/ Nr. 198 Der Sieheaer Lnzet»« erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilasen: GicheserKamiliendlStter; ' / «reis Via 11 für fcn Kreis Sietzen. Bezugspreis; monatl. Äck. 1.20, viertel - jährlich Dck. 3.60'. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10: durch die Post Mk« 3.60viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüffe: . sürdieSchr,stlcilung112 Verlag,Geschästsstelleül Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gletzen. Erstes IM 163. Jahrgang Somstog, 24 . August 1918 Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 General-Anzeiger für Oberhessen Swillmgzrunvdruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei R. Lauge. Annahme von Anzeigen s. die Hwgesiittmmer bis zum NochinUtag vorher ohnejedeVerbindlichkech Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Pi., für ausw artige 30 Pf., für Reklanier M.l.-nebst 2V«/. Leu- eningszuschlag. Haupt« schri t'eiter: Aug.Goey. Verantwortlich für Po' litik u. Feuilleton: i V. Bankverkehr: vr. Zenz; Stadl und «ewerdebank Siegen "and. Vermischtes, rrchtchaal: vr. Meyer; Schriftleitung, Sejchästzstelle u.Druckerei: Schulftr. 7. tuffn 550000 Brutto-Register-Tonnen im Juli versenkt. Dochenrückblick. bereits vor «cht Tagen ist an dieser Stelle darauf hin- gewresen worden, daß die Spannung im Westen mit dem Ausgleich des feindlichen Ueberraschungsstoßes überwunden sei und Foch im Verfolg seiner ersten Errungenschaften nichts anderes übrigbleibe, als zur höchst verlustreichen Staffe- offensive anzutreten, wenn er nicht lieber an einem neuen Punkte der riesenhaften Schlachtlinie nach billigeren Lorbeeren suchen wolle. Die Kämpfe der abgelaufenen Wrnche haben der hier vertretenen Auffassung recht gegeben. Es hat eine Lrtaffelofsensive von bisher noch nicht dagewesener Wucht eingesetzt, der ftder größere Erfolg versagt bleiben mußte, weil ihr die Ueberraßchung fehlte. Es hat den Anschein, als ob die Franzosen, die wiederum den Haupteinsatz stellen, mit allen Mitteln die militärische Entscheidung erzwingen tvol- len, wahrend sie nur den Plänen unserer Obersten Heeresleitung in die Hand spielen, die inriner wieder betont hat, die Zermürbung der feindlichen Kräfte sei das erste und letzte Ziel jeder Schlachthandlung". Wie sich die feindlichen Kräfte an unserer elastischen Verteidigung zermürben, geht mit nicht weiter zu unterstreichender Deutlichkeit aus 'den offiziösen .Kommentaren der Tagesberichte hervor und aus den Tele- granrmen der Kriegsberichterstatter. Eines von diesen Telegrammen, das gerade unseren hessischen Truppen ein Heldenlied sang, wird jedes Hessenherz mit Stolz erfüllt haben. Auch im gestrigen Tagesbericht ist ein kraftvoller Gegew- angriff hessischer Truppen rülMlich, hcrvvrgehoben. Aus dem erwähnten Telegramm ging die immer wieder sestzustellende Beobachtung hervor, daß die Angriffswaffe des Feindes, der Dank, nach einmaliger Ueberraschung in seiner Mrkung völlig versagt, während die Waffe des Verteidigers, das Maschinengewehr, sich glänzend bewährt. Man spricht von den augenblicklichen Abwehrkäntpftn Latsächtich bereits als von Maschinengewehrschlachten. Da aber diese Art des Kampfes besonders ip\jt Anforderungen an die Einzelausbildung der Mannschaften stellt, bewährt sich auch hier der alw Satz vom Siege der Intelligenz über die ungefüge Masse. Dem militärischen Mitarbeiter der „Vossischen Zeitung" sind nähere Angaben über die Organisation der neuen Waffe zu danken. Wir fassen kurz das Wesentliche davon zusammen. Jedes Infanterieregiment hat drei Maschinengewehrbompag- nien, zu jedem Bataillon gehört eine Kompagnie, die über ireun dieser sogenannten schweren Gewehre verfügt. Außerdem sind auf die Kompagnien eine größere Anzahl leichter Maschinengewehre, sogenannte Trvmmelgewehre oder Musketen, mit zwei Mann Bedienung verteilt. Die schwereti Maschinengewehre werden in der Verteidigung nicht in vorderster Linie, sondern außerordentlich tief gestaffelt und vereinzelt aufgestellt, als sogenannte Maschinengewehrnester, die von überhöhten Punkten das Angriffs- und Abwehrseld bestreichen, wodurch sie zu einer furchtbar«! Waffe werden. Ihre Wirksamkeit erstreckt sich auf 1000 Meter, ihre verheerendste Wirkung liegt zwischen 400—600 Meter. Selbst Tanks können von ihnen bewegungsunfähig gemacht werden. Der selbständigen Art ilwes Kampfes und dem richtigen Eingreifen der Bedienungsmannschaften hat der Feind vor allem die Vereitelung seiner Durchüruchsversuche und seine ungeheuren blutigen Verluste zu verdanken. Kleinere Abbiegungen der zufälligen Fwntlinie, die sich immer noch nicht aus ausgebaute Stellungen stützen kann, Zurücknahme einzelner Abschnitte hinter natürliche ßchntzwälle, wie jetzt neuerdings hinter die Ailette, sind im Rahmen der Gesamtschlachthandlnng von un- tergordneter Bedeutung und dienen nur dazu, kostbaresMenschengut nicht unnötig auszusetzen. Der Ablauf der Staffeb- osfeniive kann nach ihren Vorläufern in der Champagne und in Flandern noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, wobei es höchst fraglich erscheint, ob Clemenceau sein Versprechen, Noyon zu erobern, verwirklichen wird. Den klar zu umschreibenden Ereignissen im Westen stehen im Osten immer noch lediglich von Tag zu Tag schwankende Möglichkeiten gegenüber. Jeder Verbandsübertreibung entgegen halten sich die Bolscliewisten mit einer Zähigkeit, die Hit ihrer Bedrohung wächst. Sie haben den Tschecho-Slowa- ren verschiedentlich empfindliche Schlage versetzt und neuerdings sogar über die Engländer bei Archangelsk einen Wässerter so lg davongetragen. Damit wird auch England der Erkenntnis näher gebracht werden, in wie unliebsamer Weise es sich in die russischen Verhältnisse verstrickt hat, da es gezwungen ist, einen neuen Krieg zu führen, der sich jeder Berechnung entzieht und mit der von ihm behaupteten Achtung vor dem Rechte der Völker, ihr Schicksal selbst zu bestimmen, nicht in Einklang zu bringen ist. Eine weitere schwere Verwicklung und Verpflichtung hat sich England aufgeladen, als es die Tschecho-Slowaken als verbündete Macht anerkannte und versprach, ihre Nationalträume zu erfüllen. Danrit wird die Liste der uneingelösten und uneinlösbaren Verpflichtungen Belgien, Serbien, Griechenland, Rumänien usw. gegenüber um eine Kleinigkeit verlängert. Jenun, England ist von leher nn Versprechen groß gewesen. Der fernste Osten, wo die Japaner unter englisch-amerikanischJranzösischer Ueber- * wachung selbstlos" im Trüben zu fischen versuchen, ist immer noch in tiefstes Dunkel gehüllt. Fast das ganze javanische Heer soll mobilisiert sein. Wie weit die beabsichtigte Expedition in Sibirien vorrücken wird, entzieht sich noch jeder Beurteilung. Erfreulich ist es, zu hören, daß unsere Verhandlungen urft Rußland sich einem gedeihlichen Ende nähern. Dadurch wird erst dem Brester Frieden die Bedeutung erwachsen, die ihn! zukommt und die er allen russischen Zukunftsmöglichkei- ien gegenüber behalten muß, dn jede noch so provisorische .wgwrung, die Lenin und seine Gefolgschaft ablösen könnte, chb mit d> tu loschen Wirklichkeit abzusjnden hat, um im ergenen Lande Fuß zu fassen. An dem mutmaßlichen Schicksal der Randftaaten, einschließlich Polen, herumzudeuftln, erübrigt sich, bevor die Regierung ihre Pläne, die sie bisher"nur den Parteileitern des Reichstages, nicht einmal dem Hauptausschuß, anzuvertrauen wagte, offene Karten ausgespielt hat. Noch eine erfreuliche Tatsache ist