Itr. m Der tfefcmr erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: GießenerKamilienblälter; llreirblalt für den Kreis Hießen, vrzngrpreir: monatl.Mk. I .20, vierteljährlich Wik. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10; durch die Post Mk. 3.60 viertel- jcchrl« ausfchl. Bestellg. Jernsprech - Anschlüsse: sürdieSchri'tlcitungliS Verlag,GeschgstsfteÜebl AnschriltfürTratitnach- richten: Anzeiger Hießen. 168. Jahrgang Montag, (2. August 1918 General-Anzeiger Awillingrrund-ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. §tein-ruckerei R.Lange. Zchristleitung, Sejchastrstelle ».Druckerei: §chu!str. 7. Postscheckkonto: Frankfurt a.M. N686 berheßen Vankvcrkehr: Gewerdebank Gießen Annahme von Anzeigen f. die Tagesmunmer dis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichkeit Zeilenweise: sür örtliche Anzeigen 2öVi.. für a u s w ä r t l g e 30 V>., sür R e k lam en Mk.l.- nebst 20°/„Teu- erungSzuschlag. Haupt« jchricheiler: Aug.Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: i. D. Dr. Zenz; Stadt und ^!at:d, Vermischtes u.Ge- richtssaal: vr. Meyer; Anzeigenteil: p. Beck; sämtlich in Gießen. Neue heftige Angriffe k% Kinder gescheitert. MTB.) Urohks Hauptquartier. 10. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kro nprinz Ru pp recht. Rege Tätigkeit des Feindes zwischen Yser und Ancre. An vielen Stellen dieser Front führte der Feind Vorstöße und Trilangrifft aus, die vor unseren Linien und im Nah- kmnpf abgemiesen wurden. Engländer und Franzosen setzten gestern unter Einsatz starker Reserven ihre Angriffe auf der ganzen Schlachtfroni zwischen Ancre ulld Avre fort. Beiderseits der Somme und rücklings der Stratze Foucancourt—Ville-Bretonneux warfen wir den Feiild durch Gegenstöße zurück. Er erlitt sehr schwere Verluste. 'In der Mitte der Schlachtfront gewann der Feind über Rocieres und Hangest Boden. Unsere Gegenangriffe brachten ihn westlich von Lihons und östlich der Linie Foucancourt—Arvillers zum Stehen. Während der Nacht nahnien wir die an der Avre und am Dom-Bach kämpfenden Truppen in rückwärtige Linien östlich von Montdidier zurück. Südöstlich von Ntontdidrer schlugen rvir einen starken Teilangriff der Franzosen in unseren Linien ab. * Ueber dem Schlachtfelde schossen wir 32 feindliche Flugzeuge ab. Leutnant Löwenhardt errang seinen 52. und 53., Leutnant Udet seinen 46., 47. und 48., Hauptmann Berthold seinen 41. und 42., Leutnant Freiherr von Richtlpfen seinen 36. imd 37., Leutnant Billing seinen 30. und 31., Leutnant Bolle seinen 29., Leutnant Koennecke seinen 26., 27. und 28.. Leutnant Nrumann seinen 20. Luftsieg. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zeitweilig anflebender Feurrkampf an der Aisne und VeSle. T« Erste Generalauartiermeister Ludendorff. (WTB.) Grotzö^ Hauptguartier, 11. August. (Amtlüh.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zwischen Yftr und Ancre Ikfe die erhöhte GesechtS- tängveit tagsüber nach, am Abeird lebte sie vielfach wieder auf. Starke Vorstöße des Feindes beiderseits der Lys wurden ab gewiesen. An der Schlachtfront hat der Feind feine Angriffe bis zur Oise ansgedchnr. Zwischen Ancre und Somme brachen sie vor unseren Linien zusammen. Bis südlich der Somme blieb die feindliche Artillerie nach ihren Misterfolgen am 9. August untätig. Starke Teilangrifft des Gegners bei Rainecvurt und gegen Lihons scheiterten in unserem Feuer und im Gegenstotz. Die Hauptkrast der jetzigen Angriffe war gegen unsere Front zwischen Lihons und der Avre gerichtet. Oestlich von Roziercs und beiderseits der Stratze Amiens— Noye schlugen wir die mehrfach wiederholten feindlichen Angriffe ab. In dem beweglichen Kämpft gegen feindliche Uebermacht und gegen den Masftneinsatz von Panzerwagen kam auch vier wiederum die unerschütterliche Angrift'skraft unserer Infanterie voll zur Geltung. Vielfach brach der Ansturm des Feindes schon im Feuer unserer Artillerie zusammen. Vor einem Divisions-Abschnitt liegen mehr als vierzig zerltörte Panzerwagen .... Zwischen Avre und Oise setzte der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung zu starken Angriffen gegen unsere alten Stellungen von Montdidier bis Autheuil an. Er vermochte unsere gestern gemeldeten neuen Kampslinien östlich von Montdidier nicht zu erreichen. Unsere Nachhutnr empfingen den Feiild in unseren alten Stellungen mit starkem Feuer- und wichen daraus kämpfend über die Linie Labos- sien—Hainvillers—Niguebourg-Atarest aus. Sehr rege Fliegertätigkeit über dem Schlachtfelde. Wir sck-ossen wiederum 23 ftindlüche Flugzeuge rmd einen Fesselballon ab. Leutnant Kroll errang seinen 33., Leutnant Velt- jens seinen 24. und 25., Leutnant Laumann ftinen 21., 22. und 23., Leutnant Auffahr seinen 21. Lufffieg. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Beste wurden Angriffe des Feindes zwischen FiSrnes—Courlanden ab gewiesen. In der Chaiupagne, westlich der Stratze Sonnm-Py—Souain. Teilvorstötze, in denen wir (befangene machten. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. O Die Abendberichte. Berlin, 10. Aug., abends. (WTB. Amtlich.) Ausdehnung derSchlacht von der Ancre bis zur Oise. Angriffe des Feindes find vor unseren Kampfstellungen gescheitert. Berlin, 11. Aug., abends. (WTB. Amtlick.) An der Schlachtfmnt Mischen Ancre und Oise sind heftige Angriffe des Feindes gescheitert. mehreren hundert Geschützen gesprochen. Wohl hatten unsere vorhergehenden Offensivschläge gerade die englische Armee empfindlich getrvfftn, aber von einer Lahmlegung ihrer Offensivkraft konnte deswegen noch nicht gesprochen werden. Der geringe Einsatz englischer Kräfte beim französischen Angriff vir mrsere Lirrien bis 10 Kilometer östlich von Montdidier vor bis zur Linie AudechY— Labrissiere—Frscamps. Wir erweiterten ferner unsere b'ängkcit nach Südosten und griffen die deutschen Stellungen rechrs und« links der Straße von St. Juste-en-Ch-russee bis Roye aus einer Front von mehr als 20 Kilometer an. Wir eroberten Rollot, Onvillers-Sorel, Ressons sur Matz, Conchp-Ts-Pots, la Neuville» sur-Nefsons und Bapencourt und rückten cm manschen Puntten 10 