Nr. 206 Erstes Blatt Der Siebener erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: SietzenerZamilienbiätter; Kreisblatl für öen Kreis Siehe». Bezugspreis: monatl. Mk. 1.20, vierteljährlich Mk. 3.60; durch Abhole- iu Zweigstellen monatl. Dtk. 1.10: durch • die Post Mk. 3.60 viertel- jäh ri. ausschl. Bestetlq. flernsprech - Anschliisse: sür die Schrütleilunq 112 Berlaq.Geschästsstelleöl AuschriitsürDrabtuuch- rtchten: Anzeiger Gießen. ZwilNngrrunLdrulr u. vrrlag: Vrühl'sche Umo.-Vuch- 168. Jahrgang Dienstag, 3. September 1018 vankoerkehr: Gewerblbank Gießen Steiitörutfcref R. Lange. Zchristleitung, SeschästzsteHe u. Druckerei: Zchulftr. 7. Annahme von Anzeigen f. die Lagesnuminer vis zum Nochmuiag vorher ohnejodeVcrbiudllchkelt Seiienpreise: für örtliche 'Anzeigen 25'M.,für auswärtige 30 Pi., für Reklamen Mt.l.-nebst 20»/,Teu- erungszuschlaq. Hauvt- schri'tleiter: Älug.Eoetz. Nerantivortftch für Politik u. Feuilleton: i. V. l)r. Zenz; Stadt und Land, vermischtes tuGe- richtsfaal: vr. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. MTB.) VroßeS Hauptquartier, 2. September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Ki-onprinz Ru pp recht und 9oehn. Dorfeldkämpft beiderseits der Lys. Zwischen Scarpe und Somme setzte der Engläiver auf der 45 Kilometer breiten Fwnt seine Angriffe fort Artilleriewirkung gegen die Bereitstellungsräume des Gegners südöstlich von Arras und beiderseits von Bapaume trugen wesentlich zu ihrer Abwehr bei. Brennpunkte des ZnjantrriekampfeF waren Hendeceurt und Moreuil, die TrichlEfelder östlich von Bapaume und zwischen Rancourt mit BouchaveSneS. Der Feind, der nördlich von Hndecourt auf Gagnicourt Boden gewann, wurde durch Gegenangriffe wieder auf Hendecourt zurückgeworfen. Beiderseits Vaulr-Vrau- oourt vorbrechende Panzemagenangriffe schesterten. Hierbei schob die Besatzung eines Flugzeuges der Flieger-Abteilung Nr. 252, Leutnant Sckmertftger und Vizefeldwebel Günter, einen Panzerwagen mit dem Maschinengewehr in Brand und zerstörten einm zweiten durch gut geleitetes Artilleriefeuer. Südöstlich wn Bapaume .wiesen wir mit dem Schwerpunkt gegen VillerZ-au-Flos gerichtete Angriffe des Gegners ab. Nördlich! de: Sonune brachten wir den Feind, der am frühen Ättorgen mt starken Kräften vorstieh. in der Linie Sailly—Sr. Pierre La st-Wa!d und östlich von BouchavesneS—Mont St. Qrentin zum Stehen. Peronne wurde vom Feind besetzt. Beiderseits von Nesli setzte der Franzose seine Angriffe fort. Nack» stärkstem Tromnel teuer suchte er erneut in tief- gegliederten Jnfanterie-Aiyriffen die Konalstellung zu durchdrücken. Wrdlich^ der Bam NcSle—Ham brachte das Re- serve-Jnf.-Regl. Nr. 56 u:cer Führung seines Kommandeurs Major v. Loebdecke jeden stndlichen Ansturm zum Scheitern. Bei erneuten Angriffen an Abend warf es im Verein mit hessischen Kompagnien dei eingedrimgenen Feind aus seinen Linien wieder hinaus. Fwartillerie. die mit der vordersten Infanterie zum Gegensw. vordrang, hatte am Erfolg wesentlichen Anteil. Südlft der Bahn NeSle—Ham wiesen Brandenburger und Schlsier den Feind restlos vor ihren Linien ab. Hart südlich vn Libermont brachen am Abend Angriffe der Franzosen zsannnen. Beiderseits von Novon blieb die feindliche Jnfarerie nach den schweren und für sie verlustreichen Kämpfer des 81. August gestern untätig. Auch zwischen Oise und Ai ne blieb die GesechtStätigkeit meist auf Artilleriekänrpfe beschrinkt. Teilangriffe des Feindes in der Ailette-Niederung und nördlich von SoissonS wurden abgewiesen. Der krste Generalguartiermeister Ludendorff. » Der tbeudberlcht. Berlin, 2. Sept., oends. (WTB. Amtlich,.) E n g l isch e Angriffe zwischen Scarpe und Somme. Südöstlich von Arras und wrdlick von Peronne gewannen sie Boden-, Reserven fingen du Stotz auf. Beiderseits von Bapaume wurde der Feind gewiesen. Zwischen Oise undAisne haben sich nachmittags nach stärkstem Feuerkampf ranzöfische Angriffe entwickelt. * Der Sfterreichisch.mgarische Tagesbericht. Wien. 2. Sept. (WM.) Amtlich! wird vertautbart: Nichts Neues. Der Chef des Generalstabs. Die Montiagsnummer des Berliner Tageblattes gibt dem Lord Rodert Cecil dam recht, daß es zwei Deutschland gebe, ein „mittelalteiiches, machtpolitisches" und ein „modern gesinntes, aufgelärtes". Und es predigt erneut den Enttcheidungskampf wischen diesen beiden Deutschland, indem es bemerkt: „Dieser Jdeenkmnpf must und wird durchgefochten Werder: man darf wohl verlangen, daß jeder nun tlar uns sag auf welcher Seite er steht." Diese Klopffechterin fr einen Verständigungsfrieden, der dieser Verstandigungs'ftede beinahe nur ein Mittel zu einer Verhetzung der Deutjhen zu sein scheint, will also im Innern einen politischen Kraerkrieg bis zur Entscheidung. In demselben Aufsatz des Blattes finden sich dcnrn auch einige Lobpreisungen Engcmds und Erklärungen dafür, weshalb England beliebter in der Welt sei als wir: „Der englische Eroberungshungererschernt werciger anstößig, weil der englische Staatsgedankk erobernd den weitaus größten Teil der zivilisierten Erde Mvann." Wir seien abseits geblieben, fügt daS Berliner lagEatt hinzu. Der englische StaatsgeMke, wie er hier gerühmt wird, erstand tut Jahre 1689. Es ist ganz interessant, daß gleichzeitig mit dem „Berl. Tag«." mich die „Voss. Ztg." den Unterschied zwischen England und Detttschland betrachtet. Die „Voss. Ztg." ist nicht sä.naiv", zu glauben, daß England so viel daran gelegen ei, uns Urnerlich-politisch zu ,chefreien"; das Blatt evllävj ganz zutreffend: „Gs gibt dach nur zwei Möglichkeiten: Entweder hat England den Wunsch und das Interesse. Fritten zu schließen, dann würde es ihn genau so mit dem Reichskanzler von Oldenburg-Januschau schließen, wie eS sich mit dem „Blutzaren" Nikolaus verbüirdete. Oder es hat dieses Interesse nicht, dann verweigert es den Frieden dent Kanzler Fehrenbach so, wie es ihn dem Kanzler Haase verweigern würde. Das GedächMis der Deutschen für historische Vorgänge ist leider sehr gering. Der wahre Grtmd für Englands Feindschaften gegen Deutschland konnte nie jemandem unklar bleiben, der im Buch der Geschichte Bescheid weiß. Man sollte doch nicht vergessen, daß gerade England im vorigen Jahrhundert vielfach die deutsche Demokratie bis aufs Messer bekämpft hat. Nämlich damals, als Deutschlands rote Demokraten gegen die einzclstaatliche Reaktion, für die Einheit des Reiches und dessen äußere Machtentfaltung kämpften. Man hat ja bei uns in liberalen und demokratischen Kreisen leider vergessen, daß die erste Agitation für den Bau eurer deutschen Kriegsflotte» von der bürgerlichen Demokratie ausgegangen ist. Und als in der Sturmzeit von 1848 die deutschen Demokraten diese Agitation besonders lebhaft betrieben, da erklärte der englische Milnislter Palmersion, er werde die unter der schwarz-rot-goldenen Flagge fahrenden Schiffe als Seeräuber behandeln." Ntin könnte man das Berliner Tagebl. noch fragen, was es denn schneller herbeiwünscht, das Ende des Entschei- dungsrampfes Deutschlands mit England oder das Ende des Kampfes zwischen den „beiden Deutschlcrud". Uns scheint, alles Trachten sollte bei uns doch zunächst darauf aus- ßehen, daß wir ehrenvoll den Krieg bestehen und aus ihm herauskommen. Die „Voss. Ztg." erinnert die demokratischen Englcmdfreunde, die den Feinden nur immer wieder neues Wasser auf die Mühlen liefern, auch an den unverdächtigen Zeugen Heinrich Heine und an dessen von uns bereits vor etwa zwei Jahren zitierten köstlich ironischen Brief vom 20. August 1846 aus einem Pyrenäenbade. Heine erzählt darin, daß ein Brite auf den ihm angedew- teden Wunsch Deutschlands nach einer eigenen Marine ablehnend genteint habe, „wir Deutschen tätet: besser, wenn wir dev: Ausbau des Kölner Domes betriÄten^. Heine spricht dann von seiner „tiefer: Beschämung", die er über die „impertinente Liebe der C n g l ä n d c r" zu uns empfunden habe, während sie die Franzosen mit einem ehrenvolleren Haß verfolgten. Die „Voss. Ztg." erinnert ferner an das, was Karl Marx im Jahre 1848 Arnold Rüge ins Stammbuch schrieb: * „Deutschland will Schleswig, und England will es ihm nicht überlassen; Teutschilaird will Schutzzölle, und England will Handelsfreiheit: Deutschland wünscht Einheit, und England wünscht ihm Zersplitterung: Deutschiland will selbständig sein, und England strebt danach, es industriell zu unterjochen. Mer was tut das? „Im ganzen" wollen sie doch „dasselbe" wie Teutschlaitd! . . . Ter Bürger Rüge hat die ideologische Naivität zu glauben, Nationen, denen gewisse politische Vorstellungen gemeinsam seien, könnten 'nun auch ohne weiteres Alliancen schließen. . . Tie Welt teilt sich für ihn in zwei große Hälftet:: In zivilisierte Nationen, !und Barbaren, in Freie