Nr. 200 Der -iehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Eichener. HamMendlülter; Krcisblott für den Kreis Stehen. vezugzprejz: monatl. Mk. 1.20, vierteljährlich Mk. 3.60: durch Abhole- u. Zrvergstellen monatl. RU. 1.10: durch die Post Rck. 3.60 viertel« fährt. ausschl. Bestellg. Fernsprcch - Anschlüsse: tnrdieSchrütleitnng112 Verlag,Geschäitsstelleül AnschriO für Drahtnachrichten. Anzeiger Stehen. *68. Jahrgang Postscheckkonto: Zrankfutt a.M. **b86 Kzeiger für Dienstag. 27. August *9*8 Vfi Sankverkehr: Srarrbebanl Stehen Zwittmgsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Unio.-buch- u. Ztemdruckerei R. Lange. 5chnstleitung, SeschästsjLelle u. Druckerei: Schulftr. 7. Annahme von Anzeigen f. die Daoesnninmer bis znmNachmtttag vorher ohnejedeVerbindlichkert Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Pt., für auswärtige 30 Pi., für Reklamen Mk.1.-nebst 2(1 °/<. Teu- erungszuschiag. Haupt- schriitleiter: Auq.Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: i. V. vr. Zenz; Stadt und Land, Vermischtes u,Ge* richtssaal: vr. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gieße»., AmdchMng der LKglifchm er Vormarsch (WTB.) Grobes Hauptquartier, 26. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und B o e h n. Börse löküinpfe bei Bailleul und nördlich der Scarpc. Westlich von Croiselles blieben feindliche Angriffe in unserem Feuer liegen. Vizefelöwcbel Göbel schob mit seinem Maschinengewchrzug vier Panzerwagen. Unteroffizier Hcne mit leichten Acinemverfern drei Panzerwagen zusammen. Beiderseits von Bapaume fetzte der Feind zwischen St. Leger und Martinpuich seine Angriffe fort. Hoher Einsatz an Infanterie und Punzerw-gen sollte hier den Durchbruch durch unsere Front erzwingen. Wo der Feind im Feuer und durch Gegenstoß abgewiesen wurde, trugen frische Kräfte den Angriff immer wieder erneut vor. Seine Angriffe sind im groben gescheitert. Äm einzelnen war der Verlauf der Schlacht etwa fvl- gerlderi Der Feind drang in unsere westlich von Mory. westlich von Bapaume—Martinpuich verlaufende Linie ein. Nördlich von Bapaume brachten örtliche Bereitschaften und Reserven den Feind am Ostrand von Mory. Favreuil und westlich von Bapaume zum Stehen. Weitere Angriffe brachen vor diesen Linien zusammen. Südwestlich von Bapaume stich der Feind Mischen Thilloy und Martinpuich auf Gueude- court—Flers vor. Preußische Reserveregirmnter und Nftr- rine-Infanterie warfen ihn im kraftvollen Gegenangriff in die Linie Thill-oy—Martinpuich zurück. Beide Orte wurden wieder genommen. Zahlreiche Panzerwagen liegen zerschossen vor und hinter unseren Linien. Gegen unsere von der Ancre-Front abgesetzten Linien 'Hosentin-2e Petit Cornoh-'Suzane arbeitete sich der Feind im Laufe des Nachmittags heran. Stärkere Angriffe, die am Abend -wischen Carnoy und der Somme erfolgten, wurden abgewiesen. Südlich der Somme fetzte sich der Feind bei mehrfachen Angriffen in Cappy und Fontaine fest. Beiderseits der Rö° merstrahe 'chlugen wir seine Angriffe zurück. Zwischen Somme und Oise leine besondere Grfochtstätigkeil. Südlick» der Ailette griff preubische Garde den Feind westlich t«m Creep au Mont an, gewann die Höhe südöstlich Pont Saint Mard und schlug im Verein mit deutschen Fügern sehr starke Angriffe weißer und schwarzer Franzosen ab. Etwa 400 Gefangene wurden cingebrächt. Auch nördlich der Aisne brachen am Abend starke feindliche Angriffe zusammen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Teilgefechte an der Vesle. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Der Abeudbericht. Berlin, 26. August, abends. (WTB. Amtlich.) Ausdehnung der englischen Angriffe bis nördlich, der Scarpe. Beiderseits von Bapaume und nördlich der Somme heftige Kämpfe. Die Angriffe des Feindes sind im Großen gescheitert, teilweise sind Gegenangriffe noch im Gange. Lon- gueval und Montauban. vorübergehend verloren, wurden wiedergewonnen. Zwischen Somme und Oise außer örtlichen Kümpfen nördlich der Avre ruhiger Tag. Teilkämpfe nördlich der Aisne. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 26. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Im Asolone-Gebiet erfolgreiche Vorftldgefechte. In der Nacktt zum 25. August griffen bei der Verfolgung feindlicher Geschwader unsere Flieger das Flugfeld bei Padua an und richteten beträchtlichen Schaden an. Albanien. Die Gegenoffensive des Generalobersten von Pflanzer- Baltin hat gestern zur Gewinnung von Freri und Berat gekehrt. Damit find jene Oertlichkeiten wieder in unserer .Hand, deren Besetzung wr sechs Wochen die Italiener als entscheidende Wendung in der Adria-Frage begrüßt hatten. Fieri fiel nach blutigen Straßen- und Häuserkämpfen. Die Verfolgung des weichenden Gegners ist ausgenommen. In Berat drangen unsere braven, allen Mühsalen des Kriegstheaters gewachsenen Truppen gestern früh in umfassender Vorrückung ein. Bald nachher wurde der Feind wn den beherrschenden Höhen Sviragri und Sinja