Nr. M 168. Jahrgang Mittwoch, 21. August 1918 Der kiehcner Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Oletzrner §ümi! ienblälteri Aretrbiatt für den Kreis Kietzen. Neznaspreis: monatl.Mk.1.20, vierteljährlich Mt. 8.60- durch Abhole- n. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10: durch diePost Mk. 3.60 Vierteljahr!. ousschl. Bestellg. sxernsvrech - Anschlüsse: iürdieCchriitleitril,gH2 Verlag.Geschästsstelleöl Anschritt für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: 5 ranksurt a.M. 11686 EeKeral- Sankverkehr: Gcwerbebank Gietzen Zwillingrrun-druck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-Buch- u. LLeindruckerei N. Lange. Zchriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Annahme von Anzeigen f. die ^agesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkeit seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25tzs.,fürauswärnge 30 Pi., für Reklamen Mk.1.-nebst 20°/„ Teuerungszuschlag. Haupt« schriitleiler: Zlug.Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: i. V. vr. Zenz: Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: vr. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. Emmie Durchbruchsversuche gescheitert. €ine Rede Zlaatsselretärs Dr. §s!f. dauptauartier. 29. August, l vom Auswärtigen Amte während der unbegreiflichen I bin ich nicht allein, es gibt auch hochgestellte ftanzösische Offizier?, I Schlveigeperiode ein entsprechender Wink gegeben worden, I^ 12 lch natürlich nicht nerrucn vars, ine diese Meinunghak^u und (DTB.) Graste (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Südwestlich von Bailleul steigerte sich die Artillerietätigkeit mehrfach zu großer Stärke. Auf dem Kaurpffelde des 18. August erneuerte der Feind gestern ubeiw seine Angriffe. Sie kamen n'wlich von Mezeren in unserem zufammeugefast- len Fener nicht zur bmlwicklung. Nördlich von Vicur- Berguin wurden sie im Nohkainpfe abgcwicsen. Beiderseits der Lys nuhinen wir vor einigen Tagen unsere westlich von Mrrville weit vorgeschobenen Postett ohne Kampf in eine Linie östlich des Ortes zurück. Merville wurde gestern nacht Uttt feindlichen Mteilungen besetzt. Bei Lens und alt der Scarpe wurden englische Porslöste atzgeioiesen. Heeresgruppe G c n e r a l o b e r st von B o r h n. Nördlich von Lihons griffen unsere Stoßtrupps die vordere englische Pvstenlinie an, nahmen ihre Bes itzung gefangen und wehrten mehrfache Gegenangriffe des Feindes ab. Südwestlich von Chaulnes schlugen wir am Abend nach kurzem Fnrerfchlug verbrich?ndr feindliche Angriffe zurück. No.dwest- von Nopr griff der Franzose erneut mit Panzenoagen an. Hr wurde abgewiesen. Bei Beuvrcrzncs unD an der Oise tagsüber erbitterter Karnpf. In breiter Front ging der Franzose zum Teil mit frisch eingesetzten Divisionen wiederholt zu starken Angriffen vor. Südlich von Crapeuumesnil brachen seine Angriffe vir unseren Linien zusammen. Beiderseits von Fresnierrs scheiterten sie in unserem Gegenstoß. In heftigem Nahkanrpf wurde der Feind Misckren Lassignp lmd Thiescvurt abgnvieftn. Teile unserer vorderen Linien, in die er vorübergehend eindrang. wurden wieder gesäubert. Ebenso hielten wir rmsere bis zur Oise an sch liegend er. Linien gegen hartnäckige Angriffe des Gegners. Bis zum Abend war der Feind in seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen. Zwischen Oise und Aisne nahm der F-cuerkampf am Nachmittag wieder graste Stärke an. Gegen Abend setzte der Feind seine Mfanter re-Angriffe zwischen Earlepont und Rouvron ein. Auf diesen Angriffsflügeln wurde er im Nah- ßarnffe abg-ewiesen. In der Mitte der Front hielt unser Artillenefeuer die Infanterie des Feindes vor unseren Stellungen nieder. Heeresgruppe Gallwitz. Zwischen Maas und Mosel drangen unsere Erkundungs- abieiumgen mehrfach in die feindlichen Gräben ein. * Leutnant Veltjens errang seinen 29.. 39. und 31.. Vize fcQwebcl Äcuy seinen 21.. 22. und 23., Leutnant Meth seinen 22. Luftsteg. , Der Erste Generalauartrermerfter Ludendorff. * Der Abrndbericht. Berlin. 29. Aug.. abends. (WTB. Amtlich.) Zrvidchen Oise und Aisne hat hmte der seit einigen Tagen cwartetc. am 18. und 19. 8. durch starke Angriffe ein geleitete erneute DirrckMmchsversuch der Franzosen begon wen. Nack erbittertem Kanrpf wurde der erste Ansturnt des Fordes in unseren Schlachtstellungm gebrochen. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 29. Ailtz. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: In der Nacht zum 19. vollführten jiwlich des Sasso del Los^o untere Sturintrupps einen erfolgreichen Vorstost in die feindlichen Linien. Im Afolone-Gebiet wurden italienische Erkundungsabteilungen abgewicscn. Der Chef des Generalstabes sich jeder öffentlichen Meinungsäußerung zu enthalten, so ist sein Erscheinen auf der Rednertribüne des deutschen Volkes doppelt zu begrüßen. Gleichzeitig kann man'daraus den Schluß ziehen, daß seine Rede im vollen Einverständnis mit den übrigen Negierringsmitgliedern gehalten ist. Obwohl wir aus PlatzmanTiel heute auf die bedeutsame Rede nicht näher eingehen können, sei vorab festgestcllt: es ist hier kein neuer, als Schwäche auszudeutender Annäherungsversuch an England gemacht, aber es ist auch der Knock- out-Politik Englands keine ähnliche Vernichtungspolitik entgegengestellt. Ausdrücklich lehnt Dr. Solf den Gedanken einer solchen Gewaltpolitik ab, die nur eine Erleichterung der feind- ichen Vernichtungspolitik bedeuten würde. Es ist kein Machtriede, aber auch kein Friede der Schwäche, den Dr. Solf an- trebt, sondern ein Friede, der abseits der gefährlichen Vertriftung des englischen Völkerbundgedankens zur wirtschaftlichen Niederringurrg Deutschlands, eine bessere Welt erstehen lassen wird, die unfern Kindern und Enkeln Ruhe und Sicherheit, den