m. ,78 ; durch Abdole- 1 u Zweigstellen monatl. -Uff. 1-1 >; durch die Post Älk. 3.6O viertel« jahrl. ausschl. Bestellq. Fernsprech - ^lnschlüsse: sürdieLchristleituuqN2 Verlag,Geschä'tsstelleöl Ans chriit fü r Drahina ch- richlen: Lnzeiger Gießen. Erstes Blatt M. öchrgang Donnerstag, \ August 1918 Zwillingsrunddruck u.Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. LLeiudruckerei N.Lange. ZchriftleiLung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchulstr. 7. Annahme von Anzeigen s. die Lagraummec vis zumNachmffag vorher oi^ne jebe-fi'-btii DLtcI)fcit Zeilen /teife: für örtliche 'Anzeigen 2) Bi. r für aus w ärtlge 3) Pi., für Reklamen Mt. 1.-nebst 20°/o Teu- erungsznschlaq. Haupt- fchri'tleiter: Aug.Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: i. V. vr. Zenz; Stadt und Land, Lerinischtes u.Ge- richtsiaal: Ör. Meyer; Auzelgenteü: H. Beck; fäinllich in Gieß en mLe des flyfteK Ariegsja (WTV.) Grobes Hauptquartier, 31. Juli.| (Amtlich.) < Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern sehr rege Erkrmdungstäliokeit. Bei tlneu- rem feindlichen Vorstoß gegen Merris blieb der Ort in Feindeohand. Nördlich von Albert und südlich der Somnre am frühen Morgen stärkerer Feuerkampf. Der Tag verlief ruhig. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Auf dem Hauptkampfftld des 29. 7. zwischen Hartennes vnd westlich mm Fsrc-en-Tardenois blieb gestern die feindliche Infanterie nach ihrer Niederlage vom 29. untätig. Vor Saponal) wurde ein heftiger Tcilcrngnff des Feindes ab- gewieseu. Zwischen Före-en-Tardenois und dem Mennierr- Walde Mrmten Franzosen und Anrrrikaner gegeu Mittag erneut in tiefer Gliederung an. Ihre Angriffe sind blutig gescheitert. Auch am Walde selbst brach sechsmal wiederholter Ansturm des Feindes zusammen. Unsere Infanterie stieß dem geftl '.ageuen Feinde vielfach nach und setzte sich im Vorgelände ihrer Linien ftfft. Oestlich von Före-en-Tardenois erneuerte der Gegner am Abend und während der Nacht ohne Erfolg seine verlustreichen Angriffe. Ebenso scheiterten feindliche Teilangriffe bei Romigny. Dir machten in den Kämpfen der letzten Tage mehr als 4000 Gefan-cne. Damit steigt die Zahl der seit dem 15. 7. gemachten Gefangenen auf mehr als 24 000. * Gestern schossen wir im Luftkampf 19 feindliche Flugzeuge ab. Leutnant LöwenhmDt errang seinen 47. und 48., Leutnant Bolle seinen 27. Luftsieg. Der Erste Generalauartiermeis-er Ludendorsf. jfcr'l ■ j i .^1^ ' Der Abendbericht. Berlin, 31. Juli, abends. (WTB. Amtliche m der Kampffront herrschte tagsüber Ruhe« * Der Vsterreichisch.ungarische Tagesbericht. Wien, 31. Juli. (WTV.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz: Im Gebiet des Sasso Ros so brachte uns ein erfolgreiches Stunn- truppunternchmen 27 Gefangene ein. An der ganzen venetianischen Gebirgsfront sehr lebhafte Fliegertätigkcit. Albanien: Unserem andauernden Druck nachgebend räumte der Feind heute früh an mehreren Stellen seine vordersten Linien. Der Ehef des Generalstabrs. Der Ua!ser an das deutsche Volk. Amtlich. An das deutsche Volk! Vier Jahre schvevcn Kainpfes sind dahrngegangen, ewig denk- würocger Xntfr.i voll. Für alle Zeiten ist ein Beispiel gegeben was an Volk vermag, das für bw gerechteste Lache, für die Be- üanptung seines Daseins, 'im Felde steht. Dankbar die göttlillp ^ie feste Gervißheit. laß Teulschftnd Wsore,ein pZölVenourm, der so Manchen mä-t^ig-en Stamm zu Boden wark. stall und kraftvoll hervorgehen wird. 5? Erinnerung gedenken wir alle mit Schmerz 9 b fc r '. drr dem Vaterlande gebracl)t iverden mußten Familien gerissen. Das Leid dieses tjw-lm?» Krieges Hut kein deutiches Haus verscliont. Tie als SS?® 1 D^^lterung die ersten Truppen üinauszichcn Wi-Stehen heute neben den Vätern und Brüdern selbst als '.der FrE.Heilige Pflicht gebietet, alles zu tun. Sn n : ikK Büch nicht unulch Niem. Riciiltö ist von uns verab-- s. die zerstörte Welt zurück- Dmdlichen Lager die Stimnre der frthrfvf . V fü Ec hör ÖO oft wir Worte der 7 i sprachen, schlug uns Hohn und Haß ent- ffit nJmlTEf 7 ^ ^^'de den Frieden nicht. Ohie Sdymn be- ueum Verleumdungen den reinen deutschen ch lter nut.a oerieunionnge' k d'^i reinen den'st verkünd«, ihre Äcutk vernichtet werden soll. Tarnni heißt es nEi F-mde. bereit sind, unfer LebensrvO fieamiij hJjwr«*™ JjL :übernrächttgen Ansturm i vna) der>oflKen und.erstritten haben. Gott mit uns! Im Kclde, 31'. Juli 1918. ( m ) Wilhelm I. R. Der Kaiser an Heer und Marine. Berlin, 31. Juli. (WTB. Amtlich.) An das deutsche Heer und die deutsche Marine! Vier Jahre ernster Kriegszeit liegen hinter Euch. Einer Welt von Feinden hat das deutsche Volk mü seinen treuen Verbündeten siegreich widerstanden, durchdrungen von seiner gerechjen Sache, gestützt auf sein gutes Schwert, und in' Vertrauen auf Gottes gnädige Hllfe! Euer stürmischer Angriffsgeist trug im ersten Jahre den Krieg in Feindesland und hat die Heimat vor den Sc(>rer§en und Bernffrstungen des Krieges bewahrt. Im zweiten und dritten Kriegsjahre habt Ihr durch ver nichtende Schläge die Kraft des Feindes im Osten gebrochen. Währenddessen stwben Eure Kameraden im Westen gewaltiger Uebermacht tapfer und siegreich die Stirn. AlS Fruäst dieser Siege brachte uns das vierte Kriegsjahr im Osten den Frieden. Im Westen wurde der Feind von der Wucht Eures Angriffes empffndlich getroffen. Die gewonnenen Feldschlachten der letzten Monate zählen Ui den höchsten Ruhmestaten deutscher Geschichte Ihr steht mitten im schwersten Kampf. Die verzweifelte Krastanstrengung des Feindes wird wie bisher au Eurer Tapferkeit zunichte werden. Dos bin Ich sicher und mit Mir d>as ganze Vaterland. Uns schrecken iffclst amerikanffck)e Heere, nicht die zahlenmäßige Uebennacht. Es ist der G e i st, der die Ent- scl-eidung bringt. Das lehrt die preußische und deutsche Geschichte, das lehrt der bisherig? Verlauf des Feldtzuges. In treuer Kameradschaft mit Meinem Heere steht Meine Marine in unerschütterlichem Siegoswillen im Kampfe mit dem vielfach überlegene^ Gegner. Ten vereinten Anstrengungen der größten Seemächte der Welt zum Trotz führen Meine Unterseeboote zäh und des Erfolges gewiß den Angriff gegen die dem Feinde über die See zuströmende Kamps- urrd Lebenskraft. Stets znm Schlagen bereit, bahnen in unermsüdlicher Arbeit die Hochseeftreitkräfte den Unterseebooten den Weg ins offene Meer und sichern ihnen im Verein mit den Verteidigern der Küste die Quellen ihretz Kraft. Fern von der Heimat hält eine kleine heldenmütige Schrr unserer Schutztruppe erbnkfenbcr Uebermacht tapfer starch. In Ehrftrrcht gedenken wir aller derer, die ihr Leben für das Vaterland Hingaben. Durchdrungen von der Sorge für .die Brüder im Felde, stellt die Bevölkerung daheim ihre ganze Kraft in entsagungsvoller Hingabe in den Dienst unserer großen Sache. W l r m ü s s e n und werden weiterkämbfen, bis der Vernichtungswille des Feindes gebrochen ist. Wir werderi dafür jedes Opfer bringen und jede Kraftanftrengung vollführen. In diesem Geiste sind Heer und Heimat unzertrennlich verknüpft. Ihr einmütiges Ziffam men stehen und ihr unbeugsamer Wille wird den Sieg im Kamps für Deutschlands Recht und Deutschlands Freiheit bringen. Das walte Gott! (gcz.) Wilhelm I. R. Der König von Bayern an sein Volk und an sein Heer. München, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Ter König von Bayern hat folgenden AufrirfandieBevölkerung Bayerns erlassen: An meine Bayern! Wider unsere Hoffnung geht auch das werte .Kriegsjahr zu Ende, ohne uns den Frieden gebracht zu haben. Deutschlands Heere l)aben mit beispielloser Tapferkeit den feindlichen Anstürmen standgehalten, im Osten ben Rucken freigemacht und im Westen den Feind in siegreichen Käm'pfen geschlagen und die deutschen Herde vor Verroüstnng und Elend bewahrt. Aber nicht an uns liegt es, wenn wir M.'vi mchr in das fünfte Kriegsjahr eirrtreten. dioch sind die Gegner trotz aller Mißerfolge nicht zum Friedenswillen bereit, und nach betraten sie Teichchlands Zerschmettermig als chr Ziel Kein Zcutsäser aber denkt an einen schimpflichen Frieden' Da gilt es denn weiterzutäncpsen und alle Mühstlle und Entbehrungen aivch fernerhin auf ul^ zu nehmen in der sicheren Zuversicht, daß Gott unsere gereüM Lache zum Siege sichren wird. Dafür bürgt nicht nur die unvercsteichLiche Tapferkeit imd WidersdaiM kraft unserer Heere, sondern rn gleichem Vdaße der unbeugiemue Wille zum Durch- halten rn der Heimat. Daß Heer und Volk sich bisher so mutig du Treue gehalten und dve draußen ihr Blut mrd Lrchm und die orrnnen ihr Gut und ihre Kraft so opferfreudig dem Vaterlande glNre.ht hcrben, dasirr danBen ioir in dieser ernsüen Stunde aus tteffleni Äerzen. Ich weiß Mich eins nrit mev-em Voll, daß es R-omg rmd Vaterland nicht verlassen mcd daß es durächalteu bis zu einem glücktvchpn Frieden. Das walte Gott' Deer richtete König Ludwig folgenden Aufruf: An mein Heer! Aus glmizende Wcrffentaten köumm meine prächtigen Truppen auch im 4. Kriegs,ahve zurückblicken. Heißm Tank ihnen Mr dr^. was sie tnt Drenstc d^s Vrterlandes Grvn's geleist 4 hab-n. jL'. ^Lrfchi^rl^em LiegeÄmlken der Armee mnß uns der- lchLEche E^alg sM,ren Ihn zu erstveiten, wirch auch die Heimat ^bohm. Bolle Zuversicht erfttllt mich ? bre Zukunft Ich entlnete ber dem Enllritt in das TUfrt-ttc Kriegs,«hr mernem .braven Hveve meinen königlichm Gruß. Ludwig. Gegeben München, 28. Juli 1918. <**■*£ /»V iSM ‘CK« Mehr Schutz und Vorsicht! Die Lehre von Moskau und Mw. * Tlin '?y . au!, ' 1 i? 18 - Trau« um dm Feldniarschall ». jn&jemen Zovn üb« fcen duyen W dürfen nicht h-ntvrn. «^«wrrcn, ob nM Untrrlasfungssüub«, die ?S? ixmm tragen, baß das fetnttet m Kiao ebenso une das m LloAan uberhai-pt mogf^k, imrrde. Man innhtr dort, besonders teilen^r tznwrdnna des Gmsm Mirbach, wessm man sich ^ letten der «»zrnlrmolntionare naht mrr tu Nvrdrnbland foitbcnl UT r mt - te bat. Gerade in der Ukraine halx-n ..rc T?