Jh,rerl aber tdit ^Eg su vergessen und zu glauben, der gegen NE Bernrchtungsnnlle der Feinde sei schon gebw^ dazu noch unsere Kraft «iS f 11 -dannOr Was wir aber dazu im gemer.Uanrcn Kwnpf mshec schbn errerttü haben, werden wir auch und besonL«rs tzer an der ^wnt, vollerchen. Wenn Sie in Ihre Heimat be- A ^Äsem es uns gelud' ist, Mrllronen russtscher Soldaten unschädlich zu machen, werdkm^ wohl auch dre Amerikaner uberwinden. Generalfell>marschall Hindenburg ließ mir sagen, daß er mich begrüßen mochte. Hrndenburg äußerte n. a: An unsere» Fronten rst cs letzt verhältnismäßig ruhig. Das Richtdurch- dringen der österreichisch-ungarischen Offensive ^ der Brave brauchen wir nicht tragisch zu nrhnien. Gs fehlte gennß nrcht an Tapferkeit. Der Grund ist vielmehr r» ernem Raturerergnis zu suchen, dem übermäßigen An schwellen des Puwe Dre Erfolge der k. u^ k. Trnppen in Alb a n i e n verfolge rch mit icfiMtan Interrffe. Bon Albanien geht unsere Front weiter nach MMedonren Da! halt das tapfere b ulgarr sche Heer twtz schwrerrger Verhältnisse treu Wacht. Wenn die Entente dott noch crnmal angrerfen wird, so können wir dem mit fester Zuversicht erttgegenschen. Unten in Palästina gelattr es den Engländern auch nrcht, trotz ihrer viclfachrm verlustreicl-en Angriffe, den tap- ßmcn Widerstand der türkischen !?lrmce zu erschüttern. — 7 er lL €n ^ der Murmanküste will England stch m cm. Es verfolgt damit seine eigensten Zwecke. Aber es will saußerdem von beiden Ländern aus versnchui, Rußland aufs neue rn den Krieg zu hetzen. Der Entsck-eidungskanrps für uns Mittelmächte spult für aber jetzt hier an der F-rmtt ab. von der Sie wErM. Dre BeNoendung Farbiger rm K nach Kiew b* geben. Der italirnische sozialistische Nationalkouarek gegen den Krieg. Berlin, 6 Sept. Laut L.°A. beendete am Mittwoch 1 a { l J l 1 r ®/ Ul 0 ^lkongreß in N o m die DlsQijston über dre Haltung der Partei und ihrer Organe, nameiltlrch der sozialististt,cn Parlamcntsgruppe in bezug auf das Krregspwgramnr. Mit 14 015 Stimmen hieß man die Anträge des extremen linken Flügels auf schär sfte O ppo- itrou gegen den Krieg gut. Der englische Gcwerkschaftskongreb. London, 5 Sept. (Priv.-Tcl.) Rertter. Der Gewerk chaftskonareß ur Derby nahm mit übermültigender Mebv l-ert eine Resoüttwn an, wvttn die Arbetterparckeien der 'lentrnl^ machte aufgefordert tverden, ihre Kricgssicle zu nennen in Er> Wartung der Kriegsziele der alliierten Nationen. Englands Krieg gegen die Sowjet-Nepubltt. Die Engländer haben nun- ?mehr ans den ihnen osftn stehen- 'den Wegen den Vormarsch Hegen die Soivjettruppen in 'Grob-Ruhland angetrctcn.Da- bei ist zu bemerken, daß ihr Hauvtslop sich nicht gegen Petersblirg richtet, sondern auf Kotlatz an der Dwina. Kotlaß ist nämlich der Mittelpunkt des rus'.schen Balmnetzes im Nordoslen. Die Einnahme von Kotlab würde »ihnen den Anschluß an die bei Jekaterinburg tnt Ural /kämpfenden Truppen der ITschecho - Slowaken erinög- 'Ilchen und das ist zunächst das wichtigste Ziel der Engländer. Eine britische Truppe ist aut Kanonenbooten und Kränen von Archangelsk auf der Dwina abgefahren. Bei Korbalsk ist es zu einem Gefecht mit einer russischen Flottille gekommen, die von Scheu- skurSk aus der Waga he ab- qekommen war. Allem Anschein nach ist diese Flottille aber nur noch aus die Rach- Hut der Engländer gestoben und hat zwar einen Kran versenkt und 60 Engländer gefangen genommen. Tie Hauptmasse aber war schon vorbei und nähert sich jetzt der Stadt Krastnobersk wo die Bolschewiki, die aus Solwyt- schegodsk, Kotlaß und Wiliki Ustjng Truvpen zusanimenqe- zogen hatten, den Weg sperren wollen. Inzwischen sind in Archangelsk neue englische Truppen angenommen, die ebenfalls auf "^hlffen die Dwina aufwärts ziehen. Wenn auch hier nicht mit großen Massen des Feindes zu rechnen ist — er soll insgesamt noch nicht 4000 Mann zählen —. so ist doch die bessere Bewaffnung Nnd vor allem das (Mo, das ihm bisher die Wüg-e geöfsiret hat, Nicht zu Unterschätzen. Die beiden anderen Auktionen gehen zur Sicherung der englischen Stellung auf der Kola-Halbinselnebenher. Einmal gehen die Ercgländn längs der Murmanbahn nach Süden. Sie sollen zur Zeit in der Gegend von Sogossewo angelangt sein, und wollen Pvwjenetz erreichen. Das gleiche Ziel erstrebt die zweite Eine englische Aeußerung zu den Vorgängen Ln Moskau. Haag, 5. Sept. Reuter meldet aintlich aits London: • Bolschewistische Truppen plünderten die englische Botschaft in Petersburg und tüteten den englischen Biarinoattacyee Kapitän Crommie (TromllM)?). Die Botschaft fürchtet mm, daß ein ähnlicher Uebersall ans.die französische Botschaft gemacht werde, und verlangt, daß die nötigen Borsichts inaßregeln getroffen werdim. In das Gebäude, das vbn der französischen Militärmission besetzt war, drang man ebenfalls gewaltsam ein. Tie Papiere Ware:: jedoch bereits in Sick-erheit gebracht. Einige Franzosen wurden gefangen genommen und die Bolschewisten ermutigten den Pöbel zum Mord gegen Cngläiider und Franzosen. Dieses gSvalttatige Vorgeiher: kommt durchaus nicht überraschend. Ihm ging eine Aktion voran, welche die britische Regierung verpflichtete, sobch Möglichkeiten in ernste Erwägung Au z'chen. Seit dem 5. August zeigten die Bvlschewibibehordeii eure vollkommene Verachtung chrer eigenen ausdrücklichen Zusicherungen für die Alliierten und ebensowenig kümmerten sie sich um die Vorschriften der internationale:: Gesetze und Gebräuche. Die Mitglieder der «malischen und ftlmzösischm Konsulate in Moskau wurden verhaftet, und obgleich die meisten offiziellen PerjönÜäMten durch Vermittlung neutraler Vertreter freigelassen wurden, scheinen einige Untertanen der Alliierten unter Bewachung gehalten zu werden. Die britische Regierung eröffnet« Unterhandlungen Mt dem Bol- schewikivertveter in London Litwinvw. Sie benutzte ebenfalls die Vermittlung neutraler Vertreter in Rußland, wobei sie die gegen-- seitige Zurücffendung per Missionen in ihre Heiinatländer und den Austausch anderer Untertanen der M liierten in Petersburg und Moskau gegen Bolschewik: vorschlug. Tie Tinge wurden in der Hauptsache .gutgchsißen und die Durchreise der alliierten) Missionen durckr Fnml ; rd wurde von den finTnschen Behörden zugesichert. Die Bvlsck«wiki forderten darauf die Befreiung der russischen Soldaten in Frankreich als Bedingung für die .Freilassung der nichiboffizieLen. Untertanen der Alliierten in Rußland. Die französische