Rr.M Der Sietzrner Anzelgn erscheint täglich, nutzer Sonntags. - Beilagen: Eichener Fan-UienMStter; Kreisblalt für den Kr. viertel» jäbrltd) Btt H •; durch Abhole- u. Z' "igstellen monatl. Bit. Mo; durch die Bost Mk. :'.60 viertel- fahrt ausschl. Bestellg. Fenisprech - Anschlüsse: iür die Schriitleirung 112 Berlag.GeschciitssteUeöl Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Erstes Statt (68. Jahrgang Donnersmg. 8. August Postscheckkonto: Frankfurt a.m. \\m General-Mzeiger für Oberhessen Bankvertehr: Sewerbebank Gietzen ZwMmgrrunddruck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vu^- u. Zteindruckerei R. Lange. Zchriftleitung, Geschastrstelle u. Druckerei: Zchulstr. Annahme von Anzeigen f. die'Tagesnummer dis zum Nachmittag vorher ohne jcdeBerdiudlichkeit Zeilcnpreise: für örtliche Anzeigen 25B'.,für auswärtige 30 Bf., für Reklamen Alk. 1.-uebsl 20°/ o Teu- erungSzuschlag. Haupt» schri'tleiter: Aug. Äoetz. Verantwortlich für Po» litif u. Feuilleton: i. V. Or. Zenz; Stadt mld "and, Vermischtes u.Ge- richtssaal: vr. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. ArchangeKk 'm deä Lnzländern besetzt. (WTB.) Grohes Hauptquartier, 7. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupp recht. Die Gefallgeuenzahi aus den gestrigen Kämpfen nördlich der Somme hat sich auf 280 erhöht. Ein englischer Gegenangriff südlich der Straße Braye—Corbie brach vor unseren neuen Linien zusammen. Die Erkundungstätigkeit war beiderseits der Lys und an der Avre besonders rege. Nordwestlich von Monwidier kam ein feindlicher Teilangriff in unserem Feuer nicht zur Entwicklung. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In den Morgenstunden Teilkämpfe an der Vesle. festlich von Fismes machten wir bei einem Vorstoß über die Vesle Gefangene. Am Abend heftiger Feuerkampf, dem beiderseits von Braisne und Barsches starke feindliche Angriffe folgten. Sie wurden teilweise im Feuer, an einzelnen Stellen im Gegenstoß abgewiesen. Der Erste Gencralguarriermeister Ludendorff. * Der Abrndbericht. Berlin, 7. Aug., abends. (WTB. Amtlich.) Bon den Fronten nichts Neues. Mit einem Urteil/ das jeden erstaunen muß, der mit den innerpolitischen Verhältnissen Frankreichs nicht vertraut ist, hat der Prozeß Malvy sein Ende gefunden. Der Staats- gerichtshof hat den Angeklagten wegen Amtsmißbrauchs zu fünf Jahren Verbannung ohne Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Malvy wird auf fünf Jahre nach Cayenne in die Verbannung gehen, aber damit wird sein Prozeß noch lauge nicht beendet sein. Malvy hat einen berühmten Vorgänger auf Cayenne, mit dessen Prozeß der seine eine nicht zu verkennende Llehnlichkeit hat. Schon in den äußeren Umständen besteht die Aehnlichkeit, daß der Prozeß Malvy ein politischer Prozeß ist, wie die berüchtigte Dreysust-Affäre, die ebenfalls damals nicht von berufsmäßigen Richtern abgeurtcilt wurde, sondern von Soldaten, wie jetzt Malvy vom allerhöchsten politischen Gerichtshöfe des Landes, dem als Haute Cour zusammengesetzten Senat. Die vom Staatsanwalte aus Grund der Verdächtigungen L6on Dandets, des Hauptschriftleiters der royalistischen ,,Action Francaise", erhobene Anklage auf Landesverrat brach im Laufe der Verhandlungen schmählich zusammen, Hs konnte Malvy weder die Auslieferung von Nivelles Plänen am Chemin des Dames, noch die Schuld an Meutereien der Front und des französischen Jnnenlan- des, noch eine Begünstigung der „Defaitisten" nachgewiesen werben. Lediglich übrigblieb Malvy.s versöhnliche Politik den revolutionär-sozialistischen und zum Teil anarchistischen Kreisen sowie sein verstehendes Entgegenkommen den Wünschen her Gewerkschaften und Arbeiter gegenüber, ein Verbrechen, darin gipfelnd, daß er von dem „Carnet B", jener Lifte politisch verdächtiger Personen, die bei Ausbruch des Krieges sofort verhaftet werden sollten, keinen Gebrauch machte^ um durch Toleranz die erregbare Stimmung der Fränzosen nicht unnötig aufzureizen. Obwohl die ehemaligen Ministerpräsidenten Viviani, Briand, Ribot, zu deren Ministerien Malvy gehörte, sowie seine Ehemaligen Ministerkollegen Painleve, Thomas usw., Ntänner von hervorragender Bedeutung, und reicht Kuletzt einflußreiche Arbeiterführer wie Merrheim, Fcrure nrld Jouhonx zn seiner: Gunsten ausgesagt hatten, Wurde doch ein Urteil gefällt, das keine Tat, sondern eine Gesinnung bestraft. Der Staatsgerichtshof hat keil: Urteil gefallt, sondern Politik gemacht. Warum dies? Ten Anschuldigungen Dandets war in einer berühmten Senatssitzung der damalige Senator Clemeneeau zur Seite getreten und hatte dem Minister des Jirnern vorgeworfen, er ijabe die „defaitistifche" Carclpcvgx^ unterstützt. Clemeneeau hat 1ich damals zu der Äeußerung Hinreißen lassen, er werde das , pazifistische Geschwür^' auf stechen, und er hat dies wahr gemacht, indem er all die häßlichen Affären? reyda, Duval, Bolo und Caillaux heraufbeschwor. In Malvy war aber jener Mann Au treffen, der als Obmann aller .Defaitisten Clemenceaus Haß am meisten ausgesetzt ist: Caillaux, als dessen Wertzeug Malvy hingestellt wird. Der Caillauxprozeß hat sich >etze gegeri diesen Mann als lächerlich erscheinen läßt. Der Fluch der Lächerlichkeit, nirgendwo vernichtender als in Paris muß aber auf Clemeneeau zurückfallen, wenn die mit so viel Tamtam eingeleitelen Prozesse zur Freisprechung führen. Deshalb mußte Malvy verurteilt werden, deshalb wird Caillaux das gleiche Schicksal treffe::. Es ist bestimmt mrzuneWen, daß Clemeneeau in dieser Richtung einen Druck auf den Staatsgerichtshof ausgeübt hat. An Falle einer Freisprechung hätte Clemenceaus Stunde geschlagen. Das Urteil des Staatsgerichtshofes besagt asso politische so viel, daß wan ihn noch am Ruder zu halten wünscht. Wie lange dies gelingen wird, ist eine Frage der Zeit. Der Diktator Clemen- ceau hat such und seine Politik der guerre integrale, des rücksichtslosen Vernichtungskampses noch einmal behauptet. Aber er hat in Malvy die drei früheren Ministerpräsidenten Viviani, Ribot und Briand getroffen, zu deren Ministerien er gehörte, für den sie alle drei als Zeugen rückhaltlos eingetreten sind. Somit haben Clemeneeau und auch Poincare den ganzen einflußreichen Haß dieser Männer auf sich geladen und allein dies kann ihnen das Heft aus den Händen winden. Mbenher sind aber auch andere Strömungen zu beachten, die infolge des Prozeßausganges Oberwasser erhalten haben. Die Sozialisten, Gewerkschaften und Arbeiter überhaupt betrachten, wie die „Köln. Volksztg." feststellt, den Prozeß Malvy 'als einen ausgesprochen politischen Streich der militaristischen Reaktion gegen die friedenswilligen, weil sriedensbedürstigen Arbeiter. Das Blatt führt hierfür die bezeichnende Tatsache an, daß gerade während der Prozeßverhandlungen und trotz der französischen Erfolge an der Marne die bisherige friedens freundliche sozialistische Minderheit zur Mehrheit geworden ist. Sogar die jetzt in die Minderheit versetzten Kriegsfreunde um Pierre Re- mrudel haben in der Humanite den Kampf gegen Clemeneeau. wegen der Vergewaltigung der Arbeiterinteressen im Prozeß Malvy erklärt. Man darf gespannt sein, wie sie die Verurteilung des langjährigen Ministers des Innern zu fünf Jahren Verbannung aufnehmen werden. Nach aller Voraussicht ist demnach der Prozeß Malvy ebensowenig durch den Urteilsspruch abgeschlossen, wie es früher der Dreysus-Prozeß war, und was den: Tiger" Clemeneeau die unbestrittenste Machtstellung erntragen sollte, kann der Anfang seines Endes sein. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 7. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlmrtbart: In I t a l i e n Artilleriekampf und Patrouillentätigkett. In Albanien wurden westlich Berat italienische Vorstöße abgeschlagen. Im oberen D e v o l i - Ta l erzielten wir weitere Fo rt sch ritte. Der Chef des Generalftabs. Rämpfe bei Archangelsk. Archangelsk, 7. Aug. (Reuter.) In vergangener Nacht besetzten die Bolschewik:. die Verstärkung erhalten hatten, Tsalowvwa, die nächste Station von Archangelsk. Sie wurden aber von weißen Garden vertrieben. Baucrn- patwuillen haben aus den Dörfern in der Nachbarschaft eine Reihe roter Gardisten weggeholt, die sich dort verborgen hielten. Nach Telegramuren aus Meben (Mesen?) und Pi- nega (Omega?) nordöstlich und östlich von Archangelsk ist in verschiedenen Bezirken die Gegen rNAlution gegen die Bolschewik: ausgebrochen. Es wird gemeldet, daß drei Flußboote gestrandet sind lrnd die bolschewistische Bemannung geflüchtet sei. Belagerungszustand über Archangelsk. Petersburg, 7. August. (WTB.) Die Presse meldet: Heber Archangelsk, Wvlvgda, Grjasowez, Buj, Station Suchona (bei Wiologda) und Kotlaß (a. b. Danach wurde bei Belagerungszustand verhängt. In diesen Orten wurden alle Kommunisten «unter die Waffen gerufen. Alle Ausländer haben die Orte innerhalb 24 Stunden zu verlassen. Wladiwostok. Wladiwostok, 3. Mg. (Reuter.) Englische Truppen wurden gelandet. Ein neuer Ausruf der Sowjets. Moskau, 1. Aug. (WTB.) Tie Sowjetregierung wandte sich mit einem besonderen Ausruf an die Bevölkerung der Entente st aateu, in dem sie die imperialistische, gegen- reoolutivnäre Bedeutung des Vorrückens der Entente im nördlichen europäischen Rußland klarlegl und die Arbeiterklassen auffordert, ihrer: Regierungen in dieser Beziehung Widerstand entgegenzusetzen. Massenverhastungen von Gardisten. Nishni-Nowgorod, 5. 