M.1?5 Ter »ktz: Schulstr. 7. ^uttabwe »94 Anzeige« i. die Tage-mZnu,»er dis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkeit 5eileimeife: für örtliche ^Inieiaen 2 b lil., siir aus »o 2 rtlge 30 Pf., Hir Reklamen Mk. 1.— ; bet Playvor- schrift 20 •/# Ausschlag. HauptschnstleUer: Aug. Goe tz. Berantivortlich für Politik u. Feuilleton: Äug. l^oetz: Stadt und Land, Bernnschtes u.Ae- rtchtÄiaal: W. Meyer; Anze»genteil: p. Beck; sämlltch in Gießen. festige Kampfe am Gurcq. (WTB.) lDrotzeS Hauptquartier, 27. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Die Kampstätigkeit lebte vielfach am Abend auf. Sie war während der Nacht besonders beiderseits der Scarpe in Verbindung mit erfolglosen Borstvtzen englisckier Infanterie gesteigert. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Schlachtfront zwischen SoissonS und Reims flaute die Gefechtstütigkeit gestern weiterhin merklich ab. In der Champagne wurden Teilangriffe der Franzosen beiderseits von Perthes abgeiviesen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Erfolgreiche Erkundungsvorftohe in den Vogesen und im Sundgau. ' Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorff. erdungs- schlacl^ten in Polen geführt hatte! Vielleicht ist das Geschwätz nnrklicher Sorge geboren: Hindeuburg yat die Siebzig überschritten, und er hat sich Besuchern gegenüber, die für die OefsentlichAeit schrieben, so häufig, teils ernst, teils humoristisch, gegen das Kranksein, das ihm nachgesaqt werde, gewehrt. Aber wenn wir nach lästigen Fliegen schlagen, heften sie sich desto hartnäckiger an unsere Sohlen, »ttvas anderes, das doch wohl mehr sein muß als eine der Phantasie entsprungerte Anekdote, teils der Kriegsberichters: cttter des „Bert. Lok. Airz.", Rosner, mit, indem er aus dem .Hauptquartier erzählt: „Lül Keiner, schmaler Fahnenjunker — bleich, knabenhaft mrd Mager, sitzt imt am Tische des Generalfeldmarschills, und Hindew- bürg achtet mit väterlich guten klugen darüber, daß sich der junge Soldat auch ordentlich was aus den Teller nimmt. Vor dein Kaiser und den Herren des kaiserlichen Gefolges tut Hindeirbtrrg, der groß, breit, wuchtig, gleichsam ein Niese neben dem zierlichen Junker steht, die Vorstellung mit großer Geste ab. „M e i n R e g i m e n t S-. kam er ad!" Unb voll sorgender Güte ruhen die grauen, tief- gebettelen Augen des Siebzigers dabei aus dem Achtzehnjährigen tat seiner Seite. —< In einem Lazarett, das er besuchte, hat er den jungen Balten aus dem 3. Garderegiment gesundem Spärlich und mitgenommen genug! Und der Arzt: „Reich lrche Kost soll der Junge haben, soviel nur 'reingeht — und dann wird er schon mieder werden." Nun muß doch ein Kamerad im Kriege für den andern einstrhen, wo es nur geht. Und .3. 0Zarde- regimatt ans dem ist der Genevalfeldmarschnll doch selbst hervor- segangea. »md heute noch steht er ä ta suite des Regiments. „Und da habe ich ihn: wie er erst so weit war, daß erl.ms«y dnmte besohlen, daß er — es trifft sich doch so gut: die esse:: in dem Lazarett um zwölf, Und ich esse um eins — daß er nach semer ersten Mahlzeit dort zu mir herübetckonrmt und bei 7 inr noch J^nnal rmtfuttert Wir kriegen Um aber aurh rtrtrfrn: in Ordnung ** lbei er sucht schon viel besser mts! Nicht wahr, Herr Kamerad?" _ « J*** Geschühtchen Msners, der den Originalton in Sn r etwas verzuckert hat, im übrigen auf ^ufgebaut ist, spiegelt es einen eigentümlichen, echt ^"Eufchllchen Zug im Charakterbild des Feldmarschalls. Der m seinem Auftreten nicht ängstlich, er fragt rSr o^ >cn t Auffassungen von Würde, die in dieser väterlichen Teilna^ne für einen Regimentskameraden bei einem Mann von Eisen viclleülst eine unsachlichst Weichheit wittern. Man darf aber an Wallenstein und seinen Max ^lken, den man im Prag'schen Winterlager dem Feldlstrrn nnb ^ dessen Sätze: „Ich selbst war deine ^ ^binen Dienste mich." Also Masuren noch lebendig urrd rege in seiner Arbeit und bei jemer Erholung. * rr^ f// ' ^ ec Qm brausenden Web- 8 * IHoffen und Bangen des Volkes in pch vereinigt, beruhtet ein Mitarbeiter der „Köln. Ztg.": der ra M* mix von lletwoffekl hat und gcm.de damals fast MlkUt fewn: UM Scholz der ?^rbron und der RerchtiMisquelle des Landes, die schwersten und unersetzlichsten Vnlüste an Schiffsraum und Ntenschiileben kostete, war es vor oll»nn der Bombenjehmuggel des Fmuläuders mrd deutscl-ar Dericr,.. Baron v. Gerich'Na»»tensels, der die rvoavegisclien Geinüter aus-: ttefste erregte. Das tmtxlji nne tckaninäßige, geschulte Propaganda unserer Fxnude scljpn ohnedies verhetzte nonvegische Volk wrrde hierdurch, lu-ie auch gleichzeitig durch eine gviviss«ilose, teilweise verbuch, t verbarldssrelmdlulr: LaiideSpresse zu förmlich smiatiscl-ein Haß, wildenr Zorn und blürder W»rt gegen alles Teutsck^e crufgepeitscht. Und Deutschland konnte tvotz bestein Dillen dem l-ungernden Norwegen in seiner Not iveder mit Brotgetreide iroch anoern Lebensmitteln, deren das en Weg y<'ä clopolitisch und imrt chaft- lich nach Süden zu öffnen, hat er dock) Großes erreicht. Ol-nc Ueder- tteibuim kmul man sagen, daß er sich auch hier nicht imr als goffen läßt, daß das frühere ungetrübte freundsck-aftlick-e nachbarlich Verhältnis zwischerr den beiden Völkern nach dem Kriege wieder hergestellt werde.» wird. Aber was bei den norwegischen Vci- hältnissen fast noch »»ehr ist, Herr v. Hintze hat sogar erreicht, daß er U*i sei: in ?Lbsch«d >urs Norwegen eine durchgehend gute norwegisch Presse hatte, dieselbe Press.', die ihn noch vor knapp einem Jahr vetletzend kühl und arg:oöh:nsch l>egrüßte als Scharf- macher und Kriegbringer." Ein Seemann bestimmt oder steuert den Kurs des Reiches: da erwarten wir zum miirdcstcn, daß es kein Schwanken mehr gibt. Die ösierreichifch-nugarlschen Tagesberichte. Wien, 27. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der Tiroler Front haben Sturmtrur.p'untrr- mchmen im Conosi-Talc und in der Vallarsa dem Feinde blutige Verluste zugefügt. In Albanien fth'ugen unsere Truppr-n bei Arveniea sieden ßeirchliche Ge-enstöße ab und erkätnpften sich bei Kalmt den Uebergang über den Semeni. Im Raume nördlich Bern t hielt die (Gefechtstütigkeit an. Der El-ef des GenrralswbeS. Wien, 28. Juli. (WTV.) Amttick) wird vcrlautdart: In Italien keine gr, s^ren Kampshatrdlunsten. In Albanien wurden bei Ardenica abermals mehrere italienische Vorsts ft? abgewieftn. Der Chef des Generalftabes. Wien, 26. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautdart: Ereignisse zur See. In der Nacht kvm 24. zum 25. Juli hr)den unsere Seeflugzeuse die englischen Fluganlagen am See Almini Piecolo bei Otranto erfolgreich mit Bomben angegriffen. Die Flughallen gingen in Flammen cuif. Der Brand war bis zu unserer Küste zu sehen. Die Fluganlagen, von deinen aus die wiederholten Angriffe auf Durazzo und den (^olf von Cattaro unternommen wurden, können als größtenteils vernichtet brtracfrlct werden. Unsere Flugzeuge sind alle unvcrschrt edlgerückt. Flottenkommando. Der feindliche Einsatz. Berlin, 28. I»cki. lWTB.) Mit welckien ungeheuren Kräften der lÄitentcgenettüiisimus Foch unter allen Umständen die Entscheidung erzwingen wosttt, geht ans der Zahl von 7 0 feindlichen Divisionen hervor, Me er seit dem 16. Juli zwischen SoffsoirS unp Dahrire eingesetzt hat. Unter diesen Divisionen befinden sich 6 MnerikanrsckL, 4 ercglische 2 italienische u,rd eine polnische Divisioir. Der ganze übrige Teil besteht auS französv- sä?en Verbänden, die auch.hier wiederum in der Hcnlptfache die schweren Blutopfer tragen mussten. Mit Hinzureckrmng der beteiligten feindl».»hen Artilleriesormationen imb Heeresgrupperr hat Fock) rund lj 2 Millionen Meorn in dieser kurzen Zeit in die verlustreiche Schlacht getrieben», ohne sein erstrebtes Ziel auch mrr im entsierntestxn zu erveichen. Turrch den schweren Aderlaß so starker Verbänix' hat die» Haupt kraft der Entente aufs neue eine außerordentlich starke Schlväckvmg erfahren. Bern, 27. Juli. sMTB.) Ter Berichterstatter des „Gior- vale d'Italia" an der fran-ösischen Frmtt meldet, daß die abgekämpften italienischen Divisionen von dom srarv- zösischen^ Sektor zurückgezogen und durch englische Divisionen ersetzt werden müssen. Französischcr Abeudbcricht. bvm 27. Juli: Der Truck, den französische und alliierte Truppen seit mehreven Tagen gegen die da, von der Bereilwilliaveit, für diesen Zweck (Mb zu aricu. ab>htg& Das Manifest erklärt sich mit Nachdruck für dre Abgabe von Kapital nach dem Entwurf, den der Liberale Sydney Arnold dem Unterbau e vorqelegt hat. 3»ach diesem Programm würde der größte Teil der Kri>> 7 sschuL> ahp.nahlt ^cnd di? Einkom^new' steuer aack 2 Shilling 6 Pence für da? Pfund Sterlürg verciitgerl werden köuren. Das Marrisest enthalt 40 ^rdeiglng'.'n für die mich dein Kickege einzuschlagende Politik, u. a die Forderung nach Mschaffung der Adelst? el. Abschaffung der Die strislickst, die Forderung nach Gleichberechtigung für beide Geschwister und die all. gemeine Einführu'ig von Home Rule London, 27. Juli. (WTB.) Re:r1ermeldu'ig. Der König empfing heute im Buckingham-Palast die Mügtredn der Reichs- konferen z, bevor sie l-eimkelwteu. Sie überreichten dc-n König eine Loyalitätsadresse und erklärten, daß das englische Dcckk in qilrn Ländern einmütig für das Reich gegen den Feind einste!