im Rückblick dieser Woche zu verzeichnen: Die Aufnahme der Redeoffensive durch den Staatssekretär des Reichskolonialamtes Dr7 Sols. Eine unmittelbare Wirkung ans die Gesinnung unserer Feinde ist hiervon nicht zu erwarten, so wichtig kräftige Worte für die Stimmung im eigenen Lande sein mögen. Aber wenn Dr. Sols den Kantschen Satz anführt: Irgend ein Vertrauen aus die Denkungsart des Feindes muß mitten im Kriege noch übrig bleiben", und wenn er sich an die Zentren des europäischen Gewissens wendet, die die kriegführenden Nationen zum Bewußtsein ihrer Aufgaben zurückerwachen lassen würden, und die Segnungen kommenden Friedens preist, so müssen diese Worte in jeder Menscheubrnst anklingen. Und die oft getäuschte Hoffnung wird wieder wach, ein Friede werde kommen, der alle Wunden ausheilt, oder um einen Spruch von Stefan George anzuwenden, den der Dichter zum Abschluß des „Siebenten Ringes" ausgeschrieben hat: Wogen brachen uns einer tosenden See Wracke und Leichen schlang eine grollende See . . . Später erglitzerten unter dem Sternengold Längs den Gestaden Korallen und fielen und Gold. (WTB.) Großes Hauptquartier, 23. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschaupsatz. Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und Generaloberst v. Boehn. Teilangriffe des Feindes nordwestlich von Bailleul und beiderseits der Lys wurden ab gewiesen. Im Gegenstoß machten wir Gefangene. Der Engländer hat gestern den atu 21. August nördlich der Anere begonnenen Angriff mit voller Kraft sortgesührt und unter Aussparung der Angriffsfront nördlich von Albert auf i>m Abschnitt von Albert bis znr Somme ausgedehnt. Der umfassend angelegte Durchbrucksversuch des Feindes ist in feiner ersten Entwicklung völlig gescheitert. Der Gegner hat gestern eine schwere Niederlage erlitten. Auf dem Kampffelde nordwestlich von Bapmime griffen in Erwartung feindlicher Angriffe preußische Divisionen mit sächsischen und bayerischen Regimentern den Feind Mischen Noyenville und Minmnwnt an. Sie stieszen überall auf den feindlichen, in der Entwicklung begriffenen Angriff, auf starke Bereitstetlungen des Gegners und warfen den Feind stellenweise bis zu 2 Kilometer Tiefe zurück. Damit waren die für den Morgen vorbereiteten englischen Angriffe zerschlagen. Im Laufe des Tages griff der "Feind noch mehrfach in besonderem aus Richtung Puisirux—Beaumont—Ha- mel an. Er wurde überall unter schrveren Verlusten ab gewiesen. Starke Angriffe des Gegners über Albert hinaus brachen in unserem Feuer zusammen. Zwischen Aibert und Smmne griff der Feind unter stärkstem Feuerschutz an und drang vorübergehend über die Straße Albert—Brave hinaus in östlicher Richtung vor. Kraftvoller Gegenangriff hessischer Truppen mit Teilen preußischer und württembeiAiiÄer Regimenter warfen den Feind über die Straße hinaus in ihre Ausgangsstellung zurück. Offen auffahrende Batterien sckossen zahlreiche Panzerwagen des Gegners zusammen. Nördlich von Braye setzte der Feind Kavallerie zur Attacke ein. Sie wurde fast restlos vernichtet. Teilkänipse dauerten auf dem Schlachtfelde bis in die Nacht hinein an. Zwischen Somme und Oise im allgemeinen ruhiger Tag Starrer Feuerkampf südlich der Somme flaute in den Vormittagsstunden ab. Südlich der Avre kamen französische Angriffe bei Fresnieres in unserem Feuer imr teilweise zur Entwicklung und wurden abgewiesen. Jnfanteriegefechte ar der Divette. Zwischen Oise und Aisne nahmen wir im Anschluß an die am 20. August erfolgte Verlegung unserer Linien Hinte; die Oise in der Nacht vom 21. zum 22. August unsere Truppen vom Feinde ungestört hinter die Aillette zurück. Starkem Angriff des Gegners zwischen Manicamp und Pont Saint Mard wichen unsere, ans dem Westufer der Aillette noch verbliebenen Kompagnien hinter den Abschnitt aus. Teil angriffe des Feindes zwischen Aillette und Aisue scheiterten in unserem Feuer und im Gegenstoß. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Bazoches und Fismes drückten wir in örtlichen Angriffen ameridrnische Postenlinien zurück und wiesen feindliche Gegenangriffe ab. * Leutnant Udcl errang seinen 57. und 58. Luftsieg. Bei Fliegerangriffen aus das Heimatgebiet wurden nach bisherigen Meldungen von einem stuf Karlsruhe angesctzten feindlichen Geschwader zu 10 Flugzeugen durch unsere Jagdflieger sieben Flugzeuge vernichtet. Der Erste Gcncralauarttermeister Ludendorss. * Der Abendbericht Berlin. 23. Aug.. abends. (WTB. Amtlüh.) Erneute englische Angrifft rwrdwestlich Bapamne. bei Albert und südlich der Somme. Unsere 6) egen angriffe find im Gange. Heftiger Feuerkampf Mischen Ailette und Aism. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 23. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlaurbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Ein österreichisch-ungarisches Fliegergeschwader unternahm einen erfolgreichen Bombenangriff gegen den italienischen Flugplatz bei Mestoe. Sonst keine besonderen Ereignisse. Albanien. Die Streirkräfte des Generalobersten Freiherrn von Pslanzer-Baltin haben den Feind an mehreren Punkten auf seine ersten Linien geworfen. Gefangene und Geschütze wurden eingebracht. Der Chef des Generalstabes. von der Westfront. Feindliche Ziele. Berlin. 23. Aug. >WTB.) Ein erbeuteter Angriffsbefehl für den Angriff her 133., 169. mtD 46. französischen Division zeigt wiederum, wie weit der.Feint» .seine Ziele gesteckt hat. mit wetchnr Müssen er aus schmalen Fronteil angreist uni) wie wenig er erreicht. Diese drei Divisionen sollten tief gestaffelt auf der schmalen Frontbreite von vier Kilometern angreffen. Eine Menge Ar- Elerie, auch schwere Artillerie, war ihnen zugeteilt. Acht Ziele nmren auf der beigesüchen Karte, aus der hervvrging. wie und in welcher Zeit sie eMeiä>t roerden sollten, genau bezerchnet. Ein Bataillonsbefehl te? Kommandeurs der 116. Jäger bestimmte ferner, daß der Angriff von Tilloloy aus zu erfolgen habe im>> um fünf Uhr vormittags beginne. Uni sechs Uhr sollte das erste Ziel, der Ostrarü) von Beuvraignes, erreicht sein, um 7 Uhr 40 Minuten die Straße Roye—Lassigny nördlich von Erapeaumes- nil. Als viertes Ziel war bis 6 Uhr: 50 Milruten der Westausgang von Amy zu erreickMi. So wurden die Ziele weiter bestimmt. Als letztes pnd Endziel waren Ort imd Wald Avricourt gedacht, die acht Kiwmeter von der französischen Ausgangsstellung entfernt liegen. Dort sollten die Sturmtruppeir bis 11 Vs Uhr vormittags eingetroffen sein. Zunächst war der Angriff für den 13. August geplant, mußte aber wegen der Verluste des .Feindes infolge der Kämpfe am vorhergehenden Xan' um vier Tage verschoben werden. Er fano am 17. August na i « in er einstündigen heftigen Vor^ bcreitung statt. Von er Hamen Zielen erreichte der Gegner nicht einmal das erste. Er griff zu verschiedenen Malen bis vier Uhr .nachmittags an. nrußte aber unter Zuriicklassung von zahl- reiä>en Toten und Verwundeten, die durch nack)stoßende deutsche Karnpspatrouillen im Borgelände festgestellt werden konnten, in dem gutliegenden Artillerie- icnd Maschinengewehrfeuer endgiUtig in den Matzbachgrund auf Rove-sur-Matz zrrrückweichen. Feindlicher Menscheneinsatz. Berlin, 23. Aug. (WTB.^ Die Franzosen getvannerr, ime durch Meldrmgen der letzten Tage erwiesen ist. mehrere An- griffsdivffionen für ihre nrit rücksichtslosem Menschenverb rauch geführten Offensiven dadurch, daß sie nach der Anffösung anderer Divisionen diese zur Opferung bestimmten Divffwnen aus zwei RegiTnentern farbiger und einem Regiment ^oeißer Franzosen neu gliederten. Beim Angriff stehen die Farbn>ur regelmäßig in erster Linie, die Weißen in der pveiten. Am 20. 