Nr. 193 Erstes Blatt M. Jahrgang Der G.'ctzever Lnzejqr, erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Gichmer-ftnniltenblSller: ltteisblatt fSr dea Breis Hießen. Vezvgsprcis: :nonatl. Mk. 1.20. viertel- jährlich Nit. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Nit. 1.1O; durch die Post Nik. 3.60 viertel- jährll arwschl. Bestellg. Fernsprcch - Anschlüsse: iür die Schri'tlcitnng 1 12 Verlag,Geschästsstetteöl Anschritt für Draht,mch- ^ .... .. ^ ^ ' v v , r,ch.°„:Anz»jg«re.^n. SwtUmgsMmd u.Verlag: Brühl'sche Univ.-Vuch- u.SteinLruckerei R.Lange. Schriftleitung. EeschSitzitetle ».Druckerei: Schuistr rnontag, August 1918 Postscheckkonto: Zranffurt a.M. N686 ^ enn emes seiner Angriffsziele erreichen zu können, ist wiederum ein voller Abwehrerfolg der deutschen Waffen gewesen. Der erste Angriffserfolg ist vorüber und die Staffel- offensive, die den Feind nuninehr vor neuen deutschen Stellungen aufgezwungen ist, kostet ihm wachsende blutige Ver- uste und wird ihm allmählich doch die Erkenntnis aufzwingen, daß Deutschland militärisch nicht niederzu- ringen ist. Damit muß sich der Verband auch seiner verschraubten Kriogsziele begeben, die er äks „ehrenvolle Friedensvor- chläge" laut Giornale d'Jtalia unlängst den Mittelmächten übermittelt haben !vill. Die „Nordd .Allg. Ztg." nimmt zu diesen^mysteriösen Friedensvorschlägen in einem offiziösen Kvmmentar Stellung, den wir der Wichtigkeit wegen nach- tehend wiedergeben: „Ehr Leitartikel des „Gionale d'Jtalia" vom 8. August ffchrt äus: Nach Lloyd Georges Kundgebung zum Eintritt in das fünfte Kriegs,ahr hat der Verbmrd Anfang 1018 (das Blatt schreibt „gegen Februar" und in Lloyd Georges Erklärung hieß es „vor sechs Nt-naten" — eine gewiß nicht unbeabsichtigte Unklarheit der Zeitbestimmung! Red. der „N. A. Z.") dem Feinde ehrenvolle Friedmsvorschläge gemacht. Aber wie die Mittelmächte stets alle Friedensabsichten der Verbandsmächte begruben, so haben sie auch damals wieder die Verbands Vorschläge zurückgetviesen, in der Hosf- ,otnng, Rußland mit Hilfe Trotzkis und Lenins zerstückeln und den Westmächten den Frieden mit den Waffe:: aufzwinge:: zu könuen. Ludendorff drohte mit seiner Demission, die Allderctschen und Llu- uerionisten, das ist drei Viertel Deutschlands, tobten, Hertlü:g imd Mhlmann mußten nachgeben. U:ttcr den: Truck des Generalstabes lbrachte die deutsche Regierung alle Verhaiwlungen zum. Scheitern (Ivelche? etwa die Schlußerklärung der Versailler Kriegskonfereirz vom 5-. Februar, die der Welt triumphierend verkündete, der Krieg werde „urst äußerster Energie, im engsten Und wirffan:ste:: Zusammenarbeiten aller Verbandsgenossen cu:f militärischem Gebiete" weitergefühtt lwerden? Red. d. „N. A. nnd an: 21. März kündigte der de:ltsche Heeresbericht die große Eutschcidungsschlallü an. Die Verantwortung für das neue Bi:tv er gießen fälllt so allein auf den blinden Ewberungswillen T>eutschlands, das einen vorteilhaften Frieden zurückwi>es, den es freilich heute nicht mehr haben kann. Es ist daher eine Lüge:md Hsuchelei, wenn der Deutsche such, d:e schuld an der Kriegsfortsetzung den Mittelmächten auf- zubürden, rechnet allzusehr mit der Leichtgläubikkeit oder dem schlecht te" Gedächtnis der Ntittvelt. Mit dem „von Tcrrtschlaud abge- leh.llen Friedensangebot' smid offenbar die Bedingungen gemeint, dre Lloyd George am 5. Jmruar den Führern der britischen Ge- Wertschafte:: als die Kriegsziele des Berbardes hinstellte. Wie sah de:::: diese .„von den Beherrschern Deutschlands mit Vorbedacht abgelehnte gerechlte und viernünftige Regelung der Weltverhält-« n:»ie" aus? Neben der Wiederherstellung und vollen Entschädigung Belgiens, der Wiederherstellung'Serbiens u:ü> Montenegros, der Räumwrg der besetzten Gebiets Frankreichis, Italiens und Rumäniens verlangte Lloyd Ge:>rge die „Wiedererwägung" des „Un- reck.its von 1871", ein unabhängiges Pole::, das „alle wahrhaft Lvln:,ä;»sn Elemente" vereinigen sollte nach dem Sprachgebrauchs der Verbandspolitiker. also guchj Danzig, Tchorn, Oberschlesien^, d:e Umtvandlung Oesterreich- Ungar:: s in einen Staaten-' bund, die Erfüllung der nationalen i>lnsprüche Itallens und Rumäniens, die Lostrennung Arabiei:s, Syriens, Palä- chnas, dlrmeniens, Mesopotamiens öow ti'rrkischpn Reiche, treres Verfügungsrechik der ,Friledenskonserenz über die deutschere Kolonien nach Maßgabe der Wimsche der Eingeborenen(?), Be- strafflng Deutschlands für alle Verlegungen des Völkerrechts durch entsprechende Rationierung der Rohstoffe, das also nxmm die „Ehrenvollen Friedensvorschläge^^. deren.Ablehnung das „Giornrle dsJtalia" uns zum Vorwurf Macht — wozu noch zu bemerken ist,, daß Lloyd George jene Voffchläge nicht einmal als das , volll Krregsziel" Englands^ sondern nur als viorweg von Derrtschlcmd anzunehmende Vorbedingungen jeder Friedensunterhandlung ausgestellt wissen wollte? Die weiter vorgeschlagene Grürwung eine^ Völkerbundes sollte hiernach offenbar nur t^m Zweck dienen^ diese „gerechte und vernünftige Megelrmg der WeltverMtnissc^ >vm: Englands Gnaden durch internationale Garantie zu eine:r dauernden Zustande zu machen. Bon einem! ferner eigenen Lands, leule hat sich Llovd George sagen lassen müsse::, daß ein solches Friedensangebot für die Mittelmächte unannehmbar sei, da damit etwa der zehnte Teil dos^ Deutschen Reiches, ein Drittel dev Habsburgischen Monarchie und die Hälfte der Türke: gefordert 'werde. Eine weitere Kennzeichnung dieser neuen Verbands«. Unterstellung erübrigt sich. Erwähnt sei nur iwch ein eng^ lisches Urteil über den vielgepriesen«: Völkerbuno. Der „Standard" schreibt: „Es unterliegt keinem Ziveifel, wenn die Entente auf dem verhängnisvollen Weg, den sie jetzt beschreitet, rveitergeht, dann erhallten wir statt eines alle umfassenden Völkerbundes zwei gegeneinander mtt Haß erfüllte und einander bekänrpsende Milttärncttionen mtt gewaltigen Heeren, riesenhaften Flotten, feindlichen Tarifen und einer Rohstoffmonopolisierung, die darauf ausaeht, einander wirffchastlich zu erdrosseln. Dann wird der Militarismus anstatt vernichtet und beseitigt zu sein, die ganze Welt beherrschen. Eine dunklerere Zukunft kann wahrlich nicht vor uns liegen, doch gibt es einen Weg, sie zu vermeiden, wem: oieser Wahnsinn des Vernichtungswillens nachläßt." Die Enffcheidung über die Ostprobleme ist amtlich im^ mer noch nicht bekanntgegeben. Bisher liegt nur das amtliche Kommunique über die Kaiserzusammenkunft vor, aus den: so gut wie nichts hervorgeht, dann eine Aeußerung der polnischen Delegation, die ihrer Zufriedenheit Ausdruck gibt. Die Meldung, der Kanzler kehre beretts heute a:rs dem Großen Hauptquartier zurück, wird als unzuttesfend bezeichnet, v. Hertling soll angeblich noch 10—14 Tage dort verbleiben. Dagege:: soll Staatssekretär v. Hrntze zu Anfang dieser Woche im Aufttag des Reichskanzlers den Führern der Reichstagsftattioneu und dem Reichstagspräsideu- ten Mttteilungen über eine Reihe schwebender politischer