Hf. <65 u>tA«zeis«>c u )cint täglich, außer comitagf. - Beilagen: StetzenerKamiliendlütleri Nreisdkall jtik ör« Kreis Girtzen. vezugspreic: \ monatl. Mk. 120, vierteljährlich Mk. 3.60; durch Abbole- u. Zweigstellen monatl. Nik. 1.10; durch die Post Mk. 2.60 oiertel- jährl. ausifchl. BesteÜg. Ferrifprsch - Anschlüsse: für d,eCchrrstleitung113 Verlas,Gefckstittcistellebl AnschriftsürDrahlnach- richien: Anzeiger Siehcn. Erster Blatt Mittwoch. \T. M W8 Postscheckkonto: Zrimksnrt a.M. N68b LMml-ÄZeigerfür OderhLMy Sankoerlehr: Gewerbebank Siegen Zwillingsnm-druck «.Verlag: vrühl'jche Umv.Vuch- u.Zteindruckerei R.Lange. Zchristleriung, Seschäftsstelle ».Druckerei: Zchulstr.7. Annahme von AnzelZr» 1 die TageSnummer dis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichketr Zeilenpreije: für örtliche Anzeigen 2bPs.,für auswärtige 30 Ps., ^Ür R e k l a m e n Dlk. 1.— ; bei Plastvorschrift 20 °/ 0 Aufschlaa. pauptfchristleiter: 2lu^. Go cg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und 2 aud, Vermischtesu. Ge- richtsfaal: 2B. Meyer; Anzeigenteil: ö. Beck: sämtlich in Gießen. Die neuen liämpse an öer Würne ?md hei Reims. (WM.) Großes Hauptauartier, 16. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In einzelnen Abschnitten lebte die Karupftütigkeit auf. 5estlrcki t^n Ayiette wurde ein nächtlicher Vorstost, östlich tim .Hebnterne ein stärkerer Angriff des Feindes abgAviksen. Hier staben sich wälsrend der Nacht neue örtliche Kämpfe entwickelt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. ZwHchen Aisn-e und Marne mW östlich von ChLteau- 'WerrH lebhafter Artillerickampf. In kleineren Unternch- nnmgen mW im Vorstost über die Marne südwestlich von Jaulgonne, buchen wir in die feindlichen Linien ein und brachten Gefangene .zurück. südwestlich und östlich von Reims sind wir .-esdern stich in Teile der französischen Stellu n. g e n ein gedrunge n. An den Vorbereitungen für die artil- 'erntische anepMster'.ng lwrten Vermrstungstruppen dejon- juu Anteil. Artillerie, Mineinner ser und Gaswerftr öff- ue ‘\tn durch ihre verni-ckA-ende Wirkung im Verein mit Prm- und Flainnve>nl>erf-'rn der Jnftrnterie den Weg in den Feind. Die Arnree des Generalobersten v o n V ö h n hat zwi- iifeeu Jaulgomre und östlich von Dormans die Marne überschritten. Pioniere setzten im Morgengniuen Suremtruppen über den Fluß und schufen damit die 6)rund- iau: für den Erfolg des Tages. Infanterie erstürmte die steilen Hänge ißuf dem SüLufer der Mrrne. Unter ihrem 'Schun Wllzog sich der Brückenschlag. In stetem Kämpfen durchstiegen wir das zäh verteidigte Waldgelünde der ersten semdlststen Stelllmg und warfen den Feind aus seinen rück- : värt Linien bei CondeLa C h a p e l l e — C o m - blizy — Mareuil zurück. Auch nördlich der Marne entrissen wir Franzosen und Italienern ihre erste Stellung Miststen Av-re und Marne. Wir standen am Abend im ampf östlich der Linie E ha t i l lo n — C uche r y — Cstaumizy. Die Ariuoen der ls^erierale von Mudra und vo n Si- : , m griffen den Feind in der Champagne von Prunay >. ttich von Reims) bis Tahure an und nahmen im Kampf mit deml; unserem Angriff entziehenden Feinde die erste . < nzostsche Stellung. Südlich von N a u r o y — M o r o n - illers streßen wir über die Höhenkette: Corniltet— ntichrrg—Keilberg—Oelberg durch das Trichterfeld der itn-rr gen Früstjahrsschlacht bis an die Rönierstraste nordwestlich von Pros ne § und in das Waldgelände südlich des Fichte serges vor. Oeftlich von Suippes entrissen wir dem Feind das KampffeD der Champagne schlachten zwischen A u- berive und südöstlich von Tahure. Auf unserer An- griffsfront östlich von Reims hält der Feind seine zweite Stellung nördlich von Prosnes—Perthes. Trotz tiefer Wolken und böigen Windes waren die Luststreitkräfte tätig. In niedrigen Höhen griffen Flieger mit ststmrben und Maschinengewehren in den Kampf auf der Erde ein. Sie schossen gestern über dem Schlacht frldc 31 feindliche Flugzeuge und 4 Fesselballone ab. Leutnant Loe wen Hardt und Leutnant Menk- ho ff errangen ihren 36., Leutnant Bolle seinen 21. Lustsieg. Die Zahl der bisher eingebrachben Gefangene »beträgt mehr als 1 3 060 Mann. Heeresgruppe Herzog Albrecht. In kleinen Unternehmungen in Lothringen und Vogesen sowie im Sundgau machten wir Gefangene. Der Erste Generalcmartierrneifter Ludendorff Der Abendbericht. des Flusses ycröen die Gogner, Franzosen und Italiener (!) ebenfalls Raum verloren. Cs läßt sich jedoch noch nichts Abschließendes sagen. Nach frcrnziösischer Dar stzelknng hätten am er ik-anische Truppen im Gegen- anigrrff auf die Truppen des Gerrsral,-bersten v. Böhn „die Lage wieder hergesteUt". Das klingt etwas vorsichtiger als die andere Wendung int französischen Heeresbericht, die D eutschen s eien wieder über den Fluß zurück geworfen worden. Da der neueste deutsche Abendberich: nur kurz heftige (Ä-egenairgrisse des Feinoes an der Marnefront verzeichnet, diirfen wir nicht voreilig triumphieren, sonoerit ntüssen geduldig und vertrauensvoll das Weitere abtvarten. Der Feüw w»ar, wie er selbst verlauten lässt, von Zeit und Qertlichkeit der neuen detl.-tschen Offensive diesmal nicht völlig überrascht. General Fach hat, besonders in der Champagne, die neue, von Hürdenbnrg erlernte Taktik des Answeichens angewendet. Und der französische Bericht triumphiert, der Angriff sei zum Halten gebracht f v or d en. Wir dürfen aber mit Befriedigung feststellen, daß das deutsche Borgehen, erhebliche Geländeschwierigkeiten über- -ivunden hat. Die Marne an f > empfindlicher Stelle zu überschreiten, tvar sicherlich ein großer Erfolg, und die Besetzung des nxrldiaen Höhenstreifens vor Reims dtcrch die Heere v. Mudra Wird v. Ernem war ebieirfalls ein beträchtlicher Gewinn. Englische Kritiker rechnen darnil, daß Reims von den Deutschen genommen würde,' sie messen diesem Verlust aber keine besondere Bedeutung bei. Im übrigen ist es benrerkens- wert, daß Reuter erklärt, es stehe noch nicht fest, ob dieser Angriff als Hauptangriff beurteilt werden müsse. Daß Hindenburg sich keine besondere Mühe gegeben hat, seine Vorbereitungen bei Reims zu verbergen, macht die Engländer stutzig und mißtrauisch. General Vtaurice, der bekannte Getter Lloyd Georges, stellt im „Daily Chronicle^ folgende Möglichkeiten zusammen: „Das Ziel der Deutschen kann sein, die Franzosen zu zwingen, ihre Reserven a u f z u brauchen, und diese aus dem Norden heranzuführen, als Borbereitimg für einen Angriff auf die Front von Amiens oder noch nördlicher. Es kann aber auch die Absicht Vorlieben, die A n g r i f f s b a s i s gegen Paris zu verbreitern. Schließlich könnte auch ein wirklicher Hauptversncl; vor- liegen mir dem Ziel, einen nröglichst großen Teil der frcnrzoirscheu Armee zu schlagen, ohne daß ein bestinmites geographisches Ziel damit verbunden wäre. Jni Augenblick ist es vollständig unmöglich', zu sagen, welcher dieser verschiedenen Wege von Hindenburg eingeschlagen wird. Es ist arlch möglich, daß er selbst noch gar fernen Beschluß gefaßt hat, und erst abwarten will, was er in den ersten Tagen erreichen wird." Tie Spannung br/lommeitbett Tage wird uns erleichtert durch die ruhige Sicherheit, mrt der wir alle militäri- schen Sorgen unseren großen Führern .Hindetrbtrrg und Ludendorff in die Hände legen konnten. Wie viel w^len- der wäre die Ungewißheit, wenn unsere H.'ere von Männern geführt würdcm, die noch tricht die großen Feuerprobctt der Strategie abqeieqt hätten Der österrcichisch-nttflarische Tagesbericht. Wien, 16. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlcuttbart: Im Raume des Stilfser Jochs, nördlich des Tonale-. Passes, in Judiearien und auf der Hochfläche von Asiago steigerte sich der A r t i l l c r t e kampf zu besorwerer Heftigkeit. Im Raume des M o n t e P e r t i e a und des Mont e Solarolo unternahm der Italiener nach heftiger, überfallartiger Artillerieporbereitung vier gewaltige Sturmangriffe. Sie wurden von den braven Truppen der 55. Division teils durch Feuer, teils im Nahkanrpf abgeschlagen. Die Blutopfer des Feindes find auster- ordentlich groß. An der albanischen Front nichts von Belang. Der Chef des Generalftades. Berlin, 16. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) An der Marne front heftige Gegenangriffe des Feindes Oertliche Erfolge südwestlich Reims. Oest- lich ttieinrs ist die Lage unveränden. Eine große Spatrnnng ist über uns gekommen, die si rtoch tricht gelöst hat, da aus dem Bericht unserer Oberste Heeresleitung über den neuen deutschen Augrisfsstoß an d wdarne und im Raume von Reims noch nicht zu entnehmt tst, wohin die Absichten Hindenburgs und Ludendorffs gehe Der erste Kampftag der neuen Offensive hatte ein etwas cr heres Gepräge als unsere früheren Durchbrüche durch d feindlichen Linien, und man ist hertle noch nst rtl der Lage, zu beurteilen, ob es überhau m der Absicht unserer Heeresführer liegt, ^ französische Front ^ - an den näher bezeichneten Kamt Platzen zu durchbrechen.. Wenn englische Meinungen dah laut werden, die Deutschen wollten einen breiteren Ar macfchraum zum Vorstoß auf Paris gewinnen, so h diese Annahme ^ gewiß etwas für sich. Die ne Offensive schließt sist)- örtlich derjenigen an, t voii oer Erftnrmnng des Dametnveges arrsgegatigen tva nur >uro tinseve Trtrppen diesmal nicht auf eitler gerade vorgegangen, sondern sie sind beninht, t Wrntet,.