Nr. X 6 T erscheint täglich, ander Sonntags - Beilagen: OletzenerZamiUendlaNeri Ureirblott ftr den Kreis Sietzen. vezugrpreir: twonatl. i)if. 1.20, viertel- fäijrtui) M. 3 60. durch Abhole- u. Zweigstellen monall. Mk. I.LO: durch die Post Mt. 3.60 viertel» jährl. ausschl. Beirellq. Fernsprech - Anschlüsse: sür dleSchristleituilgNZ Berlag.VeschäNsstelleül Anschrstl für Drahlnach- richten: Anzeiger Giehen. Erstes Blatt M. Jahrgang Postscheckkonto: Zranlfurt a.M. U68b emrm-MMger sM Gderheffen 3wi»i!,grn>n!>dnlck u. Verlag: vrühl'sche Unlo.-Vuch- u. Stctnörudcref R. Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 1 . 5 reitag, \<) )u!i M 8 rinuahme von Snzei-e» *. die ia^wmimm« di< ;uin Nachmittag vorher oyne jedeVerbmdlichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeiarn ^5 Ul, sür auswärtige 30 Är Reklamen 9Jlf. 1.—; t>ct Plahvor- schrist 20 •/# Ausschlag. Haupljchriitleiter: Auy. Goey. Verantwortlich sür Politik u.Feuiliewn: Aug. (Äoey; Stadt und Land, Vermischtes u.Äe- richtsjaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. vanlvettehr: Gewerbedank Gießen sDTD.) Große- Hauptquartier, 18. Juli. (Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nördlich von Leus und östlich von VillerS Bretonncux wurden örtliche Angriffe deS Feindcs abgewiesen. Die tagsüber mäßige GesechtStiitigkcit lebte am Abend auf und nahm während der Nacht zeitweilig südwestlich von Bpern und bei Wiederholung der feindlichen Angriffe östlich von VillerS Bretouneux große Stärke an. Bei reger Erkundungstätigkeit machten wirmebrsachGesangene. H tv* dari Heeres/rericfir wn 71 7 ig] ^3. fest " ftfdftaiHidiJ Skizze zum neuen. Angriff beiderseits Reims Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Die Armee des Generalobersten von Böhn stand gestern tagsüber in schwerem Kämpft. Durch neu herangeführte Divisionen verstärkt, setzte der Feind von neuem nach mehrstündiger Artillerievorbereitung zu großen einheitlichen Gegenangriffen gegen unsere ganze Front südlich der Marne an. Am Abend war die Schlacht zu unseren Gunsten entschieden. Unter schwersten Verlusten brachen die Angriffe des £ ndes zusammen. Aus kleinen Ortschaften südöstlich von rmiil, in die der Feind vorübergehend eindrang, warf ihn unftr Gegenstoß wieder heraus. Auch auf dem Nord- uftr des Flusses versuchte der Feind vergeblich uns unsere Erfolge streitig zu machen. Bei Erstürmung eines Bergrückens südlich von Pourcy nahmen wir seine Vesatzungt mit ihrem Regiments-Kommandeur und mehreren Ge- jchützrn. gefangen. Oestlich von Reims ist die Lage unverändert. Artillerie- ftuer wechselnder Stärke. Nordwestlich! von Massiges führte der Feind kleinere Angriffe, die in unserem Gegenstoß zu- sammenbrachen. Gestern wurden 23 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Leutnant Faürb errang seinen 23. Lustsieg. Der Erste Generalauartieru^ifter Lud endo rsf. zwecklos Mutlosigkeit und Unzufriedenheit erweckt haben, heimzahlen, und man soll sie nicht billigen Kaufts davonkommen lassen! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 18. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: In Italien kerne besonderen Ereignisse. In Alba n i e n l-at der Gegner Fühlung mit unseren Sicherungstruppen genommen. Der Chef des Generalstabes. Ereignisse zur See. Am 17. Juli in den Morgensturiden wurde Pola von mehreren Geschwadern feindlicher Land- und Seeflugzeuge mit ungefähr200Bomben belegt. Sln Opfern sind zwei Tote (Zivilarbeiter) und mehrere Verletzte zu beklagen. Der angerichtete Schaden ist unbedeutend. Flottenkommando. I Der Abendbericht. Berlin, 18. Juli, abends. (WTB. Amtlich.)V Zwischen Aisneund Marne hat der Franzoft mit starken Kräften und Panzerwagen angegriffen und etwas Gelände gewonnen. Unsere bereitstchenden Reserven haben in den Kampf eingegriffen. Unsere Heere haben gegenwärtig die südlich: und nördlich der Marne und beiderseits von Reims gewonnenen Geländestriche gegen hartnäckige Gegenangriffe der Franzosen zu vereidigen. Also würde es diesmal kein wock>enlanges Vordringen unserer Truppen hinter einem geschlagenen Feirrde geben? Wenn man diese Frage bejaht, darf pran doch nicht etwa gedankenlos von einem Fehlschlag reden, solange man in Verlegenheit wäre, zu sagen, was denn fehlgeschlagen fti. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die auf dem Grunde des in den letzten Tagen Erreichten sich zu gnoßen. für uns siegreicher: Fortschritten aufbauen könnten. Wer sagt uns, ob die bisherigen Katnpftrgebnisse nicht völlig befwdigend dem entsprechen, was Hindenburg und Ludendorff beiderseits von Reims hatten einsetzen wollen? Wer ist^ Ech nur annähernd in der Lage, zu beurteilen, wie sich die m der -.Atempause" vorangegangenen Vorbereitungen zr den neuen Vorstößen verhalten, ob diese die e i n z i g e Fruckt orlden oder ob nicht noch etwas anderes wie ein befreiend-s Gewitter m der Luft hängt? Abwarten — heißt die Parrle ^ser Tage. Sie wird auf den ersten Blick nicht so beli-bt Methode des kurz entschlossenen Schwätzers, -wer wir leben ia Nicht nn Rausch sich schnell verflüchticen- ^ Tage. ^o ein Redseliger,, der augenblicklich ein gewisses ' u £5 c ^cm ’^?% ,eT9er hat, ist doch leicht aus dem w M^st hat er während der vierjährigen au ty ( schon seine MilitLrkritil verzapft und tcchftr drauflos geurteilt - man frage ihn ckber nur dazu, ob seine Prophezeiungen denn auch eingetroffen seren, ob er immer recht behalten habe. Da wird er sich mit abwischen. Und wenn wir L -i»oa>eu weiter sind? Wir wollen uns nicht vermessen Siece ^übermäßige Hoffnungen 7u nähren. K meim das alte Vertrauen in unsere Heere und in ihre Fih- n i ü ^Ewährt haben wird, dann soll mal's heB im&efioTmiert broufbg schwatzende MhiSiI Me £4 Der Kampf im Westen. Berlin, 18. Juli. (WTB.) Me Gefa.ngenenaus-' sagen gehen dahin, daß der deutsche Angriff f » y m I / • vv ” v w4 vjv {JV-H v UV v 14 V- v V l vl f l | vif y V i ^ Tti) d) e Lotung die allergrößten Bedenken. Er begrüßte die ent- M^^benc Halllmg der Deutschen und erklärte, eine Besserung dey Verhältnisse in Oesterreich werde nur burrf) ein entschlossenes Zusammenwirken aller Völker in treuem Anschluß an das verbündete Deutsche Reich erzielt werden können. Polenklubs Tertil führte aus, die gestrige ptede des Minffterpräsidenten v. Sei dl er s?i vom Standpunkt Aller Parteien aus zu bedauern. Ebensowenig wie gegen die Deutschen laffe sich auch gegen die ^Lolen und die anderen Völker re- greren. In Besprechung der österreichisch-polnischen Loftmg sagte der Redner: Tic Worte des Ministers hes Aeu^rn erledigen zwar unsere Sache nicht aber sie berühren ffie sehr behutsam/ sie ftnh doch als erster Anfang nach dem, was unter dem Grafen Czerniü geschehen ist, geeignet^ die Hoffnung zu begründen, ein Vertraue^ anzubahnen. Der Redner begrüßte das Verständnis, mit dem die polnische Frage in Ungarn bchandell werde, und entbot den Angeklagten im Prozeß von Marmaros-Sziget den Gruß des Pvlen- klubs. ^re geplante Zweiteilung Galiziens nvrde nie zu- standekommen. Tre Polen seien bereit, mit den Ukrainern von Voll ö'U verhandeln, aber mir auf Grund der Einheit des Lan- des. Ter Redner erllärte schließlich im Namen des Polenklubs, daß er seine Abstimmung über das Budgetprovisorium von dem Vertrauen ^zu jener Regierimg abhängig mackien werde, die zur Zeit der Abstimmung bestehe. (Bcisgll bei den Polen.) Abg. Ofner erllärte. die Wiener ftellieitlichen Abgeottmeten wurden, ohne dem Viinisterpräftdenten Vertrauen zu gewähren, im Interesse des Staates das Budgetprovisorium bewilligen, jedoch nur für vier Monate. Abg Srib erny (Tscheche) Nagte über die Verfolgung der nichtdeutschen und nichtungarischen Nationen. Er bewirte, für den tschechisch-slowakischen Gedanken ttete l-eute das ganze Voll ein. Er kritisierte den Vertrag von Brest-Liwivsk, durch den der Krieg nur verlängert werde. Wien, 18 .Juli. (WTB. Nichtamllich.) Wiener Korr.