9lug. (WTB.) Laut Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur wurden 400 Gardisten und weitere 400 Mann, die sich bei der sranzösisck^n Mission eingeschrieben hatten, um nach Frankreich an die Westfront expediert zu werden, verhaftet, weil man sie im Verdacht hatte, unter dem B>rwande dieser Einschreibung gegenrervlutiouäre iveißgcrrdistische Banden zu organisieren. Petersburg, 7. August iWTB.) Die Presse meldet: Auf Bofebl Trvtzkis werden die Straßenpatrouill-en und Wachen von Petersburg verstärkt. An die tschecho-flowakische Front ging«: von hier Verstärkungen ab. Die Zeitung „Bewaffnetes Volk" brft^t einen Ausruf ziur Verteidigung des sozäckistischen Vaterlandes infolge der Beschießung van Aochanyels k. Aw 1. August wurden hier 78, am 2. Angnst 109 Cholera- fälle gemeldet. Die Rote Armee veröffentlicht einen Aufruf an d-ie ehemaligen gedienten Mterofsiziere der Jahrgänge 1893 bis 1898 in den Gouvecnemeirts Petersburg, Moskau und Wladmur. Char bin, 3. Aug. lReuter.) Semenow geht nach Wladiwostok. Seine Truppen sollen zwischm Ömlar und der Statwn Mandschuria stechen, wo sie die Tschrchv-Slowaken erw rrt e n . » Aus der Ukraine Kiew, 8. Mg. (.WTB.) Durch ein vun Hetman bestätigtes Gesetz wird den ukrainischen Militärpersonen die Ms- übung de» aktiven Wahlrechts zu den gesetzgebende:'- und sonstigen öffe:Ulick>en Kört>erschaften, sowie die Angehörigkeit -n irgendwelchen Verbänden, Gesellschaften, Komitees und Orgmiya- tiouen politiscktu: Charatters, ferner die Teilnahme an politischen Mmnfeftationen und Temmrstrationen untersagt. Tie Zeitungen melden, daß die große gesetzgebende Versamm- llimg des Donschen Kosaken he eres am 15. August in N o w o t s ch c r k a s k zusainmentreteu wird. Im K uban gebiet hat General Toniken die Bolschewik auf einen engen Raum zwischen Toman, Jekaterinodar und Tuabse zlusannmengrdrängt. Von größeren Srttvt ist nur noch Nomoros fisk in den Händen der Bolschennki. Die bolschewistischen Truppen sind völljg demoralisiert. Im Taganrvger Kreis, der vis zur erchgültigen Eirt- scheidnug tkber die Zugehörigkeit zum Dangebiet oder zu der Ukraine als neutrales Gebiet gilt, ist vom deutschen Oberkommando eine Regierungskommission erncnrnt lvor'oen, bestehend aus ierf.ahrenen Beamten und Vertretern von den Hauptberusvn aus Stadt und Land. Das Organ der sozialdemokratischen Partei in N i k o l a j c!v verurteilt aufs schärfste die Anwendung von solchen Formen, . des politischen Kampses, wie sie die Ermordung des Feldinarschalls von Eichhorn war. Der Kurierzugverkehr zwischen Kiew und Hvloby ist wieder ausgenommen worden. Verschärfte Grenzüberwachung der Ukraine. Kopenhagen, 7. Mgnst. (WTB.i „Politiken." neldtt aus Helsingfors: Anläßlich der Mordattentale in Rußland und in der Ukraine wird in Rußland verschärfte G r e n z ü b e r-i bochung und eine strengere Polizeiaufficht im Innern des Landes eingc führt. Die Engländer in Rußland. Helsingfors, 6. Aug. (WTB.) Laut „Hessingin Sarno- matt' bringen die Engländer in Karelien mtb Murma Rubel scheine im Betrage von 100 Millionen vx Umlauf, die nur dort Geltung haben. Sie zwingen dadurch die Bevölkerung, ausschließlich bei ihnen zu kaufen. Tie Engländer kaufen Remttiersleisch und Lachs auf und versprechen dafür Zucker, Tee, Leder und Kleider Au liefern. ydich „Uusi Paetve" verhinderte die britische Gesandtschaft m Kristiairia die Ausfuhr von 60000 Tonnen Heringe, sowie Karbid aus Norwegen naef* Finnland. Finnland. Helsingfors, 6. Aug. (WTB.) In Sankt Andreae wurden einige aus. Rußland konrmerrde Individuen fest genommen, die mit Revolvern und Handgranate:: versehen maim, , Sie gestanden beim Verhör, daß sic von den finnischen rote^i Führern E l a n t o imd R a h j a abgesandt seien, um die BerlMl- nisse zu erkunden unb die hiesigen RoteN zu ermahnen, einen, neuen Aufruhr nicht zu beginnen, ehe sie Weisung aus Petersburg erhalten hätten. Zwei Individuen versuchten zu ent- stieben: einer davon ivurde getötet, der mrdere vettvundet. Das Urteil im Malvyprozeß. Paris, 7. Aug. (WTB.) .Das .im Staatsgeri : shos in öffentlicher Sitzung verlesene Urteil erklärt die gegen Malvy Erhoburen Anschuldigungen wegen Verrats für erfunden und verwirft in gleich«er Weise die Anschuldiguirgen auf Mitschuld ap einen: Verrat. Das Urteil erklärt, es stütze fest, daß seit Ende 1914 ein abgekarteter Plan bestww, um die Verteidigung des Landes zu schädigen dadurch, daß man die natiomile und moralische Kraft Und die Disziplin in der Armee untergrub. Die Propaganda Hab« nach,weislich durch die Gründmrg von Zeitungen und das Haltenl von Reden sowie durch die Abhaltung von Konsueiczen gewirkt.. Malvy habe das verbrecherische Unternehnren gekannt, welches die Hairptursache der Meutereien von 1917 war, habe ckber, -anstatt der Propaganda tatkräftig entgegenzutreten, ein Blatt unterstützt, dessen Redakteure wegen EmverMümisses mit dem Feinde verurteilt wurden, und 'habe Mweifungen zur Aufhebung eines) Stvasversahrens zugunsten notorisclrr Auarchistcn gegeben. Malvy behaupte vergebens, daß diese Politik, die auf die k>eisige Einigkeit! aller .Franzosen abzielen sollte, nicht vor den Staatsgerichtshof hätte gebracht werden dürfen, und daß er so gehandelt habe, um die Unordnung zu verhüte::: berat der fast ein cüttge vatcrländisichs Schwung der fvanzösiiclM: Arbeiter zeigte im Gegenteil, daß dies-- die .Schuldigen aus ihren Organisationen gestvfpn yät^n. siöach dem Wioderzusammentritt däe italienische« Lrnppen in Frankreich. Truppen in Frankreich MMrnInng des Pariser Ber-cksterstitters bei Secolo wieder in H sind yg ,, «VWHIV*. Cj CSVCOli) Vrvmmgslager hmter bcr Front zurückgezogen morden. Genf. 6 Französische Antwort an Troelftra. n\ "1$; ber „France libre", dem Organ der 40 so^attUpchen Abgeordneten, schn-ttn Rosier zu den Aeuüe- 2*0^ „Wem null Troelstra glauben macken, oaß MllttarlsnniS, der ein politisches Regime darstellt. m oem ou MilttarS immer das letzte Wort haben, mit dem n CI *r n ! 1! ~ L ' er . Verbündeten verglickien werden kann, die für ihre Unar.naugeleit und das ^elbltbestimmungsreäft der Völker kanunen ? Wrtfil T rrto ( ff-r r, _r,T das denn che Volk niemals der cn C: lfab-Lothrrngens Ml Frankreich zustim- Niemals Troelltras gleicht wie ein Bruder dem ^Ern.,. . Niemals Kühlmanns. Es soll nun eine große gestellt würden, habe bereits bei seiner früheren Tätigkeit in ^rrpolttainen Militärische und politische Initiative gezeigt. Südafrika N-fvlse hält The Africa lib Die üühturfw» Lage trt Südafrika für nicht sehr günstig. World die politische c.» i juuk ltijc auinma „uti. ha^ dort loldje Angst vor der imurer mehr nnd mehr Boden, gewinnenden Trennungs'trömung zugunsten der Wiederherßelluna l>.n allen , Unab.)Migigkcit, daß ltzeneral Botha eS nicht loagte 'emen Polten zu verlassen nnd m der Londoner Konferenz tell^ znnelnnen. ob'.vohl seine persönliche Anwesenheit in London nol- 'wendig gewe.en wäre. Die republik!a-.riscl>7N Tendenzen bilden dem Blatte zngolge zwar noch kettre (Gefahr, nehmen aber in den/ früheren Burenrepubliken einen größeren Umfang an HSkmng der Gebührensätze von 10 bis 20 vom Sumbert wcgtitam- men hebe. Auch seien m n..‘x, . TOmiitcrratä-fefoitblre Der. l ollen Die Ein zehnten seien nocl> vom Mini, permm des Innern testzusetzen, doch denke man an das schon vor dem Kriege erwogene System der Generalinspektoren. \ Aus Belgien. w .Kopenhagen 6, Aug. lWTB, Eine Norwegerin, die ,unf>ahngcm Aufenthalt in verschiedenen Städten Bel. '’ri'.'r 6 ™"/ 'U-Ückg«i gab einen, Vertreter ^ Een über b«e Berhaltnr„e Belgiens unter der PW“** 1 ,'^ e ^; 1T 19 bin« Reihe bemerHenswertec Schllderungen, hohein Maße geeignet sind gegenüber dcii von der Entente verbreiteten Nachrichten nber die Laae der Belgier aujklärend zu T^ Norvegerin, Fräulein Mrrie Ioergensen, führte u a. aus.' sie dursen nicht glauben, daß die belgisch? Bepölterung in Af, Vergnügungssucht ist niemals so lebbait aewelim im? u>itt t Helfferich nach Berlin berufen. . erlin, . 7. Aug. (WTB.) Der diplomatische Vertre- der kaiserlichen Regierung in Moskau. Staatsminister velffertch, wurde zur mündliches! Berichlerstattung über die ^.age in Rußland nach Beklin gerufen und ist gestern von Moskau nach hier abgereist. Ponr le merite "kk Ü n m 7 V % UQ ' (WTB.) Der „Reichsanzeiger" ver- offenlltcht die Verleihung des Ordens P 0 u r le m 6 r i te an den Oberstleutnant Kienitz, Major Freiherr von Schimmel m a n n und Reserve-Leutnant Fritz R u m e v. ^ jetzU Gccses, Theater sind an jedem Abend uberstitlt, wahrend die breiteren Schichte der Bevölkerung die ^^.deil ganzen Tag geöffnet sind. Der Krieg .st nicyt das Tag^gesprach. Nur m einem Punkte ist er deutlich Mbar: mi den Preisen Es ist alles furchtbar teuc-r. Fleisch ^et .30 bis 40 zanken, Fett und Butter 30 bis 32 Franken VTPT? 1 - ? ä i!l rn lind bei der übrigen Bevölkerwig nich 'mtzeiI den vorhandenen GÄdüberfluß aus und' halten de Preise für Lebensmittel m übertriebener Höhe. Ebenso nüe -me ^iuern smv auch die Kriegs,pekulanten unbeliebt. Die Deutschen Haren i ed e n s pe ku lat iou s h a n d e l a n derWaren- ^^^"oten aber der belgische .^ieqshandelsstanv haßt umgeht ne bei jeder Ge.egenheit. Tie arme BevASerung Belgiens leidet natürlich fchver unter deni Truck .-ev Ztnegev. jedoch bedeuten die amerikanischen Lel-ensluütelsen- i^nge.n «ne gute vilfe, die durch den belgischen Hilssausschuß Vermittlung ixx Deutschen verteilt werden. Die Arbeiter- - l»ben ^tsgebört, und auch die Arbeiter l>aben' von dem allgemeinen Geidrelchtum Vorteil. Zum Luftschiffangriff auf England. ^ Lond on, 6. Aug. (WTB. Amtlich.) Feinbkiche Luft. !Mfc nHerten stch am v. August um Y.30 Uhr der eng-, lischrn O stküste, drangen aber nicht tief ins Land vor • 6 6. Aug- (M Reuter. Amtlicher britischer Be- 1 versuchten nt der Nacht zum 5. Ang. ?? .Me W uberfliegen. Sie wurden auf See von unseren Luft- ^?aUe aber überdies für da- rechtteittv Einttesfsr weiterer Verstärkung gesorgt. Von allen -SeiMiÄ^ beran. Fünf ^amvsfkegerformationen packten den Feind m ttrschem Lraüsgehen und liegen nicht von ihm ab >clls er sich zur Flucht wandte. Einen feindlichen Fliege^ nach dem Mideven ervenyte sein Schicksal. Trotz der eiUqen FZ§ ^ S5S bet Laperen Gegeuwttn der Flugzeuginsas.'en verlor der Feind ftfben 1 ^-?^^ e ^ C cJJL :u Ji cre ■^ >änöe Nelen. Das zuerst angesaßte Äe. ^ wurde völlig vernichtet So schloß ** U ' tT ^ ^nEtttsLch mtt S ^ Amtliche Personal Nachrichten Der Großber^oa ^- ^rttag: dan Kabinettssekretär Dr. v. Eiss: att^r? D^ für die Provinz Bral^t ^he^tam^^^den Oberst- ?• ^ mq Mootz zu Darmstadt zum Kommandeur des Tripolis. r. ^ r J T ' Ir ^ ilQ - ^TB. Nichtamtlich.) Laut „Slampa" bedeutet dre Ernennung Garionis zum Gouverneur von und Statthalter der Chrenaika einen Programm- Der feindliche Wagemut in der Kvlouie sei noch nicht gebrochen. Garwni, dem alle Mittel zur Einleitung einer rreuen Epoche der Kolonialpolitik Italiens zur Berfüguiig Aus dem Reiche. "cc n?