Völkern untereinander aber den guten Willen verbürgt. Wie sich ein solcher Frieden ans realer Grundlage verwirklichen soll, geht allerdings aus der Rede des Staatssekretärs nicht hervor. Erlich — noch nicht zu spät, aber spät genug, scheint sich die Regierung entschlossen zu haben, den: wiederholen Drängen her deutschen Presse nachzugeben und eine höchst erwünschte Kur zur Stärkung deutscher Nervenschwäche zu beginnen. Ist die Forderung eines deutschen Propaganda^ Ministeriums bisher auch noch nicht zur Wirklichkeit geworden, so ist doch loenigstens ein Schritt getan worden, der den berechtigten Forderungen der Presse und dem Bedürfnis einer Aufklärung des deutschen Volkes von maßgebender Seite aus, sowie einer kraftvollen Gegenoffensive tut die Reden der Verbandsführer entspricht. Dem in der ^Kölnischen Zeitung" veröffentlichten Interview mit Herrn bon Hintze, das Balfours h>eschichtsverdrehnngen bloßstellte, fehlte es an der Unmittelbarkeit einer selbst im Druck wiedergegebenen Rede. Ein solches Vorgehen entsprach also .icht den Forderungen der Stunde. Anders hat jetzt^ der Staatssekretär des Reichskolonialamtes Dr. Solf erfaßt, was uns not tut, und bei einem Empfange von Pressevertretern in der Deutschen (Gesellschaft in einer Weise zu den englischen und deutschen Kriegszielen Stellung genommen, die uns veranlaßt, trotz Raummangels die Rede in ihrer ganzen Ausdehnung wiederzugebeir. Dr. Solf ist als impulsiver und überzeugender Redner bekannt. Er hat bereits bei arideren Gelegenheiten, da von anderer Stelle aus eine inaßgebliche Aeußerung zu erwarten lvar, seinerseits das Wort evgrtffeac. ')Venn es nun hieß, auch ihm sei von der Weftsrom. Berlin, 20. Aug. Die den ganzen Tag über andauernden starken Angriffe der Franzosen zwischen Beuvrerg- nes und der Oise gestalteten den 19. August zu einem neuen Großkampftage, au dem die Franzosen mit allen Mitteln ihre weitgesteckten Ziele zu erreichen suchten. Frisch aufgefüllte, kampferprobte Divisionen sollten hier entfcheideude Erfolge erzwingen, die aber dem Feinde trotz seiner zahlenmäßigen kleberlegenheit wiederum völlig versagt blieben. ^ ^ Das Gelände Zwischen Crapeaumesnrl und Fresnreres, zwischen Tassigny und Thiescvurt, wurde zum Zielpunkt starker feindlicher Sturmläust, die immer wieder in dicht aufeinanderfolgenden Wellen, von zahlreichen Begleitgeschützen unterstützt, gegen unsere Linien vorbrachen. Sic scheiterten sämtliche mt deutschen Feuer in Abwehr und Gegenstoß. Auch die Vernebelung seiner Angriffe brachte dem Feinde keinen Vorteil. Die Truppenmeldungen berichten übereinstinrmcnd über schwere Einbuße des Angreifers an Toten. , Ebenso verlustreich wurden die feindlichen Grostangri^e zwischen Beuvreignes und der Oise und starke Teilangrisfe des Gegners südwestlich Chaulnes und vor allem östlich der Oise zwischen Carlepont und diouvron, wo der Feind wiederholt starke Kräfte vergeblich einsetzte, abgewiesen. Auf der ganzen Front machten wir zahlreiche Gefangene und wnnten bei eigenen erfolgreichen Vorstößen nördlich, von Lihons sowie bei Wegnahme eines feindlichen Grabenstückes südwestlich von Goyenvourt erneut die schweren Verluste des Gegners bei seinen letzten Angriffen feststellen, über die die fekttdlichen Berichte durch Erzählungen angeblich mrerhörter deutscher Verluste das französische Volk hinwegtäufchen rvollen. Ein Loblied der Hessen. daher keürc sehr große Hoffuuug aus die anrerikmrische Hilfe setzen/ Verluste der Llauadier. Amsterdam. 19. Aug. (WTB. Nichtamtlich) Nach einem hiesigen Blatte meldet die „Times" aus Toronto, daß die bisherigen Gesamtverluste der Kanadier auf '100 000 Maun geschätzt werdest. In der neuen Militarvorlage nürt danach getrachtetz soviel Verfärb leigen und Reserven oufzu bringen, daß die kauadi-, schen Tivisionan an der Front .noch längere Zeit in voller Stärke erhalten werden könne::. Die deutsch-österreichischen Wirtschastsverhaudlungen. Berlin, 20. Aug. Die Wirtschttstsverharchlungen, die iii den letzten Monaten zwischen tzuttschen und österreichisc^ungarischeu Regierungsverttetern in Salzburg ftattgefunden frata, haben ein durchaus günstiges Ergebnis gezeitigt. Augenblicklich ist eine Pauie ein ge treten. Das ist nur natürlich, derm die Delegierten müssen über das bisherige Ergebnis ihren Regierungen Bericht erstatten.. und der Führer der detttschen Delegation,. Herr v. Körner, hat außerdein das Bedürfnis, sich mit dem neuen Staatssekretär v. Hintze über das weitere Programm zu verständigen. Schon in den nächsten Tagen werden die Verha:ü)lungen in Salzburg rvieder ausgenommen iverden und sie lverden wcüter in dem Geiste geführt werden, der die Besprechungen zwischen den leitenden Staatsmännern und den beiden verbündeten Vionarchen im Großen Hauptquartier im Mai und im August erfüllte. Es gilt, die Vorarbeiten zu leisten für eine Erweiterung und Vertiefung des bewährten Bündnisses, in diesem Falle aus wirtschaftlichem Gebiet. e des Kriegsberichterstatters der ,^Köln. Ztg.", egener, aus dem Großen vLUptgULrtüw Irr einem B-eri. Pros. Dr. Georg ' ^^Ueber die Heldeittaten, die die einzelnen Truppenteile dabei verrichten, dringen bisher vorläufig nur hier und dott aus heißen, alles Sinnen nnb Renten in Anspruch nehmenden .Kämpfen vereinzelte Nachrichten. Sie zeigen, daß rmsere Truppen m dresen Abwehr kämpfen mit ihrem Aushmntn, ihrem elastnschen Aus- weickM und ihren raschen und starken Gegenstößen dieselbe feste lund sichere Mannszucht utib dieselbe Schlagkraft bewähren, tote in den vorher gegangenen Ofsenstpen. Es ist nur ein Bersptel dafür> weirn an: 16. ds. Ms., nachmittags, und am 17., vormittags, hessische Truppen westlich von Roye ihre Linien gegen immer neue wiederholte Angriffe, bie in besonderer Breite und Tiffe gegen