Nr. 173 Ter 0 -!ed«ner >«zelßtt erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: GietzenerZamilftnl'lLtler; Nreisdlatt für den Urrir Äirtzen. VezUgrprelr: monatl. '33!!. 1.20, vierteljährlich Mk. * 60durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 1<> 10; durch die Post ^>il 00 viertel- jührl. aussau. Bestellg. fternsprech - Anschlüße: sur die Schrlstleuung 112 Verlag,Geschäitsstellebl Anschrist für DralUnach- richlen: Anzeiger Sichen. M. Jahrgang Lreitag, 26 Zu!i 1918 ZwiUurgrrunddruÄ u. Verlag: Vrühl'jche Unw.-vuch- u. Ztein-ruckerei N. Lange. Zchristlertung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulftr. 7. ’.uauüiue o$n Lnzelge» oie iaflesmimmet vlS zum Nachmittag vorl)«r ohnesedeVerbindlichkelr ZeUenpreife: für örtliche 'Anzeibrn ^5 Ps.,für ausivärnge 30 Pk., ll'ir Reklamen Mk. 1.—: bei Pianvor- schrist 20° /r usschlaa. Hauorschri'l euer: Äu«. Äoeg. Verantwortlich für Politik u. .^euttleion: Aug. lÄoetz; Stadl lind Land, Bermis chleß n.Ge- richtsjaal: W. Meyer; Anzeigentea H. Beck; sämtlich i, Gießen. hesttze Teilkämpfe Mischen Solffons und Keims. (WTB.) Großes Hauptquartier, 25. Juli. LAmtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Zwischen Vucguoy und Hebuterne griff der Feind am Äbend unter starkem Feuerschutz an, er wurde abgewiescn. ebenso scheiterten Vorstöße die der Feind westlich von Albert und aus Mailly heraus führte. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Schlachtfront zwischen Soissons und Reims li . die Kampftäligkcit gestern nach. Kleinere Jnfanteriegefechte im BorgelSndr unserer Stellungen. Südlich des Ourcg und südwestlich von Reims führte der Feind heftige Teilangriffe, die wir in Gegenstößen zurückschlugen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. In den Vogesen brachte bäuerische Landwehr von einem Mneidiz durchgeführten Unternehmen Gefangene zurück. Der Erste Grneralauartiermeister Ludendorff Das eine wird inan gegnrwärttg schon sagen hurfen: Fachs Angriff hat einen Umstt^vung der Lage nidjt l-erbeigesührt, er ist ein Zwischenspiel in i>cm großen Ring«! der beiden Heere und dex beiden Feldherren geblieben." „Warten lernen", iuie Hiudenburg sagte, ist ein noch besserer Ausdruck als „durchhalten". Die beiden Worte umfassen ein noch freudigeres Vertrauen. , — CCg W- l» 1 — • ■ ■■■ Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 25. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: J ta lieni scher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Albanien. Gestern früh haben Misere Truppen bei Kuci den liebergang über den Semeni erkämpft. Unsere tapferen Bataillone hatten heftigen feindlichen Widerstand zu überwinden. Es wurden zahlreiche Gefangene eingrbrächt. Auch poischen Kuri und dem Meere führten erfolgreiche Vorstöße zu Geländetzewinn. Der Chef des Generalstabes. Der Vbendbericht. B e r l i n, 25. Juli, abends. (MTV. Amtlich.) Heftige Teilkämpfe auf dem Schkrchtftlde zwischen Eoissons und Reims. Pfarrer D. Traub, der in der „Tägl. Rundschau" die Gemüter mit der Erinnerung an den alten Fritz aufzu rütteln sucht, wobei er jedoch auseinanderhält, daß die heutige Kriegslage für uns weit günstiger steht als in vielen kritischen Fällen des Siebenjährigen Krieges, betrachtet auch kopfschüttelnd die vielen falschen Gerüchte und ihre Träger, die sich aUzu oft von oberflächlichem Mißtrauen treiben ^sscn. „Das schlimmste Gift", so erklärt Traub, „ist jene Redeweise, die spricht: Ach, sie müßten oben vom Sieg sprechen im Hauptquartier! Das war nötig um des Volkes willen. Wir, die Klugen, wissen ganz gut, wie das gemeint war! — So verhörern sie den ochben Glaarben eines Hinden- bürg, weil sie selbst noch nie etwas geglaubt." Ddan ^cmn solches Gerede in der Tat bei jeder Gelegenheit hören. Es sind die, die dann später auch bei einem deutschen Sieg keine echte und rechte Freude Huben. Es ist erquicklich zu Horen, daß Hindenburg, der auch in der ^Heim-atfront seine Pappenheimer kennt, sich dadurch die Laune nicht verderben läßt. Der Kriegsberichterstatter Karl Rosner meldet dem Berliner ,Lokalanz." einige Worte, die der Feldmarschall im Karnpfgelände bei Reims an der kaiserlichen Tafel gesprochen haben soll: „Nicht das Kleinste von dem, was die Leute weit hinter der Front ertragen, wird vergessen. Daß auch von der Heimat große Opfer gefordert werden, weiß niemand besser als das Heer, und dies sieht in der Hingabe der Opfer den Willen der Heimat, nach ihren Kräften brüderlich mitzukämpfen und sich das Recht des Anteiles an jedem neuen Siege und am Ende an unserm neuen Frieden zu erwerben. Jetzt werden die, die zu Hause sitzen, hoffentlich vertrauensvoll sein, wenn es wieder Kämpfe gibt, aber das Warten haben sie noch nicht gelernt. Atempausen zwischen den Schlachten sind nötig. Gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg. Wir arbeiten hier nicht mit einer Maschine, bei der man sich sagen kann: Mag sie am Ende kaputt sein, wenn wir nur die gewollte Leistung noch mit ihr schaff«:! Wir arbeiten mit dem Heiligsten, was es gibt^ mit dem Blut und Leben des deutschen Volkes Nicht als kaputte Maschinen wollen wir am Ziele stehen, sondern als starkes imd ungeschwächtes Volk, das heute die Waffen niederlegt und morgen schon aufbauend schafft." Das war der Grundsatz des Alten, der kein Brussttvw rst, während des ganzen Krieges. W-enso ist der Kaiser, der eine schwere Bürde trägt und nichts leichtfertig aufs Sprel setzt, noch, von dem alten, wirklichen Vertrauen beseelt, wovon dre von dem genannten Berichterstatter gemeldeten Worte Aeugen, die er dem Hindenburgischen Ausspruch hinzugefügt hake: „Schweres liegt noch vor uns. Der 'Gegner weiß, daß dieser Krieg seiner Entscheidung entgegen geht, imd rafft noch einmal alle seine Kräfte Hur Adiuehr urtd vielleicht zum Gegenschlag zusammen." ^.effentlich wagt, trotz des erwähnten Veranttvorttnrgs- wsen «retuschels in der Stille, niemand, etwa zu prophezeien, vaß me Sache im Westen schief gehen werde. Die Sach- v^standigen aller politischem Richtungen sind sich darüber ernrg, dag unsere Lage nach wie vor günstig steht. So schreibt der frühere Oberst Güdke im „Vorwärts"/ ' ^ aiiti *tzlt mit, drß sie ihre strate- urai.<->mAn^d.ä^- nicht f*ifc einzusetzen C ^lle Freiheit Ocä Handelns hSnTSii'W?P*SEt 25^*« «rngelegtes Unternehmen ist ^Endetrn ein Äus-rmmücrqehen, MW 8-lse bot Tanmn h°bm Die Kampfe um die H8he» sudweftlick^ Reims. Berlin, 25. Juli. (WTB.) UebermensMichie AmstvenguTrgei macht der.Feind, um uns das Höhengelände südwestlic Reims zu entreißen mch über das Bois de Reims hinaus wette vorzustotzen. Ter Zweck dieser Answengurrgcn ist einmal, sich voi der Umklmmnerung bei Reims freisumachOL. Midererfeits im Zu sammemmrkcn mtt Pen bei Svisfons oingestBden englrychea und am« riVauifchen Kräften za7igcnarlig aiMrgr«.fen. Aus einem wÄr'M Völker ge misch bestehen die An^ griffstruppen, die mehrere Tage gegen den recht« Flügel der Armee v. Muvva «awmnen. Da die Franzosen ihr gelichteten Reserven in den für sie so blutigen und verlustreich« Künrpsen schonen wollen, habe» sie im fc&crt Schlachtfronten ovwiiuviui IWUUI, (W. IUI Hllssvölker und Bundesg«vossen eingesetzt. Neben englisthen _ Visionen, worunter sich die bewähtte 51. AngriffsdiVision b findet, känE an der Front Ddarfanx und Vrigny au eine italienische Division. Tankgeschwader stießen am 23. Juli das Bois de Reims vor, wurd«r dort aber teilweise znsmmner gejd/offm. Ern rtalicTrisches SturmbaLrillon und französische K lonialtrrippen sttch ebm^s geyen unsere Linien an gerannt. Ac Senegal-Bataillone wurden inaner wieder im wahren Sinn d Wortes in den Sfemtff gcrricben. Bezeich-rend für die Art b BÄ-an-dlung der unwiss«ü)en mrd vergewaltigten Söhne Aftikc find die Aussagen eines seneyalrfchen Mchttanten (Offiziersstel Vertreter vom 64. Bataillan). Er berste, daß aus den m Reims stehenden z)vm Kolmäal-Drvisionen, die größtenteils mc eingesetzt sind, nur die Seirkrsal-Bataillone in den Kamps getriebc worden seien. Man habe ihnen Schreckliches über die gmusan Behandlung der Deutschm erzählt, die ihrer harre, falls sie leb« in deutsche Hand sielen. Hinter diesen Bataillonen, die dem Toi geweiht seien, hätten die Fvcrnzosen Maschinnegeniehre und Bald nai ausgestellt, wcläx Befehl hätten, auf die Sä»varzen zu sch, san. ßttls sie Miene mackMn, z-urüc^ugeh«n Ties sei auch gi schchen. Infolgedessen feien die Verluste dieser Bataillone sel hoch Die ängstlichen Italiener an der Westfront. Berlin, 25. Juki. (WTB.