Br. m Ter ßie&tncr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Eichener Kami! ienblatttr; Areirblatt für dea Lrei§ Gießen, vezugrpreir: nmnatl. Mk. 1.20, vierteljährlich Mk. N.6O-. durch Avhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10: durch diePost Mk. 3.6O viertel- jährl. auSsckst. Beslellq. ^erujprech - Anschlüsse: üirdieSchriÜleitungll2 Verlag,Geschäitsstelteöl AnschrütsürTratzlnach- rlchten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt (68. Jahrgang viensLag, 20. August M8 General-Anzeiger für GdechcheK Zwillingsrunddruck u.Verlag: Brühl'sche Univ.-Buch- u.Steindruüerei «.Lange. Schristleitung. Eeichäktsstelle u.vruckerei: Schulstr.7. Postscheckkonto: Frankfurt a.M. llö86 vankoerkehr: Sewerbedanl Gießen Anuehme von Anzeigen s. die Lagesnummer dis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichkert Seilenpleise: für örtliche Aiizeigen 25 Bi.,für auswärtige tzO Bi., für Reklamen Alk. L- i’.ebft 2ܰ/ 0 Teu- erungszuschlag. Hauvt« schri'tleiter: Aug.Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: i. V vr. Zenz-, Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: vr. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck- säintltch in Gießen. feindliche Angriffe unter schmesten Verlusten gescheitert. (WTB.) Großes Hauptquartier, 19. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht. Südwestlich von Bailleul folgten stärkstem Feuer englische Angriffe zwischen Metercn und Merrys. Sie wurden in unseren vorderen Kanrpflinien atzgewiesen. Beiderseits der Lps rege Erkundungstätigkeit des Feindes. In örtlichen Gefechten nördlich der Ancre schoben wir unsere Linien vor und machten Gefangene. H e e r e s g r u p p e G e n e r a l o b e r st v o n B o r h n. Ztvischen Ancre und Oise am frühen Morgen heftiger Feuerkampf. Der Feind stich mehrfach, zu starken Teilangriffen vor. SWlich der Sonnne scheiterte ein Angriff australischer Truppen gegen Herleville. Nordwestlich von Noye hatte ein eigener Vorstoh Erfolg. Französische Angriffe beiderseits der Strahe Amiens—Roy? wurden überall, teilweise im Gegenstob, abgcwiesm. Mchrere Panzerw 2 gM wurden zerfe offen, einige lwu unserer Infanterie durch Handgranaten auh-r Gefecht gefetzt. Ebenso brach dicht südlich der Avre mehrfach wiederlwlter Ansturm des Feindes zusammen. Der Gegner drang in dm West teil wnt Beuvreignes ein. Wir nahmen die dort kämpfenden Truppen an den Ostrand des Ortes zurück. Nordwestlich von Lassig. y schlugen wir feindliche Teilangriffe und mehrfach wiederholte Vorstöße ab. Weitere Angriffs- Versuche hielt unser Feuer nieder. Zwischen Oise und Aisne begann am frühen Nachmittag Reichstages am Mittwoch nachmittag von dem Vizekanzler Payer und dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts v. tziutze enrpfangen werden., um die Mitteilungen über die Verhandlungen im Großen Hauptquartier entgegenzunehmen. Bei dieser Gelegenheit soll auch über die Ein- bernfung des Haupbausschnsses Beschluß gefaßt werden. Es ist anregend, zu verfolgen, wie sich die Verbcurds- blattjourn allsten mit den Beratungen im Großen Hauptquar- ller deschäfrigen und welche Fabeln sie aus den Enden ihrer F edler Halter saugen, um ihre Unwissenheit hinter aeheim- rrisvollni Jnformallonerr zu verberge. Die „Vossische Zeitung^' gibt eine solche Blüte wieder: Die „Westminster Gazette" vom 15. Juli veröffentlichte einen ArtiiÄ, in >oem es u. a. heiß:: „Laut eingegangener Mitteilungen soll Herr v. Httrtze, wiewohl ihm der Maulkorb vorgebunden wor5Äx 'war, in der geheimen Beratung mit den Parteiführern gesagt, haben, Deutschland fr)rate ohne eine ihm dur(h ein politisches uird militärisches Abkcnnmeu mit der belgischen Regierung verschaffte Garrattie Belgien nicht räumen, und es könne kein Frieden, sckfließen, bevor die deutsche 'Industrie durch die Auffmhme deg Eisengebiets von Briey und Ä.ntg:vy in da-, deutsche Reich endgültig gesichert sei." Hierzu bemerkt die „Vossische Zeitung": Hierzulande ist von gch.unen Becatratgen des Staatssekretärs des Auswärtigen mit den Parteiführern uich: das Geringste bekannt, auch nicht von Aeußerungen, die der Ptetdung' des Londoner Blattes auch nur aracähernO eutspcäck/en. Es handelt sich also hier zweifellos um ein Erzeugnis aus der engli.chien Märchntsabrrk. Eine vertrauliche Aussprache der Parteiführer mit Herrn v. Hintze war in der Presse bei Erörterung der Frage, ob es nchlt starker Artillericka.npf. Gegen Abend griff der Feind nach angezeigt wäre, den Hauptanschluß des Reichstages einzuberufen. idöstlich angeregt worden. Es ist auch sehr wohl möglich', daß eine solche stärkster Feuersteigerung zwischen Carlepsnt und südöstlich von Nouvron an. Unsere vorderen Truppen hielten in mehrstündigem erbitterten Ringen den feindlichen Ansturm auf, der überall vor unseren Kampfstellungen zusammenbrach. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Beste, beiderseits Braisne. folgten auflebendem Feurrkaurpf kleinere Jnfanleriekämpfe. Der Erste Generalyuartiermeister Ludendorfft * Der Abendbericht. 35 ct tin , 19. Aug.. abends. (WTB. Amtlich.) Westlich von ElMllnes und nördlich Roye sind feindliche Angriffe gescheitert. Zwischen Aore und Oise tagsülwr deftiger Kampf. Fnmzöftfche Angriffe auf breiter Front brachen unter schweren Verlusten zusammen. Zeitweilig Artillerietütigkeil im gestrigen Kampfabschnitt Mißt-en Oise und Aisne. Der Ssterrerchisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlmttbart: Am Piave wurden italienische Erkundungsversuche vereitelt. * Der CHes des Generalstubes. Herr Joffe ist von seiner Reise nach Moskau zurückgekehrt- Menu bei einem nur vierundzwanzigstündigen Aufenthalt in der Sowjetzentrale ein Einverständnis' erzielt werden Lunte, daß die Unterzeichnung des ganzen Vertrages in kurzer Zeit zu erwarten ist, so muß man dies als ein großes Entgegenkommen der Sowjeiregierung anerkennen. Vorschläge zu kleinen Abänderungen der deutsch-russischen Vereinbarungen fallen nicht in die Wagschale. Jedenfalls hat Joffe bereits dem ebenfalls nach Berlin zurückgekehrten Staatssekretär v. Hintze im Auswärtigen Amt seinen Besuch abgestattet und ihm das Ergebnis seiner Moskauer Reise vvrgelegt. Es scheint also aller Grund vorhanden, mit einer dauernden Befesllgung der Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland zu rechnen. Hiermit wächst unser Jnter- rsfe daran, die Sowjetmacht am Ruder bleiben: zu lassen, so lange ffe sich selbst zu hallen vermag. Aus diesem Grunde ist es nicht unverständliche wenn das „Berliner Tageblatt \m Verein mit der „Jranksurter Zeitung" sich gegen die Mission des in Berlin weilenden Herzogs Nikolai von Leuch- lenberg ivendet, der die'deutsche Regierung für die Ziele der Donfrffaken und ihres Asanus, des Kosakengenerals Krasnow, gewinnen soll. Deutschland hat tatsächlich kein Interesse daran, noch weiter in die inneren Kämpfe hineingezogen zu werden, die sich in Rußland abspielen. Es hätte nur unerfreuliche Folgen zu erwarten, wenn es zugunsten der Bol lchewiki intervenieren wollte, und es kann erst recht nicht daran denken, sich mit ihren Gegnern einzulasscn. Dies letz lere umsoweniger, als die Sowjets in allen Fragen der uns rachbarten, verselbständigten russischen Fremdstaaten weitestes Entgegenkommen zeigen. Eine neueste Meldung besagt sogar, daß sie nunmehr ihr völliges Desinteressement an dem alten Baltikum erklärt haben. Es scl-eint überhaupt so, als beginne unsere Ostpoliti'' sich zu befestigen, und zwar in etwas abweichender Richtung vom bisherigen Kurse. Gemäß der „Deutschen Tageszeitung" glaubt man „in gutralterrichteten Berliner Kreisen zu wissen, daß der Nachfolger des Grasen Mirbach als deutscher Vert'reter bei den 'Svwjrts, der frühere Vizetrat^ler Dr. Helfferich, von seiner un-- Lrwarteien lZerliver Reise nicht n-ach Rußland zurückkehren wird. Im Publikum wird man geneigt sein, so schreibt das Blatt, dte Tatsache mit Verleglmg der Gesmchtichaft und den gegen den ^Nachfolger Mirbachs.misgesprvchenen Drohungen in Derbördung die zwischen ihm und dem Dtaatssekvetär des AuÄvärtigen Amts zu bestehen scheinen. Bereits die erste Mitteilung über die als-- idaldige Rückkehr Hclsserichs rtach Berlin unnrittelbar nach lleber- uahme seiner neuen Amtsgeschäste enthielt eine Andeuttutg, mif Grund deren mit dem 9rucktritt des neuen Gesandten gerechnet 'werden mußte." Auch diese Frage wird bald üjte Klärung erfahren. Es .