vr.iro ttK **e|a** Wi&tyn MßcheitU KHj'Hcfc, ait^cc EO«ma^ - Bettagen: ftefetttr S a®1 * i«*lu!kr; M M Srcis 6U|oi. »cjsifl^reis: i ?0, viertel- jLhrtich Vck f>0; durch Abhall- u. M'eig stellen »»natl. Mk. 1.10: dl^ch bllHo« lllUtiö öiertd- j&6tt. ausschl. Beslellq. Fernlprech - Anschlüsse: sür di« Schrütioilunq l 12 Nerl«kSllschällfftelle51 Anschrist für Drabtnach- richttn: Anzeiger Sletzen. Erstes Blatt 168 . Bahrgang Dienstag, 23 . Zull 1918 Postscheckkonto: o.K. U 686 Swilliugzrunddnrck u. Verlag: Brühl'sche Univ.-Vuch- u. ZLeinöruckeret R. Lange. §chnft!e?ttrng. neue Vankverketzr: Sewerbedent Stehen Druckerei: Zchrrlftr. 7. Annahme mm L«-eigv« l. bie Xoflcörnimmec dis zum Nachmiuag vorher ohne jedeBcibindlichken Seillaprelse; für örtliche Anzetden 2bPi.,für auswärtige 30 Pf., ^ür Reklamen Mt. 1.—: bei Platzvor- schrlst SO 7. Aufschlaa. Hauptschriitleiter: Au„. Goetz. Vera-Uworllich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz: Stadt imb Land, Per!nischlesu.Äe- richtssaal: W. Meyer: Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. Nach dem an Vielen (ISWB.) SroßeS Hauptquartier, 22. Juli. Mmtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Aisne und Marne dauert die Schlacht in un- Venmiiderler Heftigkeit fort. Trotz seiner schweren Niederlage vom 20 stietz der Feind unter Einsatz frischer Divisionen mW neu heran geführter Panzerwagen erneut zu erbitterten Angriffen gegen unsere Linien vor. Seine Angriffe sind geeitert. Gefangene bestätigen die schweren Verluste des Feindes. Auch der gestrige Kampftag fütfrte wieder zu einem vollen Erfolge der deutschen Waffen. Zwischen AiSne und südivr'ftlich von Hartennes leitete stärkstes Trommelfeuer am frühen Morgen Jnfanteriean- griffe des Feirldes ein. Südwestlich von Soissons und südwestlich von Hartermes brachen sie schon vor unseren Linien zusamvren. Nördlich von Vitlemontoire drangen Teile des Feindes voriwergel-end über die Straße Soissons—Chtteau- Thierry iwr. Unsere Gegenangriffe warchen sie wieder zurück. Auch Villenwntoire und Tigny waren Brennpunkte des Amnpfts, den erfolgreiche Gegensätze zu unseren Gunsten beendeten. Am Abend wurden erneut feindliche Angriffe südwestlich von Soissons schon in ihrer Bereitstellung getroffen. Wo sie noch zur Durchführung kamen, brachen sie verlustreich zusammen. Beiderfffts des Ourcg stietz der FeiirL am vormittag mehrfach vergeblich gegen unsere Linien vor. Nach Heranführung frischer Kräfte holte er am Nachmittag zu erneuten Angriffen aus. Nach schwerem Kampfe brachten Segenstötze den Ansturm des Feindes beiderseits von Oulchy- 2e Ehnkeau zum Scheitern. Nördlich und nordöstlich! von Chateau-Thierry erschwerten unsere im Vorgelände belassenen Abteilungen dem Gegner das Herankommen an unsere neuen Linien. Erst am Abend kam das Heer zu stärkeren Angriffen, die unter schwere» Verlusten für den Feind zusammenbrachen. An der Marnefront Artitlerierätigkeit. Zwischen Marne «nd Adre setzten Engländer und Franzosen ihre Angriffe %rt Sie wurden blutig abgewiesen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Erfolgreicher Vorstob in die feindlichen Linien bei WluerviUer. Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorfs. * Der «Sendbericht. Berlin, 22. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) An vielen Stellen der Säst acht front zwischen Aisne Mw Marne Ruhe. Oerttiche Kämpft südlich des Oureg. Gegenüber der großen Schlacht im Westen, in der die Unsrigen in schwerstem Entscheidungskampfe stehen, verblassen alle kleineren Sorgen. Mehrere Tage schon dauert der Ansturm der Heere Fochs an der Früntstrecke Soissons— Chateau-Thierry^ aber der gewaltige Kräfteeinsatz hat bischer nur ein Vorrücken der französischen Linie um wenige Kilometer — im Zentrum, wo der Druck am stärksten und erfolgreichsten war^ sind es etwa 10 Kilometer — bewirkt. Südwestlich von Soissons und auch südwestlich von Hartennes brachen die neuesten Infanterie-Angriffe des Feindes schon vor unseren Linien zusammen. Aber auch nördlich und nordöstlich von Chateau-Thierry, das die Franzosen wieder gewonnen Habens hatte der Feind einen entschiedenen Mißerftllg. Es ist also in viertägigen Kämpfen gelungen, den deutschen Marne-Abschnitt auf der Basis Soissons—Reims im wesentlichen zu halten. Unsere Truppen halten das Norh- ufer der Marne fest, obgleich sie bei Chateau-Thierry drei bis vier Kilometer breiten Raum aufgegeben haben. Das bedeutet bei so ungeheuren Menschenverlusten für Foch wahrlich keinen Erfolg, sondern ein bedeutungsvolles Scheitern seiner Absichten. Der neueste deutscl-e halbamtliche Kommentar klingt daher auch zufrieden und erfreulich; er lautet: „Ter große, die Entscheidung suchende Kampf Fochs hat auch am vierteil Schlachttcrg mit einem Mißerfolg für den Ente rite-Generalissrmus geendet. An der ganzen Haupt- Angriffs front von der Aisne bis zur Marne verbbtteteu sich, aufs ErtOtc die frischen Divisionen des Feindes, -ohne irgendwelche Vorteile erringen zu können. Wo der Gegner infolge rücksichtslosester Anhäufung seiner Massen aus engem Raume in unsere Linie eindrängen konnte, wurde er sofort wieder geworfen. -So mußten: die über die Straße Soissons — Chateau-Thierry vorg^heus-en feindlichen Kräfte nach imfecrm erfolgreichen Gegen- ömgrm im deutschen Verfolgungsfeuer nneder über die Straße Knruckweichen. An den Brennpunkten des Kampfes, wie bei Bille- in o u t o i r c und Tigny, waren die feindlichen B l u t o p f e r besonders schwer. Weder der Einsatz zahlreichier Tankge- Ijafwiocr, noch tne Vernebelung des Kampffeldes, noch die Massenverwendung ferner Kttrfte konnten den Feind seinem Ziele näher brrngen. Jx .