Kr. 202
Der Siehener Anzeiger
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(68. Jahrgang
Donnerstag. 20. August 19X8
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MTB.) Grobes Hauptquartier, 28. August. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und G e n e r a l o b e r st v. B o e h n.
Bei Lmrgeumrck und nördlich, der Lys wurden feindliche Leilangriffe aügewieftn.
Die Armee des Generals von Velow (Otto) stand gestern wiederum in schwerem Kampf. Der Schwerpunkt der ^ englischen Angriffe lag südlich der Scarpe. Durch Masseneinsatz au Panzerwagen englischer und kanadischer Infanterie suchte der Feind beiderseits der Heeresstratze Arras—Lamvrai erneut den Durchbruch zu erzwingen.
Unsere in der Linie Pelves — östlich von Monäiy- roisilles kämpfenden Truppen — pommersche, westpreußische, Hessen nassaui jche und elsässische Regimenter — haben den mit gewaltiger Uebcrmacht an Menschen und Material am frühen Morgen geführten Stoß des Feindes in erbittertem Kamps bis östlich von Pelves bei Bic-en-Artioß und Croisilles ausgesangen. Im Verein mit württemd-rgifchen Bataillonen brachten sie am Nachmittage mit erneuter Kraft in tiefen Gliedern an der Heeresftvabe porgetragene feindliche Angriffe zum scheitern. Auch mchifach lmedertzslte Anstürme des Gegners gegen Noiry—Notrr-Davve und nordöstlich von Croisilles brachen zusannnen.
Der Fe'ttw hat. gestern schwere Verluste erlitten. Diele Panzerwagen umrden Lurch Geschütze und Minenfeuer aus vorderster Linie vernichtet. Batterien des Ncscrve-Fcldar- tilleric-Neginrents ND. 28 feuerten bki Die, offen wr unterer Infanterie au Ahnend, aus nächster Entftrnung idie dlch.cn Linien des Feindes. Der Kamps griff gegen Mittag auch aus das ddordufer der Scarpe und nach Süden bis Mory über. Mehrmalige Angriffe des Feindes wurden hier abg'-wie^en.
BeDerstits von Bapaunre blieb die Kraft der feindlichen Angriffe gegen die Vortage zurück. Der Engländer, der ber- lrerftits der Stadt überraschend und mit Artillericvorbrrel- tung. aber ohne Einsatz von Panzerwagen mehrfach vorsnck, wurde überall zurückge^chlagen.
Nördlich der Somme führte der Engländer heftige Angriffe gegen unsere neuen Linien zwischen Flers und Curlu. Wir wiesen sie ad und nahmen Flers und Longneval, wo der Feind vorübergehend eindrang, im Gegenangriff wieder. Süd- sich der Somme scheiterten Teilvorstöße des Gegners.
«wischen Somme und Oise haben wir unsere Linien vom Feinde ab gesetzt, die Trümmerfelder Chaulnes und Roye chm somit kampflos überlassen. Durch unsere erfolgreiche Abwehr war der Gegner seit dem 20. August zum Emstellen seiner Ltnariffe in dieser Front gezwungen worden. Dadurch wurde die reibungslose Durchführung unserer Bewegungen ermöglicht, die sich in den letzten Nächten vom Feinde völlig ungestört vollzogen.
Zwischen Oise und Aisne blieb die Gefechtstätigkeit aus kleinere Jnfanteriekämpfe beschränkt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der Beste brachten mrcklenbm-gische Grenadiere dank hartnäckigem Eingreifen ihres Führers, Oberleutnants Boelcke vom Grenadier-Regiment Nr. 39, einen Angriff der Anrerikaner gegen Bazoches zum Scheiterm Baduche Truppen erstürmten Fiswette im VeÄe-^a.. Bei beiden lluter- nchmungen erlitt der Amerikaner schwere Verluste und lies; mehr als 250 Gefangene in unserer Hand.
In den Argonnen wurden bei erfolgreichem Vorstoß
Italiener gefangen. , ...
Der Erste Generalguarüermnster Ludendorf^
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Der AbendSericht.
Berlin, 28. Ang„ akrnds, (WTB. Amtlich..)
SM stlich mn Arras sirli rrirrntt Durchbruchsv-rfuch« des Keindes gcU)«itert. Nördlich von Baraumr und nördlich der Soirnne brachen englische Angriffe unter schweren Berlust.n zusammen. Zwischen Somme und One Vorsrw- klimnsr vor unseren »reuen Stellungen. Franzoslftür Angriffe nördlich der Aisne wurde», blutig abgcwiescu.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 28. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlaurbart:
Italienischer Kriegsschauplatz.
An den Ge-irgsfr-cmwn rege Erkundun.gstätigkeit.
Albanien.
In Albanier! wurde unter Nachhutkämpfen neuerlich Bodengewinn erzielt. a
Der Chef des Gencralstabs.
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men bis Longueval und Felville-Walo, aber der deutsche Gegenstoß warf sie wieder zurück. Weiter südlich griffen sic wiederholt voU Sezanne heraus an. Allein die flankierenden deutschen Batterrent zerschlugen jeden englischen Angriff. Das stürmende.Wetter behinderte die englische Flugtäligkeit erheblich. Die deutschen Jagd- Gaffeln fanden rn der Luft kaum Gegner. Sie gingen deshalb auf 100 Meter herurrter und nahmen die englischen Gräben unter das Feuer ihrer Maschinengewehre. Infanterieflieger versahen die vordere deutsche Linie mit Munckron. Auch Krastwagen^ei chutze, griffen erfolgreich in den Kampf ein. Einzelne fuhren des dicht hinter die Schützenlinien vor und beschossen die feindlichen Festes ballone und unterstützten mit ihrem Feuer wirksam die eigenen Vorstöße.
Das Best'den Hindenburgs.
Berlin, 28. Aug. (WTB. Amtlich.) Aus ein Telegramm, das die Vaterlandsparttn in Reichenberg i. Vogtland an den Gene- rcrlfeldmarschall v. Hrndenburg richtete mit der Bitte um ein Lebens zeichen, um Gerüchten über den Gesundheitszustand des Feldmars ck-alls entgegenrreten zu können, antwortete Hindcnbnrg: „Bür Gott sei Tmrk kerngesund und setze der Zukunft getrost entgegen,"
Finnische Abordnung im Großen Hauptquartier.
Berlin, 29. Aug. Nach einem Privattelegranrm des B. T. aus Stockholm bringt SvenfLa Tagbladet eii\e Meldung aus Hel- singfocs, daß die finnische Abordnung .für die Königswahl vom Rcichskairzler im Großen Hauptquartier empfangen wurde.
Herzog Adolf Friedrich.
Berlin, 23. Aug. (WTB.) Herzog Adolf Fricäwich zu Meck
Oie neue Front im IVes/en tf)An der o^cttc.
flwmßJisJts früBrt'Hnfinmmi) tn.-3.6023
lenburg teilt dem Wolffburerm mit, daß sein Name zu Unrechtz mit der Kandidatur für den ftnnifchen Thron in Verbindung gebracht werde. Obwohl man ursprünglich von finnischer Seite an ihn heran getreten sei, stehe der Herzog allen diesen Kombinationen durchaus fern und einer auf ihn etwa entfallenden Wahl würde der Herzog nicht entsprechen.
Um Ruhlano.
Welch ein Gezeter durchlief die gesamte Verbandspresse, >.ie cnglistlun Blätter an der Spitze, als Deutschland, zur 'Wiederherstellung der Ordnung und zur Befestigung eines neuen Staatengebildes aufgefvrdert, Truppen in die Ukraine und nach Finnland schickte. Unberechtigte Einmischung in innerstaatliche Verhältnisse wurden unsere Hilfsaktionen da mals genannt und zu einem der größten Verbrechen der Weltgesihichte gestempelt. Die „Beschützer der kleinen N
trt, das neuerdings einem Zweisrontenkampf gegenübergestellt werden soll. Der Weg bis dahin ist weit. Und wie jetzt die Ergänzmigsverträge zum Brester Frieden unterzeichnet worden sind, obwohl der Verband aus Helfse- richs Rückkehr voreilig entgegengesetzte Schlüsse gezogen hatte, so werden wir hoffentlich auch im Westen trotz anscheinend unentschiedenem Schwanken und jedercfalls noch weiter zu erwartende Frontberichtigungen zu unserem Ziele gelangt sein, bevor England und seinen Genossen die Aufrichtung einer prvblcmatisthen Ostfwnt geglückt sein wird.
von der Gestsront.