8. griff die 47. französische Division, die gegen^ wartm .zu den besten Angriffs^Visionen Focl^ gehört, mrd aus drei Bataillonen Chasseurs-AlpinB besteht, mit Tanks in verzweifelten Stößen im Raume nördlich -Rone an. Ihre Angriffe brachen zum Teil in den Grrt-eu unserer Rttrichinengnoevre zusammen. An vier Stellen kam es zu erbittenslen Ral>- kmnpsen. in denen die Deutschen die Oberhand ^hielten 'Die ^telLuugcu blreden refllos ür deutscher Hand^ Mn ÜMeu Rach. gEllg hmVs bicm Wrtdfenben Feiird bfe flJtgtgnfffTt? Dä- Misn -um Gegenangrrss über und warf die Jager bis au den Westrand des Brvcouemcmtwaldes zurück, aus dem sich der französische Aiwriss eiMmckelt hatte. Erst der Befehl der Führung -rief.sie wieder in die deutschen Linien z'.rrück hundert Gefangene und zahlreiche Maschinengewehre wurden eingebracht unb hohe feindliche Verluste an Toten und Verwundeten festgestellt. Die Tanks hatten im Kampfe keine große Rolle zu spielen vermocht. Im deutschen Abwehrfeuer zogen sic sich bald zurück. Ueberhaupt hat es den Anschein, als seien die Tanks aus Grund' der gemachten Erfahrungen etwas scheuer geivorden. Gefangene Heben als Verluste ihrer Division in den Kämpfen der letzten -rage 50 Prozent an. Nur zwei Bataillone hätten geringere, da sie bri den Hauptangriffen in der zweiten Linie standen. Die Verluste seien vor allem durch deutsches MaschmengÄvehrüweü verursacht zu sein. Das Ziel der Angriffe fei Roye gewesen^ das von der 47. Division umfassend genommen werden sollte. Nach ^ Gewinnung der Straße Rohe—Lianconrt durch Jäger sollte die südliche Anschlußdivision Rohe in frontalem Angriff nehmen. Zur Belohnung für die Einnahme von Roye sollte die Division abgelöst werden. Berlin, 23. Aug. sMTN. NichLamllich.^ Die schwere Nieder-, läge der Engländer vom 22. August kostete sie neben den großen Opfern wiederum eine außerordentlich große Zahl von Tanks, deren Masseneimatz dem Angreifer den Erfolg verbürgen sollte. UTTfere offen auffahrenden Batterien schossen die vorfahrend^ Panzerwagengeschwader zusanrrnen. Der Rest wachte keimt. Allein südlich Mayenueville wurden über 50 zerschossene Tanks gezählt. Flottenaugrlff auf Dünkirchen. B t x l f n , 28. Aug. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 22. zmn 23. August haben leichte Streitkräfte des Marine- korps feindliche Seeftreitkräfte auf Dünkirchen-Reede angegriffen. Gegen drei feindliche Torpedoboote wurden Torpedo lreffer erzielt. Zwei der Fahrzeuge sind gefunken. Trotz scharfer Gegenwirkung sind unsere Streitkräftr vollzählig und ohne Verluste wieder eingetrvfsen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Beschießung von Dünkirchen. London, 23. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuters!chen Bureaus: In der Nacht vom 22. zum 23. August beschosst die Deutschen Dünkirchen aus schwerem Kaliber. Lieben Zivilisten wurden getötet und -einer (?) verwürfet. Deutsche Flieger über Paris. Paris, 22. Aug. (WTB.) Agence Havas. Heute morgen ? 3 Uhr überflogen einige feindliche Flugzeuge auf einem Erkun- dungsfluge in sehr großer Höhe die Pariser Bannmeile. Heftig beichoslsen von unseren Batterien und verfolgt von unseren Al^ wehrflugzeugen, schvenkten sie nach Norden ab. * Fliegerhauptmann Berthold. Berlin, 24. Aug. Wie dem „L. A." aus München berichtet wird, hat der Fliegeryeld Hauptmann Berthold aus Ditterswind bei Ebern lUnterfranLn) bei einem nach seinem 44. Lustsieg erfolgten Absturz außer einem doppelten lArmbruch auch untere Der letzungen erlitten. Lebensgefahr besteht nicht. Frankreichs Brotration. Berlin, 24. Aug. Laut „L .%. n befaßt eine amtliche Mitteilung an die Pariser Presse, daß tan einer Erhöhung der Brotration in Frankreich nicht die Rede sein könne. gardisten, die Hve LWe ausycvlLndert und Abcrgctr am ii hätten, niedergeschossen werden. Diese Lügen svivie der m Aussicht gesteLtr Monatstöhn von 450 Rubel vcoanlaßtrn die „Karelier", zur Befreiung ihrer ,Heimat" in das englische Heer einzutretM^ Groß war ihre E u ttän schtag, als sie nicht nach der Heimat ^marschieren Mußten, sondern die Stadt Dem mit erobern mußten. Moskau. Moskau, 21. Aug. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraf henagentur. Dir Sowjetmacht cntwaMiete die brianskischen Offiziere, die Uisammen mit de» Mrnschiwiki einen Aufstand vor bereiteten. Amerikas Armeevorlage« London, 23. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. Aus Washington wird gemeldet, daß die beiden Häuser >e§ Krm- äresses mit den Deoatterr über die neue Armeevorlagr begonnen haben. Das Rcpräscntantenhaus lvird in Dauersitzungen Mrsammeu- bleibm, bis die Vorlage angenommen wird. Die «eiSuurnhen in Japan. London, 23. Ang. lWTB. Nichkamtllch.) Die „DwveS" erführt aus Tokio vom 19. August: Die Reisunruchen bauern in den Provinzen fort. Das Kabinett wird wahrscheinlich zurück- treten. Aur Rußland. Der Kampf der Sowjettruppe«. Moskau. 21. Ang. 'MTB.) Meldung der Peters bur ger Telegraphen-Agentur. Im Äezirk von Kasan finden Kämpfe statt, die für die Sowjettruppen siegreich sind. Wir nahmen das Ducs. Wassiliewka ein. Südlicher Frontabschnitt: 35 Werst südlich von Elan wurde das Dorf Beresowska von einer feindlichen KavallerwabteSung em- genommen, doch nrnrde der Gegner durch den Ansturm unserrß Kavallerie aus diesem Dorf verdrängt und nach der Ansiedlungs Wnlgarinsk und nach Pekatschew zurückgeworfen. Hier ntodjtat wir Gefangene. Nordöstlicher Abschnitt: In der Richtung auf Katschmanu, südöstlich non der Station Obosenri, N der Gegner von der Sidatwn Ewingsk zurückgeschlagen worden. Norbkaukasischer Abschnitt: Der Gegner nahrn die Dörfer Pitsä^oga und Erstrwka ein und begann den Anmarsch auf die An- siedllrng Orlowka, nordöstlich von Tschumrak. Utsser Kommando iergriff alle Maßiwhmen zur Abwehr des Gegners, der an dem- lelben Tage in der Ricchung von Welikokliajiza die AnfieÄUNg Pestscham verlor. London, 23 Aug. MTB. Nichtamtlich.) Rätter-Meldung. D)e „Darly Mail" erfährt aus Charbin vom 21. August: Die (Ingländer, Franzosen und Japaner an der Ussurifvont wurden in schwere Kämpfe verwickelt; aber die Kosaken und Tschechen trugen bisher die Hauptlast des Kampfes. Später zogen sich die Allüer- ^ »n^der llcbermacht zurück Japanische Verstärkungen hielten den Ansturm der feindlichen Kräfte auf. Die bolsckMnstrsckxm Moni- 'dore aus dem Httrckasse beunruhigten den lncken Flügel der Miietten. Moskau, .22. Mg. MDB. Nichtamtlich ) Die „Prawda" meßct: Ae Tunnels am Südwestufer des Baikalfees fielen den Summen der sibirischen Regierung unversehrt in die Hände. Der Berkehr rinbet bis Tunnel 36 statt. Laut „Sibiskaja Rjetsch" bc- sich dve Tunnels des östlichen Deills in der Gewalt der Bolschewcki. Tunnel 39 ist von den Bolschewiki gesprengt worden. Die „Pvawdtt meint, daß die Gegner infolge dieser Sprerrgimg >mcht mehr inrsttE se^en, große Operationen gegen die Räte- gewalt nr Transbaikalien zu führen. ^ einer großen Versammlung im Taurischen Palast teilte c'ttvwskt >mtt, daß Unter der Livftorg „Nieder mit der Sowjet- gewalt in Krasnoxe Selo alles zum Vormarsch auf Petersburg vor- l-erettet war. Englisches Bordvingen in Karelien. Helsinafors, 19. Aug. MTB. Nichtamtlich.) Nach Mel- dun^n ttnnrscher Blätter nimmt das Vordringen der Engländer rn .