BMW lei »njetfff n 14 >rini tn«Cict>, ouftet Lo.'nlatts. - Vertonen: •UICBfr^amillcnblötUr; K«csi lult (Ir »«« Kreis H letzen. 5t« Volt ’JRf. B.fiO tftettd- jLhri. «tsschi. Beikeckq. Fe»iöprect) - Einschlüsse: tfn bie EchrcktleuunqllL BeOu»..< eschä't sleüeöl Anschri'ifü, TrabNuich- nchten: Snzeigrr Kietzen. Erster Blatt /H7 V .IÜGm (08. Jahrgang Montag. 22. Zull 19X8 iuu.a^m« MD flfljflfti oie La«e^."nmncec bift zuin R.'chmM»g vorder ohne jedeVtidiiidlichkrtt Seilen-rels«: iür ö r l l i ch e Nnzeigkn 2b Ut.lfir auo n>2 rt»a« 30 Pi., ‘üi Reklamen Mt. I.— ; b t\ P a ^Vorschrift 2>) */, Rutsch lag. Hauptschriillener: Au,,. Böen. Verantwortlich für Politik u. »>«"iUeton: San'oerkehr: Aug. Boeq; Stadt nub Sewerdedan, Slehen Sar»yBermi|rfitrSu.®e. nchts,aal: W. Metzer; SwiUmgrrunödruü ».Verlag: Brühl'jchr Univ.-Vuch- u. Slelndruckerri N. Lange. §chrMe>!«ng. Geschästrstelle «.Druckerei: §chulstr.7. fä"!fufd!'u» ®ie**»n! Postscheckkonto: SraKiiuita.m. U686 General-Anzeiger für Oberhesjen Kampfe Oyreq. §ieg in der AdWehrschlacht. (WTB.) Grobes Hauptquartier. 20. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupprecht. Tie Tätigkeit der Engländer nahm in einzelnen Abschnitten zn. Gegen Meteren. nördlich wn Merris und südlich von Vienr-Berguin griff der Feind am Vormittag an. In Metern, faßte er Fuß. Im übrigen wurde er abgewicsen mW Uetz Gefangene in unserer .Hand. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Aisne mW Marne nimmt die Schlacht ihren Fortgang. Von neuem setzte der Feind zum Durchbruch auf der ganzen Schlachtfront an. Panzenvagen drangen am frühen Morgen in Teile unserer vorderen Linien ein. Nach erbittertem Kampfe nmr gegen Mittag der erste Stotz des Feindes auf den Höhen südwestlich von Soissons — westlich wn Hartennes — östlich von Neuilly — nordwestlich von Chateau Thierry zum Scheitern gebracht. Die von Fliegern im Anmarsch auf das Schlachtfeld gemeldeten und von ihren gestern bekämpften feindlichen .Allonnen kündeten Fortführung der Angriffe an. Sie erfolgten gegen Abend nach stälck- ster Feuersteigerung. Zwischen Aisne und Ourca brackven sie an unserem Gegenstoß südlich des Ourcg meist säwn im Feuer zusammen. Nördlich von Hartennes warfen wir den Feirw über feine Ausgangc.stcllttngen hinaus zurück. Die Truppe meldet schwerste Verluste des Fcilwes. Eine grotze Anzahl Panzerwagen liegt zerschossen vor miferer Front. Südlich der Marne tagsüber mäßige Feuertätigkeil. Südöstlich von Mareuil wurden erneute Teilangriffe des Feindes abgewiesen. Während der Nacht nahmen wir unsere südlich der Marne stehenden Truppen, vom Feinde unbemerkt, auf das nördliche Flutzuser zurück. Oertliche Kämpfe südwestlich und östlich von Reims. Nordwestlüh von Souain wurden französische Vorstöße blutig abgewiesen. * Gestern rmrrdni wiederum 30 feindliche Flugzeuge und 7 Fesselballone abgeschossen. Leutnant Loewenhardt errang seinen 40. rmd 41., Leutnant Menckhoff ftinen 39.. Hanpt- mann Berthow seinen 38., Oberleutnant Loerzer seinen 27.. Leutnant JaLob feinen 24. und Leutnant Köneckc seinen 22. Lustsieg. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. » ^^''lin. 20. Fuli. WTB. (Amtlich.) Die glänzende Ausführung des abermaligen Nfrrwcchsels über den breiten Strom, der unknmerkt vom Feinde vor sich ging, stellt eine neue hervorragende Leistung der deutschen Führung und Truppen dar. Mt dem Vorstotz auf das südliche Marneufer waren verschiedene Absichten der deutschen obersten Führung verbunden, die in vollem Umfange erreicht wurden. Zunächst galt es durch den Uferwechsel, der trotz zäher feindlicher 0)egenwehr in glänzender Weise gelang, eine Verbreiterung i*r Angriffs-Basis zu dem deutschen Vorstotz beiderseits Reims zu schaffen und starke feindliche Kräfte anzu- zle^n und ju fesseln. Die feindliche Führung fetzte dann auch sofort an dieser Stelle starke Reserven ein und nnter- nahm bereits am ersten Tage äußerst blutige, jedoch ergeb- uivlo e Gegenangrifft. Während sich hier an der neuen Marne Front der Feind verblutete, mutzte er den Deutschen den großen Erfolg östlich Reims lassen, wo die beherrschenden in den Champagne-Schlachten der Jahre 1915 und 1917 von den Franzosen wild umstrittenen Höhen südlich der Linien Nauroy—Moronvillers von uns genommen wurden. Der Vorstoß auf das südliche Marneufer in seiner ganzen Be- dwhliqkeir für d«n Feind löste ferner endlich die lang erwartete französische Gegenoffensive aus. die zwischen Aisne und nordwestlich Chakcau-Tbierr», naschte, Sic endete trotz Meier Kar.wsiaze voll rücksichtSloscstnKrastcmstrcngmig und «luivergeadung mit einem Mitzerfolg für de« Entcnte- «eneralnsimus. der den erstrebten Durchbruch vereitelt sah Damit war auch die Aufgabe der auf dem Süd-Marneufer rümvtenöcu deutschen Truppen voll gelost, ein weiteres Festhalten der dorr gewomrencn Linien unnötig. Die deutsche Führung boiinkc nunmehr die übergegangrncn Truppen auf das Sbordufer zu neuen wichtigeren Aufgaben zurückuchmc». Grodes Hauptquartier, 21. Juli. ^Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Defttt^u Artilleriekämpfe» an der Anerc folgten Hamel englische Infanterie An- ^ guosten Berlusteu für dcu Feind abgewiesen wurden Ebenso schn seriell am Abend Angriffe der Snglän- 00 " Vebuterac. Tic tagsüber meist matzigi esechtStätigkelt lebte am Abend wieder auf. p <• f Deutscher Kronprinz wlm e der Fei st örll^e Angriffezwi- ^ "us. die wir im Gegenstotz abunter Martie suchte der Feind gestern Sn'ST D,Mswnrn di« Enliffteidung der Schacht iro^'Örfta rurückgkichlagen. Er ha, t-it!tVii r r ■ H^fswiker der Frau w en, Algerier, Bress 'min^n ^"'d Denegaluegee ,rügen an den wne -ui e, m.f ^ des >,a»ipf,-s. Senrgalbatail- Ä&Ä'Ä," ISSff ES Cdtnoften ?SS "° griffet aestcrn die A.I- SL» ^ " Gegenstöße« wie. er voll zur bere-tuna Lm ,^r»M auf Ar.tlleeievor- arü-t»!^ tn)u Panzenvagen ge tr«nötwi AiigriffpocrM/rrn des Gküucrs, das aut Älifailg überraschte, augepatzt. Der gestrige Ssjilachttag reiht sich in seinen L-eistnngen von Führung und Truppen und in seinem siegreichen Ausgayg eb:ir!