Ilr.S**2 Der Skhener Jfajtigct «scheint tätlich, außer Eormtaqs. — Beilagen: Sirßener.^amiiftndlcUer; Kreisblatt für den Kreis Hieben. Bezugspreis: {nhrlirl) Alt. 3.60; durch Ab hole- u. Zweigstellen monad. Mk. 1.10: durch die Post Mk. 3.60 viertel- jährl. arlsschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: iür die Schrittleitung 112 Verlag,Geschäitsftelleül AnschriitfürDrahtnach- rtäten: Anzeiger Siehe«. Erstes Blatt lv8. Jahrgang Samstag. tf. August M8 eneral-Anztlger M Zwilling§run--ruck u. Verlag: vrühl'jche Unrv.-buch- u. Lteindruckerei R. Lange. Zchrffrleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulftr. 7 postfchetKonto: Frankfurt a.M. ll68b Vantverkehr: Sewerbebank Siegen Annahme von Anzeige!' i. die Lagesnummer b; zuin Nachmtvag vorder ohnejedeBerbindlichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25Pf.,für auswärtige 30 Pf., für Reklamen Mt.l.-nebst20°/, Teu- erungszuschlaq. partpt- fchriftleiter: Aug.Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: i. V. Dr. Zenz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: vr. Meyer: Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Polen wochemüdbira. Die Krrmpfvernncklung an Avre, Ancre und Besle har -im Laufe der nunmehr verflossenen Woche ihren Höhepunkt nderschritten. Engländer. Amerikaner und Franzosen, von all ihren weihen und farbigen Hilfsvölkern unterstützt, von einem undurchdringlichen Nebel begünstigt, haben unter Anwendung einer neuen Taktik, den: Masseneinsatz der Tank- weffe, eine auf Verteidigung noch nicht genügend eingerich- .m Angriffsstellung unseres Heeres angegriffen und durchbrochen. Sie haben die dünnen Linien eingeflohen und im Uelierraschungssdoh Erfolge erzielt, deren Größe die Stim- tnung des Heimatlandes bedenklich bedrückte. Aber unsere großen Feldherren zeigten sich auch dieser Lage voll gewachsen,, u^rd wie an der Ndarne ließen sie, da s:e kein tiefgestaffeltes ^^rteidigungsshstem nach Art der alten Hindenburglinie hatten, kurz enffchlossen die Frontlinie abbrochen und verwickelten den Feind in elastisch geführte Nach hutkämpfe, die diesem die Verteidigungslinie nerr eingetroffener Reserven ver-sichleierlen und ihn unversehens mir voller Wucht an eine flauer remien liehen, daran er sich verblutete. Bei dem Ber- stich, seine fräste in von der Not gebotenen Bersammlungs- rÄrmer: vor der neu ausgetauchten Front zu ordnen, traf i!ya znsanunengefaßtes Artilleriefeuer und brachte ihm blu- tige Verluste, die ihn schtverer trafen, als uns der Ausfall an brenschen und Material bei der anfänglickien Neoerrumpe- ':cng. Atollen Fach und Haig ihren Angriff weiter sortsetzen., müssen fte zu der verlustreichen Methode der Stasfelosfeu- 'Vü,‘ zurück greifen und Iverden dann .Hindenburg in dem alten llungssystem der Somme schlachten finden, wo diese Art - . ioen schon mehr wie einmal dem Angreifer zu blutiger rst opfung verhalfen. Schon aber haben sich die sranzösi- -''den Blätter aus Siegesüberschwang zu bänglicher Ernüch- hv i zurückgeftinden, verweisen auf den durch beträchtliche ^Verstärkungen gesteiften Widerstand der Deutschen, auf die roierigkeit des nunmehr zu bewältigenden Lassigny- ptoj.ivc uich erklären es als selbstverständlich, dah Foch hier st ine r .ugcisfe emstellen müsse, um anderwärts leichter zu pflückende Lorbeeren zu suchen. Es ist ein verschleiertes Ein- u-.'stä:chnis, dah Hstidendurg wieder die Führung an sich ge- risseu lnrt und seinem irgendwoher drohenden Schlage durch neue Störungsmanöver vorgebeugt werden muß. Den Dingen im Westen können wir nach wie vor ge- ruchg entgegensehen. Anders im Osten. Die Veröffentlichung des Tagebuck)s Nikolaus II., die besondere Komnnssion des ^russischen Zentral-Exekutiv- tioruicees in der „Jswestija" vornimmt, rollt noch einmal kurz die erschütternde Tragödie des Herrschers aller Reußen auf. Am Sonntag dem 11. März trug er noch in sein pein- ' geführtes Tagebuch die Worte ein: „Abends Domino gelt." Montag, den 12. März, heißt es schon D,,In Petrograd haben sei einigetn Tagen Unruhen begonnen. Leider haben Truppe:: daran teilgenommen. Abscheu- li-yes Gefühl, so lveit weg zu sein und nur abgerissene, ungünstige Nack>rich1en zu erhalten", und bereits Donnerstag, den 15. März, hat er das Abdankungsmanifcst in Pskow nute-zeichnet, reift „mit dem schweren Gefühl des Erlebten" der Ungewißheit seines Schicksals entgegen und bricht in die bitteren Worte aus: „Ringsum Verrat, Feigheit, Betrug." Es überstürzten sich die Ereignisse. Es kam so, wie es Lidephistopheles in Faust, II. Teil, vom Reiche des Kaisers sagt: ,Lndes verffel das Reich in Anarchie. Wo Groß und Klein sich kreuz und auer befehdeten und Brrwer sich vertrieben, töteten, Burg gegen Burg, Stadt gegen Stadt, Zunft gegen Adel Fehde hat, Der Bischof mit Kapitel und Gemeinde; was sich nur ansah, waren Feinde, in Kirchen Mord und Totschlag, vor den Toren ist jeder Kauf- und Wandersmann verloren." Mkolaus II. aber mußte außer seiner Krone auch sein Leben hingeben. Keiner seiner Verbandsbrüder hat den Finger zu seiner Befreiung gekrümmt. Nur der König des heuchlerischen England hüllte sich in das moralrettende Mäntelchen einer -mehrtägigen Hoftrauer. Seine Hilfe zur Befreiung der Zarenwitwe und ihrer Töchter rief König Alfons von Spanien vergeblich an. Er mußte sich an den deutschen Kaiser wenden. Aber dasselbe England, das die Revolution schürte, die Nikolaus verschlang, und post festum mit einer Hoftrauer pharisäerisch seine Unschuld erweisen wollte, hat nunmehr den traurigen Mut, die Schuld am Zarenmord unserem Kaiser zuzuschreiben — weil er von seinem Einfluß auf die Bolschewiki keinen Gebrauch gemacht habe! Kehren wir zu Rußland selbst zurück. Das: „Herr ist, der uns Ruhe schafft", galt zuerst den Bolschewiki, die nach außer: hin Frieden schlossen. Nach innen wußten sich sich nur mühsam zu halten. In den letzten Tagen hieß es schon, ihre führenden Männer seien von Moskau nach Kronstadt geflohen. Sicherlich harrdelt es sich hierbei nur um eine Tendenzmeldung des Verbandes. Tatsächlich scheinen sie den Tschecho- ) Slowaken, ihrem drohendsten Feinde, einige erfolgreiche 'Schlachten geliefert zu haben, wobei Trotzki die Schare:: der Roten Garde selbst anfeuerte. Man kann daher auch das Werk der Ausführungsbestimmuugen zum Brester Vertrag, wie es Joffe nach Moskau überbrachte, als zukunftsreicher begrüßen, als dies noch vor einigen Tagen mögliche war. Joffes bereits erwartete Rückkehr wird wohl in das Vertragswert selbst näheren Einblick gewinnen lassen und zeigen, ob die Bolschewiki mit der neuen Demarkationslinie einverstanden sind und den baltischen Provinzen jetzt in ihrer Gesamtheit freie Bahn für eine selbständige, staatliche Zukunft geben. Damit wird neben Finnland, Litauen und Pole:: e:n weiterer Randstaar zu in sich geordneten Verhältnissen und zu klaren Beziehungen zun: Deutschen Reiche zurückzufüh- ren sein. Für Polen scheint die Entscheidung nunmehr gefallen. Zwar amtlich ist noch nichts verlautbart. Die offiziöse „Nowd. Allg. Ztg." spricht nur ganz allgemein von einem innigen Einvernehmen und völliger fiebereinstimmung, die in bezug auf die politischen und militärischen Aufgaben, zwischen den verbündeten Herrschern zutage getreten seien und die gleiche und treueste Auslegung des Bündnisses ergeben hätten. Die gesamte Presse nimmt es aber schon als seftstelyende Tatsache an ,daß die Entscheidung über Polens Schicksal gefallen ist und Erzherzog Karl Stephan zum Herrscher bestimmt hat. Damit ist die anstropolnische Losung, die durch eine Wahl Kaiser Karls zum Polen-Könige die beiden Reiche durch Personalunion vereinigen wollte, endgültig beiseite geschoben. Ferner ist demnach auch von einer Vereinigung Kongreß-Polens mit Galizien abgesehen worden, und es luitb bei dem selbständigen Polenstaate bleiben, wie die Manifeste der beiden Kaiser vom 5. November 1916 ihn von vornherein in Aussicht genommen haben, ebenso bei der selbständigen Anlehnung an die Mittelnrächte, in deren Voraussetzung man sich damals zur Schaffung des neuen Staates entschlossen hat. Eine Gewähr für diese Anlehnung bietet die Wahl des Habsburgers, wird aber für Deutschland noch durch besondeve