Frage:: von großer Bedeut::::g machen. Ob hierbei andere Fragen der Ostpolitik berührt werden, als die bereits angedeuteten, bleibt abzuwarten. Nach Berliner Meldungen soll die Kandidatur des Herzogs von Urach für den litauischen Königsthron nach Beseitigung verschiedener Schwierigkeiten und Mißverständnisse neuerdings sehr an Wahrscheinlichkeit gewinnen. Auch die Salzburger Verhandlungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn, die eine zweckmäßigere Gestaltung des wirtschaftlichen Austausches und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Verbündeten erstreben, können in den Umkreis der zu erörternden Fragen^hineinbezogen werden, denn Herr v. Körner soll in diesen Tagen dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes über den erfreulichen Gang der Verhandlungen Bercht er- 'tatten. Viel ist über den Verlauf dieser Verhandlungen noch nicht an die Oeffentlchkeit gedrungen. Umsomehr wird eine Nachrcht der.Rhein. Wests. Ztg. interessieren, die sich von Berlin aus drahten läßt: Wie jetzt bekannt wird, ist in Salzburg auch die Folgewirkuna irrer Anglwderung der polnischen Grenzkreise an Oberfchlesien rü: Re Ausgestaltung des deutsch-österreichischen Wirtschastsbündnisses eingehend besprochen iwrden. Tie Notivendigkeit einer er:r»ecke:ten Grenzs:cherung für Oberschlesie:: wurde allseitig anerkannt aus der (Vv-Vi-u.Ti-f irrtSv--,- _■ r ,-vi • r , UUIL1U V>X> VWW- mix* ,0^/U4iU^v Ln-L \ VIJIC Kaiser jetzt zu Beginn des fünften Kriegsjahres die Schuld an der Fortführung des Kampfes aiuf den Verbrnd abwälzen will." Dazu benierkt die „N.ordde:ctsiche Mgemeine Zeitung": „Dieser Merst von Lloyd George als Antwort arff Liott Ämsdvivnes Brief vom 31. Juki unternomnwire uiü> von einen: gvoßen Teil der gegnerischen (rvanmttlich italiemschan) >,Pvess« aüfgegriffelre Bev, In Rußland scheint das Kriegsglück den Bolsckewiki weiterhin günstig zu sein und der Verband scheint sich mit der Anerkennung der Tscheckw-Slowakcn als verbündete Macht vergallopiert zu haben, denn ihre neuesten Hilferufe lassen nicht auf eine günstige Lage schließen. Jedenfalls wird der Verband allmählich gezwungen, mit offenen Karten zu spielen. Amerika hat sich bereits als im Kriegszustände mtt Rußland befindlich erklärt, die übrigen Verbaridsmitgliedc: werden folgen müssen, soll das erstrebte Ziel, der Sturz der Bvlschewiki, erreicht werden. Keiu Mittel fft ihnen gut genug, das russische Chaos nock> weiter zu verwirren. So wurde auch neuerdings in Paris unter dem Vorsitz von Saresffcheniö, dem ehemaligen Professor der russischen Universität, ein ukrainischer Gcgennatioualrat gc^ gründet, der beabsichtigt, gegen den deuffchen Einfluß in c U j£?. tniC öu kättchfen und im engen Einvernehmen mit den Allrrerten vorzngehen. Sitntinbc», Calai» und tzoulogne bombardiert. ' i V d/vn, 17. Aug. /mSS.) Ter „Petit Parisien" meldet: Lunkireheii wurde in der Nacht vom 14. zum 15. August ^vsn oeuttckwn Flugzeugen angegriffen. Ebenso wurden Bou- iwgne und Calais angegriffen. Ueber Dünkircl>en sollen zwan- M Torpedos abgeworfen worden.sein. In Calais soll der Sachscl>aden beträchtlich sein. Boulogne scheint ebenfalls geulten zu haben. Frauzöftfche Bomben auf ein deutsches Lazarett. Berlin, 17 .Aug. (MTB. NichtamHich.) Am verflossene«! ^murtag um die Mittagszeit überflog ein französisches Flugzeng- gescwvader Montmedi, und warf mehr als 40 Bomben auf ein deutsaxS Lazarett ab. Von den kranken und verwundeten Soldaten wurde eine Anzahl getötet oder verletzt, außerdem wurden fünf Kinder, die in der Nähe spielten, schwer venvmrdet.'Eins von ihnen narb infolge einer schweren Verletzung. Das Hospital, das als solches durch ein großes Genfer Kreuz gekeiurreichnet ist, ist den Kränzchen schon aus Friedenszeiten gerrau bekannt. Erinnert man nch der vielen Luftangriffe der Franzosen und Amerikaner, die lich in letzter Zeit wiederholt gegen .deutsche Lazarette richteten, fo kann man in diesem neuen Verbrechen wiederum einen Beweis für die Gesinnung der Franzosen erblicken. Bomben auf Holland Amsterdam, 17. Aug. MTB.) Wie die Blätter melden, sind gestern abend - - der Nähe von Sluis drei Bomben abgeworfen. Morden. Uns.: . >md nicht cingetreten. Zusatz: Wahrscheinlich^ handelt es sich wie gewöhnlich um englische Flugzeuge. Amsterdam, 17. Aug. Ein hiesiges Prcssebureau Meldet, das in der Nacht zwischen Achrdenünrg und Sluis auf dem Felde zwei Bomben abgeiuorren lvurden. Einzelcheiten fehlen noch. Amsterdam, 16. Äug. ((WTB.) Heute nachmittag mußte ein englisches Flugzeug, das an dem Angriff auf Zeebritqge teil- Mrvommen hatte, bei KonidekerLen rriedergehen. Die Insassen, ein Wnewikanischer Fliegerdffizier .und ein schottischer Unteroffizier, wurden mterniert. Italienische Flieger über Innsbruck. Innsbruck, 17. Aug. (WTB.) Kurz vor 10 Uhr vormittags erschiene.! aus der Richtung des Brenner in beträählicl-er Hohe über Innsbruck drei italienische Flieger, zwei Aufklärer und ein Jagdflieger Stzstem Schab, deren Änflug bereits durch Alarmsignale ge meldet worden war. Bei ihrem Erscheinen eröffnet«: dre Abwehrgeschütze sofort ein heftiges Feuer und hinderten die tttndlichen Apparate, die wenige Minuten über der Stadt kreisten, tiefer zu geben, und zwangen sie. ohne daß sie Bomben aowarwn, zur Umkehr. Die Flugzeuge flogen in der Richtung das Obec-Inn-Tül ab. Nach eingLlausenen Nachrichten er- menen. ,re über Imst, von roo sie barm, über den: Pitz-Tal entlang südwärts steuerten. Der Geburtstag Kaiser Karls. Wien, 17. Aug. (WTB. Nichtamtlich., Das Cchurts est des Kaisers iomde in Wien und in der Provinz durch Gottesdienste und WohltÄigkntsveranstalmngen im Sinne des Wunsches d-s Kaisers stül. aber würchg gefeiert. In der Schloßkapelle von Wartholz d« «anerliche Fannlie der Fcstmesfe bei. woraus der Kaiser dre GttMwuwche der ober,ten Hoschargen eittgegennahm Um 11 Uhr vormittags versammelten sich die Feidmarschällc Er^rerwg Fried- ricy, Erzherzog Eugen, Freiherr Conrad von Holtzendorff, von Kocvetz. von Rehr, von Boet-m-Ermolli, sowie der Chef des Eenecal- stabes, Generaloberst vvnArz, um dem Kaiser als Angebinde der Wehrmacht t«i Marschallrtab zu überreiä^n. Erzherzog Friedrich SFl e - Sprache an den .Kaiser, in der er als ältester Fell», marschall die GlüL und Segenswünsche von Heer und Flotte über- fir S? 1 Wunsch ausd-rückte, der Kaiser möge, so oft sein Blick mit den Marichallstab falle, nch daran erinnern, daß Hundert- tauiende braver Männer bereit seien, für Kaiser, König und Vater- SP® thr Bestes m geben nach dem alten Sokdaten!-iWaA,vriich- Treue br,- in den Tod! Ter Kaiser nahm tiefbewegt den Marschilc- ttab entgegen und reichte seinerseits im Namen der Arme? ihrem ent^i Erschall den ^tab mit folgenden Worten: Ich dank? Dir SÄ* beroch wr Deine Worte. Ich danke meinen kampf- Maschallen und Paladinen der Krone innigit für die U^er^ichimg des Mar.challftabes, be3 Abzeicknns höchster mtfu Wnrde und wdes braven >rooldaten obersten Traumes. Etrenrwar hat die 'chwere Zeit uns alle zusammengeschmiedet. 