ährend tn den großen Offensiven dieses Jahres Ixe rutschen bei geringen Verlusten in wenigen Tagen 60 bis 80 ^kuomtter im dlnd^^duvckMiiritten ,md die feindlichen Armeen oft zu überstürzter Flucht zwangen, hat General Fvch kärglicher Anfangserfolge wegen viele Hundert tau sende einget etzt, ohne nur im entferntesten ähnliche Erfolge, ge- etftoebte Entschpeidung erringen zu können." Auch zwischen Marne und Ardre, also am südöstlichen deutschen Marneabschnrtt, haben Engländer und Franzosen yroße Angriffe angesetzt, die blutig abgewiesen wunden. Unsere Stellungen in diesen vorgeschobenen Linien, die einem starken Angreifer günstige Aussichten eröffnen Mutzten, haben sich als stavk und sicher erwiesen. Wenn nun cheiiem der seinölich SteQen der ScMacMf: — und nach dem neuesten Abend bericht ist das anzunehmen — der französische Generalissimus mit seinen wieder recht bunt gemischten Massen ermattet einhält, so steht die volle Ueberllgenheit und Freiheit des Handelns wieder bei Hin- denburg. Die letzten Tage sind für unsere kämpfenden Brüder ernste Prüfungen gewesen, die sie glänzend bestanden haben. In besonders eindringlicher Weise legt es der Kriegsberichterstatter der „Köln. Ztg", Pros. Dr. We- gener, dar, wie alles darauf hindeute, daß der Gegner sich vor der großen Entscheidung dieses Jahres wisse: „Tie gegnerische Macht ist neuerdings unter dem Druck der Kriegsnot zu einer Einheitlichkeit zusammengeschmiedet wochem wie sie bisher noch nie bestand, und sie wird mit einer so rücksichtslosen, zu jedem, auch dein schwersten Opfer bereiten Entschlossenheit eingesetzt, daß man darin das Bewußtsein des (Gegners, vor der letzten Entscheidung jai stehen, unschwer erkennt. 2Ber hier draußen lebt, fühlt bis in die äußersten Nerveiispitzen, wie diese beiden grandiosesten Krästemnssen, die die Menscht-eit bisher entwickelt und zusammengestellt hat. gegenwärtig mit der ftircht- barsten Energie der Hirne, der Herzen und der Muskeln miteinander ringen. Nie ist etwas ähnlich Riesenhaftes gedacht werden, als was sich in diesen Sonimermonaten an der Westfront vollzieht. Jetzt ist nicht mehr Raum für Schlagworte, für Einzelziele von „moralischem Eindruck" und derartigem hier geht es ums Wesentliche, Letzte, Ganze. So. mit bem höchsten Ernst, mit einer alles andre jetzt als gleichgültig beiseite setzenden Entschlossenheit der Teilnahme, muß die Heimat jetzt diesem Ringen folgen. Tie Energie des Hirns :md der Dtuskeln darf sie ihrem wundervollen Heer imb seinen Führern überlassen. In der Energie der Herzen abei' muß sie eins mit ihm sein und muß die Ihrigen hier draußen fühlen lassen, daß sie das ist! Daß wir es mit einem Gegner zu tim haben, der das Höchste von uns verlangt. unr seiner Herr zu werden, beweist seine jüngste Tat." Es kann nicht genug betont werden, daß es jetzt an den Zurü^ckgeMiebenen in der Heünat liegt, sich der Ruhmestaten unserer Kämpfer würdig zu zeigen. Die da draußen setzen Blut und Lebeil ein, ioeit sie das höchste Ziel vor Augen haben —. wer könnte in der Heimat, wo es uns doch leichter gemacht ist, zu erkennen, was die Zukunft gebietet, in einen Nihilismus der Kriegführn'.-g verfallen wollen, der nicht mehr darauf achtel, was nützlich und schädlich ist? Hat nicht selbst Scheidemann jetzt die Gefahr erkannt, die darin liegt, daß man in England glaubt, Deutschland pfeije aus dem letzten Loch? Der vfterrerchlseh.ungarrsche T«ge-berrcht. Wien. 22. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der itulirnichm Front keine besonderen Ereignisse. In Albanien nahm vor drei Tagen der Feind nördlich von Berat und im oberen Dovoli-Tule seine Angriffe wieder auf. Von örtlichen SckMmrkungen abOefthen, gelang es ihur nirgends, Vorteile zu errinMN. Die Känwft dmrern an. Zwischen dern Semeni-Knft und dem Llcere drangen unsere Erkulldungsabreil-untzen an mehrerer! Stellen in die italieniMn Lmien ein. Der Chef des Generalstabrs. Die Xriegs- nnd §m6en$tafiit im englischen Gberhans. Bern, 22. Juli. (WTB.) Der frühere Dizekönig von Irland Lord Wimborne brachte im Oberhaus am 16. Juli den Vorschlag einer Resolution ein, daß bei den feindlichen Friedensfühlern' daraus Bedacht gerwmmen rverde, das Friedeuszicl der Ententt> klarzustellen und den Militarismus in den Augen der Völker der 6eirtvalmächte zn diskrLitieven. Ter „Daily News" Kusvlge erörterte Wimbvrne in einer langen Rede, die von der „Times" zum Teil erheblich anders wiedergegeben wird, zunächst, ob die letzten Reden Kühlmanns und des Grafen Hertling aufrichtigs Friedensfühler oder Fallen seien. Er wies darauf hin, daß in Deutschland ftacstos eine starke Strömung vernünftiger und zum Frieden geneigter Meinungen vorhanden sei, die selbst der Geno- ralstab -nicht ignorieren wolle. Dabei habe man, da in der Zwischenzeit keine Antwort der Mliierten erfolgte, unschtvcv' natchweisenj können, daß solche FriedcnShoffnungen, wie sie Mhlmann zum Ausdruck gebracht habe, eitel und unfruchtbar seien. Es fragt sich, ob England dabei nicht der deutschen Militärpartei direkt in die Hände gespielt habe. Englands Verhalten sei etw-^rs schwerfällig gewesen. Das habe sich bereits bei den Brester Verhandlungen gezeigt und auch als Graf C zernin im stürmen der Zentralmächte ein allgemeines Friedensangebot machte. Er, Wimbornc. sei der Ansiclst, daß England jenes Angebot, als in der