Verträge und Abkommen zu befestigen sein. Wie sich die gal:zischen Polen zu der Lösung stellen werden, ist noch ungeklärt. Trotz der Aufgabe der austropolnischeu Lösung sind die österreichischen Interessen voll gewahrt, da nunmehr doch ein Mitglied des Habsburger Hauses König von Polen wird. Erzherzog Karl Stephan, der hierfür ausersehen ist, scheint dazu besonders berufen. Die „Berliner Volkszeitung" macht über seine Persönlichkeit folgende näheren Angaben: Ter Erzherzog steht im 58. Lebensjahr. Er ist am 15. Dezenr- ber 1860 als zweiter Sohn des Erzherzogs Karl Ferdinand geboapn' und so ein Nesse des Siegers von Gustozza, des F^tdrnarschalls Erzherzog Mbrecht. und ein Enkel des Siegers von AspErn. des! Feldmarschalls Erzherzog Kart. Sein älterer Bruder ist der Armeeoberkommandant Erzherzog Friedrich, sein jüngerer Bruder der Oberkommandant au der italienischen Front, Erzherzog Eugen. Karl Stephan selbst Hai sich der Marinelausbahn gewidmet, ist % ü. !. Admiral und steht a la suite der deutschen Marine. Er ist seit 1886 mit der Erzherzog::! Maria Theresia verheiraret. Dieser Ehe sind drei Söhne und drei Töchter entsprossen, die Erzherzoge Karl Mbrecht, Leo und Wilhelm sowie die Erzherzoginnen Eleonore, Renata Maria und Mcchthildis. Tie älteste der Schwestern ist n:it dem österreichischen Marineoffizier Alfons v. Kloß verheiratet, die Erzherzogin Renata mit dem Prinzen Hieronymus.Radziwill, die jüngste Tochter mit dem Prinzen Alexander Olg^od Czartoryski. Schon diese Versippung der erzherzoglichen Familie mit den beiden angesehensten Familien hes polnischen Hochadels ist bemerkenswert. Tatsächlich gilt Karl Stephan, der einzige der Erzherzoge, der fließend polnisch spricht, und der seinen ständigen Wohnsitz auf 'polnischem Boden, in Galizien hatte, als ausgesprochener Freund und Führer polnischer Bestrebungen, und er hieß ganz, allgemein der „polnische Erzherzog", wie der Erzherzog Joseph der „ungarische Erzherzog" genannt wurde. Tie Familie Ezartorysky insbesondere ist diejenige polnische Adelsfamilie, die die erste Anwartschaft aus die polnische Königskrone für sich in Anspruch nimmt, so daß mit der Wahl des Erzherzogs Karl Stephan zugleich alte polnische Melswünsche befriedigt werden würden. (WTB.) Großes Hauptquartier, 16. August. (Amtlich.) * Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Vorfeldkämpfe am Kemmel und bei Vieux-Berguin. Stärkere Vorstöße des Feindes südlich der Ltzs. bei Ayette und südlich der Ancre wurden abgewiesen. Heeresgruppe GeneraloberstvonBoehn. Westlich von Reims und südwestlich von Noyon heftiger Feuerkampf, dem beiderseits der Avre. gegen Lasfignp und auf den Höhen westlich der Oise feindliche Angriffe folgten. Südlich von Thiescourt blieb das Gehr.ft Atteche in Händen des Feindes. Im übrigen schlugen wir seine Angriffe vor unseren Kampfstellungen, teilweise im Gegenkampf zurück. Schwere Verluste erlitt der Feind in den Kämpfen um Lassigny. Hier stürnne er bis zu sechs Malen vergeblich an und wurde nach zehnstündigem erbitterten Kampfe in seine Ausgangsstellungen zurückgeworftn. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Vesle nahm die Feuertätigkeit am Abend zu und blieb auch die Nacht hindurch lebhaft. * Wir schossen gestern 24 feinüliche Flugzeuge ab. Leutnant Uder errang seinen 54. und 55., Oberleutnants Koen- necke und Loerzer erränge:: ihren 30., Leutnant Nickel seinen 22. und 23., Leutnant North seinen 21. Luftsieg. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Der Aberrdbcriiht. Berlin. 16. Aug., abends. (WTB. Amtlich.) Beiderseits der Avre sind starke feindliche Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind gescheitert. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 16. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Neue italienische Angriffe gegen die Monwzzo-Stellung scheiterten an der tapferen Gegenwehr von Abteilungen des Elften Kaiser-Sci:ützen-Regiments. Sonst verlief im Tonale-Ab- schnitt der gestrige Tag ohne besondere Kampfhandlungen Auf dem Monte Cimone wurden feirwliche Sturmtruppen abgetviesen. Albanien: Utwerändert. ' Der Cheß VeH ^eneralstab es. « Die Zusammenkunft int Trotzen Hauptquartier. Großes.Hauptquartier, 15. Aug. lWTB. Amtlich.) Die erneute Zusammenkunft der erlauchten Souveräne hat das innige Einvernehmen und die völlige Uebereinstim- mung in bezug auf die politische:: und militärischen Ausgaben wieder zutage treten lassen, auch die gleiche und treueste Auslegung des Bündnisses sestgestellt. Das Zusammensein der Monarchen war von der Herzlichkeit getragen, die ihren persönlichen Beziehungen wie den Interesse:: ihrer Völker entspricht. Die leitenden Staatsmänner und die militärischen Spitzen haben eine gründliche und fruchtbare Aussprache gepflogen. Der k. und k. Minister des k. und k. Hauses und des Ministeriums des Aeußern, Gras Burian, und der Generaloberst Frhr. v. Arz sind von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser :n besonderer Audienz empfangen worden. Desgleichen hat Seine Majestät der Kaiser und König Kart den Reichskanzler Gras Hertling und Generalfeldmarschull v. Hinden- bnrg empfangen. Die Entscheidung über polen? Berlin, 16. Aug. Aus der anttlichen Mitteilung über die Beratungen im Großen Hauptquartier ist zu entnehmen, daß sowohl de: der Beurteilung der nnlitarischen Aufgaben, wie auch inbezug aus die politischen Aufgaben völlige U e b e r e i n st i m m u n g zwischen den Berbürwetei: sich gezeigt hat. Es ist bekannt, daß das polnische Problem in: Mittelpunkt der Besprechungen im Großen Hauptquartier gestanden hat. Man kann also wohl annehmen, daß in der polnffchen Frage eine Einigung erzielt worden ist, und, soviel bis jetzt bekannt geworden ist, besonders in der Richtung, daß ein selbständiges Königreich Polen geschaffen werden soll unter enger Anlehnung Polens an die Mittelmächte, besonders an Deutschland. Zur Wahrung der deutschen Interessen soll mit dem selbständigen Königreich eine Reihe von Konventionen abgeschlossen werden, wie sie auch bezüglich anderer Rand st a a te n erwogen und zun: Teil schon durchgeftjhrt worden sino. Dem besonderen österreichischen Interesse scheint man dadurch Rechnung tragen zu wollen-, daß ein österreichischer Erzherzog, also wobt der T: z - Herzog Karl Stephan in erster Linie, zum König von Polen ausersehen ist. Berlin, 1(J. Aug. Als aussichtsreichster Kandida: für den neu zu errichtenden polnischen Königsthron, für den bei den Besprechungen im Großen 5)auptquarner die letzten .Hindernisse beseitigt werden sollten und wohl auch beseitigt sein dürften, wurde seit einiger Zeit der österreichische Erzherzog Karl Stephan genannt. Für seine Wahl sprechen seine nahen verwandtschaftlichen Beziehungen zudem polnischen H o ch a d e l. Bon seinen Töchtern ist eine mit einem Prinzen Radzilvill verheiratet, die andere mit dem Prinzen Ezartoryski. Der Erzherzog, der '58 Jahre alt ist, lebt aus Schloß Saybusch in Galizien und ist Protektor der Akademie der Wissenschaften in Krakau. Sein jüngster Sohn, Erzherzog Wilhelm, ist vor wenigen Tagen im Großen Hauptquartier gewesen. Zusammentritt des Hauptausschusses. Berlin, 17. Aug. döach Erkmwigungerl de: Zent:at-PQrür- mentskorrespoudenz ist in parlamentarische Kreisen durchweg die Auffassung vorherrschend, daß der Hauptausschuß Ende bi ei er oder Anfang nächster Woch? wieder znsammenkommen wird. Man nimmt an, daß auch der neue Staatssekretär o. Hintzc da-) Bedürfnis habe:: :vird, :mch den Beratungen in: Großen Hauptauartier niit der Volksvettretuug in Fühlung zu treten. Kronprinz Boris im Hauptquartier Großes Hauptquartier, 14. Aug. Der Kriegsberichterstatter Karl Rosner meldet: Der .bulgarische :vttlitärbe-> bollmächtigte General Gantchess war w freundlich, mir nähere Mitteilungen über den soeben beendigten Besuch zu machen, den) -Kronprinz Boris im Aufträge des Königs Ferdinand dem Kaiser im Großen Hauptquartier abgestattet hat. Begleitet von 'General Gantchess, der dem Kronprinzen bis.an die deutsche Grenze entgegen- gefahren loar, ttaf dieser kurz vor der Mittagsstmlde hier ein. Um 12 Uhr schon wurde Kronprinz Boris vom Kaiser empsangern Er korrnte dem Monarchen in