Nr. 168 Ter »lehrner Anzeige, erscheint täglich, ander Sonntags. - Beilagen: •ieicn«r.f«niilienMätter; Kte-sMott fflr »en Kreis Stehen. yczuqspreis: monttü.'Uff. 1.20, oiertet- jdbrlni) Btt. 3.60; durch Abbole- iw Zweigstellen mouatl. Dif. 1.10: durch die Volt 'JJlf. 3.60 uteitel** jährl. autzscht. Be st ei lg. sterrchnech - Anschlüsse: für dieLchrlstlc.UnuUIZ Verlag,Geschä't-vslelleLl AnschrlüsürDrabtnach- richien: Anzeiger Gietzen. Erster Blatt 168. Jahrgang Samstag, 20 Zull 1018 .UN *. tue Lageonummer dis HUM Nachmittag vorder ohne jcdeBc rdmdlichkett Seile, iprctje: für örtliche Anzeigen 25 tzi.,jür auswärtige 30 Ps., ‘ür Reklamen Alk. 1.— ; bei Plaüvor- schrist 2 , )°l 0 'iluflailaa- Hauptschn'l!eitec: Aug. Goeg. Verantwortlich fürVolit'k u. Feuilleton: Aug. Goch; Stadt und Land, Bernnschlesu.Ge- richt-ösaal: W. Äteyer; Aiuetgeutetl- ö 'Drd ’ SwillingrrunddruS u. Verlag: Brühl'sche Univ.-Buch- u. §tein-ruckerri R. Langt. Zchrifttettnng, Geschäftsstelle u.vrnSercj: Zchulstr. 7. >>> Gi-b-ni Postscheckkonto: Krontjurt a.A. 11686 vankverkehr: Serverdedanl Ziehen Ein neuer frans VochenrKckbNck. Der österreichische Nationalitäten streit bildet eine Hoffnung unserer Feinde. Die Herren Tschr'chen sind ja zum Teil schon offen ins geg- standes der deutschen sozialdernokratischen Partei in den rutschen Zeitungen veröffent lickst worden. Sie lautet auf die londoner Zumutungen zwar etwas ausweichend, beruft sich) auf frühere Erklärungen über einen erwünschten Frieden ,ohrre Annexionen und Kontributionen", erhebt jedoch gegen nerffche Lager hanuoergewechselt, ^und wao für eine ^ ^ Londoner Diktatur keinerlei Einwendungen und erklärt Art von „Patriotismus es tst, für den sie tampseu, ^tch bereit, bei einer neuen Konferenz mitzuwirken. Was dabei herauskommen würde, kann man sich ungefähr vorerkennt man aus dem tschechoslowakischen Feldzug gegen die russische Sowjetregierung: es sind Söldner in englischen Dicksten, die nur für das Völkerbefrciungsideal kämpfen, das den Briten in ihren Kram paßt. Seit der Wiener Zwei- ckeilungspolitik in Böhmen, die durch Schaffung von Kreis- regierungen der deutschen Bevölkerung gerecht geworden ist, stehen die Tschechen im österreichischn Abgeordnetenhaus in Schroffster Opposition. Diese hat sich jetzt sogar zu einer Ministeranklage wegen angeblicher Verfassungsverletzung verstiegen, die freilich eine bloße Demonstration bleiben wird. Man könnte dieser Entwicklung,' die ja nichts Neues und durchaus nichts Ueberraschendes bietet, vom deutschen Standpunkt sehr gelassen zuschauen und sich über die Festigkeit der habsburgischen Politik freuen- die schon durch des Grafen Czernin bekannte öffentliche Anklage wider die tschechischen Hochverräter zum Ausdruck gekommen ist, wenn der Weltkrieg nicht eine neue Gefahr hätte Heraufziehen lassen: die Polen. Auch diese sind in der parlamentarischen Familie des Kabinetts v. Seidler zu wahren Sorgenkindern geworden. Es hat sie bekanntlich tief geschmerzt/daß in den Brester Abmachungen das Eholmer Land der Ukraine zugeteilt worden ist,, und ityz weltberühmter Größenwahn ist aufs neue aufgepeitscht worden durch die Verlautbarung einer beabsichtigten Zweiteilung Galiziens, wobei Ostgalizien und die Bukowina zu «einem besonderem ukrainischen Krorckaird vereinigt werden sollten So stehen nun trch der dem Kabinett Seidler vor- Uiwebenden ,^rustropolni.schen Lösung" die Polen aus der jferitoe der Tschechen. Ein weiteres Clement des Anstoßes jjfirib die Südflaven, die ihre besonderen Friedemsziele und teine weitere Staatsgründung verfolgen. Worauf kann sich Herr b. Seidler noch stützen? Auf die deutsch-bürgerlichen Parteien Wenn man sich die vorsteheird sklMerte Lage vorstellt, begreift man, wie der Ministerpräsident dem wieder- Sröffneben Parlament in seiner Rede Zurufen konnte, die Mvnarckste könne nur einen deutschen Kurs einschlagen, die Deutschen seien das Rückgrat des Staates. Ob damit für die Zukunft auch eine entschlossene Praxis verblenden sein wird, wissen wir freilich noch nicht. Enger Anschluß an die Politik des Deutschen Reiches — nicht immer scheint dieses Streben die Wiener Politik durchleuchtet zu haben. Die große Rede des Grasen Czernin, die wir im vorliegenden Blatte wiedergeben, enthält in dieser Beziehung^ wertvolle Zugeständnisse. Man bemüht sich in Wien um „das volle, uneingeschränkte Vertrauen Berlins", weil man die österreichisch-polnische Lösung nicht fahren lassen will. Die Czerninschen Ausführungen zeigen offen, welchen Bedenken und Gefahren der Ausbau unseres Bündnisses noch begegnet. Die Erklärung, daß die Habsburgische Monarchie nur der Bundesgenosse oder der Feind, aber niemals neutral in diesem Kriege sein könne, wirkt nicht gerade begeisternd, und die Notwendigkeit und Tatsache solcher Erörterungen gibt zu denken. Der neue Ausweg für die Anbahnung des Friedens, den Graf (tyemin gewiesen hat, itiSem er schriftliche Vorschläge an eine -neutrale Macht empfahl, hat vorläufig nur einen gewissen Stimmungswert, denn daß der Vernichtungswille der Feirrde noch nicht gebrochen ist, haben die Vertreter der deutschen Regierung noch vor tvenigen Tagen erklärt. Gelingt es den österreichischen Staatsmännern, ihre innere Politik von den trüben Beimengungen slawischer und gegnerischer Einflüsse freiAnmachen, so wird auch das nutzlose und gefährliche Friedensgcbettel verschwinden. Es gehört viel Entschlossenheit und ein Bruch mit der bisherigen Taktik schwankendem Lavierens dazu, um die von Seidler gezeigte Richtung auch zu einem festen und bestimmten Programm auszudehnen. Nrrr ssin starker Staatsmann von unbeugsamem Willen könnte aus der bisher ziemlich zerfahrenen und wenig hoffnungsvollen Lage den Mttungsweg finden. Herr v. Seidler hat gesprochen: nun muh er auch handeln wollen . . . Noch meiner anderen Himmelsrichtung stieg dieser Tage eine Wolke auft die sich unter Umständen zu einer Gefahr für unsere deutsche Sache entwickeln könnte. Der englische Arbeiter-Minister Henderson sprach dieser Tage, wie sich, unsere Leser erinnern werden,! in so seltsam triumphierendem Ton über die Antworten der Sozialisten aus den mitteleuropäischen Staaten auf das Memorandum der Londoner internationalen Ar be i ter ko n fer e n z. Die österreichischen, ungarischen und die deutschen Minderheilssozialisten hätten sich bezüglich der Kriegst- ziele so ziemlich auf den Boden der Londoner Konserenzbeschlüsse gestellt. Diese waren Ende Februar der Welt mitgeteilt worden; sie verlangten nackte SiegosAvele der Entente: Deutsche Sühneaktion für Belgien, Aufteilung der Türkei und das Selbstbestimmungsrecht der Völker, soweit es praktisch mit den Interessen des britischen Weltreiches sich vereinigen läßt, also keine Revision der irischen, indischen, ägyptischen Verhältnisse. Von der Haltung der deutschen Mehrheitssozialisten sagte Henderson, diese hätteil ihre Antwort noch nickft förmlich überreicht; aus emem Auszug ihrer Erklärung aber sei zu entnehmen, daß sw mit den Londoner Beschlüssen, die auch die elsaß-lothrin- Miche ^Frage" behandelten, im wesentlickien einverstanden seien. Darum wäre, nach Henderson, die Abhaltung einer neuen internationalen Konferenz zu begrüßen. Inzwischen ist ein Auszug der Antwort des Vorstellen, nachdem am Soniitag englische Arbeiterversamm lungen aus Anlaß des ftanzösischen Nationalsestes gelobt haben, „sich einem jeden Frieden zu widersetzen, bis die Hohcnzollern und die Habsburger militärisch vernichtet seien". Kein Friede/ so riefen diese Herren weiter aus, ohne volle Entschädigung für die von den Deutschen angerichteten Verwüstungen und den Wiederaufbau der Gebiete der niedergeworfenen Nationen! Man kann schon verschiedener Meinung darüber sein, ob es den Frieden beschleunigt oder den Krieg verlängert, wenn Schcidemann und Genossen wirklich die neue internationale Konferenz besuchen. Wir fürchten, es wird dort nur zu einer verstärkten Hetze gegen Deutschland kommen, und der sozialdemokratische Parteivorstand, der ohnehin etwas eifersüchtig auf die internationalen Vorsprünge der „Unabhängigen" blickt, wird sich am Ende noch zu manchen Zielen der Entente hinduvchmausern! Mit um so größerer Spannung und Erwartung sehen wir den nächsten Kampfwochen im Westen entgegen. Sie haben am 15. Juli mit einem großzügigen Angriff der deutschen Heere beiderseits von Reims begonnen, dessen Zweckbestimmung im Plane Hindenburgs uns aber rwch verschleiert geblieben ist. Westlicher Kriegsschauplatz. (WTÄ.) Großes Hauptquartier, 19. Juli. (Amtlich.) Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Kampftätigkeit lebte am Abend auf. Bei Erkundungen machten wir mehrfach Gefangene. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Aisne und Marne ist die Schlacht von neuem entbrannt. Der Franzose hat dort seine längst erwartete Gegenoffensive begonnen. Nach Verwendung stärkster Geschwader von Panzer- krafttoagen gelang es ihm zunächst überraschend an einzelnen Stellen in unsere vorderste Infanterie- tmö Artillerielinie einzubrechen und unsere Linie zurückzudrängen. Weiterhin haben unsere StelUmgsdivisüruen im Verein mit bercitsteh'n- den Reserven einen feind licken Durckstrruch 'wmttit. Gegen Mittag waren die französischen Angriffe in Linie südwestlich Soissons—Neuilly und nordwestlich von Chäteau-Th'.erry zum Scheitern gebracht. Am Nachmittag brachen an der ganzen Angriffsfront sehr starke Teilangriffe des Feindes an unseren neuen Linien zusammen. Die dem .Kampffelde zustrrbrnden feind sichen Kv können waren das Ziel unserer erfolgreichen Sckstachtfsieger. Unsere Jagdflieger schss-en 32 Flugzeug des Gegners ab. Leutnant Losvenhardt errang feinen 38. und 39., Leutnant Bolle seinen 23. und 24., Leutnant Goehring seinen 22. Luftsreg. Gegen die Südfwnt der Marne hat der Franzose nach- seinen Mßcrfblgen am 16. und 17. Juli nur noch Teilangriffe südöstlich von Mareuil geführt. Sie wurden abgewiesen. Zwischen Marne und Reims und östlich von Reims blieb dre Ce ech stäti k itauf i rtlichr Ka rpshirdln gen beschränkt. Feindliche Angriffe im Königswalde und beiderseits von Pvurcy scheiterten. Bei erfolgreichem Vorstoß nordwestlich von ProsneS und bei Abwehr ftindlichcr Teilangriffe an der Suippes und beiderseits von Perthes machten wir Gefangen. Die Zahl der stit dem 15. Juli eingcbrachten Gesäusenen hat 29090 überschritten. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorfft 9 Der Abendbericht. Berlin, 19. Juli, abends. (WTV. Amtlich.) Oertliche .Kämpfe nördlich der Lys. Auf d-ern Schlachtfelde zwischen der Aisne mrd Marne ist ein erneuter französischer Durchbruchs versuch unter schwersten Verlusten für den Feirrd gescheitert. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Im Raume beiderseits von Asiago wurden artilleristische, stark vorbereitete Vorstöße des Feindes teils durch Feuer, teils im Gegenstoß zurückgechlagen. Ebenso scheiterte im Brenta-Tale nn italienischer Angriff. In Albanien Plünkelercn der Sülrerungstrnppen. Der Chef des Gcneralstabes. Die Schwächung des Feindes beiderseits Reims. B«erl in . 19. Jüli. (WTB.) Wie L-ußewr^en-ttich schwer durch den neuen .A.'ng riff beiderseits Reims die ZlMnpfkraft unserer Gegner aufs neue geschwächt wurde, ^rweisen allein nachstehende Zahlen der Gefangenen die unvernnmdet in deutsche Föeßmgen.schaft fielen. Die 8. französistkr Division verlor cur un- vernmr^deten Ges-crngenen 330 £>ffixiere und 2241 Mann, die 40. französische Division 37 Offiziere und 1586 Mangene:r 81 Offiziere 3855 Mann, an «amerikanischen Gefangenen 9 Offiziere 224 Mmm geganFen, in Summ'a 410 Offiziere 17617 Mann. Zu dieser schvererr Einbuße an Gefangenen konrmlen noch die mcgeheurcn! Verluste des Feindes an Toten, Verwundeten und Vermißten, die sich infolge der späteren rücksichtslosen massierten Gegenangriffe außerordentlich gesteigert haben. Jnzwiscl)eu ist die Zahl der unvenvundeten Gefangenen auf über 20000 gestiegen. Der Tag der Gegenangriffe. Berlin, 19. Juli. (WTB.) Wächreird der Franzose in den ersten beiden Tagen der Känrpse südlich und nördlich der Marne kämpf«ü> in die bergigen Wälder zurückroich hatte er am dritten Tage die Kräfte aller beoeitsteh^rden DwiswnLn u,ti> Batterien zu wütenden Gegenairgriffen zusamnrengefaßt. Mit tiet gestaffeltem Feuer suchte er seit Beginn des grauen und schavülen Morgens alle Anmarschjwege und Sä-luchten ab. Wütend stampften die Großtaliber das Marrüctal entlang. Um alle Tiörfcr, um jedes! einzelne Gehöft ballte sich ein Rörg von Eisen mid Feuer. Was an Dörfern immer für französisch: Kanonen erreichbar tvar, erhielt einen Hagel von Gas-, Brisanz- und Brandgrarmten. Zum! ersten Male rannten die Franzosen bereits am Abend des, 16. an, aber die Hauptckraft entfalteten sie im Stoß am Mvrgen'dcs 17. Hier wollten Sie um jeden Preis das Manretal wieder erztvingem Tie deutschen Angriffsdivisionen aber hielten das Erreichte mit Zähigkeit. Seinen Mißerfolg mußte der Franzose mit Tarrsenden von blutigen Opfern bezahlen. Nordwärts der Mrrrne, rittlings? des Andre-Bach»-Tales gelang es sogar mxfj, unseren mrerinüdlichen Divisionen, ihre Stellungen nach SiLwesten weioer vorMchiebeu Bon italienischen Gefangenen. Berlin, 1Ä. JuLi. (WTB4> In den Kämpfen um Cham izt». Beuilly und den zwischen diesen beiden besestigteir Orten gebreiteten Wald von Reims nahm eine einzige deutsche Angriffsdivision, die zudem zwei vollständige Batterien erstürmte, in wenigen Stunden weit über 2000 Italiener gefangen. Es fiel allgemein auf, daß diese Italiener auch nach ihrer Gefangen,rahnE noch große Angst an den Tag legten. Erst nach Stunden wurden sie ruhiger. Gespräch mit den Gesangerren brachten bald die Erklärung ihres Verhaltens: Uebereffistimmend bekundeten die üakis- nischn Mannschasten, daß il-nen iinmer wieder venr ihren Offizieren dienstlich beÄmmtgegeben worden sei, daß die deutschen An- greiser stets den Befehl hätten, keine Gesangeicen zu niachn imb alle die Feinde, die ihre Waffen ableMN unb sich ergeben, zu erstechen. Tie italienischen Offtzieve, über dich Angaben befragt, schwiegen und ließen erkennen, daß sie mit dieser bcimlßten Verleumdung der deutschen Kriegsführung nur von höherer Stelle ergangene strenge Befehle befolgten. Das Beispiel ist nicht lwu. Es bleibt aber bezeichnend dafür, zu welchen Mitteln die italienisch Führung und die italienischer Offtziere sch erniedrigen müssen, um ihre Mannschaften kampffähig zu erhalten. Französischer Bericht vvm 18. Juli, 2 Uhr nachmittags. Die Franzosen griffen heute morgen die deutsche Stellung in der Gegend von Fontenoy an der Aisne bis in die Gegerrd von BcTleau an. Wir rückten zwei bis drei Kilometer vor mrd machten: iGefangene. An der Marnefwnt und in der Ehampagne curderte sich während des Tages nichts. Südw-esllich von Nanteuil-la-Fosse brach em heftiger Eingriff von Gardetruppen vollständig zusanunen. 16. Juli abeirds: Nachdern sie französischen Truppen an den Tagen vom 15. bis zum 17. Juli die deutschen Angriffe an den Fronten in der Champagne uird des Gebirges von Reims gebrochn, hatten, gmgen sie im Bunde mit den amerikanischen ^Ltrert-- ftäftQi am 18. Juli ymn Aürgriff auf die deutschen Stellungen zwischen der 'Aisne und der Marne in einer Ausdehnung von 45 Kilometern über. Bon den Stellungen Anbleny—Lvngpvnt—Troesnes—Bonrcsches ausgcheird führten sie einen bedeutend«i Vorstoß in^die feindlichen Lvu.ien ans. Wir erreichten die H o ch e b e n e, die Soissons im Südwesteic beherrscht und die zusammerrhängend von Chaudun über Villcrs-Hölon und Nau- voy am Ourcq sich hinzieht. Kämpfe imö südlich des Durcq im Gange. Unsere Truppen haben die allgemeine Linie Marigny—- St. Genevivve—HaE-Besnes—Belloau übcrstlwittcn. Mehr als ztvanzig Dörfer wurden durch den bewundernswertcir Schneid der jocuizöiisch-amerckMrisckMl Truppen toiedergewonneir. Rtehrerc tausend Gefangene mrd eine bedercterchc Beute sind in unserwr Händen geblieben. Kein bedeutendes Ereignis.von den übrigen.Ahschnittettz zu melden. Ein holländisches Urteil über die neue deutsche Offensive. Haag, 18. Juli. (WTB.) Der militärische Mitarbeiter des „Nieuwe Courant" schreibt zu der deutschenOffen- sive: ,!,Es handelt sich um eine Offensive mittlerer Größe, nicht aber um die deutsche Offensive, die wir erwarteten nndd die mit überwältigender Kraft die beiden anderen noch übertressen, in kompli.zierter Form den Alliierten den entscheidenden Schlag beibringen soll. We wir sofort vernlnteten, ist die Offensive gegen Reims urrd die Berge im Süden der Stadt gerichtet. Wir haben es hiev mit einem AnHciff gleichen Ziels lvie vom 10. und 11. Juni ^u beiden Serben der Offe, der eirre bessere Verbindung! zwffck)en den Fronten der ersten >u.nd zweiten Offensive hersteilen sollte, Ku tnn, also mit eiriem Zwischenakt. Die Trennung der ftanKösifck)en und der englisck)en Arniee und die Zurückdrängung der Englättder auf die Kanalküste bleiben nock) inrmer wie im Vttirz das hauprsäcl>lick-e Ziel. Darum messe ich dern Angriff keine