> B« den Gefangenen der wes ttch R e r m s «ngesetzt gewesenen itakienischenDivisione w»rd«i B«eh!e voraestmden, aus denen hervorgelst. daß die itc lrenischen ScGxtten in gwtzer Zahl sich von der Truppe zu ew fernen suchten. Es mußte daher auf den französischen Bahnen ei vollkommener Uebevwachungsdienst eingerichtet werden. Laut Bc mi wird jeder MTütär- oder Zivilperson, welche einen Italiens Wien, sliichtverdLästigen Soldaten anhälr oder zur Meldung bring «n« Belohnung von zwei Lire versprochen. Wie groß muß di Zahl.ber fortlaufenden Italiener sein, wenn man die Belohn-un Kr die (^rtdeckung eines Flüchtigen nicht höher ersetzte. Diele niedrige Kvpfprers bew«st schagend, daß die Italiener in belle ^fcreit sich tton der Truppe «ttfenien. Aus dem Befehl ge^ wtzrter hervor, daß die in Frmikreich kämpfenden Italiener de deutschen Truppen gegenüber reichlich nervös geworden sind I nnmisr neuen Befehlen wird von den höl-eren KonimandosEe ^E^aat. daß man in jeder sich nur riähernden drmtsche^ ] ^ n sehe. Jedes kleinste nach, lul^Geränsch rufe eine solche Panik hervor, daß oft ein stupiden ^perneuer wigestn-dert würde. Die Truppe scheine ver daß ste Gewehre Und Handgrarrat«! besäße! Dies MtÄllrche Furcht vor den Dentsäsen ncüßte behoben norden. Französischer Bericht vom 24. Juli, abends. r - Oicrcq und Marne nahmen !vir nwrgcms un m U Sl r während des Tages ersolgveitt Auf herein linken Flügel halten wir Armentiercs mst das Gehölz von Chatelet, über das hinaus wir bis Brecy vordran Am, d^tmr besetzten. Im Zentrum drangen ftcmzösische nnd ame JHJ Truppen an einigen Stellen über drei Mlometer vor ^witterte Kürnpfe warden m der Gegend von Eoieds und Trugnl geliefert. Epieds, das am gestrigen Abend von den Deutschen ge einen Gegenangriff de Amerikaner zuruckervbert. Nördlich von diesen beiden Dvrfcrr dehnten wir imsere Lmre über Courpott hinaus aus. Auf imsern rechten Flügel drmg«l nnr m den Wald tunt Fere vor. Nördlicl ^.^.arteves undJ aul goirn e in ib weiter im Osten er STeS? ^Ä^drück^r.kopf Treloup imb eroberten Corrv SL?* ™ blf ^ m Abschnitt erbeuteten wir fün .einige 150 Maschinengewehre nnd beträchtliches Kriegs aTT Li ^ Reims wechselnde Artillerietätig reu. >kn den gestrigen Kämpfen nahmen unsere Trappm das Ge 2?* miÄ"® (? ) f südlich von Courmas, wobei un<; nördliä ]g} [ MoEner mehrere hundert Gefangene in die Hand fielen Dre Gesamtzahl der Gefangenen, die nur am 33. Juli in de, Gegend von Rainevat und Auberviller ,nachten, beträgt 1850 mit 52 Offizieren, darunter vier Bataillonskommandeure. Unter dem erbeuteten K^riegsgerät befinden sich vier 7,7-Ztm.-Kmwnen, 45 Grabengeschütze und 330 Maschinengewehre. Vom 25. Juli. 2 Uhr nachmittags. Südlich von Mont- d i d i e r erlaubte ein Handstreich den Franzosen, etwa 30 Gefangene einzubringen. Aus deni Nordufer der Marne unternahniein die Deutschen im Laufe der Nascht starke Angriffe in der Gegend von Dormans. Es gelang den Teutschen für einen Augenblick, einen lleinen Wald, 150 Meter von Treloup entfernt, sowie das Dorf Chassins zu besetzen. Ein Gegenstoß unserer Truppen brichte uns kurz nachher wieder in den Besitz dieser beiden Punkte. Südlich des Ourcg und in der Gegend westlich von Reims heftige Arttt- lerieaMoncn. Sonst nichts zu melden. Der Kamps mit den Tschccho-Slowakeru Moskau, 24. Juli. (WTB.) Laut offizieller Meldung ist S i m b i r s k trotz verzweifelter Gegenwehr der SowjcttruppeTi^von den Tschecho-Slowaken genommen tvorden. Mit dem Fall von Sim- birsk ist nicht nur das linke Wolgauser, sondern auch ein Tett des Territoriums diesseits der Wolga in den Händen der vvrmar- fchierenden Tschecho-Slowaken. Tie „Prawda" schreibt hierzu sehr besorgt: „Ter Aufstand brettet sich wie ein Oelslcck auf dem Papier aus. Simbirsk war einer der Sttitzpuntte der Nätegcloalt und zugleich eine Getreidekammer. Tie Gefahr wächst. Sie ist nahe. Der Feind ist zahlreich und gut organisiert. Wenn der Fall SaiTmras jenseits der Wolga die Arbeiter nicht aufgerüttelt hat, so muß der Fall von Simbirsk das Proletariat mit Zittern und Zagen für das Schicksal der Proletarier-Revolution erfüllen." Ein Befehl T r o tz k i s warnt vor Falirten nach Murmansk, Archangelsk und der tschecho-slolvakischen Front ohne schriftliche Genehmigung des Kriegs ko mmissariats. Zuwiderhandelnde werden mtt dem Tode bestraft. Die Warnung ist auf den Bahnhöfen und Waggons in russischer, polnischer und serbischer Sprache auS- gehängt. Eine Greueltat der Botschewiki. Ber lin, 24. Juli. Die beiden de u tschen Fliegeroffiziere Lt. Reliefen und Lt. Burchhardt, sind cnn 21.5.18 von einem Fluge über die feindlichen Stellrr»- gen nicht zurückgekehrt. Nach glaubwürdigen Aussagen deutscher Kolonisten ftrtb die beiden Offiziere lebend in die Gefangenschaft der Bvlschewiki geraten und von diesen nach bestialischer Marterung (wie Ohrenabsll>neider^ Armeausrenken und Eingraben bis Brusthöhe) schlft^ich erschossen worden. Die deutsche Regierung hat bei der russischen gegen diesen empörenden Vorgang nachdrücklichsten Protest eingelegt und strengste B-estvafting gefordert. Der Monarchistenkongreß iu Kiew. Kiew, 25. Juli. (Priv.-Tcl.) Der Monarchistenfon» tzreß in Kiew, mi d«n viele Führer der Rechten aus ganz Rußland tettnahnven, ist beendet. Die Mehrheit verlangte die Ein- Dhrung der absoluten Monarchie oder der Militärdiktatur in Rußland. Mtt Rücksicht aus die Opposition der rechten Oktvbristen und Nativnalisden, die für eine konstitutionelle Mlonarchie «iitraten, wurde «ne Eittschließung angenommen, die für Gwßrußland eine Staatsordnung wie vor der Fel^ruarrcoolu- tion verlangt. Eine Rede Lenin-. Moskau, 24. Juli. Auf der Moskauer Gouverne^ m entskon ferenz des Fabrikkomitees hielt Lenin am 23. Juli eine längere Rede über die Lage der RäterepublL Tie Lage habe sich äußerst verschärft sowohl durch iTtternatio- nale Verwicklungen als auch durch gegenrevoluttonäre Zersäuoö- rungen und die damtt verbundene Berpflegungskrisis. Das russische Proletariat erkenne sehr wohl, daß die unerläßliche Vorbedingung des Sieges der russischen Revolution das vereinigte Eingreifen der Arbeiter der ganzen Welt oder einiger wett entnnckclter kapitalistischer Länder sei. Für Rußland fei cs leicht gewesen, die Revolution zu begirrnen, doch außerordeittlich schwer, sie fvrtzu- setzen und abzuschließen. Aeußerst schwer dagegen sei der Beoimtz einer Revolution in einem so wohlorganisierten Hirgnx Hdjen Lande wie Deuts chl and. Doch um so leichter fei toct il>re Durchführung. Ucbcr den Brester Frieden sagte Lenin, daß die Räteregierung ebenfalls wisse, daß laut diesem Untm> drüclungsvertrage Rußland an Deutschland gegen sechs Mttllaiden! Rubel zahlen müsse. Twch nicht der wahnsinnige Versuch der- linken Sozialrevolutionäre, Rußland durch die