Kilometer vor. In drei Kampftagen sind die franzönschc.r Truppen mehr als 20 Kilometer längs der Landstraße twn Amiens nach Roye vor^edrungm. Tie Zahl der Gefangenen, die in der nämlick>en Zeit gemacht routtie, überschreitet 8000. Unter dem ungeheuren von: Feinde im Stich gelassenen Kriegsmaterial zählen wir bisher 200 Geschütze. Englischer Bericht vom 9. August, abeichs. Unser Fortschritt dauert all. Tie Franzosen nahmen Fresnoy-eu-Chaussee. Die Briten: stehen östlich le Quesno!) und Caix. Wrdlich der Somme leistete der Feind kräftigen Wider- stm:d. Zwisckien Chipilly und Morlancourt schwere Kämpfe. Tie Verbündeten machten gestern 11000 Gefangen^. Tne Geschütze konnten bis jetzt noch nicht gezählt werden. In de:: letzten Tagen setzte der Feind die Räumung seiner vorderen Stellungen: im« Tale der Lps sott. Unsere Linie wurde auf der ganzen Front! von der Lowe bis zur Beurwe nordwestlich Metville vorgeschoben, an der tiefsten Stelle um 200 Vards. Wir halten Locon, Eornet Male, Qu«rtin-le-Pft:t, Pakaut :::ä> Le Sart. Nördlich des K e m - mel führten wir erfolgreiche örtliche Kampfhandlungen durch und schoben unsere Linie aus kurze Eittfernung um 1000 Pards vcw, tvobei wir 30 Gefangene machten. vom .10. August nachinittags: Am gestrigen Nachmittag und Abend setzten die Verbüicdeten ihre Fortschritte auf der ganze:: Front von südlich Montdidier bis zur Llncre fort. Tie NW^-ösi- scheu Truppen, die am Nack^nittag im Süden von Montdidier ent- griffen, nahmen le Trongnoti, le Fvetoy und Assainvillevs. Sie bedrchn: Montdidier vo>: Südosten. Unsere Verbündeten ntachten in diesem Mfckmitt allein 2000 Gefangene. Tie kanadische und australische Division nahnwn Bouchoir, Ädehamcm.:-rt nnd Lilvns. Sie drangen in Raincairrt wvd Proyart ein. Am Abend griffeni die englisckM: imd cmrerikanisckiten Truppen einen Borsprimg zwi- sck^en der Ancre und der Samine an und erzielten euren unmittelbaren Erfolg. Bei Einbruch der Nacht erreichten sie alle ihre Ziele, dartmter Mvrlanoorrtt und die iin SLdosten des Ortes befindlichen Höhen. Tie Zahl der seit dem 8. August eii:gebracküe?i Gefangenen übersUIveitet 24 000. Englands Genugtuung Rotterdam, 9. Aug. (WTB.) Ter Londoner Korr^ffpow. dent des „fktteuwe Rotterdamfche Courant" meldet, daß man es in EnglaM» alZ Germgttnmg empnrche. daß l»ei der neuen Offensive sowohl die. britischen als auch die französischen Truppen unter dem Befehl Haigs stehar. Die Verluste der britischen Armee. ^^Nvlterdam, 10 Mg. (WTB.) Tom „Nieuwe Rottcrdain- - Mstn Mourant 5 'itfalg>e betrugen die V erl u st e der britischen A rmc / 071 ?TC cri Fronten im Juli dieses Jahres, soweit amtlich devrmrtgeilurcht nmche. 1976 Offiziere und 62 861 Manu. Tie Manru verlor in der gleichen Zeit 41 Offiziere und 229 * . * RsguithS Ziele. London, 5. Ang. (WTB.) Anläßlich der vierten Jahres- des Kriegsausbruchs-gab Asguith den Vertretern der altoeurtcfc Prev aus Amerika eine Uebersicht über das vergangene Zayr und dre gegenTvärtige Lage, nwbei er sacche, die Alliierten, v• cmcn sauberen Frieden. Unter den Streit trarten, die zu ihrer Versügnnq ständen, vermehrten sich die -uuarmschaften aus Amerika, das ritterlich geholfen habe, die Front wahrend krrtilcher Stunden zu halten, in wachsendem Mähe und versprachen ein vorherrschender Faktor zu werden. Tie öffentliche. Mernung m Europa und Amerika sei jetzt zum größten Teil davon uberzeugt, fcwfc die Alliierten umsonst gekämpft hätten, wenn sie nicht, bevor sie die Waffen nied-erlegcn, locnigstens die Anfänge der großen internationalen Gemeinschaft vollendet hätten, me lmfgebaiit werden müsse auf den Grundlinien einer praktischen Politik zur Aufrichtung einer zwingenden, über die ganze Eta verbrerieten Herrschaft des Rechts und znr Verdrängung des Krieges ans Cmde der Welt. Bemerkung deS WTB.: In det'r Reden der alliierten Staatsmänner hören tvir neuerdings viel von einem Bund der Völker zur Aiprichtto cg der .Herrschaft des Rechts und sonstigen idealen Zcveckcn. ^der wll hier getauscht rvcrden? Wir oder die Völker der Entente ? Ter von den Staats männern der Entente ange- prresenc Völkerbund ist ein Kriegsmutel der Entente, dazu be- lUmmt, ^eutsclstand zum Heloten unter den Völkern der Welt herabzudrücken imb du Aechtung Teuftck^ands in der ganzen Welt durw^ksb/len. Teshnlb soll er durchgesührt sein, bevor die Entente dre Waffen niederlegt. Mit der Herrschaft des Rechts und dem ewigen Frieden har dieses Kriegsnftttel unserer Feinde nichts gemein. Mg. Malvy. (WTB.) Malvy reisix nach Jrun bei Paris, 11. San Sebastian ab Paris 11 .Aug. (WTB.) Agence Havas. Malvy richtete an DosaZrnel einen Pwtestbrief gegen das Urteil des obersten GQrchts, rn dem er sagt, das Urteil verletze bic Verfassung die und das heilige Recht der Verteidigung. In dem Wunsche rnder ernsten Stunde, in der sich das Schicksal des Landes arte scheide, eine Ablcnkuiig seiner Anstrengungen durch Agitation zu vermeiden, gelwrche er dem Urteil, das ihn zwar treffe aber er werde niemals das politische Urteil annehmen, das seine BÄrttk ttäse Malvy schließt, indem er an alle Gleichgesinnten ^n Aunmf näxet^ sre möchlbm auch ferne-, hin »nie bisher ihr Bestes und sich selbst der nationalen Verteidigung und dem Siege Frankreichs widmen, der ein Sieg des Rechts und der Unabhängig- «U Der Völker sein müsse, die ihre erste Sorge bleiben solle Mrt chm würde die Stunde der Vergeltung, der Gerechtigkeit und der Tomokvane schlagen Die deutsche Gesandtschaft von Moskau nach Pskow verlegt. , Berlin 10. Aug. (WTB.) Staatssekretär Dr. He l f ferrch tft nt Berlin eingetro ffen. ^ SlL 1 !*' l 9- l.WDB. RichtMEich.) Mit Rüch'icht ans d« GeMrdung der Mitglieder der Gesandtschaft durch die Dnt- der Verhältnisse in Moskau und besonders die Partei offi H ellen ProÄamaticmen der Svzialrevvlnftonäre über die "civ- als Kvnftffmitte! ist besckstchsen worden, die bQäftf*- (^pmdftchast »m Mv^an nach Pakow zu verlegen Es soll Äwffchenfällen vvrgrbeugt werden, die unter den ob- Ee nden Unrstwtan beim besten Wüten säst unvermeidlich er- ujü die^ geeignet sein könnten, die Bestchcurgen zwischen dem Teuftchen Reiche und der Sowjet-Republik zu gefährden. . ^ 10. Mg. (WTB. Ämllich.) Staatsminrster Dr ?E^ 5 .rich hat der Negierung der Sowjets mitgeteilt, daß d«EnttvicNuny der Berhaltnffse in Moskau und besonders die varmoffrzielle Proklamation der Sozialrevolutionäre über die Anwendung des Terrors als Kampftnittel die persönliche Sicher- helt der Mirglitar der Gesandtschaft außerotarttlich gefährdet erscheinen ließen. i, n?