< lrfunig bei Rerms anszurichteti, diese Stadt u^ chreir t"^rberL>iMmgsOÜrtel in unsere Hand zu bringen. Ar I» Ür Cl ^schüirt es, daß, noch bevor Reims, das bin lmfasftmg angegriffen ist, aefalken ist, die Armee d <^tteralobersten v. Aoehn östtici; von Chateau-Tl)ierry a ^imneter Beerte bereits die Marne überschritt fya t . Der Erfolg, der ja wicht nur durch die große '^ahl d Gefaiigeuen auSgodrückt ist, war felf.r beträchtlich, lieber- d Maw !. i|f der Fernd auf rüTtv-ärlige Linien ziierückgewors' tvciobcM und im östlichen Mischtleßenden Gelände nördli ver -deütsche Angriff in der Champagne beweist, so 'heißt es in einer halbamtlichen deutschen Darstellung, von neuem, in welchem Vtaße die deutsche Heeresleitung ihr Hauptziel, die Zertrümmerung der feindlichen Kampfkraft und dos feindlichen Kampfwülens, erreicht hat. In der Schlacht bei Noyon war der Franzose um seine Hoffnung betrogen, durch Kenntms der deutschen Angriffsabsichten und entsprechende Diesengtiederuitg sowie dnr chsofortige starke Gegenangriffe eine Niederlage ztu ve-rlünderii. Am 15. Juli hat er in der lleberzeuguttg, dem Angmff doch nicht standhalten zu kötrnen, sich nach Erkenntnis der dentsck>en Angriffsabsichten ans rückwärtige Steltturgen zurückgLAogen, ohne den eigeullichen Kampf in seinen vorderen Linien zu wagen. Dementsprechend drang der deutsche Angriff' nicht etwa infolge von Verlusten — diese sind durchaus nornral — reicht weiter vor. Der Feind entzog sich vielmehr dent Angtriser und baut «sich mit versammelter Kraft in fernen tiefen Berteidigungsstetlnngctr mehrere Kilometer hinter seiner bisherigen Front auf. bevor der Angreifer auch nuv die bisherigen Kampfgräben überschritten hatte. Damit hat der Franzose fast den ganzen Gel ände gewinn aus drei großen blut igsten Schlachten Preis gegeben. Was er in der Herbst- und Winterfchlacht 1915 mit mehr denn 150 000 Daten und Verwmtdet^m erkairste tmd waD 30 seiner besten Divisionen ür der ztveiteit ^chrilhalste 1917 nrit Opfern errangen, die dem damaligen Oberbefchlshaber NiVekke den Mmen „Bluffaufer" eitrtrugen, das alles gab er fast kampflos an einem einzigen Tage auf. Ter Kern der buntgenrislchiteir Berbandsheere räumt das Schlachtfeld vor dem Gegner. EiNdringliciirr kann das Llnerkenntnisi deutscher Waffenüberfegenheil nicht sein. An der Marne tonnte selbst z-ühester Widerstand den lleber- gang der deutsche?! Sturmtrupperr über den miächügen Fknß nicht lmidern. Der breite Strom, der aus sernenr hohen Südnfer meisfer- Haft eingegrabene Feind, bildeten feilt nniiberwittdliches Hindernis für detr deutschen Angrisfswill'eu. Jtt NngeMmem Bortvättsdrängen nahmen die Truppen der Armee v. B-oehn ihrem Gegner allein liifer mehr als 8 0-00 G-efangene ab. Französtschcr Bericht vom 15 Juli, 11 Uhr abends. Tex heute morgen in der Richtung auf Reims auLgeMe deLLÜche ff hat such rväh- rend des ganzen Tages auf beiden Seiten von Reims mit oteid^c Heftigkeit fortgesetzt. Im Westen von Reims tvuxben hartntätige Kämpfe in der Gegend von Reully—Courthvez-Y—Vassy geliefert. Im Süden der Marne toar es dem Feinde berühmte deutsche Division den ganzen Tag über wiederholt Versuche, den Fluß zu überschreiten, aber alle Angriffe scheiterten unter nnserm Feuer urid fern einziger Deutscher überschcllt hier bis zur Stunde den. Fluß. Tie Zahl unserer Gefangenen bei dem Gegenangriff am Bend-Flusie beträgt jetzt zwischen 1006 und 1500, dartmter ein vollständiger Brigadestab. Ter Kamp' dauert nr diesem Bezirk in der heftigsten Weise an. Die Beschießung von Paris. Paris, 16. Juli. (WTB.) Reuter. Die Beschießung durch das weittragende Geschoß wurde am Mow- tag wieder a u fgeno nr me n. Die 2lmerikaner in Frankreich. Washington, 15. Juli. WTB.) General March gibt bekannt, daß aus den amerikanischen Divisionen in Frankreich endgültig drei Armeekorps von je 225 000 bis. 250 000 Mann organisiert sind. Die Verschiffungen der Truppen nehmen ohne Unterbrechungen im Tempo der letzten Monate ihren Fortgang. Die Luftcrfolgc im Monat Juni. Berlin, 16. Juli. (WTB.) Im Juni erzielten unsere Luftstrcr lkr äf te Erfolge von besonderer Größe. Die Leistungen der Luftstteitkräfte finden ihren sichtbaren Ausdruck in den schußzahlen, die alles bisherige wert übertreffen. 487 feindUcke .st.', zeuge wurden vernichtet, davon blieben 274 i.n unserer Ha, . 250 wurden auf feindlicher Seite zum Absturz gebcackst un s von cg zerstört, 21 wurden zur Landung .gezwungen. Uns«c Flügab- wehrgesckMtze erzielten mit 92 abgeschoss-cnen und 14 jenseits schwer beschädigten, zur Landung gezwungenen Flulgtzeugen ein Ergebnis, das die bislierrge Höchstleistung vom Monat Mai rmr faj, o-re Hälfte übertrisft. Wir büßten 153 Fllrgzeuge, davon am feindlicher Seite 86, und 51 Fesselballone ein. Der Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 16. Juli. Amtlich. Von unseren U-Booten surd im westlichen Teile des Kanals drei Darnpfer unt> ein Segler von zusamnren über 310 0 0 BRD. vern rchte t nwrOen. Darunter befand sick)i der amerikanische Truppen transpvrter Cincinnati (16.339 BRT.), der aus einem großen Transporter- Gclcitzug unter starfei' Äck^crung hcrausgestt>ossen Ter Ehef des Adncrralstabeü. der Martov. PichonS Rede. *Bari$ 16 Juli. kWTB.) Meldung der Agence Havas. Sotrntag nachmittag hat im Rathause eine feierliche Veran- ftaltung zu Ehren der alliierten Mächte stattgefun- VrasiLent Vorn ca re, die fremden Botsckiaf'ter, die Mitglieder der Regierung und zahlreiche hervorragende Persönlich- kelten »oaren anwesend. Es wurden verschieden« Reden gehalten, ^ichon führte im Namen der Regierung folgendes aus' So gern wir bereit sind, durch einen auf der Freiheit der Völker begründeten Frieden den blutigen Streit zu beenden, zu' dem wir herau!sgefordert wurden durch einen heimtückischen Aburriff, so yern wir geneigt sind, mit den Alliiertem jeden autorisierten Vor- fchlag zur Beendigung der Feindseligkeiten zu prüfen, der sich mit unserer Ehre verträgt, und uns die .febührenden (Yenugtuimgen inrtci: würde, ebenso gewiss sind wir aber auch des Triumpl-c-z wrseres Rechtes infolge seiner moralisckien Ueberlegenheit. Tie ventige Feier ist ein neues Unterpfand für die Macht der alliierten Natwiwn. an militärische Macht durch die Stärke ihrer Armeeil, d.ren Bestände unbegrenzt sind und deren Heldenmut und soldatische fugenden die LffwunMrung der Welt hervovgerufen habeii, deren 5-^ung veil Vergleich mit den feindlichen Arineen nicht zn scheuen 1)0.1., die Politische Macht, die bezeugt wird durch Kundgebungen Wie die gegenwärtige, bei der die Gefühle der Einigkeit, von der alle durch die gebieterische Pflicht und den legitimen Zwang zu rarer Verleidigung in den KUieg geschleuderten 9ffgierungen und Zander erfüllt sinM ihren Ausdruck finden als Gründe, die aus der Bert muff und Gedaiiken, die aus dem Herzeil kommen." Da« Attentat gegen de» Grafen Mirbach. Berlin 16. Suli. MTB.) In einem Bericht des Berliner Blllrcru^ der PeterSImrgcr Tclegr-lr'ben-Agrimrr über da-j Ende de» WaKtmer Aufstandes heißt es: Sowjetkongreß die außerordentliche ^ittr des Rades der Volkskomimssare gebilligt hatte verübte ein -gnmfser Bl um kin lmtt Beschluß des Zentralkonrllees der linken ^o^alrevvlntwnare einen Mvrdan schlag. Man der deutsche SÄt- ichafier lvraf Mrrbach zum Opfer fiel. Indem sie diese provo- Siereiide Zat verübten, stützten sich die Linksrevolutionäre wenioer pru u reu Partetapparät als auf die offizielle Stellung, welche'sie M Sowie charter einnahmen. Mll Hile dieser Partei gelangte Mumkiti in die außerordentliche Kommission, für die Kämpfe mit ZFr lfTOTt - ^oine offizielle Stellung anL nutzend, hat er TjerschteMne Dokumente teils sich langeeignet. teils gefälscht, gelangte dann, von fernem Antte gedeckt, in das Gebäude der deutschen Bet raft und verübte dort den ihm vonr Zentralkomitee befohlenen I Bth f aus dcr Ukraure. ' vr ®* r erhielten Einblick in zrvei interessante Briefe eines Ba- ' tmUonsarztes, der verwandtschaftliche Beziehungen zu Gießen hat E rn lebhafte Farben ferne Erlebnisse im Osüen schildert ^t ernem dvefer .Briefs schlecht er: ^ ^ ad? ^ an ?9 I Marschen üzw Eisenbahntransporten sind wir mm am Asowsä)en Meere in Taganrog angekommen. Während ^^ rrÄ^ mehr den ritckwattigen Schutz hatten, kamen