sie borge trieben wurden, mit einer wahrl)en mit Vollmacht für die Gv>u. vernements Saratow. Astrachan, Peiffa, Tambow und TeilL Samaras. Moskau, _18. Aug. (WTB.) Das Blatt der linketi Sozialrevolutionäre „Snanibja Barby" widmet seine heutige Nummer der Verl?einlichung des Mörders des Feldmarsci-alls Eichhorn durch ein schwarzumrahmtes Gedicht, sowie mit einem „Tiere" überfchrft- beircn Leitartikel von Grigerjew, der zu wefteren Gewalttaten auchetzt. Die Lage bei Archangelsk. Stockholm, 21. Aiig. Wie Politrkeri aus Moskau erfährt, hat der Volkskommissar Kodrew dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees im Gouvernement Wologda urirgctcilt: Tic Lage unserer Truppen bei dtrchangelsk ist völlig zufriedenstellend. Die Engländer und die weißen Gardisten verfügen nur über geringe Kräfte. Der Versuch nuferer Gegner, uns von der Onega-Eisenbahulinic abzuschueiden. ist ganz mißlungen. Nufere, Truppen loarfen auch dort den Feind zurück. E^geuwartig treffen die Sowiettruppeni Maßnahmen, uni den Anftnhr in Archangelsk zu unterdvicken. — Das gleiche Blatt erfährt aus M'oskau, daß laut Nachrichten aus Rostow Sowjettruppeil nrit Hilft der Flotte Tenrrinsl befestigt sund die Kosaken und Meißgardisteii vertrieben Habens letzter« fliehen in der Richtung auf Tamauskaja. Wladiwostok. W l a di wv stv k, 17. Aug. (Reuter.) In Nikolajewsk am Aniur lpurdr eine .Abteilung iapauischer Marine truppen Mm Schutze der japanischen Bevölkerung gelarrdet. Ein heftiges Ge- ftcht zivifckwu Tsck-eclien und Boffchelviki Die Medcn. ländische Telegraphenagentur erfährt, daß Btonsi^nwre dttüens die Wirigin um die Enthebung von der ih... gestellten Ankgab, A RotonrtiZbilhu n .3 ßcbetcn hat. Tie Königin empfing gestern l^e ^aatsm imster ^.vn:ur and Lohmau auf Bdjtoü i'oj. ■Vß'**** it^nriiKnöwi^bumm meldet: Die Kö- ^(Emiittster Ioukheer de Sar^rmn Lobman wftgewrbert ern >ttibinett zubildm. Lvbnvrnu hat aber nach einen "”1!^der .Hönigut ,£rie Kab-ftrettsbilduus mit der Begründung abgeidjnt daß lern hohes Alter ihm nützt erlauben ivürde, selbst' elll «L. • •’! 111 ^- m 5U landen ÄtairiiLctt *u übern ehnlen, mtb uoA 2, Ifi wfofflrtf,»«1 mcht für bevockstuft Halle, den ihm erteilten .rullrag anzmiehmen. Norwegen. 20. Aug. (WTB.) Einem hiesigen Blattt -ujvlge erfährt dre „Times" aus Wladiwostok' Die verschiedenen lonkurrierenden Regierungen haben, wie eS lchernt, beschlvffen, cmc Kommission oder einen Rat zu bilden drer Vertreter entsendet. Die rein sozialistische si- orrrlche Regierung wünscht ihren Premierminister Lavroth zum ^rUtzenden dieser Kommission, während die Kadetten dieses Amt Horvath übertragen wollen. Gras Burian über die Besprechungen im Hauptquartier f. u. f. Minister des Aeußerii. Gras Äurwm, empfing den Wieirer Vertreter des „Az Ujsag", dem er ver^lOX-ne ,>-ragcn .über bas Ergebnis der Besprechungen im dQllUtzen Großen Hauptguartier beantivortete. — Ter Vertreter- fS? o • Ellens nnt dem Ergebnis der Unterredungen -u^ ■ /C x i l . : Ich bin mit dem bei den BcspreäMigen erzielten Ergebnis m jei>er Hinsicht zufrieden. Trotz der Kürze m den bedeutendsten Fragen emen sehr wich- 'Uid #5 gibt keine Aiigelege.chell. dre £? 'MEMchre und Deutschland gemeinsam m- ^TtfUczen .onnte, ore nicht -erörtert wurde — Aus diesen Worten *** über, die polnische Frage mfcntat mw lznxrr ebensalls mit einem sehr befriedigen-, den Ergebnis. Es ivar ireilich nicht möglich, uns auf EiuzllhtttOi ist geschaffen ntuiben, innerhalb Vcrhandlmrgen in raschestem Tempo vor sich n’J!^™ 11 lich'Wer die Basis der Verhandlungen ä?wk^ 5£ Z^bN verfrchMl. dan unser Promanim nach men au de.n Ziel feit, daß die C r- ^^uchtlrch ihres künftigen Schicksals chrnerhalb berücksichtigt werden ?•„ G Lr ÄW* ,( % l,i ' n h * jrb 5 I ; daß zu den Verhandlungen. £°i n Ä H^age zwischen Oesterreich-Ungarn und brt ^onrden, auch Polen zugezogen werden. — über ihre Regterungssorm und über die 'Person ZÄ-^^emiß. die Polen haben das : f^, t ^ rrn ‘? 0 r ni!? ^ J“ wählen. Das Uebrige ergibt sich dagegen ^ geführten Verhandlungen. — Wurden auch die ^^ilchoeitenrm Großen Hauptguartier erörtert? — Ich ^^^lwlen, was schm so oft gesagt wurde: Jede m!5w e ' und den Frieden betreffende Frage ist erörtert lTudz 'n dem Frredensprograinm Ew. Erzellenz eine %^rni e V ftrCtcn? ~ 9lein! M stehe nach wie Lor auf bem ‘ lvlm Wir qu chgezwungen sind, den Ver- wollen^ ununterbrochen alle Mittel versuchen ' JS^ unö r m ruicm ehrenvollen Friede-: führen lönnen um6 da parallel mit der Durchführung der niilitäri- F^ben. Klange die Feinde uns militärisch ver- ou? da?o^>'iS? vert^digm. Dies schließt aber nicht te^ftr^n^ e! ^ T l9 TDtrd? CinCm ^ivallen.Berständigungs- we zuvor Meine Herren' Es liegt heute eine der bedeut- Ä -^uherungc-n der englischen Politik vor. die tfri* desH^r ^ ^ r un llimnhaus. Der ^-raatsstckriNür des Auswärriaenj melbet rn aller istrrm Englands Anspruch aufAnnerion " 'teilte? 1 9Wto ‘* moro- qJtUt ^^unLen. ^.a» ist mm einmal nonveTid» in tewlanb' mJh2l m ^ ** ***** Eern mit Ztr Ll^naleN JJjmobt, sondern geht mit vollen Segeln in die große ^? Ien moralisierenden Wellspazicrgang und verkündet SU ^ biE ixmanf hinausläuft. baf Recht Eiigllmds aus W^ltherrschall als etwa^ 7^ me iKrraxr yrnvusiäuft. ^/bchl ^Ichands aus Wdlcherrichall als etwas SeL^verf^^ a^utschlands Anipruch aber, eine (Großmacht M lern, nwralrich zu verrnichten ??^ourS Wrktage gegen Deutschland verlangt erne Wrttoort., x öeutuber f ^ d8dlt bei uns tiefer Wurzel gescklaaeii hätte r Flamen aus weiten >krersen besonnem^ N 'besorg^r Pannoten llnter ihnen sind viele, die vor d!