-Bur Nach einer von der heutigen Obmännerkonferenz der Abgeordneten getroffenen Vereinbarung soll der tschechische Antrag auf Erhebung der Anklage gegen die Minister am Montag zur Verhandlung gelangen, worauf am Dienstag die Verhandlung über die drinalichen Anfragen betrefftnd die militärischen Ereignisse folgen sott. Der Mimsterpräsr- dent erllatte, daß die Regierung der Erörterung der militärischer Angelegenheiten nur zustimmen könne, wenn dies in einer Geheim- fttzung gesck-ehe. Es wurde weiter vereinbatt, sämtliche dringlichen Anftagen milftärisck-er Natur in einen von allen Parteien einge. brachten Anttag umzuwandeln. In der Debatte hierüber sollen alle Parteien zu Wotte gelangen. Am 26. Juli soll die zweite Lesung des Budgetprovisoriums beginnen. Die achte österreichische Kriegsanleihe. n „ Wien, 17. Juli. (WTB.) Nach den vorläufigen Fest, stellungen haben die bisher eingelauftnen Zeichnungen auf die achte Kriegsanleihe den Betrag von 5763 Mib- lwnen Kronen erreicht. Die endgültigen Ziffern können er« zu einem späteren Zeitpunkte ermittelt werden. DaS Frauenstimmrecht in Ungarn. (WTB.) Der Negierungsantrag betrefftnd Einführung des Stimmrechts für Frauen welche eine höhere Schulbildung genossen oder auf Grund eines selbständigen Erwerbs 100 Kwnen Steuer zahlen, ist a b g e l e h n t worden. Amerika «nd Japan. (WTB.) Agence Havas. Die Blätter rnelden, daß rn der zwischen Washington und Tokio erngeleiteten >Bcspr«ck>ung über die $Tt und Weise des j a - in Sibirien eine günstige Entscheidung demnächst erwartet wird. hl* y}Q 3Wl „Times" erfahren ans Tokio vom diplomatische Beirat sollte heute zusammentreten. Um dre Entscheidungn «6er Regierung, die sich auf die ameri- r« n i, ch e rr -vor ichsäge einer gemeinsamenjapanisch- a m er i taiit| che n Intervention beziehen, zu billigen, aber er r^rtagte iuh infolge der Opposition von zwei Mitgliedern, die die ^age m Sibirien nicht für kritisch genug hielten, um ein japa Nische» Vorgehen nötig erscheinen zu lassen. - $je Cholera in Petersburg. Zetersburg. 15. Jrcki. (WTV.) (Verspätet eingetroffen.) y? ^^ersburg ist die Cholera ausgebrochen. Gestern wurden über 500 Fälle gemeldet. Kopenhagen, 18. Juli. (WTB.) Nach einer Blättermeldung aus Stockholm wurde infolge der in P e t e r s b u r g herrschenden Choleraepidemie der Dampferverkehr zwischen Stockholm und Petersburg wieder eingestellt. Die Anklage gegen das Kabinett Bratianu. » , Bukarest, 18. Juli. (WTB.) Tie rumänische Kam mcr IJöt dm Antrag aus Erhebung der Anklage gegen das Kabinett Bratianu mit 115 Stimmen bei 2Enthaltungen angenommen. Ein Lchrerinnen-Ausftand in England. Amsterdam, 18. Juli. Wie „Allg. Handelsbl." aus London erfährt, frag* ein Proteststreik der Lehrerinnen, weil der Gvafichan-srat sich geweigert hat, die Gehälter zu erhöhen. Ungefähr 12 000 Lehrerinnen sind an dieser Bewegung beteiligt und 1200 Schulen werden geschlossen werden müssm. . * . * Der Wirtschaftskrieg. 19. Juli. (Reuter.) Das Handelsamt hat die London, Achlung von Geldern für die Registrierung oder Erneuerurrg von !N und Handelsmarken, die feindlichen Län Paten WWMWWWWMWWWWU MM dern gesch-ckdet werden, verboten. Ebenso ist die Ändung Unser Gelder nach britischen Dominions von alliierten Ländern verboten vwrden, sobald diese Verwendung im Interesse der feindlichen, Länder geschie ht. London, 18. Jnli. (Reuter.) Times erfahren aus Bal- pararsv vom 10. Juli, daß die deutsche Firma Gilde- meister einen Prozeß gewonnen habe, der gegen die Firma Balfour, Wülliamson und Eo., Agenten der Internationalen Petroleum-Gesellschaft, wegen- der Lieferung pvn Brennöl entsprechend dem Vertrage angostveirgt worden war. Die Lieferung war verweigert worden, weil die amerikanische Regierung die Lieferung verboten fcttte. Infolgedessen hatten die deutschen Sal- peterwncke schließen müssen. Mördern die erwärmten "Böget m angemessener Zahl ^bzuschießen «oder durch ehre Jagdaufseher oder sonstige zuverlässige Personen (zu deren Bestellung Zustimmung der Bürgermeistereien einzuholen rsh abschießen zu lassen. Solltm die Jagdpächter hierzu nicht bereit fern oder das Abschüßen nicht in mtsprechendem Umfang vor- nehmen, \o haben die Bürgermeistereien die Forstwarte und Feld- rf« nötigen fchls besonders hierzu von dm Gemeindm anzu- stellende zuverlässige Männer mit dem Abschießen zu beauftragen Diese Personen erhaltm dann, statt eines Jagdwaffeiipasses, vom Kreivamt er mm Schleßerlaubnisschnn. Es wird noch darauf lnn- ^ ^ Abschießm der Krähen nicht so einfach ist, wie N ^vorsteUt. Die Krähe ist ein sehr schlauer, scheuer ??^el, ber mich mr den ersahrenm Jäger und guten Schützen nur schwer zu erlegen ist. ^^15 ^^'^^muisse des „Kaffee-Ersatzes" verrät erne Mitteilung ore der „Kriegsausschuß für Kaffee, Tee und deren Eriatzmtttel'' macht. Es heißt, darin: „Rach Versuchen die rm kaiserlichen Gesundheitsamt angestellt worden sind, eignen sich St-enimi tzab fälle, Hasel- und W alnußschalen, sowie Pslaumenkenie (Stein e) zur Herstellung von Kaffee-Ersatzstoffen auch dann nicht ivenn ne rn Mischmig mit anderm, hierfür brauchbaren Stoffen verwendet werden. Mandelsckxüen sind in ihrer chemischen Zu- sainmensetzinig den Pflaumenkernen und Nusüchalen sc ln- h? T i lTTt ? t ' c ^ 1 ? t9 ^en Pftaumenkcrnm und Nußschalen sehr iwhe- steheird, es kann daher angenommen werden, daß sich Mandelschalen Zur Herltellung von Kaffee-Ersatzstoffen ebensowenig eignen wie Icutz schalen und Pflaumenkerne. Ferner sind ungeeignet zur'Herstellung von Kaffee-Ersatzstoffen: Holzmehl, Dorf (.'), Treber und ttuvgelaugte Gerl^rlohe (!). Außerdem sind grundsätzlich alle solche.Pftali-mmittel bei der Bereitung von Kaffee-Ersatzmitteln' auszulchlreße'l, die stark wirkende oder giftige Stoffe enthalten wie nicht entbitterte Lupine, over die Samm der Kornrade, des Villenkvantes usw. Das gleiche gilt für die übrigen Steinschale v wie Kirschen-, Aprikosen-, PftrsiÄ-. Dattelkerne usw. Iw allge- stchsagen, daß solche Pflanzenstoffe zur Bereitung von Knftee-Ers atzstoswn geeignet sind, denen ein größerer Gehalt an «uefer oder Starke eigentümlich ist. Nach dieser amtlichen Mtt- teiluiig zu urtellen, scheint man auf gewerblicher Seite den Versuch gemacht zu haben, die unmöglichsten Dinge, wie Nußschale ^ ort, Holz-mehl usw., als Kaffee-Ersatz zu verwenden. Die Unterst chun gen des Kaiserlichen Gesundheitsamts haben dem erfreulicherweise ernm Riegel vvrgesckwben. ^ Starkenburg und Rheinhessen. , Darmstadt, 19. Juli. Unter dem Vorsitz des Staats- MiNist^ers Dr. von Ewald ckand am 5. d. M. die 1. diesjährige in deii ersten 60 Monateri erttrichcheten Beiträge. Sind mehr als 120 Beitragsnwnate vorhanden, so greift eine aridere Berechnung Platz. Männliche Angestellte haben frühestens nach Zurücklegsung von 120 Bettra gsmvraten Anspruch auf Ruhegehalt. Tie Ansprüche aus die Leistungen der Ängesrelltenversiche-- ' Vott'egnng der Beweisstticke beim Rentemrusschnß rung sind unter iii«nlLLiuuiv> 4 LM.g in Wilmersdorf, bei der R>'ichsoerll.l>ermtgsanstalt für Angestellte oder einer andcrenß in ländisch.m Behörde anzubringen. Die deutsch-holländischen Berhandluugen. Haag,. 18. Juki. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Kbrre- spondmzbureaus. Tie Unsicherheit in den inn e rp o l i t i< scheu Verhältnissen, die mit dem Rücktritt des Kabinetts im Zusammenhang steht, hat einen gewissen Rückschlag auf die bereits sehr toeit^ vorgeschrittenen wirtschaftlichen Berhcmdlunaen! zwffiüMi Deutschland und Holland gehabt. Es wird für wüiischens- wert gehalten,^daß die niederländischen Unterhändler, ehe sie sich lestlegm, sich über die Auffassung orientieren, die in dem neuert Kalnnett über die iwrtsclstlftlichen Verhältnisse herrscht. Infolge deffen ist eine Pause in den Verhmidlumren eingctreten. Tie deut schm Telegiertm sind inzwischen nach Berlin abgereist. Der Seekrieg. Neue U-Voot-Erfolge. Berlin, 18. Juli. (WTB. Amtlich.) Aus stark gesicherten Geleitzügen versenkten unsere Unterseeboote im Mitte l m e e r vier Dampfer von rrmd 16 000 Bruttoregister tv nnen. Ein Dampfer von mindestens 6000 Br^-Reg.