Ermordung des Grafen Dtirbach in einen Krieg mtt Deutschland zu verwickeln, sei das Drittel, dem Brester Vertrage zu entgehen. Ein Ausweg müsse gefunden werden durch gemeinschaftliche Anstrenguugett des Proletariats und der armen Bauern. Da» Kabinett Hvffarek. Wien, 24. Juli. (WTB.) Den Blättern i.nfolge dürfte der MimsteTpräftdent, Hussarek sänttlvche Mttcrsder dcs Kabinetts Seidler in sein Mttristerttcm übernehmen, mit ?lüsnahme der beiden polnischen Minister von TarLwtvfki rmd Cwiklrnsll, die nach dem Wunftb des PvlenVbnbs ausscheiden toollen. Anstelle des Unterrichtsurrnisters Cwivinski soll der SektionsLvf von Rcadevski und anstelle des lDknischm LcmdsTnmrnministers Twardvwski der Seftionsck'ef im Finanzministerium von Galecki in das Kabinett etst-i treten. Tie Ernennung des neuen ^dinisteriunvZ soll am k.wtigen, ^.age erfolgen. Das neue Ministerium dürfte bereits am Frettaq m der Litzimg des' Llbgevrdnetenhcrikies ettckvrnen. Die Airstim- prung überdas Budget wird am Fveitag, sl.tttestens am Samsl« rm vtogwrDnetenhlrirse erfolgen, Nwavcf das Haus die Svmmer- ferien mttreten soll Eine Konferenz türkischer Sozialisten. Moskau, 24. Juli. Im mvhmmnedcrnischen Kommffsarial rn Moskau fmch>eme Konferenz türkischer Sozial i steN Ziel der Kouferentz« ist die Organisation der Irnk-^- soruttisttsäMl mvhmntmrdanischen Gnrppen und die Heran-ievlrna de- turrijNDen Prvledariats zur iukwnatromtten 2Lrbettrrbs«MZng. UWtet l*m der türkischem Bourgeoisie und des Kvpttals. Das vaupffeld der Tätigkeit soll sein, Klein-Asien, der Die „Prawda' die unteren Kaukasus und Tnrkestan, Arabien und Aegyvten tzosit, daß der Geist der sozialen Revolulion bald Schichten der Türkei eindringen wird. Ter türkische Bericht. Kvnstantinopel, 24. Juli. Tagesbericht, ».-^d'ilastiuafrvnt: Im Küstengebiet wurden Borstoße starker fetndlicl-er Msflärungsabteilungen im Handgranaten- kantps von uns abgewiesen und Gefangene ein gebracht Das beiderseitige Ariillcrieseuer hielt mi der ganzen Front in nt ästigen GvenMi an. Die Fliegertätigkeit blieb rege. Am 21 .Jüli schei- terten wiederholte Angriffe der Aufständischen aus Maau «N tapferen Haltung der erprobten Besatzung der Stadt. Die Rebellenlager in der Gegend von Tasile waren das Ziel für die Bombenabwürfe. Auf den übrigen Fronten mchts Neues. . L«echs feindliche Flugzeuge warfen aut 23. Juli nachmittags B o m b e n aus K a n st a n t i n o p e l, ohne nennenswerten Schaden anzurichten. Fünf Personen wurden verwundet. und die flämische Frage. (WTB.) Meldung des Zentral Blaamsch Der Kanzler Brüssel, 25. Juli. Preßbureau. Vor einigen Tagen weilte der Reichskanzler Graf von Hertling in Brüssel. Er hatte toährend seines Aufenthalts Gelegeich eit genommen, mit dem Herrn Genera lgouver- neur auch über die flämische Frage eingehend zu sprechen, und hierbei sein Einverständnis damit erklärt, das; dem „Rat von Flandern" eine Eröffnung des Inhalts zngehe, der Reichs kanzler stehe nach wie vor unverändert auf dem Standpunkt der Erklärungen seiner Vorgänger. Tie Eröffnung ist im Auftrag des Herrn Generalgouverneurs am 20. d. M. durch den Verwal tungschef von Flandern dem Bevollmächtigten des Rates von Flandern bekanutgegeben worden. Dem Wunsche des Reiä)s- kanzlers enffprechend werden sich in den nächsten Tagen einige sühnende Flamen zu ihn begeben, um! mit ihm das ganze slämisch- politische Programm in eingehender Aussprache zu erörtern. Der Seekrieg. bisherigen Ergebnisse des U-Boot-Krieges Die waren: 1916 1917 19181 Januar-Februar 238 OQO Brutto-Ma.-T. M ärz-April . . 423 000 Mai-Juni . . . 219 500 Juli .... 103 000 August . . . 209 347 September . . . 254 000 Oktober . * . 393 500 November . . . 408 500 Dezember . . . 415 000 Januar .... 439 500 Februar . . 781 500 März . , . April . . - - 885 000 1 091 000 Mai .... 869 000 Juni .... Juli .... 1 016 000 " 811 000 August . . . 808 800 September . . . 672 000 Oktober . . . 674 000 November . . . 607 000 r~ Tezentber . . . 702 000 Januar .... 632 000 Februar . . 680 000 März . * . „ 689 000 April . . 652 000 Niai ... 662000 „ England» Schiffsnot. Bern, 23. Juli. Angesichts der für Donnerstag angesetzten untzerhausdebatte über die Schiffahrlslage waritt „D aily Telegraph", ijkdi möge sich durch die Tatsache, daß der derzeitig^ Umfang der Neubauten in der ganzen Welt die Abnahme des Lochtffsraums durch Tauchüootkrieg und Seennfälle wettmache, nicht über die für England besonders wichtige Tatsache hinweg- täuschen lassen, dast der britische Schiffsraum noch immer abnehme. In dieser Hinsicht sei die Lage besorgniserregend. Am Ende des Vorjahres habe die britische Handelsflotte ein Defizit von drei^ einviertel Millionen Tonnen ausgewiesen. Im ersten Halbjahre 1918 hätten die Neubauten 763 000 Tonnen, die Verluste fast das Doppelte betragen, so dast jetzt annähernd vier Millionen zu ersetzen seien, wobei die ungünstige Bilanz noch fortwährend wachse. Wir haben, so schreibt die Zeitung, nie geglaubt, daß der Feind nnss aushungern kann, und glauben es heute weniger denn je. Lsber was wir zu gewärtigen haben, ist der allmähliche Verlust unserer Handelsbeziehungen in entfernten Wcltgegenden, weil wir die dort verkehrenden Schisse zurückziehen und auf den näher liegendes Handelsstraßen fahren lassen müssen. Unsere Handelsorganisation erschlafft, die Märkte tverden aufgegeben, alte Geschäftsverbindungen den Konkurrenten überlassen, die nur allzu bereittoillig die sich ihnen eröffnenden Gelegenheiten aussetzen. Tie Zeitung schliestt, es müsse etwas radikal falsch sein, lvenn ein Land. das ohne Seemacht nicht existieren könne, trotz der entschlossen fortgesetzten Angriffe des Feindes auf seine Sckiiftahrt viel weniger Schiffe baue als im Jahre vor dein Kriegsausbriich mrd nur wenig über die Hälfte mehr, als es verliere. In der gleichen Zeitung erörtert Archibald Hurd den bedenklichen Arbeitermangel im britischen Schiffbau. Wir stehen^ schließt Hurd, zivei Problemen gegenüber: erstens das Kriegsproblem, Verluste zu ersetzen, damit wir ohne Sorge leben und unser Teil im Kriege tun können, zweitens das Problem für die Zeit nach dem Kriege, die Wiederl-erstellung unserer Handels- ' flotte, so dast wir, wenn möglich, unseren Austenhandel neu auf- -bauen können, der im Interesse der alliierten Sache geopfert wurde. Ter gegenwärtigen Knappheit des Schiffsraums wird innerhalb vierundzwanzig Monaten nach Friedensschluß ein Ueber- angebot folgen und dann wird ein Schifsskrach erfolgen, wie er; nie dagewesen ist. * London, 24. Juli. (WTB.) Reuter-Meldung. Der Dampfer „Justicia" der White-Star-Linie (32 000 Tonnen) wurde am Sonnabend früh an der nordirischen Küste von einem U-Boot torpediert und versankt. Das Schiff führte eine Besatzung von 600 bis 700 Mann. 11 Personen sind tot. Es heißt/daß 10 Torpedos .abgeschossen wurden, wobei vier durch das Geschützfeuer vom Schiff aus zur Explosion gebracht wurden. Passagiere sind nicht umgekommen. Nach einer späteren Meldung dauerte der Kampf des Dampfers „Justicia" mit denr U-Boot 24 Stunden. Das erste Torpedo zerstörte den Maschincnraum und brachte das Schiff zum Stehen. Hierauf wurden die anderen Torpedos ab- geseuert, wobei nur zwei zur Wirkung gelangten. Berlin,- 25. Juli. (WTB.) Aenßerungen der englischen und französischen Presse zufolge soll der am 20. Juli von einem deutschen Unterseeboot nordwestlich Irland versenkte Dampfer nicht der Dampfer „Vaterland", sondern der 1917 in England fertig gestellte 32 120 Br.- R e g.