besorrdere Bedeuttarg bei, UMrmt auch die Konunentare von Reuter und Havas glauben inachen wollen, daß wir hier vor der filnftcu, mißglückten! Offensive stehen. Ich spreche hier von zwei Osferffireu. , IML H»r»sZ vvn 8^7, Ich sülchte, daß tnfctne JLY. AM A stoate^ycher Hinsicht logischer ist, weil bic Flomderu- L-fseuslve ina> bte Oise-Offensive vom 11. Juni in der Tat Ktnk^nnvaoe Teile von größeren, voraus gehenden An- Nlnssen smd. Ich halte diese- wenn auch ansänalüh breit «Ngeietzte^i Angriffe für erneu umfangreichen lokalen Vor- lwl;. Fm. allgemeinen erreichten die Deutschen auch bei ö tesen i Arogniss nahvKn überall erl^üiliche Gebietsgewinne. - ^e rncnnlch »mrd er nach einigen st^ahkampfen und vor allem nach d ielen Kommentaren rri der Ententepresse wieder schnell von einer Pause abgelöst wei'den." Japan» Haltung. Tokio, 18. Juli. (WTV.) Meldung des Reuterschen -ltureauV. Der Ngt der alten Staatsmänner hörte heute den ^Errcht der Siegicrung über die Entsenduna von Truppen. Man glaubt, dag die formelle Entscheidung nicht er- relcht wurde. Der Rat steht jedoch, wie man annimmt, vollständig auf der Sette der Negierung. Bekanntlich ist Japan Zu einem militärischen Vorgehen vollkommen bereit, aber die allgemeine Anschauung geht dahin, daß Japan jede rllehuiderung seiner Bewegungsfreiheit in der Verwendung ferner Truppen ablehnen würde. Die englische Landwirtschaft. *?^ n A°c n ' Juli. (WTB.) Im Uni er Hause hat der ^andlmnsaxnlsnnniilei- Prorhero ausgesübrt: Anstatt eiir-es beträchtlichen Rückgangs wie im Jahre 1916 haben mir einen Zu- wack)s cm Ackerland um 21 43 000 Acres zu verzeichnen. Wir Anbaufläche für Weizen um 753 000, für 0>crflc um und für Hafer um 736 000 Acres vermehrt. Wir haben me Beprllungen für Futtermittel Vorräte nicht vernachlässigt. Diese Bestellungen haben sich um 230 000 Acres vermehrt. Tie Anüau- flache für Kartoffeln hat sich um 217 000 Acres vcrmchrt, was eenen Zuwachs von 50 Prozent oder um 27 Prozent über den zuletzt ernrä/ren Stand bedeutet. Die Lage der Alliierten in bezug aus die LebenZmittelernte ist im Durchschuitt entschieden besser als im <;ak/re 1917 oder 1916 und gewahrt eine Erleichterrmgj iur unseren Schiffsraum insofern, als die entsprechende Zusuhä Nichr von Amerika ein geführt zu werden braucht, so daß sie uns euie sehr große motericlk Hilfe sein wird. Kraf Cz??n?n Der den deutschrrr!lurs ,?r Gesterrekch. Dre GvenN^r. t**i wachen ffes h-ut- trLrmen, werben sie niemals eryatten. ^er chag wird Lommen, an welchem die Herren bescheidener und fvoh sern werden, wenn ein einheitliches Polen überhauol zustande kommt. gwir 6j€nxin fortfcljnmb: Er, Redner, stehe noch immer aus Jr* 1 i* c öüerreichisch-polnis che Lösung öte beste für Oesbnrerch sei, daß ein Poleri zuftwide komme, welche- tcbenskLhlg ser. Du ^uterorttation aber, das; ein Polen, wetahes nwjl den ganzen Cholrner .Kreis, sond«m nur einen Teil desselben bc> che, nicht l^ens^äHig sei, sei eine rein willkürliche. In Be- i^bchung des Breiter Friedens Vertrages führte Graf Czernin aus- ^ nnsch!uh der mestlich-c russischen Provinzen wl Teutschlmid geschah ans direkten und auf das direkte Vertan gen von Kurland und Litauen, nicht gegen ihren Willen. Die russische Anarchie hat dce Raudpwvinzen in die Arme Deutschlands cw- trcebem ^ile-iumd anders als die russische Regierung hatte das freie Bestimmungsrecht dec einzelnen Völker proklamiert. Tie Rro- mnzen zogen die etwas schivn-e, aber schützende deutsche Faust" der russischen Anarchie vor. Deutschland selbst wünschte den Anschluß. Der Seekrieg. Neue U-Voot-Erfolge. der^n 19. Juli. (WTB. Amtlich.) Auf dem nörd- K nb durch Misere Unterseeboote Io 500 Brutto registerton neu Vernichs t worden. Der Chef des Lldmiralstabes. * Poftverkehc mit deutschen Kriegsgefangenen und Zivilpersonen in Rußland durch Ber- Mittlung eines zwischen derDeut scheu Hauptkoni Mission und den - - - - ' " - Kurierdienstes. Kriegsgesangenen und andererseits zu förden, eine Zenrralpostslelle f und ihre Angehörigen genen ist es gestattet, zrveimal monatlich eine Postkarte nach der .Heimat - - ' TN • r “ ' -- „-,— ir-- iwnui.i^ eine -cvumrit uuu; c-er iwat zu senden. Die Postkarte wird durch ^Kurierdienst l>e:ordert Fn qletch.-r Weise soll eine Nachrict-tenübermittlung von dcc Hei mar «Vif neuen in hir v- 3r i ' ^ ^ lUWUnlUl on die Gelangenen m die Wege geleitet werden. Jedem Gefangemn. darr zweinial monatlich eine PostkarLe von seinen Anqehöcigeii ge- sc! ciebiNi nvrden. ^.iese Postkarte ist für t^e Gefcn'.ge'.len aus den Kreisen Gießen, Msseid, Lauterbach, Schotten und Wetzlar "bei dem Roten Kreriz Gie^m, Abteilung Bezirksausschuß für vermißte und kriegsgefang«re Deutsche, einzuliefern. Die zulässig Zahl mm- tvostkarten nn Monat darf nicht überschritten werden. Briese zwei Aus dem Reichs. Fliegerangriff ans Mannheim und Ludwigrafen. Juli. Ein nächtlicher Versuch feind- licher Flieger Mannheim und Ludwigshafcn mit Bomben anzugreifen, blieb ohne jeden Erfolg. (Frkf. Ztg ) Mrnchen Sitz des Redfirianzhofs. des ^ell^e^'?L Td, L^rsitz 2^55/ abgehalt enen V ollsitzung des Bilndescats rmirde den^om S-ugestiinntt. Als numrom Jfnt ^ fl!OI,, ' 3 * > f cS IOTil * e München in Anssichi gi , Juli. (WTB.) In der beute unter dem W r ett, 18. Juli. (WTB.) H e r renha ns. In der T e - batte über die Erklärung der Negierung erklärte der gelvesene Mrmfter des Acnßerri Graf Czernin u. a.: Wenn der Minifter- praftderrt den Wc-g, den er angezngt hat, tvirklich geht, so bestehe knu pvjtvvl, daß mir uns roü^dimp hinter ihn stellen werden Un z t**Täß wlti’i , , I . V, . AJ - i—. ( v . a ^. ’ • fnre Poliük krankt cttl dem Gebrechen des Systems, daß wir einen n Kurs tu der außer«! als in der ilmeveir Politik verfolgen. andece.. uuos IUI uix> m ux.i, uwucwru pinn vern'cgen. -Gli iVi^, äuijrxn Politik ftöimi luir Gott sei Dmik den deutschen^ Kurs. Wer arbeiten sehr intensiv an dem Ausbau und der ^krtiefung des deutschen Bünjdnisses. Im Innern! wer dre Politik ein plmrloses Hentmlavicrm. Eine interne Politik, n>e!che sich im Edikl-rig mit der äußeren Politik besürd-ct. kanir sich 2 Nir am errre Majorität stützen, die ihrem Wesen nchh deutsch zsr. Rur die Ausschei.'urrg Galiziens aus dem österreichischen Län- derwmplex kann uns tu der Entscheidung eineu Schrsit vorwärts bringen. Eine schwmi^.rds innere Politik nimmt Oesterreich leine Wwerstaydskrast und ermutigt unsere Feinde, welche ganz offeitz aus eruc Revoluliomerung des Reiches hiuarbeiten. Tie M o - ua rchre kann^ solange dieser Krieg dauert, nur der N d-s StlriverLter^?Bs«zL. MrN Gch «.säsäääsI ICölüliCr Art, svnnc .Pakete such poer dü-ser Besörderu/rg ausge. n?.ossen. ^)sk der Mressot der.Poskkatte iud>t ausius. r-i. So wird Posttartc vernichtet werden, rveit eme unnötige Belanung der Kurrevc vermieden lverden.nruß. Es sollte deshalb von dieser Ein- rrchtting eNt Gebrauch gemacht werden, nachdem zuverlässige Mit- tnlunwm ül^er den Mpanthalt der >-trefsenden Kriegsgeimcamen: <-3 lt?, 7? r t? ,lc ^ en lwrkiegen. Diese Nachrichten Vermittlung ist lediglich als Ergänzung zu der allgemein«! Gefangenen post ge- dawt. me nach Erö prung des attgeineinen Postverkeyrs ztvisa>en Deutschland und Rußland wwder ausgenontmen ist. Sie öezcvectt von den unzuverlässig«! russischen .Verkehrsl-erhalttüssen unal^ hang!g zu sem. ... Gießener Kunstsammlung. Die Erklärung der für Jutt neu ansg«tellt«! Werke konnte vorigen Sowrtaq wegen plo!üu1^ Verhrndermcg niäü Ivattsinden, unrd jedoch bestimmt morgen L^-rntag 12 Uhr aeschchen. Tie Auss^lUmg ist van 11 lns 1 Uhr unentgeltlich geöffnet. ** An lag e m u s i k findet Sonntag den 21. Juli, vormittags 12 UI/x, in der Süd-Anlage (bei günstiger Witte- Spielfolge statt: Ouvertüre z. Operette: ^Das Modell", von Frz. v. Supp6. Walthers Preisliei) a. d. Op.: „Die Meistersinger v. Nürnberg", von R. Wagner, a. d. Op.: .,Traviata", von Verdi. „Blau-Veil- Eaprici, von N. Eilenberg. Eoburger Jo- lias-Marsch. . .r.Dradttheater. Nochmals sai mif Ut Iptpt Liffahrimo der likb-iismüchmm Operette „T rri alte Lcha chkela^m- gkwiesai, die morgen smmt«, .abend »attiind«. W«en Srkm» o^r'iV i ' nnr Sxrrn ?Tanj Rxonrtf, friil^c Tenorbufso om Oldenburger Losth-oter, die Partie des Sans Ä^rsnng sengen " Schwarz-Weik.Lichtspiel«. S el t e rs we g 8 l. Von heute ab bis ernsch^ießlich Momag tritt Olga Tesmvnd in Aus SiaSt rr«d TanS. Gießen, den 20. Juli 1918. Vuu bestens ffc oderderFeindTcntschlands, aber AtemalS neutral fein. Die neutwale R ^ — 1 \“'- 7 * *r jk.hi. xs\x. utuiüim' Rolle der Monarchie ® iö f c lpc ^ >er deutsche Truppen noch Rohstoffs nach Deutschland durchließett. Ohne diese Bedingungen bekommen wir keinen Fried«! mit der Entente, mit ihr kommen wir in einen Konflikt mit Dcutschümd und tauschen diesen .ibrieg für euren anderen aus. Unsere interne Politik ha! auch das Bündnisverhälttns A SKL>. r«ff ^ ,u: erm^r,... v .» ar LebenSnUttelmarre«. vom 22. Juli bis 28. Juli 1918 haben nach. r*Lll M>UW, UKTIH .1 IÜUH V tschechische und füdsleuvische Ber^MNg sieht, werm man die haß- geschwängerten Angriffe d e/r Slawen gegen allcs^ was deutsch ist, liest und dancbcn dce österreichische Negierung thront, die all diese Vorgänge mit dar gle^ben väterlichen, u:<3 pattciischm Liebe umfaßt, (me ümcre Politik, bk sich nicht au. I uutvu 4 ^^ i i ^ i.K f ^ j l \X) UwU /1 U 4 i I dem gleich.'