Ar. M Der -tt-nier Avzelatl erscdeint täglich, auper Sonntage. — Beilagen: •Irdener «r-öiiiUUHblcIttcr; KveUblatt fit den Kreis Sieben. 168 . Jahrgang monofl Olr. 1 20,viertel- JÄfcrttrt) Mk. 8.60: durch Abhole» u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10: durch die Post Dck. 8.60 viertel» fährt. auSschl. Bestellq. sternjprech - Anschlüße: Postscheckkonto: Zranlsnn a.M. 11686 eneral-Anzeiger für Oberhessen tzr dl« Schrillte,tirng 112 VErkaa.OeschLitdstelleKI RnfchMsi rDradtnach- - . r,ch">u«nz«.gcrGic„k^ - wi llingriund-rii-k u. vrrlag: vriihl'sche Univ.-Vuch. Stcinönufcrci n. Lange. Schristlcltuiig. Geschästsltclle n.vruckerei- Schulstr.7. Montag, 5 . August 1918 Annahme von Anzeigen s. die Tagesnummer bi-, zun, Nachmiuag vorher ohnejedeBerbindlichkeit Seilenprelse: für örtliche 'Anzeigen 2b Ps., für a u « w ä r t i g « 30 Pi., für Rekln inen Mt.I.-nebst 20"/„Teu. ernngS-nschlaq. Haupt« schriitleiter: Aug. Goelz. Beruntwortlich für Po^ litck u. Feuilleton: i. V. 1)r. Zenz: Stadt und Land, Vermischtes n.Ae- rlchtssaal: l)r. Meyer; Aiueiaeitteil: ö. Beck; sämtlich in Gießen. vankoerkehr: GewerdebankOietze» Coslofiiiig der Aisne-Asnt vom Kinde. Hau-tguartier, 3. August. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprechl. Südwestlich mni )?>ptru schlugen wir gestern srich eiuc» P“ rf ' n r'5 l, . ll1 ' Pi ' XiiHtnflriff tib Im übrigen bffäränttc mif Erkundungen und zeitweilig aus feven w j vlrtiUcvkftuer. Heeresgruppe D>eutscher Kronprinz Die großen Erfolge der Armee des Generaloberstcu von Bonfn iu der SchlacM am t. August tru gen zmn vollen Ge lingcn der itrftrru durchgesührten Velvcgungen bei. Auf un screm olden .stampfst'lande lag bis zum frül-eu Morgeu. au einzelnen stellen muh bis 1 1 Uhr mnniitlags. Arlillerie- feuer des Feind s. Seine Infanterie und Kavallerie Abteilungen ftlgrni nur zögernd und vorsichtig unseren langsam auswe.chenden !Borf'ldtrnvpen. Inr. Kleinkampf fügten wir dem Feinde beträchtliche Verluste zu. In der Cb.mvagne machten tvir bei erfolgreichen Kämpfen nordwestlich von Souain etwa 100 Gefangene. * Leutnant Udet errang seinen 41., 42. und 43., Leutnant Herr von Richthofen seinen 31. und 32., Bizcfeldwebrl »m seinen 26. Lustsieg. Der Erste Generalgnartiermeister Ludendorff. (WTB) Grotzes Honptguartier, 4. August. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kro npr inz R n pp rech t. DMrend der ddackttauslebende.Ärtillcrie-Tä- itigkeit, die sich ssidweftlickl> von Bpern und beiderseits der Sonnne zeitweilig zu gncher Stärke steigerte. Beiderseits voll Mlbert nahmen wir ohne feinblWjc Einwirkrmg unsere lvest- lich der Ancre stehenden Posten auf das östliche Flußuftr Mrück In erftltgreiichen Vorfeldkämpfen südlich vomLure- b ach mw südtveftlicki von BLointdidier mochten wir Gefangene. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Kleine zvaurpfhanidlungen. Wir stehen an der Aisne ASrdlich und östlich mm Svissons und an der VeSle in Gefechtsfühlung mit dem Feinde. Leutnant B i l l i k errang feinen 28. Lltstfieg. Der Erste Generalgnartiermeister L u d e n d o r f f. Die ?lbendberichte. B e r l i n3. Aug., abends. (WTB. Amtlickl.) Keine Kampfhandlungen. Berlin, 4. 9lng., abends. (WTB. Amtlich.) An der Front nichts Neues. . .-—mw mus4rz ‘T* 0 — i ■. Wie bereits kurz erlvähnt, ist Lord Lansdowne zu Be^ /ginn des fünften Kriegsjahres mit «einer neuen Kundgebung lhervorgetreten, die, wenn nicht zu Friedensvcrhandlungeii, doch zu diplomatischen Vorbesprechungen hinsührcn soll. Ein 2 eil der Blätter, anck> der neutralen, sieht iu der durch das offizielle Reutersehe Bureau verbreiteten Nachricht einen ausgesprochenen Friedensfühler Englands, der zu dem System der britischen Regierung gehöre, stets zwei Eisen im Feuer zu haben, um die Stimmung des deutschen Volkes zu bearbeiten: die Drohung einer restlosen Vernichtung Deutschlands durch militärische Gewalt und die Betonung des ftieb* liehen Verständigungswillens Englands. Soll dem Briese Lansdownes größere Bedeutung beigemessen werde:!, so er* 2-ebt sich die Frage, inwieweit die englische Regierung hinter fernen Ausführungen steht. Lord Lansdowne hat von jeher einen gemäßigten Standpunkt vertreten, der den Anschauun- gen einer englischen Minderheit entsprechen mag. Aber er ge- fajrt augenblicklich nicht zur Regierung, wenn er auch enge ^Beziehungen zu ihr unterhalten mag, und Reuter selbst bemüht sich, seinem Brief als „ölt seine. Freunde und Anhänger richtet", den Stempel einer unbedeutenden Minder- heitsmrsicht aufzudrückeu. So sehen wir auch^ die führenden englischen Blätter Lansdownes Forderung einer Revision der V<-rbmrdskriegsäiele schroff ablehnen und weiterlstn zu der Kn»ä.out Theorie Lloyd Georges halten, die nach Lans- dowue dnlch die Rede Smuts am 17. Mai angcblch den Tode^st erhalten l-at. ergibt sch denn!ach- daß Lansdownes Briese kein irutschndender Einfluß zugespvochen werden kann, unsere ernenl ^Berstäirdigungssriedeu geneigter zu 'machen. Da oo«r nun einmal das Wort gefallen ist, daß militärische «Gewalt allem den Frieden nicht erzwingen kann, so sollen lur^ die Vvrmiläge eines gemäßigten Gegners berührt rvcr- fa-ii, rx elrrUci) bestrebt Wycivt, die Borbediiigungen Mr Ausnahme -upMmalischer Verhandlungen zu finden. 2ui! downe spricht zuerst von der Kriegs Müdigkeit aller Läutxw, wobei Errgtands Friedeirssehnsncht nicht ziu über- hören ijt, und drückt die lleberzjouMng aus, daß es auch für England verbrecherisch sei, bcrrt Krieg weiter fortziusetzen, lex-, .i e*iit hrenvoller Fr ieden erlangt ioerden könne. Sodann bertuer, daß die G(cheiinverträge des Berbmrdes nach Balfoni lecktärungeu kein Hindernis inehr bilden würden, Fr, , im,, (1 >,, iniö daß pDiu Mmislerpräsidenten eine Revision der ^Kabandsktiegs Aicbe aßt sei, die aus die Beding!urgen der Wilsonrede } /o :n ^ *■ i018 hinauslausen solle. Hierrnit lx-rsnck-t Lans- t«wNL Wilsons Kriegs rede mit chren nnannclMi baren Be^ ornMngen für uirs erträailichelr M mxrchan, indem er sie als Umschreibung der Berbandstriegsziele hin stellen null. Daraus geht er aber nicht ein, da>; Wtoaf Bertling sich mit den ersten vier Punkten der Wiksonrede i inverstanden erklärt hat und Wilson auf Hertlings Behandlung der tveiteren Pnnl te immer noch keine AnlN>ori gesunden hat. Lansö-olvne verlanget nach einem Siege, dessen Kenn zeichen nicht in der iibe.nuäl irrenden lieber macht und llebet herrschnng einer Gruppe besteht, sondern iu dauernder Sicherheit, die notlvendig sei, Um Wilsons Ideal des Völker bundes verwirklichen zu können. Ersorderlicl» hierzu sei, daß Tentschland die Lehren seiner extremen Militaristen beiseite N'-erse und die Bedinguugiein annehme, die es aunehimeu müsse. Lassen wir die Pl»rase des extremen Militarismus iruboachtet, die für Deutschland w>ohl keine Geltung mchr hat, da niemand mehr sich «uuversanMN uürd, die Problem'^ des Weltkrieges durch- Wasstnaewatt älleiu lösen zu wollen, so verlangt Lausdoume al^ Vorbedingung die stets von England geforderte Räuinrnyg Belgiens. Wie er sich aber zu der MUinnng der deutschen Kolonien stellt, für deren Durchführung wir Belgien als Fanstpsaud in Händen leiben, sagt Lansidolune nicht. Im Gegenteil, er weist darauf hin, welch große Schwierigkeit die Forderungen von Englands Dominien bei Früedeil-^wrbespi.eck.