Regierung bewilligte sofort, daß die russischen Soldaten, die zurückzugehen verlangen, dies tun dürfen, und die britische Regierung zeigte Ki-uten Willen, inden: sie 25 Russen, die Lttwinvw auswählen sollte, die Rückkehr nach Ruß- Utib gestattete, bevor noch die formellen Unterhandlungen begonnen hatten. Diese 25 Russen wären heute abgereift, aber infolge der Gewalttaten des letzten Samstags, die strenge Maßregeln notwendig machten, beschloß das Kabinett, folgendes Telegramm an den Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten zu senden: „Wir erhielten den Bericht, daß ein Gewaltangriff auf die englische Botschaft in Petersburg erfolgt ist, daß das Inventar geplündert und veemchet wurde, daß der Kapitän Eromie bei der Verttidigimg ermordet und feine Leiche grausam verstümmett wurde. Wrc fordern sofortige E^wigtimng und unverzügliche Be- -strafung aller, die an .dieser abscheulichen (Gewalttat beteiligt waren. Barsäumt die russische Regierung, vollkommene Genugtuung zu geben, oder zu verhindern, daß iveue Gewalttaten gegen britische Untertanen erfolgen, dann wird die englische Regierung die Mitglieder der Sowietvegieruiig dafür verantwortlich machen und alles tun, um duvchtzusetzei:, daß sie vmr den Regierungei:.jeder zivilisierten Nation als vogelfrei erklärt werderr und daß ihnen *kem Zufluchtsort gegeben wird. Sie sind bereits von Herrn! Litwmow untc 'richtet worden, daß die britisch Regierung bereit war, alles mögliche zu tun. imt die sofortige Rückkehr der offiziellen Vertreter der britischen Regiermvg mrd der russischen Lowjetoegierung n».ch ihren Ländern M sichern," Die Fortsetzung der Moskauer Enthüllungen. Moskau, 5. Sept. ,Jswestija" berichtet weiter über die engl:sch- französische Verschwörung: Mit Wissen der außerorderttliäxn >Avnrnnsfion» wurde ein ftkttves lettisches Natronalkvmitee gegründet, dos aus Lockharts Wunsch ein- ging, sein GeldangrÄot aber zurückwies. In einer Gcheimsitzunq beim amerikanische).: Konsul Pvd besprach mau die Frage der lettsichen Autonomie. Tie Diplomaten machten kein Hehl ans chrer Verwilderung über die Vertrauensseligkeit der Letten die zu glauben schienen, baß für die Entente jetzt Zeit sei, sich' mit solchen Klermgieiten abzug-eben. Nach der erwähnten Sitzung nahm nn Vertrauensmann. des Komitees 700000 Rubel an, die ihn: van.Lockhart ohne Quittung übergeben wurden, lieferte den Be trag aber an d:e Sichenchntsbehörde üb. Russischer Pressedienst. m sWTB.) Unterm 4. September meldet die ,Prawdd d:e Vererrngung der bisherigen PeterSbrrrger Tele- gravhenagentur mW des offtziellen Pressebureaus zur Zentral-, behocve der rwsischen Telegrapilieimgentur. deren Pressetelegramme: mit der Bezeichnung „RosLa" erscheinen werden. Lenins Pefirrden. Moskau, 4 Seztt. (WTB.) Wie das Wiener K. K. Tele- grLphen-KvrvesrVndenz-Bureau meldet, ift Lenins Zustand Expedition, die/ von Onega quer durch das Sumpsland unterwegs ist, 'und etwa die Hälfte des Weges zurückgcckegt hat. Ueberall öffnet «khnen Geld und die kostenlose Abgabe von Nahnmgsmitteln die Ortschaften und, wo etwa eine.Sowjetbehörde Widerstand leisten will, wird kurzer Prwzeß gemacht. Gefangenschaft oder eine Kugel beseitigt die ihnen im Wege stehenden Elemente. Daß Powjeuetz ihnen ohne Kampf in die Hände fallen wird, ift zu b^weiseln. Sowjettruppen sind wenigstens von Petrosawodsk aus dorthin unterwegs, und man wird wohl bald von ernstlichen Zusammenstößen hören. befriedigend. Tie Gefahr von Komplikatiorven sei aber noch nicht ausgeschlossen. * Die Beschlagnahme der Ernte in Livland und Estland. Kowno, 4. Sept. (WTB.) Die Anordnung der Beschlagnahme der gesamten Erntein Livland und Estland soll, wie die Baltisck)-Litauischen Mitteilungen der „Revaler Zeitung" entnehmen, dahin eingeschränkt werden, daß die Selbstversorger Pslichtlieferungen zu be-- stinnnten Preisen zu leisten haben, daß der sich außerdem aber ergebende Ernteüberschuß aber frei bleibt. Englischer Bericht aus Palästina vom 4. September. Seit dem 14. August war die Kampftätigkeit hauptsächlich aus Bombenftüge gegen die Stellungen des Feindes an der H e d s ch a s - bahn beschränkt. Patronillengeftchte östlich des Jordans und Streifzüge gegen die vordersten Linien des Feindes. 100 Meilen nördlich von Medina setzten die arabischen Streit- k r ä s t e des Königs von Hedschas ihre Ueberfälle auf die Hvdschas- hahn ^sort. Ein türkischer Angriff auf die arabischen Streftkräfte bei Äsb u Na a m wurde mit einem Verlust für die Feinde abgeschlagen. 50 Msann des Feindes wurden getötet oder verwundet und zehr: zu Gefangenen gemacht. Die versasirmgsreform im preutzischen herrenham. Berlin, 5. Sept. (Amtlicher Bericht.) In der Fortsetzung der Hauptaussprache erörterte zunächst der Finanzminister die Bedenk«:, die gegen die vorgeschlagene Durchzählung der in beiden Kammern abgegebenen Stimmen und die völlige Gleichstellung des Herrenhauses mit dem Abgeordnetenhause im Etatsrecht sprächen. Er Srllärte aber die Bereitwilligkeit der Regierung, auf diesem Gebiet den Wüusck>en des Hauses nach Möglichkeit entgegenzukommen, um einen Weg zur Verständigung zu ftzcher:. Sodann kam erneut klar zum Ausdruck, daß die ganze neue Fraktion eürstimmig auf dem Boden des gleichen Wahlrechts steht, allerdings unter dev Bedingung, daß die erforderlichen Sicherheiten gewährt werden. Auf Anfrage aus der Kommission, ob die Staatsregieruug auch heute :uxl> im Falle einer Ablehnung des gleichen Wahlrechts zur Auflösung des Abgeordnetenhauses schreiten werde, entgegnete der Vizepräsident des Staats- minifteriums, daß er auf die Erllärung, die die Staatsregierung zu dieser Frage im Mgeordnetenhmlse abgegeben habe, verwaise, die noch heute maßgebend sei. Von konservativer Seite wurde die Forderiri:g ausgestellt, daß neben der: (Nche- rungen in der Zusammensetzung des Herrenhauses und der Ev höhnng seines Ernfluffes auch beim Wahlrecht zum Abgeordneten^ Hause Garantten gegen eine zu radikale EnttvicklUng des Staatslebens gegeben werden müßten. Auch die Sorge um die Erhaltung des Deutschtums im Osten kam zum Ausdruck. Der Wunsch nach einer VerstM:digung wurde allerseits betont und dabei auf die großen Bedenken hingewiesen, die gegenüber einer etwaigen Lluftösung des Abgevrdnetenhmlses währeiid des Krieges beständen. Ter Vizepräsident des Staatsministeriums führte aus, daß «uch die Regierung diese Bedenken würdige, und daß sie gerade deshalb nach einer VerstmrdiEM.g sttebe. die allerdings das Prinzip des Erlasses vom 11. Jul: 1917 nicht berühren dürfe. Daß eirvs/Parlamentari- fterung der Negierung die event. Folge einer Erweiterung des Wahlrechts sein toerde, glaube er nicht. Die Auswahl der Minister sei das Recht der Krone, so werde es auch in Zukunft bleiben. Der Seekrieg. Rotterdam. 