wir in iAter Zeit an die Spitze und ruckten infolgedessen sck-on am ersten w mit tn Taganrog ein. Stets waren wir den Bolichennkr hart aus ven Ferfen, unfere eine Batterie hatte auch ern llfffecht mit ihnen, im allgemeinen hielten sie niemals lanae zogen sich zurück. Ein Teil warf stets seine Waffen nahm die N^ske des.srredlrck)en Bürgers cm und blieb in den Orlen zuruck. Doch hatten sie eine ganz tüchtige Artillerie die doch manchmal zu schaffen machte. ' 16 rur 5 lir p 5 J n L erCR Märschen über Poltawa, Kvnstantinow, Lvsowaga- Glaviansk kamen wir zurück durch die fruchtbaren Gebiete der ickswarzen Erde. Ueberall herrliches Ackerland, auf dem Getreide wachst, ohne besondere Anstrengungen. Obenlüchllch ivird geackert K/"' i 0 ** 1 sedeUir alles gut ohne Dünger und besondere Pflege, bebaute Fläche war doch recht befriedigend, so daß int Zerbst.reichlich Getreide zu erwarten ist. Besonders siel auf daß lS.r»AS°" We.aeüMtatnB außerordentlich reichlich ist. Große Strohschober geben Zeugnis lwn der: früheren glänzenden Ernten. Die Gegenden längs der Bahn warm recht geplündert und geleert von den Bolschewik! aber cSLif“ ? aj - lttni l,t Ncher noch viel zu holen. Vieh, Geflügel unter bett Pferdebest-udm hatten Me Bolschewik! sehr gewütet. * ^lemösk und Taganrog fuhren wir durch das ^^ustriegebiet. Die Eroberung dcSselben war unbedingt rwtw-ndig. um für du« Eisenbahnen Kvhlm und Wagen Njoch schlimmer tore rn Deutschland arbeitm hier Me ^ ^ rter ^ 18 m 1 eiÜe l hC Q '?H ^e Herrschaft der Bolschewiki, erner Bande von Zuchthäuslern, desertterten Tschc-chcn, unznstiedcneii ^ öaß richtete sich gegen die Intelligent ÜI Axu^ourden viele Offiziere Rücktritt des Feldmarfchalls Frhr. v. Conrad Wien, 16. Juli (WTB.) Der Kaiser hat folgendes Handfchreiben erlanen: ^Lieber Feldmarschall Freiherr v. Conrad! schwer nur konnte ich mich entschließen, .Ihrer erneuten Bitte - Enthebung Folge zu geben; klingt doch seit Jahrzehnteu rn m.mi/ Wehrmacht vnhmnoll Ihr Name.' Sie Hubert als Erster vatmbreck-end der techrnscdeu Ausbildrmg moderne Wege gewiesen Sie l-aben mt ,z-rieden als Ehes deö Generalstabes urtter schwierigen Berhaltninen wertblickmd eine zeitgemäße Ansgestaltung der Llrmee angebahtU Die Lockiaftung dieser Grtirtdlage errnöglicht es uns 8>cn mm, gegen eine Welt von Feinden ehrenvoll zu bestehen. 2 wahrend des Krieges 'auf dem verarttwortutigs- Een Posten ^ speztell als Eher des Generalstabes - sick-ert . Ihnen für aNe s>e:t emen Ehrenplatz in der Gesckstchte Ihrer Ta.en vollm Wert wird Väter erft Gemeingnt aller tverden. Für tP 1 ^olgreich und auchpferttngsvoll ge- tcrstete Arbett gebührt Ihnen lür immer mein und meiner Wehrmacht uns des Vaterlandes Datrk. Ich ernenne Sie zum Oberst Eer Letbgaröen und erhebe Sie in den erchlichen Grasen- Itölt 0. Ecka^sau., 15.3-uK 1918. Karl m. p GIetä>zett!g wurden ernannt Generaloberst ErzherzvgJo- levv zum Heeresgrnppenkomnr andanten imd Gene- val der Karwlllerie Fürst Alois zu Schönberg -Hartenstein zum Kommandanten einer Armee. Dom Kabinett Seidter. Wien, 15 Juli. (WTB.) In der heutigen Obmänner- ronferenz, Me rn Ämvesenhät des Atinisterprasideuten Tr., c L tb ? cr abgehalten wurde, teilte Präsident Groß mit, daß Me Regierung die Friedensvertrüge mit Rußland, Fiun- . w -md Rumänien eingebracht habe. Auf eine Anfrage über die staber AMmdstunde am. Samstag plötzlich einberusene Berattrng beim NliNisterpräsidenten erklärte Ministerpräsident Seidler, es fsc ivetter nrchls gescnchnt, als daß er das Präsidium beider Häuser Me ,°rtzört waren. Da blich kein WbelWck. keine ZfE? alle Kadetten der Kadettenschule er >Halsen woiden. Die Offiziere hier, 1500, n ' 1 y ernzzuchnen. Auf ihren Paß wurde „Moskau tmr auch^SckMer und Billen, die in furchtbarer fein ^WN'en worden Die Offiziere hier, 1500,' mußten^sich in Listen ^-üv,,en,cyatt, L>parra,lentontrolleuL tertigt zurückgennesen werden mußten.) Die besonderen Verhält Nilse des einzelnen Falles müssen auch hier entsckieiden, insbesondere darr inchk unberiicksichiigt bleiben, ob der bisher beizählte Mietpreis angem-.sse.t oder ob er verhältnisinäßig hoch oder niedrig be- reck-uei nxrr. Auch drc allgemeinen Einkotnmeiisvcrhältnijs c bet V^mied r imb Wter jmb mit in Betracht zu ziehen, ivenn sie auch 1 elbltver«ländlich für sich culein nicht ausschlaggebend fein können. * »s dem MilitärwochenNlatt. Befördert: zum A- d. Ldw.-Feldart. 1. Aulg.: der Vize Wachtmeister Waßmuth (Arol,en! im Feldart.-Regl. 63; zu Lts. dcr Res.: die Vlzeivacht- meistcr: B e r n h a l m (Hannover) im Feldart.-Regt 63, B o d e n - hetmer (Tarmstudt) der Feldart.: Oelrichs, Ober!, a. D. (II Berlin), früher Lt. im Inf.-Regt. 117, zum Hauptmann; zü Leutnants der Reserve: die Vizefeldivebel: Jochim (Tarmstadtt und S ch ö n b e i n (Mainz) der Infanterie ;vonTiedemann Generalmaior, im Frieden Kom. des Jnf.-Regts. Nr. 117, in Genehmrgung seines Abschiedsgesuck^ mit der gcsetzlick^en Pension zur Disposition gestellt. Riedescl Frhr. zu Eisenbach l Ludwig), Rittmeister, im Frieden im Trag.-Regt. Nr. 24, je« bei der Ers.-Esk. d. Regts., der Tlbschied mit der gesetzl. Peniüm. und der Erlaubnis zum Tragen dcr. Uniform des Trag.-RegtM Nr. 24 betvilligl. Schräder, Fest.-Bau-ObeÄt. bei der Fortit pkatron m Acainz, zum überzähl. Fest.-Bau-Hauptmann beförderW . Magerganse. Wie uns das Lebensmitvelamt schrcibD ist der Gcmsehandelsgcsellschast bis jetzt noch nicht möglich ge4 meint, Me auf das Großhnzagrum Hessen entfallende Men>^ Partie m den besetzten Gcs.neu aufzukanßm. Die Gänse seien un übrigen augeirblicklich noch zu jung, unr größere Transporte nuszuhalten. JÖt>r Einfang Septeinber könne nicht angegeben werden. »' ob Gcnise geliescrt werden könnten. Dir Aussicht, daß Me Gätißl, ivirtlich geliefert tverden, erscheint danach nicht übermäßig günstig. ** F r e i b a n k. 18. Juli 1918, 2—4 Uhr, von Nr. 970— 1050^ Gießeuer Haussrauen-Verein. Tie Kochprobe mit Gebauers Einmachgläsern findet D o n n e r s 1 a g den 18. Juli, nachmittags 4 1 / 2 Uhr, in dem Physiksaale der Oberrealschale \taSli SoS Jkrfafjren ist einfach, praktisch und nicht kostspielig. ^ ^ 1 . e ^Essische Obsternte 1918. Den Zasarnmcn- Itellunge't einer Fach^ntichriff zufolge hat .Hessen in diesem Zähre Me jchlechteit-e Aepselernte in ganz Teutschlwtd zu erwarten. Di« beste Obsternte hat diesmal Nvrddeutschlcrnd, das im Jahve 1917 fast ganz ausfrel. j r-t Baugeno ssenschaft 18 9 4. Die diesjährige orbent-J .idK cvetieralvrrianinilung der Baugenossenschaft 1894 fand wn l\ y ! M- lw Saale der Herberge zur Heffnat unter dem Vorsitz des -c-rof. ^r. Krausmüller statt. Den Verwaltung sbericht erstattete der Rechner der Genossensck>ast, Sparkassen konttolleuL ^ gesc^neben und ihnen .gesagt, wemr sie Befehl bekämen^ müßten sie sich sofort dorthin SÄ SE effuhren sie däß SZ „^cMr[aM: i f , Pecersvurg „Baltische Munitionsfabrik" lffeß zwei. Fabriken hier, rn denen sre erschossen tverden sollten. Meusck)enlei en tölme i^r 3 «fat man ^ intercssMte^^.beit . . .^un atmen Offiziere und Intelligenz auf, daß sie die Straße russtschen^ÄZ^ Wtb ^n, auch zu leben. Die Ausstichen Ostizrere führen em bedatierrpÄvertes Leben Wir traten fejj“ 8°*** mi taemÄfSÄ ,^ r x ÖCr ü bekommen sie auch Nicht, so müssen /b drtrch Gn chasle, Kleinhandel Geld verdienen. In 5bietv sollen zwei Generche als Droschkenkuffcher fahren . ^anz besonders erfreut sind die detiffchen Kvlotffsten Es ist em erhebendes Gefühls zu beobachten, wie diese deuffchen Kolonisten Srtte uni> Sprache beibehalten habet!. Manche DE daß die Kinder russisch kömun. Vielfach öochbeutich auch Plattdeutsch gesprochen Alle Volss- i bekannt, überall baitfdje Lesebücher und Literatur Inst fach haben sre uns sehr nett ausgenommen; auch hier haben) mit Deuffchen, Verwandte von Kolonfften mit Mnen war freund, chasllrch verkehren. (chnft lW3 Proletariat und die Popen- 'H.D obwohl letztere Mrrch Me Bolschewiki schlecht behandelt wurde, ^oo müssen nur imnwr ans der Hut sein. Der enffick^erte ^-bmerrß uu,^ Begleiter, urch Stvasjetffchutz muß ran^nmn- inen tverden. z. S. haben wir Küstenschutz. Der Hasen ist recku ungepfleg?E^ Qage ^ ^innert ettvas an Genua, nur alles in ^ io auch Rostow am Don genommen, die DotrrTrütkMmg ist voti unserem Leuckstturm aus sichtbar So eilet! meine Grüße vom Don zur Lahn, zum Rlwin und ^ .Marti utrd wünsche allen Derwatrdten weiter alles Gute drucken )^ Ä lwrbcjI Nnr bei nächster Gelegenheit ab- Arrs Stadt und Sund, Gießen, den 17. Juli 1918. wü, die ObmmmcrNr Parteien'geb^n hW, „ Eimdignng der Mietv-rtr-jge. iw,x5L ^luh, daß alle Gerüchte über diese Besprechung, affst npKl ^^^ ckst^verbreitet, E daß .Kriegsteilnehmern nicht vmiM'lte cs sich dabei um die Auflösung des Hauses, eine neuerlickw .Kfcrtagimfl des RetchEates, einen 5stabindttswechssel oder einen Wech- n:i>r,ü ) f des Ministerpräsidenten oder dergleickten, voll- ständtg, Mls bn Lust gegriffen seien. Es habe sich nur darum gehandelt, vor Begrtrn der Tagung sich doch ttoch über die gemein-- lamen >vttteresten, namentlich über die auswärtige Lage, ernigenl Ev )n der Versuch unternommen worden, darüber eine tzewiste Kflarycit zu schassen, ohne aber davon das Schi Mal deÄ Laufes oder der Regierung abhängig zu machen. Jti der Tal habe es sich ergeben, daß derartige Befürchtungen nicht begründet seien. r* ^ murde eure Reihe dringlicher Frag.