^"Evolu1iouare, als fee dort noch am Ruder nxrren in öffE^r Trbc^e der RÄ«, geführt von dem Minssker^äsi denten^ ,Hvlubonnt:ch und de^i Vorsitzenden Pros Hrusclien^v Ä5?ewasr«i Angriffe gegen v. EichsZorn als den Letter der dmt b^kup-ittim gerichttt. Ja, ,« eittblbdeten sich nicht nach k^d-^^^limiircrlaß Eichhorns dessen M^ruhmg vm, oci deutsckZen Regi-erimg nt Berlin zu verlangen Nach dem Stnrr- der Ra^inch der Erhebung Skoropadskis zum Hellnmin schwuren dem d^mtschm Komm-mdanten in Kiew brgab, die UntersuckAmg des Falles Dobfch knüpften die ukrainischen ^mlrevolutionäre sofort die nt ihren Parteigenoffen in Nordrußland an na(f) ^uoskau. die dort so- ivvhk cot) dem SupretLmgreß als auch m anderen öffenllichen Versammlungen auf das heftigste gegen Eichhorn hetzten. Hatmmr das alles im deutschen Quartier von Kiew nicht gewußt, nicht verfolgt? Eichhorn selbst wußte es. Schon in seiner Ansprache cm den Helmann am 8. Juni sagte er: „Wenn wir von manchen hier im Lande nicht gern gesehen und mit Mißtrauen, ja mit offener Feindseligkeir betrachtet werden, so betmure ich das sehr, aber ich hoffe" usw. Das war doch bereits eine Vorahnung des greisen Generals. Aber er war immer persönlich sorglos und am sein eigenes Wohl niclst: bedacht. Schon in Wilna wunderten sich Litauer, Polen und Juden über das Auftreten des Gew,'ralfe^>marsck)alls. Tort war man andere Mlder gewöhnt. Ließ sich während der Russenherr- schast ein General öffentlich sehen, so nicht ohne starkes, auch schon rwrausgehendes Truppen- und Polizeiaufgebot. Wie eigenartig berührte da Eichhorns Ersff-einen, der sich immer wieder ohne Be- tzleitung in Wilnas Straßen bewegte und unangemeldet heute in diesem, morgen in jenem Geschäft seine Ernkäuse besorgte. Auch in Kiew bewegte sich Eichhorn allzu Vertrauens-« selig und dachte nicht an sich und seine Sicherheit. Aber seine Umgebung hätte sich wohl, besonders nach der schäridlichen Tat von Moskau, mit dem Gedanken beschäftigen sollen, daß das Leben des Mannes, der an der Spitze der vielangeseßcheten deutschen „Invasion" steht, von tausend Gefahren umwittert ist und das ganz besondere Schutzmaßregeln hätten getroffen werden müssen. Aber das ist -anscheinend nicht geschehen. Und die Betrachtung der näheren Umstände des Attentats bestätigen diese Empfindung. Einmal die Vorbereitung der Tat: Der Attentäter Boris Dongowo war Derr.nauensmann der linken s v', ial revolutionären Partei in Moskau. Er war am Tage oder einige Tage vor der Tat von Moskau noch Kiew aekonrmen, ausgerüstet mit Bombe, Revolve- un d Geld. Bei schärferer Ueberwachung der Züge und Reisendes toärc man sehr wahrscheinlich auf den verdächtigen Menschen und seine Mission aufnierffam geworden. Sotann der Ort der Tat: Ter Mordanschlag geschah vor dem Wohnhanse des Feldmarschalls an dlkr Ecke der Jekaterinskafa und der ElifawetSlasa. GegeirSLer! in der erstgenannten Straße liegt eine Kaserne mit deutschen technischen Truppen. Tort sieht immer wie wohl auch vor Eichhorns Wohnhaus ein Posten. Eichhorn ging zu Fuß vom Mittagessen im .Kasino des Oberkommandos durch die Jekaterinskaja. Ein tägliches, pünktliches Erscheinen, das der Attentäter nur zu wissen brauchte, um dem Feldmarschall in einer Droschke an der Ecke aufzulauern, da eben nicht dieser tätliche Gang Eichhorns militärisch gesichert wurde. Warum sperÄe man nicht die Straße ftrr solche Augcmblicke? Ein unauffälliges scharfes Beobachten des Wagen- und Passanterwerkehrs hätte sogar genügt. Es ist billig, nachträglich zu sagen: der Feldinorichall siel als Soldat auf seinem Posten. Solche Posten an besonders gefährlicher Stelle werden ja dem einsachen Mann draußen im Felde mach Möglichkeit gesichert. Der Leiter von Besa^ingstruppen in einen: bis vor ^kurzem feiirdlickien Lande bedarf außerordentlicher Benützung. Es fallen unserer Vesten wahrlich genug im offenen! Kampfe an der Front. Ta sollte man mit dem Leben derer, die an erponierter Stelle in besetzten oder überwachten Gebieten stehen, ^ nicht leichtsinnig umgehen. Nach Moskau sollte mm Kiew endlich eine Warnung und eine Lehre sein. von der Westfront. Berlin, 31. Juli. Tie Zahl der vorgestern südlich des H-ichtelberges eingebrachten Gefangeiren hat sich auf 211 erhöht Am 30. Juli vormittags bemücl^igte i'icfy nach kurzer Artillerievorbereitung ein eigener Stoßtrupp von 32 Münn eines feindlichen Ltützpnnktes nordösllich von Perthes imb nahm dabei zwei Offi- zcere und 82 Mann gefangen. Zwei feindliche Gegenangriffe wurden blutig Lbgewiesen. ,, Dern, 31. Jilli. (WTB.) Ter „Tcmps" erklärt, die Teut- Tuxf) Jveit von der Stellung entfernt, von der sie am 27. Rdai ihren Ltoß begannen und innerhalb vier Tagen bis zicr Marne vorrückten. Es tväre kindisch, abzuleugnen, daß der deutsche Rückzug mtt der Methode, große Begrenzung der Verluste, durch- gepchi-t wurde „Wir imrrbcn Misere Feinde schlecht vnrnen," Nueibt Pos Blatt, „wenn wir glaubten, daß sie unter unserem Lchlage liegen bleiben." Amerikanische Verluste. . (WTB.) Tie Aussagen einem am 29. Juli gefangenen Amerikarrers der 28. amerikains-ckzen Dinision vfmtz ^ wnterie-Rc-giment 110 ergaben, daß das erste B^aillvn dieses Regiments nach dem deutsck-en Angriff osllich Cchitean- Thierry vom 17 Juli nur Nlxh Kompaniestärken von 30 Mann hatte Ersatz ist bisher norft nid* cingetwffm. Bei den gestrigen Bersuckien (westlich des Memere-Waldes) vorzudringen, verlor eine Kompanie des 2. Bataillons desselben Regiments 100 9Rann an Toten und Venoimdeten. Die Verluste unserer Feinde seit Kriegsbeginn. W. B. Berlin 31 Juli. Bereits am 2. August 1917 be- ^ugerl oie^ Verluste des Verbandes nach vorsichtiger .Sckmtzung über 18 Millionen Mann. Ae bllttigcm Meder>. lagen des inzwischen vergangenen Kriegsjahres, die dein Verbände überall neue unerhörte Ovfer kosteten, haben diese Ziffer 5 Mi l honen e rh ö bt. Hiervon hat Rußland seine Hilft für du Machtplane der B^ststmten, nach einer Aeußcrung des Petersburger Prelsekommiffars Kusmin am 15 Juli 1918 mit 4 V. Millionen Toter. 6 Millionen Be rwunde- ter und Krüppel u nd 3 M i ll io n e n Gefangener be- zahlen muffen. Die Franzosen und Engländer haben ^0l7im slandrisckren Blntsmnm wei! über ei in- halbe Mttllon Soldaten und in den ersten 5rei Moncttc 7 :i der delchch«! Westoffemive 1918 eine 'wertere Mllion verloren. Rechnet man mejcfmrei* e Einbuße der Franzosen am Cwmin des Dnnes im Oksiüvr, der Engländer b^i Ecrnbrai im Nwenber 1917 irib die rotzige alles bisher an Verlusten Dage.'veftne übersteigende Gegiir- osftnnrve so zählt heute Frankreich über 5 Millivncu, Englandüber 2 800 0 00 schwarze und weiße ^vte, Verwundete und Gefangene Niciu weniger schver hat Italien im 4. .Kr-ftgcha.hr glitten. Hatte -sAu-iust >917 1 600 000 Minrn Serüiiic, io tnt öS (M,tt rrad) der 11. und dem Zusamt neu brüll) der 12. Jsonzoschlacht 1917. tue allem über eine halbe Million seiner Sclldaten verslliÜMg. -^ r ^birgsfvont und an lx-r Piave'rcmt 1918 Ivnterc 800 000 Mann gaopftrt. Am vernichtendsten hat her vre Mksfraft der kleinen Hilfsstaaten dc-s Bmiandes «ie- ttoffen. Serbien l>at seine Teilnahme amt Kriege mii fast seiner ganzen erwachsenen männlichen Bedolke- ^ ünien btt die Hälfte seiner Ami«: verloren. Rechnet me Meer nach Astrachan offen hält. In der Stadl haben die Sowjet-Deputierten das Heit in der Hand. Lebensmittel sind fast nicht vorhanden. Tie Stadt hat Gutscheine ausgegeben. die einen rwch niedrigeren Kurs als die Kerensiirubel haben.. Nach dem Bericht des Genmhrsmarm.es der rassischen Regierung, des Bevollmächtigten einer Petersburger Nwphtagesellschoft, zahlt man für 400 Gramm Roggenmehl 12 Kerenskirubel, für das gleiche Quan- timr Zucker 25 Rubel Änd für ein Arschin (=72 Zeittämeter) schlechten Stoffes 235 bis 250 Rubel. Tie Naphta-Jndu-- strie liegt fast vollständig Ml, da die meisten Arbeiter bä öun* ßers wegen fortgezogen sind. Dazu kam der Versuch des örtlichen Lowjets, die gesamten NatchtaaueLken zu nationalisieren, der jedoch von Moskau aus unterbunden wurde. Die Naphtaproduktion ist außerordentlich Mrückgegangen. Selbst die vorhandenen Vorräte können nicht abttansportiert werde:,. Seit Beginn der Schiff- ßchrt bis Ende Juli konnte nur der fünfte Teil der in den früheren Jahren fartgeschafften Mengen Nach .Astrachan abtvansportiert wecken. Moskau, 30. Juki. (Priv.