2**J?*£? U n b ^a^chE.bis zum Infanteristen, .lln .eanbar kwnpsen tmr alle zu des Vaterlandes Ruhm. Einer für alle und euren, mitrrnnbar verbunden für alle Zellen. In dieser ch^? Armee und Flotte dankbarst dem t-rsten Mar- Sei* & Kampf und Sieg geführt feot, diesen Miarschallstab, chm, der auch in schweren Stunden^ '' - Telt im ÄlMrbllch oft des öff^iches fttoaxt imiV {S°rf| U, 2^1^ r ^ eit 2f? a ”fc .Andivisibilite ac inseparabilller. So irxrr a$, K> ist e-, und so olecht es für alle Zeiten. 7 zm ™ö ^^ucksvoklen Huldigung der Armee für ihren aller- ^ot^en Kriegs Herrn und früheren Oberkominan darrten wlgte die 5 ' Ie6ellben llnb rinem lEithec gehtttnm J&eSfiwS deutsche Seifer sprach seinem Freimüe imh BmrdesgmossM StMTfOSK £ SSKÄ aMassÄ** " -E Sic Berhandtnugeu im Großen Hauptquartier. Warschau, 17 Aug. (WTB. Nichtamtl.) Nach einer der „Bzeglad Voranny" äußerte "f Staatsdepartements, Prinz ^;anu_' Radzuvill, über ferne Rerse ms Lrauptauartier dahin &C I nCbt9t r l^Graf Adam Ronikier, der D^grerte der polnischen Regierung, habe den bre^evertrewrn gegenüber mitgeteilt, daß die Äussichten der ]I Z q n - ! lr e ? ^^age, roenn man aus dem Ber- laufc der Konferenz schließen wolle, sehr günstig stünden Er ^ VvJgratmm, welches wir ins Hauptquartier mit- nahmcu hat alle Aussicht auf Verwirklichung Es werden natürlich noch wertere Verhandlungen nötig sein. Die^ sind aber nicht melTr grundsätzlicher Natur. ^ Ivürdru. Trotzdem irrrrdai der ftwchöfifch? und der euglische Generalkousul mit ihrem Personal verhaftet und erst ?r der Swvjet-Regierung persönlich dafür veranttvortlich gemacht werden würden. Aus Stockholm meldet die „Times", es sei noch nicht bekannt, ob der in Freiheit gesetzte englische Konsul Moskau werde verlassen dürfen. Der bolschewistische Agent in London Litwinow könne seine Pässe zur Wreise von England erhalten, sobald der euglisckie Generalkonsul von Moskau in Stockholm eingetroffen sein werde. Washington, 18. Aug. (Reuter.) Der Generalkonsul der Bereinigten Staaten m Moskau, Poole. beabsichtigt in Moskau zu bleiben, um den britisck-en und französischen KonsularbeoMten beizustehen. Hilferuf der Tfchecho-Slowaken. Wladiwostok, 15. Aug. (ILenber.) Ter tschechische Befehlshaber hat den Vertretern der Alliierten in einer Denkschrift aus- emandexgesetzt, daß schnellere Hilfe in größerem Umfange nötig, sei. um den Vormarsch auf Irkutsk zu ermöglichen. Es wird in der Note hervorgehoben, daß, lwenn die Streitkräfte Irkutsk nichl inneihalb sechs Wochen «weichen, das gleichbedeutend mll dem Verlust aller ^sck,eck-o^S-lpwaken in Wesisibirien sein würde. nur über die Festsetzung der Grenze vom Nygonowski See bi?' Nowo-Chopersk verhandeln um forderte es aus, unverzüglich an me unaufschiebbare, eudgülrige Festlegung per Grenze zu geben. Der Vorsitzende der russischen Delegation Rakowski erSärte. cwß eine endgültige Antwort erst in der Vollversammlung erteilt werden könne und bat, bis dahin die Arbell aller Kommissionen zu unterbrechen. Der Sekretär der russischen Friedensdelegation teilte Pressever- treiern mit, daß die Erklärung Rakowslis keineswegs als Abbruch der Friedensverl-andlungen aufzufasien sei. Der Vertreter tet georgischen Regierung Tewsajew und seist Stellvertreter Watscheschwili haben gestern den Minister des Aeußern besucht und ihm ihre Brglclubigungsschreiben überreicht. KarS, Batum, ^Lrdahan und die Türkei. Kon sta n tino pel, 16. Aug. (WTB.) Meldung der Agence Milli. Ti? Abordnung von Kars, Votum und Ardahau, die kürzlich in Konftantiuopel angekommen ist, wurde gestern vom Gromvescr empfangen, dem sie das Ergebnis der Boltsabstimmung übermittelte die mit 851*24 Von 87 048 Stimmen die Rückkehr dieser drec Bezirke ziun Mutterlande verlangt. Die angegebenen Stimmen U.mfassen die gesamte Bevökkeru-wt dieser Gebiete vom 19. Lebensjahre an. Im Laufe der Besprechung trugen die Delegierten dem Gr-sßwesir die Bitte vor, die Förmlichoellen zur Angliederung ihrer Länder zu beschleunigen. Ter Gvotzivesir erwiderte, daß Türkei >niemals in diesen Gegenden lebenden Rassen- und eie Maubensbrnder vergessen habe, und daß alles getan werde, um ihr Wohl und Gedeihen zu sichern. Oesterreich und die Tschecho-Slomaken. Wien. 17. Aug. (WTB.) Meldung des Wiener K. K. Tele- graphen-Korre,poudenz-Bureaus. Zu der Erklärung der britischen Regierung, wonach die Tsck>echv-S!owall-n als verbündete Nation betrackM und die Vereinigung der drei tschf?cho-slowakischen Armem als ein verbündetes mrd mit Oent-rreich-Ungarn und Teutsch- ^^^I^k^bchten Kriege beffndlichKs Heer anerkannt und endlich dre Rechte des tichecho-slowakisch.m öiariormlrates als dtzvzeitigpst Bevollmächtigten der zukünftigen tschirha-sl.tvEschen Reginsuull bestätigt wurden, den Oberbefehl über die vbengimanute v rbünde^ Arnree auszuüben, wird amtlich benrertt: -Die Form und der Inhalt dieser wuesten englischen cklegie- rungserllärung mupeu aus tus ent^ chiedenste zurückgew .1 (eu werden. Der t,cheape,lowua>che Nativuuirat ist ein 7llrssch.lß von Privat- perivnen, welche weder von dem tschechischen Volke, noch viel iveni- ger aber vor- der nur in der Phantasie der Errtentb eristierenden r,ck>echo-slowakl,chen Natron irgend ein Mandat erhalten haben Germ« io/ .tzenmmg ist es, diesen Anssthrß als Bevollmächliglm oer zukunitigni. al-.o heute nicht exlstiererrt'.Kl Negiecung hinzim stellen Was die ,ogenamite Ischecho-ilomakische Arm/>e de:risst, so ^ Entmtehceres bilden, aber ge- wrß nicht als Verbündeter der Entente im völkerrechtlichen Sinne -L 3 «ns w°hl l-bmM d-tz nto ein ^owa^chen Jlrrnec oftcrtcirfniilje oder gar ungarische Stwachangehorrge >lotvi,cher Sprache sind. Diese Treu- und Eid- vriichigcn werden trotz allpr Anerkennung selllens der En^elle von Hochverräter betrachtet und behandelt nvnvjt. Es kann mcm ge albet werden, daß ganze Völker, die ihrtzer Pflichten als 1222*^1; ungarische Staatsbürger stets nachkam. 