!! Kurs wie die äußere bewegt, schädigt auch unseren, europäischen Einfluß auf die Erreichung des WeUfriedens. Der Krieg ist in letzter Instanz ein Duell zwischen Deutschland und England. In dem Augenblick, wo Deur chl^rud vs-b l'n!glrnde. Wir haben feine drretton Reibungen ntit England, sind auch sonst weniger unbeliebt als der große Bruder an der Spree. 'Wir sttw Jet.uäüier und rmgesährlul-ec. Wir sind auch bescheidener in uu'ecen Ansprüchen und ziemlich frei von Wü.nsü>en nach LandeTieerb. Alles dies -usammengenommen nrächt, daß toir zur Vermittlerrolle geradezu :prädestiniert sind. 2ll«r nur unter der Bedmgung: Wir müs-e.r das volle, uneingeschränkte Vertrauen Berlins besitzen. Zu einer bcvin gungslvsen Eh lrchkcit gehört, daß tvir eine innrere Politik verfo-lgaa, die nicht Mir für die K'chegenauer, sondern auf länge, lange hinaus euren dauernden Anschluß der Vtonarrlüe au Deutschland ve-chürgt. Ich rmr von gwizem Herzen, daß der Minisüer des AeußerU 'dw Kriegsziele Deuttchilands Lmut, daß sie nach wie yor rein ^chensiver Natur sind u-nd daß der Charakter des Verleid^m^ r 'i'ges unverschtt aufrecht erhalte:t geblieben ich NienralS würd«! . .Völker Ocsterveich? versehen, daß toir diesen sch«Älicheu ^neg für bi: (Brobera ngswünschr eines fremden Staates verlängern lollteu. Die Zumutung allein Umre imstande, 5as Bündnis zu gesähden. Ich habe mit großer ^Befriedigung die letzt«! Aus- führungen des R c i ch s f on 9-l„ tthr vorm., 2-4 Uhr nachm. MarkenauSgade ^rr Urlauber: Sonntags non 10-12 Uhr vormittags. Ä SSttSÄ* S 5ld7legsehrenzeicyen in Eisen ausgezeichnet. und dein Hessischen ** Der ^ a trat D r. Wal ^lch..Lloyd nn* rmser Minister bä TÜrfzern sind nach "ihren Erklärungen genecgt, Vorschläge zu prüfen. Aber keiner will sie machen. Aus £[e,on Drlenltna wäre noch ein Ausweg zu finden, weim je^e der Heiden Mäck^egruppe-: zhw Friedensvorschläge s ch r! f t l r ch einer neutralen Markst übernütteln toitäc, die sich durch ernen Vergleich der beiderseitigen Friodmsvorschläge eiu ViD .machen Matte, ob eine Muigung möglich sei oder mchü. Wenn nur rre geringste Aussicht ans BerständiMnrg vorhanden pt, tollte der Versuch untern-onrmen werden. Ob Rioment letzt dasü^ gekommen ist oder- nicht, kann inan vxstst nur an kompetenter Stelle beurteilen. Der Redner kain dann auf die oster- l*} ^.N'ck^pol nische Lösung zu sprecl-en, die nirr in Ueveceinsttmulwlg mit Berlin möglich sei. nacktem toir ein NvrDvmmrnm ct . Polen haben. Niemals lverden die w-.'uijch'a i'-.e,..'n a.-::.-.-gtigen Macht ZU. rgcho-r Monarchie zugebeu, tvcn.i \y- mdy r dt U ieriLuguug - -polursche Lösung immöglich denn mem-aru wird doch glauben oder behaupten wollen, daß der mtttelenropü.ckx- Gehauöst und die flawischen Pläne miteinander vereu!v 2 r!w.ie E'-eg ■x >. und. Ich -sin in letzter Zeit mehr sieptiich, tvas vre vrterr-erch;cy>vlru :ük Losung crnbelanzt. Ich glaube nicht mehr an dicielbe, denn icysteßlich cntsck)Maubt Mtd^wiL vordem Anstglt_>arzt Dr. Wagner m Butzbach vertaten. Dieser gs ^lonstags und Freitags, uachruittags 4 Ubr Amtsstunden m Gießen, Gartenstr. 19, ab halten ^ r ^ e U^eit Bringen mir noch rechtzeitig eine ^ Anlnnfts- und Mmhrtszeiten der Perso- im^ V^t Bahnhof Gießem. Näheres siehe rm 2 . Blatt der heutigen Nummer. ** P a ch t g e l d. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der -Äladt Gießen befindet sich auch die Aufforde- stückenVar »«dlisriirn Grund- K«k'LL SSÄäS*'»»» mim föf der Universi- L“. ■ ^W^tersemefter 1 91 6/1 9 ist soeben ersckmm en gen begrrmcm wie im vorig«! Winter mrr 30 Sep- lastreßen am 1. Februar. Ist dem neuen Verdünns tat me verstärk^ BerÜcksichtigmrg bcS Wufla nbS ftfbifml 2JL £ Fürsorge der GEßener Hochschulgesellschaft, die eu.tr llinhe von >r>eni!naven und Instituten Zuwl^iduuaei' 'vnr &■>« ^fanMfhWirntf ni,*t. "“Sfinte ..dreien c^tudienziverg stärker su pflegen als seither, du einer M ^Vtvrlosmrg über „E n g l a n d u n d d a s e n g l i s ch e Weltreich tum srch mehrere Dozenten zusammen. Nacheinarider kommen zu Wort der Vertreter der G-ogravhie, der Geschch^ dea Staatsrechts, der englischen Mologie, der Philchophie d^Kircl^. gricgiastc oer NatconalöSoiwmre. Prof. Sievers behandelt die Großbritanniens Prof. Noloff die w .nglgcs-en Weltteichs, Pvof. Gmetin die Verfassung Groß- brr.annvens uno des englischen Weltreichs, Prof. Horn den Jm- p^alrsmus m der englischen Literatur, Prof Messers ena- lache Philosophie, Prost Krüger ^ englische .Kirft^wIn ' rs^l err« ^lwsche Bildungswesen, Prof. S k a l w e i t dre mgsische Wirtschaftsgeschichte und WirffchaftSpolitik Astch ülxr ^y rci ^ zweistündige Vorlesung ongeki'mdigt lec der m-chrere 2l ch ^AOFE^^^nisse Prof. Roloff die Geschichte, Prof J!Ä bes Islam in der Türkei, Pvof Gmeliu,' i^tcf^Fd nÖ ' Herzog deutsche wissen.'Östliche c~ ^ a ^ u i , n -.. — ^' a '- leiden Sannnelvorlesnngcn sind für Hover aller Fakultäten bestimmt und werden weiteren Krci'.m Zugang!rch fnn. Ju diesen Vorlesungen kommt nodi eine Reihe 7 ^s Zainen Vorträgen über Auslandskunde, die die Gießer I^Nocsell.chaft^ vtzxnfaltet. - Außer den Vorlesungen i^r England und über rne Türkei bietet das Vorlefungsver^eichnis eine größere JDii^qT>I von Borlesimgen für Hörer aller Fakultäten Si-- gesollt am des Verzeichnisses zusaMmew- Eac!.' ..Die Verräterin" ans. In dem zroeiaktigent tff 1 /'^u^lm^ers Leibarzt" zeigt sich das beliebte Trio Her- bnz T ' rrt/ ?^ii .a Petri. Außerdem UN cd noch S?eh^Anmüge Gchnmms der Familie Torelli" gegeben Landkreis Gießen. st Ettingshausen. 20. Juli. Der Anfang Juni gefallene Leutnant der Ne, erve Heinrich Knöll war zu.n Eiserllenstreuz h J™n c crngerercht. Dieser s.age wurde seinen Angehörigen bide Auszeiapr-mg zngigandt. G r o ß e n - Lin d e n, 21. Juli. Gefreiter Heinrich Fi- besiM tx &äd5 C ^ Cfn,c ^ Tapserkeilsmedaille. Das Eiserne Kreuz 0 > „ 4 n / Dem Horm st und Gefr. Kstrl Aroßhaus wurde das Eserne Kreuz 1 .Klasse versiehe Die '^ bereü/ ^ ^^ en,e Kreuz 2. K asst erhielt fJti i2 S- Fuli. Der M-Etsta .Karl Bops m^ü:e < ^^ mc ^ öö4 2 Klo.'st und btc Hessische XapkrtdL' C «?r e + r ^V t 20 - ©rmabter Willi Belten, 9 fe k* weläier früher schon das Eiserne Kreuz sc.a,,e irrü. die Hessische Tapierkeitsinedaill^ erlialten hat», ist nunmehr auch das Eiserne Kreuz 1. .Masse verliehe« worden-, gleich- zeitig wurde er zuni Gefreiten befördert. ** Leibsestern. 20. Juli. Der Schütze .i-mk Arno!!' wurde mrt dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet und zum lvefreiten befördert. ? - ^ Kt -' 2(y - Flüi. Pionier Otto Becker erhielt die Hepffche Tagi>serkn.lsmedaille. -o- G r o ß e n - L i n d e n, 20. Juli. Musketier Wilhelm G r ö- ßcr, ein Solm des verstorbnen Esenbahners Ludwig stftößer IV., Nt an der Wefftrout mit dem Eisernen Kreuz 2. blasse ausgezeichnet woroen. L-ern älterer Bruder, der Eisenbahner mW Pionier Ludwig Großer, hat kürzlich zur Hessischen Tapferkeitsmedaille auch die- leibe Sluszeichimng erhalten. Kreis Büdingen. ^ Bingenheim. 