-Tel.) Tie Vertreter der neu traten Wlüdft in Petersburg protestierten ^aut „Prawda" energisch gegen die Ncttionalisierung der Naphrhaindustrie durch den Erlaß vonr 20. Juli. Für etwaige Verluste, die den neutralen Untertanen aus her Nationalisierung entstäriden, rverde eine Entschädigung verlangt werden. .. Moskau, 30. Jüli. (WTB.) Aus .rnilitarischen Gründen ist, wie amtlich bekanntg-geben wird, die Grenze bei Archangelsk, für 14 Tage .gesperrt worden. Die Cholera in Rußland. Englands Angst um die finanzielle Vorherrschaft. Bern, 31. Juli. Nach dem Unterhausbericht über die Sitzung vom 23 Juli fragte der früliere englische Handelsminister Run- ciman bei der Erörterung über die Frage der Behandlung der ftrndlichen Banken, inwieweit die Politik der Regierung sich aus Abkommen mit den Verbündeten Englands stütze. Er wolle zwar das französische oder das amerikanische Volk nicht besckmldigen, daß fte den Wunsch hätten, England feige bisher innegehabte Position als ftn au zielles Zentrum der Welt zu stehlen, aber cs gäbe doch große französische und amerikanische Firmen, die nach dem Kriege naturgemäß ihr Möglichstes tun würden, für ihr eigenes Land und für ihre eigenen Papiere die Stellung zu erhalten, die bisher London und Londoner Notierungen allgemein eingenommen hätten. Die Tendenz des Geldmarktes innerhalb der letzten Jahve, die ungeheuren Lasten Englands und die Tatsache. daß England seit langem den Goldstandard ausgegcben habe, hätten dazu gesühnt, die Vorherrschst Londons als finanzielles Zentrum der Welt ernstlich zu erschüttern. Internierungen in England. Amsterdam. 31. Juli. (WTB.) Nach einer Meldung des „Algemeen Handelsblad" cu3 London ordnete die Kommission für feindliche Ausländer gestern die Internierung von 100 feindlichen Ausl ander n an. Im ganzen gelangen 25 000 Fälle zur Untersuchung. Rücktransport dcrrtschcr Zrvikinternierter. Singer:, 31. Juli. (MTB.) Der erste Transport der infolge des Berner Abkommens freigewordenen deutschen Zivilinternierten trifft morgen hier ein. Amsterdam, 31. Juli. (WTB.) Die Niederländische 4.clegraphen-Agentur meldet, daß der Austausch der Kriegsgefangenen am nächsten Monta ontag wieder ausgenommen werden wird. DieHv'pitnlschifse „Sindvro" und Seeland" werden dann von Rotterdam ausfahren. Ponr le melkte. 2uli. (WTB.) Der „Stacttsmrzeiger" veröffentlicht ftne Lerleihtmg des Ordens „Pour je Merite" an die Majore Grujon und Pikardi und an Hauptnamr Preu^r. Der Seekrieg. Neue U-Vvot-Erfolge. Berlin, 31. Juli. (WTB. Amtlich.) Auf dem nördlichen Kriegsschauplätze versenkten unsere Unterseeboote 13 000 Brutto reg istertonnen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ko wn o, 30. Juli. (WTB.) Tic Zahl der Eholeraerkrankungen Nimmt noch dauernd zu. Wie die „Baltisch-Litauischen Mitteilun gen" der „Now. Petr. Gaseta" entnehmen, wurden am 20. 7. 170 Fälle und am fol^nden Tage 209 Fälle registriert. Eine Entschließung der Sowjets ^ Moskau, 31. Juli. (WTB.) In der gesttü^n gemeinsamen Litzrmg des ausführenden HauptausschusseS des Moskauer Rates und der Arbeiterorganisationen im großen Theater, woran 2000 Mitglieder teilnahmen, wurde nach ben Reden Lenins und Trotzkis folgende Entschlüßimg angenommen: X. Das sozialistische Vaterland befindet sch in Grsahr. 2. Tie Harwtaufgaben des gegenwärtigen Augenblicks sind: Abwehr der Tschecho-Slowaken vom Getreide. 3. Unter den Arbeiterinasien ist die kräftige Agitation zur Aufklärung über den Ernst der Lage einzuleiten. 4. Gegenüber der Bourgeoisie, die sich überall der Gegenrevolution anschließt, ist die Wachsamkeit zu vermehren. Tie Svwjetvegicrung muß sich den Rücken decken. Zu diesem Zweck muß dieBouraeoisie unter Kontrolle gestellt und in der Praxis gegen sie der Vdassenterror durcligeführt me Los' werden. 5. Tie allgemeine .. snng mich sein: Tod oder Sieg! Manenausblldung in milttärischer Beziehung, Massenbewaffnung der Arbeiter und Anspamncng aller Kräfte zum Kampf gegen die gegen r ev rl u tion äre Bourg eoi sie? Ein Aufruf der Vokksbeauftragten für innere Angelegenheiten an die Gouvernements- nnd KriegsausschMse crcklärt, daß Moskau und Petersburg bereits vier Tage ohne Brot seien, und fordert dring md zur Rettung der Hauptstädte vor der Hungersnot auf. Jekaievinburg von den Tschecho-Stowaker, genommen. Mos kau, 30. Juli. (WTB.) Je katerinburg ist kaut einer Meldung der anttlichen „Jsweftija" von den Tschecho- Slowa ken genom men worden. Die bolschewistische Presse Wägt aus diesem Anlaß Alarm und ruft zu den Massen. Die „Prawda" schreibt: „Wie eine Latvine wächst die tschecho-slowakische Gefahr. Wie ein Oelsleck auf dem Papier hehnt sich die Gegen-- Revolution aus. Kein Packon dem Feinde? Der Hungerrrng nmß gesprengt werden." Finnland. ^el/i n gfors , 30. JE. (WTB.) Tie Regierung gestattet tzrunchatzttch die Schleifung der von den Russen in Finnland wäh- rend des Krieges ausgeftchrtm Befestigungsarbeiten; ausgenommen sind Küstenbefestigungen. Deutschland und Finnland. Berlin, 31. Juli. Laut Meldung des Lokalanz. aus dem .Haag berichten die Times aus Stockholm: Zwischen der flnn:'chen und deutschen Behörde finden Besprechungen statt zur Einrichtung einer direkten Transportverbindung zwi- Deutschland und Finnland durch eine Fähre zwischen Hetsingsvrs und Reval. Amerika finanziert weiter. Washington. 31. Juli. (WTB.) Tas Schatzamt hat den Alliierten. 112600 000 Tollars geliehen, wovon Frankreich hundert. Bellen rychen Serbien drei Millionen Toltacs bekomnrcrr. Ans dem lleiche. Forderrmgi-n des Bundes der Landwirte. Berlin, 30. Jul,. Der engere Verstand des Bundes der Landwirte crläkt eine Erklärung mit dringenden Forderungen gegen das bisherige Zwangssystem. Die Landwirte wurden auch künftig Ivic bisher alles daransetzen, daß wir durchhielten, aber das System, das gemäß fteisinni?- gen und sozraldenwkratischi'n Wünschen uns in den Zustand des sozraftstischen Wirtschaftszwangsftaates gebracht habe, erbittere. Die Landwirtschaft wolle gehört werden. Statt nach oem Antrag Roesicke abziibauen, wolle man dem Landwirt auck) noch die Selbstversorgung nehinen. Der Landwirt sinke herab zum Kostgänger des Reiches. Das erdrossele die Erzeugung. Der Bund erhebt folgende Forderungen: belonkmen, mußten sie killen umständlichen JnstcmzeMoeg Detrervtz und das Saatgetreide in Gießen holen. * Dadurch -rurd-Tn^befondere Kasten und vielfach schädliche Der- spätung verursacht. Tie zurückgckaaste Gerste »our viel teurer als die abgelieierie. Deswegen bea.ttragen wir: Ti.- Groß!) Regierung zu ersuchen, dafür zu sorgen, daß in jeder Gemeinde ein Vorrat an Sommergetreide belassen wird, von dem unter strenger KoMrolle für etwa nötig werdende Reubo. ftellrmg in, Frühjahr abgegeben und dessen Nest nach Beendigung b-cr Frülpahrsanssaac abgelieferi: wird. Aus Stadt renv LanS. Gießen, den 1. August 1918. Bor vier Jahren. Es t»ar am letzten Julitage 1914. Tie Sonne lag heiß auk den Ausstettnngsgeoäuden der Grrverbeausstellung am Seltrrsberg, Aus dem runden Musiktempel erllan.gen muntere Weis«i, im ,Fuh- stall", der hessischen „Mädel-Bilde" ging es ausgelassen lytx, wie immer. In den Garten anlagmi drängten sich die Besucher; weiße, dustige Kleider, hessische Trachten, farbige Studentenmützen -rbcn ein buntes Bild. Die Jugend machte sich keine Sorget^. auch morgen, das Lcbe^l lag ja vor ihnen urrd in die Zukunft nicht sehen. Widers ging es im großen Gartenrestau- konnte man ivvt>n. iwitTtv ywuu CO Uli yw/tjwii vinu,u:uLe|ittU' rnnt zu, dort, wo gereifte Männer eifrig polittfierend zusammen- fatzen. Hier wurde die Wettenvolke, die über dem europäischen! Kontinent schwebte, .gnit wilderen Augen bettachtet. Aber nicht sorgenvoll, sondern mit Zuversickft und dem heiligen, deutschen Vertrauen sah man bem Kommenden entgegen. Und es kam' Die Mobil machung ist befohlen; 1. Mobilmachungstag Nt der 2. August! Der Hammer war gefallen, doch er zerschmetterte nicht. Man war aus den Schlag gen-appnet. Was nun folgte, nahm seinen durchaus folgerichttgen Gang. Trotz der Aufregung der ersten Tage, den tollen Gerüchten, arbeitete das Prä- zinonswerk der Hecresverivalttmg tadellos. Mtt verblüffender Ruhe und L>ichrl?e-tt vo l»g sichder A :>marsch. Mn M.istwwerk deutscher Gründlichkeit, deutsclsen Organisationsgeistes ! Aufgeregt ging es Mar mich in dem kl^en Giffßen zu. &} sei rarr au den ersten! Aivend nach d.-r Kriegs kl äruug erinnert. Bttttro: »var der Mond ttilfgegangm, eine W-ile über dem Seltersberg stehend und sich die narrische Menschheit bettachtend. die da unten durcheinander- wlmmelte. ^a sollten Svrone sich in die Mslußkanäle an der Wleieck ge.unstet baberl, dort lst lt mcnl ei:en unschuldigen Staatsbürger, der „verdächttcst^ aussah, unbedingt für einen Spion. Ja, es war eben gejälwlich, in später Abe-dstunde nach Hause zu gehen, erneir ick Warzen Bart im schmalen Ge ich: zu hab-m! An aiiberer stelle wttrlete man in geschlosseirer Menge aus die mit „Gold beladene Anto7w?bile" ftmc;ö.isck>er Ossiziere u. a. m. Sogar das Wasser sollte einmal vergiftet fein, so daß selbst die Behörde cs Nil' .mr Ai>T>r<-n-Hf Vrrv»« Swv»« AL .,... Z. _ £ - JL l cm . -r ^ . . Tut Mlgebracht lnelt, vor dem Genuß ^ungekochten Wassers zu warnen. Das alles waren eben Erich ünungen der ersten Kriegstage; - _r ^ ^ » vvw.» V» UWÜH'JVIl CtllWU Ji l llyyu*y!C t mir verständlich bei denr gewaltigen Umsturz im privaten und oiwntlrckzen Leben. Unvergeßlich wird auch manchem Gftstmer die Rgchtstmrde sein, als Teile unseres heimi'ck-en Jn'anteri-L-Regi- mcnrtA 11^ zur Bahn ^ogen, als die blankm G'w?hrläufe im Mondnckste blitzten und die letzten Schftdegrüße von der Bahn deruberllanger,. Bier Jahre liegen zwischen dem damals nnd heute. Großes, Herrliches hat rmser Volk gel?istet und eiumütig haben L>tadt uird Land zusammengehalten in dem Bestreben ihr bestes zu ttm, evnznstel-eu mit Gut und Blut für ifjt Vaterland, Die Wogen des Kttegslärins haben auch die Mm'enstadt Gießen nicht unberührt Massen, ebensowenig wie die stillen Dörfer und Lcmdstädtck^ des Krcffes. Manche Wunde:: sind geschlagen worden, aber die Zett u:rd ernster Wille werden heilm. Neue, kräfttge Saaten werdeni wttgehen, /neue Gesckstechter werden kommen, erstarkt in harter ^ «ner schweren, aber großen, glorreick-en, Zett des deutschen Volkes ! ** Amtliche Persvnalnachrichten. Der GroßberÄ^ empftng zum Vortrag: den Fi:lanzminister Tr. Becker, Len Ofth Leoatwnsrat Tr. Neidih^rrt, den Kabinettssckoetär Dr. von Eist': aliwttdem den Ober)tleutnmtt Mootz, beantragt mit oer Wahr- neh.nuug der Geschäfte als Kommandeur des Großh. Gendarinerie- Vvips, — Tas Ehrenzeichm für Mitglieder fteüvilliger Felrer- weh.