^retten mrmer bedrohlichere Formen an. Finnische Rot- gardisten setzen mtter der Leitung englischer Offnere in der Nähe der smmschen Grenze nördlich von Uhtua. Petrosavodsk ttt nach dem Bericht von Augenzeugen in den Händen der Entente. Die EnglLtder haben nicht nur finnische Aufrührer ~~ vre sogenannl^r Rotgardisten — angeworben, sondern auch der der Murnranbahn beschäftigte Karelier aus Russtsch-Karelien, letztere unter fahchen Vorspiegelungeic. Man erzählte ihnen, sie würden bei der Rückkehr in die Heinmt von finnischen WeißDie Beziehungen zn Deutschland. Moskau, 20. Aug. (WDB.) Meldung der Petersburger Telegraphermgentur. Die Zeitung .LÄvestija "schreibt: Die Reife unseres Gesandten Joffe nach Moskau rief infolge der gleichzeitigen Abreise des deutschen diplomatischen Vertreters nach Ples- Eau ^btc versckstedensten Beurteilungen hervor, die jedoch mit der tatsächlichen Sachlage gar nicht übereinstimmcn. lieber seüre Herreise teilt: Joffe in einem Gespräch unseren Mitarbeitern fangendes mit: „Alle GerüchLe inbezug auf die Zuspitzung unserer Beziehmv- gen zu Deutschland sind vollkommen unbegründer. Dattschland will und wird wcht nrit uns brechen. Augenblicklich sind die Gesell- schasts- und Regierungskreise Deutschlands mefo bemx je von der Rotmendigkeit der Erhaltung und Stärkung des Friedens mit Rustlarrd überzeugt. Es verlangen dies i*e Interessen DeutschLauds. Ndeine Herkunft und die der russischen öklmomischen Delegationen) in Berlin lder Geiwssen Zarin, Svkolnikow und Krassin) und auch die unseres Generalkonsuls in Berlin, Menfchinskp. ist bedingt durch die Beendigung der DerhandlungLn, die in Berlin Verwirklichung der ökonomischen Dedmgungen des Brester Friedens geführt wurden. Es war notwendig ,einen ausführlichen Bericht über diese Verlxmdlungen dem Rat der Volkskomnrissave vorzu- legen, um weitere Instruktionen und die endgültige Sanktion zu <7rhalten. Die VerhaMüngen zeitigten ein volltomTnen befrio-, di gen des Ergebnis. Es bestehen durchaus keine Hindernisse zur weiteren Entwicklung der Handels- und ökmwmischen Beziehungen^ Ämschen den beiden .Reichen, die den zerstörenden Krieg beendeh lvaven und miteinaut'ber in Frieden zu leben wünschen. Wegen vnauffchicbbarer Angelegenheiten in.Berlin reisen ich nach Men- schinsky schori nach einigen Stunden wieder z urück “ Aus der Ukraine. Kie w, 22. Aug. (WTB.) Laut einer Meldung der Ukraini- sthen Telegraphen-Ägentnr hat der Hetman das Gesetz über die Schaffung von 40 Untersuchungsrichterposten, speziell für den Kamps mit der Spekulation bestätigt. Laut einem eben veröffentlichten Gesetz erHolat die Errichtung von Mllitärattacheeposten an den ukrainischen Gesandtschaften in Berlin, Wien, Bukarest, Sofia, Bern und Konstantinopel. Die Engländer in Baku. Moskau, 21. Aug. (WTB. Niclstamtlich.) Der Konimandeur der cngliscksen Truppen in Baku, Generalmajor Disterwill, erklärte m einer Bekanrttnurchung an die Bevölkerung, daß seinN Regierung nur dir Interessen der Verbündeten im Kampfe mit dem deutschen Imperialismus verfolge, und daß er auf Grund dllckomwlms mit der zeitweiligen Diktatur der' kaspischen! Regierung handele. Amerikas Ziele in Rußland. io T 2 l News^^ melden aus Neu York vom 18. August: Marsch erledigte im Sv Ortsausschuß die Jnterventions- frage rn Rußland wie folgt: Ich kann ohne (Änschränkuug sagen, daß der Gedanke an die Errichtung einer Ostfront in Rußland mtt emrr Hand-voll Amerikaiver einfach lächerlich ist, Die ameri- kanrschen Ziele in Wladiwostok und Archangelsk beschränken sich aufden Schutz der nrllitärischen Marerüllvorräte. Es wird als höchst unklug angesehen, die mrverikMnschen Streitkräfte zu teilen. 8^.?2^Efrrschen Opevttionrn in Rutzkand sollen sich darauf beschränken, tue Tschecho-c^lowaken zu unterstützen. Es liegt soweit knn tatsächlicher Wechsel in der Stellungnahme Amerikas vor. wie sie hier im letzten Halbjahr verstanden wurde. Es wird die grötzte Snige getragen, Rußland zu versichern, daß Amerika ke mc El nnrischung in seine politische Souveränität und keine Beemtvachtigung der territorialen Integrität, weder ,etzt noch sptter, beabsichtigt. Tie britische Anerkennung des tschecho-slo- waLschcn Staates findet hier w a r men. Beifall. * Pole». ©len, 23. Aug. (933328.) Meldung des Wiener DÄegraphen- Krwrespoudenzbuvoaus. Der Kaiser hat heute den Chef des Staats- departemenL der Pollrischen Regierung. Prinzen Janus Radziwill mo den Gvcckeu Stefan Ppzezdieckl in besonderer Audienz emp- xznopi. ßcfot JptroGt Mtd der Minister des Aeußeru. Graf Brnnan. wurden sodaim §ur FrlMLLtafel bei den MttjeMen geladen. WLe die PoVniLche Preßagenllrr n«LdeL, hat die Audienz des! Prinzen Radziwill beim Kaiser % Stunden grtxmert. Am Nach- vnttag haben Prinz Radztwrll und Graf Pi^dierki eine fast »-esstündige Despmchurvg nrit dem Minister des .Steuern, Grasen Bsrurn, gehabt und sodann den Logativnsrat Nofivovüch. welcher zur Zeit mit der Lösung der pvlnischen AngeHogencherten betraut rst, besucht. Wien, 22. Aug. ^WTB.) Meldung des Wiener Telegraphen- Wrrespondenzbuvvans. Die Presse veröfteittlüiü einen Artikel über dre Besprechungen des Prinzen Mrdziwiü mit dem Mttrister des Aeußnn und erklärt, daß, cs sich bisher um Vorbereitungen handle, da die Polen ihren LvtandpunÜ noch formulieren, rack) da nicht ein-- mal gesagt werben könne, baß die Polen ihren definitiven Stand- pmrft bereits eingenvnrmo:'. hätten. Sehr wichtig -.näre es für Nlidziwill. sich auch bei den Führern der österreichischen Polen über ihre Ansichten zu vevg o visfenr. Gegenüber der Bildung über 5^5 Angebliche Lösung ber Polcnfrage, wonach den Polen die Möglrchkell mngeräumt werbe, ihre Grenze nach Osten zu ver- chreben, spricht sich „Ukrainske Swwv" gegen die Warschauer Ab- gr en zungspläne aus, da die Nachbarn vom ukrainischen Bvdeir nichts wegneHmcn dürfte. :rnd pudert den Hetrnan auf, mit Hrlfe der L>eutschen an die Bildung der ukrainischen Armee zur Verteidigung der Ukraine heranzutveten.' Türkischer Vormarsch in Perfien. ß 2 ' ^6. (WTB.) Palästinaftvnt: Westlrch der Lwratze Jerusalem—Nablus entspann sich nachts ein kurzer Feuerbrmpf zwischen feindlichen Erkundungsabteilungen und 'unseren Postierungen, in den die beteiligten Artillerien ein griffen. Der Gegner wurde von urrs vertrieben. Tagsüber geringes Ar- trlleriefeuer bei lebhafter Fliegertätigkeit. Ostfront: In Nordpersien vünrmt die Vorwärtsbewegung unserer Truppen den geplanten Verlaus. Auf den übrigen Fronten ist dve Lage unverändert. Der Seekrieg. Spanische Rote an Deutschland. Berlin, 23. Aug. In Madrid sind folgende Auszüge aus den amtlichen Aufzeichnungen des Ministerrates am 20. August veröffentlicht worden: In den letzten in Madrid stattgehabten Sitzungen hat die Re- grerung die internationale Lage erwogen. Jnsolad des U-Bvot- Koneges srnd spanische Schisse versenkt worden, deren Tonnage 20 Prozent unserer Handelsflotte aus macht. Tie Ziffer der um- gekommenen Seeleute übersteigt hundert, abgesehen von der beträchtlichen Zabl der Verwundeten. Bedauerlicherweise kam es bei verschiedenen Gelegenheiten vor, daß die Schiffbrüchigen in großer Entfernung von der Küste im Stich gelassen worden sind. Dieser Zustand errerchte fernen Höhepunkt, als von der Reaierung reaui- rrerte Schrsse mrt Ladungen von Waren, die tatsächlich und- mis- chlleßlrch für spanischer Verbrauch von dringender Notweirdigkeit bestimmt waren, ohne den geringsten Vorwand torpediert wnrden. wodurch die Schwierigkeiten der