^heht nunmehr soweit fest, daß bw Fvaktionsführer Konferenz vor dem Zusammentritt des Plenums stattfindet, und die Berfckäebung der Rückkehr des Reichskanzlers aus dem Haupt- Mtarticr wird an manchen Stellen auch dahin gedeutet, bas die Reichsleitung einer vertraulichen Aussprache .im engeren Krerse vorläufig den Borzavg vor eine:n Zusanrmentritt des Haupttaus- sckMsses geben würde. Aber besllnmtte Entschlüsse scheine^ weder von >en Parteien noch bei der Regierung hmsickMch der Mkannt- gabe her Ergebnisse der jmrgstOt wichtigen Be,prechungerr im Haüptguartter gefaßt zu sein. Zu den Ereignissen im Westen nimmt wie immer Hermann Stegenivird bekcntntgemacht, baß kräfftig die Dominions je ein an Miniittrrffidenten in London haben werden, der Wcitgiied des Kriegskabinetts setn werde: aucb Indien werde vertreten sein. Amerikanischer Militarismus. Haag, 20. Aug. (L. A.) Die „Times ^ meldet aus Neuyork, daß die amerikanische Senatskommission bei der Bewilligung der neuen Militärfordcrungelt weitergeht als die Regierungsvorlage, 'elbst. Tie Kommission fügte dem Gesetz eine Position ein, wonach ^ üejenigen Arbeiter, die vom Kriegsdienst befreit sind, weil stoc (besondere Revolutionstrüunale errichtet io-irden. Sehr charakteristisch für das jetzige Pietershitrg ist es, daß die eigentliche Mittelklasse, aber auch ein rocht großer Teil der ätteren Arbeiterschaft völlig polillfrnüde ist und ganz offen in den Gasthäusern, S traßen bahnen usw. deutsche Hilfe h e r b e i s e h n t. Tech Ausspruch „Prffchol bh Njemetz!" (Wenn nur die Deutschen ertt kämen!) hört man jetzt in Petersburg ans Schritt iats> Trttt. Haag, 19. Aug. Die „Datty News" meldet aus Stockholm: Bezüglich der hier zirttckierenden Gerüchte über- den Sturz der Sonst ettegierung in Maoskrac ist große Vorsicht am Platze. Die Dl acht der Sowsettegierimg ist in. letzter Zeit ohne Aoeisel erschüttert wordeti, zum Teil infolge der mangelliastm Nahcungs- mittclbffchaffunb, andererseits aber auch Wegeu der erfolgten Inter' - vention der Allirerten im Norden des' Landes und in Sibi eiert. Die Führer der Sowjetrepublik Listen mit Hilfe der aus Sibirien her an geholten Steinkohlen die Eisenbahnen instand setzen zu können, nm Lebensmittel aus dem Donezgalnet herbeizuschafscn. ?luch hofften sie m Sibirien (Äold und aridere Ilohmaterialien zu bekommen, wodurch sie ttt die Lage versetzt worden wären, Wirtschaft, liche Beziehungen mit dem ÄuSlande anzuknüpfen. Wenn auch alle diese Hosmungen verettelt sttrd, so ist bis zur Stunde die Sowjetregierurtg als die eiitzige organisierte und organisierende Körperschaft der Republik rarzusehm. Bernerkenswert ist. daß in diesenl Jal)re die Mefle in Nischni-Nowgorod trotz gfter Schwierig, leiten und trotz -der Näl^e der tschechischen Froitt nste üblich abge- halten werden konnte. Ilm den 5)'andelsverkehr zu erleichtern, wurde dort eine Filiale der Volksbank gegründet. Auf diesen Umstand ist wohl auch das Gerücht zurückzufühwen, das von enter Verlegung der Staatsbank aus MoÄau wissen wollte. Wie <6 heißt, hat die Sowjettegierung beschlossen, den Preis für Mehl auf das Drei-. fach- zu erhöhen. Diese Erhöhung wird für die Bauern ohne Zweifel ein Ansporn fern, das Getreide nach den Städten zu bringen. Englands teufliche Heuchelei. Kristiania, 19. Aug. „Sozialdemokraten" charakterisiert den englischen Aufruf an Rrtßland in der Ueberschrift als „Englands tetrslische Heuchelei". Die Revolution sei in Gefahr, meint das Blatt im Leitartikel, derm England, Iavan, Frraftreich seien fest entsckstoffen, das sozialistische Baraverk zu zerschmettern, sich in RußtmU) »u erheben begon-tttt h«e. Mtt ebenso 'nciÄe .wie mebertradjfifrn: Heuchelei versichere England, daß die Jitter- Zeirtwn auf die innere Eww-iclluug in Rußland nicht emttrirfcni solle, aber wohin die Enteittetruppen Vorrücken, da seien Vertrauen mänuer der Arbeiter hinNerichtet worden. Tie Sowjet- Fvgierung habe einen flammenden Llppcll an die Arbeiter der Weltmächte gerichtet. Die unabhängige Arbeiterpartei in England habe auch schon protestiert, mvch die französische Sozialdemokratie: einer Hoffnung auf Erfolg dürste mstn sich aber nicht hingeben. DaS Baltikum. Berlin, 20. Aug. Der „L. A." erfährt von gutunterrichl- iteter Seite, daß die Sow-etregierung nunmehr ihr Desinteresse-' Nrcnt am früheren russischen Baltikum erklärt hat. Dongebiet und Ukraine. Kiew, 18. Aug. (WTB.) „Kiewskaja Mysl" teilt mit, daß der Handelsminister des Tongebietes Vertretern der Presse gegen- tüber die wichtigsten Bedingrmgen des Vertrages zwischen dein Dongebiet und der Ukraine dargelegt hat. Danach wird die Grenze durch die letzte Verroaltimgsgrenze zwischen dem Dongebiet und den Gouvernements Iekaterinoslaw, Öfttrjoto und Wvronesctz destimmt. U:mbhäng:gteit rnrd Souveränität und das Recht ans Errichtung von Zollämtern wird gegenseitig anerkannt. Tie Ukrainer genießen im Tongebiet alle Rechte der nichtkosakischen Bevölkerung. Dieselben vollen Rechte genießen die Angehörigen des Don- vcbiets in der Ukraine. In kürzester Fürst sollen Verträge geschlossen werden über den Warenaustausch, über Zollfragen, die 'finanziellen Beziehungen, den .Eisenbahn-, Post-- und Telegraphenverkehr und die Einsetzung gemischter Kommissionen in der. Donez-Frage. Das Dongebiet soll die Bergwerke mit Lebensmitteln und Schmierölen, die Ukraine soll sie mit Holz, Metallen sind Sprengstoffen versorgen. , Das Kubangebiet, Kiew, 18. Aug. (MDB.) Laut Mitteilung der Ukrainischen Telegraphen-Agentur tritt die Regierung des Kubangebietes an die Wiederherstellung von Handelsbeziehungen nnt der Ukraine heran. Das Kubangebiet könne Pflanz-enfette, Fett, Butter und Viehfutter liefern und brauche Eisen, Maschinen, Kohlen und Gewebe. Die sieben Stanizen der Halbinsel Taman (Kubangebiet) forderten ihre Angliederung an die Ukraine. Rußland und Japan. Berlin, 20. Mg. Im Moskauer jKreml, dem Sitz der Sowjet- regierung. finden unter dem Vorsitz Lenins dauernd Beratungen statt, die sich mit der durch die japanische Intervention geschissenen «Lage befassen. Lenin hilt, wie dem „Berl. Lottlauz/' gemeldet -wird, an seinem Eittjchchrß, keinen Krieg zu führen, fest. In unterrichteten Kreisen wird jedoch angenominen, daß die Regierung durch den Gang der Ereignisse gezwungen, sein wird, an Japan den Krieg zu erklären. Tie Bevölkerung steht den neuen kriegerischen Verwicklungen feindselig gegenüber. Japa". Tokio, 18. 2lug. (WTB.) Reuter. Tie Opposition wirst der Regierung vor, daß sie die gegenwärtige Lage überstürze, und bereitet einen Feldzug gegen die Regierung vor. Ein neuex Führer der sibirischen Tschecho-Slowaken. Bern, 18. Mg. tWTB.) Laut „Petit Journal" ist der !frühere Direktor des Observatoriums auf den Mont Blaue, der ^tschechische Astronom Professor Stesanitsch. der bei Krieg-ausbruch .als Flieger in die französische Armee einrrar, zum Führer der .'Tschecho-Slowaken in Sibirien ernannt worden. Stesanitsch -verde sich runden allernächsten Tagen zur Uebernahme seines Postens nach &tfrinen begeben. Aufteilung des rumänischen Bodens. * .. dukarest, 18. Aug. WTB.) Wie „Lumina" meldet, hat der bei Arabische Agrara-usschi.ß folgende Beschlüsse gefaßt: Der gesamte rn Privatbesitz befindliche anbaufähige Boden wird enteignet. um an d-re arbeitende Bevölkerung Bessarabiens verteilt -zu werden. Tie vorhandenen Weingärten und Obstgärten verbleiben ihren Besitzern. Bei der Uebergabe der Grundstücke an die -arbettende Bevölkerung wird den früheren Besitzern das 'Recht 'bewilligt, den Boitenanleck zu behalten, der die für den anbaw fähigen Boden festgesteltte Kornmenge nicht übersteigt. Bei der Enteignung des ssftvmd und Bckeus wird auch das tote Inventar des Grundbesitzers enteignet werden, um der arbeiteitem: Bevölkerung oder der autonomen Lokalbchörde übergeben zu werden. Die Dttjeftergrenze. Bukarest, 18. Aug. (WTB.) Anläßlich« der feierlichen Einweihung der Dnsestrgrenze und des Zollanttö in 'Bender- richtete ?5inanzmiNister Leulescu an den Ministerpräsidenten Marghcko- man folgendes Telegramm: „Bender wir im Laufe der Jahrhunderte dre offene Pforte des Ostens nach dem Westen. Die Vorsehung behielt Ihnen die -Aufgabe vor. für ewige Zeiten das Tor ..von Bender gegen den Einfall asiatischer Wildheit mch llawpche^ Barbarei zu schließen. -Tank Ihren errichteir :oir heute dre Dnrestrgrenze als Grenze des zivilisierten Europa." Kars, Ardahan und Batum. .... Konstantinopel, 19. Aug. (WTB.) Das Ttmtsblatt ver- ossentlM einen an die drei wieder ungegliederten kaukasischen! Bezirke Aerrchteren Erlaß, in dem zunäckrit darauf hingewieseni wird, Vast dre Festungen Kars, Ardahan und Batum und das umlegende Otebiet, die seit der Regierung der Sultane Selim und sulemcm Kam allmählich der Türlei angegliedert warm, infolge des Krieges von 1878 als Elrsatz für eine .Kriegsentschädigun,/ -M' dre Hand deA Feindes/übergingen. Seit dieser Zeit habe das Kalifat, der Beschützer des Islams, nie cmfgchört, an der traurigen Lage der Bevölkerung dieser Länder Anteil zu nehmen. Der Sultan danke dem Allmächtt^n, daß es möglich wurde, sie neuerlich An Reiche einzuverleiben. Er drückt die Genugtuung über das Ergebnis der Volks abstimmung aus, die gemäß dem von Ver- " — -irr-nr —■ tretern der verbündeten Souveräne des TeiitsHen Reichs, Oestrtr- roich^cklngarns, Bulgariens und der Türkei mit Rußlcrnd abgeschlossenen Vertrage veranstaltet wurde, imd erklärt, den von der Bevölkerung bekundeten Wunsch nach Angliederung an die Türkei entgegenzunehmen.. Weiter heißt es in dem Erlaß, daß der Sultan dein Ministerrat den Befehl erteilt habe, diese Länder als integrierenden Bestandteil der Türkei zu betrachten und ihre Verwaltung entsprechend zu organisieren. Außerordentliche Sitzung des polnischen Minifterrates. Warschau, 19. Aug. >.