Ar. 166 Erster Blatt 168. Jahrgang De, Sietzen« «scheint täglich» außer S-m-ttagS. - Beilagen: Oteßc»erK«m!lienblatter; Kfcisblatt fto Ha Kreis Gießen. Vezagrpreir: msmrtt. Mk. 1. 20 , vierteljährlich Mk. 3.60-. durch Slbhole- u. Zweigstellen monatü Mk. 1.10; durch dt« VOst Mk. 3.60 viertel- Ml. aurschl. Bestellg. F«njprech - Anschlüsse: für dieEchristleitungllL Berlag,Geschäftsstelle51 AnfchrittfürDrahrnach- richten: Anzeiger Gießen. MMnerAMM vomerstag, 18. Juli 1918 ahme mm Dyei«, C L a y eimi rrant, in* zum Nachmittag vordvr ohne jedeDerbindlichkeit SeUenpreffe: sür örtliche Anzeigen 26Pt.»für auswärtige SO Pf^ lür Reklamen Mk. 1.—; bei Plahvor- fchrift 20 \ Auffchlaa. LxruptjchrMetter: Au^. G o e tz. VerantwsrlUch fir Polttrk u. Feuilleton: Ssnkverkehr: Äug- Goetz; Stadt und SwiUingrnmddrsck u. Verlag: vrSHI'schr Univ.- Buch- u. SteinLruSerei R. Lange. Schrlft!«ir1a.M.U««b General-Anzeiger für Gberhesten Erneute Gegenangriffe der Zranzssen auf dem Muser der Marne abgemiesen. (DM.) WroßeS Hauptyuartier. 17. Juli. ÜMft) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Kampftätigkeit lebte erst in Abendstunden auf. tzn Erkundungsvorstöhen südwestlich von Ypern machten wir Gefangene. Südwestlich von Hcbutcrne hat der Feind seine «Angriffe ohne Erfolg wiederholt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Oertliche Kämpfe am Savieres-Gruude und westlich von Chateau-Thierry. Südwestlich von Courtcmont schoben wir unsere Linien bis an den Surmelin-Abschnitt heran. Heftige Gegenangriffe führte der Feind mit starken Kräften gegen unsere Front auf dem Südufer der Marne. Seine Angriffe brachen unter schwersten Verlusten teilweise nach erbittertem Kampfe vor unseren Linien zusammen. Auf dem ffjdordufer der Marne wurden die Erfolge des ersten Angriffstages erweitert, flkach Abwehr französischer Gegenangriffe stießen wir dem Feinde bis aus die Höhe nördlich von Ven- teuil nach, kämpften uns durch den Nodezat- und Königs- wald hindurch. Beiderseits der Avre warfen wir den Feind auf das Neimser Bergland zwischen Hanteuil und nördlich von Pourey zurück. Oestlich von Reims ist die Lage unverändert. Wir halten die feindlichen Linien unter starkem Feuer und verbesserten an der Murerstraße und an der Suippes unsere Stellungen. Nordwestlich von Massiges nahmen wir einige befestigte Höhen. Die Geftwgenenzatzl ist auf mehr als 18 000 gestiegen. * Ueber dem Kampffelde wurden gestern von neuem 36 ßebwttche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen. Leutnant Menckhoff errang ftimm 37. und 38.» Leutnant Löwen- harDt feinen 37., Oberleutnant Loerzer seinen 26.» Leutnant KoW seinen 22. und Vizefeldwebel Thom seinen 21. Luftsreg. Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorfß. * Der «bendbericht. Berlin, 17. Juli» abends. (WTB. Amtlich.) Erneute Ge^enanigriffe der F r a n z o s e n auf dem Süd- «fer der Marne wurden abgewieseir. Im übrigen ist die Lage unverändert. Die Tatsache, daß! noch Verne abgeschlossenen Erfolge der ner«n Offensive im Westen vorliegen, daß wir mehr von Gegenangriffen der Feinde, die freilich siegreich abgewehrt wurden, hören, kann uns nicht bedenklich stimmen. Weder Freund noch Feind weiß, welche Pläne Hindenburg und Ludendorff verfolgten und wie weit sie reichten. Gegnerische Stimmen sprechen von einem deutschen Mißerfolge — das ist ja begreiflich. Indessen, der Geländegewinn jenseits der Marne ist trotz der amerikanischen Gegenwehr — die wieder einmal mit dem M u n d e am tapfersten war — nicht nur befestigt, sondern sogar noch erweitert worden. Der neue Brückenkopf südlich der Marne steht in einer Breite von >12 Kilometern und einem Flächeninhalt von über 70 Qua- dratkibnnetern ftstnmrissen da. Was daraus nun weiter werden soll, bleibt abzuwarten. Auch unmittelbar westlich von Reims sind unsere Truppen von ihren Ausgangsstellungen über 10 Kilometer weit vorgedrungen und rücken den Fall der Stadt in ben Bereich der Möglichkeit. Und was östlich von Reims aus langer Front in wenigen Stunden geleistet worden ist, rücken einige halbamtliche Darlegungen, die wir telegraphisch aus Berlin erhielten, so recht ins Licht: und bei GeläiLe „Ste rechte Flankevon Reims deckt das waldige Be, yetände von Nauroy-Moronvilliers, das von einzelnen kahlen, Jkwntg CKg Krieges weltbekannt gewordenen Gipfel,: Cornill Höchbergs Keiloerg, Poehlberg, Fichtelberg überragt, einen festunc crtisa: Stützpunkt bietet. Hier hatte sich 1917 Nivelles Frühlinc mfenswe tolgelaufen. Jnnnerhin war es um den Preis ungeheu, Verluste der feindlichen Uebernracht gelungen, nach wochenlangen l wrd her wogenden Kämpfen vom 17. bis 30. April 1917 sich in d Besetz der beherrschenden Berggipfel zu setzen. Diese Höhen gestat tw den Franzosen eine dauerrrde Beobachtung der Vorgänge l wett m unser Hiutergelände. Außerdem übte l ©fegMcc von den Echrfeilern der Stellung, dc ^ornrllet und dem Fichtelberg, ständig ei heraus laftuje: SBurfimg auf unsere Linien am laugen Rück Baudesrncourt aus. Zur Verteidigung ist dieses gar ^Emen zahlreichen mnldenartigen Wällen, durchs^ vm: verrmzellen Waldstücken und überragt von vorzüglichen Bec «ch üungspmrkten, schon von Natur besonders geeignet, lieber Berteidrger Deckung gegen de,: Airgreifer, der über frei S^-Mald. .Elmrsen must Dieser taktischen Bedeutu m^A^.d^rgmaliw von.den Franzosen in me Äsemiahriger Arbeltaufs ft&rfite ansgebaut worden. Trotz bre' ? lt3 ^ e&tert Truppen die Erstürmung t H2L man ^ Ölungen. Heute sieht Misere Führw durchlöcherten Höhenkämm d«nVeslegru^ und hat Emblick in die Truppenden ber m* W ?ÄEtttch^wavmr die Heere v. Mneirk und v> Mudr ^ dresem -chnuplatz der Schlacht zum Sturm »org £"3^/ Elllensttschen Leistungen hier voltbrar! werteren hnldamtlichen Mi tetnrrcgen, bte uns der Draht übermittelt: uwjÄ ^L r - t ^^Eriefeuer, das bei der Armee des Genera Rechen v. «Sattem in der Mcht »nnj 15, J»li den leitobe, war in seiner Stärke, Art und Dauer das gleiche wie das an der Somme, irr Flairderu und an der Aisne. Das wellige, ^waldige Hügelland jedoch bot besonders schoere Verhältnisse für die wirksame Durchführung .Die gegnerische Front war im Verlaufe von drei Jahren zum vollendeten Festungssystem ausgebaut. Der Gegner war nach den bisherigen Offensive,: in erhöhter Abwehr- bereiffchast. Die Franzosen hatten den Angriff erwartet und sich mit allen Mitteln vorbereitet. Dennoch zerschlug die deutsche Attillerievorbereitung das feindliche Abwehrfeuer uud setzte iu kurzer , Frist eure französische Bcüterie nach der andern außer Gefecht. Tie französische Attillerie, die sich anfcnms verzweifelt gegen den deutschen Feuerorkan wehrte, war eine Stunde vor Sturmbeginn völlig zum Schweigen gebracht. Ungestört konnten im ersten Morgendän:mern die Deutschen zum Sturm antreten. In einer Viertelstunde war die tiefe, durch die deutschen Granaten in ein wildes , Ck>aos verwandelte Hinderniszonc dnrchsckMtten und die erste Linie über- rmmt. In panikartiger Flucht hatte,: die Fvanz-osen ihre Stellungen^ geräumt: wo der Gegner zirrückgM leben, war er tot oder verschüttet.' Aus den Stollenein gangen kamen ungezählte Scharen rnit^er- hobenen Hände,: und wurde,: nach, rückwärts abtcansportiert. Sofort nahmen Pioniere und Armierungssoldaten die Wiederherstellungsarbeiter: der Straßen aus. Bereits z-tvifcheu 8 und 9 Uhr morgens fuhren, die erste,: Batterien und Kolvrenen durch die Trichterzone. Tie Hoffnung der Franzosen, die Deutschen wieder zurückzuwerfen, scheiterte. Mit geringen Opfer,: ist ein großer taktischer Erfolg errungen." Dieser Schlußsatz sollte auch die Phantasie der kühnsten Zivilstrategen drcftodleu befriedigen. Unsere Heeresleitung wird nicht vasten und nicht ruhen. Die großen Borberertungen der letzten vier Wochen werden höchstwahrscheinlich in den nächsten Tagen auch an anderen Stellen noch Aur Geltung und Wirkmdg gebracht werden. Der Ssterreichisch-ungarifche Tagesbericht. Wien, 18. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlmltbarl: Südlich von A f ia n o vermachten zwei englische Kompagnien vorübergehend in unsere Grüben einzuoringen. Sie wurden nach kurzem Kumpfe zurückgeworfen. Im B re n ta- Ta l brachte ein PstrouilleTunitermchmen dreißig Gefimgeue und zwei SNasckrtnengrwehre ein. Die Verluste des Feindes in den letzten Kämpfen aus dem Monte Solarolo erwiesen sich als mcherordentlich schwer. In schmalem Fnrntabschnitt wurden über fünfhundert italienische Leichen gezählt. In Albanien ist die Lage unverändert. Der Chef des Generalstabes, Me Gffenfive im Westen. ©erlitt, 17. Juli. (WTB.) Der Angriff wm 15. IM hat den Franzosen das gesamte erste Berteidigungssy-, st e m in der Champagne, von dem Bergmassiv der Keilhöhe und des Hochberges bis in die Gegend von Ta hure gekostet. Die Witterung war ungünstig. Trotzdem wurden die französischen Batterien so vollkommen niedergekämyst, daß die deutsche Infanterie mit geringen Verlusten die erste Stellung nahm. Ter Widerstand der Franzosen war überall rasch gebrochen. Die französischen Stützpunkte wurden ebenfalls schnell gcfaßt. So dicht folgten die Deutschen dem Feuer, daß sie die Sdollenausgirnge besetzten, ehe die Franzosen heraus ko miten. Ohne einen Widerstmw zu versuchen, ließen sich hurwert Mann gefangen nehmen. Bereits am Mittag hatten die Deutschen sich in den: gewonnenen Gelände eingerichtet und sichere Verbrndungen nach rückrvärts durch das Trichterfeld geschaffen. Der neue deutsche Sieg an der Marne und in der Champagne. wurde am 16. Juli erweitert. Heftige Gegenangriffe, die der Feind mit stärksten Kräften und unter Einsatz zahlreicher Panzerkraftwage,: unternahm, steigerten lediglich seine Blutopfer sowie seine Einbuße an Gefangenen. Ueberall brachen die feindlichen Massenangriffe blutig zusammen. Dagegen konnten die Deutschen den Rest des Bvis de Ermdö ''äubern, hierbei mehrere Geschütze erbeuten und 5 Offiziere uiw 125 Mann gefcn:gen nehmen. Um 2 Uhr nachmittags griff der Feind abermals die dentschle Front südlich der Marne unter Einsatz aller Kampfmittel cur Wiederum scheiterten hier rvie an der Straße Epernay-Dvrmans sämtliche Anstürme unter außerordentlich ^>hen Ferndverlusten. Auch während der Nacht fanden hier schwere Kämpfe statt »in denen der gesamte Geländegewinn des 1.5 .Juli behauptet und teilweise erweitert wurde. In der Champagne, \z& der deutsche Angriffsstoß an emem einzige,: Tage den Frenzvsen fast den gesamten Geländegewinn jahrelanger mit blutigsten Opfern geführter Kämpfe entriß, wurden ebenfalls drei feindliche Vorstöße abgewiesen imb auch hier Unsere Stellungen verbessert. Gerade in der Champagne, wo Hundert tausende französischer Soldaten im Winter und Herbst 1915 und im Llpril 1917 llägliche Ansangsgewmne mit ihrem Blute bezahlen mußten, tritt die Bedeutung des großen deutschen Erfolges im Vergleich mit den damaligen Massenmrgriffen der drei Franzosenschlacbten deutlich hervor. Berlin, 17. Juki. Bei eigenem ausgiebigen Bmnbenabwurß caff den wichttgen ftanzösische,: Bahnhof Cha lons wurden mehveve Treffer beobachtet und große Brände erkannt. Ter den Franzosen trotz hartnäckiger: Biderstandäs abgerrrr:ge,ie neue deutsche Brückenkopf südlich der Marne steht in einer Breite von 12 Kilometern und einem Flächeninhalt von über 70 Quadratkilometern fest Umrissen da. Die dem Gegner so unbegueme derttsche Festsetzung an der Marne selbst hat sich hierbei durch die Eroberung der das Marnetal weithin beherrschenden Hügel u,n rund >cubt Kilometer erweitert. Gegen die West- ftcmke des neuen Brückenkopfes brandeten bereits am Vormittag des ersten Angriffst-agss di- Gegenstöße des Feindes mit einer Er- vitterung, die bezeugt, daß der Gegner sich ühor die Bedeutung der Schaffung eines neuen deutsche,: Marire-Drückenkopses sckmell klar geworden ist. Die Auswahl der OstMfte der Marnefront für den twtz der hartnäckige,? Gegenwehr so sMM erzivurrgenen deutschen Mrrneübergang erlegt dem Feinde eine Anlehnung gegen Öftere lauf. Msher suchte der Franzose den Schwerpunkt seiner Abwehr am Westflügel dieser Kampflinie. Er ist fortan gezwungen, auch im OstMgÄ volle Kraft zu cutsallen und bereit zu halten. Der Uebergang über die Marne. Berlin, 17. Juki. Fast überall g^ang das llebersetzen «mf Pontons ohne Störung. In den frühen Morgenst,rnden wurde Dorm ans erstürmt und gleich diesem Ort ftÄen twtz heftigster Gegenwehr die Mcrrnedöffer Reuillp, Stöügny, Courthiezy, So- illy, Ehavenay, Bassy, Bouguiguy und Troissy. In hartnäckigem Ringen mit dem tapfer sich wehrenden Feinde wurde in eir^m Anlauf der Höhen kämm erstritten und das Vordringen gegen Süden und Osten fortgesetzt. Bereits um die Miltagssttnche war ein großer Brückenkopf geschaffen, Mareuil le Port genommen, nordöstlich an- schließeiü» das auf einem Bergkegel liegende Chattllon sur Marne umkreist Und bald darauf zu Fall gebracht. Tie Gefangenen Äußern sich sehr niedergedrückt. Einige von ihnen geben an, daß seit acht Tagen täglich ein Angriff erwartet wurde. Alle Vorbereitungen zu seiner Abwehr seien getroffen und verstärkt worden. Die Erfolglosigkeit aller Abwehrmaßnatzmen bedrückt die Gefangenen schwerer, ^ls es ein reiner Ueberraschmrgserfolg vermocht hätte. Der Kaiser iu der Schlacht bei Reims. Berlin, 17. Juli. Der Kriegsberichterstatter Karl Kosuer schreibt vom Schlachtfelde nordöstlrch von Reims am 16 Juli au den „LokalanzeigettS Ter Kaiser, der den Wunsch hatte, die neue^ Schlacht vom ersten Augenblicke ihres Losbrechens an im Kreise seiner Kampftruppen mitzuerleben, hat sich noch am späten Abend des 14. Jul: in das Gelärche der Lammenden Kämpft begeben. Er hat die Nacht zum neuen Tage dann auf einer vorgeschobenen Beobachtungswarte verbracht und von ihr aus das furchtbare Orchester unseres Feuerüberfalles mit airgehött, das unerhörte Bild der über die feindlichen Stellungen hinrasenden Geschosse in sich ausgenommen. Schon wenige Minuten nach unferm um 4 Uhr 50 Min. losbrechenden Sturme hiell er die ersten Meldungen über den guten Fortgang der Unternehmungen in Händen^ Er ist dann bis zum sinkenden ^ugc, ohne sich eine Minute Ruhe zu gönnen, bei der Truppe geblieben und hat auch den heutiges Tag, der an die Erfolge an der Marne und südwestlich von Reims neue schöne Errungenschaft«: knüpfte, vom Morgen bis zum Abend im Kampfgelände und angesichts des umrungeneu GehüKes verbracht. «merttanischer Heeresdoricht vom 16. Juli. Im Laufe der Schlacht bei Reims unternahmen unsere Truppen gestern zusanrmen mit ftcmzösischen Truppen Gegenangriff» gegen den Feind. Sie hielten ihre Stellungen aus allen Punkten- machten eine große Anzahl Gefangene und erbeweten Maschinengewehre. Heute früh versuchte der Feind in den Vogesen nach Feuervorbereitung unsere Linien ans einer Front von 1000 Bards cm- zugreifen. Angriff wurde durch Artillerieseuer abgewiesen. Französischer Bericht vom 17. Juli, 3 llhr namittags. Südlich der Marne griffen die Deutschen am gestrigen Tage mit neuen Stteikkväftrn die Höhen nördlich von St. Aignon-La Ehapelle-Mvnt Hodon pn. Es gelang, den Deutschen, in die Bourdonnerie ernzudringen. Die Schlacht dauert mit großer Hartnäckigkeit an den Wallchängen unmittelbar südlich dieses Punktes an. Weiter östlich hielten die Franzose,: trotz eines sehr lebhaften Angriffes den Fewch am Südrand des Waldes vop Bougnigny-Nesle an. Die Deutschen versuchten ebenfalls eine mächtige AnstreiMrng in der Richtung von M o n t p o i s i n, dessen sie sich benrääftigten. Ern ftcmzösischer Gegenangriff Vertrieb sie aus dieser Ortschaft. ZwisäZen Marne und Reims heftiger, aber kurzer Kainpf am Cuottonwalde. Ein deutscher Angriff in der Gegend von Prigny schrrterte völlig. Oestlich von Reims blieben örtliche dnttsche Angrifstzversuche ergebnislos, insbesondere in der Gegend von Prunap. Tie Deutschen^ die den Llnsturn: auf Beaumont zu erneuern versuchten, erlitten ein« blutige Schlappe. Die französischen Stellungen blieben überall völlig intakt. Die Beschießung von Pari-. Paris, 16 .Juli. (WTB.) Meldung der Agerwe Har«s. Tie Beschießung der Gegeiü) von Paris durch das tragende Geschütz wurde am Dienstag fortgesetzt. Lin Bekenntnis