-e und ehre eugere Verbindung der Teile mit dem Ganzen anstiebe. Der König arrttvottete, er» habe das Vertrauen, daß die Beratungen der Konferenz darluif abzielten, das Reich in eine lebensvollere, stlbstver- sorgerrde Einl^it umzargestalten. Die Anwesenheit dec Vertreter der ül>erseeischen Besitzungen sei ein Vlweis. daß die Dominions ohcce Rücksick« auf die Oper »cnd Kr>sten der Srch' des Reiches und der GcrerhtigSeit treu geblieben seien. Das Reich sei aus einem Fels von Einigkeit ge gründet, den Dan Sturm ersckzättrrn oder uur- stürzeal könne. Der König fügte hinzu, daß der Prinz von Wales ini Frieden die überseeischen Dominions besuchen würde Er ßlKoß: „Jcki bitte zu ckiott, daß schon vor der nächsten Konferenz der Triumph der groben Sack^ der Freiheit, Gere»chtigkeü und des friedlichen Fortschrittes, wofür rvir und unsere Alliierten kümpstn. ervcickst fein möge " London, 27. Jull (WTB.) Reitterineldwrg Da.^ Unterhaus nahm in dritter Leffruq einen Gesetzen min über den Handel mit dem Feinde nnt der Zusatzbestimrnung m, daß die Beschlagnahme der feindlichen Banken nicht für fünf Jalyre nach den» Kriege, so-nder, noch länger blfftehim leiben wird, bis das Parlament Mlders ent'ck i^e. Das Oberhaus nahm i.i zweiter Lesung den Gesctz<- 7 Mu«rf über die Stellung der feindlichen Ausländer an. Der Au-stand der englischen Munitionsarbeiter. Amsterdam.^27. Juli. (WTB.) Rach eurer Reuterm ldimg aus London hat der Streik in der MunitionSindustric folgende Ursache: sllm eine l^esfere Verteilung der getarnten Arbeiter auf die Fabriken ^beizusüliren und die Mivlitic»nSerzeugu 7 l.g so ergiebig wie möglich zu wachen, ortntete das Munitionsminiftertum vor einiger Zeit an, das; bestimmte Firmen, dst bereits eine gewiffe Zahl in- lernter Arbeiter in Drei,st hoben, öine Arbeiter dreier Kategorie mel-r eckl>alten sollen. Dagegen protestierten einige Kategorien gelernter Arbeiter imb drohten gegen den Rat ihrer FüiTrer mit dem Adrsftmvd. (Kue große Zahl legte die Arbeit tats»ühlich nieder. Lloyd George wies die Streikenden im Namen der sti«, icrung ausdrücklich darcnck hin, daß sie. ivähvmd Millionen ihrer Landsleute dem Tode trotzten, m»r dr-slwlb von den Gefahren de .Kriegs perschont blieben, tveil ihre Dienste in den Fabriken sü> Sbml wertvollier seien als in der Arm«. Diese 7lnönähme »verde aber sklr die Arbeiter, die nach^ Sonntag die Arbeit nicht wieder aufnehmen, außer Kraft treten.- Stockholm, 87. Juli. nd die Alliierten kämpfen, sagte: i einem Satz zu lammen fassen: Was des Rechts, die ans der Zustimmung von der organisierten Meinung der . und daß nach Ansicht des Hauses , , , - - der irischen Frage darin besteht, daß unvcr- ^lglich hinsichtlich Irland die von Wilson in seiner historisrlien Rede ausgestellten Grundsätze zur Antvendung gebracht werden Nach Ansicht des Parlamentsberichterstatters des „Daily Chrv- mcle" dürste die geschickte Formulierung des Resolutionsantrages, über den an einem Tagc' der nächsten Woche beraten wird, ihn: die Unterstützung der Liberulen sichern. Angriffe engl scher Luststreitkräfte. London, 28. Juli. WTB.) Reuter-Meldung. Bericht der Admiralität vom 16. bis 24. Juli: Kampfeinheiten der Luft- streitkräfte, die mit der Flotte Zusammenarbeiten, warfen 45000 Tonnen Bomben mit gutem Erfolg auf militärrsche Ob jekte in Z e e b r ü g g e, Brügge und O st e n d e ab. Seclis feindlicl>e Flug", enge wurden zerstört, acht in unlenkbarem Zip« stand zum Nieder gehen gezwungen. 5 britische Flugzeuge werden vermißt. (Notiz des WTB.: Bon zuständiger Stelle erfahren wir hierzu folgendes: Die Bomberumgriffe hielten sich in den gewöhnlichen Grenzen, ebenso wie ihnen ein nennenswerter Erfolg versagt blieb. Die Verluste des Feindes arr Flugzeitgen Übertressen bei wetteni die unsrigeir.) Der Austausch von Kriegsgefangenen. Haag, 27. Juli. (WTB.) Wie der „Nieuwe Courant" laus London berichtet, sagte Ca ve in seiner bereits gemelkten Rede im Unterhaus über den Austausch von Kriegsgefangenen, daß im ganzen etwa 170000 Kriegsgefangene und Zivilinternierte jeder der beiden Parteien für die Rückbeförderung in die Heimat in Betracht kommen. Eine Protestversammlung in Renhork. Bern, 24. Juli. (WTB.) Nach einer Meldung der ,Neu- hvrker Presse fartb dort eine von 15 000 Amerikanern, Russen, Finnländern, Ukrainern, Li tauern, Letten und Esten besuchte Versammlung statt, um zu der von den Ententemächten beabsichtigen I n t e r v e n t i o tr i n Rußland Stellung zu nehmen. Es wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, worin dw geplante Invasion in Rußland über Sibirien als eine Machenschaft der reaktionären Klassen der Entente und Rußlands gebrandmarkt und die amerikanische Negierung auf- grfo rdert wird, die Sowjet reg ieruna anzucrkennen und diesen hinterlistigen Feldzug der imperialistischen und reaktionären Kamarilla zu verhindern. Ein FriedenSsrennd in Amerika zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt. Stockholm, 27. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) „Nya Dagligt Allehanda" erfährt von aus Amerika zurückgekchr ten. schwedischen Anrerikanern, daß der frühere Sekretär von Fords Friedenskonferenz, Lockner, zu 2 0 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, weil er sich nicht davon ab- valten ließ, seine.Arbeit für den Frieden and) in Anrerika tzortzusetzen. Ein Vuch von Ellen Key in Amerika unterdrückt. Kristiania, 27. Juli. MTB. Nichtamtlich.) Wie hier eingelwsfene amerikanische Blätter melden, wurde Ellen Keys Buch ar, Peace and the Euture", welches 1916 erschieircn ist, verboten. Die National Scourith League warnte alle Landesbibliotheken, das Buch auözu- leihen, weil es Meinungen enthalte/"die gegenwärtig gefährlich seien und deshalb unterdrückt iverden müßten. Amerikanische Anweisung in der Schweiz. iern. 26. Juli. (WTB.) Schweizer Blätter melden: Das amerikanische Konsulat in St. Gallen versieht neuer- dings die von ihm öffentlich angeschlagenen Kriegsberichte mit Ueberschristen, bereit eine wörtlich lautet: „Tie Hunnen, ziehen sich über die Marne zurück!" Zuschriften an die Blätter protestieren gegen mn derartiges neutralitätswidriges Veralten und weisen darauf hm, daß bisher von allen amtliche,: ausländischen Vertretungen in St. Gallen der scknvezeirisck)en Oesfcnt- lichkeit gegenüber strikte Neutralität gewahrt lvurde. Wie das Galler Tagblatt^^ meldet, ist eine Untersuchung wegen Verletzung der Schtveizer Neutralität eingeleitet worden. Ein Schweizer über Deutschland. 