(WTB.) Nach Warschauer Blättern fand gestern eine außerordentliche Sitzung des polnischen Ministerrates statt, in der Prinz Janus Radziw-itl über seine Reise ins H-auptguartier berichtete. Im Zus-anunenhcmg mit den dortigen fZerhandlungen wurde für heute eine Sitzung des Kwnrates an- iberaumt. Wie verlautet, (wird Radziwill zwecks politischer Konferenzen sich heute abend noch Wien begeben. Keine Protestnote Spaniens an Deutschland. . San Sebastian, 18. Aizg. (Reuter.) Dato stellt in einer Mitteilung in Abrede, daß^wie eurige Zeitungen behaupten, wegen/ Torpedierung spanischer Schiffe eine Note nach Deutschland gesandt worden sei. Eine solche Note existiere nicht. Das Kabinett sei einmütig entschlossen, die Neutralität aufrecht zu erhalten. Er fügte hinzu, daß der Cervantes nicht torpediert worden sei. Sein Verlust sei vollkonnnen dem Umstande zuzuschsveiben, daß die Ladung, Petroleum, Fkuer gefangen habe. and.Sebastian, 18. Aug. (Reuter.) In .seiner Erklärung, in der er in Avttche stellte, daß eine Note an Deutschland gerichtet worden sei, protestiert Minister Tato gegen die wiederholte Mitte ilstng einiger Zeitungen über Spaniens internatimmle Beziehungen. Er sagt: Tiefe Mitteilungen sind darauf berechnet, die öffentliche Meinung unnötig zu erregen.und grundlose Beunruhigungen hervorzurufen. Das jetzige Kabinett wird sich von der Politik der Neutralität nicket abbringen lassen, die vom ganzen; Lande ausdrücklich gebilligt ivird. Es ist besvrrders verwerflich, gerade jetzt die öffentliche Meinung zu beunruhigen, wo eine Regierung gebildet worden ist, der Staatsmänner verschiedener politischer Richtungen voll politiscl-en Pflichtgefühls beigetreten sind. Wie groß astch ihre Gegensätze dein mögen, sie alle sind der .Ansicht, daß die Neutralität aufrecht erhalten werden muß. Tie Politik der Neutralität ist völlig in Uebereinsttmmung prit dem Schutz der nationalen Interessen und der Würde des Landes, um die Worte anzuwenden, die Maura in dem unter dem Vorsitz des Königs abgcholtenen Ministerrat ausgesprochten hat. Tie berühmte spanische Note, die an Deutschland gerichtet worden sein soll, kann schlechterdings nicht veröffentlicht tverdm, da sie nicht besteht. Es ist rächt die Gewohnheit der Regierung, der Presse den Text der Instruktionen mitzuteilen, die den Regierungsoertvetern im Auslands zu gehen. Ich bin der Ansicht, daß die Regierung ein Recht darauf hat. zu erwarten, daß das Pnblikirm in sie Vertrauen setzt und ich vertraue, daß die ernsteren Blätter gegenüber Mitteilungen, die die Ruhe des Landes bedrohen, Vorsicht walten lassen. Der Seekrieg, Neue A-Boot-Erfolge. B e r l i n, 19. Aug. (WTB. Amtlich.) Neue Erfolge unserer Mittelmeer-U-Boote: vier Dampfer von zusammen etwa 16 000 Bruttoregistertonnen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Aus dem Reiche- .... derlin, 19. Aug. (WTB.) Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht dre Verleihung des Eichenlaubs zum Orden Pour le mente an General der Artillerie z. D. v. Gwnau, die Uebertragung der neu geschaffenen Stelle eines hauptamtlichen Vorsitzenden des Reichsyusschusses für den Wiederaufbau der Handelsflotte unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Präsident" an den bisherigen Präsidenten des Kaiserlichen Kanalamts in Kiel, Wirklichen Geheimen Oberregierungsrat Dr. Georg Kautz, eine Verordnung zur Abänderung der Verordnung über die Preise für Heu aus der Ernte 1918, eine Verordnung über den Versand von Kohlrabi, eine Bekanntmachung über die Richtpreise für Obst und eine Bekanntmachung über Erfassungszuschläge für Gemüse und Obst. * Arrs Stabt und Ennd. Gießen, den 20. August 1918. Gegen die Berwikderureg der Fugend. Ist sie wirklich Wimmer geworden, die Jugend von heute gegen die früheren Zeiten? Wir möchten diese Frage ohne weiteres bejahen. Auf Schritt und Tritt begegnen einem Unarten junger Barschen, die früher schlechterdings unmöglich waren. Ueberall wohin man kommt, merkt man, daß die Iügend mehr und mehr verwildert. Das mag ja wohl in der Hauptsache darauf zurückzuführen ?ein, daß jetzt wäh/oetnd der Kriegszeit, in den weitaus meisten Familien die Bät-ec fehlen und die Kinder der doch immerhin schvächeren Herrschaft der Mütter unterstellt sind. Tie Känminalität der Jugend hat in den letzt«: Jahren einen geradezu erschreckenden Umfang angenomrwen und sie wächst immer weiter, was jeder merkt der von Berusswegen öfter mit den Gerichten in Berühaumg kommt. Und wienn cnidf in der Jugendfürsorge schon allerkei geschehen ist immter deutlicher zeigt es sich, daß bisher das Wichtigste fehlt,' ein eigentlrcher Zusammenhang der verschiedenen Organisatio- nen, der ihre Arbeit erst richtig wirksam werden lassen könnte. Diesen: Ndißstand soll nun abgehollen werben, . durch die Schaffung sogenannter Jugendämter, eines Mittel»' Punktes, von dem alle Zweige praktischer Jugendfürsorge aus- gehcn. Das weite Gebiet folcfjn: Jugerwämter, wie sie in eüurr Anzahl von Städten schon errickstet, für andere geplant strü), umfaßt neben den genamilen Fürsorgebestrebiuigen , v>d) Säuglings- sülsorge, Einrichtung von Kinderheimen und Horten. Aufsicht über ine Haltekinder, Ferienkolonien, «Berschütung von Stadtkindern Miss Land, Schulspeisung, Fürsorgeerziehung Gesührd?ter. Be:nfsvo:onundschaft, Warsenpflege, Berufsberatung usw. In den Städten wird es vielfach genügen, bereits bestehnld« Organisatiomn zusmnmenznschließen, um eu: Jugendamt zu schaffei:. Besondere Schwierigkeiten werden aber Gründungen imd Zu- sammenschluß aus den: Lande M überwinden l-ab-en. Unsere gesamK Fürsorgctätigkeit beginnt indes jetzt an einen: Mangel zu kranken, der die rickchge Durchführung ihrer Arbeiten mehr und mehr erschwert, es seht: an helfenden Kräften. Mai: bedenke, welche Verschiebungen in: sozialen Leben der Frauen vorgegaugen sind: Frauen und Töchter, die ohne die KricBnorivendigkeft nickst in Berufe eingetreten wären, sind heute außerhalb des Hauses tätig, die MWanderung der Frauen in die Jndusttie und, nickst zu vergessen, in die Etappe hat viele Krärtq ausgeiwmmen, die sonst entzveder ihrer Aufgabe als Hausfrmlenj und Mütter erhalten geblieben wären — alles dies macht vermehrte Fürsorge für die Kinder nötig. Dringend ergeht daher von alle:: Organisationen der Ruf nach fteiwilliger Hilfsarbeit und nicht dringend genug kann dieser Ruf zum Turchhatten mich auf diesem Gebiete ergehen. Es gilt heute viel tveniger, an sichtbarer Stelle Soldatenftirsorge zu tteiben, als am unschefttbckren Platz in der Fürsorge für die Tausende von Kindern zu sorg«:, die d:rrch die Lösung oder Lockerung des Familienlebens an Gesundheit und sittlichem Wachstum gefährdeter sind denn je. Keine Frau, kein Mädchen, das ohne materielle Sorge dahinlebt, darf seine Kraft dem Gemeinfvohl _ entziehen. Natürlich können ungeschulte oder zu junge Hilfskräfte rricht an verantwortliche Plätze gestellt werden, aber inoem sie die Kleinarbeit auf sich nahmen, machen sie andere Kväfte^ frei, die heute infolge der Uefrcrfaftimg oder an verhältnismäßig mrwichjttger Stelle sich erschöpfen, ohne recht eigentlich wirksam £u werden. * So wie die Jugendfürsorge durch einheitliche Zusammenfassung neue Wege eirrzuschlagen sich anschickt, gcklt eÄ .für den Einzelnen, sich aufs neue aus'seine vaterländischen Pflichten zu besinnen und ihrem Ruf zu folgen. * , ** Auszei chn ungen. Bantdirektor A. Heichelheim erhielt das Preußische BerdiO:stkreuz für Kriegshilfe. — Den: Pionier Otto Deibel vor: hier wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. — WercksÜhrer Wilheln: Grau wurde mit oem Der- dttnftkreutz für Kriegshilfe ausgezeichnet. > Käse-Verteilung. Bon Mittwoch den 21. bis ein- schließlich Montag, den 26. d. M. gelangt in 15 Geschäfte:: Käse zur Verteilung. Siehe Mzeigenteil. > ** Stadttheater. Ter nächste So:mtag bringt eine Aufführung des hübscher: Lustspiels „Ter Schwur der Treue" mit Fräulein^ Emmy Abendroth in der weiblichen Hauptrolle. Ter Abend wird besondere Anziehungskraft erhalten durch Tanzeinlagen in den Zwischenakten, die durch vier Tan:en des Ballets des Kgl. Theaters in Wiesbaden ausgeführt werden. ** Schwa r z - Weiß-Lichtspi? l e, Seltersweg 81. Von heute ab bis ^einschließlich Freitag wird das Filmwerk „Im Banne der Pflicht" vm: Ludwig Anzengruber gegeben. Tic Tragödie spielt in den Schweizer Alpen. Außerdem steht das neueste Lustspiel der Serie 1918—19 „2luf Erholung" mit Hanfi Tege und Gerhard Dammann in den Hmchitvollen aus dem Spiel plan. Siehe Anzeige. ** Li cht spiel haus, Bahn Hofstraße. Das große Filmwcrl „Das Rätsel von Bangalor" g»?langt nur noch heute zur Aufführung. Wir haben bereits mehrmals auf den hervorragenden Filn: verwiesen und möchte:: ai:ch beute nur nochmals einen: jeden Kunstfreund!: raten, sich das „Rätsel von Bangalor" nicht entgehen zu lassen. Der Film ist nicht nur äußerst spamrend und glänzend ausgestattet, sondern er weist auch prachtvolle Naheausnahmen imb äußerst malerische Bilder auf. ** Weitere Ta ba ke r sa tzst v ffc. Der B:rndesrcrt hat Unterm 15. d. M. genehmigt, daß den Herstellern von T a b a k e r z e u g n ßs s e n auch die Verwendung von Birnen-, ÄLpfel-, Walnuß-, Haselnuß^ u. Topinambur blättern als Ersatzstoffe bei der Herstellunig von Tabakerzeugnissen und tobakähulichen Waren unter den bekannten Bedingungen gestattet 'werden darf. Hersteller von Tabakerzeugnisfen, die 'diese Ersatzstoffe zu den genanntes Zwecken verwenden wwllen, hoben vorher die Genehmigtmg des zuständigen Hauptamts cinzuholcn. ** Neues vom W i n t e r f a h r p l a n. Für den Winter- fahrplan vom 1. Oktober liegen jetzt weitere Eittwürse vor. Sie bringen ebenfalls keine wesentlich,en Änderungen. Von besonderem: Interesse f:nb aber die Mgaben über die Beibehaltung oder bei: Wegfall von fahrplanmäßigen Zügen. So rvird der D-Zicg 7.03 vm. von Berlin naüht Frankfurt a. M. bis auf weiteres verkehren und auch für den wirklichen Verkehr freigegeben Der bisherige T-Zug 8.15 vm. von Berlin stack) Kassel geh: sckx>n 8.05. In umgeMfrtxx Richtung verkehrt der Zug aus Frankfurt a. M. an Berlin 5.15 vm. bjs auf loeiteres, ebenso her Zug auö Frankfurt a. M. 10.40 nm. Ter D-Zug von Frankfurt an 10.32 nm. verkehrt dageglen bis auf weiteres nicht. Ter Zug aus München 3.06 nm. kommt künftig 8.10 :mch Berlin. ** Wichtig für Kriegshinterbliebene. Den Kriegshinterbliebenen wird erneut nahegelegt, beim Tode ihres Ernährers sich sofort an die örtliche Fürsorgestelle für Kriegshinterbliebene zu wenden. Diese Fürsorgestellen, die an frii:g sorgte dafür, daß die Mn st Nch wvhlfüUteu. D:e ersten Familien nahmen sie gastfreund auf, und sie knncn alte gern. Der Darbietung dos Meffte folgte nc d-s Menh-lsohnichen „Paulus" imb 1859 die must harte Aut'ühnmg der .Matthäus-Passion" in der dichtgefüll Stadtkrrche. Auck) der Bildung eines guten Stadtorchesters Jhering die Wege geebnet, so daß