-tt mtgemeldel, dartmter llcher ote Ernahrungsfragen, den Brester Friedensvertrag, die Be- MckMt.ren mm Deutichck.t, Reiche und die beabsichagte Annexion Bosniens durch Ungarn. Wegen des Arbeitsprogramms bleibt es bei dem leisten Beschluß der Obmännerkonferenz. Der türkische Bericht. KvNftantinvpel, 15. Juli. (WTB.) Amtlicher Heeres- verrchr Bala stinafront: Int Küstenabfchnitt beschoß unsere Moere Artillerie erfolgrcnch den Bahnhof R ent je und nahm em feindliches .irimpenlager zwischen Küste mid Bahn unter ^ktmdigt tverden dürfe. Ties ist ein Irrtum. Zugunsten der Kriegs .eilne hm er gellen hinsichtlich der Kündigung keine Ans- ^^^^Mglich nur Bundesratsverordnungen ergangen M^m'^M^^bhmer besonderen Sckpitz gewäl-ren So kön- AM Kriegsteilnehmer auf Räumung der Woh- jDerbni ' sobald das Gericht von der Ein- zie^ng zum Militär Ketinttns erlangt (vgl. Gesetz votn 4. August ^ioir^ "och einer Bundesratsverordntmg vom 14 Ja^ rrnar 191.-) rn wichtigen Fällen dem 0Kricht gestalt dem Kimsteilnehmer auf Antrag des Gegners einet: Vertreter zu stellen imb L-bett Rsch ssttell zttr Entscheidung zu bringen. Bei dLver- dem 31. Juli 1914 bestanden, kann das 7®^ 1 o r «,,q! , na Q *r? eu »unbcStatsscrorbrnmacn vom Rk.ckck l914 'mhlungsausstand gewähret und das Me Rcmmttng zu verlangen, atichebett. Bor- ^ zustanMge Mieteitngimgsaint zu hören. Nach einer Bundesvatsverordnung vom 26. Juni 1917 bzw durch Ver ll^MUg Großh. Ministeriums des Innern vom 10. August 1917 ist den MieteiNigungsamtern die Ermächtigung erteilt; 1. aus An- e ^ 1 J e f oters über die Wirksamkeit einer Kündiguna- dw Fortsetzung des gekündigten Mietverhält- ErlEmg b-S. Mietzins,-z .^s^ü^ des Iv rd a ns entrissen wir dem! 8«^? der Fortsetzung zu bestimmen; 2. a u f^Ä n rii'fen'e^i nes 5-em \) der Nach, vom 13. zum 14) Jnll Teile seiner Stellungen ^ r m i ete rs crnen mit dem neuen Mieter abgeschlossenen wü) h-elten üe- gegen mtßerst heftige Gegenangriffe. Der F^inL — r "^ " ^löHuiiencn. Verluste. Ein gllüchyieitiger Angriff von» ämserei! Kräften östlich ves Jordans löste beim Feinde eine heftige tMgemmrkung aus. Eine feindliche Kavallerie-Divi- sivrt, unterstütz^ durch Panzerkrastwa gen, warf sich unseren Trnp- Wen. eittgegc'i. Sie Ivurde beinahe völlig auf ge rieben. Nur «Änimmler der feindlichen Division konnten entkommen Von den »wrigen Fronten nichts von Bedeutung zu melden. Aus dem Reiche. rv. (WTB.) Ministerpräsident ■®r. Frhr. v. Weizsäcker, über dessen Reise nach) Dres- ven wir bereits berichtet haben, ist heute von dort hierher zurüchiekehrt. Die ernste Kriegszeit läßt'es mehr als je er- wünfthl erst seinen, daß solche persönliche Fühlungnahme zwilchen den Regierungen der verbündeten und beff^ilndeten Eruzelstaaten Platz greift. Wir sind überzeugt, daß bei der in Dresden erniöglichten Aussprache diese'wichtige Aufgabe er- jrercht wurde. ^ Ä flacher Weise begrüßen wir aufs lebhafteste den hew- ^Sen Besuch des Präsidenten des groß herzoglich badijchen Staatsministeriums und Ministers des ^ r ; S? n - un ^ ^ u Bodman, des leitenden r ^^^S Nachbarstaates, mit dem uns so vielfache .kremrdrrqchhLrlichk Bezrehuvseff verbinden. ä l l Mm neuen Mieter abgeschlossenen ' dessen Erfüllung von einer Entscheidung gemäß Nr 1 betroffen wird, mtt rticksvirkender Kraft aufzuheben. Auch bezüglich Vermieters, den Mietpreis zn echöben^be- 1 'r .Mietssteigerungen sind in den ersten .Miegsiahren verhältnismäßig wenig erfolgt. Erst später ersoloAn Echo Hungen der Miete. Sie können den Vermietern nicht grundstch- Znr r CrDe:T/ * mb doch vielfach auch die Zinsen gestiegen lim- ^subeschafsung von gekündigten Hypotheketi müssen oft erheb- Ec. ^^dungen gemacht werMn. Bor allem sind auch die ^nstandhaltungstosten beMutend in die Höhe gegangen Es wäre llineswegs angemessen, bei. Vermietern, dorm Häuser sich Z ? ei .!. T, r Ur .verzinsen, für diese Lasten jeden Ausgleich schastlicheil Turchhaltens vorbei sein. Es sollet! d ana ch ff fft Mw- ninaen hintangehalten ioerdem, die über das wibedingt notwendige. Matz hmaus oder uberhatipt ohne Grunb erfolgen Wenn wie ist Mffteryöhungen mit dem, Hinweis MaltchkMt begründet werden, daß man wesentlich höhere könne, so schlagen derartige Gri'inM nicht durch W^tin aber dre Vernneter erl-öl-te eigene Kosten itachnMsen flirmen' habet! auch Me EiNigungsämffr Mieterl-öhnngen zngelassen vMr ^ ^dh cms höhere Mreff festgesetzt. Einen bestimmten Prozentsatz (etwa wie an manchen Orten, 5 oder 10 Prvz.) festzuseMn ist Mi ^.Lcw^^mwtigffll der Fälle nicht möglÄ. (Hüt doch 1Ü ^ Z besonderen UmffctMbett Erhöhungen bis zu L0 Prvz. mw mehr mtdaüai* dff in öntea S al iuaaa^ ‘lief) mich nach dem Kriege am K'lerntvahnuugsbcm beteiligen w-uch n."./ daß Meserhalb schon die nötigen Schritte bei der Stadwevoaff tung Gießen, be,onMrs auch um Hergabe voti billiges Baugelände einge eitet wo^en.seren Prof. Dr. Heuser bemerkte, daß inde« L>taMe tn der Grosze Gießens mit gutem Bcstspiete voraugegrugen ffien, rnsbefonMre hätten diese Städte bedeutende (Mldmittel zur Verfügung gestellt, tme z. B. die Stadt Siegen Man hofft auch aus s^k EittgegenVomnten selletis .der hiesigen Stadtver- ivilitniig mrt Rilcksicht auf die sich muh rrnt hiesigen Platze immer mehr uMar machende Kleinwohnungstwl. Die Jahresrechnutta mn 1917 wurde genehmigt und dem Vorstand Entlastung etteiü Das Reuillat der Vorstands- und Mffsichtsratstvahlcn ergab die u. icbcnintiyi bei ausscheidenden Mitglieder; rcern gewählt tourde ut Mrt Auffickstsrat Fabrikdirektor Otto Bergen Nach eitw gehender 9lussprache über Kleinwohnungswesen schloß der Vor- iMnde Me heuttge Versammlung, indem nock> von dein Geschäfts- fuhrer ^va-^ darauf hittgewiesen wurde, daß die Genosffuschvst tätotoierten Hnw JJSj. 0 . ^7 Sch utzmann Mc „2kimc" fest ,die sich als evi. an.s dem FÄWittMschen euffprungener (Ärglluidkr rntpuppff. J firm cti; Tuch üIht ocn Kopf, schleppte es m bm Ward und ntifr« fcmixlte cö hier uh ivr. TüS NLLdchen nwtbe später von tu>rülxn> tK'öfiioeii Leuten itufecftaitat. In beiden Fällen konnte man der ßtÄli<-r bivper uicl> I>ab!>att wachen. ra. Garbenheim lüfrais Wetzlar). 16. Juli. Fr. H o f- tznann, "Leutnant int Jugdyeichtivader Freiherr von Richthostm, Zagdstoftrl II. Jntziber des Kiserrnen KvvchSä 1. narb 2. Masse »ms der Dessis'clxm ftzrrb im Luftkampf den Ehrenlvd. Hessen Nassau. )! Marburg, 16. Jmli. Gestzchit gelang es im Walde nbrd- liä, unserer Stadt bei dem Dorse Wehrda, einen in den 30er Jahren stehenden Marrn festzimehmen, der vermutlich zu der Diebsbande gehört, die tu der letzten Zeit in der Frankeirberger" und Batten- verger Gegerrd so viel von sich reden machte mtb die anscheinend tri den Kreis Marburg gewechselt hat, denn auch aus dem Amt Wetter und von hier iverdeif jetzt Diebstähle gemeldet. Bei dem Verhafteten fand man außer vielen Lebensmitteln und Kleidungsstücken, die sich als gestohlen herausstellten, ettva 4OO Mk. Geld und llvei scharfgeladene Revolver. Il Marburg, 16. Juli. Seit Kriegsbegnm bis heute wurden hiesrgn' Stadt für die Kriegs ft ln 125508.31 Mart gesamrnelt. Kriegsfür-svrge-Spe'n de insgesamt Gicbener Strafkammer^ G i e ß e n . den 17. Juli 1918. Der 16 Jahve alte Znmngs^vgliirg Maä L. vvn Köpenick, her als Lehrling bei dein Schmiedcmeister R. irr Echzell unter-- tzebrculst war. entwendete seinem Lchrherrn aus einem Tischkasten, den er erbrach, zirka 320 M)k- wrd ging alsbald flüchtig. Das Gield hat er- in Mmchen, Nürnberg usw. verjrchelt, später wurde er in Rodenbach a. M. ausgegriffen. Der Angeklagte, der geständig ist, wurde lurter Einbeziehurrg der durch die Strafkammer Aschafteuburg untern, 20. Juni l Js gegen rhn erkannten Strafe von 4 Monaten zu einer Gesamtgesängnrsstrase von 5 Monaten verurteilt. Der 65 Jahre alte Steinklopser Karl Sch. in MLn-enberg hat eine dem Geschästsfüihrer des Ten,riscaf6 in Bad-Nauheim gehörige Unterhose aus dessen Zimmer entwendet. Als er das Zimmer verlassen iwiollte, warrde er erwischt und ihm eirve Tracht Prügel vor 'adsiolgt. Der Mrgeklagte, als rückfälliger Dieb, erhielt die geringst zulässige Strafe von 3 Monaten Gefängnis. Der frühere Rechtsanwalt Otto H. in Vilbel wurde wegen Untreue in einl-erttrchem Zuscmrmentresfen mit Unterschlagung zu lechs WlocheN