-T. wurde durch Torpedoschuß schwer beschädigt, Lorrnte aber noch in den nahen Hafen einlaufen. Außerdem wurden vier kleine Segler versenkt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Aus dem Reiche. Die Arbeitszeit in den Bälfercien. . Berlin, 18. Juli. (WTB. Nichtanttlich.) In der hcitte unter bem Vorsitz des Ltallo^rtreters hes ReichAkanUms, Wirklickvnn C«hnmen Rat v. Paper, abgahaltenen Vollsitzung des Bun des rat s wurde per Euttourf eines Gesetzes über die Ar bei ts zert in den Bäckereien aiigenonrmen. ^ i n g e n, 18. Juli. (Priv.-Tel.) ^ RerchBtagsabge'.irdkieter scheide mann wllte hwte abend vor seinen Wählern in So- lmgeii spreche; die Versammlimg wurde jedoch^ von den Unabhängigen gesprengt. (Frckf. Ztg.) Ans SiaSt und Gießen, den 19. Juli 1918. ** Anm c l dun g von beschlagnahmten Einrich- [yj 1 egen ständen. Auf die Bekanntmachiing im Anzeigenteil wird ganz besonoars verwiesen. ** Sammlung getragener Männerober kl ei- dung. Im Anschluß an die Bekanntmachmrg vom 13. d. M. wird bekanntgeg"ben, daß die Zahlungsanweisungeii für die abgelieferten Kleider während der üblichen Geschäftssttmden im Zimmer Nr. 10 des Lebensmittelamtes ausgegeben werden. Näheres im Anzeigenteil. Ti eb stahl. Jri der Nacht zum 18. Juli wurde aus der hiesigen lllollli : ein ca 10 Mtr. langer u. 13 Ztm. breiter Treibriemen enttveudet. Als Dieb kommt ein Soldat in F-rage, der vorübergehend dorr beschäftigt war uiid seit dem Tage der Tat verschwunden ist. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. ** Die Weinpreise für 1918. Die Jagd nach der r-~ • ' S~, »4-»11 Kf. u. , U 1 ! U jL . U Ul/UTuC Liwiiig des Hessischen Lande aussch'lsses der Nattonalstiftung statt m £ er ^ r Lwter der Geschäftsstelle, Geheimrat Tr. Dictz, den! Eeschaftvbericht fux das ab gelaufene Jahr erstattete und einen Ueoerblick über die Einnahmen nnd Aiisgaben nach dem Stand vom 1. d. M. gab Hiernach belaufen sich die Spenden aus dem Großh-erzogmm Hessen ans insgesamt 1645130 Mark An Bei- hilwn wurden byher bewilligt 260 190 Mart) und zwar an rund -000 Faimlien. In manchen .Kreisen Uiid Städten ist bexnt j Tiicl>r als Vs der dort eingegangenen Spende u, in zwei ländlichen w logar ßrpn wehr als die ganze Spendeneirmahme für Beihst en verwendet ivorden. .Hieraus ergibt sich bei der stets wa.'c, ende i ^wanspruch,nähme der Mtiow l'chttmg die Notwendrq- icit, in cer sammeltatigkeft für die Nationalstiftnng nicht zu erlahmen lind ihr weitere s rum den zuz-iisühren. m X „7+ F 1 , ,a { ’J ch' 18 ‘ „ Bwfessvr M a h m n d Nadschi- P l attii e r, lellmder RelXrkteur oes , Osnvcmischen Llond" in LV^itmopel, i,t dort im Alter von 71 Jahren gestorben. Der verstorbene war em geborener Hesse uiid in Weisenau geboren. Er studierte ut Gießen, machte den Krieg 1870/71 mit und war lärme Jahre Hauslehrer wid schließlich Realschuldirektor in Lserlin. ^,>dann siedelte er nach Ä'anitan/inopel über, wo er zum .nvhanimedamsnius üb:rtrat -and 1908 Mitbegründer des deutschen Lokalblattes „Osmamscher Lloyd" wurde, dessen Schriftleitung'er bv> zu seinem setzt erfolgtlM Tode iwiehatte. Kreis Wetzlar. ch, 18. Juli. Dem Marine-AMstenzar-zl der Re'erve ^r. mcD. ri tz Koe ster von hier wurde das Oldenburgische Friedrnch-dlug ust-Kr ti i % 2 Klasse verliehen ^ . m - Hochelheim, Kreis Wetzlar), 18. Juli. Postageitt ^ u m wurde mit dein Verdienßckoeuz ausg-ezeichnet. Hessen-Nassau. ^ ^ E hD 1 u g s h a u s e n (Till), 18. Juli. Offizier-Stellver- oS S ürl ^.^ohnraiin, Inhaber des Eisernoii Kreuzes 1. und 2. Klaffe, erhielt t«s Mffitäraverd ien sckreuz. * - 7J Frankfurt a. M., 18 J-ffi. Die Staiatsanwaltschast 1 ^'.VU?ünahmte nni..Hause Hirschgraben 16 die Leiche eines 4/»sahrigen Knaben, dessen Körper schivere Verletzungen aufwies, die von Mitzhaudliingen hwrühren und den Tod verursacht haben sollen. Vater und Mutter des Kindes wurden verhasst. T ch st a. M 18. Juli. Ter seit einigen Tagen hier herrschende Wassermangel hat sich seit Mittwoch abend in eine Wasser- iwt nmgewandelt. Zwei Brunnen des städtisckien Wasserwerks sind verunreniigt, und die übrigen sinv vollständig versiegt. Die Bürgerschaft ist bei der Deckung ihres Wasserbedarfs auf die wenigen ^rmtnen rn den einzelsteii Höfen und eine Quelle ani Main angewiesen -Me ganze Nacht lnndurch vilgerten Männer und Frauen und Kinder mft allen möglichen Wasserbehältern nach dm wenigen ^uellen und schöpften hier das kostbare Naß, uiid un Miterb rochen wallt auch heute der Menschenstrom durch die Sttaßcu den wasser- Ipeiidenden Brunnen zu. Tie Feuerwehr nuifjte Mittwoch abend ftrvcken üben, in ^den ^Backereien stieß das Brvtbacken aus rcuust nno WNsenscliakt. — Eine Freiluft-Kunstausstellung in Kopenhagen. Wie aus Kopenhagen berichtet ivird, ist der Oeregaard- Park am Strandweg dieser Tage der Oeffentlickkeit übergeben worden, und zwar rn Form einer Freiluft-Kunstausstellung. Es versteht sich von selbst, daß die einzigen Kunstwerke, die im Freien ausgestellt iverdm können, ohne Schaden zu nehmen, Werke ber, Bildhauerkunst sind. Auf die Rasenflächen mrd zwischen die Baum- gruppen des Parkes sind denn auch nicht weniger als 70 marmorne Bildmcicke verteilt worden. Rach dem Urteil der Fachleute ist die Aufstellung fast überall sehr gcschictt durchgeführt. Unter den Kunst- merfen befindet sich eine Hamlet-Büste von Soius I. Nervil, die den Dänenpnnzen mit dem Totenschädel in der Hand barjfctln Unter düsteren Baum gruppen entfaltet sie eine besonders starke- Wirkung. Weiter sind, um wenigstens einige Namen zu nennen, Rudolph Tegner mit einer Reihc' von Porträtbüsten, Thomas Baerentzen, Thyra Boldsen, Elna Dorsch und Bonnesen vertreten. — Ausverkauf in den chinesischen Kaiserpa - l ästen. Tie gegenwärttge chinesische Regierung, deren stärffte: Seite die Geldwirtschast gewiß nicht ist, hat seit eimger Zeit einen' sehr erfolgreichen Weg beschritten, aus dem sie sich Geld verschafft:! Sie hat nämlich, so berichtet die „Times" nach einer Meldung aus Pettilg, nicht rrur die Einkünfte des Telegraphenwesens verpscmdet und ^abaksmonopole vergeben, sondern sie hat in den kaiserlichen Palasten „großen Ausverkauf veranstallet"; selbst die'Fische in den Teichen der großen Gartenanlagen sind verkauft worden, die Ural teil Bäume in den prachtvollen Gärten bei den K'aisergräbevn. sind niederhauen und veriäust worden, ja der berühmte „Himmeks- tempel ,oll auch verkauft worden sein, und der Käufer, ein Mine-- ralwasserhersteller, kann ihn also als Fabrikgebäude benutzen, wenn« es ihm paßt. Wefteres Geld hat sich ine Regierung angeblich durch mn Qpinmmonopvl verschafft; eine Gesellschaft soll dieses Monopol rn der Hoffnung übernommen haben, den Opiumhandel im ganzen T^ande wieder ausrichten zu können, obwohl nach einer Ueberein- kunft mit England der Opiumhandel nicht mehr zulässig ist. Gntbetfuttg mittelalterlicher Wandmalerei e n. i n B o r n e. In der protestaittischen Kirche zu Borne in der niederlündifchen Landschaft Twenthe 'Provinz Oberyssel) sind unlängst mittelalterliche Wandmalereien bloßgelegt lovrden. Beü näheren Untersuchung stellte sich nach einer Mitteilung des» bei Klinkhardt 3- Biermann in Leipzig erscheinenden „Cicerone" Herans, daß ern großer Teil des Kircheniünern unter der Tüiiche mit Malerei bedeckt ist. Im Ehor fand man eine Reihe von Apofteln sonne einen Ehristophvrus -mit dem Christkinde; neben der Kanzel wurden Bruchstt'icke freigelegt. Sie wahrscheinlich zn einer Wiedergabe des Stammes Jesse gehören; besonders aber eine Darstellung von Ri aria mit dem Kinde, Elisabeth und dem lleinen vwpannes soll von mehr als nur kunstgeschichtlicher Bedeutungj sein imd hohen Kunsttoert besitzen. Als Entstehungszerr der Malereien nehmen Fachleute nach Deiner vorläufigen Schätzung den/ Zeitraum etwa zwischen 1480 und 1520 an. AirchUche ,^.?