geworfen. Auch im oberen Devoli bauten wir unsere Erfolge weiter cm§. Die Verluste der Italiener an Käurpftrn und Kriegs- gerät sind sehr groß. Der Chef des Generalstabs. Wer ist gefährlicher, der große Köter oder die kleinem Kläffer? Diese Frage erhebt sich, wenn man neben Lord Robert Cecil die Ansprache des australischen Premierministers Hughes an die australischen Truppen — in unserem gestrigen Blatte —,, die Ausführungen des „Observer" und gar die AeußerungH^ord Hugh Cecils vor den Dekanen des Christ- church Colleges der Universität Oxford — in unserer heutigen Ausgabe — hält. Lord Robert Cecil hat als Sprecher seiner Regierung einen gewissen Anstand zu wahren und muß sich 'UcmcCoaft CT ^ermandov/iiera v btto QAbbincwrt \ ° Pressoire o JW Ä i _^ raüMerj. Rozier&s Om/ecc ftyenci M6nanc* f o O Punctiy. Maucourt Curcfij f oncnes. eftem Hers darrencourt Sourroj \ymnuescaun ia raffe r iancoürt o Crem er/ '0J9 TfliffOj 'Uoucnorr teöuesnuy Qamerj zoyencourt Irenes VmUCO. oft Hers /es Potglisc Dis neue Front im hieven (di CJtaulncs -%< mu/jyß/icne Fronf l/ficfiramHictll hüten, mit Rücksicht auf die Neutralen allzuscharfe Äußerungen zu gebrauchen. Er hat auch einen größeren Einblick in die wahre Lage des Jnselreiches und seiner Verbandsgenossen. Jene kleinen Kläffer aber, vor denen die wahre Lage sorhsam vertuscht ist, verrate^ die wahre Stimmung und Gesinnung und müssen aushorchen und zur Vorsicht raten lassen. Es ist nicht bedeutungslos, wenn der australische Premierminister im fünften Kriegsjahre sich noch Aeußerungen erlaubt, wie „'ihr könnt ebenso gut einen Becher in ein trockenes Flußbett tauchen und erwarten, Wasser zu schöpfen, als ihr Friede im Dschungel von wilden Tieren erwarten könnt", oder „diese Pestbeule", oder „wir werden den Weltfrieden herbeiführen, und wenn wir darum die Hälfte des deutschen Volkes erschlagen müßten". Es ist wohl verständlich, wenn wir heute morgen die Zuschrift eines angesehenen Mitbürgers erhielten, der dazu schreibt, „nach meiner Ueberzeugung müßte in solchen Fällen nach der Maxime gehandelt werden: auf jeden groben Klotz ein scharfer Keil, ans einen Schelm anderthalb? Solche australische Mörder müßten alle gehängt werden!" Wir sind zwar nicht für die Befürwortung eines solchen Radikalsystemes, denn man kann solche Aeußerungen weder ernst, noch wörtlich nehmen, aber wir müssen doch immer wieder unser Volk auf solche Beispiele englischen Kriegswahnsinns himveisen, um voreiligen Friedensverhandlungen vorzubeugen. Auch den Professoren von Oxford wird hoffentlich einmal die Erkenntnis aufdämmern, wo die wahren „Empörer gegen die Grundsätze der Zivilisation" zu finden und zu „bestrafen" sind. Die Schlacht im Westen nimmt immer noch an Ausmaß zu. Zu der Frage, warum Fach gerade jetzt so unerhört blutige Krastcmstvengungen macht, verwerft „Aftonbladet" auf die von Lloyd George eingesrandene Kohlennot, die ihn in die Zwangslage versetze, die Entscheidung zu suchen, ehe alle Industrien außer der zur Herstellung von Kanonen, infolge der durch den U-Boot-Krieg her ansbeschworenen Kohlennot eingestellt werden müßten. Vielleicht nähere sich sogar Frankreich einem Zustande, der in Rußland nach Brnssi- lows Offensive geherrscht habe. Die Debatte über die Wehrpflicht der Jahrcstlasse 1920 habe dies wenigstens teilweise offiziell bekräftigt. Zur Beurteilung der Kampftage selbst führen wir zwei neutrale Militärkritiker an. Oberst Egli schreibt in den „Basler Nachrichten" u. a.: „Man kann Kilometer um 'Kilometer nach, ^lber immer wieder bieten sie die Stirn, lassen und dort den, Gegner anrennen, macknen kraftvolle Gegeicstößc uni> ziehen sich dann wieder etioaS zurück. Wenn dann pie Angreifer ihrerseits aufs neue Vorgehen, taufen sie in das Feuer der feLUcrie Und Maschinengewehre hinein. Das ist etwas gcuiz anderes als der Rückzug eines Heeres, das weichen muß. Die Deutschen können kleine und große Gebiete in Feindesland aufgcben: für sie gem'lgt es, wemt dabei die Gegner zn S-ä-aden kommen und das eigene Heer geschont wich." Hermann Stegemann äußert sich im „Berner Bund": Die Sckstacht schleppt sich weiter. Tie Alliieren setzen sie Nicht nnr auf dem Gebiet, sondern mtdj im Geist der ersten Sommeschlacht fort, die Deutschen verzichten darauf, sie in einen bestimmten geographischen Rahmen zu spannen, und weichen unter dem Druck des Gegners in plastischer, dem Bewegungskrieg an- genäherter Verteidigung auf die Zonenbefestrgnngen, sie sich von! Lille über Cambrai und St. Qnentin nach Laon erstrecken. Erst dort kann unter Umstäjndcn ein neuer operativer Gedanke aukblitzen. Es ist die größte, methodischste Offensive der Entente, und ciri Ende der entscheidungslos fortgeschleppten Bewegung nicht mehr zu erkennen, nachdem man den Begriff des Ab- nü tzmigskrieges auf tfme D a n erschlicht — die Zusammenfassung der Operation in einer Schlacht, Fochs Lieblingsidee — übertragen hat. von der Westfront. Berlin, 26. Ang. (WTB. Mchtanrtlich.) Die