für die Orcktesterleistungeui en: tüchtiger Stamm vorhanden war und nun die Aufführung der großen Symphonien von MHart, Beethoven m:d Haydn: stattsirÄen konnte. Sä t u ch seiner Giießener Zett spukte bei Jhering die Idee.des „Kampfes um Recht". Er wohnte in einem Hause der Liebigstraße. gcge::über dem alten Laboratorinnr, und hatte, 5rrie das so kommlt, nrit seinem' Hausherrn verschiede:ul! aus dem Metsverhältnis sich ergebende Zwistigkeiten. Geiste 1 «nner Anschauungen brachte er die Sache vor das zuständige l rrrcht: doch 'hatte der große Gelehrte das Mißgeschick, alle ftinc, Prozesse — es '.varen deren drei —, zu verlieren. Wie I Drangs „Kampf ums Recht"', das in neulich: U ebersetz ungern erschienen ist, so hat namenllich seine Schrift über das „Trinkgeld" auch m Laienkreisen Iveiten Eingang gefunden. Das Hairpt- rnch Lebcnswerk Jherings ist der „Geist des römischen Rechts", das zu den bedeutendsten Arbeiten neuerer Zeit auf diesem GÄ-iete gehört und ins Französisch, Russisch und Italienisch übertragen ^vorbei: ist. Ajus seinen sonstigen Schriften sind noch die „Zivil- recktssälle", ,.T>ie Jurispriü>ei!z, des täglick-cn Lebens" und /,Ueber den Grund des Befitzessck-utzes" chrvorznhchn. Von Gies-en war Jhering 1868 nach W'ien gegangen, und auch die Jahre, die er dort verbrachte, waren für ich ganz besonders anregerte und 'genußreich. Von Wien folgte Jhering, dem Kaiser Franz, Joseph gleichsam als .Wschedsgruß den erblichen Adelsstand verliehen/ chtte, einem Ruse nach Götttngen, wo er den letzten Abschütt sjeines Lebens verbrachte. Bis in sein hohes Alter hinein hat fIherrng sich eine hohe geistige Frisch beivahrt; er chtte die 70 bereits überschritten, als der Vielseitige noch Sanskrit uitd» /arische Klulttr 'zu studieren begann. Er hatte, wie er selber erzählt das unabweisbare Ltedürftris, nack>dem er das Rocht des alten Rom bis in seine Msänge verfolgt hatte, es auch noch darüber hina:^ M erforsck>en, und so gelangte er in den Killturkveis der alten Arier. Am 17. September 1892 ist Rudolf von Ik-ermg, dev sich — nebenbei bemerkt — 1 nicht I'-ä-e-riirg, sondern Jhrings Mnannt hat, in Göttingen gestorben. Wenn es ziemlich ivahr^ schernllch ist, daß die lAsufeinan/te.'rfolge' zahlreicher, musikalisch hochbegabter 'Geschlechter in der Frmllte Sebastian BackB nicht auf Zufall beruht, so scheint die Annahme zulässig, daß and) bte Ästige Schulung eii^c alten Juriftensamilie in Rudolf Jhering s:ch in besonders hohem Grade verkörpert.hat. * — Litauische Ausstellung in Königsberg. Aus Königsberg toird dem ,^Beri. Tagebt." geschrieen: Im .Heimatmuseum bega:m eine umfassende litauische Acesstellung, deren Tauer auf drei Wochen bemessen ist. Der GoetlM-Bund im Verein mit der Lteb-esgabenabteitung dlis Stell vertier m den Generalkommandos des 1. Armoekorpss haben sich die Ausgabe' gesteilt, eiiren Ueberblick'über Litauen in deutscher Verwaltung zu gel.-cn. Tie gesantte Volkskunst der Litauer ist vertreten. Die farbig oft sehr reizvollen Decken si:rd in großer Zahl vorhanden. Juostm, diese eigenartigen Gürtelbänder der Litauer, die in kunstvoller Weise handgewebt werde::, sind reichhaltig zusammen gestellt. Tic charakteristsckM: Blusen der Frauen, wie überhaupt Webereien aller Art zeichnen sich durch eigentümliche Farbengebung aus. Tas Museum in Tilsitz dve Jn.sterburger Altertumsgesellschast. der litauische Dichter Storvst Widunas cn^ Tllsit, Pastor Geigalat aus Koadjitten, der Direktor des Kowiwer Museuuis Tawgirt' und der Direktor des Museums in Wilna Bassanolvicz haben sehr wertvolles Material eingesaicht. Neben den Hvlzschnitzercneu bcn Wiluaer Arbeitsstuben in großer Llusw-ahl suche:: sich litmiisck-e Bibeln und Gesangbücher. Sei>r iittcressant ist eine Sammlung vm: Schtlszenstäbei: aus Insterburg/ Die Technik des .HandwebeuS loird von bekannten litaui,cher: Weberinnen vorgeführt. Eine Reihe von Vorträgen, litmiische Tänze und ein K>rnllissä'n>gicrchor in abwechssuugsrmck-er Folge verstärken den Eindruck der Ausstellung. ^ Unter den .Bilde rausstellern ist der litauische Maler A. Zmuidzinadieilte l-ervorzuheben, • feer Rot durch Vermittlung von Deihilftn oder Gewährung »on Nnterftützungstn. Letzteres ist besonders dann von Werl, Veinl ein bereits ausgeschiedener Hecresangehöriger stirbt 'und seine Familie in Bedrängnis hinterläftt. Die Anweisung ^er Vcrsorgungsgebührnisse beansprucht nämlich in solchen Fällen längere Zeit, weil erst geprüft werden muss, ob die Todesursache mit einer Dienstbeschädigung oder Kriegsdienstbeschädigung des Verstorbenen in Zusammenhang steht. Um einer wirtschaftlicher! Notlage vvrzubeugen, wende man sich daher sobald als möglich an die Fürsorgestelle. ** Ein Wespen j ahr. Wie vor einiger: Jo.hven hat auch diesmal der Sommier wftder ein massenhaftes Auftreten der Wespen '^gebracht, so daß man fast, von einer Wespenplase reden kann. lieberall in Feld mrd Wald, auf Wiesen und Tristen, rindet man im Boden die Wespennester. Tie eigentliche Wespen Plage wird erst Een Herbst kommen, wenn das Obst reift. Wespenjahre sind nach Hem BoUsmvnde fruckIbave Jahre. ** Die teure Zigarette. Der Verband zum Schutz der deutschen Tabakinduslrie, Frankfurt, schreibt zu dein Artikel „Zigarettennnsl^'r^, den wir in Nr. 190 nuferes Blattes veröffentlichten: Tie Preissdeigermrg in Zigaretten ist bedingt durch die enormen 3iohtabak-(Änkaufspreise. deren Höbe zur Zeit zwischen den: 30- bis 50faclien des Fried-enssiandes sich beloegt. Dem reellen Zigarettenfabrikanten, welcher seine Erzeugnisse wie im Frichen aus rein orientalischen Tabaken herstellt, ist es bei den jetzigen Rohtabakpreisen jmm möglich, eine Zigarette unter 10 Pfennig Jfftcm Verkaufspreis anmfertigen. Eine ganze Anzahl der maßgebeirdsterr Fabrikanten ist deshalb schon seit längerer Zeit dazu übergcgangen, nur noch Zigaretten ab 10 Pfennig Kleirr- verkaufspreis dem Handel zu liefern. Diejenigen Firmen, welche iunter dieser Preislage noch Marken Herstellen, sind in der Hauptsache gezwungen, den grössten Teil dieser Produktion als „Feld- frfi" an das Heer zu liefern. Tie Belieferung des freien Handels -in der PreiÄage von 5 und 6 dfennig ist daher gleich Null. In der 8-Psennig-Prerslage erfolgen die Lieferungen in einer Höhe von etwa 20—25 Prozent der Gesamtmenge, was natiirlich in keinem Verhältnis Ml der starken Nachfrage steht. Ganz ausgeschlossen ist es aber, daß per reelle Handel seine Hand zu Wucher- geschMen Mietet. Ties ist schm, zur Genüge von den hierzu bc- chkfenen Prmspcüfungsstellen fcstgestellt worden. Der Handel Tarnt, ohne sich direkt strafbar zu machen, überhaupt nicht höher, als wie vom Fabrikanten vorge'chrteben, verkaufen, da er sich durch 'ldrterschrift emqd Reverses zur Einhaltung der vorgcschriebenen. Vertäusspreist -geaen hohe Kvitventionalstrafe verpflichtet hat. 'Wenn in der Tat Preisüberschreitungen im Zi'garettenharä>el vcw- yekommen sind, so können diese .nur von seiten zweifelhafter Elemente, di« früher dem Handel nicht angehört haben (Schleichhändler rmd DäÄeber) gemacht worden sein. Ter Derluaucher kannl sich vor solchen Preisüberford.mungen am besten selbst schützen, wenn er derartige Verkäufer den örtlichen Preisprüfmtgsstellen zur Anzeige bringt. Er leistet hiermit dem legitimen Handel, der sich die Bekamvstm.g fatdier Auswüchse besonders angelegen sein lässt, den grössten Dienst. Seil lw'.ger Zeit forderte inner Verband von ben Mitglieder« der Interessengemeinschaft Deutscher Zigaretten- fabrikanten. Es V. Berlin, den Aufdruck der Kleinverkaufspweise auf jeder einzelnen Zigarettenpackung.und begrüßt es daher mit ganz besonderer Freude, wenn diese Bereinigung! nunmehr dem lang- -gehegten Wunsch der Händlerschaft entspricht. Landkreis Gießen. ** Mainzlar, 19. Aug. Ter Schlitze Heb Rein in einer Mafch.-Gewehr-üvmv. im Westen erhielt das Eiserne Kreuz. ** Harbach, 19. Aug. Dem Kanonier Kurl Le sch ho nt wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Kreis Wetzlar. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 19. Aug. Nach der Generalversammlung der Herdln rchges eit schuft für das Vogelsbergeg Mnd waren in das Herdbuch am 1. Januar 1916 1320 Tiere (935 Kühe, 233 Rinder und 152 Bullen) ans *79 Gemeinden eingetragen Ans der außerordentlichen Provinzialbeibilfe konnten diesmal 5280 Mk. verteilt werden. Tie Jahresrechnung ergab in Entnahme 5437,03 Mk., in Ausgabe 5103,25 Mk., mithin an Bestand 333,78 Mk. Hessen-Nassau. --- Bebra, 19. Mg. .Auf dem hiesigen 'Bahnhof wurden zwei längst gesuchle Verbrecher dabei überrascht, als sie einen Eifen- bah'.aoagen berauben nwllhen. Sie jlüüsteterr in einen gerade em- fahrenden Zug. mit dem sie bis Meder hone kamen. Als sie hier verhaftet 'werden sollten, feuerten sie ans ihre Verfolger, von denen der Rangierer Bachmmm sechc schwer verletzt wurde. Verbrecher wurden scliließlich überwältigt urrd verhaftet. — Griesheim a. M., 19. Aug. 300 Zeirtner Ammoniak, die vom dttederrhün der hiesigen jEhemischen Fabrik zugcleitct werden sollten, wurden auf dem Bahnhof Tuisburg von einem Wagens.hreiber für 11350 Mark einem Landwirt in Krefeld „zugesthoben", indem der ursprüngliche Frachtbrief vernichtet und an seiner Stelle ein gefälsüster Verwendung fand. Ter Wageu- fchr erber wurde verhaftet. Gevichtsscral. K. P. Mainz, 19. Aug. Vor der Mainzer Strafkammer hatte sich am Samstag der 54jährige, vielfach' vorbestrafte Gelegenheitsarbeiter Anton Meng aus Gmrtersblum wegen dort verübter schwerer Tiebslühle zu verantworten. Meng kam barfüßig mit einem dicken Stock ans Gericht. Er war ausgerüstet mit dem Strafgesetzbuch und denk Kommentar hierzu von Tande. Nachdem der Staarsanlvalt zwei Zähre Gefängnis beantragt hatte