- ^ U9 ' (WTB.) Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht em Gesetz zur Ergänzung dcs Kapitalabfin- d ungsges etzes, das Kapitatabfindungsgesetz für Osfi- ziwe, erne Verordnung über künstliche Düngemittel, eine Bekanntmachung betreffend die Prägung von 25-Pfennig- Jotvie eine Aussührungsanweisung zur Verordnung über das Herbstgemüse und Herbftobst per Ernte 1918. Aus Heften. C, Darmftadt, 7. -lug. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer konnte bei der Kürze der Zett en. Du würdest dir vielleicht sagen- Wieso weiß gerade du Köchin vom Rentner Meyer, was der König m Englamd dem König von Belgien versprochen hat? Wieso ist gerade der Lehrling rvni Barbier Zdintze eingeioeiht, tvas Hintxw. bnrq vor hat ? Wie kommt's, daß just die Rottudeiifrau vom Hamburger Platz d.ts .Neueste vvm neuen Sultatr hintenhermn erfahren har? Aber, gottlob, du bist blöd, naiv und unwissen- sch-Nlich Tu „hast gehört".. das genüat. DÜ^st'gam richtig, daß es Zetten gibt, in denen nicht das Gewicht der Persönlichkett Ausschlag gibt für den Glauben an gewisse Gerüchte — das n>are auch sehr bedauerlich, denn gerade die gewichtigen Peri'önlich- keiten sagen nichts. Die tragen ihre Wissenschaft in ihren 5)erzen verrwrgen und in ihreir Aktenmappen, und äußcril sich kaum darüber, wenn sie von Kuntzes Lehrling rasiett werden oder wenn fte wirklich am dem Hamburger Platz mal Aufenthalt nehmen Netn, nem, die Zett ist günstig. ?Nan sicht's keinem Menschen an, will s keinem Mischen — auch dir nicht — ob er einen fetter beim Generalstäb, einen Onkel in der Nähe des' Sultans hat. Und ein kleines Eigen.-Verdienst darfst du auch bei der Sache haben. Kein Mensch, das ist eine hübsch, alte Regel, erzähtt Gehörtes genau so Wetter, wie er's vernommen hat. Man ist schließlich kem Ph^iograph. kein Schalltrichter! Ein bißchen was setzt man dazu, aus-stlMückenL), wie irum denkt, daß es sich begeben pat. Das ist nicht gelogen. Das ist die Wahrheit — in diesem bqe ch:h»rte Wahrl)ett — durch ein- Temperament gefehn. Und auf eines kannst du dich verlassen, jeder, der von dir hört, was du gehört hast, uird es weiter erzählt, tut auch von Eigenem etwas dazu. Das wäre ja auch schimm, wenn die Menschen so ganz ohne Phantasie tv-ären. wie eure chemisch Formel! Netti, nein aus einem Gerücht wird erst ein rundes Geschichchen, das auch klugen Menschen zu denken und schließlich ärgerlichen Vercmt- wörtlichen was zu dementieren gibt, tuenn jeder aus eigenem etwas an klebt oder hineinknetLt. Und laß dich nich irre mack>en von den Nüchterlingen, die sagen. Gerüchte verwirren die Geschichte, hinderten die Finschung. ,-Zln lvegenteil: Was wäre denn die ganze „Forschmg", wenn alles schon Hubs } genau, wie sich's zu getragen, überliefert wor- deii wäre ? Ueberflüsstg wäre sie! Und Tam'ende von braven Prw- wssoren lvären brotlos mrd könnten Schnürsenkel verkmifen. Alles was man heute vom Köirig Che-ops tvciß uiid von den Pyramiden geht auch Mir darauf zurück, daß der Herodot aus Halikanmß.in Aegypten ww Phömzien herumgereist ist, und hat sich da unten erzählen lassen, was die Leute „gehött" haben. Und dabei hat er noch rucht einmal die Sprache der Aegyptzer und Phönizier gut aesprocheu, und so ist es gekommen, daß «r sogar die Namen ganz f? rmene - a -^ ernannt. Ferner hat der Großherzog am 3 Aug ^cinzaspiranttn Peter Hanauer aus Darmstadt zümi Revisor! M^^^'^N'ck-eruuMammer und den Karl Rocker aus Worritadt von: 8 August d. I. an zum Schieibgebiffen bei den Finan^mr Wörrstadt ernannt. Entlassen 'mrrde am 31. Juli aus . -(Lchsuchen w!S oern Schuldieikst die Lehrerin Anna El aß an 19) ^ ftiP >ung stadt mit Wirkung vom 12. Aug. 1918 ab. Der Givkih. Weichensteller der hessisch-vreußischen Essen- bahng emeu p chcftt Johannes Barmaim zu Bürstadt ist vom ' 1918 cm in ben Ruh.stand^ l^t Zcbil ^ v -x . scher O ostverkauf. Es n^erden. bis aus wektev^ die iLbstnmrken A 1—30 beliefert. Die Obsttnarken zeigenteil am 11. d. M. ihre Gültig Leit. Siehe Au- Sammlung getragener M ä un er o be r kl ei- 8U 5^ abgLholtta ZtthluugSMüveisuugen sich, späte- tHl 'kädttschm L-bensmuttlamt, Zssnnier gegen ßtückgabe der A^veffe rn Lmp- stvvg M nehmen. Liehe Airzeigcrtteil. für Web-, Wirf., Strick- >uii> «”•»■*«!> tm »»*«* „„ »J« a Slf 3 o\ t f €1 ^ en - f ^ >€x . ^üstcklen. werden beschleunigte züscÄag-- PK L>a!; Eelt oder häuslichen Ausgaben dürfet L-mtvagung l>at grundsätzlich ^oUten .Jöei einem Umsatz von nidit mehr ^2? kmm dre Emtmgmrg auch mtr am Schlüsse Tie oberste Landessinanzbihörde kann für £ uitt einem Umsatz von nicht mehr als dRark anordnM, daß der Mangel von AufzeichiunNeuj SP ^truerpfluhttgen angesehen tvird. Son- fnge Vorschriften über die Buchführungspflicht bleiben l«stehen. Eme erteiltme Pllicht besteht .fnt Luxusgegenstände, 'für die -.Tiger- und >^teusrbuanpt so. rvett geht k-eine Blödheit ja nicht, daß nicht immer esst winzta Rornchen Möglichkeit in dem ist, was du hörst und. ein bißäien ausgeschmückt, wettergibst. mir Nmu« und sollte dich vielleicht ein bißchen toe- ffchttg mächen — wenn du nämlich immerhin schlau genug bist das zu begEen. Es arbt, Gerüchte, die plötzlich aufflattern und d-ic juft Tut Ohren, ime dre deinen, bestimmt sind- (Gerüchte die wenn sie u»hr Mären, sehr peinlich mch nnangenehm in ihren ,volg«n für uns, Mären. Da aber unsere furche — kannst du folgen > — em vauptmteresse daran (toben, daß mir an peinliche und für uns unangenehme Dinge, die uns angeblich vertorgm, weri^:,. glauben solleii, so srnd sie es, mcsere J-eindc, die so ein Geruäü rn em paar empörte Ohren blasen. Me denn die Freude ^ Zeitgenossen,^Mie du einer bist, an »er heimlichen Wissenschaft dem.Gerüch RÄ>er«ch Flügel scktrrfft u,ch es hübsch ausputzt: möge, natürlich das Peinlrche immer peinlicher mich, das Hab' ich dir vorhin mtt Anerkennung für alle Leistungen in dieser Rich- Und ern toahres Gottesglück ist's, daß auch gescheite Menschen, menn sre den größten Blödsinn erst „von den to» sckMdenlten Seiten" zugctragen bekmnmen, ansangcn zu zmeisetn und zu ermagen. ob nicht doch tnclleicht.... Denn sonst wäre ja der Jnlerestentm^rs des Gerü-Ifts, das allerdiirgS immer in den Aiederungerl der Dirmmheit oder der Bosheit seinen Ausgarra mmmt, auf Blödunre, wie du, beschränkt. "nch der Kreis wäre gar nicht so Nein tzeut« nicht und spater eist rech! iriclft. Demi es jst möglich, daß Ein die gehufnhckdenden Substanzen immer seltener, immer unerschwinglicher »verden, die Weisen mal mtfOerfxat: aber die —> NUN, die anderen, die werden nie ** Bewirtsch-aftung des GrLnferns. Tie durch biz ®cwö>imti8 twn 31. Juli 1317 festgesetzten Höchiwveise für C’.hrün^ fern geüoi auch für ©rimfiern aus der ©mtc 1018. Eine Ae-.rde- fcauig ist m der Verordnung (Reichs-Gesrtzbl. Nr. 02) nur insofern dinyettvtsn, alls für den Fall, daß die Llbnahme »rach dein 15. August 1018 erfolgt, dem Höchstpve> für jeden i-.ilgen^en angesan- gerven l-alben Monat 25 Pfennig statt bisher 20 Pfennig zuge- schLaaen werden dürfen. Diese Echöl-nng ist mit Rücksicht auf die erhöhter Un^stter für Zins und Lagernirg erfolgt. Tie Bcwirtscha'- des. Grmlkerns, dessen Ge.ampnenge gering ist und der fast ausschließlich in >2>üddeutschlcrud genvnuen wird, erfolgt in bisheriger Weife durch die ReichKgetreidestelle. Landkreis Gießen. ** Wlicse8. Mgust. Dem Kreisarntsge'hilfen Fritz Han- sukt wurde das allgemeine Kriegsehreirzeicheil verliehen. Kreis Schelten. up. Aus dem Vogelsberg, 8. August. In auffallender Hahl treten bic Wespen auf. Atu jedem Strastenrain, ißt Felde, rm Walde ftnden sich die Wespennester sehr zahlreich. Selbst an Käufern bauen sie ihre grauer Kugeln. In jeden Raum, darinnen; Süßigbeiten zugänglich sind, dringen sie ein, besonders in Küchen. Arznei gl äser mit Zuckerw-ass-er MD ein paar Tropfen Essig sind cin gutes Fcrngmittel. Kreis Friedberg. G Friedberg, 7. Aug. T<^ Eiserire Kreuz, srüber die Hessische Tapierkeitsmedaille, erhielt der Kanonier Max Kühner. B. Z. Bad-Nauheim, 7. Wrgust. Wie die Kriegszeit kungünstig «ruf die Begriffe von M'ein und Dein ein wirkt, haben imr schon öfter berichten müssen. Sicher ist vor Spitzbubenhänden überhaupt nichts mehr; diese Wlchrheit müßt« in letzter Zeit auch das Kurhaus erfahren. Aus dem Lesezimmer sind in wenigen! Tagen etwa 20—25 Federhalter mitgenommen und in den Wasch- idumeit, ino man früher für jeden Gast ein kleines Handtuch äitt Verfügung hielt, die — weil sie dutzerrdweise gestohlen wurden, abgeschafft werden mußten — schneiden , Bubenhäudc die jetzt vorhandenen großen, auf Rollen laufenden Handtückscr mit einem scharfen Messer in Fetzen. Gestern ivurden dem Pächter der tKurhauswirtschaft aus dem Billardzimmer drei Clfenbeinbälle gestohlen. Die Folgen dieser für die anständigen Gäste und die Verwaltung gleich unangenehmen Vorkommnisse sind, daß die Aufsicht verschärft wirv und es in Zukunft Federhalter, Handtücher ichv. im Kurhaus nur gegen Hinterlegung eines Pfandes gibt. Starkenburg und Rheinhessen. R. M. K. Darm st adt, 7. August. Tie Unglücksstelle, an der am Samstag der Absturz einer Maschine und von fünf Wagen eines Güterzuges erfolgte, "ivas den Tod zweier tüchtiger Bahn- hvamten, des Heizers Schneider und des Führers Reltig, herbei- führbe. wunde am Montag durch Mitglieder der EiseNbahndirektioit Müintz besichtigt. Vermutlich dürften sehr bald A.wrdnungen getroffen werden, die es unmöglich machen, an dieser Stelle ähnliche UnglÜcksfälle herbcizufuhren. D. Z. Dar m stadt, 7. Aug. Die Ausstellung Deutsche Kunst Darmstadt 1918 sck-ciitt die in sie gesetzten Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllen zu wollen. Der Bestich ist andauernd gut, die Zahl der Besucher beträgt bis jetzt schon über 8000 Personen. Auch fc'frä bisherige Verkaufsergeünis von rund 25OOO0 DÜ. darf als außerordentlich günstig bezei>l)ne1 werden; es ützertrifft das Ergebnis der vorjährigen Ausstellung mit 113 000 Mk. schon um mehr als das Doppelte. Die Zahl der verkauften Kunstwerke beträgt bis jetzt zusammen 185. Hessen-Nassau. = Frankst rt g. M., 7. Aug. Auch dev heutige Arbeitspferde markt gm Qstiboh > hos war Meder von guten Material reich beschickt und von ß'üufern zahLveick besucht. Die Preise erkletlertei wieder schvindelnde Höhen. Mehr denn je m-achlte sich aber muh der wilde Handel bemerkbar, der den guten Ruf ^ s Marktes zu.