^?"sche Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Sud-Anlage). Samstag 20. Juli. Borabd.: 8.30: morg - 8 30- -abo».: 9.40 u. 10.20 — Israelitische Lellgionsgesellschaft. Sabbat- ^ern: ani AI.^ulr. Freitag abd.; 8.15; Samstag vorm.: 8 30: 4^30; Sabbatausg.: 10.20. Wochengottesd.: morg. 7.00, aods. o.Ov. Die spanische Kmukheit in der Schweiz. .. . * Bern^, 18. Juli Nach Mitllftlnngen von amtlicher Stelle ftnd rn der Schweizer Armee bisher 6800 Srfrantun- gen an der spainsckfen Grippe mit über 100 Todesfällen vorge- rommen, was viel:ach auf die mangelliasteii famtären Einrichttmqen l n den Gvenzorten, besonders im Jura, zurückzuiühren ist. Re- krutenschulen, Jsistrnkttonskurse und Unteroisizierschulen wurden si- sftert, Urlaube vorllnigert. Tie Bevölkerung ist über die t^sähr- lia>rett der Mankbeit sehr besorgt. Die Zeitungen sprechen von einem wahren Landesunglück. Der Bimdesrat hat heute einen Befall uß gesafft, durch den die Kantoilsregün;mg-eu bzw. ebemeinden ennachtigt werden, mit Rücksicht auf die Epidemie R(assenansamm- hmö ? 1 ™ 1 Kin-os, ^bei Festlichkeiten usw. zu verbieten cwx - 7. ' - Z T .v:' Vl , i]iv. zu uctolcirR. M i tt enWalde, 18. Juli. Aus einer Gralwanderung im 1 del geh ir ge stürzte der hier ansässige Dr. Frhr. r~ , ■ . v .,— ' , v4 ‘ r^T. vu» -utuiuuueu aur Schnnerigkeiten, weil das Wa„er fehlte. Im Schfaäfthos und zahl- reick>en Gewerbebttiaeben hrpert's im Betriebe. Tie Biehlxilter stehen einer bedrohlichen Lage gegenüber. Das Sofsenheimer Gruppenlvafserwerk ist zwar bemüht, der Wassernot zu steuern in- nfMTT Kern . ..C." i. i ■ 1- , > V 1 ' r ’ “ r“ r ' * v vim uHiumyr Art. tyror. W o cf e b einer ber bekanntesten politischen Schriftsteller Teutsch- lands, tödlich ab. P a r i s, 17. Juli. (WTB.) Bei V ie rp a in ist ein ^ l r Jo° n c ]t 5 u 9 c n t g I c i ft 18 Fahrgäste wurden getötet und 53 verwundet, 20 darunter schwer. . • " . .. A’" v 3U ILCUCUI, 10- dem es..dem hiengen Leitungsnetz Wasser zusschren läßt, doch ist dieses langst nicht genügend. Ter im Bau begrissene neue Tiefbrunnen soll in etroa 10 Tagen betriebsserttg sein. Ob seine Wassermenge dmm für Hoch,st aus reichen wird, muß abgewartet werden üuu; um!, ytiuigrn: urrcxi uuoert iaßr. HN v sngeU)etnt meten Vernnttb r und Lluskänfer Kreits Preise, die die bisherigen, auch lene von 1017, in den Seh-rtten zu stellen Srohen. Ohne Unterschied der Weiubergslage wollen die Händler für jedes im Herbst zn erntende Pfund Weißtrauben 3,50 M k. bezahlen, ein Preis, der einem Mostyreise von 10500 Mk. für das Stück £1200 Liter! entsprechen loürde. Was dann ein Liter dieses 1918er Mannes kosten ivird, dürfte über alle Begriffe gehen. Der W^in ist pann mir iwch für Millionäre vorhanden. — Der steigende Wenipreis hat aus den rhenlhessischen Dörfern einen erheblichen Rückgang des WnnVerbrauchs im (befolge, da die Landberoohner sich für . 1 l ) ‘ >ci. ' ftatt 30 Ps. ehedem!) keinen halben Schoppen mehr len, n tonnen. Tie Folge dieses „Boykotts" ist die zuneh- mside Schlieifung der Torfwirtshäuser, so daß es bereits viele Dörfer gibt, die llüue Gasthäuser mehr besitzen. ** Krähen p l a g e. Ter Bekämpfung schädlicher Vögel, iiis- besondere auch der Kräl)en, über die in letzter Zeit viel geklagt tvird, wird settenä^der Behörden volle Ausmerlsamkeit zugewendet. Ganz Mckg ist die Auffassung, es werde mft Rücksicht au, die Jagdpächter ine Erteilung der Schießerlcrubnisschünc 'üc Krähen unterlasieii. Bereits im März ds. Js. ist das Schußgeld für die rabenartigen Vögel erhöht uwrdeu. Durch Ansschreioen vom 4. Juni sind alle Bürgermeffterein. nochmals aufgesordert uwrden, Maßnahmen gegen che Ueberhaiidnähme Labenartiger Vögel zu treffen. Es wurde dabei auf die beitehenden Vorschriften vinwiesen und in dieser Hin- N insbesondere bemerkt, daß nach der Bewrdnung durch die Bingermeifterejen zun rchst die Torstlvarte und Jagdpächter zum MschwßÄi n. crivähuterr Vogelarte,r zu veranlassen sind. Die Bürgermeistereien haben die Jagdpächter ihrer Gemarkungen auf-. ReMen an weibliche Amestel!te nach drm Angchelljeiiversicheliiitgsgesetz. '' Vvn Kvntrollinspektor Quatma nn, Oldenburg i. Gr.' Es ist in den in Betracht kommenden Kreisen wohl kaum genügend beachtet worden, daß mit Beginn des ^Jaches 1918 ene MM geringe Zahl weiblicher Angestellter die Wartezett für Las Ruhegehalt nach dem „Versicherungsgesetz für Angestellte" rr- ftillt hat und dan von Monat zu Monat diese Zahl größer wird ^as Gefetz am 1. Januar 1913 in Kraft getreten ist, können ftu-^weibliQ-e Angestellte mit Ent-e des Jahres 1917 die sü die Geltendmackfiung des Ruh.'gehaltsanspruchs erforderlichen 6 1 Beitragsmonate zurückgelegl sein. Weiblinche Angetzellte, die mindepeus 60 Monate versüchnungspflicht.ie^ tittig waren, lmben bei ewtretender Invalidität Anspruch auf das gese'lliche Ruhegeld. -Luw ferne 60 Beitragsnwnate mff Grund der Versicher-nngspslicht oodheiüM, so kmrnm die LeistWigen.erst nach Znrücklegung einer Wartezeit von M Beitragsinonateir beansprucht werden. Angesielltt haben nack;, Erfüllung der Wartezett und Erhaltuna der Awoarttchaft Anspnich auf .Ruhegehalt, wenn sie entweder das^ 65. Lebensjahr vollendet l>aben oder invalide find Letzteres i\i der, Fall, toenn sie durch körperliche Gebrechm oder LckAvache ihrer köiperlickfen oder geistigen .Kräfte zur Ausübung ihres Benifts dauernd unfähig sind. BerufSnnsahigtfft liegt vor, lvemi die Arbettssähigkeit auf weniger als die Hsikjflle -der> femgeii eines körperlich und geistig gesunden Versickerten von ähnlicher Ausbildung und gleickilwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten, herabgesunfim istz Ist die Berufsunfähigkett keine dauernde, so bestcht nach Ablauf von 26 Wock^i, vom Tage der Erckrankung an gerechnet, Anspruch auf das Mhegehalt für die weitere Daum oer Erkranklmg. Tie Anwartschaft geht verloren, wenn in den ersten 10 Zähren nach bem Eintritt der Bersicherungspflicht jähr- lch mch-t mindestens 8 und später jährlch nicht mri^eftens 4 Bei- tragsmonatc znrückgele-gt werden oder eine Anerkenmmgsgebühr ovn 3 Mark mr Jahre gezählt wird E Rchegetd der weiblichen Angestellten beträgt, sofern weni- ger als 120 BettragSmonate nachgewie^en sind, ein Viertel der , ^^^^^u^rüngszul.ag'e für Eisenbahner. Dreier Tage wurde rm Mrmsterrum der öifenttick-en Arbeiten in Berlin-erne fechskopsige Kommission des Mlgemeinen Eisenbahner- empfangen welche die Wünsche der nicht im 'fteamten- aVerliallNis stehenden Bediensteten?jim Vortrao brachte Es rmirde insbesondere in Anbetracht der großen dtvtlage der Eisenbahner ettu oaldige oikrchgrei'ende TeuerAngs'iilage aeso dert. Gleichartig wurden-auch die Fragen der Regelung der Arbettszeit sowie der Sonn- ^PSybert.einer eingehenden Aussprache unterzogen. Der Vertret« ^ Mrinsters, Mrulsterialdirektor Hofs, sagte eine Prüfung der Besckyv erden znvnd stellte dre Einberufung einer Fachkommission zur Regelung dieser Frage tt? Aussicht. Insbesondere wurde die Fordenlikg einer Teuerungszulage anerkannt und iouroe der .Kom- rii! 1 d>er i' dieselbe unverzüglich, sobald die zurzett irock) bestehenden Erhebungen abgeschlossen seien, zur Auszahlung gelangen werde. * V l Q 1 — CD 11 1*1 .V 3 I 5 I d L 1 s I S *>3 : S .5 «wd 1*3 \si-4 \ *4 i _ 25.6 12J 50 5 20,2 90 56 — 5 16,7 10,8 76 "" - 0 I '■Weller nachts wolkig, Regen Tau. f,%rLl'"" >natUX #m 17 ' “* I8 ‘ Juli 1918 =+ 20,0« C. 3,0 . m8= + 12,9-0. Brief ans dem Vongebiet. Der in unserer Nr. 165 genannte Bataillonsurzt schreibt in «nem wetteren Briest!: Vier Wochen JDicgeit mir im Tagarmvg