19. Juli. Die Tekanatssynode in Nidda wählte an ^Stelle ^ des nach Groß-Stein hin m versetzten Dekans Bril Ober-Wi ddcrsheun Pfarrer W i e g e l zum Dekan und zu de,fan Stellvertreter Pfarrer Scriba in Eichelsdorf. /X mauern heim, 20. Juli. Landwirt Pst von hier nmrdc verhaltet. Er ,rch der Gehsimschlechtere! und des Schleichhantels mit Flm,ch snt euriger Zeit schuldig gemacl-t haben. — Paäster Z^u ch von Hof ^chteoeld lieferte schon 500 Ztt. Wintergerste und 2(X> Ztr. Fruhsartoi seln dem Kstmmimalverband ab. Das Schneiden der L-onnnergerfte hat jetzt überall in der nördlichen Wettenm begonnen. ^ct Kchmerettoag ist sehr gut. nur das Stroh bringt in manct>en Lagen »veniger, weil auf trockenen Aeckern der Halm kurz geblieben r,t. Kreis Friedberg. r^J**sK x ? i ?' Wl £ 1 l ie l lb€ J?' 21 ^li. Dem Musketier Friwrich H a u s e r, Sohn des Schreinermeistcrs Heinrich Häuser, wurden dar Crftrn« S-ren* urrb bte Hrssischc Tavser^ilsmÄE verliehen. Starkenbnrg und Nheinhesscn. ^ c ' 19. Juli. In einem Zigarrenladen in der Heidelberger Straße dahier kauften zwei xnnge 17jäh'rige Burschen! Zigaretten. Als die gekauften Waren ihnen eingepackt wurden, übersielen die Burschen die Frau, stopften ihr ein Tuch m derz Mund und plünderten die Ladenkasse der sie 120 Mark entnahmen. Von den Dieben fehlt bis jetzt jede Spur. Kreis Wetzlar. ** Aßlar, 20. Juli. Der Herzog von Sachsen-Meiningen bat den Be'itzer der Stahl- und Eisenwerke Llßlar, G .m. I> H, Aßlar bei Vsttzlar, Herrn Friedrich Karl Butz in Franffurt a zum Herzog!. Sachs. Kioufuk in Frankfurt at M. ernanrtt. Hessen-Nassau. >u!i. Infolge der reichen Spargel-, die hiesige landwittschaftliche Halbjahr 1918 einen Umsatz — H e i d e s h e i m, 19 Kirsel/en- und Deerenobsventt^ hatte Sipar- imd.Durlchnslasse im er,len von mehr als 4 Millionen Mark. -- S öchst a. M., 19 Jrili. Eme sdadtamtüchc ErLürmig zu der hier lx-rttchmdeii W vedrohl>u;ere Farmen muiahin, je naher das Werk je^e- Äulagm an die Bru nnen ^ranÄivü. Die ungewühnlitlx Aus- dchnung der Farbwetksanlagen wahrend des Krieges lm imnnmhr di- Katastrophe, ^die einsi^ge' ÄLr^chml KtTsS ' bechlemirgt. Z-rc Behebung der Rat gibt da« Wasser. 11 n 2 . 1 hm tucm «rr — < #*v ^ » < ■ vouaussagten. weck im täglich Zwei Dttlndm^ Massiv ab. Jnr^Mri^m ist die Bürgerschaft auf dce iveniyen Bruunen in den Bürgerhäusen! imb ~ angennesen. Außerdem fahren ncvchnrittaas WassettovmU kmch die Ttraß-N. die Wasser abgÄ«t ^ nuimä «rechliche Nachrrchten. GowSdvenst am Sonn tag den 21. Juli (8. nach Trinitatis). Evangelische Gemeinde. In der Stadl kirch-e. 8: Zugl. Christenl. f. d. Neukonfirm. aus d. Matth.-Gern. Pfr. Mahr; 9»/-: Pfr. Schwalrc: 11: Milit.- ->>?t1csd. Pfr. SÄ-wade; Kinderk. fällt aus. —In d. Iobanne s- i irche. 8: Zugl. Christenl. f. d. NeuLanfirnr. mls d. Luk.-Geml. Pfr. Bechtolsyemrer: 9>-: Pfr.-Aff. Liz. Reuning: Ändert, fällt aus: 8: Biöelbespr. im Jvhannessaal. Mittmach 24. Juli, abds. 8: Krtzegshttsluitde. Pfr.-Ass. Lrz. Reuning. — Kirchderg. Bonn. 10, 11: Ehristenl. f. 6. weibl. Jugend. —Mainzlar. Nachm, l 1 /*. - Lollar. Abds. 3 1 /*: Kricgsbrtstun.de. katholische Gemeinde. & l /%: Gel. z.U. Beickut: 7: Hl. Messe, gememschaftl. Komm. Jüngl.: 8: Aust. d. dl. Komm.: 9: Hochamt m. Pred.; 11: Hl. Äiesse m. Pred., Mil.-Gvttesd.: 2: Sakramental. Brudersch.-And. Ticnstog und' Freitag, abds. 8: Kriogsbittand. Samstag 2 .'. Juli, nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z . l)l. Beicht. — Diaspora-Gottesdienst Meteorologische veobachtungen der Station ©UBetC Juli 3?>3B l§. c 1 0 " P 8 §5 |l ÄÜ 3 05 ■A § 55 ö C£> v, 2 ® « II !K L I f 1 B *> M -a Jo 5 I5f * ß s-i !•«» « 5 i Untier 19. 9-1 - 24.7 9,1 39 _ 7 Wechselnd bew. 9* 3 - 19,8 11,3 66 — — 3 nachts klar, 20. 7* 1 " 15,6 11,0 83 ) 3 Tau. Höchste Xemperatu» am 18. bi« 19. Juli 1918 = -f- 19,0' 0. Niedrigste „ » * „ 1918 --- -ff 11,3* 0. Niederschlag 0,0 mm. £rtct?rtv*itcit*~ ® r neueste Bericht der Heeresleitung. (WTB.) Grohes Hauptquartier, 20. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Die Tüligkeit^der EnMifer nahnr in ei: «en Abschnitten zu. Gegen Älteren. nördlich von Merris und südlich von Dienr-Berquin griff der Feind am Vormittag an. ' Metcren fatzte er Fuß. Im übrigen wurde er abgewicscn und lieh Gefangene in unserer Hand. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Zwischen Aisne und Marne nimmt die Schlacht ihren Fortgang. Von neuem setzte der Feind zum Durchbruch auf der ganzen Schlachlfront an. Panzerwagen drangen am frühen Aiorgen in Teile unserer vorderen Linien ein. Nach erbittertem Kampfe war gegen Mittag der erste Stotz des Feindes auf den Höhen siwrvcstlich von SoissonS — westlich von Hartcnnes — östlich von Neuilly — nordwestlich von Chäteau-Thierry zum Scheitern gebracht. Die von Fliegern im Anmarsch auf das Sch'.achlfeld gemeldeten und von ihnen gestern beüimpften feindlichen Kolonnen kündeten Fortfi'ch- rung der Angriffe an. Sie erfolgten gegen Abend nacki stärkster Feuersteigerung. Zwischen Aisne und Ourca brc-'.en sie an unserem Gegenstoh südlich des Ourcq nreist s on im Feuer zusammen. Nördlich von Hartennes warfen wir den Feind über seine Ausgangsstellungen hinaus, zurück. Die Truppe meldet schwerste Verluste des Feindes. Eine grosse Anzahl Panzerwagen liegt zersLhosseu vor unserer Front. Südlich der Marne tagsüber mähige Feuertätigkeit. Südöstlich von Mareuil wurden erneute Teilangriffe des Feindes abgelviesen. Wälirend der Nacht nahmen wir unsere südlich der Marne stehenden Trupcn, vom Feinde unbemerkt, aus das nördliche Fluhufer zurück. Oertliche Känrpfe siwimstiichi und östlich von Reims. Nordwestlich von Souain wurden französische Porstöhe blutig abgewiesen. * OZestern wurden wiederum 30 feindliche Flugzeuge und 7 Fessc-ballone abgesckwlstn. Leulnant Loewenhardt errang feinen 40. und 41., Leutnant Menckhoff seinen 39., Hauptmann Berthold seinen 38., Oberleutnant Loerzer seinen 27.^ Leutnant Jakob seinen 24. und Leutnant Könccke seinen 22. Luftsieg. Der Erste Generalguartienneister Ludendorff. Die Niederlage des feindii^en Gegenangriffs. Berlin, 19. Juli. Der duuch die deutsche Offensive beiderseits, Reims erzwungene Entlastungsangriff der Entente zwischen Ll isne und Marne begann am 18. Juli 5.4ö Uhr vormittags mit stärk sein seiirdliich^m Feuer. Teil !v eise gleichzeitig mit d^em B-oginn der Feuererofnrun-g, teilweise erst l l k Stunde später, griff der .Feind nnt sehr starken, tiefg-rgliederten Kräften, unterstützt durch riefgcgliederte Fklazeuge mrd zahlreich Tai-kgcich.va.er tmsere S'tellungen zwischen Aisne mid nordwestlich Chateau Thierry an. Bor einem einzigen Korpsabschnitt wurden beim ersten Einsatz allein 80 feindliche Panzerwagen gezählt. Mchem nördlich der.Aisne Tei'.vorstöhe blutig angewiesen waren/ trat hier Verhältnis mätzige Ruhe ein. Aus der übrigen Front gelang es dem Gegner, der hier unter allen. Umständen einen cntsch.'idinrdeir Erfolg errli^cn wollte, unter ungeheuren blutigen B-wlüsten nach wcchc allen Kämpfen an einzelnen Stellen einzub c,l^n lenk unsere Linie einzudrücken. Durch immer wieder heran geführte frisch>e Reserven uns Panzerwagen nähete der Feind die im deutschen Feuer dczimierien Sturmtruppen. Bereits gegen mittag waren die seindlichn Angriffe in der Linie lüswestlick) von Soijsons-Leuilly, nordwestlich.Chateau Thierry zu- (8SM a Maan-.wB:a« sammengebrachn. Trotz dichter Massierung aller seiner .Kampfmittel lunb trotz rüchi-chtsloser Blutopfer sonnte der Feind sein Ziel nicht erringen. Ter erstvebte Durchbruch, der den Dentscl-en an der S-omme, in Flandern, an der Lys, cm der Aisne und südivestlvch Noymr jedesmal voll gelang, imd sie in wenigen.Tagen bis zu 80 Kilometer Tiefe durch alle feind lick-ien Stellungen und Gelände- Hindernisse hindurchmhrte und die feindlichen Armoen vor ^ich Herr rieb, blieb den: C-egirer völlig versagt. In den Mittagsstunden erneute der Feind seine verztoeifelten Angril-e südwestlich von SoissonS. Ader aud) sie brachen unter höhnt Feirrdverlusten Mamineir. In unserem flankierenden Ai>- Nlleriei.uer vom nördlichen Ai streu fer her sch'nolzen die ferndlick-en, Sturmbataillone zuschmds zusammen. Die l>crangeführten Brr" stärkungcn wurde.i schm im Anmcrrsch von unseren Eittragenden Batterien txrrntchitand gesagt. Infolge dieser crrch. oordentlich schvereu Berlrrste flaute am dkrch- nittag .die Kampstäpgtcit ab. Doch iiody einmal versuck)tc der Feind nach 6 Uhr abends bis in d i e N a ch t st u n d e n h i n e i n gegen die deutsche Front gegenüber den Wäldern vor: Villars-Cottevets anznvenniLi, rcnk sie zu durch- brechen. Auch hier blieben alle Anstrengurrgen des Feindes vergeblich. Ter für den Feind so blutige 18. Juli endete mit einer schweren Enttäuschung unserer Gegner, die ebenso wie bei den Angri ffssäiilacljüen auch irr dieser Abwehrschlacht der deutschen Führung und Truppe rmterlegen blieben. Amerikanischer Bericht vom 18. Juli 9 Uhr abends. Zwischen Aisne und Marne griffen rmsere Truppen in engem Zusarmnemvirken mit französische Streitkrästen die Stellung des Feindes L t e l l u n g der A u s l ä n d e r hat füll die Regierung mit einer neuen Bestimmung einversttmden! erklärt, wonach wahvOrd „einer fünfjährigen Zeitdauer n ach K r i e g s e^rde k inein sei,rdlick-eit Untertan eine Naturali- sationsnrkunde ausgestellt werden soll, mis-ec. roenn eö sch um eine Person hmrdelc, die in eiuäm der alliierte. t Heere ge>ie:rt hat, oder Augchörige einer Rasse oder Gemeinschaft ist, die als gegen den jetzigen Feind in Opposition stehend bekannt ist oder er^lch time Perlon, die als britischer Untertan geboren wurde. Tos Gesetz wurde dann in dritter feint9 angenomnrcn Die Cholera in Sivohvlm Stockholm/ 20. Juli. (L. A.) Tie Zahl der bisher hier fesb gestellten Choleraerkrankungen betragt elf, darunter eilt Todesfall: sänttliche Falle betreffen die Viannschaft des Dampfers Angermannland. r»5aD Letz beqaem auf Reisen. 