Gefangenen, die bei dein Vorstoß der preußischen Garde westlich von Crvcy-au- M ont ein gebrach: wurden, gehören vier ftanzösischen schwarzen und weißen Divisionen an. Nachdeni unser Angriff, der um 6.30 Uhr vormittags ein setzte, die 5)öhe südlich Pont St. Vftrrd gewönnest £atte, wurden am Vormittag drei starke feindliche Gegenangriffe abgeschlagen. Am Nachmittag setzte der Feind weitere Angriffe an, die bis zum Einbruch der Dunkelheit anhielten, jedoch sämtlich säfeiterten. Englische Darstellung deö Angriffs auf Dünkirchen. Rotterdam, 25. Aug. Reutermeldnng. Die britische Admiralität meldet: _ „ ^ t , r Am Morgen des 23. Auguft verfnchten deuffche SRotorbvote eine Ertundungssahrt nach Dünkirchen zn unternehmen. Sie wur- den durch britische und französische Patronillenfalwzenge. die,vom Lande aus unterstützt wurden, vertrieben. Man vermutet, da-y ein deutsches Motorboot gesunken ist. Beschießung von Dünkirchen. Bern, 25. Aug. (WTB.) Ter „Petit Parisien" meldet aus Dünkirchen" über die Beschießung durch ein weittragendes Geschütz in der Nacht vom 21. znm 22. Mgust, daß ab 10.40 Uhr abends acht Granaten im Abstande von fünf Minuten in die Stadt Dünkirchen einschlngen. 7 Zivikisten wurden getötet und 2 verwundet. Fliegerabwehr im Heimatgebiet. Berlin, 26. Aug.. (WTB. Nichtamtlich.) Die ausgezeichnet^ Wetterlage am 22. August benutzten unsere Feinde wiederum zu zahlreichen Tages- und Nachtangriffen aus das Heinratgebiet. Diesmal suchten sie sich Köln, Koblenz, Frankfurt a. M., Karlsruhe und Pirmasens als Ziele. Van den Bomben, die der Gegner in unserem Abwehrfeuer meist 'wähl- und ziellos abwarf, fiel ein großer Dell aus freies' Feld. Einige richteten Sachschäden an, Privatgebäuden an. Der Gegner büßte die Angriffe aus friedliche deutsche Bürger mit schüoershen Verlitsten. Aus den: Geschwader von 10 seindlichm Flugzeugen, das am Morgen des 22. August Karlsruhe angrifs, wnrden sieben Flugzeuge, aus einem anderen in: Anilug befindlichen Geschwader tit der Nacht vom 22. bis 23. August bei Saarbrücken weitere drei Flllgzeicge abgeschossen. Innerhalb 24 Stunden wurden also 10 feindliche Groß-FlugzeugL in der Heimat vernichtet. 'Einige fielen, unvcwsehrt in unsere Hand, andere zerschellten brennend am Boden. Tie Verluste, die unsere Bevölkerung zu erleiden hatte, waren derngegenüber erfreulicherweise verhältnisnräßig gering. In diesen steuen Erfolg sin Luftkriege teilen sich Kampfflieger, Flak und Schemwerser. Er reiht sich würdig an die Erfolge von Frankfurt, Tiedenhofen und Darms!adt. die dem Gegner im August schon 23 Flugzeuge bei ihren Angriffen kosteten. * Frankreichs KriegSauSgaben. 93 eT ii, 25. Aug. ^WTB.) Ter „Temps" erklärt in einer oisi- ziiösen Note, daß einschließlich der für das letzte Vierteljahr 1918 angefvrderten Kredite die Kriegsausgaben Frankreichs für den Zeitraum vom 1. Septentber 1914 bis zum 31. Dezember 1918 147 Milliarden Franken bettagen. Nicht eingerechnet sind darin 8 Milliarden für das Zivilbudget von 1918. * * * Englische Wahlpropaganda. Bern, 26. Aug. Tie Nvrthclisf-Blatter setzen ihren Feldzug zugunsten allgemeiner Wahlen im November fort. „Daily Matt" versichert sarkastisch, die Gegnerschaft gegen Neuwahlen gehe vor: d«n alten Varteiboamten aus. die angesichts der durch das neue Wahlgesetz völlig veränderten Bedingungen ihren Einfluß schwinden sähen. Es sei llcrr, daß das vor acht Jahren von 77? Millionen Wählern gewählte llnterhaüs das heutige britische Volk, dessen Wählerschaft achtzehn Millimien. darüber sechs Millionen Frauen, zähle, nicht mehr repräsentiere. Natürlich sei eine Wahl aus Grund der vormaligen Patteipivgramme unnröglich, wenngleich man vielfach schon anfange, die alter: ^Partcimaschinen wreder einzuölenj. Wenn sich der Premierminister an das Land wende, roerde es nur unter einer Wahldevise geschehen, nämlich: Durchführung des Krieges zu einem siegreichen Ende? — Die toristischc „Morntng Post" die entschieden gegen die Abhaltung von Neuwahlen ist, veröffentlicht eine Zuschrift, in der zur Abschreckung der öffentlichen Meinung dargelegt wird, daß Neuwahlen pon niemandem sehnlicher gewünscht würden, als von den Paziftsten. Englands KriegSziele. London^ 26. Aug. Ter ,L)bserver" erfährt zur Rede des deutschen Staatssekretärs Dr. Soff, dieser habe die Erklärung des Reick-skanzlers wiederholt, daß Deutlchland nicht die Absicht habe, Belgien in irgendeiner Form z»u behalten, und daß nach dem Krieg Belgien als nnabhäirgiger Staat erstehen werde, kernen: untertan. Tie Antwott an Dr. Sols ist, daß Belgien in fcmeiJ Unabhängigkeit nicl-t nach dem Kriege wiederhergestellt werden muß, sondern eche der Krieg endet. Die Alliierten gehen nicht auf einen Handel ans und haben nichts ^über Faustpfänder zu sage::. Als Vorbedingung für einen Waffenstillstand muß jeder deutsche Soldat Belgiens Gebiet verlassen. Dies lxHeutel nicht irotweiürigerweise den Abschluß des Friedens, aber es bedeutet, daß die