und Knechte. Tie Grenzlinie der Freiheit, die vor sechs Monaten jenseits des Rl>cines lag, fällt jetzt mit der russischen Grenze zusammen, und diesen Fortschritt nennt man die Revolution von 1848." Die Zrontverlegung im westen. Berlin, 2. Sept. (WTB.) Tie Loslösung unserer Truppen vom Feinde erfolgte in der Gegend von Bail- leul, sie geschah auf die Mitrute planmäßig und völlig unbemerkt. Ten schavackien Patrouillen, die wir znrückge lassen hattet:, gelang es. dem Feittde starke Besetzung unserer früheren, Gräben vvrzutäuschen. Erst nach Tagen griffen am 31. August vormittags 9 Uhr dichte etrglische Schützenlinien unsere Nachhuten im Berggelände östlich Bcrilleul tot. Ter äußerst geschickten Verteidigung gelang es, das Vorgehen des Feindes dermaßen zu verlangsamen, daß der Gegner erst in den Abendstunden die Linie Trammler-Ravetsberg erreichte. Die Freude an dem fast kampflos nnedergewonnenen Gelände wird den Englmrdern wesentlich getrübt werden, wenn sie erkennen, wie planmäßig die Rück- zugsbewegung der deutschest Tritppen vorbereitet worden ist. Die Stadt Bailleul, die uns die Eitglander im April fast unberührt und voll von Qebettsmittcln und Belleidung überlassen mußten, ist jetzt dank der feiiti>licl>eit Beschießung ein Trümmerhaufen. Ebenso ist das ganze übrige Gelättde, das wir dem Gegner frei- ^gegeben haben, wüst und leer Uttd kattm ein Unterstand blieb un- gesprengt. Die Straßen sind an den wichtigsten Paukten durch Sprengung zerstört, nicht eine einzige Brücke ist brauchbar geblieben. Die großen englischen Pionierparks mit Holz, Stacheldraht. . Eisenbahnschwellen, Zement usiv., die uns bei unserer Offensive in die Hände gefallen sind und die wir bis jetzt noch nicht hatten aufbrauck)en könnet:, sind zurückgeschafst worden. Zahllose Kilotnetcr Telephotidraht habet: unsere Nachrichten- trtlppett gesammelt ntld dabei gleichzeitig die Telep hott stau gen zerstört. Wir haben den Engländert: nur zertrümmerte Trichter geschenkt. Berlin, 2. Sept. Die Stellungen, die die Deuffchen vor der Gegervoffensive Fachs innchattcn, waren aus einer abgebrochenen Offensive erttstanden. Sie waren nicht geeignet, nur in ihnen eine nachhaltige auf Kräfteersparnis hinzielende Verteidiguttg zm ftihrert. Infolgedessen sind sie auch 'nicht ausgebaut gewesen. Von dem AugenÄick an, wo die deuffche Führung sich entscl-tossen hatte, ^wiscl>en Arras und Soissons durch fine großzügige und fveiwrlltge Rückverlegung ihrer Linien dett feindlia-en Platc eines doppelten Flügelangriffes zu stören, war die Llufgabe der in Flandern noch verbliebenen Offensiv- stellungen, die, durch die erfolgreiche Apriloffensive entstanden^ als keilförmiger Bogen in der Linie Keminel—Meteren—Merris— Mervil— nördlich Bethune verlaufen, die logische Folge der zwt- scheir Scarpe und Oise duvchgefü1)-rten Frontstreckling. Mit derselben sorgsantei: Vorbereitung wie bisher Wurde auch hier die Vorbereitung dieses »AbsckMttes duochaeführt, durch die dem Feitrde die Möglichkeit eines umsassertden Angriffes an dieser Stelle entzogen wild. Die Mutnuirg selbst blieb dem Feinde» tagelang verborget:. Alles, was in diesem Gelände ihm irgend' vott Nutzen sein konnte, .war in aller Rühe znrückgeschafft, selbst, die zahlreichen Leitungsdrähte wurden abgebaut, während die Unterstände und wichtigen Verteidiguttgspunkte, Brunnen und Brücken nachhaltig zerstört wurden. Zurückgelassene mit zahlreichen Maschinengewehren ausgerüstete Nachhuten fügten den na cd folgetütet: Engländern, die sich so oft im Verein mit den besten! französischen Divisionen vergeblich um die Wiedereroberung des KentMels bemüht halten, schivere Verluste zu. Eine neue Hetze Wilsonr ip der Arbeiterschaft. Haag, 2. Sept. Hollands Nieutvsbüro meldet aus Washington: Präsident W i lso n hat aus Anlaß des Arbeiterfeiertages, am 31. August, eine Botschaft an die arbeitende Bevölkerung der Vereinig len Staaten und an alle übrigen Bewohner der Vereinigten Staaten gerichtet. Eä ruft darin zur Arbeit ftir den Krieg auf und sagt: „Im Anfänge sah es aus. als ob der Krieg kaum etwas anderes wäre als der Kampf gegen den Uebersall Teutschlands. Belgien war verletzt worden, Frankreich wurde überrannt. Deutschland hat wie 1866 jund 1870 zu den Waffen gegriffen, Uni seine ehrgeizigen Absichten in Europa durchzuführen. Deshalb wurde es notwendig, Gewalt mit Gewalt zu unterdrücken. Es ist ober gewiß, daß der Kampf jetzt mehr ist als ein Kampf zttr Aenderung des Machtgleichgeloichtes in Europa. Teutschland hat ein Attentat unternommen auf das, was freie Männer überall wünschen und besitzen müssen, nämlich das Recht, .ihr eigeness Schicksal zu etttscheiven und Gerechtigkeit zu erlanget: uttd ihre Hiegierung zu zwingen, für fite Gesamtheit aller zu sorgen unk wicht nur für die eigennützigen Interessen einer herrschenden ' Klasse. Darum ifc dieser Krieg der Krieg aller Kriege, den die Arbeiter unterstützen müssen und werden mit ihrer gesamr ten Kraft." Hollands Nieuws Büro meldet aus Washington: Zu- gleich mit der Unterzeick>nung des neuen Heeresgesetzes hat Präsident Wilson eine Proklamation erlassen, worin der Tag. der R e g i st r i e r u n g der nach dem neuen Gesetz dienstpflichtigen Männer der 12. September sein wird. Voraussichtlich werden 13 Millionen Männer registriert werden, davon kommen 2,3 Millionen in die erste Klasse, die gegenwärtig keine kriegswichtige Beschäftigung ausübt. Auch das Wvlff-Burcau verbreitet einen Auszug aus der treuen Kundgebuttg des amerikanisch^: Präsidetwet: und bemerkt dazu:! Das lange Schriftstück, mit dem sich Präsident Wilson an die amerikanischen Arbeiter wendet, ist geeignet, ihnen zum Bemußtq, sein zu bringen, was das Eingreifet: Amerikas in die europäischen Angelegenheiten ftir sie bedeutet: die Militarisierung dev ainerikanischn: Arbeiterschaft. So lertrei: nunmehr die amerikanischen Arbeiter den Kamps gegen det: deutschen Militarismus am eigenen Leibe kennen, indem ihnen der Militarismus Wilsonfchep Prägung, hinter dem das amerikamfthe Großkapital mit seinem versklavenden Drucke sticht, ansgeztoungen Med. Das ist der Kern der schönen Worte, die Wilsvtr in seitrem Aufruf gebraucht. Der Appell an die Einigkeit der Heimat hat jedenfalls in Amerika einej andere Bedeutung als bei uns. In Teutschiland weiß jeder Arbeiter, daß der Kampf um die Verteidigung vot: Haus und Herd geht, und wer etioa daran noch gezweiselt hatte, dem laben es die Otziien .Vernichtmrgsreden der feittblirij/tnr Staatsmänner erneut eingebrannt. Verstieg sich doch einer von ihnet: in diesen Tagen zu dem furchtbaren Satz, dtß die Hälfte des detttschen Volkes erschlagen werden müßte. Wie aber konnte Wilsons Beredsamkeit den Amerikanern klar wachen, daß Amerika einen VerteidigungS^ krieg führe? Tatsächilick» lieget: heute die Tinge in Amerika so, daß die.^.Arbeiterschaft in ihrer Gesamtheit keineslvegs hinter dem Prüft den ten seht uttd sich "i"- mit ihm tn seinem! Bert id gn:n S tieg cu' Tod t ue L lei: ühlt. Vi l neh ii es dec Zweck der Prop iTandarede, die flauen Elemente innerhalb der Arbeit erschaff, die den Charakter des Wilsonschen Verteüigungs-» . krieges nicht aitervennen, insbesondere int Hinblick auf die tont* ntenbtn Wa bleu zu sich hinüberMzielen. Ein krasses Beispiel dafür, wie sehr es itmerhalb der amerikanischen Arbeiterschaft gärt,-, bildet der jüngst beendigte Riescnpvozeß in Chicago, in dem. mehr als 100 Arbeiterführer wegen ihrer Kriegs- g e g n e r s ch a f t verurteilt wurden. Wilson übernimmt in. seiner Botschaft lediglich die Rolle des Arbeiterführers Gompers, der das Feld seiner aiffhetzende:: Tätigkeit zeitrvcilig nach England verlegt hat. Tie Anschuldigungen des Präsidenten gegen Deutschland und Oesterreich-Ungarn bringen nichts Nettes. Sie zeigen erneut Wilsot: als „Europäer", der .sich in die Verhältnisss unseres Kontinents entmischt, ohne im geringsten die historischen! Zusammenhänge und die wahren Ursachen des Weltkrieges in Betracht zu ziehen, teils weil er sie nickikt keimt, teils weil er sie nicht' kennen will. Wilson fordert, daß die Negierungen die Diener, nicht die Herren ihrer Völker seien. Weiß er, daß ci Preußens größter König war, von dem er das Wort entlehnte? China und Japan. Peking, 2. Sept. (Reuter.) Das Ministerium hat ein Abkommen mit der japanischen Tainei-'Kumei-Ge^ s e l l s ch a f t über eine A n l c ii h e für China im Betrage vbnj 30 Millionett Jen zu einem Kurse von 95 Prozent rmd 7 Prozent Zinsen gegen Sicherheit in chinesischen Schatzscheinetr unterzeichnet^ Eit: Teil der Anleihe wird zu militärischen. Zwecken verwendet werden. Tie amtliche Gazette veröffentlicht die Bestimmungen für die Errichtung einer Gesellschaft mit sehr weitgehenden Beftlg- nissen. Tie Gesellschaft wird das Monopol ft'lr alle Eft:- und Ausfuhren bekommen, ftir die die Zustimmung der Regierung nötig ist, dartnrter auch Reis, Eisen, Waffen, Mimitiotr,v Schiffs- und/ Eisenbahnmaterial. Es ist zwar die Bestimmwtg getroffen, daß nur Chinesen Aktionäre sein dürfen, doch ist zur Genüge bekannt, daß der japmiisckte Sondervertreter Nichahara die Statttten der neuen Gesellschaft entworfet: hat. Wie verlautet, »verden die Jn^t paner das ganze Kirvital. aufbringen, während die Chinesen ntuß zwei Fünftel der Aktien erhalten sollen. Ein Ausfuhrverbot fthj) Leder und Kupfer wurde erlassen Aus Rußland. Da» Attentat auf Lenin. 