27. Juli. (WTB.) In der „Gazette de Lausanne" vom 25. Juli schildert ein aus Rußland zirrückgickichter W e st- schwe i z er svlgen^-rmaßemj seine . stöeise drwch Deutschland: „Glänzende Reise durch das luxuriöse, üppige fette Den t schland." Es ist sehr erfrerckich, daß dem Mitarbeiter des Blattes unsere .Verhältnisse n«h in einem iolchm Lvchte erscheruen. Er schreibt: „Nein! In diesem Jahve wird TeittsMaud nock. nicht .Hungers sterben! Das weiß Deutschland mid es will, daß die anbemt es auch wissen." Ter Verfasser des Artikels schreibt dann über die vorzügliche Ber-pflegung au) der Eisenbahn, die alle seine Erwartmrgen übertrvffen l»abe, mrd fäljrt fart midem er be^lders das gute Prvt lobt und h-rvvrl-ebt, daß u«h für alles geborgt sei. irnd auch die deutsche Pahnktlichkeit sei kem leerer Wahn. Die gescheiterten Umsturzversuche in Rußland. Mos kau, 25. Juli. (WTB. NiästamtlichO Die BeN'eise ,«ehren sich, daß zwischen der Ermordung des Grafen Mirbach und den gleichzeitig in Moskau wie in a n d e r e n russischen Städten veranstalteten Umstnrzvers n ch c n , die sämtlich die Wiederaufnahme des Krieges mit Deutschland zum Ziele hatten, ein enger Zusamnienhairg bestell. Das Attentat gegen den Avasen Mirbach fand am 6. Juli, nachmittags, statt. Am gbnclien Tage, fast zur gleichen Nachmittagsstim.de begann der Mfstand in Jarvslan,, nachdem dort am vrchn-.ge!»niden Tag<- ein serbischer Miaior und zwei andere Ententwffizieve. sowie gegen Mittag des 6. Juli 100 Manu, sogenannte Iweiwillige des Nordens, ans Wo- wgda emgetwffeu waren. Von den Agenten der Entente ivurden den M rfftandischen Weisen: i^rden in Jan>.sta,v mitgetmlt. daß sic sofort losschlagen könn-ten: starke Trupventran starte seien von Norden her berntS iin Anrnstlen. Während dc^r Kämme der fügenden! Tage erklärte sich in Jaiwslalv di'r Stab der Weißen Odirde in einer offiziellm Beknnitmachnug als mit Deutschland im Kvieae besindlich und setzte die deutsche Fürsorge ko m missio nj mit ihren etwa 2 00 0 Schutzbefohlenen (Kriegs - und Z i v i l g e s a n g e n e n) i m dortigen T h e a t c r g e f a n g e ii. Ms die M-nße (^>iarde ihre Sache verloren sah. lieferte sie an deii l>es.'blshalanden dentschm Offizier, L-actnmit Bakk, die Waficn ab gab sich also in (^sangenschast der deittscl)en .Kriegsgefangenen und wnrde später von diesen Mi die Näte-Tnipt'en ausgelie ert Der- Maimte Zim scheu fall M urawje w. der den Rückzug dei' Rat»- ? rnmi! zur F-olO? hatte, ereignete sich am 8. Juli. Murawiew wen' -Umber der gegen die Tschecho-Slo!»akeii operiere!wen! Tate. ^ ruwvu Er war AbenN-urer und für Besteching notorisch dngailglich Es war der Er,t.-me gelungen, ihn für ilp-e Zwrcke zu a,iinnueir Murawieio inoklamierte nicht nur feine Vereinigung mit den Tschcho Slowaken, sondern g^üchzeiiig mich den Krieg an Deutschland. waS ja auch die Mörder Mirbachs als Zweck rlnes Lltdeittates — die HerbdsÜhrung des Krieges mit Deutsch- taub — angaben. Der Zweck der gesamten Machinationen war der -Lturz der Bolschewiki uird die Aufhetzung der Leidensck)asten gegen Deutschland bis -um Wiederbeginn des Ärieges nrit Deulschland. Die räumlich getrennten, aber zeitlich zusammensallenden Aktionen weisen deutlich auf eine einheitliche Leimirg. Dem „Bcrl. Tgbl." -aus Moskau zufolge berichtet die Beters- burgcr Telegraphen-Ageutiir: Wie von ixni örtli.chcn Behörd>en niü- gebeilt ivird, find B l u m k i n und aicdei. Teilnehmer an dem Morde des Grafen Mirbach nach der Ukraurer Grenze geflüchtet: ihre Spur ist in der Ukraine verloren gegangen. Frühere russische Minister vor Gericht.gestellt. Lugano, 29. Juli. (L.-A.) Der Corriere Hella Sera meldet aus London, daß Nad)rid)ten aus Moskau zufolge die Gerichtsverhandlung ggecn die Exminifter P ro to Popow und Mala ko w begonnen habe. Alle gegenwärtig in den Gefängnissen in Petersburg befindlichen früheren Minister der zariftisdien Negierung werden zur Aburteilung nach Moskau gebracht. Trohti gegen die Engländer und Franzosen. Petersburg, 25. Juli. (WTB^) Volkskommissar T r o tz k i hat folgenden Besel/l erlassen: Im Zusammenhang mit der £ttg- I i s ch -französischen Ach teilung, die an der Murman- küste gelandet ist, und in Verbiirdimg mit der offenkundigen Teilnahme ftanzösisck)er Ossiziere an dem gegen revolutionären Lkusstande gedingter Tsck)eck>o-Sl"waken beiekcke ich aufs strengste, ioiuofjl allen Institutionen der Militärbel>örde als auch allen Militärdienst- tuenden im allgemeinen, in krünerlei Wri > den frmrzösischen und englisck)en See- und Landossizieren Binhilfe zru leisten, ferner zu verhindern, daß sie sich von Stadt zu Stadt begeben, endlich sorg» flaltig auf alle ilpr Handbmge^l zu achten als auf die Handlungen von Pers^nren, weliche, ivie die Tatsachen beweisen, falng sind, gegen das Gelnet der russischen Re.' früheren Ddnisterpräsidenten Golubowitsch Kiew, 26. Juli. (WTB. Nicknamtfich.) Laut „Kiewskaja Mhsl" irmrde im Dobrdi-PrcHeß emr 25. Juli das Urteil gefällt. Bern-fteilt wurden: Golubowitsch urrd Shukowsky zu zwei Iah ren, die übrigen Angeklagten z«u einem Jahr Gefängnis. Aus Sibirien. , Peking, 25 Juli. (WTB.) HavaÄ-McldtMg. Aus Omsk tmrd gnueldet: Die einstweilige Regierung hat die Unabhängigkeit Sibiriens unter der Autorität des Miuister- rats mit dem Sitz in Omsk ausgerufen. Ferner setzte sie alle maximalistischen Berordnimgeil außer Kraft, bildete Arbeitcr- nnd Soldatenräte, stellte die sibirisckre Duma wieder her und hob d^e Bescblagnabme des Eigentums )vieder mck, bis die Verfassung- ^gebende Versammlung die Bodensrage gelüst haberr wird. Die einstweilige Regierung ersuchte die Regierimg in Wladiwostok, dieses Borgel>en zu büligen. Aus dem österreichischeu Abgeordnetenhause. Wien, 26. Juli. (WTB.) Im Abgevrdnetenhause erklärte bei der ztveiten Lesung des Budgetprvvisoriums ein Tschedfe, daß die Stellung des tschechischen Verbandes durd) den Regieruugslved>sel ganz unberülwt bleibe. « Der Chrtstlidisoziale Hauser trat eutsdftcdcn für die Wahrung der sttedfte des deutsdicn Volkes ein. Der Obmann des Polenklubs, Textil, erklärte, die Polen würden für das Budget- provisorrum stimmen. Die (Slowenen, Nationalpo- len und Ukrainer stellten sich auf einen ablehnenden Standpunkt, ebenso die deutschen Sozialdemokraten. Die deutschen Agrarier ließen erNären, sie würden ihre Haltung von der Erfüllung der Forderungen des deutsd?en Volkes, besonders der agrarischen Forderungen, abhängig machen. Die Den t sdi>n a t io n a le n erklärten, sie würden für das Vudaetprovisorium und die Kriegskredite stimmen, ohne dem Minisd'rpräsidenten persönliches Vertrauen entgegenzubringen. Die D e u t s ch r a d i k a l e n und das d e u t sch e Zent r u m versagten dem Ministerpräsidenten die Gefolgschaft. Die Rumänen sprachen der Regierung ihr Vertraueii aus. Der Scefricg. Amsterdam, 27. Juli. (WTB.) Nach dem Reuter- ,d>en Bureau meldet die „Times" aus Santander, daß der französische Dampfer „Lydien" torpediert ivordcn ist. Von der Bcsatzimg von 46 Mann wurde:! Leute gerettet. London, 27. Juli. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt' Der H : l f s k r e u z e r „M a r m o r a" (10 509 Brt.) ist am 23. Jul: von einem deutschen Unterseeboot torpediert worden und ge funke n. Zehn Mann der Besatzung werden vermißt. London, 27. Juli. (WTB.) Amtlch. Ein englischer T o r p e d o b o o t s z e r st ö r e r ist am 24. Juli ae- chettert und gesunken. Dreizehn Mann der Besatzung werden vermißt. Gründen in absehbarer Zeit ncht rnögsch sein. Die immer wiederkehrende Behauptung, daß die Entlassung des Jahrgangs 1869 mit seinen wenigen Monaten ,Jo gut wie gar keine Entlassung gewesen sei", widerspricht den Tatsachen. Bayern und die Fürsorge ftir KrirgSttilnehmer. München, 27. Juli. (WTB. Nicki^rintlich.) In der hurtige» Sitzung der Reichsratskammer wurde der Antrag PneyM sing, den der ReidSrat Frhr. v. Franken stein übernahm, betreffs .Bern>elümng der etwa rrreichten Kriegsentschädigung für die in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdeten Kriegsteilnehmer, in fo-lgender Fassung an- gerrommen: Die Ltaatsregierung wolle beim Bmwesrat dahin inirfeu, daß Kriegsteilnehmer, bk durd), Erfüllung ihrer Kri^s- dienslpflidü in ihrer wirtsclMlickZen (hrslenz g^ftührdet sind, nach R(öglid)!keit unterstützt werden, und daß die etwa erveichte Kricgs- eirtschLdigung insbeivndere Mich .hierfür hervngezogen werde und daß im übrigen das ganze Renten- und Fürsorgeivesen aus eine neue'Grundlage gestellt iverde. Minisketpräsident Dandl fii^te zu dem Antrag Nr a. aus, die StaatsrogieQrng sei sich »cr Ausgaben, ivie sie in dem Anträge feshgelegt seren, voll mrd ganz beimitzt und habe nach dieser Richtimg hin bereits gearbeitet. Sie werde auch Zukunft die Sache im Ajuge behalten und alles tun für die in Tapferen, die der Krieg getan werden könne. von der Heimat.serngehatten habe, was Aus dem Reiche. Die Frage der Entlassung des Jahrgangs 1879. de rli n , 27. Juli. (Amtlich.) Die Entlassung mich nur eines Teiles des Jahrgangs 1870 unrb aus militärischem Berlin, 27. Juli. (WTB.) Dev bisherige Vortragende Generaladjutant und Chef des M i l i t ä r k a b i ne t t s Seiner Majestät, 0st:neraloberst Freiherr v. Lyncker, hat aus Gesundheitsrücksichten um seine Enthebung von der derzeitigen Dienststelle gebeten. Seine Majestät haben bestimmt, daß Freiherr v. Lyncker Präsident des Reichsmilitärgerichts wird. Berlin, 27. Juli. (WTB. Nichtamtlich) Die Geschäfte des Chefs des Militä rkabinetts in der Kriegsstelle werden svrtan von dem bisherigen Abteilungschef im Militärkabinett, General ä la suite Seiner Maje»- stät des Kaisers und Königs, Generalmajor Freiherrn von M a r s ch a l l, versehen. Gietzener Stavttheat«». Comleffe