Berlin, 28. Aug. (WTB.) Schritt für Schritt mühen sich die Engländer ab. die Sommewüste Mrückzuerobern, wvrauS sie im März dieses Jahres von übermächtigen deutschen Anstürmen so eilig heransgcworfen wurden. Anders als die Engländer versteht die deutsche Verteidigung die taktischen Vorteile der Trichtern Wildnis auszunntzen. Jedes gewonnene Torf, das in Mrklichkett ja seit langem aus nichts besteht als einer Tafel mü der Jnichnft: „Ties war Poziöres"^ oder „Dies war Martmpuich" muß vom Feinde mit empfindlichen Opfern bezahlt werden. Jeder Weitermarsch führt dabei die Truppe immer nur weiter m dre Miste ohne Unter-ümft, ohne Wasser und ohne jedes Hilfsmittel. Am 26 August setzten die Engländer ihre Angriffe auf der ganzen Front nördlich der Somme fort. Von 3 Uhr fri'ch ab hetzte ein. Ansturm den anderen. Artlllerievorbereitung und Jntantariealr- griff gingen ineinander über. Um Mittag bog die deutsckie Bev- widrgung einem starken englischer Migriff ans. Die Engländer La-
Lenin «nd die Bauern.
M os ka u, 25. Aug. (WTB.) Meldung der Petersburger Tel-^- graphen-Agentur. Lenin Hut an alle Gouvernements-Sowjets und an alle ErnährungskomMissionen das folgende T^egramm gesandt: „Aus verschiedenen Nackpüchten geht hervor daß die Ausschüsse iarmer Bauern die Interessen der Bauern des mittleren Wohlstandes verletzen. Tic Losung der Ausschüsse armer Bauern wurde in dem Sinne gedmtet, als ob ldre, armen Bauern" in einem Gegensatz >zu der übrigen Bevöllcrung gestellt locrden sollen. Die Macht der Smvjets führte niemals einen »Kmnpf gegen die Bauern des mittleren Wohlstarrdes. Sie war und ist stets bestrebt, die Bedürfnisse der Bauern des Mittelstandes giu befriedigen. Ten selben) Sinn haben die Gesetze über die Sozialisierung von Grund und Boden,' die Verordnungen über die Einführung von Höchstpreisen! für Brot und die Organisation ,von Einbringungstrupvs über den Warenaustausch usw., in denen »die Sowietmacht die Interessen hauptsächlich der Bauern des mittleren Wohlstandes berücksichtigt, welche erst jetzt nach einer Jahrhunderte langen Kneckftschaft^ die Er.twickttmgsfteiheit bekamen. Es wird allen Gouvernements-Ssw^ jets und ErnährungskomUlissisnen strengstens vorgeschrieben, die Bereinigung der armen Bccuern mit den Bauern des mittleres standes zu erstreben."
Die Lage der Tschccho-Slowaken.
Moskau, 26. Aug. (WTB.) Meldung der Petersburger Delcgren-Agcnttcr. Zugleich mit der: Nachrichten von den großen Sicr?ru unserer Armee an der tschechoslowakischen Front geht eine Mitteilung von \>:z fortgesetzten Ergänzung unserer Armee durch Fveücnlligc unserer Fügend ein. Die Feindschaft zwischm den Kvialen und den Tschiccho-Slowaken vertieft sich unaufhörlich und führt fortgesetzt zu.Zusammenstößen. Die Kirgisen der uralischen Stei>pe erioarten mit llngeduld die Ankunft der Sowiettrnvpen, um die kirgisische .Föderativ-Republik nuszurufen. Der Chef der Ostfront Zweckt auf die heldenmütige Tätig» keck der Eisenbahner an der tsck-echo-siowakffcheU Front hin.
rlrchaugclSk.
London, 23. Aug. Reuter meldet aus Archangelsk vom 18. August: ^lfnftlich wird mckgetzeilt, daß die Streitkräfte der Mllierten die Flußflottille der Bolschcwiki zersprengten. In meh- Heven Dörfern an der 'Südküste des Weißen Meeres herrscht Hungersnot.
Japanischer Bericht.
Tokio, 21. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Neuter-Meldung Japanischer Bericht. Tie Transbaikattosaken, die sich dem Feinde anschlossen, zogen jetzt ckr die .Heimat ab. Infolgedessen zählt der Feind, der rn der Gegend von Taulia steht, nunmehr ungefähr 6000 Mtanin. Ein Teil der seindlichcn Truppen rückte in der Geigend nördlich von Grvdekowo vor, wurde aber von rnlssischen Truppen zurückgeschlagen. Auf unserer rechten.Nssuriflanke setzte der Feind seine Angriffe, die bis zur Nacht des 18. August dauerten, fort, die aber abgewiesen wurden. Seitdem besteht kein Anzeichen für eine Erneuerung der Aergrisfe.
Wladiwvstok.
Wladiwostok, 25. Aug. (WTB.) General PleSkow führte im Namen Horvaths einen Staatsstteich aus und erließ eine Proklamation, daß die russischen Streitkräste im fernerr Osten imteck seinem Oberbefehl ständen. Auf die (Vegenerllänmg der sibirischen Regierung, die sich gegen Horvath wendet, ging ein russischer Truppenteil von Freiwilligen vollzälüig zu Horvath über. Ties geschah ohne Blutvergießen. Die Konsularbeamten und die Militärs dev Verbündeten sind zusammengetreten, um über die Lage zu beraten.
Wladiwostok, 24. Äug. (Reuter.) Die Konsularbelwrden haben dem militärischen Beirat ern,vsohlen, die Truppen der Generale Pleschkow und Horvat Ul entttxrftnen. Dieser Rat wird wahr, sck^einlich befolgt werden. Ter allgemeine Vormarsch der alliierten Truppen nach der Usftrriftvnt hat heute begonnen.
Wirtschaftliche Einmischung Amerikas in Rußland..
Rotterdam, 20. Mg. Nach dem N. R. C. melden die aiue^. rikanisrben Blätter vom 18. Mgust, daß Präsident Wilson einen
pfot zur ©ttfcnfcamo enter wirtschaftlichen .Komwiffion nach Ruß- lar«. um den Moderaufbau der temirfttetot russischen Induftoie zu föwern, bewilligt hat. Arm Leiber der Kommission wurde dev Eisenbaynsali-Verständige Daniel Willard ernannt. Der.Präsident der Neuyorker National- CiW-BanF, Vanderlip, wird die finanziellen Awetten der Kommission leiten. Tie-erste Aufgabe der Kommission nnrd sein, die wihre.'ld des.Krieges und schon vorher in: Jahrs 1911 durch Kürrdigung des .'cmndelsvertrages zioi scheu beiden Ländern abgebrochenen Handelsbezieh!mgen wederherzustellen. Die Aufsabe Bmir^rlips wird es sein, eine Bankorganisation, eine Art von Claring House zu errichten, die durch große Kredite Industrie und Handel von Rußland neu beleben soll.
Japan und Sibirien
Tokio, 22. Aug. (WTB.) Meldung des Reutcrschen Bureaus. Tie wirtschastlichc.Hil^sLommission, die unter der Leitung des Barons Megata nach Sibirien geschickt wird, besteht aus! 16 Vertretern von Armee und Marine, Handel und Industrie. Ter Minister des Aeußern hielt eine Ansprache an die Kommission, m der er sagte, Japan sei entschlossen, Sibirien zu retten und aus diese Weise auch Rußland die Hand zur Rettung zu reichen. Es würden Vorräte geschickt und Friede und -Ordnung w jeder lierge- stellt werden. Japan würde aber sorgfältig vermeiden, sich in big inneren Angelegenheiten Sibiriens einzumischen. Tie Triebsedey für die militärische Aktion Japans bilde das Prinzip der universellen Brüderlichkeit. Ter Minister sprach die Hoffnung aus, daß die Nachbarn Japans bald dieselben Segnungen genießen würden wie das japanische Volk jetzt.
Rotterdam, 28. Aug. Laut ..Nieuwe Nvtterdamsche Courant' erfahren die „Times" aus Tokio vom 20. Afugust, daß die Lage sehr ernst und gespannt sei.
Die BerbandSvcrtreter in Rußland.