ür5ig den in diesem Kampsgelände früher errungenen SchllÄlo^erfolgen an. An den Hol>en südroestlich von Soissons brackjen die gegen die Stadt n ten Hannen zurückfluterlde Infanterie wurde vom Bernich- ttmgsseuer unserer Artillerie, Infanterie und Mascl^nrn- gctvclwe wirksam ge Ätzt. zufliMnunM schossein Auch südlich des Ourcg brach unser Gegenangriff den ftindlülzeu Ansturm. Nordrvcstlich von Chakeau-Thierry haben fiiti die in den letzten Wochen immer wi-der vergeblick^ angegriffenen Regimenter auch gestern gegen mehrfache sb.trkc Angriffe der Amerikaner siegreich behauptet. Die Amerikaner erlittcm besonders hohe Verluste. In drr Nacht ü-gten wir vom Feinde ungestört die Verteidigung in das Gelände nördlich und nordöstlich von Chateau-Thierrv zurück. Auf dem Südnfer M Marne führte der Feind gegen die von uns in der vergangenen Nacht geräumten Stellungen gestern vormittag nach vierstündiger Artillerievorbcreirung unter dichtem Feuerschutz und mit zahlreichen Panzerwagen einheitliche Angriffe, die m leeren Stellungen verpufften, llnftr vom Norduft^ Heilwcist flankierend geleitetes Artil- leriefnrer fügte dem Feinde Verluste zu. Auch siwwcstlich. von Reims fetzte der Feind starke Kräfte zum Angriff gegen die vvn uns eroberten Stellungen zwischen Marne und nördlich der Ardre an. Engländer waren hier den Franzose« und Italienern zur Hilfe gekommen. In unserem Feuer und an unseren Gegenstöße« sind sie unter ^hwennr Verlusten für den Feind gestlreirert. Sche Erläuterung, nie, in keiner anderen Sckstacht des Krieges, sei so viel feindliches Blut geflossen, wie jetzt ün Westen! Wir Haber: das Südufer der Marne wieder geräumt, und zwar freiwillig, in der Nacht, unbehelligt vorn Gegner. Das erinnert an manche Vorsichtsmaßregel, die Hindenburg auch den Russen gegenüber an- gewendet hat, vor deren Fronten ihm auch nicht etwa inr erster Linie die Eroberung irge ndeines geographischen Zieles vorschwcbte, sondern die Bernichtrrng der gegnerischen Strertkrafte. Beinahe klang es vcrmesserr. als er eines Tages Iprach: Wir werden nicht eher rasten, als bis auch der letzte Russe besiegt am Boden liegt! Aber Hindenburq hat seinen Vorsatz^ getreulich ansgeführt. Die Mannschastsnot der Entente ist schon jetzt außer- 0 r -i n TtT 1 srotz. Nach^ einer neuesten Meldung soll in Frank- rerch schon der Jahrgang 1920 gemustert werden! Ein gewiß des übertriebenen Optimismus verdächtiger Zeuge, nämlich der militärische Mitarbeiter des „Vorwärts", der frühere Oberst Gädke, legt in der letzten Freitag-Num- M.beeses Blattes, also während unserer Vertcidi.innas- lchlachtcii im Westen, ebenfalls dar, daß die Ziele Englands ihrem Lcuteinangel scheitern würden, die Gegner an der Westfront in den etzten drei Monaten »bei l 1 /, Mlltion Mann Gesamtver- ujte gehabt haben. Und er stellt dabei in Rechnung, welche bunt geinlschtcn Scharen die feindliche Macht anSmachten und wie unser cinl-eitlichcs deutsches Heer diesen Massen durchaus überlegen sei. Die Zahl der in Frankreich anivesen- ^.u,Amerikaner bemitzt Gädkc auf höchstens tiOOOOO; davon [ei Ilcherlich die Hälfte nur arbeitsvenvendungsfühiq hinter der Front. Es ist bewertet,r,schände Zuversicht an den Tag legt' Daß wir mit beittiiidlgem Friedensgerede den, Frieden nicht näher kommen, sieht man wohl auch in den Kreisen der Svziad- deniolratie allmählich) ein. Bezeichnend ist auch der Wort- lank des (nachstehend wiedergoaebeilcii) Antworttelearamms des Grafen »lirtan an Staatssekretär u. Hintze Hintzc 2 Q l e H^>l"ung aus einen baldigen siegreichen, ehven- vollen Frieden ausgesprochen, und ber österreichisch-imga. MzL LiacztMann anUvo.rt«^ tuix ivMd^n euveu solchen. Frieden am raschesten urw sichersten erreichen, „indem wir in unbeugsamer und kraftvoller Einrgkeit aushorr^. In diesen Worten ist vielleicht schon die Lehre beherzigt, d« uns der englische Minister Balfour mit seiner Schmähung der sriedsertigen letzten deutschen Kanzlerrede erteilt. Auci die Erklärung, daß wir bereit seien, Belgien in seiner Unabl>üngigteit wieder herzustellen, fand auf der Gegenseite nur Hohn und Zurückweisung. Ein politisches Gegenstück zn den Betrachtungen des ^Vorwärts" über die militärische Lage bietet die neue Rede Sck/eideruannS in Essen, nachoem er kurz vorher in seinem Wahlkreise, in Solingen, durch die dort überzähligen „Ut> ablstingigen" am Reden verhindert worden war. Scheidemann führte, wie wir der „Köln. Ztg." entnehmen, aus: „Wir waren immer für den Frieden bemüht, zuletzt m der FriedensentsMießung. Keine andere Regierung ist so weit go- sgangen, ioie die deutscher, die gesagt hat, sie sei bereit. Frieden zu machen, und der Siebener-Llusschaiß des Reichstags hat die Antwort aus die Papstnote mitredigi-ert. In keinem anderen Lande ist das geschehen. Und was ist aus alle diese Bemühungen erfolgt? Tie andern antworten einfach gar nicht, auch nicht dem Papst und statt dessen überschütteten sie uns mit Hohn und Spott. Das neiterten englische Vorstöße. Die Kümpfe in Albanien dehnen sich allmählich auf den ganzen Abschnitt zwischen dem oberen Devoli-Tale und dem Rdeeve aus. Der Chef des Generalstabes. Lin neuer Lieg in der Abwehrschlacht. Berlin, 21. Juli. (WTB.) Auf dem SÄacbtfeld Porsche» der Aisne und Marne haben die Deutschen am 20. Juli gegen irnn-cm Feind, der unter rücksichtslosestem Enffutz seiner sraiuvsi- scheu, englisck-e,r, itolieutfeben und amerikmnsclxm Trupven rm Per- «ein mit seinen sckiwarzen Hilssvölkern hier die Entsch-ümng suchte, einen neuen Sieg in der Abwehrschlacht geioonnerr. Zu den ungeheilren Opfertn. die die Engländer und Franzosen seit denc 21. März durch die wlederholien skegreicsten deutschen T^irch, bruä)Sschlachlen erlitten, treten neue säxvere Verluste hinzu, ofm* daß es dem Enttmto-Generalissimus Fvch auch nur im entferteste» gelang, fern* weitgestteckten Ziele zu erreichen. Gvgen 11 Uhr vormittags wurden starke Bereitstellungen des Gogners südlich der Straße Bil l e rs-E ot tere t^-Soi s. so ns erkannt Desgleichen »vurden feindliche Tmrkgeschwader im Anmarsch gesichtet. Mit voller Wirkung faßten uwerr Batterien ihr Feuer gegen diese lohnenden