-.ingcir bereit«-! niürden. Und die Forderungen der Dominien gel)eu auf Annexion unserer Kolonien. Wir aber können ugs des Rvbstofß' gebietes unserer Kolonien unmöglich begeben, wenn wir Eng land nicht ganz ausgeliefert sein lvollen. Und solaugc' von englischer Seite kerne bindende Erklärung über .Herausgabe unserer slolonien vorliegt, kann eine Räumung Belgiens nicht einmal in Erörterung gezogen lverdeu und Friedens fühler wie die Lansdmvnes müssen bei aller Friedensbereib- schast unsererseits auf l)eute noch trotz Lansdowne von den Kriegszielen des Verbands zu halten ist, sehm selbst ihre früheren Verbündeten, die Russen, ein, deren Zeitung „Prawda" fragt: „Was ist bn allgemeine nationale Krieg gegen die De n t sch e n'? Und aMvorbN: 1. ist ein Krieg für dk Ervbernng! Meinnsien^ Persiens und W der deutschen Kolonien durrh Eng * l-and, für die Eroberung OLsaß »Lothringens und die übrigen deutschen Kolonien durch Frankreich, 2. ist es Horn Krieg, sondern eine '^Ärfsienstrecknng vor bai BLntespckn des französischen Kapitals: 3. 'zirsMnrmnr mit Encchmd inrd Frankreich ^Nvieg füliren heisp mit deiymügen gennmcsame Sache inachm, die Irland unterdrücken, l^cißt grMn die franzüsischt'n und englischt-n Arbeiter kämpjen, heißt d^l Ast absttigrm, auf dem die r,cksisck>e Ncvv- luticm sitzt, bisst mit den Freunden dos Zarm zusainmengel-en, heißt die Sache der Bourgeoisie, dl-r Gutsliesitzer imd der stamm listen besorgen,- 4. ein iwikimokr Krieg gegen die Deutschen 'heißt: englischen und französischen Fleischern M«stlinnen rnssischer Baner-n. hingeben, danüt sic inieder aus ihnen KanonairslUter nm'bm: fy. ein nationaler Krieg -gegen die Deutsckrn heisst die russische Revvlütio-n vernichten, den Herd des M'ltbrandes guslösclien, internationales Spital untaflsÜl'^ir. Deshalb: Nicht einen Soldaten, nicht em Gervehr, nicht eine .Ikvpeke zur Nutershttzlmg der «nglisck^! und fra-nzösisckien Blintsauger Mid L>t?nker/' Und was für Rußlaue gilt, das gM iir anderem, aber rwch viel schärsecem Srrine für uns. Die vsterreichisch-ttngarlschen Tagesberichte. -Wien, 3. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlmrtbart: An der venet ia u i sche n 6seb i r g sf rv n t dauert die lebhaftere Ge fechtütät i gkei t an. Am 31. v. M. hat im Südlm^en einer intern erfolg- reichsten Jagdflieger, Oberleutnant Frank Linke^Eranstord, im Lnftlampfe den Heldentod gefunden. In Albanien haben wir auch beiderseits des oberen Devoti erneut Raum gewonnen. , Der Chef des GeivralftabS. Wien, 4. Aug. (WTB) Amtlich wird verlautlmrt: ' , Italienischer Kriegs schau pla tz. Auf der Hoch fläche der S i e b e n G e nr e i r d e n wurden unedercholte englisch französische ErkuudungSwrstößi' abgevuesen. Auf dem Do sso Alto gelang es dnn Feind, nach starker Artillerievorbereitung in Teile unserer Stellungen einzudringen. Albanien. Ii! der Linie F i e r i B c r a t bezog der Feind erneut Stellnitigen. Im oberen De vpl i - T a l nmrdc der Feind unter Käinpfen lveiter znrückgedrüngt. Der Chef des Generalstabs. von der Westfront. Berlin, 3. Ajugust. lWTA Mchtmntlick,) Die gestern ge- inelbete Loslösnng unserer Drupprn vom Feinde bereitete diesem! -eine vvkle Ueberrafrlstorg. U-nfere Beilegungen verliefm völlig /ungestört vmn Feinde, der nur mit grösster Vorsicht, teckmeise iu-nüec Entwiclelnng ftärfeurr Kräfte yn folgen wagic, twb.i feine !nack>rückendeu Kräfte in unserem rarTfcmtent Rbaschmenuewelstsvuer beträchtliche Berlnste erlitten. Ist Erweiterung der gesteru genccLdetrn Borsrldküimpfe in der Ehampagm- sstloban Wir wifat Lim<-n trotz zähen Wider-. sbandt'S in f) Kilometer Breite üot, Die hierbei geiniachten 100 ^lefaugemm, unbn- densr sich Utrxi Osfiivbeve befinden, gehören ^lvei snanzösischen D^iisiEeu cm. Äin, I. August 7 Uhr abends wurde das weitab vmi sonstigeu ncklitärischm Anlagen gelegne, dmckich durck- das Nüste .Kreu-z geknmizeichnetz' Lazarett Labry bei Äonflttns vvn feindÜchcn Fliegern mit Bomben ancn-griffen. Berlin, 4. ^.'lug. iWTB- Die Zurücknalnne unserer beiderseits von Albert noch aus dem >«'Mchen Ancre-User belassene?!! Posten gesck-at) völlig UTchemerkl von Feinde mid olgre jede Einwirkung deS (s)eg7rers. Der ervglische Funkspnkch L)ersea )n»m 4. August 2 Uhr vonnittags sucht ?war auch hier deu en^lischac Waffen einen Erfolg anzndichteic, und behauptet, daß du: cmg- lisckien Truppen in den verlassenen Onrftbcn viele tote ixrrfpfuiihru hätten. Das ist, »me in letzter Zeit fv viele Eürtarien!elbrocMi., wieder frei erfwndcn. Berlin. 4. Aura iWTB.) An der neuen Ai^tne B^le-Frmtt baten nmrsästerende Abteiin.nlnM«m des Frur- des unseren Batttninl und Schlachtiliegecn wiederum lrstntende Ziele. In VvrfeldiV-'sechlen brachten wir mehrere OVfauflene Hw. Die Kümpfe am Hexenbcrg. Berlin, 3. Aug.. (WTB.) 'Seit sein 27. Juli, versuch! ber Franzose immer listeder^cmsÄ neue, aber voristblüh. am H ex ende rge vorzudringen. Sv trat er deiur am 27. vormittags twtirfjl tagelangem, voransgestmbem BerniciZtnngsstncer überrasü>end iin Morgennebel mit zuvi rlteginnntten! angqrrrsfen. ös gelang ihm, unsere Vorposten zilrückzudrängm und einige hundert Metel- vor- zststoßeii. Ein Teil d<>Z g^voumm-en. (Geländes wurde ihm sogleich tm Gegenstoß wieder abgenvmrn-cn. Ilm .inmötige X^rlntte. für -stns zu verlueideu, wurden einzelne Punkte, in Nimi der Feind sich feslgeselll halle, dnrcl>, zusammeiigesaßl^ ArtilkTriesimer slurm- reis ges-chossen. Dann wurden sie säst oforoe Bert,che von irietH*r- sächslsclmr Ttvuppen znriülewbvrt. In einem sölrl^u Stützpunkt, tm sogenanndm Bonibenbusch. lagen 40 Tote auf eörer k!ej-.„n! Stelle beisammen. Vor einer Kvmpaniefrmtt wurden über 100 lote gezählt Unser ArliUericfeuer Iwtte eine solcle l>irfung^ daß dte liberlebendt-n Franzosen narl,i Und nach mit vrdenen Händ>-st stnd moralisch vollkömmen g-ebvvcküen in nufere Linien überliefa^, In diesen Kämpfen niachte die Div'isivn über- 300 !3esange»e. Me französischen Offiziere sagen ans, daß fie Befehl geh,rbl hätten, die am 27. am He^iberg erkämpste Linie unter allru Um-standen m halten Infolgedessen lonren ihre blutigen Berlnste !