Moskau, 26. Aug. (WTB.) Meldung der Petersburger TÄegrvgchenagentur. Tie Ewteutevresse bleibt bei der Beliauptuug daß der diplomatische Vertreter Englands in Moskau Bruce Lockhardt gefangen ge;etzt sei. Das ist eine Lüge. Lockhardt befindet s«h in Freiheit und Märtet die Jusicherung des freien Geleits der deutschen Regieru-ng und den Abschluß des Wkommens zwischen Rußland und den Regierungen der Entente über beiderseitige Rücktchr der diplmmttchl »en imd konsularische^ Vertreter. Ter amwwuifche Konsul Poole befindet sich in gleicher Lage. Er ist m Moskau in vollstärldiger Sicherheit und in Erwartung dcr- l-elben Abrene Möglichkeiten. Wenn die Zusicherung des freien Ge- lJts durch Deutschland erfolgt, und wenn das Abkommen betreffs REehr der Vertreter getroffen fein wird, wird die Abreise aus Rußland unverzüglich erfolgen. Einstweilen warten die genannten Vertreter m Moskau die Ergebnisse d-'r diplomatischen Schritte in or^er Lache ab. ( Bemerkung des Wolff-Burerrns : Tie Zusicherung Geleites von seiten Deutschlands ist bereits gegeben. Es sandelt sich lediglich um Durchführungsmaßnahmen.)
Aus der Ukraine.
Kiew 28 .Aug. lWTB.) Der Geschäftsträger Finnlands Dr. Gumerus wurde vom Hetman der Ukraine empfangen.
Norvotscherkassk wurde laut einer Meldung der Ukraini- W* Klvgrchchen-Agentur die Handels- und Jndustrie-Gesell- Ä^/Ekur gegründet mit einem Grundkapital von zehn Mill Rubel. Die Gesellschaft macht sich die Anknüpfung von Beziehungen mit den Zentralmächten zur Ausgabe.
Kiew. 28 Aug. lWTB.» Ter Hetman erklärte dem Vor- fttzerwen der ukraunschen Friedensdelegation im Zusammenhang nrtt den Berliner Aeußertungen des Ministerpräsidenten Lysogub, r-atz er^nach wre vor auf dem Bvoen eines unabhängigen ukrainischen Ltaates stehe und stehen iverde.
«vj. ^8 .^fug 1 . (WTB. < Am 1. September erfolgt der
Wftderzusammentritt des tartarifä*en Parlaments in Kuraltei, ^ Ernennung des Generals Sulkewitsch zum Minister- Präsidenten nicht mehr tagte.
Amerikas Militarisierung.
Haag, 28. Aug. (WTB.) Reuter meldet aus Washington: Das Maunschastsgesetz ist vom Senat angenommen worden.
Rücktritt des amerikanischen Botschafters in London.
- Washington. 27. Aug. (WTB.) Reuter-Meldung. Milieu hat ba£ Entlassungsgesuch des amerikanischen Botschafters in London, Page, angenommen, den dieser aus Gesundheitsrücksichlen emgereicht hat.
Der englisch-amerikanische Grheimvertrag.
Berlin, 28. Aug. Der „Berl. Lokalanzeiger" sieht sich vemn.laNt, aus seine kürzlich? Meldung von dem Abschluß eines Geheimvertrages zwischen Großbritannien und den Vereinig len Staaten zurückzukommen, der sich im wesentlichen in seiner Tendenz gegen die lapanische Festsetzung in China richtet. Taran ändert auch so schreibt das Blatt, die Tatsache nichts, daß man jetzt in! der Not die ^aps als Büttel zu Hilfe ruft, um die Tschecho-Slowa- ken gegen die Bolschewiki zu unterstützen. Haben die Gelben diese ihre Schuldigkeit getan, dann werden die vereinigten Amerikaner und Engländer nicht zögern wollen, über den früheren Verbündeten herzufallen, um ihm den Lohn für seine Unterstützung wieder zu entreißen.
Lodge und Wilson.
Bern, 28. Aug. (WTB.) Der Pariser „Figaro" hält die Kriegszielerklärung des Senators Lodge für eine glückliche Ergänzung zu Wilsons bisher nickst ganz klar umschriebenen Frie- tendDgramm. Diese wesentlichen Bedingungen des amerikanischen Friedens seien fest umrissen, ihnen fehle alles sozialistische Gerede..
Mexiko.
Neu York, 28. Ang. Aus Nagles wird gemeldet. Ein ame- ttrani>chcr Posten versuchte Mexikaner daran zu hindern, gegen die Vorschriften die Grenze zu überschreiten. Tie Mexikaner erösfneten darauf von lenseits der- Grenze das Feiler auf die Amerikaner imd verwundeten den Posten. Im weiteren Feuerwechsel wurden eine Anzahl Amerikaner getötet oder verivuirdet. Tie Verluste der Mcri- kari^ werden auf 500 Tote und doppelt sovicle Verwundete geschätzt.
letzt die Lolf-RÄ>e. Kein Staatsmann der Entente wird sich durchs erneu solchen Kunstgriff täuschen lassen.
„Pahs" meint, Cecil habe tovblgetan, den de:ftfa>en Kunst- grm bl oyzustellen. Es wäre aber lounschmswert. daß die Entente eine klare Umschreibung chrer Stellung zur Kolonial frage per öffentliche.
:
Oesterreichische BerfassungSrevision.
Wien, 26. Aug. (Metd. d. W. K. K. T. K. B.) Die tatsächlicher Grundlagen eutl>ehreuden Nach ichten über die Mitteilung von Regreriiugsenttrrürfe-n betreffend eine Verfassungsrrvision an ein- zelne beim Ministerpräsidenten erschienene Führer Po litisch?r Par- ttren, führte ^ zu allerhand Meldungen über derr Inhalt dieser Entwürfe. Tiefen Meldungen gegenüber sei ieftgesvellt, daß die Regierung m der ^ Vorbereitung einer Verfassmigsrevision unter "-^^dsung aller Eruheitsintereffett des Staates zwar eine ihrer Iv X : Aufgaben erblicke und eine Jaiforinalion der Oeffent-
lichreit über ihre diesbezüglichen Absichten nicht zu verzögern gedenke, daß aber g^ewvärtig der Stand der Vorarbeiten ein Hervortreten mit den ms Auge gefaßten Plänen noch nicht zulasse.
Finnland und Rußland.
m J5^. r Ü n L 28 finnischer Seite wird gemeldet:
Nachv^n bei den,ttnnffch-rusfisch?n Friedensverhandlungen in den Hauptfragen b-isper fein Einverständnis zwischen beiden Parteien
^u erreichen war, haben die ftnncfchen Bevollmächtigten oergeschla- ölungen ailf einige Wochen zu vettagen. Bei
gen, die Verhandlungwu;cu mruugen. xx
der Verhandlungen würden die finnischen B?voll: maastigten der: russischen durch Vermfttlung der deutschen Regierung weilte 3Änsckstäge unterbreiten. In einem Schreiben vom folgenden Tage haben die Vertreter Rußlands der finnischen Dele- gchwn erneu mit dem obenerwächiten üt den Hauptpunkte überein stimmenden Vorschlag auf Vertagung der Verhandlungen zuaestellt darauf wurden die Verhandlungen vorläufig venagt. Die beider- .lettigeii Bevollmäckstigten reisen in den nächsten Tagen von Berlin erabsetzimg der Reispreise. Die Bern- arbetter griffen den Pollz.'iposteu ml. f§s kam zu einem Kamps, der die ganze Nacht dauerte, und bei dem 50 Personen getötet oder Mmndet wwchen Tie Unruhen auf der Insel Siushiu sind fetzt beigelegt. Er herrfcht dort wieder Ruhe,
China«
--.Rotterdam 29. Aua Nach dem N. R. C." meldet die „^imes aus Peking vom 23. August: Die monarchistische Be- w-gung ift rm. Abnehmen bearissen und die Feindschaft zwischen dem PreRil.ermrm!ter Tuan Tfchc 7)ut imd Feng, der wieder Ho nung hctt, zum Präsidenten gewählt zu werden, nimmt zu Man glaubt, daß die gesetzgeb.?nde Versammlung schließlich den Mut verlieren imd )ia> unter fremden Schutz stellen wird. Die Macht nimmt zu. Tschao Kun bewegt sich in südlicher stttchtung. Es hat den Anschein, als ob er die Feindseligkeit«:/ wieder zu beginnen gedenkt. Wahrscheinlich tut er das aber um ?^FuwmmLichruch des noMschen Militarismus, der. durch Ken Abfall des Generals Wu Pft Fic einen schweren Schlag er- rttten hat, vorzubeugen. ^
Rotterdam, 29. Aug. Nach dem N. Rott. C. meldet die „Times mls Peking vom 23. August, daß die chinesische 9ie- grerunxi, fich der Vervck'.ckstmng, au der japanischen Jnrerventiow in Sibirien teilzimch-nen, zu euttiehen trachte. In der zwischen Japan und Elana^ ^ychloslcnen Militärübercinkünst wurde für t^n Fall ernfler Zwian^ mr der Grs?rze ein gemeinsames Borgehm vorgMareben. Tie ck-inefifche Regierung hat in ihrer Note vom V: 2uli rugege e i daß bic Lage an t sei die zu den allgemein Plänen der Mürrteu in Rußland in Widerspruch stehe.