«: umrde duvckz den Grvtzher-zoy verliehen an: Johaim Mstchv ^vlt, Johrwnes Fröhner. Kouvad Sp-ielinann und Robert Rieb- Wäger, sämtlich zu Messel. ** O b st v e r k a u f. 1. Besjere Abhilfe gegenüber dem Mangel an Arbeitskräften der Landwirtschaft. 2. Bereitstellung größerer Margen Düngemittel. 3. Freigabe des Hinterkorns. 4. Bei Biehbesck-lagnahmc rn Rüchicht auf Milch-, Zucht- und Spamrvich, entsprechet Erhöhung der Schlachtviehpreise. 5. Schnellere Bezahlung. 6. Rück- ftcht au: örtliche Verhältnisse bei der Zrvangsersassung der Milch und zutteffende Preisbemcfsung. 7. Weniger schablonenhafte Behandlung^ der Heu- und Stroherfaffung. 8. Freigabe leichtverderb- nc^r Nahrungsmittel (Eier, Obst, Gemüse- für den freier Handel. J. Wegfall der ehrenrührigen Haussuchungen, die es dahin bringen daß dem Landwirt alle Winkel und Ecken seines Besitzes durchs sucht werden, ohne Gewährung des Schutzes, den die übrige Bevölkerung sonst für sich genießt. Die Anfrage Dr. Roesickes iin Reichstag zusammen mit oen ^rrcn Dr. Böhme, Herold. Dr. v. Seydebrand. Frhr. v. Kkckkermck zur Borg, Dr. Matzinger, Dr. Rieffer, v. Dr. Graf v. Schwerin, Dr. Stresemann, Graf v. Westarp, Weiln- böck, also Mitglieder verschiedenster Parteien im Reichstag, zeige die weitverbreitete Verurteilung derartiger Durchs suchungen. Es widerspreche jedem gesunden Menschenverstand, wenn der Kriegerfrau auf dem Lande durch Eirr- zrehung aller Arbeit^räfte zum Heere die Wirtschaftsführung unendlich erschwert wird, dann aber rroch Soldaten zu lolchnl Polizeidiensten frei seien. Warum würden solche Haussuchungen nicht in den Städten bei den Kriegswucherern, Kriegsgesellschaften und allen des Hamsterns verdächtigen Personen vorg^nommen? Der Bauer habe jetzt das erbit- ttrnde Gefühl, daß er allein im Reich unter dem Druck von Ausnahmegesetzen stehe. So wie jetzt könne es nicht weitergehen, wenn nicht unernreßlicher Schade angerichtet und un- sf " " " - - - - - - er Durchhalten trotz alleri Sregen m Frage gestellt werden solle. * Merlin, 31. Juli. (WTB.) Ter „ReiMainzeiMr" veröffent- luht vre Ausnlhrimgsbestimnnmgen zur BcLarnttmachung betreff ^Vvm 13. November 1915, Gesetz zur Amdermrg des N^ülBst^nrpelgcseheS und das Gesetz zur Aenderimg des Wachselstempelgesetzes. Aus Neffen. Saatgetreide. Abg. Urstadt und Genossen beantragen in der Ziveiten Kammer: Landwirten an der nötigen Saatfrucht, weil bis auf ein knapp berechnetes Quarttum, das für das nachträglich eingettetenc Bedürfnis nicht vefchte, attes abgeliefert war. Um Saatftarcht zu Auf Obstkarte A 1, 2, 3 und 4 kcmrmen von heute ab in den Marktlauben Frühäpfel, Himbeeren und Pflaumen zum Verkauf. ** Beschlagnahme -von Rohbenzol, Benzol, Toluol, Benzin. Am 1. August 1918 ist eine Bekanntmachung 9' t’ ^00/7. 19. K. R. A?.), betreffend Beschlagnahm^ Bestandserhebzrng und Höchstpreise für Leichröl, Roh>nxnt, Benzob ftOluol, Ben-m und sonstigen bcnzol- oder benzinartigen Könnern rn ttstaft getteten. W-ährend cs bezüglich der Beschlagnahme von! Rohtoluol, gepeinigtem Toluol mrd Neiutoluol bei den Bestimm mimcicn der Bekanntmachung 6b. I. 1/3. 16. K R. A verbleibt, srnd mmmehr auch Rohbe-.rzol einschließlich der benzölhaltigen Vor- eWeugniffe der Gasanstalten, Leichtöle aus der Steinkohlen- und BrannkohtewTeerdestillation bcstrmnrte, bei der weiteren Anfar- sbeittrng der Rohbenzvbe und Leichtölc cntstel?ende benzolartig«- Körper und bestimmte sonstige benzol- und benzinartiqe Körper beschlagnahmt. Tie Veräußerung, Liesenrng und Verwendung der beschlagnahmten Stoffe ist nur noch» mit Erlaubnis der Königlich Preußischen Inspektion der .Kraftfahrttupven und die Aufarbeitung von Rohbenz,olen und Leichtölen nur unter Jnncbehaltung besonderer Vorschriften gestattet. Gewinnungs- ,md Aufarbrntungs- an stallen haben monatlich über ihren Bestand an beschlagnahmt« Stoffen und andere Besitzer oder (BewahrsamolZalter über den brim Beginn des 1. August vorhandenen Bestand, sofern er 100 Kilogramm, übersteigt, bis z-um 15. Angnst Meldungen an die Köniatiitz Preußische Jüspekttrm der Krastfahrtruppen lung) rn Berlin auf den dort an-nforderrrdeki amtlichen Meldesrhei- nen zu erstatten. Jtt^r Mrldepftichtige hat ein Laaerbucb zu führen. Gleichzeitig setzt die neue Bekanntmachung für ve^schiedkM« der durch sie bettoff«ren Stoffe Höchstpreise fest. Ter Wortlaift der Bekarminrachimg, der eine größere Anzahl EmretdestrTNMUNgen enthält, die für die betroffenen Kreise von Wichtigstit snrd, ist in der heutigen Nunttnier dieses Blattes einziusehen. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Befördert zu Ober veterinären: die Beter, d. Res.: Rath -Gießen) b. Fcldart.- Regt. 36, Maß mer (Gießen), Rieger sWoruis^, dieser b. Feldart.^ Regt. 38, der Beter, d. Ldw. 1. Auiaeb. Dr. van Bentheim (Gießen); zum Li., vorl. ohne Pattrtt, der Fähnr. Psei ftr, im Jnf.-Regt. 87; zu Lts. d. Rest,: die Vizefeldw.: Schneidet (Gießen , d. Fußart., .Kraul (Psorzhnm), im Feldart.-Reg!. 27, Spieß (Gießen), Dröll (I Darmstadl) »Bonritz (II Darmstadt), der Pion. ** Die Kriegsteuerungsbeihilfe der Ruhege^ Haltsempfänger. Das „Mainzer Journal" hat in einer Besprechung vom 24. d. M. (Nr. 170) unter der Spitzmarke „Deinüttgend oder nicht?" getadelt, daß die KriegsteuerungK« beilplfc d en Ruhe ge Haltsempfängern, Witwen und Waisen mtt auf Änfordern gewährt werde. Demgegenüber sei. daran erinnert, daß nach der Regierungsvorlage über die Krie^smaßnahmen für Beamte, die Kriegsteuerungsbei'hüfen au Rul^gchlltöeinpfänger usw. „auf Nachsuchen bewilligt werden sollten daß aber die Wotte „auf Rachsuchen" von dem Finanzausschuß der zweiten Knnmcr mch deninächst in der verabschiedeten Vorlage durch die Worte „auf Anfordern" ersetzt worden sind, gerade um bestirrtmt ans- z-udrücken, daß^der Ruhegc.ch>iltsempfänger usw. ein Recht auf dies« Bezüge habe. Die in der Notiz beanstandete „Anforderung" besteht übrigens nur in der Ausfüllung eines Vordrucks über die Personalien, wie die Anzahl der Kinder u. dergl. des Ruhegehalts empfängers usw., Angaben, die für die Bnrressnna der Höhe der Beihilfe und für die ergehende ZahLungsanweiffmg notwendig sffrd. Mit vier Vorlage des Vordrucks richtet also der Ruhege^ Haltsempfänger keine Bitte an die Regiercurg, sondern er nuuhlk gerade von einem chm Erstehenden Recht jÄehvanchl. Kreis tzrtedvrrg. Bad--Nahn. die Kassel mit Frankfurt verbinden sollte, wurde zuerst aus wecke Frankfurt—Friedberg , am 30. Juni 1850 dem Betrieb mmmmtmarm iwhii w> nfwmjii g>«m^crs auch im Bekkidungsgerverbc. So verlangt eine beferrmte Schrrciderfirina in Berlin für einen bürgerlichen Herren- anzug, der im Frieden 80 bis 100 Mark kostete, 1000 Mark. Aus eine Anfrage beim Reichsverband für deutsche Herrenmode wurde die Auskunft erteilt, dieser Preis sei durclmus nicht überraschend bei der Höhe der Materialpreise und Arbeitslöhne. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Festsetzung von Erzeuger-, Großhandels- und Klcin- handelshöchstpreisen für das Großherzogtum Hessen und den Regierungsbezirk Wiesbaden. Unter Altzmderung der PveiS'estsetzungeu d^r Bekanntmachung vom 22. l. Mts. hat die gemeinsame Prnsfestsetzungskontmission' für das Groß Herzogtum Hessen und den Regierungsbezirk Wies- Prct» Pr«i, 23 M. 35 ,'baden die Erzeuger-, Vrvßysndels- und Kleinhandclshöchstpreise festgesetzt wie folgt: , Ä !. Gruppe Erzeuger- Grotzh.. M-inh. Gemusesorte. .p„ts y xt \ s «p T «t& 1. Rhabarber 15 18 25 17 2. Spinat lungewässert) 25 31 41 3. Erbsen 20 38 46 36 44 4. Bohnen a) Stmrgenbohnen . 40 50 60 46 fo b) Buschbohnen 40 60 60 46 66 c) Dachs- u. Perlbohiren 50 60 70 56 66 d) Sau- (Puff-) Bohnen 15 20 26 20 26 5. Möhren und lange Karotten ohne Kraut 12 17 22 17 22 6. Mai r üben ohne Kraut 4 7 10 7 10 7. Karotten, kleine runde. _ ä ^ _ ohne Kraut 25 31 38 29 35 8. Kohlrabi 20 20 34 25 30 9. FrühnEohl 13 18 24 18 24 10. Frühivirsing 16 20 26 20 26 11. Frühzwiebcln ohne Kraut 25 32 40 30 35 12. Mangold (Rdmischkohl) 15 20 26 20 26 13. Frührotkohl 22 28 34 2b 3- 14. Rote Rüben 8 12 15 12 15 15. Tomaten a) bis 14. August 35 42 48 40 45 b) ab 15. August 25 32 38 30 35 V] Uö Vorstehnrde PrriSfestsetzcmgen biklyc n ftch «ft Bnrnd. Sie treten am Freitag den 2. August l. I. in Kraft. Nom gleichen Taae ab dürfen Atöhren, Ktrrotten und Zwiebeln nur noch ohne .Kr»ut in den Handel gebraä^ weichen. Ueberschreittmgen erstehender Hpcl^ipveise weiden nach dein ReichSgcsetz vom 4. 9lugust 1914 in der FasArng vmn 17. Dezember 1914 lReicl^-Gesetzdl. S.516) mit Gefängnis bis zu einem Fahre oder mit Geldstrafe biS zu 10000 Mk. be traft. Eine Neber- schreittrng der Höchstpreise kann auch in unzutvesirmder Sortierung erblickt werden. Die Preise verstehen sich nur auf marktsähs«ge Ware erster Güte. Mainz, den 29. JiÄi 1918. Hessische LandrS-Gemüsestelle. Verwalürngsavtcilung. Ter Vorsitzende: Werner, Regienmgsrat. Wiesbaden, den 29. Juli 1918. Dezirkssbelle f. S^müse u. Obst f. d. RegierimgSbe-irk Wiesbaden. Troege, Geh. Regierungsrat. DerwaltungÄchteilung, B e 1 r.: Wie oben. Die Hessische Lonöes-Gemüsestelle. mr die Grosch. Vürgermeistereitn der Landgeineirröen des Landes. Unter Hinweis aus obige Bekamttmachung empfehlen wir Ihnen, diese in Ihren Gemeinde?! ortsüblich bekanntzinnachcn. Die Ortspolizcibehörden sind anzuhalten, Zuwiderhm'.dlnngcn gegen die Vorschriften über die Höchstpreise zur Anzeige zu bringen. Main z, den 29. Juli 1918. Ter Vorsitzende: Werner, Regierungsrat. 