^ Volkerverstäiidigung. des guten Willens und i n r den internationalen Beziehungen hochhielteii ^ ren polillichc Glaubenslehve aber durch die Erfahrmigen d-s s>ric' ^ W ammengebrodw. ist. Wer trägt die Schuld^Niem^nd mil becs als die ferer Femi>e. dieselbe ©eftnmmcr, h,e hm Nn-rf, Si T 4 w % n sanken eines Bolke.bundrs ^orderinu, hcs tzmiheletoeges qrg«, Trursck». i wir ezick nicht nkiNtSrUch^ckn^cht^i^so"vern^ch" ^ m L' Ä r ÄXÄ tfA die S 5 KÄS ÄtÄss ttttÄB ÄS Mn U3tt> ^°d ausMkchtm roexben mich Ä&S &Iri6t tne BalL «»“fÄÄ" dEm der Rede des .Herrn m Belgien. ^w^^Kler hat im vorigen Monat im Neichstoa si"n- g.lÄÄÄseSfi Ä'ääSSsS“ **“*"• <->»-» W.ti im. im a!s^' dckgiens strht nichts {*»5ÄÄapsässsJös*eis sä (n^^Iblner^Blatter mit begerstener Zustimmung abdruckt^Tie Fürst Radzrwill irr Wien. Wien, 20. Mg. ,(Privattelegram'm.^ Wie die pollnsche Vrest- Hl Radziwill, Chef des polnischen ^toatsd^parLernents m Wars.chru, heute nachmittag in Wien ein- grossen und von den Mitgliedern der Polmscksen Vertreruna in Wien empfMigM worden Im Laufe des inorgigeu Vormittaas mdet zwiicheil dem Minister des Aeußeru Grafen an bre sich ein von Burm^^! verwfttallAes Frühstück anreiht. Fürst fjiabmntt WÜffi b^n Kaiser Karl nach, die vormutlstham Donnerstag stattftnden dürfte. für moram fischen P^ßagentur zufolge wird Ankunft des Berliner Beitreters des eMmteT ^^^Ldepartements, Grafen Adam Ronikier, in Wien Der 5eeMeg. Klarheit im Lufitauia-Falt. unter^r°L°r-^ls/^ "Aftonbladet" meldet mter der Ukber.christ. „EndlichKlarheit in der «u, h i *J£ 1 21 f r “ r e l'-: aus dem Prozeß der überleben, den Passagiere gegen dre C u n a r d - L i n i e jetzt das Bor- handen se 1 u von Munition auf der Lusitania" klar hervorgegangen sei daß also diejenigen Schuld an d^m Un Mumtionsdampser Passagiere mit- Aus dem welche. MMLLLW« MKKLLMUU« Verkauf an Mederverkäujer mrd Verbraucher^^^ ^-n Line Netze Dr. §o!fs. Ä 4 Empfang in der Deut- heute abend der Staatssekretär des Nri ri+cL, gehemmten Schwungkraft. Der 'Hehler darf nicht Richter stft: -mmmm xSSgeäMMSEt ‘Äfr s'.S" •*» i SSÄ $ C?"* »• -» ergrichm^Aü ^ ^^chittzer, die um Belgiens willen das Schwert Tie zweite Anklage Balfvurs geht gegen ^ t unsere Ostpolitik. ch? daraus: Ter Friede von Brest-Litowsk kam vur SrHÄ C - l J lfn S?°^ ni Uebereinstimnulng tfuildjcn der ru 11 l 1 chen und der deutsckien Relnerung, daß die Jahrhunderte lau/» ^.^ten HimdvMer Ruülands das"von -E nstoMe nL ' Z fo - Hlot ' UebereinMmmung ü^ g?ÄÄ»AC« » «tsf &ä s&srÄisl ^bstbestimmmrgs Fähigkeit der Ra:rdvölker n^urltck^? Uebergangsstadülm. Bis sich ?>ic ordnenden Mündern Msanlmenfinden nihlt sich D«lt,chland -zum Lchuiz dieser Gemeinwesen berufen im eLS rHHs 1 HL. a H25 mCinctl >^ucwesse. wie denn auch tatsäckllich Teutsch-- und national,m ?.!tuiderHellen Ter,Bre»t>Litl)wsker Friede ist ein Rahmeil- das Bild, das darin ent>tehen wird, ist erst in seinen ersten fangen entworfen, ^pie deutsche Regierung ist eittscklossen d<-„ erbe enen und ge^m-p §chny ni M über das «chere mi England -rm I^krsZLg''iÜZ >-^ache gewandt. Sie tst ihnen chmdtg versagt geblieben irs m.brt ©tBranl» das zystische fflfiÄI S fambfte als irgendeine andere Nation. Als aber wäh?^p bei Sruge^ da^ 3011)111^ Rußland jut eigenen Lande unterdrückte rz u d ää“ ****& p»Ät «r » £f «SSMKK'M iwss EDU^MM h^ule das Bewußtsein lebendig da^die ^berterkrerw hmem ist (^rfKltum unteres kolm-.mlen Besitzes eine Ehren- und . Lebensfrage -*« ÄÄCTÄÄ • .. „ Problem der FremüvSlker. Problem wird von England ausschließlich SLda» der..Erlegung des englisch^ K^ ^ Versus,ung ist England recht, die Rußland als ^ X ( " C v.^ 1 1 ^ Erhält, und würde Iwan der Schrecklich- !^^hen und Rußland zu einem M SÄ schweißen, st> würde er den Engländern ein willkonchi-en^r ^ Freiheit und das Recht sein" citSn w^JL^ ÖTt HJ eniCTl » Erieg mehr führen, dann wenigstens einen Burgerkneg, damit ckerne Rühe an Teiltschlands lautlw^ % ]W b 4“ Anerkenmmg i*r Tsck»echo-Slowaken, dieser ejjijfjfi”. Rauberbanden, als Verbündete .Macht ist der Loaifclie ^aft^Tie ^° rm ^ fischen Russenft^un^ Ir/ IL;AvULge -er von imS besepteii O^blet« M„.Ä aber es ist tm Zynismus im englischen! bedaEid zu.reden, denn Englands SnmacrMjUtJ *fe=S SSÄÄ« ÄÄKÄ'ÄSrr’ Ä«Hf£»©&Sg2 «.«,.. Eren Xkyettn, ent deutsches PEigal zu schafft. Welche un- erhuvtr Herabwürdigung des finnischen UnabhängigftitZkam'.-^cS, fcVa/r ^^hrzehnren alle Freunde der kleinen Nationen begeiüerlj , ^ ' Oer Fimlland har, wie es scheint, alle Svmpatbien in Eng- durch das englische Poraehen in Nord- rrn.land bedroht suhlt und von der Verbindung mit der eisfreien Murmankuste nicht abgeschnitlen roerden will r.k ?* ^ ^krs«Movin-en. zu Polen und M der "krame «hebt Balstnrr «ne ungeheuer Wir seien nnt dreseu Laickrmr versah«, sagen wie kurz, wie Eng. la,^ mit Griechenland ch. h. w,r hätten sic zum aktiven HeereS- dienst gegeri Deutschlands Feinde gepreßt. Kein einzicwr Sold3 ist zum Heeresdienst aus diesen Ländern für Deutschlchids Sache gezwungen worden ! Weiter, meine Herren, Balfours Anklage gegen die deutsch-rumänische Politik. Liier ist' England in der stiolle des Diebes der da ruft- • b ° ö (Gedächtnis der Welt ist nicht ganz so kur,. Wer hat .Rummnen von seiner gesunden Tradition ab- g:wgen Glaubt Herr Balfour nickst, dag RmniAiens SchichaL MlvbaftZi MH?* 1 * m T- ffu,c Regi-rimg an ihrer ReutolüÄ sestgchaltcn hatte, ^m übrigen, meine Herren, darf ich daran er- innern, daß die rumänische Preise selbst gerade in den letzteTTamn genemiber den Behauptungen Bratianus und seiner (^nossen^- tou., daß die Waolen zu dem Parlament, auf dessen Mehrheit we .hi !!ng sich nutzt, ordnirngSmäßig und dem Volkseinpfind ^ dcL Regi!?^""^ -hne Ein-m-kung durch di- §s. Hm^.