Der 5eefr!?g.
Rotterdam, 28 Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Maasbode ' meldet, daß der norwegische Dampfer „Mas- siord" (156 Tonnen groß) gesunken ist.
Mo nt real, 27 Aug. (WTB.) Reuter-Ateldung. Der Tankdampfer ,Lake Manitoba" ist mit einer Ladung Rohöl verbrannt. Der erlittene lZchgden wird auf 300000 Pfund Sterling geschätzt.
Sin« neue englisch« Roheit.
28 r-- ®“8- lWTB. Nichtamtl.) Am 9. August.
IL UHr. sind sunr kleine belgische Fischerboote aus Deyst. die dicht unter der Mfte ihre Netze ausgelegt hatten, von zwei engliichen Flugzeugen aus 100 Meter Höhe mit ^omven und sNafchincngewk'hren angegriffen worden. Die Mischer gaben vor der Ortsbehörde ibrer Entrüstung über dies Verfahren wehrlosen Zivilversonen gegenüber, Ausdruck. Die Filcherbevolkerung, die durchs Beschießung und Bombenabwurf beeetts oft Verluste in ihren Familien erlitten hat, wird durch die,e rohen Angriffe gehindert, ihrem Erwerb nach- zugehen und ihre Landsleute mit Nahrungsmitteln zu versehen.
Spanien
X s ?"li,28. mm.} Dem „Malm" zufolge erklärte Tato, daß der nächste Munsterrat^rrach dem 1. S.:ptember stattfinden ,,-vZvurucck zittert „imperial", in welchem Romanones erklärte, es handle sich nicht um ein Eingreifen Spaniens in den uoch rnn beit Abbruch der difftomütischen Beziehnnoen zu ^eutfüstaud, sondern lediglich darum, von Deutschland Garanten zu erlpilten, datz die spanische Flagge und die von der Regierung reqmrrerten Schiffe geachtet würden, also lediglich um Anerken- Eg.der spamfchen Reckste auf die Freiheit des Sc^verkehrs durch Deutschland, „^ourncck des Debats" betont mrsdrücklich, Frankreich kem Emgrerien Spaniens in den Krieg, sondern lediglich . A^.tt^^brhalttin.g der Ordnung in Spanien. „Homme Libre" fragt sich, ivas Spanien bei Abbruch der diplomatisckpm Beziehun- gen zu Deutschland zu verlieren hätte. Mair könnte nicht einseben inwiefern Spanien darunter zu leiden hätte '
Berlin, 28 Aug WTB.) Nach einer M ldung der Times" •^ nla ^ >e --l 0 l- bie deutsche Regierung die Bedingungen der ,pam,cven Nottnkatron angenommen und zugestimmt halben, Paß die in den ,pcuu.ck'^i Hasen liegenden Schiffe als .Wmpensati^r für Dnlufte der tonischen Handelsflotte absetre'en würden. Diest unrichtig. Wie bereits am 23. August mitgeteilt, hat r Negierung gegen das an-fekü-chigte Vorgehen der
^ Und zwischen beiden
Rcg.e^imgen Derhandlirngeu erngelcitet, um eine den beiderseitigen Interessen Rechnung tragende Lösung herbeizuführen.
Norwegen.
ristiania, 28
Aus öe;n Reiche.
Sitzung des BundeSratsrwsschnfses.
dsrlin, 28. Aug. Unter dem Vorsitz des bayerischen Mim- fterprcisidenten Dr. v. Dandl wird der Bundesratsausschuß für auswärtige Angelegenhüten am Montag nachmittag zu einer Sitzung zusammentteten.
Die deutsche Valuta.
^ b r l i n, 27. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die Nord- deutsche Allgemeine Zeitung schreibt: Vor kurzem haben hol- landifche Banken ihren stunden die auf fremde Währung lautenden Konten für den Fall gekündigt, daß die Konto- ilchaber fich nicht durch Unterzeichnung eines Reverses ver- flichteteu, das mit einer etwaigen Münzreform in den in Fragi- kommenden Lcmdern verbundene Risiko zu tragen. In verichiedenen holländischen Zeitungen wird dieser Schritt dar- auf zuruckgeführt, daß Deutschland beabsichtige, den Münz- wert der Mark herabzusetzen. Es bedarf kaum einer Fest- ftbUung, daß eine dahin gehende Absicht in Deutschland nicht vefftyt und niemals beftanden hat, auch in maßgebenden c n^nals erwogen worden ist. Diese Ausstreuungen o b^-^^ot^lruen gegen die deutsche Währung im Auslande erwecken Derarttges Mißtrauen besteht zurzeit nicht. Aller- -Ir* ^^utsche Valuta, gegenwärtig stark gesunken, aber nicht ettva, weil sie ihren Kredit eingebüßt hätte, sondern lediglich, well die durch den Krieg bedingte Gestaltung unserer Zahlungsbilanz den Devisenkurs aufs nachteiligste becinslusfen mußte. Entscheidend in dieser Hinsicht sind der Ruck.zang der Ausfuhr bei fortdauernden starken Einfuhren, au* ^ n ^ e F e ^ großen, gewinnbringenden Trans- portoertehrs und die Uneinziehbarkeit der deutschen Aus-- landswrderungen und Auslandswerte. Mithin Gründe, die ^ Krieges fortfallen werdeir und deren r T ^ ei> 5 r ^ erl ^ c ^ lin9 unserer Valuta zur Folge ha- etn ' ^ diese Lage für uns weit NN- fein mußte, wenn es gelänge, im Auslande die Deutschland werde das gegenwärtige 7a\Jt V gewissermaßen verewigen, indem 'f beu ^unzwert der Mark stark herabsetzt und dadurch alle
ver/Äe^ ~ nf \ ^Werste schädigt. Nichts wäre
-beehrter als solche Matznahnre, die unsere Währung dis-
und die Stellung der Mark im Welthandel auffs gefährden wurde. Demgegenüber darf angesichts der der im Weltkriege glänzend bewährten Lei- ^Sssahigkeit dev deutschen Wirtschaftskürpers zuversichtlich 5?Ä werden daß unfere Valuta nach Friedensschluß und
nir&f 0 *! rf- Tner deren Dauer sich freilich noch
nicht beftimmen laßt, den alten Pariftand wieder erreicht.
.Ein Helfermnenkorps in der Etappe.
aLa- 7 ! ' 27 ‘ ^ u ?‘ Zuhl der Frauen, die in den be- L^r^rr Ä n öer deutschen Verwaltung beschäftigt
werden, beziffert sich zurzeit aus 12 bis 15 000 und der Be
Z r J ß et9t Uw die Hilfskräfte zu gewinnen, ist
?, in x r r 3 ani ] a J t0Tt für den Helferinnendienst in der'Etappe K? } n besetzten Gebieten geschaffen worden. Die Tätig s r erstreckt sich auf alle möglichen Gebiete
^-der Pwrtnerin und Putzfrau bis zur Bibliothekarin, h ü ftf n uni) r,?®lS2 l, ^n n - Ihre Entlohnung zerfällt in hl Ärj-fr 70 Mark Anfangsgehalt bis zu 160 Mark UrfTl • * b x ^ Cr ^rvftegung und Unterbringung. Die foll in Hermen erfolgen, in denen eine strenge
Z } rf! SiÄ^ Q Ä T ^ Un9 Wll. Für die Bekleidung
wird dw Rerchsbeklerdungsstelle Erleichterungen schaffen. Die He.ferinnen werden- in geschlossenen Transporten in das Etappengebiet geführt nrrd haben dort in sozial geschulten grauen die dem Beauftragten des Krieqsamts als Refern- wsnen beigegeben find, Stütze und Rückhalt. Die sittlichen ^Ärmste folten durch die ganze Organisation soweit wie möglich ausgefchaltet werden, wie man überhaupt von vorn- -em den größten Wert daraus legen wird, die Eignung der uch nceldenden grauen und Mädchen nach jeder Richtung hin zu prüfen. Mit dem Helferinnenkorps in der EtappEwird erne wefentlnye Verstärkung unserer Kampfarmee durch Freimachung der männlichen Kräfte erreicht werden.