breitem Zusammenhänge ein Bild von der politischen Lage in Bulgarien seit dem Wechsel in: Minister- Präsidium geben imd weiter in: Aufträge seines Vaters auch erfreuliche Mitteilungen zu militärischen Fragen des verbündeten Bulgarenreiches machen. Der Kaiser nahm mit großer Befriedlgnng bon den Ausführungen seines jungen, hochgeschätzten Gastes Kenntnis. Nachdem der Krmrprinz das Frühstück beim Kaiser eingenommen hatte, besuchte er nachmittags den Reichskanzler zu einer längeren Besprechung. Auch hierbei ergab sich das vollste Einvernehmen in der Auflassung aller gemeinsamen Fragen. Den Abend vor seiner Abreise verbrachte der Kronpnnz wieder als Gast des Kaisers. * Rückkehr Kaiser Karls. Wien. 16. Aub- Ter Kaiser ist heute abend aus dem deutschen Großen HauptguartrerReichenau eingetroflen. Der Entente Kriegsrat. Zürich, 16. Aug. Der Schweizerische Presse-Telegrapb meldet aus Rom: Wie in italienischen Regierungstteiien veelamet, wlird der interalliierte Kriegs- un d Mini st er ra: in der nächsten Woche wieder in Versailles zusammemretcn, un über die diplomatische und militärische Lage des Breroer- bwides zu beraten. Die Bedeutung der militärischen Ereignest in: Osten wie an der Westfront, sowie andere Vorgänge politischer Natur verleihen dieser Zusammenkunft eine ungewöhnliche Be- deutnng. Friegerangrtff auf Part». Baris. 16. Aug. Reut«>MöaZan und Swnjaschk wird heftig gekämpft. Die Lage ist iwch geklärt. Die Räbetruppen ewberten die Station Ochotnitscha, Vb 5ckwmeter weltlich Simbirsk, an der Bahn Pensa—Simbirsk. — JTm Lasker-Kreis erhoben sich die Kalmücken gegen die Tschechen. Wie Walrnückentruppen werden formiert. Einige haben schon ge- zkamtm Nachrichten aus Wologda zufolse verlangen die zuerst von der paukten Bauern nunmehr nach Waffen gegen die Entente- Uruppee., da inan chncn ihr Land wiek>er abnehmen will. Tie ti chccho-slowakische KomMunisten^Partei beschloß, daß alle Ihre Mitglieder im Roffalle die Rate-Republik verteidigen sollen. .ipuhrrchlen aus Woio^a zufolge, stellten die Engländer über- ^ Möchten Gebiet die Borl-errschast der Bourgeoisie wieder her. Arbeiterorganisationen und die Sowjet-Behörden werden ver- vaftQ, choc Führer standrechtlich erschossen. hArfjm n r 1 Nichtamtlich.) Pressemeldungen MhilgL Kvgen sich die Ratetruppen aus Archangelsk infolge der ^^setzung ücr Bahn südlich AvchcmgalÄ die Düna aufwärts bis dOhdlnsogorv zurück. ,_ „frKüxkja. verichtet, baß sich die Bevölkerung bewaffnet und teßßöi d« Ententetruppen erhebt. Japanischer Vormarsch in Sibirien. J 5 «* c r lö - ^-S. (Doah-tbck Die hiesige Presse RicLx.ffMllieercshmffen gemeldet, denen cs gelang, mehrere den Franzosen ergebene Ltammes- häupter zu töten. * Französische Plane gegen Däneinark. Stockholm, 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) „Sv«iska Tag- bladct" bringt einen .Leitartikel mit der Ueberschrist: „Frauzö- !lsck)e Pläne gegen TäTiemark." Es heißt darin, daß glcrchzcuio lurt Hern Umftmrde, daß die Truppen der Erltcutc im Norden' im Rücken von Skandinavien stchm, Stimmen laut werden, um einen .Angriff gegen die 5küste T-eutschlands aus zu führen, was in allerhöchstem Grade Tänemcrrk berühre und auch von Bedeutung für LQ-wcden sei. Als Unterlage seirier Betrachtungen führt das Blatt Aaußcrungen des .ffairzösisch-'n Lldmirals Tegvuy an. Diese sind t m einer Schrift enthalten, welche dem Blatt zugestellt worden ist. Es wird darin die Bedeutung eines direkten Angriffs (ruf Die Fristen Teittschlands entwickelt. Der Verfasser meint, ein solcher Angriff chrbc größere Llüssicht zu gelingen, als die amtlick)en französische und engliscl^cn ^Nariueb.'hirden eingestehen wollten. Leine Pläne gehm darauf aus, zu persucheu, die Neutralen in den Krieg hineinznziehen, insbesondere .Holland und Däneniark, gegen welche Staupen er heftige Angriffe richtet. Schon 1916 sei diese vreutralitätspolitik nieinals uwvahchafter gewesen, als die Tänischr was er näher zu beu^isen sucht. „Sveiiskn Tagbladct^ meirtt,' er such: eiiren^Anlaß, um ein neues Saloniki aus dänischem Gebiete zu sck>afsen.^Tic Sck;iriff sei kür die französischen Stimmungen den neutralen Staaten gegenüber bezeichnend. Ter öldmical verlangt eine solche BelMtdl»n^ r>er Neutralen, daß sie geivillt iverden. den Alliierten einige Stützpunkte zu überlassen. Ties sott durch die „diplomatisch: Strategie" erzielt werden. In diesem Znsannnen- hang weilt er daraus hin. daß die Vereinigten Staaten den Neutralen gegenüber über Zwangsmittel verfügen. ^^m?i hat«! sämtliche Effen^rhnübergLüber die zahlreich«! 6^00^- und der japanische Vormarsch ^ oxai ^^ ^rlgebes^vi nui jefyc langsam rvll^ieh-n. 15 , lD-rcchtb.) Nach MädMt« 2 i Mts habar Ke aus PÄrng dort ecng-etrvffenen Vertreter Jot* um Weunigc Unterstützung der Tschecho-S-lowaton, E5 SA 0 . e tzwch ubwlde Bolschcwrkikräfte stark gefährdet wird Truppen imrrden bdTunflforoEo, ?İ ^ scschlagen und genötigt, lich am Nikosff zmückznzichm. Dre sawnischm Versvarkwigen al5 r m ^ ltusi^chend erwief«t, um die Nrederlagc der vOcheckr-Lbaivalen zu verhindern. Amerikanische Propagandaliteralur. ^ (WTB.i Das WiEr k.u. k TÄegr-Korr^ ^rr. nuMn aus Mpskan: Tie Sowjetregierung beschlagnahmte pxihcerc irr^-ri Krlogranrm amerikanischer Propagaiidalttwatnr^ der dn Besuch smternommcm wird, die Politik der Bereinigten Maate: vi r.'chnerllgen und Rußland der Freundschaft der ÄEr- R»ner zu vernchern. * ^eriraß zwischen der Türkei und Aserbeidjan. U aÄ? EB. Nichtamtlich.) „Tifliski Listock" derZast zwischen der Türkei und As«wbeidjaw ffclgc.ne -citteilung: Die Vertragschließenden sind verpflichtet die Igegeniritigen Äandelsbeziehungen zu fördern und ohne Hinderniffej ' K1 au^ru&rw iu lassen Tie Vertragschließenden ver- 1ld} - rrnr 5/J )ie AndelsbezieHungen unter folgenden Be- ^gnilgcnc auszunehmen.- Ter gegenseitige Austausch der wichtigen aF c ^ r i u \ vorhanbEn landwirlschastlichen und indu- »um 31 Dezember 1918 zu erfolgen. ^ von beiderseitigen .Kommissionen, dre gleich- Anzahl von Mitgliedern. \ ^?'^den Sicherung der Petwleumzusuhr von Baku nach Bkwtrag zwilchen der ortomanischen. gcorgi- „ ^m ru7lg abgeschlossen: Tie Petro- lwm,e\,.A , z.vilchen Baku und Datum bleibt unverändert liegen E?; ELen hat. Die Vertragschließenden verpflichten sich, die EfVIr - ^errilonen bcttndlichcfn Petroleumröhren in Ordnung «u ha.tev ^ \c Dom Petroleum erhobene Steuer wird proportioneil Lang-- der Rohren unter die Staaten verteilt. Die Einzelheiten »verderi von einer Kommission ausgearbeitet, die von Vertretern! ^vU^mainlck-en, georgischen und a'erbeidsamschen Regierung gc- Sewastopol 5)stndelshaftn. - , ^ug (WTB .Nichtamtlich.) Nack) einer Mü- r -cckung der llknimrscheii Telegraph magentur erklärte der Mftiisvn- :aswent ö.r Knm^Lukewmch, daß Sewastopol zum ban- elshafen erllart werden solle. * ^ Wilson» Wahlbeeiuslussung. „. ^ern, 16. Aua. Emer Neupo-rler Drahtung des Pariser *«sW, versMr Wlspp sichdK^MÄen0CÖ« Indien. Verlin. 15. Aug. MTB.) Vom Europäischen Zentralkomitee der indischen Notiviralist-en wird uns folgende Mitteilung übersandt: Nach Zeitungsmeldungen wurden die Mformvorschlläge des Staatssekretärs für Indien, Mr. Montagu, dem britischen Parlament vorgelegt. Indian ist die Slchillesferse der britischen Regierung. England behauptet, für das Natronalitätenprinzip zu kämpfen, hat sich aber bisher stets geweigert, dieses in Indien durchzuführen^ während die Inder die Aiüvendung dieses Prinzips verlangen. Tie poliüsche Lage ist dementspreck>end in Indien eine ernste. Me Parteien verlangen, daß England in Indien das ansführt, was es in Europa pvedigt. Me sind sich auch darüber einig, daß das herrschende System ans die Dauer :r.rerträglich ist. Are revolutionären Nationalisten, die schon seit fünf zehn Jahren ür Die Freiheit ihres Vaterlandes känrpfen, steigerten ihre Tätigkeit während des Krieges bedeutend. Viele Tauseiche von ihnen mußtm ihre Besttebmigen in Indien und in den mit England verbündeten Ländern mir dem Tod öder mit G^ärrgnis büßen, ohne daß ihre Energie dadurch v-ermindert worden wäre. Auch die ogenannten Gemäßigten Indiens gaben ihr vorsichtiges Verhalten setzt ans und ^arbeiteten mit ersteven gemeinsam an