™. etwaigen Zwischenfällen vorzubcngen, die unter diesen Umstanden beim besten Willen fast unvermeLlich erscheinen und dre geeignet sein würden, die Beziehungen zwischen hem Deutschen Reiche und der Sowietrepublik ernsthaft zu gefährden, habe ? Ueberswdlung der Gesandtschaft, zusammen mit dm Mitgliedern der Gesandtschaft, an einen weniger gefähr- lichcn Ort angsordnet. . Desatiousrat Dr. Riezler reffte seither mit den Mitglie- oern der Ge,andftchaft und eftiem Test der in Moskau weilenden Komnnssion zunächst nach Petersburg ab. Mft Rücksicht auf n? derjenigen in Moskau ähnelt, kafferkiche Gesandtschaft sodann angewiesen worden, zu- näo^t Pskow als Aufenthaltsort zu wählen. Die Reise dorthin SEE^. der .Störmrg der direkten Verbindung zwischen Pskvw und Petersburg über Helsingfors und Reval statt. Finnland Königreich? Helsingfors, 10. Mg. (WTB.) Ein monarchistischer Antrag aut Vornahme der Königswahl nach §38 der alten Verfassung wurde von dem Berfassungsausschuß mit 9 gegen 8 Stimmen angenommen. Man nimmt an, daß der Landtag dre Frage im heutigen Äbendplenum, en 1 s che id e t, da er morgen in Urlaub geht und Mfang Septein- 5 er i S l ^ ex a Jl^ er . a>r ^ cntti ^ |cn zwer^ Bornalpne der Königswahl einberufen wird. Helsingfors, 10. Mg MDB.) Die heutige Plermr- ftyung begann abends 6 Uhr. Zur Erörterung stand der vom Ausschuß gutgeheißene monarchistische Anprag, die Regierung M ersuck)en. jur Vornahme der Königswahl auf Grund des Paragraph^ 38 der alten Verfassung die erforderlichen Maßnahmen taffen. Rach vierstündiger Debatte wirrde ein republikanisches Petttan, den monarchistischen Antrag schlechthin zu verwerfe mit 68 gegen 33 Stimmen abgelehnt, was eine runde Zwei- vnmmcbrteü für die Sache der Monarchie bedeutet. Ter monarchi- stffche Antrag sitae schließlich mit 58 gegen 44 Stimmen, die emern Kompromiß fielen, das die Einbringung einer neuen Regierungsporlage vorsah. Auf Grund des gefaßten Beschlusses Nnrd der Landtag voraiissichtlich Anfang September zu einer autzerord^itlichen Tagung zroecks Vornahme der Königs- wahl ernberufen weffX'n. Tie ordentliche Tagung schließt morgen m oer herkömmlichen Weise mit einem Gottesdienst ab. ^E ssingfors, 9. Mg. Wie verlautet, wird, der außer- ordenftiche Landtag zur Vornahme der Kön-igswahl berefts .auf den 27. August einberufen tticrben. Rußland und die Ukraine. Kiew, 9. Aug. «WTB.) Die russischen Vertreter forderten auf der Sitzung der ukrainisch-russischen Friedenskonferenz die Lieferung von zwei Mülionen Pud Getreide, zwei Mülionen Pud Zucker und einer Million Pud Fleisch im Laufe des August gegen die Lieferimg von Stoffen, Garn. Tee, Kaffee, Wäa>. Raphta und Schmi^isöl an die Ukraine. Bei Ablehnhnnng des Voftchlages umrden sie die Auslöftmg der Immission für den Warenaustausch und die Verlegung der Verhandlungen nach Moskau beantragen. ^ Kie w, 7. Aug. WTB. Richtamtl. i Die Schweizer Zeitung „xct Bunt" meldete am 2. ?lugust die Msd.'hnung des Eiscn- balm"ffp'!'-' in b'.T Ukraine und gab die .Fahl der ausständigest v£\)F.\y:A:r \aur 200 )00 an. Tie Meldung ist vollkommen un- zurrl" eno Berftts seit dem 1. Amplst irahm der Streik, an dem «temais die oben aitgcgebene Zahl Streikender beteiligt war. wesentlich ab, und kann nunmehr als bcaibet betrachtet werden. Am d. August wurde auch der Schnellzugsverkehr mit Goluby wieder ausgenommen. f ^0. Aug. (WTB.) Zeivmigsmüdungen zufolge unter- Vertreter der^ Regiermig der Ukraine und des Don- gänets cmi August einen Vertrag, ivonach R o sto w und Taganrog mit Landkreis dem Don-Gebiet zufallen. v. Eichhorns Mörder. 11. Aug. Gestern wurde der Mörder des GeneralfeD- v. Eichhern und seines Adiutanten, des Hauptmanns ^sßler, in der Nähe das Lvkianowka-Gefängnisses um 5 Uhr nachmittags o s s e n t l i ch e r h ä n g t. Das Urteil war von einem deuticl^i ö-eldgericht gesprochen und wurde sofort nach der Bestäft- (gung durch den zuständigen Gerichtsherrn vollstreckt. Deutsch-ukrainische Beratung. ?. Aug. (WTB.) ZeitungsMeldungen zufolge fand gfttern nnc ändern wichtige Beratung zwischen der ukraini- ch e n Regierung niid dem Chef der Telegafton der D e u t - JI Rcgierung statt, die für beide Teile äußerst günstige Rftultatc ergab, ^.er Inhalt der Verhandlungen wird zunächst geheim gehaven. 4 - Die VerbandSkricgsziele in Rußland. Bern, 10. Aug. (WTB.) Ms eine Anftage des Abgeordneten King im englilchen Unterhaus am 5. August, ob die Erl'lä- öer englisckMi Regierimg über die Operationen der A.luerten m Rußland gleichzeitig namens Frankreichs, Japans und wer Vevkneiigten Ltaalrn erfolgt sei, erwi>nte Baffour: t, .^'öen keine Erklärung für unsere Verbündeten abzu- geven^. Was wir im eigenen Namen erklärt haben, lautet: Tas Ziel feiner Maiestät Regierimg ist die Herbeisülirung der Po l i t i- schen und wirtschaftlichen Wiederherstellung Rußlands ohne innere EinmisichlMtg rrgondwelchw Art und die Vertreibung der feindlichen Staitkräfte vom riffsischen Boden. Seche Marestar Regierung erklärt kategorisch, daß sie keinerlei Absicht hat im geringsten Maße die territoriale J/Ntegritäti Rußlands zu verletzen. Ich hege kftnen Zweifel, daß dieses im ^^uang mit der Ansicht aller vereinigten Regierungen King fragte'mit offenkundiger Ironie weiter: Wäre es nicht ebenso gut wenn diese bewunderimgswürdige Kriegszielerklärüng, mit der bestimmten ausdrücklichen Z u st i m m u n g är Bundes- genossen durchgesührt würde? Balfour erwiderte: Unsere Bundesgenossen mögen es für weise halten, eine gememsame Erklärung abzugeben oder nicht, es genügt, daß die vereinigten Regie rini gen eine eigene Erklärung abgeben. Snowden fragte „Herbeiftchrimg der poliftschen und wirtschafte lichen Wiederherstellung Rußlands" zu verstel-en sei. (Thor ne ruft ihm zu: Alle Deutschen herauszuwersen!) Balfour antwortete: Es bedeutet, daß wir hoffen, Rußland in einer geordneteren Lage zu sehen als jetzt. Kriegszustand zwischen Rußland und dem Verbände. Amsterdam, 10. Mg. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reu- nreldet ans Washington, der mnerikanische Konsul m Moskau habe das Staatsdeparrement darüber unterrichtet, daß Lenrn in der letzten Bersaminlung der Sowjets in Moskau erklärte, daß ein offizieller Krieg zwischen der russischen Regierung und der Emtente bestehe. Tscküftcherm sagte in Erwiderung auf eine Fragenach t«i alliierten Konsuln, daß die Feststellung nickt als eme Kriegserklärung betrachtet zu werden brauche, sondern als eine Erklärung des Kriegs'z'ustandes, ähnlich wie er eine zeitlang in bezug auf Deutschland bestand. c- < Wien, 10. Mg. (WTB. Nichtmnüich.) Das Wiener K. K ^iegrarü^-Kori^ndenzbureml meldet Mis Moskau vom 9. ,August: Lenin, Tsckstticherin und Trvtzki vei'ösfentlichen einen langen Aufruf, in dem die englische und die französische Regierung als Banditen bezeicksinxt werden und erklärt wird, daß kein diplomatischer Bruch gewünscht werde, daß aber der Schlag mft doppelter Wucht beanLvvrtet werden werde. Eine Rede Trotzkij». r % ctexübuT$, 3. Aug. (WTB.) Mellnmg der Petersburger Megraphen-Agentur. Auf dem zweiten Kongreß des Sow- lets des Nordgebietes, der vom Vorfitzenden des Svw- r et s> der Volkskommissare des Nordgebiets, Sinowjew eröffnet wurde, hiplt Trvtzki, der mft großer Begeisterung emp- s an gen wurde, eine Rede, in der er den augenblicklichen Zustand der Sowjet-Republik schllderte. Wir müssen uns klar werden, daß der Aufstand der Tsck)eck)>v-Slvwaken keine Empörung einiger Tschechv-Slowaten fft. sondern ein Feldzug der f r a n z ösischen und englischen Imperialisten^ gegen die Sowset-Republik. Trvtzki wies auf den zweifellosen Zusammenhang des Aufstandes der TschechoSlowaken mit der Landung der Engländer und Fi'anzosen am Mnrman hin. Unsere Roten Gardisten ahnen nicht die große Gefahr des ftchecho- slowakischen Aufftandes, der von den allftertetr Imperialisten geleitet wird. Deshalb haben wir beschlossen, nach dem Ural unsere besten Genossen zu schicken, die mft den Roten Gardisten das Elend des Kampffebens teilen und sie leften sollen. Wir hegen große Hoffnungen aus die Rote Garde von Petersburg und des Nordgebietes. Am Schlüsse sagte Trvtzki: Ich zweifle gar nicht daran, daß wir siegen werden; aber wir haben nicht das' Recht dctzu, .den Sieg zu verschieben und unsere Frauen, Mütter und Schwestern hungern zu lassen, da das Brot, dos im Ural vorhanden ist, wegen des tschecho-flowakischn Aufftandes nicht transportiert werden kann. Ich hm nicht des feierlichen Kongresses wegen hierhergekommen, sondern um Alarm zsu schlagen Alle nach dem Osten! Das Vaterland ist in Gefahr! Wir schwören es bis zum letzten Blutstropfen zu schützen. (Allgemeiner Beifall) Nach der Rede Trotzkis mache Sorrn den Vorschlag, die Resolufton, die der fünfte Sochetkongveß in Moskau beschlossen hatte, debattelos anzunehmen. Daraus gab Grekow. ein Mitglied der linken sozi-alrevolutionären Partei, begannt, daß die linken Sozialrevolutionäre sich der Revolution der Kommunisten an- schließen. * Englische Kundgebung an Rußland Amsterdam, 10. Mg. ftWTB.) ReutermelÄmm. Nachstehende Kundgebung der britischen Regierung an das russische Volk ist von den brftffchen Vertretern in Wladi-- wost'ok, Murmansk inte Archangelsk veröffentlich worden: Eure Alliierteu. haben euch nickst vergessen. Wir erinnern uns an alle Dienste, die eure heldenhaften Armeen uns' in den ersten Kriegsfahren geleistet haben. Wir kommen als Freunde, um euch M heften, damft.ihr euch vor der Zerstückelung und Zerstörung durch' Teuftchland rettet, welches eum Volk unterjochen und die großen Hiftsmittel eures Landes für seine eigenen Zwecke be- nntzeii will. Aber toir erklären euch feierlichst, daß nnr, während unsere Truppen russischen Boden betreten, nm eilck im Kampfe gegen Deutschland ^u unterstützen, nicht einen Fuß breit eures Landes ^nrückbe halten iverden. Wir bedauern den Bürgerkrieg, der Uneinigkeit und inneren Zwiespalt unter euch gebrach hat : denn pr erleichitert die denftchen Eroberungspläne. Wir lwben jedoch -nicht die M'icht, Rußland irgendein poliftschös L-Ystem aufzuzwing-en. Tas (beschick Rußlands ruch in der .Hand des rnsslscheii Volkes. Allein das russische Volk soll über seine Regiernngsform und die endgiilft-ge Lösung seiner sozialen Probleme enftcheiden. Völker Rußlands! Es gech um Euer Bestehen als unabhängige Nation. Tie Freiheiten, die ihr durch die Re- volufton gewonnen habt, werdet von Teutschlands eiserner Hand mft Vernichtung bedroht. Schart euch um die Fahne der Frei- ^ll .wnd Unabhängigkeit, rvelch wir,^ die wir noch immer eiirq .lllnerfcen sind, in eurer ORftte aufgerichtet haben und sichert de n Trr umph lener beiden großen Grundsätze, ohire die es keinen! danernden Fri^eii und keine wahre Freiheft für die Welt geben mnn. Völker Rußlands! Wir wollen nickst allein die deutsche p/urcksdringimg zum Stellen bringen, sondern eurem r.iiuierten und leidenden Lande wftftchoftliche Erl eicht cwungen scksaffen. Einiges von dem, was ihr brEch. hoben nnr bereits gesandt, aber noch mehr soll folgen. Mir wünschen die Entwicklungen der ftr- dustanellen und natürltzchm Hilfsguellen eures Landes zu fördern, ohne sie für uns auszunü^i. Wir wümchm den Güteraustausch wiederher>uirellcn. den s?lckerbau auzuregen und euch in den Stand zu setzen, euren rechtmäßigen Platz unter den freien Nationen der (irbe ernzunehmen. Völker Rußlands! Vereint euch mit uns zur Verteidigung eurer Frech Uten. Unser einziger Wunsch ist. Rußland storl und frei zu sehen und uns dann zurückzuziehm, um zu versvlgen, wie das rtffftsck-e Volk seine Geschicke entsprechend seinen eigenen, oft ausgesprochenen Wünschen gestaltet. Russische Vergeltungsmaßnahme«. Moskau, 5. Aug. (Priv.