4. Sept. (WTB.) Wie der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" erfährt, wurde der holländische Dampfer „Merck" (3024 Brutw-Tonnen), der von der amerikanischen Regierung beschlagnahmt worden War. am 6. August torpediert. Aus dem Reiche. Der Helnmn» der Mraine in Deutschland. B e r l i n. 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich..) Der Reichskanzler erwiderte heute abend 6 Uhr den Besuch des e t - «ans der Ukraine. Der Hetmmr speiste heute abend Ä,r seiner Abreise zu Sr. Majestät dem Kaiser in kleinem Kreise beim Reichskanzler Grasen v. Hertling. An das Essen schloß such eut Empfang an, zu dem die in Berlin anwesenden Staatssekretäre, die Vertreter der verbüvDerrn Mächte, die Mitglieder der ukrainischen Gesandtschaft und eine Reihe anderer offizieller Persönlichkeiten erschienen waren. Der Hetman wird heute abend 11 Uhr zum Besuch des Kaisers nach Wilhelmshöhe abreisen. Berlin, 5. Sept. (WTB.) Laut „Reichsanzeiger" nmrde dem Unterstaatssekretär im Reichsschatzamt Schisser >er RotL Adlerorden 2. Klasse h:it Eichenlaub und der königlichen Krone verliehen. Türkische Gäste in Breslau. BreDlau,4. Sept. (WTB.) Die aus Anlaß der Bres- 'auer Messe hier anwesenden Vertreter der türkischen Regierung von Landwirtschaft, Industrie und Handel folgten heute der Einladung des olwmanischen Generalkonsuls Josef Przedocki zu einem Abendessen im Sa- voy-Hotel. Der „Diplomat" als Freier. Halbamtlich wird geschrieben: „Ende Juli war in per „Fvank- furter Zeitimg" ein Inserat erschienen, in dem für ,/nnen Ättachs in hoher Position", der u. a. angab, daß .sein Vater Exzellenz sei, eine Lebensgefährtin gesucht wurde, „deren Vermögen es gestatte, die Frau eines Mrkünsttgen Botschrfters zu werden," Diel es Inserat hat melTreven deutschen ZettungO: Veranlassung gegebeu, sich gegen die Vertreter, insbesondere den Nachwuchs urrserer Diplomatie zu wenden. Ueber den' Ausgeber des Inserats sind unterdessen Ermittlui:gen angestellt worden. Wie nicht anders zu erwarte^ war, hat sich ergeben, daß mtt der ganzen Angelogenheit überhaupt kein deutscher Diplomat etwas zu tun ha t." _ Die Uartrffelversorgung im wirtschastssahr MsA9. Unter dem 2. September 1918 hat der Staatssekretär des KriegsernährimgsaTnts die Anordnungen Aur Durchsühnnmg der Kartosselversvrgun^ im neuen- Wirtschaftsjahr erlassen. (IiGBl. Nr. 118.) Die Bewirtschaftung soll im tvcscnttlichen aus dieselbe Grimdtage gestellt toecbeu, wie im Vorjahr. Dies gilt insbesondere auch vor: den Forschriften über die Sicherstellung und Lieserung der Kartoffeln, sowe über die Stellung be3 Handels innerhalb der, Kattosfekhewirtschrftung. Besmrdere Beachtung soll der Kartoffeltvocknimg geschenkt werden, um ausreichende Dcengen Trocknungsgutes für den Heeres bedarf soroie für die Vrvtstreckung sicher zu stellen. Es werden daher bereits zu. Beginn der Herbst- kartvfselernt-e auch den geiverolichen Trocknereier: und Stärkefabriken größere Acengen Frifchssartoffeln zugeführt werden, Tie Lvhntrocknung bleibt vorbel-attlich g-ervisser Ausnahmebennlligungen grmidsätzlich ausgeschlossen, um die Betriebskraft der beteiligten Un- ternehnmngen voll für die Herstellung von Trockenerz»Mnissen für öffentlich, e Verteilung sowie für den Heeresbedarf auszu- rcutzen. Für schnelle Verarbeitung von Kartoffeln, die dem Verderben ausgesetzt sind, wird durch besondere Maßnahmen Sorge getragen werden. Ta der Ausfall der Ernte und die Gestaltung der Transportverhältnisse noch nicht zu übersehen sind, mußte tzorecht an dev Wochen kopfmenge für die versorgungsbercchtigte Bevölkerung mit 7 Pfund wie im Vorjahre festgehalten werden. Die Sa atgntbe s.ch affnng für das Jahr 1919 wird durch die gleichzeitig ergangene Verordnung des Bundesrats vom 2. September geregelt (R.-Ges.-Bl. Nr. 118). Ta sich die vorjährigen Vorschriften im allgemeinen bewälirt haben, werden sie in der neuen Verordnung im wesentlichen beibehalten. Neu ist, dvß auch die landwirtschaftlichen Ber ufsVertretungen znm Saathandel zugelassän werden. Die Vorschriften über die vom Erwerber vorzulegeiüen BedarssbescheinigungenI sowie über die Ausfuhrbewilligung sind mit Rücksicht auf hervorgetretene Mißbräuche cn^gebaut worden. Aus demselben Grunde) erhalten die Kommunalverbände die Ermächtigung^' den Verkauf von Saatkartvffeln auf die Hälfte der in der Wirt- schastskatte errechneten abliefermrgspftichtigen Menge zu beschrän-i ken. Tie Frist zur Einreichung der Saatkartoffelverträge z:rr Genehmigung ift bis zum 25. November verlängert worderi. Für die vom Ausschuß für Pflanzkartoffeln der lmchwirtschaftlichen Körperschaften Teittschlands als Original zu chttmaerr oder Sta:,de::-^ auslese (Eigenbau) erklärten Saatkartoffeln sind Ausnahn:evor-i schriften getroffen, um diese, für die Förderung der Karwffel-^ erzeugung >be sonders werwollen Züchtungen vor anderweitiger. Inanspruchnahme zu schützen und chren Absatz zu erleichtern. Hinsichtlich der Preise behäll es mit geringfügigen Aende- rungen bei der Regelung des Vorjahres sein Beweirden. Die ueuen Höchstpreise für Grieß und Graupen. Eine Verordnung des Staatssekretärs des Kriegsernährungs-« amts vom 29. August d. I. (RGBl. 97r. 117) setzt neue Höchst- preise für.Grieß und Graupen fest. Tie Herstellerpreise iverden wie seither durch die Grundsätze des Direktoriums der Reichsgetteide- slelle über die Zulassung und Belieferung der Betriebe und die jLi-eserungsbedingungen der Reichsgetreidestelle gervgelt; sie sind durch die Vorschriften der Reichsgetreideordnung straftechtlich geschützt- Sie betragen bei Graupen 63 Mk., bei Grieß 67,20 Mk. ■ für den Doppelzentner. Die Großhandelspreise werden durch die Verorinrung bei.Grieß aus 76 Mk., bei Graupen auf 71 Mk. für den D^oppelzentner festgesetzt. Tie Lieferung hat zu diesen Preisen frachtfrei Station (Bahn oder Schiff) des Empfängers zu erfolgen. Neu ist die Vorschrift, foafc, falls sich die gewerbliche Niederlassung des Großhändlers und die Verkaufsstelle des Klein- Händlers in demselben Gemeindebezirke besinden, die Lieserimg durch den Gwßhändler fvei