am Äsowschen Meere rmd hatten den Küstieitschtgtz .gegen etwaige Angriffe der Bolsä^e- wisten von der See. Doch, jixir eine grösteve U.nternehm.nng fmim zu fürchten, da dus Dieer ueckft seicht ist; 2 md hauptsächlich aua Tsn- wasser besteht. Bei unserer ^tts'ck^n Familie liest es sich schvn «ushalten. Ämtfig lknwn Kdhmisten aus den deutschen Ansied-. Lungen, unL Axn rmserem .'yau^wirt landlnirtschaftliche Via sch inen und Ersrchteile zu Vaustn. Er hatte ans feinem; Lager m»ch nmnche schöne deutsche Maschine und gute BenznVdove. tteberall zeigte ich bei den Kolnniswn ach!: deutsches ElNpftnöen und Wesen. Unteres ander sprechen sie fast alle plattdeutsch. Tie ntetitoi werden M>hl veichsdeutsch werden und später nach dem Baltenlande ziehen, Vieh' wollen, zurück nach Deutsch>!aind. Sie denlkn sehr pessimistisch scher die Zeit nach imserem Abzüge hier, fürchten die Rache der Russe;:, und Möchten sich um so eirger ans deutsche Vaterland anschliesten. Bon Taganrvg rvuvden wir mit der Bahn naä)j Betts isk gebracht. Betsisk, ein Dorf pon 14 000 Eenwohnern gegenüber von der Koscheicha uchtstadt Rostow am Don, war ein Hauptstüpplmkt der Bolschewiki. Vor allen Dingen loarerr sie hier sehr sÄMr zu fassen, da der Don hier ein Delta Von 6 Kilometer Breche, biLet, sehr starke snnrpsige Flächten bespickt und nur von einem TvmM übenpkert wird Noch vertzältniSnrätzig heftigen Kämpstn gelang es durch Umgeherng. die BolschLvif^zu verkeilen. Unsere ArtiNerie mutzte feste eingreistn, zumal die Dolschewiki ihre c Kraft auf die Artillerie legen, die ganz nwdern ist. Bor a ganze W W m W ■ benutzen Zie gerne Panzerzüge, mit denen sie hin- und herftrhrvn., dtnn liegt unsere Front 4 Kilometer von hier erttstrnt. Es ist wohl der äntzerste Punkt, den wir besetzt halten. Tic Bolschewik schießen ivock> stste mit .Arttilleriie, richten aber nicht mehr viel ans. Mit uns zusammen, gejhni Teile der >Donkosaken., die auch hier im Orte liegen. Es sind kräftige Kierle mit chven roten Streifen an den Dosen und sehen gut aus, aber die ^Hauptarbeit überlassen sie doch lieber den Deutschem Allmählich wird mm auch etwas Ordnung hereinkommen. Tie Eisenbapw-n werden vor aller: Dingen wieder ^hcrgeslellt und begmiren nun schon etwas regelmäßig zu gehen. Die Ltimmnngl der Bevölkerung gegen uns ist verschieden. Tie Intelligenz fühlt sich durch ims beschicht und ist einstweilen noch dankbar, das Proletariat und der kleine Baner hält uns für überflüssig hier. Bedauerliche Uebersälle aus einzelne Militärpersonen zählen nicht zu den Seltenheiten. Ganz geivaltig sind die Preise. Hier in diesem großen Dorst kostet 1 Pstmd Butter 8 Väark, 1 Ei 40 Pseimig. Dabei kostet es Mühe, die Sachen zu erhalten. Ter Bauer hat ffv viel Geld, daß er gar nicht weist, wie er cs anwenden soll. Er .legt gar keinen Wert ans den Verkauf seiner Waren. Daher ist es auch so schwer, die an einzelnen Stellen sicher riach zahlreich vorchaxbewen LL5o-r> rate zu erfassen. Andererseits liefje sich durch Einfichr von allerlei Bedarfsartikeln hrustrvvuse Geld verdienen. Für Viesser, Uhren, Brieftaschen, Leder werden iabell>a^e Preise bezahlt. Diele ge- schäftsgewandte Soldaten haben sich manches verdient. Es ist keine Frage, daß Rußland in wirtschaftlicher Be^chnng eine Goldgrube für uns werden kann, vor gllem ein Niesemncrrkt süc unsere Industrie. Das Klima hier entspricht im allgemeinen dem von TeupckZl«nd Es ist bisher noch kühl und regnerisch. Die Natur ist gegenüber der Frankftirter und Fveib-urger Gegend sehr zurück e Groß' Rostow selbst ist eine ganz moderne Großstadt, ohne allen romantischen .\xmcf-,, wie man ihn bei dein MrttelpuE der Donkosaken zu finden glaubt. Nur phantastische Tftl/?rkessen und vielt Armenier deuten auf die Eintrittspstrte des ^baukasus hin. Im übrigen ist das Strastenleben mit den modernen Mädchen und )as Bild einer westeuropäischen Gwststadt. Der Damengestalten das . Veikchr abends von 8 — 12 Uhr ist fast stärker als svie auf der Friedrichstraste. Für 50 .Rubel kam: man auch in den ßemsteu Rulssiimen. Hotels zu Abeud speisen mit den säMsten und frischsten Auf der einen. Seite rnodernes Grotzsladtleben, auf der anderen Seite Kanoneirdomver. Echt Rntzlano! Men Verwandten sende kty pom Ton aus die herzlichste'' Grüße. ANNA OTT HEINRICH RASSNER, Vizewachtmeister VERLOBTE Gießen Juli 1918 z. Z. auf Urlaub. 03561 Bekanntmachung Es wird bicrdnrch bekannt gegeben, daß die Haltestelle Marburger Straße bei Hausnummer 25 und die Haltestelle Kleines Tor an der neuen Kaserne vorübergehend aufgehoben sind. Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen Stolle. 5405 Betr: Anmelduua von beschlagnahmten Einrichtungs- gegenstäaden. Bekanntmachung. Die Frist für Anmeldung von beschlagnahmten Em- clchtungSgegenständen ist am 15. Juli abgelauten. Die- ienigcn Hausbesitzer. welche die Meldung bisher nickt ab- aegeben haben, können dies noch bis spätestens 25. d. M. nackholen, da dann die Ucberweisnng deS Pttldeergeb- nrfles nach Berlin und die Beuellung der Ersatzstücke für Türklinken und Fenstergriffe zu erfolgen har. DreMelde- vstichtigen sind gehalten, die nötigen Formulare zur Anmeldung bei der Metallsammelstelle: Slädt. Elektrizitäts- werke, Labnstraße 28, abzuholen oder abholen zu lassen. Den Besitzern von Laden usw. werden nachfolgende Zugeständnisse gemacht: a) Bis zum 31. August wird der Endtermin der Ablieferung für die erste Halire aller einfachen und abnehmbaren Gegenstände oder Teile derselben hinansgeschvben, für die eine Ersatzbeschaffung nicht in Frage kommt. d) Bis zum 13. November 1918 wird der Endtermin der Ablieferung für die zweite Hälfte dieser Gegenstände Hinausgeichoben. c» Bis zum 15. Februar 1919 wird der Endtermin der Ablieferung für alle übrigen Gegenstände verschoben, deren Ersatz mit Rücksicht auf die Fortführung des Geschäftsbetriebes wünschenswert ist, für die aber ein Ersatz nicht früher beschafft werden konnte Es kann sich hierbei nur um Gegen'tande besonderer Art handeln, wie kleine Konsolen und AuSlcgerarme von weniger als 10 Zentimeter Ausladung, Zackenarme, verstellbare Gelenttctle u. dgl. Erst nach dem 15. Februar 1919 werden die mit Glasschränken und Vitrinen, Ansstellungskästen u. dgl., ferner mit Ladentischanfbauien aus Glas fest verbundenen Mefstng-, Bronze- oder Kupferkeile erfaßt. Die aus abnehmbaren Teilen bestehende Ausrüstung dieser Gegenstände fällt unter die Gruppe a. b und c und ist bis spätestens 15. Februar 101'.' abzuliesern. Das städtische Eleltrizitätswerk als. Metallsammel- stelle nimmt bis auf weiieres noch jeden Dienstag, Mit- wock. Donnerstag und Freitag nachmittag von 3—7 Uhr beschlagnahmte, enteignete und freiwillig abzuliefernde Sparmetalle entgegen. 53958 Och Acher vsn-ag ^ des Herrn Leutnants Uriimmer von der lirregsamtstelle Frankfurt a. M. über Die heststch zaftrstofff mit Vorffchrung fertiger Gewebe aller Art am Mitwoch, dem 24 . Juli 1918 , abends 8 ’A Uhr. im Saale des Hotels Kirstenhsf. Eintritt frei für jedermann. Um zahlreichen Besuch wird ßebeten. Allgemeiner deutscher §rauenverein, Gietzener haussrauenverem Ortsgruppe Eichen NürgeLverein Eichen Alice-Srauenverein, Grtrgr. Gietzen GeiNerrjchastskartell Eichen. Gießen, den 18. Juli 1918. Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. Beigeordneter. 6 önunfung gctcagener MMksbkrflnüung. Im Anschluß an die Bekanntmachung vom 13. d. M. wird bekanntgegeben, daß die Zal lungsanweisungen für die abgelieser-en Kleider während der üblichen Geschäfts- stunden im Zimmer Nr. 10 des LebenSntinelanues wie folgt cu gegeben werden: Für die Ausweise mit den Nummern: 1 bis 100 am Montag den 22. d. M. vormittags 101 201 301 401 801 <01 701 200 300 400 500 600 700 800 Dienstag Mittwoch „ DoynerSlag 22 . 23. 23. 24. 24. 