des Ministerpräsidenten o. Leidler zum deutst)en tturs. Wien, 16. Juli. (WDB.) Nach viermonattger Pause nahm heute das Abgeordnetenhaus seine Tätigkeit wieder auf. Saal und Galerien ,vaven dicht gefüllt. In der HerrenhruslvM war u. a. der ftühere Minister des Auswärttgen Graf Czernin anwesend. Das Haus beschloß mit Zweidrittel-NLehrheit, sofort die erste Lesung des Budgetprovisoriums zu beginnen in Ber- bffümng mit der Verhandlung dringlicher Anfragen über der- schiede,re Vockonmmisft der letzten Zeit in der imuwen uud äußeren- Polittk sotvie über die Ernährungsangelegenheiten. MinisterpräsidentDr. Ritter v. Seidler, von den Tschechen mit lärmenden Zurusen, von den Deutschen mit lebhaften: Beifall und Handellatschm empfangen, verweist M Beginn seiner Rede über die anslvärtige Lage auf die heute veröffentlichten Darlegungen des Ministers des Aeußern und erklärt in Besprechung der Kampfmethoden unserer Feinde: Die Erfolge der verbü,ü>eten dlrmeen sind eine Gewälw dafür, daß unsere Gegner ihre Ziele mit den Waffen rricht duochsetzen werden. Auch diurch> die Blockade werden sie imseren Willen nicht beugen. Was die innere Pwpaganda anbelangt, so sind die Mittel rmserer Gegner so absurd daß sie nur von einer tiefen Berkeurrüntz unserer Berhälttnsse zeugen. An der unerschütterlichen Anhäng- lichftit an die Dynastie, an der staatstreuen Gelinnimg der Bürger und an der ftlneren Festigkeit unseres Staatswesens im Rahmen der Monarchie^ lverden auch diese Pfeile abprallen. (Beifall und Händeklatschen links.) Unbeschadet der imbcugsmnen Energie, mit der Nur an der erfolgreichen Fortführung des .Krieges fest- halten, werden wir es nicht verabsänn«n, wie bisher so auch künftighin alltz uns bietenden Möglichkeiter, §,:r Anbahnimg des Friedens eifrig zu perfolgeir. (Lebhafte Zustimmung.) Unentwegt halten wir an dem gem^insaMn Friedmsaugebot der verbüudetm ©ttidjfee vvm DqlümLer 1916 und an den in der Thronrede und der Antwort auf die Papstnote nieber gelegten (Gedanken fest, ©etrcft curfcn Nur in die Zukunft blicken. Vercim mit unseren) rwcum Bundesgenossen (Beifall links) loerden wir das Ende des Weltkrieges zu erklungen vermögen. Die innige Gemeinschaft Verbündeten die feste Gewähr, daß wir für alle Zeit unseren Platz lmter den Staaten der Welt behaupten nni> unseren Völkern die Bedingungen einer freien, segensreichen Eirtwicklung sichern kön- >S»en. Aber sre sind auch weit entfernt davon, eure Bedrohung für die anderen Staaten bilden zu wollen. Sie loollen sich vielmehr als nützliches werktätiges Glied für die Gestaltung der künfttgertz Frredensbe^whungen der versöhnten Welt erweisen. Ter Ministerpräsident bespricht sodann eingehend die Ernährungsverhältnisse wobei er die bekannten Ursachen des gegenwärtigen Zustandes darlegte und erklärte: Tie Durchführung der Ernte wird mit allen Mitteln beschleunigt; allerdings hat das regnerische Wetter der letzten Woche, so günstig es mt allgemeinen aus den Stand der Saaten eingewirkt hat, die Frühernte verzögert. Nichtsdestoweniger ist in Ungarn mrd in einzelnen Gegenden Oesterreichs der Drusch bereits in vollem Gange. Die ungarische Regierung wird soweit als möglich das Ergebnis des Frühdrusck-es der ^lrniee sowie Oesterreich zur Verfügung stellen. Tie uns hierdurch zukommenden Mengen werden ausreichen, um die Versorgung bis Eiide ^uli in dem bisherigen Ausmatze zu ermöglichen. Das Ergebnis der neuen Ernte wird vor Anfang August den gro»en schuhten der Bevölkerung nicht zugeführt werden können. Bi-^. Ende ^ ul i wird die Regierung sich bemühen, durch Bereitstellung aller erreichbaren Ersatzmittel über die unzureichende Versorgung mll Mahlprodukten hmwegzuhelsen. Für die Zeit von der zweiten Woche des August an wird es der Regierung m s-nn, dw Brotration in der iwrnnerten Höhe auszngeben. non einem völligen Wechsel des inländischen Ausbrmgungssystems ist erne radikale Abhilfe kaum zu erwarten. Wir müssen vor allem danach trachten, unser Versorgungs Verhältnis zu Ungarn möglichst gut zu gestalten. Wir müssen die Fehler unseres Aufbringungs- und Berterlungssystems korrigieren. Jedenfalls muß der legitime Harrdel in das System ausgiebiger eingeschaltet werden als bisher. Die Lebens- nnttelzentralen werden demnächst in die staatliche Verwaltung ubergeleitet werden. Gerade in der Ernährungssrage ist die Mitarbeit des Parlaments von höchster Bedeutung - ÄH. Bckprechung der inneren Politik erinnert der Mini, terprasioent cm .sein ursprüngliches Programm, welches den j! 0 * ** * ’ che nWaffen still st and cm strebe. Je länger die völ- lige Mrung der auswärtigen Situation sich hinaus schiebe, desto schwieriger gestaltete sich das Feschalten an dieser Methode. In der- Hofftrmig auf große nationale Vorteile, die sich aus den FriWensbedmgunaen ergeben könnten, versagten einzelne Parteien konsequent chre Mitwirkung am Werke der inneren Verständi- Ter^Mmisterpräsident, erinnerte an die Weigerung des Wchechenrlubs, au der Berfassungsrevision .teilzunehmen und er- rtartc, ivenn vre Regierung sich nicht dem Vorwurf der politischen Passivität aus setzen wollte, müßte sie dasjenige tim, was sie tun ^^-^Elch das Programm der nationalen Autonomie zur ^urchsuhrrmg hrhugen. Sv entstanden Verhandlungen über die .Kreisernteilung m Böhmen. Werrn in dem Umstande, daß die .negrerung von dem so lange geduldig angestrebten Einvernehmen ber Natrmien endlich absah, eine Anlehnung gn den deul scheu Kurs erblickt.wird, so liegt es mir fern, dem ent ? e de n t ret c n zu wollen. Denn wenn es einen politischen Kurs rn Oesterreick- gibt, so kann es nur ein solcher sein, daß beE-gten 3M ^nuchrn des mrnexioarrstischn Fanatismus in Deutschland bedauerte. Dre Sozialdernokraten verlangten von der Regiernna daß sie ihren ganzen Einfluß bei der deutschen Reichsleitung da- geaen gellend mach. Bezüglich der österreichisch-polnischen Lösung erklchtte der Redner, daß die S^ialdemokrateii gegen ,ede Lösung seren, die die Gefahr künftiger Konflikte im l^rnd lfervorrusen könne. Die österreichisch-polnisch Lösung bera- eine solch Gefahr in sich. Die Sozialdemokraten seien für die Einberufung emoä polnischen demokrarischn Parlaments. Der Redner «rtrat dte Notwendigkeit der Umwandlung Oesterreich in einen Bundesstaat freier Nationen. Die Sozialdemokraten fvürden gegen das Budget stimmeir. Nächste Sitzung nwrgen. Eingegmrgen ist der tschechisch An- trag auf Erhebung der Anklage gegen die Minister wegen Erlaß der Kreisverardnung. "Ein norwegisches Urteil über Hintze. ^Kriftia nio. 16. Juli. Anläßlich der Rückkehr des nocf ! Kristiania bringt „Berdensging" emcm längeren Begrüßunqsartikel, in dem, wie schon von der - 1 9 l-schm Pr ssr lei dem ersten Au tauchen des Ge- riichis, das v. Hintze zu^ Zkühlmanns Nachfolger ausersehen sei erneut Hmtzes Tätigkeit in Norwegen die wärmste Anerkenuuna wrrd. . Hintze ein ein- mtflige* Werkzeug üit (bot Händen alldeutscher Politiker ser, habe er selbst trt Norwegen auf seine Richtigkeit zurückgeführt wo man ihn als emen geschneidigen, verständnisvollen und welt- ^fahrenen Diplomaten kennen gelernt habe, der beträchtlich f^uen Bestrebungen hatte, das zugespitzte schwierige Berhalllns m das Norwegen allmählich zu Deutschland gekommen E^öuglallen und ju bessern. Ein geschmeidiger Diplomat tuchtiger Mann.und lluger Politiker, das ist der Eindruck ofchelbt das Blatt, den man in Norwegen von Hintze bekom- men hat, der fetzt berufen ist, einen der bedeutendsten Posten in der internallonalen Politik zu bekleiden. Kristiania, 17. Juli. Der deutsch Gesaiidte v. Hintze wurde heute vormittag vom König in Abschiedsaudienz empfangen. d i e r t worden ist. Ter Wachsprrr'ch des Schifsahrtsrats wird spL- ter bekanntgegeben werden. Aus dem Reiche- Mehr Einmachzucker. Berlin, 17. Juli. Durch den Erwerb von Zucker h* der Ukraine, von dem eine gewisse SNenge in Deutschland bereits eingetroffen ist,, wird es möglich, nicht nur die Süßigkeitenindustrie in dem zu Anfang des Wrrt- schaftsjaches vorgesechnen Umfange weiter mit Zucker zu beliefern, svndenr auch