Alliierte:: dann beginnen werden, die Bedingungen in Erwägung zu ziehen, die sie Deutsckrland tvegen des Unrechts, daß es dem harn:losen kleinen Lande getan, auferlegen werden. Amsterdam, 27. Aug. Dem Reuterschen Bureau zufolge erllärte Lord .Hugh Ceett e es ttns ermöglichen, den weiteren Vormarsch ans diem Stadt so rlzn setzen. Berlin, 26. Aug. Tie end ihrer Wichtigkeit beurteilt lsvird. Als Ergebnis der Beratungen ist anzuuehnreu, daß die Aussprache zur Vereinhcitlichung der A.nschauunge-i aller Anwesenden sowohl über ine jetzige Lage als auch über die nächsten Ausgaben, die die polnische Regierung m Warschau und der Polenklub m Dien erwarten, geführt hat. .Wie weiter verlautet, sollen di-ö Ausführungen des Prinzen die Befürchtungen betreffs einiger Fragen beseitigt haben. Tie Beratungen sollen heute fortgesetzt werden. Der Scefrieg. Versenkt. Amsterdam 26. Aug. (WTB.) Aus Pmuiden wird den ,^.üEirdag Ochtenblad berichtet, daß außer den hier berefts ge meldeten holländischen Fischersahrzeugen wxh die Fischersalwzaug .Merlanvra 2" und „stdeerlaMa Z" aus Katwyk und „Stella" au- Pmuiden von einem U-Boot aus der Höhe des Haaks-Leuchtschiffe! versenkt wurden. Die Schisse befanden sich im Sperrgebiet. Königin RegenteS. Haag, 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Korrespvndenzbureau L-as holländische Ministerium des Aeußern gibt bekanift, daß « auf Grund der Zeugenaussagen vor dem Schifstthrtsvat zu den Schluß gekommen sei, daß der lttttergang der „Königin Regenles" durch ein Torpedo verursacht wurde. Tie holländische Regierung ha ihren Gesandten in Berlin beauftragt, die deutsche Regierung vor der Schlußfolgerung der holländischen zu beuachrichttgen imd ih mitzutcilen, daß sie es hoch einschätzen würde, wenn die deutsch TrjK ^ c ^ Ttmfl I eine ernste Untersuchimg vornehmen würd zur Bean.w rt ing der Frage, ob ein deutsches ll-Boot die „Kv ülj.,-.'- . ->cutes" torpediert habe. Tie holländische Regierung wandte sich in dieser Frage cm di deutsche Recherung, weil die deutsche Marine Instruktion hat, i> gewissen Gebieten der See die deii Hospital schissen im allgemein« zugesicherte Immunität nicht anzuerkennen. Tie Möglichkeit dürft deshalb nicht ausgeschlossen sein, daß ein unerfahrener deutsche U-Boots-KomMandant entweder infolge falscher Auffassung de ihm gegebenen Befehle oder infolge icurichttger Ortsbestimmung oder mfolge eines anderen Irrtums urteilte, daß das Hospitalschis „Komchn Regentes" nicht zu schonen sei und so den verderben bringenden ^Torpedo abfeuerte. Aus der Untersuchung vor den Schiffahrtsrat ergaben sich ferner verschiedene Punkte, über welch du holländische Regierung von der englischen Regierung Aufklä rung wünschte, nämlich: 1. In Boston wurden die Kapitäne de drei Hospitalschiffe um Auskunft ersucht über die Jnstrukttvnen, di sie über Reiseroute mcd Zeft erhielten. 2. SoU der Plan bestände! haben, 160 Deutsche auf der „Königin Regentes"" einzuschiffen doch ist dieser Plan später nicht ausgesührt worden. 3. Ist imge' fahr IV 2 Stunden vor der Torpedürurlg ein britisches U-Boot ü der Nähe des Hospitalschiffes wahrgenommen wordim. Die brittsch Regierung antwortete: 1. Am 2. Juni, einige Stunden nach de Aunst und Wissen,chatt. im. T ^“.nftlergru^^en im München Glas Pa laste. Aus München wird uns geschrieben: 1 Münchner Künsilergrupven, die im Glaspalaste, dem alten u ergenttichen Münchner Ansstellungsgebäude, daheim sind, nenn sich ^Münchner .Künstlergenossenschaft"^ „Bund"", „Bayern"" u ^Luftpoldgrupp?"". Es sind dies die Bünde, die in München l Vonservattve akademische Malerei verirrten. Immerhin ftrrden s l c !^ cr bbn Malern, die hievzu gehören, genug Künstler der bildneriickfe Aufsaffung ihre Zugehörigkeit zur Sezession roct ^ewgen würde.. Aber gerade das ist vielleicht mit schuld darr datz dvest ?bus,tellung den Eindruck des Bunten, Willkürlich macht. Fanden sich hier dock) neben wirklich guten, aus modern -Geiste geborenen Kunstwerken Stücke, die sich brrefi als Kit kennzerchnen und neben guten Nachbildungen unselbständige 5 Veiten peinlicher Art. Wieder sind einige Säle Gedächtni ausstellungen gewidmet toorden. So sehen wir einige M6 des ^verstorbenen Rob. R v s e n t h a l, eines Spitzweq-Nachfahre 'andere Stucke von ,elfr mrständiger künstlerischer Arbeit, ak ohne die lyrische Tiefe des Bil c st l aus, ein Nomaittiker nach Vorumrs inch Tech inf, -^vhaun Hol zens impressionistische Landschaft „Am Niedcr- rhern . Küsters ticfcrfaßte „Mckd^Linunwig"" ui^> Bohuen- b e«r g e r s mi todbmnmm WmmW «cvnmfec }at durch Veröffentlichung im Rejchs- vnz-eiger Nr. kW nunmehr di-e Preise für die in den Herbstlieserring Sverträ gen ausgcsührten Gemüse arten festgesetzt, die einheitlich sür das ganze Reichsgebiet mit Wirkung vom 26. August 1918 gelten. Tie Preise halten sich für Vertragsware auf der gleichen Höhe, wie in den Normalverträgen vorgesehen ist. Für (Bare, die nicht ans Grund vjon Lieferungsverträgen