Ter Liehener SfiseUga erschein! täqNch, außer Sonntags. - Beilagen: OietzenerLamirienLtätier; HreisbltiU fflr Len Kreis Sietze«. vezusispreiz: monatl "T'i C. 1.20, oiertcf- jäbrlich Mr. 3.6*); durch Abbole- u. Zweigstellen monatl. Kttk. i.1 >; durch die Bost Mk. K60 Vierteljahrs ausschl. Bestettq. Fernsprech - Anschlüsse: iüikdieSchristlcitungtlZ Verlag,GeschäftsstelleLI AiüchrittfürDratttnach- ^ . richten: Anzeiger Hießen. oDlUlng§run-druck u. Verlag: Vrühl'sche Univ lb8. Jahrgang Mittwoch, 7. August W8 Annahme von Anzeigen f. die Tagesnunnuer dis zürn Rachmiliag vorher ohnejedeBerbindlichkeit ZeUrnpcelse: für örtliche Anzeigen 25M.,für auswärtige Vt.. Postscheckkonto: Frankfurt a.M.tt-86 vankoerkehr: Gewerdebank Gießen Buch- u. Zteindruckerei R. La-ige. LchriftleiLung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schnlstr. 7. für Neklamen Mk.I. —nebst 20°/ o Teil- erun Zuschlag, Haupt- fchri'tlerter: Aug.Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: i. V. Dr. Zenz; Stadt und Land, Vermischtes n.Ge- richtsfaal: Dr. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck, fäunllch in Gießen. urmer Hauptquartier, 6. August. Westlicher Kriegsschauplatz. <§?/"^ruppe Kronprinz Nupprccht. tu»*« ? Eln:nduttgstätigkkit. namemlüli im Ancre- und A^e-. luchurtt und südlül) von Adontdwier. Am Abend viel- !A/luflevender Feuerkamps. Würllemberger erstürmten veute n uy nördlich der Somme die vorderen englischen Linien dewerfelts der «kratze Brane—Corbie und brachten etwa 100 Gefangene cm. Heeresgruppc Deutscher Kronpriuz. Aach erfolglosen Teilvorstötzen ging der Feind gestern mit stärkeren Graften zum Angriff gegen den Vesle-Ak» schnitt vcldersnts twn Braisne und nördlich von Ionchery vor. Aus rlemen Waldstücken auf dem Nordufer des Flusses, in denen er nch vorübergehend festsetzte, warfen wir ihn im Gegenstotz wieder zuruck. Einige 100 Gefangene blieben hierbei in unserer Hand. Im übrigen brach der Angriff des Feindes schon twr Erreichung der Beste in unserem Artillerie- und Ma- schrnengewehrfeuer zusammen. omie. _ ^beutuant Udct errang seimn 44., Leutnant Dolle feinen 28. Luftsieg. Der Erste Generalouartiermeister Ludendorff. * Der Abeuvbericht. Berlin, 6. Aug., abends. (WTB. Amtlich.) Bon der Front nichts Neues. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 6. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Nichts 97cues. Der Chef des Generalftabs. Neben Lansdowne hat sich ein zweiter Vorkämpfer eines V?'ständrgungsfriedons gefunden, der da glaubt, der Augenblick sei da, wo Europa bereit sein werde, sich an den grünen Tisch zu setzen und Verhandlungen auszunehmen. Es ist der niederländische Sozialdemokrat T r o e l st r a, der allerdings ber llltietetl Sptt pfiPTtfrvfrru>ttt/‘r Vn it* O r"t r» <3 S r\ Vn bei unseren Feinden ebensowenig wie Lansdowne politisch ernst genommen wird, weil man in ihrem Streben nach Objektivität ein Hinneigen zu den Mittelmächten sieht. Trotzdem seien Troelstras Grundlagen hier kurz angeführt, zumal, da auch die ^Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in mnem längeren Artikel dazu Stellung nimmt. Troelstra begründet seinen Glauben an die Gunst des Augenblicks mit der Kriegsmüdigkeit des deutschen Volkes, das infolge der gescheiterten Offensive seiner Regierung nur ous Notwendigkeit folge. Die Widerlegung dieses frommen Glaubens an Deutschlands militärischen Zusammenbruch und Kriegsmüdigkeit — insoweit sie sich nicht mit Friedenssehnsucht deckt — wollen wir getrost kommenden 'Ereignissen überlassen. Die eigentlichen Grundlagen des Verständigungsfriedens nach Troelstra sind folgende: ,.1. Die Deutschen werden sicherlich Belgien seine Unabhängigkeit wiedergeben, aber unter der Bedingung, daß diesem Lande eine vollkommene und absolute Neutralität auferlegt wird. Sicher ist. daß man, wenn die Neutralität anferlegt ist, nicht mehr von vollständiger Unabhängigkeit sprechen kann. 2. Was den Frieden von Brest-Litowsk anbelangt, ho sind die Deutschen zu seiner Revision bereit. Was den Alldeutschen erlaubt hat, diesen für die sozialistischen Prinzipien vernichtenden Frieden zu schließen, ist die Tatsache, das; die Russen von der 'Enki'nte sich selbst überlasten waren. Wenn die Alliierten einge^ willigt hätten, an den Verhandlungen teilzunehmen, wie Deutschland )i: dazu eingeladen hatte, so wäre es den Russen ganz anders Und zu ihrem Vorteil ergangen." Obwohl auch von deutscher Seite verschiedenttich ans eine Revision des Bvest-LitowsZer Friedens hingearbeitet iwurde, -erscheint Troelstras Annahme, die deutsche Regierung sei dazu bereit, durchaus nicht glaubwürdig. Der Kommentar der „Nordd. Allgem. Ztg." lehnt wenigstens tiefe Annahme tveit ab und betont, wie richtig es gerade angesichts der letzten Ereignisse war, den Schauplatz der Verbandsumtrsebe in Rußland möglichst weit von der deutschen Grenze fortMvertegen Andererseits gesteht der Kommentar zu, der Verband habe Iiußland einen Freundesdienst leisten können, wenn er am Verhandlungstische teilgenom- 7 n>'n habe, statt jedem Friedensschluß von vornherein feind- E) cntgeg-enKutveten und den Versuch, Rußland in neue Blutbäder zu stürzen, immer noch nicht cmföugctai. Troelstra fährt fort: i 3. Was Elsaß- Lothringen mckangt, so ist es klar, daß das ^deutsche Volk niemals in den Gedanken seiner Rückgabe Irm Frankreich einwilligen wird. Drs größte Zugeständnis, das irw Sozialisten machen könnten, Wäre die Zulassung eines .Plebiszits, das drei Jahre nach der Unterzeichnung des Frie- von Deutschland und unter seiner Kontrolle zn organisieret J|p rri ’- 7~L Wenn Frankreich und die Alliierten aus der Itückgabe Lotliringen eines ihrer wesentlichni .Kriegsziel« machen, ND d der Krieg noch zehn Jahre dauern, wenn das materiell! mög- Uch Nt. Deutschland könnte ans Elsaß-Lothringen nur verzichten, wen-! es militärisch vernichtet wäre. Es ist sehr interessant, daß der niederländische Sozial- bcmo'rQi nun plötzlich eingesteht, Deutschland werde noch ze.)- Jahre um Elsaß-Lothringen kämpfen, nachdem er vorher Deutschlands militärische Erschöpfung verkündet har Seine klare Erkenntnis, wie wenig auch der letzte ^::Uchc jemals gewillt sein wird, unseren Vorfahren schnöde entrissenes und durch Blut wiedererkaustes deutsch' ^ .amu'.lai'd preiszugeben, mögen sich die französischen EHauvunrteu besonders vor Augen halten und ihre Schlüsse darauf .Achen. Elsaß-Lothringer! ist für uns kein Gegenstand Vvn Verhandlungen. Selbst der Vorschlag eines Plebiszites drei Jahre nach Friedensschluß muß als unannehmbar zurückgewiesen werden. Obgleich wir eine solche Abstimmung nicht zu fürchten haben, weil sich die Reichslande alten welschen Treibereien zum Trotz als deutsch erweisen würden, so besteht doch keine Veranlassung, der Würde unserer Volksgemeinschaft und Stcrmmeseinheit entgegen, gallischer Eitelkeit auch nur der Form nach entgegenzukommeu. Troelstra kommt zu dem Schlüsse: Das einzige Land, das in der Lage ist, den Krieg noch zu verlängern, ist Amerika, lind kann man sich einbilden, daß die Franzosen weiterkämpsen, um den Amerikanern ein Vergnügen zu machen? Der deutsche Militarismus ist eine Plage, aber der Militarismus, der ihn niederringen könnte, würde eine zlweite Plage sein uns ebenso unerträglich nach Kriegsende bleiben, und die militärischen Ausgaben der Völker würden verzehnfacht sein. Was soll -dann ans den kleinen Ländern werden, die imfähig sind, ihr Budget ähnlich -zu belasten? Was man unterdrücke muß, ist die geheime Diplomatie, sind die lächerlichen kleinen Machenschaften der gegenwärtigen Diplomatie, die Reden, die ein TiirLomiat beim Diner hält, in der ganzen Welt durch die Teleg-vaphenamnturen verbreiten läßt und so das Leben der Völker tzrschüttert. Das einzige Mittel, zu einem regulären friedlichen internationalen Leben zu gelangen, ist die Schaffung eines