-T. g ro ße T u r b i ne n d a m p fe r „I u st i c i a" von der WhiteStarLinc gewesen sein. — Ehe zu dieser Meldung von der amtlichen deutschen Seite Stellung genommen werden kann,, must erst die mündliche Berichterstattung des beteiligt gewesenen U-Boot-Kommandanten abgewartet werden. Der kürzlich über den Dampfer „Vaterland" erfolgten Veröffentlichung lagen funkentelegraphische Meldungen zugrunde. Aus SLudt und Gießen, den 26. Juli 1918. ** ß Perionalnachrichten. Ernannt wurden: am 20. ^yitn 1918 der Kanzleigehilfe bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberl-essen Otto N e u e r und der Kanzlei- gehufe bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Proviirz Starkenburg Jak. Fink zu Registratoren bei diesen Behörden. M ilitärdienstnachrichten. Befördert: zum überzahl. >Ltabsarzt: Oberarzt Tr. Staudinger beim Leibg.-Inf-Regt Nr. 115. Ernmmt: zu Assistenzärzten d. Res.: die Feld hilfst ärzte- Mantz, Jos. (I Tarmstadt), Oberwittler, Wilhelm, (Gießen); für die weitere Dauer des Krieges zu Kriegs-Assistenzärzten ö. W.: die landsturmpfl. mit Kriegs stellen a. W. beliehenen Aerzte: Tr. Ball mann, Erich, (Gießest), Dr. Bach, Oskar, Mamz), Tr. Bantzmann, Gustav, (Gießen), Dr. Draudt, Em,t, (I varmstadt), Dr. Fraenkel, Ernst, Dr. Frank, Cle- mens. (Gießen), Dr. Ganß, Philipp, (I Darmstadt), Dr. Greif, Albert, (Worms), Dr. Hartleib, Heinrich, (Väamz-, Dr Heymann, Rudolf (Gießen), Tr. Isaak, Leo, (I Darnrftadt), Dr KvepPe, Karl, (1 Tarnt, ladt), Dr. Lovenz, Arch., (I Darmstadt), Tr. Me per ho ff, JuliuslGresten), Dr. Vkch, Emil, (Friedberg), Tr. Probst, Ferdinand, (Mainz), Dr. Rigler, Otto, (I Darm- hrdt), Tr. Sprenger, Gustav, (Mdainz), Dr. Schwerdtfeger, Friedrich (Mainz), Tr. Steinhauer, Salomon, (I Darmstadt), Dr Stern, Paul, (Friedberg), Wöhrmann, Wilh. (Gießen), Dr' Wallau, Wilhelm, (Mainz), Ascher, Theodor, (I Tarm'tadt), Dr. Alsfeld, Hermann. (I Darinstadt), Dr. Brettel .Adolf, (Friedberg). Tr. Hüffell, Albert, (Friedbery), Dr. Stern, Robert, (I Darm-, 'Ijadt); für die Tauer ihrer Berroendimg im Kriegssanitätsdierrst zu rz-eldhilfsärzten ernannt: die mchtapprobirrten Unterärzte (Fell»- Unterärzte): Römer. Anton, (Vöainz>, Gerlmh, Friedrich, (V Berlin), dieser beinl Leibg-Inf.-Regt. Nr. 115, Heinzig, Beruh. (V Berlin), T o e t s ch, Rudolf, (Gießen), diese beiden däm Lrtb- Jnf.-Regt. jNr. 117, HeckLer, Rudolf, Stamnller, Gustav, (Gießen), Orth, Herrnann, (Friedberg), Schwabe, Ernst, (Gießen), Megerle^ vLudwig, (Gießen), dieser beim Ers.-Pton.- Batl. 7. Befördert: zu Oberveüer.: die Veterinäre: Dr. Löffler, (Friedberg), Ulrich, (Gießen). ** Silberne Hochzeit. Gerichtsvollzieher Otto H e ß l e r, z. Zft. als .Fcldwebelleutnant beim Inf.-Ersatzbat. 116, feiert heitte mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. ** Obstmarfen. Am Samstag den 27. d. M. gelmigen in den Brotmarkenbezirken vormittags von 8—12 und nachnittags von 2—6 Uhr Obstmarken zur Ausgabe. Siel>e ?lnzeigeitteil. ** Freibank. 27. Juli 1918, 2—4 Ubr: Nr. 1211—1320. *'* Diebstahl. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli wurde im Schisfenbei'ger Weg eilt Gartenhaus erbrochen uitb daraus eine weißleinene Hose, ein Stück Drahtgeflecht (6 Meter lang 1 M>et>er breit), ein Haminer und Nägel entwendet. Die Täter, zwei 16—17jährige Burschen, wurden, nach der Stadt gehend, gesehen. Dias Drahtgesleckst trug der eine unter dem Arm. Sachdienliche Mitteilmrgeu nimmt die Kriminalpolizcä entgegen. ** Gießener Stadttheater. In der Sonntag-Auf- führnng des bekannten und beliebten Lustspieles „C o m t e s s e Lrntczeit vor fünf Jahrtausenden. Wieder naht die Zeit der Ernte. Bald rverden Sichel und Serrse im Korn klingen, wie sie es seit Jahrhunderten zur Erntezeit getan lyaben. Wie in grauer Vorzeit, vor rund fünf Jahrtausend den, bei einem der ältesten Kulturvölker, den Aegypbern, das Korn geerntet wurde, darüber sind wir gut unterrich:er aus den künsllerisck-en Darstellungen^ .die ans iener fernen Zeit ans uns gekommen sind. Tas gesamte Mltagsleben des „alten RoichÄ" 2960 bis 2475 vor unserer Zeitrechnung) hat unlängst Luise Klebe zum Gegenstände eirier fesselrrden Darstellung in Bild und Wort unter dem Titel „Tie Reliefs des alten Reiches" gemacht, die als Abhandlung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften erschien>.en ist. Tie bis jetzt ausgegrxrbenen Reliefs, die Nen- ausarabmrgen von Gise 1913 nnd tue von Harnamije 1914 ein- geschlossen, ans den Gräbern her Bornehnren, den Mastabas, der 3. bis 6. Tynastie, darunter auch manche unveröffentlichte, hat sie gruppenweise geordnet und mit Beschreib trugen v-er^hen. Wie es damals bei der Getreideernte zuchng, davon bekommt man hieraus eine gute Vorstellung: verschiedene Arten des Getteides, niederes und übcrmairnshvhes, werden etioa 40 Zentimeter über dem Boden von Schnittern mit der Sichel abgeschnitten. Erst werden die Halme abge sch litten, dann ^halten die Schnitter sie in der Hand, und schließlich legen sie sie auf den Boderr. Für ihre Unterhaltung sorgt nvanchrnal ein Flötenbläser, der zwischen ihrien! steht, und einer der Schnitter nimmt gewöhnlich eine Sichel unter den Arm und schlägt .den Takt dazu; andere singen. Ist ein Schnitter durstig, so triM er ans der Flasche: ein hungriger Schnitter ißl ein.e Zwiebel oder Lauch nnd hat einen Korb voll Brote neben sch stehen. Der Herr oder der Anffeher mit einem Riemen (oder Strick) in der Hand ist anwesend: mamhmal bringt er auch seinen Hnnd mit " imgetrieben und, wenn sie aus der Bahn laufen wollen, zurückgestoßen.n»erden. 2lb nnd zu bückt sich, eins der Tiere, um zu fressen, derm das Maul ist il*netl nicht verbuirden. Ist. das Getreide ans gedroschen, so wird das leere Stroh mit dreizinkigen, breiten (Nabeln ans einen der GarbOinriete ähnlichen; Hansel: gepackt, nnd die StrolMiete, die dem Wetter, besonders dem Winde, standhaltcn soll, wird se,tgebmtden. Tie Kornbchälter, wahrscheinlich aus Nilschlanrm. .aufgeführt, stehen nreistenü neben der Strvhmiete. Wenn das Stroh entfentt ist, Reiben Getreide- körner und Spreu auf denr Boden liegen nird werden mit Handbesen ans eilren Haustm gefegt; dann wird das Korn qeioorfelt nnd gesiebt, eine Arl^eit, die von Frauen ausixesschrt nstrd. Noch heute überläßt man in Llegypden beim Worfeln die Arbeit denr Wind, der die schweren Körner rasch wieder.zu Boden fallen läßt, während kr Spreu nnd Mdhlstanb weiterträgt, so daß zivei Hans«! entstehen. Zuletzt lverden die Körner gesiebt, imr hrngengebliebeli-e Spreu zu entfernen, dann wird den Schreibeur des Herrn eilte Kornprobe gezeigt nlld nun kanir das Getreide in die Kovn^ speicher gebracht werden, obeir abgerw'.dete, auf einem Unterbau stehende Behälter, in die das Korn obeir hiuentges^chüttet wird, während es untoil durch eine Srhiebetür wieder herausgenonrmen lverdeil kann. — D i e G e f a h r e lt .d e r S t u b e n f l ie g e. Es ist noch imnrer viel zu wenig &dßaÄ> jüjfe grp&c Gesa-osn Stubenfliege Gnckerwirken neben Fräulein Emmy Abendroth vom Elbev« selber Stadttheater, die die Titelrolle gibt, in Hauptrollen mit die Herren Teleky, Volck, Feigel, Robert, sowie die Damen Kallmar ulid Frenzel. Die flotte Vorstellung l>at in Nauheim ganz besonders gefallen. ** Gießener Waldbühne. Nochmals sei ausdrücklich^ auf die zweite diesjährige Ausführung der Waldbühne hingewiesen^ die durch die Wahl der Stücke — Goethes „Laune des Verliebten" und Blumerttlwls „Ter schlechte Ruf" — sich als Dar-, stellung aus der Welt des Rokoko ck-arakwrisüct. In den graziösen! Werken, £ie sich besonders für eine Aufführmtg nn Freien chpren- wirken unter Spielleittmg des Herrn Karl Volck eine Reil)e erster Kräfte des Naüheimer Kurtheaters mit. Wir nennen uebcin dem Spielleiter die Herren Teleky, Koch, Jelikosf, Schaum und die Damen