^^chlands Kolonien genommen, und ich glaube nickst^ H-' dre, deutschen kolonialen Methoden wirklich sw- groß f' S 2? n m f rb / lüe i? l fY mir w^u, daß die Beswr^ng ur. -pann sährt er fort: „'soll man Dcusschland di- Kolo- "ff" J lrr “rffli*en und dadurch Deutschland die Unteni-ebasen aut allen acotze» 5wndrlsstraßen d-r Del, und dadurch den M^nwe zur «eniKumg i teilen? Tie deutsche ömXft inh^n :*~ Ä Hfrrschdi, über Me Eingeborenen 'bedeuten, L"ber ichcharzer L^,«n in ... 'EE.verren! Das heißt mit anderen Sorten, Englalch er- iri" reÄtin^ftiL“« f 6 L Im “ Pt ?\ r ‘ 3 bAr regieren zu kiwneu als ™mSS%!? t 'Ä r und leitet MrranS den Anspruch ab. es neineren^ .Nrt diestr Rrgumentalwn klnmre man ' erkläre» Monroe-Doktrin fftr &i( im“ ©tnaÄeto^t ^ t, < r IsCTl 5 cn - ^ra»-o Wen: Weiß der eng. '-ruN-ttirebar des Auswärtigen Amtes nicksts mm d? 7 - Afrikas"durch ^kernng in den verschiedenen Kolonien! UmlZ„i ltJl a £ ^°r^hei, der Entente, nichts von den tm tüch'- Ergebenen Zwn„g»auskebungen s„ BritistkCstarrika, enaldch^ nn^l^^ Zweiter, und Soldatet,Heeren aus den -Kolonien ? Hat er sich bei seinen Kol-. >lonmlamt erkundigt. to2 >-« Ät mit Emgf^orenen gegen Eingeborene Krieg zu sühreii'^ Hat er eins düng 7lle7'L,rr^'^^L.Schnd« für dü kolL "sÄ - ^'.'^kurvvlker, der daraus entstehen muß daß mnni ftKoBa^r.rinnrf'T «egen Weiße verloendek und sie naÄ ©ch^Ä Äirf ^Äs^ ernstlich Mnm, daß baä «feniÄjM f uf7 ,, r n wäre, wenn England die Kongo- "ile nicht mißachtet hatte? Hat er vergessen daß IVirHVMrmhi ttta/i^uk ch'Uuhrcnbe Mackn ist! die die Absch-ssfung Ä?«T N°gLB"uckl.ch unter.ihre KricgSM-lwfg-mnn. !v.^ r* ^ frr heute bereit, das aleick-e für Enolamd ^ versprechen und mit ftanzösisch-ii Methoden und Churchillschenl Lianen endgültig zu brechen? Meine Herren' Ich erS eine auibiefe fragen. Die Balsours^ Rede sollt^scht ^ stiEmännrschen Ausllärung dienen. Die .Khakiwahlen werfen voraus. Die kurze Geschichte unserer Kolonien ™ 'HL r:fa nt>cf > in der ^üdsee eine aggressive dstrsL^.nd'^LZch^ ^r erstreben ßin°t Wir^!olw^" v”« bluSgleich unter Bert Kvlonialssaattu. ÄÄSÄ, ft ÄrSÄÄWi? Ä m.jSlK 1 ? . ^ Wirts chast lrche Düchngkeit allein ist d.-rn genügender Z^ßt nnilionreren. Die,anigeÜStMw7 dti nach diesem Grundsatz vor dem Kriege zu handeln Mh-pbv- ^0 Menschheit auch in den Farbigen zu achten, diese Nationen haben das moralische Recht erworben, eine Kolonialmacht zu ein. Dieses Recht hatte sich Deutschland vor bcmTrica?S? morbcit. D e Befreiergesde, mit der bk^TJVbStf^ IÄSL ate&ttaspUte Werk plausibel gemacht wttd ist eiwe ^-^öemie. Es erichernt.Balfour als ctivas Selbswerständli^s Jmpkwialisten nwralssch zu mfjil ■fe ^ selbstverständlich, daß er nicht merkt, wll- lächerlich es wirkt, in mnem Atem das Streben Deutschlands vn,-h efn Dorherrschaf t zu brandmarken und für sein Land mS^SS^lSSSj^ im ^ ki ^ «taifrtmÄr in Am Schluß der Rede des 'engliscken Stnatsmd,is^^ ^ magren u:w den Allnerven.sei so ttes daß er i\uL.uViiJu. nx-rbeii könne. Herr Balfour kann weiterAen und fltt^ sich ^ ^ie^mich^E^' ^ ^ -diesen Abgrund noch vertieft hat Lassen jte mtd, Ätznen em Zitat aus jlkiurts ©ä^st ffnehen awuhren., Worte, die wie ein sctzder "&irf orf ^>ten: .Irgendein Bertranen ans die Tenkunns» ?tt,k>es Jmndee muß mitte], int Kriege noch übrig blei^n ^üc ItlinMtm fr n - Jri *m A-fEsen werden kmrnte Ltd die FMnd- ^ guetten in einen AusrortlUigskrieg xrussch'agen würden " Seden des aSÄSmSSSrt tnn* roItvTT, das gerade ist der Zweck solcher Reden wie die ^elvms' .^MMdwann imrß doch einmal zwiscküen Volk und Volk so ctN'as auskeimen wie die Regrmg von Vertrau ittnmdm^n r SrrlC tÄieÄ Mrtur anfbaum'en gegeb ne der Men-L, £ e tuAn nersw «eaicmw^frit 11 ns iü,ä SnZ, 5 lLSL h *" Tie Reaktion sürch'et Balfour Me ta5t£ l.'*™**- « fein« Anklage nicht allein gegen leil-n, , ^rlsternM riclüet, sondern geg-en das deutsche Bolk 'E^b lem eigen,tes Wesen. Meine Herren! Die osÄl«üik- ist llar^ die ^ heraus der britische ©ÜLrtSmann lnmd.ti. "Een feinen Frieden durch Verhandlungen. N^en""°l Mht eine Welle des Nebermntes durch üne Wölkest ^.^^.bem Eintrm Italiens, wie nach dem Esnttitt Rumä- "“ th vorübergehenden Polstischrn oder ntili. i 01 ^ ^^on sind wieder die alten K'riegSziele bei 111 ^ nic ^ f gekündigten Geheimvenräaen fri ^ $tI ® ntwtteftteB ^ «-Ä- Ans diesem Tatbestand ergibt sich klar die Sckstukßvs.^rn^ -l Wir müssen die Balfoursche Rede hmnehmen als emen ^fruS LI Mnlsche Bolk, im fünftcn Kriexchahr von neuem alle K Kräfte des Leidens. Kampsens und Siegeirs zusarnmenzuran - ^ ™ der Swßen ErhebtMg vom August 1914 Em^s^ere Schlußfolgerung fchemt nch zu .ergeben: Sollen wir gefühlsmäßig reagieren sollen wir mrs ebenfalls ans den B^del-i des ttmgswillens von der Kuock-ut-Politik stel^n u^> mitall^sti^Ä SAen brechen, hinter denen der &£*£ S«S ÄSC &f,t. nur desw-g^ »bilden dtütonte Sb&TÄK dtren Gesinnung fehlt? Meine Herren! ^ ra>nwrt . . .. . _Ah lehne diese Politik ab. L ’Z'ÄÄ ‘S?lSS?S?BÄ£Ä «---- [o ' i '7 t ^ rfni 'O" Si* ^cn Sdf^r Ä Elch en, Balstmr wehrt sich, mit scharfem Blick gegen tüte bSÄ S^v- ,0flt «itferme FriedenSmöglich^sk. Wen» M» einr,lick>en Diplvniaten bor dem Kriege so wmi>sam sich ^' ‘ZJTF fflC!Tat 601 dwh«ü>s>. wliß (Sott, meine Herren, dmm hatte eS feinen WeUkneg VJ^: A°m«t und Zenwen deS^euwpäischen Gervis ens bezeick»»e»» kann. Denken Sie nicht an einzelne Namen. weder bei L»nS noch in Feindesland. In diesen Zentren rege sich so etwas wie eine Erkenntnis, daß der Weg ins Freie nur gefunden iverden kann, wenn die kriegführenden Nationen zum Bewußtsein ilxrer Aufgabe -nrückern«chen. Wie vermeiden wir künftige Kriege? Wie erzielen win die Wirksamkeit enternativnaler Mn'nchmrgen auch bei einem »neuen .