Gesängnrs veracrteilt. Der Angeklagte erhielt in, April 1911 von der Gemeinde Nieder-Erlenbach den Auftrag, für die Armenverwaltung der Gemeinde eure Geldsumme beizutreiben. In Ausfüllung dieses Auftrags Vereinnahurte er von dem Vertreter des Gegners am 19. Januar 1912 1000 Ml?., die er, wie er zu- gestaud, nicht an seinen Auftrag<;eber ablieferte, smrdern vollständig für sich verbrauchte. Nachdem der Angeklagte 1914 seine Anwaltschaft rriodergelegt hatte ,md er keine Rechnung stellte, auch den ttereinrcabmten Betrag incht ablieferte, ivurde Anzeige erstattet. Ter Schlosser Otto K. in Gießen und der 14jä'yrige Hilfscrr- lxnter Hans E. in Watzenborn 'haben dem Hiesigen Kaufmiann Will-elm 5)., bei dein der Wrgekl. K. etwa 9 Monate als Haus- bursche tätig getvescu war und daher die Oertlichkeiten genau kannte, — in der Nacht vom 21. ymrt 22. Februar l. I. aus dessen Laden mittels Einsleigens und Ariivendung eines Dietrichs 3 Anzüge und 2 Mäntel im Gesamtwert von 580 Mark entwendet. Jeder von ilMni erhielt einen Anzing und einen Mantel, während den 3. Anzug der Fuhrmann Heinrich Kr. in Darmstadt an sich brachte. H. Kr. hatte sich wegen Hehlerei zu verantwrrten. Das 'Gericht verurteilte den Otto Kr. zu 4 Monaten, E. zu 2 Monaten und Heinrich Kr. zu 3 Monnten Gefängnis. Der Vorarbeiter Katt St. von Münster ist vom Schöffengericht Laubach wegen 'Diebstahls zu 3 Tagen tmrt&ftt raoxtqi, weil er die Ajepfel eines von dem Poli-oidiener '■ ) dort- r er Ärgerten Apfelbaum es im Werte von zirka 30 Mark abgeernte: uiw sich rechtswidrig zugeugnet habe, "luf seine hiergegen eingelegte Berufung wurde mif Gruird der Beweiserhebung das angefochtens Urteil aufgehoben und der Angeklagte fteigefproä-en. Müllersche Badeanstalt Wasserwärme der Lahn am 17. Juli 20° R. Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen. Juli j 1518 £« £ •»© v C 2 > D s ■5 j? ts P 2 3 ’o'- H «5 .g 2 * ii H O) C 2 V M J ■£ ■c Ki & in Z s c5 i U euer l > 16.1 2 ", 21,5 14,7 77 5 Tags bis auf ein 16.' 9"> —. 21,1 15,6 84 — — 3 Gew. mit Regen 17. 7**1 19,8 14,5 84 0 I um'/,2-V,3Heil. nachts klar, Tatl. Niedrigste „ Niederschlag 0,0 mm. 1918 -f 20,6' C. + 14.5' C. f't:;;- GoefflSfcItllliS „rr«. i Realklallen, verbunden mit Oorldiule, erteilt €injährlgenzeugnls. .../ LUDWIG SCHNEIDER GRETA SCHNEIDER geb. Berg Kriegsgetraut Oicßen, den 17. Juli 1918. ZI Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert ISeate das neue ProKramm: Lisa Weisse in Stadttheater Freitag den 19. Juli 1918, abends 8 Uhr WohltätigkeitskMzert zum Besten für die Hinterbliebenen der Gefallenen des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm" (2. Großh. Hess.) Nr. 116 ausgeführt von der Garnisonkapelle (verstärkt auf 50 Mitglieder Streichorchester) Dirigent: Herr Br. Herrmann, Solist: Herr Ferd. Kaufmann (Violine) z. Z. Schloß Lich Programm: Werke von Beethoven, Bruch, Grieg, Kreisler Wagner, Sarasate, Wieniawski Karten zu 4, 3, 2, 1 Mk. nur im Vorverkauf bei Thallier, Neucnweg Klein Ooorfjs Drama ln 4 Akten. Außerdem: Lie Berky als ilräiio Feodarowna Busse Major und Vatls.-Kommandeur des l. Ers.-Batls. I.-R. Nr. 116 Keller Oberbürgermeister Behm Generalmajor 5216D Ein Mädchen oii. cineLausfM gesucht. Frau Prof. Luciuö, 5123 Ludwigsvlatz 9,11. StUädl eben für dauernde Arbeit gesucht. ö!t34 Jüngeres, ordentliches und ehrliches Mädchen gesucht. 03479 Frao Zimmer, Neuen Bane 21, Üoben. El n n s tnä d c 3i e w sofort gesucht. 5030 D Städtisches Krankenhaus Bockcnbeim, Ginnheim e r Land str afte 42. Lrde»llichts MHöchkii zu zwei Personen gesucht. Zu erfragen zwisch. 1—3 u. 8-9 Uhr «orS./ial ISN. ^ Handelsschule v G. Hermen, €»icMf«cn, Bahnhofstr. 00. Tel. 1M7. Geffr.1909. Geschl.durch^ef. HaIfciahro«*E.Jahreskla*s?,uil.frpprüfteHandeIslehrer. Beginn dos nächsten Hallijabreak-rsna ABfaay Juli. Aufnahme täglich bis 22. Juli noch möglich. Prlvaf-Unterricht in a. ICatidelNfllchcrn. J Bacfcliihrnog, Stei'Oflrajjhie, ÜSaschiaensshreihtifl, Nchönscbreiben, Freiud’Spraclien usw. üaehmittaea- u. AbendkurMe. Prospekte frei. Persönl.Rückspr.cLKichtigste. Anmeldungen täglich. Juxplatz Giehen Juxpiah Zirteus A. Kuhlen Heute Mittwoch: 2 große lorsieUuneci:. Nachm. 4 Uhr Kinder- und FamillenvorgtelSung zu er» mätzigten Preisen. Abends 8 Uhr: HauptvorutcHung. Auftreten von neu engagierten Kunstkraften, sowie nochmals das beliebte PreiScielrciten um bie Prämie von 20 Mark, wozu sich die Herren Bender und Fischer von hier gemeldet haben. Donnerstag, abends 8 ttbr: Verstellung mit neuem Programnu Gietzener hausfrauen-verein. Kochprobe mtt Gebauers Konservengläsern ohne Gummiring Do)»ne4tag den 18. Juli, nachmittags 4*/, Uhr, im Phyfiksaal der Oberrealschule Alle Einmachgläser sind ohueGummtring sicher abschlsestbar. Im Anschluß an die Kochprobe wird das Barten in der Kochkiste gezeigt. 5336v Die Mitglieder des Vereins haben gegen Borzeigen der Mitgliedskarte freien Zutritt. Nichtmitglieder zablen80Pfg. . . . . . Dentist Zutt, Lieh verreist bis einschließlich 1 . August n Mechaniker, Elektriker, Schlosser, Dreber, Monteure. Zeichner usw., welche tu» Berus vorwärts streben, verlangen kostenlos dieBrosch>ire„Osrvva«1iVvg" von lag. F. Onken, Srcnen, Verelenar Str. 83. 511568 Jüngerer Gavtenbnrsche fort gesttchl. 5246B Pshchiatrische Klinik soFranksurter Strahe 99 (nicht 97«. Schrei»ergeselle auf sofort gesucht.' 5294 Heinrich Mohr Schreinermeister Romrod lKreiS Alsfeld) Mehrere Dreher Hilfsdreher und Schloffer gesucht. 6okp> & Appel, Alicestraße 25. Ä175 Kräftige Arbeiter gesucht. Fr. Helmer Al Co., Etseugroäbandlung. 5330 Bleichstraste 2. Tüchtige Agenten u. Bezirksvertreter flciv gme — evtl, feste — Bezüge von leistungsfähig. Feuer-, Transport-, Unfall-, Haftpflicht . EinbrnchSdiebstabl- u-Evafterleltungsschäden-BerficherungS-Bank gesucht. Auch ülüe Geschäftsfreunde unter Diskretion nur zur Empfehlung gegen VertraueuSspesen. Offerte erbitte uut. Scr.lloi durch HaascusteinLVoglerA.-G., Cassel. l««hv Wir haben unsere Geschäftsräume nach Liebigftr. \5, 1 . Stock verlegt. SejeSschast für Beton- und Lijendetonbau m. b. h. Asi»»VsAZnen- schlosser als Vorarbeiter für die laufenden Reparaturen an unseren VctricbSmaschinen und den Dampfanlagen ge- , sucht. Befähigte Kräfte, denen es um eine sichere, dauernde ! Stellung zu tun ist, bitten mir ihren Lebenslauf und Zeugnisabschriften einzusenden. sowie Gehaltsansprüche anzugeben. . 5846D Gail sche Dampfzicgelci mtb _Tonwarcnfabrik, Gietzen. Junges ädche mit gewandter Handschrift von größeren. Kaufmännischen Betrieb möglichst sofort gesucht. Schriftliche Angebote mit Gehalts- forderung unter 5348 an den Gieß. Anz. Wir suchen einen tüchtigen Heizer. 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Schrtfrl- An geh. mit. ü an den Giebener Anz. erb. m Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben lasset für seine Brüder. unv^Bliche,, brave^oZ^T“;, ”^ 1 ^“ Lehrer Heinrich Zeiler Leutnant d. Res. in einer M. G. K„ Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. Vaterland ÄS, İ' P ' lich “ S " un S im 27 - Leb™s,ah,e in einem Feldlazarett den Heldentod für sein geliebtes Grube Hoffnung b. Stockhausen, den 17 . Juli 1918 . Im Namen der Tieftrauernden: Frau Kath. Zeiler Ww. IY>FV^ ama; der praktische Arzt Dr. nied. Roderich Spohr Feldarzt in einem Inft.-Rgt., Inh. des E K II KI “E f «S Ä 5 ÄÄWS 3 ÄA! geworden ' -"--»engten Tätigkeit und treuesten Pflichterfüllung Im Namen aller Hinterbliebenen: 534ÖD P. Spohr, Oberst a. D. Dr. iur. Gurt Spohr, Rechtsanwalt Gießen, Frankfurt a. M, den 16. Juli 1918 . * Z Ml “ täl " HiIfsrichter m Lüttich. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 9tcu Ijcracvicbtctc kleine Wobnung ruv nücinft. 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Angeb. um. 03501 a. d. Giest. Anz. Ein Herr mit eigenen Möbeln »ucht ein Zimmer mit Bedienung urrd Kaffee in beiseremHanse. Angeb. unter 034/2 an den Gien. Anz. erb. Nachruf dem auf dem Felde der Ehre gefallenen Ernst Graf aus Langd gewidmet von Ludwig Roth. Dort in blutgerrnuckter Erde Mest du in welschen Gau'n. nicht kehr n zum Heimatsberde Und oie Lrebeu me mehr schau'n. ^dron tm Frühling deines Lebens Eabit du hm dein Blut zum Pfand, All dein Honen ivar vergebens starbst so früh fürs Vaterland, -verzzerrethend ist die Kunde, Die so plötzlich hergeeilt, Datz rn Heister Kamvsesstunde Dich des Feindes Blei ereilt. -vaü du einstens hier gewaltet Mlt gestählter, fleist'ger Hand, Alles Hosten nt erkaltet ^chon weilst du in jenem Land. G>tme dag du konntest blicken Auf 'ne goldne Jugendzeit, Tatest du dich willig schicken Fern hinaus rn Kampf und Streit Trauernd stehen und betrübet Die im Geist an deiner Gruft, Die gekannt und dich geliebet In der Heimat edlen Luft. Schlummre süst in kühler Erden Ruh', Held, sanft in Gottes Hand, Bis wlr Wiedersehen werden Uns rm ewigen Vaterland. DanLsagNug. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem uns so schwer betroffenen Verluste meiner lieben Frau, unserer innigst- geli elften Mutter und Großmutter, sowie für die liebevolle Pflege der Schwestern und für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Thriftsph Mootz nebst Bindern und aLen Angehörigen. Gießen, den 16. Juli 1918. Grote, gut niii. Zinmie? oder 2 kleinere, wenn mögt, m. elektr.Licht, per 1. Aug. zu mieten gesucht. Angeb. unter 03471 an den Gietz. Anz. Student sucht 1 uDct 2 möbl. Zinrim. ^chriftl. Angeb. unter 03487 an den Giestener Anzeiger. M ioDL 3 iüimer evtl, mit Pension gesucht. Schrijtl. Angeb. mit Preis unter 5349 an den Giest. Anz, M28 Eifikoch- &0 TcrnksagmuLj» Allen denen, die mir bei dem mich betroffenen schweren Verlust zur Seite gestanden haben, wre auch für alle Beweise herzlicher Teilnahme für die vielenKranz- und Blumenspenden sage ich meinen tiefgefühlten Dank. In tiefem Schmerz: FVnrr Ainzebach. Gießen, Kirchstr. 2, den 16. Juli 1918. 5307 Danksagung. Für die vielen Bitweise herzlicher Teilnahme i*t dem Heimgänge unserer lieben Mutter Fm Whriüiine 3 fencr Me. jagen wir allen Verwandten und Bekannten, insbpwndere Herrn Pfarrer Lenz für die trost- reiche Grabrede, unseren innigen Dank. In liefern Schmerz: Aarrrrlie Müller-Reger. Lich, den 13. duti 1918. 5316 / a^|ss»»iiaBä*sa im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Jung geh. Hahn und Kind. r «läser 03489 Apparate €*anaiui ! Carl Schmuck Seltersweg 38, HubnhofsJr.54. Bekanntmachung. r , ( Der vom Gcmcindcrat durchberatcne Voran, schlag der Gemeind- Weitershain für das Rj. 1918 liegt vom 16. I. M. an eine Woche lang auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Einwen' düngen könne,, während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebrachl werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch di- Ausmärker beizu- tragen haben. Weitershain, den 13. Juli 1918. Großh. Bürgermeisterei Weitershain. __ Reichert. 5324 Bekanntmachung. xjn der außerordentlichen Generalversammlung des Spar- und Borfchutzvereins II E. G. m. u. H. äu Beuern vom 10. Juli 1918 wurde die Annahme der beschränkten Haftpflicht beschlossen. Die Gläubiger, welche der Umwandlung widersprechen werden aufgesordert, sich bei der Genossenschaft zu melden. ' 1 ö Beuern, den 12. Juli 1918. Spar- und Borschustverein 13 E. G. m. u. H« Wilhelm Belloff II., Ludwig Ranft II.. Direktor. Rechner. 5278 SVftetgevttMg. ffande. > gut erbaltene Betten, 3 Sofas, einen tufdeu ^.tliblen, einen KüiÄcuichrank und andre Vaus- und Küchengeräte gegen Barzahlung. Philipp Jöckel, Grünbera i. H. Babnbofstraste 22. - Brennholz. Klein-Linden. 47. Juli 1918. orf.o •? Eichen- und geschnitten. Lager und 3772 Holz- sfür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem iNhischeidcn unserer teueren Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Grabe und für die vielen Kranzspenden sagt innigen Dank Familie Lutimz TWr, Auhmaiher. Reiskirchen, 16. Juls 1918. Tr. Buchen , Tannenholz, empsiehlt ab waggonweise J. Pappel und Kolilenhandlung Mühlstratze 18. EMM - BS iä & 1 e I i is “33S mmmr noch Kunden an. Näh m der Geschäftsstelle des Gievener Anzeigers. 03420 Stets ganze 03336 Strümpfe ohne Bezugschein können Sic babcn. Pro Paar Mk. 1 . 25 . Bon 3 Paar Strüinmen werden 2 Paar wie neu angeseÄgt. E. Maurer Ww., Lobcrstraste 19, Nebeubaus. Varl. Witwer R) I. alt, mit grobem Vermögen, sucht auf diesem Wege mn einer älteren Dame mit kl. Landgut zwecks Heirat bekannt zu werden. Angebote unter 03480 an den Gieheuer Anzelger erbe lei i ._ verloren ao^». Damenübr i. Lederarmb. a. d. Wege Süd- Anlage, Frankf.-Str., Wetz- larer Weg,Bahnhof.Geg.gut. Bel.n twmjikieihasir.icn. 031u ‘ Der So ldat init dem Idingen, der gellern Abend am Gepäckschalter am Bahnhof, die schw. Handtasche m. Inhalt lGeld u. Schlüssel» mitn., wird ersucht, dieselbe sofort dort abzugeben, ändernf. Anzeige erfolgt. Weeg, Neuenweg 11. _ 5339C kftadt. rfrbeilsnacfiiüeis giessen. West-Anlage 31, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden: ^ biesigen Arbeitgebern: ,» o 1 Partner, 1 landw. Arbeiter in einem kl. Betrieb. ^^°rmer und 5 Brenner für Dampfziegelei, 6 Eifen- breber, 17 Sch los er, 3 Werkzeugschlosser. 1 Elektriker, 3 Schnuede. 1 Küfer, 5 Schreiner, 2 Bäcker. 1 jüngerer Schneider, 1 Frlsterer, 10 Bauarbeiter, 1 Stukkuleur. 10 Maurer. 1 Hilfstechniker, 30 Hilfsarbeiter für Eisen- bahn. 2 Heizer, 1 Krankenwärler, 10 Kohlenlader, ä ^tranenkehrer, o Streckenarbeiter, 3 kräftige Arbeiter. 3 Wiesenarbetter, 2 Fuhrmänner, 1 Hausburschc, 1 Schuh- wacher-, 1 Wagner-, 1 Bäcker , 2 Schlosser-, 1 Schneider, .1 Stukkateur-Lehrling- . auswärtigen Arbeitgebern . 1 Gärtner, 2 landw. Arbeiter, 18 Schlosser, 10 Dreher. 1 Modellschremer, 5 Schreiner. 4 Bäcker, 3 Müller, i Fnsterer, 1 Schneider, 3 Ziinmerteute, 10 Maurer. 3 ahndlen» iZuadieniti, 2 iiehrniädchen, 1 in Schuhaeichäil. 2 schulviiichttae 51mder iur Botengänge. aiuogeiwa». Bei auswärtigen 2lrbeitgeltzern' 5landw.Mädchen,5Dienstmädchen, für Pulver-und Ge- schvombrit werden Frauen und Mädchen gesucht. Es suchen Arbeit: . Kontoristin, 1 Stenotypistin, junge Mädchen, die zum -rerl Maschinenschreiben erlernt haben. Etappe iverden gesucht: Dle^stzwechc?^ ^^fer und Helferinnen für verschiebepe tlt* 165 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (Generat-Anzetger für TberyeUn) Wttwsch, \l. Zuii m Gras Buttem iibcv öie Lage. 9B t c u, 1 3-ili. > WTB. (vi'ui Bu ria u teilte leenei' zur Wl j it " Mt Hate i mii: Wenn unsere Rogner immer um* tct" .. lim' ton u.tv ior .,'it für.getaueo Unrecht und „Wieoerher- stttzlilugen", so ist das ein Anspruch, den wir ihnen gegenüber mit viel i *i: ^ und Sie nt erheben vö rattert: beim wie sind die jw= flcii en i, uni die ins nmiimliU'u <24 üben also vor altem! gul-l.nini1.en. Dow wird auch diese Interessent ei he wohl tä u m dre Ert.oirrung des s tu ch, waten Kriegsknäuels erheblich hütdern. Un- üderroirrbvar f.d t'irrt hingegen noä> her Trotz, mit dem eie teerig loriolcn Färber u>i g e n nach Elsaß-Lothringen, Trient, T r i e st, noch den d e ut s che n K o lon ie n nsw. gestellt werden. Hier ist die Grenze unserer Friedensbereit s ch a s i. die alles diktieren lassen kann, nur nicht den. rav, Ivvü'rUra\: eigenen Bes instand. Die Monarchie lehnt Jneu ü m ?;t 'Eingriff in jeder Form entschieden ab, ebenso M-e fiu, : fremden Angelegenheiten nicht bes aht- Wir haben nie uiifiuc-i , . inden Programme vorgefchrieben, wie sie^ihce imteren. Fragen behandeln sollen, nnd wenn van unserer Leite dennoch manchmal daran erinnert werden mußte, daß auch unsere Feinde im Innern nicht eitel Glück und Erntrack', sind, daß es eck: Irland, Aegvr en und .Indien gibt, so geschah dies nur als Mahnung ;vur Rezipr-i-ität mit dem Rate: Kehret v-or der eigenen Türe! Tie seindlicke V er hetzutigspo lickt schreckt auch inckit davor zurück, durck Ausstreuung van nngeh.'nerlichen, niedrigen Verteumd engen Mißtrauen zwischen die VÄter der Vdonarchie l«f amtmte Dynastie zu säen. Das wird ihr nie gelingen. N un muß der e n t s ch l o s s e n e A. b w e h r k a m p f weiter ge- führt werden bis zmu guten Ende, bis er imrs die für eine künftige ruhige Eichten: ersvrbierlichte Sicherheit bringt. Diese uns anf- ge^nnlnaene Wehr in Massen darf aber nicht als Gegensatz anf- gcsaßt iverden zur Notwendigkeit einer unablässigen politischen Betätigung, um die Ziele unserer Selbswerteidigung da, wo es möglich iß, und ohne der kraftvollsten Kriegführung Abbruch M tun, zu färben,. Die d iplom atische Tätigkeit ivird bei jedem Schritte die auf die Kriegführung sachlich gebotene Rücksicht nehmen. Die Ergebnisse der Kriegführmrg werden für ihre -Arbeitseinteilung bestimmend sein. Andererseits hat die Tiplomätre die Pflicht, unablässig auf dem Auslug zu sein, und die Möglichkeiten für eine wcktsame Betätigimg wahrzunehmen. So und nicht anders^ift auch die FriedensberecksclMft der Mittelmächte aufzufassen. Sie wird die unüberwindliche Verteidigung der Verbündeten mcht einer! Augenblick hemmen, sie wird aber nach den siegreicher Schlachten ebenso wie in der Zeit der Kampfpausen, aber ohne neue iedensange b.o t e, immer bedacht sein, daran zu erinnern, daß wir diesen Krieg für ein sinn- und zweckloses Blutvergießen Hallen, dem durch das Wiedepkehreu der Menschlichkeitsgefühle bei unseren Gegnern in jedem Augenblick ein Ende gemacht werden könnte. Die Antwort der deutschen Sozialdemokratie an die Lntevtesozialisten. Berlin, 15. Juli. Der P a r t e i v o r st a n b der Deutschen sozialdemokratis chen Partei hat am 26. Juni an Äranting ein^für Hutzsmans als Sekretär des Internationalen Bureaus bestimmtes Schreiben gerichtet, in dem es heißt: Ihren Brief