>e,e»nde,^, llwcki t^Tneral dwuraud, der eirm rmige Dtxrnsttänger und Führer der 4. sranzösisckir^relr 1-rI.vcit, Tage dauerte es, Ins der 0>!iglnei'. der Bntmllon m,s Bataillvu srisc! er Truppen in diese .v>öITc hin-nuwarf, bei ''nstematisdn'r, blntipamider Arbeit aus feinen Stil pp unkten verlriehen !var. Ter Franzose Tjkrt wiederum imictvvtle ^lieservon mrnich g«vpiserL * Eine Luftschlacht über deutschem Bodeu. Berlin, 3. Aug. ihren letztest schweren Mißerfolg vor Koblenz ' Tausend (3esaug^,r und nnschätzbarcs Ikriewzniateiial. In Italien waren im Lause twt knapp einem A/onat nebln, .'MI OtX) i^fvilaemm und ülnn 14 (XX) Quadratkilometer (Helänbeginoum 2800 <^-schütze »,u> 3.000 Ma- sclnilt-ngewehre, 400 A/inenwerser 1 /»o ()(k) Insanteriegewelwe 1 Million ästriidgraimten: über V/ t Million '»rrtillmVgejflvjffe,' t)2 Millimum Insanlerie^PtUroneu und lütt Flugzeuge, sowik alles in Stellung eingebaute und in Etappeulagern ausgehänste Material znnner itatrenrschn- Armeeil l-rh.-ni.t (Sin Teil des Verlorenen, neu zii Bi-säEndeu kostete Flalun Milliachen Aach dem mmtfchen Vormarsch im Osten F-brnar 0118 ergaln-u. sitl» IM« 1 GesäBtze. 0400 Maschinenguo, lne. iiU i 75-0 lXX) C-kloebtt 280/000 Schrß Artillene und über 102 Millionen Schuß Infanterlemunilchu, 2l(X) Lokomotwen, über- 2'. 000 bi,cnba!>nr w>agen und <».3 (XX) sonstige ,-ahrycuw' akl^ Art, 1278 Kr^st- wayen, 1705, Ieldküchm und,152 Flugzeugr als Beup- Kaum irerrnger ioar das. was der dnttsch-u Vfrmee liri der Wi-sia-fsellsü-,' 1JJ18 in die Hände siel. Weben 2«(X) (Geschützen und liUn 15 (XX? Ntaschlnenmivehren fteljcn so rmüberselchncc Margen Krie^iiiai^ nol aller Art, baß bis l-eute noch keine Feststellung oec Ost-. Nnmnenwc möglich war. ch ...LariS, 3. Aug. (WTB.) SavaS-Mcldung Die für »ösrschr Sl-annnrr Iwt suh ouf bot 5. Septem r br l*'Q-rrj fl ' 3>fr ® c,lat nahm da« W«f< bctwffenb dl« Zahlung bre JahvesNass« 1920 an „ „ .Der Malvh.Pro.,ek. r f 1 ?/ m *“,?• lWTB.) HavlUi MeldiMa. Im Malv Armch «eil htiirra,stMl«mtinalt Atorilan !>ta ' InWrrfc- in onarto, datz Molvy Ini„ ÜWtfta: fet um Dub>-, JdK.LT l«h Er d°b° m .her Zat frin Land uid M rt Ä« S nwün tbn ntrf« mit 3V>U, »t»-r Duva, brral l«-n unb “X a MK- WnZ' bniotr. «ikt ,0 t il < ™ ^ BermUwortln>ter d? retten russischen Staatss chul d inbc- gr?fsen, deren Auszahlung 'weiterhin durck^fuhrt würde. Wire^rum stehen wcr am Abgrund eines Krieges für fremde über- Weersche Interessen. Es ist nicht schwer vorauszusehen, was fürf ^»Igen meter neue .Krieg für das lnnrgernde, verarmte, .zerrissene Rußland i-'riKc-n or-njj.2 ^--r—-rj- er, r. «... müssen haben würde. Angesichts dieser grausigen Perspektive Nur entscheidender denn je sagen: Die russischen Hände: haben schon genug Kastairien aus dem Feuer geholt für ihre aui- geklarten ^reu^de; jetzt sind ihre Hände verbrannt. Unsere Seele dürstet nach Ruhe und Frieden. Rußland und Finnland Der englische Munitionsarbeiterstreit. ir ^t er - n ' ^ Ang. 'WTB.) Churchill hat Montag abend im Unterhaujc angekimdigt, daß die streikende?? M uniti o ns ? tc r ^ffVinnirrgyam mrd im westlichen Coventry in er heblichen! Matze am 27. Juli die Arbeit wieder ausgenommen hatten und daß dies Beispiel der zwei Ausstandsmittelpunkte zwei- telws auch von seiten der anderen in Mitleidenschaft gezogenen! Bezirke befolgt werde Er werde alsdamr imstande sein, die Einsetzung eines gemischten Llusschusses zur Untersuchung der Beschwerden der Arbeiterschaft einzuleiten. Js**™ 71 '- ^ ^ug. (WTB. Richltamtl.) Aus Einladung der ^ulfa-en Rcgierimg snrd in Berlin Delegationen der Regierungen Rußlands und ,rinnlauds zwecks Beratung des Abschlusses des Friedensvettrages eingetrvffen. Die erste Setzung fand heute vor- mittag im Bundcsratssaal des Reichsamts des Innern statt und Namender deutschen Regierung von dem Unter staats- sekretär im Auswärtigen Amt Freiherrn von Stumm durch eine Ansprache eröffnet. UnabhängigkeitSerklüruug Sibiriens. Moskau, 1. August. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Mel düng der „Pensa" beröffentlichen die sibirischen Zeitungen eine Die Montag- und Dienstag-Blätter berichten mit einer offen- stbirischen Recherung an die Vertreter der Entente vom sichtlichen Erleicknerüng über die wenigstens vorläufige Abwendung - m & 52. ä-ertweise sibirische Recherung feierlichst zur erner schweren Krise. Todesurteil gegen einen Fren. allgemeinen Kenntnis bringt, daß die gegenwärtig im Verein nnr der sibirischen GebietsduMa für das Schicksal Sibiriens verantwortlich ist, t-aß sie volle Freiheit und Unabhängigkeit in ihren Haag, 3. Aug. WTB.) „Daily Mail" teilt mit, daß der Ire I M'Ziehimgen zu den auswärtigen Mächte?? verkündigt, und daß -owmng, der durch ein deutsches Tmuhboot in Irland gelandet I von jetzt ab keinerlei andere Gewalt .neben der zeitweise!) worden ist. durch den Kriegsrat zum Tode verurteilt wurde. Tie Strafe wurde jedoch später in lebenslängliche Zuchthausstrafe um gewandelt. sibirischen Regierung auf dem Terrmorium Sibiriens handeln wer rm Namen Sibiriens Verpflichtungen emgehen könne. Englands Vorschüsse an Italien. Bern, 3. Aug. (WTB.) Die „Agenzia Stefani" unterdrückt aus durchsichtigen Gründen, in der von Reuter verbreiteten Unterhausrede Bonar Laws zur Kre-I dttvorlage die ganze Stelle über die in Gold geleisteten Vorschüsse En gl an d-s an Italien einschließlich der Erklärung, daß Italien ohne diese Kredite den Kampf nicht hätte forts'etzen können. Archangelsk von den Engländern beschossen. Moskau, 3. Aug. (WTB.) Die „Prawda" meldet, daß Engländer von Kreuzern aus Archan gels k be schießen. Das Blatt bringt an der Spitze folgende?? Aufruf: „Tie .Kanonen des englischen Kapitals beschießen das Arckxrngelsk der Sowjets. Sie w erden auch das Arbeiterviertel Moskaus zusammenschießm, wenn wir nicht die tschecho-slowakischen Abteilungen des englischen. Stabes vernichten." Spanische Intervention für die Zarin. Internierungen. August. (Priv.-Tel.) Einer Meldung der Associa- . tz a a g, 3 Aug. (WTB.) Reuter meldet aus Madrid: Der Minister des Aeußern teilte mit, daß die spanische Regierung aus Veranlassung des Königs bei den Kriegführeribeir an- gefragt habe, ob sie geneigt seien, die Witwe und die Töchter Bern. 3 ted Pres aus Panama vom^ 27. Juli Ku folge verhaftete die - - . . __ Regierung auf Ersuchen der amerikanischen Militärbehörden alle des Exzaren nach Spanien übersiedeln zu lassen feindlichen Fremden in der Republik zwecks Internierung in der Kanalzvne. Neil York, 3. August. (WTBO Der Bewahrer feindlichen Eigentums. Palmer, erklärie. daß im.Juli für mehr als eine halbe Million Eigentums beschlagnahmt worden ist. Von dem durch die Beichlagnahme erzielten Gelde sind bereits 42 970 000 Dollars in Das politische Meuchernrordfyftem des Verbandes. ^otockhol w , 3. Aug. (WTB.) Anläßlich der Ermordung veröOT/fvt b u imt-ur K^-v- 11 iHandelsblad" aus London erfährt, beschloß die beratende Ko m- tziilswn des Auswärtigen .Amtes, die sich mit der Frage der Internierung feindlicher Untertanen beschäftigt, ihre Sitzungen bis zur letzten Augustlooche zu vertagen. Die Kom kni>?ion Tat b»reiis ic Internierungvieler 2 ^nt scher ancmi die bis!h-r frei 'waren. In der von ihr aufgestellteft sind bic Namen