-Tel) Die Petersburger Telegra-« phen a gen tu r meldet: Ta die Engländer, ohne den Krieg zu erklären. ruffische L-Uidte besetzen und russische Bürger erschießen, besonders Svlojet-^Ofttglieder, wurden englische und französische Bourgeois verhaftet, um als Geiseln interniert zu werden. Ausgesickstossen sind alte Leute und Männer, die eine zahlreickst Familie haben, sowie alle Arbefter ohne Ausnahme. Verhaftung des englischen Generalkonsuls in Moskau. , 9. Wng. (WTB.) Die englische Regierung erhielt Nachriclst über die Ver bastnn g des englischen Generalkonsul si nM o s k a u, Lockhardt, durch die oolschewistisckien Behörden ü« Verhaftung wird mit der Erschießung von Sowjet- 7NitgIi.edern .in Arckwngelsk begrürcdet.. Tie englische Regiening hat um die lymlaffimg Lockhardts ersucht. Wie verlmttet, ist das Per- 1 >onal der englischen und französischen Konsulate in Moskau ebenfalls verhaftet worden. * Die sibirische Intervention. . 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Kriegs minister Völker teilte die Ernennung des Generalmajors Graves zum (vuhrer der amerikanischen (Uoedftivn in Sibirien mit ^ 9 if r ul) . orr ' 10 - Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Meldungen der „Associated Preß" aus Washington toftd General Kftutt» Otani, einer der hervorragendsten japanisck-en Heerführer, dar älteste Ospzier der Expediftou der Alliierten in Sibirien sein Amsterdam, 10. Ang. (WTB. Nichtamttich.) Nach einer Reutemachricht aus Washington wird amtlich mitgeteilt, daß der Kern der anierikanischen Staftkräfte in Sibirien von Aon Regimentern gebildet wird, die jetzt auf den Phftippinen Dienst Lun. L>re werden durch frische Truppen aus Amerika verstärkt werden. Berlin, 11-Ang. Laut „Lok.-Anz."-Meldung aus Basel meldet Haoas aus Tvfto: Ter japanische Ministerpräsident Terccuchi äußerte sich, es sei nicht unmöglich, daß die Umstände sich derart gestatten, daß die Alliiertlm weitere Truppen entsenden müssten, -as nuftle sich daraus gefaßt machen, einer dringenden Lage gegenuberzusteheir. * * * Die Haltung Polen» Warschau, 11.. Aug. (Priv.-Tel.) Tie Rede des wirtlckMftsmr.rffters Dzierzbicki in der letzten Staatsrats^ litzuug gibt der polnischen SÄmtszectung „Rdonftor Polski" Anlatz rns'5^ Leitartikel, rn dem diese als deuttiche Erklärung der polnrschm Bereitschaft zur Annäherung an die Zentrale machte bczeickmet wird. Der Wille dazu, führt das Blatt aus, mangelt den Polen nickst. Kein real denkender Pole wi'irde eine Bersta-norgung auf Grund des Prinstpes „do ut des" aussckstagen.^ üoch dazu gehört ein kategorischer, vernünftiger und oertrauener- weckender Enffchilnß. Minister Dzierzbicki wendet sich in seiner Jtebe nicht nur an die Poleir, sondern an die äußeren Fattoveni ünd entrcnßt den Polen sernd-lichen Elementen die Waffe, welche das immer noch gern vorgeschobene Argument einer angeblich inw Horen Haltung der Polen liefert. Tic Haltung der Polen ist klar, nur. mug das polnische Volk wissen, daß alles, was es zu! tun htt. ihm Freiheit bringen wird. Ter Weg zur Berständi- cping mit den Polen und zur Gelvinnung ihres Vertrauens stehL offen doch mutz man berücksichltigen, daß es sich hier darum ^ überzeugen. Dazu genügen weder halb, Mittel, noch drpliomattsche Züge. Rumänien. Bukarest, 10. Mg. (WTB.) Im Senat verlas Mieles cu nachftlgendkm von zahlreichen Senatoren Unterzeichneten Antrag: „Der Senat verurteilt in Uebereinftimmung mit der Deputtertenkammer und mft den Gefühlen des Landes die unbesonnene, schlecht geleitete und den guten Ruf des Landes schädigende Politik der früheren Regierung und will an dein begonnenen Werk der Gerechtigkeft teilnehmen. Äußer großen poliftschen Fehlern hat die Regierung Bratianus noch eine Reihe von Uebertatungen begaben, welche, wie das Strafgesetz und das Gesetz über die Ministerverantwortlichkett vorsehen, bestraft werden müssen. Ter Senat billigt vollständig das Vorgehen der Deputiertenkammer und ist der An- stcist, daß Braftanu sowie alle, welche sein Ministeri um bildeten insgesamt verantwortlich sind und unter Mllage und vor Gericht gestellt werden müssen. Dieser Antrag, durch welchen der Senat sich rückhaltlos dem Anllageantrag gegen die frühere Regierung anschließt, wurde zur namentlickien Abstimmung gebracht und mft 57 gegen 1 Stimme bei 6 SftmmenthalLungen angenommen. d'Annunzio über Wien. - . Nichtamtl.i Meldung der Agenzia Sie- tani. Ein Geschwader von acht italienischen Flugzeugen, befehligt von Gabriele d.Anminzio, hat Freftag vormittag Wien über- flogen und Flugblätter herabgesoorfen. Es kehrte über Wiene-S Neustadft Graz, Laibach und Trieft zurück. Italienische Flugzeuge über Laibach. Laibach. 9. Aug. (WTB. Nichtamtl.) Heute kurz nach 11 Uhe vormittags erschien über Laibach ein Geschwader von sieben italie- nffchen Flugzeugen und flog, von den Mwehrbatterien beschossen, alsbald nach Südwesten. ver Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin. 10. Aug. (WTB. Amtlich.) Westlnk, des Ka- «als und cm der Ostküfte Englands versenkten unsere Unterseeboote, zjnm Teil aus stcrrc gesicherten Geleitzügen 15 000 Brutto-Register-Tonnen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. B e r l i n, 11. Aug. (WTB. Amtlich.) Neue U-Bvot-Er- folge im Mittelmeer: vier bewaffnete Dampfer von zusammen etwa 17 000 Brt. * Der Admiralstab der Marine. Unter den kürzlich gemeldeten Versenkungen bei deck Azoren befand sich auck) der englische Dampfer „Port Hardy" mit 10 000 T. (200 000 Ztr. oder 10000000 Kiloar) Gefrierfleisch stir Genua besftmmr. Hierzu bringt ein Telegramm der „Kolnftcheu Zeitung" aus Bern Auffläruuq über dre Bedeutung eines solchen Verlustes. Es heißt dort u. a., daß sich der Bevölkerung von M a i l a n d und C o mo und wohl auch nochl von anderen lombardischen Städten große Erregung bemächtigt habe, weil die Vorräte an Gefrierfleisch zufällig ausgegangen seien. Als Grund hierfür wird mlgegeben, daß die Dampfer, welche das OKftierfleisch aus Amerika transportieren sollten, „wegen verschiedener Umstande große Verspätuilg erlitten hätten. Auch ein Äbgeord- neter verlangt m einer Anfrage an den Verproviantierungs- - r wlortige Maßnahnien gegen den Fl ei schm an- g e l in Mailand Es ist bezeichnend, daß in demselben Augen- bftck, wo die italienischen Blätter die Londoner und Pariser Lugenmeldungen über den angeblick)en Fehlschlag unseres U-Boot-.Krieges wiedergeben, die lombardischen Städte die Wirkungen des U-Boot-Krieges zu spüren bekommenr. Ans Stadt rrnd Canl. Gießen, den 12. August 1918. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 12. August bis 18. August 1918 haben nach- flehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 33. Woche, gültig vom 12. 8.1918 — 18. 8. 1918 Buttermarken.. 33*., „ .. 12. 8. 1918 - 18. 8. 1918 Fleischmarken . 33. .. .. , 12. 8.1918 - 18. 8. 1918 Kartoffeln,arten, 33. , „ * 12.8.1918 — 18.8. 1918 Seisenmarken für den Monat August. Ein Nmtansch verfallener Marken findet nicht mehr statt; edeufr» wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Neuanmeldnnqen nnd Anmeldung von Neugeborenen haben unter Vorlage der nötige« Ausweise, insbesondere der LebenSmittel-AnSweiSkarle, auf dem Lebensmittel- amt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt nnd Wegzüge von Gießen find in den zuständigen Bezirken anznmeldcn. GcschäftSfinndcn des LebcnSmiltelamtcS von 9—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. Markenausgabe fi'rr Urlauber: Sonntags von 19—12 Uhr vormittags. ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog ,-n-ffng zum Vortrag: den Staatsminister Dr. v-on Eivald, den Ft.mnzminister Dr. Becker, den Vorstand des Kabinetts Wirklichen Gchffmerat von Röml-eld; außerdem den Generalmajor von Randow. ** Das Großh. Hess. Regierungsblatt Nr. 19, ausgegeben Darmstadt. - 8. August 1918, hat folgenden Inhalt: 1. Bekanntmachung über den Verkehr mit Getreide. Hülsen- srüchben, Buck)weizen und Hirse aus der Ernte 1918 zu ^aat- :: ecken. — 2 Bekanntmachung, das Verbot des vorzeitigen Erntens von Herbstgemüse und Rüben betreffend. — 3. Bekanntmachung, die „Staffel^Stiftung" in Darmstadt betr. — ,4. Be- kauntmachmrg, die „Wegener-Jubilaumsstiftnng" zu Blitzenrod betr. — 5. Bekanntmachung über die Regelung des Verkehrs mit Käse, Quark, Molkdneiwerß und ähnlichen Erzeugnissen Bekanntmachung über den Vermehr mit Stroh und Häcksel aus der Ernte 1918. — 7. Bekanntmachung über die Walnnßernte. — v Bekanntmachung, den Verkehr mit Wild betr. — 9. Bekannt machang über die Preise für Stroh und Häcksel aus der Ernte 1918. ** Ausgabe von Bienenzncker zur Herbstfütte rung. Tie Ernkaussgesellschaft für das Großherzogtum Hessen m h. H., Mainz, hat soeben die Bezugsscheine für Bienenzucker zur Herbstsritterung an die Bürgermeistereien zur Weitergabe an die Bienenzüchter gesandt. Aus das Volk entfallen 5 Kilogramm Zucker, und zwar rrur versteuerter Zucker, da infolge Arbeiter- nnd ftohleninanggels nnversteirerter (vergällter) ^ Bienenzncker von dem scachtgünstigen benachbarten Fabriken nicht beschafft werden konnte Im Interesse der einzelnen Imker liegt es, sofort ihren Bezugsschein bei ihrer Bürgermeisterei anzu fordern, damit sie die Herbst rüderunq rechtzeitig vornehmen können. ** Städtischer Ob st verkauf. Es werden bis aus wei. teves die Obstmarken A 11—40 beliefert. Näheres im Anzeigenteile ** Freibank. Dienstag den 13 .August, 2—4 Uhr von Nr. 351—400. [** Wolleablieferung. Zum Ankauf der Wolle von Schaf haltern mit weniger als 30 Schafen sind Bezirksaufkäufer be stellt worden. Bon den Bezirrsaufkäufern sind Sammelstellen errichtet worden. An diese Sammelstelle sollen die Schashalter ihre Wolle zur Abschätzung durch den Bezirksaufkäufer liefern. Ter Be- «rksaufkäuscr kauft diese Wollen gegen eine Provision für die ftttegswollbedars-Aktiengesellschaft, also nicht für seine Rechnung. Feder Mieserer von Wolle erhält einen Ablieferungsschein. Auf diesem ist genau vermerkt, welches Quantuin Strickgarn zum Preise von 6 Mk. das Pfund er gegen die abgelieferte Wolle von der llriegswolkbedarf-Aktiengesellschnft erhält. Nähere im An- eigenteil. _ , _ . _ _ ^ ** Anbau von Sprna t für Herbst undFruhiahr. Air lesen im Reichs-Gemüse- und Obstmarkt: In den Herbst- monaten wird oft frühzeitig mit dem Verbrauch der Wintergemnse begonnen, während man im Spinat ein gutes, dankbares und recht ausgiebiges Herbstgemüse auf den Markt bringen könnte. Svinat läßt sich mit Ausnahme der Monate Juni und Juli fortgesetzt anbauen. Die Aussaaten, die im August vor genommen werden, ergeben die reichste Herhsternte an Spinat. Aecker mit Frühgemüse und Frühiftrrtoffeln eignen sich nach der Aberntung gut zur Spinataussaat. So zeigte nach einem Bericht eine Aussaat 'm August v I. mit 200 Gramm Saatgut aus 24 Quadratmeter Fläche folgendes Ergebnis: Ter Aufgang. war bei der Samenmenge recht dicht. Die ersten kräftigen Pflänzchen wurden bald als Gemüse heraus gezogen. Schon der Herbst brachte 6t> Pfund Ertrag, und im Frühjahr konnten nochmals 55 Pfund Spinat geerntet werden. Dabei war der Boden geringwertiger L>ano, me Borfrucht Gurken: die Düngung bestand in Zufuhr von Jauche. Für Herbstfpinat ist die Drillsaat zu empfehlen, damit das Unkrmtt gut beseitigt werden kann. Eine reiche Sprnatsaat wlft dre Bevölkerung mit einem guten Gemüse versorgen und die Aecker durch tue Zwischenfrucht besser ausnützen. , , . ** Fahrpreisermäßigung oei Fahrten zur Nesselsammlnng. Durch Verfügung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten haben Schulkinder bei der Preusjisckp Hessifchen Staatseisenbahn nur den halben Fahrpreis dritter Klaffe zu zahlen, auch wenn weniger als zehn schulender an der Fahrt teilnehmen. Die erforderlichen Ausweise werden dae Obmänner der N. AG. erteilen. Es ist zu erwcrrten daß diese behördliche Verfügung dam beiträgt, daß die großen Bestände an Brennesseln auch wirklich hererngebracht werden und so ^der Textilnot abgeholfen wird. , , . — - r „ „ ** A u f ein g em ei,ngef ahrliches Treiben wacht das „Mainzer Journal" ar er Ausnützung der Konjunktur H an dl er. ■■■mi Räumen zur -VSl sind aus diese Weist sehr zahlreiche zmn Bewohnen geeignete; Räume von M öbelspekulanten zu hohen, die brachen Mietpreise ,oeit übersteigenden Preisen gemieler worden, ^er Wohnung polirei bietet sich unseres Erachtens wer eine dankbare Ausgabe — Diese Art