Kallmar, Abend roth und Delosea. ^ Bon der Post. In letzter Zeit wird gelegentlich über die Klebfähigkeit der Briefmarken und die Beschaffe n- heit des Papiers der amtlichen Postkarten geklagt.. Die (Liostverivaltung stellt nicht in ?lbrede, daß sich in beiderlei Hinsicht die Verhältnisse gegen früher etwas verschleck)terl haben. Di ,2 Ursache davon ist in gewissen Schwierigkeiten zu suchen, die sich neuerdings bei der.Herstellung des Klebstoffs und des Papiers ergeben und die sich vor der Hand nicht beseitigen lassen. Sie müssen als eine Beglei terfcheurun g des z?ri eges hin genommen werten. Um M erreichen, daß die Marken möglichst gut hasten, empfteM es firf> lehr, wenn die Verbraucher sie vorsichtig und nur mäßig ansenchen. der K lebsdossschicht zuviel fortgenommen, so daß die Marken dann unter Umständcm abfallen. ** Kolonialkrieger spende. Am 17. und 18. August Miden zum Besten der unter amtlicher Verwaltung stehenden Kvlo- nialkrieGn-Spende zwei Opferlage statt. Hofseittlich wird auch unsere Stadt, wie schon so oft bei ähnlichen Gelegenheiten, ihre altei Opfersreudigkeit wieder beweisen und mcht hinter anderen dcuffchep Orten zurück;teheii. Gilt diese Sammlung doch einer Heldenschar, welclie brsher allzuwerng genannt wurde, obwohl sie nahezu Ueber- menschliches geleiltet hat. In misern Kolonien haben deutsche Männer die deutsche Ehre bis zuletzt verteidigt; aus verlorenen Posten haben sie ausgeharrt, bis die gewaltige Ueberzahl der Feinde ledep weiteren Widerstand unuröglich machte. Noch aber sind von Lettow- Vorbeck und seine Truppen unbesiegt. Im fertten Afrika kämpfen) sie unter Schwierigkeiten, die wir uns kaum twrskellen können. Fast ganz auf sich selbst angewiesen, haben sie ein tropisches Larü» von der doppelten Größe Deutschlands verteidigt; weder die Ent- behrungeii der Wildnis, noch die Krankheiten des Wmas haben ffe mutlos gemacht. Zusammen mit ihren treuen Eingeborenen haben sie nicht nur glänzende Siege gewonnen, sorrdern auch in hatt-^ nackigem Buschkrieg um jeden Zoll Boden gerungen, wid' heute noch kämpfen sie als Sieger aus portugiesischer Erde. Selbst die Fernde senkeii ihr Schwert achtungsvoll vor so viel Heldeiittim. und detz Name des deutschen Führers gehört zu den Mseiertstcn des ganzen Krieges. Sollten wir solchen Männern wffere Dankbarkeit weigern- die wir den Heldeii im Flugzeug, im Luftschiff und im Unterseeboot so gern uiid reichlich ge;peiidet haben? Es ist an der Zeit, die FÄv< sorge auch mrsern Kämpfern in den Kolonien ziizuwenden, Armut lind sttot unter ihren Angehörigen oder Hinterbliebenen zu liiidern, und so zu einem flauen Teil den Dank abzutragen, ben mir innert alle schulden. I ——»•unwfR.'ßii jgrjwwwi Eingesandt. (Für Form nnd Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantmortuiig.) Unfug niust man das Verhalten des Publikums beim Ausladen der Verwundeten an der Bahn am letzten Mitttvvch nennen. In geradezu ausfallender Weise drängte sich groß nnd klein an die Wagen und Tragen heran und erschwerte so dem Smrftätspersonal seine gewiß nid# leichte Aufgabe. Mitunter liegen Verio-uiidete dazu fast unbekleidet nur mit einer Decke bedeckt, ans den Trageii, und in manchem von ihnen dürfte die Begrüßung durch neugierige Augen in einem chlchen Zustande wemg angenehme (tzesühle erwec fett, um so mehr es hcarftg gerade die WeibliäKeft ist, die sich in schanr- lvser Weise hera.idrängt. Man sollte doch meinen, daß nach nahezu 4 Jahren Krieg V er wu n det c n t ra n s Po r t e die Neugierde vieler nicht mehr befriedigen könnten und daß die Oeffentlichkeft endlich wüßte, wie sie sich bei der Ankunft von Lazarettzügen zu verl-alteii hat. Bedauertick-erweise waren auch viele Eisenbahner, auch weibliche Bedienstete, die ftch besonders bemerkbar machten, unter den neugia-igeni Störern. Hier könnte die Vorgesetzte Behörde Abhilfe sä^fsen. Gegeri das Verhalten des Publikums mu& entschieden Protest erhoben werden, und es kann nur immer wieder die dringende Bitte ausgesprock)en >verden, beim Ausladen von Ver» wmikEten nicht h i n z u z u l a u f e n, zu gaffai, die Verwundeten zu belästigen und das Sanitätspersonal zu behindern .sondern rrrhig seiner Wege zu gehen. Jeder Beteiligte wird dem Ver- nlinsttgen Dank wissen. X. Landkreis Gießen. Großen-Buseck, 25. Juli. Ers>atzreservrst Willxlm Schmidt X„ im Besitze des Eiseriien Kreuz-es imd der Hessischen TapserSeitsniedaille, wurde Lum llnterofftzier befördert. tt. Treis a. d. Lda., 25, Juli. Das Eiserne Kreuz! 2. Klaffe erhietten die Musketiere Georg Leitu er imd Phil. Schick und d-ec Matrosenartillerist Heinrich S chi ck, das Hessisck>e Kric(zsehren- zeich^m in Eisen der Sergoaitt Liidwig Benner, die Heffische Tapferkeitsmedaille Feldivedel E u l c r. in sich bergen können; xs gibt eilte ganze Rech^ von Jnftktions- koanlcheften, die sie übertragen könnest, und sie sind auch imflnnbe, EingeiveideSchmarotzer zu versästeppen. Im neuesten Hefte der „Natuttvissens-chttftlichen Wochenschrift" macht Kathariucr hierüber wertvolle Mitteilung, wobei a sich auf die sickeren Ergebnisse bedeutender Fachgelehrter stützt. Fliegen schleppen ntit ihrem Körper, mft ihvem Kot und mit dem Rüssel —^duvch Uiieder- holles Heraichvürgen des Inhalts des KwpseS ihrer SpeiserölMe — ii. a. krankheitserregende Bakterien und Bandivnrnieier überall hin. Graham-Smfth lZat bei Lkbtritts- und .^tzehrichlfliegen bis zn 155 Millionten von Kleinlebeweseit ant Einzellier gezählt^ während die geringstie Menge von Mikwbeit, 650 Stück an der Fliege, auf Fliegen ans einem b,rkteriologis-clDen Jnstftute gesunder wurde. Ms Mittetwert aus 414 Fliegamnterfuch-mgal ergab sich firr die Einzelfliege ein Gchtlt von rund 1»/> "'u!lwm-n, v Itofttcienfcimcn an der Körpewbeifläche! Tie spmenbild.nden Bakterien erweisen sich bemt Aufenthalt auf und tu Fltegenlni»am als besonders widerstandsfähig. An Fliegen, die tnnxn ?en vltegenmltz (Empnsa rmtscae) gesnorl>en wärest und dann ist einer verschlosieneU Flafthe aufbeivahrt Ivurden, fand Gval-aiwSmith mutz nack, drei. Jahren ^ Mllzbvcmdbcvz-illen hebend und tnMwltsfähig. Der Lckiweizer Forscher Professor Tr. Göldt lagt tu semrr Arbeft; „Darnckanal und Rüssel der Stub.-nfltege vom sanitä .wchut rtand-, punkte aus": „Ties Resultat lehrt sür stch allein nxthrhafttg )dm mehr als lange theoretische Auseinandersepungen und vermag uusj einen handg reift ich.m Beweis zu liefern für die unbestreitbare Wichtigkeit des Problems der Fliegenbekänrpftmg." Reinkulturen ans tuirierteit Fliegen wurden im V^rsuckp von folgenden krau',hctts- erregenden Mkteri-en erhalten: Bazfflns pyocyanieus, L-chphylocoo- cus, beides typische Bewohner von virnlenter Eiterfttbstanz, und Bazillus typhi abdominalis, dem Begleiter des llnberleibstyphus, dessen .Berschteppimg durch Fliegen von Eurschmann eimrand- frei festgestellt wurde. Tie Llnuahme normaler VersMwpung durch die Flieg en drängt sich mehr und imehr auf für folgende Kvaukl-eften: Typhus abdominalio, Cholera, Dysenterra, epidennsch: oder reiiv merdiarrlwe, TuberLnlosis, ^Anthrax (Milzbrand), Franrboesia tropica. Ophtalnria, Tiphtherttis, Pocken, Pest, Bouton de Biskra mtd verschiedene Haudansschlage. Unter den Eingeweide-Sckim'a- rotzern, die durch Fliegen übertragest werdtnr, kvnmtt besonders dev S'chweinebandwurrn rn..Frage, der sich muh rnt Menscheit entwickeln kann, wo seine Finine tvvchtigr Organe, wie Herz, Gehirty stiud Auge befallest farr.t. Die Gier dieses Bandwirrms haben arvml Tlurchmesser von 0,031 Millimeter; die Fliege kann sie also seho wohl durch ihren Rüssel auftrehnten. )( MaipA l ar, 25. Juli. Das Eiserne Kreutz erhielt Gefreiter Liwwig P fei ffer. Kreis Schotten. e. Schotten, 25. Juli. Der Gesamt verein des Vogels- b e r g e r H ö h e n c l u b s (B. H. C.) ist dem hessischen Landesverein für Kriegerheimst ätten mit einem jährlichen Beitrage von 50 Mk. als körperschaftliches Mitglied bei- .Mreten und hat gleichzeitig seinen Ziveig vereinen warm empfohlen, die Mitgliedschaft des Vereins zu erwerben. up. Vom vorderen Vogelsberg, 24. Juli. Das Wetter hat in letzterer Zeit seinen trockenen Charakter verloren, die Niederschläge werden häufiger. Allerdings hat es noch nicht durchgeweicht, und die kleinen Schlagmühlgraben haben noch einen kaum nennenslverten Wasserstand. Dafür stehen aber auch die ersten Kornhaufen ini Felde und die erste Gerste liegt auf dem Boden. Tie Grnmmetwiesen stehen in frischem Grün. Der Grünfuttermangel ist indessen noch nicht behoben. Kreis Friedberg. £. Bad-Nauheim, 28. Juli. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurden u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: Der Waldwirtschaftsplan für 1919 wird unter i>er Bedingung genehmigt, daß bei dem Verkauf von Nutz- oder Brennholz jede Rücksicht ans die einheimische Bevölkerung ge- nommen wird. - Ein Gesuch des Fußballklubs um Ueberlassung eines Spielplatzes wird abgelehnt, da die Stadt für derartige Zwecke zurzeit keine Plätze' zu vergeben hat. — Es wird beschlossen, den mit dem Badefiskus über die Benutzung des Usa-- Niers geschlossenen Pachtvertrag zum 1. November zu kündigen. Starkenburg und Nheinhessen. R. M. K. Darm stad t, 25. Juli. Ein mächtiges Warenlager im Werte von etwa 35 000 Mk. wurde bei Angehörigen einer in Kaiserslautern in Stellung befindlichen Geschäftsführerin hier entdeckt, die die Woll- und Weißwaren usw. in ihrer dortigen Tätigkeit gestohlen hatte. , , W. V. Worms, 25^ Jüli. Mord Leute vormittag 7*9 Uhr erschien aus der Wachstube des 1. Polizei-Reviers der Land- sturnmmnn Heftrrich Schmidt, geboren am 5. Januar 1891 zu Worms, vm: Zivftberuf Taglöhner, der sich zur Zeit in Urlaub hier befindet rard meldete einein anwesenden Hllfsschutzimmn, daß er eben in seiner Wohnimg Fischmarkt 13 seiner Frau freu Hals ^rbgeschnftten habe. Als Grund gab er an, seine Frau führe schon lungere Zeit einen schlechten, unsittlichen Lebenswandel, insbe- londere ziehe sie fortgesetzt mit andere:: Mannspersonen umher. Auf diese Selbstantzeige hm nahm die Polizei sofort eine Besichtigung der Wohnung vor und fand dort tatsächlich die Frau mit durchschnittener Halsschlagader tot in ihrem Bett vor. Das Bett toti* mit Blut durchtränkt, so daß das Blut am Fußende auf den 'hoben lief. Die Getütete ist die am 18. März 1891 zu Worms geborerie Maria geb. Selbert und seit dem 28. August 1914 mit dem Täter kriegsgetraut. Es sind drei Kinder im Alter von 1 3 und 4 Jahren vorhanden. Der Täter legt eine auffallende Ruhe an den Dag. Er rvurde dem Militärkommando übergeben. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 25. Juli. Die durch die Stadt bewilligten Ortszulagen für LehrperßZnen sind sowohl von der Regierung als auch vom Ntinisterium ab gelehnt 'worden. Jetzt suchen die Lehrer durch» eme wiederholte Eingabe eine Aenderung des ministerielleni Stantpunkles herberzunihren. ra. Wetzlar, 25. Juli. Regierungsassessorvon Lettow- Borbeck, früher am hiesiger: Lairdratsamt beschäftigt, ist zum Ärnldrat des Kreises Cochem ernannt worden. va. Bellersdorf (Kr. Wetzlar), 25. Juli. Die Wiederwahl des GemeirckxDvrstehers Abel raff eine sechsjährige Amts- '-auer hat die behördliche Bestätigung gesunden. ra. Ichwalbach, 25. Juli. PoliKÜsergsant Möglich überraschte zwei entlaufene Russen, von denen er einen festnehmenj komtte. Er führte eine Dose Butter, Mehl und aridere Lebensmittel bei sich. Anschevrend handelt es ftch um die Mrle, die seit zwei Wochen unsere Gegend unsicher machen. Hessen Nassau. mr Frankfurt a. M., 24. Juli. Die neue Markthalle an rer Obermcrinstratze ist mrnmehr in der provisorischen Art soweit wrtiggestellt, daß sie in Benutzung genommen werde:: kann. In den letzten Tagen wurde die städtische Marrneladekocherei ^ dorthin überführt, bis zum Herbst soll auch to Sauerkrautfabrik, die sich eben noch im Schlachthos befindet, dorthin verlegt werden. — Die Eisenbahndirektion hat sich in eurem Schreiben an die '^stlhnvorstärrde gewandt, daß von einer Revision des Reisegepäcks nach Möglichkeit Abstand genonrmen werden soll, da die auf- gesundenen Lebensmittel zum größten Teil geringfügig in der terrae seien und die glatte Absertigrmg der Züge durch die Revisionen notleidet. Tie Bahnvorsteher sollten sich mit der zu- stlindigen Gendarmeriestation in Verbindung setzen, da diese ja lür die Revisionen veränttvortlich sind. — Ter äßagiffrüt hat weitere weite Landstrecken für Lungenkranke zum Klerngartenbau zur Verfügung gestellt, da man mit dieser Art vorbeugender Behandlung ausgezeichnete Erfolge erzielt hat. --- Frankfurt, a. M., 25. Juli. Bisher wurde in fachmännischen Kreisen Allgemein arr-gArommen, daß der Erreger der „spanischen Krankheit" identisch sei mit dem 1891 von Pfeifer entdeaten Bazillus Influenza. Dieser Ansicht gab auch die kürzlich im ^eickitsgesundheitsamt stattMhabte BespveckMrg noch Ausdruck. Jetzt konnte der Leiter des hiesigen Kgl. Instituts für experimentelle Therapie, P-rof. Dr. Kolle, bei überaus zahlreichen Untersuchungen von Auswurf den Pfeiserschen Influenza-Bazillus nicht Nachweisen. Dagegen fand .er einer: anderen Krankhefts-, erreger, dessen bakteriologisch^ Ergeüscchaften er wie folgt beschreibt: Es handelt sich nickst um einen Bazillus (ein Stückchengebilde), sondern um einen Kokk ns (ein Ringgebllde), das unter besonderen Züchtungsmaßnahmen in langen Ketten, teils isoliert, teils zusammen ruft dem Prrerrrnakokkus. den Erreger der Lungenent-i zündung, sich entwickelt. Pwf. Kolle hÄt die bisherige Ansicht, daß die augenblickliche Seuche eine Influenza-Epidemie sei, für widerlegt wrd erklärt, daß es sich hier vielmehr um sekundär infizierende Bakterien handelt. Eine weitere Klärung der Frage wird aus den den Kolleschen PeröfferrtlrckMNgeir wohl folgenden Meinungsäußerungen zu erwarten sein. kp. Großauheim, 25. Juli. Durch ein grausames Geschick vOirde den Eheleuten Paul Hommel hier ein 14 Monate altes .Kind entrissen. Eine nahe Verwandte der Familie hatte zur Säube- «mng ihrer Hunde eine giftige Substanz verwandt und die Flüssigkeit dann in einer durch den Vorhang geschützter: Küchenanrichte niedergestellt. Hier rvurde sie von dem Kinde entdeckt, das davon trank und rmter gräßlichen Schmerzen gestorben ist. lp. Kö PP er n i. T., 25. Juli. IN dem Wohnwagen des zurzeit hier weilenden Karussellbesihers Ernst aus Anspach ftel in der letzten Nacht die brennende Petroleunrlanrpe vom Tisch und explodierte^ Dabei geriet die Frau des Besitzers in Brand. Ehe Hilfe zur Stelle war, hatte die Unglückliche derart schwere Brand- wrrnden erlitten, daß sie nach ku rzer Zeit starb. Arbeiirziele der deutschen Landwirtschaft nach dem Kriege. heraus gegeben von Edler von Braun, llnterstaats- drof. Dr. Tade, Hauptgeschäftsführer des deiitscksen L^nrwirtschaftsrates, unter Mit.cic für:g einer 9 ^ 1 :^ Reihe theoretischer und praktischer Land- und Volkswirte. 