Hauptsache der britischen Sache Genüge tuend, ohne Trug oder Schikane hätte annehmen können, denn ein ohne irgendwelche Eroberungen odeü Beute in seine vor dem Kriege bestehenden GTenz-en znrückgetrie- benes Teutsä-land würde eine Niederlage des Mllitcrrismus bedeutet I)aben. Wenn England auf jenes Angebot eingegangen wäre, wäre die Welt vielleicht in den Frieden geswlpert, viel wahrscheinlicher aber sei, daß die Junker und die Alldeutschen Angst bekommen und die VerhandlmigenLbgebrochmr haben würden. Weiui aber dergestalt tatsäck;,lich der SoldatenstiefÄ trumiphiert hätte, wäre die Eroberungslulh der Zynismus und die Brutalität seiner Träger der großen Masse des deutschen Volkes in nicht mißsuver- stehender, unvergeßlicher Form zu Gemütc geführt worden. Dann Witte die Friedensoffensive gescheitert, Teutschland wäre aber in sich geipalten gewesen. Tie Rede Kühlmanns habe eine weitere der- arttge Gelegenheit geboten, aber drei Wochen seien verstrichen, ohne daß der verantwortliche Minister daraus geantwortet habe, -sei demi die Regierung, die das Volk allzusehr wie Kiirder be handle und ihm Därge verheintlick-e, die den Feinden keine Geheimnisse seien, so besorgt, daß das bloße Wort von Verhandlungen das Vvkk in Uneittschlvssenheit stürzen lvürde? Man solle nicht ettva darauf antworten, daß Englands Fri ebens bedinan n gen Deutschlcnrd lieka^nt ßien. Es sei zweifelhaft, ob am Deutßher unter einer Million Deutschen zu finden sei, der sie kenne. Dagegen wisse jeder ftieysmüde Deutsche, daß zum wenigsten d-reinurl der Kaiser oder seine Minister Friedensangebote zu BÄ-bumngen gemackst hatten, die jedem Mdeutschen als der KaMwativn tuchekommicnd erscheinen michten. Ta diese Angebote jedesmal von den SbaatskanzLrien der AMcrten mit einem eisigen, scharfen Dlillschnx-igen aufgenommen worden seien, glaube der gewöhnliche Teislfche, daß die Alliierten auf nichts weniger als auf die Vernichtung Teutschkands aus seien und daß ihm lüchts üchrig bleibe, als den Kampf fort- zusetzen. Der Krieg, schloß Wimbvrne, muß gewonnen werden. Aber es sei kein gewöhnlicher Krieg. Man wolle nicht Teutschland in dem gewöhnlichen Sinne besiegen, sondern bekehren, und dazu brauche man zwei Waffen, nämlich die Mllitärmacht und überzeugende Argumente. Wenn aber die Tipko- matie ihr Teil tun solle, bedürfe ncan einer einfachen ko7rkvctert Fo irnel oder 'einer Reservation, ohne Implikationen und ZÄomvH bitionm, eine Formel, die das Volk, an das sie gerühvo. ist, leicht verstehe. Tie Deutschen hätten die Formel „Sfritse An- ttertönen" gebraucht, jetzt sprächen sie von den „historischen (Grenzen". (Reichgültig, ob das ehrlich ober unehrlich fri man müsse daraus antrvorten und immer wieder anlloorten. Aus jede Friedensoffensive müsse man antworten. Eine schwerfällige Abwehr sei nicht ausreick-end, sondern G.-genangriffe seieri notroerrdig. Am Schlüsse der Rede Wimbornes erklärte Crawford, dÄ in Llbwesenheit des Lord Cu r zon den Vorsitz führte, nnt Schärfe, Ciurzon und das^ Aüsnrärtige Amt hlitten dem Lord Wimborne an- geldeutet. daß die Besprvchmg seiner Resolution inopportun sei, und es werde daher erwartet, daß er sie zurückziehen werde. Crawsvrd verlas dann eine Aufzeichnung Curzons, wonach es derzeit nicht im öffentlichen Interesse liege, die Airgelegenheit zu erörtern, zumal die Ansichten Kühlmanrrs nach seinem Fall für die gegenwärtige Lage nickü rm-hr in Betrach Linien ich» der Zeitpunkt, an dem die große Offensive stattftnde, für die allg>7meine Erörterung von Friedensbedingungea hdckjst ungeeignet erschk'ine. Ta das Haus offensichlich diesen Ausführungen beistimmte, zog Wimborne seine Resolution zurück. „Diaüy Chrvnicle"' bemerkt indessen, daß Wim L ok ü w S Hebe ta Hause ehien erchblichm Eindruck gemach habe. Die angebliche deutsch-irische Verschwörung. Haag, 23. Juli. (L. Al) Tie „Daily News" melden ans Dublin: Die Regierung hat ergänzendes Materiell über die deutsch-irische Verschwörung anfgefunden in der Form von Auszügen ans Privatbriesrn zwischen Personen in England und Amerika. Darin sollen Angaben über Zeit und Ort für hie Landung von MLnitionsmengcn in Irland angegeben sein. Haag, 23. Juli. (L. A.) Aus London wird gemeldet, daß am Lamstag vier Männer und.vier Frauen in Kiltvano verhaftet wurdem, als fte Waffen und Dttmiticm nach Irland schmuggeln wollbm. .S« hatten große Mengen Sprengstoffe und Zündlunten. Cstemevceau sn der Front. 'Genf, 23. Juli. (B. T.) Wie Havas meldet, hat C l 6 - m enceau, begleitet von Rens Reiwnlt, dem Präsidenten der Armeekommission, den gestrigen Sonntag an der Front verbracht. Er hat Chateau-Thierry besucht, desftn Straßen nach diesem offiziellen Bericht von Trümmern und Leichen angesüllt sind. Ein Protest der Sozialisten in Italien. Bern, 22. Juli. Laut „Avanti" wurde der auf den 27. bis 30. Juli nach Rom einberufene nationale Sozialisten- k o n g r c ß von dem Präfekten von Rrtm verboten. Den Parteisekretär Bombacci legte sofort Protest ein. Der „Avanti" ist empört über die verfassungswidrige Polizcrmaßnahm-e, die auf Orlando zurückz^fführen sei und verwüst n-ack)idrücllickn Piräus, daß in allen kriegführenden Ländern beider Lager die Mehrheitsund Minderheitssozialisten über alle mit dem' Krieg zusammen^ hängenden Fragen frei und offen disputieren und in Beschlüssen Stellung genommen haben. Honduras im Kriegszustand mit Deutschland. Basel, 22. Juli. (Priv-Tel.) Nach e i ne m HavvsberichL aus Tegucigalpa har die Regierung twn Honduras dell Kriegszustand mit Deutschland erklärt. Zum Tode des früheren Zaren. Kiew, 21. Juli. (WTB.) Die meisten Zeitungen bringen Artikel zum Tode des Ka iscrs pon Rußland. Die bid> gerlichen Zeitungen sprechen die ffeLerzeugirng auS, daß die Hiw- rrchtung des Zaren geeignet sei, den mon-archisck-en Gedanffrt^ der sich überall bereits rege, zu stärckeir v irrJ> ihm zum Durchbruch zu .verhelfen.. Unter Affisbmz der ViLrroischffe rmd einer zahlreichen 0>eistlichküt hielt Metropolit dlntonius gestern in der So- phienckathedrale eine ftierliickie Seelenmesse für den verstorbenen Zaren. Die Kachodrale war überfilllt. Die Cholera in Moskau. Kopenhagen, 23. Juli. (L.