7 st und E srch lM Verbände der österrtz-lchisch-ungar, cheu Ar- moe 1wp,x-r gegen die Entenhe schlugen, durch ähnliche Mittel wie die der amtlicgeu englisck-en Erklärung verdächtigt wer>u. Die Mtervejchnch rugansche RegieMng behält sich weil^re Schritte in dieser Angele.)euhert vor." Tie Engländer an der Mnrmanbahn. ^^os kau, 14. Aug. (MTB.) Meldung der Petersburger Tele- grap^n-Agentur. Beim Erndrrngeii der Engländer in Alexan- und Sorvka ivurdrn MassenhauSsuchungen/ bei friedli tat EiNtvoh lern des 'uutzischen Bürgertums und Staatsangehörigen der Zentral Mächte vom Schtvarzen Huridert uiid durch 5 " 0 llia>e baten vorgenvmmeii. Das Resultat davon ivar. daß yunderr 4ZerhaMmgni vorgenommen wiirden. Die Bevölkerung bei der die Haustuctznn^n vorgerwmmen wurden. Nagr über den v«i Geld, ^chimick- und mrderen Wertgegenständen. Die Postämter in Zllexandrvrvsk urrd Munnau sind geschlossen. Ueberall H? cnglstch-llanzösisäie Patrouillen verteilt. Alle Bahnstationen Äf':Ä nfftKr Äsciibalimietzes sind durch englische urid fraiv- zoniNE Kommandanten besetzt, die das russische Eiseribahlipcrsonal raub behandeln. Nach eingelaufencii Nachrichten sollen die Hauptstreitkräfle der engiisaren. lranzösischen iirit» amerikanischen Heere zur Einrichtung r m u ® a * ! ^ st^ch Archangelsk über geführt werden. RalMi von Murmau wird dirvch eine kleine Anzahl Englands rnw o- ;k>- orrmmmluna der Sowjets abgegeben stabc und sprach »ettrch, vaß Snüifa? “ IfaöSf # te JÄIfierten ,ntms der nicht belästigt werdet Der Kampf gegen die Gegenrevolution. ^ lWTB.) Meldung der Petersburgerl Telegraphen -Agentur. L.ie Verl-andlungcn der oußerordientli-chan. Gmweniemsnts-Kvmmis,ion zum Kumpfe gegen die Gegenrevolu- nvnare sind beendet. Es wurde besichjloffen, bei den Gouverne- NiEs-KvMmrssipnen Wteilungen zur besondere Kdutrvlle dev Estenvahnkn ernz>urichten. In einer Geheimsitzung wurde eine Reibe wichtiger Entscheidungen zur Durchführung des Maffen-TerrE gegeir tnc Gegenrevolutionäre angenommen. Die japanische Jnterventiorr. London, 16 Mm. (WTB.) Meldung des Reuterfchen Bu- renus Ww mehrere Blätter aus Washington vom 16. August des richten, hat Kriegs sekret är Baker bekanntaegebrn, daß das 17. ame- ttvanische aben beschlossen, den Belagerungszustand zu er- 17. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter. Tll Times sr$t!*a? Sjj&u ^Ow 12. 8: .Französische Truppen sind in Nikotsk nördlich von .Wladiwostok angenommen. Rutzlaud und die Ukraine. MeUftcZH*'■ l6 '- (WTB. ^ Die Note r r russischen Friedens- ^ Gang der Berrechiiungskommiffion sprrcht der Ukraine.das Anrecht aus einen Teil ^Nischen Staatsvermögen in Anbctrackst der ungeheuren ^ Rußland durch bte Losiösung der UlLche 2!2^ n ^ Ukraine sei melmebr vcrp,lichtet, für diese ü&IZT! 0 ?! ^u^nkoniimm. Die ukrainische FriedenSdelcgati.m ttt bcr i>er polstiscl 'u Kommission eine schrifi- ^?e cws Grenzbestimniungsrect,:. s, die besagt 2 Ut des Selbstbestimmungsrechtes eine ^luniert habe und diese von der Ukraine anerkannt könne drc ukrainische FriedenSdelegatum mll Rußland Der Zeettieg. Neue N-Boot-Erfolge. • Berlin, 16. Aug. (WTB. Amtlich.) Im östlichen Mit-- tclmeer haben unsere U-Boote neuerdings etwa 25 000 Br.- Neg.-Tonnen versenkt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 18. Aug. (Amtlich.) Unsere U-Boote versenk- ten im Kanal und westlich davon an feindlichem Handelsschiffsraum 13 000 Br.-Neg.-Tonnen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. tt- Boote beschicken amerikanische Häsen. u 1 Fariser Blättern wird aus London gemel- dell datz bic Hasen von Charles ton (Südkarolina» und Wilminaton (owrokarolina) gestern von mehreren UntrrsMwoteii mll Gas- bomheii bomb'ardiert worden seien. Der Schaden sei unkwträcktlich. ,>Mattn berichtet. daN em Unterseeboot cinie Art von Brander Nttn. der Dmnpw und, Gase auslöste, die nicht bis zur Stadt gelangt seien. Einige Wächter wurden ihre Opfer. Genf , 17. Aug. Aus Waflnugllm wird gemeldet: Vornehm- „ Militärisch ^.wichtige Haseuobjekte lzatten es die deiutschen u-Bovte bei der Beschienung Ehariestons und Wilinmgwns abge^ ffhett Todesopser werden aus den benachbarten Bezirken der beiden ^tadte gemeldet, ^,-er Sachschaden wird geh-ümgehalten. KranzSsischcL Pauzerrrcuzer versenkt. P,a r i s, 17. Aug. (WTB.) Meldung der Agence Hava- Dvc alte Panzerkreuzer „Dupetit-Thouars" 9000 Tonnen grob, der sich mll der MnettkiMischM Marine an dem Schutz der Schiffahrt im atioiiDTwien Ozean beteiligte, ist am 7. August von einem ver,enkt ivorden. Amerikanische Zerstörer nahmen die Schiffbrüchigen auf. Dreizehn Mann werden veranißt. Ber l iii, 19. Aug. Laut Meldung des L. A. ans Genf wurden wahrend des geftttgen Besuches Pomcares in Brest Hebungen ^ENl! die jimgsten fvanzösischui Methoden zur U-Bootsversolgung zu erpvobeii. Vor Schluß dieser mehrstündigQi Ueb'MigM traf etne Depesche ein. die die Berserrkmdg des französische!^ Panzerkreuzers „Du Petit Thouars" meldete. -tc Amsterdam, 17 Aug. lWTB.s Nach einer Angabe oss' "^ elegraas" berichtet der Uihrer des Fischerfahrzeugcs „^Äct^venmgen 84" >noch> über die gestern gemeldete Ber- senr.ung zweier englischer Zerstörer vor der hol- landrschen Küste, Last von dem zuerst torpedierten Srliifst ein kleiner Teil der Besatzung, von dem zweiten lvahrschein- nm dw ganze Besatzung ertrunken ist. Natti der Torpedierung suchten französische Wasserflugzeuge die See nach Un- terseeboolen ab, ohne aber etwas zu finden. Gegen mittag fuhr ein eiiglischer Geleitzug aus dem Wasserweg aus. Die ihn begleitenden Torpedoboote schienen ein N-Boot entdeckt zu haben, denn es wurde heftig ins Wasser gefeuert. Lon do n , 17. Aug. lWTB.) Die Admiralität teilt mit, daß zwec englische Zerstörer am 15. August auf Minen gelaufen und gesunken sind. 26 Manu iverdeu vermißt. Sic Und vermutlich durch die Explosion umgekommen oder ertrunken. Cm Mann ist seinen Benvundungen erlegen. 'si! + - Aug. (WTB.) Der schwedisck-e Dampfer ,,^tzdwnd -^031 Brt. groß, fft am 8. August vor dm nord- amerillimschen Kaste verfenkt ivm-den. r~ < ^k rn Sv 17 ‘ (WTB.) Der „Temps" nieldet aus ^lwughai: Das erste in China erbaute Stckhlschisf ist ln Hongkong auf der Schiffswerft der Whampoo-Dock-Co. vom Stapel gelaufen. Win» orimbm pnub t» aus dem Reiche. Ehescheidungen in Preuftea. VrmaceenDvrrtze Zalüeti über die EhescheürtMHM in Prmchen »rter dem Einfkiß der Kriegsjahre sind vom PreuWch« Statisti- Landesamt ermittelt worden. Dft' Gcheidnnnm insgesamt \m 3hru‘«>- rlUHi" uirüdoeaaitgen. llnkv den QHM'cWiunfl^- dai Kfccdj der Etzcbntch anpfliömmeu roib bei den aus Ehe- d^rründelen Lebench mehr als ften tm-ihliclien M Im Jahre 1915» übmoog boomen als ZftricaserscheinMW berat«; etwas, 1916 fifam ziemlich erhebkich der Anteil der Fnmen. 1916 ent eie» in*i den 4043 auf Ehel-rcutz htfseubcn 3*ixlixtiigsgiTünbm 22X1, gleich 5ü l. 5 u. ö. amen 50,7 v. i>. im Jahre 191.> auf die Uralten als schuldigen Teil. Auch bei böswilliger Berlassung war 1916 und zvnr zum erstenmal die Srtmkbziffer der Frauen l)ü!>er als die her Männer. Anderseits liaa b-Z der El>epslichltenr'erletzungi und m den ^ltene» Fällen taw LebenSnachlteUrmg wie in den vorigen Jahren ganz. überwiegend die Schuld auf seilen der Männer. Berlin, 17. Aug. (MDB.) Der ..Reichsanzciger" veröffentlicht dce preuszisttje AusfLhrungHanwcisung vom 13.8. 1916 zu der Verordnung vom 15. 7.18 über die Regelung des Bervehrs mit Käse, Quark, Molkeneiweisz und ähnlichen Er-eugnissen. Aus Hessen. Zum Fliegerangriff auf Tarntftndt. D. Z Darmftadt, 18. 