internationalen Organs, das über die Staaten gestellt .wird und in der Lage ist, einen bestimmenden Einfluß ansznüben, um bewaffnete Konflikte zu vermeiden." Fassen wir seine Grundlagen zusammen, so kann ihnen nicht abgesprochen werden, daß sie unter verschiedenen Abänderungen geeignet sind, das zu ergeben, was Lansdowne in seinem Briefe Vorbedingungen nennt. Und nochmals sei die Frage erhoben, wie wird sich das feindliche Ausland zu solchen Vorschlägen stellen? Ein lehrreicher Fall diene zur Antwort. Der englische Schatzkanzler Bonar Law hat kürzlich aus eine Anfrage des friedenssreundlicheu Abgeordneten King den Satz hingewor- sen, die englische Negierung sei immer bereit, Vorschläge zur Herbeiführung eines befriedigenden Friedens zu erwägen. Auch hierzu nahm die „Nordd. Allg. Ztg." Stellung. Sie wies daraus hin, wie wenig die letzten Rede;: Balsours) Lloyd Georges und Bonar Laws (der vor kurzem in einer öffentlichen Rede Deutschland mit einem Ungebrochenen wilden Tier verglichen har, das die Menschheit in ihrem Interesse Niederschlagen müsse) von einer Gewaltfriedenspolitik ab- wichen. Dennoch fühlte sich das Blatt veranlaßt, die Frage zu stellen, welche Bedingungen Bonar Law als befriedigend ansehen werde. Der Eifer, mit dem diese Frage- ftellung erfolgte, veranlußte den ,,Vorwärts", den Artikel unter dem Titel „Ein deutsch-er Friedenssuhler" abzudrucken. War eine Wirkung auf die gemäßigten Kreise unserer Gegner beabsichtigt, so ist diese Absicht wieder einmul glänzend vorbei gelungert. Wir haben keine Veranlassung, gerade heute, wo die militärischen Vorgänge im Westen als deutscher Mißerfolg ausgedeutet werden, den Glauben Unserer Gegner durch den Anschein eines treuen Friedens- augebotes zu bestärken. Unsere Friedensbereitfchcrft soll immer und immer wieder letont werden, aber wir sollen nicht solchen RattenfänaerweisLN nachlaufen, damit uns neue Zeichen der Schwäche argedeuiet werden können. Ehr lich ausgesprochene Vorschläge sollen geprüft werden/aber solche vage Versprechungen „die englische Regierung ist rmmer oereit, Vorschläge Kw Herbeiführung eines befriedig genden Friedens zu erwäget", Versprechungen, die nur zu neuen Friedensangebotes- verlocken sollen, müssen mit dem Schweigen der Verachtung gestraft werden. Wir haben genug Friedensangebote ganacht und schallenden Hohn dafür geerntet. Noch ein Beispiel, wie nan bei unseren Feinden über deutsche Friedensangebote denkt: „Du „Mvriring Post" läßt sch aus Washington melden: Den vom „Vorwärts" ausgestelltei „FriedensbeoingiMEn" (Schei- demcnrnfrieden) wird nicht die gevlgste Beachtung geschenkt: denn pe irgendwie in Erwägurrg zn zehen, hieße die Intelligenz der Amerikaner beleidigen und Eg auf die Grundsätze verzichten, ans denen Amerikas Rech zur Beteiligung am .Kriege beruht. Es ist unverständlich, ivarum Deutschland sich die Zeit nimmt, so lächerliche Bedingungen in Umlauf zu bringen oder warum gerad: ansgerechinet der .Vorwärts" als Organ zu ihrer Verbreitung benutzt ivird; aber die Sache verlohnt kein weiteres Nachderven. Deutschland mag alle Woche ein neues Frie>ensangebvt herausbringen; es wird verächtlih beiseite gelegt iverden. bis Deutschland um solche Bedingrngen bittet, die ein Eingeständnis seiner Nieder age sind, und sich zu der Buße versteht, die sein Verbrechen (!) fordern. Bis dahin wikd Amerika keine Zeit haben, sich int F-rredenSgvdanken zu besoffen " vie Lage an der Westfront. Bern. 6. August. (WTB.) Der Kriegsberichterstatter des „Giornale d?Jtalia" in Frankreich sagt zur Kriegslage u. a.: Man stehe vor einem überlegten und vorbedachten Rückzug des Feindes. Die Initiative Uum Rückzug liege bei den Deutschen. Unter diesen Umständen sei es schwierig voranszusehen, wo die Rückwärtsbewegimg zum Stehen kommen werde. Wahrscheinlich ,vür- den die Deutschen sich auch an .der Aisne nur vorübergehend stellen, um sich aus Linien znrückzuzie'hen, die für die Verteidigung vorzüglich geeignet seien. > Bern, 6. August. (WTB? Der „Temps" äußert sich zur militärischen Lage zwar sehr zuversichtlich, macht aber den Sicgestaumel der anderen Tagesblätter nicht mit. Er führt u. a. aus: Unsere Erfolge wären größer gewesen, wenn wir am 18. Juli die deutsche Front südlich Soissons hätten durchbrechen können. Wir dürfen nicht vergessen, daß -Mangin auf zwei deutsche Armeen stieß und üicht über genügende Kräfte versiigle, sie zurückzuwerfen. „Information" stellt fest daß der deutsche Rückzug in guter Ordnung vor sich gehe. „Journal des Dsbats" schreibt Nioichl flachlicher: Der Feind gibt jetzt nur daS auf, was die Erfolge seines Programms vom 27. Mai überschritt, wo Luderidorss >nur den Damenweg einnehwen wollte. Ter schnell« Fortschritt der deutschen Kolonnen gestattete ihm dann den Stoß bis au die Marne. Man kann sagen, daß die ganze deutsche Strategie seit zwei Monaten auf dem Resultate vom 27. Mai gestützt war. In dem Interview Ludendorffs W nicht alles falsch. Es ist durchaus wahr, daß die Deutschen, wenn sie einsehen daß die Operationen sich nicht befahlt machen, sie abzukürzen suchen. Tatsächlich zieht sich der Femd jetzt zurück, um Menschen zu sparen! flmd seine Verproviantierung, die in dem Marnesacke äußerst schwierig war, zn erleichtern. Basel, 6. August. In dem Pariser HavaSkommentar vom 5. August heißt es: „Der deutsche Widerstand nördlich der Vesle verstärkt sich. Wie wir gestern voraussagten, hat der Feind iri seinem Rückzug eine Etappe eingeschaltet, da er einige Tage Zeit gewinnen muß, um! die Aisne zu erreichen und sein ganzes Material über die Aisne znrückznbringen. Der Widerstand war erwartet. Er hält uns auf. Immerhin sind unsere leichten Skveit- kräfte in Fühlung mit den deutschen Nachhuten nördlich der BeÄe, deren Uebergänge der Feind verteidigen will. Die Beschießung von Paris. Berlin, 6. Aug. Die Melttmgen über die starken Wirknn- sgen des Bombardements aus Ferngeschützen werde, dem „Lok.- Anz." \c6uS &>rtf zufolge, durch eine Havasnote bestätigt. Der Luxembourg-Palast, in dem das Staatsgericht tagt, zählt zu iatot ~ “ ... ' “ m I ßnah- Pcrriser Gebäuden, für deren Bedachung besondere Schutzma men angeordnet wurden. Da» Urteil im Malvp-Prozeß. Paris, 7. Aug. (WTB. Nichtamtlich; Havasmeldrmg.) Ter Staatsgerichtshvf hat M a l v y zu 5 Jahren Verbannung unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Aus Rußland. Zur Abreise der Berbandödiplomaten aus Moskau. Rotterdam, 6. Aug. Ter russische Korrespondent der Daily News, Ransome, meldet, wie der „N. Rott. Cour." aus London erfährt, aus Moskau vom 30. Juli: Tie Abreise der diplomatischen Vertreter der Alliierten nach Wologda sei sowohl vom Standpunkte der Alliierten wie auch von dem Rußlands selbst zu bedauern. Ihre Anivesenheit in Wologda werde vor allem wegen der Umtriebe einer bestimmten Gesandtschaft gegen die zentrale! Sowjetregierung für schädlich -gehalten. Tie Anwesenheit einfluß« reicher Vertreter der Alliierten in Moskau würde die russischere Diplomaten in ihrer Haltung gegenüber den Finnen und den Deut- schen verstärkt haben. Ihre Abreise sei nur von den Deutschen gewünscht worden, die aus dem Umstande, daß sie nicht länger durch ein offenes oder geheimes Abkommen bedroht werden, Vorteil zögen. In dem Augenblick, wo die Alliierten keinen verantwortlichen Vertreter in Rußland besitzen, schicke Teutschlarrd Helfferich, einen seiner besten Männer, der außerdem den Vorteil haben werde, an Ort und Stelle selbst über Fragen entscheiden zu können, die die Alliierten erst nach viertägigem Telegraphieren von Wo- logda erledigen könnten. Maßnahmen der Sowjet». Moskau, 6. Aug. Gestern sind hier laut „Jslvestija" einige hervorragende Vertreter der englischen und .französischen Bourgeoisie verhaftet worden. In Verbindung mit dem Vormarsch der Engländer und Franzosen im Murmangebiet wurden gestern in Moskau französische