-A.) Ueber Helsingsvrs wird gemeldet, daß in Mo ska u die C ho le r a aufgetreten ifl„ die schnelle Ausbreitung ftndrt. Alle Aerzte und Kran- kenpfteger sind zur Bekämpfung der Epidemie ausgebvten. Hierfür sind bedeutende Summen bewilligt. Von amtlicher finnischer Seite wird die Meldung vorn Auftreten der Epidemie in Finnland auf das energischste beslritten. Die ukrainische Armee. Kiew, 21. Juli (WTB.) Ter erste Schritt zur Bildung der ukrainischen Armee ist durch einen heute veröffmh, lvckücn Erlaß des Hetmans getan. Es wird darin befohlen, aus Grund der allgemeinen Wehrpflicht zunächst 5000 Rekruten für die in Kiew in Bildung bogriffenc Division aus lier Zahl der im Jahre 1899 Geborenen auszuheben. Ter Minister des Jirnern wird für jeden Kreis die ZaU der zu stellenüenj Rekruten feststellen. Freiwillige im ?llter r*m 18 bis 25 Jahren dürfen zugelasscn werden. Die Dionstz«it der Jiisanterie rmp Artillerie beträgt zwei Jahve, sonst drei Jahve D« Aushclüara hat am 31. IM &u ar^aat Ein Aufstand in Tibet. London, 22. Juli. (Reitter.) Times erfährt auA Peking ?pom 8. Julii: In .Tibet ist «L ziyni Uufstqnd gegen dio C hinesen gefmranfcn. Da 3«ntrarrcgienmg nicht imstande n*tr, otc Truppen an der Grenze genügend stark zu Ijalten, konnte otqe ocn Xwfltcntb der Tibetaner nicht aufhalten. Man hat eine oereinbnrung über einen Waffeisstillstand getrosten. Mvischen einem japanischen Syndikat und der chinesischen Vvegleruug ist ein Abkoimnen getroffen worden, wonach die letztere io** befand sich wenige Tage ftüiter in den fänden der rumänischen. Gesandtschaft § Wien mit der Weisung, sie am 27. August abends 9 Uhr am Ballplatz zu übergebew Die Beschlüsse des Kronrats vom 27. August waren zwei Wochen früher von der Negierung Bratiauu zusammcii mit den .Kriegsanhängern gegen die Mittelmächte festrgestellt worden. Lurin liegt die Hauptschuld der früheren Regierung Bratiauu, die keinerlei Recht hatte, eine Kriegserklärung zu machen, wozu nach der rumänischen Verfassung weder der König noch die Regie «rüg, lonbe-ri! einzig und allein die Nation durch ihre gesetzliche Vertretung r.r Varlmuuit berechtigt war. Diese schwer äVerfassungsverletzun-g l-at Rumam-cn zu der Katastrophe geführt. Die Scl-uldigen müssen wlibaruch zu wirklicher, tatsächlicher Entschädigung an das Land verurteilt werden, das sie moralisch und materiell ungeheuer ge- 'cyadigt hauen. Aus Griechenland. 11 ' Äuli. Laut MellAmg der Agence Hellenigue aus Athen und durch königliches Dekret nrit Rücksicht auf die herrschenden Zustände und die Volks srimmunq die griechischen Gemeinde Wahlen, die noch Gesetz Mitte Juki erfolgen sollten, auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Bern, 22. Juli. Wie die Agence Hellenüp« aus dem Haag meldet, berichten die englischen Blätter, daß ein großer B rand gewalttge Kriegsmaterial-. und Heereslieferungen im Hafen p i r ä n s vernichtete. Ter Schaden soll mchocre Millionen. Pfund Sterling bettagen. Der Seekrieg. Neue U°BootErfolge. Berlin, 22. Juli. (WTB. Amtlich.) Der amerikanische Dampfer „Leviathan" (früherer Dampfer der Hamburg—Amerika-Linie Vaterland), 54 282 Br.-R.-T. groß, ist anr 20. Juli an der Nordküste von Irland versenkt worden. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 23. Juli. (WTB. Amtlich.) Durch unsere im Sperrgebiet des Mittelmeeres operierenden U-Boote wurden drei wertvolle Dampfer urrd ein Segler von rund 19 000 Brutboregistertonnen versenkt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ein Erfolg unserer Seeslieger. . . Verlin, 22. Juli. Von unterrichteter Seite werden wir aus die beachtenswerte Tatsache hingewiesen, daß die See flieg eck des Marinekorps in den letzten Wochen sechs englische ~ u l lt ® ? 0 13 ' I u 9 & 0 01c * n der nördlichen Nordsee und der Themsemundung vernichtet haben. Dieser Erfolg wird vielleicht nicht überall hoch genug eingeschätzt. Er bedeutet fraglos mehr als der Abschutz irgendeines gewöhnlichen Flugzeuges. Die Engländer^ hatten gehofft, in diesem Flugboot ein wichtiges Mittel zur Unterbindung des U-Boot-Krieges in ihr«' Küstengewässern ge unten zu naben. Unsere Flieger an der flandrischen Küste l>aben gezeigt, datz ,ic auch mit diesem nicht zu verachtenden Gegner, der ITT piclcr Hinsicht eme neue Entwickelmigsstufc der Lnftlvaffe där- stellt, serttg zu iverden wissen. Tas Curtisboot ist ausgerüstet mit zw« starken Motoren zu je 350 ?8, hat für 10 Stunden Betriebs- stost und «ne Geschwmoigkett von 155 Klm. in der Stunde Seine Beiatzimg besteht ans eurem Kommandanten und vier Mann Als Angriffswaffen gegen unsere Unterseeboote führt es vier schwere Waperbomben mtt. Außerdem ttägt es eine Beivasfnimg von fünf Maschinengewehren. m i v * *5' vr' lische Presse hatte am *2? Marinezahrmeisters Collingwood cPi; bre Mannschaft eines genommenen deul- schen U-Bovtes vier englische von