2ülg. (P ol i z ei de r i cht.) Der Fliegerangriff wurde vvn emec nicht genau feststellbaren Änz»itzl von Flug»WM« aus unternommen. Neben teilweise deträchttichan Käufer- und Mobiliarschaden sind auch Verluste an Menschenleben zu bcflütjCTt. ©irr Personen wurden gcnitct. zwei verwundet. Die Getüteten find Frau Marie Weder geb von ferner, bic Ehefrau Jpt Zatzlrnciseers Leonhard ftnaft, Tora, geh. Reeg, deren Mann schwer verletzt aus den Trüimnern geborgen werden toamoe, und eine Frau Ssirrlz Wwe. aus Ober-Ramftadt, deren nähere Personal«« noch mär ^'dgeidellr nx-rde.r konnten: cnttzerdem Post^ direktor a. T Paul Früdner, der heute früh aus den Trümmern geix'rgar wurde. ••Darmftübt, 18 Aug. iMTB.) Der Oroßberzog bal an derr Oberbürgermeister Dr. Glässing folgendes Telegramm ge- richtet: Jagdschloß Wolfsgarten, 17. August. Nachdem ich mich heute art Ort und Stelle von der ganseu Tragrveite des Unglück» überzeugt habe, das »eme ^xrupl- und Üiefibenzstadt mit dem sntrrgen Fliegerunglück betroffen spreche ich. tiefbewegt von den schmerzliclien Verlusten an errsclr^lgung zu er- web on n * den. Der t* mijt Meldungen jauaW Benneidung witient. Die ZJn«haltuug der «^gebenen lnächst einer eingehe7ä>en Nbchpruftmg imtertzogen wero " Wortlaut der Nachrragsbebmnt'u^chunq ist rn der heutigen Nu« dieses Blatte- einzuseyen ** Beschlagnahmrund Enteignung vo« Geg ständen auS ftupfer, Ku v ferlegiecungen. A minium und Zinn Die Frist ^ur 'lögabe an Ke VJci Tammelstrlle iStcwt. Elektrizität iwerkr für t iegen ände äugen Tparmetallott läuft am 31. August &. Z cb. Nach biefem nun unrd die zwangsweise Einziehung der GegenstMlibe, (a rechtzeitig abgeliefert wurden, vorgenommen werL«r. Mhere» int Anzeigenteil ♦* Lichtspielhaus ?genzug fährt von Köln 11.55 vormittags. Dü"'ekdorf 12.39, Duisburg 1.0'», Bochum 1.58, Dorlmimd 2.28. Er ist in Hanrw- rtzr 518, in Berlin an der Friede ich st raste 9 54. Xte neuen Züge verkehren nur Werktags. Sic führen Speisewagen. — Der 3£iatn> fahrSan vonc I. Oktober wird, wie wir angekündigt haben, nur tvenig Aendcrungen bringen. Kreis Lauttrbach. rr. L a u t e r b a ch, 18. A ,g Im Städtischen ürankienhou? ru Franl urt a. M. verstarb nach s chwe r em Leiden der evangelische Pfarrer Happel von Herbstein. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Paula Ballmann Hans Lander Heuchelhenn Guben i 18. Aug«st 1918. Statt Karten. -—.* 8 Helene Schmitt Johannes Kuhn Seminarlehrer Verlobte Main, Friedberg i. fj. t £ StephuaaB-tz l r 3 Lich. r 6174 \ C Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 . EratkURilse KUnvlIerkonierte. 1 Programm nur noch heute und morgen. 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Breis» gng.'ii ' u.tili^a d. 'ic Anz Kichten-Lang- und Schlcisholz kaust jedes Quantum Fnkob Häuig. Holzhandtg.. Wir-dadcu, Luiieustr.Lch"- Vereine bVL !. Bu,i der B DonuerOtag de abend» ^ Uhr, zirksschnle. We > Aula Beginn eines Ätiigitjkr-ükLrzr!^' in Aadslakerger UiWUGGeap! furBamUA.i.llaeraa. Honvr 8 M. Vtnn'ctdnngcn un Ler Nich. Ha!enkrna. Salj, Allee L. oder »u Beginn d Kursus erbeten, ichiik. Bteao*r.-Y»r*ti m liCt mh a «usa-Vsr Nachruf. In den Mai-Juni Folgen der £ erfolgreichen Kämpfen der Offensive verstarb an den erlittenen Verwundung Offizier Stellvertreter Rar! Stoffel Inhaber des Eisernen Kreuzes ll KI., des Kriegs* ehrenzeichens in Eisen, der hessischen Tapferkeitsmedaille, der Militardienst-Kuszeichnung II. Kl. und der Kronenordenmedaille. Viermal verwundet, ist er immer wieder an die Front zurückgekehrt. Ein leuchtendes Beispiel in jeder militärischen Tugend, ein Soldat vom Scheitel bis zur Sohle, ein Kamerad ohne Beispiel hat den Heldentod fürs Vaterland gefunden. Metz, 61821) Leutn. d. Kes. u.Komv.-Führer d. 8.Komp. e.Inf.-Ngts. Wer mutig für sein Vaterland gefallen, Der baut sich selbst ein ewig Monument )m treuen Herzen seiner Landesbrüder, Und diesGebäudc stürzt kein Sturmwind nieder. Yv Todes-Anzeige. Frai tagmittag J / 2 3 Uhr verschied n ach kurzem, sohwerem Leiden unsere gute, unvergessliche Tante und Kusine Frl. Caroline Appel im 67. Lebensjahre In tiefer Trauer: Georg Reh und Frau. Giessen (Krofdorfer Str. 14),Darmstadt, den 19. Aug. 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 20. August, nachmittags 3 1 /, Uhr, vom Neuen Friedhof aus statt. f vS v -:’3js'- Nach höherem Ratschluß wurde am Sonntag den 18. August, vorm. 11 Uhr, unser Töchterchen Grete! 'Ul Alter von 4 Jahren vom irdischen Leben abgerufen. was wir Freunden und Bekannten hierdurch mitleilen. Kamille Paul Bell. Gießen (Schtffenberger Weg 65), 19. August 1918. Die Beerdigung findet statt Mittwoch nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof. 01300 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem schweren Verluste unserer lieben Tante, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege tiefgefühlten Dank. Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: Frau Margarete Rumpf. Gießen, den 16. August 1918. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verlust unserer lieben, unvergeßlichen Tochter Minna sagen wir hierdurch allen Freunden, Verwandten und Bekannten unseren herzlichsten Dank. Karl Scherer und zamilie. Wieseck, den 17. August 1918. Gietzener Haussrauen-Verein. Anmeldungen zu dem Strumpfslickkurius werden Dienstag den 20. und Donnerstag den 22. Aug., nachm, voll 4—o Uhr, Plockstr. 5 cntgegengcnommen. 6177c Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme an dem Hinscheiden meines lieben Mannes, sowie für die vielen Kranzspenden, auch seinen Kollegen von Brüssel und der Betriebswerkstatt Gießen dankt herzlich Frau Christiane Schmidt geb. Weitzel und Kinder. Gießen (Buddestraße 9), 19. August 1918. Bekanntmachung Wolleablieferung 04327 Danksagung. Für das unserem lieben Entschlafenen gewidmete treue Gedenken, sowie für die erwiesene Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden sagen wir innigsten Dank. Im Namen der Trauernden: §rau K. Minke Vwe. nebst Rindern. Gießen, den 19. August 1918. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Dekans Röschen an seinem Grabe, die überaus große Kranzspende, sowie für die zahlreiche Beteiligung zu seiner letzten Ruhestätte sagt aus diesem Wege herzlichsten Dank Familie Karl «olp. Freienseen, den 16. August 1818. betr. Zum Ankauf der Wolle von Schaf- haltern mit weniger als 30 Schafen sind Bezirksauskäuser bestellt worden. Von den Bezlrksauskäufern sind Sammel- stellen errichtet worden. L-ainmelstellc für den Kreis Gietzen rst die Firma Dr^sr Vppslldsimsrl.. 1.ruig8üork (Oberb. > An diese Sammelstelle sollen die Schafhalter ihre Wolle zur Abschätzung durch den Bezirksaufkäufer liefern. Der Bezirksauskäuser kauft diese Wollen gegen eine Provision für die Kriegswoll- bedarf-Aktiengesellschaft, also nicht für seine Rechnung,- er ist angewiesen, für das rohe, ungewaschene Produkt den höchsten Preis zu zahlen unter Zugrundelegung des für gewaschene Wollen festgesetzten Höchstpreises. Bezirksauskäuser rst die Firma Emil Bnbensohn 3 . Co. tit Rasssl-Bettsnhaasen. Jeder Ablieferer von Wolle erhält einen Ablieferungsschein. Auf demselben ist genau vermerkt, welches Quantum Strickgarn zum Preise von M. 6.- per Pfund er gegen die abgelieferie Wolle von der Kriegswollbedars-Aktien- gesellschaft erhält. Kriegswollbedarf-Aktiengesellschast Berlin SW. 48, Verl. Hedemannstr.1. Istramm-Sclmlse zum Aussticken, mit den dazu passenden guten Filzsohlen in großer Auswahl. Schwarzer Samt n. Samlrsste z. Anfertigen von Samtschuhen. 