der Berwirk- lichuiig der Selbstragierung. Heutzutage fördern alle politischen Körperschaften Indiens pan.England die Einlöftmg fernes Ver- Pr«ck- 2 ns, das es vor Euwpa gemacht hat. (Äigland ist jetzt m einem schoierigen Tilemnia. Einerseits wurde es durch die Bestrebungen der Nationalisden mrd die Beurteilung, die seine Herrschaft in Indien in der Mett gefunden hat, in Angst ver- etzt und muß fürck^cn, daß die indische Frage zu einer internationalen Fm ge wird, svenn es nicht sein Versprechen hält, andererseits kann es Indien .nicht eine wirkliche Selbstreqrerivng geben, ohne nicht selbst den Ast ä^uschneidOr, auf dem es sitzt. Hat doch Lord Coewe, der frühere Staatssekretär Indiens, deutlich onsgeschrochen, daß Euglattd beinr Garantie dafür hat. daß Indien loyal bleiben würde, wenn es einem Lärche, in dem die Inder die Engländer an Zahl so gewaltig übertreffeu, die Hmne Ricke geben würde. Engilmü» hat deshalb auch mit diesen Refvrrn- vorichlägen nicht die Absicht, in Indien die Home Ricke ernzu-> ftihmn. da diese tcirfjit die Vorstufe der nationalen Freiheit werden könnte. Tec ganze Reförmplan ist vielmehr nur eine Krchgs- mastnahnle. welche die Erregung in Indien dämpfön soll. England will nur Indien und der ÄSelt Sand m die Augen streuen Tie nationalistisckxm sPolitiker Indiens sind daher von dcit Vorschlägen durchaus nicht bffricdigt und wissen sie nach ihrem wahren Wert einrusckKtzen. Was .soll es z. B. heißen, wenn die Mitglieder des provinzialen g-.'s-etzgebenden Rats.vernrehrt würden, chenn doch int Oberhau.se die von der Regiermrg ernannten Mitglieder die Majorität habeii? Das bedesttet doch mrr, daß das indische Volk auch in Zukunft wie bisher in leinen Angelegenheiten nickM zu sagen hat. Die Reförmvorschläge bedeuten weder die (Änsührnng bei: Home Rule in Indien, noch die Anwendung des Natioirali- tatenprinzivs. Mit der Anftirchigung dieses Reformplanes wiederholen die Engländer mrr das Manöver, das ihnen so oft geglückt rst: sie brechen dem Herzen das Wort, das sie dem Ohr gegeben haben. Die österreichisch-italienische Front. Berlin, 17. Aug. Laut B-T.-MeÜmng aus Budapest weist der Pesti Hirlop in Bespocchrmg der jüngsten Vorgänge an der italienischen Front daraus hin. daß nunmehr an der Spitze der Gebnns-Heeresgruppe anstatt des Fveiherrn v. Eonrad der un- garisck^ ErH.nzvg Joseph stehe, der sich ip. den Karpathen wie auf der Höchstache von Toberdv als ein Heerführer von großen! Können erwiesen habe. Der 5eekrieg. Nem U-Boot-Erfolge. , Berlin, 16. Aug. (Amtlich.) Im östlichen Mittelmeer versenkten unsere U-Bvote neuerdings etwa 15 000 Br.-R.-T. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Zwei englische Torpedojäger versenkt. ^ H aa g. 16. Aug. Zwei britische Torpedo:äger, die den am Donnerstag eingelauienen Geleitzug begleiteten, sind bei der lleber- nahme des mtslaufenden Gelfttzuges torpediert nnd rxnsenkt worden. Es sind dabei 4 britische Matrosen umgekommen. London, 15. Aug. lWTB.) Die norwegisck>c Bark „Mien- Neld" auf der Fahrt nach Rojkiavik, ivurde von eftreni Unterseeboot angegriffen. Tie Benurnnuug. die erst das Schiff verlassen nuifjtc, erhielt später die Erlaubnis, wicher an Bord znn'ick- zu kehren. Kopenhagen, 16 . Aug. Das norwegische Ministerium des Aeßern erhtctt von der GesandtsckZLft in Loudvn die Draht- uachric^, daß ^die^ beiden ^norwegischeil Barkschiffe „Remonstrant ..Don", 990 bezw. 1060 Donnen, von deutschen U-Bootm im Atlauttscyen Ozean versenkt wurden. ^ ^ r u - 15. Ang. ,)Temp8" meldet aus Rio de Janeiro nach der Agencra Amencana: In Rio kam der englische Dampfer „Ard- grange' mtt 28^L>cl>iffbrüchigen des italiLnischen Tampsers „Gui- deppe" an, der 200 Meilen vor der Mste bei Santa Catarina nach m Uprni äattx Xmmmmte twtaüt. Der itMMÄe Dampfer hatte Buenos Aires mi: Getreidelird^.ug für Die Alliierten verlassen. Sieben Schiffbrüchige starben. Die lebeckebenpM- erkläoeu. die Bombe sei wälirenb des Ladens des Schices in Buenos Aires gelegt loorden. Sydnev, 15. Mg. (Reuten) Vor der Küste sind wieder Mrnen augetroffcn worderu Au§ dem Keiche. Das Urteil im Prozeß Zrankfurter Zeitung — Lhamberlain. --Yrankfurla. M., 16. Aug. In dem Pvo?eß der Frankfurter Zettung" gegen Houston Stuart E h a in be'rla i« wurde der Bxcklagtr ivegen Beleidigung im Sinne 8 136 R. Srr. G. ^ ^5^^0 MV .Geldstrafe b^w. .für je 10 Mark zu je einE Tag Gerangnis xxuulvlt. A-uf Antrag der Privatüäger ist inner- halb moes MLMutS Lxu- Tewn des Urteils in 21 deutsck^n Zeftuuc.en zu »nöö^nli.crM-'.. In der Urteilsbegründung wurde u ai. onsgeft?./cr: A^rn der BrNagle »4 kb.rvnf beschränkt hatte, zu sag^r, d»c Hvliwu, ba ,.F. Z. ' . g.>eigi?et, TeutsäLand zu schädigen, -o laäxz das avr ^läcinungssaßerung ge,»ffe.l g-.^err die gcn^lcch nicht Vorzügen mar. A^r der Beklagte Hot mebr --gesagt J»i dem Demie „abzielen" in Verbind mg n»t bcn D, - houptaugen U^rt Fwchbefftz und flriitUM&Vn Einfluß liegt der Barumrf des Lwidesverratt Für düse Bffmuv.uug, die llnrill-e ins Volk gittragen hat, fyit -dvr Augekla-tto nicht den Schotten eines Beweises. Ans Bismarck Lnutte sich der A.cgeklagte nicht berufen, öa dieser ftn Namen einer R^göruwo lurnteirc. Daß ein Ausländer Emftuß auf die Haltung der „F. Z " gehabt har. ist nicht der Fall. Andeversefts konnte Fe.'ck-llang nicht getroffen werden, daß Chamberlain etners benu.ß^ V.r.oatfceß atfuqt habe Wohl aber hat er nicht erweislich mafrv Teiche behauptet und verbreitet Der Schutz vom § 193 nxir chm zu vecka ^n Gr hat fti dern Artikel die Interessen der ,,Varer!ven, in einein englischen Admirolshause erzogen, ist er nachl^cr in deutsche ^rhältnisse gekommen und hat später das, was er früher geehrt, bekämpf!. Ohne sich deni Don nur s einer Derbeugnng gegen England auszu- setzcn, kann das Gericht sagen, cs mußte nicht straffchärfcnd sondern Ittasmildernd wirken, daß der Angeklagte geborener Engländer ist. In normalen Zeiten hätte er Freiheitsstrafe verwirkt. Heute, wo sich die Begriffe von Recht und Unrecht allgemein verwirrt haben, muß^ die Straftat anders bewertet welchen. Es kommt hinzu, daß sich gerade auch die freiheitliche Richtung, die Vertreter einer freiheitlichen Weltanschauung jederzeit gegen eine Freiheitsstrafe in solchen Fällen ausgesprochen tfyabeu. Es war daher auf Geldstrafe zu crkentten, (und zwar schien die höchste zulässige Geldstrafe — 1500 Mark — zirr Sühnung der Tat erforderlich. Der Kaiser zum Flieserungriff auf Frankfurt. Frankfurt a.M, 16. Aug. (WTB. Nichramllich.) SM. I)er Kaiser hat anläßlich des letzten Fliegerangriffes auf Frankfurt olgendes Telegramm an Oberbürgcrmeilter Vogt richten brssen: S. M. der Kaiser- und König nehmen an dem opferreichen Unglück, das die offene Stadt Frankftrrt durch einen völkerrechtswidrigen feindlichen Fliegerangriff getroffen hat, schmerztichsteu Anteil und erftick-en Sie. den Hinterbliebenen der für das Vaterland Gefallenen und Verletzten allerhöchst ihr Beileid auszusprechen. Auf allerhöchsten Befehl. Geheimer Kabinettsrat von Berg. Fliegerangriffe auf Mamcheim-Ludwigshasen. Karlsruhe, 16. Aug. (Priv.