57221) Statt Karten. Frieda Hopfner Siegfried Schäfer Verlobte Gießen, 1. August 1918. OS877 Won der Reise zurück Dentist Zutt,Lich III I Das Gastspiel der Lichtspisl- Opern-ßeseSlschaft findet bestimmt heute statt und sind alle Vorbereitungen beendet. Beginn der Vorstellungen: nachm. 4 u. abends 8.30 Uhr. Einlaß 3 und 7 Uhr. Unwiderruflich Freitag letztes Gastspiel. 5710a Kaffee Ernst Ludwig Inh.: An ff. Rath 5295 Inh.: Anff. Rath Rente Konzert Eljrene Konditorei. Bekanntmachung. DaS Backen von Kraukenbrot für den Monat Ausntt 1918 ist folgenden Bäckern übertragen: Jobs. Mijger, SelterSweg, Jak. <.rUnae1böffer, Asterweg, L. Rüdl. Marktvlatz, bis 10 . Augnst ISIS. Gießen, den 31. Juli 1918. 57208 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). v ZH. Ä R M ^ k Morgen Freitag von 8 Nbr ab am Rotel Feinen- heller: Verkauf von Elomnch- und Kalatsorken. 6728 _I ran Frosch, Neustadl 19. ßornflAl flesetzllch geschützt, sparsam, praktisch ildüUUl” für Behörden und Private D«S a (1i A /v«h empfiehlt 5422nz onelDOgen ». Prlckarts, Mainz L. MM Wächter ehrlich und zuverlässig, in dauernde Stellung gesucht. Marburger Wach- und Gchlietz-Gesellschaft. Portier mögt, verheiratet, da freie Wohmlng auf dem Werk, für sofort gesucht. 57030 Herkules-Werk, G. m. b.H. loorm. Wilh. Momma), Wetzlar. Mrler mD KchUküAüijlheil 5440 alsbald gesucht Heil- und Pflegeanftalt Gienen. Für einen von ersten Frankfttrter Behörden geprüften und glänzend begutachteten E£olilenspnrer D. ß. < 3 . M. suche ich für den Platz «lease» einen äußerst tüchtigen ‘ITei’fee-SeE* der den Vertrieb auf eigene Nechn. übernehmen kann. In jedem Herd, Oien und Waschkessel leicht einzubanen, so daß ein grober Umsatz gesichert ist. Von Behörden wird der Verkauf unterstützt. 0. 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Auf Antrag des Eigentümer« sollen Donnerstag den S2.Nua«st 1918, nach- ll,ittags 3 Ubr, in unserem Amtszimmer bie dem Ernst Jughard in Glesien zugeschriebenen, nachstehend ver- zeichneren Parzellen öffentlich freiwillig versteigert lverden: 1. Flur 5 Nr. 153’'•/,*,---97 qm Grabgarien auf der Meisi- erde, 2. Flur5Nr.l53"/,w---184qm Hofreite das. (Ltebigstr. 91t, 3. Flur 22 Nr. 77 = 1100 qm Grabgarten, auf dem Rodt, 4. Flur 27 Nr. 53 = 4270 qm Acker an der Steinkaute, gegen die Hohl. Die näheren Bedingungen können bet uns in den Amts- stunden, 10—12 Uhr vormittags, eingesehen werden. Gietzen, den 5. Juli 1918. GrosiherzogL Ortsgenckt. I.B.: Leo. 5186V (6nter MittagStifch für gebildete Herren und Damen. 03821 LubwlgSvlatr 14. Schafweide vom 1. April 1919, evtl, auch früher, für 200 Schafe auf einige Jahre zu pachten gesucht. Schriftliche Angebote, unter 5ö83 an den Giesiener Anzeiger erbeten. fttMirrjiitr P. ßrc4 Sloflen, Teafelslnstgärtch. 27, vertilgt unter Garantie und Verschwiegenheit »a'itzn, Lllln»«, Wanzen, Sebwabaa, sowie jedes Faiznagoslefar. Karte genügt. 5 Sie spielen sofort= Mandoline Laote o/, ttbr: Ii-s ^xtemPrale. Schnlschwank in 3 Akten von Sturm u. Färber. Vermögens-Bilanz am 31. Dezember 1917. Passiva Jt 4 Guthaben der Aktiva Jif £ Kassenbestand 5416.32 Guthaben in laufender Rechnung bei Genossen 92516.05 Darlehen auf Schuldschein undHypo- theken 85077.90 Wertpapiere 144500.— Rückständige Güterkauf» u. Pachtgelder 80.— Rückständige Zinsen 708.78 Rückstand' ~- aus vor. Jahren 7279.86 Genossen 4181.— Anleihen ein- schließl.Spar- einlagen 225830.23 Schuld in lauf. Rechnung bei Genossen 95510.35 Reservefonds 4000.—, BetriebSrüL- lage 2683.63 Reingewinn 3373.70 Sa. 335578.91 Sa. 335578.91 Mitgliederstand Ende 1916.87 Zugang in 1917.* 6 Abgang in 1917.6 Mitgliederstand Ende 1917.TT"" Grüningen, deck 28. Juli 1918. Spar- u. Darlehnskasse e. G. m. u. H. Petri. B i n g 1 1. 3021D neuzeitliche Schönheitspflege äeör- Neuest, illustr. KATALOG D. über Körper- u. Schönheitspflege gratis u. franko. Stirnfalten und Runzeln machen alt um entstellen. ^ lein ?, bewährte Methode beseitigt dieselben und glättet die Haut- Preis kompl. Mark 11.75. Schönheit u. ewige Jugend. Ej" en f uewichen Teint, mit dem so entzückenden, pfirsichartigen Hauch, ohne Runzeln, Falten und Pickeln usw. erhalten Sic durchmein „Aloxan“Schönheitswasser. Preis Mark 4.50, halbe Flasche Mark 2.75. Dichte Augenbrauen und lange seidige WiDIDPfR erb alten Sie durch meinen langjährig he- y währten Augenbrauenstärker. Eine d<*u'liehe Wirkung wird bald erkennbar. 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Ein Krieg, »ine der jetzige, in den nach und nach fast alle Großmächte der Erde und ein gut Teil kleiner Staaten hinein!- erzogen worden sürd, eilt Krieg, der auf den verschiedensten und auch eigen artigsten Kriegss chau pl ätze»» geführt wird und nun nn- muerbrochi: vier Jahre andauert, der von unseren Feinden von langer Hand l>er vorbereitet lvar, verlangt zu seiner Lösung und Beendigung nicht eine, sonderir eine ganze Reihe von Entscheid u n g e n. Schon weil er ganz neue Arten der Kriegsführung zeitigte, — nicht nur m Anwendung von Kriegsinitteln, sondern vor allem »n der Beteiligung so ungeheurer Massen am Kriege; solcher Massen, daß sie nimmermehr auf engem Raume eines Tages einer Eut sch'.dungsschlacht oder Eutschiduugshandlung erliegen fönnen, sondern daß ihre N i e d e r k ä m p s u n g aus st ü ck - weise harter Arbeit bestehen muß. Um so mehr, wenn diese Massen, räumlich getrennt, uns von mehreren Seiten beraumen. — Zweifrontenkrieg! — Wir sprachen von der Entscheidimg. Gewiß, schließlich wird eine Entscheidung fallen, die wir als die Endentscheidung ansehen; und zwar im Westen. Sie ist das Ziel unservs Handelns seit 1914, ihm streben lvir zu wrd haben uns ihm durch alle in Olt und West vorausgegangenen entscheidenden Wendungeil dieses großen Krieges bedeutend genähert. — Was intfcrcm ganzen Kriege von Anfang an seine Bestimmung gab, was Deutschland uitb seine westlichen Städte, Dörfer und Flurerl i>or der Vernichtung rettete, war unser blitzschnelles Vormarsch im Westen 1914; daraus darf man keineswegs aus einen Angriffskrieg rmsererfeits schließen. Im Gegenteil, dieser Vormarsch war eine Wwehr! Damit uns die Feinde nicht ins Land kamen: nach unserer taktischen und strategischen Anschauung ist und bleibt nun einmal „der Hieb die beste Parade", gerade für den an Zahl Schwächeren. Das hat uns schon Friedrich der Große gelehrt. Wir schulen uns also durch unsere Siege im Westen, die durch verblüffend schnelle Operationen ausgelöst wurden, die Möglichkeit, erst die westliche Gefahr zu bannen, bevor die östliche allzu kritisch gelvorden war. Es gelang. Durch den Rückzug hinter die Aisne schafften wir uns später im Westen in fester Wehrstellung das GleiclHgetvicht der Kräfte wieder, das durch unsere notwew- digen Abgaben nach dem Osten sonst hätte verloren gehen müssen. Bis dahin — Herbst 1914 — waren also schon zwei Entscheidungen gefallen: Durch Unsere Offensive im Westen 1914 die Rettung des Vaterlandes vor dem Einsall der Feinde, durch unseren Entschluß während der Marneschjlacht, in fester Abwehrstellung den tief in sein Land zurückgeworfenen Feind ruhig anrennen zu lassen. int£ in Frankreich defensiv zu verhalten, die Destimnnmg des ganzen weiteren Kriegsverlaufes. Damit war der Schwerpunkt des Krieges plötzlich vom Westen nach Osten verschoben worden; eine weitere Entscheidung war dort schon durch die Befehlsübernahme Hindenburgs getroffen worden: was sie bedeutete, ahnte man damals noch nicht; «pätere Geschichtsschreiber werden in ihr aber die Bestimmung des ganzen Feldzuges sehen. Das ffauze deutsche Volk fühlte, daß dort vom Schicksal ein Feldherr mit seinem treuen Gehilfen hingestellt worden war. der die Rettung aus schwerer Bedrängnis bringet würde Tannenberg, die Schlacht an den Masurischen Seen! Das Vertrauen des ganzen deutschen Volkes gehörte plötzlich und seitdem imerschütterlich den beiden Männern: Hindenburg und Ludendorff. Und der Westen mußte ihnen geben, was sie zur Entscheidung im Osten brauchten; denn angesichts der ungeheuren! Bedrohung im_ Osten durch die russische Dampfwalze war es klar geworden: Erst mußte dort Titanenarbeit geleistet werden, erst mußte der Osten erledigt »verden, ehe nur im Westen wieder an ein Vorwärts denken kornrten. So wurde unsere strategische Offensive gegen den Osten geboren. Einzelheiten würden zu weit führen. Voll von Entscheidungen ist die Kampfzeit von S l / 2 Kriegsjahren im Osten. Entscheidungen, die alle als Endziel die Zertrümmerung des Zweifrontenkrieges im Auge lmtten. Gegen Russen, Serben. Montenegriner und Rumänen mußten sie ausgesochten werden. ^ Die Schlacht bei Lodz legte mit der Einnahme der Stadt die große russische Offensive gegen uns Ms Polen heraus ' ahm. Der Kriegsplan der Entente »var in seiner Wurzel getroffen ? j Die Wmterschlacht in Masuren fegte die Russen vollends aus Ostpreußen. Der Durchbruch von Gorlice-Tarnow, die Eroberung Polens, der Marsch zur Düna, die Zerschmetterung Serbiens und Montenegros, alles das sind entscheidende, bestimmende Taten. • ' Der Weg zur Türkei über den Balkan ward geöffnet! Die Abwehr blindwütiger Russenstürme unter Brussilow im Jahre 1916 verhinderte einen von der Entente erhofften Umschwung de»' Kriegslage, der Feldzug gegen Rumänien im Herbst und Winter 1916 machte ihre letzte Hoffnung auf eine Aenderung der strategi- icken Lage zusfanden. Dann kam die er ste russische Revolution; auch sie griff entscheidend in den Lauf der Dinge ein, da sie — wie jede Umwälzung — störend und schwächend auf den Organismus Rußlands einwiröer» mußte. Zwar gelang es dem Ernenrei'üldlnrg Kerenski, im Sommer 1917 nochmals"die >rffsffchen Massen zu wahnsimrigen Blutopsern in Galizien mit iortzureißen — aber es war Strohfeuer. 