Guckerl. Lustspiel von Schönthan und Kohper-Erlseld \. CitTn % ^L^vielleituug pu einem! Lustspiel der alten <->ckmle gegnften, und bie fröhliche Stimmung des PubliLmnS Uk belcheien daß es kern Fehlgriff lvar. Man fterrte sich über die Alt-Wiener GemütlickMt des k. k. Hofrates von Rtittersteig (Karl ^ eT ' im ^ e y. ^dein Pantoffel seiner energischen Gattin Frenzel) stehend,rncht weiß,ivie er sich ..inenden »md AZ? J 0 ^- ^d. uuch amüsierte sich über Horst von Neuhoff t P- k® nt f. ^ cinrri neuen Einsall verlegen ist, um N ahe ferner geliebten „Comtesse Ystickerl", der Gräfin? (EinMy Abendroth) zu gelangen. Daß die Tvck«ebüct>et tocrien svlleir, ihrril Stott &x««>tb (Sofef Robert), „trient", dotz der alt-, rbea- motisrl»- riissych« Ätmatscheff r'Lwlf T-leky), naiKm ©räfin Trachau gefdjeitert sieht, mit bE altm Maffeuse auf senre russtsck>en Güter zurückTclrrt. ltech a J nr »'! n Ratz«, des alten Lustsviels. Diese allen Stücke lass-« «oitetim« craslmnmen rnch alle^Kvnfükte-- smden «ine vewedignche Losmrg^ stich wenn eine .MMHrnng so flott von gestrige tÄk-irlleitwi« Otto Ecmradi), dann laßt nch nichts dagegen ernwenden. hg A«s »ts-t And Canft. Gießen, den 29. Juki 1918. Die Erzeugerhöchstpreise für Obst. ReichssteNe für Obst und Gemüse hat ErzengerhSchstzMeis« Zwetschm verösstmllicht. Tvee und Ta,elbirnen 35 Psg. für Wirt-(chaftsa^ mW Wirtschaftsbrrnen, zu denen Mich das Schüttelobst. das Mvü- rmd Fallobst gehört, 15 Pfg^, für Zwetsck-en, Htruspslaumen, Hcms- zivetsä^en, Mußpslaumen, Dauerilpflaunreir, Thüringer Pflanmeir der BrennzwAschen 20 Pfg., für BremizlvelscheN 10 Psg. Für ^afeläpfel und Tafelbirircn firtb vom 15. Oktober ab An,beivahrungsZuschläge als Ersatz für Schüvuird vorgesehen. Tie Aepsel und Birnen nrnßten gegenüber den ursprünglichen Wftästen der Rerchsstelle erhöht >Verden, weil die Apselernte in werten Gebieten des Deutschen Reiches wenig günstig beurteilt wird wrd die Mrneneriite dnrck-wog schlecht aussällt. Um die deutsche Edelobstzucht m sckstitzen, bleiben vollkommen cncsgebildete fehler- au}-L /is. r Migc'höreiide Aepsel und Binien bestimmter ( Koße (Edelobst) von den Höchstpreiseit crnsgenommeii. Sie dürfen aber nur an die von der ReichSstellc ermächtigten amtlichn Stellen veräußert werden und komnlen ausschließlich durch behördlich über- wiickfte Verkaufsstellen au die Verbraitcher, so daß jeder Uebervvo- teckung der Verbraucher ttorgebeugt ist. ** Neue Wechselstcmpelmarken. Rene Wechseltzem- pelmarken ftnd von der Micbsdruckerei hergestellt nwrdeil und kommen am 1. August infolge der Mnderimg des Wechselstenipel- gesctzes zur Emsührimg. Tie neuen Marken werden zu 15, 30, ^^d60Pf,zu1,2A 1,80, 2,40, 3,00. 3,60, 4.20, 4,80. 5.40, Pf 12, 18, 24, 30, 36, 60, 120 und 600 Mk. arisgegeben. Sie haben dre Fvrin ernes liegenden Recksteckä. Im M'tra^ von 50 bis 60 Pf. ftnd sie olivgrün, von 1,20 bis 6,00 Mk. blau mit rötlichem Unlergninb. In der linken oberen Ecke befürdet sich ein Schild mrt dem Reickisadler. Von diesem läuft ein Band mit de .T-lußä^r Wechseljbempel" aus. Die Marken von 12 bis 600^1ik. ftnd graugrün rmd vwlett mit bi-auueur Sckm^>rucke hergestellt. L.re Wecltelmaick.mvvrdrncke zu 15 Pf. stimnien mit den bisheiigcn üle ein. wlarken bis zu 45 Pf. werden bei allen Poslüiiuern und dei in Reihen auszu kleben. ** Lichtspielhaus, Bahuhofstr. 34. Bon Dienstag bis einsMießlich, Mittlvoch gelangt das .Filmdrama ^,Das Dagebiiich des ApotlMws Warren" zur Mlffühcimg, ^lnßerdem wird das Lustspiel „Harry wird Familienvater" misgesührt. Am 1. und 2. August tvird die Filmopei' „Martha", die so großen AuLang geftruden h>it, iviederl-olt. Näheres sielie Anzeige. Landkreis Gießen. # Qneckborn , 29. Jicki. Lehrer Wilhelm K n ö Pp e t imirbe zum Unteroffizier befördert. — Stein borg. Fürs Batev« land starb der Senrinarist Georg Harnisch Meteororogische Veodachtungen der Station Gietzen. Juli J5JÖ 2 s 2 0 3 3 S 3 « » : Si - , *3 1 M ! i»«s* 28. 2" , >6.g 10,2 71 28. 9" — 14.3 10 5 87 29. 7" 13,4 10,8 92 — - w«tter wolkig, zeitw. Regenschauer nacht« Regen HvchNe Temperatu, am 28. bt« 29. Juli 1918 Niedrigste „ # , 1918 Niederchlag 1,8 mm. ' 4 14 . 0 ' 10,8 \ Kreis Büdingen. # Büdingen. 29. Juli. Das hessische Kriegsehrewzeichen m Eisen erhielt der Vi-efeldwebel Will^lm Dietrich, früher trää Eiserne Kreuz, und die Hessische Tapserkeitsmcdaille. Kreis Lauterbach. Holzmühl, 29. Juli. Zum Unteroffizier befördert z^urbe der Lehrer Otto Stoll. — Greben hu in. Das Eiserne Kvcus erhielt der Lehrer Friede! Cramcr. Kreis Friedöcrg. -m. Aus der Wette rau, 29. Juli. Seit einigen Tagen wird nun endlich mich die Wetterau mit dem so lang ersehntenl Regen bedacht. Neben leichteren Niederschlägen brachten auch einige durchgreifende Gewitterregen unseren Fluren neue Kraft. Tie Vegetation zeigt je&t Mieder einen erste ul i ä>en Stand, Kartoffeln u nd Timourz röarnen sich m in entwickeln, und auch die befürchtete Fntternot ist geschwunden. Den Mühlenbesitzern, die seit langer Zeit nur mit halber Kraft arbeiten konnten, da die Wasserläufe äußerst wenig Wasser führten, wird der Regen besonders willkommen sein. — Die Dreschmaschinen haben in vcrsclstedenen Orten mit dem Frühdrusch begonnen, der Kornerertrag ist groß. # Friedberg, 29. Juli. Bierbrau eveibesitzer Ernst Windecker vermachte dem Hilfsverein für Geisteskranke in Hessen die Summe von 30000 DA. — Trais-Münzenbcrg. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tat^ferkeitsmedaille erhielt der Mnsketter Friedrich Häuser. — Wohnbach. Das Eiserne Kreuz erhielt der Landstnrmmamr Hugo Scheuermann. — Obermörlen. Das Hofgut „H a ss e l h e ck" erstand bei der Neuverpackitung die seitherige Pächterin. Frau K &d) Witwe. — Assenheim. Fürs Vaterland starb der Schübe Wilhelm Karl Hesentyal. r— Renvei. DaS Eherne Kreuz erhielt da Musketier Heep. Hessen-Nassau. Il^Marbnrg, 28. Juli. Dem bejaHttien SMrÄWvat Dr. med. S a r d e m a n n, der im letzten Winter unter Einsetzung semrS Lebens einen nervenkranken Soldaten in der Nahe des Südbahn- hofes aus der Lahn rettete, wurde die RettungömeLia-ilLe am Bande verliehen. ^Marburg, 28. Juli. Im Kreise Maburg vmrLvn bis jetzt schon über 1000 Zentner lufttrockenes Lanbhen gesammelt. — Auf dem Bahnhof Niederwalgern nahm der das Reisegepäck untersuchende Wachtmeister gestern einen: Frmrkfurter Reisenden 17 Pfund gehamsterte Bittter ab. Ebenso wurde ein anderer Mann, der gegen den Beamten beleidigende Aeuherungen brauchte, zur Anzeigjs bracht. Danksagung« Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben BaterS und Schwiegervaters Herrn Asm. wallbott sagen wir allen, besonders seinen Herren Vorgesetzten, Kameraden und dem Gesangverein „Frohsinn" für die Kranzspenden, sowie Herrn Pfarrer Dr. Preuscher für die trostreichen Worte am Grabe unseren tief- gefühlten Dank. Heinr. Amend und Frau geb. Wallbott Marie Wallbott. Garbenteich, den 29. 7. 1918. Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 Erstklassige Künstlerkonzerte. Von Oienstag bis inki. Eflitfiafach: Das Tagebuch des Apothekers Warren Vornehmes Gesellsohaftsdrama in 5 gewaltigen Akten. Verfasst und inszeniert von Carl Schneider. Ausserdem: Harry Lambertz-Panlsen in seinem neuesten Lustspielschlager SiiMlung gktrgMtt Mnncrshttklkiimg. !E Harry wird Familienvater, Die noch nicht abgehoben Zahlungsanweisungen sind spätestens am S. August !. IS., im Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 8 tBekletdungSstelle), gegen Rückgabe der Ausweise in Empfang zu nehmen. Gießen, den 27. Juli 1918. 5637 B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Betr.r Maßnahmen gegen die Wohnungsnot. Die hierunter folgende Verordnung des Stellvertr. Generalkommandos 18. A.-K., die in Nr. 89 des Kreis- i Achtung! Bereiten Sie sich vor auf Achtung! dlatts vom 25. Juli 1918 veröffentlicht wurde, tritt im ganzen Umfang für die Stadt Gießen am 29. Juli 1918 m Kraft. Als Dienststelle gemäß Ziffer I—III bestimme ich das MiereinigungSamt, daß zu Ziffer III Satz 1 zu- ^or eine SachverftLndigen-Kommission zu hören hat. Tiefe besteht aus den Herren: Bautechniker Grode, Rentner Winn, Architekt Meyer. Gießen, den 29. Juli 1918. 5660B Ter Oberbürgermeister. I. D.: Kvenzien, Beigeordneter. XVIII. Armeekorps. Stellvertretendes General ko mmanLo. Abt. Illb. Tgb.-Nr. 16 037/3207. Gouvernement der Festung Mainz. Abt. Mil.-Pol. yst. 56 668/28 873. Furukfurt a. M./Main-, den 9. Juli 1918. Verordnung. Betrifft: Maßnahmen gegen die Wohnungsnot. Auf Grund des 8 9b des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 in der Fassung des Reichsgesttzes vom 11. Dezember 1915 bestimmen wir nr den Befehlsbereich des XVIII. A.