Ziele znsanrnnm. Gegen 3 UIje nachmittags steigerte sich das Feuer zu außerondenÜicher Heftig-, »üt. Kurz daraus setzte der enuartete Angriff ein. In hartem .ibamvf wurde der- mit ttefgerstlederten Kräften anrerrnertbe Feind unter hohen Verlusten, teilweise in erwlgreichen O^errenstoßen, zu- rückgeimescnr. Erst gegen 9.30 Mir aberrds konnte er' sich nach er- n-arlem Tronin lelfcuer zu nochnrcüigem Angriff aufmffen, fand aber 'tmr noch Malt zu Dellangrisfen, die blutig in unserem Feuer zersck»ettten. Weiter' südlich degaml der Gegner mit seinen Massenangriffetz bereits in den frühm Puvrgen .Kräften fernen Angriff. Seine zrisammenschmelzeiüvnj ^wiswnen füllte er darnwnd durch neue Restniren ans und lies dorr ganzen 9ta.ck'iurittag ül>er- zum Sturm gegen unsere StellmrgO, an. Beiouders blutig brxuch ein Massensttirnr des Feindes um 1 Uh- nacbmittngs in unserem verlierenden Feuer zusammen t-en st>äten Abendstrnrden hoffte der Gegner immer noch auf Erfolg. VtairV. überaus stcn'kem Trommelfeuer rannte er abermals aii. iviedcr vergebens. Trünvise genxmnon wir sogar im O^renstoß Bodrii. Bis in die spare ME hdrein setzte der ^nd an eimvlnrit stellen seine Anstürme fort. Trotz aller RückiEslosiabüt und trotz Gmlatzes stär'ö.er Kampfkräfte und .Kampfmittel blieb dem Fem^r der Mlachtz: L« ÜLAkA btt v&ie «e6roFse*t DBfer def Angrrifers ist geiwitw. ^ I “W W nrtt den Verlusten keiner Schlacht dieses Krie- M * e r ,<*JE lche3t Tie Franzosen haben wieder die .Hauptlast -»«verlustreichen Angriffe getragen. « . ^ r l i n , 21 Juli. Der Angriff beiderseits des Clignon- oehntc sich dresmal l is fast an CHLteau-Thierry heran ans. ^n barten weckyelvollen Kämpfen, bei denen verschiedene Dorier den Besitzer wechselten, jedoch schließlich in unseren Hän- Den blieben, wurden sämtliche Angriffe verlustcelch für den Gegner Mgelvleien. H«r waren es neben den schwarzen Hilfsvölkcrn der Franzosen besonders die A m e r i k a n e r , die auis schwerste bluten mutzten. Bisher fochten die Amerikaner nur mit weißen zusammen. Die Folge ihrer diesmaligen Vermischung E deri -Duden und Schwarzen war, daß die noch nicht so kamps- «Eten Amerikaner in unserem Feuer geradezu verheerende Bei- Ä , , mehreren Stellen türmten sich hohe amerikanische ^«llyenberge vor unseren Linien ans. Die Rückverlegung der südlichen Marnefront. 4jr . Scrl i rt, 20. Juli (WTB.) Die in der Nacht vom 19. zum 20 . vvrgenommene RückverlegungdersüdlichenMarne- front aus das Nordufer, bei der die Deutschen das gesamte Kämpf- nvaterral über den Fluß znrückführten, vollzog sich völlig un- demerk t vom Gegner. Die seinerzeit erstürmten zablroick>en feind lrchen Batterien wurden dem Feinde in völlig gesprengtem Zu stand überlassen. Der unbemerkte Uebergang über den breiten Strom stellt den Leistungen von Truppen und Führung ein glanzendes Zeugrns aus. Angriffe der deutschen Bombengeschwader. ?V r (WTB.) In der Nackft vom 18. zum ^tlt grissen die deutschen Bombengeschwader mili- c ***** hinter der französischen und englischer: Front mit 72 840 Kilogramm Bomben an. Die Angriffe richteten sich gegen dre HaupNtapelplätze, Bahirhöse und den Bahnverkehr des Feines. Auf dem.Balmhosvon St. Pol flog ein Munttionszug in Äe Luft. Patzer von Poperinghe erhielten 12 000 Kilogramm, ^hantrlly 13 000 Kilogramm und der für die Gegner wichtige Etappenort E Pernay 15 240 Kilogramm Bomben. Starke Brande und Explosionen in Epernay, St. Tizier rmd Chälons kennzeichneten noch stundenlang nach dem Angriff die Wirkung' der deutschen Bomben. Aus der Strecke Chälons—Bitty-le-Fran- oors brachten unsere Geschwader einen Transportzug durch c 2** at r^ 1 niedriger $i)öbe zum Stehen mtb vernichteter^ itm. Tie kriegswichtigen Betriebe und Werke von P o m p e y wur- den durch Bombenangriff auf lange Zeit lahmgelegt. Sämtliche au den Angriffen beteiligten Flugzeuge sind trotz stärkster feind- lrcher Gegenwehr durch Abwehrkcriioiien, Maschinengewehre, Schein- werter und Jagdflugzeuge unbeschädigt in ihre Heimathäfen zurückgekehrt. Frautösischer Bericht vom 20. Juli, 11 Uhr abeirds. Das Ergebnis unserer siegreichen gen offensive hat nicht aus sich warten lassen. Die Deutschen ans ihrer rechten Flanke und im Süden der Marne heftig angegriffen, warm g^k.mrngcn, den Rückzug anzutreten und über den Fluß MrückUugehen. Wir halten das südlickie Ufer der Marne, ^mnichen Ais ne und Marne locrren die sranzösisch-ameri- Urnr,chen Trirppen in weiterer Verfolgung ilwer Fortschritte den 7zernd der sich hartnäckig verteidigte, zurück. Wir erreichter: Ploish vovd Parcy-Ttgniy und überschritten St. Remis—Bl am und —©t. Allnn. Weiter südlich halten unsere Truppen die allge anerne Lirne Priez^—nordöstliches Plateau von Eourchamps. Zwi r ' Marne und Reims sind heftige Käinpfc tut Gange. Die franzö^ ü,.^britischen Truppen sind bei ihren heftigen Angriffen auf bedeutende Streilkräfte gestoßen. Trotz des hartnäckigen Wider- Standes des Fenckes gewannen wir Boden im Walde von Corlan, nn Dale der Äpdre und gegen St. E,iphraise. Die Zahl der von uns seit dem 18. Juli gemachten Gefangenen überschreitet 20000. Mehr als 400 Kanonen sind in unsere SKinbc gefallen. bKf«m (StfrönaigoT des englischen Ministers bemerkt die „NRvNrdd. Al lg. Ztg.": Die '<'lusführuric 7 eu des Herrn Bal sour laßen deutlich erfnmen, wie sehr der Minister den ernüchternden Eindruck der Erklärung des deutschen Neick-skanzlerskanzlers aus die englische Oefsentlickckert^ fürchtet. Er hütet sich wohl, die Auslegung des Faustpfandbegrilses im Sinne des deutschen Reichskanzlers wrederzugeben. Statt dessen stellt er vielmehr .villkürlich erne eigene FauUpfcmdtheorie auf, die naturgemäß einen ausge- sprockien britischen Charakter trägt. Belgien soll uns im be- sondern auch ein Faustpfand dafür sein, daß England die Der strrckung löst, in die es Belgien fcfwn vor dem Kriege ranke voll hineingezerrt Halle. Es versteht sich übrigens von selbst daß wir auch die besetzten Gebiete N c» rd fra n kre i chs ccks ein in unseren Bünden besrndlick^s Faustpfand für die uns entrissenen Kolonien, dre erZstorung der