ihr gefangene Seeleute hei der Bepenkmrg des U-Bootes habe erttinken lassen. Jetzt sieht stch der Sekretär d^ ^sl'fth^r Admiralität gezwungen, öffentlick;, beranntzugeben. daß^ diese AnMben durch keine Nachricht im Beutz der Admi^lttat bestätigt nnrd und gcnizlich linbevollmüch- l^bmacht wurden (Tinres vom 13. Juli). Ter Leser englisä-ei' Zeitungen wunderte sich schon längst, woher die englische Marine die zahlreichen genauen Schilderungen von dem angeblichen Schick- wl untergegangerrer dcmtscher U-Boote bezieht. Das gegen lvävtvr 2emciiti, zu dem sich btc englische Admiralität nicht ohne Grund ^n f teixö,belcud)tri. einmal die (Gewissenlosigkeit, ÄXÄt. '-Otortaormtere an her Verbreitung i>ir„T . HalVington. ^1. Juli. (WTB.) Ter Nellvertrctmdc Ma- Il> .Jnretac erllärte, der mn ,Freitug g>e s u n k e n e K r e u z e r sei anschernE «auf eme Mine üeluufen. Es jece-n mehrere Aus dem Reiche. Luftangriffe auf Mannheim, Ludwigshafen und Speyer. Karlsruhe, 20. Juli. Vergangene Nacht wurden Mannheim und dwigshafen wiederum von feindlichen Fliegern angegriffen. Der durch Bombenabrvurf angerichtete Schiden ist ae- rmg. Personen wurden nicht verletzt. Karlsruhe, 22. Juli. Tie heute nacht wieder erfolgtest Fliegerangrifse auf Speyer und Ludwigshafen haben nur m Speyer geringen Sachschaden verursacht. Personen wurden nicht verletzt. - ' Karlsruhe, 22. Juli. Heute mittag griffen feindliche Flieger jJc a n n heim imd L u d w i g s h a f e n an. Bisher ist über Schaden mchts gemeldet. (Frkf. Zig.) Eine Entschließung drr Freimaurer. Berlin, 22 Juli. (WTB.) Die in Berlin zürn ersten 5 gemeinschaftlicher Tagung v-ersarstmelten Großmeist-r und Abgeordneten der Grvßlogen Deutschlands U n- n .? r * c ^^nd Bulgariens haben an den deutschen Kaiser, den Kaiser von Oesterreich und König von Ungarn, den Sultan imd den bulgarischen Zaren HuldigrmgsdLpescheu gesandt imw^Tvach eingehender Beratung nachstehende Entschließung gefaßt: „Die fteimauverischen Körperschaften der vier verbündeter! Walker erblicken in der Veredlung und sittlichen Berwollkonmi- lmng der Menschen eine wesentliche Aufgabe der Freimaurerei >Mit Gemigtirrrng ünd fte sich dessen bewußt, vor und im Kriege sich von aller politisa-en, z'um Krieg führenden, den Krieg schürenden und dre Volker verhetzenden Propaganda fern gehalten M hrberi. entschlossen, ihren Ueberlieferuugen mich fernerhin treu zu bleiben m dem hohen Be.vußtsein, daß auf dem B^ctn wahrer Vaterlandsliebe, m Befolgung des höchsten Sittengesetzes und durch dre Pflege wahrer Hunranität allein die Giwndlage geschaffen^ werden kann für die Astfrichtung eines geistigen Tempetbaus der Menschheit. Die Mitarbeit der Brüder anderer Völker ist ihnen hierbei, wenn sie sich zu den gleüliffti Grundsätzen bekennen willkonmv-m." . Der!in 22. Jnli. (SB323U Nach Abschlntz brr Beratung«, ^ und Abgoypdneben der Grosflogen von Ungarn, v t intJ - Bulgarien mrt den Gooßmeistern und Berttelerni dor deittw>en Freimaurer-Logen fand am heutigen Nachmittag der Lmpfang der gesamte;: beteiligten Abordnungen beim Prinzen Friedrich Leopold von Preußen (Vater) im Jagdschloß von Klein-Glienicke bei Potsdam! statt. Berlin 22. Juli (WTB.) Reichskanzler Dr. Graf von vertling ist. wie uns heute ans dem Hanptguartter mitgeteilt Witt), von cniier ^i.äÄen .Lwkvankung genesen und hat die Fuyrung semer Amtsgeschäfte in vollem Umfange wieder aufae- nommen. ^Berlin 22. JE (WDB.) Dem Uitterstaatssekretar im RevctOamt dev Innern Dr. Le Wald ist der ChaEer als Wirklicher h^ehnmer Rat mtt dem Prädikat Exzellenz verliehen worden. . . Hamburg, 22 IM. (WTB.) Anläßlich des 90jährigen Bestehens des „Ham bürger Fremde n blaltes" hat der Ver- On ^ der technischen Angestellten des Hauses 100 000 Mark ubenmeseu und allen Angesttttten Gehalts- und pohnuaten auszahlen lassen. Hefte«. ** M«inz, 22 Jukst Ueber die Verwend-ung der zum Wieder- deutschen Handelsfkotte vom Reich bewillig- ^en Mittel haben nrnerhakb der hessischen Handelskam- 5^ VerhandluniMi stattg-efwrden in denen der Wmnsch zum Albdruck vam, daß dre hessische JrL-ustrie bei den auszufüchrelvdeft Arbeiten ervor- ragend guten Obsterntejahre, die diesen Ländern hüttereinandep beschieden »varen, bevorzustehen. Pflaumen, Mrnen und Aepfel versprechen in Tl-üringen tvenig, im Bezirk Kassel sind die Aus- ftchteu kaum mtttelmäßig zu nennen. Eine Pflaumenernte »vird in Posen so wenig wie in Schlesien in diesem Jahre erwartet, was emen entsckieidenden Ausfall firr Norddewschland bedeutet. Aepfel uud Biriien werden in noch geringerem Umfang dott geerntet werden als im Vorjahre. Auch die Manbeerenernte in Pommern läßt zu wünschen übrig. . Man kann sich also schon mtt Sicherhett darauf einrichten, daß ftir den Frischverzehr bestimmtes Obst auf Märkte und in Läden im Herbst 1918 so Mt wie garmchts gelangen wird. Tenn in erster Linie muß wie im Vorjahre der gewaltig gelegene Bedarf an Vrotausstrichnntteln gedeckt werden, die fttt die Zivilbevölkerung und neben dem Dörrobst auch für Heer und Mcrttne nnentbehr- licy srnd. * ** Amlli che P erso n a lnachri chten. Ter Großl-erzvg hat am 13. ^uli den ordentlichen Professor Geheimen Baurat Put-er zu Darnistaot zum Rektor der Technischen Hochschule Tarm- tadt für die Zeit vom 1. Septeinber 191.8 bis 31. August 1919 ernannt. — Der Großherzog hat am 20. Juli den ordimtlichm Honorarprofessor an der Technischen Hochschul« in Darmstadt d-c.