Verkaufsstelle des WeiühäNdlers zu erfolgen hat, und daß die neun: Preise für Reing«oicht gelten, d:e scttherige Brutto- für Nettv-Bere>chnung also in Wegfall lomntt. Tie neuen Kleinhandelspreise sind bei Grieß 48 Psg-, bei Grauperl 44 Pfg. für das Pfund. Als Großhandel gilt nach wie vor jader Verkauf an den Klenrhändler; als Ktenrhändel jeder Verkauf an den Verbraucher. * Tie Erhöhung der Preise ist verursacht teils durch die erhöhten Getreidepreise, die sich bei Grieß infolge der geringe: Ausbeute bei der Herstellung besonders fühlbar macht, hauptsächlich abeq dadurch, daß die seitherigen Handelsspannen sich als unzulänglich erwiesen haben und^ den berechtigten Forderungen des Handels entsprechend wesentlich erweitert werden mußten. Es ist die§ insbesondere darin begrü:ü)et, daß das Einkommen des Kolonial- Warenhandels infolge des verringerten Umsatzes wesentlich geringes geworden ift, andererseits seine Spesen sich durch erhöhte Fuhrlöhne und Verpackungskosten nicht unerheblich gesteigert haben. Die Landeszeittralbehörden sind jedoch befugt, da, wo hierzu:mch dent örtlichen Verhältnissen Veranlassung vorliegen sollte, den festgesetzten Groß- oder Kleinhandelspreis herabzusetzn:. Die wen eit Preise treten am 1. September 1918 in Geltung. Die Weinpreise für 1918. K. P Karlsruhe, 5. Sept. Das badische Kriegswrccher-, amt teilt folgendes mit: Tie Verhandlungen zwischen den Kriegs- Wucherämtern der Weinbau treibenden Staaten in Süddk^tsch- land über ein geineinsamos Vorgehen bei der Regelung der Weinpreise für den Herbst 1918 sind nun mähr zum Abschluß gekomnren. Es wurde in allen grmcklegcnden Frager: eine Einigung erzielt. Tie iteuen Weinpreis« dürften in nächster Zeit in der: emzelnen, Bundesßaattn bekanntgvgeben werden. &dm jetzt aber werden d:e beteiligten Kreis« von den: badischen KriegÄmichevamt daraus hin gewiesen, daß die Preise für den .Herbst 1918 unter keirun! Umständen höher sein werden, als die von dem Kriegskoacheranft :m Herbst 1917 festgesetzten Richtpreise. Das KrkegSnnlckK-rmnt wird auch im kommenden Herbst durch strenge Ueberwachiingsmo ßnahmen für genaue Einhaltung der iveuen Preise Sorge tragen intb in allen Zuwwerhandlungsfällen die ganze Streike des Gesetzes gegen den schuldigen in dbmoeichung bringen. Es ist dem Käogswuckrr- amt m letzter Zeit zirr Keruttnis gekommen, daß schon jetzt Kons- Verträge über Trauben Stock und mm: Wem abgeschlossen Kriegswuch.ranft macht daraus ausinerksam. daß der Abschluß solcher Verträge vor Beginn der Lese nm» letzten Jahre, so auch in diesem Jahve tmchec verböte:: uich unter Ltrafe gestalt ist. Verträge dieser Art sind nichtig Ans nno LanÄ. G ie ßen, den 6. September 1918. Tie Versorgung mit Obst. Man schreibt uns: Tie Spätobsternte ist in diesem Jahve außerordentlich gering. Gegenüber den BorjaHreir ist der Bedarf an Marmelade für Heer und Zivilbevölkerung (^stiegen. Die Heeresversorgrmg must selbstverständlich vvr allen Dingen sichergestellt werderr. Deswegen kann die Versorgung der ZivilbeEkerrma durch dm Bezug von Obst im unmittelbaren Verkehr des Verbrauchers beim Erzeuger nur in mäßigen Grenzen gestattet werden. Es darf von dem gesunden §inn^ der Bevölkerung erwartet werden, dast jeder einzelne aus diele Verhältnisse Rücksicht nimmt. Keinesfalls kann geduldet werden. dast einzelne zum Schaden der allgemeinen Versorgung Obst in großen Mengen zusamiwuhamsiern. Tenehmigung zn dieser Selbstversvrenng kann bei der spärlichen Spätobsternte selbstverlländlich nur hsssischen Verbrauchern erteilt werden. Bei dem Antrag aus Erteilung -eines Beförderim g s schein es muß die Lebensrnittelkarte vorgelegt werden, durch die der Nachweis der versorgrmgsberackstigten Haushaltungsmitglieber geführt wird. Auf der Lebensmittelkarte wird vermerkt, wieviel Obst der betreffende Verbraucher bezogen hat. , Tie Bahnverwaltimgei' laben sich mach Verhandlungen mit der ReiMstelle für Gemüse Und Obst in Berlin, bereit erklärt, über den Verkehr mit sogen. Kontrollobst sAepfel. Birnen urtb Ztvetschen) eine streng? Kontrolle auszuüben, d. h. die Beförderung von solchem Obst nur dann zuzulassen, wenn ein Frachtbrief der Landesobststclle vorliegt. Tie Landesobststelle hat Kontrollbeamte bestellt, die angewiesen sind, ohne Frachtbrief oder Beförderuirgs- schein befördertes Obst rücksichtslos zu beschlagnahmen. * ** Amtliche Personalnachricht e n. Am 2. August d I. unirben der Lvkomotivfübrer Peter Link zu Bischoisheim mrd der Wagenmeister Frarrz Valentin zu Mainz, beide in der .Hessisch-P reußischen Eisenbahngemeinschaft, auf ihr Nachsnchen vom 1. September d. I. än in derr Ruhestand versetzt. Der Großherzog hat am 10. 9luguft nachstehenden Beamten in der Hessisch- Preußischen Eistnbahngemeinsch-aft: 1. dem Lolomolivfnhrer Pewr Link zu Bischossheim und 2. dem Wageumeister Frau. Valentin zu Mainz das Silberne > Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, 3. dem Weichensteller Johannes.Barmann zu Bürstadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" aus Anlaß ihrer Versetzung in den Ruhestand verliehen. ** Auszeichnung. Ter Ers.-Res. Karl Bo hli n g erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Garnverte ilung. Es wird darauf hingelmesen, daß Bestellungen« uf Garn mir noch bis Samstag den 7. Sept. in den amtlichen Verkaufsstellen entgegen genommen 'werden, da das der Stadt Gießen zur Verfügung stehende Garn restlos verteilt wird. ** Käse-Verteilung. Von Samstag den 7. bis einschließlich Tonnerstag den 12. d. M. gelangt in 10 Geschästenl Käse zur Verteilung. Siehe Anzeigenteil. ** 2 0 0 0 M k. Belohnung sind für die Ermittlung des Täters des Tovpelmordes in Nidda ausgeschrieben worden. Näheres im Anzeigenteil. *** Verhaftung eines Diebes. Gestern gelang es in hlesrger ntadt, einen Menschen feftzunehmenl, der am selben Tage von einer Bleiche in dem Riegelpfad Wäsche entwendet hat. Bei einer in seiner Wohnung alsbald vorgerrom menen Durchsuchung wurden auch die in letzter Zeit hier gestohlenen Wäschestücke vorgefunden, ebeiiso eine große Anzahl Zwiebeln, Aepfel rmd Kürbisse die von Felddiebstählen herriihren. Tie Eigentümer des Obstes usw werden ersucht, sich dieserhalb mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen. ** Eine Gefahr für das Zeitungsgewerbe. Wie der Verein Deutscher Zeitungsverleger in einem Umschreiben mitteilt, droht der Tagespresse in nächster Zeit eine weitere Belastung durch einen