und serbische Offiziere verhaftet, deren Tätigkeit der Sowjetregierung Verdacht ernflößte. Ern Befehl Trotzkis weift daraus 'hin, daß an die tschechisch- slowakisch^ Front abgehende Abteilungen äußerst langsam vorrückten infolge Untätigkeit cmd vielfach, sogar Böslvillrgkeit des gegenrevolutionären Teiles der Eisenbahirer. Der Sabotage wird mit der ganzen Strenge oes Munitionsgesetzes begegnet. Eine Verfügung. des Rates der Volkskommissare sieht für Freiwillige, die an die Front gehen, und ebenso für Freiwillige, die in Verpflegungsabteiümgen eintreten, Beibel-altung ihrer durch- sjchnittlich-en Löhnung und Ossenhaltung ihrer stellen vor. Der Pressekommissar des Nordgebietes hat den französischen Abteilungen mitgeteilt, daß sofort in allen Städten die bürgertiöie Presse zu schließen sei. Gestern sind schon in Petersburg keine bürgerlichen Zeitungen erschienen, mit Ausnahme der Petrograds- Kaja Gaseta, die das politische Programm der Sowjets angenommen hat. IN Omsk versammelten sich laut „Sarja" hervorragende Parteiführer Rußlands. Omsk soll zeitweilig das politische Zentrum für ganz Rußland loerden. Daher sollen dorthin die Zentralkomitees' aller- großen Parteien verlegt werden. Awksenticw, Argunow, Eure- witsch und andere sind schon eingebrvffen; Sawinkow wird erwartet. Zur Besetzung von Archangelsk. Moskau, 5. Aug. (WTB.) Wie amtlich bekannt gegeben wird, wurde Archangelsk von den Engländern besetzt. Ter Kriegskommissar Trotzki verösfenllicht mrs diesem Anlaß einen Befehl, in dem es heißt: Die Umstände, unter denen zeitweilig Archangelsk geräumt wurde, beweisen, daß einzelne Vertreter der örüicßen Sowjet- gcwalten bei weitem micht nnnver die Eigenschaften beweisen, die für jeden Revolutionär auf verantttwrllichem Posten unerläßlich sind: Haltung, Energie und Tapferkeit. Es hat sich wiederuin betätigt, daß Songetvertretcc vorhanden sind» die bei dem erfta* deraimobert der Gefahr sich beeilen, dodonznlaufen, indem sie mnnen, daß die Rettung ihres eigenen Lebens die wichtigste Aufgabe ser. Lerariige Subicktc, haben nichts mit der Revolution ge- vrernsam. ^eder Vertreter der Sonstctgcwall, der seinen Posten verlaßt, ohne alles, was in feinen Kräften steht, zur Verteidigung ga«ur zu haben, ist ein V e r r ä t e r, der mit dem Tode zu be Maasen ijn befehle, sofort alle dieienigen Sobnelmitglieder der Arümngetsk zu verhaften, die laut zuverlässigem Material als a.eserreurc zu betrachten und als solche dem Revolutionstribunal zu übergeben find. Die sibirische Regierung. Moskau, 3. 9liugust. >WTB.) Eine Zeitung der Sozialrevolutionäre in llfa bringt die Meldung, daß die Verhandlungen Ättüschen dein .Komitee der Mitglieder der konstituierenden B e r s a m m l u ng und den Vertretern der sibirischen Re- g i t r u n n in Samara zu einer grundsätzlichen Ueberein-i st i m mu n g .geführt lualx-it. T-einuächft soll eine allgeniciue Sitzung der Mitglieder^der konsrituierendcn Versammlung von Samara und verschiedener Städte Sibiriens stattsinden. Die ameriranisch-japonischc Aktion in Sibirien. London, b. Aug. (WTB.) Reuter-Meldung. Der stellvertretende Staatssekretär der V e r ei n i g t e n S t a a t e n veröffentlicht folgende Erklärung cm die Presse über die aincrika- n i s ch - j a p a n i s che Aktion in Sibirien: Rach dem Urteil der Regierung der Bereinigten Staaten, zu dem sie nach wiederholter, eingehender Untersuchung der ganzen Lage gelangt ist, würde eine militärische Intervention m Rußland wahrscheinlich mehr zur Vergrößerung der jetzigen Verwirrung als zur Sanierung der Lage beitragen und Rußland eher schädigen, als ihm aus seinen jetzigen Schwierigkeiten Iieraushelfen. Eine soläie militärische Intervention, wie sie wiederholt vorgeschlagen worden war, würde ihrer Ansicht nach, selbst ivenn sie bezüglich ihres unmittelbaren Zieles, eines An-rrifes auf Deutschland von Osten her ivirki'am wäre, ivahrschein- lich mehr daraus hinausUrufen, daß Rußland als Werkzeug be nutzt wird, als daß der Bevölkerimg damit gedient würde. Selbst wenn sie oacoit Nutzen zöge, so würden doch nicht alle rechtzeitig davon Nutzen ziehen, um sich aus ihren jetzigen verzweifelten Schwierigkeiten zu befreien, und inzwischen würde ihr Eigentuni dazu verwendet werden, fremde Armeen zu erhalten, und nicht dazu, ibre eigenen ?llrgelegenheüen wieder in Ordnung zu bringen oder ihre Männer, Frauen mrd .Kinder zu ernähren. Wir verlegen letzt unsere ganze Energie darauf, um jeden Preis an der feil* ijont zu siegen. Es würde nach dem Urteil der Bereinigten Staaten höchst unklug sein, unter den gegenn'artigen Umständen unsere Streitkräste zu teilen oder zu vergeuden. Deshalb ist eine militärisch? Aktion in Rußland nur insofern möglich, als damit den T s che cko-S l o wa k cn viel Nutzen und .Hilfe gegen die bewaffneten deutschen und österreichischen ^Kriegsgefangenen, die sie angreiien, gewährt wich als damit diejenigen Bemühungen nach Selbstregierung oder Selbstverteidigimg unterstützt werden, für die die Russen selbst von Wladiwostok. Murman und Archangelsk Beistand anzunehmen .geneigt sind. Vorläufig werden die a m e rikonischen truppen nur dazu verwendet werden, mili- tä rische Vorräte zu bewachen, die später von den russischen Srrenkrä'ten benötigt werden können, mld solche Unterstützung zu leisten, wie sie die Russen bei der Organisierung ihrer eigenen Selbstverteidigung fttt erwünscht halten. Die Bereinigten Staaten und Japan sind die einzigen Mächte, dre im gegenwärtigen Augenblick imstande sind, in Sibirien in genügender Stärke aufzutreten, uni diese verschiedenen, oben dar- getegten Ausgaben auszuführen. Die Regierung der Vereinigten sttttcken har deshalb der japanischen Regierirng vorgeschlageu daß jede der beiden Regierungen eine Abteilung von einigen ran send Mann isow thousand inen' zu dem Zwecke nach Wladiwostok ichicken soll, um bei öor Besetzung von Wladiuw- ftof als einheitliche Truppe gemeinsam aufzittreten. Die javanische Regierung hat diesem Unternehmen zugestiinnrt. Die Regierung der Bereinrglen Staaten wünscht der Bevölkerung Rußlands öffentlich und feierlich mitzuteilen, daß sie keine Einmischung in die politische Souveränität Rußlands und keine Intervention in seine inneren Angelegenheiten, auch nicht 'in lokale Angelegenheiten begrenzter Gebiete, die ihre Truppen vielleicht besetzen werden müssen, lntö (feine Beeinträchtigung seiner, territorialen Jntegntat weder setzt noch später beabsichtige. Ts oerlmtter. daß die japanische Regierung eine ähnliche Zusicherung veröffentlichen wird. Diese Pläne und Absichten der Vereinigten Staaten wurden de« Negierungen Großbritminiens, Frankreichs urid Italiens mit- geteilt: und diese Regierungen haben dem Staatsdepartement erklärt, daß sie ihnen im Prinzip zustimmen. China und die Tschecho-Slowaken. Bern, 6. Aug. (WTB.) Nach einer Meldung des „Progrbs de Lyon" aus Peking hat die chinesische Regierung die tschechv- slowakischen Kontingente ermächtigt, für die ganze Dauer der Feindseligkeiten die Eastern-Elsini-Railway zu benutzen Tie Regierung hat beschlossen, das erste Kvntmgent chinesischer Truppe n nach Wladiwostok zu entsenden. Bon der Grenze tmrir gemeldet, die Armee Semen ows sei geschlagen irrst» habe bis auf einige Werst nahe der chinesi scheu Grenze zurückweichen muffen. Aus rusffsch-franzSsischer Waffenbrüderschaft Moskau. 6. August. lWTB.) Die neue Zeitung . Mir" ^Frieden- voröfferttlicht eine Gehei m depe sche des damaligen^ ^riegsmrmsters Kerenski an den Minister des Aeußern Terest > che n ko vom 20. Juni 1917, in der Kferenski sich darüber beklagt, daß die Berbünoeten RuUand größtenteils untaugliche Geschütze geliefert hätten. 