2 Tie wittschasklichen Grundlagen werden „ »j als lo7it.wi-rtschaftliche Statistik ,.f r - 0 5nci)rtd) 3 ^1)^ Präsident des Königl. Bohr. Statist. Landesamtes rn München behandelt. Ms Leitsatz stellt <>ahn auf: „Mit der objektive!: Aufklärung über die quantitative und aualttatrve dynamische Bedeutung der Qandlvirtschaft erhebt i. re Statistik d:e zurucktretendim einzelnen Interessen der Latch- w,rt,ck»st und verschafft il/nen Grhär bei der BwölklTrung. Seme Beivrechnng gilt zunächst der tandwirtsck>astlichen Bevölkerung und nachinusbaren Zusammensetzuug. Der zweite Ab- chmitt ^ndelt von den lrardnurtschaftlichen Betriebsverhältnissen, der dritte umschließt die lartdrorrtschastlichen Erzeugnisse und deri f1arrdloirtschaftlvchen Ertrag, der vierte will die ürndwirtschaftlichen Vorräte berücksichtigen, der fünfte die Verteilung und den Verbrauch der lairdwirtschafllichen Erzeugnisse, der sechste den Preis der landwirtschaftlichen Epzeugiiisse. Mit dem, was Zahn über die Zusammensetzung und Entwicklung der landlvirtsckra st liehen Bevölkerung sagt, können wir ohne weiteres einverstanden sein. Ob die Hoffnung, die Zahn auf die Älüsgestaltung der landwirtschaftlichen Statistik als Mittel zur Hebung der Erzeugung setzt, berechtigt ist, muß dahingestellt blechen, düff jeden Fall wird ein.wirklich einwand- fteier Nachweis der Ajnbauweise und Anbauftäche in sehr viele ns Fällen auch bei der wetteren Ausgestaltung der wirtsckufftlichen Shttistik keine besonderen Erfolge versprechen, da sich die Verhältnisse fast bis unmittelbar vor der Ernte dauernd ändern. Beachtens- svert erscheint der Vorschlag, einer: genauen Wirtschastsplan ziim Anfang des Wirtschaftsi Lines aufzustellen. Mlein praktisch wird dieser wohl nie inne gehalten werden können, !veil die Witterung, tierische und pflanzliche Schädlinge und sonstige Einflüsse höherer Vlacht in ganz kurzer Zeft und einfacher Weise den gesamten! Wirtschastsplan umrversen können. Auch den Satz, den Zahn auf Seite 92 ausstellt, dahin lautend, daß jcder Larrowirt am Ende des Wirtschaftsjahres den Ertrag seines Drusches ganz genau kennt, möchten wohl viele Praktiker nicht unterschreiben. Daher dürste auch die von Zahn so sehr empfohlene Vorrats-Stattstik nicht ohne schwere Enttäuschung verlausen. — Was Zahn über die Gestaltung der Preise der landwärtschaftlichen Produkte sagt, trifft in manchen Fällen zu. Zu bedauern ist es, daß Zahn hierbei nicht näher dre Erz-eugungskosten als solche berücksichtigt hat.^ — Die Gestaltung der Anbauflächen in den Jahren 1917/18 bringt für jede,: Sachverständigen den klaren Beweis, daß ohne Berücksichtigung der Erzeugungskosten eine befriedigende Regelung der Preise ausgeschlossen ist. b) Als die Ernährung des deutschen Volkes. II. Vm: Prvf. Dr. Backhaus-Berlin I. von Prof. Dr. Rubner-Berlin behandelt. Es sei gestattet, diese beiden außevordentlich interessanten Arbeiten in der hier angegebenen Aufeinanderfolge zu besprecheil, da Backhaus, wenn wir so sagen dürfen, lediglich vom materiellen er-, inährungs-technischen Standpunkt aus das Problem behandelt wäh- vend Rubner als Physiologe urrd Mediziner mehr und meyr den individuiellen und theoretischen Bedarf in den Vordergrimd schittit. Es würde nicht sckiwer sein, zwischen diesen beiden Arbeiten einen G^ensatz zu ^onsttuieven, der um so ''ckKrfer hervortretenj müsste, \t mehr man sich der einen oder anderen Richtung ai:- schließen will. — Trotzdem sind beide Ausführungen außerordentlich tvertvoll, da sie uns den Beweis bringen, daß wir im Zwange .der Verhältnisse iricht zu verzager: bixruchsm, uns aber zu gleicher Zeit vor die große Aufgabe stellen, mit uachlassendem Zwange alles auszubieten, um die Erncllynng so Au gestalten, wie sie den Bedürfnissen des Individuums, den Bedürfnissen ber sozialen und! Bevöllerungsgrichpen ihrer ganzen Natur nach entz pricht. Backhaus stellt als Leitsatz über seine Ausführungen die folgenden Worte: „Ms Vorbedftrgung für zukünftige Maßnahmen der Volks ernährung braucht nicht das angenommen zu werden, was vom einzelnen gewünscht wird, sondern das, was für ihn für das Mgemeinwvhl zweckmäßig ist." 'Backhaus zeigt betrat, wie bei den Massenverpslegungen, Trup- penverpflegimgen, Eriftchriingen der Kriegsgefangenen, Massen- speisungen in den Großstädten und ft: Fabrckbetrieben sowie in landwrrtschastlicheni lBetrieben eftte geradezu ideale Ausnutzung der Rährstsoffe Platz g eisen ba^nn, mrd wie wir mit Hilfe dieser Massm- speifuiigen an Hand unserer Vorräte.jederzeit in der Lage sind, den Abschluß vom Auslände zu . rtragen. Sehr interessant ist es, daß hierbei der Nachweis erbracht ist, daß als Ration */3 Brot, Vs Kartoffel und V 3 Genrüse oder sonstige Nahrung vollständig ausreicht. Backhaus weist s-odrav: auf die Bedeutmrg der ^Schäl- müllerei, der Teigwarensabriken, der Trockenindustrie, der Kon- ftrvenbereitung, Zuckerinduftrie, OelinMerei und Margarinefabri- tation als bedeiftsame eittwicklungsfähige Gewerbe für die Sicherung! unserer Vvlksernährinig hin. Es ist gut, daß diese Mrsfühnutgan in die OeffentttckWeit gekommen sind, denn sie wett>en und können zur Beruhigung weiter Kreise der Bevölkerung unbedingt beitragen. Es wird zwar niemand behcntpten, daß die Massenspeisung vom familiären Staiidpunkt aus besonders empfehlenswert erscheint, als Ultima ratio muß sie im Llluge behalten werden. Nur zu leicht könnte man vom materialistischen Standpunkt aus die Ausführungen zu. .Vorschläge,: bertutzen, .die auf eine allgemeine Einführung där Masfensyeifungen als allein wirksame Maßnahme hinzielen könnten. Tiefen Bestrebungen tritt Rubner entgegen, indem er Mer seine Llüsführungen den Leitsatz setzt: „Es gibt keine eigenllichc Ein heftsnorm ftir die Ernährung des Menschen, sondern je nach Mter, Geschlecht, Lebensweise, Tätigkeit usw. gibt es pmiz verscknedene Ernährungsbedürfnisse, die sogar mit der Art dm Nahrungsmittel wechseln können und müssen. — Eine Kopfguote ist daher streng durchgeführt eine Hungerration für den einen, eine Ueberschnßration für den andern. Sehr interessant bringt Rubner dann den Nachweis, daß der Nährstosfbedarf des Deutschen etwa dem Mittel der europäischen Völkerschaften entspricht. Ter hier festgestellte Bedarf an Nährstoffen kam: im großen und ganzen für dauernd ohne Schaden an der Bevölkerung nicht herabgesetzt werdentz daher biete,: die Mrzeft bestehenden Minderungen des Nahrungskonsums nicht die geringste Aussicht, auch nach dem Zbriege ausrechter hatten zu werden. — Rubner verwirft hierbei soivohl die Voll-Kornbrot-Ernährung wie das sogenanute Fletscheri: und die Vorschläge von Hinhede vollständig. Sein Wunsch geht dahin, daß möglichst bald nach dem Kriege alle Vcwwaltungsmaßregeln hinsichtlich der Volksernährnng aufgehoben tverden, daß die Fleischerzeugung wieder gehoben unrd, daß eilte bessere Verwertung der Magermilch angestrebt wird, um möglichst viel Eiweiß i:r die Tagesration zu schassen, daß mrai den Weizen bau gegenüber dem Roagenbau bevorzugen möge, um ein Mehl von größerer Berdaulichkeft zür geivinnen und daß man eine eiweißreichere Kartoffel züchten möge. — Es sind sehr schwerwiegende imb bedeutsame Aussül-rungen, die Rubner hier macht. Ihre große Bedeiillmg wird dadurch nicht verringert, daß vielleicht in allernächster Zeft noch Keine Aussicht für ihre Ver- wrrllichung besteht. Ms Ziel müssen sie im Auge behalten werden. _ Dr. Kleeverger. D. T Ruderklub „H a s s i a". Auf der zweiten diesjährigen Regatta des Süddeutschen Ruderverbands am vergangenen. Soimtag in Fechenheim a. M. errang die Maimsckiaft Rupp, Balser, Zutt, Wisker: St.: Frenzel, in 4: 08^/5 den Ehren prei s-i Vierer, gestiftet von den Damen raid Mitglieder:: der Fechen- 1910, nach hartem Kampf gegen F-echenheimer R.-G. 1910. Außer diesem Reirnen startete „Hassia" mit fast derselben Mannschaft im Gesellschafts-Vierer, den der Offenl^ckrer R -Kl „Germaraa" in 5:30 gewann. Tie Anfänger-Mannschaft versagte :m Anfänger-Vierer, den ebenfalls Offcubach getvann, und im Abschieds-Vrerer, den der => 153 5 3 ; 2 M "u >0 C a gei l|i* i*i Wetter 25. s 2» i l 18.9 1 10,9 '67 — 9 TagS wokig, oft. 2ö.