des Oxforder Professors Paul Joachim und zeihlrercher Rutscher Kanslente. Arbeitermangel der amerikanischen Rüstungsindustrie. Bern, 3. Aug. (WTB.) Die amerikanischen Zeitungen von Ende ^znm berichten über einen starken Arbeitermangel in der Rüstungs-Industrie der Vereinigten Staaten. In einer amtlichen Mitteilung heißt es: ,^n der amerika- Mlchen Kriegsindustrie fehlen zurzeit 400 000 gewöhnliche Arbeiter. Die Arberterknappheft in der Montanindustrie gefährdet alle anderen Industriezweige. Hinsichtlich der geschulten Arbeiter ist die Lage beinahe ebenso ernst. Einem der großen Geschützwerke, das großkalibrige Kanonen herstellt, fehlen 2000 Maschinisten, während ^ Kriegsmaterialslibriken in <&m?tect?cut und Maryland allein 35 000 geschulte Arbeiter brauchen." In einem Ausruf des Brennstoffkontrolleurs Garfield an die Kohlengrubenarbeiter vom 30. Juni heißt es: „Die Kohlen- TOTberung bleibt jetzt allwöchentlich um eine Million Tonnen ™ «n Bedürfnissen z u r ü ck. Wenn sie nicht nm 10 Prozent erhöht wird, werden dringliche Kriegsaufträge darunter leiden. Eichhorns veröffentlicht „Asfttmbladet" unter der Ueberschriss Der Meuchelmord in der Weltpolftik"" einen Aufsatz, der nach- ein wahres chwedische Mörder noch immer nicht vor Gericht gestellt umrde: an den'Mordanschlag des englischen G?,alidten in Norwegen gegen Casement, der gleichfalls imgcsühnt blieb; an, den Brand in der Nahe von König Konstantins Schloß, der den griechischen Herrscher fast das Leben kostete,' sowie au die Beseitigung Rasputins. als dieser im Verdacht ftanfo, für einen Frieden mit den Mittelmächten zil arbeiten. Dann erwähnt das Blatt die Ermordung Mirbachs und fährt im Aw'chluß hieran fort: „Ferner wurde der frühere Zar auf Grund des Vormarsches der Tschecho-- Slowaken, den die Allfterten lebhaft mrterstützten, ums Leben gebracht. Damit ist das Sch;icffal des Mannes besiegelt, der durch die Rücksichtslosigkeit seiner früheren Verbündeten schon viel zu erleiden hatte. Zuerst trat England als Anstifter der Revolution! auf, die ihm den Thron raubte. Dann wurde er im' Sftch gelassen, «obwohl es keine unüberwindlichen H-indernisse gab, sein Leben zu sichern. Und nun zuletzt die Ermordung Eichhorns, bei der der Frirger der Entente ebenso leicht zu .entdecken ist, wie bei der Ermordung Mirbachs. So wächst das Schuldkonlo der Meuchelmordpolitik Tag für Tag. Eine derarüge Kampfesweise muß als die Höhe des Zynismus be^.'ichnet werden. Auch in unseren Zeiten da die Leidenschaften alle Gveirzen überschreiten, kann eine solche Handlungsweise nur den lkebhasteu Abscheu der zivftisierten Welt erregen. Eichhorns Mörder. Berlin, 4. Aug. (WlTB.) Aus Kiew wird gedrahtet: Die Untersuchungen über die Urheler des Attentats auf den Feldmarschall v. Eichhorn nehmen ihren Fortgang und haben zu weiteren Verhaftungen geführt Der Zeettieg. ' Neue U-Boot-Erfolge. >, d cxtiri, 3. . (WTB. Amtlich. Im Sperrgebiet westlich England fielen weitere 13000 Brl. der Tätigkeit unserer U-Boote zum Opfer. m < Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 4. Aug. (WTB. Amtlich.' In den Gewässern um England vernulsteten unsere Unterseeboote 16 000 Brt. ^ ^ .Der Chef des Admiralstabs der Marine. Aach ). c ittetlungen, die der Ministerpräsident von Oieu- lceland Ende April 1918 der Handelskammer in Wetltng- ton laut Lloyds Lift vom 24. Juni genrachr hat. warten in Neuseelands auf Berschrfftrng nicht weniger als 3,27 Milt. MNvrene Trerkörper von je 27,24. Kilogramm Gewichi: 600 630 Ballen Wolle, 172 318 Kisten Butter ;u 25,24 Kilogramm dre .Kiste, 305 768 Kisten m Kilogramm dre Kiste, 57 518 Fässer Talg. 42 058 Ballen neuseeländt'cher Hans und 18 822 Ballet, Werg. Ende Juli wird der Vorrat an Gefrierfleisch voraussichtlich 4 Millionen Tierkorper betraget:. Der Wert der Erzeugnisse, welche auf Verichrfsung warten und die zum großen Teil auf Rech- nung der Reichsregierung verwahrt werden, übersteigt 489,6 Mrllwnen und kommt dem Wert einer iiormalen Jahresausfuhr gleich. Englands Schiffsneubauten. ... s -ß c r it, 3 Aug. (WTB.) Der in der englis-chpn Presse de- 'taudig wiederlwltori Bel>auptmig. daß die unbeftiedigenden Ergeb- m?,e des englM«n Sckstffsbmres ledrglickt auf dem ÄrbeftermmigeL beruhen, trat ^rr George Hünter, der Direktor der großen SchiNs- bauffrma Swan Hunter and Wiglsam Richardsen zu New Castle m eurer aus erner Generalversammlung entgegen. Nach der „Times rührte der 0)ane Flugzeuge kundschaften häufig, die Umgebung der Murn«in-Bahn aus. Rote Armeeabteilungen beschießen die Flugzeuge, welche mit Maschinengewchren antworten. Tie Verlpflegwigs- schwierigkeften in Murman wachsen. Aus Väoskau wird berichtet datz der Murmair-Sochet sich mit dem englisch-französischen Kom^ manch entzweit hat. In Nishtft-Nowgorod wurden 500 gewesene polnische Legionäre und onnfer, welche an die Tschecho-Slowaken-Front geheir wollten, verhaltet. Das Pressebureau der Volkskommissare berichtet, Großfürst JJiidjaci 9ft>mMivw hake pi einem Manifest erklärt, daß er di/: Ordnung ftr Sibirien h rstellen wolle. Er umgibt sich mft eftier Gruppe von Monarchisten. Tie Beoolkerung verhält sich feindlich zu chm. Die sibirisch' :Regrerung hat mft Frankreich und Amerika verhandelt Sibirien erhält landwirtschaftliche Maschinen. ,yn Chofmogory wurde eine gegenrevo[utiortäre Organisation ausgedeckt. Kop e n Hag e n, 3. Aug. Nationaltidende meldet aus Hel- ftngwrs, es habe eine Massenflucht der Russen über die finnisch! Grenze begonnen. Die Grenzwache sei durchaus ungenügend. Ein Lebensmittelanfruf der Sowjets. _ Moskau, 3. Aug. (WTB. Nichtamtl.) Die Blätter ver- opentlichen folgenden Aufruf: Arbeiter und Armee! Sucht euch schnell Brot aus den ackerbautreibenden Gouvernements. Duldet nicht, daß die Gutsbesitzey und Kapitalstten mft ihren Helfershelfern, den Sozialverräterni und räuberischen Imperialisten, die Revolution des Proletariats durch Hunger erdrücken. Russische FriedenSsehnsncht. M o s kau. 3. Aug. (WTB.) Heute erscheint die erste Nummer der neuen Zeittma „Mir" (Friede), des Organs der Paziftsten. Im Leftarttkel führt das Blatt aus: Erschöpft durch einen dreijährigen. zwecklosen >trieg u,rd innere Wirrren sind wir jetzt nicht ,» w mit Eiliger Eiitschlossenheit auf die Fvrtt'ührer des, bic»c philowvlm'cl^n Wftsons, ei fernen Hinden öp.igen Lloyd Georges und hysterischen Cle-> nnzuwirten. Aber verteidigen dürfen wir uns zurzeft bricht bekanntgeg-ebeir werden. Durch die bisherigen Fest stellungen wird bestätigt, daß das Verbrechen auf eine Orqanisationj der unter dem Einfluß der Entente stehenden russischen Sozialrevolutionäre in Moskau zurückzuführen ist. Die Vermutung, daß bei der Dingung der Mörder englisches Geld eine Rolle spielte, gewinnt an Wahrschernlichkeit. Kiew, 1. Aug. (WTB. Nichtbancklich.) Der Mörder des Ge- neralseldmarschalls v. Eichlh-orn gibt als seinen Namen Boris Tions- koi an, was