35 Prozent der Geschütze hätten ein zweilagiges Feuer mittlerer Stärke nicht ausgehasten. zwecks Mcdevaufrmhme der Arbeit unmöglich. Nachdem die Or- ganifatvven der Streiks eingesehen l-aben, daß der Zweck des Streiks, die 'sttlleguug des EisienbahnverVehrs, nicht erreicht werden kaun, suchen Ire durch Gewaltakte den Betrieb zu schädigen so find an verschieveiien Stellen aus der Strecke die Schieneid gesprengt, an anderen Sollen die Betriebsmittel beschädigt, die Züge beschossen und die Beamten bedroht ivorden. Am 29. Juli wurde . ails den u l .'ainifcheir Eisenbahn minister Butmko von den Weitstattmarbeitcru ein Attentat rerübt, das glücklick-erweise miß- lmig. Juuhxm höheren Eisenbah:cboanlten ist mitgeteilt worden, da».sie vvir dem streikenitee zirm Tode verurteilt ivorden seien, rüge terrorist-iscsen Maßnahmen nötigen die deutschen und öfter-- rnaKich-iungarischen Militärbehörden im Benehmen mit der nkraini- läen Regierung zur rücksickckslosen Einwendung der gesetzlichen ä.ittcl. Einige solclxer Gewalttaten stb er führte Personen sind von den Kriegsgeriatten abgeutteilt und erschossen und zahlreiche andere ve chattet ivorden. In den letzten Tagen ist im allgemeinen der Eindruck verstärkt ivorden. daß der Streik langsam im Mftauen be- HP** ^ betrieb sich allmählich wieder dem normalen Zustand nähert. Der Nachfolger v. Eichhorns. 6. Aug. (WTB.) Der Nachfolger des General- feldmarschalls von Eick>hvrn, Generaloberst Graf Kirch- b ach, ist gestern in Kiew eingetroffen und hat sein Kommando übernommen. Die Trauerfeicr für v. Eichhorn. ^ - erlin, 6. Aug. Heute nachmittag 5 llhr wurde in der Gnadenklrche (Jnvalidenstraßef die Trauerseier für Generalfcld- marttball v. Enlchonr abgehalten. Der Sarg war vor dem Altar zwncl^il Blattpilnnzeir und Lichtern aufgebahrt. Feldmarschallstab und Orden lagen darauf. Am Fuße des Sarges war ein vvni Detman der ukramisck^en Republik gesandtes schwarzes Samttissen ^ einen Palmen- imb emen Eichenzweig in Silberstrclerel zeigte. Als Vertreter des Kaisers mrd der Kaiserin ericmen Gemral^rdjutant General der Infanterie v. Lvewenfekd mrt einem, Kranz der Majestäten. In der zahlreichen Trauer- ü 1 .? 11 Allster den Spitzen der Berliner militärischen und Marinebebörden u. a. Vizekanzler v. Payer, zugleich als Vertreter des Reichskanzlers, Minister v. Breitenbach, Minister v. Stein, Staatssekretär v. Capelle. Im Aufträge des Königs von saclpen legte der Königlich sächsisclre Militärattache in Berlin am sarge einen .Kranz nieder. Vollzählig war die ukrainische Ge- sandtta>att mildem Gesandten Baron Steinheil gekommen. Ge- hermral w.r. Strauß, Feldoberpfarrer des Ostens, hielt die Ge dachtmsrede Gesang .d^S Tomchors schldß die Feier. Unter 'lromendem Regen wurde die Leiche ans sechsspännigem königlichim ^ch dem Invalidenkirchhof übergesührt, !vo die leierlickre Benctzung erfolgte. ^eichcnfeicrlichkeit für den verstorbenen Generalfeld- mattchall v. Eichhorn nahmen u. a. auch teil, imd zwar im Aufträge • A“' k .Vemrsverwaltung der k. u. k Bevollmäckstigte im kö- niglich vreuch'cyen )kriegsministerium Oberst des Generalstabskorvs Gimltc mit lcinem Stab. Dienstpflicht auf die Zeit vom rv. bis 4v. Jahre ausgedehltt wird, ist letzt m bewen Hanierri des Kongresses eingevracht lvvrden. Sce, wurde an die stomimssiou für Mititärangelegeiil^iten ver- wiettrr. ^re Gesetzes Vorlage ermäclstigl Wilson atte für dfen Dienst m. Betrag kommenden Männer nach freiem Ermessen ein'.--Ziehen, -vre 11 ihrendeit ctgZeder' des .Kongresses h>ffen, das; ixe Vorlage Wm vor dem 1. September armeiwmmen sein wird. Smator Ehamberlcnn beantragt den 9. -seetember für die Registrierungi der nam dem neuen Gesetz dienstpflichtigen Männer iestzusetzen ^ bm .dn-eg berechnete, daß durch das reue Gesetz E Zahl der Dien stpffrchtt gen um 2 398 090 Personen vermehr Rumänien. Bukarest, 6. Aug. sWTB.) Wie die Blätter melden, hat eine große Anzahl Abgeordneter bei der Regierung ein Gesuch erngereid;,t, d.e Hcrbsttagunq des Parlaments in Bu- kareft selbst unter deutscher Besetzung abznhalten. Bukarest, 6. Aug. (WTB.) Wegen der Gefahr der Cholera- euncMeppung wurde die Grenze gegen die Ukraine ge- IjJJJ 1 , 1 - Alle aus Rußlaiw kommenden Personen werden emer Nrnrtägrgen Ouarantäne urtterworfen VarneS über den Völkerbund. London, 6. A«g. (Reirber.) Der Vertreter der Arbeiter un Knegs^bmett Barnes erklärte in seiner Rede in Cambridge, er nnade^euti chland in den Völkerbund aus nehmen, weil es rrur errce slttickkehr zu den alten Gefahren bedeuten würde, wenn es auSgeschlosien würde. Er trat für er« interalliierte Konfererrz im >ädonserenz kein Lmid ausschließen ivürde, weirn es sich nicht im Kriege mit den alliierten Nationen befärrde. Ein Gerichtshof zur Regelung gei'ichttich eittscheidbarer Streitfragen könnte gebildet und eine ÜTttersuchungskommission eingesetzt werden, die die Grundlageir der teilweisen Abrüstung vom praktischen Standpunkte aus mit Rücksicht aus die Länge der Grenzen. Ausdehnung der Dominions ivid den Wolststand der Bevöltormig untwfuchen könnte. Endlich konnte man auch eine interalliierte .Kommission einietzen, umlauf der Grundlage rurttonaler Einheitlichkeit die territorialen Ausgleichsniöglichkeiten zu untersuchen. Der Eisenbahn er streik in der Ukraine. Berlin, 6. Aug. (WTB.) Tie „Nordd. Allgem. Ztg." bringt über den Eisenbahner streik in der Ukraine und feinen politischen Hintergrund Mitteilungen, die ihr von Kiew von be-! sonderer Serie zugeiTcmgen sind. Darbt heißt es: Noch den ^is-^ herigen Fest^.-elinngen unterliegt es keinem Zweifel, daß der Streik aus politischen Gründen von außen her in die Ukraine hinein gc-tramm und mittelbar gegen hie ukrainische Regierung und die Mittelmächte gerickttet ist. Einige aus Großrußland kommende Agitatoren wurden verhaftet. Die gesamte Orgarriiarion, die voll stunde im Gehn men arbeitet, und aus dunklen Verstecken ihre unterirdische Wühlarbeit verrick-tet, ist jedoch nicht ausgedeckt worden. Die Organisation arbeitet mit erheblichen Geldmitteln. Wem im ElZarkower Bezirk sollen ihr 10 Millionen Rubel Lur Verfügung /tchen. Das Fehlen einer organisierten einheimi'chm Polizei erschwert den Kämpf gegen diese gÄeimen Organisationen, so daß die wirklich Schukoigen nur schwer m fallen sind. In welchem Gaffde der Msstand g-elettet wird, erhellt aus einem vi^lverlwetteden Aufrus des geheimen Komitecs, in dem es heißt: „Es nähert 'ich die Zeit der Befreiung der Arbeiter und Bauern von den Bergeioaltigern und Unterdrückers beptlbt.i, dem .Httman und dm deutschen Haidemaken? Alle wollen wir uns im gege'-enen Mvrwmt Lirm Kampfe gegen sie erheben. Die Ausgabe der Eisen dahier ist die Einstellung des Verkehrs, damit so der Gegner ferne Truppen nicht verschieben kann. Unser Feind Äünderr uns aus und versorgt sich mit Brot, damit er noch kämpfen kann DaSuttll nnrd «c Revolution im Westen hinausgeschobm. Gemchen' W,r haben die Äarserhunde lange genug geduldet. Helft nur durch Einhalten des Eifenbahnverkelw' den Taui'etiden von Bauern, die in, bestimmten ^.NonZent mit Waffen die Städte überfluten werden " Die Urh-ber des Streiks benutzen die durch die Teuerung uno UTiregelmäßige Bezahlung der löebührnisse unzu- friebnw Stimmung der Masten, die sie vurch ökonomische Forde- rmrgen. deren (Erfüllung die Sißenbvhnen imb die Staatsfinanzer, arm B c m fervtt fsihrm nttnde, noch weiter für ihren Zrveck steigern. Trotzdem vermehr: hdj die Zahl der Arbeitswilligen iortqesetzt Si- rvätr twth erheblich größer, wenn nicht eine kleine Zahl be- M h tt er AmUBtorm mit allen Mitteln des Terrors die Arbeit-- willigen vrm der^Arbeit abPilMlten versuchte. Ta eine Verttetung der fCDftfntriCTi Arbecher nicht rrorhanden ist, sind Verhandlungen Irland. Bern, 6. Aug Bei Besprechung der Resolutwii Dillon, die die englische Potittk in Irland als unverträglich mit den großen! Prinzipien der Alliierten ierklärte, sagte im Unterhause Devlin -nach dem BerhandlungSbericht vom 30. Juli, die Regierung tue l'erade das, was Präsident Wilson für falsch