-Jng. Waldeinar Petersen mit Wirkimg vom 1. Oktober t918 zum ordentlichen Professor der Elektrotechnik an dieser Hochschule ernannt. IN,/* 2( ) aK£ - Belohnung. In der Nacht zum 22 . Juli 1918 wurde aus einer Gartenhütte in der Wilhelmstrakc eme hellgraue Wachstuch-Tischdecke gestohlen. Bon dem Eigentümer sind,für Wiederbeschaffung der Decke 20 Mk. Belohnung ausge>etzt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Krrmrnalpolizei entgegen. "U„ ermittelte Heeresangehörige, Nachlaß- u n d F n n ds a che v. Das Stellv«rtttt«n.d? OKnerottonmiando d.'s Id. AnnceLorps \m)i darauf hin, daß soivolfl btt den Landrals- hzw. Krelsamtecn als auch btt allen nrilttärsschen KonummLo- behörden, Garnison- und Bezirkskommandos, Ersatztruppentttlen, ^.azaretten usw. die den Verlustlisten von Zeit zu Zttt bttgegcbeneni ,.llncrmittelte .HeeresLUigehörig.', Nachlaß und Fundsachen" neben den dazu gehörenden Beilagen „Bttdertaftln mit Plwto- grapyien und Abbildungen von Gegimstäuden aus den Nachlässen irnbekanrtt Gefallener" eingesel-en werden können. ** D i e V üche re i für Verwundete hat seit langem die Hilfe der Gießener Bürgerschaft nicht mehr in Anspruch) genomnwn. Aber nunmehr sind ihre Mittel und ihre Vorräte erschöpft. Sie bittet dal)er um sreundlch-e Geldspenden und um erneute Zuwendung von Büchern, lvvmög- lich gebunden. Es wird erbeten: erzählende Literatur jeder Art, Votksschristen (Gotthels Fromrnel, Hornchitteritz usw.), Jndittnergeschrlchten, Kriegsbücher, Klassiker, Geschichtliches, Naturgeschichstliches (z. B. Kosmos). Besonders dankbar wäre die Bücherei für Schriften von Bloem, Dahn, Ebers, Freh- tag, Herzog, Löns, Skowronnek, Horn, für Hauffs Lichien- stein, Scheffels Eckchard. Zeitschriften dagegen sind noch in genügender Zahl vorhanden. Geldspenden bittet man an E. Behaghel, Hofmannftraße 10, zu richten, Bücher bei Prof. Dr. Horn, Ludwigstrasze 32, abzugeben. > Zur vehnngder Kleider, und Wäschenot. Um di? bestehende und sich weiterhin noch steigernde Kleiber- und Wäscksenot zu. bel-eben, hat man einerseits die Abgabe und Erschlag- nahm« ttnführen müssen, durch die aber, da es sch hierbtt nM einen Besiwvechsel und keine Nenschafsung von Produkten l-andel'- mir ein klttner Teil der allergrößten flcht behoben werben kann.' Anderer,ttts hat man Faserpflanzen aller Att (Ginster, Nessel, vop en Tors und Holz zu Webvecsnchen herangezogen, und hierlxn oat sich das Holz (Zellstosfli-ewebe) als wtttaus sicherst« Ber- lorgungsgi^elle und lttstnngsfähigster Rohstoff erwiesen. Um auch weitere Kreise, namentlich unsere Frauerüvett, über die Bedeutung dieses voll.Äoittjck>aftlchen Problems in Gegenwutt und Zukunft über die Entwicllung des Verfahrens und die in der Herstellung der Erzeiigmlse erzieltlvi Fottfä-ritte M unterttästen, hat sich Leutn Tr. Krümmer vorüber Kttiegsamtskell? Frankiirtt a. M. bervtt erklärt, fernen in Frmissntt vor Jnterefs-entenkrttsen mit großem Erwlg gehaltenen Vortrag auch in Gießen zu halten. Der Vortrag! der am Dbtttwoch den 24. Juli im.' Saal des Hotels Fürsteirho- stattftndet, ist. ko,!«nlos und wird besonderen Anrttz dadurch bieten, lerne Rtthe von Erzeugnissen der neuen Fa se q oofiri Det itric zur Vorführung kommen werden, die ttn gutes Bild der erztt-ltM Fortschtttte und der vielseitigen Verwendungsmögliel-kttt geboß twruen. Uwer den gegenwättigen Swffmangel hinaus liegt die Wiästigkeit der neuen Industrie auch für die kommende Fttodanstzcit m dom Umstande, daß sie uns von der Banrnwollzufuhc dcS Auslands zum größten Tttl fteimiack-en kann. Es wird auf die Sttaßenplakate und die Anzeige in diesem Blatt hingenttcsen ^..Wbr stiftet Ruhebänke für den Stadtwald? Wie lchon unser L-tadtwald ist, welch vettraute, idyllische Plützchm für den Naturfreund vochanden sind, das wttß jeder, der mtt offenem Auge für den Zauber des Waldes chu gesehen hat. Aber wie oft, wenn der Spaziergänger eine rockst anmutige Stelle im WaDe gesunden .habt« und sch niedettassen ivollte, dann fehlte die Litzgelegenhttt.. Asus dem Waldbvden trieben Spinnen, Amttie» usw ihc, geschäftiges Wesen und es ffvar nichts mtt dem Sitzen. Mißmuttg ging der Wanderer schliefflch ivetter, innerlch schimpfend über die Behörde, die erziette Preis btt Böcken tvar 636 Mark, btt Sckrsen 320 Atark und l»tt Mutterlämurern 203 Mark. Durchschnittlich kostettm die Böcke 285 Mark, die Slxn'e 200 Mark und die Lämmer 164 Mark. Ter Gesamterlös belief sich aus 19643 Mark. Tie Böcke wurden größtentttls von ÖberhessifchLN Steigerern erworben, die Sch fte und Mitderlänrmer gingen mtt wenigen Ausnahmen..rach Rheinhessen und an den Schafzuchtverein Siegen in Westfalen. ** R e i s k i r ch e n, 22. Juli. Mit dem Eisernen Krery aus- gezttckmet wurde der Webrmann Philipp S t u m p f in einem Feld- artillerieregimerrt: er ist bereits Jnl>aber der Hessischen Tapfer-^ keitsmedaille. Kreis Vüdistgen. ch Büdingen, 22. Jnli. Tein Postschaffner Mm mb Wiegand wurde der Titel , O bw-Postschaffner" verliehen. Tic Ln- dendorsf-Sffende ergab int Mrttse den Bettag bon 48 106 Mack. — Nidda. Dnvch ttnen Herzschlag ertrank bttm Baden im NjemM in Lttauen der Geftoette Lllbert H o f ma n n, Inhaber des Eisernes Kreuzes und der Hessische: TapfeckeitSmedaille. Tas Eiserne stckeitz erhielt der Schütze Karl Weber. Ranstadt. Tie Hessisckie Dap'fe ckeits inchaille, früher das Eiserne Küeuz, erhielt der Lehrer Kühl. Kreis Alsfeld. ** Vadenroth, 22. Juli. Ter Fahrer H a m e l in einem Feldarttlletteregiment erhielt zur HesftsäMl Tapfecktttsmedaill^ und dem Kriegsehrenzttchen in Eisen nun auch das Eiserne Kreuz. ä Kreis $rlrk*fTf. G- WvckeSheiin:. 