die bischr ausgcteilte Einmachzuckermenge von 600000 Doppelzentnern auf die vorjährige Menge von 900 000 Doppelzentnern zu erhöchn und außerdem eine Menge von 150 000 Doppelzentnern den Bundesregierungen firr besondere Zwecke (Ausgleich von Härten- Versorgung von Krankenanstalten, gegebenenfalls aml> zum Ersatz für die ausfallende Brotmenge) zuzuteilen. Die Roichs- zuckerstelle wird die Bezugsscheine sofort nach Beendigung der Verteilungsarbeiten herausgeben. Durch diese Sonderzutei-- lungen erledigt sich auch die vielfacl) erhobene Frage, was mit dem Ukraine-Zucker wird. Es ist bei dem gesamten Stande der Ernährungs- und Zuckerwirtschast ausgeschlossen, diesen Zucker in den freien Verkehr zu bringen, weil die öffentliche Zuckerwirt chaft ihn nicht entbehren kann. Er ist wie der inländische Zucker der Reichszuckerstelle für ihre Verteillmgs- zwecke zur Verfügung gestellt. Eine gewisse Schmierigkeit macht dabei^ die Ausbringung der sehr Iwhen Kosten des Ukraine-Zuckers. Um den allgemeinen Verbrauch der Bevölkerung nrcht ixunit zu belasten, werden von bestimmten Grichpen von Znckerempsängerri, in erster Linie von der Sn ßig'keiten.industrie, erhebliche Zuschläge erhoben. Eoeiflern Mm Trotz den vollen Beweis der Arbeitsfähigkeit er- vrrngQr und sich selbst erhalten möge. ^Lebhafter Beifall links Ter A?rnrsterpräsident wird beglückwünscht.) Die Aussprache. .Ter tschechische Sozialdemokrat Tusar bemerkte, die Ans- suhrungen des Mmisterpräsidenten, der sich heute als deutschnat^ naler Miniiterprä,went vvrgestellt habe, seien nur geeignet neue nationale Kämpfe hervoMirufen. Der Redner bezeichnet« Me Verleumdungen der kaiserlichen Familie als Niedertvmcht Ter Deuts^Nationale Waldner betonte: Der Minister- vrasideill ist erst durch das Verhalten der slawischen Parteien zum deut, chen Ministerpräsidenten geworden, als den, er Ilch heute m Sätzen bekannte, ivie sie mmrumontaler und erquicken-« bet noch nieaus dem Munde des österreichischen Ministerpräsidenten gekommen srnd. Da wir die Ueberzeugung haben, daß in seiner Persönlrchkeit und rn seinem Charakter die Gewähr für die Beibehaltung des jetzigen Kurses liegt, halten wir zu ihm. In Besprechung der geplanten Verfassungsreform erklärte der R'dner 1 «de Staatsreform werde die Gewähr in sich tragen Müssen daß das deull'ch-österreichische Bündnis, welches ein Element des 'Friedens geworden sei, ewigen Bestand erhalte. Ter Christlich-Soziale Jerzabek erörterte die detitsch-bSH- mtschen Verhältnisse. Der deutsche Sozialdemokrat Ellenbogen besprach das Das Schicksal der Deutschen in China. ^de^lin, 18 Juli. Tie Nordd. Mg. Ztg. schreibt über k?* Deutschen in China: Wie aus den dm Wschlnß der deutsch-englischen Vechand- Geftmgenenaus tlUlsch erst Mich ist, hatte der deutsch^ Vertreter gefordert, daß jMe TeutsckMn sir China nicht i ^ cmderen Ländern abttansportiert wür- m ll v Michrrcht bestätigte erfreulicherweise die vor einigen verösfentlrckite Mrttellung, daß der von den eurv- pauchen MesimciMm, vor allein von England verlangte Ab- llansport l^r ^inadeutschm nach Australien "noch in letzter Stunde vertzuuert wordeir ist und ztvar infolge der Androhung von Ver- •' tnb . vvr allem irrsolge des Zusammenhanges -refer Angelegenhnt mll den Haager Verhandlungen, an fcvatert nn ^vteresse hatte und die da jetzt auch gluckttch zum dkbschluß gebracht worden sind. ^England bereitet sich daraus vor, bei Aufnahme des Welt- h.mdelsverkchrs nach Friedensschtuß den.Handel in China an sich ’ Sö der Wohltällgkell. Das Wandev- cheater des XVIII^A. K. gab vor gut besuchtem Hause ein Gastspiel znm Besten der helmkchrenden Kriegsgefangenen. Das Drv- gvamm war mannigfaltig und recht gut ausgewähsi, und die Dar bietungen der bis aus zwi-i Damen aus Feldgrauen bestehenden Truppe stellten anevkennenstoerte Leistungen dar. Zu erwähnen sind die Liedervvrtragc von Frl. Klein, Ldstm. Drepka und Ldstm Hof mann . der Löwes „Priry Eugen" sowie das Trinklied aus» Es 'LÄ^^en Werbern von Wrndsor" sehr gitt zu Gehör brachte. Der heiteren Muse dienten die Rezitationen des Ldstm. Lustig, die manchinal etwas derben, aber gutgememllm Darbietungen des Ldstm. Hirsch sowie das gelungene hmnorisllsche Terzett ,Ter Bruder Dick von der Rcgimmtsmusif" (Ldstm. Ka p pen m a cher.. Hrrsch und Musk.. Hees-), die alle mit stürmischem Beifall' ausgenommen wurden. Rocht ansprecl-end waren die Vorttäge des Quartetts (Ldstm. Rothenburger, Hennig, Glaß- r und Hof mann), das ebenfalls großen Beifall erntete. Tw musikalische Begleilling lag m den sachkuiidigen Händen eines feldgrauen Piainsttn, dessen Leistungeu ebenfalls erwähnt zu werden verdienen. Aen zioeiten .Teil chs Programms bildete eirs gespielter Einakter „Treue um Treue", der seinen Stoff der Gegenwart entnimmt und besser, Wiedergabe sich durch gutes Zusammenspiel der Darsteller arlszeichnetc. Es ist die Geschichte unes aus russischer Gefangenschaft zurücklehretrden Kriegers, dem ferne Braut trotz großer Hindernisse die Treue gehalten hat und deren Aush-arren dadurch belohnt wird, daß ihr Vater den Plan ferne Tackscher an einen reichn Großbauern zu verhettaten, auf- gtM und scrne Einwilligung zur Cche mit dem zurückgekehrten Kineger erteilt. Die Hauptrolletr lagen in den Händen von Frl .ülern Frl. Leux, Afftm. Hofmann. Hustig und Musk £ e *J'cc- lOTt ’ gesagt schime Leistrmgeii darboten. Ebenso waren die Nebenfiguren gut besetzt. Zu frwäh.ieu wäre Ldstm. Hrrsch dessen Gendarm Wuppdich durch die überroLlllgende Komik das Publikum zu immer neuen Heiterkeitsausbrüchen veranlaßte. Es war ein wiMich gebimmener Abend, und es wäre zu wünschen, daß der Erlös, der dazu beftimmt ist, den heimkehrenden Kriegsge- sangenen zugute zu kommen, recht bettächtlich ausgefallen rst. m - ^Eue Schnellzüge Franksürt - und Leipzig- L-chnellzugverbindungen werden jetzt fortgesetzt verbessert. So konnten soeben !nieder versckstürene neue Züge urrL Berbindungeii genehmigt werden, die den Strecken zwischen Frankfurt a. JJL Und Berlin sowie zwischen Leipzig und Berlin zugute kommen. Don rttankfurt nach Berlin wird ein neuer Nacht-Schnellzug eingelegt Er geht von Frankfurt 9.27 und ist in Erfurt 9.03, in Halle 5.24 uiü> in Berlin 8.15. Von Berlin geht jetzt ein D-Zug 4.24 nachm, bis Halle an 7.27. Er wird von dort 7.37 weitergeführt, so daß er in Erfurt 10.16 und in Eisenach 11.45 ein* trifft. Von Bebra nach Frankfurt wird ebenfalls ein neuer O-Zug erngelegt: ab Bebra 12.01 nachm., an Frankfurt 3.42. Der Tagesschnellzug von München nach Berlin erhält Aufenthalt in Bitterfeld, um einen Anschluß aus Leipzig aufzunehmen. Bei dieser Verbindung werden auch durchgehende Kurswagen von Leipzig nach Berlin gefahren. Diese dienen als Ersatz für die bisherige Perscmenzngverbindung von Leipzig 7.04 nachm, mm Anschluß in '-Bitterseld cm den v-Zug aus Halle 7.29 nacAn.. der in Wegfall kommt. Der Münchener v-Zug geht von München 3.00 und kommt über Nürnberg urrd Halle 8.06 nachm, nach Berlin Zur Verbesserung des durchgehenden Verkehrs verlieren die Personenzüge von Halle 5.57 nachm, nach Naumburg und von Weißenfels 6.30 nachm, nach Halle ihren Aufenthalt in Leirna Für den örttid^cn Verkehr dienen besondere Züge. ** Ausreise von früher internierten Franzosen. Zivil Personen ftanzösisck)er Staatsangehörigkeit können nach der Vereinbarung Zwischen der deutschen und der französischen Regierung unter gewissen Bedingungen die Ausreise mis Deutschland antretew Es gilt dies für die, die zu ttgendeiner Zeit seit Beginn der Feindseligkeiten rntennert waren und später ermäch^ tigt worden sind, frei in Deutschland Ui leben Wenn solch« Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen so mü,sen sie spättstens bis zum 15. Wgust ein schriftliches i?)efnch an das stellvertretende Geniwalkomniandr» richten das für ihren Ausek'chaltsort zuständig ist. Das Gesuch kann auch an dre Körna- lrch spanische Botschaft in Berlin gerichtet werden. In dem Gesuch sind anMugeben: Name, Vorname, Geburtstag und Geburtsorts Zell u,ch Ort der Jnttr-nieriing, Zeitpunkt der