-K. mit Ausnahme des Regierungsbezirk Arnsberg sowie denjenigen des Gouvernements Main-: I. Vermieter von 1—5-Zimmer-Wohnungen dürfen die vermieteten Wohnungen nicht ohne Einverständnis des bisherigen Mieters kündigen, nach Ablauf des bisherigem Mietvertrages an andere als die bisheriges Mieter vermieten oder sonst überlassen oder selbst in V Nutzung nehmen, falls nicht der zuständige Landrats Kreisdirektor) oder Magistrat (Oberbüraermeister) oder eine von diesem bestimmte Dienststelle oder Kommission zugestimmt hat. II. Ohne Zustimmung des zuständigen Landrats Kreisdirektors) oder Magistrats (Oberbürgermeister) oder der von diesem bestimmten Dienststelle oder Kommission dürfen Räumlichkeiten, die bisher als Wohnstätten gedient haben, zu anderen als Wohnzwecken .nicht vermietet oder sonst verwendet werden. III Unbenutzte Wohrrunaen von 1—5 Zimmern oder Räumlichkeiten, die allein oder in Verbindung mit anderen Räumlichkeiten zur Benutzung als selbständige von 1—5 Zimmern geeignet und unbenutzt sind, müssen dem zuständigen Landrat (Zkreisdirektor) oder Magistrat (Oberbürgermeister) auf Verlangen zu einem angemessener- Preise zur Verfügung gestellt werden. Tie Angemessenheit des Preises tvird erforderlichenfalls von einer durch die genormten Behörden zu bestimmenden Dienststelle (z. B. Mietseinigungsamt oder Wohnungsamt) oder Sack)- verstmidigenkvm Mission festgesetzt. Tie Ueberlassung der Wohnung bzw. Räumlichkeiten an diese Behörden hat mit der Maßgabe zu erfolgen, daß sie für eigene Rechnung die freie Verfügrmg darüber im Umfange der dem Vermieter zusteh.nden Befugnisse erhalten. . Ais rmbenutzt gelten Wohnungen und Räumlich- tvnin sie vollständig leerstehcn oder lediglich zur lu be Wahrung von Gegenständen benutzt werden, die in .agcrräumen aufbcwahrt werden können. Räumlichkeiten, lu nnt e,g.nen oder auf Abzahlung enttwmmenen Mö- t'nbenntzt eingerichtet sind, gelten nicht als i 7 Tie vorstehenden Bestimmungen gelten auch !;7 '-.alle enter Uutervermietung. Auf möblierte Räume nnd.n ste keine Anwendung. V Diese Verordnung tritt mit ihrem ganzen Um- m.lge nach oder■ m einzelnen ihrer Bestimmungen nur in ,xii. c'urgen Kreisen oder Städten in Kraft, in denen der Landrat Krnstnrektor) oder Magistrat (Obcrbürger- merster) bec oder nach der Veröffentlichung durch eine ausdruckicheiwertere Bekanntmachung bestimmt hat, daß und m weitem Unnange sre wegen des Besttl-ens einex besonderen Wohrumgsnot für den betreffenden Kreis oder ernen Test desselben oder die betreffende Stadt zur, Anwendung gebrach werden soll. * VI. ZwvÄerhandlunaen werden mit Gestüt gnis bis SU emegt ^ahrSberm Äorlregen mildernder Umstände mu Hast oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft kommandierende General: Rredel, General der Infanterie. Ter Gouveureur der Festung Mainz: Bausch, Generalleutnant. bas Rätsel von Bangalor! U. a.: Deutsche Mädchen in den Händen japanischer Mädchenhändler. Da es Tausenden nicht gelungen ist, wegen Ueberfüllung unseres Theaters bei dem letzten Gastspiel der Licht spiel - 0 §ser lna s Einlass zu finden, haben wir uns auf allgemeines Drängen entschlossen, die Lichtspiel-Oper nochmals aufzuführen. Und zwar am: 1. n. 2. August da. Js., nachmittags 4 Uhr u. abends 8 Uhr. Zu den beiden Nachmittags-Vorstellungen haben Kinder n. Militär halbe Eintrittspreise. Wir bitten höfl. wegen des zn erwartenden grossen Andranges zuAbend-Vorstellungennach Möglichkeit die Nachmittags-Yorstellungeii besuchen zu wollen. Sichern Sie sich rechtzeitig Plätze. Eintrittskarten zu den einzelnen Vorstellungen sind ab heute an unserer Kasse zu haben. Die Direktion des Lichtspielhauses. Statt Karten. Lilli Stein Adolf ©eijje Verlobte. Hofheim (Taunus) Gießen. Für die uns anläßlich der Silbernen Hochzeit in so reichem Maße erwiesenen Aufmerksam- keilen sagen wir herzlichen Dank- Gerichtsvollzieher, z. Z. Feldw.-Ltn. O. Hehler und Frau. Gießen, den 29. Juli 1918. ‘«53 ©rep. Unw.-Bibliothek Hießen. Alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierenden, haben die von ihnen vor dem 10. Juli entliehenen Bücher bis spätestens ( 0 . August zurückzuliefern. Vom irr. August bis 30. September ist die Bibliothek täglich von 0—1 Uhr geöffnet. Gießen, den 22. Juli 1918. Der Großherzogliche Direktor: *'*D _ Dr. Haupt. 2-,1 iinlicr-Wvhi»»!!, sofort zu verm. Zu ersr. i. d Geschästöst. d.Gteh.Anz. ^ Laden mit Wolmauy zu vrur. 03911 »rankt. Str. 6L. Ipü '' j..,, eVg'e' s u " oh Kleine Beamtenfamilie sucht zum 1. Oktober Z-IWM-NchiW mit Küche od Vinsamilien bauS, mögt, mit Garten, in Gießen. Heuchelbetm, Wieseck oder Klein-Linden. Schriftl. Anaeb. unter 03801 an den Gießener Anz. erbeten. 3 -Zlmmer-Wohnnns von ruhigen Leuten sofort od. vr. 1. Okt. zu mieten gesucht. Angeb. unter 03788 an den Gteßener Anzeiger. £S e r r sucht eins. möbl. Zimmer, evtL mit Verpflegung. Lage unwesentlich. Angeb. unter 6958 an den Gieß. Anz. erb. Zwei ältere Damen suchen Zimmer mit oder ohne Verpflegung b. vornehmerDame, Familie od. kl. Fremdenpens. Slng. u. 5661 a. d. Gieß Anzeig. WW raplöficatar terff fcens-, ünfa'l- n. Haltpüiclit* Vor J.-Ge .ellssta. soll in GicSan baldigst neu besetzt werden. Größeres Inkasso Vorhand. Gefall. Bewerbungen unter 8632 an den Gieß. Anz. erb. Wächter | ehrlich und zuverlässig, in dauernde Stellung gesucht. Marburger Wach- und Schließ-Gcsellschaft. härter und KsiMmnWkn 64-10 alsbald gesucht Heil- uud Pftegeanstalt Gießen. Tüchtiger Lagerardeiter gesucht. 5647 Wallenfels & Sauer, Bleichstraße 4. Gesucht zum 1. oder 15. Aug. ein tüchtiges, gewandtes Hausmädchen. Iran Gebe imrat Spengel 6646 Gartenstraße 17. Reisender oder Reisedame mit sicherem, gewandtem Auftreten zum Besuch von Kolonialwarengeschästen,Drogerieu usw.f.GebrauckS- arti kel gesucht. ^1f. Löwin, liochnm StOO. 5608D Zimmerleute für Baustelle bei Gießen jksllcht. Schriftliche Meldungen bei ®Uo Grote, halle «.§., Aidrechtstratze 28 . Tüchtiger, erster ¥ oilgattersäger per sofort für dauernd gesucht. Ebenso für autom. Schärfmaschtne, evenll. Krteg-besch. nungsgel. im Werke. Woh- Darmitftdter Holzindustrie, Darmstadt, Weiterstädter Straße 80. 5646O Arbeiter über 16 Jahre gesucht. Zimmerleute, Mineure, Steinbrecher, Erbarbeiter, Beton- und Bauarbeiter, Schachtmeister mit Kolonnen für Rheinland und Süddeutschland. Abfahrt 1. und 6. August. Meldungen bei Karl Böller, Bahnhofstr. 53, Gießen. 03770 Schneider, Franks. Str. Zuverlässiger Fahrbursche gesucht. kr-tzwzslßkrki EStliticiß. 3685 Tüchtige ausgebildete Wärterinnen gesucht z. sofortigen Ein- tritt n. Frankfurt a. M. 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Haushalt, 2 Personen wird f. hAllguft od. 15. Sept ein gesundes, ordentliches Dienstmädchen od. einfache Stütze, die sich aller Hausarbeit unterzieht, gesucht. FrauOber-Jntendantursekr. kAlLvd», Darmitadt, Neckar- straße 15. _ 5649 Dloastm2dc4§a, möglichst v. Lande od. alleinstehende krsU gesucht. Riegelpfad 20. Frau oder Jlädchen für morgens 2 Stunde« gesucht. Näheres in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. Suche zum 1. September ein Mädchen für Haus- und Gartenarbeit. Fra« Pfarrer Kahn, Ortender« (Oberb.) Braves, tüchtige- Dienstmädchen für gleich od. später gesucht. Fra« Kano Borst, JohanneSstraße lt 56 ” Suche für sofort ein tüchtiges Dienstmädchen sw* Frau Lehrer Bauer, Butzbach, Gutenbcrgstr. Zuverlässiges, kinderliebe» Mädchen für alle HauSarb. gesucht. ** Frau Friedr. Decker, Dieringbanlen (Rheinld.) Properes, fleißiges l5MV Mädchen für kleinen Haushalt gesucht. Iran Albert Wiebeler, Wetzlar, Frankfurter Str.w SßnhcrfS, chrl. läiSfit für Küche u. Hau» z. 15. Aua. gesucht. t«7M A. Simon, Bad Naubeim, FÜ rstenstr. ve rsch Veden e s Wcr erteilt ÄTÄ stunden gründlichen Unterricht in einfacher u. doppelter Ang.u.0K75> md. G. Anz Friseuse § nimmt noch einige Damen an. Emma Schneider, Wilacastr. 4 RegierrrnaSassessor, Dr., mit langjähriger kaufm. Praxis, sucht sich in leitender Stellung, sowie mit Geldbetrag in Hdhe von Mk. 40 V00 au gutem, entwicklungsfähigem Unternehmen zn beteiligen. AnSsiibrliche Angebote unter 5570 an die Ge- schättöstclle des Gteßener AnäetgerS erbeten. Plötzlich und unerwartet starb infolge eines Herzschlages unser lieber Vater Grossh. Bezirksarzt In fremder Erde raht mein Glück, Nun ruht mein Glück schon ln Uu treuer Gatte kehrst nicht fremder Erd, W« A ha t , me ^ r zurück. Ach, aUau kurz war unser Glück, Wie hast du dich gesehnt nach Du hoffnungsvoller Gatte ließ'st deinem heimatlichen Herd. mich allein zurück. Dr. med. Peter Petersen in Auma, im 71. Lebensjahre. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerz- liche Nachricht, daß mein mnigstgeliebter, unvergeßlicher guter S ° hn - ‘ Schw ‘'^rsohn. m Landsturmniann Gustav Adolf Kicket In tiefem Schmerz: Hans P. Petersen und Familie. Giessen, den 25. Juli 1918. 03795 im Reserve-Infanterie-Regiment 118, 10. Komnaanle Inhaber de« Eisernen Kreuze« II. Kla««e in der Stellung am 14. Juli durch Granatsplitter schwer verwundet ELw 15 . Jui, in einem Feldlazarett im blühenden Mannesalter •von 39 Jahren nach 3jmonat, treuer Pflichterfüllung den Heldentod gestorben und gerade an seinem Geburtstag beerdigt worden ist. In tiefer Trauer: Harle Wickel, geh. Reichwein, Familie Witwe Salzig Gattin " — Familie Karl Wickel, Eitern Familie Feie? KarfuI^^ Eduard Wickel, z. Z. im Felde Johann K«Mchwein,z.Z.LFelde m Familie Wilhelm McUel W we. Elizabeth Reichwein, Schwiegermutter und Familie. Krofdorf, Kirchähr, Rüdesheim a. Rh., Biebrich Stahlhofen, im Felde, den 25. Juli 1918. Rh., Geisenheim a-Rh. 5643 Todes-Anzeige. Nach Oottes unerforschlichem Ratschlüsse entschlief Samstag nachmittag 4 Uhr ganz unerwartet nach 1 tägigem Kranksein im Alter von 31 Jahren meine innigstgeliebte Frau, meine herzensgute Mutter, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante n Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben, teuren Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Siegfried Haas. Gießen, den 29. Juli 1918. Käthe Veith geb. v. Speicher. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen Jean Veith. Gießen (Stephanstraße 37), Wetzlar, den 29. Juli 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 30. Juli, nachmittags >/,Z Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt 56401 Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Heimgang unserer teuren Entschlafenen sagt herzlichen Dank im Namen der trauernden Hinterbliebenen Wilh. Müller. Gießen (Alicestraße 22a), den 26. Juli 1918. 5636 Nachruf. In hcil’ger Erd, der Heimat fern Schon ruh st du junges Blut; Wir hatten stets dich gar so gern, Du warst so lieb und gut. Du gabst schon hin dein blüh’ndes Leben Und deine treue, fleiß’ge Hand. Dahingesunken ist dein Streben* Du starbst so früh fürs Vaterland. Doch wir konnten nicht mehr drücken Dir noch deine weise Hand Und dir deine Gruft nicht schmücken Dort in fernem/ fremdem Land. Ruhe sanft in ew’gem Frieden, Schlafe wohl in weiter Welt, Schlumm’re süß, bis wir hinieden Wiedersehn dich, deutscher Held. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die tief erschüttern de, traurige Nachricht, daß unser lieber, guter, unvergeßlicher Schulkamerad Musketier Ernst Graf Infanterie-Regiment 98, 2. Kompagnie im blühenden Alter von 18 Jahren sein junges Leben fürs Vaterland opfern mußte. Wir verlieren in ihm einen stets lebensfreudigen, vorbildlichen und treuen Kameraden und werden ihm über das Grab hinaus ein ehrendes Gedenken bewahren. Langd, den 23. Juli 1918. Seine Schulkameraden. 03789 k 2 mittflidjufre Sajitn 5- und 7jäbrig, stehen wegen Verkürzung des Geschäfts preiswert zu verkaufen bei Ludw. Graul, 5509 Wolf bei Büdingen lOberh.». Ein sehr schöne- Rind und eine P/,jährige Ziege siebt zu verkaufen in 037W Ett ingS bauten, Hauvtstr. 46 Glucke mit Hühnchen zu verkaufen in 03794 Heuchelbeim, Ludwlgstr. 17. | \ iri . -Z- enrnm kaufen. 03800 Wetztteingasse 10. Kücken »u °-r- Schöner wachsamer Hofad billig abzugeben 03804 BtSmarckstrake 10. lGrün- KrSft. Winterkolil- md Eüdivitll-Pjlaüztü abzugeben 5667 Gärtnerei Rieaer Marburger Strafe 84 Wiefecker Weg 19. LiNatsU« Dil Matr. zu kaufen gef. L 8pi«N, Mittelw. 7. 0>7W aus Privatbesitz zu verkaufen. Näh. bei Juwelier C. Stöver, Seltersweg 16 Eütkchlilt. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode unseres geliebten Sohnes und Bruders Helmut sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. y. Llger und Zran Hermann und Adolf Elger z. Zt. im Felde. Gießen, den 29. Juli 1918. 5663 Statt jeder Mntrm Aizrlze. Für die herzliche Teilnahme, die un- bei dem Heimgange unsere- lieben Dater- in so reichem Maße erwiesen wurde, sagen wir innigsten Dank. Die tiestrauernden Hinterbliebenen Anna Otto und SShue. Gießen, den 29. Juli 1918. 5659D1 Stahl kassetten zur sicheren Aufbewahrung von Geld und Wertpapieren empfiehlt Fr.Krogmann, m.» Nl. U5 Swettes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhejsen) Montag, 2>. Zull (y(8 holtzendorff über den A-vootNrieg. Berlin, 27. Juli. (WTB.) Der Berliner Vertreter der .Mlir. Ztg." hatte, wie schon kurz gemeldet, eine Unterredung mit ierr Chef des Admiralstabes, Admiral v. Holtzendorss, in der er zunächst die Frage stellte, ob er bereit sei, zu der Behauptung englischer Staatsmänner und des Mmirals Jellicoe Stellung zu nehnien, das- der U-Boot-Krieg versagt habe, und das; er anfgehört habe, für England eine Gch/ahr zu bedeuten, da der SckisssneubL'N des Verbandes die Versenkungen au Schissen übersteige iurd mehr U-Boote vernichtet als gebaut würden. Holtzendvrff erwiderte u. a.: Die von Ihnen angeführten Behauptungen sind unzutreffend. Kalls man drüben an sie glauben sollte, werden sie sich als ein verhängnisvoller Irrtum für den Gegner erweisen. Tatsache ist lediglich, daß in der Versorgung unserer Gegner mit Schiffsraum eine vorübergehende Besserung eingetreten ist. Durch Aneignung neutralen Schiffsraums ist es den Gegnern gelungen, ihre Uebersee- zufuhren zu verbessern, namentlich die militärischen von Amerika Herl Ich möchte aber noch daraus Unweisen, was wir bereits jetzt mit der U-Boot-Kriegführung nach dem Grmrdsatz: „Ein Angriffsziel ist jedes für den Feind fahrende Schiff" erreicht haben. Ganz -abgesehen von den sehr groben Mengen Kriegsmaterial und der militärischen Zwecken mittelbar oder unmittelbar dienenden Zuduhr. die vernichtet worden sind, ist die wirtschaftliche Schädigung unserer Feinde ungeheuer. Derben Gegner treffeirde Wertverlust allein an Schiffen und Ladungen hat am 1. Juli 1918 schätzungsweise 50 Milliarden Mart überschritten. Der englische Schiffsraum ist aus den Stand von 1900, also in seiner Entwicklung um 18 Jahre zurückgedrückr worden. Unsere ll-Bevte haben den Engländern erst den Krieg ins «eigene Land getragen und ihn wirtschaftlich am eigenen Leibe empfindlich fühlbar gemacht. Die für das englische Wirtschaftsleben Nach dem Kriege sich ergebenden Folgen werden auch von den englischen, Fachleuten sehr wohl erkannt: Je länger der Krieg dauert, desto sicherer entgleitet den Engländern die wirtschaftliche Führung und geht au andere, vor allem an die Vereinigten Staaten u nd Ja v a n, über. Wenn die Zahl der gemeldeten Vernichtungen gerade amerikanischer TrilppentransPortdampfer bisher nicht erheblich gewesen ist, so verweise ich einerseits auf die Schwierigkeit, von dem angreifen den U-Boot ans Art und Namen des versenkten Schiffes sestzustellen, wenn es sich nicht gerade um große Passagier- dampser von gewaltigen MMessungen und charakteristischem Aeuße- ren, wie z. 9ä. ib-te in den letzten beiden Monaten vernichteten! Dampfer „Cowington" und „Präsident Lincoln", handelt, andererseits ans jene Schwankungen, denen der Zufall überall die Erfolge der U-Boote unterwirft. Zu der Frage, wie er zu der Behauptung des Gegners stehe, daß die S ch i f f s n eu bau ten des Verbandes die Ver sen kn n g s z i f fern übe rstei g e n und mlshr ll-Aoote vernichtet als gebaut rverden, erklärt Admiral vou Holtzendorfs: Zu dem letzten Teil möchte ich gleich feststellen, daß der Fall umgekehrt liegt. Ter Staatssekretär des Reichsmarineamts hat das ja kürzlich auch öffentlich ausgesprochen. Das Verhältnis dev Schiffsneubauten des Verbandes zu den Versenkungen kann man nur an Hand von Zahlen prüfen. Bon Januar bis Juni einschließlich lwben im Monatsdurchschnitt nach englischen und amerikanischen Angaben gebaut: England 127 208 und die Vereinigtes Staaten 112 986 Bruttoregistertonnen, was zusammen also einen monatlichen Durchschnitt von 240 194 Bruttoregistertonnen ergibt. Rechnet man noch monatlich 50 000 Bruttoregistertonnen als dem Verband zufließende Neubauten aus anderen Ländern, so ergibt sich eine monatliche Dnrchschnitts-Neubauziffer — und auf diese kommt cs an, nicht auf das Ergebnis irgendeines beliebig herausgegriffenen Monats - von rund 