deutt'chen Welthandelsbeziehungen und alle anderen Schaden betrachten, die uns von unseren Feinden völkerrechtswidrig zugefügt worden sind. Der frühere Zar erschaffen. B e v l i n , 20. Juli. (WTB.) Nach einer aus Moskau hier eingegangenen Nachricht wurde der frühere Zar von Rußland am 16.Juli in Jekaterinenburg ers chosserr. Anlaß dazu war haä Heran rücken tschechisch-slowakischer Banden, denen die Rote Ilralregierung den früheren Zaren nicht lebendig überlassen wollte. Moskau, 20. Juli. (MTB.) Ter Exzar ist am 16. Juli laut UrteildesUralsowjets in JeÜrd'rinburg erschossen worden. „Bjedneta" meldet die Ermordung in folgender Form: Durch den Willen des revolutionären Volkes ist der blutige Zar aufs glücklichste in Jekaterrnburg verschieden! Es lebe der Rote Terror! Ein Dekret vom 19. Juli erklärtdas gesamte Eigentum des Exzaren sowie der Exzarinnen dllexandra und Maria und sämtlicher Mitglieder des ehemaligen Kaiserhauses als Besitz der russischen Republik. Einbegriffen in die Koiv- siskation .sind säurt liche Einlage der Zarenfamilie in russischen und ausländischen Banken. Die Japaner in Sibirien. Amsterdam, 20. Juli. (WTB.) Das Reuters. He Bureau meldet aus Tokio: Japan hat beschlossen, in Sibirien zu intervenieren. Tie notwendigen Mahnahnnn sind getroffen. Finnland uitd da- HoherizoklcrnhauS. Stockholm, 20. Juli. (WTB.) Wie „Nya Dagligt Alle- yanda" aus zuverlässiger fimiischer Quelle erführt, überbrachte der srnnisck>e Gesandte in Berlin, Staatsrat Hjelt, bei seinem letzten Besuch in der Heimat dem dortigen Senat den Bescheid, datz Kaiser Wilhelm keinen seiner Söhne als Kandidaten für den finnischen Thron aufgestellt wissen wolle. der Eine englische Arbeiterkundgebuug zugunsten Rückgabe Elsaß-Lothringens. Bern, 21. IM. (Priv.-Tel.) Der „Morning Post" zufolge fand am 14. Juli im Hydepark eine große Dolkskundgebung zu Gunsten derWiedervereintgungElsaß-Lothringen mit Frankreich statt. Veranstalter waren der Vorsitzeirde der „MattonÄ-Partei". General Groft, und der Sekretär Victor Fisher, der ganz im imperialistischen Fahrwasser segelnden brl- trsck>en Tlrbeiterliga. Diese hatten fünf mü Flaggen und dem Motto „Ellaß-Lothringen muß Frankreich zurückgegeben rverden" schmückte Tribünen aufgeschla^en, auf denen auch Elsässer Mavepeu %\ ihoer Tracht standen. Fisher betonte, daß El saß-Lothringen! 5cicht mcr so und so viel Quadratmeilen französischen Bodens bedeute. sondern das Symbol für einen Sieg oder eine Niederlage sei. Ae Mnerteir lvsidderl, gleichgültig, wieviel Boden sie Deutsch- “*© «entrissen hätten, den .Krieg nicht gewonnen haben, lvenn El saß-Lotlxringen den Hohenzollern verbleibe. Tie Zurückgabe sei, wiewohl in ersder Linie ei,re französische, gleichzeitig auch eine brrttsche und europäische Frage. David G i l v u r füllte aus, nichts ser zurzeit gcsährlickier als die mit deutschem Gelbe unterstützte Frredensbeiv-egung. Herrdersorr habe entdeckt, daß die Völker, gegen hie btc Alliierten kämpfen, zu einem ehrenvollen Frieden bereit seren, er weise aber die Zugeständnisse der ungarischen und bulgarischen S^ralisten zurück, die die deutschen Sozialisten zu unter- schverben angeblich bereit seien. Batfonr über Belgien. London, 21. Juli. (Reuter.) In einer Versammlung in London anläßlich des belgischen Unabhängigkeitstages sagte Balso u r: Die höchste Beleidigung wurde gegen Belgien durch den deutschen Kanzler in seiner letzten Rede gerichtet. Er erzählte der Well, Deutschland habe nicht vor, Belgien süv immer zu behalten, so-.ldern Deutschland beabsichtige, Belgien als Faustpfand zu gebrauck-en. Das bedeutet, daß er, nachdein er Belgien ohne .Herausforderung angegriffen, es erobert hat und imchk der Eroberung oh,re Erbarmen mit ihm umgegangen ist, es allen Materials. Gutes und aller moralischen Vergütungen für diesen Atrgriff aus seine Freiheit beraubt hat, sich bereit zeigt, cs aufzugeben, vorausgesetzt, daß es irgendein anderes Landgebiet erl)alten kann, auf dem die Deutschen ihre besonderen Fähigkeiten ausüben könne. von Hin tzBj Berlin, 20. Juli. (WTB.) Staatssekretär v. H i n tz e hat heute sein Amt angerrelen. Berlin, 21. Juli. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät )er Kaiser haben geruht, dem bisherigen Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Dr. v. K ü h l m a n n bei seiner Verabschiedung den Noten Adler-Orden Erster Klasse zu verleihen. Wien, 20. Juli. (WTB.) Der Staatssekretär des Aeußern v. Hintze hat anläßlich seines Tiensdarttrittes an den Minister des Aeutzern folgendes Telegramm gerick>tet: Durch das Vertrauen. Seinec Majestät, meines allergnädigfen Herrn, auf den Posten des Staatssekretärs des AnÄvärtigen Amtes berufen, drängt es mich Eurer Exzellrniz zu Beginn mei^ier Tätilffett meine anfrichtigsüen, bundesfreundlichslen Grüße zu übersenden. Es ist mir eine besondere Freude, bei meinem Dienstantritt die auf einen Ausbau b«s deictsch üsterreichisch-ungarischen Bündnisses abzielenden Arbeiten vorzuffnden, die ich mis tvesffcnerster Ueber- zeumrng anfnehine und mit Euerer Exzellenz gütiger Unterstützimgi zu einem guten Ende zu führen.hoffe. Ms schönstes Glück aber würde ich es betrachten, wenn es nrrt Gottes gnädiger Hilfe in nicht all^u ferner Zeit gelm^e, die Erfolge unseres treu be- währten Mdrdnisses durch einen siegreichen, ehrenvoller, Frieden zu krörren. Hierauf hat Gras Burian mit nachstehender Depesche geantwortet: Für die fveundlickxn Worte, init welchem mich Eure Exzellenz gelagerttlich Ihres Amtsantritts zu begrüßen die Güte hatte, bitte ich meinen aufrichtigsten Dank entgegenznirehmen. Eure Exzellenz mögeir versichert sein, daß Ihren bei der Durchführung der großen Aufgabe, deren Ziel Festigung und Ausgesdeltung des österreichisch-ungarisch-deutsck)e>r Bundesverhältnisses ist, meine rückhaltlose und überzeugte Dritwirffmg jederzeit zur Verfügung stellar wird. Einen ehrenvollen, gerechten Frieden, welchen wir alle zum Wähle der gesamten Menschl-eit 'herbeisehnen, werden wir am raschesten und sichersten erreichen, indem wir in unbeugsamer lmd kraftvoller Einigkeit ausharren. Amrrlkanische „Mrnschlichkelt". Berlin, 20. Juli. (WTB.) Die Mörder des deutscher, ReichSangehörigcn Robert Prager sirü» von dem amerikanischen Geschworenengerick: rrergesprocken worden. ^Neuyork Times" äußert dazu u.a.: Die Freispreckmng der Mörder des Rodert Prager war onensichtlich ein schweres Vergehen gegen die Gerechtigkeit. Der Verteidiger berief sich aus ein neues ungeschrreberres Gesetz. Das alte ungeschriebene Gesetz war eine Schande und ein Skairdal, und das neue, das kbensalls den Mord als eine gesetzliche amerikwiffckD: Jristitütiork betrachtet, ist sicherlich nichs weniger. ?luch Neu y o r k E ve- ning P o st" erklärt die Freispreck-ung der Mörder Pragers für einen schweren Verstoß gegen die Gerechtigkeit. „Der Tatt>estand," sagt sie, „war nicht zweifelhaft, aber die Jrrry weigerte sich, die' Verurteilung auszusprechen. Das Verdikt ging dahttr, daß es keim Verbveckien sei, einen Deutschen zu töten. Der ganze l>edauer 7 LSwer«e Fall sollte jeden Amerikaner mit Scham erfüllen." Die „Nordd. Mlg. Ztg." bemer-kt dazu: Wir unterschreiben» die Uneile dreier vereinzelten amerikanischen Zeitungen über das. ffuchwüödige Verbrechen der amerikanischen BolVmaffe, an dem Uch die amerikanisäie Justiz durch die Freisprechung der Mördev des unschuldigen DeutsäKm in einer Weise mitschuldig gemacht hat. die ihr selbst das Urteil spricht. Die Wahlreform in Ungarn. Budapest, 20. Juli. (WTB.) Die Gesetzesvorkage über dre Wahlreform ist mit gwßer Mehrheit angenommen worden. Rücktritt des Ministeriums Setdler? Wien, 20. Juli. (Priv.-Tel.) Die „Wiener Allge^rrerne Zer- tung^" meldet: Wi^ in gut informierten parlamentarisckrJt Koeisent verlautet. Hit der Mini st er rat beschlLosst». dem Kaisti st Gesamtdemission zu unterbreiten. Neue U-Doot-Erfolge. Berlin^ 21. Juli. (Amtlich.) Im Sperrgebiet uw England wurden 12 0 0 0 B r. - R. - T. verffnkt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * Amsterdam. 21. IM. (WTB.) Aus Neuyork wird gemeldet: Tie Ursache des Sinkens des P an zerkreu »er« ist unl»ekaunt. 335 Mann der Besatzung wurden gelandet. TaS Ma- rineministerütm berichtet von einer großer: Anzahl weiterer Mcmn- schaften an Bord von zwei Dampfern, die mit unbekanntem Bestimmungsort rveitersuhren. Washington, 20. Juli. (WTB.) Reuter. Das Marine- departemenl meldet: Ein bewaffneter Kreuzer der Bereinigten Staaten ist heute morgen gesunken. Tantzcher stnd mH Bergung der Ueberlebenderr bejckMigt. Anscheinend sind ken« Acenschenleben zu bellagen. Washington, 19. Juli. (WTB.) Meldung des Reuterschm Vureaus. Das Sck-ifsahrtsamt teilt nns mir, daß das Schiff „W e sto v e". 5000 Tonnen groß, am 11. Juli in den eurvpäi- fchm 0)ewässern torpediert rvorden ist. Es sank. 82 Per>. onen wurden gerettet, 10 Personen, darunter 2 Offiziere, roet* den vermißt. Ter Cunard-Dampfer „C a r p a 1 h i a", 13 603 Tonnen groß, der ftuack^dem Auslande bestimmt war, ist am 17. Juli im Atlan- ttsä^n Qzean torpediert worden. Die Ueberlebenden werden morgen landen. Die Rangordnung de- großen ff^eneralstabs. Berlin, 21. Juli. In einem Erlaß des Wisers vom 10. Juli wird bestimmt, daß der Große Generalstab in Würdigung seiner Ausgaben unb Verdienste in der Rangordnung den Zentralbehörden gleichgestellt wird. * Fliegerleutnant Kirschftein f Posen, 20. IM. (WTB.) Leutnant Hans Kirschstein, Inhaber des Ordens Pm:r fe rwwide, der älteste Sohn des hresigen RegiermlgspräsiLcnten, ist, den Heldentod gestorben. Er hat be- lianntlich eine größere Anzahl feindlicher Flugzeuge abgeschossen. * . * Die Rückkehr der AnStauschgefangenen. Konstanz, 20. IM. (WTB.) Heute vvrnnttag 9.59 traf der erste Transport des großen Austausches, 750 Mannschaften und Unteroffiziere, hier.ein. Zinn Empfang hatten sich ans dem festlich gesckMücktMl Bahnhöfe eingefunden Prinz Oskar von Preußen, der Groß Herzog von Baden, Prinz Max von Baden, der stellvertvet«rde Kommandierende Getteral von Jsbert, der poeußifche Gesandte in Karlsruhe von Eisendecher, General der Infanterie von Dürr, Generalmajor vor: Seiler, Generalleutnant Fveis, Vertreter der staatlickZen und städtisä-en Behörden usw. -In ststlichem Zuge marschierten die Angiüommenen., von der- Bevölkerung begeistert begrüßt, durch die Stadt auf den Kasenrenhof, wo die offizielle Begrüßung erfolgte. Namens des Kaisers begrüßte Prinz Oskar die Amgekommener:. Auch der Grvß^ Herzog von Baden hielt eine Ansprache und brachte das Hr:rra aus der: Kaiser arrs. Degrüßungstelegvamme rvaven u. a. eing-elcu:fei: von der ^.Iniserin, von den König innen von Bayern, Württemberg und Sachsen, den Großherzogen von Hessen und Sachsen-Weimar, Jxm: Herzog von Sachsen-Meiningen und den Präsident er: der Senate von Hamburg, Bremen und Lickeck. Generalien tnartt von Jsbert braa^te ein Hurra ar:f den Großherzoa von Baden und die deutschen Bundes fürsten rmd freien Städte aus. Einer der ZurückgeLvirrmenen dankte mit einer kurzen Ansprache. Hierauf sMidten die An gekommenen ein Huldi-gumystelegramm an den Kaiser ab. Amerika und HertlingS Rede über Belgien. Bern, 21. IM. (WTBck „Daily Mail" meldet aus Neichork vom J.4. Juli: Härtlings EMäcung, daß Belgien nur als Faustpfand behalten werde, ivird einstimmig abgelehnt. „Neuyork Times" sagtKentsehlanüs Versicherung, daß rricht beabsichtigt sei. Belgien zu behalte::, ist weder von Interesse noch von Wichtigkeit. Tie Alliierten werben die Deutschien aus Bel^ gien heraustreiben, ebenso Mts Frankreich, und nichts 'Dcutsck)es dort lassen, außer den Knochen deutscher Soldatm. „Neuyork W o r I v" schreibt: Was irmner die Kosten und die Tauer des Krieges ftm Mögen, das amerikanische Volk wird keinen Frieden schließen, der nicht Franlkveick» diejenige Sick-erheit gewährleistet, für die französisch^ Blut in Strörwi: geflossen ist. Rur dem Reiche. Vom Reichskanzler. Berlin, 21. Juli. Wie wir erfahren, hat sich der irn Großen Hauptguart:er befmdlicho Reichskanzler Gras Hertling nach der Rückkehr von einer mehrtägigen Tienstreffe lvegn: e:ner Erkaltung in ärztliche Behandlung begeben. Er befindet sich i*. reits aus dem Wege der Besserung. Eine Stuttgarter Messe. Stuttgart, 20. Julü (WTB.) In der Zweiten Kammer wurtze (fjeute aus der Mitte des Hauses betannsgegeden, daß in Stuttgart eine AktiQ:A-sellfck)as1 begrüicket lourdc, die für Württemberg eine große Verkaufs - und Ausstellungsgelegei> heit schaffen soll, mn die Zentralisierung in Leipzig zu durch, brechen. Im neuen Bahnhossviertel soll ein eigenes Messehaus hergestellt werden. Es begeht die Llussicht, daß neben der Edelmetall-Industrie auch die Uhren-Jndustrie und die Feinmechanik uird wahrscheinlich auch die K o n f e F t i o n sich in Stuttgart zu einer permanenten Messe vereinigen wer- den. Die Mgierung wird, weirn die Sache spruchreif ist, um eine Förderung der Ausstellung gebeten tverden. 