25. OK nachmittags vormittags nachiwtiägs vormittags nachmittags vornrittags nachmittags Bom 26. d. M. ab werden die bis dahlir nicht ab- geholten Zahlungsat'wersuttgen im Zimmer Nr. 8 lBe- kleidnngsstelle), aus gegeben. Die Ausgabe der Zahlung-- anweisungen eriolgt nur gegen Rückgabe der mit Quittung versehenen Ausweise. Die Auszahlung des Geldbetrages erfolgt auf der Stadtkasse. Gießen, den 18. Juli 1918. 5393B Rer Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Mö hl. Zimmer] Blöbl. Zimmer m. elcftr. L. zu vrnr. An il. 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Eine wenig gebrauchte; zu verkatlfen Lindenplatz 5. i Ein größeres 11 . ein kleineres Schränkchen, Linoleum, Galerien s. ertt obren Fenstersitz. Biumentüch zu verk. Zu ersr. in der Geschäftsstelle des Gietz 2lnz. Köiqie'pflege Kf 6 r. KWkühkrS v $ t 03140 Walltorstr. 75 v. Sehr gut erb. Mädchenbett für 60 Mk. zu verk arsen.! di alleres in der Geschäfts- j stelle des Gieß. 2lnz. 5407 Gut erkält. Kitlderwagen zu verkaufen 03563 West-2lnlagc 60 v. und HaarMMffer, Bv- maaen, Haaröl, Haarfarbe, Fir. Lausopud, Lvckenwnffer, ci Stepp, stich erste eir neNütz, mafchirre. Ständig vic. eAnerfenvungrn. /! Preis per &tvd mit /. »Brtidjifbennt »rtfln l und Spute mit staden MÄ.4.20 unter Natsin«^mc. Porto und Ber- Packung frei. Itoti «eachtr: fl Ori §0 aPafrrifo* aus Re^ta, die ©pale tm ifrtft gibt keim ttoe.i t*<-n Kaden ab wie ein« ^Lb- inafchin'. ^at so viel Vorzug«, bah *Se ilirchaymungen säst wertlos :rsch«i«en! 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Juli, nachmittags 3 1 /, Uhr, von der Kapelle des Neuen Firedhofes aus statt * ’V Mittwoch abend wurde mir mein innigstgeliebtes unvergeßliches Kind Ottilie Oröser im blühenden Alter von 17 Jahren durch einen plötzlichen Tod entrissen. : In tiefem Schmerz im Namen aller Hinterbliebenen: M. Gröser. Lollar, den 19. Juli 1918. Die Beerdigung findet Samstag nachm. 4 Uhr statt. Statt besonderer Anzeige. Todes-Anzeige. Heute nacht verschied unsere gute, treue Mutter Frau Luise Laudenheimer geb. Hirschhorn im fast vollendeten 79. Jahre. Düren, Darmstadt, Alsbach, den 18. Juli 1918. Anna Laudenheimer Dr. Ernst Laudenheimer Dr. Rudolf Laudenheimer e> 409 d Ida Laudenheimer. Die Einäscherung findet in der Stille statt. Blumenspenden u. Kondolenzbesuche dankend verbet Statt besonderer Anzeige. Unerwartet wurde mir heute meine innigstgeliebte Frau, Schwester, Schwägerin und Tante ' Frau Selma Haas geb. Lehmann im Alter von 39 Jahren in Bad Brückenau durch den Tod entrissen. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Siegfried Haas. Gießen (Seltersweg 68), Rotenfels (Baden), Marburg (Lahn), den 17, Juli 191Y. Lach,n D hallc B d^S f Fnäh^ nt L g s d 5 u„ 21 - JuU ' « Uhr. in Gießen von der • - - ^ . *, Heute früh 7 Uhr entschlief sanft nach zweitägigem Krankenlager unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Kätchen Schelper geb. Krauskopf im 73. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Anna Dörr geb. Schelper. Friedrich Dörr und 3 Enkelkinder. Wiesbaden und Giessen, den 18. Juli 1918. Schwalbacher Sfcr. 85. Die Beerdigung findet am Samstag den 20. d. Mts. in Wiesbaden auf dem Südfriedhof statt. 5410D swpfstdsn kW? Brüder Schmidt S«lter«we( 83. JO Scheuertücher 50x50 cm. OuaL L weich, sehr saugsähtg, Probedtzd. M. 19.— franko, Quaitiä! II, gute, starkfädige Ware. Probedtzd. M. 12.— franko Handtücher^ Qual. I s. weich, gut trockn. 50X100 cm Probeotzd. M. R franko, Qualität II gute, dicke Ware. 42X100 cm, Probedhd. M. 2üM franko. Mindestabgabe je 1 Dtzd.. gröbere Bosten billiger. Aasast Betllch,Dutat Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Minna Schmidt geb. Stiehl Luise MoöS geb. Stiehl. SZ V gjT Leitung: 5355 c Hofrat Hermann Stoingoettar. Sonntag den 21 . J«lj, abends 7»/, Udr: Zum letzten Male: Drei alteTAM Operette in einem Vorspiel und 3 Akten von Walter Kollo. Oeffnung der Theaterkasse Freitag, 19.Juli, vormittags 10 Uhr. 5300. \ Für die vielen Beweise inniger Teilnahme während der Krankheit und bei dem Hinscheiden unserer teuren Entschlafenen, sowie für die überaus zahlreichen Kranz - und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Familie Wilhelm Henrich. Treis (Hessen), den 17. Juli 1918. 03553 Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Lindenstrnth sür das Rj. 1918 liegt vom 23. ls. Mts. an eine Woche lang auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vor. gebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Lindenstruth, den 18. .Juli 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Lindenstruth. _ Fatum. Achtung! Verkaufe Freitag, vou nachm. 5 Ubr ab im Hofe Neustadt 19 eine grobe Sendung Mn.nach- and &alatgarken, Bohnen und Gemüse. 63W Frau Frosch, Neustadt 19. Vom Guten das Beste ist die Diese erstklassige Maschine liefern Schäfer & Fischer• Nidda Fernsprecher 55. 5m Bahnhofstr. 38 Bekanntmachung. In der außerordentlichen Generalversammlung des Spar- und Borschußverein» ILE. G. m.n.H. zu Beuern vom 10. Juli 1918 wurde die Annahme der beschränkten Haftpflicht beschloffen. Die Gläubiger, welche der Umwandlung widersprechen, werden aufgefordert, sich bei der Genossenschaft zv melden. Beuern, den 12. Juli 1918. Spar, und Vorschnßverei« HG.«.«.».-. Wilhelm Bellofs II., Ludwig Ranft II.. _ Direktor. _ Rechner. 5,78 Für Schreiner! Donnerstag den 25. Juli 1918. von nachm. 2 «blau, lafet die Unterzeichnete gröbere Vorräte an Schreiner- holz bet ihrer Wohnung, alS: Eichen-Pohle», 5 cm stark, in versch. Längen Kiefer«.Bohl««, 4—5 oin stark, in versch. Längen Kiesern-Dielen. 27, om stark, in versch. Längen Pappeln-Diele». 2 om stark, in versch. Längen Einen Posten geschuht. Fensterhol, i. versch.Läng. Ein Quantum Fenstergla» sowie ein Quantum Tischlerleim öffentlich melstbielend geaen Barzahlung versteigert. ute?Qualitä?'tl?' ÖUt trotfen und von 18°?\ b | C / lfig 0 ^ 00 Homberg a. d. Ohm, Marie Lanz Wwe. Ul. (bk Sweltez Natt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Freitag. (9. Juli (9(8 Beschlagnahme und Enteignung von getragenen Zchuhwaren und Altleder. Mit Bekanntmackfung voni 15. Juli 1918 hat die Reichsftelle für Sclwh Versorgung Bestimmungen über die Beschlagnahme und Entsigmmg getragener Schuhmaren, Mt ledert und gebrauchter Waren aus Leder erlasset!. Diese Bestimmungen schließen sich an die Bekanntmachung der Neichsstelle für Schuh Versorgung über den Verkehr mit getragenen Schuhtvaren, Altleder und gebrauchten Waren aus Leder vom 30. März 1918 an. . Der Kreis der in Betracht kommenden Waren ist rn beibcit Bekcmntmachungen der gleiche. Er umfaßt getragene Schuhwaren, Mtleder, d. h. gebrauchte Leder, sonne eine Reihe besonders genannter, gebrauchter fertiger Waren aus Leder, wie Koffer, Ledertaschen, Mappen, Riemen, Zaumzeug und dergleichen. Die Bekanntmachung vom 30. März 1918 hatte für diese Waren bereits eine Verkehrsbeschränkung nach der Richtung getroffen, daß sie entgeltlich nur an die von den Kommunalverbänden zugelassenen Annahmestellen veräußert werden dürfen. Diese Vorschrift gilt sowohl für Privatpersonen wie für Gewerbetreibende und Händler Der Zweck der Vorschrift ist, sämtliche getragenen Schuhwaren und Mtleder, die von ihrem Besitzer nicht mehr verwendet werden, einheitlich bei den Kommunal verbänden zu sammeln. Die neue Bekanntmachung der Reichsstelle für ^chuhver, or- gung hat diese Verkehrsbeschränkung zur förmlichen Bei chlag- nähme erweitert und hiervon, abgesehen von einz-elnen sonder- fällen, nur die im Privatbesitz befindlichen Sachen ausgenommen. Diese dürfen aber, wenn ihr Besitzer sie veräußern will, auch fernerhin nur an die von den Kommunalverbänden zugelassenen Stellen abgegeben werden. Beschlagnahmt sind in der Hauptsache dre im Besitze von Händlern und Gelverbetreibenden einschließlich der lairdwirtschaftlick)-en Betriebe befindlichen getragenen Schuhwarcn uud Mtleder, die nicht mehr ihrer Zweckbestimmung „gemäß genutzt ioerden. 