erklärt habe. Er sivagte. vb es auch nur ein einziges Land im Herrschaftsbereich der Zentralmäckite gebe, wo, wie in Irland, der Abgeordwete einer Volksverttetmig erst einen Polizeipaß haben müsse, um mit seinen Wablern in Verbindung zu treten. Er — Devlin — würde eher sterben, als bei der Polizei Um die LZrl^rubnis einkvmmen, zu seinen Wählern zu sprechen. Vor der neuen Politik seien monatt. lich 12000 Rekruten aus Irland gekommen, jetzt nur 40. Der Vertreter der Arbeiterpartei, Adamson, Hendersons Nachfolger als Parteivorfttzender. sagte im Anschluß an Devkins Rede, der Zustand der Dinge in Irland zeige einen schceckenerregenden Bankrott der Süaatskunst. « Ärrcgshetzer Botha. Pretoria, 6. Aug. Botha sagt in einer Botschaft an die Bevölkerung der Südafrikanischen Union: Wir haben den llaren Beweis vor uns, daß ohne Sieg eut Friede verhängnisvoll sein würde und nur dazu führen würde, einen noch furchtbareren Kampf vorzu bereiten. Amerikas Verintwortung. Stockholm, 6. iAug. (WTB.) Unter dieser Ueberschrift schreibt „Npa Dagligt Allehanda": „Warum setzen die Vereinigten Staaten den Krieg fort? Ihr Ziel ist ia nicht Deutsch!aitds Vernichtung, sondern geht dahin, die Mtrelmäichte, bAonders Teutsch- lcmd, zu zwingen, gewisse Reäftsgvindsätze aa-u-erkennen und diese ilmzuweitden: dies aber könnte erreicht werden, ohne das entsetzliche Blutvergießen weitcrgehen zc lassen, ivenn Amerika bloß die entsprechenden Forderungen airch in die ursprüngliche Entente, besonders an England, stellen rtzollte. Warum setzt also Amerika in Wirklich', it >rr.cn fort? Die Antworc kann nur lauten: Um Englands Interessen zu föwenr. England lxtt nmhrc-nd des ganzen ftrieges sein Gebiet erwtitect in Afrika, Persien, Mesopotamien, Palästtna, Griechenland und zuletzt auri> an der russiscknm Eismeerküste. Unterdessen ließ e ! Europa für sich verbluten und ein Land nach dem andern verwüsten, Belgien, Serbien, ^Nonte- iac-gvo, Rumünien, Griechenland .'td Rußlcnid. Auch Frankreich ^md Italien läßt es de?:selben B^g wo'wcrn. Ist dies Grund euchi'.g für Amerika zum Krieg? ^AA.^Bvol an dem Fahrzeug anlegte, schleuderte die Frau d^is Kind, das in Virklichleit eine Bombe ^n offenen Turm des U-Bootes und sprengte es aus diese Weise rn die Lust. Diese Frau wurde, wie der Korrespon- ausg /zeichne ^n^ufugt, für ihre Tat mit dem Viktoriakreuz Mannschaft-mangel aus der amerikanischen Handelsfrotte. s .. ^0^ Liverpooler „Journal of Commerce" weist neuerdings an aJ J r ^ ie 9 H^ en AnstDengungen hin, die man in den Vereinigten Staaten macht, um Mannschaften für die stark wach- lernt. HandelvfLtte zu bestimmen. Dabei macht das Blatt am die ^unnerksam, daß man es in den Vereinigten Staaten nöttg hat, der Bevölkerung klar zu mack-en, daß der Dienst m. ocr Handclsslotte etwas gerade so Patriottsches sei, wie der Dienst im Heere. Cs sei eben eine allbekannte Tatsache, fügt das „vV.onmal-.oT ^Commerce" hinzu, daß der echte Amerikaner keine Neigung für das Seeleben besitze. Das sei in einer natio- ul\ C A "" »sie gegcnwärtAg herrsche, ein Unglück socb man dürfe die HoTimmg aus Ueberwindung der Schwicrigtetten irccht sinken lassen. Als eine der größten Schwie- r>gleiten bettachtet das amerikanische Schlffahrtsämt das Fehlen von SchultchiTieii. Sem stimmt das Liverpooler Blmt mcht bei' e v er klart vielmehr, was man auf einem Schulschiffe lernen könne' könne man noch besser auf einem richtigen Seeschiff lernen R-utcrviÄdmlg, In ciramt ta> Navnchen Vasen ist dve Mannschaft eures kanadischen Scha- ^^LDErdet, der am Freitag in der Bucht van Fundy von emeni Tauchboot versenkt wurde. Die iNannschmt berichtet, der Kom. MMidMil des Tauchbootes habe gesagt, datz sein Boot die Min» gelegt habe, durch die kürzlich der Kreuzer „San Dieqo" versenkt worden ist. • 6. dlug. (WTB.) Die brittsche Admiralität teilt mrt: Der heimwärts fahrende T r an s por t da m p f er „Wa- nilda" wurde am 3. Llügust torpediert urrd ist.gesunken. 123 Mann werden verinißt. Sie sind wahrscheinlich ertrunken. Zwei drittscht' sorpedobootszerstörer ivurden am 2. August durch feind, llche Minen versenkt. 97 Mckstn sind mngekommen. < vnJ B im^ nqt0n ' £ 'Reuter.) Ein druts.ches ll-Bvot ver- enne ll)0 ..ceileii von der Küste vvii Virgimen einen amerikanischen Tani^iinpser ^reiwg Ueberlebende Mitten fandet. . , M«d r ; d . 6. A»g. Wcuter. 1 Aus Corcubw» wird gmäbtt, oai> 6«i Kam tan und 17 Mann des von einem U-Boot torpediertenj brmilianttcken Dampfers Macero Arühercr deuffcker Dampfer santa Anna) gelandet wurden. Zivei Flöße mit 44 ?Nann werde«! vermitzt. Aus dem Ueiche. Erhöhung der Maimschnftslöhnung. « B«rliN' 6 Aug Wie das B. T. berichtet, war vom Reichstage dem Wun,che nach Erhöhung der Mannschasts- bohnung Ausdruck gegeben worden. t>kuf ein Schreiben, das der Rerchstagsabgevcdnete Marauard in dieser Angelegen, heit an General Ludeudorff gerichtet har, ist jetzt die Mitlei. lung eingeirotwn, daß die Erhöhung der Mamischastslöch nung bereits vom 1. August d. I. ab vom Kaiser genehmigt tovrden ist. * ... ^ug. (WTB.) Dfer „Reichsanzeiger" ver- 00 s Wein ft euerge setz, ferner ein Gesetz zur Aenderung des Schaumweinsteuergesetzes, eine Bckannt- machung betressend den Verkehr mit Branntwein aus Klein- ^bstbrennereien, eine Bekanntmachung über den Absatz von .Nuttersasten und Fruchtsirupen, das Geseß betreffend die Be- fteuerung von M i n e r a l lv a s se r n und künstlich bereiteten Getrarrken sowie die Erhöhung der Zölle für Kaffee und Tee urtt eine Verordnung zur Ausführung des Umsatzsteuer^ gesetzes vom 26. April, R.-G.-Bt. S. 779. Aus ficjjcn, I. Darmstadt, 6. August. Der Fin a uzausfchuß der Zweiten Kammer beschäftigte sich in seiner tätigen Sitmna mit der Vorstellung des EniiL^-Ludwig-Vereins we'pm Ile bernahm? der Bürgschaft bei !zwei' Hypot^heken durch den Staat und mit einem m gleichem Sinne gerichteten Antrag Wiegand. Die Regierung erklärte, daß die Beratungen in ihrem eigenen Schoße noch nicht zum Abschluß gekomineu siird, sie deshalb auch nach leine entgültige Antnwrt geben föimc. Der Mick^tag habe be- Eoss^i. daß sich das Reich an der .Klein.iwhmnrgssürsorge mit Millionen Mark beteiligen solle unter der Vorttissetzung, daß Bundesstaaten lmd Gemernr»en ftch in gleicher Höhe beteiligten. lZusamm«, also V/ 2 Milliarden Mark.) Die Reichsregierung hat ihrerseits ebenfalls rioch keftre Stelttmg hirzu genommen. 'Die Angelegenheit ist also augenblicklich noch ittcht spruchreif und wird doch alb zurückgestellt. — Einen- Antrag W ie ga n d, die Regierung üioge der VaugeseNsckjast Hnmntdiuk mit einem Beitrage bei- treten, steht die Regierung sympathisch gegenüber. Der Ausschuß ümcht seine Zulttm-mwlg davon abhängig, daß die beiden Vereine. sich rn vchien die gleiche Aufgabe gestellt haben, der Ernst- fLildwig-Vereirt und der L^ereru für >dnegerhei,nstätten. sich Kuvvr über nn gemeiiuames Zusammengehen verständigen. — Eine Anzahl werterer Punkte wird bcsprockxn, die ?Lbstimrn!mrg darüber iet»ock> aus die morgige Sitzümg vertagt. Diese Sitzung wird auf 9 llhr anberaumt. Später tvill der Ausschuß sich nril der Bahn nach Worms und von dort mit dem- :stegierungsschiff i«ch Mainz begeben, um verschiedene Basichtigimgen vorMrnehnvsr. An» Siadt nnd Ean». Gießen, den 7. August 1918. Zweimaliger Aufenthalt in einem Badeort. fremder in enten Badeort, für beit Äusent- tsbeichcantting von vier Wochen bestimmt in. im Laus? Mu^eit wieder kehren . ochen beitimmt ist, im Lause einer ^ Dorr, ijli vor kurzem vom .'ibriegsernühruuqs- mnt entni^ernn worden, bi Bnildesstaal l>arfc nämlich veab- Hat es sich gezeigt, daß vielfach beschlagnahmte und meldepflichtige Elektromotoren beim Wumba R. III iridu anqemelde: worden sind aus Unkenntnis der Bekannimachung Nr. 9030 3.17. R. III 1. vom 15. 6. 