Möbelhandel macht sich cot sehr vielen Platzen breit. Nicht nur die Polizei — die kann nicht überall fern! —, Iordern alle Mitglieder der Allgemeinheit sollten das Ihrige dazu, vertragen, diesem nivderncn Wucher ein Ende zu bereiten. . ** Neue Maßnahmen zur Ordnung ui den ju* gen. lieber mangelhafte Ordnung in den Zügm lvird svrtgesc^t ge- klaat Dir Reiseuden setzen sich eigenmächtig über all-, -Vorschriften hinweg Der Minister der ösfentlick>cii Arbeiten hat deshalb die Eisenbiihnhivektionen von, neuem angewiesen, che Ordnung auch in den stark belaftcten Zügen aufrecht zu erhalten Gegen Reil ende, die die vorgeschri ebene Ordnwrg nicht beachten oder sich den Anordnungen der Bedierrsteten nicht rügm, ist höflich, aber mit dem nötigen Nachdruck vorzugehen. Säumige Bedienstete find zur Verantwortung zu ziehen, pflichteifrige durch Belohn,rügen auszu- zeichnen. Das gesamte Zugbegleitpersonal wrrd mit einem Merkblatt ausgerüstet, in dem alles Wichtige kurz zu,ammen- aemfw ist Erst wenn sämtliche Plätze emer Mache besetzt nm>, düist« ?a rgälte auf frei.- Plätze der nächst hohwen K'.a se verwiesen werden. Bei Uebcrfül'inrg find die Plätze über die übliche Zahl za besetze,.. Wenn Reisende eigenmächtig in eurer höheren .Klasse Platz nehmen, so sind sie wie Reifende ohne gültige Fahrkarte zu behandeln, sofern fie sich nicht sofort imaufgefordert melden ufw ** Verordnung über künstliche Düngemittel. Ter Bundesrat har eine nerve Berovdnirng über künstliche Düngemittel erlassen, die in verschiedener Hinsicht die bisher nach ocr Dekm'mtinachung vom 11. Januar 191«. Reichs AR: er. d i geltenden Vorschriften abändert. Ta letzter.- durch eine Anzäh! späterer Aendecungen erhebt«« an Uebersu» verloren hatte, bringt die neue BLvmjmuNig eine vollständige Neufassung des Wortlautes, der unter anderem auch einige Zweifel wegen der Auslegung der bisherigen Bestimmungen über die Kleinhandels- irnd Lagerzuschiläge beseitigen soll. Tie Berechnung des Verdienstes der Writerverkänfer von Düngemitteln und seine Verteilung auf mehrere Weitevveckäufer lviro eingehend festgelegt. Tie gewerbsmäßige Herstellung von Mschbünger ist an die Genehmigung des Reichskanzlers en Feuer lagen. Auf der großeii, schnurgeraden Römersttaße drängten sich mm n-eben ocw zur Lzersolgung bereit gestellten Kavallerieabteilnngeu. und Batterien, Munitionskolonnen 'heranmanchEnde Infanterie rrnd ^ serven sowie Mas chinenge wehrso rnn all onen. In diese kmnpakveMasfe von Menschen rrnd Pferden schlagen die Granatm. des ichweren deutsckkei, Flachfeuers, während Flieger mit ihren Mascknnengeweh- ren die Straßen beschossen. Inmitten gewalttger schwarzer und gelber Rarlmftmtainen z Grambkow, konnten von dm Bolschewiki nicht etwa erstißt imb ersckEm werden, i'ortbeni, sie sind, wie es heißt, entkommen. Die Unsicherheit war i.ffolgedffstn. so groß, daß die Mitglieder der deutt'chm GesMdttä-'rft ihr Hotel uicht mehr Verlassen konnten:. Unter diesen Umständen voar den Entschluß, die deuffche .Gesandtschaft in Sicherheit zu Onr^.'it, durchaus g-ebotLU, auch aus der politischeru N-otwendigkeft, die bisherigen' Bezielnmgten zwischnr Deutschland und der Sowjetrepublik nicht einer erareuten schweren Belasttmgstnobe. wie es seinerzeit die Ermordung des Grasen Mirbach war. auszusetzen Die neue Station' dor (i^'autw'chgft. P l e s ka u Pskow), ist lediglich als eine Art Beobachtungshvstem gedackxt. Von der iv-etteren Entwicklung der Tinge in Rußlarid und von den bevorstrhmd«^ Be- ftnockiungen im Großen Hauptguartier wird es abhrngen, ob und ixtm welcher Dauer die Belasfung unserer Gesandtschaft in Ples- k a'll sein uürd. Auckl der Umstand wftd dabei mit entscheidend sein, trie die -Lvwsett-eqierung praktisch ihr'm (heschäftsverkech ;mt dem neuen Sitz der Gesandtschaft gestallen wird. Das deutfiste brchsandtsttzaftsprrfonal m Mosrav. Helsinqfors. 12. Aug. Das deuffche. E^esandffchasts- personal mrs Moskau ist am Sonntag morgen 8 Uhr über Petersburg hier angekommen. Tie Weiterreffe nach Reval erfolgt n»ahrschei7Üich alsbald. Bon russischer und von smnffcher Seite wurde beim Passieren der Grenze das größte Entgegenkommen bewiesen. Helfferich im Hmiptfiuarffer Berlin. 12. Aug. Wie der ,Berl. Lok.-Anz.^ HStt, chtt sich der deuffche Gffandte bei der Sowjetrepublik, Dr. Helfferich. am Sonntag mit dem Abendzng zum Bottrag ins Große Hau plan artier begeben. Sein Ülusenthalt dvtt ist wii meh- mehrere Tage berechnet. Zliegerangriff auf Zranffort. Frankfurt a.M., 12.Aug. (Amtl.Mkldung.> Heute früh gegen 9 Uhr fand ein Flielleraugriff auf Frankfurt am Main statt, der neben Sachfichaden trotz rechtzeitigeil Alarms auch mehrere Opfer vornehmlich auf der Strastejordette. «rntlicher TriL. 4fj Bekanntmachung. S? f t r.: Regelung des Verkehrs mit BrlTtgetvvide und Mehl; hier: Mehlpreise des Kommunalverbmrds. Aus Bqchluß des Kreisausschusses von heute wird mit Wir kulni vom 16. August! l. I. ab bis aus weiteres der Preis für das von dem Kommunalverband an die Stadt Gießen sowie an die L andqe me i nd e n Des Kreises abzugebende Mehl wie folgt festgesetzt: n. Ur Mehl beim Weiterverkauf durch Bäcker oder Ländler an dre Verbraucher:' 1. Roggeirmehl 24 Pserrnig das Pfund: 2. Werzenbrotmetzl 26 Pfennig das Pfund: ö. Wnzenauszugmehl 40 Pfennig das Pfund Gr eye n, den 8. August 1918. Grvßherzogltchcs wreisamt Gießen. Dr. U s i it g c r. 1. Roggenmehl, 94 o/oige Ausmahlung, 43,50 Mk. für den Top- pel-entner ohne Sack. 2. Weizcnbwtmehl, 94 »»ige Ausmahlung, 46 Mk. für den Doppelzentner ohne Sack. ' 3. Weizenmrszugnlehl, 70 Mk. für den Doppelzentner ohny Sack. Gießen, den 8. August 1918. Großherzoalickies Kreisamt Gießen. Or. Usinger. Bckannturnchung. B e t r.: Ten Höchstpreis für Brot und Mehl. Nachdem der Kommunalverband mit Wirkung vom 16. August l. I. ab bis auf weiteres den Preis für den Doppelzentner Noggen-- mehl mrf Mk. 43,50, für den Doppelzentner Weizenbrotmehl auf M. 46, für den Doppelzentner Weizenauszugmchl aus Mk. 70 festige letzt hat, werden hiermit von genanntem Tage an für die Landgemeinden des Kreises ins auf weiteres folgende Höchstpreise festgesetzt: I. Für Brot: aj für den 4-Pfund-Laib 88 Pfennig, d) für den 2-Pfund-Laib 44 Pfenrrig. Das Berkaufsgewicht des Brotes mach noch 24 Stunden nach seiner Fertigstellung vorhanden sein. Bctnnnrmacpung. Betr.: Regelung t^s Verkehre- mit Brotgetreide uiid Mehl: hier Verbrauchsregelung im Erntejahr 1916. Gemäß Verfügung des Direktoriums der Reichesetreidestelle mitgeteilt dirrch Verfügung Großh. Ministeriums des Innern vvrn 26. Iulr 1916 zu M. d. I. III. 17989, hat iür den Bezirk des Kommunalverbmi0-3 Kreises Gießen) mit Wirklmg vom 19. August 1918 ab .folgendes ju gÄten: 1- Tie als .Höchstverbrauch zulässige Tageskvpfmenge an Mehl für die versorgungsberechtigte Bevölkerung wird vom 19. August 1918 an bis auf weiteres von 160 Gramm aus . 