-er stören droht. Zur Steuerung dieses Un- fngs laabsickiügt die Marklleittmg, in Zukunft die „wilden." .Händler nicht mehr Erlassen, sondern Mrr noch berufsmäßigen Häird- lern den Zutritt zum Markt zu geivähren. Trotz der hohen Preise war der ALorkt nach kurzer Zeit geräumt. = Griesheim a. M., 7. August. Ein hiesiger Einwohner, der seit länger afe Jahresfrist lxtz seinem Truppenteil als „vermiß!^ galt, wurde am Dienstag gelegentlich einer Haussuchung von der Polizei in seiner WVhnung uitter dem Bett versteckt auf- gefunden. --- Höchst a. M'., 7. Aug. Nach 43!ähcigiem Aufenthalt in Rußland und zuletzt in den Integrierte:rlagern Sibiriens, kehrte dieser Tage der 81jäHrÄe Josef Gimbel nach hier zu seinem 79jährigen Bruder und > amit in die Heimat zurück. Tie Begrüßung zwischen beiden Brüdern, die einander längst gestorben wähir- ten, war ergreifend. Der Heim-gekehrte war 1875 nach Rußland ausgewandert, hatte es hier zu Wohlstand gebracht, mußte aber dem,Kriege Hab und Gut opfern. Lsoch?ch«lnachr^chtsn. ** Frankfurt a. M., 8. Aug. Die Wirtschafts- und Sozialwrssenfchaftliche Fakultät, die zugleich Trägerin des Handelshochschülstudiums an der Universität Frankfurt a. M. ist, zählte im Somnrersemester 1918 395 (im vorigen Winter 358.» immatriiiilierte Studiereirde und 40 (36) Gasthörer. Unter den Jsumatrrkulierten befanden sich 37 (36) Frauen und 35 (35) Ausländer, darunter 14 Oesterreicher und Ungarrr, 8 Bulgaren und 8 Luxemburger. Die Zahl der Besucher, die wirt- schafts- und sozialwissenschaftliche Vorlesungen hörten, läßt sich nicht bestimmeir, da diese Personen, die keinem Berufsstudium obliegen, smrdern ihre wissenschaftliche Fortbildung pflegen, nicht nach Fakultäten gruppiert werden. Jirsgesamt wies die Universitär 308 (554) Besucher auf. H. L. Marburg, 8. Aug. Der Geheime M<ä>izrnalrat Professor Tr. Friedrich König, Dwckbor ber m Marburg, htt einen Ruf an die Universität folger Enderlens erhalten. w lürzburg als Nach- verm^chtes« Neuer Wrrldbrand an der Riviera. * Bern, 7. Aug. Nach dem „Progres de Lyon" ist cm der Riviera ein neuer Waldbranö auögeörochen. Am Golf von Juan ist der bekannte Forst de Maures in Brand geraten. Infolge der Heftigkeit des Windes hat der Brand große Ausdehnung angenommen. Tie Ansiedlungar an der Küste sind schwer bedroht. Truppen und Bevölkerung bekämpfen den Brand. Berlin, 7. Aüg. (Priv.-Tel.) Dem ,^Berli - c LvKatanzeiger" wird ans Königsberg gemeldet: Bei einer Kahnfahrt am oem Rogowker S« im Ltzreise Aärrgigrabvwa (OletzÄ sind durch übermütiges SäMtkeln beä Kchirer: sechs junge Leute ins Wasser «stürzt. Bier von ihnen — ein 17jähriger junger Mann und drei Tarnen im Alter vorr 16 bis 21 Jahren — sindertrnn ken; zwei komrter sich durch Sck)winrmen retten. * Amsterdam, 7. Aug. Die Niederländisch-Indisch? Presse- agartur meldet cruS Batavia, daß jetzt in Niederläudisch-Ostindien eine geheimnisvolle Krankheit austrete, deren Symptome mit denen der spanischen Krankheit AehnlichDect habe. * Kriegserklärung eines amerikanischen Indra n e r st a m m e s. Der Stamm der Orwnioga-Jndianer, deb innerhalb der Vereinigten Staaten völlige Autonomie genießt, hat Deutschland den Krieg erklärt und den Tomahawk ausgrabcn lassen. Nrkef§asten Ser RsSa^tion. (Anonyme Anfragen bleiben unSerückstchtiat.) I. 3. 51. Wir sind nicht befugt, über nrilitärärztliche Unter- suchungsergebnisse Auskunft zrr erteilen. Mteoroiogischr vesbüchtMgen der Station Sietze» Höchste Temperatur Niedrigste , Ntederchlag 2,3 mm. August 3518 L. s wo % 5.^ 2P 2 3 i> «°Sf i® Zs, U U *j iS S-S* -! st il m -i f 2 I Z B •» *Ü ; e “2 .5 Kl ii|l i4 Zetter 7. 2” 19,6 9,7 57 6 Wechs. bewökt 7. 9“ — 15,6 10,9 82 — — 30 meist trocken 8. 7» 15,2 94 10 Nacht» Regen am 1918 + o. + 0. 16,0 14.5 ::d l., Pension Brand! /Bellevue). 9teucn Baue 22. Mut möblierte Zimmer mit Verpflegung. Bad. Telephon 3085. Mittag-u. Abendtisch.^' Schima S-Zlor.-Wskae- m. all. Zubeh., in guier Lage, kann z. 1. Okr. abgegeben werden. Re- flekramen wollen ihre Adresse u. 03987 an den Gietz. An», abg. Gut empfohlene, alleinstehende Leute finden gegen Bureau- und Hausarbeit schöne S-Zimmer-Wobna. Angeb. mit Referenden unter 5886 an den Gieß. Anz. I8i2Kfcr£a£walmaBg, 3 m. Küche, zu verm. Nä Schiffend. Weg 2 p tmr. eres Schön raöl>l. Zimmer iu vermieten. 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Giessen, Biedenkopf, Ludwigshütte,' den 8. August 1918 . Dies zeigen tiefbetrübt an: Frau Marie Plack Familie Louis Plack Familie Hans Althaus. Die Beerdigung findet Sonnabend den 10. August, nachmittags um 4 V 4 Uhr, vom Sterbehause in Ludwigshütte aus statt. 5304 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schmerzlich betroffenen schweren Verluste unserer lieben Entschlafenen sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden dankt herzlich im Namen aller tieftrauernden Hinterbliebenen: Zamilie §eth. Bietzen, den 7. August 1918. Bekanntmachung. „ In unser Handelsregister Abt. A mürbe heute bezüglich der Firma Gebr. Schwan, Gießen, eingetragen : Das Geschäft ist mit fiktiven und Passiven an Ernst Niemann in Gießen übergegangen, der es unter der bisherigen Firma weitersührt. Gießen, den 29. Juli 1918. Allen Verwandten und Freunden die traurige Mitteilung, daß unser lieber Bruder und treusorgender Onkel Herr Louis Wiitich II. nach längerem Leiden heute sanft entschlafen ist. Im Namen der Angehörigen: Hinna Wittich. Gießen, Neuenweg 10, 7. August 1918. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Großh. Amtsgericht. 5902B Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma August Muth, Gießen eingetragen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 29. Juli 1918. Grotzh. Amtsgericht. 59 oib Danksagung. Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres unvergeßlichen - Karl Ichnabel Erfahrest im Kest-Inf.-Regi. 57, U- Komp, sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Für die tieftrauernde Familie: Wilhelm Schnabel, Schlossermstr. u. Rechner. Lich, den 7. August 1918. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer teuren Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Dekans Gußmann und die liebevolle Pflege der Krankenschwester sagen allen auf Dank. wrr diesem Wege unseren innigsten h Kohrbach IV. und Hamilie. Lollar, den 6. August 1918. Pom 15. August ab bis auf weiteres werden nach' stehende beschleunigte Personenzüge lzuschlagfrei) mit o. xbaaenuane neu eingelegt: 6öi Gietzen ab 5.45 9L Weblar 602 , Herborn 627 Dlllenburg 63 vmger 6^ Siegen 734, Betzdorf 73 Kelsen Au M Eitorf Hennef 902 , Siegburg 9-3, Kisdorf 923, (5oln v. an W N. Pz. 652 Cöln H. ab W ^ESdorf 8^ Siegburg 835, Hennef 846, Eitorf 902 , c x 927 ' 938, Betzdorf 958, Kirchen 1006 , Stegen 1027, ZKen r»““" U, °- ® er6orn1120 ' Wev,°r 114.. M N bat in Gießen Anschluß von dem beschleunigten Vz. 723 Frankrurt ab 413, .Giehen an 53b. Pz. WZ hat in Kletzen Anichlun an den beschleunigten Pz. 722 Gtetzen ab 12l3, Frankfurt an 138. Es werden verlegt: T 1653 Wetzlar ab 608 sbtSher 557», Haiger an 7-4 (bisher 7W, Pz. 3177 Dtllenburä ab 7'3 ,bisher 703), Straneberbach an 755 ,bisher 745). Pz. 3182 Dillen, bürg ab 712 ibisher , 02 ,, Gönnern an $24 lbiSher 8*1), Pz 3198 onnab.> Gönnern ab 827 jbtsher 820 ), Btedenkonk tbiSH^ W T 4933 im DFetlbnrg ab^fbish W Gtetzen an 11.44 chlsh. 11.53). ^ ’ q _. ^ fallen fort: Pz. 1640 Troisdorf ab 8.ie, Hennef an 8.34 u. Pz. 1716 Hennef ab 9.51, Troisdorf an 10.09. Königliche Eifenbabndirektion Frankfurt (Main) __ Kra usgrtll. 592016 rllr die vielen Levveige herrlicher Isilnuhme he! dem rode unseres liehen Vaters sagen vir allen unseren herzlichsten Dank. Hans P. Petersen und Familie. Giessen, den 7. August 1918. m Ächtung! JJIorßen Srcitöß Weisskrant-, Ein mach gurken-, Salatenrken-Verkauf am Felsenkcllcr 5915 Frau Frosch. Stahlkassetten zur sicheren Aufbewahrung von Geld und Wertpapieren empfiehlt un 5882 Danksagung. Allen denen, die mich an meinem gestrigen SOiäbrraen Jubiläumstage als Rechner der Gemeinde Rieder-Bessingen beehrt haben, und besonders meiner Vorgesetzten Kretsverwallungsbehörde, die meiner mit außerordentlicher Zufriedenheit und durch Verleihung des Landgraf-Philivp-Ordens gedacht hat, spreche ich auf diesem Wege meinen aufrichtigen Dank aus. ss „ Pein, Rechner. Fr.Krogmann, Bahnhofstraße 30 IvJSnflnl. Gesetzlich geschützt, sparsam, praktisch tt«1U U * für Behörden und Private Briefbogen -- phcSSS; Nn prima Akverbörßes v. Srfiniößer haben abzugeben Stackonbrock & Co., Dresden 16. Statt Karlen. . ' Franz Senner und Frau Ottilie geb. Fuchs zeigen die Geburt eines Töchterchens an Gießen, 7. August 1918. 0406 3 r Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Ans* Kail# 5295 Inh.: Aas* Kail# Heute üonzert Eirene Konditorei. Städtischer Obstverkauf. Es werden bis auf weiteres die Obstmarken A 1-30 Dw Obstmarken A 1-10 verlieren am 11. d. M. chre Gültigkeit. Gtetzen, den 7. August 1S18. W 0 ?B Der OberbürFermeister A'ebensmittelmnt). Sömmlnng getragener RßllllttehkMiSllN!;. r 4 .zÄi c ntl ?L abgeholten Zahlungsanweisungen sind spätestens am 15 . August l. Zs. im städtischen Lebens* mitrelamt, Zimmer Nr. 8 iBekleidimgsstelle), gegen Rück* gäbe der Ausweise in Empfang zu nehmen. Gtetzen, den 7. August 1918. 59096 Ter Oberbürgermeister (Lebensm-ittela. ittelamt). bi Bezugsscheine für Web-, Wirk-, Strick- und Schnhwaren. Die Gewerbetreibenden haben die von ihnen vereinnahmten Bezugsscheine für Web-, Wirk*, Strick- und Schuhwaren durch Stempelaufdruck mit dem Namen ihres Geschäftes zu versehen. Die Entwertung durch Durchlochen oder Durchstreichen hat weiterhin in der seitherigen Weise zu erfolgen. ^ Me Einhaltung vorstehender Vorschriften wird bet der Ablieferung der Bezugsscheine durch das Stadt. Lebens* mttrelamt tBekleidungsstelle) nachgeprüft. Metzen, den 7. August 1918. 