bedeutenden Aufschlag auf den jetzt schon außerordentlich! hohen Papierpreis. Der Verein siordert zur Teilnahme an einer Versammlung auf, die am 11. September in Berlin stattsindet mit der Tagesordnung- ,,Papierpreis und Tagespresse". In dem Umschreiben finden sich folgende Bemerkungen: „Dia dem ZettimgsvecklagsgesMft bereits mfgebürdeten gewerblichen Lasten, die Teuerungszulagen und Lohnaufbesserungen für du Gehilfen und Hilfsarbeiterschäft, die Befricdichmg der Ansprücky der Angestellten, die neuen schvereu Steuerlasten, fallen schon so erheblich ins Gewicht, daß die Grenze der Gleichgewichts- Haltung erreid# ist. Werden noch ivettere 'Lasten in die Wagschale geworfen, dann lieht das deutsche Zeitungsgewerbe Vvr der Existenzfrage." Zu der Versammlung sind auch Vertreter des Reichs- whrtschaftsamtes geladen worden. ** Steuererklärung. Auf die Bekanntmachung der Großb Finanzämter Gießen, Butzbach, Grünberg und bringen 'vom 15. ^uli l. I. betr. die Abgabe der Einkommen- imd Vermögens-Steuererklärungen für das Steuerjahr 1919 wird nochmals bef anders aufmerksam gemacht. Hiernach sind alle Personen mit einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen von 2600 Mk und mehr deren Einkommen eine Verbesserung erfahren hat, welche me Versetzung ur eme hölrere Nasse bedingt, verpflichtet, bis Oktober l. I. eine neue Einkommenerklärung auf dem -Armular ab-zugeben. Zu diesen Personen ge- ^^sEt^rsiEch mrch alle Beamten und Bediensteten im ' Staats- .Kommunal- imd Privat dienst, d--ren Einkvm- Ei sich durch Gewährung vmr Teuerungszulogen erhöht bat ^^Jchtsprelhaus, Bahnhofstr. ~ letzten Male das Filmwerk „Es werde Licht' 4. .Heute wird zum 3. Teil, aufge- ~ Ä j . . o. j^eu, aufge- m rt ' -°2 nw ?lJP^£ fl15a J nm lwlmrgt ein Heimy-Porten-Lustspiel ,Müuk- ta rt % torij[freier" sow« das RImdranm tauchte Seelen" zur Vorführung. Siche Anzeige. > Landkreis Gießen. G ro ß eit * Duse ck, 5.Sept. Krankenträger Hch. H ieü- Negath erhielt das Eiserne Kreuz 2 Nasse ^ v th. Heuchelheim, 6. Sept. Geswrii nackt Lwiicken 12 xtnh lUhrMrden Nlfs-Mdschütz,,, mis Modch?:m drei Apfeldrebe auf frischer Tat überrascht Zwei der Burschen gabeii Fersengeld, der dritte Genosse mußte seinen Nameii ängeben. Er war aus Gießen, wollt? aber die Ä^n Diebe chM Untreu, ^ie Feldschützen begaben sich, nachdem d^r Fall erledigt 'nax, noch einmal an oen Tatort. Dort hörten sie in der Näbr Lchme^nsrufc b?mx Schall sie in das Kropachtalcheu an' b<£ ÄL5 fu-r». m s« EnMenschn, mit ««brochEni antrafcn, der vl-ne lange Umschweife gestand, daß er einer der eritivifchten Mfeldiebe sei und in der Dunkell-eil auf der Flnäü gestüM. sei, wobei cr i>cu Fuß netn)otf>en Hütte. gav auch ferne beiden Genossen an und versicherte, daß sie «Äs dvn von Gieße,i gekonmvn seren, um Obst zu holen. Der Verletzte behauptete, daß einer seiner Genossen sogar ein Grchener Feld- mlsssamtz sei. Die Untersuchung wird- zeigen, ob diese Angabe auf Wahrhert beruht. ** Nonnenroth, 5. Sept. .Gefreiter August Koch erhielt das Erserne Kreuz 2. Nasse. Kreis Büdingen. ** Bvrsdvrf, 5. Sept. Der Reservist Otto Döll ist Inhaber von fünf Auszeichnungen. Bor längerer Zeit wuode ihm das Owenburgische Friedrich-August-KreuA, die Hessische Dapferkeits- Medarlle uird das Eiserne Kveus 2. Nasse verliehen. Kürzlich lwuvde er noch mit dem Krieg schrenzeichen in Eisen und dem schwarten Verwundeten-Ahzeichen -ausgezeichnet. — Nidda, 5. Sept. Der Mord an den beiden Frauen Lotz und Enders hält die Bevölkerung in unverminderter Spannimg, Mmcst >auch neue greifbare Momente zur EnllarvMg des Täters ckirch die Untersuchung bisher nicht zutage getreten sind. Der Nachtwächett Kühn befindet sich noch! in Untersuchungshaft. Neue Festnahmen lourden nicht vorgenom^men, da das ziemlich umfting- reiche Uuversuchungsmaterial noch nicht völlig bearleitet ist. Mn Mittwoch fand auf dem hiesigen Friedhofe die Bestattung der beiden Opfer statt. 4 Ortenberg, 6. Sept. Mterosfizier Robert Wendel erhielt zum Eisernen Kreuz 2. Nasse und der Hessischen Tapfer- kettsmcd-aille das Hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen. — Kriegs- froiivilliger Karl Pfeiffer wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Nasse ausgezeichnet, -nachdem er schon vorher die Hessische Tapserkeitsmed-aille und das Lwssische Kriegsehren^eichen in Eisen erhalten hatte. ' Kreis Alsfeld 4 Alsfeld, 6. Sept. 'Der Hessische Landesverband des allgem. -cvangelisch-protestantischon MissiMsvereins hält am Sonntag den 8. September hier seine diesjährige, die 6. Jahresversamm- lnng, ab. L>ie wird eiirgelmtet durch dmni Festgottesdienst am Vormittag, Prediger Pfarrer Zveundlieb-Vitbel, uns einen Jügend- go-ttesdienst mn Nachmittag, geleitet durch Pfarrer Reickxwt-Schaaf- beim, und geschlossen durch, eine Hauptversammlung, ebenfalls am Nackmrttag, in der Pfarrer. Dr. ZiMmermann-Sandbach einm zeitgemäßen Bortrag über die Frage hatten ivird „Nationale oder internationale Mission". ** Homberg 5, Sept. Finanzamtsbureauvorsteher Karl Born wurde zum Offizier-Stellvertreter befördert. Kreis Friedöerg. = Aus der Wetterau, 5. Sept. Das Obst derStraßen-- pilanzungen wird gegenwärtig, besonders nachts, in solch unerhörter Weise von den Bäumen gestohleir, daß sich vielfach die Obstver- ste,gerungen Nicht mehr lohnen. Um den Rest der diesjährigen ohnehin recht kargen Ernte zu ernten, ordnete das Fnedberger Krersamt mrsgedehnte Feldschntzmaßnahmen durch Einrichtung emes ständigen Wachtdienstes an, zu dem außer dem Polizei- personal auch die vom Heeresdienst befteitcn Landwirte hinzu- zuzreheii sind. Starkenburg und Nheinhessen. ^ ^Z-.Durmstadt' 6. Scp'. Der Großherzog hat sich nach tem Befinden der Karserm erkurldlgt -und daraus folgende Anttvvrt erhalten: „Tu Besserung schreitet stetig zu vollster Zufriedenhett der Aerzte in ertteulict^ter Weise fort. Zeitungsnachürchlril über Berschlecksterung Fei erfaindeu." Hessin-Nassau. ^ .