9lbgebraunt, erlosch die Begeisterung sehr schnell-, zerstob durch unseren Gegenstoß von Iloczow und löste wilde Flucht aus. Riga, Jakob st adt und Oesel waren die letzten Schläge Hindenburgs, die der zweiten russischen Revolution mit Lenin und Trotzki die Richtung wiesen, in der allein eine Retttmg des Landes noch möglich: Den Weg zum Frieden. Er »var schwierig, Trotzki wollte ihn nicht gehen; die von Rußland losgelöste Ukraine aber ging ihn. So mußte nochmals. das Schwert gegen Großrußland enffcheiden; der Zwang der Tatsachen brachte :rns Frieden! Damit war die östliche Entscheidu g gefallen. s)kumänien konnte nicht allein einen aus» cn >tzamps weiter kämpfen, auch Rumänien mußte Frieden schließen. Während dieser ganzen Zeit hatte die Entente im Westen Entscl ei düngen gesucht, aber nicht gesunden. 1915, 1916 und 1917 hoffte die Entente, durch große Durchbruchsschlachten die ent- »cheidendc Wendung in Kürze herbeiführen zu können; sie blieb chr versagt. Champagne, Artois, Somme, Arras, Aisne-Cham- oagne, Flandern, Cambrai das sind die Stätten ihrer blutigen strategischen Niederlagen, ihrer massenhaften Blutopfer, die — Msamine«gezählt — m die Millionen .gehen! Zu örllichn, aus' die strategisch Gesamtlage einflußlosen .Handlungen sanken ihre großangelegren Durchbruchsversuche herab; — Rußlands und des Ostens Ausscheiden aus dem Kriege nahm ihr jede lveftere Hoffnung auf eine Entscheidung. Auch das Hereiuziehen weiterer Staaten in den Krieg hatte nichts genützt. Italiens Kriegs- Lilnahme war, im großen betrachtet, ttotz der elf blutigen« Jsonzvschjachten in der Wirkung gleich Rull geblieben. Nach Amerika schaute die Entente schon seit 1915 aus, nach jenem Amerika, das hinter der Maske des Neutralen unseren Femixnq für schweres Geld die Mittel zu tanfe»idfachm Tode unserer Helden lieferte: das , sich aber moralisch entrüstete,, >venn wir emes serrer Schisse, die solche Mittel völkerrechtswidrig transportierten, versenkten. Unser uneingeschränkter U-Boot-Krieg vom Februar 1917 schuf daher eine dringeird notwendige Entscheidung: die Klärung der Frage, wie sich Amerika verhalten sollte; er riß Wilson die Maske vom Gesicht: auch dieses Land, dessen n »» ffchaftlich und materielle .Kräfte nicht unterschätzt werdeir sollen, trat nun im Frühjahr 1917 offen in die Reihe unserer Feindr. Es i,! Amerika, oder vielmehr seinem Präsidenten, jetzt zweifellos ernst mit der Hilfe für die Entente. Aber bei Beurteilung Car Frage, »vas euffchideich ist, der U-Boot-Krieg oder Amerikas Krftgsteiüuchme, fällt diese Ueberlegung zugunsten des U-Bovt-Krvegcs aus. Wir mußten ihn wählen, trotz oder vielleicht sogar wegen lAnverikas. Letzteres kann in diesem Kriege nimmermehr eine Ent- sÜMdung erzwingen; es kommt zu spät. Selbst wenn es seine Transporte vervielfacht, wenn, es eine oder zwei Millionen Menschen schicken toürde, — ein Ersatz für die vielen, vielen Millionett, die die Entente verloren hat. kann nicht gefunden werden. Unser U-Doot-Krieg ist entscheidend. Es gilt nicht zu fragen, wann, sondern nur zu wissen, daß er entscheidend wirkt. Noch bevor »vir im Frühjahr dieses Jahres zur Offensive im Westen schritten, zeigte sich im Herbst 1917 bei beginnende»»» Verfall des Ostens ein Vorläufer unserer gewaltigen Kraft in unserem und der Verbündeten Feldzüge in Italien. Der Durchbruchshieb von Fliffch-Dolmein, der bis zum Piave durchschlug. entriß den Italienern 3000 Geschütze, brachte ihnen einen Gesamtverlust von 500000 Manu ein; somit war Amerikas Hilfe, so hoch sie je augespairut tverden mag, schon damals nur ein mangelhafter Ersatz des der Entente vielfältig Verlorengegangenen. Unterdessen brach am 21. März 1918 unsere Offensive im Westen los. Wie die Ereignisse bis jetzt gezeigt haben, ist die deutsche Führuttg und der deutsche Soldat bei nur airnähernder Gleichheit des Kcäftemaßes jedem Feind unbedingt überlegen. Das haben wir den Feinden in der großen Schlacht in Frankreich, bei Armentiercs, an der Lys und an» Kemmel, im stürnrffchen Siegeslauf von ^der Aisne bis zur Marne und im siegreichen Vorstoß westlich Soissons gezeigt. Weitere Daten werden sich diesen ruhmreichen Siegen zugesellen und werden schließlich uns das bringen, was mir mit felsenfester Zuversicht als Ausgang der Offensive im Westen erwarten: d e n Endsieg. Um ihn zu erringen, um die feindlichen Millionenmasseu mit ihrem Millionenmaterial jeder Art der E»rdentscheidung gefügig zu machen, galt es, in fortlaufenden Schlägen ihre Kraft, ihre Reserven und »hr Material so zu schwächen, daß schließlich die Masse zermürbt und zerschlagen ist. Dazu dienen unsere jetzigen großen Angriffe. Wenn wir ' so weit sind, dann »verden »vir das Feld offen finden, tverden in letzter gewaltiger Entscheidung uns den Weg zum Frieden erzwingen, den bisher immer noch der verbrecherische Starrsinn der Feinde verrammelt hält. Deshalb eröffnet uns das fünfte Kriegsjahr günstige und ruhmvolle Aussichten. Wir werden es schassen! Unserer AnMgenümöjchast Zur gefälligen Uenninlsnchme! Infolge öer Zehr verteuerten Herstellungskosten durch Papier- und tllaterialpreissteigerungen, sowie durch notwendige Lohn- und Gehaltserhöhungen sind wir gezwungen, von heute ab zu den seitherigen Anzeigen- und Reklamepreisen einen LeuerungZüufschlag von 20% hinzuznrechnen. Sichen, den ». August »9»8. Verlag des Giestener Anzeigers. Ans SkLrdt Lantz. Gießen, den 1. August 1918. LU. Von der Universität. Dem Herrn Tr. Ernst Hörmesser aus München wurde heute die venia legendi bei der philosophischen Fakultät der Landes-llniversität für das Fach der Philosophie erteilt. ** Nichtbeförderung von Schreibmaschinendur ch s ch l ä Le n als Drucksache. In der Okschäftswelt war mitunter die Ansicht vertreten worden, daß auch Schreibmaschinen- durchschläge als Drucksache befördert werden müßte;:, ähnlich den Hektographierten Schriftstücken. In einer an den Reichstagsabgeordneten Felix Marguart gegebenen Auskunft weist mm das Reichs- Postamt darauf hin, den Wunsch znm Bedauern des Postamtes nicht erfüllen zu können. Die Auskunft des Reichspostamtes tautet; Gegen die für Drucksachen festgesetzten Taren »verden nach § 81 der Postordnung vom 28. Juli 1917 nur solche Vervielfältigungen von mit der Schreibmaschine ge'ertigten Schriftstücken lze^ördert, die durch Llbdruck oder Abzug, nicht aber mittels Durchschtags, her- gestellt sind. Bei den Schreibmaschinendurchschlägen wird nicht der fettige Satz gedr»»ckt vder abgezogen, sonder»: es werden die eiir- ^elnen Buchstaben durchgeschlage::. Mit Hektographien, die Abzüge fertiger Sckniftstücke sind, stehen die Schreib»»:aschinendurck»i- schläge nicht auf derselben Sttffe. Eine dVendmrmg der Vorschrift ff. a. O. in dem gewl'mschten Sinne würde jeden dürfender eines Brieses in .die Lage versetzen, die Urschrift des mft der Schreibmaschine Igeschriebenen Brieses zzittickznhatten und lediglich der Portoerf'parnis »oegen einen Durchschlag gegen die Druckiachentaxe nbzusenden. Ein derartiges Verfahre»: hätte einen unabsebbare:: Gebührenansfall für die Prostbisse zur Folge. Landkreis Gießen. ** Lauter, 31. Juli. Wehcmaim Wilhelm Niebergall erhielt das Eiscrue Kreuz 2. Klasse. ** Ob er-Bessingen, 30. Juli. Ter Schütze Ernst K ü h n »vurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaisse ausgezeichnet. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 31. Juli. Ter Stron:verbrauch wr:rde für alle dlb»:ehmer aus 80 v. H. des Verbrauchs im gleichen Viertelia!n 1916 eingeschränkt. Jeder Mehrverbrauch wird »nit 50 Pfennig Aufgeld für die Kälwvattstuirde belastet. .