59088 Der Oberbürgermeister (Lebendnnttelmnt). Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes und Bruders sagt herzlichsten Dank im Namen der trauernden Hinterbliebenen. Familie Carl Freitag. Giessen, den 7. August 1918. 04040 Heinzelmännchen-, Reform- und Moha- Kochkisten, Kochkistentöpfe, Gelee- u. Einkochkesfel Einkochapparate, Einkochgläser, KrumöichS Konserven krüge, Gummiringe, für alle Systeme paffend, GlaSöffner, jedes Glas spielend leicht zu öffnen, empfehlen 5430 Brüder Schmidt Seltersweg 83. 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Auch auf seiten ber Industrie mußte eine Anokdming getroffeir tverdeir, ,rm die nwch'enden Bestelluirgen unterzubringen und di? Aufträge -„verteilen. Diesem Zweck dient der deutsche S-tahlbuud. Im Herbst 1916 zeigte es sich, wie gut cs ist, daß lvir in der Friedens zeit die Anla gen ständig vergrößert inrd ausgebant «nd damit..unsere Leistungsfähigkeit erholst satten. Erst seitdein wissen 'wir es zu sckstitzen, daß wir in früheren Friedensjahren. den Weltn'..'ll erobert haben, daß wir unsere wirtschrftlichen Gegner zurückgedrängt und ihre Eisengewinnung niedrig gehalten haben, und daß wir es bei unseren europäischen Feinden nickst -u einem so großzligigen Ausbau der Anlagen loi-e in Dcutschand haben kommen lassen. Es hat uns überaus viel genutzt, daß die Eilenmdnstriellm Englands, Frankreichs, Italiens und Rust Lands znsammengenommen nicht mehr Eisen und Stahl im Kriegs <§u schaffen vermochten, als Deutschland allein und daß die öster- revchlscb-ungarische Leistung der belgischen gleichkam Alle Kräfte mußten anfgeboten werden, um unsere Rüstung in gutem Zustand zu erhalten und reich Angcins- und Ablvehr- unttel zu sch Neu. Während man im Lause der neun Ddonate des Krieges 1870/71 der Artillerie etwa 116 Kanonenrohre ins Feld aachsa'l-dte. mußten nstr in diesem Krieg allmählich so weit kor.rmen>. daß Nur Woche für Wvckie die eben genannte Menge, ja, noch eine größere Zahl von Geschützen ins Feld brachten. Auch von dein son- stigeu Eisei: und Stahlverbrauch haben die Wenigsten eure Bor- Mluug. Fm 70er Kriege haben lvir vielleicht 80 Millionen Kilogramm Eisen und Stahl benötigt. Weio ' Rt'enge aber verschlingt der jetzige Krieg? Heute stehen auf deulil. r Seite etlva zehnmal soviel Männer unter den Waffen wie Anno Siebzig. Daher erfordert heutc schon die Ausrüstung der Trichpen mindestens zehnmal so große Eisen- und Stahlmengen Bekanntliä, trägt aber heute der Soldat nickt nur Gewehr und Seitengeivehr, eisenbenagelte Schuhe, Kochgeschirr und noch einige andere Eisenteile, sondern alle Uniform- und Ausrüstungsstücke, die frühe aus anderen Metallen hergestellt worden waren^ sind indischen durck Eisen nnd Stahl ersetzt worden. Es kam der Stahlhelm. bic eiserne Schutzmaske und der stählerne Brustpanzcw. Ter Felsgraue startt von Eisen. Der Infanterist schiefst mit Munitimi. die in Stab:Hülsen ein Stahl g es chß birgt, er verteidig! sick hinter Stahlsckutzschildern oder eisernen spanischen Reitern mit eisernen .Handgranaten. Sein Unterstand ist mit eisernen! Wellblech. Eisenträgern und Eisenbeton abgedeckt und wird in kalter Jahreszeit mit eisernen Oefen geheizt, und die Lauf graben in den Niederungen werden durch eiserne Rohrleitungen und eiserne Pumpanlagen entwässert. Neben der Infanterie steben die Masck>>inengewehre, die Minenwerfer, die Revolverkanonen, va hinter die Feldkanoncn, lei-chte und schwere Haubitzen und inxf* weiter zurück 12-Zentimeter-Mörser 'und die 120 Kilometer weit- tvagenden Langkanvnen. Geschütze wie Munition, alles aus Eisen und Stahl. Die Zufuhr von Lebensmitteln und .Kriegsmitteln wird nui mit Eisen beschlagenen Fuhrwerken, Automobilen und mit der Eisenbahn bewerkstelligt. Im Herbst 1917 ist bekannt g^vorden, daß in den drei ersten Kriegsjahren trotz der Eroberung von viel feindlichem Elsenbahnmaterial nickst loeniger als 90 000 Eisenbahnwagen und -1000 Lokomotiven neu gebaut und in Dienst gestellt wurden. Man denke ferner an die Eisen- und Stahlmengen, welch di? Ausdehnung unseres Eisenbahnnetzes infolge des Vorrückens unseres.Heeres kostete, schließlich noch an die Unmenge, wdcke unsere Rüstung Mr See verschlingt. Ein Großkampftag der vorjährigen Flandernschlackten hat uns in 24 Stunden wohl mehr Eisen als der ganze 70er Krieg gekostet Fn den neun Monaten des damaligen Kampfes sollest stuf deut'ckei Seite von der schweren Artillerie 320 000 Granaten und von der Feldartillerie 338 000 Gesch.u'se verbraucht worden sein Was den Gesamtoerbrauch anlangt, so Hab? ick berechnet, von ^ in den ersten 40 Monaten dieses Krieges enva 50 Milliarde! stckocnamm Eisen und Stahl seitens der Mittelmächte für krregs- und kriegswirtschaftliche Zwecke verbraucht ivorden sind Im 4, Monat näherten wir ims sikchn der 60. Milliarde. Es rst stl^ver. nck ein? Vorstellung von dieser Menge Eisen und Stak. mack«?n Könnte man daraus einen eisernen Ring schmieden rmo ihm am Uequator um den Erdball legen, dann ivürde das wul.uive Meier dunes .usernen Ringes nicht weniger als 30 Zentner« tpiegei! Hatte man aber aus derselben Menge einen Schutzivall E Epen und -stahl errichtet, um auf allen Zchlachtfronten, ^mlrck m ,vrankreich und Belgien, in Italien, Rußland und ^macnei-. ,owce cm Balkan, serner in .Kleinasien und Palästina, f” .. CÜ J T nnfr 2äuge vvn 8000 Kilometern Schutz zu finden, W wurde das lautend? Meter' dieses Eisenwalls etwa 200 Zentner wiegen ' 1 gewaltige, unübertrefflich? Leistung imserer Eisen- und .E unterer nwchanischen Industrie geht .'ect der '' a r pahezu rettlos im Bedarf unserer Kriegs- mttr ^Fegswrrtfchast auf Denen wir reichliche Krieg! Ten JiiV, dann venrkchten lvir um w rnehr Feinde. nern und anderen Völkern, die nicht über ge- Blist öernrgten, kostete jeder Angriff Ströme von aimh f-M- ^-^^denbvrg-Programm für di? Kriegsindustrie T?unZl die Hindanbnrg-Taktik- Mm! schaffe genügend Waffen, und man schont das Blut unseres Voltes? Stil Stadt rrrrd Cant. Gießen, den 8. August 1918. Rettet unsere Wäsche. Tie Reichsbekleidungsstell? schreibt: Wäsche' detchädigung und Vernichtung der «ratche in den gewerbtrchen Warchereren mehren sich m erschreckender Weise. Bei der Knappheit der verfügbaren Vorräte und im llnmüglickstcit. mangels hinreichender Rohstoffe ^ neu? Stücke zu ch>assen, erfordert dieser Umstand oie^ ernsteste Beo y, j tung der maßgebenden Ärdfe. Siclierl.-tz laun die Schuld nicht alleist den Wäickereien beigelegt werden, da 'in vielen Fällen die Waschmittel, die im Hc-usball angeivandt wurden, bevor die Wäsche zum Reinigen außerhalb vcs Hauses gegeben wurde, du' Wäschesascru bereits derart zermürbt hatten, daß sie bei erneuter Wäsche zerfallen. Vielfach auch sind die Srofi?, die zur Her stellung neuer Wäsche in der Kricgszeit verwandt wurden, ilicht mehr von der alten Festigkeit. Es liegt aber die Besorgnis vor. daß diese Gewebe bei den Wäschereien mehrfach nicht der auss dringendste notlvendigen Schonung unterliegen. Das in der jetzigen Kriegszeu oft nicht genügend geschulte Personal trägt mit seiner nachlässigeren Behandlung der Stücke zu einer Er Höhung der sckwn durch di? Be schaffen steil der Kriegswaschmittel besteheltden großen (?>esahr für die ^Gewebesasern bei. Die Rerchsbekleid^ungsstelle muß deshalb vom ^Stairdpwlktc der Wahrung unserer Vorräte den Wäsck-ereien aufs nav>driick- lichste die schonende Belmndlung der Wäsche in ihrer! Betrieben unter strengster Beaufsichtigung ihrer Ängestellterr zur Pflicht machen. Um znm mindesten die Gefahr der chemischen Zersetzung der Geivcbe abzulvenden, hat die Reichsbelleidungsstelle die Anwendung bestimmter ätzender Stoffe bei der Reinigung der Wäsche in gelverblickxn! Wäschereien durch eine Bekanntrnachung vom 3. August 1918 verboten und aus die Gefahr strenger Bestrafung mit Gefängnis und Geldstrafen, neben denen auch die Anordnung der Veröffentlichung der Strafurteile zulässig ist, bei Zuwiderhandlungen hingewiesen. Cs dürfen die verbotenen Chemikalien nur zur Derweudmrg gelang-eu, lvenu sie als Bestandteil der vom Krregsausschuß für pflanzliche und tierische Oele und Fette genehmigten Waschmittel gebraucht werden. ^Andererseits muß aber auch von den .Hausfrauen erivartet lverden, daß sie bei den nun einmal augenblicklich unodänderlickien, nnzulänglicken Waschlnittelu von ihren weitgehenden Fordernn- gcn einer blendenden, fleckenlosen Weiße, der Wäsche Massen und sich damit begnügen, daß eine den hygienischen Anforderungen stFvügende Reinheit herbeigesührt ivird, mag auch eine leichte Verfärbung der GelveM — die Flack>sfaser ist von Natur gelblich — oder mögen, uucb geringfügige Flecke in der Wäsche zurückgeblieben sein. Bleichmittel sollten nur da benutzt iverden, wo es für den Gebrauch der Wäsche unbedingt erforderlich ist. ^ In den Wäschiweien dürfen künftig Chtorbleichmittcl nur in chevrm klarer Lösungen verwandt lverdcn und müssen alsbald wieder >aus der Wäsche entfernt oder unschädlich gemacht werden. Für den Gebrauch zur Reinigung der Wäsche konnte wegen 'dcs Bedarfs der Heeresverwaltung^ bisher die Produktion der Soda nicht erhöht lverden. Fette sind, roie allgeniein bekannt, hierfür nur in ganz beschränkten! Maße zu haben. Es urußtc deshalb auch bei den Waschmitteln das kleinere Nebel > gewählt und noch mmrches schärfere Waschmittel zugelassen werden. Falls jedoch die den Packungen der mit Genehmigungsvermerk versehenen Waschmittel sters beigegebenen Gebrauchsanweisungen streng befolgt werden, ist die Gefährdung der Gewebe auf das Mindest »naß beschränkt. Keinesfalls dürfen unterschiedslos die Waschmethoden der FMedencheit angeivandt lverden. * ** Diebstähle. In letzter Zeit wurde in hiesiger Stadt gestohlen: 1 Fahrrad, Marke „Clevelgnd", mit der Polizeinummer G. 6750, schwarzenl Rahmenbau, ebensolchen Felgen, gelben .Kotschützern, und 1 silberne.Handtasche, in der sich 1 gold. Tamenuhr mit den Buchs!oben „M. B." auf dem Rückdeckel und ein Tamen- portemonnaie