1. Sept. (WTB.) Nenter-öMeldung. London. 1. Sept. (WTB.) NenteriMeldung. Tin ben Vlät »m aus Kopenhagen z u gegangenes Telegramm meldet den Tod Len i n s. Basel, 2. Sept. Nach einem Bericht der in Bern erscheinenden .Russischen Nachrichten" tn>m 1. Sachtem der ist daS Bc- nnden Lenins bedeutcud besser. Sein Leben ist außer Gesa h r. Mos k a n, 1 Sept. (MTV.) Ueber den Mvrdan schlag jaus Lenin berichtet die „Jswestija" noch, daß die an den: Attentat bctcifiiTten Frauen von der Menge fast zirrissen ivurdr'n. Miur das Einschreiten einiger Parteigenossen verhinderte ein Lvu-ch «crich. ArC-u^c, die in einer grossen Zahl an einer Versammlung, rn der Mic! .stsvnschn Fabrik teilgaroinmen hatten, gingen unter dem Eindruck der Geschhniffe noch lange nicht auseinander. Tie Nachricht von dein Mordanschlag verbreitete sich in kurzer Zeit durch die ganze Stadt. Ueber die Person des Mörders Uritzkijs meldet „KlaSnaja Gazela", daß er sich Leoni d?lkimo witsch lKannegießcr nannte und erklärte. Jude zn fein. Moskau, 1. Sept. (WTB.) In einem Leitartikel der „Js- toestiia", bezeichnet Radek eS als die Aufgabe der Räteregie- rrrn^, die s ch ä r s st e n M a ß na h m e n gegen die offenen und geheimen Feind:' der- Rcücrcgiemug zu ergreifen. Die Anschläge- gegen llritztü und Lenin seieir in ihrer politischen BHentung, Akte der Vornan sluug Anfangs hätten die rechten Bolsch.'iviki und die rechte,i Sozialrevolutionäre gehofft, die Rätegewalt lverde durch die BolbÄont hiinveggesegt lverden. ?Ns dies nicl>t ge- sn-ehen sei, lwbc die Gr'gnirerxüution ihre Hoffnung auf ein Ein- grelsen Deutschlands gesetzt. AL>er auch dies sei infolge der Haltung der deutschm Führer eine Enttäuschung geivc-sen. Ebenso hätten sic!, die lebten Homumgen der Gegenrevolutionäre ans ein Vorgehen der Entente im Norden als irnbegri'indet enviesm. Selbst lue Engländer gestanden ein, daß vor dein nächten Frühjahr Miclus zu machn sei. Bis dahin sei aber die Räteregiernng stark genug mich dieser Gefahr Än .begegiven. Die Bolschioiki blübeu also Ta nehme n,an allo seine letzte Zuflucht zum Terror und, 5 u Verzwigjluugslaten Don Abenteurern der Partei der rechten Sozi al re Mut, o i rä re, die sich mit deii Datsachn nicht absindenj sollten. Im ittngen entsck-eideuden Klaffen kam pse seien die Bol- '^niikr auf große Opfer gefaßt. Im Kchnipfe der- Millionen,' könne der Verlust einzelner' Pcrsönlicheiten aber nicht auSschlog- qcbcnb Jan. Wir rufen den Arbeitern zu: „Der Gegner ist in Verzweiflung!" Moskau, 1. Sept. (WTB.) Einem dritten Dekret vom 29. August zufolge wurden alle Aerztc der Jahrgänge 1885111, Zahnärzte der Ja fug äuge 1691/97, .Beterin ärärzte der Iahr- g an ge 1688/91, Pharmazeu.ten der Jialirgänge 1886/97 rmd die ts-cil ge Hilfen der Jalrrgänge 1888/91 in ganz Rußland einbe^ rufen. Ten studierenden wird Tienstaufschub beivilligt. Erfolgreiche Kümpfe der Sowjettruppcn. Moskau, 30. ?üig. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegrach-nEntur. %n der ornrycrn Front fand im Laufe des 1 * S! r . uns erfolgreicher Kämpfe statt. Ueberall wacht der Feind vor dem Truck unserer Truppen. An der n o r d ka u ka s r sche n Front rücken nur unter K'ämpfm immer wawr vor. Nord, oestl ich von Gumrak besetzten wir die Station K>ttul>enk und die Weiler Grafch (^wdisclüsche, lliva roska und »almynkff. Der aus diesen Stellnngm von uns heraus-- geworfene Gegner verlor drei Geschütze, siins Maschinengewehre und mehr als 200 Gewehre mrd an« Merrge Munition und Kriegsgerät. Front drängar mir in der Richtung auf .Itapaiewsk den Gegner auf die etatum KutickU zurück. In der -Eung auf Lagrlsk besehen wrr die Dörfer Sewernaia, Werckw- * wrd Wostvwaia und ebenso das Wosiuwskn-Bergioerk. Hier '' 0 YE wir dem .Fände Gefangene und Maschine,,geu>elwe ab ^ der Rrchtung mrs LyswenSk besetzten wir die Haltestelle 152 In unfere Kavallerie, indem sie da, tvegner von der Station Sarge abdrcmgte, das Tors Panjaki Jnr L^von Kasan besaue unsere.Heeresabteilung an dem sinken 1U0bci sle.clnwe schwere Geschütze. Maschnerrgcwckwe und viel Munition erbeutete. besetzten wir das Dorf Jsinailowva d^- der -Ltadt Nrkolajapsk das Tors LiwenskiU An b 11 b-ront sind unsere bewasftretcn Schiffe auf ^düne nach einen: erfolgreichen Kampfe bis zum Torf Gntaßka Die Engländer an der Mnrmanküste. ^ -^?Skau. S. Sept. (WTB.) Wie die Zeitung „Znamia" E^ken Flüchtlinge vmr M urman, daß die Eng. Tal der Getreide vorrä te nach Eng- an^ Archangelsk besteht die Regierung der Kmistituante der Gouvernemcrtts Olonetz ^ dem Vorsitzenden der 12. Armee r^r^*™** dä Tätigkeit der neua: Regienmg ivurde von 10 Millionen Rubel ausgescknieben Die ruMcheS Papiergeld"nach altem Au^r- D'r mrlrtärnchen .Kräfte der Errgländer sind angeblich )^?ch- sich ih:ren 2000 russiscl-e Fvenrillige'anae ichlonen Die Verbündctar begannen mit her Aufstellung eines slawisch.britischen Bataillons unter^TlSn S? Eriog^mde. streng« Disziplin, eng- Organisation nncr Armez' imrd belchleuniat aelu^m"'s?^urchetm auL Mangel an Hilfskräften bisl>er nicht mtt Kotlas zu besetzen, um sich im Oktober rt den ^ scheclw^Slowaken zu oerbriidoi. Auch macht sich Mangel durch die Spalier bildenden Truppen :rnd die zahllose Menge. Vor dem Adriaiwpvler Tor machten der Stadtpräfekt urrd die städtischen Behörden dem SuUan ihre Auswartmig; der Stadtpräfekt iiherrachte dem Sultan sine Glücklvrmschadreffe der Stadt K'on- stantinopel. Ter Zug machte sodann vor der Fotih-Moschee Halt, wo der Sultan dein Eroberer von sbonstantiiwpel seine Verehrung - - - —. .. (VUIC »uuci/iuuy bezeugte. Ta rauf bestieg er wieder den Wa.nm, um sich liach dein alteii Serail zu begeben. Aaff dem Vojawid-Platz waral für das , ' / ' , a ” TT ’ ^ ' iuuuii |Ul UU» diplomatische Korps Zelte errichtet, vor da:en der Sultan einen/ Auaenblick an hielt. Schließlich trat der Sultan zu Säpff die Fahrt na ;d) Tolmabagische an. Verl i n, 2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Sultan hat Marschall Liman v. Sanders das Großkreuz des Mcdjidie- Ordens mit Brillanten verliehen. Die Eröffnung der deutschen -lu-ftertung in Sofia. Sofia, 1. Sept. Meldiing der Biikgarischen Telegrapl-en- t s che Kun st a u s st e l l u n g ist in den Räu- agentur. Tie D eil.,»- oi u » n u u » in 1 1 u u y in m wu oiuu. wen der Köingliclien. Reitschule feierlichst eröffnet worden. Zur Eröffmingsfaer waren erfchieilcn alle in Sofia anwefaiden Minister, Vertreter des Höfa.;, die hohen militälisck^m Stellen, die Mitglst-der des diplomatischeii Kirps der verbündeten Mächte, der Bischof von ^osia, die Spitz'n der Literatur und Kunst, die ersten (^fellsckiasts- uras-c, die Mitglieder der ärztliclien Misfron der Verbündeten, an- >dae hol-e Beamte und zahlreiche geladerie Gäste. Ter deutsche mirdte (ff.af Oberiidorff eröffnet«', die Aiisstell'ung und hielt die /^grüßungsredc. Hieraus sprach der Vortragc'nde Rat im preußi- »clunl Uuterrichlsiuinistenum, Geheimer Obcaegiernngsrat Bugger angel>a:d über die bulgarische Ausstcllilirg in Berlin und sagte, die gegeuwärtige Allsstellüng um fasse uamartlich Werke, die dem bulgarischen Volke die besten Erzeilgikisse der deutschen Kunst wäh- rend der letzten sechzig Jahre vol'führen sollten. In Abwesenheit des Ministers für den öffentlicheil Uirtericht, der zur Front ab- gaast ist, dankte Eisaibahmninister VLoshoff in saner Eiwusclmst als früherer Minister des öffentlichen Unte:-richts, Oen Veranstal- r Ausslell'img. und drück.'e die Bewunderung aus, iwtcfpc die erhabare Persörffichkit Kaiser Wilhelms £>ci dein bulgarischen Volke gemef-e. Die Redm wurden mit begeisterter Zustimmung aiffge. Üwmmeil. Tie Musik spielte die bulgarische rmd die deutsche Nattonalhymne. Dre Ausstellung biaet ein pmczügliches Gesamt lnld urrd rust lebhaftes Interesse hervor Berlin, 31. Aug. lWDB.) eine Verordrruirg zur Abänderung Ersatzmittel, sauer eine Bekau.utnla Va sicherungspslicht in der Äugest kanntluachung für Preußeir über und Obst. r;,,s StaSt »,H Land. Gießen den 3. September 1918. Oombel zu Frn-db-rg zum Bmsta, 7 U,.de>n Amlsniel Bauiusp.lwr" ,raunt, den SaEkm.