1918 Medizin-alrat Prvsesss:- Dr. 23. Juli 1918. von 2—4 Uhr: Nr. 1051 bv> Aus Stadt und Land. Gießen, den 22. Juli 1918. ** Auszeichnung. Der ehemalige Bizeseldwebel Karl Staub ach, jetzt Pvstsckiasfner, erhielt uachttäglrch die Hessische Tapferkeitsn:cdaille. Er ist im Besitz des Eisernen Lkvv:zes erster und zlweiter .Klasse. ** Diebstahl. Bei einem am Samstag den 20. d. M. fest genommenen Bettler wurden Weißbindergeräte, Pinsel, Farbe tu sw., Garteirgeräde, versckyikDene Sänurreien, frisch gebrvche»« Erbsen. Tomater: nnv ein Besen vorgefunde::. — An: gleickien. Tage, -nachmittags, wurde einem 1 Mädchen ans dem Lindenplatz eine Pvriemoirnaie mit 5 Mark und 8 Biornrarken von einem 10—12 Jahve altm Jungen, der blaue Hose und rveißgestreifte Blust mit Matrosmkragen trug, entwerwet. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die hiesige Kriminalpolizei. Sill. Bio n de r Universität. Der Groß Herzog ba$ zum Rektor der Landesunwersität für die Zeit vom 1. Oktober «bits 30. September 1919 den Geh. Strahl ernannt. ** Freibank. 1140. ** National-Stiftung. Für die Nattonal-Stifttmg für die Hinterbliebeiren der im Kriege Gefallenen sind im Groß Herzogtum Hessen bis zum 30. Juni 1918 1 645 130 Mk an Spe.'kder: ein- 'gegangen. An Unterstützungen »vurdei: bewilligt 218060 Mk., außerdem Es der der National-Stiftung arrgeschloffenen lRupp- Stiftung 42 130 Mk., zusammen 260 190 fßtt Es wurden unterstützt 1811 Fcrmüie:: aus der Natümal-Stiftui^ und 239 Familien ,arus der Kriwö-Stistung. Aus Stadt uns Kreis (Äiest-n entfallen von der Unterstützur:gssumme 12 930 Mk., die sich aus 80 Familien verteilen, von denen mehrere wiederholt unterstützt wurden. Di^ Etluzelgaben weckffeln in ihrer Höbe je nach dem za: befriedigenden Bedürfnis, die Höchstbewillig'.mg b.ärug 500 Mk. In einer größeren Anzahl von Fällen nmrben Badekuren für kränk: ich- Kinder oder Frauen bewilligt. Während im Jalire 1916 eine 'Notlage aus dem Land nur in ganz seltenen Fällen vorhanden rvar und der Kreis der unterstützten Familien sich aus die Städte beschränkte, wurden im lausenden Jahre Familien auf dem Lande in größerer Zahl (unterstützt. Blei den großen, von Jahr zu Jahr wachsenden An- st>:dei 7 mgen, die .an die National-Stiftung gestellt werden, sind iveitere Spercken sehr erwünscht. ** Lichtbildervortrag. In dem dritten Bortrag z-mn Besten des .Kunstwissensckiafklichen Jnstttuts wird .Herr Geheimrat Prof. Dr. Sommer am Dienslxrg abend über „Familien- s o r s ch u n g und K u n |t b a r ft e 1 1 n n q" spreck,eri (Näheres im dlnzeigenteil.. Seine Arbeiten ans dem Gebiete der Fämilie:l- forschnng, z. B. über Goethes Wetzlarer Berwmcktschaft, sind vielen s-rnserer Leser bekannt: er hat auch WiKte Familien tn fest Kreis dieser Untersuchungen gezogen. Es ivird inwressant stin^ von ihm m hören, wie die Kunst, besonders die Fncdhofskunst> und das Kunstgewerlie die Ergebnisse solckZer Forschungen nnttvi» und gefällig da^nstellen und dadurch pietätvolles OkWtert äscheftphem Genüsse sinnvoll zu verbilden verm-vgen. •* yNr VNtschvik««- Wvk Stveitigketten aus Lieferung von Marmelade. Di^ Kriegsgrs-ellschaft für Obstkouservm uno> Marntcklaben mi. b. H. (Koma) l-at am 21. Juni 1918 eine Mlveisuna über dcrs Verfahren bei ber EMnahme von Proben im Falle der Bemängelung von 'Marmel ade nliefe- -rungen erlassen und im Rei.ck>scMz>cigcr Nr. 167 veröffentlicht. ^ !Jm 8 3 Absatz 2 Satz 3 der SdstedsgerickwÄirdmmg fiir die Ent' scheDMlg von Streitigkeiten ans der Lieferung von Marmelade vom 24. Januar 1918 (ReichscmHeiger Nr. 29) tvar eine derartige Maveiftmg vorgesehen, deren grumw Beobachtung für den Gang eines etwaigen Scksteds-e Untersuchung der von der Staatsanivultschaft beschlagnahmten Leick)e eines 4^2jährigen ^rben hat ergehn, daß das Kvrd an A7rßhmrd- langen gestorben ist. Ms Täterin kommt die Mutter, die 23jährige Schneide rsfrau Spiel mann in Betracht. TvS enttmnftchte Weib wurde veth-rftet. — Tie F-irmm Ba > . Sondheimer und Eo. über- lvies der Stadt 200 000 Mark ,mr Errichtimg einer gemeinnützigen! Stiftung für Fvcmckftrrtcr Arbeiter, .ixnidwerker, Geschäftsleute und Beamte, die durch ven 5Vrieg wirtsckMftlich sck-oer gelitten oder gar ihre Existenz verloren haben X. Hanau, 21. Juli. Mit der in der Stadt .Hanau nnge- lttetenen Steigerung der Wobnrncgnnieten hatte sich in ihrer letzten Sitzung die städtische Pveisprüfturgsstelle zu befassen. Es wurde u. a. beschlossen, den in der Gründungs Versammlung des Mieterschi,tzvereins Mir Sprache gekommenen Fall der Steigerung einer Wohnung stiftete von 560 auf 1(X)0 Mar? der Staatsamvalt- schast zur weiteren Verfolgung zu überweisen. X Hanau, 21. Juli. Der gesamte Aktienbesitz der Hofbier- bvauerei Hanau, vorm. G. Koch, ist von einigen rheinischen^ Großindustriellen enoorben worden, die beabsichtigen, das Unter- .ncklmren großzügig, unter Erhöhung des Aktienkapitals (jetzt £00 000 Mark) fort^usetzen. In den letzten Jahren hat die Gesellschaft keine Dividende Mr Berteilimg gebracht. --Nied a. M., 21. Juli. Das dem Griesheimer Wasserwerk angesckjlossene hiesige Leitungsnetz führt seit einigen Tagen derartig geringe Wassermengen, daß die Leitung stundenlang abgestellt werden muß. Die Ursache des W-»ssermangrls formte mit Sicherhett kroch nicht fest gestellt werden: doch nimmt man an, daß sich im Griesheimer Kanalnctz ein größerer Rohrbruch