^regie? Wie stellen wir die Nichllombattatuei» sicher? Wie ersparen wir eS den neutralen Staaten m Zukunft, das; sie für ihre Fricd-serllgleit büßen müssen? Wie schilpen wir nationale Minderheiten? Wie regeln wir unsere gemeinsame Ehreirpflicht gegenüber den minderjälwigen Nassen dieser Welt? Meine Herren! Das^alles sind brennende Ntenschheitsfragem Hinter ichien steht die Stimmung von Millionen, hinter ihnen steht »msäglichee Leid, stehe»» unerhörte Erlebnisse. (Gerade unter den Kämpfern, umer denen, die ^-fallen sind in aller» Ländern, »cnter denen, die Kraft, Of-esundheit und Lebenssreude verloren baden, hat eS Tansende gegeben, lausende, denen das Opfer leicht siel, weil sie den Glauben nicht verloren hatten, daß aus dein angesammelten Leid, aus all der Not und Qual eine besser^ Welt erstehen würde, die ihren Kindern und Enkeln Ruhe und Sicherheit, dm Böllern untereinander aber den gttten Willen verbürgte. Meine Herren! Ter Siegeszug dieser genrnnsamen Ziele ist fid>cr, Herr Balfour kann ihn hi »raus schieben, aber er kann ihn nicht verhindern. * Berlin, 21. Aug. Dem Bortrag, den gestern abend Staatssekretär Tr. Soli bei einenr Empfang in der Deutschen (Gesellschaft 1914 hielt, wolutten der Vizekanzler v. Payer, Minister v. Breitenbach, Drews und Spahn bei, die Umerstaatsfekretäw Tr. Schiffer und Lewald,- der ehemalige Botschairer Gras Wolff- Metternich, Staatssekretär a. T. Ternburg. Direktor Deutel- meser »md von Parlamentariern Erzüerger, Freiherr v. Reichenberg, Ebert, Legieu u. a. Die Versammlung spendete zu»»» Schluß dem Redner andauernden Beifall. Preßftimmen zur Rede Tr. Solfö. Berlin, 21. Aug. Das-Bert. Tagebl. sagt: Tic Rede machte einen starken Effrdruck. Tazu 'trug nicht »oenrg Die gewinnerwe Wärme des Tones bei. Tie Bedeutung der Solffchen Rede, die eine Antwort auf Balfours lebte Rede war, liegt nieit mehr als in der Abwehr in den», was sie an positiven (Gedanken, Empffrr- dungen und (^rundgesinnungen in bezug aut die großen Problem« des Krieges und Friedens gesagt hat. Angesichts der Art, in der Balfour sein Erobernngsprogramn» entwickelte, muß diese Sprache der praktischen Vernunft auf die Gegner der Kuockour-Politik einen wohltuenden Eindruck machen. Berlin, 21. 2lug. In der Tagt. Rundschau heißt es: Wir sind mit der S-olfschn» Rede endlich Kur Gegen offensive in der öffentlicken Ausspracln geschritten». Ihr '.Anfang »vor gut. Die Solfschen Ausfül-rungen hatten die Wucht der Wahrheit und bei allen Friebensgesinm»ngen sicheren Kieb. Mögen sich an sie Schlag auf Schlag iveitere Reden reihen. Ans Stade uns Gießen, den 21. August 1918. ** Arntliche Personal Nachrichten. Der Großherzog hat am 14. August I. I. den vom Fürsten zu Jsenburtz und Büdingen in Birstein auf die zweite Pfarrste'll? an der vereinigten evangelischen Gemeinde zu Offenbach präsentierten Pfarrer Otto Schneider aus Langen für diese Stelle bestätigt. ** S t äd tischer O bstve rkauf. Es werden bis auf weiteres die Obstmarkn A 21—50 beliefert. Die Obstmarken A 21—30 verlieren am 25. b. M. ihre Gültigkeit. Siehe AnMgenteil. ** Bewirtschaftung des Herbstgemüses und H c r b st v b ft e s. Durch Bekanntmachung vom 15. August 1918 »m Reichisanzeiger Nr. 193 hat die Reick^stelle für Gemüse und Obst ihre Verordnung vom 19. Jirl» dieses Jahres über Herbstgemüse Uüd Herbslobst auch für Kohl, Möhren und Karotten mit Wirkung vom 10. d. M. ab in Kraft gesetzt, nachden» für Obst und Zwiebeln die Inkraftsetzung bereits »früher erfolgt ist. Gleichzeitig gibt sie die Erzeuger Höchstpreise bekannt, die bis auf weiteres einheitl»ch sin das gesamte Reick-Sgebiet für Weißkohl, Rotkohl, Wirsingkohl, rote und gelbe Speisemöhren und Karotten gelten sollen. ** He ssischer S chu h m a cher m e i st e r - V er b a n d. Tie gegenwärtige schwierige Lage, in die das Schuhmachergewerbe durch den Krieg gekommen ist, veranlaßte die Schuhmackxrmeister in alle»» Teilen des Vaterlandes, sich zusammenzuscküießen, unt gemeinschaftlich die Fragen der „Rohmaterialbesorgung" so»vie die Beschaffttng und Verarbeitung der Ersatzstoffe zu beraten. — Der nrit dem Sitz in Berln» bereits bestehende „Bund deutscher 'Schuhmacher-Innmigeu" wirkt schon geraume Zeit für Zusammenschluß in Provinzialverbänden, »md so hat sich seit eitriger Zeit ein! „Hessisäur Sckmhmachermeister-Verband" mit dem Sitz in Darmstadl gegründet, der am 2-6. August d. I. seinen 2. Verbandstag! hier int „Hotel Hindenburg" abbalten wird. — Alle durch berq Krisg hervorgerufenen Fragen sollen Gegenstarrd der Behandlung sein, und ist es allen Interessenten zu empfehlen, sich an den Ver- hartd^ungen zu beteiligen. Siehe Anzeige. ** Lichtspielhaus, Bahuhofstr. 34. Von heute bis einschl. Freitag tritt Gunna Tolnäs in dem Charakter-Schauspiel „Sterbende Gluten" aus. Außerdem steht neben einer Aufnahme vom Kriegsschauplatz im Westen das Lustspiel Tiddy sein Diener auf dem Spielplan. Siehe Anzeige. ** Sammlung von Abfallstvffen in England. Wie aus zahlreichen anderen Gebieten der kriegswirtschaftlichen Organisation, hat auch das deutsche Sammelwesen bei den Gegnern Schule gemacht. Den Leistungen der deutsclten U-Boote ilt es zu danken daß mmmehr auch England gezwungen ist, die »ircyt mehr ausreichenden Rohstoffe durch Absallstosse zu ergänzen Laut Meldung de» „Times" haben sich unter den Namen „Valerländ»- scher Sammetverein" und „Saloage Club" (Sammelklub) ztvei Or- aaniscuioiten gebildet um die systematische Sammlung der Mim fall flösse in die Wege zu leiten. In' der „Times" vom 20. Aprll heiß» es wörllich: „Knochen, verdorbenes Fleuch, Fifch- und Ge- müscabsälle altes Zinn Metallbrocken, Lumpe»», AUpavier, zerbrochenes Glas und Schlachrhaitsabfälle sind zu den Stoffen zu rechnen dff sich als wertvoll für das Vaterland erwiesen haben." Und der Vor sitzende des „Salvage Club" beendet seine 2k»ssüh- rungen in der „Times" vom 2. Mai mit den Mvrten: ,,Roh^ stofse werden die Hanptcmgriffs- und Vevteidigungswittel sein. Wir dürfen heute nichts