ÄeinverbrMrcher unter 250 Kilo- »vtattstunden werde»: von der Maßrmbme nicht bettossen. ra. Burgsolms, 31. Juli. Gemeffwcvorsteher Schmidt und Rektor Bös st wurden beide mit dem Verdienstkreuz für Kriegshilfe ausgezeichnet. Hessen-Nassau. ** Frank furta. M., 31 Juli. Am Soirnrag, dein 28 Juli, vornnttags Vsll Uhr, tagte»: im „Junten Krökodil" die Kreis- rwr»'lände der einzelne:: Kreise d-es Hess. Straßeuwärter Verbandes. Verbandsftckretär Sauer-Ätainz referierte über- die Lohnverhältuisfe der Straßenwävter in den einzÄnen lzess. Kreisen. Eine Resvlnlion zur Ergunsmn, von Maßregeln, um eine Der ■ bessertzng bei bei: Straße»rwä:-t«rn herbeiznführen, »and einstin»»nig Annahme. -- Frankfurt a. M., 31. Juls. Auf der üeilabfall.mdei: Darmstädter La»rdstraße versagte ivReri: abend bei der Talfahrt die Bremse eines Straße»»bäl»»»wagsns der Lime I Der gutbe - setzte Wagen rollte beit Berg hinab und stieß ans einen Au, Hänger der den Mg kreirzendeu Lime 16, wurde jedoch zur Seite geschleudert und fuhr »Mießlich über »den Straße,»dämm in erneu, Hausgarten. Durch den Zusanrmensboß, bei dem beide Wagen in Trümmer gingen, wurden vielte Persviwn verletzt, die ineisten glücklicher»»>eift j»Hoch nur leicht. Nu'r ein Arbeiter >rug schivere Kopfguetschmigen davon und mußte ins .Krankenhaus gesäwfft werden. Tie übrigen Verletzte»: konnte»: sich »»ach Anlegung von Notverbänden in ihre Wochnrngen, begeben. kp. Mjarburg, 31. Juli. In den letzten Reichten wurde wieder in verschi-edenen Orten der Umgebung erngebr»>ä»en. Südlich itmserer Stadt am Waldrmide vor 0ßssttbe»-g lftelten in der Rächt «um Sonntag zwei Wegelagerer einen jungen ivasfenlosen S»>l- baten, der ErtwidungSmttmb hatte mch »rach ,Vma .Hc-vnat »volfte. *cm imb forderten ihm unter vorgehaltenem Revolver »eine .Habseligkeiten ab. Er konnte ihnen »»ichls geben, worani sie ihn nötigten, wieder nach Marbirrg zu gehen. ch. Simrnern (Hunsrück-, 31 Juli. .Hier brach in der Gasanstalt Feuer aus. Die Feuerioeh griff roarfer ein und vermock«tc denn auch in mehrstlindiger Arbeit das Feuer zu bewältigen Der Betrieb des Wer'kes konnte anfredyt. erhalten »verden. Fc. Wiesbaden, 31. Juli Der Deserteur Konstantin Halm, der vor acht Tagen den Schutzmann Böttcher dahier erschossen hat, ist im Festungslazarett Mainz gestorben. Halm, der aus Erbach am Rhein stammt, hatte bei seiner Verhaftung dreimal aus einem Revolver aiff sich geschossen. Verksnsschtes» sc. Al senz, 31. Juli. Der Posttvagen, der von Alsenz durch das Münstertal fährt, nmrde, »oährend vorne der Postillion ahnungslos kutschiette, seiner ans dem hirtteren Gefährt lagernden »v'ettvollen Postseichungen beracht. * *.Ein Kanal durch die Lüneburger Heide. Ein Ilüeuer Krnialftlau, der die geplante Fortsetzung des Mittellandkanals mit der Elbe und dem Elbe—Trave-Kanal in Verbindung! setzen und damft seinen Verkehr sowohl Hamburg und der Nordsee wie auch Lübeck und der Ostsee zuleiten soll, wird gegernvärtig in Hanrjburger Bi im en s chiffahtts lreisen lebhaft eröttert. Rach einer Denkschrift soll dieser „Rordsüdlanal" die Lüneburger Heide durchziehen. Untveit von Gishorik, so berichttt der „Prometheus" über den Pia»», geht er vom MitteilandLa»ml ab, bei Uelzen erreicht er die Bahn Hannover—Hamburg, dieser folgt er bis Bardowier, und hier spaltet er sich; eine Lime führt nach Lauenburg, wo sie gegenüber dem Einflüsse des Elbe-^Trave-Kanals in die Elbe mündet. Das wäre der Lübecker StickMmal. Der Hamburger Stichkanak geht vton Bardowiek nach Norden und nördlich von Winsen in die Elbe. Ae Länge des neuen Wasserweges bis zum Kanal Harrnover—Elbe beläuft sich von Hamburg aus auf 150 Kilonreter, von Lübeck ans auf 190 Kilometer. Letzte Nachrichten. 5er neueste Bericht der keeresleitnng. (WTB.) Großes Hauplouarticr. 1. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zwischen Astr uni) Bailleul am frütM Morgen vorübergehend lebhafter Feuerkampf. Die tagsüber mäßige Artillerietätigkeit lebte am Abend an vielen Stellen der Front in Verbindung mit Erkundungsgefechten auf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südlich von Fere-en-Tardenois setzte der Franzose am Nachmittag wiederholt zu heftigen Teilangriften an. Wir warfen den Feind im Gegenstoß in seine Ausgangs-Linien zurück. An der übrigen Kampffront Artilleriefeuer tvech- selnder Stärke. Kleinere Vorfeldgefechte. dkordöstlich von Perthes versuchte der Feind nach starker Feuervorbereitung den ihm am 30. 7. entrissenen Stützpunkt wieder zu »»ehmen. Er wurde unter Verlusten abgewiesen. Erfolgreicher eigener Vorstoß in den Argonnen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Jnfanteriegefechte an der Mosel und am Parrop-Walde. Wir machten hierbei Gefangene. * Der Gegner verlor gestern an der Front, im Luftkampf und durch Abschuß von der Erde mrs 25 Flugzeuge. Weiterhin wurde ein im Angrisfsfluge gegen Saarbrücken befindliches englisches Geschwader von 6 Gwßkampfflugzeugcn von unseren Fwnt- und Heimat-Jagdkrästen, berwr es seine Bomben abrverfcn konnte, vernichtet. Aus einem zweiten, ihrn folgenden Geschwader schossen wir ein weiteres englisches Großkanrpfflugzeng ab. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * * * Zur 'Lage im Westen. Amsterdam, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Der mlli- tärische Mitarbeiter der „Tijd" schreibt: Die Absicht von F 0 ch, die Deuffchen im Marnebogen abzuschneiden, die durch seine energische»: Angriffe in der Rickftung Soissons deutlich zutage trat, ist nicht geglückt. Soissons hat den Ansturm ausgehalten. Nach den deutsck»e»r Zeitungen scheint mit dem Rückzüge nur die rückwärtige Konzeittratiou von Reserven beabsichtigt zu _ sein, also ein Zurückttttcn, um für den nächsten Sprung besseren Anlauf nehmen zu können. W ist sehr gur möglich, daß (es sich jetzt um einen Bewegungskrieg, nicht um einen Stellungskrieg mehr handelt. Neue Ehrung Hindenburgs und Ludeudorffs. Berlin, 31. Juli. (WTB. Amtlich.) Eine finnische M- ordrnrag, bestehend M:s dem finnischen Gesandten m Berlin, Staats rat Exzellenz Hjelt, Generalmajor Jgn-rtius, Legativ»:s« rat Baron v. Bonsdorff und Major v. Gripenberg traf am 30. Jul» in der Befehlsstelle der Obersten Heeresleitung ein, und überbrachten Osenaealftldmars-chäll v. Hindenburg und den: ersten oKueral« c»uartiermei»M ßGensräl der ^nfMttette Ludendorff das Groß kreuz des finnischen Frei hei ts treu zrs. Bon der Befehlsstelle begab sich die Abordnung Wetter au» ben Kriegsschauplatz. Eine russische Stimme zur Ernennung Hrlfftrichs. Kowno, 31. Juli. (WTB. Nichtamllich. Die Eruenrning Helfferichs zum deutschen Geschäftsttäger m Rußland begleitet „N 0 wo j e W j e de m 0 st i", wie die „Baltisch-Lftauischen Mitteilwrgen" berickkteu, mit folgendem Kommentar: Der neue deutsche Gesandte in Moskau ist der Kandidat der deutschen Handelsund JirdustriePatte», »velcher weniger politisch als ökonomische F-ragen lösen soll. Tie Ernernurng Helfferichs ist ein Beweis, daß H» Deutschland die zu^eirver gütlichen Einigung neigenden Tendenzen gesiegt haben. So ist die Ernennung Helfferichs ein Zeichen, daß die durch den Brest« Vertrag bervorge»7usene Atempause sorl- dauert und die Wolke»:, die v»»n Seiten Deutschland.' über den Sowjets in Rußland liegen, wenigstens für einige Zeit ,'ick» zerstreut haben. Eine Reuter-Ente. Berlin. 31. Juli. (WTB. Nichamtlicl; Reuter hat vor einigen Tage»: Wieder einmal den Ausbruch eines großen 'Säuern* aufstandes in der Ukraine gemeldet. Wie schon aus den in der „Zürich»- Post" wiedergegebenen Mitteilungen des soeben a:w der Ukraine zuttickgekehtten schweizerischen Offickers. Major Bvockmaun, mit aller Teittljchkttt hervorgehl, entsprich dis Meldung in keiner Weise de»» Tatsachen. Sie ist »wn Au f a u g bis zu Ende reine Erfindung Amerikanische Friedenswelten. Berlin, 31. Jul:. Wie die „Deutsche Zeitung^ berichtet, stehen in bi'eupork die Wetten für einen Friede»» bis Dezember 1918 Wie 3; 2, für Frieden 1919 unc 0; 1 und für Beseitimrng des U-Boot-Gefahr in den »wrdai»»crikanischen Gewässer»» bis 15. August Me 5; 1. Der Brand des Efterel-Waldes. Bern, 31. Juli. JWTB. Nichtamtlich) Der Brand des E st er el-W a ldes dauert fort. Es mußten »»euo Truppen zur Bekämpfung der »»»eiteren Ausdehrnmg des Brandes hevomge^ zogen iiverdvM. Der Wc»lddin»d d»ch:t »ich riv stüftvilcher IkttchLung svL Amtlicher Steil, Nr. 0 II. 700/7. 18. K. N. A. betreffend Veschlagyatzme, Zsftandserhe- bung und Höchstpreise von Lerchtöh Rohbenzol, Benzol, Toluol, Benzin u. sonstigen benzol- oder benzinartigen Körpern. vom August \9\S. Tie nachstehende BeÄrnittmachung wftd ans Grund des Gesetzes über den Belagerrmgszirstand vom 4. Juni 1851 in Verbindung mit dem Gesetz vom 11. Tezember 1915 (RerckO-Gesetzbl. S. 813), des Gesetzes, betresfens Höchstpreise vom 4. August 1914 -Reichs-Gesttzbl. S. 339) m der Fassung vom 17. Dezember 1914 Reichsgesetzbl. S. 516) in Verbindung mit den Bekanüttnackmngc^ über die Blenderung dieses Gesetzes vom 21. Januar 1915, 23. Marz 1916, 22. Mürz 1917 und 8. Mai 1918 (Reichs-Gesetzbl. 1915 S. 25, 1916 S. 183, 1917 S. 253 mW 1918 S. 395), ferner — mrf Ersuchen des Körnglichen Krregsnrinrstertums — auf Grund der Bekanntmachung über die Sicherstellung von Kriegsbedarf in der Fassimg vom 26. April 1917 lReichs-Gesetzbl. S. 376) und 17. Januar 1918 4Reichs-Gesetzbst S. 37), sonne der Bekanntruachung über LLuskmrftspflicht vom 12. Juki 1917 sReiff)s- Gesetzbl. S. 604) und vom 11. April 1918 (Reichs-Gesetzbl. S. 187) nrit dem Bemerken yux allgQneinen Kenntnis gebracht-, daß Zuwiderhandlungen gegen a) die Hüchstprcksbesümnrungen gemäß der BkLannttnachung gegen Pveislreibevei vom 8. Mai 1918 (Reichs-Gesetzbl. S. 395), b) die Besü^agnahnrebestvnmm>gen gemäß der Bekanntmachung über die Sickerstellrmg von .Kriegsbedarf in der Fassung vom 26. April 1917 (MiW^^esetzbl. S. 376), o)die Auskunftsrfflicht gemäß-der Bekanntmachung über Aus- kunstspfliü^ vom 12. Juli *1917 (ReiM-Gesetzbl. S. 604) und 11. Slpril 1(^8 (Reichs-Gesetzbl. S. 187) bestraft werden. soweit nicht wich allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind. Auch kann der Betrieb des Handelsgewerbes gemäß der Bekam ttmachnng zur Fernchaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (Reichs-Gefehibl. S. 603) untersagt werden. v § 1. Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. Don dieser Bekanntnvachstrng werden betroffen: 1. Rohbenzole, einschließlich der benzoshaittigen Vorerzeugnisse der Gasanstalten; 2. Leichtöle aus der Steinkohlen- mrd Braun Lohlen-Deer- destiUation: 3. die bei der weiteren Aufarbeitirng dieser Rohbenzole -und Leichtöle entstehenden benzolartigen Körper, die bei der Destillation bei 760 mm Brrromettrstand bis 200° Celsius mindestens 90 Nom Hundert Dejtillat ergeben, z. B. Ben zol-- vorlauf, Benzol, Lylol. Losungsbenzole und sogenanntes Schwerbenzol: 4. alte sonstigen benzol- oder benziniartigen Körper, dir ans Prozessen der Destill'crtimr, der pyrogenen Zersetzung, der Truckerwürmung, der TrucDestillation oder der Wasserstoffaddition von Kohle, Kohle-Erzeugnissen. Mineralölen oder Mineralöl-Erzeugnissen stammen over aus Erdgas hergestellt find. Benzin, das einen EnLfbrnrmungspunkt von über 21° Celsius nadj Abel hat (Teftbenzrn, TerpentinvLersatz), gilt nicht als bsrzrw, artiger Körper im Sinne d«Her BÄarrnLmachuny. 8 2. Brschlagnahmr. Tie von dieser Bs?Äxrnft>lslmrt zu geschlagen werden. Turck die vorstehenden Bestimmungen werden die m der deutschen ^trzneftaxe für Benzol und Lybok festgesetzten Pveise nicht berührt. 8 11. Ausnahmen. Anträge auf Bornlligurbg von Ausnahmen sind an die Königlich Preußffche Inspektion der Kvaftsahrtruppen — Betriebsstoff- Abteilung — in Berlin W 35, Potsdamer Str. 111, zu richten. Tie Entscheidung über Ausnahmen von den Bestimmurrgen des 8 10 behält sich der Unterzeichnete zuständige Milftärbefehls- haber vor. 8 12 . Anfragen. Alle die Bekanntmachung betreffenden Arrftagen sind an die Königlich PvOißffche Jnspetticm der Kraftfahrtruppen in Berlin W 35. Potsdamer Str. 111, zu richten. Sie haben auf dem Briefumschlag deir Vermerk zu tragen: „Betrifft Beschlagnahme von Benzol". 8 13. Inkrafttreten der Bekanntmachung. Diese Bekanntmachung tritt am 1. August 1918 in .Kraft. Gleichzeitig werden die Bekanntmachung stber die Verwendung von Benzol und Solventnaphta sowie über Höchstpreise für diese Stoffe Nr. 235/7. 15. A 7 V '(in Kraft getreten am 15. August 1915) in der Fassung der Bekanntmachung Nr. 2534/9.16. A 7 V., betreffend Aenderung der Bekanntmachung über die Verwendung von Beirut und Soloentnaphba sowie die bei den Erzeugern von Benzol, Solventtraphta und Tylol vorgeTwmmenen Einzelbeschlagnahmen dieser Stoffe aufgehobeir. Frankfurt a. M., den 1. August 1918. Ter stellv. Kommandierende General £ Riedel, General der Infanterie. Mainz, den 1. August 1918. * Der Gouverneur' der Festung Mainz; Baus ch, Generalleutmftrt. *) Für Benzin sind die Höchstpreise in der Bundesratsber-s vrdrrung vom 27. Mai 1916 (Reichs-Gesttzbl. S. 426) festgesetzt. Betr.: wie oben. An den Oberbürgermeister zu Gießen, Gratzh. Bvkizeiamt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Land- gemeirrden des Kreises. Indem wir auf vorstehende Bekanntmachung des stellvertretenden Generalkommandos von heute Venvetsen, beauftragen wir Sie, von dem Inhalt derselben den Jnteresserrten alsbald Kenntnis zu geben und die Bekanntmachung in Ihrem Amtszimmer zur et-^ waigen Einsicht offen zu legen. Gießen, den 1. August 1918. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J.V.: Langermann. Vaterländischer Wsdienft. «ufforpernug des KriegSamtS zur freiwillige» Meld»ua a.. maß 7, Absatz 2 des Gesetzes über den vaterläudffcheu Hilfsdienst. yelftr für die Etappe! In dem gewaltigen, von unsere« Heere besetzten feindlichen Gebiet werden zur Verwendung bei Militärbehörden in erhöhten Maße zahlreiche Hilfskräfte benötigt. Das Interesse des Vaterlandes verlangt, daß tenraltch» und entbehrliche Kräfte der Heimat sich zu diesem Etappen, dienst zur Verfügung stellen Zahlreiche kriegSverwenduuas. fähige Militärpcrsoueu müsien im besetzten Gebiet »och fir den Dienst an der Front frei gemacht werde«. Die LebeuSbedingungen im besetzten feindlichen Gebiet find durchaus günstig. Neben reichlicher freier Berpfieguna und freier Unterkunft wird gute Entlohnung gewährt. Au» ist Gelegenheit zur Beschaffung billiger Kleidung gegebeu Und was bedeutet die Notwendigkeit, sich in fremde Ber. hältniffe eiuzugcwöhuen, gegenüber dem Maß von Opfer» und Entbehrungen, das unsere Krieger seit Jahren frendia ertragen? Männliche Hilfskräfte jeden Mers, besonders auch Jugendlich: können, wenn sie gveignet befunden werden, Beschäsigirng im besetzten Gebiet im Westen finden, ioo> zwar für Arbeitsdienst jeglicher Art, Boten- und Ordonnai^dienst, sowie als Schreiber, Buch^ Halter, dbausleute, Verkäufer, Lagerverwalter, Aufsichtsleute, Hand werker jeder Art. Personen mit französischen und ftamischen Sprachkennttchsch werden besonders berücksichtigt. Wehrpftichtige können mcht angenommen werden, mit Aus- nähme der 50°/o ober nvchr erwerbsbeschräntten Kriegsbeschädigter und der Jugendlichen bis zum Beginn der Embernfung ihns Jahr, g-anys in der Heimat. Als Entgett wird gewährt: Freie Verpflegung oder Geldentschädigung für Selbftverpfle. gung, freie Unterkunft, fteie Eisenbahnfahrt zum Bestimmun^- ort und zurück, fteie Benutzung der Feldpost, fteie ärztliche und Lazarettbehandlung, sowie angemessene Barenttohmmg. Bis zur endgültigen Ueberweisung an eine bestimmte Bchürfs- stelle wird ein „vorläuftger Dienstvertrag" geschlossen. Die endgültige Höhe des Lohnes oder Gelzaltes kann erst jm Anstellungsvertrag selbst festgesetzt werden. Sic richtet sich nach Art ,md Dauer der Arbeit sowie der Leistungsfähigkeit des Betreffenden. Cnu- ' auskömmliche Bezahlung wird zugesichett. Falls Bedürftigkejr ' vorliegt, werden außerdem Zulagen für die in der Heimat zu i versorqende-.r Familienangehöriger! gewälitt. Die Versorgung derjenigen, die eine Kriegsdienstbeschädigmlg ; erleiden, ist besonders geregelt. Meldungen nehmen entgegen für Kreis Gießen, Alsfeld, Lauterbach und Schotten: Bezirkskommando und Hilfsdien st melde stelle Gießen: daÄei sind oor- zulegen: Etwaige Militärpa Piere, BeschäftrguNAsiausweis oder Arbeitspapiere, erforderlichenfalls Abkchrschein. Es ist anzngeben, I wann der Bewerber die Beschäftigung antreten kann. Eine vor- 1 lausige ärztliche Untersuck-nng erfolgt kostenlos bei den! Bezirks-1 kommando. Jeder Bewerber 'hat sich den erforderlichen Schutz-» impfungen zu unterziehen. | 4702p _ Nrkegsamtfteüe gronffart a. M Bekanntmachung. Dir vosdenfteie Ausgabe neuer Zinssche-nbvyen z-u Schu0»)eL- l schreibung«! der Aprozenftgen StaaÄanLeche vom 1. Juni 1908, I Serie XI (FÄligbeitstermrn 2. Januar 1919 bis enrichirestlich ! 1. IM 1928) findet gegen Erreichung der Erne u ermrgsscha'nr bei nochbezeichneten dirffen statt: in Dormstadt bei der Grvßherzoglichen StaatsslckmLenLrffe, LuffenÄätz 2, ! der Hessischen Lauoes1)yipotI-?Lenbank, MDs-erstmße 27, unfc bei der Baift für Handel und Industrie: an anderen Orten des Gro ßherzogtums: bei den Gvoßherzoglichm BeLiM kaffen und den mit Vers setzmig von BeziMLassengeßhäften betrauten Dien Mellen: in Frankfurt a. M. und in Berlin: bei der Bank für Handel und Industrie lDarmscädtcr Bank'. Bei Einreichung der Erneueruntzssckieine ist ein wach Rum« ment geordnetes Verzeüftnis in zweifacher Ansftrtstsung nickzu« liefern. Das Fonuular hierzu wird pon der Yftoßherzog'ichn StaatsschnldenLffse «ud den genannten Ausgabestellen imentgelt. lich abgegeben. Darmftadt, den 15. Jüli 1918. _ Großherz-oglicke Staalsschuldeickasse. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Streifes. Nack« Mitteilung des Krregsnmsisteriums sind bei Kriegs^ gefangenen, wÄche sich mrf landioirtsckiaftlichen Ärbeitskom« nrandos befunden hatten, rationierte Lebensmittel in erheblichen Mengen vor§efnnden worden. Soweit sestgestellt werden kouttte, hatten die Geßkmyenen. diese Lebensmittel zuin Teil von chrcn Arbeitgebern zngestcckr erhalten, zum Teil unerlaubter^ weise auf dem Lande ziffammengekauft. Es liegt auf der Hand, da8 ein derartiges Verfahren dirruZrus unzulässig und geeignet ist einerseits die geordnete Versorgung der Bevölkerung emv' sindlich zu beeinträchtigen, andererstfts erhebliche und berechtigte Mißstimmung.in weiten Kreisen zu er regen. Sie wollen daher in geeigneter Meise, infbeuvitberc durch , eindringliche Aufklärung auf die llnzulässigkeit der Ueberlassum rationierter Lebensmittel an Kriegsgefangene hiTvvnstn, am die Landwirte Ihres Bezirkes dahin einwirken, daß eine solche Ueberlassung unter allen Umständen unterbleibt. Gießen, den 29. Juli 1918. Großherzoaliches Kreisamt Gietzen. vr. U sin ger._ Bekanntmachung. Betr.: Tie Gebühren der BausckMer. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Größt. Bürgermeiftereieu der Landgemeinden des Kreises. Wir verweisen aus die in Nr. 18 des Regierungsblattes .er« fchienene Bekanntmachiiug in obiger Eache und empfehlen Ihnen, vom 1. Jnli d. I. ah bei der vorta^weisen Anweisung der Gebühren gemäß §8 2, 3 der Tienftanleitung für die Bauschätzer die erhöhte Daggebühr mn 12 Mk. zugrunde zu legen. Gießen, den 26. Juli 1918. Großberzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: L a n a e r m a n n. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Grüningen. In der Zeit vom 10. bis einschließlich 23. August l. I. liegt \ auf dem Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei Grüningen das Wiesenprojekt zur Einsicht der Beteiligten offen. Termin zur Erhebung von Einwendungen hiergegen findet I tan Samstag den 24. August l. I., vorm. 9 —10 Uhr. | im Rathaus zu GrüniNlTen statt, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen einlade, daß die Richter schein enden mit Etnrveuduugen au^iefchloffeu sind. Die Eimvendungen sind schriftlich cinzw reichen. Friedberg, den 24. Juli 1918. Ter Großh. FeldbereinigungskommisiLr. Schni t t spa hu, RegicrungSvat..