Entlassung aus bet Witterlneruilg, Wohnort ober ständiger Msenthaltsort vor dem Kriege, Ort, nwhin sich die Zivilperson zu begeben wünscht. ** TabakgruN doppelt fteuerpflichitiF. TaLakgr« entsteht bei der Herstellung von Zigarren. GS lind nun Zweifel darüber entstanden, ob dieser Stoff zigarettensteuerpflichtig ist. wenn feine Zerkleinerung durch Zerbröckelung usw. von Tabakblättern auf dem'Lager oder während der Bearbeitung entstanden; ist und ferne Schnittbreite 2 Millimeter oder weniger, sein Klein- nerkansspreis mehr als 8 Mk. das Kilogramm beträgt. Das Rcictzsschastamt und der Finanzminister sind übereingekommen, dre Steuerpslicht zu bejahen. Nach den Ausführungsbestimmitngen ui der Zigarettensteuer ist es gleick)gültig, auf welä-e Weise der Tabak eine Schnittbreite von 2 Millimeter oder weniger erhalten hat. Für die Beurteilung dieser Frage kommt der Umstand nicht in Betracht, daß der Tabak, von dem der Tabakgrus herstammt, bereits dem Wertzollznschlag unterlegen hat. Eine Vergütung des Zollzuschlags kann nicht gewährt werden. Landkreis Gießen. **^,Grünberg, 17. Juli. In diesen Tagen ward hier wieder die evangelisch-lutherischc Konferenz abgehalten. Sie war gut besucht. mehr als 30 Geistliche waren erschienen. Pfarrer Bernbeck- Okarben hielt die Eröffnungsansprache. In einem Vortrag beantwortete Pfarrer S c r i b a - Wetterfeld: „Was hat Luther von der Buße gelehrt?" Pfarrer Mickel-Allendorf hielt die Abendandacht und Pfarrer Koller-Kelsterbach die Morgenandacht. Am Abend ^schilderte Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg den Charakter des alten Hessischen Kirchenblattes, welches uns ein Bild der früheren. Arbeit unserer Konferenz gibt, die auch für die Gegenwart Anleitung gibt. Am Morgen ioard vom Vorsitzenden, Pfarrer Nebcl- Laubach, das zeitgemäße Thema: „Luther, der Krieg und wir" anschaulich behandelt. ** Leihgestern, 17. Juli. Gefreiter Ferdinand Freiherr v. Foullon .welcher kürzlich aus russischer Gefangen- ichaft zurückkehrte, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Dormeister Helmut Freiherr v. Foullon wurde zum Korporal befördert. Kreis Büdingen. 4t- Leid hecken, 18. Juli. In einem Friedberger Lazarett starb nach schwerer Krankheit der Musketier Rudolf Bischofs. — Echzell. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt der Gefreite Fritz Oftyeim, das Eiserne Kreuz 2. Klasse der Kanonier Hermann Präfried, die Hessische Tapferkeitsmedaille der Musketier Adolf Holler. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag Übernachtete eine fremde Frau in einem hiesigen Gasthause und nahm bei ihrer Abreise eine Anzahl wertvoller Kleidungsstücke mit. — Büdingen Kanonier Hermann Müller erhielt das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeitsmedaille. Das Ergebnis der Schul- Zeichnungen zur 8. Kriegsanleihe stellt sich im Kreise auf 105 810 Mark. — Eckartsborn. Das Eiserne Kreuz erhielt der Kanonier Philipp Klier. — Altenstädt. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Sergeant Wilhelm M e i - des, zum Ihntervssizier befördert wurde der Gjesreite Heinrich Meid es, Inhaber des Eisernen Kreuzes, der Hessischen und Oesterreichischcn Tapferkeitsmedaille. — Nreder-Mockstadt. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeitsmedaille, er- f)ielt der Gefreite Wilhelm Bauer. den Himbeeren der Fall, und mit den Brombeeren wird das nicht ausbleiben. Unter allen Geleearien ist das 5) imbeergelee das beste und hat das feinste Aroma. Sein Ausfall ist auch ein Verlust, den aber auch geringe Leute erleiden. Besser sind die Erträge von Stachel- und Johannisbeeren, die allerdings nicht so Gemeingut sind, wie Him- und Brombeeren. # Ulfa, 18. Juli. Fürs Vaterland starb nach 47mona-, tiger treuer Pflichterfüllung der Wehrmann Heinrich Schmitt II. Kreis Alsfeld. = Alsfeld, 17.Juli In Hopfgarten schoß ein Schuljunge dem Söhnchen des Landwirts Dahmer beim Bogenspiel einen Pfeil ins Auge. Dem schwerverletzten Kinde mutzte das Auge in der Göetzener Klinik entfernt werden. Kreis Schotten. Up Ans dem Vogels berg, 17. Juli. Wiederholt wurde daraus hin gewiesen, daß das ftarßc Abstreifen der Him beer- und Brombeerblätter die Beerenernte vernichte. Das ist tatsächlich mit Rainrod. Der Reservist Friedrich Theiß erhielt das Eiserne Kveuiz 1. Klasse, früher das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die Hessische Tapferkeitsmedaille. # Schotten, 18. Juli. Die hiesige Bezirkstaffe setzt in diesem Jahre itneber Geldgeschenke fe stfür Dienstboten, die mindestens fünf Jahre ununterbrochen bei ein irnb derselben Herrschaft im Dienste gestanden und sich durch Sittlichkeit, Treue und Fleiß ausgezeichnet haben. Kreis Friedberg. ----- Bad-Nauheim, 17. Juli. Tie Verfügung über die Einschränkung des Freindenverkehrs — LLusentl-altsdauer nicht län- rer als vier Wochen — ist bisher vvn den meisten Kurgästen nicht beachtet worden. Das Polizeimnt richtet deshalb an die Fremdem noch einmal das dringende Ersuchen, den entsprechenden Vorschriften unverzüglich nackj-zukommen, andernfalls mutz die Aus- wieisung der betreffenden Personen erfolgen. -st- Ober-Wöllstadt, 18. Juli. Nach vierjähriger treuer Pflichterfüllung starb der Gefreite Georg Ewald, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der .hessischen Tapferkeitsmedaille. — 92 ie* d er - Flo r sta dt. Gefreiter Karl Kk e i n erhielt das Eiserne Kreuz. — Griedel. Zum stellvertretenden Bürgermeister wurde der Gemeinderat Vissel ernannt und verpflichtet. — Friedberg. Nach schrverer Verwundung starb in einem Feldlazarett der Telegraphist Karl Lang. Hessen-Nassau. --- Frankfurt ct. M„ 17. Juli. Mit einem Aktienkapital von 2 Millionen Mark beabsichtigt eine in Bildung begriffene Gesellschaft die Gründung einer großen Reparaturwerkstatt für La stund Personenkraftwagen, mit der ein Verkauf von Zubehör- und Ersatzteilen und Betriebsstoffen verbtmden werden soll. Ferner sollen große Hallen mit Räumen für 50 Personen- und 70 Lastrvagen errichtet werden, eine Fahr- und Monteursckxule soll angegliedert werden, und für später ist auch die Einrichtung von Ueberland- vjerbindungen für den Güterverkehr des benachbarten Wirt- ßchaftsgMedes eventuell auch von Personenwagenlinien: nach den T au nusb ädern und dergleichen in Aussicht genommen. Die großzügige Anlage, mit deren Bau nach Kriegsende begonnen werden soll, wird sich auf eiuejm der Stadt Frankfurt gehörenden Gelände von 16 500 Quadratmetern Größe erheben. ----- H ö ch st a. M., 17. Juli. In der Stadt ist abermals eine Wassenrot insofern ein getreten, als ein Brunnen wegen Verunreinigung ^schlossen werden mußte. Das Wasser ist nach bem Gutachten des Frankfurter Chemikers Dr. Popp zwar nicht gesundheitsschädlich, schmeckt und neckst abec mulmig. Da der im Aru biegrifsene neue Brunnen erst in etwa 10 Tagen betriebs- flertig ward, ordnete die St-adtverwalttmg eine erhebliche Einschränkung des Wasserverbrauchs an. Falls die Bürgerschaft der Auf- fordernng nicht Folge leistet, wird künftig das Wasser nur noch zir bestimmten Stunden abgegeben. ---- Wiesbaden, 17. Juli. Die Kgl. Preußische Hofschauspielerin Elfriede Bayr Hammer, die in Gießen ihre Künst- lerinncnlaufbahu begann, ist Dienstag früh nach kurzer schwerer? Krankheit Hierselbst verstorben. Die hochgeschätzte Künstlerin, die aus Mainz stammte, war die Gattin des Kgl. Sächsischen Hvf- schauspielers Max Bayrhammer. Meteorologische Beobachtungen der Station Gletzerr! Juli 3918 Ti » u c ° ^ o a a S et m u a~ « 3 W «t ■'* P || 5,1 31 «w 2 K | 05 l c 1 B £ ‘Ö a .5 fSa ml iSi W«tter 17. 2" 30,9 12,1 36 7 Wechselnd bew. 17. 9" — 26,1 14,7 68 — • — 10 abends Gewitter 18. 