spanischen Schffstihrt noch vev- mehrt wurda^ so daß eine für die Jnlerejien Spaniens verhängnisvolle Lage gefchassen worden ist. Diese uns verursachten Schwierigkeiten suchen mit der Lichtung nicht im Einklang, ans die Spanie^ dank der ritterlichen Art, in der es seine Pflrchterl als neurralS Macht erftält, Anspruch har. Tie Regierung hat deshalb geglaubt, um nicht gegen ihre wichtigsten Verpftrchtungen zu verstoßen^ innerhalb der Neuttalität wirksame Vorsiclfls maßregeln! znr Ausrechtcrhaltung des spanischen Seeverkehrs unb zum Schutze des ‘ Lebens unserer Seefahrer ergreiscir und nrrgesichts der Unwirksamkeit wiederholter Proteste freiorvsttvitlich die kaiserliche Regierung darauf Hinweisen zu müssen, daß die Verminderung unserer Tonnage bis zur äußersten Grenze unserer dringendsten Bedürfnisse, sowie der Wunsch^ unseren Schssien kerne andere Verteidigung zu geben als die ihrer Flagge rmd ctze der Regierung, die unter ibirr Leitung den Seeverkehr rusammengefaßt hat, sie notigen würde, im Falle einer neuen, Tocvedienlng die versenkte 'Tonnage aus den in den spamfckzeu Häs,nr ankerriden deutschen Schissen zu ersetzen. Diese von der ^tot- wendi-fkcit bedingte ^ Maßnahme würde keineswegs eine endgültig Beschlagnahn«' in sich schließen. Es wäre lediglich eine vvrüber- geheiDc Lösung, die bei Friedensschiluß ebenso ,vie die za^lvsen noch schwebenden spanischen Reklaniationen geregell.werden würde. Ja Ansführurrg dieses Beschlusses sind die e7ttspr«henden Weisungcnr an der: Dvtiäxlfter in Berlbr zur Bekanntgabe an die kaiserliche Regrmno'^g ergangen. Die spanische Regierung Kvetfelt nicht darmr, daß Deutschland alle Umstände würdigen wird, die zcu diesem neuen Entschlliß geführt haben und die nicht als vereinbar mit loyaler Neutralttät cmerEcitrd: werden, eine Neutralität, die wir seit Kriegsbeginn innerhalb der natürlichen und pflichtgemäßen Der- teidiglmg der weseittlichen Interessen Spmiiens selbst unter Aufopferung unserer Rcchtt und rechtmäßigen Vorteile gepflegt haben, solange es möglich war, das Opfer ohne Baeinträchtigung natwnaleu Würde und nationalen Lebens zu ertragen. Der Beschluß der Re- ^ wmen die Verfügung über den für seine Existenz unerläßlichen TonnOironm zu sichern, -ändert nichts an dem festen Vvriay, Spmtien bei strengster Neutralität zu erchilten unb dem Deut'chm Reiche alle Rücksichten und jede Achtung pi bewahwr, m der Erwartung, von ihin die freurchschrftliche BehaichLung zu erfahren, aus die wir aus vielfachen Gründen Anspruch hoben. r . Jy^ Vorhaben der spanischen Regierung ist deulschcr- serts euergrsch^ Verwahrung eingelegt lumden. Zwischen deu bricen Reglerungen find Verhandlungen erngekeitet. * Berlin, 23. Aug. (WTB. NichkamMch) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt redaktionell: Die von uns kürzlich aus den Aeußerungen Sir Ehiosza Noneps im englischen Unterhaus« gezogenen Schlußfolgerungen bestätigen sich. Wie .Maasbod^^ vom 18. August.meldet, hat die englische Admiralität den Dampfs ^Jupiter (2610 B.-R.-T.) der Koninklijke Nederlandsche Strovv« bvot Maatschappij in Amsterdam der Union CastlS-Linie in Sowx hampton (Süd-Afrika-Dienst), die „Danae" (1505 B.^R.^.) der Firma Lewis Lougher u. Co. und die „Beiuis" (1835 B.-^^T.) der Finna Orders arch Handsord zur Verwendung übergebar. Die neutralen Sdaatsangehörigen aesüohllenen Schisse .werden nun-« vvehr dazu verwandt, für die englischen Reeder Geld zu verdienen. Dve Engländer erwarten wahrscheinlich, daß das Gefühl, für „Sieg der Beschützer der kleinen Nationen'" ihr Schcrfkcktz bergetragen zu haben, den Eigentümern der Schiffe ein hinreichender Trost sein wird. Washington, 23. Aug. (WTB.) Rattier. Der amerikanische Tanmfer „Montana" (6659 Brt.) ist am 16. August in «°n>s- ländi scheu Gewässern torpediert worden und gesunken. Drei ManV der Besatzung srnd umgekommen. 80 Ueberlebenoe wurden gelandet. Aus dem Reiche. Das Befinden der Kaiserin. Schloß Wilhelmshöhe, 23. Aug. (WTB- Nicht- amtlntt) Das Oberhofmarschnllamt gibt folgendes Bulletin ; Dre seit Jahreit bestehenden Herzbeschwerden der Kcnjerrn haben infolge von Ueberanftrengungen in letzter Zeit zu einer- vorübergehenden Verschlimmerung geführt Ihre Majestät müssen zurzeit völlige Ruhe halten. Das Befinden hat sich aber bereits gebessert, so daß zu hoffchi ist, daß bd werterer Schonung der frühere Gesundheitszustand wieder hergestellt werden rvird. Schloß Wilhelmshöhe. (g^z.) Kraus. Förste r. Die Frage der Arbeitszeit der Kriegsgefangenen in der Land. ^ Wirtschaft tate dem ReichstLgsabgwrdneten Dr. Werner Veranlassung gegeben, sich an den Kriegsminister v. Stein zu wenden Ihm wurde darauf mttgeteilt, ,chaß beNtgVich der russischen Kriegsgefangene^ über wiegende Mehrzahl aller Gefangenen darstellen, keing anschrankeuden Bestimmungen über die Arbeitszeit erlassen find. > Für die französischen Gefangenen, von denen eia! großer Tcü m der Landwirtschaft beschäftigt wird, sind durch die Berner Abkommen gewisse Vereinbarungen Wer die Lb> bertszett getroffen worden. Die Beschränkung der Arbeitszeit auf 10 Stunden gilt uup als allgeweme Richtlinie, und es ist durch ettLnternde Bestimmungen dafür Lvrge getrogen worden, daß besonders die Arbeits. ** xt uHtrJ* 1 J* €Z Landwirtschaft beschäftigter, franzosrschen Kriegsgefangenen der Ortsüblich. Bedürfnis angepaßt wird Die frou-- zossschOl Krregsgefangenan werden also nicht besser gestellt, als btt vere deutsche Arbeiter." lrbcr UrlaubsangeleVenheiten und die Verwendung garni* fondienstfähiger Mimnschasten erhielt Iieichsragsabgeordneter Dr. Werner folgende Auskunff vom Krregsminister: 1. Es wird angestvebt, allen Heeresangehörigerr einmal l ™hre Urlaub zu gewähren. Die infolge oer besonderen Verhaltmsse M ^der Westfront für diese an geordnete längüro Urlaubssperve brachte es mit sich, daß bei vielen Truppenteilenl ernzel ne ^Mannschaften weit über ein Jahr warten müssen. 2. Zu der Frage, ob es zulässig ist, daß auch g. o. Man ns haften in Bereitschaft liegen, bemerkt das Kriegsmrmsterium, daß die Sichtung der Mannschaften nach Taug- lickikeiisgraderr^nur eine Zweckmäßi-gkeit^Maßnahme zur Erleichterung der militärischen Gruppierung der Leute ist. Ter einzelne kanni keinen Rechtsarrspruch auf den Ott und die Art seiner Verwendung daraus herleiten. Die Tatsache, daß jemaird g. v. ist. genügt nicht, "eine Nichtverwendung an der Front in die Wege zu leiten Fliegerangriff auf Pirmasens und Zweibrücken. Karlsruhe, 23. Aug. Ein heute nacht erfolgter Angrifß einiger feindlicher Flieger auf die offenen Städte Pirmasens undt, Zweibtticken, bei dem eine beschränkte Anzahl Bomben abgeworfstz wurde, hat einigen Sachschaden verursacht. Äider wurden in Pirmasens auch einige Personen verletzt. Ein Flugzeug wurde brennend i abgeschosscn. Durchsuchung von Postpaketen. Berlin. 23 Aug. Das Reichspostamt hat der ..Franks. Zta." zufolge gestattet, datz noch nicht einaelieferte Pakte int '^chattettwrraum durch Gendarmen und Polizeibeamte du-chsucht und beschlagnahmt werden, wenn das ohne Störung bW PvsL betriebet angängig ist. Eine Durchbrechung des Postgeheimnisse» will die Postverwalttncg dattn nicht erblicken, well es sich un, Sendungen handelt, die überhaupt noch nicht in ihre Hände ge^ langt sind. Von dem Augenblick ab, wo das Publikum die PaLt« den Postbeantten, übergeben hat, wird den Polizeibeamten feh? Zugriff mehr gestattet. Tie Postverwalttmg kann, so macht fi« weittrhrn gefterä), bet Polizei, wenn sie sich in Versvlguiw gesetzwidriger Machensä-aften befindet, den Zitttttt zu ihren Schalte^ vorräumen, dre für jedermann geöffnet sind, ebensowenig rn> wehren, wce ein Privatmann es für seine Räume tun kümtte. AuH dem gleichen Standpunkt steht auch die (ÄsenbahnverwÄdm»?