vom 10. März d. I., den Genosse Branting am 29 ')Ipril an uns absairdte, ist erst am 3. Juni in unserem Besitz gelangt. Wir hatten gerade wenige Tage vorher von anderer Seite den italienischen Text des Memorandums in englischer Sprach erhalten. Was nun die Einberufung enter inter- nalionaleira Sozialistenkonferenz nach einem neu- len Lande a^berrifft, so sind wir bereit, an einer solchen teilzu- men, wie wir während des .Krieges jederzeit bereit waren, die strebmrgen zu urtterstützen, die auf eine Zusammenkunft der nmer der sozialistischen Parteien abzielten. Wir halten es selbstverständlich, daß der Zutritt zu dieser Konferenz den -rretern aller sozialistischen Parteien ofsemstehen muß. Jns- sondere nehmen wir am, daß die Bertteter der amerikanischen 'ozialisten, die aus den letzten Kongressen der Internationale stets nwesend waren, eingeladen werden. Ernverstanden sind wir damit, daß d e Konferenz nur unter Leitung von Sozialisten neutraler Länder tagen kann, weil nur so jeder Schein der Parteilichkeit vermieden werden kann. Ihr Brief wünscht nun weiter, daß die - onaldemokratische Partei Deutschlands öffentlich eine Erklärung über ihre Friedeuslbeding ungen abgibt. Die deutsche Partei hat solche Erklärungett mehrfach abgegeben. Sie hat sich durch ihre Redner un Reichstag und in öffentlichen Aufrufen stets zu einem Berständigungsfrieden bekämtt, der v h n e Anne r v n e n und ohne Kontributionen aus Grund des ^elbstbeskimmurtgsrechts der Völker abgeschlossen iverden soll. Die Stockholmer Delegation der sozialistischen Partei Deutschlands hat in ihrem Ihnen bekannten Memorandum zur Friedenssragc eingehend Stellung genommen. Der Würzburger Parteitag hat dieses Memorandum gebilligt. Wir haben keine Ursache, uns von den in Stockholm abgegebenen, der Oeffentlichkeit tu ihrem Wortlaut übermittelten Erklärungen loszusagen. Im übrigen halten auch wir es für t el bstverständlich, daß von der geplanten Konferenz keine Partei ausgeschlossen werden darf. Die Konferenz kam: nur dann Erfolg haben, wenn es gelingt, eine Verständigung herbeizu- führen Was endlich die Stellung der Partei zu den Osts ragen betrifft, so haben Sie gewiß in den seit Absendung Ihres Briefes vergangenen Monaten aus den Berichten über di? Verhandlungen Reichstage ersehen, daß die sozialdemokratische Partei bei diesen Verhandlungen ihre sozialistischen Auffassungen mit Ent- jcknedenheit vertreten hat. Das Dörren von Gemüse und Obst cur der Sanne, wie es oft geschehe, sei aus hygienischen Gründen nicht zu empfehlen. Zmn Dorren eigne sich jeder Mchenbratosen. Zu der Verwendung von Backblechen rate er nicht. Sogenannte Horden, soweit sie nutzt käuflich zu haben seien, ließet: sich leicht Jetbft Herstellen. Gemüse ser vor dem Dörren je nach der Art 2 bis 10 Minuterr zu dampfen. Das Brühen des Gemüses sei zu verwerfen, da hierdurch die sehr »nichtigen Nälirsalze verloren gingen. Blumenkohl und Kohttabr erhielten ein schönes Aussehen, wenn man diese Gemüse vor dem Dörren in Wasser, dem Milch zuzufetzen sei, werfe. Auch, unreifes! Obst, wie Aepfel tind Birnen, könne man dörren. Diese seren ebenfalls zu dämpfen, Birnen solange, bis man sie mit einem Strohhalm durchstechen könne. Reise Aepfel werfe man in eine Salzlösung' - 1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser —. Dadurch behielten sie erne schöne Helle Farbe. Mirabellen und Aprikosen bringe man rn erne heiße Zuckerlösung — 1 Pfund Zucker auf 1 Liter Wasser —. Nach dem Erkalten lege man sie aus die Dörrhorden. Zwetschen gebe man nach dem Dörren in eine ebensolche Zuckerlösung und lasse sie dann nochmals trocknen. Der Ofen dürfe während des Törrens nicht ganz geschlossen werden. Oesteres Abkühlen der zu dörrenden Gemüsearten ultd Obstsorten sei zu empfehlen Zunt Sterllisieren von Obst und Genrüse sei ern besonderer. Apparat nicht erforderlich. Auch das jetzt so teuere Thermometer könne beim Einkochen von Gemüse wegbleiben. Ein Topf mit einem Rost oder einer Unterlage aus Draht oder Holz genüge. Gemüse sterilisiere inan 1 Stunde, Obst 2D Minuten. Heidelbeeren, überhaupt alles Beerenobst, könne man auch in alten Weinflaschen em- sterilisieren, da die Gläserpreise jetzt fast unerschwinglich feien. Gemüse, insbesondere Erbsen und Spargel von gedüngtem Bodens sek zum Einkochen ungeeignet, da es sich iftchjt halte. Fruchtsafv könne man ohne große Mühe ohne Fruchtsastapparat und zwar aus folgende Weise, Herstellen: In einen großen Tops, den man handhoch mit Wasser stillt, stelle man einen zweiten,kleineren Topf, aus den: man sackartig ein Tuch befestige. Auf dieses Tuch lege man schickstenweise Beeren und Zucker soviel als angängig. Eas Wasser inr ersten Tops dringe man hieraus zum Kochen, wodurch den Beeren der Säst Artzogen wer-de und sich in denk zweiten Tops ansmnmle. Tie Beeveinveste verarbeite murr zu Marmelade. Misch- ungen verschiedener Beeren seien hierbei besonders zu empfehlen!. ' Nachdem der Vorsitzertde dem Redner den Tank für seine Aus- führtlngen abgestattet nrrd dieser verschiÄrene an ihn gerichtete Fragen bearttwortet hatte, forderte der Vorsitzende im Interesse, tmserer Volks ern ährnng in den Städten zum feldmäßigen Anbau von Gemüse, insbesondere Frühgemüse aus. In gleicher Weise trat Reallehrer Grimm- Gießen hierfür ein. Zum Schluß forderte Regierungsrat Langermann zur allgemeinen Mitarbeit, insbesondere zur Werbung neuer Mitglieder, auf. Im Anschluß an die Versammlimg fand eine Besichtigung des Versucksgartens des KreisIObstbanteckuniVers H e b « r e r zN Heuchelheim statt, die in bezug auf die verschiedenerr zum Anbau gelangtes Gemüsesorten sehr interessante Ergebnisse lieferte. Es wäre dringend zu wünschen, daß dem rührigen, gutgeleiteten Verein jeder Gartenbesitzer unb eine größere Anzahl Hausfrauen beitteten würden, zumal den Mitgliedern neben einer vorzüglichen Zeitschrift mit kostenloser Auskunft die Teilnahme an Versamm lungett mit Vorträgen und Verlosungen von Obstbäumen, Edel reisern und wertvollen Gebrauchsgegenständeti zusteht, wofür nur der geringe Jahresbeitrag von 1,50 Mk. (in Gießen von 2 Mk. zu zahlen ist. * * * ** Wohltätigkeitskvnzert. Es fei wiederholt aus das am 'Freitag im Stadttheater stattfindende Wohltätigkeitskonzert zum Besten der Hinterbliebenen gefallener 116er hingewiesen. Das Programm wird sehr reichhalüg -gehalten sein.^Auch verspricht der Ruf, der den Mitwirkenden, besonders dem Solisten, ovraus- ge'ht, einen künstlerischen Gentrß. Näheres siehe Anzeige. * * * K. P. Mainz, 16. Juli. Der Mord, welcher sich am Vormittage des 25. November 1917 in Wiesbaden im Hause Faul- sbrunncnstraße 12 ereignete, beschäftigte das hiesche .Kriegsgericht. Des Mordes angeklagt ist der Gefreite, frühere Schneider, spätere Gärtnerei-Hilfsarbeiter Michael Krapczak. Er ivird beschuldigt, die Besitzerin eines Kafs^chatises, Frau Ehret, während die Doch:ep in der Äirche war, ermordet und ,beraubt zu haben. Ueber die Tat ist seinerzeit aussnhrlich berichtet worden. Krapczak wurde verurteilt n. a. wegen Fahnenflucht zu zwei Jährep Gefängnis, wegen Raub nnd Diebstahl zu 11 Jckhren Zuchthaus, wegen vorsätzlicher, aber nicht mit Ueberlegung ausgeführter Tötung z u lebenslänglichem Z u ch 1 h ä u s, Ausstoßung aus dem Heere und dauerndem Ehrverkust. Er hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Arois-Ohst- und Gartenbau-Verein Gießen. Gießen, 16. Juli 1918. Unter dem Vorsitz des Gr. Regierungsrats Langermann Welt ber^ Kreis-Obst- und Gartenbauverein Gießen am Sonntag den 14. Juli 1918 im Gasthaus „Zum Treppchen" in Heuchelheim 'eine diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab. In seiner Be- orüßungsansprache dankte der Vorsitzeitde zuitächft dem Stadtverordneten Simon für die Leitung des Vereins während der Zeit ferner Einberufung zum Heeresdienst. Sodann gedachte er in elnen- bei' Worten des sich um die Förderung des Vereins so außerordeitt- oerdient gemachten, auf dem Felde der Ehre gefallenen Land- imrtzedasträehrers Tr. H o f f m a n n zu Friedberg, sowie des gleich- wllo verdorbenen, denk Ausschuß des Ober hessischen Obstbau-Vec- one nng Körenden Altbürgermeisters Felbmann zu Lauter. Rotzer hob er hervor, daß die Mitgliederzahl des Vereins, die nmif neR m 1400 betrage, erfreulicheriveise durch den Krieg nur ernen verlolllntsmäßig kleinen Rückgang zu ver'.eichnen habe. . lcnrauf erfolgte die Erledigung der Tagesordnung. Aus An- lvu, des Zehrers Zeller zu.Hauser: wurde der Vorstand in seiner bi >i ,,i9ammen)etzung durch Zuruf wiedergewählr. Als Ans- ,ü-!.ctzailglleder zum Oberhessischen Obstbauverein wurde Lehrer - . s Ggestern w:eder- und Lehrer Zeller-Hansen und ,n i io r : m mÖHefeen neugewählt. Tie vom Stadtverord- ^ ^ 1 *[? ® ie ^ n und Lehrer R a b e n a n - Rödgen geprüfte >mg für d:e Zettvom 1. April 1915 bis 31. März 1918. ab- chlmb 'w mtt einem Barvorrat von 590,66 Mt. nnd einem Ber- »tand von 3697,86 Mk., wurde genehmigt und den: Rech- ner Entlcchamg ,ertatt.