der dÄrme eines ziemlich bekannten Arztes und An Hängers des rechten Flügels der russischen sozialrev-olution-reni Partei sein soll. T-onskoi, der Matrose gewesen zu sein behauptet, sagt, er habe den Lluftrag zum Attentat Anfangs Juli vom Zentralkomitee der linken sozullreviolutvonäreir Partei- erhalten, das gegen den Gareralftldmarschall das Todesurteil gefällt habe. In Kiew sei er am 29. Juli angekommen, habe hier mit niemandem Fühlung genommen und die Wohnung des Feldmarschalls lediglich von Passanten erfragt. Die PsrsüLliMeit des Feldmarschalls sei ihm aus einer illnstrierteir Zeitung bekannt. Kiew, 2. Aug. (WTB.) Die weitere Vernehmung der Mörder des Generalfeldmarschalls von Eichhorn bestätigt die Verbindung m i t M o ska u. Mehrere Personen, die als Mitwisser in Kiew in Frage Limmen, wurden verhaftet. -lus der Ukraine. Kiew, 3. Aug. (WTB.) Des Präsidium des natio- Verbandes aller ukr«rnHchen Parteien! na l e n erscknen bei dem Botschafter Freiherrn v. Mumm, um die Empörung aller Ukrainer über dir Ermordung des Feldviarschalls Eichhorn auszift'rücken. Die Tat sei unzweffelhaft bas Werk eines Russen urtb falle daher nicht auf die Ukraine zurück. Das Präsidftim zollte den Eigeiischäften des Feldmarsck>alls die größte Anerkennung und betonte, daß er sich bis ans Lebensende als ein Freund der Ukraine erwiesen habe. — Die ukrainische Telegraphenagentur teftt mit, baß der I u ft i z m i rr i st e r Tsch u - 'o i n s k i seinen Posten rerlaißi rnd zum Nachfolger der bisherige Gehilfe Romanow ernaniu ivorden ist. Der am 26. Juli unterschritbene Berrvag über die Wiederherstellung des Post- und Telegr Der ,,Reichsanzerger" veröffentlicht das Gesetz über die Steuerftn lft und das (öesetz über die Aenderung des Gesetzes betr. eine nur den Post- und Telegraphe?rgebüh?'en zu erheberrde außerordentliche Reichsabgabe vom 21. Juli 1916, ferner eine Bekanntmachung über die Erzeugerhöchstpreise für Obst und e?ne Bekanntmachung über die Erzeugerhöchftpreise für Zwiebeln. Ans Kta^t sind £an&, G i e ße n, den 5, August 1918. Ersatzmittel in den fleischlosen Wochen. Für die Zeit vom 1. Augnst bis 31. Oktober sind — rt>ic schon früher bekamftgegeben wurde — ft? der Fleischversorgung vier fleischlose Woche?? festgesetzt worden. Ter dadurch entsteheirde Ausfall an Fleisch wird durch Ersatz entweder ft? Mehl oder Kattoffeln ausgoglicher? werden, urrd zwar sollen ft? den Ortschaften mit einer festgesetzten Wochrnration von: 200 g Fleisch: 250 g Mehl ober 1500 g Kartoffeln 150 g Fle.sch: 185 g Mehl oder 1250 g Kartoffeln 100 g Fleisch: 125 g Mehl oder 750 g Kartoffel?? für die erste — voin 19.—25. August z?rr Verteftung .gelangen. — lalffende fleischlose Woche wird ??ach den erlassenen Anordnrrngeu^ für das fehlende Fleisch ein Ersatz in Kartoffeln gewährt werdcE Aüsgerwmmen von der Einhaltung der fleischlosen WvcheN' sftrd auf Grund anttsärztlichen Zeugnisses Kranke, insbesondercst Zuckerkranke. Ueber die Fortgewährrmg der Fteischrativ?? a?t 5kianke. mfter Fortfall der Ersatzlieferungen und über die WciterverteftimAj der Krankenzula^en an .Fleisch in den sleijcküoscn Wochen sind enfc*\ lprechmde ApMiftmgev. m dte zuständige ©teto MMML ** Amtliche Personalnachrickten. Ter Großherzog empnng zum Vortrag: den Kabinettssekretär Tr. v. E i s f. — Der Großherzog hat am W Juli dem Bezirksvorsteher der Krieger- «amnadrckast Dassia, Metmeifter Wilhelm Krämer zu Mainz, dre Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großrmttrgen verliehen — Aus Grund Allerhöchster Entschließung des Grok^r-ogs vom -.1. v. M. ist dem zum König! Bayer. Gene Ä tür Da sG r o ß he r z o gtum Hessen ernannten Herrn Bankier/ u«d Rittmm^r der Reserve Moritz von Metzler zu Frankfurt Si A m?? ^ktyuatur erteilt worden. — Durch Entschließung! oVtorp -.KTmftccuimv des Innern wurde der Aspirant des höheren Le hramt s ^.'r. Hermann Maas zu Butzbach zum Lehramtsassessor ernannt. — Ilebertragen wurde am 29. Juli dem Lehrer Heinrich ^rey zu Grotz ulhenn vom 1. August 1918 ab eilte Lehrerstelle ugo In n k wurde das Berdieirstkrenz für Kriegshilse verliehen. ** Grü n ingen, 3. Aug. Landslurmmann Jakob Mohn und Landwehrmann Wilhelm Bender wurden mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. — Bei dem vracktyollen Wetter ist hier die Getreideernte in vollem Gang. Sie ist durchweg gut M nennen. Auch die Aepfel- 'und Zwetschenernte versprich die anfangs geringen Erwartungen zu übertreffen. ** Reis ki r chen, 4. Aug. Dem Sohn des verstorbenen Maurerpoliers Phil. Stumpf -von hier. Karl Stumpf, z. Z. Feldwebel in einem Landw.-Jnf.-Regt. wurde des Hessische Kriegsehrenzeichen i. Eisen verliehen. Stunivf ist bereits Inhaber des Eisernen Kreuzest 2. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille. Kreis Büdingen. 44 Nidda, 2. Aug. Leutnant Jen sch erhielt das Kriegsehrenzeichen in Eisen. Kanonier Wilhelm Tietz das Eisernst Kreuz. — Unter-Schmitten. Das Eiserne Kreuz, früher die! Hessisch: Dcwserkeitsmedaille, erhielt der 'Sergeant Adolf Meier. Gettenau. MvÄ 13monatiger treuer Pflichterfüllung '' den Heldentod der Schütze Wilhelm Wetzstein. - D i e b o rt< a. H. Bei rünern Sturmangriff starb der Schütze Wilhelm W c i n e l. .Bonba u s e u. Infolge Gasvergiftung ftarb mul. lOmonotiger treuer Pflichterfüllung der Musketier Karl Weiß Stockheim. Zum Leutnant d. Res. befördert wurde der VizewachtmMor Heinrich Spitznagel. — B erg- beim Tuh Hessisch' Dapfferkeitsmedaille, früher das Eiserne ckreuH. erhielt der Musketier Heinrich Hansel. Kreis Schotten. Q Gedern, 4. Aug. Unteroffizier Julius Rothenberger kehrte wich beinahe vierjähriger Kriegsgefangenschaft als Austau sch gefangener aus der Schweiz in die Heimat zurück. ? Aus dem oberen Vogelsberg, 4. Aug. Die dies- iährige Himbeerernte liefert einen geringen Ertrag. Bezahlt werden dem Sammler für das Pfmch 1,20 Mark. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 2. Aug. Landtagsabgeordneter U l - r i ch. der zum füniundzwanzigslen Male imser Heilbad als Kurgast besucht, wurde seitens der Bade- und Kurverwaltung durch ein Glückwunschschreiben und Ueberreichung eines Blumenstraußes und des Prachtalbums von Bad-Nauheim als „Jubilar" begrüßt. --- Ausder Wetterau, 5. Aug. Tie Hamstersahrten in die Weite rau haben einen derartigen Umsang angenommen, daß sich di? beteiligten Kreise hilfesuchend an das Generalkommando in Frankfurt gewendet haben, in erster Linie um deswillen, weil dick hamsternden Großstadtscharen jetzt vielfach zu Gewalttätigkeiteist n-gen das EG^rtum der Landbewohner schreiten. Das Obst wird von den Bäumen geschlagen, die Kartoffeln reißt mast aus der Erde, die Aehrcn von deu Halmen und das Gemüse aus den Beeten. Tie Landwirte stehen den in großen Scharen die Gemarkungen dnrchsttömenden Hamstern hilflos gegenüber und müssen zusehen, wie ihnen ihr Eigentum unter den Augen bestohlen wird. Zur Steuerung dieser von Tag zu Tag schlimmer sich gestaltenden Verhältnisse hat nun das Generalkommondv eingegriffen. Es warnt zunächst rn öffentlichen Ausrufen die Bevölkerung vor den strafrechtlichen Folgen dieses Unfugs, sodann aber hat es von heute ab militärische Kornmandos auf alle in Frage kommenden Bahnhöfe beordert, die BeseA haben, mit den schafften Mitteln die Hamsterei zu unterdrücken. Starkenburg und Nheinhessen. D Z. T a r m ft a d t, 4. August. Am 26. August 1918 sind es 250 Jahre, daß Friedrich JaLrb Merck aus Schwem.su rt die Tarmstüdtea Engelapotheke übernommen hat. die seitdem ununterbrochen im Besitz der Familie Merck ist und aus der im Anfang des letzten Jahrchnnderts die chemische Fabrik E. Merck in Darm- lidrt herausgewachsen ist. Die Firma Merck wird diesen einzigartigen Gedenktag durch eine dem Ernst der Zeit entsprechende Feier begehen, zu der auch der GwßherzDg sein Erscheinen zuge- sagt bat RMK. Darmftadt, 4. Aug. Zu deni am Samstag kurz gemeldeten Eifenbahmimgilück iin hiesigen Güdecbachnhofe, dem leider zwei Men'cke'.geben zum Opfer fielen, wird uns zuverlässig gemeldet das ti? Ursache auf deli Maschinenführer PH. Rettig iE zurück^:führen ist, da er das Haltesignal, das anscheinend rick>- tig stand, überfuhr Und damit das Unglück und seinen, sowie seines Heizers Tod selbst herbeifuhrte. R. galt im übrigen als solider und gewissenhafter Führer, der schon längere Jahre im Dienst ist und auch di? Strecke kennt. Ganz eigentümlich mutet allerdings die Teti'ach? an. daß mit dem Stellen des Haltesignals, das die rges in das .Hauptgeleise verschließt, ftck die fc das sog. töte oder Leergel«"ise öffnet. Dieser Zustand, der schon .einmal vor etwa zwei Jahren dazu führte, daß ein Führer mit seinem Z,rge ebenfalls in das Leergeleise fuhr, deu Irrtum aber rechtzeitig bemerkte und bremsen konnte, so daß i'iir rT hilbe Maschine über dem Ei-adukt in der Luft hrng, durch die KuppelMg an die Hinteren Wagen aber gehalten wurde, wäre ubdi in tzer Kriegszeit Grund genug gewesen, her schleunigst die entsprechende Abänderungen zu treffen. Von den übrigen nur leicht Deiletzten und kmvch einen Nervmchock Betroffenen sind, wie uns nntgeteilt wird, einige wieder aus dem Krankenhaus entlassen Wochen. Die Aufräumungsarberten nehmen raschen Fortgang, der Verkehr :ell ''> war nicht unterbrock m. Tie vier Güterwagen, welche hi.x Masckchi? in um etrva sieben Meter hohen, Viadukt nachgestürzt ■inb, uns Nb auf ihr ans getürmt hatten, wurden schon gestern oeseitigt. Eine schwere Aufgabe wird die Hebung oder Beseitigung der den ganzen Fuhnverköverkehr durch den Gräfenhäuser Weg bindernden schweren Güter7,uglokomotive sein. Da einer der Güter- wagen u. e. auch ven'cküedene Kisten mit Zündhölzern enthielt, mären verschiedene Wagen in Brand geraten, der durch Feuerivehr ir» raschem energischen Eingreifen gelöscht werden komtte. Nach einer anul irren Mitteilung des Gr. Eisenbahnbetriebsamtes I steht die Schutdsrage noch nicht fesT Hessen-Nassau. ' — Frvnkfurt a M., 3. Aug. Tie Krinünalpvlizei ver- Mitcte heute früh die vielfach gefuckch? 20jährige «Taschendiebiu Else L ades aus Nürnberg in dem LluMnblick, als sie vor dem Haupt- bahuhoj einer Dame die Geldbörse aus der Handtasche stahl. Im Beirtz der Lades fand man eine große Menge gestohlener Geld- borsen und nahezu 1000 Mark bares Geld. wr. Frankfurt a. M., 4. Aug. Am 10. August d. I. be- Mt die Palmengarlengesellfchaft 50 Jahre. Wegen des Ernstes der Zeit wird von Jubiläumsfeftlichkeiten vorerst abgesehen. = Frankfurt a. M., 4. Llug. Die H erstellungsarbeiten cm der vor einigen Nionaten durch Zusammenbruch zerstörten Umformerftatwn der Straßenbahn am Schillerplatz sind so rasch vorwärts geschritten, daß binnen Dtonatsfrist mit der Betriebs- anprahme des Werkes zu rechnen ist. Bon diesem Zeitpunkt an wird denn auch der Straßenbahn verkehr wieder in vollem Umfange ausgenommen. fl Aus dem Ebsdorfer Grund, 5. Aug. Seit einioen Tagen haben sich hier unliebsame Gäste, nämlich vielköpfig: ?'. der Einbringung der Tie sofort benachrichtigte Gendarmerie beförderte schon ernd 2800 Mk. bares Geld. Ter Zwiebackbäcker konnte iwch nicht ausfindig gemacht werden. — Frankfurt a. MF 4. Aug. Tie Köchin einer Wirtschaft ru der Swlzestraße wurde Samstag früb in der Küche von einem lungeu Menschen überfallen und durch Stiche in Hais und Arme schwer venetzt. Tie erheblich Verletzte nmßte dem Heiliggeisthospitall zugeführt werden, wo aus einer Wunde die abgebrochene Mrffer- spitze entfernt wurde. = .Fulda, 1. Aug. Tie vom 20.—22. August hier siatt- findende Bischofskonferenz wird voraussichtlich u. a. eine Adresse an den Papst beschließen, worin diesem der Tank der deutsch«;! Katholiken für die vielfachen Bemühungen um die Beendigung des furchtbaren Krieges und um die Herbeiführung eines gerechtes Friedens ausgesprochen wird. Kietzener Strafkammer. Gießen, den 3. August 1918. Ter am 8 .April 1877 zu Wettweil (Schweiz) geborene Melker Johannes^ St. ist angeklagt, gemeinschaftlich mit einem noch nicht ergriffenen Anderen in der Nacht vom 30. zum 31. Mai 1918 aus der bei Niü>er-Wöllstabt gelegenen Schlagmühle 16 Hühner und 2 Hähne erttwendet zu haben. Tie Hühner usw. wurden an Ort und Stelle geschlachtet und in einem mitgebrachten Koffer verpackt. Zwei weitere abgeschlachtete Hühner ließen sie am Tatort zurück. Tie Diebe begaben sich an den Bahnhof Okarben, woselbst St. festgenommen wurde, während sein Komplice flüchtig ging. Ter geständige Angeklagte erhielt 9 Mo nate Gefängnis. Der Fabrikarbeiter Johann ^Heinrich Sch., sowie die Landwirte Georg T. und Heinrich Sck III. von Ockst w: sind vom Schöffengericht Friedberg wegen Forstdiebstahls freigefprecheii worden. Gegen dieses Urteil ve/folgte die Groß:. Scaarsanwalt- schaft Berufung. Tie beiden ersten Angeklagten sind geständig, am 25. März l. I. eine dürre Buct>e von 48 Ztm. unterem Turch- miesser und zwei dürre 18 Ztm .starke Fichten abgeschnitten und entwendet zu haben. Das Holz wurde auf einem mit '2 Kühen bespannten Magen des Angeklagten T. verladen; auf dem Heimweg wurden sie von dom Forstwart betroffen. Ter Angeklagte Heinrich Sch. zn 3 Tagen Gefängnis, den Angeklagten D. zur Heimfahrt zu dem Fuhrwerk gekommen sein. Auf Grund der eidlichen Aussage des Forsttvär'." hob das Gericht das erstinstanzliche Urteil auf und veiurteilt' den Angeklagten Johann Heinrich Sch. z u3 Tagen Gefängnis, den Angeklagten T. zur Strafe des gerichllichen Verweises, bezüglich des Ängellagvm Sch. III. wurde die Berufung zurückgewiesen. Wegen unerlaubten Verkehrs mit Kriegsgefangenen war die Tienstmagd Anna Katharina M. von Llltenhain vom Schöffengericht Laubach zu einer Geldstrafe von 10 Vdark verurteilt worden. 