^ 9m K #teM «nd Cant. Tiefen, den 24. August 1918. Amtliche Personalnachrichten. Der ^nzotzher^sg tat au 21. ÄugM bot Ndurn-asvrrEeu Kttrl Meffrnqer cms Schott« mit.WiirÜm» vom 1. Megcust 1918 an zum Ob^TwkiMvvgS- UMdawe bcr der . I iulsWDaLwabj'nInng brc öbetrccUrantg^ mmrmx «tt fcent jSfcntdtitel , ^beractemiigöTc^Tfor" ernannt, r—| IC® 10. An«ust b. I. wurde der Ferftaspiraut Chri.Bi.an Lauber iifc ffifcrti; ©Ui tmt d«n .MnlEtet ,)OberrechnA7tgHrevifvr^^ ernannt. —, August b. ~ ajtf Grünalgen mit Wirkung vom 1. August d. I. ab -mm Forsb- %na££ nifac bestbnnOen Dtenftbezirk ernannt. ert: 115, ^ . wnai, lüberlt. der Res. dos Jns.-Hdegts- Nr. »7 (Andernach. ydü. tin Im-'Regt. Nr. 116, Mn Haupttir.: mdfm. Koch (II Darmstvdt) ymn Leutnant der Res. der Fuß- i Bisemaci/ttm. Äftieß (Jriedberg) pn ücutbumt der Ms. der tzcldatttt |nn Sadaumt der LMM,. ,1t Aufgebots b. Xdegv^ Str. ; d« Vr-ew«chvm Schmitt (WorrnS); Eg-gerss, ldtteooffiz. im Yeldccck^Regr. Nr. 25, pn Fatznr. ** Auszeichnung. Der Kanonier Otto Dalfer «hiev bic £vff. Tam'erkeitsmedrüLe. — Gefreiter Fr. P au sch in einem 0dtaaHIenr’ü-« ui read uarcbc Mrm ttictevöfsisiec befbrderL und erhaelt die Hessische TopferkerlSwedaLle. ** F i chien deckreiser. Wenn möglich, wird die Statt- ueooaltung auch m diesem Jahr eine bcschrmrktt Tirzahl Welletz MchlOlverser an Dr^vaLe abgüren. NSI-errS im An-ciJenLeil. ^ Saatgetreid^ für die Herbstbestellung 19 18. Unter Bezugncchtne auf die Belairnttncrchung des Vrvtzh. Krcisanrts Gießen (Kreisblatt Nr. 96 vom 10. August 1918) wird darauf l/ingewicsen, daß Bestetturrgen auf Exurte gut auf dem Städtischen Lebensmittelautt, Zimmer 7, bis zum 27. d. M. während der üblichen Dienststunden erfolgen können. Siehe auch Anzeigenteil. ** Bierteljd-rliche Viehzählung^ Dm 2. Sept. tember findet wieder eine Dichzählung statt. Wie wir bereits mehrfach tietonHen, ist bk Erhebung des Bichbcstandes von größter WichttgkcrU da daL Ergebnis für gewisse wirtschaftliche Maßnahmen garndlogcnd sein soü. Es sei daher nochmals auf die Bebeuruitg der Vieltzätzdorg auftmerffam gemacht und an alle Beteiligten das Ersuchen gerichtet, den getroffenen Awrd n Mrge u gaum m smügar. Der zweite Jv hernn istrieb und die Lavb- sammlNttg. BeLimrtttch koumren bei unserem Qaubholz um Johanni die Johamostriebe, womit für gemöhnkich die Iähves- Vegetation abgeschlossen ist. Tßefer Sommer macht jedoch eins Ausuastme von her Regel. Breche, >Eiche, Esche, Hainbuche, Schwarzerle, Holunder, Ahorn und Hinrbeeren prangen jetzt Anfang AuguL in gan» ptvachxvvlliem, frischstrftigem, etwas ins Rötliche spielendem Grün, bas beullich eine Wiedeoerneuerung des Laubes peigt. Profißsor Dr. Roger, Thararldt. fühtt diesen züoeitenl Z'chcrnnrsttü-b, der m bvcsem Umfange lwch nie beobachtet wurde, auf die Laubfirmmlmrg zurück, durch die die Bäume frühzeitig thner Blätter beraubt, gezwungen waren, den ganzen Saftstrom in die Knospen abKustvtzen, und sie zu neuem Austreiben anzu-i regen. Begünstigt wurde dieser neue Johannistrieb durch die brrrge Begetetionszeit dieses SvmmerS mir der zeitig einsetzenden , Ttefw Sveite ÄbhannLKrreb. also der dritte m berian IoHr, sichrer bot Bchane.r acht, omu at bei StLmueu. sind yo viele Rescrvestvffe vRgehäuft, daß 4 bis 6 Frühjahrs^ triebe leicht davon bestritten werden können. Da mm die Johannis^ triebe tut Juni und August zusanonen rooch nicht soviel Bilduugs- material brauchen, wie der erste Trieb fo ist der Baum noch längst s:licht am Ende seiner Kräfte ocngüangt. Die Erscheinung des zweiten Johannistriebes ist tfüx die LwrbstmtmLrrng deshalb so loerwoll, weil wir biS lief in den Herbst hinein viel Junglaub zur Verfügung haben, und die LonbsammLllteg mit Vorteil bis zrmr endgültigen Laubabfall durchführen können. LmrdkrriS Tlehen. ** Großen-Linden, 22. .Dugc. D« Dokmial-Krieglevi spende ergab hier 432^0 Mark. **Mainzlar, 22. Ang. Friedrich Rein, Sohn des Landwirts Friedrich Rein, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. -m. WatzenborN-SteinberM 23. Aug. In der vorletzten Nacht wurde in einer hiesigen Ztgarrensabrik ein Einbruch verübt und etwa 1200 Zigarren entwendet. Der Täter, der mit vertraut fein muH, batte Eingang zu verschaffest dem Dieb, obwohl schon uchungen vorgcnommen wurden. Kreis Alsfeld. up. RvpparLenrvd, 24. August. Der Fußartilkerist Adolf Mvmberger wurde Wwt Qbcrgefreiten befördert. Kreis Schotten. B. Burkhards, 22. Mrg. Mtustetirr Theodor Baiser, bei der Musikkapelle eines sturmbataillons, wurde zmn Gefreiten befördett. ** Stumiperteurod, 23. Ang. Dem Gefreiten Eugen Stein wurde bas Hcssgiche Kricysehrenzerchen in Äsen verLehm. Das Gferne Kcens 2. Achse und dit Hessische Topfeckeits- medaMe find b e r e its in fernem Besitz. Kreis Friedberg. -m. AnS der Wett er an, 24. Aua Mehrere schwere Gewitter gingen vergangene Nacht Über die Wetterau nieder. Grelle Mitze und äußerst heftige 2^rn«rschlä'ge lösten sich in ununterbrochener Reihenfolge ab. Acgteitet waren die Gewitter von chweren Niederschlägen, die auch etwas 5>rgel mitführten, der je- kaum Schaden verursacht haben dürfte. Der Regen war für die Vegetation äußerst notwendig, denn es war in Feld und sehr trocken. Nach der drückenden Hitze der letzten Tage haben die Gewitter auch für Mensch und Tier erfrischend gewirkt. Starkenburg und Rheinhessen. ^ Bubenheim (Rhemh.), 23. Aug. Der Jämkeuauswurf einer Doeschuurschine fegte in der hftsigM Fesdmark mehirevs Kornfelder in Brand und zerstörte sie. Der Kkarrrbschaden beträgt 50-60000 3Äarl Kreis Wetzlar. Rodheim, 22. Aug. Ter Wehrmann Heinrich Klippert von hier, Inhaber des E K. 1i Kl., wurde zum Unteroffizier und zugleich zum Sergeant befördert. ** Wißmar, 24. Aug. Der GefoeLe Katt Bitt en darf, Inhaber des Eisernen Kreuzes, umrde zum UntervffWier befördert. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 22. Aug. Die Getteide- ernte ist in vollem Gange. Neben der Dreschmaschine ist auch der Flegel am FrÜhdriffch Der Körner cutrag überragt das Voriahr um 50 bis 60 v. 5). Ersreulichnweise liefert der Hafer eine weit bessere Ernte an Stroh und Körnern. Tie Frühkartoffeln ergaben im schüoeren Boden zienilich viel, im leichten loemger. Dagegen stchen die Spätkaru-nleln üppig: leider müssen viele Leute arch schon ihrerc täglichen Bedarf an ihnen decken. Ter zweite Futterschiritt scheint vielfacl) dem ersten glcichzukommen. Wegen Streumangels an Stroh muß der Wald aushelfen. Obst gibt es nicht viel. Zli bemerken wäre noch, daß Raps und Flachs loeit häusigcr gepflanzt werden, wie vor dem Krieg, selbst Tabak ist Vereinzelt zu sehen. Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 23. Aug. Von den Frankfurter Denkmälern werden das )ltinzbenkmal. das Sömmeringdimkmal und das Kriegerdenknial auf dein Peterskirchhof eingeschmolzen. Von den Frankfurter Brunnen werdeir der Schützerünunnen am Zoologischen Garten, der Backmsbrunnen in der Bockenheimer-Landsttaße und der Märchenbrunnen am Schauspielhaus beschlagnahmt, lieber die Beschlagnahrne des durchaus unkünstlerischen B ö marcLenkmals und des .HeinedeNkinals ist eine Entscheidung endgültig noch nicht getroffen. ^-Höchst a. M., 23. Aug. Tie Stadwerwaltung erwarb das an den Nordftügel des BolvngarvPalastes grenzende Haus der Witwe Schaan für 110000 Mk. und ein an den Schlachthof stoßendes Grundstück für 44 000 Mk. Beide Neuerwerbungen fanden die Zustimmung der Stadtverordneten. Für 10 100 Mk. übernahm die Stadt das Jrwentar der verstorbenen Fuhrunternehmerin Jung und richtet damit einen eigenen städtischen Fuhrpark ein. 10 000 Mk. bewilligte die Stadtverordnetenversammlung für die Anlage eines neuen Brunnens, der das Kraitkenhaus mit Waffer versorgen soll. —> Ter langjährige Streit der Stadt mit der Nach- bargemeinde Nied über die an diese zu gewahrenden Zuschüsse füL Schul- und Armenlasten in Höhe von 115000 Mk. für die Jahre 1914—1918 wurde durch Vergleich aus der Welt geschafft. Höchst bezahlt die genannte Summe und Nied macht das bei den höheren! Behörden schwebende Streitversahren rückgängig. = Siegen, 23. Aug. Die Leimsiederei vvn Goebel, in der sich jetzt eine Larch^u>-Trvckmmgsc Kliük Nrankfarter Straße 99 (nicht 97). Irau »der Mädchen für leichteHandarbeit für vor- mittags gesucht. Zu erfrag, in d.GeschäftHst. d.Gieb.Anz.o^« Saubere Frau 2—3 Stunden vornrittags zu Hausarbeit gesucht. Nab- in der Geschäftsstelle des Gieftener Anzeigers. 6234 Subttt Stunöenini«, sucht Frau Robert Siegel, Löberftrahe 26. v. _ 04475 ZaveHttii. fflkdeheu, da schon in Stellung war, sofort oder später gesucht LiehigÜr. 47 , p. ßhrl. LilOsil zksllcht. z Frau Pros. Erb, Lahustr. 11. TüchttgeS, zuverläMaes Mädchen in kl. Haushalt gesucht. tr7 ° Frau Görins, Frledberg 1. L, Katterstr. 126. Iriilrin mit Lohnbuchhaltung per- traut, für sofort nach Oder- heffeu gesucht. Angebote mtt GehaltSangabe unter 6245V an den Gietzener Anzeiger. Zum 1. Sevt. od. sväter ein Mädchen gesucht, das kochen kann und Hausarbeit übernimmt, oder Mädchen oder Frau znr Aushitfe gesucht. Fran v . Els«aLkart>ßotito, 04M1 Wilhelmstr. 1L II. 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Kür die überaus wohlluenden Beweise tuniger, herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unserer geliebten 0?*t»nijn*ttas3 Uhr verschied nach kurzem* schworen Leiden meme hebe Frau und pite Mutter, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter, Schwerter, Schwägerin und Tante Frau Maris Müller geh. Haxhorn im Alter von 32 Jahren. § Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Heinrich Müller. Gießen, Gutenbergstraße 39, den 23. August 1918. Neuen^Fri“^. nachmittag 2 Ohr auf dem Er Vergebung. verschlossen bis -um Eröff- Die Leistung der Fuhren mit dem Gefangenenwagen von dem Pmoinzial-Arrcsthause nach dem Bahnhof und tu umgekehrter Richtung vom 1. September d. F. ab soll im Berdrngvngswege vergeben werden. Schriftliche Angebote sind versch! uuugstermiue Kreitag den 30. August d. I., vormittags 10 Ubr, auf der Kanzlei Grogh. Staatsanwaltschaft hier, Justiz- gebäude, Zimmer Nr. 42, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können, niederzulegen. Giehen. den 23. August 1918. ,,3*5 Oberstaatsanwalt am Grosth. Laudgerrcht der Provinz Oberbeffeu _ Hofmann. G327D Hilde sowie für Me zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege herz- lichen Dank. Lebrer Heinrich Walter, z.Z. tm Felde GUe Walter aeb. Haniult August Walter Kurt Walter. TreiS a. Lda., den 23. August 1918. 6322 D Auslosung von Schuldverschreibungen. . Beider für das Rechnungsjahr 1918 vorgenommenen Auslosung von Schuldverschreibungen der evangelischen Mrchcngemeirrde Gienen wurden nachoerzeichnete Stücke zur Heimzahlung gezogen. 1. vou den dre! älteren Anleben. Lit. A zu 50 M.: Nr. 36. „ ß zu 100 M: Nr. 20, 37. „ C zu 300-M.: Nr. 29, 64. 124. " § iu N ' £** 20' 34, 131, 139, 160, 223, 227. * E »U 1000 M.: Nr. % 8, 39, 95, 96, 133. . dem späteren Anleben: A zu 100 Dt.: Nr. 58. B au 300 M.: Nr. 1, 25, 29. .... 6zEWK.-"U.'Zb««- 1,CC '° iUt ' Bcn: i bcr Schuldverschreibungen geschieht 1. Oktober 1918 zum Nennwerte gegen Einlicferung oerselben nebst den noch nicht verfallenen Zinsscheinen und zugehörigen Zinsanweisungen bei der Bank für l ÄfÄÄ Niederlassung Gienen. Vom b&^mxZnZ^ aui '" aserä,nfuna ausgelos.en Giehen, den 21. August 1918. Der edausell Geiamtkircheuvorstaud: ___Ä-chwabe, Pfarrer. 6319D , Danksagung. Für die vielen Beweise von Teilnahme, die uns aus Anlaß des Heimganges unseres lieben Sohnes zugingen, sei hiermit, gleichzeitig auch im Namen der Familie, allen von Herzen gedankt. Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger u. Frau Carlotta geh. Noll. Gießen, Frankfurt a. M., Mainz, den 23. August 1918. 'ch dem WejßtralltöU'uEmschn°iden, und Gurken. 6338 Frau Frosch. Vermietungen Pension Brand I (Bellevue). Neuen Baue 22. Gut möblierte Zimmer mit Verpflegung. Bad. Telephon 1085. Mittag-u. Abendtisch.^" Möbl. Zimm&rJ Wohn- n. Schlafzimmer, be bagl. möbl., in. g. Verpfleg, zu verm. Bleichstr. 16,1. krdl. mshl. 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Ängustl?l8) darauf hinge wiesen, daff Bestellungen auf Saatgut mf ^ Srad Mch-n Lebensmttrclamt. Zimmer 7, bis jum fönwn der üblichen Drenststnnden erfolgen SCftCUUnaen nicht mehr Giehen, den 23. August 1918. Wizx Der ObeMirgermeister (^benSmittestmit). A echte Gvmmi-'Ävßtt Auslandsware, aus jede Flasche vassend,odne Bezugsschein zu haben bet Gg. Wallenfels, Marktplatz 21. 5951 Gummi-Sohlen für Herren das Paar M. 4,50 „ Damen „ „ „ 4,- „ Shnber „ „ „ 3,50 zuzüglich 65 Ps. gegen Nachn. BSdee. Bad-Nauheim !6236 Alicevlatz 7. Eins. möbl. Zimmer z. vrm. 04486 Eich weg 5. 1 Verschiedene | Klo neHansardonwokniuig zu uerm. 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H-chL technlker, h.Buä'drucker oder Schweizerdegen, 80 gesunde Arbeit er. 10 Arbeiter .für Bahnbau, 15 Streckenarbeiter, Bauhtlssarbetter, für Pulver- und Geschotzsabrik eine Anzahl Arbeiter, 1 -Hausdiener, 1 vausverivalter (Mechaniker odet Installateur), 1 Bäckerlehrling. ^ -f „ ES suchen Arbeit: « t ^ älterer Landwirt zur Leitung eines groben Gutes Wr 2 «tieflSbefrtrai.iBle Sltbct, bi“ im n . ausgeubt werden kann. 1 Heizer, 1 krteos beschadlgierBuchhatter. 1 kriegsbeschädigterSchreibgebilfe W^rblich-e Abteilung: Ber hieslgen Arbeitgebern können ein , , .. .. gestellt werden: jf 1 sachktuidlqe Verkäuferin in ' nurdchen, 1 eiirsa^" “ 10 Mädchen für .. v „ , J® e L n “! ro ärt in e « Sfr6 e itae'b et n: 3 lanbw Mädchen, 1 allere Hausbätterin in irauen lo'eu >i mmaü, t.Diennmabchen. für Pulver- und Ge schvnfadrirwerden Frauen und Mädchen gesucht < „ . , Es suchen Arbeit: Zopfe Haarunterlag.,Locken,Dreher sowie alle sonstigen Haararbeiten werden schön und dauerhaft angefertigt in dem Spezial-Damen-Frifier- u. > Haargeschäft Hermann plant wwe. 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Angeb. m. Bild u 04441 an den Gieff. Anz. erbeten. l-vitung'. 6233c Hofrat Hermann Stsingootter, Sonntag, 25. August 1918^ abends 7»/, Ubr: ir der ?rae Lustspiel in 3 Akten von Blumenthal. Dazu Tanz-Einlagen von Mitgliedern des Königl. Balletts vom Hoftheater Wiesbaden. Atelier cr».«rv uvKuitui hu vzj„emmu uno vausvalt. ; u'äe Mädchen, die znm Teil Maschinenschreiben erlernt buben, 1 Schreibgehllstn. Für die Etappe iverden gesucht: Obst vom 23. Mai 1918, betr. das Verbot der Verarbeitung von Obst zu Obstwem, ist alsbaw du ich Ärschlag und — unter besonderem Hinweis auf du Strafbarkeit der Zrmüderhandelnden — durch Ausschellen mit der Orts schelle zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Gießen, den 22. August 1918. Großherzvgltches Kicksamt Gießen. I. V.: C e 11 a r i u S. Bekanntmachung. Lctr Verordnung über Herbstgemüs« und 5oerbstobst der Ernte 1918 Tie nachstehend abgedruckten Verordnungen der Reichsstelle !