5996 a Cj f/odeh aus Qa/omon. / W ßitssen öchulüroßa Bekanntmachung. Betr. : Beichlagnabme und Enteignung von Gegen- standen ausLruvfer,Kttpfer1egierungen(Messiug Bronze, Notank, Tombak). Nickel, NickeUegic- ringen (Neusilbcr, Alpaka, Christofle), Alu- mrnium und Zinn. Bekanntmachung Rr. M. 8/1. 18. K. N. A. vom 26. März 1918. _ Die Frist zur Abgabe an die Metall-Sammelstelle !-Lta)t. Elektrizitätswerke! für nachstehende Einrichtungs- gegemtände aus obigen Sparmetallen lauft am 31. August d. I. ab. Rach diesem Termin wird die zwangsweise Einziehung der Gegenstände, die nicht rechtzeitig abgeliefert wurden, vorgenommen werden. Die hieraus entstehenden Kosten werden dem Ablieferer gegen den Uebernahmevreis verrechnet oder im Wege des Verwalt,ingsverfahrens eingezogen. Ablagen für Kleider, Aschenbecher, Aushängeschilder und Wahrzeichen, Bekleidungen der Heizkörper, Bries- beschiver-r, Briefkastenschilder, Briefeinwürfe, Buchstaben, -kümmern und Warenzeichen, Fensterfeststeller, Formen. Garderobenhaken. Gaftwirtschaftseinrichtungsgegenstände, Gardinen-, Portieren- und Vorhangzubehör, Gegenstände der ^äiautensterdekorniion und Geschäftsausstattung, auch Zubehörteile dazu. Griffe, -va'ier. Kannen. Kerzenleuchter. Kugeln von ökopierpressen. Marken aller Art, Namen- Firmen und Bezeichiiu»lg:ichildcr. Nellamegegenstände, ^chinntzabiretgitrcr, Ständer für Garderobe. Stotzbleche. Socket- und Schonerbleche. Trevpenläuferstanaen, Tür- klovser. Umersätze, Wäschekörbe und Wäschehaken, Zierat, Zierst, icke. Ueber Auslegung und Handhabung der Bestimmungen über d.e Beschlagnahme tmd Enteignung von den obigen Gegenständen ist das Städr. Elektrizitätswerk,Lalmstratz'e28 zuständig. Es wird gebeten, sich in allen ZweifelSsällen an diese Stelle zu wenden, und zwar nur Dienstaas. Mittwochs, Donnerstags und Freitag nachm, von 3-7 Uhr. Die in Betracht kommenden behördlichen Bekanntmachungen können daselbst cillgesehen werden. Städtische Elektrizitätswerke ,Metall-Sammelstelle!. Stolle. 6181c VSSsS-i Krieis-lolte Münchener Künstle r) 5020 Qesamtgcw. j. W. v. Mk. iü 3 @ 30 Gewinne im Werte v. Mit 2 mm 90 Gewinne im Werte v. Mk 19800 4900 Gewinne im-Werte v. Mk. 24 EW = 5ol!HtiBEr= | öemlnaWilliiMI | Losbriefe Mk. 11 Lose für Mk. 11.10 Porto, aratl. Ge w.-Vz. 40PI. bei der Generalagentur Heinrich & Hugo Man, München I. MaNeistr. 4/1 Ferner bei: I Lott. -Einn. Rieh. Buchacker, IF. FHmm, sowie L. Joost, |J. Dany, Joh. Faber, wilh. Semmler 5995;s| und allen Losverkauf stellen. Dortninnder Union - Pilsener in Gebinden und Flaschen empfiehlt 6175 Emil Schmal! Biergroßhandlung. _ Telephon 83. _ Ovis - Guano empfiehlt Heinrich Halin, Samen- Handlung, Eae Bahnhos- stratze und Wolkengasse. ^i («liiyer W281 | Apparate | Gummi I fvE R SC H V E DE*N ES**f SRittnwj iieii Miipjl vorm. 10 Uhr, sollen im Kriegsgefangenenlager rund 83uOO kg ausgelagertes Seegras als Streumittel öffentlich meistbietend in mehreren Losen verkauft werden. Zusammenkunft am Osttor des Lagers aus dem Trieb. 6171 V Garnisonverwaltung Gietzerr. ©s*rJ SSchtsssek SeltarswegSS, Bahntoxslr. 54. P. Kreutz, taaierjiigci' SJoSea, TenSelslnstgärtcb. 22, vertilgt unter Garantie und Verschwiegenheit BsUsa. lK.Insv. WsuZea, 8vh7/a1nm, sowie jedes HansongezieSsx*. Karte genügt. °- 2!a Geld bietet auf Liegenschaften oder Hosgut gegen erste Huvorhek bei Selbstgeber an. Anfragen befördert unter F. T. V. 121 Rudolf TOosse. Frankfurt a. M. 6l69ss Mark aus 1 Hypothek zu 5°/ 0 Zinsen bet vierteljähriger Zinszahl, am 1. Oktober zu vergeben. Angebote unl.r 6184 an ötc Geschäftsstelle d. Gietz. 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Annahme von Vardepositen gegen Ausstellung von Linlagebüchern. Hinterlegungsstelle sür Mündelgelder (vekanntmachung der Gr. Hess. Reg. vom st. Aug. (900) 35831) Kt. 193 Zweites Blatt Gießener Mzeiger (General-Anzeiger für Gberhefjen ) M ontag, (9. Auguß (y(8 Au» Stadt und Cn»ft. Gießen, den 19. August 1918. Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog empfing zum Vortrag: den Staatsminister Dr. von Ewald, den Finanz minister Dr. Becker, den Geireraladju- ^tanten General der Kavallerie v. Hahn, den Borstand des Kabinetts Wirkt. Geh. Rar v. Römheld, den Archivdircktor Dr. Dietrich: außerdem den Haupttnann und Flügeladju- tcmten Ser ne r Majestät des Kaisers und Königs v. Jlse- mann. ** AusdemMilitär-Wochenblatt. Befördert: zu Lts. d Res.: die Bizefeldw.: Schätzet (Worms), Koehl Mainz) i. J.-R. 19, Bänger (Mainz), Rode (Gießen)- Spamer I Darmsladt): zu Lts., vorl. ohne Patent: Baur. Frhr. v. Dobeneck, Fähnr. i. Leibgarde-J.-R. 115, zum D iensttuenden Flügel-Wj. Seiner Majestät des Kaisers und Königs ernannt. ** Auszeichn ungen. Das Verdienstkreuz für Kriegshilse wurde verliehen: Bankdirektor Müller, Gießen, Kirchenrat Hainer, Hungen, Lehrer Biedenkopf, Utphe, und Rendant Karl, Grünberg. ** Iubiläuin. Am 17. August konnte Maschinist Fr. Schäfer auf eine 35jährige Dienstzeit bei der Firma A. u. W. Denninghoff, „Gießener Brauhaus", zurückblicken. ** Gießener Haussrauen-Verein. Nach längerer Pcruse beginnt am 27. d. M. ein neuer Strumpfflickkursus. Da es voraussichtlich der letzte in diesem Jahre sein wird, an welchem bei Tageslicht gearbeitet werden kann, empfiehlt sich der Besuch desselben für diejenigen Frauen, welche dunkle, besonders schwarze Strümpfe in Ordnung bringe:: wollen. D^r das Material immer mehr aufgebranchr worden ist, wird auch gelehrt, wie dicke Strümpfe ruck Wckltoffen (Lappen) ausgebessert werden können. Dieses Ver- sahrau hat sich a!3 sehr haltbar erwiesen und eignet sich deshalb auch ganz besonders für Soldatenstrümpse. Anmeldungen werden in der Geschäftsstelle, Plockstraße 5. entgegengenommen. Näheres siehe Anzeige. ** Der Schleichhandel mit Süßstoff. Ter Handel mit Süßstost (Saccharin und Dulcin), und zwar auch die Weitergabe zum Einkaufspreise ist nach dem Süßstofsgesetz vom 7. Jul: 1902 verboten und strafbar. In letzter Zeit hat der Schleichhandel mit .Saccharin und Dulcin einen beträchtlichen Umfang ange- »nommm. Dabei hat es sich wiederholt ergeben, daß der Süßstoff zur Ausführung von Betrugsmanövern benutzt worden ist. Die Betrüger bieten häufig als Süßstoff Präparate an, die überhaupt kein Süßstoff sind, sondern au3 einem Gemenge von Zucker, kohlensaurem Natron, Gips, Zement u. dgl. bestehen, oder; damit verfälscht sind. Dieser gefälschte oder verfälschte Süßstoft '^^-khw^ zu einem sehr hohen Preis, der den amtlichen um ern Vielfaches übersteigt, und zwar gewöhnlich in gebrauchtes inländischen Origcklalpackmigen oder aber in Packungen, die den amtlichen tmischend nachgeahmt sind, schließlich auch in falschen; ^chweyer Packungen, feilgehalten. Vor dem Ankauf von Süßstoff im Schleichhandel wird daher dringend gewarnt. Der Käufer allein trägt den