Berlin, 28 Ang. (WTB.) Laut „Reichsanzeiger" m ^ueralleutnant v Gontard das Eichenlaub zum Men Pour le merite, ferner dem Major v. Stüspna^l und den Kapitanleutnants Wilhelm Werner und Hundius der -^r- den Pour le mvrite verkichen.
Ans Stadt nnd Land.
G i e ß e n, den 29. August 1918.
** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog zum Vortrag: den Staalsminifter Dr. v Ewald den Minister des Innern Dr. v. Hombergk zu Bach, den Genera^ .cchliltauten General der .Kavallerie v. Hahn, den Vorstand be* Kabinetts Wirkt. Geh. R"t v. Römheld. den Intendanten Dr' Kratzer: außerdem den Oberst v. Teichnrann u. Logischen, den ' — ^ " f -^uftizrat Grünewald-Gießen imd den MedistnalraL Dr Giiu-'-
‘V. W/ Tie norwegischen Blätteri Heppenheim a. d. B. — (Der Größt a-zog har den Leibkutsch-r
amtliche Verlautbarung: Der norwegische Karl Schneider und den Hvslutster Andreas ^Eftler mit Wirku.w K-.tz der Ber» «m L $*, RuW-nd »ersetzt? ^
enkung des Dampfers „Sommerstad" an das deutsche Äuswärtiae ^ a )S bl -J. cm w bl i -Zusicherung erhalten, daß die deutsche Regierung selbstverständlich keineswegs die Msicht habe Norwegens Lebensmittelzufuhr außerhalb der Sperrzone zu Mn:l)iu- afre notige Genugtuung geleistet werden würde, falls das Fahrzeug, was fedoch für undenkbar erachtet werde torpediert inn^sollle. Ter norwegische Gesandte hat, da später derl ^.ampfer „v 2 an Jofe" als versenkt gemeldet nmrde, sich auch deswegen an das deutfche Auswärtige Amt gewandt. Auch i?r dieser oad>e mcrben sooa:d als möglich Uittersuchimgen angestellt lver- dM. Anmerkung des Wolffschm Bur-Lus: Die Mill-ttuuaenA^ norwegischen Gesandten beruhen ans Befprechungen mit dem Auswärtigen Amt.)
Zur Rede Dr. SoLss,
„ d,ern, 28. Aug^WDV.) Ruch dem Eintreffen der deut- fchen Zeitungen mit dem genauen Wortlaut der Rede des Staats- 8NL Ablf kommt ber „Tempo" nochmals auf sie zurück Sorb Robett. Cecil habe mrr aus Grund drer verkürzten Agentur- meldimgen emeu Fortschritt m den Svlffck^n Aussüh.'uugen erblicken können. Der Worttaut muffe ihr vom Gegenteil überzcugpn M l^on.ders der .Absatz über Bckgien. Das Argument S^fs' daß Kvlviiisiereu Missionieren bedeute, ivürdc bald durch das äuge kündigte Weißbuch beantwort-t. JuzMisckfen müsse man n«A ^lt« feid^tcbe tnm G. MärztzoiZ wtz-ich "in
bet Svlf «Harte,, mit d« THE daß all- -Mensch:» gleich sei« könne man rn dm Kolonlen nicht duEommen. Soli f-Rc lade Autari tät, wenn er iaht die Kolonien ;ur-ück!>erlanac nal..
vrele MUrränl».. Duldet hche Das Fr-i^nUind^L licgc ntd.i in ■-Ifnlh, sondern bei den dcutschenÄ«icrimaLmäim«tk , x : Jedesmal, wenn Deutschland militärische RuckfchlLge erleidet, läßt ^cs gemüßigte Töne hören, nste
. ^ Lebensniittelkarten-Ansgäbe. Die Au-
gäbe der Brot-, Fleisch-, Kartoffel-, Lebensmittel-, Nähgarn- und Wurstinarken findet Freitag den 30. d. M. für dst Bezugsberechtigten, deren Zunamen beginnen mit den Buch staben A—K, Samstag den 31. d. M. für die Bezugsberech- ttgten, deren Zunamen mit den Buchstaben L—Z beginnen, statt. Siehe Anzeige.
** DieAusgabeder Nähgarn karte nfürGe^ werbetreibende und Anstalten für die Nähgarn-Vertei- fiing im 2. Halbjahr 1918 erfolgt heure und morgen auf dem Ltädtstchen Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 10. Näheres ist aus dem Anzeigenteil zu ersehen.
**StädtischerOb st verkauf. Es werden bis auf werteres die Obstmarken A 31—70 belie'ert. Die Obstmarken A 31—40 verlieren am 1. September ihre Gültigkeit
** Krüegsgefangenen-Arbeiter. Die bisher von der Kommandantur des Kriegsgefangenenlagers gestellten sogenannten fliegenden Kommandos von Kriegsgefange-
nen-Arbeitern werden vom 2. September dieses Jahres ab
von der.Stadt geE. we^he hierjür eine Sammelunter- kunft mit i- chäftsftelle in bet Tunchnlic. Steinstraßc 3, cuigericfnct Ijat «afrees siehe Bekanntmachung.
®‘’ß«n a uto wurden von brr Wieseckboichimg, Ecke Blnchstratze, 3 weihe derrmhemdm. gcz. L.P., e,„ pnettzcs Sporthemd mit schwär;«, Punklen. G weche Frauenhemaen. grz. E. K.. eine imnhc Ans,-. Z Mue Sandtüch«
". / r- .um un-itji. o tjirniK ,\>anoruct>er
mu Kanten sa E. K. ei» weißes Sandtnch. ge*.
^ K- Monogramm, und verschiedene Iveiße Herrenkragen und
^aschentuckicr gestohlen. Sachdienliche Milteüungen nimmt die biefiae Krunmalpolizei eirtgegen.
** Wetturnen deS Naue- Hessen findet am Sonntag den 1 September 1918 auf der Rennbckhn bei der Hardt statt. Näheres siehe Anzeige.
** Unsere,K riegsgefangenen in Rußland. Da über das Los unserer Kriegsge,angenen in Rußland gegenwärtig hesond.we Besorgnisse bestehen, teilt der Bezirksausschuß O-ießen für vermssp? und klncgege alig.me Deutsch-, Ro es Kreuz, Alte ttlütir, sol? 'Nd >' mit: Seit Abschluß des Friede.s ist schon eine große La hl gefangener Deutscher zuruckgekehrt. Viele haben unter großen <3chn^erigkeiten als Einzelne die werte Reise auf eigene Faust ge- macht, andere, vor allem Invalide nnd Kranke, sind in geschlossc- lnen Transporter: üt°cr di? Grenze gekommen. Wenn dieser Zu- stron: irr letzter Zeit uafchgelassen hat, so liegt der Hauptgrund dafür in dem .Vormarsch der Tscheci»-Slowaken, durch den der schon vielfach vorbereitete Abtransport aus Sibirien und östlichen Gvn- verv?' ents rmterbrixlren wurde. Die westlichen (Gouvernements im europ.njchen Rust!and dagegen sind dank der Tätigkeit unserer deutschen Kommissionen schon größtenteils vor: Gefangenen geräumt. Nunnrelir ver,'uck>en schtvedifche Kommissionen, die von deut che:: Rote-Kru'uz Schwestern begleitet rverdeu, nach Sibirien zln getan' ig?n, um die dort noch de Endlichen Delegierten in der Gefangenen- Mrsorge zu Nirttwstützen. Ob es diesen Kommissionen gelingen wird, mich den ^ll'Irans Port der Geangenen aus diesen Gegenden gegen- wärtig du rchzu setzen, ist bei der Verworrenheit der d-Trtigcn Ver- yalttnsse noch tticfa zu übersehen, Sobald es irgend inöglich er- schenit, soll versucht werden, mich deutsche Kommissionen nach Sibirien zu se'den. Tie hier geschilderten Verhältnisse erklären das lange Ausbleiben der deutschen Gefangenen. Grimd zur Beunruhigung liegt für die Ungehörigen nicht vor, Sie dürfen ver- srcl>crt >ftn, daß von deutsche Seite alles geschehen ist und weiterhin mich geschieht, um die ttkfangcnen in Rußland zu schützen und zu verborgen, und ihren RücktrMisport nach Aiöglichkeit zu beschleunigen.