300 000 Bruttoregistertonnen. Der monatliche Durchschnitt tm'seres Vcrsenknngsergebnisses- von Januar bis einschließlich Juni 1918 beträgt rund 630 000 Bruttoregistertonnen. Es wurden also monatlich im Durchschnitt rund 3 3 0 0 0 0 Bruttoregistertonnen mehr versenkt, als für den Verband gebaut wurden. Der Berichterstatter warf hier ein, ob man eine Erklärung für den auffallend großen Unterschied ztvischen den deutschen und den englischen Vcrsenknngszisfcrn gefunden habe. Tie englischest Ziffern, anllvortete Holtzendorff, geben nicht die Verluste des ge-, samten Schiffsraums, gleichgültig, wie und wo er verwendet wird. So hat man amtlich bereits zugegeben, daß z. B. die Verluste dev militärisch reguirierten Räume nicht eingerechnet waren. Solange man auf seiten unserer Gegner überhaupt irgendwelck-e Vorbehalte macht, ist den Tarstellungskünsten weitester Spielraum gelassen. Daß sich die Versenkungsziffer bisher auf solcher Höhe gehalten! hot, verdanken wir der Unerschrockenheit und Tüchtigkeit unseres trefflichenU-Boots-Besatzungen. Tie Behauptungen von feindlicher! Seite, daß ihre Moräl und Spannkraft nachgelassen habe, wird auch weiterhin Lügen gestraft werden. „Wie steht es mit der Sperrung von Ostende und Zeebrügge?" fragte dzer Berichterstatter weiter. — Tie an sich tapfer durckgesührten Sperrversuche sind nrißglückt: die Ausfahrten sind für den Verkehr offen. Kurzum, die U-Bootgefahr ist für unsere Gegner, wie diese selbst wissen, nicht beseitigt Unsere Vorkehrungen ffir die zukünftige U-Bvot-Kriegführung tragen sowohl der beobackaeten Gegenwirkung wie der wohl zu erwartenden Vermehrung der Schiffsneu bauten in England und den Bereinigten Staaten Rechnung. Wir dürfen der Zukunft im Vertrauen ent gegen sehen. Dieses Vertrauen stützt sich auf die hervorragende Tüchtigkeit und aufopfernd.' Hingabe unserer U-Boots- Briatzungen wie aus die unermüdlich? und erfolgreiche -Arbeit unserer Hochseeflotte. Nur sie kann seine Stützpunkte sichern und die Wege nach der freien See offen halten. Dieses Verttauenj stützt sich ferner aut die Schaffenskraft aller mitwirkenden militari s-ck-en Stellen und die Leistungsfähigkeit unserer Werften und Werkstätten mit ihrem hMstehenden vortrefflichen Personal. Ties alles zusammen bedingt und verbürgt beu Tnderfolg. Aus Ktnht und Crtwft. Gießen, den 29. Juli 1918. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 29. Juli bis 4. August 1918 haben na stehende Lebens,nittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 31. Woche, gültig vom 29. 7.1918 - 4. 8. 19 Buttermarken „ 31. „ „ „ 29. 7. 1918 - 4. 8. 19 ^leischmarken , 31. „ „ , 29. 7. 1918 - 4. 8. 19 Kartoffelmarken.31. .. „ 29.7.1918 — 4. 8. 191 reuen,„arten für den Monat Juli bis 31., ab I. 8. 1918 für d« Monat .lugust. e. ^^ltansch verfallener Marken findet nicht mct patt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kei Ersatz gewährt. Nenanmelonnge» und Anmeldung von Nsngeborenc Vorlage der nötigen Ausweise, insbesonde, ^.^^?-^?"Eel-Ausweiskarte, auf dem Lebensmitte au»t zu erfolgen. « cvl l' , , a ’ -er Stadt „nd aBcir. Urlanber: -»»»tag» „oh ia-i3 Uhr vormittand. . **, ?* ä v e Ä Rilitärwocheublatt. Befördert: &au»tieut(>n: dw Oberlrutn-M-5 d Rcs - Eonrad des ^nf-Rea W'gri’ d °°s Inf irdt b° ''i «F>chaff»it dos Jilf.-R-gtr. I är.« lii? cftt Kim 1. Er|._,4}ti, d. Rests.. K-tbcl des Ji . ^-Ejtadt), Elielborn, Oberst, d. Rcs. a. ^ lUI^Bwiin - -ufr ^ksnve des damali. «an.- > Er,.-Bcl. d. Regts, Kabe l.des In ^ d iparmstadl), zuletzt von der Reserve das dam (1 LannstE), retzt beim 1. Cr,.-Bll. d, Regls., Kurandt des Ji Regts. 88 (Wiesbaden. >, Eckhard des Jnf.-Regts. 115 (I D arm stad v), Dlörsam des Jnf.-Regts. 168 (Wormis), jetzt beim 1. Ers.-Btl des Jnf.-Regts. 118; Engemff, Vizefeldw. (I DarmstM), zum Lt. d. dies, der Ins.: Jost, Biz-efeldw. ll Darmstadt), zuiw Lt. d. Ldw.- Jnf. 2. Aufgeb.: Wolfs, .Heußlein (I Darmstadt), Weller (Gießen >, Bizewachlmeister, zu Lts. d. Res. d. Feldart.: zum Lt., vorl. ohne Patent: der Fähnr. Busch im Inf.-Regt. 42, unter Versetzung in die Train-Abt. 18: Schaeffer, Lt. d. Res. des Jnf.-9iegts. 118 (Worms) zuni Oberlt.; PothVizewachtm. «II Darin stadt), zum Lt. d. Res. der Feldart.: Cwncnberg l.Maiuzb Vizefeldwebel im Jüf.-Regt. 78, zwn Lt. d. Res. des Regts: zum Lt. b. Res.: Vizescldw. Hermes fl Darmstadt) d. Inf. ; Feid, Bizefeldw. (1 Darmstadt' im Leibg.-Jnf-Regt. 115, zum Lt. d. Ldw.-Jnf. 1. Aufgebots. ** Das G r o ß h. Hess. Regierungsblatt Nr. 18, ausgegeben Darmstadt, den 25. J,lli 1918, hat folgenden In hall: 1. Gesetz über Kriegszuschläge zu den Gebühren der Groß herzoglichen Notare. - 2. Gesetz, die zeitweise -Erhöhung der Leistungen eer Bra ndv: rsfth.rluigs-arrslal t für Gebäude betreffend. — 3. Btzkanntmachutng über den Handel mit Gänsen. — 4. Be kann t- nmchung, die „Professor-Koch-Stiftung" zu Darmstadt betreffend. — 5. Bdkanntinachuug über die Preise für Stroh und Häcksel aus der Ernte 1918. — 6. Bekamitmachnng über Ausbesserung von Schuhraren und Herstellung von MaßsckMlstverk. — 7. Bekanntmachung, die Gebühvetl der Bausch^ätzer betreffend. — 8. Bekannt- niack)Ung, die Neugestaltung des Kassemvesens betreffend. ** T a s Verbot der Verfütterung von Ness elfte nageln wird nicht g-mügend bsackchet. Es wird erneut auf die Strafbarkeit aufu.erksam gemacht. Tie Nesseln werden vielfach niit dem Gras abgemäht. Sofern das nicht zu rtmgehön ist, werden die Besitzer ersucht, entw-cher die Nesseln selbst auszusuchen, wo sie in Horsten gestanden haben, und bei den Vertrmrensleuten oder Sammelstellen abzugebm (28 9Junf pro Doppelzentner) oder das Auslesen durch Schulender zu gestalten. Aus jeden Fall niüsscn die stlessclsbengel (mindesvens 60 Zentimeter Höhe) der Fasergewinnung erhalten bleiben. Wenn irgend .möglich, die Nesseln jetzt noch stehen lasstar und »gleichzeitig mit Stengeln inrd Blättern den reisen La.men durch Mstveifen ernten! — Die Sammel- tätigkeit soll auch in den Somnrerferien stattfmden. Landkreis Gießen. Birklar, 28. Juli. Sergeant Wilhelm Wolf, Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille und^ des Eisern ein Kreuzes 2. Klasse, wurde zum BizefeldNarbe l befördert. c. Grünberg 29. Juli. Der Gerichtsvollzieher Emil H o h m a n n, der hier ehemals seinen Amtssitz hatte, wurde zum Leutnant befördert, nachvem ihm bereits eine Reihe von Auszeichnungen verliehen worden waren. --- Grünberg (Oberhessen), 29. Juli. Auf dem Bauxitweük Reinhardtshain wurde von einigen Tagen ein Einbruch verübt, wobei dem Betriebsführer M ü ck mehrere Einzüge, Stiefel, Lebensmittel usw. entwendet wurden. Am Freitag versuchten zwei Männer abermals erneu Einbruch in die Bureau räume, ivurden aber dabei von Muck überrascht. Es entspann sich ein erbitterter Kamps, bei dem einer der Räuber von dem Betriebsführer zu Boden geflchisagen und schwer verletzt wurde, dieser aber selbst durch einen Revolver schuß. den der zweite Bursche abseuerte, eine leichte Verwmidung erlitt. 'Der zweite Räuber öounte unter Zurücklassung der Waffe entweichen Der schiwetverletzte Einbrecher machte dem Kranken Haufe zugeführt werden. ** Lv u 0 o r f, 28. Jrüi. Phil ipv Fabel erhiell zu oem Eisernen Kreuz zweiter Klasse die Hessische Tapserkeitsmedaille. e. 2 u e ck b o r n, 28. Jüli. Lehrer Knopper von hier wurde zum Unterofftzier befördert. e. S te in b e r g, 28. Juli. Der Seminarist Gg. H a r n i s ch von hier, vor seinem ?lusrücken ins Feld' Zögling des Friedberger Lehrerseniinärs, starb nach schüverer Verwundung den Heldentod fürs Vaterland. ** Wi e se ck, 29. Juli. Dienstag den. 30. Juli 1918 .feiern die Eheleute Philipp Rh an imd FrMl das Fest der Silbernen .Hochzeit. Kreis Lauterbach. e. G r e b e n h a i n, 28. Juli. Lehrei' Friedrich C r a m e r wurde mit dem Eisernen .Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. e. Holzmühl, 28. Juli. Ter gegenwärtig an einem Offi- ziers-A usbildungsku rsus teilnehmende Lehrer Otto St oll von hier wurde zum Unterofftzier befördert. Kreis Schotten. B. Burkhards, 28. Jtüi. Nach fast dreijähriger russischer Kriegsgefangenschaft kehrte Wilhllm Bal ser . Sohn von Johannes Heinrich Balser, in die Heimat zurück. Starkenburg und Rheinhessen. e. Offenbach a. M., 28. Juli. Ter Volksschiullehrer Mann wurde zum Haupt mann der Res. ernannt. ^c. Aus Rheinhessen, 29. Juli. Die Reben stthen günstig und die Träulwn entwickeln sich sehr gut. Die Aussichten sind besser, als man vor kurzem angenommen hatte, zumal die Pilzkrankheiten keine Ausbreftung genommen haben Hessen-Nassau. X Gelnhanien. 