zugetragen hat, hesser, Ort bisher nickst ermittelt werden kvmtte. Auch in Griesheim mackst sich die Wassernot in bedrohlick)er Weise bemerkbar. IT Wetter, 22. Juli. Während eines Gewitters wurden in der Nähe unserer Stadt fünf Schafe vom Mitz erschlagen. --- Wiesbaden, 21. Juli. Mrs dem Wvck^mmarkte am Samstag suche ein j:m-ges MäidckMr bei einem SchutzmMvi Sckmtz vor einem Soidcttxm. Als der Beamte die Wohumrg des Soldaten, eines Teserteirrs HtcklernvnTd aus Erbcuch. betrat, sckwß dieser nmh ere Revolvcrkugeln avF ilw ab und verletzte ihn so schver, daß er kaum ntü dem .Leben davonkommerc dürfte. Ter Täter flüchtet^ dann dem nahen Amönckburg, Nw er sich selbst entleibte. ---- Aus der Rhön, 21.Juli. Der Warrdert>erkehr in der Rhön hat neuerdings solcheir Umfang angenommen, daß das.Kloster jaus dem Kreuzberg wegen Mangels an Speise und Trank seine PfortQr für Wanderer zeittveise geschlossm halten nruß. ©critiv K. P. Mannheim, 21. Juli. Mit einem Stammkapital von 16 000 Mark gründete im Sommer 1916 der Ingenieur Rick-ard Kahn aus Böckum eine Gesellschaft mit besckräntter Haftting zur Erzeuginrg von Schmierseifencrsatz, die aber bald der großen Nachfrage halber zur Fabrikation von Bohröl überging, wozu als Rohmaterialien Sulfttlaugc und Natronlauge dienten. Kahn tvill dieses Bohröl zuerst in seiner Sckiraubensabrik ausprobicrt haben, ehe er es auf den Markt bringen ließ. Das Geschäft entwickelte sich so günstig, daß ein Umsatz von über 400 000 Mark erzielt und unter die Gesellschafter und Betriebsleiter ein Gewinn von 178 000 Mark verteilt werden koimte. Ter Erfinder des Bohröls, der Ingenieur Adolf Benz, erhielt davon allein 89 000 Mark zugeteilt. Als Bettiebsleiter fungierte der Magaziner Ludwig Pfeiffer, den Kalm bei der Gründung zum Geselllckmtter erhoben, aber in der gleichen Stunde durch den Kaufmann Koch ersetzt hatte. Der Antett Pfeissers an dem Reingewinn wird auf 40 000 Mark beziffert. Ein Teil der Abnehmer des Bohröls war mit diesem nicht zufrieden) und es kam zu Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft. Ms verantwortlich wurden mm Kahn und P'ciffcr wegen Betrugs mrd über- I rw > uBr/rmiK tmtm müßiger Preissteigerung heute vvr dir Skrastcmrrner gestellt Der Prozeß trug die Merkmale einer großen Affäre. Ackst Sachvcrstör»- dige marscksterten auf, unter den Zeugen befanden sich ein Geheimer Kommerzienrat und der Tirektor eftrer Maschinenfabrik von Weltruf, und von den beiden Verteidigern Kühns war der eine der bs- kamtte Berliner Neckstsanrvalt Tr. Alsberg. Die Anklage wegen! Betrugs wurde im Laufe der Verhandlung aufgegebcn, dagegen, wurden die Angeklagten der überinässtgen Preissteigerrmg schuldig befunden imd zu je 10 000 Mk. Otzeldjkrafe oder ein Jahr Gefängnis verurteilt und außerdem die Ettrzieinrng des Übermäßigen. QkttumB in Höhe von 140 000 Murrk ver-fügt. Singeianvt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik steherrdsn Artkkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur letzten Stadlvcwrdnetenversarmnluug. Ist der Stadwerordnetensitzung am 20. Juli, in der 13 S4a^- verordnete mrwesend lvaren (nach der StädtavrLmung soll dttl Versamnttirng aus 36 bestellen), wurde laut Bericht des Gieß. A-nz. am Schluß der Sitzung von einem Mitglied die UnNvandluuA der lwiderruflicheir Beamten stellen in feste für die nächste Stadt- verockcmetensitzung gefördert. Ich stel>e auch auf dcnr Standpunkt, daß diese Frage einer erneuten Beratung und grütidlichen Prüfung bedarf, 1-alte sie aber für so nstchttg, daß sie von unserer jetzigen. Stadtverordneteuversamurttmg, die rmr einen Brutcksteil der Boll> versamüilung aus mackst, nickst entfdytfbr.i werden sollte. (Äegeu eiA solches Drängen muß, un> das gilt linch für andere wiHlige lyca&pct, seitens der Wähler Ettrsprilich erhoben werden. Ta unsere Stacro-er- ovdneteuversa mrnlrmg währ.md d.r laugen Kriegszait aus die Hälfto ihres Sollbestarrdes (in Wirklichkeit kann sich nur ein noch kleinevev Teil an den Berattnrgen beteiligen) gesunken ist, und die zu ent- scheidenden Fragen gegenüber der Friedanszert irich-t einfacher geworden sind, sollten seitens der Stadtverwaltung alle Schritto getan werden, n,indestens ErgürrznugÄvahlen wie m Preußen vornehmen sit lassen. Die Länge der Kriegsdauer macht eine Aeirdermrg oder Aufhebung des Gesetzes, durch das in Hessen Neuwahlen während der Dauer des Krieges verboten wurden, dringend notwendig. Tavo-n ist die Ltegierung shcher leicht $u überzeugen. verrniichtes. K. P. Neustadt a. H., 21. Juli. Int Staatswalde zwischen Teiderhrim und Waichmherm brach ein großer Waldbrand aus, der. durch die Feuerwehr beider Gemeinden und durch das Forstparsonal nicht gelöscht ivelckxn konnte. Tos Forstaint ries milttärische Hilfe an, svorauf 260 Pioniere aus Speyer durch Extrazug herbeieilten. Durch das Eirrgveisen des Milttärs kam der Brand pn Stehen und wurde auch bald darauf gelöscht. Müllers che Badeanstalt Wasserwärme der Lahn am 19. Juli 22° R. tftctTörciogifdK veobachtMgen der' Station GietztL > iS ;Ü, 5 Juli S3 u JS18 21 . 21 . 22 . 2« 9 7" 3.» : -B OB i| 1| *1| S I TS i *c 8 S j-sli £ I*»X* ä ia 20.7 15,1 13.7 12,7 70 9 7 ( 75 9,6 | 82 I tvlter Wechselnd bew. mehrt Gewitter iReg. nachts Reg. Höchste Temperatur am 21. bi, 22. Juli 1918 = 4- a IW* Niedrigste . . . . 1918 »+ 0. 8,5' 9ttcder>chlaq 4,1 mm. Bekanntmachung. Der vom Gcmeindcrat beratene Boranichlag der Gemeinde liegt vom 24. d. M. an eine Woche auf dem Geschäftszimmer der Bürgerincisterei zur Einsicht der Beteiligten aus. Einwendungen können mündlich oder schriftlich dort vorgebracht werden. Es wird Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Alten-Buseck, den 22. Juli 1918. Gr. Vürgcrmeifterei Alten-Vuseck. Na u, Beigeordneter. 5481 Eninbrrger Pferdevrrsichkrungsverkin zu Grünberg. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet Lonntag den 28. Juli, nachmittags 3 Uhr- im Gasthaus zur Pinn statt. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht RechnungSablage Verschiedenes. Grünberg, den 22. Juli 1918. 