(mrE as„ steutm Gottlreb Fraznrzcü , Ofsmbach. lbutwlleur bei dem Steueranct ^icdbera söime^ We aiViranteu Karl Sprenger aus Aa u, Gustav Frick aus %Melb B&SSSU* "•'«-»S aS“s»Ws?rM 2f «Ä“«« an Lebensmitteln bemerkbar Rußland und Ukraine. her ^ W die Antwort des Vorsitzenden! N-MMMWWWS SLÄLLL - - - »—"LULL -lu» Spanien. Zeremonie der Schwertumgürtung in Konftantinopel. r 'n,?J > r ' t & a ¥2* 0t ’ t J’ 2 Sew ' tWTB. Nichtamtlich, Tie 8e. I0U?r sfatt to r t , r *‘ lm S{*‘««>"d das kaiserliche der Vorstadt wtoUie folfltfn in Bna.en na*. Ter Zug wnide oon Lriegj. unb vandclsschisfen begrüß,, die Flaggmgala angcl^! 8Mr« « nffitrn umofütnen Großroesicr, dom Parlamerttsbup-au :md nnn ^ rlfbf « nfn c 7S?f, der Schcikd.r 6«nuffT ’{•« ™. 'ÄÄSWÄÄt^ umm„ bespannten Wagen Pla». Der Zug bewegte sichmitt^ Aris dem Reiche. Eine gwstc UnterMlagimg in drr zn-eußistsien Staatsbank. Berlin 2 Sept. (WTB.) Bei der Preußischen Staatsbank (Soelxmdlnng) ift eine durch gefälschte Dokumente von langer Hand vorbeiateie Unterschlagung ststgeste lt worden. Von einem answärtilien Ha>kdelSunternehmen ivaveu der Staatsbank An sang August 600000 Mark überwiesen worden. Mit Hilfe von kealsckting-en, die Urnter genauer Kermtnis aller baut!- Lcctnnsä>en ElikzeN-eiten vorgeuiommcn waren, so daß sie trotz der scharfen KiontiDllvorschnft zunächst innentdectt blieben, iourde der pbigc Betrag aus das Konto der fingierten Finna S. Flörsheiiner, Gdelmetallc, m Berlin übertragen und sodann abgelwbea. Unter dem dnnglmdeir Verdacht der Täterschaft ist der aus Chenruitz stam- wende Hilfsarbeiter in der .Korreswnden.z (Äiido Ra big er verhauet Worden. Ans die Wiedei'hl-rlxnsclMfsling des entn»endeten Gel- ^'tkdienlich' Mittoillimgeu ist eine Belohmmg von 20 000 Mark ausgesetzl worden. Ein ReichSüimmissar für das Wohnungswesen. Berlin, 2. S^ht. (WTB. Amtlich.) Bekanrrtmachlmg über Einsetzung emes Rcichskomm i ssars für das Woh- nungSwcsen Ter Reichsl'arrzler (ReichswirtschaftSamt) erlich am 31. August folgende Bekauntmacl)i'.mg: . ^Mr die besonderen Aufgaben der Reichsverwaltimg auf dem (gebiete des Wcchrungöwesens in l*cx Zeit deS Uelu-raangs von der Kriegs- zur Fnedenswl-rtschfft ist im RnchSwirtsä-aftK- amt em Reichskommissar für das Wohnungswesen bestellt, dem folgende Aufgaben angewiesen sind: 1. V«wteilirug verfügbarer Heeres - und Marineworräte für Bauzwecke im Ein- vorn ch men mit dem Reichskommissar für Berwei-timg des ent- dehilich werdenden Heeres" und Marinegutes, 2. Forderung der Erzeugung von Baustoffen. 3. Regelung de» Absatzes von Baiistoffen 4 v Gewährung von Bauzn schüssen, auS durch den ReichhauShalt bereitzu stellenden MitteLu . II. Ter ReiclBkommissar vertritt den Staatssekretär des ReickH- wlttsaMitsamtes bei Turchflih.ung der oben genannten 91‘ufoabcn nortK on|;e;i hm selbstDidig. Ihm ,vird ein Ausschuß beigegeben £ r m grrundiätzlichn Frageir zu hörrm ist. Den Vorsitz im Aus- schiß dessen Mitglieder vom Reichskanzler eriwrmct werden, führt der Reichskvmmffsar. ox D. Ms Reichskommiffar ist Unterstaalssekvetär im Königlich breußffch.'u Minplcrium der öffentlick)en Arbeiten, Wirklick-er Gi'- l/' mer iv. Freilxrr v on Coels von der B r ueg g hen, bestellt worden. Die TnteNmgszulagl-n in Preußen. Tie „Nvrdd. Allgem. Ztg." schreibt mrter der Uebersäp-ist: „Einmal ige Kriegsteuerungszulagen an Bell m t c u. a.: Die Grundsätze für die einmaligen KriegSteuernngS-' 8'ulagen cm die samten, Volksschullehrer, Geistlichn und 'die einmaligen Kriegsbeihilfen jwi Rul>egcl)altsempsängern und Dmterbl^benen von Beamten usw. stehen nunmehr fest. Mlen ur Me Gewahrinlg von lanfeichen Kriegsteucrungszulageu in Be- tracht rommeuden planmässig augesbellten und den mißerplan- m asp gen StaatSbeamteii mit einem Dien stein kommen bis zn 20000 ^ kuffcGceßlich »oird sofort eine außerordentliche «nnmalige KnegStenerungSzulage ausge^ahlt. Für die kinderlos Verheirateten betragt die Zulage mindestens 500 .höchstens 1000 Mark. Sie K b ' m solgt berechnet: Zu dem Gnmdbetrug von ^ £ T r ö # fe betrag deS monatlichen Geholtes ohne llbohuung gelbensclmß lnnzu. Ter sich bei dieser Berechnung er- gebende Betrag chrd. soiveit gt unter 500 Mark ourückbleibt. .auf -« Mark überftrigt. auf 1000 .War! eiunäßigt. Verheiratete mit Knrdern erlialten für jedes Kind von ic 10 v. H., der sich aus dem vorigen bsatz ^'ürben^n Gesamtzulage. Die Unverheirateten erhalten ^ v. H.. der für die kinderlos Ver- w geltenden Zillage. Die unnuttell«ren Staatsbeamten VoMciml-Lehrpersonen Geistlich im Ruhestande sowie die Hinter- rcnnnttt(baren Staatsbeamten, Bolkssämllehrmn und O^eistlickien nlmlten unter denselben BoranSsetzung n sofort lge Erieg-^ih^^ .die mindestens 50, börf>|lfnd 100 v. H. deriemgen Summe beträgt, die an einmaliger KnegSteirerungSznlage unter Zugrundelegung der trnn Beamten biogenen GehiillS.'ezüge zustchen würde, wenn der - 1l l!?' xm wäre. Bollwiffen bis zu 18 Jahren $*»*£*£ KriegSl«iälfe ht « ; 2? ^s 0 ° & ^ dung über die Ausdehnung der n un er Sicherung und eine Be- zcugerhbcl-stpreise für Cbemüse singstfeiertag unter eigenen erster Klaffe. Bon dr>r Frm: an he i■ f?”wf > nn Bad aff •« « aa&SPffiB , „ ■ ^-7v W nehmen, noch me als stffher auf solche RnL nttimtot ffiaffeerfofemittd dürfe, 4cht übersteig aäk' SOeMteiffc 178,50 TU . f«r foXw lWÄ ^ w 1 "' T ^inWndlcr füll,irr in gpfd>tojfaten l^ickim- 100 t- Sf^SKSEl Mutlose fSSrWS m ffa iw Kg, beim Brrkaart an Verbr nr ,Kleinlmnb,-t> >ün dt- rn grschlossmen Packungen oi B>chälE^ fc £|alLb.1 er adtcText marfccn ist. 1,16 „ für andere Ware! 1»M7 Lb»,Bein, Verkaufe tt, rev CR™ norden wJtTbfe ÄÜ!TÄt Slite i-S’SS'SSat ÄSPS8K SS wr ' ÄÄft lT im aui 0£tTdbe ^ mi } t*rirÄ b jy r u^ n f & u .x- Mt». ÄÄSW angiesen,"wegen bä^gro&erT SBw ^ Marmeladenobst' alles tun. um auch die klcänst^ Mengen an Obst her-emMbekonw:e M Ä bafb ic tpentarr Obst in die M leladesnl^^n S S t a r ni R^ r Marmelade h.wl llt werden kann Tas sollten sih alle dreien:gen vor Aug:-: h.lll die Obst noch immer als Fsv Genußmittel betrackOen. während tatsächlicl» lwute in von .Narmelade ein Ivichtig^s N< mgsmittel gettvorden ist? Bei ^'Ui allgemeinen wemg günstig »lnssichttm der DbftmUe nuift fredÄ wfwr JrT C IC> r r ri £ lt strengstens daraus bc- p 7 dir Allgemeinhett ni durch ungerecküfertiate ^Ln- Häufungen zuständigen. Wer heut, l .Hamsti-rnbineu^Höckstersola bmchett Mit cksich aus die schleche Obst^ LI^^Eforttg^ an der Mgemchit. Nicht miicher wichitz ist die Mah-'nng. Äißt das £>«*5 i,ÄS Z ünfua fnchzeittges ^llweißeir den ( vertrag zu miirdern. ^ Llrttstkrkis eßkli. P ^i>rfgift, 2. Sept. rtiewffi-ier Hans Köbres ® (t,titteTrcui iani « dar Tapferkeitsmedaill« f t»^ r h bucheIheim, 2. Sept er Sergeant Salti) Rosen- Jiv-, w fite' Reffender txrr ma Rum u. Eloß,^ bereit.^ im B^.^'.c.rstffe am Bande der Tapferkeit^-. Medaille, echrekt das Eiserne Kv 2. Klasse. th. Lieh. 2. Sept. LeuttM!,t üchsen schütz, Jnkkiber des Erseri^ Kreu-es 2. Klasse, echi das,Eiferne Kreuz 1. Klasse. __; cl>, 2. Sept. Geht'imr^rofessor Ä a ühe^Darmstadt' der hessisch ^ DenkmalSpsleger uu^rofeffor B ™ iner-Mainz Imbeu te den. letzten Ä chtz-r ^'Äffdecknngen ^ d^r att^ te Ä 2 ^ 1>at Wp Fundamente tZLrl*: ly i rn>: ti 10 Kap'llen frei gelegt und E Ä'stltettuugrv der den Grundriß des alten ÄÄT, Dalm^rks machn fwi. Anßcrdwn hat man ein Idfmth^iifrv 111 !lai T f man Q rur K'.rch führend eitt- E.u'w in seiner Urspruugljsll loreoer lxrgestellt. Nonne n roth. 2. ÄUi chlHioebel Willielm Ka s p e r, Inhaber' dc'S Eisernen Kreuzes keitsmedaillc, wurde zum Os *" ^St^inboch. 1 . Sc sem ^erth, Inl>aber des Hespschm Tapserkeitü' cHailte, -eichen in Ei eg verliehen las,e und der Hessisch,, Tapfer- ''Ktellvertrrter befördert .Haas bei e,v ‘ mc ^ ^ Kreis Vüdingen. ---- Nidda, 2. Sept. Zu der Btttttat im Sägewerk Himmlffs- bach ist ferner Ml beridjfont: Als mutmaßlicher Mörder verl-alteW wem den Nachtwächter des Sägewerkes, Kühn aus Geiß-Nidda, einen zrvar ettvas beschränken!, aber als roh und gewalttätig be- rmmten NLensckien. Den Feslstellnngen zaisolge ist Kühn mit seinem Hunde mrr bis 5 Uhr morgens im ^>rkc ncnjefcu, obivohl er länger -rnt bleil>en nttlßta. Die Diebstähle VON Lebensmitteln in der Speiftanftalt wurden mtsfallenderlonse immer in der Nacht zum €J«rtrtfca® ausgesülwt. In d?r Kück)-e, in der der Mvrd vollbrackst n^rde, fand m,an übrigens auch einen dem Kühn gehörenden Taschenftnegel, der Fingerabdrücke tmig und Hundespuren, die aller Wialnsckn'inlickckeit nach von KüHks .Hund herrühren. .Heute Milte die StaatsanMiltschHt zur Feststellung des Tatbestandes hier.