gelrefert. wird, ist ein etwas niedrigerer Höchstpreis festgesetzt. Bei Zwiebeln gelten die mit Bekanntmachung vom 7., August 1918 festgesetzten Preise fort ^ ** Zum Absatz von Kohlrabi. Die Reichsstelle sur jGemüse und Obst lat im Reichsanzeiqer Nr. 195 eine Bekanntmachung verössentlichi, nach »velcher künftighin der Bahnversand von Kohlrabi mit Kraut untersagt ist. Der Absatz von Kohlrabr mit Kraut ist jedrch auch ferner zulässig, wenn die Ware vom Erzeuger mit Fuhrwerk m»d dergleichen aut kurze Entfernten — ohne Beuukung der Bahn — an die Wsatzstelle, besonders auf öffentliche Märkte gekrackt wird. Da das Kraut bei Kohlrabi in vorgeschrittener Jahreszeit siir die menschliche Ernährung zum größten Teil wertlos ist und bei der Hitze leicht ein Verderben! der Ware verursacht, hat sich die Reichsstelle zum Erlaß dreses Verbotes veranlaßt gesehen. ** Persöulichikeitsausweise bei Ersenbahnfahrten. Tie von tcn Militärbesehlsbabern seit längerer Zeit zum Schutze unseres gesamten Wirtschaftslebens und der militärr- sck-ien Maßnah n n gegen die Betätigung feindlicher Agenten ernge- richrteten Eisene beul 'irackangsreisen haben sich als mrßerordent sich zweckmäßig und für die Sicherheit des Reiches sörderlrch erwiesen Dieses günstig' Ergebnis ist u. a. dem Umstand zu verdanken. daß die Mebepah! der Eisenbahnreisenden in zunehmender Erkenntnis der Notwendigkeit dieser Einrichltungen sich den be stehenden Vorschriften über bit Verpflichtung zum Ausiveis rhrer Persönlichkeit willig unterzogen hat. Die-mit der Einrichtung der Eiseubahnübenpacl'iingsreisen erstrebten Ziele würden sich ledoch noch in grösserem Umfange crrcidjiet lassen, wenn alle Reisenden sich ganz allgemein dessen bewußt würden, daß fte cie schwere nnb verantwvrUmgsreicke Tätigkeit der Eisenbahniibernachmgs reisenden wesentlich fördern könnten, indem sic selbst nach Mdg licküeit die Ich .llung ihrer Persö»»lichkeit erlercktern. ^»es kann dadurch geschehen, daß sich jeder Reiseiche für fede Rerse mit rhm gehörigen Paperen versieht, die über seine Person!» rflnt ausreichendem 'l'ckschlust geben. Als solche kommeil Paprcre in Be tracht 'me si. jcdev. cnnn zu besitzen pflegt, z. B. Schulzeugnis,e, Steuergui tuug Radscchrkartm, Vormunds b?stallung?n, Urkun en über die Ernennung zum Beamten, stamd^amtl.ch Urkunden und and res; besonders wertvoll zu diesem Zweck smd mtt eurem Lichtbild des Z Habers versehene Papiere, wie Po,tauswel,e. Kraft wog Paß führerscheine nOtr Tie Vorlegung eines Passes oder ernes gn.atz'es kann von deutschen Reisenden zwar »licht verlangt ^verdm:' wer jedoch im Besitze eines solchen Papieres nt, rnirb- sich lwtn-aemäß am besten durch dessen Vorlegung ausweiien Abgrsche- davon, daß die Reiseichen durch ern den vorgeickrrebenen Erfordernissen angeve.ßtes Verhalten zu ihrem Teile an der restlosen Du ckeührung der zur lSicktznheit deS Reiches getroffenen Maß- 'ichrnm initwirsen kminen, handeln sie anch m ihrem eigenen ^zn- tcreke* nxmn ne die von den Militarbesehtshabern erlastenm Auswei Vorschriften nnllig erfüllen, da die Eisenbahnübcrnlachungs- reisenden bereck.ftqt sind, Reisende, die sich mckst ausreichend über ihre Person ausweisen, von der E»senbah»»fahrt so lange auszu- sch'.ießen, bis die Persönlichkeit einwandfrei festgestellt ist. ** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Von heute ab treten Theodor Loos und Eva Speier in ihrem neuen Filmdrama Tie nugende Hand" aus. Außerdem spielen Bernd Albor und Olga Engl in dem Charaktcrschauspiel „Ter lebende Leichnam chw arz - Weiß - LichtsPiele lSeltersweg 81). Edith Meller spielt von heute ab bis einschließlichFreitag dre Titelrolle in den» Filmiverk „Tie Frau mit den Kanunkelstemeir (nach Aöarlitt). Außerdem wird das Drama „Buckelhannes gegeben. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. ** Li ch 26 2lug. Zu der K olo nia l krie g e rspende hmrden in unserer Gemeinde 836.50 Ms. gezeichnet. Die Sam»n luug wurde vom hiesigen.Kriegerverein veranstaltet # Stein heim, 26. Aug. Fürs Vaterland starben der Ge freite Wilhelm Kammer und der Fahrer Wilhelm Pilz. Unter ofsizier Otto Kammer. Inhaber des Eisernen Kreuzes wurde zum Sergeanten befördert. — Leihgestern. Fürs Vaterland starb Lehrer Jok-ann Jung, Unteroffizier und Osftziersalprrmil, Inhaber des Eisernen Kreuzes. Kreis Büdingen. # Hainchen, 26. Aug. Das Eiserne Kreuz, bereits früher di- Hessische Tapserkeitsr edaille, erhielt der Gefreite Wilhelm D i l l e m » t h - ^ Ober-Mockstadt. Der Militär-Kranken Wärter .Heinrich Kullmann erhielt das Hessische Kriegsehrew- H i(\, 'i ain rotweißen Bande. — Lan genberghei m. Tie Hessisch' Tapferkeilsmedaille und das Kriegschrmzeichm in Eisen, Hessisch^ Tapferkeitsmedmlle oereits früher das .Eiserne Kreuz, erhielt der Unteroffizier Aug Schmück. — Glauberg. Tas Hessisch' Kriegsehrenzeichen itt Eisen erlstelt der Landsturmmann Wich Gries Haber. - N i d d a. Landsturmmain» Wich. Buch i »hie? t das Eiserne Kreuz. — Unter-Schmitten. Gefreiter Friedrich Ullrick»2. erhielt die Hessische Tapferkeits Medaille.