** Kriegsbeschädigter ist keine Standes- üngabe In Anträgen auf Kapitalabfindung. in Kaufverträgen urnd sonstigen Urkunden, in Grundbucheintragungen,ufiu. werden die ' lriegpv-ersorgungsbereckstigten Nentcnenrp ünger trotz mchr- sacber Aulkläruug iinmer noch sehr oft lediglich als: „der Krieg? beschädigte N. N." .„der Kriegsinvalide N .N.", „der Kriegsrenten- rmp äuger N. N." und ähnlich bezeichnet. Dieses Verfahren steht im AViderspruch mit dem allgemein anerkannten Bestreben der Kriegs- beschÄngtrnfürsorge, die Krnegsbescliädi g ttn sobald als möglich Wiebec den gesunden Kräften: des Volkes gleichyustellen und einzugliedern. Zrrr Erreichung dieses Zieles wird es beitragen, wenn dem Namen lediglich die im bürgerlichen Leben übliche Berufsoder StcmdeKbezeichmmg beigefügt wird.
** Zucht kaninchen an Kriegsbeschädigte. Nachdem die Kric gs - F ell - dl k tien g esell s ckxl ft bereits einmal eine beträchtliche Summe für die- kostenlose (Abgabe von Zuchckauinchen an IKneasbesaiädigtc bereit gestellt hat, ist in letzter Zeit t me darum ein Betrag von 500 000 Markeur Förderung der Kaninchenzucht im Deutschen Reich? -von ihr Zur Verfügung gestellt worden., Auch diesmal soll die Durchführung der Maßnahmen durch Vermittlung bei Bedarf in Bataillonen vereinigt Diese werden von Offizieren geführt. Nähere Vorschriften erlassen die Kriegsministerien.
** Klagen über die schlechten Postkarten. Die Handelskammer Leivzig ersuchte den Deutschen Industrie- und Handelstag, dein: Reichspoftamt dahin vorstellig zu. werden, daß die Postkarten durch eine bessere Leimung gebrauchsfähiger gemacht werden. Beim jetzigen Zustand läuft beim Beschreiben dec Karten die Tinte aus, ein Kopierer: ist im möglich. Die Leimersatzmittel, die in jüngster Zeit von der einschlägigen Industrie hercrusgcbraclst: lovrden sind, können sicher für eine bessere Leimung der Postkarten Verwndung finden.
** Geflü gclpreise und G e f l ü g e l z u ch t. Man schreibt Nns: Die fikr den Derbrauckr?r höchst unerwünschten hohen E^eslü- gelpreil? i-Ov.- nigstens für di-? Geflügelzucht eine sehr erfreu« liehe Wirkung gehabt. Tie letzte Zählung des Geflügels ergibt eine Steigerung des Bestand") um mehr als 10 Milliorren Stück. ^Dieser Zugang ist in einen! Zeitraum von etwa einern Vierteljahv erreicht. Insgesamt stellt sich unser Bestand an Geflügel gegenwärtig etwa auf 65 Millionen tStück. Hierauf ist es teilweise tzurüctz.lführen, wenn Versorgung mit tEiern neuerdings besser tzewor^"?i ist. Würde es gelingen, unsere Produktion an Eiern «einigermaßen vollständig zu erfassen und der Mlgemeinheit zur Verfügung zu stellen, bann tväre die Zuteilung allerdings noch erheblich reichlicher. Leider gelangt aber noch immer cm sehr großer- Teil der Erzeugung in die Hände des Schleichhhandels.
** „Explosif, ne das tou ch er!" Im „Züricher Anzeiger ' vom 12. vor. Mon. findet sich folgende Notiz: Nach Mitteilung des Pressebureaus des schweizerischen Armoestabes seien in den letzten Tagen im Jura wiederholt kleine Gummiballons gefunden worden, an denen in OelpapiLr eingjehüllte klein'e Blech büchsen mit einem sehr gefährlichen Sprengltoff angcbängt ge wesen seien. Auf der Umhüllung sei zu lesen: „Explosif, ne Pas Wucher". Wenn wieder solche gefunden wrden, sind sie liegen zu lassen und sofort dem näkststen Militär- oder Polizeiposten anzu- »eiger Die Feinde rechnen jedenfalls damit, daß diese Ballons in gewisser Höhe platzen und dann mit ihrem Sprengstoffanhängscl aut oentschem Boden niedersallen, um bei uns an Häusern unü Feldern Brand- und sonstigen Schaden zu stiften.
** Begnadigung von entlassenen Kriegsteil- nehniern. E^i Strafe wegen einer Straftat, die vor der Ein berusung zu den Jahnen begangen war, wurde bisher ohne lver- teree. vollstreckt. w^nv der Kriegsteilnehmer endgültig entlassen wurde. Es geschah dies nur dann nicht, wenn die erkannte Strafe oder ihr noch zu vollstrcckeuder Rest nach Art nnd Höhe sich nmer- hatb der Höchstgrenzen der (^snadenerweise erhielt. Der Justizminister hat jetzt angeordnet, daß auch in diesen Fällen die Strasvoll- streüun^ iuebv r ein ge leitet noch wiederaufgenommen wird. VieL- mehr ist die Entscheidung des Ministers über Befürwortung eines
Gnadenerweises unmittelbar einzuholen. Soweit in solchen Fällen
die Strafvollstreckung gegenwärtig schon eingeleitet oder wieder aufgenomnien ist, ist der Bericht zu erstatten, ohne daß die Strafvollstreckung unterbrochcm wird. Dietz gilt auch, wenn Fälle jetzt bekannt werden oder feststellbar sind, oder später im Verlauso der Strafvollstreckung zur Kemltnis tommen.
Lanvkreis "Gießen.
zm. Trais-Horloff, 27. Aua. Gefreiter Herm. G r o t h starb den Tod fürs Vaterland. — Äizewachtmeister L. I ö ckel wurde in Frankreich verwundet. — Unteroffizier H. Schneider wurde zum Sergeanten befördert. — Musketier Otto Schneider fiel in den Kämpfen in Frankreich.
Kreis Lauterbach.
rr. ^Schlitz 27. Ang. Das Dekanatsmissionsfest des Kreises Lauterbach fand unter großer Beteiligung am vergangenen Soimtag im nahen Willofs statt. In per dichitbesetzten 5^irche hielt Pfarrer Zur-Nie den die Festprebigt und wies an der Hand seines Terttvortes darauf hin, daß jyfyxt Glaube und Geduld das Werk der Heideumission unmöglich sei. In der Nachversammlung, die im Freien statt,'and un> die von Dekan Müller-Lau- terbach cröfwet wurde, spi'ach Missionar Müller von der Basler Missionsgesellschttft über die Arbeit und Pie Erfahrungen der Mission in China. Eine Kollekte in der stattlichen Höhe von 208 Mark konnte der Mission übettviesen werden.
Starkenburg und Nheiuhessen.
I T arm stad t, 28. Aug. Durch Knaben, die ein Wespennest ausräuchern wollten, ^wurde am Sonntag der Musikpavillon in der Rezmbeha an der Heidelberger Straße in Brand gesteckt und brannte völlig nieder.
I Darmstadt, 28. Lliug. Vizekanzler von Payer wird auf einer Besuchsreise bei den süddeutschen Höfen am Freitag in Darmstadt dein Großherzog iseiue Anstvartting machen.
** Aus Rhein he s sen, im August. Ganz enorme Preise werden bei den da und dort zur Neuverpa>chtung ldmmenden Feld- jvgden gezahlt. Tie früheren Pachtsummen iverden meist um 100 bis £00. Prozent Überbote:Die Liebhaber stellen sich aus allen Teilen Deutschlands eiil. So bot eine Kölner Gesellschaft für die Gemerndesagd zu Beck:,tolsheim die bisher nie erlebte Summe von 10 000 Mark pro Jahr. Um die Jagd iedoch für die Orts- cinwohner selbst zu sicher, hat jetzt ein Bechtolsheimer Landwirt ein Nachgebot gemacht, so daß die Jagd nochmals zur Verpachtung kommt.