umkommen lassen, sonst bereuen wir unsere Verschwertung, wenn es zu spät ist." Die Anstrengungen Englands, die wir als ein Zeickien des.sich verschärsendett Roh-^ stofNnangels im Jnselreich nur begrüßen können, werden zugleich ein Ansporn sein, um dein deutschen Sammeleifer von neuetn kräftig zu beleben. Auch hier in Gießen sollte in den Einzelhaus- Halten alle«? entfallende Altpapier» Lumpen, Altmetall u. dgl^ aufs eifrigste gesammelt und durch der» Sammeldienst unserer Schuljugend der Kriegsindustrie zugeführt werden. ** Eine gute Haselnußernte haben wir in diesem Jalrre zu erwartest. Die Sträucher l)aben einen überreichen Behang. Leider »oerden die noch Unreifen Früchte schon jetzt vielfach von dev Jugend abgerissen. Landkreis Gießen. ** Leihgestern, 21. Slug. Dem Künonier Julius Weise n b a ch. bei einer M»rni twnsl'olonne, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehet». . Kreis Friedberg. » Friedberg, 20. Aug. Das KrciSamt gibt bekamst, daß von mindestens 200 Kälbern, die wöchentlich aus hem Kreise Friedbrrg zu Schlachtungen abgeliefert uxrden müssen, tatsächlich n»rc 80 bis 90 zur Abgabe kommen. Ta es als ausgeschtossen gilt, daß die fehlenden Tiere zur Atrfzucht Benc^ndung finden, gibt das Kreisamt dem dringeirden Verdacht Ra»»m, daß diese Kälber G -e h e i m sch l a ch tnn ge n zum Opfer fallet». Besonders einzelne Gemeinden fallet» iit^ der schlechten Lieferung »rn- angenehn» aus. Alle Kreise OberhcssenS liefern »oeit »nehr Mlber ab als Friedberg. Wie oas Kreisanu feststellte, verschwairden sogar von frischmelkenden Kühen die -Kälber, ohne daß die Landwrrve lagen konnten, wohi»'. die Käsber verkauft waren. Gleiche Klage»» erhebt das Koeisamt beKüglich der Mlieferung der Schafe und Häntmel. Zur Bekämpfung dieses llnfu.gs hat das Kreisamt fetzt Strafen und zrrr Aufdeckung der Geheimv^rkäufe und Geheimschi äckstereien hohe Belohnungen Mlsgesetzt. ** Bad-Nauheim, 20. Aug. Das sechste S»nfonieko»»zert der Kurkapelle ftndet Donnerstag de»» 22. August im Konzerthaus statt. Starkenburg und Nheinhesscn. ch. Vom Mittelrhei»», 20. Aug. Die Personendampf- fchissa^rl auf dem Rhein ist »oicker bedroht. Die Mtchrdige amt- lickie stelle beabsichtigt erne Einschränkung der Personendantpf- schffahrt. Die Kölner Stadtverordnete»» R»ngS (Zentrum), Sell- mann (Soz.) und v. Mallinkrvdt (üb.) haben den Oberbürgermeister der Stadt Mn gebete»», in der nächsten Sitzung den Stadtverordneten Gelegenheit zu geben, zu der geplanten Maßi-^ nähme Stellung zu nehmen. Sckwn einmal hat sich die Kölner Stadtverordnetenversammltmg mit dieser den ganze»» Mittelrheii»! angehenden Frage beschäftigt. Es »vurde scharf gegen die geplante Maßnahme — im März »var es Stellung genommen uich darauf hingewiefen, daß sämtliche Städte des Rheines sowie die angrenzenden Gebiete, ganz abgesehen mm Köln selbst, aufs empfindlichste durch die Einschränkung getroffen »vürden. Die Kohlerr- und Beförderungsfrage köm»e man nicht gelten lassen, denn die, Schiffe holten sich ihre Kohlen selbst» von den Zechen ab. Eini weiterer Einspruch war damals nicht erforderlich», da von der entspreche»»den Sielte der Beschluß gefaßt »vurde, die fahrplanmäßigen Dantpferfahrten auf dem Rhein aufrecht zu erhalten. Damit schien der Personendampsichifsahrtsverkehr, der allein einen Weg zur Erholung der mrgestrengten Beoölker»»na der Rheinstädte bildet, »veil der Sonnlagsverkehr der Eise»»bahn stark eingeschränkt ist, gesich»ert. Nlun scheint dies doch nur für kurze Zeit gervefen z»i sein-. Man Nnrd also an zustäitdigcr Stelle zu der Frage »ro chm als Stellung nehme»» und den Standp»»nkt derjenigen, die die Schifffahrt auf dem Rhein, sotveit der Personenverkehr in Frage kommt, für nötig halte»», zum Ausdruck bringen müssen. Voraussichtlich schließen sich die Bewoh»»er der beide»» Rheinufer in fast der ganzen Länge des Rlzeines an. ch. Von der Nahe, 20. Aug. Bei Hachstetten in der Nahe »vurden »nieder ztvei Leicheni die von den» Hochpvasserunglück im Januar ftamtnen, geländct. Jetzt wird »urr noch die Leiche eines! Leutnants aus Charlottenburg vermißt. Diese »vurde sicher von den hocha»»geschwollenen Flttten der Nahe mitgerissen. Fe. Vom Odenwald, 20. Aug. In der alten Grnftkirche des Gräflichen Hauses Erbach, der Stadtkirche in Michelstadt^ wurde heittt dcrs Grakw>enkmal für den in der Nacht vom 10. aus den 11. Februar 1917 in der Nähe der Haltestelle Ayacza in Siebenbürgen durch einen Zusammenstoß zweier Züge verun-, glückten Grafen Ebeuhardt zu Erbach-Erbach feierlichst' eingeweiht. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 20. Aug. Ein Offenbacher Hutfabrikant .ließ sich gestern bei der Station Berkersheim vom Frank- surt-Gicßeuer Zuge überfahren. Tie verstümmelte Leiche »vurde später von Bahtloeamte,» gesurrden. — In der Gasfavrik am Oßhasen ftürzve ern Schlosser vom Gasometer ab und war auf 2teile tot mr. Fra»» kfurt a .M., 20. Aug. Tie Bezirksstelle für Obst u»»d Gemüse versorg»! teilt mit, daß sie unter keiiren Umständen in der'Lage sei, Gstuchen um Keltererlaubnis von Aepfelwe»»» stattzugeben, da alles Obst der Marmeladeerzeugung zugesührt werden müsse. = Fulda, 20. Aug. Tie diesjährige Mschofskonferenz. W»»rde heilte früh durch eine Feier in der Bonifatinsgrust eröfinet. An die Feier schloslse»» sich die Verhandlungen, die vom Kardinal (D-ck von Ha r t m a n n-Köln geleitet »»-erden. Anwesend sind 16 .Kirä-enfürsten aus Deutschland und zum erstenmal, solange^ Bisäw?skonferenzen tagen, in diesem Jahr auch ein öster- veichischcr Bischof, ttr Fürst-Erzbischo» von Prag. Graf Hu,in dem kirchlich die preußische Grafschaft Gtatz untersteht. Tie Mschöfe Dr. Rosentreter - Kulm und Tr. B e n z l e r - Metz sind am Ersckieinen verhindert. D. Z. Kassel, 20. Aug. Tie