— E ch ' e l l. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeits^ mcdaille, eihi tm t»er Okfreite Wilhelm Spengler nrrd der Kano nier Heinrich Lahm. Kreis Schotten. ^ Breungeshain, 26. Aug. Nach 40monatiger treuer Pills lerfüilung starb der Landsturm mann Edmund Strauch. Her ch e u ha i n. Die Hessische Tapferkeitsmedaille, bereits früher bc: Eiserne Kreuz, erhielt Sebastian Nieß. Kreis Friedberg. - Bad-Nauheim, 26. Llug. In Badehäusern wird seit einiger Zeit derart gestohlen, daß die Polizei zu Haussuchungen bei Bad'güsteu sckTreiten mußte, und zwar mit dem Erfolge, daß bei einem Gaste »richt lveniger als 22 leinene Fußtücher, die vor den Baden?gifw'n lieg'», geiundei» rvurden. Auch die großen meter langen Badetücher werden vielfach gestohlen oder zerschnitten Die Dndeverwaltung will, wenn die Spitzbübereien seitens der Badegäste irickü aushören, die Abgabe von Wäsch? einstellen. ch O b e r ' M ö rl en, 26. ?lug. Das Eiseime Kreuz 1. Klasse bereits früher das Eiserne Kreuz 2. Klasse, die Hessisch? Tapfer' keitsmedaiiie und dirs Hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen er hielt der Unteroffizier' Josef lsZakob Heller. — Rodheim v b. H Tas Eiserne Kreuz erhielt der Schütze Richard Enders. Hessm-Nassau. = Hoch st a. M., 26. Aug Während des Fliögerangrifss m der letzten Nachlt traf der Blindgänger eines Abwehrgeschützes das Ha»ls des Hauptstraße 8 wohnenden Ingenieurs Rnppel. Er durchschlug das Tack), mehrere Decken, fuhr im ersten Stockwerl durch ein Bettchen, in dein ein kleines Kind 'chlief und blieb stlcheßlich im untwen Stockwerk liegen, oline zu explodieren. Das Kind erlitt nicht die geringsten Besci üpigungen, auch airdere Per sonen, die in dein Zimmer sich auf hielten, kamen uiwerletzt da von. Der Blirrdgänger hat lediglich Sachschaden verursacht. X. Kassel, 26. Aug. Nachdem schon vor einiger Zeit im Regierungsbezirk Wiesbaden entscheidende Schritte zur Begrün^ biuig einer Nassamschen Siedelungsgesellschaft mit dem Ziele, den Kriegsbeschädigten eine möglichst weitgehende Ausnutzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit und zugleich eine gesunde Lebensführung im eigvnen Heim zu ermöglichen, getan worden sind, haben nunmehr nach einem vom Oberpräsidentcn der Provinz Hessen- Nassau an die Städte und Kreise des Regiermrgsbezirks .Kassel ergangenen Rundschreiben auch die Bestrebungen zur Errichtung einer gleichartigen Gesellschaft für den Mgierungsbezirk Kasse«' festere Gestalt gewonrie^r. In Anerkennung der hohen wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung, die einer solchen Veranstaltung zu- kommt, haben der Staat und der Bezirksverband des Regierungsbezirks Kassel ihre Beteiligung an dem als Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu errichtenden Unternehmen mit Stammeinlagen von je 250 000 Mk. und die Landesvcrsicherungsanstalt Hessen-Nassau mit einer solchen von 50 000 Mk. zugesichert, während von Kommunalverbänden des Bezirks, sowie aus industriellen und Handelskreisen und von privater Seite die Zeichnung von. Stammeinlagen in einer Gesamthöhe von etwa 250 000 Mk. in Aussicht gestellt ist. Fehlen auch größere zusammenhängende Siedlungsflächen in der Provinz Hessen-Nassau »md wird insbesondere die Aufteilung größerer Güter zum Zwecke der Besiedlung hier, nicht ins Auge zu fassen sein, so sind doch Flächen genug vorhanden, die sich zur Einrichturrg kleinerer und kleinster Ä»»siedlerstellen im Anschluß an die bestehenden Gemciudeöezirke recht wohl eignen. Auch kann der im Regierungsbezirk Kassel reichlich vorhandene fiskalische Streuparzellei'.besitz, zumal der Herr Minister für Landwirtschaft, Tomänen und Forsten bereits eine dahingehende Zusage erteilt hat, diesem Zweck dienstbar gemacht werden. Nach dem Entwürfe einer Satzung, welche von der vom Landesausschusse nicdergesetzten Kommission gutgeheißen worden ist, soll für den Umsang des Regierungsbezirks Kassel eine G. m. b. H. unter dem Namen „Hessische Heimat", Siedelungsgesellschaft m. b. H., mit dem Sitze in Kassel ins Leben gerufen werden. --- Usingen, 26. Aug. Das Hamstern der Kursremden in ben Luftkurorten des Kreises Usingen hat nach einer Dekcrimtma- chung des Landrats einen derartigen Umfang angeirommen, daß, 'wenn nicht sofort eine Wandlung eintritt, die Kurbetriebe ge-« schlossen werden. Tie Bürgermeister der betreffenden Luftknr- orte wurden angewiesen, sofort Anzeige beim Landratsamt zu erstatten, »venu das Hamstern fortgesetzt,wird. In Betracht kommen vor allem die vielbesuchten.Luftkuryrbe Altwcllnau, Arnoldshain, BraN'doberudorf, Emurers hausen Grävenwiesbach,^euweil- nau, NicHerreifeirberg. Oberreifenberg. Niederems, Rov^ a. W., Schmitten, Reichenbach usiv. Spielplan der vereinigten §rankiurter Siadtthea-er Gpernhaur. Mittwoch 28. Ang., 71/2: „Die Rose von Stambul". Donnerstag 29., 7: „Der Prophet". Freitag 30., 71/ 2 : „Valetta". Samstag 31., „Die toten Augen '. Sonntag I.Sept., 7: „Der Prophet". Montag 2., 7: „Die Gezeichneten". Dienstag 3., 7,1/2: „Mignon". Mittwoch 4., l 1 /»: „Der Zigeimerbaron". rchausplelhaur. Mittwoch 28. Aug.. 6V2: Zn Goethes Geburtstag. „Egmont". Donnerstag 29., I 1 /*: Sondervorst. r. d. Frkft. Verein f. Jugendpfl. (Kein Kartenverk.) „Die Journalisten". sHceitag 30., 1% „Zrvi- sckvuspiel". Samstag 31., 7r,>: „Siella". Somrtag 1. Sept., W-U: Volksvorst, b. kl. Pr. „Traumulus". 