^Auch der Gerichtschemiker Tr. P op p-Frankfurt a. M. war im Sägewerk ancvcsend und nahm dir gerick-tschemischen UutersuäMNgen vor, die Mir Verhaftung deS Kühn führtknr. ^ . A Nidda, 2. Sept. Ter l>eutige Uerbstmarkt war nnt Ferkeln und Einleg escht reinen sehr gut befahren. Von Bullen und anderem Rindvieh dagegen waren nur wenige Tiere ange- tneben. Ferner standen etwa >60 Ziegenböcke und junge Ziegen >zum Verkauf. Von Muflustigen war der Markt sehr stark besucht. Tie Jerkclpreise waren gegm früher etivas niedriger. Ein Paar 6 Wockxm alte Ferkel kosteen 110 Mark, 12 Wochen alte 250 d^ark. Einlegeschweine warer recht gesucht urrd kosteten durchschnittlich ein Paar 500 bis 800 Mark. Für das größte Paar wurden 850 Mark gefordert. Sprimffähige junge Bullen kosteten das Stück NM Mark. Einjährige Rin er gingen für 300 bis 350 Mark das Stück ab Tie wenigen Kallinnen blieben unverkauft, weil für sie sehr 'hohe Preise verlangt mrttxm, B. für eine sichtbar tröffe tige iÖOO Mark. Die rneist'n Ziegenböcke gingen crn Gemeinden über uiid kosteten durchschnittlich >150 bis 250 Mark. S\xm Fri- iwi'rg. Q. Vad-N anheim. 2. Sept. Nach mehrivöchenllichem I^hifenthalt im Sanatonirm Grundel shat der König von Bulgarien heute die Heimreise mgetvettnr. Vor seiner Abreise verlieh der König zahlreiche Ordenc-anszeichnungen und ließ viele wertvolle Geschenke an das Badepersonal und sonstige Persmren verteilen. Me der König selbst betonte,, ist ihnl die hiesige .Kur sehr gut bekommen und ist sein Gesundheitszustand ein ausgezeichneter. :: Pohl-Göns, 2. Lept. Die Kotonialkriegerspende ergab in unserer kleinen Gemeinde dlnr Ertrag von 405 Mark. — Gefreiter Otto Pommer, Solm des Konrad Ponrmcr, starb den Tod für das Vaterland. Er ist das 14. Opfer, das der Krieg von unserer Okmeinde forderte, noben 5 Vermißten. — Land- slurmmann Friedrich Laub er, bei einem ^ Fuß-Artillerie-, Bataillon, erhielt zur Tapfe^eitsmedaille das Eiserne Kreuz Starkenbur,! und Rhnnhesftn. I Darmstadt, 1. Sev^. Ein schwerer Unfall erügnete sich dieser Tage ans dem Truppen,lbnngsplatz auf einem Hant'grcmaten- .stand, auf dem sich ein 15>ähriger Knabe durch die Postenab-, Sperrung hindurch eingeschlichm und in einem Schützengraben versteckt halte. Es wurde ihm durch eine detonierende Handgranat«! das linke Auge ausgerissen. Auch sonst erlitt er schwere Kopfverletzungen. ch. Vom Rhein, 1. Sevt. Die Frage der Persvnen-Dcnnihsi schiffahrt auf dem Rhein beschäftigte jetzt die Stadtverordneten^« Versammlung der Stadt Kolu. Es handelte sich um die Anfrage der Stadtverordrveten Rings, Dr. von Mallinkrvdt, Sollmann. Der Wgocwdmte Matzerath mache die Mitteilung, daß sich der Ober bürgcrmeister bereits an den Aeichskoh^nkommissar gewandt und darauf hmgeanesen habe, das infolge der Gerüchte über die Einschränkung sich der Bevölkerung große Bernrrnhigung lx'mächtigt habe. Tic Grürche der Ajufrehterhlltung des Schiffsverkehrs habe der Ol-erbürgermeister noch einmal in seiner Eingabe auseinander gelegt. Seitens des ReichskoIllenkommissars sei eine Einschränkung ^-es Verkehrs mm als unerläßlich bezeichnt worden, da die Eisen bahn steigerte Anforderungen stelle, Rückstände in der Beliefenmg mit Hausbrartd vorhanden seinen, .usw. Man hofft nun, da die Einsckrmrknng bis jetzt noü nicht erfolgt ist, dach, sich die Befürchtungen in dieser Richttvig inicht bewahrheiten. Die Verwalttmg wird aber an den Kommissw nochmals das Ersuchen richten, die Einschränkung, wenn sie niht ganz umgangen werden kann, bis zum Schluß der Herbstferien — 12. Sept. — hinauszuschieben oder doch zu mildern. Dabei wirb grundsätzlich betont, daß man Jift das kommende Jahr unbedingt jdie BeibcHalttrng des Verkehrs in seinem bisherigen llmsarg.verlangen müsse. Die Antragsteller erklärten sich mit diesem Vorgehen der Verroaltung einverstanden. Hessen-Nassau. --- Frankfurt a. M^, 2. Sept. Am 14. Dezember 1917 wurde in der Allerheiligenstraße kurz nach 11 Uhr abends bei} Schutzmann Julius Starr von Einbrechern, die er bei einem Einbruch überraschte, durch Revolverschüsse gelötet. Alle Nach Forschungen nach dem Mörder blieben bis jetzt ohne Erfolg. Nun mehr hat hierher gelangten Meldungen zufolge der im Strafge- sangnis Freiendiez eine län-iere Strafe verbüßende 18jährige Arbeiter Heinemann aus Dieburg anscheinend durch Gewissens- bisse getrieben zu gestanden, in der fraglichen Nacht ans Starr geschossen zu haben. Heinemann war bei dem Einbrüche beteiligt Ms die Gesellschaft von Stärr überrascht wurde, habe einre die Parole „drauf!" ausgegebcn, worauf er (Heinemann) geschossen habe. Ter jugendliche Täter verbüßt augenblicklich eine längere Freiheitsstrafe wegen zahlreicher in Frankfurt verübter Einbrüche. Auf die Ermittlung des Mörders sind seinerzeit 2000 Mk. Belohnung ausgesetzt worden. X Fu l d a , 1. Sept. Im Monat Infi bs. Js. sind wieder ivie ui den beiden Vorjahren in sämtlichen Kreisen des Regierungs-, bezirks Kassel Ziegen! ämmerwärkte abgehalten tvorden. Ter 0^e- famtauftrieb aus den Märkten betrug 1935 Tiere gegenüber 1849 ttr 1917 und 1492 in 1916. Es erhielten 213 Bocklämmer 1846 Mk. Prämien und 1816 Ziegenlämmer 6661 Mk. Prämien. Im ganzen sind für 9976 Mk. Prämien gegenüber 8442 Mk. im Vorjahre vergeben worden. K. P. Wiesbaden, 2 . Sept. Im hiesigen Gefängnis über- fangem ihren Aufseher, streuten ihm Sand in die Augen und txtU flohen über die Gesangnismaner. Bad-Ems, 2. Sept. Auf der 3. Kaninchen- und ProdukteN- Ausstellung „Lahn-Sä-au" erhielten nachfolgende Aussteller aus ieße nPpei.se: Ferd. Schmidt, &. Henke, H. Schneider. W. Rau. verini?chtes. Ein Eiftnbahnunglück in Mannheim. Mannheim, 2. Sept. (WTB.) Im Hauptbahnhof hier stieß gestern abend 10V« Uhr der einsahrende Sonntagszng Nr. 3901' aus eine leere Ausrüsttcng. Ter Packwagen des Zuges 390? entgleiste und schob sich auf den nachfahrendem Personenwagen, wobei fünf Reisen.de schwer und zehn leichter verletzt wurdm. Tie erste Hilfe leisteten Aerzte und das Rote Kreuz. Dre Schwerverletzten wurden ins Allgemeine Krankmhans verbracht. Tie Untersuchung ist eingeleitct. ^ K. P. Au.s der Pfalz, 2. September. Etwa hundert junge Türkm sind seit einiger Zeit als Lehrlinge auf vcwschiedeneil Gruben des Saargcbiets untergebracht, um den Kohlenbergbau kennen zu lcrnnl, so -ans den Gruben dNlaybach urrd Eamphausen'. Es sind meist Anatolim, die sich freilvillig nach Deutschland, ge^ meldet habeu. Ihre Ausbildung ist genau geregelt., In einrgm Jahren kann dem zukünftigm türkischen Bergbau ern geschultes Personal vmr Steigern, Grubmbeamtcn und Dorarbertern zur Verfügimg gestellt werden, das seinerseits die dortige .Arbetter -1 schaft wieder faä>gemäß anlerrren kann. _ fielen Samstag vormittag 5 edanfeier! 9 ! 8 . -m. Gießen, 3. September 1918. Zu einer öffentlick-m Scdanfeier hatte die „Dmffche Bater- landspartei Gießm" gestern abend in den großm Saal des Gast- Hofs Fürstenhos ein geladen. Tie Veranstaltung war stark besucht und. verlief durchaics stimmungsvoll. Ter Vorsitzmde Geh. Hoftat Professor Tr. Sievers richtete zunächst einige Worte zur Begrüßung an die Versammlung imb wies auf die Bedmtung des Sedantages hin. Die folgenden musikalischen Darbietungm wurden mit starkem Beifall aufgeirommm. Frl. Leutert spielte die ewig sclipne Frühlingssonate von Beethoven, Frl. Emmerich sang mit angenehmem Mezzo-Sopran Volksweisen urrd Lieder von Schubert. Vereint brachten die beiden Damen 9Nvzarts,.Koni.gl. Schäfer" zu Gehär. Die Festrede hielt Reichstagsabgeordncter «Prof. Tr. Werner-Butzl^ach Ter Redner entwarf ern 'großes Bild des politisä-eu iZeithinrmels und unterzog alle Fragen, die Denffchlmd, Krieg und Frieden berührte.:, einer genaum Betrachtung. Wir möchten einige Punkte der dliusführnngen des stvedners sinngemäß hier Festhalten: Der Geist, der heute vor 48 Jahreri daS deutsche Bolk ^erfüllte, ist verschvMldm. Die Zeitverhältnsi sse habm ein gegriffen ncrd mau hat wiederholt versucht, die Seoanfcier, die gleichsam die Gründungsfeier des Deutschen Reick-es ist, herabzusetzm. Das ist falsch. Der Dmtsche sollte anhänglicher, dankbarer sein und seinem Nationalsdolz mehr Pslcge zuwmmen,lassen. Man^sehe nur den Engländer an, der auch heule u.och die Trafalgar-Feier begeht, oder man denke an den Bülgareir, der an Entschlossenheit und nattonalenr Stolz ein Vorbild gibt. . Ter gegenwärtige Krieg ist ein Kampf des cmglü-merikanffchen Kapitalismus gegen Deutschland, das seit Sedan eine bedeuteildd Entwickttmg dnrchgcmacht hat, das ans dem Agrar- zum Industriestaat wurde. So konnte es geschehen, daß zwei Industrie- mrd Wclt- handelsstaateu gegenüber treten konnten, Deutscklmrd und Englands daß sie aireiirander geraten mußten, weil Deutschland emporblühke und der Geginr das nicht dulden durfte. Tie heute vielerseits süv möglich gehaltene Verstäudigimg