'Gegen Mete? Urteil verfolgte die Großh. Staatsanwaltschaft zwecks Straferhöhung Berufung. Ta der B ekehr der Angeklagten mit Kriegsgefangenen in die Zeit vor Erlaß der Verordnung das stellv. Generalkommandos 18. A. K., die den Verkehr mit Kriegsgefangenen unter Strafe stellt, fällt und deshalb eine Bestrafung «nicht möglich ist, wurde das erstinstanzliche Urteil aufgehoben« ulw die Angeklagte frei gesprochen. Ter Landwirt Johannes L. I. von Breimgeshain ist vom Schöffengericht Schotten wegen Vergehens gegen das HUfsdienst- gesetz zu 10 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Gegen dieses Urteil verfolgte die Großh. Sttlatsanwaltschaft zwecks Straferhöhung Berufung. Ter Angeklagte ist der mehrfachen Aufforderung, sich in der Holzhauerei der Gemeinde Breungeshain zu beschäftigen, nicht >iack)gekommen. Gegen den Angeklagten, der in der Haupwerhandlung trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht erschienen war, wurde die Geldstrafe auf 100 Mark bzw. 10 Tage Gefängnis erhöht. Meteorologische veobachtungen der Station Gießen. «UflUft |®-| 3918 || g| 1 a 1 *3 S • 4 * Z-5 ff »2 LZ 85 ;| 03 1 1 ■2 .a 2 !]o 2 Z i «ntd ! 2 s =5 ! r r JUtUct 4. II 2" - 19,7 10,6 I 62 9 Tags ivokkia 4. 9” - 15,4 11,5 88 — — 5 lmehrs. Reaensch. 5. 7 i" 14,0 11,2 I 94 10 Nachts Regen. I I ! > . ! Höchste Temperatur am 4. M» 5. August 1918 — -ft 6. 15,1' Niedrigste „ „ * , • » 1918 ™ + & 12,3' Niederchlag 3,3 mm. Vermischtes. Die deutsche Mode. * Berlin, 4. dlug. (WTB.) Zu Beginn des fünften Kriegsjahres beginnt Berlin seine erste Modewoche. Es ist ein Unternehmen ganz großen Stils. Während vor dem Kriege die Mode in Deutschland von Paris beherrscht wurde, machten sich die Berliner Modenhäuser während des Krieges selbständig. Ein beredtes Zeugnis der Anerkennung für die Berliner Modelle liefert die Tatsache, daß die stets wiederkehreuden Einkäufer der neutralen und verbündeten Staaten ihren Bedarf an Modellen größtenteils auch in Berlin deckten. Tie Größe der Ausstellungen, an denen sich die bekann testen Berliner Farmen beteiligten, zeugt davon, auf welch großes Interesse gerechnet wird. Ein neues Eisenbahnunglück. Krakau, 3. Aug. (WTB. ^Nichtamtlich.) Wie die Matter melden, erevp'.ete sich in der vergangenen Nacht bei Oswiecin ein schwerer Eisenbahnunfall Auf einer Eisenbahnbrücke bemerkte der Lokomotivführer eines gemischten Zuges vor sich einen anderen Zug und gab infolgcchessen Volldampf nach rück- wärls Wahrend dreizehn Personenwagen, die sich unmittelbar hin- ter der Lokomotive befanden, bre msten , fuhren die ntil veralteten Bremsen versehenen Güterwagen weiter. Der Druck der Güterwagen hob die Personenwagen empor, von denen fünf von der Brück: in die Weichte stürzten, während zwei am Brückengeländer hängen blieben. Durch den Unfall wittden 36 Personen leicht und ft'nff schver verletzt. ^ ^. r , „ _ Wien, 4. Aug. Zu dem Eflenbahnuuglück arr der Weichsel- JiNMdatwlNsbrücke bei Oswiecin ^ilt die ^rorrckahnvivettion mit: Tie Untersuichmrg hat bisl^r ergeben, saß der Vorfall nudle unterbliebene Sichwimg de» "inusstrhcrrr Güterzuges durch den in Betracht kommendeu Bahilwärtcr zurück zu führen ist. Von den sieberi abgrstürzten Wagen blüo.'n drei am Brückengeländer hängen, vier nelen in den jetzt üb.r, '.iremmten Iuunoationsraumi hinab. Verletzt wurden etwa dreißig Personen, Darunter sieben schwer. Tot aufgefwideu wurd-c ein 2 Frauenlcichx in emenr abgcstür u : Wagen befinden. B aanißt rmid bisher.nicht aufgefunden ist ein Reisender. * Wien, 2. Aug. (WTB.) Durch eine Band gewerbsmäßiger Diebe sind ans den Lagern hiesiger Spediteure eine Anzahl Kisten gestohlen worden, die von der japanischen Botschaft bei Beginn des Kriegszustandes mit Japan Sort hinterlegt waren und die kostbare Besitztümer im Werte von mindestens einer Vu-rtelmillionen Kronen cchhielren. Der ganz, Schatz wurde nun durch den Sicherheitswachinspeklvr bei einem Zuckerwarenhändler im siebzehnten Bezirk sestgestellt. Alle an dem Diebstahl beteiligten Personen wurden verhaftet. Amsterdam, 3. Aug. (WTB. Nick^tcmMich) „Telegraafl^ meldet aus Rotterdam, daß die Rlieinflottc der Triel Stromboot an Transport Ondernoming in Rotterdam, die aus 17 Sceppdamp- sern, 69 Rhein kähmn uaw 3 Tampskrahnen besteht, für den Betrag von 5Vr Millionen.Gulden an die Bergwerksgesellichaft in Walsum bei Hamborn verkauft wurde. * * Spielwaren sind Gegenstände des täglichen Bedarfs Aus einer Aeußerung der Volkswirtschastlichen Abteilung des KriegS- ernährungsamtes gebt hervor, daß Spielioaren insoweit zu den Gegenständen des täglichen Bedarfs zu zählen sind, als für sie bei dem größeren Teil des Volkes, insbesondere bei Kindern, ein regel- mästig wiederkehrei'des Bedürfnis vorliegt. Es gehören hierzu Ge- sellschaftsjpiele wie Lotto, Geduldspi.'le, Musikinstrumente, Mund» barmonikas.Puppenstuben, Puppenwagen, Puppenbadewannen, fofern es sich nicht um besonders wertvolle Ausführungen und LuxuS- gegenstände handelt. Letzte Nachrichten. Eine neue Schlacht. Bern, 4 Aug. Die 'Einnahme von Soissons wird liier als eine nebensächliche Kpiegshandliung aufgefaßt, lau ist der Meinung, daß die Räumung von Soissons im Plane Hordenburgs liegt und daß die gogenwärtig an der Westfront eingelötete Rückziugsbewe- gung der Auftakt zu einer naueu Bewegungsschlack)kt größeren StÜs bildet. Der tfchscho-flowakifche Aufftand. Moskau, 5. Aug. ,^Iswestija" schreibt in einem Leitartikel: Ter tfcheckv-slowakische Airfslwid droht ein derartiger Ansteckungs- Herd im Körper des revolutionären Rußlands zu werden, daß die Krankheit den ganzen Orgamsums zu erfassen im Begriff stebt. Man hört jetzt das bennrul)igendc Bekenntnis: Wir haben die Gefahr verfcküafen, l>aben Kleinmut und Unentfchlosfenhech gezeigt. Unter den Arbeiter Massen machst sich Müdigkeit und AfHthie bemerkbar. Stellenweise finden wir .Fälle direkten Verrats anl der Sache der Arbeiter und Bauern, noch häuftger teilnahmsloses Verhalten der schrvercn Lage der Republik gegenüber. ?Rehr^als \e muß das Proletariat jetzt Wunder rer Initiative und Sefaft* opteung zeigen, sonst wird das ruinsche Proletariat auf den Trum - m.ru des revolutionären Rußlands seiner ges-chwundonien Größe gedenken und sich vergeblich verspäteter Mne hingeben. Ter er-, barmungslosc Feind zückt gegen euch das Messer Zerbrecht diese Waffen in seinen Händen. Zu den Waffen, Arbeiter und Bauern! „Iswestisa" dementiert heute die 9iach«richt von der Erschießung der Spiridonowo. Austausch der politischen Grsangenen zwischen Rußland und Finnland. Stockholm, 4. Aug. Nach einer Meldurig aus HÄsing-- fors ist zwischen der Sowjetvegierung und,der finnischen rRegierruig nun ein Abkommen wegen der Freigabe der in Finnland verhafteten Russen mid der in Jtußland verhafteten Finnen getroffen worden. Me politischen Gefangenen, die wegen politischer Agitation, wegen Teilnahme am Bürgerkriege, Spionage, Kriegs- tvnterbandeschniuggel usw. bisher verhaftet wurden, 'werden über die russische Grenze, die geöffnet wird, in ihre Heimat geschickt