71/2: „Im »veißenE Rößl". Mrontag 2., 7}/&\ „Die Laune des Verliebten". Hierauf: „Die Mitschuldigen". Dienstag 3., 7: „Hamlet". Mittwoch 4., 71/ 3 : „Zwischenspiel". v^rmNchtr». Berlin, 26. Aug. Das Familienbad in Zoppot ist behördlich geschlossen lvorden, well das Badeleben -derart ungehörige Formen «angenommen hat, daß ein Einschreiten notwendig war. * * IvHannislaucb. Jetzt ist die Zeit, wo der Johannis- lanch (eine Zwiebelart) gepflanzt wird. Zehen (kl. Zwiebelnd werdeil eingepflanzt in Reil-en und Mstände?» von etwa'ÄO—25 Zentimeter. Die Erde muß gut gedüngt sein. Sie bleiben dann ruhig den Winter über sitzen, werden im Frühling gehackt und von Unkraut Mieinigt. Um jedes Znnebelchen setzen 12—14 neue an, dre man im Mai Und Juni zu Gemüse bereitet. Ende Juli werden die übrigen Zwiebeln aus der Erde genommen, em wir die „Ehre" haben. A»idernfalls können wir »ms aus Auseinandersetzungen mit Jhum wicht mehr eiulassm. R. v. Sroß Lichen. Auf jeder Karte werdm Sie Auffchttiß finden. / §anitet;-§ergt. 5chm. Das Hessisch? KriegsehrmZeichen in Eisen „H. K. E." kann verlflhen Werder, weim der Nachoeis erbracht ist, daß nachstehende vier Vorbedingungen alle erfültt sind: 1. Besitz der hessischen Staatsangehörigleit urirrdcstms seit 1. Au- gnft 1914. 2. Mehr als 2jäl)rige Zugehörigkeit zu Verbänden, deren Tätigkeit, abgesehen von zeittoeiligern Aufmthalt in Nnhe- vder Reservestellung, sick) dauernd im wirffamen Bereich des leind- lick!.'.»» Feuers abspielt. In bi" 2 Jahre vom Tage des Ausrückens ab ist die Zeit des Aufenthalts fl» Lazaretten »md ft» der Heimat nicht eiiiMirtdRten, w l : 2 Monate übersteigt. 3. Ein- oder »nehr- malige Verwmrdu»»g. 4. Tapferkeit u»»d gute Führung. Tas Kriegs- chrenzeichm in Eisen kann M jeder anderen hessischen ?luszeuh- »»ung verliehen werdm. ii&t Nachnchren. Gegerl riittm Verständigungsfrieden. Bern, 26. Aug. (WDB. dttchitamtlich.) Dm Parlamerlts- sekretär des Munitionsn»»nisten.u»ns Kellaway führte bei der E.ösfllnng der Kantine für die Dockarbeit r ft» Hüll am 22. August aus: Es gäbe ; t England in hfl-m wie in niedecm Kreisen eine Anzahl sehr lauter, r.isfjt einflußloser Männer, die nach einem V e r ha »l d l u n g s sr i e d c:» sch. i..r. Sie meinten, daß der Krieg eia.it durch Waffen, sondern durch Phrasen beendet tverom n'.üsse. §ie verlangte!-, daß man alle deutschen Verbrechen vergeffm, und mit Deren Urheber verhandeln solle, als ob sie aus dem Fuß der Gleichheit in die Gesellschaft der Völker eiuz»itrctm berechtigt seien. Aber England könne nimmermehr vergessm. Die^Fricvxms- Ticimbc, bie ein solches wünschten, lebten in einer 2dydnmdt ui cd sürcküeten sich vor der Wirtlichkeit. Sie seien e»ttsetzt geivesm, als der PremiermiTnster er klärt chabe, daß England den Dcuff-cher, den Knock oul blmv geben muffe. Aber seines Era.chtms sei der Knock out blow eine wesentliche Vorbedingung für.eine»» dauernden Frieden und die Verwirk- lichung des Völkerbundgedankens. Wmn die frcim Demokratien der Wett nicht dem deutt'chen Militarismus dm flwock o> t blow beiz»lbri»»gen vemröchten, >vürde kein Friede dauerhaft, würde der Völi'trbund ein Trug, eine Parcflie fern. Wer wünscht? nickt den baldige»» Frieden? ?r"ber wch? England, wenn es »n dem Wunsche nach baldigem Frieden dm künftiam Gmerationm die Ketten eines unsichwen Fffchens anlege! Deutschland müsse so geschlagen »ver'oen, daß seiu iriezesührtes Volk es selbst eins ehe daß die Götzen Militarismus und Absolutismus,, die es augebctet habe, tönerne Füße hätten. Das aber sei ohne dm Knock out blow unmöglich. Wmn Deutschland iw.strnoe sei, srlauge es bedeutend? Teile Frankreichs. Belgiens, grof Provinzen R»iß'-»nds und Rumäniens in der Faust halte, in Fri-ebrnsv^chandlunge-- eiuzutretm, »vcrde die Milirärkaste -ft» den Augen des Bvlle> -ereckifl^rtfttt da stehen. Der Boykott gegen Deutschlanö. Bern, 26. Aug. u Ehren des Lordintrjors in Rom. Lugano, 28. Aug. Im Fesffaal des Kapitols fa»?d en» Bankett für den Lord»nayor von London statt. Orlando hielt die Begrüßungsrede und feierte die »oahre, unersckütter-' l»ch c Liebe zwischen England und Italien, das dm Cnalä»»dern ewig Dank schuld sei nnd dieser n:vn Seelen freund-« schaff niemals »mtreu '.vei'den kö»rne. Orla»»do schloß mit dem Hinweis - >77 der Bäh»» u. s. Plchiere. 