17. Alle Elektromotoren mit einer Leistung von 2 VS an auf- nlätts, die sich nicht dauernd in kriegswichtigen Betrieben in Benutzung befinden, sind auf amtlichen Meldcvordrucken beim Wumba R- HI airzu melden. Bon der Meldepflicht sind ausgenommen die in Fahrstühlen (Aufzügen) eingebauten Elektromotoren, sofern sich ^ie Fahritühle m Betrieb befinden, sowie solche Maschinen, die regelmäßig rn eineni Betriebe benutzt werden, der rmter $ 2 des den vaterlüiTdifchen Hilfsdienst vom 5. 12. 16 fchlt ">"Ngebe, die für Zwecke der ZktiegSführ'.mg oder Volks Versorgung 'mmittelbar oder mittelbar Bedeutung haben). — Es wird hiermit nochmals Gelegenheit gegeben, etwa versäumte Meldungen nachu. Äibolen. Sollten bei den weiterhin vorzunehmenden Revisionen noch meldepslichtige elektrische Mjaschinen, deren Anmeldung nicht bewirkt ist.^vorgeiimden werdeii, haben die M^ldevflichtigen die ge» glichen Strafen zu gewärtigen. Etwa erforderliche Niel de karten 'md in der benötigten Anzahl und unter Angabe der Stromart lob Gleich- oder Wechselstrom) bei deii technischen BezirkSdieiist- Nellen oder beim Wumba R. HI, Berlin W15, Kurfürsten dämm 193-194 mittels Postkarte anzuwrdern. ^ ** S chnl er f a hrten ohne Ergänzungsgebühr, -ochülerkorcen sind von der Entrichtung der Schnellzug-Ergänzungs- gebühr beireit, sotvcit sie für Schnellzüge gelten. Schülerinonats- wrten gelten für alle Züge, die der Personenbeförderung dienen. Soweit einzelne Züge hiervon ganz ausgeschlossen oder nur gegen Zahlung des Schnellzugszuschlages zugelasjen sind, werden sie durch Aushang am Schalter bekannt gemacht. Auch bei Benutzung von Schnellzügen sind die^ Inhaber von Lchülermonatskarten von der ErgänzungSgebühr befreit. Eine Erhebung von Ergänzungsgebüh-' ren ^mmk somit bei SchülermvnatSkarten überhaupt nicht in Frage Tie Eisenbahnverwaltung Ikh das Zugoegleitungspersonal auf diese Bestimmungen jetzt ausdrücklich. Hinweisen lassen. **^Wie man das Turchscheucrn dar Strümpfe verhütet. Tas viel bckklagte Turchscheuern^der Strürnpse an der Ferse in den mit Holzsohlen benagelten rrckmhen wird ver- hrndert. wenn den Schuhen vom Schuhincstber auf die Stiefelklapi>eii der Ferse ein Stück abgepaßter, alter Samt mit dem .,Strich" nach urtfcerr ion^gcvebt wird. Beim Gebrawch findet das Strumpfgnrebe in den kleinen Härchen vom Samt oder Müsch den notwendigen Halt und das Turchsck'ieuerii wird verhütet. Landkreis Gießen. ** Allen darf a. Lda., 7. Auq. Landsturmm. Mar Rosen» ga rten erhielt die Hessische Tapfert'eiiSmedaille. ** Großen-Linden, 5. ?lug. In der GemeinderatS- iitzung ,wurde der seitherige Bürgermeister Leun durch den Gemeinderat zum Ehrenbürger unserer Stadt ernamit. 33 Jahre lang har derselbe als Oberliaupt der Gemeinde vorgestanden. Der ffrafte Auß'chwung der Gemeinde ist ihm in erster Linie mit M verdanken. *rn. Hungen, 6. Aug. Der als Unteroffizier in einem Jn- tanterieregiment stehende Hch. Reinhardt fiel auf dem Felde der Ehre. * ^ ich. 5. Aug. Ter Landsturmmauu Emil Jsaac wurde mit dem Eisernen .Kreuz 2. Masse ausgezeichnet ; die Hessische “ i ' oö ^J f ^ ?n ebüill€ erhielt er schon frülier. Lteiüberg, 5. ?lug. Dem Kaufmann Georg Sommer von hier wurde das Eiserne Kreuz 2. .Klasse verliehen. Kreis Büdinaen. " Büdingen, 6. Aug. Ter Kreistag gab seine Zustinr- ^reissteuerumlage von 200 000 Mk. aus ^Lt ^Fbolmng wird bedingt durch die Schaffung eines -c -Zinsendeckung und Tilgung der KriegSanleilien dkS.Krcnscs. Ferner wurden Mittel zum Ankauf des Obstmustev- gartens zu Büdingen bereitgestellt. Kreis Schotten. £. .. . ^ o t te n, t,. Mg. Unter dem Bor'itz des Großh. Estlrekwrs M u h l und m Anwesenheit des Geheimrats Tr. Dietz-Darmstadt fand im hiesigen Rathanssaal eine gut oeiuchre Benammlung der für oen planmäßigen .'ln-'bauVinen ge^ Kneten Tuberkulose-Fürsorge im Kreise Schotten in» vn-epierten Persönlichkeiten statt. N-rcl, eingehenden Referaren des Memzn'alrnteS Dr. Best und des Gelmmrais Tr Dr Dictz wurde die Errichtung von vier Tuberkulose-Fürsorgestellen in »n grotzeren Orten deS Kreises und zwar in Schotten. Laubach, Gedern und Ulrichstein ins Auge gefaßt und der Anstellung von 1 oder 2 Kreisfürsorgerinnien näher getreten. Wenn die Mittel hierzu durch den Kreistag bewilligt , inb, wird die wichtige Arbeit sofort begonnen werden. Kreis Alsfeld. c. Alsfeld, 6. !Aug. Fabrikant Otto Tiegel (Firma Ernst Tiegel, Lacksabrik), der zugunsten der im Lehrerheim unter- gebrachten heimatlosen Urlauber sich schon wiederholt in dankenswerter Weise betätigt hat, spendete zu dem gleick?cu Zweck wiederum den Betrag von Mk. 50: die Zuckerfabrik Frcm- kenthal (Pfalz) stifrete eine 2. Gabe in der Höhe von Mk. 250, die Sparkasse in Schlitz unterstützte das Unternehmen durch Vermittlung des Lelirers Gomps in Uetzhausen zum 2. Male mit Mk. 50, von einem ungenannten Wohltäter in Gießen erhielt das. Lehrerheim erneut den Betrag von Mk. 100. Kreis Frirdberg. . N. Z. Bad-Nauheim, 6. Aug. Ter König von Bulgarien traf gestern abend in Begleitung deS Kronprinzen Boris und der Prinzessinnen Eudoxie und Nadeschda mit Gefolge zu längerem Aufenthalt in Bad-Nanheim ein. Ter König weilt im strengsten Jnkogniw hier, da sein Geftmdheitszuttand während der Kur völlige Ruhe erheischt. -- Butzbach , 5. Aug. Gestern ertrank beim Buden in der Wetter bei Griedel der Schuhmacherlehcling Karl Schneider, geboren zu Runkel, ivolmhoft zu Butzbach. Schneider ist 14 Jahre alt. Stmkenbnrg und Nheiuhcfsen. ** Turmfta d t, 6. Aug. Der Andrang von Kindern zu den von der LandesversickTerungsanstalt Großh. Hessen in Bad-Nuu- heim, Wimpfen und Bad-Orb eingerichteten Solbädern ist derart stark, daß die sämtlick>eri Plätze (es sind dies nahezu 200 im Monat) auf Monate hinaus vergeben sind. Weitere Anmeldungen können deshalb vorerst keine Berücksichtigung mehr finden, und es ist zwecklos, sich trolzdein etwa an die Landesversickierungscmstalt zu wenden, da ihr die Unterbringung von iveiteren Kindern im laufenden Jahre ro.'ilommen unmöglich ist. ch. AU s de r Rbeinpfalz, 5. Aug. Gegen den Weinwucher wenden sich versänieoene Stellen der Rheinpsalz mit entsckMdeneni Maßregeln. TaS Kgl. Bezirksamt Zweibrücken hat die Wirte seines Bezirks darauf animertsam gemacht, daß Preistreibereien mit Wein unbedingt strafbar sind und streng bestraft werden. Sobald Erbe hu n gen des Wernpreises seitens des Kreegsumckzeramtes in Ludwigshafen a. Rh. festgestellt, ioerden, wirb die Preisbildung überwacht und gegen unterecktigte 'Preissteigerung rücksichtslos vor gegangen. KrciS Wetzlar. ra. Wetzla^r, 7. Aug. lim ber Wohnungsnot zu steuern, beschlossen unsere Stadt verordne ten, 28 Häuser zu bauen, und zwar 27 Einsamiliengebäude und ein großes Gebriude mit 7 Wohnungen, also 34 Wohnungen. Tie AuSsübrunq dieser Bauten soll dem Spar- und Äauvercm der ^tadi Wetzlar übertragen werden. ra. G r oß - Re w te n b a cg, 7. Aug. Die Gemeindevorsteher Ott-Ober wetz, Bender-Neukirchen, Säuger-Niederquembach und Oh ly-Nieder kl een wurden mit dem Berdienstkreuz für Kciegshilse ausgezeichnet. Hessen-Nassau. ^ Bad Homburg v. d.. H., 6. Aug. Unter dem Vorsitz von Prof. Tr. B ru n ner-!Berlin--Lichterselde trat heute bei lebhafter Beteiligmig aus allen Teilen des Reichs der „Reichsbund .für Heimotkunst^' im Gefigen Kurhaus zu seiner zweiten Tagung zusammen. Auf den iVeibandlungrn dW Hauptcrusschusses wurden in mehrstündiger Aussprache die Richtlinien für dir kündige Arbeit des Bundes .seftgeiegt, c..n' als eine ArveltstzemAns x nyt aller in Frage iomnmiceu Berbamo und amtlichen Stellen i>r. Pflege des Deutschtums in Dichtung und Kunst im G'is e einer 'voyen holzen Heimattreue dienen soll. In ber öffeutlühon Nachm itragssitzungi sprach'« Pfarrer a. T. Julius Werner- Bad .Hom-burg über Fichtes Wort „Höherstimmen und £eiliqen". Lehrer Otto Stück rat h- Biebricki a Rh., sprae' sodann über „Tas Teutsckie Volkslied". Ter von Prof. Tr. Hans M u ch Hamburg