7" 22,3 *14,7 74 7 nachts wolkig. i > Höchste Temperatur am 17. bi» 18. Juli 1918 --- -f 25ch« C. Niedrigste „ „ „ , , „ 1918 ----ft 20.0' G. mm . I ■ . n T ff rft 4 m m yfflsU föfftf* * Gin. Stadt zu verkaufen. Daß «ne ganze Stadt aus einmal verkoärft wird, das ist 'vvhl in keinem anderen Land« möglich, als in England, wv bekanntlich der GroßscundbesÄ eine so ungchmre Macht an fick, .gerissen .hat und den Leutes mit den Riesenv-ermögen ganze häuserviertel der Großstädte gehören. Im herbst ist, lvie der „Daily Expreß" meldet, die Statt) Shastesburt) in Tors et ziu verkaufen. Sie gehört gegenwärtig dem Lord Stalbridge und umfaßt ein Rachaus, eine Bank, eine Poit, mehrere Gästehäuser und viele stattlick-e Privathüuser. _ Amtlicher Teil. Verordnung. Auf Grund der 88 4 und 7 der Verordnung über Ge- müle, Obst und Südfrüchte vom 3. April 1917 (Reichs- Gesetzbl. S. 307) wird mit Wirkung für das Reichsgebiet bestimmt: 8 1. Rhabarber darf nicht mit einem längeren Blattansatz als bis zu 3 Zentimeter in den Handel gebracht werden. Mairüben. M öhren und Karotten dürfen mit .Maut nicht in den Handel gebracht werden. Soweit Mpirüben, Möhren und Ksarotten von der Erzeuger stelle aus kurze Entfernungen mit Fuchr- wierk oder auf andere Weise, jedoch nicht mit der Bahn, an die Llbsatzstellie, insbesondere auf öffentliche Märkte, befördert werden, ist der Absatz mit Kraut bis aus werteres zugelaffen. 8 2. Zuwiderhandlungen werden gemäß 8 16 der VervrdmMg vom 3. April 1917 mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. 8 3. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kruft. Berlin, den 20. Juni 1918. 537W Reichsstelle für Gemüse und Obst. Der Vorsitzende: v o n T i H y. Bekanntmachung. In Abänderung unserer Bekanntmachung vom 29. Mai 1318 lverden die darin festgesetzten Erzeuger-, Groß- und Kleinhandels-! preise für Himbeeren, Brombeeren, Preßhimbeeven und Pretzbrom- beeven, Heidelbeeren, Reinellauden, Mirabellen, Pfirsiche, Aprikosen, Frühäpfel und -Birnen, Pflaumen und Fallobst ausgehob«l! und mit Genehmigung der Reichsstelle für Gemüse und Obst wie folgt neu festgesetzt: Obstsorte Erzeuger- Grotzh.- Preis Preis Kleinh.- Preis 1,73 1,73 0,85 0,77 0,87 1,73 0,95 0,60 0,30 0,15 .Himbeeren 1,20 1,50 Bromb«ren 1,20 1,50 Heidelbeeren 0,50 0,75 Remeklauden 0,50 0,65 Mirabellen, auch Spillinge 0,55 0,75 Pfirsiche und Aprikosen I. Wahl 1,20 1,50 dlo. - II. Wahl 0,60 0,80 Früh-Aepfel imd -Birnen und Pflaumen I. Wahl 0,40 0,50 Pflaumen II. Wahl 0,20 0,25 Fallobst bis 31. 8. 18 0,10 0,12 Vorstehende Preise beziehen sich aus das Pfund und auf marktwertige Ware erster Güte. Ileberschreitung vorstehender Höchstpreise werden nach dem Reichsgesetz vom 4. August 1914 in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 191.7 (R.G.Bl. S. 516) mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu 10000 Mark bestraft. Eine Ueberschreitung der.Höchstpreise kann auch in unzutreffender Sortierung des Obstes erblickt werden. Darmstadt und Wiesbaden, den 13. Juli 1918. 5371V Landesobststelle für das Großherzogttrm Hessen. Dr. Wagner, Ministerialrat. Bezirksstelle für Gemüse u. Obst f. d. Regierungsbezirk Wiesbaden. T r o e g e, Geheimer Regierungrat. Freitag den 19. Juli 1918, abends 8 Uhr zum Besten für die Hinterbliebenen der Gefallenen des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm" (2. Großh. Hess.) Nr. 116 ausgeführt von der Garnifonkapelle (verstärkt auf 50 Mitglieder Stteich- orchefter) Dirigent: Herr Br. Herrmann, Solist: Herr Ferd. Kaufmann (Violine) z. Z. Schloß Lich Programm: Werke von Beethoven, Bruch, Grieg, Kreisler Wagner, Sarasate, Wieniawski Karten zu 4, 3, 2, 1 Mk. nur im Vorverkauf bei Challier. Neuenweg Busse Keller Major und Batls.-Kommandeur Oberbürgermeister des l. lkrs.-Datls. I.-R. Nr. 116 Generalmajor 52161) Sonntag den 2 \. d. m. finden in dem Garten des Gastwirts Siegler z« wiefeck („Ium kühlen Grund") statt. Ausgeführt von Mitgliedern der Garnisonkapelle Gießen. Nachmittags von 4—6y 2 und abends von 7 1 / g ~i0 Uhr Kaffee Ernst Ludwi Inh.: Aus* Rath t W Heute Simmentaler Bulle Konzert Eigene Konditorei« 19 Monate alt, fprungfäbtg. zu verkaufen. 6370 Christoph Hügel, Landwirt in Laubach Mberhessen». Milchwagen fast neu, für 2 Pferde, z. verk. Karl Kitt« 055M Ettingshausen, Kr. Metzen. Fast neuer, echter Smyrnateppieh zu verkaufen 03514 _West-Anlage 5 6, HZ. 1 Sottstelle m. r., ^Tische, 2 Zithern z. vrk. Aliceftr. 20« ^'Kinderbett ^k. Zu erfragen i. d. Gefchäftsst. des Gien. Anz. _E ,i310 i Eine wenig gebrauchte zu verkaufen Lindenplatz 8. Eine wenig gebr. große LihiitiStr-ND^sftiire verkauft Ferd. Nennstiel, 03518 _Blo ckfir. 7,1. Eine gebr. Schuhmacher- Nähmaschine zu verkaufen 03507 Wctzlarer Weg 89. 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Geographie 13.Gut Eirglisch 14.^utFranzöfisch Ib.DerguteTonic.irochbuch. 16v,rxiigl. Lehrbücher. ,us. M. 21. einzeln M. 1,40 Rachn. k. Schwa»-, Le «»..Berlin 14 Wir liefern auch jede« andere Buch (4871ss> Krankenwärter Knchenmädchen und Hausmädchen für Stationen sucht per sofort Kgl. Mediz. Universitäts - Klinik Marburg. Offerten an die Verwaltung der Medizinischen Klinik. __ _ _ 5*I.D I '■Sftwanbtea, Freunden und Bekannten dre traurige Nachricht, daß unser einzige- tnntgst- geliebtes Söhnchen und Enkelchen Richard tm Alter von 1% Jahren nach kurzem Kranksein heule morgen 8'/. Uhr sanft entschlafen ist- In tiefem Schmerz: Adolf Drescher und Frau Johanna geb. Luch und alle Angehörigen. Gießen (Schillerstraße), den 17. Juli 1918. Die Beerdigung findet Freitag den 19. d. M.' nachm. 2V t Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 03517 Gestern nachmittag 4 Uhr verschied nach längerer Krankheit unser liebes Töchiercheu, Schwesterchen, Enkelchen und Nichtchen Lina Marie Schnabel tm Alter von */* Jahren. Die trauernden Eltern: Ferdinand Schnabel o. Frau geb. Herzberger. Wieseck, den 18. Juli 1918. Die Beerdigung findet nachmittags 3 Uhr, vom reitag den 19. Juli, sterbehause aus statt. 03539t Danksagung. Todes-Anzeige. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, unsere innigstgeliebte, unvergessliche Schwester, Sohwägerin und Tante Fräulein Christiane Preoschen nach kurzem, schwerem Krankenlager abzurufen in den ewigen Frieden. Im Namen der tieftrauernden Geschwister: Alfred Prenschen, Geh. Forstrat. Giessen (Ludwigstrasse 18 II), den 18. Juli 1918. Die Beerdigung findet Freitag den 19. Juli, nachmittags y 3 4 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen 5363 Für bte vielen Beweise herzlicher Teil, nähme bet dem uns so schwer betroffenen Verluste meines lieben Gatten, unseres lieben Vaters. Bruders, Schwagers, Onkels !und Neffen sage ich auf diesem Wege meinen innigsten Dank. Im Namen aller Angehörigen: Luise Schnecke geb. Rose und Kind. Nachruf. Am 16. Juli & J. entschlief unsere Hausdame Fräulein Christiane Preuschen nach kurzem, schwerem Krankenlager. Stets waren wir der Entschlafenen von Herzen dankbar für die unermüdliche Treue und Umsicht, mit welcher sie lange Jahre hindurch in unserem Heim gewaltet. Ihr Andenken wird segensvoll unter uns weiterleben. Verein für Säuglingsfürsorge. Frau E. Bichler, Vorsitzende. Gießen, den 17. Juli 1918. ü Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden ihrer lieben Mutter sagen innigen Dank kmg Wkckl j. Z. auf m,a°b A Wer«. Am za. MM. Gießen (Dammstr. 45), 18. Juli 1918. Statt besonderer Anzeige. Für die herzliche Teilnahme an dem schmerzlichen Verluste unserer lieben, guten Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Fra» GHfäWjc Litö geb. Möhl sagen wir allen hiermit unseren innigsten Dank. Die fraiiernDcn Hinterbliebene». m Laßt sie ruhen in Frieden, sie hat nur Gutes getan. Unsern Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass heute morgen unsere herzensgute und unvergessliche Tochter, Sohwester, Schwägerin und Tante Jda Schmidt nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Obersteiger H. Schmidt und Frau Emilie Raab Ww. geb. Schmidt Lina Raab geb. Schmidt Otto Schmidt Wilhelm Raab, z. Z. in Urlaub Walter und Herta Raab. Weckesheim, Trais-Horloff, Ludwigshafen, 17. Juli 1918. Die Beerdigung findet statt Freitag den 19. Juli, aach- mittags 3 Uhr, in Trais-Horloff bei Hungen. 5365 Bilanz am 31. Dezember 1917. Gießen, den 17. Juli 1918. 