200 Gvanmi erhöht. Eine Zuteilung von Brotstrerkungs-- mitteln vanrn vorläufig nicht erfolgen. 2. Die Zulagen an Schwer- nird Schiwerftarbeiter bleiben in der bisherigen Höhe und nach den zur Zeit geltenden Bestini- inungen beziehen. " 3. Die Ausgabe der Reichsreisebrotmarken. von denen zur Zeit 4 Stück ^ 200 Gramm Gebäck für den Tag und Kvpf zur Verteilung gelangen, wird vom 19. August ab ebenfalls auf 5 Stück — ,250 Gramm. Gebäck, erhöht, so daß für reden Reisetag fimrtig an eilte Person 5 Reichsreisebrotmarken zu 50 Gramm ausgehändigt werden. 4. Tie den Selbstversorgern aus ihrer eigenen Ernte zu belassende Brotgetreidemenge ist vom 16. August l. I. an von 6*/, Kilogramm für den Mmurt bis aur weiteres auf 9 Kilogramm Brot- getveide festgesetzt. 5. Die Beü-mckmach-mg Gwtzh. KreiSamts vom 6. Juni 1913 lKrersblatt Nr. 66) tritt vom 16. August 1918 ab außer Kraft. Dem Oberbürgermeister zu Gießen und den Großh Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises \vixi> empfohlen, vorstehende Bekanntmachung ortsüblvch zu veropentttchen. Gießen, den 9. August 1918. Großherzogliches Kreisamt (ließen. I. B.: Öcmmerbc. Bekanntmachung. Unter Hinweis auf vorstehende Bekanntmachung wird für die Landgetneinden des Kreises Gießen weiterhin fol- geitdes beftinintt: 1. Das Brot ist vom 19. August l. I. ab im G«viäx von vier Pfund herzustellen. Die Gemeinden ^halten für den Kopf der versorgungsberechEigten Bevölkerung «täglich 200 Gramm Mehl, für 15 Tage also 3000 Gramm Mehl. Daraus sind 4000 Gramm Gebäck zu bereiteil. 2. Die Zuteilung des MrHles fowie der Brotkarten, erfolgt vom 16. August I. I. an nicht wie seither vom 1. des einen «nt 1. des nächsten, sondern vom 15. des cinell zum 15. des nächüen Monats. 3. Der Preis für den 4-Dftmd-L-aio Brot ist guf 88 Pfenn .g festgesetzt. Den Grvßh. Bürgermeistereien der Land ge - meindenidais, Kreises wird empfohlen, vorstrhe?tde Bekmint- machung sofort ortsüblich.zu veröffentlichen. Gießen, den 9. Aüguft 1918. Gvoßherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: L emm erde. Statt besonderer Anzeige. Füfs Vaterland starb am 7. August in einem Kriegslazarett an den Folgen eines am 7. Juli d. J. erhaltenen Kopfschusses unser heißgeliebter, einziger Sohn, unser lieber, treuer Bruder, Enkel, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Todes-Anzeige. Statt besonderer Anzeige allen Freunden, Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß gestern früh 11 Uhr unsere liebe Tochter, Schwester und Patin Minna Scherer Wilhelm Adolf Usinger im blühenden Alter von 20 Jahren nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Leutnant der Reserve des Kraftfahrer-Bataillons In tiefem Schmerz: Wieseck, den 13. August 1918. Karl Scherer and Familie. Die Beerdigung findet Mittwoch den 14. d. M. l /,3 Uhr statt. 04162 Führer des Kraftzugparks einer Fuß-Art.-Batterie im Alter von 26 Jahren. Geheimerat Dr. Usinger, Großh. Provinzialdirektor der Provinz Oberhessen, und Frau Carlotta geh. Noll Lotti Kleyer geh. Usinger Wilhelm Kleyer, Oberleutnant der Reserve. Gießen, Frankfurt a.M., Mainz, den U.August 1918. Statt Karten. Die Verlobung unserer Tochter Gertrud mit Herrn Fabrikdirektor Apotheker hanr wellmann beehren wir uns anzuzeigen. Meine Verlobung mit Fräulein Gertrud völzing beehre ich mich anzuzeigen. Die Beerdigung in der Heimat wird nach Ueberführung in Mainz stattfinden.—Von Beileidbesuchen bitten wir abzusehen Pros. Polzing und Zran. Gießen, Dismarckstr. 32. Fabrikdirektor Apotheker haur wellmann. Wiesbaden, Sonnenberger Sk. 70. August 1918. 6012 D Städtischer Obstverkauf. Bekanntmachung betr. Wolleabliefcrung Zum Ankauf der Wolle von Schaf- »altern mit weniger als 39 Schafen sind lezirksauikäufer bestellt worden. Bon den Bezlrksaujkäufern stnd Sammel- stellen errichtet worden. Sammelstelle für den Kreis Gießen ist die Firma Heyer Oppcaliehner L, Langsdorf (Oberh.) An diese Sammelstelle sollen die Schafhalter ihre Wolle zur Abschätzung durch den BezirkSaufkäuser liefern. Der Bezrrksaufkäufer kauft diese Wollen gegen eine Provision für die Kriegswoll- bedarf-Attiengesellschafi, also nicht für seine Rechnung,- er ist angewiesen, für das rohe, ungewaschene Produkt den höchsten Preis zu zahlen unrer Zugrundelegung des für gewaschene Wollen festgesetzten Höchstpreises. Bezirksaufkäufer ist die Firma Emil Ba&onsohn n. Co. in Kassel-Eattsnhansen. Jeder Ablieferer von Wolle erhält einen Ablieferungsschein. Auf demselben ist genau vermerkt, welches Quantum Strickgarn zum Preise von M. 6.— per Pfund er gegen die abgelteferte Wolle von der Kriegswollbedarf-Attten- gesellschaft erhält. Es werden bis aus weiteres die Obstmarkeu A 11—40 bellesert. Die Obstmarkeu A 1 i-20 verlieren am 18. d. M. ihre Gulllgkett. Gießen, den 10. August 1918. 6000B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt) Alice-Schule. Kriegswollbedarf-Mieugesellschast Berlin SW. 48, Verl. Hedemamlftr.1. WW»ä UMKAM Wegen Todesfalls wird die ganze Einrichtung des Hotels,PrircHeinrich 1 Gießen Frankfurter Str. 36, bestehend aus kompletten Schlafzimmereinrichtungen, Restaurationsgegenständen, Sofas, Klavier, Teppichen ufw. meistbietend, öffentlich gegen Barzahlung am Dienstag, 13. August 1918, 10 Uhr vormittags, und folgende Tage versteigert. Besichtigung Montags. F. 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