und das ttzerick^t zur Beratung ftch zurückgezogen, zerriß der Meng in großer Geschwindigkeit seine gesäurten Kleider einschließlich des Hemdes, ebenso das Strafgesetzbsich und den Kommentar. Im Adamskostüm nahm er dann das Urteil, das auf l 3 / 4 Jahre Gefängnis und sofortige Verhaftung lautete, entgegen. Nackend wurde er ins Gefängnis abgefuhrt. VricfSa^icn Her Redaktion. <2lnonyme Nusrogen bleibeu unberücksrchtigt.l p. 100. Nach dein uns geschilderten Tatbestand bestehen nach Unserer Ansicht keine Badenst-u, die Annahme der Purnpe zu verweigern. Nachbarn. Sie können nur Beseitigung der schädigenden Aeste verlangen. Wird dagegen durch einen Sachverständigen ststgestellt, daß aitcki die Wurzeln des Baumes Ihres tzdachbarn ungünstig aus 7>as Wachstum Ihres Lbpselbanmes ermoircken. so können Sic Beseitigung der Wurzeln bzw. des lÄaumes verlangen. Voraussetzung ist jedoch, daß Ihr Llpselbaym bereits vor den! Baum Ihres 9tachbarn gepflanzt nwrden ist, bzw. daß inE'halb Ihres Gartens eine geeignete Stelle Mi* Aitpslcmzen des Apftlbaiuues sonst nicht vorhanden war. Maßnahmen des Nnegsamts gegen Wohnungsnot. Tie bisherigen Richtlinien für die Dditwirkuna der Kriegsamtstellen bei der Regelung der Bautätigkeit sind für das Bamachö 1918 ergänzt worden. Hauptaufgabe bleibt es, die Leistungsfähig- kcft der Däegsindnstrie auf dem erreichten Stande zu halten. Der Bau von landnnrtscl'ältlichen Bettiebsgebäüden ist in stärkerem Maße als bisher.zu fördern. Neue AusMben ergeben sich aus der Gestaltung der Wohnungsfrage. Oas Kriegsamt hält es füii seine Pflicht, durch geeignete Maßnahmen der schon vorhandenen oder zu erwartenden Wohnungsnot vvrzubeugen. Tie.Kriegsamtstellen sind daher angewiesen worden, soweit eine Wohmrngsnot wirklich besteht, und die Tringlichkeit ihrer Beseitigung nachgewiesen ist, die erfordere lichen Bauten wiiksaN! zu unterstützen und die benötigten Baustoffe freizugeben. Die Feststellung der Dringlichkeit erfolgt im Einvernehmen mit den zuständigen ZivilbeHörden. In Betracht kommen: Uni bauten und Ausbauten, insbesondere Umbau von arößereic Wohnungen durch Zerlegung in kleinew, eine Maßnahme, die meist ohne erhebliche Schwierigkeiten ausführbar und nach Möglichkeit zu fördern sein wird Außerdem kommen in Frage Ausbau der Dachböden für Wohnzrvecke sowie Nencmlage von Kellerwohnungen. Kellerwohnungen sind jedoch rrur zulässig in ganz besonberen NotsÄlen und unter baulich und gesundheitlich besonders günsttgen Verhältnissen bei schürfst« B^mst-rlirug N o t st a n d s b a u t e n, z. B. Baracken in behel smätstscr A an - sührung, ein Aushilfsmittel zur besä>leunigten Beseitigung oer Wohnungsnot, das irur vr drmgenden AusnahmefÄlcn zu empfehlen ist. Neubauten, a) Feststellung der stillgelegten Wolmungs- bauten: Tie Weiterführung ist von Fall zu Fall zu prüfen und kann, wenn es die VerhÄttlisse emulmnnaßen zulasten^ «amentlich bei geringen Anforderungen an beschlagnahmten Baustoffen, genehmigt werden. Bau von Einzelwohn- und Gruppenhäuscru: Tie Anträge sind von Fall zu Fall zu prüfen, jedoch lr Uer schärfster Beurteilung, soweit es sich um größere Wohnungen handelt.' Luxusbauten sind verboten. Kl ein wo hnungsbau ten sind ntU oKen Kräften zu fördern. Anträge aus der Industrie auf Herstellung von Arbei -c- wvhnungen sowie seitens der Gemeinden sind der Baulenprüs- stelle umgehend zur Prüfung vorzulegen. Tie Genehmigung el abhängig zu machen von der Zustimmung der zuständigen La.'äxs- und Gemeindebehörden. Tie Lkriegsanrtstvllen sind angewiesen worden, die zur Förderung dieser Aufgaben etwa erforderlichen Emzeldispense ooer gruMätzlick-gn Dispense von den^ bestehenden fenar- und baupolizeilichen Vorschriften bei den zuständigen Behörden zu «wirken, l^ine Entscheidung über den Zeitpunkt, an dem rrach dem Kriege die zuerst genannten neu entstandenen Wohnungen geräumt ^werden müssen, hat durch die jeweils zuständige Regierung (in Preußen durch den Herrn Oberpräsidenten) zu erfolgrn. ^ Für die Zuführung der notwendigen Baustoffe ist als Grundsatz sestzuhalten. daß die nächstgelcgenen Bezugsquellen zu wählen sind und daß Landfuhrwerk sowie Wasserwege für den Transport möglichst ausgenntzt werden. Tie Freifjabe der Dach- und Kellerräume in Berlin. Nach umfangreichen Vorarbeiten und Vorverhandlungen mit den beteiligten Mailichen und gemeindlichen Stellen wird jetzt die Freigabe von Tach- wrd Kellergeschotzrännren zum Wohneitz durch eine Poli.zciverordnung des Regierimgspräsidenten in P o t s- dam für die Bororte fteigcgeben. Durch die sofort in Kraft tretende Verordnung wird zunächst den Ortspolizeibelwü:-en ditz Ermächtigung erteilt, zur Behebung des Wohnungsmangels znzu- lassen, daß Tacl>- und Kellcrgesclwßränme, deren Benutzung aus baupolizeilichen Gründen zum dauernden Aufenchalt von Menschen verboten ist. als Wolprräume in Benutzung genommen oder eingerichtet werden, und daß in ihnen Räume solcher Art neu eingebaut n-erden. Ter Regierungspräsident luitb noch eine besondere Vekanntnia. g erlassen, von welchem Zeitpwlkt an solche Tach- und Kellerge, ayo ütchimc benutzt werden können: die vor- l)erige Ingebrauchnahme ist verboten. Tie Zulassungsge-- nehmigung erlischt mit Älblanf von fünf Jahren nach Inkrafttreten der Bekanntmachung. Mit Ablauf dieser Frist sind die Räume wieder zu räumen. Innerhalb eines weiteren Biertck- jahres sind die baulichen Aenderungen wieder zu beseitigen und die Einrichttmgsgegenstände zu entfernen. Mcteorslogifche Beodöchtungrn öer Station Utltn. August Z0-2. 3518 IS =5 ß - || IjJ |s [Il <3 i t*> « L Sc. h CO s 3 -b V ja .5 •2 ■a ja ff czu.a± 1 c 22 1 s-i m l i*i Wetter 19. 2“ - 19,1 J 9,4 57 8 wechs. bewölkt 19. 9” - 14,8 j 8.7 69 — — 6 20. 7» 1 - 13,6 | 9,9 1 85 9 nachts klar Höchste Temperatur am 19. bi«20. August 1918 --- -4- 0. 14,6" Niedrigste „ . . . . . 1918 -4-0. 10,3' Niederschlag mm. ifinitHrfn Pension Brandl (Bellevue». Neuen Baue 22. i»ut mSblierte Zimmer mit Verpflegung. Bad. Televbon 1085. Mittag- u. Abendtisch.^^ zu verm. frankfurter Str. 02. besucht in (Vieften od. nab. Vorort Anfang Okr. d. 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Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief heute nachmittag nach kurzem schweren Leiden unsere heißgeliebte Tochter und teuere Schwester Hilde Walter im 15. Lebensjahre. Treis a. d. Lumda, den 19. August 1918 Lehrer Heinrich Walter, z. Z. im Felde, und Frau Eise geh. Hansuit August Walter Kurt Walter. Die Beerdigung findet Mittwoch den 21. d. M., nachmittags 4 Uhr, statt. Nachruf. Mit schmerzlichem Bedauern erhielten wir die Nachricht, dass unser Beamter Herr Carl Alffen Leutnant der Reserve in einem Infanterie-Regiment, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille infolge eines Unglückfalles im Felde den Tod für das Vaterland nach ununterbrochener 3 V 2 jähri ger treuer Pflichterfüllung gefunden hat. In dem leider so früh Dahingeschiedenen verlieren wir einen tüchtigen und pflichttreuen Beamten und lieben Kollegen, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Direktion und Beamten der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Gießen. 6220c II . ute morgen ö 1 /, Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Qrosrvater, Urgroesvater x Bruder, Schwager und Onkel Johannes Becker / im 94. Lebensjahre. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: 6227 Jakob Becker II. Reiskirchen, den 20. August 1918. Die Beerdigung findet statt Donnerstag nachmittag 3 Uhr. ■H 0 Vaterland, du forderst viel! Ein hartes Los hat uns getroffen, In fremder Erde ruht ihr einzig So schwer es zu ertragen kaum. Liebesglück. All unser Glück, all unser Hoffen, Wer dich gekannt, so treu, so Es schwand dahin als wie im brav und schlicht Traum. Im Leben und Beruf vergisst Dem treues Herz hört auf zu dich nicht. schlagen, Nun rohe sanft mein liebes Herz. Das nie in Liebe hat geruht Du hast den Frieden, wir den Hörst nicht mehr deiner Mutter Schmerz. Klagen, Siehst deiner Lieben Tränen nicht. Auch die Geschwister trauern sehr Um den geliebten Bruder, Groß ist der Schmerz der Braut, Sie sehen ihn nun nimmermehr er ist kaum zu ertragen, Und leiden wie die Mutter. Und als die Kunde kam, wollt’ Fern ist dein Grab, tief unser sie vor Weh verzagen; Schmerz Die Zukunft liegt vor ihr in trü- Drum ruhe sanft, du treugeliebtes bem Blick, Herz. Ganz plötzlich und unerwartet erhielten wir die tieferschütternde Nachricht, daß am 5. August nachmittags mein herzensguter, braver, hoffnungsvoller Söhn, mein innigst- geliebter, unvergeßlicher Bräutigam, unser lieber, guter Bruder, Schwager, Pate und Onkel Kanonier Karl Stoinnfler Reserve-Feldartiilerie-Regt. Nr. 50,3. Abteilung, 7. Batterie im blühenden Alter von noch nicht 21 Jahren sein Leben fürs Vaterland opfern mußte. In tiefem Schmerz: Die tieftrauemde Mutter Frau Katharine Steinmülier Wwe. Wilhelmine Krombach Otto Steinmüller, z. Z. im Felde, und Familie Ludwig Steinmüller, z. Z. im Lazarett Albert Steinmülier Emma Steinmülier Elisabethe Steinmüller Familie Karl Krombach nebst allen Angehörigen. Vetzberg, Krofdorf, Bieber, Gießen, Siegen, den IQ. Aug. 1918. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. 0219 •V-v Plefferminz-Za invutver | Aanulienpackung 50 Pf. Adlsr-Brogsria, So itrwen 29, QttoScbaaf. Sonntag früh 8 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Tante, Grosstante und Base Mathilde Kloch im 78. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen:^ Familie Simon. Neuhof (Kreis Offenbach), den 20. August 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch den 21. August, 3 Uhr, auf dem Friedhofe Odenhausen (Kr. Giessen) statt. Nachruf. Infolge Krankheit verschied am 12. August 1918 in einem Kriegslazarett unser Kamerad der Eisenbahn-Pionier Johannes Funk aus Romrod, Kreis Gießen. Die Kompagnie verliert in ihm einen psiichttreuen Soldaten u. braven Kameraden, der bei seinen Vorgesetzten und Kameraden gleich beliebt war und besten Andenken die Kompagnie stets in Ehren halten wird. Im Felde, den 16. August 1918. 3. Komp. Lisenbahn-Hilfs-Vatl. 3 Haferkorn, Hauptmann und Kompagmeführer. -Schleier -Kränze -Seide ■=“ -Handschuhe im 6018a .Nümmklsamcu Teutschen Rotklee Schwedischen Klee Jncarnat-Klee hat abzugeben I 5844 Georg Wallenfels, Marktplatz 21. Sommer-Nübsamkn .;ur Abernte im Herbst als Grünfulter, Winter-Niivfamen beide gegen Berpflichtungs' W'e Spinat-Samen hat abzugeben 6230 4»eorsr Wallenfels Marktplatz 21. Aechle AMl-ZUM Auslandsware, auf jede Flasche passend,ohne Bezugs« schein zu haben bet Gg. Wallenfels, Marktplatz 21 . 5851 Ovis - Lusno empfiehlt Heinrich Halm, Same»- baudluug, Ecke Bahnhof- straße und Wolkengaffe. 6,81 „Führer im Tabakbau." Anleitung zum Anbau von Tabak, Beizen u. Herstell, v. Rauch-u. Kautabak, Zigarren u. Minaretten. 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DaS Konkursverfahren über das Vermögen des früheren Postagenten Wilhelm Rupp i« Alten- Buseck wird eingestellt, da eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Maste nicht vorhanden ist. Gießen, den 9. August 1918. «roiherzoglicheS Amtsgericht. 62023 Gardinen von Antiquitäten, Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt- eisen, sowie allen von mir gelührten Artikeln. 4955 Louis Rothenberger. für Wohn-, Schlafzimmer und Küche abgepaßt und am Stück — := ~ m noch reichhaltiger an ~r l_-_L -i Auswahl im -»i Alle Zubehörteile vorrätig! M'&SltZZ Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dag unser so liebreiches TSchterchen Emilie Deibel am 19. d. M. nach sehr schwerem Leiden sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Familie Ferdinand Deibel. Wieseck. den 30. August 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch den 2Ld.M., nachmittags 2'/, Uhr, statt. 6217 Nr. M Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 20. August (9(8 Art» Stadt und Canft. .. w . T ■ r m , Gieben , den 20. August 1918. Amtl iitfre r fona fnü tfr ri rf>tc n. Der Grotzherzog dar am^lO VUxmift dem Direktor der RealsMste in Mchelstadt Emirat - Tr. Heinrich Gerhard aus Anlab seiner Verdung m den Ruhcitand das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philip^ des Großmütigen verliehen. - Bestätnrt lvurde am 3 . Angusl. der von dem Für, den zu Solms^Bvannsels ans die er- Lehrers!eile an der Volksschule zu Bettenhansen, im Kreise Größen, praientterte Lehivw Georg Schieferstein zu Queckborn für — Ernannt wurde am 14. August der Schreibgehilfe ^akü» Acichel m Mamz, z. Zt. im Felde, zum Schceibgehstsen bei dem Amtsgericht Mainz. ** ^vermittelte H^ er e sangehörige, Nachlatz- und Fundlachen. Das Stellvettretende Generalkommando ves 18. Armeekorps weist daraus hin, dass sowohl bei Len Landrats- bzw. Krersänttern, als auch bei allen militärischen Kmnmandobehörden, Garnison- n.rd Bezirrslommandos, Ersatztruppenteilen, Lazaretten nsw. die den Verlustlisten von Zeit zu Zert beigegebenen Li,ten „lluermittelte Heercsangehörige, Nachlaß- und ,vinrbracf>en" nebst beit dazugehörigen Beilagen. „Bstöertaseln mit Photographien und Abbildungen von Gegenständen aus den Nachlässen unb. rannt Gefallener" eingeselen io rden iönnen ** Zum Absatz von Obstwein. Tie Geschästsabteilung der Reichs,leite für Gemüse imd Obst hat unter dem 12 August 1918 eine 'Zekanntmachung im Reichsanzeiger Nr 191 erlassen, rn welcher sic darauf hinwieist, Satz sie die ihr verordunngsmästia zw- stthends Geitehmtgung zum Erwerb voii Obst zu Kelterzwecken zunächst nur für Heidelbeeren und Kelterbirnen auf Anttag erteilt. Tie Oknehmigupg zum Erwerb von Kelteräpfeln macht sie von her vorherigen aiisnahmsweijsen Zulassung der Kelterung durch die zu- Iländige Lau des, teile, in Preußen durch die Provinzial- oder Be- zttksslelle. abhängig. Von gröberer Wichtigkeit für die Oefsent lrchteit ist die iveitere Bestimmung der Bekanntmachung, wonach bis aut weiteres jeglicher -Absatz von Heidelbeer-, Birnen- und Apfelwein des Jahrganges 1918 im .Handel < erboten ist. Tie Beschränkung der Bestimmung aus Heidetbeec-, Birnen- und Apfelwein hat ihren Grutrd darin, daß die gewerbsmäßige Herstellung woii anderen Obst- und Beerenweinen bereits durch die Betannt- mackmng der Reichsstelle für «Gemüse und Obst vom 23. Mai 1918 verboten .ist. ** Preise für Heu aus der Ernte 1918. Nachdem sich jetzt die Erlebnisse der Heuernte überblicken lassen, hat der Staatssekretär des Krieg sernährungsa ml S die Preise für Heu aus -der Ernte 1918, und zwar für Heu von K'leearten (Luzerne, Eschersetto, ^Rotklee. Gelbllee, Weißklee usw.) rruf 11 dNark, für Wiesen- und Feldheu auf 10 Mark für den Zentner endgültig festgesetzt. Tiefe Preise gelten auch für Heu der Ernte 1918, das an das Heer oder an kriegswirtschaftlich wichtigte Betriebe schon geliefert ist. - ReickO-GeseKl. Nr. 112.) Kreis Büdingen. . . ? nüu ' .19- Aug. Das Eiserne Kreuz, bereits sttlher die Hessische Tapferkettsmedaille, erhielt der Landsturmnumn Hugo S-t es fa n. ** Höchst a. d. Nidder, 19. Aug. Zwei seltene Erinne- Tungeit begebt in diesem Jahre die hiesige Familie Schäfer., Mn 30. Januar waren es 250 Fahre, daß die Familie iw dAktem Mannesstamm in Höchst ansässig ist. Tenn am 30. Januar 1668 heiratete Johann Schäfer /Schaffer) aus Rendel seine Verwandte. die Tochter des damaligen Höchster Schulmeisters und, Herichtsschöffen Johann Schäfer, und übernahm das Gut seines Schwiegervaters, das sich bis freute in der Familie sottg^rbtf hat. Gleicitzeitig sind es jetzt 100 Jahre, daß die Familie daH Freiherrlich von Günderode'sche Gut in Höchst bewirtschaftet/ dessen Packmmg der hessische Hoheitsschisttheiß der Gerichte Höck/k und Lindheim Johann Konrad Schäfer im Jahre 1818 über- Mumxn hatte. Kreis Schotten. Schotten, 19. Aug. Tie Ludendvrsf-Spende ergab im Kreise den Betrag von 13 218 Mark. — Rudingshain. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapserkettsmttxrille erhielt der Fechrer Karl Linker. — Nieder-Seemen. Schütze Karl H i l d erhielt das tLserne Kreuz, beretts früher die Hessische Tapfer- kettsmedaille Zu Gfrvenschützen unserer Gemeinde wurden er-i nmrnt und verpflichtet: Heinrich Müller, Heinrich Braun,' Johannes P ep pel, Johannes Karl W e i tz e l, Konrad Breit- w> i e f e r, Wilhelm -©inner und Heinrich Retitzel. Ö Gedern, 19. Aug. Der Vorsitzende des Kriegervereins, cKranLenkassenrechner und Gemeinderatsmilglied Konrad Verlach, wurde durch Verleihung des Preußischen ^Zerdienstkreuz-eD für Kriegshilsc ausgezeichnet. Kreis Friedberg. 4t Melbach, 19. Aug. Das Eiserne Kreuz erhielt der Wehrmann Heinrich Kl e berge r. — Wohnbach Musketier (Otto Wolf erhielt das Eiserne KvLuz. - Nie der -Wöllstadt. .Das Eiserne Kreuz erhielt der Uhrmacher Karl Theodor Müller! — Södel Reservist Karl Walz erhiett das Eiserne Kreuz. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 19. Aug. Die große Umformerstätion 3>er Straßenbahn am Schillerplatz, die am 3. Mai durch Einsturz tzerstött wurde, ist in ihrer Wiederherstellung soweit gefördert worden, daß am Sonntag der probeweise Betrieb teilweis wieder lausgenommen werden konnte. Betriebsfähig sind vorerst die beiden 'großen und zwei kleine Transformatoren. Tie gesamte Anlage llrttxrrs zu ihrer Fertigstellung allerdings noch langer Monate. Am Mittwoch wird der direkte Verkehr mit Hombirrg and Oberursel wieder ausgenommen. X. Hanau, 19. Aug. In der Sitzung der städtischen Brot- kommissron würbe mitgeteilt, daß las Kuchenbackoer bot für Privat- haushaltungen auch für den Landkreis Hanau aufgehoben wurde, da es sich praktisch nicht bewahrt habe. Das .Kuchenbacken darf jttwch nur in den privaten Haushaltungen stattsinden, dagegen nicht bei den Bäckern Der 1800 Gramm wiegende Laib Brot wird nun 86 Pfennig kosten, bisher 74 Pfennig. HocbfcHnlnacdxßchten. Frankfurt a. M., 19. Aug. Geh. Rsg-Rat Pros. Dr. Wachs mu t h, Ordinatt^ für Etperimentalvhysik, hat von einer Marinedioision den .Auftrag erhallen, eine Vortragsreisc! ru Belgien zu veranstalten. An dem Kursus werden sich beteiligen) tov Professoren Drev ermann, Fr eund, Kautzsch, Lo- irenz, Panzer, Petersen, Seddig, Steche und Voigt. Spielplan -er vereinigten zrankfuüer Sta-ttheam. Opernhaus. Mittwoch 21. Aug.: Geschlossen. Donnerstag 22,6^'«: „Margarethe". Freitag 23., 7 i/ 2 : Volks Vorst. „Tie Fledermaus". Samstag 24., 7: „Ton Juan". Sonntag 25., 61 / 2 : „Ter Prophet" JJumtaa 26., 71 / 2 : Soiidervorst. f. d. kriegsbeschäst. Arbeitersch. (Kern Kartenverk.) „Das Glöckchen des Eremiten". Dienstag 27., 7Vr : „Die Entführung aus dem Serail". Mtttwoch 28., 7: „Tie Gezeichneten". rtzausplelhaus. Mittwoch 21. Aug., 71 / 2 : „Stella" Donnerstag 22., 7: „Der lebende Leichnam". Freitag 23., 7i/ 2 : „Tie Laune des Verliebten". Hrerauf: „Die Mitschuldigen". Samstag 24., 1 % : „Schneider Wrbbel". Sonntag 25., Sy 2 : Vorst, f. d. kriegsbeschäst. Arbeitersch. (K'ern Kartenverk.) „Jugend". 7y 2 ; „Zwuckeitsviel". Montaa.26.. Schneider Wchbel". .Dienstag, 27.. l l / 2 : N«r einstud. .