| 9“ 13,7 10 7 91 — — 7 Regenschauer 26., 7" 14,1 10,3 85 ! - 10 nachts Regen Höchste Temperatur am 25. bi» 26. Juli 1918 ---- -f- e 14, * Niedrigste „ . . . . 1918 = + C. 11,0* Niederschlag 1,1 mm. vermischtes» * Hindenburgs Fordern rrg an die Heimarmee. Auf das vom Deutschen Gastlvirtoverband aus Anlaß sein-er Hauptversammlung in Hannover an GenerallÄdmarschall vvu Hinden- bürg gesandte Telegramm ist folgende Antwort eingetrofsen: „Den Abgeordneten des Deutschen Gastwirteverbandes danke ich herzlich für i^r freundliches Gedenken. Wir verlassen uns fest darauf, daß die Heimatbis zuletzt standhaftundtreu hinter uns steht, dann siegen toir! _ General feldmarschall v. Hindert borg" Letzte Nachrichie» Vev neueste Beriet der HeereslettnnH (WTB.) Großes Hauptauartier, 26. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Südlich von Albert schlugen wir einen englischen TeU- angriff zuriick und machten im Nachstoß Gefangene. Erfolgreiche Vorstöße unserer Erknndungsabteilungen an tmkn Stellen der Front. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Auf dem Schlachtfeld zwischen Aisne und Marne umr- den heftige Teilangriffe des Feindes teils vor teils in unserem Kampfgelände abgewiesen. Beiderseits des Ourcg dauerten die Kämpfe bis zum Abend an. Hier warfen wir nördlich von Oulchy—La Chkteau den Feind aus seinen vorderen Linien. Oestlnb des Ortes mW südlich des Ourcg schlugen wir im Gegenstoß die feindlichen Angriffe ab. Westlich von Vinoelles (an der Marne) wurde der Feind im Walde Ris nach heftigen Kämpfen vor unseren Linien abgewiesen. Südwestlich von Reims säuberten wir das Waldgelände westlich von Vrigny und schlugen heftige Gegenangriffe weißer und schwarzer Franzosen zurück. In der Champagne griff der Feind zwischen Suippes-Tal und Souain am frühen Morgen an. Er wurde im Gegenstoß abgewiefen. Im Lufttampf verlor der Feind gestern 28 Flugzeuge und einen Fesselballon. Leutnant Freiherr von Richthoftn errang seinen 30., Jagdgeschwader Rickthafen damit seinen 500. Luftsieg. Leutnant Loemenbardt schoß seinen 44., Leutnant Biltik seinen 27., Leutnant Böller seinen 26. und Vizefeldwebel Thom seinen 23. Gegner ab. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Die Regierung und die preußische Wahlrrforiu. Berlin, 26. Juli. Tie „Nordd. Alla. Z tg." skw-eibt unter der Ueberschrift: ?gcrhlrechtsreform und Landtagsauflösun^ am Ende des Arttkels: lieber den augeMIicklichen Stand der Wahlreformsragen besteht u. E. völlige Klarheit. Die Regierunq dvfft zunächst noch darauf, daß die vorhandenen Schwierigkeiten sich auf dem Weg der Verständigung lösen lassen. Sie wird darin durch die Erwägung bestärkt, daß wohl keine Partei, auch die sozialde-.nokra- tische nicht, den Wunsch hegt, es zu der Landtagsauflösung kommen zu lassen, wenn es möglich sein sollte, die zugesicherte Wahlreform ttuf eine Weise zustande zu bringe::, die dem von außen bedrohten Vaterland ernste politische Kämpfe in der Heimat erspart. Darüber, ob diese Möglichkeit vorliegt, kann man natürlich verschiedener Ansichtr sein. Es hat Mer um so weniger Zweck, jetzt öffenllijche Meinungs verschieden heften dieser Art zu erörtern, als der Reichs- llanzler klar urrd deutlich bekundet hat, er iverde, falls seine Zn-- verficht m:f Verständigung sich als trügerisch erweisen sollte, un-. bedingt zu der Landragsauflösung schreiten. Botschafter Dr. Helfferich. Berlin, 26. Juli. Wie der „Berl. Lok.-Anz." dort, :vicd der neu ernannte Gffandte in Vhoskau Dr. Helfferich heuhü früh V& llhr die Reise nach M>oskau antteteu. Er wird begleitet von dein Llotschaftsrat bei der Moskauer Gesandtschaft Grasen Bassewitz, der seinerzeit die Leiche des Grafen Mirbach irackf Deutschland übergesührt hat. Professor Hermann Schneider f. München, 26. Juli. Professor Herntann Schuei der, Ch'f-, redakteur der „Fliegende:: Blätter", ist heute in München inv 72. Lebensjahre gestorben. Der freie Handel in Estland. Königsberg i. Pr., 26. Juli. Aus Reval w:rv Durch mllitäramtliche BeLmntmackwng rverö«: innerhalb Estlands^ bis aus weiteres, jedoch nur bis spätestens 15. Llugust Höchstpreis oder Preisbeschränkungen ftir Lebensmittel aller Art ftip den freien Hraidel aufgehoben. Für Milck:llefenmq au Siäbt^ sowie für Fische, bleiben die festgesetzten Preise in .Kraft Düs Kabinett Husfarek. B e r l i n, 26. Juli. Ter „Berliner Loklllanzerger" ineidet ausii Wien: Im Abgeordnetenhaus beurteilt man die Aussichten des Barons Husßrrek ungünstig. Verschiedene Kombinationen ere gaben, daß er ivemger Anhänger besitzt, als Dr. 0 . Seidler get-aütz hat. Gießen Paula Knoll Karl Fercher Verlobte . z. I. auf Urlaub 26. Juli 1918. V/iei uiiotuiVyeiT Wir suchen einen gewandten ^oau- u. Schlaizimmer, bchagl. möbl., zu vermieten M71« Bleichrtr. 16 , 1 . \ Wettet Zimmer in ruhigem Dause au defs. *>räulein zu rerm. Wo? sagt die Gescbästö- ette des Gteü. ÄNi. 03718 03723* laion B.Wafcivaa zu oerm. frankfurter Str. 62. Finanzasseffor Rudolf Wenzel Emmy Wenzel geb. Nupp Frankfurt (Schotten) Vermählte Gießen i 03705? a;öne, freundliche i-Z-Zimr.-Wch. S©iireioier Schunköt Ehe, Windhof Bcrcißtizter Aüfisnfkr fit nrmslMk 1 Süskind,Ne»emv. 28 . Fräulein fürBureän K. 23/.17 19 mit Küche und evtl. Gärichen zum I.Okt. zu »vielen gesucht. Schriitt. Angebote um. 5076 a n den Gt e». A nz . erb eten. Beamiensamilie sucht 3 bis 4 Zimr.-Wobng. z. 1. Sept. .1 ft. schrillt. Angebote unter 01631 an den Giest.Anz. Vom 26. Juli ab halt3 ich bis auf weitere- nur noch mittags von 2—4 Uhr l Sprechstunde: 2 -Zimm-'r-WlchlviN!f zu mieten gesucht. 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Herren auch ohne Dramen wollen Anfragen richten an Dir. \Ver«% Dassel, Kart' Hauser Straße 16 . 5296liv Bekanntmachung i Auf nachstehende Bekanntmachungen wird hiermit Hin- Sem lesen. 1. Verordnung über die Preise für Getreide, Buch. !X& c 8, ll, &*> ir f c vom 15. In ui 1918, abgedruckt im Kreiü- blatt Nr. 79 vom 9. Jult 1918. Verordnung über Jrllhdruschprämien vo»n 15. Juni '1918, abgedrllckt im Krelsblatt Nr. 80 vom 11. Juli l I „3. Ausführung der Reichsgetretdeordnung für die Ernte 1918, abgedruckt im Kreisblatt Nr. 81 vo»n 12. Juli 1. I 4. Verwiegen der Frucht, abgedruckt im Kreisblatt Nr. 82 vom 13. Jull l. I. 5. AuSfnhrunasbestimmungen über die Höchstpreise für «etreide,HulseufrÄchte, Buchweizen und Hirse vom 27. Juni 1 Q1K. rt Vl»rf t Im Spm (WoiÄfW AHrtvi» t>0 c n a I Wörter ttal ÄchWeWöHen für Gartenarbeit auf dauernde Beschäftigung ein A MmMtn gchilht Gärtnerei ^ouis Becker, 5503 Kaise r-AU c 13. ISa ci n r»5idciien sofort gesucht. 500D Städtisches Krankenhaus . irre RsMn 5* und 7jährig, stehen wegen Berlärzung des Gesckiäs'.s preiswert zu rerkausen bei Lndw. Graul, 5569 21-ch bei. . nn len .r. berh. . 1 Ziese, W.-.L'äoiL» ?ne1 uud FW.lpIaa zu -erlaufen, i 71 * Hüncrmund, Wollen^17. firift Wiiiterkshl-^^" Bockenbeim, Ginnheimer Bandstraße 42. ZMiZWäiichkl! 5410 alsbald gesucht Heil- und Pftegeauftalt Gie«eu. aIA . wiiu'vtWt uuiii Ci, VS II IT l Jg 1 ®' öb«e6rUlft in den Kreisblänern Nr. 83 und 84 voni \JUlt l. Krüstisie Arheiier ßes«A Fr. HetBier #5t C«., Eisengrobhandlung, 5574 ^leichstrabe 2. 6 . Verordnung der Reichsgetreideverordnung für die Ernte 1918 vomH). Mai 1918, abgedruckt in den Kreis, flattern Nr. 86 . 87 und 88 vom 19., 22 . und 23. Juli i. I. Gießen, den 22. Jult 1918. 55053 Der Oberbürgermeister (LebcuSmiltelamt). gssstrUeb geschützt, 3parsara, praktisch für Behörden und Private empfiehlt 5422nz mWWQgVÜ H. Prickarts, Main* 2 . 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