1 Portemminaie m»t 18 Mark Inlett, 1 seidener Damen sch rm, 1 Bund (31 Schlüssel. I Perflnnd- lasch' mit Ockstüssel »rnd Portemonnaie 2', Mark Inhalt 1 gelbleder»»es Porten»onnaie mit K) Mark Inhalt, l »crdmer Da mm sch rm mit silbernen» Gnft Tie Empfangsberechtigten der oefunbenen Gegenstände beliebe»» ihre Ansprüche alsbald bei uns iTettenb zu nrvchm. Die Abholung der gesundmm Gegenständc' kann an Wock:entag von.11—12 Uhr vormittags und 1 '« llbr n ' bei der Unterzeichneten Behörde. Zimmer 1. erfolam Gießen, dm 15. August 1918. Großherzogliches Polizerantt bsteßen. I. A.: Pfeffer Dienstmädchen gesucht 6377B Medizinische Klinik. Posten Zigarren UNd > NetteS Dienstmädchen rum i-September gesucht 04539 Lndwiasvlott 14. Zigaretten Auf ferner. fremder Aue Grub man kür dich ein Grab Und lenkte dich, du Bester. Schon viel zu früh hinab. Noch kurz vor deiner Todesstunde Schriebst du in trostreichen Zeilen Meine Lieben, ich hoffe Weihnachten Friedlich in eurer Mitte zu weilen. Ach, lieber, bester Ludwig, Wie ist das Herz uns schwer, ln deine treuen Augen Sehen wir nun nimmermehr. Wie hast du dich im Todeskampfe Gesehnet nach den Lieben dein, Doch all dein Sehnen war vergebens, Du schliefst uns ungeahnet ein. Nicht hörst du mehr der Mutter Klagen, Nicht fühlst du mit des Vaters Schmerz. Nicht siehst du der Geschwister Tränen, Vor Wehmut bricht uns fast das Herz. Doch nun ruh’ sanft, du lieber, guter, Du braver Sohn, geliebter Bruder, Sollst ewig unvergeßlich sein! Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass am 15. August, vorm, gegen 2 Uhr, unser innigst- geliebter, herzensguter, braver, hoffnungsvoller, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Fahrer Ludwig Roth einer am Fuß-Artillerie-Regiment Nr. 10, 9. Batterie am 14. d. M. erlittenen schweren Verwundung im Alter von 20 Jahren nach 16monatiger treuer Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. infolge blühenden '2i In tiefem Schmerz: Friedrich Roth und Frau Familie Carl Marie geb. Hilberg Familie Heinrich Grölz Wilhelm Roth und alle Angehörigen. Besier Heinrich Roth Marie Roth Emma Conradi Daubringen, Giessen, Breithardt i. Taunus, den 26. Auwe»cywmer) im Alter von 5, 4 und 2'/, Jahren, evangelischer Religion, wird für die Dauer von etwa 6 Monaten geeignete Pflege, vorzugsweise in einem Haushalt gesucht. Angebote unter Angabe der zu beanspruchenden Pflegevergütung sind an die unterzeich. nere Stelle zu richten. 640188 Der Magistrat, Armen- und Watsenamt, Hanau: Glaser. Bekanntmachung Grummetgrasversteigermrg. Dienstag den 3. Sevtember, vormittags 9‘/ 4 Uhr, wird das Grummet^ras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, bera nnd Watzenborn, das GraS von Schneif^.^^äh- vlauen und den Eisteich-' - * ^ ~ — fl en in den Forstwarteien Baum und Leibgestern in der Wirtschaft des Sommer VI. zu Watzenborn versteigert. Weitere garten Gra. Somnrer vi. ru Lv . >. Auskunft erteilt Grofch. Forstwart Menges zu Forsthaus Baumgarten. Giehen, den 26. August 1918. Grostb. Oberförsterci Schiffenberg. Trautwetn. 63946 Ausgabe von Kaffee-Ersatz. ,, (Ausgabe Nr. 9i. ho« t* ^Lvtember 1918 erfolgt in ben KlemhandelSgeschatken der Stadt Gießen die Ausgabe des Kanee-Ersatzes gegen Vorlage des BeftellausweiseS ^-^«smittelkarte und Ablieferung des BezugSab- fchUlttS Nr. 9. Einzelne abgetrennte Marken Nr. 9 sind ungültig u. berechtigen nicht zum Empfang von Kaffee-Ersatz. —- e c — ."" - 9 ES entfallen auf den Bezugsabschntlt Nr an J~ 50 c ® ro f mm Kaffee Ersatz. Wer bis zu dem festgesetzten Zeitpunkt den Kaffee-Ersatz llicht abgeholt hat. hat keinen Anspruch mehr darauf, v» ?*L^/irlhandelsgeschäfte haben die Bezugsabschnitte Nr. 9 bis spätestens 6. Sevtember 1918 an das Stadt. Lebensmuteiamt, Zimmer Nr. 11, unter Beifügung einer iu ~ Mrifilichen Mntellung über die Anzahl der abgelteferten Bezugsabschnitte elnzusenden. der nicht abgeholte Kaffee- Ersatz ist dem Städtischen Lebensmittelamt zu melden. .Nichteinhaltung dieser Frist hat den Ausschluß v werteren Zuteilungen zu Folge. Gießen, den 26. August 1918. 6391B Ker Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). von Der behördlich genehmigte Mohr sche 638288 Fleischextrakt-Ersatz „Ohsena" mbt allen Speisen einen kräfl,«°n FIc«ch«c!»maik und ift des..alb an allen steischlosen Tagen in jeder Familie un - - - -- — K ^^hrlich Dosen V. Pfd. netto Mk. 5.25, U Pfd. Mk. 1.60. „Ohsena" ist unbeschränkt haltbar und n, den meisten Geschäften /.Pfd. Mk. 2.90, . _ . -r und in der Lebensmittelbranche käuflich. MHMMrbeiter u. Arbeiterin VER M und Schlafzimmer Wobn zum l.Scpt. zu vernv 01537 L- migrsI.pdU t pp. pl sIz : 1 8, !. ^'l' ErQEL!7e'ri"E""s Zum L Januar 1919 eine Wohneno gesucht. Mietpreis 500—800Mk. Angeb. an Keck, Godesberg, Cäsariusstr. 10. Brautpaar sucht 1-2-Zimmer-Wohnung. Angebote unter Nr. 04527 an den Gteßener Anzeiger. Got inübl. Zimmer mit oder ohne Pension sucht sofort alleinstehender älterer Herr. Angeb. unter 04538 den Gieß. Anz. erbeten. an Einfach möbl. Zimmer mit Kochgelegenheit gesucht. Schriftl. 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