ür Gemüse mck> Obst in Berlin vom 15. 8 . 18 1. über Erzeugerhöchssöhreise^für Gemüse, 2. über das Jnkrasttveben der Verordnung über Hettchgemüse und Herbftobst der Ernte 1918 vom 19. Juli 1918 bringen wir hiermtt zur ösfentlicheu Kenntnis. Glaichzeittg bestimmen wir aut Grund des Z 9 der Verordnung vom 19. 7. 18 bis au! 'weiteres unter Vorbehalt einer endgültigen Rcgelmrgj das Folgende: Im ganzen Gebiet des Großherzogtnws ist die gesantte Ernte an Weißlohl, Rotkohl, Wirsingkohl, Grünkohl, Möhren aller Art und Zwiebeln an unsere Gefthäfts- abteilung käuflich zu liefern und auf Abrut air unsere Bezirkskommissionäre zu verladen. T-iese und ihre mit der (grillten) Aus- uuiskarte versehenen Aufkäufer sind allein zum Einkauf der genannten Gentüs .'itten befugt. Erzeuger, lreVyr die genmmten Gemüsearteu an airdere Personen als an nnsere Bezirkskommissronäre und ihre Anfkäufey verkaufen, desgleichen Personen, ivüche, ohne lsterzu befugt zu sein, die genannten Gemüs«arten kaufen, iverden mck GesänAris- . strafe bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu 10000 Mark oder mit fine dieser beiden Strafen bestraft, lllurbhäingig von der Strafe werden die genarmten Gemüsearten ecktgezogen werden, vhns ll.tter schied, ob sie dem Täter gehören oder nicht. Wir weisen besonders darauf hin, daß die Inhaber der bramrenl Ausweiskarte zum Einkauf der genannten Gemüsearten nicht bcrchtigt sind. Tagegen bleibt noch § 4 der Verordnung der Rcichsstelle für Gemüse und Obst vom 19. 7.18. der Absa tz durch den Erzeuger unmittelbar an den Verbraucher hei, .venu an einem und desnfelben Tage an dar gleick^n Ver- brauck^r nicht nrechr als 5 Kilogramm Gemüse — von ^3 wiebeln ^edock) nur 1 Kilogramm — «gesetzt werden, ’ojüte ohne orese RdengenbeAenzung her Absatz der zu diesem Zweck überwiesenen 'Mengen durch den Kleinhändler an den Verbraucher und der Verkehr auf öffentlichen Märkten. Desgleichen bleibt der Absatz zur Erfülllürg der von der ReichKstelle (Geschäftsabteilung) abgeschlossenen oder von der Ver- waltungsabteiluTtg der Neichsstelle oder einer Landesstelle genehmigten Verträge zulässig. Ata : n z, den 20. August '1918. Hessische Londes-Gemüsestelle. Berwaltungsabteilung, Der Vorsitzende: I. V.: Hiemenz. Bekanntmachung über Erzeugerhöchstpreise für Gemüse. Aus Grund des Z 4 der Verordnung über Gemüse, Obst und Südfrüchte vom 3. April 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 307) lvird bestimmt: § 1. Ter Preis ftrr folgende inlandrschie Gemüse darr bis auf weiteres beim Berbaus durch den Erzeuger die nachstehenden Sätze je Zentner iricht üüackteigen: 1. für Weißkohl s . * . e 7.60 Mk. 2. für Rotkohl . ; . . 12.40 „ 3. für Wirsingkohl . ... 10.50 4. für rote Speisenröhre» und tängliche Karotten . . . 8.50 „ 5. für gelbe Speisenröhreu 4.75 „ 6. für lleine rund« Kawtten 18.00 Bei Lieferung auf Grün o eines von der Neichsstelle sür Gemüse und Obst ad- geschlossenen oder von ihr genehncigten Lieferungs» Vertrages: 8.00 Mk. 13.00 „ 11.00 „ 9.00 „ 5.00 „ Tiefe Preise gellen für gesunde, marktfähige Handelsware fret verladen in Bahmvagcn oder in Lchiff. § 2 . Diese BekanMinachung tritt am 19. August 1918 in Kraft. Berlin, den 15. August 1918. Neichsstelle für Gemüse imb Obst. Der Vorsitzende: In Vertretung: Moll. (Aus dem „Reichsanzeigett^ Nr. 193 vom 16. August 1918.) Bekanntmachung über das Inkrafttreten der Verordnung über Herbstgemüse und Herbstobst der Ernte 1918 vom 19. Juli 1918. Tie Verordnung über Herbstgemüse und Herbstobst vom 19. Juli 1918 (ReicBanzeiger 176 vom 29. Juli 1918) tritt bezüglich des Herbstgemüses am 19. August 1918 in Kraft. Berlin, den 15. August 1916. ReickMdelle für Gemüse und Obst. Ter Vorsitzende: In Vertretung: Mol l. llAns dem „ReicknÄrnzeigeK^ Nr. 193 vom 16. August 1918.) Betr.: wie oben. Die HessißHe Landes-GLmüftftellc an die Großh. Bürgermeistereien der L andgemeinden des Landes. Untkv- Hinweis auf vmfftehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, diese in Ihren Gemeinden ortsüblich bekanntzumachen. Zuwiderhandlungen sind zur Anzeige zu bringen. Mainz, ben 20. August 1918. Ter Vorsitzende: I. V.: H'iemenz. * Bekanntmachung. Bet r/k Die Bewirtschaftung der Möhren. Wir sehen uns veranlaßt, daraus hiuzuweiseu, daß durch um- sere Verordnung vom 5. Oktober v. Js. in der Fassung der Verordnung vom 9. November v. Js. über die Belvirtschaftung von Weißkohl, Rotwhl, Wirsingkohl und Möhren, Mölken aller Art (rote Möhren oder Gelbrüben, gelbsleischisse Möhren, weiße Möhren mtb Karotten) im ganzen Gebiet des Großherzogtums Hessen nur mtt unserer Genehmigung abgesetzt werden dürfen. Ties« Verordn unger st reckt sichauchaufdiejenigen Möhren, welche durch Verziehen oder Lichten der Aus« saatmöhren gewonnen werden. Von dieser Absatzbeschränkung bleibt unberührt der Absatz durch den Erzeuger an den Verbraucher, wenn nicht mehr als 5 Kilogramm an den gleichen Verbraucher abgesetzt werden, sowie der Absatz durch den Neitchändler iund der Verkehr aus öffentlichen Märkten. Tie Kleckchändler müsseit iin Besitz unserer braunen Ausweiskarte sein. Ein übermäßiges Verziehen der Möhreuselder, der Absatz ohne Genehmigung oder an nicht berechtigte Personen, sowie ein Verkauf der Möhren über den Erzeuger-Höchstpreis ist verboten. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften iverden nach § 8 der Bekanntmachung vom 5. Ollober v.^J„ soweit nickst nach anderen Sttafbestiminungen eine härtere Strafe verwirkt ist, mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mck Geldstrafe bis zu 10 000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft. Neben der Strafe kann aus Einziehung der Vorräte erkannt iverden, auf die sich die strafbare Haudlimg bezieht, ohne UnterschiÄ), ob sic dem Täter gehören oder nicht. Mainz, den 17. Juli 1918. Hessische Landos-Geinüsestelle. Verwaltungsabteilung. 0 Der Vorsitzende: Werner, Regierungsrat. Betr.: Wie oben. Die Hessische Lan-es-Gemüftstekle an die Kwßh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Hinweis ans vorstehende Bekarrntmachung empfehlen wir Ihnen mck Bezugnahme aus tz 10 der Bekanickmachmrg Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 29. Septenrber v. I. diese vorstehende Bekanntmachung in Ihren Gemeinden ortsüblich veröffenllichen zu lassen. Das Potizeipersonal lvollcn Sie an ■ weisen, die Einhaltung der Vorschriften der BekanntmnchmV 'r kontrollieren und Zuwiderhandlungen zup Anzeige zu bripgen Mainz, den 17. Jrcki 1918. ' 5408E Der Vorsitzende: Werner, RegiernngSvat. Lollar Emma Henkelmann Hans Weinehl Zahlmeister-Stellvertreter Verlobte Vendersheim August 1918. (Rheinheffen) >*- —. Mi t. Ihre Kriegslrauung zeigen an Heinrich Tron Paula Tron geb. Hopfner Gießen, den 24. August 1918. Adolf Clmering Lmfe Clmering geb. Obermeyer Schwerin i. M. Nostoärer Str. Gießen. Lin 3willingrpärch«n angekommen! Hans Georg Nungeffer, z. 3 . im Felde, Frieda Nungeffer geb. Eichbaum Gießen, den 21. August 1918. Lats Ern8t Ludwig Inhaber: Aug. Rath Samstag und Sonntag: KONZERT Bgene Konditorei. Caf6 Astoria M»6 Künstler-Konzert Empfehle vorzügliche Getränke, Torten und Eis. A Cafe Amend Sonnta* [6906 Künstler - Konzert Juxplatz an der Latin. 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