^.K^damar, 5. Sevt. Aus Anlaß, seines 50jährigen Priester!ubilaums wurde dem Pfarre Geists .Rat Franz 'der Rote Asleroi'den 3. Nasse mit der Schleife nnd der Zahl 50" verliehen. Gcrechts?ax P fa rr aus Hanau zu veran«wrteN der eine benagte Vergangenheit hinter sich hat. Iw Kriege wa er zum Gefreiten befördert und mit dem Eisernen Kreriz 2 Klass bedacht worden Kriegs beschädigt kam er in die HeiMat und nmrde ii Mmnz, fahnenflüchtig. Nun beging er in Gesellschaft einer weib ttchen Person eine große ^Merrge von Einbruch-Änebstählen Ir Hanau wilvde er festgenommen. Die Strafkammer bedachte sin mit 4 Jahren Gcfäirgnis und 5 Jahren Ehrverlust. Nunst und rVisseuschatt. . als Olpiarettenkomponist. Der Gemr mInuFryin^kwr der Kgl. dafoper m Berlin, Lcv Blech, vollende zur Zeit die Partitur einer dreiaktigen Operette, zu welhei August Nerdhart. der TcxtdichLer des „Sckilwarrwvldmädel^" da- Libretto verfaßt hat. Mrchttche Aachviehtene Israelitische Religionrgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge l^üd-Anlage. Samstag 7. und Sonntag 8. Lept. Nenjabrsfest 1-Tag. Vorabd.: 7.30 Predigt; morg.: 7.30; 9: Predigt; nachm : 4.00. 2. Tag. .Vorabd.: 8.40; morg.: 7.30; abds.: 8.00 u 8 40 Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet. ' — Israelltlsche Reliaionrgesellschast. Samstag 7. und Smurtag 8 Sept Neujahrsfest. 1. Tag. Vorabd.: 7.00 Predigt; morg.: 6.45; Predigt: nachm.: 4.30. 2. Tag. Vorabd.: 8.40; morg.: 6 45; nachm.: 4 30; Festesausgang: 8.40. Wochengottesdienst; morg. 6.15- abds. 7.00. vernrisehies. Ein entflohener Raubmörder. * Oppeln, 5. Sept. (WTB.) Gestern früh gelang es dem Raubmörder Chlebjerz, der n>egen zweifachen Mordes zum Tode und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt worden war mit zlvei MitgesanglNieu aus dem Gefängnis zu entfliehen. Ans Wlederergreisung ist »eine hohe Belohnung ausgesetzt. tehte Nachnchttn. Dcv neueste öerieb* dev üeereslertunc (WTB.) G ro tzes Hauptquartier, 6. Septembe (Amtlich.) Westlicher K1Aegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und B o e h n. Erkundnngsabteitungen des Feindes, die znnschen Bper mid La Bassee wrstie^n und nördlich non Lrns unter stai kem Femrschlag vorbrachen, wussten abnewiesen. Am Aben wiesen hessische Trilppen zwischen Ploegsteert und Armer ttöres Angriffe des Gegners zurück. Wir mMften hierin mehr als 100 Gefangei;e. Erstiljireicher Borstoß in die ens lischni 0>räben bn Hulluch. Im Borfelde unserer neuen Ste lungen kain es zu heftigm Jnfanteriegefechten an der Straß Bupaume—Eambmi. am Löalde von Havrinrvurt und mi den Höben östlich des LLrlille-AbktÄnittes. Starke Angrifft die der Feind auf der Linie Neuville—Mananeourt—MoiK- lams führte, wurden abaewiefen. Aus Peronne und über die >romnle ist der Feind erst gestern zligernd unseren Wcm:, buten ßkfolgt. Zwisitssn Somme und Oise drängte er stärker nach und stand am Abend westlich der Linie Ham—Ehauny. Auch fischen Oise und Aisne hak sich die Loslösung vom Gegner Plangemäß vollzogen, unsere Posten stehen mit ilM in Ge° fmitsfiihlung in der Linie Amignp—Barisis—La Faux— Eonde. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Oestlich von Soissons ist der Feind über die Besle gefolgt. Unsere Jnfanterioabteiluwfen und Artillerie haben ihn lange aufgchalten und ihm Verluste zugefügt; auf den Höhen nordöstlich von Fismes wurden starke Angriffe der Amerikaner abgewiesen. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Neue U-Voot-Erfolge. Berlin, 6. Sept. (Amtlich.) Unsere Mittelmeer-U-- Boote versenkten 13 000 Br.-Reg.-Tonnen Schiffsraum. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Die Urheber der Verschwörung in Rußland. H -a a g, 5. Seht. (WTB. Nichtamtlich.) „Het V-aderland" schreibt: Di? Aufsehen erregenden Emhütlmrgen in Rußland lassen keilen Zweifel, haß die diplomatischen Vertreter Englands nnd Frankreichs die Hauptanstifter der großen Verschwörung gewesen sind, deren Ziel es war, die S-owjet- truppen zu beßechm nick den Rat der Vlükskommissare zu stürzen, die Militärdiktatur in Moskau mrszurick^m und Rußland von ileuem aus die Seite der Lllliietten in den Krieg gegerr Tentschland zu zichm. Der M-vrdanschlag g-egM Lenin wird auch mit diesen Plänen zusamm-enhängierr. Es wird irttevessant sein zn.hören, aus welch? Weise die Kabinetts in London und Paris sich dieser Ver- schvörnng gegenüber verantworten werden» Vorläufig sind aus der englischen Botschaft 40 ^Hauptschu.ldigc verhaftet, darunter der Ehtt 'der englischen Mission Lock hart, der wohl der Haupt- anstister dieser Verschwörung größere Stils An s-ein scheint. 8 Verhaftung aller Engländer in Nußürnd. Haag, 5. Sept. Tie Sowsetregierung hat nach eitgli)djeit Meldungen die Verhaftung aller englischen S-taats- a^nge hörigen zwischen 15 und 45 Jahren angeordnet.> Ter^ Petersburger ,,Times"-KvrrespondenL wurde verhaftet. Ter britisch? Konftck Wvodhouse ist nach auf seinem Posten. Heber das Schicksal der 200 Engländer verlautet nichts. Der Brester Zusatz-Friedensvertrag. Moskau, 5. Sept. (MLB. Nichtamtlich) Nach der ,,JK» westtja" äußerte sich Krassin über den Z usatzvertrag zu m Brester Friedensvertrag folgendermaßen: Die nächste Aufgabe Rußlands muß die 'Entwickelung des Warenaus-. itauscheswit Deutschland sein. Geschieht dieses nicht, wenn auch nur in mrmmt'atem! Umfange, so besteht die Möglichkeit ein?s neuen Kriegsüberfallics Deutschlands. Aus geführt sollen die Waren werden, welche wir nicht imb& dingt notwendig haben, oder wir nicht ausnützen können, so Me t al labfälle , Hanf, Flachs. Leder, Felle, Borsten, Haar, Holzmaterial nnd. wr?nn die sibirischen Wege frei werden, vielleicht mrch Butter und Talg. Wenn Rußlaicki ^wirtschaftlich Deutschland boykottieren wütt>e, wird die deutsche htviegspartei dieses für ihre aggressive Zivecke ausNützen. Die über-viegende Majorität des deutschen Volkes, auch der Handels- nnd Jndustriewelt, ist für ein volles Uebereinkommtm mit Rußland. Deutschland' wird zweifellos auch einen fünften Winterfeldzug/ aushalt-en können. Die Entkräftung Deutschlands darf nun nicht in dem Sinne verstandeii werden, daß es den Krieg nicht weiter bestehen könrrte. Tank seiner ivundervollen Orgarrisatton und der Disziplin des ganzen Volkes, seiner Geduld und Ausdauer, itritfo Deu t s chland lvahrs-cheinlich imstande sein, die Laster des Krieges noch einige Jahre zu ertragen. Die firvamerikanischen Staaten. Amsterdam, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Standart" berichtet in einem Artikel, die Rche des früheren Präsidenten von Columbia, in der dieser auf die Notwendigkett hinwies, daß sich die süduTnerikanischen Staaten jetzt in ebensolchem Maße rüsten müssen, wie die Nordstiaaten, damtt sich das Gleichgewicht dev Macht nicht allzusehr zugunsten des Nordens verschiche, da erst dann die Gefahr ernster Zusammenstöße vermindert sei. Diese Mahnung ist um so bedeutsamer, wenn man bedenkt, woher sie kommt. Columbia Hut beretts die Macht Bruder Jonathans am eigmeir Leibe gefühlt. 