migekündigte Bortrag über „Tie Kunst der dnststirn Hansa" fiel wegen Behinderung des eine der Ivehrmann v. in §ch. Bei Beurlaubung zu besoldeter Tätigkeit m fremden gewerblichen Betrieben wird die Löhnung nur bis Ende deS Monatsdrittels, in dem der Urlaub angetreten ist, bezahlt. Wird der Urlaub am 1. Tage eines Monatsdrittels angetreten, so hört die Löhnungszahlung bereits mit Ende des vorhergehenden. Monatsdrittels auf. Beköstigungsgeld wird in diesem Falle nicht bezahlt. Handelt es sich um Krie gsb e schädigte, die Urlaub zur Aufnahme der Arb^t im Zioilbernf bis zur Enilassimg i m Rentenverfahrcn erhalten, wird Lölmung und BeköstignngS- geld unverkürzt weiter gezahlt. van daß vermischtes. Rotterdam, 6. Aug. (WTB., Tie Firma N. B. .W. Triels Stroomboot en Transport Ondernomingen teilt init, die Meldung des Amsterdamer „Tel graaf" über den Ber^ kauf ihrer Rheinflotte Walsum bei Hamborn (Firma der Luft gegriffen ist. au die Bergwerksgesells inft in Thyssen? vollständig auf Letzte Aachnchteir. Der neueste BericL)L der Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 7. August (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. J)ie Gefangenenzahl aus dem gestrigen Kanck-fe nördlich der Somme hat sich auf 280 eß^iht. Ein englischer Gegew anqriff südlich der Straße Brave—(SoVbie brach tm* unseren r^rurn Linien z.usammen. Die Erkundmlgstätigkeit war beiderseits Per Lps und an der Avre besonders rege. Nord westlich von Aioutdidicr kam ein feindlicher Teilangriff in unserem Feuer nicht zur Entwicklung. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zn den Morgenstunden Ttilkämvft an der Beste. Oeft- lick, non Fismes machten wir bei einem Vorstoß über die Beste Gefangene. Am Abend heftiger Feuerkalripf, dem beiderseits von Braisne und Varoches starke feindliche An. griffe folgten. Sie ivurden teilrveiie im Feuer, an einzelnen Stellen im Gegenstoß abgewiesen. Der Erste Generalcnmrtiermeister Ludendorff. Vorträge fand noch sich mit dem 'Ausbau Resere?-ten ans. ?m An'lLuß au i>ii Sitzung des Haup.anssck, issts statt, die Organisation des Bimdes beschönigte. - Frankfurr a. M., 5. Aug. Ter auf Urlaub sich hier im Stadtteile Bornkeim aufhattendc L-andsturmmann Heuser wvllre eine nus dem Felde mitgebrachte Haudgrana^te untersuchen. Diese explodierte und tötete Heuser auf der Stelle. Die Frau des Landsturmmannes erlitt leichtere Verletzungen = Frankfurt a. M., 5. Aug. Vom 19.-^-23 August hält die TeUtscht' Tendrobogischle Gesellschaft hier rlire 27. Zahresver-- sammlung ab. Während der Tagung unterimmnt die Gesellschaft zahlreiche wissensckMftliche Ausflüge zur Besiehtigunq hervorragender Parkanlagen So besuchet sie am 19. August Wiesbaden, am 20. Cronberg, Königst.'iu und Falkenstein, am 21. Homburg und die Saalburq, am 22. Bad-Nauhnin, Gießeir und Vilbel und am 23. Biebrick Tw Teichrvlogie beschäftige sich mit der Erforschung von ausländischen, vor .allem subtropischen Laub- imd Nadelhölzern. X. Hanau, 5. Llug. Am Tage vor der Vollendung seines 80. Lebeicsiahres ist der frühere Biiouteriewarensabrikant Friedrich Jakob Gei stell, der auck' als Dichter und Sänger sich einen Namen gemach hat, verschied'n. — Wiesbaden, 6. Aug. Der berüchtigte Einbrecher Johann Montreal, dev im Zeitraum'.' von knapo sechs Mon,rten nicht weniger als siebenmal aus Gefängnissen oder ans Transporten entsprang und zuletzt in Berlin unter erschwerendem Umständen entwich, wurde jetzt im nahen Biebrich verhaftet. Er kam von Köln und hatte untenregs in Schierstein einen großen Einbruch verübt, bei dem er zudem noch zahlreiche Möbel zersckstrgen hatte. Mlem Anschein nach bielt sich der gefährlich.? Mensch schon seit längerer Zeit im Rheingau auf. Auch bei dem TranSpmn nach dem Biebricher Gefängnis versucht er, den Beamten zu entweichen dv«ch igelang es, ihn non? inr.letzten Aäcgenblick festzuhalten. Hocii?cbu l n aebv i cb ten, = Frankfurt a. M., 5. Aug. Pros. Tr. Wilhelm Weber hat den an ihn ergangenen Ruf auf das durch de-n Weggang des Professors Korneman.n nach Breslau erledigte Ordinariat für alte Geschichte an der Tübinger Universität angenommen. ©cricb^iaal. I T a r m st a d t, 5 . Aug. Das Schöffengericht verurteilte die Milchhändler in Auguste Hergenrvther zu 6 Wochen Gefängnis, weil sie die Milch, die sie in ein hiesiges Lazarett lieferte, längere Zeit hindurch wässerte, so daß sich die Insassen de- Lazaretts über die Beschaffenheit der Milch beschwerten. Der Staatsanwalt hatte 6 Monate l^eantragt. kNetcorölsgische veobachtiingeii der Station «Sieben August liib 3J — «O 5 ~ •« O s 3 W r- O * “ 2Z & /O & JA 1 JA q’ 5 gS S «r-'Z ÄÖ 53 c*> | cv 9- a ? i S •a <* wart 1 £ W -S “ 1 Jüs = z .»«SJ 1 **i bettet 6. 2- 17,7 12,7 84 __ 10 TaqS beroöft 6. 9" — 14,6 10,1 82 — — 7 meift Reacu 7. 7 ,J 12,3 9,6 90 3 Nachts Nebel höchste Temperatur Niedrigste * Niederchlag 10,0 mra. am 1918 — -j- 0. 14,1 9,7 geht. Briefkasten der Redaktion. tAuonyme Anfragen bletbc» ittrbernckfcchttgt.) tt. L. Ockonom. Wir veröffentlichen nur, was uns amtlich zw Berlin, 7. Ang. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 5. zum 6. August hat der so oft erfolgreiche Führer unserer Luftschiffangriffe Fvegattenkapitän Straßer mit einem unserer Lnftschifsgeschwadcr erneut die Ostküste Mittel-Englands durch gut wirkende Bombenangriffe, besonoers auf Boston, Norwich und die Befestigungen an der Hnmber- mündung schlver geschädigt. Wahrscheinlich fand er dabei mit der tapferen Besatzung seines Führerschiffes den Heldern tod. Alle übrigen an dem Angriff beteiligten Luftschiffe sind trotz starker Gegenwehr ohne Verlust und Beschädigungen zurückgekehrt. Nebst ihrem bewährten gefallenen Führer sind an dem Erfolge besonders beteiligl die Lnftschiff-Kom- nrandanten Korvettenkapitän der Reserve Proeiß, Kapitän leutnant Laeschmar, Walter von Freudenreich und Tose mit ihren brnven Bes-aPungen. Der Chef des Admiralftabs der Marine. Die Ueberfithrung der Zaren familre nach Spanien. Amsterdam, 6. Aug. (WTB.) Die „Times" meldet aus London: Die Verhandlungen über die Ueberführung der Familie des früheren Zaren nach Spanien verlaufen günstig. Zwei der beteiligten Mächte haben bereits zugestimmt. Ambulanztransportschiff Warilta. Rotterdam, 6. Aug. Tie nglische Admiralirät gibt be- kcnmt, daß das Amb-ulauztrauspvrn'ckßfs Warilta am 3 August auf der Heimreise torpediert 'worden ist. Da Schiff sank. Es hatte 660 Verwundete und mehrere Pflearsck.w? xni au Bord, lieber 360 Ikbctle&atiöe, fast alle, in Nächst leidem, wurden an Land gebracht. 123^Personen werden ertrunken sein. Zwei Tor- pedoiäger, die das Sckßsf beschützen sollten, feuerten eine Bombe in die Tiefe. ^ Tie „Voss. Ztg." bemerkt bam: Tie Bezeichnung Ambulanz- rransvortschiff statt Hvspitalsckisf voird zum cricenmal non der emckischen Admiralität gebraucht. Es wird damit vielleicht inbi reckt zugegeben, daß die Warilta kein eigentliches Hvspitalschiff war und nicht die Merkmale eines solchen trug. Durch die noue» Wortprägunb will man offenbar einstweilen das offene Eingeständnis dieser Tatsache vermeiden. Ta der Ort der Versenkung stickst genannt ist, kann von deutscher Seite yorläusta mcku festge- ltellt nierden, uwlches Unterseeboot die Versenkung vorge^ommen har. Eine amtliche Stellungnayme zu diesem Borfa!'. ivird erst erfolgen können, nachdem der btztresstrwe deutsche Ztornmandanb zurückgekehrt ist. Bisher liegt keine Nachricht vor. Lansdowites Brief. Bern, 5, Aug. (WTB.'