82. Juki. Dem bittrer Stint *iritiitg Mud« naichtS nt feiircm Hast ein Scbkvem abgaschlachchet. 2Cnt an beten Morgen fand man nur rwch die .Gedürine. — Rendel. Zn russischer Gedangnrschaft starb Heinrich Eber har dt, im Westen fielen Heinr«!^ Aiorter und Wilhelm Weinberg. — Dorheim Das Fest der Goldenen ^)m!nMt feierten die Jckkob Warbus ChÄeute. Kreis Wetzlar. Aßlar, 22. Juki. Ter Grofthev-pF von Sachsen--M cn mar- Effienach hat den Besitzer der Stahl- und Eisenwerke Atzlar, G. m. b. H., Wlar bei Weblar, Herrn Friedrich Karl Butz in Frankfurt a. M., zürnt Gvoßh. Sachs. Konsul in Frankfurt a. M. enmmtt. Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 22. Juli. Ta die MilÄiliestrmtgeit für die Stadteben reichlicher ein treffen, läßt der Magistrat für die miltharmen Monate L^rocLettmilch,uIver l-ersdellen, um die Ernährung der Kmder mrd Säuglinge in den ko mutenden Winter- monaten unter allen Umstünden üvckUwAffshelten. W. Z. Frankfurt a. M., 22. Juli. Bekanntlich befindet sich der Schweizer Suter, der auf der Fovschcrusstraße eine Eisen- bak/nschaffnierin ermordet trat, in Zürich in Untersuchungshaft. Er l«1 dort eingestanden, dass er Ende Juni auch in Zürich ein Mädchen ermordet I>at, und jetzt hat er, wie Züricher Blätter melden, einen dritten MLdchnrmord zugegeben, den er gleichfalls in Zürich begangen bat. Sitter ist mtscheinend ein psycholvgiftlies Räte! .Hat er gute Latme. so läßt er mit sich reden, basst ihm» die Geschickte aber nicht in den Kramt, sv ist einfach keilte Antwort ii3 ihm heran3z:chringen. Dabei ist sein Sinnen und Trachten uolksländig darauf geriästet, der Gefangenschaft zu entrinnen. Er - a> es mast an Fluchtversuchen fehlen lassen. Bor einiger Zeit, als er in der Bezir ksamvalts chaft verhört wurde, schwang est im plötzlich mit einem Sprung Mf das Y>esims, Imrnt-e aber nact) vom Polizisten -.urück^rrissen werden, bevor er durch drS Fenster zu erttweichen vennochte. Er tvird in diesen Tagen nach Biel übergefül>rt, ,um dort wegen eines Mordversuchs an einem! Mädchen v-ernounnrn Mt werden, das init knapper Not dem Tode entronnen ist. Gersseld, 22. Juli. ÄLngenblicklich .ist der Fremden- verkehr in der Rhön sv stark, das; alle hiesigen Gasthäuser mrd Fremdenheime ntehr als überfüllt sind. — Griesheim a, M., 22. Juli. Durch ein Rad, das sich vom Wagen loslöste mtd tnit grober Wucht davonrollte, wurden auf der Strafte eine Fron und deren Tochter sv erheblich verletzt, das; das Kind dem Krankenhaus Angeführt winden mutzte. mr. Wiesbaden, 22. Jnlr. Bei der Berftstgung eines Kindes, das angeblich im Felde gestohbar hatte, sewß ein Feldhüter im nahen Dotzheim dein Kinde ein Vluge aus. Nach der Aussage des Sästls>en sei das Umckück nrrr aus Bersel-eit geschehen. M. T. M i e s b a d e n, 22. Juli. Einen ganz besonderen Genuß bereitete eitt Flugzeug am Donnerstag abend nach 9 Uhr dcu Wiesbadenern. Während die Maschine mit abgestelltem Motor über den Stadtteil vom -Krtrhatts iwrdlich dahinglitt, spielte auf zrvcimaligrr Fahrt der eine der Insassen auf einer Trompete — imb er spieltet gut — zwei Lieder: „In der Heimat" und „Ich hatt' einen Kameraden". = Zollhaus, 22. Jirli. In der Zementsabrik geriet der Arbeiter Gg. Schmidt ans Btrrgschwallxrch in das Masästnen- werk, deffen Rüder ihm Arme und Beine ausrissen. Nach einet Stunde erst fcntd man die zerstückelte Leick^e und eiitjeit mit dem 9iad ständig Hernmschwingendeit Arm. Vermischte». -- A schaffen bürg, 22. Juli. Bei Tettingen entstand am Somttag in einem Tagebau der Brannkoblengrube „Gustav" ein Brand, der auch auf einen zweiten Bau Übergriff. Das Mls- gedehnte Feuer koirrcte erst heute früh nach fast löstündiger Be- kämpftmg überwättigt werden. Einige Gkekkrcmwtore nmrden ein Raub der Flammen. Der Betrieb erleidet keine Unterbrechung * Berlin, 22. Juli. lWTB. Amtlich.) Tie in Planen besmd- liche Munitionsfabrik der A. E. G. ist out 19. Juli, nach- mittags, vermutlich durch Selbstentzündung von Sprengstoffen, teilweise zerstört worden, wobei nutzer beträchtlichem Sck-odenl leider auch eilte größere Anzahl Menschei Ueben zu beklagen ist Ter Brand wurde in 2 l U Stmtden durch btc Feuerwehr gelöscht. Es ist zu hoffen, daß der Betrieb bald wieder ausgenommen werden kann. * E i n 1 2 jühriger Mörder. In Göttlendors bei Allen- stein wurde der fünf Jahre alte Sohn des KrankentvärtcrS Messel von seinem zwölfjährigen, ihnt feindlich gesinnten Better, dem Schüler Otto Bastkowstt, erwürgt und in den See geworfen. Der jugendlick)e Dtörder wurde verhaftet. Müklersche Badeanstalt. Masse nvLr me der Lahn am 28. Juli 18" R. Meteorologische veodachtungen der Station Sirtzrn Juli 3318 L tu 1- LZ |l iLS 3 %> ’S s » n o» Z 1 Ä +* Tß •a JO .5 1?I1 *4 ÜJtlUr 22.1 2" _ 13,7 8,7 44 9 Wechselnd bew 22.1 9" — 17,5 10,7 72 — — 10 nachts bedeckt 23.! 7" 14,8 11,8 90 10 zeitw. Regen höchste Temperatur am 22. bst 23 . ; juli 1918 «4-0. 17,0* Niedrigste m m » , • „ 1918 — > 0. 13,2 * Niederschlag nun. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Dr. Otto Kluth und Frau Barbara Kluth geb. Netto. Mlir.'Vikif., Küche, Bor- olav n- Zubeh., zu vm. Stein- ttratze 70. Zu erfr. 72. Mödl. Zinimr zu vermieten 0B648 Ech illerltrafe c 27t v . t «ä»s ra.Wakauag zu uerm. 08Mi Arauksurtcr Etr. 02. PlßrdBStüll, KsiiüG u. Hooboiißi) per 1. Oktober z. verm. 6255 Krankst,rter Straße 15. 4-k-ZiMtt-Wshitiiits von kinderlosem Ehepaar zum 1. Oft. gesucht. Angeb. nter 08841 an den Gieß. A nz. 64 ÜM ZbWir.