Schaden. Denn er wird in den seltensten Fällen die Strafverfolgung wegen Betruges einleiten, weil er sich damit selbst des strafbaren Aufrufs bezichtigen würde Ueberdies werden nicht nur die Grundstoffe, die unter Verwerfung derartiger Fälschungen verarbeitet worden sind, fast immer völlig verdorben, sondern es können audy, wie eingehend^ Untersuchungen ergeben haben, durch den Germß der so gesüßten" Erzeugnisse erhebliche Gesundheitsstörungen erntreten. Die Befreiung der Drucksachen von der Reichsabgabe. Las Gesetz über die Reichsabgabc zu dm Posb-^ Mid, Telegraphengebühren liegt jetzt vor. Neu ausgenommen sind unter die Befreiungen fetzt auch Drucksachen. Die Bestimmungen dafür sind noch nirgends mitgeteilt worden. Sie lauten: Von der Reichsabgabe sind frei Drucksachen. die mrp Zeitung err oder Zeitschriften enthalten, wenn die Zeitungen oder Zeitschriften vom Verleger an andere Zeitnngsverleg . oder an Personen verschickt iverden, die sich, nicht gewerbsmäßig mit dem Vertriebe dieser Zeitungm und Zertschriftm befassm. Tie näherenj Bestimmungm w§tt>en durch die Postordnung erlassen. Landkreis Gießen. ** Birklar, 16. Aug. Ter Kcmonier Otto Crispens, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, wurde zum Oberge- sreilm befördert. S Stein he im b. Hungen, 18. Aug. Unteroffizier Otto Kammer, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl., wurde zum Sergeanten befördert. \ 5 Steinheim bei Hungen. 16. Aug. Auf dem Felde der (Ähre fielm der Fahrer Wilhelm Pilz sowie der Gefreite Wilhelm Ka m m e r. Kreis Büdingen. ---Büdingen, 18. Aug. Das Kreisamt gibt bekannt, daß in dm Gemeinden Echzell und Gettenau je ein Fall und in Bingenheim zwei Fälle von Pockm (schnurzen Blattern) amtlich festgepellt sind. Umfassende Maßnahmm zur Eindämmung des Krankheitsherdes wurden getroffen. Kreis Schotten. § Herchechhain, 18. 9lng. Musketier Ernst Nieß erhielt *ne Hessische Tapserkeitsmedallle, das Eisleirne Kreuz wurde ihm schon früher verliehen. Kreis Büdingen. # Nidda, 16. Achg. Gefteiter Karl Petermairn erhielt das Eiserne Kreuz, bereits früher die .Hessische Tapferkeitsmedaille. '— Büdingen. Die Hessische Tapferkeitsmedaille, früher das Eiserne KrylZ erhielt der Sergeant Ludwig Hoffmann. das Eiserne .Kreuz, früher die Hessische Tapserkeitsmädackle, der Gefreite Wilhelm Trolle.^— Orten berg. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt dar seit KriegsLeginn im ; Felde stehende Leutnant Karl Heu tzenr öd-ier-, Sohn des Ober-Akttmrs Heutzenröder. — A ! l - W i e d e r m u s. Die Hessische Dapferkeitsmedaille, bereits früher bas Eiserne .Kreuz, erhielt (ber Sclchtze Jakob Bolz. — Eckarts hau sen. In heimatlicher Erde bestattet wurde der auf dem Feld»' der Ehre gefallene Ernst Wilhelm Meininger. — Leidhecken. Die .Hessische Tapferkeitsm-daitle erhielt der Landstu rmintann Gustav Römer. Kreis Friedberg. tt Friedberg, 16. Aug. Das Eiserne Kreuz, bereits frilher die Hessisch/ Tapferkei tsmcdaillc und die Sächsische Friedrich- Au gust-Aüedaille erhielt der Gefteite Karl Rausch. Nach schalerer Krankheit starb in einem Lazarett der Funker Joseph Limo ns. Kreis Wetzlar. .= B r au nsels. 18. Aug. Die hiesige Stadtverordnetenversammlung hat bei dm maßgebenden Instanzen dic Schließung der hiesigen Hotels und Pmsionen, die Sommerfrischler aus- nehmm, beantragt, da der Ankauf der Lebensmittel in den umliegenden Ortschaften durch die Ku'srernden und Pensionen zu • Pveisen. dre für andere unerschwinglich sind, dahin geführr har, daß die hiesige ungenügend versorgte Bevölkerung nichts mehr haben kann und mit Recht beunruhigt ist. Hessen-Nassau. mr Frankfurt a. M., 18. Aug. Wegen der Fliegergefatzr ftnd die Frankfurter Rennen nunmehr endgültig abgesagt worden. Sie werden in Berlin-Grunewald Eiche August gelaufen. — In den Stallungen M-r StvaßenbalM Wurden 75 rumänische Büffel eingestellt, die anstell.' von Pferden zum Zijeüeri benutzt iperden sollen. I Marburg, 18. Aug. Wie in der Hauptversammlung des hieiigen Grund- und Hmlsbesitzer-Bereius, der mit Jcnteai 240 Mitgüedei!' den überwiegenden Teil .des Marburger Grund be- Mes vertritt, mitgeteilt wurde, ist die Errichtung einer Htzpothet'eu- schutzbank und Hyvothckm schutz-Genos senschaft in Aussich gc- rwmmen. Die Stadt Marburg wird sich mit einer erttftpecheiiden Summe beteiligen. Aassallischer Stäötctag. — Frankfurt a. M., 18. Aug. Der Nassauifche Stäode- tag tritt gestern unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Voigt- Frankfurt a. M. im Stadwerottmetensitznngssaal des Römers zu seiner fünften Kriegstagung zusanrmcu. Vertreten waren sämtliche 59 Städte Nassaus drwcl) etwa 100 Abgeordnete. Von der Regierung wohnten Regierinrgspcäsident Dr. von Meister und Osch. Rcgierungsrat Dro ege aus Wiesbaden den Berhaiidlnngm ber. Tie Reihe der Vorträge erüsfnete Generalsekretär Ger st - Hlldesheint scher „Neue Wege zur Lösniig der Warrdertheaterftage". Der Redner sorderte u. a. den .Wiederaufoan des Rhein-Maini- tchen Verba ndstheaters und dessm U-mwanidtung fti eine G. m. b. H. rmter Aufsicht der Nassaurschen Bolksblldungsvereftiie, die'schärfste Bekämpfung der „wilden" Lchsatergefellschasten und die Unter- srützUiig der jetzt ins Leben, gerufenen Sin gspi elgesell scl^i st nt, die cne Sckmndoperetdm ztr belämpfen berufen sind. Tie Tagung beschäftigte sch sodann mit 'Eingaben des preußischen Kommunalbeantteni Verbandes aus Abänderung dcs,Krnnmunalboamtengesetzes. iPertrage hierzu hielten Bürgermeister Tr. Luppe- Frankfurt und Bürgermeister Tr. Schubert-Bad Ems. Dem Antrag ans Errichturrg burer Fachschule für Gemeindebeamtc gab die Versarnmlung. oahni statt, daß sie eineir 'Ausschuß zur Weitervcrsolgung der Airgelegenheit wählte. Frankfirrt erllärte sch zur Errichtung eiirer solcl-m Schule für Hessen-Nassau bereit. Ueber „Tie Witwenver- sorgung ans der Wittvcn- mid.Waiseiikasse für die Kommunalbcaui- kcn ^ Nassaus" sprach Bürgermeister S ch ü tz - Oberlahnstein. über a.Die .Förderung des bargeldloseil Zahlungsverkehrs durch die Städte" referierte Stadtrat Schulte -Wiesbade-n. Bürgermeister scheue» n - Tch behandelte die Beschlüsse des diesjährigen Deut- Ichen Städtetagvs. Schließlich sprach Professor Dr. Noll- Dillen- burg über' ,,Die Aussick^e-r der Lebensnnttelversorgung in den Ltädten während des nächjsten Entcjahrcs" die die „Aussichtei', der Versorgung der Städte mit Breirnstpffen im nächsten Winteck^. — oft den Vorstand des Städtetages wurden wiedevgewählt: Oberbürgermeister Voi^t-Frankfurt a. M und Bürgermeister Ach ü tz - Oberlahnstern, für den krankheitshalber zu rüchetretenen Bürgermeister Gierliich-Dillenbiurg bestimmte nmn Bürgernuister Prof. Scheuern-Tiez. 2009 Milliarden Kriegsentschädigung. Man schreibt uns: Bei einer neuen Kriegsforderung von 14 Milliarden Mark, die das Londoner Unterhaus, wie es dort üblich ist, einstimmig bewilligt hat. teilte Bonor Law mit, daß im Lause des letzten Rechrmngsjahres die Verbündeten den Engländern 