erscheint unmöglich, so lange sich zwei Weltcmschaumngen schroff gegenüber stelieir: das ist hier der Fall. Deutschland sollte ßich nicht entfalten, sollte eingedämmt bleiben. Heute ist nur der Bernichtungswille beim Gegner die Hauptsache. Arnerika steht ans Seiten mrserer Gegner, gebunden' durch Blutbcmde und dieselben Interessen wie England. Der U- Boorkrieg dieitte nur als Vorwand znm Eingreifen. Amerika steht bei unseren Feinden bis zum „knock oitt blow". Kvnseguent verfolgt es seine Ziele, drängt auf die Loslösung Elsaß-iLothringens^ üm Tentschland die industrielle Versorgung immöglich zu machen, und geht im eigenen Lande rücksichtslos gegen die Tesaitisten vor. Blätter wie das „Berliner Tageblatt" oder die „Frankfurter Zeitung könnten dort gar nicht erscheinen. Der Kampf djkr Feinde gegen die Alldeutschen dient mich nur dazu, um eine Kläfft cmf- zureißen zwischen denen, die sich nicht einig sind über den Frieden und den Weg zu ihm. Aus dieser Spalttmg basiert die Hoffnung der Entente. Sollte die Hoffnung täuschen, würde man versuchen, mit Hilfe des Völkerbundes, hinter dem England steht, den Wirtschaftskrieg durchzusühren. Tie Entente wlll vernichten, will aber keinen Frieden. >W>W>>W Im Osten haben die Tinge bis jetzt firr uns erneu nicht nrr- günstigen Verlauf genommen. Jirr Polen allerdings hat die anstro polnische Äsung der Zukunstsftage des polnisck-en Staates eine Trübung des Verhältnisses mit Oesterreich l-erbeigesührt. Tas Teutscl^tum im Osten «nuß gehalten werden, > bietet es doch vor allem am Schwarzen Meer eine wichtige _ Etappe.^ In Oeslerreiä)t-Ungarn ist das vordring^mde Slaroentmn eine schwere Gefahr. Tie Slawen. Tschechen, .die heute die Errichttmg das altslawischen Staates fordern, die gleickffam einen Korridor rorl der Mria bis nach Triefst haben wollen, siard geborene Feinde des Tcutsckfitnms. Die Deutsckp-Oesterreicher haben dieselben Blutopfer wie die ReickMeutschen gebrackst. AnsMießend legte der Rcdner die Notwendigkett deS U° Boot-Krieges dar, seine Bedeutung und Wirkung, imd ging dann zu einer hrtfifen Betrachtung der Politik des Staatssekretärs Tr. Sols über, der gleichsam das letzte Ueberbleibsel des Bethanann'- selben Systems sei. Zum Scl-laffse führte Tr. Werner ungefähr aus: Wir wollen die Welt nicht erobern, wir wollen nur leben, das be- haltm, was wir haben imt> uns entwickeln können. Wir müssen den Tatsachen ins .Auge sehen. Kein Haus ist von den Wirkungen des Kisteges verschont geblieben. Auch die Teil getragen und alle jene ungerechöen Angriffe müssen wir zurückweisen. Wir sino roeder Ann'-^ronisten noch Knegsver- längerer. Wir müssen mehr ^^ationalstolz haben mrd tonnen m dieser Beziehung vmr unseren (begüern nur lernen. Deutschland ist heute leider politisch nock) unreii. Ein jeder müßte wissen, das; es tate um Kovs und Kragen geht, um den Bestand dessen, was Sedan geschaffen hat. Wenn wir hntte mit dem Kampfe aujhö.en. dauert es keine vierzehn Tage und wir haben den F^ind im Lande. Zum Zweifel oder zum Mißtrauen cm unseren Heerführern haben wir keinen Grund. In einem Schlußwort dankte S-tadtv. Krumm dem Redner für seine kernigen Worte sonne den Dame".: für die musikalische Darbietungen, und betonte u. a.: Wenn ich an die Leute draußen im Felde denke, die sett 4 Jahren alles ertragen und denke dann an die Mutlosen hier im Lande, dann kann ich nicht anders ,als sagen: Das ist größte Undaukbarkeit. Am schlimmsten sind die sogenannten gutmüttgen Schwätzer, die von irgendeinem Vetter usw. etwas gehört haben nrrd natürlich sofort brül)warm weiter- berichen. Erft dann zeigt sich der ganze Atann, wenn es wirtlich einmal schef geht. Wenn ich mir gar all das Zeitungsgeschreibsel ansehe und den Kampf gegen die Vaterlands-Partei, dann muß ich an Geibel denken: — — und über'm Hader der Parteien vergessen sie das Vaterland. Ter Regierung, die sich in der Marokko-Affäre so nachgiebig zeigte, die Kriegsschrld Mizuscheben, ist unsinnig. Entweder nur siegen, oder wir werden englisch Trabanten. Deutschland kann für seine Opfer an Gut und Blut etwas verlangen. England besetzt andauernd. Das sindet man in der Welt ganz in Ordnung. Wenn aber Deutschland einmal etwas will, dann erhebt sich das Geschei von Annexionismu^ usw. Wir wollen zu unsevenr Volke sichen und das nach Bismarckschm Vorbild. Amtlicher Teil. vaterländischer hilsrdienft. Aufforderung deS KriegSamtS zur freiwilligen Meldung gemäß tz 7, Absatz 2 des Gesetzes über dcu vaterländischen Hilfsdienst. Untersuchungs- und Strafge-An gehörigen der Vetterlandspartei haben ihr redlich yelftrK'hiel ’ii ppe! In dem gewaltigen, von nnsercm Heere besetzten seindüchen Gebiet werden zur Verwendung bei Militärbehörden in erhöhtem Zahlreiche hilfskräfts benötigt. TaS Jntcreffe des Vaterlandes verlangt, daß taugliche und entbehrliche Kräfte der Heimat sich zu diesem Etappeu- dicnst zur Verfügung stellen Zahlreiche kriegsverweudungtz- fähige Militärpersonen muffen im besetzten Gebiet noch für den Dienst an der Front frei gemacht werden. Tie Lebensbedrngungcn im besetzten feindlichen Gebiet sind durchaus günstig. Reben reichlicher freier Verpflegung und freier Unterknuft wird gute Entlohnung gewährt. Auch ist Gelegenheit zur Beschaffung billiger Llleidung gegeben. !!ud was bedeutet die Notwendigkeit, sich in fremde Ver- hältniffc einzugewöbneu, gegenüber dem Matz von Opfern und Entbehrungen, das nufere Krieger seit Jahren freudig ertragen? Männliche Hilfskräfte jeden Alters, besonders auch Jugendliche, können, wenn sie geeignet befunden werden, Beschäsigimg im besetzten Gebiet im Westen rinden, und zwar für Arbettsdienst jcglid>cr Art, Voten- und Ordonncundienst, sowie als Schreiber, Buchhalter, Kaufleute, Verkäufer, Lagerverwulter, Aufsichtsleute, Hand- werker jeder Art. Personen mit französischen und slämffchen Sprachkenntnissen werden besonders berücksichtigt. Wehrpflichtige könneir nicht angenommen werden, mit Aufnahme der 50o/o oder mehr eNverbsbeschränkten Kriegsbeschädigten und der Jugendlichen bis zum Beginn der Einberufung ihres Jahrgangs in der Heimat. Als Entgelt wird gewährt: Freie Verpflegung oder Geldentschädigimg für Selbstvervslegung, freie Unterkunft, freie Eisenbahnfahrt zum Bestimmungsort und zurück, freie Benutzung der Feldpost, freie ärztliche und Lazarettbehandlung, sowie angemessene BarentloYuung. Vis zur endgültigen Ueberweisung an eine bestimmte Bedarfsstelle wird ein „vorläufiger Dienstvertrag" geschlossen. Die end- gülüge Höhe des Lohnes oder Gehaltes kann erst im Anstellungsvertrag selbst festgesetzt iverden. Sie richtet sich nach Art und Dauer der Arbeit sowie der LeistungSsähigkeir des Betreffenden. Eine miskönimliche Bezahlung wird zngesichert. Falls Bedürftigkeit vorliegt, werden außerdem Zulagen für die in der Hemmt zu versorgenden Familienangehörigen gttvührt. Tie Versorgung derjenigen, die eine Kriegsdienstbeschädignng erleiden, ist besonders geregelt. Meldungen nehmen entgegen für KrerH Gießen, Als- teld, Lauterbach und Schotten: Bezirkskommando und 5) i l f s d i e n st m e l d e st e l l e Gießen; dal>ei sino ror- zulegen: Etwaige Militärpapiere, Besü.äfffgtmgsausweis oder Arbeitspapiere, erford^.lichenfalls Abkehrschem. Es ist anmgeben, wann der Bewerber die Beschäftiglmg antreten kann. Eine vor- läunge ärztliäie Untersucknmg en'o.gt kostenlos bei dem Bezirks» lommando. Jeder Bewerber hat sich den erforderlichen Schutz» impfungen zu unterziehen. Uriegsamtstelle Frankfurt a. M. 4720V Zu verkaufen gedecktes gut gebaut und kräftig. Schrifil. Angeb. unter 6579 an den Gteßener Anz. erb. W Hasen ?,n ueifnuien. 04720 Miiblürai.e 29 II, rechts. W- uni) ©emiii'fprten tzM gm. sofort zu verkaufen 04720 W'ldelnistr. 51, p. Ein s hr gut erhalt. Bett, Rnßbanm, poltert, m. neuer Roirbaarmatratze und ein Ep egel mit 0!ol)rahiuen zci vrrt. Etnzus. b. zum Samö- rag lägt. k'saL!. Sir. 45. 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Die offene Handelsgesellschaft hat am 3. Juni 1918 begonnen. Gießen, den 27. August 1918. __k'rosth. Amtsgericht. 65888 Wnrstverkaus. * , Die Ausgabe der Wurst auS uuterivertigen Rindern erfolgt für die Bezirke 1 biS 6 Mittwoch den 4 . d. M. wahrend der üblichen GeschäftSstnnden, gegen Abgabe der Marken mr die 35 . Woche , 20 . 8 . bis 1 . 9 .). Gienen, 3. September 1918. 66028 Der Oberbürgermeister sLebensmittelamt). BZMen-Aukrnrf. Tie Gemeinde Beuern sucht einen sprung- sahigclt Simmentaler Bullen. — Die Besitzer solcher Tiere.belieben der Unterzeichneten Stelle bis zum 7. d. M. Nachricht zukonlmen zu lassen. Beuern, den 2. September 1918. Großh. Bürgermeisterei Beuern. _ Walther. _^ Kaffee Ernst Ludwig Inh.: An#. Rath ' 6378 ttente -= Konzert __ Eigens Konditorei. Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß am 1'. August abends unser braver, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, unser guter Pate und Neffe Musketier Heinrich Heyer Infanterie-Regiment 87, 3. Kompagnie Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille nach l 1 /« jähriger treuer Pflichterfüllung ira blühenden Alter von 20 Jahren infolge eines Kopfschusses für das Vaterland gefallen ist Familie («ilbert Ileyer Familie Heinrich Kumpf Familie Philipp Engel Familie Heinrich Hüller Familie Peter Httrnicr Familie Karl Heyer Familie Georg Frick. Werkstätlel-Sciireiiser omtrijl 6604 Sshunk &Ebe, Windhof. Birklar, Frankfurt, Darmstadt, den 3. September 1918. 6594 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Groth in Rödgen, deö Herrn Bürgermeisters S ch 0 m b e r für die Ansprache im Namen des Kirchenvorstandes, sowie für die vielen Kran-- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Familien Lotz. Wieseck, den 2. September 1918. Mödl.Zimmer sof. zu verm. 04715 In LöbcrS Hof 6 , II. 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" Gelbe Speisemöhrcn . ^ . . . „ Kleine runde 5karotten .... „ Rote Beete.* * - „ ^ ^ Vorstehende Preise'ten für marktfähige Ware erster Güte. Sie treten drei Tage nachrer Veröffentlichung rn Kraft Ueberschreitungen r'deuendcr Hoch ü Preise werdmi naeg den Neichsgosetz vom 4. Au^ 1911 in,der Fassung der Dekanntmach- nng vom 17. Te^mbe 9l4 (Reichs-Ge,evbl. S. 516) mit ^e- fm^nis bis zu einem Ile oder mtt Geld,träfe brs zu 10000 Mk. ^ Mainz, den 29. ^uft 1918. ' ^ >T 6549C Hessische Landcrnüsestelle Vcrwalttmgsabletttwg Weer, Regierun g-srot. Wiesbaden, de29. August 1918. . , (m . , Bezirksstclle f. Gemüse Obst f. d. Reg erungsbez-ck Wt^soadm. Ter Vorsitzende: roege, «Geheimer .urgi^rungsrat. ^rrnurmamung. . Betr.-: Festsetirng voErzeuger-, Großl>anbels- und Mcrnhan delspreisen sü.rrs Grostl-crzogtum Hessen und den die gierunrxsbezirk icsbadcn. . „ „ Tie nachstehend ab) ruckte Bekanntmachung der Reick)s1tclle für Gemüse 'und Obst bringen wir hiermit zur öffentlichen KennttnK. Neue Großhandels- wrd Meinhandelshöchstpreise werden demnächst verössentlicht werden. Für gelbe Kohlrüben uird'für meiste Möhrett gelten die .Höchstpreise der Verordnung des VundeSrats vom 9. März 1918. ' o , r Main z, den 23. August 1918. < Hessische Landes-Gemüsestelle Verwalttrngsabteilung. Ter Vorsitzende: Werner, Regierungsrat. Bekanntmachung über Erzeugcrhöchstpreise für >Gemüse. Auf Grund des § 4 der Verordnrmg über Gemüse, Obst rmd Südfrüchte vom 3. Mrll 1917 (Reichs-Gcsetzbb ^S. 307) wird bestimmt: § 1. i Ter Preis für folgende inländische Gemüse Harf bis auf weiteres beim Verkauf durch den Erzeuger.die nach',behenden Sätze je 8entT*r nicht übersdcigm: „„ bu«™, 01lf Wrmt einer von d r 'Reichs stelle für Eemüse und Ovit a -- geschchssene,, oder von ihr genehm pen Lieferung». vet trage» 4<00Mk. 5.00 „ 7.50 .. 11. für rote (Salat-) Rüben (rot« Bertel . 12. für Zwiebeln, lose bis 31. Okwber 1918 . vonl 1. November 1918 ab vom 1. Tezember 1918 ab vom 1. Januar 1919 ab vom 1. Februar 1919 ab . vom 1. März 1919 ab . Lei öleser-ung S'.'s ^rvnt» einer von der Ve>H»f,ell« für Memüse und Oost ab- geschlossenen oder von Ihr genehmigten l^eferung-- vertrage»: * . 7.00 m 8.00 m . . 14.50 ,y 15.00 „ . . 15.00 a 15.50 „ > . 15.50 ß 16.00 „ . . 16.50 „ 17.00 „ . . 18.50 „ 19.00 „ 20.50 21.00 3.75 Mk. 1. für Weißkohl lns 30. Nov. 1913 2. für Tauerweißkohl dom 1. Dez. 1918 ab.4.75 3. für Rotkohl bis 30. Rov. 1918 7.00 4. für Taucrrotkohl vom 1. Dez. 1916 ab.8.50 5. für Wirsingkohl bis 30. November 1918.6.50 6. für Tauerwirsingkohl vom ,1. De- zu mb er 1918 ab . . . . . . 800 7. für Grünkohl bis 30. Nov. 1918 7.00 vom 1. Tezember 1918 ab . . 6.00 vom 1. Januar 1919 ab . . 9.50 vom 1. Februar 1919 ab . . . 11.50 8. für rote Speisemöhren u. längliche Karotten.6-50 9. für gelbe Spciscmöhren . . . 4.7o 10. für kleine runde Karotten . . 12.00 9.00 7.00 8.50 7.50 , 8.50 10.00 12.00 7.00 5.00 00.00 Für Saat- und Steckzwiebeln bleiben die besonderen Bestimmungen der Bekanntmachung der Reichsstell' für Gemüse mtb Obst vom 15. November 1917 (ReichSanzeiger 273 pom 16. November 1917) aufrechterhalten. Tie Preise gelten für gesunde, marktfähige Handelsware frei verladen in Bahnwagen oder in Schiss. r 2 . Hat der Anbcruer besondere Aus Wendungen an Arbeit oder au Kosteir für die Aufbewahrung gehabt (Einmieteu, .Einkellcrn und dergleichen), so erhält er als Vergütung: ; a) bei den zu 1,3 und 5 genannten Gemüsearten im November 1913.1.00 Mk. je Zentner b) bei den <,u 8, 4 und 6 genannten Gemüsearten bis zum 31. Tezember 1918 „ . . später je-Mmntt mehr.* c) bei den zu 8 bis 11 genannten Gemüsearten bis rum 30. November 1918 . . . später je Monat mehr.. 5 3. Diese Bekanntmachung tritt am 2 8. August 1918 in Kraft. Im gleichen Zeitpunkt treten die Bek 2 nntmach*m.' 3 en vom 31. Julr 1918 (stieichSanzciger 182 vom 3. August 1918), vom 7. August 1918 (Rnchsnnzeiger 187 vom 9. August 1918) und 15. August 1918 (Reichsamzeiger 193 vom 16. August 1918) außer Kraft, k Berlin, den 22. August 1918. 6550C Reichsstelle für Gemüse und Obst. Der Vorsitzende. I. V.: Wilhelm. R. G. O. 0916. VIII. 13. 60. 1.00 Mk. je Zentner 0,50 Mk. je Zentner 0.50 Mk. je Zentner 0.25 Mk. je Zentner Bei Bocher Ro rt Mohr erlobtc Giesjen Neunkirchen (Saar) tzufi 1918. m Statt anderer Anzeige! Ihre vollzöge. Verlobung zeigen an Hda Jäger M' Imheuser Wildbergerhütte (Rhet.Naad) Igust 1913. Giehen Asterweg 26 Kätän Hamann Arm Karl Uuteroffzier „ FeId.Art..Regt, 27 erlebte Vurg.Gemünd^ L September 1918. Deutschen Vaterlaudspartei Grrhrn Montag. 2 .§eptrmbrr. abends pünktlich 87, Uhr im „Ziirstenhof" Festordnung: I Bearüß ingsworte des Vorsitzenden. 2. Beethoven-Sonate für Klayier und Violine (Frl. Holzapsel. strl. Lcutert). 3. Gesang: Soldatenbrant von Schumann. Litanei von Schubert, Soldatcnmut, Volksweise (Frl. Emmerich, am Klavier Frl. Felchner). 4. Der königl. Schäfer von Mozart, Kompositionen für Gesang, Klavier und Violine. 5. Festrede (Herr Prof. Dr. Werner, Butzbach). 6. Gesang: Deutschland, Deutschland über alles. 7. Schlußwort des Herrn Stadtverordneten Krumm. gshd Gäste aller Kreise Gießeus und Umgegend herzl. willkommen. Dame sucht möbliertes Zimtuer, wenn möglich in der dc'übe der Augenklinik. Angebote an 01692 Frau Professor Ranch, Schisfenberger Weg 2. Zar Sedanfeäer * si ( onto der Jnxplatz an fer Laim geöffnet. 04705 Waödorf,. Alice Schul©. is d Der Wtnter-Knrsus ^ Viertel- und Halbiahr-K!> zeugnäben. Fllcken und am 24. Sevtember. Anir oder mündlich im Schulda Üütcr iürxt i, Gewissenhafte Ausbildung. 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Eiserne Hand &1. vesucherj. kastenta- S Tieferschüttert traf mich die schmerzliche Nachricht, daß mein herzensguter, unvergeßlicher Mann, der liebevolle Vater seines Töchterchens, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Christian Kienzle Sergeant im Reserve-Infan terie-Regiment Nr. 118 Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Bad. Tapferkeitsmedaille am 10. August schwer verwundet wurde und am 1L August im Alter vu 30 Jahren daran gestorben ist. In großem Schmerz: Frau Anna Kienzle geb. Übrig nebst Kind. Gießen (Licher Straße 39), Frankfurt a. M-, Oberbreidenbach, Hopfgarten, Ober-Sorgen, Oefingen uud Hamburg, den 1. September 1918- 04709 - Städtischer Obstverkauf. GS werden bis auf weiteres die Obstmarken A 41—90 beliefert. Die Obstmarken A 4i —70 verlieren am 5. Sex. tember 1918 ihre ötiUtflleü. Glesien, den 31. August 1918. 6ao3B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). fiefersebüktert erhielten wir am 29 August die traurige Nachricht, dass unser lieber, braver, einziger Sohn, Bruder und Enkel Musketier Heinrich Graf im Infanterie-Regiment 6/81 im blühenden Alter von 19 Jahren infolge seiner am 13. August erlittenen schweren Verwundung am 21. August sein Leben fürs Vaterland lassen musste. In tiefer Trauer; Heinrich Ludwig Gräf, Lina Gräf geb. Hofmann, Lina Gräf, Maria Gräf Witwe. Arnsburg bei Lieh und Laubach, 31. August ^918. 