08821 Käse-Verteilung. Von Freitag den IS. brs Dienstag den SS. Juli einschließlich gelangt in nachstehenden Geschäften Käse -ur Verteilung: 1. Noll, Gebrüder, Bahnhofstraße, 2. Plack, Adolf, Neuen Bäue, 3. Reuter, Hrch., Ludwigsplatz, 4. Rüdersdorf, K., Bismarckstraße, 5. Seidel, Karl, Frankfurter Straße, 6. Seibel, Jobs., Ludwigsplatz, 7. Schade L Füllgrabe, Bahnhosstrahe, 8. Schade L Füllgrabe, Ludwigstraße, 9. Schäfer, N., Ww., Kaiser-Allee. Der Verkauf des Käses erfolgt nur gegen Vorlage des Bestellausweises der Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugabschnittes Nr. 3. Auf jeden Abschnitt ent- -fällt ein halber Käse zum Preise von 40 Pf. Die Kunden der nicht aufgeführten Kleinhandels- ge,chatte haben den Bezugsabschnitt Nr. 3 der Lebensmittelkarte auszubewahren, da sie beim Eintreffen weiterer Käsesendungen gegen Ablieferung des Bezugsabschntttes sNr. 3 beliesert werden. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die eingegangenen Bezugsabschnilte Nr. 3 bis spätestens Donnerstag 'den 28. Juli l. I. dem Städl. LebenSmittelamt, Zimmer .Nr. 12, abzuliefern. Gießen, den 17. Juli 1918. ' Ter Oberbürgermeister (LebenAmitdelmut). Bekanntmachung. Jch verweise auf die Bekanntmachung tm KretSblatt Nr. 81 des Gießener Anzeigers vom 12. d. M. betr. Bronzeglocken und Orgelpfeifen. Gießen, den 17. Juli 1918. 53818 ^ Oberbürsermeisler. J,P.: KrenzLern. I Fendt. Berlett. G. Kohlheyer. Vermögen. Darlehen gegen Hypotheken Bestand an Staatspapieren Darlehen gegen Schuldscheine Zedierte Güterkaufgelder Immobilien Kassevorrat, verzinsliche Ausstände, rückständige Forderungen Schulden. Geschäftsanteile Ausgenommene Kapitalien Schuld der Kasse im Konto-Korrent- Verkehr Reservefonds Gewinn-Saldo aus vorhergeh. Jahren Besonderer Erübrigungsrückhalt Jahreserübrigung 1917 JC 855 648.21 177 550.— 944 133.27 63 724.30 ,12 476.— 143 886.55 2 197 418.33 JC 9 942,36 2 058 099.30 68 650.24 37 320.— 13 205.— 3 146.04 7 055.39 | 3 Zimmer [ Hückängstraijio 1 3 Zimmer Mans.»Wohng. au ruhige Leute per sofort zu vermieten. 5351 Rinn, Ost-Anlage 12. 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Zur Sicherstellung der Versorgung des Feldheeres mit Diensthunden und zur Förderung ihrer Nachzucht hat die Heeresverwaltung Futter für die KrtegShunderaffen. deul'che Schäferhunde, Dobermann-Pinscher, Atredale- Terrier.Rottwe ler u. raubhaarige Jagdhundftämme gegen Bezahlung bereitgestellt. Die einzelnen Tiere müfleu eine Schulterhöhe von 48 bis 64 cm besitzen und dürfen tm Alter 6 Jahre nicht überschreiten. Die FutterauSgabe für Heffen-Naffau mit AuSuabme des Resiermrs-berticks Kassel sowie sür Heffen-Darmstadt erfolgt bei der Kriegsbundmeldestelle Darmstadt. Letter Kommerzienrat Hickler in Darmstadt. Dorthin sind Anträge von Besitzern der oben erwähnten Hunderaffen auf Ueberweisung von Futter unmittelbar zu richten. Die näheren Bedingungen werden von don aus mitgeteilt. 5263hv Holzverfteigernng. Versteigert werden: 19- l. M.. aus den Domantalwalddtfrrtkten Schiffeuberg 30, Häuserboru 36 u. 37 und Moster- wiese 44 der Forstwarlet Baumgarlen. ^ Derbstaugeu: Fichte 1. Kl. 10 Stck - 0,96 Fstm.. o 3!' 0'N Fstm.,- Scheiter Rm.: 2,2 Buche Kl.' 14.8 Füchte: Knuvvel Rm.: 1,2 Eiche. 10,2Fichte: Reistg Rm.: 96 Fichte, 4 Weißtaune. 6 Erle; Stöcke Rm.: 52,6 Fichte, L6 Weißtanne. Beginn der Versteigerung am ForsthauS Baumgarteu vorm. 9'/« Uhr. Das Holz wird nicht vorgezetgl. Wettere Auskunft erteilt Großh. Forstwart M e n g e s zu Forsthaus Baumgarlen. Gießen, den 15. Juli 1918. Großb. Oberförtterei Schiffeubers. T r a u t w e t n. —°B Kleine Beamtenfamilie sucht ruhige 3- od. kl. 4-Zimmer- Wobnung. Schriftl. Angeb. unter 03 51 1 an d en Gieß. Anz. S'Zlmmer'Wohnnns von kinderlosem Ehepaar per sofort od. später zu mieten gesucht. Angeb. unter 03451 an den Gieß. Anzeiger. Möbl. Wohn- u. Scklaf' zimmer mit elektr. Licht, Nähe Kliniken, gesucht. Angebote nebst Preis unter 03524 an d. Gieß. Anz. erb. Junger Kaufmann sucht schön möbliertes Zimmer. Schriftl. Angeb. unter 03536 an den Gießener Anzeiger. Kräftige Arbeiter gesucht. Fr. 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Geg.Belohn. abzugeben Walltorttr. »IN. 08513 Hemmklotz bei Güterbahnhof verl. Wiederbringer Belohnung. Hammttr. 6. Leitung: 5355 c Hofrat Hermann Stelngoetter. Sonntag den 21. J«lj, abends 7 1 /* Uhr: Zum lctzien Male: Drei alte SMIeli Operette in einem Vorspiel und 3 Akten von Walter Kollo. Oeffnnng der Theaterkasse Freitag. 19. Juli, vormittags 10 Uhr. oo ooo oo o o ooooc o cooooooooo M. 166 Zroelles Blatt Gießeuer Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Nasche 5teuerarbeit. Die neuen Steuern, t>io bcr Reichstag ;um Schluß seiner Deurimg «mgenommen hat, sind ecki FinanPvrrk, das alle vorher- gcgangenerr an Höl>e und lim sang über trifft. Els cftnzelne Sttuer- vvrlägen und über drei Milliarden neue Steuerlefftung — in diesen Zahlen spiegelt sich cnn befielt die Große dessen, was diesmal im Reichstag vollbracht >norden ist. Dabei ist es besonders beinerkens- lvert, daß ine Erledigung der Vm-lagen vielleicht noch niemals so glatt von statten gegangen ist Die Regierung KMr es von l rühmen ^Gelegenheiten gewöhnt, daß ihre Vorlagen ziemlich zerzaust wurden irnd daß manchmal etwas ganz anderes Gesetz nmrde, als was die Regierrrng geplant hatte Diesmal hat sich der Reichstag l'hne wesentlicl>e Blenderungen mit dem Steuerplcm der Regierung abgefunden. Eckvas streitig bleibt immer das Verhältnis zwischen den direkten und indirekten Steuern. Die Regierung verfolgt den Man, schon jetzt an indirekten Steue-rn unter Dach imd Fach zu bringen, nws wir in Zukunft für das Reich einmal unbedingt brau äie >i werden. Sic niacht also nicht Gelegenheit^ oder Fl laarbeit, sondern arbeitet vor. Sie iveiß dabei.haß man dle direkten Steuern in Zukunft in viel höherem Grade flüssig machen muß, als es bisher geschehen. Der Reichstag stimmt in ferner großen Mehrheit diesem Plane zu, zeigt aber das Bestreben, säwn reift das Verhältnis zwischen direkten und indirekten Steuern nach Möglichkeit an szu gleichen. Sv l>at man auch diesmal dem Me u e r - plan der Regierung eine gewisse Erweiterung nach der drrekteil Seite gegeben. . ^ . Aber davon abgesehen, hat die Regierung ein en^Er folg satt Mts dm ganzen Linie gehabt. Sämtliche indirekten steuern sind rn der Form und auch ziemlich in der Höhe, tvie sie es vorschlug, vom ReiclBtag angenommen lvorden. Bei der Wcinstcucr hat der Reichstag die Herabsetzung, die im Ausschuß beschlossen wurde, wieder rückgängig gemacht. Bei den alkoholfreien Getränken rst die Steuer ettvas gemindert worden. Kakao und Schokolade hat mau von der Zollerhöhtrng ausgeschlossen, sonst aber ist ziemlich alles Wesentliä)e so Gesetz geworden, wie es ursprünglich im Entwurf stand. Auch das Brannttveinmonopol ist dem Entwurf cnftprechend angenommen worden. Die Erweiterung, die der Reichstag vorgenommen hat. geht nicht sehr über den irrsprünglichen Rahmen der Regierung hinaus. Bekanntlich hatte die Regierrrng die Erneuerung dm- .Krie.rsabgabe für die physischen Personen bereits lür den Der bst ins Auge gefaßt. Der Reichstag hat diese Steuer schon jetzt he ran gezogen unter Ausdehnung der Abgabepflicht auf das Mehrernkommen. Im großen und ganzen ivar also diesmal ein ganz ungewohntes harmonisches Zusammenarbeiten der Regierung und des RerckMcrgS zu beobachten. Auf der Regrerungsierte ist nurn von vornlsererir mit einem fest ausgearbeiteten Generalptan vor den Reichstag getreten, und man hat bei aller Nachgiebige keiten in Einzelheiten die große Linie doch zu wahren verstanden. Man wird wohl dieses leichte und reibungslose Arbeiten des parlamentarischen Apparates in erster Linie auf eine Personalsrage zurückführen dürfen. Zum erstenmal hat im Reichsschatzamt ein Parlamentarier gesessen, der nach seiner Berufung ins Amt von vornherein die varlamentarifck^en Gesichtspunkte ins Auge fassen und seine praktischen Parlamentserfahrungen verwerten konnte. U-Nterstaatssekretär Schisser hat zweifellos ein großes Verdi «ist daran, daß die schwere Steucrarbeit diesmal so verhältnismäßig leicht überwunden iverden konnte. Man hat