5478D Schäfer, Direktor. Verkaufe TienStaa morgen auf dem Markt'am Eingang »'im Botanischen Garten eine Sendung Eimnach- und Salatgurken. Mittags treffen tm Hofe Neustadt 19 Gurken und Bohnen ein. Mittwoch am Felsenkcltcr von 8 Uhr ab: Verkauf von Gemüse, Bobncn und Gurken. Iran Frosch, Neustadt 191. mit u. ohne Verdeck eingetroffen, Rauchtabak! in Paketen k 50 und 100 Gramm Inhalt, bergesieuk nach den neuesten VundeSraisverordnunaen mrs reinem Tabak und besonders vräoarierten, mittels Tabaklauge tzehandelten Kiantern inicht zu verwechseln mir nur grschntttenem und unvehandellem Buchenlaubl, liefen zu Ortglnalsnbrlkvreisen: ' Alfred Schnabel, Hannover 3 Nikolaiftraße 18 Telefon Süd 6831 und Süd 3416. .. . ^^obevoitkofli enthält: 5492 ;i 0 Pakete a 100 Gr. 35t C. 52.50 tu CI. Verpackung frei Fabrik od. IbOPakele L50Gr. Mk. 56.- inkl- Berpackung L Fabrik 8cuö>i i.i >bl. Zl.uuie. , m. Schreibtisch u. eleft. liidjt, an Tntne zu vermieten. Lu erfrage» in der Geschäfts- steUe d-s Gieß. Anzeig . Schönes Wohn- und Schlafzimmer in nuer^age \u ver- niieicn. dlliheres in der 6)e- schäftöslelle d. 6)ieß. Anz. iLLsu m. zu verm. ^rankflirtcr Str. 62. 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Heute nacht entschlief sanft nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Karoline Müller geb. Ickel. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilh. Müller, Königl. 0ber-6ahnassistent. Giessen (Alicestrasse 22 a), Weimar i. Thür., Flix (Spanien), Cassel, Frankfurt a. M. und im Felde, den 21. Juli 1918. Die Beerdigung findet am Donnerstag den 25. Juli, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Wir bitten herzlich von Beileidsbesuchen abzusehen. 5475D' In tiefster Trauer zeigen wir Freunden und Bekannten an, daß unser geliebter, hoffnungsvoller Sohn und guter Bruder Helmut Elges Unteroffizier im Landwehr-Fußartillerie-Regiment 48 im Alter von 21 Jahren am 12. Juli, abends 8 Uhr, im Kampfe für das Vaterland gefallen ist. H. Elges und Frau Hermann und Adolf Elges Gießen, den 22. Juli 1918- zur Zeit im Felde. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste unserer lieben beiden Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Qi. Bieker Gießen, 20. Juli 1918. Kitt Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe, herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Wilhelmine Gilbert Wwe. geb. Götz am Samstag morgen 10V 2 Uhr im Alter von 66 Jahren nach schwerem Leiden durch einen sanften Tod in die Ewigkeit abzurufen. ln tiefem Schmerz: Familie Volk Familie Sieger Familie Ullrich Familie Schenk Friedrich Peil und Frau geb. Gilbert AnnaGilbertu.Bräutigam KarlVoIz. Gießen (Buddestraße 5), den 22. Juli 1918. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr statt DREI VORTRAGE MIT LICHTBILDERN im großen Hörsaal der Universität III.Geh.Med.-Rat Prof.Dr.Somirier: Familienforschung u. Kunstdarstellung Dienstag den 23. Juli abends 8'/, Uhr Eintrittskarten in der Rickerschen Univ.-Buchhandlung 5461D Grohh. Univ.-Bibliothek Eichen. Alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierenden, haben die von ihnen vor dem 10. Juli entliehenen Bücher bis spätestens JO. August zurückzuliefern. Dom irr. August bis 30. September ist die Bibliothek täglich von 0—1 Ubr geöffnet. Gtetze«, den 22. Juli 1918. Der Srohherzogliche Direktor: Dr. Haupt. xxrrar r rerr i rTTHrr r rr i -y v i p Gesellschaftsverein (Club) E.V. Bücher - Rückgabe. Sämtliche vor dem 15. Juli entliehenen Bücher bitte «p&testen« bis zum 27. Juli 1918 zurückzugeben. Vom 1. August bis 1. September bleibt die Bibliothek geschlossen. Die Blbllo th.- Ve r w. d. O ese 1 1 •chaftsverel n « August Frees. Gießener Haussrauen-Berem. Di e Ges chäftsstelle befindet sich jetzt ‘JSfSSr' Plock st ratze 5 ^Kjt tm Hause des Herrn Architekten Rinn. Sie ist geöffnet: T^euStagS und Donnerstags, nachmittags von 4—o Uhr. Die Vorsitzende. Aufforderung. Mit der Auseinandersetzung des Nachlasses des Bild« Hauers Wild. Bartbel zu Gietzen als Testamentsvollstrecker gerichtlich verpflichtet, fordere lch hierdurch mit einer Frist von einer ^oche öffentlich aus. sämtliche Ansprüche behusö deren Berücksichtigung bei mir anzumelden: ebenso auch die- jenigcn.dievtwas verschulden oder Bermögenswerie in Händen haben. 5483 Gtetzeu den 22. Juli 1918. L. AlthofJ Testamentsvollstrecker. Kleines Kind wird in sehr gute Pflege genommen. Angeb. m. Preis unt. 03820 an den Gtetz. Anz. Am 17. Juli in der Mar- burger Stratze eine schwarze Peitsche verloren. Dem Wtederbringer eine Belohnung Braugasse 6. 03629 036271 Schirm vertauscht in der Johanneskirche. u»*r Abzugeben Eichweg 2. Umpreßhüte ZDm Herbst und Winter nimmt schon jetzt entgegen 5471 J. Heilbronner Marktstr. 17. Ritterg. 8. BorlejungS Verzeichnis für Winter 1918/19 kostenfrei vom Sekretariat zu beziehen. 548316 Berinögeks-Bilanz m 31. $e$. 1917. Aktiva. JC Kassenbestand 17 631.71 Wertpapiere 116 424.— Anleihezeichner 24 509.5? Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2 000.— Geschästsmobiliar und Utensilien 180.— Bankguthaben in lausender Rechnung 19 286.13 Darlehen auf Schuldscheine 67 118 86 .. „ Hypotheken 224 781.43 „ „ Kauffchillinge 6 673.98 Ausstand für Warenbezug 120.— Zinsenreste 4 696.94 Stückzinsen 1 705.— Summe der Aktiva 485 127.6^ Passiva. JC Reservefonds 9 509.94 Betriebsrücklage 3 978.15 Geschäftsguthaben der Genoffen 14 205.39 Spareinlagen 454 219.39 Vorausbezahlte Zinsen 691.91 Summe der Passiva 4Ü2 594.78 Reingewinn 2 532.85 Gesamtumsatz 1917 Jt 677 378.27 Mitgliederstand Ende 1916 172 Zugang 6, Abgang 5 durch Tod Mitgliederstand Ende 1917 173 Spar- und Darlehnskasse, eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht, Wieseck. Direktor: Rendant: I. V. Speyer. Becker. Generalversammlung. Sonntag den 28. Juli 1918, nachmittag» 3 Uhr, bei Wirt Hch. Völzcl III. Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnung und Entlastung des Vor« standes. Verteilung des Reingewinnes. Besprechung über Umwandlung von unbeschränkter zu beschränkter Haftpflicht. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Für den Anfsichtsrat: Rodeuhauseu. 2 .