^el.) Heute mrcht wurde Mannheim—Ludwigshafen von feindlichen Fliegern angegriffen. Es wurde einiger Sachschaden angerichtet durch Bombenabwurf. Personen .wurden nicht verletzt. Auch heute vormittag versuchte eine größere AnMhl feind- licher Flieger Mannheim—LudrviasHafen anzugreifen. Sic nm.ro«'. durch unsere Abwehrnlittel am Bonib-nabivurs gehimxrt. Dal^cn wurden Drei feindliche Flugzeuge aögeschoffen. Der Kaiser und die Kölner Denkmäler. Köln. 16. Aug. Dem Oberbürgermeister Adenauer ging laut „Köln. Ztg." folgende Drahtung aus dem Großen Hanptguar- per zu: Seine Majestät der Kaiser und Költig haben erfahren, daß die beabiichtigte Einziehung der Denkmäler der drei um die Rhein- Metropole hochverdienten Kölner Burger von der dortigen Bürger^ schart schmerzlich empfunden wird, und haben eine erneute PrüfuTrg der Auswahl der zunächst für die Ablieferung in Frage kommenden Denkmäler angeordnet. Auf allerhöchsden Befehl Geheimer Kabinettsrat v. Berg. ES handelt sich um die Denkmäler von Wallraf, Richrrtz und Kolping. * Berlin, 15. Aug. (WDB.) In Der heutigeic Bundesrats- sitznng wurde der Vorlage betreffend die Zulassung von Tabak- ersatzstoffen, der Vorlage betreffend die Fesffotzung des Zigaretten- kontingents für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 1918 und der Vorlage betreffend die Neuregelung der Nebergangsabg.ibe für das in das Gebiet der Brausbeuergrmelnschaft aus den iricht Hierzu gehörigen Staaten und Gebietsteilen des deutschen Zoll gebiets eingeführte Bier seine Zustinrnrurrg crteckt. Berlin, 15. Aug. (WV9.) fcer „R^ch^anzeiger" toe: öffentliM die Werleih'.tttg des Ordens Bour le mörite Mi Diaior Lange und eine Bebrnntmachung betreffend die Meldepslickü für gewerbliche Verbraucher von nnndesMis 10 Donnen Kc'Ue. Koks unit Briketts inonatlich im Sepvenrber 1918. A«r Hessen. Fliegerangriff aus Darmstadt. T a r m st a dt, 16. Aug. (WTB.) D die Wiederholung einer derartigen Kteidersamn lung für die Arbeiter nicht beabsichtigt sei. * ** Verbotener Absatz von Fruchtsäften. D Kriegsgestlff'chaft für Obstkonserven nnd Marmeladen verbiet durch Bekannttnachung vom 12. Juli 1916. daß Fruchffäste all Jahrgänge, einschließlich der diesjährigen Pressung ohne G nehmiMng der Gesellschaft von den Erzeugern abgesetzt werde Dabei nnrd darauf hingewiesen, daß auch die Kleinerzeuger, al diejenigen Presser, die jätwlich weniger als 20 Toppelzentn Fruchtsäftc nichtgewerbsmäßig Herstellen, an die Erzengerprei für Frnckch'äfte, Nne sie die Bekanntmachung vom 4. Februar 19l sestsetzt, gebunden sind, und zwar vorläufig auch hmsichtüch d Säfte diesjähriger Pressung. Iw übrigen dürfen diese KLave zeuget Fwuchtsäfte umnittelbar an Verbraucher Llaar qhjetzeu. kn ifi jeder Wejch:rvxrkcm.f verhotM. *' Das We:nsteuergesetz ist ani 1. d. M . im Rcrcht>- (öeietzblatt IWanuigegebeat worden. Die nach diesem Gesetz er- forderlüsvn 'eigen sind von den öesttehonpen Betrieben späteste! is drel ltndj der Verkündigung des Gesetzes ;u erstatten. Di . il luirb demnach am 2L August bereits oMaufen. Zu A'.zeig ihres Betriebes bei der zuständigen Hebestelle für Rei' 1 >.'l>erbrc!u . -abgaben (Hauptsdeuerämtcr und d>ergl.> ist ver- pslirl-cl, . . u!o Hersteller oder Händler Wein gewerbsmäßig im Verteilr bringt. Zugleich mit der Betriebsanzeige sind der Sleuerstelie die Betriebs- und Lagerräume Anzumelden. Vereins gnngeti, Geiell schäften und Anstalten, die Wein gegen Entgelt abgeben unterliegen ebenfalls der Arrzeigepflicht. Im Hinblick auf den in kurzem bevorstehenden Ablauf der Anmeldepflicht empfiehlt es sich, die nötige schriftliche Anzeige alsbald zu erstatten. ** Das Rätsel von Bangalor. Im Lichtspielhaus gelangt vom Mvntag ab ern großes Filmwerk „Dos Rätsel von Bangalor" zur Aussützrung, das in wetteren .Kreisen Beachtung verdieitt. Wie ,ms mitgeleilt wird und wie wir aus einer uns vorliegenden ausfichrlväiM Beschreibung -ersehen kö-.rnen, handelt es sich nm ein mit ungewöhnlicher Pracht ausgestattet es Filmwerk, dessen Dckauplatz erst in Indien, dann in Amerika, später in Japan liegt. Der Film, der durch indische Harems, am-erikaniscki« Bars und Varietes führt, der ferner mtt dem Treiben in japanischen Teelßmsern im Geisha-Viertel von Tokio bekannt maclck, schildert die abenteuerlich'' Geschichte dev Tochter eines europäischen Gouverneurs, die von einem indischen Machthaber geraubt wird. Ein Zufall läßt einen Jugendgespielen die Spur des Mädchens finden, der die Ingendgleliebte nun befrett. Tie beide:; fliehen nach Amerika, verfolgt von dem Inder. Wieder gelingt es diesem, das Mädchen zu rauben. Er schleppt es nach Tokio ins Ioshiwara. Hier endigt die abenteuerliche Fahrt. Der Inder unterliegt endgültig Kind der treue Jugendfreund bringt die Geliebte in Sicherheit. — Ter Beginn der Vorführungen am Montag ist aus dem Anzeigenteil zu ersehen. Kreis Wetzlar. W. A. Wetzlar, 15. Mg. Die türkische Offtziersabordnuny, welche zum Besuche der hiesigen Unteroffizierschule hier weilte, ist wieder abgeveist. Die Heroen hatten auch unserer Nachbarstadt Brmmfels einen Besuch abgestattet. Wie wir hören, haben sie sich zunächst nach Northeim in Hannover begeben, wo sich ebenfalls eine Unteroffizierschule befindet. Hessen-Nassau — Frankfurt a. M., 16. Ang. Im großen Lagerhaus des Westhafens riß heute mittag das Drahtseil eines Aufzuges. Der Thufziug, der mtt vier Frauen besetzt war, stürzte aus der Höhe des fünften Stockwerks in die Tiefe, verfing sich aber unterwegs noch einmal an den Wänden, so daß die Gcjwalt des Absturzes ver- dnichdert wiurde. Trotzdem erütten die Frauen erl>ebliche Verletzungen, die ihre Ueberfütznung in das .Städtische Krankenhaus bedingten. -- Frankfurt a.M., 16. Aug. Gegen die in Bildung begriffene Gesellschaft, die im Osthafen große Reparaturwerkstätten > errichten will, nehmen Manzig große deutsche Automobttwerke, u. a. Adlerwerße, Opel, DaimLer nsw. in Eingaben an den Handels- minister und an den Magistrat der Stadt Frankfurt energisch Stellung. Die Werke weisen darauf hin, daß die Automobilfabriken 'großes Interesse daran haben, daß Wagen eigenen Fabrikats nur in eigenen Werkstätten instand gesetzt »Verden. — Limburg, 16. Aug. Epischen hiesigen Polizeibeamterl und einem Metzger aus dem nahen Offheim kam es zu einem schweren Zusammenstoß. Der Metzger stand schon lange im Verdacht des Schleichhandels mtt Fleisch und wurde Mittwoch abend endlich dabei abgefaßt. Die Untersuchung hat bereits festgestellt, daß der Mann Ununterbrochen seit 1916 einen lohnenden Handel mit Fleisch aus Geheimschlackstungen betrieben hat. Manche Kunden erhielten sogar ganze Schweine. Der Mann wurde verhaftet HochfchrUnachrtchten. st Marburg, 16. AÜg. Die philosophische Fakultai der hiesigen Universität erneuerte Professor Dr. Lä>wig Freytag in Bremen und die medizttrische FaÜcktät dem Geh. Med.-Rat Adolf Albert in Meisenheim aus Anlaß ihrer 50iährigen Doktorjubiläen ihre Dv^ordiplome. vermischt«». * 320O0000 Mark Verluste. Tie Verluste der deutschen Städte durch die Verfügungen über den Verkauf von Kaffee- Ersatz betragen, wie in bet Kasseler Stadtverordnetensitzung bekanntgegeben wurde, nach genauen Berechnungen 32 Mttl. Mark. Letzte llacbrid)ten. Der neueste Bericht der Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 17. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zwischen Yser und Ancre nahm die Geftchtstätigkeit während der Nacht in einzelnen Abschnitten zu. Lebhafte Er- kundungstätigkeit. Erneute Vorstöße des Feindes bei Vieux- Berguin und nördlich der Ancre nnnHen abgewiesen. Heeresgruppe Generaloberst von Boehn. Bekderstits wm Roye setzte der Feind von neuem zu starken Angriffen an. Sie dehnten sich am Nochmittag nach Norden bis südwestlich von Ehaulnes, nach Süden bis nordöstlich von Lassigny aus. Fran^fen und Kanadier versuchten hier in immer wieder erneutem Ansturm bis in die späten Abendstunden den Durchbruch durch unsere Stellungen zu erzwingen. Die Armee des Generals von Hutier brachte ihren Angriff völlig zum Scheitern. Franzosen, die die Hauptlast des Kampfes trugen, erlitten wiederum schwerste Verluste. Bei und südlich von Hallu traf unser zusammen- gefaßtes Artilleriefeuer Bereitstellungen des Feindes und Ansammlungen von Panzerwagen. Feindliche Angriffe, die hier in den Abendstunden zur Durchführung kamen, brachen vor unseren Linien zusammen. Der Schwerpunkt dr§ gestrigen Angriffes lag beiderseits der Avre. Mehrfach wiederholte stärkste Artillerievorbereitung ging hier dem tiefgegliederten Jnfanterieangriff des Feindes voraus. Bei Goyencourt gewann der Feind vorübergehend gegen Roye etwas Boden. Unser nördlich an der Stadt vorbei vorbrechender Gegenangriff warf den Feind wieder zurück. Teile unserer vorderen Kampflinie an der Straße Amiens—Roye. die nach Abschluß des Kampfes am Abend in Besitz des Feindes blieben, wurden während der Nacht wieder genommen. Südlich! der Avre brachen die mehrfach wiederholten ftanzöfischen Angrifft vor unftren Kampflinien restlos zusammen. Vor allem kam hier die Wirkung unserer Maschinengewehre voll zur Geltung. Bei und südlich von Beuvreignes brach unser Artillerieftuer die Kraft des feindlichen Ansturmes, Nur an einigen Punkten kam es zu Jnfanteriekämpftn.