Hessen-Nassau.
= Frankfurt a. M., 28. Aug. Im Anhang eines zu Berg sährenden SchlepMiges befand sich am Dienstag ein Motorboot, Aon dessckn Heck die türkische Flagge wehte und dessen Bug die In schrick „Konstantinopel" zeigte. Das ftinkelnagelneue Boot wird einem türkischen Hafen auf den: Wasserwi-.'ge zu?xsührt.
Fr an kfu r t a. M., 28. Aug. Ter Polizei war bekannt geworden, daß in dem Möb?7lager von Fuld, Börnestraße 24,- eine Hazardsplelergesellschast hinter verschlosserren Türen ihr unsauberes Handwerk treib?. Tie Gesellschaft Wnrie am l tzttn Samstag, mittags gegen 1 Uhr, ausgehoben. Das Temvrlspi.l, bei dem ks um reckst hohe Beiträge ging, hat für die Beteiligten noch ein; gerichtliches Nachspiel. Die Spieler waren durchweg dec Polizei bekannte Persönlichkeiten, die, arbeitsscheu, die Tageszeit in dem Möbcllager beim Spiel zubrachten.
** Frankfurt a. M., 28. Aug. Im nahen Griesheim wurden am Dftoittag zwei fwlnische Juden verhaftet, die sich im Besitz großer Mengen Franlsurter Brotmarken nnd Neisebrotmarken bestanden und dannt handelten. Die Lüute, die über erhebliche Bar- mittet t-erugteu, wollen die Marken von einem Unbekannten gekauft haben.
---Hü ckst a. M., 28. Aug. Bei einem Landwirt in der Umgebung "?hr?c der Gendarn: zur Nackpnüftmg des Viehbestandes ein. Als er im Schweinestall ein 250pfünoiges Schnxin gewahrte u:rd ob des gewichttgen Lcibcsumfanges dieses Tieres nachdenklich die Sftiwn in Falten legte, fragite er das allein im Hofe anwesende 72jährige Banernmütterlein: „Womit l-abt Ihr denn das Schwein so dick gefüttert?" „Mit Angst und Bange, Herr Wachtmeister," war die kurze Antwort. Um eine Erfahrung reicher verließ der Gendarm schmunzelnd den Hof.
A Marburg, 27. Ang. Auf Verlangen der hiesigen Kriminalpolizei mußte gestern abend rh älterer Herr aus Düsseldorf, dec in Gesellschaft einer Bäuerin aus Weh.'da in einer Droschke auf dem Bahnhof an kam und mit einem Schnellzug die Heimreise 'antreten wollte, den mftgebrachten großen Koffer öffnen. Ter Inhalt bestand ans allerhand jetzt sehr begehrten Eßwaren, u. a. wurden etwa 18 Butterwecke, 40 Eier usw. dem ^Koffer entnommen und beschlagnahmt. Dem Vernehmen nach- soll der Mann schon mehrmals der hiesigen Gegend solche Besuche gemacht habm.
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Gewitter
M2t-srb!oglschr vkshaÄ>simgen der Station Netzen.
Höchste Temperatur am 23. bis 29. August 1918 ---- ft- 0. 15,3* Nnbrigste „ „ * „ „ , 1918 - ft- 0. 13.1°
Rieder>chlag3,3 mm,
Nrrnrr?chtes.
Ein neuer Großbrand iu Sta-nbnl.
K onst an tinopel, 28. Ang. (WTB.) Stambul ivurde wieder von einem großen Brand hckmgesnckst, vor am 27. August mor- grms in der mittleren Stadt nah? dem alten Bvandl-erd aus brach Ein starker Wind begünstigte die Ausbrettnng, so daß gegen 250 Häuser verrcichtet wuiven. Ter Sultan ersch.Qr mitcags aul Wi Biandstätte. Um 2 Uhr nachmittags iuac der Brand fcatwltigi
* Ein Gedenktag der Da mpfschiffahrt. ^1818 kreuzte zuni erstenmal ein Dampfer den 'Atlanttschen Ozean. Schon im Jahre 1707 hatte Papin mit einem Rrddampfer die Fulda befahren. Seithn waren ans einzelnen Flüssen, der Weser, dem Rh in usw. immer wieder Versnck^ mit Danrpfschiffen gemacht worden, die aber meist nur kurze Zeit dauerten. 1787 hatte P. Miller ein Toppelboot (2 Schraubenräder hintereinander) erfunden. Es dauerte vis zum Jahre 1818, bis es gelang, mit einem Dampfer den Atlantischen Ozean zu durchfahr-en. Es war das drei mastige Dampfbott „Savannah", das für die Fal-rt Neuyork - Liverpool—St. Petersburg bestimmt war. Für diese erste Fahrt brauchte es von Davannah bis Liverpool 26 Tage, i^ön denen es 18 Tage rmter Tamtt war.
^ Reishunger krisen in China und Japan. In Ehr.ia und Japan hat Reismangcl zu Äusruhrszcnen der Bevölkerte. 9 geführt. In jenen Ländern sind solch? Vorkommnisse nickfts Seltenes^ denn- der Reis ist das Hach>ttrahrungsmittel für che unteren Schichten der BevöLkeiung. Trotz allen Fleißes der Chinesen und höher Sorgfalt in der Bcl-arwlung des Landes süid verheerende Hungersnöte oft unvermeidlich, da Ueberschwemmmigen nnd Dürre leickft mid oft eintreten. Bei der Art, wie der Reis angebant wird, sMagen, wenn die Dürre arrhält. gleich zrvei bis drei Ernten hinter- ciuanbei' fehl. Tie Uebervölkerung, die Verteilung des Eigentums und die Zwergkultur tragen das Ihre dazu bei. We?,che 9ttlle der Reis in der Ernährung der Chinesen spielt, geht daraus yervvr, daß 'der Begriff der Glückseligkeit in per chinesischen Bilderschrift durch einen mit Reis vollgestopften Mimd aus gedrückt wird. Eine Hand voll gekvckKen Reises^ irnd eine Tasse Tee bilden die kraft- lose Mahszeit vieler Chinesen aus der großen Masse eer armen Landbevölkerung. Dazu iolnmt dam: ein? Pfeife Tabak oder Opium, um da?. Werk der Enttrarvung zu vollenden. Da die Chinesen Herz»- und gemürlos sind, und so geivinnsüchtig, daß sie selbst 5et der Rettung eines, Ertrinkenden erst um den Lohn handeln, ehe sie Hand anlege::, so ist es nickjjt so verivunderlich, wenn man hört, daß füll viele selbst über Pel^epidemien und Hungersnöte freuen, weil für die Ueberlebenden Gewinn daraus springt, Gewinn, der durch ein Massensterben erkauft nnrd. Die Engherzigkeit und» Kleinlichkeit in dec Denkart ist für die ganze geistige Verfassung des ^ Chmesentunis bezeichnend. Sie hat es auch wohl in erster Linie verschuldet, daß, so viele nutztickve. für die Kulttir des Abendlandes Hock:»bcd7u1sam gewordene Erfüwungen den Echnesen, die sie lau ge vorher kannten, überhaupt mchtS nützten. Sie kannten die Bnhdruckcrei, das SchiesiMlver^ den Kompaß lange, ohne daß sie sie auszunützen verstanden. Weeer in der Schriittnms- verbveitung, noch im Militär- oder Seewesen haben sie sich mit Hilfe dieser werwvllcn..Errungenschaften hervorzntun vermocht. Diese engherzige Kleinlichkeit, di? jis riicht aus oen Fesseln einer hemmenden Ueberlieserung und veralteter Methoden befreien kam:, trägt auch brckm Reisbun viel dazu bei, die Gefahr einer Hungersnot so bedrohlich i»nd akilt zu machen.