1846 Verpflichteten sich die Bereinigten Staaten durch besonderen Vertrag, die Souveränttät von Pwrckma zu respektieren und zu geivährleisten. 1905 raubten sie kaltblütig einen Teil des eolrmbischm Staatsgebietes, um ihre KanaftLäne dinch^u führen. Späterhin wurde zwar eine Entschädigung von 25 Millionen Dollars zugesagt, aber per mnerikanische Senat hat diese Vorlage noch nickst angenommen, Columbia kennt daher fernen mächtigen.Beschützer im Norden zur Genüge. Auch die anderen süd- anrcrikanischen Republiken verheMen ihre Besorgthett nicht angesichts der wachsenden Macht der Union, die auf jede Weise ihre Dvgtei über den ganzen Konttnent ausbreiden will. Man mißtraut Wilson.»intb seiner Politik. Ter Idealismus Bruder Iouathrns uird von ihnen auf dieselbe Stufe gestellt, wie eine gewisse Sorte Imperialismus, von der jeder das Schlimmste befürchten nruß. Daß es daft'ir Grund gibt, das hat jetzt wieder der frühere Präsident von Colurnbia deutlich avscinarrdergesetzt. Amtlicher Teil. Bet r.: Sammelwesen. An die Herren Leiter der Ortssmnmrlftellen. Es wird nochmals darauf anfmerssam gemacht, daß die Laub- Heusammlung bis zum 15. September l. I. fortgesetzt werden soll Das gesammelte Frauenhaar bitten wir hei Herrn Kaufnrann Wilke-Gießen (Seltersweg 79) bim«n 8 Tagen abzulieferm Ferner wird gebeten, genmle Mtttettungen über die gesammelten Mengen an Teekräutern und Arzneipftanzeir hierher qdam&n zu lassen. Gießen, den 4. September 1918. Für den .Kreissanimelausschuß: Tr. Alles. Bekanntmachung. Betr.: Der Verkehr mtt Heu aus der Ernte 1918. Unter Bezugnahme auf die Bekanittmochung vom 22 Mar 1918 (Kreisblatt Nr. 58) weisen wir zur Behebung von Zweifeln darauf hin, daß die dort mitgeteüten Bestimmungen über die Heu- ausftlhr aus dem Kreise Gießen auch auf Grummet Anwendung ftnden. Dem Oberbürgermeister zu Gießen und den Großh Bürgermeistereien der Landgemeinden wird empfohlen, Vorsteheirdeä in geeigneter Weife zur Kenntnis der Beteiligten zu brin.wn mich darmif zu achten, daß fragliche Besttmmunqen bei Berspsigenrngen besonders den auswättigear Ssteigerern. bekanntgegeben werden und keine Ausftchr ohne unsere Genebmigimg stattfindet die auch nur erteilt werden wird, wenn es der Bedarf her ernbeimischen Be- vülkcrmlg gestattet rind der Ausftihrende den Nachnvi^ erbr-ackn I>at daß er die ihn, von der Gemeinde auferlogw Wlieserm, >->s'icht erfüllt bat. Die Polizeiorgarv werden mrgewiesen, die Dirrcksührung dreser Bejtimnnmg zu übernwchen: wir haben zu t>canstanderl daß dle Ueberwachung ber der Heuernte tettweise nicht genügend ev. folgt rst. Gießen, den 5. Septenrber 1918. Gwßber^rgliches Neisamt Greven. I. K.: LarEermann. i In den letzten Kämpfen des Regiments fand den Heldentod Leutnant der Res. Friedrich Gramer Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse. Erst kurze Zeit beim Regiment, hatte er sich durch sein frisches, offenes Wesen schnell das Vertrauen seiner Kameraden und Leute gesichert; seine guten militärischen Anlagen berechtigten zu den besten Hoffnungen. Das Regiment wird diesem tüchtigen Offizier ein ehrendes Andenken bewahren. Im Namen des Offizierkorps des Leib-Grenadier-Regim-nts König Friedrich Wilhelm HI. tL Brandenburgisches) Nr. 8. von Gluszewski Oberstleutnant und Regimentskommandeur. 6673D ViemMmmi» Wn >. UsW. Versammlung. Sonutaa den 8. September, nachmittags 3 Uhr, tn Gießen bei Kraft, Frankfurter Straße 81. Tagesordnung: Retzfütterung, Auffütterung und Einwinterung der Bienen. — Verschiedenes. Leihgestern, den 5. September 1918. 6671 Buß. Unser Geschäft bleibt wegen Feiertage am Samstag den 7. September u. am Sonntag den 8. September geschlossen. fjJ /odehaus Qgfomor\ / SchulUraß* 660 Sa t VERMIETUNGEN j Wohn und Schlafzimmer- l behaglich möbl.. z. vermieten 04822 Blcichstraße 16,!. Schön möbl. 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Etwas Stoff oder ein Kleid zum Umarbeiten gibt’s überall noch, um mit Hilfe eines Favorit - Schnittes etwas Neues entstehen zulassen. Anleitung durch das reich ausgestattete neue Favorit - Moden - Album (M. 1.—), Jugend-Moden- Album l(M. 1—), erhältlich im 6609a \lT wdchaus Qalomon • ' * üicssen t/ Suuiblrai.le VERSCHIEDENES 25 If. Belohnung demjenigen, der mir die Person nachweist, welche am 2. September meinen Wachtelhund gestohlen hat. Beschreibung: Schwarz-weiß gefleckt, Ohren u Schweif langh. Hamel,Bleichstr.7,Tel. 246. SehLlsrlu findet gute Pension in best. Hause bet mäßigem Preis. Näheres zu erfragen n der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 04826 0T lOOOO Mark auf erste Hypothek zu ver geben. Wo? sagt dteGeschäfrs- stelledes Gteß.AnzeigerS. 04834 UfengeiMtrenes Kind als eigen abzugeben. Schr. Angebote unter Üi832 an den Gießener Anzerger. Kleine« Kind in Pflege zu geben. Schriftliche Angebote unter 04831 an den Gießener Anzeiger er beten. Gegen Belohnung! Auf dem Wege Burkl-ards- selden—Reiskirchen—Gießen wurde eine lauge silberne Nocknadel mit 15 werßen Steinen verlöre». Nachricht erb. an Lck. Sehralaar, Fraah- Ijsrt du EL, Marn-Kat 35. «v« VER EIN E 5©©!» Samstag, 7. Sept. 1818, abends 8»/, Ubr, im Restaurant Hiudenbura lElgeö). Sonntag, 8. Sept. 1918, vormittags 0 '/, Ubr: Photographische Ausnahme in Steins Garten. Die Alterskollegen werden gebeten, sich an beiden Ver- anstaltungen vollzählig zu beteiligen. 6606 Der Vorstand. 2000 M. Belohnung OoppeEmord in ü§sf da Am Sonntag den 1. September l. I., nach 7 Uhr morgens, wurden auf dem nahe bei Nidda gelegenen Dampfsägewerk der Firma I. Himmelsbach in Freiburg i. B. die 40jährige Köchin Lina Lotz und die 24jährige Beiköchin Jda En ders, beide von Nidda, mit eingeschlagenen Schädeln, in ihrem Blute schwimmend, erstere sterbend, letztere bereits tot, ausgesunden. Neben der Lotz, die im Arlditerspeisesaal nahe bei der Türe zur Küche lag, wurde ein blutiger runder Handspiegel mit weißem Blechgehäuse ausgesunden, der mehrfach gesprungen war und aus der Rückseite das bunte Bild des Generalobersten von Kluck aufwies, in unmittelbarer Nähe stand an die Wand gelehnt, ein 43cm langes unb20cm breites stark mit Blut beflecktes Brett aus hartem, schwerem Holz, das nach dem einen Ende zu so stark abgeschrägt war, daß man es dort bequem mit der Hand umfassen konnte. Die Leiche der Enders lag in der nachj innen geöffneten Türe, die ans dem Bureau auf den