2ln Stelle der bisherigen Berkehrsbcschränkung rritt das absolute Veräußerungsverbot, sowie die positive Verpflichtung des Besitzers, die von der Beschlagnahme betroffenen Aachen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns aufzubewahren und zu behandeln. Trotz der BZchlagnahme dürfen alier die in gewerblichen und landwirffcliaftliäien Betrieben vor- inrndenen und anfallenden Sachen für die Zwecke dieser Betriebe verwendet und verarbeitet werden. Zur freihändigen Uebereignung der beschlagnahmten Saä>en an die Annahmestellen der Kommunalverbände ist eine tfrift bis zum 30. September 1918 gesetzt. Erst mit dem 1. Oktober 1918 setzt die Meldepflicht der Eigentümer und Besitzer ein. Wer is dahin noch beschlagnahmte Sachen im Eigentum oder Besitz hat, :& er nicht freihändig abgeliefert hat. muß die Bestände melden, -7>enn die Gesamtmenge 10 kg übersteigt. Mit der Durchführung - es Meldeverfahrens sind die Kommunatverbände betraut. Tie Eut- igrmng erfolgt alsdann durch die Reichsstelle für Schuhversorgung ngunsten der Kriegswirtschafts-Aktiengesellschaft. Reue Anfälle, die nach dem 1. Oktober 1918 eintreten, sind bei einer Menge von mindestens 10 kg in gleicher Weise jeweils zum 15. des Monats zu melden, wenn sie nicht vorher freiwillig an die Kommunal verbände abgegeben werden. Lassen es die Eigentümer oder Besitzer zur Enteignung kommen, so sind die Uebernahme- preise zwischen dem Enteigneleu und der Kriegswirtschafts-Aktiengesellschaft zu verellibaren oder im Streitfälle durch das Reichs- Schiedsgericht für Kriegswirtschaft festzusetzen: für freihändig bei den Kommunal verbänden abgelieserte Sachen wird die Vergütung im Wege der Abschätzung durch Sachverständige festgesetzt, die von den Kommunal verbänden bestellt und amtlich verpflichtet sind. Tie Reichsstelle wird hierfür noch Richtpreise veröffentlichen. Wer den Förmlichkeiten des Melde- und Enteignnngsverfah- rens sich nicht unterziehen will, wird gut daran tun. die beschlagnahmten Sackten in der Zeit bis zum 1. Oktober 1918 freihändig an die Annahmestellen der Kommnnalverbände abzuliefern. Gewerbliche ober landwirtschast liche Betriebe, die für ihre eigenen Betriebszwecke ausnahmsweise eine Menge von mehr als 10 kg Mtleder benötigen, können auf besonderen Antrag, der mit der seinerzeitigen Meldung zu verbinden ist, im Falle nachgewiesenen BÄmrsnisses auch Mengen über 10 kg Altleder freigegeben erhalten. ^ Ter Zweck der getroffenen Regelung ist, alle getragenen schuhtvaren, Mtleder und die angeführten gebrauchten fertigen Waren aus Leder, die von dem Eigentümer nicht mehr verwendet werden, schleunigst einer rationellen Verwertung im Interesse der Versorgung der bürgerlichen Bevölkerung mit Schuhwaren zuzuführen. In erster Linie sollen diese Mtleder den Kommunalverbänden zur eigenen Bedarfsdeckung zugeführt werden, so daß jeder Kommunalverband es sich angelegen sein lassen wird, die freihändige Abgabe der beschlagnahmten Sachen tatkräftig zu fördern. Aus Stadt nrrd Land. Gießen, den 19. Juli 1918. Der deutsch-französische Gefangenenaustausch. Das Berner Abkommen zwischen Deutschland und Frankreich über den GefMigenenaüstausch ist nunmehr in Kraft getreten, nachdem die Voraussetzung, die Auslieferung von 800 seit dem Fahre 1914 nach Frankreich verschleppten Elsässern, zür Tat geworden ist Am 15 ds Mts ftnd diese 800 verschleppten Elsässer, unter ihnen zahlreiche Mt-Elsas,^, rn chre Heimat zurückgekehrt. Inzwischen ftnd auch 438 deutsche Offiziere m der Schweiz eingetroffen, die den Vereinbarungen entsprechend -dort interniert werden Die Weiche Zahl wird am 17. ds. Mts. erwartet. Am 20. werden die ^°bn Untewfnziere und Mannschaften in Konstanz erwartet, und ctrrt_ Mrd einer der ersten Transporte der Zivil inter- merten rn Singen eintreffen. Von da an wird mit regelmäßigen Austausch gerechnet, und zwar sollen !!S? at 3 mn ^259? Unteroffiziere und Mannsckxiften ausgetauscht oV2°- Bxmlmtmuerte m die Hermat enllassen werden — 4JO Offijteie sollen monatlich in der Schweiz interniert werden * Uebergangszeit in Kmrstanz werden die ^^? 0 ^ekehvten Mllttarpersonen ihren Ersatztruppenteilen zu gerührt werden und dann aus vier Wochen unter Gewährung ihrer x*™ 9 % Angehörigen beurlaubt. Me Unteroffiziere und Manns chm ten »uerden ensprechend dem Abkommen weder in ?? u 3 S (5t ^ e beschäftigt werden, fontem sollen ^e 7 E^^Elaffenen französischen Gefangenen der deutsck>en Krreg^wirtsch^t zu ge fuhrt werden. Das Hmrpt verdien st an diesem großen und schonen Humcmttätswerk gebührt dein General Fried- v-on rich, der im Verein mit seinen Helfern in schwieriger Arbeit alle Hindernisse für diesen Gefangenenaustausch beseitigt hat. Das Berner Abkommen ist in der Geschichte aller Kriege vollkommen neu, mrd neben seinem Hauptergebnis, ^em Gefangenenaustausch, sind in ihm auch dyr »veiterhin in Frankreich Zurückbleibeuden deutschen Kriegsgefangenen wesentlick-e Verbesserungen ihrer Lage verschafft worden. Die deutsche Heimat begrüßt freudigen Herzens die nach so langer Gefangensckiaft, in die sie nach ehrenvollen. Kämpfen geraten waren, zurückkchrenden deutschen Soldaten. * ** Amtliche Personalnachri chten. Am 15. Juli wmde der Tomänenauffeher Philipp Willig zu Bodenheim mit Wirkung vom 1. Juli 1918 zum Wingertwart bei der Weinbandomänenverwaltung zu Mainz ernamtt. ** (Auszeichnung. Dem Leutnant der Reserve Hans Roth, Führer einer Miuenwerf er-Abteilung, wurde das Hessische Kriegs-Ehrenzeichen in Eisen verliehen. ** Die Bücherei für Verwundete hat seit langem die Hilfe der Gießener Bürgerschaft nicht mehr in Anspruchs genommen. Aber nunmehr sind ihre Mittel und ihre Vorräte erschöpft. Sie bittet daher um freundliche Geldspenden und um erneute Zuivendung voni Büchern, womöglich gebunden. Es wird erbeten: erzählende Literatur jeder Art. Volksschflüften (Gotihelf, Frommel, Horn, Nieritz, usw.), Jndianecgeschichten, Kriegsbücher, Klassiker, Geschichtliches, Naturgeslchichtliches (z. B. Kosnrvs). Besonders danWar wäre die Büchercü für Schriften von Bloem, Dahn, Ebers, Freytag, .Herzog, Löns, Skowronnek, Horn, für Hauffs Lichteustein, Scheffels Ecke- hard. Zeitschiriften dagegen sind noch in genügender Zahl vorhanden« Geldspenden bittet man an Fräulein E. Behaghel, Hof mannstraße 10, zu richten, Bücher bei Prof. Dr. Horn, wigstraße 32, abzugeben. ** O öffentlicher Vortrag. Leutnant Krümmer der Kriegsamtstelle Frankfurt a. M. spricht am Mitt.vock-, den 24. Juli im Fürstenhof über „Me deutsche Faserstossindustrie". Näheres siche Anzeige. ** Kündigung der Mietverträge. Den Ausführungen in Nr. 165 vom 17. d. M. wird nachgetragen: Me vielfach verbreitete Anschauung als ob die Kündigung vom Mieter „angenommen" werden muffe, um eine Wirkung zu haben, ist irrig. Tie Kündigung muß dem Mieter nur zugegangeu sein, d. h. sie muß zu, seiner Kenntnis gelangt sein: ihre Nichtannahme seitens des Mieters hat gar keine Bedeutung. Will der Mieter die Kündigung nicht gellen lassen, weil er anderweit eine Wohnung nicht findet, so muß er unverzüglich das Einigungsamt anrnfen, das nach billigem Ermessen über die Fortsetzung des Mietverhältnisses und ihre Tauer, gegebenenfalls auch über die Höhe der Miete entscheidet. Nun fragt es sich, innerhalb welcher Zeit der Mieter den Antrag auf Entscheidung beim Mieteinigungsamt stellen muß. Unverzüglich heißt — §121 B.G.B. — ohne schuldhafte Verzögerung. Einen bestimmten Maßstab (eine bestimmte Zahl von Tagen) gibt es nicht für die Beurteilung, ob ein Antrag rechtzeitig, d. h. unverzüglich, gestellt ist. Tas hängt von den Umständen des einzelnen Falles ab. Immerhin wird dabei ein gewisser Turchschuittsmaßstab nach sachlichen Gesichtspunkten zugrunde zu legen sein. Als solcher Maßstab wird man im allgemeinen mehrere Tage bis zu einer Woche, in