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Näheres SvaUtorstr. 24 1. ab Bahnhof Grotzen'Bnseck oder frei Wohnung nimmt entgegen &c5ieiuy, BnrkbardSfeldcn. 035’> von Autignitäten, Möbeln, ganzen Einrichlnngew Alt« eisen, sorvie allen von mtr geiührten Artikeln. 4955 llouis llotksndsi-oor. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heule bezüglich der Firma Friedrich von Dürings Gießen eingetragen: Das Geschäft ist mit Aktiven und Passiven vom 1. Jum 1918 an ans ^die Friedrich von Düring Witwe, Elfriede geb. Audräe in Gießen übergegangen. Gießen, den 15. Juli 1918. Großherzogl. «mtbgevicht. ^.8 Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Göbelnrod für das Rj. 1918 liegt vom 20. lf. MLS. an eine Woche lang auf unserem Alntszimmer zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vor gebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Göbelnrod, den 18. Juli 1918. Großh. Bürgermeisterei GSbelnrsd. Weber. 5LS- Bekanntmachung. Die Holzvcrstrigerung vom IS. L M. ist genehmigt. Erster Kahrlag: Mittwoch de» 24. l. M. Gießen, 19. Juli 1Ö18. Vrokb. Oberförsterei Schiffen bers. T r a u t w e t u. «478 8rrNhch°Ztrkllsf Dberförßerri Lrsshbmhrs. Mittwoch den 24. JulUd. I., von 9 Ubr ab, in der Wirtschaft zum Deutschen Kaiser in Cleeberg auS Schutzberg. Cleeberg auS Etchen-Lobschlägeu, Dtttr. 22 Spechltscheheck — 304 Rm. Reiserknüppel, Distrikt 35 Licht- dardr - zirka 3000 Wellen,- Dtstr. 40 Hüllheck - 27 Rm. lÄuuppel und 388 Reiserknüppel. 54378 Bekanntmachung Krieger krauen und ihren Kindern ist Gelegenheit gerben, zu angenehmem leichtem und reichlichem Verdienst durch Sammlung von Lauoheu für Heereszwecke. Aus- knnft erteilt die ObftoerwertungSstelle, Ludwigstrabe dß, woselbst auch Säcke zur Verfügung gestellt werden. [ _ Städtische Kr iegssüriorge: Dr. Ebel. Bekanntmachung gewesene Pachtgeld von BSv stSdnscherr Grundstücken kann tn den nächsten 8Tagen noch oone Kosten au die Stadtkaffe bezahlt werden. ^^Gtetzew den 89. Juli 1918. B436B _Der Stadtrechner: Mäser. Bargeldlos zahlen ist eine Pflicht gegen das Vaterland". Jur weiteren Förderung des bargeldlosen Iahlungsverki haben wir den bei unserer Sparkasse eingerichteten Scheck- und Ueberweisungsverke von dem übrigen Sparverkehr gesondert. Amt Frankfurt (Main) oder über Reichsbankgiro erfolgen. Wir erledigen alle Uebcrweifungsaufträge vollft kosten- und gebührenfrei. Das Guthaben wird angemessen verzinst und ist verfügbar. u. a. auf e l n m a l l g e n schriftlichen Antrag bis auf Widerruf c regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen, z. B.: Steuern, Schulgelder, Beträge fürWaffer, Gas und Strom, Hypothekenzinsen, Mieten, Prämien usw. Nähere Auskunft über die Anlage und Benutzung de^ Konten wird bereitwilligst in unseren Geschäftsräumen (Johannes trotze 5) erteilt. Zur Abfertigung der Scheckksnden ist der besondere Kassen chalter 2 eingerichtet. Bezirkssparkasse Gießen. Snbmlssionsverkauf von Nadclstammholz bei der Stadl Gießen. den WÄdrrngen der Stadt Gießen im Bezirk des Uör,ters Brück sollen die nachstehend verzeichl.tetcn cruf-- tzearbeiteteu Nadelstiumne im Sutmüssionswege verkauft .werden: LoS 1 2 Fichbvrstämme 2. SL trat 40—43 Ztm. Dchm. mit 5,08 Fftm, „25 Fichtenftämme 3. Kk. ton 30—39 Ztm. Dchm. mit 5,11 Fftm. 3 14 Fichtenftämme 3. Kl, twv 30—39 Ztm. Dchm. mit 22^0 Fftm. „ 4 11 Fichtrnstämme 3. Kl. von 30—39 Ztm. Dchm. mit 17,55 Fftm. „53 FichtLnftämme 3. Kl. von 30—39 Ztm. Dchm. mit 4,02 Fftm. „ ß 22 Fichtenftämme 4. Kl. von 25-^29 Ztm. Dchm. r mit 17,26 Fftm. . m i7; 17 Fichtenftämme 4. Kl. ütm 25—29 Ztm. Dchm mit 18,27 Fftm. 8 35 Fichenftümme 4. Kl. von 25—29 Ztm. DcÄn. i init 36,67 Fftm. , , 9 16 Fichtenftämme 4. Kl. von 25—29 Ztm. Dchm, mit 14,99 Fftm. . „ 10 218 Fichtenftämme 6s Kl. von 20—24 Ztm.Dchm. mit 123,58 Fftm. „ 11 613 Fichtenftämme 5b M. von 20 Ztm. Dchm mit 157.35 Fftm. „ 12 556 Kiefernftämmc (Grubenholz^ 120,41 Fftm. „13 2 Kiesernftämme 3. Kl. von 30—39 Ztm. Dchm. mit 1,73 Fftm. 2 Kiefern stamme 4. Kl. von 25—29 Ztm. Dchm. mit 0,M Fftm. 1 Kiefernftamm 5. Kl. unter 25 Ztm. Dchm. mit 0,33 Fftm. Die Stannnabschnitte sind mit der Rinde gemessen, rvlcht entrmdet undr nicht an die Schneisen gerückt. Das Gebot geht auf den Feftmeter und ist für jedes Los besonders anzugeden. Gegen ausreichende Sicherheit wird Zahlungsfrift bis feirm 15. November 1918 gewährt. Holz, das nach dem 20. Auguft noch im Walde liegt, muß Käufer alsbald entrinden lassen. Angebote sind verschlossen im£> mit der Ausschrist >,Submissionsholzverkauf" bis späteftens 28. 3nll |9|8, vormittags \{ Uhr, an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen einzureichen, woselbst um die angegebene Zeit die Eröffnung der Angebote in Anwesenheit der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende 'man sich an den Förster Brück in Rödgen. Nähere Auskunft erteilt auch die Großh. Oberförfterei Gießen. Gießen, den 20. Juli 1918. 54188 Der Oberbürgermeister. I. B.: Krenzien, Beigeordneter. 6 25 immer O-ZiMMkr-Wohminp, 3 Sit vermieten Balmbosstr. 5424 45 j 8 Zimmer | SiUcklnpitratte 1 3 Zimmer Mans.'Wohng. an ruhige Leute per sofort zu vermieten. 5351 Rinn. Ost-Anlage 12 Mo bl. ^Zimmer] Möbl. Ummer m. elektr. L. zu vrm. IL& i.Bahnh5$ea 8®. 035,80 Energische ¥ex*treter zur Uebernahme lukrativer Vertretungen gesucht. Bewerber müssen bei Apotheken, Drogen, Groß« und Kleinhandlungen, Friseur- und Schlihgeschästen bereits eingefLhrt sein. 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Ter viel habe, müsse weniger bekommen wie derjenige, der ein geringes (Ankommen erhalte. Stadw. Urstadt gibt der Bersicherirng Ansdruck, daß die Beamten und Arbeiter der Stadt für die schnelle Regetmrg der Vorlage und das Entgegenkommen dankbar seien. Gleichzeitig weist er auf einen Weg hin,' Ersparnisse zu machen, indem man nämlich die Anstellung auf Widerruf abschaffen könne. Hierdurch fielen die erheblichen Versicherungsbeiträge weg. Vohltötigkeitskonzert zum besten der Qfnterblcebenen gefallener Mr. Gießen, 20. Juli 1918. An Wohltätigkeitsbonzert in Form eines Orchesterabends trn L-tadUhvater zu veranstalten, war ein recht glücklicher Gedanke, otx geijern abend ins Leben trat. Tie hiesige Garnison- .apelle hatte sich, verstärkt durch auswärtige Kräfte und Herren mrd Damen der Gesellschaft, in den Dienst der guten Sache gestellt und bra chte es unter der zielbamrßten Leitu,^ ihres rührig«: Diri- geurea. Hern» B. Herrmann, zu recht ansprechenden, abgerundeten Lastung^^Daneben war der Biotinist Herr F. feauf- m * ” n "^lch als Solist gewonnen tanben. Mendfrische zweite Symphonie stand an der ^pche -rrw taerlrey:m g I a u n halt«: die Erledigung der Angelegenhcit nur bei der allgemeinen (tzel-attsregelung für möglich. Erst rwch dem üricge könne man entsclxstden. Auch Stadw. L ö b e r ist für die Vertagrrng der Frage. Beigeordneter E m m e l i u s beantragt, die Ausdehnung der Teuerungszulage arlch auf die Magistrats- Mitglieder. Die Versammlung stimmt zu. Stadw. Ebel gveist erneut die widerrufliche Anstellung aus und spricht sich für eine Vortage über die Veseitigultg in der nächsten Sitzung aus. Stadw. Winn will zunächst festgrstellt missen, um wetckfe Beamte es sich handelt. Im übrigen ist er nicht für die jetzige atl- gemeine feste Türstellinig. die nran aber den alten auf Widerrsti angestelttcn Beamten doch gewähren solle. Oberbürgernrcister Keller hält es für ausgeschlossen, alle widerrusliclLn Stellen zu festen umzuwandeln, und weist auch daraus frin, daß man sich für eine zutünstige Reform den Weg verschließe. Stadw. Urstadt: Die Angelegenhert braucht h^lle nicht entschieden zu werden, aber in der