> Zum letzten Briefe Lord LanS- downes äußert sich der Deputierte Cachrn in der ,F)umanite": Der Brief sei sehr vernünftig. Die Ansicht Lord Lansdow- nes, daß der Krieg schon zu lange gedauert und die Entenre- ziele jetzt schon zu erreichen seien, sei durchaus berechtigt. „Ueberall, beim Feinde," fährt Cachin fort, „wie bei uns selbst, verlmigen die Völker nach Frieden: etwa nicht bloß, weil man sich über die tragischen Mensckenverluste Rechenschaft ablegt, sondern weil man einsiehw daß Bbst bei zeitweiliger Ueberlegenheit aus dem Schle ste.ee nicht zu eitlem jtändigen Frieden kommen könne. Die Regierungen müssen daher ihre Kriegsziele darlegen, die Gee ^. len. bie Lord Lansdowne entwickelt, ansgreifen und in die Wirklichkeit umsetzen." Mineneiplvsiou in Ramsgatr. Basel, 6. Aug. „Daily Ehvonicle" meldet aus Ra m s ga te- Eine noch lmaufgeklärte ExpliosSon hat unter der Inesigau Bevölkerung große Aufregung bervaPgernßm. Bon der Küße boob- ack:ikete man einen ungeh.urea Sck.em. 7e,n ein erslt 'ittm'uda Explosion folgte. Man glaubt, daß dre Explosmu vurch du- Lyren, gung einer mächttigen Mine h-rvorgei'ustu wurde. Das Grotzkreuz des finm J .n Freiheiisordens für den Reichskanzler. Berlin, 6. Aug. (WTB.) Die meine Zeitung" meldet: „Wie wir erfahren, nische A b o r d n n n o , die vom Kaiser in ( Reichskanzlers empfangen wurde, aruli d kanzler das Großkreuz des fimusckn'n Freiheitso'rden^ überreicht und dabei dem Danke der sinnlichen Regieruna für die Unterjtützung ?lnsdruck gegeben, die Finnland von d^ deutschen Reick>sleitnng zuteil geworden ist Der R- r-> ler verlieh dem Wunsche Ausdruck, daß die bestehende!' u'e j > schaflluhen Beziehungen zwischen Deutschland und miuiiaiLi- immer enger werden mochten orddeu ckie AUcle- it die f i n » zenwart des Reich Ihre am 0. August 1918 vollzogene Kriegstrauung zeigen an Friedr. Wilh. Heger und Frau Else geb. Amend Gießen, Vahnhofstraße 66. , a» & \ i Freiwillige öffentl. Mobilien-Versteigerung I? 5892 Ohre Vermählung beehren sich anzuzeigen Theodor Schütte, FeldhilfsarzL Frieda Schütte geb. Schreiner Gießen (Sellcrsweg 73), August 1918. 5873 Die glückliche Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Louis Wetterhahn und Frau Jenny geb. Haas Gießen, 6. August 1918. 04025 /T, Cafe Amend Hente Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert In das Genossenschaftsregister wurde heute bei tcr Spar- und Darlehnskasse, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Birklar eingetragen. „Die Bekanntmachungen erfolgen fernerhin im Hessenland." Lich, den 29. Juli 1918. Größt,. Amtsgericht. 5878 D Bekanntmachung betreffend die Cutrichtllng deS Warenumfatzttemvels Auf Grund deS 8 161 der AnSführungsbestimniungen -um ReichSstempelgesetze werden die zur Entrichtung der Abgabe vom Warenumsätze verpflichteten gewerbetreibenden Personen und Gesellschaften der Finanzamtsbezirke Gießen, Butzbach, Grünberg und Hungen aufgefordert, den steuer pflichtigen Iabresbetrag ihres Warenumsatzes für die Zeit vom 1. Januar 1918 biS 31. Juli 1918 bzw. bet Waren, für welche die Nücklagepfltcht nach der Bekannt inachung de? NcichökanzlerS tiber die Sicheruna einer Umsatzsteuer auf Luxusgegenstände vom 2. Mai 1918 besteht, für die Zeit vom 1. Januar 1918 bis 5. Mai 1918 bis spätestens zum Ende des MouatS August 1918, den Unterzeichneten Finanzämtern schriftlich oder mündlich anzumelden. AlS steuerpflichtiger Geiverbebetrieb gilt auch der Be Irleb der Land- und Forstwirtschaft, der Viehzucht, der Fischerei und des Gartenbaues sowie der Bergwerkbelrieb. Beläuft, sich der JabreSmnsah auf nicht mehr als 3000 M., so besieht eine Verpflichtung zur Amneldtrng und eine Abgabeuflicht nicht. Wer der ihn» obliegenden Annleldungsvervflichtung zitwiderhandelt oder über die 'empfangenen Zahltmgen oder Liesernngen tvissentlich nnrichlige Angaberl macht, hat eine Geldstrafe verwirkt, welche deur zwanzigsachen Betrage der hinierzogenen Abgabe gletchkoinmt. Kann der Betrag der hinterzogenen Abgabe nicht festgestellt iverden, so tritt Geldstrafe von 150 M. bis 30000 M. ein. Zur Erstattung der schriftlichen Anmeldung sind Vordrucke zu verwenden. Sie können bei den Unterzeichneten Finanzämtern sowie der zuständigen Bürgermeisterei kostenlos cntitonunen werden. Steuerpflichtige sind zur Anmeldung ihres Umsatzes verpflichtet, auch wenn ihnen Anmeldungsvordrucke nicht zugegangeu finb. Die Abgabe ist alsbald nach ihrer Festsetzung an die zuständige Kassestelle zu entrichten. («testen, Butzbach, Grünberg, Hungen, 6. August 1918. Die Groftbcrzoglichen Finanzämter. __I. B.: Franz, Flath, Wenzel, Mau. 58790 ^kiünilliül'chüiig, l»l>8 Vkkbüt ÖcSDoriciüflfn Iffntens mb Httbiigkinslse iiüö Rübcil betrch'cnS. Auf Grund des 8 12 ff. der Bekanntniachung iiber die Errichtung von Pretdprüfungsstellen und die BersorgungS- regelung vom 25. September / 4. November 1915 wird hiermit bestimmt: - 8 1. Bor dem 10. Oktober 1918 dürfen anster der Verwendung in der eigenen Wirtschaft nicht geerntet werden: HerbstweistkohlundDauerwetstkohl lWeistkraut), Herbst, rolkohl llnd Dauerrotkobl lNotkrant'., Herbstwirsingkohl und Dauerrvirfingkohl, Nunkelrüben iDicklvnrz), Kohl- rüben, Mähreit aller Art, mit Ausnahme der Karotten. Als Karotten gellen nicht die seldinästig aitgebauteu roten Pserdemöhren. $ 2. Ausnahmen können auf Antrag von dem zuständigen Grostherzvglichen Krettzamt in besonderen Fällen gestaltet rverden. S 3 Znwiderhandlltligen gegen das Verbot deS r? i werden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. Darmstadt, den 18. Juli 1918. ttzroftherzogliches Ministerium dcS Innern: v. Hombergk. Detr.: wie oben. Tie Hessische Landes (Ncmiisestellc, Verwaltnngöabt., an die Gr. Bürgermeistereien der Landgemeinden deS Landes, sowie an die Groftb. (tzeildarmerie. Unter Hiniveis nur vorstehende Bekanntmachung ersuchen mir Sie, auf deren Befolg zu achten und Zuwiderhandlungen nnnachsichllich zur Anzeige zu bringen. Mainz, den 23. Juli 1918. Der Vorsitzende: Werner, NegrernngSrat. 55340 Missions-Briefmarken vieler Länder, nicht sortiert, Probekilo franko. ***' lioonlc Ileerhcnke, Cftln. L'rMulnkluater 7. Baudol gesetzlich geschätzt, sparsam, praktisch für Behörden und Private 7 * • gi A empfiehlt 5422nz bn6^0^6D 91. Prickarts, Main/, wegen Geschäftsaufgabe im Gasthaus zum „Goldenen Becher" Freitag den 9. August 1918, vormittags 10 Uhr. Es kommen zur Versteigerung gegen Barzahlung: 12 WirtSlifche, 12 eiserne Gartcntifche, 100 Stühle, darunter 32 Wiener, 106 Gartenstnhle, 1 Grammophon mit 20 Platten ILuftbüchfe mit Panzerplatte, 3 Automaten, 1 Büfett, 3 Mtr lang' 1 Bicrapparat und Bierdrnckmeffcr, 1 großes Gläfcrgestett, 1 Glas- ausftettkaften, 10 Lhras für Gaslicht, 1 Gasolinacsapparat, eine größere Anzahl Bier- und Weingläser, leere Flaschen u. zrrüge, eine Partie Porzellanwaren, 1 Fleischaufschnittmaschine, 1 Messer- putzmaschine, 1 Brodschneidmaschine, 1 EZaSherd, 1 Küchenherd, 1 EiSschrant, 3 fast neue kompl. Betten, 1 Bettstelle, 3 Waschtische, darunter einer mit Marmorplatte, 2 Kleiderschränke (ein- und zweitürig), 2 Nachtschränkchen, 1 Losa, 1 Wanduhr, 1 Taschenuhr, mehrere Wecker, mehrere große Anshängspiegel, 1 Kommode, 1 Kluchenschrank, 1 clektr. Klingel, 1 Kochkiste, mehrere Tischklammern, eine Partie Messer, Gabeln und Löffel, Handtuchhalter, 1 Apselmeinfatz von 100 Liter (neu), 1 tlinderschantel, 1 Vogelhecke, 2 Lorbeerbäume mit je 1,20 Mtr. Kronendurchmesser, sowie noch andere Kleinigkeiten. Zur Versteigerung ladet ein 0768 Gastwirt XsH Stork. Für die Amaieur- Piia?ographie finden Sie sämüiche Bedarfsartikel in größter Auswahl in dem Spezial-Photo-GeschSft 1e i itazp!s!z Kreuzplarz 9. =.- _5769a . 040^8 1 Waggon Prima Weißkraut eingetroffen und empfiehlt dasselbe billigst Tel. 612 W. Hankel, Neuen Baue 7. VERMIETUNGEN Pension Krn-n©l,i£elter8tiJCn 56. lürler uni) iHkßrlielnnöWii sbald gesucht ^0 Heil- und Pftegeanstalt Gießen. Fnhrm.zn» «»ksücht. Schneider, Franks. Str. 29. Amtliches Kreisblatt. El » sucht Carl A, Hartmann Seltersweg 8V/ l0 Arbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht. 31. RoMCisihial, Landiv. Masch., Liebigstr. 13. Hausbulschc !;esncht Dricsck, Seltersweg 70. 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