^Ter Voranschlag für 1918, von dem Vor- ul EnnAmeund Ausgabe auf 1930,66 Mk. festgesetzt, fand Annahme. Zun: Rechner und Sck>nstsührer wurde der 4 ?? K m bestellt und dessen Bezüge dem ckntrage des Vorstandes entsprechend festgesetzt . Tagesordnung erteilte der Vorsitzende dem Gr°f;h. l^attcinilnster R^nt, ch zu Friedb>>rq. den er bereite » IfÄ • &er b-grüsp hatte, zu jeiuem Vortrage ,,R a l ch l a ge t lt r d:e E: nmachzeit" das Böort. Von den mt.'ren.ntte.' AusNlhrnngen des Redners, die eine zahlreichere Zuhörers cl>a st, insbesondere Hausfrauen, hätten finden dürfen, ver- d Nnedergvgeben zu werden Gartenswisder Rentsck führte aus« . Letzte Nachrichten. Der neueft^ der Kecresleitrrng. (WTB.) Großes Hauvtauartier. 17. Juli. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. H e e r e s g r u p p e K r o n p r i n z R u p p r e ch t. Die Kampftätigkeit lebte erst in den Abendstunden auf. In ErlundungeVorstößen südwestlich von Ypern machten wir Gefangene. Südwestlich von Hebuterne hat der Feind seine Angriffe ohne Erfolg wieoerholt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Oertliche Kämpfe am Sameres-Grunde und westlich von Chateau-Tlfterry. Südwestlich von Conrtnnont schoben wir unsere Linieil bis an den Snrmelin-Abschnitt l>eran. Heftige Gegenangriffe führte der F-eirrd mit starken Kräften gegen unsere Front auf dem Südufer der Marne. Seine Angriffe brachen unter schwersten Derlnsteil teilweise nach er- bittertenl Kampfe vor unseren Linien zusammen. Auf dem Norduser der Marne wurden die Erfolge des ersten Angriffs- cages erweitert. Nack? Abwehr französischer Gegenangriffe stießen wir dem FE. Ot bis auf die Höhe nördlich von Vcn- tenil nach, kämpften uns durch den Rodezat- und Königs- mald hindirrch. Beiderseits der Avrc warfen wir den Feind auf das Reimfer Bergland zwischen Hantenil und nördlich von Pourey zurück. Ocstlich von fft die Lage llnverändert. Wir hiel- teu die feindlichen Linien unter starkem Feuer nnd verbesserten an der Römerstraße nnd an der Suippes unsere Stellungen. Norduoestlich von Massiges nahinen wir einige befestigte Höhen. Die Gefangenenzahl ist auf mehr als 18 (NH) gestiegen. * Ueber dem Kmnpffelde wurden gestern von neuem 36 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen. Leut- nant Menckhoff errang seinen 37. und 38., Leutnant Löwen- hardt seinen 37., Oberleutnant Loerzer ftinen 26., Leutnant Bolle seinen 22. und Vizefeldwrbel Thom seinen 21. Luftsieg. Der Erste Generalguartiermeister Lndendorff. * ck * * Paris, 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Eine Depesche ans Tokio meldet, daß am i 2. Juli in der Bucht von Tokujama auf dem japanischen Lmienschiff ...Kawatschi" 121 800 Tonnen) eine Erplosion stottgefunden har. Das Schiff ist gänzlich gescheitert. Man zählt mehr als 500 Tote. *. ^ & Aus Paris. Berlin, 17. Inti. Italienisch- Blätter melven ans Paris unter Krem 15. Juli mittags 4V2 Uhr: G^eu Mitterncoch. wurden plötzlichem der Richtung vm: Nordosteiher u na u fh ö r l i che vumpse Schläge internet solchen Menge und .Heftigkeit gehört, wie sie bisher niemals iu Paris Demommeit unicbeii. Die Wollen nm Horizont warer: vom AufbliFeu des KanoueufeUiers erleuchtet, uüd der Himmel hatte das Aussehen wie bei einem schweren Gewitter. Der Eindruck der neuen Offensive in Italien. Berlin, 17. Juli. Dem ,,Brl. Tagebl." imrd aus Chiasso gemeldet: Die neue Offensive in Frankreich ivird von der italüni- schen Presse mit deutlich fühlbarer Besorgnis Mtsgeuvminwn, Auch diesmal überrascht die Breite der Asngriffsfrvnt. Als vermutliche!: Angriffssektor hatte man bisher allgemein Ftanderi: bezeickmet. Der „Cvrriere della Sera" spricht von einem schrecklichen Sommer, der seinen Schlund auftue. Der Feind tverde vielleich: vorrücken, aber siegen dürfe er nicht. Zum Untergang der „Koningin Negentes". Amsterdam, 16. Juli. Wie die Blätter melden, hat heute nwrgen der S-chiffahttsrat die Untersuchung über den Untergang der „Koningin Regentes" begonnen. Be: der Zeugenvernehmung ettvähnte sowohl der Kapitän der Koningin Regentes" wie der der „Zaeland" und des „Sindoro" als eine ausfällige Besonderheit, daß sie schon por der 'Msahrt von den: Naval Commander in Boston schriftlich! befragt worden feien, ob sie- über die Fahttrcmte besondere Weisungen aus Rvtterdaur erhalten hätten. Auf diese Frage antworteten die Kapitäne ver- ptLinend. Bei den frühere:: Fahrten sei diese Frage nie cm sie gerichtet worden. Won den bisher vernomlmeire:: Zeirgen erklärt« sitz, nur der Kapitän der „Koningin Regentes" zu der Üesach- tze Unterganges seines Schiffes. Er sagte, die Explosion sei nicht tz- heftig gewesen wie bei einer Minenexplosion. Auch sei das Schiss nicht, wie es bei Minenexplosionen bis Mget sei, in die Höhe gehoben . morden. Das Sch>isf blieb stehen. Sonst brachte er nichts zur Errtärung des Untergauges der „Koningin Regentes" vor. Heute nachmittag hält der Schisfahrtsrat eine zwecke Sitzung ab Fliegerunfall. B u d a p c st, 17. Juli.. 'Ein für die L u f t p o st v c r b i n d u n g Budapest-Wien tätiger Doppeldecker, auf dem sich der Oberleutnant V a r g h a mb ,b er Leutnant Wi rge r befanden, stürzte in der Nähe der österreichischen. Grenze bei Ungariich-Alten- jburg ab. Die Flugmaschjine wurde völlig zertrümmert. Beide Insassen wurden getötet. Tie Ursach' des Unglücks ist noch nicht ftsi- gestelll. Offenburg erneut angegriffen. Karlsruhe, 16. Juli. Amtlich ivird berichtet : Offen- sburg wurde gestern nachmittag gegen 6 Uhr erneut von feindlichen Fliegern angegriffen. Durch die :ckge- dvorfenen Bomben wurden bedauerlicherweise eine Person getötet und eine schwer verletzt. Mehrere Bomben sielen auf das städtische Krankenbaus. Auch wurde sonst einiger Schaden ungerichtet. Eine genteinnützige Hmrsratgeseslschaft in Königsberg. Berlin, 16. Juli. (Priv-Tel., Dent „Berliner Lokal-Anzeiger" ivird aus Königsberg gemeldet: Eine gemein - in ü tzi g e Ha u s r a t g e se l l sch a st ist hier mit einem Kapi:5l pvn einer Million Mark gegründet worden. Die Gesellschaft icnll in Verbindung mit den .Kriegshilsskassen Barkäufe Nttndcrb-mck- telter ermöglichen. Getreideschiebungen. Berlin, 17. Juli. Aus P a d e r b o r n ivird dev: „Berliner Lok.-Anz/' über Bochum genrelc 't: Der unter dem Verdacht riesenhafter G o t r e i d c i chi e b n n g e n sestgenomme ne Kaufmann Hochheime r aus Steinheim ist gegen eine K a u 1 1 o :: von 500000 Mark auf freien Fuß gesetzt worden. Amtlicher Teil. Betr.: Festsetzung von Erzeuger-, Großhandels- und Kleinhandels-Höchstpreisen für das Großherzogtum Hessen und den Regierungsbezirk Wiesbaden. Bekanntmachung. Unter Aushebung der Preisfestsetzung in Ziffer III der Bekanntmachung vom 18. April, sowie der Bekanntmachungen 6. Mai, 17. Mai, 31. Mai. 28. Erzeuger preis —.15 -.20 .33 —.20 —.35 —.30 —.20 —.20 —.20 Ternüsesorte: 1. Rhabarber 2. Spinat lüngewässert) 3. Erbsen 4. Bohnen a) Stangenbohnen b) Busckchohnen c) Wachs- it. Perlbohnen d) Sau - (Pusf-ibohnen 5. Möhren. a; mit Kraut b) ohne Kraut 6. Mairüben ohne Kraut 7. Karotten a> mit Kraut b ahne Kraut 8. Kohlrabi 9. Frühweißkohl 10. Frühwirsing 11. Frühzwiebeln a) mit Kraut b) ohne Kraut 12. Mangold (Römisch-Üohll . .dem 26. l. M., in Kraft. Ueberschrerttmgen vorstehender Höchstpreisö- werde.: nach dem Reichsgesetz vom 4. August 1914 in der Fassung der Bekannt- machung vom 17. Dezember 1914 (R. G. Bl. S. 516' mit .äesäng-, uis bis zu einem Jahre oder Mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark besttast. Eine Ueberschreitung der Höchstpreise kann auch iu unzutreffender Sortierung erblickt werden. Die Preise verstehen sich nur ans marktfähige Ware erster Güte. Mainz, den 12. Jul: 1918. Hesfffche Landes-Gemüfestelle, Verwaltungsabteilung. Der Vorsitzende: Werner. Regierungs rat W i e s b a d e n, den 12. Juli 1918. Bezirksstelle für Gemüse u. Obst für den Regierungsdezirk Wiesbaden. Dröge, Geh. Reg.-Rat. 53281). Mai i tlib 11. Inn: ( ^ ckoMmi'i tan für das G roßhcr- e z i rk W i esbadcn die Erz eng.r , chsrpreisc : festgesetzt ,v:e folgt: 1. Truppe: 2. Gruppe: - Grotzh - Kleinh.- Trotzh.- «Uciuh . Preis Preis Pre's Preis —.18 —.25 — 17 — 23 —.36 —.46 — 34 —!40 —.50 —.61 —.46 —.56 —.50 —.61 -—.46 —.56 —.50 —.61 —.46 — 56 —.60 —.71 — 56 —.66 —.32 —.40 — 32 —.40 —.20 —.26 —.20 — 26 —.40 —.46 —.40 —'46 —.10 —.15 —.10 —.15 —.26 —.32 _26 — 32 —.42 —.50 _ 12 — 50 —.36 —.44 — 33 — 40 —.26 —.31 — 26 —.31 —.26 —.31 — 26 —.31 —.26 —.31 —.26 —.31 — .42 —.50 —.42 —.50 — .26 —.32 _24 - 30 beziehen silch aus' das Pfund, irauc^S :e tteten am Di enstag, Verwalmngc-ibreiltlug. der Landgemeinden Betr.: wie oben. Die Hessische L