-Wohg. für l. September, .. Oktober oder 1. November dS.Js. von jungem» kiaderlosem Ehepaar zu mieten gesucht. ?lngebote unter 8608 an den (M ich. Anz. ZDiik Z-ZiNr.-Mhilg. von ruhigen Leuten sofort od. 1. Okt. gesucht. Angeb. unter 03650 an den Gieß. Anz. Wohnniils liksiicht. In Gießen oder Umgebung. 2—3 Zimmer, Küche und Plans., in best Hause von äit., kinderlosem Ehepaare gesucht. 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In der kurzen Zeit, in der er das Bataillon geführt hat, ist es ihm vergönnt gewesen, sich bei Offizier und Mann Vertrauen und Verehrung zu erwerben. Unser lieber Sohn und Bruder Andreas Hüter Kriegsfreiwilliger Pionier, Gefreiter Pionierbataillon 25, 4. Kompagnie Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille und des Eisernen Kreuzes ist im Alter von \g l / 2 Jahren am 16. Juli für das Vaterland gefallen. Im Namen des Offizierkorps eines Fussartillerie-Bataillons Förch Hammer, Hauptmann d. L. u. stellv. Batls.-Führer. Im Felde, 17. Juli 1918. Giessen 23. Juli 1918. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen Professor Hüter Oberlehrer Am 12. Juli d. J. ist mein Eleve Herr Helmut Elges Todes-Anzeige. Unteroffizier und Offiziers-Aspirant in einem Fussart.-Regt. für das Vaterland gefallen. Ich beklage auf s tiefste den Tod dieses hoffnungsvollen, selten pflichttreuen, jungen Fachgenossen und prächtigen Menschen. Ehre seinem Andenken! Nach wochenlanger, banger Ungewißheit wird uns die schmerzliche Kunde zu teil, daß unser hoffnungsvoller, braver Sohn, unser herzenzguter Bruder und Enkel Jäger Ernst Graf im Infanterie-Regiment 98, 2. Komp. Apothekenbesitzer H. Dornbergei Pelikan-Apotheke. Giessen, den 22. Juli 1918. nach erst vollendetem 18. Lebensjahre sein junges Leben in den schweren Kämpfen am 27. Mai d. Js. bei einem Sturmangriff hat hergeben müssen. In tiefem Schmerz: ' Wilhelm Graf und Frau Anna geb. Römer Hedwig und Wilhelm Graf Heinrich Graf, Großvater. Langd und Villingen, 22. Juli 1918 5506 Danksagung. Für die überaus wohltuenden Beweise herzlichen Mitgefühls beim Heimgang unserer unvergeßlichen Schwester Christiane, für die zahlreichen Blumenspenden, den ehrenden Nachruf im„Gießener Anzeiger“ von seiten des Vereins für Säuglingsfürsorge und die tiefempfundenen Worte des Herrn Pfarrers Schwabe am Grabe der Entschlafenen sagt auf diesem Wege tiefgefühlten Dank im Namen der trauernden Geschwister .*>•>-*y,;* - - . ... ;• -- , • ... Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten Hierdurch die tiestraurige Mitteilung, daß unser Herzensguter, braver Sohn, unser lieber Bruder, Enkel, Schwager und Onkel Karl Grb Alfred Preuschen, Geh. Forstrai. am 22. Juli um 7 Uhr nachm, im Alter von 24 Jahren nach kurzem Kranksein im Elternhause verstorben ist. Danksagung. Für die uns beim Hinscheiden meine» lieben Mannes, unseres unvergeßlichen Vaters erwiesene Teilnahme, sowie jür die reichlichen Kranzspenden sagen wir allen aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank. 5rau Llksabelhe Zrey Iamilie w. 5req Familie w. Ebel. Gießen, Darmstadt. Eengfelder Forsthaus i. O. Straßburg i. Eis, den 22. Juli 1918. In großem Schmerze: Polizeidiencr Hch. Erb VI. und Frau Ludw.Schlofler u. Frau Lina geb. Erb nebst Kind Marie Erb Emilie Erb Theodor Erb, z. Z. im Ersatz-Bataillon Johanne» Erb als Großvater. Lang-GönS, den 22. Juli 1918. ' ' H -4"' , 5505 Danksagung. Weitershain, den 23. Juli 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 25. Julr, um 3 Uhr nachmittags, statt. Bin vom Felde beurlaubt and bla 8. Ao^nat ln meiner Praxi« tätig. Sprechstunden: 8—12 und 8—7 Uhr. Hochstetter, Dentist, Großen-Buseck. Innigsten Dank sagen wir auf diesem Wege allen, die uns bei dem herben Verlust unserer so früh entrissenen teuren, unvergesslichen Tochter, Schwester, Enkelin und Niohte Wer stiftet für den hiesigen Stadtwald an Ä e a .° n eÄ"h d P ! Kuhebänke? Näh. Ausk. ert. Forstwart Geisel, Sicher Str.69. f“*D Bertha Bosenbaum ihre Teilnahme in so reichem Masse erwiesen haben. Besonders den Schulkameraden für ihre so zahlreiche Beteiligung zur letzten Ruhestätte sagen wir allen unseren tiefempfundenen Dank. Familie Louis Rosenbaum. Grossen-Linden, 22. Juli 1918 Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Mainzlar für das Rj. 1918 liegt vom 2«. d. Mt», an eine Woche lang auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu ver auch die Ausmärker beizutragen haben. Mainzlar, den 23. Juli 1918. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. 5512 U 3359 D Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer lieben Mutter sagt innigsten Dank Vom 25. Juli dS. FS. ab wird der z. Zt. zwischen Trier und Gteben verkehrende Schnellzug O IW über Cassel nach Berlin durchgeführt werden tGieben ab 11.39 nachm., Berlin Fr. Str. an 9L0 vorm, am 28. Juli). Sein Gegenzug I) 126 wird erstmalig am 25. Juli von Berlin Fr. Str. um 7.00 vorm, abgelaffen und wie folgt befördert werden: Gießen an 6.16 nachm, ab 6.36 nachm . Codlenz an 7.65 nachm., ab 8.10 nachm., Trier an 10.37 nachm. Der jetzige Zug I) 126a (Gietzen ab 8.12 vorm.) fällt vom im Namen aller Angehörigen: Familie Zriedr. Simon. 26. Juli ab fort. Auf der^Lahnbahn verkehren vom 25. Juli ab die. beschleunigten Triebwagenfahrien 4902 Giehen- Limburg und 4906 Limburg-Coblenz. T. 4902 verkehrt zur Gewinnung des Anschlusses vom D180 durchweg 6 Minuten später, somit Giehen ab 8.10 vorm., Limburg an 9.25 vorm. KSnigliche Eifenbabndirektio» Frankfurt (Main) Krausgrill. 5515i