^Zm .7i lveißeii Rößl „Egmont Mittwoch 28., 6 V 2 : Zu Goethes Geburtstag. Vermischte». Rhein—Main—Donau. K. P. Augsburg, 19. Aug. Wie die „Abendzeitung erfährt, sindt die Bereisungen der Linienprüfungskommission des ineuen Donaustromverbandes bezüglich der Grvßschiffahrtsstraßs Rhein—Matii—Donau jetzt abgeschlossen. Während die Besichtigung der Lmien im ivestlichen Donautal schon vor einiger Zeit stattfaüd, ist der östliche Teil bis Regensburg erst in den letzten Wochen bereist worden. Im Verkehrsministxium hofft man mit dem Ergebnis bis Ende 1918 fertig zil sein, worauf die Projekte zur Begutachtung an den technischen Ausschuß gehen.' Es ist zu erlvarten, daß die Verkehrsverivaltung an der Hmrd der Ergeb- lnisse der Bereisungen die Fortführung der Arbeiten möglichst beschleunigt, so daß bal) über die"zu führende Kcnwllinie etwas Endgültiges beschlossen werden wird. Eine große Rolle spielt der. Anschluß Münchens und Augsburgs. Letzte r7«cdrichten. Dev neueste Bericht -er Heeresleitung. (WTB.) Grostes Hauptquartier, 2V. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. HeeresgruppeKronprinzRupprecht. SLdwestlich von Bailleul steigerte sich die Artilleri^- tüttgkeit mehrfach zu großer Stärke. Auf dem Kampffelde des 18. August erneuerte der Feind gestern abend seine Angriffe. Sie kamen südlich von Mezeren in unserem zusammengefa^- ten Feuer nicht zur Entwicklung. Nördlich von Vielux- Berquin wurden sie im Nahkampfe abgewiesen. Beiderseits der Lys nahmen wir vor einigen Tagen unsere westlich von Merville weit vorgcsckiobenen Posten ohne Kampf in eine Linie östlich des Ortes zurück. Merville wurde gestern nacht von feindlÄen Abteilungen besetzt. Bei Lens und an der Smrpe wurden englische Vvrftöhc abgewiesen. Heeresgruppe Generaloberst von Boehn. Nördlich vvn Lihons griffen unsere Stoßtrupps die vor dere englische Postenltnie an, nahm ihre Besatzung gefangen und wehrte mehrfache Gegenadiffe des Feindes ab. Südwestlich von Chaulnes schlugen wir am Abend nach kurzem Feuerschlag vorbrechende feindliche Angriffe zurück. Westlich von Roye griff der Franzose erneut mit Panzerwagen an. Er wurde abgewrestn. Bei Beuvreignes und an der Oise tagsüber erbitterter Kamps. In breiter Fwnt ging der Fran &)tc zum Teil mit frisch eingesetzten Divisiorren wirderlwlt zu starken Angriffen vor. Srldlich von Craceaumesni! brachen seine Angriffe vvr unseren Linien zusammen. Beiderseits von Fresnieres scheiterten sie in unserem Gegenstoß. In hef- ttgem Nahkampf wurde der Feind zwischen Lassigny und Thiescourt abgewrrsen. Teile unserer vorderen Linien, in die er vorübergehend eindrang, wurden wieder gesäubert. Ebenso hielten wir pMere bis zur Oise anschließenden Linien gegeir hartnäckige Aiigriffe des Gegners. Bis zum Abend war der Feind in stine Ausgangsstellungen zurückgeworfen. Zwischen Oise und Aisne nahm der Feuerkampf am Nachmittag wieder große Stärke an. Gegen Abend setzte der Feind seine Infanterie-Angriffe zwischen Earlepont und Nouvron ein. 9luf diesen Angriffsflügeln wurde er im Nah- kampfc abgewiestn. In der Mitte der Front hielt unser Arttllericfeuer die Jnfmtterie des Feindes vor unseren Stel- luugen nieder. Heeresgruppe Gallwitz. Zwischen Maas und Mostl drangen unsere Erkundungsabteilungen mchrfach in die feindlichen Gräben ein. * Leutnant Veltj-ens errang seinen 29., 30. und 31., Vizefeldwebel May seinen 21., 22. und 23., Leutnant Roech seinen 22. Luftsleg. Der Erste Genemlquartiermeister Ludendorff. Kriegszicle des Verbandes. Karlsruhe, 19. Aug. Wie die „Züricher Post' zuLeriässig erfährt, wird der Verband jeden Vermittlungsversuch, durch neutrale Stellen einen Verständigungsfrieden eirrzugehen, entschieden ablehnen. Wer derzeit in Paris wn einem solchen nur spreche, werde als deutschfreundlich hingchellt. Me Berichte und Aeuße- rungen der Staatsmänner des Verbandes aus den letzten Tagen besteigen, daß der Verband wehr als je einen Eroberungsfri^en anstrebt und die völlige Besiegung des Gegners erreichen 'will, und daß er sogar Anstalten trifft, bei weiteren nrilitärffchen Erfolgen die bisherigeii Kriegsziele zu „vevidiereir", das heißt, zu erweitern. Holländische Friedensvermittlung? ^ Bern, 19. Aug. Tie „Zürc>- Post" erfähtt von besonderer Stelle, daß die Neigung 'für .'in.- F r i e de n s v er m i t t l u ng- i it Holland stark aji 'Boden gewonnen hat. Anzunehmen ist, daß auch der Führer der holläirbisck >l Rccheruiig N'olcns diesem Plane freundlich gegenüberstht, so>daß dieser zu einem Regierungs- schritte führen kann. Französische Friedensbedingunqen^ Kopenhagen, 19. .Aiig. Tas 'französjsckM Lozialfftenblatt „Humanste" daß sich in 'letzter Zest viel mit dem Frieden beschäs- tigr. sagt in einem neuen Artikel, es sei iest überzeugt, daß der Friede aus folgender Grund lag e'geschlvsstm werden Umic : Räumung der besetzten Gebiete, Riickgabe Ser deutschen Kolonien gn Deutschland, Freiheit der Meere eurch Neutralisieru'ng und i nternationali^ sierung der 'Wassers!raßen und Flottenstattonen. Bezüglich Elsaß- Lolhringens und des italienisch:n 'Oesterreichs sagt ee? Blatt, daß diese beiden Fragen aus oer allgemeinen .FriedensDifferenz gelöst norden könnten. Sie 'seien aber beide nicht so viel jmxt, daß der Krieg ihrctwegeil auch nur jim eine Minute verlängert ju werden^ brauche. Ter Artikel 'schließt: Diese Ausfassung wrrd von allen Soldaten geteitt. Gegen andere Ansichten über den Frieden wird von deneii in -den Schützengräben aufs heftigste protestiert. Gegen Elemencrau. Genf, 19. Aug. Gegen das Regime, so schreibt der „Pvpn- foüe", dem gegenwärtig die öffentliche M^rnung in Frankreich unterworfen ist, muß sich alles erheben. Was in diesem Asugen^ blick vor sich geht, ist unerhört. — Me „‘na&tnlte" veröffentlicht im Sperrdruck unter dem Tstel „An alle Männer der Linkew, an^ alle denkenden Männer" ein Manifest, in dem erklärt wärd, daß das letzte Wort in der Malvy-Affäre noch nacht gesprochen sei. — Unter dem Titel „Das republikanffche Land verweigert die Ratifikation des Urteils § verösfentticht die .-HuManäte" Protestkundgebungen gegen das littest im Mcstvy-Prozeß aus dem zen Lande. . England in den nordischen Gewässern. Berlin, 19. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) „Nya Tagligt Alle- handa" schreiben: Engürnd will Skandinavien in den Rücken fallen, sich zum Herrn ‘bet nordischen Fischgewässer machen und Mitteleicropa die Eisenerzzufuhr abschneiden. Tos Blatt greift die scktwedische Politik in Sachen'Finnland an. Turch Finnlands Anschluß an den skandinavischen Norden würde erreicht worden sein, daß dieser außerhalb des 'Krieges geblieben wäre, jetzt aber werde Finnland genötigt sein, mst 'Teutschland gegen die Eltterrte zu kämpfen. Iw eigenen Interesse 'müsse man Frmstand ben. Sieg wünschen. Eine italienische Offensive? Zürich, 19. Aug. Die-„Zürch Morgenpvst' '"chreibt: Der Personen- und Geschäftsverkehr nach iJtalien ist vollständig einge-- stellt. Ties deute auf w ev 0 rstehe n de g ro ße kr i ege ri sche Ereignisse hin. Amtlicher Teil. Bekanntmachung betreffend die Entrichtung des Warenumsatzstempels. Aus Grund des § 161 der Lhzs führungsbestimmun gen zum RevckBstempelgesetze werden die zur Entrichtung der Abgabe vom Warenumsätze verpfliäMten gewerbetreibenden Personen und Ge^ sellschaften der Finanzamtsbezirke Gießen, Butzbach, Grünberg und Hungen aufgesordett, den steuerpflichtigen Jahresbetrag rhres Warenumsatzes für die Zeit vom 1. Januar 1918 bis 31. Juli 1918 bzw. bei Waren, für welche die Rücklagepsticht noch der :3ekanitt- mochung des Reichskanzlers über die Sicherung einer Umsatzsteuer auf Luxusgegenstände vom 2. Mai 1918 besteht, für die Zest vom 1. Januar 1918 bis 5. Mai 1918 bis spätestens zum Ärde des Monats August 1918, den Unterzeichneten Finanzämtern schriftlich oder mündlich anzumelden. Ms steuerpflichtiger Gewerbebettieb gstt auch der Betrieb der Land- und Fvrstwittschaftt der Viehsucht, der Fischerei und des Gartenbaues sowie der Bergwerksbettteb. Beläuft sich der Jahresumsatz.auf nicht mehr als 3000 Mk., so besteht eine Verpflichtung zur Anmeldung und eine Abgabepflicht nicht. Wer- der chm obliegenden Amneldungsv erpftichtung zuwider- handelt oder über die empfangenen Zahlungen oder Lieferimgenl wissentlich) unttchtige Angaben macht, hat eine Geldstrafe verwirkt, welch: dem zwanzigfachen Betrage der hinterzogenen Abgabe gleich- kommr. Kann der Bttrag der hinterzvgenen Abgabe nicht fest- gestellt iv-erdeit, so tritt Geldstrafe von 150 Mk. bis 30 000 Mk. ein Zur Erstattung der schriftlickmr Annreldung si'.rd Vordrucke zu verwenden. Sie können bei den nnterzeichntten Fchan-ämtern sowie der zuständigen Bürgermeisterei kostenlos entnommen werden Steuerpflichtige sirrd zur Anmeldung ihres Umsatzes verpflichtet, auch lvenn ihnen Anmeldungsvordrucke nicht zugegangen sind. Tie Abgabe ist alsbald nach ihrer Festsetzung an die zuständige Kassestelle zu entrichten. Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 6. Mgust 1918. Tie Großherzoglichen Firianzämter. I. V.: Franz, Flath, Wenzel, Mä i. 5879V Bekanntmachung. Tas Ersatz-Batastlon Jnf.-Regts. Nr. 116 beabftchttgt am Donnerstag den 22. l. Mts, von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 6 U hr, Scharffchießen nördlich Großen- Buseck vom Mte-Berg aus mit der Schußttchtung nach Norden abzubalten. Es ist verboten, das gefährdtte Gelcnrde von morgens 8 Uhr bis nachmittags 6 Uhr zu bett.ten. Ms Gesahrzone kommt in Betracht: Tas Gelände nördlich der Sttaße Großerr-Bu,'?^ Beuern und der Waldkomplex zwischm Beuern, Elimbach, Taub- ringen, Mte-Berg, Mten-Buseck und Hvh-Berg. Tie Chauss ct rllten-Buseck, Großen-Buseck, Beuern bleibt für den Verkehr frei: ebenso das Feld südlich Treis und östtich Mainzlar und Daubringen bis zum Wald; ferner das Feld östlich Attcm-Buseck bis zum Hvh-Berg. Die in Bettacht koni.menden Großh. Bürgermeistereien werden aufgesordett, vorstehende Bekanntmachung alsbald ortsüblich zu veröffenllicheu. Gießen, den 20. Anchfft 1918. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Vr. U sing er. Aus dem Lande der volschewiki. i Von unserm Sorrderberichterstatter. Man hört hier im Baltenlande doch ein bißchen mehr uiid -um Teil auch Neues über die russischen Tinge. So etwas sieht sich eben in der Nähe anders an. Nun habe ich auch endlich erfahven, wer die Bolschewisten eigentlich sind. Sie setzen sich nach meinem (Gewährsmarin zusammen aus den ehemaligenkrussischcn Subalterti- lbsamten, die die Regicrungsmethoden ihrer Borgesetzlett genau kenuen, und einigen Juden, die die Bewegung systematisieren^ Man könne von diesen nicht sagen, daß sie die geistigen Führer und Urheber sind. Nachdem jene Subalternen ihre Oberen entfernt, setzten sie deren Werk fort. Die Bauern haben sie ebenso gegen sich wie die Intelligenz. Ter russische Bauer gibt den Bolschewisten nicht ein Korn Vetreide und wenn sie mit Geivalt kommen, werden sie mit blutigeii Köpfen heimgeschickt, jÄ>es Tors ist nrit Stacheldraht umgeben und zur Festung geivorden, denn die Bauern haben ebensogut Moschineng.-wehre wie die Bolsck-ennsten. Wohl aber bekommen me Vertreter der jJnttlligenz, die sogenannten Burschui (Bourgeois)! den Bauern Nahrungsmittel gegen bares Geld. Solche nehmen chnen aber die Bolschewisten nachher wieder ab. Tie Lage dieser intellektuellen, zu denen die Vettrtter von Handel und Industrie Nt zählen sind, sei denkbar ttanttg. In Petersburg versehen jie tatsächlich die Stellar per. rriederstar Arbeiter, um nur zu essen zu bekommen. Dennoch verhmtgern sie buchstäblich. Ein vor kurzem aus Rußland Zurückgeke^tter hat z. B. am Winterpalaft eine fraglos den gebildeteil -rttänden angchöttge Frau gesehen, die sich Halbolmmäckftig gegen die Wand lehnte und immer stöhnte: gebt Essen! Solange die einst Besitzenden noch etwas zu veräußern finden. bramlMi sie ja nicht geradezu zu verhungern^ Aber der Verkäus des Mobiliars, der Kleidung hött auch einnral auf, zumal er nur zu Schleuderpreisen möglich ist. Nur diejenigen, die Geld nach Sckftvedeit gerettet haben, und vvn dvtt noch regelmäßige Sumnren l-erüberbekomnreit, könneir ihr Leben srisdeir. Dennoch müsse es einmal soweit kommieu, wo diese Bepöllernngsklasse zur Verzweiftung getrieben ivird. Tas sei dann der psychologische Moment für Teutschckand. Gelänge es uics, den Intellektuellen zu helfen, so ivürdc damit die für Rußland ebenso notivendige nne für Teutschland nützliche jnirere Verbinduirg mit dem ehemaligeni Zarenreick«: wieder hergestellt werden. Jnzwisck-en arbeiten Eirgland und Amerika. Brantmg habe seinerzett den Bolschavisten Eittento- geld gebracht, heut strömt es direkt ins Land. Zirgleich kaufen 'Engländer und Llmerikaner alles auf, was sie,an Kunsffchätzen und Altertümern erreichen können. Im allgemeinen scheint die Revolution wesentlich harmloser verlaufen zu sein, als man aus den Zeitungen schließen durfte. Es wurden eben nur die wenigen heftigen Wellen registnett, während die allgemeine Zersetzung langsam und weniger katg- stwphal erfolgte. Die Vernichtung und Zersplitterung der staatlichen Kunstschätze scheint z. B. nicht im behaupteten Umfange loahr zu fern. Tie wertvollsteu Bilder der Eremttage sind alle nwhlverpackt in Sicherheit in Moskau unter Obhut ihres alten Konservators Auch auf den livländischen Gütern ftndet man selten ernsthafte Spuren der Bolschewisterüiewegung Meist haben die Rcwolu tionäre sich zunächst damtt begnügt, die „Barone" an die Luft zu setzen und sich deren Befttz zu testen, während die Herren nach Sibitten^verschleppt wurden, von wo sie fast aste unbeschÄäÄ imeber zurüttkehrten. Weil aber beim Testen ferner dem andern etwas göruttc. so blieb schließlich das meiste zusammen, bis die deutschen Tru)^ pen kanten und die Aufrührer verjagten. Nur wurden überall die großen Räume der Schlösser als Bersammlungsotte benutzt Und von der Anwesenheit hunderter rauchendet. ttampelnder Männer und Fratten in schmierigen Stiefeln blieb dann eben manch peinlicher Erdenrest, der ober mit Wasser und Seife ent fernbar war. Heute steht nneder alles an seinem altetr Platzt-, und von der russischen Revolution sind fast mir noch die rückseitig bedruckten/ Bttefmarken mtt dem Zarenkopf als Zahlungsmittel übrig, sonne die sagenhaft hohen Preise für alle LebensbedürsMe. I. V. Bülow. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Hermann Lerch Apotheker u. Frau Erika Lerch geb. Höh Darmstadt Eichen August IS 18. 82,0 Statt Karten Paula Karasch Otto Riehm Verlobte Gießen 20. August 1918 Wieseck r Markenfreie Pnltsßn-ssmstiK-Vischnlill I-Psd.- Paket 1-Pfd.. Paket Lch»iitz-Vsnil'Wl!s!--».Bleilhhilse Ai>l-B!cich«ittkl Bmü, Tr. Rihws ^Mmitlkl 6risl! mm Putzen und Retuiseu Pch'suS Ärsbber and Värße« Llviti.Hs-Llärke liegen Marken K. A.-Sfiff lOO-Gramm-Stück 40 K. A.-SeiicüSBlaer */,-m'*afet 30 Siheiert-chkr Schwarz-Weiß-Lichtspiele, Seltersweg 81 Program voi Dienstag den 20. bis inki. Freitag den 23. August. -- = T&arlich KüDatlerkoneert. —-- Im Banne der Pflicht oder Hand und Herz Ergreifendes Schauspiel aus den Alpen in vier Akten von Ludwig Anzengruber. Ort der Handlung: Schweiz. — Zeit: Gegenwart In den Hauptrollen wirken Wilhelm Klitsch vom Deutschen Volkstheater in Wien und Marie March&l, 1. Mimikerin der k. k. Hofoper in Wien. „Awf Erfc&Bung“!!! Neuestes. _ gern äßes Lustspiel in moderne 8 3Ston mifHansi Dege und Gerhard Damann. Ab Samstag Mia fiflay-Gusispiol. 62Ua !!i|[|l!l!li!lili!ISilllIl!l!IüiilillllSllllilU!!!ll!llllil{l2iilill!!ll]|||l!llllinilliilil[!llllIlll) Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Ang. Rath 5295 Heute "HZT -s> k . :art =- Eigene Konditorei. Käse Verteilung. (Ausgabe Nr. 6). Bon Mittwoch den 21. bis eim'chliestlich Montag den 26. d. M. gelangt in nachstehenden Geschäften Käse zur Verteilung: t Haas, Wilhelm. Bletchsiratze 2. Haubach, Ehr. II., Schützensiraste 3. Häuser, Jakob, Ludwigstraste i. Hecker, Robert, Brandgasse 5. Heyne, Heinrich. Wnlltorstrahe 6. Jeckel, Karl, Marburger Straffe 7. Kalbfleisch, Heinrich, Liebigstraffe 8. Kalkhvff Nachfolger, Aiest-Anlage 9. Kaiser-Kaffee-Geschäfr, Kirchenplatz 10. Kinzenbach, W., Wetzstemstraffc 11. Klein. Marie, Wolfstrahe 12. Klernhenn, C. G., Bahnhosltraffe 13. Klingelmeyer, C/ Ludwigstraffe 14. Koch. A. Nachfolger (Fr. Laib), Schulstrahe 15. Konsumverein Schanzenstraffc. Der Verkauf des Käses erfolgt nur gegen Vorlage des Beitßüausweises der Lebensmittelkarte und Abgabe deS BezugsabichnittS Nr. 6. Auf jeden Abschnitt entfällt ein halber Käse zum Preise von 40 Pfennig. Die Kunden der nicht cwlgesührlen KleinhandelS- gefchäfte haben den Bezugsabschnitt Nr. 6 der Lebensmittelkarte aufzubewahren, da sie beim Eintreffen weiterer Käse^endungeu gegen Ablieferung deS BezugSabfchnitteS Nr. 6 beliefen werden. Die KleinhandelSgeschäfie haben die eingegangenen BezugSabschnttte Sir. 6 bis ivätcsteuS Mittwoch den 28. d. M. dem Städt. LebenSmittelamt, Zimmer Nr. 12, abzuliefern. Gteffen, den 19. August ISIS. 6214 ö Der C bufafrancin rito ÖfttferBjgtitaiaBua. I Statt Karten. Für die uns und unfern Kindern zu derenVerlobung in foliebenswürdigerWeise » zugekommenen Glückwün- r r sche sagen wir herzlichen r \ Dank. 6232 i r Rechnungsrat Schiffnie l t unö Frau. MittivoK -ea 21.A«gilK vorm. 10 Uhr, sollen im Kriegsgefangenenlager rund 83 uOO kg ausge- bagertes Seegras als Streumittel öffentlich meistbietend in mehreren Losen verkauft werden. Zusammenkunft am Osttor des Lagers auf dem Trieb. 6171V Garnisonverwalturrg ! Gießen. kür 33o9D Minette!) Schmidt & Wledimann | PrankiaH 1 1 Bekanntmachung.. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Keffelbach für das Rj. 1918 liegt vom 21. l. M. an eine Woche lang aus unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wuch eine Umlage erhoben,. zu der' auch die Ausmärker beizutragen haben. Keffelbach, den 19. August 1918. Großh. Bürgermeisterei Keffelbach. schwalb. , m Gewinnliste kür die Verlosung and Anlast der Lokal Kaninch«»- und Ziegen Ausstellung des Eisenbahner- Kleintter» ZnchtvereinS Grosteu-Buieck am 18. August ISIS in dem Vcreinölokal Gattdaus „Zum Busecker Tal" ;u Grosten Buieck. Los- Nr. Gew. Gegenstand LoS- Nr. Gegenstand 1301 714 1 2 1 1 Ziegcnlamm Kaninchen 1775 1674 41 42 1 1 Änrft * 1469 3 1 „ 1683 43 1 1304 4 1 Habn 227 44 1 1203 5 1 Huhn 1105 45 1 Dung gäbet 786 6 1 Kaninchen 1242 46 1 1768 7 1 » \ 356 47 1 Bratpfanne 283 8 1 527 48 1 „ 861 9 1 „ 710 49 1 1911 10 1 895 50 1 288 11 1 „ 321 51 1 Sichel 567 12 1 Habn 1344 52 1 „ 704 13 1 „ 760 83 1 N 1356 14 1 268 54 1 583 15 1 Kaninchen 1209 55 1 „ M3 16 1 „ 1085 56 1 Ganeureche« 325 17 1 „ 1018 57 1 355 18 1 „ m 58 1 Strichel 1797 19 1 „ 1623 59 1 „ 16 20 1 Sense 679 60 1 Ziegeukette 986 21 1 806 61 1 „ 1471 22 1 „ 9 1083 62 1 Besen 153 23 1 Kartoffelwäscher 224 63 1 277 24 1 Rechen 1395 64 1 ' n 584 25 1 „ 718 65 1 589 26 1 „ 211 66 1 Furie ruavi 539 27 1 „ 43 67 1 1976 28 1 „ 261 68 1 n 874 29 1 „ 182 69 1 n 1958 30 1 „ 89 70 1 Halskette 860 31 1 1897 71 1 Wetzstein 343 32 1 238 72 1 m 76 33 1 „ 656 73 1 566 34 1 Kohlenschauiel 264 74 1 H 1696 35 1 „ 1679 75 1 n 534 36 1 109 76 1 1629 37 1 Schippe 1664 77 1 1889 38 1 „ 1328 78 1 m 1204 39 1 u 524 79 1 h ♦ 822 40 1 Karst 1260 80 1 " (Ohne Gewähr.) Die Inhaber der Lose können ihre Gewinne bet Johann Henkel in Groffen-Buseck, Katserstr. 36, gegen Rückgabe deS Loses m Empfang nehmen. Die bis zum 31. August nicht abgeholten lebenden Gewinne werden versteigert und der Erlös sowie die toten Gewinne bis zum 30. September aufbewahrt. Alle bis dahin nicht ab- geholten Gewinne verfallen der VeretnSkaffe. Die auswärtigen Mitglieder erhalten auf Wunsch die Gewinne aut eigene Kosten und Gefahr zunesandt. Am 30. Sepr. erlischt jedc-e Anspruch auf die Verlosung. Beim PreiSschtetzeu erhalten alle über 31 Ringe Brette. 6306 Der LnSsteüunasleLt«.