^Wir schlugen den Feind zunick. Starke Fliegertätigkeit über dem Kampftelde. Leutnant Udet errang ftinen 56. Luftsftg. Zwischen Oise und Aisne scheiterte in den Morgenstunden ein Vorstoß des Feindes südlich von Nampcel. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Kleinere Jnfanteriegeftchte. An der Vesle lebte der Artilleriekampf vorübergehend auf. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Im Sund MM brachten Sturmabteilungen, die mtt Flammenwerfern nördlich von Largitzen in französifthe Gräben eindrangen. Gefangene zurück. Unsere Jagdkräfte schossen aus einem Geschwader das Darinstadt mir Bomben angriff, vier englische Großftug zeuge ab. Der Erste Generalguartiermeister \ Ludendo rff. * * * Die russisch-ukrainischen Frirdensverhandlungen. Kiew, 15. Äug. (WTB.- Ter Vorsitzende der russischen Frre-- densdelegation Ratowski machte den Pressevertretern folgende Mttteiftälg über der; Sdcmd der russisch-ukrainisches Friedensverhandlungen: Erreicht sei eine Einigung in bezug ans den Waffensttllstand, die Wiederum belttmg des Äien- bcrhn-, Post- und Telegraphenverkehrs, den Warenaustausch im Werte vvn 17 Millionen Rubel und die Erri ch tung von Konsulaten. Wetter bestünden aber tiefe Gegensätze. Die Ukraine verlange für den Warenoustausch die Anwendung des russischen Tarifs von 1.904. Rußland fordere einen Z o (l b u n d. Als Dag der Loslösung von Rußland sehe die^ Ukraine in der Frage der Teilung von Staatsvermögen und Staatsschulden den Tu: des dritten Universals, den J. November 1917, an, Rußland dagegen den Tag des Abschlusses des Brester Frieden-, bat 12. Januar 1918. Außerdem verlange die Ukraine Anteil au dem russischen Staatsvermögen auch außerhalb der ukrainischen Gren- zen. Rußland schlägt ethnographische Grenzen :md eine Volksabstimmung in strittigen.Fällen vor, die.Ukraine will nur den ethnographischen Bestand an ländlicher Bevölkerung in Betracht ziehen. Trotzdem hofft Rakowski, daß der Friedensschluß gelingen »verde. Stärkung der Sowfettruppeu. Moskau, 15. Aug. (WTB.) Aus Orenburg wird berichtet: 6 000 Kosaken sind mtt der Waffe in der Hand zu den S owjettruppen übergegangen. In allen Städten Md Ortschaften, die von den Tschecho-Slowakc-i des- ;>t sind, verbreitet sich die revolutionäre Bewegung. Die Kasanschcn Blätter teilen mtt, daß alle Nachrichten von der Besetzung der Stadt Tetjutschi erfunden sind. Kasan eingeschlossen. Moskau, 14. Äug. (WTB.) Die hiesige Presse meldet: Kasan ist von Rätetvuppen ein ge schlossen und wird bombardiert. Eine Reihe englischer und französischer Untertanen wurde verhaftet. In Murom, Arsamas und Sutjarbaskok sind Kdnze.i tUttionslager für gegenrevolutionäre Offiziere errichtet worben. Die russischen Truppen in Frankreich. Die Reste der russischen Truppen in Frankreich werden durch einen Aufruf des Rats der Volkskommissare auf- gefordert, sich gegen die Einstiellnug in die Arinee der Entente aus jede Weift zu wshven. Wer sich einstellen läßt, gilt als Fein d. Eine Fried ensstinrme. Stockholm, 14. Amg. (Privat-Telegramm.i In der sckwedi- schen Presse werden immer mehr Stimmeir laut, ivelchc eine Friedensaktton der schwedischen Regierung befürworten. So rührte das Blatt der Linkssvzialen „Politiken", in einem Leitartikel aus. daß die Fortsetzung des Weltkrieges sinnlos wäre, und meint, wenn jetzt die Regierung eines neutralen Landes, deren Haltung allen Verdacht einer eigennützigen Nebenabsicht mrmöglich mach, zwischen die kämpfenden Machtgruppen mtt eurem Ärrschlag zu einem Waffenstillstand treten würde, so wäre das eine Tat, nach der man sich im stillen nicht nnr in der: neutralen Ländern, fon dern auch urtter den kriegführenden Staaten gesehnt hübe. Warum sollte nicht Schweden die Initiative ergreifen, dre ihm jedenfalls viel Ehre und Dank einbringen würde. Auch „Dagens Nyheter" ist der Ansicht, daß der rechte Augenblick für ein neutrales Ein- greffen zwecks Friedensvermtttlung gekommen fei, — „Btoaista Morgenbladet" fördert zu einer .Kundgebung für den Fried«; und der Abfendung einer Deputation an den König auf. Berufung im Chamberlain-Prvzeß. Berlin. 16. Aug. Nach der „Deutschen Zeitung^" verlautet, daß in dem Prozeß der „Frankfurter Zeitung" gegen Chamberlain von beiden Seiten Berufung eingÄegt wird. Pension Brandt iBellevuei. Neuen Bane 22. Wut möblierte Zimmer mit Verpflegung. Bad. Telephon J 08 .-, " mg-u Abendtisch.-" j Möbl. Zimm*r\ Möbl. Wohn- u. Schlas- Limmer zu vermieten. Näh. Lu erfragen in der Geschäfts- stelle des Gieß. Anz. 04322 SIfikL Wokn- n. SehUtfxUntr -um 1. Sevt. zu Denn. 04514 Möbl. Zimmer z. vermieten F n LSbers Hof 6, ll . S »HU.Li«»sr m. el.L. z. vm. *» m< A » d er» Babrrbüfe» Ly. Vreundl. möbl. 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Nach zweijähriger treuer Pflichterfüllung starb am 6. August in einem Feldlazarett, infolge schwerer Verwundung, als unser zweites Opfer dieses Krieges unser innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Hermann Kloß Gefreiter in einem Fußartillerie-Bataillon Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille im Alter von 21 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Kloß Helene Kloß Wwe. Ludwig Kloß und Frau Paul Lattka und Frau. Familie Wilhelm Schmidt Gießen (Schiffenberger Weg 52), Kiel, Berlin, Mannheim, im Felde, den 16. August 1918. Wiederseh'n war seine und unsere Hoffnung. 6159 Aus der Ferne, meine Lieben, Send ich euch den letzten Blick. Ich bin in dem Kampf geblieben, Kehr’ nicht mehr zu euch zurück. In dem schönen Himmelsgarten Will ich euch dereinst erwarten. Es lag in des Höchsten Plan, Was Gott tut, das ist wohlgetan. Hört nicht seiner Eltern Klagen, Auch die lieben Geschwister nicht. Gottlegt’s auf. gthilft’s uns tragen In den schweren Trübsalstagen. Tröstet uns: Auf jenen Höh n, Werden wir uns wiederseh'n. Jung und einfach war sein Leben, Treu und fleißig seine Hand Und so wollt er weiter streben, Muß nun ruh’n in Feindesland. Todes-Anzeige. Tieferschüttert und sohmerzerfüllt erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser lieber Sohn, unser heissgeliebter Bruder, Schwager und Onkel, der Musketier Friedrich Weber Infanterie-Regiment Nr. 135, 7. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse am 22. Juli im blühenden Alter von 22 Jahren nach 3jähriger treuer Pflichterfüllung sein junges Leben lassen musste. In tiefem Schmerz: Georg Weber nnd Fran Familie Konrad Mässer Familie Wilhelm Weber Familie Otto Weber Marie Weber Lnise Weber Marie Jnng. Hörnsheim, Hochelheim, den 17. August 1918. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Plötzlich und unerwartet verschied am 10. d. M. im Felde durch einen Unglücksfall im Dienst unser braver, unvergeßlicher Sohn und Bruder, Enkel und Neffe, mein lieber, teurer /- Karl Alffen Leutnant der Reserve im Infanterie-Regiment Nr. 186, 8. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. u. der Hess. Tapferkeitsmedaille im fast vollendeten 25. Lebensjahre nach 3 1 / 2 jähriger treuer Pflichterfüllung. Familie Ludwig Alffen und Verwandte. Minna Bellof. Gießen (Hillebrandstraße 2), den 16. August 1918. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Dort, wo ew’ger Frieden wellet, werden wir uns wiederseh’n! Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlüsse hat nun auch unser heißgeliebter, hoffnungsvoller, jüngster Sohn, mein treuer, herzensguter Bruder Musketier Ferdinand Mandler Inf.-Minenwerferkomp., Res.-Fnf.-Regt. Nr. 235 am 28. Juli 1918 im Alter von 19 Jahren den Heldentod fürs Vaterland, gleich seinem am 19. Mai 1915 gefallenen Bruder Ludwig, erlitten. In tiefem Schmerz: Kinzenbach, den 16. August 1918. Familie &e*>rg Händler. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! 6157 Heute entschlief sanft unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Fm Helene WmhU Witwe geb. Arnold im 84. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Steinbach, Gießen, Watzenborn, im Felde, den 16. August 1918. Die Beerdigung findet statt: Sonntag den 18. August, nachmittags 3 Uhr. 04326 Für die bet dem uns so schwer betroffenen Verluste erwiesene Teilnahme, für die unserem teueren Entschlafenen in so reichem Matze gewidmeten Kranz- und Blumenspenden, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Hofmann und die letzte Ehre, die ihm seine Vorgesetzten und Kameraden der 4. Kompagnie erwiesen haben, sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der tieftranernden Hinterbliebenen: Zamilie Zriedrich Aumann. Londorf, den 16. August 1918. ^ 04293 Er lebt nicht mehr, so kam die Nun schläfst auch du den letzten Kunde Schlaf, Am 10. Juli von fremdem Munde; Ein schlichtes Holzkreuz ziert dein Er starb zu früh und wird so sehr Grab vermißt. So ruhe sanft in fremder Erde, Er war so Heb und gut, daß^man Bis allen uns ein Wiedersehen ihn nie vergißt. wird werden. Unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser lieber Sohn, unser guter Bruder, mein lieber, unvergesslicher Bräutigam und Vater seines Kindes, der Sanitäts-Unteroffizier Ferdinand Alt Feld-Art.-Regt. 261, Inh. des Eisernen Kreuzes li. Klasse am 2. Juli durch einen Gasvolltreffer sein hoffnungsvolles Leben im Alter von 27 Jahren lassen musste. In tiefer Trauer: Familie Adam Alt nebst Braut und Kind. Kinzenbach, Leipzig und im Felde, den 16. August 1918. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. ßl58 jVER K ÄU FEj Miinsterl. Stute 7jnötig, fehlerfrei, zu verk. Näh. Marburger Str. 7. Te lephon 344._ 04300 3icp=f utterlflnim L 0*5756 fbi ff enfre r fl er Weg 58. 9-10 junflc SiftiCS: Karl Spaar Witwe, 04204 NeiSkircheu b. Gießen. Haus mit Garten zu verkaufen. Vermittler verbeten. Näheres Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 04290 Weiße ltiesen, deutsche Kiesen- Sehecken zu verkanten. 04302 Weserstraffe 31 II. Gr. Silberbäs. m.5Jung, zu verk. Landgrafenstr. 7v- 042m Rsin^szaehiolsr Soherirraau, 5 Monate alt LN^das Stück 2,50 Mk. gegen 1.50 Mk., für Fasanen höhne das Stück 6 Mk. gegen 4.50 Mk. und für Fa- ßomchmn«^ 5 Mk. gegen .8,50 Mark. Diese Preise gelten ab Iagdstrecke für ganAes Wild. Bei Abgabe von Wild an die Ver- drauck^r ftt den von den Wildernpfangsstiellen belieferten Kom- nUmalvervänden, zu denen auch Groß-Berlin gehört, dürfen durch die Kleinhändler folgende Preise ab Laden oder sonstiger Vcr- tckMßielle nicht nbersckMtten werden: Rot-, Äun- und Schwarzwild a für Rücker: imd Keulen (Ziemer und Schlegel) für ein Pfund 3 Mark (im vorigen Jahre 2,50 bis 2,80 Mark); b) für Blatt oder Bug für 1 Pfund 2 Mark (1,15 bis 2,10); c) für Ragout- oder .^Lochcheisch das Pfund 1 Mark 0,80 bis 1,10): Hasan das Stück 10 Mark (6;80) mit Balg 9,75 (6,55 ohne Balg), wilde Kaninchen mit Balg das Stück 3,60 (2,15), ohne Balg 3,55 (2,10), Fasanen Hähne das Stück 8 ( 6 ) Mark, für Hennen 7 (4,75) Mmrk. ** Amtliche Personalnachrichten. Der Techniker Karl Grimm, derzeit in Pforzl-eim, hat m 14. März ein Mädchen vorn Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist chm vom GvostherAog die Rettturgsmedaille verliel>en worden. — Das Ehverizeichen für Mitglieder freiw-illiger Feuerwehren erhielt vom Großherzog Johann Weigel in (Höchst. Achtzigster Geburtstag. Frau Generaldirektor Bansa vollendet am 1.8. d. M. ihr achtzigstes Lebensjahr in !np)underm:gÄvnrdiger Frische des Geistes und in körperlicher Rüstigkeit. ** Hohes Alter. Tie wahrscheinlich jetzt älteste Einwohnerin von Gießen vollendet morgen ihr 95. Lebensjahr: Fräulein Eleonore Tapper, Walltorstraße 59 Geboren am 18. August 1823 iu Londorf, wohnt sie seit achtzig Jahren in unserer Stadl und hat deren Geschichte und EnttvicÜung in diesem lairgen Zeitraum hindurch miterlebt. ** Walnüsse werden dieses Jahr zur Oelgewinnung nicht verarbeitet. Siehe die Bekanntmachung im An zeig ent eck. ** T i e Friedhöfe sind in der Zeit vom 16. August 1918 bis 15. Oktober 1918 von 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends geöffnet. Siehe Bekanntmachung. ** Tie Umsatzsteuer int Heer. Die Umsatzsteuer beschäftigt auch die Heeresverwaltmtg. Beim Verkauf sollen die Preise im allgemeinen nicht niedrig gehalten werden. Sie find deshalb tuticr Einroch,ltn.ng der Umsatzsteuer zu bilden^ soweit es sch nicht um vor geschriebene Preise handelt. Soweit die Verwaltungsstellen Steuerbefreiung jn Anspruch nehmen, müssen sie die Befreiung bei dem zuständigen Umsatzsteueramt schriftlich be- itragen lieber den Arttrag entscheidet die oberste Landesfinanz- iehörde im Einvernehmen mit den: Reich ft'chatzaml. Ter Antrag -uH spätestens bei Ahgabe der Steuerertlärnng oder einer Aus- unft erfolgen, die vom Umsatzsteueramt über die Steuerpflicht erfordert wird. ** X i t Qu ittnngenfürbeschlagnahmteLeöens- m ittel. Man schreibt uns: Bereits vor Wochen hat das Kricgs- ernährnngsamt die Bundesregierungen ersucht, Verfügungen zu treffen, itach deiten den Gendarmen und sonstigen Exekutivorganen ür Äussmklung von Quittungen über ihre Lebens mtttelbeschlag- txmungen zUr^ Pflicht gcmodü wird. Ajnf diesen Quittungen.' soll auch» di«' Stelle angegeben werden, an welche die Ware at.geliefert wird Unartige Verordnungen kommen eurem drür- gcuden Bedürfnis entgegen, da häufig die Beobachtung geinacht ivar, daß gerade kleine L-üxnÄnittelmengen, die einem „Hamsterer" abgenommen wurden, spurlos verschwanden. Diese Handhabung der Polizeigewa 1t mußte natürlich bei den Betroffenen Erbitterung erregen, und die Verordnung, welche rn dieser Beziehung Wandel schaffen soll, wurde allgemein als gerecht und itotnxrrtfng mpsunden Inzwischen sind nun lange Wochen vergangetl, in oenen es möglich gewesen lein müßte, entsprechende Verfügungen -n allen Kreisen dnvchzufühven. Das scheint aber nicht überall der Fall: uns liegen Nachrichten vor, nach denen rn einzelnen Kreisen and) weiterl>in a hne Ausstellung derartiger Quittungen Zur Uoloniarkrkgerspeude am J7. mb 18. August. beschlagnahmt wird. Es ist zu wünschen, daß sich die Zentral- wnstanzen der allgemeinen Durchführung ihrer Anordnung nachdrücklich annehmen. * v Anlagem usik findet Sonntag, den 18. August 1918, vormittags 11? 2 Uhr (bei günstiger Witterung', in. der Nord- Anlage mit folgender Spiel-Folge^statt: Ouvertüre z. Operette „Banditenstreickte", von Frz. v. .Suppe: Romanze „fterarft du tö:- Land" a. Op. Mignon, von Thomas; „Hüons Zauberhoxn", Gr. Fantasie a^ d. Op. Oberon, von C. M. v Weber; „Amina", (AegOptisches Ltändchen), von P. Lirtcke; Fahnen-Marsch, von Sachse. ** Schwa r z-W e iß-Licht spiele, Seltersweg 81. Von heut? ab bis einschließlich Montag tritt Ernst Reicher in seinem neuesten Tetektivabenteuer „Der rätselhafte Blick" aus. Außerdem spielt Paul Heidemann iu dem Lustspiel „Und immer 'kam etwas dazwischen" die Hauptrolle. Von Dienstag ab wird das .Filmwerk „Im Banne der Pflicht" von Ludwig Anzengruber gegeben. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. z. Geilshausen, 15. Aug. Musketier Wilhelm Fabel, Sohn des Landwirts Gg. Fabel, kehrte nach dreijähriger Gefangenschaft aus Rußlands in die Heimat zurück. — Straßenwärter Unteroffizier Christian Schultheiß wurde zum Sergeanten befördert.! Kreis Alsfeld. Up. Sellnrod. 14. Aug. Die Befürchtung, daß die Grummeternte aussallen könnte, erfüllt sick^ glücklicherweise nicht. Die letzten Regengüsse haben unsere Talwiesen im Grummetgras gefördert. Der Bestand ist dichter geworden. Wohl fällt auf trockenen Bergwiesen die Grummeternte weg, aber im Tale zwischen Groß-Eichm und hier gibt es Grummet genug. Uathcckrsche Gemeinde. 6 * _>: Gel. z. hl. Beicht; 7: Hl. Messe, gern. Komm. d. Inn gl.; 8 : Alust. d. hl. Klomm. ; 9: Hochomi m. Pred.; 11: Hl. Messe m. Pred, Milit.-Gottesd.: 2: Sakram. Brndersch.-And. Dienstag u. Freitag. abds. 8 : Kriegsöictand. Samstag,24. Ang.. nachm. 5 u. abds. 8 : Gel. z. hl. Beicht. — Diaspora-Gottesd. am 18. Aug. : Lieh 9y 2 . Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Tie Bewirtschaftung der Möhren. Wir sehen uns veranlaßt, darauf hinznweisen, daß durch nrr- sere Verordnung vom 5. Oktober v. Js. in der Fassung der Verordnung vom 9. November v. Js. über die Beminschastung von Weißkohl. Rotkohl. Winingkohl und Möhren. Möhren aller Art i (rote fNöhrcn oder Gelbrüben, gelbfleischige Möhren, weiße Möh- ' ren und Karotten) im ganzen Gebiet des Grvßherzogtums Hessen nur mtt uuserer Genehmigung abgesetzt werden dürfen. Diese VerordnttngerstrecktsichanchaufdiejenigenMöh- ren. welche durch Verziehen oder Lichten der Aussaat m ö hr e n ge Wonnen we r d en. Bon dieser Llbsatzbefchränkung bleibt unberührt der Absatz durch den Erzeuger an den Verbraucher, wenn nicht mehr als 5 Kilogramm an den gleick)en Verbraucher abgesetzt werden, sowie der Absatz durch den Kleinhändler und der Verkehr aus öffentlichen Märkten. Tie Kleinhändler müssen im Besitz unserer braunen LluÄveis- karte sein. Ein übermäßiges Verziehen der Möhrenfelder, der Absatz ohne Genehmigung oder an nicht berechtigte Personen, sowie ein Verkauf der Möhren über den Erzeuger-Höchstpreis ist verboten. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden nach § 8 der Bekanntmachung vom 5. Oktober v. J.,^ soweit nicht nach anderen Strafbestimmungen eine härtere Strafe verwirkt ist, mtt Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis^zu 10 000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft. Neben der Strafe kann aus Einziehung der Vorräte erkannt werüen, auf die sichZ>ie strafbare Handlung bezieht, ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder mcht. Mainz, den 17. Juli 1918. Hessische Lartdes-Gemüsestelle. Berwaltungsabteilung. Der Vorsitzende: Werner, RegierungSvcct. Uieehlictze Nachrichten. Gottesdienst am Sonntag den 18. August (12. n. Trmttatis). Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. 8 : Zugl. Christenl. s. d. Neukouftrm. aus d. Matth.-Gem. Pfr. Mahr, m/s: Pft. Schwabe: Kinderk. fällt aus. —> In der Johannes kirche. 8 : Siehe Stadtkirche; 9f>: Pstr. Lljusseld; Känderk. fällt aus; abds. 8 : Bibelbespr. im Johannessaal. Mittwoch 21. Aug., abds. 8 : Kriegsbetsturrde. Pft.- Aff. Liz. Reuning. — Kirchberg. Vorm. 10; 11: Christen!, f. d. weilst. Jug. ^— ffbüainA-lccr. Nachm. Itz^. — Lollar. Llbds. 8 V 2 : Kriegsbetstunda. etr. Wie oben. Die Hessische Lnndes-Gemüfeftelle an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Hinweis aus vorstehende Bekanntmachung empfehlen wir Jhneit mit Bezugnahme aus 8 10 der Bekamttmackiung (Ärvß- herzoglichen Ministeriums des Innern vom 29. September d. I.. diese vorstehende Bekanntmachung in Ihren Gemeinden ortsüblich veröffentlichen zu lassen. Das Polizeipersonal wollen Sie «m> weisen, die Einhaltung der Vorschriften der Bekanrttmachung zu konttollieren und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu brmgen. Mainz, den 17. Juli 1918. 5408V Der Vorsitzende: Werner, Regierunqsrat. Bekanntmachung. Die Muhle des Anton Plttsch ll. in AllLlldorf/Lahn ist wegen UnzuverlässigLtt des Inhabers bis zum 25. November 1918 geschlossen. Gießen, den 14. Auaust 1918. Großherzoglrches Kreisamt Gieße». _ I. V.: H em m erde. _ Bekanntmachung. Die Mühle des JvhaTmcs Böcher in Billingen ist wogen Unzuverllffsigkett des Inhabers dauernd geschÜisßw. G i e ß e n, den 16. Aügnst 1918. Großherzoaliches .Krcisamt Gießen. _ I. B.: Hemmerde. ___ Bekanntmachung. Tie Mühle des Wilhelm Bopp, Harbach ist wogen Unzuverlässigkeit des Inhabers bis z!unr25. November 1918 geschlv,sen> Gießen , den 16. Lttrguft 1918. Grvßherzogttches Ldretsamt Gießen. I. B.: öcmtnabe. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma Heinrich Binz III., Allen- dorf a d. Lahn. Inhaber Heinrich Binz III... Kaufmann in Mendorf a. d. Lahn. Gießen, den 8. August 1916. Großh. Amtsgericht. 6141 B Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Henriette Lehmann, Gießen eingetragen: Die Prokura der Siegfried Haas Ehe- frau, Selma geb. Lehmann, ist durch Tod erloschen. Gießen, den 8. August 1918. Großh. Amtsgericht. ^1423 Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat dtrrchberateue Voranschlag der Gemeinde Odeuhausen für das Nj. 1918 liegt vom 18. l. M. an eine Woche lang auf unserem ?-'mtszimmer zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. ' Odenhausen, den 16. August 1918. Großherzogliche Bürgermeisterei Odeuhausen. _ Nachtigall. 6166 Die am 1. Juli l. IS. fällig gewesenen Zinsen 'ür Darlehen aus unserer Kasse können nur noch in den tlächsten 14 Tagen ohne Kosten bezahlt werdeu. Bemerkt wird, daß eine weitere Zahlungsaufforderung nicht mehr erfolgt. Gießen, den 10. August 1918. * 952 D Bezirkssparkasse Gießen. meine NrtskrMkettlEe ®iep. Die noch rückständigen Beiträge zur Kraukenkasse und Invalidenversicherung für den Monat Juni 1918 können noch bis zum 81. d. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieses Termins sind der Einzahlung aus unser Postscheckkonto auch die Kosten beizust'lgen. Gießen, den 16. August 1918. Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen. I. A.: Alb. Lentz. 6160 D Betrifft: Bekanntmachung über Walnüsse. ?tachäedend bringe ich die Bekanntnrochung Großh. Ministeriums des Innern vom 23. Juli 1918 mit dem Anfugcn zur öffentlichen Kenntnis, daß im laufenden Erntejabr 1918 eine Bewirtschaftung der Walnüsse zur Oelgewinnung nicht stattfindet. Gießen, den 14. August 1918. Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien, Beigeordneter. Bekanntmachrrng über die Walnußernte. Vom 23. Juli 1918. Die Bekanntmachungen vom 29. Juni 1916 über das Verbot des Aberntens unreiser Walnüsse und vom 30. Juli 1917 über die Walnüsse treten mit dem 1. September 1918 außer Kraf>. Darmstadt, den 23. Juli 1918. Großb. Ministerium des Innern. v. Hombergk. 61386 Grnmmetgras - Versteigerung der Stadt Gießen. Aloutag den 19. August und Dienstag den 20. August 1918 soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden, und zwar: Montag den 19. An^nst a! vormittags 9 Ubr Zusammenkunft am Sc'ckachtbof, von den Wiesen im Skeusindterfeld. b) vormittags 10 l / 2 Ubr in der Ren. uration von Melchior Schäfer Ww., Kaiser-Alice 4, von den Wiesen im Hcegstrauch. e) ilachmittags 2 Uhr im Pnilosophenwald. von den Wiesen am Fürstenbrunneu, im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck. Dienstag den 20 . Angntt a) vormittags 9 Ubr an Ort und Stelle von den Ochsenwiesen, von den Wiesen im Slolzenniorgen, am Nlers- brunnen und Altentisch. b) nachmittags ~i Uhr an Ort und Stelle von den 2Liesen in der Gemarkung Großen-Buseck. ^teigliebhaber. welche die Wiesen zu beiiditüten beabsichtigen. wollen sich an den slädtisweu Wtesenioaner Bellof. Wolfstraße 15, ivendeu. Bemerkt ivird. daß die Ausfuhr vott Hen und Grmnmet aus denn Kreis Gießen nur mit Genehmigung Großh. Kreisamis Gießen zulässig ist. r v Die Grogherzoglichen Burgermcrstereten der unl- liegenden Gemeinden lverden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannnnachcn zu lassen. Gießen, den 8. August 1918. 59293 Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien, Beigeordneter. BekannrmachtMK» Die Friedhöfe sind in der Zeit vom l6. Aug. 1918 lns 15. Oktober 1918 von 6 Uhr morgens bis 8 llhr abends geöffnet. Gießen, den 15. August 1918. . 613/B Ter Oberbürgermeister. I. V. : lenzten, Betgeordnettr. K-LMLKG'G - KGZ2 WOTM können gegen mäßige Gebühren versicherst werden. 04216 «J. Küßelmann, Stephanstr. 43. Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 20. August 1918, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Kaiier-Älller 22 tHinterhausl dahier, öffentlich freilvillig gegen bar: < . 1 Nähmaschine, Bilder. 1 Bett. Kückemchrank. Kanavee. Tiiche, Stühle. 1 Elektrmer-Maschrnc 10 Bdc. Lexikon u. dgl. m. Saintonges, stellverstr. Gerichtsvollzieher, Gießen. zur pserdebefltzer BklkksskO Alllily soll Ailchtzserijel!. Laut Verordnung vom 14. Juni 1918 betr. Ankauf von Scklachtvfcrden ist mir von der Komgl. Prcuß. BezirkSficischstelle die Erlaubnis erteilt worden, Schla.iitvscrdc zum Betriebe des Rostschlachtcrei- gcwcrbcs auttaufen zu dürfen innerhalb des Regierungsbezirks Eassel. Es dürfen nur an dteiemgen Schlachtpferdc verkauft werden, die eme amtttche Auv- weiskarste vorzeigen können. J Pferdebesitzer, die ein Pferd zum Schlachten ab- zugcben haben, bitte ich um gell. Mitteilung. 60/o Gießen. M. Keßler,' Aechte AlüMl-ZllHtt Auslandsware, auf jede Flasche paffend,ohne Be-ugs« schein zu haben bei Gg. Wallenfels, Marktplatz 21 . 5951 Zopfe Haarunterlag.,Locken,Dreher sowie alle sonstigen Haar- arbeiteu werden schön und dauerchast angefertigt m dem Spezial Damen-Frister- n. Haargeschäft Hermann plant tvwe. Seltersweg 8. t04fl Brennholz. Tr. Buchen. 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