mit 10 bis 15 Mark befand; ferner iir der Nacht zum 3. d. M. aus einem Haus garten in der Goethestraße ein weißes Waschslleid, 1 weißer Ilnterrock, 3 weiße Untertaillen, 3 weiße Blusen, 6 iv-eiße Taschentück>er, 2 lveiße Dlufenkragen und 2 Paar weiß? Stri'rntpfe. Sae'Hienlich? Mitteitimgen nimmt die hiesige Kr-iminalttoliM entgegen. > ** D i e V e r w e r t n n g der O e l f r n ch t e r n t e i m K r e i s e G i e ße n. Ta sich die Ausnahme des Betriebes der Oel- mühlcn im Kreise Gießen stark verzögerte, wandte sich der Land- tagsabgeordnetc Dr. Werner an das Großh. Ministerium des Innern und erhielt folgende Antwort: „Ew. Hochwohtgeboren beehren wir uns, aus das an Seine Exzellenz den Hkrrn Minister des Innern gerichtete Schreiben vom 31. v. M. ergebenst zu erwidern, daß der Betrieb in den Oelmühlcn des .Kt-eises Gießen Wohl demnächst ausgenommen wird, wenn eine bereits mehrfach in Erinnerung gebrachte Entschließung des Staatssekretärs des Kriegsernährungsamts über den Inhalt der auszustellenden Schlagscheine ernaegangen sein wird. Wir bedauern die in der An gelegenheit eingctretene Vcrzögernng lebhaft. Tie Bewohner des Kreises Obertaunus, Wetzlar und Weitburg können i n d e n M'ü h lcn des Kreises Gießen Oelfrückte so lange nicht verarbeiten lassen, als nicht von ihren Landratsämtern die Gench nrigung des Staatssekretärs des Kriegsernährungsamts hierzu nachgeiucht und beigcbracht worden ist." Kreis Büdingen. , üdi n ge n, 7. Aug. Im hiesigen Vereinslazarett starb nach längerem schweren Leiden der Gefreite Mögen bürg. — Kefenrod. Nach 33monotigef treuer Pflichterfüllung starb der Kancmier Heinrich Webelholz. — Lei dH ecken. Hier starb nach kurzer schwerer Krankheit der Bereran von 1870 71 Karl Wirt h. — Gettenau. Das Eiserne Kreuz erhielt der Sergeant Wilhelm O st h e i m. Kreis Alsfeld. R u v pertenrod, 7. Aug. Das Hessifckx- Sanitätskreuz erhielt der Sanitärer Herwann Schlosser. Kreis Schotten. «Spöttelt, 7. Plug. Am 12. und 13. d. M. nndet der stieiige ..Sommermarkt" statt. Gs findet nur Zuchtviehmarkt statt. '— Groß-Eicken. Der Mühlentretrieb des Konrad Faust V. wurde nvgen Unzuverlässigkeit des Betriebsinhabers auf die Dauer von 3 Monaten .geschlossen. — H c r chen h a i n. Zu Ehren- Fcldschützen wurden ernannt imd verpilickstet: Heinrich Appel IV., Heinrick Appel V. und Heinrich Stei n. Hessen-Nnssau. ^Frankfurt a M., 7. August. Wegen umfangreicher Schwindeleien, Betrugs und Diebstähle, hauptsächlich von Reisegepäck. wurde der 25s ädrig? Zimmerer Sckinitz aus Köln verhaftet. Schmitz batte zahlreickMt jungen Mädchen die Heirat versprochen und sie um ihre Ersparnisse geprellt. Er- hat !iier und» in vielen anderen Stävten sein Unwesen mir gefälschten Papieren Und unter falschen Namen feit ntzehr als caiem Fahr getrieben. Sport. Ruderklub „H assi a". An der kommenden Sonntag in Frankfurt a. M. statt findenden J ubiläumsregatta des dortigen R.-Sp.-B. „Amicitia" beteiligt sich „Hassia" an 3 Reimen. Im Einer trifft der Skuller Hch. Iödt, Bruder des ehemaligetr Meister- sahrers des Südd. Rnderverbandcs, mit einem alten Skuller der Fraillsurter R.-G. ,,Borussia", Tb. Rau, und einem Neuling von der ^echenheinier R.-G. 1910. .Kühn, zufanlmen. Tie Aufünger- Mannschast hat die Frankfurter „Amicitia" und Frankfurter „Borussick^ sowie F-echenheinier R.-G. 1910 init 2 Booten als Gegner. Im Ernlunterungsvierer sind gnßer „Ainicitia" und der einen Fcchenheimer Mannsciwst noch Frankfurter „Memannia" nnd Wasiersvortv. „Vorwärts", Mannheim, Mitkonkurrenten. Ten Iubiläums-Achter bestreiten Franks. „Alemannia", Franks. „Ami- cllra". Ossenvacher „Gerinania", Mannheimer „Vorwärts". Fechen- haimer R.-G. 1910. Pcrmef^tci. Das Unglück im Zirkus Sarrasani. ^ lieber das Unglück, totem ber einer Vorstellung im Zirkus Sarrasani in Berlin das Artistien-Trio „Die drei MemekeS" zuin Opfer, fiel. beriüAet die „B. Z.", daß die llchache in einem Materialschaden liegt. Th? drei Meinekes, eine sehr bekannte VarielsnAurmer, arbeiteten mit einem Apparvt, der sich aus einem vck'it Meter hohen Mast mit einer Plattform und mehreren aus die Plattiorm gestellten Leitern zusammensetzte. Die Leitern wurden diuch Zapfen in der Plattform verankert, wareti jedoch beweglich, l und vi. >tun>t de? Artigen bestand darin, ans diesen beweglichen Leitern sch-merig? airovatrsck? 'Sistimg.n zir zeigen. Die Meut?l'es waren /igch Schluß e-h??.. Arbenen im Absteigen begriffen, als die letzte der LeiUmn, die das 0-ewstht der drei Personen trug, etwa 20 Zentimeter über der Pbattforui brach. Beide Holme brachen durch, und die unterste .Sprosse, die di? beiden. Holme verbindet, lonuie das l^wicht nickst hallen uw) ging ebenfalls in Stücke. Tie drei Artisten stürzten über die Plattform in die Menage. Einer von ihnen, Bruno DLetzner, trug einen Schädelbruck davon und lliaro kurze Zeit später. Ter Ehef der Tripipe, Meineke, erlitt bei dem Sturz schwere innere Verletzungen und wurde mit dem dritten Artisten. Fleischer, nach dem Hei wigs! ranken haus gebracht. Flepner hatte sich ein Bein gebrochen. Ter verunglückte Artist Atetzner war Obercnatrose imd hatte als Heizer die Dckstackst om Skagerrak mitgemacht. Dabei erlitt er eine Verwundung arn llnien Arm, die zwar bald tvi-sder ausheille, aber doch eine Verkrümmung an der linken Hand zur Folg? bitte. Trotzdem tonnte ec seinem früheren Berus als Artist Wieoer turchgehen Er n>ac ein geborener Berliner und hat ein Aller von 27 Jahren evreiiijt. Herr Meineke ist in Artistenkveisen bestens belamrt. Tr hat schon vor Jahren einnral einen Unfall im Beruf -erlitten, kam aber danrals ohne Schaden davon. Seine Verletzungen fcheinen schwer zu sein, doch besteht Hoffnung, daß er nneder genesen wird. Tr? Unterslrchung des gebrochenen Leiberteiles hat ergeben, daß das Holz sich^in tadellos-nn Zustand befand und daß loeder eine brück ge Stelle, nock> ein Riß vorhanden war, auf den man das Brechen.Aurücksühven könnte. Es Muß eine ganz besondere Verkettung unglücklickr Umstände gewesen sein, Sic das Material der sonst als vorsichtig bekannten Artisten in Stücke gehen ließ. * Berlin, 8. Aug. Llus Nckuyork wird dem L. A. aus dem Haag zufolge gemeldet, daß der Bau eines Tunnels, der Neuyork mit bei- gegenüber an der Mündung des.Hudson River liegenden Latavt Zersetz verbindet und innerhalb- Kweinuhalb Jahren fertig- gestellt werden soll, genehmigt ist. Staat und Stadt Neuhork warfen tetn Mtlltvnen dafür aus. Der.Erbauer des Panamakanals Ingenieur Gvethals, hat die Pläire grttgcheißen. ... cK®- Saarbrücken, 6. August. Auf Bahnhos Nonnweiler stieß der Personenz.ug 3804 mit einer über das Einfahrt^ signal hiuausgefahrenen Rangierabteilung -zusamureu. Einige Personen wurden leicht verletzt. — Iu Neunkirchen (Saar) entgleiste heute mittag gegen 7 2 12 Uhr ein von der Hüttenbergstraße her uuterkommender Straßenbah-nwagen an der Ecke Stumm- und Kömgjtraße -wird fuhr mit voller Olewalt in das Kaiser-Kaffeo- Dbichaft. Ter Wagen tourde zertrümmert und sehr erheblicher Sackstchaden angerichtet. Mehrere -ecsonen wurden leick verletzt. * Brot aus Gras. Aus der Suche nach Ersatzstoffen zur Brotbereitung ist man iit Schweden darauf verfallen, Gras zur menschlichen Erirährmig heran-nziehen. Professor I. E. Io haufso-n hat im Austrage des schwedischen Laudwirtschaftsmmisters hierüber Verbuche airgestellt, und deren Ergebnis ist, wie ans Stockholm berichtet ivird, recht befriedigend ausgefallen. Das Gras.^um das es sich dabei handelt, ist das Wiesenliefchgras auch ^.inrot Heus gras genannt (Phleum pratense L.j, ein? Grasart. die airch in Deutschland an trockenen Rainen, Ackerrändern und Wegen allentlmlben massenhast vorkommt und als geschätzte Futterpflanze überdies stellenweise angebaut wird. Johansson hat durch ferne Untersuckmgen festgestellt, daß dieses Gras im Notfälle zur Brotstreckung verloandt werden kann, doch soll die Menge 50 Gramm täglich au| den Kops nicht übertresien. Nur wenn das Gras besonders zeitig geschnitten wird, ist eine größere Tages- meuge zulässig. Was die Verwendbarkeit für den Bäcker angeht so hat sich herausgestellt, daß die Grasart, rickig getrocknet und vermahlen, mit Roggen zusammen verbacken ein wohl- s ckmcckendes Brot gibt. Unmöglich stdoch war es, aus Timotheus- gras allein oder zusammen init Fett, Zucker oder Eiern irgendein genießbares Nahrungsmittel berzustellen. Letzte Nachrichten. Dev neueste Bericht der «eeresleitttng. Hauptquartier, 8. August Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bewerfeits der Lys schlugen wir englische Teilvorstößt zuruck. Rordllch der Somme führte der Feind heftige Gegenangriffe gegen unsere neuen Linien beiderseits der Straße Braye—Eorbic. Sie wurden abgewiesen. Während der Nacht zerttvelllg auflebende Artillerietätigkeit und Erkundungsgefechte. Westlich von Montdidier scheiterte ein Teil- cmanfr der Franzosen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Soissons und Reims lebte der Feuerkampf itt nnzetnen Allschintten auf. Kleine Insanteriegefechte an der Atsne und Besle und nördlich von Reims. Heeresgruppe .Herzog Albrecht. In den Vogesen erfolgr-eicher Vorstoß in die stindliche», Lmien am z-rchratzmannele. » Leutnant Frhr. v. Boerigk errang seinen 2V. Luftsieg. Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorff. Das russische Problem. , ^ Z,enf 7. Ana Seit einigen Tagen ist wieder die Ernennung des Richters am Obersten Gerichtshof Brandeis zum Ches der amerikanischen Mission in Rußland besprochen Tie „New Bon Tribun?" meint, Brandeis könne sicher als Bevollmächtigter Amerikas Mittel finden, um Rußland zu retten. Er werde nicht nur Amerika, sondern die ganze anti- Alli an z in Rußland reprästuticren, Venn das russische Problem umfasse nrehr oder weniger gleichzeitig alle anderen Kriegs- irnd Friedensprobleme. Ein Papstfchreiben nach Irland. Lit'gano, 7. Aug. Ter „Sera" meldet aus Rom, daß der P a pst an die irchchen Bischöfe ein Schreiben gerichtet habe, das geeignet sei, angeficks des harttiäcligcn Widerstandes des irischen Episkopats und der niederen Geistlichkeit gegen die Re- krutierung sowie gegen die englijck-e und die Sache der ?llliierten; überhaupt, ein bedeutendes Lluffehen zu erregen. Das Schreiben werde sofort nach der Ankunst am Bestimnulngsorte veröfientlich werden. Zur Ann'rsenheit Helfsrrickls in Berlin. Berlin, 8. Aug. Tic vorüber gehende Berufung des Tr. Helsferich aris Moskau nach Berlin ist, wie der .Lokalanz " Meldet, Vvn dem Wrursche diktiert, einen eingehenden Be- richt von ihm über die verwickelte Lage in Groß- ru ßlan d entgegenzuuehmen. zimial dr? telegiaphisck Bericht- erstattniig znnschen der deutsckwn Reickrshauptstadt und Moskau unter den gegenwärtigen llmstäirden äußeret erschwert.ist. Nachdenr Tr. Helfferich sich seines Auftrages entledigt hat .dürste er sich auf seinen Posten zurückbegeben. Kwmicger »tu. Bekanntmachung. detr: ^n^rbituitg über Herbstgemüse und Herbstobst der Ernte nachstehend abgrdruckte Verordnung der Reichsstelle für Geor use und ^blt in Berlin über Herbstgemüse und Herbstobst der f*nl£ 1918 vom 19. Juli l. I. bringen mir hiermit zur öffent- lutzeu Kenntnis. Gleichzeitig bestimmeir mir «im Grund des § 13 der genannten Vcrordnurrg das Folgende: Zuständige Behörde im Sinne oe* § 10 Ziffer 1 und 3 der Verordnung vom 19. Juli l. I. in das Kttisamt: 2. Höhere Verwaltungsbehörde im Sinne des 8 11 der genannten Verordnung ist der Provinzmlausschuß. Mainz, den 5. August 1918. 5866V Hessische Landos-Gemüseftelle. Venvaltungsabteilung. Ter Vorsitzende: Werner, Regierungsrat. Verordnung über Herbstgeniufe und Hrrbstobst der Ernte 1918. —Grund der ZZ 11 und 12 der Verordnung über Gemüse, Gbft und Südfrüchte vom 3. April 1917 (Reichs-Äesetzbl. S. 307) wcrd bestimmt: . ^ . §1. Absatzbeschränkung. Im Gebiet des Deutschen Gleiches dürfen a) an Herbstgemüse ^Kontrollgemüse): Weißkohl, RotL)hl, Wirsingkohl, Grünkohl, Möhren aller Art und Zwiebeln, b) an Herbstobst (Konttollobst): Aepfel, Birnen und Zwetschen (Hauspflaumen, Hausz Wetschen, Muspslaumen, Baucrn- pslauinen, Thüringer Pflaumen, BrennzWetschen) rwr mir Genehmigung der zuständigen Landesstelle für Gemüse und Obst, in Preußen des Landesamtes oder der von diesem ermächtigten Provinzial- und Bezirksstelle für ®entü)e und Obst, ab gefegt werden. Tiefe Genehmigung ist insbesondere dann zu ver fsgen, wenn die JnneHaltung der von der Reichsstette über die) Verteilung ausgestellten Richtlinien gefährdet würde. § 2. Verteilung der erfaßten Mengen Tic Verkeilung der auf Grund dieser Verordnung erfaßtes Gemüse- und Obstmengen aus die verarbeitenden Betriebe und den Frischverbraucp erfolgt durch) die :'telchs stelle. Tiefe bestimmt namentlich, welche Mengen für den Frischverbrauch zurückbehalten) werden dürfen und wohin der Ueberschuß zu liefern ist. §3. Genehmigung« schein. 1. Bei ^er Beförderung mit der Eisenbahn, Schiff, Wagen, Karre oder Tier wird die Genehmigung zum Absatz in schriftlicher Form erteilt. a) Bei Versendung mit der Bahn im Wagenla- dnngsverkehr ist der Versender verpflichtet, dem Beamten der Güterabfertigung bei der Auflieferung des Gutes einen Genehmigungssch^in rrach anliegendem Muster in doppelter Ausfertigung vorzulegen. Tie eine dieser Ausfertigungen ist zür Versendung mit der Post an die für best Absendeort zuständige Landes-, Provinzial- oder Bezirks stelle freizu machen. Ter Genehmigmigsscheür wird von dein Kommunal verband« ÜUsgestelll, in dessen Bezirk die Versandstation gelegen ist. d) Bei Versendung mit der Bahn im Stückgutverkehr wird der Frachtbrief (die Eisenbahnpaketadresse) unmittelbar unwr öec Inhaltsangabe von dem Kommunal- verband mit folgendem Genehmigungsvermerk versehen: Zur Beförderung mit der Eisenbahn zugelassen bis zum Ort, Datum, Stempel, Unterschrift. e) In allen übrigen Fällen hat der Transportführer den Genehmigungsschein während der Beförderung bei sich zu führen und auf Verlangen dem Pvlizeibeanrten oder den sonstigen Ueberwachungsorganen vorzuzeigen. Nach Ausführung des Transportes ist der Genehmigungsschein k^m Empfänger der Ware auszuhändigen und von diesem an die daraus bezeichnete Landes-, Provinzial- oder ^zirks- stelle abzusenden. Bei Beförderung mit einem Schiff ist der Genehmigungsschein mit den .Verladepapieren fejt zu verbinden. In allen Fällen hat der Kommunalverband bei Ausstellung der Genehmigung den Anwersungsn der zuständigen Landes-, Provinzial- oder Bezirksstelle zu folgen. . 2. Ter Absender ist nach Aufgabe der Ware zur Beförderung auf der Eilenbahn oder im Schiff nur noch mit Genehmigung derjenigen Stelle, welche die Urkunde (a c) ausgestellt hat, zu bestimmen berechtigt, daß die Auslieferung an einen anderen als den in der Urkunde be zeichneten Empfänger zu erfolgen hat. 3. Für den Absatz innerhalb desselben Geineindebezirks kann di« Genehmigung auch in anderer Form erteilt iverden. An Stelle des Gemeindebezirks kann mit Genehmigung der Reichsstelle ein größerer räumlich geschlossener Bezirk treten. § 4. 1. Von der Absatzbeschränkmrg bleibt unberührt der Absatz durch den Erzener unmittelbar an den Verbraucher, wenn an einem und demselben Tage an den gleichen Verbraucher nicht mehr k«ls 5 Kilogramm Gemüse — von Zunebeln jedoch nur 1 Kilo- igramm — und nickst mehr als 1 Kilogramm Obst abgesetzt werden -lowie ohne diese Mengenbegrenzung der Absatz durch den Kleiw- !Händler und der Verkehr aus öffentlichen Märkten. 2. Ter Absatz zur Erfüllung der von der Reichsstelle (Ge- schäftsabreilung abgeschlossenen oder von der Berwaltungsabtei-^ ilung der Reichsstette oder einer Lcmdesstelle genehmigten Ver- 'träge bleibt zulässig. Tie Erteilung der Genehmigung darf in diesen Fällen nicht verweigert werden. ß 5. 1. Tie Gültigkeitsdauer der (sKnehmigung beträgt 5 Tage, wobei der Tag der Ausstellung als erster Tag gerechnet wird. 2. Für den Verkehr zu benachbarten öffentlichen Märkten und Kleinhandelsniederlassungen wird die Absatzgenebmigung nach Bedarf widerruflich, auch für unbestimmte Zeit (bis auf weiteres) und für unbestimmte Mengen erteilt. § 6. 1. Die Gebühr für die Genehmigung beträgt bei Bahn-" wagen- und Schiffsladungen 50 Pfennige, in allen anderen Fällen 10 Pfennige. 2. Die Höhe der Gebühr für die Erfassung und Kontrolle des durch Lieferungsverträge oder durch Absatzbeschränkungen erfaßten Gemüses oder Obstes wird durch die Reichsstelle festgesetzt. 8 7. Me mit der Ausstellung der Genehmigungsurkunde betrauten Stellen haben Listen oder sonstige geeignete Nachweisungen zu führen, aus denen die einzelnen von ihnen erteilten Genehmigungen nach Ammern bezeichnet, sowie die Art und Menge dve m befördernden.Ware, Abdendun^s- jmb Bestimmungsort, her Name des Absenders und Empfängers sonne ber Tag der Ausstellung ersichtlich sind. Die Listen und Nachweisuugen sind aufzubewahreu und auf.ErsinDem alsbald, jedoch spätestens am Schluß der VerkausSzeit, an die zuständige Landes-, Provinzial- oder Bezirksstelle einzusenden. §8. Auskunftspflicht. Me Besitzer von Gemüse- und Obstarten, für die eine Absatzbeschränkung getroffen ist, haben der zuständigen Landes- stelle. in Preußen auch der zuständigen Provinzial-, Bezirks- oder Kreis Hielte, oder die von diesen bestimmte» Stellen aus Erfordern Auskunft über die vorhandenen Mengen nach Gewicht und Art zu geben. Sie sind ferner verpflichtet, die Ware pfleglich behandeln, nach Bedarf auch zu bewachen. Der Verbrauch und die Verarbeimng im eigenen: Haushalt oder Bett lebe bleibt zulässig. §9. Verladung und Verg ü tun g. 1. Die Besitzer haben die Waren, aus welche sich die Verordnung bezieht, aus Verlangen an die Geschäffsabteilung der zuständigen Landesstelle, in Preußen der zuständigen Provinzial-. Bezirks- oder Kreisstelle, oder cm die von diesen bestimmten Stetten käuflich zu liefern und aus Abruf zu verladen. Für diese Ware ist ein angemessener Preis yn bezahlen, der unter Berücksichtigung der auf Grmnd der Verordnung über Gemüse, Obst und Südfrüchte vom 3. April 1917 .Reick)S^setzb1. N. 307- festgesetzten Höchstpreise sowie der Güte und Verwertbarkeit der Ware im Streitfälle von der Geschäfts« bteilung der zuständigen Landesstelle, in Preußen der zuständigen Provinzial-, Bezirksmehr beim Erzeuger," so'werden entsprechende'Zuschläge gewährt dereii Hohe ebenfalls tm Streitfälle die vorbezeichnete Geschäftsabteilung sespe^. m .?■keinem Falle darf der dem Erzeuger zu gewährende Breis denferugen Bettag erreichen, der für die gleiche Menge und Gute aus Grund eines Lieferungsvettragrs der in 4 Ziffer 2 bezeickfneten Art zu zahlen ist. ,-.10. Eigentumsübertragung, or 1 'V* 15 an den in § 1 genannten Waren kann auf ünrrag der zusländigen Larches,teile, in Preußen auch der zustän- digen Premnzral- oder Bczirksitelle, durch Anordnung der zull andigen Behörde auf die in dein Anträge bezeichnete Person ubertrage-.i iverden. Tie Anordnung ist an den Besitzer zu ricäen. Eigentum geht bei abgoernttten Erzeugnissen über, sobald die Arrordnung dem Besitzer zugeht. Sind die Erzeugnisse noch nicht abgeernlet. >Jo trrtt der Eigeittumsübergang erst mit der Ab- erntung ein Ter von der Anordrrung Betroffene ist verpflichtet, die Vorräte bis zum Ablauf einer in der Anordnung zu bestimmenden Zeit zu verwahren und pfleglich zu behandeln, nach Bedarf auch abzuernten. ^ 1 2. Liepr die Aberntung aus Grund ttnes Pachtvertrages oder eines sonstigen Vertrages einem Tritten ob, so tritt dieser an die Ltclle des Besitzers, dem die Anordnung zugestellt ist .Namentlich führen ^ ^ nttc ^brpffichtet, die Aberntung sorgfältig auszu- 3 ; Der Ueberriahmepreis wird unter Berücksichtigung der aus Grund der Verordnung über Gemüse, Obst und SüdfMchte vom o. April 191, Reichs-Geietzbl. 