28. Juli. Tie Polizeibehörde har sechs Personen ermittelt, die in der letzten Zeit umfangreiche Diebstähle von Kraut und Zwiebellr ausgeführt haben. ^ — Höchst a. M., 28. Juli. Tie Wassernot, unter der die Ltadt scrt 10 Tagen litt, rst behoben. Seit Samstag ist der neu- erbohrte Bruümven im Betrieb, der so viel Wasser spendet, daß bei einer gewissen Sparsamkeit ein Mangel nicht wieder eiittreteir dürfte. Inzwischen sind zur Erweiterung des Wasserweries die Vorarbeften zur Erbohvung eines neuen großeir Tiefbrunnens ausgenommen worderl. sc. Kaisel, 28. Juli Das fünf Jahre alte Töchtercheni eures un vrerten ^tock eines Hauses n»>hne!ü>eu Arbeiters, der rm Felde weilt, zog sich einen Stuhl ans Fenster, stieg darauf bekam das Uebergewicht und stürzte in die Tiefe aus einen spitzeir Eisenstab, der ihm den Hals durchbohrte. Der Tod ttat «if der Stelle ein. =-- König stein . 29. Juli Die Stadtgemeinde Köaigstein blreb bei der Zwangsversteigerung des „Park-Hotels lmd .Kurgarten" mit 277 Ml Mark Bestbietellder — An der Hand archi- daliscker Studien hat Archtekt Karl Söhugen ein großes Modell der chenraligen Festung Künigstcin, sowie Modelle des einstiger Kaouzinerklosters und des alten Rathauses hergestellt Diese Schaustücke im Verein mit einer großen Anzahl Bildern von Köingstein sollen demnächst zu einer Ausstellung „Alt-Königstein" vereinigt werden, deren Grträgins der KriegSfürsörge zugewenddet wird. ßocbjcbutMadyrichten ir Marbu r g, 28. Juli. Zum Rektor der Universuät Mar- brüg wurde für das Amtsjahr 1918/19 der ordentliche Professor rer Chirurgie und Direktor der chirurgischen UnioersitätSklinik und Poll kl mtt. 6wn.-Oberarzt Geh. Med. Rat Dr med Friedrich König gewählt. Letzte Nachrichten. Dev neueste Uctidji dev Oeeveslertung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Juli. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz R u pp rech t. Teilangriffe, die der Engländer nördlich der Lys. nördlich der ^-earpe und in breiterer Front auf dem Nordufer der Aomnve Mrte. wurden abmmesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In den Kamvfabsckjnitten südlick der Aism ruhiger Vormittag. Am Nachmittage wurden nördlich von ViUemon- toirc Teilangriffe oes Feindes, denen heftiger Artillerie- tampf vorausging, im Gegenswß abgewiesen. In der Nacht vom 26. zum 27. Juli haben wir enva zwischen Ourcg und Ardre unser vorderes Kampfgelände plangemäß geräumt und die Vertewigung in die Gegend Fere-en-Tardenois—Ville-en-Tardenois verlegt. Dem Gegner blieb unsere Bewegung verborgen. Am 27. lag noch das Feuer seiner Artillerie auf unseren alten Linien. Nackchulen verhinderten seine erst ani Nachmittag zögernd vorfühlenden Truppen an tampfloser Besitznahme des von uns abgegebenen Geländes. Gestern versuchte die feindliche Infanterie sich unter starkem Feuerschutz an unsere neuen Linien heranzuarbeiten. Schwache, im Vorgeländc belassene Abteilungen empfingen den Feind auf nahe Entfernung mit Gewehr- und Maschinengewehrfeuer und fügten ihm empfindliche Verluste zu. Auch die seit dem Tage vorher eing-erich- teten Artillerie- und Schlachitflieger saiiden in anmarschierenden Kolonnen und Panzerwagen des Feindes lohnende Ziele. Bor starken Angriffen des Gegners bei und südösttich von Fere-en-Tardenois wich unsere Vorfeldbesatzung nach Erledigung ihrer Aufgabe befehlsgemäß auf xtftt Linien zurück. Die mehrfach wiederholten Angriffe des Feindes führten zu heftigen Kämpfen, die mit Zurückwerfen des Gegners endeten. Hierbei haben sich unter Führung des Generals Pache- lin oft- und westpreußische Regimenter, die schon auf den Höhen nordwestlich von ChLteau-Thierry und seit Beginn der Schlacht fast täglich mehrfachen Ansturm französifther und ameritanischer Divisionen zum Scheitern brachten, auch gestern wi^er besonders hervorgetan. * Leutnant Löwenhardt errang seinen 45. Luftsirg. Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorfs. * * * Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 28. Juli. (WTB. Amtlich.) Im Kanal wni> den 21000 Brutto-Register-Tonnen versenkv Der Chef des Admiralstabs der Marine. Der türkische Bericht. Ko nsta n^trnopel, 28. Juli. (WTB. Nächtirmtlich.) Ta.ges- bericht vom 27. Juli. Palästinnfront: Im Küstenabschnitt schellen sich ÜRaschchengcwehr- und HairdaranatelMmpfe ab. Tagsüber lebhaftere Artillerietätigkert an^ verschiedenen Stellen der Front .bei lebhafter Fliegertällgteit. starke seinölrchp Jnjanterie- und Kavallerie-Erkundungsabteilungen wurd«r auf dem Ostjorcxrn- llfer von uns vercrieben. In der Nacht \mn 26. Juli griffen unsere Flugzeuge das feindliche Fliegerlager aus Jmbres an. Trotz heitigev Abwehr durch Flak- und t>Nasckftnengeivehre warfen sie aus niedrigster Höhe cirra 700 Kilogramm Sprengstoffe ab und beschossen das L^.ger mit dNas.chfl.neng.7i vehren. Es wurde rimvandsrei fest- gestellt, Laß mehrere Flug zeug schuppen, Wo hnba racken und Speicher duvck) mrsere Bomben getroffen und zerstört worden [mb. Unfare Flligzeuge Lehrten unversehrt zurück. In der letzten Nacht versuchten! einige fei'.^d l i che Flugzeuge Konstantinopel anzugreisen. Tünch unser Wwehrfeuer wurden sie vertrieben. Einige Bomben wurden^ ziellos in der Nähe der Stadt abgeworfen, ohne irgendwelchen Schadet! anzurichten. Sonst nichts Neues. Das 5. Kriegsjahr. Wien, 28. Juli. WTB. Nichtamtlich.) Tie „Nene ^rrifc Presse" bringt einen mit „Das 5. Kriegsjahr" überschciebe- nen Arti'kel des Generalobersten und Kommandaitten der 1 Arrie- ren-Leibgarde Frhr. v. Dankl, worin als Haupturiachen des großen' Völkerringrens Haß, Neid, Größenwahn ^und maßlose Herffchsucht der Feinde bezeichnet werden, deren Vernicbtungswllle unser Existenzwille entgegenstehe. Tie große Koalition ist berells gesprengt, Rußland, Rumänien, Serbien und Montenegro zerschlage, Italien zurückgeworfen. 'Aber im Westen tobt der Kampf weiter, und im Westen liegt die Entscheidung. Dort müssen alle Kräfte eingesetzt werden, urn den letzten Schlag zu führen.und dadurch den Weg zu Verhandlungen freizumachen. Bevor hier die Entscheidung nicht gefallen ist, 'können Friedensangebote, Verhandlungen uitb Konferenzen zu keinem Ziele führen. Der Endkamps im Westen ist nicht zweifelhaft. Der Reickisfinanzhof. Berlin, 29. Juli. Die „Kreuzztg." meLet: Im Finanzausschuß des bayerischen Landtages gab der Vorsitzende Hammerschmidt im Namen der Kammer der Freude darüber Ausdruck, daß der Reichs- finanzhof durch Beschluß des Bundesrats in München errichtet werden wird. Bayern und seine Hauptstadt würden alles daran setzen, dieser Reichsstelle eine würdige Stätte zu bereiten. Amtlicher Teil. Erzeuger- Handels- höchstvreis Höchstpreis 2 — Mk. 3,— Mk. 3,— Mk 4.— Mk. 4,— Mk. 5,50 Mk. 6,— Mk. 8,— Mk. 8,— Mk. 11— Mk. ' Bekanntmachung. Betr.: Fesffetzung von Erzeuger- und Handelshöcbstpreisen für Gurken. ,,Die gemeinsame Preiskommission für das Großherzogtum Hessen und den Regierungsbezirk Wiesbaden hat die El'zeuger« Höchstpreise und die .Handelshöch>stvreise für rohe Gurren festgesetzt wie folgt: 1 1. Sorte, nicht unter 4 em groß 2. 2. „ nicht unter 6 cm groß 3. 3. „ nicht unter 8 cm groß 4. 4. „ nicht unter 10 cm groß 5. 5. ,, über 15 cm groß 8,—Mk. 11,— Vorstehende Preisfestsetzungen beziehen sich auf je 100 Stück erstAassige, handelsübliche Freilandgnrken. Sie tr-eten sosttt mit ihrer Veröffentlicksüng in Kraft. Ueberichreitungen vorstehender Höchstpreise werden nach dem Reichsgesetz vom 4. August 1914 in der Fassung der Bekannt^ machung vom 17. Dezember 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 516) mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Ostldstrasc bis zu 10 000 Mark besttaft. Eine Ueberschreitung der Höchstpreise kann auch in uwzrrtressender Sortierung erblickt jr^erden. 5639O Mainz, den 22. Juli 1918. Hessische Landes-Gemüsestellc. Verwaltungsabteilung. Ter Vorsitzeirde: Werner, Regierungsrat Wiesbaden, den 22. Juli 1918. Bezirksstellc f. Gemüse u. Obst s. d. Regierungsbezirk Wiesbaden T r o e g e. Geh. Regierungsrat. Betr.: Wie oben. Dir Hrssischr Landes-Grmüsrftellc. Verwaltungsübteilung. an die Großh. Bürgermeiftercirn der Landgemrftldrn des Kreises. Unter Hinweis auf obige Bekannlmachamg empseblcn wir Ihnen, diese in Ihren Gemeinden ortMblich bekannt zu machen Tie Ortspolizeibchörden sind anzuhallen, Zwviderlwndlungen gegen die Vorschriften über die Höchstpreise zur Anzeige zu bringen Mainz, den 22. Juli 1918. Ter Vorsrtzeichc: Werner, RegrerungSvat.