besonderen Fallen (z. B. Abwesenheit des Mieters als Kriegstellnehmer) auch länger annchmen dürfen. ** Stadttheater. Auch an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß die zugkräftige Operette „Drei alte Schachteln" am Sonntag den 21. Juli letztmalig zur Aufführung gelangt. In den Hauptrollen sind beschäftigt die Damen Werner, Wossidlo, Delosea, Frenzel sowie die Herren Frvneck und Goll. Landkreis Gießen. z. Geilsha usen, 18. Juli. Einen jähen 'Tod fand gestern eine auswärtige Karussellbesitzerin auf unserem Bahnhof. Sie wollte nach Verladen ihres Karussells und ihrer Wohnwagen diese besteigen und wurde dabei auf unaufgellärte Weise durch den Puffer eines hercrnrollenden Wagens des rangierenden Güterzuges erdrückt. ^ Kreis Lauterbach. xx. 17. Juli. Eine ausgezeichnete Ernte aller Fruchtarten ift dieses Jahr im Schlitzerland zu erwarten, sowohl was den Kornerertrag als auch die Menge des Strohs anlangt. Stand die Winterfrucht, Korn und Weizen, schon von Anfang an ganz hervorragend, so ließ andererseits lange Zeit infolge der an- dauernden Trockenheit die Sommerfrucht viel zu wünschen übrig. Mucklrchierweise haben kräftige Regengüsse, die noch zur rechten Zeit ftch em, teilten, alle Befürchtungen in dieser Hinsicht zerstreut, so daß auch bei Hafer und Gerstp mll einer reiche,! Ernte gerechnet werden darf. — Tler Kornschnitt hat in einzelnen Dörfern, bereits begonnen und wird bei der warmen Wllterung nächste Woche allgemein fernen Anfang nehmen. Starkenburg und Rbeinhessen. ß* r?' ^arm-st"^ ig Juli. Für über 15 000 Mark Kleider. Blusen und Mäntel rourden in der vergangenen Nacht ^das Mantelgeschäst der Firma Berger, Ecke der Ernst-Ludwlg-^traße und der Schuchard-Passage, gestohlen Hessen-Nassau. -- Frankfurt a. M., 18. Juli. Auf dem Hofe der Haupt- post wurden am Mittwoch einer hiesigen Firma mehrere Pakete mit Seidenftonen, Bändern und Sammetwaren im Werte von 20 000 Mark gestohlen Auf die Ermittlung der Diebe hat die bestohlene Firma eine Belohnung von 1000 ?Nk. ausgesetzt ^ 5 1 ^ n J l'u rt a. M., 18. Juli. Da die Militärkraftwagen, die seither bei Versorgung der Stadt mit Lebensmlltelu beschäftigt waren, nunmehr anderweitig gebraucht werden, beschafft der Ma- gfftrat einen Tampskraftzug, besteh.md aus 6 Wagen und einer >Zkomotive. Me Tragfähigkeit soll 5 Tonnen betragen, bei einer Ltundengeschiwrndigkcit von 5 Kllometern. — Die katholiscke Gemeinde Frankfun-Bockenheiiu beabsichtigt den Ankauf eines a i dn Zepvelin-Mlee, wo die von den deutsck>en katholischen Jaauen gesttftete Friedenskirche hingebaut werden lE. Der Kaufpreis des Platzes beträgt 360 000 Mk. Ein schon vorhandmer Kirchenbauplatz, der für eine hochkünstlerische Kirche ni.cht ausreicht, wird von der Ltadt mit 56 000 Mk. in Zahftmq Milderung der bestehenden Wohnungsnot laßt der Magistrat die schon längere Zeit leerstehende Annaschule ^nwohnnngen umbauen. Außerdem sollen aus augenblicklich leerstehenden Wirtschaften Kleinwohnungen beschafft werden Die Kosten belaufen sich auf 110 000 Mk. Aus dem linken Marne-Ufer. bi i Generalobersten von Boehn nach dem ^^>^c^;?br ^arne das linke Flußufer geivonnen hat, liegt Franzose als „Lausebrie" lBirie Pouil- Ehrend an der Mrdseite des Flusses^ die gün- schauenden Häiige dem Weinbau dienen, findet der Marne 3 ^ Cm ^wellten Hügellande zwischen ^ SLv Kleinen Monn vorwiegend Acker, Wiese und febrs^"x!^ ck aber stelleniveise viel Obstbau. Ter Hauptver- bL bic uach Süden durchzieht, ist die Eisen- ab^at SÄ 0011 Jaulgonne voll der Marnetalbahn, wärt^wen^t man sich von Jaulgomie aus süd- litbi iSvon Crezancy: hier beginnt die eigent- “SKa« E Crözarrcy ist einer ilyrer Hauptorte Es ist ein d^^landichNsckaftsSn Ms ^inerkenswerteo ist, abgesehen von MdSin^is für die ganze Landschaft vons ba Wc£ne trZenbe ^ erreicht die von Sttick wlw Es^iS»auch^n Surmelin, dessen Tal sie ein ^r ^rchelin MttlickMs Flüßchen, denn L^iftbSnack. N7rwS^-^ alle Wafferläufe auf, die aus der ©Sä Wtzchen mir unbedeutenden '? kommt man an wenigen «vSLUMWMLL Letzte NachricLiten. Dev neueste Bericht dev Keevesleitung« (WTB.) Großes Hauptquartier, 19. Juli. (Amtlich.) W e st l i ch t r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nuppr echt. Die Kampslätigkeit lebte an( Abend auf. Bei Erkundungen machlen wir mehrfach Gefangene. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Aisne und Marne ist die Schürcht von neuem entbrannt. Der Franzose hat dort seine längst erwartete Gegenoffensive begonnen. Nach Verweisung stärkster Geschwoder von Vanzer- krastwagen gelang es ihm zunächst überraschend an einzelnen Stellen in unsere vorderste Infanterie- u»rd Artillericlinie einzubrechen und unsere Linie zurückzudrängen. Weiterhin haben unsere SLelltmgsdivisionen im Verein mit bereitstchcu- den Reserven einen feindlichen Durchbruch vereitelt, (tzegen Mittag waren die französM-en Angriffe in Linie südwestlich Soiffons—Neuilly und nordwestlich von CHLleau^Thierrv zum Scheitern gebracht. Am Nachmittag brachen an der ganzeil Angriffsfront sehr starke Teilangriffe des Feindes an unseren neuen Linien zusaminen. Die dem Kampffelde zustrebenden feindlichen Kolonnen waren das Ziel unserer erfolgreichen Schlachtflieger. Unsere Jagdflieger schossen 32 Flugzeuge des Gegners ab. Leutnant Loewerihardt errang seinen 38. und 39., Leutnant Volle seinen 23. und 24., Leutnant Goehring seinen 22. Luftsieg. Gegen die Südftont der Marne hat der Franzose nach fernen Mißerfolgm am 16. und 17. Juli nur noch Teil- angriffc südöstlich von Mareuil geführt. Sie wurden abgewiesen. Zwischen Marne und Reims und östlich von Reims blieb die Ge ech stäti k it aus i rtliche Kampfhar dlu gen beschränkt. Feindliche Angriffe im Königswulde und beiderleits von Pourcy scheiterten. Bei erfolgreichem Vorstoß nordwestlich von Prosnes und bei Abwehr feindlicher Teilangriffe an der Suippes und beiderseits von Perthes machten wir (befangene. Die Zahl der seit dem 15. Juli eingebrachten Gefangenen hat 20000 überschritten. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * *r * Die vergeblichen Gegenangriffe der Feinde. Berlin, 18. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Am. 17. Juli er. litt der Feind südlich der Marne bei seinen massierten Gegenangriffen eine schivere blutige Niederlage. Schon am Morgen des 17. lag das feindliche Feuer auf unseren Stellungen ,-SS?cSx^^!!^Fraiizösischen Krieges muß- ten dxe Pariser das Wasser der Laujebrie srellich entbehren Iw September 1870 leiteten die deutschen Truppen das Wasser aus dem Sammelbecken in das eigentliche Bett des Thuis, uud bi zum 18 April des nächsten Jahres ftthrte der Bach die Wasser menge, dre ihm von Naürr zugemessen ist. 9 — Deutsche Musik in Belgien. Aus Gent schreib man uns: Wiederum hat deichche Tonkunst einen Sieg in Feindes land dav on getragen, unter begeisteiter Zustimmung und Beifal >der emhinmisclMi Bevölkerung. Auf besonderen Wunsch der mufif n e6 ? ,l S der Genter Blamen braclüe unser feldgraue- OrÜIester diesmal das hehre Vor,piel zum „P a r s i v aff" *i GehE Zn dem 7. ,ympl)onischen Konzert, das am 9. Juli statt fand, bildete der große, hinreißeirde, tm Stil der Wagner-Lisztsckxv OEeruistrumentteruug durch Hector B e r l i o z' verton te un garische (Rakoczi,-Marsch den Höhepunkt des ersttm "eile- De ^ Teil brachte dann nur Richard Wagners Werke in' aus- gesucken Teilstuckiw, emgelettet durch das weiheiwll getragen! Parsiml-Vorlpieft Tiefem folgte: „Wotans Mfchied und SlN' zauber (aus ,^ie Walküre"), gesungen von Herrn Bing § für den abwesenden nrngen Baritonisten Weyrauch eingeftwmmei war. ^egsneds Waldlveben". die „Rheinfahn" .md au?^ ^Tannhauser , Wolfram von Esä^enbackis Ansmuck^c und Lied a! den Abeildstern vervollftäirdigten diis reiche Prowiinni des s>lbmds den Musikern wtter ihres gemalen Führers Richard Hege bE Tirnurnch ng|