überall, namentlich bei den Verhmrdilirngen im Ausschuß, seine zielsichere und mit den parlamentarischen Verhältnissen vertraute Hand gemerkt. Die Parlamentarisierung der Regierung hat aus diese Weise eme Bewährung gesunden, für die man im Reichsschatzamt wohl tn erster Linie dankbares Verständnis haben wird. _ Aus Stadt und Land. Gießen, den 18. Juli 1918. ** Diebstahl. In der Nacht zunr 16. Juli 1918 wurden in der Rodhermer Straße 3 weiße Herrenirachthomden, ge-. „Happel", und 1 Damennachthemd ohne Zeichen, die cm Garten zum BleutZen aufgelegt waren, enttvender Sack-dienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ** Stadtt h eater. Am nächsten Sonntag abend findet eine nochmalige und zwar die 1 e. tzte Aufführung des hübschen und hier mit so außerordentlichem Beifall aufgenommenen. Singspieles „Drei alte Schachteln" statt. Vorbestellungen bittet m an an die Kasse des Stadttheaters zu richten oder in den am Stadttheater befindlichen Briefkasten einzuwerfen. ** Eine Sitzung her Stadtverordneten findet Freitag een 19. Juli 1918, nachmitia^ 4 Uhr. mit folgender Tagesordnung statt: Mitteilungen; ErriMnüg eines Verkaufs- häus-ck-ens aus dein Grundstück Seltersweg 83 durch Fr. Schmidt; Festsetzung der Preise für Gvabstätteil and der Vergütung für Uckernähme der gärtnerischen Uirterhaltung von Grabstätten: Versicherung der auf deni Larrde untergebrachten Schulkinder; Rechnung der Armenkasse für.1915: Rechnungen der Stadtkasse und der Kasse der Stadterweitcrungsfonds für 1914: Annahme einer Stiftung Kriegsteuerurigsbeihilsen für die Beamten, Lehrer, Bediensteten und Arbeiter: desgleichen für in >en Ruhestand versetzte Beanlte.^sowie versorgungsberochtigte Hinterbliebene von solchen ** ^leuer-Erkläru ngen. Im heutigen Kreisblatt ist ecne Verordnung über die Abgabe von Steuer-Erklärungen abge- üruckt Bei der Wichtigkeit der Verordnung sei an dieser Stelle nackörücklichst daraus verwiesen. ** Die Laubfuttersammlung in den Schul- ferien. Die außerordentlich große Bedeutung der Laubsutter- sammlung für die Schlagfertig Leit icnseves Heeres und für den ungestörtem Fortgang unserer siegreichen Untern ehnmngen wird jetzt in steigendem Maße von den weitesten Volks kreisen gewürdigt. Mit lhingebendem lAißer haben in den letztst Wochen gerade auch in Oberhc ssen und in Gießeic Lehrer 'und Sckfiller sich irr den Dienst der vaterländisckien Sache gestellt. Staunenswerte Mengen vor: Laub- ftitter find von ihnen den Samnielstelleic zugeführt worden. Bekanntlich wird das Laub aus Darren getrocknet, mit Melasse und anderen Nährstoffen vernnscht und zu Futterktichen verarbeitet. In dieser handlichen Form, iveim nötig im Futterbeutes, werden diese Kuchen der Front zUgeführt, zu der etwaige Nachschübe von Wrcsen- heu, auch weirn sie in genügender Menge vm-Han den wären, wegen der gestörteil Eisenbahn und Stcaßen-Berbind.ingen nickst durch- zludringen vermögeit. Der Fortschritt unserer siegreichen Unternehmungen, bei denen die Feldartillerie und auch die Kavallerie eine mehr und mehr ausschlaggebende Rolle spielen, inacht es selbst- «verständlich, daß die Laubsaminlung muh in ben Schulferien nicht frühen darf. In der allerdringeirdsten Weise l-at die Heeresleitung gefordert, daß durch Bildung von Freiwillige,i-Kolonnen das Vater ländisckx Hllfswerk auch in den Ferien fortgesetzt roird Bon ausschlaggebender Bedeutung für den Ausfall des Ergebnisses der Ferienfirmmlung, bei der es sich ja uni leine Spielerei, sondern um die Beschaffung von vielen Millionen von Zentnern wertvollsten Futterstoffes handelt, wird es mm sein, das; die Eltern kreise gegenüber jenem Ausrufe unserer Heerführer ihrer Verantwortung und ihrer vaterländischen Pflicht in vollstem dRaß sich bewußt sind, (Aeioiß bedeutet der dem hoch gestiegenen Werte von Kleidung, Sckmhwerk usw. die Teilnahne der Kinder an der sveüoMgen Laub sammlung ein nicht gering anzn- schlagendes Opfer auch für das Äternl-ans. Da es sich aber nun einmal um die Mitarbeit auf einem der n-ichtigsten Posten des Heimathoeres im entscheidendsten Augenblicke de^ Weltkrieges handelt, so kann an einer allgemeinen hing ebenden Teilnahme der am Heimatorte zurückbleibenden Schaltinder aller Bevöllerungsschich,- ten nickst gezioeifell werden. Der reckst beträchtliche Erlös aus deni zufammeWebvacksten Lcrubfutter wird in den Ferien den fleißigen Sammlern in vollem Umfang zugute kommen. Auch ist zu erwarten. daß unsere Sadtr-rualtn g nach dem Borbilde der Nach- barftädte die Laubsamnllung durch- Zuschüße von Leh nsmitteln an die Sammel-Kolonneic > ordern wird. Kreis Wetzlar. ra. Hermann st ein, 17 I ulr. Die Wiederwahl unseres Bürgermeisters Hedrich wurde amtlich bestätigt. ra. Königsberg, 17. Juli. In früheren Zecken war die Grübe Königsberg die bedeutendste der hiesigen Gegend. Seft 1664 versorgte sie sogar die Ludwigshütte lrei Bievenropf mit Eisen- steirrerl, und noch jetzt wissen Hinterländer davon zu erzählen, wie sie in mühseliger Fahrt noch vor ,venigen Jahrzehnten das Königsberger Erz zur Ludwigs Hütte bringen müßten. Oberhalb Bieber, bei der jetzigen Sternmi'ihle, befand sich noch in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine Sckimelzhütte. Hessen Nassau. mr. Frankfurt a. M., l?. Juli. Die .Handelskammer hat sich mit einer Eingabe cm den Minister für Handel und Gewerbe nach Berlin gewandt, in der uni Verlegung des ReichssinanzHofes nach Frankfurt a. Ri. gebeten wrrd. Frankfurt sei von jeher der Vorort für Südwestdeutschland gewesen, rvenn es sich also darum handele, den neuen Gerichtshof nach Süddeutschland zu verlegen, so müsse Frankfurt in erster Linie vor Rtünchen in Betracht kommen. Der Magistrat hat sich übrigens schon berett erklärt, die nötigen Räume und Baulichkeiten zur Verfügung zu stellen. Jf Marburg, 17. Juli. Die älteste Einwohnerin unserer Stadt, die Freirn Emilie von Schuhbar-MilÄlrng, hat im Alter von 95 Jahren das Zeitliche.gesegnet. — Me Stadtverordneten genehmigten den Haushaltsplan der Kriegswirtschaft in Höhe von 3 367 000 Mk., einschließlich der drei Millionen, welche aus die Einnahmen und Ausgaben für Lebensmittel cmtsallen. ra. Oberscheld bei Dillenlnrr-i. 17. Jnli. Auf der nsk Grude „Königszug" wurde ver 25jährige Bergmann Deißel aus Medenbach durch hervbsallendes Gestein getötet. M ü l l e r s ch e 18. Juli 20” R. Donnerstag, (8. Juli tzstZ adean statt Wasferwärmt: der Lahn um Gevichtssaal. ** Halberstadt, 17. Juli Wegen kvaggonweiser Verschiebung von Lebensmitteln jeglickvr Art, vor allem von Gemüse, ivurden in zweitägigen Verhandlungen die zum Tell in beamteter Stellung stehenden Schieber zu Geldstrafen von über 9 0000 Mark verurtellt. Ter Führer war ein jun.ger Lehramtskandidat Bauch: er erhielt 50000 Mk. Geldstrafe. 13 Monate Gefängnis und 4 Wochen Haft. Ein Beamter der Flugzeugwerke mit Namen Matthes wurde zu 5000 Mk Geldstrafe, der Kauimaim Albrecht von der Brotkommission des Landkreises zu 10000 Mk., ein Kaufmann Voigt, ftäbtifdjer Karroffelkommrsiwnär, zu 750 Mark, der amtliche Bahnspedckeur Nerüwus zu 25via>tcn. Dev neueste LZevieht dev HeeveLte^tung. (WTB.) Großes Hauptquartier. 18. Juli (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nördlich von Lens und östlich Villers Bretonncur wurden örtliche Allgriffe des Feindes abgewrefen Die ragsüber mäßige Geftchtsiätigkeit lebte am Abend auf und nahm während der Nacht zeitweilig südwestlich von sperrt und bei Wiederholung der feindlichen Angriffe östlich von Villers Bretonneux große Stärke an. Bei reger Erkundungstätigleit machten wir nrehrfach Gefangene. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Die Armee des Generalobersten von Böhn stand gestern ragsiiber in schwerein Kampfe. Durch neu he.angeführte Divisionen verstärkt, setzte der Feind von neuem na, Uhr, versteigere ich im Hause Marktvl.n, 3 iolgeude Gegen- bände: 3 gut erhaltene Betten. 3 SosaS. einen rnndcn Ttich nnt 0 Stühlen, einen Niiilhenichrank und andre Haus- itnb .Kiicbcngerätc gegen Barzahlung. Philipp Jäckel, Griinberg i. H. Baduhofitraße äre. '