* Der Futurismus der Bolschewiki. Der Fsituris- inus ist die offizielle, nnd, wenn man bei seiner Art so sagen könnte, akadckmische Kämst der Bolschewiki geworden. Das geht aus einer Sckchlderung der Mlriseier in Petersburg hervor, die der Mimrbei- lcr der „Illustration", Robert Vaucher, seinem Blatte sendet. Der Maria-Palast war bei dieser Gelegenheit mit drei riesigen futn- ristrschen Gemälden geschmückt, urrd das Astoria-Hotek prunkte mit einem solchen. Auf dem Winterpalast, d?m Generalstab, überall sah man geivaltige Rstalereien, die manchmal die ganze Fassade mies Gebäudes cinnahmen und die die Freude der Künstler zum Ausdruck bringen sollten, die den 1. Mai und das Hereinbrechen des Venen Zeitalters feierten. Eine Beschreibung dieser Gemälde ist 'äußerst schwierig. Es war ein seltsames Gemengsel von lebhaften Farben, von Dreiecken, von Vierecken, die mir der tollsten Phrntasie durcheinander gewürfelt ivaren. Man sah allerdings auch Mldcr, die nicht ganz so sehr Zuttmftsmaterei waren, und im denen man wenigstens Häuser unterscheiden kormte, die in einem Erdbeben zusammenzustürzen schienen, man sah Männer mit farbenprächtigen Kostümen urtb winzigen Köpfen, die die Russen auffvrderten, in die Rote Armee einzutreten.
Letzte AachnchleL
Unfall des GwMrzoAs von Oldcnburss.
Berlin, 29. ?llrg. Verschiedene Blätter berichten über einen Unfall, den der Grvscherzvg von Oldenburg gestern auf der Fahrt von Oldenburg nach Rastede beim plötzliche ?lusweichea seines Automobils vor einem gefallenen Radfahrer auf der schlüpfrigen Landstraße erlitt. Besinnungslos sei der Großhervog in das Garni- sonlazarett Lebra-cht ivorden, nw der Bruch> mehrere Rippen sestz. gestellt wurde. Später sei de:' Großherzog nach seiner Sommer- residmz nach Rastet gebracht worden.
Lloyd George an Sols.
Genf, 28. 2lug. Lloyd George wird laut Londoner Meldung des Matin :n der ^ersten Swtemberwvche auf die Rede des deutschen Staatssekretärs.Tr. Soff antworten.
Das Ausweichen der Deutschen.
Ber n, 28. Aug. „Mattn" schreibt: Das LbuÄveichen der Deutschen verhindert m jedan Falle die volle TurckMhrunq unseren sttatcgisckLN Zwecke. Augenblicklich ist die Lage die. daß fast die ganze englische Armee, die Hälfte der französischen Armee und der Houptteil der Amerikaiier in dem Kampfe stehen, den wir seit länger als Jahresfrist vvrberefteten, um zum Ende zu kommen.
Oesterreichifche Stimmen zum Brester Ergänzungsvrrtrag.
Wien, 28. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die Reue freie Presse" bespricht die Unterzeickmung des Ergänzung^?? - > znn-
schen Mtzland und Teutschl ind und erklärt, di? Unierz'-Ymmg sredertte vor all^n die berühr.wrrdc .Tatsackie. das; eine .irrere Spannung ziviscben Deutschland und Rußlmrd. die !?iclu ans deu Folgen des Brest-Litvwsker Vertrages hätte erstell können, uick»t drohe Md daß die Wahrsä^einlichkeit einer Mgllung der bisher aroch niche gänzlich gellärten Vcrlhiltnissc in d-.m sttmidstoatt't .tzn> lau!), Ellland, Kurland und Litauen größer m'wordcn sei ^ Beschuldigung der Entente, daß der Brester Fchcde eine Gervalt- maßrrgel sei. werde durch die erfolgte Verständimmg widerlegt bk hoffentlich die Grundlage für ein ^ocbares EvüLmehmer« liefern iverde.
Kaffee Ernst Ludwig
Inh.: Anc. Rath 6378
NV Heute
Konzert
EifCße KdadKareL
Sommerfrische Honigmühle
im Eicbenmüblental bei Wetziar. Dchsuster Ausflugsort.
LamStag den 31. August und Sonntag den 1. September a. e.
Küustler-LTsrrzert.
Eintritt frei.
6451V
Lebensmrttelkarteu-Ausgabe.
Ausgabe der Brot-, Fleisch«, Kartoffel-, Lebensmittel-, Nähgarn- und Wnrstinarken geschieht wie folgt:
1. Freitag den 3V. ds. Mts. für die Bezugsberechtigten, deren Zunamen beginnen mit den Buchstaben A—K.
2. Sarn-tRÄ de« 31. b#. MtS. für die Bezugs berech- tlgten, deren Zunamen mit den Buchstaben h — Z beginnen.
Gienen, den 27. August 1918. 64468
Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).
cc
IDetturnen
bes
öaues fjeffen
am Sonntag den 1. September 1913 auf der Rennbahn bei der Hardt.
wir laden unsere Mitglieder und freunde der lurnsache recht herrlich ein und bitten um Zahlreichen Lesuch.
Vas lurnen beginnt um 10 Uhr vormittags, vie lurner marschieren gemeinsam um 9 Uhr von Osroalbsgarten ab.
Die Vorstände ß442 C
des Turnvereins von 1846 des Männer-Turnvereins.
Städtischer ^bstverkairf.
ES werden bis auf weiteres die Obstmarken A 31—70 beliefert. Die Obstmarken A 31—40 verlieren am 1. Seist, ihre Gültigkeit.
Gieften. den 28. August 1918. 64458
_ Der Oberbürgermeister (L ebensmittelamt).
Nähgarn-Verteilung für Gewerbetreibende.
Die Ausgabe der Nähgarnkarlen für Gewerbe- treibende und Anstalten für die Nähgarn-Verteilung im 2. Halbjahr 1918 erfolgt
Freitag den 30. d. M. für diejenigen, der Zunamen »nt den Anfangsbuchstaben A—K beginnen und
Sam-tag den 31. d. M. für diejenigen, deren Zunamen mit den Anfangsbuchstaben L—Z beginnen, l'-uf dem Städtischen Lebensmittclamt, Zimmer Nr. 10 .
Die Lebensmittel-AuSweiskarte ist vorzulegen. Die näheren Bestimmungen über die Ausgabe des Nähgarns durch die Geschäfte werden am 31. d. Dt. bekannt gegeben.
Die Ausgabe der Nähgarnkarten für Verbraucher erwlgt ln den Bezirken.
Gieften, den 2L August 1918. 64578
Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).
yDOOzocxxcoxx^ocxxx^cao^axcxxxcxrcco
Aclrtung! Achtung!
Heute Donnerstag nachmittag von 5 Uhr ab Morgen Freitag vormittag von 8 Uhr ab
Einmach- u. Salatgurken Verkauf
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mit Felsenkeller.
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Gesucht sobald wie möglich
für zwei ältere Leute ohne Kinder. Schr. Angeb. unter 01599 an den Gieft. Auz. erb.
Vekanntmachrmg.
Die bisher von der Kommandantur des Kriegs- geiangenenlaeers gestellten sogenannten fliegenden Kommandos vouKriegsgefangenen-Arbeitern werden vom 2. September dieses Jahres ab von der Stadl gestellt, welche hierfür eine Samnielunterknnft mit Geschäftsstelle in der Turnhalle Slemstrafte 3 eingerichtet hat. Dort sind die Anträge auf Gestellung vormittags spätestens ant Tage zuvor btS 12 Uhr mittags zu stellen, später eingehende kiinRen nicht auf ^Erledigung rechnen: ebenso solche aus dre Vesreiluna für nur V* Tag. Die näheren Bedingungen stnd auf der oben bezerchneten Geschäftsstelle einzusehen, wo Bestellungen vom Freitag den 30. Aug. ab angenommen werden. Die Arbeitszeit ist morgens von 7—12 Nhr, nachmittags von 2—7 Uhr mit Frühstück rmd BeSyernause von je V, Stunde. Die Verpflegung wird durch die Stadt besorgt.
Die zu leistende Vergütung beträgt:
1. für "wen Kriegsgefangener: zu handwerklichen Arbeiten für 1 ?ag 6.50 btS 9.00 M., für 1 / 2 Tag 4 00 bis 5.50 M.
2- für einen Kriegsgefangenen zu Taglohn-Arbeiten für 1 Tag 5.00 bis 7.00 M., für »/, Tag 3.00 bis 4.00 M.
3. für einen Kriegsgefangenen zu landwirtschaftlichen Arbeiten für 1 Tag 4.50 M., für V, Tag 2.50 M.
Die Tages-Beträge ermüftigen sich um 1.40 M., wenn Mittagstost durch den Arbeitgeber gestellt wird.
Gieften, den 28. August 1918. 64488
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