nächsten Schung, und Mar grundsätzlich. Oberbürgermeister Keller verspricht, in der nächsten Sitzmrg die Sache zum Dortrag M bringem Autzerhalb der Tagesordnung finden noch einige Punkte Erledigung. Stadw. Winn: Unsere Stadt noch sich rüsten, daß bei dem Uebergang in die FrstHcnswirts.chaft, durch die Stadt Acbeits- gclegchlheit geschaffen wird. Hierzu müsse:: geeignete Maßriahmeri beizeitn: getroffen rverden. In ersWr Listie gehört hierhir diü Errichtung von Wohnurrgen, besmiders die Förderung des Kleinwvhnungsbaues. Um dies rechtzeitig möglich M machen, muß die Stadt Gelände sicherstellen, Straßenanlagen müssen g-plartt und derer: Aussührung so vorbereitet wmL>en, daß gegebenenfalls der Ausbau schleunigst erfolgen tan. Die Frage, ob dir Stadt nicht «irren Teil der Wohnungen selbst erri>i:£e::, oder sich an eine fjeOTeauLuti'ic Gr> sellschaft ar:gliedern will, muß entschiede werde.:. Ich bitte dvese Anregm^en zur weiteren Bvarbeitwtg dar Baudeprttatiou zu über- weiserr und diese mit den Bovarbeiden zu beuirftragen. Tie Durchführung der Goctl-esdraße, was schon mchrsach angeregt wurde, ist ein dringerides Bedürfnis gewori^n. Oberbürgerrmisder Keller «ckLÜrt. daß sich mtt der Woh- rrwrgsfrage bereits cvxe Kommission b:fasse. Beigeordneter K r c n z i e n stellte die bcrldige Behandlung der Frage über die Durch,ührrrrrg der Obx'llieswaße ir: Aussicht. Bezüglich der Wehrrrngsangelegen heiten äußert esc zu dem Bericht der Baugenossenschaft 1894 im Gießener Anzeiger, wo die Stadt Siegen als Vorbild geranmt jd , daß Siegen hier amh schwerlich praktische Arbeit bei den unklaren BMlverhLlttftssen geleistet habe. DocanschLäge mü> Vvr1«vn: über di« Maintvoh-MgSfrLge würds: deuolächst voraelrrackit. Stadw. Vetters bemämgekt oie Verteilung dae Einquartierungen und meint, daß man vor allem die EittkommMsvev- hälwisse bei der Zuteilung van Muguartierung becücksichtigerL müsse. Obn-üraermeister Keller gibt pr. butz das jetzige System Warna praktisch sei. to>M' ab« mnE daß eine AObderm^, während des Krieges nidß möglich ist, and stellt die Reuocduung für tet Frist!«!isz«r in Aussicht Sradlv. Krumm ist dafür, daß WohmingSrnhaller, die weniMr wie 3 Zimmer bewohnen, von der Emg uartierung verschont bl«ib«r. Stadw. Löber hält die Zusdände mft dem Buden- rmd Karussellbetrüb aus dem Jurplah an der Lahn für unhaltbar. Oberbürgermeister K aller will, rjem die Versammlung cs wünscht, die erteilten (stonehmö gurren xur Arpstellnng von Karussellen nsw. zurLck^ühen und kei» rauten mehr erteüm. Dü Versammlung spricht ftch aber dagegen aus. Stadw. Löber führt Klage, daß ben Bäckern vom LebenS- mittclantt bei der Mehlvureidnig an Stelle der gesetzlich vorgrschrie-' be7«n Dlenge um» 10 Pvoz^-nt cerivrm Bnnreht jetzt ma 7 Dro-rnt zugeteilt toürdar. Tie 10 Pfuiid Beimeht auf je 100 Psd. feiert erforderlich. DaS Brot leide sonst darunter. Beigeordneter K r e n * i e n erwidert, daß m der letzten Sitnnuj des Lebensmittelausschusses lsterüber verhandelt worden sei, daß er aber bald wüder eine Sitzung Ärwerufen und die Sache zur noch- nraligen Vorlage gelangen lassen werde. Oberbürgermeister Keller schießt hierauf die öfsentllchc Sitzung. Nrrs unO € Gießen, den 20. Juli 1918. ** Aus dem Militärwochenblatt. Befördert: »um Oberst: der Oberuleutanntt Kühl, Linün-Kommdt. in Maiirz: zu Oberst!tn.: die Riajove ölltter v. Poschinaer, AdxrttMtt des Gan.- Kommandvs des Ü8. Armoekorpö, Fchr. v. M a s s e n b a ch. Flügeladjuürnt des GvosAerzoKS van Hesse,: und bei Micin K. H usw.; »um Haulptmann: jder Oberleutn. Bickel im Feld.-Art.- Regt. Nr. 35. ** Lehren für d«n bargeldlosen Berühr. Zür Förderung des bargeldlos« Zahlungsverkehrs sind einige Erlebnisse gceigwt, die neuerdings aus Berlin bc-ichcet werbe ,l Ern Kaufmann hatte vrm der EisenbahckSasse 38 325 Mark bar gnsgLzahÜ erhallen, Tüses Geld brollnde er in einem Mr-emrmsn Betrag an die Gernchrde- kassc überwnsen köim«n. In finem anderen Falle hatte ein Ber- lmer Gerichtsvollzieher 20 000 Mark von einer Verurteilten ein- den musikalischen Kern lossteuert und diesen in einer präziser, OTJ* uud — nameittlich in Doppetgrifferr und Arpeggien — ver- bluNenven Reinheit sicher und vorrrehm vermittelt. Der Lxnrpt- vorzug seines Spiels liegt also in der überaus klaren Inwnatn-,: lnder Herausarbeitung des Lyrischen. ,vo ^eine Karrtilenc omen bestückenden Klangver» entfaltet. So wurde besonders der Mittelsatz zu chrtx au<ßn^eichne1en Wiedergabe gebracht. 'Daß der rninftler in: übri/^e,: malw, alZ man es sonst gQvohtt ist, eige,«- idcge geM wird mm: ihn zum'te halten miksstn. — Die beide,: übrigen Solonummern litten etioas darunter, daß der Künstler zu «ehr nach dem Begleiter hin spielte. Man wird bei einer Wiederholung überhaupt err:sthaft in E:n-agung zu ziehen haben, daß alle Sowv«ntträbc nur vor, der Mftte des Podiums aus eim allseitig chwUrge Wn-kmrg verspreche,:.. .Die BeetlM-ensche G-D.rr-Sdnnanze hatte wohl hür und da etwas kräftiger angesaßt werter: können- man konnte sich nranchknal des Enrdrucks der Monownü nicht ganz erwehren. Eine sehr eigermrtige Auffassung — unseres Erachte,^ nnc sehr glückliche bekundete der Vortragende dann mü der W:'.-dergäbe ferner Cchlußnumn«-r: Introduktion und Allegro vmi 8uMmn:-Kreisler. wob« ihm dü Arbind.n:g dcS Musikalischen unt dem ren: Technisch«: üdervafchend glückte. Reicyrr Brisall wynte zum SäLuß seine Darbüluirgen. Allen aber, die prm Gelingen des gemrßreick^m Abends bei- Sewagei:, fei an dreser Sülle herzlich gedankt danrit der Wunsch verknüpft, daß noch weitere solche fol.^'n möchten. Unmöqlßh wird das ivohl n:ch fern: nun, braucht sich ja nicht gerade bis »n NrchmB Strcrußens Mp-nsbftonü m verstr-igen - iedrmalls werden aber tan ein paar Ez-traübungSstundon für die Konwabässt nicht von: Uebel sem. Dr. G R gezogen. Aus dem Rltcklvege kam der iüeamte zu. Schade,:, iiioem er von der Straßenbahn ungefähren w,rrde. Es lwi: oabei die Tasck)e mit dem Gelde adhrn-den und tarnte auch nicht wieder erlrfHLgt n?etlxu. Aich hier hätte die kostenlose Uebcrweisung tAixd$ das Postsrlieckanrt oder die Bant jehai Verlust icno jcoe illran- nehmlüUeü vennied«:. ** Lichtspielhaus (Bahnhofstr. 34). Bon Samstag ab bis ei::schießlich Räoniag steht dc:s große Fitmrverk „Sen: TrchseinL/^ auf dem Schelpla,p In der .Hauptrolle tritt her oer-vegene Zirkus- Artist Oslar Felix als De'eküv fttelly auf. Auß-rrdem zeige:: sich Äöelitta Petri. Herbert Pcruliuüllcr inii) Leo Peutirt in ihrem Lust- spiel „Ein kchtes Abviiteuer". Miheves siehe Artige. Landkreis Gießen. [J Watzenborn-Steinberg, 19. Juli. Im hiesigen Pfarrgarten blüht eine Tracäne (Dracanm Draco), deren Blüten^ dolde prarlMvll reich und vielverzweigt IV 2 Adeter hoch ist. Solche Müden srui> eine Seltenhüt, da das ,.Kindesalter'^ des Draeünen- baumes 30 Jahce dauert. Erst nach dieser Zeit blüht er. ss Watzenborn-Steinberg. 19. Juli. Otto Heß, Dahn des Landwirtes Georg Heß II. in Steinberg^ einziger .Kind seinev Eltern, hat im West«: hei: .Heldeittod erlitte,:. Pionier Ludwig Burger, S-chn voi: Schmwd Georg Heinrch Mrrger ll. in Watzenborn, ist durch Veclechnng des Eisernen Krmczes 2. Klasse und der Hessrscheir TaostrkeitS'incdaille ausgezeichnet worden. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 19. Juli. Uktterofstzchr Köhler, der säst drei Jahre lang in russisckxr Gefcmge,:schaft sick) bestnü», ist jetzt glücklich in Warschau ein getroffen. — Bettelnde Fuldaer Kinder haben sich lper verschiedene DiebstäHLe zuschulden kommen lassen. Sie wurde,: aber dabei ettoischt, mid ihre Nanreu festuesdeltt. — Tie Heidclbeererntc geht bereits ihrem Ende zu; der Ertrag kst dieses Jahr .nur ein mittelmäßiger. Horrende Preise wecä>en namentlich von den Salzschl:rfer K,:rgästen für die Beeren gezahlt. Vor: einer Beachtung der gesetzlich bestimmten Höchstpreise ist leine Rede mehr. Unter 1 Ntart bis 1,60 Mark für das Pfund ist nichts zu erhallen. Hessen-Nassau. fc. Hanau, 19. J:üi. Ein in der Gemarkung Wrlhelmsbad sich herum treibender 1 Jähriger Junge setzte das Gras eines 0>rabens in Brand. Die Flamrne griff aus den nahen Kvrnacker über rmd vernZchtete einen Teil der Frucht. Einem hftchrkommend f SoLaten getag es durch das Auswerfen cine&i Grabens, drs toclta ■ Umsichgreifen des Feuers zju; shücderm Ms der Junge sah. was er angerichtet, nahm er Reißaus, wurde aber von einem Feldhüter festgerwmmen. Wie sich bei seiner Vernehmrmg heraus stellte, patt« er tags zuvor ein«, Kvrnacker an^ezündet und hoigc Hühner in tat Wald getrieben, adgeschlachtet und dort verscharrt . Lebersicht der AdsühttZZestSN der persouerr- und ZchneLzüge aus vahnhos Sietzen. Gültig vom lü. Mai 1918 ab. Cbne Gewährt Richtung nach Abfahrt Borm. Cassel Nach«. DUO l?6 533 320 1)1010 n. kowel b. Marburg b. Marburg b. Hamburg W1239 318 53» 640 W8® mtt t -a KL d.Mordurg D104J DU» b. 1 »fit*» FranN'irt a. M. Nachm. W4W W5« D6« 6« D7B* 08« vir rwgn vri o-D-rAechr ®o6» w 0 NaohrNir-Fitedbrrg auogasch^tzen 1213 W 12® W 228 530 W7« 881? 