goldene Oberbürgernreisterkette ünserer Stadl soll nach dem Beschluß der letzten Stadwerordi toetenv?rsammlung verkauft und an ihrer Stelle eine eiserne an-« geschafft UTerden, mit dcre»» E»»t»ourf Professor Riecket in Köln betrau» wird. Die golde»»e Kette hatte emen Wert von 9000 Mark. ü Marburg, 20. Aug. Tie Stadt zahlt von jetzt ab für je 100 Kohlweißlinge 50 Psg., für jede tote Wühlma»»s und »eden Ratteitschwanz 5 P»g. X Schlüchtern, 20. Aug. In unserem Städtchen »st in diesen Tagen die 3. Tagutrg des Rheirr-MaiTnschien Ve»'bar»des> für Volksbildung abgehalten tvorde,». Eine»» breiten Raum in den Verhandlurlgen hat die Frage über die Errickstm»g von Volks- hochsckwlen eingenommea». Vom Vorstande des Rhein-Mainischen Verba»»des für Volksbildung konnte die Mitteilung gemacht »ver^e»», daß der Verband die Einrichtung einer solchen Volkshochschule in dem rheinhesisschen Städtchen Hahrheim bereits ins Auge gefaßt habe. Es ist beabfickKgt, diese Volkshocl-fchule alsbald nach Beendigung des Krieges ins Leben treten zu lassen. Als Leiter derfelb«» »st eure Persönlichkeit gef»»»rden worden, die sich um die Einrichtung von Feldhoch'chulen bereits einen Namen gemacht hat. Meleoroiogische veobachtiingen der Station Eichen. August 3518 & gl P s ! t Cj? iS & i| 55 1 «5 3 & 1 1 -• -S" \H z 2 -ff C 1 S 1 £ * •c c Ä ! 1 ,2 » 1 2*1 Wettet 20.} 2 “| - 20,6 12,0 66 9 wechs. bewölkt 2o.j 9 n l - - 18,7 13,9 86 — - 10. meist trock.ivarn» 21.. 7- - 17,9 13.7 J 90 7 nachts ivolkig Höchste Temperatu u am 20. bis 21. August 1918 - -- + C. 18.8° Nlcdrigste „ „ t$ 99 » II 1918 = + C. 16,5' Niederschlag mm. Vermischtes. K P. Heidelberg, 20. Aug. Unter den Opfern dev jüngsten Kcnnpft wird auch der Leutnartt d. L. und Kompagnieführer Spieß aus Michelfeld im Odenwald gena»mt. Spieß «var ein außerviHenttich hervorragender Soldat und tvegen seiner Kühnheit in seiner ganzen Division bekannt. Bäcker seines Berufs, hatte er es durch seine Tüchtigkeit vom gemeinen Mam» zun» Offizier gebvackst. Bei schivierigen Erkundungen war er stets der Erste gewesen, der sich meldete, und in über 220 Unternehmungen dieser Art war ihm selten der Erfolg versagt geblieben. An Auszeich- KLM»gen waren ihm das Eiserne Kreuz 1. u»»d 2. Klasse, das Militärverdienstkreuz und das Ritterkreuz des Ho Herrzollern scheu HausordenS zuteil geworden. Bei einem Sturmangriff ist der Tapfere an der Spitze seirwr Kompagnie gefallen. Wien, 19. Aug. Die Blätter melden^aus Villach: In der Nacht zum 14. August erfolgte auf der Station Ueggowitz der Staatsbähnlinie Villach—Pontafel der Zusamme»»stoß zroeier Ur- l Grohcs Sauptnuartier. 21. Anguft. (Amtlich.) ... Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei Vieux-Berguin. Äierville und südlich der Lys schlugen dir im Borgrlände unserer neuen Linien belassenen In- 4 trw... q santeric-Allleilmtgen mehrfach englische Vorsllzße und Teil- nngriffc zurück. Maschineugewchre und Artillerie ftigten den, Feind- lnrrbei euwsindlichc Verluste zu. Znfanteriegeiechte beidcrftits der Scurpe imd nördlich, der Ancrr. Heeresgruppe Gen er alv berst von Bor hu. Nordwestlich von Noye schlug eine seit dem 9. August im Brennpunkte des Kampfes fechtende, aus Garde- und niedersächsißchen Reserve-Negimrntern bestehende Division erneute starke Angriffe des Fcindeo ab, im eigenen Vorstoß in die ftüwlick-rn Linien machle sie Ge.angcne. Zwischen Avre und Oiie steigerte such der Artitleriekampf ain Naälmittag zu großer Stärke. Beiderseits von Erapeaumesnit, nördlich und südlich von Lassigny und auf den Höhen iüdivest.rch von Noyon stieß der Feind mehrmals zu starken Angriffen vor. Sie brachen in unserem Feuer oder im Gegenstoß zusainmen. Auf dem Schlachtfelde zwischen Ancre und Avrc wurde,' »»ach Meldungen der Truppen feit dem 8. ^lugitst bisher mchr als 509 feindliche Panzerwagen d»lrch unsere Wafftnwirümg zerstört. Zwischen Oise und Aisne hat gestern der seit einigen Tagen erwartete, am 18. und 19. August durch stai-ke Angriffe eingeleitete er»»eute Durck)bruchsversuch des Feindes begonnen. Noch stärkster Feuersteigerung griffen m\[yc und schwarze Franzosen am frühen Morgen in tiefer Gliederung unterstützt durch zahlreiche Panzenvagen auf 25 Kilometer breiter Front an. Sie brachen stellenweise in unsere vorderen Linien ein. Gegen Mittag war der erste Ansturm des Feinde§ in unseren Jnfanterie-Kampffttllungen in der Linie Carle-' pont-^-südlich von Vlcrancourt—Vezaponin—Pommiers öt= brach eil. Kraftvoller Gegenangriff deutscher Jägerregimenter warf de»» vorüdergehend auf den Juvignp-Rücken vor- stoßenden Feind ausBieury zurück. Bis in die späten Abendstunden hinein setzte der Franzose seine erbitterten Angriffe fort. Sie brachen an der ganzen Front im Feuer unserer Artillerie, teilweise in unseren GegenstötzM zusammen. Die Durchbrnchsversnche des Feindes sind trotz rücksickus- lofcm Kampseinsatz und unter schwersten Verlusten am ersten Schlachtlage gescheitert. Schlachtflieger hatten an der Abwehr der Angriffe wirksamen Anteil. In nächtlichen Flügen griffen unsere Bombengeschwader den im Anariffsgebict dicht gedrängten Gegner in Ortschaften, aus Bahnen und Straßen erfolgreich mit Bomben und Maschinengewehrseuer an. Der Erste Gknrralgnarttermeister Ludendorff. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 20. Aug. (Amllich.) D WeitiiMitg unD Ezze zu verkaufen. 04345 i Hankcl, Neuen Baue 7, p. £ 1 6 )roßer herrschaftlicher, ver- | nickelter, weiß-emaillierter 1 Küchenherd mit GaS-ZIoch- und Back i z vorrichtnng zu verkaufen, r Näh. zu erfr. bei der Mittel- t deutschen Creditbank. 6ö, c 1 GraSer Spiegel, Sprungieder- matratzs u. Gaslamps (Lura) z. verk. Gr. Steinwcg 22 . M393 2 große Waschfässer z. verk. 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