3.307) festgesetzten Höchstpreise! brnte der Güte und Verwertbarkeit der Ware von der zuständiger^ Beyorde be,ttmmt. .Hat der Besitzer einer 9lufforLerung der zuständigen Vehoroe sarr Uederlaff'lma der Vorrärc innerhalb der gesetzten Frist nicht Folge geleistet, so ist ein nach freiem Ermessen festzusetzender Abzug zu machen. § 11. Behandlung vonStreitigkeiten. ^ttettigkerten, die sich aus der Anwendttng der Vorschriften ZLß 10 . ^Aben, entscheidet endgültig die höhere Ver- walrungsbchn-vL des Bezirks, in dem sich ine Vorräte zur Zeit dev Stellung des LiestrungsVerlangens oder des Antrages auf Ueber- tragung des Eigentums beffnden. ! — ^ §12. Strasvorschriften. - e f Anstehenden Vorschriften zuwiderhandelt, wird gemap §16 der Verordnung über Gemüse. Obst und Südsstüchtc vom 3. April 1917 (RKchs-Gesetzbl. S. 307) mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mk. oder mit einer diefer Strafen bestraft. Neben der Strafe kann aus Einziehmig der Vorräte erkannt werden, aus die sich die strafbare Handlung bezieht, ohne Unterschieb, ob sie dem Täter gehören oder incht. §13. Befugnisse der Landes-, .Provinzial- und Bezirks stellen. Ten Landesstellen für Gemüse und Obst, in Preußen dem Landcsamt uud den Provinzial- und Bezirksstellen iür Gemüse und Obst, bleivt es überlassen: na -A feie Vorschriften über Genehm igungsscheme aui weitere Besorderungsarten aus^udehnen (§ 3 der Verordnung) 2. zu bestimmen, lvelche anderen Stellen Mr die Genehmr gung zum Absatz und Versand und für die Ausstellung der Genehmigungsurkunden zuständig sind (§§ 1 und 3 der Verordnung) 3. den Absatz vvn Gemüse und Obst innerhalb desselben Ge- nrelndebezirks oder des größeren räumlich geschloffenen Bezirkes zu regeln (ß 3 Ziffer 3 der Verordnung). 4^ bekanntzumacheu, welche Stellen aus Grund des § 17 der über tz^mstse. Obst und Südsstuchte vom 3. April i^^k^bsbtzb! ©.307) als zuständige Behörde im Sinne des ß W Ziffer 1 und 3 sowie als höhere VerwaltungÄeMche rm Linne des § 11 der gegenwärtigen Verordnung in Betracht kommen. ..... 5 ■ tot durch den Kleinhändler sowie den Verkauf auf öffentlichen Markten zzi .regeln und hierbei zu besttmmen. welche Platze als offenlliche Märkte anzusthen sind (§ 4 Ziffer 1 der Verordnung). w . A? zu 1 bedarf es der vorherigen Lustünmung der meicysitelle. ^ ^ § 14. Inkraftsetzung. Die Verorderung tritt beglich des Absatzes von Zwiebeln drei ^age nv,ch ihrer Verkündigung, im übrigen j,u ben noch von öer Reichsstelle zu.bezeichnenden Zeitpunkten in Kraft. Mit dem Tage, an welchem die letzten Bestimmungen hiernach rn Kraft tteten. iverden außer Kraft gesetzt: ^ 1- Dst Bekanntmachung über Gemüse vom 12. September 1917 .Reichsanzeiger 219 vom 14. Septencher 1917). sowie sämtliche auf Grund dieser Bekanntniachung erlassenen Sonderbesttm- mungen, 2. Me .Verordnung über Frühgemüse und Frühobst vom 5. April 1918 (Reichsanzeiger 88 vom 15. Aprll 1918) / 24 Juni 1918 (Reichscmzeiger 151 vom 29. Juni 1918). Be r(tn ( deu 19. Juli 1918. Reichsstelle für Gemüse und Obst. Der Vorsitzende: von Tilly. Muster (Postkarte). i'Bvm Absender frsi^rnmachen) (Vorderseite) An die Landes-, Provinzial-, Bezirksstelle für Gemüse und Obst in . . . Verglichen unö zur Post gegeben Güterabfertigung: (Stempel) . kg (Rückseite) . Genehmigung-siche in Nr. Ter . . ............ in ^Wohnort) . versendet . . an (Empfänger) m.Vrt)..... . v . k ; Beirimmungsstatton , Gültig bis Kum. . . . 5 , ‘ ] (Ort).ben.. 1918. Nntersichnft und Stempel der «russt-llenden Behörde) ApSführungSanwcisuug Kur Verordnung über .Herbstgemüse und Herbstobst der Ernte 1918. A,rti kel I. Zu §1: 1. Tie Anordnung von Wsatzbeschränkungen für Kohlrüben Fvachtbries, Eiscnbahn- paketadresse) das Stickwort „Kcmtwllgemüse" oder „Konttollobsff^ tragen. Ter Inhalt der Sendung muß genau angegeben iverden. Das Fehlen des Stichrvortes auf dem Begleitpapier, sowie das Fehlen des Genehmigungsscheines bei Wagerckadungen oder des Genebmigungsvermerkes bei Stückguffendu ngen hat zur Folge, I uab UX!C Ouauangcit iHU/Il| , CUiy -Eisenbahnpaketodresse-n^ mit i___ _ _ Gewichtsangaben, werden von den Güterabsettimmasstelle» J9 angenommen. nrchr 2. Bei Wagenladungen ist ledicstich der Genehmiannos^^ o la oer Verordnung erforderlich. Die 3aS5ft&35j nXr ^ H ^ ^ibahndienststellen gesanmall ^ . ?■ Bei Stückgursendungen wird nur der Gcnehmigunasver^ merk nach § 3 Ziffer 1b der Verordnung erteilt. Die mit^n^G^ Nehmrguiigsvermer l versehenen Frachtbriefe sind fortlaufend Den genehmigenden Stellen zu numevöeven. Der § 7 der Bero^- uuug, bettesfend Führung von Listen und Nachweisunoen imngemätze Anwendung. ' ' 4. Tie Ausstellung der Genehmigungsurkunde ist formell ^ dtommunalverbanden auf Gruud der Bestimmung der 'Eisenbabn. dienstanweisung für die cisenbalmseitige Ueberwachung öffenlliL bewirtschafteter Erzeugnisse üb^rttaqen worden. Blateriell sftÄ ledoa. das Genehmigungsrecht dien Landes-, Provinzial- und Be- zrrksstellen zu. Tiefe haben unter Anwendung der Vorschrift des $ 3 JIer Ick letzter Satz, sowie des § 7 die geeigneten Maßnahmen zu treffen, um das Verfahren der Kommunalverbände bei Aus- ftellnng^der Genehmignngsurkunden wirksam zu überwachen.' 5. Tmrch lieberwachungsbeantte, die von den Landes- 9 W vinzuü- und B^irtsstÄlen bestellt werden und in der Lage fech müssen, sich.als solche auszuweisen, findet in Uebereinstimtmuna Mir den Eiienbahnveiwaltungen eine Ueberwachung der Balm- sendungen auf ihren Inhalt statt. 6. Falls sich ein Borstoß gegen die angrvtt>neten Vorschriften ergibt, hat der Ueberwachungsbeamte nötigenfalls die Beschlagnahme zu veranlassen. Des weiteren ist alsdann nach der von dm Eilenbahnverwaltungen gettoffenen Dienstanweisung zu verßchren (. Ziffer 3 Llbsatz 2 findet vorzugsweffe in den Fallen Anwendung, rn denen einz-elne Gemenidebezirke baulich fest untereinander zusammenhängerl. r, : } . Lmides-, Provinzial- und Bezirksstellen bleibt es uberlassen, gegebenenfalls Anttäge aus niedrigere Kst. setznng der zu Ziffer 1 vorgesehenen Gebühren an die ReichsstrL zu richten. L. Me Gebührm im Falle des z 6 Ziffer 2 stellen -strich, zeittg das Entgelt für die Ueberwachung des Anbans, der enttung, Verladung und Beförderung der Waren dar. ^ 8 5 Ziffer 2 fcom Hinterlegung einer Sichkr- hett in Hohe der voraussichtlich zu zahlenderc Gebühren gefordert wetten. Bei Rückforderungen sind die tatsächlich abgesetzten Waren, mengen aus Verlangen der genehmigenden Stelle nachzuweisen _ . ^ Artikel II. -i-reie Ausführungsanweisung tritt zugleich mit den Bestmd- murtgen ber Verordnung über Herbstgenrüse und Herbstobft der Ernte 1918 in Kraft. Be rlin, den,19. Juli 1918. Reichsstelle für Gemüse und Obst. _ Der Vorsitzende: v. Tilly. Bekanntmachung. Betr.': Bewirtschaftung der Zwiebeln. Auf Grund der Verordnung der Neiichsftelle für Gemüse und Ob)t vom 19. l M. über Herbstgemüse und Herbstobst unterliegen Zwiebeln der Zwangserfassung. Mf Grund des L 9 der genannten Verordnung oLnen wir hiermit an, daß sänttliche Zwiebeln, die nicht durch Lieferungsverttäge gebunden sino, an unfere Geichäftsabteilung käuflich tzu liefern und an unsere Bezirks- kommirironare auf Abruf zu verladen sind. Die Slubauer von, Zwrebeln haben dre Zwiebeln rechtzeitig zu ernten, sie pfleglich zu behandeln, nach Bedarf zu bewachen und bis zum Abruf auszubewahren. Zum Ankauf von Zwiebeln ist hiernach im Gwßherzvgtllm Veffen niemand befugt, als unsere Bezirkskommiffivnäve und deren Aufkäufer, insbesondere berechtigen die braunen Ausweis karten nicht zum Ankauf von Zwiebeln. Anbmrer vvn Zwiebeln, die solche an andere Muser absetzen voer so-nstwie wegbrrngen oder verheimlichen, weiden mit Ge- ^iMis bis zu einem Jahre und mit GeZdstvaft bis zu 10'000 Mark oder mtt emer dreser Strafen bestraft. . Fm: die Zwiebeln wird .ein angemessener Preis bezahlt. Tie Zwrebeln sind der Hessischen Landesgemüseswlle in Mainz, Ge- fchaftsabteilung, Ermneranstt. 23, zum Ankauf anzubitten. Marnz, den 5. August 1918. . 5867^ Hessische Landes-,Gemüsestelle. Verwalttkngsabttillma. Ter Vorsitzende: Werner, Regierunysrat. Betr.: wie oben. Die Hessische Landes-Gemüseftelte, Venvaltungslibteilmig an die Großh. Burgermeisteveien der Larwgemeinden des Kreises. _ Unter Hftlweis aus vorstehende Bekanntmachung empfehlen wir Zonen, diese in Ihren .Gemeinden ortsüblich bekanntzumachen Tos Polizeipersonal ist anzuweisen, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. Mainz, den 5. August 1918. Der Vorsitzende: Werner, Regierungsrat. Bekanntmachung. Betr.: Rotzverdacht bei einem durch die LandwirtschaftsÄnnmer veräußerten Pferdetransport. Tie bei der Rassenpserdeveriosung am 27. Juni d. I. in Kranichstein durch die Landwittschaftskammer cm die Veterinär« klimk Gießen und Konrad Heinrich Walz in Lich veräußeren Pferde werden den Vorschriften in den KZ 144 bis 149 der Aus- ftihrungsvorschristen des Bundesrats zum Reichsviehseuck-engeseD unterworfen. Die erforderlichen Maßnahmen sind angeordnet worden Greßen, den 3. August 1918. Großberzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: Lang ermann. Bekanntmachung. Betr.: Landespolizeilick)je Abnahme der Arbeiten für die Anlage von Gl-eisanschlüssen an die ^Straßenbahn zum Transport von Gittern nach dem Kriegsgefangenenlager in Gießen. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 31. Mai 1918 (Kreisblatt Nr. 64) bringen wir ztur öffentlichen Kenntnis, d-aff die landesholizeiliche Abnahme von ^wei Gleisanschlüssen der Straßenbahn der.Stadt Güchen zum Transport von Gütern nach dem .Kriegsgesangn icnUi iec am Dann erstag, den 15. Aiugust d. I., nachmictage 4 Uhr an Ott und Stelle stattfindtt. Etwaige Einsprüche gegen die planmäßige Ausführung des Projekts sind im Termin e vor- zubrrngan. Gießen, den 5. August 1918. Groß Herzog lich es Kreisamt Gießen. I. V.: Eella rius. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Lang-Göns; hier: die Versteigerung von Mas segrundstückeu. Montag, den 26. und Tieustag, den. 27. August l. I. ffndet an Ott und Stttle eine, Versteigerung von 3Nassegrundstücken statt Zusammenkunft hierzu am 26. August l. I. vormittags 8 l h' Uhr beim Rathaus zu Lang-Göns, woselbst dir Versteigerungsbedin- gungen bekanntgegeben werden. Friedberg, den 2. August 1918. Ter Gwßberzogliche Feldbereinigungskormmssär: _ Scknrttsp ahn, Regierungsral.- Dienstnachrichten des Grotzh. Kreisamts Gießen. Ter Vertrieb der Lose 1. Klasse der 13. Preußisch-Süddeitt- chen (239. Königlich Preußischen) Klasscnlotterie wird am 5. Dezember 1918 beginnen und die Ziehung der 1. Masse dieser Lvtber« am 7. und 8. Jcmuar 1919 stattffttt>en.