8» DlOge Var«. Cobleuz »»ch«. 543 624 Dgl* Wm 6^l»Wra, ab «rtzlar V b Irl« W 1232 121 331 606 9^ Hi Dri'Uln-a, ab Vrtz. bi» pe-'-nra ad fßcfcuu W Uu w Vfrxm Cöln Nachm. 5» 624 D1006 M» ®\^bor| dir DlRen dar-, ab N-tzla? W W1240 224 331 631 b.Dtlleuburg.ab wetzlarV ab Betzdorf V W757 W 1048 bis T>'.firnbarg bi» Halger Doria. Falda ^ W 3^ M»*0»t«» 806 W 1232 W 223 700 WIOOO bU Lauterbach bt» tSrünberg (H.) «fl«. *""■ hillsen „ a< ^ W5i0 830 ab NWb« »ur V 118 Ttf 015 65? 8V Ms tzungen bis NU»da Londors Uebersichl de, §chr «.™. W5« S52Z Nx»«. W 250 6« bt» Lollar und Erfinder g >Hesie») Anlunstzzsiten der Personen- und lellzüge auf vahnhof Kietzen. Richtung von Ankunft Dorm. C-ssel Nachm D557 634 W 731 1)753 O803 W944 von von Marburg Marburg 1207 W218 5W 652 81» O9Z von Marburg Vor« Franksutt a. SR. Nachm. Dl 05 147 530 Wtt» 800 D 1000 v Sudbach v. Frlebbeeg (H.) W 1227 200 312 536 6L W8» 0 . gfrltbbrrg (H.) 9M D 1036 D1118 vor«. Coblery Nachm. 617 800 952 WH» *** von L«b»r, ( 4SS W 051 8Z SIS V11A von Limburg vor«. Cöln Nach« 5W 720 80Ü W 933 v Villenburg v. Wetzlar v. Bechdorf v. Dlllenbvr, 1207 W 211 W523 64« 8» D9» v. ^rrbem v. Weyiar vor« Fulda Nachm. 6 09 W7» 115Ü v. Erünberg 748 Ke!»- 616 w 740 948 ». cheonpm 311 w 7® vorm. L-nd°rf 5» W 731 W 237 017 v.»rfinberg(tz.1 v.Grfinberg(tz) Die Zeilen von 6« Uhr abends buS 5V Uhr morgens sind in den Niintttenziffern miterstrichen. — W bedeutet Werktags. S bedeutet Sonntags — ^ 6*beuUt Schnellzüge. MFXITA F» Till LEO PEIKERT JPKRBERlS AtLHÜLMSB Das Geheimnis der Familie Torelli“ Schauspiel in 2 Akten. *Z£ÜtS2l Sonntag den 2t. ö. Iß. finden in dem (Batten des Bastwirts Ziegler zn wiefeck („Jum Kühlen Grund") statt. Ausgeführt von Mitgliedern der Garnisonkapelle Gießen Nachmittags von 4-6'/, und abends von 7V a -10 Uhr 5879 {Mein Elektro-Karussel I ist jeden Sonntag auf meinem iPlat^e: Rodheimer Straße 32 Cgegenüßev dem Scßlacßtßans) 3uv gefälligen fßenutzung geöffnet fr. EDMUND HOLLAND «5Yo#. £%u$ga6e von ^ut^enddarten Statt Karlen! Marie Köhler Friedrich Bellof Verlobte. Gießen, den 21. Juli 1918. 08663 Statt harten. Hermann Noll Marie Noll geh. Fuhr kriegsgetraut Eichen, Bahnhofstr. 51 Babenhausen (Hessen) ] Sonntag, 21. Juli 1918. . 03558 } Cafe Ernst Ludwig Inhaber: Aug. Rath Samstag und Sonntag; KONZERT Eigene Konditorei. ILsiolitspielliaiis, H&tmhoistr. 34 Erstklassig© Küftstlerkonzerte. ¥on Samstag bis inkE. klontag die gewaltige AttrakiBon , ilodfeind Der gewaltigste Detektiv- und Sensations-Roman in 5 spannenden Akten. In der Hauptrolle der verwegenste Zirkus-Artist Oskar Felix als Detektiv Kelly. Ausserdem Melitta Petri, Herbert Paulmuller, Leo Peukert, das urkomische Künstlertrio, in ihrem feinpikanten Lustspiel in 3 Akten: Eia kalte® Rbenteuer. Aofltimflf 175000 Menschen bewunderten " ivüliyilL|« in denU-T-Lichtspielen in Berlin ^ Das Himmelsschiff“ Auch uns ist es gelungen, dieses gigantische Filmwerk unter kolossalem Kostenaufwand zu erwerben. Die Uraufführung wird demnächst bekanntgegeben. 8838 Cafe Astoria Jeden Sonntag Künstler-Konzert Empfehle vorzügliche Getränke, Torten und Eis. morxxxrr.-xn> .-rv ■ r xxx7rrTX£xxxr^cc!X.-rcf?rrfn l ’ i*2X2? t SSP'S2r$& .. Körperpflege Kopf» und Haarwässer, Bo^ mnden, Haaröl, Haarfarbe, ?,ix. Vaufoimb, Lockenwasserr O e s Ic h t-£au t cre me, S d? ön» tellsouder,Lchmtnke.Lioven» pomade, Waschpulver.Wafch» creme, Blütendäne. Rasier» creme, Schnupiencreme, Kölniscbwasser. Schnacen» creme; Unncl-Wasser, Babn-- vulver. ?,adncreme. Zahn» bürsten. IIündScreme,ichrcnnadclbäder. 5388 Med. Adler-Dreß. Soittnv. 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Bücher-Rückgabe» Sämtliche vor dem 15. Juli entliehenen Bücher bitte i*2>üteB£ci3a bis zum 27. Jnli 1918 zurück- zügeben. Vom 1. Aueust bis 1. September bleibt die Bibliothek geschlossen. ©1© JBlblloth.-V crvr.d.GeselUchartsverelns August Frees. M , 3 D öctrcillemähcr, ömsmäijer, vorclc» wagen, vächscfrrägcr, ?fcrrlcrcHcn. SsckschewenSeyllükre Un.ücrfalyitüge, Iwcischärpstuge, eggen. SacMcfte Sämaschinen mit neuester Entleerung. Ksrtofelerntemaföjmen, fuiterlVJjneitlraafdjinen, sowie alle anderen öeräte für die Landwirtschaft vorrätig und sofort lieferbar. 5435c Ucbifjftraße 13. fcrnfprcc&er 77. leparalur-werkslätte. sa Zentral- Heizungen. Jährl. Friedensumsatz: Mark 26000000. Gebr. Körting A.G., Frankfurt a. fö. 4153D WeiSIransastraßö 12. Reic hsware DerverehrtenKundschaftzurgefl. Kenntnisnahme, dass mir von der Reichs-Bekleidungssteile in Berlin ein Teil reinwollener Damen-Mäntel, Kostüme Röcke und Blusen ; zum Verkauf zugeteilt worden ist l Marktplatz 6. j . 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Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten was man hat, muß scheiden. Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz, daß mich kein Fall stürzen wird, wie groß er ist Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, daß unser einziger, hoffnungsvoller, guter und braver Sohn, Pate und Onkel Otto Heß Fahrer im aktiven Fuß-Artillerie-Regiment Nr. 3 (Brandenburgisches) Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse nach 19monatiger, treuer Pflichterfüllung bei den schweren Kämpfen am 29. Juni, nachts I Uhr, sein junges, blühendes Leben infolge eines Volltreffers im noch nicht vollendeten 20. Lebensjahr lassen mußte. In tiefer Trauer: Watzenborn-Steinberg, Albach, Georg Heß II. und Frau Anna geb. Hirz den 20. Juli 1918. Lehrer Heilmann i. P. und Frau Familie Bender Familie Heinrich Schäfer VI. Die Ueberführung in die Heimat erfolgt voraussichtlich. Ich bleib bei dir! Du lohnst mit ew’gem Leben, Mit ew’gem Sieg nach dieses Lebens Streit! Was kann die Welt deinem armen Herzen geben, Als kurze Freud* und ew’ges Herzeleid? Für kurze Freuden tausch’ ich ew*ge ein, Drum will ich nur bei dir, mein Heiland, sein. ft# vPt mm Am 18. Juli starb nach einem arbeitsreichen Leben mein lieber Mann, unser guter Vater, Grossvater und Schwiegervater, der Fabrikbesitzer Valentin Fiesser im 72. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Charlotte Fiesser geb. Jett. Gießen, den 19. Juli 1918. Die Beisetzung findet Sonntag den 21. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. Nachruf. Am 18. Juli verschied nach kurzem Krankenlager unser hochverehrter Seniorchef Herr Valentin Fiesser. Wir betrauern in dem Dahingeschiedenen einen Mann von unermüdlicher Arbeitskraft, der uns stets ein Vorbild treuester Pflichterfüllung, sowie ein wohlwollender und gerechter Chef und väterlicher Berater gewesen ist. Ein dauerndes, ehrendes Andenken ist ihm in unser aller Herzen gesichert. Gießen, den 19. Juli 1918. Die Angestellten und Arbeiter der Firma V. Fiesser. ‘v:: v • . ' • i :* .RS : ■ KW 4 Emä W41TD Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Verwandten, Freunden und Bekannten die tieftrauriga Mitteilung, dae« meine liebe, einzige Tochter, unsere liebe, einzige Sohwester, unsere herzensgute Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Carl Becker W-fcA Frau Christine Staufenberg geb. Harnisch am 18. Juli um 7 Uhr abends im Alter von 23 Jahren in der Frauenklinik zu Giessen verstorben ist. gestern abend 10% Uhr im 45. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist Sie folgte ihrem am 1. April 1918 an den Folgen schwerer Verwundung verstorbenen Mann in den Tod. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Carl Becker II. Ww. Gießen (Bahnhofstraße 24), den 19. Juli 1918. Die Beerdigung findet in aller Stille statt In tiefem Böhmens: Wühelmfue Harnisch Ww. fleh. Hofmann Otto Harnisch, Gefreit., z.Z. auf Urlaub Johannes Harnisch IX. Georg Harnisch V1U. Emst Harnisc Ludwig Harnisch, 0ffia.-Stellvertreter, Robert Harnisch e. Z. im Lazarett Familie Heinrich Karl Harnisch, z. Z. im Frs.-Bataillon ch H Heinrich Staufenberg Ww. Watzenborn, Wasenberg, den 19. Juli 1918. m Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 21. Juli, um 4 Uhr nachmittars in Watzenborn statt. ... --pW,