Hos führt Die beiden Frauenspersonen waren die Nacht über, allerdings ohne Vorwissen der Werksleitung, in der Küche des Werks Leblieben, um den Dieb zu entlarven, der schon seit längerer Zeit häufig, und zwar immer in der Nacht vom Samstag aus Sonntag, Lebensmitteldiebstähle verübte. Es muß angenommen werden, daß die Tat zwischen 5 und 6 Uhr morgens, vielleicht auch etwas später, verübt worden ist und ist deshalb von größtem Interesse, sestzustellen, ob und welche Personen um diese Zeit in der Nähe des Sägewerks oder auf dem Wege von und nach demselben gesehen worden sind. Don Bedeutung erscheint auch die Herkunft des oben beschriebenen Spiegels. Wir ersuchen um eifrigste Nachforschungen sowie um telegraphische oder telephonische Mitteilung aller zur Aufklärung des Verbrechens irgendwie sachdienlichen Wahrnehmungen und bemerken zugleich, daß von der Firma I. Himmelsbach denjenigen Personen, durch deren sachdienliche Mitteilungen die Ermittlung des Täters gelingt, durch uns eine Belohnung von 2000 Mk. zugestchert wird. Gießen, den 4. September 1918. Grobherzogliche Staatsanwaltschaft. H o f m a n n. 6S68D Fischereiverpachtnng. Montag den S. d. M., mittags 12 Uhr, soll die Fischerei der Gemeinde Ober-Ohmen auf weitere 12 Jahre im hiesigen alten Schulsaal öffentlich verpachtet werden. Ober-Ohmen, Etat. Mücke, d. 3. Sept. 1918. Großh. Bürgermeisterei Ober-Ohmen. Euler. 6653 Brennholz Bucken, Gichen und sonstiges LanRbolz tauch gemischt!, sowohl in Längen von 1 m bis 2,50 m lang, als auch in Ofenlängen von etwa 20 bis 28 cm cingeichnitten liefert waggonweise die AhkitlW - WcMW HchskmertsitBkßc Frankfurt a. M., Anton Schittler L Co., Kommanditgesellschaft, Bockeuhetmer Landstraße 19, p., Telephon: Amt Taunus 514. ^ss Gustav-Adolf-Feier ln AliendioriF -s° d. Lahn« Sonntag den 8. September, nachmittags 2 Uhr, findet in Allendorf a. d. Lahn in der Nähe des Friedhofes eine Gustav Adolf-Feier statt. — Festprediger: Herr Pfarrer Steiner von Ehringshausen tOberhessen). Zum Besuche ladet sreundlichsr ein 04816 Derev.Kirchcnvorstaud: Cidenmüller. Pfarrverwalt. Sämaschinen. Saxonias Zweischar- pMge, wendepflüge. Grasmäher mit Ciefschnittbalkenu u. 2 Zugtiere, Vorderwagen, Srieure, Strohschneider, Jauchepumpen, Vezimalwagen. Häckselmaschinen, Mbenschneider. sowie alle anderen Maschinen für die Landwirtschaft vorrätig und sofort ab Lager lieferbar. Eigene Werkstätte. Ersatzteil-Lager. Schäfer L Fischer, Nidda Babnbosstr. 38 6672 Fernsprecher 55. Käse-Berteilnrig. lAusgabe Nr. 6.) Von SamStag den 7. bis einschließlich Donners» tag den 12. ds. MS. gelangt tn nachstehenden Geschäften Käse zur Verteilung: 1. Kurz, I. W-. Neustadt 2. Laichinger, G., Wilhelmstraße 3. Lublinsky, H., Dammßraße 4. Männche, Konr., Wilsonstraße 5. Maternus, I., Klintkstraße 6. Michel. Gebr., Wnlltorstraße 7. Nachtigall, O., Steinftraße 8. Nassauer, H. F,. Neuenweg 9. Noll, August, Bahnhofstraße 10. Noll. Ernst. Kaiser-Allee Der Verkauf des KäseS erfolgt nur gegen Vorlage de- BestellauSweises der LebcnSiust telkarte und Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 6. Aus jeden Abschnitt entfällt ein halber Käse zum Preise von 40 Pfennig. Die Kunden der nicht ausgeführten Kleinhandelsge- schäfte haben den BezugSabschnitt Nr.6 d.Lebensmittelkarte aufzubewahren, dasie beiEintreffen weiterer Käsesendungen gegen Ablieferung des BezugsabschnttteS Nr. 6 beliefert werden. Die Kleinhandelsgeschäfte haben bte eingegangeneu Bezugsabschnitte Nr. 6 !bis spätestens Samstag, de» 14. ds. Ms. dem Stadt. Lebensmitlelamt, Zimmer Nr. 12. abzu liefern. Gießen, den 5. September 1918. _Ter Oberbürgermeister (Lebensmittclamt). zftädt. jtfrbeitsnachuieis 'Stessen, West-Anlage 31, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden: a) bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Tierhalter, 6 Former und 6 Brenner für Dampf- zieaelei, 6 Eisendreher, 16 Schlosser, 3 Werkzeugschlosser, 1 Elektriker, 3 Schmiede, 1 Küfer, 5 Schreiner, 1 Müller. 1 Schneider, 1 Frisierer, 10 Bauarbeiter, 1 Stukkateur. 10 Maurer, 1 Hilfstechniker, 20 Personen für Eisenbahn tZugdtensts, 2 Heizer, 5 Straßenkehrer, 5 kräftige Arbeiter. 3 Wiesenarbeiter. 1 Fuhrmann, 1 Kutscher, 1 Schuhmacher-, 1 Wagner-, 1 Schreiner-, 1 Bäcker-, 2 Schlosser-, 1 Schneider-. 1 Stukkateur-Lehrling. bl bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Schweinehirt, 2 landw. Arbeiter, 30 Schlosses 1 Kesselschmied, 20 Dreher, 15 Fräser, 1 Uhrmacher. 5 Schreiner, 1 Modellschretner, 3 Müller, I Schneider. 15 Zimrnerleule, 70 Maurer. 3 Weißbinder oder Stukkateure, 2 Hochbautechniker, 1 Buchdrucker oder Schweizer- üegen, 80 gesunde Arbeiter, 10 Arbeiter für Bahnbau, 15 Streckenarbelier, 50 Bauhilfsarbeiter, für GefedogfabrU eine Anzahl Arbeiter, 1 Hausverwalter (Mechaniker oder Jnstallaleurj. 1 Bäckerlehrling. ES suchen Arbeit: 1 älterer Landwirt zur Leitung eines großen GnteS. 2 landw. Arbetlar, 2 Kriegsbeschädigte Arbeit die iw Sitzen auSgeübt werden kann, 1 kriegsbeschädlgter Lohn- buchhalter. 1 kriegsbeschndigier Schreibgehtlfe. Weibliche Abteilung: Bei hiesigen Arbeitgebern können ein- gestellt werden: 1 sachkundige Verkäuferin in ein Schuhgeschäft. 7 Dienstmädchen, 1 einfache Stütze, 10 Lalisfrauen. 2 Waschfrauen, 10 Mädchen für Bahudienst tZugdienstj, 1 Lehrmädchen. Lei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landw Mädchen, 1 ältere Haushälterin m frauenlosen Haushalt. 4 Dienstmädchen, für Geschoßfabrtk werdev Frauen und Mädchen gesucht. Es such en Arbeit: 1 Verkäuferin, 1 Frl. für Geschäft und Haushalt, junge Mädchen, die zum Teil Maschinenschreiben erlernt haben, 1 Schreibgehilfin. Für die Etappe werden gesucht: Eine Anzahl Helfer und Helferinnen für verschiedene Dienstzweige. 6661H < a Lichtspielhaus, Bahnhofstrasse 34. Erstklassige Künstierkonzerte. Heute letzter Tag „Es werde Licht“, III. Teil. Kenny Porten all Gießens Liebling in ihrem neucstenLustspiel ips Amau und Bruno Decarli der große Charakterdarsteller in seinem hervorragenden Gesellschaftsdrama ihre drei Freier - Wegen des zu erwartenden großen Andrangs in den Abendvorstellungen bitten wir liöfl. nach Möglichkeit die Nachmittagsvorstellungen, beginnend ura 4 und 6.20 Uhr, besuchen zu wollen. Beginn der letzten Vorstellung 8.30 Uhr. Telephonische Vorbestellungen können nur auf Logen für die beiden Nachmittagsvorstellungen berücksichtigt werden. Kassenöffnung 3.30 Uhr. agS ' mm a