26,5 Milliarden Mark schuldig gewesen wären, jetzt betrage die Schuldsumme 28 Milliarden. Auch die britischen Tochterstaaten und Kolonien! sind mit ihren Ansprüchen cm die Mutter nicht schüchterii gewesen; sie schulden ihr 4 Milliarden Mark. Bonar Law erlvähnte noch, daß aus Rußlaiid von den 28 Milliarden 11,4, guf Frankreich 8, auf Italien 6,3 entfielen. Die große Kreuzspinne hat ihre Helfershelfer im Netze, die nötigen Sicherheiten wird sie fick beizeiten haben stellen lassen. Dabei rechnet sie aber, schon um die Mit verschworenen dauernd bei .guter Laune zu erhalten und sich ihrer Dienste auch über das Kriegsende hinaus zu vergewissern, mit der Rückerstattung auch dieser Pumpe durch Deutschland. Michel soll am großen Tage der Abrechnung für alles austom- men: eine Hand von Milliarden mehr oder weniger macht da nichts aus. Die „National Review", eine der angesel-ensten und ernsthaftesten englischen Zeitschriften, erllärte kürzlich, die von Deutschland zu zahlende Gesamlentschädigung würde sich aus 1000 bis 2000 Milliarden Mark belaufen, ivahrscheinlich eher aus 2000 als ans 1009. Der Einwand, eine solche Riesensnmme sei unmöglich aufzubringen, dürfe nick erhoben werden; Deutschland müsse, könne und werde die 2000 Milliarden znsammenkratzen. Auf tudd;j Weise, sei seine Sacl>e. Die ungeheuren Mineral- schätze des Landes hätten als Sicherheit zu dienen. Uebrigens ziele Großbri alle Unkosten wieder herein- holen. Er führt sehr genau Buch, so genau wie Nord-Amerika, das ebensalls Ungeheure Beträge in den Krieg hiueiwgresteckt hat urcd im Augenblick, wo cs .sie gefährdet glaubte, auch seinerseits zu den Waffen griff. 2000 Milliarden ^rag, alles in allem, die Gesamts ordern ng der vereinigten Mederleute jetzt tatsächlich betragen Jeder Deutsche ausnahinslos, bis' zunr ^bm geborenen Säugling, urüßte 35 000 Mark auf der: Tijch legen, wenn wir diese Kri-egsentfichädigung zu zahlen hätten. Sie würde, darüber ist sich jeder klar, der mit devi Rechensttst auch mcr einigermaßen Umzüge Heu weiß, die ,oirtlchaftlichc Versklav ung rmseres Volkes für alle Zeit bedeuten. Aus dieser Fronknechäschaft könnten wir uns auch in Jahrhunderten iricht wieder befteieii. „Der Deutsche ist zu gut. um Englands Knecht zu werden." ries der Sieger vom Skagerrak, der jetzige Chef des Admiralstabes Scheer. aus. Als er in der glorreichen Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni 1916 die arg zusammengeschoffene brittsche Flotte zum Rückzüge zwang, da hat es an sorrderbaren Schwärmern nicht gefehlt, die seinen Triumph mit Kopsschütteln beglciteteal. „Das wird uns England nie verzeihen.'" murmelten sie, blaß bis in die Lippen hinein. Daß der ganze Kamps nttt der britischen Weltmacht eigentlich nur ein Mißverständnis sei uard die VersülMirng rasch erzielt werden könne — Herr Erzberger glaubte, sie in zweistündigem Gespräch mit Lloyd George erreichen zu können — war damals noch Glaubenssatz vieler sogeirannter Politiker. Lluch heute halten diese unbelehrbaren Herren zum Teck noch an ihrer Auffasstmg fest; das deiitsche Volk steht freilich nicht mehr hinter ihnen, und Mich in der Regierung sind sie erfreulicherweise nicht mehr allmächtig. Sie leben jetzt aus einsam^: Insel. Wir anderri kenne,: die britischen Absichter: genau, Halter: mit Admiral 'Scheer den Deutschen für zu gitt, w.n Englands Knecht zu w.nden, und begrüßen die 2000-Miffiarden-Forderung als ein offenes Bekanntnis des großen Räubers an der Themse. ' Sich und seine Berbüiideten wckl er aus T^itschlands Kosten gesund machen, ihre und seine .sdriegsschickden aus unseren fleißig ersparten Groschen, aus der Arbeitskraft unserer Kinder und Enkel bezahlen. Er darf sich nicht wundern, wenn wstr Weiches mil Gleichem vergelten und von ihm Ersatz jedes Pfennigs begehren, deck der Krieg uns gekostet hat. Auch,rnr ,ver- den, wenn wir einmal die Rechnung mifmacken, 1000 bis 2000 Milliarden von ihn: zu fordern haben, wahrscheinlich eher 2000 als 10019 MWiarden. Wir haben uns der englischen Flotten- und Heeresmacht erwehrt, wir werden auch John Aulls Zahlen auf ihn abzittvälzen wissen. Vvtefkc-Ljten kcv Aeölrktion. ;Anonyme Anfragen bleiberr nnberttcksichtigt.) h. H. ,in M. Nach den bestehenüeir Bestimmungen kann (nicht muß) den Angehörigen von vermißten oder gefangenen Kriegsteilnehmern die .KriegÄöhnung ganz oder teilweise als Uitterstütznng gewährt werden, wenn- der Unterhalt der Angehörigen daraus bestritten werderi soll. Ein Rechtsanspruch besteht allerdings hierauf nicht. Die Löhimng wird .rber regelmäßig dann gewährt, wenn Bedürftigkeit anzunchmen ist. Kommt Bedürftigkeit nicht in Frage, so kann, falls sich der Soldat in Gefangensckiaft befinde!, d:e Löhnung auch dann bewilligt lverden, wenn nac^ewi-esen wird, daß seitens der ,Angehörigen zur besseren Perpfll^ng ,md Kleidung Aufwendungen für den in I4estulg enscha^ Geratenen gen ca " werden. h. Lmig. Ohne Nmnenangabc können wir lerne Auszeichnungen veröffentlichen. vermischtes. Warschau, 16. Aug. (WTB.) Als ein Passagierdo- Llowaken, denen in mckitärischTr Hinsicht auch das .Komitee mtter- morsen ist. Dem Komitee ist ^ein Vertreter der Entente zugeteckl Llo^r George und die Kohlenurbeiter. Bern, 18. Aug. Bezeichnend ftir die bei der Unterhausdetx'tt" vom 31. Jnli erörterte bedenMche Kohlen tage der EntQttelmiber' ist es, daß nach dem vor etlichen Tagen erlassenen Appell an die Kohl en grubenarbecker Au größerer Betätiguna Lloyd George in seiner an: 10. August in Newport gehaltenen Rede erneut den größten Nachdruck aus die Notwendigkeck erhöhter Kvhkenförderimg legte, nicht nur für die brittschen Bedürfnisse, sondern insbesondere für d:c Frankreichs und Italiens. Die Kohlen, so sagte der Prc micrminrster, bedeuten für diese Länder nicht nur Behaglichteil und Wärme, sondern Betriebskraft für Eisenbahri und ^Nunition- - werke zwecks Verteidigung gegen einen brutalen Feind. Die Kohlen, bedeuten d:e Befteiung der Welt. Ich bckte die Grubenarbeit c- über dre See hinüber zu blicken, wo sie Männer in Waffen v'hrn um die Freiheiten der Welt mck Füßen zu trererr. Ich sage de:: Grubenarbetterr:: Schmeißt Kohlen nach ihnen. Jede Extraladiu^ bedeutet die Gewahr eines Sieges, der Freihett, E^rechäigbck unk den Weltfrieden in sich schließt. Der päpstliche Nuntius in Peking. ft .. .der n, 18. Aug WTB. Nichtamtlich.) Die .,-Stam.pa" nötigt Me Ernennung des Monsignore S in c aro sam N unir - s in Peking. Ter Battkar erwarte die Genehmigung Ebinas am die Ernennung öffeittlich beka7cntqegel»en wecde Die Pr'-'-v: Lincaros lasse keine neuen Komplikatiomm poraussehen >-1.- weitere Verzögerung könnte einzig und allem duock> die Frage des Protektorats im Orient veranlaßt werden. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Tie Mühle.Rudolf Bindürg m Oberbessttiger. fft luegen -ir zuverlässigkeck des Inhabers bis zum 26 November IlllZ schlossen. Gießen, den 17. August 191--. Gwßhcrzoaliches Kreisaun Gieß«. «.r Lemmerde. ^