werden. / Friedensber-eitfchaft Englands? Berlin, 4. Aug. (WTB. Nichtamtl.) Tie „Norddeuffche Allgemeine Zeitung" schreibt: Nach einer von mehreren deutschen! Blättern verbreiteten Londoner Meldung des „Nieuwe Rotter- damschen Courant", soll Bvnar Law auf eine Anfrage Kings im Unterhause erwidert haben, die englische Regierung sei immer bereit, Vorschläge zur Herbeiführung eines befriedigenden Friedens zu gewähren. Auch uns war diese Nachricht aus Holland zu gegangen, wir l)aoen sie aber vorerst nickch nnedergegeben, nseil es uns ratsam erschien, zunächst eine unmittelbare englische Darstellung der Vorgänge im Unterhause abzuwarten. Erst aus ihr wird man sehen, ob die Aeußerung Bvnar Laws in Wirklichkeit von einer englischen Friedensbeveitschaft zeugt. Wir möcksten das lebhaft bezweifeln, weil Bonar Law durchaus nicht zn den Leuten gehört, bei denen wir diese Gesinnung voraus; ctzeu, wenn man auf das zurückblickt, was er früher über die Friedensfrage gesagt hat. In dieser Ansicht werden wir besonders auch durch den Wortlaut der Meldung aus .Holland bestärkt. Wenn Bonar Law so geantwortet hätte, wie der „Meuwe Rott. Courant" ans Londons erfährt, so niüßte man sagen, daß sich der englische Staatsmann; sehr vieldeutig ausgedrückt habe. Wir glauben zu der Berniutung berechtigt zu sein, daß die Friedensvorschläge, die Bonar Law befriedigend fände, diese Kenrrzeichnung nur im bririschen Sinne verdienen würden, aber durchaus nicht im Sinne Deutschlands unds seiner Bundesgeiwssen.E Schon der bloße Gedanke an Englands' Tarifpläne weist darauf hin, daß man drüben offenkundig die Einrührung einer für uns und besonders mich für die deuffche Afr- beiterschaft ganz unannehmbaren Erdrosselung Teuffchlands be-^ rechneten Wirtschaftspolitik nach dem Abschluß des Krieges be-< treiben will. Ehe mithin von einer britischen Friedensbereit schach die Rede sein kann, muß die Frage geklärt iverden, was ftir Bedingungen Bonar 'Lcyv als befriedigend ^insel-en würde. Wir unsererseits haben keinen Anlaß, diese Frage an England zn richten- denn der Widerhall, den die bisherigen Bekundungen unseres Friedensbereitschaft im feindlichen Ausland gefunden haben, läßt d.wtlich erkennen, daß jeder weitere Schritt auf diesem Wege irur zu einer Verdächtigung Teutschlands imd zur Ermunterung dev feindlichen Kriegshetzer führt. Nach ihrer ganzen Natur find^ diese rar nicht imstande, sich vorzustellen, daß eine ernste Friedensbereit-' schaft sich sehr wohl mit einem zuverftchtlichen Kraftbewnßtten vereinbaren läßt und bei uns tatsächlich vereinbart.. Man beschuldigt uns im feindlichen Lager zwar lwch immer der Zweidcmttgkeit- aber ivas unsere Staatsmänner über den Frieden gesagt haben, ist für alle, die richtig zu hören bereit sind, vollkommen genügend, um unseren Anspruch daraus zu begründen, daß mau letzt vor allem mal jenseits eine Antwort gebe, die von uns als befriedigend anerkannt werden taut. . Kulturträger Amerika. Berlin, 5. ?ürg. Wie ein Telegramm aus Kristiania der „Bossischen Zeitung", berichtet, ist in Amerikä eine Organisation: begründet worden, die sich gegen die Flcrimiack w. die dort als gelbst» Hunde bezeichnet werden, rick>tet. Tie neue Organisation umfaßt Knaben, die überall herumstreifen sollen, um Gespräche zu vo- lauschen und dann schleunig^ zur PoliZei zu lQcfen, um dre bebackch-' ten Leute zu denunzieren. Ter Staatssekretär des Staates Nanyock gibt dieser land-umfassenden Bewegimg seine Enn^Mima .-.it.. Laß man jetzt in Amerika Kinder, deren Zeugenaussagen : r*t Gericht in einem anderen Lande vvll bewertet, mit der llel*-r- wachung Erwachsener, betraut, läßt Art und Stärke der twrwya KrisgsdegeistQANg in enuent vechst Li chte erscheinen^ Den Heldentod fürs Vaterland starb am 31. Mai unser treuer Kamerad Musketier Wilhelm Vieh! von Gedern imJnfanterie-Regiment Generalfeldmarschall von Mackensen (3. Westpr.) 129, 3. Komp. Ein ehrendes Andenken bewahren ihm seine Kameraden: Gefreiter R. Kühl „ K. Michel .. H. -Schmidt Musketier T. Petri " R. Reitz „ W. Kaiser „ P. Jckftadt. rn~mrn Verwandten. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber Sohn, unser lieber Bruder Willy nach kurzem schweren Leiden im Alter von nahe 12 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Wild. B. Büttner, Maurermstr., und Kinder Gießen, Schiffenberger Weg 67, 4. August 1918. Die Beerdigung findet Dienstag mittag 4 Uhr vom Neuen Friedhof aus statt. 5826 Von Blumenspenden bittet man abzusehen. Nach vierjähriger treuer Pflichterfüllung starb an einer schweren Verwundung in einem Feldlazarett unser lieber, guter Bruder, Neffe, Onkel und Schwager, der Offizier-Stellvertreter David Katz Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl., der Hessischen Tapferkeitsmedaille und des Kriegsehrenzeichens. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Fulda, Berlin und im Felde, den 5. August 1918 ‘ 03982 Tüchtiger Aeöbeisshreiuer auch Kriegsinvalide oder ält. Mann, für dauernd auf sofort gesucht. Maschinen vorhanden. Kost und Wohnung evtl, im Haufe. 5781 Willi. Hüller, Schreinerei Bellcrsbeim. Arbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht. II. UoRenlha!, Landw. Masch., Liebigstr. 13. Kräftige Arbeiter MM Fr. Heinier &. Co., Eisengrotzhandlung, 5830 Bleichstratze 2. Fuhrmann iD Är Sehaaifler, frankierter 8!r. 29 Gmrge Leute zum Frucht- elniahren gesucht. 5821 Schneider, Frankf.sStr. 29. Danksagung. Jur die vielen Beweise innigster Teilnahme bet dem Htnscheiden unserer lieben beiden Entschlafenen. sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Marguth sagen wir hiermit unseren herzltchsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Fayntte Ludwig Schmitt II. Familie Otto Seng. Saasen, den 5. August 1918. Statt Karten. Maria Wertheim Isidor 5tern Verlobte Gießen, August 1918. Zuhause Samstag den 17. und Sonntag den 18. August. . . 03972 Die Beerdigung des Universitätsprofessors Dr. med. et med. vet. Fritz Gmeiner Stabsveterinär findet Dienstag den 6. August, 4 l / 4 Uhr nachm., auf dem Waldfriedhof in München statt. 88240 Frau Henriette Gmeiner. Die Beisetzung unseres lieben Willy Brrtzbrrch-LicheV Eisenbahn. Mit Gültigkeit vom 15. Oktober 1918 erscheint zum besonderen Tarn He?t 6 für den Binnenverkehr der Butzbach-Llcher Enenbahn der Nachtrag IV. Er enthält Mölmngcn der Betördernngspreise für Monatskarten III. Ula.ie und der Ueberfuhr-Gebühren für Wagenladungen bei Weiterbeförderung auf den Bahnhöfen Bad- Nauherm, Butzbach, Grunberg lOberhefsent und Lich. Butzbachs Auskunft erteilt die Bahuverwaltung in Butzbach, den 1. August 1918. 58070 _ Der Borstand. findet Dienstag den 6. August, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Marie Kirch. Möbel - Versteigerung. Mittwoch den 7. Angnst, nachmittags 2 Uhr, der- Zewere ,ch ,u ver Gastwirtschaft zum Vfau dahier. 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