6571 Bekanntmachung betreffend die Auflerkurssetzuna der Hüusundzwanzig- psennigstücke aus Nickel, vom 1. August 1918. Der Bundesrat har auf Grund des tz 14 Sir. 1 des MünzgcsetzeS vom 1. Juni 1909 (RetchS-Gelltzbl. S. 507> und des § 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundeörals zu wirtschaftlichen Mannahmen usw. vom 4. Auau 1914 iReichö-Gesetzbl. S. 327) folgende Verordnung erlassen: c tz 1. Die Fünsundzrvanzlgpsennigstücke auS Nickel und cinzuziehen. Sie gelten vom 1. Oktober 1918 ab nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel. Von diesem Zeitpunkte ab ist ausier den mit der Einlösung beauftragten Kassen niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. . § 2. Bis aitm 1. Januar 1919 werden Jüns'^ozwanzlg- Pfennigstücke aus Nickel bei den Reichs- und LandeSkasien zu ihrem gesetzlichen Werte sowohl in Zahlung genommen als auch gegen RetchSbanknoieu, Reichskaffenscheine-oder Dar- lehnSkaffensckeine und bei Beträgen unter einer Mark gegen Bargeld umgetaucht. ^ . § 3. Die Verpflichtung zur Annahme und zum Umtausch (§ 2) findet mit durchlöcherte und andere alS durch den gewöhnlichen Umlauf iin Gewichte verringerte, fowie auf verfälschte Münzstücke keine Anwendung. Berlin, den 1. August 1918. Der Reichskanzler. Im Aufträge: Jahn. Alis der Landrichter Ui. 3 verstehen Stiftung zn Darmffadl sino durch uns 1. fünf Vermächtnisse von re 59 l. jährlich an bedürftige elternlose Studierende 0 Rechiswistenschast aus den Provinzen -Ltarfeubm ,ur> Oberhesssn. 2. ci:< DerniächtniS von jah ch 500 Rl. an eine bedürftige nicht kinderlose twe eines richterlichen Älitgliedeö bei eincul der -nögerichte oder Landgerichte der Provinzen Stc nburg oder Oberhessen vorzugsweise als Beihilft ur Erz:ehung minderjähriger Kinder zu vergebe! Bewerbungen um diese Verrnächtuiiie sind binnen x Wochen bei uns ein- zureichen. Darmstadt, den 26. August ] 6566v 6)ror;berzoglicheS Minist a m der f»inalizen Abteilung für StnauzvirLicht „nd Eirenduduweftu. In Erledigung: I 0 b d e. — Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Glesien, den 26. August 1918. 6651B Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Betr.: Kommerzienrat-Heimelbei,»-Stiftung. Aus der Kommerzienrat-Heichelheim-Sttfiung sind am 1. November 1918 884 Mark zu verteilen. Nach 8 3 der DtiftungSurkunde können zur Bewerbung nur zugelassen werden: a) Personen, die während deS Feldzuges 1870/71 im MilitärverhältniS gestanden haben nnd b) Frauen und Kinder solcher Personen, oorauSgesctzt, dag sie einer derartigen Unterstützung würdig und bedürftig sind und vom Tage der Bewerbung ab rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre ununterbrochen in Giehen gewohnt haben. , t ^ Bewerbungen sind bis zum 30. September d. I. im Stadthaus, Zimmer Nr. 15, schriftlich oder mündlich einzureichen unter Vorlage der d e Erfüllung der Bedingungen nachweisenden Paviere und ärztlicher Bescheinigungen über etwa behauptete Krankheiten. Glesien, den 28. August 1918. 6552B Ter Oberbürgermeister; Keller. BekmmLNichrMA. Die von dem Gemeinde bzw. Gernarkungs- Vorstand durchberatenen Vor chläge der Gemeinde Watzerrborn-Steinbcrg ul der Feld-Gemarkung Ober-Steinberg für das , 1918 liegen vom 3. September 1318 an eine )che lang auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offer Anwendungen können während dieser Zeit schriftlich r zu Protokoll bei uns vorgebracht werden. Für die (neinde Watzenborn- Steinberg wird eine Umlac erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragcn >en. Watzenborn-Steinberg, d 31. August 1918. Gr. Bürgermeisterei Wauborn-Steinberg. Hirz 6569 iiP®| Mittwoch den 4. Ecpti der von vormittag» lflVs Uhr au findet aus Sck s; Kranichstein eine Bersteigerung von 60 Stüt Zugochsen statt. An der Versteigerung könn nur hessische Landwirte, die sich durch Bürgeteisterei-Bescheinigung als solche und als gespannbcdpig auSweisen können, teilnehmen. 4 Die Versteigerung erj gegen Barzahlung. BerkaufSbedingungen werd^vor Beginn der Bersteigerung bekanntgegcben. Darmstadt, den 31. Allst 1918. ülMOttMtuuchkM altt k^80 Statt besonderer An^eiZe. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlüsse entschlief am Samstag nachmittag nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere innigstgeliebte, treue Tochter, unsere gute Schwester ©efcpftsei’öffmtng. Käte 04710 im 14. Lebensjahre. m In tiefem Schmerz: Familie Wilhelm Rühl. Lollar, den 2. September 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 3. September, nachmittags 4 Uhr, statt Hiermit beehre ich mich anzuzeigen, dasi ich in Gießen, Mäusburg 5 (za len Markt- und Kreuzplatz), ein neues Geschäft gegründet habe, in dem ich meine seit 25 I«"rn Diezstrage 6 wohlbekannte Firma auf folgende Artikel erweitert hat Sämtliche Gegenstände für Lüche Md HallSWiktjchl^ (Emaille--, Zink-, Blechwaren, Einkochapparate und derz. : Geräte für Landwirtschaft. Werkzeuge. Großes Lager in Ueffeln aller Gattungen und Gröff.l Als 5pezialir5t: Herde, emailliert und gußeisern, Gesen (Regulii ofen) ujw. Vertreter und Niederlage erstklaffigrr Zadnien < Reelle, ernste Bedienung. Mäßige Preise. das mir bisher entgeg-ngebrachte Vertrauen Reichste Amwahl. Indem ich mich auf MW Am 30. August starb in Fulda unser Mitglied, der Kgl. Neserve-^otomolivführer Herr Ferdinand Diemerling nach langen,, schwerem Leiden. Der Verstorbene war unS ein lieber, treuer Kamerad. Sern Andenken wird bei uns stets in Ehren bleiben. Die Beerdigung sindet in Fulda am Dienstag den 3. September, naehnüttagS 4'/« Uhr statt. Giestencr Lokoinotivfübrer-Bercin Ortsgruppe des Verbandes Preusi. Hess. Lokomotivführer. «rav Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem nns so schwer betroffenen Verluste sagen wir hierrnit allen unseren herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Jvh. Weitzel und Kinder. Giesien, den 2. September 1918. o«« Erhöhung des Einkommens durch Versicherung von Leibrente bei der Preußischen Renteu-Versicherungs-Anstalt Sofort beginnende gleichbleibende Rentcf.Männ er b. Eintrittsa.lt. (Jahre): 50 1 55 H80 1 65 I 70 I 75 jährlich i /»d. Ei/iTsg e: 1 Bei längerem ä*!zaJ»*i der Rentenzahlung wesentlich höhere Sätze. (435id Für Frauen gelten besondere Tarife. Vermal:Knde ift 17: l23Wililon.Hk. Tarife und nähere Auskunft durch: W. lt. in Frankfnrt a. W M Bleichstr. 92. Aktenzeichen: lila 885/18. Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen La«dsturmmann Joief Edom vom sturm -Jnf«nt.- Ers.-Batl. XVHI 82 Wichen, 3. Komp., welcher flüchtig ist oder sich verborgen hält, istdieUnter- suchunashafl verhängt, weil er dringend verdächtig ist, seit 9. Juli 1918 seiner Truppe 3/XVIII/32 Glesien vorsätzlich serngeblieben zu sein in der Absicht, sich seiner gesetzlichen Verpslichtung zum Dienste dauernd zu entziehen. Es wird ersucht, denselben zn verhaften und der Korn« mand/rntur des Kriegsgefangenenlagers Giesieu vorzuführen, sowie zu de,» hiesigen Ak>en T. B. No. III 27&6 Str. P. L. lila 885/18 sofort Mitteilung zu machen. Gienen, den 29. August 1918- gez.: Vehm, Generalmajor. Beschreibung: Aller: 2st Jahre- Grüne : 1 m 69 cm; Siainr: schlank- Haare: dunkelblond - Augen Jchwarz- 9tase: gewöhnlich- Mund: gewöhnlich- Bart: Anflug von Schnurrbart- Gesicht: gervöhnlich- Sprache: west fälischer Dialekt. Besondere Kennzeichen: keine. ^ Kleidung: Feldgrauer LLafsenrock und Hase. Notiz: geb. am 8. 7.1893 in Münster i. W. 06390 Die Richtigkeit der Abschrift beglaubigt: Damm, eulnant u. «ertchtSofstzier treuen Kundschaft dankend berufe, empfehle ich mich in aller Ergebung dem ^ Metzens und feiner Umgebung und bitte gütigst um geneigtes Wohlwollen . ,...9 Unterstützung meines neuen Unternehmens-, was ich meiner werten Kundschi. •'' J ' ? ' sorgfältigste und fleitzige Bedienung in jeder Hinsicht aufs wärmste danke ._ Hochachtend r » Zirma Wilhelm vürbeü Aachs., Inhaber fert Hotz Bitte genau auf die Firma zu achten! :=J ffl « -E I W «is >\st ! ! s N ial! :»! 1; 58?) T & V Sl Bi Sä Si V) u B rci[cnfc Srtnmnfcete fli* ^nfJwrten mit Kaffee erfrifdyt; die Sanitatslvache hnt ^30 Trans-i m' 296 sonstigen Fäll«. Wfc «d«lte , rr - Weist- Li ch ts v i e l e Seltcrswcg 81^ Erich Mcllcr svielt von Heu« ab.die S-ruviroM mtigern wiidtenl Mmwerk Aus dingst ... aus.daß ihr nrcht gerichtet werdet . Äfißerdem "gelangt der Mm „ . . .... welche sterben, wenn si liebend zur Vorfiihrung. Siche .Anzeige. Kreis Büdingen. ^ ^ G Nidda. 2. Sept. Das Eiserne Kreuz errett .der Gelreite Theodor Spaincu - Borsdorf, Fahrer Ludwig Beizer erhielt das Eiserne Kreuz. — Büdingen, iynfc Ka «f- rnrann erhielt das Eisen« Kreuz. Kreis Schotten. ^ Schotten. 2. Sept. Zum Leittnant befördert.wurde ter »tWfdbÄ d. R. Heinrich Wenzel, dre Heistsche Tapserketts- 2?Sß der Kanonier August Weitz. - GSV.en. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapserkettsmedastle erhrelttn dre Bnlder Wilhelm und Würrich Fritzges. Unter-Lars. Das Eiserne .Kreuz und die Hefirsche Tapfertzstsmedastle erhielt der Grenadier 0)cfreite Ludwig Noll. — A'.rbdnrod. Getreidemehl, sondern nur Kar- toffelmehl in Bettacht, über das ein Ausfuhrverbot ja nicht besteht. Die Meldung des .Metzlarer Anzeigers" erttspricht also nicht den Tatsachen. Den Besitzer des Eafö Hettler trifft also schwerlich irgendwelche Schuld.